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Darinnenn Auff des Durchleuchtigen Hochgebornenn Furstenn vnd herrnn, herrnn Wilhelms Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, Dietz Ziegennhain vnnd Nidda etc. gnedige verordenung vnnd beuelch fürnemblich in genere von seiner furstlichenn gnadenn Saltzwerck Sodenn alles was zu wissenn von nötenn, allennthalb zusammenn getragenn,
Darbenebenn auch etliche annderer außwertiger Saltzwercker gelegennheit beschriebenn, Auch ein Vniuersal Probirbuch, so auff alle Saltzwercker gerichtet, fürgestellet würdet
Alles S. F. G. vnnd derselbigenn Erbenn vnnd nachkommenn zu vnnderthenigem gehorsamb vnnd Ehrenn auch sonnst allenn anndernn so in Jegenwertiger vnnd kunfftiger Zeit mitt diesem vnd anndernn Saltzwerckenn vmbgehen vnd zuschaffenn habenn werdenn Zur nachrichtung vnnd bestenn in ordenntliche bücher gebracht.
Durch. M. Johannem Rhenanum Pfarherrnn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn.
Das Titelblatt: „New Saltzbuch … Durch M. Johannem Rhenanum, Pfarherrnn vnnd Saltzgreuenn zun Sodenn“ — heute: Neues Salzbuch … durch Magister Johannes Rhenanus, Pfarrer und Salzgraf zu Sooden Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 1, S. 7 · Digitalisat · gemeinfrei
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Foliierung 1 — Zeichen oben rechts sehr klein, Lesung als Blattzahl 1 nicht ganz sicher
Dem durchleüchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Wilhelmen Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda etc. Meinem gnedigenn fursten vnnd Herrnn. Durchleüchtiger Hochgeborner Gnediger furst vnnd Herr, E. F. G. seindt meine vber die pflicht, anndechtiges gebett zu Gott, Demnach vnderthenige, gehorsame, ganntz treuw vleißige diennste, stettigs zuuor Gnediger Furst vnnd Herr, das grosse schöne vnnd allerherrlichste Theatrum Vniuersi mundi, ist nicht vnuersehenns, vhrplützlich1[?], auch nicht vonn Ihm selbst wordenn: Sonndernn wie es allenn gelerttenn bekandt, wir auch in den Artickeln vnnsers Christlichenn glaubens bekennenn, à primo efficiente, oder Summo Creatore herkommenn, vnnd beschaffenn, Vnnd dieweil dasselbige, also einmahl gewiß, so werdenn auch wir mennschenn, vnnsere eigenn vnnd andere suliche2[?] vernunfft ohnn allenn zweiuell nicht ohne vrsach, vnnd ohne hohes wichttiges bedennckenn vonn ebenn demselbigen
der solches Theatrum geschaffenn hatt, emdtpfanngen1 habenn, Denn er hatt vnns die augenn, vnnd die sichtliche krafft vmb keines anndernn willenn gegebenn, denn das er damit zuuerstehenn gebenn, das es sein genntzlicher will vnnd meinung seÿe, das sein des Schöpfers geschöpff nicht im finsternn liegenn, noch verborgenn sein sollenn, sonndernn das dieselbigenn gesehenn, mitt vleis betrachttet, verstanndenn, vnnd daraus die grosse weisheit, vnnd vnaussprechliche gewaltt, gerechtigkeit vnnd guete, sein des Herrnn vnnd Schöpffers aller Creaturen colligiret vnnd abgenommenn werdenn sollenn: vnnd dennach2 ein solch grosmechttiger gewalttiger Herr vnnd Schöpffer vonn vnns geehret, gefurchttet, geliebet, vnnd anngeruffenn werdenn müge, Daher dann der könn: Prophet Dauidt sagt, das der Himmell vnnd das Firmament Gottes ehr vnnd ruhm preisenn, verkundigenn vnnd predigenn. vnnd als er in diesem schönen Theatro mundi ein gut weil mitt vleis vnnd hertzenn lust sich vmbgesehenn, die schönenn Ordtnungenn, vnnderscheidt vnnd nutz, der geschaffenenn Creaturen betrachttet, hatt er nichtt vnderlassenn könnenn, heraus zubrechenn, vnd mitt
grosser freudt, vberlaut zusagenn: Gros seindt die werck des Herrnn, Wer dieselbigenn betrachttet, hatt grosse lust darann, Weislich hat er alles gemachtt, vnnd seiner weisheitt ist kein zahl noch ennde, Vnnd der fromb Job, Welcher gleichfals mitt anndernn heiligenn, das grosse buch der Natur mit vleis tagk vnd nacht studiret, Sagtt: Das die Thierer1 vnns lerenn könnenn, Das ist, sie könnenn gebenn anlas, vnnd mittell, durch welches wir zur warenn Weisheit, vnnd rechttenn gehorsamb, jegenn Gott kommenn könnenn. Salomon, ist der nicht gewesenn der aller weiseste, vnnd der aller vleissigste erkundiger aller Naturlicher ding etc. Denn vonn Ihm geschriebenn stehet, das er vom Isoppen an, bis auff den Cederbaum, alle naturliche wesenn, eigenschafft vnnd wirckung aller kreuter, gesteudt vnnd Beume, mitt vleis gesucht, vnnd dauon in ganntz bestenndiglich, vnnd vffs aller zierlichste hatt redenn könnenn, Darzu im dann Gott auch sonnderlich mit seiner gnadenn geholffenn, das werck seiner hennde befordert, sein ingenium, als sein selb eigene, im gegebene gabenn, ganntz herlich gezieret, vnnd darmit bewiesenn, das im solchs vorhabenn, vnndt Gottselig Studium gnedig gefallenn, Vonn anndernn
Exempeln dis ortts weitter anmeldung aus der heiligenn schrifft zuthun, achtte Ich vor vnnötigk, Es seindt auch die Heidenn so grob vnnd viehisch nie gewesenn, das sie das studium der Philosophi, vnnd der naturlichenn ding erforschung, Welche mann auch mit den augenn selbst für gewis erkennenn vnnd sehenn kann, Inn den windt geschlagenn vnnd verachttet hettenn, sonndernn sie seindt aus vleissiger nachtrachtung vnnd obseruation der Himlischenn Gestirn, vortreffliche herliche Astronomi wordenn, Habenn von allenn Metheoris, bestenndiglich schreibenn vnnd redenn könnenn, So seindt auch viele befundenn wordenn, Welche zugleich auch vonn Irdischenn dingenn, das ist vonn denenn dingenn zuschreibenn sich beflissen, Was Inner vnnd ausser der Erdenn, an Metal, Ertz, Miner, Brunnenn vnnd dergleichenn, wechst vnd ist, Wie solches beudt1 in Göttlicher heiliger schrifft, vnnd sonnst hin vnnd wiedder beÿ den Heidtnischen Scribenten, zusehenn vnnd zufindenn ist Vnnder anndernn gelertenn aber, findt mann beÿ den Historicis beschriebenn, das sich erstlich in Phaenicia zwenn treffliche gelerte menner Misar2[?] vnd
Sidich, mitt höchstenn vleis bemühet habenn, herfür vnd ann tagk zubringenn, Was doch das Saltz seÿe, vnndt woher es seinenn vhrsprung nehme, vnnd als sie denn sachenn lanng nachgedacht, Habenn sie es darfür genntzlich gehalttenn, das es nichts dann wasser vnnd Erden seÿe, Welches gleichsamb wie Laugenn durch aschenn, also durch die erdenn gegossenn werde, In welcher dan durch die krafft des Oberstenn Schöpffers vnd des Himmels zuwegenn bracht, vnnd distilliret werde, ein solch artificialisch Saltz, welches volgenndts den menschzu gutem gepraucht könne werdenn, Anndere habenns darfür gehalttenn, das es ein Innerlicher schweis der Erdenn seÿ, Welcher zugleich, wie sich der Regenn durch der Sonnenn hitz in die höhe vffzeucht, oder wie sich in einem Alembico aus den kreuternn, die feuchttigkeitt obenn Inn helm zeuchtt, vnd volgenndts der Regenn wieder herab, auff die erden felt, vnnd dieselbenn befeuchttet, vnnd durch die Nasen des Helms das zusammen gezogene wasser heraus tropfflet, also auch durch die Innerliche hitz in den gebirgen, die ewige Immerwehrennde dünste vffgezogenn, vnd enndtlich mit gewaltt Irenn ausflucht suchen, vnd
also sich nach natur der erdenn, durch welche sie ausdringenn, der erdenn eigennschafft ann sich nehmenn, vnnd enndtweder Saltzig, hitzigk, oder anndere qualitates ausfurenn. Sezenn dessenn diese vrsach, das die Saltzbrunnenn, nit allein vngleicher Substantz vnnd wesenns, vnd ein Brunnen nit altzeit gleiche reiche Sohlenn, an quantitet vnnd qualitet gebenn, Sonndern auch etlich Saltz, nach den farbenn des Erdtrichs geferbet werde, wie denn offennbar, das das Memphitische Saltz roth, das Sicilische Purpur, das Capadocische Saltz Saffran farbe, das Partische glentzenndt, das Agrigentinische weis, wie sonnst gemeinlich alle anndere Saltze seindt, vnnd das derwegenn das Saltz Res elementata, aus wasser, Erdenn, vnnd des Himmels krafft oder influentz, heruor brachtt vnnd vervhrsachtt werde, Dieser meinung ist vornemblich der weittberumbte Naturkundiger vnnd herlichste poëta Jouianus Pontanus in suis Methæoris. Anndere habenn denn sachenn weitters mit allem vleis nachgedacht, vnnd [übergeschrieben: seindt] letzlich dahin gerathenn, Weil
sie gesehenn vnnd erfahrenn, das grosse Berge hin vnd wiedder, sonnderlich aber in Polenn, in Hungernn, Kärntten, Steÿrmarck, vnnd anndernn vielenn örttenn befunden werdenn, In denenn nichts annders dann Saltz ausgehauwenn wirdt, desgleichenn alle Mehr saltzigk sindt, welche doch nicht alle aus den Innerlichenn schlussen der Erdenn, heruor kommenn, Sonndernn durch der Sonnenn hitz vnnd des Himmels krafft vervhrsacht werdenn, vnnd dennach das saltz ein selbstenndig ding, Ja wie der augennschein, vnnd die erfarung ausweisett, das dritte vnnd groste theil, der weltt nichts dann Saltz seÿe: das dennach die Salsedo vnd scherffe der Sohlenn, nach vnnderscheidt vnnd eigennschafft der Erdenn, durch welche sie fleusset, secundum magis et minus vervhrsacht vnnd produciret werde, Anndere seindt auch gewesenn, welche gemeinet, das die Saltz: vnnd anndere Brunnenn, aller aus dem Meer herkommenn, aber diese habenn ganntz weit gefehlet, vnnd nicht wahr genommenn, das sich solches ganntz vnd gar nit reÿmenn wölle Wanndt aber diese vnnd dergleichenn Opinionen vnd meÿ=
nungenn, auszufurenn ein grosse weittleufftigkeitt erfordert, vnnd dieses ortts nichtt beschehenn kann, als ist mein vorhabenns, dauonn einenn sonnderlichenn Tractatum, wie Ich denn albereitts im werck zuschreiben, vnnd E. F. G. zu gelegener zeitt zu vbergebenn, Dauonn will ich aber dismals allein sagenn, das alle Naturkundiger, in betrachttung aller naturlichenn ding, nuer Materiam et formam, vnnd wie die in der Natur seindt, betrachttet habenn: aber ein Theologo will gepurenn, das er etwas höher steige, vnndt Causam efficientem, solcher Natur grundtlicher suche, das ist, er mus betrachttenn, vnd denen suchenn, der die Natur also geordenet vnnd anngerichttet hatt, Item Wo zu, vnnd zu welchem enndt solches also anngerichttet, vnnd geordtnet seÿe, Denn die erste weise vnnd erforschung der Naturlichenn ding, weiset nicht mehr, als ordinem in rebus, ut sunt et fiunt. Die anndere aber gibt den Herrenn der solches alles wircket vnnd habenn will, vnnd beweiset das derselbige Jegennwerttigk seÿe, vnnd aus der Natur, nach seiner vnbegreifflichenn vnnd vrenndtlichenn1
weisheitt vnnd hohenn verstanndt, mitt seinenn almechtigenn fingernn, alles formire vnnd zu einem gewissen enndt oder ziel richtte. Vnd schleusset der Theologus, Ob wir wohl etwas durch vnnsere scharffsinnigkeit vnnd vleissige nachforschung der naturlichenn ding, Materiam et ordinem naturalium ersehenn, vnnd abnehmenn könnenn, so behalte doch der Schöpffer, vnnd allergrosseste kunstler, im allwegenn in allen dingenn, nichts ausgeschlossenn, so viel zuuor, das wir daruber erstarrenn, vnnd nicht annders als ein blinder im finsternn tappeln müssen, Wie dann solches auch der vortrefflichste Heidtnische Philosophus Aristoteles selbst gefuelet, vnnd geklagtt1 hatt, Da er sagt, das vnnser verstanndt in den naturlichenn dingenn, wenn wir meinenn, das wir dieselbigenn, so klar vnnd ausfuhrlich ergründet haben, das manns auch mitt den fingernn greiffenn könne, Je so blindt vnd so weit vonn dem grundt der sachenn seÿe, als ein Nachteul vonn der Sonnenn glanntz: Denn wir allesampt sehenn vnnd verstehenn das geringste vnnd schlechteste theil der Wercke Gottes, könnens vbrige weder ergründenn noch aussprechenn,
Wie aber dem allen, so will ich dismahls als der geringste vnnder den Philosophis vnd Theologis, vom Saltz, dessen vrsprung, eigennschafft vnnd nutzenn, etwas also viel Immer muglich, mit wenigenn worttenn, kurtzlich einpringenn, Denn ich haltt das Saltz vor ein naturlich wunderwerck vnnd geschöpff Gottes, welches er in vnnd nach der natur durch wasser vnd erdenn, herfurbringt, vnnd damit seine freÿe milte hanndt, grosse vnnd vnaussprechliche gewalt, höheste vnnd vnerforschliche weisheitt vnnd guete, Jegenn vnns mennschenn Ja der ganntzenn welt offenbaret, denn seine weisheitt Je in dem erkanndt, vnnd billich gepreiset wirdt, das er alles, was zur volkommenheit der welt nötigk gewesenn, ohne Jemanndts eingebenn vnnd bedennckenn vor sich selbst, vnnd was dem mennschenn vnnd viehe zur gesundtheit, vnnd artzneÿ diennstlich, lannge zuuor, ehe auch die beschaffung aller ding anngangenn, ersehenn, vnnd also aus zweÿenn: Nemblich wasser vnnd Erdenn, ein solches dritte simplex vnd per se constans elementatum, heruor zubringenn, vnd zuerschaffenn, vor nottwenndigk erkannt hatt.
Seine gewaltt aber wirdt in dem erkanndt, das alles was er zuuor beschlossenn, vnnd im vorgenommenn, solches auch ohnn einigs verhindernn, ohnn alle muhe, Ja gantz ohn alle beschwerung, vnnd leichtlich mitt einem athem oder wortt zuwegenn hatt bringenn könnenn, vnnd zugleich mit demselbigenn almechtigenn athem oder wortt, das es nicht vffhörenn, sonndernn wehrenn vnnd bestehenn müsse, bis anns enndt der weltt bestetiget, Wie ich solches beids in meinem grossenn Tractatu ausfurenn, vnnd das wiederige ablehnenn will. Es ist aber das Saltz feuriger eigennschafft vnnd nattur, wie solchs ipso sensu communi offennbar vnnd bekandt ist, Daher denn die Philosophi vnnd Naturkundiger gemeinet, das es ein Cognation oder verwanndtschafft, mitt der Sonnenn habe, vnnd das es ein sonderlich geheimnus seÿe, Weÿl Irer beider benennung so gleich lautenn, vnnd nur durch einenn einzigenn Buchstabenn vnnderscheidenn werdenn, denn Saltz im Latein Sal, vnnd die Sonn Sol genennett werdenn, Sodann das Saltz feuriger vnnd warmmer Natur ist, so mus Je nottwendig eruolgenn, das seine eigen=
schafft, nicht allein sey. erwermenn, sonndernn auch trockenn, zumachenn: aus welchem weitters zuschliessenn, das es die nassenn vnnd kaltten erder1[?] erwermet, vnnd austrocknet, vnnd per Consequens traghafftig2[?] machet, Item das es die Phlegmata in Corpernn verzehre, vnnd alle feulnis vnd Corruption abwennde, vnnd also per Consequens das Corpus erhaltte, vnnd langwerenndt mache, Welches zwar den König aller Poëten Homerum bewegtt hatt, das er das Saltz vor ein sonnderlich Götliches wesenn, vnnd Symbolum der Ewigkeitt geachttet hatt. Es erwermbt auch das Saltz, wegenn seiner naturlichKrafft, den Magenn, befordert die digestion desselbigenn preseruirt vor aller feulnis, erwecktt Lust zuessenn, verzehret die vbrigenn feuchtigkeitt, welches auch wie die Naturkundiger sagenn, die natur den Taubenn also Inngebildet, das sie Irenn Jungenn saltz einstreuenn3[?], sie damitt zur speise anzureizenn. Es macht auch das Saltz den geschmack subtil vnnd gut, vnnd insonnderheitt wirdt in allem saltz, ein sondere Krafft vnnd Lust, zu ermehrung allerley
thierer vermerckt vnnd befundenn, wie das alle Naturkundiger einmutigk bezeugenn, Deshalb denn auch Venus, darumb das sie aus Saltz vnnd Meer herkommenn, Haligena genanndt wirdet, Denn am Vffer des Meers viel mehr lebenndiges gewurmbs von Schneckenn vnnd anndernn vngeziefernn, vmb des Saltzes willenn fundenn werdenn, denn in den Teichenn vnnd süssenn wassernn, deshalb denn das Saltz, nit vnzimblich Mater Viuentium genennet wordenn, Dieweil denn nun aus diesem allenn erscheinet, das das Saltz Res omnino medicinalis, vnnd zur gesundtheitt der mennschenn vnnd viehes sehr nötigk seye, So habenn die alttenn Weisenn heidenn hiervonn sehr viel gehalttenn, dasselb in stettenn brauch vber disch gehapt, vnnd keine speise ohnne saltz zu sich nehmenn wollenn, auch damit Je die speise, durch einenn andernn nit verderbet, oder versaltzenn wurde, hatt ein Jeder souiel ihm vonnötenn, des vffgesetztenn saltzes genommenn, vnnd genossenn, Welches volgennds in also einenn stettigenn brauch kommenn, das sies nicht allein, als ein leibs Artzeney, zur gesundtheit gebraucht, Sonndernn sie habenns auch traus
sumptiue, vff die Ethicam vnnd Mores gezogenn, also das alle gesprech vnnd rede solttenn wie die rechtt wohlgesaltzene speise, lieblich vnnd lustig sein, vnnd keinenn verdris Jemanndts machenn, Daher sies dann auch vor ein sonnderlich böses Omen geachtet, wenn das saltz verschüttet wordenn, Einen langweiligenn vnlustigenn mennschenn, haben sie insulsum, in cuius corpore ne mica salis wehre, gescholtenn, vnnd ist bey den Erbarnn heydenn, ein Symbolum der messigkeit gewesenn, Da mann zusagenn pflegt, zuuiel vnnd zuwenig giltt nicht, Der Philosophus Diogenes, hatt vff ein zeit gesagt, er wolle lieber zu Athen saltz leckenn, das ist in mittelmessigenn stanndt lebenn, denn mit dem Cratero vber seiner Furstlichenn Taffelnn essenn, Denn ers darfür gehalttenn, das solchs gefehrlich. Also habenn auch anndere die redenn so heimlich stechenn, vnd verletzung hinder sich habenn, Salsa dicta, Wie dann auch kurtzweilige redenn, Sales genennet, Desgleichenn habenn sie zur warnung gesagt, Salem et mensam ne prætereas, das ist, es solle keiner keinenn vnlust erregenn, vnnd das Gelagk verderbenn, So
ist auch das Saltz, zu allenn Gottes dienstenn vnd Opffern gebraucht wordenn, Denn dieweils expers Corruptionis et perpetuitatis Symbolum ist, habenn sies denn Opffer darumb zugefugt, weil im Gottes diennst kein Corruptio, sonndernn perpetuitas sein solle, Demnach denn auch das Saltz einenn gutenn geschmack machet, das mann eigenntlich die Sapores vnderscheidenn kann, So ist auch die discretio, das ist der verstandt vnnd bescheidennheit, Inn sachenn recht zuerkennen, Sapientia, das ist Sal a sapiendo genennet wordenn. Vnnd weil dem allen nun also, Nemblich, das das Saltz die beste wurtze zur gesundtheit, vnnd mehrung der lebenndigenn Creaturen, diennstlich vnnd notwenndigk, sonnstenn auch grosser sachenn vnnd geheimnissen vns erinnert, vnnd aber dieses nicht, durch mennschenn scharffsinnigkeit vnnd geschicklichkeit, sonndernn allein aus Gottes des almechtigenn, vnnd allein weisenn guete, enndtstanndenn, vnnd noch teglich ist, vnd wirdt, solchs aber alles vmb vnsert willenn, das wir vns Corporis, Morum vnd Animæ Valetudinem, desto besser befleissenn sollenn, anngesehenn, So ist es rechtt
vnnd billich, das wir nit allein mit grosser Reuerenz vnnd ehrerbietung aus der milttenn hanndt Gottes, solchs entpfahenn vnnd annehmenn, Sonndernn desselbenn rechttenn brauch wohl studiren vnd lernenn, auch der guete Gottes für diese wolthat, welche, wie mann sagtt Vsu & crebritate, geringschetzig vnnd gar gemein, vnnd nichts werth geachttet möchte werdenn, Inn rechtenn brauch bringenn, Innsonderheit aber, weil der almechtige Gott E. F. Gl. hochlöbliches Furstennthumb Hessenn, mit einer herlichenn Fundtgrubenn oder Brunnenn, Natiui vnd Coctilis salis, in vnserm liebenn Vatterlanndt, für vielenn anndernn Furstennthumbenn vnnd Lannden, welche gernne mit grossem kostenn, gutt vnnd geldt, bey Ihnenn Saltzwerck annstellenn wolttenn, begnadiget, vnnd also dieses löbliche Furstennthumb gesaltzenn, vnd zur lebenndigenn Apotheckenn gemacht, sollenn wirs erkennenn, recht brauchenn, vnnd Gott so lenger so mehr dannckenn, preisenn, lobenn vnnd ehrenn, Demnach nun gnediger Fürst vnnd Herr, Ich ohne zweiffell, aus dem willenn vnnd versehung Gottes, vonn
E. F. G. Herrnvatter hochlöblicher gedechtnus, an dieses ortt vnnd ennde des Furstenthumbs Hessenn, meines geliebtenn vatterlanndts, zu einem Prediger vnd Saltzgrevenn verordenett, das in denn Sodenn, da diese lebenndige Quelle, der wunderlichenn guete Gottes, alle tage mitt verwunderung gesehenn, vnnd daraus menschenn vnnd viehes Artzeney, aus der reichenn vnnd mildenn Hanndt Gottes, Immediate geschöpffet, vnnd empfanngenn wirdt, Hab Ich meines ampts ein nottürfft erachttet, Erstlich meine Auditores, vf dieses beneficium Dei vielmahls zuverweisenn, Damit sie fernner, desto ehr Gott vertrauwenn, vnnd es mit demut, vnnd in warer Gottseligkeit, erkennenn, vnnd gebrauchenn mögenn, vnnd solchs vonn der Cantzell nicht allein mündtlich, Sonndernn auch furs annder, Weil E. F. G. ein solches gnediglich vonn mir begerett, mit [gestrichen: ?]1 der feddernn, vnnd schrifftlich, E. F. G. schuldige, vnderthenige ehre vnnd gehorsamb zuerzeigenn, etwas an den tagk zubringenn, mich enndtschlossenn vnd furgenommenn, Gleich aber wie kein speis so sues vnnd gut nichtt ist,
Unsichere Lesungen
Z. 16: [gestrichen: ?] — Streichung am Zeilenende unleserlich
wo die fuei1[?] zu kommenn konnenn, die nicht vonn fliegenn beschmeist, vnnd vonn den Meusenn benaget vnd zerschrottenn werde, Auch so recht vnnd wohl nichts gethann, noch geredt wirdt, Welches wie der Heyde sagtt, vonn bösenn gifftigenn zungenn, nicht könne Cauillirt vnnd vbell ausgelegt werdenn, also mache Ich mir keinenn zweiuell, es werdenn gifftige Natternn vber diesenn meinenn vleis vnnd arbeytt kommenn, (: denn wer ann den wegk wie mann sagt, bauett, hatt viel meister :) die es mir zu keinem gutenn, was Ich hie gethann, deutenn vnnd auslegenn werdenn, Inn fürwenndung, das dieses meines schreibenns, ganntz nicht vonnötenn, vnnd die sachenn ohne des besser vnd klerer am tag vnnd bekanndt, denn es vonn mir in solchem schreibenn, erkleret vnnd beschriebenn werdenn könne. Werdenn auch sagenn, es sey diese meine arbeit, auch mehr Politisch denn Theologisch, vnnd derohalbenn nicht meines berufs vnnd ampts, vnnd obs gleich einem gelertten zugelassenn, So sey es doch ein Heidtnisches vnnd Philosophisches ding einem Theologo (: der nichts wissen noch hanndtlenn soll, denn was Christi vnnd Gottes sache :)
belanngt, nach dem dicto des Heiligen Pauli, Nemo militans Deo implicet se secularibus negocijs :) nicht von nötenn zuwissenn, Vielgeschweigenn zu tractiren, vnnd dauonn zuschreibenn : Solle sich auch mit weltlichenn hänndeln nicht bekümmernn, noch annehmenn das seye Philosophisch ding, welche Je vnnd alwegenn Hæreticos oder Ketzer gemacht, vnnd gegeben, vnnd derohalbenn vom Apostell Paulo als alienum à Theologia, den Predigernn ganntz vnnd gar niedergelegt vnnd verbottenn wordenn, Derowegenn einem Prediger besser seye, hieruonn geschwiegenn, denn geredt, oder geschriebenn. Darauff Ich anntwortte, das es wohl war, ob gleich meine feddernn geruhet vnnd geschwiegenn, das Saltz nichts desto weniger saltz gewesenn, vnnd saltz pliebenn were, vnnd durch mein arbeit vnd schreibenn, das Allendorffisch Saltz weder besser noch erger wordenn, Ich bin auch selbst meines geringenn verstanndts vnnd vermögenns in so reicher vnnd weitleufftiger Materien vnnd sachenn, mir leider alzu wohl bewust, Jedoch weil E. F. G. ein solches zu tentiren vnnd annzugreiffenn, vonn mir ver
dieser zeitt gnediglich begeret, Ich auch ein sonnderlich neigung durch Gottes milde guete hierzu habe, vnnd ohnne des schuldigk mich erkenne, zum Tabernacul Gottes meine gabenn einzubringenn, Welches, wo es nicht Silber, Goltt, Sammet oder Seydenn, doch nach meinem vermugenn, ziegennhar, Dachsfelle, Saltz, vnnd geringer Materien sein könnenn, Damit Gottes Herligkeit auch am Saltz alhier zun Sodenn desto reicher vnnd mechtiger herfür vnnd am tagk komme, als habe Ich als ein beruffener diener Gottes, dieser kirchenn Inn Sodenn, nicht allein ampts wegenn, sonndernn auch, weil Ich des Hochlöblichenn Furstenthumbs zu Hessenn, meines geliebtenn vatterlanndts Einwöhner, desgleichenn bestelter Saltzgreue bin, vnnd vonn dem theurenn vnnd Christlichenn Heldenn, dem durchleuchttigenn vnnd hochgebornenn Furstenn vnd Herrn Herrn Philipsenn dem Elttern, Weylanndt Lanndtgrauen zu Hessenn, E. F. G. Herrnn Vatternn, Meynem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Hochlöblicher Christmilder vnnd seliger gedechtnus, Wie auch nicht weniger vonn E. F. G. selbst, mir dieses werck, vielfelttigk benohlenn wordenn, vnnd beide vonn Hochge=
dachtenn E. F. G. Herrnn Vatternn, auch E. F. Gl. mir viel gnade vnnd guts widerfarenn, E. F. G. auch danckbarlichenn gehorsamb zuleistenn schuldigk erkennet, ob gleich nicht fundamentaliter vnnd ausfurlich, doch superficialiter, anndernn für sich etwas bessers zu machenn, anreitzung zugebenn, solche schwere arbeytt, desto lieber vnnd getröster für die Hanndt genommenn, vnnd also, als zwiefach verpflichttet, mich derenn arbeit meines bestenn vermugenns vnderstanndenn. Hoffe, E. F. G. werdenn mit diesem meinem vnderthenigen willenn, vnnd Talent, nach des Poeten meinung vnnd Judicio, in magnis Voluisse sat est, gnediglich zufriedenn sein. Das aber die Zoyli mir fürwerffenn, vnnd wöllenn es sey mir nach dem dicto Pauli, weltliche sachenn zu tractiren, als ein Theologo verbottenn, achtte Ich, das die guete Herrnn, Wie fernn Politica den geistlichenn verbottenn, nicht verstehenn, oder vielleicht mit vleis nicht verstehenn wöllenn, Vnnd des zum beweis sage Ich, Es war die Administratio des Judischenn Reichs, ein gantz
Politisch vnnd weltlichs ding, Jedoch beuahl vnnser Herre Gott, den Priesternn, das sie Jura vnnd leges studiren solttenn, vff das im fall der noth, der König der Priester sich zutröstenn, vnnd sie mit gutem rath, dem König in Politischer Administration, damit es recht zuginge, nicht lasternn, sonndernn befordernn solttenn, Ja es Iniungirte vnnser Herre Gott dem Könige, das er in wichttigenn vnnd schwerenn henndelnn, der geistlich Rath brauchenn, vnnd Ihr Judicium hörenn sollte, darumb der Prophet sagt: Scientia soll sein in labijs Sacerdotum, vnnd Lex oder das recht soll vonn Ihnenn gelernnt vnnd befragt werdenn, daraus zusehenn, das Judische Priester Juristen gewesenn, Die Historien der Bibell bezeugenn, das sie Ertzte, vnnd auch wohl des kriegs nicht vnerfahrenn gewesenn sein, vnnd damit Ichs kurtzlich beschliesse, So gebenn text vnnd Historien der Bibell zuverstehenn, das ein Prediger, wo nicht omnium, tamen plurimarum rerum scientissimus, vnnd also beschaffenn sein soll, das er de iure, licet non de facto, zuerkennenn vnd zu redenn macht habe.
Derwegenn der spruch Pauli zuverstehenn, vonn den polipragmonibus, die in weltliche geschefftte, so tieff sich einsteckenn, vnnd einlassenn, das sie auch de factis zuerkennenn, das Jus Ihnen nehmenn, vnnd zu wenndenn: Das sie Ires ampts, vnnd des Predigenns [übergeschrieben: vnder des] vergessenn, vnnd alle tage vf Cantzleyenn hadernn, vnnd Causas agiren, Wollenns bey der Scientia nit bewenndenn lassenn, Sonndernn in Praxin sich einhenckenn, vnnd einmenngenn, vnnd wie ein Crocodil, zu wasser vnnd Lanndt Jagenn, In kirchen vnnd foro politico sich hörenn vnnd sehenn lassenn, vnd so aus der Consequentz des fürgeworffenenn Dicti Paulini, einem Theologo soltte simpliciter weltliche henndell vnnd geschefftte, verbottenn vnnd niedergelegtt sein dörffte ein Prediger kein Ehemann, vnnd auch kein haushaltter sein. Derwegenn weil Ich nur παρεργικῶς1[?] vnuerhindert meines Predigenns, vnnd meines studij Theologici geschrittenn, Wirdt ein Erbar vnnd vernunfftiges hertz, mich wohl enndtschuldiget halttenn, So ist auch nicht weniger, Es habenn die Erbarnn Heiden
vnnd Ihre gelerttenn in erkanndtnus der Naturen, vnnd Ihrer Ordenung, sich sehr geubt, vnnd beflissen, auch so fernn in erkanndtnus vnnd betrachtung derselbenn kommenn, das wir vnns höchlich zuverwundernn, wie sie so hoch vnnd tieff Inn die Natur gestiegenn, das wir zu vnnserer zeitt vonn Ihnen in vielenn dingenn lernenn müssenn, Aber wie dem, So ist Scire per se Jucundum et dulce, Ir meta vnnd finis gewest, vnnd seindt ihr gar wenig, die das quare sic est, gesucht vnnd fundenn habenn, Darumb sagt Paulus, euanuerunt in cogitationibus suis, sie seindt in Ihrenn gedannckenn Eyttell wordenn, Ein Christlicher Theologus aber, oder Philosophus, denn der Heylige Chrysostomus de Theologiam allenntthalbenn Philosophiam nennet, bleibt nicht in erfarung vnnd erkenndtnus der ding, ihrer Materien vnd form, das sie seindt, Sonndernn suchet efficiens primum et finem ultimum, Wer der sey, der es also habenn, vnnd warumb ers also habenn wölle: Darumb habenn die Heidenn, in erkenndtnus der dinge, so da seindt etwas vnns vorgearbeittet, vnnd ein hülffe
gethann, sollenn wirs mitt dannck erkennenn, vnnd annehmenn, vnnd was sie anngefanngenn, aber vnuolenndet gelassenn, sollenn wir aus Gottes wortt, vnnd offennbarung zur perfection vnnd volkommenheit befordernn, Darumb sagtt Augustinus rechtt, So die Heydenn etwas gutes gehapt, vnnd dessenn brauch nicht gewust, sollenns die Christenn Ihnen, wie die Israeliten den Ägiptern thetenn, enndtwendenn, vnnd in den rechttenn brauch, darzu es Gott verordenet, vnnd habenn will, richttenn vnnd bringen. Derwegenn ist erkanndtnus der dinge, so da seindt secundum materiam et formam ein Heidtnisches vnnd Philosophisches studium, secundum autem efficientem et intentionem eius, Ists ein Christliches vnnd Heyliges studium, Weil Gott der allerheiligste dieses selbst herfür bracht, vnnd anngerichtet hatt, vnnd selbst ein Vatter der Natur wordenn, Darumb er von den gelertenn Physicis, oder naturlichenn Meisternn, natura naturans genanndt wordenn, Wircket auch noch vnaufhörlich der almechtige Gott nicht allein die natur, Sonndernn Inn vnnd durch die Natur:
Oder ist vber vnnd ausserhalb der Natur, gar selten, vnnd wiedder die Natur gar nicht, wie die Theologi wissenn, Er beuiehlet auch, das die vernunfftigen Creaturen der Naturen war nehmenn, vnd nicht wie die Bestien oder bruta, in der Natur sein, vnd doch diese nicht wissenn noch kennenn sollenn, Darumb er, wie annfanngs vermeldet, vns also erschaffenn, das Obiectorum species, wir Inn vnnsere Sinne schöpffenn, diese fassenn, vnnd bey vnns lange zeitt tragenn könnenn. Der grosse Herr vnnd naturliche Meister Gott selbst, erwecket vnnd macht Physicos, gibt den Geist, vnnd befederts wunderlich, etiam infundendo, oder wie es die Theologi nennenn, spirando, wie ann Salomone zusehenn, Ja Gott der Hochste Theologus, zeiget Locum et Vsum der Naturenn, vnnd seines Geschopffs, in der Heiligenn Theologia selbst, So wir eigenntlich sehenn könnenn, wie vnnd wozu er die Physicam gebraucht, Hat dieses Studium der Naturen, bis dahero gewaltiglich vnnd mechttig erhalten, das es nicht vntergaungenn, verloschenn, noch auff=
gehöret, wie in Josepho zusehenn, vnnd seindt die Patriarchenn, Adam, Noah, Abraham, Jacob, alle fürbündige, herliche vnnd grosse Physici gewesenn, Seindt auch die bestenn Theologen, Christus selbst, Lucas, Paulus, Augustinus, Magi, Chrysostomus, die Prister in Persia, Nazianzenus seindt alle, wie auch zu dieser zeitt, die aller furnembstenn Theologen, Physici gewest. Es ist auch die erkenntnus der Natur zum verstanndt des erstenn Artickuls vnnsers Christlichen glaubenns, vonn der erschopffung aller dinge, oder de regno potentiæ et sapientiæ Dei, Ja die ganntze heilige schriffttenn auszulegenn, vnnd zuuerstehenn, hochnötigk, vnd wirdt, was Saltzseule, Saltzbundt, Saltzbrun, Saltzthal, Saltzopffer, vnnd Conspersio seye, keiner verstehenn, wirdt auch, was diese Phrases sein, vnd wollenn, Vos estis Sal terræ, vnnd sermo sit sale conditus, keiner ersehenn noch verstehenn, Denn nur ein Physicus, der der Naturen kundig ist. Ob nun wohl gesagt werdenn will, das Hæresi Archæ grosse Philosophi gewest, wie wohl zuglaubenn, So volget doch nichtt, das Philosophia, welche an sich
selbst heylig vnnd Gottlich ist, sie zu ketzernn gemacht, sonndernn der schenndtlich misbrauch der Philosophi, derselbe hatts gethann: So sie Gottes mechtige vnnd freye hanndt, mit Irer kunst meister, vnnd der freyheit Gottes, die Natur wie sie ist, vnd leufft, opponiren vnnd zugegenn setzenn, vnnd mit dem naturlichenn lauff, vber naturliche thatenn Gottes ermessenn, vnnd ergrundenn wollenn, vnd also die dienerin, mit Irer frauwenn, der sie vnnderworffenn, vnnd vff den diennst warttenn sollenn, die Philosophia, mit der heiligenn Theologia, wie Agar mit der Sara zustreittenn sich vnnderstanndenn, machet auch derowegenn Philosophia, wenn sie Theologiæ auffwarttet, nicht allein keinen ketzer, Sonndern einenn vleissigenn auffwartter vnnd diener, in Gott bey den Reichenn, Nemblich der gewalt vnd gnadenn, Der Heylige Apostel Paulus auch, do er für der Philosophi, die zu Colossis warnnet, verdambt nichtt simpliciter ganntz vnnd gar dieses studium, Sonndern sagt, es sey ein studium philosophiæ, das Vanum vnd
Inane heisse, zur Gottseligkeit nichts nutze, nur vff1[?] weltliche kurtzweil, die zeit zu vertreibenn gerichttet, als die da redt vonn denenn dingenn, wie sie seindt, aber nicht warumb sie seindt, vnnd wo sie herkommenn: Sonstenn wer Pauli schrifftenn mit vleis lieset, wirdet bekennenn vnnd sagenn, das er in Vera philosophia, sehr fürtreflich gewesenn seye, denn er Je wohl vonn den Metheoris hatt redenn könnenn, vnnd Irenn Vsum vnd finem gewust, vnnd anngezeigt, vnnd lobt nicht, wenn mann in Philosophia annfehet, sie aber zum rechttenn ende nicht bringenn will, Sonndernn wenn die anngefanngene gute gedannckenn vnnd Speculationes, wie ers nenntt verschwindenn, vnnd ehe sie zum ennde kommenn, auffhörenn, solchs misfelt ihme, Aus welchem wohl vnnd fest gesetztenn grundenn volgenn mus, das Philosophia mit Irenn partibus, ob wohl heidenn vnnd ketzer sie studiret habenn, doch keines weges zuverachttenn, Sonndernn vielmehr, das dieselb auch Gottes vnnd heiliger erleuchtter leute studium, auch anndernn heiligenn leutenn, als sonnderlich Prediger sein sollenn, wohl annstehenn
vnnd gebuerenn wolle, Ja auch die Heylige schrifft, vnnd denn erstenn vnsers glaubenns Articul recht auszulegenn vnnd zupredigenn, vnnd die zuhörer mit furstellung der vnenndtlichenn weisheit, gewalt, gerechtigkeit, vnnd guetigkeitt Gottes, zur furchtte vnnd liebe Gottes, vnnd schuldigenn gehorsamb zuleitenn vnnd zuziehenn, zum hochstenn vonnötenn seye, Vnnd das dem allenn nach Ich indem, wenn anndre die zeit mit schlaffenn, mussig gang oder sonnst ohnne die Bibell zubracht, nebenn dem Predig ampt, mich etwas auf dieses studium salinarium, welches nicht das geringst theil Physices ist, gewenndet, vnnd also denn meinenn Gottes werck, Ja Gott selbst besser bekanndt zumachenn, Ich nichtt allein nichts verweisliches verwircket, Sonndernn vielmehr Gottes beuehl ausgerichtet, mein gewissenn gelediget, der welt mehr als anndere gedienet habe, bill ich vmb meines anngewenndtenn vleisses willenn, vielmehr zulobenn denn zuscheltenn seye, Das auch die Momi, die solcher meiner arbeit hönisch lachenn, vnnd mich leichtfertigk verspottenn werden,
meine misgönner, die viel taddelnn, aber für sich selbst nichts machenn, oder zuuerbessernn wissenn, enntweder damnando quod nesciunt, vnwissenndt sundigenn, oder de industria, aus bosheitt bewegt, vnrecht thun, vnnd deshalb mit solchenn mehr mitleidenn zuhabenn, denn zu zannckenn seye: Weil sie nur mit solchen verachtungenn, Ire vnweisheitt, grobenn verstanndt vnnd kuhnheitt1[?], damit sie vberschutt seindt, vermeinenn zubedeckenn, Derwegenn Hochgebornner Fürst, gnediger Lanndts vatter vnnd Herr, Hab ich E. F. G. gnedigem begerenn nach, es in Gottes nahmenn gewagt, vnnd dis wergk für die hanndt genommenn, vnnd souiel Gott gnade geben, es so weit bracht, wie E. F. G. hiernebenn gnediglich zusehenn habenn, Bin furnemblich bey vnserm hessischenn Allenndorffischenn Saltzwerck bliebenn, vnd darbenebenn etlicher annderer auswertigenn Saltzwerck, so Ich gesehenn, doch nicht aller, gedacht, vnnd weil perennitas, wie Aristoteles sagt, die dinge dauonn mann schreibt, Commendirt, vnnd lobt, So hab Ich in meinem schreibenn vnnd werck, sonnderlich vff das
Vhraltte herkommenn, dieses vnsers AllendorffischSaltzbronnenn gesehenn, darnach wahrgenommenn vnnd obseruirt, was sich nach der hanndt zugetragen, vnnd wie durch die hochlöblichen Furstenn zu Hessen, diesem löblichenn vnnd nutzlichenn werck Gottes, durch allerley mittell geholffenn wordenn, das es wie heut für augenn, in solchenn wolstanndt kommen, vnnd gehalttenn wirdt, Was ich aber weitters in diesem werck gehanndelt, habenn E. F. G. auff dem vmbgeschlagenenn blat gnediglich zusehenn, Will aber solches mein geringschetzig werck, E. F. Gl. als meinem gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd nechst Gott hochstenn beschutzer, vnnderthenniglich, mitt gebuerennder vnnd demutiger Reuerentz vnnd ehrerbietung gnediglich zubeschutzenn vnnderthenigst vnndergebenn, dediciren vnnd zuschreibenn, Demutig bittennde, E. F. G. wolttenn diese meine arbeit, lassen meine arbeit sein vnnd pleibenn, Wer etwas für sich bessers machenn kann, soll vonn mir zwar vnuerhindert pleibenn, Wollenn auch mein vnnd meiner kinder gnediger Herr sein, vnnd solches werck mehr
vmb meines vnnderthenigenn gehorsambs vnnd gutter wohlmeinung, dann ausfurlicher grosser kunst weillenn, Wie es billich sein soltte, in gnadenn vonn mir auffnehmenn, vnnd demselbigenn gefallen lassen, So will ich hinforter mit allem meinem leibs vnnd lebenns vermögenn E. F. G. zu vnnderthenigem gefallenn zu tag, so nacht, zudienenn, vnnd bey Gott E. F. G. vnnd derselbenn Jungenn Herrnn vnnd Freuwlein, leibs gesundtheit vnnd friedtliches Regimentt, mitt meinem Vatter vnser, bey dem Herrnn zuerwerbenn, mich befleissenn, Dieselbige in des almechtigenn gnade, vnnd mich Irenn gnedigenn schutz vnnderthenniglich beuehlennde E. F. Gl.1[?] Vnnderthenniger, Gehorsamer vnnd treuw vleissiger. Johannes Rhenanus Pfarher vnnd Saltzgreue zum Sodenn
Unsichere Lesungen
Z. 14: E. F. Gl. — kalligraphische Kürzel, Lesung unsicher
Vonn Erster Annkunfft des Saltzwercks Sodenn, darin mit bestenndigenn Argumenten ex veris historijs bewiesenn wurdet, das dieses Saltzwerck vor Christi geburt, zu Cornelij Taciti, Caroli Magni, vnnd D. Bonifacij Zeittenn gewesenn, bis vff diese Zeitt pliebenn, sampt der Pfenner Priuilegien,
Darinnenn allerley schreibenn Rathschlege vnnd bedennckenn, was vnnsernn gnedigenn fürsten vnnd herrnn Hochlöblicher gedechtnus bewogenn, wie auch S. Fgl.1 darzu kommenn, vber die — 42. Pfenner Bote2 noch mehr zubawenn, Vnnd was desthalb allerseits verlauffenn,
Das Inhaltsverzeichnis: „Innhalt des ganntzen wercks“ — heute: Inhalt des gesamten Werks Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 1, S. 43 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
S. Fgl. — Abkuerzung fuer Seine Fuerstliche Gnaden; genaue Buchstabenfolge der Abbreviatur nicht ganz sicher
42. Pfenner Bote — Zahl 42 durch Zoom geprueft; Bote = Boden/Bothen (Siedehaeuser) (42 Pfaennerboeden)
Hierauff eruolgter vertragk auch etliche Inmittelst verlauffene benebenn hanndtlung, durch welche vnnser gnediger fürst vnnd herr etc. zur zweymahl wiederholetenn Location vervhrsacht sich einzulassenn,
Darauff Ordenung so Jost Becker1 vorgeschlagenn, vnnd dann die Ordenung so Ich Rhenanus zusammenn gezogenn, vnnd enndtlich etzliche holtzordenung mit denen von Allenndorff vnnd anndernn vffgerichtet.
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfenner vor dem letztenn Bronnenbaw vffgerichtet, darnach der annder Bronnenbaw, so bey vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn beschehenn, vnd vom Jost Beckernn1 seligenn beschriebenn, Vnnd dann auch anmeldung des Stollenbaws, so nach der hanndt vorgenommenn werdenn, beschriebenn werdenn,
Extract aller bey mir verwartenn Bücher vnnd brieffenn, daraus ich dieses alles extrahiret, aus welchem mann, Wo vnnd in welchem Buch oder Conuolut, mann Jede sachenn suchenn vnnd findenn soll, vnnd dann, anngezeigt wurdet etc.
Unsichere Lesungen
in sonndernn — Lesung nicht ganz sicher; Sinn: insonderheit, im Einzelnen
Faszikel A-F, H und AA — Bleistiftvermerk moderner Hand, erstes Wort schwer lesbar (Faszikel?)
Vonn Erster ankunfft des Saltzwercks Sodenn, darin mit bestenndigenn1 Argumenten ex Veris historijs bewiesenn wurdet, das dieses Saltzwerck vor Christi geburt zu Cornelij Taciti, Caroli Magni, vnnd D. Bonifacij zeittenn gewesenn, vnnd volgennts in stetigem wesenn, bis vff diese zeitt pliebenn, sampt der Pfenner priuilegien.
Wenn einer von erster ankunfft des Saltzwercks Sodenn, zu redenn sich vnndernehmenn will, So werdenn im dreyerley zum beschwerlichstenn im weg liegenn, Ohne welcher vorhergehennder erleutterung, niemanndt etwas der warheit gemes, wurdet redenn oder schreiben konnenn,
Denn erstlich ist zum höchstenn zubeklagenn, das vnnser furfahrenn, die alttenn Teutschenn2, gar keine gelerte leute, bey sich gehapt habenn, Welche was sich bey den Teutschenn zugetragenn, hette in Teutscher sprach beschreibenn konnenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesolchs die alttenn Heydtnischenn Geschichtschreiber hin vnnd wiedder in Ihrenn Büchernn gedennckenn, vnnd ohnne das die erfarung selbst außweiset.
Zum anndernn, Ob schonn die alttenn vnnd Heidtnische geschichtschreiber, als Ptolomeus, Strabo, Plinius, Cornelius Tacitus, auch etliche der Neuenn, in Ihrenn Büchernn der Teutschenn gedennckenn, auch vnangesehenn1 das sie die Teutschenn für Barbaros halttenn, Gleichwohl Irer hohenn tugenndenn wegenn, herlich verrühmenn,
So gebenn sie doch den Völckernn teutsches Lanndes, so selzame verthunckelte nahmenn, das mann nicht wohl etwas gewisses, sonndernn viel mehr Mutmassenn, vnnd gleichsam nach gut dunckenn schliessenn kann,
Zum drittenn, so habenn sich auch so manncherley Migrationes, außzuege vnnd vertreibung der völcker zugetragenn, das bey nahennts2 kein volck mehr, seinenn alten vnnd erstenn siz Innenn hatt, da zuuor seine Aborigenes gewonet habenn,
Das mann deshalb zu dieser zeit mehr darauf muß sehenn, vnnd sich befleissenn, was die rechttenn Termini der alttenn gewesenenn völcker,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnangesehenn — Minims mehrdeutig; Lesung aus dem Sinnzusammenhang (unangesehen = ungeachtet)
bey nahennts — Schreibung der Endung nicht ganz sicher
Dieweil aber solchs vnneracht1 mir vonn Meinem gnedigen Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, gnediglich vfferlegtt vnnd beuohlenn wordenn, Vonn der annkunfft, ihrer F. G. Saltzwercks2 Sodenn für Allenndorff ann der Werra, vleißige nachforschung souiel Immer müglich zuhabenn,
Vnnd aber Ich hierzu vff keinenn besernn weg kommenn kann, denn so Ich erstlich die rechttenn altenn grenntzenn, oder Terminos Cattorum, aus den alttenn Historicis, Cosmographis vnnd Geographis, bestendigk auffsuche, vnnd dieselbigenn Grenntzenn, wie sie vonn altters benennet wordenn, mit der Jzt breuchlichenn Conferire.
Zum anndernn, Dieweil die alttenn Geschichtschreiber, einmütiglich (: wie denn auch die neuenn :) des berges Meliboci gedennckenn, vnnd gleichwohl demselben Jntra terminos Cattorum statuiren, Das Ich auch mitt vleis nachtrachtung habe, Welcher bergk doch Jzo derselbige seye,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCattorum so zweiuelhafftig vnnd vngewisse ding hiervonn statuiret werdenn, Das mann gleich als ob die Abnobij vnnd Obnobij montes1, den Melibocum gar vnsichtbar gemacht, nicht mehr wissenn kann, Wo der gedachte Bergk Jzo gelegenn seye,
Vnnd zum drittenn, Wenn die grenntzenn vnnd Termini Cattorum, desgleichenn die gelegennheitt des Meliboci, also erforschet, das ich als denn, mit vleis erkundige, vmb welche Salzbrunnen sich die Catten mit den Hermunduris geschlagenn habenn,
Vonn dem Sitz der alttenn Catten derselbigenn rechtenn Grentzenn, ann flüssenn, Bergenn, Geweldenn vnd dergleichenn, vnnd dem Jtzigenn Sitz der Hessenn, so ann Ire stadt kommen vnd genennet werdenn.
Wenn ich nun erstlich den rechtenn Sitz der alttenn Cattenn, bey den alttenn Scribenten, Cosmographis vnnd Geographis, erforsche, Befinde Ich gleichwohl, das sie kaumpt vonn einem volck1, die terminos so einhellig, als von den Cattis sezenn,
vmb welches willenn, mich denn auch zum höchstenn verwundert, Warumb doch Franciscus Irenicus, so ganntz ohne grundt statuiret, das der Cattorum kein Vestigium mehr zufindenn,
Denn beim auffganngk3, sezenn Je die alttenn, die Weser vnd Werra, vnnd die daselbst anngrenntzenden Berge, hinter diesenn bergenn vnnd flössenn aber, die Tubantes, Chaudrinos2 vnnd Cattuarios,
Welches Jzo die Eisfelder (: da noch drey dörffer, Nemblich Kirchganndern, Obern: vnnd Niederganndern :) liegenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vonn einem volck — Lesung vonn/bey einem volck nicht ganz eindeutig
Chaudrinos — Völkername; Anfangsbuchstabe C/G und Lautstand nicht ganz sicher
beim auffganngk — erstes Wort (beim) verschliffen geschrieben
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Lanndt zu Göttingenn, bis am Brackenberge1, bis Jegenn Lippoldesberga2 seindt, hinder welchenn Völckern denn die Cherusci, Harzlender, Bructeri vnd Cauci Ihre size gehapt,
Vnnd erscheinet also, das die Cherusci, wie viele wöllenn3, mit den Catten niemahls gegrenzt habenn, sonndern durch die Tubantes vnnd gedachte Völcker, vonn Jnen abgetheilt gewesenn,
Vnnd dieweil die Hermunduri, Welches Jzo die Duringer seindt, Ire grennz nach den Catten zu, bis ann den Hurselberge bey Eysenach, dannen auff die Werra oder Weser erstreckenn,
So ist mann also einmahl gewis, was die Catten für Limites vnnd grenntzenn, Jegenn auffganng der Sonnenn, das ist nach dem Lanndt zu Duringenn, Eisfeldt, vnnd Sachssenn gehapt,
Jegenn Mittagk, habenn die Cattenn, die Fosos2, welches Schoppern1[?] vnnd anndere, auff die im Furstenthumb Hennebergk, Roen, Buchenn, vnnd Franckenn deutenn, folgents die Montes Abnobios,
Inn welchem zirck Salzungenn, Breitungenn, Rockenstul, Fulda, Neuwhoff, Steckelbergk3, Schleuchtter, Budingenn, Gellhausenn, Haynaw, Bergen, Orttembergk, bis ann Spishart, vnnd Kinzing, bis Inn Mäyn gelegenn,
Hie4[?] kann Ich zu mehrer bestettigung, dieser meiner meÿnung, nicht vnnderlassenn, meiner beder Vetternn seligenn, Petri Lotichij primi, Abtts zu Schleuchtter, vnnd dem Doctoris Petri Lotichij secundi, Gottseligenn, zugedenckenn,
Welche mir selbst, als Ich zu Schleuchtternn beÿ Inenn Anno 1559. gewesenn, diese Terminos also anngezeigtt, sich Cattos genandt, vnnd das Vhraltte Haus Steckelbergk auff der Kinzing (welches Izo der Edlenn von Hütten ist) fur den Hæreditarium limitem der Cattorum gedeütet habenn.
Unsichere Lesungen
Schoppern — Gelehrtenname unsicher gelesen; wohl Verweis auf einen Autor (Schopper?)
Fosos — Völkername nach Tacitus (Fosi); Endung nicht ganz sicher
Steckelbergk — Auch Lesung Sterkelbergk möglich; gemeint ist die Burg Steckelberg an der Kinzig (Haus der von Hutten)
Hie — Satzanfang mit großer Zierinitiale, Lesung des Wortes unsicher (Hie/Wie/So)
Nach Niedergang, beschreibenn die Historici vnd Cosmographi einhelliglich, das sie daselbst der Catten anngrenzenden Völcker, die Vsipij vnnd Vsipetes1, vnd der Rhein seÿenn,
Welches mann Izo vor die Reingauwer achttet, vnnd darbenebenn die Mattiacos fontes, Darvonn Plinius lib. 31. Cap: 2. schreibt, vnnd Leonhardus Fuchsius, fur die Brunnenn zu Wißbadenn helttet,
Dieweil aber Beatus Rhenanus schleusset, das Catzennelnnbogenn, den nahmenn vonn den Cattis vnd Meliboco her habe, vnnd demselbigenn andere zutrettenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Vsipij vnnd Vsipetes — Völkernamen (Usipii/Usipetes nach Tacitus), Schreibung der Endungen nicht ganz sicher
Mattmell — Ortsname unsicher gelesen; Zierstriche durch tt erschweren die Lesung
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteKann Ich nicht anders schliessenn, dann das die Reingauer Catzennelnpoger1 bis am Rhein, vnnd folgenndts die Innwöhner Jegenn Coblenz, vber die Loehn herauff bis Inn die Dill, vnnder die Cattes2 gehörenn,
Jegenn Mitternacht, thun sich herfür die Montes Obnobij, Izt das Hessische Gebirge genenndt, Engernn, Angriuaria, Chamauni3 vnnd gantz Westphalen, bis in die Weser,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd thut sich darnach in zweÿ theil oder äste abwechselnn, derenn eins die Werra herauff, das annder dem Hartzwaldt durch die kleine Cauchos1, naher den Bructeris vnnd Chamaunis2 zustreicht,
Das nun diese, die rechttenn Termini der alttenn Cattorum gewesenn, kann, vnangesehenn das viele, so bis anhero geschriebenn, gantz tunckell, Ja viel tunckeler denn Cornelius Tacitus, welcher ein außlennder gewesenn, hiervonn redenn,
Welcher zeugnus aller, wohl hier notwenndig geachttet werdenn mochttenn, zusezenn, aber dieweil bis auff denn heutigenn tagk, vonn allenn vier ortten her sich die Innwöner zu den Cattis vnnd Hessenn erkennenn, Auch die Furstenn zu Hessenn deren mehrentheils mechtig sein, Wil ichs hierbeÿ bewenden lassenn,
Unsichere Lesungen
Cauchos — Völkername (Chauci minores bei Tacitus), Lesung des au nicht ganz sicher
Welches vonn keinem Volcke Jemachls1 außgetriebenn gewesenn, Sonndernn wenn sich das Volck beÿ Ihnenn ermehret, einer den andern vertriebenn, oder selbst gewichenn, nach frembdenn Lanndenn gezogenn, vnnd dieselbige eingenommenn, erbauwet vnnd bewonet habenn,
Sonnderlich aber bezeugenn die Historici vnnd Cosmographen, das Batauia, Izt Holanndt genanndt, pars Cattorum seÿe, vnnd vom Batauo Irem Furstenn, den nahmenn enndtpfangenn,
Welcher sich aus den Cattis gewenndet2, Batauiam erbauwet, vnnd nach seinem nahmenn, gleich wie Battembergk im Lanndt zu Hessenn, genennet hatt, Daher denn auch Cattwigk (quasi Cattorum Vicus) in Hollanndt den nahmenn behalttenn,
Unsichere Lesungen
Jemachls — Wohl Schreibvariante von jemals; ch nicht ganz sicher
gewenndet — Lesung des Verbs nicht ganz sicher (gewenndet/gewandert)
denn er daselbst zu Niemweigenn, die halbe Stadt erbauwenn, vnnd nach seinem nahmenn, Hessembergk, bis vff den heutigenn tagk, nennenn lassenn, Wie er denn auch Hessennstein erbauwet habenn soll,
Das vmb Magdeburgk vnnd Halberstadt hero, ein Volck die Hessenn genennet, gewohnet, Welche furtters die Cattes außgetriebenn, vnnd sich ann Ihre stadt gesezet habenn sollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derenn sundts1[?] weder altt oder newe Scribenten der Hessenn gedennckenn, ist solche Opinion gantz vnnd gar zuuerwerffenn,
Desgleichenn zeugenn auch die Historici vnnd Cosmographen, das die Catti weitt vmbgeschweiffet, vnnd Innsonnderheit, das sie auch in Hispaniam mitt gewaltt gezogenn, ein grossenn ortt Lanndes eingenommenn, vnnd nach sich Cattaloniam genennet habenn,
In Summa sie habenn Je vnnd allwegenn, ein herlichen nahmenn gehapt, vnnd (: Gott lob :) bis noch behalten, also das Cornelius Tacitus, sich nicht beschweret, vonn Ihnenn zusagenn: Quando reliqui populi exeunt ad praelium, Catti exeunt ad bellum,
Vnnd Joachimus Vadianus spricht, Stat adhuc Vetus gloria Cattorum, daher noch das sprichwort bliebenn: Wo Hessenn vnnd Holennder verderbenn, Wer woltte da nahrung erwerbenn,
Es erfordert nun meine fürgenommene Ordenung, das Ich vonn dem berge Meliboco, sagenn mus, Da weis Ich warlich bey nahe nichtt, wo aus, oder wohin ein,
Denn etliche [übergeschrieben: hohe] gelerttenn vnnd verstenndige leute, sich dahin verleitenn lassenn, das sie dem Brockelsbergk, so in mittell des Hartzes, vnnd intra terminos Cauchorum vnnd Bructerorum,
Sie soltenn aber auch darauff acht genommenn haben, das davonn weitters geschriebenn stehett, das er gantz fruchtbar, bis obenn auff den höchstenn vnd sehr breittenn Gipfel seye, Welcher vmbstennde keiner, vffm Brockelsberge zufindenn,
Welcher Je ein schmaler, vffsteigennder, spitziger vnnd obenn auff gantz truckener, dürrer, vnnd öder Bergk ist, Wie denn solchs der augennschein ausweiset,
dann als baldt mann vber das bruch vnnd Morast, vffm Hartz, da der Hertzogk vonn Braunschweigk seine Pferdt struck1[?] helttet, nachenn Schaubennstein2[?] zu kömpt,
Deshalb denn Ich, diesenn hohenn Berck, dessen gleich, ohnne des, in gantzem Lanndt zu Sachssenn keiner ist, lieber Montem Bructerorum, das ist Bructersbergk, vonn den Bructeris, so daselbst Ihre Grentz gehapt, dann Melibocum deutenn vnd nennen will.
Unsichere Lesungen
struck — Wort nach 'Pferdt' unsicher, wohl 'Struck'/'Strut' (Herde bzw. Gestüt); Sinn: wo der Herzog von Braunschweig seine Pferde hält
Schaubennstein — Ortsname am Brocken unsicher, evtl. 'Scharfenstein'
Es ist mir aber auch, für 32. Jarenn, ein Berck in der Obernn Graffschafft Catzenelnbogen bey Roßdorff1 gezeigt wordenn, bin auch selbst hinauff gestiegenn, vnnd den besichttiget, Welcher zwar sehr hoch ist, denn mann darauff weitt vmb sich sehenn kann,
vnnd hatt mich der Pfarher damahls des orts berichttet, das derselbige Berck der Melibocus seye, Welchem Ich auch deshalb beygefallenn, dieweil er in der Graffschafft Catzennelnbogenn gelegenn,
Wanndt aber Ich nach der zeitt den sachenn nachgedacht, das gedachtter Bergk auch extra terminos Cattorum, vltra Maenum gelegenn, vnnd das er obenn vff, sehr dür, enge vnnd nicht breitt ist,
Habe Ich solchem gefastenn wahnn, fahrenn lassenn, vnnd mich wiederumb zum Ptolomaeo, Dasypodio, vnnd nunmehr Schoppero gewenndet, welche einhellig sagenn, das er intra terminos Cattorum prope Sylvam Semanam, seine gelegenheitt habenn solle,
Nun kann Ich inner der Catten Grentz, vnnd in dem parallelo, nach Ptolomaei annleitung↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Roßdorff — Ortsname; Lesung 'Roß=dorff' nach Zoom, wohl Roßdorf bei Darmstadt in der oberen Grafschaft Katzenelnbogen
dem parallelo, nach — In der letzten Zeile ist zwischen 'parallelo,' und 'nach' eine Lücke frei gelassen, vermutlich für eine nachzutragende Gradangabe
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedesgleichenn Longitudine et Latitudine auch diesseitt der Werra, Wesser, vnnd Diemell oder intra Abnobios et Obnobios montes kein höhere berge, als den Garmbergk2, am Reinhardts waldt, vnnd dem Weißener befindenn,
vnnd mus also volgenn, das dieser bergk einer der Melibocus seye, vnd das entweder der Reinhardts waldt, oder Kauffunger waldt, oder der Seulingswaldt Semana seyenn,
Wiewohl nun die alttenn, aus vnwissennheit der sprachenn, vnnd vnerfahrennheitt dieser Lannder, sehr dunckell vonn diesem hanndell geschriebenn, Wolte Ich doch, wenn mirs gegönnet werdenn möchte, (: doch niemanndts ders besser verstehet vorgegriffenn :)
Denn dieweil in gemein alle vmbstennde vnnd attributa, so bey den Cosmographis vnnd Historicis, dem Meliboco zugeschriebenn werdenn, augennscheinlich ann vnnd vmb den Weißener gesehen vnd befunden werden,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Longitudine et Latitudine — In der ersten Zeile sind nach 'Longitudine' und wohl auch nach 'Latitudine' Lücken für nachzutragende Gradzahlen frei gelassen
Garmbergk — Lesung unsicher, gemeint ist wohl der Gahrenberg im Reinhardswald
Es ist zwar menniglich kundt, das vmb denn Weißener, nach auffgang zu, Je vnnd alwegenn Berckwerck vnnd Ertzgrubenn, wie solchs allennthalben die alttenn Bingenn anweisenn, gewesenn,
vnnd wirdet kaumpt ein fruchtbarer Lanndtart, als in dieser Jegennt, sonnderlich vmb Eschwehe vnnd Reichennsachssenn hero, vnnd bey nahenndt im gantzenn Ampt Beilstein befundenn,
Welche fruchtbarkeitt sich denn mit ackernn, Wiesen, Viehezucht, vnnd allerley nutzbarkeitenn, bis auff die Höchstenn zwenn Gipfel, die auch höher, denn der Öde vnnd vnfruchtbar Brockelsbergk (: welchen mann eigenntlich darauff sehenn kann :) seindt, auch sonnst allennthalb, darumb hero erstrecket,
denn Je auch in denn Klippenn vnnd Felsenn, ann allenn orten wachsige1[?] gehöltz, Beume, Staudenn, gras vnnd allerley herliche Kreuter, auch sehr liebliche viele brunnenn, befundenn werdenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenenn1 SteinKolenn Berckwergks geschweigenn, Weil offembar vnnd Jedermann bekanndt, was dasselbige fur großenn nutzenn, beim Saltzwerck, Huttenwercke, Schmiddenn, haushalttungenn zuwegenn bringet,
Nemblich das herliche wieder alle gifft wirckende kraut. Scorzoneram in zweyerley gestalt, Welchs mann sonnst mit großenn kostenn aus Hispania, hatt holenn lassenn,
Derenn etliche auch besonnder Ertz vnnd Mineras daselb suchenn, vnnd hinwegk tragenn, daher denn von demselbigenn frembdenn Leutenn, ein sprichwortt eingerissenn, das sie zusagenn pflegenn,
Nun hatt sich Beatus Rhenanus erfreuwet vnnd gerümpt, das er die Etimologiam der Catzennelnpoger2, als nemblich das dieselbigenn seyenn die rechttenn Cattenn, so ann dem Berge Meliboco wohnenn, oder gewonet habenn,
Vielmehr will mir, als dem annderenn Rhenano, geziemenn, das ich mich auch dessenn erfreuwe, das ich post multa secula, Verum locum des Meliboci herfur vnnd ann tagk bracht,
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kenneten — Wort in der Klammer schwer lesbar; dem Sinn nach 'wenn sie ihn kennten'
Catzennelnpoger — Schreibung des Namens (p/b) nicht ganz sicher
Vnnd ob schonn hierJegenn eingewendet werdenn möchte, das altt vnnd new Catzennelnbogenn am Meliboco solttenn gelegenn sein, So erscheinet doch das solches nit sein könne,
Wies aber kommenn2, das der nahme Melibocus, so gar in vergess kommenn, soll niemandts wunder nehmen, denn vonn denenn nahmenn, so die alttenn Cosmographi vnnd Historici setzenn, kaumpt vnnder Hundertten noch einer vberpliebenn ist,
So habenn auch die Scribenten, viel mahls für sich selbst nahmenn erdachtt, die sonnst bey den Völckernn, davonn sie schreibenn, niemahls gehört wordenn, noch in brauch gewesenn, Wie solchs mit vielenn exempeln zubeweisenn,
Schlißlich so will ich den Weyßener, so lannge für den Melibocum halttenn, bis das Jch etwas bessers vnd bestenndigers vonn annderenn vnnderrichttet werde,
Denn dieweil ptolomeus, ein Grichischer Cosmographus gewesenn, dieser gelegennheitt durch seine Landtkündiger berichttet wordenn, gleichwohl aber des Bergs rechttenn nahmenn nicht gewust,
hat er diesem Bergk ab vbertate & dulcedine, pascuorum, nahmenn geben, vnnd μελίβοκον oder aber μυλόβοτον2 à terra siue Vastitate pascuorum, mitt verenderung weniger Buchstabenn, genennet,
Vnnd obs schon war ist, das Jzo der Kauffünger waldt, der nechst vnder den dreyenn obanngezeigtenn Weldenn, beim Weißener ist, auch als das Kloster Kauffüngenn erstlich gebawet wordenn, den nahmenn verendert vnnd verlorenn habenn mochtte,
Denn dieweil offennbar ist, das Ptolomaeus Tacitus, vnnd anndere Lateynische Scribenten, als vnerfahrne der Teutschenn sprachenn, viel mals sich befliessenn, die Teutsche nahmenn Jn Jhrer sprach zu Jmitiren,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegebenn, Dieweil die Leut, so damahls in der gegennt gewohnet, vielleicht Semener, vonn den Seen, so daselbst gelegenn, genennet wordenn,
So ist auch die Jegent dieses waldes Jegenn auffgang nichtt minder fruchtbar, denn der Weißener, also das wohl zuuermutenn, das gar zeittlich leute daselbst im Gerstenngaw3 bey den Seen anngefanngk2 zubawenn,
denn Je vom Seulingswaldt, nach bis auf den heutigenn tage, eine strecke vnd Contiguitet der geholz, auff Wildeck4, Dannennbergk, Sontra,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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gleichwols frey — Wendung schwer lesbar; dem Sinn nach 'gleichwohl'
anngefanngk — Wortende abgekürzt/verschliffen, wohl 'angefangen'
Gerstenngaw — wohl der Gerstunger Gau an der Werra
Vnnd wiewohl diese meine mutmassung vom Seulingswaldt fur vnnötig möchtte geachttet werdenn, Habe Ich doch vmb zweyer vhrsach willenn, dieselbige mit einzubringenn, nicht vnderlassenn könnenn,
Erstlich dieweil der Bergk Melibocus, vnnd Waldt Semana Jnner den grenntzenn der Cattorum beyeinannder liegenn sollenn, vnnd sich denn solchs nach ausweisung dieser meiner deduction befindet, das man deshalb nachmals dabey bleibe, vnnd keinem andern walde, den nahmenn Semana zuschreibe,
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Cappell — Ortsname am Satzanfang (Fortsetzung von voriger Seite); Lesung des ersten Wortteils ohne Kontext der Vorseite nicht ganz sicher
Vielleicht hatt es vom annbegin in der Natur sein geheymnus, dieweil sie gleichsamb zusammen vermahlet, sie alle beide Innerlich vnnd eusserlich sehr reich vnnd fruchtbar seindt,
Der Almechtige ewige Gott, wolle hinfurtters seinen reichenn segenn vnnd gnade bey diesem zweyenn Je lennger Je mehr ermehrenn, vnnd erhalttenn, das menschenn vnnd viehe, derselbigenn mit hoher danckbarkeitt, mugenn geniessenn, Damitt sein↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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in — übergeschriebenes Einschubwort zwischen 'altenn' und 'großenn', Lesung 'in' oder 'im'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHeyliger nahme gelobt vnnd gepriesenn, sein Reich allenthalb erweittert, vnnd sein gnediger vatterlicher will, wie im himmell, also auch auff erdenn erfüllet muge werdenn, amenn etc.
Das Ich denn sachenn weitters nachgedacht, vnnd gemutmassett, ob auch wohl dieser waldt, den nahmenn vom Griechischenn nahmenn ξυλια1 bekommenn habenn möchtte, Denn Je solchs ein grossenn waldt bedeuttet, Wie denn der Seulingswaldt ohnne das ist,
vnnd das vielleicht Ptolomæus darfür ξυμανα2 gesetzet, vnnd die Latini viellieber3 das σ.4 oder S. denn das ξ. oder X. |: welches bey Ihnenn nicht sehr breuchlich :| nemenn wollenn,
Wiewohl die Newenn Historici vnnd Scribenten, gemeinlich schliessenn, vnnd wollenn, das die Brunnenn zu Hall in Sachssenn, die Brunnenn seyenn, darumb sich die Hermunduri vnnd Catti, darvonn Cornelius Tacitus sagtt, gezweyent vnnd geschlagen habenn,
auch etliche dieselbige Historiam, auff Franckennhausenn ziehenn wollenn, So kann Ich1 doch demselbigenn gantz vnnd gar nicht beyfallenn, vnnd das aus denenn vhrsachenn.
Denn erstlich sage mir doch einer, was doch den Cattis von nötenn gewesenn, sich ausser Irer grenntze, nach frembdenn Brunnenn vmbzuthun, vnnd durch Irer feinde Lannde, mit hochster Irer gefahr, auffsetzung Ihres wohl hergebrachtenn nahmens vnnd ehrenn, etliche meyl weges, mit gewapneter hanndt zuziehenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezum Sodenn vnnd Saltzungenn |: welches beide zwey alte Saltzwercker3 sein :| gehapt, die seindt dessenn viel witziger gewesenn, wie sie denn deshalb Cornelius Tacitus, auch Catos, das ist prudentes vnnd fursichttig nennet.
Da doch das Saltzwerck zu Hall in Sachssenn, tempore Ottonum lannge hernach erndtstanndenn1, vnnd durch einenn Edlen Herrn vom Harkebrunnenn2, erbauet wordenn,
Das dem also sey, vnnd das Otto primus die Brunnenn zu Hall in Sachssenn, dem Stifft Magdeburgk donirt vnnd geschennckt, Welche in künftige zeitt erbauenn, vnnd in ein solchs herlichs wesenn, wie sie Jtzt seindt, bracht wordenn, bezeugenn die↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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erndtstanndenn — Wortbild unklar, wohl für 'erst entstanden'
Harkebrunnenn — Adelsname, gemeint wohl 'von Hakeborn'; Schreibung Harke-/Harckebrunnen nicht ganz sicher
Saltzwercker — Endung -er statt -e ungewöhnlich, Lesung aber so im Bild
Denn Je zuvor in der Jegent nichts anders, denn Sumpff vnd Morast gewesenn, bis solanng mann die Wipper durch einen lanngenn Stollenn, auff anngebenn eines Priesters, hinzu gefüret, vnnd die gewalttigenn Künste, zu auslösung1 beidt Sohlenn vnnd Wildenwassers, auffgerichttet,
Also erscheint das vnnser Saltzwerck Sodenn, ebenn das seye, darumb sich die Hermunduri, so der Zeit, wie auch noch nicht, kein eigene erbawete Saltzwercke gehapt, mit den Catten gezweyet, vnnd geschlagenn habenn,
denn der Zeit der ortt4, da Jtzt Hall in Sachssenn gelegenn, den Ceruetys2, vnnd nicht den Hermunduris, wie auch noch nicht, vntterworffenn gewesenn, Welche vielleicht↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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auslösung — Wortmitte schwer lesbar, Sinn: Herausheben von Sole und wildem Wasser
Ceruetys — Volksname, gemeint wohl die Cherusker (Ceruscis); Schreibung unsicher
[gestrichen: das] — gestrichenes Wort am Zeilenende nach 'denn der Zeit' nicht sicher lesbar
ortt — auch 'artt' lesbar, Sinn spricht für 'ortt'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWenn schonn Hall1, der zeitt in ehre gewesenn were, vielweniger den Hermunduris, dieselbige Brunnenn, als die Catten die Ihrenn, wurdenn gegönnet oder Ingeraumet habenn,
Gott der almechttige, hatt sonnderlich diesenn ort, für vielenn anndernn Saltzwerckenn Teutsches Lanndts, mitt sehr holzfruchtbarenn Bergenn, so Ierlich ein gar große Zahl holzes, dem Saltzwergk Suppeditiren,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeknick, oder geneÿge1, Warttenn, Zugkbruckenn, vnnd dergleichenn furwehrenn, auffürenn, vnnd Inns werck sezenn lassenn, also das nicht wohl muglich, fur zeittenn (: da noch kein geschütz gewesenn, diesem ortt etwas abzubrechenn,
Inmittelst zwischenn Allenndorff vnnd Alttenstein, ist ein starck Lanndtwehr, welche durch die gehöltz vnnd felder allennthalb vor zeittenn durch gestrichen, mit der zeitt aber ann etlichenn enndtenn ein gerissenn wordenn,
vnnd ist dieses ortt, bis ann den Hohen Hörgbergk2, Racholdesbergk3, vnnd Goburgk4, also geschaffen, das mann alles was vonn den Tubantibus, Gambriuis5, vnnd Cattuarijs, herzu hatt wollenn, woll hatt hindertreibenn könnenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebreiter Wiesenn grundt ist, da möchtte wohl sein, das sich da herein, die Hermunduri herzu geschlüfften, vnnd daselb im Wallisfeldt1, die Schlacht möchtte geschehenn sein,
Vom Mittag her ist die vorgenanntte Goburgk, Vesterburgk2, Fürstennstein, mit dem sehr vhralttenn Schlos Beýlstein, vnnd vom Beýlstein hernieder nichts denn Felsenn, vnnd steinechtte, vnnwegsame Berge,
deren einer auch vmb des willenn, das er beý nahe menschvnngenngig, der dambsteigk3, vonn den Dannenn, die da vielleicht Irenn stanndt gehapt, benennet wordenn,
Dieser Heuser vnnd Berge gelegennheitt, seindt auch also anngelegt vnnd gebauenn, das nicht muglich, das vor zeittenn Jemanndts dem Saltzwercke, hatt könnenn schadenn thun,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteseindt doch vff beidenn seittenn der Werra, die Wege so ennge vnnd klipfficht, Nemblich im Klebe2, Rotennstein1, vnnd der Hardt, das auch die Wege dauonn die nahmenn bekommenn,
vnnd wie Jzt gehörtt, Klebe, vnnd Hardt, Das ist vom Harrenn vnnd Klebenn, genennet seindt wordenn, dieweil viele da klebenn bleibenn vnnd harrenn mustenn,
Nach Niedergang ist die verwustete Westerburgk, derenn in Historijs gedacht wirdet, lieget gleich beý dem Salzwercke Sodenn, auff einem Klipffenn, oder promontorio,
Also seindt auch vom Mitternacht hero, so große, hohe, vnnwegsame berge, Geholtz vnnd heckenn, Sonnderlich aber das Schlos Hannstein, das auch dannenn her, dem Salzwercke niemanndts leichtlich hatt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Auff diese masse, hatt Gott der almechttige, aus sonnderlicher, Göttlicher fursichttigkeitt, mitt vielfeltigem gutem gehöltz, vnnd mit allerleý naturlichenn furwerenn,
Volgenndts auch die besitzer der anngrenntzendenn Heuser, Burge vnd Schlösser, vom adell vnnd andernn geschlechten, dieses Löblich, vhralt Salzwerck, vmbgebenn vnnd verwaret,
also das daher vermutlich, das ob wohl die Hermunduren, auff der Wallis2 herunder, sich zu den Cattenn getrungenn, vnnd mitt Ihnenn vmb das Salzwergk geschlagenn,
Im Salzwercke Sodenn, findet mann auch altte annzeigungen, vnnd Monumenta, als das sehr altfrenckische2 Gebeu des Kirchturms, welcher auch also altt das ihnenn die lüfft1 naher mittagk zu, verzehret,
da doch sonnstenn nach Niedergang vnnd Mitternacht zu, der Thurn sehr fest, mit eyttelnn polirten Quadersteinenn, auffgefürt, vnnd dermaßenn zusammenn gefügt ist, das mann nicht wohl die fügenn erkennenn kann,
Daher denn alle Pfenner, mit weib vnnd kindernn, von den zeittenn Bonifacij ann, zu ewiger gedechtnus, Jerlich am S. Bonifacij tagk, auff dem Salzbrunnen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
lüfft — Lesung nicht ganz sicher; Sinn: die Witterung/Luft hat die Südseite des Turms verzehrt
altfrenckische — Worttrennung altfrenck=ische; Lesung 'altfränkisch' aus dem Kontext
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteProceß, mitt allem Heÿligthumb, Creutzern vnnd Fahnen, nach Bäbstischem1 brauch gehalttenn, Meß auf dem Brunnen lesenn lassenn, vnnd semptlich Te Deum laudamus gesungenn,
So wurdett auch dafur gehalten, das S. Bonifacius, als ein Bischoff zu Mentz, dem sonst alle Zehenden dieser art Lanndes vonn altters her gebürenn, den Zehendenn darumb den Baurenn nachgelassenn, vnnd freÿ geschenckt, damit sie desto besser, des holzfürenns zum Salzwerck, abwarttenn köntten,
vnder der erdenn in grundt Blöcher, Stobwerck, aitüchen2 vnnd dergleichenn befundenn, davonn in keinem Büchernn, oder sonst annderm gedechtnussenn einige nachrichttung, fürhandenn gewesenn,
Dem allem nach, vnnd insonderheitt, dieweil die Catten beÿ sich selbst, dis Salzwerck Je vnnd Allwegenn gehapt, vnnd demnach ihnenn vnvonnötenn gewesenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Bäbstischem — Anfangsbuchstabe B/P nicht ganz sicher
bleib Ich beÿ dem Ptolomæo vnnd Shoppero1, vnnd las das Salzwerck Soden, das Salzwerck bleibenn, darumb sich die Catten, mit den Hermunduris gezweÿet habenn,
Woher aber das Salzwerck, den nahmenn Sodenn bekommenn, darff nicht vielets nachdennckenns, denn der nahme gibts ann sich selbst, das es vom Siedenn, Sodenn genennet wordenn,
vnnd sich die besitzer vnnd Innhaber des Salzwercks, in der nehe herumb vf den Schlössernn vnnd Burgenn, damit sie ihr Salzwerck beschutzenn möchttenn, gehalttenn habenn,
So erscheinet auch, das die alttenn erstenn Pfenner, nicht schlechte noch geringe leute gewesenn, die auch die nahe gelegene grentze, Inn ihrem gewaltt, vnnd besitze gehapt,
welche alle sehr altte geschlechtter sein, vnnd sehr reiche leute gewesenn, das Salzwergk allein für sich, vor Zeittenn Inngehapt, vnnd zum theil noch habenn,
Wanndt5 aber, wenn vnnd wie die Stadt gebauenn, ich noch nichts bestenndiges vernehmenn könnenn, So will Ich nurt dismahls darvonn sagenn, Woher sie denn nahmenn Allenndorff bekommenn,
vnnd die Stadt so in der erst noch ein dorff, als vonn dreÿenn zusammenn gebauet, Alleindorff solle genennet wordenn sein, stimpts doch aus volgendem vhrsachenn, gar nicht vberein,
Denn ob schonn sein köntte, das etwa leute zum Haÿn gewonet, So könnens6 doch kein, oder doch in der warheit arme dorffer gewesenn sein, denn Je vmb vnd vmb↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSteinklipffenn, vnnd alzusammen nicht soviel ebens Bodenns beÿhanndenn, das vier oder fünff hufe Lanndes, darab gemessenn werdenn könttenn,
Vnnd werdenn in der warheit, dannen her so reiche vnnd gewalttige Leut, kaumpt enntstehenn könnenn, die eine solche annsehenntliche Stadt, wie Allenndorff ist, hettenn annfangen vnnd erbauen könnenn,
Demnach denn Ichs gennzlich darfür haltte, das ann den örttenn, da noch die stehennde Maurschettel2 gesehen werdenn, vorzeiten, erstlich heidtnische, Volgentts papistische Wallennfarttenn, Wie denn solchs in Lucis breüchlich, gewesenn seÿenn,
Vnnd das darbenebenn, etwa die Æditui vnnd Götzennwartter, gewohnet, vnnd Ihrenn vnnderhaltt vonn den wenigenn annliegenden ackernn gehapt mügenn habenn,
Es seindt1 noch leut beÿ lebenn, die gut wissenns tragenn, das mann Jerlich dahin vnder dem Pabstumb, mitt allem Heilthumb, Creuz vnnd fahnenn gewallet,
Darumb las Ich diese thörecht vngegrundte meinung fahrenn, vnnd will mit dem M. Petro Nigidio seligen, der aus Allenndorff burttig, vnnd zu Marpurgk ein Professor gewesenn, vnnd dem Schoppero2 bleiben,
Vnnd soll mich hier nicht Irrenn noch hindernn, das zu dieser Zeitt das H. nicht hinzu gesezt wurdet, Dieweils für kurzenn Jarenn, beÿ vnnsernn furfahren breüchlich, das H. aussenn zulassenn,
Der almechttige Gott wolle hinfüro, dis herlich, löblich Salzwerck Soden, sampt der Stadt Allendorff, vnder dem Schuz vnnd schirm, seiner milttenn güete vnd barmherzigkeitt, noch lannge Zeitt, erhalttenn vnd bewahrenn,
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Es seindt — stark verschnörkelte Initiale; auch 'Als seindt' lesbar
Schoppero — derselbe Autor wie auf Blatt 40v; Identifikation unsicher
vnnd dieweil daraus erscheinet, das es ein sehr altt Salzwerck seÿe, vnnd die angrenzenden vom Adell vnnd Geschlechtter, dasselbige Je vnnd alwegenn besessenn, vnnd eingehapt,
Ob sie denn schon nicht Eltere Priuilegia, denn die volgendenn habenn, So erscheinet doch, aus den Priuilegijs, das es auch ehe, zuuor die priuilegia erlanngtt wordenn, ein Salzwergk gewesenn seÿe,
Wir Heinrich Gottes gnadenn Lanndtgraue, Herre des Lanndes zu Hessenn, Mechtildt vnse Werthin, vnnd Johann vnse sohnn, vnnd vnse erbenn, Bekennen ann disem Jegennwerttigem brieffe, allenn die den hörenn vnd sehenn,
Das wir wolttenn mehr Pfannen hann gesatzet, zum Soden, auff das Saltzwergk, das wir des aber enkommen, mit den geburenn von Soden, die geerbet sein zu deme Saltzwercke,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre erbenn, vns efft vnnserm erbenn gebenn, alle Jar vierzehenn tage, vor Sancte Johannes tage, zu mittenn Sommer, fünff vnnd zwenzigk Vbene1 Saltzes,
das Saltz sollenn sie vmbantwurtten2, zu Cassell Inn vnnser Stadt, vf Ihre kostenn, vnnd vnder vnnser geleide, vor allen den, die dar vns thun vnnd lassenn wollenn3,
Darumb das diese rede stette vnd gantz bleiben, Darauff gebenn wir diesenn brieff, gefestet vnnd besiegelt, mitt vnnseme Ingesiegeltte, offt4 vnnser Wirthin, wanntte5 Johann vnse Sohn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Vbene — Salzmaß; Lesung des Wortes sicher, Bedeutung/Schreibung unsicher (Übene?)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenicht Ingesiegelt hatt, vnnd diese brieff ist gegebenn In dem Jare, da mann zaltte, vonn vnsers Herrenn Gottes geburt, Dreyzehenn Hundert Jar, am Sant Walpurs1 tag etc.
Wir Alheitt des Edelenn Furstenn Hertzogen Alberts dochter vonn Braunschweigk, die etwanne des Edelenn Furstenn Lanndtgrauen Johanns von Hessen Hausfrauwe was, Bekennenn offembarlich, allenn den die diesenn Jegennwerttigenn briefft sehen vnd hörenn lesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnse sohnn, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigen brieffe, allen den die Ihnen hörenn vnnd sehenn,
das wir wolttenn mehr Pfannen hann gesatzet, zum Sodenn, vff das Saltzwergk, das wir des vber ein komenn, mit dem geburenn vom Soden, die geerbet sein zu dem Saltzwercke,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre erbenn, vnns vnd vnsern erben gebenn, alle Jar vierzehenn tage, vor Sant Jaannis1 tage zu mittem Sommer, fünff vnnd zwenzigk Vbene2 saltzes,
das saltz sollenn sie vmbantwurtten zu Cassell Inn vnnser Stadt, vf Ihre kost, vnnd in vnnserm geleitte, vor allen den die durch vns thun vnd lassenn wollen3,
Darumb das diese rede stette vnnd gantz bleibe, darauff gebenn wir diesenn briefft, besiegelt mit vnserm Ingesiegell, vnd vnnser Wirthinne, Wann Johann vnnser sohnn nicht Ingesiegelt hatt,
Diesenn Jegennwerttig1 brieff, als er vonn worte zu wortte geschriebenn ist, verneuwenn wir, vnnd stettigenn Inn, also, das wir wollenn Ine in allenn stuckenn, stette halttenn,
zu sonnden gnadenn Wollenn wir, das dieselbenn gebuer zum Soden in allem rechtte vnnd gewonheitt, mit Inen steden bliebenn, die sie gehatt hann, vonn vnsers Herrenn Lanndtgrauen Henrichenn, vnnd Johanns vnsers vetters geziettenn, bis ann vnns,
Wir Otto Gottes gnadenn Lanndtgraue vnd Herre des Lanndes zu Hessenn, Alheit Lanndtgreuinne, vnnse eheliche Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn offembarlich allenn den die diesen Jegenwerttigenn briefft sehenn vnnd hörenn lesenn,
Wir Henrich Gotts gnadenn, Lanndtgraue, Herre des Lanndes zu Hessenn, Mechtildt vnnse Wirthinne vnnd Johann vnnse sohnn, vnnd vnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigen briefe, allen den die Ine hörenn vnnd sehenn,
Das wir wolten mehr Pfannenn han gesatzet, zum Sodenn vff das Saltzwergk, das wir des vber ein komenn, mit den gebueren vom Sodenn, die geerbet sein zu dem Saltzwercke, das wir do keine Pfannenn, do mehr sollenn setzenn,
Darumb sollenn sie vnnd Ihre Erbenn vnns vnnd vnserm erbenn gebenn alle Jar Vierzehenn tage vor Sant Joannis tage, zu mittenn Sommer, funff vnnd zwenzigk Vbene1 saltzes,
das saltz sollenn sie vmbantwurtten zu Cassell Inn vnnser Stadt vff Ihre kost, vnnd in vnnserm geleite, vor allenn die durch vnns thun vnd lassenn wollen2,
Darumb das diese rede stette vnd gantz bleibe, darauff gebenn wir diesenn brieff, Besiegelt mit vnnserm Ingesiegell vnnd vnnse Wirthin wann Johann vnnse sohnn nicht Ingesiegelt hatt
Diesenn Jegennwerttigenn brieff, als er vonn Wortten zu wortten beschriebenn ist, verneuwenn wir, vnd stettigenn Ihn, also das wir wollenn Ine am allenn stuckenn stette halttenn,
auch wöllenn wir das die vom Sodenn, vnnd vnnser Burger vom Allenndorff, bey alle deme rechtte vnd wonheitt3, die sie vonn altters gehapt hann, vnnd habenn, gentzlich bleibenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch, das vnnse burger vom Allenndorff kriegenn wurdenn vmb ein recht, des sie nicht getheilenn möchttenn, oder erkundtenn, des sollenn sie gehen vff die Schöpffenn vonn Cassell,
aller dieser vorgeschriebenen rede, gebenn wir diesenn Jegennwertigenn brieff, zu einer festung, vnnd zu einer vrkundt, besiegelt mit vnnserm Ingesiegelenn.
Wir Henrich vonn Gottes gnadenn Landtgraue Herre Hessenn Lanndes, Vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem Jegennwerttigenn brieffe, das wir wollenn hann lassenn3 zubrechenn, vnnd newe gemachett, die Pfannenn zu den Sodenn,
das wir wollenn das die Pfannenn zun Sodenn, ewiglichenn bleibenn sollenn, als wir sie nue han fundenn, ann der lennge, an der Weitte, vnnd auch ann der Höhe, der bortte,
nach derselbenn masse, die wir han lassenn gezeuchnet, offennbarlich Inn die Wennde der Gottsheuser des Heyligenn Creuzes, vnnd Sant Niclas, In vnnser Stadt zu Allenndorff,
Da wir hann vbergehapt, vnnd zugesanndt2 zu dem vorgenanttenn mas, so Heinrich vonn Jsenach Ritter, vnsern Amptmann Bertholdenn Eselkopff, Waltter vonn Hundelshausenn, Otto von Neter1, vnnse Burgkmanne, vnnd ander biederbe leute,
darüber bestettigenn wir Ine, ann diesem Jegennweurtigenn brieffe, als wir auch ann andern vnsernn brieuenn, Ine bestettiget hann, alle Ihre rechtt, das sie vonn altters hann gehapt,
vnnd nemblich Ihre altte rechtte, das sie heissenn gebaurschafft, also das niemanndt soll ann den vorgenanttenn Pfannen↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Neter — Familienname des Burgmannen Otto nicht sicher (Neter/Veter?)
Auch wollenn wir, das sie bleibenn bey Irer alttenn gewonheitt, also das sie sollenn vnnd mögenn setzenn vnndt entsetzenn, vnnd bestellenn, in alle weise, das vns vnnd deme vorgenanttenn Salzwergke magk kommenn zu nutze, zu rechte vnnd zu frommenn,
der ist gegebenn vnnd geschriebenn, nach Gottes geburt dreyzehennhundert Jar, Vnnd in dem zwey vnnd zwanzigstenn2 Jare, am dem Sonnabenndt nach der Vffart, vnnsers Herrenn Gottes.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMarggrauenn zu Meissenn, in dem Osterlanndt vnd zu Lanndisburgk2, Grauen zu Orlemundt, vnnd Herren des Lanndts zu Pleizenn1, Bekennenn offenntlich in diesem Jegennwerttigenn brieue, Vnnd thun kundt allen den, die Ihne sehenn, hörenn, vnnd lesenn,
Alse die Weise leute, Rathesmeister vnnd geschworne, die Burger alle gemeinlichenn, der Stadt Allenndorf, vns vnnd vnserm Erbenn, eine rechtte Erbhuldung gethann habenn,
Were es, das sie ann vnns, oder vnnser Erbenn kemenn, Nach deme also sie vns gehuldett vnnd geschworenn habenn, das wir sie die Stadt zu Allenndorff, vnnd das Salzwergk zum Sodenn, das darzu hörett,
Sie habenn es brieue, aber nicht1 bleibenn lassenn wollenn, vnnd sollenn, vnuerbruchlich in allermassenn, alse sie bey den vorgenanttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vnnsernn liebenn bruedernn gesessenn vnnd bliebenn seindt.
Das auch die vorgenanttenn vnnsere liebenn Brueder die Lanndtgrauenn ann der ehrgenanttenn Stadt, vnnd Burgernn Rennthe verschriebenn, vnnd verweist icht hettenn, Oder ab sie noch icht darann verschreibenn vnnd verweisenn,
Darinnenn sollen noch wollenn wir noch vnnser Erbenn, nicht greiffenn, noch vnns darwiedder legenn in keine weise, Sonndernn wir wollenn das vnuerzuckett2 halttenn, Ob das also ann vnns keme.
Were auch das vnnser ehrgenanttenn Brueder die Lanndtgrauenn, die vorbeschriebene Stadt vnnd burger gemeinlich, oder der keine besonndernn vorsatzt, oder noch versetzenn wurdenn, das sie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Sie habenn es brieue, aber nicht — Lesung und Sinn unsicher; gedeutet als „ob sie daruber Briefe haben oder nicht“
vnuerzuckett — wohl „unverruckt/unverzueglich“; Buchstabenfolge nicht eindeutig
↪Fortsetzung von der vorigen Seitekundtlich erweisenn möchttenn, das soltenn wir, vnnd wollenn sie gutlich entlegenn2, vnnd abnehmenn, Ob das also ann vnns oder vnnser erbenn keme,
der gegebenn ist nach Gottes geburt, dreyzehennhundert Jar, darnach in dem drey vnnd zwanzigsten Jare, am dem dinstage nach Sant Jacobs tage, des Heyligenn zwölffbottenn.
Wir Heinrich vonn Gottes gnaden Landtgraue vnnd Herre des Lanndes zu Hessenn, Elsabets Landtgrauinne vnnse eheliche Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn offenntlichenn, allenn den die diesenn Jegennwerttigen brieff, sehenn oder hörenn lesenn,
Das wir diesen nachgeschriebenenn brieff, vonn wortte zu wortte, vnnd gezeichnet mit vnnsers Herrnn vnnsers Vatters Lanndtgrauen Ottenn, vnnd mit vnnser Frawenn, vnnser mutter Alheidt3,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
hangenn — Wortende mit Kuerzungsschleife; hangk~ aufgeloest zu hangen
entlegenn — wohl „entledigen/ausloesen“ (Pfandschaft)
Alheidt — Adelheid; Schreibung am Zeilenende mit Schleife, nicht ganz sicher
Wir Otto vonn Gottes gnadenn, Lanndtgraue des Lanndes zu Hessenn, alheidt vnnser Wirthin, vnnd vnnse Erbenn, Bekennenn ann diesem brieue, allenn den die Jne hörenn oder sehenn lesenn,
das wir wolttenn mehr Pfannenn han gesatzet, zu den Sodenn, vff das Saltzwergk, das wir des vber ein kemenn, mit den geburenn vom Sodenn, die geerbet sein zu dem Saltzwergke, das wir keine Pfannen do mehr sollenn setzenn.
darumb sollenn sie vnnd Jre erbenn, vnns vnnd vnnserm Erbenn gebenn, alle Jahr Vierzehenn tage vor Sant Johannis tage, zu mittenn Sommer, funff vnnd zwanzigk Vbene saltzes,
das Saltz sollenn sie vnns anntworttenn, zu Cassell in vnnser Stadt, vf Jhre kostenn, vnnd in vnnserm geleide, vor alle die durch vnns thun vnnd lassenn wollenn1.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewortte geschriebenn ist, vernewernn wir vnnd bestettigenn Jne also, das wir wollenn Jne in allenn stuckenn stette vnnd gantz halttenn,
auch wollenn wir, das die vom Sodenn, vnnd vnnser Burger zur Allendorff bey alle dem rechtte, vnnd warheit1, die sie von alters gehapt hann, vnnd habenn, gantzlich pleiben lassenn,
Wer auch das vnnser burger vonn Allenndorff kriegennde worden vmb ein rechtt das sie nit getheilen möchttenn oder konttenn2, des sollenn sie gehenn vf die Schöpffenn vonn Cassell,
Aller dieser vorbeschriebenn rede, gebenn wir diesenn Jegenwerttigenn brieff zu ein festenung, Vnd zu einer vrkunde, besiegelt mit vnnserm Jnngesiegell,
Wir Otto vonn Gottes gnadenn Hertzoge zu Braunschweigk, Bekennenn offenntlich ann diesem brieue vnnd thun kundt allenn den Jne sehenn, hörenn, oder lesenn,
alse vnns vnnser liebenn besonndernn2, Burgermeister, Rath, Schöpffenn vnnd gantz gemeinheit zu Allenndorff gehuldiget hann, nach anweisung der brieff, die der Hochgebornne, vnnser lieber Oheme Lanndtgraue Henrich zu Hessenn, vnnd wir vntter einander gegebenn, vnnd versiegelt habenn,
also sollenn vnnd wollenn wir, wann es darzu kömpt, die vonn Allenndorff, vnnd das Saltzwergk zum Soden vnnd das darzu gehört, mitt aller wirdigkeitt, mit aller gewonheitt, mit alme rechtte vnnd freyheit,
in holtze vnnd in felde, mitt den strassenn vnd wassernn, vnnd wegenn, mitt aller Schlachtte nutze1, sie habenns brieue oder nicht, bleibenn lassenn sollenn vnnd wollen, vnuerbruchlich, ane argelist,
in aller masse, alse sie bey aller Herschafft vonn Hessenn bleibenn sein, vnnd wollenn sie des getreuelich beschirmenn, beschutzenn, vnd verandtworttenn, gleich anndernn vnnsernn Landen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Schlachtte nutze — 'schlachte' = Art; Lesung des Ausdrucks nicht ganz sicher
besonndernn — Formel 'lieben besonderen'; danach kein Substantiv, in mod ergänzt
das wir die Räthe vnnser Stadt Allenndorff vnnd vnnsere Burger gemeinlich daselbst, vnnd das Saltzwergk zu den Sodenn, vnser liebenn Getrewenn wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn,
Besonndernn bestettigenn wir den Pfennernn zun Sodenn, ann diesem Jegennwerttigenn brieffe, alle Jhre altte Rechtt, das sie vonn altters habenn gehapt, das mann heißet, die gebaurschafft2, die wir↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
achtzigk drey Jahr — Datum 1383; die rote Randnotiz zur Urkunde (S. 105) sagt 'Anno 1382' — Widerspruch in der Vorlage
gebaurschafft — Begriff 'Gebauerschaft' (Genossenschaft der Pfänner), Lesung sicher, Bedeutung erläutert
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJhnenn auch halttenn wollenn, allermasse als vnnser Elternn brieue das ausweisenn, vnnd sie daranne nichts verkurtzenn, Ohne alle geuerde, vnnd ohne argelist,
Wir vonn Gottes gnaden Friderich Sigmundt, Henrich vnnd Wilhelm gebruedere, Hertzogen zu Sachssen, vnnd Friderich Jrer vetter, Alle Lanndtgrauenn zu Duringenn vnnd Marggrauenn zu Meissenn,
alse die Ersamenn Burgermeister, Schepffenn vnnd Burgere, gemeiniglich der Stadt Allenndorff vff solche Bruederschafft, alse wir vnns mit dem Hochgebornnenn Furstenn, Herrn Ludewigenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vnserm lieben↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
thun henckenn — Wörter mit langen Querstrichen (wohl Zierstriche, keine Tilgung); sinnnotwendig, daher belassen
tertio, decimo — so mit Komma geschrieben, gemeint 'tertiodecimo' = 1413
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteOhmenn, mit vnnser aller Lannden zusamene2 verschriebenn vnnd verbruedert habenn, nach ausweisung der brieue, die wir daruber, vnnder einannder gegebenn, vnnd eine rechtte Erbhuldung gelobet, vnd geschworenn gethann habenn,
Were nun, ob sich das solcher masse verfiele vnnd dieselbenn vonn Allenndorff solcher Bruederschafft, vnd vonn Erbhuldung wegenn, ann vnns alle oder eintheil, oder ann vnnser Erbenn kommenn vnnd gefallenn werden1, das Gott lannge wennde,
das wir sie alse dann, vnd alle Jre nachkommenn, vnnd das Saltzwergk zum Sodenn, das darzu gehöret, mit aller Wirdigkeitt, mit aller gewonheit, mit allem rechttenn, vnd freyheitenn,
in holtzenn vnnd in felde, mitt den strassenn, vf Wassernn vnnd wegenn, mit allem nutze, sie habenn es brieue oder nicht, bleibenn lassen sollenn vnnd wollenn, vnuerbruchlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteann der ehegenanttenn Stadt vnnd Burgernn leuthe1 verschriebenn vnnd verweiset hette, oder aber noch Jzt darann verschreibenn, vnnd verweisenn wurde,
darin sollenn noch wollenn wir noch vnnser Erbenn, nicht greiffenn, noch vnns darwiedder legenn in keine weise, Sonndernn wir wollenn das vnuerbrochenn halttenn, ob das also ann vns keme,
Were auch, das vnnser lieber Ohme vonn Hessenn ehegenanter, die vorgenanttenn Stadt vnnd Burgere, gemeiniglichenn, oder der einenn besonndernn versazet hette, oder noch versezenn wurde, vorschulde die sie kundtlichenn erweisenn möchttenn,
Vnnd habenn Jne des zu Vrkundt vnnd warem bekanndtnusse gegebenn, diesem brief versiegelt, mit vnnserm Friderichs Sigmundes, vnnd Friderichs obgenanttes, Jnngesiegeln, der wir Heinrich vnnd Wilhelm mit hieran gebraucht,
Gegebenn zu Cassell2 nach Christi geburt, Vierzehennhundert, Vnnd darnach in dem Ein vnnd dreyßigsten Jar, am Sontag Sanct Simonis et Judae tag der heiligen zwolfbottenn,
Unsichere Lesungen
Burgernn leuthe — Lesung des zweiten Wortes nicht ganz sicher; wohl 'Bürgersleute'
Cassell — Ortslesung Kassel; erster Buchstabe verschnörkelt
Wir Ludwig vnd Henrich1 gebrueder von Gottes gnadenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn vor vnns, vnnd die Hochgebornenn Furstenn, Herrnn Hermann, vnnd Herrnn Friderichenn, Vnnser liebenn brueder, vnnd vnnser Erbenn, offenntlich in diesem brieffe, vor allenn leutenn, die Jhne sehenn oder hörenn lesenn,
das nun wir vnnd die ehegenanntten vnnser liebenn brueder, die Jzundt genanndt Burgermeister vnnd Rethe, vnnd vnnser Burger gemeiniglich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Salzwerck2 zum Soden, wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn, bey allenn Jrenn freyheitenn, gnadenn, gewonheitenn, vnd rechttenn, alse sie beyder Herschafft zu Hessenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Henrich — Namensform in der Zierschrift; auch 'Heinrich' möglich
Salzwerck — Schreibung des Wortendes durch Zierstrich nicht ganz eindeutig (Salzwerck/Salzwergk)
Besonnder bestettigenn wir den Pfennernn zum Sodenn mit diesem Jegennwerttigenn brieffe, Alle Jre altte rechtte, das sie vonn altter gehapt hann, das mann heissett gebaurschafft1,
die wir Jne auch halttenn wollenn, Jnn aller massenn, als vnnser Eltternn seliger brieffe das außweisenn, vnnd sie darinne nicht verkurzenn, Ohnn alle geuerde vnnd argelist,
Vnd dis zu Vrkundt, hann wir Lanndtgraue Ludwig obgenanntte, als der Elteste Fürst zu Hessenn, vnnser grosse Mayestet Jnngesiegell, vonn vnns vnnd vnser liebenn brueder ann diesenn brieff thun henngenn
Vonn Gotts gnaden Wir Ludwig Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn vor vnns vnnd vnnser Erbenn offenntlich, in diesem↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebaurschafft — Wort teils mit Zierstrich; Lesung 'gebaurschafft' (Bauerschaft) wahrscheinlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebrieffe gein allermenniglich, So, alse vnnser liebenn getrewenn die Baurschafft der Sodenn Vnser Stadt Allenndorff, die mann nennet die Pfenner, vonn vnnserm Voraltternn seligenn gefreyet,
vnnd habenn Jne solche Jre freyheit, gerechtigkeit vnnd löbliche gewonheit, so sie die vormahls bey vnnsernn Vorelttern seligenn furstenn des Landes zu Hessenn, herbracht habenn, nach Jnnhalt derselbenn brieffe daruber sagennde, gnediglichenn bestettiget,
vnnd bestettigenn Jne die Jnn vnnd mit Krafft dieses brieues, vnnd besonndern freyhen1, Vnd bestettigenn Jne wir solche Jre rechtte, vnnd her2↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
besonndern freyhen — Lesung 'freyhen' (= freien, privilegieren) nicht ganz sicher
her — am Zeilen- und Seitenende getrenntes Wort (her=), Fortsetzung auf der Folgeseite
Nemblich, wo einer oder mehr, einenn oder mehr todt schlugenn in den Sodenn, solcher oder solche todtschleger sollenn Hundert Jar vnnd einenn tagk, die Stadt Allenndorff, die Sodenn vnnd Feldtmarck räumenn, vnd darin nicht kommenn,
derselbe oder dieselbenn, der oder die so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tagk, die genanntten Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Jre Feldtmarck räumenn, vnnd darin nicht kommenn,
Wir wollenn auch die obgedachtenn vnnser Baurschafft, bey solchenn Jrenn freyheitenn, rechttenn, vnnd löblichgewonheitenn1, wie vorgerurt ist, hanndthabenn, schuzen, sturenn2, vnd behalttenn,
Wir Henrich von Gottes gnadenn Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn mit diesem brieue vor vnns vnnd alse Vormunder vor die Hochgebornenn furstenn, vnnser liebenn Vetternn, Herrnn Wilhelm vnnd Herrnn Wilhelm gebrueder, auch Lanndtgrauenn zu Hessenn,
Das nun wir vnnd die ehegenanttenn, vnnser liebenn Vetternn, die obgemelttenn Burgermeistere, Räthe, vnnd vnnser Burgere, gemeiniglich daselbst zu Allenndorf vnnd das Salzwerck zu den Sodenn, wollenn lassenn bleibenn2 vnnd behalttenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerschafft zu Hessenn, vor altter vnnd auch von vnserm liebenn Herrnn vnnd Vatter seligenn gehapt han, vnd verbrieffet sein,
Besonnder bestettigenn wir den Pfennernn zun Sodenn mit diesem Jegennwertigenn brieue, alle Ihre altte Rechtt, das sie vonn altter gehapt haben, das mann heisset die gebaurschafft,
die wir Jne auch haltenn wollenn, in allermaße als vnnser Elttern seligenn brieffe, das außweisenn, Vnnd sie darann nicht verkurtzenn, ohnne alle geuerde, Vnnd sonnder arge list,
Des zu Vrkundt, so hann wir Lanndtgraue Heinrich vorgenanndt, vor vnns vnd alse Vormünder, vor die obgedachttenn vnnsernn liebenn Vetternn, Jngesiegell ann diesenn brieff, mit rechtem wissenn thun henckenn,
Wir Henrich von Gotts gnaden Landtgraue zu Heßenn1, Graue zu Ziegennhain vnnd zu Nidda Bekennenn mitt diesem brieffe, alse Vormünder↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Heßenn — Worttrennung Heß=enn über den Zeilenumbruch; Zeilenanfang der Folgezeile schwer lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevor die Hochgebornenn Furstenn, vnser liebenn Vetternn, Herrnn Wilhelmenn vnnd Herrnn Wilhelmenn gebruedere, auch Lanndtgrauen zu Hessenn,
do, als vnser liebenn Getrewen, die Baurschafft der Sodenn vnser Stadt Allenndorff, die mann nennet die Pfenner, vonn vnsern Voreltternn seligenn gefreyet, vnnd Ire freyheitt vnnd rechttenn bestettiget sein, nach Jnhaltte brieffe vnnd siegell, Jne darueber gegebenn habenn,
vnnd habenn Jne solche freyheite, gnade, gewonheite, vnnd rechte, alle Innmassenn sie die vormahls bey vnserm Voraltternn seligenn Furstenn des Lanndes zu Hessen, gebrachtt hann, nach Laute der brieffe darueber↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesagende, gnediglich alse1 Vormünder, vnnd von wegen der obgedachttenn vnnser liebenn Vetter bestettiget, vnnd bestettigenn Jne die also in vnnd mitt Craffte dieses brieffes,
wo einer oder mehr vonn den Södernn vnnd Saltzknechtenn todtschlugenn, der oder dieselbenn todtschleger, sollenn hundert Jar vnnd einenn tage, die Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Ire Feldtmarcke reumenn, vnnd darinn nicht kommenn,
derselbe oder dieselbenn, der oder die so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tagk, die genantten Stadt Allenndorff, die Sodenn vnnd Ire feldtmarcke reumen, vnnd darin nit kommenn,
Wir wollenn auch die abgerurtenn Baurschafft, bey solchenn Irenn freyheittenn, gnadenn, gewonheittenn, vnd rechttenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
alse — alse oder also, Endung nicht sicher zu unterscheiden
Des zu Vrkundt habenn wir obgenanntter Lanndtgraue Heinrich, vor vnns vnnd alse Vormünder vorgerurt, vor vnnsernn liebenn Vetternn, vnnser Jngesiegell ann diesenn brieff wißenntlich thun henckenn,
Wir Wilhelm vnd Wilhelm gebruedere vonn Gottes gnadenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn vor vnns offenntlich in diesem brieue, gein aller menniglichenn,
Do, als vnser liebenn Getrewen, die Baurschafft der Sodenn, vnnser Stadt Allenndorff die mann nennet die Pfenner vonn vnnserm Voreltern↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
als habenn wir Iren gehorsam, vnnd getruen dienst, so sie alwege vnserm liebenn Voreltternn gethann vnnd erzeiget hann, vnnd auch hinfuro treulich thun wollenn vnnd sollenn, zu hertzenn genommenn,
Vnd Jne darumb solche Ire Freyheitte vnnd gnade, gewonheite, vnnd rechtte, alle Innmassenn sie die vormals bey vnnserm Vorelttern seligenn, Furstenn des Lanndes zu Hessenn, herbracht hann, nach Lautt der brieffe darueber sagennde, gnediglich bestettigett,
wo einer oder mehr, einenn oder mehr vonn den Södernn vnnd Saltzknechttenn, todtschlugenn, Sollenn hundert Jar vnnd einenn tage, die Stadt Allenndorff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
derselbe oder dieselbenn, so gewundet hettenn, sollenn ein Jar vnnd einenn tage, die genanttenn Stadt Allenndorff, die Sodenn, vnnd Ire feldtmarckt reumenn, vnnd darin nicht kommenn,
Wir wollenn auch die abgerurte Baurschafft, bey solche Irenn freyheitenn, gnadenn vnnd gewonheitenn, vnd rechttenn, wie obgerurt ist, hanndthabenn, schutzenn, steurenn, vnnd behalttenn,
Vnnd des zu Vrkunde, so habenn wir Lanndtgraff Wilhelm obgenandt der Elter vnnser Secret gebrechenn halber, vnnser Sigill hierann vestiglich thun henngenn,
Wann auch vnnser Mayestet Siegill gemacht wurdet, alsdann so wollenn wir diesenn brieff vff ersuchenn obgedachttenn vnnsern liebenn Getrewenn, der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Wir Wilhelm vnnd Wilhelm gebruedere von Gotts gnadenn Landtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich ann diesem brieffe, vor vnns vnnd vnnsere erbenn, gein aller mennigklichenn, die Jne sehenn vnnd hörenn lesenn,
das nun wir die Jtztgedachtenn Burgermeistere, Rethe, vnnd vnnsere Burgere gemeinlich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Saltzwerck zu den Sodenn wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
baurschafftt — Satzanfang auf der Vorseite; wohl Fortsetzung eines getrennten 'ge=baurschafftt' (vgl. dieselbe Formel 'die gebaurschafftt' auf Bl. 58v)
do. — Kleines Wort nach 'lesenn' mit Punkt; wohl 'do' (= da), Lesung nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebey allenn freyheitenn, gnadenn gewonnheitenn, vnd gerechttigkeitenn, alse sie bey der Herschafftt zu Hessenn vonn altters her, vnnd auch vonn vnnserm liebenn Herrenn, vnnd Vatter seligenn, gehapt hann vnnd verbrieffet sein.
Besonnder bestettigenn wir denn Pfennernn zu den Sodenn, mit diesem Jegennwerttigenn brieffe, alle Jre alte rechtte, das sie vonn altters hann, das mann heisset die gebaurschafftt,
die wir Jne auch halttenn wollenn, Jnn allermassenn, als vnnser Eltter seligenn brieffe das außweisenn, vnnd die darann nicht verkurtzenn, ohne alle geuerde, vnnd ohnne argelist.
Vnnd des zu Vrkundt, Habenn wir Lanndtgraue Wilhelm obgenannter der Eltter, vnnsere Secret gebrechs1[?] halbenn vnnsere Sigille hierann festiglich thun henngenn,
Wann auch vnnser Mayestet Sigill gemacht wirdet, alse denn so wollenn wir diesenn brieff vff ersuchenn obgedachttenn vnnserm liebenn getreuwenn der vonn Allenndorff, wieder vmbschreibenn, vnnd damit versiegelenn lassenn, alles ohne↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebrechs — Wortende mit Zierschwung, auch 'gebrech' oder 'gebrechen' möglich; Formel 'unsers Secrets gebrechen halben'
Von Gotts gnadenn Wir Wilhelm der mittler Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, Bekennenn offembar in diesem brieffe, vor vnns vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn,
das wir vonn vnnsernn liebenn den Gebaurenn vom Sodenn, annders genanndt die Pfenner, gruendlich mitt ganntzer warheitt berichttet, vnnd vnnderweiset sein,
Wie sie in Jrem Sodenn vnnd Saltzwerck, damit sie beerbet vor vnnser Stadt Allenndorff, ann der Werra gelegenn, aus alttenn freyheitenn herkommenn, vnnd gewonden1, Vierzigk vnnd drey Saltzbodenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenn vnnd rechttenn, Sonnderlich mit einem alten rechtte, genanndt die Gebaurschafftt, mitt Jrem annhannge, vonn vnnd bey dem Furstennthumb zu Hessenn, vnnd vnnsernn Vorfahrenn, löblicher gedechtnus begnadet,
So nun dann wir der Regirung vnnser Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessenn, selbst anngenommenn, will sich aus rechtte vnnd gnadenn anders nicht geburenn,
dann das wir den genanttenn vnsernn liebenn getreuwenn, Gebaurenn vom Soden genanndt Pfenner, Jres Saltzwercks gebaurschafft mit Jrem annhannge, Herkommenn, gewonden, gnadenn, freyheitenn, vnnd aller annder rechtte,
Demnach so bestettigenn vnnd bekrefftigenn wir vor vnns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den obgenantenn Gebaurenn genanndt Pfenner, das vorgemelt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
reulicher — Wohl 'reulicher' = ruhelicher (ruhiger Besitz); Schreibung des Wortinneren nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJre Erbe das Saltzwerck, mit allem seinem Herkommenn, rechttenn vnnd gewondenn, vnnd die Zal der Saltzbothenn vnnd Pfannenn,
Sonnder vierzigk vnnd drey1 Saltzbothe, vnnd souiel Pfannen, darin nicht mehr noch weniger, vnnd in der weitte lenngde, vnnd höhe der bortte, als die vom alters her, bis vff die zeit vnnser Regirung gefundenn,
Wollenn auch wir vnnser Erbenn, vnnd nachkommen selbst, oder durch annder Leute die gedachttenn vnser liebenn Getreuwenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, mit anndernn Saltzbothenn, in oder außwendig Jrem Sodenn,
vf3 eine Meyle wegs vonn demselbenn Sodenn, durchenn2[?], in keine weise, oberbawenn, auch nit mit frembde Saltze, auch ein halb meyl wegs vberfurenn lassenn, Ohnne alle geuerde,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteerbenn vnnd nachkommenn, den gemeltenn vnnsern liebenn getreuwenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, die alte recht1, das sie heissenn Gebaurschafftt, mit allem das vom altters hero daranne henget,
also das niemanndt soll oder magk, ann dem genanttenn Saltzwercke, vnnd Pfannenn theil habenn, besitzenn oder Saltzsiedenn, er sey dann aus der gebaurschafftt geborenn.
Darumb were es sache das vns Wilhelm Lanndtgraue vorgenanndt, vnnserm Erbenn, oder nachkommenn, ann dem gemelttenn Saltzwercke oder Pfannenn theil gegebenn, oder durch annder schlechtt annkunfft, wie die mochttenn sein, zugewanndt wurdenn,
sonndernn vnnserm liebenn getreuwenn, den gebaurenn vom Sodenn, genandt Pfenner, Jnner einem Monnde, vom tage der Gifft oder annder annkumfft zurechenn2, der so viel geldes als das gegebenn, oder annder maße anngekommen, theil nach leuffte der Zeit gegelttenn möchtte, gut=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
die alte recht — Artikel undeutlich; auch 'das alte recht' lesbar
zurechenn — = 'zu rechnen'; Anfangsbuchstabe z nicht ganz sicher
dermassenn bestettigenn wir, vor vnns vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den vielgedachttenn vnnserm liebenn getreuenn gebuerenn1 den Pfennernn, alle Ihre gebotte, vnnd gewonde2, damit sie Ihre Meisterknechtte, Affterknechte3, oder annder die vff dem Saltzwercke arbeitenn wollenn, habenn zustraffenn, vnnd zuzwingenn,
Welcher aber den anndernn gliedts lanng oder nagels tieff verletzte, ein Jar vnnd einenn tagk, vmb guts friedes willenn, aus dem Bodenn, aus der Stadt Allenndorff vnnd Irer feldtmarcke verweisenn mögenn,
damit sollenn alle andere Ihre gebott vnnd verbott bestettiget sein, mit macht derselbenn, aus redtlichenn vhrsachenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
gebuerenn — Lesung des Worts nach 'getreuenn' nicht ganz sicher; wohl 'Gebauern' (Mitglieder der Gemeinde)
gewonde — wohl 'Gewohnheiten'; Wortform unsicher
Affterknechte — langer Zierstrich durch das Wort (wie bei Meisterknechtte); keine Streichung angenommen
vnnd das sie anderst In Ihrem Bodenn vnnd Saltzwercke mögenn bestellenn, alle Regirung mit nahmenn1 Schösser vnd der kirchenn zum Bodenn, vormundenn, doch des Pfarhernn daselbst gerechtigkeit vnschedtlich, oder was desgleichenn were, nichts ausgeschiedenn, setzenn vnnd enndtsetzenn,
auch der kauff des Saltzes, vf vnnd abzuschlagenn, das wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Inen nicht sollenn oder wollenn, wiedersagenn, oder verhindernn in keine weise,
wie sie vonn vnnd bey dem Furstenthumb zu Hessenn, vnnserm Vorfahrenn, in den vergenanttenn Irem Erbe vnnd Saltzwercke, auch in Erbzinsenn, habenn, hausenn2, gemeinenn, Geholtzenn, Strassenn, auf wassernn oder wegenn gehabt habenn, sie habenns brieffe oder nicht,
ausgescheidenn die Vbrigkeit des gerichtts vber Hals, handt1, schuldt, vnd schadenn, welche Vbrigkeitt wir vnns, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn vorbehaltenn,
doch so mögenn darnebenn vnnser liebenn Getreuenn, Gebaurenn genanndt Pfenner, Ire schulde die sie itzt habenn, oder auch Ires Saltzwerckes vnnd verkaufftenn Saltzes halber hinfurtters habenn wurdenn,
vonn Irenn Saltzknechtenn, Kernernn, oder anndernn Saltzfuhrernn, nach Innhalt Ihrer gebotte, vnnd gewonde2 ermanenn vnnd erfordernn, also auch von altters herkommen ist,
auch ausgescheidenn die gerechttigkeitt vnnsers Zolles, den wir vnnser Erbenn vnnd nachkommen, nicht ersteigernn, oder erhöhenn sollenn, oder wollen, Sonnder in den Wirdenn, also vonn altters herbracht ist, hebenn vnnd bleibenn lassenn.
