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Darinnenn Auff des Durchleuchtigen Hochgebornenn Furstenn vnd herrnn, herrnn Wilhelms Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, Dietz Ziegennhain vnnd Nidda etc. gnedige verordenung vnnd beuelch fürnemblich in genere von seiner furstlichenn gnadenn Saltzwerck Sodenn alles was zu wissenn von nötenn, allennthalb zusammenn getragenn,
Darbenebenn auch etliche annderer außwertiger Saltzwercker gelegennheit beschriebenn, Auch ein Vniuersal Probirbuch, so auff alle Saltzwercker gerichtet, fürgestellet würdet
Alles S. F. G. vnnd derselbigenn Erbenn vnnd nachkommenn zu vnnderthenigem gehorsamb vnnd Ehrenn auch sonnst allenn anndernn so in Jegenwertiger vnnd kunfftiger Zeit mitt diesem vnd anndernn Saltzwerckenn vmbgehen vnd zuschaffenn habenn werdenn Zur nachrichtung vnnd bestenn in ordenntliche bücher gebracht.
Durch. M. Johannem Rhenanum Pfarherrnn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn.
Das Titelblatt: „New Saltzbuch … Durch M. Johannem Rhenanum, Pfarherrnn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn“ — heute: Neues Salzbuch … durch Magister Johannes Rhenanus, Pfarrer und Salzgraf zu Sooden Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 1, S. 7 · Digitalisat · gemeinfrei
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Foliierung 1 — Zeichen oben rechts sehr klein, Lesung als Blattzahl 1 nicht ganz sicher
Dem durchleüchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Wilhelmen Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda etc. Meinem gnedigenn fursten vnnd Herrnn. Durchleüchtiger Hochgeborner Gnediger furst vnnd Herr, E. F. G. seindt meine vber die pflicht, anndechtiges gebett zu Gott, Demnach vnderthenige, gehorsame, ganntz treuw vleißige diennste, stettigs zuuor Gnediger Furst vnnd Herr, das grosse schöne vnnd allerherrlichste Theatrum Vniuersi mundi, ist nicht vnuersehenns, vhrplützlich1[?], auch nicht vonn Ihm selbst wordenn: Sonndernn wie es allenn gelerttenn bekandt, wir auch in den Artickeln vnnsers Christlichenn glaubens bekennenn, à primo efficiente, oder Summo Creatore herkommenn, vnnd beschaffenn, Vnnd dieweil dasselbige, also einmahl gewiß, so werdenn auch wir mennschenn, vnnsere eigenn vnnd andere suliche2[?] vernunfft ohnn allenn zweiuell nicht ohne vrsach, vnnd ohne hohes wichttiges bedennckenn vonn ebenn demselbigen
der solches Theatrum geschaffenn hatt, emdtpfanngen1 habenn, Denn er hatt vnns die augenn, vnnd die sichtliche krafft vmb keines anndernn willenn gegebenn, denn das er damit zuuerstehenn gebenn, das es sein genntzlicher will vnnd meinung seÿe, das sein des Schöpfers geschöpff nicht im finsternn liegenn, noch verborgenn sein sollenn, sonndernn das dieselbigenn gesehenn, mitt vleis betrachttet, verstanndenn, vnnd daraus die grosse weisheit, vnnd vnaussprechliche gewaltt, gerechtigkeit vnnd guete, sein des Herrnn vnnd Schöpffers aller Creaturen colligiret vnnd abgenommenn werdenn sollenn: vnnd dennach2 ein solch grosmechttiger gewalttiger Herr vnnd Schöpffer vonn vnns geehret, gefurchttet, geliebet, vnnd anngeruffenn werdenn müge, Daher dann der könn: Prophet Dauidt sagt, das der Himmell vnnd das Firmament Gottes ehr vnnd ruhm preisenn, verkundigenn vnnd predigenn. vnnd als er in diesem schönen Theatro mundi ein gut weil mitt vleis vnnd hertzenn lust sich vmbgesehenn, die schönenn Ordtnungenn, vnnderscheidt vnnd nutz, der geschaffenenn Creaturen betrachttet, hatt er nichtt vnderlassenn könnenn, heraus zubrechenn, vnd mitt
grosser freudt, vberlaut zusagenn: Gros seindt die werck des Herrnn, Wer dieselbigenn betrachttet, hatt grosse lust darann, Weislich hat er alles gemachtt, vnnd seiner weisheitt ist kein zahl noch ennde, Vnnd der fromb Job, Welcher gleichfals mitt anndernn heiligenn, das grosse buch der Natur mit vleis tagk vnd nacht studiret, Sagtt: Das die Thierer1 vnns lerenn könnenn, Das ist, sie könnenn gebenn anlas, vnnd mittell, durch welches wir zur warenn Weisheit, vnnd rechttenn gehorsamb, jegenn Gott kommenn könnenn. Salomon, ist der nicht gewesenn der aller weiseste, vnnd der aller vleissigste erkundiger aller Naturlicher ding etc. Denn vonn Ihm geschriebenn stehet, das er vom Isoppen an, bis auff den Cederbaum, alle naturliche wesenn, eigenschafft vnnd wirckung aller kreuter, gesteudt vnnd Beume, mitt vleis gesucht, vnnd dauon in ganntz bestenndiglich, vnnd vffs aller zierlichste hatt redenn könnenn, Darzu im dann Gott auch sonnderlich mit seiner gnadenn geholffenn, das werck seiner hennde befordert, sein ingenium, als sein selb eigene, im gegebene gabenn, ganntz herlich gezieret, vnnd darmit bewiesenn, das im solchs vorhabenn, vnndt Gottselig Studium gnedig gefallenn, Vonn anndernn
Exempeln dis ortts weitter anmeldung aus der heiligenn schrifft zuthun, achtte Ich vor vnnötigk, Es seindt auch die Heidenn so grob vnnd viehisch nie gewesenn, das sie das studium der Philosophi, vnnd der naturlichenn ding erforschung, Welche mann auch mit den augenn selbst für gewis erkennenn vnnd sehenn kann, Inn den windt geschlagenn vnnd verachttet hettenn, sonndernn sie seindt aus vleissiger nachtrachtung vnnd obseruation der Himlischenn Gestirn, vortreffliche herliche Astronomi wordenn, Habenn von allenn Metheoris, bestenndiglich schreibenn vnnd redenn könnenn, So seindt auch viele befundenn wordenn, Welche zugleich auch vonn Irdischenn dingenn, das ist vonn denenn dingenn zuschreibenn sich beflissen, Was Inner vnnd ausser der Erdenn, an Metal, Ertz, Miner, Brunnenn vnnd dergleichenn, wechst vnd ist, Wie solches beudt1 in Göttlicher heiliger schrifft, vnnd sonnst hin vnnd wiedder beÿ den Heidtnischen Scribenten, zusehenn vnnd zufindenn ist Vnnder anndernn gelertenn aber, findt mann beÿ den Historicis beschriebenn, das sich erstlich in Phaenicia zwenn treffliche gelerte menner Misar2[?] vnd
Sidich, mitt höchstenn vleis bemühet habenn, herfür vnd ann tagk zubringenn, Was doch das Saltz seÿe, vnndt woher es seinenn vhrsprung nehme, vnnd als sie denn sachenn lanng nachgedacht, Habenn sie es darfür genntzlich gehalttenn, das es nichts dann wasser vnnd Erden seÿe, Welches gleichsamb wie Laugenn durch aschenn, also durch die erdenn gegossenn werde, In welcher dan durch die krafft des Oberstenn Schöpffers vnd des Himmels zuwegenn bracht, vnnd distilliret werde, ein solch artificialisch Saltz, welches volgenndts den menschzu gutem gepraucht könne werdenn, Anndere habenns darfür gehalttenn, das es ein Innerlicher schweis der Erdenn seÿ, Welcher zugleich, wie sich der Regenn durch der Sonnenn hitz in die höhe vffzeucht, oder wie sich in einem Alembico aus den kreuternn, die feuchttigkeitt obenn Inn helm zeuchtt, vnd volgenndts der Regenn wieder herab, auff die erden felt, vnnd dieselbenn befeuchttet, vnnd durch die Nasen des Helms das zusammen gezogene wasser heraus tropfflet, also auch durch die Innerliche hitz in den gebirgen, die ewige Immerwehrennde dünste vffgezogenn, vnd enndtlich mit gewaltt Irenn ausflucht suchen, vnd
also sich nach natur der erdenn, durch welche sie ausdringenn, der erdenn eigennschafft ann sich nehmenn, vnnd enndtweder Saltzig, hitzigk, oder anndere qualitates ausfurenn. Sezenn dessenn diese vrsach, das die Saltzbrunnenn, nit allein vngleicher Substantz vnnd wesenns, vnd ein Brunnen nit altzeit gleiche reiche Sohlenn, an quantitet vnnd qualitet gebenn, Sonndern auch etlich Saltz, nach den farbenn des Erdtrichs geferbet werde, wie denn offennbar, das das Memphitische Saltz roth, das Sicilische Purpur, das Capadocische Saltz Saffran farbe, das Partische glentzenndt, das Agrigentinische weis, wie sonnst gemeinlich alle anndere Saltze seindt, vnnd das derwegenn das Saltz Res elementata, aus wasser, Erdenn, vnnd des Himmels krafft oder influentz, heruor brachtt vnnd vervhrsachtt werde, Dieser meinung ist vornemblich der weittberumbte Naturkundiger vnnd herlichste poëta Jouianus Pontanus in suis Methæoris. Anndere habenn denn sachenn weitters mit allem vleis nachgedacht, vnnd [übergeschrieben: seindt] letzlich dahin gerathenn, Weil
sie gesehenn vnnd erfahrenn, das grosse Berge hin vnd wiedder, sonnderlich aber in Polenn, in Hungernn, Kärntten, Steÿrmarck, vnnd anndernn vielenn örttenn befunden werdenn, In denenn nichts annders dann Saltz ausgehauwenn wirdt, desgleichenn alle Mehr saltzigk sindt, welche doch nicht alle aus den Innerlichenn schlussen der Erdenn, heruor kommenn, Sonndernn durch der Sonnenn hitz vnnd des Himmels krafft vervhrsacht werdenn, vnnd dennach das saltz ein selbstenndig ding, Ja wie der augennschein, vnnd die erfarung ausweisett, das dritte vnnd groste theil, der weltt nichts dann Saltz seÿe: das dennach die Salsedo vnd scherffe der Sohlenn, nach vnnderscheidt vnnd eigennschafft der Erdenn, durch welche sie fleusset, secundum magis et minus vervhrsacht vnnd produciret werde, Anndere seindt auch gewesenn, welche gemeinet, das die Saltz: vnnd anndere Brunnenn, aller aus dem Meer herkommenn, aber diese habenn ganntz weit gefehlet, vnnd nicht wahr genommenn, das sich solches ganntz vnd gar nit reÿmenn wölle Wanndt aber diese vnnd dergleichenn Opinionen vnd meÿ=
nungenn, auszufurenn ein grosse weittleufftigkeitt erfordert, vnnd dieses ortts nichtt beschehenn kann, als ist mein vorhabenns, dauonn einenn sonnderlichenn Tractatum, wie Ich denn albereitts im werck zuschreiben, vnnd E. F. G. zu gelegener zeitt zu vbergebenn, Dauonn will ich aber dismals allein sagenn, das alle Naturkundiger, in betrachttung aller naturlichenn ding, nuer Materiam et formam, vnnd wie die in der Natur seindt, betrachttet habenn: aber ein Theologo will gepurenn, das er etwas höher steige, vnndt Causam efficientem, solcher Natur grundtlicher suche, das ist, er mus betrachttenn, vnd denen suchenn, der die Natur also geordenet vnnd anngerichttet hatt, Item Wo zu, vnnd zu welchem enndt solches also anngerichttet, vnnd geordtnet seÿe, Denn die erste weise vnnd erforschung der Naturlichenn ding, weiset nicht mehr, als ordinem in rebus, ut sunt et fiunt. Die anndere aber gibt den Herrenn der solches alles wircket vnnd habenn will, vnnd beweiset das derselbige Jegennwerttigk seÿe, vnnd aus der Natur, nach seiner vnbegreifflichenn vnnd vrenndtlichenn1
weisheitt vnnd hohenn verstanndt, mitt seinenn almechtigenn fingernn, alles formire vnnd zu einem gewissen enndt oder ziel richtte. Vnd schleusset der Theologus, Ob wir wohl etwas durch vnnsere scharffsinnigkeit vnnd vleissige nachforschung der naturlichenn ding, Materiam et ordinem naturalium ersehenn, vnnd abnehmenn könnenn, so behalte doch der Schöpffer, vnnd allergrosseste kunstler, im allwegenn in allen dingenn, nichts ausgeschlossenn, so viel zuuor, das wir daruber erstarrenn, vnnd nicht annders als ein blinder im finsternn tappeln müssen, Wie dann solches auch der vortrefflichste Heidtnische Philosophus Aristoteles selbst gefuelet, vnnd geklagtt1 hatt, Da er sagt, das vnnser verstanndt in den naturlichenn dingenn, wenn wir meinenn, das wir dieselbigenn, so klar vnnd ausfuhrlich ergründet haben, das manns auch mitt den fingernn greiffenn könne, Je so blindt vnd so weit vonn dem grundt der sachenn seÿe, als ein Nachteul vonn der Sonnenn glanntz: Denn wir allesampt sehenn vnnd verstehenn das geringste vnnd schlechteste theil der Wercke Gottes, könnens vbrige weder ergründenn noch aussprechenn,
Wie aber dem allen, so will ich dismahls als der geringste vnnder den Philosophis vnd Theologis, vom Saltz, dessen vrsprung, eigennschafft vnnd nutzenn, etwas also viel Immer muglich, mit wenigenn worttenn, kurtzlich einpringenn, Denn ich haltt das Saltz vor ein naturlich wunderwerck vnnd geschöpff Gottes, welches er in vnnd nach der natur durch wasser vnd erdenn, herfurbringt, vnnd damit seine freÿe milte hanndt, grosse vnnd vnaussprechliche gewalt, höheste vnnd vnerforschliche weisheitt vnnd guete, Jegenn vnns mennschenn Ja der ganntzenn welt offenbaret, denn seine weisheitt Je in dem erkanndt, vnnd billich gepreiset wirdt, das er alles, was zur volkommenheit der welt nötigk gewesenn, ohne Jemanndts eingebenn vnnd bedennckenn vor sich selbst, vnnd was dem mennschenn vnnd viehe zur gesundtheit, vnnd artzneÿ diennstlich, lannge zuuor, ehe auch die beschaffung aller ding anngangenn, ersehenn, vnnd also aus zweÿenn: Nemblich wasser vnnd Erdenn, ein solches dritte simplex vnd per se constans elementatum, heruor zubringenn, vnd zuerschaffenn, vor nottwenndigk erkannt hatt.
Seine gewaltt aber wirdt in dem erkanndt, das alles was er zuuor beschlossenn, vnnd im vorgenommenn, solches auch ohnn einigs verhindernn, ohnn alle muhe, Ja gantz ohn alle beschwerung, vnnd leichtlich mitt einem athem oder wortt zuwegenn hatt bringenn könnenn, vnnd zugleich mit demselbigenn almechtigenn athem oder wortt, das es nicht vffhörenn, sonndernn wehrenn vnnd bestehenn müsse, bis anns enndt der weltt bestetiget, Wie ich solches beids in meinem grossenn Tractatu ausfurenn, vnnd das wiederige ablehnenn will. Es ist aber das Saltz feuriger eigennschafft vnnd nattur, wie solchs ipso sensu communi offennbar vnnd bekandt ist, Daher denn die Philosophi vnnd Naturkundiger gemeinet, das es ein Cognation oder verwanndtschafft, mitt der Sonnenn habe, vnnd das es ein sonderlich geheimnus seÿe, Weÿl Irer beider benennung so gleich lautenn, vnnd nur durch einenn einzigenn Buchstabenn vnnderscheidenn werdenn, denn Saltz im Latein Sal, vnnd die Sonn Sol genennett werdenn, Sodann das Saltz feuriger vnnd warmmer Natur ist, so mus Je nottwendig eruolgenn, das seine eigen=
schafft, nicht allein sey. erwermenn, sonndernn auch trockenn, zumachenn: aus welchem weitters zuschliessenn, das es die nassenn vnnd kaltten erder1[?] erwermet, vnnd austrocknet, vnnd per Consequens traghafftig2[?] machet, Item das es die Phlegmata in Corpernn verzehre, vnnd alle feulnis vnd Corruption abwennde, vnnd also per Consequens das Corpus erhaltte, vnnd langwerenndt mache, Welches zwar den König aller Poëten Homerum bewegtt hatt, das er das Saltz vor ein sonnderlich Götliches wesenn, vnnd Symbolum der Ewigkeitt geachttet hatt. Es erwermbt auch das Saltz, wegenn seiner naturlichKrafft, den Magenn, befordert die digestion desselbigenn preseruirt vor aller feulnis, erwecktt Lust zuessenn, verzehret die vbrigenn feuchtigkeitt, welches auch wie die Naturkundiger sagenn, die natur den Taubenn also Inngebildet, das sie Irenn Jungenn saltz einstreuenn3[?], sie damitt zur speise anzureizenn. Es macht auch das Saltz den geschmack subtil vnnd gut, vnnd insonnderheitt wirdt in allem saltz, ein sondere Krafft vnnd Lust, zu ermehrung allerley
thierer vermerckt vnnd befundenn, wie das alle Naturkundiger einmutigk bezeugenn, Deshalb denn auch Venus, darumb das sie aus Saltz vnnd Meer herkommenn, Haligena genanndt wirdet, Denn am Vffer des Meers viel mehr lebenndiges gewurmbs von Schneckenn vnnd anndernn vngeziefernn, vmb des Saltzes willenn fundenn werdenn, denn in den Teichenn vnnd süssenn wassernn, deshalb denn das Saltz, nit vnzimblich Mater Viuentium genennet wordenn, Dieweil denn nun aus diesem allenn erscheinet, das das Saltz Res omnino medicinalis, vnnd zur gesundtheitt der mennschenn vnnd viehes sehr nötigk seye, So habenn die alttenn Weisenn heidenn hiervonn sehr viel gehalttenn, dasselb in stettenn brauch vber disch gehapt, vnnd keine speise ohnne saltz zu sich nehmenn wollenn, auch damit Je die speise, durch einenn andernn nit verderbet, oder versaltzenn wurde, hatt ein Jeder souiel ihm vonnötenn, des vffgesetztenn saltzes genommenn, vnnd genossenn, Welches volgennds in also einenn stettigenn brauch kommenn, das sies nicht allein, als ein leibs Artzeney, zur gesundtheit gebraucht, Sonndernn sie habenns auch traus
sumptiue, vff die Ethicam vnnd Mores gezogenn, also das alle gesprech vnnd rede solttenn wie die rechtt wohlgesaltzene speise, lieblich vnnd lustig sein, vnnd keinenn verdris Jemanndts machenn, Daher sies dann auch vor ein sonnderlich böses Omen geachtet, wenn das saltz verschüttet wordenn, Einen langweiligenn vnlustigenn mennschenn, haben sie insulsum, in cuius corpore ne mica salis wehre, gescholtenn, vnnd ist bey den Erbarnn heydenn, ein Symbolum der messigkeit gewesenn, Da mann zusagenn pflegt, zuuiel vnnd zuwenig giltt nicht, Der Philosophus Diogenes, hatt vff ein zeit gesagt, er wolle lieber zu Athen saltz leckenn, das ist in mittelmessigenn stanndt lebenn, denn mit dem Cratero vber seiner Furstlichenn Taffelnn essenn, Denn ers darfür gehalttenn, das solchs gefehrlich. Also habenn auch anndere die redenn so heimlich stechenn, vnd verletzung hinder sich habenn, Salsa dicta, Wie dann auch kurtzweilige redenn, Sales genennet, Desgleichenn habenn sie zur warnung gesagt, Salem et mensam ne prætereas, das ist, es solle keiner keinenn vnlust erregenn, vnnd das Gelagk verderbenn, So
ist auch das Saltz, zu allenn Gottes dienstenn vnd Opffern gebraucht wordenn, Denn dieweils expers Corruptionis et perpetuitatis Symbolum ist, habenn sies denn Opffer darumb zugefugt, weil im Gottes diennst kein Corruptio, sonndernn perpetuitas sein solle, Demnach denn auch das Saltz einenn gutenn geschmack machet, das mann eigenntlich die Sapores vnderscheidenn kann, So ist auch die discretio, das ist der verstandt vnnd bescheidennheit, Inn sachenn recht zuerkennen, Sapientia, das ist Sal a sapiendo genennet wordenn. Vnnd weil dem allen nun also, Nemblich, das das Saltz die beste wurtze zur gesundtheit, vnnd mehrung der lebenndigenn Creaturen, diennstlich vnnd notwenndigk, sonnstenn auch grosser sachenn vnnd geheimnissen vns erinnert, vnnd aber dieses nicht, durch mennschenn scharffsinnigkeit vnnd geschicklichkeit, sonndernn allein aus Gottes des almechtigenn, vnnd allein weisenn guete, enndtstanndenn, vnnd noch teglich ist, vnd wirdt, solchs aber alles vmb vnsert willenn, das wir vns Corporis, Morum vnd Animæ Valetudinem, desto besser befleissenn sollenn, anngesehenn, So ist es rechtt
vnnd billich, das wir nit allein mit grosser Reuerenz vnnd ehrerbietung aus der milttenn hanndt Gottes, solchs entpfahenn vnnd annehmenn, Sonndernn desselbenn rechttenn brauch wohl studiren vnd lernenn, auch der guete Gottes für diese wolthat, welche, wie mann sagtt Vsu & crebritate, geringschetzig vnnd gar gemein, vnnd nichts werth geachttet möchte werdenn, Inn rechtenn brauch bringenn, Innsonderheit aber, weil der almechtige Gott E. F. Gl. hochlöbliches Furstennthumb Hessenn, mit einer herlichenn Fundtgrubenn oder Brunnenn, Natiui vnd Coctilis salis, in vnserm liebenn Vatterlanndt, für vielenn anndernn Furstennthumbenn vnnd Lannden, welche gernne mit grossem kostenn, gutt vnnd geldt, bey Ihnenn Saltzwerck annstellenn wolttenn, begnadiget, vnnd also dieses löbliche Furstennthumb gesaltzenn, vnd zur lebenndigenn Apotheckenn gemacht, sollenn wirs erkennenn, recht brauchenn, vnnd Gott so lenger so mehr dannckenn, preisenn, lobenn vnnd ehrenn, Demnach nun gnediger Fürst vnnd Herr, Ich ohne zweiffell, aus dem willenn vnnd versehung Gottes, vonn
E. F. G. Herrnvatter hochlöblicher gedechtnus, an dieses ortt vnnd ennde des Furstenthumbs Hessenn, meines geliebtenn vatterlanndts, zu einem Prediger vnd Saltzgrevenn verordenett, das in denn Sodenn, da diese lebenndige Quelle, der wunderlichenn guete Gottes, alle tage mitt verwunderung gesehenn, vnnd daraus menschenn vnnd viehes Artzeney, aus der reichenn vnnd mildenn Hanndt Gottes, Immediate geschöpffet, vnnd empfanngenn wirdt, Hab Ich meines ampts ein nottürfft erachttet, Erstlich meine Auditores, vf dieses beneficium Dei vielmahls zuverweisenn, Damit sie fernner, desto ehr Gott vertrauwenn, vnnd es mit demut, vnnd in warer Gottseligkeit, erkennenn, vnnd gebrauchenn mögenn, vnnd solchs vonn der Cantzell nicht allein mündtlich, Sonndernn auch furs annder, Weil E. F. G. ein solches gnediglich vonn mir begerett, mit [gestrichen: ?]1 der feddernn, vnnd schrifftlich, E. F. G. schuldige, vnderthenige ehre vnnd gehorsamb zuerzeigenn, etwas an den tagk zubringenn, mich enndtschlossenn vnd furgenommenn, Gleich aber wie kein speis so sues vnnd gut nichtt ist,
Unsichere Lesungen
Z. 16: [gestrichen: ?] — Streichung am Zeilenende unleserlich
wo die fuei1[?] zu kommenn konnenn, die nicht vonn fliegenn beschmeist, vnnd vonn den Meusenn benaget vnd zerschrottenn werde, Auch so recht vnnd wohl nichts gethann, noch geredt wirdt, Welches wie der Heyde sagtt, vonn bösenn gifftigenn zungenn, nicht könne Cauillirt vnnd vbell ausgelegt werdenn, also mache Ich mir keinenn zweiuell, es werdenn gifftige Natternn vber diesenn meinenn vleis vnnd arbeytt kommenn, (: denn wer ann den wegk wie mann sagt, bauett, hatt viel meister :) die es mir zu keinem gutenn, was Ich hie gethann, deutenn vnnd auslegenn werdenn, Inn fürwenndung, das dieses meines schreibenns, ganntz nicht vonnötenn, vnnd die sachenn ohne des besser vnd klerer am tag vnnd bekanndt, denn es vonn mir in solchem schreibenn, erkleret vnnd beschriebenn werdenn könne. Werdenn auch sagenn, es sey diese meine arbeit, auch mehr Politisch denn Theologisch, vnnd derohalbenn nicht meines berufs vnnd ampts, vnnd obs gleich einem gelertten zugelassenn, So sey es doch ein Heidtnisches vnnd Philosophisches ding einem Theologo (: der nichts wissen noch hanndtlenn soll, denn was Christi vnnd Gottes sache :)
belanngt, nach dem dicto des Heiligen Pauli, Nemo militans Deo implicet se secularibus negocijs :) nicht von nötenn zuwissenn, Vielgeschweigenn zu tractiren, vnnd dauonn zuschreibenn : Solle sich auch mit weltlichenn hänndeln nicht bekümmernn, noch annehmenn das seye Philosophisch ding, welche Je vnnd alwegenn Hæreticos oder Ketzer gemacht, vnnd gegeben, vnnd derohalbenn vom Apostell Paulo als alienum à Theologia, den Predigernn ganntz vnnd gar niedergelegt vnnd verbottenn wordenn, Derowegenn einem Prediger besser seye, hieruonn geschwiegenn, denn geredt, oder geschriebenn. Darauff Ich anntwortte, das es wohl war, ob gleich meine feddernn geruhet vnnd geschwiegenn, das Saltz nichts desto weniger saltz gewesenn, vnnd saltz pliebenn were, vnnd durch mein arbeit vnd schreibenn, das Allendorffisch Saltz weder besser noch erger wordenn, Ich bin auch selbst meines geringenn verstanndts vnnd vermögenns in so reicher vnnd weitleufftiger Materien vnnd sachenn, mir leider alzu wohl bewust, Jedoch weil E. F. G. ein solches zu tentiren vnnd annzugreiffenn, vonn mir ver
dieser zeitt gnediglich begeret, Ich auch ein sonnderlich neigung durch Gottes milde guete hierzu habe, vnnd ohnne des schuldigk mich erkenne, zum Tabernacul Gottes meine gabenn einzubringenn, Welches, wo es nicht Silber, Goltt, Sammet oder Seydenn, doch nach meinem vermugenn, ziegennhar, Dachsfelle, Saltz, vnnd geringer Materien sein könnenn, Damit Gottes Herligkeit auch am Saltz alhier zun Sodenn desto reicher vnnd mechtiger herfür vnnd am tagk komme, als habe Ich als ein beruffener diener Gottes, dieser kirchenn Inn Sodenn, nicht allein ampts wegenn, sonndernn auch, weil Ich des Hochlöblichenn Furstenthumbs zu Hessenn, meines geliebtenn vatterlanndts Einwöhner, desgleichenn bestelter Saltzgreue bin, vnnd vonn dem theurenn vnnd Christlichenn Heldenn, dem durchleuchttigenn vnnd hochgebornenn Furstenn vnd Herrn Herrn Philipsenn dem Elttern, Weylanndt Lanndtgrauen zu Hessenn, E. F. G. Herrnn Vatternn, Meynem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Hochlöblicher Christmilder vnnd seliger gedechtnus, Wie auch nicht weniger vonn E. F. G. selbst, mir dieses werck, vielfelttigk benohlenn wordenn, vnnd beide vonn Hochge=
dachtenn E. F. G. Herrnn Vatternn, auch E. F. Gl. mir viel gnade vnnd guts widerfarenn, E. F. G. auch danckbarlichenn gehorsamb zuleistenn schuldigk erkennet, ob gleich nicht fundamentaliter vnnd ausfurlich, doch superficialiter, anndernn für sich etwas bessers zu machenn, anreitzung zugebenn, solche schwere arbeytt, desto lieber vnnd getröster für die Hanndt genommenn, vnnd also, als zwiefach verpflichttet, mich derenn arbeit meines bestenn vermugenns vnderstanndenn. Hoffe, E. F. G. werdenn mit diesem meinem vnderthenigen willenn, vnnd Talent, nach des Poeten meinung vnnd Judicio, in magnis Voluisse sat est, gnediglich zufriedenn sein. Das aber die Zoyli mir fürwerffenn, vnnd wöllenn es sey mir nach dem dicto Pauli, weltliche sachenn zu tractiren, als ein Theologo verbottenn, achtte Ich, das die guete Herrnn, Wie fernn Politica den geistlichenn verbottenn, nicht verstehenn, oder vielleicht mit vleis nicht verstehenn wöllenn, Vnnd des zum beweis sage Ich, Es war die Administratio des Judischenn Reichs, ein gantz
Politisch vnnd weltlichs ding, Jedoch beuahl vnnser Herre Gott, den Priesternn, das sie Jura vnnd leges studiren solttenn, vff das im fall der noth, der König der Priester sich zutröstenn, vnnd sie mit gutem rath, dem König in Politischer Administration, damit es recht zuginge, nicht lasternn, sonndernn befordernn solttenn, Ja es Iniungirte vnnser Herre Gott dem Könige, das er in wichttigenn vnnd schwerenn henndelnn, der geistlich Rath brauchenn, vnnd Ihr Judicium hörenn sollte, darumb der Prophet sagt: Scientia soll sein in labijs Sacerdotum, vnnd Lex oder das recht soll vonn Ihnenn gelernnt vnnd befragt werdenn, daraus zusehenn, das Judische Priester Juristen gewesenn, Die Historien der Bibell bezeugenn, das sie Ertzte, vnnd auch wohl des kriegs nicht vnerfahrenn gewesenn sein, vnnd damit Ichs kurtzlich beschliesse, So gebenn text vnnd Historien der Bibell zuverstehenn, das ein Prediger, wo nicht omnium, tamen plurimarum rerum scientissimus, vnnd also beschaffenn sein soll, das er de iure, licet non de facto, zuerkennenn vnd zu redenn macht habe.
Derwegenn der spruch Pauli zuverstehenn, vonn den polipragmonibus, die in weltliche geschefftte, so tieff sich einsteckenn, vnnd einlassenn, das sie auch de factis zuerkennenn, das Jus Ihnen nehmenn, vnnd zu wenndenn: Das sie Ires ampts, vnnd des Predigenns [übergeschrieben: vnder des] vergessenn, vnnd alle tage vf Cantzleyenn hadernn, vnnd Causas agiren, Wollenns bey der Scientia nit bewenndenn lassenn, Sonndernn in Praxin sich einhenckenn, vnnd einmenngenn, vnnd wie ein Crocodil, zu wasser vnnd Lanndt Jagenn, In kirchen vnnd foro politico sich hörenn vnnd sehenn lassenn, vnd so aus der Consequentz des fürgeworffenenn Dicti Paulini, einem Theologo soltte simpliciter weltliche henndell vnnd geschefftte, verbottenn vnnd niedergelegtt sein dörffte ein Prediger kein Ehemann, vnnd auch kein haushaltter sein. Derwegenn weil Ich nur παρεργικῶς1[?] vnuerhindert meines Predigenns, vnnd meines studij Theologici geschrittenn, Wirdt ein Erbar vnnd vernunfftiges hertz, mich wohl enndtschuldiget halttenn, So ist auch nicht weniger, Es habenn die Erbarnn Heiden
vnnd Ihre gelerttenn in erkanndtnus der Naturen, vnnd Ihrer Ordenung, sich sehr geubt, vnnd beflissen, auch so fernn in erkanndtnus vnnd betrachtung derselbenn kommenn, das wir vnns höchlich zuverwundernn, wie sie so hoch vnnd tieff Inn die Natur gestiegenn, das wir zu vnnserer zeitt vonn Ihnen in vielenn dingenn lernenn müssenn, Aber wie dem, So ist Scire per se Jucundum et dulce, Ir meta vnnd finis gewest, vnnd seindt ihr gar wenig, die das quare sic est, gesucht vnnd fundenn habenn, Darumb sagt Paulus, euanuerunt in cogitationibus suis, sie seindt in Ihrenn gedannckenn Eyttell wordenn, Ein Christlicher Theologus aber, oder Philosophus, denn der Heylige Chrysostomus de Theologiam allenntthalbenn Philosophiam nennet, bleibt nicht in erfarung vnnd erkenndtnus der ding, ihrer Materien vnd form, das sie seindt, Sonndernn suchet efficiens primum et finem ultimum, Wer der sey, der es also habenn, vnnd warumb ers also habenn wölle: Darumb habenn die Heidenn, in erkenndtnus der dinge, so da seindt etwas vnns vorgearbeittet, vnnd ein hülffe
gethann, sollenn wirs mitt dannck erkennenn, vnnd annehmenn, vnnd was sie anngefanngenn, aber vnuolenndet gelassenn, sollenn wir aus Gottes wortt, vnnd offennbarung zur perfection vnnd volkommenheit befordernn, Darumb sagtt Augustinus rechtt, So die Heydenn etwas gutes gehapt, vnnd dessenn brauch nicht gewust, sollenns die Christenn Ihnen, wie die Israeliten den Ägiptern thetenn, enndtwendenn, vnnd in den rechttenn brauch, darzu es Gott verordenet, vnnd habenn will, richttenn vnnd bringen. Derwegenn ist erkanndtnus der dinge, so da seindt secundum materiam et formam ein Heidtnisches vnnd Philosophisches studium, secundum autem efficientem et intentionem eius, Ists ein Christliches vnnd Heyliges studium, Weil Gott der allerheiligste dieses selbst herfür bracht, vnnd anngerichtet hatt, vnnd selbst ein Vatter der Natur wordenn, Darumb er von den gelertenn Physicis, oder naturlichenn Meisternn, natura naturans genanndt wordenn, Wircket auch noch vnaufhörlich der almechtige Gott nicht allein die natur, Sonndernn Inn vnnd durch die Natur:
Oder ist vber vnnd ausserhalb der Natur, gar selten, vnnd wiedder die Natur gar nicht, wie die Theologi wissenn, Er beuiehlet auch, das die vernunfftigen Creaturen der Naturen war nehmenn, vnd nicht wie die Bestien oder bruta, in der Natur sein, vnd doch diese nicht wissenn noch kennenn sollenn, Darumb er, wie annfanngs vermeldet, vns also erschaffenn, das Obiectorum species, wir Inn vnnsere Sinne schöpffenn, diese fassenn, vnnd bey vnns lange zeitt tragenn könnenn. Der grosse Herr vnnd naturliche Meister Gott selbst, erwecket vnnd macht Physicos, gibt den Geist, vnnd befederts wunderlich, etiam infundendo, oder wie es die Theologi nennenn, spirando, wie ann Salomone zusehenn, Ja Gott der Hochste Theologus, zeiget Locum et Vsum der Naturenn, vnnd seines Geschopffs, in der Heiligenn Theologia selbst, So wir eigenntlich sehenn könnenn, wie vnnd wozu er die Physicam gebraucht, Hat dieses Studium der Naturen, bis dahero gewaltiglich vnnd mechttig erhalten, das es nicht vntergaungenn, verloschenn, noch auff=
gehöret, wie in Josepho zusehenn, vnnd seindt die Patriarchenn, Adam, Noah, Abraham, Jacob, alle fürbündige, herliche vnnd grosse Physici gewesenn, Seindt auch die bestenn Theologen, Christus selbst, Lucas, Paulus, Augustinus, Magi, Chrysostomus, die Prister in Persia, Nazianzenus seindt alle, wie auch zu dieser zeitt, die aller furnembstenn Theologen, Physici gewest. Es ist auch die erkenntnus der Natur zum verstanndt des erstenn Artickuls vnnsers Christlichen glaubenns, vonn der erschopffung aller dinge, oder de regno potentiæ et sapientiæ Dei, Ja die ganntze heilige schriffttenn auszulegenn, vnnd zuuerstehenn, hochnötigk, vnd wirdt, was Saltzseule, Saltzbundt, Saltzbrun, Saltzthal, Saltzopffer, vnnd Conspersio seye, keiner verstehenn, wirdt auch, was diese Phrases sein, vnd wollenn, Vos estis Sal terræ, vnnd sermo sit sale conditus, keiner ersehenn noch verstehenn, Denn nur ein Physicus, der der Naturen kundig ist. Ob nun wohl gesagt werdenn will, das Hæresi Archæ grosse Philosophi gewest, wie wohl zuglaubenn, So volget doch nichtt, das Philosophia, welche an sich
selbst heylig vnnd Gottlich ist, sie zu ketzernn gemacht, sonndernn der schenndtlich misbrauch der Philosophi, derselbe hatts gethann: So sie Gottes mechtige vnnd freye hanndt, mit Irer kunst meister, vnnd der freyheit Gottes, die Natur wie sie ist, vnd leufft, opponiren vnnd zugegenn setzenn, vnnd mit dem naturlichenn lauff, vber naturliche thatenn Gottes ermessenn, vnnd ergrundenn wollenn, vnd also die dienerin, mit Irer frauwenn, der sie vnnderworffenn, vnnd vff den diennst warttenn sollenn, die Philosophia, mit der heiligenn Theologia, wie Agar mit der Sara zustreittenn sich vnnderstanndenn, machet auch derowegenn Philosophia, wenn sie Theologiæ auffwarttet, nicht allein keinen ketzer, Sonndern einenn vleissigenn auffwartter vnnd diener, in Gott bey den Reichenn, Nemblich der gewalt vnd gnadenn, Der Heylige Apostel Paulus auch, do er für der Philosophi, die zu Colossis warnnet, verdambt nichtt simpliciter ganntz vnnd gar dieses studium, Sonndern sagt, es sey ein studium philosophiæ, das Vanum vnd
Inane heisse, zur Gottseligkeit nichts nutze, nur vff1[?] weltliche kurtzweil, die zeit zu vertreibenn gerichttet, als die da redt vonn denenn dingenn, wie sie seindt, aber nicht warumb sie seindt, vnnd wo sie herkommenn: Sonstenn wer Pauli schrifftenn mit vleis lieset, wirdet bekennenn vnnd sagenn, das er in Vera philosophia, sehr fürtreflich gewesenn seye, denn er Je wohl vonn den Metheoris hatt redenn könnenn, vnnd Irenn Vsum vnd finem gewust, vnnd anngezeigt, vnnd lobt nicht, wenn mann in Philosophia annfehet, sie aber zum rechttenn ende nicht bringenn will, Sonndernn wenn die anngefanngene gute gedannckenn vnnd Speculationes, wie ers nenntt verschwindenn, vnnd ehe sie zum ennde kommenn, auffhörenn, solchs misfelt ihme, Aus welchem wohl vnnd fest gesetztenn grundenn volgenn mus, das Philosophia mit Irenn partibus, ob wohl heidenn vnnd ketzer sie studiret habenn, doch keines weges zuverachttenn, Sonndernn vielmehr, das dieselb auch Gottes vnnd heiliger erleuchtter leute studium, auch anndernn heiligenn leutenn, als sonnderlich Prediger sein sollenn, wohl annstehenn
vnnd gebuerenn wolle, Ja auch die Heylige schrifft, vnnd denn erstenn vnsers glaubenns Articul recht auszulegenn vnnd zupredigenn, vnnd die zuhörer mit furstellung der vnenndtlichenn weisheit, gewalt, gerechtigkeit, vnnd guetigkeitt Gottes, zur furchtte vnnd liebe Gottes, vnnd schuldigenn gehorsamb zuleitenn vnnd zuziehenn, zum hochstenn vonnötenn seye, Vnnd das dem allenn nach Ich indem, wenn anndre die zeit mit schlaffenn, mussig gang oder sonnst ohnne die Bibell zubracht, nebenn dem Predig ampt, mich etwas auf dieses studium salinarium, welches nicht das geringst theil Physices ist, gewenndet, vnnd also denn meinenn Gottes werck, Ja Gott selbst besser bekanndt zumachenn, Ich nichtt allein nichts verweisliches verwircket, Sonndernn vielmehr Gottes beuehl ausgerichtet, mein gewissenn gelediget, der welt mehr als anndere gedienet habe, bill ich vmb meines anngewenndtenn vleisses willenn, vielmehr zulobenn denn zuscheltenn seye, Das auch die Momi, die solcher meiner arbeit hönisch lachenn, vnnd mich leichtfertigk verspottenn werden,
meine misgönner, die viel taddelnn, aber für sich selbst nichts machenn, oder zuuerbessernn wissenn, enntweder damnando quod nesciunt, vnwissenndt sundigenn, oder de industria, aus bosheitt bewegt, vnrecht thun, vnnd deshalb mit solchenn mehr mitleidenn zuhabenn, denn zu zannckenn seye: Weil sie nur mit solchen verachtungenn, Ire vnweisheitt, grobenn verstanndt vnnd kuhnheitt1[?], damit sie vberschutt seindt, vermeinenn zubedeckenn, Derwegenn Hochgebornner Fürst, gnediger Lanndts vatter vnnd Herr, Hab ich E. F. G. gnedigem begerenn nach, es in Gottes nahmenn gewagt, vnnd dis wergk für die hanndt genommenn, vnnd souiel Gott gnade geben, es so weit bracht, wie E. F. G. hiernebenn gnediglich zusehenn habenn, Bin furnemblich bey vnserm hessischenn Allenndorffischenn Saltzwerck bliebenn, vnd darbenebenn etlicher annderer auswertigenn Saltzwerck, so Ich gesehenn, doch nicht aller, gedacht, vnnd weil perennitas, wie Aristoteles sagt, die dinge dauonn mann schreibt, Commendirt, vnnd lobt, So hab Ich in meinem schreibenn vnnd werck, sonnderlich vff das
Vhraltte herkommenn, dieses vnsers AllendorffischSaltzbronnenn gesehenn, darnach wahrgenommenn vnnd obseruirt, was sich nach der hanndt zugetragen, vnnd wie durch die hochlöblichen Furstenn zu Hessen, diesem löblichenn vnnd nutzlichenn werck Gottes, durch allerley mittell geholffenn wordenn, das es wie heut für augenn, in solchenn wolstanndt kommen, vnnd gehalttenn wirdt, Was ich aber weitters in diesem werck gehanndelt, habenn E. F. G. auff dem vmbgeschlagenenn blat gnediglich zusehenn, Will aber solches mein geringschetzig werck, E. F. Gl. als meinem gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd nechst Gott hochstenn beschutzer, vnnderthenniglich, mitt gebuerennder vnnd demutiger Reuerentz vnnd ehrerbietung gnediglich zubeschutzenn vnnderthenigst vnndergebenn, dediciren vnnd zuschreibenn, Demutig bittennde, E. F. G. wolttenn diese meine arbeit, lassen meine arbeit sein vnnd pleibenn, Wer etwas für sich bessers machenn kann, soll vonn mir zwar vnuerhindert pleibenn, Wollenn auch mein vnnd meiner kinder gnediger Herr sein, vnnd solches werck mehr
vmb meines vnnderthenigenn gehorsambs vnnd gutter wohlmeinung, dann ausfurlicher grosser kunst weillenn, Wie es billich sein soltte, in gnadenn vonn mir auffnehmenn, vnnd demselbigenn gefallen lassen, So will ich hinforter mit allem meinem leibs vnnd lebenns vermögenn E. F. G. zu vnnderthenigem gefallenn zu tag, so nacht, zudienenn, vnnd bey Gott E. F. G. vnnd derselbenn Jungenn Herrnn vnnd Freuwlein, leibs gesundtheit vnnd friedtliches Regimentt, mitt meinem Vatter vnser, bey dem Herrnn zuerwerbenn, mich befleissenn, Dieselbige in des almechtigenn gnade, vnnd mich Irenn gnedigenn schutz vnnderthenniglich beuehlennde E. F. Gl.1[?] Vnnderthenniger, Gehorsamer vnnd treuw vleissiger. Johannes Rhenanus Pfarher vnnd Saltzgreue zum Sodenn
Unsichere Lesungen
Z. 14: E. F. Gl. — kalligraphische Kürzel, Lesung unsicher
Vonn Erster Annkunfft des Saltzwercks Sodenn, darin mit bestenndigenn Argumenten ex veris historijs bewiesenn wurdet, das dieses Saltzwerck vor Christi geburt, zu Cornelij Taciti, Caroli Magni, vnnd D. Bonifacij Zeittenn gewesenn, bis vff diese Zeitt pliebenn, sampt der Pfenner Priuilegien,
Darinnenn allerley schreibenn Rathschlege vnnd bedennckenn, was vnnsernn gnedigenn fürsten vnnd herrnn Hochlöblicher gedechtnus bewogenn, wie auch S. Fgl.1 darzu kommenn, vber die — 42. Pfenner Bote2 noch mehr zubawenn, Vnnd was desthalb allerseits verlauffenn,
Das Inhaltsverzeichnis: „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten Werks Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 1, S. 43 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
S. Fgl. — Abkuerzung fuer Seine Fuerstliche Gnaden; genaue Buchstabenfolge der Abbreviatur nicht ganz sicher
42. Pfenner Bote — Zahl 42 durch Zoom geprueft; Bote = Boden/Bothen (Siedehaeuser) (42 Pfaennerboeden)
Hierauff eruolgter vertragk auch etliche Inmittelst verlauffene benebenn hanndtlung, durch welche vnnser gnediger fürst vnnd herr etc. zur zweymahl wiederholetenn Location vervhrsacht sich einzulassenn,
Darauff Ordenung so Jost Becker1 vorgeschlagenn, vnnd dann die Ordenung so Ich Rhenanus zusammenn gezogenn, vnnd enndtlich etzliche holtzordenung mit denen von Allenndorff vnnd anndernn vffgerichtet.
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfenner vor dem letztenn Bronnenbaw vffgerichtet, darnach der annder Bronnenbaw, so bey vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn beschehenn, vnd vom Jost Beckernn1 seligenn beschriebenn, Vnnd dann auch anmeldung des Stollenbaws, so nach der hanndt vorgenommenn werdenn, beschriebenn werdenn,
Extract aller bey mir verwartenn Bücher vnnd brieffenn, daraus ich dieses alles extrahiret, aus welchem mann, Wo vnnd in welchem Buch oder Conuolut, mann Jede sachenn suchenn vnnd findenn soll, vnnd dann, anngezeigt wurdet etc.
Unsichere Lesungen
in sonndernn — Lesung nicht ganz sicher; Sinn: insonderheit, im Einzelnen
Faszikel A-F, H und AA — Bleistiftvermerk moderner Hand, erstes Wort schwer lesbar (Faszikel?)
Vonn Erster ankunfft des Saltzwercks Sodenn, darin mit bestenndigenn1 Argumenten ex Veris historijs bewiesenn wurdet, das dieses Saltzwerck vor Christi geburt zu Cornelij Taciti, Caroli Magni, vnnd D. Bonifacij zeittenn gewesenn, vnnd volgennts in stetigem wesenn, bis vff diese zeitt pliebenn, sampt der Pfenner priuilegien.
Wenn einer von erster ankunfft des Saltzwercks Sodenn, zu redenn sich vnndernehmenn will, So werdenn im dreyerley zum beschwerlichstenn im weg liegenn, Ohne welcher vorhergehennder erleutterung, niemanndt etwas der warheit gemes, wurdet redenn oder schreiben konnenn,
Denn erstlich ist zum höchstenn zubeklagenn, das vnnser furfahrenn, die alttenn Teutschenn2, gar keine gelerte leute, bey sich gehapt habenn, Welche was sich bey den Teutschenn zugetragenn, hette in Teutscher sprach beschreibenn konnenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesolchs die alttenn Heydtnischenn Geschichtschreiber hin vnnd wiedder in Ihrenn Büchernn gedennckenn, vnnd ohnne das die erfarung selbst außweiset.
Zum anndernn, Ob schonn die alttenn vnnd Heidtnische geschichtschreiber, als Ptolomeus, Strabo, Plinius, Cornelius Tacitus, auch etliche der Neuenn, in Ihrenn Büchernn der Teutschenn gedennckenn, auch vnangesehenn1 das sie die Teutschenn für Barbaros halttenn, Gleichwohl Irer hohenn tugenndenn wegenn, herlich verrühmenn,
So gebenn sie doch den Völckernn teutsches Lanndes, so selzame verthunckelte nahmenn, das mann nicht wohl etwas gewisses, sonndernn viel mehr Mutmassenn, vnnd gleichsam nach gut dunckenn schliessenn kann,
Zum drittenn, so habenn sich auch so manncherley Migrationes, außzuege vnnd vertreibung der völcker zugetragenn, das bey nahennts2 kein volck mehr, seinenn alten vnnd erstenn siz Innenn hatt, da zuuor seine Aborigenes gewonet habenn,
Das mann deshalb zu dieser zeit mehr darauf muß sehenn, vnnd sich befleissenn, was die rechttenn Termini der alttenn gewesenenn völcker,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnangesehenn — Minims mehrdeutig; Lesung aus dem Sinnzusammenhang (unangesehen = ungeachtet)
bey nahennts — Schreibung der Endung nicht ganz sicher
Dieweil aber solchs vnneracht1 mir vonn Meinem gnedigen Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, gnediglich vfferlegtt vnnd beuohlenn wordenn, Vonn der annkunfft, ihrer F. G. Saltzwercks2 Sodenn für Allenndorff ann der Werra, vleißige nachforschung souiel Immer müglich zuhabenn,
Vnnd aber Ich hierzu vff keinenn besernn weg kommenn kann, denn so Ich erstlich die rechttenn altenn grenntzenn, oder Terminos Cattorum, aus den alttenn Historicis, Cosmographis vnnd Geographis, bestendigk auffsuche, vnnd dieselbigenn Grenntzenn, wie sie vonn altters benennet wordenn, mit der Jzt breuchlichenn Conferire.
Zum anndernn, Dieweil die alttenn Geschichtschreiber, einmütiglich (: wie denn auch die neuenn :) des berges Meliboci gedennckenn, vnnd gleichwohl demselben Jntra terminos Cattorum statuiren, Das Ich auch mitt vleis nachtrachtung habe, Welcher bergk doch Jzo derselbige seye,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCattorum so zweiuelhafftig vnnd vngewisse ding hiervonn statuiret werdenn, Das mann gleich als ob die Abnobij vnnd Obnobij montes1, den Melibocum gar vnsichtbar gemacht, nicht mehr wissenn kann, Wo der gedachte Bergk Jzo gelegenn seye,
Vnnd zum drittenn, Wenn die grenntzenn vnnd Termini Cattorum, desgleichenn die gelegennheitt des Meliboci, also erforschet, das ich als denn, mit vleis erkundige, vmb welche Salzbrunnen sich die Catten mit den Hermunduris geschlagenn habenn,
Vonn dem Sitz der alttenn Catten derselbigenn rechtenn Grentzenn, ann flüssenn, Bergenn, Geweldenn vnd dergleichenn, vnnd dem Jtzigenn Sitz der Hessenn, so ann Ire stadt kommen vnd genennet werdenn.
Wenn ich nun erstlich den rechtenn Sitz der alttenn Cattenn, bey den alttenn Scribenten, Cosmographis vnnd Geographis, erforsche, Befinde Ich gleichwohl, das sie kaumpt vonn einem volck1, die terminos so einhellig, als von den Cattis sezenn,
vmb welches willenn, mich denn auch zum höchstenn verwundert, Warumb doch Franciscus Irenicus, so ganntz ohne grundt statuiret, das der Cattorum kein Vestigium mehr zufindenn,
Denn beim auffganngk3, sezenn Je die alttenn, die Weser vnd Werra, vnnd die daselbst anngrenntzenden Berge, hinter diesenn bergenn vnnd flössenn aber, die Tubantes, Chaudrinos2 vnnd Cattuarios,
Welches Jzo die Eisfelder (: da noch drey dörffer, Nemblich Kirchganndern, Obern: vnnd Niederganndern :) liegenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vonn einem volck — Lesung vonn/bey einem volck nicht ganz eindeutig
Chaudrinos — Völkername; Anfangsbuchstabe C/G und Lautstand nicht ganz sicher
beim auffganngk — erstes Wort (beim) verschliffen geschrieben
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Lanndt zu Göttingenn, bis am Brackenberge1, bis Jegenn Lippoldesberga2 seindt, hinder welchenn Völckern denn die Cherusci, Harzlender, Bructeri vnd Cauci Ihre size gehapt,
Vnnd erscheinet also, das die Cherusci, wie viele wöllenn3, mit den Catten niemahls gegrenzt habenn, sonndern durch die Tubantes vnnd gedachte Völcker, vonn Jnen abgetheilt gewesenn,
Vnnd dieweil die Hermunduri, Welches Jzo die Duringer seindt, Ire grennz nach den Catten zu, bis ann den Hurselberge bey Eysenach, dannen auff die Werra oder Weser erstreckenn,
So ist mann also einmahl gewis, was die Catten für Limites vnnd grenntzenn, Jegenn auffganng der Sonnenn, das ist nach dem Lanndt zu Duringenn, Eisfeldt, vnnd Sachssenn gehapt,
Jegenn Mittagk, habenn die Cattenn, die Fosos2, welches Schoppern1[?] vnnd anndere, auff die im Furstenthumb Hennebergk, Roen, Buchenn, vnnd Franckenn deutenn, folgents die Montes Abnobios,
Inn welchem zirck Salzungenn, Breitungenn, Rockenstul, Fulda, Neuwhoff, Steckelbergk3, Schleuchtter, Budingenn, Gellhausenn, Haynaw, Bergen, Orttembergk, bis ann Spishart, vnnd Kinzing, bis Inn Mäyn gelegenn,
Hie4[?] kann Ich zu mehrer bestettigung, dieser meiner meÿnung, nicht vnnderlassenn, meiner beder Vetternn seligenn, Petri Lotichij primi, Abtts zu Schleuchtter, vnnd dem Doctoris Petri Lotichij secundi, Gottseligenn, zugedenckenn,
Welche mir selbst, als Ich zu Schleuchtternn beÿ Inenn Anno 1559. gewesenn, diese Terminos also anngezeigtt, sich Cattos genandt, vnnd das Vhraltte Haus Steckelbergk auff der Kinzing (welches Izo der Edlenn von Hütten ist) fur den Hæreditarium limitem der Cattorum gedeütet habenn.
Unsichere Lesungen
Schoppern — Gelehrtenname unsicher gelesen; wohl Verweis auf einen Autor (Schopper?)
Fosos — Völkername nach Tacitus (Fosi); Endung nicht ganz sicher
Steckelbergk — Auch Lesung Sterkelbergk möglich; gemeint ist die Burg Steckelberg an der Kinzig (Haus der von Hutten)
Hie — Satzanfang mit großer Zierinitiale, Lesung des Wortes unsicher (Hie/Wie/So)
Nach Niedergang, beschreibenn die Historici vnd Cosmographi einhelliglich, das sie daselbst der Catten anngrenzenden Völcker, die Vsipij vnnd Vsipetes1, vnd der Rhein seÿenn,
Welches mann Izo vor die Reingauwer achttet, vnnd darbenebenn die Mattiacos fontes, Darvonn Plinius lib. 31. Cap: 2. schreibt, vnnd Leonhardus Fuchsius, fur die Brunnenn zu Wißbadenn helttet,
Dieweil aber Beatus Rhenanus schleusset, das Catzennelnnbogenn, den nahmenn vonn den Cattis vnd Meliboco her habe, vnnd demselbigenn andere zutrettenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Vsipij vnnd Vsipetes — Völkernamen (Usipii/Usipetes nach Tacitus), Schreibung der Endungen nicht ganz sicher
Mattmell — Ortsname unsicher gelesen; Zierstriche durch tt erschweren die Lesung
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteKann Ich nicht anders schliessenn, dann das die Reingauer Catzennelnpoger1 bis am Rhein, vnnd folgenndts die Innwöhner Jegenn Coblenz, vber die Loehn herauff bis Inn die Dill, vnnder die Cattes2 gehörenn,
Jegenn Mitternacht, thun sich herfür die Montes Obnobij, Izt das Hessische Gebirge genenndt, Engernn, Angriuaria, Chamauni3 vnnd gantz Westphalen, bis in die Weser,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd thut sich darnach in zweÿ theil oder äste abwechselnn, derenn eins die Werra herauff, das annder dem Hartzwaldt durch die kleine Cauchos1, naher den Bructeris vnnd Chamaunis2 zustreicht,
Das nun diese, die rechttenn Termini der alttenn Cattorum gewesenn, kann, vnangesehenn das viele, so bis anhero geschriebenn, gantz tunckell, Ja viel tunckeler denn Cornelius Tacitus, welcher ein außlennder gewesenn, hiervonn redenn,
Welcher zeugnus aller, wohl hier notwenndig geachttet werdenn mochttenn, zusezenn, aber dieweil bis auff denn heutigenn tagk, vonn allenn vier ortten her sich die Innwöner zu den Cattis vnnd Hessenn erkennenn, Auch die Furstenn zu Hessenn deren mehrentheils mechtig sein, Wil ichs hierbeÿ bewenden lassenn,
Unsichere Lesungen
Cauchos — Völkername (Chauci minores bei Tacitus), Lesung des au nicht ganz sicher
Welches vonn keinem Volcke Jemachls1 außgetriebenn gewesenn, Sonndernn wenn sich das Volck beÿ Ihnenn ermehret, einer den andern vertriebenn, oder selbst gewichenn, nach frembdenn Lanndenn gezogenn, vnnd dieselbige eingenommenn, erbauwet vnnd bewonet habenn,
Sonnderlich aber bezeugenn die Historici vnnd Cosmographen, das Batauia, Izt Holanndt genanndt, pars Cattorum seÿe, vnnd vom Batauo Irem Furstenn, den nahmenn enndtpfangenn,
Welcher sich aus den Cattis gewenndet2, Batauiam erbauwet, vnnd nach seinem nahmenn, gleich wie Battembergk im Lanndt zu Hessenn, genennet hatt, Daher denn auch Cattwigk (quasi Cattorum Vicus) in Hollanndt den nahmenn behalttenn,
Unsichere Lesungen
Jemachls — Wohl Schreibvariante von jemals; ch nicht ganz sicher
gewenndet — Lesung des Verbs nicht ganz sicher (gewenndet/gewandert)
denn er daselbst zu Niemweigenn, die halbe Stadt erbauwenn, vnnd nach seinem nahmenn, Hessembergk, bis vff den heutigenn tagk, nennenn lassenn, Wie er denn auch Hessennstein erbauwet habenn soll,
Das vmb Magdeburgk vnnd Halberstadt hero, ein Volck die Hessenn genennet, gewohnet, Welche furtters die Cattes außgetriebenn, vnnd sich ann Ihre stadt gesezet habenn sollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derenn sundts1[?] weder altt oder newe Scribenten der Hessenn gedennckenn, ist solche Opinion gantz vnnd gar zuuerwerffenn,
Desgleichenn zeugenn auch die Historici vnnd Cosmographen, das die Catti weitt vmbgeschweiffet, vnnd Innsonnderheit, das sie auch in Hispaniam mitt gewaltt gezogenn, ein grossenn ortt Lanndes eingenommenn, vnnd nach sich Cattaloniam genennet habenn,
In Summa sie habenn Je vnnd allwegenn, ein herlichen nahmenn gehapt, vnnd (: Gott lob :) bis noch behalten, also das Cornelius Tacitus, sich nicht beschweret, vonn Ihnenn zusagenn: Quando reliqui populi exeunt ad praelium, Catti exeunt ad bellum,
Vnnd Joachimus Vadianus spricht, Stat adhuc Vetus gloria Cattorum, daher noch das sprichwort bliebenn: Wo Hessenn vnnd Holennder verderbenn, Wer woltte da nahrung erwerbenn,
Es erfordert nun meine fürgenommene Ordenung, das Ich vonn dem berge Meliboco, sagenn mus, Da weis Ich warlich bey nahe nichtt, wo aus, oder wohin ein,
Denn etliche [übergeschrieben: hohe] gelerttenn vnnd verstenndige leute, sich dahin verleitenn lassenn, das sie dem Brockelsbergk, so in mittell des Hartzes, vnnd intra terminos Cauchorum vnnd Bructerorum,
Sie soltenn aber auch darauff acht genommenn haben, das davonn weitters geschriebenn stehett, das er gantz fruchtbar, bis obenn auff den höchstenn vnd sehr breittenn Gipfel seye, Welcher vmbstennde keiner, vffm Brockelsberge zufindenn,
Welcher Je ein schmaler, vffsteigennder, spitziger vnnd obenn auff gantz truckener, dürrer, vnnd öder Bergk ist, Wie denn solchs der augennschein ausweiset,
dann als baldt mann vber das bruch vnnd Morast, vffm Hartz, da der Hertzogk vonn Braunschweigk seine Pferdt struck1[?] helttet, nachenn Schaubennstein2[?] zu kömpt,
Deshalb denn Ich, diesenn hohenn Berck, dessen gleich, ohnne des, in gantzem Lanndt zu Sachssenn keiner ist, lieber Montem Bructerorum, das ist Bructersbergk, vonn den Bructeris, so daselbst Ihre Grentz gehapt, dann Melibocum deutenn vnd nennen will.
Unsichere Lesungen
struck — Wort nach 'Pferdt' unsicher, wohl 'Struck'/'Strut' (Herde bzw. Gestüt); Sinn: wo der Herzog von Braunschweig seine Pferde hält
Schaubennstein — Ortsname am Brocken unsicher, evtl. 'Scharfenstein'
Es ist mir aber auch, für 32. Jarenn, ein Berck in der Obernn Graffschafft Catzenelnbogen bey Roßdorff1 gezeigt wordenn, bin auch selbst hinauff gestiegenn, vnnd den besichttiget, Welcher zwar sehr hoch ist, denn mann darauff weitt vmb sich sehenn kann,
vnnd hatt mich der Pfarher damahls des orts berichttet, das derselbige Berck der Melibocus seye, Welchem Ich auch deshalb beygefallenn, dieweil er in der Graffschafft Catzennelnbogenn gelegenn,
Wanndt aber Ich nach der zeitt den sachenn nachgedacht, das gedachtter Bergk auch extra terminos Cattorum, vltra Maenum gelegenn, vnnd das er obenn vff, sehr dür, enge vnnd nicht breitt ist,
Habe Ich solchem gefastenn wahnn, fahrenn lassenn, vnnd mich wiederumb zum Ptolomaeo, Dasypodio, vnnd nunmehr Schoppero gewenndet, welche einhellig sagenn, das er intra terminos Cattorum prope Sylvam Semanam, seine gelegenheitt habenn solle,
Nun kann Ich inner der Catten Grentz, vnnd in dem parallelo, nach Ptolomaei annleitung↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Roßdorff — Ortsname; Lesung 'Roß=dorff' nach Zoom, wohl Roßdorf bei Darmstadt in der oberen Grafschaft Katzenelnbogen
dem parallelo, nach — In der letzten Zeile ist zwischen 'parallelo,' und 'nach' eine Lücke frei gelassen, vermutlich für eine nachzutragende Gradangabe
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedesgleichenn Longitudine et Latitudine auch diesseitt der Werra, Wesser, vnnd Diemell oder intra Abnobios et Obnobios montes kein höhere berge, als den Garmbergk2, am Reinhardts waldt, vnnd dem Weißener befindenn,
vnnd mus also volgenn, das dieser bergk einer der Melibocus seye, vnd das entweder der Reinhardts waldt, oder Kauffunger waldt, oder der Seulingswaldt Semana seyenn,
Wiewohl nun die alttenn, aus vnwissennheit der sprachenn, vnnd vnerfahrennheitt dieser Lannder, sehr dunckell vonn diesem hanndell geschriebenn, Wolte Ich doch, wenn mirs gegönnet werdenn möchte, (: doch niemanndts ders besser verstehet vorgegriffenn :)
Denn dieweil in gemein alle vmbstennde vnnd attributa, so bey den Cosmographis vnnd Historicis, dem Meliboco zugeschriebenn werdenn, augennscheinlich ann vnnd vmb den Weißener gesehen vnd befunden werden,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Longitudine et Latitudine — In der ersten Zeile sind nach 'Longitudine' und wohl auch nach 'Latitudine' Lücken für nachzutragende Gradzahlen frei gelassen
Garmbergk — Lesung unsicher, gemeint ist wohl der Gahrenberg im Reinhardswald
Es ist zwar menniglich kundt, das vmb denn Weißener, nach auffgang zu, Je vnnd alwegenn Berckwerck vnnd Ertzgrubenn, wie solchs allennthalben die alttenn Bingenn anweisenn, gewesenn,
vnnd wirdet kaumpt ein fruchtbarer Lanndtart, als in dieser Jegennt, sonnderlich vmb Eschwehe vnnd Reichennsachssenn hero, vnnd bey nahenndt im gantzenn Ampt Beilstein befundenn,
Welche fruchtbarkeitt sich denn mit ackernn, Wiesen, Viehezucht, vnnd allerley nutzbarkeitenn, bis auff die Höchstenn zwenn Gipfel, die auch höher, denn der Öde vnnd vnfruchtbar Brockelsbergk (: welchen mann eigenntlich darauff sehenn kann :) seindt, auch sonnst allennthalb, darumb hero erstrecket,
denn Je auch in denn Klippenn vnnd Felsenn, ann allenn orten wachsige1[?] gehöltz, Beume, Staudenn, gras vnnd allerley herliche Kreuter, auch sehr liebliche viele brunnenn, befundenn werdenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenenn1 SteinKolenn Berckwergks geschweigenn, Weil offembar vnnd Jedermann bekanndt, was dasselbige fur großenn nutzenn, beim Saltzwerck, Huttenwercke, Schmiddenn, haushalttungenn zuwegenn bringet,
Nemblich das herliche wieder alle gifft wirckende kraut. Scorzoneram in zweyerley gestalt, Welchs mann sonnst mit großenn kostenn aus Hispania, hatt holenn lassenn,
Derenn etliche auch besonnder Ertz vnnd Mineras daselb suchenn, vnnd hinwegk tragenn, daher denn von demselbigenn frembdenn Leutenn, ein sprichwortt eingerissenn, das sie zusagenn pflegenn,
Nun hatt sich Beatus Rhenanus erfreuwet vnnd gerümpt, das er die Etimologiam der Catzennelnpoger2, als nemblich das dieselbigenn seyenn die rechttenn Cattenn, so ann dem Berge Meliboco wohnenn, oder gewonet habenn,
Vielmehr will mir, als dem annderenn Rhenano, geziemenn, das ich mich auch dessenn erfreuwe, das ich post multa secula, Verum locum des Meliboci herfur vnnd ann tagk bracht,
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kenneten — Wort in der Klammer schwer lesbar; dem Sinn nach 'wenn sie ihn kennten'
Catzennelnpoger — Schreibung des Namens (p/b) nicht ganz sicher
Vnnd ob schonn hierJegenn eingewendet werdenn möchte, das altt vnnd new Catzennelnbogenn am Meliboco solttenn gelegenn sein, So erscheinet doch das solches nit sein könne,
Wies aber kommenn2, das der nahme Melibocus, so gar in vergess kommenn, soll niemandts wunder nehmen, denn vonn denenn nahmenn, so die alttenn Cosmographi vnnd Historici setzenn, kaumpt vnnder Hundertten noch einer vberpliebenn ist,
So habenn auch die Scribenten, viel mahls für sich selbst nahmenn erdachtt, die sonnst bey den Völckernn, davonn sie schreibenn, niemahls gehört wordenn, noch in brauch gewesenn, Wie solchs mit vielenn exempeln zubeweisenn,
Schlißlich so will ich den Weyßener, so lannge für den Melibocum halttenn, bis das Jch etwas bessers vnd bestenndigers vonn annderenn vnnderrichttet werde,
Denn dieweil ptolomeus, ein Grichischer Cosmographus gewesenn, dieser gelegennheitt durch seine Landtkündiger berichttet wordenn, gleichwohl aber des Bergs rechttenn nahmenn nicht gewust,
hat er diesem Bergk ab vbertate & dulcedine, pascuorum, nahmenn geben, vnnd μελίβοκον oder aber μυλόβοτον2 à terra siue Vastitate pascuorum, mitt verenderung weniger Buchstabenn, genennet,
Vnnd obs schon war ist, das Jzo der Kauffünger waldt, der nechst vnder den dreyenn obanngezeigtenn Weldenn, beim Weißener ist, auch als das Kloster Kauffüngenn erstlich gebawet wordenn, den nahmenn verendert vnnd verlorenn habenn mochtte,
Denn dieweil offennbar ist, das Ptolomaeus Tacitus, vnnd anndere Lateynische Scribenten, als vnerfahrne der Teutschenn sprachenn, viel mals sich befliessenn, die Teutsche nahmenn Jn Jhrer sprach zu Jmitiren,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegebenn, Dieweil die Leut, so damahls in der gegennt gewohnet, vielleicht Semener, vonn den Seen, so daselbst gelegenn, genennet wordenn,
So ist auch die Jegent dieses waldes Jegenn auffgang nichtt minder fruchtbar, denn der Weißener, also das wohl zuuermutenn, das gar zeittlich leute daselbst im Gerstenngaw3 bey den Seen anngefanngk2 zubawenn,
denn Je vom Seulingswaldt, nach bis auf den heutigenn tage, eine strecke vnd Contiguitet der geholz, auff Wildeck4, Dannennbergk, Sontra,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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gleichwols frey — Wendung schwer lesbar; dem Sinn nach 'gleichwohl'
anngefanngk — Wortende abgekürzt/verschliffen, wohl 'angefangen'
Gerstenngaw — wohl der Gerstunger Gau an der Werra
Vnnd wiewohl diese meine mutmassung vom Seulingswaldt fur vnnötig möchtte geachttet werdenn, Habe Ich doch vmb zweyer vhrsach willenn, dieselbige mit einzubringenn, nicht vnderlassenn könnenn,
Erstlich dieweil der Bergk Melibocus, vnnd Waldt Semana Jnner den grenntzenn der Cattorum beyeinannder liegenn sollenn, vnnd sich denn solchs nach ausweisung dieser meiner deduction befindet, das man deshalb nachmals dabey bleibe, vnnd keinem andern walde, den nahmenn Semana zuschreibe,
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Cappell — Ortsname am Satzanfang (Fortsetzung von voriger Seite); Lesung des ersten Wortteils ohne Kontext der Vorseite nicht ganz sicher
Vielleicht hatt es vom annbegin in der Natur sein geheymnus, dieweil sie gleichsamb zusammen vermahlet, sie alle beide Innerlich vnnd eusserlich sehr reich vnnd fruchtbar seindt,
Der Almechtige ewige Gott, wolle hinfurtters seinen reichenn segenn vnnd gnade bey diesem zweyenn Je lennger Je mehr ermehrenn, vnnd erhalttenn, das menschenn vnnd viehe, derselbigenn mit hoher danckbarkeitt, mugenn geniessenn, Damitt sein↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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in — übergeschriebenes Einschubwort zwischen 'altenn' und 'großenn', Lesung 'in' oder 'im'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHeyliger nahme gelobt vnnd gepriesenn, sein Reich allenthalb erweittert, vnnd sein gnediger vatterlicher will, wie im himmell, also auch auff erdenn erfüllet muge werdenn, amenn etc.
Das Ich denn sachenn weitters nachgedacht, vnnd gemutmassett, ob auch wohl dieser waldt, den nahmenn vom Griechischenn nahmenn ξυλια1 bekommenn habenn möchtte, Denn Je solchs ein grossenn waldt bedeuttet, Wie denn der Seulingswaldt ohnne das ist,
vnnd das vielleicht Ptolomæus darfür ξυμανα2 gesetzet, vnnd die Latini viellieber3 das σ.4 oder S. denn das ξ. oder X. |: welches bey Ihnenn nicht sehr breuchlich :| nemenn wollenn,
Wiewohl die Newenn Historici vnnd Scribenten, gemeinlich schliessenn, vnnd wollenn, das die Brunnenn zu Hall in Sachssenn, die Brunnenn seyenn, darumb sich die Hermunduri vnnd Catti, darvonn Cornelius Tacitus sagtt, gezweyent vnnd geschlagen habenn,
auch etliche dieselbige Historiam, auff Franckennhausenn ziehenn wollenn, So kann Ich1 doch demselbigenn gantz vnnd gar nicht beyfallenn, vnnd das aus denenn vhrsachenn.
Denn erstlich sage mir doch einer, was doch den Cattis von nötenn gewesenn, sich ausser Irer grenntze, nach frembdenn Brunnenn vmbzuthun, vnnd durch Irer feinde Lannde, mit hochster Irer gefahr, auffsetzung Ihres wohl hergebrachtenn nahmens vnnd ehrenn, etliche meyl weges, mit gewapneter hanndt zuziehenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezum Sodenn vnnd Saltzungenn |: welches beide zwey alte Saltzwercker3 sein :| gehapt, die seindt dessenn viel witziger gewesenn, wie sie denn deshalb Cornelius Tacitus, auch Catos, das ist prudentes vnnd fursichttig nennet.
Da doch das Saltzwerck zu Hall in Sachssenn, tempore Ottonum lannge hernach erndtstanndenn1, vnnd durch einenn Edlen Herrn vom Harkebrunnenn2, erbauet wordenn,
Das dem also sey, vnnd das Otto primus die Brunnenn zu Hall in Sachssenn, dem Stifft Magdeburgk donirt vnnd geschennckt, Welche in künftige zeitt erbauenn, vnnd in ein solchs herlichs wesenn, wie sie Jtzt seindt, bracht wordenn, bezeugenn die↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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erndtstanndenn — Wortbild unklar, wohl für 'erst entstanden'
Harkebrunnenn — Adelsname, gemeint wohl 'von Hakeborn'; Schreibung Harke-/Harckebrunnen nicht ganz sicher
Saltzwercker — Endung -er statt -e ungewöhnlich, Lesung aber so im Bild
Denn Je zuvor in der Jegent nichts anders, denn Sumpff vnd Morast gewesenn, bis solanng mann die Wipper durch einen lanngenn Stollenn, auff anngebenn eines Priesters, hinzu gefüret, vnnd die gewalttigenn Künste, zu auslösung1 beidt Sohlenn vnnd Wildenwassers, auffgerichttet,
Also erscheint das vnnser Saltzwerck Sodenn, ebenn das seye, darumb sich die Hermunduri, so der Zeit, wie auch noch nicht, kein eigene erbawete Saltzwercke gehapt, mit den Catten gezweyet, vnnd geschlagenn habenn,
denn der Zeit der ortt4, da Jtzt Hall in Sachssenn gelegenn, den Ceruetys2, vnnd nicht den Hermunduris, wie auch noch nicht, vntterworffenn gewesenn, Welche vielleicht↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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auslösung — Wortmitte schwer lesbar, Sinn: Herausheben von Sole und wildem Wasser
Ceruetys — Volksname, gemeint wohl die Cherusker (Ceruscis); Schreibung unsicher
[gestrichen: das] — gestrichenes Wort am Zeilenende nach 'denn der Zeit' nicht sicher lesbar
ortt — auch 'artt' lesbar, Sinn spricht für 'ortt'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWenn schonn Hall1, der zeitt in ehre gewesenn were, vielweniger den Hermunduris, dieselbige Brunnenn, als die Catten die Ihrenn, wurdenn gegönnet oder Ingeraumet habenn,
Gott der almechttige, hatt sonnderlich diesenn ort, für vielenn anndernn Saltzwerckenn Teutsches Lanndts, mitt sehr holzfruchtbarenn Bergenn, so Ierlich ein gar große Zahl holzes, dem Saltzwergk Suppeditiren,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeknick, oder geneÿge1, Warttenn, Zugkbruckenn, vnnd dergleichenn furwehrenn, auffürenn, vnnd Inns werck sezenn lassenn, also das nicht wohl muglich, fur zeittenn (: da noch kein geschütz gewesenn, diesem ortt etwas abzubrechenn,
Inmittelst zwischenn Allenndorff vnnd Alttenstein, ist ein starck Lanndtwehr, welche durch die gehöltz vnnd felder allennthalb vor zeittenn durch gestrichen, mit der zeitt aber ann etlichenn enndtenn ein gerissenn wordenn,
vnnd ist dieses ortt, bis ann den Hohen Hörgbergk2, Racholdesbergk3, vnnd Goburgk4, also geschaffen, das mann alles was vonn den Tubantibus, Gambriuis5, vnnd Cattuarijs, herzu hatt wollenn, woll hatt hindertreibenn könnenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebreiter Wiesenn grundt ist, da möchtte wohl sein, das sich da herein, die Hermunduri herzu geschlüfften, vnnd daselb im Wallisfeldt1, die Schlacht möchtte geschehenn sein,
Vom Mittag her ist die vorgenanntte Goburgk, Vesterburgk2, Fürstennstein, mit dem sehr vhralttenn Schlos Beýlstein, vnnd vom Beýlstein hernieder nichts denn Felsenn, vnnd steinechtte, vnnwegsame Berge,
deren einer auch vmb des willenn, das er beý nahe menschvnngenngig, der dambsteigk3, vonn den Dannenn, die da vielleicht Irenn stanndt gehapt, benennet wordenn,
Dieser Heuser vnnd Berge gelegennheitt, seindt auch also anngelegt vnnd gebauenn, das nicht muglich, das vor zeittenn Jemanndts dem Saltzwercke, hatt könnenn schadenn thun,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteseindt doch vff beidenn seittenn der Werra, die Wege so ennge vnnd klipfficht, Nemblich im Klebe2, Rotennstein1, vnnd der Hardt, das auch die Wege dauonn die nahmenn bekommenn,
vnnd wie Jzt gehörtt, Klebe, vnnd Hardt, Das ist vom Harrenn vnnd Klebenn, genennet seindt wordenn, dieweil viele da klebenn bleibenn vnnd harrenn mustenn,
Nach Niedergang ist die verwustete Westerburgk, derenn in Historijs gedacht wirdet, lieget gleich beý dem Salzwercke Sodenn, auff einem Klipffenn, oder promontorio,
Also seindt auch vom Mitternacht hero, so große, hohe, vnnwegsame berge, Geholtz vnnd heckenn, Sonnderlich aber das Schlos Hannstein, das auch dannenn her, dem Salzwercke niemanndts leichtlich hatt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Auff diese masse, hatt Gott der almechttige, aus sonnderlicher, Göttlicher fursichttigkeitt, mitt vielfeltigem gutem gehöltz, vnnd mit allerleý naturlichenn furwerenn,
Volgenndts auch die besitzer der anngrenntzendenn Heuser, Burge vnd Schlösser, vom adell vnnd andernn geschlechten, dieses Löblich, vhralt Salzwerck, vmbgebenn vnnd verwaret,
also das daher vermutlich, das ob wohl die Hermunduren, auff der Wallis2 herunder, sich zu den Cattenn getrungenn, vnnd mitt Ihnenn vmb das Salzwergk geschlagenn,
Im Salzwercke Sodenn, findet mann auch altte annzeigungen, vnnd Monumenta, als das sehr altfrenckische2 Gebeu des Kirchturms, welcher auch also altt das ihnenn die lüfft1 naher mittagk zu, verzehret,
da doch sonnstenn nach Niedergang vnnd Mitternacht zu, der Thurn sehr fest, mit eyttelnn polirten Quadersteinenn, auffgefürt, vnnd dermaßenn zusammenn gefügt ist, das mann nicht wohl die fügenn erkennenn kann,
Daher denn alle Pfenner, mit weib vnnd kindernn, von den zeittenn Bonifacij ann, zu ewiger gedechtnus, Jerlich am S. Bonifacij tagk, auff dem Salzbrunnen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
lüfft — Lesung nicht ganz sicher; Sinn: die Witterung/Luft hat die Südseite des Turms verzehrt
altfrenckische — Worttrennung altfrenck=ische; Lesung 'altfränkisch' aus dem Kontext
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteProceß, mitt allem Heÿligthumb, Creutzern vnnd Fahnen, nach Bäbstischem1 brauch gehalttenn, Meß auf dem Brunnen lesenn lassenn, vnnd semptlich Te Deum laudamus gesungenn,
So wurdett auch dafur gehalten, das S. Bonifacius, als ein Bischoff zu Mentz, dem sonst alle Zehenden dieser art Lanndes vonn altters her gebürenn, den Zehendenn darumb den Baurenn nachgelassenn, vnnd freÿ geschenckt, damit sie desto besser, des holzfürenns zum Salzwerck, abwarttenn köntten,
vnder der erdenn in grundt Blöcher, Stobwerck, aitüchen2 vnnd dergleichenn befundenn, davonn in keinem Büchernn, oder sonst annderm gedechtnussenn einige nachrichttung, fürhandenn gewesenn,
Dem allem nach, vnnd insonderheitt, dieweil die Catten beÿ sich selbst, dis Salzwerck Je vnnd Allwegenn gehapt, vnnd demnach ihnenn vnvonnötenn gewesenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Bäbstischem — Anfangsbuchstabe B/P nicht ganz sicher
bleib Ich beÿ dem Ptolomæo vnnd Shoppero1, vnnd las das Salzwerck Soden, das Salzwerck bleibenn, darumb sich die Catten, mit den Hermunduris gezweÿet habenn,
Woher aber das Salzwerck, den nahmenn Sodenn bekommenn, darff nicht vielets nachdennckenns, denn der nahme gibts ann sich selbst, das es vom Siedenn, Sodenn genennet wordenn,
vnnd sich die besitzer vnnd Innhaber des Salzwercks, in der nehe herumb vf den Schlössernn vnnd Burgenn, damit sie ihr Salzwerck beschutzenn möchttenn, gehalttenn habenn,
So erscheinet auch, das die alttenn erstenn Pfenner, nicht schlechte noch geringe leute gewesenn, die auch die nahe gelegene grentze, Inn ihrem gewaltt, vnnd besitze gehapt,
welche alle sehr altte geschlechtter sein, vnnd sehr reiche leute gewesenn, das Salzwergk allein für sich, vor Zeittenn Inngehapt, vnnd zum theil noch habenn,
Wanndt5 aber, wenn vnnd wie die Stadt gebauenn, ich noch nichts bestenndiges vernehmenn könnenn, So will Ich nurt dismahls darvonn sagenn, Woher sie denn nahmenn Allenndorff bekommenn,
vnnd die Stadt so in der erst noch ein dorff, als vonn dreÿenn zusammenn gebauet, Alleindorff solle genennet wordenn sein, stimpts doch aus volgendem vhrsachenn, gar nicht vberein,
Denn ob schonn sein köntte, das etwa leute zum Haÿn gewonet, So könnens6 doch kein, oder doch in der warheit arme dorffer gewesenn sein, denn Je vmb vnd vmb↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSteinklipffenn, vnnd alzusammen nicht soviel ebens Bodenns beÿhanndenn, das vier oder fünff hufe Lanndes, darab gemessenn werdenn könttenn,
Vnnd werdenn in der warheit, dannen her so reiche vnnd gewalttige Leut, kaumpt enntstehenn könnenn, die eine solche annsehenntliche Stadt, wie Allenndorff ist, hettenn annfangen vnnd erbauen könnenn,
Demnach denn Ichs gennzlich darfür haltte, das ann den örttenn, da noch die stehennde Maurschettel2 gesehen werdenn, vorzeiten, erstlich heidtnische, Volgentts papistische Wallennfarttenn, Wie denn solchs in Lucis breüchlich, gewesenn seÿenn,
Vnnd das darbenebenn, etwa die Æditui vnnd Götzennwartter, gewohnet, vnnd Ihrenn vnnderhaltt vonn den wenigenn annliegenden ackernn gehapt mügenn habenn,
Es seindt1 noch leut beÿ lebenn, die gut wissenns tragenn, das mann Jerlich dahin vnder dem Pabstumb, mitt allem Heilthumb, Creuz vnnd fahnenn gewallet,
Darumb las Ich diese thörecht vngegrundte meinung fahrenn, vnnd will mit dem M. Petro Nigidio seligen, der aus Allenndorff burttig, vnnd zu Marpurgk ein Professor gewesenn, vnnd dem Schoppero2 bleiben,
Vnnd soll mich hier nicht Irrenn noch hindernn, das zu dieser Zeitt das H. nicht hinzu gesezt wurdet, Dieweils für kurzenn Jarenn, beÿ vnnsernn furfahren breüchlich, das H. aussenn zulassenn,
Der almechttige Gott wolle hinfüro, dis herlich, löblich Salzwerck Soden, sampt der Stadt Allendorff, vnder dem Schuz vnnd schirm, seiner milttenn güete vnd barmherzigkeitt, noch lannge Zeitt, erhalttenn vnd bewahrenn,
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Es seindt — stark verschnörkelte Initiale; auch 'Als seindt' lesbar
Schoppero — derselbe Autor wie auf Blatt 40v; Identifikation unsicher
vnnd dieweil daraus erscheinet, das es ein sehr altt Salzwerck seÿe, vnnd die angrenzenden vom Adell vnnd Geschlechtter, dasselbige Je vnnd alwegenn besessenn, vnnd eingehapt,
Ob sie denn schon nicht Eltere Priuilegia, denn die volgendenn habenn, So erscheinet doch, aus den Priuilegijs, das es auch ehe, zuuor die priuilegia erlanngtt wordenn, ein Salzwergk gewesenn seÿe,
Wir Heinrich Gottes gnadenn Lanndtgraue, Herre des Lanndes zu Hessenn, Mechtildt vnse Werthin, vnnd Johann vnse sohnn, vnnd vnse erbenn, Bekennen ann disem Jegennwerttigem brieffe, allenn die den hörenn vnd sehenn,
Das wir wolttenn mehr Pfannen hann gesatzet, zum Soden, auff das Saltzwergk, das wir des aber enkommen, mit den geburenn von Soden, die geerbet sein zu deme Saltzwercke,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre erbenn, vns efft vnnserm erbenn gebenn, alle Jar vierzehenn tage, vor Sancte Johannes tage, zu mittenn Sommer, fünff vnnd zwenzigk Vbene1 Saltzes,
das Saltz sollenn sie vmbantwurtten2, zu Cassell Inn vnnser Stadt, vf Ihre kostenn, vnnd vnder vnnser geleide, vor allen den, die dar vns thun vnnd lassenn wollenn3,
Darumb das diese rede stette vnd gantz bleiben, Darauff gebenn wir diesenn brieff, gefestet vnnd besiegelt, mitt vnnseme Ingesiegeltte, offt4 vnnser Wirthin, wanntte5 Johann vnse Sohn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Vbene — Salzmaß; Lesung des Wortes sicher, Bedeutung/Schreibung unsicher (Übene?)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenicht Ingesiegelt hatt, vnnd diese brieff ist gegebenn In dem Jare, da mann zaltte, vonn vnsers Herrenn Gottes geburt, Dreyzehenn Hundert Jar, am Sant Walpurs1 tag etc.
Wir Alheitt des Edelenn Furstenn Hertzogen Alberts dochter vonn Braunschweigk, die etwanne des Edelenn Furstenn Lanndtgrauen Johanns von Hessen Hausfrauwe was, Bekennenn offembarlich, allenn den die diesenn Jegennwerttigenn briefft sehen vnd hörenn lesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnse sohnn, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigen brieffe, allen den die Ihnen hörenn vnnd sehenn,
das wir wolttenn mehr Pfannen hann gesatzet, zum Sodenn, vff das Saltzwergk, das wir des vber ein komenn, mit dem geburenn vom Soden, die geerbet sein zu dem Saltzwercke,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre erbenn, vnns vnd vnsern erben gebenn, alle Jar vierzehenn tage, vor Sant Jaannis1 tage zu mittem Sommer, fünff vnnd zwenzigk Vbene2 saltzes,
das saltz sollenn sie vmbantwurtten zu Cassell Inn vnnser Stadt, vf Ihre kost, vnnd in vnnserm geleitte, vor allen den die durch vns thun vnd lassenn wollen3,
Darumb das diese rede stette vnnd gantz bleibe, darauff gebenn wir diesenn briefft, besiegelt mit vnserm Ingesiegell, vnd vnnser Wirthinne, Wann Johann vnnser sohnn nicht Ingesiegelt hatt,
Diesenn Jegennwerttig1 brieff, als er vonn worte zu wortte geschriebenn ist, verneuwenn wir, vnnd stettigenn Inn, also, das wir wollenn Ine in allenn stuckenn, stette halttenn,
zu sonnden gnadenn Wollenn wir, das dieselbenn gebuer zum Soden in allem rechtte vnnd gewonheitt, mit Inen steden bliebenn, die sie gehatt hann, vonn vnsers Herrenn Lanndtgrauen Henrichenn, vnnd Johanns vnsers vetters geziettenn, bis ann vnns,
Wir Otto Gottes gnadenn Lanndtgraue vnd Herre des Lanndes zu Hessenn, Alheit Lanndtgreuinne, vnnse eheliche Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn offembarlich allenn den die diesen Jegenwerttigenn briefft sehenn vnnd hörenn lesenn,
Wir Henrich Gotts gnadenn, Lanndtgraue, Herre des Lanndes zu Hessenn, Mechtildt vnnse Wirthinne vnnd Johann vnnse sohnn, vnnd vnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigen briefe, allen den die Ine hörenn vnnd sehenn,
Das wir wolten mehr Pfannenn han gesatzet, zum Sodenn vff das Saltzwergk, das wir des vber ein komenn, mit den gebueren vom Sodenn, die geerbet sein zu dem Saltzwercke, das wir do keine Pfannenn, do mehr sollenn setzenn,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre Erbenn vnns vnnd vnserm erbenn gebenn alle Jar Vierzehenn tage vor Sant Joannis tage, zu mittenn Sommer, funff vnnd zwenzigk Vbene1 saltzes,
das saltz sollenn sie vmbantwurtten zu Cassell Inn vnnser Stadt vff Ihre kost, vnnd in vnnserm geleite, vor allenn die durch vnns thun vnd lassenn wollen2,
Darumb das diese rede stette vnd gantz bleibe, darauff gebenn wir diesenn brieff, Besiegelt mit vnnserm Ingesiegell vnnd vnnse Wirthin wann Johann vnnse sohnn nicht Ingesiegelt hatt
Diesenn Jegennwerttigenn brieff, als er vonn Wortten zu wortten beschriebenn ist, verneuwenn wir, vnd stettigenn Ihn, also das wir wollenn Ine am allenn stuckenn stette halttenn,
auch wöllenn wir das die vom Sodenn, vnnd vnnser Burger vom Allenndorff, bey alle deme rechtte vnd wonheitt3, die sie vonn altters gehapt hann, vnnd habenn, gentzlich bleibenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch, das vnnse burger vom Allenndorff kriegenn wurdenn vmb ein recht, des sie nicht getheilenn möchttenn, oder erkundtenn, des sollenn sie gehen vff die Schöpffenn vonn Cassell,
aller dieser vorgeschriebenen rede, gebenn wir diesenn Jegennwertigenn brieff, zu einer festung, vnnd zu einer vrkundt, besiegelt mit vnnserm Ingesiegelenn.
Wir Henrich vonn Gottes gnadenn Landtgraue Herre Hessenn Lanndes, Vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigenn brieffe, das wir wollenn hann lassenn3 zubrechenn, vnnd newe gemachett, die Pfannenn zu den Sodenn,
das wir wollenn das die Pfannenn zun Sodenn, ewiglichenn bleibenn sollenn, als wir sie nue han fundenn, ann der lennge, an der Weitte, vnnd auch ann der Höhe, der bortte,
nach derselbenn masse, die wir han lassenn gezeuchnet, offennbarlich Inn die Wennde der Gottsheuser des Heyligenn Creuzes, vnnd Sant Niclas, In vnnser Stadt zu Allenndorff,
Da wir hann vbergehapt, vnnd zugesanndt2 zu dem vorgenanttenn mas, so Heinrich vonn Jsenach Ritter, vnsern Amptmann Bertholdenn Eselkopff, Waltter vonn Hundelshausenn, Otto von Neter1, vnnse Burgkmanne, vnnd ander biederbe leute,
darüber bestettigenn wir Ine, ann diesem Jegennweurtigenn brieffe, als wir auch ann andern vnsernn brieuenn, Ine bestettiget hann, alle Ihre rechtt, das sie vonn altters hann gehapt,
vnnd nemblich Ihre altte rechtte, das sie heissenn gebaurschafft, also das niemanndt soll ann den vorgenanttenn Pfannen↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Neter — Familienname des Burgmannen Otto nicht sicher (Neter/Veter?)
Auch wollenn wir, das sie bleibenn bey Irer alttenn gewonheitt, also das sie sollenn vnnd mögenn setzenn vnndt entsetzenn, vnnd bestellenn, in alle weise, das vns vnnd deme vorgenanttenn Salzwergke magk kommenn zu nutze, zu rechte vnnd zu frommenn,
der ist gegebenn vnnd geschriebenn, nach Gottes geburt dreyzehennhundert Jar, Vnnd in dem zwey vnnd zwanzigstenn2 Jare, am dem Sonnabenndt nach der Vffart, vnnsers Herrenn Gottes.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMarggrauenn zu Meissenn, in dem Osterlanndt vnd zu Lanndisburgk2, Grauen zu Orlemundt, vnnd Herren des Lanndts zu Pleizenn1, Bekennenn offenntlich in diesem Jegennwerttigenn brieue, Vnnd thun kundt allen den, die Ihne sehenn, hörenn, vnnd lesenn,
Alse die Weise leute, Rathesmeister vnnd geschworne, die Burger alle gemeinlichenn, der Stadt Allenndorf, vns vnnd vnserm Erbenn, eine rechtte Erbhuldung gethann habenn,
Were es, das sie ann vnns, oder vnnser Erbenn kemenn, Nach deme also sie vns gehuldett vnnd geschworenn habenn, das wir sie die Stadt zu Allenndorff, vnnd das Salzwergk zum Sodenn, das darzu hörett,
Sie habenn es brieue, aber nicht1 bleibenn lassenn wollenn, vnnd sollenn, vnuerbruchlich in allermassenn, alse sie bey den vorgenanttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vnnsernn liebenn bruedernn gesessenn vnnd bliebenn seindt.
Das auch die vorgenanttenn vnnsere liebenn Brueder die Lanndtgrauenn ann der ehrgenanttenn Stadt, vnnd Burgernn Rennthe verschriebenn, vnnd verweist icht hettenn, Oder ab sie noch icht darann verschreibenn vnnd verweisenn,
Darinnenn sollen noch wollenn wir noch vnnser Erbenn, nicht greiffenn, noch vnns darwiedder legenn in keine weise, Sonndernn wir wollenn das vnuerzuckett2 halttenn, Ob das also ann vnns keme.
Were auch das vnnser ehrgenanttenn Brueder die Lanndtgrauenn, die vorbeschriebene Stadt vnnd burger gemeinlich, oder der keine besonndernn vorsatzt, oder noch versetzenn wurdenn, das sie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Sie habenn es brieue, aber nicht — Lesung und Sinn unsicher; gedeutet als „ob sie daruber Briefe haben oder nicht“
vnuerzuckett — wohl „unverruckt/unverzueglich“; Buchstabenfolge nicht eindeutig
↪Fortsetzung von der vorigen Seitekundtlich erweisenn möchttenn, das soltenn wir, vnnd wollenn sie gutlich entlegenn2, vnnd abnehmenn, Ob das also ann vnns oder vnnser erbenn keme,
der gegebenn ist nach Gottes geburt, dreyzehennhundert Jar, darnach in dem drey vnnd zwanzigsten Jare, am dem dinstage nach Sant Jacobs tage, des Heyligenn zwölffbottenn.
Wir Heinrich vonn Gottes gnaden Landtgraue vnnd Herre des Lanndes zu Hessenn, Elsabets Landtgrauinne vnnse eheliche Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn offenntlichenn, allenn den die diesenn Jegennwerttigen brieff, sehenn oder hörenn lesenn,
Das wir diesen nachgeschriebenenn brieff, vonn wortte zu wortte, vnnd gezeichnet mit vnnsers Herrnn vnnsers Vatters Lanndtgrauen Ottenn, vnnd mit vnnser Frawenn, vnnser mutter Alheidt3,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
hangenn — Wortende mit Kuerzungsschleife; hangk~ aufgeloest zu hangen
entlegenn — wohl „entledigen/ausloesen“ (Pfandschaft)
Alheidt — Adelheid; Schreibung am Zeilenende mit Schleife, nicht ganz sicher
Wir Otto vonn Gottes gnadenn, Lanndtgraue des Lanndes zu Hessenn, alheidt vnnser Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem brieue, allenn den die Jne hörenn oder sehenn lesenn,
das wir wolttenn mehr Pfannenn han gesatzet, zu den Sodenn, vff das Saltzwergk, das wir des vber ein kemenn, mit den geburenn vom Sodenn, die geerbet sein zu dem Saltzwergke, das wir keine Pfannen do mehr sollenn setzenn.
darumb sollenn sie vnnd Jre erbenn, vnns vnnd vnnserm Erbenn gebenn, alle Jahr Vierzehenn tage vor Sant Johannis tage, zu mittenn Sommer, funff vnnd zwanzigk Vbene saltzes,
das Saltz sollenn sie vnns anntworttenn, zu Cassell in vnnser Stadt, vf Jhre kostenn, vnnd in vnnserm geleide, vor alle die durch vnns thun vnnd lassenn wollenn1.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewortte geschriebenn ist, vernewernn wir vnnd bestettigenn Jne also, das wir wollenn Jne in allenn stuckenn stette vnnd gantz halttenn,
auch wollenn wir, das die vom Sodenn, vnnd vnnser Burger zur Allendorff bey alle dem rechtte, vnnd warheit1, die sie von alters gehapt hann, vnnd habenn, gantzlich pleiben lassenn,
Wer auch das vnnser burger vonn Allenndorff kriegennde worden vmb ein rechtt das sie nit getheilen möchttenn oder konttenn2, des sollenn sie gehenn vf die Schöpffenn vonn Cassell,
Aller dieser vorbeschriebenn rede, gebenn wir diesenn Jegenwerttigenn brieff zu ein festenung, Vnd zu einer vrkunde, besiegelt mit vnnserm Jnngesiegell,
Wir Otto vonn Gottes gnadenn Hertzoge zu Braunschweigk, Bekennenn offenntlich ann diesem brieue vnnd thun kundt allenn den Jne sehenn, hörenn, oder lesenn,
alse vnns vnnser liebenn besonndernn2, Burgermeister, Rath, Schöpffenn vnnd gantz gemeinheit zu Allenndorff gehuldiget hann, nach anweisung der brieff, die der Hochgebornne, vnnser lieber Oheme Lanndtgraue Henrich zu Hessenn, vnnd wir vntter einander gegebenn, vnnd versiegelt habenn,
also sollenn vnnd wollenn wir, wann es darzu kömpt, die vonn Allenndorff, vnnd das Saltzwergk zum Soden vnnd das darzu gehört, mitt aller wirdigkeitt, mit aller gewonheitt, mit alme rechtte vnnd freyheit,
in holtze vnnd in felde, mitt den strassenn vnd wassernn, vnnd wegenn, mitt aller Schlachtte nutze1, sie habenns brieue oder nicht, bleibenn lassenn sollenn vnnd wollen, vnuerbruchlich, ane argelist,
in aller masse, alse sie bey aller Herschafft vonn Hessenn bleibenn sein, vnnd wollenn sie des getreuelich beschirmenn, beschutzenn, vnd verandtworttenn, gleich anndernn vnnsernn Landen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Schlachtte nutze — 'schlachte' = Art; Lesung des Ausdrucks nicht ganz sicher
besonndernn — Formel 'lieben besonderen'; danach kein Substantiv, in mod ergänzt
das wir die Räthe vnnser Stadt Allenndorff vnnd vnnsere Burger gemeinlich daselbst, vnnd das Saltzwergk zu den Sodenn, vnser liebenn Getrewenn wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn,
Besonndernn bestettigenn wir den Pfennernn zun Sodenn, ann diesem Jegennwerttigenn brieffe, alle Jhre altte Rechtt, das sie vonn altters habenn gehapt, das mann heißet, die gebaurschafft2, die wir↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
achtzigk drey Jahr — Datum 1383; die rote Randnotiz zur Urkunde (S. 105) sagt 'Anno 1382' — Widerspruch in der Vorlage
gebaurschafft — Begriff 'Gebauerschaft' (Genossenschaft der Pfänner), Lesung sicher, Bedeutung erläutert
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJhnenn auch halttenn wollenn, allermasse als vnnser Elternn brieue das ausweisenn, vnnd sie daranne nichts verkurtzenn, Ohne alle geuerde, vnnd ohne argelist,
Wir vonn Gottes gnaden Friderich Sigmundt, Henrich vnnd Wilhelm gebruedere, Hertzogen zu Sachssen, vnnd Friderich Jrer vetter, Alle Lanndtgrauenn zu Duringenn vnnd Marggrauenn zu Meissenn,
alse die Ersamenn Burgermeister, Schepffenn vnnd Burgere, gemeiniglich der Stadt Allenndorff vff solche Bruederschafft, alse wir vnns mit dem Hochgebornnenn Furstenn, Herrn Ludewigenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vnserm lieben↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
thun henckenn — Wörter mit langen Querstrichen (wohl Zierstriche, keine Tilgung); sinnnotwendig, daher belassen
tertio, decimo — so mit Komma geschrieben, gemeint 'tertiodecimo' = 1413
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteOhmenn, mit vnnser aller Lannden zusamene2 verschriebenn vnnd verbruedert habenn, nach ausweisung der brieue, die wir daruber, vnnder einannder gegebenn, vnnd eine rechtte Erbhuldung gelobet, vnd geschworenn gethann habenn,
Were nun, ob sich das solcher masse verfiele vnnd dieselbenn vonn Allenndorff solcher Bruederschafft, vnd vonn Erbhuldung wegenn, ann vnns alle oder eintheil, oder ann vnnser Erbenn kommenn vnnd gefallenn werden1, das Gott lannge wennde,
das wir sie alse dann, vnd alle Jre nachkommenn, vnnd das Saltzwergk zum Sodenn, das darzu gehöret, mit aller Wirdigkeitt, mit aller gewonheit, mit allem rechttenn, vnd freyheitenn,
in holtzenn vnnd in felde, mitt den strassenn, vf Wassernn vnnd wegenn, mit allem nutze, sie habenn es brieue oder nicht, bleibenn lassen sollenn vnnd wollenn, vnuerbruchlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteann der ehegenanttenn Stadt vnnd Burgernn leuthe1 verschriebenn vnnd verweiset hette, oder aber noch Jzt darann verschreibenn, vnnd verweisenn wurde,
darin sollenn noch wollenn wir noch vnnser Erbenn, nicht greiffenn, noch vnns darwiedder legenn in keine weise, Sonndernn wir wollenn das vnuerbrochenn halttenn, ob das also ann vns keme,
Were auch, das vnnser lieber Ohme vonn Hessenn ehegenanter, die vorgenanttenn Stadt vnnd Burgere, gemeiniglichenn, oder der einenn besonndernn versazet hette, oder noch versezenn wurde, vorschulde die sie kundtlichenn erweisenn möchttenn,
Vnnd habenn Jne des zu Vrkundt vnnd warem bekanndtnusse gegebenn, diesem brief versiegelt, mit vnnserm Friderichs Sigmundes, vnnd Friderichs obgenanttes, Jnngesiegeln, der wir Heinrich vnnd Wilhelm mit hieran gebraucht,
Gegebenn zu Cassell2 nach Christi geburt, Vierzehennhundert, Vnnd darnach in dem Ein vnnd dreyßigsten Jar, am Sontag Sanct Simonis et Judae tag der heiligen zwolfbottenn,
Unsichere Lesungen
Burgernn leuthe — Lesung des zweiten Wortes nicht ganz sicher; wohl 'Bürgersleute'
Cassell — Ortslesung Kassel; erster Buchstabe verschnörkelt
Wir Ludwig vnd Henrich1 gebrueder von Gottes gnadenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn vor vnns, vnnd die Hochgebornenn Furstenn, Herrnn Hermann, vnnd Herrnn Friderichenn, Vnnser liebenn brueder, vnnd vnnser Erbenn, offenntlich in diesem brieffe, vor allenn leutenn, die Jhne sehenn oder hörenn lesenn,
das nun wir vnnd die ehegenanntten vnnser liebenn brueder, die Jzundt genanndt Burgermeister vnnd Rethe, vnnd vnnser Burger gemeiniglich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Salzwerck2 zum Soden, wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn, bey allenn Jrenn freyheitenn, gnadenn, gewonheitenn, vnd rechttenn, alse sie beyder Herschafft zu Hessenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Henrich — Namensform in der Zierschrift; auch 'Heinrich' möglich
Salzwerck — Schreibung des Wortendes durch Zierstrich nicht ganz eindeutig (Salzwerck/Salzwergk)
Besonnder bestettigenn wir den Pfennernn zum Sodenn mit diesem Jegennwerttigenn brieffe, Alle Jre altte rechtte, das sie vonn altter gehapt hann, das mann heissett gebaurschafft1,
die wir Jne auch halttenn wollenn, Jnn aller massenn, als vnnser Eltternn seliger brieffe das außweisenn, vnnd sie darinne nicht verkurzenn, Ohnn alle geuerde vnnd argelist,
Vnd dis zu Vrkundt, hann wir Lanndtgraue Ludwig obgenanntte, als der Elteste Fürst zu Hessenn, vnnser grosse Mayestet Jnngesiegell, vonn vnns vnnd vnser liebenn brueder ann diesenn brieff thun henngenn
Vonn Gotts gnaden Wir Ludwig Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn vor vnns vnnd vnnser Erbenn offenntlich, in diesem↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebaurschafft — Wort teils mit Zierstrich; Lesung 'gebaurschafft' (Bauerschaft) wahrscheinlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebrieffe gein allermenniglich, So, alse vnnser liebenn getrewenn die Baurschafft der Sodenn Vnser Stadt Allenndorff, die mann nennet die Pfenner, vonn vnnserm Voraltternn seligenn gefreyet,
vnnd habenn Jne solche Jre freyheit, gerechtigkeit vnnd löbliche gewonheit, so sie die vormahls bey vnnsernn Vorelttern seligenn furstenn des Landes zu Hessenn, herbracht habenn, nach Jnnhalt derselbenn brieffe daruber sagennde, gnediglichenn bestettiget,
vnnd bestettigenn Jne die Jnn vnnd mit Krafft dieses brieues, vnnd besonndern freyhen1, Vnd bestettigenn Jne wir solche Jre rechtte, vnnd her2↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
besonndern freyhen — Lesung 'freyhen' (= freien, privilegieren) nicht ganz sicher
her — am Zeilen- und Seitenende getrenntes Wort (her=), Fortsetzung auf der Folgeseite
Nemblich, wo einer oder mehr, einenn oder mehr todt schlugenn in den Sodenn, solcher oder solche todtschleger sollenn Hundert Jar vnnd einenn tagk, die Stadt Allenndorff, die Sodenn vnnd Feldtmarck räumenn, vnd darin nicht kommenn,
derselbe oder dieselbenn, der oder die so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tagk, die genanntten Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Jre Feldtmarck räumenn, vnnd darin nicht kommenn,
Wir wollenn auch die obgedachtenn vnnser Baurschafft, bey solchenn Jrenn freyheitenn, rechttenn, vnnd löblichgewonheitenn1, wie vorgerurt ist, hanndthabenn, schuzen, sturenn2, vnd behalttenn,
Wir Henrich von Gottes gnadenn Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn mit diesem brieue vor vnns vnnd alse Vormunder vor die Hochgebornenn furstenn, vnnser liebenn Vetternn, Herrnn Wilhelm vnnd Herrnn Wilhelm gebrueder, auch Lanndtgrauenn zu Hessenn,
Das nun wir vnnd die ehegenanttenn, vnnser liebenn Vetternn, die obgemelttenn Burgermeistere, Räthe, vnnd vnnser Burgere, gemeiniglich daselbst zu Allenndorf vnnd das Salzwerck zu den Sodenn, wollenn lassenn bleibenn2 vnnd behalttenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerschafft zu Hessenn, vor altter vnnd auch von vnserm liebenn Herrnn vnnd Vatter seligenn gehapt han, vnd verbrieffet sein,
Besonnder bestettigenn wir den Pfennernn zun Sodenn mit diesem Jegennwertigenn brieue, alle Ihre altte Rechtt, das sie vonn altter gehapt haben, das mann heisset die gebaurschafft,
die wir Jne auch haltenn wollenn, in allermaße als vnnser Elttern seligenn brieffe, das außweisenn, Vnnd sie darann nicht verkurtzenn, ohnne alle geuerde, Vnnd sonnder arge list,
Des zu Vrkundt, so hann wir Lanndtgraue Heinrich vorgenanndt, vor vnns vnd alse Vormünder, vor die obgedachttenn vnnsernn liebenn Vetternn, Jngesiegell ann diesenn brieff, mit rechtem wissenn thun henckenn,
Wir Henrich von Gotts gnaden Landtgraue zu Heßenn1, Graue zu Ziegennhain vnnd zu Nidda Bekennenn mitt diesem brieffe, alse Vormünder↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Heßenn — Worttrennung Heß=enn über den Zeilenumbruch; Zeilenanfang der Folgezeile schwer lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevor die Hochgebornenn Furstenn, vnser liebenn Vetternn, Herrnn Wilhelmenn vnnd Herrnn Wilhelmenn gebruedere, auch Lanndtgrauen zu Hessenn,
do, als vnser liebenn Getrewen, die Baurschafft der Sodenn vnser Stadt Allenndorff, die mann nennet die Pfenner, vonn vnsern Voreltternn seligenn gefreyet, vnnd Ire freyheitt vnnd rechttenn bestettiget sein, nach Jnhaltte brieffe vnnd siegell, Jne darueber gegebenn habenn,
vnnd habenn Jne solche freyheite, gnade, gewonheite, vnnd rechte, alle Innmassenn sie die vormahls bey vnserm Voraltternn seligenn Furstenn des Lanndes zu Hessen, gebrachtt hann, nach Laute der brieffe darueber↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesagende, gnediglich alse1 Vormünder, vnnd von wegen der obgedachttenn vnnser liebenn Vetter bestettiget, vnnd bestettigenn Jne die also in vnnd mitt Craffte dieses brieffes,
wo einer oder mehr vonn den Södernn vnnd Saltzknechtenn todtschlugenn, der oder dieselbenn todtschleger, sollenn hundert Jar vnnd einenn tage, die Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Ire Feldtmarcke reumenn, vnnd darinn nicht kommenn,
derselbe oder dieselbenn, der oder die so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tagk, die genantten Stadt Allenndorff, die Sodenn vnnd Ire feldtmarcke reumen, vnnd darin nit kommenn,
Wir wollenn auch die abgerurtenn Baurschafft, bey solchenn Irenn freyheittenn, gnadenn, gewonheittenn, vnd rechttenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
alse — alse oder also, Endung nicht sicher zu unterscheiden
Des zu Vrkundt habenn wir obgenanntter Lanndtgraue Heinrich, vor vnns vnnd alse Vormünder vorgerurt, vor vnnsernn liebenn Vetternn, vnnser Jngesiegell ann diesenn brieff wißenntlich thun henckenn,
Wir Wilhelm vnd Wilhelm gebruedere vonn Gottes gnadenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn vor vnns offenntlich in diesem brieue, gein aller menniglichenn,
Do, als vnser liebenn Getrewen, die Baurschafft der Sodenn, vnnser Stadt Allenndorff die mann nennet die Pfenner vonn vnnserm Voreltern↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
als habenn wir Iren gehorsam, vnnd getruen dienst, so sie alwege vnserm liebenn Voreltternn gethann vnnd erzeiget hann, vnnd auch hinfuro treulich thun wollenn vnnd sollenn, zu hertzenn genommenn,
Vnd Jne darumb solche Ire Freyheitte vnnd gnade, gewonheite, vnnd rechtte, alle Innmassenn sie die vormals bey vnnserm Vorelttern seligenn, Furstenn des Lanndes zu Hessenn, herbracht hann, nach Lautt der brieffe darueber sagennde, gnediglich bestettigett,
wo einer oder mehr, einenn oder mehr vonn den Södernn vnnd Saltzknechttenn, todtschlugenn, Sollenn hundert Jar vnnd einenn tage, die Stadt Allenndorff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
derselbe oder dieselbenn, so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tage, die genanttenn Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Ire feldtmarckt reumenn, vnnd darin nicht kommenn,
Wir wollenn auch die abgerurte Baurschafft, bey solche Irenn freyheitenn, gnadenn vnnd gewonheitenn, vnd rechttenn, wie obgerurt ist, hanndthabenn, schutzenn, steurenn, vnnd behalttenn,
Vnnd des zu Vrkunde, so habenn wir Lanndtgraff Wilhelm obgenandt der Elter vnnser Secret gebrechenn halber, vnnser Sigill hierann vestiglich thun henngenn,
Wann auch vnnser Mayestet Siegill gemacht wurdet, alsdann so wollenn wir diesenn brieff vff ersuchenn obgedachttenn vnnsern liebenn Getrewenn, der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Wir Wilhelm vnnd Wilhelm gebruedere von Gotts gnadenn Landtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich ann diesem brieffe, vor vnns vnnd vnnsere erbenn, gein aller mennigklichenn, die Jne sehenn vnnd hörenn lesenn,
das nun wir die Jtztgedachtenn Burgermeistere, Rethe, vnnd vnnsere Burgere gemeinlich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Saltzwerck zu den Sodenn wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
baurschafftt — Satzanfang auf der Vorseite; wohl Fortsetzung eines getrennten 'ge=baurschafftt' (vgl. dieselbe Formel 'die gebaurschafftt' auf Bl. 58v)
do. — Kleines Wort nach 'lesenn' mit Punkt; wohl 'do' (= da), Lesung nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebey allenn freyheitenn, gnadenn gewonnheitenn, vnd gerechttigkeitenn, alse sie bey der Herschafftt zu Hessenn vonn altters her, vnnd auch vonn vnnserm liebenn Herrenn, vnnd Vatter seligenn, gehapt hann vnnd verbrieffet sein.
Besonnder bestettigenn wir denn Pfennernn zu den Sodenn, mit diesem Jegennwerttigenn brieffe, alle Jre alte rechtte, das sie vonn altters hann, das mann heisset die gebaurschafftt,
die wir Jne auch halttenn wollenn, Jnn allermassenn, als vnnser Eltter seligenn brieffe das außweisenn, vnnd die darann nicht verkurtzenn, ohne alle geuerde, vnnd ohnne argelist.
Vnnd des zu Vrkundt, Habenn wir Lanndtgraue Wilhelm obgenannter der Eltter, vnnsere Secret gebrechs1[?] halbenn vnnsere Sigille hierann festiglich thun henngenn,
Wann auch vnnser Mayestet Sigill gemacht wirdet, alse denn so wollenn wir diesenn brieff vff ersuchenn obgedachttenn vnnserm liebenn getreuwenn der vonn Allenndorff, wieder vmbschreibenn, vnnd damit versiegelenn lassenn, alles ohne↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebrechs — Wortende mit Zierschwung, auch 'gebrech' oder 'gebrechen' möglich; Formel 'unsers Secrets gebrechen halben'
Von Gotts gnadenn Wir Wilhelm der mittler Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn offembar in diesem brieffe, vor vnns vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn,
das wir vonn vnnsernn liebenn den Gebaurenn vom Sodenn, annders genanndt die Pfenner, gruendlich mitt ganntzer warheitt berichttet, vnnd vnnderweiset sein,
Wie sie in Jrem Sodenn vnnd Saltzwerck, damit sie beerbet vor vnnser Stadt Allenndorff, ann der Werra gelegenn, aus alttenn freyheitenn herkommenn, vnnd gewonden1, Vierzigk vnnd drey Saltzbodenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenn vnnd rechttenn, Sonnderlich mit einem alten rechtte, genanndt die Gebaurschafftt, mitt Jrem annhannge, vonn vnnd bey dem Furstennthumb zu Hessenn, vnnd vnnsernn Vorfahrenn, löblicher gedechtnus begnadet,
So nun dann wir der Regirung vnnser Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessenn, selbst anngenommenn, will sich aus rechtte vnnd gnadenn anders nicht geburenn,
dann das wir den genanttenn vnsernn liebenn getreuwenn, Gebaurenn vom Soden genanndt Pfenner, Jres Saltzwercks gebaurschafft mit Jrem annhannge, Herkommenn, gewonden, gnadenn, freyheitenn, vnnd aller annder rechtte,
Demnach so bestettigenn vnnd bekrefftigenn wir vor vnns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den obgenantenn Gebaurenn genanndt Pfenner, das vorgemelt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
reulicher — Wohl 'reulicher' = ruhelicher (ruhiger Besitz); Schreibung des Wortinneren nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJre Erbe das Saltzwerck, mit allem seinem Herkommenn, rechttenn vnnd gewondenn, vnnd die Zal der Saltzbothenn vnnd Pfannenn,
Sonnder vierzigk vnnd drey1 Saltzbothe, vnnd souiel Pfannen, darin nicht mehr noch weniger, vnnd in der weitte lenngde, vnnd höhe der bortte, als die vom alters her, bis vff die zeit vnnser Regirung gefundenn,
Wollenn auch wir vnnser Erbenn, vnnd nachkommen selbst, oder durch annder Leute die gedachttenn vnser liebenn Getreuwenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, mit anndernn Saltzbothenn, in oder außwendig Jrem Sodenn,
vf3 eine Meyle wegs vonn demselbenn Sodenn, durchenn2[?], in keine weise, oberbawenn, auch nit mit frembde Saltze, auch ein halb meyl wegs vberfurenn lassenn, Ohnne alle geuerde,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteerbenn vnnd nachkommenn, den gemeltenn vnnsern liebenn getreuwenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, die alte recht1, das sie heissenn Gebaurschafftt, mit allem das vom altters hero daranne henget,
also das niemanndt soll oder magk, ann dem genanttenn Saltzwercke, vnnd Pfannenn theil habenn, besitzenn oder Saltzsiedenn, er sey dann aus der gebaurschafftt geborenn.
Darumb were es sache das vns Wilhelm Lanndtgraue vorgenanndt, vnnserm Erbenn, oder nachkommenn, ann dem gemelttenn Saltzwercke oder Pfannenn theil gegebenn, oder durch annder schlechtt annkunfft, wie die mochttenn sein, zugewanndt wurdenn,
sonndernn vnnserm liebenn getreuwenn, den gebaurenn vom Sodenn, genandt Pfenner, Jnner einem Monnde, vom tage der Gifft oder annder annkumfft zurechenn2, der so viel geldes als das gegebenn, oder annder maße anngekommen, theil nach leuffte der Zeit gegelttenn möchtte, gut=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
die alte recht — Artikel undeutlich; auch 'das alte recht' lesbar
zurechenn — = 'zu rechnen'; Anfangsbuchstabe z nicht ganz sicher
dermassenn bestettigenn wir, vor vnns vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den vielgedachttenn vnnserm liebenn getreuenn gebuerenn1 den Pfennernn, alle Ihre gebotte, vnnd gewonde2, damit sie Ihre Meisterknechtte, Affterknechte3, oder annder die vff dem Saltzwercke arbeitenn wollenn, habenn zustraffenn, vnnd zuzwingenn,
Welcher aber den anndernn gliedts lanng oder nagels tieff verletzte, ein Jar vnnd einenn tagk, vmb guts friedes willenn, aus dem Bodenn, aus der Stadt Allenndorff vnnd Irer feldtmarcke verweisenn mögenn,
damit sollenn alle andere Ihre gebott vnnd verbott bestettiget sein, mit macht derselbenn, aus redtlichenn vhrsachenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebuerenn — Lesung des Worts nach 'getreuenn' nicht ganz sicher; wohl 'Gebauern' (Mitglieder der Gemeinde)
gewonde — wohl 'Gewohnheiten'; Wortform unsicher
Affterknechte — langer Zierstrich durch das Wort (wie bei Meisterknechtte); keine Streichung angenommen
vnnd das sie anderst In Ihrem Bodenn vnnd Saltzwercke mögenn bestellenn, alle Regirung mit nahmenn1 Schösser vnd der kirchenn zum Bodenn, vormundenn, doch des Pfarhernn daselbst gerechtigkeit vnschedtlich, oder was desgleichenn were, nichts ausgeschiedenn, setzenn vnnd enndtsetzenn,
auch der kauff des Saltzes, vf vnnd abzuschlagenn, das wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Inen nicht sollenn oder wollenn, wiedersagenn, oder verhindernn in keine weise,
wie sie vonn vnnd bey dem Furstenthumb zu Hessenn, vnnserm Vorfahrenn, in den vergenanttenn Irem Erbe vnnd Saltzwercke, auch in Erbzinsenn, habenn, hausenn2, gemeinenn, Geholtzenn, Strassenn, auf wassernn oder wegenn gehabt habenn, sie habenns brieffe oder nicht,
ausgescheidenn die Vbrigkeit des gerichtts vber Hals, handt1, schuldt, vnd schadenn, welche Vbrigkeitt wir vnns, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn vorbehaltenn,
doch so mögenn darnebenn vnnser liebenn Getreuenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, Ire schulde die sie itzt habenn, oder auch Ires Saltzwerckes vnnd verkaufftenn Saltzes halber hinfurtters habenn wurdenn,
vonn Irenn Saltzknechtenn, Kernernn, oder anndernn Saltzfuhrernn, nach Innhalt Ihrer gebotte, vnnd gewonde2 ermanenn vnnd erfordernn, also auch von altters herkommen ist,
auch ausgescheidenn die gerechttigkeitt vnnsers Zolles, den wir vnnser Erbenn vnnd nachkommen, nicht ersteigernn, oder erhöhenn sollenn, oder wollen, Sonnder in den Wirdenn, also vonn altters herbracht ist, hebenn vnnd bleibenn lassenn.
Doch mit solchem vnnderscheidt, ob geschehe, das solch ehegenannte Saltzwercke des Saltzbrons halber, oder durch Branndt oder fhede, genntzlich oder ein theil verwustet, oder zustörtt wurde, das der almechttige Gott, aus seiner Göttlichenn vorsichtigkeit, verhuetenn wolle,
als dann sollenn vnnd wollenn, vnnser liebenn Getrewenn, Gebaurenn vom Bodenn, genanndt Pfenner, der obgenanntten Summen zweyhundert gulden, nach annzahl der wuste, oder zustörunge bezahlung1, Ohnne geverde,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd nachkommenn, die zwo pfannenn Saltzes alter pflicht, vierzehenn tage vor Sant Joannis tag, zu mittenn Sommer, In vnnser Hoff oder kuchenn, Wo wir die halttenn werdenn, auf vnnser kost furt2 vnd geleite schickenn, Wann sie der vermanet werden,
Sollenn auch die vorgenanttenn, vnnser liebenn Getreuen, Gebauren vonn dem Bodenn, genanndt Pfenner, gemeinlich vnd ein Jeglicher vor sich, nach annzahl seines erbtheils der pfannenn, bey den wirden des Geschosses,
Das diese vorgeschriebene stücke vnnd artickell dieser vnnser verschreibung der wir selbst, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, auch niemanndt vonn vnnser wegenn,
Des gebenn wir Wilhelm der mittler Lanndtgraue↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
funff [?] Marck — Zwischen 'funff' und 'Marck' ein Abkürzungszeichen (evtl. '½', also fünfeinhalb Mark, oder Währungs-/Gewichtskürzel); auch vergrößert nicht sicher aufzulösen
kost furt — wohl 'auf unsere Kosten, Fuhre und Geleit'; 'furt' = Fuhr(e)
soll alle — elliptische Konstruktion; evtl. 'stet, alle vnnd vnuerbruchlich'
Das wir Raue vnnd Cunradt Itzo genanndt vnns vnnd vnsern erbenn ohne schadenn, so aus vnnsers vorgedachten gnedigenn liebenn Herrnn beuehl gethann, zu kundtschafft bekennenn,
Geschehenn zu Spanngennbergk, Im Jar als mann, nach Christi vnnsers liebenn Herrnn geburt tage gezehlet hatt, Vierzehenn hundert achzigk vnnd siebenn Jar,
Von Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mittler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegenhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich in diesem brieffe, vor vnns vnnser Erbenn, do als Burger3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Rauen vom Herden — Name so geschrieben; Modernisierung 'Rau von Herda' nicht ganz sicher
Waldennstein — wohl das hessische Geschlecht von Wallenstein (Waldenstein)
do als Burger — Lesung des Zeilenendes unsicher; Satz läuft auf der Folgeseite weiter (evtl. 'Buergen')
das wir nun itzundt die gedachtenn Burgermeister, Räthe, vnnd vnnser burger gemeinlich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Saltzwerck zu den Sodenn, wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn, bey allen freyheitenn, gewonheitenn vnnd gerechttigkeitenn,
alse sie bey der Herschafft zu Hessenn, vonn alters here, auch vonn vnnserm liebenn Herrenn, vnnd Vatter seligenn, vnnd vnns selbstet1[?] gehapt, vnnd verbrieffet sein.
Besonndernn bestettigenn wir den Pfennern zu den Sodenn, mit diesem Jegennwerttigenn briefe, alle Ire alte rechtte, das sie heissenn Gebaurschafft, die wir Ihnenn auch halttenn wollenn,
Inn aller massenn als vnnser Elttern seligenn, vnnd vnser brieue das anweisenn, vnnd sie darane nicht verkurtzenn2[?], ohnne alle geuerde vnnd argelist.
Gebenn in der gedachtenn vnnser Stadt Allenndorff, in dem Jar als man zalte nach Christi, vnnsers liebenn Herrnn geburt, 1488 am tage des Heiligenn Pauli Conuersionis.
als die Ersamen vnnsere gute Gönner, Burgermeister Räthe, Burger, vnnd gantze Gemeine der Stadt Allenndorff an der Werra, vnns ann stadt2 des durchleuchtigenn, Hochgebornen Furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraue Philipsenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogen etc.
vnnd den geschicktenn der durchleuchtigsten, durchleuchtigenn, Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Friderichs, des Heiligenn Römischenn Reichs Ertzmar=3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteschalcks Churfurstenn, Herrnn Johannsenn, Hern Georgenn, vnnd Herrnn Heinrichs, Kaiserlicher Maiestat, vnnd desselbigenn Reichs Erblicher Gubernator in Frieschlanndt, gebrueder vnnd Vetternn, alle Herzogenn zu Sachssenn, Lanndtgrauenn in Duringenn, vnd Marggrauenn zu Meissenn,
demselbenn Lanndtgrauenn Philipsen, als Irem rechten naturlichenn Lanndtsfurstenn, vnnd Erbherrenn, auch seiner gnadenn Leiblehenns Erbenn, vnnd in gebrech1 derselbigenn Lanndtgraue Wilhelm vnnd seinenn leibes lehenns Erbenn, vnnd ob der keiner mehr were,
als dann vnnd nicht ehr den obgedachtenn vnnsernn gnedigstenn vnnd gnedigenn Herrenn vonn Sachssenn, vnd Irenn Leibes lehenns Erbenn, getrew, holdt, gehorsam vnnd gewerttig zu sein,
Sagenn zu vnnd versprechenn Inenn auch also Inn vnnd mit krafft dieses brieffs, vor seine gnade, vnnd derselbigenn seine gnade Erbenn, auch vnd[?] alle vnnser nachkommenn, ann dem Regiment,
sie Ire nachkommenn vnnd erbenn, auch das Saltzwerck zun Sodenn, bey allenn freyheitenn, gnadenn, gewonheite2, vnnd gerechtigkeit, wie sie die vonn altters her, bey der Herschafft zu Hessenn,
vnnd sonnderlich dem durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd Hern, Herrnn Wilhelm dem elttern, vnnd weylanndt Herrnn Wilhelm dem mitler löblicher gedechtnus gebrueder Lanndtgrauenn zu Hessenn, bis hero gehapt vnnd herbracht habenn,
Darnebenn so bestettigen wir auch den Pfennernn zun Sodenn, mit diesem Jegenwertigenn brieue, in nahmenn wie obgemeltt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
auch vnd alle — so geschrieben; dem Sinn nach wohl 'auch vor alle'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitealle Ire altte rechte, das sie vom altters gehapt han1, das mann heisset gebaurschafft, die wir Inenn auch halttenn wollenn,
Inn allermassenn, alse der vorgenanttenn gebrueder vnnd Irer vor elttern, brieue das anweisenn, sie auch daranne nicht zuuerkurzen, alles ohne geuerde vnnd argelist.
Des zu vrkunde ist dieser brieff mit vnnsers Regiments annhanngende Ingesiegell verferttiget vbergebenn wordenn, zu Cassell, Donnerstage2 nach der Heyligenn dreyer konige tage, Anno Millesimo quingentesimo Vndecimo.
Vonn Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegenhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich in diesem briefe, vor vnns vnnser Erbenn vnd Erbnehmenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEltter Vatter seliger gedechtnus etliche theile ann Saltzpfannenn zun Sodenn vor vnnser Stadt Allenndorff gelegenn, Nemblich zwey achteil,
Eins, von einem, genanndt Churt Were1, gedachtenn vnnsers Eller Vatters, etwan Schultheis daselbst zu Allenndorff, ann schulde seines ampts halbenn erwachsenn,
als dann etliche brieffe, die wir in vnnserm beheltnus im Thorm vnnsers Schlosses zu Spanngenbergk, habenn suchenn lassenn, vnnd nit fundenn, Inhalten sollenn.
So wir nun das stück3, das niemannds theile wenig oder viel ann den genanntenn Saltzpfannenn habenn soll, einer sey dann in derselbigenn Pfenner gebaurschafft, die vonn vnnserm Vorfahren, den Furstenn vonn Hessenn vnd vns selberst bestetigt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Churt Were — Familienname nicht sicher, auch 'Wese' möglich
Reinische — Schreibung des Anlauts unsicher (R mit Schleife), gemeint sind rheinische Gulden
das stück — Lesung 'stück' (im Sinn von Bestimmung/Artikel) nicht ganz sicher
Wanndelnn vnnd verkeuffenn, offenntlich vnnd erblich in krafft dieses brieffs, den genannttenn vnnsernn liebenn Getrewenn, den gebauernn zum Sodenn, annders genenndt die Pfenner,
solche zwey achtteil der Saltzpfannenn, vor Tausenndt Reinische guldenn, die sie dem vorgenannttenn Herrenn Ludwigenn, vnnserm liebenn Herrenn Eller vatternn2 seligen, vf die vorgenannttenn zwey achtteil, in bahrem golde geluhenn hatte3,
Verziehen auch vor vnns vnnser Erbenn vnd Erbnehmenn, aller gerechttigkeit vnnd eigennthumbs, die vnnser Eltter vorfahrenn Furstenn zu Hessenn, aber wir↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ewigenn vnnd ewigenn — Beide Wörter lesen sich gleich (Dittographie der Vorlage?); zweites Wort könnte auch anders lauten.
Eller vatternn — Wohl 'Eltervater' (Großvater) gemeint; Schreibung 'Eller' unsicher.
geluhenn hatte — Singular 'hatte' trotz Plural-Subjekt; so in der Vorlage.
Vnnd ob es geschehe, das solcher brieff, der vff die versatzunge oder Pfanndtschafft der gemelttenn zweyer achteil weiset, oder anndere brieffe dergleichenn,
Von Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich ann diesem brieue, vor vnns, vnnser Erbenn vnnd Erbnehmenn,
da vnnd nach dem1 wir vnns mit vnnserm liebenn getreuenn, den gebaurenn zum Soden, vor vnnser Stadt Allenndorff ann der Werra gelegenn, annders genanndt die Pfenner, vormahls vmb vnnserenn Zoll, der vnns in den genannttenn Irem Sodenn eiget vnnd zustehet, vertragenn vnd vereinigt habenn,
also das wir, vnnser erbenn, vnd erbnehmenn, denselbigenn Zoll, nicht erhöhenn oder ersteigernn wollenn noch sollenn, Sonnder inn den Wirdenn, als vonn altters herkommenn ist, vngeuehrlich vnnd pleibenn lassenn,
Daruor dann die genannttenn vnnser liebenn getreuenn, die Pfenner, vnns drey hundert2 guldenn Jerlicher Pension, vonn vnnd auß den obgemelttenn Ihrem Soden gebenn sollenn, vnd Funfftausenndt guldenn als↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
da vnnd nach dem — Wortlaut der Übergangsformel unsicher; vielleicht 'das, vnnd nachdem'.
drey hundert — Zahlwort vergrößert geprüft; d-Anstrich spricht für 'drey', nicht 'zwey'.
Nemblich mit Neun vnd zwanntzigk hundert guldenn vnnser Schlos den Ludtwigstein, mitt aller seiner zugehörung, vom Herrnn Caspar Rittern, vnnd Sittichenn vom Berlipschenn1, geuetternn,
mit Eilffhundert guldenn, vnnser Schlos Wannfrida mit seiner nutzung, vnnd Herting2 vom Eschwege, die wir den Solterber3 verkaufft hatten, gelöset vnnd wieder gekaufft habenn,
Des zu Vrkunde gebenn wir diesenn brieff, mit vnserm annhanngenndenn furstlichenn Siegill wissenntlich versiegelt, Geschehenn Nach Christi vnnsers↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Caspar Rittern, vnnd Sittichenn vom Berlipschenn — Caspar und Sittich von Berlepsch (Pfandinhaber des Ludwigsteins); Lesung 'Sittichenn' aus dem Kontext, Anfangsbuchstabe S/D nicht eindeutig.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn geburt, als mann gezehlet hat, Vierzehnhundert vnnd Neun Jar1 am Sonnabendt nach Sant Catharinen der Jungfrauenn tage.
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Vierzehnhundert vnnd Neun Jar — Textbefund eindeutig '1409', steht aber im Widerspruch zum roten Randvermerk 'Anno 1489' am Urkundenbeginn (Bl. 68r); wohl Abschreibfehler des Kopisten für 1489.
Erster Vertragk. Wir Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Heßsenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnd Nidda, Bekennenn ann diesem brieffe, fur vnns vnnd nachkommennde Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglichenn, Nach dem der almechtig Gott in vnserm Furstennthumb bey vnser Stadt Allendorf in Sodenn, einenn gutenn Saltzbronnenn gnediglich gegebenn, vnnd verliehenn, welchenn Bronn etzliche vom Adell vnnd Burger, in vnnd außerhalb vnserm Furstennthumb gesessenn, genanndt die Pfenner, bishero gebraucht, vnnd darzu zwo vnnd vierzigk Bothenn gehabt habenn, aus gnediger zulassung vnnd verhengnus, Weylanndt der Hochgebornenn Furstenn, vnserm liebenn Elternn seligenn, vnnd loblicher gedechtnus der Furstenn zu Hessenn, also das sie derwegenn ein gewonheit gnanndt die Baurschafft habenn sollenn vnd mochten, vnnd sich aber zugetragenn, das in vnserm Furstenthumb, auch in anndernn beyliegenndenn Lanndenn,
etzlich vergangenn Jare hero ein grosser manngell am Saltz sich begebenn, auch augennscheinlich sich erfundenn that, das der Saltzbron aus Gottes gnaden, so Reich am Sohle, das er noch souiel vnnd mehr Pfannenn wohl ertragenn vnnd fordernn möchte, dadurch dem Furstennthumb zu Hessenn, ein mercklicher nutz gemacht werdenn, auch die beschwerung des manngels vnnd theurung am saltz wohl vorkommenn möcht werdenn, So habenn wir annfennglich bedacht, das Saltz eine wahre ist, die mann in Lannden nit endtrathen magk, vnnd das Got der Herre, die obgemelte gnade so reichlich verliehenn hat, das wohl mehr Pfannenn, gemacht möchtenn werdenn, dem Furstenthumb zu Hessenn, gemeinem armenn mann, auch Landen vnnd leutenn, zu forderung vnnd gutem, vnd darzu die Furstlich Cammer zu Hessenn so viel mehr gebessert, vnnd souiel minder not werde, den armenn mann mit schatzungenn annzulegen vnd zubeschwerenn,
Dieweil der Furstlich Stanndt, in diesem geschwinden leufftenn, schwerlich zuerhaltenn ist, vnnd damit auch die gnade, so Gott am dem orte gnediglich gebenn hatt, nit vergeblich sein muge, vnnd dennach die Pfenner vor vnns bescheidenn, vnnd derselben priuilegium zusehenn begert, der vnns auch etzliche gezeigt worden, daraus wir vnsers ermessenns befundenn, das etzliche derselbigenn Priuilegien, in vnmundigenn Jarenn der Furstenn, Sonnderlich Weylanndt vnsers lieben Herrenn Vatter seligenn, löblicher gedechtnus, vnnd seines Bruders Lanndtgraue Wilhelms, außbracht, Desgleichenn das Jene auch etzliche vorfahrenn Fursten Ihnenn gedingt vnnd vorbehaltenn, nicht volnstreckt wordenn, vnnd in etzlichenn die gewönliche form, der versicherung nicht gehaltenn, auch die annfengliche belehnung des Saltzwercks vnns nicht vorgelegtt wordenn, auch von vnns kein priuilegium oder Confirmation Je erlanngt habenn, Dargegen aber sie vorgewenndet, das sie solch Saltzwerck, vnd die vierzigk zwo Pfannenn, eine lannge zeit von Jahrenn
herbracht, vnd daruber etliche viel bestettigung der Furstenn zu Hessenn, wie sie vnns dann dieselbigen in glaubwirdigen abschrifftenn vorgelegt habenn, sie hetten auch bishero alle Jar die zwo pfannenn Saltz so vff sie, als sie meinenn, an stadt der zwanntzigk funfft1 osternn herkommenn, vf Johannis Baptistæ vnderthenniglich bezahlet, Nach solchenn vorerzehlten dingenn allenn, habenn wir Rath gehapt, vnnd in Rath vnserer Herrnn vnnd freunde, auch verstenndiger vnnd gelerter vnserer Rethe, auch etzliche vonn der Ritterschafft, vnd den Stedten vnsers Furstennthumbs, als nemblich Sigmundt von Boyneburgk Stadthalter zu Cassell, Jeorge von Colmetsch Stadthalter zu Marpurgk, Wolff Schutzbergk gnanndt Milchling Commenthur daselbst, Hermann von Hundelshausenn, Marschalck, Hermann von der Malspurgk, Reinhardt von Boyneburgk, der alte Rudolff Schenck Lanndtvogt ann der Werra, Otto Hundt amptmann zum Schönstein, Christoffer vom Steinbergk, amptmann zum Ludwigstein, Jeorge vom Papenheim, Johann Meysenbuch,
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Z. 5: zwanntzigk funfft — Zahl, Sinnzusammenhang unklar
Alexannder vonn der Thann, amptmann zu Vacha, Jost vonn Weytter Cammermeister, Ebert vonn Bischofferode Oberamptmann vnser Ober Graffschafft Catzenelnbogenn, Johann Feige, Cantzlar, Johann Walter Doctor, Nicolaus Annthonius Licentiat, vnnd Jeorge Nußpicker1, auch der verordenntenn vnnd gesanndtenn vnserer Stettenn, Cassell, Marpurgk, Hombergk vnnd Treysa, als der furnembstenn befundenn, Das wir als der Landtsfurst, ann stadt des gemeinenn nutzes, doch in alle wege ohn schadenn vnnd nachteil obgemelter Pfenner mehr Pfannenn, so viel wir ohnn gemelter vnser Vnderthanen der Pfenner schadenn, Saltz machenn vnnd verkeuffen lassenn konntenn, bawenn vnnd vfrichtenn lassen möchten, vnnd demnach ann dieselbenn Pfenner gnediglich begert, darin keine beschwerung zuhabenn, das wir vf die vbrige Sohlenn, mehr Pfannenn, ohn Irenn schadenn bawen, So werenn wir erbuetig mit Ihnenn ordenung zumachenn, wie mann siedenn, Holtzkeuffenn, vnnd auch Saltz verkeuffenn, auch alles annder dermassenn handeln solte, vnnd möchte, damit es ohnn der Pfenner schadenn möcht geschehenn vnnd zugehenn, Wiewohl nun die
gemeltenn Pfenner erstlich darin bedennckenn gehabt, So seindt sie doch, do sie befundenn habenn, das wir ohnne Irenn schadenn, mit saltzsiedenn, vnnd Saltz verkeuffen mehr Pfannenn machenn lassenn woltenn, vnnd von rechtswegenn könntenn vnnd möchtenn, vonn solchem Ihrem bedennckenn vnderthenniglich abgestanndenn, vnd derowegenn vnns vnnd gemeinem nutz des Furstennthumbs zubefurderung vnderthenniglich verwilligett, das wir vnnd vnser erbenn, vnnd nachkommenn etzliche Bothenn, nach vnserm gefallenn vf die vberezigen1 Sohlenn bauwenn, Jedoch das die Sohle, solches ertragen möchte, Damit nun solches wie obgemelt, desto bequemer beschehenn muge, vnnd wir Ires schadenns in dem nicht begerenn, So habenn wir aus besonndernn gnadenn, die wir zu Ihnen tragenn, die alten Furstlichen Priuilegien, auf die gerechtigkeit der Pfenner sprechennde, so die vorfahrenn furstenn zu Hessenn, Inenn vnd Iren erbenn, gegebenn habenn, ausgescheidenn, so viel dieselbigenn In diesem vertrag verenndert vnnd erclert, aus rechtem wissenn vernewert, vnnd bestettigett, vnnd thun das Inn vnnd mit Krafft dis brieffs kreff
tiglich, vor vnns vnser erbenn vnnd nachkommen furstenn des Lanndts zu Hessenn, Ihnenn vnnd Irenn Erbenn, fur vnnd fur ewiglich, in der bestenn form der rechtenn, wie das am bestenndigstenn, Krafft vnnd macht haben soll, die wir Ihnen vestiglich haltenn sollenn vnnd wollenn, vnnd Ihnenn dauonn nichts enndtziehenn lassenn, Sonderlich bestettigenn wir Ihnenn das alte recht, das sie die Baurschafft nennenn, das sie bishero ann den zwo vnnd vierzigk Pfannenn gehabt vnnd herbracht habenn, In aller massenn wie das herkommenn ist, ohne geuerde, vnnd nach dem wir Itzo algereidt etzliche newe Pfannenn, vber die gemeltenn zwo vnnd vierzigk Pfannenn setzenn lassenn, vnnd derenn noch etliche mehr, so viel vns der vor1 gut annsicht, zusetzenn bedacht seindt, So geredenn vnnd versprechenn wir, vor vnns vnser erbenn vnnd nachkommenn, Inenn vnnd allenn Irenn Erbenn, bey vnserm Furstlichenn warenn wortenn, gutenn glaubenn vnnd trewenn, im wort der warheit, das solchs den Pfennernn vnnd Irenn Erbenn, ann Irer Erbgerechtigkeit, wie sie die ann den zwo vnnd vierzigk Pfannenn herbracht, vnnd vor Ihr Erbe, besessenn habenn, vnd noch besitzenn,
am Saltzverkeuffenn, auch dem Holtzkauffe, wie hernach volgt, vnnd siedenn keinenn schadenn bringen oder geberen soll, Sonnder wir wollenn vnd sollenn fur vns vnnd vnser erbenn, die also erbawtenn Pfannenn, vnd die noch erbawet werdenn, fur vnns vnnd vnser Erben, vnnd vnserm Furstennthumb zu gut, vnd zu furderung gemeines nutzenn, behaltenn, vnnd der eins oder mehr, oder etwas dauonn nicht erblich verkeuffenn, vonn vns gebenn, noch versetzenn in keinerley weise, Es were dann im fall der höchstenn notturfft, Wir habenn vns auch mit Ihnenn der Sohlennschepffung, vnnd des Siedenns halbenn, gnediglich verglichenn, das die Pfenner alle wochenn, Inn Irenn zwo vnnd vierzigk Bothenn, In Jeglichem zweymahl siedenn mögenn, vnnd in Jeder Pfanner1 acht achteil saltzes machenn lassenn sollenn, vnnd der zubehuffe sollenn vnnd mügenn sie mit dem giessenn oder schepffenn, den Sonntagk vnnd Mittwochenn, Jede wochenn ob sie mügenn zu zweyen werckenn ziehenn, vnnd wir den Montag vnnd Donnerstagk, doch das die vier naw gebawete Bothenn, mit der Pfenner Boden, dieweil sie vf der seittenn liegenn, giessenn
vnnd siedenn, also das alweg die Pfenner aus Krafft Irer Erbgerechtigkeit, den furzugk habenn sollenn, Wann mann durch Gottes gabe auch vnd menschliche geschicklichkeit einenn bessernn wegk zusiedenn finde, darzu mann vber die gewönlichen sohlenn, mehr Sohlenn zuziehenn, oder zuschepffenn, wurdenn bedurffenn, damitt mann das Holtz sparenn möchte, solche sohlen solten auch die Pfenner zuziehenn, vf Ire tage, zu Iren Pfannen, so Ihnenn wie obgemelt gebuerenn, vnnd in diesem vertrag confirmirt sein, vnuerhindert bleibenn, damit Inen nichts darann gebrechenn muge.
Desgleichenn soll es vnns auch frey sein, dieselbige vbrige Sohlenn zugebrauchenn, vnnd nach notturfft ziehenn zulassenn, vnnd ob gleich ein besser werck fundenn wurde, wie gemelt, das man besser vnnd mehr breite1 könnte habenn, so soll doch die maß der Pfannenn bleibenn, vnnd nicht mehr oder weniger in einer Pfanne vf ein siedenn gesottenn vnnd ausgenommenn werdenn, dann wie obgemelt acht achteyl, vnnd ob sich einer oder mehr der Pfenner knechte gesaumbt hette, So möchte er auff vnsernn tagenn, nachgiessenn vnnd siedenn. Dergleichenn mögenn vnsere Söder
knechte auch thun, Wurdenn wir auch mit einem Bode die wochenn dreymahl siedenn, So soll es den Pfennern auch also dreymahl in einem Bode zugelassenn werdenn zusiedenn, Doch das solch saltz auswenndig Lanndts gehe, vnnd wir ann solcher drittenn pfannenn, so in einem Bode die wochenn gesottenn, vnnd auswendig lanndts gehenn soll, den vorkauff habenn, auswenndig lanndts vf dem wasser zuuerfurenn, aber sonnst soll es auswendigk Lanndts in gemeine Saltz zuuerkeuffenn, beidenn theilen freystehenn, Vnnd dennach so sollenn auch alle vnsere Pfannenn, auf beide seittenn ein maß habenn, Welche vnnder vnsernn vnd Irenn Pfannenn, die wir Itzo brauchdie beste sein vnnd erfundenn wirdet, vnnd dieweil der Pfenner Pfannenn darauf gerichtet sein, das sie [gestrichen:
die] Buche1[?] habenn, vnnd vnsere strack sollenn sein, vnnd doch beide so ein maß halttenn, Da soll mann es versuchenn, welches das beste sein wolle, vnnd welches fur das beste, vnnd damit mann am wenigstenn betriegenn magk, erfundenn wirdet, das soll mann vf beidenn seitenn brauchenn, Doch darff kein theil seine Pfannenn
zubrechenn, ehe dann sie selbst schadthafft werdenn, vnnd mann die wiederumb machenn lassenn mus, als dann soll sie gemacht werdenn, nach der bestenn form die mann erfindenn wirdet, vnnd welcher Söder also strack Pfannenn brauchenn wirdet, dem soll bey verlust der Höchstenn busse, verbottenn sein, die harkenn lennger zumachenn, oder nachzulassenn, Damit die Pfannenn nit buchigk werden, vnnd darumb sollenn leute verordenet werdenn, die alle wochenn einmahl in alle Bothenn gehenn, darin solche Pfannenn sein, vnnd die harkenn vnnd Pfannen besichtigk, vnnd wo befundenn wurde, das die Harkenn erlenngert, oder die Pfannenn bauchig werenn, so soll darumb der Söder wie gemelt gestrafft werdenn, Vnnd nach [übergeschrieben:
dem] die Pfenner bishero ein gewonheit vnnd ordenung gehabt haben, mit dem Waltlager1, So mügenn sie dieselbe ordenung vnter sich wohl haltenn, Doch das die nachsiedenn nichtt mehr trage, dann so viel sich nach anntzahl der zweyer Pfannenn, so sie die wochenn siedenn mögenn, das Jar vbertragenn magk, vnnd der vrsach halbenn in einem Bode die wochenn nit dreymahl gesottenn werdenn, Es were dann das wir auch wie obgemelt wurdenn dreymahl
auch siedenn, als dann soll es gehaltenn werdenn, wie obgemelt ist. Es sollenn auch die Pfannennschmide den Pfennernn Ire Pfannenn, wann denen machenns vnnd ernewernns vonnötenn, ohnn vnser oder vnser Erbenn oder Ampttleute vnd beuelchhaber verhinderunge vnnd verbietenn, furderlich machenn vnnd bereitenn, Desgleichenn sollenn auch die Eisennschmiede, so in vnserm Obrigkeitenn sitzenn, oder sonnst wohnenn, das Blech vnnd eisen, Ihnenn zuuerkauffenn, nicht verbottenn, oder die Pfenner darann durch vnser oder vnser erbenn, oder die vnsernn nicht verhindert werdenn, Sonndernn gleich so wohl, als vnns Irenn gezeugk zun Pfannenn vmb einen gleichenn Pfennig gebenn, fertigenn vnnd verkeuffen, vnnd darann kein theil dem anderenn nicht hindern oder vortheilenn, alles ohnne geuerde, Wurde auch vber kurtz oder lanng die ader nebenn dem rechtenn Saltzbrunnenn gefast vnnd in einem Newen Bornn gebracht, soll den altenn zwo vnnd vierzigk Pfannenn mit zugebrauchenn, zugelassenn sein, vnd
ann solchem newem Bornne so der gefasset wirdet, niemandts anders Erbschafft habenn, dann allein wir vnd vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd die Pfenner vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, Inmassenn obenn vonn dem altenn Bornne gemeldet ist, vnnd damit diese vnnsere gnedige vnnd vnnderthenige vergleichung gemeinem Furstennthumb zu Hessenn, vnnd vnnsernn Graueschafftenn, Lanndenn vnnd Leutenn, zu gutem kommenn muge, So sollenn wir zu beidenn seiten, mit ernnst vnnd trewem vleis darann sein, das der Söder1 das alte rechte mas, Nemblich acht achtteil Marpurger Eiche, Je zwey muth vor ein achtteil gerechnet, vor ein Pfann Saltz mit dem mas dem Fuhrman, vmb das rechte alte geldt liefferenn, nemblich Sechs guldenn, welcher Zwene ann thalernn, vnnd vier ann Muntz sein sollenn, doch vrbehaltlich solchem kauff zuminndernn vnnd zumehrenn, nach gelegennheit vnnd thewrung des Holtzkauffs, zu einer Jedenn zeit doch soll ann solchem kauffgelde kein vffschlage oder erhöherung gemacht werden,
es geschehe dann mit wissenn vnnd willenn der Lanndtschafft, vnnsers Furstennthumbs, oder vonn Irer wegenn Zehenn vonn der Ritterschafft, so wir oder vnser Erbenn darzu wurdenn verordenenn, vnnd Zehenn von Stedtenn, Nemblich aus Cassell, Marpurgk, Eschwege, Giessenn, Hombergk Treysa, Grebennstein, Alsfeldt, Wolffhagenn, Nidda, so nicht Pfenner sein, oder in Bodenn keine gerechtigkeit habenn, Damitt gemeine Lanndtschafft in dem nicht beschwert werden, welche auch so sie befindenn wurdenn, das mann das Saltz neher mit fuegenn könnte, Solchs als dann Zulassenn vnnd bewilligenn sollenn, Doch also das denn Pfennernn vnd vnns die alte Neh=[?] rung[?], wie wir die Jtzo habenn, nicht geringert, oder geschmelert werde, vnnd dieweil wir willenns sein, vnnd vnnser gemüte vnnd furhabenns nit annders stehet, dann dieses vnnsers Saltzwercks, das wir neben die vorigenn Bodenn gebauwet habenn, vnnd noch bauwen werdenn, mit Gottes hulf ohne schadenn, nachteill vnnd verhinderung der altenn Pfenner vnd Irer
Unsichere Lesungen
Z. 13: Neh= / rung — wohl Nehrung, Buchstaben undeutlich
Erbenn zugebrauchenn, So sollenn vnnd wollenn wir in vnnserm Furstennthumb, Lannden vnnd gebietenn zu verhinderung der Pfenner Saltz nicht verkeuffenn, sonndernn zu aller zeit, vnnser Saltz, so viel das in vnnser Furstennthumb, Lannde vnnd gebiete gehenn soll, dermassenn abwerdenn1[?], das es den Pfennernn ann Irem Saltz verkeuffenn in nichtt schedtlich vnnd nachtheilig sey, Were es aber sache, das die Lannde vberfuhret, oder soviel Saltz verkaufft wurde das den Pfennernn ann den Zweyenn werckenn, so ein Jegliche Pfannen drei wochenn siedenn magk, als nemblich [gestrichen:
des] acht achtteil vf eine Pfanne gesottenn, vnnd gerechnet, in den Vierzigk Zwo Kothen vbrigk vnnd liegenn bliebe vnnd nicht verkaufft, So sollenn vnnd wollenn wir oder vnnser Erbenn, Inen vnnd Ihrenn Erbenn solch liegenndt Saltz, vmb obberurt Kauffgeldt vonn stundt ann vnweigerlich, Wann das vnnser [übergeschrieben:
diener], den wir deshalbenn in Bodenn habenn sollenn vnd wollenn, anngezeigt wirdet, mit barer ganghafftiger genennter müntz bezahlenn lassenn, Oder aber mitt
Unsichere Lesungen
Z. 6: abwerdenn — Wort undeutlich
Z. 12: [gestrichen: des] — gestrichenes Wort kaum lesbar
verkeuffenn vnnsers Saltzes, so lannge in das Lanndt zu bestenn, hinverkauffenn still stehenn vnnd haltenn, Bis das solch der Pfenner liegenndt saltz hinvor1 einenn abgang gewonnenn hat, Doch das auch solchs ohn redtlich vhrsach vnnd nicht ehr begert wurde, Es hette dann ein oder mehr Söder zum wenigstenn zwo Pfannenn saltzes so nicht verkaufft, oder versagt werenn, bey Ihnenn liegenn, Damit vmb geringer annzahl willenn keine klage gemacht werde, Wann aber der Söder einer zwo Pfannenn vnuerkaufft Saltz bey Ime, vnnd die dritt vffm fewer hette, so sollenn wir schuldigk sein, so sie das begeren, die vonn Ime nehmenn zulassenn, vnnd die zubezahlen, Oder wie obgemelt, so lanng mit vnnserm Saltz hinverkauffenn still haltenn, Bis der Pfenner saltz einenn abgang hat, Doch soll vnns dagegenn eine volle Pfanne, vonn acht achteiln geliffert werdenn, vnnd darin sollenn vnnd wollenn wir vonn beidenn theilenn keine geferde suchenn, vnnd also miteinander vnnser Saltz verhanndelnn, das es vor allenn dingenn den Pfennernn keinenn schadenn bringenn, oder geberenn soll, vnnd wir ohn allenn Irenn schadenn das vnnser verkeuffen,
vnnd vertreibenn, vnnd vonn deswegenn sollenn wir zimbliche, Ehrliche vnnd billiche ordenung machenn, in vnserm Furstennthumb, Lanndtenn vnnd gebietenn, damit solch saltz wie obgemelt desto bequemer vertriebenn werde, Wir sollenn vnnd wollenn auch vor vnns vnnd vnnser Erben die Stadt Allenndorff vnnd die Pfenner bey Irenn eigenn gehöltzenn, das sie bishero in possess1[?] vnnd gebrauch, für sich vnnd die Söder der vierzigk Zwo Pfannenn, gehabt, vnnd auch bey nachgemeltem bezirck, den sie vor mit dem Holtzkauff, im brauch gehabt, vnnd wir Ihnenn auch Jtzo zugelassenn vnnd zugeordenet habenn, für sich alleine zu Irer gerechtigkeit, vnnd mit dem kauffe des Holtzes, fridtlich vnnd ruhlich, vnnd ohn alle verhindernus, hinfurter ewiglich zugebrauchenn, bleibenn, daran auch wir, oder vnnser erbenn vnnd nachkommenn, vnser diener oder beuelchhaber, noch Jemanndts vonn vnnsernn wegenn, sie nicht hindernn, Irrenn, noch engen, vnnd ob das geschehe durch Jemanndts annders, wie wir, vnnser erbenn, sie vnnd Ire Erbenn darbey gnediglich vnnd furstlich schutzenn, schirmenn vnnd handthabenn sollenn vnnd wollenn, also das sie solch Ir eigen
gehöltze, so Inenn zustehet, vnnd darzu den Zirck1 der ihnen in diesem vertrage zugelassenn ist, hinfuro nach allenn ihrem willenn vnnd gefallenn, hegenn, hutenn, vnd souiel Ihnenn zustehet, beforstenn lassenn, auch hauwenn, nutzenn, vnnd brauchenn mügenn, auch Ire Holtzer mit Jagenn gebrauchenn mögenn, Inmassenn wir sie das herbracht habenn, Die annder Holtzer aber so in nachgemeltem Bezircke gelegenn, so vnns vnnd anndernn leutenn zustenndig seindt, sie seyenn vnnser Lehenn, oder eigennthumb, Sollenn vnnd wollenn wir Inenn gestattenn zukeuffenn, vnnd also vmb Ir geldt eins gleichenn kauffs, nach aller Irer notturfft zugebrauchenn, vnnd sollenn wir oder vnnser Erbenn vnnd nachkommenn darin nicht keuffenn, oder verkeuffenn, oder sonnst hauwenn oder führenn lassenn, Sonndernn sie vnnd Ire Erbenn damit geruiglich gewechrenn lassenn, Ohn alle geuerde, Vnnd ob sich zutrüge, das vnns oder vnnser erbenn etzlich geholtze, eins oder mehr in solchem bezircke, als vnnser eigenthumb verwurckt, oder sonnst wurdt heimbfallenn oder eroffnet werdenn, oder ann vnns vnnd vnnser erben
erkaufft, oder vnns zugestelt, vbergebenn, geschannckt wurde, Oder sonnst ann vnns oder vnnser erbenn kommenn, mit was Titell oder schein das geschehe, So sollen doch dieselbenn Holtzer im Holtzkauff der Pfenner fur vnnd fur ewiglich bleibenn, vnnd wir vnnd vnnser Erben dieselbigenn vonn derwegenn, das sie ann vnns oder dieselbigenn vnnsere Erbenn, wie obgemelt, kommenn, oder bracht werenn, zu vnnserm Saltzwerck oder Inenn sonnst zu verhinderung Ires Saltzwercks nit brauchenn, in keinem wege, Sonndernn sie bey dieser vergleichung vnnd verordenung, ewiglich ohne verhinderung pleibenn lassenn, Wir sollenn vnnd wollenn auch sampt vnnsernn Erben, als ihr Gnediger Lanndtsfurst Ihnenn vnnd Irenn Erben, gnediglich vnnd trewlich darzu beholffenn, vnnd daran sein, das die vonn Allenndorff vnnd die Pfenner Ire geholtze, wo sie die habenn, in diesem nachbenenntenn bezirck zu Irem bestenn, hegenn, hüetenn, vnnd beforstenn mögenn, nach alle ihrem willenn, vnnd gefallenn, wie obgemelt, vnnd was darwidder furgenommenn wurde, als mit eintreibung des viehes, abhauwenn, verwustenn, vnnd in anndere wege, mit ernnstlichenn gebottenn, verbotten, straf
vnnd busse, was vnns zustehet, vnnd geburenn magk, gnediglich vnnd trewlich abschaffenn, abwenndenn, vnnd nach vnnserm vermugenn furkommenn, vnnd nach dem die vonn Cammerbach ann diesenn bezirck stossenn als nemblich ann die Hoenforst3, das es die vonn Allenndorff Ire gemeine nennenn vnnd sagenn, das sie Je zu zeitenn wollen darzu gehauwenn, vnnd Sude1[?], vnnd in die Bodenn vmb Ir gelt bracht habenn, vnnd Je zu zeittenn einenn Prackenn2[?] darin gehauwenn, auch Ire viehe darin getriebenn haben, Damit sie dann auch dieses vertrags halbenn nit sonnderlichenn schadenn leidenn, so wollenn wir das die vonn Cammerbach Ihr viehetrifft, wie sie die herbracht, gleichwohl behaltenn sollenn, doch das sie in die Sommerladenn In dreyenn Jarenn bis das sie vfkommenn, nicht treybenn, auch die vonn Allenndorff trifftwege in die geholtze gebenn, vnd sonnderlich im Dornnbach zur trenncke, Vnnd wann das geholtze gresig wurdet, das mann es hauwenn soll, So sollenn die vonn Allenndorff den vonn Cammerbach in solchem geholtze, theile gebenn, Inmassenn wir einem Burger, welches auch die vonn Cammerbach niergent dann gein
Allenndorff zun Sodenn den Pfennernn zufuhrenn, vnnd verkeuffenn sollenn, Doch ob die Burger etzlich forstgeldt gebenn, so sollenn die vonn Cammerbach keinenn forst gebenn, nicht vmb deshalbenn, das sie mehr gerechtigkeitt habenn Inn das Gehöltze dann die vonn Allenndorff, Sondernn darumb, das sie vonn dem teglichenn gebrauch abstehenn mussenn, vnnd darauff sollenn vnnd mügenn die vonn Allenndorff solch geholtze zum bestenn hegenn, vnnd es die vonn Cammerbach in Hege also haltenn, vnnd die von Allenndorff in Ihrenn geholtzenn vnnbetrubt lassenn, vnnd sonnderlich so habenn wir zu furderung dieses Saltzwercks gnediglich nachgelassenn, das mann In Allendorff der Stadt Schefferey nach laut der Ordenung derhalbenn gemacht, messigenn, vnnd daselbst auch [gestrichen:
keine] Hämell vber Jare, oder etzlich zeit aufft die weide gehenn lassenn sollte, Es werenn dann Hämell die mann zu Allenndorff zur Scherne hauwenn solte, nach bedennckenn vnnser, vnnser amptleuthe, vnnd des Raths zu Allenndorff, vnnd weitter nicht, Doch also das die Schaffe vnnd Hämell in die gehege Inn
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Z. 15: [gestrichen: keine] — Streichung nicht sicher
wenndigk dreyenn Jarenn nicht gehenn lassenn, oder treibenn soll, auch die gehege mit dem Rindtviehe so lanng verschonenn vnnd meidenn soll, biss solanng das holtz so lanng vnnd hoch wiederumb erwachssenn ist, das es dem nit schadenn thun magk, vnnd ist nachuolgende der bezirck des geholtzes, dauonn obgemelt ist, Nemblich den Steingrabenn hinauff nach Hintzeroda1, Darnach vorm geholtze hinauff nach dem Monchfelde vor dem Monchfelde vber, bis ann den Wimmerstein, den Wimmerstein hinab bis ann das Geroltsthal hinab ann das wasser, gnanndt die Weißners2[?] sohle, den Ridergrundt hinab, vor dem Bremerthal vber, zwischen dem alttenn felde, vnnd dem holtze hin, bis ann die Werra, Item Was Churt3[?] Vnlanndt in dem scheide vff der seitten nach dem Ludwigstein hat, das soll Ihnenn vnuerhindert bleibenn, Item in diesem bezirck liegenn zwene koppell sein einer Caspar vonn Hannstein sohne, der ander den vonn Dornnbergk gein Ellershausenn gehörig, Derhalbenn soll denselbenn vonn Hannstein vnd Dornbergk, mit dem Forst bleibenn, doch den Pfennernn
vmb Ihr forstrecht zugebrauchenn bleibenn, In diesem bezircke liegenn auch etliche orter Holtzes zwischen dem Dornnbach vnnd dem Monchfelde, welche vnns zustehen, vnnd genanndt sein an der Lanndtwehr der Knobelsbergk, vnnd ein theil am Dornbach, Dieselbenn Hölzer habenn wir ihnenn eigennthumblich nachgelassenn, also das sie darann alles forst vnnd Holtzrecht, das wir bishero darann gehabt habenn, sollenn zubeforstenn, zunutzenn, vnnd zugeniessenn, nach Irem gefallenn, Furter geth gemelter Pfenner zirck vber die Werra ann, vonn Weroldtshausenn gein Hannstein, vom Hannstein vff Steina, vom Steina vff Birckennfelda, vom Birckennfeldt vf Schonnheim, vom Schonheim das Loch hinauf bis vf den weg, auff dem Berge hin bis Bobenn den Schnurenbach, den Schnurnbach abe, bis vf Lunteroda1, vnnttern Knappenberge hin bis ann den Grießbach, den Grießbach vff, bis ann den Langenbergk, fur dem Lanngennberge vber gein Diederoda, vom Diedenrodt gein Wissenntfeldt, vom WissentPfaffennschwengell, vom Pfaffennschwenge, nach
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Z. 16: Lunteroda — Ortsname, u mit Haken
Z. 19: Wissent= — Zeilenende gekürzt, Fortsetzung fehlt
Neuwenrada, vber das feldt bis ann den Weinbergk, vor dem Weinberge vber das feldt gen Geystet1[?], vom Geystet[?] bis Inn die Werra, solches gezircks vf beiderseittenn der Werra, vnnd was holtzer darann gelegen sein, sie stehenn vnns zu, den vonn Allenndorff, den Pfennernn, oder wem sie wollenn, Sollenn wir vnnd vnser erbenn, vnns zu solchem vnnserm Saltzwergk zu ewigenn zeitenn, nicht gebrauchenn, Vnnd nach dem sich ein Irrung gehaltenn hat, zwischenn vnnsernn amptleutenn zum Ludwigstein, vnnd den vom Rieden am einem, vnnd den vonn Allenndorff am annderntheil, vmb das Bremerthal, vnnd die vom Riedenn gemeint habenn, das sie einenn gebrauch in das Bremer thal habenn, das sie darin wollen hauwenn, Rinden, vnnd gein Allenndorff in die Bodenn furenn möchten, vnnd weitters nicht, vnnd das Ihr viehe, darin die Weide mit gebraucht haben, vnnd vnns der eigenthumb zustunde, Inmassenn dann vnnser Rethe2[?] die vonn Riedenn gehort, vnnd vnns des bericht habenn, So habenn wir denen von Allenndorff in diesem vertrage
Das Dritte Buch. alle vnnser Forst vnnd holtzgerechtigkeit, die wir darann gehabt, oder habenn sollenn, zugestelt vnd vbergebenn, Also das die vonn Allenndorff solch holtz hegenn, hüeten, beforstenn, vnnd nach Irer notturfft gebrauchenn mögen, vnuerhindert vnnser vnnd Jedermanns, doch vnschedlich denenn vonn Riedenn, ann der Hudt weide, Doch sollen die vonn Riedenn, die Sommerladenn1[?] dreÿ Jar lanng hegenn, vnnd mit dem viehe darin nit treibenn, vnnd die vonn Allenndorff den vonn Riedenn, Inn die annder Holtzer, damit In geheüre trifftwege lassenn, das sie mit dem viehe darin kommenn mögenn, vnnd so es gresigk werdet, So sollenn die vonn Allenndorff den vonn Riedenn am Bremerthal, so weit sich das erstreckt, einen drittenntheil am forste gebenn, vnnd volgenn lassenn, welches die vonn Riedenn in einer namhafftigen Zeit, hawenn vnnd bindenn, vnnd nirgennds annders dann gein Allenndorff Inn Sodenn den Pfennernn vmb Ihr geldt bringenn sollenn, vnnd wo die vonn Allenndorff In den Bergenn die nechst ann das Bremer thal stossen, so sie gresigk wordenn, Iren Burgernn austheilung thun,
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Z. 8: Sommerladenn — Flurname, Anfangsbuchstabe unsicher
Das dritte Buch. vnnd die vonn Riedenn auch theils begerenn, So sollenn die vonn Allenndorff Ir Jeglichenn, Innmassenn wie den Burgernn theil gebenn vnnd so die Burger forst gebenn, So sollenn die vonn Riedenn Ine auch gebenn |:
doch hiemit das Bremerthal nit gemeint :| Werdenn sie auch die Burger des erlassenn, So sollenn die vonn Riedenn das auch erlassenn sein, doch das sie holtz holtz auch niergennts annders, dann gein Allenndorff Inn Soden, den Pfennernn verkauffenn, vnnd zuführenn, Vnd sollen die vonn Riedenn, die gerodtenn Ecker1[?] [übergeschrieben:
so] bis vff diesenn tag gerodt, behaltenn, vnnd ann den Ludwigstein verzinsen, aber in alweg sollenn sie mit weitterm Rodenn gantz still stehenn, vnnd solchs nit vberschreitenn, Wurde auch holtz vonn auswenndig hero zu feilem kauffe ausserhalb solches bezircks Inn die Sodenn gefurt vnnd gebracht, So soll vnns vnd den Pfennernn vnnd Södern zukeuffenn beiderseits freÿ stehenn, ausgescheidenn, was wir für vnns vnnd vnnser Söder Innsonnderheit hettenn keuffenn vnd hinfürenn lassenn, Wurde aber aus dem gehöltze vnnd weldenn, so Innerhalb
Das dritte Buch. dem zirck gelegenn, allein gein Allenndorff in die Stadt, vnnd die Sodenn bracht, gefurt, vnnd abgelegt, So soll der kauff darann, den Pfennernn vnnd Irenn Sodernn allein zustehenn, vnnd zukeuffenn zugelassenn sein, vnnd wir darann die Pfenner vnnd Ire Söder in nichte verhindern, oder verhindernn lassenn, auch wir niemandt verbietenn, feÿlenn kauff holtzes gein Allenndorff in die Sodenn zubringenn, ohnne geuerde, Darzu sollen vnnd wollenn wir Lanndtgraue Philips obgemelt allen vnnsern derfschafftenn1[?] Inn vnd ann gemeltem gezirck gelegenn, vergönnenn vnnd zulassenn, auch sie darann nicht hindernn, den Pfennernn aus obgemeltem gezirck vmb Ihr geldt wollenn vnnd holtz zuhauenn, zubindenn vnnd zuführenn, treibenn vnnd tragenn, was vnnd wie es die notturfft erfordert, vnnd es bishero gebraucht vnnd gehaltenn ist, Darzu sollen vnnd wollenn auch wir oder vnnser erbenn der Stadt Allenndorff, den Pfennern der Baurschafft Inn Soden, Irenn Erbenn vnnd nachkommenn kein beschwerung mit Zollenn oder sonnst vf die geholtze, Wagenn oder
Das Dritte Buch. fuhrleute wenndenn, oder pflegenn lassenn, Sonndernn sie beÿ dem gebrauche, solcher gehöltze in obgemeltem bezirck gelegenn, vnnd an feÿlenn kauffe, Innmassen wie obgemelt, zu ewigenn tagenn, freÿ ohnn einiche beschwerung getreulich vnnd gnediglich bleibenn lassenn, Ohne geuerde, Doch so sollenn die vierzigk zwo alte pfannenn Inn dem geschos der Stadt Allenndorff schatzung, steur vnnd gabe, des Lanndts wie bishero geschehenn, auch fur vnnd fur ewiglich bleibenn, vnnd darann vnns, vnsernn erbenn vnnd der Stadt nichts abgehenn, Jederzeit nach gewonheit vnnd gelegenheit der Stadt Allenndorff, Vnnd nach dem vnns die Pfenner Jezt ein anntheil der Söder Saltzknechte vnnd gesinde in Sodenn verwilligt, in vnnsern diennst zunehmenn, vnnd zubestellenn, zu vnnsern newenn Bothenn, So sollenn vnnd wollenn wir hinfuro den Pfennern Ire Söder, Saltzknechte vnnd gesinde, so das Saltzwerck Jezt vnnd kunfftiglich mitt bawenn, vnnd in der Pfenner diennst vnnd Eide pflicht stehenn, wie die nahmenn habenn, nicht enndtziehenn, abmiedenn,
Das Dritte Buch reitzenn oder annehmenn lassenn, Es geschehe dann mitt der Pfenner gutenn willenn vnnd wissenn, oder das ein knecht oder gesinde vonn seinem Herrnn mit willenn abgescheidenn, oder sonnst in einem ganntzenn Jare vnnd tage, ohnn diennst gewesenn were, Dergleichen sollen auch vnns die Pfenner herwieder thun, So sollenn auch die Pfenner beÿ Irenn gebottenn vnnd verbottenn, straffen, vnnd bussenn, so sie vber die Södermeister, [übergeschrieben:
Ire] knechte, zu1 [gestrichen: knechtenn], vnnd gesinde Irenn gewertig vnnd gehorsamb zusein, herbracht habenn, getreulich vnnd vnuerhindert bleibenn, Innmassenn solches herkommenn ist, vnnd wir schuldigk sein, mit den Pfennernn gute ordnung zumachen, so offt es vonn nötenn ist, wie vnnser Söderknecht vnnd diener mit den Irenn getreulich vnnd friedtlich beÿeinannder wohnenn mögenn, Damit vnns theils knechte, des anndernn samptlich vnnd sonnderlich nit verurtheilenn, verhindernn, oder beschwerenn mögenn, Innmassen wie dann Itzo ein verbrieffte versiegelte ordenung gemacht, vnnd vnns vonn beidenn theilenn doch furbehaltenn habenn, dieselbige nach gelegennheit der Zeit vnnd der notturfft zuuerbessernn, wann das noth
Das dritte Buch. sein solte, doch mit beider theil vnnser wissenn, vnd gutenn willenn, Es sollenn auch vnnsere knechte vnd diener die behausung im altenn Saltzwerck gelegenn, darin der Pfenner meister vnnd Affterknechte bishero gewohnet habenn, vnnd noch wohnenn, nicht keuffenn, noch [übergeschrieben:
durch] einichenn wegk ann sich bringenn oder besitzenn, den Pfennernn zu nachteil, Sonnder die allein der Pfenner knechte vnnd gesinde, vorbehaltenn sein, vnnd zu der Baurschafft der vierzigk zwo Pfannenn gehörenn, ausgescheidenn was heuser solchenn knechtenn, so vnns Itzo dienenn zugelassenn werdenn, zustundt, die mögen sie zweÿ Jar lanng bewohnenn, bis sie anndere bawen vnnd vberkommenn, Es sollenn auch die Söder vnd knechte den Pfennernn zustenndigk, mit keiner weitter diennstbarkeit, heer, oder Lanndts beschwerung beschwert werdenn, dann bishero herkommenn ist, Ob wir gleich mit den vnnsernn ein annder meinung wurdenn fürnehmenn, Ob auch wir vf vnnser Pfannen zu vnnderhaltung des Saltzwercks dinstbarkeit legen, vnnd vfschlagenn wurdenn, So sollenn doch die Pfenner vnnd Ire Soderknechte, auch Ihr gesinde der dinstbar=
Das dritte Buch. keit gefreÿet vnnd verschonet sein, Vnnd hierauff ist vnnser ganntz volkommenn will, vnnd meinung, vnd wollenn das es vnnser Erbenn vnnd nachkommenn nach vnns also stet vnnd vest vnnd ewiglich halttenn, das den Pfennernn vnnd den vierzigk zwo pfannenn, an Irem Saltzmachenn oder verkeuffenn, vnnd alle dem Jenigenn, das darzu gehört, kein Intragk, verhinderung oder nachteil begegenenn soll, Innmassenn wir auch nicht thun, noch begerenn wollenn, Sonndernn geredenn vnnd versprechenn, beÿ vnnserm Furstlichenn warenn worttenn vnnd trewenn, das wir sie beÿ aller vnnd Jeder obgemelter freÿheit gerechtigkeit vnnd herkommenn, vnnd sonnderlich dieser verschreibung gnediglich bleibenn lassenn, Ires schadenns oder nachteils nicht begerenn, Sonnder sie vnnd Ire Saltzwerck gnediglich schutzenn vnnd hanndthabenn wollenn, Desgleichen so sollenn sie auch herwiederumb vnns vnd vnnsere Erbenn beÿ diesem vertrage bleibenn lassenn, vnd darwiedder zu nachteil, vnnser vnnd vnnser Erbenn nicht suchenn, practicirn oder hanndelnn, in keinen wegk, dann wie in diesem vertrage zugelassenn ist, vnd es also
Das dritte Buch. gnediglich vnnd vnnderthenniglich mit einannder haltenn, Das die vierzigk zwo altenn Pfannenn, Inn Irem rechten bauw vnnd wesenn, siedenn vnnd verkeuffenn pleiben, Darann keins wegs verhindert, geirret, oder gedrangt werdenn, vnnd was wir daruber siedenn vnnd verkeuffen mügenn, Das auch vnns Lanndtgraue Philipsenn dasselbige zustehe, vnnd gebuere, Alles ohnn geuerde, vnnd verhinderung, vnnd damit diese gnedige vnnd vnnderthenige vergleichung, also fur vnnd für zu ewigen tagenn bestenndig vnnd vfrichtig bleibenn müge, So sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnser erbenn keinenn Amptmann, Schultheissenn oder beuelchaber vber solch vnnser Saltzwerck setzenn, Er habe dann zuuor diesen vertragk vnnd vergleichung, auch die Ordnungenn, so weit die mit vnnser beidertheil gutem wissenn vnd willenn, gemacht wordenn, also treulich, stet fest zuhaltenn, vnnd daraus nit zuschreitenn, vnns vnnd denn Pfennernn zugleichenn recht gelobt vnnd geschworenn, vnnd wo sich erfunde, das einer oder mehr geuehrlich darwiedder thete, der solle darumb vngnediglich,
Das dritte Buch. zu dem er ehrlos vnnd meineidigk were hertiglich gestrafft werdenn, Imgleichnus so wollenn wir vnnsere söhne, Erbenn vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, verpflicht vnnd verbundenn habenn, aus Krafft vnnsers vetterlichenn gewalts, den wir vber vnnd in sie habenn, vnnd vonn ehren vnnd vonn rechtswegenn, Nach dem wir wissenn das vnnsernn sohnenn vnnd erbenn, in diesem vertrage zu nutz vnnd gutem gehanndelt ist, vnnd Ine vber die 42 Pfannenn, so die Pfenner vonn alter herbracht habenn, welche Pfannenn auch vnnsere söhne vnnd erbenn in Irer freÿ:
vnnd gerechtigkeit pleibenn lassenn sollenn, vnnd kein ziel oder gemacht ist, damit vnns oder Inen verbottenn werde, mehr Pfannenn ohnn schadenn der Pfenner zusetzenn, dardurch vnnsere sohne Erben vnnd nachkommenn möchtenn beschwert werdenn, Sondern das sie ihrenn vnnd des Furstennthumbs gemeinen nutz darin mügen gebrauchenn, souiel sie holtzes gehabenn, vnnd auch saltzes vertreibenn vnnd verkauffenn mügen, Das sie solchenn vertrag zu der Zeit, wann sie Ire erben vnnd nachkommenn Erbhuldung nehmenn, Vonn denen
Das dritte Buch vonn Allenndorff auch also sollenn verwilligenn, verpflichtenn, verschreibenn, versichernn vnnd halttenn, als frommenn ehrlichenn fürstenn zu Hessenn wohl ansteht, vnnd wir auch gnediglich vnnd treulich zu Ihn gedennckenn, Wir wollenn auch sie vnnsere sohne, Erbenn vnnd nachkommenn beÿ vnnser Vetterlichenn hulde vnnd gerechtigkeit, die wir zu sie habenn, verbundenn habenn, ob sich hernach zwischenn Ihnen theilung der Lannde, oder verträge, dardurch einem oder mehr ein stuck Lanndes vnnd dem anndern das Saltzwerck wurde, das dann ihr keiner dem anndern so das Saltzwerck Inne hat, ann verkeuffenn vnnd Siedenn, ann holtz vnnd was darzu gehört, nicht hindernn wolle vnnd solle sonndernn alwege darann sein, das vnnser vnnd der Pfener Saltz in vnnserm Furstenthumb vnnd Lanndenn, souiel mit Gott vnnd gewissen gescheenn kann, gepraucht vnnd verkaufft werden, vnnd der annder auch der das Saltzwergk hat, daran sein, das vnsernn vnnderthanenn in dem recht geschehe, Solle mas1[?] vnns recht gelt gegebenn, vnnd sie darinne nicht beschwert werdenn,
Das dritte Buch. Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, so setzen vnd ordenenn wir vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des beÿ Furstlichenn gutenn glaubenn, für vnns vnnd vnser Erbenn, Ob sichs begebe, das zwischenn vnns vnd den Pfennernn ein misuerstanndt einfielle |:
das will Gott :| vnnser halbenn nicht sein soll, Es were vmb die behöltzung abspannung der knechte, vmb verkauffung des saltzes, vmb einiche verhinderung, oder verfortheilung, die ein theil am anndernn, oder dieselbigenn diener vnnd verwanndtenn zufügenn, oder zuzufügenn fürhettenn, vnnd das wir vnnsere treffliche, redtliche Gotfürchtige vnnd verstenndige Rhethe, alwege in vierzehenn tagenn, so balde wir dessenn erInnert werdenn, oder vnnser erbenn, oder wir des für vnns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder gein Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Götlichenn billichenn dingenn richtenn, vnnd vertragenn lassen, vnnd darann nichts verhindernn lassenn wollenn, in keinenn wege, vnnd im fall so sie das nicht vertragen möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat dreÿ vonn der Ritterschafft, vnnd dreÿ von vnnsernn Stedtenn, als Cassell, Marpurgk, Eschwege, Alsfeldt, Hombergk vnnd Treÿsa, so sie nicht Pfenner sein,
Das dritte Buch. oder zun Sodenn nicht Pfannenntheil habenn darzu geben dieselbigenn vonn stundt ann Ire Pflichte daruber thun, vnd die dinge im nechstenn Monat darnach beÿ Irenn Pflichtenn, diesem vertrage gemes vnnd Innhalt enndtscheidenn, vnnd ob sie sich des spruchs nicht vergleichen köntenn, sollenn sie die zwölffe etliche Obmann ernennen vnnd welcher der Obmann bleibenn soll, das los gebenn, vnnd welcher der Obmann bleibt, was er diesem vertrage gemes vor einenn zufall thut, darbeÿ soll es bleiben, vnnd was erkanndt werdet, treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halben verseumpt werde, das soll als dann nach erkanntnus nachgesottenn, vnnd wieder bracht werdenn, als diesem vertrage gemes, Ohne geuerde, Ob sich auch vber kurtz oder lanng wurde zutragenn, das in dieser vergleichung gebrechenn wurde, dergestalt das sterben einfielle, oder aus anndern verhinderungenn, dardurch das saltz augennscheinlich im Lannde nit abginge, vnd das wir oder vnnser Erbenn das liegendt der Pfenner Söder saltz, wie obgemelt nicht bezahlenn, oder mitt verkeuffenn des vnnsernn Jars Lanndt zu Hessen,
Das dritte Buch. mitler zeit nicht still stehenn woltenn, also das die Pfenner sagenn woltenn, das vnnsere neue gebaute Bodenn vnnd Pfannenn, oder etliche derselbenn die lennge ohn Irenn sonnderlichenn nachteil nit abstehenn köntten, beÿ Irenn ―― 42 Pfannenn, als denn sollenn vnnser vnnd vnnser Erbenn Stennde des Furstennthumbs, Nemblich zehenn vom Adell, vnnd zehenn vonn Stedtenn nachgenanndt, so wir oder vnnser Erbenn darzu gebenn, vff Ire erfordern schuldig sein sollenn, vnnd zehen vom Adell des Furstennthumbs vnnd zehenn vonn Stedten, so die Pfenner darzu gebenn sollenn, der keiner oder sein Erbenn oder kinder Pfannenntheil, oder in Bodenn gerechtigkeit habenn, in dem nechstenn Monat gein Eschwege oder Allenndorff bescheidenn werden, durch vnns oder vnnser Erbenn, Welche vierzigk personenn aller eide vnnd pflicht, damit sie vnns oder vnnsernn erbenn verwanndt sein, oder werdenn, ledigk gezehlt, vnnd mit newenn eidenn, darinnen recht zusprechenn, beladenn werdenn, vnd die gebrechenn fur denenn anngetragenn werdenn, vnnd wann sie dieselbigenn notturfftiglich gehört habenn,
Das dritte Buch sollenn sie in nachkunfftigenn dreÿenn Monaten, was sich des gepurenn will, wieuiel vnnser pfannen, nach den Irenn im Furstennthumb zu Hessenn vnd vnnserm Lannde, ohnn Irenn schadenn vnnd nachteil gehenn vnnd verkaufft werdenn mugen, enndtlich darumb erkanndt werdenn, vnnd was also durch sie vnnd den mehrentheil erkanndt wurdet, das sollenn wir vnnd vnnser Erbenn Furstlich halttenn, vnnd volnstreckenn, Ob auch die zusetze beidertheil keins mehrenns machenn köntenn, so sollenn sie etliche Obmanne ernennenn, vnnd durchs los finden, welcher obmann bleibenn, vnnd welchenn spruch derselbigenn einen zufall thut, darbeÿ soll es bleibenn, Ohnne geuerde, ―― Wurde auch in solcher Irrung am siedenn etwas nachgelassenn oder verseumet, das sollenn vnnd mögenn sie darnach wiederumb Innhalt dieses vertrags, nachsiedenn vnnd erholenn, vnnd sollenn wir vnnd vnnser Erbenn solche rechtfertigung so wir deshalbenn anngesucht werdenn, in alweg zufordernn, vnd vnuerschafftenn, Innhalt dieses vertrags schuldigk sein, auch herwiederumb so das
Das dritte Buch. Saltz im Furstennthumb wieder gultigk wurde, so soll in gleichnus wie obgemelt, auch erkenntnus geschehen, Ob es nit billich beÿ dieser vnnser Ordenung bleibenn solle, Damit also zu ewigenn tagenn der pfenner schaden vnnd nachteil ann Irenn ―― 42 pfannenn, Holtzkauf, vnnd verkauff des Saltzes vnnd Irer gerechtigkeit furkommenn, vnnd der gemein nutz vnnsers Furstenthumbs, vnnser vnnd vnnser erbenn in allewege on Irenn schadenn gefurdert mage werdenn, ―― Wir habenn auch den gemeltenn Pfennernn, die zusage gethann, das dieser vertragk, mit wissenn vnnd bewilligung vnnser Lanndtschafft soll geschehenn, ―― Derwegenn wollenn wir verschaffenn, das Ritter vnnd Stett, der mehrtheil, vnnd souiel hierzu not ist, diesem vertrage, vonn wort zu wortenn verwilligenn, vnnd in Irer verwilligung Inseriren sollenn, Damit also derselbige, als mit trefflichenn zeitlichenn Rathe der Partheÿenn vnnd der Lanndtschafft auffgerichtet, ewiglich beÿ kreftenn, ehrenn vnnd wirdenn bleibenn möge, ohne geferde, vnnd dieweil vnns die Pfenner die zweÿhundert [gestrichen: ...]1[?]
Unsichere Lesungen
Z. 22: [gestrichen: ...] — Wortende durchgestrichen, unleserlich
Das dritte Buch guldenn so [übergeschrieben: sie] bishero gegebenn habenn, hinfuro gebenn wollenn vnnd sollenn, ―― welche zweÿ hundert gulden wir aus Christlichenn gutenn bedennckenn, zu Gottes ehre, vnnd den armenn zu vnnderhaltung verordenet habenn, ―――― So habenn wir aus eigner bewegung gemeltenn Pfennernn gnediglich zugelassen, vnnd gegönt, das sie noch ein Both, zu den ―― 42.
Bothenn, so sie vor gehapt, bawenn mögenn, welch Bodt auch das recht habenn soll, das die gemelten 42 Bodenn habenn, vnnd soll ein Jeglicher pfenner darann theil habenn vnnd nehmenn, Innmassenn vnnd souiel wie er vonn seines Pfanntheils wegenn, zu den obgemeltenn ―― 200 fl.
gibt, ――――― Des zu vhrkundt habenn wir Lanndtgraff Philips diesem vertrage mit vnnser eigenn Hanndt vnnderschriebenn, vnd vnnser Innsiegell fur vnns vnnd alle vnnsere Erben vnnd nachkommenn furstenn zu Hessenn darann gehanngenn, ―― Vergebenn ist zu Allenndorff am Freitage nach dem Sonntage Jubilate Anno Domini Millesimo quingentesimo tricesimo octauo
Das dritte Buch. Location der Erstenn fünff. Zehenn Jar. Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraue zu Hessenn Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnd Nidda thun vnndt hierann offenntlich vor vns vnd vnnsere Erben, nachkommende furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglich bekennende, Da vnnd als wir augennscheinlich befundenn, das in vnnserm Furstenthumben vnnd Lanndenn Merckhlicher vnnd grosser gebrech Saltzes manngels halber gewesenn, ―― Derwegenn wir dann vonn vnnserm vnderthanenn allenthalbenn, Innse=1[?] henns zuthun, vielfaltig ersucht, vnnd anngelauffen sein, vnnd aber wir vermerckt, das zu Allenndorff in Soden viel mehr saltzes, dann des mahls in brauch gewesenn, hab gesottenn, vnnd vnnsernn vnderthanen damit könen geholffenn werdenn, auch der Saltzbronn solchenn vbrig gnug, vnnd mehr dann versottenn wirdet, ertragenn mage, vnd wir desmahls mehr Bodenn, vnnser Fürstenthumbenn, Lanndenn vnnd leuten zu gutem dahin zubawenn vnnderstandenn, Derhalben dann zur zeit
Das dritte Buch. sich zwischenn vnns vnnd gemeinenn Pfennernn Irrungen des bawenns vnnd Saltzwercks halber zugetragenn, darumb wir vnns doch mit denselbenn Pfennernn gnediglich vnnd gutwilliglich verglichenn, vnnd vereiniget habenn, Laut eines daruber im verschienenn 38.
Jar vff Freitage nach dem Sonntage Jubilate vffgerichten vertrags, den wir Itzo wiederumb ernewert habenn, des annfanngs, Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessen, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda Bekennenn in diesem briefe, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglichenn, Nach dem der almechtigk Gott, in vnnserm Furstennthumbenn, beÿ vnnser Stadt Allenndorff in den Sodenn, einenn gutenn Saltzbronn gnediglich gegebenn, vnnd des datum stehet, der gebenn ist zu Allenndorff am Freitage nach Francisci dis scheinenndenn 40.
Jars, ―――― Dieweil sich aber ein zeit hero vber derselbigenn Itzo anngeregten vertrags, zwischenn vnns vnnd gemeinenn Pfennernn, etwas weitters misuerstanndts, auch zwischenn beiderseits knechtenn in Sodenn, viel vnnd mancherleÿ
Das Dritte Buch. vnordenung vnnd zwitracht zugetragenn, ―― Dieweil dann beide Regiment also beÿeinannder ohne teglich Infell oder verrichtung nit füglich habenn stehenn mögenn, Sondernn in einer Regirung vertreglicher vnnd besser das Saltzwerck versehenn kann werdenn, So habenn wir vns mit zeitigenn gutenn fürgehaptenn Rathe vnnd bedennckenn, auch gnugsamer erkündigung, vor vnns vnnser erbenn nachkommennde Furstenn zu Hessenn, mit gedachten Pfennernn weitter vnnd Insonnderheit vmb Ire theil Saltzwercks einer Location vmb eine Jerliche Pension vff form vnnd mas, wie hernach folgt, verglichen vnd vereinigt, vnnd thun das Jegennwertigk in vnnd mitt Krafft dieses brieffs, Nemblich vnnd also Erstlich sollenn vnnd wollenn vielgemelte Pfenner samptlich vnnd sonndernn, vff schirstkunfftig Osternn, des nechstkommenndenn 41.