Doch mit solchem vnnderscheidt, ob geschehe, das solch ehegenannte Saltzwercke des Saltzbrons halber, oder durch Branndt oder fhede, genntzlich oder ein theil verwustet, oder zustörtt wurde, das der almechttige Gott, aus seiner Göttlichenn vorsichtigkeit, verhuetenn wolle,
als dann sollenn vnnd wollenn, vnnser liebenn Getrewenn, Gebaurenn vom Bodenn, genanndt Pfenner, der obgenanntten Summen zweyhundert gulden, nach annzahl der wuste, oder zustörunge bezahlung1, Ohnne geverde,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd nachkommenn, die zwo pfannenn Saltzes alter pflicht, vierzehenn tage vor Sant Joannis tag, zu mittenn Sommer, In vnnser Hoff oder kuchenn, Wo wir die halttenn werdenn, auf vnnser kost furt2 vnd geleite schickenn, Wann sie der vermanet werden,
Sollenn auch die vorgenanttenn, vnnser liebenn Getreuen, Gebauren vonn dem Bodenn, genanndt Pfenner, gemeinlich vnd ein Jeglicher vor sich, nach annzahl seines erbtheils der pfannenn, bey den wirden des Geschosses,
Das diese vorgeschriebene stücke vnnd artickell dieser vnnser verschreibung der wir selbst, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, auch niemanndt vonn vnnser wegenn,
Des gebenn wir Wilhelm der mittler Lanndtgraue↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
funff [?] Marck — Zwischen 'funff' und 'Marck' ein Abkürzungszeichen (evtl. '½', also fünfeinhalb Mark, oder Währungs-/Gewichtskürzel); auch vergrößert nicht sicher aufzulösen
kost furt — wohl 'auf unsere Kosten, Fuhre und Geleit'; 'furt' = Fuhr(e)
soll alle — elliptische Konstruktion; evtl. 'stet, alle vnnd vnuerbruchlich'
Das wir Raue vnnd Cunradt Itzo genanndt vnns vnnd vnsern erbenn ohne schadenn, so aus vnnsers vorgedachten gnedigenn liebenn Herrnn beuehl gethann, zu kundtschafft bekennenn,
Geschehenn zu Spanngennbergk, Im Jar als mann, nach Christi vnnsers liebenn Herrnn geburt tage gezehlet hatt, Vierzehenn hundert achzigk vnnd siebenn Jar,
Von Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mittler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegenhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich in diesem brieffe, vor vnns vnnser Erbenn, do als Burger3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Rauen vom Herden — Name so geschrieben; Modernisierung 'Rau von Herda' nicht ganz sicher
Waldennstein — wohl das hessische Geschlecht von Wallenstein (Waldenstein)
do als Burger — Lesung des Zeilenendes unsicher; Satz läuft auf der Folgeseite weiter (evtl. 'Buergen')
das wir nun itzundt die gedachtenn Burgermeister, Räthe, vnnd vnnser burger gemeinlich daselbst zu Allenndorff, vnnd das Saltzwerck zu den Sodenn, wollenn lassenn bleibenn vnnd behalttenn, bey allen freyheitenn, gewonheitenn vnnd gerechttigkeitenn,
alse sie bey der Herschafft zu Hessenn, vonn alters here, auch vonn vnnserm liebenn Herrenn, vnnd Vatter seligenn, vnnd vnns selbstet1[?] gehapt, vnnd verbrieffet sein.
Besonndernn bestettigenn wir den Pfennern zu den Sodenn, mit diesem Jegennwerttigenn briefe, alle Ire alte rechtte, das sie heissenn Gebaurschafft, die wir Ihnenn auch halttenn wollenn,
Inn aller massenn als vnnser Elttern seligenn, vnnd vnser brieue das anweisenn, vnnd sie darane nicht verkurtzenn2[?], ohnne alle geuerde vnnd argelist.
Gebenn in der gedachtenn vnnser Stadt Allenndorff, in dem Jar als man zalte nach Christi, vnnsers liebenn Herrnn geburt, 1488 am tage des Heiligenn Pauli Conuersionis.
als die Ersamen vnnsere gute Gönner, Burgermeister Räthe, Burger, vnnd gantze Gemeine der Stadt Allenndorff an der Werra, vnns ann stadt2 des durchleuchtigenn, Hochgebornen Furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraue Philipsenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogen etc.
vnnd den geschicktenn der durchleuchtigsten, durchleuchtigenn, Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Friderichs, des Heiligenn Römischenn Reichs Ertzmar=3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteschalcks Churfurstenn, Herrnn Johannsenn, Hern Georgenn, vnnd Herrnn Heinrichs, Kaiserlicher Maiestat, vnnd desselbigenn Reichs Erblicher Gubernator in Frieschlanndt, gebrueder vnnd Vetternn, alle Herzogenn zu Sachssenn, Lanndtgrauenn in Duringenn, vnd Marggrauenn zu Meissenn,
demselbenn Lanndtgrauenn Philipsen, als Irem rechten naturlichenn Lanndtsfurstenn, vnnd Erbherrenn, auch seiner gnadenn Leiblehenns Erbenn, vnnd in gebrech1 derselbigenn Lanndtgraue Wilhelm vnnd seinenn leibes lehenns Erbenn, vnnd ob der keiner mehr were,
als dann vnnd nicht ehr den obgedachtenn vnnsernn gnedigstenn vnnd gnedigenn Herrenn vonn Sachssenn, vnd Irenn Leibes lehenns Erbenn, getrew, holdt, gehorsam vnnd gewerttig zu sein,
Sagenn zu vnnd versprechenn Inenn auch also Inn vnnd mit krafft dieses brieffs, vor seine gnade, vnnd derselbigenn seine gnade Erbenn, auch vnd[?] alle vnnser nachkommenn, ann dem Regiment,
sie Ire nachkommenn vnnd erbenn, auch das Saltzwerck zun Sodenn, bey allenn freyheitenn, gnadenn, gewonheite2, vnnd gerechtigkeit, wie sie die vonn altters her, bey der Herschafft zu Hessenn,
vnnd sonnderlich dem durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd Hern, Herrnn Wilhelm dem elttern, vnnd weylanndt Herrnn Wilhelm dem mitler löblicher gedechtnus gebrueder Lanndtgrauenn zu Hessenn, bis hero gehapt vnnd herbracht habenn,
Darnebenn so bestettigen wir auch den Pfennernn zun Sodenn, mit diesem Jegenwertigenn brieue, in nahmenn wie obgemeltt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
auch vnd alle — so geschrieben; dem Sinn nach wohl 'auch vor alle'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitealle Ire altte rechte, das sie vom altters gehapt han1, das mann heisset gebaurschafft, die wir Inenn auch halttenn wollenn,
Inn allermassenn, alse der vorgenanttenn gebrueder vnnd Irer vor elttern, brieue das anweisenn, sie auch daranne nicht zuuerkurzen, alles ohne geuerde vnnd argelist.
Des zu vrkunde ist dieser brieff mit vnnsers Regiments annhanngende Ingesiegell verferttiget vbergebenn wordenn, zu Cassell, Donnerstage2 nach der Heyligenn dreyer konige tage, Anno Millesimo quingentesimo Vndecimo.
Vonn Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegenhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich in diesem briefe, vor vnns vnnser Erbenn vnd Erbnehmenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEltter Vatter seliger gedechtnus etliche theile ann Saltzpfannenn zun Sodenn vor vnnser Stadt Allenndorff gelegenn, Nemblich zwey achteil,
Eins, von einem, genanndt Churt Were1, gedachtenn vnnsers Eller Vatters, etwan Schultheis daselbst zu Allenndorff, ann schulde seines ampts halbenn erwachsenn,
als dann etliche brieffe, die wir in vnnserm beheltnus im Thorm vnnsers Schlosses zu Spanngenbergk, habenn suchenn lassenn, vnnd nit fundenn, Inhalten sollenn.
So wir nun das stück3, das niemannds theile wenig oder viel ann den genanntenn Saltzpfannenn habenn soll, einer sey dann in derselbigenn Pfenner gebaurschafft, die vonn vnnserm Vorfahren, den Furstenn vonn Hessenn vnd vns selberst bestetigt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Churt Were — Familienname nicht sicher, auch 'Wese' möglich
Reinische — Schreibung des Anlauts unsicher (R mit Schleife), gemeint sind rheinische Gulden
das stück — Lesung 'stück' (im Sinn von Bestimmung/Artikel) nicht ganz sicher
Wanndelnn vnnd verkeuffenn, offenntlich vnnd erblich in krafft dieses brieffs, den genannttenn vnnsernn liebenn Getrewenn, den gebauernn zum Sodenn, annders genenndt die Pfenner,
solche zwey achtteil der Saltzpfannenn, vor Tausenndt Reinische guldenn, die sie dem vorgenannttenn Herrenn Ludwigenn, vnnserm liebenn Herrenn Eller vatternn2 seligen, vf die vorgenannttenn zwey achtteil, in bahrem golde geluhenn hatte3,
Verziehen auch vor vnns vnnser Erbenn vnd Erbnehmenn, aller gerechttigkeit vnnd eigennthumbs, die vnnser Eltter vorfahrenn Furstenn zu Hessenn, aber wir↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ewigenn vnnd ewigenn — Beide Wörter lesen sich gleich (Dittographie der Vorlage?); zweites Wort könnte auch anders lauten.
Eller vatternn — Wohl 'Eltervater' (Großvater) gemeint; Schreibung 'Eller' unsicher.
geluhenn hatte — Singular 'hatte' trotz Plural-Subjekt; so in der Vorlage.
Vnnd ob es geschehe, das solcher brieff, der vff die versatzunge oder Pfanndtschafft der gemelttenn zweyer achteil weiset, oder anndere brieffe dergleichenn,
Von Gottes gnadenn Wir Wilhelm der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd zu Nidda, Bekennenn offenntlich ann diesem brieue, vor vnns, vnnser Erbenn vnnd Erbnehmenn,
da vnnd nach dem1 wir vnns mit vnnserm liebenn getreuenn, den gebaurenn zum Soden, vor vnnser Stadt Allenndorff ann der Werra gelegenn, annders genanndt die Pfenner, vormahls vmb vnnserenn Zoll, der vnns in den genannttenn Irem Sodenn eiget vnnd zustehet, vertragenn vnd vereinigt habenn,
also das wir, vnnser erbenn, vnd erbnehmenn, denselbigenn Zoll, nicht erhöhenn oder ersteigernn wollenn noch sollenn, Sonnder inn den Wirdenn, als vonn altters herkommenn ist, vngeuehrlich vnnd pleibenn lassenn,
Daruor dann die genannttenn vnnser liebenn getreuenn, die Pfenner, vnns drey hundert2 guldenn Jerlicher Pension, vonn vnnd auß den obgemelttenn Ihrem Soden gebenn sollenn, vnd Funfftausenndt guldenn als↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
da vnnd nach dem — Wortlaut der Übergangsformel unsicher; vielleicht 'das, vnnd nachdem'.
drey hundert — Zahlwort vergrößert geprüft; d-Anstrich spricht für 'drey', nicht 'zwey'.
Nemblich mit Neun vnd zwanntzigk hundert guldenn vnnser Schlos den Ludtwigstein, mitt aller seiner zugehörung, vom Herrnn Caspar Rittern, vnnd Sittichenn vom Berlipschenn1, geuetternn,
mit Eilffhundert guldenn, vnnser Schlos Wannfrida mit seiner nutzung, vnnd Herting2 vom Eschwege, die wir den Solterber3 verkaufft hatten, gelöset vnnd wieder gekaufft habenn,
Des zu Vrkunde gebenn wir diesenn brieff, mit vnserm annhanngenndenn furstlichenn Siegill wissenntlich versiegelt, Geschehenn Nach Christi vnnsers↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Caspar Rittern, vnnd Sittichenn vom Berlipschenn — Caspar und Sittich von Berlepsch (Pfandinhaber des Ludwigsteins); Lesung 'Sittichenn' aus dem Kontext, Anfangsbuchstabe S/D nicht eindeutig.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn geburt, als mann gezehlet hat, Vierzehnhundert vnnd Neun Jar1 am Sonnabendt nach Sant Catharinen der Jungfrauenn tage.
Unsichere Lesungen
Vierzehnhundert vnnd Neun Jar — Textbefund eindeutig '1409', steht aber im Widerspruch zum roten Randvermerk 'Anno 1489' am Urkundenbeginn (Bl. 68r); wohl Abschreibfehler des Kopisten für 1489.
Bis dahero habe Ich aus altt vnnd newernn Historien, Cosmographen, vnd sonstenn anndernn vermuttungenn, Im erstenn Buch souiel muglich vonn erster annkunfft des Saltzwercks gehandtlet, Desgleichenn auch vonn allen Priuilegijs, Als viel derenn die Pfenner bey sich, bis vffs Jar — 1511 . geschriebenn,
Vnnd will demnach nun ann dem sein , Das Ich furtters zum anndernn Buch schreitte2, Vnnd darin meiner zusagung nach vorstelle, Allerley schreibenn, Rathschlege, Vnnd bedennckenn, Was vnsernn gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn Hochlöblicher gedechtnus bewogenn, wie auch sfgl. darzu kommenn, vber die — 42.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Bötte[?] — Wort nach 'Pfenner': B-o/oe-tt-e mit Zierstrich durch tt; wohl 'Boette' (Siedehaeuser, vgl. Bodenn/Bothenn), Lesung des Vokals unsicher
schreitte — auch 'schritte' moeglich, ueberschriebene Bogen ueber dem Wort
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd will demnach nun ann dem sein , Das Ich furtters zum anndernn Buch schreitte, Vnnd darin meiner zusagung nach vorstelle, Allerley schreibenn, Rathschlege, Vnnd bedennckenn, Was vnsernn gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn Hochlöblicher gedechtnus bewogenn, wie auch sfgl.1 darzu kommenn, vber die — 42.
Es warenn auch die Pfenner ganntz vnnd gar darauff besturzt, vnnd der meinung, das sie mit nichttenn nachgebenn wolttenn, das vnser gnediger Furst vnnd Herr Hochlöblicher gedechtnus benebenn Ihnenn im Saltzwerck bauwenn möchtte, sonndernn wolttenn allein damitt befreyet sein, vnnd sfgl. in geringstenn nichts zubauwen nachgebenn,
Darumb sie sich dann sfgl. widdersetzten , vnnd viel vnnd manncherley Rathschlege, bey auswertigenn hohenn schulen, Doctoren, vnnd anndernn gelertenn vnnd verstenndigenn Leutenn suchtten, darauff grossenn Costenn wenndettenn, Wie dann auch gleicher massenn Hochgedachter Furst disfals nichts vnnderlassenn, Was zu befurderung sfgl.
Vornehmens dienlich sein möchtte , Wiewohl nun notwendigk erachttet werdenn möchtte, das nach der Leng all dieselbigenn schreibenn vnd Rathschlege , so beiderseits Innkommenn, ordenntlich Jegenn einander gesezt wurdenn .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkuerzung (wohl 'seiner fuerstlichen gnaden'); erster Buchstabe langes s oder f, auch 'ffgl.' lesbar; ebenso Zeilen 10, 11, 17
Bötte[?] — wie Seite 145: Vokal unsicher, wohl 'Boette' (Siedehaeuser)
auswerti= — Lesung 'auswertigenn' aus Kontext (auswaertige hohe Schulen); Schriftbild undeutlich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVornehmens dienlich sein möchtte , Wiewohl nun notwendigk erachttet werdenn möchtte, das nach der Leng all dieselbigenn schreibenn vnd Rathschlege , so beiderseits Innkommenn, ordenntlich Jegenn einander gesezt wurdenn .
So habe doch Ich vmb geliebter kurz willenn, derenn viele vnnderlassenn, vnd allein die verzeichnet, welche meines erachtens die sachenn erleuttertenn .
Da mann aber Je weitters wissennschafft habenn will, Hatt mann dieselbigenn in meinem Castenn[?]1, nach anweisung des Extracts Miscellaneorum zusuchenn .
Welche mehr Hochgedachtter Furst ann die Pfenner gethann, vnnd volgendts was weitters, des erstenn vnnd anndernn vertrags, auch erster vnnd annder Location wegenn verlauffenn, ordenntlich sezenn etc.2
Unsichere Lesungen
Castenn[?] — Wort vor 'nach anweisung': Anfangsbuchstabe undeutlich (C oder b), Zierstrich durch st; 'Castenn' aus Kontext
etc. — als et-cetera-Kuerzel (e mit Schlussschnoerkel) geschrieben
Darumb vnnser begerenn, das ihr denselbenn vnnsern dienern, in dem was sie vonn vnnserm wegenn, ann euch gesinnen, furdersamb vnnd beholffenn seidt, vnnd euch darinne vnweigerlich erzeiget , Des wollenn wir vnns gennzlich versehenn , Datum Cassell Sambstags Circumcis:
Vnnsernn liebenn Getrewenn den Pfennernn Zu Allenndorff in den Sodenn etc.
Unsichere Lesungen
Mülde= — Anfangsbuchstabe M oder W (Muelde=nernn / Wilde=nernn); Name des Renndtschreibers, wohl 'Mueldenernn'
Berbenn[?] — zweiter Personenname nach 'Jostenn'; Anfangsbuchstabe B oder V, Lesung unsicher); L zu Hessenn sst. (Abkuerzungen: L wohl fuer Lanndtgraue, sst wohl subscripsit; Schriftzug stark verschliffen
Liebenn Getrewenn, Vnns kömpt vonn vielenn orttenn vnnsers Furstennthumbs, Lanndenn vnd gebietenn , gleublich fur, Wie das Salzes ann allenn ortten vnnsers Furstennthumbs vnnd Lanndenn gebreche, vnd vnnpillicher vngewönlicher vffschlagk1, vf das Salz gemacht werde, also das vnnser vnnderthane[?]2, arme, vnd reiche, in dieser zeit des manngels am Salz, das in anndern vnnd frembdenn Lanndenn, mit grossenn schwerenn kostenn suchenn vnnd haben mussenn , Dieweil dann des volcks aus Gottlichenn gnadenn Je lennger Je mehr wirdt, vnnd aus der vrsach auch die welt, vnnd sonnderlich vnnser Furstennthumb , Je lennger Je mehr salzes bedurffenn wirdt, Vnnd aber der almechtige Gott, in solchem vnnserm Furstennthumb bey euch reiche Salzadernn zu Allendorf Im Sodenn gegebenn, Welche als wir in glaublichenn bericht erfindenn, viel mehr Pfannenn dann Jtzo da sein, ertragenn möchtenn, So sein wir aus zeitlichem Rathe vnnserer trefflichenn Räthe, vnnd etlichen vnnser Lanndtschafft, den wir statlichenn darinne gehapt, bedacht, vnnd habenn fur rechtmessig, ehrlich , nuz, vnnd not anngesehenn, etliche mehr Pfannenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnnpillicher vngewönlicher vffschlagk — Wortanfaenge vn/vm verschliffen; auch 'vmbillicher' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLiebenn Getrewenn, Vnns kömpt vonn vielenn orttenn vnnsers Furstennthumbs, Lanndenn vnd gebietenn , gleublich fur, Wie das Salzes ann allenn ortten vnnsers Furstennthumbs vnnd Lanndenn gebreche, vnd vnnpillicher vngewönlicher vffschlagk, vf das Salz gemacht werde, also das vnnser vnnderthane[?], arme, vnd reiche, in dieser zeit des manngels am Salz, das in anndern vnnd frembdenn Lanndenn, mit grossenn schwerenn kostenn suchenn vnnd haben mussenn , Dieweil dann des volcks aus Gottlichenn gnadenn Je lennger Je mehr wirdt, vnnd aus der vrsach auch die welt, vnnd sonnderlich vnnser Furstennthumb , Je lennger Je mehr salzes bedurffenn wirdt, Vnnd aber der almechtige Gott, in solchem vnnserm Furstennthumb bey euch reiche Salzadernn zu Allendorf Im Sodenn gegebenn, Welche als wir in glaublichenn bericht erfindenn, viel mehr Pfannenn dann Jtzo2 da sein, ertragenn möchtenn, So sein wir aus zeitlichem Rathe vnnserer trefflichenn Räthe, vnnd etlichen vnnser Lanndtschafft, den wir statlichenn darinne gehapt, bedacht, vnnd habenn fur rechtmessig, ehrlich , nuz, vnnd not anngesehenn, etliche mehr Pfannenn,
so viel die Salzadernn ertragenn mögenn, bey die andern zumachenn vnnd zubauwenn, nach gelegennheit vnnd notturfft vnnsers Furstennthumbs, auch vnnser selbst , also ferne vnns solchs vonn rechtswegenn zuthun , zugelassenn vnnd gepurlich ist , Nachdem wir aber befindenn, das weylanndt der Hochgebornne Furst, Herr Wilhelm, in der Zeitt der mitler Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Ziegennhain vnnd Nidda, darnach auch Graue zu Cazenelnpogenn, vnnd Diz, Vnnser freundtlicher lieber Herr Vatter seliger löblicher gedechtnus, [gestrichen: durch auff bericht]1 ewer Elttern, vnnd vorfahrenn,
der warheit grundtlich bericht sein soll, das die Bauwerschafft, gerechtigkeit vnnd freyheit, des obgemeltenn Salzwercks, so ewer Elttern vnnd vorfahrenn in solchen brieffenn vnnd siegelnn erhalttenn habenn, Ewere vorfahrenn , durch vnnsere vorelttern die vorfahrenn Lanndtgrauen zu Hessenn, gnediglich sollenn gegeben vnd verleihen wordenn ,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
[gestrichen: durch auff bericht] — kraeftig getilgte Wortfolge, Lesung der gestrichenen Woerter unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteder warheit grundtlich bericht sein soll, das die Bauwerschafft, gerechtigkeit vnnd freyheit, des obgemeltenn Salzwercks, so ewer Elttern vnnd vorfahrenn in solchen brieffenn vnnd siegelnn erhalttenn habenn, Ewere vorfahrenn , durch vnnsere vorelttern die vorfahrenn Lanndtgrauen zu Hessenn, gnediglich sollenn gegeben vnd verleihen wordenn ,
Dieweil aber vnnser Herr vnnd Vatter seliger der Zeitt , der Jare noch Jung vnnd vnnmundig gewesenn ist, So weill ewer vnnd vnnser notturfft erfordernn, das ihr vnns vonn solchenn brieffenn vnnd siegelnn glaubliche vnnd warhafftige annzeigung thut .
Damit wir berichttet mügenn werdenn, aus was vrsachenn das vnnser vnmundiger Herr vnnd Vatter, zu solcher Confirmation der priuilegien bewegt seye wordenn1 , vnnd ob die gegrundet seyenn,
oder nit, Wo wir dann dieselbigenn dermassenn gegrundet befindenn, das sie seiner Lieb zugebenn gepurt habenn, vnnd gemeinem nuz vnnd notturfft vnnsers Furstennthumbs nicht zuwedder, oder verhinderlich sein .
So wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?]2 vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff] vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
bewegt seye wordenn — durch 'bewegt' laeuft ein langer Federstrich; wohl Zierstrich, keine Tilgung, da das Wort im Satz benoetigt wird
sache[?] — Wortende im Schlussschnoerkel verschliffen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?] vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht2 eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff]1 vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige3 , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo wollenn wir vnns darinne, als einem ehrlichenn Furstenn des Heiligenn Reichs zuthun gepurt, halttenn vnd erzeigenn, Dann ihr hapt euch ohne allenn zweiuel des zuberichttenn, das einer der vff vergangene sache[?] vnnd gerechtigkeit, vnnd bericht eines anndernn Confirmiret, vom newem nichts gibt, oder das verschreibet, Sonndernn das vorgegebene Confirmiret, In gleichnus hapt ihr euch auch zuberichttenn, so etwas [gestrichen: vff] vngnugsamenn, oder vnvolkommenem bericht in der gestalt Confirmiret vnnd bestettiget were, vnnd sonnderlich das gemeinem nuz vnnd notturfft zuwiedder, vnnd verhinderlich were, das seine Liebe selbst, so die nochlebte , noch wir als derselbigten erbenn, solchs also zuvolnziehenn nit schuldige, dann alles das gemeinem nuze vnnd notturfft zuwiedder vnnd verhinderlich, das ist im rechtenn nit bestenndige , Vnnd demnach aus obgemeltenn vnnd anndernn redtlichenn bewegenndenn vrsachenn, So ist vnnser gnedig vnnd ernnstlich erfordernn, das ihr alle sampt vnnd sonnderlich, so obgemelts Salzwergks halbenn Interesse vnnd gerechtigkeitt habenn, vnnd zu Allenndorff, Vnnd in vnnserm Furstennthumb in der nehe, da sie in der zeit zubekommen sein, wohnen1, durch euch selbst, oder ewer volmechttige Bottschafft, vnnd anwelde, volkomlich ohne hindersich bringenn, zu hanndtlenn, vf2 nechst Sonnabenndt, Jegen den abendt alhie erscheinet, Geschicht, dieses vnnd anders vnser vorhaltten anzuhörenn, vnnd vom obgemelten bericht, der hochermeltten vnserm herrn vnnd vattern geschehenn ist, warhafftige anzeigunge, mit vnser elttern brieff vnnd siegell [übergeschrieben: vnd] andern berichtt, der zum rechtten gnugsamb sey zuthun Desgleichenn ob ihr weitter priuilegia hettet, von den alttern vorfahrenn furstenn zu Hessenn, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, Was wir dann befinden, das rechtmessig bewilligt vnnd außgangenn, vnnd gemeinem nutz nit zu wiedder, oder verhinderlich were,
Darinne wollenn wir vnns wie gemelt fürstlich vnnd gepurlich erzeigenn, Aber das ander so gemeinem nutz vnnd notturfft zuwidder vnnd verhinderlich were, zu gepurlicher milterung vnnd rechtmessigkeitt, ohn ewern schadenn, messigenn vnnd miltternn, Dann wir wollenn euch nit pergenn[?], das wir nit gemeint sein, Jemanndts abbruch oder schadenn zuthun, Sonndernn die zwo vnnd vierzigk pfannenn Jn ihrem wesenn pleibenn zulassenn, vnd darnebenn anndere mehr, vnns vnnd dem Furstenthumb zu gutenn, bawenn vnnd zumachenn, sein auch geneigt mit euch ordenunge vnnd satzung, Siedens, Holtzes vnnd Saltzkauffs, darmit einer denn anndernn, an dem seinenn Jnn nicht verhindere, oder schadenn zufügenn, Sonndernn das dasselbe also stette vnnd feste kunfftiglich gehaltenn werdenn möchtte, zumachenn, darzu vf wege zugedennckenn, wie der Saltzbrunn möge gebessert, auch holtz vnnd Wellenn zum Sieden, mit leichtterm vnnd neherm kostenn zu wegenn bracht,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
wohnen — Wortende verschliffen, auch ,wonen' oder ,wohnem' lesbar
vf — Kurzes Wort vor ,nechst', auch ,es' lesbar); ohn ewern (Endungen verschliffen, auch ,ohne ewerm' möglich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarinne wollenn wir vnns wie gemelt fürstlich vnnd gepurlich erzeigenn, Aber das ander so gemeinem nutz vnnd notturfft zuwidder vnnd verhinderlich were, zu gepurlicher milterung vnnd rechtmessigkeitt, ohn ewern schadenn, messigenn vnnd miltternn, Dann wir wollenn euch nit pergenn1[?], das wir nit gemeint sein, Jemanndts abbruch oder schadenn zuthun, Sonndernn die zwo vnnd vierzigk pfannenn Jn ihrem wesenn pleibenn zulassenn, vnd darnebenn anndere mehr, vnns vnnd dem Furstenthumb zu gutenn, bawenn vnnd zumachenn, sein auch geneigt mit euch ordenunge2 vnnd satzung, Siedens, Holtzes vnnd Saltzkauffs, darmit einer denn anndernn, an dem seinenn Jnn nicht verhindere, oder schadenn zufügenn, Sonndernn das dasselbe also stette vnnd feste kunfftiglich gehaltenn werdenn möchtte, zumachenn, darzu vf wege zugedennckenn, wie der Saltzbrunn möge gebessert, auch holtz vnnd Wellenn zum Sieden, mit leichtterm vnnd neherm kostenn zu wegenn bracht,
Vnnd die Ordnung vorgenommenn werdenn möchtte die euch vnnd vns nutzlich, vnnd Jedermann treglich sein mochtte, Derhalbenn so wollet ewer Gesanndtenn, so ferne ihr selbst nit alle erscheinenn möget, vonn diesenn allen beuehl thun, darinne im falle, da wir die sachenn also befindenn werdenn, als wir nit zweiueln, das vnns solchs also zuthun gepurt, enndtlich zu schliessenn, vnd damit vf die abwesendenn nit verziehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
pergenn — Auch ,fergenn' lesbar; gemeint wohl ,bergen/verbergen'
ordenunge — Wortende verschliffen, auch ,ordenungenn' möglich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd die Ordnung vorgenommenn werdenn möchtte die euch vnnd vns nutzlich, vnnd Jedermann treglich sein mochtte, Derhalbenn so wollet ewer Gesanndtenn, so ferne ihr selbst nit alle erscheinenn möget, vonn diesenn allen beuehl thun, darinne im falle, da wir die sachenn also befindenn werdenn, als wir nit zweiueln, das vnns solchs2 also zuthun gepurt, enndtlich zu schliessenn, vnd damit vf die abwesendenn nit verziehenn,
dann wir derselbigenn zu diesem hanndell nit dorfftenn, vnd ohne das in bericht findenn, das am anndernn orttenn, da Saltzwerck sein, ein Jeder sein theil selbst berechnenn müssenn,
[Zeilenfüller] Solches wollenn wir euch also aus notturfft des Furstenthumbs vnnd gemeinen nutzes, vnangezeigtt nit lassenn, vnnd wollenn vnns also zu euch versehenn, Datum Cassell am Dinstage nach Trium Regum Anno 38 Philips zu Hessenn sst.1
Vnnsernn liebenn Getrewenn Saltzgreuenn, Pfennern, vnnd der ganntzenn Gebaurschafft des Saltzwergks zu Allenndorff in den Soden, vnd daherumb gesessenn, vnd wohnende, Instruction darmit die Verordenntenn den tagk zu Cassell erstlichen besucht .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Philips zu Hessenn sst. — Stark verschnörkelte Unterschriftszeile; vor ,zu' evtl. Kürzel (,L.' für Landgraf oder ,czu'), Schlusskürzel ,sst.' (subscripsit)
solchs — Erster Buchstabe verschliffen, auch ,selchs' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnsernn liebenn Getrewenn Saltzgreuenn, Pfennern, vnnd der ganntzenn Gebaurschafft des Saltzwergks zu Allenndorff in den Soden, vnd daherumb gesessenn, vnd wohnende, Instruction darmit die Verordenntenn den tagk zu Cassell erstlichen besucht .
Instruction vnnd beueles1[?] gemeiner Pfenner der Baurschafft zu Sodenn zu Allenndorff ann der Werra, souiel dieser zeit zusammenn gewest, habenn den Ernuestenn, Ersamenn vnnd vorsichtigenn, aßmus vonn Butlar, Johann Schaffnit den Elttern, erbann[?] Tholdenn[?], vnnd Johann Riedennstein, Johann Caßelmann2[?], Burgermeister zu Allenndorff, Gabriel Gautzler3[?], vnnd anndres Strecker, zeiger brieffs,
vff Jtzt[?] sfgl. gnedigenn vorbescheidt solchenn anngesatztenn tage den zubesuchenn, als verhindert, vnnd vmb erstreckung solchs tags vnndertheniglich zubittenn, munndtlich anzutragk beuohlenn[?], also vnnd dero gestalt wie volgett.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
beueles — Auch ,beuelchs' lesbar (Befehls)); erbann Tholdenn (Vorname auch ,vrbann' lesbar; Nachname auch ,Choldenn' möglich (auf 77v Zeile 13 klarer: ,Tholde')
Caßelmann — Anfangsbuchstabe auch ,L' lesbar (,Laßelmann')
Gautzler — Anfangsbuchstabe auch ,S' lesbar (,Sautzler')); vff Jtzt sfgl. (Kürzelgruppe; wohl ,vff Jtzt s(einer) f(urstlichen) g(naden)l(iebden)', auch ,Jrt'/,ditz' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevff Jtzt[?] sfgl.2 gnedigenn vorbescheidt solchenn anngesatztenn tage den zubesuchenn, als verhindert, vnnd vmb erstreckung solchs tags vnndertheniglich zubittenn, munndtlich anzutragk beuohlenn1[?], also vnnd dero gestalt wie volgett.
Erstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet3[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit4 habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
beuohlenn — Wortanfang der Seite, Fortsetzung von ,anzutragk='; auch ,beuehlenn' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen1[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zugebrauchen — Wortende verschliffen, auch ,zugebrauch' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich sollenn die gedachtenn vnnser Pfenner vnnd Baurschafft zum Sodenn, abgeferttigte beuelchaber Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn vnnd Furstenn zu Hessenn, munndtlich vortragenn, Nachdem gemeinenn Pfennern zum Sodenn sfgl. schreibenn vnnd erfordernn, vergangenn Mittwochenn, nach Egidij vmgeuehrlich zu mittage zukommen, der gemeinenn Pfenner vnnderthenig enndtpfanngen, erbrochenn, vnnd verlesenn, des Innhalts, vnnd den also nachzukommenn, vnnd den anngesetzten tage zubesuchenn, wir vnns in vnnserenn pflichten, noch schuldigk erkennenn , Dieweil aber vber vnnserm möglichenn vorgewantem vleis, die Gemeine Pfenner so Jn die Baurschafft erwehlet[?], vnnd gehörenn, wir in solcher kurtzheitt, nit habenn könnenn zu vnns erfordernn, vnd bekommenn, vnnd vnns ohne derselbenn abwesenden mit wissenn vnnd verwilligenn, Jnn einige sachenn vnd hanndelung einzulassenn, nit will geziemenn, wie dann sfgl. aus fürstlichem verstannde gnediglich habenn zuermessenn, auch dieweil etliche vnnser mitpfenner, dieser zeit nit annheimisch befundenn, auch vnnser Bottschafft nit antroffen, die wir doch zu solchem tage, vnnser hohenn noturft nach zugeprauchenn, vnnd nit enndtrahtenn könnenn, auch die Jenigenn darauff wir vnns vertrost, vnnd ann vnnserm wortt zugebrauchen[?] verhofftenn, in so kurtzer eyle nit bekommenn mögenn, Aus denenn vnnd anndernn vnnserm beweglichen verhinderung vnnd vhrsach sollenn vnnser Gesanndtenn beuelch habenn, vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn vonn vnnser aller wegen vnndertheniglich vnnd mit hochstem vleis zubittenn, sfgl. wollenn aus anngezeigttenn vhrsachenn, vnnsers aussenpleibenns, nit in vngnadenn habenn, aber ditzmahls, dieweil vnns vnmuglich, in solcher großwichttigenn sachenn, in so kurtzer frist, vnnser notturfft nach, vnns nit habenn konnenn oder mögenn geschickt machenn, gnediglich vnnd gnugsamb enndtschuldigt nehmen,
Des zu vrkundt habenn wir die Ersamenn fursichttigenn Herren Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff, diese vnnsere Instruction zuuersieglenn, gutlich gebettenn , das wir Jtztgenantenn Burgermeister vnnd Rath, vnnser Stadt gemein Secret, vmb gutlicher bitt willenn, doch vnns dem Rath, vnnd gemeiner Stadt ohnne schadenn, bey ennde der schrifft getruckt, bekennen, datt.1[?] Sontags am achtenn tag nach heiligenn Dreyenn Konigenn, im acht vnd dreißigstenn Jare,
sein die Ernuestenn, Ersamenn vnnd fursichtigenn aßmus vonn Butlar, Johann Schaffnit der Eltter, Erbann[?] Tholde, Johann Riedennstein, vnnd Johan Caßelmann2[?] Burgermeister zu Allenndorff, Gabriel Gautzler3[?], vnnd anndreas Strecker,
sampt anndernn vom Adell vnnd Stedtenn, so mit Jnn die Baurschafft der Pfenner gehörenn, vnnd daselbst zu Cassell befundenn vnnd anntroffenn zu eilff auhrenn[?] zu mittag vor Weins[?] gnedigl .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
datt. — Abgekürztes ,datum' am Zeilenende, auch ,date' lesbar); Erbann Tholde (Vorname auch ,Vrbann' lesbar (vgl. 75v Zeile 9)
Caßelmann — Anfangsbuchstabe auch ,L' lesbar (,Laßelmann')
Gautzler — Anfangsbuchstabe auch ,S' lesbar (,Sautzler')); eilff auhrenn zu mittag vor Weins (Zeilenende stark verschliffen; ,auhrenn' = Uhren; ,vor Weins' unklar, evtl. ,vor Essens'; Fortsetzung ,gnedigl=' auf der Folgeseite
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesampt anndernn vom Adell vnnd Stedtenn, so mit Jnn die Baurschafft der Pfenner gehörenn, vnnd daselbst zu Cassell befundenn vnnd anntroffenn zu eilff auhrenn[?] zu mittag vor Weins[?] gnedigl .
Darauff sich sfgl. mit derselbenn dapfferenn vnnd beysitzenndenn Räthenn, bedacht, vnnd beredt, vnnd vnngefehrlich mit dieser anntwort begegnet, Erstlich hatt sfgl. die anntwort gebenn, Nach dem er die Pfenner samptlich zu Allenndorff, vnnd darumbhero im Furstenthumb gesessenn, beschriebenn, vnnd gefordert, vnnd sie mit der gestalt, vermöge der Citation, mit voller gewaltt annkommenn, befrembt sfgl. mit wenig,
hett sichs auch nit2[?] versehenn, Das3[?] vonn den Sechs verordentenn, mit zuthun der andern annkommenden also sfgl. verantwort, das solchs an der Zeit gemanngelt,
vnnd sie in der eyle nit haben die Pfenner versamblenn, viel weniger vnnser notturfft nach den tage mit voller gewalt habenn beschicken können, vnnd abermahls wie in der Instruction verleibt, gebeten, .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Wiederkehrende Abkürzung (wohl 'seiner fürstlichen gnaden'), Buchstabenfolge sfgl. so gelesen; gilt fuer alle Vorkommen auf dieser Seite
nit — nit oder mit, i-Punkt nicht sicher erkennbar
Das — Schluss-s sieht wie b aus; Lesung Das nach Kontext
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd sie in der eyle nit haben die Pfenner versamblenn, viel weniger vnnser notturfft nach den tage mit voller gewalt habenn beschicken können, vnnd abermahls wie in der Instruction verleibt, gebeten, .
Darauff vnns sfgl. weitter vorgehalttenn, vnnd gefragt, ob wir auch etwas vonn1 brieff vnnd siegeln, vnnd gerechttigkeitt, oder derselbigenn Copien hettenn, die vorzupringenn:
Vff solche frage ist die anntwort gebenn, das die Pfenner solchs also eylenndt, durch einenn geschwornen Notarien, der Pfenner Jura, Priuilegien, freyheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, nit habenn bekommenn, viel weniger vor diesem tage abcopyren könnenn, Fermer2 hatt vnns sfgl. vorgehalttenn, Dieweil zum theil fast die vornembstenn vnntter den Pfennern Jegennwerttig, Woltenn wir nuhn3[?] sfgl. vnns dem4[?] laßenn, So woltte sfgl. vnns sein gemüt vnnd meinung weitter eroffenenn vnnd vorhalttenn,
Dann sfgl. des gemüts nicht, das solchs sein vornehmenn, Jemanndt an den drey vnnd vierzigk Pfannenn nachteilig oder schedtlich sein soltte, die Pfannenn Salzes soll vf Sechs Guldenn, wie sie Jtzt giltet,
vnnabbrüchlich stehenn . bleibenn, er wolle sich auch mit den Pfennernn vmb die Sohle vergleichenn, das sfgl. ein tagk vmb den andernn mochtenn schepffenn, siedenn vnnd geprauchenn, Es solle auch sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vonn — vonn oder vom, Minims nicht eindeutig
Fermer — Fermer oder Fernner (= ferner), rm/rnn nicht sicher zu trennen
nuhn — Wort mit starkem Schnörkel am Zeilenende; Lesung nuhn (= nun), auch nichtt oder mitt denkbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnabbrüchlich stehenn . bleibenn, er wolle sich auch mit den Pfennernn vmb die Sohle vergleichenn, das sfgl. ein tagk vmb den andernn mochtenn schepffenn, siedenn vnnd geprauchenn, Es solle auch sfgl.
Salz, den Pfennernn an Irem kauffe vnnd abfurenn nit verhindernn, dann sfgl. wollenn allein das außerhalb Lanndes zu waßer vnnd Lannde, nach dem Rheine vor blein1[?], vnnd nach dem NiederLannde vor anndere fromande2[?] verfurenn lassenn, Wann aber im Furstenthumb am Salz manngel wurde, alse denn etlich Zahl Pfannenn zu der notturfft verkeuffenn, vnnd abführenn lassenn,
Item solchs Meins gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn vernehmenn soltte auch den Pfennernn, an Iren geholtzs3[?], ohne schaden sein, die Pfenner allein vor sich zu Irer notturfft behalttenn, vnnd geprauchenn,
Dann sfgl. wollenn Ihr eigenn geholtze aus den Ampten, Wannfriedenn Ludweigstein, vnnd anndere das zugeprauchenn, vnnd mit helffenn, Rathenn, vnnd dennckenn4[?], dar mitt solch geholtz in besserung bracht, .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vor blein — Wort nach 'Rheine vor' mit Lücke geschrieben (b + lein); Lesung ganz unsicher, vielleicht Ortsname (Cöln?)
fromande — wohl fremande/frembde (Fremde) gemeint; o/e und Nasalstrich unklar
geholtzs — Wortende mit Schnörkel, geholtzs oder geholtze
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDann sfgl. wollenn Ihr eigenn geholtze aus den Ampten, Wannfriedenn Ludweigstein, vnnd anndere das zugeprauchenn, vnnd mit helffenn, Rathenn, vnnd dennckenn[?], dar mitt solch geholtz in besserung bracht, .
Darwiedder wir sfgl. vnnser bedennckenn vorgetragen, das wir sfgl. seins furstlichenn darbietenns, danckbar, aber vnns mit sfgl. in einige hanndtlung einzulassenn, Wolle vnns, dieweil wir des keinen beuelch oder gewaltt, nit geziemenn, Were auch vnnfruchtbar, deshalb gebettenn, sfgl. wollenn vnns des gnediglich erlassenn, Auff solch vnnser anntwort vnnd bitt sfgl. vnns weitter vorgehalttenn, das sfgl. dieweil wir vmb erstreckung des tags so vleißige annhalttenn, Wolle sfgl. den tagk erstreckenn, aber nit desto weniger, so wolle sfgl. mit dem Gebew1[?] der bote, Pfannenn setzenn, vnnd annderer notturfft, vortfahrenn, Dann sfgl. bey den Salzknechttenn, auch etlichenn Salz verstenndigenn, auch etlichen Pfennernn erkundet, das mehr Sohlenn furhandenn, dann Jtzt genuzt, Dieselbige vbrige Sohle wolle sfgl. als des Landes Erbherr vnnd Furst, Ime selbst vnnd gemeinem nuz zu gute geprauchenn, das sfgl. im rechttenn zugelassenn, auch von sfgl. treffenntlichenn hochgelerten Räthenn, vnnd vor . nembstenn Stettenn[?], vnnderwiesenn wordenn, Wiedder solchs abermahls vnnsers gnedigen Furstenn vnnd Herrnn, vorhalttenn, habenn wir sfgl. die erstreckung des tags gedannckt, vnnd vor das bawen, vnnd Pfannenn zusezenn gebettenn, Dann so der verstreckte tag, vonn den Pfennernn durch Ire Eltestenn, vnnd anndern, so des Brennens, Sohlenn, vnnd annders verstanndt, vnnd zum theile auch gelegennheit wissenns habenn, Mit vorpringung Irer Jura, gerechttigkeitt vnnd Priuilegia,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Gebew — Gebew oder Gebeu, Endung undeutlich; danach 'der bote' wohl = der Boten (Siedehäuser)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarwiedder wir sfgl. vnnser bedennckenn vorgetragen, das wir sfgl. seins furstlichenn darbietenns, danckbar, aber vnns mit sfgl. in einige hanndtlung einzulassenn, Wolle vnns, dieweil wir des keinen beuelch oder gewaltt, nit geziemenn, Were auch vnnfruchtbar, deshalb gebettenn, sfgl. wollenn vnns des gnediglich erlassenn, Auff solch vnnser anntwort vnnd bitt sfgl. vnns weitter vorgehalttenn, das sfgl. dieweil wir vmb erstreckung des tags so vleißige annhalttenn, Wolle sfgl. den tagk erstreckenn, aber nit desto weniger, so wolle sfgl. mit dem Gebew[?] der bote, Pfannenn setzenn, vnnd annderer notturfft, vortfahrenn, Dann sfgl. bey den Salzknechttenn, auch etlichenn Salz verstenndigenn, auch etlichen Pfennernn erkundet, das mehr Sohlenn furhandenn, dann Jtzt genuzt, Dieselbige vbrige Sohle wolle sfgl. als des Landes Erbherr vnnd Furst, Ime selbst vnnd gemeinem nuz zu gute geprauchenn, das sfgl. im rechttenn zugelassenn, auch von sfgl. treffenntlichenn hochgelerten Räthenn, vnnd vor . nembstenn Stettenn1[?], vnnderwiesenn wordenn, Wiedder solchs abermahls vnnsers gnedigen Furstenn vnnd Herrnn, vorhalttenn, habenn wir sfgl. die erstreckung des tags gedannckt, vnnd vor das bawen2, vnnd Pfannenn zusezenn gebettenn, Dann so der verstreckte tag, vonn den Pfennernn durch Ire Eltestenn, vnnd anndern, so des Brennens, Sohlenn, vnnd annders verstanndt, vnnd zum theile auch gelegennheit wissenns habenn, Mit3 vorpringung Irer Jura, gerechttigkeitt vnnd Priuilegia,
beschickt, vnnd besucht, Wurdet ohne Zweiuell, in bericht vnnd hanndelung befundenn werdenn, das solchem manngell Salzkauffs, ohne das mehr bote gebawet, vnnd Pfannenn gesazt sollenn werdenn, durch anndere mittell vnnd wege, mit wenigerm kosten vorzukommenn seye, Mitt anngeheffter bitt, so viel es muglich, das vornehmenn des gebewes wegenn, bis zum anngesaztenn anndern tag damit zuruhenn, Darwiedder sfgl. abermahls gehaptem4 bedennckenn . seiner Räthe, vnns fermer anngezeigt, das sfgl. sich des bawenns vnnd Pfannenn zusezenn, vff sfgl. gethann darbietenn, sich des zu enndthaltenn nit geneigt, vnnd so weir[?] das beschwerung, vnnd vermeintenn, das solchs seiner fl. gl. nit gepurte,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Stettenn — Wortanfang undeutlich (dlettenn/Stettenn/Gelerttenn moeglich); Fortsetzung von vor= der Vorseite (vornembstenn)
bawen — bawen oder bauren, w/ur nicht sicher
Mit — vor Mit steht ein kleiner Schnörkel/Buchstabenrest (er?), nicht sicher deutbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebeschickt, vnnd besucht, Wurdet ohne Zweiuell, in bericht vnnd hanndelung befundenn werdenn, das solchem manngell Salzkauffs, ohne das mehr bote gebawet, vnnd Pfannenn gesazt sollenn werdenn, durch anndere mittell vnnd wege, mit wenigerm kosten vorzukommenn seye, Mitt anngeheffter bitt, so viel es muglich, das vornehmenn des gebewes wegenn, bis zum anngesaztenn anndern tag damit zuruhenn, Darwiedder sfgl. abermahls gehaptem bedennckenn . seiner Räthe, vnns fermer anngezeigt, das sfgl. sich des bawenns vnnd Pfannenn zusezenn, vff sfgl. gethann darbietenn, sich des zu enndthaltenn nit geneigt, vnnd so weir1[?] das beschwerung, vnnd vermeintenn, das solchs seiner fl. gl. nit gepurte,
auch wieder Ire Priuilegien, brieff vnnd siegell seines herrnn vnnd vatters, die in seinenn Jungenn Jahren betrieglicher weise vonn deiner[?] Liebdenn[?] bekommenn, vnnd erlanngt sein, Hatt sich sfgl. des rechttenn vff Ritterschafft, Lanndtschafft vnnd Stedte, des Furstenthumbs zu Hessenn erbotten, Mitt fermerm bericht, das viel Furstenn Im heyligenn Reich, Geistlich vnnd weltlich,
welche dann zum theile, vonn sfgl. namhafft anngezogenn, die auch Salzwerck in Ihrem Furstennthumbenn, Lanndenn vnnd Stedtenn habenn, vnd vonn Obrigkeit wegenn, solch Salzwercker2 bawen vnd nuzenn,
vnnd aber seinenn fl. gl. vonn den Pfennernn, aus abgunst, gleich ob sfgl. vnrechtt zum Lannde were, nit gegonnet werden woltte, .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
weir — so weir das - wohl wir oder weit gemeint, Endbuchstabe r/t unklar); deiner Liebdenn (deiner oder seiner; Liebdenn/Libdenn mit unklarem Vokalzeichen
Salzwercker — Salzwercker oder Salzwercke, Wortende verschliffen
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd aber seinenn fl. gl. vonn den Pfennernn, aus abgunst, gleich ob sfgl. vnrechtt zum Lannde were, nit gegonnet werden woltte, .
Were Ie beschwerlich vonn seinem vnderthanenn2 den Pfennernn zu wissenn, were auch wieder derselbigenn eide vnnd pflichtte, das sie Irem rechten furstenn, das vortheil vnnd den nuzenn, das doch vergeblich nachbleibet, nit zugonnenn, Darmit gemeine Lanndtschafft desto weniger mitt schazung vnnd annderen beschwerdenn vmbeladen, vnnd desto weniger möchte belestiget werdenn, Weitter hatt vnns sfgl. eigener Personn vorgehalten, dieweil Ie sfgl. nit bedacht die Pfenner ann Irer nuzung zu behindernn, oder armer zu machenn, aber vielmehr geneigtt, so sie es vor gut annehmen wollenn, Ihre ehre Reichthumb vnd wolfart zusuchenn1[?], vnnd zufordernn, So hatt sich auch sfgl. erbotten, das sfgl. gnugsamb versicherung brieff vnnd siegel, mitt darnebenn der treffentlichstenn von Ritterschafft vnnd Stettenn mit versiegelung, das solchs zu ewigenn tagenn soll gehalttenn werdenn, den Pfennern gebenn vnnd gnediglich bestettigenn wollen, Welcher aber dessenn, das Ime solchs nit moge gehalten . werdenn, in sorgenn stunde, dem woltte sfgl. sein theil pfannenntheils, in dem Werthe, als er das versteuret hatt, erlegenn vnnd bezahlenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zusuchenn — Wortende abgekürzt/verschliffen (zusuchl: geschrieben), Lesung zusuchenn nach Kontext
vnderthanenn — Zahl der Minims bei nn/n nicht sicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWere Ie beschwerlich vonn seinem vnderthanenn den Pfennernn zu wissenn, were auch wieder derselbigenn eide vnnd pflichtte, das sie Irem rechten furstenn, das vortheil vnnd den nuzenn, das doch vergeblich nachbleibet, nit zugonnenn, Darmit gemeine Lanndtschafft desto weniger mitt schazung vnnd annderen beschwerdenn vmbeladen, vnnd desto weniger möchte belestiget werdenn, Weitter hatt vnns sfgl. eigener Personn vorgehalten, dieweil Ie sfgl. nit bedacht die Pfenner ann Irer nuzung zu behindernn, oder armer zu machenn, aber vielmehr geneigtt, so sie es vor gut annehmen wollenn, Ihre ehre Reichthumb vnd wolfart zusuchenn[?], vnnd zufordernn, So hatt sich auch sfgl. erbotten, das sfgl. gnugsamb versicherung brieff vnnd siegel, mitt darnebenn der treffentlichstenn von Ritterschafft vnnd Stettenn mit versiegelung, das solchs zu ewigenn tagenn soll gehalttenn werdenn, den Pfennern gebenn vnnd gnediglich bestettigenn wollen, Welcher aber dessenn, das Ime solchs nit moge gehalten . werdenn, in sorgenn stunde, dem woltte sfgl. sein theil pfannenntheils, in dem Werthe, als er das versteuret hatt, erlegenn vnnd bezahlenn,
Oder aber Jerlichenn dins1[?], souiel das Pfannenn theil gerenth, gebenn vnnd verschreibenn, Ob auch Jemanndes ann seinem Salzkauff verhindert, vnnd zu seiner nuzung, wie er hiebeuor gehapt, nit kommenn könntte, Will sfgl. erstattenn, gelten vnnd bezahlenn lassenn, Folgenndts hatt sfgl. selbst den tag, als Sonnabends nach Esto mihi gegenn Cassell semptlich, oder mit voller gewalt Innzukommenn ernant, vnnd anngesazt, Vff solches alles habenn wir sfgl. die erstreckung des tags vnnderthengiglich bedannckt, vnngezweiuelter zuuersicht, die Pfenner werdenn die Zeit gehorsamblich erscheinenn,
Ire Jura, Priuilegien vnd gerechttigkeittenn, oder warhafftige Copien vorpringenn2[?], vnnd darnebenn souiel berichts in der Handelung thun, daranne sfgl. ein gut begnugenn vnnd gnedig gefallenn habenn, vnnd tragenn werdenn, So aber sfgl. daranne nit zufriedenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
dins — so geschrieben, wohl Zins gemeint; Anfangsbuchstabe d/z unklar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIre Jura, Priuilegien vnd gerechttigkeittenn, oder warhafftige Copien vorpringenn[?], vnnd darnebenn souiel berichts in der Handelung thun, daranne sfgl. ein gut begnugenn vnnd gnedig gefallenn habenn, vnnd tragenn werdenn, So aber sfgl. daranne nit zufriedenn,
vnd in der hanndtlung sich mit sfgl. könttenn oder möchtenn vergleichenn, So werdenn die Pfenner sfgl. rechtlich darbietenn, vff die Lanndtschafft des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn2, vnnd nit außschlagenn, Verhoffenn aber, es solle die wege nicht erreichenn, vnnd ohne nott sein.
Enndtlich vnnd beschlieslich hatt sfgl. selbst den abschiedt gebenn, Ob sich auff zukunfftigenn verhör tage[?]1, sfgl. mit den Pfennernn, vnnd die Pfenner mit sfgl. mit vergleichenn könttenn, oder möchtenn, So will sfgl. seinem vorigenn darbietenn nach, rechtliche weisung, vnnd erkendtnus vonn gemeiner Landtschafft,
leidenn vnnd duldenn, doch mit der Protestation vnnd bedingung, was sfgl. in seiner wiederlage die Pfenner vmb das Saltzwerck alle oder zum theil, oder ein Jedernn in sonderheit zubesprechen vermeint, sollen Jme auch vor gemeiner Landtschafft zu recht stehen.
Unsichere Lesungen
verhör tage[?] — Wortende mit Zierstrich überzogen; auch 'tagk' oder 'tagte' möglich.
annehmenn — Möglicherweise 'anzunehmenn'; ein kleines Superskript über 'an' ist nicht sicher aufzulösen.
Vff schirstkommenndenn Sonnabenndt nach Esto mihi, sollenn alle Pfenner im Furstenthumb Hessenn gesessenn, so theil in Bodenn zu Allenndorff ann der Werra habenn, erscheinenn, Geschickt mit Jren Priuilegien vnnd gerechttigkeiten,
so sie dar vnd vber habenn wollenn, in allermassenn, alse heutt1 Sonnttags nach Trium Regum alhie zu Cassell hette geschehenn sollenn, erscheinenn, Hanndtlung zupflegenn, Signatum Cassell Sontags Post trium Regum Anno etc. 38.
Cannzley zu Hessenn, Nachuolgennden Dinstage nach Sebastian, ist der Gestrennge vnnd Ernuest, Sigmund vonn Böyneburgk Stadthaltter zu Cassell alhier zu Allendorff erschienenn, vnnd aus beuelch vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrnn, vor Rath, zunfften, vnd gannzter Gemein, die vorige hanndtlung vnnd erbieten, hochgemelts vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, mundtlichenn erzahlt, vnnd nach gehalttener rede,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
alse heutt — Schwerer Querstrich durch das Wortende; als tt-Zierstrich gelesen, eine Streichung ist nicht völlig auszuschließen.); Anno etc. 38. (Nach 'Anno' das übliche etc.-Kürzel (geschwungenes c), als 'etc.' wiedergegeben.); vonn Böy= (Auch 'vom Böy=' lesbar.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCannzley zu Hessenn, Nachuolgennden Dinstage nach Sebastian, ist der Gestrennge vnnd Ernuest, Sigmund vonn Böyneburgk Stadthaltter zu Cassell alhier zu Allendorff erschienenn, vnnd aus beuelch vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrnn, vor Rath, zunfften, vnd gannzter Gemein, die vorige hanndtlung vnnd erbieten, hochgemelts vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, mundtlichenn erzahlt, vnnd nach gehalttener rede,
vom wegenn sfgl. ann Schultheissenn, Burgermeister, Rath, Zunfft, vnnd Gemein gnediglich gesonnenn, seindt dem sfgl. bedacht1, vnnd in Rath befundenn, das sfgl. mit dem Gebau gemeinem nutze zu gute,
volnfaren wolle, das niemanndt den anngestelttenn Baumeister vnnd arbeitter ann dem vorgenommen gebau Jntragk, oder einigerley verhinderung thun, sondern denselbigen rechtlich behulfflich vnnd beforderlich sein wollenn.
Auff solchs des Stadthaltters vortragenn habenn die Pfenner, soviel der Jegennwerttig gewesenn, vor sich vnd gemeiner Bauerschafft geantwort, das sie Jres gnedigem Furstenn vnnd Herrnn vornehmenn2, mit gewalt zuuerhindernn, in keinem weege bedacht, Es wolle Jnen auch, zu dem das es Jhnenn vnmöglich, nit gepurenn, Sie wollenn auch in dem vorgenommenen gebau, so ferne der Jren Priuilegien nit zuwiedder, vnnd sie in recht schuldige sein, vnnd nit weitter gewilliget habenn, Dargegenn der Stadthaltter wiederumb sich vom wegenn vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn bedingt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
dem sfgl. bedacht — Anfangswort auch 'den' lesbar; Konstruktion unklar.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAuff solchs des Stadthaltters vortragenn habenn die Pfenner, soviel der Jegennwerttig gewesenn, vor sich vnd gemeiner Bauerschafft geantwort, das sie Jres gnedigem Furstenn vnnd Herrnn vornehmenn, mit gewalt zuuerhindernn, in keinem weege bedacht, Es wolle Jnen auch, zu dem das es Jhnenn vnmöglich, nit gepurenn, Sie wollenn auch in dem vorgenommenen gebau, so ferne der Jren Priuilegien nit zuwiedder, vnnd sie in recht schuldige sein, vnnd nit weitter gewilliget habenn, Dargegenn der Stadthaltter wiederumb sich vom wegenn vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn bedingt,
das sfgl. seiner f. gl. erbietung nach, mit dem gebau vortfarenn wolle, doch den Pfennernn, vnnd Jedermann ann seiner gerechtigkeitt vnnd nutzung, ohne schadenn, vnnd ob gemeine Pfenner in dem beschweret, alse das solches sfgl. nit gepurenn wolt,
Wolle sich sfgl. vff gemeine Ritter vnnd Lanndtschafft, erbotten habenn, vnnd so die erkennenn wurdenn, das solchs sfgl. in recht nit geziemenn wolle, den Gebau genzlich vnnd zu grundt wiederumb abschaffenn.
G. vonn dem allmechttigenn sonnderlichenn begabett, Jhre vnderthanenn vnd anndere, bey Jhrenn Gerechtigkeittenn, erlanngttenn Freyheitenn, vnnd anndern, was sie befugt, gnediglich zuhanndthabenn, schutzenn, vnnd schirmenn, Wie dann E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
genz= — Auch 'gennz=' oder 'gentz=' möglich; Minims am Wortende nicht eindeutig.); genndt zuuersehenn, (Erstes Wort (Fortsetzung von 'vol=') stark verschliffen; 'gemdt' geschrieben, wohl für 'volgenndt'.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vonn dem allmechttigenn sonnderlichenn begabett, Jhre vnderthanenn vnd anndere, bey Jhrenn Gerechtigkeittenn, erlanngttenn Freyheitenn, vnnd anndern, was sie befugt, gnediglich zuhanndthabenn, schutzenn, vnnd schirmenn, Wie dann E.
G. bisannhero vnns, vnd menniglichenn darbey erhalttenn, Vnnd ob Gott will noch ein lannge zeitt erhalttenn werdenn, So seindt wir auch in tröstlicher vngezweiueltter1 hoffnung, E.
G. werdenn vnns arme leute, als Jre gehorsame Vnderthanenn, auch bey vnnsernn alttenn erlanngttenn her[übergeschrieben: ge]brachttenn gerechttigkeiten der Pfannen vnnd Salzwerck, alhier zu Allenndorff, wie bisher geschehenn, des wir vnns vnndertheniglich, Jegenn E. f. gl. bedannckenn, schutzenn vnnd hanndthabenn, Vnnd demnach, damit E. f. gl. in warhafftige erkundunge, solcher vnnser gerechttigkeitenn, kommenn mögen, So thun wir denselbigenn vnderthenigenn nachuolgenden, warhafftigenn bestenndigenn bericht kurzlich sagennde, das vnnsere vorfahrenn vnd wir, alhie weit lennger, dann vor zweyhundert Jarenn, bisannher in vbunge gewesenn, vnnd hergebracht, Das zu Allenndorff nicht mehr dann zwey vnd vierzigk2 Pfannenn gewesen, Wie Jhr dann auch vff diesem tag nit mehr dar seindt, vnnd ob sich wohl als mann geschriebenn hatt M. vnnd iiijco Jahr, Lanndtgraue Henrich seliger gedechttnus, mehr Pfannenn setzenn zulassenn, anngemast, So hatt sich doch sfgl. da zur zeit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vngezweiueltter — Verschliffene Buchstabenfolge; auch 'vngezweiweltter' lesbar (für 'ungezweifelter').); her[übergeschrieben: ge]brachttenn (Kleines Einfügungszeichen mit übergeschriebener Silbe zwischen 'her' und 'brachttenn'; Lesung der Silbe als 'ge' nicht ganz sicher.
vierzigk — Wortende mit Zierschlaufe; auch 'vierzige' lesbar. Zahl: 42 Pfannen.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. werdenn vnns arme leute, als Jre gehorsame Vnderthanenn, auch bey vnnsernn alttenn erlanngttenn her[übergeschrieben: ge]brachttenn gerechttigkeiten der Pfannen vnnd Salzwerck, alhier zu Allenndorff, wie bisher geschehenn, des wir vnns vnndertheniglich, Jegenn E. f. gl. bedannckenn, schutzenn vnnd hanndthabenn, Vnnd demnach, damit E. f. gl. in warhafftige erkundunge, solcher vnnser gerechttigkeitenn, kommenn mögen, So thun wir denselbigenn vnderthenigenn nachuolgenden, warhafftigenn bestenndigenn bericht kurzlich sagennde, das vnnsere vorfahrenn vnd wir, alhie weit lennger, dann vor zweyhundert Jarenn, bisannher in vbunge gewesenn, vnnd hergebracht, Das zu Allenndorff nicht mehr dann zwey vnd vierzigk Pfannenn gewesen, Wie Jhr dann auch vff diesem tag nit mehr dar seindt, vnnd ob sich wohl als mann geschriebenn hatt M. vnnd iiijco1 Jahr, Lanndtgraue Henrich seliger gedechttnus, mehr Pfannenn setzenn zulassenn, anngemast, So hatt sich doch sfgl. da zur zeit,
mit vnnserem vorfahrenn, enndtlich vnnd schließlich, vereiniget, vnnd vertragenn, vnnd also bewilliget, das keine Pfannenn mehr dahin gesatzt werdenn, Vnnd daruor vnsere vorfahrenn, vor sich vnnd Jhre Erbenn, sfgl. vnd derenn erbenn Jerlichenn funff vnndzwannzigk Vbene Salzes gebenn solttendt, Lauth sfgl. daruber gegebenn brieff vnnd siegell, wie aus dieser warhafftiger Copey, mit A. vermerckt, zubefindenn,
nicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettigett, sonndernn auch vfs neu bewilliget, das vnnsere vorfahrenn vnnd Jre Erbenn bey solcher gerechttigkeitt der Pfannenn pleibenn solttendt, Wie aus den Copien, mit B.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
iiijco — Römische Zahl iiij mit hochgestelltem 'co' (vierhundert); Wiedergabe des Kürzels unsicher.); funff vnndzwannzigk ('vnndzwannzigk' zusammengeschrieben; Wortende mit Zierschlaufe, auch 'zwannzige' lesbar. Zahl: 25 Übene.
zwischenn — Wortende nur als große Schlaufe ausgeführt; Endung 'enn' erschlossen.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettigett, sonndernn auch vfs neu bewilliget, das vnnsere vorfahrenn vnnd Jre Erbenn bey solcher gerechttigkeitt der Pfannenn pleibenn solttendt, Wie aus den Copien, mit B.
C. vnnd D. zuersehenn, vnnd stehenndt ann eines anndernn Lanndtgrauenn, auch des nahmenn Henrich verschreibunge, darinnen[?]1 die Copey mit E. besaget, Anno xiiijco vnnd xxij Jar, am Sonnabenndt nach Ascensionis Domini datiret, vnntter anndern diese wortt, Darbobenn bestettigenn wir Jhnn ann diesem Jegenwertigenn brieue, als wir auch ann anndernn vnnserm brieffenn ihn bestettiget hann, alle Jre rechtte, das sie vonn altters han gehapt, vnnd nemblich Jre altte rechtte, das sie heissenn gebaurschafft, also das niemanndt solle ann denn vorgenanttenn Pfannenn siedenn, noch sie besitzenn, er sey dann geerbet zu dem Salzwercke, vnnd er habe gebaurschafft zu den Bodenn, vnnd volgenndt darnach auch in sonnderheit nachuolgende wortter,
vnnd Verba dispositiua also lauttennde, Auch wollenn wir das sie pleibenn bey Jrer alten gerechtigkeit, als das sie sollenn vnnd mögenn, setzenn vnd endtsetzen, vnnd bestellenn in alle weise, das vnns vnd dem vorgenantenn Salzwerck mag kommenn zu nutz, Zu recht vnnd zu frommenn, Welche gerechtigkeitt des Salzwercks auch dermassenn vnd zuforderst,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
darinnen[?] — Stark verschliffen; auch 'darnann'/'darnenn' lesbar.); Anno xiiijco vnnd xxij Jar (Römische Jahreszahl mit hochgestelltem 'co' (xiiijC vnnd xxij = 1422); Lesung der Ziffern nach Vergrößerung.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Verba dispositiua also lauttennde, Auch wollenn wir das sie pleibenn bey Jrer alten gerechtigkeit, als das sie sollenn vnnd mögenn, setzenn vnd endtsetzen, vnnd bestellenn in alle weise, das vnns vnd dem vorgenantenn Salzwerck mag kommenn zu nutz, Zu recht vnnd zu frommenn, Welche gerechtigkeitt des Salzwercks auch dermassenn vnd zuforderst,
wie die vom Hochgedachtenn Furstenn Lanndtgrauen Henrich milder gedechtnus, Krafft obennberurts bestenndigenn Contracto ann vnnsere vorfahrenn gekommenn, vonn allenn Regirendenn Lanndtgrauen gemeiniglichenn,
nicht allein in der gemeinenn weise vnnd formb bestettiget vnnd Confirmiret, Sonndernn sich auch daruber, nach den bestettungenn, vnd Confirmationen darinnenn verpflichttet, vnnd gnediglichenn zugesagt, das Jre F.
Herr Vatter Hochlöblicher gedechtnus, dieser vnser vorfahrenn, vnd vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks in erkundunge kommenn, Wie dann sfgl. derselbigenn vnser gerechtigkeitt des Saltzwercks warhafftiglichen vnd bestenndiglichenn, wie aus den Jngelegttenn verschreibungenn, mehrgedachts Contracts bestettungen vnnd zusagungenn, sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
fl. Gl.[?] — Abgekürzte Titulatur nach 'Jren'; wohl 'f(ürstlichen) G(naden)l(iebden)', Buchstabenbestand nicht eindeutig.
zuersehenn[?] — Wortende nur angedeutet (Kürzungsschlaufe); Endung erschlossen.); mit F. G. H. J. K. L. vnnd M. signirt (Buchstabenreihe der Kopial-Signaturen; einzelne Majuskeln (F, K, L) stark verziert, Lesung nach der Reihenfolge A-E der Vorseiten ergänzt.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerr Vatter Hochlöblicher gedechtnus, dieser vnser vorfahrenn, vnd vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks in erkundunge kommenn, Wie dann sfgl. derselbigenn vnser gerechtigkeitt des Saltzwercks warhafftiglichen vnd bestenndiglichenn, wie aus den Jngelegttenn verschreibungenn, mehrgedachts Contracts bestettungen vnnd zusagungenn, sfgl.
Vorfahrenn vnnd Eltternn vnberedtlichenn zuuermerckenn, bericht wordenn, Habenn sfgl. als ein löblicher gerechtter Fürst, in annsehunge auch der billicheit, vnnd sfgl.
Voreltternn verpflichttunge, die auff sfgl. vonn derselbigenn Voreltternn, vnnd vorfahrenn dem Lanndtgrauen zu Hessenn auch gebracht, vnnd mehrgedachtte vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd Bodenn, auch nicht allenn in gemeiner formb vnnd weise, bestettiget Confirmiret vnnd vernewert[?]2, Sonnder auch vff solchem bestenndigenn empfanngenndenn bericht, mit bewust vnnd Rath sfgl. dazumahl fürtrefflichenn vnnd heimlichenn Rethenn, Nemblichenn Clausenn vonn Herdenn Amptmann zu Sonttra, vnnd Reichennbach, vnnd Cunradts[?]3 vonn Waldennsteins seligenn, mit vnserenn vorfahrenn, etc.[?]4 nun weitter Contrahiret, vnnd also sich vereiniget vnnd verschriebenn, vnnd sonnderlichen in nachgeschriebenenn worttenn, also lautennde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVoreltternn verpflichttunge, die auff sfgl. vonn derselbigenn Voreltternn, vnnd vorfahrenn dem Lanndtgrauen zu Hessenn auch gebracht, vnnd mehrgedachtte vnser gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd Bodenn, auch nicht allenn in gemeiner formb vnnd weise, bestettiget Confirmiret vnnd vernewert[?], Sonnder auch vff solchem bestenndigenn empfanngenndenn bericht, mit bewust vnnd Rath sfgl. dazumahl fürtrefflichenn vnnd heimlichenn Rethenn, Nemblichenn Clausenn vonn Herdenn Amptmann zu Sonttra, vnnd Reichennbach, vnnd Cunradts[?] vonn Waldennsteins seligenn, mit vnserenn vorfahrenn, etc.[?] nun weitter Contrahiret, vnnd also sich vereiniget vnnd verschriebenn, vnnd sonnderlichen in nachgeschriebenenn worttenn, also lautennde,
Demnach so bestettigenn vnnd bekrefftigenn wir vor vnns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, den obgenanttenn Gebaurenn, gnandt Pfenner, das vorgemelte Jre Erbe, das Saltzwerck mit allem seinen herkommenn, rechten vnd gewohnden3 vnnd die zahl der Saltzbotenn, vnd Pfannenn, Welche zahl wir selbst, vnser Erbenn vnd nachkommenn,
auch niemanndt annders zubrechenn2 soll, Sonnder 42 Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn darin, nicht mehr, nicht weniger, vnnd in der weite, lennge, vnnd höde der Börtte[?]1,
Nicolaus Kirchenn wenndenn, verzeichnett sein, zu ewigtagenn bleibenn sollenn, vnnd volgett darnach sfgl. vor sich vnnd derenn erbenn weitter der pflichttunge des Jnnhalts, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn selbst oder durch anndere leuthe, die gedachttenn vnnser lieben Getreuenn, Gebaurenn genandt Pfenner, mit anndernn Saltzbotenn, Jnn oder auswendige Jren Bodenn, vf eine Meyle wegs, vonn denselbenn Bodenn zuruckenn[?], in keine weise oberbauwenn Dergestalt hatt sich sfgl. in Jrer verschreibunge aller gerechttigkeitt in solchenn Bodenn vnnd Saltzwerck verziehenn, ausgenommenn etzlicher, als nemblich mit diesenn worttenn, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, vnns in den genanttenn Bodenn, vnnd Saltzwerck keiner gerechttigkeitt anmassenn, oder vnnderziehenn, ausgescheidenn, die Obrigkeit des Gerichts, vber Hals, Hanndt, schuldt, vnnd schadenn, Vnd volgett hernachmals, was vnnsere vorfahrenn vnd wir, die solche gerechttigkeitt des Saltzwergks vnnd Boden ererbet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Börtte[?] — Lesung unsicher, evtl. oertte oder Boette/Boeden gemeint
zubrechenn — Wortende mit Kuerzel hochgestellt
gewohnden — Lesung des Wortendes unsicher (gewohnheiten?)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNicolaus Kirchenn wenndenn, verzeichnett sein, zu ewigtagenn bleibenn sollenn, vnnd volgett darnach sfgl. vor sich vnnd derenn erbenn weitter der pflichttunge des Jnnhalts, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn selbst oder durch anndere leuthe, die gedachttenn vnnser lieben Getreuenn, Gebaurenn genandt Pfenner, mit anndernn Saltzbotenn, Jnn oder auswendige Jren Bodenn, vf eine Meyle wegs, vonn denselbenn Bodenn zuruckenn[?]1, in keine weise oberbauwenn Dergestalt hatt sich sfgl. in Jrer verschreibunge aller gerechttigkeitt in solchenn Bodenn vnnd Saltzwerck verziehenn, ausgenommenn etzlicher, als nemblich mit diesenn worttenn, Wollenn auch wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, vnns in den genanttenn Bodenn, vnnd Saltzwerck keiner gerechttigkeitt anmassenn, oder vnnderziehenn, ausgescheidenn, die Obrigkeit des Gerichts, vber Hals, Hanndt, schuldt, vnnd schadenn, Vnd volgett hernachmals, was vnnsere vorfahrenn vnd wir, die solche gerechttigkeitt des Saltzwergks vnnd Boden ererbet,
vor diese gerechttigkeitt sfgl. vnnd Jren erbenn geben vnnd reichenn sollenn, Nemblichenn dis Jnnhaltts, wie volget wollenn, vnnser liebenn Getreuenn, Gebauren vom Bodenn genanndt Pfenner aus Jrem Saltzwerck vnnd Bodenn, vnns, vnnserm erbenn vnd nachkommenn, alle Jar auff den Sontagk zu Mittfastenn, Wann mann singt, in der Heiligenn Kirch, Letare Jerusalem, gebenn vnnd reichenn, zwey hundert guldenn, darmit wir, vnnser Erbenn vnd nachkommenn mögenn thun vnnd lassenn, gleich vnsern anndernn güetternn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zuruckenn[?] — Wort mit Kuerzel, Lesung unsicher (zu ruecken / zuuerruckenn?)); vf eine (kleines Wort vor eine schwer lesbar, evtl. vff
Es hat sich auch Hochgedachter Lanndtgraue Wilhelm vorm ennde sfgl. verschreibunge verpflicht, das dieselbige, in Jren stucken vnnd Artickuln, weder vonn sfgl. noch derenn erben vnnd nachkommenn, auch niemannds vonn Jrent wegenn,
annders dann sie in Jrem schrifftlichenn sinne Jnnhelt, ausgelegt oder glosirtt werdenn soll, Alles lauts sfgl. verschreibunge, mitt sfgl. vnnd obberurtenn dreyenn1 trefflichsten Räthe Jnnsiegelnn befestiget, Derenn warhafftigenn Copey mit W. vermerckt, Jm M°. iiijc. vnnd 87.
G. vnnderthenigklichenn auch zustellenn, vnnd vbergebenn, Welche gerechttigkeitt, auch mehr hochgedachtter Lanndtgraff Wilhelm, im nechstuolgendenn Jar bestettiget, vnnd Confirmiret, Lauts der Copien mit V. bezeichnet, obenberurtter gestalt, auch E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
dreyenn — Zahlwort, Lesung dreyenn/zweyenn nicht ganz sicher); Jm M°. iiijc. vnnd (roemische Jahreszahl mit hochgestellten Kuerzeln, Wiedergabe angenaehert
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnderthenigklichenn auch zustellenn, vnnd vbergebenn, Welche gerechttigkeitt, auch mehr hochgedachtter Lanndtgraff Wilhelm, im nechstuolgendenn Jar bestettiget, vnnd Confirmiret, Lauts der Copien mit V. bezeichnet, obenberurtter gestalt, auch E.
G. vnmündigenn Jungenn[?]1 Jahrenn, offtgedachte gerechttigkeitt des Saltzwercks zum Bodenn, auch nicht allein bestettiget, vnnd in forma communi confirmiret, Sonnder auch sich verschriebenn, vnsere vorfahrenn vnnd vns darbey zuhalttenn, alles laut auch derselbigenn verschreibunge, Welcher datum Anno D. vc. vnnd vj halttet,
derenn Copey mit P. signiret, Wir auch hiermit vbergebenn, Wir sindt auch im fall der notturfft alle Jngelegtte Copien, mitt Jrenn Originalien, oder glaubwürdigenn Vidimussenn, zusterckenn2 vnnd bekrefftigenn, ehrbüetigk, Weil nun gnediger furst vnnd herr, E.
Eltternn, Voreltternn vnnd vorfahrenn, aus sonnderlichem hohen fürstlichem verstannde, ohnn allem zweiuell gnediglichenn vermerckt, das vnnser vorfahrenn vnnd wir mehr gedachte gerechttigkeit des Saltzwercks zum Bodenn,
nicht allenn durch Priuilegien vnd Freyheittenn, sonnder auch vermöge vnnd krafft bestenndiger Conuention, vnnd Contracten, vnnd vmb einicherley darlegenn vnnd enndtrichttung, als Jerlichenn, 25.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Jungenn[?] — Wortende der Zeile mit Kuerzel, Lesung unsicher (Jungen/Juenglings-Jahren)); Anno D. vc. vnnd vj (Jahreszahl mit hochgestellten Kuerzeln, Wiedergabe angenaehert; wohl 1506
Herrnn Vatters seliger gedechtnus verschreibunge weitter vermeldet, bekommenn, vnnd erlannget, vnnd also solche gerechttigkeitt vf vnns geerbet, auch das Hochgedachtter Lanndtgraff Wilgelm der mitler E.
Herr Vatter seliger vnnd milder gedechtnus, vnser gerechttigkeittenn, genüglichenn vnnd bestenndigklichenn berichttet, vnnd solche vnnd dergleichenn Contract, oder auch Priuilegien, quae transeunt in formam contractus, auch der Oberste Fürst, als Kay:
Mayt: selbst, vnnd anndere Potentaten, Fürstenn oder Obrigkeittenn, die mit Jrenn verwanndtenn vnnd vnnderthanenn Contrahiren, als Juris gentium, à quo Jure kein Obrigkeit ausgeschlossenn,
zuhalttenn verpflicht, vnd obbemelte Contracten, vnnd respectiuen obligationen, vnnd Jnsonnderheit auch der Contract vnnd respectiua obligatio et sic ultra citroq; obligatoria, Daruon[?]3 E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
200 fl.[?] — Waehrungszeichen nach 200 als Schnoerkel-R/fl-Ligatur, Aufloesung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezuhalttenn verpflicht, vnd obbemelte Contracten, vnnd respectiuen obligationen, vnnd Jnsonnderheit auch der Contract vnnd respectiua obligatio et sic ultra citroq; obligatoria, Daruon[?] E.
Herrenn Vatters seligenn verschreibunge besaget, vonn sfgl. auch, als dieselbige zu Jhrem volkommenden Regiment kommenn, vnnd Jre bestendige Jare erlanngt, bis zu sfgl. seligenn abscheidenn, vonn dieser betrubtenn welt, Fürstlichenn vnnd loblichenn, vor sfgl. anntheil, auch vonn vnnserm vorfahrenn, vnd vnns, vor vnnserm anntheil, vnndertheniglich, ohne alle verhinderunge, Jrrunge, oder einsage, erfüllet, vnnd adimpliret wordenn, dann sfgl. vnnsere vorfarenn vnnd vnns bey desenn2 gerechttigkeiten,
des Saltzwercks zum Bodenn, gnediglichenn gehalttenn, gelassenn, geschüzt, vnnd gehanndthabet, Wir auch sfgl. die beredtenn vnnd bewilligttenn — 200 fl.[?]1 vnnd annders Jerlichenn in vnderthenigkeit gebenn, enndtrichttenn,
vnnd volgenn habenn lassenn, vnd derwegenn solche verpflichttunge vnnd obligation, nach dem die Jnteruentu rei vonn beidenn theilenn, wie Jzt vermeldet, erfüllet vnnd adimpliret, E. f. gl.
Herrnn Vatter seliger gedechtnus zuforderst, Weil dieselbige, als sfgl. zu Jhrem Regiment kommenn, vnnd Jre volstenndige Jare erreicht, mit der that vnd re ipsa,
Unsichere Lesungen
200 fl.[?] — Waehrungszeichen als Schnoerkel-R/fl-Ligatur wie auf 88v, Aufloesung unsicher
vnnd sonnderlichenn mit der enndtpfahung der Jerlichenn zwey hundert güldenn vnnd anders, Lauts der verschreibunge, denselbigenn Contract zum vberflus beliebet, ratificiret vnnd genehm gehapt, auf E.
G. werdenn vns furter vnnd zukunfftiglichenn, als Jre arme gehorsame vnnderthanenn, bey solchenn vnserm erlangttenn gerechttigkeitenn, nicht weniger dann E.
Herrnn Vatter vnnd vorfahrenn, aller löblicher gedechtnus, auch zukunfftiglichenn, Fürstlichenn halttenn, vnnd lassenn bleibenn, vnd darbey gnediglichenn schüzenn vnnd handthaben, vnd sich wieder vnns vonn niemanndts bewegenn lassenn, mit furwendunge, als soltte daraus, weil sich E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
200 fl.[?] — Waehrungszeichen als Schnoerkel-R/fl-Ligatur, Aufloesung unsicher
derthenigerr — Wortende mit doppeltem r-Schnoerkel, evtl. nur dertheniger
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn Vatter vnnd vorfahrenn, aller löblicher gedechtnus, auch zukunfftiglichenn, Fürstlichenn halttenn, vnnd lassenn bleibenn, vnd darbey gnediglichenn schüzenn vnnd handthaben, vnd sich wieder vnns vonn niemanndts bewegenn lassenn, mit furwendunge, als soltte daraus, weil sich E.
G. gleublich berichttet, das bemelt Saltzwergk viel mehr Pfannenn dann itzo da seindt, tragenn möchte, Derhalbenn E. f. g.[?]1 die notturfft Ires Furstenthumbs, so ferne es E.
G. zu recht angelassenn[?]2, mehr Bothe dahin zubawen willenns, doch der gestalt, das solchs vnns ganntz vnnd gar vnnachtteilig sein soltte, vnnd das E.
G. solttenn vrsache habenn, vnnsern Priuilegien, als gemeinem nutz zuenndtgegenn, zumilternn, vnnd einzuziehenn, Dann gnediger furst vnnd herr, wir vnns nicht wissenn zuerinnernn, das E.
Lannden vnnd Furstenthumben, noch derselbigenn vnderthanenn, einiger abbruch am Saltze aus dem das solche Contract, obligation vnd verwilligungen, gehalttenn werdenn, endtstehen sollen, vnnd das Gemeinem nutz enndtgegenn sein soltte.
G. gnediglichenn zuuernehmenn habenn, das auch verganngene Jahr Neün hundert[?]1 pfannenn in Brunnen verpliebenn seindt, aus manngell des abführenns, So konnenn vnnd mögenn auch fueglichenn, vnnd ohn vnnserm mergklichenn nachtteil, verderb, vnnd vnverwindtlichenn schadenn, aus manngell vnd gebrechen des Holtzes, vber 42.
Pfannenn alhie zu Allenndorff nichtt gehalttenn werdenn, Welches dann also nicht zu geringem nachtteil, auch des gemeinen nutzes der Baurschafft, vnnd Pfenner, vnnd also E. f.
Stadt Allenndorff, reichenn wurde, Hierumb dann auch zusetzenn, doch ohn abbruch der warheitt, Wan etwas ein nachtteil, oder annderer kleiner gemeiner nutz hieraus enndtstehenn solte, So wurde billich dieser vnnser gemeiner nutz mehr betrachttet, Im annsehunge vnnser erlanngttenn gerechttigkeittenn,
nicht allein vermöge solcher Priuilegien sonnder berurtter Contract vnnd wieder pflichttenn, obligation, Weil solches falles der gemeine nutz so mehr gegrundt, dem annderenn billichenn vorgezogenn[?]2 wurde Vber das aber eins zusetzenn, doch ohne bekanndt[?], das hieraus E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Neün hundert[?] — Zahlwort vor 'hundert' undeutlich, auch 'Vf ein hundert' denkbar); wieder pflichttenn (moeglich auch zusammen 'wiederpflichttenn' (Widerpflichten)
vorgezogenn[?] — Wortende als Schlussschleife abgekuerzt
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenicht allein vermöge solcher Priuilegien sonnder berurtter Contract vnnd wieder pflichttenn, obligation, Weil solches falles der gemeine nutz so mehr gegrundt, dem annderenn billichenn vorgezogenn[?] wurde Vber das aber eins zusetzenn, doch ohne bekanndt[?]1, das hieraus E.
Lanndenn vnnd leutenn ein grosser nachtteil vnnd manngell am Saltze enndtstunde, vnd das gemeiner nutz dardurch geschafft, Wann vnns vnser gerechttigkeitt gemilttert vnnd eingezogenn wurde, vnnd also mehr Pfannenn alhie zu Allenndorf gebauwet werdenn,
vnnd das wir derhalbenn vermöge der rechtt, vmb gemeines nutzs willenn, solches zuduldenn schuldige werenn, So werenn wir doch gleichwohl vnderthenniger vngezweiuelter hoffnunge, das E.
G. vf diesem fall, vnnd wo sich solchs befunde, sich des bawenns vnnd anmassunge der Pfannen gleichwohl gnediglichenn endthalttenn wurdenn, Dann ob vielleicht in rechttenn versehenn möchte sein das E.
G gleichmessig anndernn Furstenn vnd Potentaten, vnnd Obrigkeittenn, aus bestenndigenn vhrsachen, als gemeines nutzes halbenn, einem oder mehr, an seiner oder Ihrenn gerechttigkeittenn, etwas enndtziehenn, vnnd milttern möchttent, welches wir vf dismahl in seinem werth beruhenn lassenn, vnnd vergeblichen nicht streittenn wöllenn, noch E.
G. damitt auffhalttenn, Weil aber obgemelte Gerechtigkeit der Zal der Pfannenn vnnd Saltzwercks durch bestenndige Contract ann vnnser vorfahren, vnd ann vnns gekommenn, vnnd vererbet, vnnd sich E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ohne bekanndt[?] — Wendung undeutlich, moeglicherweise Abbreviatur am Wortende
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. damitt auffhalttenn, Weil aber obgemelte Gerechtigkeit der Zal der Pfannenn vnnd Saltzwercks durch bestenndige Contract ann vnnser vorfahren, vnd ann vnns gekommenn, vnnd vererbet, vnnd sich E.
G. herr vatter seliger gedechtnus Insonnderheit gnediglichenn verschriebenn, wie obenn anngezeigtt, Nemblich das weder ffgl.[?]1 noch derenn erbenn vnnd nachkommenn, auch niemanndts annders, die Zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannenn brechenn[?]2 solle, das auch weder ffgl.[?]3, Ire erbenn oder nachkommenn, vnns mit anndernn Saltzbodenn,
Inn oder außwenndig vnnser Sodenn, in keine weise oberbauwenn, auch sich keiner gerechttigkeitt, außgescheidenn die Vbrigkeitt des Gerichts in genannttem Sodenn vnnd Saltzwergk anmassenn wollent, vnnd inberurttenn fall, wo sich der ereugte, der anngezogenn schade verhuetet, vnnd gemeiner nutz, E.
G. vnnderthanenn, gestifft vnnd gefurdert wurde, Wo wir selbst mehr Pfannenn vnnd Saltzboden bawenn vnd machenn liessenn, vnnd also disfals der Contract, lauts berurtter verschreibunge, zwischen E.
Herrnn vatters, vor sich vnnd derenn Erbenn vnnd nachkommenn, vnnd vnns bewilliget vnnd volnzogenn, vnnd allennthalbenn bisannhero adimplirt, auch gehalttenn wurde, In dem so sich ffgl.[?]1 dermassenn wie anngezeit[?]2 verschriebenn, das weder ffgl.[?] Ire erbenn,
noch nachkommenn keiner Gerechttigkeit anmassenn, oder vnnderziehenn wollen, auch vnnser vnnd vnnser erbenn, vnnd nachkommen gemeiner schade, vnnd vnvberwindtlicher verderbe, desto mehr verpliebe, vnnd der Baurschafft der Sodenn gemeiner nutz ohn nachtteil des gemeinen nutz, E.
G. werdenn gnediglichenn erachttenn, vnnd decerniren, das wir bestimpts fals zu der Bauwung mehrer Saltzbodenn vnd pfannenn billichenn vnnd vermöge der recht zugelassenn werdenn solttent, Weil ebenn das Jenig,
wie Itzt vermeldt, dardurch verschafft, als wenn solche erbauwunge nicht durch vnns vorgenommenn wurde, Zudem das wir auch destoweniger nachteil vnnd schadenns erleidenn dorfftenn, In sonderlicher betrachttung auch das E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ffgl.[?] — Abbreviatur wie auf Blatt 91v, Lesung unsicher
anngezeit[?] — wohl fuer 'anngezeigt', g nicht erkennbar); ffgl.[?] Ire (Abbreviatur und folgendes Wort ('Ire' oder 'der') unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewie Itzt vermeldt, dardurch verschafft, als wenn solche erbauwunge nicht durch vnns vorgenommenn wurde, Zudem das wir auch destoweniger nachteil vnnd schadenns erleidenn dorfftenn, In sonderlicher betrachttung auch das E.
Herrnn Vatters seligenn verschreibunge mit bringt, das dieselbige In Ihrem artickeln vnnd stuckenn, nicht solle annders dann sie in Ihrem schrifftlichenn sinne Innhelt, ausgelegt oder glosiret werdenn, Welche auch in Irem austrucklichenn schrifftlichenn sinne, wie dann vermeldet, verordenet vnnd disponirt, das sich weder E.
Vatter, noch derenn erbenn keiner gerechttigkeit ann dem Saltzwergk annehmenn sollenn, Vnd wirdt solche gemeine disposition per illam generalem Vniuersalem negatiuam keiner gerechttigkeit durch nachvolgennde exception in allenn fellenn becreffttiget,
Wir wollenn vnns auch in mehrbemeltem fall, Nemblich wo außfundig gemacht wurde, das dardurch der gemein nutz, des Lanndes gefurdertt wurde, zu solcher bauwunge erbottenn habenn, vnnd bittenn derhalbenn enndtlich vffs vnderthenigst, E.
G gehorsamenn vnnderthanenn bey solcher vnnser Gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd der Pfannenn gnediglichenn behalttenn, schutzenn vnnd schirmenn, aber Je zum wenigstenn, wo außfündigk gemacht wurde, das E. f. gl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG gehorsamenn vnnderthanenn bey solcher vnnser Gerechttigkeitt des Saltzwercks vnnd der Pfannenn gnediglichenn behalttenn, schutzenn vnnd schirmenn, aber Je zum wenigstenn, wo außfündigk gemacht wurde, das E. f. gl.
Lanndenn vnnd Leutenn ein mercklicher nachtteil, das wir vns doch nicht versehenn, hieraus enndtstehenn soltte, Wo nicht mehr Pfannenn erbawet wurdenn, vnns zu erbawung derselbigenn aus obenn berurttenn rechtmessigenn vhrsachenn gnediglichenn zulassen, Wo wir aber Je dieses bey E.
G. als vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, in annsehunge obenn erzehltter vnnser rechtmessigenn vhrsachenn vf dismahl nicht erhalttenn möchttenn, So konnenn wir hierinnenn auf ferner vnnser fürbringenn vnnd deducirunge vnnser gerechttigkeitt, aller vnparteischer, recht verstenndiger vnnd anderer Erbarer vorstenndiger erfahrner Leuthe, alles nach E.
G. gnedigem gefallenn, rechtmessige vnnd billiche ortterunge1 vnnd weisunge, dem rechtenn gemes duldenn vnnd leidenn, Darzu wir auch vnns desfals vnndertheniglichenn erbietenn, vnnd wollenn vnns hier mit E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ortterunge — wohl fuer 'Eroerterunge', Wortanfang undeutlich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gnedigem gefallenn, rechtmessige vnnd billiche ortterunge vnnd weisunge, dem rechtenn gemes duldenn vnnd leidenn, Darzu wir auch vnns desfals vnndertheniglichenn erbietenn, vnnd wollenn vnns hier mit E.
Erstlich anntzeigenn lassenn, das sich ffgl.[?]1 laß bedunck[gestrichen: enn die] Supplication sey gestelt mit rath der recht gelertenn, Wiewohl nun ffgl.[?] dieselb mit grundt der recht, abzulehnenn wohl wuste, ffgl.[?] doch zeitt darzu von nötenn were, Dieweil aber ffgl.[?] Itzo wegferttig, So woltten ffgl.[?] zuuermeidenn lenger muhe, zum handell schreittenn, Mitt beger, das sie dergleichenn thun wolttenn, Vnnd Erstlich befindt ffgl.[?] in aller welt, wo mann newe Berge oder Saltzwercke befricht[?]2, das die gewerckenn ann denselbigenn orttenn, belehnung vonn der Vbrigkeitt, Konige oder Furstenn, habenn mussen, In welchen vnnderscheidenn wirdet, was die gewerckenn sich halttenn, dergleichenn was auch die Obrigkeit habenn solle,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ffgl.[?] — wiederkehrende Abbreviatur (wohl 'fuerstliche Gnaden'), gilt auch Zeilen 10-13 und 16); [gestrichen: enn die] (gestrichener Zeilenanfang schwer lesbar, auch 'am die' moeglich
befricht[?] — Verb undeutlich, wohl fuer 'aufricht' (aufrichtet)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich anntzeigenn lassenn, das sich ffgl.1[?] laß bedunck[gestrichen: enn die] Supplication sey gestelt mit rath der recht gelertenn, Wiewohl nun ffgl.[?] dieselb mit grundt der recht, abzulehnenn wohl wuste, ffgl.[?] doch zeitt darzu von nötenn were, Dieweil aber ffgl.[?] Itzo wegferttig, So woltten ffgl.[?] zuuermeidenn lenger muhe, zum handell schreittenn, Mitt beger, das sie dergleichenn thun wolttenn, Vnnd Erstlich befindt ffgl.[?] in aller welt, wo mann newe Berge oder Saltzwercke befricht[?], das die gewerckenn ann denselbigenn orttenn, belehnung vonn der Vbrigkeitt, Konige oder Furstenn, habenn mussen, In welchen vnnderscheidenn wirdet, was die gewerckenn sich halttenn, dergleichenn was auch die Obrigkeit habenn solle,
solch Commission oder belehnunge mangelt hie, dieweil dann der grundt dieser Hanndtlunge darauff will beruhenn, so woltte vonnötenn sein, die zu Allendorf suchenn zulassenn, oder das sie bey Ihrem eidenn behalttenn, das sie solche vhrsprungliche Concession nit habenn, vnnd wo dem also, so achttet ffgl. das Irestheils solcher handell manngelhafftigk sey,
Nun ist Je offennbars rechttenn[?], das Berckwerck vndSaltzwerck der Obrigkeit zustehenn, mann finds auchin gewonheit allerhanndt2[?], Nemblich bey den Saltzwerckenn Lotringenn, im Stifft Magdeburgk, vndFranckennhausenn,
Intentionem fundatam, das solch Saltzwerck gar ffgl. zusteht, vnnd welcher darann etwas habenn will, der mus dasselb beweisenn Nun wollenn wir sehenn, was die Pfenner krefftiglich beweisenn vnnd dargethann habenn, vf den fall das ffgl. mehr Pfannenn zu gemeinem nutz zubauenn nit macht [gestrichen: habenn] soltte, darumb sich dann zu dieser Zeit der streit heltt, So mann nun der alttenn Furstenn Lanndtgraven Henrichs, Frauenn[?] Alheitenn, Lanndtgravenn Ottenn, Lanndtgrave Henrichs wiederumb, vorgelegtte briefe annsicht, so findet sich klar, das sie nit bewiesenn habenn, das mein gnediger furst vnnd herr nit mehr Pfannenn bauenn möchte Sonndernn das sie alle nach einannder,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ffgl. — Kuerzel wohl fuer 'furstlich gnaden'; Lesung des Kuerzels unsicher, kehrt auf der Seite mehrfach wieder (Z. 15, 17, 18)); offennbars rechttenn (Wortendungen unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIntentionem fundatam, das solch Saltzwerck gar ffgl. zusteht, vnnd welcher darann etwas habenn will, der mus dasselb beweisenn Nun wollenn wir sehenn, was die Pfenner krefftiglich beweisenn vnnd dargethann habenn, vf den fall das ffgl. mehr Pfannenn zu gemeinem nutz zubauenn nit macht [gestrichen: habenn] soltte, darumb sich dann zu dieser Zeit der streit heltt, So mann nun der alttenn Furstenn Lanndtgraven Henrichs, Frauenn[?] Alheitenn, Lanndtgravenn Ottenn, Lanndtgrave Henrichs wiederumb, vorgelegtte briefe annsicht, so findet sich klar, das sie nit bewiesenn habenn, das mein gnediger furst vnnd herr nit mehr Pfannenn bauenn möchte Sonndernn das sie alle nach einannder,
es darfur gehaltenn habenn, das sie mehr Pfannenn bauen mochtenn, dann zu dem mahl da gewesenn seindt, Vnnd das Ihe eins priuilegium den anndernn nit gehindert hatt4, als nemblich Lanndtgraf Henrichs priuilegium, hat Lanndtgraff Ottenn nit gehindert, dann Lanndtgraff Ott hatt gleichwohl wollenn das Saltzwerck bauenn,
vnnd mehr Pfannenn bauenn, vnanngesehl=2[?] seins Vatters brief3, So auch dieselbigenn brief[?] anngesehenn werdenn, so disponiren sie nit vber Ihre Erbenn, dann Lanndtgraff Ott wie obgemeltt, hatt gleichwohl vnangesehenn seins Vatters brieffe, mehr Pfannenn setzenn wollenn, Item, so ist auch das pactum vonn — 25.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Frauenn Alheitenn — Schreibung 'Frauenn' oder 'Frawenn' nicht sicher zu entscheiden
vnanngesehl= — Wortende am Zeilenschluss undeutlich, wohl 'vnanngesehenn' (Fortsetzung 'seins Vatters brief')
brief — am Zeilenende ein durchstrichener Buchstabe, moeglicherweise gestrichenes 'e' oder Zierstrich
hatt — Strich durch 'hatt' hier wie mehrfach auf der Seite als Zierstrich durch tt gewertet, nicht als Tilgung
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd mehr Pfannenn bauenn, vnanngesehl=[?] seins Vatters brief, So auch dieselbigenn brief[?] anngesehenn werdenn, so disponiren sie nit vber Ihre Erbenn, dann Lanndtgraff Ott wie obgemeltt, hatt gleichwohl vnangesehenn seins Vatters brieffe, mehr Pfannenn setzenn wollenn, Item, so ist auch das pactum vonn — 25.
Vbenn[?] Saltzes nie gehalttenn wordenn, ffgl. findenns auch in keinem Register, das Je gegebenn wordenn sey, vnnd habenn also die Furstenn allein dieweil sie gelebt habenn, die Pfenner befreyet, das sie auch also ohnne Zweiuell Furstlich gehalttenn habenn, Item, Es hatt Lanndtgrave Henrich Ihnenn nit weitter zugelassenn, zusetzenn, zu enndtsetzenn, vnd zu bestellenn, dann das ffgl. vnnd dem Bergkwerge2 möge zu nutz,
zu rechttenn vnnd zu frommen sein, Daraus volgett, das die obgemelt facta, alle personalia sein, vnnd sich vber die personn nit extendiren, Danebenn so manngelt Lanndtgraff Hermanns brieff, Welcher Furst lannge Zeit Regiret hatt,
Wo derselbe furgelegt, wurde mann ohnn Zweiuell befindenn, das er in derselbigenn meinung gewest ist, also probiren die obgemelte priuilegia alle nichtt Zum letztenn hatt Lanndtgraff Wilhelm itzo Meins gnedigem [gestrichen:↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vonn — 25. Vbenn — Zahl 25 und Wort 'Vbenn' (Uebene, Salzmass) unsicher; vor der Zahl ein waagerechter Strich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWo derselbe furgelegt, wurde mann ohnn Zweiuell befindenn, das er in derselbigenn meinung gewest ist, also probiren die obgemelte priuilegia alle nichtt Zum letztenn hatt Lanndtgraff Wilhelm itzo Meins gnedigem [gestrichen:
Herrn], Inenn ein Confirmation gegebenn, so mann dieselbige besicht, (welche ffgl Ires Vatters halben zu keinem vnglimpff wil anngezogenn habenn, sonnder allein der Jenigk[?] halb, so ffgl. mit verschweigung der warheitt, vnnd dessenn das nit ist, bewegt habenn) So befindet mann, das dieselbige Confirmation viel vngewönlicher Clauseln,
vnnd exorbitantien, welche auch gemeinem nutz zu widder sein, hat, Dann erstlich, so ist ffgl. bericht, das er mitt warheit bericht sey, das nit mehr dann — 42 Pfannenn sein solttenn, vnnd sie darvor gefreyet werenn, welches sich dermassenn nit heltt.
Vbenn Saltz gepurenn2[?] solttenn, Item ist verschwiegenn, das die Vorfahren Furstenn allewegenn habenn mehr pfannen bauen wollenn, Item, wiedder den gemeinenn nutzenn, das die Pfenner,
das Saltz nach Ihrem willenn vff[?]: vnnd abzusetzenn, vnnd die neuerung zumachenn, macht habenn soltenn, Item, Ist wieddernn gemeinenn nutz, das ffgl. kein neu Saltzwercke, wanns ffgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
[gestrichen: Herr Vatter] [übergeschrieben: Herrn] — 'Herr Vatter' gestrichen, darueber mit Einfuegungszeichen 'Herrn' nachgetragen); der Jenigk (Wortende undeutlich, evtl. 'der Jenigen'); — 42 Pfan= (Zahl 42 mit vorangehendem Strich; Lesung der Ziffern gesichert erscheinend, aber gezoomt nicht geprueft
gepurenn — Mittelteil des Wortes undeutlich, evtl. 'geburenn'
vff: — Kuerzel am Zeilenende mit Durchstrich, Aufloesung unklar (Satz bricht ab bzw. wird verso fortgesetzt)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Saltz nach Ihrem willenn vff[?]: vnnd abzusetzenn, vnnd die neuerung zumachenn, macht habenn soltenn, Item, Ist wieddernn gemeinenn nutz, das ffgl. kein neu Saltzwercke, wanns ffgl.
Inn Ihrem Furstenthumb funde, nit bauwenn soltte, Item das er kein theil im Saltzwercke so Ime das heimfiele behalttenn soltte, dazu so ist ffgl. zu der Zeit, wie sich aus dem dato der verschreibunge befindet, nit mehr dann achtzehenn Jahr altt gewesenn, Item ein vngewönlicher Stylus mit der versiegelung,
das die zweene Räthe nebenn Ime versiegeltt gehalttenn, Item manngelt weytter Confirmation, die in einer minder Jerigenn hanndelung sich gepüret hett, Das aber gesagt wolt werdenn, es sey hie Vi pacti gehanndelt, also das ffgl. darumb dreyhundert nehmenn solle, Welcher Contract M.
H. als Erbe zuhalttenn schuldigk solt sein, Dargegenn so ist die warheit, das mann in solchenn fellenn, do ein sonnder personn regalia nit besitzenn magk, nichts ann=[?] sehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
dreyhundert neh= — nach 'dreyhundert' keine Waehrungsangabe erkennbar; Worttrennung 'neh=menn' erschlossen aus Zeile 18); nichts ann= (letzte Woerter der Zeile klein und mit Schleife ueberzogen, Lesung unsicher; Fortsetzung auf der Folgeseite
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteH. als Erbe zuhalttenn schuldigk solt sein, Dargegenn so ist die warheit, das mann in solchenn fellenn, do ein sonnder personn regalia nit besitzenn magk, nichts ann=[?] sehenn,
ob die Jegenn verpflichtunge, dem Priuilegio gemes sey, vnnd so ferr es gemes were, so wer es Contractus, aber darumb were die frage, [übergeschrieben:
Obtinet] Contractum sub regalibus zu nachtteil des successoris möchte machenn, vnnd ist die meinung aller recht gelertenn Nein, So es aber nit gemes were, so plieb es ein Priuilegium, wie auch der brieff ausweiset, vnnd darff derhalbenn keiner disputation.
Besagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen2[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBesagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge1[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff2[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Verkerunge — Wortanfang undeutlich, evtl. 'Verleerunge' oder 'Verkeerunge'
vff — am Zeilenende durchstrichener Federzug, wohl Zierstrich; Lesung 'vff' zur Fortsetzung 'benenttenn Saltzwerckenn' erschlossen); so man (letzte Woerter blasser geschrieben, Lesung dennoch wahrscheinlich
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBesagt nun das solch brieff de surreptione nit verdechttigk were, so woltte darann gelegenn sein, zuerforschenn, ob das Priuilegium gemeinem nutz zuwiedder sey oder nit, So sich nun erfinde, das gemeinem nutz zuwieder, als in diesem fall ist, So were es im rechttenn nichttige, vnnd bunde weder den Concedentem, noch seinenn successorem, Das aber dieses gemeinem nutz zuwiedder sey, das darf keiner ausfurunge, dann das mann soltte die Sohle vergeblich Inn die Werra lassenn lauffenn, vnnd der gnadenn die Gott verliehenn hatt nitt brauchenn vnd anndern außwendigen[?] leuten gelt mustenn gebenn, vmb Ihr Saltz, Item Verkerunge[?] vnnd vffsetz machenn zulassenn, vnnd nit allein dasselbige, sonndernn auch dem Furstlichen Stannde vhrsach gebenn zu erhalttunge desselbigenn seine vnderthanenn, vmb verlegung annzusprechenn, vnd selbst habenn, darvonn mann solche notturfft des Furstenn erstattenn, vnnd den armenn mann solcher beschwerunge erledigenn möcht, das alle ist gemeinem nutz zuwiedder, vnnd wenn sie selbst darumb ertheilenn solttenn, versehe sich mein gnediger Herr, sie wurdenns nit anders könnenn billichenn, Dieweil es dann gemeinem nutz zuwieder, so sein sies schuldigk zuzulassenn, an Iren schadenn Irem Landtsfurstenn vnnd gemeinem nutzenn zuzulassenn, Inmassenn, wie es dann anndere Vnderthanen, vff[?] benenttenn Saltzwerckenn Iren Herren zulassen, Das sie aber meinen, so der gemein nutz mehr Saltz dorfft, das Ihnenn zugelassenn sein solt, mehr Pfannen zusetzenn, vnnd solche notturfft zuerstatten, das gestehett mein gnediger Herr nitt, das Ihnenn solches Ihe verliehenn sey, sonnder es ist gewönnlich, so man vff Berck oder Saltzwerckenn, mehr Schechttenn oder Sode will annrichtenn, das mann als dann die Obrigkeit vmb die belehnunge annzusuchen pflegt, vnnd derselbigenn belehnung darzu gehört, Nun habenn sie ffgl. deshalbenn nit anngesucht, ffgl. hatt auch nie nichts, vnd Ihre personn nichts verwilliget, Derowegenn so will ffgl. auch niemahls freystehenn,
vnnd Ihrem vnnd gemeinem nutz in dem fall schaffenn, Wie sich dann ffgl. dem Vatterlanndt zu gutem schuldigk erkenndt, Das auch gesagt wirdt, es habe am abfuerenn des Saltzes gemanngelt, Derowegen Neun hundert Pfannenn1, das nechst Jar zusiedenn, nachpliebenn sein, das findet mann im berichtt der fuhrleut vnnd kerner, das es aus der geringe=2[?] Tadinge, damit mann die armenn fuhrleut vnnd kerner beschweret hatt, kommenn sey, vnnd sie darzu mit dem gelde, vber gewönnliche thaten, zubeschwerenn, also das sie deshalbenn getrunge=3[?] sen, gein Franckennhausenn, vnnd am andere[?] Ortte zufahrenn, so mann aber rechte Ladung, vmb recht geldt gegebenn hette, so sagenn gemeinlich alle fuhrleut, das noch so viel Pfannenn kaum gnug werenn, Item so viel das Holtz belanngt, wo mann rechtte Ordenunge mit hauwenn vnnd hegenn, dasselbige gehalttenn hette, so were ann notturfftigenn Holtz kein mangel gewest, Aus dem allenn scheint,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Neun hundert Pfannenn — Lesung 'Neun hundert' unsicher; Zahlwort am Absatzanfang mit grosser Initiale
getrunge= — Zeilenende mit Kuerzelschleife, Fortsetzung 'sen' Zeile 21 ('getrungen sein')); am andere (Schluss der Zeile undeutlich, evtl. 'an andere'; Text bricht am Seitenende ab
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Ihrem vnnd gemeinem nutz in dem fall schaffenn, Wie sich dann ffgl.3 dem Vatterlanndt zu gutem schuldigk erkenndt, Das auch gesagt wirdt, es habe am abfuerenn des Saltzes gemanngelt, Derowegen Neun hundert Pfannenn, das nechst Jar zusiedenn, nachpliebenn sein, das findet mann im berichtt der fuhrleut vnnd kerner, das es aus der geringe=[?] Tadinge, damit mann die armenn fuhrleut vnnd kerner beschweret hatt, kommenn sey, vnnd sie darzu mit dem gelde, vber gewönnliche thaten, zubeschwerenn, also das sie deshalbenn getrunge=[?] sen, gein Franckennhausenn, vnnd am andere[?] Ortte zufahrenn, so mann aber rechte Ladung, vmb recht1 geldt gegebenn hette, so sagenn gemeinlich alle fuhrleut, das noch so viel Pfannenn kaum gnug werenn, Item so viel das Holtz belanngt, wo mann rechtte Ordenunge mit hauwenn vnnd hegenn, dasselbige gehalttenn hette, so were ann notturfftigenn Holtz kein mangel gewest, Aus dem allenn scheint,
das weitter Pfannenn zubauwen gemeinem nutz zum bestenn zugelassenn seye, das aber Ihnenn den Pfennernn, als den vnderthan solchs zuzulassenn, was der Obrigkeit zustehet, oder geburt, ist vnuerweislich2[?], Dieweil aber ffgl. sich allewege erbottenn habenn, das ffgl. ohn Ihrenn schadenn zubauwenn gedenncken, So ist sie noch des erbietenns, dasselbige also zuthun, auch die Pfenner bey den gehöltzenn der Stadt Allenndorf [gestrichen: ff] vnbetrübt zulassenn, desgleichenn andernn gehöltz, welcher sie bisher in besess gewesenn sein,
aber vonn wegenn der gehöltz, welche ffgl. zustehenn, will sich ffgl. gnedig gegenn Ihnenn erzeigenn, so nur[?] sie sich dergleichenn vnderthenig gegenn ffgl. haltenn, das sie spurenn solttenn einenn gnedigen Herrenn, Desgleichenn des siedenns vnnd des Saltzkauffs halbenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vmb recht — eng zusammengeschrieben, Lesung 'vmb recht geldt' aus dem Zusammenhang
vnuerweislich — Wort stark verschliffen, auch 'vnuerweitlich' lesbar); [gestrichen: ff] (gestrichenes Zeichen nach 'dorf', wohl doppelt angesetztes ff); so nur (letztes Wort mit u-Bogen, auch 'nun' moeglich; Satz laeuft auf 98v weiter
ffgl. — wiederkehrende Abbreviatur (fuerstliche Gnaden), Buchstabenbestand nicht eindeutig; hier und in Z. 14, 19, 20 gleichfoermig wiedergegeben
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteaber vonn wegenn der gehöltz, welche ffgl. zustehenn, will sich ffgl. gnedig gegenn Ihnenn erzeigenn, so nur[?] sie sich dergleichenn vnderthenig gegenn ffgl. haltenn, das sie spurenn solttenn einenn gnedigen Herrenn, Desgleichenn des siedenns vnnd des Saltzkauffs halbenn,
auch ordtnung mit Ihnenn machenn, vnnd ob Ihnenn Je1[?] Saltz liegenn pliebe, vnd nit abgehen woltte, so woltte ffgl. geldt darzu verordenenn, das das Saltz so Ihnenn liegenn bliebe, vnd nach der ordenung gesottenn were, bezahlt werden solle.
Wo sie nun der meinung werenn, sich also wie obgemelt, mit ffgl. vnndertheniglichen zuuergleichenn, so werenn ffgl. auch darzu geneigt, vnnd wolttenn sich also Irem erbietenn gemes gnediglich erzeigenn[?],
Je — kurzes Wort vor 'Saltz', Lesung 'je' aus dem Zusammenhang, auch 'de' denkbar); diglich erzeigenn (stark verschliffen mit Kuerzungsschleife am Ende; Fortsetzung von 'gne=' der Vorzeile); f. G. (Abbreviatur mit Schlussschleife, Aufloesung des Buchstabenbestands unsicher
Instruction vnnd Beuelch, so die gemeinen Pfenner zun Sodenn, so Inn vnnd ausserhalb dem Furstenthumbs1 zu Hessenn gesessenn, Ihrem verordennttenn vnnd erwöltenn ausschos, Nemblich Asmus vom Butlar, Wernner2[?] Trotte, Hermannus Reiß3[?] Magister, George freundt Renndtmeister, Johann Riedennstein4[?],
Johann Schaffnitt5[?], George Ganntzler, Geyseler Schranckflügell6[?], Herman fischer George Sieforts Johann Opffermann, Diterich7[?] Wilges, mittler zeit vnnd vor dem anngesetztenn tage auszurichttenn, vnnd sich zubefleissigenn, vf heut Son=8[?] tags Fabianj Anno etc. 38 gegebenn, vnnd beuohlenn, wie volgett.
Erstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
dem Furstenthumbs — Artikel verschliffen, auch 'des Furstenthumbs' lesbar
Wernner — Vorname am Zeilenende verschliffen, auch 'Werner' moeglich
Reiß — Familienname, Anfangsbuchstabe R/K nicht eindeutig
Riedennstein — Eigenname, Minims nn/m nicht eindeutig
Schaffnitt — Eigenname, n/m vor itt nicht eindeutig
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn1[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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des vnnsers gnedigenn — Zeilenanfang stark verschliffen und zusammengeschrieben, Wortgrenzen unsicher); tage zettell (Wortgrenze unsicher, auch 'tagezettell' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb1 gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet2[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn3[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse4[?] verhofflich gegenn vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Fursten thumb — Wortgrenze unsicher, auch 'Furstenthumb' zusammengeschrieben moeglich
befellet — Lesung der Mittelbuchstaben unsicher, auch 'besellet' denkbar
zugebrauchenn — Wortende mit Kuerzungsschleife, Endung nicht ausgeschrieben); [übergeschrieben: zu] (kleines uebergeschriebenes Wort mit Einfuegungszeichen, Lesung 'zu' unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn sollen der Verordente Ausschos Vonn aller Pfenner wegenn, volmacht vnnd gewalt habenn, vf der Pfenner kostenn, vnnd zehrung Rath suchenn, bey den Vniuersiteten zu Erffurdt, Leipzigk, vnnd Wittembergk, vnnd ann welchem ortte vnnd ennde sie recht versten digenn, die Ihnenn in solchenn Ihrenn hochwichtigen annliegenndenn sachenn, nutzlich bequemlich sein möchttenn, antreffenn vnnd bekommenn werdenn, soll sie vmb Ihrenn Rath vnd bedennckenn, vmb der Pfenner belohnung mitzutheilenn, bittlich ersuchenn, Vnnd wann die verordennttenn vom ausschos solche rechtuerstenndigenn antreffenn vnnd bekommen werdenn, sollenn sie den erstlich annzeigenn, vnd vorlegenn, die erste Furstliche ausganngenn Citation, darinne etliche artickell anngezeigt vnnd verleibt des vnnsers gnedigenn[?] fursten vnnd herrn gemüte, auch was sonnst vf gehalttenn tage Sonntags nach Trium Regum zu Cassell, den sechs gesanndtenn begegnett, vnnd vonn ffgl. vorgehalttenn, vorgeschlagenn vnd erbottenn, auch was anntwort darauff gegebenn, vnnd was sonnst allennthalbenn darinne geschehen vnnd erganngenn, nach aller notturfft den rechtverstenndigenn vorbringenn, Item sollenn der ausschos, oder Ihre abgeferttigten, die anndere vnnd letzte Citation vnnd tage zettell auch dem recht verstenndigenn vor legenn, vf den artickell, das allein die Innlenndischenn so im Fursten thumb gesessenn, vnnd nit die auslenndischenn gefoddert, vnd also vonn einannder getrennt werdenn, Irem Rath vnnd bedennckenn bittenn, wie solch trennung zuueranntworttenn, vnnd zu wiederfechtenn, dieweil sie die auslenndischenn so wohl Inn die Erbschafft, vnnd Baurschafft, also die Innlenndischenn gehörenn, darin befreyet, beerbet vnnd befellet[?], Wollen sie sich aller gnade vnnd freyheit auch zugebrauchenn[?], vnnd zu erfrawenn habenn, vnnd dardurch nit trennenn, vnnd absondern lassenn, Darnach sollenn vnnser ausschos, vnnd Ihre Gesantenn, beuelch habenn, alle der Pfenner Jura, priuilegia, gnadenn Freyheit, bestettigung, brieffe vnnd siegell, vnnd sonnst aller Irer gerechttigkeit, warthafftige Copien, vnnd abschriffte [übergeschrieben: zu] verlegenn, vnd zubittenn, Ob sie der auch alse[?] verhofflich gegenn4 vnd wiedder vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vornehmenn, im rechttenn gegrundtenn, vnd darauff zugetröstenn, vnnd der auch zu erfrawenn habenn mögenn, vnnd was vnnser notturfft weitter erfordernn wirdt, vnns1 Ihrenn Rath vnnd bedennckenn mittzutheilenn Es sollenn auch der ausschos vnnd Ire abgeferttigte beuelchhaber, weitter volmacht vnnd gewaltt habenn, sich zubefleissigenn, In den Vniuersiteten oder sonnstenn, wo sie den bekommenn möchtenn der also im rechttenn erfahrenn, vnnd wohl beredt, das er der Pfenner notturfft vnnd wortt vorzutragenn2[?], vnnd zu rathenn wuste, denselbenn sollenn sie vmb ein zimbliche besoldung, wes sie sich mit Ihme vergleichenn könnenn, bestellen vnnd dingenn, das derselbe einen3[?] tage sechs oder achtte, vorm anngesetztenn tage, gewislich gegenn[?] Allenndorff möchte annkommenn, sich mit dem ausschos aller notturfft zu vnnderredenn, vnd volgendt den tag zu Cassell, Sonnabennds nach Esto mihi, mit rathe vnnd redenn helffenn, ersuchenn vnnd leistenn, Weitter gebenn wir vnnserm erwöltenn ausschos gewalt vnnd beuelch,
ob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnns — Schlussbuchstabe verschliffen, auch 'vnnd' lesbar
vorzutragenn — Vorsilbe verschliffen, auch 'verzutragenn' lesbar
einen — Minims nicht eindeutig, auch 'einem' lesbar
gegenn — abgekuerzt mit Schleife geschrieben, auch 'gen' aufloesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst1, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme2[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns3[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vns gunst — Wortgrenzen verschliffen, auch 'vnsgunst' oder 'vns gunst,' mit Virgel lesbar); vnnderricht, Inge= ('vnnderricht' verschliffen; Trennwort 'Inge=sagt' (eingesagt) unsichere Lesung); [übergeschrieben: möchte] (uebergeschriebene Einfuegung mit doppeltem Einfuegungszeichen nach 'werdenn'
forme — Wortende verschliffen, auch 'formt' lesbar
vns — Minims nicht eindeutig, auch 'wir' nicht ganz auszuschliessen
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteob sie vor gutt ansehenn vnnd bey Ihnenn im Rathe befundenn, vnnserm gebietenndenn Junckernn, den Stadthaltter auch andere Räthe, oder sonnstenn zu dem wir auch vns gunst, forderung vnd gutenn versehenn, vnnd vertrauwenn möchtenn, annzusuchenn, vnnser gerechttigkeit alle, oder zum theil demselbenn annzuzeigenn, ob dadurch vnnser gnediger furst vnnd Herr vnnderricht, Ingesagt, oder sonnst bewogenn werdenn [übergeschrieben: möchte], darmit der gebaur vnnd Pfannenn setzenn bis zum tage nachbleibenn möchte, Vnnd ob hieruber vnnserm ausschos in dieser vnnser annliegenndenn sachenn, bey Vniuersiteten oder sonst den recht verstenndigenn Rath, vnnd was wir im rechtenn gegründet, das wir vnnsers gnedigenn herrenn vornehmenn, mit gutem bestenndigenn grunde, der Erbar vnnd billicheit gemes, auch mit gepürlichem rechtlichenn erbietenn annzurechttenn, vnnd zu wieder legenn habenn möchtenn, durch was wege, mittell, forme[?] vnnd gestalt, das geschehenn soll, kann vnd magk, das solchs klerlich vfgeschriebenn, vnnd vns[?] vnnser notturfft nach zurichttenn, vnnd zubehelffenn habenn mögenn, vnnd ob Ihnenn zu der behuff mehr gewaltts vnnd beuelchs vonnötenn sein wurde, Wollenn wir Ihnenn hiermit gnugsamb gegeben haben, Vnd beschlieslich, ob Ihnenn auch etliche Personen mehr in diesem fall zugeprauchenn, dem ausschos nott sein wurde, Habenn die Pfenner allesampt verpflicht vnnd verwilliget, Welchenn Pfennernn, sie aus vnns anndernn1[?] zu sich fordernn, habenn vnnd gebrauchenn wollenn, derselbe soll solchs nit abzuschlagenn, oder zuweigernn habenn, aber hierinne gleichenn beuelch habenn,
Vnnd was also hier vom vnnserm[?] ausschos, auch derselbenn abgeferttigtenn beuelchhaber geschafft, vfgericht, bey den Vniuersiteten oder sonnst andern rechttuerstenndigenn in Rathe bericht, vnnd guten bedennckenn, erfahrenn, erlanngenn, vnnd bekommenn werdenn, sollenn vnnser verordenten ausschos, vnnder sich eins tags so zeitlich alse2 das vor dem anngesetztenn tage Sonnabends nach Esto mihi, geschehenn kann, vereynigenn, vns semptlich darzu gegenn Allenndorff erfordernn vnd beschreibenn, Wes sie sich vnnserm beuelch nach erkundet, erholet, vnnd ausgericht, daruon3 Relation thun, vnnd alse dann vnns enndtlich zuschliessenn, wie vnnd welcher gestalt, auch durch welche Personenn der anngesezte tage, beschicket vnnd besucht werdenn solle, vnnd was also vonn vnserm ausschos, in diesem vnserm beuelch vorgenommenn vnnd gehandelt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
aus vnns anndernn — stark verschliffen, auch 'aus vnnd andernn' lesbar); vom vnnserm (Endung mit Kuerzungsschleife, auch 'vonn vnnsere(m)' aufloesbar
alse — auch 'also' lesbar
daruon — Minims nicht eindeutig, auch 'darnon' erscheinend; Sinn spricht fuer 'daruon'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd was also hier vom vnnserm[?] ausschos, auch derselbenn abgeferttigtenn beuelchhaber geschafft, vfgericht, bey den Vniuersiteten oder sonnst andern rechttuerstenndigenn in Rathe bericht, vnnd guten bedennckenn, erfahrenn, erlanngenn, vnnd bekommenn werdenn, sollenn vnnser verordenten ausschos, vnnder sich eins tags so zeitlich alse das vor dem anngesetztenn tage Sonnabends nach Esto mihi, geschehenn kann, vereynigenn, vns semptlich darzu gegenn Allenndorff erfordernn vnd beschreibenn, Wes sie sich vnnserm beuelch nach erkundet, erholet, vnnd ausgericht, daruon Relation thun, vnnd alse dann vnns enndtlich zuschliessenn, wie vnnd welcher gestalt, auch durch welche Personenn der anngesezte tage, beschicket vnnd besucht werdenn solle, vnnd was also vonn vnserm ausschos, in diesem vnserm beuelch vorgenommenn vnnd gehandelt,
vnnd Inen darunder etwas schadenns vnnd nachtteils enntstehenn, vnnd begegenenn wurde, denselbenn erkennenn vnnd wollenn wir gemeine Pfenner, Inen wie billich erlegenn, vnnd Ihnenn in alwege des schadtlos benehmenn, ohne geuerde Des zu vhrkundt habenn wir gemeine Pfenner, die Ernuestenn vnnd achtparnn, vnnsere mitpfenner Hansenn vom Tunzenborgk[?]1, vnnd Ernstenn von Bischofshausenn,
Job Ehrengeisenn Renndtmeister zu Hombergk [übergeschrieben: de], Curtenn Gutjarnn Vogt zu Rostenbergk[?]2, erbarnn Schuldenn[?]3 Burgermeister, vnnd Hansenn Reuthenn[?]4, diese vnnser gegebenn Instruction, mit Ihrem Pitschirnn,
vonn vnnser aller wegenn, zu versiegelnn gebettenn, das wir Jczt genannt[gestrichen: tenn], also vmb bitt willenn gethann, [gestrichen: bekennen], Geschehenn vnnd gebenn Montags nach Fabiani Anno 38.
Unsichere Lesungen
Tunzenborgk[?] — Eigenname schwer lesbar; auch Einzenborgk oder Trinzenborgk möglich, Endung -borgk/-bergk mit Zierstrich
Rostenbergk[?] — Ortsname; auch Rotenbergk lesbar (langes s oder t unklar)); [übergeschrieben: de] (kleines übergeschriebenes 'de' über Hombergk, wohl Korrektur zu 'Homberge'
Schuldenn[?] — Eigenname unsicher, auch Thuldenn/Childenn lesbar, diakritisches Häkchen über dem u
Reuthenn[?] — Eigenname, Anfangsbuchstabe R nicht ganz sicher); genannt[gestrichen: tenn] (Streichung erfasst die Buchstabenfolge ttenn am Wortende, Abgrenzung nicht ganz sicher); [gestrichen: bekennen] (gestrichenes Wort, Lesung unsicher, auch bekhemenn möglich); henn vnnd gebenn Montags nach (lange waagerechte Federzüge durch die Wörter; wohl Zierstriche, keine Tilgung
Sidernechst[?]1 sollenn die Consilia, so hin vnnd wieder geholet wordenn, [gestrichen: wollenn], vnd darauff was weitters3 erganngk2, in etr[?]uolgenn, FACTVM TALE EST.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Sidernechst[?] — erstes Wort mit Riesen-Initiale, Lesung unsicher; auch Hidernechst/Hiernechst denkbar); [gestrichen: wollenn] (gestrichenes Wort kaum lesbar, auch sollenn oder kollenn moeglich
erganngk — Wortende mit -gk-Zierstrich; auch ergangenn lesbar); in etr[?]= (Zeilenschluss unklar; die Fortsetzung 'uolgenn' in Zeile 5 spricht fuer 'er=uolgenn'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSidernechst[?] sollenn die Consilia, so hin vnnd wieder geholet wordenn, [gestrichen: wollenn], vnd darauff was weitters erganngk, in etr[?]uolgenn, FACTVM TALE EST.
Ab immemorabili tempore Societas siue Collegium Salinarum, In Salinis prope Oppidum Allendorph, prope Werrham fluuium, Vulgo [gestrichen: die Gebaurschafft]1 in den Soden, alias [gestrichen: die Pfenner] appellati, hi inquam sodales tenuerunt, et possiderunt,
prout et hodie tenent & possident huiusmodi Salinas, in quibus ex antiqua consuetudine et longissima obseruantia excedente omnem hominum memoriam sc:2 et esse consueuerunt quadraginta duae domiculae et totidem caldaria in quibus Sal coquitur et conficitur, Vernacule [gestrichen:
Praeterea per Principes Hassiae ex huiusmodi Salinis Vectigal siue telonium consuetum recipientes ab Anno Millesimo Trecentesimo, usque3 in hunc diem, hoc Salinarum collegium iuribus libertatibus et priuilegijs dotatum extitit et indultis ac beneficijs auctum et confirmatum.
Nempe hunc in modum quod praefata Societas Salinarum dictas Salinas, eorundem Sodalium haereditatem siue proprietatem, cum omni Jure, consuetudine et obseruantia consueta tenere et possidere debeat, et praesertim numero domicularum et caldariorum,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
[gestrichen: die Gebaurschafft] — durchgehender Strich durch die deutschen Woerter im lateinischen Text; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung, auch Gebauerschafft lesbar); [gestrichen: die Pfenner] (gleicher durchgehender Strich; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung
sc: — Abkuerzung nach 'moriam', wohl scilicet; danach Lueke im Text); [gestrichen: Vierzigk vnnd zweij Salzbothe] (Strich durch die deutschen Woerter; Umfang der Streichung (vnnd zweij) und Lesung Salzbothe/Saltzbothe nicht ganz sicher); [gestrichen: pfannenn] (Strich durch das deutsche Wort; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung); [gestrichen: Et] (Et am Zeilenanfang doppelt durchstrichen
usque — in der Vorlage abgekuerzt usq mit Kuerzungszeichen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNempe hunc in modum quod praefata Societas Salinarum dictas Salinas, eorundem Sodalium haereditatem siue proprietatem, cum omni Jure, consuetudine et obseruantia consueta tenere et possidere debeat, et praesertim2 numero domicularum et caldariorum,
quae numerum neque Principes Hassiae nec aliquis alius infringere debet, sed 42 domiculae et totidem caldaria tantum, nec plura nec pauciora perpetuis temporibus esse et permanere debeant.
Praeterea ratificauerunt et confirmauerunt dictorum Sodalium, antiquum Jus, quod Vulgo appellant [gestrichen: die Gebaurschafft], Cum omnibus suis appendicijs et annexis ex Vetusta consuetudine.
Itaque nemo debeat uel possit in praedictis Salinis et Caldarijs Jus uel partem habere, tenere uel possidere, uel Sal coquere atque conficere, nisi fuerit ex huius modi societate natus, et inde originem traxerit.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
[gestrichen: Salczbodenn] — durchstrichenes deutsches Wort im lateinischen Text, Lesung unsicher (auch Salzbodem); moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung); in sup[?] (abgekuerzt, wohl in super oder in supra); [gestrichen: die Gebaurschafft] (Strich durch die deutschen Woerter; moeglicherweise Hervorhebung statt Tilgung
praesertim — in der Vorlage abgekuerzt psertim mit Kuerzungsstrich; ebenso Zeile 4 neque (neq3), Zeile 12 a praefatis (a pfatis), Zeile 17 Itaque (Itaq3), Zeile 18 in praedictis (in pdictis), Zeile 20 coquere/atque abgekuerzt
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteItaque nemo debeat uel possit in praedictis Salinis et Caldarijs Jus uel partem habere, tenere uel possidere, uel Sal coquere atque conficere, nisi fuerit ex huius modi societate natus, et inde originem traxerit.
Modo autem Illustris Princeps Dominus Philippus Landgrauius Hassiae, Comes in Catzenelnbogen &c. literis suis citatorijs dictae societati directis significat, qualiter auribus suis intimatum, quod1 in omnibus locis ditionis & prouinciae suae, precium Salis ultra solitum et consuetum morem intendatur.
Adeo quod hoc tempore hyemali appauperes et diuites defectus Salis est, Caeterum cum DEVS opt: max: sua gratuita misericordia in ditione sua prope oppidum Allendorph uberes Salinarum Venas largitus sit, quae quidem Venae, ut sibi notificatum, multo plura caldaria sufferre possunt, quo[?] in praesentium habeat locus,
decreuit itaque et sibi Visum est, esse iustum, honestum, utile et necessarium pluria caldaria et tot quot Venae Salinarum sufferre queant, apud[?]3 ipsas Venas aedificare, secundum exigentiam et necessitatem Prouinciae suae et sumpsius[?]4, in quantum de iure poterit et aequum fuerit.
An Hessorum Principi Philippo, de iure communi liceat aedificare domiculas et in eis ad coquendum et conficiendum Sal prope fontem Salinarum caldaria habere, consuetudinibus indultis et priuilegijs huius Salinarum societatis siue collegijs circumscriptis?↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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quod — in der Vorlage abgekuerzt q mit Kuerzungszeichen; ebenso Zeile 7 quod, Zeile 11 quae quidem, Zeile 14 quot
ap= — Zeilenende ap mit langem Trennstrich, Fortsetzung 'pauperes'; wohl Schreibversehen fuer apud pauperes oder ap=pauperes); quo[?] in praesentium habeat locus (Abkuerzung q vor 'in praesentium' mehrdeutig (quo/quae/quod)
apud[?] — abgekuerzt ap mit Strich; auch ad lesbar
sumpsius[?] — Wortende undeutlich, auch sumptius/sumptibus denkbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAn Hessorum Principi Philippo, de iure communi liceat aedificare domiculas et in eis ad coquendum et conficiendum Sal prope fontem Salinarum caldaria habere, consuetudinibus indultis et priuilegijs huius Salinarum societatis siue collegijs circumscriptis?
An literae, priuilegia et confirmationes retro Principum Hassiae obstent et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent?
An sub praetextu publicae utilitatis Dns1 Landgrauius possit maiorum suorum et praesertim2 patris Guilielmi quondam Landgrauij priuilegia & confirmationes tollere & reuocare?
Diuino implorato praesidio sine quo nihil est Validum, nihil sanctum Obseruando ordinem quaesitorum3, ad primam quaestionem respondendo, prima consideratione in fauorem principis dicendum Videtur,
dictas Salinas ad eum de Jure communi pertinere, Et per consequens in suo aedificare posse, cum in re sua quilibet sit moderator & arbiter.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Dns — abgekuerzt mit Kuerzungsstrich, Dominus
praesertim — in der Vorlage abgekuerzt psertim mit Kuerzungsstrich
quaesitorum — in der Vorlage abgekuerzt qsitorum mit Kuerzungszeichen); de Jure (de in der Vorlage abgekuerzt
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedictas Salinas ad eum de Jure communi pertinere, Et per consequens in suo aedificare posse, cum in re sua quilibet1 sit moderator & arbiter.
Quae sc. regalia. in usib. feu. quae quidem regalia in ditione et prouincia sua recognoscat in feudum ab Imperio Romano, procul dubio ad eum pertinere Videntur Sed his et similibus,
quae adduci possunt, non obstantibus ulterius consideranti, secundum ea quae proponuntur more Scaeuolae Juris consulti contrarium de iure Verius esse arbitror.
Et concludo quod ex quo dictae Salinae existant in praedijs Vel locis priuatis, proprietas earundem non spectat ad principem, sed sunt priuatorum in quo ex praedijs oriuntur.
Nam crebriore Doctorum sententia receptum est, hunc tex. intelligi de Vectigali siue telonio solui consueto de Salinis, prout fit in casu nostro, ubi Vectigal Principi soluitur de quolibet caldario.
Vnde in istis sicut et in alijs plerisque2 attenditur loci consuetudo l.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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quilibet — in der Vorlage abgekuerzt qlibet; zahlreiche q-Kuerzungen auf dieser Seite stillschweigend aufgeloest (Zeilen 4, 8, 10)); in praedijs (in der Vorlage abgekuerzt pdijs mit Kuerzungsstrich, ebenso Zeile 12); in quo ex praedijs oriuntur (Lesung 'in quo' unsicher, moeglicherweise gekuerztes in quorum
plerisque — in der Vorlage abgekuerzt plerisq mit Kuerzungsschleife
Porro quod Salinae existentes in praedijs uel locis priuatis non pertineant ad principem sed ad priuatum cuius est praedium in quo sunt Salinae tex. est in l. forma. §.
Praeterea, Esto, sine Veritatis tamen praeiudicio minimeque concesso, quod memoratae Salinae earumque reditus essent principis tamen receptissima est in Jure sententia, quod reseruata principi in signum specialis priuilegij possunt acquiri usu et consuetudine tanti temporis cuius initij memoria in contrarium non extat.
Huiusmodi. n.3 iura per longum usum acquiruntur & in spem[?] est casus in c. super quibusdam §. pterea, extra de Ver: sig: ad hoc l.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Nec amantib.[?] DEVM — Lesung amantib. unsicher; Wendung im Kontext unklar); Andr. de Ister.[?] (wohl Andreas de Isernia gemeint; Buchstabenfolge Ister/Iser nicht eindeutig
praedio — in der Vorlage abgekuerzt pdio mit Kuerzungsstrich; weitere stillschweigend aufgeloeste Kuerzungen: praedijs (Z.2), praeiudicio minimeque (Z.15), earumque (Z.16), Huius= (Z.20)
n. — Abkuerzung fuer enim, wie in der Vorlage belassen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHuiusmodi. n. iura per longum usum acquiruntur & in spem1[?] est casus in c. super quibusdam §. pterea2, extra de Ver: sig: ad hoc l.
C. đ nau: feno:[?] Quin in usu et obseruantia tanti temporis cuius in contrarium memoria non existit non requiritur scientia aduersarij secundum Sali. in l.
Vectius3[?]. alleg. glos: in l. hoc iure §. ductus aq. ff. de aqua quot: et esti quae uult quod usus siue praescriptio tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium aequiparatur priuilegio concesso à principe ex certa scientia.
Potest dici, quod satis appareat praefatas Salinas pertinere ad dictum collegium siue societatem ex his quae narrantur enunciatiue in priuilegio antiquissimo et subsequentib. in Verbo Ihr Erbe[?],
Quandoquidem Verba enunciatiua inserta priuilegio principis licet contineant narrationem facti alieni, tamen ex antiquo inducunt sufficientem probationem ut latet4[?] affirmat Anto. de But. in c. fin: đ success: ab intesta: per non in c.
Porro quod talia Jura principi in signum specialis priuilegij reseruata, consuetudine tanti temporis acquiruntur ultra pdicta, concludit Bar. in l. cunctos populos circa ult. col.
Concludo igr ex praemissis, Hessorum principi Philippo, non licere aedificare domiculas, et in eis ad conficiendum Sal, ap memoratum fontem caldaria habere.
Transeundo ad secundam quaestionem, Nempe, An Literae, priuilegia et confirmationes retrò principum Hassiae obstent, et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Jo. And. — Lesung Jo. (Johannes Andreae) unsicher, sieht wie 10. aus; Lücke im Text vor der Allegation); in mercu. fa (Allegation unklar, danach Lücke im Text
Abbato — möglicherweise Abbate (c. Abbate de Verb. sign.)
pernonale — wohl verschrieben für personale); bene fat. (Kürzung unklar, evtl. bene fac.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteTranseundo ad secundam quaestionem, Nempe, An Literae, priuilegia et confirmationes retrò principum Hassiae obstent, et refragentur intentioni Domini Landgrauij, adeo ut eandem principis intentionem eneruent1.
Pacta enim seu leges Collegij, quae sunt de admittendis tamen2[?] certis personis et non ultra legib. improbatur Bar. in l. fi. ff. de Colleg. illicit.
Nam Venae Salinarum uberrimae sunt et sufficiunt ut multo plura habeantur CalCaldaria, unde redundet Salis abundantia cum hactenus et praesertim hoc anno magnus in Hessorum ditione fuerit Salis defectus et insolito praecio et multo pluris quam hactenus consueuerat Venditum,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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eneruent — Anfangsbuchstabe undeutlich, evtl. zneruent geschrieben); priuilegia huiusmodi (Lücke im Text zwischen priuilegia und huiusmodi, wohl für Nachtrag freigelassen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam Venae Salinarum uberrimae sunt et sufficiunt ut multo plura habeantur CalCaldaria, unde redundet Salis abundantia cum hactenus et praesertim hoc anno magnus in Hessorum ditione fuerit Salis defectus et insolito praecio et multo pluris quam hactenus consueuerat Venditum,
Vnde cum id necessitas postulet, et euidens Reip. suadeat Literae, priuilegia et confirmationes maiorum suorum intentioni principis refragari non Videntur.
Nam societas siue Collegium Salinarum fit[?] ex conuentione cum principe Anno Dni Millesimo Trecente simo inita, ubi dicitur, [gestrichen: das wir seindt vberkommen] priuilegium quod quadraginta duae tantum debent esse domiculae Vulgò [gestrichen:↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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sunt et sufficiunt — sunt steht abgesetzt vor einer kleinen Lücke am Zeilenanfang; Zeilenende Cal= wird zu Beginn der Folgezeile als Caldaria voll wiederholt
concederentz — Wortende mit -ur-Kürzel, aufzulösen als concederentur
fit — stark gekürzt geschrieben (ht mit Strich), Lesung fit unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam societas siue Collegium Salinarum fit[?] ex conuentione cum principe Anno Dni Millesimo Trecente simo inita, ubi dicitur, [gestrichen: das wir seindt vberkommen1] priuilegium quod quadraginta duae tantum debent esse domiculae Vulgò [gestrichen:
Quod si hac conuentione per posteriores & successores Dominos Landgrauios confirmata, tanto tempore cuius initij memoria non existit obseruata non obstante,
modernus princeps Philippus domiculas et Caldaria eripet, eneruaretur3[?] priuilegium Sodalium huius Collegij Salinarum et fraudati essent immunitate illis concessa id quod nullo modo fieri debet.
Probatur in c. 1. đ nat. feu. in usib. feu. ubi inqt Baldus1 Tametsi DEVS Imperatori subiecerit leges : non tamen sibi subiecit obligationes et contractus.
Praeterea dicta societas est in possessione Vel quasi tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium, quod nullus possit habere salinas, siue ius coquendi Sal, nisi sit in huiusmodi societate et originarius Salinator et ortum ac originem hunc ex huiusmodi Collegio.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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ubi inqt Baldus — inqt gekürzt für inquit, darunter kleines Einfügungskreuz
contravenire — kleiner und flüchtiger nachgetragen, wohl spätere Einfügung in die Lücke
contravenire — kleiner und flüchtiger nachgetragen, wohl spätere Einfügung in die Lücke); Cum qd una Via (qd gekürzt, Auflösung (quid/quod) unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePraeterea dicta societas est in possessione Vel quasi tanti temporis cuius initij memoria non sit in contrarium, quod nullus possit habere salinas, siue ius coquendi Sal, nisi sit in huiusmodi societate et originarius Salinator et ortum ac originem hunc ex huiusmodi Collegio.
Quoniam autem huiusmodi longissima possessio usus et obseruantia habet uim concessionis et priuilegij l. hoc iure §. ductus aquae ff. đ aqua quoti: et æstiua ut etiam supra [übergeschrieben: in prima] quaestione diximus.
Et ius dictae societatis siue Collegij Salinarum potentius et efficatius redditur ex concursu priuilegij cum dicta consuetudine per ea quae tradunt Bal.
Ergo ex praedictis infertur conclusio quod ad dictam Societatem siue collegium Salinarum non admittantur, nisi illi quos tamen diuturna obseruantia admittere consueuit.
Vbi per illum tex. dicit tale interdictum competere quando quis turbatur in iurib. suis et datur praefatum interdictum possidenti contra molestantem qui non possidet, ut no in l. 1. §. huius interdicti ff. uti posside. in l. 1.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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et æsti= — Schreibung undeutlich, sieht wie cesti aus; nach dem Zeilenfall æsti=/ua = aestiua (de aqua quotidiana et aestiua)); in prima (kleiner nachgetragen in freigelassener Lücke
Jure — Autorenname der Allegation unsicher, evtl. Jmo. (Imola)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi per illum tex. dicit tale interdictum competere quando quis turbatur in iurib. suis et datur praefatum interdictum possidenti contra molestantem qui non possidet, ut no in l. 1. §. huius interdicti ff. uti posside. in l. 1.
Et quando alter possidet & alter non, prout in casu isto contingit, possessor debet tueri in sua possessione & qui non possidet debet prohiberi à turbatione ut no.
Et ideo dominus Landgrauius prohiberi debet, ne praeparationem aliquam faciat pro aedificatione domicularum & caldariorum quia turbaret dictum collegium,
in eius possessione in qua tueri et manuteneri debet per supdicta2 Concludo igitur ex praemissis quod dictum collegium Salinarum ad elidendam principis intentionem priuilegijs, iuribus, consuetudinibus earundemq; confirma tionibus uti potest .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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In ca et lite Volu. 2. — Incipit-Angabe des Consiliums, ca mit Kürzungsstrich (wohl causa), Lesung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitein eius possessione in qua tueri et manuteneri debet per supdicta Concludo igitur ex praemissis quod dictum collegium Salinarum ad elidendam principis intentionem priuilegijs, iuribus, consuetudinibus earundemq; confirma tionibus uti potest .
Nam lex ea loquitur de rescripto quod contra publicam utilitatem non tenet nisi interuenerit secundus iussus2 principis in anten. ut nulli Judi. §. et hoc Vero Videmus .
Vnde dato minime tamen concesso quod huiusmodi priuilegia essent, contra ius commune, ut reuera non sunt, certe ex eo capite infringi uel reuocari non possent .
Sed quod sint contra publicam utilitatem, unde nam obsecro probari potest[?]5 an ex eo quod certus et determinatus ee6 debeat domicularum et caldariorum numerus ?c.7
Quid huic cum utilitate communi ? an non tendit in publicum usum totius Hassiacæ ditionis, tantum Salis in eo loco confici, ut communibus annis hactenus suffecerit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
supdictis — Kuerzung, wohl supradictis; buchstabengetreu belassen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuid huic cum utilitate communi ?1 an non tendit in publicum usum totius Hassiacæ ditionis, tantum Salis in eo loco confici, ut communibus annis hactenus suffecerit,
Præterea l. illa loquitur quando fiunt conuentiones inter negotiatores et artifices nequis eorum minori pcio3 ab eis taxato res Vendat, uel ne per unum inchoatum per alium expediatur seu perficiatur: huiusmodi .n. conuentiones sunt legib. reprobatæ .
At uero in casu nostro semper manet statum et uniforme Salis pretium in Salinis, quod si pretium Salis in Villis, vicis uel oppidis prouinciæ intendatur,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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communi ? — Fragezeichen-artiges Kuerzel nach communi); se leges (vielleicht seu leges
dactas[?] — so geschrieben, wohl dictas gemeint; vergroessert geprueft
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAt uero in casu nostro semper manet statum et uniforme Salis pretium1 in Salinis, quod si pretium Salis in Villis, vicis uel oppidis prouinciæ intendatur,
id contingit sine Sodalium culpa qnimo2 uel industria uel auaritia Vectorum ementium in Salinis et euehentium ad loca distantia, qui secundum qualitatem temporis & loci uel intendunt uel remittunt precium, cum interim Sodalitati nihil commodi accedat uel decedat quapropter l. 1.
Nec obstat etiam, si diceretur, quod priuilegium præfatum sit personale, et sic non debuerit egdi3 personam Sodalium tempore impetrati priuilegij uiuentium l. qai tali ff. solu. matri. l.
Quæ profecto Verba sunt multum ampla & præcisa, et a ui Verborum in dubio non est procedendum l. non aliter ff. de lega. 3. l. 1. §.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
pretium — beide Male als ptium-Kuerzel geschrieben
qnimo — Kuerzung, wohl quinimo
egdi — Kuerzung mit Strich, wohl egredi); l. qai tali (Lesung des Allegats unsicher, wohl l. qui tali); Quia ex (ueber dem folgenden quod (Z. 14) steht eine kleine 2, wohl Umstellungszeichen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuæ profecto Verba sunt multum ampla & præcisa, et a ui Verborum1 in dubio non est procedendum l. non aliter ff. de lega. 3. l. 1. §.
dictis Sodalib. respectu rei & fontis Salinarum . debet cum re ad quolibet singularem sucessorem et possessorem transire . l. forma §. qua q. ff. de censib. et per glos. 25. q. 2. in Sum: ubi etiam fortius dixit glos. quod priuilegium in dubio præsumitur esse reale,
Præterea ponderanda sunt illa Verba in priuilegio Dni Guilielmi postea Vz wollenn vff eine meyle wegs / vonn demselbenn Sodenn zurechnen3, in keine weise vberbawenn4 .
Vnde etiam si hoc sit statutum in fauorem partis non potest pars tacite uel expsse2 renuntiare p. c. dilecto de pbend. quia ubi datum est aliquid pro forma, non potest consensu partium tolli secundum Bart . in l. de his C. de transact.
An sub pretextu publicæ utilitatis Dns Landgrauius possit maiorum suorum & præsertim patris Guilielmi quondam Landgrauij, priuilegia et confirmationes tollere & reuocare .
Nam quamuis 9is4 opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
fat glos. — Lesung fat unsicher, vielleicht sat oder not
expsse — Kuerzung, wohl expresse); p. c. dilecto de pbend. (Kuerzungen: p mit Strich (per), pbend wohl praebend); de anten . (wohl in auten. (Authentica) gemeint
TERTIÆ — Ueberschrift in Auszeichnungsschrift; Endung Æ statt A auffaellig
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam quamuis 9is opinio sit, quod priuilegia quæ transierunt in contractum princeps non possit tollere, ut statim infra late deducetur certe ista communis conclusio limitatur ut procedat non subsistente iusta causa .
Subsistente aut1 iusta causa potest princeps conuentionem siue priuilegium præcedens, etiam quod transiuit in contractum reuocare, ut est tex. qp. in l. quod semel ff. de decret. ab ordi . facien .
Guilielmi Landgrauij continetur ( prout per principem obijcitur ) gratia dr3 surreptitia et ipso iure non ualet c. ad aures infi. c. ad audientiam et de rescrip. ubi doct .
Sunt enim Verba priuilegij præsertim Domini Guilielmi præcisa & exploratam principis Voluntatem ostendunt, nempe, quod neque per se neque per hæredes suos neque per alios insuper siue prope fontem Salinarum,
et per distantiam unius miliaris a dictis Salinis computando, quo quomodo1 domiculas ad conficiendum Sal, Vulgo Saltzbode ædificare neque uelit neque debeat .
Vnde cum priuilegij Verba clara sint, non est opus coniecturis l. continuus §. cum ita ff. de Verbo. obligat . et l. ille aut ille §. cum in uerbis. ff. de lega . 3 .
nicht mehr noch weniger zu ewigenn zeittenn pleibenn sollenn, etiam in minimo p5 intelliguntur, quia uerba neque plures neque pauciores præcisa sunt, l. non plures, ubi Bal.
Nullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos. in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
quo quomodo — Wortfolge unsicher, vielleicht quoquomodo
Höltzbodte[?] — Anfangsbuchstabe H, vergroessert geprueft; sachlich wohl Saltzbodte gemeint (vgl. Z. 14)
zerbrechenn — erster Buchstabe z/v unsicher, vergroessert geprueft
viertzigk — Zahlwort, Lesung vierzigk/viertzigk
p — p mit Kuerzungsstrich, wohl praecise
Ptor — Kuerzung, wohl Praetor
earum — als ea-rum-Kuerzel geschrieben; fat glos. wie p0229 unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNullatenus siue nullo modo sub quo includuntur quæ alias non includerentur c. ad nostram ut glos. de proba . in Ver . quo quomodo fat glos.1 in cle . ut hi qui in Ver . nullo modo de æta . et qual . ordi . his adde q sup infi . 2di dubij diximus Secundo principaliter pro hac parte adduco notabile Verbum .
Bar . in l. digna VOX C. de legibus . ubi uoluit quod quando princeps facit pactum cum aliqua ciuitate, quia pacta sunt de iure gentium, ut l. ex hoc Jure, ff. de iust. et Jure,
et iura gentium sunt immutabilia ut §. sed natia2 Institu. de iure natu. gent. et ciui . sequitur quod etiam talia pacta sunt immutabilia Et ad hoc multum bene se conformat illud quod uoluit Dns Abbas pan . in c. nouit extra de Judi . ubi uoluit quod quamuis priuilegium concessum subdito possit reuocari per cle pastoralis de re Judi. & inno . in c. ura de iniur .
Istud e3 Verum secundum eum, nisi talis concessio transiuerit in Jus gentium, puta quia princeps dedit alicui unam rem, et sic illi acquisitum est dominium quia tunc, secundum eum, reuocari non potest .
Ista est conclusio Doctorum ut Cÿ. bar. bal. & aliorum in d. l. digna vox C. de legib. & in l. donones[?]2 quas diuus per illum tex. c. d dona. inter Vir. & uxor. & est tex. in c. de proba. ubi late Cano.
Et propterea dicit bal. in l. princeps ff. de legib. post Cÿ. in d. l. digna uox, quod princeps potest contrahere cum suis fidelibus & tenetur eis de iure gentium et ciuili, quia ciuili rationi naturalis ratio operatur l. bona fides ff. de posi.
Alias si princeps ex pacto uel contractu non obligaretur alÿ, certe nec alius obligaretur principi ex respectu correlatiuorum & sic esset principi interdictum commercium, & esset tanquam exul. qui est omnium præsul.
Præterea ultra decisiones Doctorum, qd est secundum rationem naturalem quod magis congruat humanæ fidei quam ea quæ placauerunt et in pactiones venerunt seruare. ut inquit iurisconsul. in l. 1. in princi. ff. de constitu. pecu.
Si ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
cunctus[?] — so geschrieben mit u-Bogen; grammatisch waere contractus zu erwarten (ligant, eorum)
donones[?] — mit langem Kuerzungsstrich ueber dem Wort, wohl Abbreviatur fuer donationes (l. donationes quas)); c. d dona. (d mit Kuerzungsstrich, wohl de; Zitat C. de donationibus inter virum et uxorem
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSi ergo istud est secundum rationem naturalem, quod quilibet teneatur pacta seruare tunc succedit illud quod eleganter inqt bal. in repe. l. 2. in con col.1
Vbi inquit, quod licet princeps sit solutus lege positiua, non tamen est solutus dictamine rationis naturalis, nec à lege nostra. quia est aial2 rationale.
Et alibi inquit bal. non minus Vere quam eleganter in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. quod bona et naturales consuetudines ligant principem, quia potentius est ius naturale quam principatus.
Et quod illa in principe potissimum sint attendenda & magis quam in priuato quod princeps ex suis conuentionib. oio obligetur, fat illud, quod singulariter dicit bal. in extremus[?] d pace constan. in Ver.
Si qua Vero, ubi arg. illius tex in Ver. bona fide no ubi omnes contractus, qui fiunt cum principe habent naturam bonæ fidei contractuum.
Unsichere Lesungen
in con col. — Zitatabbreviatur, Lesung der Buchstaben klar, Aufloesung unklar
aial — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer animal); conuentionib. oio ... fat (conuentionib. mit Kuerzungsstrich (-bus), oio = omnino, fat wohl fiat/facit abgekuerzt); in extremus[?] d pace con=stan. (wohl Abbreviatur fuer in extrauag. de pace constantiae; d mit Kuerzungsstrich = de
Et propterea secundum eum bona fides debet à principe in suis contractibus obseruari: cui bonæ fidei non congruit de iuris apicib. disputare ut l. si fideiussor §. quædam ff. manda.
Abbate Sane, d re Judi. lb VI. et in c. ij Juncta glos in Ver. graues extra d dona. & in c. 1. de solu. & no bar. in l. prohibere §. plane ff. quod vi aut clam. & Cÿ. in l. digna vox C. de legib. et bal. in l. 1. ff. de consti. prin.
Per illa ergo clarissime concludo quod conuentiones, priuilegia et confirmationes maiorum suorum ligant ipsum principem et ad earundem inviolabilem obseruantiam obligant.
Porro pro illa parte, nimirum quod princeps easdem tollere uel reuocare non possit, adduco qdam2 pulcra Verba Bal. hunc casum nostrum decidentia in l. qui se patris C. unde libe.
Vbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?]3 sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario concessum arg. l.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ea q — q mit Kuerzungsstrich, wohl quae); lb VI (lb mit hochgestelltem o, Abbreviatur wohl libro VI (Liber Sextus)
qdam — q mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer quaedam
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVbi inter cætera inqt, quod etiam imperator non potest mihi aufferre frudum[?] sine causa, prout etiam est tex. in c. 1. et ibi etiam Bal. de natu. feu. nisi sit feudum ptario1 concessum arg. l.
Lutius ff. de euict.[?]2 seu per priuilegium, quia speciale ius est in principe ut possit reuocare suum priuilegium, etiam ex quo est alteri ius quæsitum etiam sine causa ut l. qui fundos C. d om agr. de ser. lb.
Sed si nam[?]3 est priuilegium sed conuentio, prout est formaliter in terminis nostris, tunc non potest reuocare, nisi secundum ipsius rei naturam, ut l. fundi C. de fun. patrio lib.
Nam et ille ait; Si princeps recipit pecuniam (ut in casu nostro contigit) significat Venditionem etiam si uteretur Verbo indulgemus siue concedimus uel simili Verbo itaq, esset reuocabilis contractus et non priuilegiu4 arg. l. fi.
Imperator non potest reuocare priuilegium antecesoris, nec proprium ex quo est efficaciter quæsitum ius, dicens quod per reuocationem fieret alÿs iniuria, quæ maxime à principe debet esse remota,
Accedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato collegio Salinarum,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ptario — p mit Kuerzungsschleife, Abbreviatur wohl precario
euict.[?] — r/u mehrdeutig, dem Zitat nach ff. de euict(ionibus)); C. d om agr. de ser. lb. XI. (stark abgekuerztes Zitat, d mit Strich = de, lb mit hochgestelltem o = libro; wohl C. de omni agro deserto libro XI
nam[?] — so geschrieben, dem Sinn nach non zu erwarten
priuilegiu — mit Kuerzungsstrich ueber dem letzten u (-um)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAccedat quod retro principes concedentes & confirmantes huiusmodi priuilegia, et consuetudines lucrati sunt ingentem pecuniarum summam, et hodierno die perpetuos redditus annuatim lucratur ditionis princeps, ut ex literis constat Domini Guilielmi à pfato1 collegio Salinarum,
qui profecto redditus perpetuam habent commensurationem cum re concessa, quapropter reuocari non potest, quia reuocans committeret dolum, ut l. si cum mihi ff. de dolo.
A qb. regulus ff. de dona. ubi dr, q donatio facta ob certa remunerabilia merita non potest reuocari concor. l. si pater. §. si quis aliquam eodem titu.
Dicit .u.2 ibidem bal. in d. l. si cum mihi ff. de dolo in fin. illam legem esse notandam pro Comitatensibus qui si pro consequendo beneficio aliquid præstiterunt, certe illud beneficium non potest postea tolli, quia ex hoc magis resultat contractus quam gratia simplex.
Ergo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
pfato — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefato); pcedentia p l. A qb. regulus (stark abgekuerzt; wohl praecedentia per l. Aquilius(?) Regulus ff. de donationibus, Lesung A qb. unsicher); ubi dr, q (dr mit Kuerzungsstrich = dicitur, q mit Strich = quod
.u. — Abbreviatur zwischen Punkten, wohl enim (.n.) oder uero; Buchstabe wie u geschrieben
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErgo talis conuentio et priuilegiorum concessio debet esse perpetuo irreuocabilis, nec debet posse tolli per successorem.
Accedat quod dicit bal. in c. 1. §. fin. qui feu. dare pos. ubi post glos. dicit quod Imperator non potest disuestire Vasallum, sine conuicta culpa, quia potentius est ius naturale quam principatus ut sup. diximus.
Hessorum principem Philippum, non posse tollere uel reuocare Conuentiones priuilegia & confirmationes eorundem per maiores suos dictæ societati Salinarum concessas.
Non obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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, d — d mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer de); p Jo. and. (p mit Unterstrich = per; Jo. and. wohl Johannes Andreae, erster Buchstabe J/langes s mehrdeutig
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNon obstat primum fundamentum adductum in contra rium dirui, dicebatur quod subsistente causa potest tolli priuilegium quod transiuit in contractum.
Sed dum dicebatur, quod hic suberat justa causa, Respondeo et dico, quod Immo. quantum ad terminos nostros particulares non est Verum quod fuerit uera et iusta & sufficiens causa per quam possent reuocari aut tolli prius concessa, per maiores principis Via contractus.
Nam adhoc ut dicatur iusta et sufficiens causa, requiritur quod illa sit noua causa, uel etiam antiqua, quam tamen princeps ignoraret tempore statuti confecti uel tempore factæ concessionis,
Vbi dicit quod requiritur quod sit noua causa uel etiam antiqua quam princeps ignoraret conditi statuti tempore, q3 nunc sit nouiter detecta, et sit talis quam si princeps sciuisset tempore concessionis, Verisimiliter non fuisset concessurus.
Cum ergo in casu nostro, netrum[?]4 ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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no — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer notat
igr — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer igitur); no Dns Abb. Panor. (no mit Strich = notat, Dns = Dominus, Abbas Panormitanus
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCum ergo in casu nostro, netrum[?] ex istis contingat, prout liquidissime apparet et latius circa quartam quæstionem dicetur, Ergo sequitur quod non fuit aliqua iusta & sufficiens causa, per quam posset princeps concessionem certi numeri domicularum et caldariorum prius factam reuocare de iure.
Fateor equidem Verum esse priuilegium zdm1 petitionis formam declarari, Sed cum narratio pfati2 priuilegij siue confirmationis Dni3 Guilielmi fuerit Verissima, ut ex multis antiquis imo antiquissimis literis perpenditur constat, principi nihil esse neq obreptum neq subreptum.
Creditur .n.4 graui & digno Viro, l. si à bonæ fidei, ff. de rei Vendi. ubi Ange. refert quandam facti contingentiam quanto magis Landgrauio Guilielmo principi integerrimo, et omnibus modis grauissimo.
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zdm — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer secundum
pfati — p mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer praefati
Dni — mit Kuerzungsstrich, Abbreviatur fuer Domini; ebenso Zeile 13 Dnm = Dominum
Quanquam ad resolutionem istius dubij, iam pridem in secunda quæstione satis multa adduximus, adeo ut repetitione opus non esset, tamen ut quærentibus mos geratur hanc quæstionem latius explicandum duximus.
Nam cum uberrimæ sint Salinarum Venæ, adeo ut Salinarum aqua pluribus sufficiat, possitq; inde copia Salis uberrima confici, quæ non solum prouincialibus sed et exteris regionibus commodari posset, hæc publica utilitas præferenda est priuati commodati l.1. in fi.
Nam tametsi statutum sit per Collegium Canonicorum3 alicuius Ecclesiæ, et à summo pontifice confirmatum, ut certus et determinatus sit numerus Canonicorum tamen si augmentantur redditus Ecclesiæ,
augmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita & honest.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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domicularum — Wortbild eher domicularum als domuncularum; gemeint sind die Siedehaeuser (domunculae)
coia — mit Ueberstrich, wohl Abkuerzung fuer communia (C. communia de legatis)
Canonicorum — in der Vorlage mit -rum-Kuerzel (Canonicoꝝ) geschrieben, hier aufgeloest
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteaugmentabitur et numerus Clericorum l. in Ecclesijs C. de Epis. & Cleri. c. cum M. de consti. c. qm d uita1 & honest.
Sed cum Intentio & propositio eo tendat ut publicæ utilitati & necessitati, atq; ærario suo prosit et societati Salinarum non obsit, cum Salinarum aqua utriq; sufficiat, ædificandi facultas ei facile concedenda est.
Adhæc, licet collegia à iure approbata possint facere statuta, super his quæ ad artem suam pertinent. l. fi.
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c. qm d uita — Abkuerzungen: qm mit Kuerzungsstrich (quoniam?), d mit Strich (de); Zitatkette kanonistisch
mino=uo — Zeilenuebergang 5/6; Wortbild mino=uo, moeglicherweise c. in nouo, 21. dist.
etiam — Wort wirkt nachgezogen/korrigiert, moeglicherweise ueber Gestrichenem); C. d præci. (d mit Kuerzungsstrich, wohl C. de preci(bus) Imperatori offer(endis)
C. de iuris omnium jud. et l. f. ff. de colle. illi.1 hactenus tantum conceditur hoc, quatenus publ. sanctionibus non contradicant uel alijs præiudicent.
His adde quod secundum diuersitatem temporum et Varietatem rerum priuilegia sunt Varianda c. non debet de con sang. et affi. glos. in c. constitutus de reg. domi. quandoquidem tempori debet conueniri lex c. deniq; 4 dist.
Quod si ex forma statuti tenentes lacum Perusinum teneantur ad certam quantitatem piscium singulis diebus: tantum si ex causa multitudo gentium superuenit, poterunt tenentes lacum cogi ad portandum tantum piscium quod multitudini sufficiat.
Vnde si tempore Statuti huiusmodi de certo numero domicularum et caldariorum, eiusq; confirmationis paucitas non refragabatur, tamen hodiernis temporibus tanto hominum excreuit multitudo et prouincialium frequentia,
ut propter necessitatem2 urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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l. f. ff. de colle. illi. — Zitatkette schwer aufloesbar; l. f. wohl l. fi(nalis), de colle(giis) illi(citis)); p. l. 1. (p mit Unterstrich, wohl per l. 1. C. de monop(oliis)); tb. XI (Kuerzel wohl lib. XI (C. de murilegulis, lib. XI)
necessitatem — in der Vorlage abgekuerzt geschrieben (necessatem mit Kuerzungszeichen)
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteut propter necessitatem urgentem & utilitatem euidentem, recedendum sit ab huiusmodi dispositione, cum finis legis concernere debeat necessitatem uel utilitatem subiectorum.
Pro cuius clariori euidentia, pmitto primum quod Salinarum socijs permissum est habere corpus siue collegium l. 1. in prin.[?] ff. quod cuiusq; uniuer. no.
Quapropter laudabile est, tantum abest, ut iuri uel publicæ utilitati contrarium certum et determinatum esse præben darum et Canonicorum esse numerum c. constitutus de rescrip. c. qm de vita & honesta cle. c. fin. de Verb. significationibus l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri cum multis simil.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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pmissis / obstantib. — p mit Kuerzungsstrich = praemissis; obstantib. mit Kuerzel = obstantibus; ebenso Zeile 4 pmitto = praemitto, Zeile 11 psunt = praesunt); in prin. (Wortbild eher prim als prin; gemeint l. 1 in principio); eal. §. 1. (Wortbild eal, wohl ead. (eadem lege) § 1); der Bothenn vnnd Pfannen (deutsche Woerter in Kurrent mit durchgehenden Querstrichen (Zierstriche durch th/nn/ff, keine Tilgung); Endung von Bothenn nicht eindeutig (-em/-enn)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuapropter laudabile est, tantum abest, ut iuri uel publicæ utilitati contrarium certum et determinatum esse præben darum et Canonicorum esse numerum c. constitutus de rescrip. c. qm de vita1 & honesta cle. c. fin. de Verb. significationibus l. non plures C. de sacro sancta Ecclesia l. in Ecclesijs C. de Episc. et cleri cum multis simil.
Nam si tanta esset multitudo domicularum & caldariorum, quantam Venarum ubertas, (ut hoc interim demus:) supportare posset, oriretur ex multitudine famulorum Sal coqntium mira confusio, perpetuæ rixæ,
lites & iurgia imo et homicidia dum alter alterum assidue impediret ne Salinis suo arbitratu uti permittent3[?], unde propter parem4[?] et concordiam conseruandam, quod summum reip. est bonum, statutus est certus domicularum et caldariorum numerus.
Adhæc, unde tantum lignorum haberi posset, ut oib95 sufficeret, cum iampridem excisis et extirpatis pene circumcirca siluis et nemoribus super defectu lignorum assidue audiuntur quærimoniæ. quæ profecte res una cum aeris intempie6[?] in causa fuit hac præsertim hijeme,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
c. qm de vita — qm mit Kuerzungsstrich, wohl quoniam
more — Wortbild more; Sinnzusammenhang legt uero oder modo nahe); Sal coqntium (abgekuerzt, wohl coquentium (Salzsieder)
permittent — Endung mit Kuerzungsstrich, moeglicherweise permitteret
parem — Wortbild parem, dem Sinn nach wohl pacem (pacem et concordiam conseruandam)
oib9 — Abkuerzung omnibus (oib mit us-Haken)
intempie — abgekuerzt, wohl intemperie; Satz laeuft auf der Folgeseite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAdhæc, unde tantum lignorum haberi posset, ut oib9 sufficeret, cum iampridem excisis et extirpatis pene circumcirca siluis et nemoribus super defectu lignorum assidue audiuntur quærimoniæ. quæ profecte res una cum aeris intempie[?] in causa fuit hac præsertim hijeme,
Porro causæ propter quas princeps intendit reuocare priuilegia concessiones et confirmationes prætenduntur tales ut ex narratione facti liquet 53.1[?] quod hac præsertim hijeme fuerit defectus Salis, et pluris emptum sit quam hacten92 consueuit.
Item quod Venæ Salinarum sint uberes, ex quarum redditu, si usus et ædifico3[?] modo proposito Principi permittatur ærario principali tantum utilitatis accrescere potest, ut exactionib. in solitis, et extraordinarijs collationibus prouinciales atterere grauare et exenterare necesse non sit.
Iam Videamus an huiusmodi causæ tanti momenti sint, ut ad tellendum4 priuilegium quod cum subdito transit in contractum iustæ et sufficientes de iure dici possunt.
Et iam dudum in tertia qstione5, in solutione prioris obiectionis admonuimus. (: id quod repetere non pigebit, quoniam securim apponit ad radicem huius consultationis :) huiusmodi causam talem esse oportere, ut siue noua [gestrichen: unleserlich] siue antiqua fuerit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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53. — Zahl mit Ueberstrich nach liquet; Funktion unklar (Verweisziffer?)
hacten9 — hactenus mit us-Haken abgekuerzt
ædifico — Wortbild ædifico, dem Sinn nach wohl ædificio (modo proposito)
tellendum — Wortbild tellendum, dem Sinn nach wohl tollendum
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEt iam dudum in tertia qstione, in solutione prioris obiectionis admonuimus. (: id quod repetere non pigebit, quoniam securim apponit ad radicem huius consultationis :) huiusmodi causam talem esse oportere, ut siue noua [gestrichen: unleserlich] siue antiqua fuerit,
eam princeps concessi priuilegij tempore penitus ignorauerit, quæ nunc sit nouiter detecta atq; talis, quam si princeps tempore concessionis sciuisset, Verisimile non fuisset concessurus, ut est doctrina Bar. in d. l. ambitiosa col. 3. ff. d. decre. ab ordi. faciend. et Dni Abb.
Sed qs sane mentis dubitare potest, quod Henricus Landgrauius Hassiæ ante ducentos et amplius annos, suiq; successores Venarum ubertatem huius fontis Salinarum nescierint, cum manifestissime in literis suis profiteantur, se Voluisse plures ædificare domiculas & caldaria ponere?
An non tum quidem hominum frequentia fuit, uel facile futuram (: modo casus mortalitatis et morborum popularium, qui quotidie expectandus :) princeps suspiciari poterat?
Quid? quod et eo tempore quidem, defectus salis ex causa aliqua acncidenti, puta, uel aquarum mundatione3, aeris in tempe alioue casu contingere poterat?
Nam auaritia quæ est Idolorum Seruitus, ut inquit Apostol94, cum in Christianis omnibus tum Vero in principe, atq; eo quidem principe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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noua [gestrichen] — nach noua kleine gestrichene Buchstaben, unleserlich); ff. d. decre. ab ordi. faciend. (d mit Kuerzungsstrich (de); Zitat ff. de decre(tis) ab ordi(ne) faciend(is)); Sed qs (qs mit Kuerzungsstrich = quis
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam auaritia quæ est Idolorum Seruitus, ut inquit Apostol9, cum in Christianis omnibus tum Vero in principe, atq; eo quidem principe,
qui et Euangelicus esse et appellari gaudet summopere est detestanda, quod s31[?] radix et mater sit omnium Vitiorum tex. in Auth. ut Judi. sine quoquo suffra. in prim.
Ex his igr oibus[?] clarissime opinor, constat causas allegatas ad reuocandum priuilegia per contractum subditis concessa neq; iustas neq; sufficientes esse.
Et primo, quod auctis Ecclæ3 redditibus numerus præbendarum augeri debeat, concedimus, dum modo eorum de quorum præiudicio agatur, accedat consensus alioqui Vel solo Episcopo uel Solis Canonicis ea facultas non permittitur, ut clare deciditur in Juribus allegatis.
Porro ad secundam obiectionem dico & fateor, quod facile concedendum sit, quod mihi non nocet et alteri prodest, si pcedat4 contractus uel obligatio, de cuius natura est ut faciam; Cæterum ubi non pcedit contractus et obligatio,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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s3 — Kuerzel s mit 3-Schlinge, wohl scilicet); de pbend. (p mit Kuerzungsstrich = de præbend(is)); tb. VI. (Kuerzel wohl lib. VI (Liber Sextus)); igr oibus (stark gekuerzt, wohl igitur omnibus (Ex his igitur omnibus)
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePorro ad secundam obiectionem dico & fateor, quod facile concedendum sit, quod mihi non nocet et alteri prodest, si pcedat contractus uel obligatio, de cuius natura est ut faciam; Cæterum ubi non pcedit1 contractus et obligatio,
et aliquis petit à me illud quod mihi non nocet et sibi prodest ad consequendum commodum uel lucrum, ego non teneor concedere inVitus. ita hanc regulam declarat Bar. in l. 2. ff. solu. matr.
Cum autem fons Salinarum sit priuatorum ut in primaquæstione conclusimus, neq; fieri possit ea concessio sine sodalium et totius Salinarum Collegij maximo incommodo, quæ quidem incommoda multifariam, multisq; modis contingere possunt, reliquum est hanc regulam in casu nostro locum sortiri non posse.
Cum .n. in re priuata de lucro captando agatur, minuaturq; ius Dominorum eorum auctoritas requiritur. facit ad hoc l. in concedendo et quæ ibi no2 ff. de aqua pluo. arcend.
Ad quartum, quod secundum Varietatem temporum statuta sint mutanda, concedimus, modo ius qsitum3 non lædatur, ac noua causa et inconsiderata tempore conditæ legis uel statuti emergat, ut inquit Bar. in d.l. ambitiosa.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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pcedit — p mit Kuerzungsstrich, aufzuloesen als praecedit
no — mit Kuerzungsstrich, aufzuloesen als notatur/notantur
qsitum — q mit Kuerzungszeichen, aufzuloesen als quaesitum
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAd quartum, quod secundum Varietatem temporum statuta sint mutanda, concedimus, modo ius qsitum non lædatur, ac noua causa et inconsiderata tempore conditæ legis uel statuti emergat, ut inquit Bar. in d.l. ambitiosa.
Quoniam autem hominum frequentia et tempore concessi priuilegij considerari Verisimiliter poterat, neq; talis est, quæ si fuisset tunc considerata, à concedendo principem retraxisset.
Adde quod hominum frequentia impedimento non est, quo minus per dictum collegium tantum Salis coqui et confici possit, ut toti ditioni Hessiacæ sufficiat, modo accedat industria et diligentia presidum Vicos et oppida regentium, s31 ut debito tempore colligatur et in usus necessarios reseruetur.
Quapropter cum huic incommodo facile mederi possit principis et prouincialium industria sub eo prætextu, nemo in suo Jure ledendus est, sed ius suum uni cuiq; conseruandum.
Ita mihi Conrado Scipioni Corbachio inter utriusq; iuris Licentiatos minimo in hac specie de iure respondendum Videtur, saluo cuiuscunq; de iure melius sentientis Judicio C.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
s3 — Kuerzel Schaft-s mit 3-foermigem Haken, aufzuloesen als sed
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIta mihi Conrado Scipioni Corbachio inter utriusq; iuris Licentiatos minimo in hac specie de iure respondendum Videtur, saluo cuiuscunq; de iure melius sentientis Judicio C.
Scipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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C. Scipio — In die Paraphe sind weitere Zuege eingeflochten (etwa sst / scripsit?), nicht sicher aufloesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteScipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteScipio Scæuola der Vortreffliche vnnd berümbte Jurisconsultus vnnderweiset vnns in l. quidam referunt §. 1. ibi, ut non ante iuris ratio quam persona quæratur ff.
Das wir am ersten nichtt das recht, vnnd sein Vhrsach, sonnderm1 die Personen, die thätliche Hanndtlung vnnd ware geschicht, der anstehendenn sachenn, vnnd also ipsum factum suchenn, vnnd erfragenn sollenn.
Wann aus denselbigenn geschichttenn das rechtt erwechst vnnd enndtspringt, text. est in L. si ex plagis §. in cliuo, ibi Respondeo in causa (.i.2 in facto ut in terpretatur glossa .) ius esse positum ff. ad leg. aquil. text. in L. obligamur §. ex facto ff. de actionibus et obligat. ibi, in facto Summa quæstionis consistit, text, in L. duobus reis §. si ei qui debitorem, ibi, distinguendum est in facto, s33 ff. de iureiuran: text. in c. penul. extra de Ecclesijs ædificand. ibi,
tibi de iure non possumus deferre priuilegium, cum nulli canonici adhuc ibidem existant, Vnnd wann dann aus kleÿner4 verkerung vnnd annderunge der Geschichte, das ganntze recht wanndelt, vnnd auf ein anndere bahne, vnnd in ein wege gezogenn wirdt,
L. si in emptione §. item si emptor, in fin: ibi, mensura uero non eo proficit, text in L. cum ab eo, ibi, Videamus quid inter ementem et Vendentem actum sit ff. de contrahend. empt.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden, evtl. sonndern
(.i. — Kuerzel in der Klammer, wohl .i. = id est
s3 — Kuerzel Schaft-s mit 3-foermigem Haken, aufzuloesen als sed
kleÿner — Querstrich durch die Oberlaengen k/l, wohl Zierstrich, keine Tilgung); in ein wege (Minimfolge nach vnnd schwer trennbar, evtl. in einwege / in ein wege
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteL. si in emptione §. item si emptor, in fin: ibi, mensura uero non eo proficit, text in L. cum ab eo, ibi, Videamus quid inter ementem et Vendentem actum sit ff. de contrahend. empt.
Vnnd das mehr zubewegenn, werdenn auch die Hochverstenndigenn vnnd gelarttenn, aus vnuerstanndt der Geschicht, vnnd thatlichenn Hanndtlung offt mahls Irre gefuhrt, tex: est in L. ij ibi facti autem interprætatio C. x.1
Vnnd darumb, damit solches alhier auch nicht verfalle, So habe Ich vor nottwenndig geachttet, diesen hanndell nicht wortlichenn vnnd nach der lennge, sonnderm2 da es nott, vnnd diesem gesuchttem Rathschlage diennstlich, zuerzehlenn,
zimeliche3 fragenn daraus zuziehenn, vnnd darauff souiel mir die rechtte zufallenn, vnnd in dieser hefftiger eÿle vnd vngelegener zeit beschehenn kann, zuantworttenn, wie Ich den Hanndell ann Ihm selbst, vnnd in warheit befinde.
L. cum ita Legatum sit, ibi, Si uerum amamus, ff. de condi: et demonstr. text. est in L. unic. ibi nos qui Veritatem colimus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
C. x. — Zeichen nach C. nicht sicher, x-artiger Zug, evtl. Ziffer 2 oder 1
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden
zimeliche — Wortbild mit u-Bogen, evtl. ziemliche/zimbliche
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteL. cum ita Legatum sit, ibi, Si uerum amamus, ff. de condi: et demonstr. text. est in L. unic. ibi nos qui Veritatem colimus.
CHRISTI Saluatoris benigni auxilium imploro, hoc enim fundamento deficiente, necesse est ædificium in totum corruere, text: in c. cum Paulus 1. q. 1.1 text. in c.
Fürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn3 Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn4 freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
1. q. 1. — q als 9-foermiges Kuerzel geschrieben
Catzennelnpogenn — Minimfolge im Namen nicht sicher zaehlbar; etc. als e-Kuerzel mit Schleife
bigtenn — Fortsetzung von dessel=; Wortbild eher bigtenn als bigenn, also desselbigtenn
alttenn — Endbuchstabe m/n nicht sicher, evtl. alttem
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts1 vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm2 darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
des ortts — Wortbild mit Zierstrich durch tt; Lesung ortts (des Orts), evtl. artt/achtt
sonnderm — Endbuchstabe m/n nicht sicher zu unterscheiden
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFürstenthumbs vnnd Lannde zu Hessenn, ist ein Saltzwerck zu Allenndorff in den Sodenn genanndt, gelegenn, desselbigtenn Saltzwercks Pfenner, die Gebaurschafft genanndt, habenn vber mennschenn gedennckenn, vnnd gar eine lannge zeit, aus alttenn freÿheittenn, herkommen, vnnd gewonheittenn, des ortts vierzigk vnnd zweÿ1 Saltzbotenn vnnd darin souiel Pfannenn, darinnenn sie pflegenn Saltz zusiedenn, gehapt, vnnd sonnstenn mitt vielenn annderenn gnadenn vnnd rechttenn, vnnd sonderlich mit einem alttenn rechttenn, die Gebaurschafft genanndt, sampt seinem annhannge, welche alt herkommenn, befreÿung, vnnd gerechttigkeit, der Gebaurschafft von den hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Jedoch furbehaltlich ihrem fürstlichenn gnadenn gepurlichs zols, vonn einem fürstenn auff den annderenn, vonn dem Jare, nach Christi vnnsers liebenn Herrenn geburt, Tausendt dreÿ hundert, bis auf Jetzige zeit, vnnd also hochgenanttenn Lanndtgrauenn Philipsenn Jtzt Regierenden fürstenn bestettiget vnnd confirmiret, Nemblich also, das obgedachte gebaurschafft, vnnd Pfenner vorgemelt Ihr erbe vnnd Saltzwerck mit allenn seinenn herkommenn, rechtenn vnnd gewonheitten behalttenn, vnnd die zahl der Saltzbotenn vnnd Pfannen, welche zahl die fürstenn zu Hessenn, auch niemandts annders brechenn, sonnderm darin vierzigk vnnd zweÿ Saltzbotenn, vnnd souiel Pfannenn, nicht mehr noch weniger zu ewigenn gezeitenn bleibenn sollenn,
Das auch die furstenn zu Hessenn selbst, aber durch anndere die gedachtenn pfenner, mit annderm Saltzbotenn, Inn oder außwenndigk2 Ihrenn Bodenn, auf eine meÿl weges, vonn denselbenn Bodenn zurechnenn3, in keine weise vberbauwenn sollenn oder wollenn, Sonndernn es ist auch den pfennernn vber dieses vonn Herrenn zu Herrenn bestettigt, ihr alttes recht, das sie heissenn die Gebaurschafft, mit allem deme, das vor altters hero darann hannget: also das niemanndts soll oder magk, ann dem genanndtenn Saltzwergk vnnd Pfannenn theil habenn, dieselbenn besitzenn, oder Saltz siedenn lassenn,
er seÿ dann auß der gebaurschafft geborenn, Vnnd solche freÿheit, alt herkommenn, vnnd gerechtigkeit, erscheint vernemblich, souiel mann sich auß den alttenn brieffenn berichtenn kann, darauß, das etwa im dreÿzehennhunderten Jare, zwischenn dem Durchlauchttenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd herrn, Herrnn Heinrichenn, Lanndtgrauenn zu Hessenn, hochloblicher gedechtnus,
vnnd den pfennernn des benanten Saltzwercks, Irrung vnnd gebrechenn sich zugetragenn, darumb das hochbenannter Lanndtgraue, mehr pfannenn vf das Saltzwerck zum Bodenn, hat setzenn wollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zweÿ — Anfangswort der Seite; nach Vergroesserung als zweÿ gelesen, Satz beginnt mitten im Text der Vorseite
außwenndigk — Endung mit Zierstrich, -igk oder -ig moeglich
zurechnenn — Lesung nach Vergroesserung; Anfangsbuchstabe z mit u-Bogen
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd den pfennernn des benanten Saltzwercks, Irrung vnnd gebrechenn sich zugetragenn, darumb das hochbenannter Lanndtgraue, mehr pfannenn vf das Saltzwerck zum Bodenn, hat setzenn wollenn,
des sich die pfenner beschweret befundenn, vnnd diesen gebrechenn enndtlich durch einenn vertragk, welchen der Lanndtgraue bewilligt, anngenommenn, vor sich, sfgl.1
mitt mehrerm Innhaltt. darkegenn auch die pfenner durch denselben vertragk, der am tage Walpurgis, des benanttenn dreÿzehenhunderttenn Jars datiret verpflicht wordenn, hochbenanttenn Lanndtgrauenn, vnnd sfgl.
Hieruber hatt auch Lanndtgraue Heinrich der ander, sich durch einenn offnenn vnnd versiegletenn brieff, des datum ist Sonnabenndt, nach der Auffart Christi, im dreÿzehenn hundertstenn vnnd zweÿ vnnd zwanntzigstenn Jare, gegenn der gebaurschafft verpflichttet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkuerzung (wohl seiner fuerstlichen gnaden/gnaden liebden), auch Zeile 7 Ende und Zeile 15; Buchstabenfolge sfgl nach Vergroesserung
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHieruber hatt auch Lanndtgraue Heinrich der ander, sich durch einenn offnenn vnnd versiegletenn brieff, des datum ist Sonnabenndt, nach der Auffart Christi, im dreÿzehenn hundertstenn vnnd zweÿ vnnd zwanntzigstenn Jare, gegenn der gebaurschafft verpflichttet,
das die Pfannenn zum Bodenn, wie sie zum selbigenn mahle befundenn, ewiglich bleibenn solttenn, wie dann die lenge vnnd breitte, auch die höhe darzumahl aus beuelch hochermeltes Lanndtgrauenn, vnnd in beÿsein sfgl.
Stadtlichenn Rathe, darzu geordenet, abgemessenn, vnd die maß vf obanngezeigtenn beuelch, in beide kirchenn zu Allenndorff, zum Heiligenn Creutz1, vnnd zu S.
Dergleichenn seindt solche obanngezeigte freÿheitenn vnd gerechttigkeittenn, alle durch den Hochgebornnenn Lanndtgrauenn Wilhelmen den mittlernn, des Itzigkhochberumbtenn Regierenden Lanndtgrauenn zu Hessen vetternn, als sfgl. die Regirung des Lanndes albereits anngenommenn, denn Pfennernn vertrags vnnd Contracts weise verschriebenn, wie dieselbige verschreibung, so Freÿtags post Dionÿsij, nach Christi geburt, dem2 vierzehenn hundertenn vnnd siebenn vnnd achzigsten datiret, nach der lennge klar vnnd herlich thut besagenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDergleichenn seindt solche obanngezeigte freÿheitenn vnd gerechttigkeittenn, alle durch den Hochgebornnenn Lanndtgrauenn Wilhelmen den mittlernn, des Itzigkhochberumbtenn Regierenden Lanndtgrauenn zu Hessen vetternn, als sfgl. die Regirung des Lanndes albereits anngenommenn, denn Pfennernn vertrags vnnd Contracts weise verschriebenn, wie dieselbige verschreibung, so Freÿtags post Dionÿsij, nach Christi geburt, dem vierzehenn hundertenn vnnd siebenn vnnd achzigsten datiret, nach der lennge klar vnnd herlich thut besagenn1,
Dargegenn dann die pfenner Innhalts derselbigenn verschreibung, sich verpflichttet, einem Lanndtgrauen zu Hessenn, auff ewigkeit alle Jar vber obanngezeigte Saltz dinse2, auf dem Sonntage Lætare, zweÿhundert guldenn zugebenn,
Welche zweÿhundert guldenn die Pfenner auch gebenn solttenn, nach anntzahl der Wustung, ob gleich das Saltzwerck genntzlich oder zum theil durch vhede4 oder Branndt verwustet oder zerstöret wurde.
Vnnd daruber habenn auch die pfenner, krafft solches vertrages, hochbenanttem Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn, funff thausenndt guldenn Reinischer wehrung gebenn mussenn, die sie dann auch bezahlt, wie sfgl. solches in einem anndernn brieffe,
des Datum ist Sonnabenndt nach Cathrinen, im Neun vnnd achzigstenn Jare, der weniger zahle, gestehet, die Pfenner deshalbenn quittiret, auch deutlich anzeigt, wohin vnnd zu was ablösung etlicher versatztenn Schlos vnnd ampter solche funfftausendt guldenn gebraucht.
Unsichere Lesungen
besagenn — Wortende verschliffen, Schriftbild eher besagl mit Schlussschleife
dinse — Saltz dinse: wohl fuer Zinse, Anfangsbuchstabe eher d als z
Wust= — Worttrennung Wust=ung; auch Rust= (Rustung) lesbar
vhede — wohl Fhede (Fehde); Anfangsbuchstabe v/f unsicher
Es thut auch sfgl. in derselbenn leztenn verschreibung, so zweÿ Jar nach anngenommener Regirung datiret, den vorigenn vertragk, gegebene priuilegien vnnd bestetigung derselbigenn wiederumb2 vernewrenn1, also das die Pfenner,
Vber dis alles seindt den Pfennernn solche oberwehnte, auch anndere befreÿung vnnd gerechttigkeit, nach tödtlichem abganng Lanndtgrauenn Wilhelms Itztgedacht, durch den Lanndthoffmeisternn vnnd anndere Regenten, des Furstennthumbs zu Hessenn, ann stadt Hochberumtes Lanndtgrauenn Philipsenn Itzt Regirenden Furstenn, vor sfgl. auch derselbigenn Erbenn, vnnd alle nachkommenn am Regiment, bestettigt, Also das die Pfenner vnd Ihre Erbenn, beÿ aller gnade, gewonheit vnnd gerechtigkeit,
in aller maß wie die brieffe vom Hochgedachtenn Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn daruber gegeben, vermugenn, bleibenn, auch darbeÿ geschuzt vnnd gehanndthabt werdenn sollenn, Vber des alles vngeachttet, Vnderstehet sich Hochberumbter Lanndtgraf Philips Itzo regirennder furst,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitein aller maß wie die brieffe vom Hochgedachtenn Lanndtgrauenn Wilhelmenn dem mitlernn daruber gegeben, vermugenn, bleibenn, auch darbeÿ geschuzt vnnd gehanndthabt werdenn sollenn, Vber des alles vngeachttet, Vnderstehet sich Hochberumbter Lanndtgraf Philips Itzo regirennder furst,
obanngezeigter befreÿung vnnd erlanngtenn gerechttigkeit der Pfenner zu abbruch noch mehr Pfannenn zubauwenn, vnnd also die zahl der pfannenn, vber alt hergebrachtenn brauch, gewonheit, vnnd erlanngtte gerechtigkeit zuerhöhenn, vnnd vermeint S.
Gl. des vernemblich aus nachvolgenndenn vhrsachen befugt zusein, Erstlich, das sfgl. glaublich vorkomme, wie das ann allen ortternn sfgl. furstennthumbs Saltz gebrech,
das auch vngewönlicher vnnd vnbillicher aufschlag vf das Saltz gemacht werde, also das beÿ armenn vnnd Reichenn Im furstennthumb Hessenn dieser zeit manngell am Saltz seÿe.
Lannde zu Allenndorff in den Bodenn reiche Saltz adern gegebenn, welche vielmehr Pfannenn, dann Itzo da sein, ertragenn mochttenn, So vermeint sfgl. vonn wegl:2 des gemeinenn nuzenn, der dadurch zuschaffenn sein solle, macht zuhabenn, mehr Pfannenn nebenn die anndernn zubauwenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
S. F. Gl. — Abkuerzung am Zeilenende, auch S. F. Ghl. lesbar (Seiner Fuerstlichen Gnaden)
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLannde zu Allenndorff in den Bodenn reiche Saltz adern gegebenn, welche vielmehr Pfannenn, dann Itzo da sein, ertragenn mochttenn, So vermeint sfgl. vonn wegl: des gemeinenn nuzenn, der dadurch zuschaffenn sein solle, macht zuhabenn, mehr Pfannenn nebenn die anndernn zubauwenn,
damit desto mehr Saltzes erzeugt, vnd sfgl. vnderthanenn desto stadtlicher mit Saltz versehen werdenn mugenn, vnnd das solcher gemeiner nuze durch der Pfenner habennde verschreibung nicht könne oder magk verhindert werdenn, Zum anndernn, Ob gleich die Pfenner vom sfgl.
Herrnn vatternn brieff bekommenn, darinnenn Ihn Ihre vermeintte gerechttigkeit bestettiget wordenn sein soltte, So wehrenn doch solche brieue in desselbigl1 hochbenannttes Lanndtgrauenn Jungenn vnmundigl2 Jarenn außbracht, vnnd der wegenn vnbundigk3, Zum drittenn, So wehrenn dieselbigenn brieffe, allein bestettigungs brieffe, welche kein newe gerechtigkeit gebenn,
sonndernn allein die altte Gerechttigkeit erhalttenn möchttenn, Vnnd darumb wann auch gleich solche brieue vnnd verschreibunge bestenndigk werenn, So konnttenn sie doch den Pfennernn nichts mehr gebenn, dann was altte vorgehennde verschreibung darauf sich diese bestettigungs brieue ziehenn, vermögl:4
Lannde gesessenn, vnnd in der eile erlanngt werdenn mochttenn, einenn vorbescheidt gethann, nemblich auf den Sonntagk, den achtenn tagk post trium Regum, dieses lauffennden Jars mit voller gewalt der abwesenndenn, zu Cassell einzukommenn, ihre priuilegia vnnd brieffliche vhrkundenn vorzulegenn, vnnd hanndtlung zugewarttenn, Dieweil aber vnmuglich gewesenn, gemeine Pfenner so in die Gebaurschafft geerbet vnnd geborenn,
Habenn die Pfenner zum theil etliche zu ihrem mittell zu hochberumbtenn Lanndtgrauenn abgeferttiget, vmb erstreckung des tags zubittenn, vnnd vermagk die Instruction, dennselbigenn geschicktenn gegebenn, keinenn weitternn beuelch.
Als nun die Geschicktenn zu Cassell, vor furstlicher gnadenn erschienenn, vnnd Ire werbung verbracht, hatt sich sfgl. vnder viel anndernn, dreÿerleÿ vernehmenn lassenn, Erstlich das sfgl. das Saltz, so in sfgl.
Pfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?] woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?] lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?] gewitters, vnnd reuhenn[?] wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?], zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vhrkun= — Worttrennung vhrkun=denn (Urkunden); Buchstabenfolge am Zeilenende verschliffen); als am (auch als ann lesbar (vor 'den Rhein' Zeile 22)); vor Mein (wohl Main; erstes Wort auch vnd lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?]1 woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?]2 lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?] gewitters, vnnd reuhenn[?] wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?], zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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fremande[?] — Erstes Wort der Seite (Satz beginnt auf Vorseite); Lesung des Wortanfangs unsicher, auch 'Iemande' denkbar
verkeuffenn[?] — k unsicher, koennte auch 'verbeuffen' gelesen werden; Sinn spricht fuer verkeuffenn
Gebawr[?]= — Anfangsbuchstabe der Trennfuge Gebawr=schafft unsicher, G oder S
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePfannenn gemacht wurde, außerhalb Lanndes, als am den Rhein vor Mein, vnnd in das Niederlanndt, vor andere fremande[?] woltte verfurenn, vnnd im Furstennthumb außerhalb vorfallennder nott nicht verkeuffenn[?] lassenn / Zum anndernn woltte ffgl. mit dem baw vortfarenn / Vnnd ob sich die pfenner liessenn dunckenn, das solchs ffgl. nicht gepurte, auch wieder Jeder pfenner priuilegia vnnd gerechttigkeit sein soltte, So hatt sich ffgl. auff Ritterschafft, Lanndtschafft, vnnd Stedte, des Furstennthumbs Hessenn zu recht erbottenn, Darauf habenn sich die Geschicktenn vernehmenn lassenn, wo sich gemeine pfenner in gutlicher hanndtlung mit ffgl. nicht vergleichenn möchttenn, so wurden benamtte pfenner ffgl. rechtlich darbietenn auf die Landtstennde des Furstenthumbs zu Hessenn, annehmenn / vnnd nicht abschlagenn, Daraus die gemeine pfenner eine besorge gefast, das ffgl. in forderer hanndlung vielleicht darauff dringenn werdenn, das die Gebawr[?]schafft, diesem der geschicktenn erbietenn nach, in der Lanndtschafft rechtliche enndtscheidung compromittiret vnnd gewilliget habenn Es gebenn auch die benenttenn Pfenner auf Hochgedachtes Lanndtgrauenn bedennckenn, dadurch ffgl. dieses vernehmens befugt sein will, diesem bericht, Obgleich dieses Jar ann Saltz einicherleÿ manngell vorgefallenn wer, das sie doch Jres verhoffenns, dadurch Jrer Priuilegien vnnd gerechttigkeitenn nicht verlustigt wurdenn, nach deme sich solches aus vervhrsachtes[?]1 gewitters, vnnd reuhenn[?]2 wintters aus Gottes willenn, vnnd ohnn Jhr schuldt zugetragenn, dafur sie auch nicht konnenn[?]3, zuweilenn auch nicht, solch weich gewitter, wurde auf anndernn Saltzwerckenn gleich als wohl als des ortts, hinderung gethann haben / Weil sie auch nun dreÿ hundert vnnd dreÿzehenn Jar beÿ Jhrenn Priuilegijs gelassenn, vnnd im Furstenthumb Hessenn, in solcher lannger zeit, vmb Saltz kein klage gewesenn, verhofftenn sich auch hinfuro darob zusein / damit Jres gnedigenn furstenn vnnd herrenn vnderthanen, mit Saltz notturfftiglich versorget wurdenn vnnd solchs konntte durch andere wege, sonnderlich wo sie sich auch selbst nicht seumbtenn,
vnnd solch Saltz zu bequemer zeitt abfuerenn vnnd holenn liessenn / ohnne zerruttung der pfenner Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, geschehenn, So woltenn sie auch zu Gott hoffenn, es soltte nicht balde annderweit ein solcher weicher wintter einfallenn, deme sie doch souiel menschlichenn vleis möglichenn, hinfurtt auch vortrachttenn[?] wolttenn / Zum anndernn wustenn sie sich keiner auffsätze, die sie auffs Saltz gemacht, zuerinnernn, sonndernn gebenn das Saltz im alttenn kauffe, ob aber die Lader oder fuhrer, oder anndere arbeiter hinder Jrem willenn die leute vbersetztenn, das were Jnen selbst enndtgegen / wolttenn auch das solchenn vorkommenn werde, an Jrem muglichenn vleis nichts erwindenn lassenn / Zum drittenn, werenn Lanndtgraff Wilhelms des mitlernn priuilegia, vertrege vnnd annders zu der zeitt auffgerichttet, als ffgl. albereits die Regirung des Lanndes anngenommenn, auch zum theil zweÿ Jar darnach, daraus ihres verhoffenns notlich[?] volgte. das ffgl. zu derselbigenn zeitt mundig gewesenn were / Zum vierdtenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vervhrsachtes[?] — Lesung des Wortinneren unsicher (verursachtes)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd solch Saltz zu bequemer zeitt abfuerenn vnnd holenn liessenn / ohnne zerruttung der pfenner Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechttigkeittenn, geschehenn, So woltenn sie auch zu Gott hoffenn, es soltte nicht balde annderweit ein solcher weicher wintter einfallenn, deme sie doch souiel menschlichenn vleis möglichenn, hinfurtt auch vortrachttenn[?]1 wolttenn / Zum anndernn wustenn sie sich keiner auffsätze, die sie auffs Saltz gemacht, zuerinnernn, sonndernn gebenn das Saltz im alttenn kauffe, ob aber die Lader oder fuhrer, oder anndere arbeiter hinder Jrem willenn die leute vbersetztenn, das were Jnen selbst enndtgegen / wolttenn auch das solchenn vorkommenn werde, an Jrem muglichenn vleis nichts erwindenn lassenn / Zum drittenn, werenn Lanndtgraff Wilhelms des mitlernn priuilegia, vertrege vnnd annders zu der zeitt auffgerichttet, als ffgl. albereits die Regirung des Lanndes anngenommenn, auch zum theil zweÿ Jar darnach, daraus ihres verhoffenns notlich[?]2 volgte. das ffgl. zu derselbigenn zeitt mundig gewesenn were / Zum vierdtenn,
wurde aus denselbenn verschreibungen durch hochgedachttenn Lanndtgrauen Wilhelmenn den mitlernn, den Pfennernn gegebenn, vermerckt / das sich die pfenner zu einer schwerenn Jerlichenn Summa geldts, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, auff ewigkeit zureichenn, hettenn verpflichttenn, auch darnebenn funff tausenndt guldenn barther[?] vberzehlenn mustenn, Derwegenn stundenn sie in hofnunge, das solcher hanndell mehr ein rechtter, redtlicher, aufrichttiger Contract, dann ein schlecht priuilegium, aber ein blos confirmation voriger Priuilegien gewesenn were, vnnd das derwegenn Furstliche durchleuchttigkeitt zu Hessenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vortrachttenn[?] — Lesung unsicher, auch 'vertrachttenn' moeglich
notlich[?] — auch 'nötlich' oder 'nothlich' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewurde aus denselbenn verschreibungen durch hochgedachttenn Lanndtgrauen Wilhelmenn den mitlernn, den Pfennernn gegebenn, vermerckt / das sich die pfenner zu einer schwerenn Jerlichenn Summa geldts, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, auff ewigkeit zureichenn, hettenn verpflichttenn, auch darnebenn funff tausenndt guldenn barther[?]1 vberzehlenn mustenn, Derwegenn stundenn sie in hofnunge, das solcher hanndell mehr ein rechtter, redtlicher, aufrichttiger Contract, dann ein schlecht priuilegium, aber ein blos confirmation voriger Priuilegien gewesenn were, vnnd das derwegenn Furstliche durchleuchttigkeitt zu Hessenn,
aus vorgewanttenn vhrsachenn alleine, zu rechtte nichtt vhrsach hetten, Gemeine Pfenner am Jrenn Priuilegien vnd gerechttigkeittenn zuhindernn, oder aber auch sie derselbigenn zuenndtsetzenn / Nach dem auch zu der Erbschafft vnnd gebaurschafft obgemelt,
viel leute vom Adell vnnd sonnstenn gehörenn, welche zum theil ausserhalb des Lanndes zu Hessenn, in den anstossendenn Lanndenn wohnenn, Vnnd aber hochgedachtter Lanndtgraff Philips zu solchem hanndell, Jnhaltts[?]2 des tagzettels, allenn die einlendischenn, vnnd so in ffgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteviel leute vom Adell vnnd sonnstenn gehörenn, welche zum theil ausserhalb des Lanndes zu Hessenn, in den anstossendenn Lanndenn wohnenn, Vnnd aber hochgedachtter Lanndtgraff Philips zu solchem hanndell, Jnhaltts[?] des tagzettels, allenn die einlendischenn, vnnd so in ffgl.
Lanndenn gesessenn, thut fordernn, vnnd ffgl. vielleicht hiedurch in vorhabenn sein soltte, die pfenner / nemblichenn die außlenndischenn vonn den einlenndischenn zutrennenn, verhofftenn die pfenner, das sie in solche trennung zu rechtt zuwilligenn nit schuldige,
sonndernn dieweil die außlenndischenn so wohl als die einlenndischenn Jnn die Erbschafft vnnd gebaurschafft gebornn, darein geheÿrathet, oder damit befellet, das sie sich auch zugleich vnnd ohnn alle zertrennung aller Priuilegien, freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn zugebrauchenn, vnnd zuerfreuenn habenn sollenn / Fragenn.
Erstlich, ob hochgedachttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vonn rechts wegenn zugelassenn vnnd geburlichenn seÿ / Bode vnnd Saltzpfannenn, beÿ dem Saltzbrunnenn vnnd Adernn, so der gebaurschafft vnnd Pfennernn zustenndigk, bauenn zulassenn, vnnd des Saltz brunnens zugebrauchenn, vngeachttet der alttenn hergebrachttenn ruiglichenn[?] besitzung, erbschafft / gewonheit, gnadenn, freÿheitenn, gerechtigkeiten / der pfenner, auch der aufgerichttenn bewilligttenn vnnd anngenommenenn vertrege, oder aber, ob gemeine pfenner, solch ffgl. vornehmenn, durch benamtte Jre habennde priuilegia, vertrege vnnd anndere gerechttigkeit, in rechtt bestenndige, ablehnen mugl.[?] Zum anndernn, Ob befundenn wurde, das es gemeinem nutze diennstlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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allennthalbenne[?] — Zahl der Doppelkonsonanten in 'allenthalben' nicht sicher aufloesbar
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich, ob hochgedachttenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, vonn rechts wegenn zugelassenn vnnd geburlichenn seÿ / Bode vnnd Saltzpfannenn, beÿ dem Saltzbrunnenn vnnd Adernn, so der gebaurschafft vnnd Pfennernn zustenndigk, bauenn zulassenn, vnnd des Saltz brunnens zugebrauchenn, vngeachttet der alttenn hergebrachttenn ruiglichenn[?]1 besitzung, erbschafft / gewonheit, gnadenn, freÿheitenn, gerechtigkeiten / der pfenner, auch der aufgerichttenn bewilligttenn vnnd anngenommenenn vertrege, oder aber, ob gemeine pfenner, solch ffgl. vornehmenn, durch benamtte Jre habennde priuilegia, vertrege vnnd anndere gerechttigkeit, in rechtt bestenndige, ablehnen mugl.[?]2 Zum anndernn, Ob befundenn wurde, das es gemeinem nutze diennstlich,
vnnd die pfenner nachzugebenn schuldigk, das mehr pfannenn gesatzt wurdenn, Ob nicht solches crafft der vertrege vnnd gerechtigkeit der gemeinenn gebaurschafft vnnd erbenn des Saltzwercks mit mehrernn rechttenn, dann hochgedachtem Furstenn, oder Jemanndts anders geburte / Zum drittenn, ob darumb, das die geschicktenn der gemeinenn pfenner |:so allein beuelch gehabt,
vmb erstreckung des Termins zubittenn:| sich haben vernehmenn lassenn, das gemeine Pfenner der Lanndtschafft rechtlich erkanndtnus, nit werden abschlagenn, sonndernn annehmenn, es darfur ge achttet muge werdenn, das dadurch gemeine gebaurschafft, Jnn die Lanndtstännde als Richttere, gewilligt vnnd compromittiret hette ?↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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ruiglichenn[?] — ruhiglichen/ruwiglichen - Wortinneres nicht sicher lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevmb erstreckung des Termins zubittenn:| sich haben vernehmenn lassenn, das gemeine Pfenner der Lanndtschafft rechtlich erkanndtnus, nit werden abschlagenn, sonndernn annehmenn, es darfur ge achttet muge werdenn, das dadurch gemeine gebaurschafft, Jnn die Lanndtstännde als Richttere, gewilligt vnnd compromittiret hette ?
Zum vierdtenn, Ob die pfenner so im Lanndt zu Hessen wonhafftigk, schuldigk, sich in diesem hanndell vonn denn anndernn außlenndischenn Pfennern, die ebenn gleich mit Jhnenn berechttigt, zutrennen Zulassenn, oder was darumb allennthalbenn recht seÿe ?
Zum funfftenn, Ob hochberumbter Lanndtgraff sich erböte, den Pfennern Jhr gegebenn geldt wieder zugebenn, ob sie das annzunehmenn, vnnd vonn Jrer gerechttigkeit abzutrettenn schuldige ?
Zum sechstenn vnnd Letzlich, Ob den gemeinenn Pfennern zutreglicher, rechttliche oder söhnliche[?]1 örterung, diesem gebrechenn, mit hochberumbtem Landtgrauenn, als Jrem gnedigenn Herrenn vnnd Lanndtsfurstenn zugewarttenn ?
Was die Erste frage annlanngt, Dieweil darauffen[?]2 der Heuptgrundt dieser sachenn fast ruhet, will noth sein, beider theil gerechttigkeit, behelff vnd freÿheitenn gegenn einannder zusetzenn, vnnd mit vleis zubewegenn, dann dadurch kann mann mit Göttlicher hulffe deste gewisser zu enndtlichem schlus kommen / vnnd lesset sich der hanndell prima consideratione annsehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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söhnliche[?] — auch 'sohnliche'/'sohmliche' lesbar (guetliche Eroerterung)
darauffen[?] — Wortende unklar, evtl. 'darauff en' oder 'darauff nu'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWas die Erste frage annlanngt, Dieweil darauffen[?] der Heuptgrundt dieser sachenn fast ruhet, will noth sein, beider theil gerechttigkeit, behelff vnd freÿheitenn gegenn einannder zusetzenn, vnnd mit vleis zubewegenn, dann dadurch kann mann mit Göttlicher hulffe deste gewisser zu enndtlichem schlus kommen / vnnd lesset sich der hanndell prima consideratione annsehenn,
das der durchlauchte, Hochgebornne Lanndtgraue seines vornehmens zu rechte befugt, aus nachuolgenndenn grundenn vnnd vhrsachenn / Erstlich ist zubedennckenn, das hochberumbter Landtgraf, als ein löblicher furst, des Heiligenn Römischen Reichs, in ffgl.
Lanndenn, alle hohe herligkeit, vnnd præeminentz, vnnd also iura imperij habenn, also das Jhre f. gl. in Jhrenn Lanndenn vnnd furstenthumen1 alles das vermagk, welches einem Römischenn kaiser in vniuerso imperio zustehet, Vnnd darumb ob gleich die hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen . verganngener zeit, gemeiner gebaurschafft, zu Allenndorff Jnner[?] Bodenn, aus sonnderlichenn gnedigk[?]2 willenn, allerleÿ befreÿungenn, priuilegien vnd wolthatenn gegebenn vnnd erzeigt, Weil aber Dennest[?] Jtzo[?] allerley vhrsachenn fürfallenn, dadurch ffgl. solche priuilegien gedenncken zu milttern[?], zuännderm, da soltte volgenn, das ffgl. krafft Jhrer Regalien,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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furstenthumen — Zahl der Minims am Wortende nicht sicher (furstenthumen/furstenthummen)); Jnner[?] Bodenn (auch 'Jrer Bodenn' oder 'Jnn Jre Bodenn' lesbar
gnedigk[?] — Wortende mit Kuerzungsschleife, evtl. 'gnedigem'
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLanndenn, alle hohe herligkeit, vnnd præeminentz, vnnd also iura imperij habenn, also das Jhre f. gl. in Jhrenn Lanndenn vnnd furstenthumen alles das vermagk, welches einem Römischenn kaiser in vniuerso imperio zustehet, Vnnd darumb ob gleich die hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen . verganngener zeit, gemeiner gebaurschafft, zu Allenndorff Jnner[?] Bodenn, aus sonnderlichenn gnedigk[?] willenn, allerleÿ befreÿungenn, priuilegien vnd wolthatenn gegebenn vnnd erzeigt, Weil aber Dennest[?] Jtzo[?]1 allerley vhrsachenn fürfallenn, dadurch ffgl.3 solche priuilegien gedenncken zu milttern[?]2, zuännderm, da soltte volgenn, das ffgl. krafft Jhrer Regalien,
Hocheit vnnd præeminentz, solches zuthun gut fug vnnd macht habe, Jnn ansehung das ein Römischer Kaiser, vnnd auch ein Fürst des Reichs, so in seinem Fürstenthumb iura imperij hatt, gegebene priuilegia, aus nachlassung der rechtten, wohl mage messigen, mindernn, oder aber auch gar auffhebenn,
wie solchs durch nachuolgennde iura beweret wirdt, Nam primum omnium præsuppono, id quod uidetur esse notorium in toto Ducatu Hassiæ, nempe quod Illustrissimus Landgrauius habeat iura imperij, & in suo Ducatu, omnia possit, quæ potest imperator in suo uniuerso imperio.
Sed hoc negari non potest, quod Imperator et Papa, ut sumi principes, possint priuilegia concessa, non modo moderari uel diminuere, tex. in c. 1. in prim. ibi,
declaratione irrefragabili diffinimus, et in c. ne aliqui in fin ibi, prohibemus priuilegia ad ordinariorum sententias extendi, & in c. ut Apostolicæ, ibi, ne ex priuilegio Scandala oriantur.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Dennest[?] Jtzo[?] — Zeilenanfang schwer lesbar; erste zwei Woerter unsicher (etwa 'Dennest Jtzo' = 'dennoch itzo').
milttern[?] — Wort mit Zierstrich durch tt; Lesung 'milttern' (mildern) aus dem Kontext, 'wilttern' palaeographisch moeglich.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedeclaratione irrefragabili diffinimus, et in c. ne aliqui in fin ibi, prohibemus priuilegia ad ordinariorum sententias extendi, & in c. ut Apostolicæ, ibi, ne ex priuilegio Scandala oriantur.
Quia sæpe contingit, in fin, ibi, Quæ omnia priuilegia sʒ[?]1 reuocamus, cassamus, et irritamus, ac nullius deinceps Volumus esse firmitatis, De electione Lib.
Zum anndernn that3 diese miltterung vnnd entziehung der priuilegien gemeiner gebaurschafft, so hochgedachter Lanndtgraf zuthun bedacht, auch aus der vhrsachenn nicht ein gering annsehenn, das solche befreyung nunmahls zum misbrauch gereichenn wollenn, in dem das allerley auffseze[?]2 vnnd beschwerung vfs salz geschlagenn, vnnd auch die Lanndtleute Jtziger zeit mit salz vbell gefordert werdenn,
Weyl dann die Rechtte vermügenn, das gegebene freyheitenn, auch die so zu mildenn sachenn beschehenn, vmb misbrauch willenn, mögenn auffgehabenn, vnnd hinderzogenn werdenn, so volget das hochgedachter fürst,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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sʒ[?] — Abbreviaturzeichen am Zeilenende nach 'priuilegia', Aufloesung unklar (evtl. 'scilicet').
auffseze[?] — Lesung 'auffseze' oder 'auffsetze' (Aufsaetze/Auflagen); z-Bereich undeutlich.
that — 'that' = 'hat' in th-Schreibung; Lesung des Anlauts t vor h leicht unsicher.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWeyl dann die Rechtte vermügenn, das gegebene freyheitenn, auch die so zu mildenn sachenn beschehenn, vmb misbrauch willenn, mögenn auffgehabenn, vnnd hinderzogenn werdenn, so volget das hochgedachter fürst,
vonn wegenn vorgefallenes misbrauchs viel mehr diese gegebene priuilegia, nicht allein zumiltternn, sonndern auch gennzlich auffzuhebenn, fuge habenn soltte, Probantur hæc per textum apertum in c.
Præterea cum ista priuilegia iam iam sicuti prætendit Illustrissimus Landgrauius Hassiæ, incipiant esse nociua subditis suis, eo quod ad usum necessarium non possint habere copiam Salis, Videntur omnino esse reuocanda, per tex. notabilissimum in c.
Suggestum extra de decimis, ubi priuilegium concessum Cistercien sib. de decimis non soluendis, quia incipit uergere in graue præiudicium Parochialis Ecclesiæ, fuit per Papam reuocatum, Et inde patet quod priuilegium etiam à principio Validum ex post facto reuocatur, quando incipit enormiter lædere.
Vnnd ob für das dritte gesagt werdenn woltte, das solches wie obenn geschlossenn, allein stadt habenn möchtte in schlechttenn priuilegijs ex mera gratia concessis, vnnd also in den befreyungenn, so ein fürst seinem Vnderthanenn, oder anndernn aus lautter gnadenn, ohnne vergelttung thut, welches aber in diesem fall, da nichtt allein priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contract vorhanndenn, nichtt bestehenn möchtte, Darauff möchtte geanntworttet werdenn, das ein fürst habens iura imperij nichtt allein machtt hatt, schlechtte vnd blosse befreyung,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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distinct. — Kuerzel nach LXXIIII; Schreibung wirkt wie 'distinet', gemeint ist 'distinct.' (distinctione).); q III (Abbreviatur 'q' mit Ueberstrich (quaestione) vor roemischer Ziffer III.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd ob für das dritte gesagt werdenn woltte, das solches wie obenn geschlossenn, allein stadt habenn möchtte in schlechttenn priuilegijs ex mera gratia concessis, vnnd also in den befreyungenn, so ein fürst seinem Vnderthanenn, oder anndernn aus lautter gnadenn, ohnne vergelttung thut, welches aber in diesem fall, da nichtt allein priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contract vorhanndenn, nichtt bestehenn möchtte, Darauff möchtte geanntworttet werdenn, das ein fürst habens iura imperij nichtt allein machtt hatt, schlechtte vnd blosse befreyung,
sonndernn auch vertrege vnnd andere verpflichttung vnnd conuentiones zumilttern, vnnd auffzuhebenn, vnnd das aus nachuolgennden bedennckenn, Nam Videtur esse sine dubio, quod omnes transactiones omnia pacta, omnes conuentiones factæ cum principe, Vel alio habente potestatem legis condendæ in suo territorio ( sicuti hic credimus,
Illustrissimum Landgrauium habere iura imperij in suo Ducatu ) habent vim Legis, ita ut allegati possint in iudicio contra omnes qui ligarentur legibus illius principis, text. habemus singulariss. in L.
Vectig. & commis. ubi Imperator locauerat cotorias1 Insulæ Cretæ alicui, pacto adiecto, ut nullus alius extraheret cotes de ista insula, certe hoc pactum ut lex ligabat omnes subditos, ubi Bartol. in fin. et etiam in d.
Donationes, per istos textus notabiliter decidit, Quod quando princeps facit aliqua pacta, cum aliquo publicano uel ciuitate aliqua, quod illa pacta possunt allegari in iudicio contra quoscunq̃2, sicuti esset una lex,
et quod iudex debeat ista pacta seruare Si ergo pacta facta cum principe habeant Vim Legis et statuti, Ergo non possunt esse maioris firmitatis quam si essent Lex uel Statutum.
Sed hoc certum est, quod Statutum Vel legem præcedentem possit princeps per aliam contrariam legem Vel statutum contrarium tollere. text. in §. sed naturalia, ibi, alia lege postea lata,
De constitut Ergo sequitur conclusiuè, quod princeps per statutum Vel decretum sequens, potest de iure tollere conuentiones et transactiones cum eo Vel antecessoribus suis antea factas Zum Vierdtenn, Obgleich darauff gedrungenn wirdt, das die Pfenner crafft auffgerichtter vertrege contracten, vnnd aus anndernn vhrsachenn, am Salzbrunnenn, vnnd am ganzen Salzwercke,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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cotorias — Lesung 'cotorias' (Wetzstein-Brueche); passt zu 'cotes' in Zeile 4, Schreibung aber undeutlich.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDe constitut Ergo sequitur conclusiuè, quod princeps per statutum Vel decretum sequens, potest de iure tollere conuentiones et transactiones cum eo Vel antecessoribus suis antea factas Zum Vierdtenn, Obgleich darauff gedrungenn wirdt, das die Pfenner crafft auffgerichtter vertrege contracten, vnnd aus anndernn vhrsachenn, am Salzbrunnenn, vnnd am ganzen Salzwercke,
eigenthumbliche gerechttigkeit habenn, Weil aber dennest Im rechtte versehenn, das ein fürst aus statlichenn bewegenndenn vhrsachenn, seine vnderthanenn ihrer eigenthumblichenn gerechttigkeit möge benehmenn,
Vnd aber hochberumbter Lanndtgraf anngibt, das wo diese eingerung[?]1 vnnd geringe annzahl der Bode vnnd Pfannenn lenger bestehenn, vnnd newe Bode nicht solten erbawet werdenn, ffgl.
Vnderthanenn vnnd Lanndtschafftenn trefflicher nachteil vnnd gebruch am Salz enndtstünde, Welches nicht für ein klein Vhrsach zuachttenn, So soltte auch hieraus schließlichen[?]2 volgenn, das ffgl. aus dieser stadtlichenn Vhrsachenn die Gemeinenn Pfenner Ihrer eigennthumblichen gerechtig keitt, so viel not zuenndtsezenn, vnnd auch mehr Pfannenn zuerhebenn fug habe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
eingerung[?] — Erstes Wort undeutlich; Lesung 'eingerung', gemeint wohl '(Ver-)Ringerung' der Boden und Pfannen.
schließlichen[?] — Mittelteil des Wortes undeutlich, 'schlieblichen'/'schlieslichen' palaeographisch moeglich.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnderthanenn vnnd Lanndtschafftenn trefflicher nachteil vnnd gebruch am Salz enndtstünde, Welches nicht für ein klein Vhrsach zuachttenn, So soltte auch hieraus schließlichen[?] volgenn, das ffgl. aus dieser stadtlichenn Vhrsachenn die Gemeinenn Pfenner Ihrer eigennthumblichen gerechtig keitt, so viel not zuenndtsezenn, vnnd auch mehr Pfannenn zuerhebenn fug habe,
Nam quamuis Princeps regulariter non possit aufferre ea, quæ sunt iurisgentium1, et per consequens priuare aliquem dominio rei suæ, tamen ex causa magna potest,
Mayt: tanquam summo principe redenn, auff die Person hochberumbtes Lanndtgrauenn, nicht gedeuttet werden, So were doch bewerlich zusagenn, das ffgl. nichts minder zu rechte, aus einer anndernn Vhrsachenn nachgelassen, mehr Salzbote vnnd Pfannenn aufrichtenn zulassenn, Vnngeachttet voriger auffgerichter vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
iurisgentium — Geschrieben 'iuisgentium' mit hochgestelltem Kuerzungshaken fuer 'ri'.
Moderino: — So geschrieben; gemeint wohl 'Moderni' (die Neueren). Buchstabenbestand aber deutlich 'Moderino'.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMayt: tanquam summo principe redenn, auff die Person hochberumbtes Lanndtgrauenn, nicht gedeuttet werden, So were doch bewerlich zusagenn, das ffgl. nichts minder zu rechte, aus einer anndernn Vhrsachenn nachgelassen, mehr Salzbote1 vnnd Pfannenn aufrichtenn zulassenn, Vnngeachttet voriger auffgerichter vertrege,
priuilegien vnnd annderer der Pfenner Gerechttigkeit, vnd das darumb, das ffgl. anngibt, als soltte ein gemeiner nuz aller stennde zu Hessenn, dis werck erfordernn, Welcher gemeiner nuz, so er erscheinlichenn, allenn sonnderlichenn nuze vorgezogenn werdenn solle:
Mayt: als supremus princeps, sonndernn auch anndere fürstenn geringers grads, vnd also inferiores ab imperatore, sonnderlichen Personen ihrenn vnderthanenn Jhre eigennthumbliche, oder anndere gerechttigkeitenn, vnnd gebürliche erstattung vnnd vergnügung mögenn enndtziehenn[?]3, schmelernn, oder auch gannz vnnd gar benehmen,
Innhalts volgennder rechtsgründe, Nam ratione publicæ utilitatis, potest princeps absqʒ dubio, ea quæ sunt iuris gentium tollere, Veluti contractus à principe cum priuato celebratos, dominia rerum et similia per ea quæ sup̃ adduxi.
Vltra quæ allego textum principalem in hac mã4 in L. item Verberatum §. si quis rem, ibi, Et militibus assignatus ff de rei Vend. ubi fundus tertij et priuati datur ad usum militibus fauore reip. text. est in L.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Salzbote — Zierstrich durch t; Wort fuer 'Salzboden' (Siedehaeuser), Endung -te/-de nicht sicher.
niht[?] — Kurzform fuer 'nicht'; Buchstabenbestand 'niht' oder 'nist' schwer zu entscheiden.
enndtziehenn[?] — Wortende mit Kuerzungshaken und Schnoerkel; Endung -enn ergaenzt gelesen.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVltra quæ allego textum principalem in hac mã in L. item Verberatum §. si quis rem, ibi, Et militibus assignatus ff de rei Vend. ubi fundus tertij et priuati datur ad usum militibus fauore reip. text. est in L.
Glossa singularis in c. constitutus, in Verbo à quocunqʒ, in fin. ibi, Verius credo. extra de religios. domib. ubi concludit quod etiam inferior à papa uel imperatore ex causa certa et rationabili, nempe reipublicæ, potest ius alteri quæsitum aufferre.
Ergo nil obstare Videtur, etiamsi Illustrissimus Hassiæ Landgrauius non haberet iura Imperij in suo Territorio, q̃a2 nihilominus posset, per iam dicta Illustrissima sua Celsitudo, ob causam reip. euidentem et p̃gnantem istis Dominis Salinarum ius iam quæsitum aufferre,
facta debita recompensatione, et dummodo Illustrissima sua Celsitudo soluat p̃cium ei cui auffert rem suam, seu ius suum iam q̃situm, per Text. egregium in L.
Serui qui monetarios, ibi, Serui libertate donentur, ut eorum domini p̃cium a fisco percipiant C. qb. ex caus. serui pro p̃m. libert. accip. et est gloss. in L. fin.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Lutius — Gesetzestitel, Lesung unsicher.
q̃a — Abbreviatur fuer 'quia'.); pro p̃m (Abbreviatur, wohl 'pro praemio'.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSerui qui monetarios, ibi, Serui libertate donentur, ut eorum domini p̃cium a fisco percipiant C. qb. ex caus. serui pro p̃m. libert. accip. et est gloss. in L. fin.
Atqʒ pro isto fundamento quinto, bene facit, quod isti Domini Salinarum sint subditi Illustrissimi Landgrauij Hassiæ, atqʒ ita succedit singularis doctrina Innocentij in c. in nostra de iniur. et dam. dat. ubi concludit quod etiamsi priuilegium principis transiuit in Contractum,
quod tamen nihilominus princeps p̃t4 ex causa publicæ utilitatis illud reuocare, quando ista reuocatio fit in præiudicium subditi ipsius reuocantis, per tex. in d. c. in nostra. secundum intellectum Innocentij ibidem, ubi iuxta relationem plurimorum Doctorum hanc decisionem tenet et probat d.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitequod tamen nihilominus princeps p̃t ex causa publicæ utilitatis illud reuocare, quando ista reuocatio fit in præiudicium subditi ipsius reuocantis, per tex. in d. c. in nostra. secundum intellectum Innocentij ibidem, ubi iuxta relationem plurimorum Doctorum hanc decisionem tenet et probat d.
Qui opinatur quod omnia iura dicentia, Principem non posse reuocare statutum Vel priuilegium quod transiuit in contractum debeant intelligi in non subdito Principis reuocantis, secus autem in subdito, quia tunc potest. idem tenet dict.
Et istud est firmissimum fundamentum inter omnia quæ mihi occurrunt, pro parte Illustrissimi Principis Hassiæ Zum Sechstenn, möchtte gesagt werdenn, das die verstorbene Landtgrauenn hochlöblicher gedechtnus, mitt Ihrenn priuilegien, auch vertregenn, so Weylanndt Ire f. gl. den gemeinenn Pfennernn gegebenn, vnnd mitt Inenn auffgericht, dem Itzt regierenden Furstenn, tanquam successori ann s. f. gl. gerechttigkeit,
s. f. gl. vnnd derselbenn Lannde nuz vnnd bestes suchenn möchte, Probantur hæc per textum in L. digna vox in fin. ibi, alijs ~ successoribus indicamus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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436 — Consiliennummer, Ziffern gepruft.); sũ XVI (Kuerzung, wohl 'sub' Nummer.); s. f. gl. (Kuerzel ohne Punkte geschrieben.
↪Fortsetzung von der vorigen Seites. f. gl. vnnd derselbenn Lannde nuz vnnd bestes suchenn möchte, Probantur hæc per textum in L. digna vox in fin. ibi, alijs ~1 successoribus indicamus.
Zum Siebenndenn, Wirdt durch hochgedachtenn Landtgrauenn anngezogenn[?]2, das s. f. gl. herr Vatter Landtgraff Wilhelm der mitler, in zeit der auffgerichten vnnd gegebenen priuilegien vnnd vertrege, in seinen vnmündigenn Jahrenn gewesenn, Weil dann aus dennselbenn Priuilegien nicht erscheint,
das hochgedachtter Landtgraff Wilhelm hierin mit vorwissenn vnnd zuthun s. f. gl. vormünden gehanndlet, so volgt auch, das solche priuilegien vnnd vertrege, als starcks vonn einem vnmündigenn Furstenn verzogenn3, zu rechte, vnnd also ipso iure vnkrefftige vnnd vnbündige absqʒ omni in integrum restitutione.
Text. est in L. in causæ cognitione, in prin. ibi, sine tutoris authoritate et ibi Barth. ff de minorib. text. in §. 1. ibi aliter non quam cum Tutoris authoritate.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteText. est in L. in causæ cognitione, in prin. ibi, sine tutoris authoritate et ibi Barth. ff de minorib. text. in §. 1. ibi aliter non quam cum Tutoris authoritate.
Zum achttenn vnnd letztenn, Ob gleich hochbenanntes Landtgraff Wilhelms des mitlernn gegebene brieffe, kreffttige sein solttenn, so werenn doch dieselbigen brieffe allein bestettigungs brieffe, welche nach besage der rechttenn den Pfennernn kein new recht gebenn möchttenn.
Canonistæ in c. cum dilecta, ibi nolentes quod ex innouatione huiusmodi ius nouum monasterio quæratur, sed antiquum si quod h̃t1, per innouationem priuilegij conseruetur.
Aber obanngezeigter grunde vnnd was sonnstenn weitter vor hochgedachttenn furstenn vnnd Lanndtgrauenn mochtte anngezogen werden, welches kurzhalb nachbleibt, vngeachttet, Ist mit mehrem rechttenn zuschliessenn, das s. f. gl. zu rechtte in keinem wege gepüret2, Bode oder Saltz pfannenn, bey den Salzbrunnenn vnnd ader, so gemeyner gebaurschafft vnnd pfennern zustehet, bauenn zulassenn, oder des Salzbrunnenn zugebrauchenn, oder aber benannttenn pfennernn anndere einhalde[?], an Ihrer gerechttigkeit zuthun,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAber obanngezeigter grunde vnnd was sonnstenn weitter vor hochgedachttenn furstenn vnnd Lanndtgrauenn mochtte anngezogen werden, welches kurzhalb nachbleibt, vngeachttet, Ist mit mehrem rechttenn zuschliessenn, das s. f. gl. zu rechtte in keinem wege gepüret, Bode oder Saltz pfannenn, bey den Salzbrunnenn vnnd ader, so gemeyner gebaurschafft vnnd pfennern zustehet, bauenn zulassenn, oder des Salzbrunnenn zugebrauchenn, oder aber benannttenn pfennernn anndere einhalde[?]1, an Ihrer gerechttigkeit zuthun,
Wie dann auch s. f. gl. aus anngeborner seiner Furstlichen tugendt, ihrem erbietenn nach, wann s. f. gl. derer Pfenner Ihre Priuilegia, vertrege, vnnd erlanngten gerechttigkeitt, grundtlich berichttet wirdt, ohnn zweiuel gegenn seine vnderthanenn gnediglich würdet verhaltten,
vnd ist darfür zuachttenn, das diese mühe, den pfenern2 aus nichts annders, dann aus deme eruolget, das hochgedachtem Lanndtgrauenn, ihre Priuilegia, freyheitenn, vertrege vnnd erlanngte gerechttigkeitenn, bishero grundtlichenn nicht vorgetragenn wordenn.
Erstlichenn, Ist hierobenn aus erzehlung des handels zubefindenn, das gemeine Gebaurschafft vnd pfenner, diese Ihre gerechttigkeit, nemblich das niemands mehr Salzbode des ortts bauenn, oder mehr pfannenn erheben soll, das auch niemanndts macht habenn soll, des ortts pfannenn zuhabenn, oder des Salzwercks zugeniessenn, er sey dann aus der Gebaurschafft geborenn, nicht allein aus altter hergebrachtter freyheit vnnd vbung, sondernn aus crafft etlicher bewilligter vnnd anngenommener vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
einhalde[?] — Wortende undeutlich.); s. f. gl. (Kuerzel mit Schnoerkel, Buchstaben unsicher.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlichenn, Ist hierobenn aus erzehlung des handels zubefindenn, das gemeine Gebaurschafft vnd pfenner, diese Ihre gerechttigkeit, nemblich das niemands mehr Salzbode des ortts bauenn, oder mehr pfannenn erheben soll, das auch niemanndts macht habenn1 soll, des ortts pfannenn zuhabenn, oder des Salzwercks zugeniessenn, er sey dann aus der Gebaurschafft geborenn, nicht allein aus altter hergebrachtter freyheit vnnd vbung, sondernn aus crafft etlicher bewilligter vnnd anngenommener vertrege,
vnnd sonnderlich auch aus dem habenn, das des Itzt regirennden Furstenn herr Vatter, mit Inen einenn redtlichenn Contract gehalttenn, nach vermöge desselbigen, habenn die gemeine pfenner s. f. gl. hochlöblicher gedechtnus funff tausenndt guldenn,
darüber gebenn, auch dreyhundert guldenn auff ewigkeit, das Salzwerck were ganghafftig oder nicht, zugebenn zugesagt, Wie dann auch Itzt regirennder hochberümbter Furst, solche dreyhundert guldenn, viel Jar eingenommenn, dadurch obanngezeigte vertrege, Contract vnnd hanndtlung ratificiret.
Derwegenn vndauch sonnst ohnne das s. f. gl. seins herrnn Vatternn, auch andere s. f. gl. vorfahrenn, der durchlauchttenn Lanndtgrauenn zu hessenn vertrege, gegebene Priuilegia,
Contract, vnnd hanndtlung, (wie dann s. f. gl. ohne zweiuell nach gnug samenn berichtte, darzu geneigt sein wirdt:) Innhalt der rechttenn zuhalttenn pflichtigk.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteContract, vnnd hanndtlung, (wie dann s. f. gl. ohne zweiuell nach gnug samenn berichtte, darzu geneigt sein wirdt:) Innhalt der rechttenn zuhalttenn pflichtigk.
Quod princeps etiam Imperator summus paciscens uel contrahens cum aliqua ciuitate, Vel cum alijs, ex tali pacto uel contractu obligatur, non modo naturaliter, ut nonnulli Voluerunt sed etiam ciuiliter iuxta communem opinionem, quam pluribus firmat Felinus in c. 1. de probationib.
C. de donat. inter Vir. et uxor. ubi sicuti Lex firmiter debet obseruari, ita etiam contractus principis & ibi hunc textum ad hoc dictum notant Doctores omnes. text. est in d. c. 1. extra de probat.
Inquantum, ibi Tancredus Rex Vincestriæ[?]3 petit à Dnõ papa, ut scribat Domino Imperatori, quo requirat pacta in chartophilatio inter olim Imperatorem Justinianum, & prædecessorem ipsius Tancredi inita, ut ex his colligere posset Imperator, quid Tancredo seruare deberet, notant ibidem Antonius de Butrio.
Quamuis enim DEVS ei subiecerit leges, non tamen ei subiecit contract[us]1, et ita quoad contractus nihil obstat plenitudo potestatis, ita dicit idem Bald. in c. 1. circa princ.
Et hæc procedunt etiamsi princeps in concessione uteretur Verbo indulgemus, nam cum recipiat p[re]cium2 intuitu conuentionis nihilominus non obstante Verbo Indulgemus est Venditio, et per consequens Contractus irreuocabilis, ita decidit Bald. in L. qui se patris C.
Quia si princeps posset reuocare contractus, factos cum priuatis, nullus certe cum eo contraheret, et hoc modo per indirectum priuaretur facultate contrahendi.
Addo quod si princeps ex contractu non obligaretur alÿ, certe nec alius obligaretur principi, ex respectu correlatiuorum, et sic esset principi interdictum commertium et esset tanquam exul, qui tamen esse debet omnium præsul: quod esset absurdum,
cum inter maiores poenas reputetur, esse inter homines & hominum carere commercio. tex. est in L. hi qui sanctam, ibi, Versari inter homines & hominum carere commercio C. de Apostatis.
Præterea ultra rationes Doctorum, rō nālis dictat, nihil magis conuenire humanæ fidei, quam eaq[ue] semel placuerint, et in pactiones et conuentiones deuenerint, seruare.
C. de seruit. et aqua, Quod licet princeps solutus est lege positiua, quod tamen non sit solutus dictamine rationis naturalis, nec à lege naturæ, quia est animal rationale.
Accedat Tex. in Epistola. inter claras C. de summa Trinit. et fide cath. qui dicit nihil esse quod lumine clariore perfulgeat quam recta fides in principe, cum similib. faciunt optimé cumulata à Castrens. in Consil. 3171.
Nam quamuis dominia rerum fuerint inuenta de iure gentium secundario, fidem tamen seruare est de iure primæuo nati4, fuit enim eo ipso, quo gentes esse cæperunt, ut dicit Bart. in L. si id quod. ff.
Vnnd hie erwiedder thut nichts, ob gesagt werde, das solch Contract vnnd Vertrege, nicht vom Jtzt regierendenn Hochberumbten Fürstenn, sondernn Sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd hie erwiedder thut nichts, ob gesagt werde, das solch Contract vnnd Vertrege, nicht vom Jtzt regierendenn Hochberumbten Fürstenn, sondernn Sfgl.
Herrn Vatternn, vnnd anndernn Lanndtgrauen auffgerichttet, bewilligt, vnnd anngenommenn, Dann Sfgl. ist nicht desto weniger solchenn Contracten vnnd Vertregenn nachzugehn pflichtig, aus volgendenn Vhrsachenn, Dann es ordenenn die rechtte, das auch ein successor in Imperio Vel principatu seines Verfahrenn Handtlung vnd Contract zu haltenn schuldig,
text: est in c. 1. extra de probationib. in quantum Imperator. ibidem, non conuenitur ex contractu proprio, sed ex contractu prædecessoris, nempe Imperatoris Iustiniani et ibi Felin. plura cumulat ibi Videnda.
In dem hat Hochberumbter Jtzt regierennder Furst, die zweyhundert guldenn Jerliches geldts, darzu sich die pfenner aus krafft oberwehnten Contracten verpflichtett, viel Jar eingenommenn, dadurch Sfgl. in solche Contracten vnnd Vertrege gehelet1, vnnd gewilligett. per nōt.
Herrnn Vatternn Landtgraff Wilhelmenn dem mitlernn iure hereditario bekommenn, darumb ist auch Sfgl. als der Erbe, alle seines Herrnn Vatters Vertrege, Contract vnnd Handtlung, ohne weigerung zu haltenn pflichttigk, wie dan auch Sfgl. nach gnugsamenn bericht, des vnbeschweret sein würdet.
Sicuti igitur pater si Viueret, non posset Venire contra suum contractum, ita nec hæres eius. facit text. in L ex qua persona quis lucrum capit, eius factum p[ræ]stare1 potest et debet. ff. de reg. iur. ubi Detius2 et alÿ.
Vnnd weil auch Hochgedachter Lanndtgraff pflichttigk, die pfenner beyderer erlanngtenn gerechttigkeit nit allein zuschutzenn, sonndernn auch so sie durch anndere darann verhindert wurdenn, als ein Erbe seines Vatters zuvertrettenn, So volget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd weil auch Hochgedachter Lanndtgraff pflichttigk, die pfenner beyderer erlanngtenn gerechttigkeit nit allein zuschutzenn, sonndernn auch so sie durch anndere darann verhindert wurdenn, als ein Erbe seines Vatters zuvertrettenn, So volget,
das auch Sfgl. in keinem wege mit rechtte darzu kommenn konnen, den Pfennern ann Jhrenn gerechttigkeitenn, freyheitenn vnnd anndernn so Jhnenn crafft der Contracten vnnd Vertrege gepurt, eintragk oder verhinderung zuthun.
Zum anndernn, Ist auch vber das alles zubewegenn, das die Pfenner Jhre gerechttigkeit nebenn anndern aus crafft auffgerichtter vnnd bewilligter Vertrege haben, welche Vertrege im rechttenn also hoch befreyet,
das auch die höchste Obrigkeit, als Kaiser vnnd Pabst, aufgerichtte Vertrege nicht zurüttenn1, auffhebenn, vnnd die sachenn durch Vertrege enndtscheidenn, wiederumb streittig machenn kann, nisi cum clausula, non obstante.
Welcher sich inferiores à principe summo, nempé ab imperatore nicht brauchenn mügen, Probatur ista decisio per tex. in L. causas uel lites transactionib. legitimis finitas.
Quod si factum fuerit statutum, in aliqua prouincia, clausula adiecta, ut statutum trahatur ad negocia futura et præterita, quod tamen non trahatur ad negocia iam decisa transactione, id quod Bart. dicit perpetuo mente tenendum.
Et notetis hoc Vos domini Salinarum, quia cum olim etiam fuerit Controuersia inter illustres Hassiæ Duces, et inter prædecessores Vestros, an numerus Salinarum possit argumentari et controuersia ista per transactionem sit sopita, certé etiam per statutum generale, non posset præiudicari eiusmodi transactionibus.
Francischinus1 Curtius, quod supra dicta procedunt, in omnibus negocijs decisis, siue transactione siue sententia, iureiurando, præscriptione, solutione, Vel alÿs legitimis modis.
Nec caret ista conclusio ratione, nempe, quod negocia decisa non possint neq[ue] per principem neq[ue] per statutum in dubium reuocari, Quia per decisionem ius est quæsitum parti,
Et mens principis semper ita est intelligenda, ut non uelit alteri ius q[uæ]situm tollere per gloss. nōt in l. fin. §. in computone2[?] in Verbo confundantur in fin.
Alias si appareret principem Velle aliquid statuere contra ius, præsumendum est, imo pro certo habendum, hoc illud procedere, non de Voluntate principis, sed quod principi sit impositum nimia importunitate et ambitione aliorum,
eo quod Voluntas principis semper præsumitur esse talis, qualis de iure esse debet, text. est in L. ex facto, ibi princeps censetur imitatus esse ius ff. de Vulg. & pupill. subst. de quo textu ibidem magnum festum faciunt Moder.
Facit glossa notatu dignissima in c. paratus XXIII3. q. 1. in Verb. si Verba. dum per rationem iam dictam concludit et pluribus probat, Quod Verba in rescriptis Principum debent conformari æquitati et iuri etiamsi Verba rescripti non patiantur.
Atq[ue] hoc perpenderunt olim sacratissimi Principes, plena iusticia et æquitate, dum mandarunt subditis suis, ne rescripta iuri contraria exeq[ue]rentur, sed secundam iussionem execta rent,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAtq[ue] hoc perpenderunt olim sacratissimi Principes, plena iusticia et æquitate, dum mandarunt subditis suis, ne rescripta iuri contraria exeq[ue]rentur, sed secundam iussionem execta rent,
text. est solennis in c. si quando extra de rescript. ibi, patienter sustinebimus, si non feceris, quod praua nobis fuerit insinuatione suggestum, addo text. iuris ciuilis in L. si Vindicari C. de poenis.
Prædicta conclusio, quod princeps non possit attentare negocia iam iam decisa, procedit, nisi apposuisset clausulam, non obstante. ut probat Castr. in d.
L. causas, sed hoc spectat ad Imperatorem et summum principem tantum, S3.1 apponere Clausulam, non obstante, eo quod inferior non potest rescribere contra legem superioris c. cum inferior. de maior: et obedien. ut docte probat iason in L rescripta C. de præcib.
Sequitur igitur quod alij principes inferiores, nullo modo causas iam decisas, transactione uel alijs legitimis modis possint in dubium reuocari per iam dicta.
Zum drittenn wirdt in erzehlung des geschichts durch die gemeinenn Pfenner anngegebenn, das sie vnnd Ihre vorfarenn, solche oberwehnte gerechtigkeit vber menschenn gedennckenn gehabt, dieses Saltzwerck auch vonn solcher vndenncklicher zeit hero, allein genossenn, gebraucht, vnnd dasselbige in ruhlicher gewehr gehapt habenn, welches ein starcker grundt ist, dann daraus ervolgt am erstenn, das ob auch die Pfenner gleich kein Priuilegien, vertrege oder annder grunde vor sich hettenn, das sie doch aus diesem einichenn grunde, in dieser sachenn fundiret werenn, Nach deme sie durch verjahrung solcher vndenncklicher zeit, die eigenthumbliche gerechttigkeit dieses Saltzwercks, vnnd also directum dominium bekommenn, Derowegenn sie auch als domini vnnd grundtherrenn, ann solcher Irer eigenthumblichenn gerechttigkeit, mit rechte nicht mögenn gehindert,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum drittenn wirdt in erzehlung des geschichts durch die gemeinenn Pfenner anngegebenn, das sie vnnd Ihre vorfarenn, solche oberwehnte gerechtigkeit vber menschenn gedennckenn gehabt, dieses Saltzwerck auch vonn solcher vndenncklicher zeit hero, allein genossenn, gebraucht, vnnd dasselbige in ruhlicher1 gewehr gehapt habenn, welches ein starcker grundt ist, dann daraus ervolgt am erstenn, das ob auch die Pfenner gleich kein Priuilegien, vertrege oder annder grunde vor sich hettenn, das sie doch aus diesem einichenn grunde, in dieser sachenn fundiret werenn, Nach deme sie durch verjahrung solcher vndenncklicher zeit, die eigenthumbliche gerechttigkeit dieses Saltzwercks, vnnd also directum dominium bekommenn, Derowegenn sie auch als domini vnnd grundtherrenn, ann solcher Irer eigenthumblichenn gerechttigkeit, mit rechte nicht mögenn gehindert,
oder derselbigenn enndtsezet werdenn, Es ist auch ohne not, in diesem fall, vonn den wesenntlichenn stuckenn zu einer verjarung gehörigk, zu disputiren, dann solches alles, es sey Tittell, ankunfft, gutter glaube, wissennschafft, vnnd geduldunge, der Jenigenn wieder die verjahrt, wirdt alles aus vermutung der rechtte, ohn annder beweis in dieser verjahrung geglaubt, vnnd ist nichts weitters not zu beglaubigenn,
dann das die Pfenner vnnd Ire vorfahrenn, das Saltzwergk mit obanngezeigtter gerechttigkeitt vber mennschenn gedennckenn Innenn gehapt, genossenn vnnd gebraucht, wie dann auch die rechtte deutliche wege weisenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedann das die Pfenner vnnd Ire vorfahrenn, das Saltzwergk mit obanngezeigtter gerechttigkeitt vber mennschenn gedennckenn Innenn gehapt, genossenn vnnd gebraucht, wie dann auch die rechtte deutliche wege weisenn,
wie vnnd welcher gestalt solche beweisung verfuret werdenn mugenn, Quamuis .n. per præscriptionem regulariter non acquiratur directum dominium, sed utile tantum, ut not. gloss.
Fallit tm̄ hoc in præscriptione tanti temporis, cuj̄ initij memoria non existit, quia per istam præscriptionem acquiritur directum dominium per text. l. hoc iure §. ductus aquæ ff. de aqua pluuia arcend. ubi per usum seruitutis tanto tempore continuatum acquiritur seruitus ac si constituta esset,
Nec est ista inVestigatio sine utilitate, nempe, an quæratur1 per præscriptionem directum uel utile dominium, sed est magni effectus, ut declarat Curtius iunior, in d. l. traditionibus ii. su.
Et dato quod isti domini Salinarum per præscriptionem tantum utile dominium acquisiuissent, tamen nihilominus haberent liberam dispositionem, et possent hoc utile dominium quæsitum ex præscriptione opponere directo.
Quinimo quamuis præscriptio regulariter non tribuat, nisi utile dominium, tamen nihilominus extinguit, antiquum & directum dominium et hoc utile dominium est potentius, cum dominus primus hunc directum,
per hoc excludatur gloss. est reputata singularis in L. possideri, §. ex pluribus causis, in Verbo possideo, ibi, nam et hic occiditur dominium primi ff. de acq. posses. quam glos. ibidem d.
VII. sum. multum notat, plura adducent quæ non libet referre, Præterea hac in præscriptione istiusmodi temporis, cuius initij memoria non existit, in contrarium præsumunt omnia, interuenisse requisita,
& omnia solenniter gesta fuisse, et ideo præsumuntur titulus et bona fides, etiamsi non allegetur ut concludunt canonistæ omnes in .c. si diligenti, de præscriptionib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
quæratur — Korrektur im Wort); ii. su. (Kürzel unklar
↪Fortsetzung von der vorigen Seite& omnia solenniter gesta fuisse, et ideo præsumuntur titulus et bona fides, etiamsi non allegetur ut concludunt canonistæ omnes in .c. si diligenti, de præscriptionib.