Jars die ―― 44 Bothenn, vnd Pfannenn zun Sodenn, so Ihnenn zustehenn, mit dem zirck des geholtzes, auch Irer der Pfenner eigenn gehöltze, wie die gnanndt, vnnd wo die gelegenn seindt, nichts ausgeschlossen, funffzehenn Jar lanng die nechstenn nach dato volgende, welche vff obgestimpte zeit anngehenn, lociren, vnd Inthun, also das wir, oder vnnsere Erbenn, solche der Pfenner Boden,
Das Dritte Buch. vnnd Saltzwergk in vnnser Regirunge, vnnd ein Regiment, vnnd wies die nutzungenn tragenn wirdet, nehmenn, vnnd dieselbigenn also nach vnnserm willenn vnnd gefallenn zu vnnserm vnnd vnnsers Furstennthumbs bestenn vnuerhindert anngezeigte zeit gebrauch1[?] sollenn vnnd mögenn, ―― doch soll vnns vnnd gemeinenn Pfennernn zu beidenn theilnn freÿ stehenn, ob bestimpter zeit ―― 15 Jarenn, welch theil dieser Location beschwert ist, oder darein zubleibenn, nicht gelibt oder gefellig, dieselbige dann dem anndern theil vfzusagenn, ―― doch das die vffsage ein Jar lanng zuuor, vnnd zu ausganng desselbigenn Jars, als dann die vberliefferung oder Innahm geschehenn, Wurdenn aber wir Lanndtgraff Philips oder vnnser Erbenn, mitler zeit, oder hernach befindenn, das vns die Location beschwerlich sein, vnnd nit dienen wolte, So sollenn vnnd wollenn wir macht vnnd fugk habenn, das wir auch hierin ausdrucklich furbehalten, dieselbige Location in ausganng des nehist kunfftigk funfftenn Jars gedachtenn Pfennernn vffzusagenn, vnnd darnach zu ausganng des sechstenn Jars die vber
Das dritte Buch. liefferunge vnnd abtrettung den Pfennernn wiederumb zuthun, In aller massenn wie wir das Itzo Innehmen, vnd enndtpfanngenn, Mit Bodenn Pfannenn, sampt allem dem darin vnnd zugehörig, auch den geholtzenn, zirckenn, wie die Pfenner den gebraucht habenn, vnnd in vorigem auffgerichttenn vertrage, Inenn zugelassenn, vnnd gnediglich vonn vnns bewilligt vnnd zugesagt, ―― Desgleichen der Pfenner eigenn geholtze, so weit sie das vormahls gebreuchlich vnnd beseblich1[?] herbracht, Mitt nahmenn der grosse vnnd kleine Hain, die Halbe Marck, der Loebach, die Volckmersbane2[?], der Hegebergk, der grosse vnnd kleine arnebergk, die Horst vom Grossenhaune, bis ann den wegk nach dem Monchfelde, der knoblauchsbergk, vnnd eintheil am dornbach, sampt Iren nahmenn vnnd zugehörungenn, Dargegenn sollen vnnd wollenn wir vnnser Erbenn vnnd nachkommen Furstenn zu Hessenn, gemeltenn Pfennernn Irenn Erbenn vnnd nachkommenn, oder wer diesenn brieff mit Irem gutenn wissenn vnnd willenn Innehat, Jerlichs vnnd ein Jedes Jar besonndernn, vonn berurtenn 44.
Das dritte Buch. Je zwanntzigk sechs alb vor den guldenn gerechnet vff ein Jedes Both durch einenn Jedenn vnnserm Renndtmeister zu Allenndorff, so wir Jederzeit da habenn werden, nach annzahl alwege nach ausganng eines Monats, als nemblich vf den letztenn tagk des Monats Januarij, den letztenn tagk des Monats Februarij, den letztenn tagk Martij, vnnd also hinfurter alle kunftige Monat den letztenn tagk, dieweil solche Location bleibt, Jegenn gepurliche Quitantz vnuerzuglich endtrichtenn, vnnd gutlich bezahlenn, vnnd da gemeine Pfenner vonn vnns vnnsernn erbenn nachkommenndenn furstenn zu Hessenn wie gemelt vf gepurlich Quitanntz enntrichtet vnnd bezahlet sein, vnnd nachuolgenndts in vergleichung der enndtpfanngenen Pension vnder sich Irrung vnnd gebrechenn habenn wurdenn, Deshalbenn sollenn sie ann vnns, vnnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, desgleichen vnser nachbenannte Burgenn kein forderung, oder anspruch habenn, Sonndernn mugenn sich [gestrichen:
derselbigenn vnntter] [gestrichen: sich]1[?] derselbigenn vnntter sich selbst freundtlich in der gute oder sonnst mit ordenntlichenn rechtenn vergleichenn vnnd enndtscheidenn lassenn, Es sollenn vnnd wollen
Unsichere Lesungen
Z. 21: [gestrichen: sich] — Streichung nicht sicher
Das dritte Buch. auch gemeine Pfenner vnns eines Jedenn Jars ann der gantz Summa der Jerlichenn Pension, Jegenn die zweÿ neue gebawete Bodenn, vnnd nachlassung der Herrnn Gennse zweÿ hundert guldenn obberurter wehrung zu gute kommenn lassenn, die wir Jerlich Innzubehaltenn macht habenn, vnnd auszugebenn nicht schuldigk sein sollenn, vnnd soll vnns vnnsere Erbenn nachkommende fursten zu Hessenn in bezahlung anngeregter vnnd bestimpter Pension, ganntz oder gar zumahl nichts verhindernn in ganntz keine weise, Sonndernn wollenn die eins Jeden Jars, vnnd obgemelte ziele gnediglich vnnd gutlich enndtrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, Doch ausgescheidenn vnnd im fall da die Bodenn durch Feres1[?] krafft ganntz oder zum theil verbrenndt, verheret oder verderbet wurdenn, wie das zukeme, da Gott vor seÿ, vonn denselbigenn verderbtenn Bodenn sollenn wir oder vnnsere Erbenn, nachkommende furstenn zu Hessenn, die zeit so lannge die wuste liegenn, Pension zugebenn nicht schuldigk sein Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnsere Erbenn, nachkommende fursten zu Hessenn, die verwustetenn Bodenn
Das dritte Buch. vff Ire der Pfenner seittenn zum forderlichstenn das geschehenn könte oder möchte, zuuor vnnd ehe vnnser Bothenn, oder auch etlich verderbet werenn, vf Ire der Pfenner kostenn, wie sie vormahls gestanndenn, vnnd gebawet gewesenn sein, zubawenn vnnd wiederumb sampt allem, dem1[?] das darzu vnnd eingehört, vnnd verderbet wordenn vfzurichtenn schuldigk sein, also das vnns die Pfenner, Ire Erbenn vnnd nachkommenn, an der Jerlichenn Pension, vor ein Jedes Bodt, so wir in Ire der Pfenner Saltzwergk bawenn, vnnd vfrichtenn lassen wurdenn, Sechtzigk guldenn muntz, Je zwenntzigk sechs weispfennige vor den guldenn Inne lassenn, vnnd wir die Inne zubehaltenn macht habenn sollenn, Es soll auch den Pfennernn samptlich vnnd sonnderlich vorbehaltenn sein, so sie der verderbtenn Bodenn etliche selbst vnnd zum forderlichstenn vfrichtenn vnnd bawenn köntenn oder woltenn, das Ihnenn solchs also gestattet, vnd zugelassenn sein soll, ohne alle vnnser vnnd der vnsern verhinderung vnnd eintragk Vnnd sollenn vnnd wollenn wir Lanndtgraff Philips, vnsere Erbenn, nachkommennde furstenn zu Hessenn, als balde nach vfrichtung der Bothenn, so vf der Pfenner seitten,
Das dritte Buch. vnnd Salzwergk, so vonn vnns oder den Pfennern vffgericht sein wordenn vff dieselbigenn Bodenn derenn viel oder wenig sein wurdenn, Jerliche vnnd Monatliche, wie bedingt, vnnd die Location ausweist, Pension zugeben, vnnd zubezahlenn, schuldig vnnd pflichtigk sein, die auch Innhalt der Location guͤtlich enndtrichtenn lassen, Wir sollenn vnnd wollenn auch den gemeinenn Pfennern Ire Bodenn, Pfannenn, vnnd Salzwerck, das wir also wie obgemelt Location weise vonn Inenn Inne habenn, in vberliefferung, wann wir oder sie des bedacht, wiederumb Innthun, vnnd wieder zustellenn, also vnd dermassenn, das die Pfenner Innsampt vnnd sonnderenn, ein Jeglicher seiner Jerlichenn Pension, vonn vnns oder vnnserm Renndtmeister enndtricht vnnd bezahlt seÿ, Welche Jerliche Pension die Pfenner auch samptlich empfahenn, vnnd vfhebenn sollenn, doch das darin vnter gemeinenn Pfennernn armenn vnnd reichenn, kein vortheil gepraucht werde, auch wollenn vnnd sollenn wir fur vnns vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn nicht macht habenn, einichenn oder viel vnter den Pfennernn Innsonnderheit vnnd entzlich seines oder Ires theils, so der oder sie in vnnd ann dem Salzwerck haben,
Das dritte Buch. abzulegenn, oder abzukauffenn, noch in anndere wege an vnns zubringenn, Wo aber solchs annders geschehenn wurde, So soll es nichtigk, vnnd Krafftlos sein, so aber durch vnuersehenlich feuerschedenn etliche Bodenn, doch nit vber zehenn verderbet wurdenn, dieselbigenn sollen wir oder vnnser Erbenn Jn zweÿenn Monaten, ein Jedes vff der Pfenner kostenn, mit Sechzigk guldenn, wie nechstgemelt, wiederbauwenn, auffrichtenn, vnnd gannghafftig machenn lassenn, Doch das wir oder vnnser Erbenn nach annzahl der manngelhafftigenn Bodenn, die zwene Monat Pension dauonn zugebenn nit schuldigk sein, da auch der Salzbrun durch Gottes versehung, das sein Göttliche fursichtigkeit gnediglich verhuͤtenn wolle, also schadenn nehme, das mann in etzlichenn Boden, nit siedenn [gestrichen:
köntte] oder möchte, doch das solchs nit durch verehrsachung vnnser oder vnnser Erbenn, nachkommen Furstenn zu Hessenn gefehrlichenn gebrau[?]1 geschehe, als dan sollenn auch wir vnnd vnnsere Erbenn, nach annzahl der manngelhafftigenn Bodenn, so nicht Sohlenn, salz zu siedenn habenn [gestrichen:
Das dritte Buch. vnnd wo sich vber das anndere vnuersehennliche schedenn vnnd zufelle, es were durch sterbenndleufftenn, oder andere vnfelle, die im rechtenn Casus fortuiti genenndt möchtenn werdenn, Welche in diesem vertrage vnnd pacto locationis austrucklich vnnd vnderschiedtlich nicht gedacht, noch abgeredt, die sollenn vnnd wollenn wir vnnser Erben vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, tragen vnd gewertig sein, vnnd den Pfennernn derhalbenn ann Ihrer Jerlichenn gedingtenn Pension nichts abziehenn, oder abbrechenn lassenn, vnnd soll durch diese vergleichung vnnd Location vorigenn obanngeregtenn vertrage vnd anndernn der Pfenner hieuor ererbtenn vnnd erlangten freÿheitenn priuilegien vnnd gnadenn nichts abgebrochen, noch enndtnehmenn, Sonndernn die krefftiglich pleibenn vnnd gehaltenn werdenn, die wir auch fur vnns vnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn hiemit in krafft vnnd macht dis brieffs wissenntlichen bekrefftigenn vnnd bestettiget habenn wöllenn, Desgleichenn soll den pfennernn durch diese Location an Ihrer Baurschafft, ganntz nichts enndtzogenn sein, sondern sie sollenn sich derselbigenn, wie vonn alters hero haltenn vnnd geprauchenn, zu dem habenn wir vielgemelten
Das dritte Buch nachgelassenn vnnd vergönnet, welches sie auch hierinnenn Ihnenn furbehaltenn, das ein Jeder vnnter Ihnenn vonn seinenn Pfanntheil vnnd gut, nach anzahl derselbigenn seine Herrenn Gennse in Ihrem Salzwergk der altenn seittenn, wie vonn alters herkommenn, von Jedem wercke zwo Herrengennse vfhebenn sollenn vnd mögenn, ohnne vnnser, vnnser Erbenn vnnd menniglichs verhinderung vnnd Inntragk, ohne geuerde, Es sollen auch die Pfenner Ire Erbenn vnnd nachkommenn, alle das Jenige was Ire elttern vnnd vorfahrenn aus bemeltem Irem Salzwerck hieuor ann Pension, zinsenn vnnd andern verschriebenn habenn, oder aber sie Ire erbenn vnnd nachkommenn daraus vber kurz oder lanng hinfurter viel oder wenig verschreibenn wurdenn, Sonnder alle vnnser, vnnser erbenn vnnd mitbeschriebenn zuthun, guͤtlich ausrichttenn vnnd bezahlenn, auch ohnne geuerde, Wir geredenn vnnd versprechenn auch fur vnns vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, Beÿ vnnsern Furstlichenn warenn worttenn, gutenn treuwenn vnd glaubenn im werte der warheit, solches Ir der Pfenner Salzwerck, desselbenn nutzung vnnd besserung, desgleich=
Der dritte Buch. auch vnnser Salzwerck, es were dann in zeit der nott, Innmassenn voriger vertragk auch dauonn meldet, nicht zuuerpfenndenn, noch zuuersetzenn, oder zuuereussern, in ganntz keine weise, aller dinge ohne geuerde, Wir sollenn vnnd wollenn auch alle schlitwergk[?]1 am Salzbron, Bodenn, vnnd Sohlgrabenn, in vnnd vmb die Sodenn, vnd allem was darzu gehörig, die zeit dieser Location in wesenntlichenn Bau vf vnnserm kostenn erhaltenn, So aber wir oder vnnsere erbenn, ann vestenungenn, desgleichen am Salzbronn etwas neues bauwenn, vnnd die Pfenner Ihre erbenn oder nachkommenn, darzu gebrauchenn woltenn, das soll mit Irem der Pfenner wissenn vnd willenn geschehenn, Doch soll den Pfenner hierann vorbehaltenn sein, so sie befindenn wurdenn, das dieselbigen gebeuw Ihnenn oder dem Salzwercke gefehrlich, nicht dienlich oder sonnst beschwerlich, vnnd vntreglich sein woltenn, das sie auch als dann darzu nicht verpflichtt, oder obligirt sein sollenn, Es sollenn auch die vierzigk vier der Pfenner Bothenn, sampt allem dem, das daran hanngtt, vnnd darzu gehört, in dem Beschos der Stadt Allenndorff, Schatzungenn steur vnnd gabenn des Fur
Das dritte Buch. stenthumbs vnnd Lanndts, wie bishero geschehenn, furter vnnd fur ewiglichenn pleibenn, vnnd darann vns vnnserm Erbenn nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd vnnser Stadt Allenndorff, nichts abgehenn, oder enndtzogenn werdenn, Jederzeit nach gewonheitt vnnd gelegennheit der Stadt Allenndorff, Innmassenn dann in vorigenn obanngeregtenn vertrage, auch versehen ist, Desgleichenn sollenn auch gemeine Pfenner die zeit dieser Location, vnnd auch sonnst, nach ausgangk der Location die zweÿhundert guldenn zins, so sie Jerlich bishero gegebenn, vnnd wir hieruor zu Gottes ehre vnnd vnderhaltung der armenn aus Christlichenn guten bedennckenn geordenet habenn, darzu die zwo Pfannenn Salzes alterer Pflicht, auch Herrengeldt, Toffell zoll vnnd annders Jerlich enndtrichtenn, allermassen, wie das vonn alters herkommenn ist, Vnnd nach dem vnnser Stadt Allenndorff gehöltze Inn Irer der Pfenner Jne vonn vnns zugelassenn zirck gezogen ist, So wollenn wir doch das gemeine vnnsere Stadt vnnd die Burger daselbst, beÿ allenn Irenn geholtzenn, vnnd weldenn, wie sie die vonn allters herpracht, be=
Das dritte Buch sesslich vnnd gebreuchlich habenn vnuerhindert vnnser, vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnd menniglichs geruiglich pleibenn sollenn, vnnd sich derselbigenn wie vonn alters herbracht, fur vnnd fur nach Irer nottturfft vnnd gefallenn gebrauchenn, Doch das gemelte Burger vnns vnnserm erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber den Boderknechtenn zu Jederzeit, so balde das gressigk ausgenommenn die Berge, darinnenn sie Bau vnnd scheidtholtz zuhegenn pflegenn, als nemblich die Horst, der Rodestein, das Lichtenbuel, der Hotlbach[?]1, die Meinhardtsliede, vnnd der Stein, sampt allenn Iren nahmenn vnnd zugehörungenn, gehauwenn vnnd fur die Stadt oder Sodenn bracht wirdet, vmb ein zimblich kauffgeldt, vnuerhohet vnnd vnersteigert, vnverhindert zukommenn lassenn, auch alle gehöltze den Salzwercke vnnd gemeiner Baurschafft, dieweil sie sich dauonn des orts erhaltenn vnnd ernehrenn mussenn, zu gut vnnd vfs aller vleissigst vnnd treuwlichst in guter hegung vnnd ernnstem vffsehenn, haltenn vnnd beforsten, Doch wo Ihnenn vonnötenn, Wollenn wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn sie darbeÿ gnediglich schutzen vnd
Das dritte Buch. hanndthabenn, Ingleichnus wollenn auch wir vnser Erbenn, der Pfenner geholtze vnnd Berge so sie vns Itzo einraumenn vnnd zustellenn werdenn, in zeit dieser location zum Salzwercke zugebrauchenn, in vnserm Forste vnnd guter hegung Inne habenn vnnd halttenn, Innsonnderheit wollenn wir vnnser erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn das Eichholtz am Hegeberge vber den Sodenn keins wegs abhauwenn vnnd verwustenn lassenn, es were dann in zeit der noth, das die Sodenn, da Gott fur seÿ, ganntz oder zum theil verhert vnnd verbrenndt wurdenn, als dann sollenn wir oder vnnser erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessen, oder die Pfenner, dasselbig gehegte Eichholtz, zu Irem der Pfenner Salzwerck vnnd desselbigenn Salzwercks notturfft alleine zugebrauchenn macht habenn, Da auch diese Location Zu ausgannge des sechstenn oder funfftzehenndenn Jars, vonn vnns vnserm erben, vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber vonn den Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd nachkommenn zu ausgannge des funfftzehenndenn Jars aufgesagt wurde, als dann soll Ihnenn Ihr Salzwerck vnnd geholtze, desgleichenn der zirck geholtzes, der Ihnenn vonn vns zu
Das dritte Buch. gebrauchenn zugelassenn, sampt allem dem das am Salzwergk hanngt, darin vnnd zugehörigk, auch so in wesentlichenn baue vnnd besserung in der wiederliefferung dermassenn wieder Ingereumbt, vnnd vonn vns zugestelt werdenn, wie es Itzo gewesenn vnnd gestanndenn ist, Vnnd sonnderlich sollenn Ire der Pfenner gehöltze vnnd berge zum halbenn theil vngefehrlich gressigk sein, Were aber am Bothenn vnnd Pfannenn oder sonnst am Salzwercke etwas gebessert, das soll Inenn den Pfennern, Ihrenn erbenn vnnd nachkommenn, ohne enntgeltung zu gut gereichenn, alles ohne geuerde, Dieweÿl auch Ir der Pfenner Soder vnnd Meisterknechte ein zeit hero viel Salzes gesottenn, vnnd verkaufft, aber Ihne den Pfennernn Ire Winnung vnbezahlt, vnd sie die Pfenner also beÿ Ihrenn knechtenn, ein gute Summa vnnd tapffere schuldenn, vnbezahlt aussen stehenn habenn, So wollenn wir Ihnenn zu solchen bekenndtlichenn vnnd beweislichenn schuldenn so sie noch ausstenndigk, doch vff zimblich zeit vnnd ziele, nach gelegennheit der Personn vnnd schuldenn, dermassen zur bezahlung verhelffenn lassenn, das dennach vnns
Das dritte buch. vnnserm Erbenn vnnd den Pfennernn am siedenn derwegenn nichts abgehenn, vnnd wir die obgedingte Pension desto bequemer ausgebenn vnnd bezahlenn köntten, Doch also das die Pfenner gedachter Irer ausstendigenn schuldenn in zweÿenn Jarenn genntzlich enndtrichtet werdenn, vnnd bezahlet sein sollenn, Was auch gemeinenn Pfennernn, ann Pompenn[?]1 gelde, so Meister Jorgenn dem Itzigenn neuwenn, vnnserm besteltenn Bornmeister zugesagtenn besoldung, vnnd des kostens, die kunst vorm gewölbe zuerhaltenn vbrig were, gebuerenn wolte, das soll Inenn auch, dieweil sie Itzo die helffte am kopffer vnnd anndernn thun, vnnd die bestellung zur helffte tragenn mussenn, eines Jeden Jahrs volgenn vnnd zugestelt werdenn, vnnd damit sollen auch alle vngnade, misuerstennde, vnnd was sich sieder dem erstenn obanngeregtenn abgeredtenn, angenommenen bewilligtenn vertrage, zwischenn vns, vnsern dienernn, vnnd gemeinenn Pfennernn, vnnd Iren dienernn, wiederwertigs vnnd beschwerlichs, oder argwöniges zugetragenn hette, genntzlich vfgehabenn vnd hingelegt sein,
Das dritte Buch. Das auch wir noch vnnsere Erbenn Jegenn den Pfennern, Ihrenn dienernn, in keiner vngnade noch vngutem, weitter nicht eiffernn noch gedennckenn, Sonndernn des alles was sich darunder verlauffenn vnnd begeben hat, genntzlich gefallenn vnnd vfgehaltenn sein, auch aller dinge ohne geuerde, Vnnd vff das alles vnnd Jedes was hierin vonn vnns geschriebenn, stehtt, fest, treulich vnnd vnuerbruchlich gehaltenn, vnnd Jederzeit ausgerichtet vnnd volnzogenn werde, sie gemeine Pfenner, Ire Erbenn, nachkommenn, vnd mitbeschriebenn, des auch sicher vnnd gewis sein, So geredenn vnnd versprechenn wir fur vnns, vnnser Erben, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, beÿ vnnsern Furstlichenn warenn worttenn glaubenn vnnd treuwenn, dasselbe also gestracks, vnuerbruchlich, Furstlich [?]3richtigk, zuhaltenn vnnd zuvolnziehenn [?]1 keine weise kein manngell oder gebreche [?]2 alle argeliste vnnd geuerde, Damit aber gemeine Pfenner Ihre nachkommenn vnd mitbeschrieben weitter vnnd ferner aller Punctenn vnd artickell, in dieser verschreibung gemelt, vnnd Irer Jeglicher
Das dritte Buch. obbestimpter Pension desto sicherer vnnd gewis sein mugenn, So habenn wir Ihnenn zu rechtenn vnterschiedtlichenn Burgenn vnnd selbstschuldenernn, vonn vnserm, vnnserer Erbenn, nachkommenden Furstenn zu Hessenn, vnd gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn, die Wohlgebornen vnnd Edlenn, vnnsere liebenn Neuenn vnnd Getreuwenn, Philipsenn Grauenn zu Solms, vnnd Herrenn zu Minzenbergk, Graue Wilhelm vonn Witzenstein, Herrenn zu Hombergk, Graue Philips zu Waldeck, vnnd Ditrichenn den Jungernn Edelherrenn zu Pleß, darzu zwanzigk funff die trefflichstenn vom Adell, vnnd zwanzigk funff die furnembste Stedte, beider vnnser Furstenthumbe, fur sich Ire Erben vnd nachkommenn, gesetzt vnd geordnett, vnnd thun das auch wissenntlich in vnnd mit krafft dieses brieffs, Nemblich aus vnserm Nieder Furstenthumb Sigmundt vonn Beÿneburgk vnserm Stadthalter zu Cassell Hermann vonn der Malsburgk, Rudolph Schenck zu Schweinsbergk vnserm Lanndtvogt ann der Werra, Werner vonn Wallennstein, Hermann von Hundelshausenn, Ludwig vonn Baumbach zu Bimfurdt[?]1, vnsern
Giessenn, Grünbergk, Alsfeldt, Nidda, Treysa, Franckennbergk, Rauschennbergk, Neuennkirchenn, Biedennkap, Wetter, vnnd Kirchhain, also ob ann der bezahlung der gedingtenn Pension, vber kurtz oder lanng, eins oder mehr Termins, oder sonnst einiger manngell dieser verschreibung halber zustünde, wie oder durch was wege das geschehe, als doch nit sein soll, als dann sollenn gemeine Pfenner samptlich, oder einer vonn Irer aller wegenn, doch mit gnugsamenn vnd volkommenem gewalt, auch ein Jeder für sich selbst, sie seyenn Innenn oder aussen dem furstennthumb Hessenn gesessenn, desgleichenn Ire Erbenn, nachkommenn vnd mitbeschriebenn, obbenente Grauenn vnnd die vom Adell, Ihre Erbenn vnd Erbnehmenn, vnnd die vonn obbestimptenn Stedtenn, vnnd Ire nachkommenn sampt vnnd sonndernn Ires gefallenns Jegenn Fritzlar, Warbergk, oder Corbach, vnnd so dasselbig vonn Furstlicher oder annder Obrigkeit oder sonnstenn verbotten, ann anndere ortter vnnd Stedte, wo solches gelitten vnd zugelassenn möcht werdenn, alles nach Irer der Pfenner gelegennheit vnd erfordern, das vns noch vnsern Erben keins wegs nicht endtJegen sein soll, Noch wir oder vnsere
Erbenn der wegenn Jegenn Ihnenn den Stedtenn kein vngnade noch vngutts1[?] gedennckenn, noch furnehmenn sollen, vnnd wollenn, doch das solche forderung vber funff oder sechs meylenn, vom Furstennthumb Hessenn, vnnd anndernn vnnsernn Graueschafftenn vnnd gebietenn nicht benennt werde, Vnnd ob die genanndtenn Burgenn, ann der gefordertenn orter einem nicht gelittenn [gestrichen:
konntenn2] werdenn, Sollenn die Burgenn schuldigk sein, solchs gemeinenn Pfennern zu Allenndorff, Irenn mitbeschriebenn vonn stundt ann anzuzeigenn, vnnd sie die Burgenn Inn Ire behausung [gestrichen:
keins] wegs ziehenn, Sonnder vff Ire der Pfenner erfordernn, ann annder ortter, da die Pfenner die Burgen hin manenn würdenn, in ein Ehrliche herbrige reitten, alles bey der verpflichtung vnnd zusagung, wie hernach gemelt, Die Grauenn mit Irenn selbst leibenn, oder einenn vom Adell ann Ire Stette, Jeder mit sechs pferden, vnnd die vom Adell mit Irenn selbst leibenn, vonn Man zu mann, pferdenn zu pferdenn, Jeder mit vier pferdenn gerüst, vnnd aus Jder obgenanndttenn Stadt zwene aus dem Rathe mit vier pferdenn, in leistung wie Geisels vnnd
leistung recht vnnd gewonnheit ist, wie frommenn Grauenn vnnd herrenn, vnnd denenn vom Adell, vnnd Erbarn leutenn gebueret zustellenn vnnd einzuziehenn, zufordernn vnnd zubeschreibenn macht habenn, Die auch samptlich vnnd insonndernn wie sie ermahnet werdenn, schrifftlich oder mündtlich, auf die erste Ire vermanung vnnd erforderung, als balde vngeseumbt in acht tagen samptlich vnnd sonnderlich mit Irenn selbst leibenn, wie berurt, Innstellenn vnnd leistenn sollenn, vnd sich keiner vf den andern behelffenn, vnnd sich auch kein ander Geyselschafft, noch Ichtes annders darann verhindern lassenn, Vnnd im fall sie ander Geisellschafft oder leistung gemanet, vnnd eingefordert weren, Sollenn sie allweg Iresgleichenn, wie gemelt vnd nach anzahl in leistung, so sie gemanet einstellenn, vnnd daraus ohne verwissenn vnnd willenn Gemeiner Pfenner, nicht kommenn, Bissolanng das gemeine Pfenner vnnd Ire mitbeschriebenn aller menngell, vnd was Ihnenn dieser verschreibung vnnd Pension halbenn ausstünde, sampt allenn derhalbenn erlittenn vnnd vfgewenndttenn kostenn vnnd schadenn gnugsamb erstattet
vnnd bezahlet sein, alles vff vnnser, vnnser Erbenn, nachkommendenn furstenn zu Hessenn vnkostenn vnnd darlegenn, Da auch der Burgenn einer oder mehr, die also mit einleistung gefordert, vnnd eingezogenn, todtshalber abginge, So soll der Graue, Edellmann oder die Stadt wonnder1 oder die abgegangenen zugestanndenn, so balde in acht tagenn, anndere tügliche Personenn, ann der abgeganngenen Stadt einstellenn, Es soll auch einem Jeden wirtte, beydenn oder denenn die Burgenn in leistung liegenn werdenn, furbehaltenn vnnd vergönnet sein, da die Burgenn etwas tapffers bey Ihnenn verzehrt, vnd sich mit bezahlung verzuglichenn vnnd vngepurlichenn haltenn wurdenn, Oder da wir Lanndtgraff Philips, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn, sie zu Jederzeit nicht quittiren, vnnd die wirte nicht enndtrichten wurdenn, Das sie als dann, so sie des not noth habenn wurdenn, der Burgenn Pferde eines oder mehr nach Irer gelegennheit notturfft vnnd gefallenn, ohne menniglichs einrede vnnd verhindernn, zum theurstenn sie könnenn, vnd zu abkurtzung Irer schuldenn verkeuffenn mügen, damit sie die Burgenn desto stadtlicher vnnd bequemer vnder
haltenn vnnd versorgenn mügenn vnnd sollenn die Burgen so balde vnuerzuglichenn in acht tagenn, anndere Pferde ann der verkaufftenn Stedte, die so gut als die vorigenn gewesenn, verschaffenn vnnd stellenn, Da auch die obgenanntenn Geschlechte vonn Grauenn vnnd Adell, vber kurtz oder lanng, eins oder mehr sonnder mannliche erbenn todts halber ganntz abginge vnnd verstürbenn, als dann sollenn vnnd wollenn wir, oder vnnsere erbenn, anndere Grauenn vnnd vom Adell, den Pfennernn vnnd Irenn mitbeschriebenn annehmlich, In der abgegangenenn Stadt, so baldt die Pfenner das begerenn, In Monatsfrist darstellenn, die sich allermassenn, wie die abgegangenen gethann verschreibenn, vnd verpflichtenn sollenn, vnnd ob das nit geschehe, So sollenn die Pfenner macht habenn, die vberigenn einzufordern, aller massenn wie obenn dauonn geschriebenn stehett, aller dinge ohne geuerde, Da aber eins oder mehr, wie in dieser verschreibung gemelt, von vns vnnsernn Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessen, oder vonn vnnser Burgenn mitbeschriebenn, vnd selbstschuldigernn Inn vergeß gestelt, vnnd nicht gehaltenn
würde, das doch nit sein solle, So sollenn vnnd mügenn sich gemeine Pfenner Ire Erbenn vnnd mitbeschriebene, samptlich vnnd sonnderlich, sich Ires schadenns, vnd was Ihne dieser verschreibung halbenn aussenn stünde, ann vns vnnsernn Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessenn, vnnd allenn vnnsernn Lanndenn vnnd Leutenn, vnnd güeternn, Renthenn, zinsenn, Nutzungenn, vnnd gültenn, Desgleichenn ann den gemeltenn Burgenn mit selbstschuldnernn, ann Irenn Erbenn vnnd nachkommen, samptlich vnnd sonndernn gueternn, sie seyenn fahrendt oder liegenndt, Inn oder ausserhalb Lanndts gelegenn, wie die nahmenn habenn möchtenn, mit oder ohne rechtlich erkanndtnus, wie sie könnenn oder mögenn Mitt kommernn, hemmenn, vnnd auffhaltenn, nach Irem gefallenn, genntzlich vnnd volkommende erholenn, Es sollenn auch alle Bottenn der Pfenner so die Burgenn ersuchenn, vnnd Innfordernn, vnnd den Pfennern zu Irer notturfft, vnnd nach gelegennheit in dieser sachenn wie obgemelt, dienenn würdenn, frey, sicherheit, vnnd geleide habenn, vnnd keinerley vngnade, vngunst vonn vns vnnserer Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessen,
vnnd den Burgenn Irenn Erbenn vnnd vnnserer mittbeschriebenn, gewarttenn, Das auch wir vnnsere Erbenn vnnd nachkommenn noch die Burgenn, oder Jemanndts vonn vnnser aller wegen, in keinenn vngnadenn vnnd vngutenn eyffernn, gedenckenn, noch rechenn sollen oder wollenn, So auch dieser brieff, in was wege das geschehenn könnte oder möchte, ann Pergmene, Buchstabenn oder siegeln schadenn nehme vnnd manngelhafftigk würde, Oder da ein artickell wieder den anndernn were, das alles soll gemeinen Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, vnd mit Irem gutenn wissenn vnnd willenn, Innehabern dis brieffs, keinenn schadenn bringenn noch geberen Zu dem vnnd vber das alles, wie obenngeschriebenn, ist geredt, vnnd vonn vns, vnnsernn Erbenn, vnnd nachkommenn furstenn zu Hessenn bewilligt, Bewilligenn das hiemit in krafft dis brieffs, das im fall den Pfennernn, Iren Erben, nachkommenn, vnnd Iren mitbeschriebenn, eins oder mehr in dieser Location vnnd verschreibung nicht gehalten wurde, welches doch nicht sein solle, oder da diese Location von einem
theile wie gemelt, vffgesagt, das als dann den Pfennern Irenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, nachuolgennde wege, zu Irer sicherheit auch sollenn furbehalttenn sein, vnnd offenn stehenn, dero sie einenn, zu dem vorigen beschriebenn, welcher Irenn gefelligk, vnnd am zutreglichstenn sein will, zugebrauchenn macht habenn sollen, vnnd das sie als dann auch wiederumb vf vorigen obangeregtenn vertrag zuschreitenn vnnd zutrettenn macht habenn sollenn, Oder aber, wo den Pfennernn, der weg Itzo gemelt, nicht geliebte, das sie als dann vor Ihr ganntzes Saltzwerck, vnnd alles was darzu vnd Inn gehört, vnnd dem annhenngigk, eine namhafftige Summa güldenn, vonn vns, vnnsernn Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, zufordernn macht habenn sollenn, Doch das die Moderation vnnd messigung des werths, bey einer vnpartheischenn Vniuersitet im Heiligenn Römischen Reich Teutscher Nation, welche sie die Pfenner zu erwehlenn macht habenn sollenn, stehenn soll, Was dann die vor gleichmessig, Erbar vnnd billich darin messigenn vnnd erkennenn, darbey sollenn vnd wollenn wirs vonn beidenntheilenn, bleibenn lassenn, vnd solchenn
werth des kauffgeldts, sollenn wir, vnnser Erben, nachkommenn furstenn zu Hessenn, Ihne den Pfennernn vf Ihr Erfordernn vnuerzuglich, vnnd [übergeschrieben:
an] nachbenanter ortter einem, vf vnnsernn kostenn, gein Franckfurdt am Meyne, oder Erffurt in Thüringenn lieffernn, gebenn vnnd bezahlenn, ann welchem ortte da es den Pfennernn gefelligk vnnd gelegenn ist, vnd sie samptlich, oder einem Jedenn, mit seinem oder Irem gepurenden anntheil, nach Irer vnnd eins Jedenn gelegennheit, notturfft vnnd wohlgefallenn, damitt vnuerhindert, vnnd ohn alle wegerung passiren vnnd hanndelnn lassenn, Vnnd das zu mehrer rechter vrkundt, Habenn wir obbenannter Lanndtgraue Philips, vns hierundenn mitt eigenenn hanndenn vnderschriebenn, vnnd zu mehrer sicherheit vnnser Innsiegell für vns, alle vnnser Erbenn nachkommennde furstenn zu Hessenn, wissenntlich hierann thun henckenn, Vnnd wir obbenanttenn Grauenn, die vom Adell vnnd Stedte, bekennenn sampt vnnd sonnderlich, das wir vf begere Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, [?]1
das alles, wie ssgl.1 in dieser verschreibung, vonn vns anngezeigt vnnd gemelt hatt, dieweil dis das ganntze Lanndt belanngt, vor vns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, mit wohlbedachtem muhte, vnnd williglichenn belibt vnnd verpflichtet habenn, vnnd thun das mitt krafft dieses brieffs, demselbenn allennthalbenn trewlich nachzukommenn vnnd zugelebenn, Wie wir das hiermit bey vnnsernn Grauelichenn, vnnd Edellmanns Ehrenn, trewenn vnn glaubenn, desgleichenn wir vom Stedtenn2, bey ehrenn, trewenn, vnnd gutenn glaubenn, vnnd wir Burgenn alle für vns, vnser Erben, vnnd nachkommenn, auch ann eines rechtenn geschwornenn Eidts stadt, gelobenn vnnd versprechenn, Aller dinge ohne geuerde, Dauor vns nebenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrenn, auch keynerley gnade, freyheit oder Constitution, gebot oder verbott, wie oder durch wene die Itzt gegebenn seindt, oder kunfftiglich geschehenn, gethann, oder gegebenn, könntenn oder mochtenn, werdenn, schützenn, schirmenn, noch vertheidingenn sollenn, die vns Burgenn vnnd selbstschuldenern, ann dieser verschreibung zu guttenn
vnnd den Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd mitbeschrieben, zu schadenn kommenn mochtenn, Sonnder wollenn vns der genntzlichenn vnnd zumahl, vnnd sonnderlich der Constitution diui Adriani, vnnd beneficij excussionis verziehenn vnnd begebenn habenn, vnnd thun das Inn vnnd mit krafft dis brieffs, Alles ohn betrugk, argelist vnnd geuerde, vnnd des zu vrkunde, Hatt vnnser Jeder obgenannter Grauenn vnnd die vom Adell sein anngebornn Innsiegell, vnnd wir die genantenn Stedte, vnnser Jeder Stadt Innsiegell, ann diesenn brieff wissenntlich auch thun henckenn, Der gebenn ist am drey vnnd zwanntzigstenn tage des Monatt Decembris Anno Millesimo quingentesimo quadragesimo
Das Vierdte Buch Ordnung vnnd Regierung des Saltzwercks zun Sodenn vor Allenndorff am der Werra1, in vffrichtung vnnd annfanng2 der location Anno Domini 1541 verkundigt vnnd Zuhaltenn gebottenn, daselbst zun Sodenn durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell am Mitwochenn nach Trinitatis . Nota Diese Ordenung vnnd Gebott seindt Zuuor Anno Domini 1538 Jubilate von beider vnnsers G. F. vnd Hern, vnnd der pfenner wegenn in der Pfarkirchenn zun Sodenn verkundigt.
Das Vierdte Buch Ordenung Welcher gestalt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn Saltzwerck zun Sodenn dieser Zeitt bestelt, derselbenn Soderknechte vnnd gesinde Regirt werdenn sollenn, Damit sie friedtlich beÿeinannder wohnenn vnnd lebenn, vnnd welcher gestalt die diener vnd knechte, auch das gesinde, sich haltenn sollenn, in Jrer arbeit vnnd hanndtlunge, Darmit ffgl. Jres guts daselbst am bestenn gebrauchenn, vnnd den Pfennernn Jre gedingte Pension Jerlichs entrichtenn mögenn, Zu Allenndorff Anno Domini 1541. durch Henrich Muldenernn1[?], Jostenn Beckernn vom Hombergk2 Beuelchhabernn, vnd Johann Barthelmes Renndtmeisternn daselbst vffgericht vnnd verkundigt, Erstlich sollenn alle Sodermeister, Affterknechte vnnd alle die Jehnenn, so vff dem ganntzenn Saltzwerck vnnd Bodenn arbeitenn ffgl. nebenn vnnd vber die Erbhuldung Eidthafftigk sein, Zum anndernn hat ffgl. Jre Beuelchhaber, Renndtmeister, Saltzwarth, Holtzvogt, vnnd Schultheis verordenet, die gelobt vnnd geschworenn sein, das sie beiderseits Saltzwerck knechte vnnd gesinde, vermuge vnnd Innhalt F. G.
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Z. 11: Muldenernn — Name, u mit Haken; evtl. Mildener
Das Vierdte Buch beuelch vnnd vfgerichtter Location, auch Itziger vnnd kunftiger ordenungenn der f. gl. sich Jederzeit enndtschliessenn werdenn, getreulich regirenn, vnnd vleissigk auffsehen habenn sollenn vnnd wollenn, vnnd ob einer oder mehr Saltzknechte vnnd gesinde, beidt der neuwenn vnnd altenn seittenn, Jegenn die Ordenungenn gebottenn vnnd verbottenn, hanndelnn, vnnd sich in straff vnnd bus verwirkenn wurdenn, die sollenn f. gl. gefallenn sein, vnnd inalwege die bus auch f. gl. allein vnnd sonnst niemanndts annderenn zustehenn, Sein f. gl. will auch das alle Söder1 vnnd knechte in den bodenn sitzenn vnnd wohnenn sollenn, auch der Stadt Allenndorff nichts mehr oder weniger thun, mit geschos vnnd allenn annderenn dingenn, dann wie vonn alters herkommenn, Warttenn ampter sein vonn wegenn seiner f. gl. also verordenet, vnnd bestelt, das Christoffer Hombergk, Saltzwardt, alle werck vf beiderseittenn, so Jede wochen gesottenn, vleissigk, klar vnnd eigenntlich verzeichnen, vnnd als ein Jegennschreiber Jegenn dem Renndtmeister hochgedachtem vnnserm gnedigenn herrnn verrechnen,
Das Vierdte Buch So soll der Pfarher herr Johann Leynebach[?]1 genandts Saltzwarttenn Jegenn Wartte sein, vnnd alle wercke vor sich vfschreibenn vnnd verzeichnenn, zu dem soll Heinckell[?]2 Schlim, des zols vnnd der Schatzheller halbenn, auch alle wercke eigenntlich verzeichnenn, vnd dauonn rechnung thun, Furtter soll berurter Ober Saltzwartte Christoffer Jederzeit nach gelegennheit ernnstlich annhaltenn, das die knechte fur vnnd fur siedenn, vnnd sonnder redtlich vhrsach kein werck verseumenn, vnnd soll kein wonung in denn Bodenn habenn, So soll der Renndtmeister alles vffgeschuttet vnnd gepackt salz in Tonnenn in sein Rechnung nehmenn, des Jars vonn seiner Innahme, vnnd außgabe zweymahl rechnung thun, aber die bezahlung vor das vfgeschutte salz soll der Renndtmeister vff sein Christoffers als Jegennschreibers zettell enndtrichtenn, alles wie derwegenn ein sonnder gestelte Ordenung das außweist, vnnd Innenn helt, vnnd wenn mann vonn dem Bodenn fact[?]3 oder verkaufft, sollenn die verwalter der dreyer schlussell alle drey darbey sein, vnnd liefferung thun,
Das Vierdte Buch vnnd keiner ann den ann denn anndernn darauff gehen, Damit der abgang ohne verdacht gemerckt werde, wie dann solches ein sonndere Ordenung außweist, Vnnd soll alles Saltz so mann packenn will, in einem Jedenn bodenn, durch die gemachtenn Röste1 bey seins der hernach darzu benenntenn Schetzer gemessenn Inn secke gethann, vnnd durch die Schetzer mit den darzu gemachten sigill versiegelt werdenn, darnach solch saltz Inn seckenn versiegelt, vnargwönig in die packenn heuser geliefert werdenn, vnnd furter auch durch durch die Bodinker[?]2, beysein des Saltzwarttenn, vnnd vf seinenn beuelch obanngeregter schetzer Inn Tonnenn gethann, zugeschlagenn, vnnd furter gebranndt werdenn, Welchs alles der Rendtmeister verrechnen, vnnd Christoffer der Jegennschreyber Jegenn Ihnenn auch verzeichnet Jederzeit vbergeben soll, Darnebenn so sollenn vonn wegenn f. gl. acht Schetzer geordnet werdenn, die alle werck besichtigenn vnd bescheidenn sollenn, vor welche Bodenn der fuhrmann fahrenn, vnnd Saltz ladenn könne, vnnd das sie darbey sein, das die Söder recht mas gebenn, nemblich das geordente vnnd
Das Vierdte Buch verzeichnete Saltzmas, auch nit mehr dann Ime geburt vnnd zustehenn, Welcher Söder darinnenn bruchfelligk wurde zu wenig saltzes gebe, oder zuuiel geldts nehme, oder sein Haußfraw vnnd gesinde gefehrlich nehmen liessen, das der oder dieselbenn am leibe darumb gestrafft werdenn, Zum Sechstenn Ist auch fur gut anngesehenn, das ohne not sey, das ein Jeder Söder, sonnder Ladegeste habe, außgescheidenn mit den Aschenn, da magk mann es geschehen lassenn, Sonndernn wann der fuhrmann kömpt, das er vom Schetzernn gewiesenn werde, wo er laden solle, es were dann, das er zuuor sein Ladung bestellet hette, die soll der fuhrmann zu ladenn schuldigk sein, welcher meister aber daruber dem Ladegast Ledt, der soll darumb gestrafft werdenn, Darnebenn sollenn zwenn aus den obberurtenn acht schetzernn, Nemblich N. vnd N. auch vf das Saltzpackenn vnd vfschuttenn warten, Item ein Jeder Söder soll bey ehrenn vnnd Eidenn, auch bey der höchstenn straffe kein Samß[?]1 oder Saltz aus den Bodenn tragenn, oder tragenn lassenn, vergebenn oder verschenckenn, Inn sein oder eins anndern haus, oder
Das Vierdte Buch dauonn etwas verkauffenn, bey Gemsenn, achteln, oder halbenn achtelnn, es sey dann das saltz, wie hernach volgt, verkaufft werde, Inn bey sein der Schetzer, So mag er es dem der es verkaufft hat, helffenn ladenn, außgescheiden einem Burger in Allenndorff, magk mann ein achtteill ann Gemsenn verkauffenn, mit wissenn der Schetzer, die es auch also verzeichnenn sollenn, darmit der Soder kein list darinne prauchenn möge, Item Wann der Söder gesottenn hat, so soll er sein saltz stehenn lassenn, vnnd das nit vertragenn, sonndernn nach den schetzernn schickenn, die sollenn dasselb bey Irenn eydenn schetzenn vnnd besichtigenn, vnnd also kein meister ladenn, der schetzer sey dann darbey gewest, Dunckt dann den Schetzer, das er vber die acht achtteill, welch ein rechte volkommene Pfanne sein soll, were es sich dan nider — fundenn1 hat, habenn, So soll mann Ime sagenn, er solle nichts darzu thun, es sey dann gemessenn, er habe vbrigk, aber mit willenn soll keiner mit vbrigk siedenn, bey der hochstenn straffe, Vnnd wenn das Saltz soll verkaufft werdenn, so sollenn alwege die schetzer bey dem meistern sein, vnnd keinen
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Z. 17: nider — fundenn — Lücke nach Gedankenstrich
Das Vierdte Buch frembdenn oder kernernn1 ohnn Ire beysein geladenn werdenn, vnnd so ein ganntz oder halb achtteil vbrigk ist, So soll der Söder ein halb mas Saltz Im vorrath zubehalttenn, durch die Schetzer zugelassenn werdenn, ob Ime hernach am anndernn wercke etwann mangeln wurde, damit zuerfullenn, vnnd soll dann das annder vbrige alles wiederumb in die Pfanne zum vorrath gethann, vnnd zur beisse gebraucht werdenn, vnnd sonnst bey hochster straff durch den Soder nicht verkaufft, oder verthann werdenn, Hette aber der Soder weniger, So soll der fuhrmann auch wenig geldts gebenn, Es were dann das der Söder das erfullete mit saltze vermalttenn2 saltze, das er bey sich hette, doch soll der Söder dem Herrenn, Wann er gleich zu klein gesottenn hatt, seine volle winnung gebenn, Es soll auch ein Jeder meister zu 22. mahlen abstossenn, oder zum wenigstenn 21. mahl, vnd nit ladenn, das werck sey dann reide, vnnd das keiner auch das saltz theurer, oder baßfeiler gebe, dann es gesagt ist, bey drey guldenn bus, Item Es soll alles Saltz das aus den Bodenn verkaufft
Das Vierdte Buch wirdt, gemessenn werdenn, vnnd ob gleich der Söder vnd der Kerner des einig werenn, das es nit solte gemessen werdenn, So soll es gleichwohl geschehenn, darmit der Herre, das im recht geschehe wissenn, möge, desgleichenn soll kein ladung bey der nacht geschehenn, bey verlust des Saltzes, Vnnd demnach sollenn die Pfannenn ein mas habenn, vnd sollenn die Bodenn starck gehaltenn, vnnd darauff gericht werdenn, das der Söder nicht viel mehr oder weniger dann die acht achtenntheil außbringenn möge, vnnd welcher Söder sein Bodenn nicht starck helt, soll darumb ernnstlich gestrafft werdenn, Item welcher afterknecht in Bodenn wohnet, nicht dienenn noch arbeitenn will, dem soll mann vonn stundt aus den Bodenn gebietenn, doch so baldt die Bodenn bestelt sein, Item es soll kein Söder vf ein mahl minder verkauffenn, dann ein achteil, vnnd kein saltz ann eintzeln Gemsen, damit der Kerner oder fuhrman nicht möge betrogen werden, Item Sollenn die Massenn, so darzu als bottenn1 gemacht sein, die mann abstreichet, welcher sechzehen vff acht
Das Vierdte Buch achtteill Saltz gehenn, vnnd die vnnsers gnedigenn Hernn vnnd der Pfenner Wappenn vnnd zeichenn haben sollenn, pleibenn, vnnd soll die Botte obenn einenn steg habenn, abzustreichenn, vnnd welcher Soder den steg abreisset, oder aus einem Mas das keinenn steg hat, Saltz vermesset, der oder die sollenn am leibe gestrafft werdenn, Item einem Jedenn Burger zu Allenndorff ist auch zugelassenn, wie vonn alters hero das er ein achtenntheil saltz kauffenn magk, vnnd das wiederumb in seinem Hause, ann eintzelnn gemsenn zuuerkauffenn macht habenn, doch das er damit keinenn geuerlichenn vffschlagk mache, nach erkenntnus vnnsers gnedigenn Herrnn Schultheissen vnnd des Raths, vnnd das solchs alwege mit wissenn der Schetzer geschehe, wie obgemelt, die es auch annschreiben sollenn, damit die Söder darinnenn keinen list prauch[?]1 mögenn, Wo aber das erkenndtnus vbertrettenn, vnd die Gemse theurer verkaufft wurdenn, soll der oder dieselbenn, in vnnsers gnedigenn Herrnn straff gefallenn sein, Alttem gebrauch nach sollenn die Itzigenn acht Schosser
Das Vierdte Buch zum Bodenn, Inn Irenn Eidenn vnnd Pflichtenn, wie herkommenn bleibenn, Ist der aber etliche verstorbenn, so sollenn alwege anndere ann Ire Stadt geordenet werdenn, Ist es auch das etlicher mit seiner hanndelunge nicht redtlich erfundenn wurde, darvor soll mann einenn anndernn verordenenn, vnnd doch solches zum bestenn verfugenn, die sollenn auch mit der Stadt vmb Ir geschos vberkommenn, wie das bisher gewesenn, zugebenn, halb fur Weinachtenn, vnnd halb fur Jacobs tagk, in der Erndte, vnnd thut rechnung noth vonn Irem Geschos, die sollenn sie thun, wann mann die vonn Ihnenn fordert, vber ein Jar zwey oder drey eins, vnnd findet sich was vbrigk in Irem Geschos, darvor sollenn sie mit zeugenn, Buchssenn, armbrosten, vnd Pfeil, vnnd sollenn die ampt knecht Ihnenn zu bezahlung furderlich verhelffenn, Es sollenn auch die Schosser vor das Geschos zulebenn[?]1 pflichtig sein, Es soll auch der Schultheis vff das forstampt sehenn, vnd Ihme das ernnstlich beuohlenn sein lassenn, Es sollenn auch die Schetzer herfur gehenn, die das saltz besehenn, sollenn die Schetzer die dann gesetzt werdenn, die sollen
Das Vierdte Buch gelobenn vnnd schwerenn, das sie das bewarenn, vnd zusehenn wollenn, als diese ordenung außweist, vnnd Ihnen Ire Seele vnnd ehre lieb sey, So sollenn sie dann vffrichtenn Ire finger, vnnd nachgesetztenn eidt lobenn vnd schwerenn, desgleichenn sollenn dann die Beseher der busse auch Ire gelubte vnnd Eide als die schetzer thun, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, das hier zum Soden, niemanndt wein oder Bier schennckenn soll, oder fas biers, Tonnenn, virtell fas noch kegelein hierein habenn soll, Es sey zu Ir kirchweyhe, oder sonnst, außgescheidenn zun Hochzeitenn, mögenn sie vonn einer vesper zeit, biß anndernn vesper zeit, Bier zu ihrenn ehrenn habenn, Sonder zu ihrer kirmes, sollenn oder mögenn sie, souiel biers Ihnenn fuglich ist Inn Imselnn[?]1 oder kannenn, vnnd nicht in Tegelnn, Tonnenn oder fassenn holenn, oder holenn lassenn, bey der höchstenn wethe, Je vonn der Tonnenn, vnnd so fort nach anntzahl die fasse zurechnenn, er thue dann solches mit seiner f. gl. Saltzgreuenn vnd Renndtmeister furwissenn vnnd erlaubnus, doch da solchs Jemanndts erlaubt wurde, der oder die sollenn ganntz kein Gelage oder zeche setzenn, bey verlust des tranncks, Vnnsers gnedigenn Herrnn meinung ist, das kein Söder
Das Vierdte Buch Erbe oder gut vor Allenndorff, oder Hausunge in der Stadt Allenndorff keuffenn soll, er sey dann ein Burger daselbst, vnnd dar wohne, bey der hochstenn wete, Wer auch den anndernn ein acht vnnd zwanntziger, oder ein verrether heisset, oder das fallubell1, oder sonnst annders flucht, der soll versprochenn habenn, die hochste wete, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr gebeut, Welchem Burger oder Boder sein holz oder wellenn genommenn wirdt, kome der das holz oder wellenn ann, vor den Thorenn auff wagenn, auff Eselnn in den Bodenn, oder wo ers anndere, der mags annsprechenn, vor das seine, vnnd soll darumb ohne schadenn vnnd fordterung bleibenn, Kompt der Jehne aber, der das holz oder wellenn gefurt, oder bracht[gestrichen: lt]2 hat, vnnd will das verantworttenn, der soll das zubringen[?]3, als ein recht ist, Das er das gemacht oder redtlichenn darbracht habe, oder soll beweisenn mit der Stette, da er es gehauenn hat, thut er das nicht, So mag er dem das holz oder wellenn enndtfurt ist, behaltenn fur das seine, vnnd der Schultheis vnnd Rethe wollenn dann denselben, der solchenn vbergriff gethann hat, nach geburr busenn, were es auch das der Jene, der so anngesprochenn, vnnd anngefallenn wirdet, das holz oder wellenn redtlich enndthielt
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Z. 6: fallubell — Wortgrenze unklar
Z. 14: bracht[gestrichen: lt] — Streichung am Wortende
Das Vierdte Buch so verklaret ist, doch so soll er keinenn anspruch oder forderung habenn oder thun, ann dem der in anngesprochen, oder anngefallenn hat, Wer auch Wellennholz nieder hewet in der gemeine zu rechter wessiger[?]1 zeitt, der soll es vfbindenn in einem virtell Jars, Lest er es dann lennger liegenn, So mag es vfbindenn wer da will, vor gemeine, Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn gebott ist, wer da Gennse hat hier zum Sodenn, soll sie behauenn einen flugell halb ab, das sie nit gefliegenn mögenn vom stundt, vnnd sie ziehenn, ohnn seines nachbarnn schadenn, Bey weme manndts nit so findet, der soll das bussenn vonn Jeder Ganns einenn Böhmischenn, halb vnnserm gnedigk Herrnn vnnd halb der Stadt, Funde sie aber Jemands in seinem schadenn, vnnd schluge sie todt, vf wachhaffti[?]gem felde, der soll darzu nichts anntwortenn, Wann Osternn vergangenn sein, was Gennse dann vngehudt gehenn, Wer darann schadenn thut, der soll niemanndts darzu anntworttenn, vnnd soll das verbussenn, Als dann vonn Jeder ganns — 3 pf.[?]3 Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd Herr, wes
Das Vierdte Buch des abenndts in vnzimblichenn sachenn, mit werffenn vnd ruffenn, die leute zuerfehrenn1 vnnd zuweckenn, den leutenn Ire fennster vnnd thuer zuschlagenn, vnnd wagenn vmbzuwerffenn, fundenn werdenn, oder den leutenn sonst zu heusernn, Gassenn, Garttenn, vnnd vf dem felde schadenn thun, oder thun lest, der soll das verbussenn, mit der höchstenn busse, vnnd soll darzu vier wochenn aus den Boden getriebenn werdenn, vnnd ginge er daruber wieder ein, so solt mann denselbenn vier wochenn in hafft setzenn, vnd auch die zeit aus darinnenn sitzenn lassenn, Item der dreck soll außgefurt werdenn nach geheis des Renndtmeisters vnnd Warttenn bey einem Pfunde, Wer den anndernn wundet der zum Bodenn vf dem Saltzwerck wohnet, er sey Meisterknecht, Giesser oder afterknecht, knuchels lanng, Nemblich als lanng als der mittelst knuchell am mittelstenn finger ist, vnd nagels tieff, Wann nur ein Wunde der zweyer eins hat, der soll reumenn, die Bodenn vnnd die Stadt Allenndorff ein Jar lanng vnnd Ire feldtmarckt, vnnd wer Jarmarckt verbricht, soll die Busenn den feldtmarckt dennoch halttenn, so dicke er die verbricht, soll er vonn newes annheben, Ime
Das Vierdte Buch. soll auch keine gnade geschehenn, Es seÿ Vatter mutter, brueder, Schwester, oder kinder betreffenn, sein Jar seÿ vor voll gehaltenn vnnd nit annders, Wer auch dem anndernn todt schlegt zun Bodenn Inmassenn Izt hieuor berurt ist, der soll reumenn Hundert Jar vnd einenn tagk, in der zeit magk er keine gnade findenn, wirdt er aber begriffenn, soll mann Ime sein recht thun, was recht sein wirdet, Item. Wer auch ohne laube seudet, oder sonnder geheis, der soll sein lohnn verlierenn, Nemblich ein Pfundt Pfennige, vnnd vnnserm gnedigenn Herrnn soll das werck gefallenn, Wers auch das der kauffmann oder kermer Jemanndts sein salz hinwegk fuerete, oder truge, Wann der als dann wieder keme Inn die Bodenn, den oder die sollenn vnnd mögenn vnnsers gnedigenn Herrnn diener ernstlich darumb straffenn, Vnnser gnediger Herr will ernnstlich beÿ hartter straff verbottenn, auch daruber strennge gehaltenn habenn, das kein Meisterknecht affterknecht oder Inwohner zun Bodenn, nach keinem hoffwercke reÿttenn, In
Das Vierdte Buch. kriegk ziehenn oder herfardt vnnd volge thun soll, ohnne weißenn vnnd willenn ffgl.1[?] Salzgreuenn vnnd diener zun Bodenn, Wer es aber daruber thete, dem soll mann von stundt sein Haußfraw oder kinder, ob der die hette, vor die Bodenn weisenn, vnnd hinaus treibenn, vnnd wann er dann selbst wieder keme, so soll er nit Inn die Bodenn, Vnd ginge er daruber darein, der stehe sein ebentheur, Item Es soll auch fort mehr niemanndts gluende kolenn aus den Bodenn tragenn, er trage sie dann verdeckt, oder ganntz gewahrsamb, Wer das verbricht, soll — 10 ß hllr gebenn, Auch soll niemanndts des nachts zun Bodenn mit wüschen gehenn, er seÿ Jung oder alt beÿ — 10 ß. Item es soll auch Jeglicher Meisterknecht ein Leuchtenn in sein Bothenn habenn, damit er vnnd sein gesinde aus vnnd ein gehenn, Wer dessenn nicht helt vnnd dessen hinderkommenn wurde, soll das verbuessenn mit — 10. ß. Item Wer es vf dem Borne verunreiniget, er seÿ Jung oder alt, vnnd das besagt oder hinderkommenn, vnnd vnsers gnedigenn Herrnn diener zuweisenn wurde, sollenn sie den oder die ohnne Barmherzigkeit buessenn vnd straffen,
Das Vierdte Buch. Item Wer das besagt oder besehenn wurde, solche vnzucht beÿ oder vff dem Borne thete, soll das verbuessenn mit — ij ℔ hellernn, des soll mann In keins wegs erlassenn, da mann Ime gnade thun wolte, Item wer oder welche die sich auff dem Borne beÿssen, er seÿ Jung oder alt, soll seinenn lohnn verlierenn, Hat er keinenn lohnn zuuerlierenn, soll er sein Ebentheur stehenn, oder die Bodenn Reumenn, Auch soll kein Meisterknecht, afterknecht, mitwoner oder ehelich zun Bodenn wohnenn, auch darin noch zu keiner arbeit gelassenn werdenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn als obgemelt ist, eidthafftig Item Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn Hochzeit machenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn herrnn, alsobgemelt ist, eidhafftigk, vnnd soll gelobenn den Renndtmeister vnnd Salzwarttenn ann die Hanndt, Vnnserm gnedigenn Herrnn getrew, holdt, gehorsamb vnnd gewertigk zusein, zu Irem Salzwercke, so lieb Ime sein sehle vnnd ehre seÿ, ffgl.1[?] bestes zuthun, vnnd Irenn schaden zu warnenn, heimlich oder offenbarlich, als ein getrewer mann seinem Herrnn pflichtigk, vnnd schuldigk ist, In=
Das Vierdte Buch. massenn die Notell des eidts hernach volgt, wie die alle Inwöner zun Bodenn Izt ann stadt vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ffgl.1[?] Stadthalter zu Cassell Sigmundenn vonn Boÿneburgk gethann habenn, So richttet er vff seinenn finger, vnnd schweret zu Gott vnnd seinem heiligenn wort, vnnd volget derselbe eidt im ennde dieser ordnungenn, Vnnser gnediger furst vnnd herr verbeut, das niemanndt fort mehr, wellenn keuffenn soll, er seÿ dann ein Meisterknecht, beÿ der hochstenn wete, Es soll auch kein meisterknecht dem anndernn seinenn holzmann, oder Ladeherrnn abspannenn, beÿ verlust seines lohnns, Auch soll kein Meisterknecht, oder afterknecht wellenn keuffenn, die er wieder verkeuffenn wolle, so offt er das thut, vom Jedem schocke, das er verkaufft, soll er seinenn lohn verlohrenn habenn, Nemblich ij. ℔. Auch soll kein Meisterknecht dem anndernn wellenn verkeuffenn, oder Leÿhenn, Er habe die gekaufft oder selbst gemacht, oder Ime lassenn machenn, Sonndernn magk
Das Vierdte Buch. keuffenn, oder Ime machenn lassenn, als viel er bedarf In seiner Bode, vnnd nicht mehr, vnnd wer es verbricht, soll es verbuessenn, vonn Jedem schock wellenn seinen lohnn, Doch ob einem knechte einer steige Wellen oder minder not were, vngeuerlich, vnnd solte zulassenn, mochte demselbenn sein Nachbaur, oder ein annder leÿhenn, doch das derselbig wieder wellenn vonn Ime nehme, vnnd nicht geldt daruor, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Welcher Meisterknecht gesottenn, vnnd dreÿ virtell Salzes geladen hat vonn solchem wercke, der soll ffgl.1[?] die Winnung gebenn, beÿ verlust des wercks, Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, Welcher Meisterknecht aus seinem Bode kommet, oder kommen ist, vnnd ffgl.2[?] oder derselben diener schuldigk bleibt Ire Winnung, dem oder den magk der Renndtmeister vnnd Holzvogt, die arbeit zun Bodenn verbietenn, also das kein Meisterknecht derselbigenn schuldener soll arbeiten lassenn, vnnd wer Ihnenn also arbeitenn liesse, soll der so dicke er das thut, mit [Luecke] ß3 hellernn verbuessen,
Das Vierdte Buch. Vnnd wer dieses gebott veracht vnnd ledigk ginge, oder machte wellenn, oder annder arbeit thete, baussenn den Bodenn, So soll mann Ime durch den Renndtmeistern vnnd Wartten, aus den Bodenn gebietenn, vnnd reumete er dann daraus nit, so stehe er sein ebenntheur, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, wer zun Bodenn die vestung, Bergkfriede, Starket1[?] oder Zeune zerbricht, auch in das geheÿge oder grabenn, steiget ohne laube der Amptknechte, Soll die hochste wete verbrochenn hann, Nemblich — 3 ℔. Es soll auch niemanndts in vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn gehölze hauenn, vnnd wer das bricht, besehen oder besagt wurde, soll die höchste wete verbrochen han, Vnnser gnediger furst vnnd herr will auch, wenn ein knecht gesottenn hette, vnnd der Renndtmeister dem knechte die Winnung nicht glaubenn wolte, so solte der Renndtmeister macht habenn, niemanndts das salz volgenn zulassenn, Er gebe Ime dann die Winnung, Hiernach mögenn sich richtenn die kermer vnnd knechte, das der knecht ffgl.2[?] geldt nicht bhebe, ehr dann es geladenn ist, vnd
Das Vierdte Buch. auch der kermer, das er das salz nicht bezahle, das der Renndtmeister möge ann seine Winnung kommenn, vnnd das sollenn auch die schetzer, wenn sie anngesproch1[?] werdenn, also hanndthabenn, Es soll auch niemanndts das salz theurer gebenn, dann es gesazt ist, vonn vnnserm gnedigenn herrnn, Es seÿ der Renndtmeister, Wartte, Meisterknecht, affterknecht oder kermer, oder wer das seÿ, Niemanndt ausgescheidenn in Bodenn oder in der Stadt, in Irer feldtmarck, vnnd wer das verbreche, soll darumb gestrafft werdenn, vnnd die vbernahme den schetzernn wieder gebenn, vnnd welch knecht oder Innwöhner zun Boden das thete, soll das verbuessenn mit — 10 fl.2[?], vnnd wer dawieder sich sezte, soll sein ebentheur stehen, Auch soll kein Meisterknecht, seiner frauenn oder kinder, seinem knechte oder frauenn, die das werck gearbeitet habenn, Salz ladenn beÿ der höchstenn wete, Item, Es soll auch kein Meisterknechte mit keinem kermer geselschafft habenn, auch nicht selber verfuerenn, oder tragenn lassenn, beÿ der hochstenn Wete, er
Unsichere Lesungen
Z. 4: anngesproch — Kuerzungsstrich, wohl anngesprochen
Das Vierdte Buch. thue es dann mit der amptknecht wissenn vnnd willen, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, vnnd will es fort mehr also gehaltenn habenn, das keiner wonnhafftigk zun Bodenn, noch der zun Bodenn arbeit, Salz tragenn soll, beÿ derselbigenn Bruche, vnnd wer sich darwieder sperret, der stehe sein Ebenntheur, auch nicht vmb lohn aus denn Bodenn tragenn, Auch soll kein Meisterknecht, das Salz aus seinem Bode, weitter verkeuffenn lassenn, Es seÿ kermer oder aus der Stadt, niemanndts ausgescheidenn, Noch ganntz oder enzelnn Semsen1[?], er thue es dann mitt wissenn vnnd willenn des Renndtmeisters vnd Warten, vnnd soll das verbuessenn mit — 3 [Luecke]2 Ohnne genade, es seÿ meister oder knecht, Item Welcher knecht vrlaub nimpt vonn seinem Hern, ohnne redtlich vhrsach, der knecht soll in einem Jare kein Meister werdenn, vnnd wer also daruber arbeitenn liesse, soll verbrochenn hann — 10 ß. so offt er das thut, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Wer zun Bo=
Das Vierdte Buch. denn wohnenn wolle, soll auf dem Salzwerck arbeiten, vnnd keinenn hanndell oder hanndthierung treibenn, mit keuffenn oder verkeuffenn, Es seÿe dann korn, Eÿsenn, Schleÿer, schmeer, Lichte, oder annders, auch nit eschenn keuffenn vff wiederkaufft, auch nit Vormundtschafft habenn, auch keinerleÿ mehr, das mann gehaben magk, ausgescheidenn wercke vnnd brodt, nach alter gewonnheit, vnnd wer das nit haltenn will, magk in die Stadt oder annders wo Ime das bequem ist, hinziehenn, vnnd wer in den Bodenn pleibt, darinne wohnet, vnnd das breche, soll das verbuessenn, mit der Höchsten Wete 3 ℔. Were es aber das er der Bruche nit achtenn wolle, solte Inn die Stadt ziehenn, oder sein Ebentheur stehenn Item Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeutt, das kein Meisterknecht soll niemanndts kein Salz derrenn, oder ann ganntzenn Semsenn1[?] vngeuehrlich aus seinem Bode tragenn lassenn, er seÿ dann ein Burger, vnnd soll Inn die Stadt als obgemelt ist, mit wissenn der Schezer beÿ verlust 3 ℔ Auch soll hinfurter niemanndts kein Wellenn sezenn,
Das Vierdte Buch. vff die Ladestette, vnnd die freÿenn bleze, wer das breche, soll 3 ℔2 gelttenn, vnnd mit friedenn, er habe die wellenn beÿ vnnd abgethann, nach geheis der Warttenn, Auch verbeut vnnser gnediger Herr das kein Meisterknecht keinerleÿ genuse1[?], oder Salz, vergebenn oder verkeuffenn soll, einzelnn, ausgescheidenn ein Achtenteil als obgemelt ist, beÿ verlust 3 ℔. Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, welch Meisterknecht, oder Innwoner Ihm Bodenn sich wieder diese Ordenung, gebott, vnnd verbott vnnsers gnedigenn Herrnn wiederstrebet, also das er sich nitt wolte gehorsamblich halttenn, nach laut seinem eide, In was masse das geschehe, der oder die sollenn kein stundt ann kein Meisterknecht sein, vnnd in einem oder dreÿenn Jarenn kein arbeit als Meisterwerck vnnd Afterwerck Im Bodenn thun Desgleichenn auch welcher Meisterknecht hinwegk Zöge oder lieffe, vnnd seinem gnedigenn furstenn vnd hern, das Ihr schuldige bliebe, vnnd mit sich nehme, ohnn willenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnd
Das Vierdte Buch. sfgl. diener, der oder die sollenn mit Ihm Bodenn arbeiten, Meisterwerck oder afterwerck, sie habenn sich dann mit sfgl. oder sfgl. diener vmb solche vberfahrung gentzlich vertragenn, Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, das die scher1[?] vnnd Meisterknecht, alle sollenn zugleich auff den Sonntagk morgenn, vor die Warttenn vor das Zollhaus kommenn, vnnd dar zeichenn lassenn, die schazwergk vnnd auch die Busse, was desten2[?] die wochenn geschehen ist, vnnd kem3[?] weme solches so nit geschehe, der soll zum schadenn anntwortenn, Desgleichenn auch wann mann sonnst ann der Zeit leutet, vnnsers gnedigenn herrnn gebott annzuhörenn, welcher dann die gebot vbertritt, vnnd sagenn wolte, er wer nit da gewest vnnd das gehort, soll nit helffenn, dann man leut darumb, das mann kommenn soll, Auch sollenn die Schezer kein werck schazenn, wann der Meister In die pfanne gegossenn hatt, vnnd sollen einem sollichenn beÿ Irenn eidenn melden vnd besagen, Welcher meister zweÿ Schazwerck lest4[?] ein annder
Das Vierdte Buch. machet, dem soll mann nit mehr dann eins bezahlenn, es were dann sache, das er das werck des erstenn Schazwercks gesegt, oder gebuzt hette, Vnnd sollenn die Schezer gut achte vf die Schazwerck habenn, vnnd wo einer Best1[?], soll der Schezer ab vnd zugehenn, vnnd sehenn, das das Schazwerck rein ausbracht werde, vnnd keinenn Meister lassenn in die Pfanne giessenn, er habe dann zuuor gesehenn, das es ausbracht ist, vnnd welcher meister daruber Inngösse, dem soll mann keins schazwergks gestehenn, Es sollenn auch der Renndtmeister, sein diener vnd alle Schezer vleißlichenn vmbher gehenn, vnnd darnach sehenn, das ein Jeder Meister zu rechter Zeitt nach gelegenheit der Pfannenn, den Böder heissenn fegenn, dann dardurch geschicht grosser schade den Pfannenn, vnd kommenn Schazwergk dauonn, darumb welchenn Meister sie heissenn fegenn, das er das thue beÿ einem guldenn busse, vnnd wo das nit geschicht, sollenn die Schezer solches dem Renndtmeister annzeigenn, vnd soll ein new Pfann vber funff werck, vnnd ein alt vber dreÿ werck vngefegt nit stehenn pleibenn, noch darin
Das Vierdte Buch. weitter gesottenn werdenn, Es sollenn die Schezer das Besegeldt1[?] schezenn, dieweil sie doch beim annhebenn vnnd ennde des schazwercks sein, vnnd darnach arbeit, darnach lohnn, vnnd sollen es dem Sonnabendt mit dem Schazwerck annzeigenn, welchs der Wartte mit dem Schazwerck soll vffschreibenn, vnnd dem Böder in den Schazzettell schreibenn, Wo ein Meister Best2[?], vnnd sich des Schazwergks erwerett, darumb soll sich der Renndtmeister vergleichenn, doch mit wissenn des Salzwarttenn vnnd der Schezer, Es soll kein Böder keinenn Pfannschmidts knecht buessenn lassenn, er habe denn zuuor ein Jar vffm handtwerck gearbeitet, es seÿ dann das der Meister selbst darbeÿ seÿ. Vnnser gnediger herr will auch das kein Meister vber ein halbenn guldenn ann seiner Pfannenn verbuessen lassenn, er thue es dann mit wissenn des Renndtmeisters, was der dann weitter vor gut annsicht, vnnd heist, das sollenn Pfannschmiede vnnd Böder gewerttigk sein, vnnd Ime des volgenn, Das kindtauffenn zun Bodenn, soll nach laut Meines
Das Vierdte Buch. gnedigenn herrnn Ordenung gehaltenn werdenn, vnnd kein bier in Tonnenn zuholenn erlaubt oder gestattet werdenn, Das kein Böder oder afterknecht vbernacht Inn der Stadt den nechst gelegenen dorffenn vnnd Zechenn bleibenn, welcher das thete, soll einenn ort, so offt das geschehe, zur busse gebenn, Wann ein Hochzeit in Bodenn ist, so soll keiner aus der Stadt ann den Tanntz gehenn, beÿ — j fl.1[?] busse, Dergleichenn kein Böder Inn die Stadt ann den tanz gehe, beÿ berurter busse, Es soll kein Böder spielenn, er seÿ wer es wölle, vnnd wo mann das hinder einem oder mehr keme, soll er das verbuessenn mit — 3 ℔. Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn gebranndtenn wein zech haltenn, in seinem Hause klein oder gros, beÿ einem guldenn busse, Es soll auch niemanndts vnnder der Predigt Gottlichs worts vffm kirchoffe stehenn, beÿ Poena dreÿ alb. Es soll auch kein Böder keins weidewercks pflegenn,
was es wölle, oder sey bey1 Es soll kein Soder vber sechs malter asche vmb ein thaler denn glesnern zu kauff gebenn, bey busse — 3 ℔. welcher das verbricht, hochgedachtem vnserm [gestrichen: vnserm]2 gnedigem furstenn vnnd herrnn zuverbussenn, Es soll kein Soder vf den Ham, oder sonnst inn ein dorff inn Wein oder biergehenn, er habe dann redtlich vhrsach bey einem guldenn busse, dann will er [übergeschrieben: Je] zechenn, so ist ime die die Stadt Allenndorff mit weidt gelegenn, Das keiner keine versamblung der knechte mache, mit zuhauffe heischenn, oder sonnst bey leibstraffe, Es soll auch kein Meister kein Saltz es sey viel oder wenig verborgenn, bey verlust des werckes, es were dann das der selb meister seine Winnung ohnne das bezahlen konnte, vnnd des borgenns halber mit vhrsach nehme, mit der bezahlung der Winnung vffzuziehenn / Es soll auch kein Meister wiederumb ansiedenn, er habe dann alwege zuuor vf den Mitwochenn vnnd Sambstag sein Winnung bezahlt, doch soll mann die Ordnung darin haltenn, wie der Renndtmeister derwegenn seinenn beuelch hatt.
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Z. 1: sey bey — Zeilenende, Zeichen unklar
Z. 4: [gestrichen: vnserm] — Dittographie, punktiert getilgt
Vonn Osternn bis vf Michaelis wann das Saltz nit abgehett / soll mann vffschuttenn, vnnd sonnst nit, So bekompt vnser gnediger herr gut saltz, vnnd konnenn die knechte am Holtze auch zukommenn / Vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn ernnstlicher beuelch ist, das sfgl.1 beuelchhaber vnnd amptknecht Ordenung machenn sollenn, das die affterknecht2 vnd all annder gesinde, so zum Saltzmachenn hulffe thun, die Södermeister mit ersteigerung des lohnns, kein newerung weitter vernehmenn, Sonndernn sich an der altenn gebrachtenn belohnung begnugenn zulassenn, Vorbehaltenn diese Ordenunge, Satzunge, vnnd gebott Jederzeit zu enndernn, mindernn vnnd mehrenn, nach gelegennheit hochgedachts vnsers gnedigenn herrnn / vnnd das dieses also vnser beuelch, gebott, vnnd meinung ist, So habenn wir Lanndtgraff Philips zu Hessen zu vrkundt diese Ordenung, mit vnserm eigenn Hanndenn vnderzeichnet vnnd versiegelt, Geendert, vffgericht vnnd bestettiget zu Cassell am Sonntage nach Ja.cobi Apostoli Anno 1541.
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Z. 6: sfgl. — Abkürzung, Lesung der Kürzel
Z. 7: affterknecht — Strich durch Wort, wohl Zierstrich
Notel1[?] der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder, so Anno Domini 1541. Mitwochenn nach Trinitatis der herr Stadtsalter2[?] zu Cassell, Sigmundt vonn Beyneburgk, alle Sodermeister vnnd Inwöner zun Sodenn fur Allendorff ann der Werra, inn beysein vnser der zeit der Beampten daselbst vnnd gemeiner Pfenner darzu verordenten hat thun lassenn, wie volget Ihr sollet dem Durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn, herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, zu Ditz, Ziegenhain vnnd Nidda ꝛc seiner f.gl. Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, als ewerm gnedigenn anngebornenn naturlichenn Lanndtsfurstenn vnnd Erbherrn, alle samptlich ein recht Erbhuldunge, vnnd darzu ewer Jeder Innsonnderheit derselbenn, als ewerm gnedigk furstenn vnnd Gutherrnn, dieweil ihr Irer f.gl. gut
Innhabt vnnd verarbeit, einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobenn vnnd schwerenn, denselbenn, vnnd Jederzeit Irenn Inn Sodenn verordenntenn Saltzgreuenn vnnd Beamptenn getrew, holt, gehorsamb vnnd gewertig zu sein, Ewer ampt vnnd Siedenn, nach vermuge vnnd Innhalt der vfgerichtenn euch furgelesenn Söder Ordnunge, getreulich vnnd mit allem vleis zuversehen, vnnd zuuerwaltenn, als getrew diener vnnd vnderthanenn Irem gnedigenn Lanndtsfurstenn, Erb: vnnd Gutherrnn, pflichtigk vnnd schuldigk zuthun sein. Darzu Jedermann vmb sein geldt, recht, gut, trocken Saltz, vnnd volkommenn mas, ohnn allenn betrugk vnnd vortheil zugebenn, auch vber die Ordnunge, Nemlich vf ein mahl vnnd in einer Pfann nit mehr dann acht achtteil saltz zusiedenn, vnnd sonnder notwenndige redtliche beweisliche vrsache keinenn kaldtlager zumachenn, noch vom reichenn oder armenn Saltzfuhrernn oder ladeleutenn1, weitter noch mehr nichts zunehmenn, dann wie hochgedachter vnser gnediger furst vnnd herr, durch Irer f.gl. Ritter vnnd Lanndtschafft gesetzt, vnnd den kauff verordenet hatt, auch ewer Jeder sein winnung, vom Jedem gesotten
werck, vnnd sein Holtzschuldenn zu rechter zeit ohnne vffhalt zubezahlenn, vnnd euch sonnstenn in allenn fellenn, berurter sfgl.1 vorgelesenn Ordenung in allenn Ihrenn Punctenn vnnd articulnn, alwege gehorsamblich Erbarlich, vfrichtigk, vnnd vnwegerlich zuhalttenn, vnd gantz nichts, was darin gebottenn vnnd verbottenn, vbertrettenn, auch keine rottirunge oder Meuterey ein Jeder vor sich selbst zumachenn, oder auch sonnst anrichtenn zuhelffenn, noch zuthun gestattenn, als fer ewer Jedes leib vnnd lebenn reicht, in gantz keine weise, desgleichenn in Vehdtschafft zu rettung des fleckenn den Sodenn, vnnd sonnst auch in feurs vnnd wassers nötenn, ein Jeder nach allem seinem höchstenn vnnd bestenn vermugen zurettenn vnnd zuhelffenn, getreulich vnnd ohnn alle argelistige geuerde, Wie Ich mit austrucklichenn worttenn vnnderschiedenn bin, vnnd mir vorgelesenn worden ist, das will Ich also treulich, stets, vnnd fest halttenn, als war helff mir Gott, vnnd sein heiligs Göttlichs wortt. Amenn.
Ordnung Weinkauffe Hochtzeit vnnd kindtauffe Inn Sodenn zuhaltenn betreffenndt Publicate 12. Augusti Anno 54. Vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnd herrn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn ꝛc Gebietenn Irer f.gl. Saltzgreuen zun Sodenn, vnnd wollenn auch das ernnstlich gehalten haben, Das hinfurter zun Sodenn kein Hochzeit mehr vf den Sontagk, Sonndernn sonnst vf den Montagk, oder ein anndernn tagk in der Wochenn, wie solchs durch die Saltzgreuen Jederzeit erleubt wirdet, gehaltenn werdenn solten, Es sollenn auch der Hochzeit leder1 vber Sechs personenn nit sein, So soll zur lobt2 oder dem weinkauff nit mehr dann zwene oder drey dische leute, vonn manns oder weibs personenn, mit knechtenn vnnd megdenn geladenn vnnd gesetzt werdenn / vnnd dann zur Hochzeit sollenn sie ein Mittagk, vnnd sonnst kein weitter malzeit nit haltenn, vnnd zehen dische leuthe, vnnd daruber nit setzenn noch ladenn, Inhalt der Furstlichenn Reformation, als hundert
Personenn zu einer Wirdtschafft, vnnd so manchen disch einer oder mehr daruber habenn wurde, so soll der oder dieselbenn vonn Jedem dische funff guldenn zu straff vnnd busse, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnablessig bezahlenn, also auch zurechnenn nach anzahl der personenn, Welcher Söder auch einichenn vfflauff mechte, oder vhrsach darzu gebe, soll auch Jarwerck1[?] haltenn, nach verordenung der Saltzgreuenn / Es soll auch der misbrauch des abenndts zuuor Bier vnnd Brodt vonn den geladenenn zur Hochzeit zuholenn, hiemit gentzlich abgethann, vfgehabenn, vnnd bey vngnediger straff verbottenn sein, Zum tanntze soll niemannds gehenn, dann die zur Hochzeit geladenn sein, vonn ledigenn personenn, Da aber eheleute, so zur Hochzeit gewesenn, tanntzen woltenn, So soll ein Ehemann mit seiner ehefrawenn vnnd keiner anndernn personenn tanntzenn, alwegen von Jedem tanntze eins thalers busse, Es soll zur kindtauffe eine Malzeit vff einen disch als zehenn personenn, vnnd weitter nit gehaltenn werden /
bey busse vonn Jeder Personn, souiel der daruber, zehenn als zugebenn, vnnd nit lennger dann bis vf acht vhr Jegenn abenndt zusitzenn, auch bey sonnderer straff nach Furstlicher verordenung, vnnd der Saltzgreuenn beuelche, Publicate Sodenn 12 Augusti Anno 54. Dieweil es alhie vffm1 Saltzwerck zun Sodenn am Holtz manngelnn will, vnnd die furleuthe in der Stadt, vber lanndt vnderstehenn Saltz zuuerkeuffenn, vnnd kein holtz zufurenn, So gebietenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Saltzgreuenn, das hinfurter kein Sodermeister, einichenn fuhrmann in der Stadt, Saltz zuuerfurenn ladenn soll, Es were dann ein achteill oder zwey zu seiner eigenn haushaltung. Was auch die Eseltreiber zwischenn hie vnnd Weyhnachten, ann Saltz ladenn, das sollenn sie aller mit holtz bezalen, vnnd das den zolner eigenntlich verzeichnenn lassenn / Sonnst soll Ihnenn vor geldt oder frucht, kein Saltz geladenn werdenn. Es soll hinfurter ohnn vorwissenn der Saltzgreuenn kein
Sodermeister zun Sodenn seinenn gewönlichenn Ladeleutenn im Furstennthumb Hessenn, kein ladung wegernn noch abziehenn Es bestels gleich wer da wolle, dann vnser gnediger furst vnnd herr, will Irer f. gl. vnderthanenn, sonnder alle vorteill genies vnnd geschenck gefordert habenn, So soll auch sonnst in Sodenn mit frucht vnnd Saltz oder annders kein parthierung geschehenn, Bey verlust der Meisterschafft, vnnd vngnediger straffe, es sey dann Jeder zum vberflus verwarnet, sich darnach zurichttenn, vnnd vor schadenn zuhutenn wissenn Publicatum Sodenn 6. Nouembris Anno 54. Hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu Hessenn verordenntte Saltzgreuenn zun Sodenn, Valtenn Schuldt1 Justus Pistoris sst.2
Verordenunge der Ampter vnnd diener ausrichtunge des Saltzwergkes zun Sodenn Anno Domini 1554 Vnnd zu Allenndorff ann der Werra denn 141[?] Maij Anno Domini 1554 bestettiget
Ordenung der Regirung des gantzen Saltzwercks zun Sodenn fur Allenndorff ann der Werra, wie solchs des Jtzigenn anngehenndenn Tausenndt funffhundert funffzigk drittenn Jars mit satzungenn Rechtenn, gebotten, vnnd verbottenn, gewonheitenn, freyheitenn, vnnd herkommenn, auch amptenn vnnd dienernn, bestelt vnd versehenn ist, zur Lichtenaw eigenntlich zuuerzeichen beuohlenn, den zwölfftenn tagk Decembris Anno 52. Wir Philips Vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda ꝛc Bekennenn vnnd thun kundt offenntlich mit diesem brieffe, fur vnns vnser Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, vnnd fugenn aller menniglich hiemit zuwissenn, Nachdem Got der almechtig vnns vnserm Furstenthumb, Graueschafftenn vnnd gebietenn, auch vielenn anndernn annstossendenn vmbliegendenn, Lenndernn zum besten, einenn gutenn löblichenn Saltzbronn, in vnserm flecken zun Sodenn fur vnser Stadt Allenndorff ann der Werra, gnediglich gegebenn vnnd verleihenn, darann zum theile die Gebaurschafft genanndt die Pfenner mit
theilhafftigk, welche durch lennge der zeit etwas schadthafftigk anngebeuwenn1 im grunde wordenn, vnnd vnsers abwesenns, vf vnser kostenn vnnd verlegenn, vnd darzu aller notwenndiger bereitschafft aus vnserm beuelhe, mit wissenn vnser verordenndten Stadthalter Cantzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, durch etliche vnser Räthe vnnd diener, Innsonnderheit vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zun Sodenn, vom newenn aus dem grunde verschienenn 1550 Jars, vnnd den also mit Rathe der Pfenner ausschus erbauwet, das derselbige noch souiel guter Saltzadernn als zuuor in dem altenn Bronne mit gewesenn, bekommenn, darin bracht, vnnd die Sohle, Gott dem almechtigenn sey lob, etwas reicher vnd besser wordenn ist, Welches dann am siedenn viel holtz erspartt, vnnd den Södernn weniger muhe macht, das wir alle seiner Gotlichenn almechtigkeit in stetter dancksagung solcher seiner vätterlichenn gnedigen miltenn guete billich alzeit darumb preisenn vnd loben sollen, Dieweil dann sonnder Ordenntliche Regirung nichts bestehet oder gedeyenn kann, vnnd die Obrigkeit fur vnd fur, vnnd auch die Regirung desselbigenn gantzen Saltz=
Das Vierdte Buch wercks, Innsonnderheit dieser zeit, Da wir benebenn vnnserm newenn Saltzwercks den anndernn theil des altenn Saltzwercks vonn gemeiner Baurschafft genandt die Pfenner, zun Sodenn ein anntzahl Jar Locirt haben, vnns allein zustehet, vnnd dann solches mit vnnd neben einannder Ordenntlich vfrichtigk, vnnd wohl regiert werde, vnnd solche Götliche gabe zu vnnserm vnnser Erbenn, fürstenn zu Hessenn, auch gemeiner vnnser Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd sonnst mennigklich, Insonnderheit ganntzem gemeinem nutzenn zum bestenn, Dieweil der arme weniger als der Reiche Saltz emdtrathenn kann, geordennt, vnnd verschafft werde, auch kunfftigklich vnnser erbenn fürstenn zu Hessenn, die diener vnnd Beampte zun Sodenn, sich nach dieser vnnser Jetzigenn verordenntenn Regirung des Saltzwercks zurichtenn, vnnd wissenn wie Gott der almechtige solche seine vnaussprechliche gabe in demselbenn Saltzbron zun Sodenn teglich gedeyenn lest, ausgiessenn vnd geben ist, So habenn wir beuohlenn vnnd verordennt solchs eygenntlich vfzuschreibenn zuuerzeichnenn, in gute löbliche Regirung zubringen, die
Das Vierdte Buch. Ordenung vnnd satzunge, wie sie des orts Itzo sein zuhalten, Bißolanng das wir vnnser söhne oder erbenn solchs verendernn, oder besser ordiniren konntenn, welches wir Jederzeit zuthun, vnnd hiermit austrücklichenn fürbehaltenn. Lanndt Vogt ambt zu Eschwege. Vnnd wollenn annfenngklich, Wann oder welche zeit, da wir oder vnnser erbenn, vnnser Lanndt Vogtampt ann der Werra bestellenn, das derselbe, vnnd ein Jeglicher vnnser Lanndtvogt die vertrege vnnd ordenungen, des orts das Saltzwerck belanngenn, Innsonnderheit mit gebürlichenn eidenn nebenn Irenn ampts pflichtenn, gelobenn vnnd schwerenn sollenn, wie solchs die vertrege Inhaltenn, dieselbenn auch vber vnnsernn Saltzgrevenn vnd Beamptenn, vnnd allenn Innwönernn zun Sodenn trewlich vnnd mit ernnst, bis ann vnns oder vnnser Erbenn vleißigk zuhaltenn, auch zu alle dem Jenige, was darzu vonnötenn, vnnd er vonn vnnser wegenn verschaffenn kan, den Saltzgrevenn behülfflich sein, Innsonnderheit es sey zu guter hegung vnnd beforstung aller vmbliegenden
Das Vierdte Buch Berge vnnd geholtz, sie seyenn vnnser oder andernn anstossendenn vnnsernn vnderthanenn, damit nit die ausgerodt, noch mit dem viehe Innsonnderheit der mennge der Ziegenn, verwüst werdenn, auch vf vnnser geholtze am Meinhardt vnnd seinenn zugehörungenn, Item der Kirchholtz zu Kella, vnnd dieweil der Heintzenbergk bey Schwebbeda ohnn mittell dem Augustiner gewesenn Closter zu Eschwege zugehörig, vnnd doch die Keudell1 sich des bisher vnderzogenn, habenn wir Inenn derwegenn geschriebenn, dauonn abzustehenn vnnd solches vnnser furster zu vnnserm vnnd vnnsers Saltzwercks nutzenn zubeforstenn, Darauff sie dann einenn Reces anngezogenn, den hieuor vnnser Lanndtvogt vnnd Räthe Conradt vonn Wallennstein vnnd Friderich Trotte selige, zwischenn den Mönchenn vnnd Ihnenn, solches geholtzs vnnd anndershalbenn, vfgericht habenn sollenn, das Jedes theil die helffte darann habenn solte, Wo nu das vnargwenigk vnnd beweislich dargethann kann werdenn, Lassenn wirs darbey pleibenn, doch das solch geholtze hinfurter wohl vnnd vleissigk gehegt, vnd vnser theil zum Saltzwerck gebraucht werde, das wir
Das Vierdte Buch. dann vnnsernn furstern des ortts Inn Ire pflichte mit ernnst also beuohlenn habenn wollenn Item. die Wüstunge vnnd geholtze zum Brunrode, vnnd alles was wir mehr geholtze Jennseit der Werra, da Grebenndorff liegt, habenn, darzu alle geholtze vber der Aue, so zur kirchenn daselbst vnnd vnns sonnst gehörigk, Innsonnderheit die gehöltze genanndt die füstal, die Geholtze im Wabmannsthal1[?], Im Schlierbach, vnnd im Rosennthal, desgleichenn gnanndt das Eichennholtz zum Hain, vnnd am Sommerberge, vnnd sonnst alle annder geholtze in vnnserm ampte Beilstein, vnd da vmbher, Item die berge vnnd geholtze vmb Sant Lucas, am Camberge, Fürstenberge, den Schernnhan, vnnd was mehr daselbst, vnnd vmb Germeroda herligt. Darzu die gehöltze vnnd Berge, vber dem Klebe, Tolspach vnnd anndere, das alles soll nirgennts annders hin, dann zum Saltzwerck gebraucht werdenn, Wie dann solchs alles hieuor zu Lannde vnnd wasser zum Saltzwerck gefurt vnnd gepraucht wordenn, Darüber wir dann sonndere Holtzfurster habenn, Darauff ein Jeder vnnser Lanndtvogt
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Z. 9: Wabmannsthal — Ortsname, Mittelteil unsicher
Das Vierdte Buch. vnnd auch vnnser Oberfurster mit ernnstem vleis sehenn sollenn, solches trewlich vnnd vleißigk zuhegenn1[?], vnnd zubeforstenn, auch solchs zu gelegenn zeitenn selbst zubereitenn, vnnd zubesichtigenn, vnnd bey hochster vnnser vngnedigenn straffe ganntz vnnd gar nichts zurewmenn, oder zu rodenn, Es sey Inn oder für den weldenn, vnnd insonnderheit die feldtheckenn vnnd büsche2[?] auszurodenn keins wegs zugestattenn, Desgleichenn in vnnserm ampte der ganntzenn Lanndtvogtey ann der Werra die Lanndtstrassenn, wege, bruckenn, vnnd stege, Innsonnderheit im Klebe, der Walhenser weg, vnnd was strassenn zum Saltzwergk mit holtz vnnd Saltzfure zugebrauchenn sein, bauwenn vnnd bessernn zulassenn, vnnd mit ernnst annzuhaltenn, das es vnweigerlich geschehe, vnnd das ein Jeder dorff, oder flecke, die in seiner feldtmarckte dermassenn baue vnnd bessere, das keine klage darüber sey, Darzu dann vnnser Saltzgrevenn mit annrathenn, vnnd wo es vnns betrifft, zimblich zulegung vnnd steur thun sollenn, Nachdem auch alle Jars viel geldts vor Stro zun Soden
Das Vierdte Buch verrechet wirdt, vnnd des vmbgeldt Jederzeit nit gnug zubekommenn ist, So wollenn wir das hinfurter alles Kornnstro1[?], was strewling sein, zum dache des Saltzwergks Sodenn aus vnnserm ambt Eschwege, Beylstein, vnnd den beidenn Closternn zu Eschwege, Jedes Jars souiel die Saltzgrevenn begerenn, gein Sodenn gelieffert vnnd geschickt, vnnd soll Ihnenn daran nichts fürenndthaltenn werdenn, Da auch die Saltzgrevenn stro in Leimenn2[?] bedürfftenn, sollenn sie auch zimblich abholenn lassenn, darumb wollenn wir vnnsernn Beamptenn des orts zu Eschwege vonn dem flöde3[?], Weitzenn, Gerstenn, Habbernn, Erbeis vnnd annder stro, des Jars Jedem ein antheil stro zuhabenn verordenenn lassenn, vnnd dieweil dieser zeit vnnser ampt Wannfridt vnnsers abwesenns verpfenndt ist, dadurch die Geholtze stro vnnd annders dem Saltzwerck bisher enndtzogenn, vnnd verwüst wordenn, So wollenn wir bedacht darauf habenn, solchs in kurtzem wieder zulosenn, vnnd wie zuuor dem Saltzwergk mitt Holtze, stro, früchte vnnd annders, nach notturfftiger
gelegennheit zu hulff zukommenn, vnnd die gehöltze zum bestenn hegenn zulassenn, Es soll auch ein Jeder Itziger vnnd kunfftiger vnnser Lanndt Vogt, Wanns vonnötenn, vnnd die Saltzgreuen begerenn, zu Inenn gein Sodenn oder annder ortte in augennschein reitenn, nach gelegennheit vnnd notturfft mit demselbenn in geheim, abwesenns der Pfenner vonn vnnserm nutzenn, vnnd notturfftenn zurathschlagenn, vnnd alles zuhanndelnn, das vnns vnnsernn erbenn, Lanndenn vnnd leutenn des Saltzwercks halbenn zu gutem kommenn kann, auch benebenn den Saltzgreuenn ernnstes vfsehenns habenn, das alle Regirung vnns zu nutzenn vnnd bestenn vleißig erhaltenn vnnd außgericht werdenn, des sollen Ime die Saltzgreuenn Jars zu seiner haus vnnderhaltung vier achtteil saltzes zugebenn habenn, Saltzgreuenn Ambt zun Sodenn. Darnebenn wollenn wir vf solch vnnser Regirung von vnnsernn wegenn zweenne Saltzgreuenn verordenenn, dero einer, des wir vnns selbst zu kurtzem
resoluiren wollenn |: soll Saltzgreue vnnd Schultheis in vnnser Stadt Allenndorff sein :| wie solchs vnnser sohnn Lanndtgraff Wilhelm, vnnsers abwesenns, vnnd auch vnnser Stadthalter Rudolph Schennck, vnnd zuuor Canntzlar Feige selige, für nützlich vnnd gut anngesehenn, alle vnnser hocheit, Obrigkeit, Gericht, Rechte, gebott vnnd verbot, bis ann vnns vfs aller vleißigsts hanndthabenn, vnnd vertheidingenn, daselbst in vnnserm Renndthoffe wohnenn, die beide ampte, vnnd alle Stadtsachenn, nebenn vnnd mitt einannder treuwlich vnnd vleißigk verwaltenn, vnser Innkommen vnnd Jerliche nutzung Jedes Jars verrechenn, vnnd daruonn bezahlung vnnd bescheidt gebenn, vnnd auch mit ernnst darauff sehenn, das der gemein nutz der Stadt gefürdert, vnnd sie einsmahls aus den grossenn schuldenn vnnd beschwerungenn kommenn, vnnd darin kein Personn, sie sey wer sie wolle, annsehenn, sonndernn was ein Jeder der Stadt, in Weinschanck oder sonnst schüldigk ist zu stundt an sonnder einich weigerung bezahlenn, vnnd damit der Stadt schuldenn, als viel müglich zuuergnügen,
oder dieselbenn der Stadt schüldenn, die schüldener eins theils vf sich nehmenn lassenn, Dartzu soll er all vnnser eigenn, desgleichenn vnnser Stadt allenndorff vnnd auch gemeiner Pfenner geholtze vmb allenndorff vnnd die Sodenn gelegenn, in ernnstenn vleißigenn vfsehenn habenn, das die für vnnd fur recht vnnd wohl gehegt, kein new Roder gemacht, noch mit dem viehe vom Nachtbaurnn vnd anndernn vbertriebenn, auch nichts darin ohn sein vorwissenn, verwüst werde, Inmassenn wir vnns derhalbenn mit vnnsernn liebenn Getreuenn, Burgermeister vnnd Rath daselbst zu allenndorff, vnnd sie sich wiederumb mit vnns vom neuenn verglichenn, vnnd darüber sonnder verschreibung vfgericht sein, vnnd sollenn vffs furderlichst, vf anntzeige der Eltestenn, alle annwandung, wo die Marcksteine verruckt, vnnd verkommenn, Zwischenn den anstossenndenn Bergenn vnd gehöltzenn, wiederumb gesetzt, vnnd vermolnsteindt1[?] werdenn, auch ann denn Bergenn vnnd geholtz ann vnnd vmb die Sodenn, so zuweit darin ge=
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Z. 19: vermolnsteindt — wohl vermalsteint, unsicher
reumet vnnd gerodt, dasselbe abzuschaffenn, oder Zins darauf zusetzenn, auch die Zeune vmb die Hoffe oder garttenn, wo die zuweit Inn die gemeine wege gesetzt sein, wieder zurück zusetzenn, vnnd es also zumachenn, wies vonn altters nach aussage der Eltestenn gewesenn, vnnd gebüerlich ist, auch vber vnnser Lanndts vnnd Saltzwercks ordnungenn, vnnd was wir sonnst Jederzeit beuehlenn, ernnstlich halten, vnnd außrichtenn, vnnd die vbertretter, nach gestalt eines Jedenn verwirckung zustraffenn, Dartzu sie alle busse, wie erkanndt, oder getheidingt werdenn, vnns vnnd vnnsernn erbenn, wie solchs des ortts herkommenn vnnd preuchlich ist, zu vnnserm theil verrechenn, vnnd damit kein Partheiligkeit oder verdacht einicher personn, freundtschafft oder verwanndung halbenn sein, Noch Jemanndts sich der wegenn beklagenn durffe, So wollenn wir vnnd vnnser Erbenn, solchenn zuuorkommenn, Jederzeit nach einer Gottfurchtigen, vfrichtenn geschicktenn personn, zu solchem ampt dienlich, trachtenn, vnnd die dahin verordenenn vnnd bestellenn, der kein pfenner ist, oder ann der Gebaur=
schafft zun Sodenn theil hat, Noch darin aldieweil er ann solchem vnnserm diennste sein will, Heyrathenn soll, vnnd das auch derselbe, so Jederzeit dahin bestelt wirdt, sein lebennlanng ann solchem ampte vnd diennste, vnnd daselbst wohnenn bleibe, Wie dann solchs vf allenn anndernn Saltzwerckenn breuchlich vnnd gewönlich, auch nützlich vnnd gut ist, solchs auch die hohe notturfft erfordert, Will er dann also zu allenndorff seine wohnung habenn, so soll derselbe alle Lanndtstrassenn, wege, stege, Brückenn vnnd annders vmb das Saltzwergk her in gute besserung zubringenn vnnd zuerhaltenn, mit hülf vnnsers Lanndtvogts wie obgemelt, vleis vnd sonnder vfsehenns darann thun, das wir solche spurrenn kommenn, Desgleichenn soll er vnnser Vogtmölnn daselbst, vnd das dartzu gehörige Wehr, Fische Stig, Hobenn1[?], Gartenn vnnd annders in guter Ordenung behaltenn, vnd versehenn, Jederzeit in der Mühlenn bey dem außmessenn sein, vnnd Register oder kerbe darüber haltenn, das solchs ohnne verdacht verhanndelt, vnd er
vnns Jedes Jars dauonn bescheide gebenn könne, auch die Mast vnnser Schweine vf derselbenn vnnser Mölenn vfrichtigk lassenn haltenn, vnnd sonnst auch vber den dienernn in der Mühlenn, desgleichenn vnnsern Zolnernn, vnnd Zols ordenung mit ernnst zuhalten Damit auch vnnser eigenn geholtze, so wir ausserhalb der Pfenner Inenn vonn vnns zugelassenn Zirck, vor Itziger Location bewilliget, zu vnnserm Saltzwerck geordennt, Als den Meißner Inn hanng vber Frannkenhain, nach allenndorff zu, laut nachuolgennts zu enndt vnnd dis beschlus, vnnsers derwegenn außganngenn beuelchs, Item vnnser theil am Ottersbach. Item den Brambergk, vnnd annder geholtze vmb Dudenroda, Dartzu den Peters berge, die Berge vnnd geholtze, so wir vor sechtzehenn Jarenn, vonn den vonn Hundelshausen zu armenn Sachssenn, am Sorbennberge1[?], Breidennthal, Schweynmell2[?], Steingrabenn, vnnd Irenn zugehörigenn vmbferigenn begrieffenn, Bergenn, thalen, vnnd Inhengenn gewechselt, erkautet, vnnd an vnns zum Saltzwercke bracht habenn, laut vnnd
Das vierdte buch. gebruedere, vmb Ire gerechtigkeit zu Hundelshausen eins erblichenn Wechsels, nachuolgennder gestalt erblich verglichenn, vnnd thun das Jegennwertigk, in vnd mit krafft dis brieffs, also vnnd dero gestalt, das die gedachtenn vonn Hundelshausenn, für sich vnnd Ire erben, vnns Jtzo als baldt erblich eingereumbt, zugestelt vnd vbergebenn habenn, Nemblich alles das Jenige, was Ire vorelternn vnnd sie daselbst zu Hundelshausenn in vnnserm ampte Ludewigstein gelegenn, in dorffe, felde, vnnd feldtmarckte, mit sampt allem geholtze, am Vorkennberge1, vnnd aller annder zugehörungenn, nichts ausgescheidenn, Innsonnderheit dreÿssigk achthalbe2 hube, der gebenn funf vnnd zwenntzigk hubenn Zins, Jede Hube Jars ein Schock3 eyer, acht groschenn, Je dreÿ groschenn vor ein alb, vier Huener Michaelis, Ein fastnacht Hun, vnnd vonn Jeder hube zwene Rinder wese4[?], Dartzu wann ein mann todes halbenn in dem genanntenn Dorffe, verfelt, das beste haupt, magk mann vor acht gute groschenn lösenn, Item vber die obberurtenn funff vnnd zwanntzigk huben
Das Vierdte Buch. so zins gebenn, Noch zwo eigenn hubenn, gebenn Jerlichs vier Malter fruchte partim, Item acht acker Lanndes ann die feldtmarck zu Drubennhausenn1 stossende, gebenn wann sie mit Wintersat ausgestelt werdenn Ein Malter Weitze, vnnd zur Sommersadt dreÿ scheffell haffernn, Item etliche Lenndereÿ vor dem Vorkennberge, so Thomas Buchener2 Inne hat, vnnd gibt Jars dauann zweÿ malter frucht partim, Item Ettliche Wiesenn im Delmbach3, habenn die vonn Hilgershausenn Inne Jars vmb vier guldenn zins, Item Eine Wiese gnanndt vnnder den Lachs lochernn4, gibt Jars anderthalbenn guldenn, Item Eine Wiese hat Jacob Merck Jars vmb sechs alb zins Inne, sampt dem Zeÿhe vnnd Weinkauffs gelde, so vonn allenn obgeschriebenn güeternn Jederzeit gefelt, Inmassenn Ire altern, vnnd furfahrnn seligenn, vnnd volgennts sie solchs daselbst gehabt, vnnd vonn der Herrschafft zu Ples zu Lehenn getragenn habenn, Innhalt desselbenn Lehennbrieffs, so sie vnns vbergebenn habenn, Doch ausgescheidenn die Pfar vnnd den Zehenndenn daselbst zu Hundelshausen, welche vns geburt bleibenn, vnnd nach der Zehennde
Das Vierde Buch. halb zu Hundelshausenn, dartzu der vierdtentheil1 an obberurtenn Eÿernn, Michelshanenn vnnd Huenern, so vonn anngezeigtenn hubenn Jerlich gefallenn, Durch gemeltenn Walternn vonn Hundelshausenn hieuor verpfenndt, So sollenn vnnd mögenn wir vnnd vnser Erbenn macht habenn, dasselbe zulösenn, vnnd ann vns zubringenn, Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnser Erbenn gedachtenn Walternn, Oder seinenn Erbenn zu solchem halbenn theil Zehenndenn nach antzahl vnnd eintrichtung2 des Pfanndtschillings vnnd Heupt gelts, so wir in der losung auslegenn wurdenn, wiederumb kommenn lassenn, aber die Eÿer, Michels Hanenn vnnd Fastnachts Huener sollenn vnns vnnd vnser erblich pleibenn vnnd volgenn, darann wir auch niemanndts keiner losung gestehenn sollenn, vnnd dieweil vonn obberurtenn dreissigk vnnd achthalbenn hubenn, vnnser diener Hanns Weÿmandt3 zu Witzenhausen, zwo hubenn vonn gedachtenn vonn Hundelshausenn bisher zu Lehenn empfennglich herbracht hat, So soll derselbe Hanns Weÿnanndt4 solche zwo Hubenn Jtzo vonn vnns enndtpfahenn, vnnd auch furter von vnns
Das Vierdte Buch vnnd vnnsern Erbenn, Innhalt seines Lehennbrieffs zu Lehenn habenn, tragenn, verstehenn, vnnd verdienenn, vnnd nach dem obberurte der vonn Hundelshausenn gehapte, vnnd vnns vbergebenn gerechtigkeit, an güetern, hubenn, gehöltze, zinsenn, vnnd annders vonn der Herschafft zu Ples zu lehenn rurenn, so sollenn vnnd wollen wir sonnder zuthun gedachter vonn Hundelshausenn darüber verwilligung ausbringenn vnnd erlanngenn, auch dargegenn gestattenn vnnd zulassenn, der Herschafft Ples anndere güeter, wie nach verleibt, aufzutragl1, vnnd zu Lehenn zumachenn, Darauff auch die gedachtenn vonn Hundelshausenn, die menner im dorffe Hundelshausenn, mit denn zinsenn, hubenn, Holtz vnd aller Irer gerechtigkeit, ann vnns Jtzo als balde gewiesenn, vnnd Irer Pflichte ledigk gezelt2 habenn, Darenntgegenn habenn wir Lanndtgraff Philips, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommen fürstenn zu Hessen, aus zeitigem gutem furgehaptem Rathe vnnd obanngeregtenn beweglichenn vrsachenn gedachtenn vonn Hundelshausenn gebrueder vnnd vetternn, für sich vnd Ire erbenn, in vergleichung obberurter vbergabe, vnnser
Das Vierdte Buch. Dorff Wolffstein1 in vnnserm ampt Reichennbach gelegenn, mit seinem betzirck, nach anntzeige der eltestenn, wie das Jtzo abgerittenn ist, vnnd vermalsteindt werden soll, mit aller nutzung, zinse, Rennthe, acker, Wiesen, Holtz, feldt, Wasser, Weide, dinst vnnd Brüche, Gerichte vnnd rechte, gebott, vnnd verbott, Doch wollenn wir hiemit gedachtenn vonn Hundelshausenn der Jacht halbenn ganntz nichts zugestelt habenn, Item das Giesennrodt2 sampt dem zins mit allem seinem begriffe vnnd zugehörung, dartzu alle vnnser gehapte gerechtigkeit zu Haselbach, Nemblich das Halbetheil vom ganntzem dorffe, vnnd den diennst vonn allenn Innwönernn, sampt den hubenn Lanndes daselbst, allermassen wie solchs alles bisher Inngehabt vnnd gebraucht habenn, nichts darann ausgescheidenn, dann alleine ―― 12 ½ alb.3 ―― welche die gedachtenn vonn Haselbach Jerlichs gein Reichennbach, dem dorffe zusteur vonn alters gegebenn habenn, vnnd noch geben, auch hinfurter also gebenn sollenn, Vber das habenn wir auch benanntenn vonn Hundelshausenn, die sonnderliche zinse, so vonn Irenn alternn vnnd furfahrenn
Das Vierdte Buch. seligenn, Ins Closter Germeroda kommenn sein sollenn, Laut des Registers daselbst zu Germeroda, Nemblich zu armenn Bachstenn1[?] Jerlichs vierdthalb pfundt, vnnd funf schilling, vier Gennse, zwanntzigk einenn Michelshanenn, achthalb schock eyer, vnnd vonn Jeglicher hube Inn der Erndte einenn tage zudienenn, Inmassenn solchs vonn etwann, Wernner vom Lappell2[?] seligenn, gein Germeroda kommenn ist, Darzu einenn guldenn vonn der Molenn zu armenn sassenn, Item sechs Malter fruchte partim daselbst zu armenn Bachstenn3[?] Jerlichs fallennde, Item zu Haselbach, Ein hube drey virtell Lanndts, gibt Jerlichs zehenn schilling Heller, siebenn Michelshanenn, Ein schock eyer, vnnd dienet zwenn tage in der Erndte, kompt vonn etwann den vom Reichennbach hero. Item zu Diemeroda sechs malter frucht partim aus dem vorwergk, vnnd zur Kuchen Jerlichs drey alb, Neun schock eyer, achtzehenn Hanen, vnnd zehenn schneide tage, alles wie solchs bishero gein Germeroda gehort hat, vnnd gebraucht wordenn ist, gutdiglich zugestelt, vbergebenn, vnnd sie damit begnadiget, Welches alles sie Itzo als baldt der Herschaftenn zu Ples zu Lehenn vfgetragenn, daruber briefe
Das Vierdte Buch. nehmenn vnnd gebenn, vnnd furter also fur sich vnn Ire Lehenns Erbenn, in Lehenns weise, ann stadt der vorigk Lehenngueter zu Lehenn habenn, tragenn, vnnd sonnst damit ohnn allenn vnnser, vnnser erbenn vnnd menniglichs vnbillichenn Intragk vnnd verhinderung, nach Irem bestenn nutzenn, wie solcher Lehenn recht vnnd gewonnheit ist, zugebrauchenn habenn sollenn, alles ohnn geverde, Vnnd dieweil obberurter wechsell vnnd vergleichung also mit vnnser obbenannter vonn Hundelshausenn rechter weisenn, auch zeitigem furgehabtem Rathe, vnnd vmb sonnderlich vnnsers nutzenn vnnd bestenn willen, Innsonnderheit dieweil vnns solche gueter zu Hundelshausenn etwas enndtlegenn gewest seint, aus geheis vnd bevelche hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn durch den Ernvestenn Rudolph Schennckenn zu Schweinsburgk, vnnd Claus Friderichenn, seiner f.g. Lanndtvogt ann der Werra vnnd Oberfurster ertheidingt, abgeredt vnnd vfgericht ist. So bekennenn wir auch fur vnns vnnd alle vnnsere Erbenn, das wir obberurtenn wechsell also zu vnderthenigem dannck
Das Vierdte Buch. belibt, anngenommenn, vnnd Erblich stet, vnd vest zuhalttenn, Hochgedachtem vnnserm gnedigenn Herrnn, gelobt vnnd zugesagt habenn, vnnd thun das auch mitt krafft dis brieffs fur vnns, alle vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn, Geredenn vnnd versprechenn auch fur vnns, vnnsere erbenn, darwiedder mit zuthun, noch schaffenn gethann werdenn, Inn ganntz kene1[?] weise vnnd verzeihenn auch darauf hiemit wissenntlich alles rechtenn, so wir ann solchenn vbergebenn güeternn gehabt habenn, oder habenn soltenn, aller dinge ohnn argeliste vnnd geverde, vnnd des zu vrkundt, habenn wir Lanndtgraff Philips dieser vergleichung zwene gleichlauts vnnder vnnserm annhanngendenn Secret fertigenn, dero wir einen für vnns behaltenn, vnd den anndern gedachtenn vom Hundelshausenn vbergebenn, So habenn wir Nemblich Ich Burckhardt, vnnd Ich Johann vom Hundelshausenn, als die Eltestenn für vns selbst, vnnd vnnser brueder vnnd vetternn wegenn, vnnser Jeder sein eigenn anngebornn Siegell ann diesenn brieffe benebenn Hochgedachts vnnsers gnedigk
Das Vierdte Buch Herrnn Secret, auch wissenntlich thun henckenn, welcher sieglung Wir Heinrich Waltter, vnnd Caspar vom Hundelshausenn vnns hierann mitgebraucht, Gebenn zu Allenndorff ann der Werra, am Monntage nach dem Sonntage Jubilate, vnnd Christi vnnsers herrnn geburt Funffzehennhundert dreissigk vnd achtt. Philips L zu Hessenn sst Rudolff Schennck zu Schweinsburgk Landtvogt sst. Desgleichenn alle vnnser geholtze im ampt Ludtwigstein, keins ausgescheidenn, so wir alle zum Saltzwercke furbehalttenn, vnnd dargegenn Jars etlich saltz vffm Ludwigstein, aus den Sodenn gebenn lassenn, wohl beforstet, vnnd treuwlich sonnder alles scheuwenn einiger Personn, zum Saltzwerck gehegt werde, wie vnnd welcher gestalt auch wir die Ludwigsteinisch geholtze, den dienst zum Holtzflössenn vnnd auswerffenn, vnnd sonnst annders furbehaltenn habenn, bringt die verschreybung daruber gegebenn klerlich mit, So wollenn wir etlich diener zum Holtzfurster ordenenn, die vmb solche
Das Vierdte Buch. geholtze am nehistenn gesessenn vnnd wonnhafftig sein sollenn, Solches vnns vnnser bestellung vleissigk zubeforstenn, vnnd sich der Saltzgrevenn befelche, darin dem Saltzwerck zum bestenn zugehaltenn, denn wollenn wir Ire bestellung vnnd befelche, wes sie sich gehalten sollenn, selbst auch verordenenn, vnnd vf das der Saltzgrefe vnnd Schultheis das alles dester vleissiger versehenn vnnd ausrichtenn muge, So hat er seinenn Schultheissenn knecht darzu mit zugebrauchenn, der soll die besoldung habenn, wie Itzo demselbenn verordnet vnd gegebenn wirdt, Darnebenn habenn wir auch denn Wolffsbergk vber Roßbach mit allem seinem begriffenn, allein zum Saltzwercke, vnnd sonnst nirgennts annders hin zugebrauchenn verordennt, vnnd derhalbenn Itzigenn vnsernn Holtzfurster daselbst zu Roßpach hievor sonnderlichenn ernnstenn bevelche gethann, Wollenn auch mit der zeit ernnstlich darauff achtung habenn, vnnd sehenn lassenn, das wir dann vnnsernn Saltzgrevenn auch also zuthun hiemit bevehlenn, Dieweil dann solch Regirung vnnd ampts verwaltung
Das Vierdte Buch. vnnsers Saltzwercks wie obenngemelt, durch zwo Personn, als Saltzgrevenn, so die annder vnnser diener, das ganntze Saltzwerck, bestallung des holtzes, Saltzhanndelung vnnd Schlit, vnnd sonnst aller annder darzu gehöriger bereitschafft, vnnd was vonn nötenn ist, Regirenn, vnnd versehenn sollenn, So wollenn wir den anndernn Saltzgrevenn auch ordenenn, vnnd den zu Cassell zuwohnenn bestellenn, der soll den Saltzschlit ann Rhein, In vnnser Ober Graffschafft die Schiffart zwischenn Cassell vnnd Allenndorff, vnnd dem Saltzschlit die Weser hinab gein Huxer, Mindenn vnnd Bremenn, so weit es die notturfft erfordert, versehenn lassenn, auch vnnser vestenung vnnd Hofflager vf vnser bevelche, mit notturfftigem Saltze versehenn, Item vnnserm Weinschannck im Rathause1[?] zu Cassell nebenn vnnserm Beamptenn des orts in bevelch mit zuhabenn, demselbenn vom gelöstenn Saltzgelde, In vnnser Ober Graveschafft, mit Innkauffung der Weine, zum ausschannck verlegenn, vnnd dieselbige verlegung wiederumb vonn wegenn desselbenn Saltzschlits vnns alhie bezahlenn zulassenn, damit mann nitt sonndern kosten machen dörffe, dasselbe geldt hinein zufuren
Das Vierdte Buch. Item alle ledige fasse aus demselbigenn schanncke, vnd auch aus dem Schloße vnnser hoffhaltung, oder sonnst was der gekaufft, oder vf der Weser gemacht werden, gein Sodenn zuschickenn, vnnd was sonnst die notturfft des Saltzwercks Jederzeit bey vns auszurichtenn, vnnd zuuerschaffenn erfordert, Jedes mahls annzutragenn, vnnd vonn vns darauff bescheidt zuerlanngenn, vnnd solle derselbe so offt vnnd dicke vonn nötenn, vnd auch sonnst ohnne das, die wochennrechnunge vnd anndere sachenn annzuhörenn, vnnd zu vnderschreibenn, Personnlich zun Sodenn sein, Damit die beide sich vnterredenn, vnnd einer dem anndernn nach notturfft helffenn, vnnd vnderrichtenn könne, Auch alle vnser Bodenn vnnd Geuwe1 zun Sodenn in gutem bau vnnd besserung haltenn, vnnd dero keins verwüstenn lassen, Ire beide sollenn auch alle Rechnunge vom verschicktenn Saltze vnnd schlies vonn Jedem orte Innbringenn, vnnd mit vfsehenn, das treulich vnnd vfrichtigk, mit vmbganngenn vnnd gehanndelt werde, Der wegenn wir auch den beidenn Ire Jedem sein bestallung machenn vnnd ordenenn wollenn,
Das Vierdte Buch. Es sollenn auch dieselbenn beide vnnser Saltzgreuenn, die scheide vnnd alles flösholtz am Solingswalde zu rechter zeit, als im fruelmg1, vnnd Walpurgis vnbfzueglich2 sonnderlich gefelt, vnnd darnach so baldt mueglich gehauwenn zuwerdenn, Beÿ vnnserm Vogt zu Friedewaldt mit ernnst annhaltenn, darnach wanns trockenn, zu gutem wege annfurenn, vnnd flossenn lassenn, Wie das damit bisher gehaltenn wordenn ist, vnnd darann nichts so muglich ist, verseumenn, Sonndern solchs mit gelde verlegenn lassenn, abe vnnd zu reitenn, vnnd mit vleis zusehenn, das solchs aller anngefurt, rechtt gemessenn, Inn vnnd wiederumb aus dem wasser gebracht, vnnd treuelich verwart werde, darzu Ihnenn Jtzige vnnd Jederzeit vnnser Vogt vnnd Beamptenn zu friedewaldt, Heringenn, vnnd Lanndeck treulich helffenn, auch ein Jede Holtzflös, wie vormahls beschehenn, bis gein Creutzburgk flossenn vnnd bringen, Darzu vnnser ampt Heringenn, Bercka, vnnd Wildeck, mit gebrauchenn, dargegenn sie die Saltzgreuenn, Ihnen das Jenige, wie bisher, wann sie vonn vnnsern wegen scheidtholtz gehauwenn vnnd geflöst, gegebenn habenn, auch hinfurter enndtrichtenn lassenn, vnd sollenn
Das Vierdte Buch den dorffschafftenn, so darann helffenn, wie herbracht, zimblich tranckgeldt gebenn, Sollenn auch daruon vnnd sonnst vonn allenn anndernn des Saltzwercks, Innsonnderheit alle wochennrechnung zun Sodenn vonn vnnsernn dienernn hörenn, dieselbenn Jederzeit vnnderschreibenn, vnnd solchs fur vnnd fur also haltenn, vnnd ohnn Irem sonndernn vorwissenn, befelche vnnd geheis nichts am gelde, Saltz, oder anndernn ausgebenn lassenn, damit sie Jederzeit sehenn, wie alle Rechnung stehenn, vnnd das sonnder Irem beuelch nichts ausgebenn werdenn kann, auch mit allem vleis annhaltenn, das Jedes Jars, souiel als das nehist verschienen 52.1 Jars ann Saltz vnnd werck gesottenn vnnd bereit werdenn, Nemblich vber sechs Tausenndt wercke, Gleichergestalt sollenn sie es mit vnserm diener des Saltzschlies zu Darmbstadt, auch also haltenn, das er ohnn vorwissenn nichts verhanndele, noch schuldigk bleibe, auch die hinausgeschickte saltzfasse, wohl zurichtenn, vnnd im Herbste, was wir Inn vnnser Cellereÿ nit bedürfftenn, zum theurstenn zuuerkeuffenn, vnnd vnns zuuerrechnenn, damit
Das Vierdte Buch. nit die Weine nach dem Saltz schmeckenn, Vnnd wiewohl wir hieuor in annfanng der zwischenn vns vnnd gemeinenn Pfennernn abgeredte vnnd vfgerichte Location verordennt, das vnnser der zeit bestelte beuelchhaber Jederzeit einenn geschicktenn diener zum Schreyber anfurenn vnnd haltenn soltenn, das frembde Saltz zuuertreibenn, vnnd nit in vnnsernn Lanndenn verkeuffenn zulassenn, den wir furter zu solchem ampte, ann eins abganngenn stadt prauchenn köntenn, Welcher sie dann vier anngericht, die wir nun vnnser gelegenheiten nach zu anndernn vnnsernn amptenn geordenet, Damit dann kein frembdt saltz in vnnsernn Furstenthumen Lanndenn vnnd gebietenn, verkaufft, Inngefurt, noch vnderstochenn, Sonndernn vnnserm selbst eigenn vnd besserm Saltz raum gemacht werde, So sollenn sie vnnser Saltzgreuenn nachmals eine darzu tugliche vnd geschickte Junge Personn, annehmenn vnd verordenen, der die Grentz, da das frembdt Saltz Inngefurt, nach notturfft, vf annzeige vnnser Berner1, oder Seltzer, beruerte, vnnd das genntzlich abschaffe, alles beÿ verluste des frembdenn saltzes, souiel das Jederzeit
Das Vierdte Buch bey den keuffernn vnnd verkeuffernn ann Jedem ort fundenn wirdt, derselbige soll die vorige, oder sonnst geburlich bestallung habenn, vnnd sich furter in dieser vnnd sonnst anndernn vnnsernn sachenn vnnd geschefftenn Jederzeit gehorsamblich prauchenn lassenn, Denselbenn wollenn wir auch bey solchenn oder anndernn besernn vnnsers Saltzwercks dienstenn behalttenn vnd pleibenn lassenn, zu kunfftigenn diener ann eines abganngenn stadt zusetzenn, Mitler weil hatt mann demselbenn die Saltzfactoreÿ zu Cassell den Saltzschlies nach dem Reine, vnnd gein Huxer die Weser hinab zuuersehenn, zubeuehlenn, vnnd vnns rechnung dauon zuthun, annzufuhen1, vnnd Ihn vnderrichtenn, vnnd in solchenn vnnd anndernn vnnsernn geschefftenn allenthalbenn Jederzeit zugebrauchenn, Was dann Jedes Jars ann vnnd vf dem Saltzwerck Innsonderheit zu befriedung der Bodenn vnnd fassung des Sohlgrabenn, oder annders notwenndigk zubauwenn, das sollenn vnns die Saltzgreuenn alwege zuuor annzeigenn vnnd mit vnnserm Rathe, vorwissenn vnnd befehle, solches furnehmenn vnnd bauwenn,
Das Vierdte Buch. Dieweil auch im holtzflössenn vom Suelingswalde1[?] durch die ampter Gerstungenn vnnd Creutzbergk, die scheidt geflöst werdenn müssenn, das vnns dann vnnser vetter vnnd bruder Hertzogk Johanns Friderich zu Sachßenn freundtlich zugelassenn, vnnd verwilligt hat, Laut seiner Lieb vnns desmahls gegebenn offenn brieffs, vonn worttenn zu wortenn wie volgtt. Vonn Gottes gnadenn Johanns Friderich Hertzogk zu Sachssenn vnnd Churfurst, Lanndtgraff in Thüringenn vnnd Marggraue zu Meissenn, Allenn vnnd Iglichenn vnnsernn vnnd des Hochgebornenn Furstenn vnnsers freundtlichenn liebenn Bruders, Herrn Johanns Ernnstenn Hertzogenn zu Sachssenn, geleitsleutenn, Zolnernn, vnnd sonnstenn allenn anndernn, die mit diesem vnnserm brieffe ersucht werdenn, Liebenn Getreuwenn, vnns hat Jzo der Hochgebornne Furst Herr Philips Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, vnnser freundtlicher lieber vetter vnnd bruder zuerkennenn gebenn, wie das sein Lieb etlich holtz die Werra herab zum Saltzwercke flössenn zulassenn bedacht, Mitt freundt=
Das Vierdte Buch. licher bitt, das wir seiner Lieb berurt holtz einzuwerffenn freundtlich gestattenn, vnnd ann denen orten, da vnns vnnd ermeltenn vnnserm liebenn bruder das geleit vnnd Zoll zustehet, Zoll vnnd geleits freij furvber kommenn, vnnd flössenn laßenn woltenn, Welchs wir seiner Lieb, nit zuweigernn gewust, Demnach ist vor vnns vnnd obgemeltenn vnnserm lieben brudernn vnnser begernn, wo seiner Lieb verordenen Holtz einwerffenn oder flossenn, vnnd euer Jedes vonn vnns beuohlenn geleit vnnd Zoll berurenn werden, Ir wollet sie dann damit, bis vf vnnser wiederruffenn, Zoll, geleit, vnnd annderer beschwerung freij furvber flossenn vnnd kommenn lassenn, Darann thut euer Jeder vnnser meinung, zu vrkundt mit vnnserm zuruck aufgetrucktenn Secret besiegelt, vnnd gebenn zu Zerbst Freitags Cathedra Petrij Anno Domini 1538. Deßelbigenn sollenn sich vnnser diener vnnd Beampten also gehaltenn, auch mit ernnst darauff sehenn, das derwegenn niemanndts kein schade geschehe, Darneben es auch mit denenn vom Adell so vf der Werra Interesse habenn, vnnd den Beamptenn mitt willenn halten,
Das Vierdte Buch. wie dann bisher geschehenn ist, Renntmeister Ambt zum Bodenn Itziger vnnd ein Jeder kunfftiger vnnser Renndtmeister zum Bodenn, soll in diesem beuelche stehenn vnnd pleibenn, wie Itzo Johann Bartholmes der Elter ist, vnnd dieweil er vnns sein lebennlanng, alldieweil er vermueglich ist zudienenn, vnnd in den Bodenn zu wohnenn verpflicht, So soll er die ordnunge, da solch sein ampt Itzo Inn ist, vnnd Regirt wirdt, vleißig haltenn, alle vnnser Winnung des ganntzenn Saltzwercks vf vnnser verordenntenn Saltzwartenn Register, vnnd was wir sonnst da Jerlichs fallen habenn, Innehmenn, vnnd Jedes Jars verrechnen, Sonnder vnnser Saltzgreuenn beuelche nichts ausgebenn, noch hinder Ihnenn etwas hanndelnn, vnnd ein Jede wochennrechnung vnnderschreibenn lassenn, vnnd ohnn der Saltzgreuenn vorwissenn, vber nacht, nit aus dem Bodenn sein, noch ann anndere orter wanndernn oder Reisenn, das gantze Saltzwerck vnnd alle vnnser gebeuwe, auch vnnser hohe Obrigkeit, Gerichte, recht, gebot, vnnd verbott, vnnd alles
Das Vierdte Buch. was dem annhenngt, versehenn helffenn, Auch alles was sonnst zum Saltzwergk gehört vnnd geprauchtt werdenn mus, Innsonnderheit den Saltzbronn in vleißigem vffsehenn, nebenn dem Bornmeister habenn, vonn den vffgehabenenn Winnungenn, der Pfenner verordenntenn Saltzgreuenn, Laut der Itzigenn stehennder Location zu rechter zeit, Ire erschienenn Pension, vf geburlich Quitantz, vermittelst seinenn Eidenn vnnd pflichtenn, gutlich vergnügenn vnnd bezahlenn, vnnd mit der Muntz kein wechßell noch partierung treibenn, auch keinem Pfennige ohnne vorwissenn der Saltzgreuenn dauonn verleyhenn, noch mit vnnserm gelde hanndelnn, in ganntz keinem wege, vnnd was er Jederzeit geldts vbrigk hatt, dasselbe nach beuelche vnnser Saltzgreuenn, Wann das saltz nit abgehet, ann Saltzlegenn, Daßelbe nach Irem bescheide, vf die verordenntenn Saltzkastenn, Inn faße vnnd Cammern vfmeßenn vnnd zu packenn, damit desto mehr gesottenn vnnd kein Saltz manngelnn dorffe, wie dann vonn ordenung des vfgemessenn saltz hernach weitter gemelt wirdt,
Das Vierdte Buch. Er soll auch die nebenn rechnung des Pfanneysenns vom fassenn, Cornnenn, stro, vnnd annders, auch die Molnnrechnunge in verwarung habenn, vnnd behaltenn, wie er solche Itzo hat, vnnd Rechnung dauonn thun, Bis das wir vnns der Molnnrechnung halbenn, wer die furter thun vnnd versehenn soll, resoluiren So soll auch das Jegennregister, darin alles verkaufft, Scheidt vnnd flösholtz, wie das Itzo im brauch ist, verzeichnet stet halttenn, darin wochenntlich das verkaufft wirdt, geschriebenn, vnnd vnnderschriebenn werde, auch beij abzehlung der zeichenn vnnd kerbe sein, Wie solchs Itzo verordennt ist, darauf vnnser Holtzvogt vnns solchs ohnne verdacht zuuerrechnenn hatt, Vom Holtzvogt Ambte zum Bodenn Darzu ist dieser zeit Christoffer Trombergk bestelt, vnnd verordennt, hat solches vom 41. Jar bis daher verwaltet, soll auch in derselbenn ordenung bleibenn, Nemblich nebenn dem Renndtmeister zum Bodenn, alle sachen des Saltzwercks in beuehl zuhabenn, auch alle gebeuwe, die Wasser oder Roße1[?] kunnst, versehenn, vnnd verlegenn,
Das vierdte buch. vnnd zum bestenn die zuerhaltenn anrathenn helffen, alles geflöst Scheidtholtz zuuerwarenn, mit dem verordenntenn Eiserne mas messenn zulassenn, vnnd die Klaffter oder mas vmb einenn güldenn, wie das gesetzt ist zuuerkauffenn, auch solch holtz wann es aus dem wasser bracht wirdt, dermassenn legenn zulassen, das keine fludt noch Eyßfardt darann schadenn thun könne, vnnd soll solch holtz alleine den Bodermeistern zum Saltzsiedenn, vnnd sonnst niemanndts annders verkaufft werdenn, darvor soll er alles kauf vnnd gelöst geldt, Inn sein Innahm setzenn, dauonn vf beuelch der Saltzgreuenn den Holtzkauff, Hauwung, annfuhrenns, Flösser, vnncostenn vnnd annders verlegenn, vnnd vnns dauonn auch Jedes Jars rechnung thun, Vnd soll vber solchenn Holtzkauf des daraus gelöstenn geldts, vnnser Renndtmeister, wie obstehet, ein Jegenn Register haltenn, vnnd das den Saltzgreuenn vnnd Schultheißenn Inn der Stadt Jederzeit in der abzelung auch vnnderschreibenn lassenn, vnnd soll solches mit den zeichenn, wie Itzo im brauch ist, Inn die Bodenn gefurt werdenn,
Das Vierdte buch. Er soll auch Jederzeit Ein halb Schiff oder Bork habenn vnnd haltenn, solches zu ausbringung des scheidtholtzes, vnnd sonnst in der fludt oder anndernn furstehenndenn noturfftenn zugebrauchenn habenn, darin mann auch alles stro vnnd die geholtze vmb Wanfridt, Greffendorff vnnd Eschwege hero zu Wasser alhier bringenn, vnnd das sonnst in viel wege gebrauchenn kann, Was auch ann Borkenn, Leitternn, Pfelenn vnnd annder Rüstung zum flössenn vonn nötenn, soll er in seiner verwarung habenn, vleißig vnnd wohl vfhebenn, das mann solchs alwege nit vom neuwenn zurichtenn dörffe, Des Holtzlegers oder Holtzknechts beuelch, Darzu wirdt Itzo Jost vonn Felmar aus dem Ampt Cassell, als der keinenn Boder verwanndt ist, gebraucht, Hatt sein bestellung, wie die Itzo verrecht wirdt, Soll alles Scheidtholtz, wie es fur der hanndt ligt, vnnd kömpt, Inn das verordennt Eisernn mas, einem Boder wie dem anndernn legenn, vnnd darin kein freundtschafft, noch partheiligkeit, suchenn noch brauchenn, vnnd keinem fur dem anndernn furdernn, Sonndernn dieweyl sie gleiche
Das Vierdte buch bezahlung thun mussenn, das auch einer wie der annder sein recht maß bekomme, Soll auch zum Holzflössernn, Inn vnnd außwerffenn, vnnd sonnst vf beuelch des Holzvogts gehorsamb vnnd gewertig sein, vnnd damit er ohn verdacht seÿ, auch nit mehr holz den Bödernn verkeuffe vnnd zustelle, dann Ihnenn der zeichenn halbenn gebühret, So ist verordennt, vnnd wirdt auch also gehalten, das ein Jeder Bodermeister, so ein Klaffter holz gekaufft, dieselbe vf zweÿmahl muß lassenn inn die Bödenn führenn, vnnd mit Jedem fuder ein besonnder Bleÿzeichen, am thore zun Bödenn dem Pfortner vonn sich gebenn, damit kein holz, so vnns zustehet, oder vnnser gewesenn ist, in die Bödenn kommenn kann, es seÿ dann bezahlt, Dauonn dann der Pfortner auch sein Besoldung hat, So werdenn auch dagegenn die lege heller, vonn Jeder Klafter dreÿ heller, so die Bodermeister gebenn, verrechent, Vnnd seindt die beide ampte Beÿlstein vnnd Ludwigstein verordennt, das floßholz auß dem wasser zubringen geth vmb Jedes Haußgeseß dreÿ Klaffter außzubringen[?]1 bißolanng das die flosse aller außbracht wirdt, gibtt mann vonn Jeder Klaffternn dreÿ heller, damit die
Das Vierdte buch Armenn leute Brodt vnnd bier daruor keuffenn, vnnd sich der zeit oder tages erhaltenn könnenn, darzu haben sie den halbenn forst freÿ, Das auch der Lanndtknecht zu Beÿlstein darbeÿ vnnd sonnst zu anndernn notturftenn des Salzwergks bleibt thue, Hat er Jars auß den Bödenn vnnd dem gelöstenn Holzgelde zehenn guldenn zubesoldung, biß vf weÿtternn bescheidt, Salzwarttenn Ampt zun Bödenn dreÿfaltig bestelt. Der Erste vnnd Oberste Salzwardt ist Jzo Christoffer Hombergk, soll auch in Bödenn wohnenn, vnnd ohn vorwissenn dadannenn nit verreisenn, vnnd vffenn ganz Salzwergk alle vnnd Jede wercke, wie die wochenntlich gesottenn, mit fleiß vnnd eigenntlich, wie Jzo im brauch ist, vfschreibenn, vnnd verzeichenn, vnnd des Renndtmeisters Jegenn schreiber sein, vnns die Rinnung vonn solch gesottenn werckenn zuuerrechenn, vnnd darauff zubezahlenn, vnnd darin vleissigk sein, das kein werck versehenn, vnnd nit anngeschriebenn werde. Er soll auch alle Pfann Buße, Schazwercke, vnnd Besegeldt
Das Vierdte buch eines Jedenn Sonntags, wie das geordennt vnnd preuchlich ist, vf annzeige der geschwornenn Schezer vnnd Salzmeßer, eigenntlich vfzeichenn vnnd schreibenn, welche dann der Renndtmeister verlegenn vnnd berechenn soll, Darzu was ann Pfanneisenn Jederzeit ingekaufft, vnnd auch ann Salz vfgemessenn wirdt, soll er auch Jegenn Register, benebenn dem Renndtmeister haltenn, vnd der Salzgreuenn einem, die nebenn der wochenrechnung Jederzeit vnderschreibenn lassenn, wie dann das alles Jzo verordennt ist, vnnd gehaltenn wirdt, soll auch den Oberbeuelch habenn vber alles Salz, was vnnser Renndtmeister Jederzeit Innkaufft, vfzumessenn, zupackenn vnnd zuuerschliessenn, wie dann in derselbenn Ordenunge dauonn weitter meldung geschehenn soll, Der annder Wartte, soll obberurts Salzwarttenn Jegenwarte, vnnd auch Zölnner vnnd Zolschreiber zun Boden sein, darzu ist nach absterbenn Wennckel[?]1 Hilm, genanndt schlimseligenn, vonn neuenn Balthasar Gerlach vonn Wennfriedenn bestelt, alle gesotten Wercker, Jede wochenn fur sich auch eigenntlich vnnd klar
Unsichere Lesungen
Z. 19: Wennckel[?] — Vorname, Anfangsbuchstabe unklar
Das Vierde Buch verzeichnenn, daruber er Jzo sonnder Register heltt, Darnach der Zoll zun Bödenn, vnnd die schazheller, vonn Jedem wercke oder gesottenn Pfannenn salzes achtt heller zu Zoll, vnnd acht heller den schetzernn dauon zu lohnn, Item vier heller Wegegeldt, die strassenn damit zubessernn, vnnd zubauwenn, vnnd vonn einem malter Aschenn, ein heller zu Zoll, verrechnet werdenn, vnd damit des Wartenn ampts, der Zoll vnnd schazheller halbenn, Innsonnderheit auch, das vf ein Pfann salz nit mehr dann acht achteil gesottenn, dauonn die Rinnung gebuert, vnnd das Lanndt nit durch das Neundte achteil gefult, aber doch kein Rinnung erlegt werde, So soll er wie Jzo geschicht, fur vnnd fur das Register haltenn, das mann Jederzeit wissenn kann, beÿ welchem Boder Jeder kerner, vnnd wieuiel er Jedes mahls ann Salz geladenn, verzolt vnnd verschazt hat, Daruonn er dann auß dem Zolle vnnd Schazhellernn, seine geordennte bestallung hatt, wie die Register außweisenn, Zum drittenn Jegenn Warttenn Ist Jzo der Opfferman zun Bodenn, Johann Mölz, nebenn dem geschwornen Schezer ampt, vnnd Salzmesser geordennt, Hatt auch
Das Vierdte Buch seine bestallung vonn den Schazhellernn, wie in derselbenn ordenung volgenn wirdt, Er hebt auch die Herrnn Gennse vff dem Neuen Salzwergk vff, vnnd verrechnet die, dann die Pfenner vff dem altenn Salzwercke, Ire Herrnn Gennse in der Location außgezogenn, dardurch dann auch alle gesotten wercke gewarnnt vnnd verzeichennt werdenn, Also hat Jziger vnnd ein Jeder Renndtmeister vf die dreÿ Warttenn, vnnd Ire Register, Jedes Jars die Rinnunge zuuerrechnenn, vnnd ist sein des Renndtmeisters Register das vierdte, vnnd wirdt Jede Rinnung Jzo mit dreÿenn guldenn vnnd zehenn alb. bezahlt, so habenn die Bodermeister auch vonn Jedem wercke, dreÿ guldenn vierzehenn alb. vor Ire Lohnn, arbeit vnnd holz, dauonn gebenn sie vonn Jedem wercke zwenn alb. zu vnnderhaltung der Besekunst[?]1 des wildenn wassers, vnd Ir keiner soll daruber kein geschenncke nehmenn, noch Ime zugut nehmenn lassenn, in keine weise, beÿ der höchstenn buße, vnnd wete, wie solchs die ordenung vermagk, Bornmeister Ampt zun Bodenn.
Das Vierdte Buch Zum Obernn Bornmeister ist Jzo Christoff Hombergk bestelt, vnnd verordenet, Innhalt seiner bestellung wie volgtt. Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Cazenelnpogenn, Diez, ziegenhain vnnd Nidda vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn verordennte Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, Bekennenn vnnd thun kundt hierann offenntlich gein mennigklichenn, als Hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd Herr, hieuor im verschienenn vierzig siebenden Jar ernnstlich beuohlenn, das die Roßkunst vffm Salzbronn zun Bodenn, dergestalt schedtlich were, wie dismahls durch sfgl. Lanndtvogt Sigmundenn vonn Boÿneburgk, schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum forderlichstenn abgeschafft, vnnd vf annders kunste, zu außpringung der Sohlenn gedacht werdenn solt, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchaber des ortts befundenn, das die durch Jorgenn Behmenn hieuor vfgerichtte kunst vffm Salzbronn zu schwer vnnd starck gesezt, mit Irem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Salz=
Das Vierdte Buch bronn schedtlich ist auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnd bessere wege leichtfertiger zuzurichtenn, vnnd zuuerenndernn, des er dann vermüge seiner hieuor auß Ascherslebenn gethann schrifft, zuthun nit gewust hatt vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigk furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner Salzgreuenn hieuor geschlossenn, vnnd abgeredt, das besser, nüzlicher vnnd dem Salzwergk zutreglicher seÿ, vf anndere kunste zutrachtenn, vnnd zuerfindenn, zu außbringung der Sohle, Leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also hat Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Jziger Salzwarth zun Boden, Christoffer Hombergk vf annhaltenn der Salzgreuenn zu furderung des Salzwercks, solchenn nottwenndigenn dingenn dermassenn nachgetracht, allerleÿ mittell vnnd wege erdacht, vnnd versucht, wie vnd was gestalt solche kunst konntte oder mochte vfgericht vnnd gebraucht werdenn, vnnd darauß souiel raths erfundenn, das er solchenn manngell dieselbe kunst zu außbringung der Sohl, mit Leutenn zuhalttenn,
Das Vierdte Buch wie der Pfenner Salzgreuenn begernn, vnnd das die Roßkunst abgestelt soll werdenn, vfrichtenn, erhaltenn, vnd daruber sich verpflichttenn soll, vnnd will, wie nachvolgtt. Vnnd erstlich Dieweil solch neue kunstwerck duppell sein muß, vermuge der erstenn des Bronnenmeisters ampts bestellung halbenn gehapten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hebtt[?]1 auß dem Salzbronn zwenzigk vier schue hoch, dadannenn die sohle in einer Rennen vngeuehrlich beÿ dreÿssigk schuenn vom Salzbronn leufft, daselbst dann furter noch ein mahl in die Höhe, als hoch es vonn nötenn, das es in alle vorraths kumpffe, vnnd Bodenn gelauffenn magk, gehabenn werdenn muß solchs alles vf sein Christoffer eigenn kostenn, zuvnnderhalttenn Soll er vonn Jedem wercke so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb. habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehapt hat. Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jzo gelübte Eide, vnnd pflichte gethann, dasselbe Bronnmeister ampt den Salzbronn vnnd alles was dem anhangt vnnd zugehört, mit allenn treuenn vleis, so tagk so nacht
Das Virdte Buch zuuerwaltenn, den Salzbronn Innsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohle gnugsamb auß dem Salzbronn, aldieweil dero verhanndenn, zuuerschaffenn, vnnd dem treulich vnnd vleissigk fürzusein, sfgl. schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthun, das ein treuer diener seinem Herrnn zuthun schuldig vnnd pflichtigk ist, Inmassenn er vnns dann solchs gelobt geschworenn, vnnd seinenn Reuers brieff daruber gegebenn hatt, Doch soll er zuuor solcher kunst wercke zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordennte vnnd beider theil Salzgreuenn die besichtigenn lassen, zuerkennenn, obs dem Salzwerck nuzlich seÿ oder nitt, vnnd so solchs also gestalt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach sezung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl auß dem Salzbronn, als zu allenn gesödenn vonn nötenn, vnnd der Salzbron ertragenn kann, vnnweigerlich zulanngenn vnnd zuverschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar ann Ime kein manngell sein lassenn soll noch will. Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkostenn
Das Vierdte Buch zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe, Jzo selbst vff seinem eigenn kostenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Ime dann viel mühe vnnd vnkostenn ganngenn, vnnd noch weytter kostenn wirdt, So soll er solch obgesezt Lohnn, vonn Jedem wercke, die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonst allenn vnkostenn daruonn verlegenn vnnd erhalten, vnnd was vbrigk, dasselbe vor seine Bestellung mühe vnnd arbeit habenn, vnnd behaltenn, aber nach außgang der Location, steht solch ambt, nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn in anndere wege, da sie Ihnenn Christoffernn darbeÿ lennger nit bleibenn lassenn wolten, zu bestellenn, vnnd zuuerordenenn, Doch das es ein ander vnnd besser kunst die dieser zeit nit gleich, oder hieuon genommenn, oder erdacht were, Da aber kein besser oder nüzlicher werck erfundenn wurde, Sonndern dis werck vnnd kunst im gannge pliebe, So soll er Christoffer aldieweil er solchs dermassenn versiehett, das
sein vnnd der Kunst halbenn kein werck verseumbt werdet, vnnd ann der Sohle kein manngell sey, darbey vnsert halbenn sein lebennlanng bleibenn vnnd gelassenn werdenn, darumb er auch fur vnnd fur desto vleißiger vnnd treulicher solches versehenn vnnd verwalttenn soll, Vnnd ob sichs ein oder mehr Jahre zutruge, Weil Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das kommen geldt, so die Boder vonn außbringung der Sohle, Nemblich vonn Jedem wercke so gesottenn wirdet, drithalbenn alb. wie obstehet zugebenn schuldigk, aller vf die arbeiter, leute vnnd knechte, so die Kunst treiben, vnnd zu erhaltung der Kunst, Sohlkis1[?] vnnd anderm vnnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichenn wurde, So sollenn doch die Herrnn Ime weitters darauff zugebenn nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jnns ander das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der schade so groß, das sie, nach billichenn erkanndtnus, solchs zuuergleichenn vhrsach vnnd bewegnus hettenn, konte er auch durch Gottes verleyhung solche Kunst, doch in allewege ohn schadenn vnnd nachteil des Bronnens, dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost,
dann Itzo darauff ginge, vnnd er die liederlichenn erhaltenn konntte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd solannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zu gut kommenn. Da er aber Christoffer, Inn zeit der Jtzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, dieweil er dann Itzo ein gute Summa zu erbauung vnnd anrichtung derselbenn Kunst darauf hat wendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauen, kindern vnnd erbenn, nach billichenn erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichtenn kunstwercke, vnnd gebeue, auch gehabte muhe vnnd arbeit, ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohn zweiuell die Herschafftenn vf bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhalttenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnnd des zu vhrkunde habenn wir Stadthalter vnd Räthe hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Secret hierauff thun truckenn, vnnd darneben die beide Fstgl.1[?] Saltzgreuenn hierundenn sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno Im Neun vnnd vierzigstenn, Heinrich Muldener Justus Pistoris 612
Dieweil aber zwischenn vnnserm vnnd der Pfenner Saltzgreuenn, des Sohlziehenns halbenn viel Irthumbs gewesenn, so soll es bey dieser verordenung bleibenn, dann wie mann Itzo befindenn, So ist das vergangenn Jar mehr dann sonnst kein Jar gesottenn, vnnd darzu mitt dieser Itzigenn Kunst, Sohle gnug gelanngt wordenn, Darumb soll der Oberbornmeister solches also zurichtenn vnnd halttenn, das Sohle manngels halber, kein werck verseumpt oder verhindert werde, Da aber ein oder mehr werck seiner hinlessigkeit halbenn verseumpt wurde, als dann soll er den schadenn bezahlenn, vnnd darzu derwegenn gestrafft werdenn, Er soll auch in krafft seins Warttampts1[?] mit vleis ernnstlich annhaltenn, das die Knechte vnnd Söder Im friedenn fur vnnd fur bleibenn, vnnd eins Jedenn Jars souiel als diß nehistuerschienenn 52. Jars die geordennte Sale gewißlich ersottenn werde, vnnd an Ime, dieweil guete Kumpffe vnnd Kubenn zum vorrathe in Bodenn bestelt vnnd verordennt, kein manngell sein, kömpt Ime selbst zum bestenn, dann wann viel wercker gesottenn werdenn, So tregt es Ime an Ob=
berurter seiner bestallung zu, Dieweil nun die Sohle mit leutenn so dieser zeit in einen koffer gehenn, gelanngt vnnd ausbracht werdt, vnnd dan zubesorgenn, das es etwa sterbenns halbenn, ann leuten manngelnn, vnnd also viel wercke Sohl manngels halber vngesottenn bleibenn mochtenn, So sehenn wir vor gut ann, Wollenns auch dem Bornmeister beuohlenn habenn, dieselbige kunst dermassenn annzurichtenn vnnd zumachenn, das mann beide mit Teuchen1[?], vnnd da mann die nit habenn könnte, als dann mitt Rossenn, die Sohle zulanngenn, vnnd auszubringen, Dann solchs nunmehr, weil die Sohl nit aus dem Saltzbronn, Sonndernn aus einem anndernn neben fassung, benebenn dem Saltzbronn lanngt, ohn alle gefahre, geschehenn kann, vnnd sonnst alles dahin richtenn, das mann zu ewigenn zeitenn, mit dem Eimernn, wie bey denn Pfennernn mit Sohle auszziehenn oder langk2[?] dorffte, dardurch aller vnwill verkommenn wirdt Dieweil er aber solchs vf seinenn kostenn aller bishero hat bauenn vnnd vfrichtenn, auch Itzigenn Vnkosten tragenn mussenn, So wollenn wir Ime darJegenn, vnd
zu erstattung solchs Itzigenn Baugeldts, ein zimblich steur nach gelegennheit thun lassenn, Doch das wir solchs zuuor besichtigenn vnnd dauon bericht werdenn, Derhalbenn volgennder vnnser beuelch hernach ausgangk1[?] ist, Philips vonn Gottsgnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogen Lieber Getreuwer, Nach dem vnnser Stadthalter Lanntzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, vnnsers abwesenns, dich ann Jörgenn Bohmenn vonn Nurmbergk stadt, zu vnnserm Bornmeister vnnsers Saltzwercks zum Sodenn bestelt vnnd verordennt habenn, zu ausbringung der Sole aus dem Saltzbronn Jederzeit leute vnnd kleine thierer zuhaltenn, Wie dann bisher geschehenn ist, So lassenn wir vnns solchs also gefallenn, Dieweil aber zubesorgenn, da sterbenns leufftenn zum Sodenn Innfielenn, das der almechtige gnediglich verhaltenn wolle, das es ann leutenn manngelnn, vnd dardurch grosser schade vervrsacht wurde, So ist vnnser bedennckenn, das solche kunst also, vnnd dermassenn zustundt
anngericht werde, das mann beide mit leutenn, vnnd in manngell derselbigenn, zur not mit Rossenn, die sohle Jederzeit lanngenn könne, Da du dann zu verlegung solchs baues manngell hettest, Wollenn wir dir nach bericht vnnser Saltzgreuenn zu demselbig1[?] zimblich steur thun versehenn vnns des also genntzlich, kompt auch dir selbst mit zum bestenn, woltenn wir dir der notturfft nach nit verhaltenn, Datum Marpurgk den 26. Aprilis Anno 53. Philips L zu Hessenn sst. Vnnserm Saltzwartenn vnnd Bornmeister zum Sodenn fur Allenndorff ann der Werra, vnnd liebenn Getreuwenn Christoffer Hombergenn, Vor den Vnnter Bornmeister oder Solenmeister. Ist Itzo Hanns Kremer2 nebenn dem geschwornenn schetzer verordennt, hat in den Schatzkellernn seine bestellung wie Itzo verrechnet wordenn, Desselbigen ampt ist die vorraths Kumpffe, Kubenn, vnnd troge. Inn den Bodenn Jederzeit zum friedenn, mit sohle fullen
zulassenn, vnnd nach der Ordenung der gerenne, einem Soder nach dem anndernn mit der sohle zuhelffenn, also vnnd dero gestalt, das sie alle sohle gnug bekommenn, vnd keiner gehindert werde, soll auch darin keinenn fur dem anndernn furdernn, noch sich mit einicher Partheyligkeit verdechtig machenn, alles bey straffe, wie vnnser Saltzgreuenn die ordenenn, vnnd als lieb Ihme vnnser vngnade zuuermeidenn sey, Pfannmeister Ambt. Ist auch vermuge vfgerichts vertrags Itzo mit Jeronimus Haderheintz1[?] bestelt, hat auch dauonn benebenn seinem geschwornenn schetzer ampte sein besoldung, Soll dasselbe ampte, wie bisher laut desselbenn vertrags treulich vnnd vleissigk versehenn, darin keinenn vnfleissigen Soder, oder Pfannschmidtmeister, auch die Waldtschmidt nit vbersehenn, auch darnebenn alle des Saltzwergks sachenn in gemeine in guter achtung habenn, damitt vorann schadenn zuuerkommenn, Er solchs Jederzeit den Saltzgreuenn, Renthmeister, vnnd Saltzwarten
annzeige, vnnd vorgeweise, vnnd solchs souiel muglich, treulich vnnd mit ernnst vorkommenn helffe, Ordenunge der Geschwornenn vnnd besteltenn Saltzmesser vnnd Schetzer, Ist sonnderlich zum Soden verkundiget vnnd geordennt wie volget. Anno 50. Michaelis newe geschworne Schetzer zum Saltzmessenn zum Sodenn geordennt vnnd bestelt zudienenn, Solannge vnns den Saltzgreuenn gefellig, vnnd auch Ihnenn gelegenn ist, bestettigt, vfgericht, vnd verkundiget zum Sodenn, den 16. Octobris Anno ut supra.
Augustin Meutse1[?]. Jorge Mennch2[?], Claus Vrber, Hanns Martin Augustin Schenffeler Gunther Pferber, Jorg Schenffler Jochim Deinhardt, Hanns Rockföß3[?], 8. Sodermeister. Sergius Schenffler Hanns Lips Hanns Koch Luntz Deinhardt, Carl Marschalck Henrich Pferber, Cutrin4[?] Schenffler, Jacob Mu[übergeschrieben: m]schelmann[?], 8. Bodenn Wann das ein abgebrochenn Bedt wieder gebawet ist,
Jedernn das Jar — 8 guldenn muntz vor Besoldung zugebenn, soll Jeder sein maß vnnd den Rost darauf habenn, Inn seinem Ime zugeordenntenn acht Bodenn, zumessenn, vnnd solchs bey seinem gethanen eidenn vnnd pflichtenn treulich zuuerwarenn, Daruber soll dem Pfannmeister vonn seinem ampte noch — 12 fl. vnnd ein Kleidt enndtricht1[?] werdenn, Dem Opffermann darzu — 8 fl. [übergeschrieben: geld] 2. achtell saltzes, Dem Sohlmeister — 16 fl. Summarium thut ein Jar die Besoldunge — hundert vnnd sechtzehenn guldenn Muntz, vnnd gehet ihr Jar Michaelis Itzo ann, vnnd Anno 51. wiederumb aus, Vnnd soll hinfurter das wechterlohnn, als Jars — 20 fl. muntz vonn dem Schatzkellernn, so ferne sie des ertragenn konnenn, auch verlegt werdenn, machtt in Summa Hundert dreissigk Sechs guldenn, aber die Meister sollenn nu hinfurter acht heller geben,
da sie zuuor zum Wechterlohnn ein alb gebenn haben, dann die Wechter wartenn nur die halbe nacht. Die geordenten geschwornenn Neuenn Saltzmesser vnd Scheyzer1[?] sollenn einem Jedenn Bödermeister zuuor vnnd ehr sie messenn, die Saltzgennße zelenn, vnnd sehenn das Jeder meister zwentzigk2[?] mahl gewislich abgestossenn habe, vnnd nit mehr dann ein achteil ann das stucke zuschlagenn gestattenn, vnnd daruber soll er bey seinem gethanenn eide, zu stundt ann das vberige in seinem beysein wiederumb zum vorrath in die Pfann werffenn lassenn. Welcher Bödermeister aber mehr ann das stuck geschlagenn, vnnd sein zal gennße mit gefangenn hette, dem soll der geschworne messer vnnd scheizer nit messenn, sonndernn den vonn stundt ann den Saltzgreuenn, Rendtmeister vnnd Saltzwartenn annzeigenn, derselbe soll so offt vnnd dick einer das vbertritt, mit einem thaler zur buße zugebenn gefreuelt haben, vnnd den zu stundt ann, ehr vnnd zuuor Ime wieder zu siedenn gestat werde, bezahlenn
Es soll auch kein Bödermeister mehr dann Ein achteil Saltzes im Bode zum vorrath habenn, des Saltzwerckes halbenn, darauf die geschwornenn mit vleis sehenn sollenn, wie dann bishero also gehaltenn wordenn ist. Dieweil auch mit dem aufhebenn des Saltzs vngleicheit gehaltenn, so sollenn die geschwornenn darauff mitt ernnst sehenn, das keiner vber Ein halbe Pfanne Saltzes vfhebe, Noch im Bodenn liegenn habe, Bey verlust des Saltzes, vnnd soll Ime mehr zu siedenn nitt gestat werdenn, alldieweil er im Bodt mehr dann ein halbe pfanne saltzes hette. Es sollenn auch die geschwornenn Saltzmesser vnnd Scheyzer1[?], Jeder seinenn Ime zugeordentenn Bodermeistern, vf der Reige hero nacheinannder, wo lade leute sein, vnd fur den Bodenn haltenn, messenn, vnnd darin kein Partheiligkeit, oder vortheil brauchenn, sonndernn darin gleiche ordenung haltenn, vnnd damit solchs vonn stadt gehe, so sollenn sie vf die ladetage Winter zeit morgenns zu sechs vhr, vnnd nit ehr, vnnd im Sommer wann mann die darzu geordennte gewönlich glocke leut, zu messenn annfahenn,
Unsichere Lesungen
Z. 13: Scheyzer — Amtsbezeichnung, Lesung unsicher
Wann aber der erste oder annder Bodermeister zu frisch ausgeschlagenn, vnnd das saltz noch nit ganntz trockenn were, so soll er dasselbe Saltz nit messenn, sonndernn ann den anndernn nehistenn seinenn meisternn, nach der Ordnunge, welches saltz am trockennsten ist, anfahenn erst zu messenn, vnnd so forthann, Was auch die Pfann buße betrifft, soll ein Jeder geschworner in seinenn Ime zugeordenntenn Bodenn, rechnen vnnd annzeigenn, aber die schatzwercke, sollenn sie mit vnnd nebenn dem Pfannenn meister versehenn, vnnd anweisung gebenn helffenn, bey Irenn eidenn vnnd pflichtenn, so sie gethann habenn, Die geschwornenn Saltzmesser sollenn auch keinem Eseltreiber, Saltz vor frucht messenn, sie habenn dann die frucht in den Bodenn, vnnd gesehenn, das der Boder die frucht empfanngenn vnd bekommenn habe, Die vier alb, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr, hieuor den Bödernn vor das trannckgeldt aus gnadenn ein zeitlanng vonn Jedem wercke zunehmenn zugelassen, sein verordennt, zu erhaltung vnnd ausbesung1[?] des Wildenn wassers, nun hinfurter zugebrauchen, damit
aber die Böder diesenn wintter sich wiederumb erholen, sollenn Ihnenn die halb ausgnadenn bleibenn, vnnd die annder helffte, die kunst vnnd das wilde wasser zuerhaltenn vnnd auszuösenn, gebraucht werdenn, so ferne es die Furstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe zu Cassel also bis vf Osternn mit verwilligenn, vnnd das bey Ihnen zuerhaltenn ist, Habenn solchs also gewilligt, vnnd Ihnenn gefallenn lassenn, Doch zu endering vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Hundert ledernn Eimer seindt zumachenn bestelt, sollen vonn den zweyenn alb bezalt werdenn, sonnst hettenn die vom Bodenn darann mit bezahlenn müssenn, Item zehenn feuerhackenn, seindt auch zumachenn verdingt, sollenn gleicher gestalt bezalt werdenn, nit mehr dann der Centner zwene1[?] guldenn drey ortt kostenn, Actum Sodenn am Donnerstage Galli den 16 Octobris Anno 50. Justus Pistoris sst.2[?]
Unsichere Lesungen
Z. 15: zwene — Zahlwort, Endung unsicher
Z. 18: sst. — Unterschriftskürzel, Lesung unsicher
Anno 51. den 16. Januarij seindt nachbenennte geschwornenn, zu Scheyzernn vnnd Saltzmesternn zum Sodenn, von neuenn dis 51. Jar zudienenn bestelt, vnnd in pflicht genommenn, soll Jedem Jars acht guldenn zu Lohne werdenn, vnnd weil der vorigenn acht scheyzer zu wenig, auch eins theils erlaubnus gebettenn, seindt anndere, vnnd nun dreyzehenn scheyzer geordent, wie volgt, Nemblich, Jacob Grunewaldt Jorgius Scheuffler1[?], Cuntz Schimpff, Hanns Moschelmann2[?], Augustin Wennth3[?], Hanns Steel, Jeronimus Haderheintz Hanns Kremer4[?], Peter Bell Hanns Meyder Opffermann, Schweitzer Hanns Gunther Sferber5[?], Futtenn6[?] Hanns, Habenn gelubnus vnnd Ir Jeder einenn leiblichen eidt diesenn gethann mir Jostenn, bey Renntmeisters vnd Saltzwarttenn Summa dreyzehenn geschwornen, Jedem sechs Boden
zuersehenn, sollenn wintter vnnd Sommer zeitt, wann mann leut, zumessenn annfahenn, damit das Saltz gnugsamb trockenn, vnnd die Berner1[?] gefurdertt werdenn, vnnd sollenn alle wintters zeit fur einer vhr nach mittage aller gemessenn habenn, Welche meister aber sich selbst seumenn, vnnd nit furdernn, die sollenn darumb gebust werdenn, Ordenung des Saltzpackenns vnnd vfmessenns zum Sodenn, Dauonn2[?] habenn die Saltzgreuenn den beuelch, das sie alles Saltz, so Jederzeit vnuerkaufft im Bodenn liegenn bleibt, vonn den Sodernn sollenn annehmenn, Inn fasse vnnd Tonnenn, so viel sie der habenn Packenn, vnnd den Renndtmeister bezahlenn lassenn, Welchs sie dann furter zu den Saltzschleissernn zugebrauchenn, vnd zuuertreibenn habenn, vnnd gibt mann Jzo vonn einer Pfannenn Saltz zuwasser, vonn allenndorff gein Cassell zubringenn, dem Schiffmann dieser zeitt sechzehen alb, vnnd dauonn zu Mündenn zu Zoll einen albnn3[?], wie solchs bey lebenn vnnd Zeitenn Weylanndt
des alttenn Hertzogk Erichs seligenn Hochlöblicher gedechtnus, zugelassenn vnnd verhanndelt ist, aber dem Schiffmann gibt mann Jars nach gelegennheit, das er viel saltzes gein Cassell führt, Ein oder zwey achteil saltz Ims gedinge zu Hausteur, Vnnd solche fasse vnd Tonnenn zuzuschlagenn, vnnd zubindenn, so helt mann einenn Bodicker Im Sodenn, der hat dauonn seinenn gedingtenn lohnn, wie solchs der Renndtmeister Inn seinem Register hat, vnnd verrechent, so gibtt mann den Bodickernn zu Eschwege, Grebenndorff, vnnd Wanfriedt vonn einem fasse, so mehr dann halb fuederig sechzehenthalbenn alb, vnnd die Bodicker mussenn das holtz selbst kauffenn, Alleine das man Ihne das Buchenn vom Seulingswalde verkaufft hat, Desgleichenn lest mann zu Hedemin1[?] vnnd Karke2[?], auch fasse vnnd Buchenn Tonnenn machenn, die habenn auch Ire sonndere gedinge, wie in der bezahlung zuuernehmenn, So kann mann zu Cassell vom Geholtze darumbhero, vnnd sonnderlich zu Witzennhausenn dem gemenge des kauffunger Waldts auch etliche fasse machenn lassenn. Wann dann kein ledige gefesse, oder
Unsichere Lesungen
Z. 15: Hedemin — Ortsname, wohl Hedemünden
Z. 15: Karke — Ortsname, Anfangsbuchstabe unsicher
geschirre mehr zufüllenn furhanndenn, so sollenn sie die verordenntenn Saltzkastenn auch füllenn, doch in Jedenn nit mehr dann drey oder vierdthalb Pfannenn, vnnd das Saltz darin nit stossenn noch trettenn, sonndern mit fugenn gemechlich darin thun lassenn, vnnd dann also wann die schlacht zeit kompt, vnnd es Im Bodenn ann Saltz manngelt, als dann einenn kastenn nach dem anndernn vfthun vnnd verkeuffenn, damit man den führleutenn helffenn kann, vnnd doch kein verlust gerechet1 werde, dann hievor am vf[übergeschrieben: ge]schüttenn saltz alwege der funffte theil, vnnd Jars wohl in die funfhundert guldenn verlohrenn vnnd abganngenn, welcher schadenn hiedurch vorkommenn ist, vnnd seindt der zeit die führleute damit wohl zufriedenn, vnnd damit solchs ohnn verdacht gehanndelt werde, vnnd zugehe, So soll die ordenung wie solchs Jtzo gehaltenn wirdt, mit aufschreibung des Inn vnnd außmessen des Saltzes, auch beschließung mit drey oder vier schlüssell der Saltzkastenn vertheilt gehaltenn werdenn, wie davonn in der Ordenung der geschwornenn Schetzer vnd Saltzmesser weitter gemelt wordenn ist,
Damit auch der Straum vnnd die Schiffart vf der Fulda zwischenn Cassell vnnd Mundenn, beide denn Mundischenn vnnd anndernn, so solchs am allermeistenn geprauchenn, offenn gehalttenn, vnnd nitt verbauwet werdenn, Habenn wir hievor vnnserm Schultheissenn zu Cassell derwegenn bevelch gethan, solches also frey offenn zuhaltenn, vnnd keins wegs ann keinem ortte, mit nichtenn zubauwenn, zulassen, Damit die Schiffe vf solchem straum frey vnnd vngehindert, vf vnnd abe gehenn könnenn, Das gereicht beidenn Furstennthumbenn Lanndenn, vnnd Leuthenn zu ersprieslichem gutem nutzenn, des soll sich ein Jeder, Jtziger vnnd kunfftiger vnnser Schultheis zu Cassell mit ernnst also vleissigk vnnd vnweigerlich gehaltenn, Benebenn der Polliceÿ Ordenunge publicirt zum Sodenn den 16 Augusti Anno 51. Dieweil mann befindet, das der geschwornenn schetzer vnnd Saltzmesser zum Bodenn etliche in Jrem dienste vnnd ampte bis dahero vnnfleissigk, vnnd den Jhren
gethanenn eidenn vnnd pflichtenn nach nit gnugsamb fürgewesenn seindt, Daraus ervolgt, das sie Jre kinder vnnd gesinde, das maß vnnd messenn zuversehenn bevohlenn, auch etliche Boder vnnd ladeleutenn, abwesenn der geschwornenn selbst gemessenn, alles Jrenn eidenn vnnd pflichttenn zu wieder, vnnd dann Jhnenn gleichwohl Jre bestellung vnnd besoldung genntzlich vergnügt wirdt, Damit dann solcher vnnfleis abgestelt, der Ordenung also gelebt, vnnd die geschwornenn Bodermeister vnnd anndere, des gnugsamb verwarnet sein, So ist das die straffe der vbertretter geschwornenn vnd Bodermeister, das welcher geschwornenn vnnd schetzer seinenn zugeordenntenn Bodernn nit selbst das Saltz mist, Oder vonn denn Beamptenn erleubnus hatt, der soll des geschwornenn ampts, vnnd auch seins Bodts zustundt, sonnder alle außflucht sich selbst enndtsetzt habenn, Desgleichenn ein Jeglicher Böder soll alsbaldt seines Bodts enndtsetzt werdenn, vnnd in einem Jare nit wieder darzu kommenn, noch zum Bodenn meister sein, darnach wisse sich ein Jeder zurichtenn, Signatum Cassell den 14. Augusti Anno 51. Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn verordennte Saltzgrevenn zum Sodenn,
Hochzeit vnnd kindtauffe sollenn der ordenung gemes gehaltenn werdenn, Innsonnderheit das vf ein kindttauff vber acht personn nit seÿenn, Sollenn nur zwo stunde eine malzeit halttenn, auch darnach die Gevatternn oder kindtbetterin nit vberlauffen, alles bey busse dreÿ guldenn, so offt vnnd dicke das verbrochenn vnnd vbertrettenn wirdet Signatum ut supra Desgleichenn ist zuvor Gottslesterung, Ehebruch, vnehelich beÿleger, volsauffenn, Spielenn, vnnd anndere laster in der Polliceÿ Ordenung verbottenn, bey der darin verleibtenn straffe zuvermeidenn, abermahls verkundiget, Verordenunge vnnd Bevelche die gebewe der Landtstrassenn im Klebe betreffen Anno 53 Nach dem vnnser gnediger furst vnnd herr verschienen funf vnnd vierzigstenn Jars vnnter anndernn zu Allenndorff ann der Werra verordennt, das alle wege vnnd strassenn zum Saltzwercke gebauwett
vnnd gebessert, vnnd das solchs Inn Jedes feldtmarck also zugeschehenn verschafft werdenn solt, aber doch bis dahher vber vielfaltigs fleissigs annhaltenn nit beschehenn, Dieweil dann daselbst im Klebe ein alter mann, der solche strassenn zum theile bauwenn solt, durch Hochgedachtenn vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeine Pfenner vnd etliche dorffe im Gerichte Bilstein1, mit steur vnnd almusenn vnnderhaltenn wirdt, welcher auch von Jedem wagenn zwene Heller, vonn alters bisdaher vnnd noch zu wege geldt vfgenommenn, sich auch mit Holtz zum feurwercke vonn vnnsers gnedigenn Herrn geholtze, daselbst erhelt, ab doch dasselbig auch nit gnugsamb oder betlich, So ist furtreglicher vnnd besser anngesehenn, Dieweil verschienenn Jars vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrn wegenn solche strassenn etwas gebessert, etliche Steynern Bruckenn, Steinwege gesetzt vnnd newe wege gebrochenn wordenn, vnnd der alte mann im Klebe seinenn ort zubauwenn nit vermagk, das dieselbe besoldung, wege geldt vnnd almuß gefalle, vnnd
durch vnnsers gnedigenn Herrnn Zolner zum Sodenn, von Jeder Pfanne Saltzes vonn menniglichenn vier Heller nebenn dem Zolle vnnd schatz Hellernn hinfurter zu wegegeldt vfgenommenn werde, davonn soll der Zoller fur den Saltzgrevenn Jerlichs sonndere rechnung thun, vnnd könnenn also Jederzeit darmit alle wege vnnd strassenn, wie die hohe nottürfft erfordert, sonnder vnnserm Gnedigenn herrnn erlegenn, vberorts1[?] gebessert vnnd erhaltenn werdenn, also das der wege halbenn keine klage sein solte, So durfftenn die Stadt vnnd Rats herrnn, auch die Burger vonn Allenndorff, vnnd die dorffleute dem Klebmann nichts gebenn, vnnd wirdt auch das holtz des mann zum Saltzwergk viel habenn muß gespart, das sehenn also vonn wegk vnnsers gnedigenn herrnn, wir ffgl. bevelchaber vnnd Saltzgrevenn zu Jrer fl. gl. vnnd gemeiner Landtschafft bestenn, fur nutzlich vnnd gut ann, Doch zu gefallenn vnnd vf bewilligung Jrer fgl., vnnd das auch solch geldt kunfftiglich nirgennt anders zu, dann alleine zu besserung der Landtstrassenn, Bruckenn Wege vnnd Stege, oder sonnst zu gemeinem nutzenn
gebraucht vnnd anngelegt werde. Signatum Marpurgk den 14. aprilis anno 53. Justus Pistoris } sst. Valtin Schuldt } Johann Bartholmes Christoff Hombergk, Saltzwardt, } sst Jacob Schröder Schultheis Weil obberurte verordenunge zu besserunge der Lanndtstrassenn mit vnnser vonn Gots gnadenn Lanndtgraven Philipsenn zu Hessenn, Graven zu Catzennelnbogenn wissenn vnnd bewilligung geschehenn ist, auch solch geldt nirgennts annders dann zu gemeinem nutzenn gebraucht, auch darauf niemandts gefreyet, oder verschonet werden soll, So habenn wir vnns hierunndenn mit eigenn hanndenn gezeichnet, Geschehenn zu Marpurgk den 25 Aprilis Anno 53. Philips L.1[?] zu Hessenn. sst. Es sollenn auch beide vnnser Lanndtvogt, so wir kunfftigk verordenenn würdenn, Saltzgrevenn, Renndtmeister vnd Saltzwardt mit vnnd benebenn beidenn Pfarhernn in
der Stadt Allenndorff vnnd Sodenn, vnnser Stifftung vnnd verordennte almusenn, so wir hievor ad pios usus Gottes diener, vnnd den armenn mitzutheilen ewiglich verordennt vnnd gegebenn habenn, fleissigk vnnd treulich ausrichtenn helffenn, die Rechnung Jedes Jars davonn hörenn, vnnd sich alles Innhalts derselbenn bey den Pflichtenn vnnd straffenn, darin verleibt genntzlich gehalttenn, Wie volgt. Fundation vnnd Stifftung vnnser Lanndtgravenn Philipsenn der zwey hundert Guldenn Jerlicher Pension aus dem Saltzwergk zu1[?] Gottes ehrnn verordennt Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn Grave zu Catzennelnbogenn Thun kundt hieran offenntlich ann diesem vnnserm brieffe, fur vnns vnnser Erben vnnd nachkommenn, Jegenn menniglich bekennende Nachdem vnnser vorelternn vnnd wir bis daher vff dem Saltzwergk zu Allenndorff Im Sodenn zwey Hundert Goltguldenn Jerlicher Renthe fallenn gehabt, So habenn wir dem Almechtigenn Got zu lobe, ehre, vnd
Preis aus guter vorbetrachtung, das gelerte leut erzogen, vnnd das gemeine armut in der Stadt Allenndorff bedacht vnnd gefurdert wurde, vnnd also bevorab zu lob vnnd ehre Got dem almechtigenn, vnnd zu furderung gemeynes nutzenns verordennt, gesatzt, vnnd gestifft, das hinfurt dieselbigenn zweyhundert guldenn Jerlicher zinse, so vnns die Pfenner liefernn sollenn, zu Gottes ehrenn gebraucht werdenn, vnnd darmit sie solche zwey Hundert goltguldenn, soviel desto williger enntrichtenn, So habenn wir Jhnenn gnediglich gegönt, das sie noch ein Bodt zu den altenn — 421 Bothenn bawenn vnnd dieselbigenn nutzenn zu Jrer aller bestenn einnehmen sollenn, vermöge des vertrags zwischenn vnns vnnd Jhnenn vffgericht, vnnd soll solche stifftung gehalten werdenn, vf masse vnnd wege wie nachstehet. Thun, Ordenenn vnnd setzenn dieselbige vnnser Stifftung hiemit in Krafft dieses vnnsers brieffs, bestenndigst vnnd krefftigst, so solchs Immer geschehenn kann, soll vnnd magk, also das vnnsere ampts bevelch haber, so wir Jederzeit zu Allenndorff habenn werdenn, desgleichenn die zwene Pfarhernn, zwene des Raths, drey Kastenmeister, die Elttestenn, vnnd ein mann aus den
Sodenn, sollenn semptlich vor denselbigenn zweyhundert guldenn Jerlicher zinse, die sie allwege vonn Quartalen zu Quartalen, vonn den Pfennernn einnehmenn sollen, vnnd alle Jar achtzigk guldenn gebenn, vier Studenten, die aus Allenndorff geborenn, armer Leute kinder, die sonnst zur Hohenn schulenn nit erhaltenn könnenn, vnnd die zum Studio am tuglichstenn vnnd geschickstenn sein, vnnd das dieselbigenn Studenten sollenn Theologiam fur allenn dingenn studiren, auch sich dieselbigenn ehe dann sie zu solchem Stipendien der 20 fl.1 gelassenn, sich mit Jrenn hanndtschrifftenn verpflichten Theologiam fürnehmblich zu studiren, vnnd so sie erwachssenn zimbliche kunst, vnnd alter erreichenn, vnnd zu Pfarhernn erwehlet werdenn, vonn den Superintendenten, das sie auch also solchenn diennst des wortts nichtt außschlagenn, Sonndernn sich darzu gutwillig brauchenn lassenn, das er sich in seinem lebenn dermaßen haltenn, vnnd schickenn wolle, damit er lebenns vnnd wanndels halbenn, nicht möge gedaddelt2 werdenn, vnnd wo das nit geschehe, Soll er den drittenn theil der empfanngenen Stipendien, so baldt er das vermog wieder zugebenn, schuldigk sein, Vnnd
Darumb soll mann auch keinenn knabenn darzu kommenn lassenn, er seÿ dann 15. Jar volkomlich alt, vnnd werde vom Pfarhernn vnnd Schulmeisternn zu Allenndorff zuvor examiniret vnnd erwehlet, vnnd darnach vom Rathe vnnd Castenmeisternn Jegenn Marpurgk fur die Professores Inn die Vniuersitet geschickt, die Jhnenn auch examiniren, vnnd fur tuglich oder vntuglich erkennenn, vnnd als dann, wo Jne für tueglich vnnd geschickt, zulassenn, vom Rathe vnnd Castenmeisternn ohnn alle gifft oder gabe præsentiret werde, vnd so er dermassenn erwehlet wirdet, vnnd sich recht helt, So soll Ime solch Stipendium acht Jar lanng gein Marpurgk zum Studio gereicht werdenn, Damit man aus demselbigenn Pfarhernn erziehenn möge, vnnd soll vonn obgemeltenn vnnserm verordenntenn des Jars einmahl beÿ der Vniuersitet erkundigung gethann werden, wie sich dieselbigenn Studennten, Jn Jrem Studio vnd wanndell annlassenn, vnnd haltenn, vnnd wann sie glaublichenn bericht enndtpfahenn, das sich vnnder denselbigen einer oder mehr vnnfleissigk oder sonnst strefflichs wandels hieltenn, So sollenn die den oder dieselbigenn abfordernn, vnnd anndere ann derselbigenn stadt verordenen,
Damit sie zu kunst vnnd tugenndenn gehaltenn, vnnd dieses vnnsers Stipendium nicht mispraucht werden, Zum anndernn sollenn sie alle Jar vierzigk guldenn den armenn Leutenn hie zu Allenndorff in Spitahl gebenn, vnnd darauff sehenn, das es ohnn notturfftige1 dinge den armenn wohl anngelegt, vnnd vnnder sie außgetheilt werde. Ferner so sollenn sie mit grossem vleis erkundigung thun, was Jederzeit fur rechte arme Hausleute zu Allenndorff sein, die sich die tage Jres lebenns Jrer arbeit beflissenn, die auch fromme Gotsfurchtig vnnd gutenn wanndell führen, denenn sollenn sie vnnderhaltung, Jrer kinder, vnd auch Jrer selbst Personenn des Jars vierzigk gulden mittheilenn, vnnd in selbigenn keinerleÿ furderunge auch sonnst nicht annsehenn, annders dann dieser artickell meldet, damit die frommenn vnnd gutherzigenn fur den heillosigenn vnnd Gottlosenn erkandt vnnd vnnderhaltenn werdenn, Zum letztenn, vf das Gottes furcht, auch ehre vnnd tugenndt fur augenn gehapt vnnd gelibt werde, So wollenn wir das die obberurtenn Verordentenn
die vbrigenn vierzigk guldenn, frommenn armenn Megdtenn, armenn Burgers kindern aus Allendorf, die sonnst keine hulff habenn, Jeglicher nach gelegenheit vnnd gut bedunckenn der Verordennttenn gegebenn werdenn sollenn, vnnd mit solchem gelde Jhnen zu ehrenn helffenn, vnnd sollenn soviel muglich mitt Gottes verleyhung darann sein, das sie wohl verheurath vnnd bestattet werdenn, also wann sie mit kindernn befallenn, das sie dieselbigenn in Gottes furcht vnnd aller dinstbarkeit vnnd gehorsamb aufziehen mögen, Diese vnnser Stifftung, soll also wie gemelt genntzlich volnzogenn, vnnd gehaltenn, vnnd darin in keinem weg vonn niemandts ennderung furgenommen werdenn, Wie wir solchs allenn vnnd Jedenn vnnsernn amptsbevelchhabern, so Jederzeit hie sein werden, auch den anndernn Personenn hierobenn gemeltt, sampt vnnd besonndernn Inn Jre eidtspflichtenn, auch derselbenn heil vnnd wolfart, wie sie das für vnnsers Herrnn vnnd seligmachers Jesu Christi strenngenn gerichte verhoffenn zugeniessenn, ernnstlich vnnd treuwlich bevohlenn habenn wollenn, Zu welcher
außrichtung der almechtige wolle seine gnade vnd Barmhertzigkeit verleÿhenn, das solche Donation vnnd stifftung zu seinem lobe vnnd besserung vnser aller gerathenn vnnd gedeyenn muge. Gebenn vnnder vnnserm hierann gehenngtenn Secret vnnd hanndtzeichenn zu Allenndorff ann der Werra, am Freytage nach dem Sonntage Jubilate Anno 1538. Philips Lzu1 Hessenn sst. Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn bewilligung das nun hinfurter die Achtzigk Guldenn vnnter dreÿ Stipendiaten aus Allenndorff geteilt sollenn werdenn Actum den 4. Februarij Anno 53 Vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgrave Philips hat aus sonndernn beweglichenn vhrsachenn heutt dato gnediglich verwilligt vnnd zugelassenn, das nu hinfurter die achtzigk guldenn, so aus der fürstenn steur zum Sodenn vf vier Stipendiaten zu Marpurgk
zuerhaltenn, Jerlichs geordennt, vf dreÿ Stipendiaten getheilt, vnnd die damit Innhalt der fundation, daselbst in Studio vnnderhaltenn werdenn sollenn, alles bis vff weitter Jrer f. gl. verordenunge vnnd bescheide. Signatum Homberge den 4. Februarij anno 53. Philips L zu Hessen sst. Den Meissner betreffenndt Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgrave zu Hessenn, Grave zu Catzenelnbogen Liebenn Getrewenn, Demnach wir vor vngefehr sechzehenn Jarenn, in erbauwung vnnsers Saltzwercks zum Bodenn, vnnd zuerhaltung desselbigenn verordennt, das der Innhanng ann vnnserm geholtze des Meißners nach Allenndorff zu, vom Branndtsroda an vber Frannckennhain, Wolffteroda vnnd Ferkenrode hin, bis ann die beforstung vnnsers Jtzigenn forsts zu Germeroda gebraucht vnnd gehegt werdenn soll, So
werdenn wir doch bericht, das gar vnnfleissigk, durch vnnser furster damit zugesehenn werdenn soll, Darumb bevehlenn wir euch in gnadenn ernnstlich, das ihr mit ernnst vnnd vleis darauff sehet, das solch vnser geholtze am Meißner berurts dircks1, allein zu vnnserm Saltzwerck vnnd sonnst nirgennts annders hin gepraucht vnnd gefurt werde, dann viel Holtz zum Saltzwerck Jerlichs vonn nötenn sein will, wollen das also, vnd danch2 das vleissige zuhegenn gehapt habenn, Das thun wir vnns also mit ernnst zu euch versehenn, vnnd seindt euch zu gnadenn geneigtt Datum Cassell am 5. Martij Anno 54. Vnnsernn Saltzgrevenn zu Allenndorff zum Sodenn vnnd liebenn Getrewenn Jost Berbernn3 vnnd Valtin Schuldt, Prtat.4 Sodenn den 8. Mar: Ao 54. Gemeiner Bevelch vnnd Beschlus Das alle obberurte Verwalter, Saltzgrevenn, Renndtmeister, Saltzwarte, vnnd die anndernn diener, alle
vnnser zufellige amptssachenn zu Allenndorff vnd Soden, mit vnnd nebenn einannder Jederzeit verrichtenn, vnd insonnderheit was vonn vnnsert wegenn zubauwenn, mit ernnstem vleis zum bestenn gefertiget zuwerdenn, treulich zufurdernn, vnnd vfsehenns habenn, sich keiner vf den anndernn verlassenn, Sonndernn ein Jeder solchs treibenn, als ginge es Jhnenn selber vnnd alleine an, Zu dem, sollenn auch alle vnnsere hierin Beampte diener wie obstehet, das saltzsiedenn zum Sodenn also vnnd dermassenn ordenenn vnnd verschaffenn, das eins Jeden Jars vf beidenn dem newenn vnnd altenn Saltzwergke, vnnter vnd weniger dann Sechstausenndt wercke oder Pfannenn Saltzes nit gesottenn werdenn, Wo aber vnnser Herr Gott in den Weldenn, eins oder mehr Jars mast verleyhet, vnnd mann mehr wercke, Sohlen vnnd Holtz halber siedenn vnnd verschliessenn kann, Darann sollenn sie keinenn muglichenn vleis sparenn, das wir Jhnenn also samptlich vnnd Jedem Innsonnderheit Inn Jre eidtspflichte ernnstlich bevohlenn haben, vnnd vnns genntzlich versehenn wollenn,
Das Vierdte Buch. Darauff gebietenn vnnd wollenn wir, das ein Jeder vnnser obbenanten diener, souiel Jnen hierin betrifft, dem also fur vnnd fur gestracks vnweigerlich[?]1 nachkomme, vnnd gelobe, darauß nit schreite, noch einich Punct ohnn vnnserm vorwissenn vnnd bewilligung verendere, alß lieb einem Jedenn vnnser gnade vnd schwere vngnade zuuermeidenn seij, Vnnd da wir hiewieder, oder auch die Ordenungk zum Bodenn, einichenn beuelche, ob der schonn durch vnns selbst vnderschriebenn were, außgingenn liessenn, So sollenn doch die Saltzgreuenn vnns des zuuor Jren bericht thun, vnnd der ordenung erJnnernn, ehr sie dem Volnziehung thun. Wollenn auch die vbertretter darumb vngestrafft nicht lassenn, darnach wisse sich ein Jeder zurichtenn, Vnd vrkundt das diese obgeschriebenn vnnser ordenunge Satzunge vnnd gebotte vnnd ein Jeglich stucke in sonderheit von einem Jeglichenn Beamptenn, so viel die einenn Jedenn betreffenn, stette, veste vnd vnuerbruchlichenn sollenn gehaltenn werdenn, So
Das Vierdte Buch. habenn wir vnns mit eigenn Handenn hierunder gezeichnet, vnnd vnnser Sigill darauf wissentlich truckenn lassenn. Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff ann der Werra, den erstenn tage des Monats May anno Domini Funfzehenn hundertt Funfzigk vnnd vier.
Das Vierdte Buch. Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn Graue zu Catzenelnpogen, Dietz, Ziegennhainn vnd Nidda Vnnd wir Burgermeister vnnd Rath der Stadt Allenndorff ann der Werra, thun kundt hierann offentlich bekennennde, Nach dem der almechtig Gott, hie ann diesem ort, ein sonnderliche gnade des Saltzbornns erzeigt hat, welches dieser Stadt Allenndorff, auch den armenn in den Bodenn, vnnd darzu Landenn vnnd leutenn zu vielem gutenn gereicht, vnnd aber wir befindenn, das in diesenn zeitenn, viel raumenns, Rodenns vnnd verwustenn der geholtz beschicht, do man doch sonnderlich ann denenn dermassenn gelegenen orttenn der geholtze, dem Saltzwercke gar nit enndtrathenn kan, vnnd wo solchem raumenn, Rodenn vnnd verwustenn der gewelde, durch vleissige ernnste vfsehung verbot vnnd straff nicht vorkommenn, das auch zu letzt hie zu diesem Saltzwercke zubesorgent holtz gebrestenn, vnnd dennach nicht allein, diese am saltzwercke theil habenn schadenn leidenn, sonndernn auch vnnsere des Lanndtgrauenn Lanndt vnnd Leute ann saltz mangeln, vnnd abgang habenn wurdenn, Das wir
Das Vierdte Buch. der Lanndtgraue beuohlenn, vnnd wir Burgermeister vnnd Rath vff vnns genommenn vnd versprochenn habenn, das wir alle vnnd Jede geholtze, so wir dieser zeitt, vnnder vnnd in vnnsernn Hanndenn habenn, hinfuro in ernnster vnnd vleissiger vfsehung vnnd acht habenn, Hegenn, vnnd keinem mennschenn, der seij wer er wolle, gestattenn, noch auch zusehenn sollenn vnnd wollenn, das er einig stuck, desselbenn seij viel oder wenig, raume oder rode, Wir der Rath zu Allenndorff sollenn vnnd wollenn auch, so offt wir Gericht haltenn, das raumenn Rodenn, vnnd vnerlaubt hawenn im geholtze verbietenn, vnnd die Hege gebietenn, alles beij leibstraff, welche die Jehnenn so wieder solch gebott vnnd verbot freuenntlich hanndelnn, verfallenn sein vnnd gewartenn sollenn, vnnd sollenn vnnd wollenn die vbertretter freueler, vnnd verechter, mit ernnst vnnd vnachlessig, nach gestalt ihrer vbertrettung straffenn, alles darumb damit das Raumen, Rodenn, vnd verwustenn der geholtze gar vnd zu volg abgestelt, die gehöltze zugehaltenn wieder in Hege, vnd zu vfwachsung vnnd volkommener besserung bracht vnd solche gehöltze
Das Vierdte Buch. ferner zu notturfft vnnd gelegennheit dem Saltzwerck zum bestenn, mit der zeit gebraucht werdenn mugenn Wir sollenn vnnd wollenn auch nicht gestattenn, das von newenn Weinberge, vmb Allenndorff oder die Bodenn, gemacht werdenn, Dieweil mann befindet, das die Weinpfele dem geholtz grossenn schadenn thun, auch die arbeiter vnnd taglohner, so in geholtzenn zum Saltzwerck holtz vnnd wellenn hawenn soltenn, stets in Weinbergenn arbeitenn, doch vnns den von Allenndorff sonnst ann vnnser gerechtigkeit, vnabbruchlich, Des zu vrkundt habenn wir Lanndtgraue Philips vnnser Furstlich, vnnd wir Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff der Stadt Jnnsiegell hierann henckenn lassenn. Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff ann der Werra den erstenn tag des Monats Maij Jm Funffzehenn Hundertenn Funffzigk vnd vierten Jahre. Philips L zu Hessenn sst.
Forst Ordnunge Wir Philips vonn Gottes gnadenn Landtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegenhain, vnnd Nidda, Fugenn allenn vnnd Jedenn vnsernn Amptleutenn, Amptknechtenn, Beuelchhabernn vnnd vnderthanenn, In vnsernn amptenn Allenndorff ann der Werra, Eschwech, Ludwigstein, vnnd Wanfriedenn zu wissenn, das wir glaublichenn bericht werdenn, das etzlich Jar hero vnsere vnnd andere gehöltz vnnd gewelde, durch sie die vnderthanenn, mit raumen, rodenn, vnnd verhauenn, mercklich beschedigt, vnnd zum theil verwustet seyenn, darab tragenn wir nit gering misfallenns. Nach dem wir dann dergeheltze vnnd gewelde, in vorgenanntenn vnsernn ampten vnnd gerichtenn, zu grossenn vnd notwendigenn sachen, vnser vnnd vnserer lannde vnnd leute bedurffenn, So gebietenn wir hiermit ernnstlich, vnnd wollen, das hinfuro kein mann, der sey wer er wolle, in vnsern ampten vnd gerichtenn, in Stedtenn oder dorffenn, Eschwe, Allenndorff, Ludwigstein, vnnd Wannfriedenn gesessenn,
sonnderlich vnnd furnemblich in den Ludwigsteinischenn gehöltzenn, Item am Rorbenberge1[?], am Meißner, am Petersberge, am Bramberg, auch am vnnd in den Allendorffischenn geholtzenn, einiges stuckenn, das sey gros oder klein, rode noch raume, oder rodenn noch raumen lasse, vnnd das vnsere amptleute, ambtknecht vnnd Beuelchhaber vleissige vffachtunge habenn, ob einer oder mehr sein wurdenn, die diesenn beuelch vberschrittenn, den oder dieselbigenn sollenn sie vor Gerichtt stellenn, vnnd als einenn vergessenen seiner eide vnnd pflichte, vnnd einen der sich freuentlich seiner Obrigkeit wiedersetzet, vnnd seiner ordenntlichenn vnd vonn Got geordenntenn Obrigkeit, Hocheit vnnd gebott veracht, vmb leib vnnd lebenn in vnsernn nahmenn annclagenn, vnnd daruber die Scheffenn erkennenn lassenn, was recht sey, vnnd dann vnns vonn dem allenn, vnnd was die verwirckung, auch was darauff erkenndt sey, vnderschiedtlich vnnd klar berichtenn, So wollenn wir darauf bescheidt gebenn, wie die straf soll volnstreckt werdenn. Vnd nach dem wir auch berichtet werdenn, das etliche vom Adell vnd
anndere so eigene geholtz gehabt, vnnd zum theil noch habenn, Ire geholtz ausrottenn, vnnd ausrodenn lassen, Darmit sie souiel mehr zins vnnd zehenndenn habenn mugenn, Vnnd darnach sie vnnd Ire vndersassenn sich zu vnns vnnd vnsernn vnderthanenn Inn vnser gehöltz, mit holtzunge vnnd hude tringenn, So wollenn wir dieselbigenn daruor gewarnet habenn, das sie Ire gehöltz nit ausrottenn, oder ausrodenn lassenn, auch darbenebenn Ihnenn gebottenn habenn, das sie solchs eintringenns mußig stehenn, Mit der vergewissigung, das in Iztbemeltenn falle einer oder mehr, Edell, oder vnedell Ire geholtz, oder gestreuch, ausrodenn oder ausrodenn lassenn, das wir Ihnenn vf vnsernn vnnd vnserer vnderthanen gehöltzenn, keine beholtzunge, noch hude gestattenn wollenn, dann auch Ire hirttenn vnnd Ire viehe, daruber vf vnnd in denn vnsernn, dohin sie sich zu vnns vnnd den vnsernn dringenn wollenn, kunfftiglich betrettenn vnd anngefallenn wurdenn, So soll das viehe Ihnenn durch die vnsernn genommenn, die hirttenn gefennglich eingezogenn, vnnd Jegenn den vbertretternn mit der straf aller massenn wie obgemelt gehaltenn werdenn. Wir wollenn auch, vnnd gebietenn ernnstlich, das mann in
vorgemeltenn vnsernn Stedtenn, amptenn vnnd Gerichtenn, alle mahl, wenn mann vngebottenn dinge oder sonnst gericht helt, diese vnsere verordenunge, offentlich vor allem beistanndt verlese vnnd verkundige, vnnd das solchs zum wenigstenn alle Jar viermahl beschehe, Wurde auch einer oder mehr vnser Beuelchhaber hierinne lessig, vnnd diesenn vnsernn beuelch nit nachkommenn, vnnd wir kemenn des in erfahrung, die sollenn dergleichenn straff gewertig sein, Welches wir also hiermit gesetzt, geordnet vnnd hinfuro gehaltenn habenn, auch euch allenn darumb hiermit offenntlich verkundenn lassenn habenn wollenn, Darmit dieses alles hinfuro also vor vnser verordenung gehaltenn werdenn soll, vnnd sich niemandt der vnwissenschafft zu beclagenn habe, Gebenn vnder vnserm hierauff getrucktenn Secret zu Allenndorff ann der Werra, den erstenn tage Maij Anno 1554. Philips L zu Hessenn Heinrich Lersener sst.
Ordnunge vnnd vergleichung der Gehöltz Jenseit der stadt Allenndorff ann der Werra, vnnd annders betreffenndt. Als dem Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd herrnn, Herrnn Philipsenn, Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnpogenn, Vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, die Bodermeister zu Allenndorff in Sodenn, etliche menngell vnnd beschwerungenn, so Irenn vber vnnd wieder zuuor beschene verordnungenn begegenenn soltenn, vorbracht, Derowegenn ffgl. Irenn Cantzlarnn Heinrichenn Lersenernn, vnnd Saltzgrebenn Josten Berkern1 hieher verordennt, die dinge zuuerhorenn, vnd darin geburliche Innsehenn zu habenn, welche auch in gehorsamer volge ffgl. beuelchs erschienenn seindt, noturftige verhörung vnnd nachforschung gethann, So habenn sie dennach mit gutem vorwissenn vnnd willenn Burgermeister vnnd Raths der Stadt Allenndorff ann der Werra, auch der Pfenner verordenntenn Saltzgrebenn abgeredt vnnd betheidnigt2[?], wie volget, doch alles vf Jederzeit besser bedenckenn vnnd verordenen hochgemelts vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn.
Erstlich betreffenndt die geholtze hie disseit der Stadt gelegenn, vnnd die dem Rathe zu hegenn in dem vertrage vnnd der Location zugelassenn seindt, die sollenn dermassenn der vertrage vnnd Location mitbringenn, in der hege bis sie zu scheidtholtz zu hauenn tuglich gehaltenn, vnnd wann die zu scheidtholtz zu hauenn tuglich, als dann zu scheidtholtz gehauenn, vnnd Inn Stadt vnd Inn die Bodenn verkaufft werdenn, alles vermuge vertrags vnnd Location. So sollenn auch dieselbenn geholtze, Sonnderlich der Stein durch verordennte vom Burgermeister vnnd Rath, vnnd vnsers gnedigenn fursten vnnd Herrnn zugeordennte Beamptenn furderlich besichtiget werdenn, vnnd so befindenn, das Reisholtz vnter dem altenn holtz vfgeschlagenn, das zu vnterhauen vnnd Wellennholtz zu machenn were, ohne schadenn vnnd mit befurderunge des erwachsenenn scheidtholtz, So soll solch Reisholtz ausgehauenn, zu wellenn gemacht, vnnd den fuhrleutenn in der Stadt, nach Innhalt dieser Ordenung vnnd vergleichung Inn die Bodenn zu fuhrenn verlassenn werdenn, Zum anndernn, soll mann hinfuro kein blinde los mehr machenn, sonndernn der los souiel machenn, als der
Personenn vnnd nahmenn seindt, vnnd vmb beforderung willen des Saltzwercks Jedem fuhrmann, der ein Burger ist zwey theil, den anndernn Jedem ein theil gebenn, Darzu mit diesem gedinge, Welcher, der sey wer er wolle, der sein theil nicht vor sein haushaltung behaltenn, auch nit selber vor die Sodenn bringenn wolte, der sols auch nicht wollenn, Sonndernn Innerhalb vierzehenn tagenn, nach beschener losung den Burgermeister vfsagenn, dieselbenn sollenn in beysein des Schultheissenn solch theil furter den fuhrleutenn In die Sodenn zu fuhrenn, vmb das geordennt Stambgeldt, vnnd nicht theurer lassenn, Wolte aber ein Burger etwas vonn seinem theil zu seiner Haushaltung behaltenn, vnnd das annder verlassenn, der soll dem fuhrmann im Holtz — 6 schock wagen wellen, vnnd — 7. schock esell wellenn vor ein thaler lassen, bey pen — 2 thaler, die Jeder der verkauffer vnnd kaufer, so offt sies verbrechenn, verfallenn sein sollenn, vnnd in dem in den nahenn vnnd ferrenn geholtzenn kein gefehrlich aussonnderung beschehenn, Es soll auch wann die los gegebenn, ein zeit benennt werdenn, in dero das geholtz werde gehauenn, auch aus den gehewenn bracht, Welcher darin seumig wurde, soll solch theil anndernn die das
heraus vnnd Inn die Bodenn bringenn, gelassenn werden, vnnd sollenn hinfure die los vnnd theil, souiel muglich ist, gleich gros gemacht vnnd ausgetheilt, vnnd darin kein geuerlicher vortheil gesucht, noch gebraucht werden, vnnd darmit aller verdacht vnnd vnwill desfals abgewenndt werdenn muge, so wollenn Burgermeister vnnd Rath bey das losenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern Schultheissenn zu Allenndorff Jederzeit fordernn, mit zuzusehenn, das darin kein vortheil gesucht werde, vnnd dieweil sie selbst befindenn, das die kleinenn geheuwe nit nuzlich, in dem das sie nit so vleissig gehegt werdenn, So wollenn sie hinfurter die geheuwe desto grosser machenn, vnnd allennthalbenn in ein solche ordenung bringenn, das die geheuwe in rechter guter mas vnnd ordenung bestehenn, auch treuwlich vnnd vleissigk gehegt werdenn, der Stadt vnnd dem Saltzwergk zubestenndiger befurderunge vnnd erhalttunge1[?], Zum drittenn soll hinfuro das Mas vnnd die Satzung der liefferung vnnd bezahlung des holtzes halbenn gehalten werdenn, wie die zuuor durch vnnsers gnedigen fursten vnnd Herren Saltzgreuenn vnnd beamptenn ist vfgericht
Unsichere Lesungen
Z. 17: erhalttunge — Strich durch ttunge, wohl Zierstrich
werdenn, Nemblichen Ein hauffenn gut Buchenn holtz vmb — 26. alb. Ein hauffenn Eichenn holtz 24. alb, acht steige wagenn wellenn — 1 thaler. Drey schock esell wellnn1 vmb ein thaler, in die grubenn geliebert vnnd bezahlet werdenn, vnnd soll auch in der Stadt Allenndorff, vnnd vnnder den Burgernn aus sonderlichenn Vhrsachenn, diese Ordenung vnnd satzung gleicher gestalt gehaltenn werdenn, Zum vierdtenn so auch einer aus den Bodenn einem auswertigenn Meintzischenn oder der Junckernn Mennern geldt auf holtz gethann hette, oder thete, Dasselbig holtz soll wissenntlich vnnd vfsetzlich vonn keinem Burger In der Stadt, dem Boder aus der hanndt gekaufft werdenn, vnnd soll ein Jeder Bodermeister, dem das begegnete, solchs vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Schultheissen vnnd Burgermeister anntzeigenn, die sollenn darin geburlich Insehenn habenn, vnnd verfugenn, das der Jenige, so also vom Bodermeister geldt vf holtz emdtpfanngen hette, den Bodermeister mit holtz bezahle, Doch mus mann Jegenn solchenn ausgesessenenn Meintzischenn vnd der Junckernn mennernn mit bescheidennheit hanndeln das mann sie nicht gar vor die köpff2[?] stosse, vnd sie dann
kein holtz mehr zufuhrenn, Zum funfftenn, Es soll auch kein Burger Jegen den Bodermeisternn, noch die Bodermeister vnter sich selbst, vber die vorgemelte verordenung vnnd satzung einige vorkauf, parthierung, betrug, ersteigerung, vorfortheilung, weder im kaufgelde, noch im mas, den anndernn zu nachteil treibenn, Zum Sechstenn, Sollenn Saltzgreuenn vnnd Beamptenn darauff sehenn, das der arme Bodermeister nebenn dem reichenn gefurdert, das Saltliegenn souiel Immer muglich verkommenn werde, vnnd derowegenn im fall einer ohnn sein löblich1 verschuldung ann holtz mangell, vnnd ein annder vberflussig holtz hette, das durch den so ein vberflus, dem der manngell hette, in zeitt der not, Jegenn geburliche wiederstattung, fursetzung vnnd furderung beschehe, doch dem anndernn auch ohne schadenn, dann niemanndts sein vleis vnnd fursichtigkeit zu nachteil gereichenn soll, Zum siebenndenn, die Esel wellenn sollenn dermassen vnnd nit höher als obenn vermelt, verkaufft werdenn, sie werdenn [übergeschrieben: dan] mit geldt, oder mit Saltz bezahlt,
Es soll auch diese vergleichung allenn vnnd Jedenn in dem vertrage der Location vnnd Ordnungenn zun Bodenn begriffenn, in keinen wege nachteilig, abbruchlich oder vergreifflich sein, sonnder alle geuerde, Geschehe vnnd gebenn zu Allenndorff den 3 Octobris Anno 55. Philips Lzu Hessenn sst1. Lehnbrieff vber den Altennstein bey Allenndorff. Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn Bekennenn fur vnns vnnd vnnser Erbenn offenntlich ann diesem brieffe, vor aller menniglichenn, das wir vnnserm liebenn Getreuwenn Bernnharden vor sich, Ernnstenn vnnd hannsen, der noch vnnter seinenn vnmundigenn Jarenn ist, Geuetternn vnnd bruedert vonn Bischhausenn, zu rechtem Erbmannlehenn gelihenn habenn, vnnd Leyhenn Ihne Jegennwertiglich, Inn vnnd mit Krafft dis briefs, vnnser Schlos den altenn Stein, mit den Wustenungenn, Weydennbach, Aspach, Wussere2[?], vnd Sickenbergk3[?],
vnnd die Gehöltze Calenbergk vnnd Rachelsbergk1[?] vnd annders, mit holtz, feldenn, wassernn, weidenn, ackern, wiesenn, vnnd allenn vnnd Jeglichenn zugehörungenn, wie dann die vonn alters zu dem vorgenanntenn vnsernn Schlos altennstein, vnnd den ehegenanntenn Wustungk gehört hann, doch hierin ausgescheidenn, was zu vnserm Schlos Beylstein vnnd vnser Stadt allenndorf vonn alter bishero gehort hat, Des sollenn sie sich mit [gestrichen: Bruddern2[?]], vnderwindenn, noch vnns vnnd den vnsern kein Inntrage thun, Innassenn des genanttenn von Bischoffshausenn seligenn elternn in besetz vnnd gewehr herbracht, vnnd vonn vnserm hern vnnd vatter seligk löblicher gedechtnus zu lehenn gehapt vnnd getragenn habenn, vnnd sollenn abgenannte, Bernnhardt, Ernst vnnd hanns sein vetter, auch alle Ire leibs lehenns Erbenn, das vorgenanndt vnser Schlos altennstein, mit allenn seinenn zugehörungenn, wie obberurt ist, vonn vnns vnnd vnsernn Erbenn, zu rechtem Erbmanlehen habenn, tragenn, verstehenn, verdienenn vnd endtpfahenn, als manlehenns recht vnnd gewonheit ist, vnsernn schadenn getreulich warnenn, vnnd vnser bestes altzeit thun, Wann wo vnnd wie dicke das not
sein vnnd sich geburenn wirdet, vnser vnnd vnser Erbenn getreue mann darumb sein vnnd pleibenn, vnnd vnns vnsern erbenn auch solche lehenn nimmermehr vfsagenn in keine weise, Doch hierin ausgescheidenn, vnser, vnser erbenn, vnnd vnser mann recht, ohne geuerde. Das vorgenanndt Schlos altennstein soll auch vnser vnser erbenn, vnnd vnser amptleute vnnd der vnsernn vonn vnser wegenn offen Schlos sein vnnd pleibenn, vnd daraus vnnd darin zubehelffenn, wieder allermenniglich, niemanndt ausgescheidenn, Wann vnnd wie dicke des not sein wirdet, sonnder alle wiedderrede vnnd geuerde, Es soll auch die genanntenn vonn Bischoffshausenn, Ire Erbenn vnnd die Irenn, die sie vff solchenn Schlos habenn, vnd die vnsernn vor vnsernn feindenn, wo sie die vernehmen, warnenn, vnser vnnd vnser Erbenn bestes fruben1[?], vnd auch ob vnns vnnd den vnsernn das vnser genommen wurde, vnnd sie das vernehmenn, das sie das endtschutz vnnd werenn helffenn sollenn, nach allem Irenn bestenn vermugenn. Wir vnnd vnser Erbenn sollenn vnnd wollenn auch den genanntenn von Bischoffshausenn vnnd Ire leibs lehenns Erbenn, mitt
dem genantten Schlos vnnd seinenn zugehorungenn sturen, schutzenn vnnd vertheidingenn, als anndere vnsere mann vnnd die vnsernn, Wo wir Irer zu recht vnnd ehrenn mechtige sein, vnnd gemelter Hanns soll, wann er zu seinenn mundigenn Jarenn kompt, selbst pflicht thun, wie sich das geburt, ohn alle argelist vnnd geuerde, Des zu vrkunde habenn wir vnser Innsiegell ann diesenn brieff henncken lassenn, Der gebenn ist zu Cassell, dinstags nach Catharinae Anno 1530. Ordnung, Welche Ich Johann Rhenanus aus allen Ordnungen zusammen gezogen, vnd meinen G. F. vnd Herrnn Ao. 67. zu anfang ffgl. Regirung vbergeben, vnd nach der hand vermehret word1[?] Wir Wilhelm vonn Gottes gnadenn Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogenn Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, Embietenn allenn vnnd Jedenn vnsernn Saltzgreuenn, Renntmeisternn, Saltzwarttenn, Saltzfactorn, Saltzschreibernn, Holtzkogtenn, Holtzmesternn, Bronnenns der Sohlenn, vnd Pfannenmeisternn, Saltzmessernn, Schetzernn, auch allenn anndernn, so in Jegenwertige vnnd kunfftige zeit, vonn vnser vnnd vnser nachkommen wegen,
Inn vnserm Saltzwerck Sodenn werdenn beuelch vnnd ampter tragenn, mit holtz, Solenn, oder Saltz, darin oder daraussenn hanndelenn oder parthierenn, Desgleichenn auch allenn Sodermeisternn, affterknechten, vnnd Innwöhnernn, Wie die nahmenn habenn mügen, vnser gnadt zuuor, vnnd fugenn euch zu wissenn, Nach dem der almechtige Ewige Got, aus sonnderlichenn gnadenn, vnnd milter vorsichtigkeit, in vnserm furstennthumb bey vnser Stadt allenndorff, in obgedachtem Saltzwerck, Ein reichenn Saltzbronnenn gnedigklich erzeuget, gegebenn, vnnd springenn lassenn, Dessen nit allein vnsere vorfahrenn seliger gedechtnus Furstenn zu Hessenn, vnnd wir benebenn denenn darzu ererbtenn altenn Pfennernn, reichenn gewinst, nutz, vnnd auskommenns bis dahero gehabt, vnnd noch durch obgedachte Gottes gnadt habenn, Sonndernn auch viele mennschenn Inn vnnd ausser Lanndes desselbigenn vielfeltig geniessenn, sich darvonn ernehrenn, erhaltenn, vnnd zu Irer haushaltungenn gebrauchenn, vnd dann aus algemeiner erfahrung am tag vnd offenbar ist, das nichts auf erdenn ohne gute ordenunge vnd
Regiment kann erhaltenn werdenn, So habenn wir bedacht, mit vleis bewogenn, vnnd nach zeitigem gehaptem gutem Rath, furnemblich aber, in annsehung das saltz ein solche wahr ist, derenn man gar nicht enndtrathenn kann, fur nottwenndige geachtet, vnnd anngesehenn, das wir vmb der Jegennwertigenn vnnd kunfftigenn willenn, so Jederzeit im Saltzwergk wohnenn, vnnd damit vmbgehenn werdenn, ein bestenndige richtige ordenung, aus den altenn vnd neuenn zusammenn bringenn, beschreibenn vnnd vfrichtenn lassenn, dieselbige nachmahls durch vnsere Furstliche Ratification, nach erforderung vnsers ampts vnnd Hocheit Inns werck setzten vnnd zu haltenn mit ernnst gebottenn, Dann ob schonn vor dieser zeit auch bey den Pfennernn da hiuor vnnd ehr vnser gnediger herr vatter, Christlich gedechtnus, benebenn Irenn den Pfennernn in Saltzwerck anngefanngenn zu bawenn, auch bey seiner gnadenn selbst Regiment beschriebene Ordnungenn vnd Resolutiones aufgerichtet, vnnd vorhandenn gewesenn, wie dann auch noch nach welchen alles im Saltzwergk,
so vonn notenn, vnnd furgelauffenn Regiret, verhandelt, gehanndthabt, volnnzogenn, vnnd enndtscheidenn wordenn, vnnd auch wir mit dennselbigenn Ordnungenn vnd Resolutionen nachmals zufriedenn, vnnd in Irem gebuerenndenn werth vnnd krafft wollenn beruhenn lassen, So hatt vnns doch bedaucht, das darin nicht ein ordenntliche disposition, wie sonnstenn richtige eins auff das anndere volget, allennthalb sey gehaltenn wordenn, das auch dieselbigenn vnnder der hanndt nach gelegennheit vnnd erforderunge des ganntzenn Hanndels vnnd Regimennts, geenndert, erkleret, gemehret, vnnd ab, oder zugesetzt wordenn, Vnnd dennach in dieser vnser neuenn Ordenunge darauf furnemlich vnnd allermeist gesehenn, das alle Ordenungenn vnnd Resolutiones, mit fuglicher kurtze in ein Corpus gebrachtt, vnnd allennthalb nach geschickter gebuer auff ditmals ein wohl disponirte vnnd bestenndige richtige Ordnunge beschriebenn, vnnd in nachuolgennde forms gebrachtt wurde, Welche wir zuuor durchaus mit vleis besehenn, daruber notwendiglich gerathschlagt, vnns in allem habenn gefallenn lassenn, vnnd hinfuro
gehaltenn habenn wöllenn, Doch mit dem austrucklichenn furbehalt, das wir oder vnser Erbenn vnnd nachkommenn, dieselbenn Jederzeit zu mehrenn oder zu mindernn, wollenn machtt vnnd gewalt habenn vnnd behaltenn, Beuehlenn dennach Ernnstlichenn vnnd in gnadenn, vnd wollenn, das alle vnsere Saltzgreuenn, Renndtmeister, Saltzwartten, Saltzfactores, Saltzschreiber, Holtzvogte, Holtzmesser, Brunnens, der Sohlenn, vnd Pfannmeister, Saltzmesser, Schetzer, auch allenn anndernn so in Jegennwertige vnnd kunfftige zeit vonn vnser vnnd vnser nachkommenn wegenn, in vnserm Saltzwerck Sodenn werdenn beuelch vnnd ampter tragenn, mit holtz oder saltz darin oder daraussenn hanndelenn vnnd partierenn, Desgleichen auch allenn Sodermeisternn, affterknechtenn, vnd einwonern, wie die nahmen haben mögen In gemein vnd besonders, das die sampt vnnd besonnders bey den eyden vnnd pflichtenn damit sie vnns zugethann vnnd verwanndt, dieser vnser Ordenung in allem sich gehorsamblich, vnwegerlich, gemes, vnnd gefolgig ver=
haltenn, Oder aber vber die darin verleibtenn poenen vnd straffenn vnser schwere vngnade gewarttenn, Volget nun die Ordenung. Es ist vnns vnuerholenn, das in allenn Auslenndischenn Saltz vnnd Bergk Ordnungenn, vonn Erstenn pflegenn die Beuelch vnnd amptleute, vom Oberstenn bis zu minderstenn vnnd geringstenn benennet, vnnd was derselbigenn ampt, vnnd verwaltung sey, ausgetruckt, auch mit wasserley gelubdenn vnnd Eidenn, mann dieselbigenn Jederzeit annimpt, vnnd bestettiget, ordenntlich beschriebenn werdenn, Wir aber wollenn in dieser Ordenunge aus gewissenn vrsachenn solchenn brauch hindann setzenn, vnnd wie zuuor gedacht, ordenntlich vom Bronnenn, als dem anfanng des ganntzenn hanndels ann, vnnd volgents eine sachenn vnnd hanndell nach dem anndernn, richtige nachsetzenn, vnnd ann geburlichenn endenn die verwaltunge eines Jedenn ampts ordenntlich erzehlenn, Darauff dann ein Jeder vnser Beampter vnnd diener auf
die artickell seines ampts, nach erforderunge seiner verwaltunge, sein gelubt vnnd Eide zuthun vnnd zuleisten soll schuldigk sein, doch damit nichts vnnderlassenn werde, soll am ennde dieser ordnunge, anngehenngkt werdenn, der General vnnd gemein Eidt, welchen vber die Erbhuldung, aller Bodermeister, Afterknechte vnnd einwöhner, ehe vnnd zuuor sie Ihrer Bodenn zuwonenn, oder meisterschafft zuuerwaltenn, vffgenommenn werden, leistenn vnnd leiblich schweren sollenn vnnd mussenn, Vonn des Bronnens Regiment, Saltzsiedenn vnnd dem gantzen Saltzhandell, Des Bronnen Meisters, welcher auch die Kunste in seiner verwaltung mit hinzu hat, ampt ist, das er den Saltzbrunnenn in vleissiger verwahrung vnnd achtunge habe, ohn vnterlas zusehe, das derselbige ordentlich gehaltenn, vnnd allenthalbenn versehenn werde, nach anweisung seiner bestellung, vnd wie im furtgang dieser Ordnung am geburlichenn endenn soll gemeldet werdenn,
Der Sohlmeister soll mit vleis darauff achtunge gebenn, das die sohlenn ohn vnterlas, aus dem Bronnenn geburlich vnnd Jnn die gefesse vonn Bothenn zu Bodenn, ausgetheilet, vnnd bis das der Weyßestein1[?] Jm Bronnenn gantz blos ist, nach noturfft vnd muglicheit gelanngt werde, Der Sohlmeister soll mit vleis auch annhaltenn, das die furknechte stetigs in fahrenn bleibenn, welche Jme auch gleichs dem Bronnenmeister gehorsamb leistenn sollenn, Die Sohlenn gefesse, Troge, Rennenn, vnnd wechsell soll er in stetiger verwaltung, vnnd verwarunge habenn, darauff trachtenn, das sie in gutem bau vnd besserung gehaltenn werdenn, vnnd so darann etwas manngelnn wurde, solches Jederzeit annzeigenn, Wo er Jemandts befunde der die Sohle liesse vmbkommenn, oder in treck lauffenn, den soll er vom stundt ann beim Rendtmeister2[?] namhafftigk machenn, vnnd soll der vbertretter darumb zu geburlicher straffe, Nemblich ein thaler gehaltenn werden, Wenn ann den Kunstenn etwas zerbrochenn, vnnd
er abwesennd des Bronnenmeisters solchs, es sey gleich tagk oder nacht vernimbt, soll er als baldt dem Bronnenmeister, das solchs verbessert werde, annzeigenn, Wann er aber in gemeinenn vngefehrlichenn fellenn etwas darzu thun, soll er schuldig sein, vnnd in einsetzung vnnd annehmung der Rörenn selbst hanndt mit annzulegenn, vnnd zu arbeitenn, gleich wie die anndernn Bronnenknechte alle disfals schuldigk sein, Vber das soll er das Leuchtsal, futter vnnd annders, Stro, heu vnnd dergleichenn, wenn ers vom Bronnenmeister zuuor empfangenn, notturfftiglich vnnd teglich austheilenn, vnnd in dem allem zuzusehenn, das nichts verentreuet1[?] werde, Bronnenn knecht vnnd Schirmeister ausrichtung Die fuhrknechte sollenn nechst vnnserem Saltzgreuenn, in sachenn den Bronnen vnnd Kunst belangendt dem Bronnenmeister vnnd Sohlmeister, in allem gepurlichenn gehorsamb leistenn, Was sie beuehlenn vnnd ordenenn, ausrichtenn, vnnd sich dem
nicht zuwieder setzenn, vf die Pferde, mit fütterunge, huffschlag, vnnd notwendiger Rüstunge vnnd Zeuge die Jederzeit zubeschickenn, vleißige achtung gebenn, fürnemblich aber soll der Sohlmeister hieruon zu antworttenn Jederzeit pflichtig vnnd schuldige sein, Vnnd dieweil am Bronnenn ein grosses gelegenn, vnd deshalb billich in ehrenn soll gehaltenn werdenn, vnnd in guter hut zuhaltenn ist, So wollen wir hiermit geordnet, vnnd ernnstlich gebottenn habenn, das niemandts mit dem Bronnenn, vnnd den Künstenn vmbzugehenn, darauf einichenn beuelch zuhabenn, noch bey den pferdenn sein soll, er sey dann mit besondernn Eidenn, auf vnnd anngenommenn wordenn, welches mit wissenn aller vnnser Beamptenn beschehenn soll, Damit sich Jtztgedachte vnnsere Beambtenn dißfals aller gelegennheit, wie es vmb einenn Jedernn geschaffenn, erkündigenn, vnd vnnder einannder berathschlagenn mügenn, vnd nicht etwa lose, leichtfertige, verdechtige vnnd vndüchtige leuth anngenommenn werdenn, Geschworner auffseher Ambt
Nach dem auch, Weylandts auf vielfeltiges annsuchenn der Sodermeister verordennt wordenn, das aus Jhnenn den Sodernn zwene geschworne aufseher |: welche mann auf anndernn Saltzwerckenn, vnnter Bronnenmeister zunennenn pfleget :| sein soltenn, welche Jederzeit, wenn es Jhnenn gelegenn vnnd gefellig, vnnd etwa manngell vorlieffe, zusehenn möchtenn, Ob auch im Stollenn, das wilde wasser, wie sichs gebüeret, Zu sumpffe gehaltenn, vnnd die führknechte so tag so nacht, in vleißigem fahrenn pleibenn, So wollenn wir das solches nachmahls also gehaltenn werde, Doch mit der erklerunge, das alle halbe Jar damit abgewechselt, zwene neue verordennt, vnnd bestenndige menner, so zur Meuterey nicht geneigt, sonndernn vfrichtig seindt, darzu Jederzeit gesetzt werdenn, Sie sollenn schuldig sein, was sie Jederzeit vernehmen, es sey gleich wann es wölle, solchs vom erst1 dem Bronnenmeister, vnnd Sohlmeister anzuzeigenn, welche weitter vnndt weder2 vor sich selbst solchs sollenn verenndernn, oder da es vonn nötenn ann vnsere
Saltzgreuenn gelanngenn lassenn, Jres fernnernn bescheidts darin zugewarttenn, Wurde aber solche verennderunge vnnd annzeigen nit geschehenn, sollenn die vfseher solches bey Jrem eiden nit verschweigenn, oder darumb gestrafft werdenn, wir wollenn auch diese geschworne auffseher dermassen befreyet habenn, das sie zur fordernn Kunstthür, vnnd zum wildenn wasser schacht, sollenn ein schlüssel, vnnd freyenn zuganngk habenn, vnnd sich Jnen hiervmb niemanndts, weder mit worttenn noch mitt werckenn, zuwieder soll setzenn, Bronnenn besichtigung der Ober Beamptenn, Damit aber der Brunnen auffs aller vleißigste vnnd treulichste in verwarung für augenn vnnd in grossen ehrenn gehaltenn werde, So ordenenn wir vnnd wollenn auch, wie denn vor dieser Zeit schon verordtnet, das benebenn dem Bronnennmeister, vnser Ober Beamptenn, fürnemblich aber die Saltzgreuen, alle wochenn vf den Bronnenn persönlich gehen, vnd
in allenn gebeuenn zusehenn, vnnd so sich etwas zutregt entweder selbst zuuerbessernn bestellenn, oder ann vnns selbst fernners vnnser erklerung zuerwartenn, gelanngenn lassenn sollenn, Wurdenn sie aber hierin ein oder mehrmahl seumig oder nachlessig, wollenn wir sie darumb nach gelegennheit annzusehenn wissenn, Wenn sie aber in solcher besichtigung seindt, sollenn sie Got vnnd der herlichenn gabenn des Bronnens zu ehrenn, sich vntereinannder in keine böse oder zennckische wort oder wercke einlassenn, sonndernn mit freundtlichenn vnnd glimpfflichenn worttenn, vonn sachenn die sich zutragenn, vnnderredung pflegenn, wie solchs den Erbarnn vnnd verstenndigenn leutenn wohl annstehet Niemanndts frembt ohne fürwissenn auff den Bronnen zulassenn, Sonnstenn soll niemanndts frembdes, so nicht vnnser diener ist, vnnd vber das Saltzwerck beuelch hatt, Es sey dann ein mitpfenner, auf den Bronnenn, denselbigenn zubesichtigenn, gelassenn werdenn, es geschehe dann solchs
entweder durch vnnsere besonndere Zulassung, oder mit wissenn der Saltzgreuenn, welche dann persönlich mit denenn so darzu gelassenn werdenn, vf dem Bronn vnnd zugegenn sein sollenn, Wurde solches vberschrittenn, soll der vbertretter vnnablessig darumb gestrafft werdenn, Futterunge der Kunst pferde. Die futterunge vnnd die Kunst pferde, als haffernn, Stro vnnd Heuwe, soll der Brunnennmeister bey dem Renndtmeister zu Eschwege Jerlich einnehmenn, vnd enndtpfanngenn, Vonn demselbigenn soll sie der Bonmeister annehmenn, dem Sohlmeister weitters ordenntlich vnnd teglich auszutheilenn, vnnd in seiner Kunstrechnung, wie dann seine vnndengemelte bestellung mitbringet, berechnenn, Den Haffernn wollenn wir Jederzeit in einem namhaftigenn gesetztenn werth zubezahlenn, in vnnser amptern |: wie Jtzo zu Eschwege :| bestellenn lassenn, vnd soll derselbige vmb bare bezahlung, in denselbigenn ampternn ohne seumnus geliffert, vnd beiderseitts
zu gebürlicher Jnnahme vnnd ausgabe hinausgeschriebenn, vnnd verrechennt werdenn, Das Hauw vnnd stro soll auffs aller vleißigste vnnd zum wolfeilestenn Jmmer müglich in gelegener Zeit eingekaufft, vnnd furtter ausgebenn vnnd verrechent werdenn, Gebeu vnnd Schlißwerck auffm Bronnenn, Die Gebeu vnnd Schlißwerck auf dem Bronnenn sollen durch den Bronnenmeister, so offt solchs vonnötenn, versorget, bestellet vnnd verlegt werdenn, vnnd dieweil darzu in des Renndtmeisters heupt Register, ein sonnderliche einnahme geldts verrechnet wurdet, soll der Renndtmeister, souiel Jederzeit vonnötenn, dem Bronnenmeister vf sein Recognition vnnd Rechnung bis zu ennde des Jars zustellenn, Darvonn soll er wochenntlich den führknechtenn Jren gebuerennden Lohnn, vnnd alles was vf die Kunste vnnd pferde gehet, erlegenn, darüber ein klar vfrichtigs Register haltenn, vnnd wochenntlich, wenn vnnser Saltzgreuenn zusammen kommen fürlegen,
vnnd vnnderschreibenn lassenn, Es soll aber kein vornehmer Bauw, der vber vier gulden ausgabe annlanngt vorgenommenn werdenn, es geschehe dann mit vnnserer Saltzgreuenn vorwissenn, Wir wollenn auch, das alle Rüstung vnnd Zeuge vff den Brunnenn duppell bestelt werde, damit mann solchs im fall der not, da etwas ann einer Kunst zerbreche, könne gebrauchenn, vnnd soll vnnser Bronnenmeister vber alles so zun Künstenn vnnd pferdenn gehört, ein bestenndiges richtiges Jnuentarium haltenn, welches alle Jar, benebenn seiner besonndernn Bronnenrechnung soll Jnserirt, vnnd in ab vnnd zugang verglichenn werdenn, Damit Jederzeit vnnsere Saltzgreuenn vnns darvonn notturfftiglich berichten mügl.1 Austheilung der Sohlenn Wir wollenn aber auch, das, wann solche austheilung, durch den Sohlmeister verrichttet wirdt, keiner dem anndernn die Sohlenn soll anweisenn, noch für sich selbst Jme ohne fürweisenn des Sohlennmeisters zu wenndenn, Wurde aber einer hierüber betretten,
soll einenn orts thalers zur busse erlegenn, Wurde einer die Sohlenn vnnützlich verkommenn, ingrabenn, oder sonnst in treck lauffenn lassenn, soll solchs in gemeinenn fellenn mit einem halbenn thaler, aber in grossenn vbertrettungenn, nach gelegennheit verbussenn, oder am leib gestrafft werden, Da sich vber das vnrichtigkeit oder manngell in austheilung der sohlenn zutrüege, darüber soll der Sohlmeister solchs zuenndtscheidenn, auch geordenet sein, Wurde mann aber Jme nicht volgenn, soll er solchs weitters vnnserm Renndtmeister, oder wer zur stette aus vnnsernn Beamptenn ist, annzeigenn, die sollenn darein weitters thun vnnd lassenn, was sich gebüeren will, Wann nun die austheilung der sohlenn also volnzogenn ist, vnnd die Söder zum siedenn annfanngen könnenn, soll vonn stundt ann der Sohlmeister vff den Mitwochenn durch alle gassenn gehenn, vnnd mitt heller stimme rüffenn, |: wie dann solches von alters herbracht :| Feuret in Gottes nahmenn Auff dem Sonntage aber soll nach gehaltener Kinder=
lehr, ein Zeichenn zum gebet vnnd der annfeurung, in der Kirchenn, mit ein glöcklein gebenn werdenn, vnd darauff die Söder in Gottes nahmenn annsteckenn, feurenn, vnnd siedenn, Da dann einer ehe dann solch geschrey geschicht vnnd glockenn leutenn annsteckte soll vmb solches freuels willenn mit einem ortts thalers busse gestrafft werdenn, Saltzwarttenn Ambt. Wenn der Rauch vfgehet, sollenn die Saltzwarttenn, deren wir, allenn betrug vnnd meuterey zuuerhuetenn drey geordtnet habenn, Nemblich der Ober Saltzwartt, der Jegenn Saltzwart |: welches itzt der Caplann ist :| vnnd der Zölnner persomlich1 vmbher gehenn, vonn Bothenn zu Bothenn sehenn, wer da kalt ligt, oder siede, vnnd als baldt sie vmbhero ganngenn, sich miteinannder vergleiche, vnnd dem Renndtmeister ein bestenndige gewisse Zahl vnnd nahmenn derenn so siedenn, oder nicht, durch den Ober Saltzwarttenn zustellenn vnd vnnderschreibenn lassenn, vf das der Renndtmeister die Winnung auffhebenn, vnnd einnehmenn könne,
Da die Saltzwartenn aber sich nicht vergleichenn köntenn, sollenn nach anweisung der altenn ordnungender Saltzgrevenn darzu erfordert, vnnd was sich der Rendtmeister gehaltenn solle, bescheidt gebenn werdenn, Saltleger2[?] zeichenn. Doch wollenn wir das solcher vnnd dergleichenn vnrichtigkeit zuuorkommenn, vnnser Ober Saltzwart, mit vleis auf austheilung der Saldtleger3[?] zeichenn sehe, sich nach demselbigenn richte, vnnd dem Rendtmeister weitter bescheidt gebe, Auch da einer oder mehr aus mutwillenn, freuell, oder vergessennheit solch Saldtleger zeichenn bey Jnen dem Saltzwartenn nicht fordernn, vnnd gleichwohl mit seurenn werde, soll er vnnachlessig die Winnung volkommenlich dem Rendtmeister zubezahlenn schuldig sein, Wie es vnnter des, wenn mann seudet in casibus fortuitis gehaltenn werdenn soll. Weyl sichs aber viel mahl zutregt, das im siedenn,
Unsichere Lesungen
Z. 2: ordnungen= — Zeilenende, Trennung oder Schmuck
wann das feur vnnder der pfannenn ist, vnnd etwa ein vnrath fürfelt, als das vielleicht die Pfannen enntbricht, die Hackenn ausreissenn, die Pfannen bäum vnnd hackenn brechenn, die Pfannenn wohl in Herdt fellet, oder sonnstenn das dach vom Bothe abscheust, ein Hanngellbaum, Rinde1 oder treger bricht, als das entweder das halbe oder ganntze werck mehr oder minder zu schadenn gehet, vnnd dann solchs Casus fortuiti seindt, sollenn die gemeinenn geringenn felle, des halbenn vnnserm Pfannennmeister, vnnd einem oder zweyen Schetzernn, Die grossenn vnfell aber vnnsern Beamptenn selbst anngezeigt werdenn, welche als baldt sollenn schuldig sein, persomlich2 in das Both zugehenn, darein sich solches zugetragenn hat, mitt vleis alle gelegennheit zubeschauenn, vnd den fürgefallenn schadenn billich taxiren, vnnd ermessenn, vnnd soll der Renndtmeister nach anweisung solchs taxs dem Meister ann bezahlung seiner Winnung, so uiel nachlassenn, vnnd vnnter dem Titell schatzwergk hinaus schreibenn, dauonn darunttenn weytter gedacht soll werdenn,
Wurde aber ein Meister befundenn werdenn, der solchen schadenn selbst verursacht, oder denselbenn nicht als baldt annzeigte, Soll die Winnung voll vnnd ohne abbruch bezahlenn, Pfanntucher. Damit auch das Saltz fein vnnd Rein müge ausbracht werdenn, So habenn wir verordennt, Wollenn auch das nach altem brauch vber einer Jedenn Pfannenn, wenn mann Saltz rücket, vnnd ausbringt, ein Reynenn Pfannenn tuch, ausgespannet werde, Wollen wir vf vnnsernn kostenn mit härin strickenn, vnnd sonnstenn haltenn, vnnd verlegenn lassenn, Doch das auch die Schetzer vleißig zusehenn, vnnd die Meister annhaltenn, dieselbigenn reinlich vnnd wohl zuhaltenn, also das ein Jeder meister solches Pfannentuchs, müge Neun1 Jar vfs wenigste gnug habenn, Wurde aber einer hierin straffbar befundenn, solcher soll nach gelegennheit gebüst werdenn, Es soll auch kein Pfanntuch ausgethann werdenn, es habe dann vnnser Saltzgreuenn einer das alte zuuor
besehenn, vnnd weitters dem Renndtmeister ein Zettell zugeschickt, welcher ein ordenntlich Registerlein daruber haltenn soll, damit mann sehenn müge, wie lang ein Pfannenn tuch wehre, Lauber Questenn. Denn zu gleichem gebrauch vnnd nutzenn, haben die altenn vor gut anngesehenn, das ein Jeder Meisterknecht vor seinenn Both souiel lauberquestenn, ann hohenn stanngenn bereit halte, das er die fennster vnnd löcher am Both, wann etwa vngestümme winde, oder vngewitter einfiellen, Damit allennthalbenn zu setzenn, vnnd wohl verwarenn könne, das also kein staub, oder vnreinigkeit, auffs saltz fallenn müge, Solches wollenn wir nachmahls also auch gehalten habenn, vnnd bey welchenn Bodt mann die Questenn nit findet, sollenn gestrafft werdenn, Wieuiel mann auff ein Werck soll Saltz ausbringenn. Auff ein ganntz werck vnnd pfannenn, soll man nicht mehr ausbringenn, noch Saltz machenn, dann acht
achteil, dessenn sollenn ann Gennsenn siebenn achteil, vnnd das annder zuerfüllunge der acht achteil, ann stücke ausgebracht, vnd nach dem altenn brauch achtzehenn mahl, vnnd nit weniger abgestossenn werdenn, Hierauff sollenn die geschworne schetzer vleißig acht nehmenn, vnnd keinenn vbersehenn, sondern alle vnnd Jede meister diese vnnsere Ordenung gentzlich zuhaltenn mit vleis vermahnenn, Wurde sich aber einer oder mehr gelüstenn lassenn, solchs zuvberschreitenn, soll darumb Jederzeit zur straffe, ein [Lücke]1 Gleicher gestalt sols auch auch mit denenn gehaltenn werdenn, so nicht trockenn Saltz machenn, soll nach annzeigunge der schetzer auch mit einer Bus, Nemblich [Lücke]2 gestrafft werdenn, Vom Saltzhanndell. Wenn mann Ladenn solle. Wenn das Saltz nach Jtztgesetzter Verordenung ausbracht, vnnd truckenn gemacht wordenn, vnd der Lade tagk
anngehet, soll der Gerichtsknecht, eher mann anfehet zuladenn, die Glock leutenn, vnnd niemanndts eher bey einem thaler busse annfanngenn zuladenn, es sey dann solchs leutenn geschehenn, Wie theur das Saltz solle gegebenn werdenn. Als denn sollenn die Sodermeister ein achteil saltzes nicht theurer gebenn, denn wie es Jederzeit zuuerkeuffenn geordtnet wirdt. Auffgabe auffs Saltz. Wir habenn auch vber das gnediglich nachgegebenn, das die Sodermeister vf ein Jede pfannen zween alb zu vfftrage lohnn mügenn einnehmenn, bey welchem bis vf vnnsere weittere verennderunge, es bleibenn vnnd nicht ersteigert werdenn soll, Wurde es aber ausfundigk, das einer oder mehr Sodermeistere Jre Weiber oder gesinde solchs vergeslich wurdenn vbertrettenn, Sollenn vnnsere Saltzgreuenn dieselbigenn darumb mit ernnst vornehmen,
Unsichere Lesungen
Z. 17: verges=lich — wohl vergeslich, Lesung unsicher
vnnd nach gelegennheit der verwirckung entweder mit enndtsetzung der Meisterschafft, oder einer Namhafftigenn geltbusse, vnnd Leibsstraffe, [gestrichen: vnnd leib=] [gestrichen: straffe] darumb annsehenn, wie wir Jnen vnsern Saltzgreuenn dann hiermit ernnstlich darab zuhalten, wollenn eingebundenn habenn, Saltzmaß Das Maß aber damit das Saltz Jederzeit soll ausgemessenn werdenn, vnnd verkaufft, sol Marpurger oder Homberger Eich sein, also das ein achtteil zwey Marpurger Mütthe1, oder ein Homberger virtell gewislich halte, Saltz Rost. Vnd damit Je hierin kein finantz noch betrugk gebraucht müge werdenn, So wollenn wir das hinfüro zun Söden alle die Röste, dardurch mann das Saltz miesset, vnnd obenn auf die Saltzmas gesetzet werdenn, nach artt eines Kupffernn Rostes, welchenn wir zum Muster Jnns Saltzwerck verordenet, gemacht werden sollen,
Vnnd soll derselbige Rost vnnter dem Westerm1[?] nicht von dem Maß eher gethain werdenn, Biß solanng das Saltz vom vnntenn herauf im Maß dennselbigenn erreicht, Wurde sich aber einer hierwieder sperrenn, soll er so offt er solchs besagt wirdt, mit zwenn güldenn gebüst werdenn, Ladegeste. Nachdem sich auch vielmals vnlustenn zutregt, der Ladegeste wegenn, Da einer dem anndernn seinenn Ladegast abspannet, auch daraus viellerleij misverstandt vnnd vnrichtigkeitenn, vermutet konnenn2[?] werdenn, So wollenn wir solchs abspannenn gentzlichen verbottenn habenn, Wurde solchs aber einer vbertretten, soll ein guldenn zur busse gebenn, Herrnn Gennse. Den alttenn hergebrachtenn gebrauch, das von Jedem werckh, zwo Herrnn gennse |: wie mann nennett :| gegebenn werdenn, Wollenn wir nicht enndernn, sonndernn erhaltenn, vnnd soll vnnser Renndtmeister
benebenn vnserm Jegennwarttenn, vnnd Pfannenmeister, dieselbigenn von vnsernn Bothenn wie geburlich Jederzeit am gutenn grossenn Herringensenn, derenn Je — 12 ein halb achtteil machen könnenn, Innehmenn, vnnd der Renndtmeister den Sudernn so sie bringenn, vf zwo ein heller zu tranckgeldt gebenn vnnd erlegenn, Wurde aber ein Sodermeister nicht gnugsame grosse gennsse liefernn, Welches fur ein anntzeigung einer verachtunge, vnnd vngehorsambs mag gedeutet werdenn, Soll solches Jedesmahls mit ein ortts thalers verbüssenn, gedachte bus als baldt durch vnsernn Jegennwartenn aufgeschriebenn, vnd alle Montage, beij der gemeinenn zusammennkunfft, vnser Beamptenn, Inns gemeine bus Register, wie anndere bussenn gebracht werdenn. Was aber die Pfenner mit Jrenn Bothenn annlanngt, damit sols nach ausweisung des vertrags gehaltenn werden, vnd wollenn wir sie damit gewehrenn lassenn, Wann das Saltz wie obenn gemelt verkaufft werdenn, soll als baldt ein Jeder meister vnserm Rendtmeister
dreij güldenn funfftzehenndthalben alb. zu Winnung vnnd Brunnenngeldt darzu — 16. alb. Holtzsteur vnnd — 8 alb. Steinkolennsteur erlegenn. Bezahlunge der Winnunge, Doch dieweil fur dieser zeit die Sodermeister beij vnsern Herrnn Vatter Christlicher gedechtnis erhaltenn habenn, das Ihnenn vmb furderung willenn des Holtz handels, alwegenn von einem Monat bis auff den anndernn ein Winnunge geborget werde, Wollenn wir solchs auch also nachmals nachgegebenn, dem Renndtmeister aber mit1 ernst vferlegt, vnnd bevohlen habenn, das ers darbeij lasse wenndenn, vnnd sich sonstenn aller Winnung mit harter guter ganngbarer müntz soviel müglich Jederzeit bezahlenn lasse, damit in seiner Jarrechnung er vns gute lieferung thun könne, vnnd die vfgerichte Müntzordenung nicht vberschrittenn werde, Der Renntmeister aber soll sich mit[?] hinderkommenn lassenn, das er mit vnserm geldt wechssell, oder vmbschlagung der Müntz treibe, beij höchster vngnadt vnd straff,
Were es aber sach, das ein Jeder Sodermeister vnserm Renndtmeister, mehr als eine Winnunge zuerlegen schuldigk were, vnnd der Renndtmeister sich vermutete, das er zu gutlicher bezahlung nicht kommenn könnte, So soll er von vnsernt wegenn macht habenn, durch den Gerichtsknecht, das Saltz zu laden zuuerbietenn, vnnd soll dasselbige niemanndts durch die schetzer gemessenn, oder geladenn werdenn, Jnn eseij1 dem Renndtmeister dann zuuor aller hinderstanndt verrichtet. Auffgesetzt Saltz. Da aber das Saltz alles nicht verkaufft wurde, vnnd enndtweder die Meister solchs vf Jre Ladegeste, in vorrath im Bothe auffhebenn, oder aber vf die Saltzkastenn vnserm Renndtmeister aufmessenn woltenn, sollenn sie solchs Jtztgedachtenn Renndtmeister, volgennts den zolner vnnter der zeit, in welcher der Rendtmeister die Winnung aufnimpt, |: welches allwegen ist vonn zehenn vhrenn bis vf zweij oder dreij vhr nach Mittage :| annzeigenn, Wurdenn sie aber solchs vergeslich oder verechtlich vberschreitenn,
sollenn sie zur büsse ein orts thaler gebenn vnnd erlegenn, Als soll auch keinem mehr als zwo pfannenn in seinem Both in vorrath zubehaltenn, erleubt sein, Oder da einer solchs vberschreitet, mit ein fl. verbüssenn, Vnser Renndtmeister aber soll, auf das nit die Meister ein vrsach baldt zu liegenn, furzuwenndenn, noch fürwenndenn könnenn, alles Saltz so die Söder, nicht sonst verkauffenn konnenn vnd aufmessenn wollenn, denselbigenn bezahlenn, vnnd enndtweder in die fasse |: welche wir Jederzeit dem Saltzhanndell zu gutt wollenn machenn lassenn :| oder auff die Saltzkasten, Jnn vorrath aufmessenn lassenn, vnnd furters wie baldt volgenn wirdt, verhanndlenn, Auffmessenn. Beij dem vfmessenn sollenn alwegenn sein, vnnd darzu erfordert werdenn, auch dauonn nicht pleibenn, vnnser Renndtmeister, die Schetzer, welcher Meisterknechte aufmessenn lassenn, der Saltzwarten
einer, vnnd der Gerichtsknecht, vnnd mit vleis zusehenn, das rechte volkommene Maß beide in kastenn vnnd auch in die Fasse geliefert werde, Vnnd nachdem bisdaher vns vielfaltige Klagt anngelanngt, Auch selbst zum theil gesehenn, vnd erfarenn, das ein grosser abganng Saltz in den fassenn befundenn wirdt, vnnd aber fur dieser zeit der brauch vnnd ordenung gewesenn, das die schetzer ein Jeder besonnder, sein eigenn zeichenn gehapt, damit er sein merck ann die fasse gebrenndt, So wollen wir hiermit solche Ordenung zu wiederholenn ernstlich gebottenn habenn, Mit erklerung, das sie nit mehr dieselbigenn anbrennenn, sonnder damit Jegl.1 vnnser selb eigenenn Fürstlichenn Merck siegell, |: welchs vnnser Renntmeister in seiner verwahrung habenn soll :| alle fasse am Oberstenn Reiff beider Bodenn, auf einem durchgezogenenn Bleij versieglen, Wie dann auch ein Jeder Schetzer sein Merck vff einenn Spon, mit der zahl, Was saltzes vertzeichnet, vnnd Inns faß thun soll, auf das mann Jederzeit
wissenn könne, welcher Schetzer das Saltz in die fasse gemessenn, vnnd nachmahls die zeichenn erkennen könnte, Damit wir wenn sich hiernechst manngell ann dem gepacktenn Saltzfassenn befunde, vnnd also des Schetzers vnnfleis gespüret wurde, den schetzer, welchem solch zeichenn zustehet, darumb annzusehenn vnnd zustraffenn habenn mügenn, Ihre straf aber soll sein, das sie als vnredtliche leuth Jres ampts sollenn schmelich enndtsetzt werdenn, Oder aber wie wir vnnsernn Saltzgreuenn vnd Beamptenn Jederzeit beuelch thun wollenn, Wie es mit dem gepacktenn vnnd versiegeltenn Saltz gehaltenn solle werdenn. Wenn nun das Saltz nach Jtztgedachter Ordenung in die faß gepackt, vnnd durch vnsernn Bottener1 In beijsein Jedes Schetzers beij seinem gemessenen Saltz mit des Schetzers auffm Spoen eingelegtenn Merck verdegrkundt, vnnd volgennts versiegelt wordenn, sol dasselbige
als baldt Inns Saltzhaus vf der Werra, damit die fasse in den Packheusernn kein hindersall pringenn, abgefurt, vnnd daselbst verwaret werdenn, Bis solang das wasser furtig, vnnd die schieffe abgehenn könnenn, Als dann soll vnnser darzu verordenter Schiffmann, dasselbige aus dem Saltzhaus annehmenn, Inns schif ladenn, vnnd dadannenn vf Mündenn, vnnd furters vf Cassell führenn, daselbst liefernn, vnnd dagegen vom Saltzschreiber sein gewerlich quittunge, welche er nachmahls dem Renndtmeister zustellenn soll endtpfanngenn, Fasse zum Saltzhanndell, Vnnd damit weitters der Saltzhanndell vns zu nutze zu Cassell vnnd Darmbstadt getriebenn werde, Wollenn wir darzu alle vnnd Jedes Jars besonnders verordenenn, das durch vnsere Saltzgreuenn Eichene vnnd Buchene faß vnnd Tonnenn, ann vns gelegenenn ortern sollenn gemacht werdenn, Wir wollenn vns vber das Jederzeit erclerenn, wie
viel wir den Hanndell bestenndiglich zutreibenn, im Saltzwercke packenn, vnnd dadannenn auf die Saltzfactoreijenn, wollenn zu schiff vnnd wasser fuerenn lassen, vnnd soll der Saltzhanndell zu Cassell vnnd Darmbstadt nachuolgennder massenn getriebenn werden, Saltzfactoreij zu Cassell, Das Saltz so Jederzeit zu Cassell zu schiff ankömpt, soll der Saltzschreiber daselbst annehmenn, darüber quittirenn, Inn vnser Saltzhaus als baldt bringen lassenn, vnnd was er daruonn mit nach Darmbstadt vberschickt, enndtweder mit den fassenn, oder holtz, oder aus den fassenn verkeuffenn, Was er daruonn nach Darmbstadt, enntweder beij vnserenn eigenenn, oder gedingter fuhr vberschickt, darüber soll er ein bestenndige Register, mit vertzeichnus der nahmenn, so das Saltz Jedermahls geladen, haltenn, vnnd zu derselbigenn wiederkunfft vnsers Saltzfactors zu Darmbstadt Recognition fordernn, vnd solchs alles in seiner Rechnung einbringen,
Saltzhanndell zu Cassell. Das vbrige Saltz, so nicht nach Darmbstadt vberschickt wurdet soll zu Cassell vf vnser Hofe Kuchenn, furnemlich warttenn, darin soll der Saltzschreiber Jederzeitt vf erforderung vnsers Kuchennmeisters, oder Kuchenschreibers, soviel die Saltz bedurffenn, liefernn, vnnd zugleich Jegenn das Saltz vnnd die faß, wie allennthalbenn nachdem mas vnnd Rieß1 sein quitirung fordern vnnd in seiner Rechnung einbringenn, Vnnd was wir also zu vnser Kuchenn nicht bedürffenn, Soll der saltzschreiber furters wie obgedacht, aus dem holtz, oder mit dem holtz verkeuffenn, das geldt daJegl2 einnehmenn, vnnd allerseits darüber klare Register haltenn, Damit er wenn vnser Heuptrechnung beschicht, vber solchs alles klare rechnung thun, Wie er denn auch gleichermassenn, anndere von vns verordennte ausgabenn verrichtenn, daJegenn quittungenn einnehmenn vnnd verrechnenn soll, Mit den fassenn, so ledigk gemacht werdenn, soll ers
gleicher massenn, wie beij Darmbstadt gedacht, haltenn, auch Jederzeit der fäß vnderschiedtlich nach dem mas vnnd Rieß1 in seiner Rechnung gedennken, Vnnd dieweil wir in vnnser Fürstlichenn Hoffhaltung zu Cassell, auch in vnsernn Rüsthaus daselbst, vnnter der hanndt ein gute anntzahl weinfasse erledigenn, sollenn dieselbigenn auch von beidenn orttenn zu furttreibung dieses hanndels dem Saltzschreiber zu Cassell Jederweilenn zugestelt, in sein Rechnung gebrachtt, darnach dem Renndtmeister zun Sodenn vberschickt, zum Saltz hanndell gebraucht vnnd furters damit wie Jtzt gedacht, gehaltenn werdenn, Damit mann aber wissenn müge, Was Jederzeit vf diesenn vnsernn ganntzenn Saltzhanndell gehe, Was mann müsse ausgebenn, vnnd was mann daJegenn einnehme, Hat vns gefallenn Postennweis solches alles, wie wirs Jtzo verordennt habenn, dieses ortts nacheinannder zusetzenn, auff das alle vnnd Jede, welche dieser hanndell annlanngt, sich darnach zurichttenn, wissenns hettenn,
zubezahlenn ——— zuzuschlagenn ——— Siegelgeldt, ——— Siegell Bleij ——— auszufuhrenn ——— Laderlohnn, ——— Schifflohnn ——— Vberschifflohn vf kleinem wasser ——— zoll zu Mündenn ——— Inns Saltzhaus zu Cassell zubringenn ——— zu fuhrlohnn nach Darmbstadt gedingt ——— Fuhrlohnn nach Darmbstadt eijgenn ——— Ausmesserlohnn daselbst ——— zu Cassell mit dem holtz, ——— Ohnne das holtz daselbst, ——— Ein faß besonnders ——— zu Darmbstadt mit Holtz, ——— Ohne das holtz daselbst ——— Ein fas besonnders ——— Auff vorgehennde Masse soll der Saltzhanndell mit den fassenn vnnd Tonnenn getriebenn vnd gehanndthabt
werdenn, Wie es aber mit den Saltzkastenn solle furtt gehenn, wollenn wir nachuolgenndts setzenn, Saltzkastenn vnnd Saltzhandell zun Sodenn. Dieweil die Saltzkastenn also seindt anngestellet, das mann Jede Pfannenn besonnders darin vfmessenn, vnd reinlich behaltenn kann, So sollenn gleichermassenn, wie obenn beij dem faspackenn gedacht wordenn, die geschworne Schetzer vnnd Saltzmesser, sampt vnsern Renndtmeister, vnnd einem aus den Vlarttenn1, Wan aufgemessenn wirdet, darbeij sein, vnnd vleissig zusehenn, das das Saltz recht gemessenn, vnnd vntaddelhafft vfgeschutt werde, Damit Inn Jedenn kastenn besonnders, ein Pfannen komme, auf das wann nachmahls kaufleut annkommen, vnnd des Saltz begeren, mann dieselbigenn desto bas vnnd vnderschiedtlich versehenn könne, vnnd dieser hanndell als vnuerdechtig desto richtiger vnnd anngenehmer seij, DarJegenn soll vnnser Renndtmeister die geburliche beza=
lung wieder einnehmenn, vnnd furters von Jeder Pfannenn, so in die kastenn vfgemessenn wordenn, dem Gerichts knecht ein alb. vnnd vnserm Böttener1 der solchs weitters ausmist vnnd vfftregt zwenn alb. damit diese sich auch desto bas betragenn, vnnd erhaltenn mügenn, erlegt, sonnstenn soll hierauff weitters nichts geschlagenn werdenn, beij vngnediger straff. Reiche Saltz Wanndt auch wir herbracht, das alle Södermeister fur vnnd nach vfgerichter Location sie seijenn gleich vff der altenn Pfenner, oder vnser newenn seijttenn, vns Jerlich ein Jeder ein Pfannenn saltz, zwanntzigk vier alb. wolfeiler dann sonnst der gemeine kauff ist, zu vnser Hoffhaltung verkauffenn müssenn, vnnd mann solches Reige2 saltz nennet, So wollenn wir, das vnsere Beamptenn vns Jerlich solchs einbringenn, vnd vnser Renndtmeister vns klare Rechnung daruonn thue, Wurde aber ein Södermeister sich hierwieder setzenn, oder sperrenn, vnnd vns zu rechter zeitt
auf erforderung des Rendtmeisters in gesetztem werth gedachte Pfannen saltz nicht ladenn, soll darumb gestrafft werdenn. Fleissige Meister Wenn sich ein oder mehr Bodermeister in seinem sieden wohl anlesset, vnnd gute meisterschafft, aufrichtigk, vnnd ohnne finantz helt, vber dem oder denen sollen vnnsere Saltzgreuenn, vnnd beuelchabere, in allenn billichenn ehrlichenn sachenn, mit sonnderm auffsehenns haltenn, Inen auch der Meisterschafft nicht entsetzenn, auch da etwann ein vnterbeuelch ledigk, zu demselbenn, wann er darzu tuchtigk, befordernn, damit also anndere auch Inen darein nachzuuolgenn, vnnd vnserm nutzenn zuschaffenn gereitzt werdenn. Vnfleissige Meister Da aber einer oder mehr vnfleissig wurden befundenn, sollenn Inen vnser Saltzgreuenn furstellenn, vnd einmahl oder zwey warnenn, vnnd da er sich nit will bessern der Meisterschafft gentzlich anndern zuscheuren1
vnnd abschreckenn, entsetzenn, vnnd darin niemandts vbersehenn. Newe Meister An sein oder derenn stadt, sollenn vnser Beamptenn setzenn vnnd ordenenn, aus den bestenn afterknechtenn, welche das Saltzmachenn zum bestenn konnenn, demselbigenn stets vnnd vleissig obgelegenn, vnnd nicht in luder2 stettigs gelegenn seindt. Vnnd damit solchs vnpartheisch vnnd vfrichtigk zugehe, soll ein Ieder der newe meisterschafft annimpt, zuuor in beysein sechs Scheltzer1 ein werck siedenn vnnd bereitenn, Wann als dann erkennet wirdt, das er die Meisterschafft versehenn kann, So sollenn vnsere Beamptenn, Inenn vber die gepurliche pflicht, in den |: am ennde annhenckten :| eydt vfnehmenn, vnd demselbigenn leiblich leistenn lassenn, Wenn als solchs beschicht, sollenn die newenn Meister, nach darstellung gnugsamer Burgeschafft, das sie vns vnnd menniglich, mit denenn sie in Saltz vnnd holtzhanndell gelebt wegenn zuthun gewinnen gutlich
bezahlenn wollenn, vnnd sollenn durch vnsernn Rendtmeister Iederzeit bestettiget werdenn. Wir wollenn aber das nach dieser zeit |: es beschehe dan in fall der noth, oder durch vnsere besondere befreyung :| niemandts zu ewigenn zeitenn Meisterschafft oder Bothe zuuerwaltenn zugelassenn, noch vfgenommenn werdenn soll, es sey dann obgedachtes meisterwerck gesottenn wordenn. Witwenn der abgestorbenenn Meister Dieweil sich aber durch Gottes schickunge zutregt, das etlich Meister Iederweilenn absterbenn, vnnd Ire weiber vnnd kinder hinderlassenn, vnnd denn bisdahero derbrauch gewesenn, das mann die hinderbliebenenn witwenn, bey den Bothenn vnnd der Meisterschafft hat pflegenn zulassenn, So wollenn wir solchs hinfuro auch aus sonndernn beweglichenn vrsachenn nicht endernn, doch mit der erclerunge, so lannge eine witwe vleissigk seindet1, geschickte knechte helt, keine klage vber sie furkompt, vnd sie sich in die anndere ehe nicht
begibt, soll mann sie vnuerruckt sitz lassenn, Auff denn fall aber sich hierin manngell zutregt, vnd insonnderheit sich in die anndere ehe ann einenn so nicht Meisterschafft verwaltenn konne, begebenn wurde, sollenn vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn nach gelegennheit dagegenn zuhandelnn habenn. Vnnd soll der Ienige, welcher sie zur newenn ehe begeret, solchs zuuor mit Itztgedachter vnserer Saltzgreuenn vnnd Beamptenn, wissenn vnnd willenn thun, damit er wissenn muge, Ob sie Inen zur meisterschafft wollenn auffnehmenn oder nichtt, auf das also alle vnrichtigkeitenn, die hieraus volgenn mochtenn, verhuetet, vnnd nit wie bisdahero von der zeit ann vnser Herr Vatter seliger erstmahls Ins Saltzwerck gebawenn, beschehenn, frembde, vnnd so nicht Saltzknechte seindt, aufgenommenn werden, weyl mann Itzo Innheimische wohl habenn kann, Ausser sodann vnnd Inner Allenndorffischer Feldtmarck soll niemandts Saltz verkauffenn. Nach dem wir auch fur allenn dingenn Hochnotwen=
digk achtenn, das aller vnordenung vnnd vnrichtigkeit vorkommenn, alles so weitters von notwendigk im Saltzhanndell, geschehe wurdt2, ordenntlich anngezeigt werde, So setzenn, Ordenenn vnnd wollenn wir dennach, das Inner vnser Stadt Allenndorff im Saltzwerck Bodenn, vnnd der ganntzenn feldtmarck, niemandts Saltz theurer, mit ganntzenn oder halben achteilenn, verkeuffenn soll, denn die Ordenung zulest, Er habe gleich das Saltz mit holtz oder geldt an sich bracht. Wer solchs vbertritt, der soll zur straffe, so viel das saltz werth, bezahlenn, Die Burger aber mugenn eintzelne achteil mit der metz Inn Irenn Heusernn feyl habenn, vnnd mit dem mas verkeuffenn, Wann sies zuuor der Ordenunge gemes ann sich brachtt. Alles Saltz soll nurt mit dem mas verkaufft werdenn Es soll kein Boder mit keinem fuhrmann kaupt1, oder sampt kauft treibenn, Sonndernn alles Saltz soll mit dem mas verkaufft werdenn, Bey bus so viel das saltz geltenn kann.
Kein Saltzgams1, halb oder ganntz mas soll eintzeln vom Bodernn verkaufft noch verschenckt werdenn, ohnne vorwissenn, bey verlust des Saltzes vnnd vngnediger strafft. Saltzderrenn Das Saltzderrenn, welches fur die Burger in der altenn Ordenung ist zugelassenn gewesenn, dieweil solchs ganntz verdechtigk, hat mehrgedachter vnser Herr Vatter seliger aufgehabenn, vnnd wir wollenns auch darbey wendenn2 vnnd nimmer einbrechenn lassenn, Betler vnnd Siechenleut werdenn bedackt Weil aber die armenn Siechenn leut vnnd bettler dieses fals auch zubedenckenn seindt, So wollenn wir souiel den Bodermeisternn nachgelassenn habenn, das sie einem Iedenn nach Irem gefallenn, durch Gottes willenn, eine halbe oder ganntze hanndtvoll saltzs vom denn gesottenn werck steurenn mugenn, doch sollenn sie solchs nicht thun, es sey dann gemeltenn armenn durch vnsernn Pfarhernn oder Rendtmeister |: wie darunten wiederholet :| erleubt worden vmbhero zugeh.
Boder sollenn auswertigk dem Saltzwergk kein Saltz verpartirenn Sonnst soll auch kein Boder selbst vor sich mit Saltz auszutreibenn, oder zutragenn vmbgehenn, oder ganntz vngnedigk gestrafft werdenn, Boder sollenn sich mit niemandts im Saltzhanndell in geselschafft gebenn. Gleicher gestalt wollenn wir auch gentzlichenn verbotten habenn, das kein Bodermeister sich in einige geselschaft oder parthierung zu gewinst oder verlust, mit keinem Saltzmann gebe, auch seinem eigenem gesinde kein Saltz, dieweil solchs verdechtigk verkeuffe, alles bey vermeidung vngnediger strafft. Der Burger vnnd Eisfelder1 Saltzhanndell Iegenn zufuhr Holtzes Weyl auch die Burger in der Stadt Allenndorff, Ire geholtze, so sie zum Saltzwergk bringenn, nahe vmb die Stadt herumb habenn, vnnd ann sich bringenn, vnnd dann wir dieselbigenn aus besonndern gnadenn befreyet habenn, das sie ihr Saltz vor frucht verpartiren,
vnnd die frucht entweder in vnser Stadt Allenndorff vnnd Bodenn nach Irem bestenn nutzenn vmb geldt verkauffenn mugenn, also das sie in solcher partirung kein anndere Saltzhenndeler disseits der Werra, auff Iener seittenn hindernn soll, Er wolle denn auch souiel holtz als sie vor Saltz bringenn, So wollen wir auch, das sie nach ausweisung der hergebrachtenn Ordenung alles Ir saltz, halb mit holtz, vnnd halb mit gelde bezahlenn sollenn, Es soll auch Inenn kein Boder einige saltz vor eytell geldt ladenn. Desselbigenn gleichenn soll es in allenn dingenn vnd stucken, mit den Eisfeldernn vnnd allenn anndernn, so Ienseit der Werra wonenn, gehaltenn werdenn, Sollenn auch als viel als die Burger holtz vor Saltz bringenn, vnnd weitters mit dem Saltz Irenn nutzenn zuschaffen, gleich denn Burgernn macht, Wer diese beide artickell vberschreit, soll gestrafft, vnnd das laden im Saltzwerck verbottenn werdenn. Vnnd soll der Zolnner mit vleis acht habenn, das nach ausweisung der Ordenung Ime die geburliche Zoll1 gelieffert werdenn.
Heiner2 Holtz vnnd Saltzhanndell. Die Heiner vnnd anndere fuhrleute, so vmbs Saltzwerck hero, vf zwo meyl weges wohnenn, sollenn vf Iedes achteil saltz funfftzehenn wellenn Ins Saltzwerck, ehe denn sie ladenn wollenn, zuliefernn schuldigk sein, vnnd darauf die geburliche zeichenn vom Wehrschreiber1 emtpfangenn, Das holtz furters ann bezahlung Ires Saltzes abrechnenn, vnnd welche mit saltz ausfahrenn wollenn, solle Ire emtpfangene Holtzzeichenn, nach gepurlicher anntzahl, dem Zolnner lieffernn, Esgleichenn sollenn auch alle die Ienigenn, so holtz Ins Saltzwerck bringenn, den vorzugk im Saltzladenn vor allenn annderenn Saltzhenndelernn vnnd fuhrleutenn habenn vnnd behalttenn, Was aber die Holtzleute nicht ladenn vnnd zuuerkauffen vberbleibt, soll menniglich zuuerkeuffenn vnnd zukeuffenn frey stehenn, doch aller seits die Ordenung haltenn, bey vngnediger strafft. Wie wir denn hiermit Ordenenn vnnd setzenn, das den vnderthanenn in denenn amptern, so mit der Holtzflos belestiget seindt, fur allenn anndern soll zu
notwenndigenn Saltz beforderung beschehenn, Nota. Des Steinkolenn hanndels soll besonnders gedacht werdenn, Zufuhr der Victualien Begebe es sich aber, das etlich der anndern Saltzhenndeler vnnd fuhrleut notturfftig Victualien vnnd annders, so zum Saltzwerck genutzt vnnd gebraucht kann werdenn, brechtenn, Darauf mögenn vnsere Saltzgreuenn vnnd Beamptenn |: wie auf anndernn Saltzwerckenn beschicht :| verdacht sein, wie sie doch die Ienigenn auch fur anndernn so nichts bringenn befordern, Furstenn, Grauenn, Prælatenn Saltzhenndell. Weytters dennach wir auch bedacht, das vber das saltz so verkaufft wirdt, auch auswertige Inner vnser vnd vnser freundtlichenn liebenn bruder, aller Lanndtgrauenn zu Hessenn, Furstenthumbenn vnnd Landenn furstenn, Herrenn, Prælatenn, viele vom adell vnnd anndere Ierlich aus vnserm Saltzwerck, ein mercklich anntzahl saltzes zu Irer Haushaltung
hindann zuholenn pflegenn, wie es darmit gehaltenn werdenn solle, So wollenn wir vber voriges vnnsers Herrenn Vatters Gotseliger gedechtnus, deshalben ausganngener Ordenung haltenn, vnnd soll derselbigenn also durchaus gelebt werdenn, Auff das aber dieselbigenn in gesetzter zeit Ire bestendige Ladung bekommenn mugenn, So wollenn wir |: wie dann auch die Bodermeister sich freywillig selbst erbottenn :| das ein Ieder derselbigenn Meister Wohlgedachtenn furstenn, Herrenn, Prelatenn, denenn vom adell vnnd annderenn auf ihr ansuchenn zwischenn Osternn vnnd Michaelis notturftig saltz zuladenn soll schuldigk sein. Wurde sich aber hierin einer oder mehr weigerlich aus Itztgedachtenn Bodermeisternn verhaltenn vnnd erzeigenn, sollenn darumb Iederzeit gestrafft werdenn, mit ——1 Wie denn auch obgedachter furstenn, Grauen, Prelatenn, derenn vom adell vnnd annderer fuhrleut, wenn sie sich nicht in obgedachter zeit beschickenn
vnnd versehenn, bey den Bodernn gentzlich kein ladung bekommenn, sonndernn vonn den Parthenhensern1 so darin etwas in vorrath beladenn werden sollen, Pfann Meister Ambt. Wir habenn auch vor notwendig geschetzt, das ein Pfannenn meister, gleich wie vonn alters im Saltzwergk geordnet, vnnd gehaltenn wurde, Vnnd dennach vnsernn Saltzgreuenn beuohlenn, nach einem verstenndigenn mann zutrachtenn, welcher solchem ampt mit vleis nachtrachtenn könnte, Was nun Itztgedachte vnsere Saltzgreuenn mit demselbigenn vberkommenn, vnnd was vonn vnsernt wegenn, sein ampt sein solle, volget in nachbeschriebenn artickelnn seiner bestellung, vonn wortten zu worttenn, Er soll benebenn dem Renndtmeister vnnd OberSaltzwartenn, alles Pfann Eisenn einnehmenn, Iederzeit darbey sein, wann eysenn annkompt vnd zu Pfannenn ausgethan wurdet, vnnd alwegen vleissigk acht habenn, das kein vnduchtig schifferigk
Eisenn, oder welches nit sein gewisse lennge vnd breyte hatt, Inngenommenn, noch ausgethann werde, auch da er darann manngel befundenn, solchs treulich vnd vfs vleissigste dem Renndtmeister annzeigenn, Damit das manngelhaffte eysenn zuruck gesetzt, vnnd den Hamerschmiddenn wieder gelieffert werde, auf das vns daraus kein nachteil eruolge, Gleicher gestalt, soll er auch in seiner verwaltung vnd verwarung benebenn dem Renndtmeister habenn, die Pfannenn Bunne1 vnnd die kleinenn Bothlenn gerinnenn, so in den Bothenn gebraucht werdenn, keinen Pfannenn Baum noch gerinne nicht annehmen, noch ausgebenn, Es sey dann gut vnnd zum brauch dienlich vnnd nutzlich, Was aber vndienlich vnnd vnnutzlich, soll er auswerffenn, damit vf vns kein vnnotiger kostenn gewenndet werde, Zu dem soll er als ein Oberschetzer2 in seiner verwaltung habenn, den ganntzenn Osegezeugk3, als Ose kessell, Ose gerin, vnnd eysernn stanngenn, vnnd dieselbigen in Baw vnnd besserung erhaltenn, Vnd das sie er=
haltenn werdenn, Iederzeit annregenn, das er allenn schetzernn auf ihr erfordernn einenn, zweyenn oder dreyenn zusammenn, derselbenn souiel sie vor Ire Bodermeister bedurfftig zustellenn könnenn, die sie dan auch dermassenn in hudt vnnd verwarung haltenn sollenn, das nit leichtlich darann schadenn beschehe, Auch Iederzeit darbey sein, das den Pfannennschmiedden das pfannteysenn zugewiegenn vnnd zugezelet werde, soll vleissig acht nehmenn, das sie gut eysen bekommenn, rechtschaffene Pfannenn wohl genagelt, vnnd nach rechtem mas, Inn hohe lennge vnnd tieffe machenn, dieselbigenn geburlich spannenn, volkommene harkenn, Haspenn, Borteisenn2 vnnd annders nach altem herkommenn machenn, auch bey der newenn pfannenn, schiepffenn1, Hemmer, vnnd harkenn liefernn lassenn, vnnd da er darann manngell befinde, soll er solches annzeigenn, vnnd soll die Pfannenn nicht vfgesetzt, vnnd der Pfannennschmidt nach gebuer zur strafft genommen werdenn, Weytters soll er vleissigk achtung habenn, das die Pfan=
nenn, nach rechter art auff denn herdt gesetzt, in hackenn gleich starck vnnd ohnne bruch gehaltenn werden, mit Hornn vnnd belege steinenn, wohl vnderlegt, die gesöde recht anngelegt, gehaltenn, vnnd in allem, was zur Pfannenn vnnd dem gesöde gehört, ohne taddell anngestelt werde, vnnd den Renndtmeister Iederzeit berichtenn, Wer newer Pfannenn Beume vnnd gesöde, dilenn bedurfftigk, die soll er als denn den notturfftigenn zustellenn. Wurde es aber ann Pfannenn Beumenn, Gesöde dielenn manngelnn, solchs soll er in der zeit denn Saltzgreuenn nach vorrath zutrachtenn, eröffnenn, Vnnd wenn die Pfannenn schadehafft vnnd manngelhafft werdenn, soll er vf die schatzwerck selbst achtung nemenn, das Osegeldt2 selbst aufschreibenn lassenn, vnd wo sich die anndernn Schetzer nit vergleichenn konntenn, mit den schmiddenn, der Pfannenbus halber soll er daruber als ein Obmann, bis ann vnser Saltzgreuenn gesatzt sein daruber zuerkennenn, vnnd was er spricht, darbey soll es bleibenn, vnnd also zum bus Register gebracht werdenn.
Sonnst soll er wochenntlich vnnd Iederzeit, wann vnd wo es vonn nötenn, mit sonndernn vleis vmbhero gehenn, zusehenn, das die pfannenn vnnd gesöde, wie obgemelt, recht gehaltenn werdenn, vnnd wo er mangell befundenn, solchs vnsernn Renndtmeister vnd Beamptenn treulich vermeldenn, vnnd darin niemanndts scheuwenn, Auch vor allenn dingenn darauf gut achtung gebenn, das die meister Ire Pfannenn vnnd gesöde in allem richtenn vnd erhaltenn, das sie drey Hundert werck gewislich Inn einer Iedenn Pfann, bis sie alt wurdet siedenn, Vber das alles soll er auch schuldigk sein benebenn vnsernn Brannen meister, bey allenn Probwercken, so vonn vnsernt wegenn, zusiedenn bestelt werdenn, selbst Personnlich zusein, mit seinem selbst hanndenn zuarbeitenn, dar Iegenn im Iederzeit sein arbeitslohnn soll enndtricht werdenn, Dieweil aber Inns Pfannenn meisters bestellung der newenn Pfannenn vnnd Pfannenbus vnnd annders gedacht, gleichwohl aber nicht ausgetruckt
werdt, wie es dann solle gehaltenn werdenn, So wollenn wir das nachuolgendts vnnser meinung hierin genntzlich gelebt werde. Nemblich Pfannenschmiede Es soll ein Ieder Pfannschmidt, Wann ein Pfann alt wurdet, vnnd darinnen die dreij hundert werck, wie vor dieser zeit geordennt, gesottenn wordenn, dieselbigk aus neue geschlagenn Pfann eijsenn, welches vnnser Renndtmeister Ober Saltzwart vnnd Pfannenmeister Ime zu zustellenn sollenn, wiederumb eine neue Pfannenn machenn, vnnd nach gebuer vnnd des Pfannenmeisters beuelch vnnd anngebenn, verfertigenn, Nagell, Kolenn, vnnd macherlohnn auß seinem Kostenn verlegenn, vnnd ausgebenn, Darzu sollenn Im ann neuemm Pfann eijsenn gethann werden, Blech ———————— 56 Bortt ———————— 12. Wann aber ein Pfann nach der hanndt [gestrichen: schadthafftigk1] wurde, vnnd darann gebust muste werdenn, soll er dieselbige bussenn, vnnd gleichergestalt mit Blech,
Unsichere Lesungen
Z. 18: schadthafftigk — gestrichen, Lesung unsicher
nagelnn vnnd anndernn auf seinenn kostenn versehenn vnnd bestellenn, Doch soll im kein Buß ingeschriebenn werdenn noch passirenn, die Pfannenn habe dann ein ganntz Iar zuuor vf dem Herde gestanndenn, Ann wergk gezeug aber, welcher zur arbeit in Bothenn gebraucht werdenn muß, soll er benebenn der neuen Pfannenn, wann die vfgesetzt werdenn, den Bodermeisternn liefernn, auch furters benebenn den Pfannen so lannge sie stehenn erhaltenn — 16 Pfannen hackenn mit Irenn hasspenn — j schlotter schieffkenn1, — j Offenn axt — j Beißhamer2 — j feurhackenn, — j Bort eijsenn, also das ann Ime hierin kein manngell erscheine, Dargegenn Nemblich Iegen das macherlohnn der Pfannenn, dem zeugk zuhalten, vnnd allenn anndernn kostenn, sollenn Iedem Pfannenschmidt, auff ein Iede pfannenn besonnders, durch vnsern Renndtmeister erlegt werdenn — j R. 10 alb. vnnd soll darzu die alte pfannen vor sich annehmen, vnnd seines bestenn gefallenns gebrauchenn, doch das er alwegenn vonn Ieder pfannenn, die neue zuuerbessernn vnnd zubussenn, ein virtel vonn der alten
Unsichere Lesungen
Z. 11: schlotter schieffkenn — Gerätename unsicher
Pfannenn soll in vorrath behalttenn, Sonnst [übergeschrieben: soll] die Pfannenn buß mit der zeit, wann sich die zutregt, auff alle Sonntage durch die Scheizer1 anngezeigt, durch den Ober Saltzwar[gestrichen: tt]enn2 eingeschriebenn, vnnd vff keine Pfann abrechnunge geschehen, es seij dann ein neue vfgesatzt, doch soll solche abrechnung in beijsein aller Beamptenn, Wann sie Ire Iarrechnung Ierlich vmb Weijnachten schliessenn wollenn beschehenn, diesem allenn sollenn die Pfannenn schmiede, also beij verlust der Pfannenn genntzlich nachkommenn, Pfannenn fegenn Die Bodermeister aber sollenn wann sie fegenn oder bussenn wollenn, die Pfannenn dermassenn heis machenn, oder erhitzenn, vnnd die schebe mit den fege hammernn, oder offenn extenn abschlagenn, das die pfan dadurch nicht schadenn nehme, Wurde sich aber am einem theil, das wiederspiel befindenn, vnnd solchs der Pfannenn meister annzeigenn, sollenn sie gestrafft werdenn,
Unsichere Lesungen
Z. 3: Scheizer — Lesung unsicher
Z. 4: Saltzwar[gestrichen: tt]enn — Korrektur unsicher
Zeug so die Bodermeister selbst haltenn vnd zeugenn sollenn. Was weitters ann Werckzeugen zum Siedenn vnd sonnstenn in Bothenn notwenndig vnnd gebraucht wirdt, als da seindt schauffelnn, Schuffenn1, Schepffeimer, Eschenn, Muldenn, Saltzfaße, fegefasse, Kerleffen2, vnnd annders dergleichenn, sollenn die Bodermeister auf Irenn kostenn halttenn, Zeugk so vnnser gnediger Furst selbst will haltenn lassenn. Sonnstenn wollenn wir vor vnns, wie vonn alters herbracht ist, vber das, das wir die Bothe, mit dach, Thuerenn vnnd wenndenn |: wie drundenn ann seinem ort anngezeigt soll werdenn :| zuhaltenn pflegenn, auch die grossenn Kubenn, Sohlentroge, vnnd die Zuebber darfur notturfftiglich in ein Iedes Both durch vnnsernn Sohlnmeister verordenenn, vnnd durch denn Renndtmeister bezahlenn lassenn, Da auch etwa einer einenn nassenn herdt in Bothe hette, also das sich das feur darin nit wohl halten, vnnd
annzundenn woltte, Soll vnnser Renndtmeister Ihme durch vnnsernn wegemeister, die Steine vff vnnsernn Kostenn brechenn vnnd zur stette bringenn lassenn, den vnderlege vnnd macherlohnn soll der Renndtmeister auch tragenn, Wie dann auch gleicher gestalt mit den Schwenngeln, Seulenn vnnd Stanngenn zum Schöpffeijmer soll beschehenn, darzu soll vnnser Renndtmeister, das Holtz vonn vnsernn wegenn liefernn lassenn, den Macherlohn sollenn aber die Meister verlegenn, welche sich hierin wiedersetzenn werdenn, soll auch zu gebürlicher straff genommenn werdenn, Schetzer1 vnnd Saltzmesser verrichtung. Vnnd nachdem vor dieser zeit, vnnser Herr vatter Gottseliger gedechtnus, vnnd wir verordennt habenn, dem ganntzenn Saltzhanndell zu gute, auch das desto besser richtigkeit im Saltzmessenn, Saltzverkeuffenn, Pfannen bussenn vnnd dergleichenn notwenndigen stuckenn, gehaltenn werde, das ein vnnd zwanzigk geschworne,
welche mann dieses orts Schetzer vnnd Saltzmesser nennet, in ganntzenn Saltzwercke gehaltenn, vnnd durch vnns bestellet wurdenn, Soll solche verordenung hinfurter bleibenn, vnnd gedachte — 21. Schetzer sollenn schuldigk sein, in den Bothenn daruber sie geordennt seindt, vleissig zuzusehenn, das trockenn saltz, volle maß verkaufft, vnnd die Pfannen buß, ohn mallenn betruegk, auff den Sonntagk fur Offner versamblung anngezeigt, vnnd durch den Obernn Saltzwar[gestrichen: tt]enn, Inns Register gebracht werde, wie dann solchs obenn herab schonn gemeldet wordenn, Vorrats Saltz in Bots. Sonnstenn ausserdem, sollenn sie darauf achtung gebenn, das ein Ieder Bödermeister alwegenn in einer besonnder Thonnenn oder gefesse, gewislich ein achteil saltz im Vorrath stettigs in Bothe habenn, Damit wann vngefehr ein Casus fortuitus, dauonn drobenn im articull meldung geschehenn, sich zutruge, darann etzlicher massenn, vnnd desto besser der schade möcht erholet werdenn, vnnd nicht ebenn vf einsgrosser
vnnkostenn, vnnd [übergeschrieben: des] Schatzwercks lauffe, Welch vbermaß wir hiemit beij vnngnediger leib vnnd geldtstraff genntzlich wollenn verbottenn habenn, auch in rechnung drauf vleissig acht nehmenn lassenn, das dieses vnnser gebott gehaltenn, vnnd die vbermaß enndtlich vermitten bleibe, Osegeldt vnnd Pfannennbus. An Osegelde, Wann die Pfannenn ausleufft, vnnd man den Ose gezeugk, als eisenn, Stanngenn Osegerin1, vnnd Ose kessell, gebrauchenn muß, soll keinem mehr als zwenn alb vfs werck passirenn, vnnd hinaus geschriebenn werdenn, wie solchs Sonntaglichenn anngezeigt, vnnd durch den Obernn Saltzwar[gestrichen: tt]enn Inns Register bracht werdenn soll, Arbeiter lohnn. Alle afterknechte vnnd vndersosser2 anndere arbeiter, vnnd sonnst alle einwöner sollenn Irer arbeit vnd geschefft vleissigk warttenn, vnnd Inner Sodenn niemanndts mussigk zugehenn verstattet werdenn, Damit sie aber auch wissenn mögenn, war Ir arbeits=
lohnn, auf Ire arbeit sein solle, So soll ein Ieder Meister der sie arbeitenn lest, vonn einem ganntzenn werck einzugiessenn, vnnd gar mit aller gebuer zu volnbringenn, gebenn, Arbeitet einer aber stuckweis, so gebueret Ime vonn einem werck. Einzugiessenn ———————— Auszubringenn, ———————— Ein machl1 abzustossenn ———————— vonn einer gesode wanndt zumachen ———— vonn einem vor oder hinder offenn ———— vonn einem ganntzenn werck vnder zustossen — Aschenn lanngenn vf ein werck ———————— Ein trogk rein zumachenn ———————— Seltz2 zuwarttenn ———————— Ein pfann Saltz ganntz in maß aufzutragen gibtt der Lademann, ———————— vnnd soll dieses also auf abgesetzte arbeit der gebürliche lohnn sein vnnd bleibenn, Desgleichenn die Herde zumachenn, vnnd Kuebenn zu=
Unsichere Lesungen
Z. 9: machl — Lesung unsicher
Z. 15: Seltz — Lesung unsicher
Z. 7: Lohnbeträge fehlen — Zeilen ohne Zahlen, leer
reinigenn, dieweil dasselbige vngleich ist, so stehet den Meisternn freij, wie sie sich mit dem gesinde darumb vergleichenn, Es ist auch ein alter brauch welcher bleibenn soll, da ein afterknecht Iemanndt schuldigk, hat mann Ime die arbeit durch den Renndtmeister zuuerbietenn, vnnd darf derselbigenn sich nit gebrauchenn, er habe dann seinen gleubiger zufriedenn gestalt, Fahrwergk. Nach dem sich auch in siedenn viel vnreinigkeit, welche mann, Sanndt vnnd schebe pflegt zunennenn, vnnd Ie vfs vierdte oder funfte werck ausgefegt pflegt zuwerdenn, zutregt, so sollenn in allenn Bothenn die Meister mit vleis bestellenn, das ihr gesinde, dieselbigenn ausserm Saltzwergk, wohin sie durch vnsernn Gerichtsknecht gewiesenn werdenn, vnnd sonnstenn beij straff eines ortts thalers, nirgennts annders hin Iederzeit tragen, Dagegenn soll Ihnenn der Renndtmeister vonn vnserent wegenn, Ierlich vff Mathei tage — acht alb. eij=
nem Iedenn Meister auff sein Bodt verlegenn vnnd verrechenn, Rueß vnnd Bluet tauschenn Was die Böder ann Rueß vnnd Bluet vnder der hanndt zum Sochenn1, Saltzfegenn, vnnd Pfannenn bestreichenn bedurffenn, mögenn sie vor Saltz tauschenn, doch das zuuor in ein vnnd ausganng, den Pförtnern Rueß, Bluet, vnnd Saltz gezeigt werde, Damit nit Heimblich finanntz mit vnterlauff, beij straff — j thalers. Vonn einem Pfannentuch zuwaschenn, mag auch ein Meister ein ganntz saltzes ausgebenn, oder — 9 Heller daruor, soll Ime zugelassenn vnnd erleubt sein, Saltzprobenn Wir achtenn auch fur hochnötigk, vnnd dasselbige vmb vieler beweglichenn vhrsachenn willenn, das Ierlich etliche Probwerck gesottenn werdenn, darzu haben wir nachuolgende Terminos welche also vnuerenndert stets gehaltenn, vnnd nachuolgennder massenn bestelt, vnnd ausgefurt werdenn sollenn,
Vnnd sollenn vnnsere Beamptenn durch einenn sonnderlichenn darzu geschwornenn, die Probwercke Iedesmahl in einer gemeinenn grossenn Pfannenn, die da ganntz vnnd nit löcherig ist furnehmenn, vnnd zehen geeichter fuder, Roher vngekeisster1 Sohlenn absiedenn, vnnd eigenntlich vfzeichenn, Wieuiele scheidtholtz vnnd wellenn, sie zu solchenn Probwerck brauchenn, vnnd wieuiel truckenes Saltz dasselbige wercke gibt, messenn lassenn, Desgleichenn sollenn sie auch die vbergebliebene zundtsohlenn, Wann das Saltz ausgefangenn, in einer sonndern kleinenn Pfannenn, oder wie sie das sonnstenn auffs beste zuwegenn bringenn konnenn, absiedenn, vnnd was dieselbige ann saltz gibet, gleicher gestalt messenn lassenn, vnnd vns als baldt daruonn einenn klarenn vnderschiedtlichenn bericht thun, Damit wir also sehenn mugenn, was solche zehenn geeichter fuder Roher vngekeisster Sohlenn ann Saltz Iederzeit gibtt, vnnd was darauff ann Holtz vnnd wellenn gehett Solcher Probwercke sollenn Jährlichs Funffe. Nemblich Circa principium Octobris, das anndermahl
vmb den 10 Decembris, Das drittemahl Aequinoctium vernale, das vierdte Circa Calendas Maij, vnnd das funffte Circa principium Julij furgenommen werdenn vnnd was vnnsere Beamptenn Iederzeit befindenn, daruonn sollenn sie vns klarenn bericht thun, vnd die Proba Inns Probierbuch ordenntlich vnnd vleissigk aufschreibenn, Der Brunnenn vnnd Pfannenmeister aber sollenn stetigs beij den Probwergk sein vnnd bleibenn, vnnd zusehenn, das die aller dinge recht verwaltet werdenn, Dargegenn soll mann Inenn Ir tage lohnn enntrichten, Doch sollenn auch vnnser Ober Beamptenn, welche zur stette sein, auch vnnder der hanndt nit ab vnd zugehenn, vnnd soll auch der Renndtmeister allenn vnkostenn verlegenn, vnnd dargegenn das geldt aus dem verkaufftenn Saltz wieder einnehmenn. Klein Probwergk. Die kleinenn Probwergk sollenn offtmahls durch vnsere Beamptenn anngestelt werdenn, vnnd was sich aus allenn vnnd Iedenn klein vnnd grossenn Probwercken
befindenn, soll vleissig vfgemerckt, vnnd in ein Buch gebracht werdenn, das Iar Monat vnnd tagk, auch der Personen so darbeij gewesenn, vnnd mit vnderschreibenn, Iedes namhafftig eingeschriebenn werdenn, auf das wann wir es vnnser gelegenheit nach erfordernn, vns Iederzeit klarer bericht, vonn dem allenn beschehenn muge, Zoll, Schatz, vnnd Wegegeldt. Zoll, Schatz, vnnd wegegeldt, soll vonn menniglichen gegebenn werdenn, vnnd niemanndts mit saltz aus dem Saltzwerck fahrenn, er habe dann zuuor, sein zoll zeich[?]1 beij dem Zolnner gelost, welche er ferner ann den Thorenn soll liefernn, Wer Zols Befreijet. Doch solnn hierin ausgenommenn sein Erstlich wir, vnnsere freundtliche liebe brueder, Furstenn, Grauenn, Herrnn, Prelatenn vnnd Hospital, welche alle des obgedachtenn Zoll, Schatz vnnd wegegelts sollenn gefreijet sein, doch sollenn sie beim Zolner durch Ire diener, beij wem sie geladen, anzeig vnd bericht thun lassen,
Unsichere Lesungen
Z. 11: zoll zeich[?] — Wortende überschrieben, evtl. zeichenn
Darnach die vom Adell Pfenner, vnnd vnserer Diener bestellungs saltz, welche saltz zun Sodenn bekommen, sollenn des Zols alleine, aber des Schatz vnnd wegegeldts nicht freij sein, Wurde aber einer den Zoll verfarenn, soll wie Lanndtbreuchig darumb gestrafft werden, Es habenn aber die Bodermeister auf Iedes werck von alters — 2 Heller zu besonnderm schatzgeldt erlegt mussenn, dieselbigenn sollenn sie hinfuro auch gebenn, Doch nicht ehe erlegenn, Es seij dann das Iar herumb, so sollenn sie dasselbige in einer Summa vnnserm Zolnern enndtrichtenn, Zolner. Vnnd soll Itztgedachter Zolner vber dis alles klare vnderschiedtliche rechnunge vnnd Register, wie Itzt im brauch ist, haltenn, vnnd Ierlich auf die Saltzrechnung vns vonn Monatenn zu Monaten, oder vnserm Renndtmeister vf diese hierbeij gesetzte postenn, wie er die vonn den Ladegestenn einnimpt liefferung vnnd bezahlung thun, Zoll ———————— wegegeldt ———————— Schatzgeldt, ———————— Schatzgeldt der Soder ————————
Vonn allerleij Holtzhanndell. Wir habenn nun ordenntlich anngezeigt, wie wirs in allem, in verwaltung des Bronnenn Regimennts, desgleich auch dem ganntzenn Saltzsiedenn, vnnd was demselbigen annhenngt, nach allenn vmbstenndenn wollenn gentzlich vnnd enndtlich gehaltenn habenn, Weil mann aber nicht kann saltz siedenn, mann habe dan zuuor notwendig holtz, So wollenn wir nun auch, was wir des halb geordnet, vnnd zuhaltenn fur notwendig vnnd nutzlich geschetzt, erklerenn, Geholtz so vnnser Gnediger furst vnnd Herr zum Saltzwergk geordtnet. Vnnd wollenn Erstlich wir vonn vnserent wegenn zum Saltzwergk alle die Geholtz, so vonn Stadt Vacha herab, furters die Werra hinvnter nach Mündenn zu, bis Iegenn Allenndorff, gelegenn seindt, vnnd sonnst alle welde, so vnser seindt, vnnd zum Saltzwerck ohne schadenn gebracht werdenn könnenn, geordennt habenn, wollenn auch allenn müglichenn vleis annlegenn lassen, vnnd gebürlichenn kostenn vnnd bezahlung Iederzeit darauff wenndenn, das wir noch annder mehr geholtz,
in gedachter gelegennheit begriffenn, ann vns, vnnserm Saltzwerck zu gut, vonn allenn anngrentzenden mugenn bringenn, Wer auch desfals etwas ausrichtenn vnnd zuwegenn bringenn kann, den wollenn wir in sonndernn gnadenn haltenn, Holtzhawenn Wenn vnnd wie das beschehenn soll. Nach dem auch billich mit fursichtigkeit muß bedacht werdenn, das die geholtz allennthalbenn zu gutem vedelnn1, sonnstenn gelegener zeit, gefellet, vnnd gehawenn werde, vnnd aber hierein ein diuersitet, vnd vngleicheit, nach vnderscheidt der gelegennheitt der gehöltze gehaltenn wirdt. Wollenn wir ann allenn orttenn, da wir scheidtholtz welches geflöst soll werdenn, gehawenn wirdt, das nit eher mit dem fellenn vnnd hawenn anngefangk werde, hiermit verordennt vnnd beuohlenn haben dann wann Walpurgis tagk herumb, vnnd wann der safft noch frisch im holtz, vnnd das holtz leicht werdenn kann, denn ob schonn die erfahrung gibt, das wenn da gehöltze im safft gehawenn
wirdt, solch nicht als baldt widerumb anschlecht, vnd Sommerladenn ausscheust, So mussenn doch wir hierin darauf sehenn, das die gehauene scheide auf dem wasser mögenn vortfliessenn vnnd nit zu grunde gehenn, Was aber zu schiff herauß kompt, solches soll zeitlich im Frueling, wenn noch kein safft im holtz ist, gefellett vnnd gehauenn werdenn, Damit desto eher die Sommerladenn wieder anschlagenn vnnd aufkommenn mugenn, Den zirck darin Jerlich gehauenn werdenn soll, sollen vnsere Saltzgreuenn, einer oder zwene, benebenn den Beamptenn vnnd furstern, Jedes Jars Jerlich zeitlich im Frueling, vnnd etliche wochenn fur der hauung bereiten vnnd besichtigenn, vnnd einenn gewissenn annschlagk machenn, welchenn sie vnns furters schrifftlichenn zustellenn, vnnder Irenn Subscription, vnnd vnnser Resolution darauf erwarttenn, Wann wir vns erkleret habenn, sollenn sie also baldt, das zu hauenn anngefanngenn werde, verordenenn, vnnd soll furters nach viel mehrgedachtes vnnsers herrnn vatters seligen gedechtnus, hieruber vfgerichtenn Ordenung, die vom
worttenn zu worttenn hernach volgtt, gehauen vnd gelieffert werdenn, Holtzliefferung im Walde vnndam Wasser. Wir wollenn das alle vnnsere vnnderthanenn vnd anndere, so zu vnnserm Saltzwerck Holtz hauenn vnnd annfuhrenn, Jedes mahl gutlich bezahlet, vnnd vnns auch darJegenn volkommene mas, ann Hohe, weitte vnnd lennge, nach dem mas so vnnsernn Beamptenn Jedes orts zugestelt ist, gelieffert werde, darzu wir dann vnnsere besonndere Holtzmesser verordenet, welche hierauf mit vleis sehenn sollenn, So aber Jemanndts nit volle mas liefferenn, vnnd im hauenn legenn vnnd annfuhrenn vnfleißigk befundenn wurde, dem soll souiel ann seiner geliefferten Summa abgeschlagenn werdenn, das das rechtte proportionirte Klaffter mas fur voll gelieffertt, vnnd erfullet werde, vnnd welche sich darwieder setzenn, die sollenn in geldt, holtz oder leibstraff, nach billich erkenndtnus, vnnser Beambten Jedes orts vnns zu abtrage verfallenn sein, vnd soll
die geldt oder Holtzstraffe Jedes Jars in der Holtzrechnung vnns verrechnet werdenn, Da sich das rechte Klaffter mas genntzlichenn vnnd voll befundenn wurde, als denn soll als baldt in vnnser darzu verordentenn beysein solchs anngeschnittenn, in ein gemeine Summa zusammenn geschriebenn, vnd wie obenn gemelt, bezahlet werdenn, Doch das ohnn vnnsernn vorwissenn, in Holtzhauenn vnd fuhrlohnn kein steigerung geschehe, bey derselbigenn bezalunge sollenn alle finantz zuuerhutenn, vnnsere furster vnnd Heimburger Jedes orts sein, Welche denn die Kerbe Irer nachbauernn nach der bezahlung zu sich nehmenn, vnnd bis vf die vberliefferung am wasser verwarlich haltenn sollenn, vnnd als denn den vfnehmernn der vberliefferung zustellenn, Damit also vnnsere Beamptenn vnnd vnnderthanenn Kerbe Jegenn einannder abgezahlt, vnnser diener quittirt, vnnd die vnnderthanenn volkomlich bezalet vnnd klaglos gemacht sein, Doch soll souiel muglich der zerunge halber laut der Ordnung mas gehaltenn werdenn,
Mit den frembdenn vnnd auslenndischenn, so scheyde hauenn, ist zu hanndelnn, das sie enndtweder Ihre Heimburger der dorffer darin sie wohnenn mit sich bey der bezahlung vnnd liefferung bringenn, Oder Je zwenntzigk mehr oder weniger einenn glaubwurdigenn ausmachenn, welcher ann derselbigenn stadt disfals sey, Es soll in allem mit vnnd Jegenn die fuhrleut, wie obengemelt gehaltenn werdenn, doch mit der Condition, wo einer oder mehr strafbar befundenn werdenn, das solche straff speciatim Inn die Rechnung gesetzt werde, wie viel einer Jedenn dorffschafft, vnnd einem Jedenn mit nahmenn Jegenn seinem vnfleis zur straff abgezogenn werdenn sey, Wir wollenn auch das alle vnnsere Beamptenn ann Jedem ort hinfurter einem Jedenn ampts dorff vnnd dessenn vnndersassenn sein eigenn ort Holtzes |: doch in einer hauung :| beide im walde vnnd am wasser abmessenn, vnnd zutheilenn, darin sie Ihr Holtz fellenn, hauenn, legenn, annfuhrenn vnnd liefern sollenn, auch darin alle richtige ordenung halttenn,
Auch wollenn wir vnnsere vorige Resolutiones des Holtz hauenns, vnnd vbermas halber, das die Klaffter etwas höher im walde zu hauenn, vnnd am wasser zu liefferenn, gehaltenn habenn, also das die Klaffternn im walde der massenn gehauenn, ann das wasser gelegt, vnnd gefurt werdenn, das vnns vnnsere Beamptenn Jedes orts am wasser volkomlich Klaffter mas, sonndernn einigenn abganng liefferenn könnenn, Diese vnnsers herrnn vatters seligenn Ordenung habenn wir aus gnugsamenn bedenckenn nachuolgender massenn erkleret, welches wir gehaltenn habenn wollenn, Erstlich wollenn wir das allemahl beide im walde vnnd auch am wasser, Wann das holtz gelegt, vnnd abgefurt werdenn soll, ein Jeder dorffschafft Ir holtz besonnders lege, vnnd alwege der Grebe, vnnd einer vonn den vorstehernn des dorffs mit darbey sey vnnd zusehenn, das das holtz treulich vnnd recht gelegt werdenn muge, Wann es nun zur liefferung kömpt, soll mann die Klaffternn einer Jedenn dorffschafft abmessenn,
vnnd in eine Summa zusammenn rechnenn, Darnach sollenn vnnsere Beamptenn vnnd die Jenigen so solch Holtz werdenn annnehmenn, enndtweder fornn im hauffenn, oder mittenn darin, oder wo es Ihnenn sonnst gefelt, da sie meinetenn da es argwonig vnnd vortheilhafftigk gelegt, Ein Klaffter oder mehr wie sie die bauernn gelegt, im Eisennmas lassenn ausmessenn, Inn beysein des Grebenn vnnd vorsteher obgemelt, vnnd was sie als denn vnnter solchenn Klaffternn befindenn werdenn, das der Bauernn Klaffter zu wenig oder zuuiel gelegt, sollenn sie Ihnen pro rata nach dem eisennmas, die bezahlung des Hauer vnnd fuhrlohnns volgenn lassenn, Als zu ein Exempell, Es hat ein dorffschafft ann einem hauffenn liegenn Hundert Klaffternn, wie sie die vnnderthanenn gelegt, Nun nehme mann aus demselbenn funff Klaffternn, die sonnderlich in stanngenn, vnnd vor — 5 Klafftern gemessenn worden werenn, vnnd befunde sich im Eisenmas nicht mehr, als viere, derowegenn gebuerte sich ann dem gemessenen hauffen, den
funfftenn theil abzuziehenn, also bleibenn achtzigk Klaffternn, darauf solnn sie hauer vnnd macherlohn enndtrichtenn, vnnd daßelbige furters vnnder die andernn bezahlenn, damit also die fuhrleute darauff sehenn, das Inen selbst recht geschehe, Befunde sich aber das funf der bauernn Klaffter, sechs Klaffternn im Eisenmas gebenn, als dann were man Ihnenn zubezahlenn schuldigk, Hundert vnd zwantzigk, Scheidtsagenn Doch soll mann die Neuenn anngesteltenn Scheidtsagk, vmb ersparung willenn des geholtzes durchaus brauch vnnd die axt im schrodenn zubrauchenn, souiel Immer muglich vmbganngenn werdenn magk, nicht gestattet werdenn, Geschworne Holtzmesser. Vnnd sollenn hierauf vnnsere Geschworne Holtzmesser, so wir Jedes orts verordenet vnnd haltenn, sehenn, das dieses also durch die ganntze Ordenung in allem bleib, bey vermeydung vnnser vngnedigenn straff, oder aber was vnnsere Saltzgreuenn Jederzeit zu leib oder geldt=
straff, darauff setzenn gehaltenn werde, Als baldt nun das scheidtholtz gehauenn wordenn, Sollenn vnnsere Saltzgreuenn zun Bodenn nach ausweisung obgedachter Ordenung das holtz vonn den geschwornenn Holtzmessernn gelieffert nehmenn, Vnnd sollenn volgennts vber die Jtztgedachtenn Holtzmesser, die Beamptenn vnnd furster vleißigk achtung nehmenn, das nichts daruonn verkommt, noch vereußert werde, auch da sie Jemanndts daruber betraptenn, vonn vnnsernt wegenn in ganntz ernnste leibstraffe vnnd geldtbusse, vnnachleßigk nehmen, vnnd in Ire des Saltzwercks Holtzrechnunge bringen, Holtzannfuerung. Mitt dem annfuhrenn soll es also gehaltenn werdenn, vnnd wir wollenn das Jerlich vnnser Saltzgreuenn einer oder zwene benebenn den Beambtenn vnnd furstern derenn orter da anngefurtt soll werdenn, einenn gewissenn sichern ortt besichtigenn, abreitenn vnnd verordenenn, auf welchenn auch nach ausweisung obgedachter ordenung das scheidtholtz, verwarlich muge anngefurt vnnd
gelegt werdenn, vnnd sollenn gleicher gestalt die Holtzmesser, Beamptenn vnnd furster gute achtung gebenn, das nichts verkuntraut1 werde, auch da es vonnötenn, bisweilenn das holtz bey nacht bewachenn lassenn, Wir achtenns auch fur nötigk, damit den Leutenn ann Eckernn vnnd Wiesenn kein schadenn zugefugt werde, das allennthalbenn aus den geholtzenn vnnd Bergenn, da mann scheidt vnnd wellenn ausfueret, solchs beschehenn solle, Wenn die Ecker vnnd wiesenn vnbesahmet, vnnd ohnne gras stehenn, also das man vber die Wiesenn bis zwischenn Walpurgis, vber die Ecker bis vf Osternn im Frueling vnnd in der Ernde zeit acht tage lanng vber die Wiesenn wann die gemehet, vnnd vber die Ecker so lannge die Brach liegen, fahrenn magk, Wer ausser dieser zeit vnnd hieruber holtz will ausfuhrenn, soll sich mit den Inhabernn der liegenndenn gueter abfindenn, Doch sollenn die fuhrleut gar keinenn mutwillenn in diesem allenn brauchenn, Oder da sie dessenn können vberwiesenn werdenn, von vnnsernn Beamptenn zu
geburlicher straff genommenn, vnnd denenn, so vnbillichenn schadenn erlittenn, geburliche erstattung geschehenn, Die liefferung am Wasser soll anngenommenn werden, gleich wie im walde, als zuuor gedacht, Annstellung der Flös. Wann die Liefferung beschehenn, sollenn vnnsere Beamptenn, Lanndtknechte vnnd furster Jedes ortts vnnd ampts vnnser vnnderthanenn darzu erfordern, vnnd denselbigenn vferlegenn vnnd beuehlenn, das die scheide als baldt zu flossenn eingeworffenn werdenn, DarJegenn wollenn wir Inenn Bier vnd Brodt abennts vnnd morgenns reichen vnd austheilenn lassenn, Wir wollenn auch ganntz ernnstlich vnnsernn Saltzgreuen vnnd allenn anndernn verordentenn zur flösse vnnd Beamptenn, eingebundenn, aufferlegt, vnnd bey vngnediger straff beuohlenn habenn, das sie sich Jegl die Sachsischenn amptleuth, vnnd sonnstenn in allem nach anweisung volgenndes Extracts genntzlich verhaltenn,
Isennachischer vertragk. Nach dem aber ein sonnderlicher Punct vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters holtzflössenns halben, auf dem Wasserstromb der Werra hinab, durch vnser Herzoge Johann Friderichs, vnnd vnnsere freundtlichenn liebenn bruedere Furstenthumb erregtt wordenn, vnnd bis annhero vnuerglichenn vff widerruffenn gestanndenn, Habenn wir vns in betrachtung vnnser allerseits nahenn bluts verwandtnus, freundtschafft vnnd Erbuerbruederunge, vnnd also zu anntzeigung vnnsers freundtlichenn vetterlich, schwegerlichenn, vnnd bruederlichenn willenns, derselbigenn holtzflös halbenn, nachuolgennder gestalt Enndtlich, Erblich, vnnd vnwiederrufflich vereinigt, verglichenn vnnd verwilliget, Nemlich das wir Herzoge Johann Friderich vnnsere freundtlichenn liebenn Bruedere, vnnd vnnser allerseits Erbenn vnnd nachkommenn, gedachtenn vnnsern freundtlichenn liebenn Vetternn, Bruedern vnd Vattern, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, vns seiner Liebenn Erben berurte Holtzflös, auff dem Wasser der Werra, durch
vnnser Furstenthumb, frey vnnd vnuerhindert, alle Jar vnnd Jedes mahls, so offt es Irenn Liebten gefelligk, zu Irer Liebtenn Saltzwerck Jegenn Allendorf verstattenn wollenn vnnd sollenn, Doch der ogestalt vnnd also, das berurte Holtzflösse, zu rechtter wetter zeit zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wanns wasser starck gnug ist, anngestelt, auch nicht eher vorgenommenn werde, dann das solchs vnnsernn Amptleutenn vnnd Beuelhhabernn, zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, eine vierzehenn tage zuuornn anngekundigtt, auch der ortt, da das holtz anngefuhrt, vnnd eingeworffenn werden soll, vermeldet sey, vff das diese vnnsere vnnderthanenn, schadenn halbenn, so Inenn daraus enndtstehe mochte, zeitlich gnug warnenn mugenn, DardeJegenn habenn wir Lanndtgraff Wilhelm von wegenn offtermeltes vnnsers gnedigenn liebenn Herrnn vnnd vatters, vns verwilliget, vnnsernn liebenn vetternn den Herzogenn zu Sachssenn, vnnd derselbigl nachkommenn, alle Jahr vnnd Jedes Jars besonnder Ein Hundert achteil Allenndorffisch, des bestenn vnd
kein schmiersaltz, in welchem Jare eins oder viel mahls geflöst wurdet, Da aber in einem oder mehr Jarenn nicht geflöst wurde, dennoch vnnd gleich sowohl Funfftzigk achteil Jedes Jars zugebenn, Welche abmeßung der achteil dann alwege zu Allenndorff, auf den tagk Jacobi apostoli in Jegennwertigkeit eines Sachßischenn darzu verordenntenn dieners, beschehen, vnnd volgenndts Jegenn Wyla1, vf vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters, vnnd seiner G. nachkommen vnnkostenn gelieffert werdenn solle, Wann aber die furstenn zu Hessenn solche flösse ganntz vnd ewiglichenn abschaffenn, vnnd nicht mehr gebrauchen wurdenn, als dann sollenn sie auch nicht mehr solchen Saltzzins zugebenn schuldigk sein, Daruber wirdt auch vnnser des Lanndtgrauenn Herr vatter, allenn vnnd Jedenn schadenn, welcher vnnsernn Vettern, den Herzogenn zu Sachssenn, ann Irenn selbst, oder derselbigenn vnnderthanenn eigennthumbs, als Bruckenn, Stegenn, Wehrenn, Muhlenn fachenn, Befruchteten feldernn, Wiesennwachs, vnnd dergleichen, durch
offtgemelte Holtzflössenn zugefugt wurde, nach billichem werth vnnd ermessung Jedes orts einwönere, nach geschworner Schöpffenn pflicht, vergleichung vnnd erstattunge, so offt solche schedenn vorfallenn mochtenn, thun lassenn, Inmassenn bis annhero auch geschehenn, DaJegenn aber die Sachßische ampts beuelchhaber mit ernnst verschaffenn sollenn, das den furstenn zu Hessen, vonn dem flösholtz durch die vnnderthanenn Jedes orts nichts verunntrauet werde, Vnnd ist dis also der Innhalt souiel diesem Holtzhanndell anlanngt, des Eisenachischenn vertrags, wollenn nun in der furgenommenen Ordenunge vortfahrenn, Vortfurderunge der Flöß. Vnnd nach dem sich das Scheidtholtz im flossenn allenthalbenn auf den Klengenn, ann herdenn, vfernn, vnnd Weren pflegt zu hemmenn, vnnd nicht wohl kann furtkommenn, So wollenn wir nicht allein, das vnnser vnnderthanenn, vonn ampt zu amptenn, die flös vortfordernn vnnd annregenn, Sonndern auch
das vf vnnser Kostenn besonndere flösser mit hackenn, Nachlenn, vnnd stanngenn, Jerlich verordennt sollenn werdenn, Welche allennthalbenn auff den Wehrenn, vnnd wo es vonn nötenn, zum theil zusehenn, vleißigk mit der hanndt selbst annregenn, vnnd die vnderthanenn zur arbeit vermanenn, zum theil auch in funff schiffenn, welche wir Jerlich darzu zumachenn, vnnd zuuerfertigenn hiermit wollenn nachgebenn habenn, der flös allennthalbenn nachuolgenn, damit Je souiel muglich nichts vmbkomme, noch veruntrauet werde, Auffseher vnnd Wechter bey der flös. Vber das sollenn auch bey Jederm dorff, vnnd da es sonst vonn nötenn, tag vnnd nacht leuthe vf vnnsernn Kostenn gehaltenn werdenn, welche hin vnnd wiedder zusehenn, das nichts abgetragenn oder gestolenn werde, vnnd da sie Jemanndts befundenn, sollenn sie das vonn stundt ann, annzeigenn, vnnd die vbertretter nach anweisung des Eysenachischenn vertrags vnnd vnnsers schrifftlichenn offenn brieffs gestrafft werdenn,
Damit nun disfals alles also gehanndthabt vnnd volntzogenn werdenn, So soll vnnser Schultheis zu Allenndorff in beuelch habenn, die ganntze flösse furnemblich zubestellenn, zuuersehenn, zuuerlegenn, vnnd zuuerwartenn, vnnd sollenn Ime alle vnnser Beambtenn, so vnnter wegenn wohnenn, obgedachte gedingte flösser, vnnd anndere vnnderthanenn, Inn allem bey vnngnediger straffe gehorsamb vnnd geuolgig sein, Wie wir dann solchs hiermit eins vor alles geordent vnnd gesetzt wollenn habenn, Doch habenn wir zu mehrem vnnderricht, vnnd auff das die flösse Je desto furderlicher vnnd bestenndiger muge gehanndthabt vnnd furgenommenn werdenn, Nachuolgennde neue Ordnungk bedacht, Constituiret, vnnd wollenn das daruber in allem gehalten werde, Nach dem wir berichtet werdenn, das etliche vnnser ambtknechte, vnnd vnnderthanenn am Werrastromb Im scheidtflossenn, so wir Jars vom Seulingswalde, zu vnsern Saltzwerck gein Allenndorff thun lassenn, vnvleißig sein, in dem das sie die flösscheide im fliessenn
nicht in guter hudt, vfsicht vnnd verwarung habenn, auch dieselbenn nicht Jedes orts, vnnd sonnderlich wenn sie sich auf den Klenngenn1[?] wogenn vnnd anstossenn, mit grossenn hauffenn samblenn vnnd schutzenn, mit Immer vnnd geburlich durch frischenn fliessenn anregenn, sonndern vorgehenn, wenn diese gleich abgeregt, legenn sich doch sobaldt anndere ann die stedt, vnnd bedennckenn nicht Je lenger die scheidt im wasser liegenn, Je mehr sie mit schlam belegt, durchaus2[?] naß vnnd soviel schwerer, vnnd enndtlich gar zu grundtfelligenn dunckenn werdenn, vnnd ob sie schonn vonn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beamptenn vielmahls darumb anngelanngt werdenn, sie doch gleichwohl Jres willenns thun, ab welchenn wir nicht geringes vngnediges misfallenns tragenn, Habenn derowegenn, damit solcher vnfleis abgestelt, vnnd die flöß vmb soviel mehr gefordert vnnd den armen vnnderthanenn erleichtert wordenn, auch in annderer betrachtung, das vnns ann solchenn flössenn Jedes mahl ein grosses gelegenn, nachvolgende Ordenung wie es Jzo vnnd hinfuro in solchenn flössenn genzlich gehalten werden soll, stellenn lassenn.
Ambter so zur Flös verbundenn sein. Vnnd bevehlenn darauf allenn vnnd Jedenn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beambtenn in Bodenn, Desgleich vnnsernn Renndtmeisternn Schultheißenn vnnd Vogten, auch Grevenn vnnd vorstehernn, sambt allenn anndernn vnnsernn vnnderthanenn Ingemein, der Ampter Friedewaldt, Rotenbergk, Sonntra, Sonnenn1[?], Riegelsdorff, Herleshausenn, Treffurt, Wannfriedenn, Eschwege vnnd Beilstein, Das sie ob dieser vnser Ordenung stet vnnd fest halttenn, vnnd in gemein vnnd sonnders darwiedder nichts furnehmenn, sonndern dero in allenn Puncten bey vermeidung vnnsern vngnedigenn vnnd ernnstlichenn straffenn vleißigk vnnd Embsig nachsezenn, Damit vnns ann keinem ort, ann vnnser flös, hindernus, vfhalt, noch schadenn beschehe, vnnd kein nachteil zugefugt werdenn muge, Zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn soll geflöst werdenn. Demnach wollenn wir erstlich das Jedes Jars die
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Z. 8: Sonnenn — Ortsname unsicher (Sontra/Sonnenn?)
Flös zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, wann das wasser vnnd Wetter hierzu am bequemblichstenn ist, anngestellet werde, Flöss soll den Sachssischenn zuuor vermeldet werdenn Vnnd solchs alwege durch vnnsere Saltzgrevenn den Sachsischenn Beamptenn zu Creuzburgk, vnnd Gerstungenn, ein vierzehenn tage zuuor zugeschriebenn werdenn solle, wie solchs der Eysenachische vertragk Klerlich ausweisset, Holtzmessenn fur der Flöss Darnach wenn vnnsere Beamptenn zur stett, da die scheidt Ingeworffenn werdenn könnenn, sollenn sie erstlich die scheidt vonn den vnnderthanenn im Eysennas1 frobirt, nach anweisung vnnser deshalbenn in Anno 68 vfgerichter Ordenung gelieffert vnnd gemessenn annehmenn, vnnd sich der messung mit einem Jedenn Ampt gnugsamb vergleichenn, damit deshalb in der bezahlung kein Irthumb vorfallenn möge, Schultheis zu Allenndorff soll alle Wehr vnd Flutbette besehenn vnnd verschlagenn.
Zuuor aber vnnd vnnder des soll vnnser Schultheis zu Allenndorff alle flutbette, Wehr vnnd Tachenn1 die Werra hinnuf, bis ann die stette da die scheide liegenn, mit allem vleis besichtigenn, die Tachenn Jedes ortts mit Leutternn beschlagenn lassenn, vnnd was sonnsten notwendig, bestellenn, auch Jedes orts den ambttknechtenn die flös annmeldenn vnnd bevehlenn, dero vnnd darauff, al dieweil die weret, mit den darzu gehörigenn vnnderthanenn zu warttenn, Annstellung der flöss Volgenndts wenn also wiegemelt die scheide aller gemessen vnnd geleffert, vnnd derenthalbenn richtigk gemacht werdenn, So soll mit dem einwerffenn in dem nahmenn Gottes anngefanngenn, vnnd solchs durch vnnsere vnnderthanenn, Inmassenn bisdahero geschehenn, verrichtet werdenn, Doch sollenn vnnsere Amptknechte, sonnderlich die Schultheissenn vnnd Lanndtknechte, Jeder Ambts darbey sein, das volck hierzu annhaltenn, damit das einwer=
fenn vonn stettenn gehe, vnnd die flös soviel muglich beysammenn gehaltenn werde, Furt forderung der Flöss So baldt nun die scheide eingeworffenn, so soll vnnser Schultheis zu Allenndorff, vom annfanng bis zum ende darbey bleibenn, mit allem vleis die Werra auff vnnd abreitenn, vfsicht habenn vnnd annregenn, das Jedes orts die scheide zu flössenn anngeregt, vnnd keines ortts einige scheidt stehenn bleibe, oder vber hauffenn gesamblet werde, Sonnderlich soll er darann sein, das die hinderste scheidt aller mitbracht, vnnd die so zu grunde gefallenn, oder zu tuckenn1 wordenn, aufs Landt gefurt, vnnd ann Klaffter gelegt werdenn, damit wir nicht vergeblich darumb kommenn, oder vnns wie hiebeuor ein so grosse Summa Klaffter in abganng zugerechnet werdenn, Hierzu sollenn Ime beide im annregenn, vfsehenn vnnd verwarenn, vnnsere amptknechte eines Jedenn ortts, vnnd so weit eines Jedenn ambt vnnd gebiete reichet
trew, vnnd gewertig sein, vnnd nebenn Ime dem Schultheissenn enndtweder vor sich vnnd annder gleich als ob Ime alleine befohlenn, vleißigk vfsicht habenn, so weit sich sein ambt erstreckt, vnnd dieweil diese flös weret, ab vnnd aufreitenn, die Vnnderthanenn annhaltenn, die scheite annzuregenn, die keines wegenn vber hauffenn samblenn lassenn, auch Jedesmahl ernnstlich gebietenn, sich des austragenns vnnd stelenns der scheide zuenndthalttenn, Schultheis zu Heringenn verrichtung. Sonnderlich aber soll vnnser Schultheis zu Heringenn, die flösse in vfsicht vnnd furtbringenn mit haltenn helfenn, vom annfanng des orts da die scheide Inngeworffenn werdenn, bis gein Berka vnnder die Brucka1, Lanndtknecht zu Rotenbergk Vonn dem ort soll denn vnnser Lanndtknecht zu Rotenbergk Jzo Jacob Scheidt, die flösse versehenn helffenn bis gein Salmerhausenn, vnnter die Muhle,
Schultheis zu Sonntra Daselbstenn soll sie vnnser Schultheis zu Sonntra Jzo Bastiann Scharff annehmenn, vnnd mit sampt den Sontraischenn, auch den vnnderthanenn zu Konnenn1[?], vnnd Riegelsdorff fortbringenn, bis gein Newenhof vnnter das wehr, Furters soll sie der Schultheis zu Allenndorff versehen, bis gein Creuzburgk vnnter die Bruckenn, vnnd soll hierzu gebrauchenn vnnsernn Schultheissenn, vnnd vnderthanenn zu Herleshausenn, Der Schultheis zu Weissennborn Daselbstenn soll dann vnnser Dorff Schultheis zu Weissenbornn im ampt Wannfriedenn, Claus Beyfeldt2, mit sampt den vnnderthanenn zu Weißennbornn, vnd Rausbach, die scheidt versehenn, annregenn vnnd fortflössenn, vor Mihla vber bis gein Franckenroda Inn die Vogtey Treffurt, Vogt zu Treffurdt. Zu Franckenroda soll sie vnnser Vogt zu Treffurt
Bastiann Cholde1 annehmenn vnnd versehenn, bis gein Grossenn Burssell. Vogt zu Wannfriedenn Des orts soll sie dann vnnser Vogt zu Wannfriedenn, mit seinenn mitbeamptenn fortbringenn vnnd versehen, bis Inns ampt Eschwege, bey den Munchefordt2 Jegen der Aue, Schultheis zu Eschwege Ann dem ortt soll sie dann vnnser Schultheis zu Eschwege annehmenn, vnnd mit den Vnnderthanenn zu Grebenndorff bis vnnder die Muhlenn zu Eschwege bringenn, Dorff Schultheis zu Obernnhona. Nachdemm soll sie furters der Dorff Schultheis zu Obernnhona annregenn, vnnd furtbringenn bis gein Allenndorff Vnnd sollenn obgedachte vnnsere amptknechte dahin verdacht sein, das sie in diesem allen, wie oberzehltt, vnnd was sonnstenn zur flös dienlich, furderlich
vnnd nuzlich, als mit ausbringung der tucker1, vnd bewarhung der scheidt, vnnd was dergleichenn sein magk, ann Ihnenn gar keinenn vleis erwendenn lassenn, auch so offt sie vonn vnnsernn Salzgrevenn vnnd Schultheissenn, auch anndernn Beamptenn zun Bodenn hierumb ersucht vnnd anngelanngt werdenn, Ihnenn als dann vonn vnnsert wegenn, gehör vnnd volge gebenn, Mit dero eigenntlichenn vnnd gewissenn verwarnung, Wenn sie vnnsere Salzgrevenn vnnd Beamptenn, an der Werra auff vnnd abreytenn, vnnd ann einem oder mehrenn vnnfleis vnnd vngehorsamb befindenn, vnnd vnns solchs, wie wir Ihnenn aufferlegt, annzeigenn werdenn, Das wir als dann denenn oder dieselbigenn, so dieser Ordenung wiederstrebenn, vnnd darin vngehorsamb vnnd vnfleissigk befundenn, mit vngnedigenn Augenn annsehenn, vnnd darzu ernnstlich straffenn wollenn, Lanndtknecht zu Apteroda Wir wollenn vnnd bevehlenn auch hiermitt vnnsernn Lanndtknecht zu Apteroda, so baldt vnnd wenn die Scheyde zu Allenndorff vor denn Bödenn annkommen
vnnd er vonn vnnserm Holzvogt erfordert wirdt, das er als dann sich Jedes mahls so [übergeschrieben: tag] so nacht, mit dem darzu gehörigenn dinstvolck Jegenn Allenndorff verfugenn, vnnd die scheide aus dem wasser vf annweisung vnd Ordenung vnnsers Holzvogts, vfs trockenn bringenn, vnd ann geburliche hauffenn vnnd Klafftern legenn, vnd da dannen nicht abziehenn, bis die scheide aller vnd gennzlich ausbracht, vnnd sich hierann gannz vnnd gar nichts abhaltenn vnnd verhindernn lassenn soll, bey vermeydung vnnser vngnadt, Flösser Vnnkostenn Vnnser Schultheis zu Allenndorff, weil der den Flöskostenn verlegt, soll auch darauff sehenn, das es mit der zehrung vnnser Ordenung gemes vnnd sonnsten geburlich vmbganngenn, vnnd kein vnnotige gerunge2 oder vnnkostenn, vfgewenndet werde, denn wir Ihme den vberflus, vnnd was vnnsere Ordenung nicht mitbringt, keins wegs Passirenn zu lassenn bedacht, Er soll auch so balde nach enndtschafft der flös allenn kostenn, was er aufgewenndet, zu klarer rechnung bringen, die
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Z. 2: so tag so nacht — tag übergeschrieben, Folge unklar
vnnsernn Salzgrevenn vorlegenn vnnd vnderschreiben lassenn, vnnd als dann solch Register vnnserm Holzvogt bey sein Rechnung zustellenn, der Ihme sobaldt solch Flöskostenn, was die Salzgrevenn vnnderschriebenn, Jegenn geburliche quitanz vonn vnnsert wegenn erstattenn soll, Was auch vnnser Schultheis zu Allenndorff also wie obstehet, ann zehrungenn vnnd anndernn vnnkostenn, vf die flos wenndenn werdet, soll er darauf bedacht sein, das auch das Jenige was er verrechnet, den leutenn allenthalbenn bezahlet werde, Sonnst soll Jztgemelter vnnser Schultheis vonn vnnsert wegenn den Vnnderthanenn so annregenn, das geordente brodt austheilenn, vnnd sollenn die Beamptenn in allen enndenn verordenenn, das solch brodt ann die ortter gefurt werde, da sie arbeitenn, damit sie nichts vonn der flös abzugehenn, zur vhrsach furwendenn mugen, Aber vnnser Salzgrevenn sollenn auf vnd nieder reytenn, vnnd allennthalbenn, wo sie auch weiderwertigs vnd hindersolligs1 befinden, dasselbige abschaffenn,
Zuuor aber vnnd ehe das scheidtholz Inns wasser zur flös geworffenn werdet, soll vnnser Holzvogt zu Allendorff, die Börke1 bey den Holzplezenn daselbst die Leytternn vnnd Rechenn einsezenn, vnnd beschlagenn lassen, vnnd dero massenn verwarenn, das sie nit leichtlich hinwegk fliessenn konnenn, Fur allenn dingenn wollenn wir das gannz vnnd gar keine flösse werde furgenommenn, es sey vnns dann solchs vierzehenn tage furhero anngezeigt, vnnd wir vnns des schrifftlich zuuor was beschehenn solle, resoluirt habenn,
Ausbringung der Scheider zu Allenndorff. Das Scheidtholz, wann es die Werra herab, bis fur die Börk Jegenn Allenndorff kommenn, sollenn vnnsere vnnderthanenn beider ampter Beylstein vnnd Ludwigstein auszubringenn Jederzeit schuldigk sein, vnnd sollenn sie vnnsere Beamptenn ernnstlich darzu erfordernn, mit vleis annhaltenn, auch da vf die tage, wann sie gefordert werdenn, einer oder mehr, aussen bleibenn, vnnd sich zum ausbringenn nicht Innstellen, sollenn sie so mannichmahl solchs beschicht, mit einem guldenn verbrussenn1, oder am leib gestrafft werden, Denn zubesorgenn, wo hieruber nit mit ernnst gehalten wurde, das etwo einmahl sich in der eyll vngeferlich ein Plazregenn oder vngewitter zutruge, das das gewesser gros möchte werdenn, vnnd Börke vnnd gehölze miteinannder hinwegk nehmenn, Da aber auch vnnsere diener im ampt Beylstein, vnnd Ludwigstein, nicht trew vleißige forderung hierzu thetenn, Wollenn wir sie gannz vngnedigk an leib vnd gut straffenn,
Vnnderthanenn so das Flössholtz helffen ausbringenn, befreyung. Wir verordenenn auch hiermit, das gedachter beider Ampter Vnnderthanenn, vber das, das wir Ihnenn vf Jede Klaffter funff heller erlegenn lassenn, des halben forsts vnnd Stamgelts, auf Ire heuslicher befeurung, sollen gefreyet sein, vnnd sie hieruber vnnser Ober: vnnd Vnder furster ann allenn enndenn, nicht sollenn beschwerenn, Also soll es auch mit den vnndersassenn derenn vom Adell zu Hilzeroda1[?], welche sich gutwilligk diesem dienst, des Holzauswerffenns zutragenn, haltenn vnnderworffenn, in allem gehaltenn werdenn, vnnd sollenn vnnsere furster schuldigk sein, dieselbigenn mitt glimpff zu notwenndigenn Irem Brennholz, Jederzeit zubefordernn, In ausbringung sollenn sie die Klaffter legenn Inns mas, welchs wir darzu besonnders verordnet habenn, vnnd nach anweisung vnnsers Holzvogts, Lanndtknechts zu Apteroda, vnnd Wehrmeisters zu Allenndorff welche hierauff sonnderlich verordnet sein, vnnd Ire
belohnung dauonn vnnd Ipfanngenn1, das alles verrichtenn, Vnnd wann es also auf die Plege2 gelegt vnnd ausgebracht ist wordenn, soll dasselbige durch vnnsere Beamptenn, sonnderlich aber dem Holzvogt in guter hudt vnd verwarung gehaltenn werdenn, also das nichts darvonn vervntrawet noch endtfrembt werde, alles nach answeisung seiner des Holzvogts bestellung, also lautende, HoltzVogts Ambt. Der Holzvogt soll bey allem Klaffter holz, wenn das zu behuf vnnsers Salzwercks, vber oder vnnter demselbigenn anns Wasser gefurt, sein, vnnd zusehenn, das solchs rechtschaffenn gemessenn vnnd gelieffert werde, vnnd wann solchs holz vor Allenndorff durch die Flöß annkommenn, So soll er aufsehenn, das solchs durch vnsere ampt Beylsteins vnnd Ludwigsteins vnndersassenn, wie bishero beschehenn, vleißigk vnnd trewlich ausbracht, vnnd in Klafftern gelegt werde, daruber ordenntliche Register haltenn, vnnd derowegenn die Hieruber breuchliche zeichenn gebenn, vnd nehmenn sollen,
Was auch zu schiff die Werra herauff fur holz zu diesem behuff annbracht werdet, solchs soll er gleicher gestalt in Klaffter legenn lassenn, vnnd daruber seine besonnder Register vnnd Rechnung haltenn, Alles scheidtholz, so berurter massenn, oder sonnstenn zu vnnserm Salzwerck anngebracht, soll er in vleißiger vffsicht vnnd verwarung habenn, vnnd dermassenn legenn lassenn, das keine fluth noch Eisfarth darann schadenn thun mögenn, Ein Jede Klaffter solchs holzes im Eisenmas gemessenn, soll er vmb ein guldenn groschenn genanndt thaler, wie das Jungstlich gesezt ist, verkeuffenn, doch alleine den Bödermeisternn zum Salzsiedenn, vnnd sonnstenn niemandts annderst, Damit mann aber desto weitter mit dem Holz reichenn, vnnd nicht Inner wenig Jarenn vnnser geholz die wir Ihm1 vnnd wieder zum Salzwerck verordenet, Plutzlich abnehmenn, sonndernn auch vnnser erbenn vnnd nachkommenn ein gewis bestenndiges Salzwerck finden, vnnd behaltenn mügenn, So soll keinem
Södermeister1 auf ein wercke mehr als ein klaffter verkaufft vnnd zugelassenn werdenn, Als sie dann vf den fall, wann man etwa in der Erndte, vnnd arber zeit2, nicht fuhrleute habenn köndte, soll nach aller vnnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn Rathschlagenn, ein tage oder etzliche, zwo klaffter anzunehmenn erleubt werdenn, auf das Je die zahl der siebennthausennt vnnd nicht mehr wercker Jerlich gesottenn werdenn. Alles daraus gelöste geldt, soll er in sein Register zur Einnahme setzenn, davonn auf bevelch der Saltzgrevenn den kauff, auch die hawung, ausfurung vnnd flössung des Holtzes, vnnd andernn hierzu gehörigenn vnkosten verlegenn, vnnd vns darvonn vfrichtige Rechnung Jedes Jars thun. Jegaw3[?] HoltzRegister Vber welchenn Holtzverkauff denn vnser Jtziger Pfarher, als Saltzgreve in Sodenn ein Jegenn Register heltet, Welches vom Saltzgrevenn vnnd Schultheissen Jederzeit in der abzahlung vnderschriebenn werdett, Böck Reitternn4[?] Pfele.
Was auch ann Böckenn Reitternn, Pfelenn, vnnd ander Rustunge zum flössenn gebraucht wirdet, soll er der Holtzvogt in seiner verwarung haltenn, die mengell darann Jederzeit bessernn lassenn, vnnd solche ding wohl vfhebenn, damit mann zu erhaltung derselbigenn nit Jedes mahl newenn schwerenn vnkostenn auffwendenn müsse. Wann er mit Holtz anzuthun vnnd dem Warttenn ampt nicht zuschaffenn, soll er mit vf die gehöltze reitenn, vnd alle gelegennheit vnnd furnehmenns mit berathschlagenn helffenn, Soll aber kein1[?] ann Söder ann seine stadt das Holtz anzuthun noch in klaffter zulegenn lassen, weil solchs ohnne verdacht nicht zugehet. Holtzleger. Der Holtzleger soll furnemblich mit vleis Jederzeit zusehenn, dieweil er teglich beim Holtz ist, das nichts davonn gestolenn, abgetragenn, noch entfrembt werde, vnd da er Jemanndts betrapte, soll er solches den Saltzgrevenn vnnd Holtzvogte annzeigenn, vnnd gar niemanndts verschonenn, Darnach soll er mitt
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Z. 11: kein — Wort gestrichen/überschrieben, unsicher
vleis alles vnnser Scheidtholtz ins Eisenmas ohne allenn vortheil vnpartheilichen legenn, vnd den Södermeisternn nach ausweisung der zahl auf den lossen, vnuerechtigt austheilenn, oder da er solchs vbertrete, vnnd einige geschenncke nehme, soll er ann leib vnnd gut gestrafft werdenn, Was sonnst sein bestellung vnnd befelch ist, wurde aus baldt volgenndenn articulnn klar werdenn, in welchen allen er vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Holtzvogt |: vnnsernn nutzenn trewlich zu befordernn :| soll gehorsamb leistenn, vnnd sich denenn nicht wiedersetzen, Er soll in das geordennte Eisennmas alles flösholtz, was vnnd wieviel dessenn der Holtzvogt Jederweile den Södermeisternn zum Saltzwerck verkauffenn wirdt, Zu klafftern ann enndt vnnd örttern in der Holtzvogt annweisenn wirdt, vleissiges, recht, vnnd vol kemlich1[?], eine klaffter wie die ander legenn, also das mann dessenn alweg zum Saltzsiedenn gnugsamb, vnd an Jme dis fals [gestrichen: kein] kein[?] versaumnus erscheine. Die gelegtenn klafftern, soll er ordenntlichenn, nach
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Z. 16: vol kemlich — vermutlich volkömlich
Z. 19: kein versaumnus — Streichung, Lesung unsicher
der zahl 1. 2. 3. vnnd so forthann zeichenn vnnd einem Jedem Söder, welche Jme das los gegebenn, zeigenn, vnnd darin bey vngnediger straff keinen finantz, vortheil oder betrugk suchenn, Er soll auch keinem Söder, wer der sey keins wegs anzeigenn, welche hauffenn ann der zahl gut oder böse, oder was einer vor dem anndernn an der zahl halte, Damit niemanndts im losenn vorteil zusuchenn, vnnd sich hierzu, weder durch geldt oder Saltz geschenck bewegenn lassenn, Soll auch keinem Söder oder fuhrmann gestattenn, eynig klaffter holtz vonn der legestadt abzufuhrenn, er habe Jme dann zuuor das los zeichenn vom Holtzvogtt vnnd Jegenn zeichenn vom Pfarher oder Wollenn schreiber1 zugestelt vnnd gelieffert, vnnd in dem allen ordnung vnnd richtigkeit, wie bishero beschehenn, halten, Gleicher massenn vnnd ebenn also soll er auch mit dem Schiffholtz, was dessenn die Werra herauf bracht wirdet, haltenn, vnnd solchs selbst durch mitthulf der schiffknechte legenn, vnnd keines wegs die ohne
seinem beysein, die schiffknechte oder anndere legenn lassenn, Die schlitter so er vnter das Eisenmas, solchs wieder zu lanngenn, legenn mus, soll er allemahl vonn demselbigenn gelegtenn hauffenn, wieder abnehmenn, damit nicht mehr, dann Jns Eisen mas gehöret, hinzugebenn werde, Vnnd soll Jme Jm scheidtlegenn keinen Södermeister noch vffter knecht1 helffenn lassenn, Wenn es aber die nottturfft, nach gelegennheit der zeit erfordernn wirdt, also das ers selbst, mit aller erlegenn kann, Soll Jme sein gesinde, oder sonnstenn einem taglöhner so vfrichtig zugelassenn sein, doch das er denenn zuuor dem Holtzvogte annzeige, vnnd solches mit dessenn furwissenn beschehe, er auch selbst mit zusehe, das er im legenn keinenn finantz brauche, Die Holtzzeichenn, was Jme dahero die Söder gelieffert, soll er nicht vonn sich thun, es sey dann das sie Montags durch die Saltzgrevenn vnnd beamptenn abgezelet werdenn, Die abfallennde schalenn, knuttell2 vnnd Splitter,
welche Jns Eisenmas zulegenn vntuchtigk, soll er alwegenn trewlich zusammenn legenn, davonn was Jme zu seiner haushaltung am fewrwergk vonnötenn, soll Jme vergönnet werdenn, mit dem vbrigenn sollenn sich die Pfortner |: bis vf wieder abschaffenn :| behelfenn, Doch sollenn sie das nicht abtragenn Ehe vnnd zuuor es durch vnnsernn Holtzvogt besichtiget wirdet, sonnst soll er vonn allem holtz oder schalenn, klein oder gross nichts heimtragenn, oder sonnstenn vergebenn, oder verparthierenn, Er soll auch ohnne vorwissenn des Holtzvogts nichts vornehmenn, auch vf dessenn geheiß sich zur flösse vnnd annderer notturfft des holtzes gutwillig gebrauchen lassenn, Das holtz auf allenn holtzpletzenn in guter achtung vnnd vleissiger aufsicht halttenn, vnnd habenn, also das darvonn nichts genommenn, noch enndttragenn werde, vnnd aber dessenn etwas Jnnenn wurde, solches Jederweil dem Holtzvogt annzeigenn, vnnd sich in allem halttenn, wie einem getrewenn diener vnnd Holtzlegernn gebuert, Jederzeit hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Schadenn
warnenn, vnnd bestes werbenn, denn wo das nicht beschehenn wurde, Wollenn wir Jnen Jederzeitt dieses diennsts wieder zu enndtsetzenn, vorbehaltenn habenn, Wie er dann dem allem also nachzukommen mit hanndtgegebener trew zugesagt, vnnd einenn leiblichenn eidt zu Gott geschworenn. Weitters wollenn wir das sonnst kein Södermeister oder Jemanndts einige klaffter noch fuder scheide Jnner Sodenn, oder sonnstenn wohin fuhrenn lassenn, er habe dann endtweder mit gepurlicher bezahlung oder nach ausweisung seiner bestellung vnnd Beuelchs seine geburliche klafftern vnnd fuhrzeichenn beim Holtzvogte gelöst vnnd ann sich bracht, geholet, vnnd dieselbigen dem Holtzleger gelieffert, Wurde aber solchs einer oder mehr vberschreitenn, soll solchs so offtt es geschicht, Mitt ein thaler verbuessenn, vnnd des holtzes beraubet sein, Pförtmeister. Es soll auch vnnser Pfortmeister keine einige klaffter scheide vonn der Holtzflös einfuhrenn lassenn,
Er habe dann zuuor Jedes fuder |: welches alwege vf die helffte geschetzt wirdt :| ein fuhr zeichenn eingenommenn, auch bey vngnediger leibstraff. Abzehlenn. Nach ausgang einer Jedenn wochenn sollenn alwegenn, auf den volgenndenn Montage die klaffter vnd fuhrzeichenn, so beide vonn vnnsernn Holtzvogt zuuor, vnd volgennts durch vnnsernn Pfarhernn, die verkauffte zalklafftern, ausgebenn seindt wordenn, Jnn beysein vnserer Beamptenn, so zur stette seindt abgezehlet, vnd zugleich Jnns Holtzvogts Register, durch vnnsernn Pfarhernn, vnnd in vnnsers Pfarhers Jegenn Register durch vnnsernn Holtzvogt beiderseits geschriebenn werden, auf welche beide Register zu ausgang Jars die gantze holtzrechnunge soll geschlossenn werdenn. Schiffholtz. Wir habenn auch fur dieser dieser zeit verordenet, das Jerlich vonn vntenn die Werra herauff aus vnsern Weldenn vnnd sonnstenn ein gute annzahl holtzes zum Saltzwergk zu schiffe anngefuhrett.
vnnd furtters verkaufft wurdet, Nun wollen wir wie obenn gemelt, das es in hawenn vnnd annfurenn, des wassers halbenn in Höhe, breite, vnnd lenge, der klafftern gleich wie ann anndernn ortern, da wir holtz hawenn lassenn, gehaltenn werde. Schultheissenn zu Witzennhausenn Beuelch. Der Schultheis aber zu Witzennhausenn vnnd der Gerichts knecht daselbst sampt dem furster am Tanngennberge, oder wen wir an derselbigenn stadt Jederzeit verordenenn wollenn, oder durch vnnsere Saltzgrevenn verordenenn lassenn, sollenn dasselbige scheidt holtz, Jnn vnnd ausser Waldes Jnn Jrer verwarung vnnd versehung habenn. Doch soll der Schultheis die verlegung aufschawenn vnd annfuhrenn, bey vnnsernn Holtzvogtt zun Sodenn enndtpfangenn, dasselbige vfrichtigk denen sie gebueret verrichtenn, Daruber klare Register vber Einnahm vnnd ausgabe haltenn, vnnd Jerlich vor der Saltzrechnung wann er gefurdert wurdt.
klare Rechnung zu thun verpflichtet sein. Der Furster am Tanngennberge, sols nach vollem maß vonn Hawernn annehmenn, vnnd darauff sehenn, das er klare Rechnung vnnd Liefferung am Wasser thun könne, Desgleichenn soll der Gerichts knecht am wasser von fuhrleutenn die gehawene scheidt mit vollem mas annehmenn, geburliche zeichenn, darauf sie vom Schultheisenn bezahlet werdenn sollenn, ausgebenn, vnnd sich also in seinem diesem beuelch verhaltenn, das auch ohnne abgang souiel muglich auff den Holtzpletzen furm Sodenn könne eingewechßelt werde, Wurdenn aber diese drey einer oder mehr in verrichtung Jrer beuelch seumigk oder vnfleissigk befundenn, sollenn sie darumb gestrafft werdenn, Jederzeitt nach gelegennheitt. Wie der Wasserstromb zuhaltenn Wemt1 auch offenntlich am tage ist, das durch gelegenheit des Wasserstrombs der Werra vnnserm Fursten=
thumb vnnd Saltzwerck viel nutzenn geschafft, denn beide vonn obenn herab, vnnd vonn vntenn hinauff holtz vnnd Proviant, vnnd hin wieder Saltz vnnd annders hinwegk zu schiffe gefurt, vnnd verhandelt wurdet, So wollenn wir dernach, ist auch vnnser ernstlich gebott vnnd beuelch, das der Wasserstromb vnnd Leinennpfadt, sonnderlich vonn vntenn herauf in gutem wesenn erhaltenn werde, darzu wir Jerlich ein namhaffte Summa geldts verordnet habenn, Welches furter vnnser Schultheis zu Allenndorff vonn vnnserm Holtzvogt, soll enndtpfangenn, einnehmenn, vnnd mit Rath, furwissenn, vnnd beuelch vnnserer Saltzgrevenn ausgebenn, verbawenn, vnnd verrechnen, Darzu wir denn auch vnnsernn Wehrmeister zu Allendorff, sonnderlich wollenn verordenet habenn, das er hierauf vleißigk sehe, den Baw nach beuelch der Saltzgrevenn, vmb sein taglohn helffe annstellenn, vnnd verfertigenn, Hannsteinisches Wehr. Vnnd Nach dem sich vielfeltige vnrichtigkeitenn, vnd
verenderungenn dero vom Hannstein wehrbaws vntern Ludwigstein wegenn bis vf diese zeit zugetragen, So wollenn wir hiermit zum vberflus nachmals mit allem ernnst vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra allenn Saltzgrevenn, Schultheissenn zu Allenndorff vnnd Witzennhausenn, so Jtzt vnnd in kunfftige zeitt sein werdenn, gebottenn vnnd beuohlenn habenn, das sie kurzumb nit gestattenn, noch vf einicherley weise nachgebenn, das die vom Hannstein durch nicht ein geringes heruber vf vnnser halbe theil, dessenn wir ohn einrede, im wasser berechtiget sein, zubawen sich vnternehmenn, Sondernn sie sollenn in allem darauff sehenn, das sie auf Jener seittenn bleiben, vnnd vns im wasserstrom vnnd der Schiffart vnuerhindert lassenn, Wurde aber solchs vonn einem theil verechtlich gehaltenn, Wollenn wir Jederzeit wie sie gestrafft sollenn werdenn, wohl wissenn, darnach sich ein Jeder zurichtenn, Vnnd dieweil viel frembt Holtzleute, Jhr ann sich gebrachte gehöltze zum Saltzwergk bringenn, vnd aller=
meist dargegenn Saltz wieder ladenn, So wollenn wir, vf das zwischenn Jnenn vnnd den Sodermeisternn keine vnrichtigkeit enndtstehenn könne, das vnnser Holtzwurdiger in einem besonndernn Eisenmas, welchs wir darzu habenn machenn lassenn, das scheidtholtz alle so annkömpt, gleich wie vnnser Holtzleger legenn, das Holtz volgennds setzenn, schetzenn vnnd wurdigenn, was es nach Jeder art werth, vnnd wohl geltenn kann, also das kein theil sich schadenns oder verfortheilung durffe zubeklagenn habenn, Holtzwurdiger Hieruber sollenn vnnser Jtztgedachte Holtzwurdiger, welche wir dann auch auf die baldt volgennde ganntze Holtzhandelung, nach ausweisung dieser Ordenung angenommenn, bestellet vnnd beeidiget, gesetzt sein, Alle scheidt vnnd Wellenn Holtz sollenn sie, sie werdenn erfordert oder nicht, so offt Jnner Sodenn vonn Bothenn zu Bothenn |: welchs die wochenn zweymahl beschehenn soll :| vmbhero gehenn, auch ausser Soden auf den fletzenn, vnnd wann es sonnst in Sodenn gefurt,
zu wurdigenn vnnd zu schatzenn macht habenn sollen, vnnd wie sie dasselbige setzenn, vnnd wurdigenn, also, vnnd nicht annderst, soll es gegebenn werdenn, Wurde aber einer oder mehr solchs vbertrettenn, es sey gleich Holtzmann oder Söder, soll gestrafft werden, der Holtzmann sich ein Jar des Saltzwergks genntzlich zu eussernn, der Söder soll der Meisterschafft enndtsetzt sein, Vnnd wann die Wurdiger hierin Jemanndt werdenn vbersehenn, vnnd dieselbigenn nicht annzeigenn, auch vielleicht vnder der deckenn liegenn, sollen erstlich Jres ampts mit vnehrn, desgleichenn Jrer Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd vber das vnnser gnadt vnnd vngnadt gewarttenn. Holtz Tax. Damit sie aber kein vnwissennheit furwenndenn mügenn, Wollenn wir Jhnenn, wie ein Jedes Holtz gesetzt vnnd geschetzt werdenn soll, hiermit furstellen Es soll hinfuro das Well vnnd scheidtgehöltze, so in Sodenn verkaufft wirdt, Jnn die grubenn gelieffert
vnnd bezahlet werdenn, Ein schock Wagenn welnn fur — ½ thaler, Siebenn Steige Esels welnn vor — j thaler, Ein hauffenn Eichenn holtz, so flösholtz höhe vnnd lennge hatt, zwanntzigk Neun alb1, doch alles nach ermessigung der Holtzwurdiger. Wann auch ausser dieser Ordenung die Wellenn zu klein, die scheide zu kurtz gehawenn, vnnd Jns Saltzwergk in die grubenn oder vf die fletze gebracht werdenn, sollen sie souiel einschlagenn, vnnd ann der zahl zu, vnnd am gelde absetzenn, das kein theil verfortheilt werde, alles bey vermeydung obenngedachter straff. Vnnd sollenn in diese Ordenung gezogenn werdenn, all vnnser gehöltze, welche wir dieses orts im Meissner, Furkennberge, Romberge, Tanngennberge, Rorbennberge, vmb Eschwege hero, vnnd ann anndernn hierumb gelegenenn enndenn habenn, die wollenn wir in ordentliche hawung austheilenn, den Sodernn vnnd fuhrleutenn vmb ein geburlich Stamgeldt zukommenn lassen, daruber dann vnnser Saltzgrevenn vnnd Furster mitt allenn trewenn vleissigk vnd vfrichtig haltenn sollen, Schultheissenn zu Allenndorff Beuelch.
Unsichere Lesungen
Z. 4: zwanntzigk Neun alb — Zahl und Kürzel unsicher
Z. 14: Furkennberge, Romberge, Rorbenn=berge — Bergnamen unsicher
Jnnsonderheit aber soll vnnser zu Allenndorff Schultheis, dieselbigenn aller in sonndernn beuelch habenn, aufrichtige Register haltenn, vnnd Jerlich vonn dem eingenommenenn forstgelde, klare rechnung thun, Ordnung vnnd Sehweise1, wie weit der Meissner dem Saltzwerck zugetheilt Vnd wollenn dis orts krefftiglich bestettiget vnd Ratificiret habenn, die Ordnunge, welche vnnser Lanndtvogt ann der Werra, Oberfurster, Saltzgrevenn zun Sodenn, Schultheis zu Allenndorff, vnnd Renndtmeister zu Eschwege, berathschlagtt habenn, Doch mit vorbehalt, das wir Jederzeit dieselbige Ordenung vnnd vergleichung wollenn zu mehrenn vnnd zu mindernn macht habenn vnnd behaltenn, vnnd lauttet dieselbige vonn worttenn zu worttenn also, Wir habenn vmb verhuetung willenn kunfftiger vnrichtigkeit, vnnd das beyde das Saltzwerck vnnd vnderthanenn, desgleichenn das Schlos, Muhlenn, Beamptenn vnnd Wehr zu Eschwege, auch Jre notturfft habenn mugenn, fur gut vnnd nutzlich anngesehenn,
Das hinfuro der gantz einhanng am Meißner nach dem Saltzwerck zu, nach anweisung vnsers Landtvogts ampts Instruction, der Saltzwercks Ordenung vnnd Resolutionibus allein zum Saltzwerck ohn alle einrede, vnd Inbruch, soll gehegt, vnnd zu gewönlichem zeitenn durchs Loß außgehauwenn, außgetheilet, vnnd Ins Saltzwergk gebraucht werdenn. Vnnd sollenn in diesem bezirck verstandenn werdenn |: wie zum theil obenn gedacht :| alle geholtze, so im gantz ampt Beilstein gelegenn, als sonnderlich der Steinbergk Rombergk, Rodebergk, Farßrodt, Seybergk, vnnd Petersbergk mit seinem anhanng, zusampt dem gantz einhanng des Meißners nach dem Saltzwergk zu, angehenndt vom Weißenbachschen Heüweg1[?], am Brambrodt ann, schnur strack biß vf die Hohe des Meißners, vnnd wendenn in der Vierbach auch schnur stracks biß obenn vff. Was aber weitters hindenn vnnd obenn vffm Meißner vnd am Kriegenisch2[?] am geholtze wachsenn wirdt, dahin sollenn die vndersassenn durch die fürster Jederzeit allein zu Irer auch des Schloßes Mühlenn, Beamptenn Besen3[?]=
rung vnnd zum Wehrbaw anngewiesenn werdenn, also das in kunfftige zeit vom des Saltzwergks wegenn, daselbst nichts soll gehauwenn, noch zu etwas gebraucht werdenn Doch habenn wir dem Steinkolenn Bergkwergk zum besten einen ort geholtzes abgehenn lassenn, soll hierein nit gerechnet werdenn, Der Dorffschafftenn Geholtz. Auch sollenn in diese vergleichung nicht gerechnet werdenn die Geholtze so die dorffschafftenn etwa hin vnnd wieder gemeine habenn, welche die dorffschafftenn selbst für sich zugebrauchenn habenn sollenn, Doch sollenn die fürster auf dieselbige Geholtze nicht minder vleissige achtung vnnd auffsehenns habenn, |: das die rechte schoffenn1 geheget mügenn werdenn :| als vf vnnser geholtze, Wie dann Inenn solches durch abgedachte vnnsere diener ist vferlegt wordenn, Schmiedde. Nach dem auch bis annhero die Pfannennschmiede zu Allenndorff auch die anndernn schmiedte zu Eschwege
vnnd im ampt Beylstein gesessenn Ihr Kohlennholtz am Meißner habenn zuhauwenn pflegenn, die dorffschafften auch hinder dem Meißner allenthalb darab Ir feurwerck gehabt, vnnd aber vmb noturfftiger vnnderhaltung willenn des Saltzwercks, vnnd auch der vnderthanenn im ampt Beylstein |: welche denn teglich viel Brennholtz zum Saltzwergk vnnd dannenn wieder heraus Saltz außfuerenn müssenn :| hinfuro nicht wohl gestattet [gestrichen: kann] werdenn, So sollenn von diesem tage ann hinfuro gar [gestrichen: keine] schmiede am Meißner zukohlenn zugelassenn, sonndernn ann gelegene ortter am Innhanng des Langennbergs nach almeroda zu, welchs sonnstenn zum Saltzwergk nicht gebraucht werdenn kann, vnnd sonnstenn ann vnnderschiedtliche ortter, Die dorffschafftenn aber hinder dem Meißner nach der Lichtenaw zu, vnnd daselbst hinaus soviel Immer müglich anngewiesenn werdenn, Sie sollenn sich auch nun hinfuro ann die Steinkolenn haltenn, vnnd nurt in einer gewissenn annzahl Holtzes zu kohlenn, welche sie zu den pfannenn allein zugebrauch1[?], nach verordenung vnser Saltzgreuen vnd Beampten verhalten,
Da auch etwas hindenn, vornenn oder Obenn vffm Meißner noch vngestrupffet lege, vnnd nicht in gemeyliche hege gebracht were wordenn, dieselbige ortter sollen die forster mit furwissenn des oberfursters vnnd der Beamptenn zum Bodenn strupffenn, in Heyge bringen, vnnd die Storck1[?] vnnd gestende, so zum Bode Wellenn nit tüglich, Davon nach gelegennheit den dorffschafftenn zu kommenn lassenn, also das allennthalb Inn allenn geheuenn, ein ordenntliche volkommene vnnd richtige heygünge durchaus gehaltenn werde, Dergleichenn sollenn auch hierin alle die Gehöltze der Pfenner durck2 genennt, sie seyenn gleich vnnser eygenn, der Stadt allenndorff oder anndernn, gezogen werdenn, Doch werdenn hierenn ausgenommenn, die geholtze, so der Pfenner eigennthumb seindt, vnnd zum sondernn vortheil, das die Bödermeister desto besser im Siedenn bleibenn konnenn, vmb ein Erbstamgeldt Jerlich ein Bergk oder zwene auf die Bothe außgetheilet werdenn, wie hierneben zusehenn,
Verzeichnus vnnd Nahmenn derenn Geholtzenn vnnd Bergenn, so der Pfenner Eigennthumb seindt, vnnd die Södermeister vmb ein Erbstambgeldt, Wann sie gressig seindt, zu bawenn pflegenn. Der Grosse Hain ann der Winterleidenn — 8 Die Sommerliedenn im Grossenn hain — 5 Die Halbe Marck — 4 Der kleine Hain — Der Loebach2 die Winterleiden vnd Wattenrodt — 8 Die Sommerleidenn im Loebach — 5 Vber dem Hegebergk gibt der Kirchen in Soden — 2 Die Volckmers Bachne1[?] — 7 1/2 Des arnebergs Sommerliedenn — 12 Die Wintterliede — 8 Wie dann auch die kleine vnnd grosse Horst, welche der Södermeister gemeine seindt, die mügenn die Söder Wenn sie gressig, vnnd von vnsernn Saltzgreuenn erleubt wurdenn, hauenn, vnnd vf wagenn, karrenn, schleyffen dennstenn, wie sie könnenn heimbringenn,
Tabelle der Handschrift, S. 997
Klammer rechts mit Beischrift „Marck“; kleiner Hain ohne Zahl
Hegebergk vnnd Geweige1 Beim Sodenn, Desgleichenn der Hegebergk auch, welcher soviel als das bawholtz annlanngt, soll genntzlich gehegt, vnnd gefreyet sein, das Vollholtz aber soll in stehennder Location vnnserm Gerichtsknecht für sein belohnung, Wie dann auch das gewöge2 dem Holtzvogt fur sein Accidentarium gelassenn werdenn, So hat es auch sein sondere Ordenung, wie es mit austheilung der stadt allenndorff gehöltze vnnd gemeinenn soll gehaltenn werdenn, welche sie mit den Södern, vnnd denen vom Riedenn vnnd Cammerbach haben, welche wir hiehero mit krefftiger Ratification wollenn wiederholenn, Erb vnnd Lehenn Geholtze. Mitt denn Erb vnnd Lehenn gehöltzenn derenn vom Adell, Burger vnnd Bawrenn in gemeltenn zirck gelegenn, könnenn wir kein Ordenung machenn, Bevehlenn aber vnsernn Saltzgreuenn vnnd Beampten, das dieselbigenn mit vleis sehenn, vnnd verhütenn,
damit der Holtzkauff, durch derselbigenn ersteigerungt nicht vertheuret werde, Ludwigsteinises Geholtze Die Ludwigsteinische geholtze aber sollenn nachvolgender massenn getheilet sein vnnd pleibenn, Alle Holtzberge sollenn in Neun theil getheilet vnnd verglichenn werdenn, derenn halber theil Jerlich eins Ins Saltzwergk, die annder helffte zur befurung der vndersassenn im ampt, vnnd der Haushaltung des Ludwigsteins gebraucht sollenn werdenn, Anfanngs liegt ein bergk bey der Wietzenbree1, heist die Schoenhardt, darzu soll mann thun ein ortt vnnter dem Habichstein, diese beide sollenn ein theil sein, Jegenn dem Habichstein nach dem Monrodt ligt auch ein ort geholtzes, darzu soll so weit der Heidegrabenn daran stosset, genommenn, vnnd sollenn die beide Ortter zusammenn, das annder heupttheil machenn, Zwischenn dem Senngellhardt, Elberoda2, vnnd Sultzgrabenn, ligt das gemenge, soll zwey theil gebenn, Wegenn dem gemenge aber, [übergeschrieben: nach] Ruberoda3 zum theil auch
vnnterm Vorkennberge1, ligt das Elberodt, stösset ann einer seittenn ann der vom Bergenn, annder anndern ann der vom döringennberge gehöltz, ist mit Mahlsteynenn richtigk allennthalbenn gescheidenn, sollen vf drey Jar gehauwenn vnnd außgetheilt werdenn, Darnach soll der Sultzegrabe, welcher zwischenn der vom döringennbergk gehöltze, vnnd dem Mulandts2 berge, sich sehenn lest ein theil sein, Desgleichenn das Monrodt, welches benebenn dem Senngelhardt liegt, soll auch ein theil sein, Dieser theile soll Jedes Jars eins wie obenngemelt, halb Inns Saltzwerck gepraucht, davonn den beihabernn des Haus Ludwigsteins die Stammiedt3 erlegt, vnnd alwege als baldt in vleissige hege gelegt werdenn, Vnnd sollenn vnnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn darob mit vleis haltenn, das Ihnenn hierinn [gestrichen: kein] Inntragk noch vergerung vonn Jemanndts beschehenn, Wurde sich aber einer daruber sperrenn, vnns solches Jederzeit vermeldenn, vnnd vnnsers fernerenn be=
scheidts, sich enndtlich darnach zurichtenn habenn, erwarttenn. Sie sollenn auch mit nichte gestattenn, das ann einem ende, im ganntzenn ampt Ludtwigstein |: wie denn auch sonnst allennthalbenn :| geordnet, noch durch das Viehe das gehöltze verderbet werde, Wie wir dann hiemit solches mit sonndernn ernnst allenn vnnd Jedenn Inn Ihre eydt vnnd pflicht wollenn eingebunden haben, Vnderthanenn Gehöltz. Aber der vndersassenn, in gedachtenn ampt eigenn gehöltze, sollenn in diese theilung nicht gerechnet sein, vnnd sollenn dieselbigenn damit nach Irer bestenn gelegennheit zuthun vnnd zulassenn habenn, Doch das sie die nit verwüstenn, noch mit dem viehe abätzenn, vnnd was sie darvonn enndtrathenn können, allein dem Saltzwerck zuwendenn, Holtzleut in der Stadt sollenn mit Holtz allein partiren, vnnd nicht die Handtwercks leuth. Auff das aber die Holtzführleut vnnd Esell treiber
Inn der Stadt allenndorff desto bas bleibenn, dem Holtzfurenn vleissigk obliegenn mügenn, vnd das brodt Ihnenn nicht aus dem munde genommenn werde, So wollenn wir hiermit verordennt, vnd ernnstlich gebottenn vnnd bevohlenn habenn, das die anndernn Burger vnd Handtwergks leute Inn der Stadt allenndorff, sie seyenn gleich wer sie wollenn, mit dem holtze zuhanndelnn, zu Partirenn, oder vorkauff damit zutreibenn, heimlich oder offenntlich sich nit sollenn vnternehmenn, sonndernn in annsehung das sie sonnst mit anndernn Irenn Zunfften, Hanndtwerckenn vnd Hanndthirungenn Irer notturfft nach, sich zubetragenn habenn, die gedachte fuhrleut vnnd Eseltreyber dami[gestrichen: t]1 allein gewehrenn lassenn. Kein Loß soll theurer als es gekaufft, verkaufft werdenn. Da aber einer oder mehr in austheilung der Gehöltze, Eine maß oder Loß bekeme, vnnd zu Irer Haus befeurung des Holtzes nicht bedurfftigk, soll solchs
Unsichere Lesungen
Z. 14: dami[gestrichen: t] — Streichung am Wortende
vonn stundt nach anweisung der Holtzordenung, so obenn anngezeigt, vmb das Loßgeldt ohn alle ersteigerung vnnd vervortheilung, denn Holtzleutenn zukommenn lassenn, Wurde aber einer diese puncten beide vberschreitenn, soll mit ganntzem ernnst vngnedig gestrafft werdenn Söder sollenn mit keinem Burger vor sich mit Holtz partiren, sonnder die Fhurleut damit gewehren lassenn. Gleichergestalt soll kein Söder sich mit einigem Burger Im Holtzkauff oder Parthirung, ohn allein mit denn fuhrleutenn vnnd Eseltreibernn einlassenn, vbertrete es aber einer, soll vonn stundt ann der Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd hierin niemanndts verschonet werdenn Kein Söder soll mehr Holtz, denn vff sein Rots1 habenn, vnnd mit Holtz nicht partiren Wir wollenn auch kurtzumb nicht gestattenn, noch gestattet habenn, das einicher Södermeister, so etwan
vermüglich, vnnd es verlegenn kann, mehr Holtzes an sich bringenn, Dann er vf erhaltung eines Boths bedurfftigk, Dann es nicht ohn verdacht zugehett, Wann ein Meister dem anndernn lesset holtz zu kommenn, Darjegenn Saltz lieffert, vnnd es weytters seines gefallenns verparthieret, Sonndernn was einer enndtrathenn kann, magk er vmb geldt, vnnd nicht vmb Saltz der Ordnung gemes einem anndernn lassenn zugehenn, Wer solchs vbertritt, soll zur straff erlegenn — Der Edelleut Holtzhanndell. Mitt den Edelleutenn vnnd anndernn so vmbs Saltzwergk hero wohnenn, vnnd Holtz zuverkauffenn pflegenn, soll kein Söder, Inn ganntz keine wege Hanndelung vmb Holtz vnternehmenn, Er thue dann solchs mit furwissenn vnnser Saltzgreuenn, Wie dann solchs vor dieser zeit verordennt wordenn, Heiner1 sollenn in den Nahe gelegenen Bergenn, kein Holtz an sich bringenn So soll keinem Heyner2 oder sonnst anndernn fuhrman
Holtz ann sich zubringenn, zu keuffenn vnnd zufuhrenn, noch zuverkeuffenn oder zuverpartirenn, in den nechst gelegenenn Gehöltzenn vmb allenndorff hero gestattet werdenn, Sonndernn es sollenn allein die fuhrleut vnd Eseltreiber zu allenndorff damit zu parthierenn, vnd zuhanndelnn macht habenn, Wurde aber einer solchs vberschreittenn, solle Ihme der Melnschreiber1 kein zeichl gebenn, Ime soll darauf kein Saltz geladenn, Sonnder allein sein fuhrlohnn, mit gelde bezahlet werden, Wellenbergk Hawunng Es soll kein Wellenbergk außgethann werdenn zu hauwenn, Er sey dann siebenn Järig vnnd gressigk, sey auch zuvor durch etliche vnsere Beamptenn besichtiget wordenn, Austheilung der Wellenberg Die Wellennberge aber so hin vnnd wieder Jerlich gressig vnnd außgehauwenn werdenn, sollenn in gleichem mas in Wollenn abganngenn vnnd gekurckt2 werdenn, nach Zahl der Beamptenn, Södermeister, fuhrleut, vnd Esell=
Unsichere Lesungen
Z. 7: Melnschreiber — Wort teils gestrichen, unsicher
treiber auf welche die geholtze sollenn, mit gewisser Zahl außgethann gemerckt werdenn, In austheilung aber derselbigenn soll nach Itztgedachter Zahl Papiren Loß gemacht, Inn ein Hudt gelegtt, vnnd vnpartheilich, ohn allenn vortheil, in beysein einer oder zweyer vnnser Beamptenn vnnd fürster, außgetheilet werdenn, Doch das ein Jeder, der ein Los hept, was auf das außhauenn ganngenn ist, pro rata, soviel Im gebueret zuvor erlege, Vnnd soll den Holtzwurdigernn1, vnd den Jenigenn so die Loß außhauwenn, auf Jedenn tagk so lannge sie außhauwenn, Ein schreckenberger zu lohn erlegt werdenn, Nach dem sich vielmahl zutregt, das Inn Weldenn, auf den Holtzpletzenn, vnnd Im Bodenn, aus vnwissenheit oder fursetzlich, das Holtz einer dem anndern enndtfuret, vnnd enndtwendet, vnnd dann ein Jeder Södermeister vnnd Holtzman sein gewönlich merck, auch in Weldenn sein gewissenn ort hatt, darauff er hauwenn lest. So wollenn wir hiermitt die
alte Ordenung wiederholet habenn, Nemblich, Wann einer Holtz so sein ist, Es sey gleich wo vnnd bey wem ers findet, anntrifft, vnnd mit dem Merckstamb, oder annderer Kundtschafft, die warheit kan beybringenn, soll er ohne alle enndtgeltnus dasselbige zu sich nehmenn, vnnd seiner gelegennheit nach gebrauchenn, Feur Verwahrung. Es weis menniglich wie ganntz vnverwaret die Baw1 Inn der Bodenn seindt, desgleichenn das Inner vnd ausser den Bothenn die Meister Ir Holtz vnnd feuerunge behaltenn müssenn, also, das, wo mann nit fursichtiglich hierin zusehe, vnnd ordenung hieltte, leichtlich ein vnverwindtlicher schadenn |: welchenn Gott gnediglich verhütenn wolle :| durch feurs noth sich zutragenn könnte, Demnach so Ordenenn vnnd wollenn wir, das vnsere Beamptenn, Holtzwurdiger2 vnnd schetzer darauf ein vleissiges aufsehenns habenn, das Inn vnnd vor einem Jedenn
Bothe ein Meister vber zwey werck holtzes nicht habe, Wurde aber einer solchs vbertrettenn, soll vf soviel wercke er vbrigk, vf Jedes werck drey thaler bus erlegenn, Die Södermeister oder afftetknecht1, Innwohner vnd alle manns vnnd weibspersonenn Inn der Bodenn, sollenn vber die Gassenn noch in die Bothe kein feur noch liecht tragenn, sie tragenns dann verborgenn in döpffenn oder in Leuchtenn, Wurde aber dies einer vbertrettenn, soll solches so mannchmahl solchs beschicht, mit einem thaler verbuessenn, Wie wir denn auch gleichermassenn wollenn, das sie nicht gestattenn, das Innerhalb zehenn Wochenn lanng einigk hauffenn Wellenn, oder Scheidtholtz, vmb die Bödenn vnnd zeune herumb auf die pletze gesatzt werde, so offt solchs wurde vbertrettenn, soll auch mit ein thaler Buß vnnachlesslich gestrafft werdenn, Vnnd sollenn hierin vnnser Beampten, Holtzwirdiger2 vnnd schetzer ein sonnders ernnsts vnnd vleissigs auffsehenns Jederzeit habenn,
Holtzhanndels Annschlagk. Nachuolgender massenn soll aller arth geholtzes so wir selbst nicht fur vnns bestellenn lassenn, zu hawenn, gehawenn, verlonet, verforstet vnnd gelegt werdenn, Ein schock Wagenn wellenn, so kaufmanns gut ist, soll belohnet werdenn, zu hawenn, mit. Dauonn stambgeldt Ein schock Eselwellenn kaufmannsgut Dauonn stambgeldt Ein klaffter Wagennscheidt, so nach dem Eisennmas in höhe, breyte, vnnd lennge volkommenn ist Dauonn stambgeldt Ein klaffter Eselscheidt, so nach dem mas gehawenn vnnd gelegt, welchs vnnser holtzwurdiger bey sich habenn, vnd drey schue lanng seindt, mit Dauonn stambgeldt Vnnd auf ein Jedes schock oder klaffter soll vber dis alles
den fursterenn —— trannckgeldt1, vnnd nichtt mehr erlegt werdenn, Darjegenn dann auch die forster schuldige sein sollenn, zuzusehenn, das niemanndt sein gehöltze im walde enndtfrembt werde, Holtztaxt Sonnst soll der Taxt einer Jedenn art holtzes den holtzwurdigernn Inn Ihre eyde Jederzeit gebundenn sein, doch das sie keines höher vnnd theurer schetzenn, dan die zuuorobermelte Ordenung mitbringt Vnnd sollenn sie sich mit hinderkommenn lassenn, das sie Jemanndts zuliebe oder leidt falsch messenn, das holtz annzunehmenn erkennenn, noch zutheur noch zu wolfeil schetzenn, Wurde aber solches auff sie außkundigk gemacht, sollenn sie vber die schmeliche enndtsetzung, vnns ann leib vnnd gut zu straffenn, alles wie obgemelt, verfallenn sein, Belohnung der Holtzwurdiger Damit sie aber Irem ampt desto besser abwarttenn könnenn, soll ein Jeder döder2 Jerlichen ——
dem Zölner erlegenn, daruonn soll Ihnenn gelohnet werdenn, Darzu sollenn sie vonn Jeder frembdenn Schiff klaffter —— Heller zu legegelt einnehmenn, vnnd sich damit benugenn lassenn, Thorwartenn Beuelch.
Auch sollenn sie Innhalt Irer bestellunge alles saltz, so nicht bey ganntzenn Pfannenn vnnd achteilenn verzollet, vnnd offenntlich geladenn wordenn, sondernn heimlich zuuerpartirenn mit eintzelnn genngstenn1 in korbenn, seckenn, beuttelnn, Eimernn oder sonnstenn, wie das zuuerdenckenn, vnnd Ihnenn am Thore fur kömpt, zu sich nehmenn, dem Renndtmeister als baldt
bringenn, dieselbigenn so es gehabt annzeigenn, Soll der Renndtmeister das Saltz furters, wie er beuelch hatt behaltenn, Innsonnderheit verrechnenn, vnd die vbertretter, beide dieJenigenn so das saltz gegebenn, oder verpartiret, vnnd bey denenn das saltz gefundenn, vnngedigk gestrafft werdenn, Soll der furderste thormeister am Soderthor2, kein geflöst oder Schiffholtz, so vonn vnnsernt wegenn verkaufft, Inn die Sodenn führenn lassenn, Es werde dann bey Jedes fuder ein Zeichenn, so darzu sonnderlich gemacht seindt, gegebenn, Niemanndts außgescheidenn, Wurde aber einer mit solchenn scheidenn dem anndern Thorwarttenn furkommenn, soll dasselbige vonn stundt ann dem Holtzvogte, sich ferners amptshalber daJegl1 zu haltenn, anngezeigt werdenn, Rueß vnnd Bluet. Was aber Rueß vnnd bluet zun Sodenn bringt, vnd fur Saltz vertauschenn will, soll sich den Thormeisternn im eingang annzeigenn, dieselbigenn sollenns zuuor besichtigenn, damit wann die Jenigenn so getauscht
habenn wieder außgehenn, sie das holtz besichtigenn vnd ermessenn mugenn, das sie nit mehr außtragenn, dan sich zugebenn geburt, Dorffleut so Saltz in der Stadt gekaufft sollenn nicht durch die Soden gehenn. Damit nicht vnrichtigkeit ann Thorenn sich zutrage, Sollenn die Thormeister die dorffleuthe, so aus der Stadt kommenn, daselbst saltz gekaufft habenn, vnnd heimgehenn wöllenn, nit durch die Sodenn, mit dem Saltz gehenn lassenn, Sondernn mit dem Saltz benebenn hin zugehenn weisenn, Siechenleut vnnd Bettler. Soviel die armenn Siechennleut vnnd anndere so saltz Bettelnn zupflegenn, annlanngt, darinnenn werden die Thorwarttenn, wie auch zuuor gedacht, Jederzeit nach gelegennheit, Was sich Jegenn die oder anndere verhaltenn sollenn, vom Pfarher oder Renndtmeister beuelch enndtpfanngl1 Vber das alles, sollenn sie auch mit vleis acht nehenenn, das
ein Jeder der Saltz geladenn hat, vnnd außführenn will, auf das geladene saltz die gepurlichenn vnnd darzu geordentenn Zollzeichenn, Ehr vnnd zuuor er hinaus fehret, erlegenn, Da sie aber vermerckte, das einer minder verzolt hett, dann er vf denn Wagenn, karrnn, Pferdenn, körbenn, oder sonnst außführtenn, oder außtrugenn, sollenn sie solchs zu stundt ann dem Renndtmeister, oder wer sonnst zur stette ist, annzeigenn, Die sollenn weitters hanndtlen, was sich darin gebueret, Holtz vff der seittenn da die Sodenn liegenn, soll nit in die Stadt gebraucht werdenn. Sie sollenn nicht gestattenn, das ausser Sodenn, noch aus den Weldenn dißseits der Werra holtz Inn die Stadt gefuret, getriebenn noch getragenn werde, Wie denn gleicher massenn den Pfortnernn in der Stadt soll Inngebundenn sein, solchs nit nachzugebenn, oder da sich Jederweylenn zutrüge, solchs als baldt annzeigenn, Denn die Burger mit dem gehöltz hinder der Stadt sich wohl befeurenn könnenn,
Befreyung der Thorwartenn. Vnnd soll hiermit menniglich bey vngnediger straffe gewarnet, vnnd gebottenn sein, die Thorwarttenn in vorgehendenn Irem beuelch, vnnd außrichtung Ires Ampts, weder mit worttenn noch mit werckenn zubeleidigenn, Dann sie vonn vnns dermassenn versichert vnnd befreyet sein sollenn, Das vnnsere Saltzgreuenn vnnd beamptenn vber Ihnenn mit allem ernst haltenn, vnnd sie genntzlich hanndthabenn vnnd schutzen sollenn, darnach wisse sich ein Jeder zu richtenn, Aschenn Ordenung. Das der aschenn hanndell rechtschaffenn gehanndthabt vnnd getriebenn werde, Ist nit alleine des Saltzwergks wegenn hochvonnötenn, sondernn es könnenn auch die Glasener zu behuff Ires glasmachenns der aschenn nit emtperenn, Wollenn demnach nachgesetzte aschenn Ordenung wie volgt ratificiren vnnd bestettigenn. Ein Jeder Södermeister so zun Sodenn Meisterschafft
helt, vnnd aschenn zuuerkauffenn hat, soll im aschen kauf seinem hüttennmeister vier Malter aschenn fur ein thaler kaufmanns gut liefernn vnnd gebenn, Die Södermeister sollenn zwene fromme aufrichtige Meister ordenenn, vnnd wehlenn, die alle Monat ein mahl vmbhere gehenn, die aschenn besehenn, das kaufmannsgut gemacht werde, vnnd wo sie vnndüchtige aschenn findenn, sollenn sie annzeigenn, vnnd derselbige Meister so sie hette als baldt furs thor Ins farwerck sanndt1 tragenn vnnd hinein werffenn, Da aber etliche Meister wehrenn, denenn Ir aschenn liegenn bleibt, vnnd doch kaufmanns gut hettenn, dieselbigenn sollenn alwegenn anngehenndes Jars, dieselb sobaldt die aschenn thür anngehet, Ehe dann sonst einige aschenn geladenn, verkeufftenn, vnnd der enndtlediget werdenn, nach laut des verordenntenn kaufs, Damit sich auch die armenn Södermeister nit zuberlagen2, das sie in Irer noth auf solchenn geordenntenn kauf nichts borgenn könntenn, Dieweil die Hüttennmeister den kauf wissenn, vnnd damit vergewissiget
sein, vnnd aber auch die Hüttennmeister Ir geldt nicht vergeblich außleyhenn, oder außthetenn, So bewilligenn wir vnnd lassenn zu, das die Jenigenn so geldt vonn den Glesenernn borgenn wollenn, auff solch, fur einenn Jedenn thaler funffthalb Malter aschenn, vnnd auch nit mehr gebenn mugenn, doch nicht mehr also bezahlenn, dann souiel sie thaler vom glasener enndtpfanngenn habenn, Damit auch alles aufrichtigk in der Ladung zugehe, So soll ein Jeder Meister, wann er aschenn geladenn, zum Zölner gehenn, vnnd Innzeichenn lassenn, Darnach sie verzolt werde, alles bey vngnediger straff, Auch vf das die Meister sich auf beidt seittenn mit dem borgenn nicht zuberlagenn1, vnnd nicht verderbtenn, So soll hiemit gebottenn sein, das kein Södermeister auf seine aschenn ein Jar vber zehenn thaler borgenn soll, Wurde aber einer solches thun, soll darumb gestrafft, auch den Glesenernn weitters nicht, dann vf zehenn thaler verholffenn werdenn, Doch sollenn die Glasener auch niemanndts borgenn, sie wissenn dann
zuuor das dieJenigenn Meisterschafft haltenn, denen sie leyhenn, Baw Ordenung. Nach dem vonnötenn das vmb bestendigkeit, vnnd stetiger erhaltunge des Saltzwergks willenn, alle Bew, Wege vnnd stege, Inner vnnd ausser Sodenn, in gutem wesenn, vnnter der hanndt erhaltenn werdenn, also das nicht etwa vf ein Jar der kostenn zu hoch lauffen, oder wann die Bew verfallenn, nicht souiel wie Jtzt gesottenn werde. —— So wollenn wir, das vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn mit vleis darauff sehen, das Jederzeit das was notwendigk, ordenntlich erbawet, verbessert vnnd erhaltenn werde Vnnd demnach, wann ein Bodt vonn newenn zu bawen vonnötenn, sollenn sie darauff bedacht sein, das sie dieselbigenn an gelegenenn enndenn Inn vnsernn nahen gelegenenn Weldenn, oder aber außgeflöstenn Bauholtz vom Seulingswalde herab, mit furweisenn vnnsers Oberfursters vnnd der vnnderfurster auffhawenn lassenn, dauonn sollenn sie erlegenn,
Zimmerlohn —— Fuhrlohn dem ambt Beylstein1 —— Zu kleibenn —— Zu deckenn —— Zu Forstenn —— Thürenn darann zu machenn —— Fur sonnst gemeinenn kostenn, —— Wann aber sonnstenn ann Bewenn etwas zu bessernn vnnd zuflickenn, Es sey gleich ann vnnser Beamptenn wonungenn, vnnsernn Saltzkastenn, Saltzbothenn, Strobothenn, Rennenn, Sohlgrabenn, oder sonnst gemeinen Bewenn, Soll solchs nicht ohne vnnserer Saltzgreuenn Rath vnnd mitwissenn furgenommenn werdenn, vnd ob sie nicht Jederzeit aller zur stette sein könnenn, sollenn doch die so zu Jegenn zu rath gezogenn, vnnd Ires beuelchs gelebt werdenn, Vnnser Renndtmeister, Jegennschreiber, Brunnen vnd wegemeister /: dieweil die stetigs beim Saltzwerck bleibenn :/ sollenn vleissigk darauf sehenn, das die arbeiter vnnd taglöhner zu rechtter zeitt zu vnd
vonn der arbeit gehenn, vnnd stetigs vleissig arbeiten, vnnd wo Immer muglich, vnnötiger kostenn verhuetet werde, Deckerlohnn Der decker hat seinenn gewissenn lohnn, vnnd gibt man Im Ordenntlich vonn einem ganntzenn dach, wie obengemelt, Wann er aber flicket vnnd stopffet, vonn einem gebundt schaube zuuerstopffenn zu lohn —— Desgleichenn Wann sonnst ein dach halb oder ganntz abscheust, vnnd mann deshalb keine weit geding kann machenn, gibt mann taglohnn, Alt kots1 Holtz. Das alt holtz so vonn bothenn kömpt, was mann dauon nit wieder zu notwendigenn Bewenn kann gebrauch?2, soll zusammenn verwarlich gelegt, vnnd wann mans ein gutenn vorrath hat, aufs theurste verkaufft werdenn, Doch sollenn vnsere Beamptenn vnserm Sohlenmeister vnnd Bronnennknechtenn auch in die Pfennigstubenn, nach Irem gutbedunckenn etwas hieruon zuwendenn,
Verbesserung Wege vnd Stege Wann ann Wegenn, stegenn, manngell geklagtt wirdt, sollenn furnemblich vnser Schultheis zu Allenndorf vnnd Wegemeister solchs besichtigenn, vnnd als baldt ohnne vffzugk verbessernn lassenn, vnnd sollenn hierein ganntz vnnd gar kein vleis sparenn, Damit die strassenn richttigk vnnd bestenndigk ann allenn enndenn, da das Saltzwerck zuthun, erhaltenn werdenn, Außwertige wege so gleichwohl zum Saltzwergk gehörenn. Gleichwohl wollenn wir hiermit nicht gemeint habenn, die Wege vnnd strassenn, so anndernn zuhaltenn gebuerenn, Sondernn alleine die welche vonn den altenn Pfennernn auf vnns seindt bracht wordenn, doch sollenn vnnsere obgedachte diener bey mennigklich da vnnsere Saltzstrassenn, sich hin erstreckenn, das die in gutem Wesenn erhaltenn werden, anhalten, Vnnd auf das vnnsere Saltzgreuenn vnnd Beamptenn
wissenns habenn, welche wege sie vnnsert halbenn Jederzeit schuldigk sein, Wollenn wir dieselbigen dißorts namhafftigk machenn, vnnd seindt benentlich diese, Das vnter vnnd Oberkleb1, der Grosse vnnd kleine Hain, Weitter Beuelch des Sohlmeisters Der Sohlmeister soll vber das, so obenn in seiner verwaltung anngezogenn, den Sohlgrabenn vnnd die auszuchten allenthalb benebenn dem Bronnenmeister in guter hut haltenn, vnnd Jederzeit da manngell darann vorleufft, sollenn sie solchs annzeigenn vnnd darann sein, das es verbessert werde, Wenn auch troge, knebenn2, oder Wechßell gerinnen, sonnstenn gerinnenn manngelnn oder schadthafft werdenn, soll er zeitlich gnugsamb Jederweilenn annzeigh?3, damit was manngelt, allerhanndt bestellet, gemacht, vnnd zur stette desto ehe gebracht, oder verbessert werde, vnnd soll mann zun knebenn das holtz am Seulingswalde hawenn, die Troge aber sollenn am Wolfsberge vnnd Tanngenberge4 durch eingeschicktenn
Trogkmacher gemacht werdenn, dauonn soll mann Zu macherlohnn erlegenn —— Zu Fuhrlohnn Inn die Sodenn —— vom Wechßelgerin dem schuch —— vom Tanngenngerin dem schuch —— vom Sohlengerinnenn im Bodt —— Sohlgraben feger Es ist auch ein besonnder arbeiter darzu bestelt, der den Sohlgrabenn Rein helt, dem gibt mann Jerlich zu lohnn —— Der Bottener1 hat wie volgt seinenn gewissenn lohnn darbey wollenn wirs bleibenn lassenn —— Was auch solche Bew vnnd alle verlegung gehet, soll vnser Renndtmeister verrichtenn vnnd Wochentlich dauonn vnserenn Saltzgreuenn, zu ennde Jars in vnnser Renndt Cammer wie herbracht, klare vnnd richtige Rechnung thun, Vom gemeinenn Regiment, Statuten Satzungenn vnnd straffenn, nach brauch des Saltzwergks.