Nec opus est in hac præscriptione probare de scientia & patientia aduersarij etiam superioris, in casib. in quibus aliās requiritur, ut pote in præscribend. seruitutib. regalibus, pedagio, iurisdictione, uel similibus ita concludit Felinus in c. cum nobis, in prin. de præscript.
Hanc præscriptionem tanti temporis ut sup. procedere etiam sine1 scientia aduersarij quantum Vis superioris et hoc dicit jason esse meram Veritatem reprobata opinione Bartoli in L imperium XXI. su. ff. de iurisdict. omni iudicum. ubi suppeditat copiam allegationum et addit optimam rationem quia ista præscriptio habet fomentum à lege,
Zum anndernn, volget aus diesem grunde, wann auch gleich die durchleuchtte Lanndtgrauenn zu Hessenn, an solchem Salzwerge einicherley Gerechttigkeit, der sich die Pfenner Itzo gebrauchenn, gehabt hettenn, wann auch gleich die Einwöner des Lanndes zu Hessenn, des anngegebenenn gemeinenn nutzens halben interesse gehapt hettenn, das vor ein gemeinenn nutzenn gut vnnd nütze sein soltte,
mehr Pfannenn zu bauenn, auch den Salzhanndell menniglich zuuerstattenn, Weil aber vorgedachtte1 Lanndtgrauenn auch die Lanndtschafft, also lannge geschwiegenn, bis die Pfenner so lange vnnd vonn vndenncklicher zeit hero,
Lanndtschafft hierann verschwiegenn vnnd verseumet, vnnd könnenn nun, nach verfliessung solcher zeit vnnd verlauffener verjährung, die Pfenner ann Irer wohlerlanngttenn gerechttigkeit, nicht betrubenn, in bedennckenn, das durch solche verjarung vonn vndenncklicher zeit, alle gerechttigkeit vnnd herligkeit, auch die so Furstenn vnnd Furstmessigenn, zu Ihrenn Regalien vnnd herligkeitten gehören,
wie sie benanndt mugenn werdenn, Ob sie auch sonnstenn durch schlechte verjarung vnuerrucklichenn auffgehobenn vnnd præscribiret werdenn, Quia ista præscriptio tanti temporis, cuius initij memoria non existit,
Text. est insignis in c. sup̄ quibusdam §. p̄terea de Verb. sign. ubi pedagia, salinaria, et alia quæ solus princeps concedere potest præscribuntur spacio tanti temporis et dicit Abbas, hoc alibi non clare probari.
Præterea notat hostiensis ibidem, prout refert Abbas textum in d. §. præterea dum dicit, de salinarijs esse intelligendum, ut mediante p̄scriptione huiusmodi temporis, cuius initij memoria non existit, potest acq̄ri ius, ut nonnulli soli Vendant Sal in aliqua prouincia,
Per quæ patet R̄x2 ad text. in L. unica C. de monopolijs, ibi ad Victum pertinentis, ubi prohibentur huiusmodi monopolia, quia procedit re integra, secus est si fuerit præscriptum tanto tempore cuius initij memoria non est, in contrarium.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePer quæ patet R̄x ad text. in L. unica C. de monopolijs, ibi ad Victum pertinentis, ubi prohibentur huiusmodi monopolia, quia procedit re integra, secus est si fuerit præscriptum tanto tempore cuius initij memoria non est, in contrarium.
Möchtte aber einer sagenn, Es ist den Lanndtgrauenn wilkürlich gewesenn, des orts nach Irer fl. gl. gelegenheit Salzbode vnnd Pfannenn zu bauenn, vnnd darumb, wann auch gleich Ihre f. gl. vnnd Ire vorfahrenn, vergangener zeit des ortts nicht gebawet hettenn,
dadurch köntenn Ire f. gl. nunmahls aus diesem Itzterzahlten eynigenn grunde in Ihrem Furstennthumb zubauen nicht verhindert werdenn, Vrsach das sich die dinge so wilkürlich zu keiner zeit wie die benannt werdenn mögl.2, mit verjahrenn, Ea enim quæ sunt meræ facultatis præscribi non possunt, L.
Addo glos. singularem in L. q luminibus1 ff. de seruit. urbanor p̄dio, ubi dicitur, Quod si per mille millia annorum, in area mea non fuerit ædificatum, quod nihilominus possum ædificare, nec possum prohiberi, Ratio, quia ædificarem solo proprio est facultatis, cum similibus.
Daruff ist zu sagenn, das in diesem fall, dieser grundt nicht möge stadt habenn, aus zweÿerleÿ vhrsachenn, Erstlich das viel Doctores, in diesem wahnn sein, das derselb grundt in der verjahrung vonn vndencklicher zeit hero, nicht stadt habe, Ratio.
Quia Spacio huiusmodi temporis præscribuntur etiam ea, quæ aliâs sunt imperscriptibilia, ut sup. dict. est ita concludunt Canonistæ in c. peruenit de censib.
Zum anndernn, ob gleich den fall zusetzenn die fürstenn zu Hessenn, den eigenthumb des streitigenn ortts, vnd solch macht zu bawenn des orts gehabt hettenn, Weil aber dennest, des itzigenn Landtgrauen vorfahrenn2[?], sich also zu bawenn vnderstandenn, vnd aber die Pfenner sich des gewegert, wie die vertrege besagenn (: darin auch ohn das die fürstenn zu Hessenn,
solche macht vbergebenn :) Vnnd aber Hochbemelte fürstenn, auff solchenn Inhalt der Pfenner vber menschenn gedenckenn nicht gebauet, so volgt auch das die verjärung dißfals propter prohibitionem et secutam acquiescentiam,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesolche macht vbergebenn :) Vnnd aber Hochbemelte fürstenn, auff solchenn Inhalt der Pfenner vber menschenn gedenckenn nicht gebauet, so volgt auch das die verjärung dißfals propter prohibitionem et secutam acquiescentiam,
stadt gehabt, vnnd krefftiglich geloffenn, Quia etiam quæ s̃t1 facultatis possunt p̄scribi, mediante prohibitione et secuta acquiescentia per glos. et q̃ ibi not.
Vnnd darumb solt gut sein, das sich die Pfenner, wo diese sache zu handtlung kömpt, auff diese dreÿ gründe steurenn, fürstlicher gnadenn Ihre priuilegia vnd vertreg vorlegenn, auch den langwirigenn gebrauch, vonn vndencklicher zeit hero, Fgl.3[?] vnderthaniglich, vnnd vfs glimpflichste vermeldenn, wie obenn daruonn geschriebenn,
auch niemands sich des Saltzwercks der darzu gehörenn, gebrauchen solte, mit gutem vnuorleglichen schein habenn, Nemblich crafft auffgerichter vertrege vnnd auch Contracts weise, Weil sie Fgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch niemands sich des Saltzwercks der darzu gehörenn, gebrauchen solte, mit gutem vnuorleglichen schein habenn, Nemblich crafft auffgerichter vertrege vnnd auch Contracts weise, Weil sie Fgl.
Herrn Vatternn, auch derselbenn vorfahrenn, hierumb allerleÿ schwere gegenpflichtung habenn thun müssenn, zu deme das sie auch sampt Irenn vorfahrenn solche freÿheit vnnd gerechttigkeit, vber mensch gedenckenn in ruiglicher besitzung gehabt, vnnd also vberflüssig verjäret.
Hochgedachter fürst wolte nun mahls nach erkündigung der Pfenner offentlichen gutenn gegrüntenn Gerechttigkeit Fgl. hiervor gethanenn gnedigenn fürstlichen erbietenn nach sie darbeÿ gnediglich bleiben, vnnd daran nicht hindernn lassenn.
Sonnderlich auch in gnediger betrachttung, das zu solcher gerechttigkeit viel guter leut vom adell, auch zum theil viel armer leut, in vnnd ausserhalb Fgl.
Lannde gesessenn, gehören, Welche sich in ansehung dieser gerechttigkeit zum theil zu einannder gefreundet, Welchenn auch zum theil nicht das wenigste Irer nahrung ann diesem Saltzwerge1[?] gelegenn, Vnnd woltenn also die Pfenner in vndertheniger zuuorsicht stehenn, weil die Hochloblichenn Lanndtgraffenn zu Hessenn,
sie die Pfenner vnnd Ihre vorfahren, vber dreÿhundert vnnd dreÿzehenn Jahr, beÿ solcher gerechttigkeit gelassenn, darbeÿ geschützt, vnnd gehanndthabt, Fgl. würdenn aus fürstlicher tugent, Fgl. von hochbenamttenn Irenn vorelttern anngebornn, auch in annsehung der recht vnnd billicheit, die Pfenner als Fgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesie die Pfenner vnnd Ihre vorfahren, vber dreÿhundert vnnd dreÿzehenn Jahr, beÿ solcher gerechttigkeit gelassenn, darbeÿ geschützt, vnnd gehanndthabt, Fgl. würdenn aus fürstlicher tugent, Fgl. von hochbenamttenn Irenn vorelttern anngebornn, auch in annsehung der recht vnnd billicheit, die Pfenner als Fgl.
Getrewenn vnnd gehorsamenn vnderthanen, nicht mit wenigernn gnadenn bedennckenn, vnnd also beÿ Irer Gerechttigkeit gleich Fgl. vorfarenn gnediglich bleiben lassenn, darbeÿ schützenn vnnd hanndthabenn, Nun wil vonnötenn sein, das Jenige so hiebeuor, vor den durchleuchten hochgebornen Landtgrauen zu Hessenn vorgewandt,
mit recht abzu lehnen, Vnd Erstlich, das gesagt wirdt Fgl. möchtenn gegebene priuilegia milttern, mässigenn, oder gar auffhebenn, Weÿl Fgl. in Irem fürstenthumb alle hohe præminentz vnnd Jura imperij hette, sicuti Imperator in universo.
Darzu ist zusagenn, das erstlich alle allegirte Rechtte, so vonn messigung gegebener priuilegiorum redenn, also sollenn verstanndenn werdenn, das dennoch durch solche messigung die befreÿetenn Ihrer habendenn befreÿung nicht benommen werden.
Quia hoc vult expresse text. in iam allegato c. ut apostolicæ, ibi, sic tamen quod ipsi priuilegiati, de priuileg. lib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuia hoc vult expresse text. in iam allegato c. ut apostolicæ, ibi, sic tamen quod ipsi priuilegiati, de priuileg. lib.
Wann aber die vorhabennde miltterung hochbenanttes fürstenn, sollte fürtgenngig sein, so würdenn die gemeinenn Pfenner, ihrer Priuilegien des mehrenntheils benommenn, Dann es volgte das mehr erbawet, auch das Saltzwerck durch anndere, so darzu nicht gebüren, gebrauchet würde, auff welchenn beedenn stückenn die Priuilegia vornemblich hafftenn, Ergo &c1[?] Zu dem werdenn alle recht, welche wollenn das ein fürst gegebene Priuilegia nicht allein milttern, sonndern auch gentzlich auffhebenn müge (: zu dem das dieselbenn de summo principe vnnd Imperatore redenn, et non de inferiore principe, wie hiernndenn gesatzt werdenn soll :) dadurch abgelehnt, das solche rechtt alle zuuerstehenn sein in schlechttenn priuilegijs, welche aus lautteren gnadenn den befreÿetenn gegebenn, Aber annders helt sichs mit diesenn befreÿungen, die nicht allein aus gnadenn, sonndern durch vertrege auff wieder erstattung, vnnd also Contracts weise erlanngt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWann aber die vorhabennde miltterung hochbenanttes fürstenn, sollte fürtgenngig sein, so würdenn die gemeinenn Pfenner, ihrer Priuilegien des mehrenntheils benommenn, Dann es volgte das mehr erbawet, auch das Saltzwerck durch anndere, so darzu nicht gebüren, gebrauchet würde, auff welchenn beedenn stückenn die Priuilegia vornemblich hafftenn, Ergo &c[?] Zu dem werdenn alle recht, welche wollenn das ein fürst gegebene Priuilegia nicht allein milttern, sonndern auch gentzlich auffhebenn müge (: zu dem das dieselbenn de summo principe vnnd Imperatore redenn, et non de inferiore principe, wie hiernndenn gesatzt werdenn soll :) dadurch abgelehnt, das solche rechtt alle zuuerstehenn sein in schlechttenn priuilegijs, welche aus lautteren gnadenn den befreÿetenn gegebenn, Aber annders helt sichs mit diesenn befreÿungen, die nicht allein aus gnadenn, sonndern durch vertrege auff wieder erstattung, vnnd also Contracts weise erlanngt,
dann in diesem fall, könnenn anngezeigte Rechte nichts wirkenn, Es kann auch solche gerechtigkeit, durch vertrege vnnd anndere Contractus erlannget, den habenndenn wieder Irenn willenn, nicht enndtzogenn werdenn, Weil dann vnuerneinlich, das die Pfenner Ire gerechtigkeit (: nemblich nebenn anndernn, das des ortts nicht mehr Saltzbodte sollenn erbawet, auch niemandts der darzu nicht gehören, zur nützung des Saltzwercks gelassenn werdenn :) nicht allein aus gegebenen priuilegijs der hochlöblichenn Lanndtgrauenn zu Hessen,
sonndernn auch crafft auffgerichtter vertrege vnnd Contracten, dagegenn sie schwere bürdenn, auff sich habenn, nehmenn müssenn, bekommenn, So volgt auch, das sie dieser Irer gerechtigkeit, aller rechtt, so vonn schlechttenn priuilegijs redenn,
vngeachttet, mit recht nicht könnenn oder mögenn enndtsatzt werdenn, Quamuis etenim priuilegium à principe concessum, possit ab eo reuocari, per iura supra adducta quibus singulariter addo c.
Veniens d̃ p̄script.1 ibi, non obstante priuilegio Clementis, et not. gloss. et Doctor. in c. 1. de rescript. tamen hoc procedit in mero priuilegio, secus autem est in pacto uel contractu cum principe inito et ita in priuilegio quod transiuit in contractum,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVeniens d̃ p̄script. ibi, non obstante priuilegio Clementis, et not. gloss. et Doctor. in c. 1. de rescript. tamen hoc procedit in mero priuilegio, secus autem est in pacto uel contractu cum principe inito et ita in priuilegio quod transiuit in contractum,
nam tunc priuilegium istud principis quod transiuit in contractum, Vel quasi contractum, nec per principem concedentem, nec per ipsius successorem potest reuocari, ita respondet Alexander cons. i.
Quod cuiusq̃ uniuersit. nomine, ubi decretum quo actor datus erat rescinditur, nuda Voluntate, ratio, q̃a nullius interest ante litem contestatam, actorem reuocari,
secus autem esset si reuocatio fieret post litem contestatam, dicit glos. quia tunc propter interesse aliorum reuocatio non Valeret, atq̃ hanc glos. miris modis commendat, Bart. in L.
Quod decretum siue priuilegium, quod transiuit in formam contractus non possit reuocari, idem concludit Bart. in mã stultor̃ in L. omnes populi in IIII. quæ tertiæ quæstionis princip.
Bald. in L. donationes quas diuus ff. de donat. inter Vir. & uxor. ubi dicitur quod priuilegium à principe concessum comitatensibus aliquo ab eis dato reuo cari non potest, quia transiuit in contractum astipulantur Canonistæ communiter in c. nouit, de iuditij.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
436 — Zahl, Ziffern unsicher
spē — Kürzung, wohl specie); mã stultor̃ (Kürzungen, wohl materia stultorum
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBald. in L. donationes quas diuus ff. de donat. inter Vir. & uxor. ubi dicitur quod priuilegium à principe concessum comitatensibus aliquo ab eis dato reuo cari non potest, quia transiuit in contractum astipulantur Canonistæ communiter in c. nouit, de iuditij.
Et est ratio quia Princeps et eius successor tenetur obseruare contractus, cum sint de iure gent. per ea quæ supra circa primum fundamentum pro dominis Salinarum, late scripsi, Vltra quæ occurrit bonus text. in c. 1. de natur. feud. ubi dominus non potest reuocare concessionem feudi, nisi Vasallus sua culpa amittat, ratio, quia dominus concedendo feudum, Videtur cum Vasallo suo contraxisse, cogitur enim seruire pro feudo isto Vasallus,
Ergo cum ista concessio transiuerit in contractum, non mirum, quod non possit reuocari per iam dicta, Atq̃ hoc est quod Bart. et Scribentes fere omnes in L. iurisgent: §. quinimo ff. d̃ pact. opinati sunt feudum esse contractum noĩatum1,
et per consequens iuxta contractuum nominatorum nãm2, non esse locum poenitentiæ siue reuocationi, Vulgata, L. sicut C. d̃ actionib. et oblig. cum similibus.
Quod papa Cælestinus, magnum sibi contraxit odiũ ap̄ omnes eo quod grām, quam alicui de mane faciebat, de sero aufferebat, et alij conferebat.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
noĩatum — Kürzung für nominatum
nãm — Kürzung, wohl naturam); nã feudi (Kürzung, wohl natura
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod papa Cælestinus, magnum sibi contraxit odiũ ap̄ omnes eo quod grām, quam alicui de mane faciebat, de sero aufferebat, et alij conferebat.
Vnde licet Cardinales scirent, quod renunciaret papatui p̄ fatuitatem, tamen quia erat unum pecus dicit Baldus ob Vitium iam dictum, libenter acceperunt renunciationem et creauerunt Bonifacium Octauum, Atqz adeo non minus Vere quam eleganter dicit Jason, consil. penul. 3tij Volum:
Qz2 natura contractuum sunt Papæ et Imperatori quædam Elementa, Et ideo sicut Papa et Imperator non sunt domini Eltorum3[?], ita non est dominus contractuum, quam rationem ante Jasonem tradidit etiam Baldus consil. 275. 2dæ partis incipiente.
Inn annderem Ist vom wegenn des Hochberumbten Landtgrauenn dargethann, das diese Priuilegia der Pfenner, vom wegenn eines mißbrauchs, so vom wegenn ezlicher auffsetze, auch sonnst vntreglicher beschwerung, die mitnmahls4[?] der Lanndtschafft Hessenn hieraus eruol=5[?] genn möchttenn, nicht allein gemilttert,
sonnderenn auch ganntz auffgehobenn vnnd reuociret werdenn möchtenn, Innhalts etlicher allegirter Rechts grunde, Darauff ist zusagenn, das solche grunde in diuersis terminis, nemblich in puro priuilegio redenn, aber alhier redenn wir in priuilegijs quæ transiuerunt in ꝯtractum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesonnderenn auch ganntz auffgehobenn vnnd reuociret werdenn möchtenn, Innhalts etlicher allegirter Rechts grunde, Darauff ist zusagenn, das solche grunde in diuersis terminis, nemblich in puro priuilegio redenn, aber alhier redenn wir in priuilegijs quæ transiuerunt in ꝯtractum1.
Ergo Dergleichenn wirdt auch in facto vnnd erzehlung des geschichts anngezogenn, vonn den Pfennernn nitt gestanndenn, das sie einerley auffsetz vffs saltz gemacht, sonndernn gebenn dasselbige, im vorigenn gewonlichenn kauff, vnnd wo solche auffsetze durch die Arbeitter, fuhrleute oder anndere diener vorgenommenn, vnnd solches ann sie gelanngte, wolttenn sie mit willenn, vnnd gern gebürlich einsehenn bey den Ihrenn habenn, Nach deme Inenn so wohl als anndernn nicht leidtlich einerley vnnotturfftige auffsetze zumachenn, weil dadurch der hanndell gehindert werdenn möchtte, Wiewohl auch den Pfennernn vnuerweißlich sein müste, wann sie gleich aus deme, das alles was zu forderung des Saltzwercks gehörig, am kauff steiget,
den Saltzkauff auch erhöhetenn, Vhrsach dann die auffgerichtte Priuilegien vnnd vertrege, gebenn Ihnenn mit clarenn hellenn worttenn diese macht, das sie den Saltzkauff nach Irer gelegennheitt erhöhenn vnnd niedrigenn mögenn, Weil sie sich dieser freyheit bißher nicht gebraucht, desto mehr ist dis p̄suppositum vonn dem anngezogenen mißbrauch vnnd abusu falsch vnnd vnerheblich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteden Saltzkauff auch erhöhetenn, Vhrsach dann die auffgerichtte Priuilegien vnnd vertrege, gebenn Ihnenn mit clarenn hellenn worttenn diese macht, das sie den Saltzkauff nach Irer gelegennheitt erhöhenn vnnd niedrigenn mögenn, Weil sie sich dieser freyheit bißher nicht gebraucht, desto mehr ist dis p̄suppositum1 vonn dem anngezogenen mißbrauch vnnd abusu falsch vnnd vnerheblich,
also auch den fall zusezenn, ob es gleich dis Jahr etwas an Saltz gemanngelt hette, So were doch wie die Pfenner in erzehlung des geschichts anngebenn,
solchs nichtt Ihnenn, sonndernn dem vngewonlichenn wetter vnnd weichenn wintter zuzuachttenn, welcher wie offenntlich dis Jar nach Gottes willenn, also eingefallenn, als bey mennschenn gedennckenn nie geschehenn:
Vnnd darumb ist auch solcher vnuersehlicher zufall nicht zuachtenn, sonnderlich weil ohnne das, das Lanndt zu Hessenn, vber drey hundert vnnd dreyzehenn Jar, mit Saltz notturfftiglich versorgett wordenn, Kann es ohnn zweiuell hinfuro auch geschehenn,
Wie dann auch die Pfenner, als die dis Jahr gewizigt, hinfuro den Sommer dermassenn auff vorath mit Saltze trachttenn werdenn, damit die Lanndtleuthe im wintter desto stattlicher damit versorget werden mögenn.
Also das diese anngegebene beschwerung ohn verruckung der Pfenner Priuilegien, vnnd erlanngten gerechttigkeittenn, verhuetet, vnnd vorkommenn werdenn mögenn, Sonnderlich wo sich die Lanndtleute zu Hessenn, auch selbst nicht seumptenn, vnnd das Saltz zu bequemer zeit abfuertenn, wann mann darmitt dem wetter nach gefast sein möchtte.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAlso das diese anngegebene beschwerung ohn verruckung der Pfenner Priuilegien, vnnd erlanngten gerechttigkeittenn, verhuetet, vnnd vorkommenn werdenn mögenn, Sonnderlich wo sich die Lanndtleute zu Hessenn, auch selbst nicht seumptenn, vnnd das Saltz zu bequemer zeit abfuertenn, wann mann darmitt dem wetter nach gefast sein möchtte.
Probantur ista primo, quod omnia iura pro isto secundo fundamento adducta loquuntur in mero priuilegio, Ergo nihil possunt in casu nostro, ubi priuilegia ista sint redacta in formam contractus, per sup̄ dicta.
Nam etiamsi ministri seu alij deputati ad Vendendum siue Vehendum Sal, exegerit inscijs dominis aliquid illicité, ab emptoribus, hoc dominis Salinarum non potest præiudicare.
Quia delictum factum à famulis, etiam bona fide nobis seruientib. regulariter non imputatur domino, nec p̄sumitur dominus sciuisse per tex. et glos. in c. qa1 præsulatus 1. q IIII et per tex. in c. cum ad sedem, iuncta glos. magna, de restitut.
Atqz hoc absqz oī1 dubio procedit, in istis famulis qui quotidié non morantur in domib. dominorum, in quibus cessant limitōnes2 per Doctores alias ad dictam regulam datæ, Et dato quod nonnulli ex dominis sciuissent has exactiones illicitas seruoꝝ tamen hæ personæ priuatæ non potuissent præiudicare toti ordini,
et per consequens ob delictum illud singularum personarum priuatarum non possent diminui3[?] siue tolli priuilegia seu iura totius ordinis, sed delinquentes essent alijs legitimis modis mulctandi, Cum nemo alterius odio debeat p̄grauari.
Et propter delictum singularum personarum etiam maiorum non potest reuocari priuilegium concessum uniuersitati, nedum contractus, ut pulchrè per Felin. in c.
Porro non obstat etiam c. suggestum, d̄ decimis, quia fatetur Panor. ibidem VI. sum. hoc illud non habere locum in priuilegio quod transiuit in contractum seu quasi.
Præterea quia priuilegium concessum Cisterciensib. monachis ibid. de non dand. decim. ideo reuocatur, quia deficiebat cā4, ob quam erat concessum, quæ ratio hic cessat, qa inquit tex.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePræterea quia priuilegium concessum Cisterciensib. monachis ibid. de non dand. decim. ideo reuocatur, quia deficiebat cā, ob quam erat concessum, quæ ratio hic cessat, qa1 inquit tex.
Quando priuilegia ista ordini Vestro dabantur, Valdé raræ erant abbatiæ Vestri ordinis, sed nunc in tantum augmentatæ ac possessionib. ditatæ sint, quod multi Viri Ecclesiastici,
quærelam de Vobis proponant, Præterea etiamsi hoc anno propter hiemis insolitam et improuisam iniuriam Sal defecerit, hoc dominis Salinarum minimé sed potius astris est imputandum.
Nec potest iste casus insolitus et rarus, quicqz mutare, cum eorum quæ raro eueniunt, nulla ratio sit habenda tex. est in L, ex his et L. nam ad ea ff. de legib. tex. in autho. ut sine prohibitione matr. cred. §. quia Vero, coll.
In quantum is qui in se suscepit casum fortuitum, tenetur de casibus communiter contingentib. et non raró euenientibus.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIn quantum is qui in se suscepit casum fortuitum, tenetur de casibus communiter contingentib. et non raró euenientibus.
IIII Das dritte fundament, war dieses, das ein Furst nichtt allein schlechte priuilegia, sonndernn auch vertrege vnnd Contracten mit Im gehalttenn, aus Furstlicher Obrigkeitt durch diehenn[?] möge, Darumb das er durch nachuolgennde die vorigenn recht auffhebenn möge, Vnnd do Innhalts allegirter recht leges et contractus cum principe initi, mit einannder vergleicht vnnd conferiret werdenn, Darzu ist zu antworttenn, das die Contractus mit einem Furstenn,
der da machtt hat recht zusezenn, gehalttenn, nicht weniger crafft habenn, dann ein beschriebenn rechtt zuuerstehenn, das ein Jeglicher Vnnderthann, solche contractus à principe celebratos gleich so wohl als anndere rechtte,
zuhalten pflichttig ist[?], Nicht aber habenn solche contractus beschriebenns rechttenns crafft, dergestalt das ein Furst solche hanndtlung gleich als ein beschriebenn recht, aufhebenn, oder enndernn möchtte, dann solchs ist verbottenn.
Unsichere Lesungen
.n. — Kürzel, wie .x. geschrieben); durch diehenn (Wortbild unklar); pflichttig ist (Wortende verschliffen
Quod .n. dici solet, contractum principis habere Vim legis per iura supra adducta, Verum est quoad necessitatem obseruandi et ligandi alios, non autem adhoc, quod iste contractus ad instar legis possit reuocari,
quia istud esset p̄cise contra mām1 .L. quod semel ff. de decret. ab ord. faciend. ubi lex siue decretum, quod transiuit in contractum non potest reuocari.
Potest itaqz lex per principem tolli siue reuocari, sed tunc demum si steterit in puris finibus legis uel statuti, secus si transierit in contractum et ita quoad reuocationem, non pacificantur lex et contractus principis, sed quoad Vim ligandi tantum, ita sentit Bartol. in dict.
Auff den Vierdtenn vnnd funfftenn grundt, nemblich das ein furst, auch inferior ab imperatore, aus stattlichenn Vhrsachenn, sonnderlich vmb gemeines nuzen willenn, sonnderliche Personenn, ihre eigennthumblich gerechttigkeit schmelernn, enndtziehenn, vnnd auch zur notturfft gar benehmenn müge, Darzu ist zusagenn,
das alhier kein gnugsame vrsach vorhanden, wie obenn erzehlet, Nemblichenn das die Lanndtschafft zu gewönlichenn Jahrenn, mit Saltz wohl kann versorget werdenn, Zu dem ist auch ein erzehlung des geschichts angezogenn, das sich Ire F.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas alhier kein gnugsame vrsach vorhanden, wie obenn erzehlet, Nemblichenn das die Lanndtschafft zu gewönlichenn Jahrenn, mit Saltz wohl kann versorget werdenn, Zu dem ist auch ein erzehlung des geschichts angezogenn, das sich Ire F.
Gl. habenn im hanndell vernehmenn lassenn, das Saltz so in den newenn Pfannen gesottenn werde, Ins Niederlanndt vor Fremandt1[?], vnnd an den Rhein vor Wein führenn zulassenn, daraus dann sonnderlicher vnnd nicht gemeiner nutz erscheinet, Zum anndernn, Wirdt geantwortet, Wann auch gleich Hochgeborner Furst, vnnd Fhgl.2[?] vorfahrenn, auch die Lanndtschafft Interesse gehapt hettenn, das mehr Saltzböde gebawet würdenn,
Darumb das dem gemeinen nutzen zu gute, das Saltz desto baßfeyler hette mögenn gegebenn werdenn, Weil aber dennoch auff vorgehende vertrege, die Lanndtschafft nun vonn vndencklicher zeit hero zugesehenn vnnd geduldet,
So seindt auch nach verfließung solcher vndencklicher zeitt, solche behelff im schein eines gemeinenn nutzen Itzo dargethann, gentzlich vnnd gar abgeschnittenn, vnnd kann solcher gemeiner nutz,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo seindt auch nach verfließung solcher vndencklicher zeitt, solche behelff im schein eines gemeinenn nutzen Itzo dargethann, gentzlich vnnd gar abgeschnittenn, vnnd kann solcher gemeiner nutz,
nachmahls in diesem fall kein gnugsame vrsach sein, das dadurch den gemeinen Pfennern, Ire wohlerlangtte gerechttigkeit, mit recht könte oder möchtte entgezogenn werdenn, per iura circa tertium fundamentum, pro Dominis Salinarum adductum, relata.
Imo adduco tex. in materia ista nunq̃ tradendum obliuioni, qui expresse prohibet, in alieno fundo inuito Domino aliquid facere, nec priuato nec etiam publico nomine, ita n. dicit IConsultus Vlpianus in L.
Si constat in agro tuo lapidicinos esse, inuito te nec priuato nec publico nomine quisq̃ lapides cædere potest, cui id ius faciendi non est, hoc est iuxta glos. ibidem, cui seruitus non est cedendi,
Ecce supra deductum est, istas Salinas pertinere ad istos Dnos iure dominium quia etiamsi alias non haberent dominium, tamen hoc illud acquisiuissent ex p̄scriptione tanti temporis cuius initij memoria non existit, per s̄2 adducta.
Cum igitur Domini sint istius fundi, sequitur per tex. istum, quod neq̃ ex priuata neq̃ ex publica causa ipsis inuitis, istis Salinis quisquam possit uti, maxime etiam attentis transactionibus et conuentiones inter duces Hassiæ et illos Dnos Salinarum initis, ut s̄p.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCum igitur Domini sint istius fundi, sequitur per tex. istum, quod neq̃ ex priuata neq̃ ex publica causa ipsis inuitis, istis Salinis quisquam possit uti, maxime etiam attentis transactionibus et conuentiones inter duces Hassiæ et illos Dnos Salinarum initis, ut s̄p.1
Vor das dritte ist zusagenn, das alle rechtte, so zu begrundung dieser dreyer Fundament dargethann, zuverstehenn sein, als das sie allein stadt habenn in der Personn des Pabsts, des Römischenn Kaisers, oder anndere Potentaten, die ein Oberherren vf erdenn nicht erkennenn, Nicht aber in Furstenn, Furstmessigenn, vnnd denenn so dem Römischenn Reich vnderworffenn, vnnd höhere Obrigkeit erkennenn, Dann dieselbenn inferiores principes a summo principe, nempe Imperatore, habenn nach gemeinem beschlus der Rechtslehrer die macht nichtt, auch aus erforderung eines gemeinenn nutzens, Jemanndts seine eigenthumbliche gerechttigkeit zuschmelernn, oder aber gar zuenndtziehenn, sondernn dis ist eine sache, die allein der höchstenn Obrigkeit zustehet, vnnd wene2 dieselbenn mit ausdrucklichenn worttenn verleyhet, vnd darumb ist das præsuppositum, darauff die fundamenta pro principe Hassiæ adducta,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVor das dritte ist zusagenn, das alle rechtte, so zu begrundung dieser dreyer Fundament dargethann, zuverstehenn sein, als das sie allein stadt habenn in der Personn des Pabsts, des Römischenn Kaisers, oder anndere Potentaten, die ein Oberherren vf erdenn nicht erkennenn, Nicht aber in Furstenn, Furstmessigenn, vnnd denenn so dem Römischenn Reich vnderworffenn, vnnd höhere Obrigkeit erkennenn, Dann dieselbenn inferiores principes a summo principe, nempe Imperatore, habenn nach gemeinem beschlus der Rechtslehrer die macht nichtt, auch aus erforderung eines gemeinenn nutzens, Jemanndts seine eigenthumbliche gerechttigkeit zuschmelernn, oder aber gar zuenndtziehenn, sondernn dis ist eine sache, die allein der höchstenn Obrigkeit zustehet, vnnd wene dieselbenn mit ausdrucklichenn worttenn verleyhet, vnd darumb ist das præsuppositum, darauff die fundamenta pro principe Hassiæ adducta,
hafftenn, Nemblich das Ffgl.1 in derselbigenn Lannde iura imperij, habe, zu gemeinenn rechttenn falsch, es were dann das Ffgl. in deme sonnderliche ausdruckliche befreyunge hette, dauonn Ich keine bericht habe, Dann die Regalien so den Furstenn des Reichs vom Römischenn Kaiser gegebenn, vermügenn diesenn fall nicht, das ein Furst dem Reich vnderthann, Jemanndts seine eigennthumbliche Gerechttigkeit, welche naturliches rechtens,
vnd iuris gentium ist, möge auch aus vrsachenn endtziehen, oder gar benehmenn, wie dann aus verlesung der Guldenn Bullenn, auch des Tittels, Quæ sint Regalia in usibus feudorum erscheint,
Ja es ist wohl scharff vnd schwer, das auch solchs dem höchstenn Furstenn, als Römischenn Kaiser gebüeren solle, Weil der eigennthumb naturlichens rechtenn wie die glos. in L.
Dergleichenn auch gesagt wirdt, Obgleich ein Römischer Kaiser, zu rechtte ein Herr ist des ganntzenn Erdtrichs, L. dep̄catio. ff. ad L.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDergleichenn auch gesagt wirdt, Obgleich ein Römischer Kaiser, zu rechtte ein Herr ist des ganntzenn Erdtrichs, L. dep̄catio1. ff. ad L.
Rhodi de iactu, So ist doch solches zuuerstehenn quantum ad iurisdictionem, vnnd souiel den hohenn Gerichtszwangk annlanngt, nicht aber das Ime die Herschafft sonnderlicher güetter, vnnd also rerum priuatarum zustünde, vnnd ist derwegenn wieder naturliche rechtte, dem Kaiser als der höhestenn Obrigkeit nachgelassenn, die Leut Irer eigennthumblichenn gerechttigkeit, de ordinaria potestate, aus stadtlichenn vrsachenn zubenehmenn, Daraus volget, das solche vrsachenn, so das naturliche recht verdruckenn sollen, nicht geringschetzige, sondernn vortrefflich, wichtige vnnd vnuermeidtlich sein müssenn,
welcher macht aber sich anndere Furstenn, wie obenn gemeldet, nicht könnenn gebrauchenn, Vt enim maximè iuxta fundamenta antea adducta princeps possit alicui aufferre dominium rei suæ, cum causa, tamen ista omnia procedunt in summo principe,
nempe in Papa Vel imperatore, secus autem est in alijs inferioribus, nempe in ducibus, Marchionibus et alijs. quia hi non possunt etiam cum causa alicui aufferre dominium rei suæ, ita concludit iason in L. fin.
Quia ita decidit in duce Begomi1, quod hoc non possit, quamuis fuerit iustus princeps, et idem esse in duce Mediolani et in Marchione Ferrariæ, id quod Jason dicit, esse summop̄e notandum pro intellectu istius mæ.2
Castrensis in L Gallg3 §. et qd si tantum XX sum. ff. d̄ lib. et posthum. ubi dicit quod inferior à principe etiam hunc generale priuilegium legitimandi non possit legitimare Spurios in præiuditium legitimorum,
quib. iam est ius q̄situm et radicatum, Facit tex. in L toties ibi, non cogitur Reip. obtemperare ff de pollicitatio, ubi deciditur sicut ibi not Bart.
dicit .n. tex. si Respub. alicui mandet ut ponat in suo statuas Imp̄atorias ad honorem principis Vel reipub. non cogitur obtemperare, atq̃ hoc Voluit Baldus in c. 1. mihi, in XI. sum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedicit .n. tex. si Respub. alicui mandet ut ponat in suo statuas Imp̄atorias ad honorem principis Vel reipub. non cogitur obtemperare, atq̃ hoc Voluit Baldus in c. 1. mihi, in XI. sum.
Nota dicit ipse sententiam Imp̄atoris esse obseruandam, nec requiritur exactus ordo iuditiorum, quia ipse solus habet potestatem mandandi SIC FACIAS. alij autem non̄ habent potestatem mandandi FACIAS SIC.
Impa. off. enumerat hoc priuilegium tollendi ius alterius et rescribendi contra ius inter reseruata summo principi, dicens quod nullus alius hoc possit.
Accedat glos. notabilis, in c. fin. est glos. magn. in fine ibi, sed dubitan potest Vel solet, an inferior à Papa, de hæret. tt̄ VI. ubi p̄cise concludit, quod solus princeps possit rem siue ius alterius aufferre,
secus autem esse in alijs inferioribus, ita ut etiam legatus Papæ et ita inferior non possit committere causam appellatione remota, eo quod alicui per istam ademptionem appellandi, posset in iure suo p̄iudicari, de qua gloss magnum festum faciunt.
XXXIIII incipiente. super primo dubio Videtur dicendum II su.1 ubi p̄dicta omnia intelligit procedere in magistralib. temporalibus, qui non constituuntur domini, ut principes prouinciarum, Quia in concessionib. huiusmodi magistralibus factis non comp̄henduntur principi specialiter reseruata.
Secus aut dicit esse, in eis qui ab Imperatore perpetuò constituuntur principes et domini, ut sunt Reges, Duces, Comites et similes, quia tales domini st̄ in locis suis loco principis,
R7.2 quod Castrensis in dicto consilio laborauit pro pane contra ipsissimam Veritatem, nā iura per eum adducta pro ista decisione, per dictam decisionem non probant sed potius contrarium.
Quod quando Dominus Ducatus Vel Marchiæ indicit bellum alicui terræ, quod illa quæ capiuntur, non efficiuntur capientium, sed capti efficiuntur serui, quod tamen fieret si haberent iura Imperij[?] isti Domini, et in Sum.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod quando Dominus Ducatus Vel Marchiæ indicit bellum alicui terræ, quod illa quæ capiuntur, non efficiuntur capientium, sed capti efficiuntur serui, quod tamen fieret si haberent iura Imperij1[?] isti Domini, et in Sum.
Quod dicta ab eo procedant in illis ciuitatibus, quæ de facto in temporalibus non recognoscunt superiorem et sic ipsi in se habent imperium, et ita nihil ad rhombum.
Quod is qui non subiacet alterius territorio reputatur fiscus et princeps in partibus suis, et ita loquitur d4 superiorem non recognoscentibus, id quod etiam fatemur.
Et per consequens iuxta iura allegata per Castrensem probat ipse Castrensis pcise5 contrarium eius quod asseruit, probat enim superiorem recognoscentes, siue sint Domini Temporales siue perpetui, de quib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEt per consequens iuxta iura allegata per Castrensem probat ipse Castrensis pcise contrarium eius quod asseruit, probat enim superiorem recognoscentes, siue sint Domini Temporales siue perpetui, de quib.
L. hostes. non posse alicui aufferre dominium rei suæ, siue aliud contra ius gent. constituere, siue se impedire de supremo Principi specialiter reseruatis.
Etenim dictum Doctoris siue Interptis1 debet semper intelligi 2dum leges et iura quæ allegat, ita dicit Bart. in L. non solum §. si liberonis2 Verba ff. de liber. legat. ubi Alexander in apostill.
Sum. ubi concludit quod Dni Terrarum Marchiæ, eo quod recognoscunt Papam in superiorem non possunt exerere iura Imperij in partib. suis et concludit latius, quod etiam legatus de latere non potest tollere ius alteri qsitum3,
tex. est apertus in c. fin. de confir, util et inutil. ibi nolumus per collones4 uel per confirmationes pdictas5 à legato de latere factas iura quæ Diocesanis debentur minui seu ledi.
VI. subdit idem Panormi: quod solius principis sit tollere ius alteri quæsitum, pro quo allegat not. in c. constitutus. d2 religios. domib. et regulam indultum.
Sum. ubi plura contra eā allegat, et concludit eā tunc demum in principe Imperatorem recognoscente procedere quando in inuestitura ab Imperatore principi inferiori facta exprimitur quod princeps iste possit ea facere in ducatu suo,
quæ Imperator ipse gerere posset, quia Virtute horum Vel similium Verborum forte dicit Felinus procederet consideratio Castrensis, cuius decisio ita intellecta nihil obstat conclusioni nostræ, cum non appareat Illustrissimū Hassiæ principem, hoc modo esse inuestitum ab Imperio.
Atq in istis terminis credo esse intelligendam glos. in c. constitutus in fin. d5 religios. domib. dum dicit quod Epūs et ita inferior à principe Vel papa posset ex certa et rōnabili6 causa alteri ius suum aufferre, ut procedat, Quando prædicta Verba Inuestituræ inseruntur,
alias ista glos. hoc illud nudis Verbis absq lege uel ratione firmans non posset præiudicare clarissimis fundamentis supra in con trarium adductis,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitealias ista glos. hoc illud nudis Verbis absq lege uel ratione firmans non posset præiudicare clarissimis fundamentis supra in con trarium adductis,
quæ expresse loquuntur etiam in casu, quando inferior ex causa aufferre Vellet alicui dominium rei suæ, ut latius declarat Felin. in allegat. c. quæ in Ecclar1 XXXII.
Nec enim obstat, quod isti domini Salinarum sint subditi Illustrissimi principis & Landgrauij Hassiæ, & per consequēs habere locum decisionem Innocentij in c. in nostra De iniurij et dam. dat. quod 532 Princeps possit reuocare ex causa priuilegium datum subdito,
etiamsi transierit in contractum, Rx.3 quod innocentius dictam decisionem in c. in nostra, non firmat, sed loquitur in casu, quando Subditi omnes singulariter consentiunt in statutum propter eorum consensum merito piudicat4.
Secundo procedit dicta dcisio6 quando priuilegium habet causam successiuam, nempe ne priuilegiatus teatur soluere collectam, secus autem esset si priuilegiatus dedicit7 aliquid priuilegianti et ita priuilegium transiuit in contractum et per consequens in ius gentium quia tunc non poterit reuocari etiam in præiuditium subditi.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecundo procedit dicta dcisio quando priuilegium habet causam successiuam, nempe ne priuilegiatus teatur soluere collectam, secus autem esset si priuilegiatus dedicit aliquid priuilegianti et ita priuilegium transiuit in contractum et per consequens in ius gentium quia tunc non poterit reuocari etiam in præiuditium subditi.
sicuti in facto præsupponitur ita respondet et plurib. firmat Apostilator ad Bart. in L. omnes populi XXIX Sum. ff. de iust. et iur. et est solutio Anton. d Bu.1 quem sequitur Panor. in c. nouit XXVI Sum.
De iuditij. ubi dicit hoc procedere nisi subsit cā2, propter quam etiam ea quæ sunt iuris gentium possent reuocari, quod tamen spectat ad Imperatorem tantum et inferior a summo facere non potest p pdicta.
Sum. dum dicit quod inferior à principe summo non potest reuocare priuilegium concessum etiam subdito, multo minus contractus cum subdito celebratos, sed quod hoc spectat ad solum summum principem, per plura fundamenta ibidem per eum adducta quæ breuitatis gratia non refero. [gestrichen:
Zum Sechstenn, Do gesagt wirdt, das die verstorbene Landt=] [gestrichen: graffenn hochlöblicher gedechtnus, vonn welchenn ge=] [gestrichen: meine Pfenner, ihre gerechtigkeit erlanngt, diesem Jtzt=] [gestrichen: regierendenn Furstenn, als Jrem Successori nichtt] [gestrichen: hettenn nugenn einigenn nachteil zuziehenn, Dar=] [gestrichen: auff ist zuanntworttenn, das ein Jeglicher] Successor [gestrichen: in] Imperio, [gestrichen: vnnd viel mehr in] Ducatū uel comitatū, [gestrichen: seines vorfahrenns hanndtlung zuhalttenn pflichtigk] p tex. in c. x d probat. et ibi Canonist. [gestrichen: vnnd alle rech=] [gestrichen: te die dargegenn ein annsehenn habenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
d Bu. — d mit Strich (de Butrio)
cā — Kürzung (causa)); p pdicta (p-Kürzungen (per prædicta)
pdictam — p mit Kürzung); Zum Sechstenn (vier Zeilen durchgestrichen
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum Sechstenn, Do gesagt wirdt, das die verstorbene Landt=] [gestrichen: graffenn hochlöblicher gedechtnus, vonn welchenn ge=] [gestrichen: meine Pfenner, ihre gerechtigkeit erlanngt, diesem Jtzt=] [gestrichen: regierendenn Furstenn, als Jrem Successori nichtt] [gestrichen: hettenn nugenn1 einigenn nachteil zuziehenn, Dar=] [gestrichen: auff ist zuanntworttenn, das ein Jeglicher] Successor [gestrichen: in] Imperio, [gestrichen: vnnd viel mehr in] Ducatū uel comitatū, [gestrichen: seines vorfahrenns hanndtlung zuhalttenn pflichtigk] p tex. in c. x d probat. et ibi Canonist. [gestrichen: vnnd alle rech=] [gestrichen: te die dargegenn ein annsehenn habenn,
die redenn in] [gestrichen: den fellenn, do ein Kaiser, Furst oder Graue, ohne vhr=] [gestrichen: sach ein solche gerechttigkeit enndtfrembdet vnnd alie=] [gestrichen: niret, dadurch die Kaiserliche, Königliche vnnd Furst=] [gestrichen: liche] præeminentz [gestrichen: vnnd wirdigkeit hochlich beschedigt] [gestrichen: wurde,
dann solche enndtfrembdung vnnd] alienation [gestrichen: bin=2] [gestrichen: de den] Successorem in officio Vel dignitate [gestrichen: nicht, ohne das] [gestrichen: aber ist auch] Successor in officio [gestrichen: seines vorfahrenn handt=] [gestrichen: lung zuhalttenn schuldigk.] Ita probat Bart. in L. prohibere §. plane VI.
Quod Vi aut clam, ubi formaliter dicit, Quod quando donatio siue alienatio Regis uel principis fieret, in magnam diminutionem iurisdictionis regalis, tunc non posset hoc facere, etiamsi iuramento alienationem firmaret, et de hoc est tex. in c. intellecto,
extra de iureiur. ibi alienationes in piudicium3 regni sui, et contra regis honorem factas, Secus autem esset, si ista alienatio non multum diminueret iurisdictionem regni, Vel ducatus, quia tunc Valeret nec posset per successorem reuocari, et de hoc est casus, in c.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
nugenn — gestrichen, Lesung unsicher); p tex. in c. x d (Kürzungen (per, de)
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteextra de iureiur. ibi alienationes in piudicium regni sui, et contra regis honorem factas, Secus autem esset, si ista alienatio non multum diminueret iurisdictionem regni, Vel ducatus, quia tunc Valeret nec posset per successorem reuocari, et de hoc est casus, in c.
Aber alhier darff es dieser disputation nicht, dann zu deme das die Pfenner Jre Gerechttigkeitt ex titulo oneroso durch Contract vnnd vberflussige verJarung bekommenn, ist am tage, das hochberumbter Lanndtgraff, seines Herrnn Vatternn Successor hæreditarius ist,
also das S.F.G.1 diese Lannde zu Hessenn iure hæreditario bekommenn, Darumb ist auch S.F.G. zu rechtte seines Herrnn Vatters vnnd vorfahrenn hanndtlung mit Volge zugelebenn pflichtigk, wie obenn beÿ dem erstenn Fundament pro dominis Salinarum stadtlich2 deduciret.
Zum Siebenndenn, Da gesagt wirdt, das Lanndtgraff Wilhelm der mittler, zur zeit der letztenn auffgerichtenn Contracten vnmundigk gewest sein soltte, Wirdt geanntworttet,
das das wiederspiel fast aus den brieffenn erscheint, da hochermelter Furst annzeigt, das er zur selbigenn zeit die Regirung des Lanndts albereitt ange nommenn, Ergo Mus S.F.G.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas das wiederspiel fast aus den brieffenn erscheint, da hochermelter Furst annzeigt, das er zur selbigenn zeit die Regirung des Lanndts albereitt ange nommenn, Ergo Mus S.F.G.1
Je mundig gewesenn sein, Aber es ist zu recht geordenet, das wer sich auff ein vnvolkommenn altter grundet, das derselbige solchs zuerweisenn schuldigk.
Vnnd im fall, da auch gleich beybracht wurde, das Lanndtgraff Wilhelm in zeit der gehalttenenn Contracten vnmundigk gewest were, So konnte doch solches den Jtzigenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn nicht releuiren, oder einicherley vertragenn4, Vhrsach, Dann hochbenanntter Lanndtgraff Wilhelm, hette nachvolgenndts, als S.F.G. zu Jrenn mundigenn Jarenn kommen, solche hanndtlunge bewilligt vnnd ratificiret, in deme das S.F.G. dieselbenn gepurlicher weise nicht hinderzogk, sonndernn zu beschlus seines lebenns gehalttenn,
Ja das mehr ist, Weil S.F.G. die Funfftausenndt guldenn, vnnd darnach auch viel Jar Jerlich zwey hundert gulden vonn den Pfennernn vff solche hanndtlung genommenn, so ist auch durch solch ratification der Henndell besten digk wordenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJa das mehr ist, Weil S.F.G. die Funfftausenndt guldenn, vnnd darnach auch viel Jar Jerlich zwey hundert gulden vonn den Pfennernn vff solche hanndtlung genommenn, so ist auch durch solch ratification der Henndell besten digk wordenn,
Es were auch Lanndtgraff Wilhelm vnngeachttet des vorgehenndenn Vnmundigenn altters, dadurch verbundenn wordenn, welche verpflichttung ssgl.[?] efft[?] Jtzt regirenndenn Furstenn, als seinem Sohnn gefellet.
C. si maio. fact. ratum habuerunt. et dicit ibi glos. tm̄. nihil referre an expressis Verbis ratum habuerit, Vel aliquid faciendo, per quod Videbatur ratum habere, per L. non solum ff. rem rat. haber. et alia iura ibidem per glos. allegata.
Zum achttenn, Da vorgewanndt wirdt, das die brieue vonn Lanndtgraff Wilhelmenn den pfennernn gegeben, allein bestettigungs brieue, wehrenn, Derowegen [gestrichen: kontten] sie Innhalts des allegirten Textes in c. cum dilecta, de confirma. util. uel inutil. den pfennernn [gestrichen: kont] neue gerechttigkeit gebenn, Darauff ist zusagl.2[?] das solche brieue, nicht schlechtte bestettigungs brieue seindt, sonndernn thun einenn herlichenn Contract Inn sich halttenn, Darauff auch Lanndtgraff Wilhelm von den Pfennernn — 5000 fl. enndtpfanngenn, vnnd darnach Jerlich auff solchem Contract zweÿ hundert guldenn bis auff diese Zeit gegebenn, Zum anndernn den fall zusezenn, da es gleich auch schlechtte Bestettigungs brieue wehrenn, als doch nicht ist, dennoch wurdenn der Pfenner priuilegia damit erweist, ob sie auch gleich die altenn Priuilegien vnnd vertrege nicht vorlegtenn, oder vorzulegenn hettenn, Vrsach, dann diese brieue seindt von Lanndtgraff Wilhelmenn, als einem Furstenn zu Hessen, gegebenn, welcher auch fug vnnd macht gehatt hette, die pfenner mit solchenn Priuilegijs vonn neuenn zuversehenn, vnnd zubedennckenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum achttenn, Da vorgewanndt wirdt, das die brieue vonn Lanndtgraff Wilhelmenn den pfennernn gegeben, allein bestettigungs brieue, wehrenn, Derowegen [gestrichen: kontten] sie Innhalts des allegirten Textes in c. cum dilecta, de confirma. util. uel inutil. den pfennernn [gestrichen: kont] neue gerechttigkeit gebenn, Darauff ist zusagl.[?] das solche brieue, nicht schlechtte bestettigungs brieue seindt, sonndernn thun einenn herlichenn Contract Inn sich halttenn, Darauff auch Lanndtgraff Wilhelm von den Pfennernn — 5000 fl. enndtpfanngenn, vnnd darnach Jerlich auff solchem Contract zweÿ hundert guldenn bis auff diese Zeit gegebenn, Zum anndernn den fall zusezenn, da es gleich auch schlechtte Bestettigungs brieue wehrenn, als doch nicht ist, dennoch wurdenn der Pfenner priuilegia damit erweist, ob sie auch gleich die altenn Priuilegien vnnd vertrege nicht vorlegtenn, oder vorzulegenn hettenn, Vrsach, dann diese brieue seindt von Lanndtgraff Wilhelmenn, als einem Furstenn zu Hessen, gegebenn, welcher auch fug vnnd macht gehatt hette, die pfenner mit solchenn Priuilegijs vonn neuenn zuversehenn, vnnd zubedennckenn,
ob gleich die pfenner zuuorn solche befreÿung nicht gehatt hettenn, Darumb beweisenn disfals die Befestigungs brieffe, vnngeachttet, ob gleich die priuilegia so bestettigt wurden, nicht mügenn vorgelegt1[?] werdenn, Quamuis etenim confirmatio nihil noui iuris tribuat, per supdicta, Quamuis etiam Instrumentum faciens mentionem de alijs Instrumentis non faciat fidem, nisi Instrumenta relata producantur. per text. in auth.a si quis in aliquo documento C. de edend. fallunt tamen hæc omnia quando confirmans siue referens potest principaliter denouo concedere,
quia tunc non est necesse constare de relato tex. est opt. in L. si donatio C. de donatio. ubi Testator confirmabat in Testamento donationem quandam, antea in Epistola factam et post mortem testatoris non apparebat Ep̄la, decidit Imperator, nihilominus donationem Valere,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitequia tunc non est necesse constare de relato tex. est opt. in L. si donatio C. de donatio. ubi Testator confirmabat in Testamento donationem quandam, antea in Epistola factam et post mortem testatoris non apparebat Ep̄la, decidit Imperator, nihilominus donationem Valere,
et quod ista Verba confirmatoria Testatoris contineant fidei commissum non obstante, quod de donatione relata non constiterit, ratio quia testator poterat de nouo dare, et per istum text. firmat hanc doctrinam iason in dict. auth.a si quis in aliquo 1x. sum.1
Et quod ista doctrina locum habeat etiam in literis confirmatorijs docet expsse glos. ordinaria in c. si Romanorum XIX dist. est glos. pen. in Verbo desinit,
de quo latius Videndus est jason in L. more ff de iurisdictio. om. iud. et Felin. in c. inter dilectos extra De fid. instrumento VII. sum. cum similibus.
Stat igitur firma conclusio, quod Illustrissimus Hassiæ Landgrauius non potest ædificare in memorato loco litigioso, nec etiam facere, quo alij extranei, ad quos istud iuxta tenorem transactionum et priuilegiorum iure hæreditario non spectat,
sint participes commodorum ex salinis prouenientium, nec aliud attentare, quo mediante derogetur iurib9 acquisitis et competentibus Illustræ Celsitudinis suæ subditis Salinarum dominis.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesint participes commodorum ex salinis prouenientium, nec aliud attentare, quo mediante derogetur iurib9 acquisitis et competentibus Illustræ Celsitudinis suæ subditis Salinarum dominis.
Nemblich, Wann auch gleich gemeiner nuzt des Lanndts zu Hessenn vnuermeidtlich erfordert, das mehr Salzkote gebauet werdenn mustenn, vnd die Pfenner vonn wegenn solches gemeinen nuzes pflichtig darin zuwilligenn, Ob nicht solcher bau den Pfennernn mit mehrem rechtte geburte, dann hochberumbtenn Lanndtgrauenn, oder Jemanndts annders,
so zu dem Salzwercke nicht geborenn, Ist zusagenn das vff diesenn fall (: vnnd wann auch gleich vber alle obanngezeigte Rechtsgrunde, gemeines nuzenns halbenn den pfennernn Jre gerechtigkeit, souiel die anzahl der kote belanngt, mochtte entgezogenn werdenn :) die pfenner den vortritt habenn:
Dann erstlich ist klarenn rechttenn, das ein grundt herr in der nuzung seines grundes vnnd Bodenns, einem Jeglichenn dem solche Gerechttigkeitt manngelt, vorgezogen wirdt, tex. in L. p̄ses.1
C. de seruit. et aqua. ibi durum est et crudelitati proximum agmen ortum in agro tuo, agris tuis sitientib. ad aliorum usum propagari, et ita ordinata charitas incipit à seipso, ut ibidem not.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteC. de seruit. et aqua. ibi durum est et crudelitati proximum agmen ortum in agro tuo, agris tuis sitientib. ad aliorum usum propagari, et ita ordinata charitas incipit à seipso, ut ibidem not.
Anthonij De bu. et Panorm. in c. dilecti, De Arbitrij, in quantum concludunt, quod Dominus fundi profertur in pascuis omnibus extraneis, etiamsi præscripserint ibidem pecora sua pasere1, nihilominus tenentur cedere Domino si pascua non sufficerint.
Ergo p̄fertur Dn̄s. alijs Aber das kann nicht verneint werdenn, das die Pfenner des ortts, vnnd nemblich in Sodenn, Grundtherrenn vnd Domini seindt, dann solches volgtt erstlich aus der lanngkwirigenn verJährung, vonn vndenncklicher Zeit hero, wie obenn zur nottturfft bewert, Zum anndernn erscheint solches auch aus Lanndtgraff Wilhelms des mittlernn schreibenn oder brieffenn, sonnderlich aus deme, welcher im siebenn vnnd achzigstenn Jare der Weniger Zahl, (Freitags post Dionijsij datiret, da diese wortt befindenn,
Wir wollenn auch vnnd Vnsere Erbenn vnnd nachkommenn, vns in den genanntenn Bodenn vnnd Salzwercke, keiner gerechttigkeit anmassenn oder vnderziehenn, ausgeschlossenn die Obrigkeitt des Gerichts vber hals vnnd hanndt, vnnd die Gerechttigkeit vnnsers Zols, den wir oder vnser erbenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWir wollenn auch vnnd Vnsere Erbenn vnnd nachkommenn, vns in den genanntenn Bodenn vnnd Salzwercke, keiner gerechttigkeit anmassenn oder vnderziehenn, ausgeschlossenn die Obrigkeitt des Gerichts vber hals vnnd hanndt, vnnd die Gerechttigkeit vnnsers Zols, den wir oder vnser erbenn,
Ecce. hieraus erscheint klar, das die Pfenner grundt herrnn seindt auch ex titulo oneroso, Dann weil der Lanndtgraff, vor sich vnnd seine nachkommenn allein den Zoll vnnd Obrigkeit vber hals vnnd hanndt vorbehelt, So volgt notlich, das alle anndere gerechttigkeitt, den pfennernn zustehet, Vnnd wann gleich der ort, da die pfannenn gebauet werdenn sollenn,
vnnd also grundt vnnd bodenn in Sodenn zuuor einem Lanndtgrauenn eigenthumblicher weis zugestanndenn were, das doch solcher eigenthumb durch obanngezeigte Contract den Pfennernn zukommen, Quia unius exclusio alterius est inclusio, maximè cum in potestate excludentis sit,
includere et excludere tex. est in c. nonne, De præsumptio, ibi, unum negando al terum concessit, tex. in L. cum de lanionis §. quidam. ibi, legauit domum cum omnibus affixis.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteincludere et excludere tex. est in c. nonne, De præsumptio, ibi, unum negando al terum concessit, tex. in L. cum de lanionis1 §. quidam. ibi, legauit domum cum omnibus affixis.
Ergo non continentur instrumenta debitorum. et §. cum fundum. ibi, eos solos qui noiati essent. ff. de fund. instruct. tex. est in L. cum p̄tor unum ex pluribus iudicare Vetat, cæteris id committere Videtur ff. de iudicij. sequitur consulendo d.
Nam quod liquide, ibi si penus legata sit p̄ter Vinum, omnis penus legata esse videtur præter Vinum ff. de penu legat. pro qua regula plura cumulat Felin. in c.
Quoniam frequenter in princip. ut lite non constat. non procedatur Darumb volgt aus dem anndernn, das die pfenner als eÿgenthumbliche herrnn des streitigenn orts, in erbauung der neuenn Pfannenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn vnnd menniglichenn vorgezogenn werden, Diesem grunde kompt auch wohl zu hulffe, das ob gleich anngegebener gemeiner nuze, der Landtschafft Hessenn, den pfennernn diese freÿheit vnnd gerechttigkeit enndtziehenn soltte, Nemblich das es beÿ den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn vnnd Bodenn, Innhalts der vertrege vnnd Contracten nicht bleibenn, sonndern der mehr erbauet vnnd auffgerichttet werdenn solttenn, So habenn doch die pfenner noch ein anndere befreÿung, vnnd wohlerlanngte Gerechttigkeit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
de lanionis — Allegation unsicher); ut lite non constat (Lesung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuoniam frequenter in princip. ut lite non constat. non procedatur Darumb volgt aus dem anndernn, das die pfenner als eÿgenthumbliche herrnn des streitigenn orts, in erbauung der neuenn Pfannenn hochberumbtenn Lanndtgrauenn vnnd menniglichenn vorgezogenn werden, Diesem grunde kompt auch wohl zu hulffe, das ob gleich anngegebener gemeiner nuze, der Landtschafft Hessenn, den pfennernn diese freÿheit vnnd gerechttigkeit enndtziehenn soltte, Nemblich das es beÿ den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn vnnd Bodenn, Innhalts der vertrege vnnd Contracten nicht bleibenn, sonndern der mehr erbauet vnnd auffgerichttet werdenn solttenn, So habenn doch die pfenner noch ein anndere befreÿung, vnnd wohlerlanngte Gerechttigkeit,
nemblich, das ann den benanttenn Salzwerckenn, niemanndts Pfannenn theil habenn, besizenn, oder alda Salz siedenn soll, er seÿ dann aus der gebaurschafft geborenn, Das auch die Lanndtgrauenn, Jrer f. gl. erbenn vnnd nachkommenn selbst, oder durch anndere leute, in oder auswenndigk den Sodenn,
vf eine meÿl1 weges in keine weise die Pfenner wollenn lassenn vberbauenn, Wie solches die vertrege vnnd Contracts brieue klerlich gebenn, Daraus vnuermeidlich volgt,
Ob gleich mehr Boden mustenn gebauet werdenn, das solches auch Innhaltts der vertrege vnnd Contracten, vnnd darauff der Pfenner erlangten Gerechttigkeit, durch benanntte Pfenner, vnnd nichtt durch fürstl.
Gn. zu Hessenn, oder Jemanndts anders darzu nichtt geborenn, beschehenn müste, Dann ob gleich der gemeine nutz dringet, das mehr Pfannenn erhabenn werdenn mustenn, So ist doch dem gemeinenn nutzenn nichts darann gelegenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGn. zu Hessenn, oder Jemanndts anders darzu nichtt geborenn, beschehenn müste, Dann ob gleich der gemeine nutz dringet, das mehr Pfannenn erhabenn werdenn mustenn, So ist doch dem gemeinenn nutzenn nichts darann gelegenn,
Ob solche newe Pfannen durch den Furstenn, oder die Pfenner auffgerichttet werden Sonnder er ist allein darann begnüget, das des Saltzes im Lannde gnugsamb verschafft werde, vnnd des gar kein mangell sey.
Welcher sonnderlicher nutz den Pfennernn ihre Gerechttigkeit vnnd freyheit, zu rechte, auch in dem wenigstenn nicht kann verdruckenn, mindernn oder auffhebenn.
Nam ista vtilitas publica, quæ affert vtilitatem suam in communi et non in particulari, qualis est vtilitas Came ræ fiscalis, siue principis in iuribus de nouo quærendis non præfertur vtilitati priuatæ ita concludit Bart. in spē in L. 1.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNam ista vtilitas publica, quæ affert vtilitatem suam in communi et non in particulari, qualis est vtilitas Came ræ fiscalis, siue principis in iuribus de nouo quærendis non præfertur vtilitati priuatæ ita concludit Bart. in spē1 in L. 1.
XXV. sum. ff. sol. matrimo. vbi dicit principem solere vtilitatem priuatam subditorum p̄ferre vtilitati Cameræ suæ ne Videatur auarus, st̄ verba Bart. pro quibꝰ allegat L. ij sed corrupte, est enim L. 1 § namq; hæc omnia.
C. de 2dis2 nup. vbi Imp̄ator iubet omnia q̄ perdit mulier, infra tempus luctus nubens, dari hæredibus mulieris ab intestato Venientib. et non fisco suo.
Atq; ideo ne Viderentur Imperatores, proprium compendium subditorum vtilitati p̄ponere, statuerunt magis priuato quam fisco fauendum, et ideo in dubio contra fiscum pronunciandum esse, ita dicit iuris consult. in L. non puto. ff. de iure fisci, vbi de hoc latius per Doctores.
Unsichere Lesungen
spē — Abkürzung, wohl specie); L. 1. XXV. sum. (Allegation, Zeichen unsicher
Auff die dritte frage, Nemblich, Ob dadurch das die geschicktenn der Pfenner, welche allein beuelch gehapt, vmb erstreckung des anngesetztenn Termins zubittenn, sich habenn vernehmenn lassenn, die Pfenner wurdenn der Lanndtschafft hessenn rechtlich erkanndtnus annehmen, vnnd nicht abschlagenn, denn Pfennernn dieser nachtteil gewirckt, das sie der Lanndtschafft rechtliche erkandtnus duldenn müstenn, der geschicktenn bewilligung nach. darzu ist zuanntworttenn, Nein, dann dieweil die geschicktenn ein gemessenenn beuelch gehapt,
nemblich erstreckung des Termins zubittenn, So hatt Inenn auch nicht gepüret, solchenn beuelch zu vberschreittenn, vnnd alles was sie auch vber solchenn Irenn habenndenn beuelch gehanndtlet vnnd gewilligt, ist vonn vnkrefftenn, den Pfennernn als beuelchgebernn vnnschedtlich,
vnnd kann also aus mannglung gebürlichs mandats darfür nicht geachtet werdenn, das gemeine Gebaurschafft1, durch solche der geschicktenn bewilligung, in der Lanndtstennde rechtliche erkanndtnus compromittirt hettenn, welches durch nachuolgennde Rechtsgründe bewert wirdet.
Transactionis C. de transactionibus, vbi procurator constitus ad agendum non potest facere transactionem in præiudicium domini, nec mirum, limitata n. causa limitatum producit effectum. tex. est in L. age cum Geminiano.
Et si apparuerit de minore esse transactum, et ibi Alexander Detiꝰ2 Jason, Curtius et communiter omnes tex. est in L. in agris limitatis non habet locum ius alluuionis ff. de acqr. rer. domi.
Addo quod mandati fines diligenter st̄ custodiendi, tex. ad literam in L. diligenter ff mandat. tex. in c. cum dilecta De rescriptis. ibi, ipsi formam apostolici rescripti transponentes de quo plene p̄ Felin. in cap. causam q̄ VI sum. cum seqntib. extra de re iudicat.
Unsichere Lesungen
sp̄em — Kürzel, wohl speciem
Detiꝰ — Name Decius, Kürzel); q̄ VI sum. (Allegation, Zeichen unsicher
Lanndenn gesessenn, allein zu hanndtlung gefordert, die Innlenndischenn Pfenner vonn den auslenndischenn, vnnd so ausserhalb des Lanndes zu hessenn gesessenn, in diesem hanndell scheidenn, vnnd also trennen mugenn, darauff ist zuanntworttenn, Ob wohl hochgedachttenn fürstenn kein mas zugebenn ist, Wenn Fgl. in diesem hanndell oder auch sonnstenn bescheidenn, vnnd zu sich fordernn wollenn, So ist es doch an deme, das Fgl. in diesem hanndell der Pfenner semptliche vnnd vnnzertheilige gerechttigkeit belanngennde, mit denn Einlenndischenn Pfennernn, ob die gleich darin heletenn2[?] vnnd willigtenn, ohne der auslenndischenn Pfenner wissenn, willen, vnnd verfawortenn3[?], krefftiglich nichts schliessenn, noch orttern magk, Es habenn auch die Einlenndischenn Pfenner, nicht fugk ohnn beysein oder willenn der auslenndischenn, in diesem hanndell obangezeigte Gerechtigkeitt belanngennde, weder guetlich oder rechtlich zuverfahrenn, Vhrsach, dann diese sache, Ob sie gleich vmb vnnzertrennliche Gerechttigkeit, vorfellet, belangt sie doch die Pfenner alle in sonnderheit, darumb kan auch ohnn Ihr aller verwilligung darin nichts geschlossen werdenn, Sonnderlich auch, weil die auslenndischenn, sich des hanndels nit enndtschlagenn, sonndernn erbietigk seindt, sich nebenn denn Einlenndischenn der sachenn anzunehmenn, So könnenn in diesem fall, vnnd nach gelegennheit dieses hanndels, die Einlenndischenn auch als kriegsverwanndtenn vnnd Consortes litis, der auslenndischenn halbenn, weil sich dieselbigenn des hanndels nicht enndtschlagenn, sonndernn darbey sein wöllenn, ohnne derselbenn ausdrucklichenn beuelch hierin nichts hanndelnn oder vornehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLanndenn gesessenn, allein zu hanndtlung gefordert, die Innlenndischenn Pfenner vonn den auslenndischenn, vnnd so ausserhalb des Lanndes zu hessenn gesessenn, in diesem hanndell scheidenn, vnnd also trennen mugenn, darauff ist zuanntworttenn, Ob wohl hochgedachttenn fürstenn kein mas zugebenn ist, Wenn Fgl. in diesem hanndell oder auch sonnstenn bescheidenn, vnnd zu sich fordernn wollenn, So ist es doch an deme, das Fgl. in diesem hanndell der Pfenner semptliche vnnd vnnzertheilige gerechttigkeit belanngennde, mit denn Einlenndischenn Pfennernn, ob die gleich darin heletenn[?] vnnd willigtenn, ohne der auslenndischenn Pfenner wissenn, willen, vnnd verfawortenn[?], krefftiglich nichts schliessenn, noch orttern magk, Es habenn auch die Einlenndischenn Pfenner, nicht fugk ohnn beysein oder willenn der auslenndischenn, in diesem hanndell obangezeigte Gerechtigkeitt belanngennde, weder guetlich oder rechtlich zuverfahrenn, Vhrsach, dann diese sache, Ob sie gleich vmb vnnzertrennliche Gerechttigkeit, vorfellet, belangt sie doch die Pfenner alle in sonnderheit, darumb kan auch ohnn Ihr aller verwilligung darin nichts geschlossen werdenn, Sonnderlich auch, weil die auslenndischenn, sich des hanndels nit enndtschlagenn, sonndernn erbietigk seindt, sich nebenn denn Einlenndischenn der sachenn anzunehmenn, So könnenn in diesem fall, vnnd nach gelegennheit dieses hanndels, die Einlenndischenn auch als kriegsverwanndtenn vnnd Consortes litis, der auslenndischenn halbenn, weil sich dieselbigenn des hanndels nicht enndtschlagenn, sonndernn darbey sein wöllenn, ohnne derselbenn ausdrucklichenn beuelch hierin nichts hanndelnn oder vornehmenn,
Vnnd darumb soltte gut sein, ob gleich die auslenndischen Pfenner zum hanndell nicht erfordert, das sie gleichwol nebenn den Einlenndischenn, durch sich oder Ire Volmechttige, den anngesetztenn tagk besucht hettenn, vnnd sich in diesem hanndell, aus dapfferen wichtigenn Vhrsachenn nicht liessenn scheidenn, Sondern so fernn Ire erscheinenn anngefochtenn vnnd anngezogenn wurde, im hanndell zum glimpfflichstenn antragenn liessenn, Ob wohl der tag zettell vermochte, das vf anngesetztenn Termin die Pfenner so im Fürstenthumb Hessenn gesessenn, allein erscheinenn solttenn, Weil aber die anndernn Pfenner, ausserhalb Lanndts gesessen, anndem Saltzwergk nicht weniger als die Einlenndischẽ berechttigt, So were auch der Pfenner vnderthenige hoffnung, es wurde Fgl. gemüt vnnd sin nicht sein,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd darumb soltte gut sein, ob gleich die auslenndischen Pfenner zum hanndell nicht erfordert, das sie gleichwol nebenn den Einlenndischenn, durch sich oder Ire Volmechttige, den anngesetztenn tagk besucht hettenn, vnnd sich in diesem hanndell, aus dapfferen wichtigenn Vhrsachenn nicht liessenn scheidenn, Sondern so fernn Ire erscheinenn anngefochtenn vnnd anngezogenn wurde, im hanndell zum glimpfflichstenn antragenn liessenn, Ob wohl der tag zettell vermochte, das vf anngesetztenn Termin die Pfenner so im Fürstenthumb Hessenn gesessenn, allein erscheinenn solttenn, Weil aber die anndernn Pfenner, ausserhalb Lanndts gesessen, anndem Saltzwergk nicht weniger als die Einlenndischẽ berechttigt, So were auch der Pfenner vnderthenige hoffnung, es wurde Fgl. gemüt vnnd sin nicht sein,
die auslenndischenn Pfenner zu abbruch Irer gerechtigkeit, vonn denn einlenndischenn zusondern, Innorderst1[?] weil Fgl. gnediglich zubetrachttenn, das in diesem fall, da alle Pfenner gleiche vnnzertheilte Gerechttigkeit habenn, ein theil ohne das anndere nicht wohl zuschliessen, habe, vnnd darumb, damit deswegenn in diesem hanndell nicht möchtte hinderung vorfallenn, hettenn sich die auslenndischenn Pfenner vnderthenniger wohlmeinunge,
vnnd zu forderung des hanndels, auch dahin gefugt, Inn vnderthenniger zuuersicht Fgl. wurdenn solche der Pfenner wohlmeinung gnediglich vermercken, vnnd wie nun solchs mit bestem glimpff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd zu forderung des hanndels, auch dahin gefugt, Inn vnderthenniger zuuersicht Fgl. wurdenn solche der Pfenner wohlmeinung gnediglich vermercken, vnnd wie nun solchs mit bestem glimpff,
Cum igitur istud negocium ad omnes Salinarum dominos æqualiter spectet, et eorum vt singulorum res agatur non Video quo pacto quidam ex eis absq; aliorum consensu et approbatione cum Illustrissimo Hassiæ principe, possint pacisci, transigere, contrahere, uel conuenire.
quod in causis contingentibus capitulum uel uniVersitatem maior pars capituli siue uniuersitatis potest statuere etiam minori parte contradicente, non obstante quod etiam ibi omnes tangit negocium.
Atq; ita in simili dicendum Videbatur esse istos dominos Salinarum in ducatu Hassiæ commorantes Vel maiorem partem posse conuenire cum principe cæteris alibi commorantibus numero minorib. etiam multis.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAtq; ita in simili dicendum Videbatur esse istos dominos Salinarum in ducatu Hassiæ commorantes Vel maiorem partem posse conuenire cum principe cæteris alibi commorantibus numero minorib. etiam multis.
Quia ℞1 contrarium procedere in his quæ spectant ad plures ut uniuersos, quia tunc maior pars concludit, nisi minor pars fuerit Sanior, et rationabiliter contradicat ut dicit tex. in d. c. 1.
De his qui fuit[?] à moior[?]. ibi Nisi à pauciorib. et inferiorib. rationabiliter aliquid obiectum fuerit, secus autem est in his q̄ pertinent ad plures ut singulos (: sicuti est hic in casu nostro ubi lucrum et damnum proueniens ex iure de quo iam disceptatur redundat ad omnes :) q̄a tunc necesse est omnes consentire,
Quia ℞ hoc Verum esse quando consors apparet uoluntate uel p̄ter Voluntatem alterius consortis, et ita consorte ignorante seu permittente, secus autem esset si uellet agere contra Voluntatem consortis,
Pomponius § fin ff. de procurator. ubi etiam coniuncta persona repellitur si constiterit de contraria Voluntate ipsius, pro quo interuenit, De quo pulch.
Secundo dico quod L. 1. loq̄tur in casu, quando nonnulli ex consortib. sunt absentes et non comparet, hoc Vult tex, ibi, Nec adiuncta præsentia, Ergo consortib. omnib. præsentib. siue comparere Volentibus non possunt pro parte conueniri et hoc sensit Castrensis in d.
De liberal. causis quæ lex expresse ita declarat, ut habeat ista mā1[?] locum, altero ex consortib. absente, dum dr̄ quod si nondum finito negocio superuenerit absens ipse, eum ad eundem iudicem mittendum Cum igitur isti consortes non citati, non sint absentes neq; contumaces,
sed offerant se defensioni una cum alÿs Salina℞ Dominis, non Video quid obstet, quo minus omnes admittantur, maxime cum ius istud, de quo iam contentio est,
Ob der Hochberuembte Lanndtgraff auff wiedderstattung, der funff tausenndt guldenn, so Sfgl.2[?] Vatter, vonn den Pfennernn vf[?] vrälbernn=[?] tem Contract enndtpfangenn, wieder durück3[?] ziehenn, vnnd auffhebenn muge, Darauff ist geanntwortenn, das Hochbenanntter Furst zu wiederruffung vnnd durück4[?] ziehung gehalttener Vertrege vnnd Contracten auch auff gepurliche erlegunge des Jenigenn so die Pfenner darauff gegebenn, wieder der Pfenner willenn mit rechtte nicht kommen möge,
Nam siue contractus isti fuerint nominati siue innominati iamtam1 nisi omnibus qui contraxerunt consentientib. non possunt reuocari, neq; proderit quicq̄ poenitentia, Si enim fuerint contractus nominati,
tunc res est clara, quia in contractibus nominatur non est locus poenitentiæ neq; reuocationi. tex. est in L. sicunt2, ubi, Legistæ C. de actio. et oblig.
Sicuti (: inq̄t Imperator :) ab initio libera potestas unicuiq; est habenda Contractus, ita renunciare semel constitutæ obligationi, aduersario non consentiente, minime, minimè potest,
Similis est tex. in L. in commodato § sicut autem Voluntatis. ff. commodat. tex in c. licet uniuersis liberum sit arbitrium. et ibi Panor. et alÿ Canonist. extra de Vot. et Vot. redemp.
Et est hoc in tantum Verum, ut etiamsi in istis contractibus nominatur una pars contrahentium, non obseruet conuenta, quod tamen altera pars, non ad restitutionem, sed ad implementum contractus agere possit, tex. est in L. in ciuile C. de rei Vendicatione.
Cum igitur isti Domini Salinarum seu eorum prædecessores, Vigore istorum contractuum soluerint Patri Illustrissimi Hassiæ Ducis, quinq; millia florenorum et annuatim ducentos aureos, et ita res non sit integra, Ergo non potest locum habere poenitentia, maximè ex parte principis tanquam partis cui est impletum.
Quod quamuis transactio sit contractus innominatus probatur per legem. cum proponas qͣ, ibi nullam ex transactione actionem natam C. de pact. tex. in L. 1. conuentionis ff. de pactis. ubi transactio et contractus ponuntur,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteQuod quamuis transactio sit contractus innominatus probatur per legem. cum proponas qͣ1, ibi nullam ex transactione actionem natam C. de pact. tex. in L. 1. conuentionis ff. de pactis. ubi transactio et contractus ponuntur,
Ob den Pfennernn rechtlich oder Suenliche vnnd guetliche Ertterung2[?] dieser gebrechenn, am zutreglichstenn, Ist in alwege zurathenn, das sich Gemeine Gebauerschafft, mit Hochbenanttem Lanndtgrauenn, als Irem Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, souiel Immer mehr muglich, gutlich vertragenn, vnd ohn vnreidliche3[?] notturfft, in keinenn verdrieslichenn Zanck ein lassenn, ob sie auch gleich darueber einenn leidtlichenn nachteil duldenn solttenn, Vhrsach, Dann die erfahrung gibt, Wo zwischenn der Obrigkeit vnnd den Vnderthanenn beschwerlicher wiederwille einfeltt, das solches, zu dem das es selbst ann sich selbst ergerlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteOb den Pfennernn rechtlich oder Suenliche vnnd guetliche Ertterung[?] dieser gebrechenn, am zutreglichstenn, Ist in alwege zurathenn, das sich Gemeine Gebauerschafft, mit Hochbenanttem Lanndtgrauenn, als Irem Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, souiel Immer mehr muglich, gutlich vertragenn, vnd ohn vnreidliche[?] notturfft, in keinenn verdrieslichenn Zanck ein lassenn, ob sie auch gleich darueber einenn leidtlichenn nachteil duldenn solttenn, Vhrsach, Dann die erfahrung gibt, Wo zwischenn der Obrigkeit vnnd den Vnderthanenn beschwerlicher wiederwille einfeltt, das solches, zu dem das es selbst ann sich selbst ergerlich,
alle wolfart vnnd gedeyenn der Vnderthanenn hindert, Vnnd darumb Ob gleich die Pfenner Ire gerechttigkeitt zu rechtte gentzlich erhieltenn, so were doch zubesorgenn, das die abgunst Ires Lanndtsfurstenn, in anndernn sachenn allerley beschwerung möchtte Verursachenn, Vnnd darumb ist sicherer,
wo sie Ire gerechttigkeit gentzlich in der guete, durch flehliche vnderthenige bitte, nicht erhalttenn könnenn, das sie darann, souiel ohn Ihrenn Vertrefflichenn1[?] nachtteil beschehenn kann, etwas lassenn schwindenn, Ohne zweiuell Hochberumbter Furst wirdet sie als S.
Vnderthanenn, nach einreumung2[?] Irer habendenn gerechtigkeit gar nicht, oder doch Je Vber die masse nicht beschwerenn.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnderthanenn, nach einreumung[?] Irer habendenn gerechtigkeit gar nicht, oder doch Je Vber die masse nicht beschwerenn.
Solltte aber Je in der guete nit was findenn werdenn, des mann sich doch zum Hochstenn befleissigenn soll, So möchten die Pfenner Hochberuembtenn Irenn Lanndtsfursten, vnderthenigklich vnnd mit bestem glimpff anlangen, das Sfgl.1[?] der gerechttigkeit zusteure, vnnd den Pfennernn zugnadenn,
diese sache bey einer beruffenner[?] Vniuersitet wolltte versprechenn lassenn, Damit Sfgl.3[?] zuspurenn, das sie die Pfenner nichtts liebers wolttenn, dann mit Sfgl.4[?] auffs schleunigste enndtscheidenn zusein, Ad prædicta benè facit, quod scribit Salustius, Concordia paruas res crescere, discordia magnas dilabi.
Testatur enim ipsa Veritas, omne regnum in se diuisum desolari, Secuti enim concordia operatur constructionem, ita eius oppositum Discordia dissipationem et Destructionem.
ut cum bono pacis et concordiæ possit pensari. tex est in L. repræhendenda tu magis est ibi, Oportet præferre lucro concordiam maritalem et ibi notat Baldus C. de Institutio. et substitutionib.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteut cum bono pacis et concordiæ possit pensari. tex est in L. repræhendenda tu1 magis est ibi, Oportet præferre lucro concordiam maritalem et ibi notat Baldus C. de Institutio. et substitutionib.
Et propter bonum pacis et concordiæ et ratione Scandali Vitandi aliquando receditur ab expressa legis dispositione ut probatur in l. qui decem ff. ad leg.
Magnum igitur lucrum accedet dominis Salinarum si nonnihil, absq[ue] tamen enormi præiudicio, de iure suo remittendo concordiæ studuerint, atq[ue] ita sumptus pericula atq[ue] alias molestias litis Vitauerint.
HÆC VTCVNQVE CONGESTA BONI CONsulite, non enim poterant in tam angusto temporis spatio, accuratius elaborari, ideoq[ue] omnia dicta sint, absq[ue] præiudicio potioris et eruditioris sententiæ iuxta L.
Was nach diesem Consilijs zwischenn vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd den gemeinenn Pfennernn bis vff Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno 39 vorgelauffenn, daruonn hab ich keine nachrichtung findenn können, Es erscheinet aber aus baldt volgendem tractationibus, das vnser gnediger furst vnnd herr mit dem bawenn der Saltzbodenn vnnd dem Saltzsiedenn vortgefahrenn, vnnd solches aus dem grunde, dieweil Sfgl.1 solches die Lanndtstennde zuerkanndt, so wirdets auch ohnnötig erachttet, das solches alles nach der lennge, wanns schonn gefundenn wurde, inserirt solte werdenn,
Doch ist Immittelst dieser zeitt der erste vertragk, so drindenn im drittenn buch inserirt solle werdenn, abgehanndelt vnnd verglichenn wordenn, Nota. alles was weitters hiernechst in diesem andern buch volget, ist mir aus der archiuen gemeiner Pfenner benebenn den vorhergehenden Consilijs, communicirt worden,
denn sonst in F. g. f.[?] vnd hern Repositur hieruon nichts vorhanden, Auff heut Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno ec. 39. seindt beide Rethe sampt den verordenntenn des Ausschosses vnd Ampttreger Gemeiner Pfenner beyeinannder gewesenn, vnnd seindt Inenn sachenn vorgelauffenn, Wie volget.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Sfgl. — Kürzel, Lesung unsicher); F. g. f. (Kürzel unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenn sonst in F. g. f.[?] vnd hern Repositur hieruon nichts vorhanden, Auff heut Mitwochenn nach Fabiani vnnd Sebastiani Anno ec. 39. seindt beide Rethe sampt den verordenntenn des Ausschosses vnd Ampttreger Gemeiner Pfenner beyeinannder gewesenn, vnnd seindt Inenn sachenn vorgelauffenn, Wie volget.
Erstlich beclagenn sich Johann Niedennstein der Eltter Hanns Lorper1[?] sampt Irer geselschafft, das Ihnenn Ihr Bodt vngeuehrlichenn bey funfftzehen wochenn Ires knechts mit nahmen Henckell Schweizers halbenn wust gelegenn, Welcher sie zuwidder dem furstlichenn vffgerichttenn vertrage,
ohnn alle schuldt, vnnd sache verurlaubet, in mercklichenn Iren schadenn, vnnd furdert der annder knecht, welchenn sie hinein zunehmenn willenns — 13½ fl. als im nehmenn — 4.
Wimmunge2[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten3[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt1, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt1, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell2, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWimmunge[?], Darauff habenn obenngemelte der ausschos vnnd ampttreger gemeiner pfenner aus beweglichenn Vhrsachen enndtlich beschlossenn, Nach dem Henckelnn vnnd Clawes vom Vrbenn, Innhalt dem furstlichenn aufgerichttenn vertrage, durch Saltzgreuenn vnd Wartten[?] ausgebottenn, vnnd sie daruber der Pfenner Ordenung vnnd gebott verachttet, sollenn sie vff mit wissenn des Renntmeisters alttem herkommenn nach gefenglich angenommenn, vnnd verwart werdenn, Item Nach dem der annder knecht, den Johann Schaffnit sampt seiner geselschafft annzunehmenn willenns, den Pfennernn vormahls nicht eidthafftigk gewesenn, Ist vor nutz vnnd gut, grossernn schadenn zuuerkommenn, vom obenngerurtenn dem ausschus vnnd ampttregern, anngesehenn wordenn, das demselbenn wohl ein zimlichs zugebenn sey, aber mit den knechttenn, so den Pfennern vormahls eidthafftig, soll es vermuge der Ordenung vnnd annders, nicht gehalttenn werdenn, Desselbigenn tags ist vom obgerurtenn vor gut anngesehen, vnnd verordenet, das Johann Niedennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George Sieffridt, vnnd Constantin Casselmann gein Cassell abgefertiget wordenn, Furstlichen gnadenn Irer der Pfenner beschwerung dieser nachuolgenndenn artickell Innhalt der Instruction vnderthenigklich annzuzeigen, vnnd derselbigenn gnedigenn abschaffung zubitten, Zum erstenn, Belanngendt das Sohlennziehenn vnd Pompenn in dem Bornne, Zum anndernn das Saltzmessen vnnd liefernn, Zum drittenn Sfgl. die form des Eidts, so der Pfenner knechtte Jerlichenn thun söllen, vnderthenigklich zuubergebenn, Instructio, vnnd Gewalt, Was die Saltzgreuenn, Warttenn vnnd annder Gemein Pfenner, Nemblich Johann Nidennstein, Johann Casselmann, Vrbann Eholdt, George vom Cappell, vnnd Constantin Casselman, vonn wegenn der Bawerschafft, vnnd aus beuehl des ausschosses gemeiner Pfenner, ann vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zutragenn, vnnd volle macht haben sollenn, vnnd vf die beschwerten artickell gnedige abschaffung zubittenn, Erstlich, Nach dem hiebeuornn zu mehrmahlen an Sfgl. ist gelanngt, vnnd gebettenn wordenn, das der artickell, Betreffenn das Sohlennziehenn, dermassen mochtte vom Sfgl. knechttenn, vnd vff Sfgl. seittenn gebraucht wordenn, das es vonn Armenn Pfennernn ohnne schadenn sein möchtte, gnedigenn Rath vnnd wohlgut meinung, darmit der vertragk mit gebrenncket1[?], sonnder gehalttenn, mitzutheilenn, Darauff vor gut anngesehenn wordenn, das Sfgl. etliche Pompenn gesatzt,
vnnd auch den Pfennernn, doch dem vertrage vnabbruchlich etliche Pompen zusetzenn bewilligt, Ob dardurch der manngell vnnd klage abgeschafft werdenn möchtte, seindt alle mittell vnnd wege furgenommenn, vnnd versucht, Dieweil es sich aber aus Vhrsachen so am tage nicht schickenn will, oder aber auch die Pompenn dem Bornne nicht gut thun werdenn, zubittenn, das sie in dem, weitter dann der vertragk mitbringet, nit zubeschwerenn, Sonnder annzuhaltenn, das es im ziehenn vnnd siedenn, Innhalts dem vertrage gehalttenn werde, Zum anndernn, dieweil aus dem artickell eruolget, das es im verkauffe, vnnd ladung des Saltzes auch manngell gesehret2[?], vnnd doch damit der Pfenner Saltz erst verkaufft vnnd geladenn werden solle, Im vertrage vff zwene wege gestelt, die Sfgl. vorbehalttenn, Doch in alwege zugebrauchenn, das es den Pfennernn ohn nachtteil vnnd schadenn sein soll, So habenn Sfgl. erstlich furgehapt, als auch verschiebenn, das der Pfenner Saltz erst abgeladenn, vnnd kein Saltz geschatzt werdenn solle,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd auch den Pfennernn, doch dem vertrage vnabbruchlich etliche Pompen zusetzenn bewilligt, Ob dardurch der manngell vnnd klage abgeschafft werdenn möchtte, seindt alle mittell vnnd wege furgenommenn, vnnd versucht, Dieweil es sich aber aus Vhrsachen so am tage nicht schickenn will, oder aber auch die Pompenn dem Bornne nicht gut thun werdenn, zubittenn, das sie in dem, weitter dann der vertragk mitbringet, nit zubeschwerenn, Sonnder annzuhaltenn, das es im ziehenn vnnd siedenn, Innhalts dem vertrage gehalttenn werde, Zum anndernn, dieweil aus dem artickell eruolget, das es im verkauffe, vnnd ladung des Saltzes auch manngell gesehret[?], vnnd doch damit der Pfenner Saltz erst verkaufft vnnd geladenn werden solle, Im vertrage vff zwene wege gestelt, die Sfgl. vorbehalttenn, Doch in alwege zugebrauchenn, das es den Pfennernn ohn nachtteil vnnd schadenn sein soll, So habenn Sfgl. erstlich furgehapt, als auch verschiebenn, das der Pfenner Saltz erst abgeladenn, vnnd kein Saltz geschatzt werdenn solle,
der Pfenner saltz sey dann erst Innhalts dem vertrage verkaufft, So habenn doch Sfgl. aus besorgung, das Sfgl. knechtte ein solches beschwert, vnnd den anndernn artickell, als das Sfgl. ein solches der Pfenner gesottenn saltz vffschuttenn wolle, vnnd in dem Innhalts dem vertrage zugelebenn, auch darzu etlichenn behalt gemachtt, Dieweil aber in dem liebbernn1[?] vnnd vffschuttenn des Saltzes ein beschwerung, den Pfennernn vorfellet, vnd sonnderlich in dem das Ire knechtte das Saltz allererst, Wann die dritte pfann vber dem fewre die zwo gesottene,
vnnd vffgehabene Pfann Saltzes Sfgl. bezahlet, zumessenn sollenn, vnnd ann annder arter liefernn, dann sie Je vnnd alwege dem Ladegast geliefert, wissenn sie keines wegs zuthun, vnnd wo sie des vermöge dem vertrage nicht mögen verschonet werdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd vffgehabene Pfann Saltzes Sfgl. bezahlet, zumessenn sollenn, vnnd ann annder arter liefernn, dann sie Je vnnd alwege dem Ladegast geliefert, wissenn sie keines wegs zuthun, vnnd wo sie des vermöge dem vertrage nicht mögen verschonet werdenn,
könnenn sie nicht einenn knecht auff Irer seittenn behalttenn, Bittenn hierauff das Sfgl. dem artickell ein anndern weg gebenn wolle, darmit die Pfenner vnnd Ire knechtte aus Crafft Irer Erbgerechttigkeit, Ires Saltzes von erst abwerdenn1, vnnd Sfgl.
Saltz, welch Sfgl. mitt geringerm schadenn thun kann, vffschuttenn lassen, Zum drittenn, Nach dem Sfgl. gnedigklich begert, den eidt, wie vnnd welcher gestalt die knechtte hinfurtter Sfgl. zu seinem rechttenn, vnnd den Pfennernn vnnd guthern, zu Irem rechttenn lobenn vnnd schwerenn sollenn, zuzustellenn, Vbergebenn sie Sfgl. diesenn begriff, vnnd wollenn, das Sfgl. sie vnnd Ire knechtte aus Crafft gerurtter Erbgerechttigkeitt, vnnd Innhalts dem vertrage, das der Pfenner knechtte, niemandts dann Ihnenn eidthafftig sein sollenn, sie darbey gnedigklich lasse, schutze, schirme, vnnd vertheidinge, vnnd zuuerhutenn in dem kunfftigenn misuerstanndt, diesen Concept gnedigklich vnderschreibenn, vnnd ver Declariren, Das wollenn sich Gemein Pfenner zu Sfgl. vnderthenig lich verhoffenn, Es geschehe vonn rechts wegenn, vnnd sich gnediger vertröstung vnnd zusage nach billich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltz, welch Sfgl. mitt geringerm schadenn thun kann, vffschuttenn lassen, Zum drittenn, Nach dem Sfgl. gnedigklich begert, den eidt, wie vnnd welcher gestalt die knechtte hinfurtter Sfgl. zu seinem rechttenn, vnnd den Pfennernn vnnd guthern, zu Irem rechttenn lobenn vnnd schwerenn sollenn, zuzustellenn, Vbergebenn sie Sfgl. diesenn begriff, vnnd wollenn, das Sfgl. sie vnnd Ire knechtte aus Crafft gerurtter Erbgerechttigkeitt, vnnd Innhalts dem vertrage, das der Pfenner knechtte, niemandts dann Ihnenn eidthafftig sein sollenn, sie darbey gnedigklich lasse, schutze, schirme, vnnd vertheidinge, vnnd zuuerhutenn in dem kunfftigenn misuerstanndt, diesen Concept gnedigklich vnderschreibenn, vnnd ver Declariren, Das wollenn sich Gemein Pfenner zu Sfgl. vnderthenig lich verhoffenn, Es geschehe vonn rechts wegenn, vnnd sich gnediger vertröstung vnnd zusage nach billich,
vnnd wollenn es in aller vnderthenigkeitt zuuerdienen, willig erfundenn werdenn, Des in bedenckh1[?] Ob den Gesandtenn heraus so sie weitter nit einreumenn werdenn, dann der vertragk mittbringet, vnnd diese artickell anweisenn, einiche vngnadt oder schade entstunde, des wir vnns der pillichkeitt nach nit verhoffenn, denn vnnd allenn beweislichenn schadenn, so dahero flüsse, wollenn gemeine Pfenner, vnnd sonnderlich der anschos,
Donnerstags nach Fabiani seindt die verordentenn hievor genennt gen2[?] Cassell annkommenn, aber den Lanndtsfurstenn nicht anheimisch fundenn, den Lanndtvogtt, Rudolff Schenckhenn angesucht, vnnd Ime die mittgegebenn artickell Innhalt der Instruction angezeigt.
Nachmals vff der Cannzley vor dem Stadthaltter, Cannzlar, Rudolff Schennck, vnnd anndernn Verordentten Räthenn furkommenn, aber enndtlich nichts fruchtbarlichs erlanngenn, noch ausrichttenn mogenn, Freytags nach Conuersionis Pauli Anno ut supra, seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenten des ausschosses gemeiner Pfenner bey ein gewesenn, vnnd nach dem Ire geschicktenn hiebeuor gemelt, den Lanndtsfurstenn nicht antroffenn, auch der gerurtenn artickell halbenn, Innhalt der Instruction bey den gewaltigenn nichts ausrichttenn mögenn, habenn sie vff volgende meinung gerathschlagt vnd geschlossen, Erstlich, das vffs furderlichste ein förmbliche Supplication gerurter beschwerter artickell halbenn, an vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gefertigt, vnd vberanntwort werdenn solle,
Zum anndernn solle den Süthernn anngesagt werdenn, das sie sich in Jedem Bode, mit seckenn oder Pfannen tüchernn, darinne die knechtte das gesotten Saltz reinlich vffhebenn, vnnd bis zu der liefferung behalttenn mogenn, geschickt machen, Vnnd wenn also das saltz gesottenn, soll es dem Rennthmeister, vff das er benebenn den Schetzernn bey dem messen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum anndernn solle den Süthernn anngesagt werdenn, das sie sich in Jedem Bode, mit seckenn oder Pfannen tüchernn, darinne die knechtte das gesotten Saltz reinlich vffhebenn, vnnd bis zu der liefferung behalttenn mogenn, geschickt machen, Vnnd wenn also das saltz gesottenn, soll es dem Rennthmeister, vff das er benebenn den Schetzernn bey dem messen,
vnnd vffhebenn sey, anngezeigt, auch in den seckenn versiegelt werdenn, Ob er sich aber des beschwert befünde, als dann soll solches vonn den Verordentenn der Pfenner beschehenn, vnnd bis die dritte pfanne, vber dem feuer Innhalts des vertrags in dem Bothenn also versiegelt behalttenn werdenn.
Vnnd ob sichs auch in dem liefferenn vnnd durch messen befünde, das mann das mas nit volkommenn, wie zuuor liefferenn konntte, vnnd daraus etwas Saltzes abgehenn, oder verlorenn würde, solche verlust wollenn gemeine Pfenner vnntter sich tragenn, vnnd Ire knechtte damit nit beschwerenn, Doch das sie vmb solchenn schadenn mit dem Lanndtsfurstenn Innhalt dem vertrage mögenn verglichenn werdenn, Item Ist beschlossenn, das Saltzgreuenn vnnd Warttenn, die Boderknechtte furfordernn, vnnd Ine wie sie sich hinfurtter in dem Saltzvffhebenn, vnnd messenn, wie hiebeuor gerurt, halttenn sollenn, annsagenn, Item das Saltzgreuenn vnnd Warttenn vleissig vffsehenns habenn sollenn, das einem Jeglichenn seiner schuldenn, vnnd annderer notturfftigenn gebrechenn halbenn Innhalt der Ordenung möge verholffenn werdenn, auch vnntter ampter, als Holtzfurster vnnd andere zubestellenn, Item Nach dem sie bisanhero bey dem Renthmeister vnnd anndernn Furstlichenn Verordenntten Irer gebrechenn halber, betreffenn Cuntzenn apell vnd Hannsenn Heynemann, etzlich mahl anngesucht, vnnd doch weder rath noch hülff erlanngenn mögen, Habenn der ausschos, Saltzgrebenn, vnnd Wartten beuohlenn, dieselbigenn artickell dem Lanndtvogtt vff sein annkunfft Ingleichenn fall annzuzeigenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd ob sichs auch in dem liefferenn vnnd durch messen befünde, das mann das mas nit volkommenn, wie zuuor liefferenn konntte, vnnd daraus etwas Saltzes abgehenn, oder verlorenn würde, solche verlust wollenn gemeine Pfenner vnntter sich tragenn, vnnd Ire knechtte damit nit beschwerenn, Doch das sie vmb solchenn schadenn mit dem Lanndtsfurstenn Innhalt dem vertrage mögenn verglichenn werdenn, Item Ist beschlossenn, das Saltzgreuenn vnnd Warttenn, die Boderknechtte furfordernn, vnnd Ine wie sie sich hinfurtter in dem Saltzvffhebenn, vnnd messenn, wie hiebeuor gerurt, halttenn sollenn, annsagenn, Item das Saltzgreuenn vnnd Warttenn vleissig vffsehenns habenn sollenn, das einem Jeglichenn seiner schuldenn, vnnd annderer notturfftigenn gebrechenn halbenn Innhalt der Ordenung möge verholffenn werdenn, auch vnntter ampter, als Holtzfurster vnnd andere zubestellenn, Item Nach dem sie bisanhero bey dem Renthmeister vnnd anndernn Furstlichenn Verordenntten Irer gebrechenn halber, betreffenn Cuntzenn apell vnd Hannsenn Heynemann, etzlich mahl anngesucht, vnnd doch weder rath noch hülff erlanngenn mögen, Habenn der ausschos, Saltzgrebenn, vnnd Wartten beuohlenn, dieselbigenn artickell dem Lanndtvogtt vff sein annkunfft Ingleichenn fall annzuzeigenn,
vnnd derselbenn Rath vnnd enderung zubittenn, Montags nach purificationis Mariæ seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenttenn ausschos gemeiner Pfenner bey eingewesenn, Haben Ire Saltzknechtte alle in sampt fürgehapt, vnnd mit Inen des Saltzmessenns vnnd liefferenns halben, allerhande notturfftigs geredt, vnnd gehandelt, vnnd seindt die knechte In Summa einhelligk darauff verharret, das Inen nit muglich das saltz ohne schadenn vfzuhebenn, viel weniger zuruck zumessenn, vnd solchs keinswegs bewilligenn, noch vnderstehen wollen, Darauff Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt dem Verordenntten ausschos, wie hieuor beschlossenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derselbenn Rath vnnd enderung zubittenn, Montags nach purificationis Mariæ seindt Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt den Verordenttenn ausschos gemeiner Pfenner bey eingewesenn, Haben Ire Saltzknechtte alle in sampt fürgehapt, vnnd mit Inen des Saltzmessenns vnnd liefferenns halben, allerhande notturfftigs geredt, vnnd gehandelt, vnnd seindt die knechte In Summa einhelligk darauff verharret, das Inen nit muglich das saltz ohne schadenn vfzuhebenn, viel weniger zuruck zumessenn, vnd solchs keinswegs bewilligenn, noch vnderstehen wollen, Darauff Saltzgreuenn vnnd Warttenn, sampt dem Verordenntten ausschos, wie hieuor beschlossenn,
das die Süthernn Jeglichem knechtte — 16. secke, darin er das vfgehabenn Saltz behaltte, schaffenn sollen, vnnd so offt eine Pfanne Saltzes vfgehabenn, soll in beysein der Schetzer vnnd verordenttenn versiegelt, dergleich die annder, bis die dritte vber dem feuere,
vnnd als dann dem Renthmeister anngezeigt, vnnd zugleiche geliffert werdenn, Desselbigenn tages habenn der ausschos Johann Casselmann, vnnd Johann Niedennstein, als Saltzgreuenn mit volgennder Supplication ann den Lanndtsfurstenn abgeferttiget, Innhaltt derselbenn, gnedige abschaffung zubittenn, Supplicatio Durchleuchtiger Hochgebornner furst vnnd Herr, E.
G. in diesen geschwinden leufftenn gernne klagenns vnnd annsuchenns verschonetenn, So zwingt vnns doch die hohe vnnd verderbliche notturfft, E. f. gl. als vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. in diesen geschwinden leufftenn gernne klagenns vnnd annsuchenns verschonetenn, So zwingt vnns doch die hohe vnnd verderbliche notturfft, E. f. gl. als vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn,
G. dienernn vnnd knechttenn, beuohlen zugelebenn, Wie wir vnns auch tröstlich versehen hettenn, demselbigenn wert vngewirret volge geschehenn, So begegenet vnns doch vonn E. f. gl. dienernn fur vnnd fur mercklich Sperrung, vnnd volgen dem vertragk mit vielenn artickelnn nicht, als dem Sohlenn ziehenn, Saltz verkeuffenn, knecht abniedenn, enndtziehung der Ladegest, vnnd viel annder wege, das also, vnanngesehenn vnnser flehlich darfür bittenn vnnd klagenn,
viel wiederunge dem Contract vorgenommenn werdenn, dardurch der vertragk, das doch ohnn nott, misverstenndig gemachtt, vnnd vnnser gebott vnnd verbott, so wir aus krafft vnnser Erbgerechtigkeit habenn, gekrenckt,
Wiewohl wir vnns E. f. gl. als vnnsern gnedigen Landts furstenn zu ehrenn vnnd gutem, aus viel bewegendenn vhrsachenn, gutwillig bis vf diese zeit, mit grossem mercklichenn schadenn gelittenn vnnd vbersehenn, der guten zuuersicht E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWiewohl wir vnns E. f. gl. als vnnsern gnedigen Landts furstenn zu ehrenn vnnd gutem, aus viel bewegendenn vhrsachenn, gutwillig bis vf diese zeit, mit grossem mercklichenn schadenn gelittenn vnnd vbersehenn, der guten zuuersicht E.
G. wirdt durch Ire diener solch beschwerde gnediglich abwendenn lassenn, Nach dem wir aber nun vnnsernn so grossenn vnuerwindtlichenn schadenn, teglich vnnd Je mehr befindenn, vnd durch die wege baldt zum Bettelstabe, darzu wir vnsers wissenns nie vhrsach gegebenn, gerathen müssen, vnnd das dasselbige E.
Vnnd Itzo das new Jar bereitt In die Tausenndt guldenn schadenn habenn, Wie vnnser armenn weib vnd kinde derhalbenn manngell ann Irer leibsnerung1[?] zu lest leiden müssenn, Bittenn wir E.
Gl. wollenn solchs als ein Hochberumbter vnnd Christlicher furst zu gnedigenn vnnd furstlichenn hertz nehmenn, vnd in dem gnedige vnnd furstliche versehung thun, Dann gnediger furst vnnd herr, solttenn wir armenn in dem wieder den Contract,
als wir vnns doch keins wegs versehenn wollenn, hülfflos gelassenn, vnd also teglich wieder den vertragk anngefochttenn werden, Wurdenn wir armenn, in grundt, welches an allen vmbstenndenn warhafftig sich erfindenn wirdett, verderbet, ohnne schuldt, Inns elenndt gefuret, Bittenn E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteals wir vnns doch keins wegs versehenn wollenn, hülfflos gelassenn, vnd also teglich wieder den vertragk anngefochttenn werden, Wurdenn wir armenn, in grundt, welches an allen vmbstenndenn warhafftig sich erfindenn wirdett, verderbet, ohnne schuldt, Inns elenndt gefuret, Bittenn E.
G. aber vffs vnderthenigst, vmb Gotts vnnd seines ewigenn wortts willenn, E. f. gl. wollen das gnedig einsehenns thun, das wir in solch verderbenn nicht gesetzt werdenn, Sonnder dem Contract vnnd Ordenung gelebt werde, auch der erlittenn schedenn, zu guter ergetzung kommenn möchttenn, anngesehenn,
das wir Je zu Jederzeit, vnnd vor menniglich, vber das wir desselbigenn im vertrage mitt viel artickeln versichert, auch hoch vnnd gnedig vertröstet sein, vnnd müstenn auch als dann ausbreytunge der frembdenn, vnnd viel beschwerter aussage vnnd klagenns leidenn, seindt aber tröstlicher vnnderthenniger zuuersicht, E.
G. werdenn vnns solcher beschwerde erledigenn, vnnd gnedig vnd furstlich Jegenn vns erzeigenn, vnns bey vffgerichtenn vertrage vnnd Ordenung gnediglich schutzenn, schirmenn, vnnd hanndthabenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
den lohnn vom Gott enndtpfanngenn, so sein wirs vber die pflicht in aller vnderthenigkeit zuuerdienenn willigk, Gebenn dinstags nach purificationis Mariæ Anno 39.
Nach dem nun die Geschickten hieuor genent gein Cassell kommenn, J. f. g. die Supplication behenndigt, habenn sie J. f. g. fürfordernn lassenn, vnnd gefragtt, in was artickeln gemeine pfenner, zuwieder dem vfgerichttenn vertrage, beschwert wurdenn, Darauff sie geanttwort, das Jhr grosse beschwerung in dreyenn artickelnn, wie volget, beruhe, Erstlich im Sohlenn ziehenn, dieweil J. f. g. etzliche Pumpen gestellet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
E. F. G. — kalligraphische Sigle, Lesung unsicher); J. f. g. (Sigle, wohl Jhre fürstliche gnaden
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach dem nun die Geschickten hieuor genent gein Cassell kommenn, J. f. g. die Supplication behenndigt, habenn sie J. f. g. fürfordernn lassenn, vnnd gefragtt, in was artickeln gemeine pfenner, zuwieder dem vfgerichttenn vertrage, beschwert wurdenn, Darauff sie geanttwort, das Jhr grosse beschwerung in dreyenn artickelnn, wie volget, beruhe, Erstlich im Sohlenn ziehenn, dieweil J. f. g. etzliche Pumpen gestellet,
dardurch der pfenner knechtte nichtt so fuglich mit den eimernn, wie vor altters geschehenn, schopffenn könnenn, Derwegenn J. f. g. an die pfenner gesunnenn, das sie forderung der sache auch etliche Pompenn setzenn lassenn solttenn,
welches sie J. f. g. zu vnnderthenigenn gefallenn, anngefanngenn, Dieweil aber zubesorgenn, das durch die mennige des Pompennsetzenns, der Bornn beschwert, so wollenn sie in dem J. f. g.
Rath vnndertheniglich gebettenn habenn, ob sie damit auch sollenn fortfahrenn, dann die Jtzt gesetztenn Pompen den pfennernn mit Sohle gnug gebenn möchttenn, Dardurch die knechtte, wenn sie zugleich feyrenn, verhindert vnnd hoch beschwert werdenn, vnnd were ferner zubesorgenn, so mehr Pompenn wie vorhanndenn, gesetzt, das es als dann den Brun mit der Sohlenn, wenn die knechte zugleiche feyrenn, nit ertragenn werde, dardurch abermahls gemeine Pfenner verhindert vnnd beschweret wurdenn, derhalbenn J. f. g. vnndertheniglich gebettenn, das es im Sohlenn ziehenn, Inhalts dem vffgerichtenn vertrage, möchtte gehalttenn werdenn, Hierauff J. f. g. geanttwort J. f. g. könne annders bey sich nit findenn, dann das wir geneigt, J. f. g. nutz vnnd wolfart zu hindernn, gedenckenn vielleicht, es sey ein krieg vorhanndenn, derselbige gehe noch wohl so baldt ab als furo[?], J. f. g. wollenn es aber bey dem letztenn bescheidt des Sohlenn ziehenns pleibenn lassenn, wolle auch verordenenn, ob es den pfennerknechttenn, ann Sohle mangelnn wurde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteRath vnndertheniglich gebettenn habenn, ob sie damit auch sollenn fortfahrenn, dann die Jtzt gesetztenn Pompen den pfennernn mit Sohle gnug gebenn möchttenn, Dardurch die knechtte, wenn sie zugleich feyrenn, verhindert vnnd hoch beschwert werdenn, vnnd were ferner zubesorgenn, so mehr Pompenn wie vorhanndenn, gesetzt, das es als dann den Brun mit der Sohlenn, wenn die knechte zugleiche feyrenn, nit ertragenn werde, dardurch abermahls gemeine Pfenner verhindert vnnd beschweret wurdenn, derhalbenn J. f. g. vnndertheniglich gebettenn, das es im Sohlenn ziehenn, Inhalts dem vffgerichtenn vertrage, möchtte gehalttenn werdenn, Hierauff J. f. g. geanttwort J. f. g. könne annders bey sich nit findenn, dann das wir geneigt, J. f. g. nutz vnnd wolfart zu hindernn, gedenckenn vielleicht, es sey ein krieg vorhanndenn, derselbige gehe noch wohl so baldt ab als furo1[?], J. f. g. wollenn es aber bey dem letztenn bescheidt des Sohlenn ziehenns pleibenn lassenn, wolle auch verordenenn, ob es den pfennerknechttenn, ann Sohle mangelnn wurde,
das J. f. g. knechte etzliche stunde still halttenn, vnnd verziehenn sollenn, das gemeine pfenner also gedüldenn müstenn, Doch den artickell des Sohlenn ziehenns, Innhalt dem vertrage, hiermit nicht begebenn, Zum anndernn, Mitt einziehung der knechte vnd gesindes, vnnd das die Jenigenn, den ausgebottenn in Boden, der Pfenner gebott, vnnd verbott verachttenn, Dieweil gemeine Pfenner diener, vonn den verordenten J. f. g. beuelchhabernn kein hülff vff Jr ansuchenn begegnette, Darauff J. f. g. beuohlenn, das J. f. g. verordenttenn,
gemeynenn pfennernn Jre knechtte in keinenn weg endtziehenn noch annehmenn sollenn, Vnnd dieweill den Pfennernn beschwerlich den Schultheissenn in dem so Jre knechtte Jre gebott vnnd verbott verachtten, annzusuchenn, auch alzeit nicht bey hanndenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegemeynenn pfennernn Jre knechtte in keinenn weg endtziehenn noch annehmenn sollenn, Vnnd dieweill den Pfennernn beschwerlich den Schultheissenn in dem so Jre knechtte Jre gebott vnnd verbott verachtten, annzusuchenn, auch alzeit nicht bey hanndenn,
Dardurch solche verechtter vonn hanndenn vnnd die Pfenner zu keiner straffe kommenn könnenn, So hat J. f. g. gnediglich vergünt vnnd zugelassenn, das die Pfenner, oder Jre verordenntenn solche verechtter, wenns Jne vonnötenn annehmenn mögenn, bis an J. f. g.
Schultzenn, Zum drittenn, das wir in dem artickell des Saltzmessens vnnd liefferns beschwert, aus vhrsachenn, das vnser knechtte dasselbige annders dann vonn altters, vnd vor den Pfennernn liefernn vnnd messenn sollenn, des sie in keinenn weg gesinnet, sonnder wollenn daruor gemeinenn Pfennernn samptlich die schlüssel vbergebenn, welches so es beschehe gemeinenn Pfennernn zu vnuberwindtlichenn verderben gereichenn woltte, Derwegenn J. f. g. vnnderthenig gebettenn diesem fürschlage einenn anndernn gelindernn weg zugebenn, Darauff J. f. g. nach gehaptem bedennckenn, diese antwort gebenn, J. f. g. habe wohl vff einen weg gedachtt, damit diesem zuuorkommenn, wolle vnns aber doch dasselbig zubeschehenn nicht zugesagt habenn, Nemblich, das das frische Saltz, so vor der Pfannen verkaufft, in dem werth, wie es Jtzt gekaufft, bezahlt solle werdenn, Es wolle aber J. f. g. etliche Pfannen zur Proba vffschüttenn lassenn, vnnd was als dann J. f. g. im abgannge einer pfannenn befinde, das der keuffer[?] die vffgeschüttenn Pfannenn saltzes, souiel der abganng ertragenn müge, theurer bezahlenn solle, Enndtlich geschlossenn, das der Lanndtvogt zu Eschwege schirstkommenden Monttag zu Allenndorff erscheinenn, vnnd dieses artickels halbenn weitter mit vnns hanndelnn solle, Zum vierdenn das J. f. g. knechtte den Ladegestenn Jn Jre behausung vnnd zu Jegenn lauffenn, vnnd also den vnsernn die Ladegeste genntzlich enndtziehen, auch wenn sie alreith vor vnsernn Bodenn haltenn, die pferde bey den zäumenn vonn vnsernn vor die Jrenn enndtfürenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSchultzenn, Zum drittenn, das wir in dem artickell des Saltzmessens vnnd liefferns beschwert, aus vhrsachenn, das vnser knechtte dasselbige annders dann vonn altters, vnd vor den Pfennernn liefernn vnnd messenn sollenn, des sie in keinenn weg gesinnet, sonnder wollenn daruor gemeinenn Pfennernn samptlich die schlüssel vbergebenn, welches so es beschehe gemeinenn Pfennernn zu vnuberwindtlichenn verderben gereichenn woltte, Derwegenn J. f. g. vnnderthenig gebettenn diesem fürschlage einenn anndernn gelindernn weg zugebenn, Darauff J. f. g. nach gehaptem bedennckenn, diese antwort gebenn, J. f. g. habe wohl vff einen weg gedachtt, damit diesem zuuorkommenn, wolle vnns aber doch dasselbig zubeschehenn nicht zugesagt habenn, Nemblich, das das frische Saltz, so vor der Pfannen verkaufft, in dem werth, wie es Jtzt gekaufft, bezahlt solle werdenn, Es wolle aber J. f. g. etliche Pfannen zur Proba vffschüttenn lassenn, vnnd was als dann J. f. g. im abgannge einer pfannenn befinde, das der keuffer1[?] die vffgeschüttenn Pfannenn saltzes, souiel der abganng ertragenn müge, theurer bezahlenn solle, Enndtlich geschlossenn, das der Lanndtvogt zu Eschwege schirstkommenden Monttag zu Allenndorff erscheinenn, vnnd dieses artickels halbenn weitter mit vnns hanndelnn solle, Zum vierdenn das J. f. g. knechtte den Ladegestenn Jn Jre behausung vnnd zu Jegenn lauffenn, vnnd also den vnsernn die Ladegeste genntzlich enndtziehen, auch wenn sie alreith vor vnsernn Bodenn haltenn, die pferde bey den zäumenn vonn vnsernn vor die Jrenn enndtfürenn,
Darauff J. f. g. geanntwort, was vnns daran ge legenn, das J. f. g. knechtte, die Ladegeste alle hettenn, Wenn vnns J. f. g. vnnser Saltz bezahlte, Die Gesanndtenn aber wiederumb J. f. g. diese anntwort gebenn, das sie der bezahlung halber Jnhalts dem vertrage wohl zufriedenn stundenn, das aber Jren knechttenn die Ladegest wie gemelt enndtzogenn, were Jnenn in allen wegenn beschwerlich, Zum fünfftenn habenn die Gesanndtenn J. f. g. anngezeigt, das der schetzer zu wenig, vnnd das Saltzmessenn, Jnnhalts der vffgerichttenn Ordenung nichtt gnugsame versehenn, vnnd gewahrenn könnenn, Derhalbenn sie bedacht, vff Jrer seittenn, so fer es J. f. g. nit zuwieder etliche mehr zuordenenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff J. f. g. geanntwort, was vnns daran ge legenn, das J. f. g. knechtte, die Ladegeste alle hettenn, Wenn vnns J. f. g. vnnser Saltz bezahlte, Die Gesanndtenn aber wiederumb J. f. g. diese anntwort gebenn, das sie der bezahlung halber Jnhalts dem vertrage wohl zufriedenn stundenn, das aber Jren knechttenn die Ladegest wie gemelt enndtzogenn, were Jnenn in allen wegenn beschwerlich, Zum fünfftenn habenn die Gesanndtenn J. f. g. anngezeigt, das der schetzer zu wenig, vnnd das Saltzmessenn, Jnnhalts der vffgerichttenn Ordenung nichtt gnugsame versehenn, vnnd gewahrenn könnenn, Derhalbenn sie bedacht, vff Jrer seittenn, so fer es J. f. g. nit zuwieder etliche mehr zuordenenn,
vnd einem Jedenn ein annzahl Bodenn zuuerwalten, einzuthünn, Diesenn fürschlag hat J. f. g. bewilliget, doch also, das mann Je zweyenn eine annzahl Bothenn samptlich zuuerwalttenn einthue, Vnnd hatt J. f. g. ferner zugelassenn, vnnd beuohlen, das der Pfenner Saltzgreuenn vnnd Karttenn1[?] auch vff J. f. g. seittenn vfsehenns habenn sollenn, damit J. f. g. knechtte,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnd einem Jedenn ein annzahl Bodenn zuuerwalten, einzuthünn, Diesenn fürschlag hat J. f. g. bewilliget, doch also, das mann Je zweyenn eine annzahl Bothenn samptlich zuuerwalttenn einthue, Vnnd hatt J. f. g. ferner zugelassenn, vnnd beuohlen, das der Pfenner Saltzgreuenn vnnd Karttenn[?] auch vff J. f. g. seittenn vfsehenns habenn sollenn, damit J. f. g. knechtte,
auch dem vffgerichttenn vertrage gemes, im Saltzmessenn vnnd liefernn leben vnnd hanndelenn, Zum Sechstenn, habenn die Gesanndtenn J. f. g. vnderthenig gebettenn,
nach deme die pfenner J. f. g. im Wirttemberger zoge etliche Pfannenn saltzes vndertheniglich fürgestreckt, dauon Jhnenn noch Hundert güldenn ausstendigk, das J. f. g. dem Cammermeister, Jne dieselbigenn zugebenn, gnediglich beuelenn wolt.
Secretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann1[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien eine forme des eidts, welchenn Jre knechtte Jerlichenn zun Bodenn schwerenn sollenn, vbergebenn habenn, Mitt vnderthetiger bitt, das J. f. g. denselbigenn vmb verhüetung willenn künftiges misuerstanndts vnderschreibenn vnnd versiegelnn wolte, Darauff seine fürstliche gnadenn nach der ver lesung solches eidts, diese anntwort gegebenn, die Substantz des Eids wer wohl in sich nicht vnrecht, allein das er in der Ordenung vnförmlich gestelt, in dem das die Pfenner allennthalben forne, vnnd J. f. g. hindenn gesetzt sein, Darauff dem Canntzler denselbenn zu vbersehenn vnd formlich zusetzenn beuohlenn, vonn dem auch die Gesandenn, dem gegebenenn abscheide nach den eidt gefordert, vnnd nach dem er noch nicht gefertigt, Habenn die Gesanndtenn dem Canntzler zu vnderricht der sachenn anngezeigt, das sie kein andere forma des eidts, dann wie vbergebenn annzunemenn beuelch habenn, Derhalbenn gebetten, so baldt er dermassenn geferttigt, Jne zum fürderlichstenn zuzustellenn, Auff heut Monntag nach Scolastice Anno ut su. sendt Rudolff Schennck Lanndtvogt zu Eschwege, Johann Bartelmes Renntmeister, vnnd Jost Becker Secretari, Jn Vrbann[?] Thüldenn Hause erschienenn, habenn die Pfenner fürfordernn lassenn, vnnd Jne aus beuelch des Fürstenn des Saltzmessens vnnd liefferns halbenn,
hanndelung wie volget furgeschlagenn, Daruff die so gesanndt gebettenn, das sie dem letzten abschiede zu Cassell nach bey dem verkauffe des Saltzes gehanndthabt werdenn möchttenn, vnnd es ffgl. seittenn, mit dem Saltzkauffe stille zuhaltenn, bisolanng das die Pfenner Ihr Saltz, Inhalt dem vertrage, verkaufft, vnnd abwerdenn, desgleichenn das Irenn Knechttenn die Ladegeste, wie bishero beschehenn, hinfurtter nicht möchten enndtzogenn werdenn, Wo sichs aber dann zutragen1[?] würde, das Irenn Saltz vbrigk vnnd liegen bliebe, So möchttenn sie deshalbenn hanndelunge, doch dem vertrage gemes, wohl duldenn vnd leidenn,
Hierauff sie der Lanndtvogt trewlich gewarnnet, vnd solches Irs furhabenn, besser zubedennckenn erinnert, dann wo sie darauff verharrenn, würde ffgl. vervrsacht, sich deshalbenn, mit Ihnenn rechtfertigenn zulassenn, daraus Ine gros vngnadt, wie zubesorgenn, enndtstehenn möchtte, Welches freundtlichenn Warnnes sich die so gesanndt,
Jegen seiner Gestrennge hertzlich bedannckt, vnnd derowegen[?] die Räthe sampt dem verordentenn Ausschos heischenn lassenn, Welche darauff wie volget gerathschlagt, vnnd eintrechttiglich geschlossenn, Das sie es bey gethaner bitt vnnd anzeigung nachmahls bleibenn lassenn wollenn, vnnd nach dem sein Gestrennge, vonn f.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJegen seiner Gestrennge hertzlich bedannckt, vnnd derowegen1[?] die Räthe sampt dem verordentenn Ausschos heischenn lassenn, Welche darauff wie volget gerathschlagt, vnnd eintrechttiglich geschlossenn, Das sie es bey gethaner bitt vnnd anzeigung nachmahls bleibenn lassenn wollenn, vnnd nach dem sein Gestrennge, vonn f.