Das Vierdte Buch. Es ist löblich geburlich vnnd billich, das alle wohlanngestelte Regimennt vnnd Policeij, mit Gottseligkeit, danck vnnd lobsagunge, Jegenn Gott Jrenn annfanng, mittell vnnd ennde nehmenn, furnemblich aber an den ortternn, da Gott aus sonnderer fursichtigkeitt, besonndere annzeigunge seiner gnadenn offenntlich ereuget vnnd sehenn lest, Demnach habenn die alten Pfenner vom annbegin des Saltzwergks, vber die acht hundert Jar ein besonnder fest, auf Sanct Bonifacij tagk, als Jres erweltenn Patronen, Jerlich gehaltenn, seindt semptlich mit weib vnnd kindernn alle Jar ein mahl auf den Bronnenn Persönnlich ganngenn, vnd zu erzeigunge Jrer Gotseligkeit, danck, vnnd lobsagung, Jegenn Got, mit sonnderenn Ceremonien procession gehaltenn, Meßgelesenn, vnnd almusenn ausgetheilet, darauf sie dann eine besonndere Erbstifftunge, solches zuuerlegenn bestettiget habenn, Dieweil nun solcher Papistischer misbrauch billich abgeschafft wordenn, vnnd dagegenn Christlich vnnd geburlich were, das ein rechter Christlicher gebrauch eingefuret vnnd bestetiget wurde, welcher bey den nachkommen bliebe,
Das Vierdte Buch. Besonndere Feste in Sodenn zu haltenn. So wollenn wir demnach Gott zu lobe vnnd zu ehrenn, auch zu erklerung vnser danckbarkeit Jegenn Gott, hiermit bestenndiglich gesetzt, geordtnet, vnnd bestetiget habenn, das alle Jar vnnd ein Jedes Jars besonders, ann stadt des altenn Papistischenn Bonifacij fest ein Christlich bett, lob vnnd danck tagk, auff Dinstagk nach Pfingstenn |: wann mann doch ohnne des Saltleger1[?] heltet :| soll gehaltenn vnnd beganngk2[?] werdenn, Vf dennselbigenn tage, sollenn beide vnser vnnd der Pfenner Saltzgrevenn Beamptenn Beuelchhaber vnnd diener volgennts alles was vermuglich ist, Jungk vnnd alt, vonn Pfennernn vnnd Sodernn, mit sonnderer demut, vnnd anndacht, sich morgenns vmb siebenn vhr Jnner Sodenn Jn die Pfarkirchenn befugenn, etliche Christliche lob vnnd danck Psalmenn singenn, vnd darauf ein Christlich vermanung vnnd Predigte, darin in genere alle gabenn Gottes, vnnd in specie die Be=
Das Vierdte Buch. sonndernn gabenn Gottes des Saltzbrunnenns geruhmet vnnd gepriesenn werdenn, beschehenn, Nach gethaner Predigt soll Jedermann mit sonndernn vleis vnnd ernnst sich mit rechter demutiger anndachtt zum Gebet begebenn, die Litaney gesungenn, mitt einem besonndernn gebet geschlossenn, der segen gesprochenn, almusenn gegebenn, vnnd die ganntze gemeine dimittirt werdenn, vnnd soll dis fest also ein ewiges in diesem Saltzwerck sein vnnd bleibenn, Vier heubt fest. Ohne das heltet mann sonnst im ganntzenn Jare vier heuptfeste |: welche mann vmb des willenn, das als dann in acht tagenn nicht gesottenn wirdet :| Saltleger1[?] nennet, als da seindt des Herrenn Fastnacht, Osternn, Pfingstenn, Weynachtenn, die sollenn auch vmb des willenn gehaltenn werdenn, das erstlich als dann die Soder vleißigk zur kirchenn gehenn vonn Jrer strenngenn arbeit einmahl ruhe habenn,
Das Vierdte Buch. Dieselbigenn viermahl vnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zusammenn kommenn, vnser Ordtnung mit einannder vleißigk durchlesenn, Desgleichenn Location, vertrege vnnd Resolution darnebenn Conferiren, ob dieselbige wie geburlich gehaltenn wordenn, vnnd vf was wege, vnser, vnd des Saltzwergks nutzenn, muge geschafft werden, So etwas am Bronnenn, Kunstenn, Sohlengefessen, oder sonnst verbrochenn vnnd manngelhafft, gebawet vnnd gebessert werde, das holtz sich samble, vnnd die Södermeister Jre herde ausbreche, vnnd die gesöde verbessernn muge, Bettage alle vierzehenn tage Vber das sollenn auch besonndere Bettage alle vierzehenn tage einmahl im Saltzwerck gehalten werdenn, das volck vleißigk zur kirchenn gehen, Sonnstenn alle anndere vnnotwenndige feste, sollen aufgehabenn sein, vnnd verbleibenn, Jn dem andernn kirchenn Regimennt soll mann sich nach
Das Vierdte Buch. anweisunge vnser deshalbenn aufgerichtenn kirchOrdenunge im Saltzwerck verhaltenn, Nach dem bey den altenn Pfennernn ein hergebrachte gewonheit gewesenn ist, das Jm altenn Saltzwergk vonn gemeiner Pfenner Baurschafft wegenn, vber das ganntze Regiment |: Ohne die hohe Obrigkeitt, welche Jederzeit vnserer vorelternn Schultheissenn mit gebot, verbot, vber hals vnnd hanndt, schuldt, vnnd schadenn, verwaltet habenn :| zweenn Saltzgrevenn, Ein zinßmeister, vnnd zweene Saltzwartenn gehaltenn wordenn sein, welche alle sachen des Saltzwercks desselbigenn heil, vffkommenns, vnnd verbesserung, auch volgennts was allenn nutz, einkommenns, ausgabe, vnnd verwaltung belangt, wie das alles Jederzeit geschaffet, erhaltenn vnnd gebessert [übergeschrieben: hat1[?]] mugen werdenn, in besonndernn Eidenn vnd pflichttenn, vnnd auch vber das die Meister vnd affterknechte vnnd alles gesinde zu Regirenn, vnd zur arbeit annzuhaltenn, Jnn Jrer macht vnnd befelch gehabt, also das sich disfals Jhnenn niemands
Das Vierdte Buch. nicht wiedersetzenn durffte, Vnnd dann nach der hanndt vnser Herr Vatter Christlicher gedechtnus, das Saltzwerck nun ann sich nach ausweisung der vfgerichtenn vertrege vnnd Location zwischenn seinenn gnadenn vnnd gemeinenn Pfennernn gebracht, vnnd erweitternn lassen, auch wir mit Gottes hulffe dasselbige nicht zuuerkleinernn in bestenndigenn furhabenns seindt, Dieweil nun nach Jtziger gelegennheit des Saltzwergs, vnnd instehennder Location, vnns höchlich vonnötenn, das wir darnach trachtenn, das nicht allein das Saltzwergk volkommenlich erhaltenn werde, Sonndernn auch die versprochene Pension den Pfennernn vonn Monat zu Monatenn gutlichenn zuliefernn vnns schuldigk erkennenn, So habenn wir bedacht, das ein solcher hanndell nichtt alleine Jnner Sodenn, Sonndernn auch aussen vffm Lannde, allennthalb des holtzes vnnd Saltzschliessenns halbenn, vnnd vber das alles allenthalbenn vf den Weldenn, vnnd geholtzenn musse
Das Vierdte Buch. gefordert vnnd getriebenn werdenn, vnnd also nit durch wenig personenn [gestrichen: könne] verrichtet werdenn, Saltzgrevenn. Vnnd demnach fur dieser zeit noch bey lebenn vnsers gnedigenn Herrnn Vatters Hoch: Christlicher gedechtnus anngeregt, vnnd vor gut mit anngesehenn, lassens vnns auch nachmahls gefallenn, das nunmehr drey Saltzgrevenn, ohne die anndernn Empter deren oben herab gedacht wordenn, vnnd baldt gedacht soll werdenn, sein vnnd pleibenn sollenn, derenn ambt vnd verwaltung auch beuelch seindt, zum theil obenn herab erzehlet, vnnd wir wollenn dieses orts hiemit dieselbigenn weitters setzenn, ordenenn vnd bestetigenn, Vnnd dieweil es ann dem ist, das auf allenn ausslenndischenn Saltzwerckenn der Brauch ist, das zu dem Saltzgrevenn ampt die verstenndigste vnnd vleißigste menner genommenn werdenn, welche alle gegenn[?]nus vnnd gelegennheit der Saltzwerck kram2[?] erfahr=
Das Vierdte buch nestenn seindt, vnnd damit sie ohnne hinderunge alleine der wolfart vnnd vfkommenns des Saltzwergks nachtrachtenn mugenn, mit gemeinenn gerichtlichenn henndeln, schuldt, schadenn, vnnd deshalb gebot vnnd verbot sachenn nit vmbzugehn pflegenn, wie auch solchs den Thal vnnd Stadt vogtenn, Richternn vnnd fronbottenn befolenn, vnnd denn solchs bis dahero Jnn vnserm Saltzwergk also herbracht ist wordenn, So wollenn wir auch Jederzeit zu solchem die erfarnestenn vnnd verstenndigstenn Menner ordenen, vnnd in krafft dieser vnser Ordenung alle Jegenwertige vnnd kunfftige vnsere Saltzgrevenn, |: weyl sie ohne das nit stetigs im Saltzwergk zu Jegenn sein könnenn :| vonn solchenn sachenn, so in Jhr ampt nicht hörenn, genntzlich eximiren, vnd dieselbenn dem Renndtmeister, welcher denn vnser Schultheis zun Sodenn mit ist, beuohlenn haben, Renntmeister ist Schultheis in Sodenn desselbigenn Ambt.
Das Vierdte Buch. Der soll nechst vnns in allenn teglichenn Burgerliche gemeinenn henndelnn schuldt, schadenn, vnnd dergleichenn sachenn, gebot, verbot, vnnd Execution anzulegenn, vonn Hoher Obrigkeit wegenn, macht vnd befelch habenn, vnnd solches allein Jm Saltzwerck, doch mit der Moderation, da Jme etwas furfiele, so zu schwer vnnd er nit zuenndtscheidenn wuste, soll er sich Raths ann den Saltzgrevenn zuerholenn haben, Wie dann auch sie die freye macht sollenn behaltenn, wo der Renndtmeister etwas furnehme, das dieser vnser Ordenung, vnnd dem rechtenn vngemes, oder zuwieder wehre, soll Jhnenn sampt vnnd besonders, darein zuredenn, vnnd solches genntzlich oder zum theil annders zuuerordenenn frey stehenn, Die1[?] aber die Saltzgrevenn sollenn sampt vnnd besonders vber dieser Ordenunge, vertregenn vnd Location halttenn, Darnach bey Jrer seelenn seligkeit, in betrachtung Jrer eidt vnnd pflichtt, stetigs denckenn, vnnd sich befleissenn, wie mit bestenndiger wolfart, nutzlichenn vnnd vnbeschwer=
einhem1[?] auffkommenn, mit Gott vnnd ehrenn durch allerley wege das Saltzwergk müge erhaltenn, vermehret vnnd gebessert werdenn, Sohall2[?] habenn sie macht vber die gewonliche Zusammenkunfftenn, nach Jederzeit gelegennheitt für sich alleine, da es Ihnenn gefelt, in geheime zusammenn zukommenn, vonn sachenn zuredenn, oder die annderenn Beamptenn auch zu sich zufordernn, vnnd was sie sich vereinigenn, als baldt zu exequiren, vnnd was dem Saltzwergk zum bestenn kömpt, Ins werck zusetzenn, zubevehlenn, oder in wichtigenn dingenn, vnns weitters in schrifftenn endtdeckenn, vnnser ratification begerenn, vnnd was wir Ihnenn bevehlenn werdenn, darnach sich genntzlich richtenn vnnd haltenn, Doch da sie sich nit vereinigenn köntenn, soll einem gewehret sein, seinenn fürschlagk vnnd bedenckenn für sich selbst, vnns zuzuschreibenn, welichs Ime vonn den annderenn nit soll verkeret, noch vbell außgelegt werdenn,
Wenn aber sonnst ordinarie wochenntlich vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sampt vnnd besonnders, beyeinannder versamblet seindt, sollenn sie fein friedlich vnnd einig alle sachenn fürnehmenn vnnd verhanndtlenn, auch sich bisweilenn miteinannder erlustigenn, Darzu wir dann Ihnenn wochenntlich Ein virtell ehrenn weins verordenet habenn, als dann sollenn sie Erstlich vnnsers Renndtmeisters Register, volgennts der annderenn Beampten, so Register haltenn, fürnehmen vnnd mit vleis in allenn Puncten vnnd Clausulen besichtigenn, vberlegenn, vnnd was darin vnrichtigk, richtigk machenn, vnnd verendernn, also das sie vff die Jarrechnunge vnns richtige, Ordenntliche vnnd vntaddelhaffte Register, Inn vnnser Renndt Cammer vberliefferen könnenn, Darnach sollenn alle vnnd furnemblich der Renndtmeister, als der mit gemeinenn, vnnd Bawsachen stetigs zuthun hatt, was im Regiment so er nit enndtscheidenn kann, vnnd Bawenn vonnötenn,
oder fürgelauffenn, anzeigenn, Damit mann denselbigenn ordenntlich rathschlagenn könte, eins Jeden bedennckenn annhörenn, vnnd was als dann für rathsamb erkennet würdet, Wohin die meistenn stimmenn der Saltzgrevenn gefallenn, dem soll also [gestrichen: gelebt1] gelebt werdenn, doch mit der moderation wie obenngedacht, das niemanndts |: da er ein bessere meinung habenn würde :| soll gewegert werdenn, solchs weitters ann vnns gelangk zulassenn, Dis soll also vnnserer Saltzgrevenn fürnembster vnd gemeiner bevelch vnnd ampt sein, Darnach soll ein Jeder sich nach volgennder vnnser Ordenung verhaltenn, vnnd in den stückenn, so einem Jedenn besonnders bevohlenn, bis vff den fall der not keiner dem annderenn in sein ampt nit fallenn, Vnnser Erster Saltzgreve, soll fürnemlich bevelch habenn, den Saltzhanndell nach Cassell vnd Darmbstadt notturfftiglich zubestellenn, vnnd wie derselbige auffs nutzlichste müge verbessert werden,
Jederzeit mit vnnserm vorwissenn Ins werck zusetzDarnach soll er die Blechhüttenn in seiner verwaltung habenn, daselbsthin als offt es vonn nötenn, reyten, vnnd alles nach notturfft bestellenn, also das es im Saltzwergk, ann Pfannen Eisenn, Eisernen Sese1 stanngenn, vnnd was sonnstenn Eisennwergks vonnötenn, nichts manngele, Weitters soll er mit vleis darnach trachtenn, das zu erbawung der Bode Jederzeit ann gelegenen ortern, mann notwendigk Bawholtz vnnd anndere bereitschafft, auch Pfannennbrunt, müge bekommenn vnnd habenn, Inn welchem er doch stetigs vnnsern Schultheissenn zu Allenndorff, als drittenn Saltzgrevenn, vnnd die Förster Jedes ortts soll fordernn, vnnd ohnne derselbigenn vnnd des Schultheissenn mitwissenn hierinne nichts schliessenn, Vber das soll er benebenn vnnserm Lanndtvogt vnnd Schultheissenn zu Allenndorff, die Grenntze vnnd geleite zubereitenn, auch vnnsere hohe Obrigkeitt zuerhaltenn, Inn seinem ambt vnnd bevelch haben,
vnnd bey alle anndere sachenn, Inner Stadt Allendorff, welche vnnser hoheit vnnd buß anlanngen, sein, also das nichts ohne seinenn beysein dis fals fürgenommenn werde, So Iderlich1 Scheidtholtz zum Saltzwerck soll gehauen werdenn, soll er mit vnnsernn Beamptenn vnd fürsternn Jedes orts besichtigenn, mit demselbigenn sich berathschlagenn, vnnd was für Rathsamb angesehenn würdt, vnns weitters zuerkennenn gebenn, vnnd was wir darauf bevehlenn werdenn, demselbigenn gelebenn, Hierzu soll vnnser Pfarher, als zweiter Saltzgreff, auch gezogen werden, Des Annderenn Saltzgreuen Beuelch. Des annderenn Saltzgrevenn besonnders ampt soll sein, das er vff vnnser scheidtholtz, so Jederzeit gehawenn, angeführet, geflösset, zu schiffe anngebracht werdenn soll, vnnd würdet, vleissige achtung nehme, das dasselbige zu rechter zeit vnnd
Unsichere Lesungen
Z. 5: So Iderlich — Wortanfang nach Initiale unsicher
gebüer gehawenn, gelieffert, geflöst, außgebracht, bezahlet, verkaufft, vnnd zu Register gebracht würdet, Wenn er aber Inner Bodenn ist, So sollenn all vnsere Beamptenn Register wochenntlich Ime fürgelegt, durch Ihn selbst gelesenn, durch die annderenn beide Saltzgrevenn gelegt, vnnd alle sachenn bewogenn werdenn, also das im Saltzwergk nichts fürgenommen, gerathschlagt, noch beschlossenn werde, Es sey gleich in newenn Bewenn, Ordenungenn, vnnd allem was zuerhaltung des Saltzwercks dienlich geschehen würdet, es sey dann er selbst Persönlich darbey gewesenn, sein Rath vnnd bedennckenn gehöret, vnnd mit seinenn eigenn hanndenn bestetigt vnnd vnderschrieben, Wie wir dann auch im vfferlegt habenn wollenn, das, da vnns oder vnnserm Saltzwergk dessenn Ordenung, vertregenn vnnd Location zugegenn gehanndelt würde, soll er sich Jederzeit mit den annderenn vnnsernn Beamptenn, wie solchs abzuschaffenn sey, mit glimpflichenn wortenn beredenn, vnnd wo mann sich nit
Ime dis fals nit vergleichenn köntte, soll er solchs vnns trewlich vnnd vfrichtigk vermeldenn, also das er darin weder die annderenn Saltzgrevenn grob oder kleine Beamptenn nicht annsehe, Sonnst soll er nach Jederzeit vnnser vnnd vnnserer Saltzgrevenn vnnd Beamptenn erfordernn, auch für sich selbst alleine vff die Welde, vnnd wo sonnst etwas fürhanndenn, daran gelegenn, ziehenn, vnnd stetigs darann sein, das alle sachenn vnnser Saltzwergk belanngenndt, in eintracht verrichtet müge werdenn, Des drittenn Saltzgreuenn Ambt. Des drittenn Saltzgrevenn Bevelch soll sein, das er ausserdem, das er Schultheis zu Allenndorff ist, vnnd solchs ampt, nach ausweisung seiner bestellunge, zuverwaltenn hatt, darauf fürnemblich vleissigk acht nehme, das er vnns, vnnd dieser vnnser Saltzwercks ordenung zuwiedder, nichts Inner oder ausser1 der Stadt, es sey gleich vonn grob oder kleinhannsenn, fürgenommenn werde, vnnd da er
solches vermerckte, soll ers vonn stundtann abschaffen, vnnd sich darin also verhaltenn, das wir spürenn, vnd befindenn mügenn, das er nicht vnns, vnnserm Saltzwergk vnnd dieser Ordenung zugegenn, mit andern vnter deckenn liegenn, Darnach soll er vf alle wege vnnd stege, die vonn fuhrleutenn dem Saltzwergk zu gutenn stetigs gebraucht werdenn, ganntz vleissigk achtung habenn, vnnd da es vonn nötenn, Jederzeit daran sein, das die in stetigem gutenn baw vnnd wesenn erhalten werdenn, das darüber niemanndts zuclagenn habe, Darzu Ime dann vnnsere Beamptenn sampt vnnd besonnders, vnnd wem sonnst hin vnnd wieder die Wege zuhaltenn, vnnd zuerbawenn gebüeret, gutenn Rath hülffe vnnd beystanndt sollenn leistenn, Zu dem soll er sonnderlich alle vnnser gehöltze vnnd Wellennberge, die wir zum Saltzwergk verordenet, auch Ime nach ausweisung des vertrags, stetigs benebenn den annderenn geordenntenn fürsternn bereytenn, Inn guter hege vnnd hutt halttenn, damitt
er Jederzeit, nach erforderung der not, könne den annderenn vnnserenn Saltzgrevenn vnnd Beampten bericht thun, welche geholtze am gresbigstenn1 vnnd am bequemlichstenn zuhawenn seyenn, vnd sie sich desto besser darnach zurichtenn habenn, Würdenn sie aber vnverhindert annderer Irer verwaltung selbst vf die Welde ziehenn vnnd zusehenn, Darann thun sie vnns sonnderenn gefallenn, Vber die Gehöltze vnnd Berge soll der Schultheis richtige Register haltenn, vnnd Jerlich davonn das Stambgeldt, so Jederzeit gefelt, vonn den annderenn vnnderfürsternn aufnehmenn, vnnd darvonn weitters vnnserenn Saltzgrevenn durch den Vogt vonn Beilstein2 Clare Rechnung thun lassenn, auf das die Innahme darvonn darvonn3 Inns Renndtmeisters Heupt Register gebracht vnnd vnns verrechnett werde, Was weitters sein befelch vnnd ampt der Flös vnnd Leinenn Pfadts wegenn sey, ist obenn herab gedacht wordenn,
Renndtmeister Des Renndtmeisters ampt ist auch in vorigenn erzelungenn gnugsamb anngezeigt wordenn, also das es dis orts zuwiederholenn ohnne noth, Dieweil er aber wie auch zuvor gedacht Schultheis in Bodenn zugleich mit ist, So soll er demnach gericht vnnd gerechtigkeit vonn vnnsernt wegenn haltenn, vnnd hanndthabenn, vnnd Jederzeit da gerichttliche Burgerliche henndell, vmb ehr vnnd glimpff, geldt oder gut, schuldt oder schadenn fürlauffenn, niemanndts ders begeret des recht zueroffnenn, weigernn, Welches er auch fürters wie herbracht, mit Schopffenn aus den Schossernn1 zum Bodenn vnnd den Rath zu Allenndorff besetzenn, Hegenn haltenn, zuerkennenn annstellenn, vrtheil schepffenn lassenn, vnnd darüber als ein Richtter ertheilenn soll, Mit Peinlichenn sachenn, soll es vmb gewisser vhrsach willenn, wie dann solches im Saltzwerck nicht herbracht ist wordenn, gar nichts zuthun habenn,
sich derselbigenn auch nicht annmassenn, Ohne das in notfellenn, da er vbeltheter betrapte, sich etwa vnnversehene todtschlege, diebstall oder anndere vnnthatenn zutrügenn, magk er dieselbigenn zu haffte bringenn, vnnd vfs erste Jegenn Allenndorff, oder Jegenn Cassell verwarlich vberliefferenn lassenn, Vber das so etwas Inner Bodenn zu Marckte kömpt, Es sey gleich brodt, oder was dergleichenn Victualien seindt, soll er mitt den zweyenn Regirendenn Schossernn1 taxiren vnnd würdigenn, das es nicht zu theur verkaufft werde
Das Vierdte Buch. Schöffer vnnd Burgermeister Ambt zum Sodenn. Vonn der gantzenn Gemein wegenn sollenn sehs1 redtliche menner, welche mann Schöffer nennet, erwehlet, vnnd mit besonderenn eydenn, das sie der gantzenn gemeine wollenn treulich fürstehenn, derselbigenn schadenn warnenn, vnnd nutzen schaffen, Jederzeit bestettigt werdenn, derselbigenn ampt sol sein, was sonnst in Stedtenn der Rathspersonenn ampt ist, deßhalbenn sie denn auch Jerlich aus sich ann Burgermeisters stadt zweene wehlenn sollen, welche sich furnemblich das Jar aller gemeiner sachenn, annehmenn, D.2[?] vnnd das gemeine siegell Inn Ihrer verwarung habenn, Sie sollenn aber schuldig sein, das Geschos Innsonderheit vonn allenn Södtenn, sampt den Erbzinsenn der Gemeine vfzuhebenn, Darvon der Stadt Allenndorff Ire gebuerenndt antheil, Nemblich — 40 fl. zuerlegenn zweene wechter zu vnnderhaltenn, das Hochzeit haus, Schoshaus, Hirdthaus, steinernn wasserbrunnen,
Das Vierdte Buch. in gutem wesenn, Bau vnnd besserung zu haltenn, vnd vonn dem allenn klare Rechnung Jerlichenn vnserm Beamptenn vf ein benanntte zeit zuthun, Desgleichenn sollenn sie auf erfordernn vnnsers Rendtmeisters die Gericht Inn Sodenn, als Schöpffenn, benebenn zweyenn der vonn Allenndorff Schöpffen zubesitzenn schuldigk sein, Vnnd das etwas den gemeinenn nutzenn belangendt, furleufft, soll durch sie solchs fur vnns oder vnser Beamptenn furgetragenn werdenn, Doch sollenn sie mit1 macht habenn, ohnne furwissenn vnser Beamptenn die glockenn zu leutenn, noch die gemeine zusammenn zufordernn, damit sie nit fur Meuterer, noch vfrurer geachtet werdenn, Sie sollenn nicht nachgebenn, das Jemanndt Inn der Gemein zum Sodenn sich nehre, mit dem Bronnen oder Saltzmachenn vmbgehe, er sey dann zuvor Eidthafft, vnnd erlege zum gemeinen nutz, dem Ordenntlichenn schos, vnnd soll hierin niemanndts dann die Beamptenn vnnd Befelchhaber,
Das Vierdte Buch. ausgenommenn sein, Was aber vnsers Gerichts knechts, der Fürster Wechter Flurschützenn, vnnd annderer, so geringe verwaltung habenn, Befelch vnnd ampt sein soll, werdenn Jederzeit vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zuverordenenn wissenn, Wir wollenn nun in der Ordenung furtschreyten, vnnd was für gemeine vnnd besondere Constitutiones wir in vnnserm Saltzwerck wollenn gehaltenn vnnd gehanndthabt habenn, kurtze vnnderschiedtliche anntzeigung thun, Gemeine Constitutiones Wer auf dem Bronnenn ein frevel oder mutwillen ausrichttet, sich mit anndernn mit scheltworttenn einlest, oder denselbigenn verunreiniget, soll so offt solchs beschicht, als ein vbertretter des Bronnens freyheit, mit busse gestrafft werdenn, nach ermessung der vberfahrung Wer Gott lestert soll nach ausweisung vnsers Herrn
Das Vierdte Buch. vatters Christlicher gedechtnis ausgangener, vnd vnser Lanndtordenung gestrafft werdenn, Wer vnnter der Predigt auf dem Kirchoff oder sonsten in der Gassenn, sich mussigk stehenndt befindenn lest, soll zu straff erlegenn ein ort thalers, Wie es denn auch gleichergestalt mit denenn soll gehaltenn werdenn, so Ire kinder nit vleissigk zur kinderlehr annhalttenn, Faustwerck1. Wann einer denn anndernn Wundt schlegt, vnnd die Wunde des Oberstenn fingers nagels tieff, vnnd gliedts lanng ist, Soll Jar vnnd tagk vonn weib vnd kindt, vnnd aller arbeit Inn Sodenn, ausgewiesenn werdenn, auch die Meister der Meisterschafft, gentzlich enndtsetzt sein, vnnd sich vnter des Inn der feldtmarckt nicht findenn lassenn, Liesse er sich aber gelustenn, das er mitler zeit in der feldtmarck sich betrappenn liesse, soll vonn dem tage an sein Jar wergk wieder vonn neuem angehenn,
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Z. 10: Faustwerck — Zwischenüberschrift, wohl Faustwerck
Das Vierdte Buch. Vnnd wenn schonn das Jar herumb ist, soll doch er nit für sich selbst, weder Inns Saltzwergk gehenn, noch darinnenn sich findenn lassenn, Er thue es denn mit vnnsers Renndtmeisters furwissenn, vnnd habe sich zuvor mit seiner wiederpart genntzlichenn vertragenn, Wurde er solches vberschreitenn, soll Inns gefenngnus gebracht, vnnd als ein freveler gestrafft werdenn, Gebe aber einer vrsach hierzu, vnnd solches könte erwiesenn werdenn, dem soll ebenn so wohl als dem theter Jachrwerck1 zuhaltenn ausgebotten werdenn, Wurde aber einer todt geschlagenn, vnnd der theter enndtkeme, soll derselbige Inner Hundert Jarenn vnnd einem tag, nach ausweisung der altenn Constitution nicht wieder eingelassenn werdenn, darwieder in gantz vnnd gar keine freyheit soll schutzenn, Wurde er aber mitler zeit anngetroffenn, soll Im sein recht wiederfahrenn,
Das Vierdte Buch Wenn sichs1 zutruge, das Junge oder altte Personenn sich zusammenn fleischlich vermischtenn, soll ein darumb vonn vnnserm Renndtmeister beiderseits zu hafft gebracht, vnnd vnnserm Stadthalter vnnd Rethenn zuerkennenn gegebenn werdenn, welche weitters darin werdenn schaffenn, vnnd befehlenn was recht ist, vnnd der Renndtmeister sich verhaltenn soll, Inn Sodenn aber soll Ihnenn nit zugelassenn werdenn, wie herbracht, offenntliche Hochzeit zuhalten, Sonnder der Pfarher so Jederzeit daselbst sein wirdt, soll sie nach geleisteter offenntlicher Poenitentz ohn alles geprenng zusammenn gebenn, vnnd also hin ziehenn lassenn, Keine offene tenntze sollenn im Saltzwerck gestattet werdenn, ohnn allein vf Hochzeite, da mann nitt mehr als drey Reygenn, durchaus dem reichenn wie dem armenn erleubenn soll, Auff die Pfingst feyrtage aber, Wenn die Söder semptlich vf der Wiesenn versamblet sein, Habenn vnsere Beamptenn Wenn sie selbst zugegenn sein, vnnd die
Das Vierdte Buch. knechte burgenn setzenn1 Ihnenn etliche Reigenn zuerleubenn, wer hierwieder sundiget soll zu busse gebenn — Wer mit eins anndernn Hausfrauenn ann offenen Reigenn tanntzet, soll einenn thaler zu busse geben, Wer im feldt schadenn sich lest findenn soll so offt er dessenn beklagt wirdt, drey wochenn Inn er2 gefenngnus gesetzt werdenn, vnnd darzu ein thaler zur bus erlegenn, Wer Inn Sodenn Gennse will haltenn, soll denselbigenn damit sie nit im felde schadenn thun könnenn, Jeder ein flögell abhauenn, oder der Gense beraubet sein, Alle vnnd Jede Spieler, so offt mann sie dessenn hinderkompt, sollenn — 5 fl. zur busse erlegenn, auch da sie sich nit bessernn wollenn, enndtlich das spielenn zuverschwerenn gezwungenn werdenn, Offene diebe, wie dann alle anndere lasterhafftige
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Z. 2: burgenn setzenn — Lesung des Satzanfangs unsicher
Das Vierdte Buch. sollenn im Saltzwerck nit geduldet, da sie aber sich findenn liessenn, sollenn durch vnnsernn Renndtmeister oder Schultheissenn zu Allenndorff in hafft gebracht vnnd weitters Jegenn sie wie obenn anngezeigt wieder sie verfahrenn lassenn, Wer denn anndernn schmehet oder schilt, soll dasselbige verbuessenn so offt er beklagt wirdt mit —1 buesse, vnnd soll weitters ans recht gewiesenn werdenn, Es ist in vnnserm Saltzwergk herbracht, wann ein Söder Holtzes, Saltzes, oder Aschenn wegenn mit frembdenn zuthun, So magk er ohnn ordenntlichenn Proceß seinem schuldtmann, durch den Renndtmeister, das Saltzwerck nicht darin zuhanndeln, so lannge offentlich verbietenn lassenn, bis er sich mit Ime der schuldenn wegenn abfindet, solches soll hinfuro auch bleibenn, Es soll auch kein Söder, Schosbare gueter der Burger habenn, noch keuffenn, Er sey dann aus dem Saltzwergk in die Stadt gezogenn, vnnd daselbst Burger wordenn,
Das Vierdte Buch. Allerley annder gueter aber, so nicht Burger gueter seindt, mügenn sie ann sich bringenn vnnd habenn, nach Irer bestenn gelegennheit vnnd gefallenn, Mit Wendtwergk1 soll kein Söder vmbgehenn, bey verlust der garnn vnnd zeugs, sonndernn sollen allein Saltzgennse fanngenn, Keiner soll in kriege, oder vf frembte Saltzwerck ziehenn, ohnn erleubnus, Wer solchs vbertrit soll Inns Saltzwergk nit wieder gelassenn werdenn, Darzu soll mann Ime weib vnnd kindt nachJagenn, Wann er die hette, er aber die nicht So soll doch keiner ohnn allein durch vnnser gnadt vnnd besondere gegebene freyheitt vnnd befelch eingelassenn werdenn, Wer die vestenung vnnd zeune vmbs Saltzwergk her zerbricht, oder darüber steigt, soll des Saltzwergks zwey Jar verwiesenn sein, vnnd sich nit darin, noch in der Allenndorffischenn Feldtmarck betrappen lassenn, oder aber als ein freveler gestrafft werdenn,
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Z. 5: Wendtwergk — Lesung des Anfangsbuchstabens unsicher
Das Vierdte Buch. Inn keine Vormundtschafft, soll keiner ausser Sodenn im Saltzwerck ohnn vorwissenn vnnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sich einlassenn, Desgleich soll auch keiner vber zehenn fl. für ein anndern Burgschafft vf sich nehmenn, Verleubnus. Damit auch vieler vnnötiger kostenn verhindert, vnnd die Södermeister nit leichtlich ein vrsach nehmenn, das siedenn zuverseumenn, —— So wollenn wir, das hinfuro Inner Sodenn keiner, wann eine verlöbnus Junger eheleut gehaltenn wirdt, vber zwene tischt1 Geste, oder nur die Elternn, Brueder, Schwesternn, vnnd derselbigenn beiderseits weiber, Menner vnnd kinder, doch nicht mehr als einen tagk haltenn müge, bey poen so manch personn, so manncher orttß fl.2 Hochzeit. Wann aber nachmals die Elternn vnnd freunde, den kindernn Ire Hochzeit annstellenn wollenn, sollen
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Z. 13: tischt — wohl tisch mit t-Schnörkel
Z. 17: orttß fl. — Endung und Münzzeichen unsicher
Das Vierdte Buch. sie solchs zuvor vnnserm Beamptenn anntzeigen, vnnd zulassunge bittenn, vnnd bey straff der keinnung kein werck der Hochzeit halber zuversinnenn anngelobenn, Es sollenn auch vnnsere Beamptenn Ihnenn nitt weytters erleubenn, denn das sie nur einenn tagk Hochzeit haltenn, auf welchenn tagk sie vber hundert Personenn zu tische nit sollenn setzenn, bey straffe so mannch Personn daruber zu tisch gesetzt wurdet, so mannch ortt. Volgennds tags aber soll Ihnenn erleubt sein, die nechstenn blutfreunde, vnnd die so zu tische gedienet, vnnd sonnst zuladenn, doch das derenn altzusammenn nicht vber funff tische sein, bey vorgedachter straff. Kein suppenn sollenn sie ausserm Hochzeit haus gebenn, Ehe dann mann wieder ausser der Kirchenn kommen, ausgenommenn, wem die ordentlich wie vonn alters zugebenn gebuerenn,
Das Vierdte Buch. Kindt tauffenn. Mitt der kinder tauffe, wollenn wir, das vber zwene dische leute, vonn beidenn seittenn nicht darbey erfordert werdenn, die sollenn aber zuvor samptlich in der kirchenn beim tauff erscheinenn, vnnd mit helffenn bittenn, das Ihme Gott die kinderlein wolle lassenn bevohlenn sein, Nach dem auch in der altenn Ordenung verleibt, das Inner Sodenn keine Schenckheuser, Fleischbenck sollenn gestattet werdenn, auch niemanndts wein oder Bier mit ganntzenn oder halbenn fassenn darin solte führenn,1 Das mann auch gleicher gestalt darein ganntz vnnd gar kein kaufmannschafft, Handell oder kremerey solte treibenn, vnnd aber wir im werck befundenn, das darin ein ennderung von nötenn, So habenn wir verordenet vnnd wollenn, das vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sollen nachgebenn, Schenckstedte Inner Sodenn.
Das ein Schennckstedte im Saltzwerck sey darinnenn, Göttingsch, Einbeckisch1 vnnd nach gelegenheit allerhanndt2 frisch bier, so lannge das gutt ist, offenntlich verkaufft, vnnd vnns darvonn die gebuerennde tranncksteur vnnd Schennckgeldt erlegt werde, Welches vnns furters verrechnet soll werdenn / Vnnd damit vnns hierin nichts verschlagenn werde, So soll vnnser Jegennschreiber mit dem Schenckenn ein Jegennbuch haltenn, auß welchem man Jederzeit, oder nach außganng Jars soll abrechnenn / vnnd die bezahlung einnehmenn / Vnnsere Beamptenn sollenn macht habenn Einenn oder Zwene fleischhauwer, oder Garkoch auß der Stadt vonn Burgernn oder sonnst vonn frembtenn hinzuverordenenn, denselbigenn einenn oder Zwene Ladenn einzuthun, vf welchenn sie im Saltzwergk benebenn den Burgernn Ihr fleisch offenntlichenn mügenn feyl habenn, vnnd verkeuffenn.
Was sonnst fur Proviandt vnnd getreide Inn vnnser1[?] Bodenn ankompt, soll Jedermann darein vf die Ladetage feyl zu habenn, vnnd zuverkeuffenn gestatt werdenn, Doch soll hierin außgenommenn werdenn, was in der Kremer Zunfft gehöret, Wann dieselbenn wart gnug habenn, Desgleichenn so habenn wir gnediglich nachgebenn, das allein Vnnser Pförtner im Saltzwerck, Bley, strick, vnnd schmer feyl habenn mügenn, Doch das sie es nit theurer gebenn, dann es in der Stadt bey den verkeuffernn zubekommenn ist, Sonnst sollenn alle kauffmanns schatz, hanndell, kremerey vnnd hökerey, den Bodernn gentzlichenn verbottenn sein. Freyheit der Saltzknechte. Damit aber auch vnnser Saltzknechtte vnnd einwoner im Saltzwerck, vnnsere gnedige neigung Jegen sich spurenn vnnd befindenn mügenn, So hatt
vnns gefallenn, denselbenn sampt vnnd besonders baldt volgennde vnnsere gnade zuerzeigenn, mit welchenn wir auch sie hiermit hinfuro zu ewigenn zeitenn wollenn, als der Lanndtsfurst befreyet vnnd gnediglich versehenn habenn, Vnnd sollenn sie demnach gleich wie die Burger zu Allenndorff mit aller freyheit wassers vnd weide, Hudt vnnd trifft, in holtz vnnd felde, fur sich vnnd Ihr Viehe zugebrauchenn, befreyett sein. Eigennthumbliche Gehöltz der Sodenn Die grosse vnnd kleine Horst1 sollenn Ihr eigenthumbliche Gemeine sein vnnd bleibenn, In den anndernn Gemeinenn sollenn sie behalten, was vor dieser zeit Ihnenn zugereumpt wordenn, Die Holtzberge so den Pfennernn zustenndigk, vnnd nach anweisung der Location. vnns mit dem Saltzwergk Zugereumpt wordenn, sollenn souiel das Stam=
geldt annlanngt, nit ersteigert werdenn, Es sollenn auch die Böder vnnd Einwoner zun1 Bodenn mit keiner schatzunge, steur, oder Heerzuge beschweret werdenn, Es sey dann in Reichssteurenn, vnnd wann sonnst niemandts frey ist. Aus sonnderlichenn gnadenn habenn wir verordenet, das Jerlich denenn so sich des Buchssennschiessenns befleissenn — Drey güldenn zu sonnderlicher verehrung vnnd erhaltung Irer geselschafft, durch vnnsernn Renndtmeister enndtrichttet werde, Wie denn auch gleicher massenn auff Jedes Pfingstfest wir wollenn, das allenn Bödernn in gemein Zwen güldenn, Ein faß biers darumb zukauffenn, durch Jetztgedachtenn Renndtmeister erlegt sollenn werden, Wie denn auch die Pfenner zuthun pflegenn. Sonnstenn habenn wir auch vber dis alles gnediglich nachgegebenn, das die Einwöner zun Bodenn ein gemein Hochzeit haus vnnd Badtstubenn, dem ge=
meinenn nutzenn zum bestenn sollenn vnnd mügen vf Irenn kostenn erbauenn, welche in kunfftige zeit, ihr vnnd ihrer nachkommenn frey eigenthumb sollenn sein vnnd bleibenn, vnnd sie dieselbigenn brauchenn, nach Irer bestenn gelegenheit vnnd nutzenn, Wir wollenn aber vnns vorbehaltenn habenn, das Jederzeit vnnser Saltzgreuenn Beamptenn sollen macht habenn, Ordenung vnnd maß zugebenn, wie es mit vnnd in beidenn hausernn soll gehaltenn werdenn. Wie wir dann auch nicht wollenn gestattenn, das kunfftige zeit nachgebenn werde, das ein einige besonndere Badtstubenn in eines einigenn Böders hause, der sey gleich wer der wolle, verstattet werde,
Wir Wilhelm vonn Gotts gnadenn Landtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, Thun kundt hierann offenntlich, vor vns vnnd vnnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn bekennende,
als hiebeuor im Jar der weniger Zahl Vierzigk, vff den 23. Decembris, Weilanndt der Hochgebornnt1 Furst, Herr Philips der eltter Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn etc. Vnnser gelibter Herr Vatter löblicher vnnd seliger gedechtnus,
sich mit vnnserm liebem Getreuwenn, dem Außschus vnnd gemeinem Pfennerm des Saltzwergks zu Allendorff einer Location vf damahlnn2 die nechstvolgennde funffzehenn Jar verglichenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebrieff vnnd Siegell gegebenn, darinnenn allennthalben verordtnet, versehenn, vnnd gemelt, wie vnnd welcher massenn es zwischenn seiner Vatterlichenn G.1, vnns, vnnd Ihnenn, die zeit vnnd Jahr vber, vnnd zu ennd2 der Location, allennthalbenn gehaltenn werden soll,
Wie dann dieselbige in Anno etc. 40. erstmahls vfgerichte, vnnd volgenndts in Anno etc. 54. prorogirte Location vonn worttenn zu worttenn hernach volget.
So vnnd als wir hiebeuor augennscheinlich befundenn, Das in vnnserm Furstennthumben vnnd Lanndenn mergklicher grosser gebrech Saltzmanngels halbenn gewesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd anngelauffenn sein, Vnnd aber wir vermerckt, das zu Allenndorff in Sodenn vielmehr Saltzes, dann desmahls im gebrauch gewesenn, hat gesottenn, vnd vnnserm vnderthanenn darmit köntenn1 geholffen werdenn,
auch der Saltzbronn Sohlenn vberig gnug, vnnd mehr dann versottenn wirdet, ertragen magk, vnnd wir desmahls mehr Bothenn2 vnnserm Furstennthumbenn, Lanndenn, vnnd Leutenn zu gutem dahin zubauenn vnnderstanndenn,
Laut eines daruber in verschienenem3 dreissigstenn achttenn Jahre vff Freitagk nach dem Sonntagk Jubilate vffgerichtenn vertrags, den wir Itzo wiederumb ernewert habenn, Dessenn annfanng.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHessenn, Graue1 zu Catzennelnbogenn, Dietz, Ziegennhain, vnnd Nidda etc. Bekennenn in diesem brieffe, vor vnns, vnnser Erbenn, Nachkommennde Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst aller menniglichenn,
Nachdem der almechtige Gott in vnnsern Furstennthumbenn, bey vnnser Stadt Allenndorff in den Sodenn, einenn gutenn Saltzbronnenn gnediglich gegebenn etc.
Dieweil dann beide Regimennt, also beyeinannder, ohne tegliche einfelle oder verrichtung nit fuglich haben stehenn mügenn, Sonndern in einer Regirung↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Graue — Schreibung unsicher, evtl. 'Grave' oder 'Graff'
dis — = 'des'; Lesung des Kurzworts unsicher
zweistracht — so geschrieben (= Zwietracht); evtl. 'zweitracht'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevertreglicher vnnd besser das Saltzwergk versehen kan werdenn, So habenn wir vnns mit zeitigem gutem vorgehabtem Rath vnnd bedennckenn, auch gnugsamer erkundigung, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, mit gedachtem Pfennerm,
weitter vnnd insonnderheit vmb Ire theil Saltzwergks, einer Location, vmb eine Järliche Pension, Vff form vnnd maß wie hernach volgt, verglichenn vnnd vereinigt, vnnd thun das Jegennwertigk Inn vnnd mit Crafft dieses brieffs, Nemblich vnnd also.
Sollenn vnnd wollenn Vielgemelte Pfenner sambtlich vnnd sonnderenn1 vf schierstkunfftige Osternn des nechstkommenndenn Ein vnnd vierzigstenn Jars, die vierzigk vier Bodenn vnnd Pfannenn zu Sodenn, so Ihnen zustehenn,
mit dem virtel2 des Geholtzs, auch Ihre der Pfenner eigenn geholtze, wie die genanndt, vnnd wo die gelegenn seindt, nichts außgeschlossenn, Funffzehen Jahrlanng, die nechstenn nach dato volgennde, welche↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sonnderenn — Endung unsicher, evtl. 'sonnderem'
virtel — gekürzt geschrieben ('virtl' mit Schleife); Viertel des Gehölzes
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevff obbestimpte zeit, anngehenn, lociren, vnnd Inthun, also das wir oder vnnsere erbenn, solche der Pfenner Bodenn, mit vnnd nebenn vnnserm Bodenn vnnd Saltzwergk in vnnser Regirung vnnd ein Regiment, vnd was die nutzung tragenn wirdet, nehmenn,
doch soll vnns vnd gemeinen Pfennerm zu beidenn theilenn freystehenn, nach außgang obbestimpter Funffzehenn Jahrenn, Welch theil der Location beschwert ist, oder darin zubleibenn nicht gelibt, oder gefellig, dieselbige dem anndern theil vfzusagenn,
Wurdenn aber wir Lanndtgrave Philips, oder vnnser Erbenn, mitler zeit oder hernach befindenn, das vnns die Location beschwerlich sein, vnnd nit dienenn wolte, So sollenn vnnd wollenn wir, macht vnnd fug habenn, das wir auch↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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vfzusagenn / vfsage — f-Schreibung (vf/vff) in der Hand schwer zu unterscheiden
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehierinne austruckglich vorbehaltenn, dieselbige Location in außgang des nechstenn kunfftigenn funfftenn Jars gedachten Pfennernn vffzusagenn, vnd darnach zu außgange des sechstenn Jars die vberliefferung vnd abtrettung den Pfennernn wiederumb zuthun,
Inn allermassenn wie wir das Itzo Innehmenn vnnd empfanngenn, Mit Bodenn, Pfannen, sampt allem dem darin vnnd zu gehörigk, auch den gehöltzenn virtelnn1, wie die Pfenner den gebrauch haben, vnnd in vorigem vffgerichtem vertrage Ihnenn zugelassenn, vnnd gnediglichenn vonn vnns bewilliget vnd zugesagt,
Desgleichenn der Pfenner eigenn gehöltze, so weit sie das vormahls gebreuchlich vnnd besetzlich2 herbracht, Mit nachmenn der grosse vnnd kleine Hain, die Halbe Marck, der Lohebach, die Volckmarshane3, der Hegebergk, der Grosse vnnd kleine Armebergk,
die Horst vom grossenn Haine bis ann den wegk, nach dem Momhefeldt4, der Knoblauchsbergk, vnnd ein theil am Dornnbache5, sampt Iren nachmenn vnnd zugehörungenn,
Dargegenn sollen vnnd wollenn wir, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, Furstenn zu Hessenn, gemeltenn Pfennernn Iren erben vnnd nachkommenn, oder wer diesenn brieff mit Irem gu=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
virtelnn — Lesung unsicher; gemeint sind die Gehölz-Viertel (virtel)
besetzlich — Lesung unsicher, auch 'beseßlich' möglich; Sinn: in Besitz hergebracht
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteten wissenn vnnd willenn Innehat, Jerlichs vnnd ein Jedes Jars besonnderenn, vonn berurtenn vierzigk vier Bodenn vnnd Pfannenn, zu Jerlicher vnnd rechtter gedingtenn Pension, zwey hundert guldenn Muntz Lanndtwehrung, Ie zwentzigk sechs albos vor den guldenn gerechnet, vff ein Jedes Bodt,
durch einenn Jedenn Vnnsernn Renndtmeister zu Allenndorff, so wir Jederzeit da habenn werdenn, nach annzahl alwege1 zu außgang eines Monats, als nemblich vff den letztenn tage des Monats Januarij, den letztenn tag des Monats Februarij, den letztenn tage Martij,
Vnd da gemeine Pfenner vonn vnns vnnsernn Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, wie gemelt, vff geburliche Quitannz enndtrichtet vnnd bezahlet sein, vnnd nachvolgenndts in vergleichung der enndtpfangenen Pension Vnnder sich Irrungenn vnnd gebrechen habenn werdenn, Derhalbenn sollenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesie ann vnns, vnnsernn Erbenn, nachkommenden Furstenn zu Hessenn, desgleichenn vnnserm nachbenanndten Burgenn1 kein forderung oder annsprach habenn, Sondern mugenn sich derselbigenn vnnder sich selbst freundtlich in der Gute, oder sonnst mit ordenntlichem rechttenn, vergleichenn vnnd enndtscheidenn lassenn,
Es sollenn vnnd wollenn auch gemeine Pfenner, vnns eins Jedenn Jars ann der ganntzenn Summa der Jerlichen Pension, Jegenn die zwey new gebawete Bodenn, vnd nachlassung der Herrenn Gennße, dreyhundert guldenn obberurter Wehrung zu gute kommenn lassenn,
Vnnd soll vnns, vnnsere Erbenn nachkommennde Furstenn zu Hessenn, In bezahlung anngeregter vnnd bestimpter Pension gantz oder zumahl nichts verhindernn, in gantz keine weise, Sonndernn wollenn die eins Jedenn Jars, vnd obgemelte ziel gnediglich vnnd guttlich enndtrichten vnnd bezahlenn lassenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezum theil verbrenndt, verheret, oder verderbett wurdenn, wie das zukeme, da Gott vor sey, vonn dennselbenn verderbtenn Bodenn sollenn wir oder vnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, die zeit so lannge die wuste liegenn, pension zugeben nicht schuldigk sein,
Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, die verwustetenn Bodenn, vff Ire der Pfenner stittenn1, zum forderlichstenn das geschehenn köntte, oder möchte, zuvor vnd ehr vnser Bodenn, ob der auch etzliche verderbt werenn,
vff Ire der Pfenner Kostenn, wie sie vormals gestandenn, vnnd gebawet gewest sein, zubawenn, Vnnd wiederumb sambt allem dem, das darzu vnd ein gehört, vnnd verderbet wordenn, vffzurichten schuldigk sein,
also das vnns die Pfenner, Ihre Erbenn, vnnd nachkommenn ann der Jerlichenn Pension, vor ein Jedes Both, so wir in Ihre der Pfenner Saltzwergk bawenn vnnd aufrichttenn lassenn wurden, Vierzigk guldenn Muntz, Ie zwanntzigk sechs Weis=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stittenn — Lesung unsicher, wohl 'Stätten' (auch 'stettenn' möglich)
Es soll auch den Pfennernn samptlich vnnd sonnderlich vorbehalttenn sein, so sie der verderbtenn Bothenn etzliche selbst vnnd zum furderlichstenn vfrichttenn vnnd bawenn köntten oder woltten, das Ihnen solchs auch also gestattet vnnd zugelassenn sein soll, ohnne alle vnnser vnnd der vnnsernn verhinderung vnnd eintragk,
Vnnd sollenn vnnd wollenn wir Lanndtgrave Philips, vnnsere Erbenn, vnnd nachkommennde Furstenn zu Hessenn, alsbaldt nach auffrichtung der Bothenn so vff der Pfenner stittenn1 vnnd Saltzwergk, so vonn vnns oder den Pfennernn vffgericht sein wordenn,
vff dieselbigenn Bothenn, deren viel oder wenig sein wurdenn, Jerliche vnnd Monatliche, wie bedingt, vnnd die Location anweistt2, pension zugebenn, vnnd zubezahlenn schuldigk vnd pflichtigk sein, die auch Innhalt der Location guttlich enndtrichttenn lassenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIhr Bothenn, Pfannenn vnnd Saltzwergk, das wir also, wie obgemelt Location weise vonn Ihnenn Innen habenn, in vberliefferung, wann wir oder sie des bedarcht1, wiederumb einthun, vnnd wieder zustellenn,
also vnnd deromassenn, das die Pfenner Insampt vnnd insonnderenn, ein Jeglicher seiner Jerlichenn pension, vonn vnns oder vnnserm Renndtmeister enndtricht vnnd bezahlt sey,
Welche Jerliche pension die Pfenner auch sambtlich enndtpfahenn vnnd vfhebenn sollenn, Doch das darein vnnter gemeinenn Pfennernn armenn vnd reichen, kein vortheil gebraucht werde,
auch wollenn vnd sollenn wir vor vnns, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn nicht macht habenn, einichenn oder viel vnnder den Pfennernn Insonnderheit vnnd eintzlichs seins oder Irs theils, so der oder sie in vnnd ann dem Saltzwergk habenn,
Do aber durch vnnversehennliche Feurschedenn etzliche Bodenn doch nit1 vber zehenn verderbt wurdenn, dieselbigenn sollenn wir oder vnnser erbenn in zweyenn Monatenn, ein Jedes vf der Pfenner Kostenn mit Vierzigk guldenn, wie nechstgemelt, wieder bauenn, auffrichtenn vnnd ganngkhafftigk2 machenn lassenn,
So auch der Saltzbrun durch Gottes verhengnus, das sein Göttliche versichtigkeit gnediglichenn verhutenn wolle, alse schadenn nehme, das mann in etzlichenn Bothenn nit siedenn könntte, oder möchte, doch das solchs nicht durch vervhrsachunge vnnser oder vnnser Erbenn, Nachkommenn Furstenn zu Hessenn, gefehrlichenn gebeus3 geschehe,
als dann sollenn auch wir vnnd vnnsere Erbenn nach annzahl der mangelhafftigenn Bodenn, so nicht Sohlenn Saltz zu siedenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
doch nit — Zusammengeschrieben, Lesung dochnit/dorchnit; Sinnzusammenhang 'doch nicht über zehn' spricht fuer doch nit
ganngkhafftigk — Zierstrich durch gk; auch Lesung 'ganng hafftigk' (zwei Woerter) moeglich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehabenn könnttenn, zins zugebenn nicht schuldigk sein, bißalanng1 der Saltzbronn wesenntlich wiederumb aufgerichtet, vnnd erbauet werde, Alles ohnne geverde,
Vnnd wo sich vber das anndere vnversehennliche scheden vnnd zufelle, Es were durch sterbenns leuffte, oder anndere vnnfelle, die im rechttenn casus fortuiti genenndt möchttenn werdenn, Welche in diesem vertrage vnnd pacto locationis außtrugklich2 vnd vnnderschiedtlich nicht bedacht, noch abgeredt,
Die sollenn vnnd wollenn wir vnnser Erbenn vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, tragenn vnnd gewertigk sein, Vnnd den Pfennernn derhalbenn ann Irer Jerlichenn gedingtenn Pension nichts abziehenn, oder abbrechenn lassenn,
Vnnd soll durch diese vergleichunge vnnd Location vorigem obanngeregtem Vertrage, vnnd annderenn der Pfenner hiebevor ererbten vnnd erlanngtenn freyheitenn, priuilegien vnd gnadenn, nicht abgebrochenn, noch enndtnommenn,
Desgleichenn soll den Pfennernn durch diese Location an Ihrer Baurschafft vnnd geselschafft ganntz nichts endtzogenn sein, Sonndernn sie sollenn sich derselbigenn, wie vom altters hero halttenn vnnd gebrauchenn,
zu dem habenn wir vielgemeltenn Pfennernn nachgelassenn vnnd vergönnet, welchs sie auch Ihnen hierinnenn vorbehalttenn, das ein Jeder vnnder Ihnen vonn seinem Pfanntheil vnnd gut, nach annzahl derselbigenn,
seine Herrnn Gennße Inn Ihrem Saltzwergk, der alttenn seittenn, wie vom altters herkommenn, vonn Jederm werth2 dero1 Herrnn Gennße, vfhebenn sollenn vnnd mügenn, Ohne vnser, vnnser Erbenn vnnd menniglichs verhinderung vnnd eintragk, ohnne geverde,
Es sollenn auch die Pfenner Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, alles das Jenige, wes Ihre Eltternn vnnd vorfahrenn, aus bemeltem Irem Saltzwerck hievor3 ann Pension zin=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesenn vnnd anndernn verschriebenn habenn, Oder aber sie, Ire Erbenn vnnd nachkommenn daraus vber kurz oder lanng, hinfurter viel oder wenig verschreibenn wurdenn, Sonnder alle vnser1, vnnser erbenn, vnd mitbeschriebenn zu thun, guetlich außrichttenn vnnd bezahlenn, auch ohnne geverde,
Wir geredenn vnnd versprechenn auch, vor vns, vnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, bey vnnserm Furstlichenn warenn worten, gutem glaubenn vnnd trewenn, in wort der warheit, solchs Ihr der Pfenner Saltzwergk, desselben nutzung vnnd besserung,
Desgleichenn auch vnnser Saltzwergk, Es were dann in zeit der not, Inmassenn voriger vertragk auch darvonn meldet, nicht zuverpfenndenn, noch zuversetzenn, oder zuverenßernn, in ganntz keine weise, allerding ohnne geverde,
Do aber wir oder vnnsere Erbenn ann vestennungen1, Desgleichenn am Saltzbronn etzwas newes bauenn, vnd die Pfenner, Ire Erbenn oder Nachkommenn, daryn gebrauchenn wolttenn, das soll mit Irem der Pfenner wissen vnnd willenn geschehenn,
Doch soll den Pfennern hierin vorbehaltenn sein, so sie befindenn wurdenn, das dieselbigenn gebeuw Ihnenn oder dem Saltzwerck geverlich, nicht dienlich, oder sonnst beschwerlich, vnnd vntreglich sein wolttenn, das sie auch als dann daryn nicht verpflicht oder obligirt sein sollenn,
Es sollen auch die Vierzigk vier2 der Pfenner Bodenn, sambt allem dem was darann hanngt, vnnd daryn gehört, in dem Beschos der Stadt Allenndorff, Schatzungenn, Steur, vnnd gabenn des Furstennthumbs vnnd Lanndts, wie bishero geschehenn, furter vnnd fur ewiglich bleibenn,
Vnnd darann vnns, vnnserm Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd vnnser Stadt Allendorff nichts abgehenn, oder enndtzogenn werden, Jeder=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vestennungen — Lesung unsicher; wohl Vestenungen (Befestigungen); fruehere Lesung 'ann bestenn gen' ergibt keinen Sinn
Vierzigk vier — vierundvierzig; Zahl ausgeschrieben, Lesung sicher, Wortstellung Vierzigk vier
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezeit nach gewonnheit vnnd gelegennheit der Stadt Allenndorff, Inmassenn dann in vorigem obanngeregtem vertrage auch versehenn ist,
Desgleichenn sollenn auch gemeine Pfenner, die zeit dieser Location, die zweyhundert guldenn zinsenn, so sie Jerlichs bishero gegebenn, Vnnd wir hievor1 zu Gottes Ehre, vnnd vnnderhaltung der armenn, aus Christlichenn gutem Bedennckenn, geordenet habenn,
daryn die zwo Pfannenn Saltzes alterer Pflichtt2, auch Herrnngeldt, Toffell Zoll, vnnd annders Jerlichs enndtrichttenn, allermassenn, wie das vom alters herkommenn ist,
So wollenn wir doch, das gemeine vnnsere Stadt, vnnd die Burger daselbst, bey allenn Iren geholtzenn vnnd Weldenn, wie sie die vom alters besetzlich3 vnnd gebreuchlich herbracht habenn,
vnverhindert vnnser, vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd menniglichs, geruiglich bleibenn sollenn, Vnnd sich derselbigenn, wie von↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Doch das gemelte Burger vnns, vnnsernn Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber den Boderknechtenn zu Jederzeit, so baldt das gresigte1, außgenommenn,
die Berge darinnen sie Baw vnnd Scheidtholtz zu hegenn pflegenn, als Nemblich, die Horst, der Rodennstein, das Lichtenbeuel2, der Holbach, die Meinhardts Lyde3, vnnd der Stein, sampt allenn Irenn Nahmenn vnnd Zugehörungenn
auch alle gehöltze dem Saltzwergk, vnnd gemeiner Burgerschafft, dieweil sich die darvonn des orts erhaltenn vnnd ernehrenn mussenn, zu gute vffs aller vleissigst vnnd trewlichst, in guter Hegung vnnd ernstem vfsehenn haltenn vnnd beforstenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErbenn, der Pfenner gehöltze vnnd Berge, so sie vnns Itzo Innraumenn vnnd zustellenn werdenn, in zeit dieser Location, zum Saltzwergk zugebrauchenn, In vnserm Forst vnnd guter Hegung Innehabenn vnnd halttenn,
Insonderheit wollenn wir, vnnsere Erbenn, vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, das Eichholtz am Hegeberge vber den Bodenn1 keinswegs2 abhauenn noch verwüstenn lassenn,
als dann sollenn wir, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder die Pfenner daßelbige gehegte Eichholtz, zu Irenn der Pfenner Saltzwergk, vnnd desselbigenn Saltzwergks notturfft allein zugebrauchenn, macht habenn,
Do auch diese Location zu außgang des Sechstenn, oder Funfzehenndenn Jars vonn vnns vnnserm Erbenn, nachkommendenn Furstenn zu Hessenn, oder aber von den Pfennernn Irenn Erbenn vnnd nachkommenn, zu außgang des funffzehenndenn Jars auffgesagt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vber den Bodenn — Deutung: 'oberhalb der Siedehäuser' (Bodenn = Siedehäuser); Lesung sicher, Bezug interpretiert
keinswegs — Zierstrich durch das Wort, keine Tilgung
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewerde, als dann soll Ihnenn Ihr Saltzwergk vnd gehöltze, Deßgleichenn der Zirck1 des geholtzes, der Ihnen vonn vnns zugebrauchenn zugelassenn, sampt allem dem, das am Saltzwercke hanngt, darzu vnnd zugehörigk,
Auch so in wesenntlichem Baw vnd besserung, in der wiederliefferung, dermassenn wieder eingereumbt, vnnd vonn vnns zugestelt werdenn, wie es Itzo gewesenn, vnnd gestanndenn ist,
Were aber am Boden vnnd Pfannenn, oder sonnst am Saltzwercke etwas gebessert, das soll Ihnenn den Pfennernn, Ihrenn Erbenn vnd nachkommenn ohnne enndtgeltung zu gut gereichenn,
Dieweil auch Ihr der Pfenner Boder vnnd Meisterknechte ein Zeithero viel Saltzes gesottenn vnnd verkaufft, aber Ihne den Pfennernn Ihre Winnunge vnbezahlt, vnnd sie die Pfenner also bey Irenn Knechtenn ein gute Summa vnnd tapfferer schuldenn vnbezahlt aussenn stehenn habenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitestenndigk, doch vf zimbliche zeit vnnd ziel, nach gelegenheit der Personn vnd schuldenn dermassenn zur bezahlung verhelffenn lassenn,
das dannoch vnns, vnnsernn Erbenn, vnnd den Pfennernn am siedenn derowegenn nichts abgehenn, vnnd wir die abgedingte Pension desto bequemer außgebenn, vnnd bezahlenn könnttenn1,
Das auch gemeinenn Pfennernn ann Pompenn geldt, so Meister Georgenn dem Itzigenn newenn2 vnnserm besteltenn Bron meister zugesagtenn Besoldung vnnd des Lastenns, die Kunst vorm gewelb zuerhalttenn, vbrig were gebürenn wolte,
das soll Ihnenn auch, dieweil sie Itzo die helffte am Kopffer3 vnnd anderm thun, vnd die bestallung zur helfft tragenn müssenn, eins Jedenn Jars volgenn vnnd zugestelt werdenn .
Vnnd damit sollenn auch alle vngnade, mißverstende, vnnd was sich sieder dem erstenn obanngeregtenn abgeredtenn anngenommenn bewilligtenn Vertrage, zwischenn vnns vnnd vnnsernn dienernn vnd gemeinenn Pfennernn vnnd Ihrenn dienernn, wiederwertigs vnnd beschwerlichs oder argwönigs zu=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
könnttenn — Zierstrich durch tt/ck wirkt wie Streichung, Wort ist grammatisch notwendig
newenn — Lesung unsicher (dem itzigen neuen Bornmeister?)
Kopffer — wohl 'Kupfer'; Wort mit Strich (Zierstrich oder Tilgung nicht sicher zu unterscheiden)
Das auch wir noch vnnsere Erbenn Jegen den Pfennernn Ihrenn dienernn, noch auch die Pfenner Jegenn vnns vnnd vnsernn dienernn in keiner vngnade noch vngutenn weitter nicht effernn1 noch gedennckenn,
Damit aber gemeine Pfenner, Ihre Erbenn, Nachkommen, vnnd mitbeschriebenn, weitter vnnd ferner aller Puncten vnd articul in dieser verschreibung gemelt, vnnd Ihrer Jerlicher obbestimpter Pension desto sicherer vnnd gewiß sein mügenn,
So habenn wir Ihnen zu rechtenn vnuerschiedtlichenn Bürgenn vnd selbstschuldenernn von vnsern, vnserer Erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn, vnnd gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn,
die Wohlgebornen vnnd Edtlenn vnnsere liebenn Neuen1 vnd Getrewenn, Philipsenn Grauenn zu Solms, vnnd Herrnn zu Mintzenbergk, Graff Wilhelm zu Witgennstein, Herrnn zu Hombergk, Graff Philips zu Waldeckenn, vnnd Ditrichenn den Jungernn Edelherrnn zu Pleß2,
Darzu zwanntzigk funff die trefflichstenn vom Adell, vnnd zwanntzigk funff die vornembste Stedt, beider vnnser Furstenthumb, vor sich, Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, gesetzt vnnd geordenet,
Nemblich aus vnnserm Niedern Furstenthumb, Sigmundt vonn Boyneburgk vnnserm Stadthalter zu Cassell, Hermann vonn der Malspurgk, Rudolph Schennck zu Schweinsbergk vnnsern Landt=3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Neuen — = 'Neven' (Neffen/Vettern), Anredeformel
Pleß — = Plesse (Edelherren von Plesse)
Landt= — Wort auf der Folgeseite fortgesetzt (wohl Landvogt oder Landmarschall), hier nicht ergänzt
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevogt ann der Werra, Werner vom Waldennstein, Hermann vonn Hundelshausenn, Ludwig vonn Baumbach zu Binsfurt7, vnnserm Hoffmarschalck, Johann Meisenbug, vnnserm Haus hoffmeister Bode vonn Bodennhausenn,
Balthasar Diede, Curt vom Grifftenn, Jost vom Berlipsch, Friderich Keudelnn zu Schwebede, vnnd Reinhardenn vom Beyneburgk genanndt vom Honstein zu Reichennsachsenn,
Vnnd dann aus vnnserm Obern Furstenthumb die vom Adell, Georgenn vom Colmetsch vnnsern Stadthalter ann der Lone, Johann Riedeselnn zu Eisenbach vnnserm Erbmarschalck, vnnserm Ambtmann zu Schottenn Adolph Rauenn zu Holtzhausenn,
Heintzen von Breidenbach genanndt Breidennstein, Ottenn Hundenn vnsern amptmann zu Schonstein1[?], Hartmann Schleyernn, Christian vonn Weytterßhausenn, Helwigenn vom Lauterbach vnnserm amptmann zu Epstein,
Philips Reudteseln2[?] zu Josfach3[?], Rabe vom Dornbergk, Helwigenn vom Ruckershausenn4[?], vnnserm amptmann zu Auerbergk5[?], vnnd Heinrichenn vom Lewtennstein6[?],↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Schonstein — Amtsname nicht sicher lesbar; wohl Schönstein
Reudteseln — Anfangsbuchstabe R/K unsicher; wohl Riedesel (zu Josbach)
also, ob ann der bezahlung der gedingtenn Pension vber kurz oder lanng eins oder mehr Termins, oder sonnst einicher manngell dieser verschreibung halber zustunde, wie oder durch was wege das geschehe, als doch nicht sein soll,
als dann sollenn gemeine Pfenner samptlich, oder einer vonn Ihrer aller wegenn, doch mit gnugsamem vnnd volkommenen gewalt, vnd ein Jeder fur sich selbst, sie seyenn Innenn oder außenn dem Furstennthumbs Hessenn gesessenn,
desgleichenn Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, vnd mitbeschriebenn obbenenntte Grauenn vnnd die vom adell, Ihre Erben vnnd Erbnehmenn, vnnd die vom obbestimptenn Stedten vnnd Ihre nachkommenn,
sampt vnnd sondern Ires gefallenes Jegenn, Fritzlar, Warbergk, oder Corbach, vnd so dasselbig vonn Furstlicher oder annderer Obrigkeitt, oder sonnstenn verbottenn, ann anndere ortter vnnd Stedte, wo solches gelittenn vnnd zugelassenn möcht werdenn,
alles nach Irer der Pfenner gelegennheit vnnd erfordernn, das vnns noch vnnsern Erbenn keins4 wegs nicht zuenndtgegenn3[?] sein soll, Noch wir oder↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnsere Erbenn derwegenn Jegenn Ihnenn den Stedten kein2 vnngnadt noch vnguts gedennckenn, auch furnehmenn sollenn, noch wollenn,
doch das solche forderung vber funff ader sechs Meylenn vom Furstennthumb Hessen, vnnd anndernn vnnsernn Graueschafftenn vnnd gebietenn nicht benenndt werde,
Vnnd ob die genenndtenn Burgen ann der gefordertenn orter einem nicht gelittenn kontten werdenn, Sollenn die Burgenn schuldigk sein, solches gemeinenn Pfennernn zu Aldenndorff, Irenn mitbeschriebenn vom stundt ann, annzuzeigenn,
vnnd sie die Burgenn Inn Ihre behausung keins wegs ziehenn, sonndernn vf Ihr der Pfenner erfordernn, ann annder orter, da die Pfenner die Burgenn hin mahnenn3 wurdenn, Inn ein ehrliche herbrige reitenn,
alles bey der verpflichtunge vnnd zusagung wie hernach gemelt, die Grauenn mit Ihrenn selbst leibenn, oder einen vom adel ann Ihre Stedte, Jeder mit Sechßpferdenn1[?],
vnnd die vom adell mit Irem selbst leibe, vom Mann zu mann, pferden zu pferdenn, Jeder mit vier pferdenn gerust, vnnd aus Jeder abgenanndtenn Stadt zwenn aus dem Rath mitt vier pferdenn,
Inn leistung, wie Geisels vnnd leistung recht vnnd gewonnheit ist, wie frommenn Grauenn vnnd Herrenn, vnnd denenn vom adell vnnd Erbarenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Sechßpferdenn — ß/z unsicher; gemeint: sechs Pferden
kein — Strich durch „kein“ – wohl Zierstrich (k-Schleife), da der Sinn das Wort verlangt
mahnenn — Lesung mahnen/machen; Einlager-Kontext spricht für mahnen
Die auch samptlich oder insonndernn, wie sie ermahnet werdenn, schrifftlich oder mundtlich, auf die erste Ihre vermanung vnnd erforderung, als baldt vngeseumbt in achtt tagenn sambtlich vnnd sonnderlich mit Ihrenn selbst leibenn wie berurt einstellenn vnnd leistenn sollenn,
Vnnd im fall sie in annder Geselschafft oder leistung gemanet vnnd eingefordert werenn, Sollenn sie alwegenn Ihres gleichenn wie gemelt, vnnd nach anzahl Inn leistung, so sie gemahnet, einstellenn,
So soll der Graue, Edelmann, oder die Stadt, wem der oder die abgangenn, zugestanndenn, so baldt in acht tagenn, anndere taugliche Personenn, ann der abgangenen stadtt einstellenn,
Da die Burgenn etwas dapffers1 bey Ihnenn verzehret, vnnd sich mit bezahlung verzuglichenn vnnd vngeburlichenn haltten wurdenn, Oder da wir Lanndtgraue Philips, vnser Erben vnnd nachkommenn sie zu Jederzeit Quitirenn, vnnd die Wirtte nicht enndtrichttenn wurdenn,
das sie als dann, so sie des not habenn wurdenn, der Burgenn Pferde, eins oder mehr, nach Irer gelegennheit, nottürfft vnd gefallenn, ohnne menniglichs einrede vnnd verhindernn, zum theurstenn sie können, vnnd zu abkurzung Irer schuldenn verkeuffenn mügenn,
So auch die obgenanttenn Geschlechte vonn Grauenn vnnd adell, vber kurz oder lanng, eins oder mehr sonnder Mannliche erbenn todts halbenn ganntz abgingt1 vnnd versterbenn,
als dann sollenn vnnd wollenn wir oder vnnsere Erbenn anndere Grauenn vnnd vom Adell, den Pfennernn vnnd Irenn mitbeschriebenenn, annehmlich, in der abganngenenn stadt, so baldt die Pfenner das begerenn Inn Monatsfrist darstellenn,
Vnnd ob das nit geschehe, So sollen die Pfenner macht habenn, die vbrigenn einzufordern, allermassenn wie obenn davonn geschriebenn stehett, aller ding ohnne geuerde,
Da aber eins oder mehr wie in dieser verschreibung gemelt, von vns vnnsernn Erbenn vnnd nachkommen Furstenn zu Hessenn, oder vonn vnnser Burgenn mittbeschriebenn vnnd selbst schuldigern, in vergeß gestelt, vnnd nicht gehaltenn wurde, das doch nit sein soll,
deßgleichenn ann den gemeltenn Burgenn mit vnd selbstschuldenernn ann Irenn Erbenn vnnd nachkommen, sambtlich vnnd sonndernn güternn, sie seyenn fahrendt oder liegenndt, Jnn oder ausserhalb Lanndes gelegenn, wie die nahmenn habenn möchttenn,
mit oder ohne rechtlich erkanndtnus, wie sie könnenn oder mügen, mit kommernn, hemmenn, vnnd vffhalttenn nach Jrem gefallenn, gennzlich vnnd volnkommende erholenn,
Es sollenn auch alle Bottenn der Pfenner so die Bürgen ersuchenn vnnd Jnfordernn, vnnd den Pfennern zu Irer notturfft, vnnd nach gelegennheit in dieser sachenn wie gemelt, dienenn werdenn, frey sicherheit vnd geleit habenn,
Das auch wir vnnsere Erbenn, vnd Nachkommenn, noch die Burgenn, oder Jemanndts vonn vnnser aller wegenn Jnn keinenn vngnadenn vnnd vngütem effernn, gedennckenn, noch rechen sollenn oder wollenn,
So auch dieser brieff, in was wege das geschehenn [gestrichen: köntte] oder möchte, am Pergamenen, Büchstabenn, oder Siegeln, schadenn nehme, vnnd manngelhafftigk wurde, Oder da ein articul darinnenn wieder den anndern wehre,
Das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jhrenn Erbenn, vnnd mitbeschriebenenn, vnnd mit Irem gütenn wissen vnnd willenn Innhabernn dis brieffs, keinenn schadenn bringenn, noch geberenn,
Zu dem vnnd vber das alles, wie obenn geschriebenn ist beredt, vnnd von vns, vnnsernn Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn bewilligt, Bewilligenn das hiermit in Krafft dieses brieffs,
das im fall den Pfennernn, Irenn Erbenn, nachkommenn, vnnd Irenn mitbeschriebenn, eins oder mehr in dieser Location vnnd verschreibung nicht gehalten↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewurde, welches doch nicht sein soll, Oder da diese Location vonn einem theil wie gemelt, vfgesagt, das als dann den Pfennernn Jrenn Erbenn vnd mitbeschriebenn, nachvolgennde wege zu Jrer sicherheit, auch sollenn vorbehalttenn sein, vnnd offenn stehenn,
dero sie einenn zu den vorigenn beschriebenn, welchs Jhnenn gefelligt vnnd am zutreglichstenn sein will, zugebrauchenn, macht habenn sollenn, vnnd das sie als dann auch wiederumb vf vorigenn obanngeregtenn vertragk zuschreittenn, vnd zutrettenn, macht habenn sollenn,
Oder aber wo den Pfennernn der weg Jztgemelt nicht geliebte, das sie als dann vor Jhr gannzes Salzwergk, vnnd alles was darzu vnnd Jnngehört, vnnd dem anhenngigk, ein nambhafftige Summa güldenn, vonn vnns vnnsern Erben, Nachkommenn Furstenn zu Hessenn, zufordernn macht haben sollenn,
Doch das die Moderation vnnd messigung des werths, bey einer vnpartheyschenn Vniuersitet, im Heyligenn Romischenn Reich Teutscher Nation, welche sie die Pfenner zuerwehlenn macht habenn sollen, stehenn soll,
vnd solchenn werth des kauffgeldts sollenn wir, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn Jne den Pfennernn vff Jhr erfordernn vnuerzuglich, an nachbenanntter ortter einem vf vnnsernn kosten gein Franckfurt am Main, oder Erffurdt in Thüringenn liebberenn, gebenn vnnd bezahlenn,
an welchem ortte, da es den Pfennernn gefellig vnnd gelegen ist, vnnd sie samptlich, oder einem Jedenn mit seinem oder Jhrem gebürenndenn anntheil, nach Jrer vnd eins Jedernn gelegennheit notturfft vnnd wohlgefallenn, damit vnuerhindert, vnnd ohnn alle weigerung passiren, vnnd hanndtlennlassenn,
vnnd des zu mehrer rechter Vrkundt, habenn wir obgenanntter Lanndtgraue Philips, vnns mit eigenn hanndenn hierundenn vnnderschreibenn, vnnd zu mehrer sicherheit vnnser Jnsiegell vor vnns, all vnnser erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn wissenntlich hierann thun hangenn,
Vnnd wir obgenannttenn Gravenn, die vom Adell vnnd Stedte bekennenn samptlich vnnd sonnderlich, das wir vf beger Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn zu Hessenn, das alles wie sein fürstliche gnadenn Jn dieser verschreibung vonn vnns anngezeigt vnnd gemelt hatt,
Vnnd thun das mit krafft dieses brieffs, demselbenn allennthalbenn treuelich nachzukommenn vnnd zugelebenn, wie wir das hiermitt bey vnnserm Gräuelichenn vnnd Edelmanns ehren treuenn vnnd glaubenn, Deßgleichenn wir vonn Stedtenn, bey ehrenn, treuenn vnnd gütem glauben,
vnnd wir Burgenn alle vor vnns vnnser Erbenn vnndt Nachkommenn, auch am eines rechtenn geschworenen Eidtsstadt gelobenn vnnd versprechenn, Allerding ohne geverde,
Davor vnns nebenn1[?] Hochgedachttem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn auch keinerley gnade freyheit oder Constitution, gebott, oder verbott, wie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
nebenn — Wort nach ‚Davor vnns' trotz Vergrößerung nicht sicher; ‚nebenn' wahrscheinlichste Lesung
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteoder durch wen die Zyt gegebenn seindt, oder kunfftiglich geschehenn, gethann, oder gegebenn könttenn oder möchttenn werdenn, schuzenn, schirmenn, noch verthedigenn sollenn, die vnns Burgenn vnd selbstschuldigernn ann dieser verschreibung zu gutem, vnd den Pfennernn, Ihrenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, zu schadenn kommenn möchttenn,
sonndernn wollenn vnns der gemeynlichenn vnnd zumahl, vnnd sonnderlich der Constitution Diui Adriani vnnd Beneficij excussionis verziehenn vnnd begeben habenn, vnnd thun das in vnnd mit krafft dieses brieffs alles ohnne betrug argelist vnnd geverde,
Vnd des zu Vrkundt hat vnnser Jeder obgenanndter Grauenn vnnd die vom Adell sein anngebornn Innsiegell, vnnd wir die genanndtenn Stedte, vnnser Jeder Stadt Innsiegell ann diesenn brieff wissenntlich auch thun hennckenn,
Vnnd aber solche dreyßigJarige Location vf den 23 t[?]1 Decembris des nechstabgelauffenenn 1585. Jars auch Ihre enndtschafft erreicht, derowegenn der Ausschus vnd gemeine Pfenner Izo alhier bey vnns vnderthenig erschienenn seindt,
in welcher vnderrede vnnd berathschlagung erstlich furgelauffenn, das der Ausschus vnnd gemeine Pfenner nichtt allein die vorige Location vf ein nambhaffte annzahl Jar zu prorogiren sich Jegenn vnns vnderthenig erbottenn, sonndernn auch solchs also annzunehmenn mit vleis gebettenn,
Ob dann wohl wir darJegenn vnsere beschwerung eingewenndet, sonnderlich das vnnser Seulingswaldt bey bishero gewehrter Location mergklichenn eröset, vnnd vnns nit wenig bedenncklich denselbenn fermer erösenn vnnd verwüstenn zulassenn,
Das es auch sonnstenn vmb die anndernn gehölz, ann vnnd vmb die Werra gelegenn, so etwa zum Salzwerge zugebrauchenn, dermassen gethan, das dahero allerhanndt abganngs vnnd manngell zube=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
23 t[?] — Kürzungszeichen nach der Zahl, wohl 't(en)' — gemeint ist der 23. Dezember
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefahrenn, Auch es vmb das Steinkolenn Bergkwergk am Meißner die gelegennheit hette, das darauff nichts gewisses zubauenn,
vnnd daher allerhanndt fursorge wehre, das berurt Salzwerck in die Harre aus manngell notwenndiger befeurung in dem Stanndt vnnd wesenn, wie bishero beschehenn nicht erhaltenn werdenn möchtte,
So habenn wir nicht desto weniger gemeinenn Pfennernn zu gnadenn, vnd dem gannzenn Salzwerge zu gutem vnns dahin enndtlich erkleret, auch vnns mit dem Ausschus vnd gemeinenn Pfennernn, vnnd sie sich herwiedder mit vns dahin verglichenn,
das wir vor vnns vnnd vnsere Erben die vorige Location alles Ires Innhalts fermer prorogiren vnnd eingehenn, vnnd das Salzwergk vmb die vorige Pension, nach ausweisung derselbenn Location, lennger in hanndenn behalttenn wollenn,
also vnnd dergestalt, aldieweil wir mehrberurt Salzwergk mit notwenndiger daryn gehöriger befeurung versehenn, vnnd in Izigem Stanndt vnnd wesen erhaltenn könnenn, Das wir demselbigenn we=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteniger nicht, dann bishero geschehenn trewlich vnd zum bestenn vorstehenn, Vnnd die alte bishero gehabene Pension Jedes mahls in rechter zeit ohnne einigenn fehl vnnd manngell gutlich reichenn vnnd bezahlenn lassenn wollenn,
Wofernn aber die gehölz oder Steinkolenn Bergkwergk in abganng geriethenn, das aus manngell nottwenndiger befeurung das Salzwergk in Izigem Stande vnnd wesenn wir in die Harrt nicht continuiren kontenn,
So wollenn wir hiermit vnns vnnd vnsernn Erben vorbehaltenn habenn, Vnnd soll vnns freystehenn, gemeinen Pfennernn Jederzeit diese Location ab vnnd vffzukündigen,
doch das die vfkündigung ein gannz Jahr zuvor geschehe, vnnd wir von zeit ann gethaner vfkündigung das Salzwergk Jegenn enndtrichttung der alttenn Pension, noch ein gannz Jahr lanng vollig verwalttenn,
Wann aber das Jahr vmb ist, wollenn wir gemeinenn Pfennernn Ihre vierzigk vier Bödenn, lediglich abtrettenn, Die auch die Pfenner vf denselbenn fall vnweigerlich zu sich nehmen schuldig,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevorigenn Vertrage zwischenn vnserm Herrnn Vatter vnd den Pfennernn Anno 1538. vfgerichttet, nichts benommenn, sonndernn derselbe in allewege in Ihren Krefftenn sein vnnd bleibenn sollenn,
Was aber der Pfenner eigene gehölz betrifft, Nach dem in der Location verordenet, das zu zeit der restitution der halbe theil derselbenn gräsig sein soll,
So habenn wir vns mit den Pfennernn dahin verglichenn, das mit Irem zuthun ein abmarckung in demselbenn gehölzenn geschehenn soll, wieviel mann derenn vonn Jahrenn zu Jahrenn hauenn soll, das sie wohl gräsig werdenn könnenn, vnd derenn soll mann sich gemes verhalttenn,
Vnnd demnach geredenn vnnd versprechenn wir Landtgraff Wilhelm zu Hessenn Vor vnns vnsere Erbenn vnnd nachkommende Furstenn zu Hessenn, bey vnnserm Furstlichenn wahrenn worttenn vnnd trewenn, alles vnnd Jedes was in obinserirter vnser verschreibung, der erstenn Location halbenn begriffenn, auch↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Jenige so Izo in dieser vnnser newenn verschreibung verleibt, in dieser anndernn Location gleich wie in der erstenn, vnnd bisdaher beschehenn, Furstlich vfrichttigk vnnd vnuerbruchlich zuhalttenn,
Vnnd dessenn zu desto mehrer sicherheit, vnnd das sie auch vf den fall, da wir in zeit dieser newenn Location nach dem willenn Gottes mit Todt abgehenn wurden, alles dings desto gewisser sein mögenn,
Nemlichenn die Wohlgebornne vnsere liebe Neue vnd Getreuenn Ernst Grauenn zu Solms vnnd Herrn zu Minzembergk, Ludewigenn Grauenn zu Witgennstein vnnd Herrenn zu Hombergk, Franzenn vnnd Josiam beide Grauenn vnnd Herrenn zu Waldeck, Geuetternn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDesgleichenn vnnserm Stadthalter Eckbrechtenn1[?] von der Malspurgk, vnnserm Erbmarschalck Georgen Riedteselnn zu Eisembach, vnnserm Lanndtvogt an der Werra Johann Meisembugk, Vnnserm Haubtmann zu Ziegennhain Eyttelnn vom Berlepschenn, vnnserm Ambtmann zu Rotembergk vnnd Sonnttra Bernntt[?] Gudeln[?],
Reinhardt vom Boyneburgk zu Bischhausenn, Johann Adrian vom Darmbergk, Georgenn vom Schachttenn, Georgk Diedenn, Georgenn vom Papenheim, Diderich von Bergenn vnnd Hermann vom Hundelshausenn,
Item aus dem Oberfurstennthumb ann der Lohna, Burckhardt vom Cram Stadthalter zu Marpurgk, Johann Riedteselnn zu Eisembach, Rudolph Rauenn zu Holtzhausenn, Caspar Schutzbar gnanndt Milchling Hauptman zu Giessenn, Johann vom Linsingenn Lanndthoffmeistern, Johann Clauern Hoffgerichts Assessorn vnd Obervorstehern der hohenn Hospitalienn,
Caspar Magnus Schenckenn zu Schweinsbergk, Alexander Döring, Johann vom Scheuerschlos3[?], Hermann vonn der Rabenaw, Caspar von Breydembach gnanndt Breydennstein, vnnd Lewenstein4 vom Hertzfeldt zum Fleckembuel, Desgleichenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Eckbrechtenn — Vorname des Statthalters von der Malsburg nicht ganz sicher (historisch Eckebrecht von der Malsburg)
Bernntt Gudeln — Name des Amtmanns zu Rotenburg und Sontra unsicher gelesen; Zierstriche erschweren die Lesung
vnnd aus dem Oberfurstennthumb Marpurgk, Giessenn, Grunbergk, Alsfeldt, Nidda, Franckembergk, Rauschembergk, Wetter, Bidenncap, Battembergk, Hombergk ann der Ohm vnnd Kirchhaim,
Vnnd wir die Jtztgenantte Burgenn vnnd selbstschuldener vom Grauenn, vom Adell, vnnd vonn Stedtenn bekennenn hieran offenntlich vor vnns vnnser Erbenn vnnd nachkommenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch am geschwornem Aidtsstadt, das wir alles vnnd Jedes, so darinnenn vonn Ihnenn den Burgern vnd selbstschuldenernn vermeldt ist, vor vnns vnnd vnsere nachkommenn, stet, vest, vnnd vnuerbruchlich halttenn wollenn vnnd sollenn,
Vnnd des alles zu Vrkundt habenn wir Lanndtgraff Wilhelm vnnser Furstlich Innsiegell hieran hencken lassenn, vnnd vnns mit eigenn Hanndenn vnderschriebenn,
Vonn dem vmbgange des Borns, vnnd vonn den Lüffttörchernn3,
Unsichere Lesungen
Ösenn — Fruehere Lesung 'Losenn'; nach der Kapitelueberschrift PDF-S. 53 ('Von dem ösenn des Wildenn wassers') und 'gelöset' PDF-S. 57 als Ösenn gesichert
zureitenn — Lesung nicht ganz sicher; wohl 'zureiten' = zurichten/zubereiten
Lüffttörchernn — Lufttoerchen; Trennung Lüfft=Törchernn, Lesung der Endung nicht ganz sicher
Conradus Geyseler vnwirdiger Prister vicarius aller apostelnn altar, in des Heyligenn kreutzes kirchenn zu Allendorff, eins armenn Burgers sohnn daselbst, in allenn demutigstenn dienstenn sich selbst bereit.
So als mannigfaltigk von den trefflichstenn Pfennernn hitziglich ist begert wordenn, das der gebeuw vnnd widermachung des Saltzbronns zun Sodenn, vmb ewigs gedechtnus willenn, schrifftlichenn verzeichnet were,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteallenn himlischenn Burgernn zu ehren, auch allen nachkommenden Pfennernn zu nutz, vnnd stetlicher anweisung solchs zuthun, in guter zuuersicht, Ich viel mahl bin vermant wordenn,
das dann die nachkommene Pfennere, aus der schrifftlichenn Modeln vnnd forme das geschehenn vnd gethane gebeues, grundtliche gewisse anweisung, ob ein bessers vnnd bequemlichers daraus kiesenn2 vnd nehmenn möchtenn,
auch viel schedtlicher vnd vnnutzer kostenn vnnd arbeit Jtzundt geschehenn, darumb das der grundt des Saltzbronns mit seine wercke den Pfennernn vnbewust, vnnd vnuerzeichnett, Was furter zuuermeidenn,
Hierumb durch wirckunge Gotlicher gnade, der gedachtenn Pfennernn begerung bewegtt, Hab ich mich, Wiewohl vngnugsamb↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zuuerenndernn — Lesung nicht ganz sicher; auch zuuerbessernn denkbar
kiesenn — Anfangsbuchstabe k unsicher; kiesen (waehlen) passt zu erkieset auf Blatt 25r
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnderwundenn, des Saltzbronns gebeuw, vnnd wiedermachung, Inmassenn er in grunde wordenn1, zuschreiben, vnnd vberzugebenn,
Jedoch vleislichenn vnnd demutiglichenn bittennde, Ob darin was guts nutzes erschienennde Jemanndt erkieset, Wolle dem liebenn Gott vnnd seiner gebererin, vnnd Sancto bonifacio, vor allenn dingenn darinn lob vnnd ehr erbieten,
Wes aber vnnutzlichs, vnnd nicht wohl, oder vf das beste gesatzt, darin findenn wurde, Wollenn meiner vnngnugsambkeit, grobheit vnnd vnerfahrennheitt, Zulegenn, achtenn, straffenn, vnnd bessernn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd achtzigk Jar, vff vnnser liebenn Frauwenn tags Lichtmeß, wardt geschickt nach Meister Curt Mardorff vonn den Saltzgreuenn, da zur zeit Hanns Iringk dem Elternn vnnd Hermann Touwir, sampt den anndern Pfennernn,
vnnd mit Ime vbersprochenn vnnd vberkommenn, Jedoch sonndern gedinge, das er solt ausösenn, das wasser aus dem gewelbe, das mann mochte bey dem Saltzbronn kommenn,
vnnd mit der Werra, vnd mit den ausbrugenn3, den Sohlgrabenn zusaubernn, also lanng vnnd also tiefft, das das wasser aus dem gewelbe sich darmit ösenn vnnd schlissenn4 nach notturfft↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Touwir / Lower — Familienname des zweiten Salzgrafen unsicher; uebergeschriebene Korrektur Lower ebenfalls unsicher
Chunterans Huschennbecks — Personenname vor hobe nicht sicher lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemochte, dem also nachgethann vnnd alles geschehen, mit nicht weniger arbeit vnnd kostenn, volgete das wasser aus dem Gewelbe, vnnd viel mercklich,
Jedoch nicht also sehre, das mann mochte In das Gewelbe wandernn, darumb das der Sohlgrabe wolt nicht tieffer zugrabenn leidenn, so die Werra ihm vnttenn auff zu Jegenn kam, vnnd sich stauwete1,
auch alle feuchtigkeit vnnd gewesser In den Sodenn in den Bodenn bey den Herdten, vnd in den kellernn, zeuge sich allesampt nach dem gewelbe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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stauwete — Schreibung unsicher (staubete/stauwete); Sinn: staute sich
Als nun der vielgenantte Meister sein kunst hatte bewerth, vnnd das gewelbe vom wassers wegenn ledig vnnd geoffnet was, das mann darin wanndernn möchte, bis ann den Bornn,
darnach vf donnabendt nach Conceptionis Mariæ in demselbenn Neun vnnd achzigstenn Jar bescheiden die vorgenanttenn Salzgreuenn, Innsampt der Pfenner Eddelenn vnnd Gemeine, für sich auff das Rathaus Meister Churten Mardtorff2,
in meinung seiner gethanenn arbeit, vnnd kunst zubelohnenn, auch furter mit Ime zudingenn vnnd zu vberkommenn, den Salzbronn zumachenn, vnnd seinenn gebrechenn zurathenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebleibenn, Jedoch das die Pfenner holtz, Seile, taglohn vnnd was not darzu ist, verandelagenn1, darumb sollenn die Pfenner dem obgemeltenn Meister Curtenn gebenn, zwey hundert vnnd dreyßigk guldenn, zwenn guldenn zu tranckgelde2, zwey Malter kornns, vnnd ein Schwein vor zwenn guldenn vnd ein orth.
Vnnd derselbig Meister Curt gelobett, vnnd mit seinem eide behelttet3, denn Pfennernn getreue vnnd gewege zu sein, Ohne geverde vnnd argelist, die Pfenner zuuerwarenn.
Des zu vrkunde seindt dieser Zettelnn zwo, gleichlautende, auseinannder geschnittenn, denn Pfennernn ein, vnd Meister Churtenn die annder, vf beidenn seittenn sich darnach wissenn zuhalttenn.
Darnach in dem nachuolgenndenn Neunzigstenn Jare, ließenn die Pfenner nach Rath des Meisters Holtz niederhauenn, vnnd vor die Bodenn vf der Boder wiesenn fuerenn, als viele dem Meister bedauchtt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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verandelagenn — Lesung unsicher; wohl 'vorstrecken/aufbringen' (verlegen), Wortform unklar
tranckgelde — nck-Ligatur schwer lesbar, aus dem Kontext 'Trinkgeld'
behelttet — Wort mit Zierstrich durch tt; Lesung unsicher, Sinn: 'mit dem Eid bekräftigt/beschworen'
Zureytenn — auch 'Zubereyten' denkbar; Sinn: Zurichten/Vorbereiten
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenoth sein, vnnd schicketenn nach zimmerleutenn zu arbeitenn, die da stetes gearbeit habenn biß ann die Ostern, vnnd Meisterliche gezeug bereidt habenn.
auch vonn obenn herab einer gutenn spannenn lanngk, was auch ein Rundt loch, schlecht offenn, ohne windtfanng, darumb das die Eimer sich nit zu voll fülleten, vnnd ann viel vergiessenn2, sich bequemlich außgoß,
vnnd die Eimer hiengenn alle miteinannder ann einer kettenn, die hieng obenn vber die wellenn des Raths, vnnd vntenn in dem Bornn ging sie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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kethen machtenn — Lesung 'machtenn' statt erwartetem 'machenn' unsicher; 'einen anndern kethen' so in der Vorlage
ann viel vergiessenn — Wortlaut unsicher; Sinn: ohne viel zu vergießen
leder — auch 'feder' lesbar; technisch ist eine bleibeschwerte Lederklappe (Ventil) gemeint
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevmb ein Runde dicke walzar, als ein Tonnen, dieselbe Walzar was im Borne vonn beidenn seittenn gefasset, zwischenn zweyenn breitenn Leitterbeumenn, vnnd ging mit der kettenn vmb.
Das annder gezeugk, was ein grob Rundt teller, mit einer scheibenn Stillenn1, vnnd mit zwen kranchenn2, damit mann solt Ösenn, den Thon, dreck vnnd kommer3 der da was vmb den Bornn mit grossenn Zobbernn,
die warenn am bodenn mit Eisern klosenn4 vnnd klippenn also gemacht, vf die masse als da seindt gemacht die Esels körbenn, da mann den mist Jnn außführet.
Das dritte gezeuge was ein schneide Möhlenn, die der meister satzte Jegenn das Zelgennhaus5, bey Gunterams hobe6, Vnnd weisete die Werra vonn obenn Jnn der Aue herab vf die schneide mohlenn,
da brachte der meister das gerüste holtz vf denn Bornn, vnnd begundt die schwengell vnnd das alte gerenne vfzubrechenn, vnnd den neuenn gezeug vfzuschlagenn,
Nemblich vor das erste hatt der Meister gemacht, grosse kastenn vom Telenn2 wohl zusammenngefügt vnnd bereit, der da stundenn zwenn bey dem Bornne, in der dritte im Teiche1,
in welchenn kastenn, die Sohle solt gefasset, vnnd behaltenn werdenn, vnnd also furtan aus dem kasten Jnn die gerenne zu den Bodenn außgewanndt werden,
Vnnd vber aller dieser arbeit, lag mann nicht mehr dann eine woche kaldt, das was die Dominica respice primo2, versache halber1, das die kettenn zu dreyenn mahlen zubrach da die Eimer annhingenn,
Auch so waren zwenn Heilige tage in der selbigenn wochenn, als petri vnd pauli vf den dinstagk, vnnd vnser liebenn Frauenntagk Visitationis Mariæ vff den Freytagk, dardurch mustenn sich die leute leidenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCasselmann, Henrich Lawir1, Hanns Breule, Henrich Gundelach, vnnd Jch der aller schlemst, vnnd vnntuegest2 prister Cunradt Geyseler,
Hierauff vf dem Montagk des anndernn tags nach Vdelrici brach der Meister vf die deckenn des Borns, Jegenn der antzucht bey Lucas Beltzers hoff6, das↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Lawir — Personenname nicht sicher (Lawer/Lauwer?)
aller schlemst, vnnd vnntuegest — Demutsformel Geyselers ('geringster und untauglichster'); Lesung 'schlemst' unsicher
itzundt guth — Beiname oder Zusatz zu Gundelach; Lesung und Bedeutung unsicher
exaudi secundo — Sonntagsname nach dem Introitus 'Exaudi'; Zählung 'secundo' unsicher
Culde — Personenname nicht sicher (Culde/Kulde?)
Beltzers hoff — 'hoff' mit Zierstrich; Name Beltzer nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteist die erste abzucht am Gewelbe, vnnd vf Sanct Alexij tage, kam mann also ferne zu Raume, das die Sohle aus dem Borne konntte Inn die abzucht Inn das gewelbe fliessenn,
vnnd wardt auch also vf denselben tage die Sohle abgelassenn, das der Born bey sechsthalb schue lanng vnnd tieff in dem Borne in seinem stannde behilt,
Darumb das das werck was abgenommenn, dem ausflus gleich Inn die abzucht, dargegenn2 wardt als baldt der berge gefasset, zu gerings vmb, vor ebenntheur.
Der Meister macht auch das vierdte gezeug dem Born zu Ösenn, das warenn pompenn vf die meynung, das er damit die sohle vber den ausflus wolt mit gewalt lanngenn vnnd Ösenn, auch als der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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bastenn — Lesung unsicher; Gefäßbezeichnung, vielleicht auch 'kastenn' zu lesen
vf dinstage nach Dominus fortitudo, Was der dinstage vor Marien Magdalenenn tage, satzte der meister die pompenn Inn den Saltzbronn, Jegenn die abzucht da der Born den ausflus hatte.
Vf denn Sonnabendt darnach was Sanct Jacobs abendt, hattenn die Pfenner alle Söder zun Sodenn3 gebettenn, das sie woltenn arbeitenn ann denn pompenn, den Born zu Ösenn vnnd zusaubernn, vnnd gabenn Ihnenn Insampt ein Tonnenn Biers, wecke vnnd kese,
Vnnd also wardt vor Mittage der Born geöset, das er zweyer fus tieff sohlenn hatte, vnnd dieweil vnnd also baldt wardt auch vmb den Born geraumet, am↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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noch volnstenndigk — 'noch' auch als 'nach' lesbar; 'that' wohl für 'hatt'
austossenn — Lesung des Überschriftworts; gemeint ist das Ausschöpfen (Ösen) des Brunnens
zun Sodenn — Präposition schwer lesbar, Sinn: zu den Sooden
So aber die Söder das bier ausgetrunckenn verschleich sich einer nach dem anndernn vonn der arbeit zu den Badestubenn / vnnd also nam der Born wieder den Oberhanndt,
vnd was da vom volcke ann der arbeit bliebe, wardt auch baldt müde vnnd verlassenn, so das nach Mittage kein vleis1 mehr gethann wardt, mit Ösenn oder saubernn,
Es mocht wohl die sache sein, das niemanndt vonn den öberstenn Pfennernn, da zur Zeit ein vffsehenn hatt, der das volck hett anngesprochenn / vnnd Ösenn vermanet,
Darnach vf Sonntage omnes gentes, war Sanct Jacobs tage, wardt geordnet vnnd bestalt, das die Söder siedenn soltenn, vnnd in derselbenn wochenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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kein vleis — 'vleis' (Fleiß) nicht ganz sicher; erster Buchstabe des Zeilenanfangs 'kein' mit Strich, wohl Zierstrich
[gestrichen: bothenn] — Das gestrichene Wort ist unsicher zu lesen (bothenn/bethenn); Strich könnte auch Zierstrich durch th sein, dann wäre 'die newenn bothenn' (die neuen Bütten/Böden) zu halten
vnnd derselbig gezeuge wardt vmbgetriebenn mit dem Rade da die vierzehenn Eymer ann hingenn, also das derselbig Öse gezeuge vf den Freytage nach Suscepimus, was der tage Sanct Sixti aller erst wardt bereit.
alß das vor Mittage der Born gesaubert vnd geöset wardt zugrunde, das der meister mochte volkomlich des grundes weis werdenn, vnnd sein newe werck darnach wissenn zusetzenn,
Sonndernn sie warenn schlecht vf den hartenn gries, vnd grundt des Bornes gesatzt, vnnd zwischenn den achten seulenn, dicke vnnd eichenn Bretter, eins Inn das annder gegrupet1,
vnnd als der Meister vff Mittag das volck vonn der arbeit des Ösenns verliesse, vnd Zum essenn erlaubte, da gabenn die Pfenner dem volcke Ein halb fas biers, wecke vnnd kese ein gnuge,
Es wardt auch als baldt vf dem Born vonn dem Pfennernn mit dem meister berathenn vnnd beschlossenn, das mann solt mehr Zimmerleute annschickenn, die schwellenn mit Irenn seulenn baldt zubereitenn, vmb gutes gewitters willenn,
Er ist auch im Bodenn schlecht, mann magk auch kein höle oder loch merckenn, daraus die ader entspringenn, denn das die sohle durch den harttenn kieseling heraustringt gleich als wasser durch ein siep.
Die sohle wermelt2 auch nit vf als ein quell born, sonndernn sich gibet die sohle durch den kieseling vfwerts nach der lufft, vnnd steiget nach Irer macht,
vnnd nicht ist zuwehnenn das die sohle aus dem Meer komme, Sonnder viel mehr ist zugleubenn, das der kißeling Inn seine grunde vonn natur wegenn Saltzwasser tregt,
vnnd also gut, als der grundt vonn natur Saltzwasser tregt vnnd gibet, also gut ist auch die Sohle, vnnd man magk die sohlenn vber Ir natur nicht besser machenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedurchtringung, macht Salzwaßer suße, Inmaßenn als zu der Seewerth1 die Schiffleute, Wann sie nicht suße waßer habenn damit sie vff den Schiffenn kochenn mögenn, denn werffenn sie ein ledige zugespunte Tonnenn, ann einer Leine gebundenn, ann das Schiff, Inn die Gesalzetenn See, oder Mehr,
tringt sich das nasse Inn die ledige Tonnenn, vnnd wirdt also durch das durchtringenn Inn der Tonnenn susse waßer, das die schiffleute zu kochenn vnnd zutrinckenn gebrauchenn mögenn2,
Vermagk nun das die durchtringung durch ein Bredt, ann einer Tonnenn, das auch Salzwaßer des Mehrs susse waßer wirdt, vielmehr geschehe das, wann das Meer solt vonn ferans, bis hierher durch grosse Berge, Steine vnnd Erdtrich quellenn vnnd durchtringenn,
Hierumb legt mann billich vnnd pflichtige solchs zu der grossenn sonnderlichenn Gottesgnade, das die natur in diesem ennde griesses flus vnnd Kiesseling3 zum Bodenn, Salzwaßer brenngt, vnnd treget, vnnd wir wollenn auch des alzeit Gott danncksagenn
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Jegenn Mittage sicht, Sudostenn, ein mercklich ader enndtspringt, vnnd durch den flus vnnd Kiesseling heraustringt hell vnnd klar im Born,
vnnd dieselbig ader geschmeckt, wardt geachtet vor die scherffeste Sohle am geschmacke, Jegenn der anndernn Sohle im Borne, Wann sie sich darin versamlet
Vff Dinstage nach Ecce Deus Sanct Laurentiustage Jegenn den abenndt bereitetenn die Baumeister ein Collation, mit Wein vnnd Eimbeckischem Bier, vnnd guter koste, dem Meister Churte Wardtorfft1, seiner Hausfrauwenn, vnnd Zimmerleutenn,
Des anndernn tags darnach vff Mittwochenn Sanct Tiburtius tage beguntenn die Zimmerleute zu arbeiten ann den schwellenn, vnnd seuhlen, da der Meister im↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Churte Wardtorfft — Name des Meisters unsicher gelesen; Zierstrich durch die Endung erschwert die Lesung
Warthenn — Amt/Personengruppe 'Warthen' nicht sicher gedeutet
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBorne sein werck Inn setzenn wolte, vff solche forme das er die Schwellenn brechte in acht eckenn nach dem Bodenn, mit achte seuhlenn darin gezapfft
vnnd Je wo der achte eckenn eine wechsselt, vnnd zusammentret darauf ist ein dick eichenn holz, mit vier hölzernn negelnn genegelt, der da seindt vierenn starcke, vnnd die anndernn vierenn scheib Jngeboret1, vnnd Jngeschlagenn,
vnnd obenn vff Jeglich holz ist ein Zaploch gemacht, darein die seuhle stehet, vnnd Inngezapfft ist, vnnd die achte seuhlenn seindt obenn auch gezapffet, in ein grossenn mechtigenn Reiff, vnnd seindt mit dem Reiff alle achte seuhlenn beschlossenn,
Auch zu mittell wegs seindt die seuhlenn gelöchert, Je vier oder funffthalb fuesse ein loch vonn dem anndernn, vnnd seindt da starcke Knebele oder Flöcke darin geschlagenn, darauf rugenn2 die Reiffe, da das wercke mit gefasset, vnnd mit gebundenn ist,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewieder ab, die Pompenn, vnnd alle annder Zihegezeugk1, vnnd brachte es aus dem Bornn vff die meinung das er den Bornn nit mehr üsenn2 wolt,
Sonndernn als er den grundt besehenn hatte, vnnd was sein werck wordenn, So wolle er die schwellenn mit den seuhlenn, vff dem waßer zusammenn bringenn, vnnd also zu grunde sennckenn, vnnd darnach das werck auch im wasser darein setzenn,
Vff Sonnabenndt darnach vff vnnser liebenn Frauwen abenndt Assumptionis, vnnd auch vff den Monntage darnach liesse der Meister die schwellenn, Seulenn, vnd die Reiffe, vnnd was dem wercke gehörte bey den Born führenn,
Desgleichenn auch vff den Monntage nach Assumptionis Mariæ oder nach Deum Clamarem3 daselbst brachte er die Schwellenn in den Bornn, vnnd zappete die seuhlenn darin vff dem waßer, oder der sohle des Bornns,
vnnd am Dinstage Octaua Laurentij sennckete er die schwellenn mit den achten seulenn zu grunde vnnd beschlosse die säuhle obenn mit dem reif oder Lattenn,
Vff Donnerstage darnach vmb die Vesperstunde begundt der meister die Bolenn Inn den Bornn zulassenn vnnd zusetzenn, die arbeit wehredt bis vff Monntage nach Deus in loco, was Sanct Bartholomeus abenndt,
da stundt das werck gemacht, gesatzt, vnnd bereidt, mit allem seinem Bolenn vnnd Reiffenn Innwenndig vnnd außwenndigk ohne das getemme, vnnd ohne die oberstenn Reiffe, die obenn vff dem wercke noch soltenn gemacht werdenn,
Mann fanndt auch bey dem altenn wercke im grunde ein gut fest getemme, vonn gutenn festenn Eichen Bolenn, viereckigk gemacht bey nahe zweyenn1 oder drithalbenn fus weit, vonn dem werck, das man sehr erfreuwet was,
wardt auch furter bas beuestiget, mit Riegelnn vnnd banndenn, das es den Bergk vntenn mit gewalt mocht erhaltenn, vnnd dasselbigk↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegetemme was annderthalb manns hoch vfwarts vnnd einer gutenn tieffe, Inn den grundt gerammet, vnnd bleib vnuerbrochenn stehennde,
bey dem neuenn wercke vnnd dem getemme wardt der grundt gefullet mit Mosse, vnnd mit thonn, hardt zusammen gestossenn vnnd getrettenn, vnnd vff das aller vesteste getemmet,
auch allen hanndt1 als mann also temmete, arbeittete der Meister mit denn Zimmerleuthenn an den abzuchtenn, vnnd raumete vom obenn hinzu, vnd fassete den Bergk, vnnd macht den vmbgang neuwe, mit den Lichtlochernn oder abezuchtenn
der eine Reiff der da der enngest ist, der soltt aller dinge in den grundt Innwendig gelegt sein, gleicher weis als die schwelenn, die bleib vfwarts dreyer fuesse hoch, vnnd wardt also fur das beste erkanndt, als er Inngesenncket wardt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehanndt breidt weitter ist, der ist gelegt vf die schwellenn, vnnd zwuschenn den zwölff reiffenn seindt die Bolenn1 vnntenn in dem grundt gesatzt vnnd ein halben fus tieff Inn den grundt eingerammbt,
darnach seindt die anndernn funf reiff vfwarts getriebenn Je einer vber demm andernn vier oder funffthalbenn fus weidt, vnnd liegenn vf den Pflockenn2, die da in die achte seulenn seindt gemacht, vnnd der achteste reiff beschleusset obenn die seuhle,
vnnd also stehet das werck vnten ennge vnnd obenn weitt, mit achte seulenn vnnd schwellenn befestiget, das es nicht magk vfwartts geweichenn, auch nicht Innwarts getrettenn, vmb der zweyenn reiff willenn, die da vonn Inwendigen dem Bolenn ingestucket seindt,
auch ist dis werck im grunde zweyer fuße lanng weitter dan das alte werck was, vnnd obenn vier fueße weitter, auch vf das werck geweist was3, So werdenn die Reiffe obenn einer vf den andernn gelegt, vnnd also erhöhet.
Wente der meister besorgte des, Wenn der Born zu schwer belestiget wurde, vnnd obenn keinen abganng hette, das dann der Born vnndenn im grundt außbrechen möchte,
Solches der Pfenner viel bestundenn2, vnnd folgetenn dem Rathe, vnnd bedaucht sie also auch nutzlich ohne schadenn vnnd gut sein, vnnd wardt also zu machenn beschlossenn, vonn den Bawmeisternn vnnd Pfennernn vf Montage nach Egidij.
Nun ist der abganng geschickt also, Nach dem als die Sohle im Born am höchstenn gestiegenn ist, darunter tieff eines fußes lanng ist ein loch durch die Bolenn am werke geboret,
vnnd vonn außwenndigk des wercks ist vor das loch geleigt eine Rennenn, Inn ein viereckendt dick eichenn holz gehawenn, vnnd obenn wohl verdecket mit einer eichenn deckenn vonn demselbenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Höchstenn — Lesung des Überschriftworts nicht ganz sicher (Höchstenn/Hochstenn); gemeint ist der Höchststand des Borns
der Pfenner viel bestundenn — Lesung 'viel bestundenn' unsicher; Übersetzung sinngemäß 'billigten viele'
vnnd also lieget die Renne vor dem loche, vf dem thone der sache halber, ob nach vielenn Jarenn sich der thon begunte zusetzenn, das sich denn auch mit dem Thon die Renne setzete vnnd nicht wane wurde darzwischenn,
Wann die Rinne oder ein Bort vornn mitt dem heupt in der Bolenn lege so sich dann der Thonn senckte, das dann zwischenn der Rinnenn vnnd dem thonn ledige vnnd wane wurde, vnnd also durch die luffte die Rinne verfaulete vnnd gebrechlich wurde,
Der Meister meinte auch, ob die sohle tropffte zwuschenn der Bolenn vnnd der Rinnenn, vnnd das also dadurch einsihenn oder gesehegt1 wurde, solches brecht keinen schadenn,
Es haltenn auch die Söder1 in ganntzer erfahrung, das sohlwasser schwerer sey dann wilt wasser, vnnd so wiltt wasser in der sohle vermenget sey, so ist die Sohle vntenn, vnnd das wilt wasser obenn,
vnnd meinenn das also der abganng darzu auch nutze sey, das das wiltt wasser obenn durch den abganng abgehe, vnnd das vnter dem abgannge die pure sohle allein Inn Ihrer guete bleibe,
Ob sich nun das saltzwasser vnnd das suesse wasser so baldt vonn ein schiede, das das ein vntenn bliebe, vnnd das annder obenn, das hat mann nicht trefflich beweisungt2,
Der vmbganngk ist ist3 sechsthalb fueße in seine grunde, höher denn der grundt des Borns, vnnd vfwarts eines mannes hoch, das mann darin möge wanndern, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Söder — Lesung nicht ganz sicher; gemeint sind die Sieder (Salzsieder)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefunff fueße weidt, vnnd in dem vmbgannge Jegenn vnd nach dem Borne1 fanndt mann stehenn eichenn viereckente seulenn, die da reichenn vonn vnttenn ann, bis obenn aus,
darzwischenn stundenn auch lannge eichenn Bolenn, gleich als ein starck eichenn Bretternn wanndt, vnnd durch Ire sterckete vnnd guete ließ mann die stehenn bleibenn,
vnnd ann derselbenn Bretternn wanndt neder, wordenn vonn newes Ingestoßenn vnnd eingeraumet große eichenn Pföle, die ein nicht ferne vonn der anndernn Inn dem vmbgannge,
Desgleichenn auch also Jegenn vber de zwene Pföle3 Jegenn ein annder obenn gedacht mit einem eichenn Balckenn, darauf seindt gelegt grobe eichenn Reiffe zu beiden seittenn,
auch so hat der Vmbganng obenn aus drey Luchtlöcher1 die mann nennet agezuchte, die erst ist vor dem gewelbe, die annder Jegenn dem Berge, die dritt Jegenn dem lichte,
durch welche Lichtelöcher oder agezuchte das gewasser vonn den Tachenn, vnnd auch was vonn sohlenn vf dem Borne vergossenn wirdt ein fall in dem vmbganng vnnd furthann Inn das gewelbt gekart2, vnnd ausgewanndt wirdt, vnnd seinenn ausflus hatt.
Mann fanndt auch in dem vmbgannge zwuschenn dem erstenn vnnd dem anndernn Lichteloch einenn quell der was sohle oder Saltzwasser im flos, all eines armes dicke,
auch daruber in dem anndernn Lichteloch vf die rechte hanndt, vnnd furthann vfwarts fanndt mann einen flus wildes wassers, derselbe enntspringt vber dem drittenn Lichtloch vf die rechte hanndt, drey schrede,
vnd daruber einenn schriedt weidt, fanndt mann das ende des vmbgannges, dasselbe ennde was vnnter dem bestenn balckenn3, zugelegt, mit Buchenn Holtzernn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Luchtlöcher — Erster Buchstabe L/T mehrdeutig; 'Luchtlöcher' (Luftlöcher) nach Kontext, in der Überschrift 'leuchtelöchernn'
gekart — Lesung unsicher; verstanden als 'gekehrt' (geleitet)
vnnter dem bestenn balckenn — Lesung 'bestenn' unsicher, evtl. Schreib- oder Leseform für 'obersten'
Jedoch vf das mann mehre vnnd furter erfahrung gehabenn möchte, So lies mann in fahrenn Jnn die vierte aberzucht1 die da stundt zur linketenn2 hanndt, als mann zum Borne gehet, im gannge,
vnnd ließ die Raumenn vnnd seubernn zubesehenn, ob sie im grunde Jrgenndts einenn vmbganng hette, darbey Probenn vnnd geachtenn kundte, ob der vmbganng in vorzeitenn were fermner gewest,
vnnd das mann die vierte augezucht im gannge zum Borne zu füllenn solt, vnnd verteumenn4, darumb das sie vnntenn keinenn ab=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
aberzucht — Schreibvariante zu ›augezucht‹ (Abzucht); zweiter Buchstabe b/u nicht ganz sicher
linketenn — ›zur linketen handt‹ = zur linken Hand; Buchstabenbestand nicht ganz sicher
nemet — Lesung unsicher; wohl ›niemet‹ (= niemand) oder ›nemlich‹; Übersetzung folgt dem Sinn
verteumenn — wohl ›verdämmen/zudämmen‹; vgl. ›verteumet‹ fol. 41v
Vonn dreyßigk Jarenn bis hiehero, Klagetenn die Söder vber denn Bornn, das die Sohle gering vnnd vnntuchtigk were, vnnd wie das wilde wasser Jnnbreche1 ann der Sohle,
so das viel mehr holtzes mustenn verbrennenn zum Saltzsiedenn, denn sie in vorzeitenn gethann hettenn, Derhalbenn sie nit mochtenn zukommenn, sonndernn beysetzenn mustenn,
des was einer gnent3 Schwellenbergk burger zu Witzennhausenn, sich vermessenn ein kunst zu machenn vor das Gewelbe, darmit er meinte das gewelbe zu ösenn, Nemlich ein Rath mit vielenn Eymerenn,
vnnd mit vieler kost vnnd arbeit wolt der gezeugk vnnd kunst das gewesser nit austragenn, vnnd war gar vmb sonnst geschehenn, kostenn vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Jnnbreche — Wortmitte schwer lesbar; Sinn ›einbräche‹
ösenn — ›ösen‹ = Wasser ausschöpfen; Lesung des diakritischen Bogens ziemlich sicher
Demnach als stettes die Söder klagtenn, vnnd in dem Jare Ao. cccc° lxxx1 verdingtenn sie den Polackenn, als die in derselbenn zeit im Lannde arbeitetenn,
vnnd dasselbe auch also versucht, fiel das gewesser aus dem gewelbe, das mann im wasser vf den Bolen2, bis ein ann seine knie3, konnte gewanndernn, vnd so mochte kommenn, bey das getemme das da ist vmb den Born,
Es sagtenn auch die Jehnenn, die darein stiegen, vnnd gingenn der Born were zubrochenn, vnd die Sohle hette einenn grossenn ausganng, als sie wehnetenn,
vnnd viel geschehenn dings, wie vor ist gnuglich berurt, ruhenn vnnd hierstehenn zulassenn, geschach das als mann das alte werck ganntz hat abgebrochenn, vnnd den Born geöset,
Mann mochte auch keins gebrechs im Borne weis werdenn3, vnnd doch gleichwohl in dem vmbgannge, der augezucht die Sohle gleich als vor Jrem ganng flos in das Gewelbe,
Die anndernn sprachenn Es were die Sohle aus dem Borne, vnnd keme durch die heimliche schliche des grieses vswenndig gestiegenn Jnn den vmbganng der augezuchte,
Es geschach auch darbey der vleis das man die Sohle der adernn im vmbgannge probirte Jegenn die Sohle, die im Borne ist, vnnd wardt erkanndt eintrechtig, gutheit, schmacks vnnd einer substantien on allem vnnderscheidt1,
vnnd das mann kam ann die annder zucht, oder Lichte loch2 Jegenn dem Berge, da mann Je meinete der gebrech sein solte vnnd erschienenn3, da fanndt mann die sonnderliche adernn starck gehenn, vnnd fliessennde,
Das aber die Söder klagetenn, das das wilde wasser in den Born keme, das mochte wohl daruonn kommenn, das das gewelbe mit steinenn meisterlich was zugelegt,
So nun dieselbenn quelle susse wasser tragenn, habenn sich dieselbenn durch heimliche gennge zu grunde geholffenn, Jnn den gries des Bornns, vnnd sich also vermenget mit der Sohlenn im Borne,
Es that auch das bezeichenn, wann das gewelbe nicht seinenn ganntzenn ausflus hat, so das gewesser sich versamblet in den augezuchtenn, denn wirdt mann sichtlich gewahr, das die Sohle im Borne höher steiget,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteangezüchte Ösete1[?], das was die söhle im Bornne also gut, das die söder eintheil bekanndtenn, das sie viel wercke2[?] hattenn gesottenn, ohne alle beiße3, mitt purer Rothe söhle,
Wann aber das gewelbe voller gewässers ist, So tringt das gewaßer zum Bornne zu, vnnd menget sich mit der söhlenn, vnnd daher kommet der söder klage, das die söhle nit gut sey,
wennte sie kommen nicht aus dem Bornne, Sonndern sie seindt auswendige des Borns sonnderliche gequelle, vnnd aigen sich ann mehr enndenn4 der mann nicht bedarff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
angezüchte Ösete — Satzanfang von voriger Seite; zweites Wort trotz Vergrößerung nicht sicher lesbar (Ösete/Öfete?), Anschluss unklar
wercke — Lesung unsicher (wercke/wercker), Zierstrich durch ck erschwert Lesung
beiße — Wortbedeutung unklar, wohl 'Zusatz/Zubuße'
aigen sich ann mehr enndenn — Lesung 'enndenn' (Enden = Stellen) nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derhalbenn bedarf der Bornn auch keines bauens, auch ob die angezüchte vnnd der vmganngk infiele1, oder brochhafftigk werdenn, So kann vnnd magk mann sie wieder machenn, ohne des Borns schadenn, vnnd seiner wercke,
Ehe, hettenn die Pfenner so viel gewust, vonn solchem vnterschiede des Borns, vnnd des auswenndigenn gequelles, So were Ihne am Borne vnnd seine wercke keins bauens noth gewest zuthunde,
vnnd ab dardurch die söhle im Bornn nicht also hoch steiget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
infiele — Lesung einfiele/infiele
Mann bedarff auch sich alzeitt kerenn — Negation ('nicht') fehlt im Original, ist aber vom Sinnzusammenhang gefordert; nach 'alzeitt' gestrichenes bzw. verziertes Zeichen
Innschleuffet — Lesung des Wortanfangs unsicher (Inn-/Imm-), Bedeutung 'einschlieft/einschleicht'
Vff freytagk Sanct Remigen tagk2 wardt der vmbgang bereit vonn den zimmerleutenn, das man den mochte zufüllenn zu ennde, da er wenndt vber der drittenn abtzucht,
Es geschach auch dieweil am Borne bawete, das die söder den gebau versprochenn, vnnd gleich als vor vber die söhle klagetenn, das sie müstenn viel holtzes verbrennenn,
Dardurch auch etliche Pfenner nicht wenig bewegt wordenn, vnnd vmb solches bey ezlichenn glaubhafftigenn Södernn, sich befragtenn, die warheit zuerforschenn,
das sie aber mehr holtzes verbrenntenn, das keme darvonn3, das sie größer werck siedenn, vnnd siedenn müstenn, soltenn sie ihre lade leute bey sich behaltenn,
Vff Sanct Seuers tagk1, Inn der wochen Salus ppli2, Vnnd die achte tage darnach brachte der Meister das gerüste vom Borne vnnd auch das Rath, mit seinenn Eimernn,
vnd der gezeugk gingann, vf aller Sehlenn tagk, vnnd die nacht, vnnd er wardt ganntz vnnzaulich4[?], So das die söder vnnd Giesser darüber clagtenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
vnnd wiewohl solchs dem meister widerig was, demnach also baldt nach aller Sehlenntage müstenn die zimmerleute, die schwengel zu wege suchenn, bereitenn vnnd vfrichtenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteden Pfennern, aber eins denn Bornn zu bauenn, vnnd das sie annsehenn woltenn, wie das erste alte wercke geschickt geweist wehre, als dauonn hieuor stehet, vonn der anndernn Ösunng1 des Bornns,
So magk mann aus beidenn gewerbenn2 nichts bessers erkiesenn, denn das mann die Seuhlenn3 vnnd schwellenn Inmassenn bereitte, als sie Jzundt gemacht seindt,
vnnd darein in den grundt legetenn reiff ein auff denn anndern, verzapffet, bis obenn aus, auff solche masse als Jzundt das werck vonn obenn aus dem Bodenn gleich wordenn ist,
vnnd wann der Born mit einem solchenn wercke gefasset würde, das weret ewiglichenn, mit kleiner Costenn, vnnd ein Jeglicher Zimmerman oder werckmeister kan das↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Ösunng — Lesung des Fachworts (Ösung = Ausschöpfen des Borns) nicht ganz sicher
gewerbenn — frühnhd. Gewerbe = Vorbringen, Antrag; Lesung wahrscheinlich, aber nicht sicher
Seuhlenn — Schreibung unsicher, auch als Seuchlenn lesbar; gemeint sind Säulen
Krömlingenn — Fachwort (gebogene Eichenhölzer); Anfangsbuchstabe K nicht ganz sicher
Es wardt auch berathenn vonn dem Meister vnnd den Pfennernn, das mann solte den vmbganng des Bornns gleich vnnd ebenn machenn mit Thone, vnd darein Plöcke schlagenn, einenn bey den anndernn,
vf das also vf den Plöckenn das wilde wasser, vnnd auch die sohle, die vf dem Bornne vonn den Giessern vfgegossenn wurde, in das gewelbe flusse vnnd nicht stehenn bliebe vmb den Bornn,
Mann ist auch dardurch gewar wordenn, das die gequelle des wildenn wassers, vnnd die ader der Sohlenn, die da in dem vmbgange sich heruor eigtenn, vnnd ergebenn, armes dicke2↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verschlisze der Modt — Lesung von verschlisze (sich verziehen/abnutzen) und Modt (Schlamm, Moder) unsicher
armes dicke — Lesung armes dicke = eines Armes Dicke (armdick); nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedurch das Plockenn schlagenn, vertemmet, vnnd gemindert seindt wordenn, so das sie kaum zweyer finger dick Jeglich besonnder ausfliessenn, vnnd deshalbenn möchtte mann mit trockenn fuessenn vff den geschlagenn Plockenn gewanndernn,
So ist fürbas nach allem gethanenn gebeu keins mehr vber alle noth denn allein, das mann den Sohlgrabenn in wesenn halte, vnnd also tief zu gründe arbeite,
das das gewesser das in dem vmbgange, vnnd auch in dem gewelbe quillet, nicht stehenn bleibe, auch nit zu rücke fliesse zu dem Bornne, sonndernn seinen fall vnnd ausflus im grunde vf den Bolenn1 im Gewelbe Inn den Sohlgrabenn möge gehabenn,
Wann der Sohlgrabe also in wesenn wirdt gehaltenn, So hatt mann vnnd behelt einenn gutenn gesundenn Salzbronn mit vnuermengter sohle Jn Irer naturlichenn Krafft vnnd stercke, ohnne alles wilden wassers vermischunge,
Unsichere Lesungen
Bolenn — wohl Bohlen; Anfangsbuchstabe auch als S lesbar (Solenn)
So hatt Gott in diesem gebewe sonnderliche gnade erzeiget, dargegenn sich wohl geburt sonnderliche danncksagung zum erstenn am zeitlichem gewitter, so des gewitters halbenn die arbeit keinenn vffstoß gelittenn hatt,
Zum drittenn Insonnderlicher Götlicher fursichtigkeit, vnnd bewarunge, So das kein mann oder mennsch seines leibes schadenn hat genommenn, in aller fehrlicheyt, die sich vnter zeitenn begebenn hat,
Als die Pfenner woltenn in dem erstenn zureitenn2 zubauwenn ann dem Salzbronn, da baten die gemeine Burger zu Allenndorff, das sie Ihnenn aus der Stadt Gehölze woltenn bauholtz gebenn, zu dem gebeue des Salzbornns,
Die da vor alter lanngenn zeitten, zu Cassell vonn vnnsernn Herrenn denn Lanndtgravenn vnnd seinenn erbenn, Erbarnn Räthenn zuschenn4 den gemeinenn Bürgernn zu Allenndorff vnnd den Pfennernn gemacht, vertheidingt vnnd ausgesprochenn5 was,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegehorte, vnnd zustehenn solte, vnnd der Stadt gehölze den Pfennernn vnnd den gemeinenn Bürgernn in gemeine zueignen vnd sein solte,
vnnd wenn die Pfenner holzes zu Irem gebeue in den Sodenn bedürfftenn, So soltenn sie bittenn die gemeine Bürger vmb das gehölze, vnnd als dann soltenn die Bürger gütlichenn dero bittenn den Pfennernn nachgebenn, vnnd nit versagenn,
Was nun dieser grosser herlicher Baw des Salzbronns vonn annbeginde bis zum ennde hab gekostet, So ist die Summa aller ausgifft, aus den Registernn vberall zusammenn gezogenn, vnnd gesummiret, Eilff hundert Marck, Siebenn vnnd funffzigk Marck, vierdthalb pfundt1 Neun heller.
Darzu soll mann legenn Meister Curts lohnn zwey hundert vnnd vierenn vnnd dreyssigk guldenn, vnnd auch achte guldenn vor die zwey Malter Korns, vnnd ein schwein, damit der Meister die pfenner vbernam, vber die dittelnn2,
Vonn dieser gebaw wardt gezeuget vnnd anngehabenn vf Mitwochenn, in der vier None4, Inn dem M° cccc° 89. Jare, vnnd wardt volnendet, mit der berechnung, vf dinstagk nach Exaudi secundo6 Inn dem M° cccc° 91. Jare, alse das von↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
sieben=zehenn — Erster Wortteil am Zeilenende sieht wie ‚dreben‘ aus; nach dem oben genannten Betrag (siebennzehenn ℔ funff heller) als ‚sieben‘ gelesen
in der vier None — Lesung und Deutung unsicher; wohl liturgische Wochen-/Tagesangabe (Quatember?); Baubeginn passt zu Bauzeit von gut zwei Jahren bis Dienstag nach Exaudi 1491
volnendet [gestrichen: unleserlich] — Nach ‚volnendet‘ zwei bis drei gestrichene, unleserliche Buchstaben
secundo — In der Handschrift ‚secun=do‘ über den Zeilenwechsel; Deutung ‚darauf folgend‘
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteann begin1 bis zu ennde, hat der baw gewehrett zwey Jar, vnnd ein vnnd zwanzigk wochenn, den Gott wolle volnstendigk bleibennde behaltenn, Zu ewigenn zeitenn, Amenn /
Das Stadt vor dem Gewelbe, das gewesser aufzeugk2, als darvonn hievor berurt wirdt, sonnderlich vonn dem Ösenn des wildenn wassers aus dem gewelbe, das wardt also formirt,
Nemblich hat es vonn der wellenn ann bis obenn aus siebennthalbenn fusse lanng, So, das vberalle, vonn einem ende bis zum anndernn ennde, mit der wellenn gemessenn, vierzehenn fusse lanngete, das ganntz Stadt behilt3,
vnnd darumb das die weitete zu viel wasser fassete, So mochte das SchuffRadt es nicht ertreibenn, vnnd der sache halber↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ann begin — Auch ‚am begin‘ lesbar; zusammen mit dem Seitenübergang ‚alse das von‘ als ‚von Anbeginn‘ verstanden
aufzeugk — Lesung des Wortendes unsicher (aufzeugk/aufzuigk)
das ganntz Stadt behilt — ‚ganntz‘ mit verschliffener Endung; ‚behilt‘ = behielt
Schuff[gestrichen: stell]Radt — Der Schreiber setzte nach ‚Schuff‘ zu ‚stell‘ an, strich es und schrieb ‚Radt‘ am Zeilenanfang weiter; Streichung nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemuste der meister, ann den vier ortenn vom Inwendigk des Stadts, zwenn leiste annegelnn1, vnndt zwerch daruber bretter neglenn, also das das Stadt ann den vier eckenn einer halbenn ehlenn enger wardt,
Dieses Radtes forme vnnd exemplar hat gemacht Hennrich Lower3, zu einem gedechtnisse, vnnd mann findet dieselbige vf dem Brückennthore, nach dem exemplar ein Stadt zumachenn, wann das noth wurde,
Unsichere Lesungen
zwenn leiste annegelnn — Wortformen leicht verschliffen; ‚zwenn‘ (= zwei) und ‚annegelnn‘ (= annageln) nicht ganz sicher
das viereckenndt radt ertreibenn — So die Buchstaben; gemeint ist wohl das viereckige Stad (Becken), das das Schaufelrad nun leerschöpfen konnte – ‚radt‘ hier möglicherweise Schreiberversehen für ‚Stadt‘
Hennrich Lower — Familienname unsicher; auch ‚Louwer‘/‚Lauer‘ lesbar
Dieweil die tage der Mennschenn abnehmenn, vnnd wie der Rauch vergehenn, vnnd ein Jegliche Zeitliche Hanndelung, durch stetlich bewegung1, verfellet vnnd vergessenn wirdet,
So ist es vonn nötenn, das die dinge die bey vnnserenn Zeitenn gehanndelt werdenn, durch gezeugnus der schrifft der gedechtnus der zukünfftigenn mennschenn vnnserenn nachkommenn in schrifftlicher annzeigung zuuerstehenn gegebenn werdenn,
Darumb sollenn wissenn die zukünfftigenn, also wohl als Jzo die Jegennwertigenn, das die altenn gebeude des Salzbronnens2 zum Sodenn3 dieses scheinendenn 1550 Jars vfgebrochenn, vnnd wiederumb vonn newem aus dem grunde gemacht vnnd gefürt,
Damit solchs künfftiglich, ob man wiederumb darann bawenn müste, wisslich sey, Ist solchs dem Durchleuchtigsten Hochgebornenn Fürsten vnnd Herrenn, Herrenn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegen=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stetlich bewegung — auch 'stetliche' möglich; Endung undeutlich
mit allen vmbstenndenn durch mich Jostenn Berkern von Hombergk1, dieser Zeit f. gl.2 mit verordentenn Salzgreue daselbst zum Sodenn für Allenndorff an der Werra,
dieweil Jch vom anfang, sieder Jrer f. gl. des orts vnnd dahin benebenn die gemeinenn Pfenner in Krafft eines derwegenn vfgerichtenn vertrags, gebawett hat3 Inn Jrer f. gl. diennste gewesenn, vnnd noch bin, eigenntlich verzeichnet wordenn,
Damit künfftiglich viel vnnuzenn kostenns vermittenn, vnnd der grundt des Salzbronnens, des mann Jzo kein wissentschafft hat habenn könnenn4, aber Jzo durch diese beschehene bewe5, erfahrenn wordenn, in gedechtnus bleibe,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebronn zun Sodenn1 manngelhafftigk vnnd schadthafftigk wordenn, also das die Söder2 vber gewönlich zeit siedenn, vnnd viel mehr holtzes dann zuuor zu einer Pfanne saltzes habenn müssenn,
Welches etzlich der Roßkunst, so Meister Jörge Behm vom Nürnbergk darauf gesatzt, vnnd ein zeitlang mit pferdenn, die Sohle aus dem Saltzbronn gelanget vnnd geschepffet hat, schuldt gebenn, das er Jörge dann nit gestehen wollenn,
Sondernn mann hat fundenn, Vnnd eigenntlich gesehenn, das das alte faß vor zeitenn, nicht gleich vf den grundt des Saltzbronnens, sonndern vngeferde darauf gesatzt wordenn, dardurch sich allerley wiltt waßer in der Sohlen Inn das faß gezogenn,
Dieweyl aber der ein zeit3 die schwerenn grossenn Kriegsleuffte vnnd hanndelung sich zugetragenn, vnnd auch der Saltzbronn ein zeit abgenommenn, vnnd darnach sich wiederumb ein zeitlanng gebessert,
hat mann mit den gebeuernn4, damit mann mit zeittigem statlichem Rath, vnnd da die Kriegshanndelung möchtenn zufriedenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zun Sodenn — Anfangsbuchstabe S/B nicht sicher zu unterscheiden; auch 'Bodenn' denkbar, Kontext (Sooden) spricht für 'Sodenn'
Söder — Lesung S/B unsicher; 'Böder' (Siedeböden) möglich, aber 'siedenn' als Prädikat spricht für Personen (Sieder)
der ein zeit — Wortlaut unsicher, evtl. 'derenn zeit'
gebeuernn — wohl 'Gebeuen' (Bauarbeiten/Gebäuden); Endung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebracht werdenn, notturfftigk vnnd nutzlich bauen könnte, vfgezogenn, also hat sichs damit verweilt, bis Inns 1547. Jar,
da hochgedachter mein gnediger fürst vnnd herr vf Pfingstenn zu Kayr: Mtt:1 zu Hall in Sachssenn erfordert vnnd gezogen, derselbigenn ein vnderthenigenn fusfall vnnd abbitt gethann,
aber Ihr fgl. ist darin schemdtlich geferdt2, vnnd vber gutenn trauen vnnd glaubenn, betrogenn, vnnd Inn die Kay: Custodien gezogenn, vnnd darin lannge zeit erbermblich vnd schmelich erhaltenn wordenn,
aber nicht desto minder ist Irenn f gl. dieser baw anngelegenn, Habenn derwegenn ann die Fürstlichenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell geschriebenn, vnnd beuelche gethann wie nachuolgtt.
So ist vnnser beuehlch, das ihr mit Rath etlicher Pfenner vnnd annderer verstenndiger Biderleute solchem mangel zu helffenn lassenn vnnderstehet2, dahin alwegen mit vfsehet, das nit vbell werde erger gemacht,
Vff solchem fürstlichem beuelch, Habenn der Herr Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell gemeine Pfenner zu Allenndorff ann der Werra zur hanndelung alher Jegenn Cassell betagt vnnd beschriebenn, desgleich die Beamptenn zum Soden, auch wie hernach volgtt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnns Itzo ein schreibenn nebenn anndern zukommen lassenn, des Datum helt Im Kay: Lager zur Neuenstadt, am 29. des Monats Junij, Itztvergangenn1 darin sfgl.2 beuohlenn,
So soltenn wir nebenn etliche aus euch, so dero dinge verstenndige werenn, darann sein, das solcher Bronn wieder restaurirt, vnnd die menngell wiederumb zur besserung gebracht werden möchtenn,
Darauf so ist in nahmen sfgl. vnnser begere, vor vnns guetlich gesinnende, wollet drey oder vier aus euch verordenenn, die des Saltzwergks gelegennheit vnnd verstanndt habenn,
vnnd vf nehisten Sonntags den 10. Julij alhie Jegenn abendt annkommenn, volgennts tags darnach nebenn vnns von dem,3 zu rathschlagenn vnnd zuschliessenn, wie dem Bronnen zu helffenn werdenn möchte,
Darann geschicht hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnd herrn zugefallenn, So kompts euch allenn auch zu gutenn, vnnd wir seindt euch mit günstigem willenn geneigt,
Unsichere Lesungen
Itztvergangenn — Wortende mit Schnörkel abgekürzt, Endung unsicher
sfgl. — Abkürzung wohl 'seiner fürstlichen gnaden'; Buchstabenbestand unsicher
nebenn vnns von dem, — Wortlaut 'von dem' unsicher
vf nechstenn Sonntagk den 10. dieses Monats Jegenn abendt alhie annzukommenn, vnnd nebenn vnns, wie den gebrechenn des Saltzbronns zu helffenn sein wolle, zu redenn vnnd zu rathschlagen
Dieweil nun die notturfft erfordert, das ihr auch bey solchem hanndell seyet, So ist in nahmenn sfgl. vnnser begere, Ir wöllet als dann auch alhie annkommen,
Vonn wegenn vnsers gnedigenn Herrnn, durch den hern Stadthalter Rudolff Schennck, Lanndtvogt, Doctor Waltter, Henrich Muldener, Jost Bertternn2 den Renndtmeister vnd Salzewardt3 zum Sodenn
Also ist gemeiner Pfenner bedennckenn, dieweil die gebeue vmb den Salzbronn, durch lennge der zeit etwas manngelhafftigk sein köntt, damit man sich dann nit in sorgliche gebeu begebe,
das mann den Tam vmb den Bronnenn offne, vnd besehe, ob manngell da befundenn, köndt mann ein neu fas vnnd Tam darumb schlagen vnd machenn, das dann sonnder grosse beschwerung geschehenn köntte.
Unsichere Lesungen
fürstehenndenn — Lesung des Wortes nicht ganz sicher; Sinn 'bevorstehenden/vorstehenden' Mangel.
Bertternn — Familienname des Rentmeisters Jost nicht sicher lesbar.
Salzewardt — Amtsbezeichnung nicht sicher; wohl 'Salzwart' (Aufseher des Salzwerks).
Chias Cherey — Vor- und Nachname unsicher; 'Chias' wohl Kurzform von Matthias.
Lanndtvogt beschleust mit das der Sohlgrabe gereumbt werde, zum anndernn das verstenndige leute, so sich vff grundt beue, nebenn den Rethenn im augennschein vf einem namhafftigenn tagk verordenet wurdenn, darvonn zu rathschlagenn,
Des Herrnn Stadthalters meinung ist, das der Sohlgrabe vollennt geraumbt werde vfs furderlichst, vnnd dieweil der Tam vmb den Salzbronn manngelhafftigk, das demselbenn furderlich gerathenn, vnnd das Innsonnderheit nach itzigem furhabenndem Lanndtage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
keinenn — Wort mit langem Querstrich durchzogen; als Zierstrich (nicht Tilgung) gedeutet, da sonst der Satzsinn fehlt.
außöse — Lesung nicht ganz sicher; Sinn 'ausschöpfe/auspumpe'.
eh — Kurzes Wort vor 'Meister Jorgenn' unsicher lesbar (evtl. 'es' oder Kürzel); in der Übersetzung unberücksichtigt.
Solches alles ist Jorgenn Behm furgehaltenn, dieweil die Kunst den Bronnenn beschwert, so muste sie abgethann werdenn, Weiße er nun annder mittell, die sohle heraus zubringenn, soll gehort, vnnd Ime darzu geholfenn werdenn,
Vff solche behanndelung ist dieser abschiedt gebenn, das nach diesem itzigenn furstehenndem Lanndtage am Vfies1, der Stadthalter, Lanndtvogt, Johann Nordeck, Heinz von Lutter2, der Baumeister zu Ziegennhain, Henrich Muldener, vnnd annder verstenndige Werckleuthe,
vf einem namhafftigenn tage, Welcher der Stadthalter benennenn wirdet, im augennschein zum Sodenn annkommenn, vnnd vonn solchem manngell wie dem zuvorkommenn zu rathschlagenn.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedienlich, habenn vnnd bekommenn köntenn, Sollen sie vleis annkerenn, die werenn vffm Hain1, Inn oder außerhalb Lanndts, oder ann annderm orttenn,
Dieweil nun die besichtigung vnnd weitter Hanndelung im augennschein geschehenn solle, So habenn die fürstliche Herrnn Stadthalter vnnd Räthe darin den erstenn Septembris daselbst zum Sodenn zu ein tage anngesezt, daselbst sein erschienenn, vnnd ist verhanndelt wie volgtt.
Unsichere Lesungen
vffm Hain — Lesung 'Hain' nicht ganz sicher; wohl Ortsangabe (auf dem Hain).
keme — Wort vor 'Ihnenn' nicht ganz sicher; Sinn 'es käme ihnen ... zum Besten'.
Johann Nordeck, Henrich Muldener, Valtin Schulde4, Jost Berker5, Hanns Geilmann6 Schultheis von Hombergk, Renndtmeister zum Sodenn Johann Bartholmes, Salzwardt zum Sodenn Christoff Hombergk.
Ernnst vonn Bischausenn, Hans Caspar7 von Eschwege, Bernnt vonn Bischausenn, Her Wilhelm Prediger Dechant zu Hilgennstadt, Her Henrich Löber vonn Hilgennstadt.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stzl — Kürzel vor 'Stadthalter' nicht sicher aufzulösen; in der Übersetzung ausgelassen.
Schweinsburgk — Wohl 'Schweinsbergk' — die Familie Schenck zu Schweinsberg.
Beÿneburgk — Gemeint ist die Familie von Boyneburg.
Valtin Schulde — Nachname unsicher, auch 'Schilde' möglich.
Jost Berker — Nachname unsicher; wohl dieselbe Person wie 'Jost Bertternn' auf Blatt 54r.
Geilmann — Anfangsbuchstabe nicht ganz sicher, auch 'Seilmann' möglich.
Caspar — Vorname des Hans von Eschwege nicht ganz sicher lesbar.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJörge Freundt Renndtschreiber zu Eschwege, Johann Schaffnit der Elter, Johann Nidernstein1, Johann Caßelmann, Hanns Meuth, Heinz Meinhardt, Chias Choreÿ2,
Der Herr Stadthalter erzehlt die Hanndelung zu Cassell, vnnd befihlt den verordenntenn der Pfenner beÿ den Pflichtenn, damit sie vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn verwanndt sein,
Nach dem gehabtenn bedacht, sagt Widennstein4 vonn wegk1 gemeiner Pfenner, das die verordenntenn habenn des Herrn Stadthalters erzehlung anngehört, vnnd erkennenn sich ohnn das fur sich selbst schuldige,
Darauf der Herr Stadthalter gesagt, sie habenn zuerachtenn, das dis suchenn nit annders dann dem Handell zu gut, begeret nachmahls diese sachenn zufordernn,
Johann Widennstein erinnert die vorigenn vfgerichte vertrege, vnnd Location, sagenn das sie sich schuldige erkennenn, dem manngell rathenn zuhelffenn, doch das es demselbenn nit zuwieder protestirende, wollenn vnnbeschwert sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitederlich Meister Jorgenn Behm zuuiel geuolgt, ziehen sich auff den augennschein, vnnd thun dem Bornn schadenn, dann die altenn habenn vf das alte fundament, das neue fas gesezt, vnnd vfgestosenn pfele, zweÿ fasse1 seindt mit Thonn verstopfft,
Zuuorkommenn demselbenn, Woltenn sie einfeltiger weise sagenn, nach dem das fundament noch gannz, das der Tham wurdt ausgenommenn bis auf den grundt, als dann wurdt der schade gesehenn,
Darauf anntwort der Herr Stadthalter, dieweil der mehrenntheil beruhet vf dem augennschein, Wollenn sie nach essenns zeitlich hinaussenn zum Sodenn4↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zweÿ fasse — Lesung „fasse“ (Fässer) nicht ganz sicher, auch „faste“ denkbar
erschell — Wortform unsicher; wohl „erschellt/erschüttert“
kannt — Lesung unsicher, „kannt/konnt“ (= könnte)
zum Sodenn — „zum“ auch als „zun“ (= zu den) lesbar
vnnd sagt Johann Widennstein1, das sie den Salzbronnen heutigs tags noch freÿ vnnbeschedigt fundenn, allermassenn der in vberliefferung vnnd annfanng der Location gewesenn seÿ,
dann er denn mit dem mas darann der Bleÿ vnnd federnn stein2, vnnd sie solch mas zu der zeit genommenn gemessenn, Welch mas die Pfenner beÿ sich behaltenn,
Nach beschehener heutiger besichtigung, habenn sich Stadthalter, Lanndtvogt, Heinz vonn Lütter4, Nordeck, vnnd wir vnns vnnderredt vnnd enndtschlossenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Widennstein — Anfangsbuchstabe mehrdeutig, auch „Niedennstein“ lesbar (zweimal auf der Seite)
der Bleÿ vnnd federnn stein — Lesung und Sachbezug unsicher; wohl Blei(lot) und Federstein am Messmaß
gefult [gestrichen] — Nach „gefult“ ein kurzes, doppelt durchstrichenes Wort am Zeilenende, unleserlich
Heinz vonn Lütter — Name mit Zierstrich durch tt; wohl Heinz von Lüder, Statthalter zu Kassel
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Heinrich Müldener2, Jost Becker1, vnnd der Rendtmeister der Pfenner Salzgrebenn, nachuolgennde meÿnung annzeigenn sollenn, sich darauf zu vnnderredenn, vnnd morgenn zeitlich anntwort zugebenn,
Erstlich sehenn Stadthalter vnnd Räthe fur nüzlich vnnd gut ann, das der Sohlgrabe vom vnnten herauf bis fur das gewelbe gannz zu grunde geraumbt vnnd gesaubert werdenn soll, also das das wasser aus dem gewelbe sein ausflus vnnd fall habenn könne.
Zum anndernn das darnach derselbe sohlgrabe vom Karmeberge3 ann bis vors gewelbe mit dielenn vnten vnnd vf beidenn seittenn gefuttert, vnnd gefast werden soll, Inmassenn Jzo ein Stutenn4 zur proba gemacht ist,
Vnnd wann der Grabe gesaubert, solt das wasser 14 tage aus dem gewelbe fliessenn, vnnd da es sich dann mit dem siedenn nit bessert, so solt mann ein probwerck siedenn, damit mann Innenn werde, wie es ein gestalt darumb habe.
Zuuor vnnd ehr sie vf das anntragenn anntwort geben wollenn sie anngezeigt habenn, dieweil gesternn Christof vnnd Meister Jorg mit redenn zusammenn kommen2, das einer den anndernn Jzigs schadenn vhrsach zusein, beschuldigt,
Ist abgeleint das Christoff mit vfreumung des grabenns keinenn schadenn gethann, vnnd da dem Bornn solt schadenn geschehenn sein, als mann doch nit hofft, So müste es der schwere der kunst gethann habenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenselbenn nit wissenn zuuerendernn, doch das der Grabe nit tieffer denn das gewelbe ist, ausgefurtt werde, Dann wann er tieffer gemacht wurde, keme dem Salzbronn nit zugut, so fielle er auch destomehr Inn,
Den drittenn habenn sie ein gros bedennckenn, dann vom Berge her ist nit souiel wassers als vonn der Werra herkommenn ist, wie mann in sezung des kunstkastenns gesehenn hat, Ist in vorzeitenn der vhrsach halbenn auch verpliebenn,
Heintzenn Lutters Rath ist, Wann flude seyenn, das dann furs gewelbe ein Tam geschlagenn werde, vnnd soll das wasser was aus dem gewelbe kömpt, mit ein tag Haspell ausgezogenn werdenn,
Zum anndernn das die Bawleute zur kunst sollenn mit bestellenn, Habenn sie Jzo niemanndts, dann Meister Hansenn, darauf der Herr Stadthalter den bescheidt gebenn,
Dieweil der Baw am Sohlgrabenn nit allein Jn zeit der Location, sonndernn auch hernach Ihnenn zu gut kömpt, soll sie4 den grabenn mit bawenn, vnnd allenn vnkosten zum halbenn theil tragenn vnnd geltenn helffenn,
Dargegenn die Pfenner protestiren, Wollenn aber die Ein hundert guldenn schuldenn hievor hiever2 vnnserm gnedigenn Herrnn gewilligt entrichtenn, die sie noch zum Sohlgrabenn zubawenn schuldigk sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesampt gemeinenn Pfennernn verordenten, den Salzbronn, vfs niedrigste ausösenn lassenn, Vnnd darnach die nachbenente Werckleute, das im bronnenn besichtigenn lassenn,
Hat sich nachmahls wie zuuor fundenn, das, das das fas im grunde, ann etlichenn ortenn, hole vnnd wans1 ist, wie sie die Werckleute abgehort sein, vnnd hernach verzeichnet ist.
Es hat auch Meister Jorge die bede Rörenn2 zugleich müssenn gehenn lassenn, damit mann sehe, wie sehre die kunst bewegt werde, am Salzbronn vnd Bodenn3,
Hanns vonn [gestrichen: Frannckfurt]4 der Steinmez ist gefragt wie er das werck des Salzbronnens befundenn, Ob Jorgenn kunst dem Bornn schedtlich sey oder nit, vnnd wie dem zuhelffenn sey,
Sagt das werck sey dem Bornn schedtlich, so sey das werck vnntenn zubrochenn, vnnd were sein rath, das der Born erst mit holzwergk, vnnd darnach darumb her mitt steinenn gefast wurde,
Sagt auch das vf der seittenn Jegenn dem kunsthaus, das meiste wilde wasser in Salzbronn feldt, Darumb soll mann zwölff pompenn1 Inn Bornn sezenn, vnd den ausösenn, damit mann den grundt sehen könte,
Meister Annthonius Baumeister zu Ziegennhain, sagt vf des Stadthalters fragt, ob die kunst dem Borne schadenn thue oder nit, vnnd wie dem Bornn zuhelffenn were,
Die kunst sey dem Borne nit nuzlich, dann der Born sey mittenn nidrigk, vnnd das fas vf etlichenn ortenn ledigk, hab die kunst mit den schleuchenn ausgezogenn,
Der den Bornn gebauwet hat, der hat den vf den kies2 gesezt, Darumb must mann kunst sezenn, das der Bornn ausgeöst wurde, Damit mann dem Bornn vf dem Bodenn sehenn konne,
Der Thonn sey vnnfleissige3 hinein kommenn, sey klomperchtige4.
Unsichere Lesungen
zwölff pompenn — Zahlwort zwölf; Lesung ziemlich sicher, aber auffällig hohe Zahl
kies — Anfangsbuchstabe k/b nicht ganz sicher; 'Kies' nach dem Kontext (Brunnengrund)
vnnfleissige — Lesung unsicher; verstanden als 'unfleißig' = nachlässig
klomperchtige — Wort mit langem Querstrich – wohl Zierstrich/Unterstreichung, keine Tilgung; Lesung klomperchtige/klemperchtige, verstanden als 'klumpig'
Heinz vonn Lutter sagt, das in Lothringenn viel Salzwerck sein, die liegenn gemeinlich im gemohr3, Hab Balthasar Merz, vnnd Meister Kunz der Zimmermann besichtiget, vnnd vielleicht, darauf verzeichnus gemacht,
Meister Hanns Güldennzopff vonn Freunbergk4[?] sagt, es thue vonn nötenn, das der Bornn Neue gefast, vnd diesenn winter darzu alle bereitschafft verschafft5 werde,
wintter, die Östenn1[?] dem Bronn, vnnd könndt man gleichwohl siedenn, Wann der Bronn zu grundt geöst2 wurde, könnt mann vonn den adernn redenn, Wann die Salzadernn noch geringer were als diese, so könnte mann es durch die waßer Schechte Jnnenn werdenn, vnnd die gepüre rechte adernn findenn, Wann mann die rechte adernn findenn will, so muß mann seiner natur nachvolgenn, dann gewiß, das die rechte Sohle in einem sonndernn gehenße3[?] gehe, Die taubenn am faß des Salzbronns sein etlich scharff Kann nit befindenn, das Jzige Kunst dem Bornne schadenn thue, dann die schleuche nit vffm Bodenn oder grundt stehenn, Meister Hanns Wezell4 der Zimmermann sagtt, wann diese Jzige alte faßung bleibenn sölte, das mann die ader so aus dem faße bliebenn ist, Jnnsonnderheit gefast wurde, Jnnwenndigk vnd auswendigk, Der Bornn ist vnntenn viel enger dann obenn, vnd wan
Unsichere Lesungen
Z. 1: Östenn — Ostern oder Osten unklar
Z. 3: geöst — ösen = ausschöpfen, Lesung wahrscheinlich
Vff solche abhörung vnnd bericht ist geschlossenn, das der Tam1 vmb den Salzbronn ein achtennteil vf ein mahl vfgethann, vnnd dann vonn neuwem außgetembt2 werde, vnnd also gar vmbhero kann ohnn alle beschwerung geschehenn,
das haus vffm Borne abthue, vnnd den stall hinder sich rucke, auch im Salzbronn vnter die schleucht ein kastenn mache, doch das er nit vf den Boddenn rucke,
Wo mann den Bornn vfreist, soltt mann es wohl böser machenn, darumb vonn nötenn den Bornn gar auszuösenn, könnte mann die adernn erkennen vnd den manngell sehenn,
Unsichere Lesungen
Tam — Anfangsbuchstabe nicht ganz sicher (T/S); dem Sinn nach Damm um den Salzbrunnen
außgetembt — Lesung der Buchstabenfolge -embt gesichert per Zoom; gedeutet als ausgedämmt
geseztt — Satzanfang fehlt (steht auf der Vorseite); Zierstriche durch tt
Vonn solchenn gepflegtenn hanndelungenn hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrn mit wissen des Herrnn Stadthalters Inn die schwere harte Custodien1, schrifftlicher bericht geschehenn ist, Innhaltenndt, wie volgett.
Dem durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnd herrenn Herrn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Cazennelnpogenn etc. vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn
Durchleuchtiger Hochgebornner furst, E. F. G. sein vnnser vnderthenig, schuldige, vnnd gannz bereitwillige diennste alzeit zuvor, Gnediger furst vnd herr,
Wiewohl wir bisdaher, vonn einer zeit zur anndernn E. f. gl. erledigung vnnd heimkunfft, mit herzlicher vnnd hochster begir gehofft, vnnd noch teglich hoffenn, Innsonnderheit dieweil die Capitulation articul alle volnzogenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegros herzlich mitleidenn tragenn, vnnd doch vnns die eußerste noth tringt, ann E. f. gl. diesenn schrifftlichenn bericht gelegennheit des Salzwercks halbenn zum Sodenn zuthun,
Hettenn aber weis Gott E. f. gl. zu Irer Jzigenn großenn vnnd eußerstenn beschwerungenn, gernn damit verschonnt, So habenn wir es doch lennger nit vmbgehenn, noch vfhaltenn konnenn, vnnd helt sich also,
E. F. G. habenn verschienenn den 29. Juny dis Jars aus dem kaÿ: Lager zur Neuenn stadt1 ann derselbenn Stadthalter vnnd Räthe alhie zu Cassell, des Salzbronns halbenn zum Sodenn also geschriebenn,
Dieweil E. f. gl. für Irem abreisenn befundenn das der Salzbronn zu Allenndorff ann der Werra manngellhafftigk, so seÿ E. f. gl.2 das sie Stadthalter vnnd Räthe, mit Rath ezlicher Pfenner vnnd annder verstenndigenn biderleuthe, solchem manngell zuhelffenn vnterstehenn sollenn,
vnnd sein vonn E. f gl. wegenn derselbenn Stadthalter, Lanndtvogt, vnnd Doctor Walther, E. fgl. amptknechte dhin Sodem1 vnnd wir beyde bey solcher handelung gewesenn,
also ist desmahls geschlossenn, Dieweil die Söder für vnnd für klagenn, vnnd doch im Pfenner buche stunde, das mann Irer klage nit leichtlich glaubenn gebenn solt,
Das nach dem gehaltenem zu der Zeit am schieste3[?] für die Kay:5 Commißarien bestimptenn Lanndtage der Stadthalter, Lanndtvogt, Nordeck, Heinz von Lutter4, vnnd annder verstenndige werckleute
Mittler Zeit solt der Sohlgrabe bis furs gewelbe, wie wir dann desmahls albereit für diesem tage in arbeit warenn, so viel es mennschlich vnnd muglich geraumbt werdenn,
vnnd Ich Jost mit dem leztenn gelde Kayr: Mayt:3 zu enndtlicher enndtlicher2 enndtrichtung der Capitulation articul zuliefernn gein Speyr geschickt wordenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezukommenn der Stadthalter zu Cassell, Lanndtvogt, Heinz vonn Lutter, Johann Nordeck, Valtin Thulde1, vnnd wir beide sampt E. fgl. ampt knechten zum Sodenn,
vnnd nach vielen langen hin vnnd wieder gehaptenn redenn, geschlossenn, das der Salzbronn solt vfs aller niedrigst ausgeöst, vnnd darnach besichtiget werdenn,
darnach seindt vonn E. fgl. vnnd gemeiner Pfenner wegenn, Ich Hienrich Muldenner3, Johann Niedennstein Burgermeister vnnd der Pfenner Salzgreuen zu Allendorff mit sampt vier Werckmeisternn, als nemblich Meister Hanns vonn Franckfurth Stein↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemetz, Burger zu Hombergk Jnn Hessenn, E. f. gl.1 Bawmeister zu Ziegennhain Anthonius, Meister Hanns Guldennkopff vonn Weynmar Jn duringenn, welcher mehr Saltzwercke gebawet, vnnd dann einen Zimmermann Hanns Wizell genanndt,
so E. f. G. etlich Jar Im Bodenn ann allerley bewenn gearbeit, Inn den Saltzbronn zu grunde zusteigenn, vnnd allen manngell zubesichtigenn, verordennt wordenn, dem wir dann also gelebt vnnd nachkommenn sein,
Da habenn wir eigenntlich vnnd augennscheinlich befundenn, das das fas im Saltzbronn vffm grunde, auch der Tam2 mangellhafftigk, vnnd wir habenn vnter dem fasse hin Inn den Tam mehr dann einer ehlen lanng greiffenn könnenn,
Habenn die Pfenner den Saltzbronn mitt einer Wardeln oder Leynenn, darann Bleyenn Zeichl4 vnnd feddern gehanngen, Inn die Höge tieffe, weitte vnnd lennge, Inn vnnd auswenndigk zumessenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
E. f. gl. — Abkürzung mit Schlaufenbuchstabe; Auflösung als 'Euer fürstlichen Gnaden' aus dem Kontext (Bericht an den Landgrafen), Lesung des ersten Buchstabens nicht ganz sicher
Tam — Anfangsbuchstabe T mit Querstrich; auch Lesung 'Cam' (Kamm) denkbar, gemeint ist der Damm um das Brunnenfass
artts — Wohl 'orts' gemeint (des Tages und Ortes); Vokal sieht wie a aus
Zeichl — Wortende undeutlich; wohl bleierne Zeichen/Senkbleie an der Messleine
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd darnach durch Niedennstein1, den Herrnn Rethenn2 sagenn lassenn, das sie den Saltzbronn des tags, allermassenn wieder in vberliefferung zu annfanng der Location, das in verschienenem 41. Jare prima Maij gewesenn, noch vnbeschediget fundenn,
Das aber der Bodenn am grunde ann etlichenn orttenn etwas tieffer, dann das fas sey, kam daher, das die Altenn vonn Jar zu Jar den Saltzbronn gesaubert, vnd viel kodt, kies vnnd steine daraus geraumbt habenn,
vnnd sey des soviel heraus gelanngt, das der Saltzbronn Jzo damit gefult konnt3 werdenn, dadurch dann vnter dem fasse vnnd Tamme hero sich wohl konnt wilt wasser Inngeschleiffenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedesmahls nit muglich, das der Saltzbronn konnt oder mochte nidriger, dann einem ann sein knie, geöst vnnd gewaltiget werdenn, dringenn mit aller gewalt durch den kies heraus, das wir alle sehr erfreuet wordenn.
Darnach hat mann sich vonn allenn theilenn notturfftlich vnnderredt hin vnnd weder, wie vnnd welcher gestalt solchem manngell sonnder nachteil, vnnd das mann nit vbell erger machte, gerathenn, vnd geholffenn konnte werdenn, gerathschlagt, vnnd desmahls enndtlich dahin geschlossenn, vnnd verabschiedt,
Dieweil desmahls im Sommer mercklich vnnd grosse durre dieser Lannde art gewesenn, dadurch gemeintlich1 viel vnnd schier alle Bornne vertrockenet, derwegenn dann zuvermutenn gewest, das die Sohle auch im Saltzbronn nit so starck vnnd gut als zuvor sein mochte,
Wie dann in allenn Laubrosenn2 Jedes Jars geschicht, vnnd doch hernach wann die gebirge wieder voller wasser werdenn, sich die Sohl auch wieder gebessert habe,
vnnd solt doch mitler Zeit der Sohlgrabe ausserhalb den Bodenn vonn vnntenn herauff bis fur das gewelbe am dem orte, da E. f. gl. fur zehenn Jarenn, als der erste vertragk wardt vfgericht, die Soder1 schepffenn ließ,
ganntz zu grunde vollennt geraumbt, vnnd gesaubert wordenn, also das das wilt wasser aus dem gewelbe, einem abflus vnnd fall habenn könte, damit vmb den Saltzbronn ganntz vnnd gar kein wasser stehenn bleiben muste,
Vnd wann der Sohlgrabe also gesaubert, vnnd der abfall erlanngt wurde, solte das wilde wasser vierzehenn tage, aus dem Gewelbe fliessenn, damit mann sehe, ob sichs mit dem siedenn bessernn wurde,
Darnebenn ist auch im Rath beschlossenn, wo mann furm gewelbe ein abfall, der dem ganntzenn Saltzwergk hoch vnnd sehr tröstlich vnnd nutzlich were, erlanngen könte |: den doch die altenn nie gehabt habenn :|
Also hat mann Gottlob den 8. Octobris den abfall vor dem Gewelbe ein fus hoch erlanngt, das die altenn da sie schonn allerley künste gebraucht, nie gehabtt habenn,
Darnach habenn wir vierzehenn tage verzogenn, zu sehenn, ob sich das siedenn bessernn wolte, auch bis auf Martin1 gewarttet, das das gebirge zimblich wasserig wordenn ist,
da habenn wir befundenn, das die Söder etliche stunde weniger dann zuuor gesottenn, aber doch siedenn sie vber die vorige Zeit, vnd bleibenn auff Irer klage,
dieweil der Salzbronn solt vnnd must gebauwet vnnd gebessert werdenn, vnnd E. f. gl. doch solchs nit allein zuthun hette, sondernn die Pfenner mit rathenn, vnnd willigenn mustenn,
So aber wir oder vnnsere Erbenn ann Vestunngenn1, desgleichenn am Salzbronn etwas newes bauwenn, vnnd die Pfenner Ire Erbenn oder nachkommenn darzu gebrauchenn woltenn,
Doch soll den Pfennernn hierin vorbehaltenn sein, So sie befindenn wurdenn, das dieselbenn gebeuwe Ihnenn oder dem Salzwergk gefehrlich, nit diennlich, oder sonnst beschwerlich vnnd vnntreglich sein woltenn,
Vff solch anntragenn habenn der Pfenner Salzgreuenn Zeit begert, das ann gemeine Pfenner gelanngenn zulassenn, So woltenn sie vnns in kurzem derselbenn gemüte annzeigenn,
als habenn sie alle furnembste, auslendische vnnd annder Pfenner vf Jzo nehistverschienenem2 Nicolai gein Allenndorf beschriebenn, da wir auch erschienenn,
vnnd Irer enndtlichenn anntwort, Da mit man solchs in der eyle ann E. f. gl. gelanngenn lies, vnnd sich in der Zeit mit zubereitung zum baue schickenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Vestunngenn — Lesung V/B am Wortanfang nicht ganz sicher; Sinn: Befestigungen
Jzo nehistverschienenem — Wortfolge (Jzo = jetzo) und Endung unsicher
Es habenn aber vnns der Pfenner Salzgreuenn1 den 12. Decembris die anntwort gebenn, das die auslenndischenn Pfenner des mahls aller aussenn bliebenn, vielleicht aus vhrsachenn, das der zeit alle wasser dieser Lanndtart vber aus sehr grob vnnd fluetigk gewesenn, das niemanndt hab wanndern könnenn,
Sie woltenn aber alle auslenndische Pfenner, dieweil die das meiste ann Irem Salzwercke habenn, zu stundt vf nechstkünfftige Weynachtenn wiederumb gein Allenndorf zukommenn beschreibenn,
der zuuersicht, sie wurdenn erscheinenn, vnnd was sie sich als dann enndtschliessenn, vnns vfs furderlichst zuuerstendigenn, des wir dann gewarttenn müssenn,
Wo sie dann zum Baw oder Je zum wenigstenn den Tam vmb den Salzbronn hero zu renouiren, vnnd zu ernewerenn willigenn, so will vonn nötenn sein, das E. fgl. leute darzu verordtnen, die der sachenn vnd bawenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Salzgreuenn — Lesung des Anfangsbuchstabens (S) nach Kurrent-Duktus; gemeint sind die Salzgräfen
E. fgl. — Abkürzung für 'Euer fürstliche Gnaden'; erster Buchstabe im Duktus zwischen E und L
Es habenn auch die Herrenn Jorgenn Behmenn des Bornmeisters kunst, so er zu ausbringung der Sohl vffm Salzbronn gebraucht, besichtiget, vnnd dauonn mit den Pfennernn gerathschlagt, Ob die kunst dem Salzbronn schadenn thun könnt, oder nit,
Dieweil aber die Last vfm Tamme des Salzbronns gestanndenn, So hat mann Ime zugelassenn, etlich strebenn zumachenn, die so lang werenn, das sie vber den Tham reichenn, vnd denn last vfm Bornn gebenn2, Welche sein kunst tragenn solte,
Vnnd das er solchs vor Michaelis, da das siedenn nit strennge were, vfrichtenn solt, damit er sich dann geseumpt, vnnd solches erst Martini, da das siedenn am strenngstenn war, vfrichtenn wolt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehett, vnnd auch das solchs alsbalde der Salzbronn gebauwet, wieder must abgethann werdenn, So haben wir Ime das dieser Zeit vfzurichtenn nit gestattenn wollenn,
Auch gnediger fürst vnnd Herr, E. fgl. habenn auch den gewesenn Pfarher zum Sodenn verordent, das vierdt Wardt Register1 gegenn den Renndtmeister zuhaltenn,
Vnnd ist darumb vonnötenn, das E. fgl. vf eine Personn trachtenn, der E. fgl. gleubenn, vnd der ann den ort bey die Söder2 diene, dieweil sie teglich vom laster des sauffenns gestrafft vnnd abgehalttenn wollenn sein,
vnnd wardt auch vonn beidenn theilenn geredt, das da mann den Salzbronn bauwenn wolte, solt nüzlich vnnd gut sein, das mann vmb den Salzbron hero, funf oder sechs Bodt2, dieweil mann doch dero die mennge hette, abthun vnnd raum machenn solt,
als dan könnt mann den Salzbronn, wie er Jzo ist, stehen lassenn, vnnd alles wildt wasser, was darumb her Jnnfelt, Jnn den Solhegrabenn sonnder alle beschwerung abführenn,
Dann warlich, wie E. fgl. zurathenn, derselbenn vnnd dem gantzenn Lannde viel vnnd mercklich daran gelegenn sein will, Innsonderheit dieweil die Altenn solchenn Saltzbronn nie recht zugrunde gefast habenn,
So weis Gott das wir beide vnns solcher sorglicher schwerenn grundt bewe, nit verstehenn, So seindt auch in diesenn E. f. gl. Lanndenn dergleichenn gebewenn nit furhanndenn gewesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteanrathenn, vnnd den Baw dermassenn verordenen, das er rechtschaffenn, stadtlich, vnnd bestenndigk furgenommenn, vnnd außgefurt wurde, dann wir vnns bisdahero beholffenn habenn, wie wir gekont habenn,
Ewer f. gl. wollenn wir auch in vnderthenigkeit darnebenn nit verhaltenn, das wir dis Jars soviel muglich gewesenn, mit dem siedenn anngehaltenn habenn,
das dennoch, wiewogl in diesem Lanndenn kein mast1 gewesenn, vnnd auch der manngell des Saltzbronns furgestanndenn, E. f. gl. einenn zimblichenn gutenn gewinst habenn werdenn,
Wir gebenn euch gutter meinung zuerkennenn, Das wir gesternn in erfahrung kommenn sein, wie der Meister vom Creutzbergk1, so ihr Jüngst mit euch zu Allenndorff gehapt,
Darauff er Jörge geantwort, er wiste selbst wohl, das sein Itzige kunst dem Saltzwerck schedtlich sey, er wolle es aber darumb nit anntzeigenn, damit die Herrnn dester ehr den Saltzbronn vfbrechenn, vnnd denselbenn bauen mustenn,
Als dann wurdt er Bawmeister sein, vnnd versehe sich er wolte auch zum Pfenner werdenn, das er ein gantze Pfanne, oder Je zum wenigstenn ein halbe Pfanne zum Bodenn dauonn bekommenn wolle,
Dieweil er Jorge nun bis daher fur vnnserm gnedigenn Herrnn eigner Person, Stadthalter, Rethenn, den Pfennern, vnns vnnd anndern, alwege gesagt, die kunst sey dem Saltzbronn nit schedtlich, aber nunmehr das wiederwertige, vnnd vnnser klage selbst bekanndt haben↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Creutzbergk — Ortsname unsicher; wohl Kreuzberg (an der Werra), auch ‚Crentzbergk' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesoll, Damit wir dann allenntheilenn zu gut die warheit erfahrenn, So ist vnnser freundtlich bitt, Ihr wöllet zu stundt ann berurtenn Meister vonn Crentzburgk2 zu euch fordernn,
Vnnd was ihr hierin vom obberurtem Meister vom Creutzburgk bericht werdet, das wollet vnns bey eigner botschafft vfs eylenndts alhier in schrifftenn verstenndigenn, vnns darnach Jegenn Ime Jorgenn zuhaltenn wissenn,
Folgenntts habenn wir die Saltzgreuenn vom wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn mitt der Pfenner Saltzgreuenn, vnns vom erbawung des Saltzbronns allerley vnnd notturfftige3 vnnderredt, vnd Ir bedenncken auch schrifftlich gebettenn,
Den Erbarnn vnnd fürnehmen Henrich Muldenern vnnd Jostenn Berbernn Saltzgreuenn des Saltzwergks, vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vor Allenndorff ann der Werra, vnnserm gutenn Gönnernn,
Diese der Pfenner schrifft, Ist durch vnns beide obgenantenn zu stundt an den Herrnn Stadthalter, Lanndtvogt, Doctor Walthernn3, vnnd Doctori Günterodenn Cantzlar anngezeigt vnnd furgelesenn wordenn,
vnd daruf nach gehaptem bedacht fur gut anngesehenn, vnnd den bescheidt gebenn, das der Lanndtvogtt vnnd wir beide nechst donnerstags den 19 Januarij gegen abenndt zu Allenndorff Jnnkommenn,
Nach dem ihr des Saltzbronns halbenn mit vnnserm Saltzgreuen hiebeuor allerley vnnderredung gehapt, vnnd fürnemlichenn anngezeigt, Wie derselbige ein zeitlanng mergklichenn abgenommenn,
vnnd das sich die Meisterknechte zun Sodenn1 derwegenn beklagenn, die sohle sey nitt so gut, als sie zuuor gewesenn, vnnd so ganntz geringe, das sie ann Jr enndtlichs verderbenn lennger nitt siedenn köntenn noch mögenn,
Dann sie müstenn zu einem wercke oder Pfannenn Saltzes bey nahe souiel holtzes verbrennenn, als sie zuuor gethann habenn, vnnd wann sie gleich allenn vleis im siedenn anngewenndet, konnenn sie mit aller mühe, kaum drey virtell Saltzes ausbringenn,
Vnnd ob nun wohl die knechte hiebeuor zu mehrmahlenn, des siedenns halbenn ohne grundt geclagt, vnnd das Jhnenn derwegenn Jres anngebenns zu Jederzeit nicht wohl gleubenn2,
Dann es steige die Sohl im Bronnenn nicht so hoch als sie zuuor gethann, Zu dem befindenn sich im grunde des Bornns etliche löcher vnnter dem fasse, Zwischenn den Bolen vnnd dem getenne1,
das zubesorgenn, die sohle habe zwischenn dem fasse, vnnd dem grunde des Bornns einen ausflos, vnnd wiederumb das Wilde wasser einen einflus Jnn denn Bronn gewonnenn,
Wurde es nicht alleine vnnserm gnedigenn furstenn vnnd hern zu Hessenn, Sonndernn auch gemeinenn Pfennernn vnnd der ganntzenn Lanndtschafft, mergklichen schadenn vnnd nachteil geberenn,
Vnnd wiewohl nun Meister Jörge Behm mangell auch der knechte klagenn, vnnd annder zukommender fare, des Bornns, zuuorkommenn, einenn anndernn Baw vber den Bronn vfzurichtenn, anngegebenn vnnd zugerichttet,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteetliche mehr gebeue, sonnderlich die wasser kunst fur dem Gewelbe, mehr zu seinem vortheil, dann zu furderung des Saltzwercks vfgerichtet, alles mitt grossem vnnd ganntz vergeblichem vnnkostenn, vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnnd gemeiner Pfenner,
Sonndernn es wolle auch euch vnd gemeinen Pfennernn gebürenn, das ihr anngeregtenn manngell des, Saltzbronns vnnd klagenn der knechte mit vleis nachdenncketenn1,
Dieweil aber gedachtte vnnser Saltzgreuenn für Jre Persohn, ohne vnnserm beuelch in so wichtigenn sachen des Bronns etwas vonn sich zusagenn, bedennckenn gehapt,
Habenn sie eurem beuelch nach oberzehlte menngell vnnd gebrechenn, mit allerley weitterm vnnd notwenndigem mehrem1[?] bericht, vnns nach der lennge anngezeigt,
das vnnser gnediger herr alle gebeue, vnnd schlebwergk3[?] im Saltzbronn, Sohlgraben, Bodenn, Jnn vnnd vmb die Sodenn, vnnd allem was darzu gehörigk, die zeit der Location in wesenntlichem baue, vf Jrer f. gl. kostenn ohne zuthun gemeiner Pfenner erhaltenn sollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedingenn bedingt habenn, das wir mit alle dem, so wir vnnderthenniger treuer meinung, obanngezeigter gebrechenn halbenn, vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeiner Lanndtschafft vnnd vns mit zum bestenn2, annzeigenn werdenn,
Das wir damit der Location, vfgerichtenn Furstlichenn vertregen, vnnd allem anndernn vnnsern gerechtigkeitenn nichts zuwiedder gehanndelt, oder Jchts dauonn begebenn habenn wollenn, darvonn wir vnns offenntlich bedingenn,
So seindt wir doch ohnne das der vnnderthenigenn treuenn neigunge, das wir durch Göttliche verleyhung vnnd erfahrung etwas verstundenn oder wüstenn, damitt den furstehenndenn gebrechenn des Saltzwercks möchte vorkommenn vnnd geholffenn werdenn,
dasselbe nicht allein vnns1[?], sonndernn auch hochgedachtenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeiner Lanndt=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnns — Wort nach 'nicht allein' schwer lesbar (vnns/vmb); dem Sinn nach 'uns'
mit zum bestenn — Wortfolge 'vnnd vns mit zum bestenn' auffällig, aber so im Original
vnnd auch zum vnnderthenigstenn gebettenn, das der gebrauch des Sohlenn ziehenns mit den Eimernn, wie vonn alters herkommenn, bleiben möchte, auf das der Bronn durch anndere geferliche kunste vnnd gebewe, nicht vberlestiget, noch verderbt würde.
Wollenn wir zweiuels ohnn sein, Es solte der Bronn in solchen abbruch, wie er Jzo durch vervhrsachenn2[?] der geferlichenn gebew, so vf vnnd Jnn den Bronn gesezt, nimmer gerathenn oder kommenn sein,
Sondern ist Jorgenn Behmenn vnnd seinem annhannge, die doch mehr Jrem eigenn, dann vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrenn, vnnd Gemeiner Pfenner nuzenn, mit Jrem annschlegenn gesucht, so weidt verfolgt,
das der Salzbronn durch die schwerenn laste, vnnd teglich erregenn der Roßkunst1[?], in so mercklichenn verderbt vnnd abgenommenn, das dieselbige mit grosser fahr vnd vnnkostenn, gannz schwerlich wiederumb in besserung zubringenn,
Nach dem sich aber vnnser gnediger furst vnnd3 herr, in dem furstlichenn aufgerichtenn vertrage gnediglich verpflichtet, das Jre F. G. des Salzbronns vnnd vbereinzigenn[?] Sohlenn, Jrenn f. gl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zum bestenn also gebrauchenn sollen vnd wollenn,
vnnd auch in bewilligter anngenommener Location vnnder anndernn klerlichenn versehenn, das der Salzbronn durch verkehrsachenn1[?] geferlicher gebewe vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn also verderbet, vnnd abnehmenn wurde, das mann nit salz siedenn könnte,
das doch der almechtige Got, gnediglich verhütenn wolle, So solle Jre f. gl. gemeinenn Pfennernn Jre volle verschriebene Pension gleichwohl zugebenn schuldigk vnnd pflichtigk sein,
Jr wollet mit allem vleis darob sein, das die Roßkunst, Jnn vnnd vf dem Bronne zum forderlichenn2 abgeschafft, vnd die Eimer wie vonn alters wiederumb vfgericht vnd gebraucht werdenn mügtenn,
Dann da solchs nit geschehe, vnnd der Bronn forter vnnd mehr, wie albereit vor augenn, vnnd beschehenn ist, dardurch solte verderbett↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verkehrsachenn — so getrennt geschrieben (verkehr=sachenn); gemeint ist wohl „vervrsachen“ (Verursachen), vgl. dieselbe Wendung auf Bl. 77r
zum forderlichenn — Lesung der Endung unsicher, evtl. „zum forderlichstenn“
das wir der schedenn vnd verderbens halbenn, so aus verkehrsachenn1[?] anngezeigter gefehrlichenn gebewe halber albereit erfolgt, oder künfftiglich ervolgenn möchte,
Vnnd Nach dem der Salzbronn durch verkhrsachenn2[?] vnd teglichs erregenn, der gefehrlichenn gebewe, vf vnnd Jnn dem Bronn, albereit mergklichenn abgenommen,
Wo als dann einicherley zu oder abganng im Bronn befundenn würde, Dergestalt das die Söhle aus dem Bronn, oder das wilde wasser zu dem Bronne flüsse, wie die Knechte vnnd annder davonn redenn wollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegebenn wirdet, furnehmenn oder annsehenn solte, das wistenn wir aus allerley bedennckenn vnnd vhrsachenn keins wegs zurathenn,
Darauff den 20. Januarij Anno etc. 48. durch den Hern Lanndtvogt, die Salzgreuenn vnnd annder beamptenn zum Bodenn2[?] verhanndelt vnnd verabschiedt wie volgt,
Unsichere Lesungen
Euer E. W. — Kürzel der Anrede in der Unterschrift nicht sicher lesbar (evtl. „E. L.“ oder „E. G.“)
zum Bodenn — Anfangsbuchstabe mehrdeutig, auch „zum Sodenn“ (Ortsname Sooden) möglich
Anno etc. 48 — Zeichen vor „48“ als etc.-Kürzel gelesen; gemeint 1548
Lanndtvogt erzehlt Jr der Pfenner ann Muldenern vnd Jostenn gethann schreibenn, vnnd der Rethe bedenncken, Insonnderheit das Jorge Behm vnnd sein Kunst, mit Jren wissenn vnnd willenn aufgericht, doch habe mann nit beuelch dieser zeit, sich mit Jhnenn in weitleufftige disputation einzulassenn,
ziehenn sich des aber vff die abrede, so ihr der Pfenner etliche vnderschriebenn, vnnd vf Jre versiegelte vnterschreibung, sundernn5 soll dauonn geredt vnnd gerathschlagt werdenn, wie dem manngell des Borns geholffenn, vnnd alle bereitschafft darzu bestelt werdenn muge,
Darauf die Pfenner Nemblich Johann Niedennstein, Thias Thortey1[?], Johann Schaffnit, Michell Niegennrodt2[?], Hans Neute3[?], Findell4[?] der Jung Schaffnit, vnnd Heinz Meinhardt, bedacht gebettenn, vnnd nach gehaptem bedennckenn sagt Niedennstein,
Sie habenn das anntragenn gehort, vnnd souiel Jorgenn Kunst belanngt, habenn sie aus noth Jngehenn mussenn, Bittenn darumb nachmahls vf anndere wege zugedennckenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Thias Thortey — Vor- und Zuname unsicher; Thias wohl Kurzform von Matthias, Zuname evtl. Thortzy/Chortey
Niegennrodt — Zuname unsicher, auch Riegennrodt lesbar
Neute — Zuname unsicher, auch Nolte/Noute denkbar
Findell — Vorname unsicher, auch Sindell lesbar
sundernn — Lesung des Übergangsworts nicht ganz sicher (sondern/sundern)
Jtem Die Bereitschafft zum Baw betreffenn, wollen sich in nichts begebenn, das dem Vertrage oder Location zuwieder sey, wollenn sich dauonn bedingt habenn,
Wissenn kein annder bedennckenn annzuzeigenn dann Jnn Jrer schrifft gemelt, vf die zwene wege, dann sie hoffenn vnnd wissenn, das der Bronn im grunde noch vnuerderbt sey, Hab er aber manngell, must es durch Jorgenn Kunst vervhrsacht sein,
Jtem Jm augennschein zusehenn, ob vnnd wie durch die Tuchtlöcher1[?], der Thon aus dem vmbgannge, oder möchte gelanngt werdenn, vnnd soll der Salzbronn auch noch einmahl besichtiget werdenn,
Souiel Meister Jörgenn belanngt, Jst geschlossenn, das alles in geheim gehaltenn werdenn soll, aber die zwene wege, so die Pfenner furgeschlagenn, that nit vff sich2, ob er die schonn erfure,
Hab3[?] auch vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn, vnnd auch der Pfenner verstenndige leute darzu geordennett werdenn, die solchenn Baw gnugsamb verstanndt habenn, vnnd dann nach aller notturfft vnnd vleißigst versehenn, vnnd vfrichtenn, die auch fur vnnd fur stetigk, tag, vnnd nacht, bis zu genntzlicher vfrichtung solchs baues darbey sein vnnd bleibenn,
Nach gehaltener Malzeit sein der Lanndtvogt, vnnd wir anndernn, vnnd vonn gemeiner Pfenner wegenn, Niedennstein, Schafnit der Elter, vnnd Thias Thorey4[?]↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Tuchtlöcher — Lesung unsicher; wohl Lucht-/Luftlöcher (Luftöffnungen) des Umgangs am Salzbrunnen
that nit vff sich — that wohl für hat; Wendung: es hat nichts auf sich
Hab — Erstes Wort des Absatzes unsicher (Hab/Soll/Sein); dem Sinn nach: es sollen … verordnet werden
Thias Thorey — Namensform unsicher, vgl. Thortey auf Blatt 80r
im augennschein, vffm Salzbronn, vnnd in der augenzucht gewesenn, vnnd nach beschener besichtigung vnns allerleij vnnderredt, vnnd notturfftige berathschlagt, Ist auch Meister Hanns der Zimmermann vom Birckennfeldt mit Niedennstein1 vnnd andern in der augzucht gewesenn, vnnd Jme furgehaltenn, was sein Rath seij, wie der Tam2, darauf der gangk in der augzucht ist, heraus zubringenn, ob der durch die Luchtlöcher, oder ob der Deckell3 auch muß geoffnet werden, Darauf Meister Hanns gesagt, Er sorge es möcht das Holzwergk im grunde verwüstet sein, das ist Jme abgelent, Also sagt er, das durch die Lufftlöcher solcher Tham wohl könnt heraus gelanngt werdenn, Item Müssenn Pompenn vnnd ander Haspell darzu bestelt werdenn, damit das waßer was nit durch das gewelbe fallenn, kann geöst werdenn, Es habenn auch vonn wegenn vnsers gnedigen Herrn vnnd der Pfenner, Christoff Hombergk vnd Johan
Unsichere Lesungen
Z. 6: Niedennstein — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
Niedennstein, viererleij Sohl aus der aufzucht vnnd vmbgannge gelanngt vnnd geschmeckt, dernach auch die sohle aus dem Salzbronn, welche Sohl in funff glassernn durch den Herrnn Landtvogt, Müldenern1[?], Jostenn Rendtmeisternn vnnd Salzwartenn, vnnd vonn der Pfenner wegenn durch Niedennstein, Thias2 Thoreij3 den altenn Schaffnit4 vnnd andere mehr versuchtt, vnnd durch vns alle die Sohl aus dem Bornne noch vom rechtenn gutenn geschmack erkanndt wordenn, vnnd sagt Schaffnit, das die gleich vnnd ebenn so gut seij, als die vor vierzig Jarenn gewesenn seij, vnnd ist dieser abschiedt darauf wie volget, gestellt vnnd anngenommenn wordenn, Auff gemeiner Pfenner, ann vnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn zu Hessenn, verordennte Salzgreuenn zum Sodenn, des manngels am Salzbronnenn, erbauung halber gethann schrifftlich anntwort, vnnd darauf Stadthalter vnnd Räthe zu Caßell gegebenn bescheidt des heut dato, Der Herr Lanndtvogt Sigmundt von Beijneburgk, die Salzgreuenn, vnnd ampt knechte zum Soden,
alhie zu Allenndorff einkommenn, vnnd daselbst mit gemeinenn Pfennernn vnnd Jren Salzgreuen, vnndtlicher vonn solcher sachenn, mengelnn vnnd gebrechen redenn hanndtlenn vnnd schliessenn sollenn, also ist heut dato im augennschein vnnd sonnst vonn solcher sache1 nach notturfft vonn beidenn theilenn hin vnd wieder geredt, vnnd nach beschener besichtigung vnnd noturftiger erkündigung enndtlich vonn beidenn theilenn, dahin geschlossenn, das der Bau dermassenn, wie sie die Pfenner fürgeschlagenn, vnnd vor gut anngesehen habenn, vfs fürderlichst fürgenommenn, vnd das vnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn darzu geordente diener sich mit aller notturfftiger bereitschafft darzu geschickt vnnd gefast machenn sollenn, Nemblich so soll zu solchem Bau zu rechtem Wedell2, nach berichtung des Jzigenn Monats notturfftigk Bauholz gehauenn vnnd nieder gefelt werdenn, vnd zu der befürderung hat die Stadt Allenndorff vff begerenn des Herrnn Lanndtvogts zwenzigk Stemme holzes Jnn Jrem geholzenn zuhauenn, vnnder
Unsichere Lesungen
Z. 5: sache — Kürzungshaken am Wortende
Z. 15: Wedell — Wadel, Mondphase; Lesung wahrscheinlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitetheniglichenn bewilligt, Dergestalt, wann vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn diener dieselbigenn Stemme nieder hauwenn wollenn lassenn, das als dann die Stadt Ire verordennte dabey habenn, damit die Zimmerleut im niederschlagenn nichts gefehrlichs gebrauchenn,
Vnnd soll Zu wetter tagenn auch Zum förderlichstenn, als baldt sichs des frostes halbenn thun lassenn will, am dickennberge2, vnnter vnnd vf Juncker Bertlenn vonn Bischhausenn, Inn die dreyhundert fuder Thon, oder beth1 gegrabenn, vnnd fur die Bodenn gefurt, vnd verschafft werdenn,
der Zuversicht, dieweil Juncker Berlt vonn Bischhausenn, auch Pfannentheil hatt, Er werde solchs auch gutwilligk vergönnen vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
beth — Lesung 'beth' klar, Wortsinn unsicher; sachlich wohl Letten/Lehm neben 'Thon'
Da er aber darann beschwerung hett, Als mann sich doch nit versicht, So soll vonn vnnsers gnedigenn Herrnn wegenn, mit Ime davonn gehanndelt werdenn, damit mann den Thonn gewislich, do er am bestenn vnnd nehistenn Zulangl1 ist, bekommenn müge,
So soll mitler Zeit darauff gedacht werdenn, das mehr als ein geschickter erfahrner Zimmermann vnnd Werckmeister, desgleichenn4 etliche Bergkverstenndige darzu verordennt vnnd gebraucht werdenn,
Unsichere Lesungen
Zulangl — Wortende mit Schleife, wohl 'zulänglich' im Sinn von 'erreichbar'; Lesung unsicher
Roß — Anfangsbuchstabe verschliffen; nach Kontext Rosse (Pferde) zum Pumpenbetrieb
ausösern — wohl zu 'ösen' = Wasser ausschöpfen; Endung unsicher
desgleichenn — am Zeilenende abgekürzt geschrieben
Das auch Stadthalter vnnd Räthe Zu Cassell, von wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn etliche tapffere verstenndige Bauwleute, vnnd anndere, darzu auch gemeine Pfenner, vonn Irer selbst wegenn, vnnd Zu Irem bestenn, etliche verstenndige Personen, aus Ihnenn,
doch das sie das werck Zu keiner verlegung1, Zuwieder der Location Zu solchem Baw verpflichttet noch schuldige sein sollenn, namhafftige hierbey bestellenn, vnnd ordenenn,
die solchs bauwes, vnnd wes sich darzu Jederzeit Zutregt, Nach aller notturfft, so tags, so nacht, fur vnnd fur, bis Zu volkommener enndtlicher aufrichtung vfs vleissigst nach Irem bestenn verstannde, vnnd vermügenn versehung vnnd ausrichtung thun,
Doch habenn Ihnenn Salzgrevenn vnnd Gemeine Pfenner ausdrucklichenn furbehaltenn, das sie mit Iren Rathschlegenn, vnnd wes sie manngels vnnd besserung des Bronns halber, wie obvermelt, vnnd sonnst vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd Ihnenn selbst mit Zum bestenn anngezeigt,
Dieweil sich nun in dem der Salzbronn gebessert, hat mann mit vfbrechung vnnd erbauung des Sohlbrons, darumb vfgezogenn, das hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd herr selbst personlich konnt3 vnnd möchte bey diesem hochwichtigenn Baw sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebeuelch darin thun, dann nit allein sfgl.1 sonndern dem gannzenn furstennthumb Ritter vnnd Landtschafft darann gelegenn sein will,
In Obberurter Gehaltener tagleistung ist dieser abscheidt, betreffenn die halbe pfanne Zur Pfar Zun Sodenn gehörig, Grabenn vnd Gartennzinse, vnnd den Wehrbaw Zur Wognmühln2, vffgericht Zu Allenndorff an der Werra, den 22 Januarij Anno etc 48. wie volget.
Zuwissenn sey menniglichenn, Als hievor Gemeine Pfenner Zun Sodenn, vonn wegenn der halbenn Pfanne, so Zur Pfar Zun Sodenn gehörige, geclagt3 vnnd anngesucht habenn, das dieselbige halbe Pfanne, Inn Ire annzahl der Vier vnnd Vierzigk Pfanne, vnnd ausrichtung derselbenn Pension gehörige sein soll,
vnd doch hievor vom annfannge der Location bis vf heut dato dieselbige halbe pfann vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn dem verstorben Pfarherrn, Hern Johann Lonebach4 seligen vermöge der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkürzung, wohl 'seiner fürstlichen gnaden'; Buchstabenfolge nicht ganz sicher
vnnd dann Jzo ein annder Pfarher Zu Mülhausenn, durch den Superintendenten Herrnn Jost Wintter1, vf die Pfar Zun Sodenn verordennt, vnnd alhie durch seine schrifft præsentiret wordenn,
also das demselbigenn Pfarherrnn alle der Pfar güeter, nuzung vnnd gefelle Ingereumbt vnnd Zugestelt werdenn sollenn, dieselbigen Zu der Pfar vnnd seiner ausrichtung Zugebrauchenn haben,
also das sie in krafft der Location, Ire vollige Zale der Vier vnnd Vierzigk Bodenn2, wollenn verpensionirt habenn, vnnd doch solchs vorigenn der Pfar halbenn vfgerichtenn vertregenn etwas Zuwieder,
So habenn wir vntenbenenten, doch vf verwilligung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd hern, seiner f.gl. Stadthalter vnnd Rethenn Zu Cassell mit gemeinenn Pfennernn darauff geschlossenn,
das sie hinfurter dieselbige halbe Pfanne Zur Pfar Zun Sodenn gehörigk, in krafft der Location, auch nach anzahl der Pension sollenn Zu sich nehmenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Wintter — Name des Superintendenten Jost Winter; tt mit Zierstrich
Bodenn — hier vierundvierzig 'Bodenn' (Siedehäuser), während zuvor von 44 Pfannen die Rede war; Lesung sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefurtter vonn solcher halbenn Pfann einem Jedenn Itzigenn vnnd zukunfftigenn Pfarherrnn seine gebürende pension gleich anndernn die zeit der Location durch die verordente Saltzgreuenn, Jegenn gepürliche quitanz vnwegerlich versehenn vnnd bezalenn lassenn /
Da aber gemeine Pfenner vber kurz oder lanng einiche1 vfschlage vf die obgemeltenn vier vnnd vierzigk Pfannenn zu machenn vrsach habenn werdenn, Als dann soll die halbe pfanne, so zum Bodenn2 der Pfar gehörige, dieselbe bewilligte steur alle mitzutragenn schuldigk sein, vnnd soll darin kein geferde gesucht, oder gebraucht werdenn,
doch in alwege hochgedachtenn, vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, S. fgl. Erbenn, ann Jrer Gerechtigkeit der Location oder Jure patronatus berürter Pfar außtrucklich fürbehaltenn, vnnd soll daran hiedurch seiner f. gl. nichts begebenn sein, Jnmassenn dann gemeine Pfenner↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
einiche — Wortende mit Zierschwung, Lesung 'einiche' (einige) nicht ganz sicher, evtl. 'einichen'
Bodenn — auch 'Bodem' lesbar; gemeint ist das Siedehaus der Pfarrei
Am anndernn1, Als auch den Pfennernn von dem Jnnzogenn Grabenn zum Bodenn vf der Pfenner altenn Saltzwerck, etlich zins, ann Hüener vnnd anderm bishero nicht entricht, Sonnder aus der vrsach /
Dieweil dann die Pfenner anngezeigt, das aus Crafft der Location Jnenn den Pfennern solcher zins gebüerenn will, So sollenn die amptknechte2 zum Bodenn, solchenn zins, vom anngeregtem grabenn Jhnenn auch hinfurter lassenn /
Dieweil mann befundenn, das vnnser gnediger Herr Jerlichs ein mergklicher grosser vnkost zu erhaltung des Wehrbaues zu S. fgl. wagenmühlen4↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Am anndernn — Initiale stark verschnörkelt, auch 'Vm' oder 'Zum' denkbar
amptknechte — Lesung nicht ganz sicher, evtl. 'amptleuthe'
im augennschein — Wendung unsicher, sinngemäß 'bei der Besichtigung'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevfleufft, vnnd das dem geholffenn, vnnd solcher vnkost abgewenndt werdenn möcht, das vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn wegenn, die Jtzigen Bröch vnnd Lachenn1, am Wasserwehre, zur Wogenmühln ann den ortenn, da das wasser Jtzo vber das wehr feltt,
Sechs rütenn lang vom Wehre ann hinder sich zurück, nach der Stadt gemeine, vnnd dann so breidt, als das wasser vberfelt, vnnd der bruch ist, etlichenn fischern, das zubauwenn, vnnd zuerhaltenn Jngethann werdenn /
Vnnd was ann zinsenn dauon gefallenn wurde, die sollenn S. fgl. zustehenn vnnd gebüerenn / sonnder der Stadt vnnd menniglichs Jntrags2 vnnd verhinderung /
Vnnd das dis alles also stet, vnd vest gehaltenn werdenn soll, So habenn vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, gemeiner Pfenner, vnnd der Stadt Allenndorff wegenn wir vnndenbenenttenn3 vnns hieran mit eigenn Hanndenn ge=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Bröch vnnd Lachenn — Bröch = Brüche (Uferbrüche), Lachen = Wasserlöcher; Lesung der Endungen nicht ganz sicher
Jntrags — Wortende mit Zierschwung, evtl. 'Jntrage'
vnndenbenenttenn — Zierstrich durch tt; auch 'vnndenbenanttenn' lesbar
zu einem Pfennigkmeister mit Jrer f. gl. nach Kaiserlicher Maytt: vf Augspurgk, oder wo die anzutreffenn were zuziehenn, durch den Herrn Stadthaltter, Canzlar↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Beyneburgk — Adelsfamilie von Boyneburg; erste Silbe auch 'Boyne-' lesbar
Wildener — Initiale M/W nicht sicher unterscheidbar, auch 'Mildener' möglich
Riedennstein — Name unsicher, evtl. 'Riedemstein' oder 'Riedeselstein'
Wiegenrodt — Initiale M/W nicht sicher unterscheidbar, auch 'Riegenrodt' denkbar
Meuth — Lesung des Nachnamens nicht ganz sicher
Jost — Vorname des Pfennigmeisters; Zuname erst im weiteren Text
vnnd Rethe verordennt, vnnd wiewohl ich mich des Pfennigmeisters ampts beschwert, vnnd darfür gebetten, So bin Jch doch das zuthun anngehaltenn wordenn, laut des Cannzlars Doctor Günterodts1 seligenn vf mein bittschrifft gegebenn bescheidt, wie hernach volgt, Günstiger gebietennder Herr Stadthalter, gelegener sachenn nach, muß ich die Reise thun, damit aber das Pfennigmeister ampt ordenntlich vnnd nach notturfft versehenn werde, So könnenn E.
gl. der ampt knecht einenn, als den Renndtmeister zu Grünbergk, der ohn das wie Jch eracht, seins Vetternn Doctor Merbachs3 halbenn hinaus zuziehenn kein beschwerung hatt ordenenn Bitt derwegenn dienstlich E.
Ehl.[?] wollenn denselbigenn darzu verordenenn, vnnd beschreibenn, beij meiner gnedigenn fürstin in der nehe annzukommenn, vnnd fürter mit hinaus zuziehenn, Was ich dann Je thun, soll ann mir kein manngell sein, Das kömpt meinem gnedigenn fürsten vnd Herrnn beid vff der Reise, vnnd auch in meinem beuohlenenn
Unsichere Lesungen
Z. 4: Günterodts — Name Günterode, Lesung wahrscheinlich
ampts zum bestenn, Günstige anntwort bittennde, E. G. W.1[?] Jost Berber2[?] vom Hombergk, Vmb3[?] geringes kostenn wollenn, will ich auch da Doctor Jorge annkompt, wieder zurück reitenn, wolt E.
G. Jch auch dienstlicher meinung nit verhalten, Darauf ist volgennder bescheidt gegebenn, Stadthalter vnnd Räthe bedennckenn Jr wollet euch dessenn nit beschwerenn, dann mann kann des Renndtmeisters zu Grünbergk annderer vhrsachenn halbenn, nit wohl enndtrathenn, So ist Doctor Mege=4[?] bach nit so hupsch, das sein Vetter so gros verlanngk nach Jhme hat, Ist dennach vnnser beger vnnd bitt, Wollet euch dessenn nit weigernn, sondern darzu gutwillig gebrauchenn lassenn, Darauf mit Jrenn fgl.
Gnediger furst vnnd herr, Dieweil hoch vonnötenn gewesenn E. f. gl. gelegennheit des Saltzwercks von Zeit Jres abwesenns zuuerstenndigenn, So habenn E. f. gl. Müldener vnnd Ich dauonn verschienenn 47. Jars des 14. Decembris schrifftlichenn bericht zugefertiget,
Habenn Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, auf der Pfenner Saltzgreuenn vnnd gethann schreibenn, den bescheidt gebenn, das der Lanndtvogt, Müldener vnnd Ich Jost4. sampt den Ampt=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
emdtpfangenn — Wortende mit Schnörkel abgekürzt; Endung ergänzt, Lesung des Schlusses nicht sicher
Sahl kümpff — auch 'Sohl kümpff' oder 'Saltz kümpff' möglich; gemeint sind Solebehälter
vnns — auch 'vnnd' lesbar; 'vnns' nach Sinnzusammenhang
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteknechtenn zun Sodenn, vf einenn benantenn tagk zu Allenndorff einkommenn, daselbst mit den Pfennernn vom furgestanndenenn gebrechenn, erbawung des Saltzbronns, notturfftig zuhanndelnn,
Vnnd ist der Pfenner meinung gewest, nur den Tam3 vmb den Saltzbronn zu renouiren, darauf auch vermöge derselbenn abrede zustundt alle dinge zum baue in vorrath verschafft, wie das noch furhanndenn ist,
Aber gleich darnach im Faldtlager1 Esto mihi, da man die wochenn der Fastnacht halber nit siedenn lest, Ist der Saltzbronn Gottlob wieder in sein alten standt vnnd höher dann in zehenn Jarenn nie gesehenn, gestiegenn,
dann wir befindenn, dieweil die zwene nechstgehapte Sommer sehr trockenn gewesenn, das etliche Bornne zu Allenndorff vertrucknet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Faldtlager — Wort vor 'Esto mihi' nicht sicher lesbar; auch 'Feldtlager' oder aehnlich moeglich; gemeint ist die Zeit um den Sonntag Estomihi 1548
Plack, vnnd Tappenwergk — erstes Wort unsicher (Plack/Planck/Flack); 'Tappen' koennte auch 'Zappen' (Zapfen) sein
Dieweil aber der Sohlgrabe so tieff geraumbt, das das wilde waßer im Gewelbe kaum eines zol dick leufft, vnnd eines fußes tieff vor dem Gewelbe abfall hat, das die altenn nie gehapt,
dann da E. f. gl. am erstenn zum Saltzwergk kommen, Hat das wilde waßer im gewelbe in die annderthalb ehlenn tieff gestanndenn, wie dann E. f. gl. solches desmahls daraus schepffenn ließ,
Aber wie dem allem, So ist der Tamm vmb den Saltzbronn nun Jnn die 40. Jar gestanndenn, vnnd in solcher zeit böse vnnd baufellig wordenn, vnnd mus Jnn die↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
mast — Lesung 'mast' (ergiebiges Jahr) unsicher
die Zehenn [gestrichen: alb.] — nach 'Zehenn' ist 'alb.' (Albus) gestrichen; Sinn: zehn Albus je Pfanne
f. gl. erlediget, so werdenn wohl zurathenn1, Habenn also dieser zeit E. f. gl. erledigung halber, mitt den Pfennernn vnnd Bödernn füglich vnnd glimpfflich hanndelnn, vnnd vnns duldenn müßenn, damit derowegenn keine klage fürlieffe, dann wo die Location nit were, so hettenn die auslenndischenn Pfenner den nahmenn gehabt, durch anndere zugehert2[?], vnnd were ohnn hefftige klage nit abganngenn, also berichtet der Baw des Saltzbronns noch wie vor, Darnach als die Bay.3[?] Commissarien Hanns Jorg Schade vnnd seine zugeordenntenn zu Cassell abgeschiedenn, habenn sie vfs Saltzwergk ziehenn, vnnd sich vnns wegs abweisenn lassenn wollenn, das Saltzwergk vnnd die kunst daselbst zubesichtigenn, des wir sehr erschrockenn wordenn, vnnd vnns nit gnugsamb verwundernn könnenn, vonn weme das herkeme, seindt also für Jhnenn da gewest, vnnd zum bestenn alle sachen verwart, aber wir seindt Jnnenn wordenn, das Jorge Behm4[?] seiner kunst halber, sie dahin zukommenn anngestifft,
Unsichere Lesungen
Z. 3: zurathenn — Wortgrenze zu/rathenn unklar
Z. 9: zugehert — Lesung unsicher
Z. 12: Bay. — Abkuerzung vor Commissarien unsicher
Sie seindt aber vf den tagk zu Cassell lanngsamb vfgewesenn, des wegs vnkundigk, vnnd also spadt gein Allenndorff kommenn, vnnd des abendts nichts geschafft, dann wir sie in der nacht mit dem Essenn vffgehaltenn, das sie morgenns vngeferde in die dritte stunde besichttiget, darnach zu mittage geßenn, vnnd des tags noch bis gein Eschwege gerittenn.
Wir habenn aber das Saltzwerck1 ganntz vnnd gar gering geacht, vnnd gesagt, das etliche auslenndische vom Adell vnnd Burger theile darann hettenn, welches E.
f. gl. vonn Jhnenn ein zeitlanng dar, vmb eine Jerliche Pension locirt, stunde E. f. gl. alleine nit zu, So were auch das Lanndt zu Hessenn, wie sie der ortt zwischenn Cassell vnd da gesehenn, Ein sehr Raw, wildt, vnfruchtbar böse Lanndt, Eytell grosse Berge vnnd thall, Wir gestattenn auch des orts niemanndts zu Jhnenn zu kommenn, bliebenn bey Jhnenn, bis sie wieder aus der Stadt warenn, da liessenn wir sie nach Eisenach geleiten, Aber da die Pfenner erfuhrenn, das sie Jorgenn Behmen kunst halber da gewest, seindt sie ganntz vber Jhnenn vnrichtigk wordenn, so seindt Ime die Böder auch zu wieder,
Dieweil er dann vonn den Commissarien seiner kunst halber hoch vertröst, so acht er nit hoch diesenn diennst, wie wir vnns dunckenn lassenn, vnnd klagenn die Böder für vnnd für, das er Jhnenn zu rechter zeit nach nottturfft nit Sohle gnug verschaffte, Derwegenn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd wir kurtz vor mein Jostenn1[?] Jtzigs abreitenn Jhnenn vnnd die Böder fürgehabt, vnnd Jegenn einannder verhort.
Also hat er letzlich die anntwort gebenn, er könne der Böder klagenn für vnnd für nit warttenn, Sonndern wolt ein ablegung vonn beider Herschafft nehmenn, vnd abstehenn, das wir dann gernn gehort, Jnn sonderheit dieweil der Lanndtvogt hievor E.
f. gl. geschriebenn, seine Jorgenn kunst solt dem Saltzbronn schadenn thun, vnnd seindt der Pfenner Saltzgreuenn nit vngeneigt, Jres theils Jorgenn, da es leiderlich were, helffenn abzulegenn, Wollens aber hinder sich bringe2[?], So soltenn wir das auch ann E.
f. gl. gelanngen lassenn, Darauf ist vonn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd vnns vor gut anngesehenn, das auf kunste zu ausbringung der sohle gedacht werde, das die Böder [gestrichen: knechtte3[?]] das
lohnn vnnter sich selbst verdiennttenn, könnte mann desto mehr leute da erhaltenn, vnnd fordert das Saltzwergk, dann Jorge hat Jtzo Jars1 Funffhundert guldenn vnnd mehr, des ist niemanndt dann er gebeßert, Sagt aber es gehe Jme alle Jars vf pferde, knechte vnnd gesinde, wie wir wohl gleubenn könnenn, dann er mit großem vnrath haus helt, Nun möchtenn E.
f. gl. vnnd die Pfenner Jhnenn Jorgen zimlich ablegenn lassenn dieselbige kunst ein zeitlanng selbst vnnderhaltenn, vnnd das geldt daJegenn Jnnehmen, könnte mit gutem nutzenn beschehenn, Derwegenn E.
f. gl. Stadthalter vnnd Räthenn beuelch zuthun habenn, Mitler zeit könnt mann vf wege gedennckenn, wie anndere kunste möchtenn darzu diennlich erdacht werden, das die Böder das geldt wie zuuor verdienntenn, wie wir dann albereit mit Heintzenn vom Lüttern2 der Pfenner Saltzgreuenn vnnd anndernn kunst verstenndigenn dauonn geredt vnnd gerathschlagt, auch zimbliche mittell erfundenn habenn, Wir seindt auch Jtzo im wercke zum vorrath der Sohl
Darumb vngelegenn, das Ich Jost Jtzo desorts nit sein kann, Jnn sonnderheit dieweil Muldener2 abermahls zu Cassell Burgermeister ist, vnnd in Stadt sachenn, auch mit vfrichtung des Interims zuschaffenn hatt, wie E.
Hieruff ist meins gnedigenn furstenn vnnd herrenn bescheidt, das Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, auch die Saltzgreuenn vnnd anndernn darzu verstendigenn, sampt den Pfennernn, was sie am Saltzbronnenn bedenncken zubeßernn, mit gutem furbedachtem Rath thun mögenn, ea conditione, das mann nit vbell erger mache, Jm gleichnis wie sie mit Meister Jorgenn den handell betrachtenn, das es gefordert werde, Jst s.
f. gl. gnediglich auch zufriedenn, doch der gestalt, das nit der Pfannen eins theils niedergelegt, vnnd feyrenn durfftenn, vnd vonn Bödernn newe klage beschehe, dann dennoch bisher Meins gnedigenn herrnn Pfannenn nebenn denn anndernn vonn Meister Jorgenn gnug Sohl gehanndtreicht wordenn, Signatum Speyr den 31 Augusti Anno 48 Ex Commissione P.1[?] Reinhardt Abell sst2[?] Vber das habenn Jr.
zu nutzen bawenn, vnnd nit vbell erger machen, auch vleissig vfsehenn, das das trewlich verwalttet werde, Signatum Speyr den 5 Septembris Anno 48 Philips L1 zu Hessenn Reinhardt Abell sst2[?] Vnnd des habenn die Böder Supplicirt, vnnd bescheidt darauf kriegt, des Jnnhalts wie volgtt Ernuester Gestrenger Herr Stadthalter, vnnd anndere Furstliche Hochgelerten Rethe, E.
G. gebenn wir vnnderthenniglich zuuerstehenn, das die Saltzgreuen vnd vnnsere verordennte obrigkeit, vnns wollenn zwingenn, das wir sollenn rechte mas gebenn, damit die kerner vffm Lannde vber vnns nit zu klagenn habenn des meßens halbenn, vnnd darauf den Schetzernn ein vleißigs vffsehenns zuhabenn beuohlenn, vnnd so wir also meßenn soltenn, wie vnns beuohlenn ist, müstenn wir armen zeitlich dauonn lauffenn, dann der Saltzbronn kann
es nit ertragenn, auch so hat mann vns armenn alzeit vfgehaltenn, mann wolte den Bornn bawenn, vnnd helt vnns arme leute auf, aus einem tage Jnn den anndernn, damit kommenn wir armenn gleichwohl vmb das vnnser, vnnd vnnser veterlich Erbe, Man hat vnns aber in dem erstenn solchs nit zugesagt, man solt doch billich die Bruderliche liebe ann vnns erzeigenn, damit wir auch ein stuck brodts mochtenn erwerbenn, vnnd vnns doch nit so gnaw haltenn, gleich wie mann einenn Hundt helt, dem gebe mann doch das er bey seinem Herrnn bleibenn könne, vnnd da vnns armenn solchs nit gedeyenn [gestrichen:
oder 20. stundenn vfs lenngste ann einem wercke gesottenn, Jtzo mus mann 30. oder mehr stunde darzu habenn, das vnns armenn dann zu schwer wirdt, wie anngezeigt, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr will, das wir bey s.
belohnung dauonn werde, wie mann vf anndern Saltzwerckenn gibt, oder gebreuchlich ist, Da aber das nit beschehenn könnte oder möchte, wurdenn wir dadurch verursacht, vnns vnder anndere herschafft zuwendenn, vnns vnnd den vnsernn das Brodt zuerwerbenn, welches wir dann gar vngernn thun woltenn, So es bey vnns gemachtt wurde, das wir bey vnnserm anngebornenn Naturlichenn furstenn vnnd herrnn gebleibenn könntenn, welchs vnns s.
Jede Saltzgans in funff stucke zertheilt werdenn soll, bis vf der Pfenner zusammenn kommenn, Signatum Cassell den 12 Nouembris Anno 48 Nach der zeit hab Ich Jost nicht desto weniger vmb erbawung des Saltzbronns anngehaltenn, Derwegenn Stadthalter vnnd Rethe zum zweytenn mahl der Pfenner Saltzgreuenn, wie volgt geschriebenn, Vnnsernn gunstigenn willenn vnnd freundtlich diennst zuuor, Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Kurtz hieuor hat vnns Jost Berker vnter anndernn anngezeigt, das ihr vonn vnns begert, euch vnnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halbenn, zuuerstenndigenn, damit ihr solches gemeinenn Pfennernn, dieweil ihr die derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
Decembris zusammenn beschriebenn habt, furhaltenn könnet, Wollenn euch darauf gunstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd kerner hefftigk vber das abnehmenn der Sohl klagenn, Derwegenn die Böder die kerner vnnd Ladeleute vortheiln, vnnd
dann die kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch vnter andern eroffnet, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt kaufgeldt, die zehrung vnnd vnkostenn vngerechnet, Nur Neun alb1 solt gelost habenn, Dieweil dann der manngell also augennscheinlich furhanndenn, vnnd Jr selbst wisset, das die fassung des Saltzbronns, durch lennge der zeit manngelhafftigk auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, den zubawenn beuelch vnnd meinunge, das der nit vbell erger gemachtt werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd vorwißenn geschehe, So ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedenckenn, das der Saltzbronn vfs vleißigst vnnd beste zum aller furderlichstenn ernewert vnnd gefast werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd tappenn, vnnd nit aus dem grunde bawenn, So were zu besorgenn, das damit doch dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder
mit bestanndt könnt abgelehnet, noch ordenung gehaltenn werdenn. Damit nun das ganntze werck dem furstennthumb, gemeiner Ritter vnd Lanndtschafft, vnnd Jnn sonnderheit zu ewerm eigenn selbst bestenn, wie die eußerste not erfordert, schleunig genewert vnnd gefast werdenn magk, So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, alles das Jenige darzu thun, das die nottturfft erfordert, vnnd muglich ist, vnnd soll darann s.
fl. vnnd herrnn, in krafft der vfgerichtenn vertrege, etlicher vom Adell, vnnd der darin benenttenn vonn Stedtenn erkanndtnus wohl leidenn, Was nun ewer vnnd gemeiner Pfenner enndtlich beschließliche meinung hierauf sein wirdt, Das wollet vns zum aller furderlichstenn, durch einenn Stadtlichenn ausschoß, der volkommenen gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hinder sich bringenn, mit vns darin enndtlich zuschliessenn,
verstenndigenn, damit mann dü1[?] schleuniger zureitung kommenn, vnnd mit Jnn die Harre den baw vfziehenn durffe, Wir auch solches eilennts ann vnnsere gnedige Junge Herrenn, vnnd die abwesenden Rethe konnenn gelanngenn lassenn, Dieweil auch Jorge Behem wie er aus Ascherslebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt, kein annder Kunst zu ausbringung der Sohl gedennckt, oder weis vfzurichtenn, vnnd dann gedachte vnsere G.
Her: Bevehlhaber vnnd Jr euch, Jhnenn Jorgenn dinnlich2[?] seine Rew3[?] abzulegenn enndtschlossenn, Kraucht4[?] sich darann etlicher massenn, wie Jhr wist begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn, das es darmit dahin gericht werde, das die Boderknecht solch geldt zumtheil selbst verdienenn, vnnd was dann vberigk, das solchs beidenn Herschafftenn, Jerlichs zu gut kommenn möchtte, Wie vnns dann Müldener vnnd Jost dauonn mundtlichenn bericht gethann habenn, Dergestalt das solchs dermassenn zu
gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.
Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.
Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:
zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.
Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.
Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
darauf günstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd Kerner hefftigk vber das abnehmenn des Saltzbronns klagenn, derwegenn die Böder die Kerner vnnd Ladeleute vorteiln, vnnd dann die Kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die Kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch anngezeigt, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt geldt, die Zehrung vngerechet, nur Neun albos solt gelöst habenn, Dieweil dann der manngell also scheinbarlich fürhanndenn, vnnd Jhr wist, das das gebeue1 des Saltzbronns manngelhafftigk, So ist vnnser enndtlich bedennckenn, das der Saltzbron vfs vleißigst vnnd bestenndigst, gemacht vnnd gefast werde, Dann solt mann wie vorm Jare dauonn geschloßenn, darann etwas flickenn vnnd Lappenn, So ist zubesorgenn, das darmit da dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder mit bestanndt were abgelegt, Damit nun das werck dem ganntzenn Furstennthumb wie gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd Jnnsonnderheit zu ewerm selbst bestenn zuerneuernn, die
eüßerste noth erfordert, So wollenn wir an stadt vnnd vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd Herrenn zu Hessenn, alles das Jenig darzu thun, das mennschlich vnnd müglich ist, vnnd soll daran nichts manngelnn, Was nun euer vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn, vnnd enndtlich schliessenn hierauff sein wirdt, das wollet vnns zum aller furderlichsten durch einenn Stadtlichenn ausschos, der volkommenn gewalt, vnnd beuelche habe, ohnn hindersich bringen, mit vnns enndtlich dauonn zuschliessenn, verstenndigk, damit mann zu schleuniger zurichtung kommenn, Nach dem auch mit Jorgenn Behmenn seiner Kunst halben vf bessere wege zutrachtenn, ein zeither gedult getragenn, vnnd er aber vonn vnns, auch euch mehr als einmahl sich vernehmenn, vnnd Jtzo letzlich aus Ascherslebenn ann gedachte V.
G. Herrnn Saltzgreuenn vf derselbigenn schreibenn zur Antwort gebenn, das er seine Kunst also gebauet, das er die nit besser machenn könne, vnnd er sich dann hieuor vor vnnsers gnedigenn Herrnn beuelchhaber vnd
euch gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hat hörenn lassen, mit ausdrucklichenn worttenn, er könne der Böder klagenn nit altzeit warttenn, Darumb möcht er leiden, das er solcher Jtzigenn Kunst, dieweil sie den Bödernn nit dienlich, abgelegt werde, das dann auch Jhr von beider Herschafft Saltzgreuenn ann Jre Herrnn vnnd mit Pfenner gelanngenn wollenn lassenn, Dieweil nun vonn Jörgenn weitter besserung nit zugewartenn, auch die Böder das verderbenn des Bornns seiner Kunst vnnd gebeue zulegenn, wie sie, So erfordert die notturfft mit verennderung der Kunst vf mittell vnnd wege zugedennckenn, die dem Saltzwergk zutreglicher seyenn, vnnd laßenn wir vnns wohl gefallenn, das es damit vfs aller furderlichste, dahin gerichtet werde, das die Boderknechte solch geldt mit dem Schöpffenn zum theil selber verdienenn, auch beiden Herschafftenn daruonn, Jerlichs zu erhaltung desselbigk1[?], könnt etwas heraus gebenn werdenn, Wie dann vns des Müldener vnnd Jost Berber, das solchs also Jns werck zubringenn bestelt, mundtlichenn berichtt gethann habenn, das solchs zu erbawung des Bronns
vnnd auch ausschöpffung der Sohl zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Bronn gesetzt oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrnn oder vnns die Räthe vnnd gemeine Pfenner vor nutzlicher vnnd bequemlicher, Sohl damit zuschepffenn, dann mit der Jtzigenn Jorgenn Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkanndt vnnd anngenommen, Solches woltenn wir euch, vf ewer begert, günstiger freundtlicher vnnd guter meinung nit verhaltenn, vnd seindt euch zu günstigenn freundtlichenn willenn geneigt, Datum Cassell den 17.
Nouembris Anno 48 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell. Denn Der Pfenner Saltzgreuen, Darauff Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner zu Allendorff, den Furstlichenn Herrnn Stadthalter Canntzler vnnd anndernn Rethenn schrifftlich anntwort geben, des Jnhalts
G. vf annbringenn Jostenn Berbers vnnd Heinrich Muldeners, manngels vnnd gebrechenns des Saltzbronns auch der Böder vnnd Kerner klage halbenn, ann vnns ausgehenn lassenn, habenn wir mit erbietung vnser schuldigenn willigenn dienste, in vnderthenigkeit endtpfanngenn, vnnd daraus vnnsers gnedigenn fürsten vnd Herrnn beuelch, vnnd E.
G. gemüte verstanndenn, Nemlich welcher gestalt der Saltzbronn vom grundt auff mit der Pfenner Rath vnnd willenn, das also, das nitt vbell erger gemacht werde, erneuert vnnd gebessert werdenn solt, vnnd das vnserm derhalbenn vorigenn gethanen Rathschlage als schlichwerck1 nicht zu volgenn, oder etwas damit auszurichtenn sey, mit weitterm annhange, da wir deshalbenn Jnrede oder Jegenn bedennckenn zuhabenn vermeintenn, das als dann E.
G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn not weisung der fürstlichenn aufgerichtenn vertrege, vor etlichenn des Adels vnnd Stedtenn, erkanndt vns
darumb zugewarttenn, vnnbeschwert, vnd das wir zu der furderung einenn stadtlichenn ausschos, mitt volkommenem gewalte, ohnn hintersich bringenn abfertigenn soltenn, der vnnser meinung vnnd gemüte zuerclerenn, vnnd sampt ewer G.
G. in vnderthenigkeit nit verhaltenn, Nach dem in der Location zwischenn hochgemeltenn vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn auffgericht, vnter anndernn ausdrucklichenn abgeredt vnnd verschriebenn, das vnser gnediger fürst vnnd Herr alle gebeuwe am Saltzbron, Bodenn, Sohlgrabenn, Jnn vnnd vmb die Bodenn, vnd allem was darzu gehörigk, die zeit der bewilligtenn Location, vf seiner fgl.
kostenn erhaltenn sollen vnd wollenn, Das auch Gemeine Pfenner zu keinem neuenn gebeuenn, die Jhnenn beschwerlich vnnd dem Saltzwerck gefehrlich sein möchtenn, vber Jren willen verstrickt oder obligirt sein sollenn, Jn dem Jst in gedachter Location vnnter anndern1[?] Cler
lich versehenn, das vnnser gnediger fürst vnnd Herr zu annfanng der Location den Pfennernn Jr ganntzes Saltzwerck, sampt allenn seinenn Jnn vnnd zugehörungenn Jnn so wesenntlichenn baw vnnd besserung, als das in zeit der Location anngenommenn, gestanndenn, wiederumb einreumenn vnnd zustellenn soll, vnnd ob vber das an Bodenn, Pfannenn oder sonnst am Saltzwergk etwas gebessert were, das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jren Erbenn vnnd nachkommenn, ohne enndtgeltnus zugute reichenn, ohnne alles geuerde, Derhalbenn so könnenn wir vf E.
G. meinung vnnd begerenn dieser zeit ohnn vorwissenn vnnd bewilligung der auslenndisch1[?] Pfenner, vnnd zuwieder der Location, vnns zu einiche gebeuwe, hanndelung, vnnd rechtfertigung nit Jnngelassen, wie E.
habenn], Nun seindt wir nicht vngeneigt nach vnnserm bestenn verstannde, vnnd vermügenn, vor alle vorgefallenn beschwerung helffenn zurathenn, Doch das wir dadurch zuwieder der Location, vnnd anndernn vertregenn, nit möchtenn beschwert werdenn, habenn auch derowegen
Das fünffte Buch. Auff des Gestrengenn vnnd Ernuestenn Sigmundts vonn Beyneburgks Landtvogts ann der Werra, vnnsers gebietendenn Herrenn, Jostenn Berkers1[?] vnnd Heinrich Wuldeners anregenn, der furgefallenn gebrechen des Saltzbronns, vnnd anderer obererzehltenn2 beschwerungk halbenn, alle außlendische Pfenner vf nehistverschienenn dinstagk nach andere, vf vnserm Rathause zuerscheinenn, vnnd nebenn vnns, wie solche schedenn vorkommenn vnnd abgeschafft werdenn mochtenn, zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, beschriebenn, tröstlicher hoffnung, sie soltenn in betrachtung der vorstehenden not, stadtlicher annkommenn sein, So seindt doch mehrertheil die vom Adell durch andere mergkliche geschäffte, die zeit zuerscheinenn, behindert wordenn vnnd aussenn bliebenn, Das wir derwegenn der fürstehenndenn gebrechenn halben, vnnd was wir vff E.
G. weitter erfordernn, zu anntwort gebenn soltenn, nichts habenn schliessenn könntenn, oder mögenn, vnd vns in so wichtigenn sachenn, ohnne bewilligung aller Pfenner, etwas vonn vnns zuschreibenn, nit geziemen noch
Das fünffte Buch. gebürenn will, So bittenn wir vnnderthenigs vleisses, E. G. wollenn vnns nachmahls zimbliche geraume zeit, diese dinge ann vnnser miterbenn1 gelanngenn zulassenn, gnediglich vergönnenn, wollenn wir dan furderlichsten Immer muglich, solchs außzurichtenn, vnns befleissigen, vnnd vnnser gemüte, wes vnns in diesem fall auff E.
48. E. G. Gehorsame vnnderthan. Saltzgreuenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff. Vnd dieweil sie desmahls kein enndtlich anntwortt gebenn, habenn sie hernach diese schrifft vberschickt, Den Edlenn Gestrenngenn, vnnd Ernuestenn Hochge
G. vnnd gunstenn, des Saltzbronns vnnd seines gebeudes erhaltung wegenn vielleicht vf des Erbarnn Jost berkers annzeigenn zugeschriebenn bedennckenn verstanndenn, vnnd mügenn E.
G. vnnd gunstenn bedennckenn in mancherley artickell verfasset, das wir das notwendigste wiederumb zuerholenn, vnnd dann darauff vnnderschiedtliche antwort thun müssenn, nötig erachtenn, vnnd anfangs sagt E. G. vnnd gunstenn schrifftlich.
Das fünffte Buch. Das beide die Söder vnnd Bernner1 hefftigk, vber das abnehmenn der Sohlenn klagenn, derwegenn die Söder, Bernner vnnd Ladeleute2[?] verteilnn, vnnd dann die berner das lanndt vbernehmenn, Den artickell befindet mann klagbar, zu dem weisett es das siedenn vnnd die vbertracht des holtzes vnd feürwergks auß, Ob nun die Sohle abnimmet, oder mit dem wildenn wasser vberladenn, wirdet die Prob vnnterrichtenn, Wir besorgenn aber, dieweil der grundt des Bronns, durch die schwerenn gewaltigenn gebeude vnd schleichtenn also durschellet3, vnnd außgezogenn, das das wilde wasser zu einem einfluß Irgenndt geuhrsacht worden, aber die vhrsachenn hinzuthun, vnnd nun das wilde wasser abzusonndernn, Besorgenn wir vber vnnser vermügen, Erachtenn vnns auch darann mit nicht schuldigk zusein, Derhalbenn wollenn wir dem zuuorkommenn, E.
G. vnnd Hochgelerten gunstenn ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtfurstenn vnnd Herrnn, die sachenn ohnn vnnser weitter zuthun freundtlich hiemit beuohlenn habenn, Ewer G.
Das fünffte Buch. Item dieweil dann der manngell augennscheinlich befundenn, vnnd Ihr selbst wist das die fassung des Saltzbronns durch lennge der zeit manngelhafftigk, auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraf Philipsenn zu Hessenn, den zu bauenn beuelch vnnd meinunge, doch das nit vbell erger gemacht werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd verwissen geschehe, Diesem artickell könnenn wir schwerlich gleubenn, dann die fassung des Bronns ein vberaus lannge zeitt vor vnnd ehr der gefehrlichenn Roßkunst1 vnuersehrt ann dem grunde vnnd fundament gestanndenn, das daraus wohl noch vber vnnser menschenn gedennckenn, den Bronn ann seiner fassung also zubleibenn, nicht allein zuuerhelffenn, Besonnder auch zubeschliessenn gewesen, Wes aber vf vnnser weigerung vnnd embsigs bittenn, die beschwerliche Roßkunst, die nicht annders dann dieses augennscheinlichenn schadenns, ein gewisse vhrsach ist, außgebliebenn, vnnd dann oder darnach der Bronn ann seiner fassung, vonn dem wir zuuor Sohlen schepffen, Inn diesenn anngebenn gerathenn, Hettenn wir das
G. vnnd Hochgelertenn gunstenn, werdenn vor mehr1[?] der gewilligtenn anngenommenn vnnd eingetrettenn Location, ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, darfür sein, das solcher verschliß des grundts, in wesentlichenn Baw ohnne vnnsernn kostenn bracht vnnd erhaltenn werde, genntzlichenn versehenn vnnd vertröstenn, Wir könnenn aber nun nicht vf was weise solches beschehenn möchte, vor vnnser Person, damit vbell nicht erger gemacht werde, wissenn, dieweil wir dann Jegenn die Pompenn, auch Roßkunst, nicht soltenn gehört werdenn, Müssenn wir solchen Rath, weg vnnd weise, den schliß in wesenntlichenn Baw zuenndthaltenn, vnnd das der Bronn, nach außganng der Location, so gut wie er empfanngenn, geliefert werde, E.
Das fünffte Buch. Auff E. G. vnnd Hochgl. G. drittenn Artickell. Item so ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedennckenn, das der Saltzbronn vfs vleissigst vnnd beste zum aller furderlichstenn erneuert, vnnd gefasset werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd Lappenn, vnnd nicht auß dem grunde bauenn, So were zubesorgenn, das darmitt dem wercke doch nit geholffenn, Den Rath vnnd bedennckenn wissenn wir nicht, wo sich der im wercke, vnnd der geschichte begebenn will, zuermessenn, Wir woltenn aber mann hette sich zuuor mit allem vleis des geuhrsachtenn schadens erkündet, vnnd mit verstenndigernn werckmeistern, daraus geredt, Irenn Rath anngehört, vnnd sich dann fernner nach gelegennheit des anngewertigen1 gebawes, das der dem schadenn zum fürschube bliebe, vnnd dann der grundtschlies wiederumb in wesenntliche gebeuwe bracht, darinnenn bleibenn vnnd behaltenn werden möcht, vnnderrichtenn lassenn gerathenn haben,
Das fünffte Buch. Da aber solchs E. G. vnnd Hochgl. G. nicht annehmlich sein will, vns aber vnnser verstanndt darinnen weitterung zuersuchenn beschwerlich sein, da es aber ohnn vnnser zuthun in ein besserung bracht werdenn kann, das woltenn wir am liebstenn wissenn, dann wir aus vnnser seligenn vorfahrn Bawregister vnnd verwarungenn1 derin nicht geringe besorgk vnd schreckenn habenn, derhalbenn vns die vfgerichte bestanndtnus oder Location in kunfftigenn schadenn den doch Got der Herre gnedigk verhüetenn wolle, nicht dringenn kann, Der Vierdt Artickell.
Item So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn alles das Jenige darzu thun, das die notturfft erfordernn vnnd muglich ist, vnnd soll darann ann Fstl.2
theil nichts manngelnn, Aus diesem annschlage habenn wir soltenn Jmgleichen mit gebeuwe benebenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, den mit außzufurenn, gefordert
Das fünffte Buch. werdenn zuermessenn, Nun wistenn wir Je nichtt, mit was fugenn, die weil wir hefftigk Jegenn die Roßkunst gebettenn die wieder vnnser güte verwilligung deste weniger nicht als ein vhrsache alles schadenns, dennoch vfgericht, Wir darzu weitter soltenn Baukostenn hinder den vertregenn der Location hin, mit zuerlegenn, gedrungenn soltenn werdenn, vnns zuenndtsinnenn, Der fünfft artickell.
Item So Jr aber darann nachmahls bedennckenn habenn würdet, So mögenn wir ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, Inn Crafft der vffgerichtenn vertrege etlicher vom Adell, vnnd der darin benenntenn vonn Stedtenn, erkanndtnus wohl leidenn, Das wir nicht in bedennckenn allein sonndernn auch hohe vnnd hochste beschwerunge in geferliche vnnsers erachtenns nicht schuldige gebeuw, abermahls, vnd den vertragk der Location, nach befindunge des schadenns, zuwiedder vnns zutringenn zulassen haben,
Das fünffte Buch. kann ein Jeglicher verstendiger leichtlich ermessenn, vnnd möchtenn wir dennoch des schadenns kein vrsachere sein, Wir Ja billich mit solchenn schwerenn vnncostenn des mitgebeuts1 vnuerschonetenn, das wir aber vff E.
G. begerenn vber die beschwerung vnnd bedennckenn, so vonn wegenn der Location, als eines sonndernn vnnd neuenn Vertrags eruolget, dem welchem Contracto Locationis Inn die Richtter des vorigenn vertrags nicht gewilligt, erkandtnus gewarttenn2 soltenn, Ist vnns in viele wege zubedenckenn, fürnehmlich das der Contract der Location daruonn kein meldung thut, Zu dem so seindt der mehrer vnnd fürnembste theil der vom Adell vnnd Stedten, in anngeregter Location selbst schuldige Bürgenn, vnnd mit fart wordenn, Derowegenn sie dann in diesem fall nicht Richter sein könnenn, oder mügenn, Wir auch Inn sie keins wegs gehelet oder gewilliget haben wollenn, dauonn wir vnns bedingenn, Der Sechst artickell sagt.
Das fünffte Buch. lich beschließlich meinung hieruf sein will, das wollet vnns zum aller furderlichstenn, durch einenn stadtlichenn außschos, der vol kommenn gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hindersich bringenn, Mitt vns darin enndtlichenn zuschliessenn verstenndigenn, Dieweil wir in dem annschlage noch zur zeit nach befindung der sachenn, vnnd sonnderlich nach dem wir den schadenn nicht geuhrsacht, aber vleissigk vnnd zum höchstenn Jegenn die gewaltigenn, aufbeuwe vnd Roßkunst gebettenn, nicht wissenn zurathenn, noch zuthatenn1, So achtenn wir einenn sonnderlichen außschos zuuermeidung vieler vnncostenn, nichtt nötigk sein, Darumb wir dann desto weniger nit vnnsere bedennckenn dan einfeltigstenn auffs Papier bringenn, vnnd vbersenndenn lassenn, Der Siebennde Artickell.
Item Dieweil Jörge Behm, wie er aus Ascherßlebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt kein annder kunst zu außbringung der Sohlenn gedennckt oder weis vfzubringenn, vnnd dann gedachte vnsers
Das fünffte Buch. gnedigenn Herrnn Beuelchaber, vnnd Jr euch Ihnnen Jorgenn zimblich seiner Beuwe1[?], abzulegenn enndtschlossenn, Er auch sich darin etlicher maß, wie ihr wist, begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn das es dahin gericht werde, Das wir Jorgenn Behmenn seiner schedtlichenn gebeuw, erlegenn, oder Jme sonnst darfur etwas zugebenn in zeit der Location enndtschlossenn habenn soltenn, Wissenn wir vnns der massenn nicht zuerInnernn wir seindt dessenn auch ann diesem tag wenig geneigt, Hette vnnser gnediger Lanndtsfurst vnd Her Jme aber, das er seine kunst sonnst vnnd nicht vff dem Saltzbronn gebraucht eine güte verehrung geben, die woltenn wir gernne habenn bezahlenn helffenn, Da aber Jegenn vnnd wieder das vngelt so Jorgenn Behmenn vor sein kunst gegebenn Inn annder mittell, damit mann ohne solche gewaltige erschüllung2[?], Reissen vnnd vfziehenn, des grundts, Sohlenn, des Bronns gelanngt vnnd gezogenn werdenn möchte, anngelegtt vnnd gericht, möchtenn wir gernne hörenn, sehenn,
Das fünffte Buch. vnnd vernehmenn, Das aber solches Jn vnnserm Nathe, vber vorige alte kunst vnnd arbeit so mit den Eimernn beschehenn solt, vnns vnmüglich sein zuendtschliessenn, Darumb müstenn wir da mit in rühen stehenn, vnnd das E.
G. vnnd Hochgl. G. Als Gott lob den verstenndigenn, freündtlichen vnnd vnnderthenig heim gebenn vnnd beuehlen, Vnnd nach dem dann vnnser gnediger fürst vnnd Herr, sich in anngenommener Location, anstrengklich1[?] verpflicht, das Ihr f.gl.
das anngenommenn, ohnne erlegung einicher gebeuwe, wiederumb einreümenn vnnd vberantwortenn sollenn vnnd wollenn, So seindt wir der vnnderthenigenn tröstlichenn hofnung, E.
vnnd der ganntz1 Lanndtschafft zugüt in vnnserm wohlerbautenn Erbe des Saltzwercks, darann sich sonnder zweiuell viele vnnser Voreltternn ehe sie das in so bestenndigenn [übergeschrieben:
ge]bauw vnnd nutzung gebracht, zu Betthlern gebauwet, ohne erlegung einicher gebeuw einenn so herlichenn grossen nutzenn zuhabenn, ganntz vnnderthenig vergonnett, vnns derhalbenn zu wieder der Location zu keinenn vnuerpflichtenn gebeuwenn oder rechtfertigung, vnnd sonnst zu keinenn vnbillichenn Costenn nichtt tringenn, Vnnd ist demnach ann E.
wollenn vnns derhalbenn, das wir E. G. gethane vorschlege, aus erzehltenn vnnd anndernn mehr gegründtenn vrsachenn, nicht annehmen, noch verfolgenn könntenn, günstiglich enndtschuldigt nehmenn, vnnd doch ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd zum fürder
G. vnnd Hochgl. G. als die verstenndigenn wohl zuthün wissenn, darann sein, das der manngelhafftige Saltzbronn, mit Gottlicher verleyhung, ohne alle geuerliche fürnehmenn, damit nit vbell erger gemacht werde, vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Lanndt vnnd leutenn, vnnd vnns mit zum bestenn wiederumb in wesenntlichen bauw vnd besserung bracht, vnnd behaltenn werdenn, vnnd die theurenn Gotlichenn gabenn des Saltzwercks, vnnd deßelbigenn gedeyenn, durch verseumnus vnd vnvleis nicht verwarlost, vnnd das der Contract der Location gehaltenn werde, Das seindt wir vmb E.
Mitwochenn nach Conuersionis pauli Anno 49 Hat ein Quart sohl gebenn — 3 lot 3 q1[?], thut zu einer Pfann — 15 füder j Ohm 2 quart, Montags den 18 Februarij Darnach hat gebenn ein quart sohle — 4 lot 2 quenten, thut zu einer Pfann — 12 füder 3 ohm 98 quart.
Wann ein quart 5 loth Saltz gibt, so ist ebenn das achtzehendt lot am sohl saltz, oder das achtzehent theil gut, Darauff es dann mit Rath, wissenn vnnd willenn der
Das fünffte Buch. Fürstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe, dieweil sie die Pfenner Stuckweis1[?], vnnd nit vom neuwem zubauwenn willigenn woltenn, Jnn bedennkenn genommenn, dann sich das 49.
Jar das siedenn zimlich wohl gehaltenn, Jnnsonnderheit ist der Saltzbronn im Monat Martio bis ann das Loch vf ein zoll nahe hoch gestiegenn, das er zuuor nit gethan hat, vnnd dieweil sich die erledigung hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vber die vielfaltige, vnnderthenigste flehlichste vnnd fleißigst beschene bitt verweilt, hat mann den Bauw das Jar anngestelt, der tröstlichenn hoffnung vnnd zuuersicht, Jr f.gl.
soltenn erledigt werdenn, vnnd selbst diesem wercke rathenn helffenn, aber nicht desto weniger ist der vorrath laut vorigs abschiedts darzu verordennt vnnd bestelt wordenn, So hab ich Jost auch das Jar in der Conuention G.
Das fünffte Buch. Die Saltzgreuenn sollenn zugedenckenn habenn vff Beuelchs vnnsers G. F. vnnd Herrnn Das sie zum vleißigstenn zum Saltzwergk sehenn, das solchs nit in abnehmenn oder verderbenn komme, Solchs habenn fgl.
Jm selbenn Jare hat mann das Bornmeister ampt verenndert, vnnd annders bestelt, wie volgt, Vnnd ist Jorge Behem sonnder vorwissenn vnnser der Saltzgreuenn, zuwieder seinenn gethanenn eidenn vnnd pflichtenn, gelobtenn, geschworenenn, vnnd verbürgtenn Vhrphedenn2[?], sampt seinem weibe vnnd hausgesinde heimblich hinwege gezogenn, dauonn dann ein sonndere hanndelung ist, vnnd laut die Jzige bestellung des Sohlziehenns Also Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn, Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, Diz.
Lanndtvogt, Sigmunden von Beyneburgk schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum furderlichstenn abgeschafft vnnd vf anndere kunst zu anbringung der Sohl gedacht werdenn soll, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchhaber des orts befundenn, das sie durch Jörgenn Behmenn hieuor vfgerichte kunst vfm Saltzbronn zu schwer, vnd starck gesezt, mit Jrem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Saltzbronn schedtlich ist, auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnnd besser wege, leichtfertiger zuzurichtenn vnnd hinueranndernn2[?], des er dann ver
Das fünffte Buch. müge seiner hieuor aus aschersleben gethann schrifft zuthün nit gewüst hat, vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hieuor geschlossenn vnd abgeredt, das besser, nützlicher, vnnd dem Saltzwercke zutreglicher sey, vf anndere künste zutrachtenn, vnd zuerfindenn, zu ausbringung der Sohl, leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also that hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Jziger Saltzwardt zum Sodenn Christoffer Hombergk vff annhaltenn der Saltzgreuenn, zu forderung des Saltzwergks solchenn notwendigenn dingenn, dermassenn nachgetracht, allerley mittell vnnd wege erdacht, vnd versucht, wie vnnd was gestalt solche kunst, könnt oder möchte vfgerichtet vnnd gebraucht werdenn, vnnd daraus souiel raths erfundenn, das er solchen manngell dieselbe kunst zu ausbringung der Sohl mit leutenn zuhaltenn, wie der Pfenner Saltzgreuenn begert, vnnd das die Stoßkunst, abgestelt soll werdenn vfrichtenn vnderhaltenn, vnd darüber sich verpflichtenn soll vnd will, wie nachuolgett.
Das fünffte Buch Vnnd erstlich, dieweil solch neuwe kunstwerck duppell sein muß, vermüge der erstenn des Bornmeisters ampts bestellung halben, gehabten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hept, aus dem Saltzbronn zwenntzigk vier schue hoch, da dann die Sohl in einer Rennenn vngeuehrlich bey dreißigk schuenn vom Saltzbronn laufft, daselbst dann fürter noch ein mahl Jnn die höhe als hoch es von nötenn, das es in alle vorrath kümpffe vnnd Bodenn, gelauffenn magk gehabenn werdenn muß, Solches alles vf sein Christoffer eigenn Costenn zu vnnterhaltenn, Soll er vom Jedem wercke, so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb.
habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehabtt hat, Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Jzo gelübte, Eide vnnd pflichte gethann, dasselbe Bornnmeister ampt den Saltzbronn vnnd alles was dem annhengt, vnnd zugehört, mit allem treuwenn vleis so tage so nachtt, zuuerwaltenn, den Saltzbronn Jnnsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohl
schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthün, das ein treuwer diener seinem Herrnn zuthün schuldigk vnnd pflichtigk ist, Jnmassenn er vnns dann solchs gelobt, geschworn, vnnd seinenn Reuersbrieff darüber gebenn hatt.
Doch soll er zuuor solcher kunstwergk zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordente vnnd beider theil Saltzgreuenn die besichtigenn lassenn, zuerkennenn obs dem Saltzwercke nützlicher sey, oder nit, vnnd so solchs also gestadt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach setzung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl aus dem Saltzbronn, als zu allenn gesodenn vonnotenn, vnnd der Saltzbronn ertragenn kann, vnuergerlich zulanngk vnnd zuuerschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar anndere kein manngell sein lassenn soll, noch will, Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkosten
Das fünffte Buch. zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe Jzo selbst vf seinenn eigenn Costenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Jme dann viel mühe vnnd vnkostenn gangk vnnd noch weitter Costenn wirdet, So soll er solch obgesezt lohnn vonn Jedem wercke die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonnst allenn vnkostenn, daruon verlegenn vnnd erhaltenn, vnnd was vbrigk, dasselbe für seine bestellung, mühe vnnd arbeit, haben vnnd behaltenn, aber nach ausganng der Location stehet solch ampt nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner bedennkenn, in anndere wege, da sie Jhnen Christoffernn darbey lennger nit bleibenn lassen woltenn, zubestellenn, vnnd zuuerordenen, Doch das es ein annder vnnd besser kunst, die dieser nit gleich, oder hieuonn genommenn oder erdacht were,
Das fünffte Buch. Da aber kein besser oder nützlicher werck erfundenn würde, Sonndernn dis werck vnnd kunst in gannge bliebe, So soll er Christoffer, aldieweil er solchs dermassenn versiehet, das sein vnnd der kunst halben kein werck verseumpt wirdet, vnnd ann der Sohl kein manngell sey, darbey vnnsert halbenn sein lebenn lang bleibenn vnnd gelassenn werdenn Darumb er auch für vnnd für desto vleißiger vnnd treuwlicher solchs versehenn, vnnd verwaltenn soll, vnnd ob sichs ein oder mehr Jare zutrüge, dieweyl Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das Pompengeldt, so die Söder vonn ausbringung der Sohl, Nemblich vonn Jedem wercke, so gesottenn wirdet, drithalben alb.
wie obstehet zugebenn, aller vf die arbeiter Leute vnnd knechte, so die kunst, Schliß vnnd anndernn vnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichen würde, So sollenn doch die Herrnn Jme weitters darauff zugebenn, nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jms annder das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der
Das fünffte Buch. schade so groß, das sie nach billichem erkanndtnus solchs zuuergleichenn, vhrsach vnnd bewegnus hettenn, könte er auch durch Gottes verleyhung solch kunst, doch in alwege ohn[?]1 schadenn vnnd nachteil des Saltzbronns dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost, dann Itzo darauf ginge, vnnd er die Sieder licher[?]2 erhalten könnte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd so lannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zugut kommenn, Da er Christoffer aber, in zeit der Itzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, Dieweil er dann Itzo ein gute Summa zuerbawung vnnd anrichtung derselbenn kunst darauf hat verwendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauwenn vnnd kindernn vnnd Erbenn, nach billichem erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichten kunstwercke vnnd gebeuwe, Auch gehapte mühe vnnd arbeit ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohne zweiuell die Herschafften
Das fünffte Buch. vff bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhaltenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnd des zu vrkunde habenn wir Stadthalter vnnd Rethe hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Secret hieruff thun truckenn, vnnd darnebenn die beide ffgl.[?]1 Saltzgreuenn hierunter sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno 49.
Justus Pistoris sst.[?]2 Den letztenn Decembris des 49. Jars ist vnns den Saltzgreuenn nachuolgende schrifft vom Saltzwarttenn zu kommenn, Wie volgt, Den Erbarnn vnnd Wohlachtparn Heinrich Müldenernn, vnnd Jost Berkernn beidenn Saltzgreuenn zun Sodenn, Meinenn liebenn Schwögernn, Mein ganntzwillig diennst zuuor liebenn Schwöger, dem letztenn abscheide vnnd beuelch nach, hab Ich
Das fünffte Buch. das newe kunstwerck, als gesternn vmb Vesper zeitt eingesetzt vnnd gefertigt, vnnd als es ganngenn, vnd ein virtell einer stunde vngeuerlich, hab Ich die Sohle geschmeckt, vnnd befundenn, das sie gar vnduchtigk am geschmack gewesenn, hab das dem Bornnmeister anngezeigt, auch habenn sie die Söder auch versucht, die dann nit wohl zufriedenn sein, kann aber nit wissenn, Wie es ein gestalt hat, sonndernn Das ich denncke, ob es des schuldt sey, das er diesenn kaldtleger still gestanndenn, dann wo er außgezogenn, vnnd dann mit besser sohle keme, wer es schrecklich, derhalbenn bin ich beschwert, mit meinem werck ohne ewer vorbesichtigung etwas zuhanndelnn, vnnd ist allerley zubesichtigenn hoch nötigk, das ihr vom stundt ann euch anher verfügt, Wolt ich euch nit verhaltenn, vnd bin euch sonnst zudienenn ganntz willigk, Datum Sodenn den letztenn tagk Decembris Anno 49 E. W. S.[?]1 Christoffer Hombergk.
Das fünffte Buch. Welcher schrifft wir sehr erschrockenn, darumb wir zu stunde in der nacht dahin zum Sodenn gerittenn, solchs besichtiget, aber als wir vorigenn gebrauche, vnd vnser wissennschafft nach den Saltzbronn geöst, Ist die Sohl wiederumb also gut, Wie zuuor dem kaldtleger gewesenn, habenn aber solchs nit desto weniger als balde den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn anngezeigt, vnnd darauf Rath gehaltenn, Dieweil dann die hohe not erfordert, das solt vnnd must gebawet sein, sonnst wurdt es die lenng am holtz mangelnn, So habenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell derwegenn gemeiner Pfenner verordenten Saltzgreuen abermahls im augennschein zuerscheinen betagtt, auch darnebenn Hermann vonn Hundelshausenn, Amptman zu Reichennbach, Heintz vonn Lütter Hauptmann zu Ziegennhain, Johann Nordeck, vnnd Valtenn Schülden, zu solcher hanndelung beschriebenn wie volgt.
Das fünffte Buch. vonn Boyneburgk, vnnd ffgl. Saltzgreuenn, Erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn, zu vnns erfordert, vnnd vnns allerley darvonn vnnterredt, vnnd dieweil wir nun euch auch hier beschreiben woltenn, So ist doch vor gut anngesehenn, das von solchs gebewenn im augennschein besser dann alhie geredt, vnnd gerathschlagt kann werdenn, Darumb wir verordnet, das gemelter Lanndtvogt, vnnd anndere vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Räthe vnnd diener vff schierstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt bey zu allenndorff annkommen, vnnd davonn mit euch enndtlich Rathschlagenn vnd schliessenn sollenn, vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gesinnends, Vor vnd gutlich begerennde, Jr wollet etlich der elttestenn ewer mitpfenner vom Adell vnnd sonnst verstenndige, auch etliche [gestrichen:
Das fünffte Buch. schliessenn helffenn, Das woltenn wir euch zu ewernn selbst bestenn, guter meinung nit verhaltenn, Thun vnns des also versehenn, Vnnd seindt euch mit allem gunstigenn willenn geneigtt Datum Cassell den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell.
Februarij Jegen abenndt zu allenndorff ann der Werra Jnzukommenn verordennt, daselbst im augennschein vonn erbawung des Saltzbronns zum Sodenn zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, darbey ihr dann auch dienlich
Das fünffte Buch. vnnd nutzlich sein könnt, Darumb vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, vnnser begert, vor vnns freundtlich bittennde, Jr wollet bestimbts Montags Jegenn abenndt daselbst zu allenndorff auch annkommenn, vnnd von solchenn sachenn zu vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd dem Saltzwergk zum bestenn, anrathen helffenn, Das kömpt ffgl.
Januarij Anno 50. Stadthalter vnnd anndere verordente Räthe zu Cassell. An Hermann vonn Hundelshausenn, Vnnsernn gunstigenn grus vnnd freundtlichen dienst zuuor, Erbar guter freundt, Nach dem ihr vnd anndere Bawverstenndige, nebenn etlichenn aus vnns hieuor vonn wegenn vnnsers gnedigen fursten
Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff
Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.
Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.
Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Unsichere Lesungen
Z. 10: behebe — Lesung unsicher
Z. 13: Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt
mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1
vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,
Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be
stelt vnnd verschafft werdenn, vnnd sollenn zum furderlichenn vmb den Saltzbronn mit abbrechung des Kunsthauses, so Meister Jorge Behem1 erbawet, vnd zweyer oder dreyer Bode, so dem Saltzbronn zu nahe stehenn Raum vnnd platz machenn, als viel die noturfft erfordert, doch soll vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Gemeinen Pfennernn ann stadt vnnd vonn wegenn dero darin beerbtenn Pfennernn, dargegenn souiel Bodenn, als der abgebrochenn seindt, vonn Irer f gl.
werdenn, darzu dann etliche verstenndige Werckvnnd Baw leute, auch vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnd Gemeinenn Pfennernn, sechs oder acht personen, die solchs am bestenn verstanndt habenn, denselbigen trew, vleissigk vor, vnnd ob zusein verordenntt, vnnd Innwenndigk Monats frist, den nechstenn nach dato, vonn beider herschafft wegenn nambhafftigk gemacht, vnnd einannder zugeschrieben werdenn, Die sollenn annfenngklich die decken vffm Tam des Saltzbronns zwischenn beiden fassen öffenn, denselbigenn Tam stuckweis vonn obenn herab bis zu grunde, ein stuck nach dem anndern ausnehmenn, das faß im grunde auswenndigk, da es baw oder manngelhafftigk befundenn, mitt dielenn, krumbling, holtz vnnd anndernn, was die notturfft erfordert, vnnd die gelegennheitt annzeigenn wirdt, zum bestenn wohl verbawen, vnnd dann wiederumb mit gutem Thon, der recht wohl mit sonndernn vleis gearbeitt, vnd zubereit,
vom grunde bis obenn aus vertennenn1[?], vnnd das also gerings vmbher fuerenn, Dergestalt, das mann gewis sey, das zun seittenn her nichts zu oder aus dem Saltzbronn fliessenn kann, vnnd so die arbeit vnnd der Baw also anngefanngenn wirdt, So sollenn die darzu verordennte dem Schultheissenn zu Ziegennhain Meister anthonienn abe vnnd zu zureitenn, auch Jacob Richtern vnnd Hannsenn Scheltbach zu sich beschreibenn, vnnd vmb geburliche belohnung mit zusehenn, vnnd annrathenn helffenn lassenn, damit in dem nichts verseumpt, noch verwarlost werde, vnnd sollenn vor annfanng des bawes vnnd eroffnung der deckenn, vier oder funf reiffe, souiel dero vonnötenn, Innwenndigk Inn das faß des Saltzbronns, Inmassenn wie die hieuor darin gewesenn, gemacht, oder sonnst das faß vnuerruckt starck stehenn bleibe, Wann dann solcher Tam also renouirt vnnd gebessert, vnnd vmb das gantz faß ausgefurt wirdt, So kann mann dann weitter sehenn, da sich das siedenn bessert, wie vnnd welcher
gestalt auswenndigk vmbher, vnd auch in der abzucht des vmbgangs, denselbigenn auch zu renouiren vnnd zuuerbessernn, vnnd gerings vmbher vmb den Saltzbronn her zufurenn, furzunehmenn sein will, vnnd sollenn vnnd wollenn der ausschos gemeiner Pfenner vnnd Ire verordennte vffseher des Bawes, alles was hierin nutzlich vnnd gut ist, vnnd sie zum bestenn verstehenn könnenn, Jederzeit trewlich mit annrathenn helffenn, ohnn weigerung, doch das sie mit Irem Itzigenn vnnd kunfftigenn trewenn Rath vfsehenn, vnnd befurderung des berurtenn gebawes, den furstlichenn vfgerichtenn vertregenn, der Location vnnd allenn anndernn Irenn gerechtigkeitenn nichts zuwieder wollenn gewilligt, gehanndelt, oder begebenn habenn, das sey Ihnenn hiemit ausdrücklichenn vorbehaltenn, alles sonnder geferde vnnd argeliste, Vnd ist dieser abschiedt heut dato vonn vnns obbenantenn allenn, also einmütiglichenn anngenommenn, belibt vnnd bewilligt, dem also allennthalbenn
nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.
Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.
Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.
Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2
mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.
Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.
Unsichere Lesungen
Z. 7: Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher
fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:
Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung
halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.
f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.
f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]
f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.
F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt
f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.
f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.
f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen
Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.
f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.
f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.
f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.
f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.
f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun
kann, Er werde sich darin weigernn, bis solanng das E. F. G. sich erklere, wie vnnd welcher gestalt es damit gehaltenn werdenn solt, dann warlich wie E.
F. G. wohl wissenn, So hab Ich der sorglichen schwerenn grundtbeuwe keinenn sonnderlichenn verstanndt, vnnd well hierann mercklich vnnd viel gelegenn sein, So wissenn E.
F. G., das mann vonn annfanng bis daher des Saltzbronn, als das Heuptgut, vnnd Auge apfell zuerbauwenn viel bedenckens vnnd fursorge gehapt hat, vnnd noch, vnnd stehet solches vielen leuten zuuertrauwenn, allerley vhrsach halbenn in bedenckenn, Welches E.
f. gl. Ich in vnnderthenigkeit gestaltenn sachenn nach, mit beschwertem gemüte, nit habenn könnenn verhaltenn, dieselbig Gott dem almechtigenn in seinenn schutz vnnd schirm, vnnd mich Inn vnnderthenigkeit zu gnadenn thue beuehlenn, derselbe sie zum aller furderlichstenn gnediglich zuerledigenn geruhen wolle Datum Cassell den letzten Februarij anno 50.
G. vmb Muldeners seligen tödtlichenn abganng betrubt, vnnd ganntz gnediglich mitleidigk, Sagt wo er vmb acht tausenndt gulden wieder zubringenn were, die woltenn sfgl.
gernne vmb Inenn gebenn, Darnach ist sfgl. souiel den Bauw am Saltzbronnenn betrifft, auch gnediglich zufriedenn, das mann darmit wercklich furtfahre, wie das abgeredt worden, vnnd Ihrs furhapt, Auch lest sfgl. Ihnenn gefallenn, das Nordeck euch
ann Muldeners seligenn stadt, vfs Saltzwergk zuzusehenn, zuuerordennt wordenn, doch das Irs beide bey der vorigenn Ordenung, so Muldener seliger gehaltenn, sollet in alwege bleibenn lassenn, vnnd kein neuwerung ohnne meins gnedigenn Herrnn vorwissen ann die hanndt nehmenn, Das solt ich euch dem ich zudienenn willigk also eroffnenn, datum Vdenardenn den 11[?] Aprilis Anno 50.
Das Henrich Muldener gestorbenn ist mir treulich leidt, ist not das ihr nebenn Jost Beckernn einenn setzet, der geschickt, treuw vnnd erfahrenn sey, vfzusehenn, vff den Saltzbronn zu Allenndorff.
nung haltenn, wie es bey Henrich Muldenernn gehaltenn wordenn mit allenn dingenn, desgleichenn mit dem holtzfließenn, holtzkauff vnnd anndernn, mit verschließenn des Saltzkauffs, Vmfuhre herab Inns Lanndt, Saltz wieder hinanfarn[?] Seyne[?], auch mit Vberreichung2[?] des Vbens Im dinsthauß zu Cassell vf dem Platz.
Ich laß mir gefallenn, das Nordeck3[?] ann Henrich Muldeners stadt zu dem Itzigenn Baw des Bronns gesatzt, bisolang ich mich resoluire, wer enndtlich an Muldeners stadt bleibenn soll, vnnd das derselbige so gesetzt wirdet, nach seinem kopff nicht hanndele, Sonnder alle dinge laß bleibenn, wie es Muldener geordnet hatt.
Habenn sich die Nachuerzeichnete verordenntenn zu dem Baw des Saltzbronns, vf nachuolgennde Articul vnnderredt, vnnd verglichenn wie nachstehett, also, wir verordenntenn seindt Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Valtin Schuldt1[?], Jobst
Erstlich ist allenn vmbstenndenn vnnd gelegennheiten, nach allem furgehabtenn notturfftigenn Rathschlage vnnd bedennckenn fur gut anngesehenn, das der Baw vf den nehistkunfftigenn Montage nach Jubilate Im nahmenn des herrnn, mit gutem stattenn angefanngenn werdenn soll, darzu dann nachuolgende werckleute bestelt werdenn, vnnd sollenn obbenente verordennte, vf donnerstags nach Jubilate Jegenn abenndt als dann gewißlich wiederumb zun Soden annkommenn.
Zimmerleute. Zu werckleutenn sollenn gebraucht werdenn, Meister Hanns Wetzell, soll sich mit verstenndigenn zunechtenn geschickt machenn, denenn soll mann geburliche taglohnn, vnnd Ime Meister Hannsenn Jedes tags
Unsichere Lesungen
Z. 3: Schaffnit, Niedernstein — Namen, Lesung unsicher
wenn er arbeit vor kost vnnd lohnn Ein ortts guldenn1 Muntz gebenn, Desgleichenn den Sonntage ein Malzeit, Wurde er aber des Sonntags auch arbeitenn mussenn, so soll im obberurt taglohnn zur Malzeit auch gebenn werdenn, vnnd soll Ime noch ein geschickter vnnd erfahrner zimmermann zugeordent werdenn, Desgleichenn ein verstenndiger Werckmann, die vf wasser vnnd zimmer verstanndt haben, Mit denenn soll mann sich auch vor kost vnnd Lohn des taglohnns vergleichenn.
Da mann auch den zimmermann vnnd schultheißenn zu Ziegenhain habenn kann, sollenn sie dabey sein, vermuge des abschiedts, Derwegenn sie zur notturfft hieher zubeschreibenn sein Vor ainenn Walmeister soll vonn Cassell Meister Curt sich mit zehenn gutenn knechttenn, die Inn Irer arbeit bestenndig verharrenn, vnnd treulich arbeitenn, gefast machenn, vnnd das sie Ire Spadenn mit sich bringenn, doch sollenn zum vorrath auch
Unsichere Lesungen
Z. 1: ortts guldenn — rot unterstrichen, Wortgrenze unklar
etlich Spadenn, Inn vorrath alhie verschafft werdenn, vnnd soll mann zur kost vnnd lohnn dem Meister die wochenn einenn thaler gebenn, vnnd einem Jeden knechte des tags vor kost vnnd lohnn, vfs meiste — 4 alb, vnd sollenn verpflicht sein, nach gelegennheit der notgebeuw, außerhalb der zeit vnnd stunde, wie sie zu arbeitenn pflegenn, sich tage vnnd nacht gutwillig brauchen lassenn.
Heintz Horchappell, der soll den Thonn schlagenn vnnd bereitenn mit Hanns Schilpachs Rath vnnd zuthun, vnnd den Lam aus dem grunde wohl setzenn, einschlagenn vnnd verwarenn, vnnd soll der deupffer1 Hanns Frannck2[?] zu Cassell vff Donnerstagk nach Jubilate, auch hieruber beschriebenn werdenn, vnnd soll Heintz Horchappelnn vor kost vnnd Lohnn die wochenn ein guldenn Muntz gebenn werdenn, vnd was er vor bereitschafft bedarff, soll Ime alsbaldt verschafft werdenn, Soll mit Thongrabenn als
derwegenn Bernnt vonn Bischoffshausenn Itzo geschriebenn, vnnder solchs zugestattenn, gewilliget hat, doch das ann der Sat kein schaden thue, Item Jacob Richternn vnnd Gallenn auch hier zubeschreibenn, Wann es die notturfft erfordert, vnnd etwa sonnst nach einem verstenndigenn Werckmann vonn Iba oder Elmbach2[?] wann in grundt kömpt, Vnnd ob es die notturfft erfordert, das mann Meurer habenn muste, So soll mann vf Hannsenn vonn Franckfurdt, vnnd sonnst nach einem geschicktenn Meister sonnderlich der vf grundtbeuwe im wasser gearbeitt habe, vnnd wo es vonn nötenn, Inn die vier hundertt fuder steine in vorrath brechenn zulassenn, das man die in der eyle, habenn vnnd brauchenn könne, Vnnd furs aller erste, sollenn zwischenn hie vnnd Jubilate Innwenndigk Inn den Saltzbronn vier Reiffe vonn Krömbling gemacht werdenn, wie der abschiedt vermagk, die das faß steiff haltenn, vnnd derwegen
keiner befahrt zubesorgenn, wie dann der zimmermann Itzo notturfftig bericht ist, Darnach soll die Decke geoffnet vnnd der Tham stuckweis, vnnd nit ganntz vf einmahl ausgefuhrt werdenn, wie solchs die gelegennheit gebenn wirdt, Des Raums halbenn vmb den Saltzbronn, ist Itzo noturfftige besichtigung geschehenn, vnnd soll also bey dem furgenommenn Raum bleibenn, bis zu weitter noturfft, als dann hat mann sich weitter derwegen zuvergleichenn, Vnnd ist hieruf vonn allem notwenndigenn vorrath geredt vnnd befundenn, das albereit im vorrath eichenn holtz, Eichenn dielenn, Krömblinge, Schupffenn, karren, Spadenn, Strennge, Seyle vnnd Thon gefurt, vnnd vor augenn ist, vnnd soll noch Itzo zum furderlichstenn mehr Thon gegrabenn vnnd gefurt werden, Desgleichenn ein gute notturfft arm Mose1[?] zun vorrath als balde holenn zulassenn, vnnd sollenn etlich Leinenn Beuttell, klein vnnd groß Itzo auch darzu gemacht werdenn,
Der forsthaffer1[?] zu Roßbach muß herauff verschafft, dann zu Eschwege vnnd Wannfriedt kein Haffer mehr sein will, wie die amptknechte berichtenn, darumb mann sich erkundenn, Haw vnnd stro muß auch anhero verordent sein, darumb vonnötenn, das die Vchsenn zu Eschwege abgeschafft werdenn, kann mann daselbst haw vnd stro enndtrathenn, muß dem kuchenmeister anngezeigtt werdenn, Es soll auch aller vnnkost, beide das Bawgeldt, zerung vnnd annders, alles was sich in diesem Baw auszugebenn notturfftig zutregt, klar vnnd eigentlich vonn Ih[?] zu Ihu[?] verzeichnet, vnnd alwege wochenntlich den Sambstage Jeder wochenn, vor vns verordenntenn etlichenn, vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, damit in dem rechtschaffene vfrichtige vnnd gleiche ordenung gehaltenn, die verrechennt, vnnd Jede wochenn Rechnung vonn vns etlichenn anngehört, vnnd als balde dieselben wochenrechnung vnnterschriebenn werdenn, Das
wohlgemacht, Innwenndige Inn den Saltzbronn zun Sodenn, durch meister Hannsenn Wetzelnn zimmermann, vfs aller scherffste gnaw vnnd wohl anngerissenn, Innsennckenn vnnd anntreibenn, vnnd vernegelnn lassenn, wie mann Itzo im augennschein zusehe hat.
Darnach ist die decke des Lams am Saltzbronn abgethann vnnd geoffnet, vnnd vonn der abezucht am gewelbe der drittentheil des Saltzbrons, da der Berck wieder ligt, nach der Stadt zu, da Itzo kein vmbgang ist, anngefanngenn auszufuhrenn, vnnd hat sich im ausfuhrenn des Lams vmb den Saltzbronn fundenn, wie volgt, Dinstags vnnd Mitwochenn am Lam ausgefurt, vnd allerley Holtzwerck, Erdenn, steine vnnd dreck im Lam mit Ingefult fundenn, Heintz vonn Luttern geschriebenn, das der Schultheis vonn Ziegennhain, nechst dinstags gewißlich hie sey, das er auch Scheltparchenn, vf mein ann Ihnen Scheltparchenn gethann schrifft beuehge1[?] vfs furderlichste herzukommenn, vnnd mit annrathenn zuhelffen
das der Thon rechschaffenn vnnd wohl gearbeit, vnnd zugericht werde, Das Nordeck die Gröper vonn Cassell morgenn mit her bringe, erinnerung gethann, Dem Renndtmeister zu Hombergk geschriebenn, das er die wochenn Cantate den Steinmetzenn Meister Hannsenn vonn Franckfurt hier bescheide, Michell Horchbergk1[?] soll den Steinbrechernn Hansen selb dritte zustundt her bescheidenn, Wo er nitt her wolte, Soll der Steinbrecher vonn Wolffsannger herkommenn.
Dieweil die arbeiter vnnd taglohner Inn Sodenn, den zeiger oder Vhr in der Stadt nit wohl hörenn können, damit sie dann Ire volle stunde arbeitenn, Soll der Opfermann Inn Sodenn, die zeit dieser Baw wert, eins Jedenn tags Morgenns zu vier vhrenn, zu mittage zu Elff vhrenn, darnach zu einer vhrenn, vnnd abendt zu Sechs vhren, einenn gutenn Puls leutenn, das die arbeiter wieder ann vnd abzugehenn wissenn, Donnerstags nach Jubilate den Erstenn Maij zu morgen
ist Valtin Schülde Vogt zu Wanfriedenn1[?] alhie annkommenn, vnnd mit zugesehenn, hat mann verordennt, das der zimmermann Meister Hanns Wezell2 das alte gebew vom holtzwergk hinder dem Tam, so etwas Bawfelligk gestalt, vnnd mitt stendelnn ann dem Oberstenn Reiffe am Saltzbron, Jegenn das alte gebeuwe gefast, vnnd ist der Tam darnach weitter vnnter sich ausgefurt, Dem Vogte zu Friedewaldt geschriebenn, zwene Wagenn mit haffernn hier zuschickenn, sollenn wieder vmb mit Saltz dahin zufuhrenn, alhie geladen werdenn, Renndtmeister zu Schmalkaldenn soll die Flösdielen3 vnnd bestelte negell vfs furderlichst herschickenn, vnnd darnebenn schrifftlich anzeigenn, wie die Mergenngroschenn beij Ihnenn genommen vnnd gegebenn werdenn, Milcher Straus der Hamerschmidt zum Schwein4[?], soll vmb den Mitwochenn nach Cantate hie sein, des Pfann eijsenns halbenn, wo er manngell am gedinge hette,
Jegenn abenndt seindt Hermann vonn Hundelshausenn Amptmann zu Reichennbach, vnnd Johann Nordeck, als verordennte des Baws alhie annkommenn, Freijtags nach Jubilate den 2n1[?] Maij am Tamme ausgefurt, vnnd die schar2 zum raum weitter furgenommenn, das die Last vom Tamme komme, Sambstags weitter vnnter sich vnnd vmbher gegraben, den Saltzbronn vnnd das alte gebeuwe mit strebenn gefast vnnd verschlagenn, vnnd das tag wasser Inn die abzucht bracht vnnd gewiesenn, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 126 Pfann, Die vierdte abzucht hat mann heute außerhalb dem altenn gebeuwe, vermuge der Pfenner Bawbuch, zugetennet fundenn, vnnd wieder aufgeraumbt, wirdt mann im grunde findenn, ob die einenn abgang haben könne Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrn seindt die fuhrleute in der Stadt Allendorff anngesprochenn, Morgenn ein Jeder wie er gespannt ist
Maij in den dreijen Pfarkirchenn in der Stadt vnnd Inn Sodenn durch die Predicantenn das Volck erInnernn vnnd ermahnen lassenn, Gott den almechtigenn Innigklichenn zubittenn, dieweil der anngefanngenn Baw am Saltzwergk, Innsonderheit am Saltzbronn, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, den Pfennernn, vnd der ganntzenn Lanndtschafft des Furstennthumbs hessen, vnnd der darann stossenndenn grenntzenn, vnnd auch allenn sich darann nehrenn müssenn, zu gutenn kömpt, das Gott der almechtige zu solchem Baw gnade, besterung vnnd wolfart, auch gnediges gut gewitter verleyhenn wolle, Damit solcher Baw gemeinem nutz zum bestenn könnt volnzogenn, vnnd dermassenn stadtlich gefast vnnd gemacht werdenn, das es künfftiglich hochgedachtenn vnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn, dem Furstennthumb hessenn, Se
meiner Lanndtschafft, den Pfennernn vnnd allermandernn, so sich am Saltzwergk nehrenn, zu gut kommen könne, Monntags nach Cantate den 5n1[?] Maij vnnter sich am Tamme ausgefuhret, Dinstags vnnd Mitwochenn bis vf den 4.
Reiff den Tam ausgenommenn, Ist die Wenn2[?], so aus dem Bornn Inn die abzucht gelegt ledig gemachtt, vnnd geoffnet wordenn, da hat mann fundenn Inn der mitte des Tams starcke eichenn Bretter gestrebt stehenn, Inn dem grunde gescherpfft, vnnd geschlagenn, die sein heraus gelanngt, darnach ein gevierdts vonn starckenn Balckenn hinder denselben, vnnd zwischenn dem fasse des Bronns wieder ein gevierdts vonn Bretternn, vnnd ist als dartzwischll3 vertembt gewesenn, vnnd vf den mittelstenn Brettern hat der zaun gestanndenn, Ist aber verfault gewesenn, Donnerstags den 8 Maij Ist beij der abzucht am Gewelbe Inngesenncket, da hat das wilde wasser starck durch die eusserste fassung getrungenn, das mann solchs wiederumb vertemmenn müssenn, da ist mann vnnter das
getemme vf ein gries kommenn, hat der zimmermann eine Sompenn gesatzt, vnnd damit allenn zufloß durch eine Renne Inns gewelbe annderthalbenn schue dieffer dann die Renn aus dem Bornn gröst vnnd gehaltenn, Im Bornn ist die Sohl aber gleich hoch gestiegenn, Freijtags den 9.
Maij hat mann Jegenn dem Oberstenn vnnd vierdtenn Reiff strebenn gesetzt, vnnd der Tam in der mitte zwischenn der altenn fassung vnd dem Saltzbronn, bis vnnter das getemme vff den gries auswerffenn lassenn, Vnnd hat Hochappell diese wochenn selb zehenndt den Thon gemacht vnnd zubereit, desgleichenn ist der Raum im Steinbruch ober der Stadt geraumbt vnd zugericht, vnnd sollenn etlich hundert fuder steine in vorrath gebrochenn werdenn, So hat mann auch anngefanngenn den Sohlgrabenn reynenn zulassenn, Das gehöltze so geflöst ist, soll Ludwig stein1 ausbringen helffenn, oder sie darumb gepfenndt werdenn,
Innhalt Stadthalter vnnd Rethe schrifftlichenn beuelch, Diese tag hat der zimmermann das Segezeugk auch noturfftigk zugericht, vnnd Inn den Saltzbronn dreij Sompenn, die obenn austragenn gesetzt, darnach vier kurtze Sompenn, die tragenn die sohl so tieff aus vnnd ab Inn das Gewelbe, als die Renne vom alters gelegt sein, verhofftenn darmit den Saltzbronn zu Sehenn, Sambstags nach Cantate den 10.
Maij, Ist hinder dem altenn gebeuw außerhalb dem Tam, der Bergk weitter aus gefurt nach dem gannge zu vmb der Last wiln, vnnd habenn die knechte1 darnach im Sohlgrabenn gearbeit, vnnd steht Itzo die fassung des Saltzbrons halb ledigk vnnd freij, ist aber wohl vnterschlagen vnnd gefast, Nach Mittage hat der zimmermann das Segezeugk gefertigt, Inn Bornn gehenngt, vnnd vf den Bornn darzu geröst gemacht zum stannde, Dieweil aber Hundelshausenn vnnd Nordeck heut verrittenn, hatt mann mit dem Sehenn bis zu Irer wiederkunfft vfgezogenn,
Der Saltzbronn ist auch mit der schrodt wogenn eygentlich abgewiegenn, das mann Jederzeit sehenn vnd wissenn kann, das sich das fas am Saltzbronn nit verruckt, oder etwas weiche, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 123 Pfann, Sonntags Vocem Jucunditatis den 111 Maij gefeijret vnnd nichts arbeitenn lassenn, Monntags hat der zimmermann das Segezeugk ganntz fertigk gemacht, darnebenn ist das gewelbe gesaubert, vnnd vonn dem Schlam habenn sich die Rennenn vorm gewelbe, vnnd vnter dem Tam, da die Oberbrück2[?] vber den Saltzgrabenn gewesenn, etwas verstopfft, das mann dieselbenn vfgeraumbt hatt, dartzu seindt die Malknechte im Sohlgrabenn, vnd demselbenn vnntenn heraus gesaubert, Inn der Stein=kauttenn wirdt gebrochenn, So habenn die Thonarbeiter auch Irenn beuelch in ausrichtung, Der zimmermann hat auch die Strebenn am Bornn
Dinstags den 13. Maij Ist der Saltzbronn zum zweitenn mahl ganntz vnnd gar ausgezogenn vnnd geöst, Inn beijsein vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Valtin Schülde, mein Jost Berckernn1[?], Renndtmeister, Saltzwardt vnnd Hanns Scheltpach, vnnd vonn der Pfenner wegenn, Johann Niedennstein, Thias Thorey, vnnd sonnst viel gemeiner Pfenner, vnnd hat mann klar vnnd eigenntlich fundenn vnnd gesehenn, das die quell wiltwassers, darvonn in der Pfenner Buch anntzeigung vnnd meldung geschicht, so beij der drittenn abzucht, in vorzeitenn gewesenn, vnnd in dem vmbgannge nach dem gewelbe sich gezogenn, sieder der zeit vnnter sich gefallenn, vnnd leufft nun gleich vber derselbenn drittenn abezucht starck Inn den Saltzbronn vnnder dem fasse her, vnnd vermischt sich aber also baldt mit der Sohl, aber die anndernn adern im Saltzbronn, so vonn vnntenn herauff durch den gries
vnnd kießling kommenn, die seindt ann Irer substantz der sohlenn stercker vnnd besser, Vnnd will demselbigenn mit zeitigem Rath nu wohl stadt zuvorkommenn sein, Vnnd ist der Saltzbronn gesaubert vnnd alle Inngefallenn holtz vnnd annders ausgezogenn, Heut Jegenn abenndt seindt die herrnn Stadthalter Rudolff Schennck, Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, der Schultheis vonn ziegennhain, Meister Mertin der Buchssenngießer alhie annkommenn, Mitwochenn den 14 Maij Ist der Saltzbronn in aller herrnn beijsein abermahls ausgezogenn, vnnd geöset, vnnd habenn die werckmeister, als der Schultheis zu ziegennhain, M.
Mertin Bette1[?], Scheltpach der zimmermann vonn der Lichtenaw, Jacob vnnd Gall Richtter, vnnd der zimmermann Hanns Weyell2 den schadenn vnnd Innfluß Im Saltzbronn eigentlich besichtiget, darnach hatt mann Rath gehaltenn, vnnd vff den vorgefallenn streit, Ob mann einenn rechtenn gutenn grundt suchenn, oder ob mann vf dem
Gries, wie die altenn gethann bleibenn soll, aus allerleij bedennckenn geschlossenn, das mann mit dem Itzigenn Baw nit tieffer dann die altenn senncken vnnd ausfuerenn, sonndernn vf dem kies oder gries bleibenn, vnnd sollenn dem schadenn vnnd Innfluß auswenndigk dem Saltzbronn im Tham nachsuchenn vnd vleisthun1[?], das mann denselbenn Innfluß Innsonnderheit fassenn könne, dann das alte der Pfenner Buch sagt eigenntlich, das des orts vor Sechtzigk Jarenn ein Saltzader, vnnd darnebenn ein quelle wiltwassers eins arms dick gewesenn sein, die habenn sich durch Flotz2[?] schlagenn im vmbgannge gemindert, die sein ohnn zweiuel vnnter sich gefallenn, vnnd fliessenn nun mit einannder zugleich in Saltzbronn, Der zimmermann Hanns Wetzell soll annfahenn, vnnd die neue fassung vf acht eckenn zurichtenn, soll mittenn in den Tham sechs schue weit vom Saltzbron gesetzt werdenn, das mann dazwischenn mit Thonn wohl vertemmenn könne, vnnd sollenn die Bretter vf einannder wohl gefugt, Inngeschlossenn, vnnd mit dielenge gesetzt werdenn,
Donnerstags Ascensionis Domini den 15. Maij Ist der herr Stadthalter wieder nach Cassell gerittenn, vnnd beuohlenn, was sich am Baw, Innsonnderheitt in fassung des zuflus beij der adernn zutragenn wirdet, Ihnenn furderlich zuuerstenndigenn, So hatt mann heut des fests, vnnd auch des Regenns vnnd nassenn wetters halbenn gefeijret, Freitags den 16.
dergleichenn, vnnd hat mann auswenndigk am fasse des Saltzbronns, vber dem Innfluß beij dem drittenn Reiffe, ein tieff gros loch fundenn, hat influß daselbst mit der zeit den Tam vnnd die erdenn in den Saltzbronn gefurt, vnnd seindt die strebenn daselbst vollennt herumb gefurt.
Maij vber vnnd vf dem Innflus vf den gries kommenn, Donnerstags, Freitags vnnd Sambstags den Malknechtenn den Tam vollennt vmb das fas hero heraus zubringenn, zum feijrabenndt1[?] gebenn, die tags seindt Hermann vonn Hundelshausenn Valtin Schüldt, vnnd Ich Jobst alhier gewesenn, Diese wochenn seindt gesottenn 147 werck.
vber den abzucht am gewelbe in der mitte nach der zweitenn abzucht, hat mann ann der eussersten fassung im Tam, da die nedern ader sein soll, ein fassung eins stich weits vonn Betternn gemacht fundenn, Was das bedeut wirdt mann im grunde findenn, Hat mann im grunde fundenn, das solche fassung für nichts gewesenn, dann die ader darunder hin nach dem fasse des Bornns geflossenn ist, mag aber vor zeitenn im grunde mit thonn vertemmet sein, das sie in solcher fassung bis in den
Unsichere Lesungen
Z. 8: feijrabenndt — durchstrichen oder Zierstrich
vmbgang vier oder funff schue hoch gestiegenn ist, Sambstagk nach Exaudi den 24. Maij habenn beiderseits verordenntenn zum baw sampt den Saltzgreuen vnnd dienernn des bawes halbenn Rath gehaltenn, vnnd geschlossenn, Dieweil der Zimmermann zu fertigung der neuwenn fassung vierzehenn tage zeit habenn mus, In dem auch aller thon vnnd anndere bereitschafft gefertigt werdenn kann, das der born mit dielenn1 gantz zugelegt werdenn soll, desgleichenn der geraumpte Tam, vnnd darauff magk Jeder zu haus ziehenn, doch das nacht vnnd tagk der born vnnd darumbher bewart werde, vnnd sollenn die verordenntenn vf Sonntagk Medardi den 8.
Junij Jegenn abenndt wiederumb zun bodenn sein Dieweil dann nachmahls nit verglichenn, wie tieff mann mit dem grunde suchenn vnnd fahrenn soll, So ist abgeredt, das vonn wegenn vnsers gnedigenn fürsten vnnd herrnn etlich verstenndige vom Rethenn, desgleichenn anndere mehr Pfenner, vf Donnerstagk den 12.
Allenndorff annkommenn, vnnd sich derwegenn endtlich zu enndtschliessenn, wie vnnd welcher gestalt der grundt gesucht, vnnd die neu fassung gesetzt werden soll, Mitler zeit soll der born geöst2, vnnd alles zufliessenndt wasser mit den sompenn gehaltenn werdenn, das derwegenn kein schade geschehe, aber nicht desto weniger sollenn die Söder nechst Mitwochenn, vmb des Ofenns willenn, wiederumb ansiedenn, Die adernn in vnnd vmb den Saltzbronn sein heut probirt, vnnd habenn sich in der proba fundenn also, Die ader des Zinnflus1 mussenn zu einer Pfann Saltz —— 11½ fuder sohlenn gehörenn, Die Gemein sohl im Saltzbronn ——— 11 fuder, die gute ader im Saltzbronn hinder dem stuel — 9 fuder zu einer Pfann saltzs, Vnnd hat mann erfundenn, das alle adernn, so in vnnd vmb den Saltzbronn vonn vnntenn herauff durch den gries vfquellenn, rechte gute saltzadernn sein, was aber vmbher zufleust, sein gemeinlich wilde quellen,
Die Pfingst heiligenn tage gefeyret, aber den Mitwoch vnnd die anndernn drey tage, hat meister Hanns der Zimmermann ann der neuwenn fassung, vnnd Dochappell mit seinenn knechtenn, am Thom2 gearbeit, Mitwochenn vmb des Ofenns willenn wieder ansieden lassenn, vnnd seindt diese halbe wochenn gesottenn, ———————— 42 werk, Die Wochenn Trinitatis hat der Zimmermann sein arbeit fertigk gemacht, vnnd sein den [gestrichen:
Freytag] Jegenn abendt alhie annkommenn, vnnser gnediger Lanndtgraf Wilhelm, Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe, so zu Sultza Inn Duringenn gewesenn sein, vnnd habenn den Saltzbronn vnnd alle arbeit besichtiget, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 141 werk, Sonntags Medardi den 8.
Junij die Teichknechte wieder hero bescheidenn, Montags anngefanngenn vollennt den Tam anzuwerffenn, Dinstags den 10 zu Morgenn, sein Hermann von Hundelshausenn vnnd Valtin Schilde3 auch wiederumb hie annkommenn, vnnd ist am Tam anzubringen
Junij hat mann mehr körenn2 vnd Haspelnn vnnd Kübelnn zum ausösenn zurichtenn lassenn, vnnd wirdt fur vnnd fur mehr thon zugefürt, vnnd recht wohl mit fleis gearbeit vnnd bereit, so ist auch nunmehr ein gute noturfft Moß im vorrath.
Donnerstagk den 12 Junij, ist der Tam aller bis vf den kieß mit kübelnn ausgezogenn, vnnd was hart gewesenn, ausgeworffenn, hat mann vf dem kies, einenn grossenn lanngenn vnnd dickenn Baum mit seinenn Estenn, ann der eusserstenn alten fassung vf einer seittenn, vnnd einenn grossenn warkenn3 kalckstein vf der annder seittenn des bornns im kieß fundenn, Darnach hat mann ein gewierckts4 mit bretternn vmb den Saltzbronn, vnnd hart darann mit Thon vertemmet fundenn, Ist heut aller heraus bracht, das mann hat vf dem gries vmb den Saltzbronn gerings hero trockenn gehenn könnenn, vnnd ist das gewierckts
ganntz fleissigk, mit Moß vnnd thonn durcheinander gemischt, darunter aschenn vnnd erdenn gewesenn, vertembt, bis vf den Grieß, vnnd seindt heut Johann Nordeck, Schultheis vonn Ziegennhain vnnd Scheltpach1 alhie annkommenn, Zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn, an vnnd bey dem stein, hat mann acht vnnd mehr starck Saltzadernn vfquellenn fundenn, die gut ann Irer substantz, sein probirt vnnd haltenn wie volgtt, habenn nit in Saltzbronn kommenn könnenn, dieweil das fas zu ennge, vnnd nit weit gnug gemacht gewest, Ein ader ann den Bretternn der vierecktenn fassung bey dem grossenn steine im gries, helt ein quart — 6.
lot 3 q̄z.2 thut zu einer Pfann —— 8 fuder 2 ohme 10 virtell, Die Saltzader Jegenn dem Berge, nach Hanns Mertins koth3 ist sehre starck, helt ein quart — 5½ lot, thut zu einer Pfann —— 10 fuder 2 Ohm 7 quart.
Freitagk den 13. Junij die Bretter der vierecktigenn1 fassung gerings vmb den Saltzbronn aller bis eines fus hoch vber dem gries abhauwenn, vnnd zwey bretter dauonn aus dem gries ziehenn lassenn, zusehenn wie tieff die im grunde stundenn, hat mann funden, das die eines gutenn werckschuchs tieffer, dann die schwellenn am Saltzbronn liegenn, stehenn, Soll mann also stehenn, vnnd den Tam am Saltzbronn vffm kies liegenn lassenn, bis der grundt zur neuenn fassung gemacht ist, Zwischenn dem Saltzbronn vnnd der altenn fassung nach der stadt zu, hat mann kein sonnder Saltz adern oder vfquellenn fundenn, dann ein starck quell von vnntenn vf, ist eyttell wildt wasser, Da aber der Zinnflus2 Inn dem Saltzbronn ist, hat man zwischenn zweyenn kalcksteinenn ein grosse starcke quelle fundenn, Ist vermennget mit sohle, Da aber der Saltzbronn geöst, wardt die lautter wildt wasser, vnnd thut dem Saltzbronn den schadenn, der soll furter nach gehaltenem Rath nachgesucht werden,
Sambstagk den 14. Junij seindt die Pfenner in grosser anntzahl morgenns zu 6. vhrnn bey den Saltzbron ganngenn, vf den grundt gestiegenn, vnnd mit vnns einmutigk geschlossenn, das das viereckigk1 getemme, vnnd die stumpffe vonn den Bretternn vollenn2 sollenn ausbracht werdenn, das ist also geschehenn, darnach der bornn geöst, da hat mann eigenntlich geschmackt, das der Zinnflus eytell lauter wilt wasser, dann wann der Saltzbronn gestiegenn, so hat sich der Zinnflus als baldt mit der sohl vermischt, [gestrichen:
d] Wann aber der Saltz bronn vf den gries ausgezogenn wirdt, so hat der Zinnflus eittell wilt wasser geschmackt, vnnd dieweil die Pfenner starck da gewest, hat mann sich verglichen das sie ein ausschos aus Ihnenn machenn, wolten wir vnns als morgenn mit Ihnenn vnterredenn, vnnd samptlich rathschlagenn, wie dem werck geholffenn werdenn möchte, Ist also geschlossenn, vnd das wir morgenn Sonntags frue zu funff vhrenn im augennschein, wieder beysammen sein woltenn,
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 115 werck, Sonntags den 15. Junij Morgenns zu funff vhrenn ist der Pfenner ausschos beim Saltzbronn erschienenn, Nemblich her Wilhelm Prediger Dechannt1 zu Heiligennstadt, Johann Schaffnit der Elter, Johann Wiedennstein3, Thias Thorey2, Johann Schaffnit der Junger, Bernnhardt vnnd Hanns v Wallis4, Vnndt vonn Werckleutenn, vnnd Werckverstenndigenn der Baumeister vonn Ziegennhain, Hanns Scheltpach, Jacob vnnd Gall Richter, zwene Zimmerman, Meister Hanns v Wetzell5, vnnd Meister Hans Lichtenaw, Habenn vnns vnterredt, das werck besichtigt, vnnd berathschlagt, Wie vnnd durch was mittell könnte oder möchte der Zinnflus der Wildenn quell, gefast, vom Saltzbronn bracht, vnnd in die abzucht gefurt werdenn, Vnnd ist nach gehabtter vmbfrage, vnd der werckleute genommen bedacht, geschlossen, vnd einmutig beiderseits bewilligt,
Das in der abzucht ann der altenn fassung, gleich Jegen der Wildenn quell, da mann anngefanngenn zu senken, vollennt zu stundt Ingesennkenn soll, so tieff die noturfft erfordert, damit mann sehenn könne, ob sich der Wilde quell daselbst ereugenn1, vnnd auch wie tieff die alte fassung im grunde des gries Ingesenckt vnnd gesetzt sey, darnach mann sich mit der neuen fassung, vnnd sonnst mit verordenung der wildenn quell zurichtenn hatt.
Vnnd dieweil es heut Sonntagk vnnd die sennker zu Apteroda2 sein, So soll Gall Richtter die zwene sennker so mehermahls alhier gewesenn, morgenn frue hier bringenn, vnnd gleich vnter sich sennkenn lassenn so tieff vnnd weidt, wie das vonnötenn sein will Vnnd da mann daselbst den Zinnflus wildt wassers findet, vnnd der nit selbst in der abzucht Inns gewelbe fliessenn wolt, So were besser vnnd nutzlicher, den vier oder funff schue mit sompenn zuhebenn, dann souiel holtz zuuersiedenn,
Vnnd soll das Senncken zwischenn hie vnnd Donnerstags geschehenn, dabey sollenn sein Johann Nordeck1[?], Valtin Schuldt, Scheltpach, Wiedennstein2[?], Thias Thorey, vnnd Gall Richtter, Vnnd sollenn die verordenntenn nehist Donnerstags aller wieder zum Bodenn bey einannder sein, Montags den 16.
dinstags den 17. } Junij Mitwochenn den 18. Habenn die Senncker vom Bergkwergk, auswenndig der altenn fassung in der abzucht, vnter dem drittenn Lichtloch zugesenckt, vnnd stehet die alte fassung sehr tieff, Habenn aber des Verrwassers3[?] halbenn nit vnter sich kommenn könnenn, Darumb ist solcher Schacht wieder zugefult, darnach habenn sie allenn Schlam vf den Kreß oder gries vmb den Saltzbronn zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn ausgehaspelt.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Nordeck — Name, Anfangsbuchstabe unsicher
Z. 3: Wiedennstein — Anfangsbuchstabe W/R unsicher
Da hat mann die Wilde Wasserquell oder ader benebenn dem Saltzbronn gegenn dem drittenn Lichtloch starck fundenn, Vnnd damit die vom Saltzbronn bracht vnnd abgesondert wurde, Hat mann ann der Wilden quell her starck Bolenn in einannder gespundt funff schue tieff Inrammenn lassenn, also das dieselbe quelle allein fleust, wirdt mann furter besser fassenn, das die mit zu den gutenn adernn in Saltzbronn kommen kann, Donnerstags den 19.
Junij Ist der Saltzbronn geöst1, vnd hat mann gesehenn, dieweil die wilde quell gesondert das der Zuflus im fasse des Saltzbronns nit so starck wie zuvor gewesenn, Vnnd seindt die verordenten heut wieder beyeinander annkommenn zum Bodenn, Freytags den 20.
Junij ist geschlossenn, das der Zimmermann die neue fassung weitter machenn, vnd noch vier Seulenn, zu den sechzehenn seuln Inschiessen soll, also reicht dieselbige fassung vf vier schue nahe ann die alte fassung, vnnd soll die abezucht
darzwischenn Inn den vier schuenn weit gerings Innwenndigk vmbher gehenn, Sambstags den 21 Junij hat der Zimmermann die abreissung gemacht, wie das werck gefast werdenn soll, das er dann also fertigenn soll, Vnnd mögenn die verordenntenn zu Hause ziehenn, bis das sie wieder beschriebenn werdenn, Vnnd soll Lichtenaw Sechzigk wagenn holtz, Vnnd Beylstein1 vierzigk Krombling2[?] furenn, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 122 werck Vnnd habenn die Böder bekanndt, das sie in sechzehen stundenn zulassenn vnnd Saltz machenn, Wie wir das warhafftig fundenn habenn, Sonntags den 22 Montags den 23.
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 124 werck, Sonntags den 29 } Junij Montags den 30. dinstags den 1 Mitwochenn den 2 } Julij Zimmerleut vnd thonDonnerstags den 3 greber gearbeit vnnd Freytags den 4.
Ire arbeit alle fertig geSambstags den 5 macht, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 128 werck, Vnnd ist den erstenn Julij gelegennheit des Saltzwercks vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn annzutragenn1, Reinhardt Abeln2 Pfennigmeisternn Bericht geschehenn, also.
Mein freundtlich dienst, vnnd alles guts zuvor Erbar vnnd achtpar besonnders guter freundt, Euer mir Jungst gethann schreibenn, am dato den 143 Aprilis des Jars haltenndt, das Saltzwerck betreffenndt, Hab ich alles Innhalts verlesenn, vnnd ist vermöge derselbigenn Johann Nordeck4[?] am Mülewerck
seligenn stadt, aber Itzo erst in acht tagenn, vf mein stetigs annhaltenn, vf ewer schrifft verordenet, wirdt vnnbeschwert sein, allenn muglichenn vleis annzukerenn, Vnnd damit Mein gnediger furst vnnd herr wiße, wie es Itzo mit dem Baw am Saltzbronn stehe, So will Ich Euch nit verhaltenn, das vonn wegenn Sfgl.
Zu solchenn Baw Hermann vonn Hundelshausenn, Johan Nordeck1[?] vnnd Valtin Schuldt, nebenn mir, vnnd dan etliche vonn der Pfenner wegenn verordennt sein, Habenn nun darann Inn die zehennde wochenn arbeiten lassenn, vnnd Gott lob den schadenn fundenn, das ein starcke quell vnnd wilde wasser ader vnnder dem Sam2[?] Inn Saltzbronn gebrochenn, die habenn wir abgesondert, Vnnd da die Böder vormahls dreyssigk stunde ann einer Pfann Saltz gesottenn, da siedenn sie Itzo nit lennger denn Sechzehenn stundt, vnnd hoffen noch mehr besserung, Wirdt ein mercklichs ann holtz erspartenn, vnnd Zutragenn, zu dem habenn wir noch zehenn oder zwölff guter Saltzadernn im
Sam1[?] fundenn, die vormahls im Saltzbronn nit gewesen sein, Vnnd werdenn die Zimmerleut, der wir Itzo achtzehenn ann der arbeit habenn, diese wochen fertigk, das wir alle gute Saltzadernn fassenn, vnnd die wilden quell davonn bringenn wöllenn, das Gott lob, nunmehr kein zweiuell oder gefahr darbey ist, dann wir wollenn mit Gottes hulff, Erger, besser, vnd nit vbell erger machenn, damit ihr auch Hochgedachtenn mein gnedigenn furstenn vnnd Hernn, dester besser berichtenn könnt, So schick ich euch Innliegennde abgerissenn, Wie die newe fassung gemacht, vnnd das alte fas ganntz hinwegk gethann werdenn soll, dann vnter den schwellenn des alten fasses quellenn die bestenn Saltzadernn, Vnnd habenn in vorigenn Zeitenn die altenn das Itzige fass darumb so enge gemacht, das vielleicht sie nitt mehr Sohl habenn wollenn, Was vhrsach ist leichtlich zuerachtenn, aber wir habenn im Erdreich, ein alte fassung, funffzehenn schue weidt, gerings vmb den Itzigenn Saltzbronn fundenn, da
vonn kein mennsch gewust, auch der Pfenner Buch davonn nichts meldet, das mann Itzo bessern grunde im Saltzbronn, vnnd darumb hero, dieweil wir solchs mit Pompenn haltenn vnnd ausösenn könnenn, trockenn gehenn könnenn, vnnd ist so gros siedenn Itzo in zeit des Baues als vor nie gewest, gemeinlich die wochenn Hundert vnnd etlich Pfannenn saltzes werdenn gesottenn, also das kein werck des Baues halben verseumpt wordenn, vnnd dieweil diese newe fassung nun vonn wegenn Sfgl.
vnnd derselbenn Erbenn desto weniger heraus bringenn, Solches wolt ich euch vor ein gute botschafft, meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn annzuzeigenn, guter meinung nit verhaltenn, vnnd wolt Gott der almechtigk, das ihr mir wiederumb die erledigung Sfgl.
Julij Anno 50. E. W.2 Jobst Berber3[?] vom Hombergk Saltzgreue zum Bodenn, An Reinhardt Abeln Pfennigmeisternn, Sonntags den Sechstenn Julij darauff nachvolgende anntwort Innkommenn, ann Johann Nordecken4[?], vnnd Jost Berbernn5[?], beide Saltzgreuenn zum Boden, Mein ganntz geflissenn, willig diennste, vnnd alles guts zuvornn, Hochachtparnn, Gunstige liebe Hern, Was ihr beide des Saltzbronns halbenn zu Allenndorff im Bodenn, mir geschriebenn, Hab Ich zu hanndenn bekommenn, vnnd alles meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anngezeigt, darab dann Sfgl.
euch vertrawenn, Wo auch muglich sollet ihr darann sein, dieweil die sohl gebessert, vnnd mehr dann zuvor vor augenn, auch die Böder Itzo ein werck in — 16.
stundenn, da sie zuvor — 30 gehabt, ab siedenn könntenn, das noch ein Pfann Itzo mehr dann zuvor gesottenn, vnnd aus bereitet werdenn müge, Welches Ich euch zur wideranntwort eröffnenn sollen, denenn ich mit meinem geringenn vermügenn alzeit zudienenn gutwilligk, Datum Mecheln denn 10.
Julij Anno 50. E. A. W.1 Reinhardt Abell Pfst2[?] Montags den 7 Julij seindt die verordenntenn Bawherrnn zum Bodenn aller beyeinannder wiederumb annkommenn, annzufahenn das new werck zusetzenn, dinstags den 8 Julij hat mann den gries vnnd den Saltzbronn hero verglichenn, vnnd ausgezogenn, vnd habenn hart am Saltzbronn, noch ein starcke quell wilt wassers fundenn, die auch vnnter den schwellen
des altenn fasses in Saltzbronn geflossenn, Hatt mann das alte fas daselbst verstopfft, den Saltzbron ganntz trockenn geöst, vnnd fundenn, das der erste Innflus ganntz gering wordenn, Mus dieselbe quell auch gefast, vnnd vom Saltzbronn bracht werdenn, Vnnd habenn etlich beglaubte Böder bekenndt, das sie Itzo vber — 14 stunde nit siedenn, so siht man auch Itzo augennscheinlich am siedenn, am zulassenn, vnnd das viel holtz ersparet wirdt, Darumb haben wir heut die Sohl im saltzbronn probirt, vnnd helt zu einer Pfann Neun fuder, vnnd ist die Sohl in hundert vnnd mehr Jarenn nie so gut vnnd gesundert gewest, wie Itzo Gotlob, Es ist auch heut das newe werck vf den Saltzbronn gefurt, der grundt zur schwellenn zugerichtt, vnnd anngefangenn wordenn, die fassung zusetzenn, vnnd geschlossenn, das die newenn schwelnn, eins schuchs tieffer in gries gesenckt, dann die schwellen am fas des Itzigenn Borns liegenn, Mitwochenn den 9.
schue weit Pfele vnnd Bolenn Inngeschlagenn, zusehenn wie tieff die alte fassung gesetzt sey, Hat man funden, das die alte fassung vier schue tieffer im gries stehett, dann der Itzige alte Saltzbronn, Es ist aber das wilde wasser so gewaltig vnnd starck kommenn, das das loch vnterm vffm1 gries, da die alte fassung wendet, mit Thonn verrennet, vnnd darauf wieder zu stundt mit Gries zugefult wordenn, Heut ist der Lanndtvogt zum Bodenn annkommenn, vnnd die nacht alda verharret, Hat den Baw vnnd alle ding besichtiget, vnnd gerathenn, mit tieffer zusenckenn, noch zusuchenn, Inn zwölff vnnd dreyzehenn stundenn, habenn die Böder diese nacht gemeinlich zugelassenn, wie Hans Kremer der Sohlmeister offenntlich bekanndt.
Donnerstags den 10. Julij hat Meister Hanns der Zimmermann, die schwellenn zur newenn fassung gelegt, vier schue weit, vonn der eussersten altenn fassung, vnnd so tieff wie Itzo der Bodenn vnnd grundt im altenn Saltzbronn ist nach der schradt2[?] wegenn, vnnd nach der Wasser wegenn, Inn der Runde ganntz
gleich gelegt, bis ann die newenn gefundenenn Saltzädernn, Vnnd vnter den schwellenn hatt mann zu erst Moß1[?], darin aschen vnnd sanndt geschut, darauf aus vnnd Innwenndigk ann den schwellenn grobenn Kies gethann, vnnd den grabenn darin die schwellenn gelegt, damit wieder zugefult, vnnd hat mann mit den Pompenn die Sohl aus dem Saltzbronn, vnnd alles wasser was auswenndigk vmb den Saltzbronn, vnnd durch die altte fassung oder sonnst kommenn ist, alles ausgeöst, das mann trockenn hat hanndelnn, vnnd darin gehenn könnenn, Ist auch mit hartenn Kies wiederumb gefult vnnd verglichenn, Mann hat auch in ausösung des Lochs ann der altenn fassung fundenn, das vnter dem hartenn gries ein kleiner schwartzer triebsanndt gewesenn, Dadurch wir den grundt zuerfahrenn, mit einem langenn Eisernn Börer, Inn die funff schue tieff vnter das loch geboret, aber nichts dann sanndt vnd viel waßers gespüert, das keins wegs zurathenn,
Freytags den 11. Julij seindt dreyzehenn lannger seulenn Inn die Schwellenn, der seindt auch dreyzehenn stucke wohl in einannder vernagelt vnnd Inngeraumbt1[?] gesetzt, darin die Riegell vnnd bretter Inngeschnittenn, also das Jedes breth Inn beide seulenn Inngesenncket vnnd wohl vernagelt wordenn, vnd ist Jede sauhl achtzehenn schue lanng, stehenn vnnten Inn den Schwellenn Inngezapfft, vernagelt, habenn obenn in die mures2[?] verbundenn vnnd vernagelt, vnnd darzwischenn zwene Riegell gleich darin getheilt, vnnd dann die bretter zwischenn den Riegell wohl vf einannder gefugt.
Vnnd ist heut das alte eußerste fas vom neuen gestrebt, wie dieselbenn strebenn ganntz Innwenndigk daran gespont vnnd vernagelt, sollenn fur vnnd fur bleiben, vnnd Itzo die erstenn strebenn wederumb abgethan wordenn, damit die neue fassung vngehindert derselben könnt gefertigt werdenn.
Sambstags den 12 Julij hat Meister hanns der Zimmermann die neuenn strebenn vollennt aller gefertiget, vnnd mit Irenn tragenndenn kropffenn, an des altenn eußerstenn fasses seuhlen genagelt, darnach in die seuhlenn der neuenn fassung die bretter vnnd Riegell vonn obenn herab zwerch vber mehrertheils Innbracht, Vnnd habenn heut die Herrnn abermahls den Saltzbronn ganntz truckenn ausösenn lassenn, das man mit hohenn schuenn truckenn darin ganngenn, vnd die Saltzadernn darin Jede in sonnderheit schmacken könnenn, darnach die zwo wildenn quellenn, so sich mit sohl vermischt, vnnd zuuor ganntz wild wasser warenn, außerhalb vnnd hart am Itzigenn Saltzbronn nebenn adernn, nach dem ort zu, da hieuor die schwenngell gestanndenn habenn auch ausgeschöpfft vnnd noch fundenn, das sie vermengt vnnd nit so gut als die im Saltzbronn.
gemacht werdenn soll, das solche beiden quelnn daraus kömenn gelassenn, vnnd sonnderlich allein gefast, vnnd vertennet werdenn, Darumb müssenn die Solenn1[?], so darnebenn Inngeraumbt, ganntz tieff Inngetriebenn, oder abgehauenn werdenn, das sie ann solcher fassung nit hindernn, kan mann die nach gehalter proba nutzlich brauchenn, oder da mann der noturfftigk, so that mann die, Will mann aber die nit brauchenn, so magk mann die stiegenn, vnnd Inns gewelbe fliessenn lassenn, Bedennkenn2[?] der Verordentenn ist in Rath beschlossenn, das mann aus allerley vhrsachenn halbenn bey diesen Itzigenn arbeiternn bleibenn, vnnd keine vonn Cassell weitter hier fordernn soll, Da es aber ann Person, oder arbeiternn manngell wurde, So soll mann die Söder, dieweil die in keine frembde gehenn durffenn, vmb einannder, vnnd wer sonnst ankömpt, aus diesem Lannde, vmb den taglohnn wie der Itzo gegeben wirdt, arbeitenn lassenn, Mitt zurichtung des Osegezeugs3[?] der pompenn, ventil,
stanngenn vnnd annders, habenn die Herrnn beuolenn, dasselbe alles duppell zuzurichtenn, vnnd sollenn zustunde zum ösenn vier neue Rörenn gesetzt werdenn, wie Christoffernn dem Saltzwartenn, vnnd dem Zimmermann anngezeigtt, vnnd sie vnterricht sein, vnnd sollenn daran nichts manngelnn lassenn, damit wann das alte Saltzbronn fas abgebrochenn wurdet, das mann als dan alle Sohl vnnd wasser, ganntz vnnd gar ausösenn könne, Weitter Vertagung vnnd Abschiedt.
Vff schierstenn donnerstagk den 17. Julij sollenn vnnd wollenn die Herrnn wiederumb bey einannder zum Bodenn ankommenn, außerhalb Valtin Schuldt, dieweil der zu Saltza sein mus, vnnd mitler zeit soll der Zimmermann das Itzige neue faß im Zirckell vollennt fertigenn, so soll die abzucht Innwenndigk vnnd auswenndigk so weit die strebenn des neuenn fasses darin reichen werdenn, genntzlich bis vf den gries ausgefurt werden.
Damit der Zimmermann solch neu werck vollent könne setzenn, vnnd fertigenn, vnnd darbey soll mann vleissigk annhaltenn, vnnd zusehenn, das auch der Zimmermann den Bergk, die Bodenn, vnnd was sonnst die noturfft erfordert, gnugsamb vnterschlage, vnnd dermassenn versehe, das kein schade oder nachteil enndtstehe.
Darnach soll das alte fas des Itzigenn Saltzbronns gantz vnnd gar ausgezogenn, die Saltzadernn darin vnnd vnnter den Schwellenn besichtiget, versucht, vnnd probirt werdenn, vnnd darnach zuberathschlagen, wie die Innerste neue fassung des neuenn Saltzbrons am aller nutzlichstenn vnnd bestenn, könne oder müge zugericht vnnd gefertigt werdenn, Mehr Bauholtz zubestellenn, Ist mit dem Lanndtknecht zu Beylstein geredt, soll nechst Mitwochen dreissigk fuder, so am Kauffunger walde, vnnd Wolffberge gefelt vnnd beschlagenn, gewißlich herfurenn lassenn, soll vf Jede fuhr — 6½ alb.
gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner, auch vermuge der altenn Constitution, aus Iren weldenn, zum Bau des Saltzbronns, wie sie schuldigk sein, zimblich notturfft Bauholtz verordtnenn, vnnd zulassenn, Ist Irenn verordentenn anngezeigt, Wollenn solches hinder sich bringen, vnnd versehenn sich, es werde darann kein manngell sein, Doch mus solchs in nechstkunfftigenn gutenn Wedell, vnnd altenn Mone gefelt werden, Dann vonn wegenn ffgl.
zu solchem Bau Inn die —1 stuck holtzes gros vnnd klein, alhier verschafft sein, Vff diese neue gebeue sollenn zu ausbringung der Sohl, keine pompenn oder kunste gesetzt werdenn, Sonndernn ist vor nutzlich vnnd gut anngesehenn, das mann die Sohl daraus in einer Rennenn wohl verdeckt, durch den Tam in ein kubenn, das außerhalb der altenn fassung, nach der Stadt zu, etwas tiefer dann die fassung des neuenn Saltzbronns Inngesennckt, wohl verrampt, vnnd verwart, daraus
die Sohl zum siedenn zulanngenn, Will sich dann darzu das Itzige fas des Saltzbronns vf das kuben zusetzenn schickenn, So hat mann das zugebrauche, vnnd darauf zusetzenn, wo nit, so soll mann das vom neuenn nach notturfft machenn, vnnd setzenn lassenn, damit der neue Saltzbronn aller dinge zugebauet, wohl verwart, vnnd vnbeschwert bleibenn könne, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 110 werck Sonntags den 13.
Mitwochenn 16. } Julij Donnerstags den 17. Freytags den 18. Sambstags den 19. Julij Ist die abzucht aller ausgefurt, bis vf den gries, vnnd hat der Zimmermann die eußerste alte fassung in den viertenn Schuch abge
schnittenn, vnnd gerings vmbhero, obenn mit neuen Pinstenn1[?] Inngezapfft, vnnd auch wo vonnötenn, mit bretternn gebessert, vnnd wohl verfast, darnach die schwelnn ann der neuenn fassung so sich strebenn, bis die helfft ann die abzucht, vnnter den vmbganng zu grunde gleich nach der wegenn gelegt, die Riegell vnnd bretter Inn Jedes feldt, zwischenn zweienn seuhlenn Inngeschlossenn, vnnd obenn versimpst, das also dieselbe neue fassung Inn Zirckell, vnnd was in die abzucht reicht, diese wochenn gefertigt ist, Vnnd ist der neuen gefundenn Saltzadernn halbenn, so sich hart ann der altenn fassung ereugt, nach der kirchenn vnnd dem Berge zu, damit die auch in rechtenn Saltzbronn kommenn, mitgefast werden, diese fassung nit ganntz in Zirckell, sonndernn gestrebt, hinter die alte fassung bis in den vmbganngk der abzucht gesetzt wordenn, Hat zusammenn — 24.
Diese wochenn seindt gesottenn ————— 134 werck Sonntags den 20 Julij gefeyrt, vnnd habenn die Hern die Wochenn vnnd amptsrechnung vom Bau vnnd Saltzwerck gehört, vnnd vnterschriebenn, vnnd nach dem die Renne vnnter dem Tam im Sohlgrabenn, da die oberste brucke sein soll, verstopfft vnnd verschlempt, das sich das wasser gestauet, vnnd kein Sohl vorm Gewelbe gehabt hat, Ist dieselbe Renn vfgeraumbt, vnnd der fall vorm Gewelbe wieder erlanngt.
Darumb notwenndigk vnnd fur gut anngesehenn, das als balde muglich, daselbst hin die vierte steinenn bruckenn vber den Sohlgrabenn also gemacht werdenn soll, das mann in Zeit der fludt, eine Schleuße oder Schosgatternn, wie ann einem tische dauonn zuschiessenn, vnnd das wasser was durchs gewelbe kömpt, die zeit der fludt mit pompenn haltenn könne, Damit die Werra oder wilt wasser sich nit in Saltzbronn staue, noch denn neuenn Beuenn schadenn thue, vnnd sollenn die fuhrleute in der Stadt, steine darzu zu
führenn, anngesprochenn werdenn, Montags den 21. Julij zu morgenn ist Valtin Schuldt wieder alhie ankommenn, hat meister hanns der Zimmermann die neue fassung wohl vernagelnn lassenn, vnnd den letztenn Rinck vf den seuhlenn in der abzucht auch Innbracht, vnnd habenn etliche Söderknechte gesagt, wo das siedenn vnnd sonnst die Winnung1[?], wie Itzo also bleibenn, woltenn sie keine Goltschmidde daruor sein, dann etliche bekenndt, das sie in 11.
stundenn zugelassenn habenn, Die vier pompenn, damit mann den Saltzbronn hatt Jederzeit ösenn könnenn, seindt heut wiederumb aus dem Saltzbronn gethann, darnach die vier alte seulenn, ann der altenn fassung, so der neuenn Saltzadernn halbenn, Itzo in die neue fassung bracht, vber den neuenn strebenn, Inn der mitte vom grunde in die höhe abgehauenn, vnnd daselbst mit neuenn Pinstenn2[?] gefast, dann dieselbenn seulen
obenn aus ganntz Morß vnnd baufelligk gewesenn, seindt aber vnntenn der neuenn strebenn halben stehenn bliebenn, So ist obenn die neue fassung auch Jegenn dem Berge gestrebt, Damit dieselbe fassung dem Berge dester besser halte, vnnd auch die strebenn dem Simbs1[?] vf der altenn fassung gleichformig werde, aber die altenn dielenn ann derselbenn eußersten fassung, zwischenn dennselbenn vier seuhlenn, seindt vffm gries abgehauenn, vnnd im grunde stehenn sie noch in den funfftenn schuch Inngeraumbt, Dinstagk den 22.
Julij ann der altenn fassung vollennt obenn gesimbst, vnnd ist die alte fassung abzucht hinder der neuenn fassung Jegenn dem Berge, vnntenn vfm gries mit aschenn zimblich tieff vnnd vnnder der Schwellenn mit Moß gefult, Darnach vf die aschenn ein Tam vonn gutem wohlgemachtenn vnnd bereitetenn Thonn, sechs schue hoch hart vf einannder geschlagenn, dauonn das wilde wasser, vnnd alles Innfallenndt wasser, Inn das gewelbe fliessenn könne.
Mitwochenn den 23 Julij ein neues Osegezeugk1[?] vonn dreyenn köpffernn Rörenn gesetzt, zum weildenn wasser dasselbe zeucht vnnd helt solchs alles wohl, das mann allennthalbenn truckenn handeln vnnd wanndernn kann.
Denselbenn morgenn berathschlagt, vnnd einmutigk geschlossenn, das die Innerste neue fassung, so der rechte Saltzbronn sein soll, vfs aller furderlichst, wie mann sich verglichenn, vnnd das muster dauonn ausweiset, viereckig zugericht, vnnd gefertigt werdenn, also das die seuhlenn der Itzigenn erstenn neuenn fassung, oben in der höhe gleich, vnnd drey schue weit, vonn einannder, vnnd vonn vnntenn heran, darzwischenn halb lannge seuhlenn, darin derselbenn lennge gleich der geschnittenn eichenn dielenn Inn drey Zolle dick, Inn die höhe vom grunde des kies zwelff schue hoch herauff in beide seuhlenn, Jeder zweyer finger breit, Inngesenfft, darauff wohl verriegelt, vnnd dann vonn obenn herab zwerch vber dielenn vnnd bretter Inngeschlossenn Inn zwo seuhlenn,
die die höhe habenn, vnnd das alwege die dritte seuhlenn in der mitte halb so hoch sey, vnnd so ganntz aus die neue fassung, vnnd sollenn zwischenn den beiden hohenn seuhlenn, so vngefehrlich drey schue weit von einannder sein, vnnd dann darzwischenn die halbe seuhle Inn die lennge, wie ann der Itzigenn erstenn neuenn fassung, die Bretter wohl vfeinannder verfuget werdenn, Darnach dieselbe fassung ebenn wol vnnd vfs vleissigst zufastenn, vnnd mit starckenn Rimbsenn vnnterlegenn1[?], Vnnd zusolcher arbeit sollenn die dielennschneider, so wir vom Eichsfelde habenn hier holenn lassenn, sauiel eichenn höltzer schneidenn, wie Meister Hanns der zimmermann Ihnenn anngibt, vnnd von nötenn sein, So habenn die Herrnn mit denselben Schnitternn gedingt, das mann Ihnenn alwege von vier ehlenn eins schnidts einenn Margenn grosch zuschneidenn gebenn soll, So sollenn die zwo neben adernn ausserhalb, vnnd ann dem Itzigenn altenn Saltzbronn Jede insonnderheit mit Holtzwerck gefast
werdenn, also das die in die höhe steigenn, vnnd Ihrenn ausflus habenn könnenn, So mann dann der bedarff, oder notturfftigk were, kömt man die brauchenn, So nit, so möcht mann dieselben Inns gewelbe weisenn, vnnd hinlauffenn lassenn, vnd zu solcher fassung der zweyer nebenn adernn, wollen die beide Burgermeister Wiedennstein, vnnd Gerrÿ1[?] Heut dem zimmermann aus der Stadt Allenndorf gehöltze.
Julij hat der zimmermann den stuel vnnd gerüste zu ausbringung der sohl verruckt, vnnd dermassenn gefast, das mann das fas des altenn Saltzbronns könnt heraus lanngenn, Freytags den 25 Julij, vnnd Sambstags den 26.
das alte fas mit seulenn vnnd schwellenn ganntz heraus gelanngt, Darnach vier Pompenn zum Ösen, nebenn die zwo Rörenn, damit mann sohle zum siedenn lanngt, gesetzt vf die mitte der Saltzadern
vnnd dieselbenn aller Jegenn2 abendt geöst, hat mann Jede ader Innsonnderheit geschmackt, vnnd nachmals die wilde ader oder quelle, so sich nebenn dem altenn fasse zuuor erzeugt, auch allein geschmackt, Ist noch wie lautter wilt wasser gewesenn, darauf der zimmermann beuohlenn, die allein zufassenn, vnnd ist vns den Saltzgreuenn, heut volgennde schrifft vonn den Rethenn zukommenn, Dem Erbarnn vnsernn Besonndernn gutenn freundenn, Johann Vorderkenn1[?] vnd Josten Berkernn Saltzgreuenn, Vnser freundtlich dienst zuuor Erbarnn besonndere gute freunde, Es ist vnsernn gnedigenn furstenn vnd herrnn Lanndtgraff Philipsenn zu Hessenn anngelanngt wordenn, Es solle die Sohl des Saltzbronns zu Allenndorff etwas reicher wordenn sein, also das mann nue furter wiederumb sfgl.
wie ihr ab Innliegennder Copey, die ihr bey euch in vertrauenn bleibenn lassenn wollet, zusehenn habt, Welchs wir euch also vf beuelch hochgedachts vnsers G.
F. vnnd Herrnn nicht wollenn verhaltenn das dermassenn wie sfgl. begerenn zuuerordenen, vnnd ihr thut hierann sfgl meynung, vnnd wir seindt euch freundtlichenn zuertzeigenn geneigt, Datum Cassell am 24.
Das der Saltzbronn wohlgebauet höre Ich gernne, Wollet vf solch Saltzwergk gut vfsehenn haben, das recht mit gehanndelt vnnd vmbgangen werde, vnnd gut rechnung haltenn lassenn, vnnd dieweil die sohl so gut, so laht die vorigenn Bothe vnnd SaltzPfannenn auch siedenn, das meiner Pfannen wieder
viertzigk siedenn, dann ihr seindt etlich abgestelt, vmb der geringer sohl willenn, Dieweil sich die nun bessert, laht sie wieder aufrichtenn, Solt in alwege die — 40.
G. vnnd E. ann vnns Jungst gethann schreibenn, mit Inngeschlossener Copien vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn meinung, die dinge dermassenn vffm Saltzwercke, wie Irf.
Pfannenn vf Irer fgl theil im Saltzsiedenn gewest, vnnd noch seindt, auch dauonn vnnd ann der zale vmb der geringenn sohlnn2, noch annder vrsach willenn keine abgestelt, sonnst seindt etliche gebeue zu annder notwendigenn vnnd nutzlichenn geschefftenn vfgericht vnnd gebraucht wordenn, die noch furhanndenn, vnnd wo vonn nötenn, vber die 40 Bodenn auch darin Saltz zusiedenn, in kurtzer vnd mit weniger muhe anngericht werdenn könnenn, vnnd mugenn, aber sieder der zwischenn sfgl.
vnd den Pfennernn vfgerichtenn Location, hat mann vonn wegenn Irer f. gl. achtzigk vier Bodenn, in verwaltung vnnd Regirung gehabt, der seindt Itzo des Baues halbenn am Saltzbronn, vermuge der abschiede, vier abgebrochenn, das also Itzo noch fur vnnd fur achtzigk Bodenn im gannge seindt vnnd Irer Rinnung1[?] wochenntlich vnndrichtenn, Der aber wohl vonn nötenn, das noch zwey oder drey Bodenn, die den gebeuenn des Saltzbronns zu nahe stehenn, vmb der schwerenn last willenn, bey vnnd
abgethann wurdenn, habenns aber Itzo vmb des vnnkostenns vnnd verseumung des nutzens willenn, souiel muglich gewesenn, verschonenn vnnd annstellen mussen, aber nach fertigung Itziger gebeue, wollenn vnnd mussenn wir, die vier abgebrochenn Bodenn furderlich wiederumb vfrichtenn, vnnd in ganng bringenn, dan dieselbenn gehörenn den Pfennernn, die werdenn vns nit viel zeit darzu lassenn, haltenn albereit darumb ann, vnnd wollenn die eilenndt wiederumb erbauet habenn, wie dann geschehenn mus, kompt die zeitt der Location sfgl zum bestenn, Dergleichenn vnnd darbenebenn hat vnns auch Reinhardt Abell geschriebenn, Innsonnderheit also, So muglich, das noch ein Pfann Saltz oder mehr dann zuuor Jede wochenn gesottenn vnnd ausbereitet werdenn soll, Nun möcht es Itzo holtzes halbenn, wo die sohl also gut, wie Itzo zuerhaltenn, vnnd der sohl gnug sein wolte, weyl die sussenn quellenn dauonn gesonndert, ein zeitlanng durch etliche Söder geschehenn, dann gemeinlich lassenn sie Itzo in 13 vnnd 14 stundenn zu,
mussenn auch etliche vmb der kolenn willenn, dieweil sie so kurtz wenig vnnd mit souiel holtz wie zuuor versiedenn, vnnd nit viel kolenn machenn, das sie kein die Saltzgennße fachenn, vnnd ausbringenn könnenn, etwo zwo stunde lennger siedenn, dann sie sonnst, wo sie kolenn gnug hettenn, bedorfftenn, aber die Söder mussen gleichwohl zum sochenn, ausbringenn des saltzs, vnd das saltz zutrocknenn, vnnd den Sambstagk wieder zuzurichttenn, Ire zeit bey nahe solannge wie zuuor habenn, hat auch sonnst vielerley vhrsach vnnd bedenncken, das die Söder nit wohl mehr, dann die wochenn zwey wercke saltz zusiedenn erschwindenn1[?] könnenn, Darumb so mann ennderung vnnd neue Ordenung furnehmenn, vnnd die woche mehr wercke dann zuuor Inn der Bodenn siedenn solt, must solchs mit stadtlichem gutenn Rath geschehenn, dann die Location stehet vnnd weret noch funff Jar, darin schwerlich ennderung vorzunehmenn, vnnd wolte eins guten schlichts auch viel fasse vnnd Tonnenn, mehr dann mann Itzt habenn kann, vonnötenn thun.
Unsichere Lesungen
Z. 12: erschwindenn — Wort unklar, evtl. erschwingenn
Vnnd will also in einem Jare das Saltz mit Rathe vnndt nutzenn gesottenn vnnd verschliessenn sein, das die anndern volgennde Jare, auch gleichenn nutzenn, tragenn könnenn, Dann diß Itzige Jar aus sonnderlicher Gottes begnadigung, dem sonnderlich kaldt lager gemacht, sonnder alle wochenn, die zeit des bauens her, ein mergklich gros saltz gesottenn, auch zuuor nie kein Jar, dieweil auch das saltzwerck gestanndenn geschehenn ist, hat auch Gott lob einenn zimblichenn abgang, Darumb habenn wir Itzo albereit Inn die zwey hundertt Pfannenn saltzs vonn wegenn hochgedachts vnsers G.
F. vnnd herrnn, so liegenn bliebenn, vnnd nit abgangen, durch sfgl. Renndtmeister zun Bodenn, keuffenn, vnnd vfzumessenn beuohlenn, mussenn kostenn Inn die ij M.
guldenn, So will hinfurter in zeit der Tenderey[?] ausstellung bis nach Michaelis, souiel mehr saltz, was nit abgehet, auch den Södernn abzukeuffen sein, Damit sie im siedenn bleibenn, vnnd saltz im vorrath sey, darzu auch noch gelt gehörenn will, vnd ist darnach im wieder ausmessenn, nit geringer abgang, dann das Saltz fellet zusammenn, vnnd lest sich nit wieder
messenn, wie kornn, vnnd annder harte fruchte, das mann nit mit geringem schadenn Innenn wordenn ist, vnnd erfahrenn hat, Darnebenn so mussenn wir den Itzigenn Bau durch den Renndtmeister in Bodenn sonnder zuthun der Pfenner auch alleine verlegenn lassenn.
die zeitt der Location das ganntz Saltzwerck, vnnd furter darnach Irer fgl. theil mit Saltzpfannenn nach notturfft versehen sein mugenn, Ohne anndernn teglichenn schlies, was mangelhafftigk vnnd baufellig wirdt, zubessernn vnnd zuerhaltenn, Das auch gute Rechnung dauonn geschehenn sein, vnnd hinfurter geschehenn muge, Werdenn Cammermeister vnnd die Jenigenn so darzu verordennt, nebenn vns treulich vnnd zum bestenn mit vfsehenn, so soll es will Gott ann vnsernn Pflichtenn vnnd geburlichenn vleis auch nit manngelnn,
G. vnnd E. Rath vnnd bedenckenn, zum bestenn vnnd nutzlichstenn auszurichten wohl furnehmenn, Innsonnderheit, wo das siedenn mitt Gottes gnadenn vnnd habenn, wie wir genntzlich verhoffen, also reichlich bleibenn, vnnd mann nun vfs kunfftige Jar das vor ausganngenn vnnd bestehenn gebot, kein frembt saltz Inns Lanndt zufuhrenn erneuernn, es trage am Lanndt Zoll viel oder wenig abe, dauonn mit dem Cammerschreiber als dem Zollschliesser zurathschlagl1[?] vnnd zuredenn, Solchs woltenn E.
G. vnnd E. wir hinwieder zu bericht, wo vonnötenn dessenn hochgedachtenn vnsernn G. F. vnnd herrnn, wissenns dauonn zuhabenn zuuerstenndigenn, diennstlich guter meinung nit verhaltenn, denselbigenn vnsers bestenn muegenns vnnd vndrossenn wilfertig diennste zuertzeigenn seindt wir vrbuetigk vnd gantz willig, Datum Sodenn fur Allenndorff an der Werra den 5.
Pfann Saltz, Jede Pfann acht achteil, macht — 61440 achteil, Ist das achteil mehr dann ein Casselsch virttell, das ist ein gros saltz, vnnd speiset mann dieser Lannde zwey damit.
Besonnder guter freundt, Wiewohl ich euch Jungst den erstenn dis Monats Julij des Saltzwercks vnnd Itzo des furgenommenen Baues halben geschriebenn, vnd gelegennheit desselbenn, allerley bericht gethann habe, der zuuersicht, solchs sey euch nunmehr zukommenn, So hat doch der Stadthalter alhie mich heut einer schrifft vnnder annderm das Saltzwergk annregenndt lesenn
laßenn, vnnd mir beuehlenn, wie es Itzo darumb gethan sey, euch zuberichtenn, also woll ich euch nicht verhaltenn, das wir die nehist vergangenn woche die neue faßung, souiel in virtell gehet, wie ihr in der abreißung sehet, gesezt habenn, vnnd reumenn nu darzu1, das die annder faßung den neuenn gefundenn Saltzadernn daran auch gesezt werdenn sollenn, habenn auch vergangen Sambstags, wiewohl mit großer mühe, vnnd annhaltenn der vnsernn einmutig geschloßenn, das das faß am altenn Saltzbronn, gantz vnnd gar hinwegk gethann vnnd alle Saltzadernn neue gefast werdenn sollenn, Dann Got [gestrichen:
vnnd 13. stundenn gesottenn vnnd bereit, da die Söder zuuor 30. vnnd mehr stunde habenn siedenn müssenn, So sehenn wir auch, das viel holtzes allbereit gespart wirdt, vnnd gebenn die Söder auch Itzo sehr gute ladung vnnd recht mas, das das saltz wohl abgehet, Dann die nehist vergangenn wochenn seindt — 110 Pfannenn saltz gesottenn, vnnd wiewohl die führe vnnd annder leute mit dem haus zuschaffenn gehabt, So ists doch alles
Unsichere Lesungen
Z. 5: darzu — letztes Wort undeutlich
Z. 12: [gestrichen: [?]] — kurzes gestrichenes Wort
bis vf — 12. Pfannenn abgefurt, Wolt Gott das wirs also fassenn vnnd erhaltenn könnenn, aber wir wissenn nu den grundt vnnd alle gelegennheit, Solchs wolt ich euch auch guter meinung nit verhaltenn, dasselbe furter hochgedachtenn meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anzuzeigenn habenn, Damit was euch lieb vnnd dienst, Datum Cassell den 14.
Julij geschloßenn, das die Innerste neue fassung zum Saltzbronn — 20 werckschue lang, vnnd — 8 schue weit, die alte gute Saltzadernn begreifft, gemacht werdenn soll, allermassenn wie das muster dauonn abgerissenn ist, vnnd hat mann heut als aus einer Pfutschenn1 anngefanngenn zusieden, vnnd seindt die verordennte bauherrnn, heut aus furgefallenn ehesachenn, abgerittenn, Wollenn
wann sie beschriebenn werdenn, wieder kommenn, vnnd zun Sodenn sein, doch ist diese nachuolgennde schrifft mir Jostenn zukommenn, Vnnser gantzwillig diennst zuuor Erbarer vnnd achtbarer besonnder guter freundt, Wir wollenn euch nit verhaltenn, als wir gesternn, wie ihr gesehenn, das gefier im Saltzbronn gelegt, vnnd auch die Wilde adernn in der Rörn steigenn laßenn, vnnd nunmehr steth, wie mann daraus siedenn soll, bis das das faß gesezt wirdt, So habenn wir sampt dem Renndtmeister Christoffernn, Meister Hannsenn vnnd anndernn, das gefier des neuenn fasses eigenntlich nach gelegennheit der wildenn vnnd gutenn adernn abgezogenn, vnnd findenn das die weite am neuenn fasse im lichtenn, nicht weitter dann — 8.
werckschue, vnnd 20 schuelanng, zumachenn sein will, vnnd kommenn also alle adernn so gut vnnd nötigk sein, darin, dann wie solchs siedenn sich wie der meister sagt, vnnd wir selber sehenn vnd achtten, am allerbequemlichstenn schickenn wirdt, vnnd also mit meister Hannsenn, sein werck furderlich zumache[?]1, bescheidenn, dann mit der höhe vnnd art des fasses, habt
ihr bereit bericht, habenn wir euch also des wissenns zuhabenn, vnnd den anndernn bauherrnn Hermann vonn Hundelshausenn vnnd Johann Nordeckenn anntzeigenn vnnd zuberichtenn, guter meinung nit wollen verhaltenn, Da ihr aber ein annder bedenckenn oder meinung habenn wollet, des mustet ihr vnns alhie vfm augennschein selber zum allereilestenn berichtenn, Sonnst konntenn wir nit annders schliessenn, wie ihr nunmehr vfm augennschein sehenn werdett, vnnd seindt euch zudienenn willigk, Datum Sodenn, in eyle dinstags nach Jacobi Anno 50.
Valtin Schuldt, } sst.1 Johann Riedenstein Montags den 28 Julij, habenn die zimmerleute an der neuenn fassung zum Saltzbronn anngefanngenn zu arbeitenn, So hat der Meister vonn vier eichenn starckenn dielenn, ein fassung zum Saltzbronn gemacht vnnd vertennet2, daraus zusiedenn, bis die neue fassung gefertiget, darnach hat er die nebenn Wilde ader
gefast, vnnd versucht, das die in die höhe gestiegenn in einer höltzernn Rörenn, wohl mit Thonn vertennett1, desgleichenn die Saltzadernn darann, vnnd ist Jede insonnderheit wohl allein zufassenn, stehet zuberathschlagenn, ob die mit holtz oder steine sollenn gefast werden, Die anndernn tage dieser wochenn hat der zimmerman selb 12.
Augusti die herrn beschriebenn, alhie widerumb annzukommenn, Diese Wochenn hat der Zimmermann mit seinenn knechtenn die fassung gefertigt, vnnd seindt Valtin Schuldt vnnd Ich Jost hie zun Sodenn dabey gewesenn, Inn dieser wochenn seindt gesottenn — 125 werck, Sonntags Laurentij den 10 Augusti.
Montags, Dinstags, vnnd Mitwochenn, hat der zimmerman ann der neuenn faßung, vnnd auch dernebenn, die Rörenn, zu den zweyenn nebenn adernn, dero eine gut, vnnd die annder Wilde ist, in die höhe zusteigen
gearbeit, vnnd dreißigk stucke holtzes so die Stadt Allenndorff in Irenn geholtzenn gebenn, gefelt, Mitwochenn den 13 Augusti gegenn abendt seindt zun Sodenn annkommenn, Valtin Schuldt, vnnd Ich Jost Berber, Donnerstags den 14 Augusti die neue faßung vf vnnd bey den Saltzbronn führenn laßenn, seindt Junckher Hermann vonn Hundelshausenn, vnnd Johann Nordeck auch alhie annkommenn, Freytags den 15.
Augusti, hat meister Hanns der zimmermann die schwellenn, der neuenn Innersten faßung zum Saltzbronn gelegt, vf den altenn grundt des vorigenn Rundenn Saltzbronns, vnnd nach dem der grundt nach der Stadt zu etwas tieffer, dannebenn nach dem berge zu, da die neuenn Saltzadernn fundenn, gewesen, hat er drey stucke holtzes Creutzweis in einannder geschnittenn, Inngelegt, seindt zuuor mit Moß, vnd aschenn ausgefult, vnnd verstopfft, darauf die rechttenn schwellenn gelegt, vnnd dieselbe vnderste
schwelle nach dem berge, seindt vntenn die helfft abgehauenn, vnnd gelufft, Dieweil etliche gutte Saltzadernn sich darunter erzeugenn, das die vnuerhindert in Saltzbronn fliessenn könnenn, vnnd ist den tag aus durch die Söder die eine stunde vmb die annder gewechselt, die quellenn vnnd adernn gantz ausgeröst1, das mann mit ausgeschnittenn schuen trucken vff dem grunde vmb den Bodenn des Bornns allennthalben hat gehenn vnnd stehenn könnenn, Das der grundt des Bornns gleich wie der grundt in der Werra, vom Sanndt vnnd Kiesselstein ist, dadurch tringt sich die Sohl wie durch ein sieb hie vnnd dort allennthalbenn, vnd ein ader stercker dann die anndernn, darnach seindt die schwellenn gesezt, der ist — 26.
schue lanng, vnnd 12. halbe seulenn, gleich bretter die lenngst Inngetriebenn, Darauff dann starcke Riegell, vnd daruber eichenn Bretter Inn die zwerch vom obenn herab Inngeschlossenn, wohl vernagelt, Vnnd hat Juncker Hermann vom Hundelshausenn den erstenn nagell Inngeschlagenn, vnnd ist solchs alles Innt
Augusti, solch arbeit vollent gesazt, vnnd obenn mit seinenn Vmbsenn[?]1 verschlossen, vnnd vernagelt, seindt Creutzweis In einannder geschnittenn, vnnd mitgewalt zusammenn geschlagenn, Darnach ist ein starck geborte Eichenn Rör, dadurch die Sohle Inn die fassung, daraus mann siedenn, vnnd die Sohl kommenn soll, durch beide neue fassung Innge schnittenn, vnnd gelegt, vf beider fassung schwellen, wirdt vngeuerde die Sohl Inn die höhe drey schue steigenn, dann die Sohl treibt sich in die weitte vnd lennge, vnnd hat nu kein last Ist auch nu hinfurter mit den Eimernn nit zulanngenn, Dann durch die Rör soll die Sohl in ein annder faß lauffenn, daraus die zum siedenn gelanngt werdenn, soll etwas tieffer, dann diese fassung gesezt werdenn, vnnd ist der stein dauonn hieuor bey den neuenn Saltzadernn meldung geschehenn, einstheils abgeschlagenn, vnd das annder in der neue fassung liegenn bliebenn, aus
Vhrsachenn, das viell guter Salzadernn darumb her quellenn, vnnd wiewohl er sich bewegt, vnnd wohl heraus zuthun gewesenn were, hat man doch die sorge gehabt, das vielleicht darunter sich auch wilde quellen ereugenn möchtenn, darumb ist er liegenn bliebenn, vnnd ist die eine schwelle gleich darann, vnnd darneben Inngelegt, vnnd sendt die newenn Salzadernn in der mitte der newenn fassung, mit einem starckenn eichenn brete, da das alte fab[?]1 gewendt hat, vnnderschiedenn, fleust darüber alles zusammenn, dann man Jederzeit, wann der Born gelöst wirdt vnnderschiedtlich sehenn, Darumb soll der Vfgezeugk, wann man des nit mehr bedarff, verwarlich vfgehabenn werdenn, Jederzeit den zugebrauchenn habenn, Diese wochenn seindt ann salz gesottenn, vnnd ist kein Saldt2 lager dieser Zeit des Baues Vfrichtung halben gemacht, Ann Salz ———— 126 werck.
Augusti gefeyret vnnd wochenn rechnung gehalten, darnach gerathschlagt wie furter mit der temmung vnnd der fassung der newenn Adernn soll furtgefahren werdenn, Montags den 18.
Augusti Ist der grundt vmb den newenn Salzbronn, zwischenn beydenn newenn fassenn, gannz gesaubert vnnd gereiniget, vnnd alles was nit darann notwendigk zubleibenn heraus gezogenn, Damit der grundt vnnd kies desto besser zuuertemmen, vnnd hat der Zimmermann die gelegte Rore in der new fassung des newenn Salzbronns Inngeschnittenn, gannz gehebe, darnach das Vfgezeugk zugericht, vnnd eine starcke eichenn Renne, ann die mittelste new fassung gemacht, damit der Tam trocken im grunde könnt gelegt werdenn, vnnd soll solche Renne fur vnnd fur bleibenn, dadurch Jederzeit der Salzbronn geöst werdenn, vnnd kein abgang habenn könne, Mann hat auch vmb die newe fassung hero allenthalbenn viel quellenn durch einander gut vnnd böße fündenn, die dann mit dem Tam beschwert
Augusti hat mann das getemme in der altenn abzucht, oder vmbgannge wieder vffgenommenn, vnnd im grunde nach dem Berge zu starcke eichenn Rennenn gelegt, vnnd gestulpt, das der boden obenn Kommenn, darunter sich das wasser, so vom Berge fellet, oder vonn vntenn heruff quellet, nach dem gewelbe, vnnd der eusserstenn Pompenn ziehen soll, Inn solche Rennenn sein nach dem Berge souiel löcher gebort, darnach grobe stein darauf vnd darumb her gelegt, das das wilde wasser sich darunter hin vnnter die Renn ziehenn kann, vnnd ist wiederumb zwischenn denn Rennenn vnnd dem mittelstenn newenn fasse soweidt die alte abzucht wendt, vertembt, mitler zeit hat der Zimmermann die fassung zu den newenn adernn vollendt zugericht, sein zehenn starke, oder zwo starcke eichenn Rörenn zweyer ehlen hoch oder lanng, vnnd vntenn ein gefierdts mit dar
ann genegeltenn bretternn gemacht, der eine vf die gute Salzader, vnnd die annder vf die Wilde quelnn oder adernn, so starck vnnd eines arms dicke ist, gesazt werdenn soll, Vonn dem Vertemmenn.
Nach mittage hat mann anngefanngenn zuuertemmenn, vnnd erstlich die vnterschwellenn ausserhalb mit Mos, der vfs aller reinigst erlesenn, ganz vnnd gar gefült vnnd verstopfft, darauff viel aschen geschüt, darnach wieder moß, vnnd das mit sondernn gehauwenn Bretternn vnnd Hebbeumenn hinvnter gestossenn, vnnd darnach darauf aschenn geschüt, als hoch die schwellenn liegenn, vnnd bereit sein, also das das fas sonnder den Tam soll gehaltenn, vnnd nichts hin ein, oder heraus geflossenn, Volgennts fur dem Berge obenn ann der Oberstenn Wanndt anngefanngenn den Tam darüff zuschlagenn, vnnd so herumb gefahrn, bis vf die dritte, vnderste Eckseule, vnnd ann die vierdte Wanndt.
vnnd ist der thon, der gannz wohl vnnd mit allem vleis wie ein wachs gearbeit vnnd zugericht, vonn obenn herab Inn die tieffe vf dem grundt hart in einander gearbeit vnnd geworffenn, vnnd seindt zuuor alle fugenn, ann dem newenn rechttenn Salzbronn, mit obberürtem gelesenem Mos zugelegt, vnd wohl verstopfft, darnach durch sechs starcke manne der thon in einannder getrettenn, vnnd auch die Ror, dauon obenn meldung geschehenn, die die sohl in ein annder fas zum Ausschöpffenn tragenn soll, gannz wohl mit vleis vertemmet, vnnd ist mitler zeit der new Salzbronn fur vnnd fur geöst, So hatt mann die Söder anngesprochenn, die habenn den thon vff den Salzbronn gefurt, Jedenn halbenn tage — 20.
Personenn, vnnd vorthann vmbzugehenn, Inn dem hat der Zimmermann ann der vierdtenn wandt, vf der linckenn seittenn des newenn fasses, wann mann aus der Stadt zum Salzbronn gehet, da die gute vnnd wilde quelnn beyeinander sein, starcke eichenn Bretter Jedes ij ehlen lanng vnnten
aus gescherpfft vnnd gespizt, in einannder gespannt vnnd gestossenn, durch einenn schreiner gehebe zugericht, gleich ann dem fas des Salzbronns in den grundt Inngeraumbt, geschlagenn vnnd getriebenn, In der tieff vnndenn am Bronn bey nahe vf ein Schuch den schwellenn gleich, das [gestrichen:
so] desto weniger im grundt nichts aus oder Inn den newenn Salzbronn fliessenn soll, die gehenn obenn fur den Bergk, da die vierdte wanndt des fasses oder Salzbronns wendt, daselbst sein die Better nit so gar tieff, wie vnttenn am Born Inngeramet, dann der grundt daselbst viell hertter denn vnttenn gewesenn, dann der grundt vnntenn da die fassung des Salzbronns wendt, hat sich gleich wie ein gemohr, wann mann darauf trat, da er ausgeöst, bewegt, vnnd seindt zwischenn dem Salzbronn vnnd den Bretternn, die fugenn aller mit aschenn ausgefült, wie vf den anndernn seittenn mit moß geschehenn ist, Darneben ist die wilde quell eines arms dick, geht starck in eynem ganng vnntenn herauf aus dem grunde, vnnd
seindt gleich wie wasser in einem haffenn, oder kessell scheldt, Aber nicht wie die anndernn Salz adernn, vnnd stehet die wilde ader Inn der mitte vf der linckenn seittenn des fasses nach dem Berge zu, gleich darunter vngefehrde drey schue, Ist wieder ein gute Salzader, hat der Meister vf Jede ader ein eichenn stock oder Ror gesazt, darin Jede ader allein steigt, so hoch die Wilde in die abzucht, vnnd die gut ader in Salz bronn zubringenn ist, vnnd seindt beide, Jede Innsonderheit mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thon wohl vertemmet, Darzwischenn vonn dem newen Salzbronn bisann die erstenn Inngeraumpten Bolen, seindt auch Bretter zwerch vber in ein annder gespannt, Inn den grundt getriebenn, das Jede ader dest besser allein gefast werdenn möcht, wie dann geschehenn, vnnd ist in den stock, der die wilde ader fast, ein Rör Inngeschnittenn, hart verkeilt vnd verstopfft, geht durch das mittelste new fas, Inn die new abzucht, zwischenn demselbenn, vnnd den eussersten altenn fas, So hat der stock vber der gutenn Salzadernn zwo rörenn, der eine gehtt
Inn den newenn Salzbronn, die annder auch Inn die abzucht, das mann dieselbe ader in Salzbronn brauch, oder in die abzucht kann lauffenn lassenn, vnnd seindt gedrete stopffenn obenn in Jedenn stock hart Inngestopfft, wie ann der Rorenn im Salzbronn, Mittwochenn den 20.
Augusti hat Hochappell den altenn vmbganng vollendt mit den Rennenn, vnnd dem thon zugericht, So habenn die Söder den Thon bey den Bronn gefurt, aber der Zimmermann hat die Bretter vollendt gefertiget, vnnd zu der fassung der zweyer adernn zugerichtt.
Vnnd ist im grunde alles wohl verstopfft, vertemmet, vnnd verwart, das nicht in den newenn Salzbronn, noch auch nichts daraus fliessenn kann, dann in vfbrechung des altenn fasses, hat mann fundenn, das die altenn die Schwellenn, ann vier orttenn vff gelassenn, vnnd endtzwey geschnittenn, das alles was vmb dasselb fas gewesenn, sich darin ohn alle verhinderung, hat ziehenn konnenn, welches dan den schadenn Izigs Baues gemacht hat.
stunden zulassenn, vnnd da sie hieuor zu einer Pfann salzs zusiedenn [gestrichen: —] 2 Kübenn vnnd 2 tröge Sohl habenn versiedenn müssenn, dörffenn sie Izo nitt mehr dann ein Kübenn, vnnd die zwenn tröge voll sohlen, So habenn etliche mit Ihrer Lautter sohl ohn einige Beis[?]1 In 13 stundenn ein Pfann salz bereit vnnd zugelassenn, Donnerstags den 21.
Augusti getemmet, vnnd nach dem sich etlich Salzadernn vf der linckenn seitten des fasses, wie mann zum Salzbronn zugehet, zwischl2 den erstgeschlagenen Polenn, vnnd dem mittell fas, gleich Jegenn vnnd beider den zweyenn gesaztenn stockenn ereuget, Hat der Zimmermann vff dieselbenn adernn ein sondere fassung vnnd stock gesezt, hat ein Rör in die höhe, darin ein annder Rör schuch vber den gries gelegt, tregt die adernn in die abzucht, zwischenn dem altenn vnnd newenn mittell fas, darnach ist die new fassung des newen Salzbrons gering vnnd vmbher hart zugetemmet, vber die
Freitags den 22 Augusti den Thon bey vnnd vf den Bronn gefurt vnnd getemmet, vnnd ob kunfftiglich die Sohl abnehme, oder einich abbruch am Bornn geschehe, So hat mann alwege bey den dreyen stockenn am erstenn darnach zusehenn, vnnd damit das sonnder einich gefahr vnnd ohn grossen kosten geschehenn könne, So hat mann vnter vnnd vber denselbenn stockenn vonn dem Salzbronn ann die mittelste fassung zwerch vber starck eichenn dielen strebenn lassenn, vnnd die als hoch der Salzbronn ist in die hohe vf einannder hart Inngetriebenn, also das dieselbenn den thonn, vom vnttenn herann vnnd obenn herab fest haltenn könnenn, Darzwischenn kann mann Jederzeit, wanns vonnöten ist, den thon ausnehmenn, vnnd zu den stockenn gesehenn, dieselbenn Polenn oder Bretter habenn Iren enndthalt wieder den seulen beider fasse, das die nit weichenn könnenn.
der Zimmermann die kunfftige wochenn die fassung daraus die Sohl gelanngt werdenn soll zufertigenn annfahenn, wie zuuor dauonn geredt, damit der Salzbronn frey stehe, vnnd darauf gannz nichtts zuthun sey, vnnd soll solch fassung achterkig sein darin ein starck eichenn Kübenn, so der Böttener Meister Jacob zu allenndorff fertigt sechs schue weit, vnnd sechs schue hoch, vnnd da es nit hoch gnug, soll der Böttener noch ein Rumpff ohne Bodenn vonn dreyenn schuen hoch, darauff machenn, vnnd soll dann zwischenn der achterkigenn fassung vnnd dem Kübenn, auch bis obenn aus wohl mit gutem thon, zweyer schue weit vertemmet werdenn, bis obenn dem Erdtreich gleich, vnnd dann dasselbe mit eichenn dielen zuuerdeckenn, vnnd so baldt der thon aller Inngefürt, soll das loch zu solcher fassun gegrabenn werdenn, Darauff alle verordennte Herrnn abgerittenn, bis sie wieder beschriebenn werdenn, vnnd Vnrfftigl1 vncostenn vnnd zehrung zuuermeidenn, Sonntagk den 23 Augusti vollendt den Thonn
Inngefürt vnnd getemmett, vnnd habenn die Zimmerleute, die — 30 stucke holzes so die Stadt geben, im walde beschlagenn, sollenn zu wasser herab fur die Stadt geflöst werdenn, Diese wochenn seindt gesottenn ———— 101 werck.
Sonntags bartholomæi den 24 Augusti, vnnd die volgende wochenn, habenn die Zimmerleute an den strebenn, Inn den newenn Salzbronn, vnnd dem fas, das mann Pompenn, vnnd die Sohl lanngen soll, gearbeit, vnnd die strebenn den Sambstagk Innzubringenn anngefanngenn, hat sich aber damit verzöglet, bis vf volgenndenn Sambstagk, aus Vhrsachenn, das sich das new fas zwene finger breit vonn dem gewaltigenn temmenn zusammenn getruckt, Diese wochenn ann salz gesottenn ———— 89 werck.
freundt, Vff ewer Jungst Johann Nordeckenn vnnd mir, des Saltzwercks halbenn gethann schreibenn, habenn wir den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn zu Cassell schrifftlich anntwort vnnd bericht gebenn, wie sie euch ohnne zweiuel dieselbe vnnser schrifft werdenn vberschickt habenn, Daraus Jr Jtzige des Saltzwercks gelegennheit zuuernehmenn.
Dieweil aber nunmehr Gott lob die grundtbeuw des Saltzbronns, nehist verschienenn Freitags gefertigt vnnd die fassung des neween Saltzbronns, des mannß hoch vmbher wohl vnnd rechtschaffenn, mit nicht geringer muhe, sorge vnnd arbeit, verkommet vnnd gefurt wordenn, So ist nunmehr kein gefahr, oder sorglicheit mehr darann, dann mann gleichwohl fur vnnd fur die zeit des bawenns im siedenn bliebenn, vnnd keynenn Kaldtlager gemacht, vnnd werdenn wir nu1[?] die Beuw vber erdenn dermassenn vnnter dache bringenn, vnnd sonnst zu vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner nutzenn, also
fassenn, vnnd verbawenn, das solchs alles wohl vnd zum bestenn verwart sey. So habenn wir auch Got lob zu solchem Baw zimblich gut wetter gehabt, vnd ist bey denselbenn sorglichenn schwerenn gebewen, keinem mennschenn sonnderlicher schade geschehen, Gott der almechtig der verleyhe vnns fortann gnade, Dann nunmehr vnnser gnediger furst vnnd Herr vnd derselbenn Erbenn des orts wohl bleibenn werdenn, wo sie selbst wollenn, So ist es auch also gemacht, das mann Jederzeit sonnder grossenn kostenn, oder einich gefahr zum grunde wohl sehenn kann, wie dann will Gott sfgl.1[?] vnnd Jr sehenn solt, Solchs wolt ich euch guter meinung nit verhalten, daßelbe hochgedachtem vnnserm gnedigenn Fursten vnnd Herrnn annzuzeigenn habenn, vnnd euch freundtlich dienst zuerzeigenn, Habt ihr mich gantz willigk vnnd geneigt, Datum Cassell den 25.
Sonntags den letzten1n augusti, vnnd die wochenn Egidij ist der dreck vmb den Saltzbronn abgefurt, vnnd raum gemacht, das loch zu der nebenn fassung zugrabenn, hat der zimmermann ann derselbenn fassung gearbeit, Vnndt seindt diese wochenn gesottenn ——— 99 werck Sonntags den 7.
Septembris, vnnd die volgennde wocheten[?] das loch grabenn lassenn, hat der zimmermann den Kerck2[?] vmbher zufassenn, das gefierdts zufassenn, das gefierdts gemacht, vnnd gefertigt, zu achtecken3[?] zugericht, Dieselbe wochenn sein ann Saltz gesottenn.
——— 107 Werck Sonntags Exaltat: Crucis Mitwochenn den 17. Septembris, vnnd donnerstags zu morgenn, seindt die verordenntenn semptlich alhie zum Sodenn, beyeinannder wiederumb annkommenn, vnnd habenn nach gehabtem Rathe vnd bedenckenn geschlossenn, das der grundt zu dem faße,
daraus mann die sohl zum siedenn, Pompenn vnnd langenn soll, nit tieffer dann der grundt des newen Saltzbronns, ist gesucht vnnd genommenn wordenn, vnnd soll dasselbe faß vnntenn ein Bretternn Bodenn habenn, darauff die beidenn aderkubenn1[?] gesetzt soll werdenn, vnnd ist der grundt also tieff gesucht worden, vnnd dieweil mann vff ein schuch nahe die tieff erlangt, hatt sich viel wildt waßer ereugt, das mann durch die alte fassung vnnd die newe abzucht abgewiesenn, vnnd lest das mit den Pompenn vff dem wilden waßer halttenn, Mann hat auch vnttenn vff demselbenn grunde Taub oder bletter fundenn, das vor vielenn langenn Jarenn darin kommenn, vnnd ist das Erdtreich allennthalbenn annzusehenn, als sey es vor zeittenn dahin geschut, darumb ist der Bergk wohl gefast in acht Erbenn, mit dielenn gerings vmbher Jngeramet2[?].
Stadt herzu durch den gries im grunde sehr viel waßer zur seittenn herkommenn, seindt auch etlich viel adernn aus dem grunde vonn vnttenn herauff gequollenn, Ist aber alles wilt waßer gewesenn, vnnd seindt gantz vnnd gar kein Saltzadern funden, noch sich ereugt, darumb gewißlich die Saltzadernn vom dem gebirge, vnnd das wilt waßer aus dem grunde der Werra durch den Kieß herzu tringt, vnnd solch wildt waßer zuerhalttenn, hat mann zwo Pompenn zugericht, mitt denselben, vnnd auch darzu mit schopffenn hat mann den grundt trockenn geöst, Sambstags den 20.
Septembris seindt vf solchen grundt die schwellenn des achteckigenn fasses gelegt, darnach das Kuebenn so darin gemachtt vonn funff schue hoch vnnd sechs schue weit, darin gelassenn, vnnd ist der grundt zuuor sehr wohl mit aschenn beschut, darauf ein gute notturfft Moß gestrauwet, vnnd wieder mitt aschenn gefult,
darauff ist das Kuebenn gesatzt, vnnd wohl verstopfft, vnnd gehet die Rör1 aus dem newenn Saltzbronn in solch Kuebenn, daraus mann die Sohl zum siedenn langenn vnnd Pompenn soll, Dieselb Rörenn wechsel in der mitte, habenn daselbst ein starckenn Mißingenn Rost, Ist allennthalbenn mit keilenn wohl verplockt, vnnd verstopfft, vnnd kann mann durch die new abzucht ann den Saltzbronn vf der Rör[?] bis ann die achteckig klein fassung kommenn, vnnd Jederzeit zusehenn, Doch vmb der sorg willenn, soll aus dem grunde vmb die Rörenn, ann dem alten faße auch bis obenn aus, ein guter thon geschlagenn werden, damit mann, wo es von nötenn, Jederzeit vffreumenn, volgennts ist zwischenn dem Kubenn, vnd den achteckigenn schwelnn der grundt vf die Aschenn vnnd das Moß, mit gutem zubereytem thonn, der schwellenn gleich zuuertennen2[?], anngefangenn vnnd habenn die Söder das Ösenn an den Pompenn thun helffenn, vnnd den Thon vf den Saltzbron getrieben,
Darnach hat mann die acht seulnn Jnn die schwelnn gesetzt, seindt zwey verriegelt, vnnd2 mit Jngeschlossen bretternn vonn vnttenn vonn denn schwelnn an bis obenn aus, wie das erste newe mittelste faß gewesenn, vff einannder ausgefurt, vnnd oben mit steinen Dinchßenn1[?] wohl verwart, Jnn einannder geschlossenn vnnd vernagelt, Vnnd nach dem der abendt vnnd die nacht vnnd[?] vbereylet, hat mann volgennds Sonntags die Söder vnd alle Jnnwöner zum Sodenn anngesprochenn, die habenn gutwillig des morgenns fur der Predigt souiel thon vff den Bornn gefurt, vnnd auch damit in der eyle mit kleis3[?] getemmet, souiel es die notturfft erfordert, Derwegenn vf Jr bitlichs ansuchenn die Herrnn Jnen zwene guldenn fur ein faß biers, vnnd ein gulden fur brodt vnnd Keße zugebenn gewilligt vnnd verordenet, damit auch alle aschenn so sie zu solchem Baw gethann, bezahlt sein soll, Diese wochenn gesottenn ann saltz ——— 128 werck.
Sonntags den 21. Septembris alle Rechnungenn gehort, darnach gerathschlagt, was furter zu volnziehung der Bewe vorzunehmenn, vnnd geschlossenn wie volget, Der zimmermann soll zu stundt ann das Haus vnnd den Baw vf den newenn Saltzbronn, aller massenn wie das muster, so derwegenn abgerissenn, ausweist, vonn dem geschnittenn holtz furlegenn, vnnd vffs aller furderlichst fertigenn, sollenn die schweln vnd Rasen1[?] Jnn die leng — 28.
schue, die seulenn 10. schue hoch, Jedes feldt drey schue weit, Jn den Gibkelnn Jeglicher funff seulenn habenn, vnnd alles vonn den Buchenn dielenn mit Bretternn Jngespont zugemacht werdenn, darnach mit thuer vnnd zweyen fennsternn verschlossenn werdenn Darnach die strebenn zwischenn dem altenn eußersten, vnnd dem newenn mittelstenn faß, das die new abzucht sein soll, vntenn vf im grunde, eins schuchs hoch mit gries ausgefult, darauff schweln gelegt, vnnd seulnn — 10 schue hoch, das mann vffricht
darin gehenn könne, darin verstopfft vnnd aber auch verrigelt, darauff der starckenn Bretter zur strebe eins anns annder gelegt, vnnd zwey oder drey lichtlöcher darin zumachenn, wie die vorigenn altenn gewesenn, vnnd dann bis obenn aus den gebewenn gleich mit guter erdenn zufüllenn, vnnd wann das geschehenn, so soll dann vmb den newe vnnd zwischl1[?] den beidenn newenn fassenn, vf den Thonn noch weitter getemmet2[?] werdenn, soviel thons vbrigk, Darnach dieselbe gebeude, auch mit erdenn darauff gleich ausgefült, vnnd dann gerings obenn vmbher mit eichenn dielenn, in einannder gespont, beschlossenn, wie vf dem altenn Bornn solchs zuvor auch gewesen, Vnnd wann das geschehenn, soll der Baw vnnd das Haus auf den Newenn Saltzbronn vfgeschlagenn vnnd vffgerichtt, vnnd mit Bretternn gedeckt, auch darauf zwene vergulte kupfferne knöpffe, so zu Cassell zu machenn, vnnd zuvergüldenn bestelt werdenn sollen, Montags den 22 Septembris hat der zimmerman das Haus vf den Saltzbronn zu zimmern fürgelegt,
vnnd hauwenn anngefanngenn, So habenn die Fuder1[?] soviel thons bey das fas zum auspompenn gefurt, das es soweit not damit vertemmet wurde, vnnd soll dann bis obenn den gebewenn gleich mit erdenn ausgefült werdenn, Dinstags den 23.
Septembris vier kSal2[?] knechtte vonn Cassell gein Sodenn geschickt, sollenn daselbst noch vier knechte zu sich nehmenn, vnnd den Sohlgrabenn, dieweil der durch die gewesse diesenn Sommer beschlembt, vnnd viel kodts darin geflossenn ist, saubernn vnnd rein machenn, vnnd vntenn herauf bis furs gewelbe, soll der Junge Henrich Müldener darauf sehenn, das sie treulich vnnd vleissigk arbeitenn, So soll der Steinbrecher zur oberstenn brucken, die Gewelbe vnnd annder steine brechenn, Ob man dieselbige Brucke fur wintter noch fertigenn könne, soll mit einer schleussenn gemacht werdenn, das man die in den wasserfludenn fürschiessenn könne, Damit die nit ann die gebeude des Saltzbronns kommen könnenn, Sonnder soll die zeit der flude der Sohlgrabe
vber derselbtenn Oberstenn Bruckenn, mit Pompenn geöst1 vnnd gehaltenn werdenn, Die volgennde tage dieser wochenn ann solcher arbeit gemacht vnnd bliebenn, vnnd seindt diese wochenn ann saltz gesotten – 119 werck, Sonntags den 28.
Septembris habenn die zimmerleute am Baw gearbeit, darnebenn mehr thon getretenn vnnd zugericht, vnnd ist der Sohlgrabe vonn der vnterstenn Bruckenn herann anngefanngenn zu saubernn, vnnd zu reinigenn, vnnd steine zur Oberstenn Bruckenn vber den Sohlgrabenn brechenn lassenn, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 124 werck, Sonntags nach Michaelis den 5.
Octobris ann solcher arbeit bliebenn, vnnd ist der Baw vollendt gefertiget, hat aber der Pompenn halbenn als balde nit konnenn gehabenn, noch gesatzt werdenn, Darumb mann hat darmit verziehenn müssenn, vnnd nach dem verabschiedt, das mann nach Michaelis ein Probewerck siedenn solt, So hat doch der Saltzwardt solchs abgeschrieben, wie volgt.
Mein ganntzwillig dienst zuvor Lieber Schwager Jost, Ich will euch nit verhaltenn, das ich befinde im Sohlziehenn, das der Bornn nit soviel gibt, als er vor vier oder funff wochenn gethann, dann er wirdt stets ausgezogenn, Dieweil ich demselbenn nu nachdennck, So hab ich altzeit hörenn davonn disputiren, das die Sohl oder der Saltzbronn in der Laubrosse1[?], am schwechstenn sey, Vber das hab ich auch nach dem quellbornne, wie sich der Itzo halte achtung gethann, So befindet sich das derselbe auch wieder aussenn bleibt, Ist gar vngeschafftenn Itzo, Derhalbenn wer gewis, wo der Saltzbronn nitt erbauwet vnnd gefast were, das er dann Itzo ebenn den manngell habenn wurde, wie vorhin, Nach dem ich aber vonn den Bawherrnn vnnd euch verstandenn, diese wochenn die Probwercke zu siedenn, So hab ich derhalbenn mit dem Bornndtmeister davonn geredt, vnnd allerlei bedenckenn gehabt, vnnd woltenn, das solchs lennger nachbliebe, vnnd besser bedacht wurde, damit wir solchs nit zu mercklichem
schadenn vornehmenn, könnenn wir doch sonnst wohl wissenn, wie es darumb stehet, wie ich euch zu ewer annkunfft weitter berichtenn will, Will auch meinem gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zum bestenn, vor mich damit lennger zuberuhenn, gebettenn haben, Hab ich euch als dem der dieser zeit die gelegennheit am bestenn weis, vnnangezeigt nit wollenn lassenn, Ir könnt wohl darauf weitter bedacht sein, vnnd in anndere wege abschaffenn, damit annder nit sonnst ein geschwetz davonn hettenn Ich bitt auch Ir wollet Schneide wintten1 einenn Botten schickenn, vnnd euch berichtenn lassenn, wie die arbeit vonn stadt gehe, vnnd mir zuerkennenn gebenn, Euch wieder zu dienenn bin ich altzeit geflissenn vnd willigk, Datum Sodenn Montags Michaelis anno 50 E.
Octobris diese woch — 10 stemme holtzes gefelt, vnnd beschlagenn, den Sohlgrabenn vnnd das gewelbe vollendt rein gemacht, vnnd gesaubert, vnnd habenn die zimmerleute zwischl1[?] dem eussersten altenn vnnd dem mittelstenn newenn fas die strebenn gemacht, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 132 werck Vnnd seindt diese wochenn Donnerstags Galli zehenn newe schetzer vnnd Saltzmesser, die mann die geschwornenn nennenn soll geordennt, der Jedem ein new Saltzmas, vnnd ein Rost darauff zugestelt, darauf sich Innhalt der ordenung, vnnd diese nachvolgende artickull einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobtt vnnd geschworenn habenn, deswegenn seindt Jedem Saltzmesser oder geschwornenn, acht Söder oder Bodenn, dieselbigenn in seiner verwaltung zuhabenn zugeordenet.
Darauf habenn auch die furstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Rethe mit volgennder offener schrifft in allen Stedtenn vnnd amptenn, des Saltzwergks gelegenheit bericht thun lassenn, damit menniglich des wissenns habenn, vnnd sich darnach richten können, also Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, Entbietenn allenn vnnd Jedenn des durchleuchtigenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn amptleuthenn, amptverwalternn Bevelchhabernn, vnnd dienernn, auch Burgermeister vnnd Schepffenn, vnnd Rath Jeder Stadt, fleckenn vnnd gemeinenn des Furstenthumbs Hessen, vnnd denn darzu vnnd Ingehörigenn Graueschafftenn, auch allenn vnnd Jedenn zölnernn, zolschebernn1[?], vnderthanenn vnnd verwanttenn derselbenn, nach geburnus eines Jedenn Standts, Vnnser freundtlich diennst, gunstigenn grus, vnnd geneigtenn willenn, vnnd fügenn euch semptlich vnnd einem Jedenn in sonnderheit zuwissenn, Das nach dem ein zeit Jar hero durch lennge der zeit, vnnd viel verflosse
nenn Jarenn, die altenn gebeude am Saltzbronn zum Sodenn, welchenn Got der almechtigk aus sonnderlicher gnediger vnnd gute miltte, diesem Furstennthumb, Lannden vnnd Leutenn, vnnd vnns allenn gnediglich verliehenn, darumb wir billich danckbar sein sollenn, etwas manngelhafftigk vnnd Baufelligk ist wordenn, Derwegenn dann hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd herr aus derselbenn schwerenn Custodien, vnns mehr dann zu einem mahle beuolenn, demselbenn schadenn statlich zuvorkommen, doch das nit vbell erger gemacht wurde, Also habenn wir verschienenn Osternn etlich aus vns den Rethenn, nebenn den verordentenn Saltzgreuen vnnd dienernn zum Sodenn, nebenn der gemeinen Pfennern darzu gemachten volmechtigenn dahin geschickt, vnnd solche alte gebeu eröffnenn, vnnd nach dem manngell vnnd schadenn suchenn lassenn, Dieselbenn habenn den schadenn, vnnd eigenntlich befundenn, das etlich wilt wasser sich in den Saltzbron vf dem grunde, daraus die Saltzadernn enndtspringen,
mit Ingemischt, vnnd Ingelauffenn ist, Welchenn schadenn sie nu mit vnnserm Rath vnnd mit wissenn wiewohl mit grossem darlegenn vnnd vncostenn, stadtlich vorkommenn, vnnd alle Gebeude so notwendigk vom newenn aus dem grunde gefurt vnnd gemacht habenn, vnnd ist auch sieder der zeit, des Saltzladenns vnnd Maß halber daselbst keine klage noch manngell gewest.
Dieweil aber nunmehr die Schlacht zeit anngehet, vnnd ein Jeder vnderthann vnnd Hausmann sich gernn mit saltz vber winter versorgenn vnnd versehen wolt, vnnd die Jenen so bey euch Saltz zu feylem kauff bringenn, vorigs manngels halben keinen behelff oder vorteil suchenn, noch sich einigs betrugs zum Sodenn zuberlagenn1[?], So habenn die verordenntenn Saltzgreuenn Johann Nordeck vnnd Jost Berber2[?] daselbst zum Sodenn die furnembstenn vonn den eltestenn, vermuglichstenn vnnd Gotfurchtigstenn — 10 menner vnnb einenn Jerlichenn soldt bestelt vnnd verordnet, dero Jedem acht Bodenn zuverwaltenn beuohlenn,
alles saltz Inns Lanndt, Jedermann vns gleich geldt eine zeit wie die annder zumessenn, Jederm gleich vnnd recht zuthun, darauf Jedem ein rechtt gleich mas, vnnd ein Rost darauf, dadurch alles saltz gemessenn werdenn soll, vnnd nus1[?] zugestelt, vnnd sie darauf einenn leiblichenn gestabtenn eidt, zu Gott vnnd seinem Göttlichenn worte, habenn schwerenn lassenn, vnnd kann menniglich Jederzeitt des orts vmb sein geldts Saltz gnug bekommenn, So kann mann dadurch, da ein oder mehr Söder vortheil gebrauchenn, denselbenn erkundenn vnnd furkommenn, ob nu die Saltz verkeuffer oder körner anders zu Irem vorteil sagenn, oder das saltz zutheur gebenn wurdenn, wie sie dann hievor mehr gethan, So habt ihr Jederzeit, nach gelegennheit der zeit, ferre des wegs, theurung des Habbernn, vnd der zehrung, auch des vngewitters, darin zusehenn, vnnd dermassenn zuordenenn, das das armut vnbillicher weise nit vbernommenn, noch beschwert werde, wie Ir dann vom Jegennwertigenn dem Saltzschrey
ber alle gelegennheit des orts weitter zuvernemen habt, Da auch einer oder mehr sein saltz selbst holenn, vnnd etliche zusammenn spannenn wolten, die könnenn den vorteil darann thun, den die körner vnnd Seltzer suchenn vnnd habenn, Dieweil dann hochgedachter vnnser G.
F. vnnd herr, hievor euch allenn sampt vnnd sonndernn gebotten vnnd beuohlenn, kein frembdt saltz im Lannde zuverkeuffenn zugestattenn, auch da das durchgehenn, vnnd gefurt wurde, vf Jeder ffgl.
zugethann vnnd verwandt seidt hiermit ernstlich beuohlenn habenn, ann keinem ort, Es sey in amptenn, Stedtenn, oder dorffen, annder frembt, dann allein Ihr f.
zu gnedigem gefallenn, in gnadenn zuerkennen, des wir vnns genntzlich vnnd gewislich versehenn, aber den vbertretternn werdenn vnnd soll ohn zweiuel Ire straff wohl widerfahrenn, Wollen wir euch den wir zu freundtschafft vnnd willenn geneigt nit verhalttenn, Jnn vrkundt vnter hochgedachts vnnsers gl.
fl. vnd Herrnn hierauff getrucktenn Secret, Gebenn zu Cassell den 18. Octobris Anno 50. Sonntags nach Galli den 19 Octobris diese woche still gehaltenn, hat Christoffer der Bornmeister sein kunst vnnd gebeue verruckt vnnd vfgeschlagen1[?]
Vnnd dieweil der winter annfelt, sollenn alle bew bis vf den fruling anngestelt werdenn, doch so baldt Christoffer seine Bewe vnnd Kunste verruckt hatt, soll der zimmermann den newenn Baw vf den Saltzbronn vfrichtenn vnnd hebenn, kann in zweyenn tagenn geschehenn, that vngewitters halbenn bisher nit geschehenn konnenn, vnnd dieweil der winter in der erst hart anngefallenn, vnd darnach gantz feucht vnnd naß gewesenn, Ist solche arbeit aller Jngestelt bis vf den fruling, des kunftigenn 51.
Michaelis, New geschworn Schetzer zum Saltzwesenn zum Sodenn geordennt vnnd bestelt, zu dienen so lannge vnns gefellig vnd auch Jhnen gelegenn ist, bestetigt vffgericht vnd verkundiget zum Sodenn den 16 Octobris Anno ut supra.
Jedem des Jars acht guldenn muntz vor besoldung zugebenn, soll Jeder sein maß vnnd den Rost darufft habenn, Jnn seinen Jme zuordentenn acht Bodenn zumessenn, vnnd solchs bey seinem gethanenn eiden vnnd Pflichtenn treulich zuuertrettenn1, Daruber soll dem Pfanmeister vonn seinem ampt noch — 12.
Dem Sohlmeister ———— 16 fl. Summarium thut ein Jar zu besoldung —— Hundert vnnd Sechtzehenn gulden Muntz, vnnd gehet Jr2[?] Jar Michaelis Jtzo an, Vnd Anno 51.
wiederumb aus. Vnnd soll hinfurter das wechterlohnn, als Jars — 20 fl. muntz, vonn den Schatzhellernn, so fernn sie das ertragenn könnenn, auch verlegt werdenn, macht in Summa ——— 136 gulden
aber die meister sollenn nun hinfurter acht heller gebenn, da sie zuuor ein album gebenn habenn zuwachenn, dann die wechtter wachenn nur die halbe nachtt.
Ordenung der Geschwornen Schetzer. Die Geordentenn geschwornenn newenn Saltzmesser vnnd Schetzer, sollenn einem Jedenn Sodermeister zuuor vnnd ehr sie messenn, die Saltzgennse zehlenn vnnd sehenn, das Jeder meister zwenntzigk machl1 gewislich abgestossenn habe, vnnd nit mehr dann ein achteil ann das stuck zuschlagenn gestatten, Was daruber soll er bey seinem gethanen Eide zu stundt ann in seinem Beysein wiederumb zum vorrath Jnn die Pfann werffenn lassenn, Welcher Sodermeister aber mehr ann das stuck geschlagenn, vnnd sein zahlgennse nit gefangenn hette, dem soll der geschwornn messer vnnd schetzer nitt messenn, sondernn den vonn stundtann, den Saltz
greuenn Bornndtmeister1 vnnd Saltzwarttenn anntzeigenn, derselbe soll sooft vnnd dicke einer das vbertritt, mit einem thaler zubuße zugebenn, gefreuelt habenn, vnnd den zustundt ehr vnnd zuuor Jme wieder zusiedenn gestatt wurde, bezahlenn, Es soll auch kein Sodermeister mehr dann ein achteil Saltz im Bodt zum vorrath habenn, des Schatzwercks halber, darauf die geschwornenn mit vleis sehenn sollenn, wie dann das bisher also gehaltenn wordenn ist, Dieweil auch mit dem vfhebenn des Saltzes vngleicheit gehalttenn, So sollenn die geschwornenn darauff mit ernnst sehenn, das keiner vber ein halb Pfann saltzes vfhebe, noch im Bodt liegenn habe, bey verlust des saltzes, vnnd soll Jme mehr zusiedenn nitt gestat werdenn, aldieweil er im Bodt mehr dann ein halb Pfann hatt.