G. sie des zuhanndthabenn, keinenn beuelch, So müssenn sie sich, Wiewohl mit grosser beschwer nach gelegennheit vnd gestalt dieser sach ein zeitlanng gedüldenn vnnd die gethane furstliche furschlegk ann gemeine Pfenner beide Inn: vnnd auslennder gelanngenn lassenn, Ohne welcher beuelch vnnd bewilligunge sie ettwas dem vertrage zuwieder zubewilligenn, oder nachzugebenn, keinenn gewalt habenn, vnnd was sie als dann vonn dennselbigenn in antworte befindenn,
seyner Gestrennge zu gelegener zeitt vnderthenniger meinung wiederumb zuerkennenn gebenn, Vff Sonnabenndt nach Lætare Hat der Schultheis In Sodenn, zwene der Pfenner Knechtte wollenn zurbuße stellenn, Nemblich Hannsenn Neuß[?], darumb das er einem Lademann,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteseyner Gestrennge zu gelegener zeitt vnderthenniger meinung wiederumb zuerkennenn gebenn, Vff Sonnabenndt nach Lætare Hat der Schultheis In Sodenn, zwene der Pfenner Knechtte wollenn zurbuße stellenn, Nemblich Hannsenn Neuß1[?], darumb das er einem Lademann,
soll sein zu haus ganngenn, vnnd Claus driebenn, das er das Saltz bessern kauf dann Itzo ganngkhafftigk, Nemblich vmb 4 fl.2 müntz, vnnd 2. thaler soll gegebenn habenn, Seint Sonntags Judica seindt beide [übergeschrieben:
Das Georgk Sauchler senior anngezeigt, Nachdem augennscheinlich, das gemeine Pfenner ein zeitlang des Saltzabwerdenns halben grossenn schadenn erlitten, So wüste er doch vor sein Personn, souiel Ime Saltz gesottenn werdenn möchtte, wohl abzuwerdenn, derowegenn er auch seinenn mitgesellenn, sich mit Ime des Siedenns halbenn zuvergleichenn, etliche wege furgeschlagenn, aber nichts enndtlichs bey Ihnenn ausrichtenn könnenn, Welches er sich beschwert, vnnd meint, wenn er gleich sein saltz selbst nehmen, auch bessernn kauff, dann ein annder gibet, geben soltte, So were Je besser etwas dann gar nichts bekommen, verhofft auch, es soltte dem furstlichen vertrage nitt zu Jegenn sein, das enndtweder seine mitgesellenn Ime das Irte[?] absödenn, oder Ime das seine nach anzahl des Jars abzusiedenn gestattetenn, Darinne er Irenn Rath,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDas Georgk Sauchler senior anngezeigt, Nachdem augennscheinlich, das gemeine Pfenner ein zeitlang des Saltzabwerdenns halben grossenn schadenn erlitten, So wüste er doch vor sein Personn, souiel Ime Saltz gesottenn werdenn möchtte, wohl abzuwerdenn, derowegenn er auch seinenn mitgesellenn, sich mit Ime des Siedenns halbenn zuvergleichenn, etliche wege furgeschlagenn, aber nichts enndtlichs bey Ihnenn ausrichtenn könnenn, Welches er sich beschwert, vnnd meint, wenn er gleich sein saltz selbst nehmen, auch bessernn kauff, dann ein annder gibet, geben soltte, So were Je besser etwas dann gar nichts bekommen, verhofft auch, es soltte dem furstlichen vertrage nitt zu Jegenn sein, das enndtweder seine mitgesellenn Ime das Irte1[?] absödenn, oder Ime das seine nach anzahl des Jars abzusiedenn gestattetenn, Darinne er Irenn Rath,
wes er sich in dem zuhalttenn mitzutheilenn, freundtlich gebettenn habenn wölle, Darauff die Räthe sampt dem verordenntenn ausschos eintrechttig beschlossenn, Dieweil solches bishero nit gebreuchlich gewesenn, dem furstlichenn vertrage auch nicht gemes, so sey dennach kein newerung vorzunehmenn noch zugestattenn, Sonnder nach dem gemeine Pfenner vormahls eintrechtig beschlossen, das sie solchenn schadenn, das siedenn belanngendt, samptlich vnnd alle gleich tragenn,
vnnd sich darumb vff die Rechnung vergleichenn wollenn, So bittenn sie das Jörge Sauchler vonn solchem furnehmenn abstehenn, vollent sich noch ein zeitlanng wie anndere gemeine Pfenner thun müssenn,
gedüldenn wolle, Hatt er geantwort im Nahmenn Gotts, Wenns Je nit anders gesein kann, müsse er auch wie ein annder der besserung hoffenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst gnediger Herr, E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegedüldenn wolle, Hatt er geantwort im Nahmenn Gotts, Wenns Je nit anders gesein kann, müsse er auch wie ein annder der besserung hoffenn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst gnediger Herr, E.
G. sein vnnser vnderthenig willig dinnste, vber schuldige pflicht zuuor, Gnediger Herr, Es haben sich gebrechenn zugetragenn zwischenn den Pfennernn in Allenndorff ann einem, vnnd Sitzell Keuling1[?] Boderknechtt in den Bodenn, anndern theils, als solcher gestalt, das derselbige sich vorm halbenn Jare, oder wohl lennger vngenehrlich Jegenn seinenn gutherrn beclagt, er könne seins altters vnnd leibs vnuermüglicheit halber Inen im Bode nit lennger gedienenn, vnnd derohalbenn einenn gunstigenn abscheidt begeret, Darauff Ime Jederzeit anntwort begegnet, das er gedult trage, vnnd pleib Ihr diener, sie wollenn Ime allenn vorttell so anndere gutherrnn Iren Knechtenn zugestalt, auch gebenn, darauff er gedult getragenn, bisolannge das Ime aus manngell des Tachs vff dem Bode, das Regennwasser schadenn gethann, denn er vonn Inenn zuerlegenn begert, aber in der guete nit bekommenn mügenn, Darumb er sie vorm Ersamenn Rath zu Allenndorff verclagt, gütlich bittennde, sie zuweisenn, das sein schade den er vff Fünff güldenn gewirdigt, erlegt werde, Darauff der Rath sie beide zum gütlichenn hanndell gewiesenn, den auch der Sitzell besucht, in dem sie dem Sitzell vier güldenn gebottenn, die er annzunehmen, vnd Inenn lennger zudienenn verwilliget, Ehe aber er sich desselbigenn sicher vermeint, habens die Pfenner vmbgezogenn, vnnd Ime solch geldt vor seinen schadenn zugebenn, nit verhenngenn noch gestatten wollenn vnnd den gütherrenn beuohlenn, Ime annzusagen[?], wo er Inenn nit lennger wolt siedenn, vnnd dienenn, So solt er der Bodenn verweist sein, dem die Gütherrn also geuolget, Ist vnnsers dennckenns der pillichkeit, auch Irer lanngenn hergebrachttenn Ordenung mit gemes, die in Irem Innhalt vnnder anndern mitbringt, Welcher meisterknecht ohne redtlich vhrsach,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. sein vnnser vnderthenig willig dinnste, vber schuldige pflicht zuuor, Gnediger Herr, Es haben sich gebrechenn zugetragenn zwischenn den Pfennernn in Allenndorff ann einem, vnnd Sitzell Keuling[?] Boderknechtt in den Bodenn, anndern theils, als solcher gestalt, das derselbige sich vorm halbenn Jare, oder wohl lennger vngenehrlich Jegenn seinenn gutherrn beclagt, er könne seins altters vnnd leibs vnuermüglicheit halber Inen im Bode nit lennger gedienenn, vnnd derohalbenn einenn gunstigenn abscheidt begeret, Darauff Ime Jederzeit anntwort begegnet, das er gedult trage, vnnd pleib Ihr diener, sie wollenn Ime allenn vorttell so anndere gutherrnn Iren Knechtenn zugestalt, auch gebenn, darauff er gedult getragenn, bisolannge das Ime aus manngell des Tachs vff dem Bode, das Regennwasser schadenn gethann, denn er vonn Inenn zuerlegenn begert, aber in der guete nit bekommenn mügenn, Darumb er sie vorm Ersamenn Rath zu Allenndorff verclagt, gütlich bittennde, sie zuweisenn, das sein schade den er vff Fünff güldenn gewirdigt, erlegt werde, Darauff der Rath sie beide zum gütlichenn hanndell gewiesenn, den auch der Sitzell besucht, in dem sie dem Sitzell vier güldenn gebottenn, die er annzunehmen, vnd Inenn lennger zudienenn verwilliget, Ehe aber er sich desselbigenn sicher vermeint, habens die Pfenner vmbgezogenn, vnnd Ime solch geldt vor seinen schadenn zugebenn, nit verhenngenn noch gestatten wollenn vnnd den gütherrenn beuohlenn, Ime annzusagen1[?], wo er Inenn nit lennger wolt siedenn, vnnd dienenn, So solt er der Bodenn verweist sein, dem die Gütherrn also geuolget, Ist vnnsers dennckenns der pillichkeit, auch Irer lanngenn hergebrachttenn Ordenung mit gemes, die in Irem Innhalt vnnder anndern mitbringt, Welcher meisterknecht ohne redtlich vhrsach,
von seynem gutherrnn, aus dem diennst bricht, der soll in einem Jare kein meisterknecht sein, Vnnd nun dieser Sitzell redtlicher vrsach gnug gehapt, das er seins leibs schwacheit halbenn, den arbeit in Irem dienst auszurichttenn vnuermüglich, zu dem das sie seinen schadenn Ihr bewilligung nach, nit gegüldenn, Dasselbige vnnd das vielgedachtes Sitzels weib, als eine Hebamme vnnsernn weibernn lannge zeit trewlich hat gedienett, also das wir derselbigenn schwerlich könnenn endtrathen, wir bedacht, vnnd habenn die Pfenner mit vier mannenn aus vnnser gemeine beschickt, vnnd sie aller nottürfft nach bescheidenn, vnnd güetlich bittenn lassenn, die sache vnnd das bey dem Sitzell kein vnbillichs befindenn, auch was vnnsernn weibernn in der gemeine, ann der wolbekanndtenn gütenn Hebammenn gelegenn, zubedenncken, vnnd vmb solches willenn, den Sitzell nit verJagenn, dann wo sie vff Irem furhabenn verharrenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevon seynem gutherrnn, aus dem diennst bricht, der soll in einem Jare kein meisterknecht sein, Vnnd nun dieser Sitzell redtlicher vrsach gnug gehapt, das er seins leibs schwacheit halbenn, den arbeit in Irem dienst auszurichttenn vnuermüglich, zu dem das sie seinen schadenn Ihr bewilligung nach, nit gegüldenn, Dasselbige vnnd das vielgedachtes Sitzels weib, als eine Hebamme vnnsernn weibernn lannge zeit trewlich hat gedienett, also das wir derselbigenn schwerlich könnenn endtrathen, wir bedacht, vnnd habenn die Pfenner mit vier mannenn aus vnnser gemeine beschickt, vnnd sie aller nottürfft nach bescheidenn, vnnd güetlich bittenn lassenn, die sache vnnd das bey dem Sitzell kein vnbillichs befindenn, auch was vnnsernn weibernn in der gemeine, ann der wolbekanndtenn gütenn Hebammenn gelegenn, zubedenncken, vnnd vmb solches willenn, den Sitzell nit verJagenn, dann wo sie vff Irem furhabenn verharrenn,
so würde die Hebamme Ihme als Irem Ehemanne volgenn müssenn, So dennach vnnser weiber manngels halbenn der Hebammenn, in nötenn verseumet würdenn, vnnd schaden nemen, wie solchs zuuerantworttenn, etc.1[?] Darauff die Pfenner geantwort, sie wollenn vnns vnnd vnser gantze2[?] gemeine gernne willige diennste erzeigenn, Sie wissen den Sitzell noch sein weib nit zuuerJagenn, sonndernn E. f. gl. habenn mit Inenn ein Ordenung gemacht,
daraus müssenn sie nit schreittenn, wissenn auch nit zuuerwilligenn noch zuuerantworttenn, das dem Sitzell ettwas besonders solle gegebenn werdenn, Nun habenn die Gütherrnn dem Sitzell seinenn gelittenn schadenn, mit vier oder fünff güldenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedaraus müssenn sie nit schreittenn, wissenn auch nit zuuerwilligenn noch zuuerantworttenn, das dem Sitzell ettwas besonders solle gegebenn werdenn, Nun habenn die Gütherrnn dem Sitzell seinenn gelittenn schadenn, mit vier oder fünff güldenn,
nicht gegolttenn, noch gelttenn wollenn, Sonndernn habenn dem Knechte, so sie newlichst anngenommenn, vierzehenndthalbenn güldenn zu verehrung gegebenn, ehe dann er das Bodt hat annehmenn wollenn, Ist das E.
G. ordenung gelebt, lassenn wir in derselbigenn E. f. gl. erkanndtnus, wir versehenn vnns aber nit gnediger furst vnnd herr, wollenn auch zugrunde nicht gleubenn, das E.
G. mit Ihnenn eins solchs vngehortenn solle eins werden sein, das Jemanndt bey poen der verweisung, vber seins leibs vnnd guts vermögennheit, wie sie fürgebenn, Ihnenn zu Irem nutz, in seinem schadenn, zudienenn solle verbundenn oder schüldigk sein, Das aber die Jenigenn so aus frechenn freuelenn muthwillenn, ohne redtliche vhrsachenn, vonn Irem guttherrn1[?] brechenn,
oder aber sonnst, wenn sie vermüglich, vnnd in müssig gannge nit arbeitenn wollenn, mit gebürlichenn2[?] Poenen gestrafft werdenn, achttenn wir nit vnnbillich,
Nun ist dieser Sitzell alt vnnd vnuermüglich schwerenn arbeit auszurichttenn, darzu auch zu arm den schadenn zutragenn, denn seine Gütherrnn Ires bawes halbenn verwarloset, Darumb vnderthenig wir bittenn E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNun ist dieser Sitzell alt vnnd vnuermüglich schwerenn arbeit auszurichttenn, darzu auch zu arm den schadenn zutragenn, denn seine Gütherrnn Ires bawes halbenn verwarloset, Darumb vnderthenig wir bittenn E.
G. wolle zwischenn beiden theilen, vff eine gnedige verhörunge einenn gnedigenn stille standt machenn, vnnd der Diezell der verweisung bis solannge verschonet, auch vnser weiber der Gebanmenn1[?] nit beraubet werdenn,
das lohnn vonn Got nehmenn, Zu dem wollenn wirs vber alle schuldige pflicht gernne verdienenn, vmb gnedige anntwortt bittennde, Datum Donnerstags nach Calixti Anno ꝛc2[?] 39.
G. vnderthenige Hermann Pflandt3[?] Schultheis, Schöffen vnnd ganntze gemeine zu Bodenn vor allendorff an der Werra, Vff diese vorgehennde vnngegrundte Supplication, so Schultheis, Schöffen vnnd gemeine zu Bodenn, von wegen Diezell Chürlings anngelanngenn habenn lassenn, dagenn gemeine Pfenner kurtzlich, das sie Diezeln seiner erdichttenn vnuermuglicheit, damit er sein mutwillig furnehmenn zu defendiren vnderstehet, zu grunde nicht gestenndige sein, dann er habe Je vorm halbenn Jare zuuor, da Ime seine gutherrnn eine Vererunge[?] vff seine pflicht geschannkt, vnnd das Both trewlich zuuerwalttenn beuohlenn vnnd eingethann, gar keine vnuermuglicheit seins leibs anngezeigt, noch geclagtt, So Ime aber die vnuermuglicheit gesteckt, hatt sichs Jederzeit aus seiner anntwort, auch Itzo vbergebener Supplication augennscheinlich befundenn, sonnderlich da gesetzt, das Ime die gutherrnn — 4 fl. gebottenn, die er anntzunehmenn, vnnd Ine lennger zu dienenn verwilliget Darauff die Gutherrnn sagenn, sie sein nicht in abredenn, das sie Diezelnn, doch vff mitwissenn der Pfenner, vnnd mehr vmb glimpffs dann pflicht willenn Vier guldenn gebottenn, Er habe aber nit weniger denn — 5 fl. nehmen wollenn, sey auch darauff verharret,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnderthenige Hermann Pflandt[?] Schultheis, Schöffen vnnd ganntze gemeine zu Bodenn vor allendorff an der Werra, Vff diese vorgehennde vnngegrundte Supplication, so Schultheis, Schöffen vnnd gemeine zu Bodenn, von wegen Diezell Chürlings1 anngelanngenn habenn lassenn, dagenn gemeine Pfenner kurtzlich, das sie Diezeln seiner erdichttenn vnuermuglicheit, damit er sein mutwillig furnehmenn zu defendiren vnderstehet, zu grunde nicht gestenndige sein, dann er habe Je vorm halbenn Jare zuuor, da Ime seine gutherrnn eine Vererunge2[?] vff seine pflicht geschannkt, vnnd das Both trewlich zuuerwalttenn beuohlenn vnnd eingethann, gar keine vnuermuglicheit seins leibs anngezeigt, noch geclagtt, So Ime aber die vnuermuglicheit gesteckt, hatt sichs Jederzeit aus seiner anntwort, auch Itzo vbergebener Supplication augennscheinlich befundenn, sonnderlich da gesetzt, das Ime die gutherrnn — 4 fl. gebottenn, die er anntzunehmenn, vnnd Ine lennger zu dienenn verwilliget Darauff die Gutherrnn sagenn, sie sein nicht in abredenn, das sie Diezelnn, doch vff mitwissenn der Pfenner, vnnd mehr vmb glimpffs dann pflicht willenn Vier guldenn gebottenn, Er habe aber nit weniger denn — 5 fl. nehmen wollenn, sey auch darauff verharret,
vnnd abgescheiden, Welches sich die gutherrnn beschwert, beclagt, vnd In Rath befundenn habenn, vff das sie Diezell fuglich schadenns nicht zuberlagenn, viel weniger vf seinem vnnbillichenn fürhabenn zubleibenn, redtliche Vrsache habenn, oder gewinnenn möchtte, So wolttenn sie die gutherrnn den anngezogenn schadenn, durch die Saltzgrebenn vnnd etliche verstenndige Meisterknechte zu Soden, besichtigenn æstimiren, vnnd wirdigenn, vnnd denn Dizel nach erkenntnus gnugsamb erlegenn, vnnd bezahlen lassenn, Das Ime abermahls gar nicht anntzunehmenn geliebet, sonnder gesagt, wolttenn sie Ime die 5 fl. so er gefordert gebenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd abgescheiden, Welches sich die gutherrnn beschwert, beclagt, vnd In Rath befundenn habenn, vff das sie Diezell fuglich schadenns nicht zuberlagenn1, viel weniger vf seinem vnnbillichenn fürhabenn zubleibenn, redtliche Vrsache habenn, oder gewinnenn möchtte, So wolttenn sie die gutherrnn den anngezogenn schadenn, durch die Saltzgrebenn vnnd etliche verstenndige Meisterknechte zu Soden, besichtigenn æstimiren, vnnd wirdigenn, vnnd denn Dizel nach erkenntnus gnugsamb erlegenn, vnnd bezahlen lassenn, Das Ime abermahls gar nicht anntzunehmenn geliebet, sonnder gesagt, wolttenn sie Ime die 5 fl. so er gefordert gebenn,
Woltte er Ihnenn lennger siedenn vnnd dienenn, Wo aber nicht, möchttenn sie kurtzab nach einem anndernn knechte gedennckenn, Ist darmit trutzlich2 in zornn vnnd vnnwillenn abgescheidenn, Wie Ime nun darauff, krafft Furstlicher vffgerichter Ordtnung ausgebottenn wordenn ist, Habenn Schültheis, Schöffen vnnd gemeine zum Sodenn,
vngezweiuelt vf sein anregenn, vonn seinet wegenn, ein furbitt ann gemeine Pfenner thun lassenn, vff welche sie diese volgennde anntwort erlannget vnd bekommenn habenn, das gemeine Pfenner alle samptlich den vom Sodenn zu wilfarenn wohl geneigt, weusten aber Diezelnn des ausgebotts vber Furstlichenn vffgerichttenn vertrage.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevngezweiuelt vf sein anregenn, vonn seinet wegenn, ein furbitt ann gemeine Pfenner thun lassenn, vff welche sie diese volgennde anntwort erlannget vnd bekommenn habenn, das gemeine Pfenner alle samptlich den vom Sodenn zu wilfarenn wohl geneigt, weusten1 aber Diezelnn des ausgebotts vber Furstlichenn vffgerichttenn vertrage.
Ordenung, gebett, vnnd verbott der Pfenner nicht zuuerschonenn, sonnder das die fraw zu behuff einer Hebammenn in Sodenn bleibe, vnnd erhalttenn wurde, mochtenn sie wohl gönnen, Nach dem nun offenntlich am tage vnnd wahr, das Dizels anngezogenn schade, nit viel vber einenn guldenn werth geacht,
vnnd doch vff — 5 fl. nichts abzulassenn, vonn Ime geschatzt wordenn, vnnd sich also keiner billicheit hat weisenn wollenn lassenn, sonnder allein lautern mutwillenn,
das geldt, vnnd vnbilliche schatzung seiner gutherrnn, fursetzlich gesucht, vnnd nit die vnuermuglichkeit, vnnd dadurch seine gutherrnn, ohne redtliche vrsache verurlaubet, vnnd in mercklichenn schadenn gefurt.
So bittenn gemeine Pfenner alle samptlich, das in dem Jegenn Dizelnn gleich den andernn mutwilligenn krafft vffgerichtter Ordenung vorgenommenn volnfahrenn, vff das vmb seinenn mutwillenn gerurtter Contract, Ordenung, gebott vnd verbott der Pfenner nicht gekrenckt oder gebroch werdenn, Sontags Vocem Jucunditatis In versamblung beider Räthe, vnnd des ausschosses, ist furgelauffenn, das der Schultheis in Sodenn den vorigenn tage verbottenn habe, Niemanndenn in der Pfenner grabenn zusteigenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo bittenn gemeine Pfenner alle samptlich, das in dem Jegenn Dizelnn gleich den andernn mutwilligenn krafft vffgerichtter Ordenung vorgenommenn volnfahrenn, vff das vmb seinenn mutwillenn gerurtter Contract, Ordenung, gebott vnd verbott der Pfenner nicht gekrenckt oder gebroch1 werdenn, Sontags Vocem Jucunditatis In versamblung beider Räthe, vnnd des ausschosses, ist furgelauffenn, das der Schultheis in Sodenn den vorigenn tage verbottenn habe, Niemanndenn in der Pfenner grabenn zusteigenn,
gehen, noch zustehenn, also hoch vnnser gnediger furst vnnd herr zugebietenn habe, Darauff Itztgemelte Räthe, sampt dem ausschos eintrechtiglich beschlossenn, Dem Schultheissenn anzusagen, vnnd zugebietenn, das er sich der Pfenner grabenn dermassenn zuuerbietenn,
enndthalttenn, auch seine Meyde vnnd gesinde daraus bleibenn lassenn woltte, damit die Pfenner ann Irer Erbgerechttigkeitt, vber die vffgerichttenn Ordnunge nicht geletzt wurdenn, Seit2[?] Dinstags nach Vocem Jucunditatis Anno ꝛc 39.
Habenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach1, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum1 Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl. suppliciret,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe, sampt Saltzgreuenn, Warttenn, vnd dem ausschos, den Renntmeister, Schultheissenn vnnd Warttenn zum Sodenn auffs Rathaus bitten lassen, vnnd mit Ihnenn gehanndelt, wie volgett, Erstlich, Ob sie auch bedacht, den Eidt, welcher Saltzgreuen vnnd Warttenn geburenn will, dem Furstlichen vfgerichttenn vertrage gemes zuthunde, Darauff der Renntmeister geantwort Schwalbach, als verordennter Wartte, Vnnser gnedigenn Herrn, seye erbuetigk vnnd willigk seinenn geburenndenn eidt zuthundt Innhalt dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage, Dieweil aber vnnser gnediger furst vnnd herr auch einen Saltzgreuenn verordennt, So sey sein bitt, die Pfenner wollenn, bißsolannge, das derselbige auch zur stette komme, vnnd bestettiget werde, mit dem eyde, doch dem Contract ohnn nachtteill, in ruhenn stehenn, vff das als dann der eidt vonn den beuelchhabernn in sampt geschehe, vnnd bestettigt werdenn möge, Wolle sich auch bis vff die zeitt in seinem ampt Jegenn gemeinenn Pfennern, als einem ehrlichenn frommenn wohl annstehet, dem vertrage gemes, aller gebuere erzeigenn vnnd halttenn, Darauff der Saltzgreue vonn wegenn der Pfenner geantwort, das sie seiner Personn halbenn, wohl zufriedenn, dieweil er sich den eidt dem vertrage gemes zuthun erbeut, so fernn doch das die bestellung des Saltzgrebenn, vffs fürderlichst geschehe, vnnd die Pfenner des mercklichenn schadenns, so sie ein zeitlanng aus gebrech der beuelchhaber erlittenn, furtter mochttenn verschonet werdenn, Zum anndernn, dieweil der vertragk klar mitbringt, das kein amptmann, Schultheis, oder beuelchhaber vber das Saltzwergk geordnet werdenn soll, er habe denn zuuor vff den vertragk gelobt vnnd geschworenn, so habenn die Pfenner ann den Renndtmeister gesonnenn, auch seinenn eidt zuthun, vff das sie zum Regiment, souiel desto fueglicher kommenn mochttenn, Darauff der Renntmeister geantwort, Er habe vber das Saltzwergk noch zur zeit nicht mehr beuehlichs, dann allein, das er bis vf annkunfft des Saltzgrebenn zum Sodenn, das Regiment solle helffenn warenn vnnd bestellenn, Zum drittenn, das die Pfenner sampt Irenn knechttenn beschwert, das, wiewohl vnnser gnediger Herr nu zur zeit selbst Bothenn vnnd saltzes gnug, aus Irenn der Pfenner Bothenn, die Pfanne saltzes vor — 6 fl. muntz soll gefordert vnnd genommenn werdenn, Wie sie dannal bereit ann ffgl.1 suppliciret,
auch mit gnediger anntwortt vertröst sein, mit bitt, das sie darmit vonn den beuelchhabern bis auff weitternn beuelch möchttenn verschonet werden, Darauff der Renntmeister geanntwort, er habe verstanndenn, das solchs ein alt herkommenn gewonheit sey, Wisse derhalbenn solchs nit nachzulassenn, Dieweil aber die Haüse2 dis Jars bis vngeuehrlich vf zwey oder drey mit Saltze notturfftig versehenn, so sey er zufriedenn, das sie ein zeitlanng darmit verschonet werdenn, Doch so fern, das der furst, auffs furderlichst darumb ersucht werde, Zum vierdtenn, das sich der Pfenner knechtte beclagenn, der Schültheis in Sodenn habe sie etzlich mahl, mit vnngeschicktenn fluchenn anngefahrenn, vnnd getawet3 durch die Bothenn zulauffenn, daruor aber die Pfenner freundtlich gebettenn, vnnd das sich der Schültheis in Sodenn, solches hinfurter enndthalttenn, vnnd der Pfenner knechtte vber den Furstlichenn auffgerichtenn vertragk vnnd Ordenung mit bussenn vnnd anndernn nicht betruebenn oder vberfahrenn wolle, Darauff der Schültheis geanntwort, Wiewohl das es wahr seÿ, das er etliche Knechtte mit worttenn hart habe anngefahrenn, so seÿ er doch darumb nit bedacht, etwas mit gewalt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch mit gnediger anntwortt vertröst sein, mit bitt, das sie darmit vonn den beuelchhabern bis auff weitternn beuelch möchttenn verschonet werden, Darauff der Renntmeister geanntwort, er habe verstanndenn, das solchs ein alt herkommenn gewonheit sey, Wisse derhalbenn solchs nit nachzulassenn, Dieweil aber die Haüse dis Jars bis vngeuehrlich vf zwey oder drey mit Saltze notturfftig versehenn, so sey er zufriedenn, das sie ein zeitlanng darmit verschonet werdenn, Doch so fern, das der furst, auffs furderlichst darumb ersucht werde, Zum vierdtenn, das sich der Pfenner knechtte beclagenn, der Schültheis in Sodenn habe sie etzlich mahl, mit vnngeschicktenn fluchenn anngefahrenn, vnnd getawet durch die Bothenn zulauffenn, daruor aber die Pfenner freundtlich gebettenn, vnnd das sich der Schültheis in Sodenn, solches hinfurter enndthalttenn, vnnd der Pfenner knechtte vber den Furstlichenn auffgerichtenn vertragk vnnd Ordenung mit bussenn vnnd anndernn nicht betruebenn oder vberfahrenn wolle, Darauff der Schültheis geanntwort, Wiewohl das es wahr seÿ, das er etliche Knechtte mit worttenn hart habe anngefahrenn, so seÿ er doch darumb nit bedacht, etwas mit gewalt,
oder weitters dann Ime vermöge des vertrags zugelassen, vnnd gebüere Jegenn Ihne vorzunehmenn, Item das der Schultheis sich der Söder1 grabenn eußernn, vnd seine meÿde2 darauß pleibenn lassenn woltte, dann sie gehörtenn den Pfennernn, vnnd müste darin niemandts gehenn, oder grasenn, es geschehe dann mit wissenn vnd willenn der Pfenner, Saltzgrevenn vnnd warttenn, Zum funfftenn, Nachdem etzliche Knechtte der Pfenner Heuse vnnd Berckfriede besitzenn, vnnd doch vff des Fürsten seittenn Bothenn habenn, vnnd arbeittenn, habenn die Pfenner gebettenn, das der Renndtmeister denselbigk, annsagenn wolle,
das sie sich nach anndernn Heusenn vnnd wonungenn vmbsehenn wollenn, vf das die Pfenner Ire behausungenn, vnnd Berckfriede Inne haben, vnnd Ire Knechtte soviel desto bequemblicher behalten mögenn, Darauff der Renndtmeister geantwort vnnd gebettenn, das die Pfenner bis nach den Pfingst Heilgenntagenn, gedult tragenn wolttenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas sie sich nach anndernn Heusenn vnnd wonungenn vmbsehenn wollenn, vf das die Pfenner Ire behausungenn, vnnd Berckfriede Inne haben, vnnd Ire Knechtte soviel desto bequemblicher behalten mögenn, Darauff der Renndtmeister geantwort vnnd gebettenn, das die Pfenner bis nach den Pfingst Heilgenntagenn, gedult tragenn wolttenn,
als dann solltenn zweÿ Heuse auf des Fürstenn seÿttenn aufgericht vnnd gebawett werdenn, darin acht oder Neun Knechtte wohnenn vnd erhalttenn werdenn möchttenn, als dann solltenn auch die Knechtte, so vf des Fürstenn seÿttenn arbeittenn, der Pfenner behausungen reumenn, vnnd vff Fgl. seittenn ziehenn.
Zum sechstenn, Nach dem sich der Renntmeister hören hat lassenn, Wo die Pfenner Anndres Grittengen1 sein Haus nit bezahlenn wurdenn, oder wolttenn, woltte er Grittenngenn, das Haus vff der Pfenner seittenn abzubrechenn, vnnd vf des Fürstenn seittenn zusetzenn erlaubenn, darvor die Pfenner gebettenn, vnnd Ihnenn des artickels darüber sagennde, erinnert, Mitt [übergeschrieben: bitt] das er Ime annsagenn woltte, das er sein Haus den nachbarnn feÿle biete, vnnd nit vbersetze, als dann werde er ohn zweivell Kauffleute darzu bekommenn, vnnd des Hauses ohnne schadenn wolgelosen, Darauff der Renndtmeister geantwort, was in dem der vertragk mitbringt solle geschehenn, vnnd er wolle darüber keinenn hanndthabenn oder sterckenn, Zum siebenndenn, das Magnus Klinckerfus2 anngezeigt habe, wie das der Schultheis in Sodenn im anngesagtt, er solle dem Isenhütte den Hauffenn Holtzes, so Klawes Vrber gekaufft, vnnd im Bothe liegenn hatt lassenn, Inn vierzehenntagenn bezahlenn, oder er werde Ine Kalt legenn, Darvor auch die Pfenner gebettenn, das sich der Schultheis solches gebotts enndthalttenn, vnnd nicht vndernehmenn wolle, Darauff er geantwort, er habe gesagt, wolle Ime seine vierzehenn tage gebenn, vnnd keines Kaltlegers gedacht, Seit[?] Sonnabenndt nach Ascensionis Domini Habenn Clawes treiber, vnnd Hennckell Mors[?] vonn wegenn der Meister Knechtte zum Sodenn semptlichann Saltzgreven vnnd Warttenn begeret, vnnd gebettenn, das sie obgemelttenn Knechttenn furzu kommenn ein tage ernennenn wolttenn, dann sie hettenn etwas furzutragenn, daranne den Pfennernn vnnd Ihnenn gelegk wehre,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum sechstenn, Nach dem sich der Renntmeister hören hat lassenn, Wo die Pfenner Anndres Grittengen sein Haus nit bezahlenn wurdenn, oder wolttenn, woltte er Grittenngenn, das Haus vff der Pfenner seittenn abzubrechenn, vnnd vf des Fürstenn seittenn zusetzenn erlaubenn, darvor die Pfenner gebettenn, vnnd Ihnenn des artickels darüber sagennde, erinnert, Mitt [übergeschrieben: bitt] das er Ime annsagenn woltte, das er sein Haus den nachbarnn feÿle biete, vnnd nit vbersetze, als dann werde er ohn zweivell Kauffleute darzu bekommenn, vnnd des Hauses ohnne schadenn wolgelosen, Darauff der Renndtmeister geantwort, was in dem der vertragk mitbringt solle geschehenn, vnnd er wolle darüber keinenn hanndthabenn oder sterckenn, Zum siebenndenn, das Magnus Klinckerfus anngezeigt habe, wie das der Schultheis in Sodenn im anngesagtt, er solle dem Isenhütte1 den Hauffenn Holtzes, so Klawes Vrber gekaufft, vnnd im Bothe liegenn hatt lassenn, Inn vierzehenntagenn bezahlenn, oder er werde Ine Kalt legenn, Darvor auch die Pfenner gebettenn, das sich der Schultheis solches gebotts enndthalttenn, vnnd nicht vndernehmenn wolle, Darauff er geantwort, er habe gesagt, wolle Ime seine vierzehenn tage gebenn, vnnd keines Kaltlegers gedacht, Seit2[?] Sonnabenndt nach Ascensionis Domini Habenn Clawes treiber, vnnd Hennckell Mors[?] vonn wegenn der Meister Knechtte zum Sodenn semptlichann Saltzgreven vnnd Warttenn begeret, vnnd gebettenn, das sie obgemelttenn Knechttenn furzu kommenn ein tage ernennenn wolttenn, dann sie hettenn etwas furzutragenn, daranne den Pfennernn vnnd Ihnenn gelegk wehre,
Demnach habenn Saltzgrevenn vnnd Warttenn gedachten Knechttenn, den Donnerstagk nach Exaudi furzukommenn, vnnd Ir annliegenndt beger zuhörenn ernanndt, vnnd darzu beide Räthe, sampt dem Ausschus gemeiner Pfenner vff das Rathaus heischenn lassenn, In welcher Jegennwerttigkeit obgemelte Knechte, durch Peter Kellenn habenn lassenn furtragenn wie volgett, Nach dem sie den Pfennern samptlich als Iren güthernn mit eidenn vnnd pflichtenn verstrickt, Irenn frommen zuwerbenn, vnnd Irenn schadenn zuwarnenn, vnnd sich desselbigenn schuldige erkennenn, so wollenn sie gemeinenn Pfennernn samptlich güter meinung nicht bergenn, das sie den hanndell vnnd gelegennheit des Saltzwergks der gestalt befundenn, das sie sich ohne Irenn auch Irer güthernn verderblichenn schadenn, darbey lennger nicht wissenn zuerhalttenn, vnnd sonnderlich aus der vrsach, das sie Ihr saltz,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Isenhütte — Eigenname
Seit — Anfangswort unklar); Hennckell Mors (Eigenname unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDemnach habenn Saltzgrevenn vnnd Warttenn gedachten Knechttenn, den Donnerstagk nach Exaudi furzukommenn, vnnd Ir annliegenndt beger zuhörenn ernanndt, vnnd darzu beide Räthe, sampt dem Ausschus gemeiner Pfenner vff das Rathaus heischenn lassenn, In welcher Jegennwerttigkeit obgemelte Knechte, durch Peter Kellenn1 habenn lassenn furtragenn wie volgett, Nach dem sie den Pfennern samptlich als Iren güthernn mit eidenn vnnd pflichtenn verstrickt, Irenn frommen zuwerbenn, vnnd Irenn schadenn zuwarnenn, vnnd sich desselbigenn schuldige erkennenn, so wollenn sie gemeinenn Pfennernn samptlich güter meinung nicht bergenn, das sie den hanndell vnnd gelegennheit des Saltzwergks der gestalt befundenn, das sie sich ohne Irenn auch Irer güthernn verderblichenn schadenn, darbey lennger nicht wissenn zuerhalttenn, vnnd sonnderlich aus der vrsach, das sie Ihr saltz,
welches sie wohl gesieden köntenn, nicht könnenn abwerdenn vnnd gelösenn, derhalbenn sie sich Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn, in vnmerckliche schuldt teglich wirckenn vnd kommen, dann sie kaum et soviel saltzes verkauffenn könnenn, das wenn gleich das Saltzwerck Ihr erbe vnd eigen were vnnd Ihrenn güthernn davonn nichts reichen durfftenn, sich sampt Irenn weibenn vnd Kindern,
zur nott davonn erhalttenn möchttenn, vnnd Wiewohl Ine vor dieser zeitt der vertragk zwischenn vnserm gnedigenn herrnn vnnd den Pfennernn vfgericht, verlesenn, Welcher vnnder anndernn mitbringe, das sie der Pfenner Knechtte,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezur nott davonn erhalttenn möchttenn, vnnd Wiewohl Ine vor dieser zeitt der vertragk zwischenn vnserm gnedigenn herrnn vnnd den Pfennernn vfgericht, verlesenn, Welcher vnnder anndernn mitbringe, das sie der Pfenner Knechtte,
wie vonn alters alle wochenn zweÿmahl siedenn mögenn, vnnd das Fgl. zu verhinderung der Pfenner Saltz, Ires saltzes nicht verkauffenn lassenn wolte, So verkaufftenn doch Fgl.
Knechte teglich Ihr saltz, vnnd bleibe Ihnenn das Ihre liegenndt, Derhalbenn Ihr vleissig vnnd dienstlich bitt, das sie vermöge demselbigenn Fürstlichenn vertrage, vnnd der Pfenner beschehenn vertröstung nach, beÿ dem siedenn vnnd ververkauffe des Saltzes möchttenn gehanndthabet werdenn, damit sie Ihre nahrung erwerbenn, Ire güthern bezahlenn möchttenn, vnnd schuldt halbenn nicht endtweichenn durfftenn, Als dann wollenn auch sie ann Ihnenn nichts erwindenn lassenn, sonndernn alzeit Irenn müglichenn vleis vnd dienst trewlichenn Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn zum bestenn beweisenn, vnd hierauff günstige antwortt gebettenn, Johann Riedenstein1 hatt aus bevelch der Pfenner, den Knechttenn, Ires freundtlichenn gethanenn anntragenns, vnnd schlislichenn erbietenns gedannckt, mit erbietung, das die Pfenner in gleichnus der Knechte schadenn vnvorkommenn, soviel Immer müglich geneiget, vnnd bedacht, Mit bitt sich nebenn den güthernn, welcher schade, Gott geklagt, auch nit kleine, ein zeitlanng zugeduldenn, dann es wolttenn die Pfenner,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteKnechte teglich Ihr saltz, vnnd bleibe Ihnenn das Ihre liegenndt, Derhalbenn Ihr vleissig vnnd dienstlich bitt, das sie vermöge demselbigenn Fürstlichenn vertrage, vnnd der Pfenner beschehenn vertröstung nach, beÿ dem siedenn vnnd ververkauffe des Saltzes möchttenn gehanndthabet werdenn, damit sie Ihre nahrung erwerbenn, Ire güthern bezahlenn möchttenn, vnnd schuldt halbenn nicht endtweichenn durfftenn, Als dann wollenn auch sie ann Ihnenn nichts erwindenn lassenn, sonndernn alzeit Irenn müglichenn vleis vnd dienst trewlichenn Ihnenn vnnd Ihrenn güthernn zum bestenn beweisenn, vnd hierauff günstige antwortt gebettenn, Johann Riedenstein hatt aus bevelch der Pfenner, den Knechttenn, Ires freundtlichenn gethanenn anntragenns, vnnd schlislichenn erbietenns gedannckt, mit erbietung, das die Pfenner in gleichnus der Knechte schadenn vnvorkommenn, soviel Immer müglich geneiget, vnnd bedacht, Mit bitt sich nebenn den güthernn, welcher schade, Gott geklagt, auch nit kleine, ein zeitlanng zugeduldenn, dann es wolttenn die Pfenner,
der vnnd annder gebrechenn vnnd furgefallenn beschwerung halbenn, ein formliche Supplication ann Irenn gnedigenn Fürstenn vnnd herrnn, durch Ihre gesanndtenn zum forderlichstenn, gelanngenn lassenn, der tröstlichenn zuversicht, Fgl. wurden die Pfenner, sampt Irenn Knechtenn, beÿ dem ver verkauffe des Saltzes, wie verschriebenn, Furstlich vnnd löblich bleibenn lassenn vnnd behalttenn, Damit sie beiderseits schadenns verschonet, vnnd hinfurter benommenn möchten werdenn, Freÿtags nach Exaudi seindt bede Saltzgrevenn,
sampt dem Stadtschreiber vonn dem ausschos gemeiner Pfenner mit volgennder Supplication, ann vnnsernn Landtsfürstenn vnnd herrnn abgefertiget, vnnd habenn Jtztgemeltte gesanndte nachvolgenndenn Sonnabenndt vmb siebenn vhr Fgl. zur Karthaus anntroffenn, vnd die Supplication Fgl. behenndiget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnvor=kommenn — Lesung unsicher); ver verkauffe (Dittographie in Vorlage
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesampt dem Stadtschreiber vonn dem ausschos gemeiner Pfenner mit volgennder Supplication, ann vnnsernn Landtsfürstenn vnnd herrnn abgefertiget, vnnd habenn Jtztgemeltte gesanndte nachvolgenndenn Sonnabenndt vmb siebenn vhr Fgl. zur Karthaus1 anntroffenn, vnd die Supplication Fgl. behenndiget,
G. arme gehorsame vnderthane vnnd alle anndere beÿ Irem rechttenn, soviel sie des befugt, vnnd berechttiget, gnediglichenn zuschutzenn, vnnd hanndthabenn geneigt, vnnd das sich E.
Stadt Allenndorff in kurtzverruckter zeit beredt vnnd bewilligt, vnnd in solchem vertrage vnnder anndernn, als in artickell sich anhebendt, vnnd zu weitter bekrefftigunge dieses vertrags Sonnderlichenn versehenn, vnnd verordenet, Wo es sich begebenn wurde, das zwischenn E.
F. gl. vnnd vns ein misuerstanndt, der Beholtzunge, abspannunge der Knechte, oder vmb verkauffung des Saltzes einfallenn wurde, wie vnnd welcher gestalt solcher misuerstanndt geortert, vnnd enndtscheidenn werdenn soltte, vnnd wir weitlicher zeit E.
Gl. dienernn, am verkaufft des Saltzes, desgleichenn an giessenn vnnd schoppen, vf Sonntag vnd Mitwochenn, vnnd anndernn mehr, zuwidder3 Jegenn dem vertrage, vnns armenn leuthenn, nicht zu geringer beschwerunge, teglichenn verhindert wurdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGl. dienernn, am verkaufft des Saltzes, desgleichenn an giessenn vnnd schoppen, vf Sonntag vnd Mitwochenn, vnnd anndernn mehr, zuwidder Jegenn dem vertrage, vnns armenn leuthenn, nicht zu geringer beschwerunge, teglichenn verhindert wurdenn,
Mitt furwenndung als soltte solches dem bewilligttenn vertrage nicht enntgegenn sein, das wir doch vnnser vnnmeidtlicher notturfft wegenn, nicht nachzugebenn wissenn, So ist vnnser ganntz vnnderthenig vleissig bitt, E.
Fgl. wollennt, zu volge des vertrags in berurtem artickell, dieses furgefallenenn misverstannds halbenn, Ire Räthe gein Eschwege, oder gein Allendorf, zu abhelffung dieser gebrechenn, gnediglich verordenen, vnnd allennthalbenn hierinnenn, wo es die notturfft erfordert,
wie der vertrage mitbringet, verfahren lassen, So soll es auch ann vnns ann nichtenn erwindenn, damit dem vertrage diesorts1[?] auch geburliche volge geschehe, Das seindt wir vmb E.
Fgl. daraus nit verstehenn, wie sie gemeine Pfenner wolttenn gemeint habenn, sonnderlich dieweil sie allein vf zwenn artickell gestelt, als nemblich das sohlenn ziehenn, vnnd den vorverkauf des Saltzes, vnnd S.
Fgl. doch nit annders wuste, dann es wurde dem letzt gegebenenn abscheide nach in dem Sohlen ziehenn gelebt, vnnd möchte gerne wissenn, in was artickeln sonnstenn gemeine Pfenner beschwert wurden, Es lasse sich aber S.
Saltzwergk nieder zulegenn1[?], Darauff Johann Niedennstein geantwort, sie wüstenn vonn keinem abscheide, der Ihne schrifftlich were zugestelt, es solttenn auch S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwergk nieder zulegenn[?], Darauff Johann Niedennstein geantwort, sie wüstenn vonn keinem abscheide, der Ihne schrifftlich were zugestelt, es solttenn auch S.
Fgl. in warheit befinden, das die Pfenner keiner anndernn gestalt, dann allein Irer hohenn vnmeidtlichenn notturfft halbenn, anzusuch2[?] benotigenn3[?] hettenn, Mitt vnnderthenniger bitt, Dieweil gemeine Pfenner, nicht annders noch weitters, dann allein was der vertragk mitbrechte Supplicirten, S.
Fgl. anngehabenn, vnnd gefragt, Was dann sonnstenn vor artickell werenn, darinne die Pfenner beschwert, vnnd dieselbigenn anzuzeigenn, vnnd zuerzehlenn begert, Darauff Johann Nüdennstein4[?] geantwort, es hetten S.
Fgl. in vnnderthenigkeit nicht vergenn, das sie der beschwertenn artickell halbenn zuhanndlenn, weitter keinenn beuelch, sonnder allein S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. in vnnderthenigkeit nicht vergenn, das sie der beschwertenn artickell halbenn zuhanndlenn, weitter keinenn beuelch, sonnder allein S.
Fgl. die Supplication zuubergebenn, vnnd vnnderthenig zubittenn, wie auch darinne gebetten, Aber zu vnnderrichtung der beschwerung des vorverkauffs halbenn, wolte er S.
Fgl. knechtte, teglich Ir saltz, nebenn vnnd zuuor der Pfenner saltze, dardurch sie dann verhindert, vnnd Ihne Ihr saltz liegenn pleibe, vnnd Ire knechtte zu keinem friedenn kommenn könnttenn, derhalbenn auch die knechtte samptlich Donnerstags nach Exaudi, vor beidenn Räthen, sampt dem ausschus gemeiner Pfenner vorgetrettenn, Mit klage, wo Inenn nit geholffenn, das sie zum sieden wie vonn alters gewönnlich,
vnnd Itzo verschriebenn, kommenn, vnnd dardurch etwas erwerbenn mochtenn, mustenn sie samptlich schuldt halbenn enndtweichenn, vnnd Irenn gutherrnn die schlussell vbergebenn, Welches wir Ihnenn auch also bekennenn mustenn, aus vhrsachenn,
das vnns vonn Weÿnachttenn bis vff diese zeit iiij Tausenndt. 3. hundert vnnd etzliche guldenn, weniger gesottenn sein, dann vor einem Jare, Wann wir aber alle wochenn, wie vnns vonn S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas vnns vonn Weÿnachttenn bis vff diese zeit iiij Tausenndt. 3. hundert vnnd etzliche guldenn, weniger gesottenn sein, dann vor einem Jare, Wann wir aber alle wochenn, wie vnns vonn S.
Fgl. vnnd vonn alters zugelassenn, dreÿ mahl hettenn siedenn sollenn, so mangeltenn vnns, weniger zwanntzigk, vier Tausenndt guldenn, derhalbenn vnnderthenig gebettenn, das S.
Ihr saltz vor – 4 fl. müntz vnnd – 2 thaler bezahlte, aber sie wolttenn gerne die zehenn alb. mehr habenn, Wiewohl es der vertragk nit mitbrechte, zu dem das die Pfenner gerurte2[?] zehenn alb. vf den Saltzkauff, welches Ihnenn doch nicht gebueret, geschlagenn hettenn,
Darauff Johann Niedennstein geanttwort, das gemeine Pfenner nichts mehr dann allein, was der vertragk mitbrechtte, begertenn, Sie hettenn auch nie nichts auff den Saltzkauff geschlagenn, sonnder die zehenn alb. zu ausrichttung der gebeuw vnnd dinst vnnder sich vonn Irem erbe abgezogenn, Hat S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff Johann Niedennstein geanttwort, das gemeine Pfenner nichts mehr dann allein, was der vertragk mitbrechtte, begertenn, Sie hettenn auch nie nichts auff den Saltzkauff geschlagenn, sonnder die zehenn alb. zu ausrichttung der gebeuw vnnd dinst vnnder sich vonn Irem erbe abgezogenn, Hat S.
Fgl. berechnenn, Wo solche Innahme etzliche Jar hinkommenn, vnnd gebliebenn seÿ, Darauff Johann Niedennstein geantwort, es werdenn ohnn zweiuell solche Register beide der Innahme vnd ausgabe, noch wohl vorhanndenn sein, Wenn es auch die not erfordernn, vnnd den Pfennernn S.
Fgl. etwas rechennschafft daruonn zuthun geburenn wolt, acht ers daruor, sie wurdenn solche Register vnnd rechennschafft keinn scheu tragenn, Weitter hatt S.
Fgl. anngehabenn vnnd gesagt, aus dem das die Pfenner des Sohlenn ziehenns halbenn, so harte klagttenn, vnnd doch die knechte sagenn, das sie wohl beÿ einannder ziehenn könnenn, könne S.
Fgl. nutzunge zuuerhindernn geneigt, vnnd fragte den Renttmeister, ob auch derhalbenn clage wehre vorgelauffen, Welcher geanttwort, das er daruber keine clage vernommenn habe, Hierauff Johann Niedennstein geanttwort, es möchte sein, das noch bishero, dieweil die knechtte zum sieden nicht hettenn kommenn könnenn, auch kein klage gewesen, Wann aber die knechte wie vonn alters gewönnlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. nutzunge zuuerhindernn geneigt, vnnd fragte den Renttmeister, ob auch derhalbenn clage wehre vorgelauffen, Welcher geanttwort, das er daruber keine clage vernommenn habe, Hierauff Johann Niedennstein geanttwort, es möchte sein, das noch bishero, dieweil die knechtte zum sieden nicht hettenn kommenn könnenn, auch kein klage gewesen, Wann aber die knechte wie vonn alters gewönnlich,
vnd Itzo verschriebenn, siedenn solttenn, Were es vnmuglich, das sie beÿ einannder vnnd zugleiche ziehenn könntten, Mitt vnnderthenniger bitt, den Bornndtmeister darumb zufragenn, welcher stillschweigent,
darauff kein antwort gebenn hatt, Das aber die Pfenner den artickell des Sohlenn ziehens Jederzeit in Iren Supplication anngezogenn, keme aus der vhrsach, das S.
Fgl. diener sonnderlich Jost, denselbigenn annders dann der Buchstab mitbringet, deuten woltte, als nemblich, ob wohl im vertrage vnnderschiedtliche tage gesetzt, so soltte es doch dem vertrage nit zuJegenn sein, das S.
Fgl. knechtte, nebenn vnnd zugleiche der Pfenner knechtte, wenn sie könten, zöhenn, dann der artickell allein darauff gestellet, das keiner den anndernn hindernn soltte, Dieweil nu der vertragk deutlichenn vnnderschiedtliche tage mitbrechtte, Wüstenn gemeine Pfenner dem vertrage zuwedder, nicht daruonn abzutrettenn, Hierauff S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteFgl. knechtte, nebenn vnnd zugleiche der Pfenner knechtte, wenn sie könten, zöhenn, dann der artickell allein darauff gestellet, das keiner den anndernn hindernn soltte, Dieweil nu der vertragk deutlichenn vnnderschiedtliche tage mitbrechtte, Wüstenn gemeine Pfenner dem vertrage zuwedder, nicht daruonn abzutrettenn, Hierauff S.
Fgl. wollenn den artickell selbst nit annders, dann allein das keiner den anndernn hindern solle, vnnd wie Jost daruonn geredt, gemeint habenn, vnnd könnenn S.
Ihre Räthe vermöge derselbigenn, gen Eschwege oder Allenndorff verordenenn wolle, vnnd vnnder anndernn angesagt, der vertragk seÿ den Pfennernn, vnnd nicht S.
Räthe denselbigenn begrifft sfgl. verlesenn, vnnd sfgl habe denselbigenn zu enndernn, Dieweil dann der Pfenner Reuers, noch nicht alle versiegelt, vnnd der vertragk nicht volnkommenn volnzogenn, So wolle auch sfgl. bhuer1 habenn, denselbigenn zuhalten oder nicht, darumb protestirt, vnnd dem Cannzlar Mußfuller2 solche protestation zu signiren beuohlenn, vnd zu den gesanndtenn gesagt, das sagt ewerm Herrnn, Dennach hat Johann Riedennstein vnderthenig gebetten,
das sfgl. solch Ihr bedennckenn den Pfennernn auffs furderlichst, doch nach sfgl. gelegennheit, darnach sie sich zurichttenn, gnediglich zuschreibenn wolte lassenn, Hatt sfgl. geantwort, sie wehrenn Je nicht die vom Venedig,
solttenn in vierzehenntagenn oder vier wochenn wiederumb annsuchenn, Vnnd ist diese hanndtlunge geschehenn, in beysein Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalters, Jorgenn Nußpickers3 Cannzlars, Alexannder vonn der Thannen, Johann Barthelmes, Henrich Muldeners vnnd Johann Schwalbachs.
Wiewohl nun vnnser gnediger furst vnnd herr Montags nach Pfingstenn zu Cassell in Jtztgenenter sfgl. beysitzennden Räthe, vnnd diener Jegennwertigkeit beschlislich verabscheidet hatte, das die Pfenner in vierzehen tagenn oder vier wochenn,
widerumb bey sfgl. ansuchen solttenn, So hat doch sfgl. nichts minder, vor außgang der vierzehenn tage, den Pfennernn durch Johann Barthelmes Renndtmeister annsagenn lassenn, sich nechtvolgennde wochenn, nach Medardi anheimisch zuhaltenn, dann sfgl.
Ihre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke2 Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIhre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn1, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIhre Räthe, mit nahmenn Sigmundt vonn Boyneburgk, Stadthalter, Johann Feige Cannzlar, Rudolff Schenncke Lanndtvogt ann der Werra, vermöge der Pfenner vbergebenenn Supplication, auff den Mitwoch, oder Donnerstagk einzukommenn, vnnd mit den Pfennernn, Irer beschwerung halbenn zuhandtlenn verordent hette, Wie aber die Pfenner solchs also gewarttet habenn wolttenn, seindt Jtztgenente Räthe, vonn stundt ann in Vigilia Medardi Jegenn abenndt nachgevolgt, vnnd volgenndem Montags vmb ein Vhr mit den Pfennernn handtlunge annge fanngenn, Welche furtragenn habenn lassenn, wie nachuolget, Gestrenngenn, Ernuestenn vnnd achtparnn Furstliche Räthe, gebietennde Herrnn, Nach dem vnnd als sich mercklich beschwerung den Pfennernn zu Allenndorff, wieder vffgerichttenn bewilligtenn, vnnd anngenommen vertragk, zugetragenn habenn, Sonnderlich vnnd erstlich in dem, das sie im verkaufft des Saltzes in Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn Saltz geladenn, verkaufft vnnd verfuhret wirdt, vnd der Pfenner Saltz Ihnenn zu grossem schaden, nachteil vnnd fortters dem vertrage zu wieder, liegenn pleibt, Zum anndernn das sich sfgl. diener vnnd Saltzknechte zuwieder vfgerichttenn vertrage, auff die tage so Ihnenn nicht, sonnder der Pfenner knechttenn zuscheppenn, vnd zuziehenn zugetheilt, vnnd vorbehalttenn ist, zuschepffen vnnderstehenn, vnnd der Pfenner knechte darann vff die tage so Ihnenn allein zuziehenn geburenn, verhinderung thun, Zum drittenn, das sfgl. begert, das der Pfenner gesinde, vnnd Boderknechte, so sfgl. auch eidthafftig sein sollen, welches doch dem vertrage vnnd altem gebrauch ganntz zuwieder, der vnnd annder mehr beschwerung halber, die Pfenner verursacht wurdenn, sfgl. kurtz verschiener zeit zu mehrmahlenn, mit Supplication vnnd mundtlichem bericht, vmb gnedige abschaffung solcher beschwerde, vnnderthenniglich annzusuchenn, Dieweil aber die Pfenner Je mehr vnnd fernner beschwerung befundenn, habenn sie Jungst abermahls sfgl. vmb vorbescheidt,
vnnd abhelffung der beschwerde, gebetten, das nun hochgedachtter vnnser gnediger furst vnnd herr, euch Furstlichen Räthe, alhier zur stett gnediglich verordennt, auch annkommenn, solchs gnedigenn willenns vnnd stadtlicher schickunge, seindt wir gemeine Pfenner sfgl. dannckbar, mit erbietung, solchs vmb sfgl. vber schuldige pflicht zuuerdienenn, Dennach vor euch furstlichenn Rethen, bringenn die Pfenner zu Allenndorff Ire beschwerunge einfelttiger weise vor, vnnd sagenn, das Inenn der verkaufft des Saltzes Im Furstennthumb Hessenn vorbehalttenn, Innhalts vnnd vermöge des vffgerichttenn vertrages, Also das kein annder dann der Pfenner Saltz darin geladen, gefurt vnnd verkaufft werdenn soll, es wer dann sach, das es im Lannde ann saltz gebrechenn, vnnd manngeln wurde, also das der Pfenner saltz nit reichenn, vnnd die notturfft speisenn kunnt, oder mocht, als dann vnd nicht ehir, ist vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn mit sfgl. saltz in solchem fall,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd abhelffung der beschwerde, gebetten, das nun hochgedachtter vnnser gnediger furst vnnd herr, euch Furstlichen Räthe, alhier zur stett gnediglich verordennt, auch annkommenn, solchs gnedigenn willenns vnnd stadtlicher schickunge, seindt wir gemeine Pfenner sfgl. dannckbar, mit erbietung, solchs vmb sfgl. vber schuldige pflicht zuuerdienenn, Dennach vor euch furstlichenn Rethen, bringenn die Pfenner zu Allenndorff Ire beschwerunge einfelttiger weise vor, vnnd sagenn, das Inenn der verkaufft des Saltzes Im Furstennthumb Hessenn vorbehalttenn, Innhalts vnnd vermöge des vffgerichttenn vertrages, Also das kein annder dann der Pfenner Saltz darin geladen, gefurt vnnd verkaufft werdenn soll, es wer dann sach, das es im Lannde ann saltz gebrechenn, vnnd manngeln wurde, also das der Pfenner saltz nit reichenn, vnnd die notturfft speisenn kunnt, oder mocht, als dann vnd nicht ehir, ist vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn mit sfgl. saltz in solchem fall,
vnnd zu der notturfft zuuerkeuffenn, vnnd Inns Furstennthumb abführen zulassenn, nachgegebenn vnnd zugelassenn, Dieweil aber dem vertrage zuwieder nit allein, in der zeit der notturfft sonndernn auch allezeit bisher seindt dem vertrage, sfgl. diener vnnd Söder1, Ihr saltz den fhurleutenn geladenn, verkaufft, vnnd Inns Furstennthumb zu Hessenn führenn lassenn, also das den Pfennernn Ihr saltz liegenn bleibe, vnnd derhalbenn dis Jtzt Jegennwertige Jar,
mehr dann dritthalb Tausennt drey hundert guldenn, weniger dann vor einem Jar, bis vff diese zeitt gesottenn, Vnnd wann die Pfenner Ire wercke, so Ihnenn im vertrage, auch vormahls von alters her nachgelassenn,
hettenn siedenn mögenn, als sie des verkauffs vnnd abganngs halbenn verhindert wurden, wurde sich der außstanndt vnnd Rest, in die vier Tausennt guldenn vngeuehrlich erstreckenn, wie mitt der Pfenner, desgleichenn sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehettenn siedenn mögenn, als sie des verkauffs vnnd abganngs halbenn verhindert wurden, wurde sich der außstanndt vnnd Rest, in die vier Tausennt guldenn vngeuehrlich erstreckenn, wie mitt der Pfenner, desgleichenn sfgl.
Zoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle1, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl. knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn1 alias Steffan, vor einenn Söder2 vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZoll Registern beweislich darzuthun, vnnd zubelegenn ist, Zum anndernn, Wiewohl im vertrage, mit klarenn hellenn worttenn, außtrucklich vnnd vnnderschiedtlich verleibt, vff was zeit vnnd tage der Pfenner, auch sfgl.1 knechte Sohlenn ziehenn vnnd schöpffenn mögle, damit kein theil das annder verhindert, So vnnderstehenn sich doch sfgl. diener vnnd knechte zugleich neben der Pfenner knechten Sohlenn zuziehenn, Welches dem vertrage zuwieder, auch ohne verhinderung der Pfenner vnnd Irer knechte, ann Irer arbeit des Sohlen schepffenns nicht geschehenn kann oder magk, Derwegenn die Pfenner vnnderthenniglich bittenn, solches ann stadt sfgl. bey sfgl. dienernn in Bodenn abzuschafenn, vnnd sich in dem des vertrags gehalttenn, Inn annsehung, das es doch dem vertrage vnabbruchlich ein zeitlanng versucht, als ohne verhinderung hette geschehenn mogen, Dieweil aber befundenn, das es ohne der Pfenner verhinderung vnnd nachtteil, sonnderlich wann die zwey wercke alle wochenn gesottenn werdenn sollenn, nit geschehenn kann, oder magk, bittenn die Pfenner wie gebettenn, Wollenn auch fernner nit, dann der vertragk vermag gewilligt habenn, darvonn sie wie vormahls offenntlich vnnd solenniter protestiren, Zum drittenn, Nach dem zum theil in vorigenn Furstlichenn hochloblichenn gedechtnussenn verschreibungk, auch in dem auffgerichtenn vertrage vnnd ordenung verleibt, das der Pfenner diener vnnd gesinde zun Bodenn niemands annders dann Irenn guttherrnn, Eidthafftigk sein sollenn, Bittenn die Pfenner, sie vnd Ire gesinde darbey gnediglich bleibenn zulassenn, Vnnd vber solche drey Heupt artickell des vertrags befindenn sich die Pfenner nebenn anndern mehr beschwert, Nach dem sfgl. vornehmenn Saltzsieden vnnd gebeu Ine in nichtte nachteilig, vnnd schedtlich sein soll, So seindt etzlich behausung vnnd Bergkfriede auff der Pfenner Saltzwercke abgebrochenn, vnd vff sfgl. seittenn gesetzt, Bittenn die Pfenner vnndertheniglich, das Inenn solche Ire behausung vnnd Bergkfriede widderumb zugestellet mögenn werdenn, Desgleichenn das auch den Pfennernn vor den Raum, platz, vnnd grabenn, so sfgl. eingenommenn, vnnd zum theil bebawet, widderumb erstattung vnnd vergleichung geschehenn muge, der gemeine zum besten, Es gelanngt auch gemeinen Pfennern an, als soltt sfgl. gemuts vnnd willenns sein, noch mehr alte gebeuw abbrechenn zulassenn, Dieweil dann solchs den Pfennern nachteilig vnnd schedtlich, vnnd dem vertrage zuwieder, wollenn die Pfenner sie des zuuerschonenn, vnnd darvor gebettenn habenn, Nach dem auch Anndres Grittennhenn alias Steffan, vor einenn Söder vf sfgl. seittenn anngenommenn, vermeint die Pfenner zuzwingenn, Ime sein behausung seins gefallenns zubezahlenn, Oder aber Ime zubegunstigenn, dasselbe abzubrechenn, vnnd vff sfgl. seittenn zusetzenn, Darauff bittenn gemeine Pfenner, denselbenn vermuge der Ordenung zu vnnderweisenn, sein Haußfeile zubietenn, vnnd vmb ein zimblich kauffgeldt, des es werth, zu kauffe gebenn, vnnd vonn der vbermas die solch nicht werth, auch vermutlich nit geltenn kann, oder magk, abstehenn, damit er kauffleut bekommenn möge, Vnnd nach dem sich etlich Meister vnnd afftterknecht, vber die zal so sfgl. zugelassenn, auff sfgl. seittenn zu arbeittenn begebenn, vnnd dem vertrage zu wieder noch zur zeit in der Pfenner behausung wohnenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, dieselbenn solch behausung zureumenn, weisenn,
darmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll1[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit in dem fall dem vertrage auch gelebt werde, Nach dem auch den Pfennernn gnedigklich versprochenn, vnnd zugesagt, das der vfgericht vertragk vonn Ritterschafft vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessen, bewilligt, auch vonn Chur: vnnd Furstenn zu Sachssen, Ratificirt werdenn solle, welches noch zu volstreckung des vertrags bis anhero vff vielfaltig ansuchenn der Pfenner, nit geschehenn, Bittenn sie nachmals vnndertheniges vleisses, das solchs noch vnuerzuglich vnd zum furderlichstenn volnnzogen, vnnd geenndet werde, Was sich als dann gleichfals vonn den Pfennernn der Reuersalia halbenn zugebenn geburenn will, seindt die Pfenner Ires theils willigk vnnd vhrbuetigk, Es habenn auch die Pfenner vonn alters hero, den gebrauch vnnd freyheit gehapt, das so sich etwann Irthumb vnd spaltung zwischenn einem knechte, vnnd seinen gutherrenn zugetragenn, Es were vmb das gesöde, oder Irer Rhinnung halbenn, das die Saltzgrebenn vnnd Warttenn, dieselbigenn gutherrenn vnnd knechte auff das Rathaus vor beide Rethe verbescheiden habenn, vnnd nach gnugsamer verhör, vnnd berichtt der warheit, sie vonn beidenn theilenn, der billichkeit gemes enntscheidenn, Dem zu wieder vnderstehet sich der Furstliche verordennte Renndtmeister die Pfenner ann solchem altenn hergebrachtenn gebrauch zuuerhindernn, Dergestalt, das er Inenn nit gestattenn will, Henrich Vll[?] vonn Vrbenn Irenn knecht, sampt seinem gutherrnn Ires Irthumbs halbenn, auff das Rathaus vorzubescheiden, Sonndernn Will sie, solche sache in den Bodenn zu rechttferttigenn, gewiesenn habenn, Welches Irem alten hergebrachten gebrauch, vnnd freyheit ganntz zu wieder ist, Bittenn derhalbenn diese beschwerung auch in die klage zustellenn,
Item Es habenn auch die Pfenner hiebeuor vnndertheniglich gebettenn, Nach dem nu sfgl.1 eigenn saltz siedenn lesset, vnnd zu sfgl. haushalttung etzlich pfann saltzes zukeuffenn lassenn |: als etwan wohl geschehen :| vnnotturfftigk, Bittenn sie noch wie vor, dieselbenn beschwerung, dieweil es nit ein altter gebrauch, sonndernn bey vorigenn Schultheissenn vffkommenn, das solchs gnedigklich abgethann, vnnd hinfurter damitt vnbelestiget bleibenn mögenn, dann es sonnst ohne der Pfenner schadenn vnnd nachteil, nit sein oder bestehenn kann, Dieweil auch die Ampte vffm2 Saltzwercke, auff sfgl. seittenn, bis anher, vermöge vfgerichter Ordenung, nit versehenn vnnd bestelt, Allein das Johann Schwalbach, in kurtzenn tagenn zum Warttenn veror dennt, den wir auch zu hanndthabung der Ordenung anngesucht, vnnd ann Im verhörung gehabt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteItem Es habenn auch die Pfenner hiebeuor vnndertheniglich gebettenn, Nach dem nu sfgl.1 eigenn saltz siedenn lesset, vnnd zu sfgl. haushalttung etzlich pfann saltzes zukeuffenn lassenn |: als etwan wohl geschehen :| vnnotturfftigk, Bittenn sie noch wie vor, dieselbenn beschwerung, dieweil es nit ein altter gebrauch, sonndernn bey vorigenn Schultheissenn vffkommenn, das solchs gnedigklich abgethann, vnnd hinfurter damitt vnbelestiget bleibenn mögenn, dann es sonnst ohne der Pfenner schadenn vnnd nachteil, nit sein oder bestehenn kann, Dieweil auch die Ampte vffm Saltzwercke, auff sfgl. seittenn, bis anher, vermöge vfgerichter Ordenung, nit versehenn vnnd bestelt, Allein das Johann Schwalbach, in kurtzenn tagenn zum Warttenn veror dennt, den wir auch zu hanndthabung der Ordenung anngesucht, vnnd ann Im verhörung gehabt,
ob er auch beuehlich, vnnd vermöge des vertrags geneigtt, der ordenung zugelebenn, vnnd seine geburliche eides pflicht zuthun, Darauff er vnns zur anntwort gebenn, das er vor sein Personn vnbeschwert, aber geneigt, Jedoch gebettenn, Ihnenn des bis solannge, das auch ein Saltzgreue verordenet zuuerschonenn, dieweil dann das Saltzgreuenn ampt, bisher vnnd noch vnbestalt gewest, vnns in allwege nachteiligk,
Bittenn die Pfenner, das demselbenn vermöge dem vertrage gelebt, die Personn vnnd ampt treger, vf vnsers gnedigenn herrnn seittenn, den vnnserm zugeordent werdenn mögenn, dann wir ohne das zu keiner hanndthabung vfrichter Ordenung,
gebottenn, vnnd verbottenn, nitt kommenn konnenn, Die Pfenner stehenn in manngell der gnedigenn verschreybunge des einenn Bodts, so Inenn vber die — 43.
Boten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl. wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.2 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur1[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.1 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBoten aus gnadenn zugelassenn, Bitten die Pfenner vnderthenigklich, sfgl.1 wollen Ine die gnedigklich zugeben beuehlen, Dieweil nun aus oberzehltenn vhrsachenn, beschwerungenn, vnnd misuerstannde, die Pfenner in mercklichenn nachteil, vnnd schadenn kommenn, vnnd des vermöge des vertrags billich benommenn, vnnd schadtlos gehalttenn werdenn sollenn, Welchenn schadenn die Pfenner vonn sfgl. vorgenommenn gebeur[?] Saltzsieden vnnd verhinderung des Saltzverkauffs, vnnd annder erlittenn vnnd enndtpfanngenn habenn, Derowegenn die Pfenner vnnderthenigklich vnnd mit höchstem vleis thun bittenn, sfgl. wolle solche schadenn den Pfennernn gnedigklich erstattenn, vnnd bezahlen lassenn, vnnd in den anndernn Artickeln gnedig vnnd furstlich erzeigenn, damit in allewege dem vffgerichtem vertrage, vnnd der ordenung nach gegangenn, gelebt, vnnd wir zukunfftiges nachteils vnnd schadens geubriget vnnd verschonet sein vnd bleibenn mögenn, Das alles wollenn wir vnns, zu vielhochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn, zugeschehen, tröstlich verhoffenn, vnnd wollenn das vmb sfgl. vnnderthenig, gehorsamblich, willig vnd gerne verdienen, Hierauff die Furstlichenn verordenttenn, der Stadt haltter, Canntzlar vnnd Lanndtvogt vorgenanndt, nach gehabtenn bedenckenn, durch den Canntzlar redenn habenn lassenn, das sie vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn, auff Supplicirenn der Pfenner alhier verordennt, Mitt beuelch den Pfennernn anzuzeigenn, das sfgl. dem vfgerichtenn vertrage, in alwege furstlich nachzugehenn, vnnd zugelebenn geneigt, vnnd wolle dismahls die erzehlte hanndtlung Ires erachtens vf dreyenn heuptartickelnn beruhenn, So nun dieselbigenn durch mittell vnnd wege, so sfgl. vnnd den Pfennernn annzunehmenn, verglichenn werdenn mochttenn, wurde ohne zweiuell, in den anndernn Artickeln auch leichtlich gerathenn werden, Vnnd erstlich vf den Artickell des Sohlenn ziehenns diese anntwort gebenn, Es werde noch ann diesem heutigenn tag vonn sfgl. dienernn vnnd knechttenn geredt, das sie zugleich nebenn der Pfenner knechtte, vnnd gesinde, wohl ziehenn könnenn, derhalb sfgl. nicht wenig verwundert, Warumb die Pfenner vber gerurtenn Artickell, dieweil es ohnn Irenn schadenn wie die knechtte sagenn wollenn,
wohl geschehen könnenn, so hartte halttenn, vnnd möge sfgl. wie hiebeuor auch gedacht daraus nichts annders befindenn, noch abnehmenn, dann das die Pfenner sfgl. nutzung vnnd Saltzwerck, in alwege zuhindernn geneigt, sonderlich dieweil sfgl. in arbeit wehre, etzliche Sohlenn kastenn zum lenngstenn in zweyenn Monaten zubauenn vnd vffzurichttenn lassenn, damit Je die Pfenner auff Ire tage, im Sohlenn ziehenn weitter vnnd furtter nichtt solttenn verhindert werdenn, Dargegenn die Pfenner redenn lassenn, Nach dem der vertragk vnnderschiedtliche tage, mit deutlichenn hellenn worttenn mitbrechte, So wustenn gemeine Pfenner in dem zuwieder dem Furstlichenn vffgerichten vertrage, nichts nachzugebenn, auff das aber, das die verordenntenn vorgenante Furstlichen Räthe anngezeigt, es were sfgl. willenns etliche Sohlenn kastenn, zum lenngstenn in zweyenn Monatenn zubauenn vnd anrichttenn zulassenn, wolttenn gemeine Pfenner aus vnnderthenigem gefallenn, sfgl. dienernn die zeit nebenn den Ihrenn zuziehenn vergonnenn, doch dem Artickell des Sohlenn ziehenns vnbegebenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewohl geschehen könnenn, so hartte halttenn, vnnd möge sfgl.1 wie hiebeuor auch gedacht daraus nichts annders befindenn, noch abnehmenn, dann das die Pfenner sfgl. nutzung vnnd Saltzwerck, in alwege zuhindernn geneigt, sonderlich dieweil sfgl. in arbeit wehre, etzliche Sohlenn kastenn zum lenngstenn in zweyenn Monaten zubauenn vnd vffzurichttenn lassenn, damit Je die Pfenner auff Ire tage, im Sohlenn ziehenn weitter vnnd furtter nichtt solttenn verhindert werdenn, Dargegenn die Pfenner redenn lassenn, Nach dem der vertragk vnnderschiedtliche tage, mit deutlichenn hellenn worttenn mitbrechte, So wustenn gemeine Pfenner in dem zuwieder dem Furstlichenn vffgerichten vertrage, nichts nachzugebenn, auff das aber, das die verordenntenn vorgenante Furstlichen Räthe anngezeigt, es were sfgl. willenns etliche Sohlenn kastenn, zum lenngstenn in zweyenn Monatenn zubauenn vnd anrichttenn zulassenn, wolttenn gemeine Pfenner aus vnnderthenigem gefallenn, sfgl. dienernn die zeit nebenn den Ihrenn zuziehenn vergonnenn, doch dem Artickell des Sohlenn ziehenns vnbegebenn,
auch dem vertrage vnnachteiligk, darvonn sie offenntlich vnd Solenniter protestiret, Welches obgemelte Furstliche Räthe, auch also ann sfgl. zubringenn, anngenommenn habenn, Zum anndernn souiel den Artickell des verkauffs belanngt, habenn die Furstliche Räthe diese antwort gebenn, sie lassenn sich dunckenn, sfgl. werde in den den vertragk nicht annsehenn, dann die kerner sagenn, das vff sfgl. seittenn, besser saltz gesottenn, auch besser mas gegebenn werde, als vff der Pfenner seittenn,
derwegenn dann auch ein Jeder fuhr vnd Lademann seines kauffenns vnnd Ladenns frey vnnverbundenn stehenn wolle, Darauff die Pfenner anntworttenn lassenn, das solches den kernernn gar nit zugleubenn, dann es musse Je vf der Pfenner seittenn,
so gut saltz gesotten werden, als vff sfgl. seittenn, Im fall aber, das es bey zeiten hartter gesottenn, vnnd derhalbenn nicht gleichs kleine zerbrochenn wurde, darinne konnte mann wohl ein annders vnnd bessers vfsehenns habenn.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkürzung, wohl S. F. G.); in den den (Dittographie in Vorlage
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteso gut saltz gesotten werden, als vff sfgl. seittenn, Im fall aber, das es bey zeiten hartter gesottenn, vnnd derhalbenn nicht gleichs kleine zerbrochenn wurde, darinne konnte mann wohl ein annders vnnd bessers vfsehenns habenn.
Zum drittenn, die anntwort gebenn, das S.F.G.1[?] die Pfanne Saltzes nicht höher als vor – 4 fl. muntz vnnd 2 thaler, wie auch der vertragk, als sie in gudenn meinen, mitbrechte, bezahlenn wolle, anngesehenn,
das die letztenn zwenn thaler der knechte halbenn nachgegebenn, vnnd allein darumb, das mann den hanndell in schwannk brechte, vnnd sehe was der Holtzkauff thun wollte, vnd hiernebenn viel vnnd mancherley einrede, dem vortrage, vnnd der pfenner vorhabenn zuwieder anngezeigt.
Nachdem nun die Pfenner vonn dem vorkauffe zutrettenn keins wegs bedacht, So habenn sie zu wiederlegung dieses furschlages, vnnd aller furgetragenenn sache der Furstlichenn Räthe, durch den Burgermeister anndres Strecker,
die Rathschlege, so gemeine Pfenner in dieser sach habenn stellenn lassenn, vnnd wes sie in rechtenn, vermögt dieses vertrags befugt, lassenn verlesenn, vnnd vnderthenglich vmb abschaffung aller gebrechenn gebettenn.
Darauff die Rethe geantwort, es were beschwerlich, das mann in dieser sache dergestalt, wie die Pfenner begerten, solte volnfahrenn, des manncherley vhrsach anngezeiget vnnd gemeinenn pfennernn beuohlenn, vff andere mittell vnnd wege zugedenckenn, welche S.F.G.1[?] vnd den pfennernn annzunehmenn, vnnd treglich sein möchttenn.
Dieweil aber die Pfenner bey sich nit habenn könnenn findenn, durch was mittell oder wege Jnenn Jrer beschwerung annders dann Jnnhalt dem vertrage, möchte abgeholffenn werdenn, Habenn sie den Furstlichenn Rethenn heimbgestelt, solche mittell vnnd wege furzuschlagenn, Dieweil aber vonn demselbigen auch nichts befundenn, vnnd misverstanndt augennscheinlich vorhanndenn, Habenn die pfenner vnderthenglich gebettenn, das S.F.G.2[?] Jnnhalt dem vertrage, die Richter in gebuerlicher zeit, ordenn vnnd niedersezen wolte, wes als dann vonn demselbigenn erkanndt, das die Pfenner in rechtenn, vnnd vermöge dem vertrage S.F.G.3[?] nachzugebenn verpflicht, des wollenn sie sich als gehorsame vnderthane willigk vnnd gerne gehaltenn, Darauff die Furstliche verordenntte Räthe geandtwort dieweil die pfenner Je vff Jrem vernehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDieweil aber die Pfenner bey sich nit habenn könnenn findenn, durch was mittell oder wege Jnenn Jrer beschwerung annders dann Jnnhalt dem vertrage, möchte abgeholffenn werdenn, Habenn sie den Furstlichenn Rethenn heimbgestelt, solche mittell vnnd wege furzuschlagenn, Dieweil aber vonn demselbigen auch nichts befundenn, vnnd misverstanndt augennscheinlich vorhanndenn, Habenn die pfenner vnderthenglich gebettenn, das S.F.G.1[?] Jnnhalt dem vertrage, die Richter in gebuerlicher zeit, ordenn vnnd niedersezen wolte, wes als dann vonn demselbigenn erkanndt, das die Pfenner in rechtenn, vnnd vermöge dem vertrage S.F.G.[?] nachzugebenn verpflicht, des wollenn sie sich als gehorsame vnderthane willigk vnnd gerne gehaltenn, Darauff die Furstliche verordenntte Räthe geandtwort dieweil die pfenner Je vff Jrem vernehmenn2,
verharretenn, so wolttenn sie diese bitt ann S.F.G.[?] bringenn, versehenn sich aber nit, das S.F.G.[?] die Richter Jnnhalt des vertrags, niedersezenn werde, Es wollte auch S.F.G.[?] den vertrage zuhalttenn, oder nit zuhalttenn vnverbundenn sein, dieweil gemeine Pfenner das Reuersal, so derhalbenn vfgericht, in gepurlicher zeit nit alle versiegelt,
Sonnder werde sonnstenn, deshalbenn vor gemeiner Ritterschafft vnnd Lanndtschafft mit den pfennernn verkommenn, Was dann dieselbigenn den pfennernn, dieweil die zehenn alb zuwieder dem vertrage im Saltzkauff auffgeschlagenn,
Jare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=1[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn2[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJare, sein beide Räthe des Raths, sampt dem verordenntenn Ausschos gemeyner pfenner, alhie zu Allenndorff auff dem Rathause versamblet gewesenn, vnnd nachdem etzlich beschwerung Punct vnnd artickell, dieser letztenn handelung halben, zuberathschlagenn furgefallenn, vnnd aber fur vnnötig geacht, auch bisweilenn vnnschicklich, den gantz=[?] Ausschos damit zubemuhenn, So habenn abgerurte Rethe vnnd ausschos alle semptlich vor nutz, notwendigk, vnnd gut anngesehenn, vnnd beschlossenn, das etzliche der Elttestenn verstenndigstenn Personenn, zu solchenn Rathschlage dienlich, aus dem Rath vnnd der gemeine, benebenn den Saltzgrevenn geordennt, der ausschos geengert, vnnd die anndernn darmit vnbemuhet vnnd verschonet werdenn, Darauff die gemeine Jn den Rath gekorenn, Johann Schaffnit den Elttern, Heintz Meinhardt, Michell Riegenrodt, vnnd Gabrieln Sauslernn[?], der Rath in die Gemeine, Gißler Schwannflugell, Johann Stein, Hermann Fischer, vnd Georgenn Sieffertt, doch also, ob bey weilenn einer oder mehr, vor Jetzgenenntten Personenn, verritte, vnnd nicht annheimisch befundenn wurde, das sie als dann etzliche anndere vnnd mehr Personenn, ann des oder derselbigenn abwesendenn stadt, aus dem Rath vnnd der gemeine,
bey sich zufordernn, vnnd wann beschlossenn, Jrenn Rathschlag den Räthenn, sampt anndernn des ausschoßes annzuzeigenn, vnnd derselbigenn gutdunckenn, darauff annzuhörenn habenn, Dem vorigenn letztenn abschiede nach, hat vnnser gnediger furst vnnd Herr Sonntags Viti diese volgennde schrifft vnnd bedenckenn, gemeinenn Pfennernn zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessen, Grave zu Catzennelnpogenn1 Liebenn Getrewenn, vnnsere Räthe so wir Jungst bey euch zu Allenndorff gehapt, habenn vnns berichttet, wes daselbst gehanndelt, des Punctenn halbenn, den Saltzverkauff belanngenndt, vnnd das sie sich deshalben,
vonn vnnsern wegenn, mit euch nit habenn vergleichen mögenn, welches wir nit gerne vernommenn habenn, dann wir Je lieber wolttenn, so es Gottes wille wehre, das es gutlich möchtte hingelegt werdenn, vnnd vonn vnns zu beidenn theilenn, keiner rechtfertigung bedürfte,
Nachdem in solcher hanndtlung allerley zubedennckenn sein will, Dieweil wir aber darvor halttenn, das der Jtzige manngell des verkauffs, aus dem enndtstehe, das die grosse theuerte, Jtzt vorhanndenn gewesenn, Wollenn wir verhoffenn, es solt baldt besser werdenn, so widder habernn[?] wirdet.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNachdem in solcher hanndtlung allerley zubedennckenn sein will, Dieweil wir aber darvor halttenn, das der Jtzige manngell des verkauffs, aus dem enndtstehe, das die grosse theuerte, Jtzt vorhanndenn gewesenn, Wollenn wir verhoffenn, es solt baldt besser werdenn, so widder habernn1[?] wirdet.
Wurde es aber nit gultiger, oder das ihr hierüber die erkenndtnus der Lanndtschafft Je habenn woltet, So soll vnns das, des gemelttenn Punctenn halbenn, nit zuwiedder sein, doch also, was wir derowegenn gebrechenns habenn, das solch in gleichnus auch gehört, vnnd gerechtfertiget werde, vnnd dieweil vnns vngelegenn sein will, solchenn hanndell der bezahlung des Saltzes, der gestalt vor die Lanndtschafft zubringenn, als ob wir ersteigerung hettenn gemacht, So wollenn wir die zwenn thaler, so neulich vfgesazt sein, vnnsers theils zuuor fallenn lassenn,
auch ewers theils Jnnhalt des vertrags abschaffenn, was als dann die Lanndtschafft weytter vfsezt, oder bewilligett, so wir gehort sein werdet ihr wohl befindenn, Dann wir achttenn ohne das, das die zwene thaler, oder der new gemachte vfsatz, der zehenn alb, gemeinem nutz zu nachtteil,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch ewers theils Jnnhalt des vertrags abschaffenn, was als dann die Lanndtschafft weytter vfsezt, oder bewilligett, so wir gehort sein werdet ihr wohl befindenn, Dann wir achttenn ohne das, das die zwene thaler, oder der new gemachte vfsatz, der zehenn alb, gemeinem nutz zu nachtteil,
nicht pleibenn mögenn, dann es beschwert die Lanndtschafftenn, vnnd thut dem Saltzwercke nicht ein kleine verhinderung, Solches wolttenn wir euch in bestenn nicht verhalten, euch darnach habenn zurichtenn, Datum Cassell Freitags Pg1[?] Medardi anno etc 39 Philips Lz2[?] zu Hessenn sst.
G. seindt vnnsere gehorsame getrewe diennste, vber die pflicht zuuor, gnediger furst vnnd herr, das Jungst ann vnns gethane schreibenn, des datum stehet Freytags Pg3[?] Medardi, den hanndell E.
G. zugehapten Rethenn, vnnd sonnderlich den einenn vnvermöglichen Punct, den Saltzverkauff belanngendt, vnd die anndernn alle so vnns, zuwieder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrage, vorgefallenn, vergessenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. zugehapten Rethenn, vnnd sonnderlich den einenn vnvermöglichen Punct, den Saltzverkauff belanngendt, vnd die anndernn alle so vnns, zuwieder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrage, vorgefallenn, vergessenn,
mit gnedigem bedennckenn, die gebettene Rechtfertigung des einenn artickuls, zwenn Monat lanng vfzuschieben vnnd doch auch der zweyer vffgesazter thaler halbenn die E.
Jres theils fallenn, vnnd wir vnnsers theils auch abzuschaffenn schreibt, Habenn wir vnderthenniglich |: wie wohl mit was hertzenn erkenn Gott :| verstanndenn, vnnd mögenn E.
G. verhofft diese sachenn, sonnderlich den Punct den Saltz verkauffs, der do ohnn anweisung vnnd richtigung, des vertrags, in sich selber klar, vnnd aus krafft vnser Erbgerechtigkeit, bey den pfennernn zuhabenn ruhet,
nebenn den anndernn erkenntnus dorffenn solle, vnd verthun1[?] wie wir vnns in annfanng des vertrags besorget, gnugsamb verwahret, auch gesichert, das wir aber nun allererst |:
G. gnedig zusagenn, Innhalt der erstenn zugesteltenn artickell, vnnd vnnsers verstanndts nach vermeldung des vertrags, zweenn Monat in ruhenn stehenn, aus vrsachenn wie anngezeigt, wißenn wir nach ausweisung des vertrags,
darzu ohnn vnnsern groswichtigenn schadenn, darmit die armenn pfenner in dieser theurenn zeit, vnnd in dem Vrke[?]1 beschwertt, nit zuwilligenn, sonndern bittenn in dem, wie im abschiede, vor E.
Rethenn gebettenn, derer vnnd annderer beschwerung so vnns zuwieder dem vertrage vorlauffenn, vnns den tag der verhörung vnnd rechtfertigung, darzu die nieder gesazte E.
G. gebrechenn zuwieder dem vertrage, vorgefallenn, mögenn wir auch inhalts des vertrags, erkenntnus leidenn, Aber soviel die zweenn auffgesaztenn thaler, so ohnn bewilligung Ritter: vnnd Lanndtschafft vfgesezt, Itzo wiederumb abzusezenn,
Wollen sich gemeine pfenner vor verhörung vnnd richtung allerley gebrechenn, sie also vngehorter sache, zuverderbenn, vnnd zubeleidigenn, darvor vnderthenglich gebettenn habenn, auch in dem gnedigs vnnd beßers zu E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWollen sich gemeine pfenner vor verhörung vnnd richtung allerley gebrechenn, sie also vngehorter sache, zuverderbenn, vnnd zubeleidigenn, darvor vnderthenglich gebettenn habenn, auch in dem gnedigs vnnd beßers zu E.
G. schreibenn in dem stadt habenn solte, werdenn wir Itzo vnnser knechte keinenn bezaltenn, es were dann, das wir zuwieder dem vertrage, vonn vnnser Einnung[?]1, wie wir vonn alters gehapt, abtrettenn, das den Pfennernn keins wegs zuthun, noch leidenn mögenn, So wirdt es E.
G. wollenn ohne vorgehennde erkentnus, sich des vertrages vnnd des buchstabenns darzu der pfenner bewilligung, auch gelittnenn schadenn, dahin weisenn laßenn, sich Jegenn sie in gnadenn, vnnd dem vertrage gemes erzeigenn.
Pfenner zu Allenndorff ssl.[?]1 Am heut Mitwochenn post Johannis Baptistæ Anno etc. 45. seindt die Räthe sampt dem außschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff bey einander gewesenn, daselbst etliche artickell, so durch den Renndtmeister Johann Bartholmes den beidenn Salzgrevenn anngezeigt wordenn, anngehort, vnnd darauff gerathschlagt, wie nachstehet, Erstlich ist des Renndtmeisters annzeigenn gewesenn, er wolle den meisterknechtenn in Bodenn, vff des Furstenn seittenn verbietenn, das sie hinfurter ihr salz keinem kermer vfschennckenn, oder verborgenn,
sondernn allein vor bahr geldt ladenn vnnd verkauffenn sollenn, Mit gesinnenn, das die Salzgrebenn vonn wegenn der pfenner solchs in gleichnus bewilligenn, vnd Iren knechttenn mit verbietenn helffenn woltenn, derer zuversicht, es werde dem furstenn, auch den pfennern ann Irer bezahlung,
darzu den Bödernn nicht ein kleines zutragenn, Hierauff eindtlich berathschlagt vnnd geschloßenn, das solch gebott vnnd neuerung den pfennernn keines wegs zu verwilligenn oder nachzugebenn sey, aus viel beweglichenn vhrsachenn, sonnderlich dieweil in der neuenn vfgerichttenn Ordnung nichts darvonn vermeldet.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedarzu den Bödernn nicht ein kleines zutragenn, Hierauff eindtlich berathschlagt vnnd geschloßenn, das solch gebott vnnd neuerung den pfennernn keines wegs zu verwilligenn oder nachzugebenn sey, aus viel beweglichenn vhrsachenn, sonnderlich dieweil in der neuenn vfgerichttenn Ordnung nichts darvonn vermeldet.
Zum anndernn hat der Renndtmeister den Salzgreben anngezeigt, Es wert vonnötenn, das etliche mehr Schezer in Bodenn verordent, vnnd Jeglichenn ein anzahl Bode zuverwalttenn beuohlenn wurdenn, Damit das Salzwerck in ordnung gebracht, vnnd den fuhr: oder Ladeleutenn voll mas, vor vol volgewichte geldt gegebenn, vnnd deshalbenn keine klag gemacht werde, Darauff geschloßenn, Nach dem vf des Furstenn seitten noch bishero kein Salzgrebe, Wartte oder annder Ampt, Innhalt dem vertrage verordtnet, eindtlich bestelt oder bestettiget,
so sey auch Gemeinenn Pfennernn, vor dem das solches beschehenn, vnnd der Itzige gebettene verhör tagk gehalttenn, in dem nichts neues zuverwilligenn, oder annzufahenn, Zum drittenn hat der Renndtmeister ann die Salzgrebenn begert, nach dem die pfenner Jerlich zweyhundert guldenn pension,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteso sey auch Gemeinenn Pfennernn, vor dem das solches beschehenn, vnnd der Itzige gebettene verhör tagk gehalttenn, in dem nichts neues zuverwilligenn, oder annzufahenn, Zum drittenn hat der Renndtmeister ann die Salzgrebenn begert, nach dem die pfenner Jerlich zweyhundert guldenn pension,
Je das Quartal Funffzigk guldenn in Gottes ehr zureichenn verschriebenn, vnnd dero Itzo vff Johannis Baptistæ Hundert vertaget, das sie sich vonn wegenn der pfenner dieselbigenn in acht tagen auszurichttenn, vnnd zubezahlenn, wolttenn geschickt machenn.
Hierauff den Salzgrebenn beuohlenn, sie sollenn den Renndtmeister bittenn, das er noch ein Monat oder zweenn damit wolle in ruhe stehenn, vnnd gedult habenn, vnnder des woltenn sich die pfenner mit gelde geschickt machenn, vnnd mit der bezahlung gepurlich machenn,
vnnd sich recht erzeigenn, Dem Leztenn anntwort schreibenn nach, so gemeine pfenner ann vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrenn etc. sfgl. bedennckenn gethann, habenn sfgl. diese volgennde schrifft den pfennernn wiederumb zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Heßenn, Graue zu Cazenelnpogen, etc.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd sich recht erzeigenn, Dem Leztenn anntwort schreibenn nach, so gemeine pfenner ann vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrenn etc. sfgl. bedennckenn gethann, habenn sfgl. diese volgennde schrifft den pfennernn wiederumb zugeschickt, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Heßenn, Graue zu Cazenelnpogen, etc.
Liebenn Getreuenn, Euer anntwort schreibenn, des Datum steht Monntags post Viti, habenn wir enndtpfanngenn, vnnd verlesenn, vnnd hettenn vnns deßelbigenn nit versehenn, das was solches geschehenn, sonnderlich mit verziehung der zweyer Monatenn, zu erforschung, wie sich das vffschüttenn des Salzes schickenn wolle, ist euch zum bestenn geschehenn, Dann wir habenn solchs zuerfahrenn, zweenn karrn mit Salz genn Gießenn führenn, vnnd daselbst ausmeßen laßenn, darin sich dann etwas leichtter,
dann es sonst pflegt befundenn, Inn zuuersicht, es sollenn die wege mögenn befundenn werdenn, damit diese Irringe soviel leichtter mögenn verrichttet werdenn, derohalbenn wir das eigenntlich, grundtlich, vnnd gewißlich zuerfahrenn,
weittere vnnd mehr kundtschafft vffgelegt habenn, Vnnd ist darumb nachmahls vnnser gnedigs begerenn, ihr wollet die berurten zwen Monat, damit wir solches eigenntlich erforschenn mögen zuge warttenn vnnd still zustehenn, vnbeschwert sein.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteweittere vnnd mehr kundtschafft vffgelegt habenn, Vnnd ist darumb nachmahls vnnser gnedigs begerenn, ihr wollet die berurten zwen Monat, damit wir solches eigenntlich erforschenn mögen zuge warttenn vnnd still zustehenn, vnbeschwert sein.
Wo dann nach ausganng der zweyer Monat, wir zu beidenn theiln, zu williger vergleichung nicht kommen mögenn, als dann soll vnns die begerte erkenndtnus der Lanndtschafft, doch zu vnnser beidenn theilenn notturfft, solches puncten halbenn, den kauff vnnd das auffschüttenn des Salz belanngennde, nicht zuwiedder sein, dann Je so gernn als Ihr wolttet die vier thaler erhalttenn, Je so gerne wolttenn wir gemeinem nuze zu gute, das zum wenigstenn die zwene fallenn möchtten, dann wir nach achttung annderer Salzwercke, wo die hin vnnd wiedder in Lanndenn sein,
das dis salz zu theur ist, vnnd kann bey dem anndernn Salz nicht wohl gannghafftigk pleibenn, vnnd möcht mann noch mehr fallen laßenn, solt vnns auch nicht zuwieder sein, Darumb wollet es wohl bedennckenn, kompt es zu erkanndtnus, werdenn wir vnnser vnnd gemeiner Lanndtschafft notturfft des puncten halbenn auch nicht vergeßenn,
Dann die alte Einnung[?]1 wirdt |: wie wir berichttet :| nicht höher lauffenn, dann vff drey gulden, Wir dannckenn vnnd rechttenn nicht gerne mit vnnsernn vnderthanen, sonnst wurdenn wir den frembdenn die theurte des salzes nicht zu gut haltten.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDann die alte Einnung[?] wirdt |: wie wir berichttet :| nicht höher lauffenn, dann vff drey gulden, Wir dannckenn vnnd rechttenn nicht gerne mit vnnsernn vnderthanen, sonnst wurdenn wir den frembdenn die theurte des salzes nicht zu gut haltten.
So wir vnns nun des vfschüttenns vnnd verkauffs des Salzes vergleichenn vnnd einigk werdenn, Wollenn wir vnns vmb die anndernn Irrige punctenn |: welche bey vnns nichtt vergeßenn, dann dieselbenn nicht so wichttigk :| leichtlich vergleichenn.
Das alles habenn wir euch gnediger guter meinung hinwieder mit wißenn zuuerhalttenn, Vnnd wollenns vnns nachmals mitt gnadenn also gennzlich versehenn.
Heut dinstags post Stephani inuentionis Anno etc. 45. seindt beide Räthe sampt den Salzgrebenn, Wartten, vnnd dem verordenttenn außschos gemeiner pfenner vffm Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst nach gelegenenn sachenn vor gut anngesehenn / eintrechtigk geschlossenn, vnnd beuohlenn, das alle pfenner in vnnd ausserhalb dem furstenthumb Hessenn gesessenn, vff schirstkunfftigenn Montags post assumptionis Mariæ Iegenn abenndt alhier einzukommenn, sollenn beschriebenn werdenn, Montags post assumptionis Mariæ Anno 39. seindt etliche vom adell vnnd anndere auslenndische pfenner, souiel derselbenn desmahls annkommenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd anndernn pfennernn gemeinlich zu allenderst vff dem Rathause beyenannder versamblet gewesenn, daselbst alle furgefallene beschwerung vnnd handelung, so Ihnenn samptlich Inn Irem Saltzwerck vnnd Erbe vom verschienenn Weynachttenn bis dahero zu wiedder vnnd enndtgegenn dem furstlichenn vffgerichtten vertrage begegnet, Innhalt einer Registratur erholenn vnnd verlesenn lassenn, Damit ein Jeder pfenner dieselben annhörenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHeut dinstags post Stephani inuentionis Anno etc. 45. seindt beide Räthe sampt den Salzgrebenn, Wartten, vnnd dem verordenttenn außschos gemeiner pfenner vffm Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst nach gelegenenn sachenn vor gut anngesehenn / eintrechtigk geschlossenn, vnnd beuohlenn, das alle pfenner in vnnd ausserhalb dem furstenthumb Hessenn gesessenn, vff schirstkunfftigenn Montags post assumptionis Mariæ Iegenn abenndt alhier einzukommenn, sollenn beschriebenn werdenn, Montags post assumptionis Mariæ Anno 39. seindt etliche vom adell vnnd anndere auslenndische pfenner, souiel derselbenn desmahls annkommenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd anndernn pfennernn gemeinlich zu allenderst vff dem Rathause beyenannder versamblet gewesenn, daselbst alle furgefallene beschwerung vnnd handelung, so Ihnenn samptlich Inn Irem Saltzwerck vnnd Erbe vom verschienenn Weynachttenn bis dahero zu wiedder vnnd enndtgegenn dem furstlichenn vffgerichtten vertrage begegnet, Innhalt einer Registratur erholenn vnnd verlesenn lassenn, Damit ein Jeder pfenner dieselben annhörenn,
vnnd seine wohl gut meinung darzu sagenn, vnd zum bestenn mit anrathenn helffenn möchttenn, Vnd wiewohl allennthalbenn befundenn, das der Landtsfurst wie aus hiebeuor sfgl.1[?] zugeschicktenn Registrirten schrif tenn zuersehenn, etwas weitters dann der vertragk mitpringt, begert vnd furgenommenn, habenn sie doch allesampt nach notturfftiger bewegung allerley sachenn einmutiglich verabscheidet, dahin gerathenn vnd beschlossenn, das sie sfgl. zu vnderthenigem diennst, vnd gnedigem gefallenn, nit aus pflicht,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd seine wohl gut meinung darzu sagenn, vnd zum bestenn mit anrathenn helffenn möchttenn, Vnd wiewohl allennthalbenn befundenn, das der Landtsfurst wie aus hiebeuor sfgl.[?] zugeschicktenn Registrirten schrif tenn zuersehenn, etwas weitters dann der vertragk mitpringt, begert vnd furgenommenn, habenn sie doch allesampt nach notturfftiger bewegung allerley sachenn einmutiglich verabscheidet, dahin gerathenn vnd beschlossenn, das sie sfgl. zu vnderthenigem diennst, vnd gnedigem gefallenn, nit aus pflicht,
sonnder aus vnnderthenigkeit die zwen Monat, so sein f. gl. in schrifftenn begert, still gestanndenn habenn wollenn, doch dem vfgerichttetenn vnnd bewilligtenn Furstlichenn vertrage, daraus sie in keinem oder Artickel1[?] getretten,
oder denselbenn begebenn haben wollenn, In alwegk vnnabbruchlich vnnd ohn schadenn, Vnnd demnach beide Saltzgrebenn Johann Widennstein vnd Johann Kasselmann ann sfgl. mit volgender Supplication anntwort abgefertiget, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst vnnd Herr, E.
G. schreibenn, des datum stehet Mittwochenn post Kiliani dieses lauffenndenn Jars, habenn wir vnderthenig enndtpfanngenn vnnd verlesenn, vnnd wollenn E.
G. zu vnderthenigem diennst, vnnd gnedigem gefallenn, die zwene Monat in gedult vnnd stille gestanndenn habenn wollenn, doch das wir durch diese nachlassung vnd bewilligung aus dem aufgerichtenn vnnd bewilligten vertrag,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. zu vnderthenigem diennst, vnnd gnedigem gefallenn, die zwene Monat in gedult vnnd stille gestanndenn habenn wollenn, doch das wir durch diese nachlassung vnd bewilligung aus dem aufgerichtenn vnnd bewilligten vertrag,
G. wollenn vnns des, dem rechtenn vnnd Erbarkeit gemes, ein Reuers gebenn, vnnd, damit die Wenuti=1[?] genn vnnd einfeltigenn gesettigt, zu hanndenn stellen, Dieweil aber nun die zeit der zweyer Monatenn vorlang verflossenn, ist nachmals vmb Gotts vnnd seines ewigk worts willenn, vnnser vleisichs bittenn, E. f gl. wollen die viel gebettene scheidtsrichtter,
laut vnnd vermöge des vertrags, gnediglich setzenn, vnnd vnns aller gebrechenn vnnd beschwerung enndtrichttenn vnnd enndtscheidenn lassenn, Daran geschicht Gott dem almechtigen gefallenn,
damit wir nit so erbermblich wieder alle billichkeit, vonn E. f gl. dienernn zum ewigenn bettelstab gedrungenn, des lanndes verlauffenn mussenn, Es woltenn auch E.
G. vnderthanenn tragen, Dieweil wir ohnne vorwissenn, verwilligung vnnd zuthun der auslenndischenn pfenner, etwas weitter, dann der vertragk mitbringt, dem rechttenn vnnd der billichkeit nach nicht antworttenn konttenn noch vns geziemet Das seindt wir vmb E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnderthanenn tragen, Dieweil wir ohnne vorwissenn, verwilligung vnnd zuthun der auslenndischenn pfenner, etwas weitter, dann der vertragk mitbringt, dem rechttenn vnnd der billichkeit nach nicht antworttenn konttenn noch vns geziemet Das seindt wir vmb E.
G. in aller vnderthenigkeit, vber vnnser schuldige pflichte diennste vngespartes leibs vnnd guts zuuerdienenn, allezeit sonnderlich willigk, des Furstliche gnedige vnnd tröstliche anntwort bittennde, Datum Freytag post Assumptionis Mariæ Anno 39 E.
Montags am tage Bartholomæi habenn die gesamdtenn Saltzgrebenn sfgl. zu Friedewaldt antroffenn, vnd die Supplication anntwort sfgl. behenndigt, darauff sie sfgl. nach essenns vorgenommenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMontags am tage Bartholomæi habenn die gesamdtenn Saltzgrebenn sfgl. zu Friedewaldt antroffenn, vnd die Supplication anntwort sfgl. behenndigt, darauff sie sfgl. nach essenns vorgenommenn,
vnnd annfenglich mit volgenndenn worttenn begegenet, Dieweil die pfenner nicht alle in bestimpter zeit den vertragk versiegelt, so wolle sfgl. auch Chuer1[?] habenn dennselbigenn zuhalttenn oder nichtt.
Darauff Johann Widennstein sfgl. geantwort, das der vertragk den erstenn tagk als er volnzogenn, vonn allen Pfennernn, so darin verleibt volnkomblich vnnd bis vff diesenn tagk versieglet, es sey aber hernachmahls nach volnziehung des vertragk ein Reuers sfgl.
Secretarien Jost Verkernn2[?] den Pfennernn zuuersieglen zugestalt wordenn, des doch vormahls im vertragk niemahls gedacht, das auch vonn Ihnenn allenn, ausgenommenn zweyen Edelleutenn versieglet, Vnnd wiewohl die erst darin bedenken gehapt, werenn sie doch vff sfgl. erfordernn das zuuersieglenn willigk, Demnach hat sfgl. die vbergebene anntwort zu hanndenn genommenn, vnnd gefragt, Was die pfenner mitt dem Reuers wollenn gemeint habenn, Darauff Johann Widennstein geantworttet, vnnd vnderthe nig gebettenn, sfgl. wollenn es nit dahin achtenn, als das die pfenner Inen mistrawenn, sonndernn allenn kunfftigenn Irthumb zuuerkommenn, damit hiernechst nit gesagt muge werdenn, das die pfenner in dem, das sie Jezt sfgl. zu ehrenn vnnd gnedigem gefallenn, etwas weitter dann der vertragk mitbringt, bewilligt, vnnd damit aus dem aufgerichttenn vertrag geschrittenn habenn solttenn, betenn sie des vonn sfgl. gnedige sicherung, Dagegenn sfgl. diese meinung vorgewanndt, das sfgl. des Sohlenn ziehenns halbenn in keinem wege erkendtnus leidenn wollte, aber vmb die anndernn artickel mögenn sfgl. erkenndtnus wohl gedüldenn, doch sollen sie nicht gedennckenn, das Ihnenn sfgl. die zu richter setzenn wolle, die sie gernn hettenn, als Stadthaltern vnnd Cantzlarnn, dann sfgl. sey bericht, das die Pfenner denselbenn geschennckt sollenn habenn, das sie nicht vff sfgl. sonndernn vff der pfenner seittenn sein sollen, sonndernn wolle Inenn die setzenn, die das nicht erkennenn werdenn, das sie meinenn, Hierauff Johann Widennstein abermahls vnderthenig gebettenn, sfgl. wollte den artickuln des Sohlennziehens gnediger bedennckenn, dann derselbig sfgl. der leidtlichste, vnnd am wenigstenn beschwerlich, vnnd könntte sfgl. denselbenn liederlich wege findenn, das er dem vertrag gemes möchte gehalttenn werdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien Jost Verkernn[?] den Pfennernn zuuersieglen zugestalt wordenn, des doch vormahls im vertragk niemahls gedacht, das auch vonn Ihnenn allenn, ausgenommenn zweyen Edelleutenn versieglet, Vnnd wiewohl die erst darin bedenken gehapt, werenn sie doch vff sfgl. erfordernn das zuuersieglenn willigk, Demnach hat sfgl. die vbergebene anntwort zu hanndenn genommenn, vnnd gefragt, Was die pfenner mitt dem Reuers wollenn gemeint habenn, Darauff Johann Widennstein geantworttet, vnnd vnderthe nig gebettenn, sfgl. wollenn es nit dahin achtenn, als das die pfenner Inen mistrawenn, sonndernn allenn kunfftigenn Irthumb zuuerkommenn, damit hiernechst nit gesagt muge werdenn, das die pfenner in dem, das sie Jezt sfgl. zu ehrenn vnnd gnedigem gefallenn, etwas weitter dann der vertragk mitbringt, bewilligt, vnnd damit aus dem aufgerichttenn vertrag geschrittenn habenn solttenn, betenn sie des vonn sfgl. gnedige sicherung, Dagegenn sfgl. diese meinung vorgewanndt, das sfgl. des Sohlenn ziehenns halbenn in keinem wege erkendtnus leidenn wollte, aber vmb die anndernn artickel mögenn sfgl. erkenndtnus wohl gedüldenn, doch sollen sie nicht gedennckenn, das Ihnenn sfgl. die zu richter setzenn wolle, die sie gernn hettenn, als Stadthaltern vnnd Cantzlarnn, dann sfgl. sey bericht, das die Pfenner denselbenn geschennckt sollenn habenn, das sie nicht vff sfgl. sonndernn vff der pfenner seittenn sein sollen, sonndernn wolle Inenn die setzenn, die das nicht erkennenn werdenn, das sie meinenn, Hierauff Johann Widennstein abermahls vnderthenig gebettenn, sfgl. wollte den artickuln des Sohlennziehens gnediger bedennckenn, dann derselbig sfgl. der leidtlichste, vnnd am wenigstenn beschwerlich, vnnd könntte sfgl. denselbenn liederlich wege findenn, das er dem vertrag gemes möchte gehalttenn werdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSecretarien Jost Verkernn[?] den Pfennernn zuuersieglen zugestalt wordenn, des doch vormahls im vertragk niemahls gedacht, das auch vonn Ihnenn allenn, ausgenommenn zweyen Edelleutenn versieglet, Vnnd wiewohl die erst darin bedenken gehapt, werenn sie doch vff sfgl. erfordernn das zuuersieglenn willigk, Demnach hat sfgl. die vbergebene anntwort zu hanndenn genommenn, vnnd gefragt, Was die pfenner mitt dem Reuers wollenn gemeint habenn, Darauff Johann Widennstein geantworttet, vnnd vnderthe nig gebettenn, sfgl. wollenn es nit dahin achtenn, als das die pfenner Inen mistrawenn, sonndernn allenn kunfftigenn Irthumb zuuerkommenn, damit hiernechst nit gesagt muge werdenn, das die pfenner in dem, das sie Jezt sfgl. zu ehrenn vnnd gnedigem gefallenn, etwas weitter dann der vertragk mitbringt, bewilligt, vnnd damit aus dem aufgerichttenn vertrag geschrittenn habenn solttenn, betenn sie des vonn sfgl. gnedige sicherung, Dagegenn sfgl. diese meinung vorgewanndt, das sfgl. des Sohlenn ziehenns halbenn in keinem wege erkendtnus leidenn wollte, aber vmb die anndernn artickel mögenn sfgl. erkenndtnus wohl gedüldenn, doch sollen sie nicht gedennckenn, das Ihnenn sfgl. die zu richter setzenn wolle, die sie gernn hettenn, als Stadthaltern vnnd Cantzlarnn, dann sfgl. sey bericht, das die Pfenner denselbenn geschennckt sollenn habenn, das sie nicht vff sfgl. sonndernn vff der pfenner seittenn sein sollen, sonndernn wolle Inenn die setzenn, die das nicht erkennenn werdenn, das sie meinenn, Hierauff Johann Widennstein abermahls vnderthenig gebettenn, sfgl. wollte den artickuln des Sohlennziehens gnediger bedennckenn, dann derselbig sfgl. der leidtlichste, vnnd am wenigstenn beschwerlich, vnnd könntte sfgl. denselbenn liederlich wege findenn, das er dem vertrag gemes möchte gehalttenn werdenn,
Es ist aber sfgl. vf Irem vorhabenn beruhet vnnd gesagt, Es könne sfgl. dieweil die pfenner sfgl. dienernn nebenn den Ihrenn zuziehenn nit wollenn vergönnenn, annders nicht befindenn, dann das die pfenner sfgl. vnnd Ire nutzung zuhindernn geneigt, vnnd gefragt, warumb die pfenner mit dieser anntwort solanng verzogenn hettenn, vnnd weitter vnder anndernn gefragt, warumb sie denn die pfenner nicht, allein darumb, das sie gernne ein vrsach zu nur[?] zurlagenn[?] suchenn woltenn, Darauff Johann Widennstein geanntwortet, warumb die pfenner mit dieser antwort so lanng verzogenn, Das habenn sfgl. aus derselbenn anntwort vngezweiuelt wohl verstanndenn, Nemblich das sie ohne vorwissenn vnnd zuthun der auslenndischenn pfenner, dieselbenn nitt hettenn wissenn vonn sich zugebenn, hette Inenn auch nit geziemet, das aber der pfenner knechtt Jzo nitt södenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEs ist aber sfgl. vf Irem vorhabenn beruhet vnnd gesagt, Es könne sfgl. dieweil die pfenner sfgl. dienernn nebenn den Ihrenn zuziehenn nit wollenn vergönnenn, annders nicht befindenn, dann das die pfenner sfgl. vnnd Ire nutzung zuhindernn geneigt, vnnd gefragt, warumb die pfenner mit dieser anntwort solanng verzogenn hettenn, vnnd weitter vnder anndernn gefragt, warumb sie denn die pfenner nicht, allein darumb, das sie gernne ein vrsach zu nur[?] zurlagenn[?] suchenn woltenn, Darauff Johann Widennstein geanntwortet, warumb die pfenner mit dieser antwort so lanng verzogenn, Das habenn sfgl. aus derselbenn anntwort vngezweiuelt wohl verstanndenn, Nemblich das sie ohne vorwissenn vnnd zuthun der auslenndischenn pfenner, dieselbenn nitt hettenn wissenn vonn sich zugebenn, hette Inenn auch nit geziemet, das aber der pfenner knechtt Jzo nitt södenn,
kem aus dem, das sfgl. knechte zuuor vnnd nebenn der pfenner knechttenn verkeufftenn, vnd dadurch der pfenner Saltz vnuerkaufft liegenn pleiben muste, vnnd werenn die pfenner nit vermögenns, solch saltz vfzuschüttenn vnnd den knechtenn Irenn Lohnn hinaus zugebenn, dann ob gleich bisweilenn In 4. 5. oder sechs wochenn einem ein halb Vbinung1[?] mehr oder weniger gesottenn, vnnd gebenn würde,
solchs wer alles vergessenn brodt, vnnd vnnder viel pfennernn kaum einer, der solch geldt, so balde ers zu hanndenn kriege nicht alreitt[?] vnfurthann[?] schuldige, vnnd annderelente, den ers abgeborget, wiederumb damit bezahlenn muste,
Dieweil nun gleichfals auch die knechte nicht des vermögenns, das sie des Holtzgeldes, auch Ires Lohnns ein zeitlanng enndtrachten mögenn, södenn sie auch nit mehr, dann sie verkeuffenn könnenn.
Darenntgegenn sfgl. wiederumb gesagt, Ja Ich merck wohl was ihr gemeint, Ihr habt gedacht Ich solt gestorbenn sein, vnnd wenn Ich gleich gestorbenn were, wolt Ich doch mein Testament dermassenn geschafft habenn, das ihr den hanndell wie ihr meinet nicht ennaus2[?] furtrenn[?], vnnd solt ich gleich meinenn Räthenn, Jedem eine Pfanne gegebenn habenn, Dann ich befinde nichts annders, dann das ihr meinenn nütz vnnd wolfart gedenncket zuhindernn, vnnd ihr seidt alle mitteinannder Bösewicht Jr hapt meinenn Vatter betrogenn, zu dem werde Ich bericht, Es habenn ewer Vorelttern meynem Elttervatter vergebenn, vnnd ihr sucht nichts anders,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarenntgegenn sfgl. wiederumb gesagt, Ja Ich merck wohl was ihr gemeint, Ihr habt gedacht Ich solt gestorbenn sein, vnnd wenn Ich gleich gestorbenn were, wolt Ich doch mein Testament dermassenn geschafft habenn, das ihr den hanndell wie ihr meinet nicht ennaus[?] furtrenn1[?], vnnd solt ich gleich meinenn Räthenn, Jedem eine Pfanne gegebenn habenn, Dann ich befinde nichts annders, dann das ihr meinenn nütz vnnd wolfart gedenncket zuhindernn, vnnd ihr seidt alle mitteinannder Bösewicht Jr hapt meinenn Vatter betrogenn, zu dem werde Ich bericht, Es habenn ewer Vorelttern meynem Elttervatter vergebenn, vnnd ihr sucht nichts anders,
dann das ihr mich auch betriegenn wöllet, Dieweil ich nun den Hanndell dermassenn befinde, Will ich euch allenn die pestilenz gebenn, vnnd abermahls angezogenn vnnd erholet, Ehe sfgl. vberdas Sohlenziehen erkenndtnus leidenn wolle, darvor wolle sfgl. den gannzenn Vertragk fallenn lassenn,
vnnd sich mit den pfennernn anns recht begebenn, Wie Jne das bekommenn wurde, Wurdenn sie wohl befindenn, dann seins Vatters brieff wurde Jhnenn nicht sovil zutragenn,
Elttervatter vergebenn habenn solten, wurde sich auch so fernn sfgl der sachenn recht nachforsch2[?] wurde, im grunde der warheit ob Gott will nicht erfindenn, das auch die pfenner, als sfgl kurz hievor in der anntwort anngezogenn, den Furstlichen Räthen geschenckt habenn solttenn, sey Jhnenn vnbewust vermeinenn auch nicht das es geschehenn sey, Vndertheniglich bittennde, sfgl. woltte den Jenigenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteElttervatter vergebenn habenn solten, wurde sich auch so fernn sfgl der sachenn recht nachforsch[?] wurde, im grunde der warheit ob Gott will nicht erfindenn, das auch die pfenner, als sfgl kurz hievor in der anntwort anngezogenn, den Furstlichen Räthen geschenckt habenn solttenn, sey Jhnenn vnbewust vermeinenn auch nicht das es geschehenn sey, Vndertheniglich bittennde, sfgl. woltte den Jenigenn,
so die pfenner bey sfgl. dero gestalt anngegebenn, als das sie sfgl. nachteil fahr vnnd hindering suchenn oder begerenn soltenn, nicht glaubenn gebenn, sonndern den pfennern so gnediglich erscheinenn,
vnnd sie zu gepurlicher anntwort kommenn lassenn, So wurdenn sfgl. vngezweiuelt im grundt vnnd der warheit, die alle ding richtet, den handell viel annderst, dann sie bey sfgl. anngegebenn, befindenn.
Hierauff sfgl. gesagt, Ja ihr wolt euch viel enndtschuldigenn, Jhr seidt Bösewichtte, Jch weis das etliche meinen Räthenn geldt gebottenn habenn, Was ihr beide seidt dessenn weis ich nicht, Wenn ihr aber meinenn dienern auch riethet, vnnd meinenn nutz so wohl als den ewern suchttet, vnnd nicht hindertet, so kundte Jch euch glaubenn gebenn, Dieweil ihr aber das nicht thut, vnnd nichts annders sucht, dann mein Saltzwerck nieder zulegenn, So kann ich euch auch in dem nicht enndtschuldiget nehmenn, vnnd ehe dann Jch das gestattenn wolte, mir mein Saltzwerck dermassenn nieder zulegenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHierauff sfgl. gesagt, Ja ihr wolt euch viel enndtschuldigenn, Jhr seidt Bösewichtte, Jch weis das etliche meinen Räthenn geldt gebottenn habenn, Was ihr beide seidt dessenn weis ich nicht, Wenn ihr aber meinenn dienern auch riethet, vnnd meinenn nutz so wohl als den ewern suchttet, vnnd nicht hindertet, so kundte Jch euch glaubenn gebenn, Dieweil ihr aber das nicht thut, vnnd nichts annders sucht, dann mein Saltzwerck nieder zulegenn, So kann ich euch auch in dem nicht enndtschuldiget nehmenn, vnnd ehe dann Jch das gestattenn wolte, mir mein Saltzwerck dermassenn nieder zulegenn,
Ehe wolt ich das die Stadt Allenndorff in grundt abgebrenndt were, Darauff Johann Riedennstein abermahls vndertheniglich gebettenn sie nicht zuverdenncken, das sie die viel gethanenn bitt abermahls repetirten, dann sfgl. werde den Hanndell im grundt der warheit viel ein anders befindenn, Dargegenn sfgl. schlieslich geanntwortt,
er wolle den handell was sfgl. darin zuthun, bedenncken, vnnd gesagt ziehet hin ihr hapt ewern bescheidt, Diese hanndtlung ist geschehen in beysein sfgl. vnnd sfgl Secretarien genanndt Simon, vnnd der zweyer Gesanndtenn im Schlos zu Friedewaldt Sonntags am tage Barthol.