Es sollenn auch die geschwornenn Saltzmesser vnnd Schetzer, Jeder seinenn Jhme zugeordenntenn Sodermeisternn vf der Reige her, nacheinannder, wo lade leute sein, vnnd fur den Bodenn haltenn, messenn,
vnnd darin kein Partheilichkeit oder vortheil brauchsonndernn darin gleiche ordenung halttenn, vnnd damit solches vonn stadt gehe, so sollenn sie vf die Lade tage wintter zeit zu vier vhrenn, vnnd nit ehr, vnd im Sommer wann mann die darzu geordennte Klocke leut, zumessenn annfahenn, Wann aber der erste oder annder Sodermeister zu frisch ausgeschlagenn, vnnd das saltz noch nitt gantz trockenn were, So sol er dasselbe saltz nitt messenn, sondernn ann den anndernn nechstenn seinenn meisternn, nach der Ordenung, welches saltz am trockennstenn ist, annfahenn erst zu messen, vnnd so forthann, Was auch die Pfann buße betrifft, soll ein Jeder geschworner in seinenn Jme zugeordenntenn Bodenn, rechnenn vnnd anntzeigenn, aber die Schatzwergk sollenn sie mit vnnd nebenn dem Pfanmeister versehen vnnd annweisung gebenn helffenn, Die geschwornenn Saltzmesser sollenn auch keynem Eseltreiber, Saltz vor fruchte messenn, Sie haben denn die frucht in den Bodenn vnnd gesehenn, das der
Soder die frucht enndtpfangenn vnnd bekommenn habe. Die vier alb so vnnser gnediger herr hieuor den Sodern vor das trannckgeldt zugelassenn, seindt verordennt vonn Jedem wercke, zu erhaltung des wildenn wassers nun hinfurter zugebrauchenn, Damit aber die Soder sich diesenn wintter wiederumb erholenn, sollenn Jhnenn die halb bleibenn vnnd die annder helfft die Kunst, vnnd das wilde wasser zuerhaltenn, gebraucht werdenn, so fernn es die Herrn Stadthalter vnnd Räthe, also bis vf Osternn, mit verwilligenn, vnnd das bey Jhnenn zuerhaltenn ist, Habenn solchs also Jnenn gefallenn lassenn, doch zu enderung vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, sollenn vonn den 2 alb bezahlt werden sonnst hettenn die vonn Sodenn darann mit bezahlenn mussenn, Hundert Leddernn Eymer seindt zumachenn bestelt, Jtem zehenn feuerhackenn seindt auch zumachenn verdingt, sollenn gleicher gestalt bezahlt werdenn, nitt mehr dann der Centner zwen gulden drey ortt kosten,
Zuwissenn, als vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn zu Hessenn vnnd gemeyner Pfenner des Saltzwercks zum Sodenn, verordenntte des Baues am Saltzbronn daselbst hieuor sich einmutiglichenn enndtschlossenn vnnd verglichenn, das vor enndtlicher Volnfuhrung des vorigenn anngefangenenn gebeues, das Gewelbe ober dem neuen Saltzbronn vor dem Berge her, mit steinenn vff ein Sohlwerck in dem grundt des Saltzbronns gleich zulegenn, vnnd zuzuwelbenn, vnnd also dasselbe vor dem Berge her zufuhrenn, das es den Bergk ertragenn, das
er mit Innfalle, vnnd dem Bornn schadenn möchtte, vnnd aber mitler zeit bedacht, auch den werckmeistern furgehaltenn, das keins wegs zurathenn, die beschuerung mit dem Sohlwerck vnnd den Steinenn des ortts furzunehmenn, vielweniger einigenn Pfelz1[?] zustossen, oder Innzurammenn, Innsonnderheit dieweil in vorzeitenn das Itzige Gewelbe mit weitter, noch an den Bergk vber dem Bornn her gefurt vnnd gemacht ist, So hat mann heut dato, mit Rathe der verstenndigenn werckmeister sich enndtlich einmutig enndtschlossenn vnnd verglichenn, das diese Itzige notwenndige gebewe, forter mit holtz, vnnd keinenn steinenn vollennts gemacht, vnnd außgefurt werdenn sollenn, Also vnnd dergestalt, das der Itzige furhabennde gebaw, vff vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn verlegenn, verrichttet werdenn soll, vnnd die Register vnnd Rechennschafft, des vorigenn gebaues des Bronns, vnnd was in vorigenn Jare darauff gegangenn, Innsonnderheitt geschlossenn werde, vnnd soll der kostenn des Itzigenn furhabenndenn gebaues auch insonnderheit gerechnet werdenn, Was dann gemeinen Pfennern vermuge des
vorigenn vffgerichttenn vertrege, vnnd sonnst darann zu enndtrichttenn geburenn will, Darumb sollenn vnnd wollenn sie mit Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn sich vnnderthenigk vnnd willigk vergleichenn, Aber des vorigenn gebeues halbenn, wollenn sie sich weitter nicht verpflicht hann, Dann sie in dem baw halbenn vffgerichttenn Recess bewilligt, vnnd bedingkt habenn, vnnd soll meister Hanns Wetzell der Zimmermann zustundtann, die bawholtz zimblich im vorrath furhanndenn, wie mann heut im augennschein gesehenn, das abgeplockt, vnnd nach der furgelegten abreissung, obenn fur dem gewelbe hero, da Itzo die alte abzucht ist, ein newe wanndt, die vonn dem alten eußerstenn faß, vonn den gebrochenn beidenn newen erkenn zusammenn geht, vnnd Ingezapfft werdenn kann, funff schue weit, vonn der Itzigenn fassunge, vonn newem machenn vnnd vfrichtenn, solches wol zuuerstrebenn, vnnd soll der grundt nit tieffer gesucht, oder furgenommenn werdenn, dann der Bodenn im Saltzbronn, vnnd derselbe grundt ist, vnnd soll dieselbe
fassung zweyer werckschue niedriger sein, dann die fassung des rechtenn newenn Saltzbronns, Darnach sich der Zimmermann zurichttenn hat, vnnd damit mann das wilde wasser im vmbgannge, so Itzo mitt Pompenn erhalttenn, vnnd außgeöst wirdt, sonnder schwerenn vncostenn in das gewelbe bringenn könne, So hat mann vor gut anngesehenn, vnnd sich enndtschlossenn, das mann vf den grundt im vmbgange nebenn dem Bornne, ann den enndenn, da die wildenn quellenn seindt, vnnd zutags fliessenn, starcke rennen, mit vfgesetztenn Rörenn legenn, vnnd machenn soll, das die Rörenn solch wilt wasser, Inn die höhe tragen, vnnd dann durch nebenn Rörenn bis Inns gewelbe fliessenn, damit mann die Pompenn zum außösenn nit lennger haltenn dorffe, Wie dann dauonn der Zimmermann sonndernn bescheidt vnnd vnderricht hat, vnnd sonnst der ganntze grundt des vmbgangs, da keine wasser quellenn seindt, allerdinge vnnd ganntz wohl verdemmet werdenn, vnnd soll vor dem gewelbe, ein Kast vonn steinenn oder holtzwergk gemacht werden, darin das wasser aus den Rennenn felt, darin solches stiegk
vnnd furter durch das gewelbe abfliessenn könne, da man auch Jederzeit sehenn kann, ob manngell da sey oder nit, vnnd muß zu solchem Kastenn, ein Windeltrappen gemacht werdenn, Ob nun solches holtz oder steine sein soll, hat mann sich nach eröffnung des grundts zuuergleichenn, darnach wann die fassung geschehenn, die Renne gelegt, verdeckt, vnnd die störcke1[?] oder Rörenn gesatzt seindt, So soll mann gerings vmbhero alles wohl vnnd vfs beste, mit thon vnnd guter erdenn, wie zuuor geschehenn ist, verdemmenn, vnnd obenn dem gebawe gleich fullenn, vnnd furter mit steinenn Plasternn, oder mit dielenn beschiessenn vnnd verspundenn, das alles Regenn vnnd annder wasser, in das gewelbe gefurt werde, vnnd fur sich selbst darin fliesse, vnnd dieweil solcher baw, vonn beider vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd gemeiner Pfenner wegenn volnfuhrt werdenn muß, so sollenn vnnd wollenn die verordenntenn der Pfenner, einer vmb den anndernn, selbst nebenn vnnsers gl.
wollenn auch Jede wochenn bey abzahlung sein, die wochenrechnung mit vnderschreibenn, vnnd darnach sich mit hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, wie obstehet, des verlegs halbenn vergleichenn, vnnd da furter einich manngell vorfiele, Hat mann Jederzeit beide vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, der Rethe, vnnd etliche der elttestenn der Pfenner, nebenn Irenn verordenten, darzu zubeschreibenn vnnd zufordernn, Irenn Rath darin zugebrauchenn, alles ohnn geuerde, Inn vrkundt, vnter vnnser aller hierbey gewesenn Handtschrifft, Gebenn vnnd geschehenn zum Sodenn den 5 Maij Anno 51.
Der abredt nach, wie vnnd welcher gestalt Meister Hanns der Zimmermann den Baw der eußersten wandt vmb den Saltzbronn Jegenn dem Berge machenn, vnnd fertigenn soll, Hat er solches also vollenndet, vnnd fertig gemacht.
Seindt darauff die verordenntenn Bawherrnn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn, Johann Nordeck, Valtin Thuldt, vnnd wir die Beamptenn zum Soden, vonn wegenn vnsers gl.
f. vnnd herrnn, vnnd von der Pfenner wegenn Johann Schaffnit der elter, Thias Thorey, vnnd Johann Schaffnit der Junger, dieweil Johann Niedennstein verrittenn gewest ist heut den 6.
Julij zum Sodenn erschienenn, vnnd ist der Raum des grundts vmb den Bornn gefertigt, vnd bis vf den gries außgefuert, vnnd rein gemacht also hat der Zimmermann die schwellenn derselbenn wanndt, vf den grieß vnnd nit so tieff als die schwellenn der mittelstenn wanndt, die liegt tieffer, vnnd Inn den gries gelegt, darnach die Wanndt vnnd funff Kasten vonn — 25 seulenn ann der wanndt, vnnd den
oberstenn vnnd vnderstenn kastenn gesetzt, mit Bretternn außgefuhrt, vnnd danebenn vf dem grunde Jegenn dem Berge zu, doppell rennenn, die da gesturtzt vf dem gries liegenn, vf den seittenn vnnd obenn mit löchernn verwart, das sich das wilde wasser vom grunde vntenn herauff vf den seittenn, vnnd auch obenn herab Inn die Renne ziehenn, vnnd dadurch Inn den vnderstenn kastenn lauffenn kann, darin soll es vier schue hoch steigenn vnnd durch das gewelbe fur sich selbst steigenn vnnd abfliessenn, damit mann das Ösegezeug, vnnd der Pompenn lennger nit halttenn dörffe, wie solch werck sein soll nach dem Maßstabe abgerissenn, vnnd ein sonnder muster dauonn gemacht werdenn, vnnd als der Bergk wohl verstrebt, hatt mann im grunde zwischenn den dielenn vnd Rennen, grosse wackenn, oder kalcksteine gelegt, vnnd vber die zwo Rennenn eichenn bretter ann einannder, vnnd darnach den Rennenn gleich im grunde mitt grobenn kieß oder gries vf die steine, außgefult, damit die Renne nit verschlempt, vnnd das wilde wasser
sich dadurch Inn die Renne ziehenn könne, dann die gestopfftenn Rennenn vntenn offenn sein, vnnd ist in der zeit schönn gut wetter gewest, das wir derwegenn vngehindert gewest sein, Ist auch keinem mennschenn der gebew halbenn, kein schade geschehenn, wiewohl mann allermenniglich sonnder schew, Innsonnderheit die Söder alle hat abe vnnd zu gehenn, vnnd alles besichtigenn lassenn, auch etlich der Eltestenn Söder Ir bedenckenn annzuzeigenn, vnnd mit anrathenn zuhelffenn gebettenn, Hats aber keiner getaddelt, noch zuuerbessernn gewust, Vm Walpurgis seindt die Bodenn, als noch vier Boden zu den vorigenn vier Bodenn abgebrochenn, der raum gemacht, vnnd zu grunde gearbeit, bis vf den gries, vnnd ist der Bergk wohl verstrebt, mit starckenn eichn1[?] balckenn, vnnd starckenn eichenn dielenn darhinder, welch strebenn also im grunde stehenn bleiben sollen, Vnd des ist der Thon gegrabenn, vnnd bereit worden zum demmenn, Das Ösegezeugk zum außösenn des wilden wassers
gefertigt, vnnd ist alles fliessenndt wasser damit dermassenn gehaltenn, das mann vf dem grunde trocken, vnnd sonnder alle verhinderung des wassers handeln könne, vnnd kömpt das wilde wasser gemeinlich vom Berge her, vnnd nit starck aus dem grunde, Als die Saltzadernn, die kommenn alle vonn vntenn heruf, aus dem grunde des kieses1[?], Vnd als in Furstlichenn furgefallenn geschefftenn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn vnnd Nordeck, verreitenn mussenn, So ist der herr Lanndtvogt, Juncker Sigmundt vonn Boynebergk, ann Irt2[?]stadt, durch vnnsernn gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgrauen Wilhelmen, zu volnführung solcher gebewe, vnnd bey der temmung zusein, her beschriebenn, heut den 11 Julij alhie annzukommenn, Innhalt nachuolgennder schrifft.
verordenntenn des Baues vber den Saltzbronn zu Allendorff in Sodenn bey vnns annsuchung gethann, das wir vnns eigener Personn, mit etlichenn vnnsernn Rethen, gein Allenndorff verfugenn, vnnd des Saltzbronns gelegennheit, wie es vmb die gethane gebewe, vnnd das wilde wasser ein gestalt, vnnd gelegennheitt hette, zubesichtigenn, vnnd vnnser bedenncken, vnd gut meinunge zu enntlicher volnziehung desselbigenn baues zu eroffnenn, Dieweil wir nu Itzt mit den Rethenn so hie sein solche besichtigung annderer obliegennden vnnd geschefft halbenn, nit thun könnenn, So ist vnnser gnedigst begerenn ann euch, Ir wollet vf der verordenntten annsinnenn euch zu thuenn am furderlichstenn verfugenn, alle gelegennheit eigenntlich besichtigen, vnd mit zu rathenn helffenn, ob vnnd wie die verdemmung des wildenn wassers am nutzlichstenn vnd zutreglichstenn furzunehmenn sey, vnnd ob die dinge mit besserer bequemheit, als der vnnsernn vnnd der Pfenner verordennten zum Baw, verabschiedt
habenn, annzustellenn sein möchtenn, Euch also hierein gutwilligk erzeigenn, Das reicht vns vonn euch zu sonndernn gefallenn, vnnd seindt euch mit gnadenn geneigt, Datum Cassell am 9 Julij Anno 51.
Vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra vnnd liebenn Getrewenn Sigmunden vonn Boynebergk, Vff solche schrifft vnnd Furstlichenn beuelch, Ist der Lanndtvogt heut den 11.
Julij zu morgenn alhie zum Sodenn ankommenn vnnd erschienenn, die dinge aller notturfftig besichtiget, vnnser bedenckenn vnnd furhabenns, anngehört, das Ime dann also wolgefallenn, vnnd solchs zuuerbessernn nit gewust, darumb wir mit der verdemmung also angefanngenn, vnnd fortgefahrenn sein, Erstlich im grunde nebenn vnnd zwischenn den doppell Rennenn, mit grossenn hartzeln kalckstein, vnnd darnach mit grobem kieß, außwenndig der newenn wanndt, ann der altenn eußerstenn fassunge, vnd
zwischenn der gefastenn strebung fur dem Berge her vber die Rennenn, vnnd den darauf gelegten Brettternn, eines schuch hoch, wie obstehet, außgefult, Darauf mit der außgefuhrtenn erdenn annzufahenn zutemmenn, damit sich das wilde wasser darin vertheilenn, vnnd Inn die gelegtenn Rennenn vnngehindert fliessenn könne, Sonntags den 12.
Julij wetters halbenn, dieweil es hell vnnd schönn war, zu mittage anngefangen zutemmenn zwischenn der mittelstenn zu Jar newgesetztenn faß, vnnd der altenn fassung, auch Itziger new darann gezapfftenn wanndt, vnnd ist erstlich der schlam vffm grunde aller sauber außgezogenn, Darnach vffm grunde ein gute notturfft Moß zertheilt gelegt, darin viel aschenn eintzell gestrawet, darauf den gutenn bereittenn thon vonn obenn herab darin hart in einannder geworffenn, vnnd also angefanngenn, zwischenn der newenn mittelstenn vnnd der eußerstenn fassung vmbher zuuertemmen, Montags den 13. Julij auch also getembt, bis vff
den Mittagk, da Ist feucht wetter vnnd regen Inngefallenn, das mann den halbenn tagk damit hat mussenn still haltenn, vnnd ist im Mittag Nordeck vonn Cassell auch alhie annkommenn, Dinstags den 14.
Julij zu morgenn wieder anngefanngenn zu tennenn1[?], vnnd dieweil die dreij mittelstenn Kastenn, darin die duppell gelegtenn Rennenn gehenn, ann der neuenn wanndt, außwendig vmbher mit erdenn vber der Rennenn, mans hoch beschuet, hart ann einannder gefugt, daraufe Moß vnnd aschenn gelegt, vnnd darnach dieselben mittelstenn dreij Kastenn, seindt bis obenn aus dem werck gleich in die höhe, mit starckenn Bretternn in einannder geschnittenn, vier Zoll dick gefugt, habenn vnndenn vffm grunde keinenn Bodenn, stehen — 15.
schue weit vonn einannder, vnnd hat mann erst gesehenn, das das wilde wasser sich sehr wohl durch die Rennenn, vnnd aus einem Kastenn in den anndernn, bis in den letztenn vnderstenn Kastenn vorm gewelbe, darin das wilde wasser vier schue hoch
Inns gewelbe steigenn soll, gezogenn vnnd geflossen hatt, derselbe vnderste Kaste ist außwendigk vmbhero mit thonn allennthalbenn wohl vertembt, höcher dann das wasser darin steigenn soll, daruber mit guter erdenn zugefult wordenn, Darnebenn hat mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Darnebenn hat mann die vierdte Vberste Bruck vber den Sohlgrabenn, so holtzernn gewesenn, vnnter der Schwannflugels2[?] wiesenn, vonn neuem aus dem grunde mit steinenn gefurt, vnnd gewelbt, Darann anngefanngenn, den Sohlgrabenn vonn derselben Brucke biß fur das gewelbe mit steinenn zufutternn, Ist vier schue weit, vnnd vf Ieder seittenn dreij schue hoch, vnnd vnntenn mit eychenn Bretternn vffm bodenn beschossenn, habenn fur der Maurereij vf beidenn seittenn liestenn, das die Maure nitt weichenn, oder der Bergk die maure zusammenn schiebenn oder trucknenn kann, Darzu soll man die gebrochenn steine vber der Stadt, vnd an der
Pfort gebrochenn, so hat mann einenn gebranndtenn Kalck auch im vorrath, Ist im Fruheling gesetzt wordenn, zu dem seindt viel steine vnterm Kunsthause, soll mann dasselbe haus verkauffenn, das geldt vnd steine hierzu gebrauchenn, vnnd den Sohlgraben wieder starck machenn, das der wie zuuor ann Schwanflugels wiesenn heraus gehe, vnnd nit wie Itzo das haus halber vmbher gefurt ist, Will der meurer dauonn biß furs gewelbe zwanntzigk guldenn muntz nehmenn, doch das wir Ime Stein vnnd Kalck, die Anndeloger1[?] vnnd was Schmidtwerck vonnötenn, verschaffenn zuspitzenn, Mittwochenn den 5.2[?] Julij vor mittage, Ist der Tham im grunde zwischenn der mittelstenn vnnd der Itzigenn neuenn gemachtenn wanndt, ganntz zusammenn gefurt, vnnd also im grunde die Runde geschlossenn, bis ann die vnderstenn Riegelnn vngefehrlich vier schue hoch, vnnd da das geschehen, da ist das wilde wasser Inn der Rörtenn3[?] im vndersten Kastenn gestiegenn in einer Renne die meisterhans
vier Zoll niedriger dann zuuor Inns Gewelbe gelegt, geflossenn, da die Herrnn das gesehenn, seindt der Lanndtvogt, Johann Nordeck, vnnd Valtin Schuldt abgerittenn, vnnd ist mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Wie dan solches dem Herrnn Stadthalter zugeschriebenn wordenn ist, Wie volgt, Mein ganntz bleitwillig diennst alzeit zuuor Edtler vnnd Ernuester lieber Herr Stadthalter, d.
Eh.[?] als dem der vnsers gl. f. vnnd Herrnn sachenn treulich vnnd gut meinen, vnnd insonderheitt des Saltzwergks gelegennheit dieser Zeitt am besten wissenn, kann ich nit verhaltenn, das vff vnsers gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgraff Wilhelm schrifftlichenn beuelch der Lanndtvogtt Jungkher Sigmundt vonn Beijneburgk, verschienenn Sambstags morgenn, alhier zun Bodenn ankommenn ist, habenn Ime vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn Herrnn, Valtin Schuldt, die Beamptenn zun Bodenn vnnd Ich, neben der Pfen
nerinn zum Baw verordentenn, die gebeuer vnnd furhabennde tennung, mit allenn vmbstenndenn, notturfftig vnnd gnugsamb, anngezeigt, das er Ime alles hat lassenn wohl gefallenn, vnnd solches nit zuuerbessernn gewust, Also hat mann den Sambstags alle bereitschafft zugericht, vnnd vff den Sonntage zu zwelff vhrenn, dieweil mann gutts wetters vnnd annder vrsach halber eilenn mus, zutennenn anngefanngenn, vnnd ist den Montags zu mittage Nordeck auch alhie annkommenn, In des ist der tham im grunde gerings vmb den Saltzbronn hero, vier schue hoch gefurt, vnnd der grundt vertennbt, also das gesternn Mitwochenn zu mittage das wilde wasser, durch die Ef1 den grundt gelegtenn Rennenn, Inn einenn Kastenn vber dem Gewelbe, fur dem Saltzbronn geflossenn, vnnd darin durch ein Ror oder stock, vier schue hoch Inn die höhe gestiegenn, vnnd durch das gewelbe fur sich selbst abgeflossenn, darauff dann die obgenanttenn drey abgerittenn, der zuuersicht der sachenn solt damit nunmehr geholffenn vnnd gerathenn sein, aber wir
die Beamptenn alhie, vnnd der Pfenner verordentenn habenn gesehenn, das der Saltzbronn zugenommenn, vnnd des wildenn wassers nit also viel abgeflossenn, als es zuuor mit den Pompenn geöst wordenn, darumb wir die Sohl aus dem Saltzbron Inn geheim probirt, vnnd fundenn, das die etwas geringer dann fur zweyenn tagenn gewest, wordenn ist, Derwegenn, damit kein1 rucht daraus gemacht, vnnd auch das wilde wasser nit ander ausgennge suchte, die Öse pompenn widergesetzt, vnnd wirdt das wilde wasser wie zuuor, ausgezogenn, So steget auch der Saltzbronn nit höher denn zuuor, guter tröstlichen hoffnung, die Sohl werde also gut bleibenn, wie bisher, Wie wir dann nechst Sonntags im siedenn finden werden, Dieweil dann der Vncost, so darauf geht, vf beide Herschafft nit kompt, Sonnder die Soder mussenn den tragenn, So kann2 manns noch ein zeit Jar also halttenn, bis Gott der almechtig vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn erlediget, oder
G. des verstenns zuhabenn, Ich dinstlicher guter meinung, vnangezeigt nit lassenn, derselbenn alles vermugenns, behegliche diennste zuerzeigenn bin ich ganntz willigk, Datum Sodenn den 161.
Julij Anno 51. E. G. W. Justus Pistoris. Ann Stadthalter zu Cassell. Donnerstags den 16 Julij Ist Johann Niedenstein2[?] zu morgenn frue vf den Bronn kommenn, vnnd alle ding besichtiget, vnnd berathschlagenn helffenn, vnnd hat sich die eine, oder im drittenn stock, so vor zweyenn tagenn ganntz starck vnnd gut gewest ist, ganntz verendert, vnnd ist eyttell sus wildt wasser gewesenn, wie zuuor, Dieweil wir aber augennscheinlich befundenn, das die Sohl im
Bornn gestiegenn, aber am Saltzschmack nit starcker wordenn ist, vnnd sich gemert hat, aber des wildenn wassers weniger abganngenn, vnnd wordenn ist, dann da manns mit den Pompenn geöst hatt, darzu Christoffer Hombergk die Sohl probirt, vnnd fundenn, das die Söder zu einer Pfann Saltz zusiedenn, annderthalb fuder Sohl mehr, dann da mann das wilde wasser mit den Pompenn geöst, vnnd gehaltenn hat, habenn vnnd versieden mussen, das dann mehr holz, dann das vorige Jar habenn wolt, So habenn wir die Beamptenn zun Sodenn, Thias[?] Chorey vnnd der Zimmermann vor nutzlich vnd gutt anngesehenn, das wir den thon aus dem vnderstenn Kastenn vorm gewelbe zustundt wieder ausgenommenn, vnnd die Öse Pompenn darin setzenn lassen, zuuersuchenn vnnd zusehenn, wieuiel mehr wildt wasser die austragenn, dann durch die Rörenn fliege, vnnd soll darnach wiederumb ein Prob gemacht werdenn, welches dann am nutzlichstenn, darnach hat mann sich zurichtenn, Es ist auch im
Sohlgrabenn, wie mann ann der newenn gemachtenn maurenn gesehenn, das wasser nit so hoch gestiegenn, als vor zweyenn tagenn, Darumb zubesorgenn, das sich im grunde vnter dem Tam, des wildenn wassers eins theils durch den gries Inn Saltzbronn gezogenn, Freitags den 17.
Julij Ist der vnderste kaste gar ausgeraumbt, vnnd die Öse Pompenn vf den Bodenn darin gesetzt, vnnd das wilde wasser damit geöst, also ist das wasser im Sohlgrabenn, wieder also hoch, wie zuuor am Mitwochenn gestanndenn, Inn seinenn altenn stanndt kommenn, vnnd der Saltzbronn niedriger wordenn, vnnd gestanndenn, vnnd hatt meister Hanns der Zimmermann in des die neben adernn, dauonn hieuor meldung geschehenn, wiederumb vfraumenn lassenn, die sollenn, was wilt wasser ist, Inn den Vberstenn kastenn gefurt werdenn, Darnebenn hat sich vonn dem berge her vnter einem Bode, vonn der kirchgassenn runder,
ein alt abezucht ereugt, darnach hat mann auch geraumbt, zusehenn, wohin das wasser daraus zubringenn sey, vnnd ist heut mit der Erdenn ann der eußerstenn stelbenn1[?] getembt wordenn, Sambstags den 18.
Julij, Ist die Sohl aus dem Bronnenn abermahls probirt, vnnd wieder zuuor sehr gut fundenn, vnnd ist die Sohl in den dreyenn stockenn, auch aller wieder gut wordenn, aus vhrsachenn, das das wilde wasser wieder aus geöst, vnd gepompet wordenn, doch ist die Sohl noch etwas geringer dann vor der tennung, vnnd mustenn funff Ohme 7.
Probirung der Sohl im Saltzbronn die wochenn, als das wilde wasser vns2[?] den Saltzbron selber zusteigenn vertembt wordenn, was die Sohl vor dem steigenn, im steigenn, vnnd wieder nach der haltung vnnd erösung des Wassers gehaltenn.
Ist durch Christoff Hombergk den Bornmeister probirt. Den 9. Julij Anno 51. ehr dann das wilde wasser vertembt, hab ich die Sohl probirt, gehort vff ein Pfann — 7 fuder 3 ohme 61.
quart. Den 15. Julij als das wilde wasser gestiegenn, vnnd der Tam allennthalbenn gemacht, hab ich die Sohl probirt, helt sie vf eine Pfann — 9 fuder 73 quart.
Den 18. Julij, hab ich die Sohle aber probirt, als mann das wiltwasser wieder gehabtenn1, vnnd die Stocke geoffnet, helts vf eine Pfanne — 8 fuder 2 ohm 68 quart.
Sonntags den 19. Julij dauonn zu Cassell, vnserm gnedigenn Jungenn Herrnn, vnnd dem Stadthalter mundtlichenn bericht gethann, Hab ich zuuor solchs dem Stadthalter schrifftlich anngezeigt, wie obge
Julij zu mittage zun Sodenn wieder annkommenn, Hab da fundenn den Landtvogt, Hundelshausenn, Nordeck, Valtin Schuldt, denenn ich solchenn bescheidt anngezeigt, die habenn nach besichtigung der gebeue, der Pfenner verordenntenn zu sich gefordert, sich notturfftigk vnderredt, vnnd nach vfrichtung einer abrede, wie vnnd was zubauenn notturfftigk sein wolte, wieder vonn einannder gescheidenn, vnnd volgt der Abscheidt, Den 20.
Julij Anno 51. seindt zun Sodenn erschienen die nachbenenten, vnnd habenn allerley beratsschlagt, vnnd beschlossen wie volgt Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnd hern, der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boyneburgk, Her
mann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Jost Berker1[?], Renndtmeister, Saltzwardt, vnnd Meister Hanns Weyell der Zimmermann, Vonn der Pfenner wegenn Johann Schaffnit, der Elter, Johann Niedennstein, Thias Chorey2, vnnd Johann Schaffnit der Junger.
Lanndtvogt schleust, das mann die gabe Gottes nitt vbernötigenn, sondernn die Öse Pompenn gebrauche, das dem hauptwerck ohn schadenn sey, kann mann dermassenn zurichtenn, das es nit so viel als Itzo kostet.
Hundelshausenn sagt dergleichenn, das mann die adern in stockenn dermassenn verbaue, das die werck kein schadenn thun Valtin Schuldt, Nordeck, vnnd die anndernn seindt auch der meinung.
Die verordenntenn der Pfenner habenn bedencken genommenn vnnd gesagt, durch Niedennstein, das sie der herrnn bedennckenn anngehört, vnd darauf ertzehlt, dieweil die herrnn aller gelegenheit gut wissenns habenn, das sie Ir bedennckenn anzeigenn, wollenn sie Ir gut meinung auch darsagenn, Die Herrnn sagtenn darauff, sie hettenn albereitt Ire meinung gehort, vnnd sey die frage, wie im zuthun sey, das der schade nit grosser werde, Darauf geschlossenn, das Jeder theil sich einer meinung enntschliesse, die wir dann zusammen trage, vnd sich dann darnach enndtlich einer meinung vergleiche, Meister Hanns vnnd Christoffers bedennckenn ist, vnd schliessenn, das mann die adernn in stockenn wieder vertenne, vnnd die ann der mittelstenn wanndt fasse, vnnd in den Vberstenn kastenn fure, doch das mann den Thamb noch drey schue vffreume, vnnd mach ein Beulein dahin, das mann Jederzeit
darzu sehenn könne, so hat mann auch, wann der Bornn abnimpt oder zugeht, die gute ader, Inn oder aus dem Bornn zuweisenn, Zu dem will meister Hanns im vnderstenn kastenn vffm Bodenn, einenn kleinenn trogk Innsenckenn, darin die Pompenn stehenn, vnnd dester tieffer ösen könnenn, vnnd damit solchs desto besser geschehenn kann, so sollenn die öse Pompenn im nechsten kasten daruber gehaltenn, vnnd die Rennenn im vnderstenn kastenn verstopfft werdenn, Fur dem Gewelbe ist geschlossenn, das vffs gewelbe ein Lichtloch gemacht werdenn soll, damit mann Jederzeit darin aus vnnd einsteigenn, vnnd zusehen könne, Der verordenntenn der Pfenner bedennckenn ist, dieweil sich das wilde wasser nit will zwingenn lassen, das es steyge, Begerenn sie der Herrnn bedenncken, dann der grundt hab sich verendert, Hundelshausenn, Dieweil mann sicht, das das wilde wasser nit steigenn will, so mus dem gerathen sein,
Innsonderheit mit den Pompenn, aber vmb die stocke solt meister Hanns einenn Baw setzenn, das mann Jederzeit darzu kömt sehenn, vnnd dann den trogk zu den vnderstenn kastenn zusenncken, daraus die Pompenn ösenn, darnach zufuln, vnnd wieder zuzufullenn, Sey nit vonn notenn vf der seittenn nach der Stadt zu Rennenn zulegenn, dieweil mann kein wasser da gespurt, Vnnd dieweil mann die Pompenn ohnn schadenn beider Herschafft erhaltenn, vnnd die hernach mit geringem kostenn verendernn kann, So lest manns darbey bleibenn, Das tagwasser soll durch den grabenn zwischenn dem kunsthause vnnd den Bodenn abfliessenn, Die abzucht durch Rennenn Inns gewelbe zufliessen, Pfenner hettenn sich versehenn, das wilde wasser solt selbst gestiegenn habenn, dieweil es aber das nit thun, noch sich zwingenn lassenn will, So seindt sie der meinung mit den Herrnn einest wie sie
Das fünffte Buch. anngezeigt, vnnd scheinnt vor viel nutzlicher ann, dann das wasser zu steigenn zu zwingenn, dann zu besorgenn, dieweil sich die adernn verendert, das das wilde wasser sich darin vermischt, das es dann nit gethann, weil das wilde wasser gröst wordenn ist, Darauf die Herrnn Meister Hannsenn solchs zufertigenn befohlenn, vnnd sollenn die beamptenn, vnnd der pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd zum vleißigsten zusehenn, vermugs vnnd Innhalts volgents abschiedts.
Als vnnser Junger Herr, Lanndtgrave Wilhelm zu Hessenn, Grave zu Catzennelnbogenn, auch der Stadthalter zu Cassell Rudolff Schennck zu Schweinsburgk, gestrigs tags befohlenn, vor nutzlich vnd gut anngesehenn, dieweil das wilde waßer vmb denn Saltzbronn zum Bodenn, fur sich selbst mit so starck in die höhe steigenn will, als es die Pompenn außösen, vnnd das der vncost solchs zuerhaltenn, allein vff die Böder geth, das dann dasselbe, wie bisher mit den Pompenn außgeöst, vnnd mitler zeit vf anndere1[?] treglicher leichtfertiger Kunste, zu außbringung desselbenn ge
furstenn vnnd herrnn Lanndtgravenn Philipsenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogenn, S.f.gl.1[?] Lanndtvogt, Sigmundt vonn Boÿneburgk, Hermann vonn Hundelshausenn amptmann, Johann Nordeck, Valtin Schuldt, Jost Becker, vnnd die Beamptenn zum Bodenn, vnnd dann der Pfenner verordenntenn, Johann Schaffnit der Elter, Johann Niedenstein, Thias Thoreÿ, vnnd Johann Schaffnit der Junger, darzu vonn beider herschafft wegenn, Meister Hans Wetzell der zimmermann, heut dato beÿeinander zum Bodenn im augennschein erschienenn, vnd allesampt solchenn furstlichenn bevelch vnd bedencken fur nutzlich vnnd gut anngesehenn, sich auch darauf weitter notturfftig vnnderredt, verglichenn vnd verabschiedt, das die gefastenn dreÿ nebenn adernn in den stöckenn widerumb mit thonn getemmett werdenn, vnnd soll dagegenn zwischenn der mittelstenn fassung gegenn dem oberstenn neuenn kasten
Das fünffte Buch. zwerch vber wohl zugebauet werdenn, dadurch dieselbenn adernn, Inn dennselbenn öberstenn kastenn gefurt fliessenn, dann mann vnuerhindert darzu kommenn, vnnd darnach sehenn könne, So kann mann auch Jederzeit dieselbe drit ader, da sich die verwandelnn wurde, Inn oder aus dem Saltzbronn führenn vnnd abweisenn, wie dann die vff beide wege albereit gefast ist.
Furter soll der zimmermann zustundt ann in dender kastenn, daraus Itzo das wilde wasser gepompt wirdet, einenn holtzernn trogk, gehebe Innsenckenn, darin die Pompenn tieffer, dann Itzo stehenn, vnnd das wilde wasser dester tieffer geöst werdenn könne, vnd das solchs bequemlich geschehe, So kann im nechstenn kastenn daruber mitler zeit darann gearbeit wirdet, das wilde waßer außgeöst werdenn, Zu dem Gewelbe soll es auch wohl vertembt, vnd vfs Gewelbe, gleich vornn am haupte, ein Lichtloch bis zutage vonn holtz oder steine gefurt werdenn, damit mann Jederzeit daselbst in Bodenn, aus vnd ein Inns
Das fünffte Buch. gewelbe kommenn könne, doch das solchs obenn verschlossenn seÿ, Darnach die quelle vnnd den siegk, so sich Itzo vnnter dem Bode, nach der kirchen zu aus dem Berge ereuget, Inn Rennenn zufassenn, dieselbenn verdeckt Inns gewelbe zum ausfluß zufuhren, Volgenndts die Gebeue aller wohl zufüllenn, vnnd mit guter erdenn zuuertemmenn1[?], vnnd den Bau vber den Saltzbronn vfzurichtenn, Aber vf der seittenn nach der Werra vnnd der Stadt zu vnnter dem tam, auch Rennenn zum wilden wasser gleich wie vor dem Berge her geschehenn ist, zulegenn, acht mann vonn vnnötenn, dann da kein sonnder wilt wasser oder annder gewesser sich ereuget that, Vnnd soll das tag wasser vmb den Saltzbronn her vf den gebeuenn gefast, vnnd in der zweÿergrabenn einenn, so durch die Bodenn gehenn, gefurt werdenn, Ob nun die gebeue, vf vnnd vmb den Saltzbronn mit steinenn geplastert, oder mit dielen beschossen werden sollenn, Des that man sich hernach zuuergleichen.
Das fünffte Buch. Darzu ist vor gut anngesehenn wordenn, das mann zu außösung der flut wasser, noch ein Renne obenn ans gewelbe lege, dieselbe zur zeit der fludt zugebrauch habenn, damit mann gleichwohl siedenn können, Darauff dann die Herrnn beiderseits solchs dem zimmermann als baldt muglich zufertigenn bevohlen, vnnd sollenn die Beamptenn zum Bodenn, vnd der Pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd vleißigk mit zusehenn, das solchs furderlich gefertiget werde Verabschiedt zum Bodenn den 20 Julij Ao.
Johann Schaffnit der Elter Thias Thoreÿ, Johann Schaffnit der Junger. Mitwochens den 22. Julij hat meister Hanns im oberstenn facht gegenn den adernn zum Barnn zu außgehauen,
Das fünffte Buch. vnnd ein thuer oder gang aus dem kastenn durch die alte wanndt fur die stöcke, so durch das mittelste faß geht, gemacht, dadurch mann Jederzeit zu den dreÿenn adernn vnnd stöckenn, kommenn vnnd mit zusehenn kann, Darnach die faßung zwerch vber, gegenn die dreÿ stocke Inngesatzt, hat acht Deuchlenn, vnntenn mit schwelenn, vnnd obenn mit Rinckhstenn1[?], vnd in der mitte vf beidenn seittenn verriegelt, oben vnd vnntenn mit starckenn Bolenn aus dem grunde so hoch solcher kast, oder kammer ist, vfeinannder zugesatzt, vnnd obenn im grunde mit groben steinen vnnd Kiesell vor den Bretternn beschut, darnach obenn zwerch vber mit starckenn holtzernn zugelegt, mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thonn vertempt, So hat der Meurer das gewelbe obenn beÿ dem vnnderstenn kastenn zugemauret, vnnd das Lichtloch dardurch obenaus mit steinenn gefurt, vnd seindt die zwo Rennenn eine vf den Bodenn des gewelbs
Julij zum sieg die Rennenn verdeckt, Inns gewelbe gelegt, vnnd zugemauret, Darnach zwischenn dem vnnterstenn kastenn vnd dem gewelbe, mit thon so hoch das gewelbe ist, wohl vertempt, darnebenn Inn den mittell neuenn kastenn oder kammernn fur den Röhrenn, so aus den dreÿenn stockenn gehenn, aus dem grunde mit grobenn Kies, bis ann die Rör gefult, darin vier kurtze Rörlein gesetzt, darin in Jeglicher ein Pflock gesteckt, das die Rörenn steiff stehenn bleibenn, darin das wasser aus dem grunde in die höhe steige, vnnd in den vndersten kastenn abfließe, obs nit gnug durch den grobenn Kies steigenn wolt, Nota:1[?] Der Rörenn zum abgannge des Saltzbrons.
Dieweil es aus dem grunde biß Inn die mitte der höhe gerings vmb den Saltzbronn mit thonn vertemmett, seindt die strebenn am alten eusserstenn fasse, abgethan vnnd heraus gezogenn,
Das fünffte Buch. Das Bleÿer Pfannenn soltenn zur Proba zugericht werdenn wie zu Lunenburgk, Ist berathschlagt, das noch zur zeit darin zusiedenn nit muglich, darumb, das der etlicher zur Proba soltenn zugericht werdenn, vergeblich, vnnd dieweil vlgemts1[?] Hochgedachter vnnser gnediger Junger Herr darauf verharrett, ist solchs annzurichtenn bevohlenn, aber die Beamptenn zum Boden, habenn der halbenn schrifftlich bericht gethann, wie volgt, Dem Erbarnn vnnd achtparnn Jost Beckernn Saltzgrevenn zum Bodenn, vnnserm gutenn freunde, Mein gantz willig diennst zuuor, Besonnder guter freundt, Euer schreibenn, betreffenn die zurüstung der Bleÿernn Pfannenn zum Saltzsiedenn vf die Luneburger art, hab ich enndtpfanngenn, vnnd darauff nit vnnderlassenn, daruonn mit dem Renndtmeister vnnd Saltzwartenn alhier allerleÿ vnnderrede vnnd bedennckenn gehabt, vnnd nach dem wir alle dreÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestes zuwerbenn, vnnd zuthun vnns pflichtigk vnnd
Zum erstenn ist euch ohnn zweiuell wohl wissentlich, dieweil die Saltzsohle zu Lunebürgk, da die Bleÿer Pfannenn gebraucht werdenn, die aller reicheste Sohle ist, so mann hierumb weis, nicht viel oder lanng siedenns bedarff, vnnd wann sie gar gesotten, nicht sonnderlich grossenn abganng hat, so bleibenn die Pfannenn beÿnahe voll, helt vnnd erleidett das Bleÿ die hitze desto bas, Wann aber Saltz sohle in Bleÿernn Pfannenn lannge gesottenn werdenn soll, vnnd wann sie gar wordenn, kaum das achte oder neundte theil |:
wie diese sohl alhie thut :| bleibt, Ist zubesorgenn, das Bleÿ könne die hitze, wann es vonn der feuchtung der Sohl enndtblosset, nit leidenn, vnnd werde verbrennenn, vnnd ob es gleich die hitze ertruege, wurde doch vonn der grosse solcher Pfannenn, gar ein klein theil, Jegenn der Luneberger Saltzmachung alhie vonn dieser Sohle, an Saltz gefallen, vonn einer Ingiessung oder vollen Pfannen,
Das fünffte Buch. Zum anndernn, solt mann dann alle mahl mit der Rohenn Saltzsohl Innzugiessenn nachvolgenn, so lannge bis die Pfann garer sohl voll wurde vnn1[?] Saltzmachenn, so wurde abermahls die zeit vnnd hitze der Bleÿernn Pfannenn zu lanng vnnd schwere, vnnd wurde fast den gebrauch vnnd vncostenn, so wir alhie albereit habenn gewerenn2[?], mit siedenn, Saltzmachenn, vnnd anndernn, wo es nit schwerer wurde.
Zum drittenn, vnnd ob mann es damit alhie versuchen vnnd probiren wolte, so ist doch alhie vnnsers erachtenns kein Bodermeister oder sonnst der eigenntlich die tieffe, weite vnnd art der Luneburger Bleÿernn Pfannenn gesöde, ofenn, vnnd vffsetzung, weis annzustellenn, viel weniger wie mann die Pfannen geusset vnnd macht.
Zum vierdtenn Will auch vonn nötenn sein zuwissen, ob mann auch einenn sonnderlichenn zusatz In die Bleÿernn Pfannenn brauche, das es wohl zu saltze gehe, dann mann zu den Eÿsernn Pfannenn, das
Vnnd wir achtenn es dauor, Wer es weitter dann zu Lunebürgk mit Bleÿernn Pfannenn zusiedenn, nützlichenn oder dienlichenn, Es wurdenns die vonn Hall vnnd Franckennhausen, die alle viell reicher Sohl habenn dann wir alhie zu Allenndorff, auch lanngst versucht vnnd gebraucht habenn, vnnd nicht die Eiserne Pfannenn wie Itzo habenn.
Damit aber vnnser gnediger furst vnnd herr nit[?] meine mann wolle gutenn rath nit volgenn, so wollenn wir gernn als viel wir verstehenn vnnd können darzu helffenn vnnd dienenn, vnnd achtenn vor das beste, das solch versuchenn oder Probewergk der Bleÿernn Pfannenn, durch einenn verstenndigenn der gelegennheit der Pfannenn, gesöde vnnd anders zu Lunebürgk weiste, vnnd könnte mann darzu einenn Luneburger Saltzknecht habenn, Wer vnsers erachtenns der beste, dennselbigenn herzubringenn, Wustenn wir dieser zeit her Johann
Das fünffte Buch. Norderkenn1[?], welcher auch dieses Saltzwercks gelegenheit weis, vnnd solchs beÿ dem Luneburgischenn Cantzlar oder anndernn freundenn am bestenn erlanngenn, vnnd zuwegenn bringenn, vnnd wan mann dann den habenn könte, das dann solch Probwerck zu Cassell oder sonnst an einem gelegenen orte, ausserhalb Allenndorff, anngestalt vnnd gemacht wurde, Konnte mann aber der Luneburgischenn Saltzknechte keinen bekommenn |:
dann mann lesset sie nit baldt anders wohin ziehenn :| So könnte doch der Norderk2[?] wohl bericht geben, vnd wir anndernn auch, als viel wir verstehen, darzu helffenn, vnnd solchs werck zu Cassell oder sonnst in einem gelegenenn hause, annzustellenn, vnnd wann es fertigk, vonn hie dann die Sohl zuwasser oder wagenn, als viel vonnötenn, dahin zuuerschaffen, vnnd zuuersuchenn, Ist es dann dienlich vnd Rathsamb, dieser Bodermeister einenn darzu zugebrauche, so woltenn wir mitler zeit, nach einem der verschwügenn wer, trachten.
Das fünffte Buch. dann mann diese sachenn der Bleÿernn Pfannenn anfiennge, das mann zuuor der Luneburger Saltzsohl, ein halbe mas alhier durch einenn geschicktenn Boder holenn liessenn, der alhanndt absehe vnnd achtung hette, wie sie das saltz daselbst machenn, vnd wie die Pfannenn, vnnd gesöde gemacht werenn, So könnte mann damit probiren, wie gut die Luneburger Sohl Jegenn der vnnsernn ist, vnnd das werck nach bericht des hingeschicktenn, desto bas annstellenn, dann so mann nicht ebenn die grösse vnd artt Jener Pfannenn vnnd siedenns weiß, So ist doch der vnkostenn Jenem nachzurechenn falsch, Das habenn wir also alle dreÿ vf euer schreibenn, für vnnser einfeltigs bedennckenn vnnd gut meinunge, weitter dasselbig wann es vonnötenn, vnnsern gnedigenn herrnn besser vnnd verstenndtlichen daruon zuberichtenn, dann wie es geschriebenn, zur wieder antwort nicht wollen verhalten, vnd seindt euch sonnst freundtlich zudienenn ganntz willigk, Datum Soden den 23 Februarij Anno 52.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Vincula Petri Inn der nebenn Renn, darin der siegk so vnnter Jorgenn Gilen Bodt herfleust Ins gewelbe, Ist ein ausganng gemacht, dem viertenn kastenn gleich vber dem vnnderstenn kastenn, also das mann im vierdtenn kastenn, alles was er1 Sÿhenn, vnnd durch solchenn abganng Ins gewelbe weisenn kann, Damit wann mann im vnnderstenn funfftenn kastenn etwas zubesehenn oder zumachenn hette, das mann solchs sonnder verhinderung des wassers trockenn thun möge, Aus dem Saltzbronn ist ein abganng in den vndersten kastenn mit einer Röhrenn gefurt, vnnd die Renne so zu Jart2[?] zum ausganngk in derselben höhe in anndernn fas gelegt, wieder beÿ gethann, vnnd das Loch am fasse darzu gemacht, verspondt.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Laurentij halb gearbeit, hat sehr geregnet, gefült vnnd zugestembt, Item die gerenne gefertiget, Inn diesenn gebeuenn hat mann auch klar vnnd eigenntlich scheinbarlich befundenn, das die eltesten ganntz nieder vnnd vfs aller nechste beÿ den Saltzadernn mit den Bodenn vnnd gesödenn bliebenn sein, aber darnach ist mann als höher fur vnnd fur gestiegenn, vnnd Sohl vnnd wiltwasser Inn die höhe zusteigenn zwingenn wollenn, das dann nit geringenn schadenn gemacht hat, vnnd were noch nutzlich vnnd gut, das die Bode vfs niederste stundenn, vnnd nitt Inn die höhe gebauet wurdenn, Dieweil mann aber doch die Sohl nunmehr hoch gnug bringe kann, das dann die altenn zuthun nit gewust habenn, hats nunmehr kein gefahr oder noth, Diese obbeschriebene gebeue habenn gewerth, vnnd seindt geschehenn In den zweÿenn Jarenn 1550.
6½ heller, Ohne das was vortheils vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ann Holtz, diennstfuhre, vnnd annderst darzu gebraucht worden ist, wirdt auch noch mehr darauf gehenn, die abgebrochenn Bodenn vmb den Saltzbronn wieder vfzurichtenn, vnnd zubauenn, vnnd sonnst alle andere notwenndige beuwe auszufurenn vnnd vollent zufertigenn, wie das volgennt Jar mit der zeitt geschehenn soll, Actum et signatum Bodenn den 20 Octobris Anno 51.
Anno 54. den letztenn Aprilis hat vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgraue Philips zu Hessen Graue zu Catzennelnbogenn, Vff vnnderthenigs bitlichs annsuchenn in verhanndtlung der erstorbtenn neuenn dreÿssigk werenden Location gemeinenn Pfennernn die Helffte obberurts Baugeldts, so Ihnen zubezahlenn geburt hette, vonn den vorigenn biß vf diß 54. Jars Exclusiuè, aus
Das fünffte Buch. sonnderenn gnadenn nachgelassenn, daruor der ausschos gemeiner Pfenner Hochgedachtenn vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn in aller vnnderthenigkeitt hohe vnnd grosse dannksagung gethann habenn, Signatum Allenndorff ann der Werra den 22 Maij Anno 54.
Justus Pistoris sst. Abfertigung vnnd Vergleichung des Zimmermanns vnd Werckmeisters. Wiewohl Meister Hanns Wetzell der zimmermann, so den Saltzbronn vf verordenung vnnd Beuelch der Bauwherrnn, gefast, vnnd gemacht, zimblich wohl vnterhaltenn, vnnd Jede wochenn annderthalben guldenn vor kost vnnd lohnn, laut derenn wochennrechnung gehabt vnnd vfgehabenn hat, damitt es dennach mit willenn mit Ime gehaltenn, Habenn die verordenntenn Bauwherrnn Ime die wochen eine mahlzeit oder zwo darzu mit geniessen lassen, vnnd darnach zu verehrung gebenn, wie aus nach
Ich Hanns Wetzell zimmermann, thue kundt hieran offenntlich gein allermenniglich bekennende, als Ich diese nehistverschienen zweÿ Jare, am Saltzbronn alhier zum Bodenn gearbeitt, vnnd den vonn neuenn gefast habe, Derwegenn die verordenntenn Bauwherrnn, vnd Saltzgrebenn, mir wochenntlich mein taglohnn, das sie mit mir vberkommenn seindt, gutlich habenn ausrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, vnnd Ich dann zuuor daruber zu meiner vnnderhaltung, Nemlich Siebennthalbenn thaler, vnnd zwanntzigk Neun guldenn vfgenommenn, Welche sie mir zu verehrung habenn nachgebenn, vnnd darzu noch zwanntzigk funff guldenn, vnnd vier guldenn vor ein kleidt, mir Itzo bar vber zu enndtlicher
vier Pfennig tregt, der ich aller genntzlich vergnugtt vnnd bezahlt bin, Darumb so sage Ich fur mich vnnd alle meine erbenn, den Durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd herrnn, hern Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn, sfgl.1[?] verordennte Bauwherrnn vnnd Beamptenn zum Bodenn, desgleichenn gemeine Pfenner vnnd Ire verordennte Saltzgreuenn solcher arbeit, meiner verdienntenn Besoldung, verehrung vnd annders halbenn, hiemit quidt, ledigk, vnd los, Gerede vnnd gelobe derwegenn, ann Hochgedachtenn meinenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gemeine Pfenner, vnnd die Ihrenn, kein weitter annsprache noch forderung zuhabenn, Inn ganntz keine weise, vnnd will auch alles was Ich in selbenn Bau gesehenn vnnd erfahrenn habe, bis in meine grube verhelenn vnnd verschweigenn, vnd
Unsichere Lesungen
Z. 10: sfgl. — Abkürzung, seiner fürstlichen gnaden
Das fünffte Buch. dauonn nichts vermeldenn, auch ohnn Ir f. gl. vorwissenn, Inn oder ausserhalb Lanndes keinen Saltzbronn bauenn oder furnehmenn, alles sonnder geuerdt, vnnd des in vrkundt, Hab ich die Erbarnn vnnd wolweisenn herrnn Schultheis, Bürgermeister vnnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, Ire ampts vnnd Stadt Siegell, vor mich hier vf diesenn brieff zuthun truckenn, mit vleis erbettenn, Welchs wir Schultheis, Burgermeister vnnd Rath also vmb beschehener bitt willen gethann, doch vnns vnnd gemeiner Stadt ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zum Bodenn, den 271[?] Nouembris Anno 51.
Vnnd damit gedachter zimmermann bis zu erledigung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn Im Lannde bleibe, vnnd diesem Saltzwergk zu nachteil kein annders oder neue Saltzwergk vfm Eichsfelde Creutzburgk, oder sonnst vmbs Furstennthumb Hessenn, vnnd denn darzuge
zu nachteil gebrauchenn lasse, Habenn wir die der zeit gewesenn Saltzgreuenn gedachtenn Meister Hannsenn, beÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn Stadthalter vnd Räthen zue Cassell nachuerzeichnete bestallung erlanngt, die auch Ihnenn solchs habenn gefallenn lassenn, vnnd darmit versehenn wie volgtt.
Meister Hannsenn Wetzeln des zimmermans zum Bodenn bestellung. Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell Bekennenn, als Meister Hanns Wetzell zimmermann etliche verlauffenn Jare zum Bodenn gearbeitt, vnnd in sonnderheit in dem nechstuerschienenn 50.
vnnd diesem 51. Jar den Saltzbronn daselbst vonn newem gefast, vnnd erbawenn helffenn, deswegenn er dann Innhalt seiner vbergebenn Quitanntz mit seinem verdienntenn Lohne, vnnd
Das fünffte Buch. verehrung abgefertiget vnnd versehenn wordenn, Damit er dann in vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn diennst bleibe, So ist [übergeschrieben:
er] vonn wegenn sfgl.1 bestelltt, in allenn sachenn, so Jme bewust, vnnd sfgl. nutzlich sein, vffm Saltzwergk allenn Bergkwerckenn im Lannde Molenn, vnnd anndernn bewenn, Wes er des verstanndt hat, sich gutwillig vnnd vleissigk, vnweigerlich brauchenn zulassenn, vnnd vff erforderung seiner f.
gl. darunter geordennte beuelchhaber am Jedem ort, nach allem seinem höchstenn verstannde zum bestenn annweisung zuthun, vnnd zurathenn helffenn, doch das er zu volnfuhrung der gebew am Saltzwerck diß nechstkunfftige 52.
Jar daselbst wonenn bleibe, vnnd solchs vfrichtenn helffe, auch sonnst Irenn f. gl. trew, holdt, gehorsam vnnd gewertig sein soll, Inmassenn ein trewer diener seinem herrenn zuthun schuldigk ist, vnnd er solchs gelobt, vnnd seinenn Reuers brieff dar
Das fünffte Buch. vber gebenn hat, Dargegenn soll Jm Jedes Jars aus den Bodenn 15 fl. Muntz, vnnd vier virtell kornns aus der Molenn daselbst gegebenn werdenn, Darzu ein kleidt zu hoffe des Jars, vnnd damit der gezimmertenn Öfenn halbenn kein verdacht vf Jme erwachsse, So soll er Jedes Jars dauor, dieweil er zum Bodenn ist, zweÿ achtteil saltz habenn, vnnd da er sonnst ann anndernn orttenn, Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn ann newenn grossenn bewenn arbeitenn wurde, vor die gezimmertenn Öfenn zweÿ virtell kornns habenn, vnnd soll Jme ann denenn ortenn, vf sfgl.
Vnnd des zu vrkundt vnnder Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fursten vnd Herrenn zu Hessenn hieruf getrucktenn Secret Gebenn zu Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 51.
Das fünffte Buch. Vermahnung zur dancksagung fur die Gottes gabe des new erbawetenn Saltzbronns zum Bodenn alhie fur Allenndorff an der Werra Anno Domini 1550.
Sitemahl vnns das Heilig wort Gottes so offt vnnd ernnstlich vermahnet, das wir Gott vnnserm liebenn herrenn vnnd vattern fur alle seine gabenn, vnnd gnade sollenn danngkbar sein, wie im 147.
Psalm vermeldet, Lobet den herrenn, denn vnnsern Gott lobenn, ist ein köstlich ding, Solch lob ist lieblich vnnd schönn, vnnd der Apostell, Seidt danckbar in allenn dingenn, So wollenn wir auch Jtzt vor diese gabe des Bronnenns, Gott vnnserm Himlischenn vatter preisenn, vnnd damit wir seiner gabenn erinnert, zulobenn vnnd danckenn anngereitzt werdenn, So wollenn wir fur vns nehmenn, die wortte des 104. Psalmens, vnnd
Das fünffte Buch. lautenn also, Du lest Bronnenn quellenn in den Grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, das alle thiere vf dem felde trinckenn, vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, ann denselbigenn wohnenn die Vogell des himmels, vnd singenn vnnder dem zweÿgenn.
Als der Prophet in diesem Psal. erzehlet allerleÿ wolthat, so Gott dem mennschenn gebenn hatt, vnd dannckt im dafur, erzehlet er diese gutthat auch vnd spricht.
Du lessest Bronnenn quellenn in den grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, alß wolt er sagenn, das thustu auch vnns zu nutze vnnd gute, das du allennthalbenn, wo mennschen wonenn, lessest Bronnenn quellenn, in der gantz weittenn welt, hie vnnd da, vf das sie mit wasser allennthalbenn versehenn sein.
Das fünffte Buch. benn muß, vnnd daselbst kein mennsch oder viehe liegenn, wonenn, oder bleibenn mugenn, Wo aber wasser ist, da grunet es, da wächßet es, Ist das Erdtreich fruchtbar, vnnd bringt alles zu vffendthalt dieses lebenns, Da siehet mann wie die mennschenn ann die grossenn wasserfluß gebawet, vnnd sich gesetzt habenn, in Stedtenn vnnd dorffenn, vnnd wo sie nicht am wasserflußenn sitzenn, dennoch ann die Bronnquellenn Ire wohnung vnnd heuser gesetzt habenn, da schepfft mann dann vnnd holett zu allerleÿ notturfft, zu waschenn, zu badenn, vnd allerleÿ zureÿnigung, zu mahlenn[?]1, zu backenn, zu brawenn, zu kochenn, Will geschweigenn, wie vielerleÿ art der fische das brauchenn kann, vnd wer kann nun das alles erzehlenn, so vnns Gott zu nutze thut, durch das Element des wassers, nicht allein vnns mennschenn, sonnder auch allem gethier, wie der Psalm weitter spricht, Das alle thiere vf dem felde trinckenn, Die werdenn auch begabet, mit Ires Schöpffers guete, vnnd mitt
Das fünffte Buch. trinckenn die volle begabet, Wo kömpt nun das alles, vnnd vmb wes willenn thut es Gott, alles vmb des mennschenn willenn, das er auch vonn den thierenn, vber das so das Erdtreich tregt zuessen, vnnd seinenn hunger zubussenn habe, auch das er sonnst der gethiere brauche, vnnd im dienenn lassen, Da bawet er seinenn acker mit, da fuhret er sein kornn ein, da fehret er vonn einem ortte zum anndernn, Ist also das viehe des mennschenn knecht, Darumb denn Gott das viehe geschaffenn, mit trinckenn vnnd essenn versehenn hat, wie der Prophet spricht, das alle thiere vff dem feldt trinckenn, Wiewohl nun Gott dem mennschenn anfennglich auch den tranck des wassers gebenn hatt, vnnd zu vffenndthalt dieses lebenns gnugsamb were, wie dann Adam vnnd anndere Patriarchenn in aller welt vonn souiel tausenndt mennschenn, von keinem anndernn tranck gewust, vnnd dessenn sich genugenn habenn lassenn, So hat
Das fünffte Buch. vnns doch Gott vber den gemeinenn tranck des wassers, auch bessernn, Edtlernn, vnnd dem leibe gesundernn tranck des weines, beschert, vnnd gebenn, vnd darzu ann den orttenn, da kein weinwachs ist, aus dem wasser wohlgeschmacktenn getranck, des Bier brawenn, vnnd machenn lassenn, vnnd soltenn hierinne vernunfftige sein, denn die vnvernunfftige thiere die vber Irenn durst nit trinckenn, vnnd soltenn billich den almechtigenn in solchem erkennenn, vnnd darfur lobenn, dannckenn, vnnd nit so vermessiglichenn sauffenn vnd schwelgenn, Volgt Weitter Vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, auch sagt er, die thiere, der viele so gar weit, vnnd den mennschenn zu keinem gebrauchenn kommen, weder Jnn die kuchenn, noch zu keiner feldt oder hausarbeit, dennoch vonn Gott auch gespeiset vnnd getrencket wordenn, denn Gott lest
Jnenn das wasser fliessenn, aus den Bronnenn fernn vonn den Leuthenn, in geholtze vnnd gebirgenn, vff das das wilt auch des liebenn Vatters gutigkeitt mögenn geniessenn, Wie Dauidt ann einem anndern ort sagtt.
Aller augenn wartten auff dich herr Also auch, die vogell in der Lufft, Wie er weitter spricht, ann dennselbenn Bronnenn quellenn vnnd flüssenn wonenn die vogell, vnnd singenn vnter den zweigenn, das ist seint frölich vnnd lustigk, singen für das essenn vnnd trinckenn, ein frölich gesanng vnnd liedt, vnnd lobenn Jrenn Schepffer vnnd ernehrer, Summa es ist alles danckbar dem herrn, das viehe vf dem felde, die vogell vnter dem Himmell, Soltenn wir mennschenn nit viel mehr Gottes gabenn erkennenn, vnnd darfür danckbar sein, Darumb so wollenn wir mit dem heiligenn Prophetenn vnnd anndernn gleubigenn mennschenn, auch diesenn Psalmenn vnns der wolthat Gottes erjnnernn, vnnd darfür Gott lobenn.
vnnd preisenn, vnnd sagenn, Du lessest Bronnen quellenn, Dann welcher Konig oder Keiser hat die Kunst, das er seinem Volcke Bronnen gebe, so es vonnötenn were, aber du, du ewiger Gott, du lessest Bronnenn quellenn, es ist dein werck, Wir lesen, das er auch wohl hat Bronnenn gebenn, vnnd wasser lauffenn lassenn, aus hartenn felssenn, wie er den Kindernn Jsraël in der Wüstenn Wasser gab, Jtem da Konige Judith vnnd Jsmael zufelde lagenn, wieder den Konig Edem, vnnd grossenn mangel hattenn ann wasser, vnnd all viehe, vnnd alle verderbenn hettenn müssenn, gab Jne Gott wasser aus fürbit des Heiligenn Prophetenn Elisei, wie wir lesenn, 4.
Rege. 3: Welches alles sein grosse wercke seine gewaldt vnnd güete zuerzeigen[?]1 Nun habenn wir aber dieses orts, eine besonndere gabe eines Bronnes als nemblich der Saltzbronn, für den wir fürnemblich vnnd insonnderheit dem Herrnn danckenn, vnnd ein te Deum laudamus singenn sollenn, vonn wegenn des nutzbarkeitt.
so aus demselbigenn der liebe Gott so lannge gebenn, vnnd noch alle tage gibet, dann rechenn du, Wieviel tausenndt haußvetter mit allenn Jrenn Kindernn vnnd gesinde hat wohl der liebe Vatter souiel hundert Jar daher begabet, ernehret, erhalttenn, gespeiset, getrencket, gekleidet, aus dieser gabe des Bronnens, vnnd wieuiel habenn noch heutigs tags Jrenn vffennthalt, vnnd narung vom Bronnenn, mit alle Jrem Haußgesinde, Der mit Saltz machenn, dieser mit abführenn, vnnd wegkbringenn, Jener mit Holtz zu zuführenn, Holtz zu hauwenn, Wellenn zubindenn, Will geschweigenn der schmiede, die Jmmer ann den Pfannen zumachenn, vnnd zu lappenn habenn, Zimmerleute vnnd viel anndere arbeitsleute vnd taglöhner, welche mann teglich habenn muß, vnd allesampt Jre gewerbe darbey treibenn, Jrenn nutz suchenn, vnnd Jhr brodt verdienenn, solt mann dann nit Gott darfür lobenn vnnd erkennenn, das er vnns vnser teglich brodt also bescheren muß,
Vielmehr aber sollenn die Jenigenn Gott danncken, die die Pfanntheile vnnd Erbe habenn ann solcher gabe, denenn souiel leute mit Jrer arbeit dienen, vnnd sie ohn alle mühe solchs aus des gütigen Vatters hanndt emtpfahenn, Ja sage Jch, die sollen sonnderlich vor anndernn Gott für die Gabe preisenn, vnnd auch des nechstenn nit vergessenn, mitzutheilenn, Was Jhnenn Gott bescheret, wie dann auch der brauch gewesenn, vf einen sonderlichenn tagk ein almusenn bey dem Bronnen allenn armenn leutenn, außzutheilenn, Wie dann auch mitgetheilt wirdt, alle Jar ein Fürstlich almosenn, armenn Pfarherrnn, Studenten, Jungfrauwenn so zur ehe greiffenn, vnd auch sonst armenn leutenn, Ja sage Jch, das ist wohlgethan, das mann mit wortenn vnnd werckenn vns sollenn dannckbar Jegenn vnserm woltheter erzeigenn vnnd erkennenn, dann vonn welchem wir solchs vnnd alles annder habenn, vnnd wo wir auch solchs nit thetenn, vnnd allein
vnsernn pracht, hoffart, vnnd geitz, schwelgen, vnnd prassenn treibenn, wie leider in etzlichenn der böse brauch vnnd vergeß Gottes ist, könnte vnd wurde auch der liebe Gott vnns der mahl eins, solche gabe schmeler machenn, Jne auch wohl gar enndtziehenn, denn denckt nit, ob es wohl ein lannge zeit gestanndenn, das darumb altzeit so stehenn müsse, dann singet vnns der Prophet ein annder liedt, vonn der die Beche zu Wüsten macht, vnnd die wasserquellenn lest versiegenn, setzt ein fruchtbar Lanndt in ein vnfruchtbars vmb der boßheit willenn, derenn die darinnen wohnenn Psal 107,1 wie offt ist das geschehenn, das Gott Stedte vnnd dorffer hatt gar lassenn vergehenn, vnnd ann anndernn ortten, anndere wieder lassenn vfgehenn, Bronnenn vnnd wasser versiegenn, vnnd ann anndernn orten wieder lassenn quellenn, wie wir das auch finden beim Stabone in seinem erstenn vnnd letztenn buche seiner Geographei, Jtem die Heilige schrifft gedenckt des Bronnens zu Jericho, Wie
der verdorbenn, vnnd verlestert ist, vonn wegenn der sünde der Jnnwohner, vnnd wiederumb durch gebete des gleubigenn Helisei, vnnd annderer Gottes Kinder, gesundt süsse vnnd heilsamb gemacht ist, das sie sichs kunttenn gebrauchenn, kochen vnnd trinckenn, der für der zeit, weder mensch[?]1 noch viehe nütze war, Darumb solchs zuuerhutenn, sollenn wir wie fromme Gotteskinder, Gott in seinenn gabenn erkennenn, darfür danckenn, für sundenn vnns hutenn, Gott lobenn, vnsers armenn nehistenn nit vergessenn, vnnd vns also stellenn, das Gott nit mitt vnns zürne, dann sehet vor augenn Wann Gott die hanndt abzeucht, wie balde alle arbeitt verlorenn werenn, er könntte die Saltzadern sich verlierenn lassenn, oder stopffenn, er könte wiltwasser mit solcher weise quellenn lassenn, das mann es nit könntte gesonndernn, es könte durch Bauleute, den Bronnenn verderbenn lassenn werdenn, vnnd was soll mann viel
sagenn, da steht es im Psal, das er vmb der leute boßheit willenn, die hanndt kann vnnd will abziehenn, ein fruchtbar Lanndt in ein fruchtbars zusetzenn, Ja sprechenn etliche, dieweil du dann sagest, das mann Gott dannckenn soll, Warumb hat mann die weise lassenn abgehenn, das mann vf einenn besonnder, als S:
Bonifacij Gott lobet vnnd spennde gabe, das Sacrament vff den Bronnenn truge, vnnd alle Pfarher, Schueler vnnd Volck, Anntwort, Es ist Ja dieselbe weise abganngenn, so im Pabstumb breuchlich gewesen, aber was ist das, das mann das Heilige Sacrament zu dem Bronnenn truge, meinenn wir denn das das dem Herrnn Christo so wohlgefalle, vnnd nit besser gefallenn, das wirs essenn vnnd trinckenn, zu sterck vnsers betrubtenn gewissenns, vnnd sagenn dem Herrnn danck für sein bitter leidenn, wie die erste vnnd elteste Kirche gethan hatt, das möchte mann thun, das wir vns vmb denn Bronnenn versambletenn, vnnd daselbst
dem Herrnn ein Te Deum, oder annder liedt sungen[?]1, vnnd im danckenn, aber was manngels haben wir darann, so in vnsernn Kirchenn, so offt wir zum Gottes Tische zusammenn kommen, so offt du zum Bronnenn kommest, oder auch daheim im hause Gott dannckenn, wann wir essenn oder trinckenn, gelt oder Saltz vfgebenn, das Saltzfas vf den tisch bey der Kost setzenn, Jtem wann du deine Saltzgennse gemacht, vnnd vmb die Pfann daher stehenn siehest, das du dann sprechest oder dechtest, O Gott Himlischer Vatter, Jch dancke dir vnnd preise dich vmb deine gabe, Das wurde ohn zweiuell Gott wohl gefallenn, vnnd hettest also nit allein einenn tage im Jare, sonder alle tage vnnd vielerley das dich annreitzet, vnnd vermanet, Gott zudannckenn, vnnd köntest mit dem Prophetenn sprechenn, Jch will den Herrnn lobenn allezeit, sein lob soll Jmmerdar in meinem munde sein, hettest also vhrsach gnug Gott vonn hertzenn vor seine gabenn zu loben
Das fünffte Buch. vnnd danckenn, Nit aber alleine sollen wir annderenn die wir kein Pfanntheil habenn, oder auch durch vnnser arbeit dauonn etwas gewinnenn Gott lobenn, sonndernn auch alle mennschenn, die des Saltzes gebrauchenn, denn es ist denenn zu nutz auch gebenn, denn dencke in doch nach, was fur nutzbarkeit wir alle davonn habenn, vnnd wie not es sey, vnnd wie das gemeine sprichwort laut, So ist Saltz die beste würtze, vnnd kann sein viel vbeler enndtberenn, in vnnserm kuchenn, denn des Zuckers oder Pfeffers, Welche kost wolt vnns doch schmeckenn, wie köndtenn wir sein enntperen zur haushaltunge, vnnser fleisch, fische, Butter, kese einzusaltzenn, vnnd zum vorrath vber[?]wartenn, Wie wolte mann gesinde, arbeits leute speisenn, vnnd settigenn, Wie könnt ein landt mehr dem anndernn zutreibenn, zu furenn, vnnd holenn lassenn, So viel fische, vnnd fleisch, Hering, vnnd anndere gesaltzene Speise, souiel Butter
Das fünffte Buch. vnnd kese könnenn wir in vnnserm Lannde nicht machenn, das wir vnns kündtenn behelffenn, Wo mann vnns aus anndernn Lanndenn nit mehr zufuret, Was wolt dann vor ein theurung vnd manngell volgenn, wo vnns solches saltzes halben wurde fehlenn, Ja was wurde in diesem vnnd anndernn Lanndenn werdenn, so mann kein fleisch wilt oder zam, kein fische, kein butter, kein kese machenn kündte, Saltzes manngell halbenn, muste es doch alles verderbenn, stinckent vnnd modicht werdenn, vnnd vnns zu keinem nutze kommenn, Mustenn vns der wurtzell vnnd grases behelffenn wie das viehe, soltenn wir vnns des hartenn vnnseligenn hungers erwehrenn, Wo nit der liebe Gott, diese Edtle Creatur des Saltzes darzu gebenn, vnnd erschaffenn hette, das dem mennschenn dadurch seine speise geweret, vnnd nutze gemacht wurde, Wie mannche Stadt liede auch grosse not, so in
Das fünffte Buch. kriegsleufftenn sich der gesaltzene speise behelffen muß, Was solt ich sagenn, das mannch kranck mennsche vonn gelust wegenn begert, vonn einem gesaltzenn fische oder fleische zuessenn, vnd bekömpt Ime auch wohl zu seiner gesundtheit, vnnd wer kann doch alle nutzbarkeit vnnd notturfft des Saltzes erzehlenn, so der himlische vatter zur speise, zur ertzney, vnnd sonnst zu vielerley brauch das saltz geschaffenn hatt.
Darumb ist es billich, das alle mennschenn zu sampt vnns Gott fur seine gabenn danckenn, vnd darann gedenckenn, wie der liebe vatter fur vns sorget, wol thut vnnd gebe allerley gabe, dauon die mennschenn erhaltenn, vnnd erfreuet werdenn, nit alleine die Saltzbronnenn, sonndernn auch die Saurbronnenn, die Warme Bronnen, vonn farbenn vnnd geschmack manncherley, welches alles des Werckmeisters oder Schöpffers weißheit vnnd güte thut annzeigenn, das
104. Nun ist noch ein annder Bornn, vonn dem auch zusagenn ehe wir beschliessenn, welchenn vns der liebe Gott auch gebenn hat, Jegenn welchenn alle Saltzbronnenn, Saurbronnenn, Warme bronnenn, sampt allenn Bronnenn in der weitenn welt, alle silber vnnd Golt Bergkwergken, sampt allenn Reichthumen vnnd schetzenn vff erdenn, nichts seindt, vnnd werenn warlich arm vnnd durfftig, so wir den Bronn nit hetten, aber nu wir den habenn, seindt wir reich vnnd seligk, vnnd werdenn in der Heyligenn schrifft, vonn dem heiligenn Geiste darzu vermanett, das wir dem Herrenn dafur danckenn sollenn, als im Psal.
Das fünffte Buch. versamblungenn zu Gottes diennst, lobenn, singk1[?] vnnd sagenn soll, Es ist ein Geistlicher Bronn, welcher nit einer geselschafft oder einer Stadt gebenn ist, Besonnder allenn gleubigenn, so weit die welt ist, Er bringt auch nit mit sich zeitliche güeter, sonnder ewige güeter, im ewigenn lebenn, dauonn hat der Prophet Zacha:
am 13. gar herlich geprediget zu der zeit |: vernim des Neuenn Testaments :| wurde das haus Dauidt, vnnd die Burger zu Jerusalem, einenn freyenn offenenn bronnenn haben, wieder die Sunde vnnd vnreinigkeit, Was ist doch das fur ein bronn, der zu Jherusalem quellen wurde, vnnd abwaschenn alle vnreynigkeitt vnd sunde, Das muß Ja ein köstlich vnnd Edell wasser sein, das da abwescht alle sunde vnnd geistliche vnreinigkeit des hertzenns, das so suß vnnd gesundt ist, zu trinckenn, zu labenn, zu sterckenn, vnnd bekrefftigenn den Innerlichenn mennschenn, Ja
Das fünffte Buch. das seindt die wasser des heiligenn Geistes, die da nit verschrenckt oder verschlossenn stehenn, wie im altenn Testament, das hanndtfaß Mose, oder hernach das Mehr, das der König Salomo machl1[?] ließ, sich darin zu waschenn, vnnd reinigenn alleine den Priesternn, sonnder ein freyenn offenen Bronnenn, darin sich reich vnnd arm, Jung vnnd alt, allezeit zutrinckenn, labenn, kuelenn, reynigenn vnnd artzneyenn habenn, Item der Prophet Esai:
hat auch dauonn geweissaget, am 12. Capi: da er auch vonn der zeit des neuen Testaments sagt vnnd spricht vnnder anndern, Ir werdet mit freudenn wasser schöpffenn, aus dem heilbronnenn, Siehe, hie heist der Prophet die wasser des heiligenn Geistes, Heilbronnenn, darumb das sie alles heile, hulff, vnnd trost bringen, Ja die ewige freude vnnd seligkeit allenn gleubigenn, vnnd seindt die theurenn wortte vnnd zusagung Christi, die Heilige Tauffe, der Heilige
Das fünffte Buch. Geist, so vnns gegebenn wirdt, das ist das schöne reine lauttere wasser, das gesunde wasser, das heilige wasser, welchs vnns nit eintzelig, sonndernn vns vffs aller reicheste gegebenn ist, Daraus vnns vnnd anndernn zuschepffenn, zuholenn, vnd zu badenn, Denn spricht Esa:
werdet ihr mitt freudenn schepffenn, vnnd singenn, da werdett ihr rechte lehre, geweisenn trost, vnnd volkommene abwaschung aller euer sunde habenn, also das ihr Gott darfur nit gnugsamb gedannckenn küntet, Also sagt auch der Herr Christus zum weibe bey dem Bronnenn der Stadt Sichar:
Jo: 4. Weib wer dieses wassers trinckenn wirdt, das ich Ime gebe, den wirdt ewiglich nit durstenn, sonndern das wasser das ich im gebenn werde, das wirdt in Ime ein bron des wassers werdenn, das in das ewige leben quillet.
Sehet das ist der heilbronn, oder Bronn Israel, der das ewige lebenn bringt, vnnd ist nit auszuscheffffen1[?], denn wir so herlich vermanet werdenn vom Heiligen
Das fünffte Buch. Geist darfur zudanckenn, Darumb so last insonnderheit vnnd fur allenn dingenn, fur diesenn reichenn ewig quellenten heilsamen bronnenn, Gott höchlich vnnd vom hertzen danckenn, fur sein Heiliges wort, dadurch wir bekert, vnnd zum Christenn glaubenn kommen seindt, fur sein Herliche tauffe, darin wir so reine gewasch1[?] vnnd gebat sein, fur die Gabe des Heiligenn Geists, der vnns bey rechtem glaubenn erhelt, sterckett, tröstet, lobet, vnnd artzet, das wir volle gnüge habenn, vnnd mit dem Heiligenn Prophetenn Dauidt aus dem 23.
Psal singenn, Er lest mich weiden, da viel graß stehet, vnnd führet mich zum wasser das mich erkuelet, Demselbigenn vnnserm liebenn vatter vnnd Gott, sey nun vor diese vnnd alle seine veterliche gabenn, damit er vnns teglich ann leib vnnd seele so reichlich begabet, lob ehr vnnd danck gesagt, vonn nun ann bis in Ewigkeit, Amen.
Der Erst Appendix. Zimmermann. Meurer, ist auch Wegemeister, Kleÿber Meister. Achtell. Gehörenn — 8 vff ein Pfann saltz, Ist eines souiel als — 2 Marpurger Muth.
Ein Malter aschenn wiegen In die — 188 lb. Abzehlenn. Geschicht allenn Montagk in beÿsein der Saltzgrevenn vnnd Beamptenn, sein die zeichenn der klaffter Holtz, was der Holtzvogt die wochenn vber den Bödernn verkaufft.
Abzahl Register. Darin wirdet die zahl der verkaufftenn klaffternn, allenn Montagk nach dem abzehlenn geschriebenn, dero heltet der Holtzvogt eins, vnnd der Pfarher Mhenanus1 auch eins.
Der Erst Appendix. Bompenn. Sein kupffernn Rörenn, hat mann zwo im Saltzbronnenn, Ist Jede — 5½ Zoll weit, vnnd — 2 im wasserschacht, Ist Jede — 8 Zoll weit, damitt wirdet die Sohl vnnd das wiltwasser zugleich gelanngt, außgehalttenn vnnd abgeöst, Bompegeldt.
Der Erst Appendix. Baisse. Ist die Materia, so Jedenn Sonnabenndt auß dem Gesöde gelanngt wirdt, [Einfügezeichen F] zurschlegt mann, vnnd lessets in der Sohl wieder zergehenn, vnnd dardurch wirdt die Sohle zum siedenn gesterckt, vnnd verbessert, Bortteisenn.
Ist ein stuck eisenn so breit wie ein Blech, das hengt mann ann die Pfannenn, Wann mann die Sohle, so in den trogenn gestanndenn, Inn die Pfann geust, darmit die Bortte ann den Pfannenn dadurch nitt beschediget werdenn, derenn muß mann zu Jeder Pfann vff Jede seitte, eines habenn, Beisshamer.
Der Erst Appendix. Bodt habenn, das zufegenn, vnnd das Versaltz zusammenn zukerenn, Blut. Vom Rindernn muß mann zu einer Pfann, aldieweil die weret, vngeuehrlich vor — ½ achtell saltz habenn, Wirdet gebraucht, wann mann die Pfan vfsetzt, das sie darmit bestrichenn, vnnd Jungtbrenndt wirdet, vnnd darnach wann die pfannen alt wordenn, vnnd außgehenn, müssenn alle dreÿ wochenn, die nethe mit bestrichenn werdenn, Wirdet in gemein farbe gemelt, Berleff1.
Gehörenn beÿ Jede Pfannenn — 2. giltet eine — 2 d. braucht mann beÿ der Schauffelnn, Wenn man die Gennse fenngt, dieselbenn werdenn darmit beschlagenn, vnnd gefertiget. Besoldung.
Der Erst Appendix. Belege. Ist das Jenige, so ann den beidenn seittenn vf der Wanndt ann die Pfann gelegt werdenn von schloter, darmit die Pfannbeume nit verbrennenn, Darwieder werdenn die Saltzgennse gesetzt vnnd gedörret.
Belegstein. Muß mann vf Jeder seittenn — 4 habenn liegen vf dem Gesöde, vnnd vnter den nethenn der Pfann, darauf ruhenn die Pfannenn, das sie nicht schaden nimpt, Böcke.
Bauholtz. Wirdet etwo ein theils am Seulingswaldt, das andere am Wolffesberge gehawenn, Vom Seulingswaldt gibt mann vonn einem gantz Bodt, zu fuhrlohn biß Inn die Bodenn, ———— 16 fl.
Buchenn holtz. Giltet Ein klaffter ———— j thaler. Busse ann Saltzpfannen. So offt der Böder ann der altenn Pfann lest buessenn, herr dem Schmiede vonn Jedem nagell, so er Innschlegt — j hlr gebenn, kann vf ein pfann vnngefehrlich 4. 5. oder 6 fl. lauffenn, vonn ein
Der Erst Appendix. haffenn — 4 hlr, darann gehörenn 4 negell, sein auch — 4 hlr, den Lappenn bezahlt mann nach der gröste vnnd kleine, Nemblich ein ganntz bladt, vor — 2 alb.
fl. vnnd herrnn gar, ohne wenn Burger die Holtzordnung gebrochenn, vnnd in Sodenn gestrafft werdenn, solche buß gibt mann der Stadt halb wenn aber die Pfenner, Ir theil Saltzwerck selbst Innehabenn, so hat gleichwohl ffgl.
die hoheit vnnd straff, vber hals, hanndt, schuldt vnnd schadenn, die Pfenner aber habenn vber Ihr gesinde vnnd Bodenn, gebot, straff, vnnd buß, Ihnenn gehorsamb vnnd gewertigk zusein, Inn der Stadt aber ist alle Criminal vnnd die busse, so vonn vnnserm gl.
Junij Anno 68. in Cassell datirt. Bödtener1. Jst einer Jm Bodenn, muß alle faß vf vnnd zuschlage[?]2 Kubenn, Saltzmas, Zöbber, Stüntz[?]3, vnnd füll einer machenn, vnnd in besserung haltenn, auch bey vffvnnd ausmessung des Saltzes, hat zu belohnung ein achtteil Saltz, vnnd vom Jeder Pfann so vffgemessenn wirdt — j alb.
vom einem newenn Kubenn gibt mann Jhm, so er das holtz darthut — 6. oder 7 thaler. Wenn aber das holtz vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern ist — 3 thaler, vom einem Saltzmas zumache[?]4 — 8 alb.
Der Erst Appendix. Jhm vom schock — 4 alb. vnnd so er die Reiff hewet, des tags — 4½ alb. Setzt er aber ein alt Kubenn vom newenn wieder zusammenn, gibt mann Jme zwenn thaler, oder — 2 fl.
die 2 alb. hebt der Renndtmeister, die — 10 alb. die Jnnehmer der trancksteur. Jst also vom vnnserm gnedigenn fürsten vnd herrenn in der Resolution Anno 68.
zugelassen, doch soll der Wirdt kein offenntlich glagk1 vnnd zech haltenn, Es mög aber die alte Ordenung, das in Bodenn kein wein oder Bier soll geschenckt werdenn.
Der Erst Appendix. welchenn sie vonn allters her also gehalttenn. Bawmeister. Jst einer in Bodenn, der itzige Bronnenn meister, hat darvonn zu besoldung Geldt ———— 20 fl.
Der sein vnnter der Pfannenn in Steinkolenn Bodenn im gesode — 2. zu demselbigenn werdenn die kleinenn kolenn vf die Plattenn geschütt, gederret, vnnd demnach vf den Rost zubrennenn gestossenn.
Nota. Anno 72. Hab ich ein sonnderlich schreibenn des Pfarhers Rhenani aus Cassell ———— 4 Claffter relenn lassenn, zuerforschenn, wieuiel scheidt ein Claffter halte, befundenn.
Dielenn. Kostenn ein schock ———— 5. thaler, mehr oder weniger, werdenn gebraucht im Saltzwergk zu den gesödenn, dechernn vnnd thüren in Boden, Diener stehet vnnterm A.
Der Erst Appendix. Dienstvolck. Dem dienstvolck so das flösholtz aus dem wasser bringt, gibt der Holtzvogt vonn Jeder Claffter zu tranckgeldt ———— 5 heller.
vnnd wirdet Jhnenn auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Jst also durch vnnsern gnedigenn fürsten vnnd herrnn, Gottseliger vnnd hochlöblicher gedechtnus, in Anno 44.
verordnet, laut der schrifftlichenn vrkundt, Darrstubenn, darroffenn Jst in Jedem Steinkolenn Both eine, darinnenn wirdt das saltz am stückenn vor den offenn durr gemacht, ehe dann es verladenn wirdt, E.
Die Eysennhüt, darauf solch blech gemacht wirdt, heist Rommershausenn, Jst aber nunmehr gein Lippoldesbergk gelegt, daselbst soll mann Centner bezahlenn mit — 4 fl.
Der Erst Appendix. — 3 fl. 6 alb. Toffell zoll, Jtem — 25 fl j alb 4 hlr. herrnngeldt, vnnd — 2 pfan saltzes alter Pflicht, ann stadt der ———— 25 offen, Was sonnstenn Grundtzins vom haus vnd hoffenn, im Saltzwerck gefelt, dero ein theils gebürt hochgedachtenn vnnserm gl.
f. vnnd herrnn, Was vff sfgl.1 theil stehet, vnnd ist Jerlichenn, ———— 6 fl 6 alb. 6 hlr Was aber vf der Pfenner theil gefelt, das ist vnnd habenn sie die Pfenner selbst, Erbkaufft Pfannentheil.
Der Erst Appendix. darmit mann sicht, wieuiel der Jars Jns Saltzwergk kommenn, Mann ledet auch den Esell treibernn vf Jedenn hauffenn — 2 achtell saltzes, giltet einer ———— 24 alb.
Mein G. F. vnnd herr, hat Jedes Jars souiel mahl sfgl.1 gefellig, flössenn zulassenn, doch das solchs Jederzeit zu rechtenn wettertagenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wenns wasser starck gnug ist, vorgenommenn werde, vnnd soll den Sachsischenn amptleuchtenn[?]2 zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, wenn mann flossenn will, alwege 14 tage zuuor anngekündigtt,
Der Erst Appendix. auch der ort da das holtz anngefurt, vnnd Jnngeworfenn werdenn soll, vermeldet werdenn, darmit sie die vnndersassenn, vor schadenn zu warnnenn, Darentkegenn gibt hochgedachter vnnser gl.
fl. vnnd herr, dem Hertzogenn zu Sachssenn, wenn ein oder viel mahl geflöst wirdt ———— 100 achteill gut vnnd kein schmir saltz, vnnd dem Obersten zu Mila auch ein Pfann, Wenn nun aber nicht geflöst, als denn gleichwohl — 50 achteill, Wirdet vf den tagk Jacobi zu Allenndorff in beisein eines Sachssischenn dieners eingepackt, vnnd fürters vf vnnsers gl.
f. vnd herrnn kostenn gein Mila gelieffertt, Es soll auch aller schadenn so den vndersassenn solcher flös halbenn beschehenn möchte, nach erkendtnus Jedes orts schepffenn, bezahlet werdenn, Nota.
Summa — 16 fl 2 alb 6. hlr. vonn Jeder Pfann — ½ thaler. Eich Zober, eichenn. Sein zwene, heltet Jeder — 2 Ohm Wormbser Eich, darmit wirdt bisweilenn der Saltzbronnenn, was daraus in einer stundt kann gelanngt werdenn, geeichet, Wie hiernach ein besonder verzeichnus zufindenn, Nō:2
Aus den Bodenn gein Cassell ———— 2 thaler. Aus Cassell gein Darmbstadt ———— 6 fl. Ist aber nunmehr gestiegenn, Vonn einem fuder fasse Vom neuenn Haus inn die Bodenn ———— j alb 3 hlr Vom Spitthal hero, ———— j alb 9 hlr Sohl Troghe.
Der Erst Appendix. Dreck auszufuhrenn, Einem tagk ———— 24 alb. Bört vnnd flößleitternn, aus dem grossenn hause beÿ die Werra zuführenn, Einem tagk ———— 48 alb.
Der Erst Appendix. Was aber Oberhalb Mündenn kaufft wirdt, davonn gibt mann vom Jedem fasse ———— j alb Vonn —— 100 lediger Thonnenn vonn Vackenn[?]1 bis gein Allenndorff, ———— j fl.
Dem Bödtner zu Vackenn[?]2, gibt mann vor ein neu faß ———— 14 alb Sonnstenn wirdet eins mit —— ½ thaler bezahlet, darzu kostet eins zu schiffuhrlohnn bis gein Allendorf,
Der Erst Appendix. vonn Vackenn[?]1 ———— 2 Oberhalb Mündenn ———— 1 } alb. Flössenn. Soll Jedes Jars beschehenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, Laut des Eisenachischenn vertragts, beÿ E.
flössenn lassenn, ———— 100 achtel saltz. Wenn aber nit geflöst wirdt, nur —— 50 achtell. Vnnd dem Oberstenn auch ein Pfann, sein zusammenn ———— 13½ Pfan.
Vnnd schickt vnnser gnediger fürst vnnd herr solch saltz bis gein Mila, Davonn zufuhrlohnn, gibt mann den Beilsteinischenn vom dammenn bis gein Wannfriedt – 8 fl j alb 3 hlr.
Der Erst Appendix. Flöß zeichenn. Gibt mann den dienstleutenn, so das flösholtz aus dem wasser werffenn, darauf bezahlet sie denn der Holtzvogt, vom Jeder Klr1 ———— 5 hlr.
Bringt sie darnach dem Holtzleger, Was also denn solch vnnd ein Jedes zeichenn ann der zahl hat vnd gelttet, denselbenn ann der zahl gezeichnetenn hauffenn oder Klaffter holtzes bekommet er – Also wirdt es auch mit demselbigenn scheidt holtz gehalttenn, Fuhr zeichenn.
Der Erst Appendix. mann das saltz aus der Pfannenn lanngenn will, feget manns vff schauffelnn Ein Ganß[?]1 genennet, derenn feget mann vf ein mahl —— 12 gense[?]2, vnnd geschicht zu einer Pfann —— 14.
oder 15. mal, Fegfaß Gehörenn in ein bodt dreÿ, kostet eins —— j batz –, werdenn im siedenn Inn die Pfann gesetzt, darin samblet sich aller sanndt vnnd vnreinigkeitt, so in der Sohlenn ist, Feurenn.
Der Erst Appendix. Fegenn. Alwegenn wenn in einer Pfann —— 5. oder 6. werk gesottenn wordenn, hennkenn sich die schebenn, hart vnnd dick ann die Pfannenn, derowegenn der meister die ausfegenn muß, Welchs geschicht durch ein feur, so mit —— 5.
oder 6. wellenn vnnter die Pfannenn, Wenn die zuvor gar ausgefüllet wordenn, gemacht wirdt, denn vonn der hitze springenn die schebenn abe, Fersetzer Zu Allenndorff, müssenn die Börte vnnd Leÿternn[?]1 zum flössenn setzenn, davonn gibt mann einem des tags —— 3½ alb.
Der Erst Appendix. Anno 77. sein im Weissenn hoffe vffgeschüt —— 300 Pfann, habenn im vffschüttenn, vnnd im grossenn mas gebenn —— 215 Pfann ½ achttell 3¼ metzenn, Füll Eimer Muß mann in Jedem bodt einenn habenn benebenn der Eschenn, damit mann die Sohle aus dem tieffen Kübenn lannget, kost einer —— ½ fl.
Gegennschreiber. Ist auch Zoller vnnd mit Saltzwart sein ampt ist, alles was der Renndtmeister ann gelde ausgibt, darbeÿ zu sein, vnnd Ims wochenn buch zuschreibenn, den Zoll, Schatz, vnnd wege geldt Innzunehmenn, vnnd alle werke, was dero wochentlich vnnd Jerlich gesottenn werdenn, zu Register zubringenn, Hat davonn zu besoldung 20 fl.
Gibt der Pfarher Rhenanus den Bodernn vff Jede Klr1 eins, dieselbenn muß der Böder benebenn des Holtzvogts zeichenn, dem Holtzleger ehe vnnd zuvor er das bekömpt, liefernn, Gerichts knecht.
Ist einer in Bodenn, muß alles saltz vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, Gravenn, Prelatenn, vnnd der Ritterschafft bestellenn, beÿ vfmessung des saltzes sein, auch die Holtzberge vmb die Bodenn begehenn, Desgleichenn die vngehorsamenn, vnnd vberfahrer, vf bevelch der Saltzgreuenn vnd Beamptenn zu hafftenn bringenn, Ist auch wechter, Hat Jars zu besoldung vom Gerichtsknechtsdienst,
Der Erst Appendix. —— 2 fl. 24 alb. vnnd — j achtell saltz, vnnd vonn Jeder Pfann saltzes, so vfgemessenn wirdt, vnnd die er der Ritterschafft bestelt, ———— j alb.
Vom Forst ———— 3 fl. 8 alb. vonn der Wache ———— 10 fl. Vom Schoßhaus ———— 16 alb. Gesöde. Ist das werk darauff die Pfann gesetzt wirdt, Ist in Vier theil getheilt.
Da fordertheil heisset der vorofe, das hindertheil der hinderofen, beide seittenn wennde, Der grundt darauf das feuer gemacht wirdt der herdt, die vier eckenn hörnner, Zwischenn den Wenndenn, vnnd der Pfannenn wirdts auch mit steinenn verwart, vnnd bekleibet, heisset mann Belegenn, Dieser gesöde kann eins vonn neuenn zumachen
Nota Jede wochenn bricht mann der Gesöde ein theil abe, nimpt das gebrennte aus, heist mann beisse2, machts vom neuwem aus schloter vnnd sohlenn, dauonn zu machenn gibt mann ——— 2 alb.
Geschenck Vnnd vffgab ehs3 saltz, vber den geordenntenn feilenn saltzkauff zunehmenn, ist ein Saltzwerck allenn Beamptenn, also den Bödernn Anno 55 den 13 Augusti, durch einenn sonnderlichenn schrifftlichenn beuelch ernnstlich verbottenn, Grube Ist der platz vorm Both, darauff die wellenn gesetzt werdenn, Gegennwarttenn Sein zwenn, einer der Zöller, der annder der Caplan
müssenn gleich dem Vber Saltzwarttenn alle werck, was dero Jars vnnd wochenntlich gesottenn werdenn, vfschreibenn, vnnd zu Register bringen, auch der Caplann bey Innehmung der Herrnn gennse sein, vnnd darüber ein Jegenn kerb gehaltenn, hat dauonn zu besoldung.
Gewicht. Ein Centner zu allenndorff helt — 104 lb. Ein Walt zentner1 vf der Eisennhüttenn helt gemeiner Centner ——————— 1 1/4 Ein Quart Sohle weigt ———— 2 lb 27 lot, Ein Quart weltwasser2 ———— 2 lb 22 lot, Ein achttell saltz soll wiegenn ——— 155 lb.
Weigt bisweilenn ———— 150 – 140 lb. Ein Sannbsaltz3 weigt vngefehr — 5 oder 6 lb. Gosswergk, Gegossenn Eisenn, Sein treger, Stebe, Plattenn, Eisenn, muß mann zu den Steinkolenn bodenn zu Rostenn vnnd sonnstenn habenn,
Treger ——— 5 } weigen bey1 } —— 15 oder 14 } Centner. Stebe ——— 23 } } —— 23 oder 24 } Wirdet Jeder Centner zum Lippoldesbergk numehr vermöge des Contracts so vnnser gnediger Fürst vnnd Herr, mit dem hüttennmeister treffen lassen, mit ——— 28 alb bezahlt, Hiergegenn muß er das alte eysenn wieder nehmenn, vnnd vor Jedenn Centner — 10 alb [übergeschrieben:
4. oder 5 fl. HoltzVogt Ist auch Vber Saltzwart, hat alles Klaffter holtz in vffsicht, vnnd verwaltung, bringts zurechnung, verkauffts vnnd verlegts, hat Jars zubesoldung.
doch nach gelegenheit des Bodts, Herrnn Gennse Gibt Jeder meister aus vnnsers gl. f. vnnd herrnn Boden vonn Jedem werck ——— 2, Jnngleichenn gebenn auch die Böder vf der Pfenner theil Saltzwergk, hebenn sie die Pfenner, habenn sie in der Location vorbehaltenn, Ist Ihnenn auch also nachgelassenn, Herrnn Geldt.
Hackenn, Gehöret Jnns Bodt eine, muß der schmidt mit der Pfann liefferrn, Wirdet zum Schloter vnnd fertigung des Gesödes gebraucht, Haackenn Pfann hackenn gehörenn — 16 ann ein Pfann, muß der Schmidt benebenn der Pfann liefferrn, vnnd in besserung haltenn Feur hackenn gehöret einer Jnns Both, das holtz vnter der Pfann mit zurecht zulegenn, vnnd zu ziehenn, muß der schmidt liefferrn, Herdt:
Beißt gelegt vnnd zerlassenn, Hasspenn Seindt Ösenn oder gebeugte2[?] eisenn Jnn der Pfannenn, darann die hackenn, so ann den Pfannbeumenn hengen eingehackt werdenn, darmit die Pfannenn starck gehaltenn, vnnd mit beruhigt3[?] werde, seindt Jnn Jeder Pfannenn ——— 16.
Jar wergkt4. Ist der sanndt vnnd schelenn, so im siedenn in der Pfannenn als vnreinigkeit gefallenn, solchs aus den Bodenn zutragenn, gibt mann Jars vfs Bodt — 8 alb.
thut vff — 86. Bodt, —————————— 26 fl. 12 alb. Was aber ann kummer1, aschenn, vnnd Schlackenn in den Steinkölenn, vf vnnd vnnder dem Rost, dauonn gibt vnnser gnediger fürst vnnd herr, Jedem meister, das er solchs vors Saltzwergk bringt, zusteur — 6 fl.
Jar wergk, Vberfahrer. Ist die alte Ordenung, welchs, es sey meister knecht, Giesser, oder affter knecht, einenn schlegt, vnnd verwundet, nagels tieff, oder glidts lanng, welcher der eins that, der muß ein Jar die Bodenn vnnd feldtmarckt Allenndorff meidenn, Ist denn ein Meister, so wirdt er darzu auch des Bodts vnnd meisterschafft enndtsezt, K.
2. Pfann saltzes gesottenn werdenn, Die Pfenner aber habenn vonn alters her nur — 42. Bodenn gehabt, als aber vnnser gnediger fürst vnnd herr, Gotseliger gedechtnus Anno 40.
Jars vom Saltzwergk gegebenn, noch ein, vnnd dann vff vorbitt sfgl. schwester Frauenn Elisabeth Hertzogin zu Sachssenn, auch ein Bodt habenn bauenn dürffenn, sfgl.
Nota. Der 43 Both so vnnserm gnedigem fürstenn vnnd herrenn gehörenn, ist nunmehr Anno 84. — 20. zum steinkolenn siedenn zugericht, habenn bisdaher vf die art nur zuzurichttenn vnnd zu bessernn kostet, —— 3524 fl. 17 alb 5½ hlr. No: Ein Bodt ist vnngefehr Weit —— 35 lanng —— 49 } schuch, hoch —— 20½ Kleiberlohnn. Vonn ein neuenn Bodt wirdt in alles gegebenn, beide vom Leÿmenn zumachenn vnnd zu kleibenn, —— 6 fl. 4½ alb. Sonnstenn vom flickwergk gibt mann des tags Jdem arbeiter —— 3 alb. Kübenn. Gehörenn — 2. Inn ein Both, vonn einem gibtt
mann dem Botner zumachenn, vnnd thutt vnnser gnediger fürst vnnd herr, das holz dar —— 3 thlr. Wenn aber der Botner das holz darthut, —— 6. oder 7. thlr. Kalck. Kann einer kosten Vngeuerlich. Die stein zubrechenn vnnd dem meister Sanndtreichung zuthun —— 9 fl. 11 alb Zu Brennenn dem meister —— 4 fl. 18 alb das holz darzu —— 21 fl. [übergeschrieben: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt.1] Summa —— 35 fl. 3 alb. Konnenn vf einmahl gebranndt werdenn, —— 200 Malter. Giltt ein Malter —— 5½ alb. Wirdet im Salzwergk gebraucht, die grabenn zuhalttenn, vnnd die maurenn zu futternn, vnnd zu anndernn gemeinenn [übergeschrieben: ge]beuen, Nota. Wirdet nunmehr mit Steinkolenn gebranndt vnd
Unsichere Lesungen
Z. 11: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt. — kleine Zwischenzeile, später eingefügt
konnenn Je mit einem Maß steinkolenn — 3 mas kalck gebrennet werdenn, gibt mann dem Meister vonn Jedem Mas vngelöscht zubrennenn, vnnd die stein darzu zubrechenn —— 2½ alb. Hiergegenn giltet das Malter gelöscht, — 4 alb. Kaltleger, kaldtliegenn. Heist wann mann ablescht vnnd nicht seudett. Kaltleger Zeichenn, Gibt der Holzvogt denenn so kaldtliegenn, dieselben liefferenn sie dem Renndtmeister ann stadt der Neunung, Krückenn. Gehörenn in ein Both. 2 kohl krückenn so vnnter der Pfann zun kolenn gebraucht werdenn, kostet eine —— 2 alb. 2 Salzkrückenn kostet ein —— 8 hllr. 1 Aschenn krucke kostet —— 3 hlr Kol Gertte. Ist ein lannge rutenn, damit regt mann die kolen
zum glüenn ann, kostett —— 1 hlr. mus mann in Jedes werck eine habenn. Kolennmessenn. Ist einer in Bodenn, mus alle fuhrleut, so stein kohlen bringenn, vf die reige weisenn, vnnd die kolenn den Bödernn, so es begerenn zu messenn, Helttet auch mit einem Jedenn Böder ein kerb, Was er die wochenn vber ann kolenn bekömpt, vnnd vergleicht sich den Sonnabenndt mit dem wellennschreiber, darmit das Register mit seinenn kerbenn gleichstimme, vnnd er darauf das fuhrlohnn von den Bödernn in zu fordernn hat, hat zu besoldung, Keill derenn mus ein Meister — 2. oder 3. im Both habenn, zu spaltung der grostenn klotze, kostenn einer beÿ —— 4½ alb. Keule oder Schlegell. Mus er auch zu gemeltem behuff ein habenn, kostet —— 7 alb
welche sich geendet Anno 55. den 23 Decembris. Volgennts habenn sfgl. noch vf — 30 Jar mit Ihnen verglichenn, welche anngefanngenn den 23 Decembris Anno 55. vnnd enndenn sich den 23. Decembris Anno 85. Solche vergleichung ist geschehenn zu Allenndorff den 29 Aprilis Anno 54. Laderlohnn Vonn einer Pfann Salzes gibt mann, ½ alb so sie ans wasser beÿ das neuwe Haus gefurt wirdt, 9 hllr. beÿ dem Sitthal1[?] 6 hlr vonn ein fuder ledigenn fassenn, Teffell zoll. Gebenn die Pfenner Jerlichenn vf 4. Termin, Osternn, Pfingstenn Michaelis vnnd Weÿnachtenn zu Erbzins vom Salzwergk, nachausweissung des vertrags vnnd der Location, Berechnett der Schultheis —— 3 fl. 6 alb
Leitternn Werdenn zum flößenn gebraucht, schlegt mann vor die Werra vnnd Lachenn, beÿ — 60. groß vnnd klein, kostet vnngefehrlich eine vom neuenn zumachenn —— 4 alb. Liecht. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, kostet —— 2 alb. vnd ein Oell1[?] krugk darbeÿ. Leuchtsell Mus mann zu Jedem werck vor — 1 alb habenn, fürnemblich winters zeitt. M. Manngeldt. Gibt vnnser gl. f. vnnd herr Jtzo Jars aus dem Salzwergk —— 190 fl. Meurer. Ist auch Wegemeister, mus die in Bauenn vnnd besserung haltenn, vnnd die Bothenn vnnd annders in
Bodenn vndermaurenn, hat Jars zu wartt geldt, —— 5 fl. ½ achtel salz. Wenn er sonnstenn arbeit, gibt mann des tags, dem meister. Im Sommer — 5 alb im wintter — 4½ alb. Ein knecht. Im Sommer 4 alb 4 hlr Im winter — 4 alb. Mullenn, Gehörenn in ein Both — 3. kostet Jede — 2 alb. werdenn zu messenn des salzes vnnd rein machung der tröge vnnd anndere notturfft gebraucht, Maß Heist mann das gefeß, darmit das salz gemessenn wirdet, Ist ein halb achtell, dero gehörenn — 16 vff ein Pfann, heltet — 6. dünnenn mas oder — 8 Homberger metzenn oder 8½ Allenndorffer. Item also heißet auch das Jenige darmit die Steinkolenn gemessenn werdenn, helttet,
Ein ganntz Maß —— 22 } metz. Ein halb Maß. —— 11 } Dünnenn maß heltet — 2 Wormbser virtell, darmit werdenn die salzmas geeichet, vnnd mus derselbigenn sechs halttenn, Müntz zu Allenndorff ann der Werra, wie vonn alters hero. 4. hlr Ist ein schilling, 20 Schilling ist ein pfundt, 4 lb Ist Ein marck, also ist ein Marck — 1 fl. 8 hlr. 60 Schilling ist ein alt Schock. 18. Schilling ist ein Neu Schock. N Negell. Werdenn Jnn kaufft. Ein Schock Lattennnegell vor —— 4 alb Ein Schock dielen negell vor —— 3 alb. Ein hundert negell so zum salzmachenn gebraucht werdenn —— 2½ alb.
O. Ösegerinn1[?] Kostet eins zumachenn —— 6½ alb. darzu [übergeschrieben: mus] mann habenn —— 3 blech dieselbigenn seindt werth. —— 23 alb. also kostet ein Gerin —— 1 fl. 3½ alb. Offenn forder } { forder } hinder } ofen ist das { hinder } theil am gesöde, Ober Saltzgreue Offenn Axt Mus mann in Jedem Both eine habenn, darmit lanngt mann die Beiße2[?], ann den Gesodenn, vnnd in dem herdt in holzbothenn, Ober Saltzwart. Ist auch Holzvogt, mus alle werck, was dero wochentlich gesottenn wirdt, vf schreibenn, zu Register
Sonnstenn Hat vnnser gnediger fürst vnnd herr Jtzo im Salzwerck Jerlich ann Pension fallenn, —— 4 fl. 13 alb. Pfann. Ein Pfann darinnenn mann Saltzseudet kann vngeuerlich kostenn. 1 fl. 13 alb gibt mann dem Schmidt vonn der Pfan zumachenn, vnnd behelt die alte pfann auch. 1 fl. 10. alb dergleichenn vom zeuge zuhaltenn, 6 fl. Gehet vngefehrlich busse darauf 9 fl. 9. alb kostenn die — 12½ Bortt Eisenn, so darzu kommenn. 16 fl. 9 alb 3 hlr die — 56. Blech, 3 alb führlohnn aus der stadt Inn die Bodenn, Summa thut —— 34 fl. 18 alb 3 hlr. Dieser Pfann ist in Jedem Bodt eine, vnnd also im ganntzenn Salzwerck, —— 87.
Muß in Jeder ——— 300 werck gesottenn werdenn, thut vff eins schließwerck ann der Pfann. —————————— 3 alb. Wenn aber ein schmidt dieser Pfann eine vonn newem macht, vnnd die alte Pfann bekömpt, gibtt mann Ihme zu macherlohnn vngefehrlich, —————————— 8 fl. Nota. Eine Pfann ist weit oder Breyt ——— 10 schue 7 1/2 zoll Tieff ——— 11 1/2 zoll Lanngk ——— 12 schue 8 zoll. Pfannenmeister. Ist im Saltzwergk einer |: welcher auch Oberschertzer ist :| derselbe muß alle Pfann in vffsicht habenn, das darmit recht vnnd verwarlich vmbganngenn werde, auch darbey sein, Wenn die Söder lassenn bussenn, Stebe, Segerin, vnnd Sekkessell1[?] in verwarung habenn, Pfannenbeum vnd dielenn im
die Söde verschaffenn, auch bey Inthuung vnnd austhuung des Pfann eisenns sein, vnnd darauff sehenn, das die Pfann nach dem Maßstab, den er bey sich hat recht gemacht werdenn, muß auch bey Inthuung der herrnn gennße sein, hat Jars zu belohnung Vom Pfannmeister. 12 fl. Geldts 3 1/2 ehlenn Lündisch duch, 2 Claffter Holtz, Vom Schetzer Ambt. 5 fl. 25 alb. Vonn den Herrngennsenn, j fl. Geldt. j achttell saltz, Pfann eysenn. Kostet ein Walt Centner1 |: welches sonnst — 1 1/4 Centner sein :| ——— 4 1/2 fl. zu 27 alb.
vnnd thun —— 6. Bortte oder Blech ein Centner, derenn müssenn sie zu einer newen Pfann Bortte —— 12. Bisweilenn —— 12 1/2. Blech —————— 56. Pfann busse. So offt der Söder ann der altenn Pfannenn lest bussenn |: das ist besserenn :| muß vnnser gnediger furst vnnd herr dem schmidt vonn Jedem nagell so er Jnnschlegt —— j hlr. vonn einem hafftenn1[?] —— 4 heller, darann gehörenn —— 4 Negell, sein auch —— 4 hllr. Die Lappenn bezahlt mann nach der größe, nemblich ein ganntz blech mit ——— 2 alb. Ein halb blech mit —— j alb. kann vff ein Pfann vngefehrlich —— 4. — 5 — oder — 6 fl. mehr oder weniger lauffenn, Pfannbaum. Kostet einer bey —— 2 1/2 alb. dero gehörenn vff
ein Pfann —— 4. werdenn mit Basternn stricken anngebundenn, dieselbigenn kostenn —— 3 pfennig. Pfann tuch. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, darzu muß mann habenn —— 28 1/2 ehlenn Leinenn tuch, Giltet —— j fl. 23 alb 10 1/2 hllr |: die ehle vor — 12 hllr. gerechnet :| Darzu macherlohnn — 4 alb. vor — 6. harenn seil daran, —— 2 alb. Kostet also ein pfanntuch in alles —————— j fl. 3 alb 10 hlr. Nota. Ein solch Pfanntuch wirdet, wenn die sohle gar gesottenn, vber die Pfann mit den —— 6. seylernn anngehefft, vnnd mit — 2 Gabbelnn darauff ein lannge gerttenn gelegt, vfgestützelt, darumb das kein staub in die Sohle fallenn soll, Nota. denn, Wenn staub oder fett in die gar sechende1[?] Sohlenn
kömpt, verderbets dasselbe werck dermassenn, das kein Saltz in der Pfannenn werdenn will, vnnd manns gar vbell, auch nicht ohne schadenn ausbring1[?] kann Pfahl Holtz. Wirdet in flossenn bey den Leitternn vnnd Bockenn gebraucht, kostet ein fuder zu hawenn — 2 alb. vom Meißner Inn die Sodenn zuführenn, —————— 15 1/2 alb. Pförtner. Sein zwenn, müssenn vfsehenn, das keiner ohne Zoll zeichenn, mit Saltz aus den Sodenn fahret, Item das kein Saltz aus den Sodenn tags oder nachts getragenn werde, Der eine muß die Holtzführzeichenn vfhebenn, vnd acht habenn, das kein Claffter holtz in die Sodenn gefurt werdenn, habenn Jars zu besoldung, —————— 8 fl. 1/2 achtell saltzes. Darzu der eine so die führzeichen hept. —————— 5 fl. vnnd das feurwerck.
Proba, Probirn, Probwergk. Ist wenn mann die Sohle versucht, wie gut sie sey, vnnd was sie halte, Geschicht vf zweyerley weise. Zum Grossenn Probwergk nimpt mann zehenn fuder Roher sohlenn, seudet die gar, vnnd sicht was die ann saltz gebenn, vnnd was vor Holtz darmit vfgehe, Wie dann hiernach ein sonnder verzeichnus, Zur kleinenn Proba nimpt mann —— 1/8 einer quart roher sohlenn, seudet die in ein kleinenn Pfennlein ab, wie denn hiernach auch ein sonnder verzeichnus zufindenn, Pfenner Pfannentheil. Heist mann die geschlecht, vnnd Burger zu Allenndorf vnnd anderswo, so erbschafft vnnd theil ann den —— 44 Pfannenn habenn, Vnnd wenn ein Pfenner dem andernn Pfanntheil
zum Sodenn abkaufft, wirdt das achtell bezahlt mit ——— 400 thaler, thut ein Pfann —————— 3200 thlr Vnnd also die —— 44. koth. —————— 140800 Nota. Welcher nicht ein gebornner Pfenner ist, oder eines Pfenners tochter ehelich hat, darff nicht Pfannen erblich kauffenn, doch hat er macht darauff zuleyhenn, Pfundt. Ein ℔ allenndorffischer wehrung ist — 20 grosch1[?], oder Schilling, ein grosche oder schilling — 4 hlr. also thut ein ℔ ——— 6 alb 8 hlr. Plattenn. Werdenn vf der Eisenhüttenn gegossenn muß mann Inn Jedes Bodt —— 2. habenn, die legt mann nebenn die Röste, vnnder die Pfannenn, derrenndt2[?] die kleinenn kolenn darauff, darmit sie desto besser
brennenn, konnenn lannge werenn, Q. Quitanntzenn. Die Pfenner quitirenn allenn Monath, Item Die Hertzogenn zu Sachssenn, quitirenn vber die — 100 achtell Saltzes, soll ein Jar lautenn wie das annder, desgleichenn alle anndere quitungenn, R. Renndtmeister. Rennenn darin die Sohle fleust. Die 1 Grosse Sohl gertenn ——— 30 } 2 klein Wechssell gertenn — 10 } schue. klein gertenn werdenn in kothenn gebraucht, Diese werdenn bey den schuenn gekaufft, kost Jeder schuch
Der gröstenn —— j alb. zu führlohn — 3 hlr. Der andernn —— 1/2 alb. vor ein schuch in alles, Reiffe. Vonn einem reiff ann ein Eubenn zulegenn, gibt mann dem Bottner ——— j alb. Röste. Gehörenn vf die Saltzmaß, dadurch muß alles saltz gemessenn werdenn, dero sein kupffernn im Saltzwergk ——— 21. hat einer bey — 10 ℔. kost Jeder —— j fl. 16 1/2 alb. Roste vnnter Pfannenn in Holtzkodenn, Sein Beume darauff wirdet das feur zum wohlbrennen lufftigk gelegt, Jtzo brauchenn sie Eiserne, müssenns aber selbst bezahlenn, Inn Steinkolenn kodenn Muß mann zu einem Rost habenn lannge Eiser Stebe — 23, weigenn bey — 23 oder — 24 Centner
—— Treger darauff solche Stebe gelegt werdenn, weigt Jeder bey ——— 3 Centner. Kann also ein Rost weigenn — 39 Centner. Kostet Jeder Centner —— j thlr. thut — 46 1/2 fl. Dieser Rost kann bey — 1 1/2 Jar also denn muß er ernewert werdenn, vnnd giltet ein Centner des alt eisenns ——— 10 alb 8 hlr. doch gehet ann — j Rost bey 4. oder 5 Centner abe, Rueß. Wenn das saltz gar gesottenn, so wirfft mann — 3 oder 4. stucklein Ruß Inn die Pfann, davonn socht die sohle, also das sie balde vnnd zu gutem grobenn saltz wirdt, dessenn muß mann Jars in Jedes Bodt vngefehrlich habenn vor — 1/2 achtell saltz, Ist des Jars vor — 3 pfann 3 achttel Es gehöret aber nit allerley Ruß hierzu, allein der in den dorffheusernn sich vom Rauch ann die Stro decher vnnd wennde hengtt,
Rürenn Heisset, wenn mann die kohlenn vnnder der Pfann mit der kohlgertenn zum glüenn anregt, Nota. Ein Eyser Rost, darauff mit Steinkolenn gesotten, wirdt, ist Lanng ——— 7 } schue { 8 } zoll Breidt ——— 5 } { 7 } Vber solchen Rost stehenn die Pfann — 2 1/2 schuch hoch, Rasenn Eyer. Gefallenn Jars in der Stadt allenndorff vonn Jedem acker, so schoshafftig ist ————— 2 Tregt vngeuerlich ————— 4300 Eyer Darzu gefallenn auch vonn Jedem acker 2 hlr. vnd wenn ein schock, ist vonn Jedem acker — j keß, Berechnet der Schultheis Rockennbergk. Sampt den gehöltzenn darzu gehörig, hat vnnser gnediger
furst vnnd herr Anno ꝛc 38. vns Burckhardt, Heinrichenn, Johann Walternn, vnnd Casparn vonn Hundelshausenn, zu Armet1[?] Sachssenn ꝛc gegenn das dorff Wolffstein2, im Ampt Reichenbach vnnd annders ann sich ertauscht, laut des darüber vfgerichtenn tausch vnnd wechssell brieffs, Rüge saltz. Muß Jeder Söder vnnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn ꝛc des Jars vber, eine Pfann saltzes — 24 alb neher zur hofhaltung zukommenn lassenn, als es sonnstenn gilttet, Ist daher enndtstanndenn, dieweil vonn alters her vnnser gnediger furst vnnd herr solches herbracht, vnnd darvonn nicht ablassenn wollenn, S. Seder. Muß mann in Jedenn Steinkolenn kodt einen haben, dadurch die Söder die Steinkolenn Sedenn, darmit sie die grobenn vonn den kleinenn sönndern, Werdenn aus eysenn, oder missingen tradt gemacht,
Unsichere Lesungen
Z. 3: Armet — Ortsname unsicher
Z. 4: Wolffstein — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
Der Erst Appendix. S. Saltz Ein Pfann hatt1 ——— 8 achtell Ein achttell ——— 2 Maß. Vnnd gehenn Inn ein maß vngeuerlich — 12 gense2, Thut vf ein achtell ——— 24. vnnd vff ein pfann ——— 192 ℔3. auch — 150. 140. Helt allenndorffer quart —— 144. Hat Homberger metzenn —— 16. Allendorffer ——— 17. Saltzmaß. Sein im Saltzwergk — 21.. habenn die Schetzer4, darinnenn wirdt alles saltz gemessenn, Kostet eins zumachenn. Ohnne das Holtz ——— 8 alb. Heltet eins ——— 12 virtell. Wormbsser Eich, oder vermöge des vertrags ——— Ein Marpurger Muth, Werdenn alle durch das zinnenn maß, so 2. virtel
Unsichere Lesungen
Z. 4: Ein Pfann hatt — Linie durch Wörter, evtl. Tilgung
Der Erst Appendix. helt, geeichenn Inn beysein des Rendtmeisters, Holtzvogts vnnd Böttner1, vnnd muß ein maß der zinnen maß —— 6. haltenn, Saltzfactores Sein zwenn, einer zu Cassell, der annder zu Darmbstadt, habenn zu besoldung der zu Cassell 20 fl. vnnd vonn Ieder Pfann so er verkaufft — 2½ alb der zu Darmbstadt. Saltzkauff in Gemein in Sodenn giltet Izo ein achttell ———— 30 }2 Ein Pfann —— 9 fl. ——— 6 } alb. vffzutragenn ———— 2 } Zoll, wege vnd schatzgeldt ———— 2 } Summa. ——— 9 fl. 10 alb.
Der Erst Appendix. Zu Cassell.1 Zu Darmbstadt Gilttet Izo ein Pfann ——— 27 fl. 18 alb Sein — 10 Mentzische Malter Ein Malter ———— 2 fl. 10 alb. Ein Summer ———— 18 alb Ein Kumpff ———— 4½ alb Ein gescheidt. ———— j alb j d. Dauonn bekompt vnnser gnediger furst vnd herr Lanndtgraf Wilhelm etc.3 Immer2 ——— 22 fl. das vbrige theilenn sfgl. mit Irem Bruder Lanndtgraff Georgenn, also auch was aus den fassen gelöst.
Der Erst Appendix Dieweil nun ein Pfann saltzes zu Cassell gilttet Mit dem Holtz ———— 14 fl. 4 alb. Ist das achtell —— 46 alb. So ist gewiß ann Ieder Pfann ———— 2 fl. 4 alb 7 hlr. Ohnne Holtz ———— 12 fl. 16 alb. ist das achttell ——— 41 alb. So ist gewinst ann der Pfann ———— 16 alb 3 hlr. Zu dem hat vnnser gnediger furst vnnd herr, die beide fasse, die ann —— j fl. 13 alb. anngeschlagenn zu Saltzkastenn. Ist im Saltzwergk einer, darinnenn wirdt das saltz zur zeit wenns nicht abgehet, vfgemessenn, Der hat in alles |: ohnne das Holtz :| Kostet. ———— 984 fl. 20 alb. 6½ hlr. Ist in Anno etc.1 erbawet.
Unsichere Lesungen
Z. 17: Anno etc. — Jahreszahl fehlt, Lücke gelassen
Der Erst Appendix. Saltzwarttenn Sein drey in Sodenn —— j. der Holtzvogt — 2. der Zoller —— 3 der Caplann, mussenn alle werck, was dero wochenntlich vnnd Jars vber gesottenn werdenn, vfgeschriebenn, vnnd Register daruber haltenn, also das die mit des Rendtmeisters Register gleichstimmenn, Saltz Sumestenn1 Dauonn gibt der Sodermeister —— 9 hlr. Ist. Das manns in der Pfannenn wann die Sohle gar gesottenn, vnnd zum Sorhenn2 stehet, in achtung mit feur vnnd anndernn helt, das zwischenn dem zulassenn vnnd zulegenn nicht verkalttet. Saltzstuck. Heißet das saltz, so mann am letztenn in der Pfann zu gennsenn nicht fanngenn kann, Wirdet derwegenn zusammenn gebruckt vnd ann ein stuck
Der Erst Appendix. vf den hinder offenn geschlagenn vnnd gederret. Saltzfesleinn, Wirdet im siedenn gebraucht, das mann die Sohle darin besichtet, ob sie gar oder nicht, Kostet eins ———— 9 hlr. Saltzkruckenn. Muß mann — 2 habenn kostet eine —— 9 hlr Werdenn in der Pfann, das saltz zusammenn zubringk1 vnnd zufahung der gense2 gebraucht, Saltzstein oder Saltzgruessenn3 Ist das saltz so sich ann die böse pfann im auslauffen annhenngt, vnnd hart brennet, Sanndt. Ist die vnreinigkeit so aus der sohle in die fegfesser4 im siedenn sich samblet, kann Iedes werck. bey 40. Pfundt gefallenn. Wirdet auch Jarwergk genennet, Vide supra Jarwergk.
Unsichere Lesungen
Z. 9: zubringk — Wortende unklar
Z. 10: gense — Minims unklar, evtl. gemse
Z. 11: Saltzgruessenn — evtl. Saltzgriessenn
Z. 15: fegfesser — dritter Buchstabe unklar, evtl. fesfesser
Der Erst Appendix Sanndtrogk. Gehoret in Iedes Bodt einer, wirdet darumb also geheissenn, weil mann die fegfesser1 darin spult, vnnd den sanndt abwescht, auch die schebenn2 darin wirfft, vnnd das saltz heraus beist Schatzkeller. Gibt vonn Ieder Pfannenn Saltzs, der Söder ———— 2 hlr der Lademann ———— 8 hllr. Aber Furstenn, Grauenn, Prelaten vnnd Bischoff sein desselbenn gefreyet, Schetzer Sein Izo im Saltzwergk —— 21. Hat Ieder 4 bodenn, ohnne — 2. die habenn ein Ieder — 5 Bodenn, Mussenn bey allem Saltzmessenn sein, hat einer vonn Iedem Bodt zu belohnung — Einenn thaler, thut vonn —— 86 Bothenn, ———— 102 fl. 14 alb.
Der Erst Appendix. Schebenn. Ist die Materia so sich im siedenn ann die Pfann hengt, vnnd hart annbrennet, derohalb alwegenn im 5. oder 6 werck die Pfannenn gefegt, vnnd solche schebenn abgelöst werdenn mussenn, dieser massenn, mann macht die Pfann allerdings reine, wirfft 6. oder 7 wellenn vnnder die Pfann, vnnd verbrennet sie, vonn der hitze springenn ein theil schebenn abe, die anndernn aber, wenn die Pfann kaldt wordenn, schlecht mann mit ein Hamer los, Schauffelnn. Darauf werdenn die Gense1 gefanngenn, gehören Inn Iedes Bodt ———— 12, Kost eine — 8 hlr. thut ———— 8 alb. Schuffenn2 Gehöret Inns Bodt eine kostet —— 3½ alb. Darmit füllet mann die heiße zundesohl3 aus der Pfannen Wenn mann die fegenn will
Der Erst Appendix Schipffenn. Gehörenn Inns Bodt —— 3. muß der Schmidt liefernn Werdenn gebraucht. die {1 1 zum Schloter vnnd gesöde 2 zun Schebenn in der Pfann. 3 zur heissenn aschenn Schloter Wirdet annfenglich aus den kolenn vnnd aschenn gemacht, vnnd durch die zerschmeltzte Briste2 erhaltenn, daraus macht mann die wennde am gesöde. Schutzenn in Sodenn Wirdet Jars zur verehrung durch den Rendtmeister gegebenn, ———— 3 fl. Störgabell. Muß mann im Bode eine habenn, die wellenn so mann vnnter die Pfannenn wirfft vort zuschörgen3, Schifflohnn allerley Stehet beim F. vnnterm Titul führlohnn.
Der Erst Appendix Setzsteckenn Braucht mann in der flös vor den Porkenn1, Kostet, zu hawenn ———— 2 alb. zu führenn ———— 15½ alb. Sprossenn. Werdenn zun flößleitternn gebraucht, kostet ein gebundt, Zu hawenn ———— 4 hlr Führlohnn vom Finkennbergk —— j alb 3 hlr Sockenn. Heist mann, wenn die sohle gar gesottenn, vnnd in ruhe stehet, biß sie sich zu saltz gesetzet, Sohle Ist das wasser daraus saltz gesottenn wirdt, langt mann —— 28 schue hoch, durch — 2 Pompen in die gerinne, muß mann zu Ieder Pfann — 9. oder — 10. fuder, auch Izo mehr nach gelegenheit der zeit, habenn,
Der Erst Appendix. Hat dreyerley nahmenn. Die {1 1 Rohe 2 Wahre } sohle 3 Brundt Ist die sohle anno etc.2 74. Nota. Den 2. Februarij hab ich die Sohle vnnd wildt wasser gewiegenn, befundenn, das ein quart sohle gehalten —— 96. lot, ist — 3 ℔. die gabenn saltz. 7 lot, Ein quart das wilt wasser ———— 91 lot, Sohlmeister. Dessenn ampt ist die sohle vf die gerenn3, nach den bodenn, wochenntlich —— 2 mahl zuweisenn, Hat zu besoldung 50 fl. vom Sohlmeisterampt j Hoffkleidt j achttell Saltzes, 2 fl. vonn der fütterung der kunstpferde,
Sohlgrabe. Den Reÿne zuhaltenn gibt mann Jars1[?], dem so darauf bestellet. ———— 12 fl. Sohltröge. Dero gehörenn Inn Jedes Bodt zweene, Einer zur beisse2[?], der annder zum sannde. Costet einer Zumachenn ———— j thaler Vom Tanngennbergk Inn die Bodenn zufuhrenn, ———— j fl. Sieb. Gehöret eins Ins Bodt, dardurch die Asche geredenn wirdt. Costet ———— 2 alb. So muß mann auch eins habenn, da mann die Eschen Inn redet, welche mann zum blut gebrauchtt, Wenn mann die Pfann bestreicht, Ist klein, Costet eins, ———— j alb.
Superintendentenn Gibt vnnser gl. f. vnnd herr, alle Jar gegenn Dsieb1[?] Cappell ———— 1000 fl. Stebe. Sein Eisernn lannge Stebe, darauf legt mann vnter die auslauffennde Pfannenn die Vsegerenn2[?], die Sohle vfzufanngenn, Costet einer vngeuerlich ———— j thaler. Mehr hat mann auch stebe zu den Röstenn in Steinkolenn Bothenn, wiegt einer — j Cenntner, Derenn muß mann — 23. zu einem Rost habenn, Siegelnn Alles saltz so vnnser gl. f. vnnd herr, wirdt in faße gepackt, vnnd gein Cassell geschickt, muß der Bottener zuuor ann beidenn Bodenn der faße, mit einem durchgehenndenn Bleÿ am heuptreiff siegelnn, vf einer seittenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Namenn, vf der annder
seittenn des schetzers merck, so beim vfmessenn des Saltzes gewesenn, vfs bleÿ schlagenn, hieuonn gibt mann dem Bödtner vonn Jeder Pfann ———— j alb. Stricke Braucht mann zur noturfft, Basternn vnnd harin, Basternn braucht mann ann die Pfannbeume, Zu einer Pfann — 3. Kostet Jeder —— 2 d1[?] Harin braucht mann ann dem Pfanntuch — 6. Vnnd sonnst ann den Saltzmassenn, Kost Jeder ———— 6 hlr. Stucke Brets Muß mann in allenn Bodenn habenn, die mann vorsetzet, Wenn mann das letzte saltz aus der Pfannenn zeuhet, darmit es nicht vff die Erde falle, Inn Steinkolenn Bodenn aber muß mann derer beÿ ———— 8 habenn, Sagenn Hat mann beÿ ——— 90. im Vorrath, werdenn
zum holtzschrotenn am Seulingswalde, vnnd am Tanngennberge gebraucht, Darmit wirdt alle wege die funffte Claffter ersparet, Kan ein mit allem Kostenn ———— j fl. Schörlöcher. Schallerlöcher. Ist vnnd sein die beide löcher vnnter der Pfannenn, in Steinkolenn Bodenn, darin mann die Kolenn vf den Rost zum Brennenn schutt. Stollenn. Ist das gebeu vmb den Saltzbronnenn, darin das wilde wasser vonn der sohle gescheidenn vnnd abgestollet. Nota. Wenn mann zum Stollenn, darin das wilde wasser abfleust, hinein gehet, kommt an ort, da die grosse ader aus dem Bronn in den Stollenn gelegt, Ist der Bodenn im Bornn, da die quellenn enndtspringenn — 10 zoll dieffer, denn der Bodenn des wildenn wassers.
Desgleichenn auch da dannenn Jegenn der Kirchenn, furters aber senncket sich der Bodenn des wildenn wassers algemach bis Inn die Wasser Kompenn, daselbst stehet der Kupffernn Bodenn in gedachtter wasser Kompenn, vnnd der Bodenn der Brunnenquellenn, gleich vnnd in einer tieffe, Ist abgewiegenn Anno 67. den 7. Maÿ in beÿsein Hansenn Wenzels1[?]. Söder Sein die so das saltz siedenn vnnd machenn, die Meister so Bodt habenn, heist mann Meister Knecht, die anndernn so kein Bodt habenn, vnnd vmb lohn arbeitenn, heist mann affter knecht. Steinkohlenn. Werdenn vom Meßner Inns Saltzwergk gefurt, Kostet ein maß, welchs — 22 metzenn sein, vffm Berge ———— 2 1/2 alb. So muß der Söder zum fuhrlohnn gebenn — 2 1/2 alb. Derenn muß der Söder zu Jedem werck habenn
— 18 maß, auch wohl —— 19, oder — 20. maß, darnach die sohle am gehalt gut oder böß ist, Diese Kolenn werdenn vf zweÿerleÿ weise Inns Saltzwergk gefurt, Ein theil Jegenn ladung zu Allein vmbs lohnn, welchs die Heÿner1[?] Jegenn die Saltzladung zu furenn, da wirdt Ihnenn Jevf — 8 mas ein Pfann saltzes geladenn, vnnd vonn Jedem mas — 2 alb gebenn, Was aber ohnne die saltzladung gebracht wirdett, gibt mann vonn Jedem mas —— 5 1/2 alb. Steinkohlenn Koth. Dero ist Itzo —— 20. Kann in Jedem die wochenn — 3. auch wohl bisweilenn — 4. mahl gesottenn werdenn, Streidewergk. Heisset wenn mann die Pfann gefegt vnnd rein gemacht hat, Welchs denn zu — 4. oder — 5.
werkenn ein mahl geschehenn muß, das erste werk so als dann gesottenn wirdt, heißet ein Stredewerk. Pfann bestrellenn1[?]. Oder bestreichenn, Ist wenn mann die new Pfann vf setzt, bestreichet mann sie erst mit blut vnnd Bren eschenn, T. Taglohnn. Den taglöhnern in Bodenn gibt mann vonn aller hanndtarbeit, Im Sommer ———— 3 alb. Im Winter ———— 2 1/2 alb. Thonnenn Dem Bödtner zu Lackenn2[?] gibt mann vor — 100. Tonnenn —— 10 fl. Vnnd dauonn zu Schifflohnn gein Allenndorff ——— j fl.
Todtschlagk. Ist die alte ordenung, wer in Bodenn einenn enndtleibet, vnnd der theter enndtkömpt, muß der die Bodenn — 100 Jar vnnd einenn tagk meidenn, Kömpt er Inner dessenn muß er vf sein ebentheur gehenn, Tranckgeldt Dem dienstvolck in amptenn Beÿlstein vnnd Lüdtwigstein, gibt mann im ausbringenn des flößholtzes, vonn Jeder Klaffter ——— 5 hlr.1 Darzu wirdet in auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Tranckgeldt aber vom Saltz vber den geordenntenn kauff zu nehmenn, ist beide denn Beamptenn vnd Södernn, ernnstlich verbottenn, vnnd Inngebundenn, Treger. Sindt Eisernn, werdenn vff der huttenn zum Lippoldes berg gegossenn, weiget einer beÿ — 3. oder 2 1/2 Cenntner, derenn muß mann — 5
zum Rost habenn, konnenn — 2. oder 3 Jahr stehenn, V. Vniuersitet. Gibt vnnser gl. f. vnnd herr, Jars aus dem Saltzwergk, Jegenn Hasungenn. ———— 400 fl. Zwischenn vnnserm gl. f. vnnd herrnn Hochlöblicher Gottseliger gedechtnus, vnnd denn Pfennernn, ist anno 38. Freitags nach Jubilate des Saltzwergks halber ein vertragk vfgerichtt, vnnd derselb Anno 40. Freitags nach Francisci wieder ernewert wordenn, Vorderer Offenn Ist das fordertheil am gesöde. W. Wagenn Fuhrlohn allerleÿ. Findet mann im F. Vndernn Titul fuhrlohn.
Winnung. Gibt Jeder Söder vonn Jeder Pfann ———— 3 fl. 10 alb Ist vonn einem achtell —— Item — 2 alb von der sohlen, vnnd — 2 1/2 alb vom Wildt wasser abzuhösenn, ———— 10 alb 4 1/2 alb Wehrmeister Gibt mann des tags wenn er arbeit ———— 4 alb. Wegegeldt. Gibt der furmann vonn einer Pfann Saltzes in Bodenn, ———— 4 hlr. Dessenn ist niemanndts gefreÿet, Ohnne furstenn, Grauenn, Prelaten vnnd Hospital. Wildt wasser Ist das sueßwasser, so nebenn vnnd vmb den Saltzbronn, fellet vnnd quellet, wirdet durch sonndere Kompenn, so — 8 zoll weit sein — 3 schue
hoch ausgehöset, vnnd in den Sohlgrabenn durch die abzucht gelassenn, dauonn gibt der Söder benebenn der Winnung vonn Jeder pfann, ———— 2 alb. Weigt ein quart ——— 2 } ℔1 { 22 } lot. die sohle aber ——— 2 } { 23 } Werck. Ist ein Pfann saltzes, nemblich —— 8. achtell. Wercklohn Gibt mann vonn einer Pfann saltzes zu arbeitenn in alles ———— 14 alb. Wochennbuch. Darin wirdet alles geldt, was dessenn der Renndtmeister ausgibt, vom Jegennschreiber Inngeschriebenn, alle Monat den Saltzgreuenn vorgelegt durch dieselbigenn besichtiget, gelegt, rectificirt, Wochenn vnnd Monat geschlossenn, vnnd vnderschriebenn,
Der Erst Appendix. Windtlöcher Der hat mann in steinernenn1 bodenn ―― 2. dadurch der windt vnter den Rost zum brennenn des feuers kömpt. Warttenn Register. Haltenn die drey Saltzwarttenn, Jeder eins besondernn, darin werdenn alle werck, was dero wochentlich vnnd Jars vber gesottenn, geschriben, Wandt Heist mann die stettenn am gesöde, derselbenn sein ―――― 2 Weidenn. Kostet ein schock2 ―――― ½ thaler. Wellenn geltenn. Itzo ―― j fl. Wagennwellenn Itzo ― j schock ― 11 alb. Eselwellenn in der grubenn gelieffert.
Der Erst Appendix. Wechter Sein in Bodenn ―― 4. dero besoldet vnnser gnediger furst vnnd herr Zwene, vnnd die gemein ―― 2. mussenn Ihe zwenn eine halbe nacht wachenn, dauonn gibt mann Jedenn Jars ――――――――― 10 fl. Wachtgeldt. Muß Jeder Innwohnner in Bodenn Jars ― 1½ alb gebenn, erhebenn die Schoffer vnnd berechnens. Wellennschreiber. Ist einer im Saltzwerck, der muß alle wellenn vnnd Steinkolenn, was derer Inns Saltzwerck vf die Steige gefurt werdenn, vfgeschriebenn, vnnd den furleuthenn, der zeichenn, so hiebeuor gebraucht werdenn, zettell gebenn ― 3 hlr.1 solch geldt muß er berechnenn, denn alle Monat die zettell abgezehlt, vnnd Ingeschriebenn werdenn, vom solchen hellernn im zu belohnung gegebenn ― 75 fl.
Der Erst Appendix. vnnd ― 2 fl. 10 alb. zu Papier, das vbrige wirdet ann wegen vnnd strassenn verbawet, Item es muß auch der Wellennschreiber das fuhrlohn vonn den Steinkolenn Bodermeister vonn Jedem maß ― 2½ alb. erhebenn, vnnd ein theil den furleutenn so saltz ladenn, vnnd das anndere dem holtzvogt lieffernn, vnnd daruber sondere Wochennrechnung halttenn, Wellennberge. Was dero Jennseit der Werra nach dem Eichsfeldt zu liegenn vmb die Stadt hero, darin habenn die Söder kein theil, wirdet vnnder die Burger getheilt, Ein handtwercks mann ― j loß. vnnd ein fuhrmann vnnd Eseltreiber Jeder 2 loß. Wirdet Jedes los mit ― 4 alb. erlanngt, mit solchem gelde wirdet denen gelohnet, so die loß austheilenn Wannaber ein Burger seine wellenn einstheils
Der Erst Appendix. oder sie alle verkauffenn wolte, soll er dem fuhrmann ―― 6 schock Wagenn wellenn, oder ― 7 schock Eselwellenn im walde vor ― j thaler gebenn, bey Poen ――― 2 thaler. Weyl auch der Burger die Wellenn nicht selbst machenn, soll er das Loß Inner ― 14 dem Burgermeister vfsagenn, vnnd dauonn keinenn gewinst Vff dieser seittenn der Werra gehenn die Söder mit den Burgernn in einstheils berge, als die hohe forst, vnnd was derselbigenn annhenngt, in die gleiche loß, Bekompt einer souiel als der annder, gebenn vf ein Loß ―― 3 alb. dieselbenn wellenn mussenn alle in die Bodenn, vnnd keine Inn die Stadt gefurt werdenn, Was aber ann gehöltzenn vnnd bergenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gehörigk, wenn die Gresig1[?] sein, theilenn die Söder gleich vf die Bode, vnd gebenn vom einem schock ―― ½ alb. forstgeldt. Etzliche Berge aber nechst vmb die Bodenn gelegenn
Der Erst Appendix. vnnd den Pfennernn gehörigk, hawenn die Söder Itziger zeit, auch vf die Bode, vnnd gebenn dauonn ein genanndt forstgeldt, wie aus volgender verzeichnus zusehenn, Verzeichnus, Was die holtzberge, so nechst vmb die Sodenn gelegenn, Wann sie gresigk sein vnndgehawenn werdenn, Zu Stambgeldt gebenn, Das Mattennroth, die Sommerleidenn vnd der Lotbach1[?], die Wintterleidenn gebenn ―― 8 marck ― 6 schilling, ist ― j Marck ― j fl. 8 hlr. ist ― 4 hlr. Thut ――― 8 fl. 7 alb. 4 hlr. Der Lotbach2[?] die Sommerleidenn, bis ann den Hegebergk, gibt ―― 5 marck, der gehörenn ―― 2. Marck Inn die kirche zum Sodenn, thun, ――――――― 5 fl. 3 alb. 4 hlr. Der klein hain, bis ann die halbe Marck, vnnd die
Der Erst Appendix volckmersbanck1[?], Item der mittellbergk bis ann die wintterleidenn, ann den grossenn hain, gibt ― 11½ marck ½ gr.2[?] 6 schilling thun, ――――――― 12 fl. 6 alb. 8 hlr. Nota Ein Grosch ist ―― 4 heller. Die halbe Marck gibt ―― 4 Marck Thun ―― 4 fl. 2 alb. 8 hlr. Der Grosse hain die Wintterleidenn, gibt ――――――― 8 marck, Thun ―――― 8 fl. 5 alb. 4 hlr. Der Grosse hain die Sommerleidenn gibt, ――――――― 5 marck, Thun ―――――― 5 fl. 3 alb. 4 hlr. Der arnsbergk die Wintterleidenn, vnnd das Nonnennroth zusammenn gebenn ―― 8 marck, Thun ―――― 8 fl. 5 alb. 4 hlr. Nota. Die klein vnnd grosse horst sein der Söder vnnd Inn=
Der Erst Appendix wohnner zun Bodenn gemeine, vnnd wirdt vnter sie sonnder Stambgeldt ausgetheilt, kleine horst ―――――― 500 Grosse horst ―――――― 200 } schock. Z. Zimmermann arbeit Dem Meister gibt mann ―― 14 guldenn vonn einem newenn Bodt zuzimmernn, Vonn gemeiner arbeit, dem Meister des tags ――――― 4½ alb Seinen Jungen einem ――――― j alb 3 hlr. Zoll. Inn Bodenn gefelt kein annder zoll, denn vom saltz vnnd aschenn, gibt mann vonn Jeder Pfann saltz ― 8 hlr. vom einem Malter aschenn ― j hlr. Des Saltzzols sein gefreyet, furstenn, herrnn, Grauenn, Prelatenn, hospital, die vonn der Ritterschafft, auch die Pfenner, vnnd vnsers gnedigen f. vnd hern diener,
Der Erst Appendix. Zu Mündenn gibt mann vonn einer Pfann saltz ―― 1½ Margenn groschenn, Ist ― j alb 4 hlr. Zoller. Ist auch Jegennschreiber vnnd mit Saltzwarck1, sein besoldung vnnd dienst wirdet daforne vnterm G. beim Jegennschreiber vermeldet, Zober. Wirdet in Jedem Bodt einer, bisweilenn zwen Inn die Erdenn gegrabenn, kostet einer zumachenn ― 5 alb. darin wirdet die sohle aus den trogenn gelassenn, vnd volgenndts Inn die Pfann geschepfft, Zulassenn, Heisset wenn mann gesottenn hatt, vnnd die Sohle gar ist, also das mann kein feuer mehr vnnder schöret, vnnd das Pfanntuch vber die Pfann zeuhett, Zulegenn. Heisset, Wenn die sohle gesocht, vnnd sich zu Saltz gesetzt, also das manns annfehet aus der Pfannenn ann den gennsenn zufangenn,
Der Erst Appendix Zundt Sohl. Wirdet bey dem vbrigenn feur, welcher meister das hat, wenn die Pfann saltzs1 aller ausbracht ist wordenn, gemacht, als mann geust etzliche aschen Roher sohlenn in die Pfann, vnnd macht die bey den vbrigenn kohlenn gar, Wirdet denn Zunde sohl genennet, darumb das sich durch diese besserung die anndere Sohl desto ehr zu saltz annzundenn, auch das vberige feur nit vergebenns ausgehe, Zeichenn Der wirdet im Saltzwerck gebraucht, 1. Flöß zeichenn, 2. Flöß Klaffter zeichenn 4. Jegenn zeichenn, 5. fuhrzeichenn 6. Esellhauffenn zeichenn 7 Waldtleger zeichenn, Zollhauß in Sodenn. Ist Anno 63. vnnd 64. gebawet, hatt in
Der Erst Appendix. alles zuerbawenn kostet, ――――― 283 fl. 24 alb. 2½ hlr. Das holtz hat vnnser gl. f. vnnd herr zum bestenn gehabt, Zin maß. Das hilttet ― 2 virtell sein ― 12 quart, damit werdenn alle Saltzmas geeichet, vnnd muß Jedes dismahls ― 6 haltenn, Ist ein achtell ― 22. virtell. Zwingenn. Werdenn vf der huttenn zum Lippoldesberg gegossenn, sein dreyerley, vnnd werdenn in Steinkolen Boden gebraucht, Heupt zwingenn braucht mann zu dem Schornnstein, Schaller zwingenn braucht man vornn vor dem Rost, darinnenn gehenn die ― 2. schallernn oder blech, welche mann vf vnnd zu thun kann, wenn mann die kolenn zum brennen in Saltzsiedenn vnnderwirfft, Kurtze zwingenn braucht mann auchobenn im Schornnstein, Item vber den Windtlöchern vnnd Schorlöchernn,
Der Erst Appendix. Nota. Die steinkolenn Bode aber kostenn wegenn der Schornstein, darzu mann viel steine habenn muß, ein fast Inn die ——— Darzu gibt vnnser gnediger furst vnnd Herr eden[?]1 Bödern Jars zu haltung des gesödes, vnnd gemeiner Beur[?]2 — 6 fl. Item vonn der Aschenn vnnd schlackenn außzutragen — 6 fl. Mehr gehöret in ein Bodt, mus der Södermeister verschaffenn. Zwölff Schauffelnn kostenn ——— 8 alb Ein schnepffenn ——— 3½ alb. Zwo Verleff[?]3 ——— ½ alb. Ein Eschenn[?]4 ——— 2½ alb. Drey fegefäßer ——— 5 alb 3 hllr. Ein Beißkordt[?]5, ——— 2 alb Zwo Kohlkruckenn ——— 4 alb Zwo Saltzkruckenn ——— 1 alb 4 hllr Ein Aschenn kruckenn ——— 3 hlr.
Der Erst Appendix. Ein Kohlgertte ——— 1 hlr Ein hangelicht, ——— 2 alb. Drey Mullernn[?]1 ——— 6 alb. Ein saltzfeßlein ——— ½ alb. Ein aschenn sieb ——— 2 alb. Summa thut —— 1 fl 11 alb 11 hlr. Nota. Darzu muß der meister habenn des Jars Rueß kar. Besenn kar. Leuchtsell zu Jedem werck kar —— 1 alb. vnnd die weil die Pfann wehret vor —— ½ alb. Achtell saltz blut oder farbe, Nota. Der Schmidt muß bey die Pfann liefferenn, so auch Inns Rots gehöret, vnnd hieforne beim gelde nicht specificirt ist. Beißhämer ——— 2. Hackenn ——— 1 Pfannhackenn ——— 16 Feür hackenn ——— 1. Schiepffenn ——— 3.
Der Erst Appendix. Außfurderung. Heist vnnd ist soviel als außbringenn, Außfurderung der Kohlenn, Ist wenn mann die Kolenn mit den Hundenn vom ortt zu tag außbringet, Außfurderung des Schwelß Ist dergleichenn wenn mann den Schweel, so vber den Kohlenn steget, auß dem Berge bringt, Außbruch. Heist wenn mann ein fein ort vom Kolenn vor sich hat, Außwechssell des gezimmers, Ist wann das gezimmer im Stoll Baufellig wirdt, das mann neue thürstocke einstreicht, Außfahrenn, Ist wenn die arbeit verfertiget, Auffahrenn eins Gedings Ist wenn denn arbeiternn etliche Lachter zubrechenn[?]1 verdingt werdenn,
Der Erst Appendix. Altter Backoffe. Ist das ortt, da erstlichenn die Kolenn sich endtzündet, vnnd anngangenn, Axte. Habenn die Steiger zum gezimmer zugebrauch. Außfahrenn Heist wenn die arbeiter Ire Schichtenn verfahrenn, vnnd wieder aus dem Berge fahrenn, oder gehenn, Arsledder Ist, welche die Bergkleute tragenn vorm hindernn, wie anndere handtwergks meister die Irenn vorne tragenn Anfelle. Seindt zwey kurtze höltzer, vnnd vff einer seittenn außgekümmet, welche mann in Schechtenn, zu den tragstempell zugebrauchenn, dieselbenn darinnenn annzutreibenn, das die Jöcher darauff könnenn gelegt werdenn,
Der Erst Appendix. B. Bergkhaubtmann Dessenn ampt ist, das er alle Bergkwergk im Lannde in verwaltung vnnd vfsicht hat, vnnd alle rechnung annhörenn vnnd vnnderschreibenn muß, Bergk vogt. Dessen ampt ist, das er auch alle Bergkwergk, benebenn dem Bergkheuptmann in vfsicht, vnnd verwaltung hat, die befahrenn, Rechnung annhören helffen, vnnd mit vnnderschreibenn, auch allenn Sonnabendt am Meißner bey der bezahlung sein, vnnd demnach vf allen Bergkwergken den Zehendenn einbringen vnnd verrechnenn, Bergkschreiber. Dessenn ampt ist, das er alle die Kolenn, was derenn vf den Stolenn außgefürdert, zu seiner Innahme bringt, vnnd dieselbigenn Jedes maß vor — 2½ alb verkauffet, vnnd darüber richtige klare Rechnung thut, was er vor Kolenn vnnd geld [gestrichen: vt[?]]1
Unsichere Lesungen
Z. 20: [gestrichen: vt[?]] — getilgter Wortansatz unleserlich
Der Erst Appendix. einnimmet, vnnd was wiederumb er dargegenn außgibt, Muß auch auf die arbeiter sehenn, das sie zu rechter zeit vf vnnd ab fahrenn, Ire Schichtenn arbeitenn, geding vnnd annders Jederzeit verrichtte, das Stoll vnnd Schechte verwahret werdenn, wirdet auch Schichtmeister genennet. Bergkschmidt. Muß alles vom Eisenwergk, was vffm Bergkwergk zumachenn bedürfftigk, verfertigenn, Bergk Hundt Ist in einer vierung wie ein Kastenn vonn Holtz — 3½ schue lanng — 1 schuch 9 zoll weit — 2 schue 1 zoll tieff zusammenn geschlossenn, vnnd mit eisenn werck beschlagenn, Damit mann Kolenn, Schuttl[?]1 vnnd Bergk außfürdert, Borer Braucht der Steyger in legung der Gestennge, Bergk. Ist das Erdtreich, so sich im Berge ereugett. es
Der Erst Appendix. sey Thonn oder anndere Materie, Bergk kappenn. Werdenn gebraucht in befahrung der Bergkwerge, das mann sie annthut, anndere Kleider damit zuverschonenn, Belge. Braucht der Schmidt zu seiner arbeit, werdenn auch bisweilenn Wetter in die Berge zu bringenn, gebraucht Bergk Compas. such[?]1 L Bergkhawer. Welcher vorm ort arbeitet, vnnd die Kolenn langen thut, Bergktrogk. Ist ein Mollenn, vnnd braucht sie zu einfaßung der Kohlenn, Brechstanngenn. Ist ein grosser eysernn stab, vnnd mann braucht Ihnen, wann grosse klufftige wennde verfallenn,
Unsichere Lesungen
Z. 10: such[?] — Verweiswort undeutlich, sucs/such
Der Erst Appendix. Bergk zurückstürtzenn. Ist wenn etwas im Berge eingehet, das mann solchs ann die wüstenn orter bringet, vnnd Bergkfestung darauß macht, Braune Kohlenn. Seindt nicht so gut als die schwartzenn, sein wohl voller schweffell, treibenn aber nicht so starck vnnd wohl, als die gutenn schwartzenn Kohlenn, vnnd liegenn vnnter den schwartzen koln, des weißen liegentes, Beckkolenn. Sein auch etwas schwartz, doch mit brauner vermengt, seindt auch nicht so gut, als die rechtenn schwartzen Kolen, seindt auch etwas leichter, doch kann mann sie im Saltzwerck mit brauchenn, Bergkseill. Braucht mann zu ein vnnd außfürderung in den Schechten, Bergk oder setzeisenn Braucht mann zu denn Festungenn,
Der Erst Appendix. Backöffe. Ist der ortt, do sich vnversichtlich die Kolenn selbst anngezündet vnnd gebrennet. C. Compaß. Wirdt Inner vnnd außerhalb dem gebirge in abziehung vnnd vffahrung, auch zusammenbringung der Stoll vnnd Lenngorter der durchschlege gebraucht, D. Dach. Ist der Zechstein so vber dem Kolenn steget, vnnd ist ein fest wackenn[?]1 gebirge. Donnenn Bretter Seindt lannge Stanngenn, braucht mann in den Schechtenn, das die Kübell vnnd wasser thonnenn daran vf vnnd abgehenn, vnnd nit annstreichenn, Dörlein Ist das gezimmer, so der Steyger in vffarung der Stollenn setzt, damit das gebirge nicht Inngehet,
Der Erst Appendix. Dunckhöltzer. Werdenn in flachenn schechtenn geschlagenn, das die thonnenn sich darann abstoßenn, oder abweisenn könnenn, gleich wie die thonnen bretter, Durchschlagk. Heist, wann mann mit den Lengorttern oder Querschlagk zusammenn kömpt, Durchschlagk. Ist wie ein halbe sanckl1 axt, welche der Steyger zum gezimmer gebraucht, vnnd die Löcher in die grundtladenn, darinnenn die Zapffenn ann den thürlein gesetzt, machet, darumb es ein Durchschlag genenndt wirdt. E. Einfahrenn Ist vnnd heist, wann die arbeiter ann Ire Schichten, in den Bergk fahrenn, auch wann anndere das Bergkwergk besehenn wollenn,
Eue strich1[?], Jst ein holtz, wirdet quer im Schacht, den die Wandtrutenn Zungestrichenn2[?], darmit der Schacht nit zusammenn gehet, wirdt auch spreutze genanndt. Eisernn Schlegell. Werdenn gebraucht zu ergentzung oder zerschlagung, auch wohl zu erschellung der grossenn wenndenn, F. Feustell. Jst wie ein Eysernn hanndthamer mit zweyenn Bahnenn, so der hewer vorm ort benebenn dem Bergkeisenn, vf den verfallendenn Vestungenn zugebrauch3[?], Flötz. Seindt [übergeschrieben: +] die[?] Bolenn, welche zwischenn dem hanngendenn vnnd liegendenn stehe[gestrichen: t]5, vnnd darmit Inns gebirge streiche[gestrichen: t]6, Fündtgrubenn. Jst da erstlichenn eine Neues7[?] vnverwandts felt,
Unsichere Lesungen
Z. 1: Eue strich — wohl Einstrich; Schreibung unklar
Z. 3: Zungestrichenn — wohl eingestrichenn
Z. 12: zugebrauch — Endung undeutlich
Z. 14: die Bolenn — Artikel unklar
Z. 15: stehe[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar
Z. 16: streiche[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar
nach Ertz oder anndere Materien entblöst werdet, Fiemell1. Jst ein lannger Eysernn keyl, welchen mann Jn die klüffte setzt, vnnd darmit die grossenn wennde vonn annder hebet, Wirdt auch vnnter weilenn, Wann die kolenn vorm ort feste stehenn, in verschremenn, gleichfals gebraucht, vnnd in die Ritze oder Schrammenn gesetzt, vnnd mit einem grosen feüstell rein getriebenn, das grosse stuck brechenn müssen, Först. Jst ein feste Steiner warkenn2[?] gebirge, welches vber den kohlenn stehet, wirdt auch wohl der Zechstein oder dach genenndt. Fallenndts des gebirgs. Jst wann die först des Zechsteins obenn ründer3 vorm ort sich in die Sohl stürtzet, vnnd keine kolenn vorm ortt mehr stehenn, oder lanngenn kann. Farttenn. Seindt Leytter, welche mann in Schechttenn Zum4[?]
ein vnnd ausfahrenn zugebrauchenn, desgleichenn vor den kohlorttern, den Schweel1[?] vnnd kolenn hernach zuhauenn, G. Ganngk2. Seindt vielerley im gebirge, einer mechtiger als der annder, darinnenn sich der Bergkmann des gebirgs vnnd gelegennheit, mit Stoll vnnd Schechte anzusetzenn, zurichtenn, wo dieselbenn Jr streichenns, steigenns oder fallenns habenn, Geschiebe Jst Jederzeit ein klein vnnstanndigs gebirge, Welchs die Sündtfludt Jederzeit am ganntzenn gebirge abgeschobenn, vnnd nicht stehet, das mann mit Schechten oder Stollenn kann einkommenn, Sonnder mus zuuor verbauet werdenn, damit mann sich dann ersehenn kann wie Jederzeit dem dringenn vorzukommenn, Geschicke. Jst da sich erstlichenn ein gut enntspreussenn3[?] will,
das mann eines guts im bawenn zuuermutenn, vnnd in hoffnung stehet, des orts wo die geschicke oder gelegennheit vorfallenn, etwas annzutreffenn Gestennge. Seindt lannge breite büchenn Bohlenn, welche mann vf die grundtladenn der Sohlenn leget, darauff die Bergkhunde gehenn, Gestuebe Jst klein schwartz Mulechtigk1 gestüebe der kohlen, welche mann zu annfanng, ehe vnnd zuuor mann ann die grobenn Braunenn kolenn kömpt, durchfahrenn müssenn, Welches Jederzeit die Sündtflut vom ganntzenn gebürge der kohlenn abgeschobenn. Grundtladenn. Jst ein lanng holtz vf allenn seittenn beschlagenn, vnd fornnenn vnnd hindenn ausgelocht, Welches mann Jnn die Sohl legt, darinnenn zwenn thüer storke2[?] gesetzt werdenn, so den Stollenn vnntenn von einannder hellet, das er nicht zusammen gehen kan,
Gezimmer. Heist, wann ein Stoll mit thüerstörke1[?], kappenn vnd Grundtladenn wohl versetzt, vnnd in der Först, vnnd vf den seittenn mit pfelenn wohl verwaret ist, das nichts im Stoll kann eingehenn, oder schadenn zu bringenn. Getriebe. Seindt lannge breite pfele, welcher vber den kappen anngestickt wirdet, damit mann, vnnter dem kleinenn abgeschobenenn gebürge des geröls kann durchfahrenn. Geröls. Jst ein vnnstanndiges gebirge, welches mann vornne am tags hat, vnnd Jederzeit die Sündtfludt am ganntzenn gebirge abgeschobenn, Gebirge. Jst Jederzeit ein fein stanndthafftiges gebirge, darinnenn mann kann fortkommenn, auch Jederzeitt zuersehenn, wie sich Jede Bergkartt will annlassenn.
Grube. Wirdt vnnder zeitenn genenndt ann stadt eines Stolles, das mann sagt, da etwann einer nach dem andern fragt, er sey in der Grubenn. Geschworne. Jst sein diennst, das er den arbeiter verdingen mus, vnnd wann die arbeiter solch geding vfgefahrenn, mus er solchs Jhnenn, mit den Lachter abnehmenn, vnnd schreibenn lassenn, wie es mit Jhnenn vberkommenn, mus auch im gebirge zusehenn, das die orter recht getriebenn, die kohlenn verschrembt vnnd die Stoll vnnd Schechte im Bau gehalttenn werde. Grubenn Beill. Hat der Steyger in machung des gezimmers zugebrauchenn, vnnd ist bey nahe die helffte so gros, als ein annder Zimmerbeill. Grubenn Liecht. Habenn die Steyger vnnd Arbeiter in den Stoll vnd
Schechttenn, ann stadt der gezogenenn Liechtter, zugebrauchenn, so einem hanngendenn liecht ehnlichenn, vnnd werdenn einstheils vonn Eysenn, kupffer, oder Meßingk gemacht. Ruodenn1[?]. Wirdt im Grubenn liecht ann stadt eines Dochtts gebraucht, welche vonn Leinenn tuch gemachtt, vnnd im vnschlet wie ein hanngeliecht mit Öle brennenn mus, H. Hanngenndes Wirdt vnnd ist der Zechstein oder Dachwelchs vber den kolenn stehet, Haspell Jst ein Rundt geschnittenn holtz, welchs hindenn vnd fornne zweenn Eisernn zapffenn hat, vnnd in die Haspell stützenn gelegt wirdet, das es vmbgehenn kan,
Haspell hornn Seindt zwey krumme höltzer wie ann einem Schleiffstein, Werdenn ann die zapffenn des Haspels anngeschlagenn, damit mann vmb vnnd vmb drehen kan, Haspell stützenn. Seindt zwey beschlagene höltzer, darann werdenn vntenn zapffenn geschnittenn, welche in die Brüch oder pfüel beume gesetzt werdenn, vnnd wirdt an Jedenn obenn ausgeschnittenn, darinnenn der Haßpell lieget, mit dem zapffenn, Henngbanngk. Seindt zwey holtzer, werdenn des Schachts lenngde Jnn die pfüelbeume geschnittenn, welches sich in einer Vierung zusammenn helt, vnnd darauff die kübell, welche aus dem schacht gezogenn abnimmet. Hewer Seindt die Jenige, welche kolenn vorm ortt langen, vnnd das gedinge habenn, Jedes maß vmb —— 6 thlr1[?].
auszufuhrdenn, Hündtslauffer. Seindt die welche die kolenn vonn den hewer mit den Berckhündenn vom ortt zutag auslauffenn oder bringenn. Hornnstadt1. Jst ein raum im gebirge, das mann vf die seittenn der Stoll mit Schechttenn zusenckenn vnnter sich kommenn, auch sonnstenn zu anndern vorfallenndenn dingenn, es sey mit wetter, holtz einzubringenn, oder mit den Bergkhündenn einer dem andern zu weichenn kann vortkommenn, Heupt Stoll Zweenn. Beim Rauschenndenn wasser }2 Seindt die da man koHaubtstoll einenn } lenn kann ausfordern Vor der Zauwersch3[?] } oder ausbringenn Halle Jst vorm Stoll der platz, da mann den Bergk oder Schweel4[?] hinlauffet.
Unsichere Lesungen
Z. 6: Hornnstadt — Stichwort, Lesung unsicher
Z. 14: } — Klammer: drei Stollennamen, rechts gemeinsame Erklaerung
J. Jöcker. Werdenn vonn vier holtzernn so beschlagenn zusammenn in vierung geschnittenn, welche mann in sennckung der Schechtenn zugebrauchenn, das das gebirge darhinder stehenn kann, K. Kappenn. Jst ein holtz darann fornne vnnd hindenn eine kimme geschnittenn, vnnd obenn in der först vber zwey thüerstörke1[?] in Larffenn, so daran geschnittenn, gelegt, so die thüerstörke2[?] obenn vonn einannder helt. Kastenn. Jst mit vier dielenn zusammenn getragenn, oder genagelt, vnnd habenn die Steyger zum Werckgezeug zugebrauchenn, dasselbige verwarlich darinne zubehaltenn,
Kawe. Sein zwo mit Steinenn gewelbet geschlossenn, so Steyger vnnd die hewer mit sampt den anndernn Arbeiternn Sommer vnnd winter zeit Jnnenn habenn, vnnd nach notturfft zugebrauchenn. Karnnlauffer. Seindt die, welche zu annfanng eines stols, mit lauffkarrn ein geraüchl1[?] lauffenn, ehe vnnd zuuor die Gestennge gelegt werdenn. Kuebell. Jst ein kurtz knüppell, welchenn mann ann das Bergkseyl schlinget, vnnd darauff in die schechte fehret, Keilhawe Jst ein Eisern Picke, damit mann die kolenn gewinnet, Kraill Jst ein eisernn Reche damit mann die grobenn kolenn kann auszihenn.
Kratze. Jst ein Eisernn hackenn, doch etwas fornne zugespitzt, welche mann zun kolenn, vnnd zu anndern gebirge zugebrauchenn Krüeckenn. Hat mann zu Jnnfassung der kolenn zugebrauchenn, Kohlenn. Seindt dreyerley Erstlichenn schwartze kolenn. auch pech vnnd Braune kolenn. Kohlnnschöpffenn. 2. Beim Rauschenndenn wasser, darinnenn mann die kolenn stürtzet, derenn ist einer, darinnen die kastenn gemacht seindt —— 100 schue lanng, vnd 25. schue weit, der annder — 46 schue lang, vnnd — 26 schue weit verfertiget, Kohlenn kastenn. Darinnenn mann die kohlenn störtzet, seindt — 80. vnnd ist ein Jeder sechs schue hoch — 4 ½ schuch
weit, vnnd 6. schue lanng, vnnd vf den seittenn mit Bretternn verschlagenn, vnnd fornne mit einer thüer vermacht, Welche mann kann, vf vnd zu thun, vnnd gehenn Inn Jedernn — 18 mas, thut, ———— 1440 mas Kohlnnschopffenn.
Werdenn mit Tennenn Bretternn zusammen gefügt, vnnd eigenntlichenn zusammen geschlossenn, welche mann in einannder stossenn kann, vnnd zum wetter zugebrauchenn.
Leidt nagell. Ist ein Eisernnagell, welcher Inn die Gabell an den Bergkhundt gemacht, vnnd zwischenn den gestenngenn gehet, vnnd den Bergkhundt zurechtt weiset.
Lieggenns. Ist ein weis warbenn1[?] gebirge, da die Kohlenn auf liegenn. Lenngortter. Werdenn vf die seittenn den Stols getriebenn, das mann damit erfahrenn kann, wie breit oder mechtigk
die Kohlenn im Berge stehenn, Werdenn auch nach wetter in anndere Stoll oder Schechtte nach durchschlege zufahrenn, getriebenn, das mann desto weitters im gebirge wetters halbenn, das die Liechter brennenn, kann fort kommenn, Larffe.
Marscheider Mus die Stoln, schechte, Lenngorter abziehenn, vnnd ein Jedes ort zu tag ausbringenn, das mann mit den durchschlegenn einenn nach dem anndern zutreibenn, kann annsetzenn, auch wie tieff oder hoch Jeder Stoll vf Jedenn ganngk einzubringen ist, Maß.
P. Pfoell. Seindt lannge Schmale, Welche mann vf die seittenn der Thuerstörke verscheust, vnnd mit Berge darhinder ausgefült, das nichts vonn Berck oder anndere Materien in den Stoll rein gehenn kann, Desgleichenn hat mann sie auch in der Först vber den kappenn zugebrauchenn, Pfoelbeume Seindt zwey lannge beschlagene holtzer, so vber Jedenn Schacht gelegt wirdet, Welche mittenn ausgelocht, darinnenn die Haspell stützenn mit den Zapffenn stehenn, vnnd in die Henngebanngk gleichfals zugeschnittenn werdenn, Pompenn.
Seindt gemeine arbeiter, welche ann denn Pompenn ziehenn könnenn, Parthüerlein. Seindt zwenn Stennder darann obenn ann Jedernn eine Larffe, vnten Zapffenn werdenn anngeschnitten, Q.
Querschlagk. Ist etwas ennger vnnd niedriger als ein annder Stoll, werdenn getriebenn nach wetter, das mann damitt in anndere Stoll vnnd Schechte nach wetter zu durchschlage treibet, so mann dann damit vonn einem ort zum annderenn das wetter führenn kann,
Ist ein abraum, welche mann am Berge Erstlichen in anhebung eines Stols thun mus, das mann vor das gebirge eine gleiche Sohle bringet, das mann darnach mit einem Stoll annfahenn kann, Roubaum1[?] Haspell.
Rolle. Ist vonn dielenn vf den seittenn vnnd vntenn verschlagenn vnnd gemacht, wie eine Rinne, darinnenn mann Kolenn vonn einem stiegenndenn ort, Inn die strecke des Stollenns bringenn kann vnd furters in den Bergkhundenn zu tag ausfordert, S.
Schechte Seist was vnntenn in die tieffe gesunckenn wirdett, vnnd Jeder Bergk art gelegennheit in erfahrung des gebirges erkennt, auch wetters halbenn auff die Stoll einbringenn mus, Schauffell Ist ein Eiserne Schueppe, welche mann in dem gebirge, zu ab vnnd zu ruck des kleinenn gebirges zugebrauchenn,
Schicht. Ist wann ein Jeder arbeiter des tages seine arbeitt der — 12 stunde verrichttet. Steiger Heist, Welcher vber die arbeiter zugebietenn vnnd das gezimmer in Stollenn vnnd schechtenn verfertigenn mus, Steigent Orts Heist wann mann ein ort treibet, welchs mann vf der Sohlenn Jederzeit stiegenn lässet, vnnd gar stickell hierauff getriebenn wirdt, Schlepff hockenn Ist ein Eiser hocke mit einem Ringe, dadurch mann ein seyhl kann durch ziehenn, mit welchem mann das holtz vergk des gezimmers, als Stempell, Thuerstörke vnnd annders vor die örtter bringet, vnnd wirdt der hocke in das holtz geschlagenn, das mann
darnach mit dem seyl, das holtz vffm gestennge kan einschleppenn, Steigenns Ist wann sich der Zechstein, ann die Höhe gibt, vnnd die Kohlenn darmit steigenn, wirdt Jederzeit ein steigenns genenndt, Spore.
Ist ein Kleise, zwischenn zwischenn zweyenn gestennge, darinnenn der Leidtnagell am hunde gehet, ist etwann — 1½ Zoll weit, Sohle Heist was mann in den Stollenn vnnter sich hatt, darauf die gestenng liegenn, Stuffenn schlagenn Heist wann der geschworne ein geding so vffgefahrenn ist, abnimmet, vnnd mit der Lachter gemessenn, macht er als dann ein Zeichenn da er gemessenn,
darnach er sich die annder wochenn in fernerm vffahrenn zurichtenn, Sumpff. Heist so viel als wann mann ein tun Tam schlechtt, das mann darinnenn das wasser behaltenn kann, Schweel.
Der lieget vnnter dem Zechstein vnnd vf den Schwartz Kolenn, ist wohl schwartz aber nit düchtigk, das mann Ihnenn brauchenn kann, Welchenn dann Jederzeit, so fernne kein raum im gebirge ist, vf die halbenn gefürdert wirdet.
Schwartze Kohlenn. Die liegenn vnnterm schweel, vnnd stehenn vff den Bergkolenn, seindt zubrauchenn zu allem feuerwerck, dieweil das sie besser seindt, als die anndernn, Braune Kohlen. such B.
Bech Kohlenn. such B. Stolnn. Heist wann mann Sohl liegenndt in ein ganntz gebirge treibet, die wasser zu nehmenn, das mann desto besser zur ausfürderung kann kommenn, Säge.
Hat der Steiger zu schneidenn Holtzwergks zugebrauch1[?] Schneidtmesser. Hat der Steiger zugebrauchenn, damit er die Stele, In kratzenn, keilhauenn, vnnd schauffelnn machet, Schneidigk Ist ein gebirge darunder mann nicht kommenn kann, es muß dann zuuor ver zimmert werdenn, vnnd ist ein gebirge das gerne bricht, Kreütze such K.
| setzt, wetter vnnd waßers not, oder aber Im senckung vnnd einbringung tieffer Schechte, mustenn3[?] anngesetzt vnnd getriebenn werdenn | der Sohlenn zugebrauchenn.
| zwischenn der thuerstocke eingestrichenn, vnnd obenn mit Bretter vest verschlagenn, bis vor das ortt, das sich das wetter darunter kann durch ziehenn, vnnd vorm ortt damit gut wetter bringett, das mann kann dauor arbeitenn, | Stüffenn muß, das mann mit keinem büschell kann zuschlagenn oder wegk bringenn | *Tabelle:
Glossar des Holzvogts Wagener: Stichwort als eigene Zeile, Erklärung darunter; Zeilen der Erklärung durch Zeilenumbruch getrennt, Trennung am Zeilenende als =*
Der Erst Appendix. wieder darzu kommenn, | oder sonstenn vor anndernn gebirge schramenn vorm ort hinein hawenn, das mann darnach fiemell2[?] Inn die schrammenn setzenn kann, vnnd als dann mit grossenn Beuschell treibenn, das mann grosse stücke kann abtreibenn, oder rein werffenn, | stein hat, so zuschlagenn werdenn muß.
Der Erst Appendix Im schechtenn vnnd Stolnn, sonstenn brennett kein licht, das mann der orter kann etwas ausrichtenn, oder viel weniger in Stolnn oder Schechtenn bleibenn, | tenn anngehenngt, wie ein Rust1, das mann sich dann nach solchem zu arbeitenn, jederzeit fein richtenn kann, | tigung der Stolnn.
Der Erst Appendix Inn die Schechte gehenngkt, darnach werdenn Stempell darzwischenn geschlagenn, das sich das gezimmer vom annder helt vnd nicht zusammenn gehenn kann, | *Tabelle:
Glossar des Holzvogts Wagener: Stichwort als eigene Zeile, Erklärung darunter; Zeilen der Erklärung durch Zeilenumbruch getrennt, Trennung am Zeilenende als =*
Unsichere Lesungen
Wünschelrüten — Stichwort ohne Erklärung, Rest leer
Der Annder Appendix. Vniuersal Probier Buch vff alle vnnd Jede Saltzwercker1[?] so da sein konnen Abgerechnet durch mich Joannem Rhenanum Calculirt. Erste Taffell. Die Erste Taffell Zeigt ann, Was ein Jeder Bronnenn ertragenn Kann, wenn mann vonn stundenn zu stundenn, vonn tagenn zu tagenn, vonn Monatenn zu Monatenn, vnnd also ein ganntz Jar rechnet, Ist die Rechnung anngefangenn vonn einer Kannenn in einer stunde, vonn Kannenn vff Eimer, vonn Eimernn vf faß, vonn fassenn vff fuder, nach Meißnischer Eich.
Der zweite Appendix: das Universalprobierbuch, „vff alle vnnd Jede Saltzwercker so da sein konnen“ — heute: auf alle und jede Salzwerke, die es geben kann Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 623 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Z. 3: Saltzwercker — Endung mit Zierschwung, evtl. Saltzwercke
Annder Taffell. Die Annder Taffell ist gerechnet gleichermassenn vonn Kannenn, vonn Eimernn zu Eimernn, von Fassenn zu Fudernn, vnnd hatt die Rechnung Jrenn annfanng vonn ein sechzehenntheil eines lots, biß vff — 100 ℔1 vff stunde, Tag, Monat, vnnd Jar gerechnet, damit mann wissenn könne wieuiel Saltz ein Jeder Bronne in einer stunde, Tag, Monat vnnd Jar ertragenn könne Dritte Taffell. Die dritte Taffell ist gerechnet, Wieuiel ein stunde, Tag, Monat, oder Jar, Kannenn, Eimer, Faß vnd fuder ein Jeder Bronne gebenn Kann, vnnd was vonn Einsechzehenntheil lötiger Sohl ann, biß vff 30. lötige ann Saltz darauß ann metzenn, Scheffelenn vnnd Vierckenn2[?] ersottenn vnnd außbracht werdenn Kann, Auch nach Meißnischer Eich.
Erste Taffell, Teil 1. Zweizeiliger Kopf: Gruppenzeile 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und Einzelspalten 'Kann Eimer | Kann Eim. faß fuder | Kann Eim. faß fuder | Kann Eimer faß fuder'. Spaltenköpfe 'Kann' und 'faß' sowie alle Werte dieser Spalten in roter Tinte, Gruppentrennlinien rot; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 626
Erste Taffell, Fortsetzung (Faß und Fuder je Stunde). Zweizeiliger Kopf: 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und 'faß fuder | Kann Eimer faß fuder | Kann Eim. faß fuder | Kann Eim. faß fuder'; Spaltenköpfe 'faß' und 'Kann' rot, Gruppentrennlinien rot. Kein Kolumnentitel auf der Seite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Tabelle der Handschrift, S. 626
Ein stunde gibt: faß
Ein stunde gibt: fuder
Tag: Kann
Tag: Eimer
Tag: faß
Tag: fuder
Monat: Kann
Monat: Eim.
Monat: faß
Monat: fuder
Jahr: Kann
Jahr: Eim.
Jahr: faß
Jahr: fuder
1
12
360
4320
1
24
720
8640
2
48
1440
17280
3
72
2160
25920
4
96
2880
34560
5
120
3600
43200
6
144
4320
51840
7
168
5040
60480
8
192
5760
69120
9
216
6480
77760
10
240
7200
86400
11
264
7920
95040
12
288
8640
103680
13
321
9360
112320
Unsichere Lesungen
321 — Tag fuder bei 13; so geschrieben, rechnerisch 312
So reich ist der Bronnenn zu Franckenhausenn, welcher der mennge halbenn vor den Vornembstenn in Teutschenn lande gehaltenn wirdt.
Tabelle der Handschrift, S. 627
Erste Taffell, Schluss (Fuder je Stunde 23-25). Schmaler eingebundener Streifen ohne Tabellenkopf und ohne Kolumnentitel; Spaltenzuordnung nach dem Kopf von Bl. 311v, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 14-22 nicht im Bild.
Annder Taffell, Teil 1 (Salzgehalt je Kann in Loth, umgerechnet auf Eimer, Faß, Fuder). Zweizeiliger Kopf: 'Ein Kann helt. | Eymer. | Faß. | fuder.' und '℔ loth | Cente: ℔ lot | Cent ℔ loth | Ce. ℔ loth'; ℔ = Pfundzeichen (lb-Ligatur), Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Brüche wie 1/16, 4 5/8 als Bruchschreibung der Vorlage. Roter Kolumnentitel auf dieser Versoseite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 629
Annder Taffell, Fortsetzung (13 bis 24 loth je Kann). Ohne Tabellenkopf und ohne Kolumnentitel im Bild; Spalten nach dem Kopf von Bl. 312v, ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 11 und 12 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 630
Annder Taffell, Fortsetzung (25 loth bis 1 ℔ 6 lot je Kann). Zweizeiliger Kopf: 'Ein Kann helt. | Eimer. | Faß. | fuder.' und '℔ lot | Cent. ℔ lot | Cente ℔ lot | Cent. ℔ lot'; ℔ = Pfundzeichen, Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Kein Kolumnentitel; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Wiewohl aller art Sohlenn, so auff dieser seittenn anngezogenn, nicht viel flüssigk seindt, So ist doch der letzte Post nur gediegenn gut.
Tabelle der Handschrift, S. 631
Annder Taffell, Schluss (1 ℔ 10 bis 1 ℔ 12 lot je Kann). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 313v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 1 ℔ 7-9 lot nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Dritte Taffell, Teil 1 (Salz je Stunde in Loth, hochgerechnet auf Tag, Monat, Jahr). Zweizeiliger Kopf: 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und '℔ lot | Cente ℔ lot | Cent. ℔ lot | Cent. ℔ lot'; ℔ = Pfundzeichen, Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Brüche als Bruchschreibung der Vorlage. Roter Kolumnentitel auf dieser Versoseite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 633
Dritte Taffell, Fortsetzung (12 bis 24 lot je Stunde). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 314v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeile 11 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 634
Dritte Taffell, Fortsetzung (28 lot bis 1 ℔ 6 lot je Stunde). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 314v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 25-27 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Umrechnungstabelle Stunde/Tag/Monat/Jahr. Zweistufiger Kopf: Gruppen 'Ein stundt gibt.' (℔, lot), 'Tagk.' (Cent:, ℔, lot), 'Monat' (Cent:, ℔, lot), 'Jahr.' (Cent:, ℔, lot); alle ℔-Kopfzellen rot, alle Werte der ℔-Spalten rot. Spalten 'Tagk: Cent:' und 'Jahr: lot' auf dieser Seite leer. Untere Hälfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 636
Fortsetzung der Umrechnungstabelle von 316r, gleiche Spaltenstruktur (Kopfzeilen nicht abgebildet, Spaltenbezeichnungen von 316r uebernommen). PDF-Seite ist oben beschnitten (Scan nur 1338 px hoch): Kolumnentitel, Tabellenkopf und vermutlich die Zeilen fuer 6-8 ℔ fehlen im Bild. Werte der ℔-Spalte je Stunde und Tagk-℔ rot; Monat-℔ und Jahr-℔ nur in den ersten beiden Zeilen ausgefuellt (rot), sonst leer. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 638
PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und vermutlich die ersten Zeilen fehlen im Bild. Aus dem Durchschlag auf 317r nur die Gruppenkoepfe 'Ein stundt gibt.' (2 Spalten), 'Tagk.' (4), 'Monat' (4), 'Jahr' (4) lesbar, Unterspalten unleserlich, daher als [1]-[4] nummeriert. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400' wiedergegeben; Brueche durchweg rot, ebenso Jahr [3] und Monat [3] ab Zeile 9. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 640
Fortsetzung der Tabelle von 318r, gleiche Spaltenstruktur (Spaltennamen von 318r uebernommen; eine evtl. 15. Spalte 'Lots 1/8' liegt ausserhalb des Bildrandes). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und die ersten Zeilen fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Scheff-Werte rot. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 642
Fortsetzung der Tabelle von 319r, gleiche Spaltenstruktur (Spaltennamen von 319r uebernommen). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und erste Zeile (Kan 1) fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Sch-Werte rot.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 643
Fortsetzung der Umrechnungstabelle, gleiche Spaltenstruktur wie 319r (Spaltennamen uebernommen). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Foliierung, Tabellenkopf und die ersten Zeilen (Kan 1-12) fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Sch-Werte rot. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 646
Fortsetzung der Umrechnungstabellen, gleiche Spaltenstruktur wie 321r (Spaltennamen uebernommen). PDF-Seite stark beschnitten (Scan nur 689 px hoch): Kolumnentitel, Lot-Vermerk, Tabellenkopf und die ersten Zeilen (Kan 1-12) fehlen im Bild. Spalten Monat Metz, Jahr Metz und Jahr virtel in den sichtbaren Zeilen leer. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Scheff-Werte rot.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Annder Appendix. Lot. 20. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 660
Am linken Rand vor der Tabelle 'Lot. 20.' (Salzgehalt). Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1 (kan, Ein); 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Viele Zellen leer (Metz-Spalten von Monat und Jahr sowie virtel Jahr durchweg leer). Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheff-Spalten rot, virtel/Wergk schwarz. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 662
Der Scan dieser Seite ist beschnitten: Kolumnentitel, Kopfzeile der Tabelle und Lot-Angabe am Rand fehlen im Bild (nur der unterste Rand der Kopfzeile sichtbar). Spaltenkoepfe nach dem Muster der Nachbarseiten ergaenzt (Gruppen 'Ein stundt gibt.' Sp. 0-1, 'Tag' Sp. 2-5, 'Monat' Sp. 6-9, 'Jahr' Sp. 10-13); vermutlich Lot 22. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Zeile 11 Monat-Metz liest '2 161/400' (sic).
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Annder Appendix. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 663
Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1; 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. In den Zeilen 0-8 stehen die Monat-Metz-Werte (Sp. 6) physisch in der Werk-Spalte des Tags (Sp. 5), jeweils mit rotem '=' ueber die Spaltenlinie in Sp. 6 hinueber verwiesen; hier in Sp. 6 eingetragen. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Lot-Angabe am linken Rand nicht im Bild. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Tabelle der Handschrift, S. 663
kan
Ein
Metz:
virt:
Scheff:
Werk:
Metz:
virt:
Scheff
Werk
Metz
virt:
Scheff
Werk
1
2 304/400
2 320/400
0
5
1 240/400
0
2
5
2
1 208/400
1
1 240/400
1
10
3 80/400
0
4
10
3
112/400
2
160/400
2
3
1
320/400
1
6
15
4
3 16/400
2
3 80/400
2
8
1
2 160/400
1
8
20
5
1 320/400
3
2
3
1
2
0
2
10
25
6
224/400
0
1
320/400
0
7
2
1 240/400
0
0
31
12
1 48/400
0
2
1 240/400
0
2
5
3 80/400
0
0
62
24
2 96/400
0
4
3 80/400
0
4
10
2 164/400[?]
1
0
124
48
192/400
1.
8
2 160/400
1
8
20
320/400
3
0
248
1.
96/400
3.
0
1
3 80/400
3
10
31
2 160/400
1
11
382
2
192/400
2
1
2
2 160/400
3
9
63
320/400
3
10
765
3
288/400
1
2
3
1 240/400
3
8
95
3 80/400
0
10
1148
4.
384/400
0
3
4
320/400
3
7
127
1 240/400
2
9
1531
5
1 80/400
3
3
5
0
3
6
159
0
0
9
1914
Faß. 1.
1 176/400
2
4
6
3 80/400
2
5
191
2 160/400
1
8
2297
Fuder 1
2 352/400
0
9
12
2 160/400
1
11
382
320/400
3
4
4595
Unsichere Lesungen
2 164/400 — Tabellenzeile 7 Jahr-Metz, 164 oder 160
Der Ander Appendix. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 665
Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1; 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Keine Brueche auf dieser Seite (vermutlich Lot 25); viele Zellen leer, Metz-Spalte des Jahrs durchweg leer. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Lot-Angabe am linken Rand nicht im Bild. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Scan dieser Seite ist oben beschnitten: Kolumnentitel und Gruppenkoepfe (Ein stundt gibt. / Tag / Monat / Jahr) fehlen im Bild, nur die Zeile der Spaltenkoepfe ist sichtbar; am linken Rand '30.' (Lot 30, das Wort 'Lot' abgeschnitten). Gruppen nach Muster: Sp. 0-1, Tag Sp. 2-5, Monat Sp. 6-9, Jahr Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Metz-Spalten von Monat und Jahr sowie virtel Jahr durchweg leer. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Zweizeiliger Kopf: links 'Ein stündt gibt.' über den Spalten 'kan:' und 'Eim:'; darüber drei rote Gruppentitel 'Tagk.', 'Monat.', 'Jahr.' mit je vier Spalten Metz / virt: / Scheff: / Werck. Spaltentitel Metz und Scheff sowie deren Werte rot (Brüche mit Nenner 400, als 'ganze Zaehler/400' wiedergegeben), virt und Werck schwarz; Zeilenköpfe der kan-Spalte rot, der Eim-Spalte schwarz. Linker Rand der ersten Spalte im Scan angeschnitten. Untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der dritt Appendix. Special Probierbuch vff Saltzwerck Soden. Auch Christoff Hombergs seligen Probir Täfflein, wie viel Sohle Federzeit zu einer Pfann Saltzes gehöre, vnd sein bedenckenn der Sohl halbenn
Der dritte Appendix: das Probierbuch für das Salzwerk Sooden Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 675 · Digitalisat · gemeinfrei
Der dritt Appendix. Zu wissenn Ein füder Allendorffisch mas, hatt —— 6 Ohm, oder — 720 quart Ein Ohm —— 120 quart, oder 20 virtell Ein Pfann gut trückenn1 Saltz soll wiegenn, —— 1240 ℔ Oder ein achttell2 —— 155 ℔ Pfundt —— 1240 Ein Pfann hatt Loth —— 39680 Quenten —— 158720.
Der dritt Appendix. Christoffs Hombergs seligenn bedencken der Sohle wegen Ob wohl die Bodermeister vnn1[?] Bodenn sagenn, Je trockener die zeit, Je besser all Bodenn die sohle sey, So hab ich doch, Nach dem ich Anno c[?] 49. anngefanngenn, vnnd die Sohle mit der kleinen Prob zu probiren gelernet, vnnd dieser sachenn vnnd wie sich der Brunnenn in seinem quellenn erzeigt, auch annderer nebenn wahrzeichenn mehr achtung genommenn, mit der zeit gar das wieder spiel fundenn, Vnnd kann nit annderst sagenn, denn Je nesser Jar, Je besser vnnd mehr Sohlenn ist, sonnderlich im Frueling, Darentkegenn Je trockener Jar sein, Je geringer vnnd weniger der Sohlenn wirdt, sonnderlich im Herbst, vnnd vmb Martini
Der drit Appendix. Probir Täfflein durch Christoff Hombergk seligenn gestellet, darinnenn befunden wirdt, wieviel Sohle Federtzeit zu einer gantzen Pfann Saltzes gehöret, wenn in der kleinen Prob ein Quart heltet. So kompt vff ein Pfann
Tabelle der Handschrift, S. 678
Unlinierte Spaltentabelle; Werte in Federzeichen. Nach jeder Quenten-Angabe ein waagerechter Füllstrich bis zur Füder-Spalte; die halben Quenten-Zeilen sind ohne Werte (nur Strich). Zwischen dem 3-Lot- und dem 4-Lot-Block steht die Zwischenzeile 'So kompt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'. Untere Seitenhälfte leer.
Fortsetzung des Probir-Täffleins (5 und 6 Lot), unliniert; nach jeder Quenten-Angabe ein Füllstrich, halbe Quenten ohne Werte. Zwischenzeile 'So kömpt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'; '118 2/21' in der Vorlage mit Abstand '1 18'. Untere Seitenhälfte leer.
Der dritt Appendix Wenn ein Quart heltet. So kömpt vf ein Pfan Nota. Was die halbenn Quentenn sein stehet in Christoffer Hombergs nicht, also auch die zugethanenn Brüche, Hab ich hinbey gesezt, Nõ:1[?] aus einem alten Zittell Ch: Hombergs geschrieben, Anno c[?] 48 vf Nicolai hat ein Quart Sohle gehaltenn —— 3 1/2 loth,
Tabelle der Handschrift, S. 680
Schluss des Probir-Täffleins (7 Lot, 8 Lot), unliniert; Füllstriche nach der Quenten-Angabe, halbe Quenten ohne Werte. Die Zwischenzeile 'So kömpt vf ein Pfan' steht hier klein auf dem Füllstrich der Zeile 7 Lot / 2 Quenten (Zeile 4). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'.