Nach dem nun die Gesanndtenn vffgesessenn, nach Haus zu rittenn, Jst sfgl. auch ausgerittenn, Jrer an sichttigk wordenn vnnd im zureitenn zu Johann Riedenstein gesagt, Reuhe[?] her, wir mussenn bass vonn der sach redenn, vnnd vnder anndern mancherley redenn anngehabenn, Wie meinstu das dieser sach ein wegk gefundenn werde, Dann ich werde berichtt, das meine knechte nit siedenn können, Wen sie nicht auff ewere tage vnnd nebenn ewernn knechtenn ziehenn sollenn, Darauff Johann Riedennstein geantwort sfgl. mussenn in dem den knechtenn nit so hoch glaubenn gebenn, dan sfgl habe Je wohl vermerckt, wie die knechte den Pfennern geneigt, es werdenn auch sfgl. in warheit befindenn, das sfgl. knechtte vff die vnderschiedtliche tage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach dem nun die Gesanndtenn vffgesessenn, nach Haus zu rittenn, Jst sfgl. auch ausgerittenn, Jrer an sichttigk wordenn vnnd im zureitenn zu Johann Riedenstein gesagt, Reuhe1[?] her, wir mussenn bass vonn der sach redenn, vnnd vnder anndern mancherley redenn anngehabenn, Wie meinstu das dieser sach ein wegk gefundenn werde, Dann ich werde berichtt, das meine knechte nit siedenn können, Wen sie nicht auff ewere tage vnnd nebenn ewernn knechtenn ziehenn sollenn, Darauff Johann Riedennstein geantwort sfgl. mussenn in dem den knechtenn nit so hoch glaubenn gebenn, dan sfgl habe Je wohl vermerckt, wie die knechte den Pfennern geneigt, es werdenn auch sfgl. in warheit befindenn, das sfgl. knechtte vff die vnderschiedtliche tage,
wohl ziehenn vnnd siedenn können, sonnderlich wann sfgl. wie anngefanngenn, mit dem Sohlennkastenn fortfarenn lasse, Hierauff sfgl. gesagt, Ja Jch kenne sie wohl, das sie gerne mich vnnd euch zwingenn wolttenn, Jch will Jme aber ferner nachdenncken, dann Jch bin nicht geneigt, ewernn schadenn zusuchenn, sonnder alwege mein Saltz dermassenn anzuwerdenn2[?], das es euch ohne schadenn sey,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewohl ziehenn vnnd siedenn können, sonnderlich wann sfgl. wie anngefanngenn, mit dem Sohlennkastenn fortfarenn lasse, Hierauff sfgl. gesagt, Ja Jch kenne sie wohl, das sie gerne mich vnnd euch zwingenn wolttenn, Jch will Jme aber ferner nachdenncken, dann Jch bin nicht geneigt, ewernn schadenn zusuchenn, sonnder alwege mein Saltz dermassenn anzuwerdenn[?], das es euch ohne schadenn sey,
vnnd habe derhalbenn kundtschafft vfgelegt, vnnd wege gesucht, das ich mein Saltz souiel Jch dessenn gesiedenn kann, vf dem wasser hinab wohl weis abzuwerdenn,
So will ich auch dem kauffgelde mitt den — 4 thalernn vnnd — 2 fl. weitter nachdenncken, Darauff Johann Nydennstein schlieslich geantwort, das die pfenner Je nicht annders vonn sfgl. vertröstet, dann das sfgl.
Jhrenn schadenn in alwege zuuerkommenn geneigt, Vndertheniglich bittennde, sfgl. wolttenn dem auch also nachkommenn, Es werdenn auch sfgl. souiel das kauffgeldt belanngt bey der Lanndtschafft liederlich rath findenn, aus vhrsachenn,
Dieweil der fuhrmann nicht des kauffgeldes des Saltzes sonnder der Zehrung halbenn das Saltz dieser theurenn zeit, neher nit gebenn kann, abermahls vndertheniglich bittennde, sfgl. woltte dem hanndell aufs furderlichst doch nach sfgl. gelegenheit, nachdenncken, vnnd sfgl. dieses gnedigenn abschiedts vnderthenig gedannckt.
Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu hessenn, Graue zu Catzennelnpogen Vnsernn liebenn Getrewenn, gemeinenn pfennern vnsers Saltzwercks zu Allenndorff ann der Werra Liebenn Getrewenn.
Nach dem ihr vns, als wir am Jungstenn zu Friedewaldt gewesenn, durch ewere geschicktenn ein Supplication hapt vberanntworttenn lassenn, dero Jnnhalt wir damahlen verlesenn, Auch vns darauff vnsers gemuts einer massenn Jegenn ewernn Gesanndtenn erclert, Vnnd die sach bis anhero in bedennckenn genommenn, Damitt aber wir wissenn mogenn, so wir vnsere Räthe, ewerm bittenn nach, niedersetztenn,
was ihr als dann zu vns clagenn wolttet, So thun wir hiemit ann euch begerenn, Jr wollet vns zum furderlichstenn verstendigenn, so wir wie gemelt vnsere Räthe nieder setz1[?] wurdenn,
Was ihr als dann zu vns klagenn woltet, Weitter darnach zurichttenn habenn, Des versehenn wir vns zu euch, denenn wirs also vnuer halttenn wolttenn sein lassenn, Datum Rößen[?]stein, den 11.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWas ihr als dann zu vns klagenn woltet, Weitter darnach zurichttenn habenn, Des versehenn wir vns zu euch, denenn wirs also vnuer halttenn wolttenn sein lassenn, Datum Rößen[?]stein, den 11.
G. clagenn wolttenn, Welches vns nit wenig /: wie Gott zeugenn mus :/ bekümmert, vnnd zu hertzenn ganngenn, Nach dem E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. clagenn wolttenn, Welches vns nit wenig /: wie Gott zeugenn mus :/ bekümmert, vnnd zu hertzenn ganngenn, Nach dem E.
G. zu mehrmahlen, vnser annliegenndt not, Jammer vnnd verderbenn, durch Supplication vnnd mundtlichenn bericht, verlanngst vnnd gnugsams verstanden, auch vngezweiuelt durch E.
G. zu vnderthenigenn diennst vnnd gnedigenn gefallenn, nachmahls diese vnsere beschwerung, vnnd so dem Vertrage ganntz vnnd gar vngemes, vnndt Jegenn, vnnd zuwiedder den Artickell in vnderthenigkeit nicht pergenn.
Vnnd zum erstenn, das wir am verkauffe des Saltzes Jnns Furstennthumb zu Hessenn verhindert, vnnd mercklich beschwert werdenn, Zum anndernn, das wir am verzogk der Sohlenn,
so vnns ohne alle mittell aus krafft vnser Erbgerechtigkeit zugeeignet, auff vnsere zugeordenntte tage, betrangt werdenn, Zum drittenn das vnns etliche meister vnnd Söderknechte, vber die zahl so E.
G. seittenn arbeitenn vnd in vnsern be hausungenn, Zuwiedder dem verwilligtem vertrage wohnenn, Zum vierdtenn das vnnsere Böderknechte vnnd gesinde E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. seittenn arbeitenn vnd in vnsern be hausungenn, Zuwiedder dem verwilligtem vertrage wohnenn, Zum vierdtenn das vnnsere Böderknechte vnnd gesinde E.
F. gl. wieder vnnsere altte priuilegia eidthafftige soltenn gemacht werdenn, Zum funfftenn, das vnns etzliche hause vnnd bergkfriede auff vnnser stettenn abgebrochenn, vnnd auff E.
Amptleut des vertrages, noch auff heutigenn tagk nit bestellet, vnnd das der obgerurte bewilligte vertragk, vonn Ritterschafft vnnd Landtschafft des Furstenthumbs zu Hessenn, desgleichenn Chur: vnnd furstenn zu Sachssenn bis noch nit bewilliget vnnd ratificiret,
Zum siebendenn, das wir ann vnnser altenn hergebrachtenn gerechttigkeit turbirt vnnd betrangt, In dem das wir ann vnnser gewonnlichenn rechtfertigung, so wir zwischll1[?] den Guthernn vnnd Irenn knechtenn, geubet vnnd gebrauchet habenn, vonn E.
G. beuelchhabernn verhindert werdenn, Vnnd wiewohl derselbigenn noch etliche mehr, So wollenn wir doch vmb kurtz willenn, diese als die vor nembsten artickell vnnser beschwerung vnnd betrangung Gott, vnnd E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. beuelchhabernn verhindert werdenn, Vnnd wiewohl derselbigenn noch etliche mehr, So wollenn wir doch vmb kurtz willenn, diese als die vor nembsten artickell vnnser beschwerung vnnd betrangung Gott, vnnd E.
G. wollenn nachmahls vmb Gotts vnnd seines ewigenn worts willenn, dieselbigenn zum furderlichstenn vnd durch niedersezung der scheidtsrichter Lauts vnnser Jungst zu Friedewaldt vbergebenenn Supplication,
vnnd vermöge des vertrags gnedigklich lassenn enndtscheiden vnnd benehmenn, Damit wir durch solche verlengerung nicht so erbermblich zu wiedder dem obgerurtenn bewilligtenn Recess vnnd E.
F. gl. furgenommner gebeur2[?], vnns ann vnnser Erbgerechtigkeit des Salzsiedenns vnnd verkeuffenns, vnnd ann allem dem Jenigen, das darzu gehöret, vor allenn dingenn keinenn schadenn oder nachteil bringenn, oder geberenn soll, Hierinne wolle sich E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteF. gl. furgenommner gebeur[?], vnns ann vnnser Erbgerechtigkeit des Salzsiedenns vnnd verkeuffenns, vnnd ann allem dem Jenigen, das darzu gehöret, vor allenn dingenn keinenn schadenn oder nachteil bringenn, oder geberenn soll, Hierinne wolle sich E.
vnnd den lohnn vonn Gott dem almechtigenn vnnser aller erlöser vnnd behalter gewarttenn, So seindt auch wirs vber vnnsere schuldige pflichte dienst in vnderthenigkeit vngespartes Leibes vnnd guts zuuerdienenn sonnderlich willigk, Datum Allendorff anno ꝛc.3 39.
Gemeine Pfenner zu Allendorff ssbt1[?] Vent2[?] Donnerstags nach Matthæi Anno ꝛc. 39. seindt Salzgrebenn, Marttenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd dem ausschos gemeiner pfenner auff dem Rathause beyeinannder versamblet gewesenn, Vnnd habenn gedachte Salzgreben vnnd Marttenn, auff anngebenn vnnsers gnedigenn herrn Baumeisters Heinrich Muldeners gemeinen pfennernn anngezeigt, Was gestalt gedachter Muldener mit Ihnenn des Gebaues halbenn vor dem Gewelbe geredt, Nemblich das vnnser gnediger furst vnnd herr ein kunst dahin sezenn wolle, die das wilde wasser vnns den Born, wenn mann seudet, abösenn solle, vnnd darauf gemeiner pfenner Rath vnnd bedenckenn begeret, Was sie desselbigenn bawes halbenn bedacht, Hierauff habenn beide Rethe sampt dem ausschos vnnd gemeinenn pfennernn gerathschlaget, vnnd einmutiglich geschlossenn, das Ine keines wegs zurathenn, oder möglich, In einichenn gebaw zubewilligenn, vor der zeit das sie sehenn, ob Inenn der obgerurte vertragk gehalten, vnnd sie wiederumb zum siedenn kommenn möchttenn, vnnd Salzgrebenn vnnd Marttenn gedachtenn Heinrichenn Muldenernn, dieselbige anntwort wiederumb annzusagenn beuohlenn, Vent[?] Sonnabendts am abendt Sancti Micha: des morgens vor tage ist diese nachuolgende schrifft annkommen,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGemeine Pfenner zu Allendorff ssbt[?] Vent1[?] Donnerstags nach Matthæi Anno ꝛc. 39. seindt Salzgrebenn, Marttenn, sampt beidenn Räthenn, vnnd dem ausschos gemeiner pfenner auff dem Rathause beyeinannder versamblet gewesenn, Vnnd habenn gedachte Salzgreben vnnd Marttenn, auff anngebenn vnnsers gnedigenn herrn Baumeisters Heinrich Muldeners gemeinen pfennernn anngezeigt, Was gestalt gedachter Muldener mit Ihnenn des Gebaues halbenn vor dem Gewelbe geredt, Nemblich das vnnser gnediger furst vnnd herr ein kunst dahin sezenn wolle, die das wilde wasser vnns den Born, wenn mann seudet, abösenn solle, vnnd darauf gemeiner pfenner Rath vnnd bedenckenn begeret, Was sie desselbigenn bawes halbenn bedacht, Hierauff habenn beide Rethe sampt dem ausschos vnnd gemeinenn pfennernn gerathschlaget, vnnd einmutiglich geschlossenn, das Ine keines wegs zurathenn, oder möglich, In einichenn gebaw zubewilligenn, vor der zeit das sie sehenn, ob Inenn der obgerurte vertragk gehalten, vnnd sie wiederumb zum siedenn kommenn möchttenn, vnnd Salzgrebenn vnnd Marttenn gedachtenn Heinrichenn Muldenernn, dieselbige anntwort wiederumb annzusagenn beuohlenn, Vent[?] Sonnabendts am abendt Sancti Micha: des morgens vor tage ist diese nachuolgende schrifft annkommen,
Philips vonn Gotts gnadenn Landtgraff zu Hessenn Graff zu Cazenelnpogen ꝛc Vnsernn liebenn Getrewenn N. den gemeinenn pfennernn zu Allendorff ann der Werra ꝛc Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn am Abendt Sancti Mathæi nechstuergangenn gegeben, verstanndenn, Vnnd wiewohl wir euch nicht minder dann vnns zu gutem gernne gesehenn hettenn, das wir zu beiden theilnn, solche erorterung hettenn mugenn vberigk sein, So wollenn wir doch, dieweil wir vermerckenn, das euch die sachenn so hoch anngelegenn sein, dem auch nachuolgender gestalt nit zuwieder sein,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips vonn Gotts gnadenn Landtgraff zu Hessenn Graff zu Cazenelnpogen ꝛc Vnsernn liebenn Getrewenn N. den gemeinenn pfennernn zu Allendorff ann der Werra ꝛc Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn am Abendt Sancti Mathæi nechstuergangenn gegeben, verstanndenn, Vnnd wiewohl wir euch nicht minder dann vnns zu gutem gernne gesehenn hettenn, das wir zu beiden theilnn, solche erorterung hettenn mugenn vberigk sein, So wollenn wir doch, dieweil wir vermerckenn, das euch die sachenn so hoch anngelegenn sein, dem auch nachuolgender gestalt nit zuwieder sein,
sonnder einer vngeuerlicher verhöre vor den Lanndtstenndenn, vonn der Ritterschafft, gelarttenn vnnd Stetten, gnedigklich verfolgenn, doch mitt dem gedinge, das wir vnns durch solch verhöre, vnnd hanndtlunge, weitter nicht begebenn habenn, oder einlassenn wöllenn, Dann wir in dem fall vonn rechts wegenn zuthun schuldigk sein,
auch mit dem gedinge, das wir vnns des Sohlenn schepffenn, noch zur zeit vnns nicht einlassen wollenn, Dieweil wir vonn Jedermann befindenn, das solch Sohlziehenn oder Pumppenn, euch nit schedtlich ist, noch sein magk, vnnd |:
Gott lob :| Sohle gnug vorhandenn ist, Wir wollenn aber gleichwohl mit Gottes hulf, vnnd der zeit denselbigenn punct dahin richttenn, das euch vnnser Söder Sohl schepffenn vnnd ziehenn, nicht verhinderlich sein soll, Wie Ihr dann sehet, das wir schonn in teg licher arbeit stehenn, aber vmb die vbrigenn vnns zugeschriebenn puncta wollenn wir wie gemelt hanndelunge gewarttenn, vnnd benennenn euch darauff den dreyzehenndenn tagk Octobris alhie zu Cassell gegenn abendt einzukommenn, des anndernn tags zu solcher Hanndtlung zuschreytenn, auch mit furbehaltunge,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGott lob :| Sohle gnug vorhandenn ist, Wir wollenn aber gleichwohl mit Gottes hulf, vnnd der zeit denselbigenn punct dahin richttenn, das euch vnnser Söder Sohl schepffenn vnnd ziehenn, nicht verhinderlich sein soll, Wie Ihr dann sehet, das wir schonn in teg licher arbeit stehenn, aber vmb die vbrigenn vnns zugeschriebenn puncta wollenn wir wie gemelt hanndelunge gewarttenn, vnnd benennenn euch darauff den dreyzehenndenn tagk Octobris alhie zu Cassell gegenn abendt einzukommenn, des anndernn tags zu solcher Hanndtlung zuschreytenn, auch mit furbehaltunge,
ob wir werdenn gebrechenn zu euch samptlich vnnd sonnderlich habenn, das dieselbigenn als dann auch mit verhort mögen werden, vnnd das wir euch den tagk dieses mahls alhier genn Cassell legenn vnnd benennenn, Ist die vhrsach,
das wir dieser zeit aus vhrsachenn vonn Cassell nit wohl verruckenn mögenn, vnnd solche hanndelung ohne vnnser persönlich bey sein, oder beuehlenn, vnnd bestellung nichts gehandtlet werdenn magk, Solchs wolttenn wir euch also hinwieder gnediger meinunge nicht verhalttenn, Datum Cassell Mitwochens nach Mathæi Anno 39.
Philips L zu Hessenn ssbt1[?] Nach verlesung dieser vorgehenndenn schrifft habenn beide Rathe, sampt den Salzgrebenn, Marttenn vnnd dem ausschos gemeiner pfenner, vor nuz, noth, vnnd guth anngesehenn, beschlossenn, vnnd beuohlenn, gemeiniglich alle pfenner Inn vnnd ausserhalb des furstennthumbs Hessenn, gesessenn, auff den Sonntagk nach Michaelis einzukommenn, zubeschreibenn, Volgennts ist Donnerstags nach Michaelis dieser hiernach beschriebenn beuelch vonn dem Renndtmeister vnnder der Glockenn verlesenn, vnnd vor der gemeine verkundigett wordenn, Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Cazenelnpogen ꝛc Vnserm Renndtmeister zu Allenndorff an der Werra vnnd liebenn Getrewenn, Johann Barthelmes, Lieber Getrewer, Es ist in nahmenn gemeiner pfenner zu Allenndorff vnns Jungst ein schrifft zukommenn, darin sie ezlicher vermeintenn Irrungenn halber, vnnser Rethe vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft, darzu verordenen, nieder zusezenn, vnnd wie sie vor denselbigenn Jegenn vnns Ire klage thun wolttenn, darauff wir Irenn den 13 L.[?] Octobris alhier zu Cassell einzukommenn, bestimpt vnnd anngesazt habenn, Dieweil wir nun zu solcher klage nie kein vhrsach gegeben, noch gebenn lassenn, Wie sich ob Gott will zu ausfuhrung des hanndels wohl wirdt findenn, So lanngt vnns ann vnd gedennckenn auch selbst, das solche klage vonn etlichen sonndernn Personenn mussenn anngestifft vnnd furgenommenn werdenn, Vnnd das solch furnehmenn den gemeinen armenn pfennernn, mehr zum nachteil dann zu gutt reichenn möcht, Weil nun der hanndell dermassenn gelegenn ist,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips L zu Hessenn ssbt[?] Nach verlesung dieser vorgehenndenn schrifft habenn beide Rathe, sampt den Salzgrebenn, Marttenn vnnd dem ausschos gemeiner pfenner, vor nuz, noth, vnnd guth anngesehenn, beschlossenn, vnnd beuohlenn, gemeiniglich alle pfenner Inn vnnd ausserhalb des furstennthumbs Hessenn, gesessenn, auff den Sonntagk nach Michaelis einzukommenn, zubeschreibenn, Volgennts ist Donnerstags nach Michaelis dieser hiernach beschriebenn beuelch vonn dem Renndtmeister vnnder der Glockenn verlesenn, vnnd vor der gemeine verkundigett wordenn, Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Cazenelnpogen ꝛc Vnserm Renndtmeister zu Allenndorff an der Werra vnnd liebenn Getrewenn, Johann Barthelmes, Lieber Getrewer, Es ist in nahmenn gemeiner pfenner zu Allenndorff vnns Jungst ein schrifft zukommenn, darin sie ezlicher vermeintenn Irrungenn halber, vnnser Rethe vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft, darzu verordenen, nieder zusezenn, vnnd wie sie vor denselbigenn Jegenn vnns Ire klage thun wolttenn, darauff wir Irenn den 13 L.1[?] Octobris alhier zu Cassell einzukommenn, bestimpt vnnd anngesazt habenn, Dieweil wir nun zu solcher klage nie kein vhrsach gegeben, noch gebenn lassenn, Wie sich ob Gott will zu ausfuhrung des hanndels wohl wirdt findenn, So lanngt vnns ann vnd gedennckenn auch selbst, das solche klage vonn etlichen sonndernn Personenn mussenn anngestifft vnnd furgenommenn werdenn, Vnnd das solch furnehmenn den gemeinen armenn pfennernn, mehr zum nachteil dann zu gutt reichenn möcht, Weil nun der hanndell dermassenn gelegenn ist,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips L zu Hessenn ssbt[?] Nach verlesung dieser vorgehenndenn schrifft habenn beide Rathe, sampt den Salzgrebenn, Marttenn vnnd dem ausschos gemeiner pfenner, vor nuz, noth, vnnd guth anngesehenn, beschlossenn, vnnd beuohlenn, gemeiniglich alle pfenner Inn vnnd ausserhalb des furstennthumbs Hessenn, gesessenn, auff den Sonntagk nach Michaelis einzukommenn, zubeschreibenn, Volgennts ist Donnerstags nach Michaelis dieser hiernach beschriebenn beuelch vonn dem Renndtmeister vnnder der Glockenn verlesenn, vnnd vor der gemeine verkundigett wordenn, Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Cazenelnpogen ꝛc Vnserm Renndtmeister zu Allenndorff an der Werra vnnd liebenn Getrewenn, Johann Barthelmes, Lieber Getrewer, Es ist in nahmenn gemeiner pfenner zu Allenndorff vnns Jungst ein schrifft zukommenn, darin sie ezlicher vermeintenn Irrungenn halber, vnnser Rethe vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft, darzu verordenen, nieder zusezenn, vnnd wie sie vor denselbigenn Jegenn vnns Ire klage thun wolttenn, darauff wir Irenn den 13 L.[?] Octobris alhier zu Cassell einzukommenn, bestimpt vnnd anngesazt habenn, Dieweil wir nun zu solcher klage nie kein vhrsach gegeben, noch gebenn lassenn, Wie sich ob Gott will zu ausfuhrung des hanndels wohl wirdt findenn, So lanngt vnns ann vnd gedennckenn auch selbst, das solche klage vonn etlichen sonndernn Personenn mussenn anngestifft vnnd furgenommenn werdenn, Vnnd das solch furnehmenn den gemeinen armenn pfennernn, mehr zum nachteil dann zu gutt reichenn möcht, Weil nun der hanndell dermassenn gelegenn ist,
das wir vnnser vnnd vnnsers Furstennthumbs Ehr vnnd nuz, den der almechtige Gott des ortts reichlich verluhenn hatt, doch ohnn schadenn Jedermans, nit zuruck stellenn könnenn, damit dann der kunfftig hanndell dermassenn furgenommenn, damit niemanndt vernachteiligt werde, So ist vnnser beuelch, das du die pfenner vnnd burger zu Allendorff gemeiniglich vnnder der Glocken zusammenn forderst, vnnd den pfennernn in beysein der anndernn diese meinung ann sagest, das sie nicht allein die Izige vornembstenn vnnd beamptenn Pfenner |: die vielleichtt nicht den gemeinenn oder des armenn manns nuzenn suchenn :| Sonnder auch ezliche aus den gemeinenn pfennernn anncher verordenest, damit dieselbigenn auch hörenn vnnd vernehmenn mögenn, ob Inenn zuschaden oder zu vnns,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas wir vnnser vnnd vnnsers Furstennthumbs Ehr vnnd nuz, den der almechtige Gott des ortts reichlich verluhenn hatt, doch ohnn schadenn Jedermans, nit zuruck stellenn könnenn, damit dann der kunfftig hanndell dermassenn furgenommenn, damit niemanndt vernachteiligt werde, So ist vnnser beuelch, das du die pfenner vnnd burger zu Allendorff gemeiniglich vnnder der Glocken zusammenn forderst, vnnd den pfennernn in beysein der anndernn diese meinung ann sagest, das sie nicht allein die Izige vornembstenn vnnd beamptenn Pfenner |: die vielleichtt nicht den gemeinenn oder des armenn manns nuzenn suchenn :| Sonnder auch ezliche aus den gemeinenn pfennernn anncher verordenest, damit dieselbigenn auch hörenn vnnd vernehmenn mögenn, ob Inenn zuschaden oder zu vnns,
vnnd durch wen gehanndelt werde, vnnd obs gut sey vmb die dinge so Itzo der Zehenn alb vnnd des vfschüttenns halbenn in Irrung schwebenn, also sich in dannck1[?], wiederwertigkeit vnnd beschwerung, auch selbst in nachteil vnnd schadenn zufurenn, vnd Inn zulassen, vnnd damit also vonn Irer aller wegenn etliche, die auch in Irer annkunfft allenn gemeinenn pfennernn zusamenn bericht thun,
hergeschickt werdenn, dann wir Je nit geneigt sein mit vnnserm armenn Vnderthan, zu rechttenn, oder das zusuchenn, das wir nit fug haben solttenn, vnnd solchs also mit vleis hanndelnn,
Dedit Montags post Francisci Deudt2[?] die aus: vnnd Innlenndischenn pfenner gemeinlich vff dem Rathause beyeinannder versamblet gewesenn, vnnd habenn nach vleissiger hin vnnd wieder bewegung enndtlich vnnd einmutiglich dahin geschlossenn, das sie den anngesetzten tagk der vngeuehrlichenn verhör durch Ire gesambten ersuchen lassenn wollenn, doch mit dem beding,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDedit Montags post Francisci Deudt[?] die aus: vnnd Innlenndischenn pfenner gemeinlich vff dem Rathause beyeinannder versamblet gewesenn, vnnd habenn nach vleissiger hin vnnd wieder bewegung enndtlich vnnd einmutiglich dahin geschlossenn, das sie den anngesetzten tagk der vngeuehrlichenn verhör durch Ire gesambten ersuchen lassenn wollenn, doch mit dem beding,
wie nachstehet Gemeine Pfenner des Saltzwercks Zu Allenndorff ann der Werra, Dem durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnd herrenn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn,
Wir habenn E. f. gl. schreibenn, darin wir zu vngeuehrlicher verhör Jegenn Cassell der Irrungenn halbenn, so vnns zu wiedder dem vfgerichtenn vertrage beschwerlich vorfallenn,
vor den Lanndtstenndenn vnnd der Ritterschafft, Gelertenn vnnd Stedtenn, den dreyzehenden tagk Octobris zuerscheinenn, vnnd volgenndts tagk zur hanndelung zu schreittenn, nebenn anngehengtenn bedinge, welcher beschwerung E. f.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevor den Lanndtstenndenn vnnd der Ritterschafft, Gelertenn vnnd Stedtenn, den dreyzehenden tagk Octobris zuerscheinenn, vnnd volgenndts tagk zur hanndelung zu schreittenn, nebenn anngehengtenn bedinge, welcher beschwerung E. f.
G. hanndelung zugewarttenn, auch andere schrifft durch den Renndtmeister vnnder der Clockenn1 verkundiget, allennthalbenn verstanndenn, vnnd vnnderthenig enndtpfanngenn, vnnd wollenn darauff E. f.
G. getrewer Vnnderthenniger meinung nit pergenn, das wir auf bestimptenn tagk, zu forderung der sachenn, vnnd abhelffung aller gebrechenn, vnnderthenniglich vnnd gutwillig erscheinenn, gleichfals wie E. f.
G. einer vnngefehrlichenn verhör vnnd hanndelung gewarttenn, doch mit vorgehennder herlicher protestation, das wir damit aus dem vfgerichtenn bewilligtenn vertrage nicht geschrittenn, darwieder gehanndelt,
noch vnns weitter vonn den nieder gesetztenn stenndenn, dann wir rechts wegenn, vnd dem Furstlichenn vertrage gemes zuthun schuldig, wollen eingelassenn habenn, sonndernn damit wir nit gespurt, das wir E. f.
Saltzwerck verhindernn, oder zu nachteill etwas vorgenommenn, weniger einenn pfenner in schadenn gefurt, einenn vngeuerlichenn doch warhaftigenn bericht, vnnser beschwerung vnnd hochannliegenn darthun, der tröstlichenn zuuersicht, E. f.
G. werdenn mit sampt der Ritterschafft, Lanndtstenndenn, Gelartenn, vnnd Stettenn, vnnsernn mercklichenn schaden vnnd beschwerung gnediglich behertzigenn, vnnd vf die wege helffen trachttenn, das wir vermöge dem vfgerichtenn furstlichen vertrage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. werdenn mit sampt der Ritterschafft, Lanndtstenndenn, Gelartenn, vnnd Stettenn, vnnsernn mercklichenn schaden vnnd beschwerung gnediglich behertzigenn, vnnd vf die wege helffen trachttenn, das wir vermöge dem vfgerichtenn furstlichen vertrage,
vnnd vnnserm gegebenen Reuersal, bey vnserm wohlererbtenn Vetterlichenn narung, wie furstlich verschriebenn, vnbetranngt pleibenn mögenn, auch E. f. gl. enndtschuldigung, das wir zu keinem schadenn vhrsach, wie E. f.
Diesem schreibenn nach hat Vnnser gnediger furst vnd herr gemeinenn pfennernn diese volgennde schrifft wiederumb zugefertiget, welche Freitags post Dionysij vnngefehrlich vmb zwey vhr, vmb abenndt annkommen, Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogen Vnnsernn liebenn Getrewenn den Bawernn zun Bodenn, annders genanndt pfennernn Inn vnser Stadt Allenndorff ann der Werra, Liebenn Getrewenn, Ewer zu vnnd wieder schreibenn, des tags so wir euch alhier benannt vnnd anngesagt, darin ihr meldet, das ihr vf denselbenn bestimptenn tagk zu forderung der sachenn, zu abhelffung aller gebrechenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDiesem schreibenn nach hat Vnnser gnediger furst vnd herr gemeinenn pfennernn diese volgennde schrifft wiederumb zugefertiget, welche Freitags post Dionysij vnngefehrlich vmb zwey vhr, vmb abenndt annkommen, Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogen Vnnsernn liebenn Getrewenn den Bawernn zun Bodenn, annders genanndt pfennernn Inn vnser Stadt Allenndorff ann der Werra, Liebenn Getrewenn, Ewer zu vnnd wieder schreibenn, des tags so wir euch alhier benannt vnnd anngesagt, darin ihr meldet, das ihr vf denselbenn bestimptenn tagk zu forderung der sachenn, zu abhelffung aller gebrechenn,
einer vnngefehrlichenn verhör vnnd hanndelung, doch mit der vorgehennden protestation, aus dem vertrag dardurch nit zuschreitenn, zugewarttenn habenn wir verlesenn, vnnd dieweil wir euch zuuor geschriebenn, das wir euch vor den Lanndtstenndenn zu einer vnngeuerlichenn verhör verfolgenn wolttenn, doch mit einer mas,
Dieweil wir aber berichttet, als solttet ihr euch hörenn lassenn, das ihr auch etliche zusetzenn [übergeschrieben: begeret] vnd euch beschwerlich sey, für denn [übergeschrieben:↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDieweil wir aber berichttet, als solttet ihr euch hörenn lassenn, das ihr auch etliche zusetzenn [übergeschrieben: begeret] vnd euch beschwerlich sey, für denn [übergeschrieben:
Landtstenden] ohne ewer gesetztenn erkenndtnus zuleidenn, vff das ihr dann nit klagenn muget, vnnd dieser tag nit vergeblichenn vnns vnnd euch hinlauffe, so wollett die ihr benennenn wollenn vnns zuerkennenn gebenn, vf das wir sie auch beschreibenn mugenn, doch der gestalt, das ihr die benennt, die nicht pfenner, oder den gefreundt seyenn, da wollenn wir aller Articul halbenn, nach Innhalt des vertrags,
erkenntnus leidenn, aber sonnst nach billigkeit vnnd rechttenn, mögenn wir dieses Articuls halbenn, auch Jtzt enndtlich erkenndtnus leidenn, Wolttenn wir euch des wissenns zuhabenn nit verhaltten,
Datum Cassell Mitwochenns post Francisci Anno 39 Volget der Pfenner antwort Dem durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnndt herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessen, Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegenhain vnnd Nidda, Vnnserm gnedigenn herrnn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst E. f.
G. wieder schreiben, die vngefehrliche verhör belanngenndt, des Datum stehet Mitwochenn post Francisci, habenn wir Freitags nechst darnach, vngefehrlich vmb zwey vhr vmb den abenndt vnderthenig enndtpfanngenn Innhalts verlesenn vnnd verstandenn, darin E. f. gl. wie zuuor, was gestalt E. f.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. wieder schreiben, die vngefehrliche verhör belanngenndt, des Datum stehet Mitwochenn post Francisci, habenn wir Freitags nechst darnach, vngefehrlich vmb zwey vhr vmb den abenndt vnderthenig enndtpfanngenn Innhalts verlesenn vnnd verstandenn, darin E. f. gl. wie zuuor, was gestalt E. f.
G. einer vngefehrlichenn verhör, doch mit einer mas vonn denn Lanndtstenndenn gnediglich verfolgenn wolle, vernewert doch mit einer anndernn gestalt wie zuuor,
daraus wir armenn einfeltigenn |: weis Gott :| vnns nicht zurichttenn wissenn, dann das mann vnns vielleicht aus dem vertrage, zuleitenn vnnd zufurenn geneigtt, mit weitter anntzeige, das E. f.
G. bericht, als solttenn wir vnns hörenn lassenn, das vnns vor den niedergesetztenn Lanndtstennden, ohn vnnser nebenn gesetzte Ortterung1 vnnd erkanntnus zuleidenn beschwerlich sein soltte, Welches doch wir nie gemeinet, gefoddert oder begert, sonndernn hettenn eine vngeuehrliche verhör vnnd hanndtlung der sachenn zu forderung, vnnd abhelffung aller gebrechenn,
laut vnserer nechstgethanenn schrifft, vor demselbigenn vnnderthenig gernne duldenn vnnd leidenn mögenn, Dieweil aber der vertragk, wo wie vnnd was gestalt, so misverstennde vnnd gebrechenn vorfielenn,
solche endtliche Ortterung beschehenn soll, klar vnnd hell anngezeigt, so wissenn auch wir zuwieder dem vertrage, vnnser benantenn dergestalt, wie E. f.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesolche endtliche Ortterung1 beschehenn soll, klar vnnd hell anngezeigt, so wissenn auch wir zuwieder dem vertrage, vnnser benantenn dergestalt, wie E. f.
G. vnnd vnnserer nechstgethanenn schrifftenn, vor den Lanndtstenndenn kommenn lassenn wollenn, Wollenn auch wir als die gehorsamenn getrewenn Vnnderthanenn demselbigenn wie vorannzeigt, willig volgenn vnnd erscheinenn, Im fall aber E. f.
G. solchs dergestalt nit gestattenn vnnd verfolgenn woltte, Damit als dann dem auffgerichtenn bewilligtenn vertrage volge beschehenn möchte, So wollenn wir nachmals lautter durch Gott, wie hiebeuor beschehenn,
in vnnserer Jungst vbergebener Supplication der ein Datum stehet Montags post Viti, der annder Freytags post Assumptionis Mariæ dieses lauffennden Jars, vmb ernewerung vnnd niedersetzung der scheidtrichter Innhalt des vertrags vnnderthenniglich gebettenn habenn, vnnd ernennenn E. f. gl.
Itzigenn gnedigenn begerenn nach hiemit die Jenigenn, so von gemeiner Pfenner wegenn, als Scheidtsrichtter Innhalt des vertrags, vonn der Ritterschafft vnnd Stettenn darzu verordenet vnnd gegebenn sein sollenn, mit nahmen von der Ritterschafft Friderich Trott, Ebaldt vonn Baumbach Licentiaten,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteItzigenn gnedigenn begerenn nach hiemit die Jenigenn, so von gemeiner Pfenner wegenn, als Scheidtsrichtter Innhalt des vertrags, vonn der Ritterschafft vnnd Stettenn darzu verordenet vnnd gegebenn sein sollenn, mit nahmen von der Ritterschafft Friderich Trott, Ebaldt vonn Baumbach Licentiaten,
vnnd Adolph Rauwenn1, vonn Stettenn Johann Lantzenn Burgermeister zu Hombergk, Johann Blannckennhein2 Burgermeister zu Marpurgk, vnnd Henrichenn Goltschmidt Burgermeister zu Eschwe, Mit vnnderthenniger vleissiger bitt, dieselbenn aus furstlicher Obrigkeit, vonn richts vnnd rechts wegenn, nebenn E. f. gl.
Verordenntenn, darzu zum furderlichsten vermöge des vertrags Jegenn Eschwe oder Allenndorff verschreibenn, verfertigenn vnnd niedersetzenn, damit wir aller vorgefallener beschwerung vnnd misuerstandts durch Ire erkantnus, vermöge des vertrags mögenn enndtnommenn vnnd geradet werdenn.
Hierauff ist nachuolgennde Furstliche schrifft Sonntags post Dionysij Anno 39. vmb zwolff vhr in der nacht annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogen Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer wieder anntwort gelesenn, vnnd vermerckenn das ihr alle ding zuerck1 verstehet, Dann vnnser meinung gewesenn, vnd noch, zu den wegenn zugreiffenn, damit wir zu forderlichenn ennde möchtenn kommenn, vnnd euch nicht aus dem vertrag zufurenn, vnnd ist darumb vnnser meinung, Ir wöllet vortziehenn,
vnnd euch das nechst vnnser schreibenn nicht verhindernn lassenn, Wo sichs dan zutruge, das ihr Je vermeinenn wurdet, das rechttlichs austrags vonnötenn wurde sein, so habenn wir so viel leute vonn Ritterschafft vnnd Stettenn, der nahmenn wir zum theil noch nicht selbst wissenn,
beschriebenn, das wir vonn beidenn seittenn scheidtsrichter gnug habenn werdenn, aber der Platz kann dismahls aus redtlichenn Vhrsachenn nicht geendert werdenn, Das wolttenn wir euch also gnediger meinung nit verhalttenn, Datum Cassell post Dionysij Anno 39.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebeschriebenn, das wir vonn beidenn seittenn scheidtsrichter gnug habenn werdenn, aber der Platz kann dismahls aus redtlichenn Vhrsachenn nicht geendert werdenn, Das wolttenn wir euch also gnediger meinung nit verhalttenn, Datum Cassell post Dionysij Anno 39.
Volget die Instruction, so Gemeine Pfenner Irenn Gesandtenn, darzu benenndt, zuersuchung der vngeuehrlichenn Verhör Vor denn Landtstendenn Vorzulegenn, mittgebenn.
Instruction Gewaldt vnd Beuelch Gemeiner Pfenner der Baurschafft zun Bodenn Vor Allenndorff ann der Werra, so viel dero dieser zeitt zusammenn gewesenn, Haben die Ernuestenn, fursichttigenn vnnd Ersamen, Asymus vonn Buttlar, Ernnst vonn Bischausenn, Werner Trotten, Hanns vonn Schneenn, Annthonius Fleischhawer, Job Schrenndteisenn1, Cyriax Zring2, Georgk Freundt, Luder Berckmann, Curt Guttar3, Hanns Berlt4, Johan Niedennstein, Johann Casselman, Johann Schaffnitt5, Johann Stein,
Geisslar Schwannflugell Hermann Fischernn, Franntz Körpernn, Georgenn Seifridt, Berntt Waldis, Hanns Waldis den Elttern, Hermann Gillenn, Hanns Müllernn den Elttern, zeiger dieses brieffs, ann den durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeisslar Schwannflugell Hermann Fischernn, Franntz Körpernn, Georgenn Seifridt, Berntt Waldis, Hanns Waldis den Elttern, Hermann Gillenn, Hanns Müllernn den Elttern, zeiger dieses brieffs, ann den durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn,
Erstlich sollenn Itztgedachte Vnnser der Bawrschafft vnd Pfenner zun Bodenn, abgeferttigte Beuelchshaber, vonn solcher vngeuehrlicher verhör, dieweil sie dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage manigfalt zu Jegenn vnnd zuwiedder, beuorab offenntlich vnnd solenniter protestiren, das sie darin dem vertrag zuwiedder keins wegs gehelet2 oder gewilliget habenn wollenn, [übergeschrieben: wie] Ihnenn auch solches vonn rechts vnnd ehrenn wegenn [übergeschrieben: nicht] getziemenn vnnd geburenn will Zum anndernn, alle vnnsere bedranngung, beschwerung, wie vnns was gestalt die vnns armenn zu vnuberwindt lichem schadenn, dem furstlichenn vertrage zuwiedder gelanngt, vnnd furgefallenn sein, werden Lanndtstenden vnderthenigklich vnnd zum glimpfflichstenn, mit warhafftigem vnnd grundtlichem bericht erzehlenn vnnd darthun, Zum drittenn, alle schadenn vnnd nachteil so wir armenn sfgl. vorgenommenenn Gebaws halbenn, erlittenn, vnnd thun mussenn, mit vnkost,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErstlich sollenn Itztgedachte Vnnser der Bawrschafft vnd Pfenner zun Bodenn, abgeferttigte Beuelchshaber, vonn solcher vngeuehrlicher verhör, dieweil sie dem Furstlichenn vfgerichttenn vertrage manigfalt zu Jegenn vnnd zuwiedder, beuorab offenntlich vnnd solenniter protestiren, das sie darin dem vertrag zuwiedder keins wegs gehelet oder gewilliget habenn wollenn, [übergeschrieben: wie] Ihnenn auch solches vonn rechts vnnd ehrenn wegenn [übergeschrieben: nicht] getziemenn vnnd geburenn will Zum anndernn, alle vnnsere bedranngung, beschwerung, wie vnns was gestalt die vnns armenn zu vnuberwindt lichem schadenn, dem furstlichenn vertrage zuwiedder gelanngt, vnnd furgefallenn sein, werden Lanndtstenden vnderthenigklich vnnd zum glimpfflichstenn, mit warhafftigem vnnd grundtlichem bericht erzehlenn vnnd darthun, Zum drittenn, alle schadenn vnnd nachteil so wir armenn sfgl.1 vorgenommenenn Gebaws halbenn, erlittenn, vnnd thun mussenn, mit vnkost,
gebeiw vnnd andernn, vnd nachmahls mit abspannung der knechte, am Saltzsiedenn, verkeuffenn vnnd andernn sfgl. vielfaltigen furstlichenn zusagenn vnnd vertröstung, Auch dem auffgerichttenn bewilligtenn vertrage zuwiedder zu liquidiren, vnnd stuckweise darzuthun, Damit augenscheinlich gespuret, das wir aus mutwillenn |: wie wir leider bezichttiget :| sonnder aus hoher grosser vnuerderblicher2[?] nott, welches wir |: wie Gott in ewigkeit zeugnus :| lieber verhabenn,
das wir hinfuro bey dem furstlichen auffgerichttenn bewilligtenn vertrag gnedigklich geschuzet vnnd gehanndthabet pleibenn, vnnd behalttenn werden mögenn, Inn sonnderlicher betrachtung, das wir sfgl. zu gnedigem gefallenn, sfgl.
Cammernn, vnnd ganzer gemeiner Lanndtschafft zu ehrenn, nuz vnnd wolfart, so vnderthenig vnnd gutwillig, nebenn vnns in vnser wohlhergebrachtte Vetterliche Erbe zubawenn zugelassenn vnnd gewilligt habenn, Vnnd das Je beschwerlich, das wir durch anngezeigte wolthatenn, so erbermblich vnnd vnuerschuldt, in vnserm eigenen Erb vnd gute vnnd dessenn nuzunge, zu wiedder dem bewilligten vertrage, vnnd allenn anndernn theur1 erlanngtenn freyheiten vnnd gerechtigkeitenn, geirret, betrannget, beschediget, vnnd zum ewigenn verderbenn, mit weib vnnd kindt getringenn werdenn solttenn, Sonndernn das wir aller derhalbenn erlittenenn schadenn vnnd nachteils wie billich vnnd recht,
auch Innhalt des vertrags ergezett, erfrewet, vnnd erstattunge bekommen mögenn, vnnd in keine weittere noch anndere verhanndelung dem be willigten vertrage zuwiedder sich einzulassenn, oder zugewarttenn, Des in vrkundt, habenn wir obgemeltenn pfenner, die Ersamenn, vorsichtigenn Herrnn Burgermeister vnd Rath zu Allenndorff diese vnnsere Instruction zuuersieglenn gutlich gebettenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch Innhalt des vertrags ergezett, erfrewet, vnnd erstattunge bekommen mögenn, vnnd in keine weittere noch anndere verhanndelung dem be willigten vertrage zuwiedder sich einzulassenn, oder zugewarttenn, Des in vrkundt, habenn wir obgemeltenn pfenner, die Ersamenn, vorsichtigenn Herrnn Burgermeister vnd Rath zu Allenndorff diese vnnsere Instruction zuuersieglenn gutlich gebettenn,
das wir Jtztgenanttenn Burgermeister vnnd Rath vnser Stadt gemein Secret vmb gutlicher bitte willenn, doch vnns dem Rath vnd gemeyner Stadt ohnn schadenn, bey ennde dieses brieffs getruckt, bekennenn, Datum Montags post Francisci Anno 39.
Wir die vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft des Furstenthumbs zu Hessenn, Als zu dieser sachenn beschriebene, Verordennte, vnnd niedergesazte, thun hiemit offenntlich bekennenn, Nach dem sich zwischenn dem durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd herrnn, Hern Philipsenn, Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Cazennelnpogenn etc. vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Hern, ann einenn, vnnd gemeinenn pfennernn zun Sodenn bey Allenndorff anderstheils, Etliche Irrunge vnnd gebrech des Sohlschepffenns vnnd Salzkauffs halber zugetragen, Darauff dann vor vnns obgemelten geordenntenn vnnd Niedergesezten der Ritter vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessenn, allerley furbringenn, vonn Hochgemeltem vnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, auch den Gesanten gemeiner pfenner hin vnnd wiedder geschehenn, auch von wegenn hochgemelts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Hern eine Jegennclage, wieder gemeine pfenner vnnder anndernn furbracht, Vnnd wiewohl die Gesanndtenn der pfenner fur vnns den niedergesetztenn Lanndtstenden, sich in einich erkenntnus, ausserhalb dem Vertrage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWir die vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft des Furstenthumbs zu Hessenn, Als zu dieser sachenn beschriebene, Verordennte, vnnd niedergesazte, thun hiemit offenntlich bekennenn, Nach dem sich zwischenn dem durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd herrnn, Hern Philipsenn, Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Cazennelnpogenn etc.1 vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Hern, ann einenn, vnnd gemeinenn pfennernn zun Sodenn bey Allenndorff anderstheils, Etliche Irrunge vnnd gebrech des Sohlschepffenns vnnd Salzkauffs halber zugetragen, Darauff dann vor vnns obgemelten geordenntenn vnnd Niedergesezten der Ritter vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessenn, allerley furbringenn, vonn Hochgemeltem vnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, auch den Gesanten gemeiner pfenner hin vnnd wiedder geschehenn, auch von wegenn hochgemelts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Hern eine Jegennclage, wieder gemeine pfenner vnnder anndernn furbracht, Vnnd wiewohl die Gesanndtenn der pfenner fur vnns den niedergesetztenn Lanndtstenden, sich in einich erkenntnus, ausserhalb dem Vertrage,
des sich sfgl. vnnd sie gnedigklich vnnd vnnderthenigklich miteinander verglichenn habenn sollenn, einzulassenn, nach vermuge Jrer vbergebenenn Instruction zubegebenn sich beschwerdt, So habenn sie doch vf personnlich anredenn sfgl. bewilligt vnnd zugegebenn, So sich erfunde, das sfgl. [gestrichen: knechtte2] ohnne schadenn der pfenner vnnd Jrer [gestrichen: knechtte] die Sohle zuglich, vnnd miteinannder ziehen könnenn, das sie als dann, solchs vnnderthenigklich vnnd gerne gestattenn wollenn, Vnnangesehenn des vor abgeredtenn vertrags,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedes sich sfgl. vnnd sie gnedigklich vnnd vnnderthenigklich miteinander verglichenn habenn sollenn, einzulassenn, nach vermuge Jrer vbergebenenn Instruction zubegebenn sich beschwerdt, So habenn sie doch vf personnlich anredenn sfgl. bewilligt vnnd zugegebenn, So sich erfunde, das sfgl. [gestrichen: knechtte] ohnne schadenn der pfenner vnnd Jrer [gestrichen: knechtte] die Sohle zuglich, vnnd miteinannder ziehen könnenn, das sie als dann, solchs vnnderthenigklich vnnd gerne gestattenn wollenn, Vnnangesehenn des vor abgeredtenn vertrags,
vnnd zu erfahrung desselbigenn bewilliget, das etliche vonn vnns der Ritter: vnnd Lanndtschafft, solchs also zubesichtigenn, vnnd zuerkundenn verordent werdenn, Vnnd im fall da sich erfunde, das sich gedachtte Sohle, zugleich miteinannder nicht geschepfft möcht werdenn,
das als dann wir vonn der Ritter vnd Lanndtschafft, ordnung vnnd mas furnehmenn möchtten, doch ausserhalb des gemelttenn vertrags, wie gemelte Sohle ohne schadenn derselbigenn pfenner gezogen werde, damit sfgl.
Sohle schepffenn zulassenn, vnuerhindert sein, vnnd doch dasselbe ohnn der pfenner schadenn geschehenn muge, auch des Salzkauffs halbenn vor vnns den niedergesetztenn, nach verhoere, bescheidts, vnnd erkanndtnus zugewarttenn, anngenommenn vnnd eingereumbt, Dieweil aber wir die Niedergesaztenn vonn der Ritter: vnd Lanndtschafft, furtreglicher anngesehenn, vnnd Hochgedachttenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zu mehrernn gnadenn zureizenn bedacht, habenn wir vnns die sachenn annliegenn lassenn, vff sfgl. gnediges einreumenn, vnnd der gesanndtenn bewilligung, vff guetliche mittell vnnd wege bedenckenn gehapt, vnnd die den gesanndtenn gemeiner pfenner auch vorgehalttenn, Nemblich nachuolgennder gestalt, Dieweil wir vermerckenn, das noch zur zeit ann der Sohle, vnnd Demgleich oder zusammenn ziehenn kein manngell, vnnd dann Jzo im Furstennthumb ann Salz grosser manngell, das mann vff beidenn seittenn zugleich vnuerhindert, vnnd nach Jedes gelegennheit Sohle schepffte vnnd fuhrte, auch die pfenner sich gleich wie Hochgemeltter vnnser gnediger Furst vnnd Herr, mit Pumppenn vnnd Sohlkastenn, zum vorrathe vnuerzuglich geschickt vnnd gefast möchtten, Zuuersichtigklich dadurch soll vnnd werde den sachenn gerathenn, Wurde aber hernach in solchem Sohlziehen, manngell furfallenn, So solttenn vf erfordernn beyder oder eins theils, Rudolph Schennckenn, Hartmann Schleyer, Ludwig vonn Baumbach zu Rinsfort[?], Johann Norderk[?], Ludwig Koch zu Cassell, Virgilius Schwan zu Marpurgk, Hanns Scheffer zu Eschwe, vnnd Johan Stör zu Alsfeldt, vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn, sich gein Allenndorff verfugenn, grundtlich vnnd vleissigklich, solchs anngezegenn manngels, des zusammen Sohle schepffenns, oder ziehenns erkundigenn, vnnd dauon wiederumb allennthalbenn bericht ann die gemeine verordennte vonn der Lanndtschafft bringenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSohle schepffenn zulassenn, vnuerhindert sein, vnnd doch dasselbe ohnn der pfenner schadenn geschehenn muge, auch des Salzkauffs halbenn vor vnns den niedergesetztenn, nach verhoere, bescheidts, vnnd erkanndtnus zugewarttenn, anngenommenn vnnd eingereumbt, Dieweil aber wir die Niedergesaztenn vonn der Ritter: vnd Lanndtschafft, furtreglicher anngesehenn, vnnd Hochgedachttenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zu mehrernn gnadenn zureizenn bedacht, habenn wir vnns die sachenn annliegenn lassenn, vff sfgl. gnediges einreumenn, vnnd der gesanndtenn bewilligung, vff guetliche mittell vnnd wege bedenckenn gehapt, vnnd die den gesanndtenn gemeiner pfenner auch vorgehalttenn, Nemblich nachuolgennder gestalt, Dieweil wir vermerckenn, das noch zur zeit ann der Sohle, vnnd Demgleich oder zusammenn ziehenn kein manngell, vnnd dann Jzo im Furstennthumb ann Salz grosser manngell, das mann vff beidenn seittenn zugleich vnuerhindert, vnnd nach Jedes gelegennheit Sohle schepffte vnnd fuhrte, auch die pfenner sich gleich wie Hochgemeltter vnnser gnediger Furst vnnd Herr, mit Pumppenn vnnd Sohlkastenn, zum vorrathe vnuerzuglich geschickt vnnd gefast möchtten, Zuuersichtigklich dadurch soll vnnd werde den sachenn gerathenn, Wurde aber hernach in solchem Sohlziehen, manngell furfallenn, So solttenn vf erfordernn beyder oder eins theils, Rudolph Schennckenn, Hartmann Schleyer, Ludwig vonn Baumbach zu Rinsfort1[?], Johann Norderk2[?], Ludwig Koch zu Cassell, Virgilius Schwan zu Marpurgk, Hanns Scheffer zu Eschwe, vnnd Johan Stör zu Alsfeldt, vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn, sich gein Allenndorff verfugenn, grundtlich vnnd vleissigklich, solchs anngezegenn manngels, des zusammen Sohle schepffenns, oder ziehenns erkundigenn, vnnd dauon wiederumb allennthalbenn bericht ann die gemeine verordennte vonn der Lanndtschafft bringenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSohle schepffenn zulassenn, vnuerhindert sein, vnnd doch dasselbe ohnn der pfenner schadenn geschehenn muge, auch des Salzkauffs halbenn vor vnns den niedergesetztenn, nach verhoere, bescheidts, vnnd erkanndtnus zugewarttenn, anngenommenn vnnd eingereumbt, Dieweil aber wir die Niedergesaztenn vonn der Ritter: vnd Lanndtschafft, furtreglicher anngesehenn, vnnd Hochgedachttenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zu mehrernn gnadenn zureizenn bedacht, habenn wir vnns die sachenn annliegenn lassenn, vff sfgl. gnediges einreumenn, vnnd der gesanndtenn bewilligung, vff guetliche mittell vnnd wege bedenckenn gehapt, vnnd die den gesanndtenn gemeiner pfenner auch vorgehalttenn, Nemblich nachuolgennder gestalt, Dieweil wir vermerckenn, das noch zur zeit ann der Sohle, vnnd Demgleich oder zusammenn ziehenn kein manngell, vnnd dann Jzo im Furstennthumb ann Salz grosser manngell, das mann vff beidenn seittenn zugleich vnuerhindert, vnnd nach Jedes gelegennheit Sohle schepffte vnnd fuhrte, auch die pfenner sich gleich wie Hochgemeltter vnnser gnediger Furst vnnd Herr, mit Pumppenn vnnd Sohlkastenn, zum vorrathe vnuerzuglich geschickt vnnd gefast möchtten, Zuuersichtigklich dadurch soll vnnd werde den sachenn gerathenn, Wurde aber hernach in solchem Sohlziehen, manngell furfallenn, So solttenn vf erfordernn beyder oder eins theils, Rudolph Schennckenn, Hartmann Schleyer, Ludwig vonn Baumbach zu Rinsfort[?], Johann Norderk[?], Ludwig Koch zu Cassell, Virgilius Schwan zu Marpurgk, Hanns Scheffer zu Eschwe, vnnd Johan Stör zu Alsfeldt, vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn, sich gein Allenndorff verfugenn, grundtlich vnnd vleissigklich, solchs anngezegenn1 manngels, des zusammen Sohle schepffenns, oder ziehenns erkundigenn, vnnd dauon wiederumb allennthalbenn bericht ann die gemeine verordennte vonn der Lanndtschafft bringenn,
vnnd dann hierauff die partheyenn der verordennten, In nahmenn der Ritter: vnnd Lanndtschafft erkanndtnus |: doch ausserhalb des vertrags :| fernner enndtlich gewarttenn, Es sehenn auch wir die Lanndtstennde fur gut, nuze vnd notwenndige ann, das beide vnnser gnediger furst vnd herr, vnnd die pfenner, sich mit einannder vergleichenn, damit souiel muglich der vbrige flos des Salzbronnenns auch gefast, desgleichenn auch Jegenn die Werra bawen wurde, vf das souiel mehr salzes, vnnd mit wenigernn holze gesottenn möchtt werdenn, Des Salzkauffs halbenn, lest mann sich bedunckenn, vnnd ist vnnser der Landtstennde meinung, das die pfanne Salzes vor sechs guldenn, Nemblich zwenne thaler vnnd vier guldenn munze im kauffe, auch das rechte mas, Innhalt des vertrags gegeben soll werdenn,
sonnderlich dieser zeit in der theurunge, doch hernach zu bessernn Jarenn vnnd zeittenn, der gemeinen Lanndtschafft notturfft hiedurch vnnbegebenn, Vnnd so fernne die gedachtenn pfenner solche mittell vnnd furschlege annehmenn werdenn, das als dann Hochgemelte sfgl. derselbigenn furbrachte Jegennclage auch gnedigklich fallenn lassenn sollte, Damit aber beide parthey aus solchenn Irrungenn vnnd gemeinschafft gennzlichenn bracht wurdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesonnderlich dieser zeit in der theurunge, doch hernach zu bessernn Jarenn vnnd zeittenn, der gemeinen Lanndtschafft notturfft hiedurch vnnbegebenn, Vnnd so fernne die gedachtenn pfenner solche mittell vnnd furschlege annehmenn werdenn, das als dann Hochgemelte sfgl. derselbigenn furbrachte Jegennclage auch gnedigklich fallenn lassenn sollte, Damit aber beide parthey aus solchenn Irrungenn vnnd gemeinschafft gennzlichenn bracht wurdenn,
So habenn wir fur gut anngesehenn, solche mittell furzuschlagenn, dadurch sfgl. vnnd Ihnenn Erblich vnnd ewigklich zu gnediger vnnd vnnderthenniger vereinigunge geholffenn wurde, Nemblich wie die hernach gesazt werdenn,
Inenn darJegenn ein bestimpte Summa geldes, vonn einer Jedenn pfannenn Jerlich, vnnd vonn Quatempern zu Quatempern reichenn liess, mit einer namhafften Hauptsumma, wie mann derselbigenn zufriedenn werdenn möchtte abzulösenn, also das solch Salzwerck in Sodenn gannz in sfgl. hanndt kommenn möchtte, Vnd damit die pfenner vf die bezahlunge der Pension nichtt warttenn, oder darumb manen dörfftenn, So sollte ein kaste verordenet werdenn, darzu die pfenner die schlussel mit habenn solttenn, In welchenn die Winnunge, so von der pfennertheil gefielenn, vonn stundt ann verhinderunge geworffenn werdenn solttenn, vnnd zu einer Jedenn Quatemper sollte der kaste geschlossenn, vnnd einem Jedenn Pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlt werdenn, Were dann vbrig geldt, hette sfgl. dasselbe zu sich zunehmenn, manngelte darann, das muste sein furstlich G. zulegenn, Es sollte auch sfgl. die pfenner nach notturfft vnnd erkanndtnus,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteInenn darJegenn ein bestimpte Summa geldes, vonn einer Jedenn pfannenn Jerlich, vnnd vonn Quatempern zu Quatempern reichenn liess, mit einer namhafften Hauptsumma, wie mann derselbigenn zufriedenn werdenn möchtte abzulösenn, also das solch Salzwerck in Sodenn gannz in sfgl. hanndt kommenn möchtte, Vnd damit die pfenner vf die bezahlunge der Pension nichtt warttenn, oder darumb manen dörfftenn, So sollte ein kaste verordenet werdenn, darzu die pfenner die schlussel mit habenn solttenn, In welchenn die Winnunge, so von der pfennertheil gefielenn, vonn stundt ann verhinderunge geworffenn werdenn solttenn, vnnd zu einer Jedenn Quatemper sollte der kaste geschlossenn, vnnd einem Jedenn Pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlt werdenn, Were dann vbrig geldt, hette sfgl. dasselbe zu sich zunehmenn, manngelte darann, das muste sein furstlich G. zulegenn, Es sollte auch sfgl. die pfenner nach notturfft vnnd erkanndtnus,
vnnd mit zuthun der Lanndtschafft gnugsamb versichernn, vnnd ann solcher bezahlunge der Jerlichenn pension sollte sfgl. nichts verhindernn, dan alleine, Wann die Sodenn abgebranndt, verherett, oder das Salzwerck eingeworffenn vnd eingerissenn, oder der Brunne vnnd Sodenn verderbet werdenn, Als dann vnnd nicht ehr, So solttenn nach erkanndtnus der Lanndtschafft mit bezahlunge der vnnabgelöstenn Pension gannz oder zum theil nach gelegennheitt des schadenns still gehalttenn werdenn,
bis solannge solcher schade wieder erstattet oder gebessert wurde, als nemblich bis das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Sodenn wieder gebawet vnnd vfgerichttet hettenn, oder bis das der Bronn wieder gemacht wurde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verhinde=runge — wohl vnuerhinderunge, so geschrieben
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebis solannge solcher schade wieder erstattet oder gebessert wurde, als nemblich bis das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Sodenn wieder gebawet vnnd vfgerichttet hettenn, oder bis das der Bronn wieder gemacht wurde,
aber die abgelöstenn pfenner soltenn solchs schadens halben nicht zuthun habenn, Ob auch einicher oder mehr pfenner were der sein Hauptgeldt habenn woltte, vnnd das sfgl. ein Jar zuuor vfkundigte, So solte sein F.
G. als dann zu ausgannge des Jars das Heuptgeldt zubezahlenn schuldigk sein, doch also das sfgl. vf ein Jare vber zwannzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Ingleichnus, Wann sfgl. eine oder mehr pfannenn ablösenn will, Soll sie dasselbe auch ein Jar zuuor, dem oder den so die pfanne zustehet vffzukundigenn verpflicht sein, Hierbey nus1 bedacht werdenn, das die pfannenn so offt nicht siedenn könnenn der feyer, fegung der pfannenn vnnd flude2, auch annder vhrsach halbenn, vnnd das sfgl. alle Schlies halttenn, vnnd viel ferirkell3 stehenn muste, Item, Das noch ann vnnd vmb Sodenn viel grosse gebewde geschehenn mussenn, vnnd solche pennsion vnnd Heuptsummen dermassenn gesazt werdenn, das es sfgl. zuerleiden wer, dann Je die Pfenner, so sie darann etwas gewanndt, darJegenn auch einenn mercklichenn dapffernn vnd grossen nuz wiederumb empfanngenn vnnd eingenommenn habenn, Item Jegenn die zweyhundert guldenn, so vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jerlich bezahlt werden, Herrngeldt vnnd annders was sfgl. in Sodenn hatt, sollenn sein f. gl. die newe gebawete Bodenn frey zugestelt werdenn, ohne bezahlung einicher pension, oder einiches Heuptgeldes, auch mustenn die pfenner Ire pfannenntheil Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn, Dieweil aber die Gesanndtenn der gemeinenn pfenner vnnder anndern sich vernehmenn habenn lassenn, das ihr habennder gewaltt, instruction vnnd beuelch sich dahin nit erstreckenn thut, das sie sich hinder den anndern Irenn mitpfennernn, welcher ein gute annzahl, vnnd in vielenn Lanndenn gesessenn sein soll, In etwas enndtlich oder gutlich zubegebenn, oder einzulassenn, Habenn sie begeret bey vielhochgemeltenn Vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn vn derthenigklichenn zuerlanngenn, das Inenn solche furgeschlagene mittell zugestelt, vnnd einen Monat lanng frist vergönnet vnnd gegebenn werde, solche gutliche mittell ann anndere gemeine pfenner auch gelanngenn zulassenn, Inn hoffnung sie woltten berurter zeit der guete halber sich dermassenn in anntwort vernehmenn lassenn, das sfgl. darab nit ein vngnedigs gefallenn habenn soltte, Welchenn bedacht wir Ihnen auch vf gnediges zulassenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn also vergönnet vnnd gestattet habenn, Doch dergestalt, das in mitler zeit, Nach dem hochgemelter vnnser gnediger furst vnnd herr die zehenn alb. vber die zwene thaler vnd vier guldenn ann Munz, damit ein Jede pfanne Salzs vermuge des vertrags bezahlt soll werdenn, abgethan vnnd vfgehabenn, die pfanne Salzes vermuge des vertrags allein mit zweyenn thalernn vnnd vier guldenn Munz gekaufft vnnd bezahlt werdenn soll, Vnnd sollenn die pfenner, wes sie sich auff dis mittell endtlich zuthun oder zulassenn enndtschliessenn werdenn, in obbestimptter Monattsfrist hochgemelttenn vnnserm gnedigem Furstenn vnnd Herrnn in schrifftenn, oder durch werbennde Bottschafft, verstenndigenn, damit s. f. gl. sich kegenn[?] Ihnenn hierauff des gemütts auch zuuernehmenn lassenn habenn müge, Wo aber sich die Pfenner die furgeschlagene mittell in obenanngezeigtter zeit, vnnd sonnderlich die mittell vom Saltzkauffe meldennde, nit annehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. als dann zu ausgannge des Jars das Heuptgeldt zubezahlenn schuldigk sein, doch also das sfgl. vf ein Jare vber zwannzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Ingleichnus, Wann sfgl. eine oder mehr pfannenn ablösenn will, Soll sie dasselbe auch ein Jar zuuor, dem oder den so die pfanne zustehet vffzukundigenn verpflicht sein, Hierbey nus bedacht werdenn, das die pfannenn so offt nicht siedenn könnenn der feyer, fegung der pfannenn vnnd flude, auch annder vhrsach halbenn, vnnd das sfgl. alle Schlies halttenn, vnnd viel ferirkell stehenn muste, Item, Das noch ann vnnd vmb Sodenn viel grosse gebewde geschehenn mussenn, vnnd solche pennsion vnnd Heuptsummen dermassenn gesazt werdenn, das es sfgl. zuerleiden wer, dann Je die Pfenner, so sie darann etwas gewanndt, darJegenn auch einenn mercklichenn dapffernn vnd grossen nuz wiederumb empfanngenn vnnd eingenommenn habenn, Item Jegenn die zweyhundert guldenn, so vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jerlich bezahlt werden, Herrngeldt vnnd annders was sfgl. in Sodenn hatt, sollenn sein f. gl. die newe gebawete Bodenn frey zugestelt werdenn, ohne bezahlung einicher pension, oder einiches Heuptgeldes, auch mustenn die pfenner Ire pfannenntheil Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn, Dieweil aber die Gesanndtenn der gemeinenn pfenner vnnder anndern sich vernehmenn habenn lassenn, das ihr habennder gewaltt, instruction vnnd beuelch sich dahin nit erstreckenn thut, das sie sich hinder den anndern Irenn mitpfennernn, welcher ein gute annzahl, vnnd in vielenn Lanndenn gesessenn sein soll, In etwas enndtlich oder gutlich zubegebenn, oder einzulassenn, Habenn sie begeret bey vielhochgemeltenn Vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn vn derthenigklichenn zuerlanngenn, das Inenn solche furgeschlagene mittell zugestelt, vnnd einen Monat lanng frist vergönnet vnnd gegebenn werde, solche gutliche mittell ann anndere gemeine pfenner auch gelanngenn zulassenn, Inn hoffnung sie woltten berurter zeit der guete halber sich dermassenn in anntwort vernehmenn lassenn, das sfgl. darab nit ein vngnedigs gefallenn habenn soltte, Welchenn bedacht wir Ihnen auch vf gnediges zulassenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn also vergönnet vnnd gestattet habenn, Doch dergestalt, das in mitler zeit, Nach dem hochgemelter vnnser gnediger furst vnnd herr die zehenn alb. vber die zwene thaler vnd vier guldenn ann Munz, damit ein Jede pfanne Salzs vermuge des vertrags bezahlt soll werdenn, abgethan vnnd vfgehabenn, die pfanne Salzes vermuge des vertrags allein mit zweyenn thalernn vnnd vier guldenn Munz gekaufft vnnd bezahlt werdenn soll, Vnnd sollenn die pfenner, wes sie sich auff dis mittell endtlich zuthun oder zulassenn enndtschliessenn werdenn, in obbestimptter Monattsfrist hochgemelttenn vnnserm gnedigem Furstenn vnnd Herrnn in schrifftenn, oder durch werbennde Bottschafft, verstenndigenn, damit s. f. gl. sich kegenn[?] Ihnenn hierauff des gemütts auch zuuernehmenn lassenn habenn müge, Wo aber sich die Pfenner die furgeschlagene mittell in obenanngezeigtter zeit, vnnd sonnderlich die mittell vom Saltzkauffe meldennde, nit annehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. als dann zu ausgannge des Jars das Heuptgeldt zubezahlenn schuldigk sein, doch also das sfgl. vf ein Jare vber zwannzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Ingleichnus, Wann sfgl. eine oder mehr pfannenn ablösenn will, Soll sie dasselbe auch ein Jar zuuor, dem oder den so die pfanne zustehet vffzukundigenn verpflicht sein, Hierbey nus bedacht werdenn, das die pfannenn so offt nicht siedenn könnenn der feyer, fegung der pfannenn vnnd flude, auch annder vhrsach halbenn, vnnd das sfgl. alle Schlies halttenn, vnnd viel ferirkell stehenn muste, Item, Das noch ann vnnd vmb Sodenn viel grosse gebewde geschehenn mussenn, vnnd solche pennsion vnnd Heuptsummen dermassenn gesazt werdenn, das es sfgl. zuerleiden wer, dann Je die Pfenner, so sie darann etwas gewanndt, darJegenn auch einenn mercklichenn dapffernn vnd grossen nuz wiederumb empfanngenn vnnd eingenommenn habenn, Item Jegenn die zweyhundert guldenn, so vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jerlich bezahlt werden, Herrngeldt vnnd annders was sfgl. in Sodenn hatt, sollenn sein f. gl. die newe gebawete Bodenn frey zugestelt werdenn, ohne bezahlung einicher pension, oder einiches Heuptgeldes, auch mustenn die pfenner Ire pfannenntheil Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn, Dieweil aber die Gesanndtenn der gemeinenn pfenner vnnder anndern sich vernehmenn habenn lassenn, das ihr habennder gewaltt, instruction vnnd beuelch sich dahin nit erstreckenn thut, das sie sich hinder den anndern Irenn mitpfennernn, welcher ein gute annzahl, vnnd in vielenn Lanndenn gesessenn sein soll, In etwas enndtlich oder gutlich zubegebenn, oder einzulassenn, Habenn sie begeret bey vielhochgemeltenn Vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn vn derthenigklichenn zuerlanngenn, das Inenn solche furgeschlagene mittell zugestelt, vnnd einen Monat lanng frist vergönnet vnnd gegebenn werde, solche gutliche mittell ann anndere gemeine pfenner auch gelanngenn zulassenn, Inn hoffnung sie woltten berurter zeit der guete halber sich dermassenn in anntwort vernehmenn lassenn, das sfgl. darab nit ein vngnedigs gefallenn habenn soltte, Welchenn bedacht wir Ihnen auch vf gnediges zulassenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn also vergönnet vnnd gestattet habenn, Doch dergestalt, das in mitler zeit, Nach dem hochgemelter vnnser gnediger furst vnnd herr die zehenn alb. vber die zwene thaler vnd vier guldenn ann Munz, damit ein Jede pfanne Salzs vermuge des vertrags bezahlt soll werdenn, abgethan vnnd vfgehabenn, die pfanne Salzes vermuge des vertrags allein mit zweyenn thalernn vnnd vier guldenn Munz gekaufft vnnd bezahlt werdenn soll, Vnnd sollenn die pfenner, wes sie sich auff dis mittell endtlich zuthun oder zulassenn enndtschliessenn werdenn, in obbestimptter Monattsfrist hochgemelttenn vnnserm gnedigem Furstenn vnnd Herrnn in schrifftenn, oder durch werbennde Bottschafft, verstenndigenn, damit s. f. gl. sich kegenn[?] Ihnenn hierauff des gemütts auch zuuernehmenn lassenn habenn müge, Wo aber sich die Pfenner die furgeschlagene mittell in obenanngezeigtter zeit, vnnd sonnderlich die mittell vom Saltzkauffe meldennde, nit annehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. als dann zu ausgannge des Jars das Heuptgeldt zubezahlenn schuldigk sein, doch also das sfgl. vf ein Jare vber zwannzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Ingleichnus, Wann sfgl. eine oder mehr pfannenn ablösenn will, Soll sie dasselbe auch ein Jar zuuor, dem oder den so die pfanne zustehet vffzukundigenn verpflicht sein, Hierbey nus bedacht werdenn, das die pfannenn so offt nicht siedenn könnenn der feyer, fegung der pfannenn vnnd flude, auch annder vhrsach halbenn, vnnd das sfgl. alle Schlies halttenn, vnnd viel ferirkell stehenn muste, Item, Das noch ann vnnd vmb Sodenn viel grosse gebewde geschehenn mussenn, vnnd solche pennsion vnnd Heuptsummen dermassenn gesazt werdenn, das es sfgl. zuerleiden wer, dann Je die Pfenner, so sie darann etwas gewanndt, darJegenn auch einenn mercklichenn dapffernn vnd grossen nuz wiederumb empfanngenn vnnd eingenommenn habenn, Item Jegenn die zweyhundert guldenn, so vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jerlich bezahlt werden, Herrngeldt vnnd annders was sfgl. in Sodenn hatt, sollenn sein f. gl. die newe gebawete Bodenn frey zugestelt werdenn, ohne bezahlung einicher pension, oder einiches Heuptgeldes, auch mustenn die pfenner Ire pfannenntheil Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn, Dieweil aber die Gesanndtenn der gemeinenn pfenner vnnder anndern sich vernehmenn habenn lassenn, das ihr habennder gewaltt, instruction vnnd beuelch sich dahin nit erstreckenn thut, das sie sich hinder den anndern Irenn mitpfennernn, welcher ein gute annzahl, vnnd in vielenn Lanndenn gesessenn sein soll, In etwas enndtlich oder gutlich zubegebenn, oder einzulassenn, Habenn sie begeret bey vielhochgemeltenn Vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn vn derthenigklichenn zuerlanngenn, das Inenn solche furgeschlagene mittell zugestelt, vnnd einen Monat lanng frist vergönnet vnnd gegebenn werde, solche gutliche mittell ann anndere gemeine pfenner auch gelanngenn zulassenn, Inn hoffnung sie woltten berurter zeit der guete halber sich dermassenn in anntwort vernehmenn lassenn, das sfgl. darab nit ein vngnedigs gefallenn habenn soltte, Welchenn bedacht wir Ihnen auch vf gnediges zulassenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn also vergönnet vnnd gestattet habenn, Doch dergestalt, das in mitler zeit, Nach dem hochgemelter vnnser gnediger furst vnnd herr die zehenn alb. vber die zwene thaler vnd vier guldenn ann Munz, damit ein Jede pfanne Salzs vermuge des vertrags bezahlt soll werdenn, abgethan vnnd vfgehabenn, die pfanne Salzes vermuge des vertrags allein mit zweyenn thalernn vnnd vier guldenn Munz gekaufft vnnd bezahlt werdenn soll, Vnnd sollenn die pfenner, wes sie sich auff dis mittell endtlich zuthun oder zulassenn enndtschliessenn werdenn, in obbestimptter Monattsfrist hochgemelttenn vnnserm gnedigem Furstenn vnnd Herrnn in schrifftenn, oder durch werbennde Bottschafft, verstenndigenn, damit s. f. gl. sich kegenn1[?] Ihnenn hierauff des gemütts auch zuuernehmenn lassenn habenn müge, Wo aber sich die Pfenner die furgeschlagene mittell in obenanngezeigtter zeit, vnnd sonnderlich die mittell vom Saltzkauffe meldennde, nit annehmenn,
noch in anndere wege mit s. f. gl. vergleichenn vnnd enndtscheiden wurdenn So habenn wir Inenn diesenn bescheidt, mit Irer verwilligung gegebenn, das als dann beiderseitts Ir f. gl. vnnd gemeine Pfenner vonn Allenndorff, oder aber hierzu geuolmechttige anwalde vff schirstkommendenn Mitwochenn nach Catharine zu Marpurgk vor Stadthalter vnnd Burgermeister vnnd Rathe erscheinen, vnnd den vonn vnns den mit der gesetztenn vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft gefastenn vnnd verschlossenen bescheidt zu publiciren vnnd eröffenen anhörenn sollen, vnnd dem vonn beidenn theilenn ohne alle appellation gelebt werden, In dem, Im fall, das solche mittell vom Saltzkauff meldende, nicht anngenommenn, noch die Irrunge in der guete hingelegt werdenn woltte Damit dann die obanngezeigte Jegennklage auch Irenn schleunigenn fortganng |: ob vnnser gnediger Furst vnnd Herr woltte :| gewinne vnnd erreichtte, So habenn wir etliche Commissarien, mit nahmenn, Herrnn Jorgenn Nußpickernn, Ludwig Hochenn Burgermeister zu Cassell, vnnd Wigandt Lutzenn Gerichtschreiber als Commissarien samptlich vnnd sonnderlich dargebenn, vnnd geordenett, vor welch zu Cassell gemeine Pfenner zu Allenndorff vff die furgebrachtte Jegennclage, mit Irem notturfftigenn einpringk volnfahrenn, vnnd also beiderseitts vor denselbenn mitt beschlus der ganntzenn sachenn, bis zum enndtlichenn vrtheil furgeschrittenn, vnnd gehandelt werdenn, vnnd darnach vonn beiderseitts nidergesetztenn, vermuge des vertrags enndtlich erkanndtnus geschehenn soll, Wir habenn auch furtter vnnserm gnedigenn Herrnn, des vfgeschüttenn Saltzes halbenn, der wegenn s. f. gl. eines masses,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenoch in anndere wege mit s. f. gl. vergleichenn vnnd enndtscheiden wurdenn So habenn wir Inenn diesenn bescheidt, mit Irer verwilligung gegebenn, das als dann beiderseitts Ir f. gl. vnnd gemeine Pfenner vonn Allenndorff, oder aber hierzu geuolmechttige anwalde vff schirstkommendenn Mitwochenn nach Catharine zu Marpurgk vor Stadthalter vnnd Burgermeister vnnd Rathe erscheinen, vnnd den vonn vnns den mit der gesetztenn vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft gefastenn vnnd verschlossenen bescheidt zu publiciren vnnd eröffenen anhörenn sollen, vnnd dem vonn beidenn theilenn ohne alle appellation gelebt werden, In dem, Im fall, das solche mittell vom Saltzkauff meldende, nicht anngenommenn, noch die Irrunge in der guete hingelegt werdenn woltte Damit dann die obanngezeigte Jegennklage auch Irenn schleunigenn fortganng |: ob vnnser gnediger Furst vnnd Herr woltte :| gewinne vnnd erreichtte, So habenn wir etliche Commissarien, mit nahmenn, Herrnn Jorgenn Nußpickernn, Ludwig Hochenn Burgermeister zu Cassell, vnnd Wigandt Lutzenn Gerichtschreiber als Commissarien samptlich vnnd sonnderlich dargebenn, vnnd geordenett, vor welch zu Cassell gemeine Pfenner zu Allenndorff vff die furgebrachtte Jegennclage, mit Irem notturfftigenn einpringk volnfahrenn, vnnd also beiderseitts vor denselbenn mitt beschlus der ganntzenn sachenn, bis zum enndtlichenn vrtheil furgeschrittenn, vnnd gehandelt werdenn, vnnd darnach vonn beiderseitts nidergesetztenn, vermuge des vertrags enndtlich erkanndtnus geschehenn soll, Wir habenn auch furtter vnnserm gnedigenn Herrnn, des vfgeschüttenn Saltzes halbenn, der wegenn s. f. gl. eines masses,
wie das ausgemessenn werdenn soll zu machen begert, vnnser vnnderthenig bedennckenn angezeigt, auch darauff s. f. gl. gnedig anntwortt enndtpfangen, dabey wir es dieser zeit auch pleibenn lassenn, vnnd so darzu zuuerordenenn vonn nötenn ist, Als dann darzu Rudolff Schennckenn, Balthasar Diedenn, vnnd die beide Burgermeister zu Cassell vnnd Eschwech, bey solcher Eiche des masses zu sein, vonn der Lanndtschafft wegenn verordenet, Inn zuuersicht, sie werdenn dem also nachkommenn, Zu vrkunde seindt dieser verabschiedungs brieue zwene gleichs lauts gemacht, dero einer vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, vnnd der ander den gemeinenn Pfennernn zum Sodenn bey Allenndorff, zugestellet, vnnd vonn vnns Jörgenn vonn Kolmetschenn, vnnd Hermann vonn der Malspurgk, vonn wegenn der vonn der Ritterschafft,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewie das ausgemessenn werdenn soll zu machen begert, vnnser vnnderthenig bedennckenn angezeigt, auch darauff s. f. gl. gnedig anntwortt enndtpfangen, dabey wir es dieser zeit auch pleibenn lassenn, vnnd so darzu zuuerordenenn vonn nötenn ist, Als dann darzu Rudolff Schennckenn, Balthasar Diedenn, vnnd die beide Burgermeister zu Cassell vnnd Eschwech, bey solcher Eiche des masses zu sein, vonn der Lanndtschafft wegenn verordenet, Inn zuuersicht, sie werdenn dem also nachkommenn, Zu vrkunde seindt dieser verabschiedungs brieue zwene gleichs lauts gemacht, dero einer vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, vnnd der ander den gemeinenn Pfennernn zum Sodenn bey Allenndorff, zugestellet, vnnd vonn vnns Jörgenn vonn Kolmetschenn, vnnd Hermann vonn der Malspurgk, vonn wegenn der vonn der Ritterschafft,
vnnd vonn vnns Burgermeister vnnd Rath alhie zu Cassell, als vonn wegenn dero vonn den Stedtenn vns Irer bitt willenn, Doch vns vnnsernn Erbenn vnnd nachkommenn ohne schadenn, mit vnnsernn Ringkpitschirenn, vnnd gemeinem Stadt Siegill versieglet wordenn, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell, am Sonntage nach Galli Anno 1539 In sachenn der furgefallenn Irrunge des Saltzkauffts halber,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd vonn vnns Burgermeister vnnd Rath alhie zu Cassell, als vonn wegenn dero vonn den Stedtenn vns Irer bitt willenn, Doch vns vnnsernn Erbenn vnnd nachkommenn ohne schadenn, mit vnnsernn Ringkpitschirenn, vnnd gemeinem Stadt Siegill versieglet wordenn, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell, am Sonntage nach Galli Anno 1539 In sachenn der furgefallenn Irrunge des Saltzkauffts halber,
zwischenn dem durchleuchtigenn Hochgebornen Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn Vnnserm gnedigenn Herrnn vnnd Furstenn, eins, vnnd den gemeynenn Pfennernn zu Allenndorff in Sodenn anndertheils,
Erkennenn vnnd bescheidenn die hierinndenn benente nidergesetztenn vonn der Ritter: vnnd Lanndtschafft des Furstennthumbs zu Hessenn, vff gethane klage, anntwort, furgelegtenn vertrage hieuor durch S.
G. vnnd Partheyenn genommenn Proba, vnnd alles annder mündtliches vnnd schrifftliches beider theil furtragenn, auch vff geschene bewilligung vnnd nach gestaltenn sachenn, das vff der Pfenner begerenn, das kauffgeldt, vor ein pfanne Saltzes, als die vier thaler vnnd zwene guldenn Muntz, zehenn alb, noch zur zeitt vonn gemeiner Lanndtschafft wegenn nicht zubewilligenn sey, Sonnder solle bey dem kauffgelde nemblich zweyenn thalernn vnnd vier güldenn muntz,
laut des vertrags nachmahls pleibenn, Vonn wegenn Jorgenn vonn Kolmetsch vnnd aus seinem geheis, hab Ich Rudolff Schennck dis vnnderschrieben, Hermann vonn der Malspurgk, Rudolff Schennck, Johann Riedesell Erbmarschalck,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitelaut des vertrags nachmahls pleibenn, Vonn wegenn Jorgenn vonn Kolmetsch vnnd aus seinem geheis, hab Ich Rudolff Schennck dis vnnderschrieben, Hermann vonn der Malspurgk, Rudolff Schennck, Johann Riedesell Erbmarschalck,
Mertin Koch Burgermeister Hanns Scheffer Annthonius Schombach Burgermeister zu Alsfeldt Johann Scherer, Henrich Bodennhausenn zu Grebennstein, Johann Dithmar zu Grebennstein, Jost Geiltz zu Wolffhagenn Ludewigk Boddicker1, Cuntz Scheybe, } vonn Nidda, Hanns Wentzell } Dis Vrtheil ist wie sich gepürt, Inn Jegennwerttigkeit hochermeltes vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrn geschicktenn volmechtigenn anwalde,
vnnd in vnngehorsambs ausenpleibenn der Pfenner vf letzlichen zu Cassell genommenen vnnd bewilligtenn Abschiedt, eroffent vnnd ausgesprochenn, Des zu vhrkunde habenn wir Jörge vonn Kolmetsch Stadthaltter annder Lohn,
Burgermeister vnnd Raths der Stadtt Marpurgk obgenanndt vnnser Ringkpietschafft vnd Inngesiegell hierauff getruckt, Geschehenn vnnd gebenn am Mittwochenn nach Catharine, anno Domini 1539.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBurgermeister vnnd Raths der Stadtt Marpurgk obgenanndt vnnser Ringkpietschafft vnd Inngesiegell hierauff getruckt, Geschehenn vnnd gebenn am Mittwochenn nach Catharine, anno Domini 1539.
Seit Sonntags nach Seueri Anno 39. seinde Gemeine Pfenner, zu Allenndorff vff dem Rathause beyeinander versamblet gewesenn, vnnd habenn nach bewegung allerley vor nutz vnnd notwendigk anngesehenn, vnd beuohlenn, das alle auslenndische Pfenner auff den Mittwochenn nach Omnium Sanctorum einzukommenn,
Dem Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn Vnnserm gnedigenn Herrnn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst, E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDem Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn Vnnserm gnedigenn Herrnn, Durchleuchtiger Hochgebornner Furst, E.
G. seinde Vnsere pflichtwillige gehorsame diennste zuuor, Gnediger Herr, zu hinlegunge Itziger vnnd kunfftiger Irrunge vnd misuerstennde, so sich zwischenn E.
G. vnnd vnns den gemeinenn Pfennernn erhabenn, vnnd kunfftigk erhebenn möchttenn, Habenn wir vnns semptlich, beide Inn: vnnd auslenndische Pfenner vff die gethanenn vnnd vbergebene furschlege Im abschiedt Sambstages nach Galli gegebenn, verleibt,
einmütiglich vnnd nebenn dem anngehanngenenn durch der Ritter vnd Lanndtschafft, ausspruch, Wo die nicht annzunehmen, als dann durch vnns anndere der sache dienlich furzuschlagenn, enndtschlossenn, vnnd vereiniget, Damit Je nicht E.
G. frommenn weniger gemeinen nutz dieses Furstennthumbs verhinderenn, sonndern wo solches mit fuglichenn wegenn, ohne vnnsern verderblichenn schadenn geschehenn könntte, Je als die getreuenn vnnderthanenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. frommenn weniger gemeinen nutz dieses Furstennthumbs verhinderenn, sonndern wo solches mit fuglichenn wegenn, ohne vnnsern verderblichenn schadenn geschehenn könntte, Je als die getreuenn vnnderthanenn,
G. vnnd auch vns dienen möchttenn, ohnne vorgehennde Caution, wo sie Irenn fortganngk nicht, des wir vnns doch nicht versehen1[?] wollenn, wo sie annders vonn E.
G. recht bedachtt, erreichenn möchttenn, so naw in der eyle nicht dargethann, vnnd enndtlichenn gehanndelt vnnd geschlossenn mögenn werdenn, vnnd die zeitt in welcher die Pfenner gegebenenn abschiedt nach,
enndtwedder der verfastenn Rechtfertigung zu volgenn, oder aber in die vorgeschlagene oder annder mittell Innhaltts dem abschiede zu willigen fast kurtz, So bittenn die Pfenner ganntz vnndertheniglich, E.
G. wollenn vor erst der sache zu gutt, solche frist in welcher die bewilligung geschehenn, oder aber rechtlich procedirt werdenn soll, zwenn Monatt oder zum wenigstenn die zeitt vnnd weyl wir der vorgeschlagenenn mittell halbenn, mitt E.
G. in handelung stehenn, verruckenn vnnd ruhenn lassenn, dabenebenn vns Pfenner mit einem gepurlichenn vnd gnugsamenn Reuersal gnediglichenn versehenn, das die vorgeschlagene mittell vnns nicht nachteiligk, oder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrag zuwidder sein, Sonndernn das derselbige allenthalben in seinem werth, vnnd vnvfgehabenn genntzlich pleibenn solle,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. in handelung stehenn, verruckenn vnnd ruhenn lassenn, dabenebenn vns Pfenner mit einem gepurlichenn vnd gnugsamenn Reuersal gnediglichenn versehenn, das die vorgeschlagene mittell vnns nicht nachteiligk, oder dem vfgerichttenn Furstlichenn vertrag zuwidder sein, Sonndernn das derselbige allenthalben in seinem werth, vnnd vnvfgehabenn genntzlich pleibenn solle,
auch das es im Saltzsiedenn vnnd verkauffenn, zu forderung gemeiner Lanndtschafft dem vertrage gemes gehalttenn werde, gnediglich verschaffen, bisolanng das ein annder wegk enndtschlossenn, volnzogenn, versieglet, geliefert, vnnd vonn allenn theilenn anngenommenn, vnnd damit solchs desto bequemer geschehenn, vnnd E.
G. eigener personn vnbeschweret, weniger mit der hanndellung enndtrust werdenn möchtte, vnnd doch eines Jedenn notturfft gehort, vnnd dem vertrage vnnachtteiligk zu gutenn wegenn, damit die zwey Saltzwergk samptlich oder vnnderschiedenntlich, E.
G. wolle zu der behuff vnnpartheysche Furstenn, oder aber personenn vonn Vniuersitetenn oder Stedtenn die zwischenn E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. wolle zu der behuff vnnpartheysche Furstenn, oder aber personenn vonn Vniuersitetenn oder Stedtenn die zwischenn E.
G. in vnnderthenigkeit thun werdenn, annzeigtenn, gnediglich gönnenn vnnd gebenn, ob durch dieselbige vnnd beiderseitts gethane furschlege, gesucht vnnd verhanndelt könntte werdenn, das E.
G. derenn Lanndt vnnd Leutenn, auch gemeinenn Pfennernn forderlich vnnd durch diese hanndelung in anndere wege geschrittenn werdenn möchtte, Welche wir vermutlichenn so sie troffenn, desto stadtlicher vnnd grundtlicher dem vnverstenndigenn hauffenn gemeiner Pfenner vorzuhaltenn, sie zuberichttenn,
vnnd fernner mit Irer aller bewilligung enndtlichenn durch die vnnderhenndtler zuschliessenn hettenn, dardurch alle misuerstennde, schadenn vnnd vnnlust, so teglich Je mehr vnnd mehr Innreissenn möchttenn, zu ewigenn tagenn verhüetet, vnnd zu friedt abgethann möchttenn werdenn, vnnd wo solches allennthalbenn, wie gebettenn, E.
G. gnediglich ruthenn1[?] bedachtt, Bittenn die Pfenner, nach gegebenem gepettenem Reuersal einenn tagk vnnd gelegene Stedte zuernennenn, die vnnderhanndtler anzuzeigenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gnediglich ruthenn[?] bedachtt, Bittenn die Pfenner, nach gegebenem gepettenem Reuersal einenn tagk vnnd gelegene Stedte zuernennenn, die vnnderhanndtler anzuzeigenn,
dergleichenn den Pfennernn auch etzliche darzu zugebenn gnediglich vergönnenn, die, wie gemelt, die sachenn, doch dem vertrage vnnachteiligk, vnnderhanndtlenn mögenn, Das wir vff gegebenenn abscheidt habenn E.
G. vnnderthenige Pfenner des Saltzwergks vor Allenndorff an der Werra / Instruction vnnd Beuelch gemeiner Pfenner so sie etzlichenn Ihrenn mit Pfennernn darinnen benenndt, vf furschlege vnnd anndere mittell Ihnen annehmlich, bleib zuhabenn, vnnd zugedencktenn gegebenn, durch welche dem furstenn Ihr anntheil Saltzwergk, vmb ein Erbliche pension oder sonnst zuzustellen werde, ob es vonn f.gl. gefoddert, vnnd durch vnnpartheische hanndtler mochtte oder woltte, verhanndtlet werden Zuwissenn, Nachdem vff Iungst gehaltenem tage zu Cassell, dinstags post Dionisij Anno [et]c 39, vnnd gegebenem auch bewilligtem abscheide der pfenner, Sambstags post Galli, so daselbst gewesenn, vnnder anndernn verlassenn, das sie solchem abschiedt, vnnd gethanem vorschlag der Ritter vnnd Lanndtschafft, vor Ire personn, vnnd ohn zuthun der anndernn mitpfenner, so sie gesanndt, enndtlich anntwort, oder sich in Ichts zubegebenn, zuwiedder der gegebenenn Instruction nicht zumechttigenn gewust,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnderthenige Pfenner des Saltzwergks vor Allenndorff an der Werra / Instruction vnnd Beuelch gemeiner Pfenner so sie etzlichenn Ihrenn mit Pfennernn darinnen benenndt, vf furschlege vnnd anndere mittell Ihnen annehmlich, bleib zuhabenn, vnnd zugedencktenn gegebenn, durch welche dem furstenn Ihr anntheil Saltzwergk, vmb ein Erbliche pension oder sonnst zuzustellen werde, ob es vonn f.gl. gefoddert, vnnd durch vnnpartheische hanndtler mochtte oder woltte, verhanndtlet werden Zuwissenn, Nachdem vff1 Iungst gehaltenem tage zu Cassell, dinstags post Dionisij Anno [et]c 39, vnnd gegebenem auch bewilligtem abscheide der pfenner, Sambstags post Galli, so daselbst gewesenn, vnnder anndernn verlassenn, das sie solchem abschiedt, vnnd gethanem vorschlag der Ritter vnnd Lanndtschafft, vor Ire personn, vnnd ohn zuthun der anndernn mitpfenner, so sie gesanndt, enndtlich anntwort, oder sich in Ichts zubegebenn, zuwiedder der gegebenenn Instruction nicht zumechttigenn gewust,
sonndernn in Monattsfrist, vnnd mitler zeitt, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, was Inenn in dem zu willigenn, oder nachzugebenn, vnnd zuthun sein will, schrifftliche oder durch mundtliche werbung, vnnderthenig annzeigenn wollenn, So habenn sich Gemeine pfenner Zeut2[?] Donnerstags post omnium Sanctorum vff dieselbige gethane vorschlege, vnnd genommenen abschiedt zubedennckenn, beschriebenn, vnnd nach verlesung derselbigenn, einmutiglich enndtschlossenn, bey dem Furstlichenn vfgerichten vertrage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesonndernn in Monattsfrist, vnnd mitler zeitt, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, was Inenn in dem zu willigenn, oder nachzugebenn, vnnd zuthun sein will, schrifftliche oder durch mundtliche werbung, vnnderthenig annzeigenn wollenn, So habenn sich Gemeine pfenner Zeut[?] Donnerstags post omnium Sanctorum vff dieselbige gethane vorschlege, vnnd genommenen abschiedt zubedennckenn, beschriebenn, vnnd nach verlesung derselbigenn, einmutiglich enndtschlossenn, bey dem Furstlichenn vfgerichten vertrage,
Welcher sich annfehet N. vnnd N. endet sich mit den worttenn N. zuberuhenn, keines wegs sich annders dann mit gewalt oder recht dauon dringenn zulassenn, Damit aber desto weniger mit der vorschlage der Ritter vnd Lanndtschafft,
welche den pfennernn keines wegs, vnnd das aus mancherley bedennckenn, nicht annzunehmen, sonnder annder mittell vnnd wege Ires achttenns zu vfhebung aller vorgefallener vnnd zukunfftiger ewiger Irrunge vnnd hinlegung vermutlicher vngnade, auch forderung f.gl.
Cammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn1, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt2 werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit2, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler1[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff3 mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing1 annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall2 zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn3 solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCammernn vnnd mehrung gemeines nutzenn, dienenn sollenn, zudem vnnd damit hinfurter |: wie Inn leyder Gott geklagtt :| ohne einige verkhrsachenn, wo die warheit belernet vnnd besichtiget, mitgesagtt werdenn mochtte, die pfenner göntenn f.gl. nit, was Ihnenn Gott gönne, sonndernn stundenn darnach f.gl. vnnd auch sich selbst zu merck lichenn schadenn zuuerhindernn, Habenn hierumb dieweil die pfenner samptlich stetigs also mit schwerenn vnnkostenn, bey einannder nit sein mogenn, einmutiglich etliche vorschlege, die sie vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn nachuolgennder weise anzutragenn, vnnd sich derhalbenn, ob es wege haben mochte, Iedoch in alwegenn hiermit aus dem auffgerichtenn vertrage nit geschrittenn, darüonn sie auch offenntlich protestiren, vnnd die so solches vonn Irer aller wegen thun sollenn verordnet, Nemblich Johann Niedenstein, Johann Casselmann, als Saltzgrebenn, darneben Johann Schaffnit, Johann Stein, Geißler Schwanflugell, Heinz Meinhardt, Georgenn freundt, Michael Niegenrodt, Gabriel Sausler[?], vnnd Georg Dieffridt, wie volgett, Erstlich, sollenn sie sich freundtlich vnnderredenn, vff mittell vnnd wege denckenn, ob es nutzlicher vnnd bequemlicher sey f.gl. mundtlich oder schrifftlich zubesuchen, vnnd dermassenn zubittenn, dieweil sie in alle wege f.gl. frommenn vnnd nutzenn, ohn Irenn hohenn schaden zusuchenn willigk, vnnd sich Irenn eidenn vnd pflichten nach schuldigk erkennenn, das sie bey f.gl. vnndertheing annhalttenn vnnd bittenn wollenn, sie gnediglich mitt einem Generall zuuersorgenn, dermasse, Nachdem die pfenner geneigt, f.gl. etliche vorschlege vfgenommenenn bescheidt zuthun, vnnd aber die vorschlege nit anngenommenn, noch Ir bestenndigkeit oder zur einigkeitt vnd zu gutem beschlus quemen, das dann solch vorgenommenn hanndtlung vnnd vorschlege, dem aufgerichttenn vertrag, oder aber den pfennernn in nichttenn verennckenn solle, sonnder bey seiner macht bleibenn, Zum anndernn, Wann solches vf bittliches annsuchenn bey f.gl. erhalttenn vnnd des gnugsamb gesichert, alsdan f.gl. fernner zubittenn, das f.gl. zu derselbenn vnnderhanndtlung behuf, damit es freundtlich vnnd vnnderthenigk anngebracht, vnnd auch wircklich geschlossenn, vnd bestenndigk |: da Gott gnade zugebe :| sein möge, ettliche vnnpartheiliche vnnderhänndtler, Inn der pfenner vorschlege vorzutragenn, gnediglich gebenn wolle, oder gestattenn, das sie etliche gebenn, ob sie mochttenn, oder Ie zum wenigstenn Irenn nebenn f.gl. gegebenn vnderhanndtler zuordtnetenn, Zum drittenn, Wo solchs alsdann erlanngt, wie Ie billich geschehenn muste,
sollenn sie die verordtnetenn Ires hochstenn vermögenns, sampt den vnnderhanndtlernn, die vorgeschlagene mittell der pfenner f.gl. annzeigenn, vnnd bis zum enndtlichenn beschlus hanndtlenn, Iedoch den beschlus, ohnne mitwissenn aller vnnd ganntzenn samblung der pfenner, vnnd derselbenn mit bewilligung oder verwissen, was gehanndtlet, nit enndtlich schliessenn, Sonndernn wan solches den pfennernn alsdann anngezeigt, vnnd sie darein bewilligenn, das dann vnnd nicht eher, sie seyenn denn der vnnderhanndtlung vnnd was dergleichenn, vonn allerseitts gnugsamb, vnnd sonnderlich die pfenner versichert, verwahrt, versieglet, vnnd verbriefftet, Wie das zum Krefftigstenn sein Krafft vnnd macht habenn soll, geschehenn, soll dieser vfgerichtter vertragk, Iedoch vnngekrennckt in ruhenn stehenn, vnnd nachuolgenndts anfgehabenn sein oder werdenn, Zum Vierdtenn zubittenn, Dieweil zu solcher vergleichung, etwas zeit gehörenn will, desto weniger nit die verfaste rechtfertigung vnnd vrtheil, auch annders in gerurttenn abscheidt befundenn, keinem theil darinn gefehr gesucht habenn möge, Darnebenn auch f.gl. seinenn amptenn, ernnstlich Inner Sodenn zubeuehlenn, gut vfsehenns zuhabenn, das doweniger nit Inhalts dem vertrage vnnd aufgerichtter ordenung das Saltzwerck Regiret vnnd die armenn pfenner Ire knechtte,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesollenn sie die verordtnetenn Ires hochstenn vermögenns, sampt den vnnderhanndtlernn, die vorgeschlagene mittell der pfenner f.gl. annzeigenn, vnnd bis zum enndtlichenn beschlus hanndtlenn, Iedoch den beschlus, ohnne mitwissenn aller vnnd ganntzenn samblung der pfenner, vnnd derselbenn mit bewilligung oder verwissen, was gehanndtlet, nit enndtlich schliessenn, Sonndernn wan solches den pfennernn alsdann anngezeigt, vnnd sie darein bewilligenn, das dann vnnd nicht eher, sie seyenn denn der vnnderhanndtlung vnnd was dergleichenn, vonn allerseitts gnugsamb, vnnd sonnderlich die pfenner versichert, verwahrt, versieglet, vnnd verbriefftet, Wie das zum Krefftigstenn sein Krafft vnnd macht habenn soll, geschehenn, soll dieser vfgerichtter vertragk, Iedoch vnngekrennckt in ruhenn stehenn, vnnd nachuolgenndts anfgehabenn sein oder werdenn, Zum Vierdtenn zubittenn, Dieweil zu solcher vergleichung, etwas zeit gehörenn will, desto weniger nit die verfaste rechtfertigung vnnd vrtheil, auch annders in gerurttenn abscheidt befundenn, keinem theil darinn gefehr gesucht habenn möge, Darnebenn auch f.gl. seinenn amptenn, ernnstlich Inner Sodenn zubeuehlenn, gut vfsehenns zuhabenn, das doweniger1 nit Inhalts dem vertrage vnnd aufgerichtter ordenung das Saltzwerck Regiret vnnd die armenn pfenner Ire knechtte,
vnnd der arme Lanndtmann nit so hoch beschwert werden möchten, Im fall nun diese obgenanttenn verordnete dieser Instruction, vnnd zugestelttenn vorschlegenn gelebtenn, darzu sie auch vnnsernn volkommenenn gewalt, wie der Buchstab vnnd nit weitter mitbringt, haben sollen, volnstreckung thetenn, das also vnnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu gut kommenn möchtte, vnnd Inenn derhalbenn einige vngnadt, schade oder vnlust begegnete, den oder die wie die nahmenn habenn möchten, geredenn wir sie in alwege zubenehmenn, vnnd schadtlos zuhalttenn, auch solch Ire hanndtlung, vnnd diese Inenn gegebenenn volnkommenn Gewaldt,
in keine weise annfechttenn wollenn, Sonndernn stedt, fest, vnnd vnuerbrochen halttenn, Des Im erkundt habenn wir gemeine pfenner die Ernuestenn vnnd Ersamenn Asmus vonn Buttlar, Herrnn Henrich Löbern, Herrnn Conradt Iring, den Iungernn Hans von Sueenn[?], Johann Stauffennbuel, Luder Borckmann, Hans Neut[?],↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
doweniger — Lesung unsicher); Des Im (Zeilenende, evtl. Des Zu
↪Fortsetzung von der vorigen Seitein keine weise annfechttenn wollenn, Sonndernn stedt, fest, vnnd vnuerbrochen halttenn, Des Im erkundt habenn wir gemeine pfenner die Ernuestenn vnnd Ersamenn Asmus vonn Buttlar, Herrnn Henrich Löbern, Herrnn Conradt Iring, den Iungernn Hans von Sueenn1[?], Johann Stauffennbuel3, Luder Borckmann, Hans Neut2[?],
vnnd Curt Rulanndenn, dieser vnnser Instruction zuuersieglenn, gebettenn, Das wir Itztgenanttenn, also vf Ihr bitt gethann bekennenn, doch vnns vnnd vnnsernn erbenn ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff, freytags post omnium Sanctorum Anno [et]c 39, Donnerstags post omnium Sanctorum Im Iare 39.
Ist Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst1[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst2 geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter1 eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIst Rulanndt Rulanndt amptmann zu Mundenn, in Iegennwerttigkeitt der ganntzenn versamblung gemeiner Pfenner vf dem Rathause zu Allenndorff erschienenn, vnnd hat vnnder anndernn erzalt, Inenn gelannge glaubwurdig ann, das er vonn gemeinen pfennernn, wiewohl er sie alweg treuwlich gemeint, darfur gehalttenn vnnd geachttet, als soltte er bey vnnserm Lanndtsfurstenn des vorgenommenenn gebaues zun Soden, ein annfennglicher anngeber vnnd mit vhrsacher gewesenn sein, Item es wurde gesagt, als soltte sein sohnn Doctor Iost zu Fritzlar etliche rede darzu dienlich, Ime als seinem eigenenn Vatternn, selbst habenn nachgeredt, Welches er sich zu den pfennernn wenigk Ia nichtts versehenn, werde sich auch im grundt der war heit seines verhoffenns nicht anderst[?], sey derohalben gemeint vnnd bedacht, sich hinfurtter der pfenner, auch Irer geselschafftenn, Rathschlegenn vnnd hanndtlung zueußernn, vnnd wolle darauff sein pfannentheil zun Sodenn, seinenn freundenn, vnnd ob es denenn nicht geliebtt, gemeinenn pfennernn sampt vnnd sonnderlich zuuerkauffenn feyl vnnd anngebottenn habenn, Im fall es gemeine Pfenner auch nicht habenn woltenn, woltte er sein bestes damit gedennckenn, dann er gedechtte solches pfannentheils halber keiner vngnadt, weniger schadenns zugewarttenn, vnnd begeret des in viertzehenn tagenn anntwort, Darauff im Johann Niedennstein aus beuelch der pfenner geanntworttet, Es wissenn gemeine pfenner solches argwones oder rede vnnder sich sonnderlich nicht zuerinnernn, Im fall aber das etwas wortte vonn etlichen vnnd sonnderlichenn personenn, Ime beruhst geredt, gebe der ganntzenn samblung nicht zuschaffenn, sonndern er als ein verstenndiger wurde sich Iegenn dem oder denenn der pilligkeit vnnd gebuer wohl zugehalttenn wissenn, Mitt bitt, er woltte sich der pfenner vnnd Irer geselschafft derhalbenn nicht eussernn, vnnd selbst verdechttigk machenn, anngesehenn das er der Heupter eins, so zu diesem newenn vfgerichttenn vertrag Rath vnnd that gebenn, vnnd het versieglenn helffenn, Rulanndt ist vf seinem furhabenn verharret, vnnd damitt abgetrettenn, Auff die letztenn anntwort schrifft, so die pfenner f.gl. bey dem Stadtschreiber zugeschickt, welcher Copia hiebeuor mitt A. bezeichnet, habenn f.gl. diese volgennde anntwort gebenn, Welche freytags am tag praesentationis Mariae vmb Vier vhr Iegennabenndt annkommenn, Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogen [et]c vnnsernn liebenn Getreuenn, den gemeinen Pfennernn in Sodenn vor Allendorff ann der Werra [et]c liebenn Getreuenn, Wir habenn ewer anntwortt, so ihr vnns vf den Iungst zu Cassell abgenommenenn abschiedt, schrifftlich hapt zugeschickt empfanngenn, vnnd Innhalts verlesenn, Konnenn vnns aus solcher ewer anntwort nit wohl richttenn, noch daraus verstehenn, was ewer gemut sein will, das zu billicher vnnd fruchtbarer hinlegung, solcher kunfftigenn Irrung vnnd misuerstanndts also dienenn soltte, dann die Irrung so bishero vonn euch anngezogenn wordenn sein, hoffenn wir, durch der Lanndtschafft bescheidt vnnd vrtheil schon verfast, vnd werdenn dem Iungstenn bescheidt nach, so ihr nicht anders wollet, eröffnet werdenn mussenn, Was vnns beidenn teiln darin zu vnnd abgesprochenn wirdt, des mussenn wir gewarttenn, Wiewohl vnns wie ihr wisset lieber gewesenn wehre,
das dieselbenn in der guette, ohn rechtlich erkenndtnus, werenn beygelegt wordenn, desto lieber hettenn auch wir vnnser zuspruche fallen lassen, aber aus ewerm vorschlage vnnd meinung wirdt nichts annders dann lannger vertzugk, grosser schade, vnnd vnwiederbringliche vnnrichttigkeit eruolgenn, Dann Ir wisset, was gros schadenns aus gemelttem ewerm klagenn vnnd annziehenn albereits geuolgtt ist, vnnd wurde gewislich so wir ewerm begerenn gemes vffschube bewilligenn solttenn, nicht minder volgen werdenn, Desgleichenn die begerte Caution vnnd Reuersal zugebenn, [übergeschrieben: wurde] eine grosse vnnrichttigkeit vnnd lanngenn verzugk geperenn, dann dieselbige beide stuck, wurdenn nit minder, vnnd vielmehr hanndtlung, rede vnnd wiederrede, disputation, bedennckenn vnnd erwegung erfordernn, dann die Hauptsache ann ihr selbst, Vnnd wir wustenn noch nicht, was ewere vorschlege, vnnd so die geschehenn, ob dieselbigenn vnns annehmlich sein wurden, zudem so wolt es auch vnns vnnd euch nit gepurenn, vnser Erbar Lanndtschafftenn, die es so treuwlich meinenn, weil die hanndtlung anngefanngenn, vnnd zeit damitt zugebracht[?], nun mehr ohn redtlich vhrsache, zuuerkieren, vnnd frembder furstenn Vniuersiteten oder Stedt Personenn hanndtlung zugewarttenn, Wann es aber ohnne das wehre, soltet ihr vonn vnns aller pillicheitt, dieweil wir vor Iedermann vnnpartheische rede vnnd hanndtlung wohl leidenn mögenn, kein wegerung spurenn, aus den vnnd anndernn trefflichenn vhrsachenn, sein wir allenn sachenn zu gut, vnnd damit auch wir zu beidenn theilenn forderlich zu ennde kommenn mögenn, andernn leutenn nicht vnnruhe vnnd vnns selbst verkleynerung machenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas dieselbenn in der guette, ohn rechtlich erkenndtnus, werenn beygelegt wordenn, desto lieber hettenn auch wir vnnser zuspruche fallen lassen, aber aus ewerm vorschlage vnnd meinung wirdt nichts annders dann lannger vertzugk, grosser schade, vnnd vnwiederbringliche vnnrichttigkeit eruolgenn, Dann Ir wisset, was gros schadenns aus gemelttem ewerm klagenn vnnd annziehenn albereits geuolgtt ist, vnnd wurde gewislich so wir ewerm begerenn gemes vffschube bewilligenn solttenn, nicht minder volgen werdenn, Desgleichenn die begerte Caution vnnd Reuersal zugebenn1, [übergeschrieben: wurde] eine grosse vnnrichttigkeit vnnd lanngenn verzugk geperenn, dann dieselbige beide stuck, wurdenn nit minder, vnnd vielmehr hanndtlung, rede vnnd wiederrede, disputation, bedennckenn vnnd erwegung erfordernn, dann die Hauptsache ann ihr selbst, Vnnd wir wustenn noch nicht, was ewere vorschlege, vnnd so die geschehenn, ob dieselbigenn vnns annehmlich sein wurden, zudem so wolt es auch vnns vnnd euch nit gepurenn, vnser Erbar Lanndtschafftenn, die es so treuwlich meinenn, weil die hanndtlung anngefanngenn, vnnd zeit damitt zugebracht2[?], nun mehr ohn redtlich vhrsache, zuuerkieren3, vnnd frembder furstenn Vniuersiteten oder Stedt Personenn hanndtlung zugewarttenn, Wann es aber ohnne das wehre, soltet ihr vonn vnns aller pillicheitt, dieweil wir vor Iedermann vnnpartheische rede vnnd hanndtlung wohl leidenn mögenn, kein wegerung spurenn, aus den vnnd anndernn trefflichenn vhrsachenn, sein wir allenn sachenn zu gut, vnnd damit auch wir zu beidenn theilenn forderlich zu ennde kommenn mögenn, andernn leutenn nicht vnnruhe vnnd vnns selbst verkleynerung machenn,
bedacht, bey der Iungstenn hanndelung so zu Cassell vorgenommenn, vnnd zum theil geschlossenn zupleibenn, zu bestimpter zeit des bescheidts zu warttenn, vnnd dann furters Innhalt der Casselischenn abrede, vor den gesatztenn Commissarien zu procediren, Liessett aber ihr euch bedunckenn, so gut sein soltte, aufft die vorschlege so die Lanndtschafft der vbergabe oder zustellung ewers theils des Saltzwercks, gethann, gutlich vnnd vnuorgreiflich zuhanndtlenn, so wollenn wir zu solcher hanndtlung zwene vnnserer Räthe, vnnd zwene vonn Stettenn Cassell vnnd Marpurgk gebenn, dergleichenn möchttet ihr auch zwene vnnpartheische aus der Ritterschafft, vnnd zwene aus den Stedtenn vnnsers Furstenthumbs nehmenn, also das dieselbenn zwischenn vnns vonn beiden theilnn mitwissenn, vonn der zustellung vnnd Iegen notturfftige versicherung oder bezahlung gutlich hanndeln,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebedacht, bey der Iungstenn hanndelung so zu Cassell vorgenommenn, vnnd zum theil geschlossenn zupleibenn, zu bestimpter zeit des bescheidts zu warttenn, vnnd dann furters Innhalt der Casselischenn abrede, vor den gesatztenn Commissarien zu procediren, Liessett2 aber ihr euch bedunckenn, so gut sein soltte, aufft die vorschlege so die Lanndtschafft der vbergabe oder zustellung ewers theils des Saltzwercks, gethann, gutlich vnnd vnuorgreiflich zuhanndtlenn, so wollenn wir zu solcher hanndtlung zwene vnnserer Räthe, vnnd zwene vonn Stettenn Cassell vnnd Marpurgk gebenn, dergleichenn möchttet ihr auch zwene vnnpartheische aus der Ritterschafft, vnnd zwene aus den Stedtenn vnnsers Furstenthumbs nehmenn, also das dieselbenn zwischenn vnns vonn beiden theilnn mitwissenn, vonn der zustellung vnnd Iegen notturfftige versicherung oder bezahlung gutlich hanndeln,
|: doch das Immer1 des Iungst zu Cassell verfast, vnnd beschlossenn vrtheil, mitler zeit publicirt werde :| derselbenn hanndtlung wollenn wir gnedigk erwarttenn, vnnd vnns darin aller billicheit erzeigenn vnnd gehaltenn, Könnenn sie dann vnns zu beidenn theilenn alsdann vergleichenn, wohl vnnd gut, wo nicht so stehet ein Jederttheil in seinem rechtenn Inmassenn wir vor,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seite|: doch das Immer des Iungst zu Cassell verfast, vnnd beschlossenn vrtheil, mitler zeit publicirt werde :| derselbenn hanndtlung wollenn wir gnedigk erwarttenn, vnnd vnns darin aller billicheit erzeigenn vnnd gehaltenn, Könnenn sie dann vnns zu beidenn theilenn alsdann vergleichenn, wohl vnnd gut, wo nicht so stehet ein Jederttheil in seinem rechtenn Inmassenn wir vor,
vnuerlezt, vnnd darff weder Caution oder Reuersals, Es were dann, das wir vonn beidenn seittenn enndtlich vnd grundtlich vertragenn werdenn, als dann wolttenn Caution brieffe vnnd Reuersal zu beidenn seittenn zugeben vonnötenn,
Sÿmonn Bing sst Ann sent1[?] Sonnabenndt nach Elizabeth Anno 39 seindt die Pfenner algemeiniglich, so viel derer alhier in der Stadt Allenndorff gesessenn, vff dem Rath hause bey einannder versamblet gewesenn, vnnd habenn, nach dem Ire gesandenn, vff Jungst zu Cassell vnngefehrlichenn verhör, wie aus der Action zuersehenn,
vf vnnsers gnedigenn fursten vnnd herrnn persönnlich anredenn, etwas mehr gewilliget habenn sollenn, dann Ire dero zeit mitgegebene Instruction anweiset, solche hanndelung vnnd verwilligung, durch ein offenntlich Instrument zu widderruffenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevf vnnsers gnedigenn fursten vnnd herrnn persönnlich anredenn, etwas mehr gewilliget habenn sollenn, dann Ire dero zeit mitgegebene Instruction anweiset, solche hanndelung vnnd verwilligung, durch ein offenntlich Instrument zu widderruffenn,
In Gottes namenn Amenn, Kundt vnnd offennbar seÿ aller menniglich, die diesenn offenenn Instruments brief sehenn oder horenn lesenn, Das nach Christi vnnsers hern geburt Tausenndt Funffhundert vnnd in dem Neun vnnd dreissigstenn Jare, Indictione duodecima, zu teutsch der zwölffte Romer zinszahl genenndt,
am Sonnabenndt post Elizabeth, der do war der zweÿ vnnd zwanzigste des Monats Nouembris, vmb dreÿ vhr nach Mittage vnngefehrlich, Regirung des allerdurchleuchtigstenn, Grosmechtigstenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Carls des funfftenn Römischenn Kaisers, vnnsers aller gnedigstenn Herrnn, seiner Kaiserlichenn Maigt.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteam Sonnabenndt post Elizabeth, der do war der zweÿ vnnd zwanzigste des Monats Nouembris, vmb dreÿ vhr nach Mittage vnngefehrlich, Regirung des allerdurchleuchtigstenn, Grosmechtigstenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Carls des funfftenn Römischenn Kaisers, vnnsers aller gnedigstenn Herrnn, seiner Kaiserlichenn Maigt.
Kaiserthumbs im Ein vnnd zwannzigstenn Jare, Ist vor mir offennbaren Notario, vnnd der nachgeschriebenen Gezeugenn Jegennwertigkeit, darzu sonnderlichenn geheischt vnnd gebettenn, ein Ehrliche grosse versamblung der Gemein Pfenner zun Boden vor Allenndorff erschienenn,
Bs. gunstenn, seindt vnnsere vnnderthenige gannz willige diennste zuuor, Gestrennge gunstige Herrnn, Nach dem wir die gemeinenn Pfenner des Salzwergks, gelegenn vor Allenndorff ann der Werra, durch vnnsern gnedigenn Landtsfurstenn vnnd Herrnn, etlicher beschwerung vnnd bedrangung halber, so vnns vonn sfgl.2 beuelchabernn vnd dienernn zun Bodenn,
vonn zeit des newenn vfgerichtetenn vertrags in die zweÿ Jar lanng vngefehrlich in vnnserm Salzwerck vnnd alt vätterlichenn, wohlhergebrachtenn Erbe zu wieder dem furstlichenn vfgerichttetenn vnnd bewilligtenn vertrage, vorgefallenn vnnd begegenet, zu einer vnngefehrlichenn verhör zu Cassell vf den 13.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevonn zeit des newenn vfgerichtetenn vertrags in die zweÿ Jar lanng vngefehrlich in vnnserm Salzwerck vnnd alt vätterlichenn, wohlhergebrachtenn Erbe zu wieder dem furstlichenn vfgerichttetenn vnnd bewilligtenn vertrage, vorgefallenn vnnd begegenet, zu einer vnngefehrlichenn verhör zu Cassell vf den 13.
G. vnnd G. als verordnetenn Lanndtstenndenn, betagt gewesenn, Verwegenn auch wir vnnsere Gesanndtenn, zu solchenn verhör tage, mit einer gemessigtenn Instruction, welche E.
G. vnnd G. als wir bericht, damahls verlesenn, vnnd vorgelegt wordenn, gemechtiget vnnd abgefertiget, darbeÿ sie auch vnnsers versehenns billich gelassenn vnnd beruhet,
Dieweil sich aber ehrgenannte vnnsere Gesanndtenn, wie aus dem gegebenenn abscheide vnnder anndernn zuersehenn vff persönnlich vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn anredenn, sfgl.
Person vielleicht nit zuuerbitternn, aus Wehmut, verges, vnuerstanndt, oder aber anndernn bedenncken, der gemessigten Instruction zuendt Jegen, dem auffgerichtenn Vertrag zu nachteil, vnnd vnns denn armenn Hauffenn gemeiner Pfenner, beÿden Witwen vnuerlormundetenn2 Weÿsen, zu ewigenn Verderbenn, weitter vnnd mehr dann die zugeschicktenn vnnsers gut digenn furstenn vnnd herrnn tagzettell der vngefehrlichen verhör ausgewiesenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkürzung unsicher); E. G. vnnd G. (Abkürzungen unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePerson vielleicht nit zuuerbitternn, aus Wehmut, verges, vnuerstanndt, oder aber anndernn bedenncken, der gemessigten Instruction zuendt Jegen, dem auffgerichtenn Vertrag zu nachteil, vnnd vnns denn armenn Hauffenn gemeiner Pfenner, beÿden Witwen vnuerlormundetenn Weÿsen, zu ewigenn Verderbenn, weitter vnnd mehr dann die zugeschicktenn vnnsers gut digenn furstenn vnnd herrnn tagzettell der vngefehrlichen verhör ausgewiesenn,
vnnd sie vonn vnns gemechtiget, eingelassenn bewilligt vnnd nachgegebenn habenn sollenn, so wollenn wir gemeine Pfenner obgemeltes Salzwergks samptlich vnnd sonnderlich in solche Ingelassene hanndtlung so vnnserm vfgerichtenn vertrage vnnd gegebener Instruction zuwit1 Jegenn vnnd zuwiedder, auch in E.
G. vnnd G. als dieser sachenn, vermog vnnsers vertrags vnuerdechttige scheidtrichtter, in keinerley weise oder wege, verstirckt2, gehelet3 noch gewilliget, sonndernn dieselbenn hiermitt vor eroffnung des vermeintenn verfastenn bescheidts vnnd vrtheils, Innhalt des gegebenenn abscheidts genzlich reuocirt Cassiret vnnd abgethann habenn,
vnnd reuociren solchs in Krafft dieser schrifft zum Krefftigstenn aller rechtenn, wie das Immer geschehenn soll vnnd magk darumb wir auch als die zu vngefehrlicher verhör betaget vnnd nit desto minder beschwert, vor E.
G. vnnd G. als den verordenten der Lanndtstennde offenntlich vnnd solenniter protestiren, bedingenn vnnd beruffenn, Mit vnndertheniger flehlicher bitt, Wollet dieser vnnser Reuocation vnnd protestation Inngedennck, vnnd in zeitt vnnser not bekanndt sein, vnnd verwarlich behalttenn, Welches wir ein gepurliche Recognition vonn E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zuwit — Lesung unsicher); E. G. vnnd G. (Abkürzungen unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnd G. als den verordenten der Lanndtstennde offenntlich vnnd solenniter protestiren, bedingenn vnnd beruffenn, Mit vnndertheniger flehlicher bitt, Wollet dieser vnnser Reuocation vnnd protestation Inngedennck, vnnd in zeitt vnnser not bekanndt sein, vnnd verwarlich behalttenn, Welches wir ein gepurliche Recognition vonn E.
Gs. vnd G. in vnnderthenigkeit willigk gernne, Nach solcher verlesung vnnd vberanntwortung berurter Zettell, vnnd inserirter reuocation, protestation, sampt vnnderthenigerr bitt, wie darin verleibt, ann die beschriebenenn niedergesetztenn Lanndtstende haltenndt, vber solches alles gemeinlich vnnd sonnderlich, habenn die obgedachtenn gemeine Pfennere so vf dem vorbestimtenn verhörtage nit mit gewesenn, mich offenen Notarium vorbemelt, mit geburlicher requisition, gebettenn, hieruonn ein vnnd mehr Instrumentum oder Instrumenta aufzurichtenn, vnnd zumachenn, so offt vnnd viel Ihnenn des not vnnd behuff ist, Diese vorgeschriebene ding vnnd hanndtlung seindt also geschehen, auff der Rathstubenn zu Allenndorff, hieruber vnnd beÿgewesenn, Die Ersamenn Bastiann Zichennfort2, Jacob Fleischhauer,
vnnd Claus Schilling alle Bur gere zu Allenndorff, zu zeugenn gebettenn, vnnd sonnderlichenn gefordert, Im Jahr Indictione, Monat, vnd Kaiserthumbs, wie obenn beschriebenn, Vnnd Ich Henningus Heÿse Menzer Bistumbs Clerick vonn Kaÿs: gewalt offennbarer schreiber vnnd Notarig, als diese vorberurte verlesung vnnd vberanntwortung derselbenn Reuocation vnnd protestation wie obsteget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd Claus Schilling alle Bur gere zu Allenndorff, zu zeugenn gebettenn, vnnd sonnderlichenn gefordert, Im Jahr Indictione, Monat, vnd Kaiserthumbs, wie obenn beschriebenn, Vnnd Ich Henningus Heÿse Menzer1 Bistumbs Clerick2 vonn Kaÿs: gewalt offennbarer schreiber vnnd Notarig3, als diese vorberurte verlesung vnnd vberanntwortung derselbenn Reuocation vnnd protestation wie obsteget,
so geschehenn ist, vnnd verhanndelt wordenn, bin Ich vorgenannter Notarius, vnnd mitgedachte zeugenn da Jegenwertigk gewesenn, dis offenn Instrument dauon Conficiret, vnnd gemacht mit eigener hanndt geschriebenn,
Hochgelartenn Erbare vnnd vorsichtige, gunstige gepietennde Herrnn, Wiewohl wir die Gemeine Pfenner aus wehmutigenn vnnd mancherleÿ schwerenn gedannckenn, auch vnnserm vnuerheblichenn schadenn vnnd nachteil, vonn der Casselischenn hanndelung Jungst vor E.
G. vnnd G. hiernebenn zuschickenn vnnd vbergebenn, vnnser vnuermeidtlichenn hohen noturfft nach Reuociren, vnnd solche hanndelung Cassiren mussenn, So habenn wir doch darnebenn einmutiglich, damit wir nit als die halsstarrigenn, vnnd die ihrem gnedigenn Lanndesfurstenn vnnd herrnn,
auch gemeiner Lanndtschafft, so fer vnns Immer muglich, vnnd ohnn vnnser ewig verderbenn, vnnd vnerheb lichenn schadenn geschehenn könntte, nicht willigk vnd gernne volgenn woltenn, vonn sfgl. auch E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch gemeiner Lanndtschafft, so fer vnns Immer muglich, vnnd ohnn vnnser ewig verderbenn, vnnd vnerheb lichenn schadenn geschehenn könntte, nicht willigk vnd gernne volgenn woltenn, vonn sfgl.1 auch E.
G. vnnd G. als vnnsernn gepietenndenn Herrnn gespueret, oder gehaltenn wordenn enndtschlossenn, vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu ehrenn, zu besserung seiner f. gl.
Cammer, vnnd zuforderung gemeines nutzenns, doch vff ein gnugsamb Reuers, das solches dem vorabgeredtenn Furstlichenn vertrage, in dem vnd allenn anndernn seinenn Puncten, vnnd Inhaltungenn vnachteÿligk sein sollen, des Solschepffenns halber, so fer nach gnugsamer Prob.2 vnd erfahrung E.
G. vnnd G. oder derselbenn verordnetenn vnnd Gesanndtenn im grunde befindenn, das es Jederzeit ohnn vnnsernn schadenn geschehenn könne, vnnd das wir aus Krafft vnnser Erbgerechtigkeit am Sahlenschepffen nit verhindert,
leidtliche milterung, als die armenn willigenn vnnderthanenn zugestattenn vnnd nachzugebenn, Im anndernn, des Salzkauffs halber wie thewr die Pfann dins Furstennthumb gegebenn werdenn solle, vonn E.
G. vnnd G. vermöge des vertrags, welches wir vnns nit zubegebenn, oder zuuerzeihenn gedennckenn, gepurliche hanndtlung zu leidenn, vnnd das derselbige, Innhalt des vertrags geordnet, gesezt vnnd bewilligtt werde, Zum drittenn, der zehenn abgesaztenn [gestrichen: alb] halber,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkürzung unsicher
Prob. — Abkürzung, Lesung unsicher); Pfann dins (Lesung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. vnnd G. vermöge des vertrags, welches wir vnns nit zubegebenn, oder zuuerzeihenn gedennckenn, gepurliche hanndtlung zu leidenn, vnnd das derselbige, Innhalt des vertrags geordnet, gesezt vnnd bewilligtt werde, Zum drittenn, der zehenn abgesaztenn [gestrichen: alb] halber,
der sache zu gut, bis zu gnugsamer besichtigung vnnd erkundigung ewer der Lanndtstennde, doch dem vertrage in alwege vnabbruchlich, vnnd das solches zum forderlichsten beschehe, in Ruhenn zustehenn, Mit vnndertheniger bitt, E.
G. vnnd G. wollenn dis vnnser vnnderthenig erbietenn, sampt gethaner reuocation vnnd protestion vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zum fuglichst begenndigenn2 lassenn, vnnd durch die gutigkeit vnnd gerechtigkeit Jesu Christi vnnsers [übergeschrieben:
Heÿlandts] vnns dermassenn Jegenn sfgl.3 verbittenn, das zu abhelffung aller anndernn misuerstennde vnnd beschwerung, so sich zwischenn sfgl. vnnd den gemeinen Pfennernn bis dahero zugetragenn, die viel gebettenenn scheidtsrichter, durch sfgl. vermöge auffgerichtes vertrags zum forderlichstenn ernenndt, geordnet vnnd gesazt,
vnnd zu denselbenn zu vermeidunge vnnkostenn, etliche Commissarien verordtnet, vor denenn alle vorgefallene beschwerunge vnd misuerstennde, bis zum beschlus vorgetragenn, vnnd darnach durch die Niedergesaztenn dem vertrage gemes daruber erkenndt, geurtheilt, enndtscheidenn vnnd vfgehabenn mögenn werdenn, Das verdienenn wir vmb E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd zu denselbenn zu vermeidunge vnnkostenn, etliche Commissarien verordtnet, vor denenn alle vorgefallene beschwerunge vnd misuerstennde, bis zum beschlus vorgetragenn, vnnd darnach durch die Niedergesaztenn dem vertrage gemes daruber erkenndt, geurtheilt, enndtscheidenn vnnd vfgehabenn mögenn werdenn, Das verdienenn wir vmb E.
Ann sent2[?] Sonnabenndts post Catharinæ Anno quo supra Ist George Hebann3, geschworner Stadtbott alhier zu Allenndorff auff dem Rathause vor beidenn Rethenn erschienenn, vnnd hat volgennde schrifft vom Stadthalternn, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk ann gemeine Pfenner ausganngenn, dem Salzgreuenn Johann Niedennstein behenndigt, mit nebenn Relation vnnd bericht, das er vff Dinstagk am tage Catharinæ des Morgenns vmb acht vhr, das Pergamenen Instrument reuocationis so Ime vonn gemeinen Pfennernn beuohlen, sampt der Innerwartenn Missiuen Georgenn vonn Colmitsch Stadthalter zu Marpurgk præsentiret, vnnd in eigene henndt gelieffert habe, Bittennde, ihme solcher liefferung gleubliche recognition mitzutheilenn, Darauff im mehrgenannter Stadthalter Inn die Herberg zugehenn, vnnd daselbst ein tagk oder zwenn vf antwort zuuerziehenn beuohlenn, welchem er also nachkommenn vnnd gelebt, Volgenndt Donnerstags, vmb acht oder Neun vhr vnngefehrlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteAnn sent[?] Sonnabenndts post Catharinæ Anno quo supra Ist George Hebann, geschworner Stadtbott alhier zu Allenndorff auff dem Rathause vor beidenn Rethenn erschienenn, vnnd hat volgennde schrifft vom Stadthalternn, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk ann gemeine Pfenner ausganngenn, dem Salzgreuenn Johann Niedennstein1 behenndigt, mit nebenn Relation vnnd bericht, das er vff Dinstagk am tage Catharinæ des Morgenns vmb acht vhr, das Pergamenen Instrument reuocationis so Ime vonn gemeinen Pfennernn beuohlen, sampt der Innerwartenn Missiuen Georgenn vonn Colmitsch Stadthalter zu Marpurgk præsentiret, vnnd in eigene henndt gelieffert habe, Bittennde, ihme solcher liefferung gleubliche recognition mitzutheilenn, Darauff im mehrgenannter Stadthalter Inn die Herberg zugehenn, vnnd daselbst ein tagk oder zwenn vf antwort zuuerziehenn beuohlenn, welchem er also nachkommenn vnnd gelebt, Volgenndt Donnerstags, vmb acht oder Neun vhr vnngefehrlich,
hat im vorgedachter Stadthalter in beÿsein eines Secretarien, das Instrument sampt volgender nebennschrifft wieder zugestelt, vnnd dem Burgermeisternn Vhafft2 nit zuliefernn beuohlenn, Hierauff der Burgermeister Vrbann Tholde gefragtt, ob dann der Stadthalter gemelt Instrument vom Dinstag ann biß vff den Donnerstag verwarlich bey sich behaltenn habe, Darauff genannter Stadtbotte geannttworttet, Ja, Versehe sich auch gentzlich zu dem das es offenntlich verlesenn, So habe Henrich Muldener Copiam davonn bekommenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehat im vorgedachter Stadthalter in beÿsein eines Secretarien, das Instrument sampt volgender nebennschrifft wieder zugestelt, vnnd dem Burgermeisternn Vhafft nit zuliefernn beuohlenn, Hierauff der Burgermeister Vrbann Tholde gefragtt, ob dann der Stadthalter gemelt Instrument vom Dinstag ann biß vff den Donnerstag verwarlich bey sich behaltenn habe, Darauff genannter Stadtbotte geannttworttet, Ja, Versehe sich auch gentzlich zu dem das es offenntlich verlesenn, So habe Henrich Muldener1 Copiam davonn bekommenn,
Dieweil nun vielgemelter Stadthalter das Instrument emtpfanngenn, anngenommenn, etlich tag bey sich behaltenn, vnnd nachmahls dasselb dem bottenn wieder zu hanndenn gestelt, vnnd wie er schreibt bey Ime gelassen,
habenn gemeine pfenner solches nit wieder anzunehmenn gewust, sondernn in gleichnus bey dem botten gelassenn, vnnd biß vff weitternn bevelch verwarlich zu behaltenn befohlenn, Welches der bott also anngenommenn vnnd zugesagt.
Georg vom Kolmitsch2 Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorg vom Kolmitsch Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorg vom Kolmitsch Stadthalter, Burgermeister vnnd Rath zu Marpurgk, Den Erntvestenn Erbarnn vnnd vorsichtigenn vnsern liebenn Schwagernn, Junckernn, Herrenn vnd guten freundenn, Gemeinenn pfenernn zu Allendorff Inn Sodenn sampt vnnd sonnderlich, Vnnsernn willigenn diennst zuvor, Erntvestenn, auch Erbarnn vnnd vorsichtigenn gunstigenn liebenn Schwagernn, Junckhernn, Herrenn vnnd guten freunde, Wir hettenn gemeint, ihr sollen vf den ernenten in abscheidt Jungst zu Cassell Termin, den bescheidt vonn den Lanndtstenndenn verfertigt Ewer gesanndtenn bewilligung nach annzuhörenn, durch euch selbst, oder ewer volmechtigenn erschienenn sein, Dieweil aber ihr aussenn pliebenn, vnnd der Durchleuchtige Hochgeborne Furst vnnd Herr, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr durch sfgl. gesanndtenn mit habenndem gewalt, den tagk vor vnns alhier ersucht, vnnd gutlich begert, den gefasten vnnd gefertigtenn bescheidt zu eröffnenn, Habenn wir den also, vermöge des bewilligten Reces, auch in ewern vnngehorsamb publicirt vnnd eröffnet, In dem habenn obgedachts vnnsers gnedigenn Furstenn vnd Herrenn Gesanndtenn, vonn wegenn sfgl. begert, euch die gemeine Pfenner |: nach dem die vorgefallene Irrung zwischenn sfgl. vnnd euch in keinem guetlichenn vertrag, des wir vnns denn gar nicht versehenn hettenn,
bracht werenn :| annzuhaltenn, vff vorbrachte Reconuention klage, vor den darzu verordnetenn Commissarien zu Cassell Innhalt des genommenen abschiedts, zuanntwortten, Dieweil wir aber des vonn Lanndtstenndenn nit sonnderlich bevelch, So habenn wir euch das allein guter meinung vnnangezeigt nit wollenn lassenn, Damit ihr euch hapt darin zuschickenn, Ob ihr vonn den geordtnetenn Commissarijs derowegenn Citiret vnnd vorgefordert, die sachenn auch gefordert, vnnd zum enndtlichenn beschlus, vnnverzuglichenn pracht werdenn möchte, Es hatt auch ewer Scheinbot, mir Georgenn vonn Colmitsch1 Stadthalternn, ein brieff ann die Lanndtstennde haltendt,
sampt einer anngemastenn2 Reuocation vonn euch den Pfennernn, so damahl zu Cassell vff dem Lanndtage nit gewesenn, zugestelt, So dann solches vonn den Lanndtstenndenn mir annzunehmen kein bevelch gebenn, hab Ich die anngezogene Reuocation vor mein person nitt wistenn annzunehmenn,
Sonndernn bey ewerm Schein bottenn gelassenn, aber die Missiuen[?], weill ich hochgedachtenn meinem gnedigenn Furstenn vnnd Herrenn vnnderthenniglich vberschickenn, vnngezweivelt sfgl. werdenn sich in dem gnediglich vnnd furstlich, vnd sfgl. gelegennheit nach, wohl vnnd vnnverweißlichenn wißen zuhaltenn, Datum Marpurgk Mitwochens post Catharinæ Anno 39.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSonndernn bey ewerm Schein bottenn gelassenn, aber die Missiuen1[?], weill ich hochgedachtenn meinem gnedigenn Furstenn vnnd Herrenn vnnderthenniglich vberschickenn, vnngezweivelt sfgl. werdenn sich in dem gnediglich vnnd furstlich, vnd sfgl. gelegennheit nach, wohl vnnd vnnverweißlichenn wißen zuhaltenn, Datum Marpurgk Mitwochens post Catharinæ Anno 39.
Habenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.2[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts1, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung2, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn beide Räthe sampt verordnetenn ausschos gemeiner Pfenner, auff dem Rathause alhier zu Allenndorff mit Irenn Saltzknechtenn vom Bodenn, dieweil sie geclagt, das sie in diesenn schwindenn schwerenn zeitenn, schwerlich auskommenn, auch das sie ein zeitlanng hero des wenigen siedenns halbenn, nach dem sie vonn den Fl.[?] knechten verhindert, schadenn littenn, Wes Ihnenn die pfenner hinfürter damit sie desto williger, vnnd mehr wercke siedenn möchtenn, Jerlich zuverehrung gebenn soltenn, gehanndtlet, aber weil obberurte Räthe vnnd ausschos, vonn wegenn gemeiner Pfenner, mit den knechten sämptlich, das mahl nit vberein kommenn konten, haben sie enndtlich vnnd einmutig enndtschlossenn, Das hinfuro die Gutherrenn eines Jedenn kodts, vor sich selbst vnnd Ihrer gelegennheit nach, mit Irem knechte hanndtlenn mögenn, doch das sie keinem knechte mehr oder höher, dann die ein vnnd zwanntzigste Vbinnung, versprechen, zusagenn vnnd gebenn sollenn, damit keinem pfenner sein knecht vor dem anndernn abgespannt, oder enndtzogenn, sonndernn gleiche vnnd freundtliche brueder vnnd geselschafft möge gehaltenn werdenn, So aber Jemandts vonn den pfennernn daruber hanndtlenn, oder seinem knechte ein anndernn zu nachteil, mehr zusagenn, geben, vnnd denselbenn verreitzenn wurde, Jegen den der die, sollenn vnnd wollenn gemeine pfenner samptlich zugedencken habenn, Montags post Nicolai, Seindt beide Rethe sampt dem verordtnetenn vnnd gesatztenn ausschos der Pfenner, vff dem Rathause bey einannder versamblet gewesenn, daselbst ist vnnder anndernn anngezeigt wordenn, das der vermeinte gefaste vnnd verfertigte bescheidt vnnd vrtheil der Landtstennde, davonn gemeine Pfenner Innhalt des vfgerichtenn Instruments offenntlich vor eroffnung reuocirt, durch die furstliche bevelchhaber zum Sodenn publicirt vnnd verlesenn, mit nebenn bevelch des Renndtmeisters, das sich hinfurter die knechte sampt vnnd sonnderlich der gebott vnnd verbott, des Schultheissenn vnnd Schwalbachs gehaltenn, vnnd denselbenn gehorsamb auch gewerttig sein sollenn, bey poen der Hochstenn bus,
Darauff obgedachte beide Räthe vnnd ausschos sampt den gemeinen pfennernn, soviel mann damahl in habenn konnte, vor notwenndig vnnd nutz anngesehenn, vnnd endtschlossenn, das nechstvolgendes Sonnabenndts, wie auch zu Marpurgk vor eroffnung desselbigenn vermeintenn bescheidts durch ein offenntlich instrument beschehenn, solche hanndelung sampt dem vermeintenn publicirten bescheide der Lanndtstennde genntzlich vnnd zumahl solte widderruffenn, vnnd offenntlich davonn protestirt werdenn, also das gemeine Pfenner darin nachmals nichtt weitter noch mehr dann sie in rechttenn vnnd vermöge des vertragk, schuldigk, wollenn gehelet3 vnnd gewilliget habenn, Welches auch also am tage Luciæ, durch Vrbann Choldenn1[?], Heintz Meinhardenn, vnnd Hannsenn Rent2[?], aus bevelch der Pfenner, in beysein des Renndtmeisters Schwalbachs, Schultheissenn zum Sodenn, vnnd der ganntzen gemein Inner Sodenn geschehenn, Donnerstags post Conceptionis Mariæ, Habenn der Renndtmeister, sampt anndere vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn verordtnete, die Saltztreiber in Allenndorff gesessen, auff das Rathause fordernn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff obgedachte beide Räthe vnnd ausschos sampt den gemeinen pfennernn, soviel mann damahl in habenn konnte, vor notwenndig vnnd nutz anngesehenn, vnnd endtschlossenn, das nechstvolgendes Sonnabenndts, wie auch zu Marpurgk vor eroffnung desselbigenn vermeintenn bescheidts durch ein offenntlich instrument beschehenn, solche hanndelung sampt dem vermeintenn publicirten bescheide der Lanndtstennde genntzlich vnnd zumahl solte widderruffenn, vnnd offenntlich davonn protestirt werdenn, also das gemeine Pfenner darin nachmals nichtt weitter noch mehr dann sie in rechttenn vnnd vermöge des vertragk, schuldigk, wollenn gehelet vnnd gewilliget habenn, Welches auch also am tage Luciæ, durch Vrbann Choldenn[?], Heintz Meinhardenn, vnnd Hannsenn Rent[?], aus bevelch der Pfenner, in beysein des Renndtmeisters Schwalbachs, Schultheissenn zum Sodenn, vnnd der ganntzen gemein Inner Sodenn geschehenn, Donnerstags post Conceptionis Mariæ, Habenn der Renndtmeister, sampt anndere vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn verordtnete, die Saltztreiber in Allenndorff gesessen, auff das Rathause fordernn lassenn,
daselbst der vogt vom arneberge1 zu Cassell in Jegennwertigkeit obberurter verordenter beider Räthe vnnd der Saltztreiber, ein Furstlich instruction verlesenn, vnngefehrlich des Innhalts, das er mehrgerurte Saltztreiber sampt vnnd sonnderlich verhören, vnnd was ein Jeder das Jar, des, das er nit Saltz hat mögen bekommenn, schadenn gelittenn, inquiriren solte, Dargegenn Johann Niedennstein, als ein Saltzgreff vnnd diener Gemeiner Pfenner vorgetrettenn, mit erzehlung, das sich gemeine Pfenner, nach dem sie |: wie Gott bewust :| zu keinem schadenn Vhrsach gegebenn,
sonnder vnverschuldt mergklichenn schadenn, zu widder ihrem auffgerichtenn vertrag gelittenn vnnd leidenn mustenn, solcher inquisition vonn Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn zubefehlenn gar nit verhofft, dieweil sie aber als die armenn vnnderthanenn dieselbenn mit gewalt nit steurenn kontenn noch möchtenn,
mustenn sie solches geschehenn lassenn, Woltenn aber darin keins weges gehelet noch gewilligett, sonndernn offenntlich darvonn protestirt vnnd bedingtt habenn, Item Sonnabenndts am tage S.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemustenn sie solches geschehenn lassenn, Woltenn aber darin keins weges gehelet1 noch gewilligett, sonndernn offenntlich darvonn protestirt vnnd bedingtt habenn, Item Sonnabenndts am tage S.
Luciæ Anno quo supra ist vor beidenn Rathenn vnnd dem ausschos glaubwirdige2 vorgelauffenn, das vonn des Furstenn knechttenn zum Sodenn das holtz vor der Stadt, so aus der Pfenner bezirck darprachtt, gekaufft vnnd da dannenn gebracht wurde, vnnangesehen, das der Renndtmeister derhalbenn ersucht, vnnd solches abzuschaffenn vertrostet hatt, Demnach dem Saltzgrevenn vonn den Räthenn, auch dem ausschos daselbsten, bevohlenn wordenn, den Renndtmeister nachmals vmb abschaffung desselbenn vermöge des vertragk zubittenn,
damit gemeine Pfenner derhalbenn weitter zuklagenn nicht gevhrsacht, Auff solche werbung der Saltzgrebenn, der Renndtmeister abermahls vertröstet, er woltte vonn stundt ann, des anndernn morgenns den Schultheissenn zum Sodenn beschicken, vnnd bey demselbenn verschaffenn,
es solte hinfurt nitt mehr beschehenn, Volget die Supplication so gemeine Pfenner ann den Lanndtsfurstenn der halbenn Pfann, so der Pfar in Sodenn vbergebenn, vnnd dem furstenn zugestelt, habenn lassenn ausgehenn, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst, E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitees solte hinfurt nitt mehr beschehenn, Volget die Supplication so gemeine Pfenner ann den Lanndtsfurstenn der halbenn Pfann, so der Pfar in Sodenn vbergebenn, vnnd dem furstenn zugestelt, habenn lassenn ausgehenn, Durchleuchtiger Hochgeborner Furst, E.
G. seindt vnsere gehorsame diennste alzeit zuvor, Gnediger Herr, E. f. gl. wissenn sich gnediglich zuerinndernn, das niemandts keiner gerechtigkeit ann vnnsernn zwo vnnd vierzigk pfannen,
dann die gebaurschafft vnnd rechttenn Erbenn vnsers Saltzwercks vor Allenndorff, vermöge vnnser alttenn priuilegien sich annmassenn vnnderziehenn oder vnndernehmenn, sollenn, Welches auch alles durch E.
G. in Jungstenn vfgerichtenn vertrag vonn newes Confirmirt vnnd bestettigt, So kommet doch vnns glaubwirdig vor vnnd an, wie Er Johann Leunebach1[?] Pfarher in Sodenn, die halbe pfann, darann er vnnd seine vorfahrenndt pfarhernn nichts dann Vsum fructum gehabt, vnnd hat E. f. gl. diener Johann Barthelmes Renndtmeister vbergebenn vnnd zugestellet habe, Welcher, nach dem er derhalbenn durch vnnsernn Saltzgrebenn beredt, sich vnnder anndernn vernehmenn hatt lassenn, Weil solche halbe pfanne, durch eine Supplication vonn ehegenannttenn pfarhernn E. f. gl. vfgetragen, vnd vbergebenn sey, davonn wisse er vor seine personn vff solche vnnser priuilegia gerechttigkeit vnnd erfordernn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. in Jungstenn vfgerichtenn vertrag vonn newes Confirmirt vnnd bestettigt, So kommet doch vnns glaubwirdig vor vnnd an, wie Er Johann Leunebach[?] Pfarher in Sodenn, die halbe pfann, darann er vnnd seine vorfahrenndt pfarhernn nichts dann Vsum fructum gehabt, vnnd hat E. f. gl. diener Johann Barthelmes Renndtmeister vbergebenn vnnd zugestellet habe, Welcher, nach dem er derhalbenn durch vnnsernn Saltzgrebenn beredt, sich vnnder anndernn vernehmenn hatt lassenn, Weil solche halbe pfanne, durch eine Supplication vonn ehegenannttenn pfarhernn E. f. gl. vfgetragen, vnd vbergebenn sey, davonn wisse er vor seine personn vff solche vnnser priuilegia gerechttigkeit vnnd erfordernn,
ohnn sonnderlichenn E. f. gl. bevelch keins wegs abzustehenn, vnnd vnns wiederumb zuzustellenn, Derhalbenn ann E. f. gl. vnnser vnnderthenniges flehlichs bittenn, in annsehung des rechtenn vnnd der Erbarkeit E. f. gl. wollenn vnns Pfennernn, als den Echten vnnd rechtenn naturlichenn erbenn, vonn derowegenn sie alda ist, solche halbe pfanne, Irthumb zuverhutenn,
wiederumb gnediglich vermöge vnnser Priuilegien, auch E. f. gl. confirmation nach, zustellenn vnnd zu hanndenn kommenn lassenn, Wollenn wir die Pfenner durch einenn tuglichenn procuratorn,
als gefelle der halbenn pfannenn, ehegenantem pfarhernn, auch seinem nachkommenn reichenn behendigenn, vnnd Ihnenn derhalbenn zufriedenn stellenn, vnd klaglos machenn, Solches verdienenn wir vmb E.
Nota Vnnd wiewohl vnnser gnediger Furst vnnd Herr die gutliche hanndelung vf die vorgeschlagene mittell der Lanndtstendt, dergestalt wie sich gemeine Pfenner erbottenn, vnd vnndertheniglich gebettenn, enndtlich abgeschlagenn, alles Innhalts hiervor verzeichnetenn schrifftenn, vnnd wiederschrifftenn, So habenn doch nachmahls sfgl. diener Jost Vercker1 vnnd Henrich Muldener gemelte gutliche handelung, bey etlichenn der Pfenner, mit nahmenn Geißlarnn Schwannflugelnn2[?], Johann Schaffnit dem Eltern vnnd Johann Niedennstein wiederumb anngeregt, Welche dann weytter solchs ann gemeine Pfenner bracht, vnnd soviel bey Ihnenn erhaltenn, das sie nachmahls gutliche hanndelung, wie gemelt, verfolgenn wolttenn, vnnd solches Jost Verckernn vnnd Henrichenn Muldenernn wieder anngezeigt, die auch derselbenn bewilligung nach ein schrifftlichenn annlas vnnd Reuersal vonn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnderschriebenn, vnnd versiegelt ausbracht, vnnd gemeinenn Pfennernn zugestelt,
Darauff auch die auslenndischenn Pfenner da zur zeit wiederumb alhier beschriebenn wordenn, Am heut Mitwochenn post trium Regum Anno 40. seindt alle ein vnnd auslenndische Pfenner, so damahls beschriebenn vf dem Rathaus bey einannder versamblet gewesenn, Welche, nach dem Ihnenn die vorgeschlagene mittell vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrenn allenthalbenn vorgehaltenn, enndtlich vnnd einmutiglich, bey Irer hievor mit D. verzeichnetenn instruction vnnd verlas desmahls beruhet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDarauff auch die auslenndischenn Pfenner da zur zeit wiederumb alhier beschriebenn wordenn, Am heut Mitwochenn post trium Regum Anno 40. seindt alle ein vnnd auslenndische Pfenner, so damahls beschriebenn vf dem Rathaus bey einannder versamblet gewesenn, Welche, nach dem Ihnenn die vorgeschlagene mittell vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrenn allenthalbenn vorgehaltenn, enndtlich vnnd einmutiglich, bey Irer hievor mit D. verzeichnetenn instruction vnnd verlas desmahls beruhet,
Henrich Muldener vnd Jost Vercker vonn Hombergk, Den Erbarnn vnnd achtbarnn Gißlarnn Schwannflugeln, Johann Niedennstein, Thias Thorey Schultheissenn zu Allendorff ann der Werra, Vnnsernn besonndernn gutenn freundenn.
Vnnsernn freundtlichenn dienst zuuor Erbarnn vnd Achtbarnn gute freunde, Vff Jungst zu Allenndorff mit euch genommenenn abschiedt, habenn wir mit allem vleis vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn die beide articul, darumb ihr vnns vonn wegenn Gemeiner pfenner gebettenn, vnndertheniglich anngezeigt, vnnd souiel den erstenn punct betrifft, Sagt sfgl, wann die pfenner verstanndt, hettenn sie nit vrsach derwegenn beschwerung zuhabenn, dieweil die hanndtlung vf hindersich pringenn gestelt, vnnd mit wissenn geschehen, auch der annlas nit weitter, dann vff diese vorgenommenn gütliche hanndelung beschehenn soll, Dieweil nun der tagk bestimpt, vnnd die Beysitzer darzu beschriebenn seindt, die guetliche hanndelung vonn beidenn theilenn vorzunehmenn, vnnd wir sfgl mit grosser mühe darzu bewegt habenn,
So sehenn wir vor gut ann, allein gemeinenn Pfennernn zu gut, das diese guetliche hanndelung nicht abgeschlagenn, sonndernn der Termin besucht werde, So konnenn wir den hanndell dismahls nicht weitter erhaltenn, Wo ihr nun dismahls nit erscheinen, wirdt es zu weitter tagsatzung schwerlich zubringenn sein, denn sfgl enndtlich gesagt, Wo ihr nit erscheinenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Sagt sfgl, wann die pfenner verstanndt, hettenn sie nit vr= — sfgl: Kürzel, wohl s.f.g.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSo sehenn wir vor gut ann, allein gemeinenn Pfennernn zu gut, das diese guetliche hanndelung nicht abgeschlagenn, sonndernn der Termin besucht werde, So konnenn wir den hanndell dismahls nicht weitter erhaltenn, Wo ihr nun dismahls nit erscheinen, wirdt es zu weitter tagsatzung schwerlich zubringenn sein, denn sfgl enndtlich gesagt, Wo ihr nit erscheinenn,
Wolt sfgl. den annlas so wir mit grossem vleis erhaltenn, nit enndernn, Souiel die drey vonn den pfennernn gebettene Beysitzer betrifft, hatt sfgl. zugelassenn, vnnd die beschriebenn,
das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd euch vor vnnser personn freundtlich zudienenn, seindt wir willigk vnnd geneigt, Datum Cassell am Montage purificationis Mariæ Anno 40.
Dieweil nun sfgl. die auslenndischenn vnnd vnnpartheische vnnderhenndtler, darauff vorgerurte Instruction der pfenner enndtlich gestelt, nit hat wellenn gestattenn, So seindt derowegenn abermahls die nechstgesessene Pfenner Innerhalb der Zeit beschriebenn wordenn, vnnd sampt den Innwonenten Pfennernn vor gut anngesehenn, dieweil sfgl.
Laut hieuor geschriebener Missiuen etliche Beysitzer im Furstennthumb gesessenn zur handelung beschriebenn, das als dann nachmahls wie vorangezeigt, gütliche hanndtlung solte verfolgt werdenn, vnd habenn demnach etliche Inhalts volgender Instruction von Ihrer aller wegenn zu solcher hanndtlung abgeferttiget.
Sigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Vnnzuerruckter[?] Zeit, vnns den Gemeinen Pfennernn — Vnnzuerruckter oder Vnnverruckter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSigill verzeichnet, einer guetlichenn vnuerfennglichenn Hanndtlung etlicher fürgeschlagener mittell, vnnsers Saltzwercks halbenn gnediglich zugeschickt, vnnd zustellenn hat lassenn, des Datum stehet Sontags den 18. des Monats Januarij Dieweil sich nun gemeine Pfenner Innhalt gemelts anlasses, in einem Artickell oder zweyenn vngefehrlich beschwerdt geachttet, habenn sie durch sfgl. diener Henrich Müldener vnnd Jost Beckernn, vnnsernn günstigenn freunden, Ihr bedennckenn, vnnd was gestalt sie die vorgeschlagene guetliche verhanndelung verfolgenn wellenn, in vnnderthenigkeit annzeigenn lassenn, Weil aber ge dachte Müldener vnnd Becker, dinstags post purificationis Mariæ durch ihr schrifftenn vnns freundtlicher wohlmeinung wiederumb verstenndiget, was sie vf vnnsere vnnderthenige bitt, bey Hochgemeltem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn erhaltten, Nemblich das sfgl. den vnns zugeschicktenn schrifftlichen annlas zuenndernn enndtlich nit bedacht, sonndernn habenn allein der Pfenner anngegebene Beysitzer gnediglich zugelassenn vnnd beschriebenn, Damit nun gemeine pfenner, als die gutwilligenn vnd gehorsamenn vnnderthanenn, vnnd das ann Ihnenn in diesem fall kein manngell gespüeret, Wann dann gemelter annlas volgennder gestalt gemiltert, vnnd bey Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn in vnnderthenigkeit erhaltenn werdenn, so wollenn sich gemeine Pfenner dermassenn vnnd also lautende in guetliche vnuerfenngliche hanndelung einlassenn, Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn, Thun kundt hierann offenntlich vor vnns vnnser Erbenn, Jegenn menniglichenn bekennende, Nach dem wir ein Zeitt hero vnnd aus teglicher erfahrung vermerckt, das sich mannicherley Irrungenn des Saltzwercks halber, vor vnnser Stadt Allenndorff zutragenn, vnnd sie die Pfenner Ihre knechte in gehorsamb, wie sie annzeigenn, nit wohl erhaltenn mögenn, vnnd dann auch vnns durch diesenn Zwispalt, vnnser Saltzwerck nit gefordert, vnnd denn pfennernn das ihre so es nit in einer Regirung, dermassen Ihnenn nutzenn magk, wie sonnst geschehenn könntte, vnnd damit solches vorkommenn, So habenn wir vnns nachuolgennder gestalt, mit gedachtenn pfennernn einer guetlichenn hanndelung vereinigt, vnnd thun das mit Krafft dieses brieffs, also das wir etliche vnnser tapffer Räthe, vnnd die Pfenner auch etliche aus Ihnenn, vff schirstenn Mittwochenn nach Lichtmes, der do wirdt sein, der vierdte tagk des Monats Februarij Inn vnnser Stadt Cassell Jegenn abenndt einkommenn lassenn sollenn, vnnd die Pfenner sechs oder acht personenn, aus Ihnenn geschickt, volgenndenn donnerstags zu einander zukommenn, vnnd vf itzige vorgeschlagene mittell sich notturfftiglich zuvnnderredenn, vnnd einer Notely eines bestenndigenn guetlichenn vertrags, der Erbar vnd treglich ist, zuuergleichenn, Doch alles vf hindersich bringenn zuhanndlenn vnnd zustellenn, vnd das solche gestelte Notell vonn vnns beidenn theilenn in einer namhafftigenn zeit zuuor vnnd eher die enndtlich beschlossenn wirdt, zu oder abgeschriebenn werdenn magk, das auch also in vnnser beider theil macht vnnd bedennckenn stehenn soll, vnnd wo die guete in dieser guetlichenn handelung enndtstunde, vnns vonn beidenn seittenn die gestelte Notell nit gefallenn,
sonndernn abe vnnd nit zugeschriebenn wurde, das als dann vnns Lanndtgraue Philipsenn vnnser gerechtigkeit, desgleichenn das erganngenn Vrtheil, vnnd sonnst alle vorige vnd Itzige der Conuention hanndelung vorbehaltenn, Desgleiche den Pfennernn ann allenn Irenn rechttenn vnnd gerechtigkeitenn Innsonnderheit dem newenn obberürtem hieruor gesteltenn vertrage, auch Irer gethanen Reuocation, protestation, exception vnnd allen andernn rechtlichenn behelffenn vnnd notturfft, vnnachteylig, vnd also guetliche hanndelung vnuerfenglich Sonndernn sollenn wir vonn beidenn theilenn allermassenn, wie wir Itzo vor Dato dieses brieffes darin gestanndenn sein, stehenn pleibenn, bissolanng das Itzige vorgeschlagene guetliche mittell vonn vnns vonn beidenn theilenn enndtlichen beschlossenn, vnd des gnugsamb versicherung vnnd verschreibung aufgericht, vnnd vonn allenn belibt, vnnd anngenommenn werdenn, vnnd als gemeine Pfenner zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche vnnpartheische auslenndische vnnderhenndtler, vnnderthenigklichenn gebettenn, Wiewohl dann diese guetliche hanndelunge auff hindersich bringenn, vnnd also mit wissenn geschlossenn zuwerdenn verwilliget, So habenn wir das vor ein newerung, vnnd von vnnötenn geacht, auch des sonnder bedennckenns gehabt, Damit aber die Jenigenn, so vielleicht mehr aus eigenem vornehmenn, dann aus zutreglichenn redtlichenn vrsachenn, darauff hart hafftenn, auch gesettiget seyenn, So wollenn wir gnediglich gestattenn vnnd zulassenn, das zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche sonndere personen durch vnns benent, desgleichenn auch die pfenner drey personenn im Furstennthumb gesessenn, zuerwehlenn, vnnd zuuerordenenn, macht habenn sollenn, welche vor Ire personn als beysitzer beschriebenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesonndernn abe vnnd nit zugeschriebenn wurde, das als dann vnns Lanndtgraue Philipsenn vnnser gerechtigkeit, desgleichenn das erganngenn Vrtheil, vnnd sonnst alle vorige vnd Itzige der Conuention hanndelung vorbehaltenn, Desgleiche den Pfennernn ann allenn Irenn rechttenn vnnd gerechtigkeitenn Innsonnderheit dem newenn obberürtem hieruor gesteltenn vertrage, auch Irer gethanen Reuocation, protestation, exception vnnd allen andernn rechtlichenn behelffenn vnnd notturfft, vnnachteylig, vnd also guetliche hanndelung vnuerfenglich Sonndernn sollenn wir vonn beidenn theilenn allermassenn, wie wir Itzo vor Dato dieses brieffes darin gestanndenn sein, stehenn pleibenn, bissolanng das Itzige vorgeschlagene guetliche mittell vonn vnns vonn beidenn theilenn enndtlichen beschlossenn, vnd des gnugsamb versicherung vnnd verschreibung aufgericht, vnnd vonn allenn belibt, vnnd anngenommenn werdenn, vnnd als gemeine Pfenner zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche vnnpartheische auslenndische vnnderhenndtler, vnnderthenigklichenn gebettenn, Wiewohl dann diese guetliche hanndelunge auff hindersich bringenn, vnnd also mit wissenn geschlossenn zuwerdenn verwilliget, So habenn wir das vor ein newerung, vnnd von vnnötenn geacht, auch des sonnder bedennckenns gehabt, Damit aber die Jenigenn, so vielleicht mehr aus eigenem vornehmenn, dann aus zutreglichenn redtlichenn vrsachenn, darauff hart hafftenn, auch gesettiget seyenn, So wollenn wir gnediglich gestattenn vnnd zulassenn, das zu dieser guetlichenn hanndelung, etliche sonndere personen durch vnns benent, desgleichenn auch die pfenner drey personenn im Furstennthumb gesessenn, zuerwehlenn, vnnd zuuerordenenn, macht habenn sollenn, welche vor Ire personn als beysitzer beschriebenn,
vnd verordennt werdenn sollenn, damit, ob etliche disputirliche puncta furfallenn wurdenn, dieselbigenn beysitzer solche spaltunge zur guet mit beider part wissenn vnnd bewilligung richtenn helffenn konntenn, doch vff hindersich bringenn, wie obgemelt ist, alles ohnne geuerde, vnnd des zu Vrkundt Demnach habenn wir die Gemeinenn Pfenner des Saltzwercks vor Allenndorff, die Ernntuestenn Erbarnn vnd Ersamenn vnnsere gutenn freunde, vnnd mit pfenner, Assmus vonn Butlar, Werner Trotta, Ernnst vonn Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Johann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan Niedennstein, vonn vnnser aller wegenn, doch obgemelter vnnd sonnst gar keiner anndernn gestalt, oder was dann wie der Buchstab, vnnd nit weitter mitbringt, als vnnser volmechtige annwelde, den anngesatztenn tagk zuersuchenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnd verordennt werdenn sollenn, damit, ob etliche disputirliche puncta furfallenn wurdenn, dieselbigenn beysitzer solche spaltunge zur guet mit beider part wissenn vnnd bewilligung richtenn helffenn konntenn, doch vff hindersich bringenn, wie obgemelt ist, alles ohnne geuerde, vnnd des zu Vrkundt Demnach habenn wir die Gemeinenn Pfenner des Saltzwercks vor Allenndorff, die Ernntuestenn Erbarnn vnd Ersamenn vnnsere gutenn freunde, vnnd mit pfenner, Assmus vonn Butlar, Werner Trotta, Ernnst vonn Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Johann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan Niedennstein, vonn vnnser aller wegenn, doch obgemelter vnnd sonnst gar keiner anndernn gestalt, oder was dann wie der Buchstab, vnnd nit weitter mitbringt, als vnnser volmechtige annwelde, den anngesatztenn tagk zuersuchenn,
vnnd wie gemelt guetliche vnnd vnuerfengliche hanndtlung zuuerfolgenn, abgefertiget, vnnd ob Ihnenn samptlich oder ihr einem Innsonderheit derhalbenn einiche vngnade, schade oder verlust begegnete, des wir vnns doch keines wegs verhoffenn wollenn, den oder die, wie die nahmenn habenn möchtenn, geredenn wir sie in allewege zubenehmenn, daruor zustehenn, vnd schadtlos zuhaltenn, ohnne alle geferde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Bischhausenn, Jorgenn Freundt, Thias Chorey, Jo= — Chorey: Anfangsbuchstabe unsicher); hann Schaffnit, Sittlar Schwanflugelnn, vnnd Johan (Sittlar: Vorname unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd wie gemelt guetliche vnnd vnuerfengliche hanndtlung zuuerfolgenn, abgefertiget, vnnd ob Ihnenn samptlich oder ihr einem Innsonderheit derhalbenn einiche vngnade, schade oder verlust begegnete, des wir vnns doch keines wegs verhoffenn wollenn, den oder die, wie die nahmenn habenn möchtenn, geredenn wir sie in allewege zubenehmenn, daruor zustehenn, vnd schadtlos zuhaltenn, ohnne alle geferde,
Des in vrkunde habenn wir gemeine pfenner die Erbarnn vnnd Ersamenn, Hanns Reuth, Hentz Meinhardt, Johann1 Casselmann, vnnd Hannsenn Schwanflugell dieser vnnser Instruction zuuersieglenn gebettenn,
Des wir Itztgenanntenn also auff ihr bitt gethann bekennenn, doch vnns vnnd vnnsernn Erbenn vnnschedtlich, Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff vf Mitwoch nach purificationis Mariæ Anno 40.
Nach dem aber obenn anngezeigte gesanndtenn der pfenner donnerstags nach Lichtmes auf Furstlicher Cannzley zu Cassell vor den verordenntenn vnnd darzu erweltenn beysitzernn, Mit nahmenn vonn vnnsers gnedigenn fursten vnnd Herrnn wegenn, Herr Ditrich der Junger Graue vonn Ples, Rudolph Schennck, Wernner vonn Waldennstein, vonn wegenn der Pfenner, Jost vonn Berlipsch, Reinhardt vonn Beynneburgk,
gnanndt der Sellermann, Balthasar Diede, furkommenn, habenn sie mit den verordenntenn befelchabernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Nemblich Doctor Walther, Johann Feig Cannzlar, Jost Becker Henrich Müldener vnnd Johan Bartholmes,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Ersamenn, Hanns Reuth, Hentz Meinhardt, Johann — Reuth: Nachname unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegnanndt der Sellermann, Balthasar Diede, furkommenn, habenn sie mit den verordenntenn befelchabernn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Nemblich Doctor Walther, Johann Feig Cannzlar, Jost Becker Henrich Müldener vnnd Johan Bartholmes,
bis in den drittenn tagk des schrifftlichen annlasses vnnd Reuersals halbenn gehanndelt vnnd enndtlich sich deshalbenn volgennder gestalt verglichen, also lautennde, Volget der Reuers.
Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn Thun kundt hieran offenntlich, vor vnns, vnnser Erbenn, gein menniglichem bekennende, Nach dem wir vnnd die pfenner aus redtlichenn vrsachenn, für gut anngesehenn, vnns des Saltzwercks halber in guetliche hanndelung einzulassenn, So habenn wir vnns dessenn mit Ihnenn gnediglich verglichenn, Ob solche sache nit guetlich vertragenn mochte werdenn,
das als dann die sachenn aller dermassen in dem Stannde wie die Itzo vor Dato dieser gütlichenn hanndtlung gestanndenn, stehenn vnnd pleibenn sollen, Desgleichenn soll diese gütliche hanndelung Jedem theil vnnschedtlich auch vff hindersich bringenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Bartholmes, bis in den drittenn tagk des schrifftlichen — Bartholmes: Lesung des Namens unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas als dann die sachenn aller dermassen in dem Stannde wie die Itzo vor Dato dieser gütlichenn hanndtlung gestanndenn, stehenn vnnd pleibenn sollen, Desgleichenn soll diese gütliche hanndelung Jedem theil vnnschedtlich auch vff hindersich bringenn,
abe vnd zu zuschreibenn furbehaltenn sein, ohnn alle geuerde, vnnd argelist, Inn Vrkunde vnnder vnnserm hierauff getrucktenn Secret, Gebenn zu Cassell Sambstags nach purificationis Mariæ Anno 40.
Nach gefertigtem vnnd vbergebenem Reuersal, seindt vorgemelte der pfenner Gesanndtenn furgetrettenn, vnnd durch Johann Niedennstein diese volgennde protestation vnnd was gestalt sie zu dieser guetlichenn hanndtlung schreitenn wolttenn, lassenn furtragl.1
Edler Wohlgeborner, Ehrenuestenn, Erbarnn, Gnediger gebiettende gunstige Herrnn, Nach dem gemeine Pfenner vnns Ire gesanndtenn zu dieser guetlichen hanndtlung vonn Irenntwegenn abgefertiget, Innhalts des vffgerichtenn Reuersals, das diese guetliche hanndtlung beidenn theilenn ann Irenn gerechtigkeitenn vnuerfenglich vnnd vnnachteylig sein solle, zu hanndelnn,
doch alles vff hindersich bringenn, auch diese hanndelung nachgehaptem bedennckenn zu vnnd abzuschreibenn, abgefertiget, So wollenn wir auch der vnnd keiner anndernn gestalt oder was zu dieser hanndtlung schreittenn, vnnd vnns auch weitter nit eingelassenn noch bewilliget habenn, daruonn wir offenntlich protestiren.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
schreitenn wolttenn, lassenn furtragl. — furtragl.: Kürzung am Wortende
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedoch alles vff hindersich bringenn, auch diese hanndelung nachgehaptem bedennckenn zu vnnd abzuschreibenn, abgefertiget, So wollenn wir auch der vnnd keiner anndernn gestalt oder was zu dieser hanndtlung schreittenn, vnnd vnns auch weitter nit eingelassenn noch bewilliget habenn, daruonn wir offenntlich protestiren.
Vnnd nach gethaner protestation auch allerley bedennckenn, redenn vnnd wiederredenn souiel vnnd nicht weitter dann aus volgennder Notelnn zuersehenn, ausrichtenn oder erhaltenn könnenn Volget die Notell Zwischenn vnnserm gnedigenn Herrnn vnnd furstenn vnnd den Pfennernn zu Allenndorff abgeredt auff hindersich pringenn, ann beide theil, Erstlich ist aus viel bewegenndenn vrsachenn furgeschlagenn, das die pfenner die — 44. pfannenn so Inen zustehenn,
seinen f.gl. vmb eine namhafftige Summa Jerlicher pension, zwanntzigk Jar lanng mitt dem zirck des geholtzes, der Ihne den pfennernn zu diesem mahl zugeprauchenn zugelassenn ist, vnnd solches geholtzes halbenn,
zu alle dem rechtenn gebrauch vnnd vortheil den sie die pfenner darann solttenn ge hapt habenn, einthun vnnd lociren sollenn, also das sfgl. solch der Pfenner Bothenn, mit sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezu alle dem rechtenn gebrauch vnnd vortheil den sie die pfenner darann solttenn ge hapt habenn, einthun vnnd lociren sollenn, also das sfgl. solch der Pfenner Bothenn, mit sfgl.
Bothenn vnnd Saltzwergk, in ein Regiment nehmenn, vnnd dieselbigenn nach sfgl. gefallenn zum bestenn gebrauchenn soll vnnd magk, Vnnd wann die zwanzigk Jar verlauffenn sein, welch theil als dann dieser Location beschwert ist, der magk dieselbige dem anndernn theil drey Jar zuuor,
ehe dann die abtrettung geschicht, auffsagenn, vnnd so solch auffsagung geschicht, soll sfgl. solches noch drey Jar Inne behalten gebrauchenn, vnnd darnach vberlieffernn, Inn aller massenn wie sfgl. solches alles emdtpfangenn hatt, Weytter hat sfgl. ihr außtrucklichenn furbehaltenn, das sfgl.
Itzo alsbaldt zwey probe Jahr habenn soll, Zuuersuchenn ob sfgl. des Zinses oder pension zukommenn möge, oder nit, vnnd sfgl. in den zweyenn Jarenn befindenn wirdet, das es sfgl. nit dienenn will,
magk sfgl. nach außgang der zweyer Jar, dauon wieder abtrettenn, wie obgemelt, vnnd den Pfennernn Ihr gut mit seiner zugehörung wieder zustellen Darzu hat auch sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemagk sfgl. nach außgang der zweyer Jar, dauon wieder abtrettenn, wie obgemelt, vnnd den Pfennernn Ihr gut mit seiner zugehörung wieder zustellen Darzu hat auch sfgl.
Ihr furbehaltenn, nach außgang der zweyer Probe Jar, die vbrigenn achtzehenn Jar lanng, die auffsagung drey Jar zuuor, Wann sfgl. solchs gefallenn will zuthun, Innmassenn wie obenn dauonn gemelt ist,
vnnd als dann den Pfennernn zu außgang der dreyer Jar Ihr gut vnnd gerechtigkeit wieder zustellenn, Innmassenn wie sfgl. solches vonn Ihne emdtpfangenn hatt.
Vmb den Zins oder pension, hat mann sich dismahl nit vergleichenn mögenn, Sonnder der Pfenner Gesanndenn vnnd Beuelchhaber, Nemblich Werner Crott, Asmus vonn Butlar, Ernnst vonn Bischausenn, Christoffer Schwanflugell, Hanns Wiedennstein, Johann Schaffnit, Thias Thorey[?]1, vnnd Jeorge Freundt, seindt darauff hart gestanndenn, das sfgl. aus einem Jeden Bothe desselbigenn Bodtsherrenn vnnd Baherbenn2, Erstlich auff achtzigk zwey oder drey werck, vnnd darnach vf den Siebennzigk werckenn,
Je ein werck vf drey guldenn muntz gerechnet, das machte in einer Summa zweyhundert vnnd zehenn guldenn, dem guldenn zu sechs vnnd zwanzigk alb, Lanndtswehrung gerechnet, gebenn solte, So habenn sfgl. beuelchhaber,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJe ein werck vf drey guldenn muntz gerechnet, das machte in einer Summa zweyhundert vnnd zehenn guldenn, dem guldenn zu sechs vnnd zwanzigk alb, Lanndtswehrung gerechnet, gebenn solte, So habenn sfgl. beuelchhaber,
auff Hundert vnnd Funfftzigk, Sechzigk, Siebennzigk, darnach auff Hundert vnnd achzigk guldenn, der anngezeigtenn wehrung hart gestanndenn, doch zuletzt sich des vernehmenn lassenn, an sfgl. zubringenn, Ob sfgl.
Hundert vnnd Neuntzigk guldenn gebenn woltenn, Wiewohl es sfgl. beschwerlich sein wurdt, aus vielenn vrsachenn, so den Beuelchhabernn anngezeigt wordenn sein, vnnd dieweil sich zu diesem mahl die Partheyenn dessenn nicht vergleich mögenn, So habenn es beidertheil Befelchhaber angenommenn, hinder sich zubringenn, vnnd nach gehaptenn bedennckenn, In Monatsfrist zu oder abzuschreibenn bewilliget Vnnd ist diese Location darauff gestelt, das im fall da beide theil derselbigenn verglichenn werdenn, vnnser gnediger Herr, den schlies1 vnnd vnkostenn der Bothe vnnd geschirs darzu gehorigk mitler zeitt dieser bestenndtnus halttenn solt, Vnnd damit der abtrettung halbenn kunfftiglich kein Irrung zufallenn möchte, So solt mann als baldt nach dieser vergleichung alle Bothe, vnnd was darinnenn ist, desgleichenn alle gehöltze der Pfenner besichtigenn, wie die Itzo gestalt sein, vnnd das alles durch Notarien, Inn beysein etlicher zeugenn, eigenntlich verzeichnenn lassenn, vnnd zu zeitenn der abtrettung als dann solches wieder so gut liefferrnn, als es Jtzt ist, ohnne geuerde, Wurde sich auch vngluck begebenn, also das ein oder mehr Bothe abbrennte, oder so der fleck die Boden, durch Heeres not verhert oder verderbet, oder der Saltzbronn eingeworffenn, oder verderbt were, Vom ganntzenn Saltzwerck pension zugebenn, solange nit schuldigk sein, bis das der Brun vnnd die Bothe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHundert vnnd Neuntzigk guldenn gebenn woltenn, Wiewohl es sfgl. beschwerlich sein wurdt, aus vielenn vrsachenn, so den Beuelchhabernn anngezeigt wordenn sein, vnnd dieweil sich zu diesem mahl die Partheyenn dessenn nicht vergleich mögenn, So habenn es beidertheil Befelchhaber angenommenn, hinder sich zubringenn, vnnd nach gehaptenn bedennckenn, In Monatsfrist zu oder abzuschreibenn bewilliget Vnnd ist diese Location darauff gestelt, das im fall da beide theil derselbigenn verglichenn werdenn, vnnser gnediger Herr, den schlies vnnd vnkostenn der Bothe vnnd geschirs darzu gehorigk mitler zeitt dieser bestenndtnus halttenn solt, Vnnd damit der abtrettung halbenn kunfftiglich kein Irrung zufallenn möchte, So solt mann als baldt nach dieser vergleichung alle Bothe, vnnd was darinnenn ist, desgleichenn alle gehöltze der Pfenner besichtigenn, wie die Itzo gestalt sein, vnnd das alles durch Notarien, Inn beysein etlicher zeugenn, eigenntlich verzeichnenn lassenn, vnnd zu zeitenn der abtrettung als dann solches wieder so gut liefferrnn, als es Jtzt ist, ohnne geuerde, Wurde sich auch vngluck begebenn, also das ein oder mehr Bothe abbrennte, oder so der fleck die Boden, durch Heeres not verhert oder verderbet, oder der Saltzbronn eingeworffenn, oder verderbt were, Vom ganntzenn Saltzwerck pension zugebenn, solange nit schuldigk sein, bis das der Brun vnnd die Bothe,
samptlich oder sonnderlich wieder aufgericht, wesenntlich vnnd ganngkhafftigk wurdenn, als dann solte sfgl. nach anntzahl der auffgerichtenn wesentlichenn vnnd ganngkhafftigenn Bothenn, vnd der Sohlenn wiederumb pension zugebenn schuldigk sein, Innmassenn wie vor, Viele auch im fleckenn zun Bodenn ein sterbenn ein, also, das ein oder mehr Bote aus, oder souiel Personenn sturbenn, das mann nicht siedenn könnte, aus solchenn oder solchenn Bodenn solte auch sfgl. nach verlauffener Zeit des Saldtlegers pension zugebenn nit schuldigk sein, Vnnd so mann dieser puncta also einigk were, Als dann solt mann weitter vonn der versicherung redenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesamptlich oder sonnderlich wieder aufgericht, wesenntlich vnnd ganngkhafftigk wurdenn, als dann solte sfgl. nach anntzahl der auffgerichtenn wesentlichenn vnnd ganngkhafftigenn Bothenn, vnd der Sohlenn wiederumb pension zugebenn schuldigk sein, Innmassenn wie vor, Viele auch im fleckenn zun Bodenn ein sterbenn ein, also, das ein oder mehr Bote aus, oder souiel Personenn sturbenn, das mann nicht siedenn könnte, aus solchenn oder solchenn Bodenn solte auch sfgl. nach verlauffener Zeit des Saldtlegers1 pension zugebenn nit schuldigk sein, Vnnd so mann dieser puncta also einigk were, Als dann solt mann weitter vonn der versicherung redenn,
Es solt auch die bezahlung der gedingtenn pension durch die Söder alle Monat oder wochenn Innmassenn wie es Itzo gehalttenn wirdet, geschehenn, aus den Bothenn den gutherrnn, oder Irenn Beuelchhabernn bis solanng die gedingte Jerliche pension, aus einem Jedenn Bothe, bezahlt were, Was als dann vbrigk gesottenn wurde,
dasselbige sollte sfgl. genntzlich zustehenn vnnd volgenn, vnnd sfgl. darumb niemanndts rechnung zugebenn schuldigk sein, Wurde aber das Both Jerlich nicht souiel siedenn, als die gedingte Summa ist,
so solt vnnd must seine fgl. aus Ihrem guth vnnd Inkommens solche Summa erfullenn, Vnnd wenn also wie obgemelt sfgl. den gedachtenn 42.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteso solt vnnd must seine fgl. aus Ihrem guth vnnd Inkommens solche Summa erfullenn, Vnnd wenn also wie obgemelt sfgl. den gedachtenn 42.
Pfannenn, den Pfennernn zustenndigk, fur sich selbst, oder auff auffsagung der Pfenner, Innhalt dieser vergleichung abtrettenn wurde, als dann soll es vmb die gebrechenn vnnd Irrung, so sich Jtzt dieser zeitt erhaltenn, auch sonnstet vmb alle sachenn,
zu solchem Saltzwerck gehörigk, stehenn, Inn allermas wie es Itzo stehet, vnnd mit diesem vertrage keinem theil nichts gegebenn oder genommenn werde, ohnne geuerde, Es sollenn auch die Pfenner Inn zeit dieses bestenndtnus die —— 200 fl.
Zins, so sie Jerlich bishero gegebenn habenn, desgleichenn die zwo Pfann Saltzes alter pflicht, darzu Herrngeldt, Loffell Zoll1 vnd annders sfgl. zustenndigk, gebenn, doch mit dem vnnterscheidt, Ob das Saltzwerck des Saltzbronns halbenn, oder durch verherung vnnd Brandt, schadenn nehme, Innmassenn wie obgemelt, das sie als dann auch die gemeltenn zweyhundert guldenn nach anntzahl des schadenns, vnnd der zweyhundert guldenn sfgl. zubezahlenn nit schuldigk sein sollen, Diese Notell habenn beidertheil Gesanndtenn anngenommenn, ann Ire Herrnn vnnd Beuelchhaber zubringenn, vnnd in Monatsfrist sich Jegenn dem anndernn theil, darauff was sein gemut sein will, vernehmenn lassenn, Seint Sontags Inuocauit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZins, so sie Jerlich bishero gegebenn habenn, desgleichenn die zwo Pfann Saltzes alter pflicht, darzu Herrngeldt, Loffell Zoll vnd annders sfgl. zustenndigk, gebenn, doch mit dem vnnterscheidt, Ob das Saltzwerck des Saltzbronns halbenn, oder durch verherung vnnd Brandt, schadenn nehme, Innmassenn wie obgemelt, das sie als dann auch die gemeltenn zweyhundert guldenn nach anntzahl des schadenns, vnnd der zweyhundert guldenn sfgl. zubezahlenn nit schuldigk sein sollen, Diese Notell habenn beidertheil Gesanndtenn anngenommenn, ann Ire Herrnn vnnd Beuelchhaber zubringenn, vnnd in Monatsfrist sich Jegenn dem anndernn theil, darauff was sein gemut sein will, vernehmenn lassenn, Seint Sontags Inuocauit1,
Montags nach Oculi Habenn alle ein vnnd auslendische Pfenner, so damahln zusammenn gewesenn, nach verlesung gerurter Noteln, vnnd emdtpfangener Relation der Gesanndenn,
enndtlich vff dem bewilligten vertrage zuberauhenn, vnnd alle anndere vnnderhanndtlung genntzlich abzuschreibenn, enndtschlossen, vnnd beuohlenn, wie nachstehet, Volget das abschreibenn der letztenn vnnderhanndelung, vnnd fürgeschlagenenn mittell.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteenndtlich vff dem bewilligten vertrage zuberauhenn1, vnnd alle anndere vnnderhanndtlung genntzlich abzuschreibenn, enndtschlossen, vnnd beuohlenn, wie nachstehet, Volget das abschreibenn der letztenn vnnderhanndelung, vnnd fürgeschlagenenn mittell.
G. seindt vnnsere schuldige, alzeit bereit vnnderthenige dinste zuuor, Gnediger Herr, alle wir ein: vnnd auslenndische Pfenner des Saltzwercks in Sodenn, vor E. f. gl.
Stadt Allenndorff gelegenn, so viel dero Itzo Montags nach Oculi persönlich, vnnd durch Ire Volmacht, hier zu Allenndorff gewesenn, hettenn wohl gehofft, E. f. gl. wurdenn gnediglich, aus Christlichem vnnd Furstlichem gemut, damit E. f. gl.
Gott lob reichlich begabt, beherziget haben, Wes vnns armenn annfennglich auff erst gehaltenem tage zu Cassell, in beysein der darzu gezogenn Ritter: vnnd Lanndtschafft dieses Furstennthumbs vonn E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGott lob reichlich begabt, beherziget haben, Wes vnns armenn annfennglich auff erst gehaltenem tage zu Cassell, in beysein der darzu gezogenn Ritter: vnnd Lanndtschafft dieses Furstennthumbs vonn E.
G. persönlich, auch Innhalts etlicher zugesteltenn schrifftlichenn furschlege, zugesagt, als nemblich, das E. f. gl. furhabenn vnnd nebenn Gebaue nit in vnnserm nachteil vnnd schadenn, sonndernn vielmehr zu vnnserm nutz vnnd gedeyenn, begert vnnd fürgenommenn wurde,
Welches auch der Ehrenuest Sigmundt vonn Boynebergk Stadthalter, nochmahls offenntlich vnnder der Glockenn, vor der ganntzen Gemeine zu Allenndorff verkundiget, vnnd gleichfals ann stadt E. f. gl. glaubwirdig vertrost vnnd zugesagt, Darauff auch der gebaue anngefanngen, vnnd ferner auffgerichter Reces zwischenn E. f.
Gl. vnnd vnns armenn bewilliget vnnd volnzogenn, darin vnns nicht allein bey Furstlichenn warenn worten, gutenn glaubenn vnnd trewenn, Sonndernn auch im worte der warheit, das solchs vnns vnnd vnnsern Erbenn, ann vnnser Erbgerechtigkeit, wie wir die ann vnnsernn vierzigk zwo Pfannenn herbracht, gebraucht, vnnd vor vnnser Erbe besessenn habenn, vnd nach, am Saltzwerckenn ffenn1, dem Holtzkauff vnd Sieden, gar keinenn schadenn bringenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGl. vnnd vnns armenn bewilliget vnnd volnzogenn, darin vnns nicht allein bey Furstlichenn warenn worten, gutenn glaubenn vnnd trewenn, Sonndernn auch im worte der warheit, das solchs vnns vnnd vnnsern Erbenn, ann vnnser Erbgerechtigkeit, wie wir die ann vnnsernn vierzigk zwo Pfannenn herbracht, gebraucht, vnnd vor vnnser Erbe besessenn habenn, vnd nach, am Saltzwerckenn ffenn, dem Holtzkauff vnd Sieden, gar keinenn schadenn bringenn,
oder geberenn soll, austrucklich wie billich Furstlich vnnd löblich verschriebenn vnnd versprochenn, Welches wir vnns auch ohn zweiuell zugeschehenn verhofftenn, Wo nit E. f. gl. durch eingebung vnnser misgonner,
so vnnser löblichenn gebaurschafft vnnd einigkeit enndtJegenn, vnnd gerinne1, das doch |: ob Gott will :| nit geschehenn soll, getrennt sehenn, in anndere wege geleit vnnd gefurt wurde, Dieweil wir aber |:
Gott im Himmell geclagt :| also vnder dem schein vnnd gnadenn, die mann vnns reichenn wolte, vnns armenn die auff erdenn Gottes zum theil nicht annders dann diese gabe Gottes vonn vnnsern Elternn seligenn ererbet, vnnd zum theil aus krafft der Erbgerechtigkeit, mit einem theurenn Pfennige ann vnns gebracht habenn, auch arme wittibe, Waisenn, Blindenn vnnd Lahmenn, der nit ein geringe zahl, Inn ewigenn dieser welt verderben, eingestigenn2, zu dem das wir den grossenn verderblichenn gelittenenn,
vnd noch teglichen zufelligen schadenn, vber obgerurte E. f. gl. vnnd des Stadthalters auch meldung des vertrages zusage, vf dem vngefehrlichen verhörs tage zu Cassell, Dinstags nach Dionisij dargethan, vnnd allein dem zuuorkommenn gebettenn, Werdenn wir armenn vnnd sonnderlich vnnsere Gesanndten,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnd noch teglichen zufelligen schadenn, vber obgerurte E. f. gl. vnnd des Stadthalters auch meldung des vertrages zusage, vf dem vngefehrlichen verhörs tage zu Cassell, Dinstags nach Dionisij dargethan, vnnd allein dem zuuorkommenn gebettenn, Werdenn wir armenn vnnd sonnderlich vnnsere Gesanndten,
vber des vngefehrlichenn verhörs zuschreibenn, mitt einer rechtlichenn vermeintenn Reconuention klage anngetast, alles des annsehenns, vnns weniger dann mit rechte, aus dem aufgerichtenn vertrage, als solten wir dem zuwiedder gelebt habenn, das sich doch im grunde |:
Gott lob :| annders findenn soll, zufuhrenn, des wir vnns, als die getrewenn armenn vndersassen, dermassenn nit verhofft, vnnd nun abermahls vonn etzlichenn E.
G. dienernn vnnd Beuelchhabern in Sodenn dahin bewegt, als das mann zu hinlegung alle solches furgenommenenn vnwillenns, vnnd zugewennter1 vngnade, beiderseits zu gutenn, nutz, vnnd vortheil, zu erhaltenn gnade vnnd einigkeit, leidenliche wege furzunehmenn, also vnd wie solches geschehenn solt, vnns vber das zugestelte Reuersal vnd vnnderhanndtlung zu Cassell ein Notell behanndenn lassenn, Welche wir genommenenn abscheide nach zu Cassell,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. dienernn vnnd Beuelchhabern in Sodenn dahin bewegt, als das mann zu hinlegung alle solches furgenommenenn vnwillenns, vnnd zugewennter vngnade, beiderseits zu gutenn, nutz, vnnd vortheil, zu erhaltenn gnade vnnd einigkeit, leidenliche wege furzunehmenn, also vnd wie solches geschehenn solt, vnns vber das zugestelte Reuersal vnd vnnderhanndtlung zu Cassell ein Notell behanndenn lassenn, Welche wir genommenenn abscheide nach zu Cassell,
Wissenn dennach1 armuts, ewiger verderbenns, auch Ehrennhalbenn, vnnd verweisung vnnserer nachkommenn, vonn dem auffgerichtenn bewilligtenn vertrage keins wegs abzutrettenn, oder vnns dessenn zuuerzeihenn, vnnd vns mit E. f. gl.
Räthenn oder Beuelchhabernn in einiche weytterung, disputation oder vnnderhanndtlung einzulassenn, sonndernn beruhenn vff berurtem vertrage, vnnd wollenn hiemit die gethanenn furschlege vnnd hanndelung, wie vnns das in der zugestelten Noteln vnnd sonnst vorbehaltenn,
Salzwerck mit Salzgrebenn, Warttenn, vnndt anndernn amptenn lauts des vertrags zum forderlichstenn bestellenn, vnnd verfertigenn, damit es zu sampt dem vnnsernn hinfurt in stadtlicher ordnung regirt erhaltenn, vnnd dem vertrage des orts auch gemes möge gelebt werdenn, das bringt E.
darauff werdenn sfgl.2 der gebuer sich wohl zuerhaltenn wissenn, Das wir euch mit woltenn verhaltenn vnnd seindt euch sonnst zu freundtlichenn diennstenn vnnd gunstenn geneigtt, Datum Cassell am Sonntage Laetare Anno 40.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedarauff werdenn sfgl.1 der gebuer sich wohl zuerhaltenn wissenn, Das wir euch mit woltenn verhaltenn vnnd seindt euch sonnst zu freundtlichenn diennstenn vnnd gunstenn geneigtt, Datum Cassell am Sonntage Laetare Anno 40.
Den Ernuestenn Erbarenn vnnd Ersamenn den gemeynenn Pfennernn des Salzwercks vor Allenndorff, vnnsernn gutenn freundenn vnnd Gonnernn, Volget ein schrifft ann die vermeinten Commissarien, belanngendt die Replicken,
Vnsere freundtwillige diennste zuuor Achtbarnn vnnd Erbarnn gunstige gebietennde Herrnn, Nachdem ein stillstanndt zwischenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd herrnn vnnd gemeinen pfennernn ein zeitlanng lauts eines zugesteltenn Reuersals, vnnd abgeredtenn Noteln, vmb annderer gutlicher vnnderhanndtlung willenn, des Salzwercks halber bewilligt vnnd gemacht, welcher vnnderhanndtlung wir vnns nachmahls mit sfgl. vnnd derselbigenn Beuelchhabern, vonn wegenn ewiges dieser welt verderbenns mitt habenn könnenn vereynigenn, oder vergleichenn, vnd aber sfgl vonn der vorgenommenenn vermeintenn Reconuention klage, wie wir vnns doch keinswegs versehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnsere freundtwillige diennste zuuor Achtbarnn vnnd Erbarnn gunstige gebietennde Herrnn, Nachdem ein stillstanndt zwischenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd herrnn vnnd gemeinen pfennernn ein zeitlanng lauts eines zugesteltenn Reuersals, vnnd abgeredtenn Noteln, vmb annderer gutlicher vnnderhanndtlung willenn, des Salzwercks halber bewilligt vnnd gemacht, welcher vnnderhanndtlung wir vnns nachmahls mit sfgl.1 vnnd derselbigenn Beuelchhabern, vonn wegenn ewiges dieser welt verderbenns mitt habenn könnenn vereynigenn, oder vergleichenn, vnd aber sfgl2 vonn der vorgenommenenn vermeintenn Reconuention klage, wie wir vnns doch keinswegs versehenn,
weniger verhoffenn, nicht abtrettenn, vnnd in billicher wege betrachtenn, sonnder Je darauff verharrenn wolte, als dann gelanngt ann euch, als dieser sachenn vermeinte Commissarien, vnnser vnnderthenigs bittenn vnnd gesinnenn, Ir wollet auff vnnser gethann declinatorium fori der einbrachtenn Replication vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn,
so die vorhanndenn Copien vnnd nachmals gebuerliche dilation vnns zustellenn, vnnd nachgebenn, damit wir weitter vnnser hohen notturfft nach, vnns des rechtenn zugebrauchenn habenn, das verdienenn wir vmb E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteso die vorhanndenn Copien vnnd nachmals gebuerliche dilation vnns zustellenn, vnnd nachgebenn, damit wir weitter vnnser hohen notturfft nach, vnns des rechtenn zugebrauchenn habenn, das verdienenn wir vmb E.
Georgenn Nuspickernn Vice Cantzlarnn zu Cassell, Ludewig Kochen Burgermeister daselbst, vnnsernn etc. gunstigenn Herrn, Anttwort Ludewig Kochs Mein willig diennst zuuor, Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn gepietenndt gunstig liebe Junckernn, vnnd besonnder gute freunde, Es ist mir gesteriges tages ein schrifft in nahmenn ewer als gemeiner pfenner des Salzwercks vor Allenndorff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteGeorgenn Nuspickernn Vice Cantzlarnn zu Cassell, Ludewig Kochen Burgermeister daselbst, vnnsernn etc. gunstigenn Herrn, Anttwort Ludewig Kochs Mein willig diennst zuuor, Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn gepietenndt gunstig liebe Junckernn, vnnd besonnder gute freunde, Es ist mir gesteriges tages ein schrifft in nahmenn ewer als gemeiner pfenner des Salzwercks vor Allenndorff,
welcher Vberschrifft an den Erbarnn vnnd hochgelartenn herrnn Georgenn Nußpicker Vice Cantzlarnn vnnd mich gehalttenn, behenndigt, die Ich abwesens gemelts herrnn Vbergenn in bestenn erbrochenn, vnnd daraus im lesenn souiel, das der mundtlichen einbrachtenn Replicken vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn etc.
In sachl2 die Reconuention klage belanngenndt, Copien da die furhanndenn, vnnd nachmahls gebürliche dilation euch zuzustellenn, vnnd nachzugebenn gebettenn wirdet, verstanndenn, Weyl ihr euch aber letzter hanndelung nehest verschienenn, Donnerstags nach Hilarij, welcher war der 15.
Januarij dis Lauffenndenn Jars, ohne zweiuell, vnd was euch damahls zu beidenn partheyenn vonn vns als den deputirten Commissarien fur ein bescheidt vf alles was schrifftlich vnnd mundtlich einbracht, vnd gebettenn wordenn ist, wohl zuerInnernn hapt, Vernet ihr euch hierin selbst der billicheit, vnnd das mir einigenn daruber euch nun erstenns Copien zuzustellenn,
vnnd weitter dilation zugebenn, keins wegs gebuerenn will, bescheidenn, Doch bin Ich diese ewer schrifftenn gemeltenn herrnn Georgenn Nuspicker zuzuschickenn bedacht, Was dann desselbigenn meinung in deme auch sein wirdet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd weitter dilation zugebenn, keins wegs gebuerenn will, bescheidenn, Doch bin Ich diese ewer schrifftenn gemeltenn herrnn Georgenn Nuspicker zuzuschickenn bedacht, Was dann desselbigenn meinung in deme auch sein wirdet,
Mein willig diennst zuuor Ernuestenn, Erbarnn vnnd Ersamenn gunstige liebe Junckhernn, besonnder gute freunde, Als Ich euch wenig vergangener zeit, vff ewer gesinnen, anntwort gebenn hab, vnnd darnebenn das Ich solchs ewer bitt ann herrnn Georgenn Nußpickernn, als mit Commissarien, auch gelanngenn lassenn woltte, zuerkennenn gebenn, Bin ich demselbenn also nachkommenn, Weil nun Herr George derselbigenn meinung, wie euch zuuor geschriebenn, auch ist, vnnd vermeinet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteMein willig diennst zuuor Ernuestenn, Erbarnn vnnd Ersamenn gunstige liebe Junckhernn, besonnder gute freunde, Als Ich euch wenig vergangener zeit, vff ewer gesinnen, anntwort gebenn hab, vnnd darnebenn das Ich solchs ewer bitt ann herrnn Georgenn Nußpickernn, als mit Commissarien, auch gelanngenn lassenn woltte, zuerkennenn gebenn, Bin ich demselbenn also nachkommenn, Weil nun Herr George derselbigenn meinung, wie euch zuuor geschriebenn, auch ist, vnnd vermeinet,
die solche Irenn zuverordentenn vonn der Ritter vnnd Lanndtschafft ferner annzeigenn, vnnd darauf nach befindung, bescheidt gebenn werdenn, Welches Ich euch in bestenn nit verhaltenn wollenn, denen Ich zu williger diennsterzeigung ganntz vnuerdrossen, Datum [übergeschrieben:
Den Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn Allenn etc. meinenn Pfennernn, des Salzwercks vor Allenndorff, Meinenn gunstigenn liebenn Junckernn, vnnd besonndernn gutenn freunden, Volget die furstliche wieder anntwort auff das abschreibenn der Pfenner, so hiebeuor mit L. verzeichnet.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDen Ernuestenn Erbarnn vnnd Ersamenn Allenn etc. meinenn Pfennernn, des Salzwercks vor Allenndorff, Meinenn gunstigenn liebenn Junckernn, vnnd besonndernn gutenn freunden, Volget die furstliche wieder anntwort auff das abschreibenn der Pfenner, so hiebeuor mit L. verzeichnet.
Liebenn Getrewenn, Wir habenn Ewer schreibenn, welches datum stehet Mittwochenns nach Oculi dis scheinenndenn Jars, enndtpfanngenn, verlesenn, vnd Innhalts verstanndenn, das ihr vns nun die furgeschlagene guetliche mittell, furschlege, vnnd hanndelung, genntzlich vnnd zumahl, auch allenthalbenn, wie ewer schreibenn meldet, aufgesagtt vnnd abgeschlagenn, Ist vns nit zuwiedder, dann solchs ist euch in solcher guetlichenn hanndelung zugelassen, auch vnnser meinung nit annders gewesenn, dann aller dinge gnediglich vnnd guetlich mit euch zu vberkommenn, Das aber ihr die Pfenner in ewerm schreibenn, vnnd in solcher gnedigenn vnnd guetlichenn hanndelung vnns mit solchenn hefftigk vnnd schmelichenn worttenn annziehenn thutt, als soltenn wir euch etwas zugesagt, verschriebenn, vnnd das nit gehaltenn habenn, oder vnndernn schein der gnadenn euch vns das ewer zupringenn, oder zubeengstigenn vnnderstehenn, des hettenn wir vns zu euch, als vnnsernn gelobtenn geschwornenn, gar nit versehenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteLiebenn Getrewenn, Wir habenn Ewer schreibenn, welches datum stehet Mittwochenns nach Oculi dis scheinenndenn Jars, enndtpfanngenn, verlesenn, vnd Innhalts verstanndenn, das ihr vns nun die furgeschlagene guetliche mittell, furschlege, vnnd hanndelung, genntzlich vnnd zumahl, auch allenthalbenn, wie ewer schreibenn meldet, aufgesagtt vnnd abgeschlagenn, Ist vns nit zuwiedder, dann solchs ist euch in solcher guetlichenn hanndelung zugelassen, auch vnnser meinung nit annders gewesenn, dann aller dinge gnediglich vnnd guetlich mit euch zu vberkommenn, Das aber ihr die Pfenner in ewerm schreibenn, vnnd in solcher gnedigenn vnnd guetlichenn hanndelung vnns mit solchenn hefftigk vnnd schmelichenn worttenn annziehenn thutt1, als soltenn wir euch etwas zugesagt, verschriebenn, vnnd das nit gehaltenn habenn, oder vnndernn schein der gnadenn euch vns das ewer zupringenn, oder zubeengstigenn vnnderstehenn, des hettenn wir vns zu euch, als vnnsernn gelobtenn geschwornenn, gar nit versehenn,
vnns wirdet auch das von euch wieder die pillichkeit vergeblich auffgelegtt, dann wir habenn vns, vnnser gethanenn zusage, auch des vfgerichtenn vertrages in allewege Furstlich vnnd vnuerweislich gehaltenn, Dieweil aber diese hohe Iniurien dermassenn gestalt, das vnns dieselbenn vngerechtfertiget zu[übergeschrieben: ge2[?]]duldenn, keins wegs gelegenn sein will, vnnd damit aber wir in dem niemandts vnrecht thun, vnschuldigenn beschwerenn, der ohn zweiuell viel vnnder euch seindt, So habenn wir bedacht,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnns wirdet auch das von euch wieder die pillichkeit vergeblich auffgelegtt, dann wir habenn vns, vnnser gethanenn zusage, auch des vfgerichtenn vertrages in allewege Furstlich vnnd vnuerweislich gehaltenn, Dieweil aber diese hohe Iniurien dermassenn gestalt, das vnns dieselbenn vngerechtfertiget zu[übergeschrieben: ge[?]]duldenn, keins wegs gelegenn sein will, vnnd damit aber wir in dem niemandts vnrecht thun, vnschuldigenn beschwerenn, der ohn zweiuell viel vnnder euch seindt, So habenn wir bedacht,
die vnnsernn zu euch zuuerordenen vnnd zuschickenn, vnnd erforschung auch vmbfrage bey euch samptlich vnnd Jedem Insonnderheit zuthun lassen, Ob die schrifft mit ewer aller, oder ewer zum theil,
vnnd mit welcher annstifftung vnnd verwilligung die gesezt vnnd ausganngenn sey, damit wir vns Jegenn den schuldigenn der notturfft nach zuhaltenn habenn, Dieses wollenn wir euch also hinwiedder nit pergenn, Datum Rotennbergk am Freitag nach Judica Anno 40.
Philips L. zu hessenn, Vnsernn liebenn Getrewenn den Gemeinenn Pfennernn des Salzwercks in Sodenn vor Allenndorff ann der Werra1, Dinstags nach Palmarum Jegenn Vesper ist vorgehennde Furstliche schrifft, Salzgrebenn Warttenn vnnd dem Ausschos durch den Renndtmeister behenndigett vnnd gelieffert wordenn, Darauff der Landtvogt volgenndenn Mitwochenn vngefehrlich vmb siebenn vhr,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips L. zu hessenn, Vnsernn liebenn Getrewenn den Gemeinenn Pfennernn des Salzwercks in Sodenn vor Allenndorff ann der Werra, Dinstags nach Palmarum Jegenn Vesper ist vorgehennde Furstliche schrifft, Salzgrebenn Warttenn vnnd dem Ausschos durch den Renndtmeister behenndigett vnnd gelieffert wordenn, Darauff der Landtvogt volgenndenn Mitwochenn vngefehrlich vmb siebenn vhr,
vf dem Rathause erschienenn, vnnd aus beuelch des furstenn, in beysein des Renndtmeisters daselbst, die Pfenner samptlich eidthafftigk gemacht, vnd nochmals einen Jedenn Innsonnderheit,
durch wenn das abschreibenn der letztenn vnnderhanndtlung, auch die schrifft derhalbenn ann Furstenn ausganngenn, angestifft, gemacht, vnnd vf dergleichenn mehr articull vnndt fragstuck Inquiriret, verhort vnnd erkundett.
Sonnabendts nach Paschae hat der Renndtmeister Inn Sodenn offenntlich verbottenn, das die knechtte der pfenner baussenn Irem der pfenner gezirck kein holz keuffenn sollenn, bey vngnediger straff.
Item das hinfurter vonn einem Jedenn schiffe voller holzes, so auff dem wasser zu behuff der pfenner gefurt, vnnd fur die Sodenn bracht wirdt, dem furstenn ein schneberger zols solle gebenn vnnd gereicht werdenn, Darvonn die Salzgrebenn, ann stadt der pfenner vonn stundt ann protestirt vnnd bedingett,
sonnderlich dieweil dieselbigenn beide puncta, beide den altenn priuilegien der pfenner, auch diesem new auffgerichttenn vertrage ganntz vnnd gar enndtgegl[?]1 vnnd zuwiedder sein, Dem Durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessen, Grauenn zu Catzennelnpogenn ⁊c.
G. tragenn gnedig wissenn, wie vnnd welcher gestalt sich vielerley Irrung vnnd gebrechenn des Saltzwercks halbenn dem auffgerichten verträge, bey nahe allenn artickelnn zuwidder eingerissenn, vnnd noch teglichenn vorfallenn, wie wir die allennthalbenn E. f. gl. beide schrifftlich vnnd mündtlich in vnderthenigkeit anngezeigt vnnd gebettenn,
dermassenn einsehenns zuhabenn, vnnd Innhalt gerürtes vertrages das Regiment in Bodenn zubestellenn, Damit solcher Irrungenn vorkommenn, vnnd ein mahl vor alle abgeholffenn, auch der nutz des Saltzwercks in dem zu E.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedermassenn einsehenns zuhabenn, vnnd Innhalt gerürtes vertrages das Regiment in Bodenn zubestellenn, Damit solcher Irrungenn vorkommenn, vnnd ein mahl vor alle abgeholffenn, auch der nutz des Saltzwercks in dem zu E.
Cammer, als wohl geschehenn kann, wo Ime recht vorgestanndenn, der gemeine nutz dieses Furstennthumbs, vnnd auch wir die pfenner in der zeitlichenn narung gebessert, das wir auch durch vnnser vielfaltigs Suppliciren,
G. darvor anngesehenn vnnd verstanndenn, als das wir durch vnnser vielfaltigs, vnnd sonnderlich vnnser Jüngst gethann schreibenn, E. f. gl. zu Iniurijren oder zuschmehenn, in vorhabenn sein solttenn, Nein gnediger furst vnnd Herr, solche vngnadt wölle Gott der allmechtig vber vnns armenn nicht verhenngenn, noch vbergehenn lassenn, das wir E. f. gl. als vnnser anngebornenn naturlich Lanndtsfurstenn, nicht alleine [übergeschrieben: als] beschützer vnnd beschirmern des Saltzwercks sonnder auch vnnser vnnd aller vnnser narungenn, schmehenn, oder vor vnns zuschmehen gedennckenn, oder in willenn sein, viel weniger gethann habenn soltenn, Sonndernn mögent sich E. f. gl. des zu vnns versehenn, wo einer oder mehr vnnser geselschafft, vnnd vnnder vnns, vnnd solches gemüts, auch vns wissenntlich were, als wir doch Gott lob niemanndt vermerckt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. darvor anngesehenn vnnd verstanndenn, als das wir durch vnnser vielfaltigs, vnnd sonnderlich vnnser Jüngst gethann schreibenn, E. f. gl. zu Iniurijren oder zuschmehenn, in vorhabenn sein solttenn, Nein gnediger furst vnnd Herr, solche vngnadt wölle Gott der allmechtig vber vnns armenn nicht verhenngenn, noch vbergehenn lassenn, das wir E. f. gl. als vnnser anngebornenn naturlich Lanndtsfurstenn, nicht alleine [übergeschrieben: als] beschützer vnnd beschirmern des Saltzwercks sonnder auch vnnser vnnd aller vnnser narungenn, schmehenn, oder vor vnns zuschmehen gedennckenn, oder in willenn sein, viel weniger gethann habenn soltenn, Sonndernn mögent sich E. f. gl. des zu vnns versehenn, wo einer oder mehr vnnser geselschafft, vnnd vnnder vnns, vnnd solches gemüts, auch vns wissenntlich were, als wir doch Gott lob niemanndt vermerckt,
das wir Ihnenn solches nicht gestattenn, noch darin willigenn wollenn, sonndernn darvor wehrenn, vnnd dem vnnsers höchstenn vermögenns furkommenn, Bittenn derhalbenn E. f. gl. auffs demütigst durch Gott vnnd sein Heiliges wort, vnns hierin allennthalbenn enndtschuldiget zunehmenn, vnd vnnser schreibenn nicht annders dann aus hoher annliegennder not, wiewohl aus einfeltigenn verstannde geschehenn, gnediglich vermerckenn, auch nicht annders deutenn oder auslegenn lassenn,
vnnd nachmals durch E. f. gl. verordennte gnediges vnnd gebürliches einsehens habenn lassenn, damit voranngezeigtenn des vertrags vnnd vnnser gerechtigkeitenn wiederwertige beschwerung wie billich abgeschafft, auch denenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd nachmals durch E. f. gl. verordennte gnediges vnnd gebürliches einsehens habenn lassenn, damit voranngezeigtenn des vertrags vnnd vnnser gerechtigkeitenn wiederwertige beschwerung wie billich abgeschafft, auch denenn,
so vom tage zu tage Je mehr vnnd grosser, vnnd den pfennernn zu nachteil einreissenn vorkommenn, vnnd alles was dem Furstlichenn auffgerichtenn vertrage zuwiedder, gnediglich abgeschafft möge werdenn, Sonnderlich das sich E.
G. diener Johann Bartholmes Renndtmeister zu wieder vnnsernn priuilegien vnnd gerechtigkeitenn, eine halbe pfanne in vnnserm Saltzwerck gelegenn, In E. f. gl. besitz zubringenn, vnnd die nutzung darvonn zuhebenn, vnderstehet,
Welcher halbenn pfannenn nutzung vonn vnnsernn vorfahrenn seliger gedechtnus zu vnnderhaltung eines pfarhernn in Bodenn geordtnet, vnd verschafft, Bittenn derhalbenn nachmals, wie in vnnser derhalbenn vbergebenn Supplication vnndertheniglich gebettenn, Es hat auch gemelter E. f. gl.
Rendtmeister vnnsernn knechtenn, ann etzlichenn ennden baussenn vnnsernn gezirck des geholtzes holtz zuhauffenn verbottenn, welches doch der vertragk beide E. f. gl. vnnd den pfennernn zuthunde frey gibt, vnnd zulest zu dem vnderstehet sich mehrgemelter Renndtmeister Im nahmenn E. f. gl. auff vnnser der pfenner vnnd anderer leute, Holtzschiffe, damit wir Holtz zu behuff vnnd forderung vnnsers Saltzwercks führenn lassenn, einen Zoll zulegenn, da doch vber mennschenn gedennckenn vnnd nie keiner gewesenn, wie vnns auch E. f. gl. in mehrgemeltenn newenn vertrags darbey pleibenn zulassenn, vnnd keinenn zoll, oder annder beschwerungenn, auff vnnser Holtz vnnd fuhrleuthe zu ewigenn tagenn zu legenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteRendtmeister vnnsernn knechtenn, ann etzlichenn ennden baussenn vnnsernn gezirck des geholtzes holtz zuhauffenn verbottenn, welches doch der vertragk beide E. f. gl. vnnd den pfennernn zuthunde frey gibt, vnnd zulest zu dem vnderstehet sich mehrgemelter Renndtmeister Im nahmenn E. f. gl. auff vnnser der pfenner vnnd anderer leute, Holtzschiffe, damit wir Holtz zu behuff vnnd forderung vnnsers Saltzwercks führenn lassenn, einen Zoll zulegenn, da doch vber mennschenn gedennckenn vnnd nie keiner gewesenn, wie vnns auch E. f. gl. in mehrgemeltenn newenn vertrags darbey pleibenn zulassenn, vnnd keinenn zoll, oder annder beschwerungenn, auff vnnser Holtz vnnd fuhrleuthe zu ewigenn tagenn zu legenn,
gnediglich vnnd klerlich verschriebenn, Bittenn dennach E. f. gl. vnnderthenigklich lautter durch Gott, E. f. gl. wollenn aus gnedigem vnnd Fürstlichem bedennckenn, gemeltenn E. f. gl. diener dem Renndtmeister in gnadenn beuehl thun, dahin weisenn vnnd annhaltenn, das er vonn dem vnnd allem anndernn, so dem vertrage zuwiedder, abstehe,
der vnnwetter in vnnsernn Bothenn, auch gesottenn, vnnd nicht still gehalttenn oder gesagt werde, (welches vnns vnuerschuldt zugemessenn wirdt) Man wolle aus mutwillenn vnnd zuverhinderung E.
G. wolfart vnnd rettung gemeines nutzenns oder zu schadenn dieses Furstennthumbs kein saltz siedenn, sonnder still halttenn, das dann (erkenns Gott) Je vnnser gemüt vnnd vorhabenn nie gewesenn, auch nimmer sein soll, Sonnder woltenn viellieber das beide in E. f. gl. vnnd vnnsernn Bothenn, wenn das saltz seinen abgang habenn möchtte, nicht alleine zwey, sonndernn drey oder mehr wercke wochenntlich gesotten werdenn konnttenn, Denn Je E. f. gl. vnnd auch vns armenn pfennernn, E. f. gl. vnnd vnnsernn knechten,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. wolfart vnnd rettung gemeines nutzenns oder zu schadenn dieses Furstennthumbs kein saltz siedenn, sonnder still halttenn, das dann (erkenns Gott) Je vnnser gemüt vnnd vorhabenn nie gewesenn, auch nimmer sein soll, Sonnder woltenn viellieber das beide in E. f. gl. vnnd vnnsernn Bothenn, wenn das saltz seinen abgang habenn möchtte, nicht alleine zwey, sonndernn drey oder mehr wercke wochenntlich gesotten werdenn konnttenn, Denn Je E. f. gl. vnnd auch vns armenn pfennernn, E. f. gl. vnnd vnnsernn knechten,
auch gemeinem Furstennthumbs Lanndenn vnnd Leuthen zugutem, E. f. gl. wollenn sich hierin aus Christlichem Fürstlichem gemüt vnnd bedennckenn gnediglich erzeigenn, vnnd vnns aller beschwerung, zu wieder dem vertrage furgefallenn, enndtnehmenn, denenn vorkommenn, vnnd allennthalbenn abschaffenn,
den lohn vonn Gott dem Almechtigenn vnnserm aller erlöser vnd behalter erwartenn, Des wollenn wir vnns vnderthenig zu E. f. gl. versehenn, vnnd seindts vber schuldige pflicht in gehorsamer vnderthenigkeit zuuerdienenn ganntz willigk, Gebenn am Sonntage Jubilate Anno ⁊c 40.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteden lohn vonn Gott dem Almechtigenn vnnserm aller erlöser vnd behalter erwartenn, Des wollenn wir vnns vnderthenig zu E. f. gl. versehenn, vnnd seindts vber schuldige pflicht in gehorsamer vnderthenigkeit zuuerdienenn ganntz willigk, Gebenn am Sonntage Jubilate Anno ⁊c 40.
Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn ⁊c Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn ann vns vonn wegenn der Irrung zwischenn vnns vnnd euch des Saltzwercks halbenn gethann, enndtpfangenn, vnns lesen lassenn, vnnd Innhalts verstanndenn, Nach dem ihr euch aber in demselbenn ewerm schreibenn [übergeschrieben: vns] zu Iniurijren nicht in fürhabenns gewest, oder noch sein, [übergeschrieben: zu] enndtschuldigenn vnderstehet, das wollenn wir der frommenn gehorsamen halbenn, so solcher sach nit zuthun habenn, bleibenn lassen, Aber der anndernn halbenn so vnns die Iniurien zugefugt habenn, wollenn wir Actionem Iniuriarum, vnnd was sich derhalbenn gepürenn will,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeitePhilips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn ⁊c Liebenn Getrewenn, Wir habenn ewer schreibenn ann vns vonn wegenn der Irrung zwischenn vnns vnnd euch des Saltzwercks halbenn gethann, enndtpfangenn, vnns lesen lassenn, vnnd Innhalts verstanndenn, Nach dem ihr euch aber in demselbenn ewerm schreibenn [übergeschrieben: vns] zu Iniurijren nicht in fürhabenns gewest, oder noch sein, [übergeschrieben: zu] enndtschuldigenn vnderstehet, das wollenn wir der frommenn gehorsamen halbenn, so solcher sach nit zuthun habenn, bleibenn lassen, Aber der anndernn halbenn so vnns die Iniurien zugefugt habenn, wollenn wir Actionem Iniuriarum, vnnd was sich derhalbenn gepürenn will,
furbehaltenn haben, auch darauff der frommenn halbenn, damit die dannoch der anndernn nicht enndtgeltenn, vnnsernn Cantzlar vnnd Lanndtvogt ann der Werra beuohlenn, nechstes Monntags nach Vocem Jucunditatis Jegenn abenndt in Bodenn annzukommenn, die vnnd anndere gebrechenn zuuerhörenn, vnnd wo möglich gepurlich zuuerrichtenn, Darumb wöllet euch zu solchem tage dermassenn gefast vnnd geschickt machenn,
damit die vnnsernn nit vergeblich darzu geschickt [übergeschrieben: vnd] vnnötiger Kost verhütet bleibenn mögl[?]1 Das woltenn wir euch auff ewer schreibenn, des wissenns vnnd darnach zurichtenn habenn, nit pergenn, vnnd thuns vnns dermassenn zu euch versehenn, Datum Cassell Sambstages nach Jubilate Anno ⁊c 40.
Dinstags nach Vocem Jucunditatis seindt die Gestrenngenn, achtparnn vnnd Weisenn, Johann Feige Cantzlar, vnnd Rudolph Schennck Amptmann zu Eschwege, vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, alhier zu Allenndorff Inn des Renndtmeisters behausung erschienenn, vnnd gemeine pfenner vor sich auch die anngezogenn in Jüngst vbergebener Supplication beschwerung, der datum Sonntags Jubilate Anno ⁊c 40. stehet, annzuzeigenn gefordert, Darauff die Gesantenn Gemeiner Pfenner mit verlesung gemelter vnnd sonnst mündtlicher erzehlung durch den Saltzgrebenn Johann Wiedennstein, Nachuolgennde beschwerung so Ihnenn dem vertrage vnnd anndernn Irenn gerechtigkeitenn zu wieder furgefallenn, furtragenn haben lassen, Erstlich, das vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, noch kein Saltzgrebe, Laut des fürstlich vertrags verordennt, Zum anndernn, das die pfenner nicht gestenndigk, das sie Irenn gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Iniurijret habenn sollenn, Zum drittenn, das der Renndtmeister eine halbe pfann, Inn der pfenner Saltzwerck gelegenn, welcher halbenn pfannenn nutzung vonn Irenn vorfahrenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDinstags nach Vocem Jucunditatis seindt die Gestrenngenn, achtparnn vnnd Weisenn, Johann Feige Cantzlar, vnnd Rudolph Schennck Amptmann zu Eschwege, vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, alhier zu Allenndorff Inn des Renndtmeisters behausung erschienenn, vnnd gemeine pfenner vor sich auch die anngezogenn in Jüngst vbergebener Supplication beschwerung, der datum Sonntags Jubilate Anno ⁊c 40. stehet, annzuzeigenn gefordert, Darauff die Gesantenn Gemeiner Pfenner mit verlesung gemelter vnnd sonnst mündtlicher erzehlung durch den Saltzgrebenn Johann Wiedennstein, Nachuolgennde beschwerung so Ihnenn dem vertrage vnnd anndernn Irenn gerechtigkeitenn zu wieder furgefallenn, furtragenn haben lassen, Erstlich, das vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, noch kein Saltzgrebe, Laut des fürstlich vertrags verordennt, Zum anndernn, das die pfenner nicht gestenndigk, das sie Irenn gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Iniurijret habenn sollenn, Zum drittenn, das der Renndtmeister eine halbe pfann, Inn der pfenner Saltzwerck gelegenn, welcher halbenn pfannenn nutzung vonn Irenn vorfahrenn,
zu vnderhaltung eines pfarhernn in Bodenn verschafft, In nahmenn sfgl. zu sich gezogenn, vnnd also in den besitz sfgl. zu sich gezogenn, vnnd also in den besitz sfgl. vnderstehet zubringl[?]1 Zum Vierdtenn, das Irenn knechtenn ausserhalb dem gezirck Ires geholtzes, das doch der vertragk frey gibt, holtz zukauffenn verbottenn, Zum funfftenn, das der Renndtmeister auff Irer vnnd annderer leuthe Schiffe, damit sie holtz zu furderung Ires Saltzwercks führenn, einenn Zoll in nahmenn sfgl. gelegt,
Zum Sechstenn, das sie am verkauffte des Saltzes Inns Furstennthumb Hessenn zuwiedder dem [übergeschrieben: ss[?]2] vertrage verhindert, Zum Siebenndenn, das sfgl. diener in der Pfenner gezirck vnnd vor denn thorenn auch zuwiedder dem vertrage holtz keuffenn Zum achtenn,
das sie ann Irer gewönlichenn rechtfertigung, so sie zwischenn den Gutherrnn vnnd Irenn knechten vermöge Irer gebott vnnd verbott, straff vnnd bussen gehindert werdenn, Zum Neundtenn, Das etzliche Meister vnnd affterknechte, auff sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas sie ann Irer gewönlichenn rechtfertigung, so sie zwischenn den Gutherrnn vnnd Irenn knechten vermöge Irer gebott vnnd verbott, straff vnnd bussen gehindert werdenn, Zum Neundtenn, Das etzliche Meister vnnd affterknechte, auff sfgl.
Saltzwerck vber die zahl so im vertrage zugelassenn, arbeittenn, vnnd in der pfenner behausung wohnenn, Zum zehenndenn, das der pfenner knechte vnnd gesinde, sfgl. eine Erbhuldung thun vnnd eidthafftigk werdenn sollenn, Zum eilfftenn, Das vnnser gnediger furst vnnd Herr die scheidtsrichter Innhalts dem vertrage auf vielfaltiges der pfenner Supplicirenn Jtztgemelter auch anderer misuerstennde vnnd beschwerung halbenn bis anhero nicht niedersetzenn wollenn, Zum zwölfftenn, das sie vonn sfgl. vor die Lanndtstende vnnd anndere richter dann der vertragk annweiset vnnd zulesset, gefordert vnnd gezogenn werdenn, Zum dreyzehenndenn, das die fuhrleuthe Irenn knechten, vnd von Irenn Bothenn vf sfgl seittenn gereitzt, vnd Ine enndtzogenn werdenn, Zum vierzehenndenn, das sie die zweyhundert guldenn alter pflicht,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck vber die zahl so im vertrage zugelassenn, arbeittenn, vnnd in der pfenner behausung wohnenn, Zum zehenndenn, das der pfenner knechte vnnd gesinde, sfgl. eine Erbhuldung thun vnnd eidthafftigk werdenn sollenn, Zum eilfftenn, Das vnnser gnediger furst vnnd Herr die scheidtsrichter Innhalts dem vertrage auf vielfaltiges der pfenner Supplicirenn Jtztgemelter auch anderer misuerstennde vnnd beschwerung halbenn bis anhero nicht niedersetzenn wollenn, Zum zwölfftenn, das sie vonn sfgl. vor die Lanndtstende vnnd anndere richter dann der vertragk annweiset vnnd zulesset, gefordert vnnd gezogenn werdenn, Zum dreyzehenndenn, das die fuhrleuthe Irenn knechten, vnd von Irenn Bothenn vf sfgl seittenn gereitzt, vnd Ine enndtzogenn werdenn, Zum vierzehenndenn, das sie die zweyhundert guldenn alter pflicht,
auff einenn Termin reichenn sollenn, die sie doch vermuge der donation in vertrage berurt von Quartaln zu Quartaln zugebenn zugelassenn, Zum funffzehenndenn, das der Renndtmeister die Schatzheller in der pfenner Saltzwerck fallennde, von wegen vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, habenn will, Mitt weitter annzeigung volgennder beschwerung, die vor dieser zeit in vnderhanndtlung doch vnvolnzogl[?]1 gestanndenn,
dergestalt das sie nochmals freundtlich möchtenn hingelegt werdenn, Zum sechzehenndenn, das die vnderschiedtlichenn tage im Sohlenn ziehenn nicht gehalttenn, Zum Siebennzehenndenn, das den pfennernn vom Saltzkauff — 10 alb[?]2 abgezogenn,
die sie ann Irer weinnung manngelen vnnd enndtberenn müssenn, Zum achzehenndenn, das Inen etzliche knechte vber die zahl im vertrage zugelassenn, enndtzogenn, vnndt auff sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedie sie ann Irer weinnung manngelen vnnd enndtberenn müssenn, Zum achzehenndenn, das Inen etzliche knechte vber die zahl im vertrage zugelassenn, enndtzogenn, vnndt auff sfgl.1
Saltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger1 leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteSaltzwerck angenommenn, Zum Neunzehenndenn, das den pfennernn die zugesagte vnnd verschriebene bewilligung auch ratification der Chur: vnnd fürstenn zu Sachssenn, desgleichenn der Ritter vnnd Lanndtschafft noch nicht verschafft geschehenn oder zugestelt, Zum zwanntzigstenn, das Inenn die zugesagte versicherung, vber das eine neüe Koth so Inenn auff Ir vnderthenigst, auch ezlicher herrnn vnnd freünde vorbitten, zubauenn gnediglich zugelassenn, noch nicht wie doch vor dieser zeit vnderthenniglich gebettenn, zugestelt, Zum ein vnnd zwanntzigstenn, das den pfennernn vor Ire abgebrochene behausung vnnd Bergkfriede, auch Ire eingezogene grabenn vnnd gemein Steine vergleichung oder erstattung geschehenn, Nach diesem gethanenn bericht, vielerley redenn vnnd handtlung verangezeigter beschwerung halbenn, habenn obgemelte fürstliche Räthe, den Gesamdtenn gemeiner pfenner enndtlich diesenn abscheidt gegebenn, das sie die vorgetragene gemeiner pfenner beschwerung, was sie der dem vertrage zuwieder nach Irem verstanndt, vermerckenn könnenn, in bedenckenn nehmen, vnnd derhalbenn bey vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn diener bevelch lassenn wollenn, die anndernn aber den sie nicht verstenndigt gnug, ann witziger leuthe gelanngenn zulassenn, vorbehaltenn habenn, So viel aber den vorkauff des Saltzes belanngenn thut, seindt sie zuhanndelnn nicht gemechtiget, Sonndernn müssen den artickell ann sfgl. eigene personn bringenn, vnd fernner bescheidts gewarttenn, Vnnd hat der Cantzlar mit allerley redenn, doch ohne bevelch des fürstenn getreulich gerathenn, Das gemeine pfenner nochmals auf wege der guetlichenn hanndtlung, so vor dieser zeit vorgenommenn sich zubedencken, vnnd eine Noteln, wie sie gerne verwarth sein wolten, zustellenn, die sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd hern, anzuzeigenn hettenn, ob die sache nachmals freundtlich möchte hingelegt werdenn, Vnnd damit sie vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, so viel grundtlicher berichtenn, vnnd dahin bewegenn mochtenn, das dann die pfenner die Register vonn etlichenn Jaren, was das Saltzwergk getragenn, verlegenn wolttenn, auch in was artickelnn sie sich in der zugesteltenn Notelnn beschwert befindenn, dardurch sie verehrsacht1, die handtlung abzuschreibenn, anzuzeigenn, Ob dieselbigenn nochmahls beidenn theilenn liederlich moderiret vnnd geenndert möchtenn werdenn, Darauff die Gesamdtenn gemeiner pfenner geantwort, das sie vonn gemeinenn pfennernn [gestrichen: keiner2] annder gestalt, dann alleine die vorgefallene beschwerung anzuzeigenn, vnnd vnderthenniglich darfur zubittenn abgefertiget, vnnd keins wegs annder hanndelung fürzuwenndenn, oder der gestalt einicherley vernottelung zustellenn vnnd zuvbergebenn, Wo aber Ihr Gestreng vnnd günstenn, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd Herrnn, oder vor Ire personn vorzulegen, oder kunfftiglichenn vns zuzustellenn hettenn, Woltenn wir dieselbigenn ann gemeine pfenner gelanngenn lassenn,
Der zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDer zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDer zuversicht, sie werdenn sich mit gepurlichenn bescheidt darauf vernehmenn lassenn, Das sie aber etliche Register ohne bewilligung vnnd bevelch gemeiner pfenner vorlegenn soltenn, wolte Ihnen nit gezimenn, aber sonnst vor Ire person einen vngeferlichenn bericht, den Registernn gemes, vnnd was das Saltzwerck eines Jedenn Jars vngefehrlich zwölff oder vierzehenn Jar hero, getragenn habe, seindt sie zuthunde vnbeschwert, Auff diese frage, in was articulnn sie sich in der zugestelten Noteln beschwert geachtet, habenn die Gesamdtenn anngezeigt, das es Ires erachtenns die seindt, Erstlich das Ihne die pension zugeringe vorgeschlagenn, Zum anndernn, das sie vor zufellige fahr vnnd schedenn stehenn soltenn, Zum drittenn, das sie die Heuptgebeude, vnnd das Saltzwerck, vnnd am Saltzbronn mittragenn vnnd geltenn soltenn, mit weytter anzeigung, aus was vhrsachenn sie sich angezeigter artickell beschwert geachttet, Hierauff der Cantzler abermahls geantwort, Wiewohl er sampt dem Lanndtvogt, vonn wegenn vnsers gnedigen fürstenn vnnd herrnn, hanndtlung vorzuschlagenn keinen bevelch, So wollenn sie doch die vorgefallen misverstennde vnnd Irrung sfgl. wie die Gesamdten gemeiner pfenner gebettenn, zum bestenn anzeigenn, auch vor Ire personn auf tregliche mittell, wie dieser handell zwischenn vnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrn vnnd gemeinenn pfennernn gnediglich vnnd vndertheniglich möcht verglichenn,
vnnd hingelegt werdenn, vnnd des ein Noteln nach sfgl. bedennckenn, gemeinenn pfennernn zum forderlichstenn zustellenn, Doch das sie auch zuvor wüstenn, ob es gemeinenn pfennernn ernstlich, der gestalt hanndtlung zuuerfolgenn, dann ohne das were es vergeblich, auch Inenn beschwerlich, den hanndell vor Ire personn ann vnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn gelanngenn zulassenn, Darauff die Gesanndtenn der pfenner geantworttet, das sie der gestalt etwas vonn sich zusagenn, vnnd zuuersprechenn keinenn gewalt, Dieweil sie aber die pfenner gemeiniglich vor dieser zeit nicht annders vermerckt, dann das sie die sache gerne guetlich vertragenn gesehen hettenn vnnd geneigt,
achtenn sie vor Ire personn, wo sie nachmals nach Irer notturfft verwart vnnd versichert möchtenn werdenn, sie werdenn vnderthenniglich vnnd willig darinne volgenn, Auff den funfftenn articul angezeigter beschwerung, habenn die Gesanndtenn der pfenner diesenn bescheidt erhaltenn, das Ire Holtzschiffe bis zwischenn Bartholomæi zolsfrey gehenn soltenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteachtenn sie vor Ire personn, wo sie nachmals nach Irer notturfft verwart vnnd versichert möchtenn werdenn, sie werdenn vnderthenniglich vnnd willig darinne volgenn, Auff den funfftenn articul angezeigter beschwerung, habenn die Gesanndtenn der pfenner diesenn bescheidt erhaltenn, das Ire Holtzschiffe bis zwischenn Bartholomæi zolsfrey gehenn soltenn,
vnnd das sich die pfenner mitler zeit bedennckenn, ob sie beweisenn könnenn, das Ire Schiffe vor dieser zeit keinenn zoll gegebenn, Desgleichenn wollenn sie sich in vnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Registernn erkundenn, Anno heut1 Montage nach Exaudi Anno ꝛc. 40.
Habenn Wedekindt Teichmüller2[?], vnnd Martin Mage, beide burger zu Erffurth, der gebaurschafft genanndt pfenner ein virtell der pfannenn, erblich verkaufft, vnnd sich der gebaurschafft vnnd aller gerechtigkeit,
so darzu gehöret, vonn aller Irer erbenn wegenn, laut der kauffbriue darüber gemacht, genntzlich vnnd ewiglich vorziehen, Sontags den achtenn Jacobi Apostoli Anno ꝛc. 40.
Habenn Johann Feyge Cantzlar, Johann Barthelmes vnnd anndere, vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn bevelchhabere, sampt den Saltzgrebenn der pfenner, vnnd Johan Schaffeit, sich mit Meister Georgenn Behm vonn Nürnbergk, einer kunst halber, bey den Saltzbron zum Soden zusetzenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHabenn Johann Feyge Cantzlar, Johann Barthelmes vnnd anndere, vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn bevelchhabere, sampt den Saltzgrebenn der pfenner, vnnd Johan Schaffeit, sich mit Meister Georgenn Behm vonn Nürnbergk, einer kunst halber, bey den Saltzbron zum Soden zusetzenn,
verglichenn, Inmassenn wie nachstehet, Anno ut supra, Zuwissenn, das heut dato vonn wegenn des durchleuchtigenn hochgebornenn fürstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogenn ꝛc. vnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, sfgl.
Cantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener1[?], Jost Verber2 vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann3[?], vnnd Johann Niedenstein4[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCantzlar, Her Johann Feig vonn Lichtenaw, Heinrich Wildener[?], Jost Verber vonn Hombergk, Johann Bartholmes Renndtmeister, vnnd annder sfgl. dienere zu Allenndorff ann der Werra, vnnd dann furter daselbst Johann Schaffnit Burgermeister, Johann Lassellmann[?], vnnd Johann Niedenstein[?], Saltzgreben, vonn gemeiner pfenner wegenn, durch viel vnnd mancherley vnderredt vnnd hanndelung, mit meister Georgenn Behmenn, vonn Nürnbergk, gnanndt Mohlmeister, des Bronnmeisters ampt halber zum Sodenn enndtlich vberkommenn, abgeredt vnnd verabschiedt habenn, Nemblich vnd also, Erstlich das Hochgedachter vnser gnediger fürst vnnd herr, vnnd denn gemeine pfenner benenntenn Meister Georgenn, sein lebennlang für Irer f.gl. vnnd Irenn diener vnnd Bornmeister bestellenn, vf vnnd annehmenn sollen, also das er die zeit seines lebenns Irer f.gl. vnnd Irer beider seits diener vnnd Bornmeister zum Sodenn sein, den Saltzbronn daselbst in gutenn treuenn vfsehenn, vnnd vleißiger verwahrung habenn, vnnd darann, sonnder vorwissenn nichts bauenn, noch ein ichenn1 geferlichenn oder sorglichenn baw am Saltzbronn, noch sonnst in kein weis furnehmenn, auch eigener personn tag vnnd nacht, bey solchem diennst vnd ampt Im Sodenn sein, oder so er sonnder groswichtige vrsach vnnd Ehehafft, nit da sein könnt oder möcht, dasselb auffs best, vnnd aller vleißigst bestellenn, vnnd gnugsamb versehenn, Doch mit wissenn vnnd willenn beiderseits Saltzgrebenn vnd diener, vnnd ob er also ein knecht oder diener hett, oder sonst Jemanndts annders ann sein stadt bestellenn wurde, der soll bey den Herschafftenn darüber mit eidenn vnnd pflichtenn gelobt vnnd geschworenn sein, Darzu soll gedachter meister George vf seinenn kostenn, vnnd eigen selbst darlegenn die kunste vnnd alle bew vffm Saltzbrun, was er der zu ausbringung der Sohl, vnnd sonnst notturfftig sein, vnnd behubenn wirdet, furderlich aufrichtenn, fertigenn vnnd bauenn, also doch das in vfrichtung vnnd Insetzung der kunste, kein werck, Sohl manngels halbenn verseumbt noch verhindert werde, vnnd was darzu zugebrauchenn, notwenndig sein wirdet, Es sey ann kettenn, schleuchenn, vnnd anndernn, das soll er Jederzeit bey seinem eide für vnnd für duppell habenn, damit ob eins abginge, oder zerbreche, das ein annders vngeseumbt da sey, vnnd derwegenn kein werck vngesotten bleibenn dorffe, doch soll er das duppell gezeugk, als baldt im muglich, verschaffenn, vnnd mit der zeit zeugenn, darmit er solches mit Rath bekommenn möge, vnnd so das alles notturfftigk vnnd gnugsamb gebawet, aufgericht, vnd versehenn ist, als dann soll er Meister Jörg, solches auch auff seinenn selbst eigenenn kostenn in gutem vfrichtigenn wesenntlichenn Baw die zeit seines lebenns erhaltenn, also das er darmit oder sonnst ohne zuthun beider Herschafft Sohle gnug aus dem Saltzbrun in alle kothenn, sonnder einiche verhinderung Jederzeit notturfftigk vnnd gnugsamb schaffenn vnnd bringenn könne, vnnd soll daran gantz oder zumahl Itzo noch kunfftiglich kein mangell sein, Doch wollenn die pfenner was Inenn der vertrage des verzugs halber gibt, vorbehalttenn habenn, Darzu soll vonn beider Herschafft wegenn, die kunst vorm Gewölbe Itzo in der erst nach notturfft gebauet, vnndt zugericht werdenn, darnach so soll genanter Meister Jorg solche kunst auch also für vnnd für in treuenn vfsehenn, vleißigk erhaltenn, vnnd allwege wann mann siedenn soll vnnd will, das gewelbe vnnd vmb den Saltzbrun her, souiel Ime muglich, ledigk machenn, also das darvmb her, kein wildt oder annder wasser sey, vnnd zu solcher aubösung soll meister Jörge vf seinenn kostenn sein lebennlanng ein pferdt vnnd ein treiber halttenn, So er aber darzu noch ein pferdt haltenn vnnd haben müste, als dann soltenn beide Herschafftenn genanntenn Meister Georgenn, darauf das zuerhaltenn, doch nach gelegennheit der zeit, vnnd eins Jedenn Jars zimblich steur zuthun, vnnd dieweil gedachtenn Meister Jörgenn Itzo in der erste ein tapffer Baugeldt darauff gehenn will, vnd er das in der eyl nit wohl erlegenn kann, So sollenn beide Herschafftenn, Ihme zu den Röhrenn, so er geprauchen mus, Itzo zwanntzigk Centner kupffers vngeuehrlich verschaffenn vnnd vorstreckenn, Was das Itzo kosten wirdet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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soll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesoll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister1 beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn2, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesoll vnnd will er in den nechstenn volgenndenn vier Jarenn beidenn Herschafftenn guetlich vnnd ohne alle weigerung wiederumb enndtrichtenn, vnnd bezalen, vonn dem Jenigenn, was er vom Saltzwerck furter einnehmenn vnnd enndtpfahenn wirdet, DarenttJegenn vnnd vonn solches seines darlegenns vnnd dinsts wegenn, soll er eines Jedenn Jars funffhundert guldenn, Jeden guldenn zu zwanntzigk schneberger groschenn, den groschen zu funfftzehenn heller gerechnet, habenn, Nemblich von Jeglichenn werck so gesottenn wirdt, dritthalbenn alb, Inmassenn dann beider Herschafft Söderknecht solchs bis dahero vonn Jedem werck gegebenn habenn, So aber eins oder mehr Jars Itzo in kurtzenn, oder kunfftiglich souiel gesottenn wurde, das die wercker, nemblich vonn Jedem dritthalbenn alb, mehr dann solche obberurte Summa trugenn, Was das ist, das soll beidenn Herschafftenn zugleich zu gut kommenn, vnnd volgenn, Welches auch nach laut der Marthregister beidenn Herschafftenn zugestelt werdenn, vnnd soll vonn beider Herschafft warttenn, solches vleißigk gewarttet, vfgezeichnet, vnnd für Her Ingenommenn, vnnd berechnet werdenn, Darann auch gedachter Meister Jörg kein weitter forderung, Ansage noch gerechtigkeit habenn soll vnnd will, Vnnd nachdem genannter Meister Jeorge Itzo sein narung vnnd kunst darann legenn, vnnd solches sein lebennlanng versehenn mus, vnnd will, so soll sein Haußfraw Anna nach seinem tödtlichenn abganng, ob sie das erlebt, vnnd so ferne sie die beide kunste vffm Saltzbronn, vnnd vorm Gewelbe, vnnd sonnst alle anndere dinge, Inmassenn wie er Meister Jeorge die zeit seines lebenns gethann, versehenn kann vnnd magk, vnnd versehenn wirdet, auch Ir lebenlang Innhabenn vnnd verwalttenn, aber es dermassenn haltenn, das kein Sohl noch sonnst nichtes manngell, So dann die berurtenn eheleut beide verstorbenn sein, So soll alles was zu den kunstenn vffm Saltzbronn vnnd vorm gewelbe gehort, sampt den gebeuenn vnnd anndernn darzu gebrauchtenn werckzeug, beidenn Herschafften zustehenn, pleibenn, vnnd volgenn, Doch was der zeit ann pferdenn vorhanndenn, die Ihr gewesenn, vnd durch sie gezeugt seindt, die sollenn Irenn Erbenn zustehenn, vnd gelieffert werdenn, Darzu sollenn beide Herschafftenn,
Irenn Erbenn zweyhundert guldenn muntz, wem sie die legirenn vnnd bescheidenn, enndtrichttenn, Dartegenn auch dieselbigenn gnugsamb verzicht zuthun, schuldigk sein sollenn, Vber das alles soll gedachter Meister Jeorge als Bornn meister, die zeit seines lebenns, vnnd nach in sein Hausfraw anna beidenn Herschafftenn zugleich gelobt vnndgeschworenn, vnnd mit sonnderm Eidtspflichtenn verwanndt seindt, Innsonnderheit den Saltzbronn mit allem vleis zuverwarenn, Darauff vnnd darumb Her aufs aller Reinlichst saubernn vnnd halttenn, Irenn schadenn alzeit trewlich warnenn, bestes werbenn, vnnd sonnst alles anders zuthun vnnd zuleistenn, das trewenn dienernn wohl anstehet, vnnd gepurenn will, auch in Bodeschafft[?], fewrs, vnnd wassers not, so viel Ihnenn Immer muglich retten helffenn, Innsonnderheit Inn fewrs nötenn, So sollenn alle Knechte vfm Bronn mitallem ernnst vff Irenn Meister Jeorgenn vnnd der seinenn Bestenn gebraucht, also das soviel mennschlich vnnd muglich, das fewr damit gelescht, vnnd die Bodenn gerettet werdenn Derowegenn gedachter Meister Jeorge vnnd die seinenn Jederzeit die pferde, es sey tage oder nacht,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIrenn Erbenn zweyhundert guldenn muntz, wem sie die legirenn vnnd bescheidenn, enndtrichttenn, Dartegenn auch dieselbigenn gnugsamb verzicht zuthun, schuldigk sein sollenn, Vber das alles soll gedachter Meister Jeorge als Bornn meister, die zeit seines lebenns, vnnd nach in sein Hausfraw anna beidenn Herschafftenn zugleich gelobt vnndgeschworenn, vnnd mit sonnderm Eidtspflichtenn verwanndt seindt, Innsonnderheit den Saltzbronn mit allem vleis zuverwarenn, Darauff vnnd darumb Her aufs aller Reinlichst saubernn vnnd halttenn, Irenn schadenn alzeit trewlich warnenn, bestes werbenn, vnnd sonnst alles anders zuthun vnnd zuleistenn, das trewenn dienernn wohl anstehet, vnnd gepurenn will, auch in Bodeschafft1[?], fewrs, vnnd wassers not, so viel Ihnenn Immer muglich retten helffenn, Innsonnderheit Inn fewrs nötenn, So sollenn alle Knechte vfm Bronn mitallem ernnst vff Irenn Meister Jeorgenn vnnd der seinenn Bestenn gebraucht, also das soviel mennschlich vnnd muglich, das fewr damit gelescht, vnnd die Bodenn gerettet werdenn Derowegenn gedachter Meister Jeorge vnnd die seinenn Jederzeit die pferde, es sey tage oder nacht,
in den Bodenn, vnnd was darzu zugebrauchen, notwenndig sein wirdet, bey der Hanndt vnnd aus sonnderlichenn beweglichen vhrsachenn vff sechs pferde duppell geschirr Jederzeit Im Bodenn habenn, Doch mag er zwischenn der Stadt vnnd den Bodenn seine pferde gebrauchenn, nach seiner notturfft vnnd gelegennheit, Er soll auch Jederzeit den Sohlkastenn, vnnd alle anndere geschirr in einem Jeglichen Bothenn vff beidenn seittenn gefult halttenn, das mann solchs zurettung habenn vnnd prauchenn könne, Wie er dann solchs Innsonnderheit zusagenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitein den Bodenn, vnnd was darzu zugebrauchen, notwenndig sein wirdet, bey der Hanndt vnnd aus sonnderlichenn beweglichen vhrsachenn vff sechs pferde duppell geschirr Jederzeit Im Bodenn habenn, Doch mag er zwischenn der Stadt vnnd den Bodenn seine pferde gebrauchenn, nach seiner notturfft vnnd gelegennheit, Er soll auch Jederzeit den Sohlkastenn, vnnd alle anndere geschirr in einem Jeglichen Bothenn vff beidenn seittenn gefult halttenn, das mann solchs zurettung habenn vnnd prauchenn könne, Wie er dann solchs Innsonnderheit zusagenn,
gelobenn vnnd schwerenn, auch vber dis alles Irenn sonndern Reversbrieff gnugsamb gebenn sollenn, Darzu soll er Meister Jeorge auch Hochgedachtem vnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, desgleichen den pfennernn, in allenn anndernn sachenn, so viel das Saltzwerck betrifft, in annschlegenn zubawenn,
vnnd sonnst rethig vnnd gevolgig sein, auch alle sfgl. dienern in vleissigenn trewenn aufsehenn habenn, darmit solches desto furtreglicher zugebrauchenn vnnd in nutzlich sey, vnnd des sollenn beide Herschafft gedachte eheleut1[?] nach notturfft zimblich versichernn, Dieweil dann M.