Der dritt Appendix Anno c[?] 49. 3 lot 3 quenten Mitwochen nach Conuersionis Pauli 4 lot 2 quenten den 18 } Februarij.2 5 lot den 28 } Nota. Wann j quart 5 lot saltzes gibt, so ist ebenn das 18 lot ann sohle saltz, oder das —— 18 theil gut, Kleine Saltzprobenn durch Christoff Hombergk seligenn Anno 1549. Das Jar ist gesottenn —— 4692 Pfann, Vmb Osternn hat ein quart gehaltenn —— 4 Lot, Im Herbst nach Martini, als die Sohle am aller schwechstenn gewesenn —— 3 Lot j quent Nota. Was aber die Sohle vor diesem, ehe dann mein gl. f. vnnd herr, Jm die Bodenn gebauwet, vnd bis vff dis — 49. Jar gehaltenn, ist vnwißendt, Es hettens denn die Pfenner vfgeschriebenn,
Der dritt Appendix. Anno 1550. Gesottenn — 5638 pfan. Im Bronnenn baw, als die altenn geternne1 vnnd fastung des Bronnens ausgenommenn, der Platz gereumet, die gutenn adernn zusammen brachtt, vnd das wilde wasser besonnders Inns gewelbe gehalten wardt, abzufliessenn, Hat vf Visitationis Mariæ den 2 Julij ein quart gehaltenn —— 6. lot, Nota. Vnnd ist diß die zeit darin die Bödermeister die Sohle am bestenn gewesenn zusein lobenn, aber damahls war noch nicht geordnet, das das Saltz durch Böste2 muste gemessenn werdenn,
Der dritt Appendix. Anno 1551. Gesottenn —— 5785 Pfann, Ein quart Sohle hat gehaltenn 7 Lot vmb Osternn. War die Werra flutig gewesen. 6 Lot j quent den 21 Julij Im Herbst ist die Werra flutigk gewesenn, Deshalb nicht Probirt wordenn, Anno 1552 Gesottenn —— 6254 Pfann 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot im Herbst. War ein trockenn zeitt Nota. Dis Jar ist geordnet, das das saltz durch die Böste1 muste gemessenn werdenn, darumb sich der Bödermeister klagenn vber die Borngebeuw2 wieder anngefanngen,
Der dritt Appendix Anno 1553. Gesotten — 6460 pfan. 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot Im Herbst Anno 1554 Gesotten 6151 Pfan. Dis Jar seindt beide im winter vnnd Sommer wenig flute gewesenn, 6 Lot j quent vmb Osternn 5 Lot j quent im Herbst, War trocken zeit. Anno 1555 Gesotten 5980 Pfan 7 Lot j q1[?] vmb Osternn Ist ein naß Jar gewesenn, deshalb sich die Sohle wohl gehaltenn, vnnd nicht weitter probirt wordenn, Anno 1556. Gesotten — 6767 Pfan. 7 1/2 Lot vmb Osternn, ( ist viel gewessers2 gewesen. 5 1/2 Lot Im Herbst ( Ist ein trockener Sommer gefolgt,
Der dritt Appendix Anno 1557 Gesottenn ____ 6024 Pfann. 7 Lot vmb Osternn, 5 Lot j quent Im herbst, Dis Jar ist der Quelbornn vf Michaelis vertrocknet, vnnd erst vmb Inuocauit Anno 58 wiederkommenn Anno 1558 Gesotten - 5953 Pfan. Diß Jar ist die fluetung vnnd feuchtung spedt erst nach Osternn kommenn, hat ein Quart gehaltenn, 7. Lot vmb Pfingstenn 6. Lot im Herbst,
Der dritt Appendix Anno 1559. Gesottenn ____ 7020 Pfan. 7 Lot nach Trinitatis 6 Lot 1½ quent den 13 Julij No: Sein die Vnebenn1[?] adernn aus dem Bronnen gewiesen, 5 Lot 3 q. vmb Michaelis 5½ Lot vmb Martinj Der Quellbornn ist im Monat augusto vertrocknet, Vnnd erst nach Weÿnachtenn anno 60. wieder kommenn, Anno 1560. Gesottenn 7656 Pfann. Im annfanng Jars sein viel fluete gewesenn, das die sohle selbst wieder zugenommenn, vnnd gehaltenn, 7. Lot den 7. Januarij 7 Lot j q. vmb Osternn 6½ Lot vmb Exaudi Volgenndts sein viel Regennwetter Ingefallenn, das die Sohle wieder zugenommenn, 7. Lot den 10. Augusti No. Die volgende zeit ist Sohle vbrig gewesenn, vnd nicht deshalb, sondern vber feur zum ausbringen klag vorgefallen,
Der dritt Appendix. Anno 1561 Gesottenn 8066. Pfann. 7½ Lot vmb Osternn 7 Lot j q. den 19 Maij 6 Lot 2½ q. den 14. Julij. 6½ Lot den 16. Augusti 6 Lot ½ q. den 20 Octobris. 6 Lot den 10. vnnd 23 Decembris. Der Quellbornn ist vf Luciæ gar aussenn bliebenn, vnd obenn zugefrorenn, aber den Leztenn Decembris, weil feucht wetter gewesenn, wieder kommenn, Anno 1562 Gesotten 7056 Pfan. 6 Lot j q. den 16 Januarij 7 Lot den 6. Februarij 6½ Lot den 23. Junij 6 Lot den 22 Octobris 6 Lot ½ q. den j decembris Dis Jars Ist der Quellbornn |: dem Immer feucht wetter gewesenn :| nicht vertrocknet, hat aber im Herbst kaum das drittheil so starck als vmb Osternn gequollenn,
Der dritt Appendix Anno 1563. Gesottenn 7501 Pfann. Ist nit sonnderlich geflut, vnnd gewesser gewesenn, 6 Lot j q. merlich1[?] den 25. Januarij 7 Lot den 8 Martij 6 Lot j q. den 9 Septembris 6 Lot den 18. Decembris Diß Jar ist der Quellbornn auch nit gar vertrocknet, doch im Nouember sehr gering gequollenn, Anno 1564 Gesottenn 7557 Pfan. 6 Lot 1½ q. den 13. Januarij 7 Lot der Bronnenn den 23 Martij 7 Lot j q. die Vnebenn ader, da doch dieselbe hiebeuor ehe denn der Bronnenn zu sumpff gehalten wordenn, am bornn alwege vmb ein halb quent geringer gewesenn, denn die Sohle im Bronnen, 6 Lot der Bronnenn } den 27. Septembris. 6 Lot j q. die ader } 6½ Lot den 11. Nouembris. vnnd weÿl der Sohle gnug gewesenn vnnd sich gebessert, Ist die ader wieder abgewiesenn,
Der dritt Appendix. 7½ Lot der Bronnenn, } den 20 Decembris. 7 Lot 3 q. die adernn } Der Quellbornn ist dis Jar nit vertrocknet, doch im ennde des Septembris nur zols dick ganngenn, Anno 1565. Gesotten 7733 Pfann. Diesenn Winter sein grosse fluete gewesenn, 7½ Lot der Bronnenn } den 12 Aprilis 7 Lot 3 q. die ader } 6 Lot 3 q. der Bronnen } den 4 Junij 7 Lot die adernn } 6 Lot 1½ q. der Bronn, den 28. Augusti 5 Lot 3½ q. der Bronn } den 6. Nouembris 6 Lot ½ q. die adernn } 6 Lot der Bronn, } den 16. Decembris. 6 Lot j q. die adernn } Der Quellbornn hat dis Jars im Herbst ezlich zeit nit ausgeflossenn, bis im im december das Regenwetter wieder geholffenn,
Der dritt Appendix. Christoff Hombergks meinung vnnd trewe warnung. Dieweil es dis Jar ann Sohle nit gemanngelt, vnd gleichwohl die Sohle am gehalt geringer, denn ezlich der vorigenn Jar, vnnd der Bronn Immer zu sumpff gehaltenn wirdt, sonnderlich im herbst, so ist zubesorgenn, das sollich tieff aufziehenn, dem Bronn mit der zeit schadenn bringe |: Vrsach :| dieweil der Bornn tieffer in der Wasserwogenn ausgezogenn wirdt, denn das wilde wasser abfleust, Wie solchs leichtlich ann der grossenn nebenn ader zuuermerckenn, welche in Irem ersten gefastem stannde ein zeit wie die annder abfleust, Denn ehe der Bronnenn so tieff zu sumpff gezogenn, war dieselb ader eins halbenn quenten geringer, dann die gemein Sohle im Bronnenn, Nu aber ist die Sohl eins Quenten im Bornn geringer, dann die gemelt nebenn ader,
Der dritt Appendix Anno 1566 Gesottenn 7661. Pfann. Dis Jar ist im annfanng naß, vnnd die Werra vor Inuocauit zweÿmahl fluetigk gewesenn, hatt die Sohle gehaltenn 6 Lot den 20 Januarij 7 Lot j q. den 5 Martij 7½ Lot den 20 aprilis 7 Lot j q. der Bronn } den 30 Maij. 7 Lot 2 q. die ader } 6 Lot 3 q. der Bronn den 6 Julij 6 Lot der Bronnenn } den 26 Augusti 6 Lot j q. die ader } 5 Lot 3 q. der Bronn } den 28 Septembris 6 Lot die ader } Hat auch also gehaltenn den 30. Octobris, vnnd 21. Decembris Der Quelbronn ist nach Martini gar vertrocknet,
Der dritt Appendix Anno 1567. Gesottenn 7014 Pfann. Diß Jar ist im annfanng vor Esto mihi trockenn gewesenn, vnnd hat die Sohle gehaltenn. 5 Lot 3 quenten der Bronnenn den 29 Januarij vnnd 16. Februarij. Vff Esto mihi hat der Quelbornn wieder obenn aus gelauffenn, 6 Lot merlich1[?] der Bron } den 12 Martij. 6 Lot die adernn } 6 Lot ½ q. den 25 Martij 5 Lot 3 q. Inn beÿsein M. gl. f. vnnd herrnn, 5 Lot 3 q. damahls den 13. Maij die Grob vnnd klein adernn 5 Lot 1½ q. den 20 Junij 5 Lot j q. den 12 Julij vnnd 15 Julij vnnd helt die Vnebenn ader — 5 Lot 1½ q. Biß daher hat Christoff Hombergk seliger Probirt, vnnd ist den Augusti2 in Gott verschieden, volgennde Proben seindt durch den Salzgreuenn
Der dritt Appendix Bronnenn meister vnnd mich beschehenn, 5 Lot 1½ q. der Bronnen } den 30 augusti 5 Lot j q. die adernn } Den 16. Septembris |: nach dem ich den 9 zum Sodenn annkommenn, vnnd in mein ampt getrettenn :| Probirtenn der Salzgreff, Venandt1[?] vnnd Ich die Sohle, hieltenn, 5 Lot 1½ quenten der Bronn, vnnd auch die adern, 5 Lot der Bronn } den 25 Septembris 5 Lot 1½ q. die ader } 5 Lot j quenten Bronn vnnd ader den 27. Octobris 5 Lot j q. der Bronn } den 24 Nouembris desgleich 5 Lot 2 q. die ader } den j. vnd 25. Decembris No. Den 25. Decembris wurdenn auch die Wilden adernn so aus dem Kemmerlein2[?] vber der schwellen fallenn, Probirt, hilt ein Quart — 2 Lot j quenten. vnnd das wilde wasser — 2½ quenten Den 21. Septembris dis Jars vertrocknet, der Quelbornn, vnnd kam erst volgenndts 68st Jar den j. Martij wieder.
Der dritt Appendix. Anno 1568. Gesottenn - 6726. Pfann. Ist ein trockenn Jar, der Wintter aber fluetigk gewesenn, vnnd hat die sohle gehalttenn, 5 Lot ½ q. der Bronnenn } den 16. Januarij. 5 Lot ½ q. die adernn } 2 Lot j q. damahls die Wildenn adernn, wie die aus dem Kemmerlein vber den schwellenn fallenn, 5 Lot ½ q. der Bronnen den 16 Februarij 5 Lot ¾ q. damahls die Oberst ader nach dem Kunsthause, 5 Lot 1¼ q. die mittelste ader, 5 Lot 3 q. die vnnter ader nach schmidts bodt, 5 Lot 1 q. der Bronn, } den j Martij 5½ Lot die adernn, } 5½ Lot der Bronn, } den 3 Martij 6 Lot die adernn } 5 Lot 3½ q. der Bronn } den 20 Martij vnd 6 Lot die adernn } 2. Aprilis. 6 Lot j q. der Bronn } den 24. Aprilis. 6 Lot 1½ q. die adernn }
Der dritt Appendix 5 Lot 3 quent der Bronnenn } 6 Lot die adernn } den 17 Junij. 3¼ quenten das wilde wasser } 6 Lot der Bronn } den 20 Junij. 6 Lot ¼ q. die ader } 5 Lot 1½ q. der Bronn } den 16 Julij 5 Lot 3 q. die ader } 5 Lot j q. der Bronn } 5 Lot 1½ q. die ader } den 10 Augusti 2 q. Wiltwasser } Nota. Den 19. Augusti hat der Salzgreff die Seiß solenn, aus Hansenn Scheÿzers1[?] Seißtroge lanngen lassenn, vnnd probirt, hat ein quart gehaltenn, ____________________ 11 Loth. 5 Lot der Bronnenn } 5 Lot ½ q. die ader } den 6 Octobris 2 q. das Wiltwasser }
Der dritt Appendix. 5 Lot j quent der Bronn } den 13 Nouembris 6 Lot 1½ q. die ader } 5 Lot ½ q. der Bronn } 5 Lot 1½ q. die adern } den 15 Decembris 2⅓ q. das wildewasser } Dis Jar hats sehr viel ann Sohle gemanngelt, deshalb gros Kaldtliegenn beschehenn, also das mann die geordennte Summa der — 7000 Werck bis vf — 274 Werck nach nicht ersiedenn könnenn Vnnd ist der Bronn ein zeitlanng so gering gewesenn, das mann vermeint er het etwe ein manngell gewonnenn, Das auch mein gl. f. vnnd herr beuohlenn vmbzuforschenn, ob auch etwa Bronnenn in der nehe gegrabenn, So muste auch der Bergkheuptman Hermann Schuz1[?] anher kommenn, vnnd alle gelegennheit besichtigenn,
Der dritt Appendix Anno 1569 Besettenn 7498 pfann. Hat die Sohle gehalttenn. 5½ Lot den 14. Januarij Nota. Den 16. Januarij war ein große flut vnnd Eißfart, wehret bey — 8. tagenn, Diesem nach den 30. Januarij hilt der Bronn 5½ lot. 5 lot 3 q̃1 den 4 Februarij Den 6 Martij ist der Enelbornn[?] Zolsdirk[?] außgeflossenn, vnnd den 30. gar starck. 6 lot j q̃ der Bronn } den 14. vnnd 21 Martij. 6 lot ½ q̃ die ader } 6½ lot der Brun den 5 Aprilis vnnd hatt die ader nicht könnenn probirt werdenn, 6 lot 1½ q̃ der Bronn } den 2 Maij vnd 27 Junij 6 lot 1½ q̃ die adernn } 6 lot der Bronnen } Im Julio 6 lot j q̃ die adernn }
Unsichere Lesungen
Z. 10: q̃ — Abkürzungszeichen, wohl Quintlein; durchgehend so
Der dritt Appendix. 6 lot der Bronn den 16 Augusti 5 lot 3 q̃ der Bronn } den 12 Septembris vnnd 6 lot die adernn } 1. Octobris. 6 lot der Bronnenn } am 11. Nouembris. 6 lot ½ quent die ader } 7 Lot ½ q̃ der Bronn } den 8. Decembris. 7 lot j q̃ die ader }
Der Dritt Appendix Anno 1570 Gesotten 8001 pfann. Dis Jahr hat mann Immer Sohle gnug, vnnd gute Sohle gehabt, vnnd nit Zulagenn gewest, denn ein feuchte Jar, vnnd viel fluets, beide im wintter vnnd herbst vber gewesenn, vnnd halten. 8 Lot der Bronnenn } den 12 Martij gehalten 8½ Lot die adernn } Folgents ist der Bronnenn Immer so starck gewesenn, das er nicht hat könnenn zu sumpff bracht, vnnd also die benebenn adernn probirt werdenn, 7 lot 3 q̃ den 24 aprilis vnnd 4 Maij 7 lot 1½ q̃ den j Junij 7 lot j q̃ den 27 Junij 6 lot 3 q̃ den j Octobris 6 lot 1½ q̃ den 19 Octobris 6 lot 3 q̃ den 12. Nouembris 7 lot 3 q̃ den 10. Decembris
Der dritt Appendix. Anno 1571. 7 lot j quenten den 2. Januarij 7 lot 1½ q̃ den 3. Februarij 7½ lot den 3 } 7½ lot den 17 } Martij } Nota 7 lot 1½ quenten den 9 aprilis } der Mertz vnd Aprill 6 lot j q̃ den 24 aprilis } sein sehr trockenn vnd } gar warm vom anfang } bis zu ende gewesenn. Damahls hielt auch ein Quart garer Sohle —————————— 38 lot. vnnd Ein quart truckenn Saltz ——— 42½ lot. Wiegenn Jobst Mennyer1[?] vnnd Ich. 6 lot j quenten den 9 Maij 6 lot ½ q̃ den j Junij 6 lot den 24. Junij 6 lot den 3 Julij 5 lot 3 q̃ den 16. Julij 5 lot 1½ q̃ den 15 Augusti 5 lot ½ q̃ den 4 vnnd 16 Septembris 5 lot ½ q̃ den j Octobris.
Unsichere Lesungen
Z. 14: Mennyer — Familienname unsicher, evtl. Mentzer
Der dritt Appendix. 5 lot den 27. Octobris nerlich vnd im Nouemb. 5 loth den 9 Decembris Nota. Dis Jar ist Sohle gnug aber gering gewesenn, sonderlich nach dem Mertze, den 6 Februarij des abendts vmb 10 vhr, Ist die Werra sehr fluetigk wordenn, das mann vf dem Bronnenn bis vf den 25 Februarij des abendts vmb Zwelff vhrnn nicht fahrenn könnenn, Hatt also still gestandenn —— 18 tage. Vnnd ist dis Jar allenn vorigenn, vnnd sonnderlich Christoff Hombergs seligenn meinung ettwas zuwieder erschienenn, denn ob wohl viel Sohle vnnd vberfluessigk gewesenn, ist sie doch gering am gehalt wordenn,
Der dritt Appendix Anno 1572. 6 lot den 3 Januarij nerlich, 6 ½ q̃ den 4. Februarij 6 lot den 3 Martij 6 lot den 12. aprilis 5½ lot den j Maij 5 lot 1½ q̃ den 3. Julij 5 lot ½ q̃ den 3 Augusti 5 lot j q̃ den 2 Septembris 5 lot denn 3 Octobris 5 lot den j Nouembris 5 lot Nerlich den 6. Decembris Nota. Dis Jar ist viel Sohle vnnd der vbrigk, aber die sehr schwach vnnd am gehalt gering gewesenn, Vnnd wiewohl die Werra den 11. Martij flutigk wordenn, vnnd — 7. tage gewehret, das mann vff dem Bronnenn nit fahrenn könnenn, desgleichen den 30. Martij wiederumb, vnnd hat geweret 3 tage, desgleichenn den 15. Julij, vnd geweret — 5.
Der dritt Appendix. tage, so hat doch solches ann der Sohle kein besserung, wie in den vorigenn Jarenn gebenn wollenn, vnnd vergleicht sich dis Jar fast mit dem nechstuerschienenn 71. Jars, Got verleyh hinfurt besserung. Anno 1573. 5 lot den 28 Januarij nerlich, 5 lot ½ q̃ den 18 Februarij helt die Quart Sohle Rohe1[?] ——— 2 ℔ 27 lot. 6 lot minus2 ½ q̃ der Bronnen } 6 lot 1 q̃ die adernn } am j Martij 6 lot 2½ q̃ der Bronnen am 16 Martij vnnd am 2 Maij 6 lot ½ q̃ am 21 Maij 6 lot ½ q̃ der Bronnenn } 6½ lot die adernn } am 2 Junij 5½ lot der Bronnenn } 6 lot die adernn } am 3 Julij vnd 8 augusti 6 lot der Bronnenn } 6 lot 1½ q̃ die adernn } am 30. Septembris 6 lot ½ q̃ der Bronnenn } 6 lot 2½ q̃ die adernn } am 10 Decembris Dis Jar ist Sohle gnug gewesenn
Der dritt Appendix. Anno 1574. 6 lot 3½ quenten der Bronnenn } 7 lot die benebenn adernn } am 10 Januarij 7 lot j q̃ der Bronnenn } 7 lot 3 q̃ die benebenn adernn } am 2. Februarij No. Diese sohle hilt am gewicht — 96, warenn 3 ℔ also ist das 13 theil gut, oder saltz gewesenn, Damahls hilt auch ein quart weltwasser — 90 lot. 7 lot j q̃ der Bronnenn } am 8. Martij vnnd 7 lot 3 q̃ die adernn } 20. Aprilis 6 lot j q̃ den 7. Junij 5 lot 1½ q̃ den 2. Julij 5 lot ½ q̃ den 11 augusti 5 lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn } 5 lot vnnd ½ q̃ die adernn } den 4 Septembris 5 lot j q̃ den 29 Septembris 5 lot den 3 Nouembris
Der dritt Appendix. Anno 1575 5 lot ½ q̃ der Bronnenn am 10 Januarij 5 lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn } 5 lot 1½ q̃ die adernn } am j Februarij 5 lot j q̃ der Bronnenn } am 3. Martij vf be} uelch M. g. f. vnd Hern 5 lot 1½ q̃ die benebenn adern } probirt, Item am 11 Martij 5 lot minus ½ quenten der Bronnenn, am 4 vnnd 10 Maij, vnnd also bis zu ennde Jars. Denn diß Jar ist Immer den mehrenntheil trucken, vnnd sonnst ein fruchtbar Jar gewesenn, Doch hat sich der Bronnenn zimblich2 ann der menge der sohlenn gehalttenn, bis in Herbst vnnd ams ennde, hats etzlich mahl ann Sohle, wenn die Söder strenng gesottenn, gemanngelt, dessenn dann mehrenntheils, der Sohle schwacheit am gehaltt vhrsach gewesenn, Weil die Söder Irer viel zum werck habenn mussenn,
Der dritt Appendix Anno 1576. 5. lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn den 3 vnnd 9 Januarij 5 lot der Bronnenn } den 28 Februarij, auch 5½ lot reichlich die adern } den 2. vnd 10 Martij. 5½ lot der Bronnenn den 22 Martij. 6. lot der Bronnenn den 2 aprilis 6 lot der Bronnenn den j Maij 5½ lot der Bronnenn den 23. Junij 6 lot der Bronnenn den 13 Julij. 6 lot der Bronnenn } den 17. Julij als M. gl. f. vnd 6½ lot die adernn } Herr, alhier gewesenn, vnnd wieg die sohle ein quart — 96 lot, das sein 3 ℔. Den 17. Octobris hilt Ein quart ——————————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß ————— 8 lot 2½ q̃. vnnd wieg die sohle ————— 4 ℔ 10 lot. Den 12. Decembris hilt, Ein Quart ——————————— 5 lot ½ q̃ Ein Wormbster maß ————— 7 lot 2½ q̃. Diß Jar ist Sohle gnug gewesenn
Der dritt Appendix Anno 1577. Den j Januarij hielt Ein Quart sohle ————————— 5½ lot. Ein Wormbster maß ———————— 8 lot j q̃. die benebenn ader hilt. Ein quart ————————————— 6 } Ein Wormbster maß —————————— 9 } lot. den 8. Februarij Ein quart sohle —————————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß ——————— 8 lot 2½ q̃ den 2. Martij desgleichenn den j Aprilis Ein Quart Bronnenn ———————— 6 } Ein Wormbster maß ————————— 9 } lot Die Adern Ein Quart ——————————— 6½ lot Ein Wormbster maß ——————— 9 lot 3 q̃. Den j Maij Ein quart des Bronnenns ————— 5½ lot Ein Wormbster maß ———————— 8 lot j q̃
Der dritt Appendix. Den 5. Junij Ein quart ————————————— 5 lot 3 q̃. Ein Wormbster maß —————————— 8 lot 2½ q̃. den j. Julij, Augusti vnd Septembris Ein quart Bronnenn ——————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß —————————— 8 lot 2½ q̃ Die Adern Ein quart ——————————————— 6 lot j q̃ Ein Wormbster maß —————————— 9 lot 1½ q̃. den 22. Septembris als die Werra vonn vielenn Regenn etwas fluetigk wordenn, Hat die sohle sich auch gebessert vnnd gehaltenn der Bronnenn, Ein quart —————————————— 6 } Ein Wormbster maß —————————— 9 } lot. Im Decembri Hat sich die Sohle wieder ge[gestrichen: be]bessert1, vnnd den 10. gehaltenn, Ein quart —————————————— 7 } Ein Wormbser maß —————————— 10½ } lot.
Unsichere Lesungen
Z. 19: ge[gestrichen: be]bessert — Korrektur im Wort
Der dritt Appendix. Anno 1578. Den 8 Januarij hat die Sohle gehaltenn, Ein quart ———————— 7 } lot, Ein Wormbser maß ———— 10 ½ } Den 6 Februarij dergleichenn Den 14. Februarij Ein quart ———————— 7 lot j ꝗ1 Ein Wormbser maß ———— 10 lot 3 ½ ꝗ Ein quart der ader ———— 7 lot 3 ꝗ. Den 13. Martij Ein quart ———————— 7 ½ lot, Ein Wormbser maß ———— 11 lot j ꝗ Den 10. Aprilis. Ein quart ———————— 7 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot 3 ½ ꝗ Den 5 Maij Ein quart ———————— 7 lot Ein Wormbser maß ———— 10 ½ lot.
Der dritt Appendix Den 3. Junij. Ein quart ———————— 6 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot ½ ꝗ. Den 7 Julij Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 } Den 27. Septembris Ein quart ———————— 5 } lot. Ein Wormbser maß ———— 7 ½ } Den 11 Nouembris vnnd 25 dergleichenn, Damahls gab ein quart der benebenn1[?] adern, ———————————— 5 ½ lot. Denn 14 Decembris dergleichenn,
Der dritt Appendix. Anno 1579 Die Sohle hat dis Jahr in der kleinenn Proba gehaltenn wie volgt. Den 10 Januarij Ein quart ———————— 5 } lot Ein Wormbser maß ———— 7 ½ } Den 7 Februarij Ein quart ———————— 5 lot j ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 7 lot 3 ½ ꝗ. Den 8. Martij Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 18. Martij Ein quart ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ den 13 Aprilis vnd 7 Maij Ein quart ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ den 3. Julij Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 2 ¼ ꝗ No: Volgendts den 26 Junij Ist die Werra sehr groß
Der dritt Appendix. vnnd fluetigk wordenn, also das mann vff dem Bronnenn außspannenn, vnnd bis vf den 4 Julij sein — 9. tag, still haltenn mussenn, Volgennts hat die Sohle gehalten den 8 Julij Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser ———————— 9 lot 2 ¼ ꝗ den 10 Augusti Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ den 10 Septembris Ein quart ———————— 6 } lot Ein Wormbser maß ———— 9 } den j Octobris Ein quart Sohle ———— 6 } lot. Ein quart der adernn ———— 6 ½ } Volgennts den 5. Octobris ist die Werra sehr fluetigk wordenn, das mann in 8. tagenn vfm Bronnen nit fahrenn konnenn, vnnd es that sich die sohle ann der guete gebessert vmb — j quint.
Der dritt Appendix. Den 22 Septembris hat gehaltenn Ein quart Sohle ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ. Dergleichenn im Octobri Nouembri vnnd Decembri. Anno 1580. Die Sohle hat dis Jahr in der kleinenn Proba gehaltenn Wie volgt. den 9. Januarij Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ die adernn ———————— 6 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 23 februarij Ein quart ———————— 6 lot die adernn ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 9 lot. Den 3 vnnd 17. Martij vnnd 28. dergleichenn. den 3 Maij Ein quart sohle ———————— 6 lot ½ ꝗ. Ein quart der adernn ———— 6 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 9 lot j ꝗ.
Der dritt Appendix Den 26 Junij vnd 16. Julij Ein quart Bronnenn. ———————— 6 lot ming ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot 2 ½ ꝗ Ein quart adernn. ———————— 6 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 29 Septembris Ein quart Bronnenn ———————— 5 lot j ꝗ reilich1[?] Ein quart adernn ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ reichlich Den 29. Octobris vnnd 19. Nouembris hat gehaltenn ein quart, Bronnenn ———————— 5 lot nicht gar adernn ———————— 5 lot ½ ꝗ den 14 Decembris Ein quart Bronnenn ———— 4 lot 3 ꝗ Ein quart adernn ———— 5 lot,
Der dritt Appendix Anno 1581. Mitwochenn den 28 Decembris im 80. Jar Ist die Werra vonn vielem Regenn sehr fluetigk wordenn, das mann den abendt vmb 12 vhr vffm Bronnenn außspannen mussen, hat gestanndenn bis vf Montags den 2. Januarij Anno 81. den abendt vmb sechs vhr hat mann erst wieder anngefahrenn, diesem nach ist der Bronnenn sehr starck gequollenn, das mann den stein nicht nicht bloß haltenn konnenn. den 6. vnd 14 Januarij hat der Bronnenn gehaltenn Ein quart ———————— 5 lot, den 4 vnnd 13 Februarij habenn gehaltenn. Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot ½ ꝗ die adernn ein quart, ———— 5 lot j ꝗ. den 20 Martij Der Bronnenn ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ die adernn ———————— 5 ½ lot.
Der dritt Appendix. den 8. Aprilis. Der Bronnenn ein quart ———— 6 lot Die adernn ein quart ———— 6 lot ½ ꝗ. den 17 Maij Der Bronnenn ein quart ———— 6 lot 1 ½ ꝗ. den 5 Julij Der Bronnen ein quart ———— 6 lot ½ ꝗ den 26. Augusti Der Bronnen ein quart ———— 5 lot ming ½ ꝗ also auch im Septemb. vnd den 11 Octobris, damahls hielt die benebenn ader, Ein quart ———————— 5 lot j ꝗ den 18. Octobris Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot ming ½ ꝗ Die adernn ———————— 5 lot j ꝗ den 18. vnd 26 Nouembris Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot Die benebenn adernn ———— 5 lot 1 ½ ꝗ. Also auch den 3 Decembris
Der drit Appendix Anno 1582 den 12. Januarij Der Bronnenn ein quart. ———— 5 lot j ꝗ das ist ein Wormbser maß ———— 7 ½ lot. die benebenn adernn ein quart, ———— 5 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot ¼ ꝗ Nota Den 16 Januarij Ist die Werra fluetigk wordenn, das mann — 7 tage vfm Bronnenn still haltenn mussenn, vnnd ist so balde wieder ein harter frost vnnd truckne Inngefallenn, den j. februarij Ein quart des Bronnenns ———— 5 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot 3 ¼ ꝗ den 14. Martij Ein quart des Bronnenns ———— 6 lot 2 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 9 lot 3 ¾ ꝗ also auch den j Aprilis den 14 Aprilis Ein quart ———————— 6 lot 3 ꝗ den 3. Maij Ein quart ———————— 6 ½ lot
Der dritt Appendix Den 6 Junij hielt der Bronnenn, Ein quart ———————— 5 ½ lot ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 ½ lot. den 8. Julij Ein quart ———————— 5 ½ lot Ein Wormbser maß, ———— 8 lot j ꝗ den j. Septembris Ein quart ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 lot ⅛ ꝗ den j Octobris dergleichen, den 21 Octobris die Sohle, Ein quart ———————— 5 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 8 lot j ꝗ die benebenn adernn, Ein quart ———————— 5 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 lot 2 ½ ꝗ den 17. Nouembris Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 } den j. Decembris Ein quart ———————— 6 lot ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot ¾ ꝗ den 15. Decembris Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß, ———— 9 lot 2 ¼ ꝗ.
Der dritt Appendix Anno 1583. Den 10. Januarij hat die Sohle in der kleinenn Proba gehaltenn, Ein quart ———————— 6 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot 1 ¼ ꝗ Den 3. Februarij dergleichenn Den 6. Martij Der Bronnenn Ein quart ———————— 6 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot. Benebenn adernn Ein quart ———————— 7 lot Ein Wormbser maß ———— 10 ¼ lot. Im Aprill dergleichenn Den 2. Maij Der Bronnenn, Ein quart ———————— 6 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ Den 16 Junij Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 }
Der dritt Appendix den 20 Julij. Ein quart ———————— 5 lot 3 ꝗ reilich1[?] Ein Wormbser maß ———— 8 lot 2 ½ ꝗ also auch im Aug: Sept: vnnd Octob: Den 2 Nouembris Ein quart ———————— 5 lot 2 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 ½ lot, den 2. Decembris dergleichenn,
Der dritt Appendix. Anno 1 5 8 4 Dis Jar ist ein zimblich truckenn, doch ein fruchtreich vnnd ein gut wein Jar gewesenn die Sohle hat in der kleinenn Proba gehaltenn, Im Januario den 11. Ein quart ——————————————— 5 lot 1½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot ¼1 q̃ Im Februario den nach2 es lang gefluettet den 9. Ein quart ——————————————— 6½ lot Ein Wormbster maß ——————————— 9 lot 3 q̃ Im Martio den 4 vnnd 14. Ein quart ——————————————— 6½ lot. Die benthenn3 adernn ———————— 6 lot 3 q̃ Im Aprile. Ein quart ——————————————— 6½ lot Im Maio den 23. Ein quart ——————————————— 6 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 9 lot 1½ q̃ Im Junio dergleichenn,
Der dritt Appendix. Im Julio den 19. Ein quart ——————————————— 6 lot ming ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot 3¼2 q̃ Im Augusto den 5. vnnd 7. Ein quart ——————————————— 5½ lot Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot j q̃ Nota. Im Septembri vnnd Octobri hat die Sohle im Bronnen ann der menge sehr abgenommen, also das man deren zum siedenn nit gnug langen können, auch deshalb viel werck kaldt liegenn müssenn, Hat gehaltenn, Den j. Octobris Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃ Den 21. Nouembris Ein quart ——————————————— 5 lot ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3 q̃ Den 8 Decembris der Bronnen Ein quart ——————————————— 5 lot ming ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 2 q̃ Benebenn Adernn Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃
Der dritt Appendix. Anno 1 5 8 5. Diesenn Winter vber hats sehr wenig geschneyet, auch kein Eisfart oder wasserflut gewesenn, derowegen die Sohle das gantze Jar vber beide am gehalt vnnd ann der menge sehr gering gewesenn, vnnd nicht mehr gehaltenn dann, Im Januario, Februario, Martio, Maio vnnd Junio Ein quart ——————————————— 5 } lot ungeferlich1 Ein Wormbster maß ——————————— 7½ } Freytags den 18. Junij Erhub sich die Werra vonn dem vielenn regenn so sehr, das mann vffm Bronnenn außspannenn, vnnd mit dem fahrenn bis vff den 26 stillhaltenn müstenn, Derowegenn mann gemeinet, es würde sich darnonn2 die Sohle wie im Frůling, vonn der Winterflutenn, gebessert habenn, aber sie hatt sich vber ein halb lot nit gebessert, Ist auch ann der menge baldt wieder abfellig wordenn, Hatt demnach gehalttenn, am 5. Julij.
Der dritte Appendix Ein quart ——————————————— 5½ lot. Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot j q̃ Den 11 Julij Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃ Den 25. Julij Ein quart ——————————————— 5 lot gar nerlich.
Der Vierdt Appendix. Volget nun die beschreibung angeregter Reise in welcher aüff beuelch Meines G. F. vnnd herrnn Ich nachuolgennde Saltzwerck hin vnd wieder besichtiget, wies1 aller gelegennheit erkündiget, vnnd was ich befundenn, in baldt volgennde erzehlung ordenntlich vnnd kürtzlich aüffgeschriebenn Als der Durchleuchtige Hochgeborne Fürst vnnd Herr, Herr Wilhelm Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda ec. Mein gnediger fürst vnnd herr, nach tödtlichem Christlichem abscheidt [übergeschrieben: von] dieser welt, des Durchleuchtigenn Hochgebornenn fürstenn vnnd herrnn, Herrnn Philipsenn des elternn Lanndtgrauenn zu Hessenn, S. F. G. Herrnn Vatters, im annfanng Ires fürstlichenn lobreichenn Regiments S. F. G. vmb vieler vnnd wichtiger vrsach willenn, Inen gnediglich furgenommenn, vnnd sich enndtschlossen, nicht allein ein general beschreibung des Saltz=
Der vierte Appendix: das Reisebuch mit den Berichten von anderen Salzwerken Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 727 · Digitalisat · gemeinfrei
Der Vierdt Appendix wercks Sodenn, mit allenn annhengenn daraüff zurichtenn vnnd zubeschreibenn, Sonndernn auch ein besondere daraus außgezogegene Ordenung, nach erforderung Ires ampts, in ein bestenndige richtige Ordenung zubringenn, zu ratificiren vnnd zubestettigenn, Vnnd aber vnnder der hanndt S. F. G. im hanndell befunden, das solches nützlich furnehmenn, oder vieler Saltzwercker nach allenn vmbstenndenn erfahrung nicht volkomlich vnnd nach gebüer außgefürt könne werdenn, So habenn demnach S. F. G. mich vnndenbenenttenn, als Irer F. G. Itziger zeit im Saltzwerck Eltistenn diener vnnd Saltzgreuenn darzu verordenet, das ich nach anweisung baldt volgender Instruction, auf die darin benemte Saltzwercker verreisenn, vnnd alles was der Instruction gemeß, ich erfahrenn konnte, S. F. G. vfrichtigk referiren, vnnd bestenndiglich eröffnenn solte, Instruction. Was vnnser Wilhelms von Gots
Der Vierdt Appendix. gnadenn, Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda ec. Saltzgreue zu Allenndorff ann der Werra, vnnd lieber Getrewer Johannes Rhenanus in besichtigung etlicher Saltzwercke, Nemblich zu Allelebenn, Franckennhausenn, Hall in Sachssenn, Artternn, Ascherslebenn, Staßfurt, Grossen Saltza, Lünebürgk, Saltzdietfoll1, Saltz zur Helle, vnnd Bodennfelde sich verhaltenn, vnnd in beuelch habenn soll Erstlich soll er eines Jedenn orts priuatim das Saltzwergk besichtigenn, doch die brieffe bey sich im busen habenn, die er da ers rathsamb befindet, den Saltzwercks beuelchabernn vbergebenn, Vnnd Ihnenn nach vberanntwortung derselbigenn, vnsern gnedigenn grus, vnnd darbenebenn vermeldenn, Nach dem wir in vnserm Saltzwergk zu Allendorf allerley vnrichtigkeit befundenn, derowegenn vnser notturfft erfordernn wolle, solchs in anndere wege annzustellenn, als wer er vonn vnns ab=
Unsichere Lesungen
Z. 8: Saltzdietfoll — Ortsname, Schreibung unsicher
Der Vierdt Appendix gefertigt, Ihr Saltzwerck zubesichtigenn, vnnd sich aller desselbenn gelegennheit gründtlich zuerlernenn, Nicht der vrsachenn wegenn, etwas dardurch, das Ihnenn oder Irem Saltzwergk nachteiligk sein möchte, zuerforschenn, Sonndern alleine darumb, das mann dis vnnser Saltzwergk desto bestenndiger vnnd besser mit gutenn Ordnungk, Wasserkünstenn, Bewenn1 vnnd anndernn anngerichttet hette, vnnd demnach begerenn, Ime darzu zuuerstattenn, auch gute annweisung zugebenn, vnnd wann solchs also beschicht, soll er sich des Saltzwergks, vnnd der Bronnenn gelegennheit ganntz wohl erkündigenn, Nemblich wie tieff sie seyenn, Wo her vnnd aus was grundt sie springenn, zu dem behuff er dann mit sich habenn soll, einenn kleinenn Probir zeugk, auch Jedes orts die Sohlenn probiren, vnnd dasselbige in sein Büchlein aufzeichnenn, fürters solchs mit annhero bringk, Vornemblich aber vleissige vfmerckens haben,
Der Vierdt Appendix. wie die Sohle gefast sey, desgleichenn wie mann an einem Jedenn ort seudet, vnnd was sie für vortheil, das saltz außzubringenn habenn, vnnd wie sie es allennthalbenn mit Irem Saltzwerck halttenn, auch was Jedes orts für künste vnnd vortheil vfgericht, damit mann die Sohle lanngt, vnd das wilde wasser abweiset, Ferner soll er sonnderlich bey gutenn leütenn erforschenn, mit was vortheil annfengklich die Bronnenn seindt erbauet wordenn, vnnd wie sichs im selbenn bauenn allennthalbenn hab anngelassenn, Vnnd was sonnstenn dieser vnnd dergleichenn dinge mehr, so zuerkündigenn vnnd zumerckenn von notenn, vnnd würdigk sein werdenn, denselbigen bestes vleißes nachforschenn, vnnd vns vonn dem allenn zu seiner wiederkunfft Relation thun, Signatum Cassell den 28. Junij Anno Domini 1568. Wilhelm L. zu Hessenn. Es soll sich auch Rhenanus genn Bremenn verfügen,
Der Vierdt Appendix vnnd sich aller gelegennheit des Poys1 erkündigen, ob derselbige in der grosse mennge zubekommenn, vnnd wie theur vngeuerlichenn ein Tonna, auch mit was vortheil derselbige heraüff zubringenn, Heinrich Hesbergk sst.2
Der Vierdt Appendix Sunderßhausenn Nach empfahung Itzt gedachter Credentz Hab mich vfgemacht, bin nach Sunderßhausenn gezogenn, vnnd daselbst in die Sunderßhausische Canntzley ein werbenn vnnd annzeigenn lassenn, auch als baldt zur anntwort bekommenn, das der Secretarius meine Jegennwertigkeit, seinen gnedigenn herrenn, derenn nur Graff Hanns Günter vnnd Graf Albrecht, so zur stette warenn, vermeldenn wolte, vnnd mich weitters beanttworttenn. Kurtzlich darnach, bin ich vf die Canntzley gefordert wordenn, vnnd habe mich nach anweisung meyner Instruction vnderthenigklich verhaltenn, nach beschehener vnnd gethaner werbunge habenn mir die Rethe durch den Secretarium als baldt in Jegennwertigkeit zur anntwort gebenn, Sie woltenn die versiegeltenn Credentz Irenn gnedigen Herrenn zubringenn, Mein werbung eroffnenn, vnd
Der Vierdt Appendix. was sich wohlgedachte Ire gnedige Herrenn daraüf erkleretenn, mich nach kurtzer weile in die Herbrige weisenn lassenn, vnnd seindt als baldt die Rethe aus der Canntzley zu wohlgedachtenn Grafenn Irenn gnedigenn Herrenn ganngenn, Esselbigenn1 abendts hat mir der Secretarius der Canntzleyschreiber einenn zugeschickt, vnnd das ich in das Schlos zu den Rethenn vnnd Ime kommenn wolte begeret, als ich aber Ins Schlos kommenn Hat der Secretarius mir vonn wegenn ser2 gnedigenn Herrenn, in beysein der Rethe endtdeckt, das Ire gnedige Herrenn, die Credentz vnnd werbüng enndtpfanngenn, anngenommenn vnd selbst verlesenn. Vnnd ob schonn bedennklich were, einem Jedenn bey die geheimnus Ires Saltzwercks zulassenn, So sein sie doch nit allein in dem, Sonndernn auch in einem mehrenn vnnd grösserm Irenn gnedigenn Herrnn, dem Lanndtgrauenn zu Hessenn, zu wilfahrenn geneigt. Mit dem weitternn annhanngk, das auch als
baldt die Grauenn ann Ire Beamptenn geschriebenn vnnd beuohlenn, das mich dieselbigenn aller gelegennheit, vnnd wie es im grundt, vnnd alle sachenn Ires Saltzwergks gelegenn, gruntlich vf mein weitters begerenn in allenn Punctenn berichtenn soltenn, Vff solche anntwort hab ich geburlich gedannckt, vnd mich erbottenn, das ich derenn bey Meinem gl. f. vnnd herrnn, mit ruhm wolte eindenck sein, ohnn allenn zweiuell glaubenndt, es werdenn solchs Ifgl. auch mit sonndernn gnadenn vfnehmen/ Als ich nun den schrifftlichenn Beuelch ann die Beamptenn zu Franckennhausenn zu mir genommenn, habenn die Rethe mir anngezeigt, das Ire gnedige Herrenn beuohlenn, das ich zu Hoff bleibenn, vnnd mit Inenn den Herrnn Rethenn zu nacht essenn solte. Wie denn auch beschehenn, vnnd dieweil ebenn dar selbenn stundt einer aus Graff Gunthers Rethenn Doctor Johann Bayr1[?] ein gebornner Francke, welcher auch Pfenner
in Franckennhausenn ist, zu hof annkommenn, ist derselbige gleicher gestalt auch zutisch gefordert wordenn, vnnd hat sich derselbige sehr freundtlich, gleich wie die anndernn Rethe aller, Iegenn mir mit gutem gescherze eingelassenn, vnnd zwar in allem sich sehr gutwilligk erzeigt, Innsonderheit hat der Doctor, als ich denn vmb die annkunfft des Saltzwergks gefragt, anngezeigtt, das vom eltister annkunfft desselbigenn mann in keiner archiuen etwas fundt, da doch allenthalb erschiene, das es ein sehr alt Saltzwergk sein muste, aber zur zeit Henrici quarti des Kaisers sey eine donation ann das Kloster Rotherbach1[?], welchs Izt den vom Northausenn zustenndigk, darin das datum stehe, mit diesenn Wortenn, datum N. in monte Confusionis, Volgennts sey das Saltzwergk, Stadt vnnd ampt Franckenhausenn der Grauenn zu Bichlingenn, bis so lange die Schwartzburgk dieselbigenn ann sich erkaufft, gewesenn, So finde mann auch ein Vertragk
zwischenn den Lanndtgrauenn zu Duringenn vnnd Grauenn zu Schwartzburgk datiret Anno 1312. darinnenn allerley anngezeigt, wie es darmitt gehaltenn solle werdenn, tractiret seyenn, aber nicht gehaltenn wordenn, Vber das so sey das eltiste Monument, damit zubescheinenn, das Franckenhausenn ein sehr alt Saltzwerck sein muste, dieweil die vonn Franckennhausenn ein Innsiegell gehabt, damit sie wohl fur funffhundert Jaren gesiegelt, darein Saltzknecht |: welchenn sie einen Nappenn1[?] knecht nennenn :| stehe, welcher zwen eimer mit Sohlenn trage, Es hat mich auch Iztgedachter Doctor berichttet, das er in seiner peregrination sey zu Salin, Dauonn sich der Königk vonn Hispanienn pflegt ein Grauenn zu nennen, gewesenn, da sey der Saltzbronn in ein gros gewaltiges rundes gewelb, vnnter welchem gewelb wol das gantze Schlos Sundershausenn sich verbergenn möchte, gebauenn, sey sehr tieff im grunde, vnnd steige mann vmb vnnd vmb, bis
hinunter auff zum grunde, auf treppenn, Welche anngelegt sein, gleich wie vor zeit Amphiteatra gewesenn, im grundt vnd auf den vndersten Basenn, aber sey die Sohlenn vnnd wiltwasser dermassenn mit geschickligkeit vnnd Kunst ein Jede ader besonnders gefasset, das mann eigenntlich die sehenn konne, wie sie bis Inn Ire besonndere deuchell fliessenn vnnd geschepfft werden, Es habenn auch die anndernn Rethe, ein Jeder das seine darzugeredt, seindt dem doctori in erzelung der annkunfft des Franckennheusisch Saltzwergks zugetrettenn, vnnd habenn also dieses abenndts vber tische zwo stunden hiermit zubracht, Franckennhausenn. Volgennts Morgenns frue, Bin ich vffgewesenn, vnnd den Schwartzburgischenn Baumeister Bernt Pfeyfer, welcher vergangenes abendts
vber disch beuelch enndtpfingk1[?], mit mir furt zureisenn, aufwarthenn lassenn, vnnd habenn wir beide furt geeylet, also das wir zeitlich frue zu Franckennhausenn einkommenn, Vnnter wegenn hat gedachter Baumeister, welcher mit mir vf dem wagenn gesessenn, mancherley rede gehapt, vonn Saltzwerckenn, Bergkwergken, vnnd Bausachenn, Sonnderlich vom Saltzwergk zu Aulebenn, vnnd meister Hannsenn Wetzelnn, Habe aber annderst nicht gespuret, denn das er vnnd meniglich Meister Hannsenn noch wohl gewogen, vnnd dem aufkommenn gedachts Saltzwergks nit viel zuschreibenn, Solchs geschwetze hat geweret, bis wir zum Kloster Gellingenn so des Abts zu Hirsfeldt ist, kommenn seindt. Daselbst habenn die Grauenn vonn Schwartzburgk ein grossenn deich, stet voller Rors, hat mir der Baumeister anngezeigt, das aus den Ror, so in demselbigenn deich vnnd anndern wechst, seine Gnedige Herrenn die Grauenn zu Schwartzburgk, Jerlich
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Z. 1: enndtpfingk — Buchstabenfolge unklar, wohl entpfing
zu gemeinenn Jarenn, vber siebenn hundert gulden lösenn konnenn, So habenn auch sonnst seine gnedige herrenn die Grauenn zu Schwartzburgk stetigs funff wagenn geschir, welche nichts dann holtz in seulenn kaufft zu Marckt fuhrenn, dauonn sie dann ein zimblichenn stattlichenn gewinst einnehmen, Vnnder des sein wir zum Stollenn kommenn, dadurch vonn alters die Wipper, welche die Kunst zu Franckennhausenn treibt, mit grossenn vncostenn geleitet wordenn, seindt abgestiegenn, vnnd hat mir der Baumeister alle gelegennheit gezeigt, vnnd berichttet das der Stollenn vonn einem mundtloch zum andern sey lanng — Ein hundert zwanntzigk rutenn, vnd am hochstenn ort tieff zwanntzigk vier Ehlenn, sonst ist die art des bergs eyttell leymenn, ist sehr vnformlich gebauet, hat viel leuchtschachtenn, derenn einer oder zwenn dem Berge gleich obenn ausgefurt, also das leichtlich in vnstetiger Winter zeit dem Saltzwergk durch eingang des Stollenn, grosser schadenn begegenenn kann, Wie dann auch
vnnlanngst beschehenn, das der Schacht einer daselbst, vom schnee eingangenn vnnd mann den ganntzenn wintter hat still halttenn mussenn, Als aber wir in die Stadt kommenn, ist der Baumeister im Schlos eingezogenn, meine Jegennwertigkeit den Beuelchabernn vermeldet, welche dann in einer stunde zusammenn kommenn, mich zu sich erfordert, Credenntz vnnd werbung anngenommenn vnnd gehöret, vnnd darauf sich mit aller gutwilligkeit ganntz freundtlich vernehmenn lassenn, sich auch genntzlich erbottenn, das mir im geringstenn, auf mein fragenn vnnd begerenn, nichts verhalten werdenn solte, mit vnderthenniger erbietung, das nit allein in solchemm, sonndernn nach Irem mehrem Ires vermugenns sie geneigt wehrenn Meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu wilfahrenn, darauf ich wie geburlich gedannckt, Als baldt hab ich meinem einem diener den Probirdeuchte1[?] lassenn zustellenn, die Sohlenn holenn, nach essenn probiren, vnnd hundert zwey lot am gewicht
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Z. 19: deuchte — Wortende des Probiergeraets unklar
der rohenn Sohlenn, Sechtzehenn Loth aber am gehalt, grundtlich rein geleuttert Saltz befunden, vnnd dieweil ebenn als baldt Sohlenn vom Auleben auch bey der hanndt gewesenn, Habe dieselbige Ich auch probirt, vnnd nicht mehr als zwey loth annderthalbe quenten, wie dann auch fur dieser zeit befundenn, Nach beschener Proba hab ich begeret, das mann mich zum Bronnenn vnnd Kunstenn, wolte kommenn lassenn, seindt die Beuelch haber wohl zu friedenn gewesenn, vnnd seindt mit mir vf den Brunnen ganngenn, der Schwartzburgische Baumeister vnd Kunstmeister, welcher sampt den beidenn Saltzgreuen mich aller gelegennheit nach, alles besehenn lassen, vnnd darbenebenn notturfftiglich berichttet, Der Bronnen kömpt aus weissem Gibsgrundt, wie auch der zu Sodenn, ist gefasset in einem mit Holtz ausgefurtenn Schacht — 25 ehlenn hoch, ohnne was noch bis ad superficiem færam1[?] terræ, darzu zu nehmenn, ist noch sehr frisch holtz, wiewohl mich
niemanndt bescheidenn kunte, wie lanng derselbige bau gestanndenn, Die Sohlenn steiget im Schacht — 5 ehlenn, vnnd als ein kleine zeit still gehaltenn wardt, wuchs vnnd nam das aufsteigenn vier ehlen hoch, Benebenn dem reichenn Bronnenn, ist ein gar wilde ader besonnders besturzt, laufft durch ein niedrigenn Stollenn, zum grossenn wasser Schacht, Sonnst ist das wilde wasser in einem besonndernn Stollenn vmb den Bronnenn hero abgeleitet, vnnd ist der Tam zwischenn dem Wildenn wasser vnnd Bronnenn zwanntzigk ehlenn dick, stehet das wilde wasser funff ehlenn höher dann die Sohlenn, denn die wildenn wasser scheichte derenn drey seindt, habenn nur zwanntzigk ehlenn Inn die tieffe, Die kunste damit Sohl vnnd wiltwasser gelanngtt wirdt, seindt mit Schleuchenn zubereit, vnnd ist am der wasserkunst das wasser radt — 27 schue hoch, vnnd das kunstradt —— 20 schue, hat — 216 kammenn, die furlege oder drilintz
— 24. — 25. Schleuche ann der kettenn, vnd seindt alwegen ein schlauch vonn dem anndernn — 3 ½ schuch, vnnd wirdt mit dieser kunst das wilde wasser, bis vf ein ehlenn hoch stets zu sumpffe gehaltenn, Die Sohlenn kunst aber ist anngestelt — 36 schue hoch ist das wasser radt, das kampffradt — 10. ehlenn, hat — 216 kammenn, vnnd ist der Drilintz gleich wie obenn beim Wildenn wasser geredt ist wordenn, hat gehenn — 36 schleuche ann der kettenn, damit die Sohlenn aus dem Bronnenn schacht gereicht wirdet, welche darnach als baldt in einenn besonndernn deuchell oder kumpff geleitet ist, da mann sie vf ein newes hebet, Inn gleicher höhe vnnd massenn, wie Izundt vom rechtenn Bronnenn gesagt ist wordenn, Dannenn wirdt die Sohle in alle Bothenn geleitet, also das in denselbigenn Bothenn |: welches sie Soellen nennenn :| ein Jeder gnugsamb Sohlenn bekommen kann, vnnd ist zwar sehr viel vnnd reiche Sohlenn furhanndenn, denn sie im gerin vnnd lauffenn — 3.
Zoll in die höhe, vnnd — 6 in die breite, stetigs erfullet, Benebenn denn wildenn wasser kunstenn, derenn zwo seindt, wirdt noch eine besonndere kunst gehaltenn, welche sie die Baukunst nennenn, dieselbige wirdt gebraucht, wann mann bauet, vnnd wan sonnst das wilde wasser zustarck ist, Stehet vf dem drittenn wildenn wasser schacht, ist gleicher massen anngestelt, wie vonn den anndernn anngezeigt ist wordenn, Souiel vom Bronnenn vnnd kunstenn, Vnnder des Ich nun vf dem Bronnen war, habe ich mancherley gefragt, vnnd vnnder anndernn mich zu berichtenn begeret, ob auch die sohle ein zeit besser dann die annder were, Darauf ich vonn beidenn Saltzgreuenn zur anntwort bekommenn, vnnd enndtpfanngenn, das zu nasser zeit, vnnd wanns im Winter viel schne vnnd regenn gebe, sie gar nit siedenn köntenn, Sonndernn still mustenn haltenn, bis so lannge das nach Irer altenn gewönlichen Proba
die Sohlenn ein frisch Ey wiederumb ertragenn, vnd empor hebenn könnte, vnnd als ich sie gefragt, Ob sie sonnst vonn keiner Prob, als vonn der Iztgemelten wissennschafft hettenn, habenn sie zur anntwort gebenn, Nein, vnnd darbenebenn anngezeigt, das sie nie vonn keinenn Sohlenn probiren gehört habenn, da sie doch nunmehr alte verlebte menner werenn, bis solanng die neuenn Kunstler Inns Lanndt kommen werenn, welche sich bey Ihnenn fur etlicher zeitt anngebenn, damahls verachtet wordenn, vnnd sich Iziger zeit, zu Artternn vnnd Sultza verhieltenn Es seindt zu Franckhausenn — 117 Kothe, oder Sollenn, wie sie es nennenn, darinnenn könnenn teglich, wenns durch den Zöller, der Rendtmeister ist, vonn der Grauenn wegenn erlaubt wirdt — 944 stucke, derenn Jedes vnnser Justirten metzl — 6 helt, gesottenn werdenn. Wurdt aber vom Zolner nicht ehr erleubt zusiedenn, es seyenn dann gnugsame kaufleut [übergeschrieben: vnd fuhrleut] welche das Saltz hinwegk fuhrenn, furhanndenn, aus vhrsachenn, das sie
annzeigenn, wann das saltz nit frisch, vnnd noch trieffendt vonn Ihnenn genommenn werde, vnnd etwo ein tagk stehenn vnnd trockenn werdenn müsse, do kontenn sie des Saltzes nit ohnn werdenn, Benebenn vnnd vnnder vnnderrichtunge dieser dinge, habe ich meinenn diener abgefertiget, sich in den bothenn aller gelegennheit zuerlernenn, derselbe hat nachvolgenndenn bericht vfs Papier bracht, wie hernach anngezeigt, Die Sollenn |: wie die bothe des orts genennt werdenn :| liegenn in der Erdenn, vnnd das fundament ist mit steinenn maurenn der erdenn gleich erbauet, Darnach ist ein Schindel Tach obenn vber hero gedeckt, Der herdt darauf die Pfannenn stehet vnnd gesetzt, ist mittenn auf beidenn seittenn ausgefult, mit schloter, aufgefuhrt zwenn schue, oder einer ehlen hoch, aber mittenn ein grabenn, ist — 1½ schuch weit, gehet halb wegs also durch, Die hinderste helffte aber, ist gar gleich mit tieffe, vber vorgedachtenn grabenn liegenn funff eysernne stebe, als für Röste
darauff das feurwergk gelegt wirdt, Sonnst ist der herdt allennthalbenn zu, ohnn allein fornn ist ein loch schuchs weit vonn der Erdenn, bis zu der Pfannenn hinauf, dornan1[?] das holtz vnndersteckt, offenn, Die Pfann ist gesetzt, also das sie eines Ehlennbogenn höher stehet, als das feurwerck vnnd der herdt anngelegt ist, Die Pfannenn seindt — 14 schue lanng, 10. schue breidt, 7 zoll dieff, Auff Ieder seittenn der Pfannenn seindt nebenn einannder zwenn dicke Plocke einer spannenn weit vonn einannder eingeschlagenn, auf dieselbigenn sein gelegt, zwenn grosse Behrstebe2[?], oder Pfannennbeume, vber die Pfanne gehenndt, auf welchenn dann liegenn, vier anndere Pfannennbeume, welche herbscheiter3[?] genenndt werdenn, ann denselbigenn seindt vornenn — 8. vnnd hindenn — 8 Pfannen harkenn, So liegenn auch darzwischenn dreÿ
kurtze beume, darann henckenn1[?] — 4. harkenn, also das ihr all zusammenn in einer Pfannenn — 20. seindt, welche die Pfannenn haltenn, Das Saltz wirdt nachvolgennder massenn bereitet, Inn der Pfannenn beheltet mann vom vorigenn siedenn Iederzeit sovil im vorrath, das mann vier stucke Saltz machenn kann, darzu lest mann aus dem Sohlfasse, welcher — 5. in Iedem bothe sein, — 1½ schock vierthel, daraus macht mann — 4 stucke, vnnd bleibenn alwege — 4 stucke im vorrath, zu einem volkommenn wercke werdenn gebraucht — 3 schock guter bunde, welcher dreÿ beÿ vnns ein wellenn machenn, kost derselbigenn ein schock, ist Stam holtz — 8 gh.2[?] oder aber die gemeinenn gattung nims3[?] mann — 3½ schock, kost ein schock — 5 gl. lieffernn, wirdt ein werck in — 3 stundenn bereittet, Man4[?] heltet das feuer vnnter der Pfannenn ein virtell stunde, darin es vfwellet, vnnd wenns seudt, Iagt
mann mit einer schauffelenn, den schaum vnnd mergel treck allennthalbenn zusammenn, vnd reinigt also das saltz, als baldt darnach gehets so reinlich zu saltze, das mann kann die fege feßlein, darin sich der schaum vnnd mergell setzt, baldt aus der Pfannen ruckenn kann, vnnd sonnstenn die vnreinigkeit heraus fegenn, als das Saltz zum wirckenn fertigt wurdet, vnnd dieweil in derselbigenn vnreÿnigkeit noch viel Saltz bleibet, schlagenns die knechte hinder die Pfannenn, auffs gewelbe, brauchens wiederumb zur beiße, aber nicht mit grostem frommen, Darnach schüret mann noch ein kleine weile vnnter, vnnd fehet der Wircker ann zu Behrenn, oder wirckenn, |: wie sie es nennenn :| Nimpt Erstlich die Saltzkruckenn zeuhet allennthalbenn das saltz in der Pfannenn zusammenn ann das ennde, da er das erste stuck machenn will, legt darnach ein Hurde1[?] auf obgedachte zwenn Pfannennbeume, |: welche sie Behrstebe nennenn :| darauf schlegt er mit der Schauffelenn, das Saltz einenn spannenn hoch, legt ein Basternn2[?] darndt3[?] vmb=
hero, schlegt aber so hoch, legt wiederumb eins vmb, das thut er also offt, bis solanngs das er — 12 banndt vmbgelegt hat, schlegt dann weitters darauf, machts hindenn — 1½ spannenn, vnnd vornn — ½ hoch, vber dem letztenn bannde streichts als dann obenn gladt, vnnd breit vonn sich vf zu, vnnd ist also das stucke welches — 9 Northausische mas, vnnd gleich vnnser mas — 6 machent, verfertiget, Wenn solchs beschehenn, so macht er vf der annder seittenn das annder stucke, vnnd also Iederzeit eins vmbs annder, bis solanng das er vier aus der Pfannenn oder wercke bereitet hat, derenn stucke giltet eins — 7½ gh.1[?] Nachvolgennde werckzeuge, so zum Saltzwergk gebraucht werdenn, findet mann in allenn bothenn, Funff Sohlfaßte in einem Iedenn bothe oder Sollenn, — 1 Rennenn darin die sohlenn außem Sohlfasse Inn die Pfannenn leufft. — 1 klein feßlein, darin die Saltzkruckenn vnnd schauffelnn gelegt, vnnd von saltz gereinigt werdenn. — 4 fegfaße, Horde, darauf die stucke gemacht, vnnd geschlagenn werden, — 1 feur hacken,
Gleicher massenn werdenn die arbeiter belohnet Wie volgt, Der Wircker empfenngt vonn Iedem stucke — 3 dh.1 vnnd ist des knechts oder Pflegers belohnung auch sovil, Holtzaufbinder, oder vnterstorernn2[?] vonn einem wercke — 5½ dh. geburenndt, Mann gibt auch vonn Iedem stucke — 1 dh. bezahlet der Tadegast3[?], vnnd kann also der Pfleger einenn tagk mit arbeitenn vnnd Saltzvftragenn — 4 groschenn verdienenn, Den Grauenn4[?] gibt mann Itzo vonn einem Iedenn stuck Innsonnderheit — 2 gh.5 hebet der zolner vff, hat dennselbigenn zoll zu mehrenn vnnd zu mindernn, Das Regiment vnnd den ganntzenn hanndell im Saltzwergk, verwaltenn der zolner, zwenn Saltzgrevenn, zwenn Bronnenmeister, Ein kunstmeister, Ein Saltzschreiber, vier geschwornne, Sonnstenn mit dem holtzhanndell hats keine sonndere gewisse ordenung, sonndernn wer eigenn geholtze hat, oder den holtzhanndell fursichtiglich
treibet, der kann durch seine saltzknechte desto mehr saltz machenn lassenn, doch berichtenn sie, das vf ein kodt1[?] sie Ierlich achte schock schemckell2[?] habenn müssenn, derenn ein schock gelte bisweilenn — 30, bisweilenn — 35, vnnd auch wohl 40. mehr, oder minder guldenn, Ein Schemckell3[?] helt — 60. wellenn, Weitters hab ich nichts erfahren könnenn, Das Pfann eysenn bekommenn sie vonn einem Edelman Fuchs genanndt, einenn Centner vmb — 5 fl. Schneberger, Iedenn güldenn zu 21 gh. gerechnet, vnnd wirdt kein Pfann ausgethann, sie habe dann vber dreÿ Iar gestanndenn, wann mann aber feget, so pflegt mann die Pfann vfzuhebenn vber den Herdt, also das sie noch auff dem herde auf einer seittenn bleibet liegenn, vnnd geschicht solchs darumb, damit mann die negell desto besser nietenn vnnd schlagenn möge, Ausser dem allenn, befinde ich kein besonnder vortheil in einigerleÿ zu Franckennhausenn, denn dieweil die Pfenner allenn kostenn, schadenn vnnd frommen,
fur sich vfwendenn, tragenn vnnd erfahrenn müssen, fragenn die knechte desto weniger darnach, es gerathe gleich wie es wolle, Vnnd obwohl ein kodt, wenns einer kaufft oder ererbet, — 2000 fl. gilt, vnnd darauf anngeschlagenn wirdt, so berichtenn doch etliche, das sie nicht gleich gewinst darauf einnehmenn, vnnd bisweilenn kaum einer vf ein kodt Iars — 50 thaler erobere, Den Grauenn gebueret vonn Iedem stuck zu zoll — 2 gh. Wenn nun wie gedacht der zolnner eine[übergeschrieben: nn]1 tagk erleubt, so werdenn gesottenn — 234 werck, helt Iedes werck vier stucke, thut — 936. stucke. Mann erleubet aber die wochenn eine in die anndere gerechnet nur funff tage, wann das Saltz wohl abgehet, tregt die wochenn — 4680 stucke. solchs mit — 48 multipliciret, dieweil sie auch die vier heuptkaldtleger2[?] halttenn, facit — 224640 stucke, vf Iedes stucke — 2 gh. gerechnet — 449 280, Reducirt mitt 21
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Z. 10: eine[übergeschrieben: nn] — Einfügung über der Zeile unsicher
facit — 21394 fl. 6 grosch. Hierzu wirdt den Grauenn ein kodt freÿ gebauett vnnd erhaltenn, also das die beamptenn berichtenn, das der zoll, holtzhanndell, vnnd das Itztgemelte kodt, den Grauenn zu Gemeinenn Iarenn Inn die 17000 oder 18000 güldenn ertragenn, So berichtet auch der zolnner besonnders, das der anschlagk des Holtzes, so Ierlich aufgehet, auf die — 50000 fl. lauffe, soltenn meinem annschlag nach — 43154. sein, Enndtlich vnnd zum beschlus habenn sich auf mein weitters begerenn, die beuelchaber sampt vnnd besonnders erbottenn, sie wollenn mir Ire ordenung, welche sie mich durchaus habenn lesenn lassenn, rein abgeschriebenn zuschickenn, mit weitterm vleißigenn begerenn, das Meinem gnedigen furstenn vnnd herrenn, Ire ganntze gehorsame dienste in allem vnderthenigklich ich erbietenn wolte,
Arulebenn1[?], Volgennts bin ich nach Arulebenn2[?] verreiset, daselbst Meister Hannsenn benebenn dem hüttennschreiber, welche ebenn zu der stundt vonn aussenn herkommenn, anntroffenn, vnnd als damahls die Sohlenn nit zu dumpffe gehaltenn gewesenn, hab ich aus dem einen kothe |: derenn nur zweÿ gebauet gewesenn :| sovil ich bedurfftigk, genommenn, hat die quart ann Rother3[?] sohlenn — 90 lot vnnd 2 qr gehaltenn, daraus seindt wordenn — 3 lot 3 qr Saltz, Sonnstenn hab ich die kunst allennthalbenn besehenn, welche vfs aller vleißigst vnnd beste anngestellett seindt, das meister Hannsenn fursichtige geschicklichkeit in dem nicht gnugsamb gerhumet kann werdenn, Vnnd were wohl zu wünschenn, das nicht allein die kunst zum Sodenn fur allenndorff nach derselbigk art anngestellet wurdenn, Sonndernn das auch zu abschaffung der Pferde ein besonder wasser
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Z. 1: Arulebenn — Ortsname, Arw-/Artlebenn möglich
hinzu geleitet wurde, welches die Sohlenn vnnd waßer kunste treibenn möchte, Es ist aber die Sohlenn nicht in dem rechtenn Bronnen Schacht, welcher — 25 ehlenn tieff ist, Sonndernn durch die klüffte, derenn das annliegennde Gibs gebirge voll ist, abgewichenn, Inn den niedrigstenn Wildenn waßer schacht, da sie dann meister Hanns damahls besonnders gefast vnnd besturtzt gehabt, derenn meinung, sie daselbst zu behaltenn, vnnd in den anndernn Wildenn wasserschacht, welcher vngenehrlich — 30 ehln weit, Iegenn vber vf der annder seittenn des rechtenn Brunnen schachts ligt, durch ein Stollenn das wilde wasser aller zusammenn bringenn, Dieweil aber dis ding damahls alles vngewis, vnnd manncherleÿ sich vnnter der hanndt im bauenn kan zutragenn, kann ich weitters davonn nichts gewißers schreibenn, Doch kann ich dieses orts nicht vnterlassenn weitters
zuberichtenn, vnnd zuerzehlenn, was Anno etc.1 69. den 23. Nouembris, auf gnedigstenn des durchleuchtigenn Hochgebornnenn Churfurstenn zu Sachssen, beuelch, ich obgemelter Rhenanus benebenn anndernn S. Churf. gl. dienernn zu Arulebenn2[?], ausgerichttet, Wie dessenn grundtliche erzehlung volgt, Nach dem der durchleuchtigst vnnd Hochgebornne furst vnnd herr Her augustus Churfurst zu Sachssenn, vnnd Burggraff zu Magdeburgk, vnnser gnediger herr, vnns vndenn benanten gnedigst beuohlenn, vnnd abgefertiget, S. Churf. gl. zu Arulebenn3[?], nach allenn vmbstenndenn mit vleis zubesichtigenn, vnnd allerleÿ gelegennheit zubefragenn, vnnd ob dasselb mit nutz oder schadenn hinfurter zuerhaltenn seÿ, gentzlichenn zuerkundigenn, So habenn wir dennach zu vnderthenigster volge S. Churf. gl. gnedigstenn beuelch vnns dahin verfugt, den Bronnenn vnnd alle gebeu mit vleis be=
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Z. 1: etc. — Kürzelzeichen ꝛc. aufgelöst
Z. 5: Arulebenn — Ortsname, Arw-/Artlebenn möglich
sichtiget, den Bauwmeister vmb alle vmbstenndt vnd gelegennheit zum weitleufftigstenn, gefragt, vnnd sein anntwort eingenommenn, wie aus beyliegenden fragstuckenn, vnnd seiner anntwort, hochgedachter vnnser gnedigster Churfurst vnnd herr, gnedigst hat zuersehenn Dieweil aber sein Churf. G. vnns gnedigst vfferlegt vnnd beuohlenn, das wir vnnser rathsame bedennckenn, es hernachmahls vnnd in kunfftige zeit, mit demselbigenn Saltzwerck, gehaltenn könne werdenn, sollenn eröffnenn, So habenn wir den sachenn, mit vnderthenigstem vleis nachgedacht, vnns allerley vnderredt, vnnd ausfuhrlich befundenn, das der gantze hanndell vf zweyenn fragstuckenn beruhenn will. Erstlich wann mann weitters bauwenn solte, vf welche maß die gebeuwe am nutzlichstenn vnnd bequemblichsten, möchtenn vorgenommenn werdenn, Hieraus achtenn wir darfur, das fur allenn dingenn dahin mit
vleis getrachtet wurde, das das wilde wasser ein gute weite vonn dem Saltzquelle wurde abgeschrotenn, vnnd dieweil mann befindt, das ein Bronnen so bey 800 Lachter vonn der Saltzquelle vor dieser zeit gewesenn, vnnd vonn Kelbern1[?] hero nach der Sohlenn streicht, sich augennscheinlich verlohrenn, vnnd mit grosser mennge susses wassers |: wo mann Je weitter bauwenn solt :| das mann ann dem ortt, der Bronnenn gewesenn, dauor2[?] nachsinckenn, bißsolange mann Ihn wieder finde, vnnd darnach durch kunste, das wilde wasser daselbstenn wieder abfuerete, dann es vermutlich, weil der ort etwas hoher, vnnd mann im feldt eigenntlich sehenn kann, das durch seinenn zuflus zun Saltzquelle etliche erdtfelle enndtstanndenn, das manns leichtlich könnte zuwegenn bringenn, Nach solchem were3[?] gut, so mann fort fahrenn solte, das mann vf der Jtzigenn heuptquell |. welches nach aussage des Marscheiders, eine ehlenn tieffer
denn das wilde wasser ist :| ein Lanngort vort triebe, bißolanng mann dem wildenn wasser gleich keme, Wurde sichals dann befindenn, das die Sohl besser dann Jtzt were, vnnd ob sie vom obern oder vnnten aufkeme, könnte mann solche gelegennheit kunlich annehmenn, vnnd sich gründtlich ferners darnach richtenn fur eins, Zum anndernn, Obs Rathsamb sey, das mann weitters furt fahrenn solle, vnnd ob das Saltzwerck mitt nutz oder schadenn erbauwet werdenn könnte, Darauf ist vnnser einfeltiges bedennckenn, doch vnabbruchlich, annderer Bergk vnnd Saltzwerge, vorstenndiger Rath, weyl Jtzo die Sohl gering, vnnd vor dieser zeit mit viel besser gewesenn, auch viel holtz zum siedenn gebraucht werdenn muß, das mit keinem nutz dis orts, bißolanng mann ein funff oder sechs lötige Sohl findet, gesottenn werdenn könne, Es wer dann das Höchstgedachter vnnser gl.1[?] Churfurst vnnd herr, die gehöltze so darumb gelegen2[?], in solchem geringem kauffe ann sich brechte, das
mann ein Jedes schock wollenn bestenndigk vmb zwen oder 3 gst.1[?] Jns Saltzwerck bringenn könnte, oder aber das nach obenngesetztem vorschlage die Sole sich im fortbauwenn besser befunde, Sonnstenn ausser dem befindenn wir aus bericht vnnd aus den beschehen Probewerckenn, das mit keinem nutz dis Saltzwerck könne erbauwet werdenn, Vnnd ist dis also vf hochgedachts vnnsers gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrnn, gnedigstenn beuelch, vnnser vnderthenigst einfaltigk bedennckenn, Wollenn auch solchs hiemit Jrenn Churfurstl. gl. gnedigst Jrem hohenn verstanndt nach weitters zubedennckenn, vnderthenigst vbergebenn, Signatum den 23. Nouembris Anno 69. Michell vonn Ebelebenn Hauptman zu Sanngerhausenn, Johann Rhenanus Hessischer Saltzgreue, Christoff Schonlebenn Oberhüttenmeister des Bergkwergks Freybergk Mathias Flicke2[?] Bergkvogt zu Sangerhausen.
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Z. 2: gst. — Münzkürzel unklar
Z. 20: Flicke — Personenname, Anfangsbuchstabe unsicher
Fragstuck vff welche Meister Hannes1[?] Wetzell verordenter Bauwmeister zu Aulebenn des Saltzwergks halben daselbst befragt wordenn, vnnd auf ein Jedes Jtztgedachts Bauwmeisters anntwort, Erstlichenn Ob der Saltzbronnen bestenndig gefast sey, Sagtt Nein, Er habe nit könnenn bisdahero darzu kommenn vmb der vielfeltigenn Schluttenn willenn, so im gebirge befundenn werdenn, Ob er denselbigenn zufassenn bedacht, Hieruonn ist manncherley zu disputiren, dann ob wohl der Bauwmeister die fassung vorzunehmenn, genntzlich bedacht ist, mus mann doch darauf vornemblichenn sehenn, ob es mit frommenn oder nachteil geschehenn könnte, vnnd stehet vf weitterm bericht. Welcher massenn die fassung muge vorgenommenn werdenn, Darauf anntwort er, Er wolle den Heuptquelle, in dem Schachte da er Jtzundt ist, vierkandig fassen, in einen verkarrestenn2[?] Bodenn,
Was der Bauw zur selbigenn fassung kostenn wurde, Sagtt, Er könne darauff nichts gewisses anntworten, Wieuiel Sohle der heuptquelle alle stunde gebe, Saget alle stunde — 133½1 Eymer Sanngerheusisch Eich Jtzo. Nun aber fur achtwochenn hat er — 150 eymer gebenn, wisse nit wie der zugang herkomme, doch gehe vfs siedenn mehr holtz vnnd zeitt dann zuuor, Wie reich die Sohl am halt sey, Ein quart Allenndorffische Eiche, darauf er sein Probier zeugk anngericht, helt Jtzundt — 4 Lot, habe vor — 8. wochenn2[?] — 5. Lot gehaltenn, hat den 21. Nouembris in einer schrifft sich erkleret, das die Sohle noch geringer, vnnd ferner gebettenn, Nota. Sechtzigk quart ist ein Eimer oder zober Allenndorfs vnnd Wormbser Eiche, Ob die Sohle auch besser könne werdenn, Sagett Wann die wildenn wasser dauonn gebracht wurdenn, wie er in guter hoffnung stehe, so werde sie ohn allen zweiuell besser.
Was er fur ein art brauchenn wolle, die wildenn wasser abzufuhrenn, vnnd durch was mittell solchs geschehenn könne, Darauff anntwort, Durch dieses mittell könne es geschehenn, Weil die wasserschechte, als der Sohlquelle, vnnd die wildenn quell höher als der Saltzquelle, das die strassenn so fernn hernach geritzt, damit allein die sussenn quellenn abgefurt mugenn werdenn, vnnd ist nit bedachtt tieffer zusenckenn, Wieuiel Bodt vnnd Pfannenn der Jtzige Sohlquelle, fort vnnd fort gebenn könne, anntwort — 40. Both könne er gewislichenn, mit stetigem siedenn versorgenn, Wie es mit den Pfannenn solle gehaltenn werdenn, wie hoch, lanng, tieff die Pfannenn sein sollenn, Saget — 11 schue die lennge, — 10 schue die Breite — ½ schuch die hohe, solche Pfannenn habe er bisdahero am bestenn fundenn, Jtzundt aber habe er eine grosse machenn lassenn, Wieuiel scheffell er vf eine Pfanne getraw anzu1[?]=
bringenn, Sagt vf ein Pfanne vier Scheffell Northeusisch maß, stellet es aber vf ein Proba, Was er vor feuerwerck brauchenn wolle, Sagett, Holtz, Stro, vnnd Schilff, Wieuiel holtz er auf ein Pann zum siedenn bedarff, saget, Er habe Jtzundt vier vnnd — 5 schock holtz habenn mussenn, da hiebeuor mit — 2 oder 3. schockenn er eine Pfann habe abgesottenn, Darumb er auch bißolanng die wildenn wasser abgefuhret, das siedenn eingestelt, Jnn was kauf Jtzundt ein schock holtz, saget — 5 gk1[?] durchaus, Ob mann solchs auch indem kauff behaltenn muge, anntwort, Solchs werde sich mit der zeit wohlausweisenn Ob auch holtz gnug furhanndenn, anntwort er wolle sich aller gelegennheit erkundigenn, doch sey er genntzlicher vermutung, dieweil der Hartz neher Aulebenn dann Franckennhausenn gelegenn, es könne dasselbige gehöltze |: souiel das Well2[?]
vnnd Herbkholtz1[?] annlanngt :| besser auch in geringem werth zegenn2[?] Aulebenn gebracht werdenn, Ob auch vf ein gewis Stambgeldt, vnnd vf wieder lauffennde Jar, mann sich holtzes könnte gnugsamb erholenn, anntwort, Was vnnser G. Churfurst vnnd herr, ann sich erkauffenn wurde, könnte also wohl geordenet werdenn, vf das annder wuste er nichts zuberichtenn Welche gehöltze diesem Saltzwergk am bestenn gelegenn sagt das muste mann sich bey den forsternn erkundigenn, vnnd aller gelegennheit bericht einnehmenn, dann er mit solchem nit vmbganngk, Ob das Saltz tuchtig, Legerhafftigk, vnnd gut sey, Sagt, Ja, Beruefft sich vf alle die Jenigenn so solch saltz habenn abgefurt, Ob auch das Saltz seinenn Schlis habe, Sagt es gehe nach Jtziger gelegennheit als baldt abe, zweiuelt nicht darann, es werde kunfftiglich wohl abgehl3[?]
Arttern Vonn Aulebenn bin ich nach Arttern verreiset, vnd erstlich bey den Saltzbronnenn ganngen, vnnd die vorgenommene gebeuw, desgleichenn die zwey Bothe, so daselbst etliche zeit gestanndenn, besichtiget, Jnn das dritte aber hab ich nit gelassenn könne werdenn, aus vhrsachenn, das dasselbige etliche vom Nurmbergk, sonnderlich derenn einer Schelhamer heist, derzeitt Jnne hattenn, vnnd durch ein besonndere Kunst in furhabenns warenn, |: Wie sie sich dann mit den Pfennernn deshalb daselbst vmb die helffte des ganntzenn Saltzwergks eingelassenn :| den halben theil des holtzes zuersparenn, Der Bronn kömpt auch aus einem weissenn Saltz gebürge, gibt eine grosse mennge sohlenn, vnnd mehr dann duppell souiele als im Saltzwerge Sodenn furhandenn, ist noch nit gewis gefast, ohn allein das ein besonnder kumpff, annderhalb ehlenn hoch mitt bretternn vmbfanngenn, vnnd mit erdenn verlemmet ist, hat viele wiltwasser, welchs durch beson=
dere Kunstenn abgefurt ist wordenn, vnnd seindt viel Schachtenn allennthalb vmb den Bronnenn her eingesennckt, also das der ganntze Bergk ann allenn orten dermassenn erhölet, vnnd durchlöchert ist, das er dem Bronnenn nit viel nutzenn kann, Ich habe auch die Sohlenn geschepfft, hat rohe am gewichte gehaltenn die quart — 98½ loth, vnnd an Saltz — 8 lot minus1[?] ¼ qt.2[?] Vnnter des hab ich mich bey den Saltzgreuenn vnnd gewerckenn, annzeigenn lassenn, die seindt als baldt zusammenn kommenn, meine werbung benebenn der Credenntz anngenommenn vnnd anngehört, vnd sich alsbaldt auf alle frage ganntz gutwilligk vnnd freundtlich erklerett, Jnnsonnderheit aber, habenn sie anngezeigt, das sie vonn erster erfindung des Bronnenns kein gewisse gründtliche annzeigung habenn, Ohne das in einem altenn Meßbuch sie geschriebenn befundenn, das die Sohle Anno 1450. befundenn sey wordenn, Wie dann auch sonnstenn die altenn auch gleicher massenn berichtenn,
Nach der hanndt aber habenn sich Jre1[?] gnedige Herrnn die Grauenn vonn Mannsfeldt, das Saltzwerck zuerbauwenn, mit hoher muhe vnnd grossem kostenn, vnnternommenn, also das gewislich vber 40 oder 50000 fl.2 darauff ganngenn sein, bißolanng das sie enndtlich dauonn abgelassenn, vnnd es fur wuste gut liegenn lassenn, Mit dem bauwenn aber sey es wunderlich vnnd seltzam zuganngenn, denn ob schonn vf ein zeit sich die Sohlen sehr reichlich ereugt gehabt, also das die Grauenn dauonn ein zimblichenn stadtlichenn gewin, hetten habenn könnenn, Habenn doch sie Jhnenn damit nicht genugenn wollenn lassenn, Sonndernn seindt weitters beredet wordenn, das sie wunschelruten habenn vmbhergehenn lassenn, Christallenn gesichte anngestellet, vnnd sonnst mit annderer zauberey bessere Sohlenn suchenn wollenn, daher dann eruolget sey, das allennthalb souiel Schachtenn eingesenckt, vnnd der Bergk ann allenn ortenn durchgrabenn sey wordenn,
Sie zeigenn auch weitters ann, das es ein zeit bey wohlgedachtem Grauenn ein Kunstler sich so hoch anngebenn, als wolte er die Sohlenn allein dermassenn fassenn, vnnd das wilde wasser im berge verdempffen vnnd verstopffenn, das ann einem anndernn ort ausbrechenn, vnnd dem Bronnen keinenn schadenn mehr zufugenn, Sonndernn die Sohlenn alleine bleibenn solte, Solchs habe also gedachter Kunstler Inns werck gesezt, vnnd drey tage, bis ann den viertenn es erhaltenn, bis solanng das die gewalt im berge zu gros wordenn, mit vngestumm durch die klufte getrungenn, den Bronnen vnnd das gannze thal dermassenn verwustet, vnnd zurissenn, das mann seithero die Sohlenn nicht wie zuuor that zusammen bringenn konnenn, wie dann solchs der augenschein noch heutiges tags außweiset, Vnnd dieweil wie obenngedacht die Sohle sich in grosser mennge sehenn lest, vnnd vber dreißigk Jar verwuste gut liegenn bliebenn, berichtenn sie weitters, das sie sich vom neuwem durch Ire gnedige Herrnn
die vonn Mannsfeldt damit habenn belehnenn lassenn, vnnd vonn der zeit hero in einem oder zweyenn Bothenn gesottenn, vnnd dieweil das holz bey Ihnenn zimblich zubekommenn, am siedenn noch keinenn schadenn gehabt, auch sehr trucken vnnd gut Salz gemacht habenn, doch sein sie durch Ire Salzknechte, derenn etliche vonn Hall, vonn Franckennhausenn, vnnd auch vonn Sodenn gewesenn, vielmahls geteuscht, vervortheilt, vnnd dieweil sie einfeltige leute, sagenn sie das sie es bey Ihnenn nicht enndernn konnenn, Enndtlich habenn sie mich auch berichtet, das sie sich vngeuerlich vor drey virtell Jars mit den Kunstlernn, dauonn drobenn meldung geschehenn, haben eingelassenn, vnnd dermassenn Contrahiret, das sie demselbigenn das gannze Salzwergk einreumen woltenn, Wann sie nur Irer Jegenn1[?] verpflichtung nach den Bronnenn wohl fassenn, vnnd das halbe holz im siedenn ersparenn konnte, Nun sein die Kunstler ein zeitlanng da gelegenn, ein ver=
schlossenn bodt aufgericht, daselbst ein1[?] niemannds, dann allein die Kunstler dem Contract nach, durffen kommenn, mancherley beu vnnd verenderung derselbigenn furgenommenn, aber noch zur zeitt nichts fruchtbarlichs Inns werck gesezt, vnnangesehenn, das sie zu mehrmahlenn darumb anngesucht Als ich aber vnnter solchem gesprech weitters fragete, ob sie mit hiebey wissenn konntenn, mit was geschicklichkeit die vorstehende Kunst anngestellet werde, Habenn sie mich nichts berichtenn konnenn, ohne das sie annzeigenn, sie habenn vff ein zeit ein besonndernn große kupffern Blasenn gesehenn, was sie aber damit außrichtenn, konntenn sie nit wissenn, Der Wirdt aber im hause, welcher beide geselschafftenn der Kunstler kennet, hat im vnndtfahrenn2[?] lassenn, das er vngefehr vernommenn, das gleich wie ein Weinbrenner3[?] zeug der gannze hanndell sey anngestellet. Sonnstenn habenn diese leut aller, Nemblich beide
Salzgreuenn, vnnd die anndernn gewerckenn, gannz gehorsamb gutwillig vnnd freundtlich sich erzeiget, Mit anngehenngter vnnderthenniger vleissiger bitt, das ich Irer im bestenn bey meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn gedenckenn wolte, mit der verpflichtung, so baldt die Kunstler Ire Kunst offenntlich Inns werck seztenn, vnnd die nuzenn bringenn wurde, das sie solchs alsbaldt meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn eröffnenn woltenn, Vnnd als ich vngefehr der Prob, wie obenngemelt, gedacht, habenn sie auch der Kunstler Proba, wie es darumb geschaffenn, meldung gethann, vnnd souiel zuuerstehenn gebenn, das derselbigenn Proba auff ein Centner nasser Sohlenn, vnnd nicht vfs nasse mas gerichtet sey, Darauff Ich zur anntwort gebenn, das solche Proba muste falsch vnnd vngewiß sein, In annsehung, das das nasse mas sohlenn, ann einem ennde mehr wiege, denn am anndernn, seindt sie mer1[?] |: als sonnderlich ein Alchimist vnnder Ihnenn war :| zugetrettenn, vnnd bericht vnnser Proba
gebettenn, welche Ich Iztgedachtem Alchimisten abzuschlagenn nit gewust, vnnd dieselbige etlicher massen vertrauwter weise eroffnet habe, Der zuuersicht, |: wie dann auch beschehenn :| er wurde mich darJegenn auch etlicher geheimnus theilhafftigk machenn, Ob nun wohl ich keinen beuelch gehabt, auff Sulza oder Kosernn, derenn dieses dem Churfurstenn, Jenes dem Herzogenn zu Sachssenn, zustenndigk zuziehenn, So hat mich doch meine reise dahin zuwendenn bewegt, dieweil ich vnnter anndernn verstannden, das ann den beidenn ortenn, die Kunstler Irenn vnnderschlief habenn soltenn, vnnd deshalb mich alsbaldt nach essens vfgemacht, vnnd nach Sulza gezogenn, vnnd Jegenn abenndt daselbst einkommenn, do hat mich auch der eine Salzgreue zu Artern eine forderungs schrifft an des einenn Kunstlers diener mitgetheilt, das er mich zur besichtigung Irer Kunstirung wolte zulassenn, wie dann vielleicht auch beschehenn were, wo ich nicht ebenn den Kunstirer selbst alda zur stedte in der Herberge, darin ich gekeret antroffenn hette,
Anno 69. Im Nouembri, bin ich sampt anndernn zu Arternn gewesenn, vnnd nachuolgenndts den Churfurstenn zu Sachssenn berichttet, Durchleuchtigster Hochgeborner Churfurst gnediger Herr, auf enndtpfanngenenn Euer Churfurstl. G. gnedigsten beuelch, seindt wir zu Arternn den 18 huius zusammenn kommenn, Doctorem Landelernn zu vnns beruffenn, vnnserm habenndenn beuelch, doch nach anweisung des Memorials in gewissenn fragstuckenn eroffnet, vnnd sonnstenn aller gelegennheit des Bronnenns, vnnd die alten gewerckschafft erkundiget, vnnd mit vleis besichtiget, Was nun Doctor Landeler auf die fragstucke, so Ime furgehaltenn worden seindt, sich hat erkleret vnnd außgesagt, habenn E. Churf. gl. beyliegenndts gnedigst weitter zusehenn, Dieweil aber wir vor vnnser Personn, vnns vnnderthenigst schuldigk erkennenn, vff E. Churf. gl. gnedigsten beuelch vnnser einfaltigs rathsames Bedennckenn zu eröffnenn, So ist es ann dem, Dieweil mehrgemelter Doctor Lanndeler auf die furnembstenn frag=
stucke, nit hat anntwortenn wollenn1, vnnd dann ann dennselbigenn, am meinstenn gelegenn, E. Churf. gl. liessenn sich nach Iziger zeit, vnnd aller vmbstennde gelegennheit, nit weitter Jegenn Ihnenn den Doctor in dieser sachenn ein, bis solanng er vff dieselbigenn fragstucke E. Churf. gl. richtigenn vnnd grundtlichen bescheidt gebenn, Dann ob schonn Sohle gnug furhanndenn, Er der Doctor auch sich ruemet, vnnd hören lest, er wolle mit einem drittentheil holzes, so viel als ein annder mit 3/3 außrichtenn, So hat er im doch das lassenn enndtfallenn, das er vnter anndernn hat außgesagt, er muste zu absiedung — 5. fuder wassers — 7. schock wollenn[?] holz habenn, aus welchem, vnnserm verstanndt nach, nit grosse abkurzung des vnncostenns am holz kann abgenommen werdenn, vnnd were demnach vnnser einfeltigs bedennckenn, Wo mann Je disfals etwas vornemen wolte, das erstlichenn — 2. Probwerck gesotten werdenn, Inn welchenn mann, auf seine art, vnd denn auf meine des Salzgreuenn, die feurherde
annstellete, mit dem holz sparenn oder nicht, Sonsten ohnne das wissenn wir weitters desfals nicht zu rathenn, Solches habenn Euer Churf. gl. wir vnnderthenigst nicht verhaltenn sollenn, vnnd seindt derselbigen zudienenn verpflicht, schuldig vnnd gannz geflissen willigk, Datum Anno Domini 69. den 25. Nouembris Michell vonn Ebelebenn Haubtmann zu Sanngerhausenn Johann Rhenanus Hessischer Salzgreue Christoff Schornlebenn1[?], Ober Huttenverwalter des Bergkwergks Freyburgk, Mathias Flicke2[?], Bergkvogtt zu Sanngerhausenn
Fragstuck so dem Herrnn Doctori Landeler vonn Nurmbergk, nach außweisung des Churfl. Sechssischenn beuelchs des Saltzwercks Artern wegen seindt vorgehaltenn wordenn, vnnd was er darauff geanntwort. Ob der Saltzbronn bestenndiglich gefast sey, anntwort, Er sey nit gefast, vnnd wann er schonn nicht gefast werdenn solte, konne er doch mit bestenndigem nuzenn bey Iziger gelegennheit des Bronnenns bleibenn, Er verhoffe aber Ihnenn nachmahls mit Göttlicher verleyhung dermassenn zuerbauenn, vnnd in besserung zubringenn, das 100 oder 1000 Pfannenn gesezt werdenn konttenn, So wolle auch er aus dem abflus, also viel Salzes als aus dem Bronnenn machenn, vnnd sey die Izige fassung nur ein absonnderunge, vnd steygerung, Damit nit die vnreine Sohle, Inn die Pfannenn komme, sey gennzlich bedacht, den Bronnenn zufassenn, so baldt er nur durch hulff vnsers gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrnn konne befordert werdenn, Vff welche mas vnnd weise er dieselbige fassung wolle
furnehmenn, anntwort, Darzu bedarf er verstenndiger vnnd erfahrner leute Rath, verhoffe leutt zuwegenn zubringenn, die Ime darzu tuchtigk sein konnenn, Doch wolle er nit tieffer senncken, Sonndernn vielmehr, da er Ja bauenn wolte, wolte er eine gute weite vom Bronnenn ein Stollenn vom Bergk herausfuhrenn, damit er also die wildenn wasser verschrotenn, abfuhrenn, vnnd die Sohlen allein behaltenn muge, Was solcher Baw kostenn werde, Sagt solches könne er nit eigenntlich wissenn, so sey es auch ann dem, das sich der Baw selbst könne verlegenn, so er im stetigenn siedenn bleibt, Doch könnt mann mitt — 1000 fl. in solchem baw viel außrichtenn, Ob er die Sohle vor rein vnnd gut achte, anntwort, die sey gemischt, wie dann alle Sohlenn bis vf — 33. lötige, Wieuiel Sohlenn der quell alle stunde, vnnd ob er dieselbigenn alle versiedenn wolle, berichttet, Er sey so reich vom Quallenn1[?] ann der meinge, das er
gannz Teutschlanndt damit speisenn wolle, getrau es auch wolfeiler als zu Halle zumachenn vnnd zuuerkauffenn, Wie Reich die Sohle am halt sey, sagt der Centner habe — 6 lb.1 reichlich. Ob zuhoffenn, das durchbauenn der Bronn könne verbessert werdenn, Sagt er sey der gennzlichenn hofnunge vermittelst Göttlicher hulffe, wann der Baw nach obgesazter seiner meinung Inns werck gesezt werde. Was fur art er brauchen wolle, die Sohle zuuerbessern, Sagt, Es sey ein frage in Heiligenn Geist, Er hab albereit vnnsernn gnedigstenn Churfurstenn vnnd herrn, dauonn berichtet, wolle es auch nachmahls thun, konne sich aus bedenncklichenn vhrsachenn vff diese frage Jegenn vnns nicht erclerenn, Wieuiel Bodt vnnd Pfannenn vonn den Bronnenn fur vnd fur, bestenndiglich konntenn gefordert werdenn, Sagt souiel als mann wolle, vnnd souiel als man Holz
bekommenn konntte, Er sey aber mit seiner Kunst gefast, das er mit einem drittenntheil holzes souiel außrichtenn will, als ein annder mit — 3/3, Hatt sich auch weitters erkleret, das er zu absiedenns — 5. fuder wassers — 7. schock Wellenn, vnnd nitt mehr bedurffe, wolle auch wohl ohnne holz siedenn, Wie gros vnnd tieff die Pfannenn sey, anntwort, Diese frage ist, Noli me tangere, Er könne aber mitt grossen vnnd kleinenn Pfannenn siedenn, Wieuiel dreßnischer Schöffell er auff ein siedenn vnd pfannenn außbringe, anntwort, auff ein siedenn bringe er aus — 4. Schöffell, welche drey Hallische machenn, er siede dieselbigenn in — 6 oder 8. stundenn, gebe wochenntlich zu lohnn — 2 fl. vnnd lieffernn Izo die Söder wochenntlich — 100 stuck, hoffe es aber vf — 150 stuck zubringenn, Wieuiel holz auff Jeders siedenn aufgewenndet werde, anntwort, wiewohl dieser artickul auch noli
me tangere seÿ, vnnd er deshalb mehrhöchstes ernenten vnsern gl. f. vnnd herrn solches berichtenn wolle, do durffte er doch nach Jtziger gelegennheit, da er allein den drittentheil seiner kunst Jnns werck gesetzt, die anndern zweÿtheil aber, ohne kaiserliche priuilegien Jnns werck zusetzen, nit bedacht seÿ, mit mehr denn — 4 schock wellen, deren Jedes — 3 groschenn gelte, da zu Franckenhausenn eins achtte gellett. 13. Was fur feurwergk er wolle brauchenn, vnnd vf was art der feurherdt seÿ anngestellet, Sagtt er wolle brauchenn Holtz, Stro, Schilff, Steinkohlenn, vnd dorff1[?], So seÿ sein herdt auff zuegk, trieb vnnd windt anngestellet. 14. Jnn was kauff vnnd werth das holtz Jtzo seÿ, Jst Jtzo erkleret, Jedoch könne er Jtzo, wann ers Sambskauffs thut, den acker schlagholtz, vmb — 2. 3. 4. oder 5 fl. keuffenn vnnd ann sich bringen, 15 Ob mann es auch in solchem werth könne bestendig=
lich erhaltenn, sagt, darnach mann viel vnnd wenig köthe annstellet, Hoffe aber wo vnnser gnedigster herr etwas Jme auf geburliche zins vnnd volgende bezahlung wurdenn versetzenn, er wolle durch fügliche mittell die vmbliegennde Geholtz wohlfeiler vnnd bestenndiglicher ann sich bringenn, Erblich, oder vf wiederlauffennde Jar, wo aber nitt So muste er aus einem kleinenn Bronnenn auch trinckenn, denn zugrossenn hanndelnn gehören grosse beuttell 16. Ob auch holtz gnugsamb fürhanndenn, sagt weren bis in — 50. oder 60000 acker zukauffe, vnnd könne vf — 1000 ackernn gemeines Reisholtz, souiel holtz zuwegenn bringenn, das er damitt — 200000 ste1[?] absiedenn könne, Mitt denn Waerterischenn2[?] holtze aber, welchs besser seÿ, könne er mit — 1000 ackernn — 300000 ste3[?] befordernn, Solte er aber die Sohle alle versiedenn, So würde in der Düringer vnnd Hartzwaldt.
Ja alle vmbliegennde geholtze zuwenig sein, 17. Wie lannge mann ohne steigerung des Holtzkauffs sich holtzes erholenn könne, Sagt, Hierinne könne er kein mas noch ziel setzenn, dann es seÿ ein handell der steigenn vnnd fallenn könne, 18 Welche Geholtze diesem Saltzwergke am nehestenn gelegenn seindt, wie sie heissenn, vnnd wo sie liegen, Sagt, er stehe in hanndelung mit denenn vonn Werternn vmb — 16000 acker, So seyenn Jme die Witzlebischenn1[?], Werterische Rasennburgische2[?], Sapennburgische3[?], Schöffische4[?], vnnd Euerfordische5[?] gehöltz am bestenn gelegenn, versehe sich auch, er wolle flösse annstellenn, vnnd zuwegenn bringk. 19. Ob das Saltz auch gut vnnd düchtigk, sagt, Seÿ gut, stelle es vf die Proba. 20 Ob auch grosse nachfrage vnnd bestenndiger Schlis könne anngestellet werdenn, Sagtt. Dauon habe er seinenn vorschlage mehr hochstermeltem vnserm G. fürstenn vnnd herrnn, schonn eroffnett.
wie es in seiner Churf. gl. Lanndenn gehalttenn werdenn könne, Jtzo aber zeit er ann, Ladenn beÿ Jme Franckenn, Wittlennder1[?], auch zu Zeittenn Reinlennder, so seÿ vorm Jar es beÿ Jhnenn im winter sehr sperung2[?] vmb saltz gewesenn, als mann zu Franckennhausenn ein zeitlang nicht sieden könnenn, Habe vf einmahl — 800 stk im vorrath gehabt, vnnd dis Jar vber heupt — 3000 stuck vnnd darüber gemacht, Stehe mit den Nürnberger in hanndelung, wisse auch wege, wie er mitt den fürleutenn ganntz wolfeÿl vnnd leichtlich beÿ Centnern, das holtz abzuführenn verdingenn könne, 21. Was der Ertzbischoff zu Magdeburgk als Lehenherr, darann vor gerechtigkeit habe, was für bewilligung vnnd Consens er vonn Jtztgedachtem Ertzbischoff habe, Was dieselbige bewilligung Jnnhalte, vnnd wie lannge sie stehe, Darauf anntwort er, Es seÿ wohl Ertzbischofflich Lehenn, aber es seÿ in dem Lehennbrieffe, welche seine gnedige Herrnn die
Grauenn vonn Mannsfeldt habenn austrucklich das Saltzwergk Jnnerleibt, vnnd stehenn nur alleine den 3/5. Graff Hanns Jorgenn vnnd S. Gn. bruedernn zu, vnnd habenn die anndernn Grauenn nichts darann zufordernn, vnnd das dem also seÿ, Erbeut er sich mit den Lehennbrieffenn zubeweisenn. Wir habenn auch die altenn gewerckenn, die vornembsten abgehöret, vnnd aus Jrer anntwort befundenn, das sie vnnd alle alte Gewerckenn, mit Doctor Landeler1[?] wohl zufriedenn, Wollenn auch am Saltzwerck, kein beforderung mehr habenn, dann was die Vergleichung mitbringt. Sultza. Als ich nun zu Sultza war, hab ich mit vielenn freundtlichenn vnnd glimpfflichenn worttenn, gedachtenn kunstler anngeredt, vnnd vonn wegenn meines gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, zur besichtigung zugelassenn zuwerdenn begeret, Hab ich doch nichts
erhaltenn mugenn, dann er mir stetigs zur anntwort gebenn, Es seÿ im ganntz vngelegenn, seine kunst, darauf er ein merckliche vnnd grosse gewendet vnnd gewagt, einigenn mennschenn, ohnne gnugsame vndtgeltnus1[?] zuzeigenn, da aber mein gnediger fürst vnnd Herr sich mit Jme einzulassenn, vnnd ein stadtliche nambhafftige vergleichung versichernn wurde, wert er vnderthenigk erbuetigk seine kunst auch in ffgl. Saltzwergk Sodenn annzustellenn, Darauf ich zur anntwort gebenn, das mein gl. f. vnnd herr, noch in ffgl. Saltzwergk keinenn manngell befundenn, nicht leichtlich allenn Geisternn gleubte, vielweniger sich in einige vngewisse Contrahirunge einlassen wurde, So könnte auch seine kunst, wanns Jnns wergk gesetzt wurde, nicht lanng verborgenn bleibenn, Aus diesem gesprech hat er vber tisch, abendts vnnd morgenns, sich mit viel ruhmreistigenn redenn vernehmenn lassenn, das keiner im Reich wert,
der sich auf Saltzwergk, vnnd Saltzprobiren, besser als er verstunde, vnnd insonderheit das er die Sohla zu Sultza, die doch sehr gering were, ohnne zuthun einiges feurwergks, dermassenn gescheidenn hette, das der Centner — 18 ℔1 hielte, Solches hab ich in seinem werth vnnd vnwerth beruhenn lassenn, vnnd seine Sohl zuhabenn begeret, welche er mir auch zugestelt, aber dermassenn ist sie vnschmackhafft vonn Saltze gewesenn, das ich sie nitt werdigk geschetzt habe zu probiren, dieweil vnnser weltwasser reicher ist am geschmack dann die Sola, vnnd es seÿ dann, das ein besonnder heimblicher betrugk dahinder stecke, dauonn ich drundenn weitters beÿ Ascherslebenn meldunge thun will, So mus ich das dis orts rundt schliessenn, das kein bestenndig Saltzwergk in ewigkeit da werdenn könne, Es kunstiere zugleich der kunstierer was er wolle, Er berichtet aber vnter anndern, das der Bronnenn — 18. Lachter tieff were, so hoch voll Sohlenn stunde, vnnd mit Schepff eimernn gereicht würde,
Als ich aber dis orts weitters nicht habe ausrichtenn könnenn, hab ich mich vfgemacht, vnnd bin dannenn gezogenn, Dieweil aber gleich vor Sultza der kunstler seine kunstirung aufgericht gehabt, habe ich dieselbigenn vber zeune vnnd grabenn hin soviel anngesehenn, das ich befundenn, das daselbst ein kodt vfgericht mit einem Schornnstein, gleich wie zu arternn, vnnd nicht weit dauonn etliche andere schmale lannge gebeue, vngefehr acht oder neun schue breit, Jnn der Lennge vnnd höhe aber vngleich vfgericht gewesenn seindt, welche mit strogedeckt, vnnd etwann zwene schue hoch vber der Erdenn, darin flache tröge, vngefehr halbes schuchs hoch, zwölff schue lanng, vonn dennen dielenn zusammenn gefügt, vnnd getrunngenn gewesenn, vber denselbigenn habenn gehanngenn Stroernn oder Schilferne ketzenn1[?], welche wie ich sonnst berichtet wordenn, er darzu braucht, das er die Sohlenn darauff mit schauffelnn lecket, welche darnach in die tröge abtreiffenn, vnnd fürters vonn einem troge zum
anndernn |: derenn vngefehr in die vierzehenn ich gezehlet :| ableuffet, vnnd soll also durch solchs leckenn vnnd leitenn, die Sohla gebessert werdenn, Boserne1[?] Folgennts tags binn ich vff Weissennfels vnnd nach Bosernn verreiset, daselbst auch die gelegennheit des daselbst fürgenommenn Saltzwergks bau zuerlernen, vnnd dieweil zu Weissennfels ein Bürger, mitt nahmenn zacharias hoffmann genanndt, welcher für einenn zimblichenn verstenndigenn Philosophum anngebenn wardt, auch kurtz zuuor mit den kunstlernn auf dem Bronnenn zu Bosernn gewesenn, vnnd dauonn zuberichtenn wissenn hatte, Hab ich denselbigenn zu mir erfordert, vnnd nach essenns auff meinem wagenn mit mir nach Bosernn genommen, dieser hat mich berichtet, das er vonn altenn leutenn erfahrenn, wie weÿlanndt der Hochlöbliche fürst Hertzogk George zu Sachssenn, denselbigenn Saltzbronnenn zubauenn erstmahls vngefehr vor — 50. Jarenn vnderstanndenn, habe auch darauff ein
merglichs vnnd grosses gewenndet, den Bronnenn vber — 40 ehlenn tieff gesenncket, viel kunst: vnd Schepffwergk daselbst vfgericht, habe aber nichts zu wegenn bracht, sonnder souiel tieffer er in weichenn Steinechtenn grundt gesenncket, souiel mehr seÿ das wilde wasser herzugedrungenn, welchs enndtlich die arbeiter dermassenn vberwaltigt, das sie vonn der arbeit ablassenn mustenn, vnnd seÿ also das vorgenommene Saltzwergk zu wustenn rechtenn1[?] liegenn bliebenn, bis auf den Jtzigenn Churfürstenn zu Saxenn, Hertzogenn Augustum, beÿ dem habenn die Nürnbergischenn kunstler vmb belehnung anngesuchtt, aber noch zur zeit nichts erhaltenn könnenn, Als ich nun Jnns dorff Bosernn kommenn, habe Jch zwenn alte menner, vf alle die Jtzt erzelten Puncten, Jre wissennschafft zueroffnenn, im augennschein vff dem Bronnenn gefragt, seindt die dem allenn zugetrettenn, vnnd darbenebenn anngezeigt, das in zeit des fürgenommenn Baues nichtt allein an einem
sonndernn ann zweyenn dreyenn enndenn eingesenckt, vnnd nichts ausgericht were wordenn, wie dann solchs der augennschein mit sich brechtte. Weitters habe ich die Sohlenn zu probiren begeret, Nach dem aber der Bronnenn schacht, wie tieff er auch ist, mit Sohl vnnd wiltwasser bis obenn aus der erdenn gleich erfült gewesenn, auch vmb vnnd vmb ein kreuchechtigk[?] gemöhr[?] vorhanndenn, Hab Jch zur Sohlenn nit kommenn mügenn, bis solanng ich vf fürschlagenn obgedachts Weissenfelssischenn Burgers, ann einer lanngenn Leynenn, vber ein lange stanngenn ein kruglein mit annhanngenndem gewichte eingelassenn, vnnd die Sohle aus der tieffe zureichenn, fürgenommenn, Jst aber vmb der vielenn strebenn willenn, so im Schacht seindt, nichts zuwegenn bracht, denn der krugk am stricke zerbrochenn, Souiel vonn diesem Saltzwerck, das annder wirdt sich in gemeinem bericht wohl findenn,
Hall in Sachssenn Zu Hall in Sachssenn einkommenn, vnnd als baldt meinenn diener zum Secretario Kitzingenn1[?] abgefertiget, durch eine zettell, meine Jegennwertigkeit eroffnet, vnnd vonn Jm freundtlich begeret, das er beÿ den Herrnn Rethenn |: vnnter welchenn auch der Saltzgreue mit war :| in abwesenns des Ertzbischoffs mich wolte anngebenn, welches er gethann, vnnd mir annzeigenn lassenn, das die Hern Rethe mich vonn stundt ann hörenn woltenn, auf solche anntwort hab ich mich als baldt auf die Cantzleÿ verfügt, bin zu den Rethenn eingelassenn werdenn, Habe meine werbung nach gelegenheit fürgetragenn, meine Credentz vbergebenn, welche sie mit sonnderlicher Reuerentz anngenommenn, vnnd bin ich nach gethaner werbung abgetrettenn, Jr anntwort weitters erwarttenndt, vber ein gar kleine weile, habenn sie mich zu sich wieder erfordert, meine gethane werbung vnd Credentz
Ihres Innhalts in allenn stuckenn wiederholet, vnnd darauf dir antwort gebenn, das sie vonn wegen Ires gnedigstenn furstenn vnnd herrnn des Administrators zu Magdeburgk, nicht allein geneigt werenn, Meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn ssgl1[?] begerenn zu wilfahrenn, sonndernn dieweil sie auch spuretenn, das solchs weder Irem Saltzwergk, noch Iemandts zu nachteil, aber viel mehr zu beforderunge des gemeinenn nutzenn gereichete, erkennetenn sie sich schuldig, dis fals meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, aller gelegennheitt Ires Saltzwergks auf mein weitters ansuchenn vnd frage berichtenn zu lassenn, sie hettenn auch albereit den Saltzgreuenn, der da zur stedte zu Iegenn2[?] sesse, vonn wegenn hochgedachts Ires gnedigstenn herrn beuohlen, mir dis fals was notwendigk nichts zu verhaltenn, denn sie darann mit nichtenn zweyfeltenn, es stundenn die sachenn zwischenn Irem G. F. vnnd herrnn dem Administratorn, vnnd meinem gnedigenn herrnn dem Landtgrauenn, also, das
sie auch beiderseits in noch einem grössern einer dem andernn eine freundtliche bitt nicht abschlagenn wurde, Als nun alsbaldt der Saltzgreue auch sich darzu gutwillig erbottenn, hab ich mich dagegenn geburlich bedannckt, mit angehenngter zusage, das ich Itztgedachte Ire gute antwort vnnd willenn, meinem gnedigen furstenn vnnd herrnn mit ruhm vermeldenn wolte, Vnnd hab ich furters zu bericht vom Saltzgreuenn eingenommenn, wie folgt, Vom erster annkunfft des Saltzwercks zu Hall wiste er grundtlichs nichts zusagenn, Ohne das in der Merseburgischenn Chronickenn ergeschriebenn befundenn, das der grosse Keiser Otto, das Saltzwergk daselbst, dem Ertzbischoff zu Magdeburgk vbergeben, vnnd sey damahls die Stadt noch ein Dorff gewesenn, welches mit Hall geheissenn habe, Hat weitters hinzu gesetzt, dieweil Itztgedachter Kaiser Otto daselbige verschennckt gehabt, das es damahls schonn ein Saltzwergk gewesenn sey,
Ob aber die Bronnenn alle vier, Inmassenn sie Itzt gebauenn, in Bau vnnd wesenn gestanndenn seyenn, könne er gleicher gestalt nit sagenn, So finde er auch nichts dauonn beschriebenn, denn etwas weniges bey Agricola vnnd Mathesio. Sieuiel die fassung der Bronnenn vnnd abfuerung des wildenn wassers annlanngt, dauonn wisse er oder niemanndts nichts bestenndigs, Das sey aber nicht ohnn, sonnder war, das der grundt im teuschenn Bronnenn, wie dann auch in den anndernn Grau weisser Sibs1[?] oder Salckgrundt2[?] sey, auf welchem Bronnenn die Schacht mit Kleis3[?] gelegt, vnnd dermassenn wie vermutlich in ein annder gefuegt, vnnd darhinder mit Thonn oder anndernn zehenn Erdtreich verwaret seindt wordenn, das das wilde bey Ihnenn nit einbrech4[?] noch schadenn schaffenn könnte, wie dann solchs ab dem nahenn fliessenndenn flus der Saal |: welche bisweilen auch obenn auf die Bronnenn steige :| were anzunehmen, Sagte auch klar, das Inn vnnd bey Irer Sohlenn kein wilt
wasser mehr wehre, vnd als ich darwieder disputirete, bleib er gleichwohl auf seiner gefastenn meinunge, Damit ich dann nach gelegennheit zufriedenn sein muste, Darbenebenn hat er aber auch berichtet, das allennthalbenn im ganntzenn thal, da das Saltzwergk liegt, wo mann einsenncke, sich Sohlenn findenn lasse, auch obenn in der fleche, wie aber solchs zugehe, vnnd woher die kumme, wisse er nicht zusagenn, Es sey aber bey Ihnenn bey hals hennckenn verbottenn, das kein Her1 oder wircker die Sohlenn enndtplössenn, noch versiedenn dorffe, Innhalt des daruber haltenndenn artickels in Irer Ordenung. Vonn der tieffe der Bronnenn hat er nichts berichtenn könnenn, desgleichenn auch der austheilung nicht, vnnd darumb dis fals mich ann die Bronnenmeister, Bronnennknechte, vnnd vorschleger volgenndes tags Irenn bericht anzuhörenn gewiesenn, gleichwol hat er mit hinzu mir das gemeine Lehennbuch nach allenn Bronnenn vnnd Stennenn gezeigt.
Weyl aber die theilung darin vngleich in allenn stuckenn, hab ich mich nicht darin richtenn könnenn, wie dann auch noch nicht, vnnd deshalb gebettenn, das er vnnbeschwert sein wolte, mir aus gedachtem Lehenbuch die Heuptaustheilung durch seinenn Schreiber abschreibenn zulassenn, welchs er dann gutwilligk gethann, vnnd erhelttet sich dieselbige wie folgtt, Teutsche Born Der Teutsche Born hat zwey vnnd dreissigk Stuele, ein Stuel hat vier Verteil, ein Vierteil ist — 12. Pfannenn, vnnd ein Ertzbischoff zu Magdeburgk soll in diesem Borne, vber acht Stuele, vnnd vnter siebenn stuele weniger nicht habenn, Metritz Born Der Metritz Born hat achtzigk virtell, ein virtell ist Siebennzehenn Pfannenn, vnnd in diesem Borne mag ein Ertzbischoff zu Magdeburgk auffs meiste vnnd daruber nicht habenn einenn Stuel.
Gutiars Born Der Gutiars Born, hat vier vnnd achtzigk virtell, vnnd ein virteil ist — 12 Pfannenn, vnnd in diesem Borne magk ein Ertzbischoff zu Magdeburgk aufs höchste vnnd daruber nicht habenn drey stuele, Hackebornn Der Hackebornn hat drey vnnd dreissigk Nössell vnnd nicht vierteil, ein Nössell ist — 6 ½ Pfanne, Inn diesem Borne magk ein Ertzbischoff zu Magdeburgk aufs höchste vnnd daruber nicht habenn einen halbenn Stuel, Ein Stuel ist vier Nössell. Vnnder des hab ich gefragt, Nach dem wie obenn gehört die theilung in allem vngleich, dem Bischoff in einem Bronnenn mehr dann in anndernn zugeeigenet sey, auch Pfannenn im Lehennbuch genennet werdenn, wie es doch hierumb eine gelegennheit habe, ob der Bischoff alwegenn die theilung gehalt, oder auch mehr theil ann sich bringenn müge, wie es vmb die Lehennschafft geschaffenn, Ob dieselbige mann oder Erb=
gut sey, vnnd enndtlich was in Irem Saltzwergk ein Pfannenn heisse, auf diese frage hat er mir vnnderschiedtlich geanntwort, vnnd erstlich anngezeigt, Das vonn alters her die Bischoffe nicht mehr dann die Erblehennschafft, Erbrennth1 |: so etwas geringe gewesenn :| hohe Obrigkeit vnnd schutz, ann vnnd in dem Saltzwergk gehabt, biss so lanng das der ErtzBischoff Ernnst, welcher ein gebornner Hertzogk zu Sachssenn, vnnd Lanndtgraue zu Duringenn gewesenn, durch vbermut, pracht, vnnd vngehorsamb der Pfenner zu Hall ein Vrsach genommenn, das er sie nit allein vmb den vierdtenn theil des ganntzenn Saltzwercks gestrafft, dasselbige furters ein gros theil ann Gottes diennst vnnd die armen ausgespenndet, Sonndernn auch dahin enndtlich mit ernnst gehaltenn, das sie vonn Ihm, vnnd allenn nachuolgenden Bischoffenn, souiel die vbrigenn drey virtheil des Saltzwercks annlanngt, die renndtpfannigenn vnnd tragenn habenn müssenn, Solchs werde bis vf diese stunde noch gehaltenn, also das
Itzo der Ertzbischoff mit dem so den Stifftenn zugeordennt ist, bis vf gar ein geringes, das ganntze halbe Saltzwergk allein einhabe, So habe auch die letzte Lehenn eintreferung1[?] dem ErtzBischoff vber Sechs Tausenndt guldenn getragenn, vnnd sey ganntz vnnd gar kein Erbgut vorhanndenn, dann das ein Ertzbischoff ein Furst vonn annhalt gewesen, seiner freundtschafft in Iedem Bronnenn einenn Stul erblich zugeeigenet hatt Sonnstenn sagte der Saltzgreue, damit die Bischoue nit dafur anngesehenn werdenn durfftenn, als woltenn sie das Saltzwergk gar aus der Burger hanndt ann sich bringenn, so pflegenn sie die anngestorbene Pfannenntheil etliche Iar lanng, Irenn wohl verdienetenn dienernn zu leibguth, auch wohl zu Erbmannlehenn auszuthun, vnnd zu leyhenn, vnnd Ire diener damit zubegnadigen, wie dann im selbst wiederfahrenn sey, vom ErtzBischoff Sigismundo hochlöblichster gedechtnus, welcher nicht allein zu erclerunge seiner furst=
lichenn gnedigenn neigunge Iegenn Ihnenn vnnd die seinenn, sich zu einem Geuatternn seines letztenn sohns anngetragenn, Sonndernn auch mit einem annfall der acht oder zehenn tausenndt guldenn werth, begnadiget habe, Mitt den Pfannenn aber habe es die gelegennheitt nicht, wie bey vnns im Saltzwergk Sodenn, wie er dann das albereit in Iegennwertigkeit Meines gl. f. vnnd herrnn berichtet habe, Sonndernn es sey solchs ebenn eintheilung wie auff Bergkwergkenn, die Ganngk1, welche ein Iar mehr dann die anndern tragenn, darnach das feurwergk theur oder wolfeiler sey, vnnd das wohl oder vbell abgehe, Ich hab ihnn auch weitters gefragt, was sie vor gute beschriebene Ordenung habenn, Item wie es vmb Ihr Regiment vnnd verwaltung geschaffenn, auch wer die Personn sein die daruber gesetzt, was sie in beuelch habenn, vnnd ob Ire Empter bestenndige oder wechssell Empter seyenn, Darauff er mir zur antwort gebenn, sie habenn
eine beschriebene Ordenung, welche er der stunden nit bey hanndenn hette, wolte sie aber folgenndes morgenns frue mir zustellenn, mich dieselbigenn durch aus lesenn lassenn, wiewohl er genntzlich wuste, das ich oder niemanndt, so aus frembtenn Saltzwerckenn wehrenn, sich daraus enndtscheiden könttenn, Wiewohl ich aber die Ordenung zuuor bey mir gehabt, vnnd dieselbigenn in der archiuenn zu Cassell furhanndenn ist, Hab ich doch solch erbietung mit freundtlicher dannck sagunge aufgenommenn, vnnd das es morgenns geschehenn möchte, aufs vleissigste begeret, Das Regiment sagt er, sey Erstlich Ime darnach dem Thalvogt, folgenndts zweyenn Obernn Bronnennmeisternn, zweyenn vnternn Bronnenmeistern, vier Beschlagernn, einem Bronnenschreiber, vnnd einem augler1 beuohlenn, das annder sein vnter Empter, welche keinenn beuelch habenn, Ohne das was Ihnenn vonn Itztgemeltenn nach gelegenheit beuohlenn wirdt,
Was nun dieser er1 aller vnnd eines Iedenn besonnder beuelch sey, wehre wohl notwenndigk, das dis orts dauonn bericht geschehe, Ich wils aber kurtze willenn vnterlassenn, Doch kan ich Ihrer aller einigkeit, leutseligkeitt, vnnd freundtlichkeit nit gnugsamb lobenn, Bey Itztgedachtenn gesprech, Ist es dieses tags bliebenn, vnnd bin ich in mein Herberge vmb funff vhr zu tisch ganngenn, daselbst hin ich dann einenn Saltzknechtt gefordert habe, der mich aller gelegennheit, wie es vmb das Saltzwerck geschaffenn, berichtet hat, wie druntenn ann seinem ort weitters anngezeigtt soll werdenn, Nachgehenndes tags hat der Saltzgreue mir von neuem ein Bottenn geschickt, vnnd darbenebenn ann mich gesinnenn lassenn, das ich zu mittags sein gast sein wolte, Darauf ich als baldt zu Ime ganngenn, vnd nach wiederholung seiner gesterigenn zusage, die Ordenung zubesehenn begeret, welche er mir gezeiget, vnnd daruber manncherley gesprech, frag vnnd
anntwort mit mir gehalttenn, also das die zeitt vngefehr verlauffenn, vnnd der tisch gedeckt wordenn, Er hat aber mir vnnder anndernn anngezeigt, das mein gnediger furst vnnd herr, als sfgl.1[?] daselbst zu Hall gewesenn, mit Ime in beysein des Ertzbischoffs gleicher gestalt auch manncherley frage vnnd anntwortt gepflogenn, ganntz frölich gewesenn, vnnd mit solchl2 vielenn fragenn, dem ErtzBischoff Sigismundo vnd anndernn Vhrsach gegebenn, den sachenn weitters nachzutrachtenn, die Ordenung vleissiger zulesenn, vnnd Iren schanntzenn besser, dann zuuor geschehen, war zunehmenn, Innsonnderheit aber hat er gedacht, das mehr hochermelter mein gl. f. vnnd herr, eine sonnderliche kurtzweilige frölicheit zuwegenn bracht, mit dem Basilisco, vonn dem mann sagt, das er den ganntzenn Bronnenn, vor etlichen vielenn Iarenn, solte verstopfft vnnd verhindert habenn, da doch der Basiliscus so ein geringes thierlein sey, das manns auch in einer hanndt
wohl haltenn könne, solch gesprech hat zwischen1[?] Ihm vnnd mir, vonn morgens ann, bis zu essenns zeit gewehret, Vber tische hat er mit mir vielerley vom holtzhandell geredt, vnnd vnter anndernn gedacht, Nach dem sie aus dem Churfurstennthumb vnnd Stifft Merseburgk nicht mehr feurwergks wie vonn alters bekommenn mügenn, vnnd dennach der holtzhandell sehr geschwinde werde, sey er mit etzlichenn anndernn Pfennernn des fürhabenns, habs auch schonn Inns werck gesetzt Jerlich vonn dem fürstenn zu anhalt ein stattliche Summa ann sich die Saal heraüf zubringen, Was sonnst sein gesprech gewesenn, daraus allerley kann abgenommenn werdenn, will ich ann seinem ort, vnnd zu seiner zeit wohl einzubringen wissen Darnach hab ich in seinem haus ein Stück Saltz messen lassenn, welchs vnnserer geeichtenn maß — 10 ½ hatt gehaltenn, vnnd dieweil ich vnter des in
meiner Herberge meine diener die Sohlenn Proba hab annstellenn lassenn, vnnd mein diener solchs zu der zeit annzeigete, Hat der Saltzgreue begeret, Ihme dieselbige zueröffnenn, wie dann auch beschehenn, vnnd stehet dieselbige Proba, wie volgtt. Der teutsche Bronn die quart —— 24 lot. Sohl thut rothe1[?] —— 106 lot. Metritz die quart —— 22 lot. Gut Jahr —— 22 lot ½ q2[?] Hacke Bronn ein quart —— 20 lot 1½ q3[?] Vnnter des hat er alle die vber die Bronnenn beuelch habenn, auf den Bronnenn durch den Thalvogtt, /: ist Richter oder wie manns alhier nennett Schultheis :/ fordernn lassenn, vnnd als ich mit im vf die Bronnenn ganngenn, daselbst alle gelegennheit der Bronnenn, des austheilenns der Sodt, siedenns, Saltzausbringenns, vnnd Saltzderrenns, augennscheinlich besichtiget, erforschet, doch bin ich des mehrenntheils zuuor durch den Hall knecht /: dauon ich drobenn meldung gethan :/ berichtet gewesen.
Die Bronnenn aber seindt tieff nach gründtlicher anzeigunge der Bronnenn verwalter —— 60. ehlen, ohnne der Guttjars Bronnenn, dauonn auch bener1[?] gründtlich berichttet. Der Teutsche Bornn wirdt mit einem haspell getriebenn, darann vor vnnd vor acht knechte in Schicht haspelnn, weret die Schicht zwo stundt, wirdt besetzt vf ein virtell /: welchs —— 12. Pfannen ist, mit —— 60. Zubernn. Der Metritz wirdt mit einem besser2[?] ausgetrieben, laufftenn Je zwo stunde in einer Schicht zwene, wirdt besetzt auf ein vierteil mit zehenn Zubernn, denn dieser Bronnenn allwegenn am ersten geschepfft wirdt. Gut Jars Bronnenn wirdt getriebenn mit dem besser3[?] lauffen Jede zwo stundenn in einer Schicht zwene knechte, wirdt besetzt aufs viertheil mit — 40. Zubernn. Hackebronn wirdt auch mit dem besser4[?] gehabenn, laufftenn gleicher gestalt Je zwo stünde zwene
knechte, ein Schicht wirdt besetzt, aufs Vertell1[?] mit zehenn Zubernn, Das aber die austheilung der Sohlenn so vngleich vonn alters hero gehaltenn, vnnd nach sonnderer proportion ausgetheilet ist wordenn, darin ist meines verstanndts die vorsichtigkeit der altenn Pfenner, billich zulobenn, welche nicht alleine, nach dem sie die gelegennheit der Bronnenn gewust, dieselbigenn nicht einmahls aller ausösenn wöllenn, Sonndernn auch fürnemblich darauff gesehenn, das nicht einer die gute Sohlenn, der annder die geringe enndtpfinge, damits vfs aller gleicheste ausgetheilt werdenn möchtte. Inn fernner austheilung der Sohlenn, enndtpfehet erstlich der Bischoff sein theil nach anntzahl der stuel, vnnd vierteil, welche er in Bronnen hatt, Darnach zum anndernn die Geistlichenn armenn vnd Arbeiter, zum drittenn die Beamptenn vnnd Beuelchhaber, Enndtlich die gemeinenn Pfenner, vnnd laufft also aller vnncostenn allein vf den Bronnen
dauonn ein Jeder bezahlt wirdt, Doch wer kein eigenn kodt, oder ein ganntz gerenthe, welches — 12 Pfannenn seindt, hat, darff nicht selbst siedenn, auch nicht siedenn lassenn, Sonndernn mus dieselbigenn Sohlen anndernn, so kode habenn, zu voller erstattung Irer gerenntte, vmbs geldt, wie die Jederzeit gesetzt wirdt, zukommenn lassenn, vnnd weis ein Jeder wohin er sein verdiennte Sohlenn, nach ausweisung der vorschleger liefernn soll, Die Sohle wirdt vonn kodenn zu kodenn, in Zubbernn getragenn, aus einem Jedenn Bronnenn nach seiner anntzahl, Da aber einer nicht seudet, bleibt die vbrige Sohlenn im Brunnen, wie solchs Jederzeit der Bronnennschreiber vnnd Bronnenmeister nach gelegennheit verordenenn, Vnnter des ich auf dem Bronnenn gewesenn, hab ich den full eymer vnnd Zubber einen eichen lassen, helt Jeder füll eymer —— 8 quart der Zuber vier full eymer tregt vf ein werck
wann —— 4½ Zuber eingegossenn werdenn —— 324. quart, seindt —— 54 virtell oder —— 5. Zuber 4½ virteil, Ist nach bey vnns nicht gar ein halb fuder, denn sechsthalb virteil darann manngelnn. Dieweil aber wie drobenn gedacht, Jeder stucke eines Elfftehalb metzenn macht, kann weitters die vergleichung leichtlich gemacht werdenn, wie viel Hellischer Sohl bey vnns ein werck machet. Ich bin auch weitters vf dem Bronnenn bericht wordenn, das niemanndts darauf /: wie auf anndernn Saltzwerckenn beschicht :/ durchs Jar Sohlenn holenn dörffe, weder vmb geldt, oder vmb sonnst, ohnn allein auf den Oster abenndt, als dann magk ein Jeder souiel Sohlenn holenn, als er will, vnd weret die austheilung einenn halbenn tagk, Aber vf dem Gut Jar theilet mann alle Sonntagk morgenn, auf alle mennschenn die es begerenn, ein Pfennig aus, vonn gemeinenn Pfennernn, vnnd des ganntzenn Saltzwergks wegenn.
Vnnd damit Je weder in Beuenn, Bestellungenn, vnnd anndernn gemeinenn vnncostenn, Inn die Heupt Rennthe nicht gegriffenn dürffe werden, seindt wie Ich bericht eingenommenn, dartzu fünff besonnder kodt geordennt. Der Saltzgreue aber hat für sein theil den gantzen1[?] Zoll, Nemblich vonn Jedem Saltzwagenn ein groschen2[?] vnnd dartzu alle Buts so im thal felt, ohnn etliche Saltzgerenntte, welchs er doch nicht hoch achttet. Gleicher massenn wirdts auch zu Franckennhausenn, Stasfurt, vnnd grossenn Saltza, mit dem gemeinenn vnncostenn gehaltenn, Volget nun vom siedenn, Wenn ein Herr voll gerenntte, vnnd ein Vierker3[?] voll siedenns hat, magk er wochenntlich — 40 werck siedenn, Dieweil aber etliche nicht voll gerenntte, auch nicht voll siedenns habenn könnenn, Ist der gemein annschlagk —— 70. stück wochenntlich gemacht, welche wann das Saltz wohl abgeht, Inn Jedem
kodt durchs ganntze Jar gesottenn werdenn könnenn, dieselbigenn multipliciret mit — 102. kodenn, so stets im schwangk gehenn, tregts die wochenn vf alle kodt zusammenn. —— 7140. stuck, wiederumb multiplicirt mit wochenn, denn mann kein kaldtleger durchs ganntze Jar nur zwey auf Mitfastenn vmbs Thalsgerichts, vnnd vf Pfingstenn, vmb Irs Pfingstbiers /: wie sie es nennenn :/ willenn helt, thut vfs ganntze Jar, vnnd alle kodenn — 71400 stuck, derenn gilt Jedes ein halbenn thaler, tregt Jerlich —————————— 35700 thaler Welche das Saltzwerck Hall gewislich vnnd ohnne hindersall Jerlich kann ertragenn, Sonnstenn heltet mann auch gebotte kaltleger, wenns Saltz nicht wohl abgehet, oder sonnst mangell fürleufft, Es mus aber der Herr eines Jedenn kodts das Holtz, /: welchs alzeit im kauff vngewis ist :/ Pfannen vnnd anndere Rüstunge, auff seinenn kostenn selbst
verschaffenn vnnd bezahlenn, vnnd da er nit gnugsam gerenntte hat, dieselbigenn ann sich wochenntlich keuffenn, dem wircker lohnenn, vnnd fürters warttenn, was gewin oder verlust im daraus eruolge. Doch halttenn die vorschleger den gebrauch, das sie vmb bestenndiges nutzenn willenn, so den Gutherrnn hieraus eruolgenn kann, die Sohlenn vnnd holtz Jederzeit nach gelegennheit im kaufgeldt auff vnnd absetzenn, wie sie dann destenn alle Sonntag, wie es hierin volgennde wochenn gehaltenn werdenn sollenn, ein zettell offenntlich annschlagenn lassenn. Benebenn diesem, vnnd als ich auff den Bronnenn mich wie gehort, aller gelegennheit erfragt gehabt, Hab ich meinenn diener Inns kodt abgefertiget, daselbst sich zuerlernenn, wie die Herde vnnd Gesöde angestellet, wie die Pfannenn aufgesetzt, Wieuiel Pfannennkennn vnnd harkenn gebraucht werdenn, wie mann das Saltz ausbrechtte, wie manns derrette.
Wie gros die Pfannenn, Wie offt mann sie fegete, wie lanng ein Pfann stehenn könnte, Was mann vonn Jeder arbeit zu lohne gebe, Item Was für Instrumenta vnnd werck zeugk mann brauche, vnnd wie dieselbigenn genennet würdenn, auch was sonnst in gemein desfals vom siedenn, Sothenn, fegenn, vnnd Saltzmachenn, furnemblich zuwissen vonnötenn, Gemelter mein diener hat mir nachuolgenndenn bericht bracht. Der Herdt wirdt nachuolgennder weise mit Schlotter /: welchs sie foet1[?] nennenn :/ gemacht, ist vntenn einer ehlenn, obenn aber annderthalbenn Elaffter weit, zwo ehlenn tieff, Es wirdt das Pfannloch vonn der erdenn bis ann die Pfann mitt gebackenn steinenn eines schuchs weit, da mann das holtz hinein wirfft, gemacht, Mann steckt auch ein Eisenn zweyer ehlenn lanng, vornne Inns Pfannenn loch, so mann mit dem stro seudet, das es nit vf dem herde zusammenn falle, Sonndern vf dem Eisenn sich zertheile, vnd desto besser brennen müge,
Die Pfannenn so vf Jtztgedachtenn Herdt gesetzt, ist —— 4½ schuch breit —— 6½ schuch lanng, vnnd ein halbenn schuch tieff, zweyer finger hoch, vff dem Herde auff Hornnsteine gesetzt, wirdt darnach etwas vmbhero offenn mit Oseln /: wie sie es genennet :/ rings vmb die Pfann zugelegt, Es werdenn vf Jeder seittenn nebenn der Pfannenn, zwo staffelnn in die Erde gesetzt, darauff werdenn vber die Pfann zwenn Pfannenn beume, /: welche sie Behrstebe1[?] nennenn :/ gelegt, kostenn einen orts thalers, dartzwischenn werdenn zwey Harkscheide gesteckt, welche vber die Pfann hindenn darann zwenn Eiserne Bordtharkenn2[?], welche die Pfannenn haltenn, gehenncket, Vber das sein auch drey kurtze Beumlein, einer ehlenn lanng mitten vber gelegt, darann Nein Pfannenn harkenn, welche die Pfann haltenn, gehenncket. Wenn mann seudet so wirdt eingegossenn alle werck —— 36. Eimer Inn die Pfannenn, vnnd so mann —— 20 gefüllet, thut mann in denn —— 21 Eymer ein Nepflein[?] Rindes farbe[?],
Welchs die Sohlenn klar reiniget, vnnd wanns aufgewellet, scheumet manns, darnach seudett mann drey virteil stundt, bis zum voll schütten, vnnd vfschlagenn gehenn zwo stundtenn, thut zusammenn ——1 stundenn, darin ein werck volkomblich bereitet wirdt, darnach tregt mann die stück ab, setzt die obenn auff die da zubereitetenn Saltzstedte, damit das Saltz recht trockenn werde, vnd Je lennger es darauf stehet, Je herter vnnd trockener es wirdt. Es werdenn aber die Pfannenn, dauonn drobenn anngezeigt, Jede wochenn dreymahl abgezogenn, vnd gereiniget, vnnd wann mann abziehenn will, mus der Saltztreger, vnnd des meisters knecht sie vom herde ziehenn, hinaus ans kodt richtenn, Nimpt ein Schüssell, schwemmket2[?] darein, darnach leget er sie nieder, vnndersetzet sie vf einer seittenn mit einer stebbelnn, macht mit einem bundt stro ein feur darunder, störet mit einer stanngen zu, bis es gnug ist, darnach müssenn sie die knechte wie=
Der Vierdt Appendix. derumb anns bodt aufrichttenn, vnnd was noch von Schebenn, vnnd vnreints darann, klopfft der Wirt[?]er mit einem eiser hemmerlein, vnnd einem holtzernn Instrument, welchs ein Heigenn genenndt wirdt vollents ab, vnnd wann sie gar rein ist, bestreicht er sie mit kleister, damit sie nicht außlauffe, lesset sie wieder auff den Herdt tragenn, hat auch ein Holtzern Bordt hanngenn2[?], damit er die Bortte zu rechte rucket, vnnd stellet die Pfann also wiederumb auf den Herdt zu rechte, Solcher Pfann kann eine ein virtell Jars stehenn, vnnd gebraucht werdenn, kostet ein neue Pfann zu machenn — 18 fl. zu zwanntzigk groschenn, wie mich die knechte berichttet habenn, Die bode seindt anngestellet, eins ist ann dreyenn ortenn vnderscheidenn, ann einem welchs zu vnderst, wirdt die stro stedte genennet, dahin das Stro, holtz, vnnd feurwergk gelegt, zum anndernn da die Pfannenn stehet, vnnd am drittenn vnd höchstenn ortte, da das Saltz gederret, die Saltzstette.
Der Vierdt Appendix. Es ist auch vber der Pfann ein holtzernn deck, vonn dunnenn1[?] Bretternn gelegt, damit nichts vnreynes Inn die Pfann fallenn magk, Die Wergkzeugk so zum Saltzmachenn gebraucht, seindt diese wie volgt, Erstlich hat mann ein groß2[?] Sohlfaß, welchs einestheils zum bodt hinaus gehet, also das die Sohlenntreger auswendigk dem bode, einschuttenn konnenn, daselbst ist ein geflachtent3[?] weidenn hort aufgelegt, das nicht stro oder vnreinigkeit, muge hinein kommenn, einenn full eimer, mit einem darann gemachtenn langen harkenn, ein Gabbelnn, einenn harkenn, Saltzkorbe, Saltzschauffelnn, werdenn Soegstiele4[?] genennet, fege hemer vnnd Heigenn, Schuffenn vnnd Aschenn krukenn, ein Schrapteisenn5[?], ein hanndtfaß, ein Hoselein6[?], Es muß auch ein Jeder wercker in seinem bodt, ein grosse messingt oder kupfferne sprutzenn habenn, vnnd ein Pfannenn breth, Arbeiter lohnn, vnnd was mann vonn Jeder arbeit
Der Vierdt Appendix. zu lohnn gibt, der Wircker nimpt alles geldt furs Saltz ein, Verechnet Jede wochenn den Junckernn, Jedoch emtpfenngt er vonn Jedem stuck ein groschen, thut die woch — 80 groschenn, dauonn lohnet er dem gesinde, gibt einem knecht die wochenn — 11 groschenn, darzu gibt im der Gast vonn Jedem stuck — 2 d.2 dem Jungenn gibt der wircker die wochenn — 8 groschenn, vonn einem gantz herde zu machenn gibt mann — 3 schock, Jedes zu 20 gr. Ein Sohlzieger verdienet vonn einem herde annzuziehenn — j gr. der Grinder verdienet vonn einem werck zu Grindenn, vnnd auszururenn — 2 d. zahlet der wircker, der treger verdienet vonn Jedem stuck — j d. der leder1[?] — 8. gr. vonn — 4 stuckenn, der stopffer vonn Jedem stuck — j d., darzu gibt der gast — 6 d. ein werck furzuziehenn — 2 d. zufullenn zur notturfft, Sonstenn brauchtenn sie ganntz vnnd gar keinenn vortheil zum siedenn, ob sie es schonn thun könnttenn,
Der Vierdt Appendix. vnnd wann mann Ihnenn dauonn sagt, habenn sie Irenn spot vnnd hohnn darauff Als ich weitters auf dem bronnenn fragte, ob auch die Sohlenn ab vnnd zunehme, im ab vnnd zunehmenndes Jars, oder in trockenn vnd nassenn wetter, hab ich in gemein zur anntwort bekommenn, das sie es solchs niemahls acht gegebenn, viel weniger gefrobiret gehabt, So sey es auch bey Ihnenn vonn vnnötenn, dieweil sie Jederzeit das Saltz bey Ihnen nach dem stucke, vnnd nicht nach dem mas verkeuffenn, denn ein stuck gelte souiel als das annder, es sey gleich gros oder kleine, Ich hab auch weitters gefragt, ob auch vmb das Saltzwergk halle hero sich hin vnnd wieder etwa Sehe, Erdtfall, Sumpff, vnnd gemohr, gleich wie bey allenn anndernn Saltzwerckenn, ereugtenn, darauff mir der Saltzgreue zur anntwort gebenn, das nichtt weit vonn Hall ein See, der Rebelinger1[?] Sehe genanndt, vorhanndenn sey, vnnd bey demselbigen Sehe wurcke die Sonne Sommerzeit auf der ebene
Der Vierdt Appendix. weiß Saltz, so stehe das ganntze Saltzwerck auff einem Gemohr, so finde mann nit weit vonn der Stadt, auch tieffe Erdtfell, Innsonderheit einenn die Grietgenns1[?] grubenn genennt, welchs stetigs mit wasser stehet. Als auch Ich in des Saltzgreuenn Hause mit allem vleis annhielt, desgleichenn auch auf dem Bronnenn, in beysein der anndernn Beuelchhaber zu ettlichenn mahlenn wiederholete, vnnd zur besichtigung der Bronnenn in grundt zugelassenn zu werdenn, begerte, Ist mir solchs erstmahls durch den Saltzgreuenn abgeschlagenn wordenn, dann er vor vnnötigk schetzte, dieweil schonn mein gnediger furst vnnd herr Persönlich eingefahren, wie er mich berichttet, das ich nachmals darzu gelassenn wurde, Dieweil es were Res rari exempli Ohnne versamblung des Raths zu Hall, vnnd der furnembstenn Pfenner, nicht durffe geschehenn, vnnd mit hinzu auch dem Saltzwergk, weil mann mit dem Sohl=
Der Vierdt Appendix. schepffenn still haltenn müste, zu hindersall gereichte, als ich aber gleichwohl nit ablassenn wolte, hab ich enndtlich zur anntwort bekommen, das den nechstvolgenndenn donnerstagk, welcher der tagk Marien Magdalenen were, sie vonn alters hero solemiter1[?] herbracht, das sie die Bronnen mit gewalt erschepffenn liessenn, vnnd als dann müste der Saltzgreue die Bronnenn meister, vnnd benebenn Ihnenn des Thals zimmermann, einfahrenn, die Bronnenn allennthalb mit vleis beleuchtenn, vnd besichtigenn, ob die auch etwa manngell oder schadthafft werenn, darzu brauchte der zimmermann sein eigenn mas, vnnd da er manngell befunde, müste er als baldt denselbigenn bussenn vnnd verbessernn, darbey sie es also furters bleibenn liessen, Sie habenn mir auch durch glaß, dadurch die Sonnen geschienenn, den teutschenn Bronn eigenntlich segenn lassenn, also das ich Ihrenn hab quellen sehenn, vnnd weitters mich beanntwort, wo Ich bis vf gedachtes fest daselbst bleibenn wurde, wol=
Der Vierdt Appendix. tenn sie mich vnweigerlich mit den Saltzgreuen einfahrenn lassenn, Welches aber meine gelegenheit nicht war, hab ich Ihnenn desmahls gedannckt, vnnd es hierbey bleibenn lassenn, vnnd weitters nicht viel gesprech mehr gepflogenn, Sonnst that auch der Saltzgreue fur sein Personn schlißen wollenn, vnnd kam1[?] ich im darin gentzlich nit abgefallenn, das gemeinlich alle Sohlenn so im grunde der Bronnenn gefundenn werdenn, Saltzreich seyenn, das mann sie obenn aber nicht Saltzreich am geschmack finde, sey allein der tieffe schuldt, dieweil die Sohle zu grundt weiche, vnd das wilde wasser obenn auffschwimmet, Diese frage will ich baldt bey aschersleben aufflösenn, Souiel vom Saltzwerck Hall in Sachßen, was noch manngelt, wirdt sich in der Ordenung wohl findenn.
Der Vierdt Appendix. Aescherslebenn1[?] Zu Aescherslebenn annkommenn, vnnd als baldt die gelegennheit des Saltzwercks besehenn, dieweil auch der Bronnenn da er gefast, weit vber der Stadt ist, hab ich den erstenn tagk nit darbey gethann könnenn, habe aber nicht desto minder mich bey beidenn Saltzgreuenn, so alle beidt mit dem zunahmen Muller genennt, des orts, derenn einer damals Burgermeister war, durch meinenn diener annzeigenn lassenn, vnnd begeret, das ich volgennts morgenns frue gehöret werdenn möchte, Volgennts morgenns habenn beide Saltzgreuenn mich zu sich erfordert, vnnd benebenn Irenn anndernn gewerkenn, vnnd dem Stadtvogt, mein werbung anngehort, die Credenz angenommenn, vnd benebenn erbietung Ires geneigtenn willenns, gegenn meinem gl. f. vnnd herrnn, nachuolgenndenn bericht einhelliglich gethann.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Aescherslebenn — Ae-Ligatur, Zwischenüberschrift
Der Vierdt Appendix. Die erste annkunfft des Saltzwergks wissenn sie nicht weitters, denn das vor Hundert Jarenn, sagt der Burgermeister, sey erstmals die Sohle, enntplosset, aber nichts geschafft wordenn, Darnach vor viertzigk acht Jarenn hat mann wiederumb anngefanngenn, vnnd mit einer wasser kunst, das wilde wasser abgehabenn, vnnd die Sohlenn so doch gering gewesenn, besonnders geschepfft vnnd versottenn, Enndtlich aber for zwanntzigk Jarenn, habe mann zubauenn mit aller gewalt anngefanngenn, wie solchs der augennschein außweiset, vnnd sey damahls Jörge Behm2 Ir Baumeister gewesenn, der sie in manchfaltigenn schadenn gefuhrt, vnnd Je lennger dieser zu seinerkenn1[?] anngehaltenn, vnnd durch ein gleichnus sie darzu vberredet, vom wein vnnd wasser, Bey diesem habenn sie einenn Stollenn vnnd grabenn, einer virteil meyl wegs lanng, mit grossem kostenn erbauet, darnach habenn sie einenn kunstmeister
Der Vierdt Appendix. vonn Lüneburgk1[?], George Rose2[?] genanndt, bekommenn, welcher den vorigenn grabenn wieder eingerissenn, neue kunste wieder umb vfgerichttet, anndere kothe gebauet, vnnd sey doch nichts daraus wordenn, Darnach habenn sie kunstler vonn Nurmbergk, vom Mansfeldt, aus Meissenn, Duringenn vnnd allennthalbenn hero gehabt, welche Je einer es besser denn der annder hat machenn wollenn, bis enndtlich ein Confusium Chaos daraus ist wordenn, denn ob schonn mit grossem kosten, sie ein Bronnenn fassunge die noch fur augenn anngestelt, sey doch dieselbige vonn vngeschicklichkeit wegenn der furlegung vonn sich selbst hoher dann drey ehlenn zu Berge gestiegenn, deshalbenn sie aus der not eintugennt habenn müssenn machenn, vnnd ein Rörenn durch das wilde wasser zu grunde des Bronnenn einsennckenn, dadurch sie Itziger zeit die Sohlenn aufziehenn, Als sie aber in Itztgedachtem bauenn gewesenn vnd
Der Vierdt Appendix. darmit vmbganngenn, habenn sie viel vnnd mancherley Bronnenn fassunge, kunste, vnnd dergleichenn furgenommenn, Ins werck gesetzt, ann vnnd abgeschafft, also das Ihnenn Inner zwanntzigk Jarenn vber — 40000 guldenn darauff ganngk seindt, Sie habenn gehabt Roßkunste, wasserkunste, welche die Wipper getriebenn, darann sie schleuche pomppenn, Schepff vnnd Hentzennkunst, allerley anngestelt, vnnd vf ein zeit beyeinannder — 60 kunstpferde gehabt, derenn Je in einer Schicht — 6 gelauffenn, Ist aber alles vergebens gewesenn, am aller vnschedtlichstenn aber vnnter allenn kunstenn, achtenn sie aus gewisser erfahrunge, seyenn die pompenn kunste, welche nicht viel erschütterung machenn, Die Itzige Bronnennfassunge so noch stehet, vnnd wie obenn gedacht, vonn sich selbst zu berge gestiegenn, ist — 32 ehlenn tieff, mit Tennenn holtz aufgefuret, gleich wie die Bronnenn zu Hall in Sachßenn.
Der Vierdt Appendix. Die Pfenner aber so hierann gebauenn habenn die ganntze gewerckschafft ist in — 32 theil getheilet, derenn sie erstlich — 2. den armenn aus gemeinem Beuttell zu gutenn gebauenn, die andernn — 30. werdenn — 6. durch die Stifftherrn zu Halberstadt — 6. vonn gemeiner Stadt daselbst, — 6. vonn wegenn Marx müllers, so der diesenn Bau bis dahero mit grossem vleis getriebenn, vnnd nunmehr ein verlebter mann ist, vnnd — 12. vonn den Gemeinenn Pfennernn verlegt, gehet Ihnenn allenn pro rata zu gewinst vnnd verlust, vnnd tragenns zu Erblehenn vom Bischoff zu Halberstadt. Sie habenn auch ein ganntz vierteil meyl wegs lang die Sohlenn durch Steinene Rörenn zur Stadt gefurt, in ein Closter, welchs sie vom Bischoff zu Halberstadt vmb ein liederlichs zu kauffe bekommen habenn, darinnenn sie Neun kothe vfgerichtet habenn, Inn derenn dreyenn man Itzunder seudet.
Ehe aber vnnd zuuor die Sohlenn Jn der Rörenn kömpt. wirdt sie — 32 ehlenn hoch vber erdenn mitt einer gewechseltenn1[?] pomppenn kunst, ann einem wasser radt, nach anngebenn des agricola gehabenn, hat ein Meißner anngestelt, also das die Sohlenn aus der dieffe, bis in die höhe zum fasse, daraus sie Jnn die Rörenn felt — 57 ehlenn hoch aufgezogenn wurdet. Vnnd habenn mich der Stadtvogt vnnd ein Saltzgreue, welche mit mir zum Bronnenn gefahrenn, auf mein frage berichttet, das wann sie — 28. zuber Sohlenn auß dem Bronn richtenn, Jnn die Rörenn abgiessenn, vnnd weitters durstadt2[?] ein virteil wegs |: wie obenn gedacht :| fliessenn lassenn. so finde sich der abgang, das nur — 18. im Saltzwergk annkommenn, habenn wir augennscheinlich auch gezeigt, wie die Sohlenn allennthalben, im felde, durch Jre heimliche durchtringung, als lanng die Rörenn sein, vnnd mit obenn im wechssell3[?] vf den erbenn vnnd wiesenn verursache, das nichts
daraufft wechst, als breit die Rörenn seindt, da sie doch zimbliche tieff, Nemblich bis in die drey schue, vnnder erdenn gesenncket seindt, vnnd als sie insonnderheit begerttenn, das ich Jhnenn meinenn rath eröffnenn wolte, was sie doch für ertz |: dieweil sie schonn Erdene vnnd Holtzerne Rörenn versucht gehabt :| wohl brauchenn möchtenn, das sie einenn solchenn grossenn abganngk, nicht erfahrenn durfftenn, hab ich Jhnenn zu Bley gerathenn, welches sie Jhnenn gefallenn habenn lassenn, zweiuelt auch nicht darann, wo obgedachter alter mann Marcus Muller lennger lebenn wurde, Er werde vnderstehenn solches Jnns wergk zubringenn. Volgennts hab ich die Sohlenn probirt, vnnd wie volgt befundenn, Helt die quart Sohle — 96. lot. vnnd ann Saltz beim Bronnenn — 7 lot 3½ q.1 die letzte aus dem Bode helt — 6½ lot ½ q.2 Mit dem siedenn aber vnnd anndernn darzu gehörigen sachenn, wirdts wie hiernechst gehaltenn.
Der Herdt ist mit schloter gemacht — 12 schue weit einwenndigk vnnter der Pfannenn, auf beidenn seitten, mit schlotter ausgefult, also das die Pfannenn ein Ehlennbogenn hoch vber dem Herde stehet, mittenn durch gehet ein Grabenn, darfür ist das Pfannloch, da das feuer hin ein geworffenn wirdt, Jst eines schuchs weit, liegenn auf dem Herde vier grosse eysenn vberlegt, darauf das Holtz vnnd feuerwergk geworffenn wirdt, Die Pfann so darauf gesetzt, seindt Breit — 7 schuch vnnd — 9½ schue lanng minus 1 zoll, 8. zoll tieff, wirdt vf Hornnstein1[?] dreyer finger hoch ob den Herdt gesetzt, dahindenn noch ein klein Pfennlein stehet. — 6½ schue lanng, vnnd — 3½ schuch breit, die tieffe ein schuch minus 1 zoll, wirdt aus dem Herde der fordernn Pfannenn, durch ein darunter gehenndt gewelbe, bis zur Saltzstubenn gehitzt, daselbst ist ein Schornnstein, durch welchenn der Rauch aufzüchet, vnnd stehet ein Rörstock vnebenn2[?] der pfannenn, Hat einen Hanen
welchenn mann aufdrehet, so mann einlassenn will. So lest mann auch dreymahl ein Jedes wercke, vnd so erst mann einlest, lest mann das kleine Pfennlein Jnn die grosse, vnnd lest sie auch allemahl aus dem stock wiederumb voll lauffenn, Sonnst hat die Heupt pfann auf Jeder seittenn der seittewenndt ein gesenckte staffelnn stehenn, auf welchenn die pfannbeume ruhenn, vber welche Pfannennbeume oder behrstebe1, noch anndere kleine beumlein liegenn, ann welchenn die Pfannen in zwelff harbenn2 henncket, damit dieselbige im strecke erhaltenn, vnnd nicht beuchig werde, vnd keret mann dieses orts grossenn fleis darauf, das wochenntlich die Pfannenn abgezogenn, gefegett, vnnd vonn neuenn bestrichenn werde, welches der Saltzknecht, welcher zugleich auch ein Pfannschmidt daselbst ist, für sehr zutreglich achttet, wiewohl Jch Jme nit kann beyfallenn. Jnn der zubereitunge zum siedenn braucht mann
dis orts auch beiste1, welchs aus dem Herde vnnd gesöde wirdt genommenn, vnnd zuuor klein zerschlagenn, Jnns Sohlfas vf ein Herdt geschüttet, vnnd zerlassenn wirdet, dauonn haltenn sie viel. Jm siedenn aber setzet mann drey fegeseblein ein, darin der schaum, sanndt vnnd vnreinigkeit gesamlet, vnnd ausgehabenn wirdt, Mann seudet vier stunde, vnnd wanns zu Saltz gehet, schwennckett mann Bier ein, lessets darauff ein stunde sochenn, vnnd wann mann ausbringenn, vnnd Saltz machen will, So legt zuuor der Saltzknecht, ein Brett voller löcher vber die Pfannenn, Vff die Behrstebe, setzt darauf als baldt ein Büttenn, zeuhet das Saltz zusammenn, schlegets auf, bis das er ein Büttenn voll, vnnd also ein stucke verfertiget hatt, auff der einenn seyttenn, also fehret er fort auff der annder seittenn, vnnd wechsselt eine seittenn vmb die anndernn, bis das er vier stucke ausbrachtt, welcher fürters Jedes — 8. gl2[?] giltt, vnnd bey nahe vnser gewichttenn metzenn — 6. heltet,
Souiel vonn diesem Saltzwergk. Wie wohl ich in willenns war, alle Saltzwergk nach der lennge, wie dann die nottürfft solchs erfordert, zubeschreibenn, doch dieweil ich vnter der handt war genommenn, das das werck zu grob gewachssenn, Hab ich für gut anngesehenn, hinfüro allein die fürnembstenn Heuptstucke eines Jedenn Saltzwercks zubeschreibenn, vnnd es darbey wenndenn zulassen, Stasfurth. Vonn Ascherslebenn auff Stasfurdt gezogenn, vnnd vnnter wegenn im felde allennthalbenn schwartze Erde, vnnd darauff Saltz von der Sonnenn gewircket, dermassenn befundenn, das das feldt ganntz vmb vnnd vmb weis geschienenn, Vnnd als Jch hinein kommenn, mich vonn stundt an den beidenn Saltzgreuenn |: warenn zweenn vom Adell, darunter ein Brösigke1 :| annzeigen lassen, welche zu mir selbst in die Herberge kommenn.
Unsichere Lesungen
Z. 17: Brösigke — Familienname, Lesung wahrscheinlich
mein Credenntz vnnd werbunge, mit geburlicher Reuerenntz, vnnd höchster leutseligkeit, anngenommen, vnnd sich aller vnnderthenigenn gutwilligkeitt, Jegenn meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrn, vnnd mich erbottenn. Als ich nun auf Jre zulassunge allennthalbenn das Saltzwergk besichtiget, vnnd mich allerley erkundiget, Hab ich befundenn, Erstlich das dieses Saltzwercks annkunfft, wie dann auch dessenn zu Großen Saltza, vber — 600 Jar sich erstreckt, welchs sie mit brieffenn zubescheinenn sich erbottenn, Denn damahls sagenn sie habe ein Graue vonn Harkekenn2[?] aus Hall, Erstlich den Harkebrunnen, also dieses orts genennet, erbauet, vnnd denselbigen damahls dermassenn verteffelt3[?], vertammet, verdarrest, vnnd verwaret, das mann nicht in Registernn geschriebenn finde, das seidt hero Jemahls darann gebauet sey wordenn, ist tieff — 34. klaffter, der grundt aber ist, wie sie mich berichtet grauer Gips,
Vonn dem anndernn Bronnenn, der nicht minder wohl verwaret ann seinenn wenndenn ist, wissen sie gar nichts zusagenn, wissenn auch nichtt wie tieff er sey. Das Saltzwerck ist der Pfenner daselbst vonn anbegin frey erb eigenn gewesenn, wie dann auch zu Saltza, Es habenn aber mit der zeit die Pfenner selbst, als sie sich adelnn lassenn dem Ertzstifft zu Madeburgk dasselbige mehrertheils zu mannlehenn aufgetragenn, also das mit der zeit die alten Burger stemme ann diesenn beidenn enndenn sehr dauonn kommenn, vnnd nu mehrertheils die vom adell alles Jnnhabenn. Dieweil aber dieselbigenn nicht selbst alzeit darbey sein könnenn, die Saltzknechte mit Jhnenn, am Holtz vnd Saltz der vntreu spielenn, vnnd das Saltz nit alzeit wohl abgehet, auch sich viel vnneynigkeit vnnter den Pfennernn erhaltenn, Haben sie es nicht alle gleichenn frommenn,
Die Sohle ist des orts sehr gut, helttet die quart — 16. loth, vnnd im anndernn Bronnenn — 14. wurdet mit Roßkunstenn1[?] darann eymer seindt, geschepft, vnnd fürters vonn kothenn zu kothenn, ohnne gewisses mas geleitet in — 32 kodt, Jnn welcher Jedem wochenntlich — 50. werck gesottenn werdenn, derenn helttet Jedes zwey stucke, vnnd wurdet Jedes stucke Saltzes für — 8 groschenn verkauft, Sonnst hats in diesem Saltzwergk kein besondere Ordenung, dieweil ein Jeder Pfenner, sein eigenn gesinde helt. Es hat aber zwey Bau kothe daselbst, vonn welchenn alle gemeine Beu erhaltenn werdenn. Der kothe seindt vmb des willenn, das mann Holtz, Pfannenn vnnd saltz alles darein beyeinannder in vorrath hat, sehr gros, wie gleicher massenn auch zu Saltza, seindt mit hohenn Beunenn, gleich wie die glashuettenn aufgerichttet, habenn sehr dicke dache bis auf die Erdenn, vnnd ist in denselbigenn, vmb des stetigenn siedenns willenn ein grosse
Hitze, also das auf diesenn beidenn Saltzwerckenn, die knechte viel schwertzer, denn auf anndern vonn der Hitz wegenn, welchs darumb beschicht, Dieweil im obertheil des kodts, alwegenn das Saltz gederret mus werdenn, welches auch also lannge vf der Saltzstedte vielmahls stehet, das es ganntz schwartz wirdet, vnnd deshalb vonn neuenn Jnn die Sayße1 geschüttet, vnnd erleuttert werden muß, wie dann auch der ganntze boden dieser Saltzstetten, vom abtrieffenn sehr gut wirdet, vnnd Jerlich ausgebrochenn vnnd verbeisett werdenn mus. Vnnd wiewohl es daselbst gute Saltzknechte hatt, brauchenn sie doch sonnderlich kein vortheil, ohn allein mit der Beisse, denn sie gar kleine Saltz machenn, vnnd viel vnnutzes holtzes auffuren denn. Das Saltz gehet zu Staßfurt vmb der nahe liegenden Saltzwercker, vnnd des vnndtlegenenn2[?] Elbe: vnd
Saalsstrambs1 willenn seltenn wohl ab, wann aber anndere Saltzwercker, ein zeitlanng vngewitters halber still haltenn müssenn, werdenn sie Jres vorraths ein mahl los, vnnd hab ich mich berichtenn lassenn, das auch bisweilenn vnnsere fuhrleute dahin kommenn. Mit dem sieden vnnd Saltzhanndell wirdets nachuolgennder massenn gehaltenn. Zu Staßfurt wirdt die Beiße im Sohlfasse gebraucht, wie zu Ascherslebenn, Mann hat aber daselbst zwene Herde, so der einer Reiffe vnnd gute Beisse hat, zeuhet mann die Pfannenn ab, setzt sie auff den anndernn Herdt, der tieff in der Erdenn liegtt, also das die Pfann so darauff gesetzt, ein wenigk vber der Erdenn stehet. Es wirdt der new Herdt vnntenn vnnd auf den seittenn, vonn grundt wiederumb mit Schleter auffgefuret, vnnd ausgefullet, ist — 2 ehlenn tieff, acht ehlenn lanng, vnnd — 6 ehlenn die breidt.
Darauff wirdt die Pfannenn gesetzt, welche — 7. schue lanng, — 6 ¼ breidt ist, Es stehenn auff Jeder seittenn nebenn der Pfannenn zwene staffelnn, in die Erdenn gesenncket, darauff zwene dicke Pfannennbeume liegenn, vber der Pfannen, vber welche anndere geringere beume liegenn, — 6. geleget seindt, ann welche die Pfannenn harbenn, der — 12. seindt, anngehenncket. Mann geust auch alle wercke in die Pfannenn — 36. eimer, seudet darann ein halbe stunde, vnnd als dann thut mann schwenncke1 bier ein, rürett bey den kolenn aus, wenns nu gnugsamb zu saltze wordenn, setzet mann die Saltzkörbe auff, welche drey spannenn lanng, zwo breit, vnnd obenn ein spann hoch sein, zwischenn die zwenn grossenn Pfannenn beume, welche sie Behrbeume nennenn, bringet das saltz auff Jeder seittenn zusammenn, schlegts mit einer Saltzschauffelnn auf den korb, bißolanng2 der korb voll ist, Darnach
schlagenn sie das Saltz benebenn dem Korbe, auff die Beune, also das das stuck zwo pfannenn breit, dreÿ lanng, vnnd funff hoch wirdt, derenn werdenn auf Jedes werck zweÿ bereitet, vnnd mann sendet die vorhenn in Jedem Bodt, welcher — 32. seindt — 50 wercke, denn Je in dreÿ stundenn ein werck bereitet wirdt, thun — 100 stucke, Werckzeuge, so alhier zum Saltzmachenn gebraucht werdenn seindt diese wie volgt, Erstlich ein Groß sohlenn faß, darein ein gezeunete hordt lieget, darauff die Seiße1[?] zergehet, vnnd die Sohle damit gebessert wirdt, einenn full eÿmer, henget ann einem schwenngell, damit die Sohlenn Jn die Pfann gefullet werde, Ein handtfaß darin die werckzeuge gereiniget werdenn, — 4. Saltzschauffelnn, damit die stucke gemacht, Saltzkörbe, darauff die Stöcke geschlagenn werdenn, die stucke werdenn mit stoernn2[?] bandenn vmblegt, vnnd etliche nicht, dreÿ fegefesser, darin sich der dreck vnnd vnreÿnigkeit setzt /: welchen
sie schlam nennenn :| beÿ vnns aber sannck genennet wirdt . Arbeiterlohnn, dem Meister geburt vonn Jedem stuck — 6 ₰1[?] thut die woche — 50 groschen, der knecht verdiennt — ½ thaler die wochen, vnnd am heiligenn abenndt hat er beÿ dem meister die malzeit, die vnderstörerin verdienet die woche — 8 gl2[?] vnderzustörenn, Grossenn Saltza. Dieses Saltzwergk ist in allem beÿ nahe anngestellet, wie das zu Staßfurdt, hat auch daselbst zwenn bronnenn, vnnd wirdt die Sohle mitt zweÿenn Roßkunstenn geschepfft, doch ist die eine gleich wie die zu Staßfurt, die beide mit grossen schepffeimernn derenn einer vmb den anndern wechselt, anngestellet, die annder aber mitt schleuchenn, Die kunst mit den schleuchenn ist in dem grundt=
losenn Bronnenn, in welchem obenn auf die Sohle sehr geringe, vnnd allein die Sörenn1[?] mit den Schleuchenn in die tieffe gereichet wirdt. Die kunst mit den Eÿmernn steget auf dem anndernn Bronnenn, welcher vber — 50. ehlenn tiefft. Sonnst verhelttet sichs mit dem Saltzwergk in allem beÿ nahe, wie mit Staßfurdt, ist so alt als daßelbige, die Bronnenn seindt vonn dem Grauen vom harckelbronnen2[?], wie Staßfurdt erbauwenn, gleich gefaßet, mit Tennenn holtz, die Bode also — 32 gebauwenn, also das die ohnne noth, solchs alles zu wiederholenn, Doch hatt in diesem Saltzwergk ein furzogk fur Staßfurdt, dieweil vmb der nahe annfließenden Sala vnnd Elba willenn, sie wohl holtz konnen bekommenn, das Saltz wohl abgehet, vnnd gros getrennge darumb ist, also das die Pfenner auch kaum Jrenn Saltzknechtenn, die finantzereÿ, damitt
sie vmbgehenn, werenn könnenn, wirdet beÿ hennckenn, vnnd hohenn leib vnnd geldt straffen verbottenn, aber wenig gehalttenn, Vnnd ob schonn der mehrertheil Pfenner, so bis vf gar wenige alle vom adell seindt mehrertheils seßhafft, vnnd das gantze Regiment vber die Stadt vnnd das Saltzwerck habenn, so ist doch das stetigenn Banckedirenn, pranngenn, vnnd hoffarts souiel, das seltenn einer befundenn wirdet, der furtreffliche narung hatt, vnnd stehenn disfals die Staßfurtter etwas besser. Weitters vonn anndernn Saltzwerckenn zuschreiben hab Jch vnnötigk gearchttet, da mann aber Je dauonn bericht begeret, werdet in meinen Miscellaneis anngezeigt werdenn, wo derselbig zufinden, Volget nun beschreibung meiner Reise, so vff beuelchs meines gnedigen Fürsten vnnd Herrnn Jch Jnn1[?] Pommern verrichtet.
Nach dem der Durchleuchtiger Hochgebornner Fürst vnnd Herr, Herr Ernnst Ludwig Hertzogk zu Stettin, Pommernn, der Caßubenn vnnd Wendenn, Fürst zu Rügenn, vnnd Graue zu Gutzkaw, in anfang sfgl.1 Regirung befundenn, das allennthalb in sfgl. Furstennthumb vnnd lanndenn, beide ann Eisenn vnd ann Saltz groser manngell vorhanndenn, vnnd mit schwerem vnkostenn, vnnd theurer bezahlunge aufbracht werdenn müssenn, habenn dieselben mit allem vleis darauf gedacht; wie doch solchem mangell zeittig begegnet, vnnd Jrenn Lanndenn vnnd Leuthen, mit ersprißlichenn nutzenn gedienet, vnnd mitt hinzu sfgl. Cammergut ermehret werdenn mochte/ Dieweil nun allennthalb in beidenn Fürstenthumenn Pommernn vnnd Rügenn, auch vffm Landt Vsethumb2[?] ein groster vorrath ann Holtz, sonnderlich aber beÿ Jasenitz, Vckermünden, Klempenaw, vnnd Pudekglaw3[?] beÿ hanndenn, vnnd denn vor dieser
zeit alberreits Eisennhüttenn beÿ Jaßnitz im brauch gewesenn, auch allennthalb die Bronnenn Saltzigk, vnnd der Erdtbodenn im Sommer Jegenn der Sonnenn Saltz schlecht vnnd apriciret, als hat hochgedachter furst eine neue Eisennhüttenn, beÿ der Neuenn Mühlenn im Vckermündischenn ampt bauwenn lassenn, daselbst zuuersuchenn, ob sfgl. aus Schwedenn Osemundt mit vorteil ann sich bringenn, volgennts verschmidenn, vnnd also dem theurenn kauff des Eisenns zuuorkommenn mochtenn/ Desgleichenn habenn sfgl. auch beÿ Coblenntz vnnd Krugsdorff, wie denn auch beÿ Golckenn1[?] im ampt Klempenaw nach Saltzquellenn durch Jrenn besteltenn Bronnenkunstmeister Hannsenn Fritzen senckenn, die gesenncktenn grubenn, mit Holtz verbauwenn, vnnd alles wasser darein außösenn2 lassen, ob vielleicht gute Saltzquellenn annzutreffenn werenn, aber so lannge sfgl. sich bemühett, vnnd grossenn kostenn darauff gewenndet, auch
so tieffer dieselbigenn (: in hoffnung das in der tieffe die rechte Sohlenn annzutreffenn :) habenn sencken lassenn, souiel mehr ist das wilde wasser zugefallenn, also das sfgl. hieruonn ablassenn müssenn, So hat es auch mit vorgenommenen Osemundts Eisennhanndell ein annstanndt genommenn, derselbige ist im kauff höher gestiegenn, vnnd habenn sfgl. hierann auch keinenn vorteil (: außerhalb der vngewißheit :) nicht findenn könnenn. Wenndt1[?] denn es furstlich Christlich vnnd wohl gethann ist, das ein Jeder vor die seinenn, sonnderlich aber vor sein Vatterlanndt sorget, vnnd derselben nutzenn vnnd frommenn sucht. Nihil enim dulcius est quam patriæ bene prodesse bono publico (: wie auch der Heide Cicero sagt :) als hat hochgedachter fürst nit ruhenn noch feÿrenn wollenn, biß solanng sfgl. im grundt wissenn mochtenn, ob auch nachmahls in Jrenn Fürstennthumbenn vnnd Landen etwas ersprißlicher nutzenn geschafft, vnnd obenn
gedachter manngell, auf tregliche mittell ergentzet werdenn möchtte, Habenn dennach beidt in vnnd außer Lanndes sich nach verstenndigenn Leutenn vmbgehöret, auch ann Churfürstenn vnnd anndere geschriebenn, aber niemanndts zu wegenn bringenn könnenn, darauf mann sich zuuerlassenn hette, biß solanng das der Edtle vnnd Ernuest Georg vonn Verbentin1[?], Vber vffseher der Graffschafft Mannsfeldt sfgl. vnderthenniglich berichtet, das im Lanndt zu Hessenn leut annzutreffenn werenn derenn Rath vnnd bedenncknus sfgl. dieses fals erforschenn, vnnd nach gelegennheit volgenn möchttenn, Darauff hat mehr hochgedachter Hertzogk zu Pommernn ann den Herrnn Lanndtgrauenn zu Hessenn, wie denn auch sfgl. Gemahl vnnd Schwiegervatter zu etlichenn mahlenn geschriebenn, vnd enntlich zuwegenn bracht, das Jtztgedachter fürst, der Lanndtgraue zu Hessenn, M. Johannem Rhe=
nanum sfgl. Pfarhernn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn beÿ allenndorff, heraus Jnns Lanndt zu Pommernn habenn volgenn lassenn, Wann nun derselbe annkommenn, Was er außgerichttet, wo er vmbher gezogenn, auch was er Jedes orts vnterschiedtlich ann Ertzenn Mineris vnnd Mineralibus befundenn, Was sein Rath, bedencken, vnnd fürschlegs gewesenn, dessenn hat er nachfolgenndenn schrifftlichenn bericht ad æternam rei memoriam, auff mehr hochgedachtes fürsten des Hertzogenn zu Pommernn gnediges begerenn, mit seiner eigenenn hanndt vnderzeichnett hinderlassenn, Als auff freundtliches annsuchenn vnnd begerenn, des mehr hochgedachtenn Durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrnn, Herrnn Ernnsten Ludewigenn, Hertzogenn zu Stetin Pommernn der Cassubenn vnnd Wendenn, Fürstenn zu Rügen, vnnd Grauenn zu Gutzkaw, beÿ dem auch durchleuchtigenn hochgebornnenn fürstenn vnnd herrn,
Herrnn Wilhelmenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, ziegenhain vnnd Nidda, beider meiner G. F. vnnd Herrn, Jch mich den 10. Martÿ zu Allenndorff vff die Reise gemacht, vnnd vnterwegenn obgedachten Georgenn vonn Verbentin1[?] in der Graffschafft Mannsfeldt zu Leimbach (: dahin mich der Lackeÿ Hanns Sadebosch2[?] gefueret :) anngesprochenn, beÿ demselbenn allerleÿ gelegennheit im Lanndt zu Pommernn, mich erkundiget, bin ich nechst annruffung Gottes mit freudenn furt gezogenn, vnd durch verleÿhung Götlicher hulff den 31 Martÿ zu Wolgast gesundt vnnd frisch annkommenn, volgenndes tages in der herberge bliebenn, den 2 vnnd 3 Aprilis aber die Sohlenn so ich aus dem Lanndt zu Hessenn, aus meines gl. f vnnd Herrnn Saltzwergk Sodenn, pro fundamento mitgebracht, wie denn auch die dreÿerleÿ, welche zu Dreptaw vnnd Klempenaw, in beÿsein des Strenngenn, Edtlenn vnnd Ernuestenn
Bußo vonn Rammin hauptmanns daselbst Jch selbst geschepfft, Jhnen versieglenn lassenn, vnnd mitt genommenn, in Jegennwertigkeit meines gl. F. vnnd Herrnn des Hertzogenn zu Pommernn, sfgl. Gemahlin, Canntzlers, etzlicher Rethe vnnd furnembstenn dienern probiret, Jnn der Hessische Sohlenn — 6½ lot, vnnd in den anndernn nichts befundenn, Als aber Jch zu Klempenaw vonn dem Hauptmann daselbst berichttet wordenn, das zu Grieb[?]waldt Sohlenn furhanndenn, vnnd daselbst vor dieser zeit Saltz gesottenn, aber aus manngell holtzes eingestellet wordenn, hab ich dessenn benebenn den Probenn, vnnd sonnsten vber Taffell gedacht,
Die Erste Reise Darauff mein Gnediger fürst vnnd Herr, den Hern Canntzlar Henning1 vonn Rammin mir gnediglich zugeordenet, Wir beide seindt den 4 Aprilis daselbst hin gezogenn, die Sohlenn mit einem eingelassenenn, vnnd mit steinenn beschwertenn Krugk, aus der tieffe geschepfft, auch die obenn aufft besonnders gefast, vnnd zugleich mit nach Wolgast zurucke genommenn, dieselbigenn volgennts den 5. probiret, vnnd die aus der tieffe nicht gar — 3. lötig, die obenn vff aber ein lötig befundenn, Als nun sfgl. solchs gesehenn, habenn sfgl. mich gnediglich gefragt, was mein bedennckens disfals were, hab ich für gut anngesehenn, das man einem oder zwen verfallene Bronnenn, deren daselbst sechs vonn alters gewesenn, eröffnen vnnd außfegenn solte, vnnd als dann ad ipsas
Scaturigines1 die Sohlenn schopffenn vnnd probiren, Solchs habenn sfgl. Ihnenn gnediglich gefallenn lassenn, sich selbst enndtschlossenn, das sfgl. selbst mit nacher Griefßwaldt2 ziehenn, vnnd daselbst solanng verharrenn wolten, bis solchs also volnnzogenn, Wie denn auch beschehenn, denn sfgl. benebenn Irer Gemahlin, Cantzlar vnnd vornembstenn dienern nach Griefßwaldt volgenndts den 6. Aprilis verruckt, die außfegung des Bronnenns mit vleis bestellenn lassenn, bißolanng den 9. vnnd 10 Aprilis die Sohle gewunnenn, vnnd alsbaldt probiret, auch reichlich — 3. lot befundenn wordenn, Darauff sfgl. weitters gnediglich begertt zuwissenn, was mich gut deuchte, vnnd das ich einenn annschlagk machenn solte, ob etwa nutzenn des orts zuschaffenn were, Ob nun wohl die Sohlenn sehr geringe, vnnd die helffte so gut als die Vnnsere ist, Iedoch so habe ich in betrachtung das ein Cent=
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Z. 1: Scaturigines — lateinisch, Lesung wahrscheinlich
ner Saltzes, dieses orts wohl ein guldenn gelten kann, vnnd das Holtz wohl annbracht werdenn magk, auch vf den notfall zur vermehrung Soij1[?] anngebracht, vnnd mit nutzenn gebraucht werdenn kann, Jegenn vnnser Saltzwergk per regulas conuersam2 vnnd proportionum, mit dem Herrnn Cantzlar einenn annschlagk gemacht, vnnd fundenn, das vber die bezahlung Holtzes, Mein g. f. vnnd herr bey zwenn guldenn ann zwölff Centner erobernn kennenn, vnnd es weitters sfgl. zubedennkenn heimgestelt, was Ihnenn zuthun, oder zulassenn wollte wohlgefallenn, Dieselbenn habenn vor gutt anngesehenn, das der Bronnenn wie er Jtzt vffgereumet, vnnd enndtblöst, mit bretternn wohl zu gedeckt, vnnd mit erdenn darauff beschutt, damit nichts bis vff weitter berathschlagung darein geworffen wurde, Solchs hat M. Hans Fritz
der Bronnenleiter also verrichttet. Die annder Reise. Sonntags den 12 Aprilis nach gehaltener Predig, Hat Hochgedachter mein g. f. vnnd Herr mich benebenn dem Hauptmann zur Jaßnitz1[?], Moritz vonn Rammin2, vnnd dem Secretario appelmann nacher annckelheim3[?] abgefertigett, Habe daselbst das feldt vnnd die gelegennheit besichtiget, aber kein gelegennheit noch anntzeigung einiger Mineralium befundenn, ohnne das das kraut kali (: welchs sonnst nurt vf Saltzechtenn orttenn zuwachsenn pflegt :) daselbst mit grosser mennge sich sehenn lassenn, seindt furt vf Vckermundenn furtgeruckt, vnnd nichts vernommenn, Montags den 13. vnnser Reise vber die vckermundische Heide nacher Jaßnitz4[?] genommenn, vnderwegenn die Heide durchfahrenn, die alte ver=
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Z. 5: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
Z. 6: Rammin — Familienname, Lesung wahrscheinlich
fallene Hamerhuttenn besehenn, vnnd darbey einenn sehr gutenn Eisennstein (: ohnne das er nicht viel aber gut eisenn gibt :) befundenn, Als das michs wunder genommenn, warumb ein so herliche gute gelegennheit in windt geschlagenn, vnnd mann ein wohl erbauete Huttenn verfallenn lassenn, da doch Holtz, wasser vnnd Eisennsteins gnug bey hanndenn, Dinstags den 14. vonn der Jaßnitz1[?] nach Stettin verruckt, vnnd durch die Lesische2[?] Gehöltz gezogenn, im hin vnnd wieder reisenn, aber nichts befundenn, ohnne das daselbst ein guter vorrath ann Holtz ist, dieses tags als wir wiederumb zur Jaßnitz[?] annkommenn, Habenn wir das Verbetinische3[?] Bruch vnnder dem Hamer benebenn dem fuchsberge besehenn, darein guter eisennstein sich ereuget, vnnd berichtenn die Libenhagischenn4[?] Eisenngewerckenn, das dessenn daselbst, in grosser menge sein soll,
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Z. 9: Jaßnitz — Ortsname, Schreibung unsicher
Z. 10: Lesische — Ortsadjektiv, Anfangsbuchstabe unsicher
Gleicher massenn ist auch die Buchhorst in augennschein genommenn, vnnd sein daselbst hin vnnd wieder viel Stein, Ertzgrubenn vorhanndenn, Welche alle gutenn Eisennstein gebenn, vnnd vor dieser Zeit zu dem nunmehr verfallenenn Hamer verbraucht wordenn, Wie denn auch daselbst Schlackenn oder Sinder noch gelegenn, Vonn welchenn mann sagt, das auch die Jaßnitzischenn1[?] Munche daselbst Schmeltzwergk vnnd Eisennhuttenn gehaltenn sollenn habenn, Den 15 Aprilis des morgenns frue nach der Bu[?]der horst gezogenn, allennthalbenn gutenn Eisennstein, welcher doch nicht viel eysenn gibt, befundenn, in gleichenn in der Birkennhorst, ist sehr weicher eisennstein bey hanndenn, Wir habenn auch im vortreisenn das Seel3[?] vnnd alte Hagensch bruch, Wie denn auch das Weißenbreitiger bruch befahrenn wollenn, aber nur den Tractum die lennge durchgezogenn, vnd vns
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Z. 8: Jaßnitzischenn — Ortsadjektiv, Schreibung unsicher
des vielenn wassers willenn, so allennthalb in den Grubenn, vnnd darumb hero gestanndenn, dartzu nit kommenn mögenn, Habenn aber in gemein grundtlichenn bericht eingenommenn, das Eisennstein daselbst die Mennge vorhannden sein solle, Sonnstenn ist in diesem ampt nichts weitters zufindenn gewest, denn dieweils sumpffich vnnd niedrigk, darein kein annder Metall, wenns schonn sich ertzeigte, erbauet werdenn kann, in betrachtung, das mann kein Stollen noch Schacht, weder treibenn noch senckenn, vielweniger einige wasserkunst derenn orter wohl annstellenn kann, Wennt1[?] aber wie obenn berichtet, Holtz zu volenn, Wasser vf den Hamer vnnd Eisennstein, aber schon arm ist, in gedachtem ambt die mennge beyhandenn, vnnd Jtziger zeit der Osemundt schwer anntzubringenn, das Eisenn aber allennthalb im Lande sehr theur ist, So habe demnach ich Jegenn wohl=
gedachtenn amptmann zur Jaßnitz1[?], auch den Secretarium mich erkleret, das mein treuer Rath were, das der alte Eisennhamer, vonn neuenn erbauenn, vnnd ein Rennwerck, aber nicht ein hoherofenn, wieder anngestellet wurde, Wie denn solchs ebennmessigk, auch meinem g. f. vnd hern in meiner wiederkunfft ich enndeckt habe. Eins het ich bey nahe vergessenn, das als ich vff der Heyda hin vnnd wieder gefahrenn, allennthalbenn viel kiefernn stöck2[?], auch lagerholtz befundenn, Dieweil nun ohnne verletzung des grunenn wachsendenn holtz, mann daselbst wol bech oder Wagenntzehr, mit meines gnedigenn furstenn vnnd herrnn frommenn, brennen kan, auch die Heidenn desto besser gereumet werdenn möchtenn, als habe ich solches dem amptmann zur Jaßnitz3[?] anngezeigt, vnnd hat er sich vernehmenn lassenn, das er erstes tags ein Ofenn oder Zwenn annrichtenn wolte lassenn, Welchs also hinfurters
mehr hochgedachtenn furstenn, Ich in meiner zuruck kunfft enntdeckt, vnnd habenns sfgl. Ihnen gnediglich gefallenn lassenn, mit der anngehengten erklerung, Wo alhier Bechbrenner1 nicht anntzutreffenn, das als denn ich in meinem heimtziehenn mich nach gutenn Bechbrennern am Hartz vmbthun wolte, Den 16. Aprilis nach Torgelaw verruckt, aber vnnderwegenn viel gehöltz, sonnstenn nichts denn sanndt vnnd sumpffe befundenn, zu Torgelaw aber habenn wir noch desselbigenn abenndts vnns vf den Scharmutzell2[?] bey die Pferde kopffen begebenn, vnnd ob schonn daselbst nach kalck allennthalb mit dem Borenn vnnd sonnstenn nachgesucht wordenn, kann mann doch vmb der sumpffigkeit willenn, weil auch der kalck so sich ereuget, nicht guter kalck, sonndernn viel mehr Mergell, ist gar nicht zubauenn, Es lies sich aber in mittelst zwischenn Torgelaw vnd dem
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Z. 4: Bechbrenner — Anfang B oder V
Z. 12: Scharmutzell — Flurname, Lesung wahrscheinlich
ortt annsehenn, als ob alaun Ertz sich enndtblöste, Dieweil aber daselbst zuviel feldt, steine, vnnd die gelegennheit sehr sumpffigk magk auch nichts anngerichtet werdenn, Den 17. des morgenns mit dem tage nach krugsdorff vnnd Coblenntz vnnsere Reise genommenn, daselbst bey die vorm Jar gemachte grubenn gezogen, vnnd alle gelegennheit in augennschein genommenn, Inn der Grubenn hinder der Eißfortenn2[?] nichts weniger als Saltz befundenn, Darnach vber den Thamb vnns begebenn, vnnd des orts die drey auch vom M. Hannsenn außgeworffenenn grubenn, vnnd bescheut3[?] gebeu besehenn, auch die Sohlenn zur probenn geschepfft, vnnd mit nacher Wolgast im heimreisenn genommenn, Dieweil aber des orts vmb vnnd vmb nichts denn Gemöhr vnnd See in flachenn ebenenn vnd feuchtem felde seindt, vmb welches willenn zu ewigenn zeitenn, wenn schonn die aller beste Sohlen dar zufindenn, mann nicht bauenn, vielweniger
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Z. 5: krugs=dorff — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
feurherde vnnd Pfannenn zum siedenn vfrichtenn kann, auch wenn manns Ja thun wolte, auf solchenn bau vber zwo Tonnenn goldes lauffenn wurdenn, vnnd dennest gleichwohl vonn wegenn der bösenn demme, das Holtz nicht hintzu, wie denn auch das Saltz nicht abfuerenn konnte, als kann vnnd will Ich nimmermehr rathenn, das ein einiger Pfennig daselbst mehr verbauet werde, Inn sonnderlicher betrachtunge, das die beste sohlenn in den dreyenn sumpffenn, nurt ein lötigk ist, Nach Mittag desselbigenn tages durch Baselick1[?] auf Schonewaldt furtgeeilt, daselbst die Sun[?]dischenn Berge allennthalbenn durchzogenn, besichtiget, vnnd hat sich kein Rotenn Bronnen Verker3[?] vnnd Dupffstein ereuget, (: wo aber Verker4[?] ist, da hat mann sich allennthalb auch Eisenns zuvermutenn :) aber im furtziehen
seindt wir ann einenn Bach in Jasenitzischenn Bergen, die Flederbach1 genennet kommenn, vnnd weil sich annsehenn lies, als ob derselbige Bach im schlich etwa Miner oder gemmas mitfurenn möchte, hab ich aus der Bach sanndt vnnd steine genommenn, aber nichts befundenn, Mann möchte aber daselbst vnd Jegenn vber liegenden gebirge weitters mit der Rutenn gehenn, vnnd sonnst nachschlagenn lassen, Ob vielleicht, weil daselbst ziegellettenn vnnd Thonngrubenn, auch Steinkolenn möchtenn gefundenn werdenn, Der Eisennstein der dieser orter im Torgelaschenn ambt sich ereuget, ist geringe, möchte aber besser, wenn ihme nachgesucht wurde, mit der Zeit werdenn, Den 18 Aprilis vonn Torgelaw wiederumb auf annckelheim2[?] verruckt, vnnd vnnderwegenn morgenns frue als der tag annbrach den neu gebautenn Hamer im vckermundischenn ampt bey der neuenn Muhlenn besichtiget.
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Z. 2: Flederbach — Bachname, Lesung wahrscheinlich
Daselbst hab ich befundenn, das wohl wassers ein zimbliche notturfft vorhanndenn, vnnd ein grosses auf denselbenn neuenn Hamer ann Baugeldt aufgangenn, gleichwohl derselbe noch nichtt volkommenn anngestellet, Vnnd magk wohl vf Osemundt zugerichtet sein, aber zum Rennwerckenn vnnd frischenn ist er damahls nicht diennlich gewesenn, Welches viel hochgedachtem Meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn ich also vnndertheniglich entdeckt, vnnd volgennts gerathenn, das sfgl. auffs furderlichste nicht allein nach Rennwerckern, sonndernn auch nach Grubenn, Kölernn, vnnd Steingrebernn sich vmbzuthun, vnnd vfs furderlichste den Eisennhamer wiederumb ann die hanndt nehmenn, vnnd Inns werck richtenn sollenn, denn solchs ohnne nutzenn nicht abgehenn könntte. Als wir nun wiederumb hinderruck zu Wolgast
annkommenn, ist die mitgenommene Sohlenn von Cöbelenntz1[?] in beysein Meines gl. f. vnnd Herrnn, sfgl. Gemahlin, Canntzlars vnnd anndere Rethe den Osterdinstagk probiret, vnnd mein bedennckens durchaus gnediglich gehort wordenn, vnnd dieweil in der bestenn Sohlenn, nur ein loth ausbracht, habenn sfgl. gnediglich gefragt, was mich vonn der Griepswaldischenn Sohlenn deucht, ob nicht dieselbenn mit nutzenn gebauet werdenn möchte, Darauff sfgl. ich voriges annschlags, welchenn der herr Canntzlar vnnd ich gemacht, vnderthenniglich erJnnert, Darbenebenn aber anngezeigt, das in meinem vermügenn nicht stünde, die Sohlenn annders vnnd besser zuschaffenn, denn sie Gott gebenn, ohne das woll etwas im feurherde vnnter der Pfannenn durch fleiss ausgerichttet, auch etwas das zufallenn tag oder wiltwasser durchstollenn, wie im Hessischenn Saltzwergk beschehenn möchte abgewenndet, vnnd also die Sohlenn verbessert
werdenn möchttenn, hab ichs mit wiederachttet1, Sonnst hab ich gesagt. Ego non sum Creator sed Creatoris peccator. Weil aber sfgl. nicht ablassenn wollenn, habe denselbenn ich vnderthenniglich gerathenn, Damit sfgl. zum grundt kommenn, vnnd eintlichs wissenns habenn möchtenn, Was mann sich vf die Griepswaldische Sohlenn zuuerlassenn, das mann eine grosse Pfannenn vnnd ordenntlichenn Herdt annstellete, So würdenn sfgl. im grundt befindenn, was mann thun oder lassenn möchte. Vnnd ob viellicht in der Griepswaldischenn Sohlen nichts möchte zugewinnenn sein, So könnttenn doch sfgl. solannge mit foy2[?] benebenn derselbenn Sohlenn leutternn vnnd hiernechst siedenn lassenn, bis die Pfannenn reichlich bezahlet, vnnd sfgl. deshalb keinenn schadenn hettenn, oder möchte das Eisenn sonnst zu Eisenn thürenn, oder annders verbrauchenn, das also sfgl nicht mehr als das
macherlohnn vonn der Pfannenn zuuerlierenn hetten, Darauff alsbaldt meins g. f. vnnd herrnn harnischmacher M. anndres vonn Stettin zu sfgl. erfordert wordenn, wie desgleichenn der kupfferschlager zu Griepswaldt, vnnd ist mit Ihnenn gehanndelt, das M. anndres das blecheisenn zu Stettin einkauffen, zu Griepswaldt aber der kupfferschlager die Pfannenn machenn solte, Wie Ime denn dieselbige durch den herrnn Canntzlarn vnnd mich verdingt, vnnd zu macherlohnn —— 11 thaler zugesagt seindt wordenn. Die dritte Reise. Naher dem fürstennthumb Rügenn zum Sundt, da wir ganntz herlich tractiret wordenn, mitt mehrernentem Secretario appelmann vber Meer geschiffet, vnnd zu Bergenn anngelenndet, den 25 Aprilis desselbigenn tages auff Tißkau1[?] die Saltz=
rügenn befahrenn, aber ob schonn der nahm vom Saltz kompt, gleichwohl nichts erheblichs derenn orter anntroffenn, Montags den 27 2.1[?] morgenns aufs aller früest, Erstlich vfs Münchegut gefahrenn, vnnd vf demselbigenn benebenn den ortternn, so vnnter wegs wir durchzogenn vnnd besichtiget, volgennts das Riedthenser2[?] Heupt, Tizower Heupt, Lüttigen zirckes heupt, Grossenn zirckes vnnd Gawers heupte, Jt den Gorerbergk3[?] besehenn, aber ann keinem ort die geringste anntzeigung einigs Ertzes noch Saltzquellenn abgenommenn. Weil aber vfm Grossenn zircker vnnd Gawersheupt, die Berg zimblich hoch, Ist mirs nit zuwieder, das mit der Rutenn daselbst nachgeschlagenn werde, ob etwas anntzutreffenn, Desselbenn tags vf Jasmundt naher Sager gezogenn, daselbst benachtet, vnnter wegenn aber nichts anntroffenn, ohne das zwischenn Strawe vnd
Cerdtnitz1[?] vnns durch ein Baurenn Martin Eisennbort zu Reyt2[?] anngezeigt, auch Sandstein exhibiret wordenn, welche daselbst am Meer gefunden werdenn soltenn, Darumb wir vnns auch dahin verfuget, selbst etliche dergleichenn Ertzstein annsterant3[?], aber keinenn gewissenn ganng noch gebirge, sonndernn kalck vnnd Mergell am vfer hartt darbey benebenn einem geringenn Eisennstein befundenn, Vnnd halte ich das dieser Ertz in sich Schweffell, kobolt, Spisglas, wenig Eisenn, etwas Bley vnd Silber Quod libetice habenn solte, Wir aber solches vonn einannder zuscheidenn, vnnd ein Jedes Miner zu nutzenn gebraucht werdenn könne, Weil ich damit nit vmbganngenn, hat mein gl. f. vnnd herr ann [übergeschrieben: andern] örternn zuerfragenn Den 28 seindt wir vf Jasmundt allennthalb vmbhero gezogenn, Erstlich den Schogner4[?] Bronnen, in welchem gesagt wirdt, das Saltz vorhanden sein solte,
aber als wir darbey kommenn, vnnd der Gardtvogt hanns Erbstedt1[?] vnns dabey gefurtt, keinenn geschmack einiges saltzes abnehmenn könnenn, Sonndernn gesehenn, das zwischenn zweyenn sussenn bronnenn, ein besonndere quellenn, so die Steine, im flüßlein weis ferbet herfür kompt, hab ichs darfür gehaltenn, das solchs das vnterliegendt gebirge, entweder die kreiden, oder etwa ein ander Mineer, so mir vnbekanndt, ausschlage, Item Turneiser sagt, das die weissen wasser halten alaun, Gibsspat, albaster, auch etwa zin vnnd Bley, Ich aber weis es nicht, denn ich dergleichen2[?] keins mehr gesehenn. Sodannenn als wir nach dem Meer furttgeruckt, die Saßnitzer Bach auch anngesehenn, vnd weil daselbst der Bach hoch vom Gebirge |: wie es dann daselbst sehr hoch ist :| herab felt, halt ich dafür, das daselbst viellicht Ertz anngetroffenn werdenn möchte, Weil mann aber fingers breit durchs gebirge nit sehenn kann, mags mein g. f. vnnd
herr, ferners mit der Rutenn erforschenn. Weitters vmb das promontorium herumb im Schiff bis zu dem Roten wasser, vnnter der Stubnitz gefahrenn, daselbst benebenn dem kreiten, kalck, vnd Mergelberg diesenn hohenn abfallenndenn Bronnenn besichtiget, suess am geschmack gespüret, aber ichs habs genntzlich darfür gehaltenn, das er vom Eisennstein heraus falle, wie sich denn auch dergleichenn geringe Steinlein im kalck habenn sehenn lassenn. Volgennts den ganntzenn Buchwaldt, Stubenn kammer vnnd königstul durchzogenn, aber nichts den kreitenn vnnd kalck in den letztenn zweyenn findenn könnenn, Sonnst im fortziehenn vf Wittau gar nichts anntreffenn, Den 29. vonn Wittau auf hüttemsee1 vnnser reise genommenn, daselbst wiederumb nichts vernommen, ohne das im hinüber schiffenn nit weit vom Closter Hüttemsee mittenn im Meer sich als Sohlen
im Geruch ereuget, ich dieselbenn als baldt geschmeckt, vnnd als sie hiernechst probiret, am gehalt ein lot befundenn wordenn. Den j 2.1[?] Maij wiederumb zu Wolgast anngelangt, alsbaldt meinem gl. f. vnnd herrnn benebenn vbergebung der Sanndsteyne relation, sfgl. habenn Jnenn die Sanndtsteine gnediglich gefallenn, volgennts durch den Goltschmidt, hanns kerchenn2[?] Probiren lassenn, weil aber derselbige kein gelegennheit, die Mineer ein Jedes besonnders darvon zu seigernn weis, that er dieselbig alle vff der Cappelnn verrauchenn lassenn, aber gleichwohl nichts befundenn, Deshalb viel hochgedachter mein gl. f. vnnd herr bewegt, Georgenn vonn Verkentin, welcher vmb diese zeit im Lannde gewesenn, der Sandtstein einenn zuzustellenn, Damit er denselbenn in der Grafschafft Mansfeldt, da gute probirer vnnd Seygerer sein, gründtlich probiren, vnnd vnderschiedtlichenn Clarenn bericht sfgl zuschribenn könne.
Die Vierdte Reise. Naher dem Lanndt zu Vsethumb benebenn dem Herrnn Marschalck hannsenn vonn Erbstettenn den 4 Maij vfgewesenn, zu Pudeglaw annkommenn, vnd nach essenns die Stiegische1[?] Sohlenn, da Saltz vermutet wardt, besehenn, aber nichts fundenn, doch dis waßer zur Proba mitgenommenn, Weil aber des orts die leut, Jnnsonnderheit aber der heuptmann Jacob kußau2[?] berichtenn, das wenn der Nordtosten windt gehe, das Meer sehr Saltzecht seye, vnnd weit vfs vffer ausschlage, als mag bedacht werdenn, ob apricationes mit der zeit daselbst annzustellenn seyenn, oder nicht, Den 5 eiusdem das ganntze Lanndt Vsethumb Jnsonnderheit die Krüschwenntzer3[?] Berge, vnnd die Perau4[?] vmb vnnd durchzogenn, Weil aber daselbst der Müller vf der Newenn Mühlenn berichttet, das gedachte gebirge vielmahls mit dampff vnnd dunst sich sehenn lassenn, Solche
dampff aber wo die seindt, anntzeigung gebenn, eines holenn feuchtenn gebirges, darein viellicht, benebenn dem kalck auch Ertz, Jnnsonnderheit aber kupffer Ertz anntroffenn werdenn möchte, als stehets Meinem g. f. vnnd herrnn frey, ob sfgl. sich daselbst auch mit der Rutenn wollenn erkundigenn, vnnd erlernenn lassenn, Denn Je vonn wegenn der gelegennheit des holtzes vnnd wasser, da etwas erhabenn würde, Schmeltzhüttenn anngerichtet werdenn könnttenn. Sonnstenn ausser der kalck grubenn hat sich in diesem Lannde nichts mehr herfür gethann, denn wir das gebirge Gellenn vnnd zemmin, Jtem das dorff katzgau des Bronnenns wegenn bey Bratheringsbusch1[?] zwischenn Melbentin vnnd Neypermin durchzogenn vnnd besehenn, aber weniger denn nichts befundenn. Die fünffte Reise. Den 8. Maij naher Stolpenn benebenn zu
verordnetenn Secretario appelmann verruckt Jegen abenndt daselbst spat annkommenn, vnnd deshalb des tags nichts ausgerichttet, volgennts tags aber benebenn dem Herrnn Hauptmann kerstenn Winterfeldt allerley augennschein Jngenommen, aber nichts anntroffenn, ohne allein zum krine1[?] hinder hanns Meyers hoff möchte etwas kalck oder Mergell sein, Sonnstenn haltenn die quellenn Da vmbhero gar nichts, habenn also vnns nach klempenau gewenndet, vnnd desselbigenn tags still gelegenn. Volgennts den 9. benebenn dem herrnn Hauptman Busso vonn Rammin zu dem Golcher gebirge vnnd feldt vnns verfüget, daselbst die gesenncktenn Saltzgrubenn besichtiget, die Erdenn zu Langenn, zu Vrex=[?] tau beim alaunsieder M. Jochim armschone bestelt, auch anndere Erdenn vf samblenn lassenn, welche nach der Elmau3[?] abgefüret wordenn, Denn ich die erde darfür annsehe, das sie alaun, Schweffell, vnnd ein wenig Saltzes bey sich habe, Weil es aber
quodlibetisch, kann es nicht wohl vonn einannder gescheidenn werdenn, Den 11. naher Treptau benebenn wohlgedachttem Hauptmann furtgerückt, vnnder wegenns aufft der Bollenntinischenn1[?] dorffstette, ein schwartz glanntzende Erdenn anntroffenn, vnnd darvon etwas zur Proba mitgenommenn, dieweil ich nit weist, was darein verborgenn, ist aber nichts befundenn wordenn, Volgenndts bey Laßau in der tieffenn Vilgenn2[?], so vber der Tollenn See ligt, ist ein Bergk art vorhandenn, so Eisennschues, Bley, vnnd ein wenig Schwefell habenn magk, ist gar geringe, magk aber mit der Rutenn erlernet werdenn. Ob im nahennts anngelegenenn gebirge etwas bessers vorhanndenn, zwischenn Grabzau vnnd Treptau ereuget sich auch etwas Eisennstein, aber nichts werth, als wir nun zu Treptau annkommenn, habenn wir die bestelte Laugenn aus der Erdenn vom Golcher
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Z. 5: Bollenntinischenn — Ortsadjektiv, Initiale B/V unklar
felde annsiedenn1[?], auch die anngesottene laugenn durch den Wundtarzt daselbst, Curt Bodicker2[?] per alembicum distilliren lassenn, aber dieweil wir nicht zeit gehabt, lannge zuuerharrenn, vnserm g. f. vnnd Herrn nacher Wolgast die anngesottene laugenn vnnd Tartarum, wie denn auch den Spiritum vnnd verlassenenn Rest in solchem forters zu Probirenn vbersenndet, was nach beschener grundtlichenn Proba von dieser Erdenn außbracht werdenn kan, Darnach hat mein g. f. vnnd herr sich gnedigklich zurichtenn, ob sfgl. zubauenn gelegenn sein wolle, oder nichtt. Den 12. Maij als baldt der tag anngebrochenn, nach Jabzaw3[?] vnns verfüget, den abgestochenenn Deich, auch in augennschein, benebenn dem Lanndtreiter Vttenn4[?] Reitsprecher genommenn, Ockers vnnd Eisennsteins annzeigung gesehenn, sonnstenn weitters nichts befundenn, seindt also hinderrucks zu Mittag nach Treptaw ingekehret, Darnach von Mittag
vnns wiederumb aufgemacht, zum Dorff Klatzaw verfügt, vnnderwegenn nach dem Hagenn einen Bach anntroffenn, darbey Eisennstein vnnd Duffstein sich vernehmenn lassenn, aber nicht [übergeschrieben: weit1[?]] daruon, auch nahe dem Hagenn, wiederumb ein sehr frisches Bronnennwasser, welches ein Saurigkeit bey sich hat, fundenn, so aus einem gebirge nahents2[?] darbey herab fleust, in welchem sich wiederumb Sandstein, Eisennstein, Stahl, vnnd Ocker vernehmenn lesset, vnnd hat mir vf allenn vorigenn Reisenn keines besser als dieses gefallenn, habe die gentzliche vermutung, so etwas im ganntzenn Lande annzutreffenn, Es solle sich des ortts auch allerley Miner vnnd Ertze findenn lassenn, N:a: Obenn in der herbenn3[?] da dieser Bronnen enndtspringt, vnnd aus einem sehr Rotlechtigenn Ocker grundt herfurkompt, gleich darnebenn ij schuchs weit, enndtspringt ein dicker Bechzeher Schwartzferbiger Quellenn, Was derselbige mit sich furt.
kan ich nit wissenn, es sey dann, das ein Bitumenn oder Bergkwachs bedeute, Den 13. Maij, als wir vnnterwegenn allerley in besichtigung, aber vnns sonnst genommenn, seindt wir zu Ferchenn1[?] gegenn abendt annkommenn, volgennts tags auff Heinrichs Hagenn vnns führenn lassenn, ann dem ortt kalck gnugsamb anntroffenn, wie denn die Bawrenn berichtenn, das die Moltzan2[?] vor dieser zeit nahennts darbey vf Jrenn guetternn auch kalckgrubenn gehabt, vnnd Jre Heuser daraus erbauet, als wir aber furttgereiset, seindt wir durch einenn Bawrenn berichttet wordenn, das nahennts bey genanntem dorff Sinder sein soltenn, welche so Eisennreich werenn, das vnnlanngst ein Bawr daraus ein Pflugschar hette schmiedenn vnnd machenn lassenn, Darumb wir hinzu geeylet, vnnd ob schonn die Materia so der
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Z. 5: Ferchenn — Ortsname, Anfangsbuchstabe unklar
Bawr gezeigt, schlackenn vnnd Sinder artt ann sich, So hab ich Jhnenn doch vor Eisennreich anngesehenn (: wie auch die Rennwercker vnnd Steingreber, als sie annkommenn, gleichermassenn meinem gnedigenn fürsten vnnd herrenn berichttet :) Doch weil ann dem ort holtz vnnd wasser manngell, kan kein hüttennwerck vfgericht, noch erhaltenn werdenn. Das auch die bawrenn weitters berichtenn, das noch ann einem anndernn ortt in dem Bordellkaul1[?] ebenn messigs eisenn ertz beyhanndenn, wie denn beiderley meinem gnedigenn fürstenn vnnd herrnn ich zu vberschickenn verordenett, vnnd sfgl. enndtpfanngenn habenn. Den 15. 16. vnnd 17. Maij die ampter Lotzenn Grimmenn vnnd Tripses allenthalb
mit vleis benebenn dem herrnn Hauptmann, Hartwigk Moltzow, vnnd Renntmeister zu Tripses Marx Milowenn durchzogenn vnnd besichtiget, aber dieweils flach ebenn, vnnd ann etlichenn enndenn sanndigk lanndt da ist, wie denn auch hin vnnd wieder sumpffigk, kann ich darein keine nachrichtung findenn, das Jmmer Bergkwergk oder Saltzwergk wenn schonn holtz gnug zur stette, derenn ortter erbauet werden mügenn. Vnnd ist dis also mein vnnderthenniger bericht vnn bedennckens, vonn allem dem, was vff diesenn fünff reisenn benebenn denenn so mir zugeordnet, besichtiget, erfahrenn, vnnd nach meinem geringenn verstanndt erachttenn könnenn.
Vertzeichnus aller vnnd Jeder Brieue Bücher vnnd annderer dem Saltzwergk zugehörigenn sachenn, Welchs ich Johann Rhenanus, Pfarrer vnnd Saltzgreue zum Sodenn Jtziger zeit bey mir habe
Ein Buch, darinnen nachuolgende Priuilegia vertrege, Location vnd allerley andere handelung begriffenn, ann der zahl zwantzigk siebenn stuck. 1. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessenn, de dato 1300 die Walpurgis. t1. p43. 2. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessen de dato 1322. am Sonnabendt Ascen: tom 1. p 46. 3. Copia eines priuilegij Herrnn Ludtwigs Lanndt. zu Hessenn de dato 1413 Dominica post Exultationis S. Crucis tom 1. p 50 seq. 4. Copia HH. Friderichs Sigmundts, Heinrici vnd Wilhelms Hertzogenn zu Sachssenn de dato Cassell 14361[?]. am Sonntage Simonis & Judæ tom 1. p 51 seqq. 5. Copia Herrnn Wilhelms des mitlers Lzu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain de dato Spanngenbergk Anno 1487. Freytags nach Dionisij tom 1. p 662[?] seqq. 6. Erster vertragk mit Cantzlers Feigenn seligen handt margeniret Anno 1538. Freitags nach Jubilate.
7. Erste Location de dato 1540. vf funfzehenn Jar vfgerichtet. 8. Einganng vnnd Beschlus in der Neuenn dreysigk Jerigenn Location vffgerichttet, de dato Anno 1554. 9. Receß der Gehöltz halbenn, der Gemeine auf der seittenn, da die Bodenn gelegenn. 10. Hanndelung vnnd bescheidt, so Ritter vnnd Lanndtschafft, zwischenn Herrnn Philipsenn Landtgrauenn zu Hessenn ann einem, vnnd dann den Gemeinenn Pfennernn annderstheils gepflogenn, etlicher Jerigenn sachenn wegenn, Actum Anno 1539. Sonntags nach Galli. 11. Ordenung vnnd Regirung des Saltzwergks zum Sodenn vor Allenndorff ann der Werra, in aufrichtung vnnd annfanng der Location Anno 1541 verkundiget, vnnd zu halttenn gebotten daselbstenn zum Sodenn durch den Herrnn Stadthalternn zu Cassell, am Mitwochenn nach Trini:
12. Notell der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder aô 1541. durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell Sigmundt vonn Boynebürgk, Montags nach Trinitatis gethann. 13. Verordenung der ampter vnnd diener aufrichtung des Saltzwercks zum Sodenn anno 1553. publicatum den [Lücke]1 Maij Anno 1554. 14. Copia der fundation H. Philips Lzu Hessen, der zweyhundert guldenn Jerlichenn Pension ausm2[?] Bodenn zu Gottes ehre. 15. Beuelch vnnd vergleichung vnnsers g. f. vnd herrnn Lzu Hessenn, mit Bürgermeisternn vnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, wie es hinfuro der Gehöltz, Raumenn, Rodenn, Hegung vnd beforschung, auch der neuenn Weinberge anders halbenn soll daselbst gehaltenn werdenn, verabschiedet den [Lücke]3 Maij Anno 1554. 16. Forst vnnd Holtz Ordenung im Fürstenn=
thumb Hessenn auffgerichttet Anno Domini 1553 17. Ordenung vnnd vergleichung der Gehöltz Jenseit der Stadt Allenndorff ann der Werra, vnnd anndere betreffenndt. 18. vergleichung beider Pfarhernn zu Allendorff vnnd zum Sodenn anno Domini 1538. 19. verzeichnus wie der Ludtwigkstein ann Christoff Hülsing kommenn, 20. Copia Heinrichs vonn Schachtenn verschreibung vber Germeroda vor v. gl. f.1 vnnd Herrnn zu Hessenn Anno 1553. 21. zehenn Jerigk bestenndtnus der Eisenhütten vnnd waldtschmittenn im ampt Geiselwerder Anno 1553. 22. Geholtz zu Treffurdt vnnd derselbenn beschreibung. 23. annwendung des Geholtz am Wolffsberge
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Z. 10: v. gl. f. — Kürzel, erster Buchstabe unklar
vber Roßach1[?], contra Berlipschenn zu Fahrembach. 24. artickell aus dem Braunschweigischenn vertrag gezogenn, vmb das Closter Lippoldesberga, vnnd dessenn grenntzenn, zwischenn Hessenn vnnd Braunschweigk vfgericht. Anno 1538. 25. Copia des Pfanndtsverschreibunge, so Philipsenn Didenn vber das Schlos Beylstein zugestelt wordenn ist Anno 1551 den 10. Octobris 26. Lehennbrieff vberm altennstein bey Allenndorff. 27. außzugk was das Saltzwergk das 1538. bis vff das Jar 1562. getragenn. Alt Pfenner Buch. Heupt Baw Register de Anno 1538. des Saltzwergks zun Sodenn. Recesbuch vber alle Einnahm vnnd außgabe vom Jar 1538. bis vfs Jar 1545.
Recesbuch vber des Zölners zun Sodenn Einnahm vnd außgab vom Jahr 1546. bis vfs Jar 1556. Bronnenbaw so Anno 1550 anngefanngenn, vnnd anno 1551 geenndet, darinnen allerley Rathschlege, schreibenn vnnd wiederschreiben v. g. f. vnnd Herrnn, hochlöblicher gedechtnus, aus der Custodia des Stadthalters, der Rethe, der Pfenner vnnd annderer. Handelung vnnd verordtnung des Saltzwergks sachen vnd allerley Rathschlege, betreffenndt den letzt geschehenenn Bronnenbaw anno c15621. Baw Register, vonn demselbigenn beschehenenn Bronnenbaw bedenckenns. Obseruationes vberm Erstenn vertragk, durch mich Johannem Rhenanum obseruiret. Ebenmessige obseruationes vber das Pfennerbuch. vber die Location gleichermassenn.
Copiæ aller vnnd Jeder altenn vnnd newenn vertreg, Location, Resolution vnnd dergleichenn das Saltzwergk Sodenn belanngenndt, mir aus Fürstlichenn archiuenn zugestelt, Etliche inquisitiones so durch mich auch anndere vff beuelch vnsers gnedigenn furstenn vnnd hern in diuersis Annis außgerichttet. Conuolut Georgenn Behmenn gewesenn Bornmeisters zun Sodenn, sachenn belanngendt vnnd den Saltzbronnenn in Sodenn, darin etliche Churfl. zu Branndennburgk schreibenn, desgleichen der Pfenner Jost Berbers, Christoff Hombergks1[?], Georg Behmenn selbst inuoluirt in Anno c15512 vsq ad Annum 1557. Seindt zwölff stucke. Conuolut Schreibenn der Stadt Leiptzigk, eines zugeschicktenn Wasserkunstlers wegenn, mitt nachmenn Simonn Nitzsch3[?] Anno c78. Handelung allerley gebrechenn halbenn etc.4[?] gl.
f. vnnd Herrnn Anno c381, zwischenn s. fgl. vnnd den Pfennernn, Resolution v. G. f. vnnd Herrnn so darauff eodem Anno eruolget, Außzuge der Holtzrechnung de Anno Domini 1538. 1539. Forderungs brieff v. g. f. vnnd Herrnn, Jostenn Berbernn, ann alle Lanndts beamptenn, so forderung zum Saltzwerck thun konnenn, Anno c 1538. Ein schreibenn aus Zerbst sfgl. ann die Beamptenn zu Cassell, das mit den bewenn schleunigk fortt gefahrenn werde, Ein schreibenn betreffenndt M. Maximi kunst aus Carthaus Anno c38. Sonntags nach Kiliani2[?] Verzeichnus der Pfennermeister. Anno c38. Vorschlage M. Maximi |: sein eigen hanndt :|
seiner newenn kunst wegenn, Heuser so in den Sodenn abgebrochenn wordenn, vnnd was die kost zubezahlenn Anno c381. Anschlage den Steinenn Sohltrumpff belanngendt. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, betreffenndt M. Maximi kunst vnnd den Saltzkauff. Vertragk in Anno c38. beschehenn belanngenndt die acht vnnd dreißigk damahls erbawete Bodt, wie dieselbige in baw vnnd wesenn zuerhaltenn seyenn, Anschlagk des Holtzerin Rechenn, so zum holtzflössenn vorgenommenn wordenn, Vorschlagk Heintz vonn Lutters seliger gedechtnus, betreffenndt die bestenn adernn vfm bronnen zufassenn, Offenn patent vnsers g. f. vnnd Herrnn, darinnen den amptenn Beylstein, Reichennbach, Wilsingenn2[?], Felsbergk, Spanngennbergk, Hombergk,
Rotennbergk vnnd Sonntra gebottenn wirdt, Saltzknechte aufzubringenn, so im Saltzwerck arbeiten konntenn, anno c381. Antwort etlicher Beamptenn vnnd Stedte, so Saltzknechte Inn die Sodenn schickenn sollenn, Verzeichnus etlicher knecht so ann kommen, Tagsatzung v. g. f. vnnd Herrnn zwischenn sfgl. vnnd gemeinenn Pfennernn, das sie dann vff beidenn seittenn belanngenndt, Anno c1538. Anschlag wieuiel vf funfftzigk kodt2[?], Jerlich holtz gehenn will Vorschlagk Heinrich Muldeners, allerley sachen belanngenndt Anno c38. Copia. v. g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann der Pfenner Saltzgreuenn, belanngennde das zuverkauffene holtz, vnsers g. f. vnnd Herrnn Böder in der Pfenner bezirck. Reces des Bawes zun Sodenn beschehenn, die
Anno c381. vnnd 39. bezahlt wordenn seindt — 26 stucke. Conuolut Ein schreibenn vnsers g. f. vnnd Hern ann Jostenn vonn Berlipschenn, de dato Regensspurgk Anno c412. den 2. Junij, belanngenndt das gedachter, die Saltz Location versieglenn solle. Böder Supplication, vnnd darauff eruolgter fürstlicher bescheidt, belanngenndt den Saltzbronn, das er schadthafft wehre Anno c48. Copia eines schreibenns ann vnsernn g. f. vnnd Herrnn, belanngenndt allerley sachenn anno c41. den 2 augusti subscripserunt Henrich Muller, vnnd Jost Berber, Beuelch v. g. f. vnnd Herrnn betreffenndt in der OberGraffschafft vnnd zu Bremenn, darinnen beuolenn wirdt, zu Holtz Minden nach dem Zoll zufragenn, Renndtmeisters zwey schreibenn, allerley sachenn
belanngennde, anno c381. 39. Annotata allerley teglichenn hanndelungenn, so das 41. Jar im Saltzwergk vorgelauffenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann Henrich Lersenernn2, betreffenndt den Grauenn Philipsen vonn Solms, das er nicht sieglenn wollenn, de dato Regennspurgk Anno c41. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngenndt die volnnziehung der sieglung bey Solms vnd Berlipsenn, de dato Regennspurgk Anno c41. Item das Saltz nach Darmbstadt vnnd Bremenn geschickt werdenn solte. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, darinnenn sfgl. bericht begerenn, wie es mit dem Saltzwergk der Zeit stehe, vnnd wie sich Hertzogk Heinrichs diener des Saltzes halbenn verhaltenn sollenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngendt nachmals die sieglung, die verfertigung des Saltz=
hauses zu Cassell, vnnd Jtztgedachten Zoll vff der Weser. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn ann Philipsen Grauenn vnnd Herrnn zu Waldeck, belanngenndt die siegelung, de dato Regennspurgk Ao c411. Offenn Patent v. g. f. vnnd Herrnn, darinnen sfgl. freyenn faß begert vf der Weser, den Saltzhandell belanngenndt. Offener versiegleter Zulas brieff, der Stadt Mulhausenn, den Saltzhanndell daselbst belanngendt Anno c43. Contract zwischenn Hannsenn Belstett2 zu Mulhausenn vnnd Valtin Weyrauch, so sich des Saltzhanndels vnndernommenn Anno c43. Noch ein vertragk gleicher gestalt vnnsers g. f. vnd Herrnn beuelch, das mann den Predicanten zu SpiesCappell allequartal drithalb hundert guldenn enndtrichtenn solle Anno c42.
Verannttworttunge vf ein gethane vonn den Bödern Supplication. vnsers g. f. vnnd Herrnn zwey schreibenn, betreffenndt die vniuersitet Marpurgk Jerlichenn Jegenn das Closter Hasungenn zuenndtrichten, Allerley acten kurtzlich verzeichnet, darinnen auch M. Georgenn sachenn gedacht wirdt. zwey stuck. Churfurst zu Sachssenn Hertzogk Johann Friederich schreibet mit etlichenn Innlagenn, darinnenn S. Churf. G. v. g. f. vnnd Herrnn nachgebenn, das die anngrenntzennde dorffe bey Mulhausenn vnsers Saltzes auch gebrauchenn soltenn, darbenebenn ein Inngelegter Zettell, das S. Churf. gl. Saltzwerck Saltzungenn vnverhindert bleibenn muge, Anno c431. Copia eines schreibenns, so v. g. f. vnnd Herr, ann den Schosser zu Muhlhausenn gethann.
Abrede v. g. f. vnnd Herrnn, vnnd der Stadt Mulhausenn, des Saltzkauffs halbenn. Copia noch eines schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, ann den Schösser zu Muhlhausenn, Contract mit der Stadt Mulhausenn aufgerichttet, des Saltzkauffs wegenn, vf drey Jar anno c431. Ordenung der Eseltreiber Saltz vnnd Holtzkauffs, vfgerichttet anno c44. Bestallung Georgenn Behmenns vonn Nurnbergk anno c44 Supplication der Stadt Allenndorff, darinnenn sie vber das dorff Riedenn vnnd Sodenn der geholtz wegenn klagenn, anno c44. Hanns Klaur2[?] Vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflos wegenn, begert geldt, Außzugk des Saltzhanndels Rechnung zu Mulhausenn, anno c44. Schreibenn der Stadt Mulhausenn betreffendt
den Saltzschlies daselbst anno c441. Vorschlagk Jostenn Berbers des Saltzschlisses wegenn, welchenn Valtenn Tholde2 amptman zu Wannfride, zu Mulhausenn vortragenn soll. Nochenmahl allerley hanndell Extract des 44 Jars zun Sodenn beschehenn seindt 41. stuck Conuolut Heinrich Muldener schreibt v. g. f. vnnd Herrnn in Anno c41. Inn welchem er anntwort vf der Böder Supplication, darinnen sie geclagt, wie der bronnenn stets abnehme, zeigt auch ann, das die wasserkunst nunmehr fertigk, vnnd der grab obenn vonn der Werra heraber vor die Sodenn gefurt, das mann ohne zuthun pferde, die kunst treibenn könne, Zu dem berichttet er auch anndere parerga. Jst dis schreibenn sein eigenn hanndt. Supplication der Pfenner Jegenn Regenspurgk
vberschickt, belanngt die newe Location, wirdt auch darinnenn gedacht des Grauenn vonn Solms vnnd Verlipschenn, begeret, das dieselbige Location volnfertigt wurde, Anno etc. 41. Acta, belanngenndt gedachte Location vnnd Georgenn Behmenn, zwischenn v. g. f. vnnd Herrn, vnnd gemeinenn Pfennernn anno etc. 41. Supplication der Saltzgrefenn ann v. g. f. vnnd Herrn, darinnenn bericht beschicht, das Graf Philips vonn Solms, vnnd Jost vonn Verlipsch nicht sieglenn wollenn, doch hab sich Jost von Verlipschenn conditionaliter Inngelassenn, Inn diesem brieffe ist, das Anlanndt vnnd Georg Gauler den: nicht sieglenn wollenn anno etc. 41. Acta vonn wegenn vnnsers g. f. vnnd Herrn beschehen, durch Stadthalter, Rethe, vnnd Beuelchhaber zun Sodenn, belanngenndt die Location, vnnd der Pfenner [gestrichen: vnrechtte2], Anno etc. 41. Copia der Caution so Hanns Riedennstein3 vnnd Hans
Unsichere Lesungen
Z. 13: Gau=ler — Name, Lesung unsicher
Z. 18: vnrechtte — gestrichenes Wort, Lesung unsicher
Iringk zu Regennspurgk bey vnnserm g. f. vnnd Herrn anbracht, die nicht sieglung belangendt. Acta M. Georgenn vnnd andere sachenn belanngenndt anno etc. 41. Sonnabenndts nach Osternn. Copia eines schreibenns ann vnnsern g. f. vnd Herrn, belanngenndt den Braunschweigischen Zoll zu Holtzmindenn, vnnd den Saltzschlis1[?] nach Bremenn. Item die Location Ein schreibenn Heinrichs Tersenners2[?] betreffenndt die nicht sieglung Herrn Philips Grauenn zu Solms. Bestellung der Pfenner Bodt, vnnd darin verordennte knechte, anno etc. 41. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn so sfgl. Hannsenn Riedennsteinenn vnnd Hanns Iringenn mittgebenn, belanngenndt die Location Anno etc. 41.
Acta mit den Pfennernn der Location halbenn beschehenn, anno etc. 41. bis Paschae1. Rudolff Schenck Stadthalter schreibt an Henrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn Saltzgrefenn, der Zehenn alb wegenn, so vf die Pfanne Saltzes gesetzt wordenn, das die Lanndtstennde bewilligt, Anno etc. 41. Vnnser g. f. vnnd Herr befiehlt durch einenn offenenn Patenten Rudolphenn Schenckenn, Johann Feygenn, Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berbernn die Muhle zu Allenndorff vmb sechsthalb hundert guldenn anzunehmenn Anno etc. 40. Hanns Klauer2 vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflös wegenn am Seulingswaldt. Acta vnnd Consultation, betreffenndt die Erbhuldung zu ernewernn, vnnd vonn allenn knechtenn anzunehmenn, vnnd dergleichenn mehr hanndell Anno etc. 41. Inn der wochen palmarum.
Vorgetragene gebrechenn in der Rechnung anno etc. 41. Schreibenn Heinrich Tersenners1[?] betreffennde die nicht sieglung Grauenn Philipsenn vonn Solms, ann Henrich Muldenernn vnd Jost Berbernn, Schreibenn des Canntzlars Feigenn, mit einer Innlag, belanngenndt das etzlichenn2 dem außschos der Pfenner, Henrich Muldener, Jost Berber, vnnd Johann Bartholmes zur Lichtenaw bey v. g. f. vnnd Herrn erscheinenn sollenn, Notata, Was vonn M. Georgenn Behmenn seiner kunst wegenn, begeret werdenn soll, Ao etc. 40. Ordtnung der Ober: vnnd vnnter Holtzvogt zun Sodenn anno etc. 40. Hannsenn Heinemanns bericht vnnd vorschlagk der Schiffart halbenn zwischenn Allenndorff vnnd Cassell anno etc. 39. Acta zu Mundenn mit Hannsenn Sultzschernn3
Anno etc. 40 vnnd Gerstennbergernn der Schiffart halbenn vnnd anndernn desgleichenn etlicht1 anndere sachenn, durch Jostenn Berbernn daselbst aufgerichttet, Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, benebenn annderenn Innlagenn, des aschenn kauffs wegenn, Anno etc. 60. Schwalbachs erstes Holtzvogts zun Sodenn Holtzrechnung anno etc. 40. Darbenebenn ein schreibenn Schwalbachs ann Heinrich Muldenernn anno etc. 40. Anlanndt Anlanndt amptmann zu Mundenn schreibt ann Jostenn Berbernn einer halbenn Pfannenn wegenn, so Immer2 Sodenn zuuerkeuffen, klagt vber der Pfenner Saltzgreuenn, das sie Ihnen zum angesetztenn tage nicht erfordert habenn, Anlanndt Anlanndt schreibt des Muhlennkauffs halbenn anno etc. 41.
Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt ann Canntzler Feigenn, der Location wegenn anno etc. 40. Johann Bartholmes vnnd Schwalbach schreibenn ann Canntzlarnn Feigenn, benebenn einer Inlag, v. g. f. vnnd Herrn zulassungsbrieff, das mann sich mit den Pfennernn in gute Vertrage, anno etc. 40. Contract Georgenn Behmenn so mit im der Canntzlar Feige, Heinrich Muldener, Jost Berber, vnd Johann Riedennstein1 troffenn, Copia zweyer schreibenn, so v. g. f. vnnd Herr, ann Hertzogk Vlrichenn zu Wirttembergk, desgleichenn ann Herrn Jacobenn Sturmenn zu Straßburgk gethann, belanngenndt Schwartzweldische Holtzflößer annhero zuschickenn anno etc. 40 Abrede v. g. f. vnnd Herrn vnnd der Pfenner zu Allenndorff, geschehenn zu Cassell anno etc. 40 Montags post Esto mihi.
Contract Georgenn Behmenn zugestelt, darinnen v. g. f. vnnd Herr vnnd die Pfenner Ihnenn vor einenn Bronnenmeister annehmenn, Erclerung v. g. f. vnnd Herrn ann Heinrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn der Location wegenn Anno etc. 40. Offener Patent, darin v. g. f. vnnd Herr Cauiret, das die Location ohnn alle gefahr solle vorgenommenn werdenn, Gemeiner Pfenner schreibenn, ann vnnsern g. f. vnnd Herrn, belanngenndt Jtztgedachtte Location, das dieselbige vf die mas v. g. f. vnnd Herr Cauiret gehaltenn, vnnd vorgenommenn muge werdenn, Motiuen, dadurch die Pfenner zur Location bewegt mugenn werdenn Anno etc. 40. Georgenn Behmenn vorgeschlagene articul, belangenndt seine Bronnenmeister bestallung Anno etc. 40.
Dergleichenn noch ein ernnstes schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, darin sfgl. Heinrich Muldeners vnnd Jost Berbers fahrlessigkeit verwirfft Ao etc. 41. Heintz vonn Lutters schreibenn eines wasser kunstlers wegenn, welcher ohn zuthun Pferde, vff sein eigenn kostenn, eine kunst anstellen wolle, das sie wasser zwanntzigk oder dreissigk schue hoch hebenn solle, sendt 47. stucke1[?] Conuolut, Darinnenn allerley hanndtlungk, belanngenndt den Vertragk zwischenn v. g. f. vnd Herrn, vnnd den vonn Hundelshausenn, der Geholtz vnnd etlicher annderer zins wegenn, so im ampt Ludwigstein aufgerichtet Anno etc. 59. Desgleichenn auch ein Wechßeln vfgerichttet Anno etc. 39 Hierbenebenn ist auch ein versiegleter Erbvertragk, so zwischenn den vonn Butlar, vnnd den vonn Hundelshausenn aufgerichttet wordenn, Im selben
Conuolut, vnnd die abmessung des ganntzenn Langenbergs durch Johann Sillenn1 geschehenn, Ein Copia eines Lehennbrieffs vonn Herrn Diederichenn zu Plessa2 erlanngt in Anno etc. 1505. diese gehöltz belanngenndt. Drey zettell Jost Berbers Hanndtschrifft, betreffendt anndere gehöltz im ampt Ludwigstein. Conuolut annotata allerley sachenn, so sich im Saltzwerck vmb Laetare im Jahr 39. zugetragenn, darinnenn etliche nutzliche sachenn vorgeschlagenn werdenn, Vnnsers g. f. vnnd Herrn beuelch, belanngenndt den vorgenommenen Bronnenbaw anno etc. 62. Ordenung des vfgeschuttenn Saltzes in Anno etc. 39. Bericht vonn zehenn Pfannenn Saltzes, so vf die kirchenn zun Sodenn geschutt wordenn, vnd im abmessenn nicht mehr als acht befundenn wordenn, vnnd hat das Saltz nur vier wochen gelegt, Anno etc. 39.
Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, ann der Pfenner Saltzgreuenn des vertrags halbenn, darinnenn v. g. f. vnnd Herrn selb eigene hanndtschrifft ein zettell Anno etc. 39 Johann Bartholmes schreibt ann Jostenn Berbern, der Holtzflös, vnnd des newenn eisen maßes wegen, Begeret auch das kaltin Thölde1 das Holtz zun Sohlkastenn erstes tages zun Sodenn verschaffen, vnnd annderer mehr sachenn wegenn, Verzeichnis was vonn vnnsers g. f. vnnd Herrn wegenn mann vf die Lehrjungenn, so das Saltzmachenn gelernet gewenndet, Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt der Holtzflöße, Saltzhanndell, vnnd des newenn zols zu Mundenn wegenn, vnnd befiehlet, wo zu Mundenn damit furtgefahrenn werde, mann dann dergleichen zu Gißlarwerda2 auch der zeit einenn anrichtenn solle Anno etc. 39.
Extract des Holtzvogts Rechnung Anno etc. 39. Concept Canntzlers Feigenn, darin v. g. f. vnnd Herr bewilligt, die sachenn zwischenn sfgl. dienernn, vnnd den Pfennernn vorgewistenn darzu verordnetenn Lanndtstenndenn zu verhörenn zulassenn, anno etc. 39. Rathschlagk wie das Vollernnholtz1 mit nutz zun Sodenn gebracht möge werdenn, Anno etc. 39 Otto Goltkamer2[?] Schultheis zu Grebennstein, schreibt das etlich Saltz vf den Schiffenn, so nach Bremenn abgefertiget vndergangenn anno etc. 39. Bedingte Beweder Sider Heuser3 anno etc. 39. Pfenner zun Sodenn, klagenn vber allerley beschwerung, das Ihnenn ihr Saltzschlis im Lannde gestopffet werde, Anno etc. 39 Vnnsers g. f. vnnd Herrn schreibenn ann Jostenn Berbernn, das er sich zu Hertzogk Erichenn naher
Mundenn verfugenn solle, Desgleichenn das er allerley bericht der schiffe wegenn mit sich nehmenn solle, anno etc. 39. Geding zettell, so mit Michelnn Groen1 vonn Schwebischenn hall troffenn, vonn - 400 klaffternn scheide vonn Wannfriedt heraber vf die Schwartzweldische Manier annzustellenn, Noch ein schreibenn ann Jostenn Berbernn, belangendt die Reise nach Mundenn, Anlanndt Anlanndt schreibt ann Renndtmeister Johann Bartholmes, vnnd anntwortet Ihme, das er sein schreibenn inannderer abwesenn nicht erbrechenn wollenn. Copia eines offenenn Patents, welchenn Burgermeister vnnd Rath zu Bremenn anno etc. 39 Clausen Sobelnn2 Irem Burgernn gebenn, darinnenn begert wirdt, das mann sie die Nurnbergischenn gueter vertzubringenn, mit dem zoll nicht zu hoch
[gestrichen: beschwerenn wolte.] Copia eines schreibenn so Jost berber1[?] Henrich Müldener gethann, belanngenndt den newenn vffgesetztenn zoll ann den amptmann zu Mündenn, Anntwort hieruf gedachtes amptmanns, darinnen er auch durch ein zettell klagt, das zu Eschwege auch ein Newer zoll vfgerichttet werde, Schreibenn hieruf ann den Lanndtvogt zu Eschwech, darinnenn durch ein zettell begeret wirdt, das Hanns Scheffer mit zum Lanndtage möge abgefertiget werdenn Anno 39. Schreibenn der Herzogin zu Mündenn des erstigertenn zols wegenn, vnnd darauff ervolgetter stilstanndt zwischenn Hessenn vnnd Braunschweig der zolle wegenn zu Eschwech vnnd Mündenn, Copia eins Lehenbrieffs derer vom Eschwech, so Jhnenn Anno 1493. vom Lanndtgrauen Wilhelmen dem mitlernn gebenn wordenn
Copia eines schreibenns, darinnenn Jost berber1[?] vnnd Heinrich Müldener annzeigenn, das etlich Holtzwergk geflossenn Anno 39. Jtem Vetter2[?] bericht, das der Herzogin Cantzler vnnd Rethe zu Mündenn v.g.f. vnnd herrnn zoll brieff anngenommenn, aber die Vertzigk3[?] Tonnenn Saltzes nicht fort gehenn lassenn wollen, es were dann zuuor vonn Jeder Tonnenn ein Schneberger erlegt, Copia eines schreibenns, so die Beamptenn zum Sodenn ann Stadthalter vnnd Rethe zu Mündenn gethann, belanngenndt den Saltzzoll, darinnen sie sich beschwerlich erklagenn, das ein Burger von Cassell Valtenn Reinhardt genanndt, drey Pfann Saltzes zum Sodenn gekaufft, dieselbigenn nach Cassell führenn wollenn, sie aber Jhnenn der Schiffart wegenn, nicht bey dem altenn gewönlichenn zoll nicht bleibenn lassenn, sonndernn von Jeder Pfannenn – 6. schneberger zu zoll hat geben müssen,
Annotata, Was vf dem Lanndtage zu Münden verhanndelt ist wordenn, Anno 39 Montags nach Michaelis, Supplication Henrich Müldeners vnnd Jost Berbers, betreffenndt die grosse flut Anno 39. welche etliche klaffternn Holtzes hinwegk genommenn, wie dann auch den new gebautenn Wehernn zum theil, Jtem berichttenn das Herzogk Heinrichs diener zu Holtzmündenn von Jeder Pfannenn ein guldenn zu zoll fordernn, darbenebenn ein vorschlagk, Dieweil Holtzmünden dem abt vom Coruey halb zustünde, Jtziger zeitt aber versetzt were, das ffgl.1[?] als der Erbschutzher dasselbige ann sich lösete, Vber das auch berichtt, das der zoll zu Mündenn nachmahls ersteigert were wordenn, Annotata allerley hanndtlung, so sich Anno 39 bis in Annum 40 zugetragenn, vornehmlich
aber den Saltzverkauff der Pfenner knecht, vnd dann vnsers g.f. vnnd Herrnn knechte, Jtem die Holtzflös nach der Schwartzweldischen Manir, die Schiffuhr mit dem Holtz vnnd Saltzhanndell nach Bremenn, zehenn newe bestelte Schiffmenner, vnnd den erstgebautenn Saltzkastenn, zum vorrath, dis ist in 4to geschriebenn, vnnd seindt – 38. stucke, Conuolut abschiedt den 5. vnnd 31. Maij Anno 51 den Bronnenn Baw belanngenndt, Rathschlage des mahls gehalttenn, in beysein derer, so zu dem Bronnennbaw verordnet, vf gedachte tage, Nota, Dieses vnnd annders mehr den Bronnenbaw belanngenndt, ist alles in die beschreibung des Bronnennbaws bracht wordenn, Gedachtter abschiedt noch ein mahl abgeschriebenn Anno 51.
Rathschlagk gehaltenn den 12. Septembris Anno 51. in dergleichenn hanndtlung. Rathschlag gehaltenn den 21. 22. vnnd 23 Augusti auch in gleicher hanndtlung Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 2 Junij Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 12. 13. 14. Aprilis Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 12. 13. 14. Martij Anno 51. Ein schreibenn vom Stadthaltern, Rethenn vnnd Marschallenn zu Cassell, ann Heintzenn Harsackenn Lanndtknechtenn gethann, das er siebenzigk Stemme Holtzes aus dem Lanngennberge Inn die Sodenn führenn solte, seindt zehenn stuke. Conuolut abschiedt den Bronnenn zun Sodenn betreffenndt Anno 48. den 22 Januarij. Saltzgreuenn vnnd Pfenner zu Allenndorff schreibenn des Saltzbronns wegenn, ann Stadthalternn
vnnd Rethe anno 48. denn 9 Decembris Lanntzlaus1[?] Scheffers Concept, belanngenndt die Lanndtstenndt zusammenn zufordernn anno 61. Copien eines Credentz so v.g.f. vnnd herr denen vonn Mülhausenn zugeschickt, belanngenndt den Saltzschlis daselbst anno 46. Christoff Hombergs schreibenn, darinnenn er bericht, das M. Hanns vonn Franckfurt, vnnd Heintz Hochappell in wehrennder Rechnung steine gebrochenn Anno 45. Copia Was Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell ann die verordennte des Bronnennbaws geschriebenn, anno 48. den letztenn Decembris Sigmundt vonn Boyneburgk Lanndtvogt ann der Werra, schreibt ann Henrich Müldenernn des Saltzschlistes halbenn zu Mülhausenn. Beschreibung eines probewercks so anno 58. aus rother Sohlenn durch Georgen Lucan2[?] die wochen
Inuocauit ist gesottenn wordenn. Examen der Söder Wieuiel sie achtenn mehr Holtz gesottenn müste werdenn, wann sie ohnne beisse siedenn anno 58. Drey Probwergk, so gleicher massenn balde darauf, auf beuelch vnnsers g.f. vnnd herrnn gesottenn wordenn, Schreibenn der Stadt Allenndorff vnnd der Pfenner zun Sodenn, so sie benebenn vbersenndung Jrer Priuilegien gethann, Donnerstags nach Julianæ Virginis. Rathschlagk gehalttenn des Bronnenbaws wegenn anno 48. den 20. Januarij. Acta zwischenn Hanns Georgenn vonn Eschwech, vnnd den Heinernn, betreffenndt die Hude zum Hain, darbey ein Extract, was die vonn Eschwech vnnd Kolmitzsch1[?] zum Hain zu Lehenn haben, Jost Berbers hanndt. Copey eines ernnstenn schreibenn ann Burgermei=
ster vnnd Rath zu Allenndorff gethann, das sie sich der gehöltz nach ausweisung der Ordenung mit Jrem viehe enndthaltenn, darzu Hanns Georgenn vonn Eschwech nicht gestattenn, das er sich der eigenn hude zum Hain brauche, Interlocut vnnd abscheidt, darinnenn Hanns Georgenn gedachter brauch wirdt abgeschnitten, Copien etlicher schreibenn, vnnd darin verwaretenn Jnnlagenn mit A. B. C. D. verzeichnet, gedachttenn hanndell belanngenndt, Prob dreyer Karnn Saltzes so zu Allenndorff gemessenn, vnd nach Mühlhausenn gefurt wordenn, wieuiel daraus wieder gelieffert, vnnd was daraus vor gewinst oder verlust gewesenn anno 48. Copia eines schreibenns so anno 60 beschehenn, in welchem Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, in abwesenn v.g.f. vnnd herrenn /: damahls in Custodia :/ ann alle amptleute, Stedte vnnd ampter schreibenn, das sie kein frembdt Saltz
keuffenn, oder zuuerkeuffenn, ann Jrenn orten gestattenn sollenn, dann mann sie aus dem Saltzwergk Sodenn mit gnugsamb Saltz versehenn könntte vnnd wolte, anno 60. den 18. Octobris. Copia eines schreibenns ann Gemeine Pfenner vnnd Saltzgreuenn, belanngenndt den Bronnennbaw anno 48. darinnenn ein erinnerungs schreibenn Christoff Hombergs, belanngenndt Georgenn Behmenn den 17 Nouembris Saltzrechnung zu Mülhausenn de Anno 46. Beschwerungs articul, welche die vom Mülhausenn des newenn vfgerichttetenn Saltzschliß wegenn einwenndenn, darauf vnntter anndernn Jost Berber zusagt, das vnnser g.f. vnnd herr, bey des Churfurstenn zu Sachssenn Rethenn, so darbey gewesenn zuwegenn bracht, das der Saltzschlis in der vogtey vnnd nahenn dorffernn solte verstattete werdenn, dieser stuck seindt vier vnnd zwanntzigk.
Conuolut, Christoff Hombergk, Valtin Solde1[?], vnnd der Berntmeister2[?] zun Sodenn schreibenn ann Jostenn Berbernn des vorschlags wegenn, das mann in Bleyernn Pfannenn siedenn solle, zeigenn ann Jre vrsach, warumb solchs nit beschehen könne, schlagenn vor, das wo es Je sein solte, man darin Herrnn Johann Norderkenn3[?] rath brauchen, vnnd ein Lüneburger Saltzknecht zu wegenn bringenn anno 52. den 3. Februarij Copia des vorschlags so deshalb Jost Berber gethan, ligtt im selbenn schreibenn, Johann Merckbach schreibt ann Jost Berbernn das vnnsers g.f. vnnd herrnn Stadthalter, Cammermeister vnnd Cammerschreiber, laut Jnngelegter Copia geschriebenn, ein Ordenung zumachen, das das Saltz in gutem Schlis abgehe anno 53. den 17. Nouembris Verordenung der Gebeur ann der Lanndtstrasse
im kleb, das das geldt darzu Jnner Sodenn vfgehabenn werde, vnnd nirgennts annders dann hierzu gebraucht solle werdenn, subscribirt durch beide Saltzgreuenn, Jost Berbern, vnnd Valtenn Tholdenn, Johann Bartholmes, Christoff Hombergk, Jacob Schrödern, vnnd darnach durch vnnsernn g.f. vnnd herrnn zu Marpurgk ratificiret. Princeps ipse subscripsit Anno 53. 25 Aprilis Lanndtvogt ann der Werra Sigmundt vonn Boyneburgk schreibt ann Jost Berbern, vberschickt darbenebenn ein Supplication den vnndersassenn im ambt Beylstein, Bittet fur dieselbige mit einwenndung allerley newerung, so sich kurtzlich zugetragenn, das mann Jrer mit dem wege im kleb verschonenn wolle, oder wo solches nicht geschehenn werde, protestiren der Lanndtvogt vnnd vnndersassenn de futuro grauamine Anno 53.
Jnn dis schreibenn ist eingelegt, vnnsers g.f. vnnd herrnn ann Renndtmeister zu Eschwege vnnd Lanndtknecht zu Apteroda1[?] schreibenn, ist aber durch Jostenn Berbernn Corrigiret, vnnd der Baurenn protestation vor gut geachttet wordenn, Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des sterbenns vnnd der Holtzflös halbenn, das sie vf dem kleinenn wasser vorgenommenn werde, anno 53. den 8. Augusti. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn des sterbenns vnnd annderer sachenn wegenn, zeigt ann das Niedennstein gestorbenn, vnnd Funffzigk mennschenn vff einem tage liegenn bliebenn seindt, anno 53. den 3. Augusti. Hermann vonn Hundelshausenn schreibt an Jost Berbernn der Haubtrechnung wegenn, so Johan Bartholmessenn vnnd Christoffenn Hombergen verrichttet werdenn solle,
Darauff verordentenn beide Saltzgreuenn Johann Norderck1[?] vnnd Jost Berckerr Inn Jedes hauß . acht guldenn muntz anno 52 . Vffener patent des Lanndts Oberstenn Stadthalters vnnd Rethenn zu Cassell . die Holtzflöß vom Seulingswaldt Inn die Sodenn belanngenndt , Ist durch beide Schultheißenn zu Allenndorff vnnd Wannfriedt verrichttet . den 11 Aprilis Anno 50 . Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berckern , das vonn v. g. f. vnnd herrenn ein schreibenn annkommenn . wie sfgl.2[?] die knechte so damahls vmb Mulhausenn gelegenn , Inn die Stadt vnd dorffer vmb Allenndorff hero etliche zeit zuliegen verordenenn wollenn , sagt solches sey dem Saltzwergk hinderselligk , begert solches zuuerhuetenn , zeigt auch anndere dinge mehr ann . subscripserunt Valtenn Tholde , Johann Bartholmes , Christof Hombergk Anno 52 den 5 . Februarij . Allerley Rathschlage vnnd Bedennkenn so denn
2 . 13 . 14 . Martij , auch den 17 . Maij vorgefallenn , darinnenn gedacht wirdt , das vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraue Wilhelm beuohlenn , Valtenn Tholden offenntlich vor einem Saltzgreuen zuuerkundigenn . Item des Saltzschließ1[?] zu Höper2[?] , der acht abgebrochenenn bodt , vnnd des Sohlgrabenns fassung , das dasselbige Jahr — 120 Bue=[?] tenn erbauet werdenn mochtenn , wirdt vorgeschlagenn , ob nicht gemeine Pfenner , dieweil es ein heuptbau were , den halbenn theil billich erlegtenn . Der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boynebergk schreibt ann vnnsernn g. f. vnnd herrnn , das der Saltzbronn zum Sodenn Georgenn Bohmenn kunst wegenn grostenn schadenn genommenn , schlegt vor , das wo nicht wie vor altters die Söder die Sohlen selbst wieder schepfftenn , das als dann das ganntze Saltzwergk dadurch in verderbenn geriethe , bittet das mann in der zeit darzu thun wolle anno 47 . den 5 . Februarij
Copia desselbigenn schreibenn ligtt darbenebenn . Der Pfenner anntwort dem Stadthalter vnd Rethenn , vf siebenn vorgeschlagene articull des Saltzwergks vnnd Bronnenn halbenn , seindt mit der Roßkunst vfm Bronnenn gar nicht zufriedenn , sagenn sey wieder Jrenn willenn auffgericht , Rathenn das manns mit mennschenn wieder schöpffen lassenn , wollenn nicht gleubenn , das das alte Bronnenn gebeu schadenn genommenn , Wollen auch , wann ein neuer bau anngefanngenn wurde , nichts darzu gebenn , Acta vnnd annotata Anno 45 Montags post Misericordias Domini in sachenn betrefenndt Georgenn Bestallung . Item die Holtz , Saltz vnnd Eseltreiber . Contra . die Söder . Notell darinnenn Stadthalter vnd Rethe vorgeschlagenn , das vf beuelch vnnsers g. f. vnnd herrn , Georgenn Bohmenn Roßkunst abgeschaffett .
vnnd Christoff Hombergenn ein neue kunst , so mit mennschenn getriebenn werdenn könntte , zubauenn verstattet werdenn solte , anno 49 . den 27 Julij Vhrphede Georgenn Bohmenn , so er vonn sich geben , als er ohnn wissenn vnnd willenn v. g. f. vnnd hern , sich in annder Furstennthumb begebenn , vnnd v. g. f. vnnd herrnn seine Pfannenschmidt vnd Söderknecht abwenndigk gemacht . anno 42 . Supplication Georgenn Bohmenn , darinnenn er sich vber allerley beschwerung beclagtt , begerett die harte Clausulenn aus der Vhrphede zuuerschaffen , vnnd wenndet vor , er habe der kunst großenn schadenn gelittenn , Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell , auch Heinrich Muldener Saltzgreue , begerenn vonn dem Rendtmeister Johann Bartholmes Georgenn Bohmenn zubeuhrlaubenn , anno 49 . Annschlagk Georgenn Bohmenn vf gehabtenn
Christoff Hombergks Bronnenmeisters ampts bestellung , darinnenn verleibet wirdt , das er dieselbige Kunst vf seinenn kostenn annstellenn , mit leutenn fort treibenn , vnnd Jederzeit gnugsamb Sohle verschaffenn solle . Christoff Hombergk bericht , als er beuelch emndt=1[?] pfanngenn den Bronnenn auszulösenn , vnnd nach dem zugefugtenn schadenn zusehenn , zeigt allerley vnnrath ann , berichttet das die woche — 41 Pfannenn saltzes nach Höper2[?] abganngenn seyenn anno 46 . Sonntagk post And: Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn vnntbenn Inngelegter Supplication der Stadt Vacha , das mann Ihnenn enndtweder Saltz zu ordenenn , oder das frembt nicht verbietenn wolle , anno 49 . Christoff Hombergk berichttet Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckern , wie das Stoßwergk , vnnter dem neuenn Sohlkumpff sich annlasse . anno 48 . den 8 . Junij .
Unsichere Lesungen
Z. 6: emndt= — wohl emp(fanngenn), Schreibung unklar
Christoff Hombergk schreibt ann Jtzgedachte , begeret , das sie sich enndtlich erklerenn wollenn , ob er mit seinenn vornehmenn fortfahrenn solle , vermeldet , ob es schonn vf sein vnncostenn geschehe , sey er doch desto minder zufriedenn , so es vor gut anngesehenn wurde , die Söder mit eymern zuschöpffenn lassenn , anno 49 . dinstags post Natiuitatis Mariæ . Desgleichenn schreibt er auch vnnd reget ann Freytagk post Cyriaci Dergleichenn auch sechs anndere schreibenn eodem Anno gleichs Innhalts , hat ann obgedachte Christof Hombergk geschriebenn , darinnenn vleißigk anngehaltenn , das sie sich nit Irre machenn lassenn , sonndernn seine sachenn befordernn woltenn , Ein sonnderlicher kleiner zettell , darinnenn von v.g.f. vnnd herrnn wegenn beuohlenn , vnnd gantz ernnstlich den Saltzgreuenn eingebundenn wirdt , das sie zum vleißigstenn zusehenn soltenn , das das
Saltzwergk nicht in abnehmenn , vnnd verderben keme , vnnd sie vbell erger machtenn , Supplication Georgenn Bohmenn ann v.g.f. vnnd herrn , darauf beuohlenn wordenn , das Heinrich Muldener hierauf anntwort gebenn solte , anno 44 . den 15 . Junij . Vorschlagk vnnd abreissenn Henrich Muldeners , darinnen er berichttet , das in Anno 41 ein Loch gegrabenn sey wordenn . in welchem mann das wilde wasser abösenn möchte , enntdecket darbenebenn , was mann vor bergk art im sinckenn anntroffenn . Christoff Hombergk schreibt Heinrich Muldenern vnnd Jost Berckern beidenn Saltzgreuenn , klagtt , das die Sohl gar gering , gibt der trockenenn zeitt schuldt . Begert das sie sich nach Allenndorff verfugenn , vnnd darvonn Consultiren wollenn , Anno 46 . Donnerstagk Martini Georg Bohm begert vonn Stadthaltern vnd Rethenn vier stemme Holtzes anno 47 .
Annotata betreffenndt den Bronnennbau , vnnd anndere sachenn anno 49 . den 14 augusti . Außzugk , was vom Sonntag Judica ann anni 49 . bis den letztenn tagk Decembris nach Jorgenn Bohmenn abziehenn , ann Sompen geldt gefallenn , seindt — stuck1 . Conuolut Annotata Rathschlags darinnenn Stadthalter zu Cassell , Lanndtvogt , Heintz vonn Lutternn Nordeck , vnnd die Beuelchhaber zum Sodenn verordenenn , das der Bronn zu grunde ausgeröset wurde , zuerfahren , ob Georgenn Bohmenn kunst schadenn thete , den Bronnenn vnnd das Erdtreich erschütterte . Darauff seindt Hanns vonn Franckfurt Steinmetz . vnnd Annthonius Thaur2[?] Baumeister Inngefahren , vnnd befundenn , das der Bronnenn bau ganntz verletzt sey . anno 47 . 12 Septembris . Heintz vonn Lutternn zeigt ann , das die Lothringer Saltzwergke in Gemauer liegenn , wie dieselbenn Ch.3[?] Baltzar Mertz vnd M. Heintz der zimmerman gesehenn .
M. Guldenntopff vonn Creutzburgk sagt , es sey vonn nötenn , das der Bronn vonn neuenn gebeue gefasset werde , zeigt darbenebenn ann allerley bedennckenns , will es aber dafur nicht achten , das georgenn Bohmenn kunst schadenn gethann Görg Bohme sagt , er könne keine anndere leichtere kunst zu wegenn bringenn , darumb ernnstlich gebottenn wordenn , die kunst abzuschaffenn , Christoff Hombergk schreibt vonn wegenn M. Hanses vonn Franckfurt , des neuenn Sohlkumpfs wegenn anno 48 . Die Södermeister beclagenn sich allerley beschwerung Georgenn Bohmenn wegenn , anno 45 . Christoff Hombergk schreibt , er wisse nit zuuerantworttenn , das nur — 4703 werck gesottenn wordenn , Christoff Hombergk schreibt ann beide Saltzgreuen , vnd berichtet allerley gebrechen des Bronnenns
wegenn anno 46 . Dinstags post Cathrin . Christoff Hombergk schreibt gleichermassenn , wie vor anno 46 . Dinstags post Elizabeth . Was mann Georgenn Bohmenn in seinem abzugk hat nachgelassenn . Grundtlegung des Neuenn kumpffs vnnd Resolution v.g.f. vnnd herrnn , das derselbige mit quadrat steinenn vnnd nicht mit Taffelnn gebauet werdenn solle , ist M. Hannsenn vonn Franckfurt vmb annderthalb Hundert guldenn , vnnd ein Centner Pfeffers1[?] verdingt wordenn anno 45 . den j Januarij . Vortragenns Heinrich Muldeners , vnnd darbenebenn v.g.f. vnnd herrnn in margine annotirte placet , darin H. Muldener v.g.f. vnnd herrnn vortregt , der vnnterschentzer wegenn , das der Pfachter zum Sodenn Jegennwart sein solle , das Vachische Hans . vier Neue Hause vor die Söder zubauenn , das neue Starcket , den Saltzkastenn , den Sohlgrabenn zufutternn , den Sohlkastenn mit Bley zuuberziehenn .
die Muhlenn zubesserenn , die kunst vor das gewelbe zusetzenn , das Saltz in Weißennhoff vffzuschüttenn , vnnd annders mehr , wirdt die Jahr zahl nicht gesatzt , Ich achte es aber sie sey 38 . oder 39 . Der Pfenner bedennckenn vnd Rathschlagk , wie der Saltzbronn zuerneuernn sey , anno 48 ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckernn , welchs sie als baldt Stadthalternn vnnd Rethen vbergebenn . vnnd Ordenung gethann , vonn den solcher Rathschlagk weitters bedacht werdenn solte , Christoff Hombergk begert gedachtes schreibenn anno 48 . donnerstagk post Trium Regum Christoff Hombergk berichttet , das den Neugebautenn Sohlenn kumpff er geeichet , vnnd befundenn , das darin — 135 . fuder Mentzer Eiche gehenn , anno 48 . Sonnabenndt post Luciæ . Ein zettell darinnenn verzeichnet , wieuiel Bleyes
Zu dem neuwenn Höltzernn Sohlkumpff vfgangen, Nemblich — 104½ Centner, Jedenn vor — 2 fl. 8 alb. bezahlt, thut — 241 fl. 15 alb 8 hlr. Ein Zettell darin verbottenn wirdt, nicht grob Scharwergk vnnd Buße zuberechnenn, vnnd einem neuwenn Pfannmeister zuuerordenenn. Heinrich Wuldener vnnd Jost Berber1[?] schreibenn an v.g.f. vnnd herrenn, Inn die Custodiam weitleufftig, zeigenn allerhanndt beschwerung vnnd besichtigung ann, Bittenn gnedige Resolution, vnnd sonnderlich was mann sich des Bronnenbaues verhaltenn solle anno 47. Darauff eruolgter Zettell, vnnd seindt dis die formalia verba, Ich laß mir gefallenn, das am Saltzwergk vnnd Bronn zu Allenndorff gebauwet werde, doch das damit weislich vmbgangenn werde, vnnd das es nicht zum verderbenn des Bronns diene, sondernn das es gewiß sey, vnnd mann gewis wisse, was mann bauwe, anno 47. den 14. Decembris.
Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Jost Berbern, begerenn sein bedenncken vf des Raths zu Gotha Suppliciren, der Schiffart wegenn, vnnd wie man die Werra mit nutzenn schliffenn1[?] mögt, Darauf gibt Jost Berber einenn wohlbedachtenn bericht, das solches wohl nutzlich, aber vmb vieler Vhrsach nit zurathenn were, anno 56. Jost Berber schreibt vf beuelch v.g.f. vnnd herrenn, ann Herrenn Anthonium Bastlen2[?] Sachßsischenn Secretarium, schickt im zu, der Priuilegien vnnd Ordenung Copiam. Die Furstenn vonn Sachssenn begerenn ann vgf. vnd herrenn, in einem gemeinenn schreibenn, vnnd bittenn vmb Itzt gedachte Copiam sich derselben in verleyhung Ires Saltzwergks zugebrauchenn, Georg vonn Harstall schreibt seiner Fischer wegen, Stadthaltter vnnd Rethe fordern Renntmeistern vnd Saltzwarttenn zu Sodenn naher Cassell, das sie benebenn der Pfenner Ausschos daselbst erscheinen
wollenn, zurathschlagenn wie dem Bronnenbaw zuhelffenn, anno 47. Rathschlagk gehaltenn, betreffenndt allerley sachen, hat Jost Berber obenn darauff annotiret, das Anno 1490. die Pfenner am Saltzbronn verbauwet — — 1011 fl. 22 alb. 5 hlr. Actum Anno 56. den 15. 16. vnnd 17. Januarij, seindt — 23 stucke1[?] Conuolut Bestallung Lorentz2[?] Straubenn zu Schweyna, das er Blech ein Jarlanng schmiddenn solle. anno 56. Desgleichenn vorgehennde gedingzettell vffs Jar 51. 52. 53. 54. 55. vnnd 56. Vnnd ist darauf prænotiret, Ein vorschlagk vnnd Saltzschlis annzustellenn. Noch ein gedingzettell vfs Jar 58. 59. vnd 60. in gleichem hanndell. Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt an beide
Saltzgreuenn Johann Nordeckenn vnnd Jost Berbern, etlicher Lattenn nägell, dielenn nagell, Sonnagell, Hüffnagell, Wagenbalckenn, vnnd dergleichenn, was diese alle Innsonnderheit kostenn, Neuw gedingzettell vfs Jar 66. ein Jarlanng Pfannenn Eisenn zu Straubenn. Valtin Dolde vnnd Jost Berber schreibenn Jacobs schlotzs1[?] verpflichtetenn schuldenn wegenn, ann Renndtmeister zu Schmalkaldenn, begerenn ihn zur bezahlung annzuhaltenn, anno 62. 14. 9bris. Anno 50. ist mit dem Hamerschmidt zu Helnbronn2[?] Hanns Keysernn gehanndtlet, aber nichts erhalten wordenn, Vorschlagk des Renndtmeisters zu Schmalkaldenn, eines neuwenn Blechschmidts wegenn zu Herrenn Breitingenn, anno 58. Heinrich Wuldener schreibt Georgenn Behmen wegenn, ann den Renndtmeistern zum Soden, anno 49 dinstags post Judica.
Lippoldesbergische Inuentaria in Anno 54. vnd 63. darbenebenn andere hanndlung, so v.g.f. vnnd herr, Jostenn Berbernn zuuerrichtenn beuohlenn, seindt Conuoluiret Inn sechs stucke. Anno 50. Ist mit Georgenn Storckenn1[?] vnnd Mertenn Müllernn vonn wegenn v.g.f. vnnd herrenn, Pfanneysenns halbenn gehanndelt wordenn. Jost Berber schreibt ann Reinhardt Abelnn Pfennigmeisternn, vnnd berichtet wie es mit dem Saltzbronn ergehe, vnnd das derer zeit in dreyzehenn stundenn ein werck hab abgesottenn konne werdenn, Begert solches v.g.f. vnnd herrenn zuuermeldenn, anno 50. 14 Julij. Jost Berber schreibt v.g.f. vnnd herrenn, erinnert sfgl. des befelchs so sfgl. zu Speyr des Bronnenbaues im vfferlegt berichttet darbenebenn alle gelegennheit, das im auch Stadthalter vnnd Rethe beuohlenn, ann sfgl. solches zuschreibenn, zeigt
weitters ann, das Heinrich Wuldener gestorben, vnnd schlegt Ehrnn Johann Nordeckenn für zum Neuwenn Saltzgreuenn anno 50. den letztenn Februarij. Jost Berber vnnd Johann Nordeck berichttenn Stadthalternn vnnd Räthe allerley, Innsonnderheit das die zeit des bauwenns nie kein wergk verseumet wordenn, anno 50. 5 Augusti. Christoff Hombergk1[?] zeigt Jost Berbern ann, das M. Hanns mit dem Zimmermann am Bronnenbaw fertigk, begeret die Bauwherrenn zubeschreiben, anno 51. 24. Maij. Johann Bartholmes berichttet Heinrich Wuldenernn vnnd Jost berbernn, das Burgermeister Klidennstein gesagt, der Bronn habe kein manngell, sondernn es liege allein am Tam. darumb wer gut, das mann denselbenn verbesserte, vnnd den Bronnenn zu bauwenn vnnderliesse anno 50. den 3. Januarij.
Enndtliche vnndgenntzliche vergleichung vgf. vnnd herrenn Rethenn Saltzgreuenn Renndtmeister vnd anndere diener, sampt der Pfenner darzu verordtnetenn außschos, das mann den Bronnenbaw erneuwernn wolle, anno 50. den 6. Februarij. Noch ein Exemplar derselbenn abhanndtlungenn, darinnenn sich die darzu geordennte beiderseitts vnnderschriebenn. Nota Seindt alle abgestorbenn, bis vff einenn, acta anno 50. den 22. Martij. Johann Nordeck schreibt, das sie mit dem sincken, nach dem eusserstenn fas noch Immer vort gefahrenn, vnnd das die Wilde ader noch Immer zu berge auffsteigt, zeigt auch ann, das Niedenstein nunmehr begert, das das alte Runde fass vffgehobenn, vnnd ein sechseckigts ann die stadt gebauwet, auch eine neuwe zusammennkunfft zufordernn, begehrtt anno 50. den 17 Junij, an Jost Berbern.
Reinhardt Abell schreibt aus Vdanar1[?], das vnser g.f. vnnd herr vber Heinrich Wuldeners todt sehr betrubt, vnnd denselbenn vmb — 8000 fl. wo muglich gerne lösenn wolte, meldet das sfgl. wollenn, das mann weislich mit dem Bronnenbaw vortfahre, vnnd Nordeckenn ann Wuldeners stadt zum Saltzgreuenn verordenenn, Darbenebenn ein Zettell, welchenn Simonn Bing Jost Berbernn am Osterabenndt gleiches Innhalts zugestellet. Bericht vnnd Rechnung Christoff Hombergs von den Kupfferin Rörenn, so er durch Mertenn Bethenn zu Cassell hat giessenn lassenn, Anno 48. vnnd 49. Reinhardt Abell schreibt aus Mechelnn, das vnser g.f. vnnd herr, hoch erfreuwet wordenn, das es mit dem Bronnenbaw glucklich vortgehe, begert, darauff verdacht zusein, das wochennttlich das dritte werck auch gesottenn werde anno
50. den 10. Julij. Der Pfenner Saltzgreuenn zeigenn ann in einem schreibenn ann Jost Berbern, das sie vonn Irentwegenn Jo: Niedennstein, Jo: Schaffnit, vnnd Christenn Chereyenn1[?] verordent habenn vfm Bronn acht zuhabenn, Rathschlagk gehalttenn, des Bronnenbaues wegenn, in welchenn sich die Bauwherrenn samptlich vnnderschriebenn, anno 50 den 12 Aprilis Jost Berber schreibt ann Reinhardt Abelnn des Bronnenbaues wegenn, vnnd berichttet vnnter anndernn, das sie eine alte Bergkfaßung funffzehen schue weit geringk vmb den Saltzbronn funden, dauonn kein mennsch gewust, zeigt ann das kleisige siedenn, dergleichenn nicht mehr beschehen, anno 50. den 1. Julij. Rathschlagk gehaltenn durch den Lanndtvogtenn, Marschaln, Canntzlarnn, Rethe, Saltzgreuenn, vnnd Beamptenn zum Sodenn, mit dem Außschos
gemeiner Pfenner, vnnd etlichenn werck vnnd Bergkleutenn, anno 50. 5 Februarij. Valtin dolde vnnd Johann Niedennstein berichten, das sie im Bronnenbaw, benebenn dem Renndtmeisternn, Christoff Hombergenn vnnd Hanns Wetzeln, vor gut anngesehenn, das mann dem wildenn wasser weiche, vnnd den Baw vier schue kurtzer, vnnd zweenn schue ennger dann zuuor, geschriebenn an Jost Berbernn, anno 50. den 29. Julij. Stadthaltter vnnd Rethe erfordernn zum Rathschlag des Bronnenbaues, zu Cassell einzukommenn, der Pfenner Saltzgreuenn vnnd außschos. Jost Berber schreibt ann Heinrich Ebelnn, das die Grundtkew des Saltzbronnenn gar verfertiget, vnd gar kein gefahr mehr vorhanndenn seye anno 50. den 25 Augusti Acta allerley sachenn belanngenndt, anno 50 den 2. Januarij.
Johann Nordeck schreibt des Stadthalters zukunfft, vnnd des Thons zu Almeroda wegenn, anno 50. Montags post Vocem Jucunditatis Der Renndtmeister schreibt auch des Thons halbenn anno 50.. 16. Aprilis. Acta den Bronnenbaw belanngenndt Inner1[?] Soden anno 50.. 6. Septembris. Stadthalter vnnd Räthe schreibenn ann Hermann vonn Hundelshausenn, vnnd anndere mutatis mutandis, das sie sich den 3. Februarij nach Allenndorff verfugenn sollenn, anno 50. 12. Januarij. Dergleichenn noch ein schreibenn ann Heintzenn vonn Lutternn zum Ziegenhain, Conuolut Gedingzettell mit Churtenn Rummeln Hamerschmidt zu Schweigna troffenn, anno 61. 1 Januarij Jacob Schlot begert vonn Jost berbernn Ihn wieder
zu einem Pfannennschmidt aufzunehmenn anno 50. Bernnt Liebdell1[?] Renntmeister zu Schmalkaldenn berichtet, das er vleissigk annhaltenn wolle, das er bezahlenn solle, anno 51. Donnerstags post Cantate. Ein annder schreibenn datirt eodem Anno, Mittwochenn post Crucis. Jost Berber schreibt ann den Renndtmeisternn zu Schmalkaldenn, vmb feuwerhackenn, vnnd Pfannen blech, anno 51. den 2. Julij. Vonn vgf. vnnd herrnn wegenn, habenn sfgl. Saltzgreuen vnnd Beamptenn zum Sodenn bericht gegeben, vnnd nach verrichtetenn Beuwenn anno 38. den vnnderthanenn im ampt Bilstein einenn offenen schadtlos brieff zugestellet, das Ihnenn Ire zu den heuptbeuwenn geleistete diennste, ann Iren hergebrachtenn gebreuchenn, nicht sollenn zur neuerung vnnd beschwerung gereichenn.
Miscellanea. Amsbergk[?] f.1 vnnd Herrnn schreibenn ann Josten Berckernn, das schlos Beilstein, Herman Grumpelnn, vnnd Georgenn Harstall belanngendt, anno 59 den 28 Decembris Jost Berker schreibt der Innlosung des Hauses Beilsteins, vom Philips Diedenn, vnnd annderer mehr sachenn halbenn. Saltzgrevenn vnnd Beuelch haber zun Sodenn schreibenn ann Burgermeisternn vnnd Rath zu Mündenn, der gehemptenn — 50 Pfannenn Saltzes wegenn, so der Stadt Höxer2 zugehörigk, beruffenn sich vf Kaiserliche Mandat, mit anntzeigung, das ihnenn dergleichenn zu Allenndorff, Gisselwerder vnnd Höxer geschehenn solle. Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff erbietenn sich, das sie in ihrer feldtmarck, wege vnnd stege bessernn lassenn wollenn, wann mann ihrenn Burgernn solches anntzurichtenn, vf den Sontagk nach der Predigt verstattenn könnte. Klagenn vber
Unsichere Lesungen
Z. 2: Amsbergk[?] f. — Anfangswort mit Zierinitiale unklar
Miscellanea Ihrenn Pfarhernn, der die Burger wiederspenstigk gemacht, anno 45 den 8. Julij Zweyte anntwort Stadthalter vnnd Räthe schreybenn, ann Saltzgrevenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff, Ihrer hinlessigkeit wegenn, das sie sich vf den vorgeschlagenenn Bronnenbaw nicht erkleret, gebenn Ihnenn nachmahls ein Monat zeit, sich wohl zubedennckenn, anno 48. den 9. Decembris Bescheidt betreffendt die halbe Pfann, zur Pfar in Sodenn gehörig, Grabenn vnnd gartenn zinß, vnnd der Wehrbaw zur Forck mühlenn1, aufgerichttet zu Allenndorff, anno 48. 22 Januarij. Christoff Hombergk schreibet, das sich die Pfenner zusammenn beschriebenn, Montagk nach Andreæ anno 48. Sonntags post Martini Schreibenn Henrich Muldeners2 vnnd Jost Berkers, vnnd wiederschreibenn Georgenn Behmenn, vmb
Miscellanea. des willenn, das er sich ausser Lanndts absentiret Anno 48. 14 et 28 Octobris seindt inuoluiret in Christoff Hombergks schreibenn. Christoff Hombergk klagt vber Georgenn Behmen Kunst, anno 48. Montags post omnium Sanctorum. Acta vnnd Rathschlege gehaltenn durch die vornembstenn vgf.1 vnnd Herrnn Rethe, Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zun Sodenn, auch durch die vornembstenn vonn der Pfenner ausschos, allerley beuve2 wegenn, anno 47. 1 Septembris. Ein schreibenn ann Heintzenn vonn Luttern3 des Bronnennbaues wegenn, ist inuoluiret Heinrich Muldeners, Jost Berkers vnnd des Bawmeisters schreibenn. Verwilligung der Pfenner Georgenn Behmenn Kunst belanngendt, vnnd das sie ihm der Ihre Personn nicht erleubenn wollenn. Anno 49. 16. Februarij.
Miscellanea M.1 Melchior Straubenn gedingkzettell, vffs Jahr 53, Blech zun Sodenn zuschlagenn. V.g.f. vnnd Herrnn beuelch, das mann verstenndige Biederleut bey den Bronnenn nehmenn, vnd bös nit erger machenn sölle, de dato Neustadt im Kaiserlichenn Lager, anno 47. 29. Junij. Gedingkzettell, welchenn der Pfenner Saltzgrevenn, mit Melchior Straubenn troffenn, anno 39 Montags post Conuersionis Pauli Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berkernn etlicher Dielenn wegenn, anno 48. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt Burckhardt Hunden2 zum Altennstein, Melchiars Straubenns Waldtschmidts zu Schweina, ersteigerung wegenn, begert denselbenn anntzuhaltenn, es bey dem alten wendenn zulassenn, Renndtmeister schreibt Henrich Muldenernn vnnd
Miscellanea. Jost Berkernn, das Melchior Straub mit dem kauf. so bishero mit im troffenn, nicht wolle zufrieden sein. Anno 43. Montags post Cantate. Stadthalter vnnd Rethe schreibenn in dieser sachenn an Christoff Hundenn1 anno 50. 25. Maij. Renndtmeister Bartholmes schreibt benebenn Jungelegtenn Lotz Straubenns2 ann Heinrich Muldenern vnnd Jost Berkernn, auch dieser sachenn wegenn, anno 50. Montags post Reminiscere. Anno 49 hat er auch zuuor dergleichenn geschrieben, Seindt — 28. stucke. Conuolut Betreffenndt die vonn Bergenn, Nassenn Erffurt vnnd Ruinbrodt[?]3, wie vnnser g.f. vnnd Herr mit Hanns vonn Bergenn ein wechssell treffen wollenn. seindt zwölff stücke. Conuolut, Betreffenndt den Ludwigstein, zwischenn Vgf. vnnd Herrnn, vnnd Christoff Hulsingenn4. Seindt zwanntzigk ein stück.
Miscellanea Conuolut acta anno 57. den 23. Augusti acta den 17 Martij vnd 3. Aprilis eodem Anno Ordenung des Saltzschlißs1 in der Stadt Allenndorff, darinnenn maß vnnd ziel gebenn wirdt, wie es die Pfenner mit den Herrnn gemsenn2, vnnd die burger mit dem eintzelenn Saltz verkauff haltenn sollenn anno 56. Hanns dorfherlige3 schreibt ann Christoff Hombergenn der Holtzflös wegenn, anno 47. Ingleichenn schreibt auch der vogt zu Wannfriden Hennsell Glner4 anno 47. Renndtmeister zun Sodenn schreibt Jost Berkernn eins Probwergks wegenn, benebenn Vg.f. vnnd Herrnn schreibenn anno 58. Christoff Hombergk schreibt Jost Berkernn der gesottenenn wergk halbenn anno 57. den letztenn Decembris, Ordenung Hochzeit, Krentze5 vnnd Kindtaufft,
Miscellanea. Item wie es mit dem Saltzladenn in Sodenn gehaltenn werdenn solle. anno 54. 12. Augusti. Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt ann Valtenn Soldenn1 vnnd Jost Berkernn, etlicher schuldenn wegenn, so die Blechschmidt verbliebenn, anno 53. Ingleichenn seindt noch benebenn anndere schreiben gleiches Arguments fünffe darbey gebundenn. Rechnung vnnd annschlagk den Sohlgrabenn vfftzuraumenn, vnnd zufütternn, Christoff Hombergs hanndtschrifft, ist vf — 300 fl. anngeschlagen. Holtz, feldt, Wiesenn nestenn2 des Utterbachs3, seindt — 25 3/4 hubenn zustenndigk Vgf. vnnd Herrn, vnnd denenn vonn Eschwech4, Gedennckenn vf den Baw des Stollenns vmb den Bronnenn her, das wilde wasser abzuführenn anno 62 Acta, darinnenn sonnderlich verordnet wirdt, das der weg im Breitennthal gebawet wurde ao 56. den 11 Martij.
Miscellanea. Vnnser g.f. vnnd Herr Lanndtgraue Philips schreibet ann Jost Berkernn der Holtzfuhr wegenn anno 57. den 13 Decembris Acta vnnd Rathschlagk gehalttenn zwischenn den Pfennernn vnnd Vg.f. vnnd Herrnn dienern, belanngenndt den Stollenn baw vmb den Bronnen anno 62. den 9. Maij. Bertholdt Kempff schreibt ann Jost Berkernn M. Hans Wetzels1 vnnd der Kupffernn Plattenn wegenn. Christoff Hulsing schreibt der Geholtz wegenn im ampt Ludwigstein Acta zu Witzennhausenn, Jost Berkers Engelhardt Breuls vnnd Rhenani, belanngenndt gemeinen annschlagk aller geholtz, so Inner Sodenn2 verordnet. anno 62. den 1 Aprilis Enngelhardt Breul vnnd Bertholdt Kempff schreibenn in dieser sachenn ann Jostenn Berkernn anno 62 den 6 Maij.
Miscellanea. Wegenn vnnd Zollschreibers zun Sodenn Newe bestallung. Concept eines schreibenns, welches Jost Berker vnnd Renndtmeister zu Lippoldesberge ann Hertzogk Erich gethann, belanngenndt das Closter Lippoldesberga, Johann Rhenanus vnnd Christoff Hombergk schreiben ann Jost Berkernn des Stollennbaues wegenn anno 62. den 21 Martij Rathschlage gehaltenn zwischenn denn Pfennernn vnd vnnsers g.f. vnnd Herrnn dienernn vnnd Bawmeisternn, betreffenndt den Stollennbaw anno 62 den 9. Februarij. Forst vnnd Holtzkauffs Ordenung vfgericht zu Allenndorff, vnnd vonn Vg.f. vnnd Herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn vnderschriebenn, anno 55. den 23. Octobris. Acta allerley sachenn wegenn, darinnenn sonnderlich des Schartzbergs1 im ampt Ludtwigstein, vnnd
Miscellanea. des Fuchsbergs1 bey Grebenndorff gedacht wirdt, das das geholtze in die Sodenn verkaufft werden solle, Anno 55. den 14 Februarij. Supplication Jost Berkers ann Vg.f. vnnd Herrnn des Schartzbergs2 halbenn, darauff eruolgter Vg.f. vnd Herrnn vnderschriebener beuelch, das mann denenn vonn Hannstein mit nichtenn gestattenn solle, ann gemeltenn Berge mehr zu rodenn, anno 55. den 23 Januarij Acta darinnenn Innsonderheit denenn vonn Allenndorff nachgegebenn wirdt, die Stadt grabenn eintzunehmenn, vnnd dagegenn Vgf. vnnd Herrn die Werder volgenn zulassenn, anno 55. den 17. Octobris Acta } { 6 Februarij Acta } Anno 55 den { 23 Julij Acta } { 19 Octobris Acta } { 29. Decembris.
Miscellanea. Annotata darinnenn sonnderlich der vonn Hanstein Rodenn gedacht wirdt, anno 55. 14 Julij. Annotata darinnenn gedacht wirdt eins newen faßbrieffs vonn dem Fürstenn zu Weinmar auszubringenn, anno 55. den 4. vnnd 5 Maij. Christoff Hombergk schreibt ann Jostenn Berkernn, des Pfannenn eysenns kauff wegenn, anno 56. den letztenn Julij Christoff Hombergk vnnd Johann Bartholmes schreibenn der dachnegell2 wegenn vffm Sohlkumpff anno 50. den 7. Martij Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt ann Gemeine Pfenner zu Allenndorff vnnd erfordert sie noch einmahl, den anngesetztenn tagk zu Cassell zuersuchenn, vff welchenn s.f.g. alle Irrige sachenn vor den Lanndtstenndenn, zu vngefehrlichenn verhör kommen will lassenn, Anno 39. Sonntagk post Dionysij. Darauf anntwort gemeiner Pfenner, vnnd ernew=
Unsichere Lesungen
Z. 4: faß=brieffs — Lesung unsicher, evtl. Paßbrieffs
Miscellanea vonn vonn Irenn wegenn1, vnnd bittenn Niedergesatzt zu werdenn, vonn der Ritterschafft Friederich Trottenn, Ewaldt Baumbachenn Licentiatum, vnnd Adolff Rauenn2, vonn Stedtenn Johann Laubenn3 Burgermeisternn zu Hombergk, Johan Blanckennheim zu Marpurgk, vnnd Heinrich Goltschmiedenn zu Eschwech4 Burgermeistere anno 39 Supplication der Söder vnnd darauf eruolgtter Vg.f. vnnd Herrnn Lanndtgraf Wilhelms bescheidt, belanngenndt das sie am Saltzsiedenn nichts habenn könnenn, begerenn ersteigering, anno 58. den 3 Junij Stadthalter vnnd Rethe erfordernn der Pfenner Saltzgreuenn, sampt Burgermeistern vnnd Rath zu Cassell, in sachenn des halbenn Baugeldts, vnnd die angrentzennde dorffschafft Orferoda, Lammerbach5, Hilgershausenn, Ellerßhausenn vnnd Riedenn belangenndt, ist kein datum annotiret. Seindt Viertzigk fünff stücke,
Miscellanea. Conuolut. Vergleichung der Herrnn Stadthalter Cannzlar vnnd Räthe, was vor Personenn zum zweyttenn Bronnennbaw verordenet werdenn soltenn. Vorschlagk zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnnd den Pfennernn, belanngenndt das Sohlschepffenn, die Gehöltz, auffschüttunng des Saltzes, der Pfenner Bawerschafft, das Regiment Inner Bodenn, die Inwonendenn Pfenner zu Allenndorff, das wann V. g. f. vnnd herr, den frembtenn ihr Pfanntheil abkeufft, sie gleichwohl die gebew pro rato, helffenn soltenn [übergeschrieben: zu] erhalttenn. Item das die Pfenner, vf den fall sie nicht bezahlt wurdenn, sie macht habenn solttenn, beide Saltzwergk Inzunehmenn. Item das V. g. f. vnnd Herr hierüber ratification bey dem Churfurstenn zu Sachssen, vnnd der Ritter: vnnd Lanndtschafft zu Hessenn, in Monatsfrist zuwegenn bringenn solten, vnnd anndere dergleichenn mehr sachenn, Ist kein datum darbey.
Miscellanea. Annotata Anno 58 den 25 Maij. Vorschlege Heinrich Muldeners, belanngenndt die erbawung des Saltzbronns, ist kein datum darbey. Außzugk vnnd verzeichnus des Otters bachs, wer dieselbige gueter Innen habe, vnnd wem sie zinsenn, ist Johann Willem Hanndt. Annotata, betreffenndt allerley sachenn der Stadt Allenndorff, Söder vnnd annderer, anno 55, den 9. Maij. Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berkernn[?]1 des kupfferin Hachuts[?]2 wegenn am Sohlkumpff, anno 48. Mitwochenns post Andreae. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Saltzgrevenn vnnd alle Beambtenn zum Bodenn, Heinrich appels newer kunst wegenn, holtz damit zuersparenn, anno 58. 30. Augusti. Georg Behmenn Supplication ann V. g. f. vnnd herrnn,
Miscellanea. seiner verschreibung wegenn, begeret etliche Puncten zuendernn, anno 45. Montags post Misericordias Domini. Copia der Belehnung der Waldtschmidtenn zu Armsfeldt, bey Graff Philips dem Jungern von Waldeck außbracht, anno 31. Freitags nach Nati: Mariae. Georgenn Behmenn Burgenn schreibenn ann Ihnen, das sie vorgefordert wordenn sein der verpoente — 200 f. als burgenn zuerlegenn, dieweil er den Vrphedenn nit gehaltenn, Tagsatzung wegenn V. g. f. vnnd herrnn, Pfalschreibenn darbenebenn ann die Beambtenn zum Bodenn, das sie ohnn beysein des Pfarhers Rhenani nichts vornehmenn sollenn. Allerley bericht vnnd anzeigung, was Christoff Hombergk vnnd Georg Behm vonn der kunst zum Bodenn Ingenommenn vom Jahr 50 an, bis vfs Jar. 59.
Miscellanea. vnnd darauff vnnsers g. f. vnnd herrnn Censur annotiret Anno 61. 19. Februarij. Vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraff Philips schreibt ann Jost Berkernn[?]1 hart, das er vnnrecht gethann, in dem bösenn wetter das holtz zuflößenn, anno 46. den 5. Junij. Soltzordenung V. g. f. vnnd herrnn, aufgericht anno 55. den 23. Octobris. Copia Graff Philips des Jungernn zu Waldeck, vnd der vorstennder des Hospitals zu Heyna, vber die Waldtschmidtenn bey Nawses[?]2, sampt etlichenn wiesenn, vfgerichttet, anno 34. am Sant Martinstage. Rathschlage gehaltenn den Bronnennbaw belangenndt anno 47. Vnnsers g. f. vnnd herrnn vergleichung, welche er mit den Pfennernn troffenn Jegenn das zwelffte Vaß, der Meistennzeche, so im kunstbaw abge=
Miscellanea. brochenn wordenn, anno 41. Sonntags post Mariae Magdalenae. Wolrab Graff zu Waldeck erbeut sich in einem offenen Patenten, vor den Grabenn[?] zu Söbns[?]1 zusieglenn. Vbreißung vnnd grundtlegung des Stollennbaws vmb den Bronnenn her, anno 62. Vorschlagk welcher massenn der Holtzhanndell könnt ohnn beschwerung ersteigert werdenn, also das beides die Söder vnnd Holtzleute sich desto besser vertragenn vnnd vnnderhaltenn können, Anno 62. den 23 Martij, vorgeschlagenn durch Rhenanum, Georgenn Gerckenn, Bertholdenn Kempffenn, Sigmundt Kirchmeyern, vnnd Christoffenn Hombergenn. Vortragenns Heinrich Muldeners, von manicherley des Saltzwergks sachenn, vff Laurentij
Unsichere Lesungen
Z. 5: Grabenn[?] zu Söbns[?] — Wort und Ortsname undeutlich
Miscellanea. Anno 38. vnnd darauff resolution Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Gemeine Pfenner des Saltzbronnbawes wegenn anno 47. den 4. Junij. Es wurdt auch dem Lanndtvogt befohlenn, mit den Pfennernn zuhanndtlenn, das die Böden mit einer Mauer befriedigt werde. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Pfarhernn, Renndtmeisternn vnnd Holtzvogt zum Bodenn der flöße halbenn, so anno 62. den 3. Junij vorgenommen, das sie darmit nicht ohnn fgl. bescheidt fortfahrenn. Der Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibtt Jacob Schlottenn schuldenn wegenn, in dreyenn schreibenn, Beding des Pfanneisenns wegenn, mit Lorz Straubenn aufgerichttet, anno 50. den 9. Junij Renndtmeister Johann Bartholmes schreibt an Jost
Miscellanea. Berkernn, vnnd berichttet, das die Pfenner mehr thaler dann zuuor zulieffernn begerenn, Johann Niedennstein[?]1 schreibt vnnd berichttet, das er Jost Berkernn vorschlagk den Pfennern vorgetragenn. Berichtet auch das dieselbenn damit wohl zufriedenn. Christoff Harsach[?]2 schreibt ann den Pfarhernn Rhenanum, das vnnser g. f. vnnd herr ann Jost Berkernn geschriebenn vnnd befohlenn, das wann etwas ann fgl. außenn Saltzwerck geschriebenn werdenn solle, das dann nicht einer, sonnder alle berichtenn, anno 61. Supplicatio der Söder ann Stadthaltern vnd Rethe, klagenn vber den Saltzbronn, vnnd anndere sachenn, sonnderlich das Saltzmessenn, Darauff resoluiren sich Stadthalter vnnd Rethe, das ein Jede gans solle am funff stucke der=
Miscellanea. schlagenn, gemessenn werdenn, Ein zettell darinnenn Christoff Hombergk berichtet, wie vnnd welcher massenn sich die Sohle gebessert habe, in zweyenn zettelnn anno 48. Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berkernn, der Sohlenn wegenn, wie sie damahls in trockener zeit abgenommenn, anno 50. Abscheidt vnnd Rathschlagk der Beuelchhaber zum Bodenn, das mann das wilde waßer mitt Pompenn hebenn solle, vnnd was weitters am Saltzbronn zubawenn vonnötenn, anno 51. den 20. Julij Rathschlagk gehaltenn eodem Anno, den 15. Januarij, belanngenndt den Bronnennbaw, vnd was sonnstenn darzu vonnötenn zuuerschaffenn, Seindt vierzigk siebenn stucke. Conuolut. Verseegelter abscheidt der Ritter vnnd Lanndtschafft zu Cassell vffgericht, zwischenn
Miscellanea V. g. f. vnnd herrnn vnnd gemeinenn Pfennernn, darinnenn enndtscheidung geschehenn, wie es mit dem Saltzkauff, Sohlschepffenn, vnnd der newen Location wegenn, Item ob etliche der Pfenner Ir Pfannenntheil verkeuffenn wurdenn, das dieselbige vnnser g. f. vnnd herr bezahlenn wolte, vnd anndere dergleichenn weitleufftige hanndtlung, dis habenn versieglet Georg vonn Kolmitzsch[?]1, Hermann vonn der Malsburgk, vnnd die[?]2 Cassell anno 39. Sonntags post Galli. Bedenckenn der Beamptenn zum Bodenn, gedachter sachenn halbenn, anno 39. Freitags post Galli. Jegenn bedennckenn der Pfenner vf des Cannzlars vortragenn anno 39. Bericht der Beamptenn zum Bodenn vf der Pfenner anntragenn, actum Lichtenaw anno 38. Sontags post Crispini, belanngenndt vnnsers g. f. vnnd herrnn vnnd der Pfenner knechte, die Erbtheidung vnnd anndere dergleichenn sachenn.
Miscellanea. Vorschlege der Pfenner, aller dieser hanndtlung wegenn. Hanndtlung zwischenn V. g. f. vnnd herrnn verordnetenn Rethenn, vnnd gemeinenn Pfennernn, gepflogenn zu Allenndorff anno 40. Donnerstags post Francisci, belanngenndt die Location Jost Berker schreibt ann V. g. f. vnnd herrnn, was Stadthalter, Rethe, Lanndtvogt, Heinrich Muldener vnnd er, des Bronnennbaws wegenn sich verglichenn, Item das der Keys: Commissarius Hans Georg Schade das Saltzwergk besichtiget, vnnd gleichwohl verhuetet wordenn, das die Pfenner nichtt bey Ihnenn kommenn mugenn, Item Georgen Behmenn kunst abzulegenn, desgleichenn von newenn Steinernn Sohlkumpff zum vorrath, vnnd darauf ernolgte newe Resolution vnnsers g. f. vnnd herrnn, vnnter Reinhardt Abels hanndt, signatum Speyr anno 48. 3. Augusti Anntwort vnnd protestation vf der herr Cannzlar, Rethe.
Miscellanea. vnnd verordtneter Commissarien außgegangene Citation, darinnenn die Pfenner außtrugklich ihre reconuention vorbehaltenn, anno 39. dinstags post Thomae Apostoli Annotata Jost Berkers, was den Rethenn in allerley sachenn vorzutragenn, darinnenn meldung geschicht, das das Gericht zum Bodenn vleißigk gehaltten werde, Ordnung des gesindtlohnns, des Ladenns, des vbrigenn Saltzes, der Schatzkeller, der Hohennburgk, das die knechte drey Jahr sollenn geschos frey sein, vnnd anndere dergleichenn mehr notwendige sachenn. Acta zu Allenndorff, des H. Cannzlars, Lanndtvogts, Heinrich Muldeners, mit dem außschos der Pfenner, Nemblich Wernernn Trottenn, Ernstenn vonn Bischoffshausenn, Georgenn Frundenn[?]1, Johan Niedennstein, Gieseler Schwanflügeln, Johann Schaffnittenn, darinnenn vf beidenn seittenn, mancherley vonn der Location wegenn gehanndlet wirdt, der Cannzlar beut — 180 f. vnnd behelt im die Casus
Miscellanea. fortuitos vor, sampt der vffsag, alwege vber zwey Jar, die Pfenner aber bleibenn vf — 200 f. vnnd wollenn sich dauonn nicht wenndenn laßenn, anno 40. donnerstags. Acta, darinnenn die Pfenner allerley anntragenn, ist aber alles geringschetzigk ding, Anno 38. Freytags post omnium Sanctorum Acta zwischenn V. g. f. vnnd herrnn vnnd gemeinen Pfennernn zum Bodenn, darinnenn mancherley wichtige sachenn bedacht werdenn, der articul ist — 25. vnnd hat Cannzlar Feige vnderschriebenn, anno 40. Sonntage post Francisci Rathschlagk gehalttenn, darinnenn vielerley sachenn gehanndtlet werdenn, belanngenndt obgedachte vnd anndere sachenn, darann viel gelegenn, anno 39. Freytags post Matthaei. Notell des vorschlagts den Pfennernn beschehenn, der Location halbenn, betrifft zwenn Puncten derselbenn. Seindt zehenn stucke
Miscellanea. Conuolut, Johann Bartholmes schreibt ann Jost Berkern, vnnd H. Muldenernn, das Georgenn Behmernn Kunst, wegenn manngell im Bronn vorgefallenn, vnnd mit derselbenn nit gnugsamb Sohle gereicht werdenn könne, Anno etc. 47. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Muldenernn, vnd Jost Berkernn, erfordert sie den 5 Martij zu Cassell zur Rechnung des Saltzwergks vnnd Weinzapffenns1[?] im Rüsthause wegenn Zuerscheinenn, anno etc. 47. den 16. Nouembris Zwene vf Pergament geschriebene brieffe der Stadt Mulhausenn Saltzhanndell belanngenndt, darbenebenn Zwo Supplication der Saltzhenndeler daselbst Anno etc. 47. Vnnser g. f. vnnd herr anntworttet Jost Berkernn der Saltzflöße halbenn, Anno etc. 46. 9. Junij. Annotata eines vorschlags wegenn Rudolff Tinschei=2[?] denn, das er — 120 ℔ Pfannenneysenn, für funffthalbenn thaler Jegenn Cassell liefferenn wolle.
Miscellanea Otto Wermer1[?] Sendtmeister zu Eschewege schreibt ann Gottfriedenn Bachmann Burgernn zu Preßlau in der Schlesien, das er Ihnenn berichtenn wolle, welcher maßenn das gestiebe vom Stein kolen zu nutze gebracht müge werdenn. Heintz vonn Lutternn schreibt der Eisennschmiedte wegenn zu Neuses, ann v. g. f. vnnd herrnn, wie dieselbige die kolenn bezahlenn, vnnd ffgl.2 das Eisenn verkauffenn sollenn, anno etc. 54. 23. Julij. Zettell darauf verzeichnus, was Georgenn Behmenn Röhrenn gewiegenn. Zettell, welchenn v. g. f. vnnd herr aus Steyr vberschickt, betreffenndt, das mann mit gutem Rath im Saltzwerck bauenn, vnnd nicht vbell erger machenn solle anno etc. 48. den 5 Septembris. Offenn Patent, der Herrnn Stadthalter vnnd Rethe, ann acht grenntzennde Ampter vnnd Stedte vmb Allenndorff hero, das sie mit vleis zum Bronnenbau helffenn sollenn anno etc. 50. den 14. Aprilis.
Miscellanea. Annotata vnnd Acta, darinnenn vernemblichen gedacht wirdt, das die Pfenner den halbenn Baukostenn tragenn, oder mann Ihnenn die Monatliche Pension vorbehalttenn solle, welches dann vf zwey Tausenndt guldenn gelauffenn. Item die Malsteine zwischenn dem geholtz anno etc. 54. den 9 Februarij. Christoff Hombergk schreibt des Steinenn Sohlkumpffs wegenn, anno etc. 46 15. Februarij. Annotata, darinnenn zehenn articul, so die Pfenner nicht gehaltenn, Ist Jost Berkers hanndt anno etc. 39 Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk zeigen allerley manngell Georgenn Behmenn kunst wegenn ann, geschriebenn ann H. Muldenern vnnd Jost Berkernn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann den Ambtmann zu Lippoldesberge, vnnd befihlt ihm, das ers bey Hentzen vonn Lutters Ordnung, der Waldtschmiedtenn wegenn bleibenn lassenn solle, anno etc. 54. den 25 Julij.
Miscellanea Saltzgrebenn vnnd beuelchhaber zum Sodenn schreibenn ann Stadthalternn vnnd Rethe vf Iren vorschlagk, die glashüttenn belanngenndt, ob mann dieselbigenn abschaffenn solle, ob sie auch dem Saltzwergk schedtlich, Item des aschennkauffs wegenn, vnnd annderer sachenn, die Glasener betreffenndt, anno etc. 51. den 25. Januarij. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt vf Ingelegte der Söder Supplication, ann Cantzlarnn Lersenernn, vnd Jostenn Berkernn, das sie sich nach Allenndorff verfügenn sollenn, vnnd die sachenn dahin richttenn, das der geklagtenn Puncten wegenn die Söder kein nachteil habenn dorffenn, vnnd seindt dis die Puncten, 1. Der Holtzkauff. 2. Mastenn in den geholtzen. 3. Das wildtwasser zuhalttenn. 4. Kornn vor Saltz zutauschenn. 5. Das Schatzwergk anno etc. 55. den 17. Octobris. Hanns Georg vonn Eschwech schreibt der Sude wegen
Miscellanea. zum Hain ann Jost Berkernn, anno etc. 58. den 2. Augusti Die Stadt Mühlhausenn schreibt Volstedts wegen ann Jost Berkernn, das er im Holtzhanndell vnfleißig sey, Hierauff anntworttenn H. Muldener vnnd Jost Berker anno etc. 45. Mitwochenn post Visitationis Mariæ Bedennckenn Jost Berkers wie vnnd wilcher gestalt v. g. f. vnnd herr enndtlich vnnd bestenndiglich mit den Pfennernn hanndtlenn möchte, das sie beiderseits ohnn schadenn wehrenn. Dreyzehenn sonnderliche articul mit annotatis des Herrnn Canntzlars Steigern, belanngenndt die Location, darann dann viel gelegenn. Pfarher, Saltzgreue, vnnd Beamptenn zum Sodenn, schreibenn ann v. g. f. vnnd herrnn des Holtzs vnnd Saltzkauffs halbenn, anno etc. 67. 23 Martij. Acta den 9. Octobris. den 4 vnnd 27. Nouembris Anno etc. 51.
Miscellanea Christoff Hombergk schreibt seiner neuenn kunst wegenn ann Jost Berkernn anno etc. 48. Christoff Hombergk schreibt des Bronnenbaus wegenn ann Jost Berkernn, anno etc. 41. Christoff Hombergk erbeutet sich eine neue kunst vfzurichtenn, dieselbe mit mennschenn zuerhaltenn, fordert darauff — 390 fl. da Georgen Behmenn bestallung — 500 fl. vermöchtte. Zehenn Beschwerungs articul, so die Bauernn vber Hülsing1 geklagt, darauf ein Inquisition eruolgt. Söder Supplication darinnenn sie bittenn, das mann ihr vbriges Saltz vfgemessenn, annehmenn, Item den Saltzbronnenn vonn neuenn zubauenn, vnnd darauf bedennckenns der Beambtenn zum Sodenn anno etc. 45. Sonntags post Quasimodogeniti Verzeichnus des vnncostenns der Schiffart vom Ludtwigstein anno etc. 39. Freitags post omnium Sanctorum. Vnnsers g. f. vnnd herrnn beuelch, belanngenndt das
Miscellanea. Saltzsiedenn vnnd Saltzschlis darinnenn ffgl.1 mit eigenn hanndenn vnnderschriebenn, vnnd wollenn das die Söder souiel Immer müglich, siedenn sollenn, vnnd wann schonn das Saltz nicht all im Lannde vnnd am Reine verschlissenn werdenn könne, so soll mann damit nach Bremenn, vnnd ann andert ertter hanndelunge vnndernehmenn, Sechzehenn articul vnnd Instruction was in abwesenn vnnsers g. f. vnnd herrnn zu Allenndorff ausgerichtet wordenn, Anno etc. 38. Auszugk der Holtzrechnung de Annis etc. 41. 42. 43. 44. vnnd 45. Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Sodenn schreibenn ann Canntzlarnn Lersenernn Christoff Hombergs wegenn, das er beides die Sohle vnnd wilde waßer versehenn könne. Churt Riede schreibt ann Heinrich Muldenernn eins wehres halbenn vnternn Fürstennstein, darauff wirdt geanntwortet, das mann dasselbige so fer es
Miscellanea. der Schiffart vnnschedtlich, bleibenn lasse. Senndtmeister zum Sodenn schreibt ann die Saltzgreuen, vnnd begert geldt, damit er das vfgemessenn Saltz bezahlenn müge, zeigt ann, das kaumbt souiel gesottenn werde, das er den Pfennernn ihr Pension nicht bezahlenn könnten, anno etc. 45. Monntags post Reminiscere Supplication der Saltz vnnd holtztreiber zu Allenndorff Anno etc. 45. den 18 Aprilis. George Behme schreibt ann denn altenn Schenfflern1[?] zum Sodenn, Christoff Hombergs vnnd seiner kunst wegenn. Annotata vnnd auszugk, was das Saltzwergk vom Jar 42. bis vf 53. ertragenn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Beambtenn, Burgermeisternn vnnd Rath zu Treffurdt, vom wegenn holtz ann die Werra zufuhrenn, Darauff anntworttet Valtin Holde2[?], das die Mentzisch vnnd Sachsischenn nit fahrenn wollenn, vnnd
Miscellanea. wirdt vor gut anngesehenn, das alle vnn Jede so Heßische gueter habenn, derenn seyenn gleich viel oder wenig, holtz führenn sollenn, Actum Anno etc. 55. den 13. Julij. Johann Meysenbugk Lanndtvogt vnnd D. Heinrich Lanis1[?], schreibenn der wege halbenn im klebe, vnnd vmb Allenndorff hero, was sie darin v. g. f. vnnd herrnn beuelchhabernn, vnnd denenn vonn Allendorff wegenn verhanndlet habenn, anno etc. 66. den 12. Augusti. Acta der Lippoltsbergischenn Eisennschmiedtenn, anno etc. 54. Acta gehaltenn Immer2[?] Sodenn den 25 Februarij anno etc. 54. Acta gleichermaßenn den 27. 28. 29. Nouembris Anno etc. 54. betreffenndt den Holtzhanndell. Stadt Höxer schreibt des Holtzhanndels wegenn, vnnd das mann Ihnenn Saltz gnug zuschickenn wolle. darauf anntwort Jost Berker.
Miscellanea Acta vnnd abscheidt zu Mühlhausenn belanngendt den Saltzhanndell daselbst, Item beygelegte Rechnung Hanns Volstedts. Ganntze gemeine zum Sodenn, klagenn vber die vonn Allenndorff, das sie sie aus den gebrauchenten1[?] geholtzenn ausschliessenn wollenn, Bittenn sie bey alter freyheit zuerhaltenn, Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ganntz ernnstlich ann die beide Saltzgreuenn Jost Berkernn vnnd Valtenn Tholdenn, das sie den einhanng des Weißwers nirgennts annders hin, dann zum Saltzwerk brauchenn sollenn, Acta zwischenn denn Södernn vnnd glasenernn, des aschennkaufs halbenn, anno etc. 42. Sonnabendt post Quasimodogeniti Conuolut, Zettell darinnenn anngezeigt, das Wolf Dennstedt, Jochim Gittell, Hieronymus Tichnitz, aus dem Lanndt zur Lausnitz, mit Irer kunst viel holtz im Saltzwergk ersparen wöllen.
Miscellanea Heinrich Muldener vnnd Jost Berker schreibenn ann Valtenn Toldenn des Bronnennbaues wegenn, vnnd das der Meister vonn Creutzburgk solle gesagt, vnnd George Behme gestanndenn haben, das seine kunst dem Bronnenn schedtlich were, anno etc. 47. den 5. Septembris. Christoff Hombergk schreibt Meister Heinrichs neuenn kunst wegenn ann Jost Berkernn anno etc. 58. den 2. Nouembris. Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn ann beide Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Sodenn, der glashüttenn wegenn, Anno etc. 51. den 21. Februarij. Vff beuelch der Saltzgreuenn zum Sodenn, hatt der Pfarher zum Sodenn vorgeschlagenn, wie er seine Heusliche vnnderhaltung habenn möchte, vnd sagt der Pfarher Johann Teynebach1[?], das im Hundert guldenn Jerlichenn geuolgt werdenn, vonn der halben
Miscellanea Pfannenn, bittet aber das mann im — 80 fl. vnd dann vor die — 20 fl. — 20. Malter kornn Jerlichenn erlegenn solle, darauff ist resoluirt wordenn, das im Jedes quartal vier Malter kornns vnnd — 10 fl. vom Marckampt solle zugelegt werdenn. Acta zwischenn denenn vonn Allenndorff vnnd vonn Wiedenn, betreffenndt das Bremer thal. anno etc. 54. den 17. Martij Vnnser g. f. vnnd herr L. z.1[?] Hessenn herr Wilhelm, schreibt ann Pfarhernn, Saltzgreuenn vnnd Beampten zum Sodenn, des wasser vnnd kunstbaues, des Pfarhers siedenn, M. Heinrichs siedenn, des Branndtholtzs, vnnd des Bronnenns wegenn, anno etc. 59. den [?] Augusti2 Annotata H. Muldeners darinnenn er v. g. f. vnnd herrnn — 28. sachenn vortregt, vnnd ffgl.3 sich darauff gnediglich resoluirt, wie in margine adnotiret.
Instruction vgf. vnnd herrnn, dem Cantzlarn, Rudolff Schenckenn, H. Müldenernn1 vnd Jost Berbernn zugestelt, der Location wegenn mit den Pfennernn zuhanndtlenn, ist vonn Ffgl. selbst vnnderschriebenn, aber kein Jahrzahl darbeÿ gesazt. Reuers Georgenn Behmen in Anno 40 den 16 Decembris Pfenner zu Allenndorff schreibenn ann vgf. vnnd herrnn, wollenn den anngesaztenn tagk den 13. Octobris zu Cassell erscheinenn Anno 39. Montagk nach Francisci. Vnnschlagk des Kompenn2 geldts, was darann erobert werdenn könne, wann — 600. werck gesottenn werdenn. Bedingzettell, vnnd verzeichnus einer Roßkunst, so außer denn Bodenn gebauet wordenn, in beÿsein Georgenn Behmenn. anno 44. Donnerstagk post Cathedræ Petri.
Heinrich Lersener Cantzlar, schreibt ann vgf. vnd herrnn, was vnnd wie die Beambtenn in Bodenn, mit dem Bronnenmeister1 des wildenn waßers wegenn gehanndelt, Anno 55. den 12 Nouemb. Mülhausenn schreibt des Saltzkauffs hanndels wegenn anno 45. den 3. februarij Außzugk vnnd bericht, was Christoff Hombergk kunst ab Anno 50 ad Annum 55. gekostett, vnnd was darann erobert wordenn, vnnd darauf allerleÿ annotata Jost Berbers. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn, vnd gibt anntwort vf des Renndtmeisters2 schreibenn, das die kompe das wilde waßer nit wohl haltten könne. Anno 55. Freitags post Trinitatis. Acta gehaltenn in Bodenn Anno 51. 22. Decembris Johann Meckbach Secretarius schreibt der neuwen Saltzwergks Ordtnung wegenn, an Jost Berbern.
vnnd begert, das mann derselbigenn ein Exemplar Inn die Cantzleÿ lieffernn wollenn. Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, der Friedtwaldischenn Holzflöße wegenn, vnnd befihlt vff gethanne Supplication, das mann den Vndersaßenn mit guter vorsichtigkeit solche Ordenung mache, das es die arme leute zukommenn, vnd Ffgl. nicht vbersazt werdenn. Dreÿ brieue Lotz Straubenn Anno 52 vnd 53. Bedingzettell mit dem Pfannschmidt, vber Einhundert Centner Pfanneisenn Anno 57 den 17. Martij Pfanneÿsenn so zuuor gelieffert vom Lippoltsberga Anno 56. Lotz Straube schreibt ann Jost Berbernn das er den Centner eysenn vmb — 4½ fl.1[?] Inn die Bodenn lieffernn wolle. Anno 56. Renndtmeister2 zum Bodenn schreibt des gelieffertenn Pfanneisenn vom Lippoldesberga ann Jost Berbern
Anno 57. den 16. Decembris Verordtnung der Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Bodenn, das vnangesehenn des Visitators gebott, nach gehalttener Sonntags Predigt, man vngehindert zum Saltzwergk fahrenn, vnnd arbeitenn solle, vnnderschriebenn durch Jostenn Berbern, Johann Rhenanum, Johann Bartholmes, Bertholdt Kempff, vnnd Christoff Hombergenn. Hierauff eruolgte Resolution, das er damit zufriedenn Anno 52 den 28. Septembris Extract auß dem vertrag zwischenn Sachsenn vnd Hessenn, die Holzflöße betreffenndt. Supplication der glasener des aschenn kauffs wegen. Philips Thuen1[?] zeigt in einem zettell ann, das die Sachsischenn Beamptenn, das gehauene scheidtholz beim Lormbergk2[?] wollenn hinwegk führen, seÿ aber verhindert wordenn Anno 63. Allerleÿ Annotata Georgenn Behmenn belangendt.
Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des Schultheißenn zu Velstedts1[?] halber im ampt Mülnhausenn, das er, dieweil er frembt Saltz Ins ampt gehenn laßenn, vom Lanndtvogt ernnstlich gestrafft werdenn solle, Befihlt weitter, das mann den Saltzschliß vorttreibenn solle, Anno 46. ..2 10. Aprilis Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner schreibenn, ann Lanndtvogtenn Sigmundenn vonn Boÿnebürgk, der halbenn Pfannenn wegenn, so zur Boder Pfar verordtnet, begerenn das die beÿ der Pfar bleiben müge, weitters begerenn sie die Grabenn Thürner, vnnd das sie kein Zoll vom Saltz gebenn wollenn. Christiann vnnd Simonn Zepffer3 Suppliciren Ihrer eisenn hüttenn wegenn, vnnd gehört diese Supplication Inn das schreibenn, so v.g.f. vnnd herr ann Heintzenn vonn Lütternn gethann. Concept des Berichts, so Saltzgreuenn vnnd Beamb=
tenn, ann Stadthalter vnnd Rethe, dero glasener wegenn gethann, Anno 51. 22. Januarij Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, der besteltenn dielenn zu Wallis1[?] wegenn, vnnd zeigt darnebenn in einem sonndernn briefflein, das mann hab anngefanngenn, den grabenn zumachen, ann dem orte, da mann die kompenn hennckenn wolt. Anno 51. Freÿtagk post Visitationis Mariæ Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, das M. Hanns Wetzell2[?] in augenschein vorgelegt, wie die wennde des Bronnennbaues erbauet werdenn sollenn, Bittet darnebenn, das alle verordtnete zum Bronnennbau, vfs fürderlichste mögenn beschriebenn werdenn, Anno 51. Donnerstagk post Trinitatis Abreißung wie der Sohlennkumpff, nach meinung Christoff Hombergs, Inner Bodenn müge gebauet werdenn.
Vnnser g.f. vnnd herr Lanndtgraff Wilhelm schreibet ann Jost Berbernn, Johann Bartholmeßenn vnd Christoff Hombergenn, dieweil mann Johann Norderbenn1[?] in anndernn sachenn nicht enndtrathen könne, das demnach Valten Dolde, vor einenn Saltzgreuenn anngenommenn werde, Anno 51. den 14. Octobris Princeps ipse subscripserit Conuolut. Acta, vnnd Rathschleg des Stadthalters zu Cassell Rudolph Schennckenn, sampt Heinrich Müldeners, Jostenn Berbern, vnnd der Pfenner, darin vonn vg.f. vnnd herrnn wegen vonn denn Pfennernn begert wirdt, das man Ffgl. ann seinenn vorgenommenenn bau, nicht verhindernn wolle, dagegenn allerleÿ Exceptiones der Pfenner, vnnd nicht desto minder darauff eruolgtes bauenn, offenntlich anngeschlagen schutzbrieue, vnnd was mehr derhalb verlauffenn. Item Bestellung des Holzhauwenns, Schiffuhr, Bodtbau, vnnd dergleichenn, mit etlichenn Inn=
lagenn, vnnd seindt zwanntzigk bladt in folio, Anno 38. den tagk Sebast: et Fabia: Georg Rese1, Sültzenmeister zur Zella, im Landt zu Lünebürgk, schlegt vor, das er eine kunst wiße, wie mann das wilde waßer vonn der Sohlenn abscheidenn könne, seindt in einem Conuolut dreÿ stucke, vnnd ist kein Jahrzahl darbeÿ. Ein Conuolut vonn dreÿ vnnd zwanntzigk stuckenn, betreffenndt allerleÿ gebrechenn, des ambts Ludtwigstein, Contra. vg.f. vnnd herrnn, Item Siedenn2[?], Contra die vonn Allenndorff, vnnd was dem annhenngt. Bericht der Pfenner geholz wegenn, Item der Geholz zu Grebenndorff, seindt vier stucke in einem Conuolut. Copia eines schreibenns, so Jost Berber ann vg.f. vnd herrnn gethann, betreffenndt das Saltzwergk, Schiffart, vnnd sonnderlich das mann Rhenano als einem Jungenn manne, der allein in Büchern
gelesenn, sonnst nicht viel erfahrenn, in allem nicht verpflichtte. Conuolut. Jost Berbers schreibenn, anno 59. den 24. Junij Die vonn Allenndorff anntworttenn vf etliche Ihnenn vorgehaltene articul, Nemblich der Obrigkeit, Pein[?]lichkeit, Bußenn, Erwölung des Raths, vnnd Bürgermeisters, der Rüge. Weinzapffenns, der Werde vnnd Wasenn2, Schefferenn, Hospitalen, Mühllenn, Helffegeldt, frembt Bier, Gemeine wege, Volge, Ziegelhaus, Badtstubenn, Freÿheit vmb die Maurenn, Grenntzenn vnnd gehöltzenn wegenn, beruffenn sich vnnter einannder vf Ire Priuilegia, bittenn sie dabeÿ bleibenn zulaßenn, Wie vgf vnd hern löbliche vorfahrennde gethann, legenn Innsonderheit ein, zweÿ abcopijrte Priuilegia Wilhelms des mitlernn L. zu Heßenn, vnnd der Regentten des Fürstenthumbs Hessenn de datis 1488 vnnd 1511 Annis, seindt zehenn bladt, derenn
data stegenn, Anno 1281. 1419. 1339. 1342. 1362. 1347. 1346. 1395. vnnd 1449. Ein inuoluirtes gedenck Zettelein, belanngenndt den Mühlennkauff mit Georgenn Gaulernn1[?], vnnd seine Scheffereÿ. Conuolut. Vorschlege zwischenn vnnserm g.f. vnd herrnn vnnd den Pfennernn, seindt acht articul, Cantzlars eigenn hanndt, Acta Cassell Anno 39. Montags post Galli Annotata Was die Beamptenn zum Bodenn zu Marpurgk Anno 60. den 24. Januarij vorgetragl.2[?] Memorial was M. Jost Berber Glasener der glashüttenn wegenn berichttet hatt. Anno 70. Acta vnnd annotata in ambtssachenn Anno 61. Mitwochenn post Exaudi. Meister Mertenn Beth3[?] klagt vber Christoffenn Hombergenn, seines gießerlohnns wegenn, anno 80. Enngelhardt Breul schreibt ann Rhenanum vnnd
begert vier oder funff Schmidde, am Meißner Walde kolenn brennenn zulaßenn. Johann Bartholmes berichttet des grossenn vngewitters wegenn, das dasselbige ein gros stuck vom Holzrechenn hinweg genommenn, zeigt ann, das von Jacobj bis vff Luciæ, nur Neunhundert zehenn werck vf v.g.f. vnnd herrnn seittenn gesottenn. Anno 39. Mitwochenns post trium Regum. schreibet solches ann Heinrich Müldenernn vnnd Jost Berbernn Saltzgreuenn. Copia des Eÿsenachischenn vertrags anno 62. Concept allerleÿ des Steinkolenn Bergkwergks gelegennheit belanngenndt, darinnenn auch H. Wilhelms vonn Bischoffshausenn Geholzes des Morgennfeldts vnnd Sargelsbergs1[?] gedacht wirdt. hat Rhenanus ann v.g.f. vnnd herrnn gethann. anno 77. Wilhelm L. zu Hessenn schreibt ann Rhenanum,
was die Beamptenn zum Bodenn vber Ihnenn geclagt, Anno 76. den 11. Januarij. Georg vonn Scholleÿ schreibt Rhenano derer glashüttenn zu Cassell wegenn. Anno 79. den 12 Julij. Abscheidt was v.g.f. vnnd herr außzurichtenn hinderlaßenn, Anno 59. den 25. 26. 27. 28. vnd 29. Maij. Georg vonn Scholleÿ schreibt, das Rhenanus etlich Saltz Graff Johann vonn Naßaw bestellenn solle. Anno 76. Copia eines schreibenns Rhenani des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, anno 78. den 17. Junij Georg Berk1[?], Begert vonn Renano geldt zum Steinkolenn Bergkwergk zuuerschaffenn, anno 78 den 24. Septembris. Rhenanus schreibt vgf. vnnd herrnn eines wechßels, so die vonn Eschwech Ffgl. vorgeschlagenn, halbenn, Anno 76. den 15 Martij. Concept der Holz vnnd Saltzordenung, welche durch
Miscellanea. Johannem Rhenanum, Georgenn Berckenn[?]1 vnnd Christoff Hombergenn auffgericht, anno etc. 64 Ein versiegleter brieff in exemplari originali, in welchem V. g. f. vnnd herr, denenn vonn Wannfriedenn vbergibt, den Muhlennbergk, mit seinem Anhengk vnnd bezirckenn, es habenn aber die Wannfrieder Inenn nicht annehmenn wollenn, Datu Cassell anno etc. 59. den 12 Junij Ein Buch vonn — 64 Blatenn beschriebenen vnd vnbeschriebenenn, darin allerleÿ henndell, Rathschlege, schreibenn vnnd wiederschreibenn, so in Anno etc. 61 im Saltzwerck vnnd sonnstet vorgelauffenn, darann viel gelegenn, vom 8 Januarij ann, biß vf den 14 Decembris Anno etc. 61. Bestallung Georgenn Behmenn, so Ihme V. g. f. vnnd herr, vnnd Gemeine Pfenner vbergebenn in Anno etc. 1540. den 16. Decembris ingrossirt in Originali mit anngehenngtem V. g. f. vnnd herrnn vnnd der Pfenner Innsiegill.
Miscellanea Conuolut, kurtzer Extract, was des Saltzwergks wegenn zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnnd den Pfennernn ist verhanndtlet wordenn, anno etc. 38. vnd 40. Rathschlagk gehaltenn anno etc. 62, den 5. 6. vnd 7. Februarij, belanngenndt den Bronnenbaw, vmb den Stollenn hero, Copia eines schreibenns, welches der halbenn die Baw verordtnete ann V. g. f. vnnd herrnn geschriebenn, Gehaltene Rathschlege des Bronnenbaws halben anno etc. 62 den 23 Februarij. Copia eines schreibenns, so V. g. f. vnnd herr ann gemeine Pfenner, der Location wegenn gethann, Anno etc. 40, Donnerstags Catharinæ. Rhenanus, George Gertes[?]1 vnnd Hanns Wagener, schreibenn ann V. g. f. vnnd herrnn Hÿeremiæ Renners kunst wegenn, Anno etc. 79. den 28 Martij. Concept eines Vrphedenns, welches Kilian Witting, Vermuttenn[?]2 vonn Bischoffshausenn, des Sachelsberges[?]3
Miscellanea. wegenn, hat gebenn müssenn, vnnd ist gestelt vff Lippoldts vnnd Heinrichs vonn Hannstein, auch Wolffs vonn Volckeroda[?]1 sigelen, Rhenanus, Christoff Hombergk, vnnd Johan Bartholmes schreibenn ann Jost Berckenn[?]2, das Burgermeister vnnd Rath sich verweigernn, Holtz zum Bronnennbaw zugebenn, Begerenn das er ein Beuelch vonn V. g. f. vnnd herrnn, deshalb außbringen wolle. Anno etc. 61. Sonnabenndts post Reminiscere. Christoff Harsack[?]3 Secretarius, schreibt, des verkauftenn Hauses zu Eschwech beim Augustiner Closter wegenn, das dasselbige zu erbawung des Schlosses Beilsteins gebraucht werdenn solle. Anno etc. 60 den 5. Septembris Vrtheil der Ritter vnnd Lanndtschafft zu Hessenn, sub sigillo Georgenn vonn Kolmitsch Stadthaltters, auch Burgermeisters vnnd Rath zu Marpurgk. Anno etc. 39. Johann Strecker schreibt Rhenano der Steinkolen
Miscellanea aschenn wegenn, daraus glas zumachenn, Anno etc. 78. den 25 Augusti Concept der gegebenenn quittung dem Burgermeister zu Bremenn, herrnn Danieln vonn Buren[?]1, den Feÿr vnnd Saltzhanndell daselbst hin betreffendt. Annotata allerleÿ sachenn, so Rhenanus in Anno etc. 76. des Steinkolenn bodts, Saltzschlißes, der glasener, Salpeter, vnnd alaun sieder, auch des Saltzpartirenns wegenn zuuerrichtenn gehabtt, in vierzehenn punctenn begrieffenn, Rhenanus schreibt V. g. f. vnnd herrnn vonn Torga allerleÿ sachenn wegenn, so f. g. l.2 Ihm im Lanndt zu Meissenn außzurichttenn beuohlenn, anno etc. 77. Rhenanus schreibt ann den Furstenn vonn Hennebergk, eines glaseners halbenn, anno etc. 80. Bestenndtnusbrieff der Eisennhüttenn in dem ampt Gieselwerder, vf zehenn Jar, anno etc. 54. Vnnser g. f. vnnd herr L. Philips schreibt Rhenano,
Miscellanea. das er des Predig ampts hinfurtter wolle enntlestigenn, vnnd sich ann Jost Berckers[?]1 stadt vor einenn Saltzgreuenn brauchenn vnnd bestellenn lassenn, beneben ein anndernn vor einenn Saltzgreuenn zudienenn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt vf ein Supplication, Hansenn Preusserns[?]2, des wassermanns wegenn, ann Rhenanum, vnnd Jost Berckern[?]3, Ob sie es vor gut achttenn, das mann Ihn zum flössenn bestellenn müge, anno etc. 61. den 19 Februarij. Georg vonn Scholleÿ schreibt Rhenano, Grauenn Johann vonn Nassaw etlich Saltz in Bodenn zubestellenn, anno etc. 76 den 17. Februarij. Zehenn abscheidts articul welche V. g. f. vnnd herr zun Bodenn hinderlassenn, anno etc. 59 den 14 Septembris. Schultheis vnnd ganntze Gemeine zu Doringsdorff begerenn vnnd bittenn Vnnderthenniglich V. g. f. vnd herrnn, das mann Ihnenn zu erhaltung eines Pfar=
Miscellanea. hers wolle vergönnenn, etliche acker zu Bodenn, werdenn ann Superintendentenn vnnd Rhenanum gewiesenn, Chunradt Murhardt Renndtmeister zu Spangenbergk Anntworttet Rhenano etlicher Lattenn vnnd dielenn wegenn, so beÿ Spanngennbergk geschnittenn, vnnd vfs Bergkwergk geschickt werdenn soltenn, anno etc. 78. den 2 augusti. Concept eines kauffbrieffs, welchenn die Beambten zun Bodenn mit etlichenn Innwohnernn zu Franckeroda, scheidtholtzes wegenn troffenn, anno etc. 66. den 29. Julij Vergleichung zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn, betreffenndt die halb pfann, so zur Pfarr in Bodenn gehöret, das dieselbige in kunftige zeitt beÿ der Pfarr bleibenn solle, anno etc. 48 den 22. Januarij. Rhenanus vnnd George Gercke[?]1 berichttenn V. g. f. vnnd herrnn zweÿer schönenn Probirerber[?]2
Miscellanea so mit feÿs vorgenommenn, halbenn, anno etc. 69. den 5. Januarij. Mieth Zettell vnnd bestettigung des Bergkvogts vnnd Gallenn Richtternn, vber das Steinkolenn Bergkwergk vffm Meißner Jacob Mengelnn vbergebenn. Hartmann Höler[?]1 anntworttet der dielenn wegenn, so zu Melsungenn vfs Bergkwergk geschnitten werdenn soltenn, anno etc. 78. den 3 Julij Georg Gercke[?]2 schreibt Rhenano des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, sich zu Ihme naher Germeroda zuuerfugenn, anno etc. 77. 28. Nouemb. Jost Bercker[?]3 schreibt ann V. g. f. vnnd herrnn, was er mit Georgenn vonn Harstall, der Holtzflösse wegen gehanndtlet anno etc. 60, den 26. Maÿ. Ein Zettell daraus Jost Bercker[?]4 verzeichnet, wie ein Opffermann zun Bodenn zubestellenn seÿe. Otto Wenner[?]5 schreibt Rhenano des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, Bittet das er wolle kleis
Miscellanea annkerenn, vnnd ein Prob damit versuchenn, anno etc. 65. den 10. Septembris. Johann vonn Ratzennbergk Amptmann zu Rotenbergk vnnd Sonntra schreibt Rhenano, Begerennde, das er wolle darann sein, dieweils dem ampt Sonntra nit muglich die scheide anns wasser zufuhrenn, das im das ampt Spanngennbergk hulffe. Annschlagk Jost Berckers[?]1 vnnd Christoff Hombergs, was er ab Anno etc. 50. usq ad annum etc. 60. vff seine kunst gewenndet, dargegenn eingenommen, vnnd was er eröbert Otto Wenner[?]2 Rennt: zu Eschwech begert in einem Zettell, Rhenanus wolle vleis annwenndenn, das die Steinkolenn zum bestenndigenn schlis gebrachtt werdenn möchtenn. Otto Wenner[?]3 begeret zubuß zum Steinkolenn Bergkwergk, vnnd das Rhenanus in geheim Probiren wolle, ob mann die Braunenn kolenn zum Lohen möge brauchenn anno etc. 65. den 29. Julij.
Miscellanea Notell wie Rhenanus vnnd Engelhardt Breull den Lanndtknechtenn im ampt Rotenbergk Jedem dreÿ fl. Jerlichenn zulegenn, vom Holtzgelde, das sie vf den Holtzflössenn vleissigk sein solten, anno etc. 62. den 2. Septembris. Hanndtlung der Messingenn vnnd kupfferin Plattenn wegenn, mit Hanns Diegelnn vnnd Mertin Bethenn, seindt dreÿ stuck Anno etc. 62 Hanns Gill schreibt ann Jost Berckern[?]1, fruchtt vnnd Saltzfuhr wegenn, anno etc. 63. Nahmenn derenn so V. g. f. vnnd herr ernennt, zum Lanndtag zu citiren Anno etc. 38. Rhenani vnnd Hanns Wagners Wannfriedische flös vergleichung anno etc. 73. seindt dreÿ stucke, Ordtnung so im Saltzwergk allerleÿ sachenn wegenn vfgerichttet wordenn, anno etc. 64. 2 Junij. Seindt — 13 articul, desgleichenn auch Resolution vber — 19. articul eodem Anno etc. den 15 Maij.
Miscellanea. Abscheidt was die Steinkolenn Bergkwergks verordtnete sich verhaltenn sollenn, anno etc. 78. den 15. Maij. Georg vonn Scholleÿ schreibt ann Fraw Elizabethenn Lanndtgreuin zu Leuchtennbergk, Saltzes wegenn, so Rhenanus bestelt, anno etc. 76 den 16. Februarij. Wilhelm Friederich schreibt Rhenano, vnnd tregt im ein newe kunst vff, des Stael brennens halbenn mit wenig kohlenn, anno etc. 79. den 6. Octobris Christoff Hombergk schreibt ann Heinrich Meldenernn vnnd Jost Berckern[?]1, etliches Giessens wegenn, beÿ M. Mertenn Bethenn anno 50. vnnd ist dis briefflein sehr zerrissenn, Engelhardt Breul schreibt ann alle Beuelchaber zun Bodenn, vom wegenn des Gericht Beilsteins, vnnd der Pfannennschmidde, leget benebenn ein, ein schreibenn des Lanndtvogts, in welchem seint
Miscellanea. strennge klagenn vber die Pfannennschmide vonn Ihr kohlenn am Meißner, anno etc. 75, den 6 Aprilis. Der Bergkvogt schreibt ann Rhenanum, des Steinkolennbergkes bawes wegenn vff dem Meißner, Conuolut, Georgenn vonn Harstall amptmann zu Creutzbergk vnnd Gerstungenn schreibet, das das wasser sein Wehr sehr zerrissenn, begert vonn Beamptenn zun Bodenn, solchs vor der flösse zubesichtigenn, anno etc. 66. Jtztgedachter schreibt Rhenano, seiner newenn erfahrenndenn Holtz erspar kunst wegenn, begertt sie beÿ V. g. f. vnnd herrnn zufordernn, anno etc. 68. den 17. Maij. Diderich Edtler herr zu Plessæ begert vonn Rhenano, seiner gnadenn drithalb Pfann Saltz zubestellenn, anno etc. 67. Christoff Harstall zu Mÿla, schreibet ann alle
Miscellanea Beambtenn zun Bodenn seines verkaufften schidtholtzes wegenn anno etc. 63. Bernt vonn Bischoffshausenn, schickt Rhenano Copiam eines schreibenns, so er des Sachelsberges halbenn ann die vonn Hannstein gethann, anno etc. 64 Enngelhardt Breul bescheidet Rhenanum nach Apteroda, Inn sachenn V. g. f. vnnd herrnn, de dato 17. Julij Anno etc. 63. Enngelhardt Breul schreibt ann Rhenanum, des holtzs halbenn, so denenn vonn klein almeroda abgekaufft anno etc. 68. Tonnges Muller schreibt Rhenano eines tausches wegenn, zwischenn V. g. f. vnnd herrnn vnnd den Bodenneuernn[?]1, belanngenndt die Karmelskoppe, vnnd den Mosennbergk, anno etc. 65. den 29. Julij. Enngelhardt Breul zeigt Rhenano ann, das zwene
Miscellanea. Förster die leute vbel geschlagenn, begert seinen Rath, wie mann sie straffenn solle, anno 62. den 10 Junij. Ernnst vonn Bischoffshausenn schreibt Rhenano, vnnd bitt v.g.f. vnnd Herrnn etliche geholtz am dünnerbeüffenn1[?], Anno 63. Montags post Philippi Jacobi. Supplication Berndt vonn Bischoffshausenn ann v.g.f vnnd Herrnn, des Karchelsbergs2[?] wegenn Anno 67. den 16 Junij. Berndt vonn Bischoffshausenn Bittet, das der Herr Lanndtvogt, vnnd Rhenanus wollenn bey ihm vf den anngesatztenn tage zwischenn ihm vnd den vonn Hannstein erscheinenn, vnnd das beste thun, anno 66. Dorothea vonn Bischoffshausenn, Ernnsts nachgelassene wittibe, schreibet Vg.f. vnnd Herrnn, des Holtzkauffs wegenn, so Rhenanus vnnd der Oberfürster mit Irem Junckernn troffenn, Anno 65.
Miscellanea Berndt vonn Bischoffshausenn, schreibt ann Rhenanum, widder des Kachelsbergs wegenn anno 67. den 17. Junij. Berndt vonn Bischoffshausenn schreibt ann Vgf. vnnd Herrnn des Kachelsbergs halbenn, anno 67. den 16. Junij Georg vom Erff schreibt Rhenano des Holtzkauffs wegenn, ann der Grawburgk1[?], anno 69. Concept was darauf mit denen vom Erff ist gehanndtlet wordenn. Anndres v. Hagenn schreibt ann Lanndtvogt zu Eschwech, vnnd Rhenanum, sie woltenn vfs fürderlichste Ire Commission zwischenn Anntfeldenn2[?] vnd Ihme außrichttenn, anno 68. 6. Januarij. Georg vom Erff schreibt noch einmahl seines verkaufftenn Holtz wegenn Anno 69. Die vom Erff semptlich noch einmahl deßen halben, Jost Berber3[?] schreibt durch ein Zettell, vnnd annt=
Miscellanea. worttet Rhenano vf sein schreibenn, belanngendt das frembt Saltz, so zu Battenberge vnnd Franckenberge Inns Lanndt ginge. Anno 61. den 4. Januarij. Engelhardt Breul schreibt Rhenano der gehawenenn scheide wegenn, das die fuhr vbell vonn stattenn gehe, anno 63. den 13 Augusti. Itztgemelter schreibt Rhenano, das der windt Im Scheidtgehaw grossenn schadenn gethann, das mann zum Holtzmessenn nicht kommenn könnt, Anno 61. den 13. Julij. Obgenanntter schreibt der Förster wegenn, so ettliche weiber vffm walde geschlagenn. Anno 62. den 4. Junij. Georg vom Harstall schreibt Rhenano seiner Kunst wegenn, Anno 68. den 17 Julij Engelhardt Breul schreibt ann die Beampten zum Sodenn, das sie zu Apteroda all gehöltz zubesichtigen,
Miscellanea. bey im erscheinenn wollenn, Anno 68. den 24. Februarij. Johann Meisenbugk Lanndtvogt schreibt Rhenano der sachenn wegenn zwischenn anndreasen v. Hagenn vnnd anntfeldten Anno 68. 6. Martij. Johann v. Rehnsdorff1[?] schreibt als Kelnner zu Darmbstadt, Ihme fünff Pfannenn Saltzes naher Franckfurt zuuerschaffenn. Vertrage zwischenn anndreasenn v. Hagenn vnnd anntfeldenn vfgerichttet durch den Hernn Lanndtvogt vnnd Rhenanum Commissarios Anno 68 den 12 Maij. Christoff vom Harstall schreibt Rhenano, Begeret, das er zuwegenn bringt, im auff sein Holtzkauff etliche Tausenndt guldenn vorzustreckenn, anno 65 Freytags post Pascha. Rhenanus anntworttet Georgenn v. Harstall, vf sein schreibenn seiner Kunst wegenn,
Miscellanea Enngelhardt Breul schreibt des Gehöltz zu Almeroda wegenn Anno 68. Christoff vom Harstall schreibt wieder gelts wegen Anno 63. Montags post pascha Concept der Quitanntz1[?], welche Claus Appell der Hulsingenn vber die — 70 thlr gebenn, vber das Haus so Rheinshase3[?] wieder eingenommenn. Annotata vieler Lehenngueter, so vmb allenndorf hero vonn v.g.f. vnnd Herrnn zu Lehenn außgethan, vor vnnd nach dem Jahre 1374 Jost Berber foddert Peternn vonn Beyneburgk zur Holtzrechnung naher Cassell Anno 59. Die Vndersassenn bittenn das fuhrlohnn der scheide zuersteigernn, anno 72. Verzeichnus Witzennheusischer Grenntz, wie sie dieselb vff Fürstliche Canntzley vberschickt. Hanns Wilhelm vonn Bischoffshausenn, schreibt
Miscellanea. Rhenano des Kachelsbergs wegenn anno 78. den 23. Octobris. Georg vonn Scholley begert vonn Rhenano ein rectificiret maß, das Saltz damit zu Cassell im Weissenhoff zuuerkauffen Anno 75. den 22. Septembris. Abreissung des Bronnenns mitt den Schöpffkümern1[?], nach alter Manir, Johann Bartholmes schreibt ann Heinrich Müldenern vnnd Jost Berbernn des Saltzhauses, Jahrsaltzes vnnd Zolles wegenn Anno 40. Concept eines schreibenns Rhenani ann vnnsernn g.f. vnnd Herrnn, etlicher Saltzkunstler halbenn, Acta inquisitionis, den Holtzleger in Bodenn betreffenndt. Hanns Diegell schreibt Rhenano seines Bergkwergks, vnnd etlicher beschwerung wegenn, zeigt ann etliche gebrechenn, begert Rath, Anno 63.
Miscellanea. Offener Patent vnnsers g.f. vnnd Herrnn, ann alle die vffm Weserstrom wohnenn nach Bremenn zu, des Saltzes wegenn, so Inner1[?] Bodenn gesotten wirdt, begert das für gut zuachtenn vnnd zu keuffenn. Anno 41. Sonntags Exaudi. Rhenanus schreibt v.g.f. vnnd Herrnn des Bergkwergks halbenn, zeigt etliche beschwerung ann, begert die abzuschaffenn, Anno 78. 26 Junij. Rechnung Christoff Hombergks, mit M. Martin Bethenn Anno 49. Concept Jost Berbers, darin geanntwort wirdt vff Breidthenpts2[?] vnnd annderer Vorschlage, des Waserstroms fassenns halbenn, Anno 61. 11. Septemb. Oberfürster schreibt ann Jost Berbernn der Beichtei=3[?] nischenn gewerkenn wegenn, Georg Berb4[?] schreibt Rhenano, der gebeuchtenn5[?] Meißner wegenn, begert seiner zukunfft, Anno 76.
Miscellanea Conuolut, Supplicatio Georgenn Behmenn, an den Churfürstenn zu Branndennburgk, darinnenn er allerley beschwerung, so im im Saltzwergk Bodenn wiederfahrenn, geclagt, vnd sich ann den Lanndtgrauenn zu Hessenn, zuuerschreibenn, vnderthenniglich gebettenn hat, Anno 51. Vorschrifft des Churfürstenn zu Branndennburgk, vor Georgenn Behem, ann Ltgn1[?] zu Hessenn Anno 51. Der Beuelchhaber zum Bodenn Jegenn bericht, vff Georgenn Behmenn vermeinte Supplication, Der Pfenner2 zum Bodenn Jegenn bericht, Verzeichnus vnnd außzugk wieuiel werck zuner[?] Bodenn gesottenn seindt ab Anno 41. ad 49. darinnenn außführlich bewiesenn wirdt, das mann Georgenn Behmenn — 142 fl. 20 alb 10 hlr3[?] schuldigk bliebenn. Heimbgelassene Rethe des Churfürstenn zu Bran=
Miscellanea. dennburgk, schreibenn ann Stadthalternn vnd Räthe zu Cassell, Georgenn Behmenn wegenn, Anno 52. Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk schreibenn ann Jost Berbernn, Georgenn Behmen halbenn, Anntwort vff Georgenn Behmenn geschwister Supplication anno 57. den 29. Octobris. Churfürst zu Branndennburgk schreibt ann Herrn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn, vf eingelegte Supplication Hannsenn Behmenn, anno 57. Conuolut. V. g.f. vnnd Herr schreibt ann die Beamptenn zum Bodenn vnnd Beylstein, das sie den Körnbergk nicht alle, sonndernn ann gewissen orttern außhauenn soltenn, anno 59. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt benebenn Innliegender Supplication der vonn Wannfriedenn wegen, belanngenndt den Mölnbergk, wollen denselbigen
Miscellanea. nicht annehmenn, sagenn alle Geholtz vmb Wannfriedt her sey Ihr, dann sie dieselbenn bis vf die zeit, mit auffsetzung leibs, lebenns, guts vnnd bluts erhalttenn, anno 59. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt ann Jost Berbernn, M. Hanns Wetzels1[?], vnnd Henckell Ihenern2[?] halbenn, begert sfgl.3[?] zuberichttenn, anno 60. Zwey schreibenn Vg.f. vnnd Herrnn, belanngendt die — 1300 Klaffter Knüttell zu Heringen, befihlet, das dieselbenn verkaufft werden sollen, Anno 60. Noch ein schreibenn gedachter Knüttell halbenn, vnnd das Jost Berber mit Georgenn von Harstall, vmb Holtz vfs wohlfeilest hanndelenn solle. Conuolut, Abscheidt zwischenn Braunschweigk vnd Hessenn, belanngenndt den Weserstromb, vffgericht, anno 1509. Die Stadt Höxer schreibt ann Jost Berbernn der Saltz=
Miscellanea. bezahlung wegenn anno 54. den 26 Julij. Diebs[?] Schreindteisenn[?] schreibt vor Hartmann Bölernn, Ihnenn zum Zölner in Bodenn vfzunehmenn anno 65. Supplication Clausenn vonn Fahrennbach, wieder Hülsingenn, eines Meyer guts wegenn zu Wengershausenn, Weding2[?] Zettell des newenn Kunstbaus halbenn, subscripserunt Jost Berber, Johann Rhenanus, vnnd Christoff Hombergk. Copia eines schreibenns, darin begert wirdt, das Magister Moth3[?] Christoff Hülsings Lehennbrieffs abschrifft, vberschickenn wolle. Anno 67. Diederich Rambskopff Schultheis zu Creutzburgk, schreibt Rhenano vnnd Georgenn Berbernn, begert das sie vmb gebürliche bezahlung Jederzeit gnugsamb saltz naher Creutzburgk verordenen wollenn. Anno 76. 21 Junij.
Unsichere Lesungen
Z. 3: Diebs Schreindteisenn — Personenname unsicher
Miscellanea. Lanndtvogt schreibt ann Rhenanum, des Hauses Hannstein wegenn, begert bericht, das mann Lippoldt vonn Hannstein vf einenn gewissenn ort bescheidenn solle, Anno 71. den 11[?] Julij. Alle Beamptenn zum Bodenn schreibenn ann v.g.f. vnd Herrnn, belanngenndt den vorgeschlagenen Wasserbaw, den Werrstromb also zu zwingenn, das Jederzeit die Schiff vff vnnd abgehenn, haltenns für vnmuglich, Anno 59. Verordenung V.g.f. vnnd Herrnn L. Philipsen zu Hessen, belanngenndt den letztenn Bronnennbaw, das man ein zeitlanng die Sohl auß dem Bronnenn hebenn solle, das Christoff Hombergk eine newe Kunst erdenckenn möge, wie mann die Sohl Jederzeitt außenn Bronnenn hebenn könne, vnnd das sechs Pompenn vffer wasserkunst gehaltenn werdenn, das die Söder zwischenn Osternn vnnd Pfingstenn vleissigk sollenn siedenn, das Saltz vfgeschütt
werde, vnnd das Rhenanus mit seiner Kunst vortfahrenn solle. Anno 1559. Verzeichnus aller Geholtz im ampt Ludtwigstein, Wanfriedt vnnd Eschwegk, vf beuelch vnsers g.f. vnnd Herrnn L. Philipsenn annotiret. Copia eines offenenn Patenten, welcher maßen die Furstenn zu Sachssenn, mit v.g.f. vnnd Herrnn zu Hessenn der Holtzflös wegenn, sie frey passiren zu lassenn, verwilligt. Subscripserunt Johann Friderich der mitler manu propria. D. Christianus Brugk1[?] Cantzlar. Collationatum per Christianum Harsach2[?], auscultirt Johannes Weÿser Notarius, de nouo recognouit Johann Schelhase Notarius publicus Anno 62. Acta Sodenn anno 61. den 28. ——3 29. vnnd 30. Januarij. Hermann vonn Vffelnn begert zwo Pfann Saltz vom Rhenano, anno 79.
Ludtwigk Graue zu Nassaw, schreibt ann Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, begert etlich Saltz, anno 73. den 8. Septembris. Hanns Wilhelm vonn Bischoffshausenn vorschlagk betreffendt den wechssell zwischenn v.g.f. vnnd Herrnn vnnd ihm, des morgennfeldts vnnd zweÿer Meÿer höffe halbenn. Zweÿ Probirwergk mit Poÿß1[?]. Kayser Karl der funffte Committirt vnnd befihlt offenntlich Bischoff Hermann zu Cölnn, Jochim Marggrauenn zu Branndenburgk, vnnd Francisco Bischoff zu Münster, das sie Exequiren sollenn, was L. Philips zu Hessenn beÿ R.2[?] Kaÿ: Maÿt: außbracht vnnd erhaltenn, das die Zöll vffm Weserstromb, nicht ersteigert werden sollen, Annotata, Was der Gebackenn Stein halbenn, so zu Milsungenn gebrenndt werdenn solttenn, gehanndelt werdenn, anno 59.
Annotata, Was der Blechschmidte zu Heÿna wegenn, ist gehanndelt wordenn. Rhenanus schreibt Menners Kunst wegenn, ann v.g.f. vnnd Herrnn. Annschlagk vffs Bergk saltz vnnd Poÿß1[?]. Die vom Hedemündenn schreibenn ann Rhenanum, begerenndt, das mann Ihre Leute mit den Schiffenn passirenn lasse, Inn ansehenn, das sie v.g.f. vnnd Herrnn zinsbar, vnnd das best heupt Jederzeit lösenn mussenn. Otto Wermer schreibt des Steinkolnnbergkwergks ann Rhenanum anno 65. Johann Katzembergk2 schreibt ann Rhenanum, begerenndt ganntz freundtlich, das er sich vf sein gehöltz, der Steinbach genanndt, erhebenn, vnnd dasselb besichtigenn wolle, ob zwischenn v.g.f. vnnd Herrn vnnd Ihme ein Kauff zutreffenn wehre, Anno 65. Lanndtvogt zu Eschwech, schreibt Rhenano, begerenndt, das er darann sein wolle, das Paulen3[?] Kremernn
die Zehrung der Commission sachenn wegenn aufganngenn, bezahlt werdenn müge. Vnnser g.f. vnnd Herr L. Wilhelm schreibt dem Bergkheuptmann Hermann Schützenn, Johanni Rhenano, Georgenn Gerkenn1[?], Georgen Berkenn2[?], Adam Arntfeldenn3[?], Salm vnnd Jacobenn Richtern. Ihnenn sampt vnnd sonnderlich beuehlenndt, das Schmeltzenn mit den Steinkolenn zuuersuchenn, Anno 76. den ij.4[?] Maij. Conuolut, Copia eines schreibenns, so Rhenanus ann Burgermeister vnnd Rath zu Bremenn gethan, anntworttet Ihnenn, das sie Steinkolenn gnugsamb bekommenn könnenn. Bericht wie es mit obgedachtem schmeltzenn vorttgegangenn. Bericht der dreÿenn Sultzennmeister zu Lünebürgk, Georgenn Tobingk, Hartwigk Semmelbeck, vnnd Benedicti Töppenn5[?], das Ihre Sohle ab vnd zunehme.
Anzugk vnnd bericht, was die Sohl zu Frannckenhausenn, Sulebenn1[?], Artternn, Hall in Sachssen, Aschersleben, Staßfurt, Grossenn Saltza, Sulndorff, Lünebürgk, Saltzdieppenn2[?], vnnd Saltz zur Helle halttenn, Item Wieuiel werk in Jedem wochenntlich gesottenn könnenn werdenn, Annotiret durch Johann Rhenanum. Copia eines schreibenn Rhenani, erfordert Hansen Ziegelnn zu ihm den Solsbronn abzuwiegenn, ob derselbige als ein stets lebenndiger Bronn in Sodenn gebraucht werdenn könne. Die glasener schreibenn ann Rhenanum, begerendt, das ihnenn der aschenn kauff freÿgelassenn würde, Anno 68. Annotata. Anno 59. den 27. Aprilis. Copia zweÿer schreibenn, so Rhenanus, der Oberfürster vnnd Christoff Hombergk am3[?] Hülsungen, vnnd Ernnst vonn Bischoffshausenn Schreibenn gethann, betreffenndt Holtzausthun, vnd Holtzkauf
Unsichere Lesungen
Z. 2: Sulebenn — Ortsname unsicher
Z. 4: Saltzdieppenn — Ortsname unsicher
Z. 17: am — Wort unklar, Hombergk mit Hochstellung
Anno 64. den 16. Martij. Vorschlagk etlicher Bergkleut, Contra die Glasener, das mann Ihnenn das holtz so die glasener brauch1[?], zukommenn lasse. Abreissung der Pompenn Kunst, so anno 39. angestelt, Copia das niemanndt vmb Allenndorff zu Rodenn gestattet werdenn solle, anno 54. Delineatio, Erstlich der Wasserkunst wegenn, so vfm Bronnenn vom erstenn Pfenner gestandenn, derenn eilff gewesenn, darnach extraordinarie siebenn anndere Künste, so nicht Inns werk gesetzt wordenn, Item vierzehenderleÿ verenderung der Herde, so im Saltzwergk vorgenommen wordenn. Georg Berk schreibt Rhenano, das er in der eÿle 72. maß Kolnn Inn die Bodenn verschaffenn wolle. Supplication der Söder Contra die Glasener, des aschenn kauffs halbenn, darauff vnnser g.f. vnnd Herr sich resoluiret, das die Söder nicht mehr
als — 4 Malter vor einenn thaler gebenn sollen. Acta Sodenn Anno 59 den 21 Februarij. Acta Wannfriedenn per Rhenanum belanngenndt die gehöltz daselbst. Anno 64. den 23 Martij. Ernnst Graue zu Solms schreibt ann Bertholdt vonnVffernn1[?], begert zwo Pfann Saltz anno 71. Alexannder Pflüger amptmann zu Güttennbergk erfordert Rhenanum vnnd Georgenn Werkenn2[?] in Commission sachenn, beÿ im zu Witzennhausen zuerscheinenn, anno 78. 10. Martij. Rhenanus schreibt den Beambtenn zu Sonntra vnnd Rotennbergk, alle Ihre vnndersasenn vf gewisse tage in die Stedte zufordernn, dann er v.g.f. vnnd Hern wegenn, ein inquisition sachenn mit Ihnenn zuschaffen, Concept eines schreibenns, welches Rhenanus ann v.g.f. vnnd Herrnn, eher er zu Hertzogk Georg Hansenn abgezogenn gethann, anno 75. Copia der vergleichung vnnsers g.f. vnnd Herrn.
mit den Pfennernn, der Pfarr zun Sodenn halben. Inuentarium vnnd abschrifft der Lenndereÿ, so v.g.f. vnnd Herr zur Aue hat, welche zuuor zum berge Cÿriaci gehörigk gewesenn. Copia des Newenn Holtzlegers Wermer Faßheuer1[?] anno 59. bestallung. Alle Meisterknechte zun Sodenn berichttenn v.g.f. vnnd Herrnn, das sich eÿserne Pfannennbeume2[?] vnnter die Pfannenn nicht schickenn wollenn, anno 59. Copia eines schreibenns so v.g.f. vnnd Herr L. Philips ann Saltzgreuenn vnnd Pfenner gethann, darin sfgl. sie Sonnabenndts post Trium Regum nach Cassell erfordert, Rathschlege zuhaltenn, wie die Saltzmenngell im Lannde abgeschaffet werdenn mögen, Anno 38. Lanndtvogt zu Eschwege schreibt Rhenano, das er an seine stadt Bertholdt Kempffenn zum Probwergk verordnet hat, anno 76. den 13. Augusti.
Conuolut, Burgermeister zu Bremenn, Daniel vonn Berenn1[?], schreibt des Saltz vnnd Poÿß2[?] halbenn anno 69. den 12 Martij. Abschiedt so zu Höxer der Schiffart vnnd annderer sachenn wegenn, zwischenn Braunschweigk vnd Hessenn gehaltenn, anno 1509, Dinstags post Corporis Christi. Instruction, Was sich Wolff Deuchell3[?] des Rhenani diener zu Bremenn, vnnd vf der Reise, vff vnnd ab des Saltz Poÿß4[?] hanndels wegenn verhaltenn solle. Waß vnnser g.f. vnnd Herr hat zubawenn beuohlen, anno 59. den 3. Julij. Prob des Bergk saltzs. Georg Gercke5[?] schreibt Rhenano als er zu Cassell im Weissennhoffe das Saltz probirte, vnnd sendet im aller Söder merk, vf papir gerissenn vnnd in Bleÿ geschlagenn, benebenn anndernn sachenn
Anno 77. den 16. Martij. Copia der Bestallung eines Bronnennmeisters zun Sodenn. Rhenanus schreibt ann v.g.f. vnnd Herrnn L. Wilhelm, berichtenndt, das er aus Steinkolenn Asphaltitem gezogenn, Anno 72. Rhenanus vnnd der Renndtmeister berichttenn eines Probwergks wegenn, so mit Poÿß1[?] gesottenn, Copia des schreibenns vnnsers g.f. vnnd Herrnn, so sfgl. ann Rhenanum, die Poÿß2[?] Prob belanngendt gethann, darnebenn auch Copia eines schreibenns des Burgermeisters zu Bremenn, Item der annschlagk, Was Rhenanus vnnd der Holtzvogt, vf emdt3[?]pfanngenenn weitternn beuelch verhanndlett. Fünff anndere schreibenn, diesenn Hanndell betreffenndt. Instruction Was sich Rhenanus in besichtigung etlicher Saltzwergk verhaltenn solle, Anno 68.
Das alt Corpus des Brunnens. Mitt seinem1[?] Stoßwergk.
Kunstriss, Tafel A — das alte Corpus des Brunnens mit seinem Stoßwerk: links der Grundriss des vielkantigen Brunnenkranzes mit rotem Kreisbogen, rechts die hölzerne Verkleidung des Brunnens abgewickelt gezeichnet (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1036 · Digitalisat · gemeinfrei
Mittagk Niddergangk Aufgangk Mitternacht Die eusserste fassung Die streben damit dz eusserste Faß[?] Jn der mitt zusammen[?] gehalten[?] / dz es den Bergk[?] nit[?] weg[?] mag[?] Diese / starcke Ader so / alwegen2[?] Jm vmb= / gange entsprangk / hatt sich gar ver= / lohren. Das frische3[?] / Leuchtloch Soltzquel4[?] Das Gewelbe / oder Stollen dz wilde wasser hinder / dem Boden des eussersten / Fasses5[?]. Der Tam zwischen dem Brun vnd der / eussersten wandt, vnd zwölff6[?] schu / dick Die neuen7[?] / Sohlquellen der / grosse / Stein der Alte Brun Ein starck quell wilt / wasser Sueswasser8[?]. Wiltwasser. wilt wasser Die dz[?] schissen[?] Bogen[?] darin[?] ... [?] wilden wasser vnd der Sohle Sohlquel[?] dise Ader hatt sich alles10[?] verlohren Wiltwasserquel / hatt sich verlohrn. wiltwasser wiltwasser ist[?] zugefült[?]
Kunstriss, Tafel B — die erste Aufräumung des Brunnens: Grundriss mit zwölfeckigem Balkenkranz, dem alten Brunnen als rotem Kreis in der Mitte und den einzeln beschrifteten Wasseradern Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1039 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Z. 6: Faß / Bergk nit weg mag — Strebentext teils unleserlich
Z. 7: alwegen — Wort unklar
Z. 8: frische — Lesung unsicher
Z. 9: Soltzquel — o/a unklar
Z. 11: Fasses — F/H unklar
Z. 12: zwölff — Zahlwort unsicher
Z. 13: neuen — Wort unklar
Z. 17: Sueswasser — Wort unklar
Z. 20: Die dz schissen Bogen — Text am Gerinne grossteils unleserlich
Z. 21: alles — Wort unklar
Z. 24: ist zugefült — kleine Beschriftung unten unklar
1 2 3 wasser wasser wasser wasser wasser wasser Sohle Sohle der / grosse / stein1[?] Leuchtloch vff diesem / ort stehen die / Pompen. der Stolle. der Vmbgangk ist 4 schu weidt
Kunstriss, Tafel C — die zweite Aufräumung mit der Grundlegung: Grundriss des Brunnens mit äußerem Balkenkranz, drei nummerierten Leuchtlöchern, rotem Umgang und der schraffierten Brunnensohle mit den Quellen Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1042 · Digitalisat · gemeinfrei
1 2 3 wasser wasser wasser wasser wasser wasser Sohle Sohle der / grosse / stein1[?] Leuchtloch vff diesem / ort stehen die / Pompen. der Vmbgangk ist 4 schu weidt
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Kunstriss, Tafel D — das Stoßwerk des alten Brunnens: der Pfahlrost mit dem auf die Spitze gestellten, verzahnten Balkenrahmen in Schrägansicht; die rechte Seite der Doppelseite ist leer Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1046 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
hiltzer[?] gebeu[?] — Beschriftung in der Tafel, unsicher
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Kunstriss, Tafel E — die neue Auslängung des Brunnens nach dem Berge zu: der runde alte Brunnenschacht mit Beschriftung im Rund, daneben die Zimmerung der Verkleidung in Schrägansicht, um neunzig Grad gedreht (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1049 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Alett[?] — Beschriftung im Kreis, Wortform unsicher
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Kunstriss, Tafel F — das viereckige Corpus des jetzigen Brunnenbaus: der Brunnenkasten in Schrägansicht mit Rost, Ständerwerk und rot eingezeichneten Streben Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1052 · Digitalisat · gemeinfrei
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Kunstriss, Tafel H — zwei Zeichnungen: links der Stuhl (das Gerüst) des Georg Behme, rechts Christoph Hombergs erste Kunst, das Hebewerk mit Kurbelwelle, Speichenrad und Seiltrommel (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1055 · Digitalisat · gemeinfrei
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Kunstriss, Tafel AA — der alte Brunnen mit allen seinen Gebäuden: Grundriss mit dem runden Schacht in der Mitte, zwei quadratischen Gevieren, Flechtzaun und der vielkantigen äußeren Fassung Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1058 · Digitalisat · gemeinfrei
Nach denen Einlagen ist dieses Saltzbuch, oder Saltzbibel durch den Pfarrer und Saltz Gräff Joh: Rhenanus bereits im Jahr 1568 angefangen gewesen1, im Jahr 1574. fertig – in denen folgenden Jahren aber erst abgeschrieben und in zwey Bänden vollendet worden.
Anno domini 1 5 6 8. Gebrechen inder Saltzwergks Rechnung. Stroe. Hinfurtter sich fürfleißigten das daß Stro vns ein nehers[?]1 erzeugt werde, dann es Jetzundt ist vns ein füd:[?]2 [gestrichen: wers] —— 1 1/4 flor: zugestehen. Büchssen Schützen. Auß sonderem versehen soll Jnen daß Furtteil od gnaden geldt / darbej sie sich vff dz Sontag vben mit schießen [gestrichen: Zeiger] auch vff Weitten werdenn Pleiben[?]3. Haw vff die Kunstpferde. Soll zu [gestrichen: kunfftig] weiterhin[?] vnnd ohe bej[?] richeten[?] fude / dann mit solchem bestattenn wie diß Jaers beschenn Zukaufft / vnnd zu diesem Behueff sich vmbgesorget Worden / ob es nit Profeitlich wehre[?]5, daß man an sich erlangte die Weise / so vor dem Bodenn ligt, vnnd dieserzeit durch denn Bantzes[?]6 verpfendet ist. Nō. vas Rechten[?] 12 fud[?] heurs[?] 20 C[?] 68
Unsichere Lesungen
Z. 5: nehers[?] — Zeilenende, flüchtig
Z. 6: füd:[?] — Kürzung am Zeilenende
Z. 11: Pleiben[?] — Anfangsbuchstabe unklar
Z. 13: weiterhin[?] ohe bej[?] richeten[?] — Zeile stark korrigiert
Z. 16: wehre[?] — Zeilenende
Z. 19: Bantzes[?] — Name/Wort unklar
Z. 20: Rechten[?] fud[?] heurs[?] C[?] — Notiz, kleine Schrift
Die Edelleut vnd Saltz hendler Betreffendt. Es soll ein gemein Außschreyben an dj vom Adell auch Saltzhendlern Jm Nidder Fürstenthumb vnd Zugehöriger graueschafft geschehen, daß sie Jr Saltz was sie dessen zu Jrer Haußhaltung vnd Partirung bedurffenn / allewege Zwischenn Osternn vnd Michaelis holen lassenn / dann da solchs nit beschicht / vnd sie dessen zur vnzeitt Jm Winter da man schlachtet vnd dj Heuser mit Saltzladurch befordernn [gestrichen: Zuseht[?]1] / Welche Heuser dan gegenn denn Saltz Bodenn / Widderumb Holtz Jn dj Bödenn lieffern) gesinnen / So möchten dj fuhr vorbladenn Jhren Wider zu Hauße Kommen vnd geweisen werden Wege. Sollenn dj Beampten Zum Saltzwerck nach aller vermüglichkeit Jn besserung haltenn / vnd Nit verfallenn lassenn. Saltzhandel nach Cassell. Alle Jahr sollenn dj beampten Jn Bodenn Zulraß[?]2
Unsichere Lesungen
Z. 12: Zuseht[?] — gestrichen, mit Einfügungszeichen
gein Cassel [gestrichen: ferttigen] 130. oder 140. Pfannen Saltzes vnnd dasselbige Zu rechter Zeit allewege Jm Sommer als etwan dj helfft vor osternn / So paldt dj Wasser [gestrichen: offenn] sein / vnnd dj ander helfft den aller nechstenn nach osternn. Jtem Was vom Saltzwasser gein Hoff gelieffert dj sollenn nit verpracht / Sondern nach Jrer erledigung / den saltzhern[?]1 wer Widder gelieffert werdenn / [gestrichen: gegenn ge=] [gestrichen: buchlicher zeiten] ( dj Zu verrechnen / Ob vnd Waß er darvon dem Haüßhern[?] ken2 lieffert od wie er dj seinen außgibt. Nachdem auch von einer Pfannen Saltzes biß anheue / von Cassell biß gein Darmstadt od Grenaw[?]3 / fünff R. Müntz fuhrlohens gegeben werden / So soll sich allewege von ersteigerung derselbigen gehutet[?]4 werdenn / vnnd vber alles saltz so Jnn dj Hoffhaltung gelieffert wirdt soll nebenn einem Kuchenmeister od Kuchenschreiber auch ein Burggraue den Saltz=
schreiber dj Recognition vnderschreiben. Zehrung der Beampten Jn Böden. Wie soll Zufurter Jn Zeit[?]1 werden so vermog der Ordnung Zu Wilden[?]2 od nit gleich so wohl von Saltzgreuen als von Rennere[?]3 vor Zimlich erachtet vnd bezahlen seij. Holtzwartten Register. Soll von denn Beamptenn vnderschrieben werd[?]4 gleich wie des Rechmeisters[?]5 register vnd der Rechnung ein gegen Register haltenn / sowol betreifft dj Jnnam vnd außgabe der [gestrichen: closter] Holtzes. Sagen zum Schroten der Beum. Dieweijl es am Holtz sehr Zutreglich, so sollenn dj Jnn allewege gebraucht / auch derowegen gein Friedewaldt Wildeck vnd Heringen geschriebenn werdenn.
Flossen. Soll beschehenn Jedes Jars zu rechter Zeit Zwisch Walpurgis vnd Pfingstenn vnd nach [übergeschrieben: Zw] Laurentij / vermuge [gestrichen: Eij] senachischer1 Vergleichung. vnd dieweijl Anno etc. 67. an vhngewachsenem Floßholtz gemangelt biß Jnn —— 1227. clafftern / So soll Hinfurtter besser Zugesehenn / auch Vnnsern flossern beij Jedes Fürsts[?] siche[?] darauff Zuuerverordnet werdenn / Die tag vnd nacht einer vnd dem andern Zusehenn / Daß das Jngewachsene Holtz nit verruntreut werde / Saltz Jm Weissen hoff Zu Cassell. Zubesichtigen wie es liege vnd sich haltte. Töfuell[?]3. Sollenn Jnn der Rechnung nit versetzet werden sondern ein Jar nach der andern volgenn. Brennregister. Dieweijl Joist Meicher[?]4 hertzu geordnet /
Unsichere Lesungen
Z. 3: [gestrichen: Eij] senachischer — Eijsenachischer, Streichung unklar
so soll doch Jtzt Wentzel / dem deßhalben auch Jartz Jho 20 fl. gegebenn, nichts desto weniger dieselbenn Zuwegen[?]1 fl. biß vff weitternn bescheydt geweret werdenn. Wilhelm Pfeilsticker gewesener Saltz factor zu Vornstad[?]2 Pleybt schuldig. Anderthalb Pfann Saltzes „ [übergeschrieben: vnd] Sechzehenn baß halb fudertich[?]3 / Vnnserem Landtgrauenn Herrenn Zuschreybenn daß [gestrichen: er] es „ nachlang[?]4 beschee Geldt Gewelb. Jnn der Stadt Allendorff Zuerrichtenn Zu vnsers gl. F. vnd Herrn Schätzung[?]5 darinnenn Jhr F. G. Zulschiuß[?]6 wahret. Gegenschreyber. Den Meyernn gegenschreyb am einen ande[?]7 orth / vnd ann sein stedt Zuordnenn Jorgen Bockenn gewesenen Hüttenschreyber zu Blackenberch[?]8.
Holtzhawen vffs New. Der Saltzgreue neben[?]1 [Einfügungszeichen +] den vogt zu Friedwaldt vnd anderen soll vnnsere reitten vnnd besichtigenn wo dz holtz diß Jar sey zu hauen dan Man desßen biß Jnn Zehentausent Klafftern / vom Newen wid der habenn mueste / darnach vnserm gnedigen F. vnd Herrn einen vorschlag thun / wo solch holtz zu hauen sey: vnd J. F. G. resolution darüber gewartten. Heyden Streuch. Die Heyden streuch soll man an den orten d gehewe außhauen lassenn / So baldt man dj gehewe d gehöltze thut / ob dj heyde also eingethan / außgereutet werden möchte / durch[?]2 sonsten darauff Zugedenckenn / wie man solcher streuch mecht loß vnd quiet werdenn / Heinrich Jsing. Die dreyßig gulden holtzkauff[?]3 so sollenn der Saltzgreue vnd Schultheiß[?]4 an stadt feuer
zeigts erlegenn / ehe sie außer Rendtcammer weichenn / Vnnd mögenn darnach vonn zeigern wieder einfordernn. Holtz Ordnung. darwider[?] soltenn vnsere Ambtleute[?] sich haltn alle wochenn die höltze wiediger[?]2 darnach hawen die verbrecher straffenn / einen Jedenn darnach er verbrüchlich ist vmb Einen. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 20. 30. 40. 50. 100. 200. mehr od weniger guldenn. Die Bußen vnnachleßig einziehenn / gantz vnd gahr Niemants deßfals verschonenn / auch allen Monat vnnserm gnedigenn F. vnd Herrn ein verzeichnuß zuschickenn / wer Aufgesetzt[?]3 wordenn vnd warumb / Auch wie hoch [gestrichen: erdiesen[?]4 Bußen] halbenn [gestrichen: gestra] ist soll ein sonderer Tytull Inn den Jahr rechnung gesetzt werdenn. Buchhaltten. Soll vleißig beschehenn vnd alle wochenn einmal derwegenn[?]5 Innß Buch pracht werdenn
Unsichere Lesungen
Z. 5: darwider[?] Ambtleute[?] — unsicher
Z. 6: wiediger[?] — unklar
Z. 15: Aufgesetzt[?] — Wort unterstrichen/gestrichen?
waß hierin zubringen vonn Furstlichen Resolutionen / [gestrichen: Beuelchen] vnnd anderen. Pfannenmeyster. Einen1 anderen an deß Itzigen Stedt zuordenen. Dieweil der Itzige vndüchtig ist sein soll Vermerung des geholtzes zum Söden. Die [gestrichen: Beampten] sollenn sich mit vleiß erkun[?]2 vnd darnach einen [gestrichen: Bestendigen] bericht vnserm gl. F. G. vnd Herrn schickenn / ob vnd mit waß [gestrichen: Bequemlichkeit] die gehöltz so zum Closter Zell gehorenn / vnd Hirßfeldisch [gestrichen: Lehenn sein] / auch die so vns [gestrichen: Bußla3] eigen vnd Erblich sein / zum Saltzwerck erlangt werdenn mögenn / Wallis das Dorff. Wegen vonn den Beiden Deren Renanus anzeig thut vnserm gnedigenn F. vnd Herrn zugeschickt[?]4 darauff zuberadtschlagen / ob vnd wie daß dorff vonn Henstein[?]5 wieder an Hessenn zupringen sey.
Unsichere Lesungen
Z. 4: Einen — Strich vor/durch Wort
Z. 9: erkun[?] — rechter Rand angeschnitten
Z. 14: Bußla — gestrichen, unsicher
Z. 19: zugeschickt[?] — rechter Rand angeschnitten
Christoffer Hombergs seligenn Wittwe. Von Ir alles daß Ienige so zur Sültze gehoret zuertpfaren / vnd vermüg des Inuentarij dem Newen [gestrichen: Beamptenn] zulieffernn. Da aber waß außer halb Inuentarij befundenn / So soll nachgesucht werdenn warumb daß selbige erzeuget. vnd do es vonn vnsern gl. F. vnd Herrn dartzegenn[?]1 beschehenn / so Pleibts auch Pillich stehe[?]2 Daß Inuentarium hirüber soll alle Jar der [gestrichen: Beamten] rechnung angehefftet / doch alle wege vor der + rechnung durch die [gestrichen: Beamptenn] besichtiget F werden General Newe Saltzbuch. Soll mit zuthat des Saltzgrewen Rentmeisters[?]3 / Holtzvogts / auch Newen gegenschreibers Wohl vnd gründlichenn Inn allen Punctenn † examiniret / alls vffgerichtt
ordnung vnd verbesserung derselbenn / wohl ermeßhen / [gestrichen: ordentlich] ‡ zusammen gezogenn / vnd also eh[?]1 Buch so furderlich alls müglich eynmal zum ende befurdert werdenn. Pfannen Bueße. Die [gestrichen: Beamptenn] soltenn bedenckenn vnd mit dem Sodermeisternn[?]2 handlen ob sie ein Bestendigs alls vier od. 5. fl. vor die Pfannen Bueße / alledieweil ein Pfannen stehet nehmen woltenn. Gemeyner Beuelch. Sie sollenn sich Möglichem einand selbst aufs zuhöppenn[?]3 / Da aber einer vonn dem anderen waß vermerckt / daß vnserm gnedigenn F. vnd Herrn zu nachteyl gereichet / solchs sollenn sie ordentlicher gepürlicher Weise J.F.G. eroffnen / vnd deßfals nichts verschweigen. Signatum Caßell am 23 Januarij Anno ꝯ 6[?]4.
vnnd Hern beuohlen1 / nichts deßfals Zuuerfahren / biß sein f. gl. selbst dahin kommen / Solln sie mans darbeij beruhenn / Bußenn 33½ fl. Bußen seindt etliche Hämer[?]2 noch Zuerlegen schuldig / von des vorg3 das sie solche besondtnis[?]4 des [gestrichen: verkaufftenn] Saltzes halbenn einsprach habenn / Dieweil sie aber solche buesß / eins theils Jtzo nit erlegen könnenn / Eins theils auch nit geheimisch gewest etc.5 So soll der Rendtmeister solche Bußen in [gestrichen: künfftiger rechnung ein bringen /]6 Saltzbuch Ist fertig / Allein das es vmb geschrieben werden muß / kenau bericht vn7 Saltzschreiber zu Cassell Quittung. Hatt derselbenn vber außgabe bestallung [gestrichen: keine Jngelegtt] / Soll aber hin furtt [gestrichen: kein] saltz außgeben / er seij dan Quittiret vnd solche Quittung
Unsichere Lesungen
Z. 1: vnnd Hern beuohlen — Zeilenanfang angeschnitten
Z. 6: Hämer[?] — Wort unsicher
Z. 7: von des vorg — Zeilenende unsicher
Z. 8: besondtnis[?] — Wort unsicher
Z. 13: geheimisch gewest etc. — Lesung unsicher
Z. 15: [gestrichen: künfftiger rechnung ein bringen /] — Umfang der Streichung unsicher
Z. 18: kenau bericht vn — Zeilenende angeschnitten, unsicher
[?] [?] [?]1 mit Zuschicken / Saltzfactoreij Zu darmstadt. Nach dem dem Saltzmeister zu darmstadt / Jerlich zu besoldung vnnd vor saltz — 18 fl. 12 alb.2 gegebenn Wordenn / vnnd aber nuhnmehr der Saltzschlaghein[?] Vorrath gelegtt4 / Also das Zu darmstadt derhalben nichts mehr Zuuerrichten ist / So soll dem Saltzmeister daselbst die besoldung alsbaldt abgekündt5 vnnd fürtter nit mehr gegeben werden.
Unsichere Lesungen
Z. 1: [?] [?] [?] — oberste Zeile angeschnitten, unlesbar
Z. 7: 18 fl. 12 alb. — alb. durchstrichen?
Z. 9: Saltzschla= — Trennung unsicher
Z. 10: ghein[?] Vorrath gelegtt — Wortanfang unsicher
Copia Wilhelm Von Gottes Gnaden Landgraff zu Heßen, Graff zu Catzenelnbogen Lieber getreuer, Du weist welcher maßen der Allmächtig dieß Fürstenthum mit dem Saltzwerck zu Allendorff gnädiglich begabet, und was daßelbige die Zeithero Unsern Herrn Vattern und der gantzen Land=schafft Vor einen trefflichen Nutzen geschaffet.
Dieweil dann daselbig mit sonderer großer mühe, fleiß und Arbeit bis dahero in schwang und brauch erhalten worden, und dann die Vornehmbsten so den Ursprung und alle gelegenheiten des gantzen Saltz handels gewüst nunmehr fast aller mit todt abgegangen / daß deren kaum noch zwene s:1[?] unter welchen du einer bist / Vorhanden;
Alß hat Unser Herr Vatter und auch Wir Vor gut angesehen, daß man den Ursprung deßelben sambt / allen darin erfolgten Verträgen2[?], Ordnungen, Locationen / und pertinentien, wie derselb bis daher erhalten und im gebrauch gewesen, auch hinfürter in guter beständiger ordnung d:
Gb:[?] derselben nachkommen und der gantzen Landtschafft zum besten, möcht erhalten werden, in ein ordentlich Erbbuch propter ppetuam rei memoriam bringen und richten solle, wie dann solches alles der Pfarrher in Soden
Unsichere Lesungen
zwene s: — Abkürzungszeichen nach 'zwene' unklar, evtl. 'seind'
Verträgen — Lesung des Wortanfangs unsicher (Verträgen/Verlegungen)
Alß ist Unser Gnädiges begehren, du wollest zu beforderung dieses hochnötigen Wercks gedachtem PfarrHerrn hierzu iertig1[?] seyn, und solch buch zum besten neben ihm stellen helffen, und hierin an deinem fleiß nichts laßen erwinden, so zu einem beständigen bericht der posterität und guter ordnung und erhaltung dero Gottes gab mag gedeyen, da sich nun hierin zwiefaltige meinung derer ihr beyder euch unter einander nicht entscheiden könnet zutrügen, alß wollet unß solche auch beyderseits rationes von beyden theilen schriftlich zu erkennen geben, wollen Wir Unß darauff jegen euch hinwider gnädiglichen resolviren.
Wilhelm Von Gottes Gnaden Landgraff zu Heßen, Graffen zu Catzenelnbogen. Liebe Getreuen, Wir Vernehmen, daß Von euch über Unsere Ufgerichten Ordnungen, und [übergeschrieben:
Zug1[?]] fortsetzung Unsers Saltzwercks nicht dermaßen, wie sich Wohl gebührt und die nothdurfft erfordert gehalten würdet / wie dann kürtz[übergeschrieben:
Befehlen euch derhalben hiermit ernstlich das ihr hinführo4 mit allem getreuen fleiß darauff sehet, und daran seyd, daß in dem Saltzsieden stetig fort gefahren, und euert halben nichts Versaumpt werde / das 8000 Werck gesotten werden mögen dann Wir jetzo Wohl viel geldes bedürffen Auch über Unsern Ordnungen ernstlich haltet und alle dinge zu beßerung Unsers Saltzwercks in gute richtigkeit bringet, Da ihr auch etwas befindet, so zu beförderung Unsers Saltzwercks dienlich und
Unsichere Lesungen
Zug — Übergeschriebenes Wort über unterstrichenem und nicht sicher lesbar
Sechzig — Zahlwort nicht ganz sicher, evtl. fünfzig
Salt — wohl Saltz, Schluss-z nicht ausgeschrieben
hinführo — Wort überschrieben bzw. mit Strich, Lesung hinführo/Einführo unsicher
fürtreglich wäre / solches jederzeit für euch selbst ins Werck richtet, und daßelbige nicht allwege / sonderlich aber dieser Zeit, do wir so gar Viel zuschaffen ZuVor an Uns gelangen laßet und Unser resolution darüber erwartet, sondern / Wir Wollen euch sämbtlich in denen / Unsern nutzen Vorzusetzen / Gnädiglich Vertrauen.
Das thun3 Wir Uns also zu euch mit Gnaden gewißlich Versehen, Dat: Milsungen am – 16n Julij anno – 1567 / Wilhelm LZ Hessen Unserm Pfarrherrn Saltzgrefen Renthmeister1[?] Schultheißen und anderen Unsern befehls habern in Söden und lieben getreuen Joann Rhenano Georg Ereck2[?] N:
Wilhelm[?] Von[?] Gottes[?] Gnaden[?] [unlesbar] [unlesbar] Catzenelnbogen[?] Lieber getreuer[?], [unlesbar] [unlesbar] dato Cassell[?] d 24[?] Februarij[?] [unlesbar] [unlesbar] geschrieben[?], [unlesbar] Unser[?] Herr Vatter[?] und Wir Vor gut[?] [unlesbar] angesehen[?], daß man den Ursprung[?] [unlesbar] [unlesbar] allen darin erfolgten[?] Ver[unlesbar] Ordnungen[?], Locationen[?] und pertinen[unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar]
Unsichere Lesungen
gesamte Seite — Tinte fast vollständig verblasst (blasse blaugrüne Schrift); nur einzelne Wörter mit Mühe lesbar, der größte Teil der etwa 17 Zeilen ist unlesbar
dato Cassell d 24 Februarij — Rückverweis auf das Schreiben vom 24. Februar 1567 vermutet, Lesung von Ort und Tageszahl unsicher
Ursprung / erfolgten / Locationen / pertinen... — Wortlaut parallel zum Schreiben auf PDF-Seite 27 vermutet, im Einzelnen unsicher
gesamte Seite — Tinte fast vollständig verblasst; keine zusammenhängende Lesung möglich. Der Text dieser Versoseite ist als Durchschlag auf der (leeren) PDF-Seite 31 sichtbar, dort ebenfalls unleserlich.
24.t Februarij jüngst verschienen geschrieben, Welcher maßen Unser Herr Vatter, und Wir vor gut angesehen, daß man den Ursprung des Saltzwercks und allen darin erfolgten Vertragen, Ordnungen, Locationen und pertinentien Wie dieselb bis dahero erhalten, und im gebrauch gewesen, auch hinfürter in guter beständiger Ordnung F:
G:[?] derselben nachkommen, und der gantzen landschaft Zum besten möcht erhalten werden, so ein Ordentlich Erbbuch Zu Künftigem2[?] gedächtnüß bringen und richten solle, und derwegen an Dich gnediglichen begehrt, daß du dem Pfarrherr M.
Johanni Renano5 alß dem solches Buch Zu stellen und Zu Verfertigen uferlegt und befohlen, hier[?] Jhme[?]3 woltest Zum besten inräthig4[?] und behülflich seyn.
Unsichere Lesungen
F: G:[?] — Abbreviatur nach „Ordnung“ nicht sicher aufzulösen (vielleicht „F[ürstlichen] G[naden]“); Übersetzung umgeht die Abbreviatur.
Ob Wir Uns nun wohl versehen, du solltest an dem was Unserm Herrn Vattern, und der gantzen postoritet1 Zum besten möchte gereichen, an dir je nichts haben erwinden laßen;
So seindt Wir doch seithero von ermeltem Pfarrher / berichtet worden / daß du dich solchem Werck widersetzen und das buch Verfertigen Zu helfen n[?]2 Beschwerung3[?] Vorwenden solltest, Welches Uns dann von dir thut Verwundern4.
Ist derwegen Unser befehl an dich in Gnaden, daß / du Uns berichtest was dich hierzu bewegt, und Warum du dem Pfarrherr Zu diesem Werck nicht wilt gerathen seyn, Dann Wir es je dafür achten, daß du alß Unsers Herrn Vatters Diener gleichwohl schuldig wehrest, in allewege des Saltzwercks Wohlfarth und gedeylichen Nutzen Zu befördern. Wolten Wir dir unangezeigt5[?] nicht
Unsichere Lesungen
postoritet — so in der Vorlage (Verschreibung des Kopisten) für „Posterität“ — Nachkommenschaft.
n[?] — einzelner Buchstabe/Häkchen am Zeilenende nach „Zu helfen“, wohl Füll- oder Trennzeichen.
Beschwerung — Lesung unsicher; auch „Beschuldigung“ oder „Entschuldigung“ möglich — gemeint: Ausflüchte/Einwände vorwenden.
thut Verwundern — „thut“ verschliffen; Formel „Welches Uns dann von dir thut verwundern“.
unangezeigt — Wort stark verschliffen; Formel „nicht unangezeigt lassen“ legt diese Lesung nahe.
laßen, und sind hierauf deines Berichts gewärtig, Datum Caßell d. 18.t Martij Anno 1567. Wilhelm L Z Hessen Unserm Saltzwarther1[?] Zum Soden und Lieben getreuen, Christoffell Homberck2 Copia Schreibens, wovon das Original ebenfalß bey hiesiger Soden= Expeditur befindlich.
Was[?] dan Euers Schreibens Unterhaltung3[?] betrifft, da wollen Wir Zuvor daran4[?] seyn, daß das vorgennommene Buch sonderlich rein ausgeschrieben5[?] werde, wollen Wir Uns alsdan dargegen mit gnädiger Verehrung erzeigen, daß man Uns darvor soll dancken;
Datum Cässell den 5.t7 Februrij8, Anno 709. Wilhelm L. Z. Hessen Dem Würdigen, Unserm Pfarherrn Zu Allendorff an der Werra und Lieben Getreuen Johanni Rhenano.
Unsichere Lesungen
Saltzwarther — Amtsbezeichnung nicht sicher (Salzwärter/Salzwart zum Soden?); auch „Saltzwartter“ möglich.
Christoffell Homberck — Namensschreibung am Wortende verschliffen; auch „Hombergk“ möglich.
Unterhaltung — Lesung unsicher; Sinnzusammenhang (Belohnung nach Reinschrift) spricht für „Unterhaltung“ = Unterhalt/Vergütung.