Jeorge solchs vor sich sein Hausfraw vnnd Erbenn, Itzo als baldt enndtlich beliebt, bewilliget vnnd anngenommenn, vnnd beider Herschafft diener, ein Jeder theil ann sfgl. vnnd anndere Herrnn zu bringenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJeorge solchs vor sich sein Hausfraw vnnd Erbenn, Itzo als baldt enndtlich beliebt, bewilliget vnnd anngenommenn, vnnd beider Herschafft diener, ein Jeder theil ann sfgl. vnnd anndere Herrnn zu bringenn,
vnnd vfs furderlichst derselbenn meinung vnnd gemut ein Jeder den anndernn wiederumb in schrifftenn anzuzeigenn, anngenommenn, So ist dis also verzeichnet, vnnd durch Jederseits einenn auch M.
Jeorgenn selbst vnderschriebenn wordenn, Darnach die bestellung vnnd versicherung vfzurichtenn, Geschehenn zu Allenndorff ann der Werra, Sontags Vincula petri Anno 40.
G. seindt vnnsere schuldige vber die pflicht willige diennste zuvor, Gnediger furst vnnd Herr, Wes am Jungst vergangnenn Sonntage nach Jacobi durch E. fgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. seindt vnnsere schuldige vber die pflicht willige diennste zuvor, Gnediger furst vnnd Herr, Wes am Jungst vergangnenn Sonntage nach Jacobi durch E. fgl.
Rath vnnd Cannzlar Johann Feig vonn Lichtenaw, vnnd annder E. fgl. dienere mit zuthatt vnnser beider Burgermeister vnnd Saltzgrebenn, Innhalts einer darüber gesatztenn Noteln mit M.
Jeorge Behmenn vonn Nurnbergk der Kunste halber alhier vf dem Soltzbronn zusetzenn vnnd zuverwalttenn, allen theilenn vnnd Herschafftenn zu gutem vnnd nutz, welches auch Gott der almechtig in gluck gnediglich furdern wolle, gehanndelt, habenn wir dem genommenen abscheidt nach, als auch gleichesfals ehrgenanntter Cannzlar ann E. fgl. gelanngenn zulassenn, ann vnnser mitverwanndtenn die pfenner, so viel der solches dismahls aus beweglichenn vrsachenn wissenn mussen, getragenn vnnd furgehaltenn, vnnd seindt dieselbigenn des alles wie verzeichnet zufriedenn,
vnnd Irs theils, darmit das Saltzwerck gefordert, vnnd in dem zwischen E. fgl. vnnd den pfennernn der Sohlenn halbenn zugewinnenn kein Irthumb enndtstehenn möge, nachzukommenn willig, vnnd habenn es,
darmit der sachenn fernner Nachgetrachtet vnnd das Saltzwergk gefordert E. fgl. vnangezeigt nicht mögenn lassenn, vnd wollenn E. fgl. sampt der Jungenn Herschafft Gott dem almechtigenn in gluckseligem Christlichem Regiment bevehlenn, Datum Dinstags nach Vincula Petri Anno 40.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedarmit der sachenn fernner Nachgetrachtet vnnd das Saltzwergk gefordert E. fgl. vnangezeigt nicht mögenn lassenn, vnd wollenn E. fgl. sampt der Jungenn Herschafft Gott dem almechtigenn in gluckseligem Christlichem Regiment bevehlenn, Datum Dinstags nach Vincula Petri Anno 40.
G. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten1 Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude1[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart1 ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. gehorsame Saltzgrebenn vnnd gemeine Pfenner zu Allenndorff, Dem durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn Herrnn Philipsenn Lanndtgravenn zu Hessen, Gravenn zu Catzennelnpogenn vnnserm gnedigenn Herrnn, Der Durchleuchtige vnnd Hochgeborne furst vnnd herr, Herr Philips Lanndtgrave zu Hessenn vnnser gnediger Herr, Hat in Jungster hanndtlung, so sein f. gl. mit den gemeinenn pfennernn Inn Bodenn zu Allenndorff, gehaltenn, denselbigenn pfennernn, das sie Ire pfannentheil Saltzwerck Bodenn, Gehöltze vnnd alles was darzu gehöret, sfgl. erblich zustellenn wolttenn, auff nehstkunfftige quatemper Luciæ, des alles abtrettenn, vnd sfgl. einreumenn, Dargegenn woltenn sfgl eine bestimpte Summa geldes vonn einer Jedenn pfanne, Jerlich vnnd vonn quatemper zu quatemper Ihnenn reichenn lassenn, mit einer namhafftigenn Heuptsumma, wie mann der einig wurde, abzulösenn, dermassenn vnnd also, das gedacht Saltzwerck zu Allendorff Inn Bodenn, ganntz vnnd gar in sfgl. hanndt kommenn möchte, vnnd gestalt wurde, vnnd damit die Pfenner solchenn Jerlichenn pension, ann der bezahlung nicht manngell hettenn, vnnd warttenn dorfftenn, oder sfgl oder Jemanndts von sfgl. wegenn mahnen, So sollte ein Kaste verordet werdenn, darzu die pfenner die schlussell mithabenn soltenn, darein der gewin, so vonn der pfenner theil gefielle, von stundt ann geworffenn werdenn, vnnd zu Jeder Quatertemper zeit geschlossenn, vnd einem Jedenn pfenner sein anntheil der gedingten Summa bezahlet werdenn solte, Was dann vberigk, Hettenn sfgl. zu sich zunehmenn, So aber mangelte, woltenn Ire fgl. zulegenn, des woltenn Ire fgl. nach notturfft vnnd erkanndtnus, mit zuthun der Lanndtschafft, gnugsamb versichernn, auch soltenn sfgl. ann solcher bezahlung nichts hindernn, denn allein, wenn die Boden abgebrenndt, verheret, oder das Saltzwerck Inngerissen, vnnd eingeworffenn, oder der Brun vnnd Bodenn verderbt wurde, als dann vnnd nicht ehr, solte nach erkenntnus der Lanndtschafft, mit bezahlung der vmabgelösten Pension, ganntz oder zum theil nach gelegennheit des schadens still gehaltenn werdenn, bis solcher schade erstattet wurde, als nemblich, das die vnnabgelöstenn pfenner Ire Bodenn wieder erbawet hettenn, oder der Bronn wieder gemacht wurde, Ob auch einer oder mehr pfenner, Ire Heuptsumma habenn woltenn, So sollenn sie das sfgl. ein Jar zuvor vffkundigenn, soll sfgl. als dann zu ausganng des Jars, das Heuptgeldt zubezahlenn schuldig sein, Doch das sfgl. vff ein Jar vber zwanntzigk Tausendt guldenn nicht vfgekundiget werdenn, Desgleichenn Wo sfgl. ein oder mehr Pfannenn auch ablösenn, wolten sfgl. sich kein Jahr zuvor, dem oder denenn, so den pfannenn zustehet, vfzukundigenn verpflichtet sein, Auch muste zu diesem bedacht werdenn, das sfgl. viel Pericul der gebew halbenn, so noch darumb vnnd ausstehen mussenn, vnnd die pfenner auch nicht alzeit frieden haben mögenn, der fewr, fegung der pfannenn Flude[?] vnnd anndere vrsach halbenn, Darumb die pension vnnd Heuptsumma darnach gesatzt, das sfgl. zuerleidenn, das auch die pfenner Ire pfannenntheil, Jegenn der Stadt Allenndorff geschos frey machenn mussenn, Wie dann vonn wegenn sfgl. den pfennernn zierlicher vnnd geschickter vorbracht, vnnd vorschlages weise geschehenn, vnnd vorbehaltenn ist wordenn, vnnd nach deme auf Itzgemeltenn, vnnd erzahlten furstlichenn vorschlage, den pfennernn vff Itzo Luciæ ant wort zugebenn zeit vnnd dilation gnediglich zugelassenn, Irenn f. gl. annzuzeigenn vnnd zuerkennen gebenn, Was den pfennernn hierinne, vnnd darauff thunlich, vnnd annehmlich sein will, So bittenn Ire f. gl. die Pfenner vnnderthenniglich, solchs ihr einfeltigs anntwort, wollenn sfgl. gnediglich weitter, vnnd nach der pfenner gelegennheit, vnnd teglichenn schwerenn narung vnnd Haushaltunge nach, Furstlicher vnnd miltiglicher behertzigenn, dann es vonn Ihnenn vorpracht wirdt, Vnd sagenn vf den Furstlichenn vorschlage, so zu Allenndorff beschehenn, betreffenndt, vnnderthenniglich das es offenntlich, wissenntlich vnnd Lanndtkundigk, vnnd sfgl. selbst vnnerborgenn, Wie die pfenner zu Allenndorff, vnnd nicht alleine sie die Itzigen lebennde, Sonnder auch Ire vorfahrenn vnnd Elttere, vnnd vorelttern, vnnd kunfftigk Ire kinder, vnnd kindes kinders, Ire tegliche sawre enndthaltung vnnd narung, vor sich vnnd die Irenn, durch Gottes des almechtigen bescherung vnnd barmhertzigkeit, vnnd gnedige zulassung Irer Lanndtsfurstenn zu Hessenn, aus dem Saltzwerck zu Allenndorff, damit sie vber mennschen gedecht nus vnnd [übergeschrieben: von] alters her berechtiget, gehabt vnnd erworbenn habenn, vnnd sie vnnd die Irenn, noch vnnd zukunftigk halttenn vnnd suchenn mussenn, vnnd wo sich die pfenner desselbigenn verziehenn, vnd sonderlich erblich abtrettenn wurdenn, vnnd sfgl. oder Jemanndts anders erblich Inreumenn, Ob sie gleich ein Summa gelts Jerlich, oder eine gute Heuptsumma darvor endtpfahen vnnd einnehmenn wurdenn, So habenn doch sfgl. vnnd ein Jeglicher verstenndiger aus teglicher erfahrunge, vnnd experientz, das geldt als fahrennde habe, aus seiner selbst eigennschafft vnnd natur, auch aus anndernn viel vhrsachenn, so beheltlich vnnd bewarlich nicht ist, wie liegennde grunde, vnnd vnbewegliche guetere, vnnd Innsonnderheit, wann es als vetterliche aufferstorbene ererbte guetter seindt, Wie in diesem falle, Welche ein Jeglicher aus billicher vnnd rechter naturlicher begir, wie er auch zuthun im rechtenn verpflicht, seinenn kindernn vnnd nechstenn blutsverwanntenn, vfzuerbenn vnnd zuzuwenndenn geneigt gemeint ist, geneigt vnd auch gemeint sein soll, vff das seine kinder vnd nachkommenn, sich des Ihrer vetter vnnd altvetter erworbenn, vnnd anngestorben gueter vnnd Erbschafft zufrawenn, vnnd sich der vnd davon zunehrenn, vnd sich dardurch der verachtenn vnd beschwerlichenn armut, vnnd des Bettelstabs zuhutenn habenn, Wann nun die pfenner Jerlich ein Summa geldes pension, oder eine Heupsumma nehmenn wurdenn, vnnd Ire gerechtigkeit ganntz vnnd gar abtrettenn, vnd der sich verzeihenn, So wurde baldt daraus volgenn vnnd mit der zeit in kurtz geschehenn werdenn, das der pfenner vnnd dero kindes vnnd kindtskindere oder nachkommenn, mit dem entpfanngenn vnnd vfgehabenn gelde, nach art des geldes, das nicht wart ist, die wohl behaltenn kann werdenn, Inenn selbst vnnd Irenn nachkommenn, nicht viel wehrhafftiger vnnd bestenndiger nutzung schaffenn, Sonderlich dieweil sfgl macht vnnd vorbehaltenn will habenn, einem Jeglichenn pfenner, seiner Pfannenn gerechtigkeit, mit einer taxirten Summa geldes ganntz vnd gar abzukeuffenn, So were solchs auch den Pfennernn bey menniglichenn, vnnd sonnderlichenn bey Iren nachkommenn, verweislich, das sie vonn Irenn vffererbten veter vnnd altveterlichenn anngestorbenn gueternn vnd gerechtigkeitenn, Irenn geschlechtenn, kindernn, vnnd nachkommenn, zu mercklichem nachteil vnnd verderbenn, dermassenn erblich abestundenn, vnnd derenn so ganntz vnnd gar abtrettenn, vnnd liegennde grunde guetere vnnd gerechtigkeit in fahrenndes verwanndelten, Wie dann sfgl. das aus Hohem Furstlichenn verstanndt, tieffer vnnd höher, wohl zubedennckenn vnnd zuermessen habenn, Zum anndernn, were zubesorgenn, Wann sfgl. vorschlagk anngenommenn, vnnd bewilligt wurde, das sich vielfeltig vnnd mehr gezennck, vnnd Irrunge zwischen den pfennernn vnnd sfgl. dienernn vnnd verordenten, zutragenn vnnd begebenn wurden, dann Itzundt bey den kastenn, darin die gewinnunge, so vonn der pfenner theil gefelt, soll geworffenn werdenn, Welche dann in der vfschliessunge vielleicht sagenn woltenn, es were nicht alle gewin, so vonn der pfenner theil gefallenn, darein geworffenn, Sonnder auch vonn sfgl. pfannen, vnnd dergleichenn, Oder sfgl. diener mit den pfennern nicht auffschliessenn woltenn, So hettenn die Pfenner sfgl diener nit zuzwingenn, oder vielleicht etwas annders teglich sich zutragenn möchte, dardurch Irrung enndtstünde, derhalbenn zu Jeder Quatemper den pfennernn Ihr gelt vorennthaltenn wolte werdenn, bis zu endtschafft der Irrunge, welch den pfennernn zu mercklichem grossemm schadenn vnnd nachteil kommen vnnd reichen würde, so sie Ires geldes mitler zeit des gezenncks, endtperenn1 vnnd manngeln soltenn, Zum drittenn, würde nicht wenig beschwerunge bringenn, die Clausell, das die Lanndtschafft Ire erkanndtnus darinne gebenn soll, Wann gleich der furstliche vorschlag bewilliget würde, wie vnnd welcher massenn solcher vorschlage den pfennernn der notturfft nach, solte gnugsamb versichert, vnnd vergewissiget werdenn, Derhalbenn dieweil zwischenn sfgl. vnnd den pfennernn albereit im vortrage beschlossenn, aufgericht, anngenommenn vnnd beiderseits bewilliget, sein die Pfenner bedacht, beÿ demselbigenn zupleibenn, vnnd daraus vnnd vber nicht zuschreitenn, vnnderthenniges verhoffenns sfgl. werdenn sie dabeÿ hanndthabenn, vnnd daraus nicht tringenn oder tringenn lassenn,
Zum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder1 tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteZum vierdtenn, Ist der punct vnnd articul, im furstlichen vorschlage erzehlet, das die Pfenner dennest Ire Pfannen theil soltenn Jegenn der Stadt Allenndorff freÿ machen, ganntz beschwerlich vnnd ganntz nicht annehmlich, dann wer do nutz vnnd gewinst nimmet, soll auch deshalbenn die beschwerung vnnd burdenn tragenn, wie das Regula iuris aussaget, Derhalbenn würde es den pfennernn, so das Saltzwerck ganntz vnnd gar erblich, vnnd alle gerechtigkeit, so sie darzu habenn, verlassen soltenn, vnnd dennest die pfannenn Jegenn der Stadt freÿ machenn, oder die vorigenn burder tragenn, auch were es in der pfenner vermögenn nicht, wann sie es gleich gernne thun woltenn, solche freÿheit beÿ der Stadt zu erlanngenn vnnd zu machenn, dann wo die Stadt Ir einkommenn vnnd nutzung, so sie vonn dem Saltzwerck vnnd pfannenn Jerlich hat, verliesenn, oder nachlassenn würde die Stadt vnnd gemeiner nutz derselbigenn, nicht erhalten mögen werdenn, Welches dann sfgl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zu nachteil reichen würde, dann die Stadt Allenndorff in zeitt der notturfft dem Furstennthumb zu Hessenn vnd Landtschafft zu gute, nicht mit dem geringstenn theil zu hülffe kommenn ist, Welches alles wo dieser vorschlag solte angenommenn werdenn, hinderruck fallenn würde, Zum funfftenn, so bedennckenn die Pfenner, das sie vnnder andernn freÿheitenn, vnnd gerechtigkeitenn, so sie zu vnnd in dem Saltzwerck habenn, vnnd Inenn vonn den vorigenn Lanndtgrauenn, vnnd Irem Itzigenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestettiget vnnd Confirmirt sein, vnder ander die habenn, das sie eine gemeine Baurschafft genanndt werden, darein niemanndt gelassenn vnnd genommenn wirdt, er seÿ denn aus den pfennernn geborenn, oder befreunde sich mit Ihnenn, daraus dann ervolget hat vnnd bishero, also gehaltenn vnnd befundenn wordenn, das ein Jeglicher pfenner seine kindere vmb solcher Baurschafft willenn, dest ehrlicher vnnd stadtlicher hat mögenn verheÿrathenn, ausgebenn vnnd bestattenn, Wann nun der vorschlage würde oder solte anngenommenn werdenn, vnnd die pfenner Irer gerechtigkeit gantz vnnd gar erblich abtrettenn oder verziehenn, so volgt, das sie vf Ire kinder vnnd nachkommenn, Itztgedachter der Baurschafft freÿheit vnnd gerechtigkeit auch beraubet vnnd benommenn würdenn, das dann den pfennernn beÿ menniglichen vnnd sonnderlichenn beÿ Irenn nachkommenn verkleiner lich, vnnd mercklich sehre verweislich [übergeschrieben: sein] würde, das sie Irenn kindernn vnnd nachkommenn diese gerechtigkeit begebenn hettenn, Zum sechstenn, würde das den pfennernn beschwerlich vorfallenn, das sfgl. furbehelt in den bestimptenn fellen vnd Casibus fortuitis, Nemblich wenn die Bodenn abbrenndten, verheeret, oder das Saltzwerck Inngerissenn, oder eingeworffenn, oder der Bronn vnnd Bodenn verderbt würde, ann der pension nicht schuldigk will sein, dann alleine nach erkenndtnus der Lanndtschafft, vnnd grösse, oder gelegennheit der schedenn, wie der vorschlage weitter vermeldet, Dann dieweil diese felle, vnnd Casus fortuiti, oder einer baldt vnnd vielmahlen begebenn möchte, vnnd in dieser schwindenn zeit ehr wann mann gedenckt, durch allerleÿ list vnnd behenndigkeit, möchte zugeschehenn verschafft werdenn, Würde das alles den pfennernn zu mercklichenn schadenn kommenn, derer vnnd annderer mehr vrsachenn, so sfgl. aus hohem verstanndt gnediglich selbst zuermessenn habenn, wissenn vnnd könnenn die pfenner sfgl. vorschlag nit einzugehenn, bewilligenn oder annzunehmenn, Inn aller vnnderthenigkeit bittennde, sfgl. wollenn die Pfenner als sfgl. arme vnnderthanen, diese ihrer anntwort, welche aus mergklichenn anntzeigenn vnnd anndernn vhrsachenn, vnnd aus keiner anndernn meinung geschicht, gnediglich beherzigenn, vnnd keinenn vngnedigenn gefallenn derselbigenn tragenn, vnd die Pfenner beÿ den vertregenn, so zwischenn Iren f.gl. vnnd Ihnenn Jungst vfgericht, beiderseits bewilliget, vnnd anngenommenn, gnediglich bleibenn lassenn, als sich die pfenner auch zu sfgl. als zu einem recht vnnd tugenntlichenn1 fursten vnnd Herrnn, vnnd dessenn mehr vnnderthenniglich verhoffenn, vnnd vertrawenn, Das wollenn sie auch vmb sfgl. aller gehorsamer vnnd schuldiger pflichte, alles Ires vermögenns vnnderthenniglich vnnd ganntz willigk, allezeit geflissenn vnnd geneigt befundenn werdenn, Inn vnnderthenigenn vertrawenn, sfgl. werdenn die pfenner aus vnndt vber die eingangnenn, angenommenn, vnnd bewilligten vertrege,
nit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F. zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F. zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenit fermer bemühenn, oder bemühenn lassenn, sonder sie darbeÿ, sfgl. zusag vnnd verschreibung nach, gnediglich hanndthabenn, vnnd schützenn vnnd vertheidingenn lassen, Beÿ dieser anngezeigtenn abschlegigen anntwort ist zubeharren, vnnd zupleibenn, dann er keins wegen annzunehmenn, es würdenn daraus mehr gezenck erwachssenn dann Itzundt, vnnd den pfennernn nachteiliger, dann wo sich Irrung der bezahlung würdenn begebenn, So hettenn die pfenner weder gelt noch pfannenn, das Jtzt nicht ist, vnnd kein Jegenn furschlage darauff vorzuwenndenn, dann zu recht kann der Lanndtgraff die Pfenner nit zwingenn, das sie sfgl. vorschlage annehmenn, doch auff verbesserung eines Jeglichenn weitter vnnd bessernn bedenckenns Vnnd wie obbeschriebenn, so wer es mein trewlicher Rath, doch vnnbegebenn eins bessernn, das die pfenner beÿ anngezeigtenn abschlegigenn anntwort pliebenn werenn, dan ich nicht [übergeschrieben: wohl] abnehmenn kann, wie der furst besser gefast möcht werdenn, dann er bereidt ist in den vertregk, welche er zuhaltenn in rechtenn verpflicht ist, so hatt es auch im vertrag seinenn wegk, wo Irrung vorfallenn, oder ein misverstanndt, wie es soll mit erortterung desselbigenn gehaltenn werdenn, Darumb würdt es am scherffestenn geachttet, das es beÿ den vertregenn pleibe, Wo aber Je die Pfenner woltenn ein Jegenn vorschlagk thun, so wirdt vor gut anngesehenn, Erstlich das sie vonn dem furstenn begert hettenn, Wo sfgl. die pfenner, vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, in dem F.1 zu Hessenn, vor seinen theil vnnd gerechtigkeit so er am Saltzwerck Bodenn, vnnd anndernn so darzu gehorigk hatt, mit liegenndenn vnnbeweglichenn grundenn vnnd guetternn vergnügung vnd erstattung thun wolte, vnnd die Ihnenn zugleich vmb das Saltzwerck, eins vmb das annder eirreumenn2 vnnd zustellenn, darvonn sie Jerlich souiel ann der narung habenn möchten, als vonn den Bodenn, So wolte sichs den Pfennernn darauf weitter thunlich sein, das mitler zeit sfgl. darauff gedächte, was solche guetere sein soltenn, vnnd wo die gelegenn, Daraus die pfenner, vnnd ein Jeglicher Innsonnderheit,
souiel Jerlich einer aus seinem pfannenn theil gehabt, nutzung auch Jerlich habenn mochte, darein müste gerechnet werdenn, vnnd desto mehr gueter gegebenn, die gerechtigkeit der Baurschafft, Oder das solche gerechtigkeit ann eine Summa geldes geschlagenn würde, vnnd mit den gueternn gegelten würdenn, Solches will nun nach gelegennheit des Lanndes vnnd den Pfennernn zubedennckenn sein. dieser vorschlagk vorzutragenn seÿ, Zum anndernn, wo sfgl. das nicht gefallenn wolte, Ob dan sfgl. das thunlich vnnd annehmblich sein wolte, das die Pfenner das Saltzwerck ein anntzahl Jar vngeuehrlich, Neun oder zehenn Jar, also, das sfgl. alle nutzunge vnnd gefelle, so vom Saltzwerck vnnd pfannenn herkeme, zu sich einnehme, vnnd den Pfennernn vnnd Jeglichem Insonnderheit vor seine Jerliche pension, nach forderung eins Jeglichenn theils, wie das in sfgl. vorschlagk vermeldet wirdt, Jeder Quatertemper ohne verzugk vnnd gewis reichenn vnnd geltenn solte, vnnd des Ihnenn versicherung thun wolte, vnnd sich also die pfenner mit sfgl. dienernn vnnd verordenntenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesouiel Jerlich einer aus seinem pfannenn theil gehabt, nutzung auch Jerlich habenn mochte, darein müste gerechnet werdenn, vnnd desto mehr gueter gegebenn, die gerechtigkeit der Baurschafft, Oder das solche gerechtigkeit ann eine Summa geldes geschlagenn würde, vnnd mit den gueternn gegelten würdenn, Solches will nun nach gelegennheit des Lanndes vnnd den Pfennernn zubedennckenn sein. dieser vorschlagk vorzutragenn seÿ, Zum anndernn, wo sfgl. das nicht gefallenn wolte, Ob dan sfgl. das thunlich vnnd annehmblich sein wolte, das die Pfenner das Saltzwerck ein anntzahl Jar vngeuehrlich, Neun oder zehenn Jar, also, das sfgl. alle nutzunge vnnd gefelle, so vom Saltzwerck vnnd pfannenn herkeme, zu sich einnehme, vnnd den Pfennernn vnnd Jeglichem Insonnderheit vor seine Jerliche pension, nach forderung eins Jeglichenn theils, wie das in sfgl. vorschlagk vermeldet wirdt, Jeder Quatertemper ohne verzugk vnnd gewis reichenn vnnd geltenn solte, vnnd des Ihnenn versicherung thun wolte, vnnd sich also die pfenner mit sfgl. dienernn vnnd verordenntenn,
teglich auch nicht zanckenn dorfftenn, vnnd das also sfgl. die zeit alleine die nutzunge vnd genies der pfannenn Bodenn vnnd Saltzwercks hettenn, vnnd der rechte eigennthumb dominium directum vnd erbgerechtigkeit, vnnd alles was den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn annhenngig vnnd zugehörig, beÿ den Pfennernn bleibe, vnnd die Jerliche pension, Wie man der einig würde, den pfennernn vnnd einem Jeglichen Innsonnderheit alle Jare vnuerbleiblich bezahlet würde, vnnd wo in der bezahlung der pension ein Jar lang verseumnus,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteteglich auch nicht zanckenn dorfftenn, vnnd das also sfgl. die zeit alleine die nutzunge vnd genies der pfannenn Bodenn vnnd Saltzwercks hettenn, vnnd der rechte eigennthumb dominium directum vnd erbgerechtigkeit, vnnd alles was den zweÿ vnnd vierzigk Pfannenn annhenngig vnnd zugehörig, beÿ den Pfennernn bleibe, vnnd die Jerliche pension, Wie man der einig würde, den pfennernn vnnd einem Jeglichen Innsonnderheit alle Jare vnuerbleiblich bezahlet würde, vnnd wo in der bezahlung der pension ein Jar lang verseumnus,
oder verzugk geschehenn würde, als wo ein Jeglicher seiner pension genntzlich Innwendig Jares nicht enndtricht würde, Das als dann die pfannenn vnnd Bodenn den pfennernn vnnd einem Jeglichenn Innsonnderheit, ohn alle behelff vnnd einrede, mit aller gerechtigkeit,
wie im vertrag verleibt, wieder heim zu haus fallenn solte, vnnd wan die zehenn oder Neun Jare Ire enndtschafft hettenn, vnnd vorlauffenn werenn, Das als dann das Saltzwerck pfannenn vnnd Bodenn, wie es allennthalbenn sfgl.
Inngethann were, beÿ den pfennernn freÿ stehenn solte, Ob sie das sfgl. lennger vnnd weitter lassenn woltenn, Darzu sie auch nicht soltenn getrungenn werdenn, Sonndernn das zu Irer freÿ kühre, vnnd freÿenn willenn stehenn, Doch wo seine f.gl. fortter das Saltzwerck, vmb die vorig pension lassenn würdenn, das in allewege das rechte eigennthumb vnnd Erbgerechtigkeit desselbigenn beÿ den pfennernn vnnd der Baurschafft pleibenn solte, Das auch sfgl. mitler zeit sfgl. das Saltzwerck dermassenn hettenn keinenn Gebaw, dann alleine was die grosse notturfft erheischenn würde, in den Bödenn vfrichtenn, dann allein mit der pfenner bewilligung annfahenn, oder machenn solte lassenn, vnnd nach erkenndtnus der pfenner bauenn, vnnd doch vf sfgl. eigenn kostenn vnnd auslegenn, ohne der pfenner zuthun,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteInngethann were, beÿ den pfennernn freÿ stehenn solte, Ob sie das sfgl. lennger vnnd weitter lassenn woltenn, Darzu sie auch nicht soltenn getrungenn werdenn, Sonndernn das zu Irer freÿ kühre, vnnd freÿenn willenn stehenn, Doch wo seine f.gl. fortter das Saltzwerck, vmb die vorig pension lassenn würdenn, das in allewege das rechte eigennthumb vnnd Erbgerechtigkeit desselbigenn beÿ den pfennernn vnnd der Baurschafft pleibenn solte, Das auch sfgl. mitler zeit sfgl. das Saltzwerck dermassenn hettenn keinenn Gebaw, dann alleine was die grosse notturfft erheischenn würde, in den Bödenn vfrichtenn, dann allein mit der pfenner bewilligung annfahenn, oder machenn solte lassenn, vnnd nach erkenndtnus der pfenner bauenn, vnnd doch vf sfgl. eigenn kostenn vnnd auslegenn, ohne der pfenner zuthun,
oder mit zulegenn, bauenn solle, vnnd den pfennernn in allewege ann Irer gerechtigkeit vnnd Erbgerechtigkeit ohne schadenn vnnd das auch sfgl. vor alle fehrligkeit des Saltzwercks Pfannenn vnnd Bodenn, wie die in sfgl. vorschlagk vermeldet werdenn, stehenn, vnnd dieselbigenn vf sich nehmenn sollenn, vnnd solchs alles versichere vnnd vergewisse der Lanndtschafft, wie sich dann sfgl. sonnst erbottenn hatt,
vnnd vonn den Pfennernn vor gnugsamb anngesehen würdt, Vff solche meinung das Saltzwerck dem Furstenn vonn anntzahl Jarenn, bis zur anndernn zeit, mit vorbehaltungk des Eigennthumbs vnnd allenn annhenngenn vnd Condition wie obbeschriebenn,
vnnd so darzu den pfennernn dinstlich vnnd noch möchtenn hinzugesatzt werdenn, möchte es den pfennernn annzunehmenn vnnd thunlich sein, doch beÿ dem vertrag zubeharrenn, Wo nun sfgl.
Je darauff beharrenn woltenn, das die pfen ner Ire gerechtigkeit an dem Saltzwerck Bodenn vnnd pfannenn, vnnd aller derselbigenn zugehörigenn, ganntz vnnd gar abtrettenn soltenn, vnnd sfgl.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJe darauff beharrenn woltenn, das die pfen ner Ire gerechtigkeit an dem Saltzwerck Bodenn vnnd pfannenn, vnnd aller derselbigenn zugehörigenn, ganntz vnnd gar abtrettenn soltenn, vnnd sfgl.
Innreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteInnreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteInnreumenn vnnd zustellenn, nach laut Irer f.gl. vorschlagk, So were dar Jegen wieder vorzuschlagenn, das solchs geschehenn solte mit den annhenngenn, wie obennberurt, alleine das ihnenn die Pfenner kein dominium Ihnenn konntenn vorbehaltenn, Oder vonn Jarenn zu Jarenn der Furstlichenn bestenndtnus des Saltzwercks annthuenn, Dann ewig vnd ein zeitlanng leidt sich nit zusammenn, desgleichenn Erblich vnnd ein zeitlanng, Derhalbenn mustenn sich die Pfenner aller Irer gerechtigkeitt, in ewig zeitt abtrettenn, vnnd verzeihenn, vor sich vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, das dann den Pfennernn schwerlich zurathenn, aus vhrsachenn wie oberzahlt sein, Da es aber wie gesagt, die Pfenner Je bewilligenn wolttenn, oder mustenn, Ires Saltzwercks abzustehenn, Erblich vnd ewiglich sich aller Irer erbgerechtigkeit darann verziehen, so mustenn doch etliche vorgemelte annhennge, bescheide vnd Conditiones mit eingebundenn werdenn, Welch aus den vorgeschriebenenn den pfennernn am diennstlichsten würde anngesehenn, Darzu das mit bewilligung vnd bestettigung des Lanndtsfurstenn, etliche vonn den pfennernn verordent würdenn, die zu Jederzeit vonn Irenn der pfenner wegenn, vonn wochenn zu wochenn vonn der pfenner knechte, oder so zu dem Saltzsiedenn verordent, oder genommenn werenn, das gelt so zu der Jerlichenn Pension, aus den zwo vnnd vierzigk pfannenn gefallen werenn, zufordernn, vnnd vfzunehmenn, Darzu Ihnenn sfgl. amptleuthe diener vnnd verordennten, auch verhelffenn soltenn, vnnd wo das eingefelle zu Jederzeit der Jerlichenn Pension nicht gnugsamb were, das als dan Irer f.gl. diener vnnd verordenntenn, vonn sfgl. wegen die Jerliche pension erfullenn soltenn, ohne allenn vffhalt, verzugk, verhinderung, vnnd einredt, Das auch die Burgenn, damit Ire f.gl. diese hanndelung versichernn vnnd vergewissenn will, darvor stehenn, vnd geltenn sollenn, Wo den Pfennernn einiche verhinderung eintragk, vfhalt, oder verzugk der Pension begenen würde, das die Burgenn sampt vnnd sonnderlich den Pfennernn Irenn ausbleibenndenn theil, wann sie derhalbenn anngesagt oder erinnert werdenn, ausrichten, bezahlenn, vnnd erfullenn wollenn vnnd sollenn, Wo auch in deme vnnd anndernn darzu sich die Burgenn verpflichttet, vnnd obligirt, vnnd sie gelobet, vnnd sie verheisßen habenn, in einem oder mehr stucken1[?], oder in verzug stellen wurdenn, das den Pfennernn als dann dreÿ wege zugeprauch2[?] vnnd wieder sie vorzunehmenn,
Welcher vnnder denen Ihnenn geliebet, freÿ stehenn, vnnd macht habenn sollen, Erstlich, das sich als dann die Pfenner ann Irenn der Burgen guetter, in sampt oder insonndernn, sie werenn liegennde oder [übergeschrieben: ab] fahrennde, Innenn oder auswendig lanndes gelegen, wie die nahmenn habenn möchtenn, Ires geldes vnnd schadenns, wie sie vermöchtenn, erholenn möchttenn, vnd Innsonnderheit, das Inenn den Pfennernn beide Saltzwerck fur solchenn Contract vnnd Pension, darzu auch zu vnderpfanndt Ingesatzt wurdenn, Oder zum anndernn, Wo dis gedinge vnnd vbereinkommung nicht gehaltenn wurde in einem oder mehr Puncten, das als dann den Pfennernn freÿ solte stehenn, wiederumb ohnn alle einrede, oder verhinderung sfgl. vnnd Ipso Iure, ohne erkenndtnus des rechtenn, zu dem Newen vff gerichtenn vertrag zutrettenn, vnnd des macht habenn, doch mit abtragk vnnd erstattunge, Erstlich Irer erlittenn schedenn vnnd expens, also das Ihnenn derselbige vertragk in allenn seinenn puncten, stuckenn, vnd articulnn, wie der vonn beidenn theilenn abgeredt, bewilligt vnnd anngenommenn, zu ewigenn zeitenn vnd tagen, nach allem Innhalt desselbigenn solle vnnd musse gehalten werdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteWelcher vnnder denen Ihnenn geliebet, freÿ stehenn, vnnd macht habenn sollen, Erstlich, das sich als dann die Pfenner ann Irenn der Burgen guetter, in sampt oder insonndernn, sie werenn liegennde oder [übergeschrieben: ab] fahrennde, Innenn oder auswendig lanndes gelegen, wie die nahmenn habenn möchtenn, Ires geldes vnnd schadenns, wie sie vermöchtenn, erholenn möchttenn, vnd Innsonnderheit, das Inenn den Pfennernn beide Saltzwerck fur solchenn Contract vnnd Pension, darzu auch zu vnderpfanndt Ingesatzt wurdenn, Oder zum anndernn, Wo dis gedinge vnnd vbereinkommung nicht gehaltenn wurde in einem oder mehr Puncten, das als dann den Pfennernn freÿ solte stehenn, wiederumb ohnn alle einrede, oder verhinderung sfgl. vnnd Ipso Iure, ohne erkenndtnus des rechtenn, zu dem Newen vff gerichtenn vertrag zutrettenn, vnnd des macht habenn, doch mit abtragk vnnd erstattunge, Erstlich Irer erlittenn schedenn vnnd expens, also das Ihnenn derselbige vertragk in allenn seinenn puncten, stuckenn, vnd articulnn, wie der vonn beidenn theilenn abgeredt, bewilligt vnnd anngenommenn, zu ewigenn zeitenn vnd tagen, nach allem Innhalt desselbigenn solle vnnd musse gehalten werdenn,
vnuerbruchlich vnnd vnuerruecklich, Oder zum drittenn, Wo denn Pfennernn Ire gedinge nicht gehaltenn, vfgesaget, das sie sich zum rechttenn nicht versehenn, vnnd annzunehmenn auch nit schuldigk, das als dann den Pfennernn ohnn alle einrede vnnd verhinderung der weg offenn, vnnd Ihnenn freÿ stehenn magk, wiederumb zu Irenn alten hergebrachtenn vnnd gehabtenn priuilegien freÿheitenn, Erb: vnd gerechtigkeitten, wie sie die alle samptlich vnnd sonnderlich vor dem newen vfgerichtenn vertrage, mit stettlicher vbung vnnd aus krafft Irer Erbgerechtigkeit, in besitz oder possession,
oder quasi possession herbracht, vnnd besessenn haben, schreitenn vnnd trettenn mögenn, vnnd sich derselbigenn hinfurter, ewiglich genies zuhaltenn, vnnd zugeprauchen macht habenn sollenn, Vnnd derhalbenn, was Inen zu abbruch vnnd nachteil ann gebewenn vnnd anndernn vfgericht, dieselbigenn abgeschafft möchtenn vnnd sollen werdenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Im fall aber das der Pfenner Iegenn vorschlege keiner wolt anngenommenn werdenn, vnnd der Furst dennest mit den Pfennernn des Bodenn zins halbenn, vnd des Saltzgeldes In Irrung vnnd misuerstennde stehenn, Welche die Pfenner damit sie mit Irem G.
Herrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium1[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHerrnn gerne in friedenn stundenn, vertragenn sehenn woltenn, Achte ich das die Pfenner der Artickell halbenn, vnnd anndere mehr in dem vertrage verleibet, mit sfgl. wohl annderung machenn möchtenn, vnnd in anndere gestalt vbereinkommenn, aus abbruch des vfgerichtenn vertrags daraus oder wan sie dardurch nit geschrittenn oder getrettenn, in recht gehalttenn, oder geachtet möchtenn werden, so fernne solchs in dieser annderung auch austrucklich vnnd expresse vorsehenn werde, Nemblich das gesatzt wurde, das durch diese verannderung, dieser zweÿer oder dreÿer articuln, darinne begriffenn vnnd verleibt, nichts vnnd keinem theil soll abgebrochenn, oder benommenn sein, sonnder alles wie darinne vonn beiden theilenn bewilliget vnnd anngenommenn sein, stete vnnd veste, ewiglich vnnd vnuerrucklich, wie die allenthalbenn vonn sfgl. verschriebenn, gelobet vnnd zugesaget, gehaltenn werdenn, Wann solche Clausell vnnd meinung, dermassenn wie angezeigt in die verschreibung der verannderten artickell gestelt vnnd gesatzt wurde, möchtenn die Pfenner im rechtenn nicht geacht werdenn, das sie vonn dem vertragk geschrittenn, oder gewichenn werenn, Sonnder die annder articull mehr dadurch bestettiget vnnd confirmirt wurdenn, Darumb ist sich nicht zubesorgenn, Nur das es austrucklich vnnd eigenntlich vorkommenn werde, vnnd wurde auch hiemit die Irrung so sich des misuerstanndts zwischenn sfgl. vnd den Pfennernn vor den scheidtsrichternn helt vnnd anngestaltt, auffgehabenn vnnd gestilt, Fuertter wann sich begebenn wurde, das die artickell des ziehenns vnnd kauffs nicht vertragenn wurden, oder geenndert, So möchte Ire fgl. den Pfennernn nicht werenn, das sie fur vnnd fur siedenn, Dieweil sie bisanher in besitz gewehre vnnd possession des siedenns gewest sein, welcher sie ohnne erkenndtnus nicht sollenn enndtsetzt oder verhindert werdenn, Derhalbenn vnangesehenn das der kriegk im rechten vor den schwebt, kann der Furst mit recht den Pfennernn nicht wehrenn zusiedenn, Sonnst hettenn sich die Pfenner solchs Spolium[?] zuuerklagenn, Ob aber der Furst den Pfennernn in hanngenndem rechtenn etwas zusagenn, verschreibenn, oder die — 10 alb. fallenn zulaßenn, der — 4 fl. muntz vnnd — 2 thaler halben, etwas vfschuttenn musse, pflichtigk seÿe, achte Ich, das werdt er im rechtenn schwerlich schuldigk sein, Sonnderlich in hanngendem rechtenn, das zuthun, darumb wo diese articull möchtenn vertragenn werdenn, oder verandert, weren diese auch beÿgelegt, doch ist vor allenn dingenn stetlich acht zuhabenn, Wo etliche artickell vertragenn, oder verandert wurdenn, das alwegenn darbeÿ gemelt vnnd gesatzt werde, das die Pfenner dardurch aus dem vertrage, nicht schreitenn wollen, sondernn in anndernn stuckenn, den veste vnnd getreulich haltenn, Vnnd wann zuletzt kein annschlagk möchte getroffenn oder fundenn werdenn, beidenn theilenn annehmlich, vnnd sich die sache in recht begebenn, vnnd dem heimgestelt wurde die billicheit vnnd recht erfordernn, das die Pfenner einen oder zwene volmechtigenn musten, den hanndell im rechtenn auszufurenn, vnnd was die notturfft erfordert zu hanndelnn, vnnd vonn der Pfenner samptlichenn darlegenn, vnnd vnncost, Was Inenn dann den Pfennernn in hanngendenn kriege begegnen wurde, vnnd vonn weme es were im siedenn, oder geholtze, das mustenn sich die Pfenner beclagenn vor den Richternn, do die sache fur schwebete, als die denenn eintragk pendente lite beschehe, Oder das sie spolijrt wurdenn, oder Ihrenn gewehrett wurde pendente lite Saltz zuuerkeuffenn, wie sich dann das mit ihnenn begebenn wurde, das hettenn sie sich zuuerklagenn, Dieweil aber solche rechtfertigung, wann die gleich erhalttenn wurde, im rechtenn beschwerlich vngnade vnnd vnwillenn geberenn, So were gut, das die zwene artickell, der mann misuerstendig vnnd Irrigk ist, wie anngezeigt, verandert, vnnd vertragenn wurdenn, vnnd der newe vfgericht vertragk in anndern punctenn bestetigt vnnd confirmirt werde, Auch wo die Pfenner Irer gerechtigkeit, vnnd des Saltzwercks, gentzlich vnnd gar erblich abzutrettenn, gemeint werdenn, oder darzu gedrungenn, so mögenn sie das wohl thun, Ihnenn, vnnd Irenn nachkommen, zu keinem nachteil, vnnd bedarff des nicht sonnderlichenn bescheidt, allein das sie das geldt vor das Ire enndtpfangenn, wie sie des mit dem furstenn vberkommenn vnnd einig werdenn, vnnd dann Ire gueter vnnd theil einreumenn, Erblich vnnd ewiglich, dann es hat ein Ieder macht seins guts abzustehenn, vnd verziehenn, vor sich vnnd seine erbenn, sonnderlich wann Ime vergleichung darumb beschicht, Der Erbgerechtigkeit halbenn, so die Pfenner daranne gehapt, vnnd noch habenn, Dieweil dieselbige dem Saltzwerck annhenngigk, möchte sie in kauffsumma gezogenn werdenn, aber [übergeschrieben: weil] dennest solche erbgerechtigkeit, viel nutzes vnnd frommens,
mit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemit verheirathunge Irer vnnd Irer kinder vnnd freundtschafft, zubracht hatt, magk dieselbige wohl ann eine Summa gelts, auch geschatzt werdenn, vnnd daruor vonn den Furstenn gefordert werdenn, als fur ein sonnderlich Interesse vnnd nutzunge, Wie wohl zubesorgenn, das das Saltzwerck vnnd das Lanndt durch sterbenn oder vehde möchte verderbenn, darumb es den Pfennern besser were, das gelt zunehmenn, vnnd wiederumb nutzlicher annzulegenn, So wiederumb ist den Pfennernn auch zubedennckenn, das durch sterbenn das Saltzwerck vnnd Lanndt nicht gantz vndergehet, es bleibet Ie den Erbenn, wiewol es die zeit des sterbenns am gewinst vnnd nutzunge schaden leidenn möchte, Wo sich aber die zeit zu Vhede richte, so hettenn sie zubedennckenn, der Furst mitt der bezahlung auch ann sich haltenn wurde, zu deme will er die Pfannenn vf ein mahl nicht ablösenn, Derhalbenn solte es besser sein, die Pfannenn zubehaltenn, dann dieser zeit zuuerkeuffenn, doch vff eins Ieglich bedennckenn, Es were auch der billicheit gemes, auch naturlicher vnnd vernunfftigklicher, wann die sache vertragenn wurde, vnnd dem furstenn das Saltzwerck erblich zugestalt, oder nicht, das sfgl. in betrachtung der wolthat sfgl. ann dem wiederfahrenn, das sie Ir f.g.l. wieder der Stadt freÿheit priuilegia vnnd gerechtigkeit zu dem Saltzwerck so vnderthenigklich habenn kommen lassenn, das wiederumb der furst der Stadt die gnade erzeige, vnnd sie befreÿete, vonn aller dinstbarkeit, aber mann kann Ine mit rechte nicht darzu zwingenn, wiewohl es naturlicher billicheit gemes were, eine wohlthat vmb die annder zugebenn, Was nun den Pfennernn durch verannderung etlicher artickell im vertrage dermassenn wie gemelt mitt der Clausell, das der vertragk sonnstenn solte in anndern krefftig vnnd bestenndigk pleibenn, vnnd Confirmirt sein, vnnd die Pfenner dardurch zu recht aus dem vertrage nicht geschrittenn, so ist zurathenn, das sie solche veranderung, eingehenn vnnd annehmenn, vnnd zu mehrer sicherheit, mit ausgetrucktenn Worttenn darzu setzen lassenn, das sie durch diese verannderung, aus dem aufgerichtenn vertrage, nicht gedenncken noch wollen gegeschrittenn, oder getrettenn habenn, Das also die sache vertragenn, vnnd darmit alle hanndelunge, was sich darnach vfgerichtenn vertrage, zwischenn allenn theilenn begebenn habenn, auch aller vnnwille vnd vnngnadt, sollenn aus gnadenn vfgehabenn, vnnd hingelegt sein,
vnnd hinfurter dem aufgerichtenn vertrag gelebet, vnnd trewlich nachkommenn werdenn, In der gueter vnnd des Saltzwercks wirderung, vnnd wann die pension gesatzt soll werdenn, möchte sich begebenn, das Irrung furfallenn, wieuiel Ierlichs vff das hundert die Pension gestalt werdenn soll, In dem ist am sicherstenn vnnd bestenndigstenn, sich nach kaÿserlicher Maÿst vnnd des heiligenn Reichs, vfrechten gehaltenenn Reichstagenn ordenung zurichtenn, Das Funff guldenn auffs hundert, Einenn vff zwanntzigk, wie solchs die gemelt ordenung ausweiset, geschlagen wurdenn, damit nicht solcher Contract, als zuuiel oder zuwenig illicitus, vnnzimblich, zusehre nachteilig oder wucherlich möchte anngefochtenn werdenn Enndtlich wo es die wege ergriffe das die Pfenner des Saltzwercks erblich ganntz vnnd gar abstehenn woltenn, vnd dem furstenn einreumenn, vnnd der furst nun die bezahlung thun wolte, nach der Wirderungk, wie der Pfenner gueter anngeschlagenn werenn wordenn, beÿ Irem eÿde in der Turckennsteur, Solche meinung wurde ein disputation geberenn, vnnd were darauf zuanntwortenn, das ein Ieglicher seine gueter in gemein anngeschlagenn hette, vnnd keins sonnderlich anngezeigt, vnnd nach seinem bedunckenn gewirdet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd hinfurter dem aufgerichtenn vertrag gelebet, vnnd trewlich nachkommenn werdenn, In der gueter vnnd des Saltzwercks wirderung, vnnd wann die pension gesatzt soll werdenn, möchte sich begebenn, das Irrung furfallenn, wieuiel Ierlichs vff das hundert die Pension gestalt werdenn soll, In dem ist am sicherstenn vnnd bestenndigstenn, sich nach kaÿserlicher Maÿst vnnd des heiligenn Reichs, vfrechten gehaltenenn Reichstagenn ordenung zurichtenn, Das Funff guldenn auffs hundert, Einenn vff zwanntzigk, wie solchs die gemelt ordenung ausweiset, geschlagen wurdenn, damit nicht solcher Contract, als zuuiel oder zuwenig illicitus, vnnzimblich, zusehre nachteilig oder wucherlich möchte anngefochtenn werdenn Enndtlich wo es die wege ergriffe das die Pfenner des Saltzwercks erblich ganntz vnnd gar abstehenn woltenn, vnd dem furstenn einreumenn, vnnd der furst nun die bezahlung thun wolte, nach der Wirderungk, wie der Pfenner gueter anngeschlagenn werenn wordenn, beÿ Irem eÿde in der Turckennsteur, Solche meinung wurde ein disputation geberenn, vnnd were darauf zuanntwortenn, das ein Ieglicher seine gueter in gemein anngeschlagenn hette, vnnd keins sonnderlich anngezeigt, vnnd nach seinem bedunckenn gewirdet,
Das aber das gut weniger oder mehr geltenn wirdt oder nicht, oder nicht geltenn kann, oder werth ist, das eruolget sich nicht daraus, dann es nicht æstimirt oder geschatzt wordenn, durch die Ienigenn darzu verordennt, Sondern durch ein Ieglichenn selbst, so seindt die guetere dermassen anngeschlagenn, als sie verkaufft habenn konnenn werdenn, aber in diesem falle sollenn sie verkaufft werden, darumb soll mann sich in der warheit erkundenn, was sie werth sein, vonn vnpartheischenn Leuthenn, vonn beidenn theilenn darzu verordent, vnnd bewilliget, Dieser Punct ist im rechtenn etwas disputirlich,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDas aber das gut weniger oder mehr geltenn wirdt oder nicht, oder nicht geltenn kann, oder werth ist, das eruolget sich nicht daraus, dann es nicht æstimirt oder geschatzt wordenn, durch die Ienigenn darzu verordennt, Sondern durch ein Ieglichenn selbst, so seindt die guetere dermassen anngeschlagenn, als sie verkaufft habenn konnenn werdenn, aber in diesem falle sollenn sie verkaufft werden, darumb soll mann sich in der warheit erkundenn, was sie werth sein, vonn vnpartheischenn Leuthenn, vonn beidenn theilenn darzu verordent, vnnd bewilliget, Dieser Punct ist im rechtenn etwas disputirlich,
darhalbenn er auch weitters bedennckens bedarff, Auch ist der furst im rechtenn, das Saltzwerck zubezahlen schuldigk, nach achtung vnnd wirderung, wie es Itzundt tempore contractus stehet, vnnd tregt, nicht wie es vor zeitenn hat gestanndenn, oder nach seinem gefallen æstimiren Darumb wo es zuerhaltenn,
so ist sfgl. zubittenn, die Pfenner beÿ dem newenn aufgerichtenn bewilligten, vnnd anngenommenn vertrag, gnediglich pleibenn zulassenn, wie obenn gesagt, oder der streitigenn articull vnnd misuerstandts halben des vertrags in etlichen Puncten so sich Itzundt begebenn habenn, wollenn die Pfenner Iren f.
G. sich gernne in hanndelunge begebenn, dann die selbige vff leideliche wege möchtenn gehanndelt vnnd getheidingt werdenn, doch alweg ohne abbruch des vorigenn vfgerichtenn vertrages, vonn deme sie in keinen weg weichenn noch gedenckenn, oder darvon zu tretten.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteG. sich gernne in hanndelunge begebenn, dann die selbige vff leideliche wege möchtenn gehanndelt vnnd getheidingt werdenn, doch alweg ohne abbruch des vorigenn1 vfgerichtenn vertrages, vonn deme sie in keinen weg weichenn noch gedenckenn, oder darvon zu tretten.
Nach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung1, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung1[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach sonnderlicher vleissiger verlesung vnnd bewegunge, des bewilligtenn zugesagtenn vnnd vfgerichten vertrages2, aller ergangenn hanndelung, verhörung, hin vnnd wiederschreibenn in dieser sachenn, sampt anngehefftenn fragenn, zwischenn dem durchleuchtigenn, Hochgebornenn Furstenn vnnd Herrn, Herrn Philipsen Lanndtgravenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogen etc. eins, Vnnd den Pfennernn des Saltzwercks zu Allendorf in Hessenn, anderstheils, wirdet kurtzlichenn, doch eines Jeglichenn bessere meinung hiermit vnbegebenn, geantwort, vnnd anfenglichenn vf die erste fragen berurter Pfenner, wirdet diese anntwort gebenn, Weil in bemeltenn vertrage, vnnder anndern dieser artickell also lautende verleibet, Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, So setzenn vnnd ordenn wir, vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des bey Furstlichenn gutenn glaubenn, vor vns vnnser Erbenn, Ob sichs begebe das zwischenn vns vnnd den Pfennernn, ein misverstanndt einfiele, das will Gott vnnsert halbenn nit sein soll, Es were vmb die bezahlung, abspannung der knechte, vnnd verkauffung des Saltzes, vmb eynicherley verhinderung oder vervortheilung, die eintheil dem anndernn oder desselbigenn dienern vnnd verwandten zufugenn, oder zuzufugenn vorhettenn, Das wir vnnsere treffliche, redtliche, Gottfurchtige vnnd verstenndige Räthe, alwegenn in vierzehenn tagenn, so baldt wir des erinnert werdenn, oder vnnser Erbenn, Oder wir des vor vns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Gottlichenn billichenn dingenn, richttenn vnnd vertragenn lassenn, Vnnd darann vns nicht verhindern lassen wollenn in keinenn wege, Vnnd im fall sie des nicht vertragenn möchtenn, Da sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey aus vnnsernn Stettenn, als Marpurgk, Cassell, Eschwech, Alsfeldt, Homberg vnnd Treysa, so nit Pfenner sein, oder zum Sodenn nicht Pfantheil habenn, darzu gebenn, dieselbenn vonn stundt ann Ire pflicht daruber thun, vnnd die dinge im nechstenn Monat darnach bey Irenn pflichtenn, diesem vertrage gemes, vnd einhalt enndtscheidenn, vnd ob sie sich des spruchs nit vergleichenn mögenn, sollenn sie die zwelffe etliche Obman ernennenn, vnnd welche der Obmann bleibenn soll, das los legt, vnnd welche der Obmann bleibet, was erdiesem vertrage gemes, vor einenn zufall thut, darbey soll es enndtlich bleibenn, vnnd was erkanndt wirdet treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halbenn versaumbt wurde, das soll als dann nach erkenndtnus nachgesottenn vnnd wiederbracht werdenn, alles diesem vertrage gemes, ohne geferde, Vnnd nun zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd denn Pfennernn misverstanndt ann vielenn articuln, Nemblichenn des verkauffs, ziehung der Sohlenn, vereidung der Pfenner, diener vnnd anders halbenn eingefallenn, vnnd sich zugetragenn habenn, vnnd die Gesandtenn Rethe genn Allenndorff solche gebrechenn vnd misverstende in der guete nicht habenn könnenn vertragenn, noch derenn mas findenn, vnnd vf den fall sfgl. sich mit diesen wortenn verhafftet vnnd obligiret, vnnd im fall das sie des nicht vertragenn möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat drey vonn der Ritterschafft, vnnd drey vonn vnnsernn Stettenn, Desgleichenn sollen sie auch drey — So ist Hochgedachter Furst dieser misverstanndt vnnd gebrechenn halbenn, Lauts vnd vermöge des artickels, vor den zwölff Räthenn, mit den Pfennernn aus vbunge vnd orterung[?] zugewartten schuldig, vnnd seindt die Pfenner der Lanndtschafft erkenndtnus hieruber zugeduldenn vnnd gewarttenn nit verhafftet, zuvorderst nach dem sich sfgl. bey furstlichenn gutenn glaubenn, wie aus dem annfange bemelts artickels offenntlichenn zuersehenn, verpflichtet, weil diese wort |: mit gutem glaubenn :| in rechtenn eynem leiblichenn eidt allennthalbenn vergleicht werdenn, vnnd gleicher wirckung vnnd effects seindt, vnd das der Jenige so etwas vermittelst seinem eide geredt, gelobt oder zugesagt, dasselbig precise zuthun, oder zuhaltenn schuldigk seye, derowegenn Ihe Hochgedachter Furst krafft dieser zusage, bey sfgl. gutem glaubenn diese ortterung ehenn1[?] vnnd precise vor niemands annders, ohne nachlassenn der Pfenner, dann vor den scheidtsleutenn, Innhalts des artickels in mehrgedachtenn vertrage auszuwarttenn verbundenn, daraus auch erscheinet,
das sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde1 vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn2 hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas sfgl. auch nicht befugt weitter auffschub, dann der vertragk vermeldet, vnnd mitbringet, zunehmenn, Jedoch ist den Pfennernn in alweg zurathenn, das sie sich solchs vfschubs nicht beschwert, Sonnder Hochgedachtenn Furstenn darinne vnnderthenniglichenn verfolgtenn, doch mit anngeheffter protestation, das sie gleichwohl derwegen aus dem vertrage ann keinem ort schreitenn wollent, noch darmit nachgebenn, dieser gebrechenn vnnd misverstanndts halbenn, erkentnus vnnd orterung vor anderenn dann vor den scheidtsleuthenn Innhalts des vertrags zugewarttenn, Die anntwort auff die anndernn frage ereuget sich auch scheinlichenn aus bemeltem artickell des vertrages, Nemblich weil der allein verordtnet vnnd disponirt, wo misverstanndt vnnd gebrechenn des vertrags, der beholtzunge, abspannung der knechte, verkeuffung des Saltzes vnnd annders halbenn, wie darinnenn weitter verlautet, zwischenn Hochgedachtenn Furstenn vnnd Pfennern einfiele, das dieselbigenn Lauts dieses artickels, wo die guete erstunde vor den scheidtsrichternn soltenn enndtscheidenn werdenn, da auch Hochgedachter Furst die Pfenner annderer sachenn halbenn, so nicht aus diesem vertrage herfliessendt, noch sich derhalbenn vor vhrsachent, sonnder sich sonnstenn vnnder den Partheien zutrugenn, vorbemeltenn scheidtsrichternn, darvon der vertragk besaget, die Pfenner nicht zuberlagenn hette, die Pfenner auch vor Ihnenn derwegen still zustehenn, vnnd Ires abschiedt vnnd erkenndtnus zu warttenn, vnnd leidenn, mit nichte schuldigk werenndt, Nach dem dieser fall wieder in mehrgedachtenn artickell, nach einigenn anndernn dieses vertrags ausgetruckt, noch mit einigenn worttenn begriffenn, vnnd solche vnnd dergleichenn vertrege vor anlassungenn vnnd Compromissa, als eingenns rechtenns, vnnd Stricti Juris sich auff anndere felle vnnd sachenn, dann darinne offentlichenn versehenn, specificiret, vnnd mit den Buchstabenn ausgetruckt, nicht erstreckenn, noch verstanndenn, oder interprætirt werdenn könnenn oder mogenn, Hierumb dann solchenn sachenn vnd Irsalenn, so ganntz vnnd gar ausserhalb dieses vertrages zwischent den partheyenn enndtspringenndt, in versehung des gemeinenn Rechtenns, oder ordenung vnnd disposition des Heiligenn Römischenn Reichs pleibenn, Ehr vnnd zuvor auf die dritte fragenn geantwort wirdet, Ist zuerforschenn, vnnd zuerkundenn,
Nach dem aus dem bericht heilliglichenn1[?] zuersehenn, das Hochgedachts Furstenn halbenn anngezeiget wordenn ist, als soltte sfgl. den vertragk zuhalttenn, oder mit zuhaltenn, vnverbundenn sein, Dieweil gemeine Pfenner das Reversal so derowegenn aufgericht, in gebürlicher zeit, nicht alle soltenn versiegelt habenn, Ob sfgl. erhorter vrsach halbenn befugt, vnnd berechtiget sein, sich aus dem vertrage zuwirckenn, vnnd also lauts vielbestimpts articuls die erkenndtnus der scheidtsrichter berurts misverstands halbenn, zu leidenn vnverbundenn sein, Darauff wirdet dieser kurtzer bestenndiger bericht gegebenn, Wo bey vnnd nebenn dem vertrage abgeredt vnnd beschlossen were, das die gemeine Pfenner das aufgerichte Reversal in berurter zeit versieglenn soltenn, vnnd solche sieglung wie sich die Partheyenn des vnnder einannder enntschlossen, vonn gemeinenn Pfennernn noch nicht geschehenn worden were, vnnd also die Pfenner den vertragk vor Ire Persen[?] noch nicht erfult, vnnd adimpliret hettenn, So könntenn sie auch Hochgedachtenn Furstenn zu haltung des vertrages weder in berurtenn artickell sich annhebennde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteNach dem aus dem bericht heilliglichenn[?] zuersehenn, das Hochgedachts Furstenn halbenn anngezeiget wordenn ist, als soltte sfgl. den vertragk zuhalttenn, oder mit zuhaltenn, vnverbundenn sein, Dieweil gemeine Pfenner das Reversal so derowegenn aufgericht, in gebürlicher zeit, nicht alle soltenn versiegelt habenn, Ob sfgl. erhorter vrsach halbenn befugt, vnnd berechtiget sein, sich aus dem vertrage zuwirckenn, vnnd also lauts vielbestimpts articuls die erkenndtnus der scheidtsrichter berurts misverstands halbenn, zu leidenn vnverbundenn sein, Darauff wirdet dieser kurtzer bestenndiger bericht gegebenn, Wo bey vnnd nebenn dem vertrage abgeredt vnnd beschlossen were, das die gemeine Pfenner das aufgerichte Reversal in berurter zeit versieglenn soltenn, vnnd solche sieglung wie sich die Partheyenn des vnnder einannder enntschlossen, vonn gemeinenn Pfennernn noch nicht geschehenn worden were, vnnd also die Pfenner den vertragk vor Ire Persen1[?] noch nicht erfult, vnnd adimpliret hettenn, So könntenn sie auch Hochgedachtenn Furstenn zu haltung des vertrages weder in berurtenn artickell sich annhebennde,
vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrages, noch anndernn bestenndiglichenn, vnnd cum effectu nicht dringenn noch zwingenn, Wo [übergeschrieben: aber] sfgl. halbenn wieder sie die Pfenner furgewanndt vnnd opponirt wurde, das Ihnenn kein bestenndige annforderung nacht2 recht, wieder sfgl. dieses vertrags halbenn geburte, nach gebürenn möchte, weil sie demselbigenn vor Irem theil auch nit erfüllet hettenn, Sonnder fürter hier [gestrichen: fe] stat diese gemeine Regell, wer nicht helt, dem darf mann wiederumb auch nicht haltenn,
Et quod non seruanti fidem fides non seruetur, et quod quis non possit agere ex contractu nisi ipse prius huiusmodi contractum pro parte sua adimpleuerit Wann aber gleichwohl die Pfenner die sieglung nachmals thun woltenn, vnnd die wircklichenn vnnd cum effectu thetenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteEt quod non seruanti fidem fides non seruetur, et quod quis non possit agere ex contractu nisi ipse prius huiusmodi contractum pro parte sua adimpleuerit Wann aber gleichwohl die Pfenner die sieglung nachmals thun woltenn, vnnd die wircklichenn vnnd cum effectu thetenn,
vnnd also aus dem Vertrage nit schrittenn, vnnd fur Ire Personn erfülletenn, vnnd adimplirten, wie die dann thun möchtenn, So were auch Hochgedachter Furst dem vertrage allennthalbenn gemes zugelebenn, nachzusetzenn, vnnd also auch vor sfgl.
Personn zuerfüllenn, vnd adimpliren verbundenn, Nach dem der Jenig so wieder einenn vertragk oder anndern Contract gehanndelt, vnnd zuenndtgegenn gelebt, wiederumb vermöge der recht schreitenn kann vnnd magk, Vielviel mehr in dieser sach Hochgedachter Furst den vertragk, vnangesehenn, was sfgl. darwieder das Reuers vnnd annders halbenn aufgebracht, zuhaltenn schuldigk, Weil dieses Reuers nit mit einem einigenn wortte im vertrage gedacht, auch in der hanndelunge, vnnd ehr vnnd zuuor der vertragk vonn beidenn beidenn theilenn abgeredt vnnd beschlossenn,
nit erwehnet wordenn, vnnd ist also dieser Reuers nit ein artickell oder Punct des vertrags, sonder aller erst als der vertragk bewilligt, der Reuers vf die bahn kommenn, zu dem ist der Reuers auch vonn allenn denen die sfgl. darin gesetzt,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenit erwehnet wordenn, vnnd ist also dieser Reuers nit ein artickell oder Punct des vertrags, sonder aller erst als der vertragk bewilligt, der Reuers vf die bahn kommenn, zu dem ist der Reuers auch vonn allenn denen die sfgl. darin gesetzt,
das sie den versiegletenn1, versieglet wordenn, ausgenommenn zweyenn Edelleutenn, die magk sfgl. diesenn zudringenn, Vnnd ist also sfgl. diesenn vertragk, den sfgl. mit eigener hanndt vnderschriebenn, vnnd sfgl.
Secret darauff wissenntlichenn truckenn lassenn zuhaltenn, vnd allen seinenn Punctenn zugelebenn verhafft, Weil auch der Oberste furst als Kaiserliche Maiestat Ire vertrege vnnd Contract, weil die Juris gentium seindt, darvonn auch Ire Mayt. nicht befreyet, zuhaltenn verplicht, Welches alles auch hierin diesem fall offenntlichenn gesterckt, bekrefftiget vnnd fortificirt wirdet, das vielgedachter vertragk, ohne allenn annhanng, vnderscheidt condition vnnd modo vonn Partheyenn bewilliget, vnd anngenommenn ist, vnnd nicht mit diesem vnnderscheide, annhanng, condition oder modo,
wo oder wann dieser Reuers vonn den Pfennernn versieglet wurde, Hieraus nun auch anntwort auf die dritte fragenn endtscheinent, Nemblichenn vnnd also, wo die Pfenner dem vertrage allennthalbenn gemes hanndtlenn, vnd den fur Irenn theil erfullenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewo oder wann dieser Reuers vonn den Pfennernn versieglet wurde, Hieraus nun auch anntwort auf die dritte fragenn endtscheinent, Nemblichenn vnnd also, wo die Pfenner dem vertrage allennthalbenn gemes hanndtlenn, vnd den fur Irenn theil erfullenn,
vnnd adimpliren, vnnd sich doch Hochgedachter Furst zu erfüllunge des vertrags in diesem oder anndernn artickelnn wiedersetzig zumachenn, vnderstehenn, So mochttenn die Pfenner s.fgl. dieser beschwerung halbenn, vnnd zuhaltung des bewilligtenn versiegletenn vnnd vfgerichtenn vertrags verm1 Kays:
Cammergericht, rechtiglichenn berlagenn2, vnnd gehöret, dieser fall nach seiner gelegennheit, als zwischent Hochgedachtem Furstenn, vnnd sfgl. vnderthanenn Burgernn vnnd anndernn ausserhalb Lanndts gesessenn, nicht vor sfgl Rethe, Lauts des Reichs Ordenung zurechtfertigenn Die klage soll fur den niedergesatztenn scheidtsfreundenn dermassenn wie aus beyliegennder Copey mit A. bezeichnet, zubefindenn, vorgebracht werdenn, daraus dann anntwort auf die viertenfrage erscheinet, Auff die funffte frage wirdt dieser bericht kurtzlichen gegebenn, Weil vermöge der recht Auscultirte Copien nicht beweisenn, es abcopiere dann der Notarius das Instrument so es selber gemacht, So ist den Pfennernn in allweg zurathenn, das sie Ire Priuilegien Contract vnnd ordtnungenn, bey einer ehrlichenn Namhafftenn Stadt Vidimiren lassenn, also vnnd derogestalt, das die Pfenner durch Ire geschicktenn dem Rathe derselbigenn Stadt Ire Priuilegien vberanntworten lassenn, Mitt vleissiger bitt desselbigenn gleichenn zuuerlesenn, zubewegenn, vnnd sampt dem siegell darann zubesichtigenn, vnnd Ihnenn vnder Irer Stadt Siegell kundtschafft zugebenn, das sie solche Ire Priuilegien Contract vnnd ordnungenn, In Irenn Originalien vnnd siegeln vnuersehret, vnradirt vnnd vncancellirt verlesenn vnnd gesehenn habenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCammergericht, rechtiglichenn berlagenn, vnnd gehöret, dieser fall nach seiner gelegennheit, als zwischent Hochgedachtem Furstenn, vnnd sfgl. vnderthanenn Burgernn vnnd anndernn ausserhalb Lanndts gesessenn, nicht vor sfgl Rethe, Lauts des Reichs Ordenung zurechtfertigenn Die klage soll fur den niedergesatztenn scheidtsfreundenn dermassenn wie aus beyliegennder Copey mit A. bezeichnet, zubefindenn, vorgebracht werdenn, daraus dann anntwort auf die viertenfrage erscheinet, Auff die funffte frage wirdt dieser bericht kurtzlichen gegebenn, Weil vermöge der recht Auscultirte Copien nicht beweisenn, es abcopiere dann der Notarius das Instrument so es selber gemacht, So ist den Pfennernn in allweg zurathenn, das sie Ire Priuilegien Contract vnnd ordtnungenn, bey einer ehrlichenn Namhafftenn Stadt Vidimiren lassenn, also vnnd derogestalt, das die Pfenner durch Ire geschicktenn dem Rathe derselbigenn Stadt Ire Priuilegien vberanntworten lassenn, Mitt vleissiger bitt desselbigenn gleichenn zuuerlesenn, zubewegenn, vnnd sampt dem siegell darann zubesichtigenn, vnnd Ihnenn vnder Irer Stadt Siegell kundtschafft zugebenn, das sie solche Ire Priuilegien Contract vnnd ordnungenn, In Irenn Originalien vnnd siegeln vnuersehret, vnradirt vnnd vncancellirt verlesenn vnnd gesehenn habenn,
vnnd das solcher Irer priuilegien Innhalt vnnd tenor von wort zu wort in solche des Raths Vidimirte kundtschafft gebracht werdenn, Wie dann die Stadtschreiber solcher namhaffte Stedte, die form solcher Vidimirung wohl wissenn, Welchenn Vidimussen vermoge der recht nicht weniger glaube gebenn wirdet, dann den Originalien, Antwort auff die sechstenn frage, Wo gleich etzlicher Pfenner knechte mit Irem wissenn vnd willen, dem Furstenn das vbrige vnnd liegenndt bleibennde Saltz vmb vier guldenn vnnd zweenn thaler gebenn, da es Itzundt der fuhr vnnd Lademann vmb vier thaler vnnd zwen guldenn bezahlenn muß,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd das solcher Irer priuilegien Innhalt vnnd tenor von wort zu wort in solche des Raths Vidimirte kundtschafft gebracht werdenn, Wie dann die Stadtschreiber solcher namhaffte Stedte, die form solcher Vidimirung wohl wissenn, Welchenn Vidimussen vermoge der recht nicht weniger glaube gebenn wirdet, dann den Originalien, Antwort auff die sechstenn frage, Wo gleich etzlicher Pfenner knechte mit Irem wissenn vnd willen, dem Furstenn das vbrige vnnd liegenndt bleibennde Saltz vmb vier guldenn vnnd zweenn thaler gebenn, da es Itzundt der fuhr vnnd Lademann vmb vier thaler vnnd zwen guldenn bezahlenn muß,
— So könnte es demnach den Pfennernn ann dem vfgerichtenn vertrage keinen nachtheil, abbruch oder krenckung bringenn, oder geberenn, doch ist es am aller sicherstenn, das die Pfenner hieruber protestirent, Nemblichenn, das Inen nicht enndtgegenn were, das etzliche knechte, Hochgedachtenn Furstenn das Saltz dermassenn gebenn,
Sie woltenn aber hiermit herlichenn1 solenniter protestirt habenn, das sie durch diese nachlassung vnnd bewilligung, aus dem vfgerichtenn bewilligtenn vertrage in keinem Punct oder articull geschrittenn habenn woltenn, Vnnd das sie Ihnenn vber diese protestation ein offenntlich instrument machenn liessenn, Superabundans enim Cautela nemini nocet.
Vnnd beschliesslichenn vnnd enndtlichenn, So wirdt weitter dieser bericht auff das mündtlich vorhaltenn gegebenn, Nemblich, Wo Hochgedachter Furst den bewilligtenn vnnd vfgerichtenn vertragk, mit niedersetzung der scheidtsrichter, auch des furkauffs des Saltzes vnnd annder artickell halbenn, enndtlichenn zuhaltenn nicht bedacht were, So werenn auch die Pfenner denselbenn zuhalten nicht verbundenn, sondernn diese sache quem[?] wieder in den stanndt vnnd wirde,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteVnnd beschliesslichenn vnnd enndtlichenn, So wirdt weitter dieser bericht auff das mündtlich vorhaltenn gegebenn, Nemblich, Wo Hochgedachter Furst den bewilligtenn vnnd vfgerichtenn vertragk, mit niedersetzung der scheidtsrichter, auch des furkauffs des Saltzes vnnd annder artickell halbenn, enndtlichenn zuhaltenn nicht bedacht were, So werenn auch die Pfenner denselbenn zuhalten nicht verbundenn, sondernn diese sache quem1[?] wieder in den stanndt vnnd wirde,
wie sie vor aufrichtung dieses vertrags gewesenn, vnnd gestanndenn, also das sich die Pfenner, der altenn Furstlichenn Priuilegienn vnnd begnadungenn vermöge der recht gebrauchenn mochtenn, wie zuuor, Es wolte aber den Pfennernn schwer,
Ja fast vnmuglich vorfallenn, wiederumb die sach dahin zubringenn, vnnd Hochgedachtenn Furstenn, aus erlangter gewehr vnnd Besitz des Saltzsiedenns vnnd verkauffenns zusetzenn, Darumb dieser wegk, keins wegs zurathenn,
Erster Vertragk. Wir Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgraff zu Heßsenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnd Nidda, Bekennenn ann diesem brieffe, fur vnns vnnd nachkommennde Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglichenn, Nach dem der almechtig Gott in vnserm Furstennthumb bey vnser Stadt Allendorf in Sodenn, einenn gutenn Saltzbronnenn gnediglich gegebenn, vnnd verliehenn, welchenn Bronn etzliche vom Adell vnnd Burger, in vnnd außerhalb vnserm Furstennthumb gesessenn, genanndt die Pfenner, bishero gebraucht, vnnd darzu zwo vnnd vierzigk Bothenn gehabt habenn, aus gnediger zulassung vnnd verhengnus, Weylanndt der Hochgebornenn Furstenn, vnserm liebenn Elternn seligenn, vnnd loblicher gedechtnus der Furstenn zu Hessenn, also das sie derwegenn ein gewonheit gnanndt die Baurschafft habenn sollenn vnd mochten, vnnd sich aber zugetragenn, das in vnserm Furstenthumb, auch in anndernn beyliegenndenn Lanndenn,
etzlich vergangenn Jare hero ein grosser manngell am Saltz sich begebenn, auch augennscheinlich sich erfundenn that, das der Saltzbron aus Gottes gnaden, so Reich am Sohle, das er noch souiel vnnd mehr Pfannenn wohl ertragenn vnnd fordernn möchte, dadurch dem Furstennthumb zu Hessenn, ein mercklicher nutz gemacht werdenn, auch die beschwerung des manngels vnnd theurung am saltz wohl vorkommenn möcht werdenn, So habenn wir annfennglich bedacht, das Saltz eine wahre ist, die mann in Lannden nit endtrathen magk, vnnd das Got der Herre, die obgemelte gnade so reichlich verliehenn hat, das wohl mehr Pfannenn, gemacht möchtenn werdenn, dem Furstenthumb zu Hessenn, gemeinem armenn mann, auch Landen vnnd leutenn, zu forderung vnnd gutem, vnd darzu die Furstlich Cammer zu Hessenn so viel mehr gebessert, vnnd souiel minder not werde, den armenn mann mit schatzungenn annzulegen vnd zubeschwerenn,
Dieweil der Furstlich Stanndt, in diesem geschwinden leufftenn, schwerlich zuerhaltenn ist, vnnd damit auch die gnade, so Gott am dem orte gnediglich gebenn hatt, nit vergeblich sein muge, vnnd dennach die Pfenner vor vnns bescheidenn, vnnd derselben priuilegium zusehenn begert, der vnns auch etzliche gezeigt worden, daraus wir vnsers ermessenns befundenn, das etzliche derselbigenn Priuilegien, in vnmundigenn Jarenn der Furstenn, Sonnderlich Weylanndt vnsers lieben Herrenn Vatter seligenn, löblicher gedechtnus, vnnd seines Bruders Lanndtgraue Wilhelms, außbracht, Desgleichenn das Jene auch etzliche vorfahrenn Fursten Ihnenn gedingt vnnd vorbehaltenn, nicht volnstreckt wordenn, vnnd in etzlichenn die gewönliche form, der versicherung nicht gehaltenn, auch die annfengliche belehnung des Saltzwercks vnns nicht vorgelegtt wordenn, auch von vnns kein priuilegium oder Confirmation Je erlanngt habenn, Dargegen aber sie vorgewenndet, das sie solch Saltzwerck, vnd die vierzigk zwo Pfannenn, eine lannge zeit von Jahrenn
herbracht, vnd daruber etliche viel bestettigung der Furstenn zu Hessenn, wie sie vnns dann dieselbigen in glaubwirdigen abschrifftenn vorgelegt habenn, sie hetten auch bishero alle Jar die zwo pfannenn Saltz so vff sie, als sie meinenn, an stadt der zwanntzigk funfft1 osternn herkommenn, vf Johannis Baptistæ vnderthenniglich bezahlet, Nach solchenn vorerzehlten dingenn allenn, habenn wir Rath gehapt, vnnd in Rath vnserer Herrnn vnnd freunde, auch verstenndiger vnnd gelerter vnserer Rethe, auch etzliche vonn der Ritterschafft, vnd den Stedten vnsers Furstennthumbs, als nemblich Sigmundt von Boyneburgk Stadthalter zu Cassell, Jeorge von Colmetsch Stadthalter zu Marpurgk, Wolff Schutzbergk gnanndt Milchling Commenthur daselbst, Hermann von Hundelshausenn, Marschalck, Hermann von der Malspurgk, Reinhardt von Boyneburgk, der alte Rudolff Schenck Lanndtvogt ann der Werra, Otto Hundt amptmann zum Schönstein, Christoffer vom Steinbergk, amptmann zum Ludwigstein, Jeorge vom Papenheim, Johann Meysenbuch,
Unsichere Lesungen
Z. 5: zwanntzigk funfft — Zahl, Sinnzusammenhang unklar
Alexannder vonn der Thann, amptmann zu Vacha, Jost vonn Weytter Cammermeister, Ebert vonn Bischofferode Oberamptmann vnser Ober Graffschafft Catzenelnbogenn, Johann Feige, Cantzlar, Johann Walter Doctor, Nicolaus Annthonius Licentiat, vnnd Jeorge Nußpicker1, auch der verordenntenn vnnd gesanndtenn vnserer Stettenn, Cassell, Marpurgk, Hombergk vnnd Treysa, als der furnembstenn befundenn, Das wir als der Landtsfurst, ann stadt des gemeinenn nutzes, doch in alle wege ohn schadenn vnnd nachteil obgemelter Pfenner mehr Pfannenn, so viel wir ohnn gemelter vnser Vnderthanen der Pfenner schadenn, Saltz machenn vnnd verkeuffen lassenn konntenn, bawenn vnnd vfrichtenn lassen möchten, vnnd demnach ann dieselbenn Pfenner gnediglich begert, darin keine beschwerung zuhabenn, das wir vf die vbrige Sohlenn, mehr Pfannenn, ohn Irenn schadenn bawen, So werenn wir erbuetig mit Ihnenn ordenung zumachenn, wie mann siedenn, Holtzkeuffenn, vnnd auch Saltz verkeuffenn, auch alles annder dermassenn handeln solte, vnnd möchte, damit es ohnn der Pfenner schadenn möcht geschehenn vnnd zugehenn, Wiewohl nun die
gemeltenn Pfenner erstlich darin bedennckenn gehabt, So seindt sie doch, do sie befundenn habenn, das wir ohnne Irenn schadenn, mit saltzsiedenn, vnnd Saltz verkeuffen mehr Pfannenn machenn lassenn woltenn, vnnd von rechtswegenn könntenn vnnd möchtenn, vonn solchem Ihrem bedennckenn vnderthenniglich abgestanndenn, vnd derowegenn vnns vnnd gemeinem nutz des Furstennthumbs zubefurderung vnderthenniglich verwilligett, das wir vnnd vnser erbenn, vnnd nachkommenn etzliche Bothenn, nach vnserm gefallenn vf die vberezigen1 Sohlenn bauwenn, Jedoch das die Sohle, solches ertragen möchte, Damit nun solches wie obgemelt, desto bequemer beschehenn muge, vnnd wir Ires schadenns in dem nicht begerenn, So habenn wir aus besonndernn gnadenn, die wir zu Ihnen tragenn, die alten Furstlichen Priuilegien, auf die gerechtigkeit der Pfenner sprechennde, so die vorfahrenn furstenn zu Hessenn, Inenn vnd Iren erbenn, gegebenn habenn, ausgescheidenn, so viel dieselbigenn In diesem vertrag verenndert vnnd erclert, aus rechtem wissenn vernewert, vnnd bestettigett, vnnd thun das Inn vnnd mit Krafft dis brieffs kreff
tiglich, vor vnns vnser erbenn vnnd nachkommen furstenn des Lanndts zu Hessenn, Ihnenn vnnd Irenn Erbenn, fur vnnd fur ewiglich, in der bestenn form der rechtenn, wie das am bestenndigstenn, Krafft vnnd macht haben soll, die wir Ihnen vestiglich haltenn sollenn vnnd wollenn, vnnd Ihnenn dauonn nichts enndtziehenn lassenn, Sonderlich bestettigenn wir Ihnenn das alte recht, das sie die Baurschafft nennenn, das sie bishero ann den zwo vnnd vierzigk Pfannenn gehabt vnnd herbracht habenn, In aller massenn wie das herkommenn ist, ohne geuerde, vnnd nach dem wir Itzo algereidt etzliche newe Pfannenn, vber die gemeltenn zwo vnnd vierzigk Pfannenn setzenn lassenn, vnnd derenn noch etliche mehr, so viel vns der vor1 gut annsicht, zusetzenn bedacht seindt, So geredenn vnnd versprechenn wir, vor vnns vnser erbenn vnnd nachkommenn, Inenn vnnd allenn Irenn Erbenn, bey vnserm Furstlichenn warenn wortenn, gutenn glaubenn vnnd trewenn, im wort der warheit, das solchs den Pfennernn vnnd Irenn Erbenn, ann Irer Erbgerechtigkeit, wie sie die ann den zwo vnnd vierzigk Pfannenn herbracht, vnnd vor Ihr Erbe, besessenn habenn, vnd noch besitzenn,
am Saltzverkeuffenn, auch dem Holtzkauffe, wie hernach volgt, vnnd siedenn keinenn schadenn bringen oder geberen soll, Sonnder wir wollenn vnd sollenn fur vns vnnd vnser erbenn, die also erbawtenn Pfannenn, vnd die noch erbawet werdenn, fur vnns vnnd vnser Erben, vnnd vnserm Furstennthumb zu gut, vnd zu furderung gemeines nutzenn, behaltenn, vnnd der eins oder mehr, oder etwas dauonn nicht erblich verkeuffenn, vonn vns gebenn, noch versetzenn in keinerley weise, Es were dann im fall der höchstenn notturfft, Wir habenn vns auch mit Ihnenn der Sohlennschepffung, vnnd des Siedenns halbenn, gnediglich verglichenn, das die Pfenner alle wochenn, Inn Irenn zwo vnnd vierzigk Bothenn, In Jeglichem zweymahl siedenn mögenn, vnnd in Jeder Pfanner1 acht achteil saltzes machenn lassenn sollenn, vnnd der zubehuffe sollenn vnnd mügenn sie mit dem giessenn oder schepffenn, den Sonntagk vnnd Mittwochenn, Jede wochenn ob sie mügenn zu zweyen werckenn ziehenn, vnnd wir den Montag vnnd Donnerstagk, doch das die vier naw gebawete Bothenn, mit der Pfenner Boden, dieweil sie vf der seittenn liegenn, giessenn
vnnd siedenn, also das alweg die Pfenner aus Krafft Irer Erbgerechtigkeit, den furzugk habenn sollenn, Wann mann durch Gottes gabe auch vnd menschliche geschicklichkeit einenn bessernn wegk zusiedenn finde, darzu mann vber die gewönlichen sohlenn, mehr Sohlenn zuziehenn, oder zuschepffenn, wurdenn bedurffenn, damitt mann das Holtz sparenn möchte, solche sohlen solten auch die Pfenner zuziehenn, vf Ire tage, zu Iren Pfannen, so Ihnenn wie obgemelt gebuerenn, vnnd in diesem vertrag confirmirt sein, vnuerhindert bleibenn, damit Inen nichts darann gebrechenn muge.
Desgleichenn soll es vnns auch frey sein, dieselbige vbrige Sohlenn zugebrauchenn, vnnd nach notturfft ziehenn zulassenn, vnnd ob gleich ein besser werck fundenn wurde, wie gemelt, das man besser vnnd mehr breite1 könnte habenn, so soll doch die maß der Pfannenn bleibenn, vnnd nicht mehr oder weniger in einer Pfanne vf ein siedenn gesottenn vnnd ausgenommenn werdenn, dann wie obgemelt acht achteyl, vnnd ob sich einer oder mehr der Pfenner knechte gesaumbt hette, So möchte er auff vnsernn tagenn, nachgiessenn vnnd siedenn. Dergleichenn mögenn vnsere Söder
knechte auch thun, Wurdenn wir auch mit einem Bode die wochenn dreymahl siedenn, So soll es den Pfennern auch also dreymahl in einem Bode zugelassenn werdenn zusiedenn, Doch das solch saltz auswenndig Lanndts gehe, vnnd wir ann solcher drittenn pfannenn, so in einem Bode die wochenn gesottenn, vnnd auswendig lanndts gehenn soll, den vorkauff habenn, auswenndig lanndts vf dem wasser zuuerfurenn, aber sonnst soll es auswendigk Lanndts in gemeine Saltz zuuerkeuffenn, beidenn theilen freystehenn, Vnnd dennach so sollenn auch alle vnsere Pfannenn, auf beide seittenn ein maß habenn, Welche vnnder vnsernn vnd Irenn Pfannenn, die wir Itzo brauchdie beste sein vnnd erfundenn wirdet, vnnd dieweil der Pfenner Pfannenn darauf gerichtet sein, das sie [gestrichen:
die] Buche1[?] habenn, vnnd vnsere strack sollenn sein, vnnd doch beide so ein maß halttenn, Da soll mann es versuchenn, welches das beste sein wolle, vnnd welches fur das beste, vnnd damit mann am wenigstenn betriegenn magk, erfundenn wirdet, das soll mann vf beidenn seitenn brauchenn, Doch darff kein theil seine Pfannenn
zubrechenn, ehe dann sie selbst schadthafft werdenn, vnnd mann die wiederumb machenn lassenn mus, als dann soll sie gemacht werdenn, nach der bestenn form die mann erfindenn wirdet, vnnd welcher Söder also strack Pfannenn brauchenn wirdet, dem soll bey verlust der Höchstenn busse, verbottenn sein, die harkenn lennger zumachenn, oder nachzulassenn, Damit die Pfannenn nit buchigk werden, vnnd darumb sollenn leute verordenet werdenn, die alle wochenn einmahl in alle Bothenn gehenn, darin solche Pfannenn sein, vnnd die harkenn vnnd Pfannen besichtigk, vnnd wo befundenn wurde, das die Harkenn erlenngert, oder die Pfannenn bauchig werenn, so soll darumb der Söder wie gemelt gestrafft werdenn, Vnnd nach [übergeschrieben:
dem] die Pfenner bishero ein gewonheit vnnd ordenung gehabt haben, mit dem Waltlager1, So mügenn sie dieselbe ordenung vnter sich wohl haltenn, Doch das die nachsiedenn nichtt mehr trage, dann so viel sich nach anntzahl der zweyer Pfannenn, so sie die wochenn siedenn mögenn, das Jar vbertragenn magk, vnnd der vrsach halbenn in einem Bode die wochenn nit dreymahl gesottenn werdenn, Es were dann das wir auch wie obgemelt wurdenn dreymahl
auch siedenn, als dann soll es gehaltenn werdenn, wie obgemelt ist. Es sollenn auch die Pfannennschmide den Pfennernn Ire Pfannenn, wann denen machenns vnnd ernewernns vonnötenn, ohnn vnser oder vnser Erbenn oder Ampttleute vnd beuelchhaber verhinderunge vnnd verbietenn, furderlich machenn vnnd bereitenn, Desgleichenn sollenn auch die Eisennschmiede, so in vnserm Obrigkeitenn sitzenn, oder sonnst wohnenn, das Blech vnnd eisen, Ihnenn zuuerkauffenn, nicht verbottenn, oder die Pfenner darann durch vnser oder vnser erbenn, oder die vnsernn nicht verhindert werdenn, Sonndernn gleich so wohl, als vnns Irenn gezeugk zun Pfannenn vmb einen gleichenn Pfennig gebenn, fertigenn vnnd verkeuffen, vnnd darann kein theil dem anderenn nicht hindern oder vortheilenn, alles ohnne geuerde, Wurde auch vber kurtz oder lanng die ader nebenn dem rechtenn Saltzbrunnenn gefast vnnd in einem Newen Bornn gebracht, soll den altenn zwo vnnd vierzigk Pfannenn mit zugebrauchenn, zugelassenn sein, vnd
ann solchem newem Bornne so der gefasset wirdet, niemandts anders Erbschafft habenn, dann allein wir vnd vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd die Pfenner vnnd Ire Erbenn vnnd nachkommenn, Inmassenn obenn vonn dem altenn Bornne gemeldet ist, vnnd damit diese vnnsere gnedige vnnd vnnderthenige vergleichung gemeinem Furstennthumb zu Hessenn, vnnd vnnsernn Graueschafftenn, Lanndenn vnnd Leutenn, zu gutem kommenn muge, So sollenn wir zu beidenn seiten, mit ernnst vnnd trewem vleis darann sein, das der Söder1 das alte rechte mas, Nemblich acht achtteil Marpurger Eiche, Je zwey muth vor ein achtteil gerechnet, vor ein Pfann Saltz mit dem mas dem Fuhrman, vmb das rechte alte geldt liefferenn, nemblich Sechs guldenn, welcher Zwene ann thalernn, vnnd vier ann Muntz sein sollenn, doch vrbehaltlich solchem kauff zuminndernn vnnd zumehrenn, nach gelegennheit vnnd thewrung des Holtzkauffs, zu einer Jedenn zeit doch soll ann solchem kauffgelde kein vffschlage oder erhöherung gemacht werden,
es geschehe dann mit wissenn vnnd willenn der Lanndtschafft, vnnsers Furstennthumbs, oder vonn Irer wegenn Zehenn vonn der Ritterschafft, so wir oder vnser Erbenn darzu wurdenn verordenenn, vnnd Zehenn von Stedtenn, Nemblich aus Cassell, Marpurgk, Eschwege, Giessenn, Hombergk Treysa, Grebennstein, Alsfeldt, Wolffhagenn, Nidda, so nicht Pfenner sein, oder in Bodenn keine gerechtigkeit habenn, Damitt gemeine Lanndtschafft in dem nicht beschwert werden, welche auch so sie befindenn wurdenn, das mann das Saltz neher mit fuegenn könnte, Solchs als dann Zulassenn vnnd bewilligenn sollenn, Doch also das denn Pfennernn vnd vnns die alte Neh=[?] rung[?], wie wir die Jtzo habenn, nicht geringert, oder geschmelert werde, vnnd dieweil wir willenns sein, vnnd vnnser gemüte vnnd furhabenns nit annders stehet, dann dieses vnnsers Saltzwercks, das wir neben die vorigenn Bodenn gebauwet habenn, vnnd noch bauwen werdenn, mit Gottes hulf ohne schadenn, nachteill vnnd verhinderung der altenn Pfenner vnd Irer
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Z. 13: Neh= / rung — wohl Nehrung, Buchstaben undeutlich
Erbenn zugebrauchenn, So sollenn vnnd wollenn wir in vnnserm Furstennthumb, Lannden vnnd gebietenn zu verhinderung der Pfenner Saltz nicht verkeuffenn, sonndernn zu aller zeit, vnnser Saltz, so viel das in vnnser Furstennthumb, Lannde vnnd gebiete gehenn soll, dermassenn abwerdenn1[?], das es den Pfennernn ann Irem Saltz verkeuffenn in nichtt schedtlich vnnd nachtheilig sey, Were es aber sache, das die Lannde vberfuhret, oder soviel Saltz verkaufft wurde das den Pfennernn ann den Zweyenn werckenn, so ein Jegliche Pfannen drei wochenn siedenn magk, als nemblich [gestrichen:
des] acht achtteil vf eine Pfanne gesottenn, vnnd gerechnet, in den Vierzigk Zwo Kothen vbrigk vnnd liegenn bliebe vnnd nicht verkaufft, So sollenn vnnd wollenn wir oder vnnser Erbenn, Inen vnnd Ihrenn Erbenn solch liegenndt Saltz, vmb obberurt Kauffgeldt vonn stundt ann vnweigerlich, Wann das vnnser [übergeschrieben:
diener], den wir deshalbenn in Bodenn habenn sollenn vnd wollenn, anngezeigt wirdet, mit barer ganghafftiger genennter müntz bezahlenn lassenn, Oder aber mitt
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Z. 6: abwerdenn — Wort undeutlich
Z. 12: [gestrichen: des] — gestrichenes Wort kaum lesbar
verkeuffenn vnnsers Saltzes, so lannge in das Lanndt zu bestenn, hinverkauffenn still stehenn vnnd haltenn, Bis das solch der Pfenner liegenndt saltz hinvor1 einenn abgang gewonnenn hat, Doch das auch solchs ohn redtlich vhrsach vnnd nicht ehr begert wurde, Es hette dann ein oder mehr Söder zum wenigstenn zwo Pfannenn saltzes so nicht verkaufft, oder versagt werenn, bey Ihnenn liegenn, Damit vmb geringer annzahl willenn keine klage gemacht werde, Wann aber der Söder einer zwo Pfannenn vnuerkaufft Saltz bey Ime, vnnd die dritt vffm fewer hette, so sollenn wir schuldigk sein, so sie das begeren, die vonn Ime nehmenn zulassenn, vnnd die zubezahlen, Oder wie obgemelt, so lanng mit vnnserm Saltz hinverkauffenn still haltenn, Bis der Pfenner saltz einenn abgang hat, Doch soll vnns dagegenn eine volle Pfanne, vonn acht achteiln geliffert werdenn, vnnd darin sollenn vnnd wollenn wir vonn beidenn theilenn keine geferde suchenn, vnnd also miteinander vnnser Saltz verhanndelnn, das es vor allenn dingenn den Pfennernn keinenn schadenn bringenn, oder geberenn soll, vnnd wir ohn allenn Irenn schadenn das vnnser verkeuffen,
vnnd vertreibenn, vnnd vonn deswegenn sollenn wir zimbliche, Ehrliche vnnd billiche ordenung machenn, in vnserm Furstennthumb, Lanndtenn vnnd gebietenn, damit solch saltz wie obgemelt desto bequemer vertriebenn werde, Wir sollenn vnnd wollenn auch vor vnns vnnd vnnser Erben die Stadt Allenndorff vnnd die Pfenner bey Irenn eigenn gehöltzenn, das sie bishero in possess1[?] vnnd gebrauch, für sich vnnd die Söder der vierzigk Zwo Pfannenn, gehabt, vnnd auch bey nachgemeltem bezirck, den sie vor mit dem Holtzkauff, im brauch gehabt, vnnd wir Ihnenn auch Jtzo zugelassenn vnnd zugeordenet habenn, für sich alleine zu Irer gerechtigkeit, vnnd mit dem kauffe des Holtzes, fridtlich vnnd ruhlich, vnnd ohn alle verhindernus, hinfurter ewiglich zugebrauchenn, bleibenn, daran auch wir, oder vnnser erbenn vnnd nachkommenn, vnser diener oder beuelchhaber, noch Jemanndts vonn vnnsernn wegenn, sie nicht hindernn, Irrenn, noch engen, vnnd ob das geschehe durch Jemanndts annders, wie wir, vnnser erbenn, sie vnnd Ire Erbenn darbey gnediglich vnnd furstlich schutzenn, schirmenn vnnd handthabenn sollenn vnnd wollenn, also das sie solch Ir eigen
gehöltze, so Inenn zustehet, vnnd darzu den Zirck1 der ihnen in diesem vertrage zugelassenn ist, hinfuro nach allenn ihrem willenn vnnd gefallenn, hegenn, hutenn, vnd souiel Ihnenn zustehet, beforstenn lassenn, auch hauwenn, nutzenn, vnnd brauchenn mügenn, auch Ire Holtzer mit Jagenn gebrauchenn mögenn, Inmassenn wir sie das herbracht habenn, Die annder Holtzer aber so in nachgemeltem Bezircke gelegenn, so vnns vnnd anndernn leutenn zustenndig seindt, sie seyenn vnnser Lehenn, oder eigennthumb, Sollenn vnnd wollenn wir Inenn gestattenn zukeuffenn, vnnd also vmb Ir geldt eins gleichenn kauffs, nach aller Irer notturfft zugebrauchenn, vnnd sollenn wir oder vnnser Erbenn vnnd nachkommenn darin nicht keuffenn, oder verkeuffenn, oder sonnst hauwenn oder führenn lassenn, Sonndernn sie vnnd Ire Erbenn damit geruiglich gewechrenn lassenn, Ohn alle geuerde, Vnnd ob sich zutrüge, das vnns oder vnnser erbenn etzlich geholtze, eins oder mehr in solchem bezircke, als vnnser eigenthumb verwurckt, oder sonnst wurdt heimbfallenn oder eroffnet werdenn, oder ann vnns vnnd vnnser erben
erkaufft, oder vnns zugestelt, vbergebenn, geschannckt wurde, Oder sonnst ann vnns oder vnnser erbenn kommenn, mit was Titell oder schein das geschehe, So sollen doch dieselbenn Holtzer im Holtzkauff der Pfenner fur vnnd fur ewiglich bleibenn, vnnd wir vnnd vnnser Erben dieselbigenn vonn derwegenn, das sie ann vnns oder dieselbigenn vnnsere Erbenn, wie obgemelt, kommenn, oder bracht werenn, zu vnnserm Saltzwerck oder Inenn sonnst zu verhinderung Ires Saltzwercks nit brauchenn, in keinem wege, Sonndernn sie bey dieser vergleichung vnnd verordenung, ewiglich ohne verhinderung pleibenn lassenn, Wir sollenn vnnd wollenn auch sampt vnnsernn Erben, als ihr Gnediger Lanndtsfurst Ihnenn vnnd Irenn Erben, gnediglich vnnd trewlich darzu beholffenn, vnnd daran sein, das die vonn Allenndorff vnnd die Pfenner Ire geholtze, wo sie die habenn, in diesem nachbenenntenn bezirck zu Irem bestenn, hegenn, hüetenn, vnnd beforstenn mögenn, nach alle ihrem willenn, vnnd gefallenn, wie obgemelt, vnnd was darwidder furgenommenn wurde, als mit eintreibung des viehes, abhauwenn, verwustenn, vnnd in anndere wege, mit ernnstlichenn gebottenn, verbotten, straf
vnnd busse, was vnns zustehet, vnnd geburenn magk, gnediglich vnnd trewlich abschaffenn, abwenndenn, vnnd nach vnnserm vermugenn furkommenn, vnnd nach dem die vonn Cammerbach ann diesenn bezirck stossenn als nemblich ann die Hoenforst3, das es die vonn Allenndorff Ire gemeine nennenn vnnd sagenn, das sie Je zu zeitenn wollen darzu gehauwenn, vnnd Sude1[?], vnnd in die Bodenn vmb Ir gelt bracht habenn, vnnd Je zu zeittenn einenn Prackenn2[?] darin gehauwenn, auch Ire viehe darin getriebenn haben, Damit sie dann auch dieses vertrags halbenn nit sonnderlichenn schadenn leidenn, so wollenn wir das die vonn Cammerbach Ihr viehetrifft, wie sie die herbracht, gleichwohl behaltenn sollenn, doch das sie in die Sommerladenn In dreyenn Jarenn bis das sie vfkommenn, nicht treybenn, auch die vonn Allenndorff trifftwege in die geholtze gebenn, vnd sonnderlich im Dornnbach zur trenncke, Vnnd wann das geholtze gresig wurdet, das mann es hauwenn soll, So sollenn die vonn Allenndorff den vonn Cammerbach in solchem geholtze, theile gebenn, Inmassenn wir einem Burger, welches auch die vonn Cammerbach niergent dann gein
Allenndorff zun Sodenn den Pfennernn zufuhrenn, vnnd verkeuffenn sollenn, Doch ob die Burger etzlich forstgeldt gebenn, so sollenn die vonn Cammerbach keinenn forst gebenn, nicht vmb deshalbenn, das sie mehr gerechtigkeitt habenn Inn das Gehöltze dann die vonn Allenndorff, Sondernn darumb, das sie vonn dem teglichenn gebrauch abstehenn mussenn, vnnd darauff sollenn vnnd mügenn die vonn Allenndorff solch geholtze zum bestenn hegenn, vnnd es die vonn Cammerbach in Hege also haltenn, vnnd die von Allenndorff in Ihrenn geholtzenn vnnbetrubt lassenn, vnnd sonnderlich so habenn wir zu furderung dieses Saltzwercks gnediglich nachgelassenn, das mann In Allendorff der Stadt Schefferey nach laut der Ordenung derhalbenn gemacht, messigenn, vnnd daselbst auch [gestrichen:
keine] Hämell vber Jare, oder etzlich zeit aufft die weide gehenn lassenn sollte, Es werenn dann Hämell die mann zu Allenndorff zur Scherne hauwenn solte, nach bedennckenn vnnser, vnnser amptleuthe, vnnd des Raths zu Allenndorff, vnnd weitter nicht, Doch also das die Schaffe vnnd Hämell in die gehege Inn
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Z. 15: [gestrichen: keine] — Streichung nicht sicher
wenndigk dreyenn Jarenn nicht gehenn lassenn, oder treibenn soll, auch die gehege mit dem Rindtviehe so lanng verschonenn vnnd meidenn soll, biss solanng das holtz so lanng vnnd hoch wiederumb erwachssenn ist, das es dem nit schadenn thun magk, vnnd ist nachuolgende der bezirck des geholtzes, dauonn obgemelt ist, Nemblich den Steingrabenn hinauff nach Hintzeroda1, Darnach vorm geholtze hinauff nach dem Monchfelde vor dem Monchfelde vber, bis ann den Wimmerstein, den Wimmerstein hinab bis ann das Geroltsthal hinab ann das wasser, gnanndt die Weißners2[?] sohle, den Ridergrundt hinab, vor dem Bremerthal vber, zwischen dem alttenn felde, vnnd dem holtze hin, bis ann die Werra, Item Was Churt3[?] Vnlanndt in dem scheide vff der seitten nach dem Ludwigstein hat, das soll Ihnenn vnuerhindert bleibenn, Item in diesem bezirck liegenn zwene koppell sein einer Caspar vonn Hannstein sohne, der ander den vonn Dornnbergk gein Ellershausenn gehörig, Derhalbenn soll denselbenn vonn Hannstein vnd Dornbergk, mit dem Forst bleibenn, doch den Pfennernn
vmb Ihr forstrecht zugebrauchenn bleibenn, In diesem bezircke liegenn auch etliche orter Holtzes zwischen dem Dornnbach vnnd dem Monchfelde, welche vnns zustehen, vnnd genanndt sein an der Lanndtwehr der Knobelsbergk, vnnd ein theil am Dornbach, Dieselbenn Hölzer habenn wir ihnenn eigennthumblich nachgelassenn, also das sie darann alles forst vnnd Holtzrecht, das wir bishero darann gehabt habenn, sollenn zubeforstenn, zunutzenn, vnnd zugeniessenn, nach Irem gefallenn, Furter geth gemelter Pfenner zirck vber die Werra ann, vonn Weroldtshausenn gein Hannstein, vom Hannstein vff Steina, vom Steina vff Birckennfelda, vom Birckennfeldt vf Schonnheim, vom Schonheim das Loch hinauf bis vf den weg, auff dem Berge hin bis Bobenn den Schnurenbach, den Schnurnbach abe, bis vf Lunteroda1, vnnttern Knappenberge hin bis ann den Grießbach, den Grießbach vff, bis ann den Langenbergk, fur dem Lanngennberge vber gein Diederoda, vom Diedenrodt gein Wissenntfeldt, vom WissentPfaffennschwengell, vom Pfaffennschwenge, nach
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Z. 16: Lunteroda — Ortsname, u mit Haken
Z. 19: Wissent= — Zeilenende gekürzt, Fortsetzung fehlt
Neuwenrada, vber das feldt bis ann den Weinbergk, vor dem Weinberge vber das feldt gen Geystet1[?], vom Geystet[?] bis Inn die Werra, solches gezircks vf beiderseittenn der Werra, vnnd was holtzer darann gelegen sein, sie stehenn vnns zu, den vonn Allenndorff, den Pfennernn, oder wem sie wollenn, Sollenn wir vnnd vnser erbenn, vnns zu solchem vnnserm Saltzwergk zu ewigenn zeitenn, nicht gebrauchenn, Vnnd nach dem sich ein Irrung gehaltenn hat, zwischenn vnnsernn amptleutenn zum Ludwigstein, vnnd den vom Rieden am einem, vnnd den vonn Allenndorff am annderntheil, vmb das Bremerthal, vnnd die vom Riedenn gemeint habenn, das sie einenn gebrauch in das Bremer thal habenn, das sie darin wollen hauwenn, Rinden, vnnd gein Allenndorff in die Bodenn furenn möchten, vnnd weitters nicht, vnnd das Ihr viehe, darin die Weide mit gebraucht haben, vnnd vnns der eigenthumb zustunde, Inmassenn dann vnnser Rethe2[?] die vonn Riedenn gehort, vnnd vnns des bericht habenn, So habenn wir denen von Allenndorff in diesem vertrage
Das Dritte Buch. alle vnnser Forst vnnd holtzgerechtigkeit, die wir darann gehabt, oder habenn sollenn, zugestelt vnd vbergebenn, Also das die vonn Allenndorff solch holtz hegenn, hüeten, beforstenn, vnnd nach Irer notturfft gebrauchenn mögen, vnuerhindert vnnser vnnd Jedermanns, doch vnschedlich denenn vonn Riedenn, ann der Hudt weide, Doch sollen die vonn Riedenn, die Sommerladenn1[?] dreÿ Jar lanng hegenn, vnnd mit dem viehe darin nit treibenn, vnnd die vonn Allenndorff den vonn Riedenn, Inn die annder Holtzer, damit In geheüre trifftwege lassenn, das sie mit dem viehe darin kommenn mögenn, vnnd so es gresigk werdet, So sollenn die vonn Allenndorff den vonn Riedenn am Bremerthal, so weit sich das erstreckt, einen drittenntheil am forste gebenn, vnnd volgenn lassenn, welches die vonn Riedenn in einer namhafftigen Zeit, hawenn vnnd bindenn, vnnd nirgennds annders dann gein Allenndorff Inn Sodenn den Pfennernn vmb Ihr geldt bringenn sollenn, vnnd wo die vonn Allenndorff In den Bergenn die nechst ann das Bremer thal stossen, so sie gresigk wordenn, Iren Burgernn austheilung thun,
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Z. 8: Sommerladenn — Flurname, Anfangsbuchstabe unsicher
Das dritte Buch. vnnd die vonn Riedenn auch theils begerenn, So sollenn die vonn Allenndorff Ir Jeglichenn, Innmassenn wie den Burgernn theil gebenn vnnd so die Burger forst gebenn, So sollenn die vonn Riedenn Ine auch gebenn |:
doch hiemit das Bremerthal nit gemeint :| Werdenn sie auch die Burger des erlassenn, So sollenn die vonn Riedenn das auch erlassenn sein, doch das sie holtz holtz auch niergennts annders, dann gein Allenndorff Inn Soden, den Pfennernn verkauffenn, vnnd zuführenn, Vnd sollen die vonn Riedenn, die gerodtenn Ecker1[?] [übergeschrieben:
so] bis vff diesenn tag gerodt, behaltenn, vnnd ann den Ludwigstein verzinsen, aber in alweg sollenn sie mit weitterm Rodenn gantz still stehenn, vnnd solchs nit vberschreitenn, Wurde auch holtz vonn auswenndig hero zu feilem kauffe ausserhalb solches bezircks Inn die Sodenn gefurt vnnd gebracht, So soll vnns vnd den Pfennernn vnnd Södern zukeuffenn beiderseits freÿ stehenn, ausgescheidenn, was wir für vnns vnnd vnnser Söder Innsonnderheit hettenn keuffenn vnd hinfürenn lassenn, Wurde aber aus dem gehöltze vnnd weldenn, so Innerhalb
Das dritte Buch. dem zirck gelegenn, allein gein Allenndorff in die Stadt, vnnd die Sodenn bracht, gefurt, vnnd abgelegt, So soll der kauff darann, den Pfennernn vnnd Irenn Sodernn allein zustehenn, vnnd zukeuffenn zugelassenn sein, vnnd wir darann die Pfenner vnnd Ire Söder in nichte verhindern, oder verhindernn lassenn, auch wir niemandt verbietenn, feÿlenn kauff holtzes gein Allenndorff in die Sodenn zubringenn, ohnne geuerde, Darzu sollen vnnd wollenn wir Lanndtgraue Philips obgemelt allen vnnsern derfschafftenn1[?] Inn vnd ann gemeltem gezirck gelegenn, vergönnenn vnnd zulassenn, auch sie darann nicht hindernn, den Pfennernn aus obgemeltem gezirck vmb Ihr geldt wollenn vnnd holtz zuhauenn, zubindenn vnnd zuführenn, treibenn vnnd tragenn, was vnnd wie es die notturfft erfordert, vnnd es bishero gebraucht vnnd gehaltenn ist, Darzu sollen vnnd wollenn auch wir oder vnnser erbenn der Stadt Allenndorff, den Pfennern der Baurschafft Inn Soden, Irenn Erbenn vnnd nachkommenn kein beschwerung mit Zollenn oder sonnst vf die geholtze, Wagenn oder
Das Dritte Buch. fuhrleute wenndenn, oder pflegenn lassenn, Sonndernn sie beÿ dem gebrauche, solcher gehöltze in obgemeltem bezirck gelegenn, vnnd an feÿlenn kauffe, Innmassen wie obgemelt, zu ewigenn tagenn, freÿ ohnn einiche beschwerung getreulich vnnd gnediglich bleibenn lassenn, Ohne geuerde, Doch so sollenn die vierzigk zwo alte pfannenn Inn dem geschos der Stadt Allenndorff schatzung, steur vnnd gabe, des Lanndts wie bishero geschehenn, auch fur vnnd fur ewiglich bleibenn, vnnd darann vnns, vnsernn erbenn vnnd der Stadt nichts abgehenn, Jederzeit nach gewonheit vnnd gelegenheit der Stadt Allenndorff, Vnnd nach dem vnns die Pfenner Jezt ein anntheil der Söder Saltzknechte vnnd gesinde in Sodenn verwilligt, in vnnsern diennst zunehmenn, vnnd zubestellenn, zu vnnsern newenn Bothenn, So sollenn vnnd wollenn wir hinfuro den Pfennern Ire Söder, Saltzknechte vnnd gesinde, so das Saltzwerck Jezt vnnd kunfftiglich mitt bawenn, vnnd in der Pfenner diennst vnnd Eide pflicht stehenn, wie die nahmenn habenn, nicht enndtziehenn, abmiedenn,
Das Dritte Buch reitzenn oder annehmenn lassenn, Es geschehe dann mitt der Pfenner gutenn willenn vnnd wissenn, oder das ein knecht oder gesinde vonn seinem Herrnn mit willenn abgescheidenn, oder sonnst in einem ganntzenn Jare vnnd tage, ohnn diennst gewesenn were, Dergleichen sollen auch vnns die Pfenner herwieder thun, So sollenn auch die Pfenner beÿ Irenn gebottenn vnnd verbottenn, straffen, vnnd bussenn, so sie vber die Södermeister, [übergeschrieben:
Ire] knechte, zu1 [gestrichen: knechtenn], vnnd gesinde Irenn gewertig vnnd gehorsamb zusein, herbracht habenn, getreulich vnnd vnuerhindert bleibenn, Innmassenn solches herkommenn ist, vnnd wir schuldigk sein, mit den Pfennernn gute ordnung zumachen, so offt es vonn nötenn ist, wie vnnser Söderknecht vnnd diener mit den Irenn getreulich vnnd friedtlich beÿeinannder wohnenn mögenn, Damit vnns theils knechte, des anndernn samptlich vnnd sonnderlich nit verurtheilenn, verhindernn, oder beschwerenn mögenn, Innmassen wie dann Itzo ein verbrieffte versiegelte ordenung gemacht, vnnd vnns vonn beidenn theilenn doch furbehaltenn habenn, dieselbige nach gelegennheit der Zeit vnnd der notturfft zuuerbessernn, wann das noth
Das dritte Buch. sein solte, doch mit beider theil vnnser wissenn, vnd gutenn willenn, Es sollenn auch vnnsere knechte vnd diener die behausung im altenn Saltzwerck gelegenn, darin der Pfenner meister vnnd Affterknechte bishero gewohnet habenn, vnnd noch wohnenn, nicht keuffenn, noch [übergeschrieben:
durch] einichenn wegk ann sich bringenn oder besitzenn, den Pfennernn zu nachteil, Sonnder die allein der Pfenner knechte vnnd gesinde, vorbehaltenn sein, vnnd zu der Baurschafft der vierzigk zwo Pfannenn gehörenn, ausgescheidenn was heuser solchenn knechtenn, so vnns Itzo dienenn zugelassenn werdenn, zustundt, die mögen sie zweÿ Jar lanng bewohnenn, bis sie anndere bawen vnnd vberkommenn, Es sollenn auch die Söder vnd knechte den Pfennernn zustenndigk, mit keiner weitter diennstbarkeit, heer, oder Lanndts beschwerung beschwert werdenn, dann bishero herkommenn ist, Ob wir gleich mit den vnnsernn ein annder meinung wurdenn fürnehmenn, Ob auch wir vf vnnser Pfannen zu vnnderhaltung des Saltzwercks dinstbarkeit legen, vnnd vfschlagenn wurdenn, So sollenn doch die Pfenner vnnd Ire Soderknechte, auch Ihr gesinde der dinstbar=
Das dritte Buch. keit gefreÿet vnnd verschonet sein, Vnnd hierauff ist vnnser ganntz volkommenn will, vnnd meinung, vnd wollenn das es vnnser Erbenn vnnd nachkommenn nach vnns also stet vnnd vest vnnd ewiglich halttenn, das den Pfennernn vnnd den vierzigk zwo pfannenn, an Irem Saltzmachenn oder verkeuffenn, vnnd alle dem Jenigenn, das darzu gehört, kein Intragk, verhinderung oder nachteil begegenenn soll, Innmassenn wir auch nicht thun, noch begerenn wollenn, Sonndernn geredenn vnnd versprechenn, beÿ vnnserm Furstlichenn warenn worttenn vnnd trewenn, das wir sie beÿ aller vnnd Jeder obgemelter freÿheit gerechtigkeit vnnd herkommenn, vnnd sonnderlich dieser verschreibung gnediglich bleibenn lassenn, Ires schadenns oder nachteils nicht begerenn, Sonnder sie vnnd Ire Saltzwerck gnediglich schutzenn vnnd hanndthabenn wollenn, Desgleichen so sollenn sie auch herwiederumb vnns vnd vnnsere Erbenn beÿ diesem vertrage bleibenn lassenn, vnd darwiedder zu nachteil, vnnser vnnd vnnser Erbenn nicht suchenn, practicirn oder hanndelnn, in keinen wegk, dann wie in diesem vertrage zugelassenn ist, vnd es also
Das dritte Buch. gnediglich vnnd vnnderthenniglich mit einannder haltenn, Das die vierzigk zwo altenn Pfannenn, Inn Irem rechten bauw vnnd wesenn, siedenn vnnd verkeuffenn pleiben, Darann keins wegs verhindert, geirret, oder gedrangt werdenn, vnnd was wir daruber siedenn vnnd verkeuffen mügenn, Das auch vnns Lanndtgraue Philipsenn dasselbige zustehe, vnnd gebuere, Alles ohnn geuerde, vnnd verhinderung, vnnd damit diese gnedige vnnd vnnderthenige vergleichung, also fur vnnd für zu ewigen tagenn bestenndig vnnd vfrichtig bleibenn müge, So sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnser erbenn keinenn Amptmann, Schultheissenn oder beuelchaber vber solch vnnser Saltzwerck setzenn, Er habe dann zuuor diesen vertragk vnnd vergleichung, auch die Ordnungenn, so weit die mit vnnser beidertheil gutem wissenn vnd willenn, gemacht wordenn, also treulich, stet fest zuhaltenn, vnnd daraus nit zuschreitenn, vnns vnnd denn Pfennernn zugleichenn recht gelobt vnnd geschworenn, vnnd wo sich erfunde, das einer oder mehr geuehrlich darwiedder thete, der solle darumb vngnediglich,
Das dritte Buch. zu dem er ehrlos vnnd meineidigk were hertiglich gestrafft werdenn, Imgleichnus so wollenn wir vnnsere söhne, Erbenn vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, verpflicht vnnd verbundenn habenn, aus Krafft vnnsers vetterlichenn gewalts, den wir vber vnnd in sie habenn, vnnd vonn ehren vnnd vonn rechtswegenn, Nach dem wir wissenn das vnnsernn sohnenn vnnd erbenn, in diesem vertrage zu nutz vnnd gutem gehanndelt ist, vnnd Ine vber die 42 Pfannenn, so die Pfenner vonn alter herbracht habenn, welche Pfannenn auch vnnsere söhne vnnd erbenn in Irer freÿ:
vnnd gerechtigkeit pleibenn lassenn sollenn, vnnd kein ziel oder gemacht ist, damit vnns oder Inen verbottenn werde, mehr Pfannenn ohnn schadenn der Pfenner zusetzenn, dardurch vnnsere sohne Erben vnnd nachkommenn möchtenn beschwert werdenn, Sondern das sie ihrenn vnnd des Furstennthumbs gemeinen nutz darin mügen gebrauchenn, souiel sie holtzes gehabenn, vnnd auch saltzes vertreibenn vnnd verkauffenn mügen, Das sie solchenn vertrag zu der Zeit, wann sie Ire erben vnnd nachkommenn Erbhuldung nehmenn, Vonn denen
Das dritte Buch vonn Allenndorff auch also sollenn verwilligenn, verpflichtenn, verschreibenn, versichernn vnnd halttenn, als frommenn ehrlichenn fürstenn zu Hessenn wohl ansteht, vnnd wir auch gnediglich vnnd treulich zu Ihn gedennckenn, Wir wollenn auch sie vnnsere sohne, Erbenn vnnd nachkommenn beÿ vnnser Vetterlichenn hulde vnnd gerechtigkeit, die wir zu sie habenn, verbundenn habenn, ob sich hernach zwischenn Ihnen theilung der Lannde, oder verträge, dardurch einem oder mehr ein stuck Lanndes vnnd dem anndern das Saltzwerck wurde, das dann ihr keiner dem anndern so das Saltzwerck Inne hat, ann verkeuffenn vnnd Siedenn, ann holtz vnnd was darzu gehört, nicht hindernn wolle vnnd solle sonndernn alwege darann sein, das vnnser vnnd der Pfener Saltz in vnnserm Furstenthumb vnnd Lanndenn, souiel mit Gott vnnd gewissen gescheenn kann, gepraucht vnnd verkaufft werden, vnnd der annder auch der das Saltzwergk hat, daran sein, das vnsernn vnnderthanenn in dem recht geschehe, Solle mas1[?] vnns recht gelt gegebenn, vnnd sie darinne nicht beschwert werdenn,
Das dritte Buch. Vnnd zu weitter bekrefftigung dieses vertrags, so setzen vnd ordenenn wir vnnd verschreibenn vnnd verpflichtenn vns des beÿ Furstlichenn gutenn glaubenn, für vnns vnnd vnser Erbenn, Ob sichs begebe, das zwischenn vnns vnd den Pfennernn ein misuerstanndt einfielle |:
das will Gott :| vnnser halbenn nicht sein soll, Es were vmb die behöltzung abspannung der knechte, vmb verkauffung des saltzes, vmb einiche verhinderung, oder verfortheilung, die ein theil am anndernn, oder dieselbigenn diener vnnd verwanndtenn zufügenn, oder zuzufügenn fürhettenn, vnnd das wir vnnsere treffliche, redtliche Gotfürchtige vnnd verstenndige Rhethe, alwege in vierzehenn tagenn, so balde wir dessenn erInnert werdenn, oder vnnser erbenn, oder wir des für vnns noth habenn wurdenn, gein Eschwech oder gein Allenndorff schickenn wollenn, vnnd die dinge nach Götlichenn billichenn dingenn richtenn, vnnd vertragenn lassen, vnnd darann nichts verhindernn lassenn wollenn, in keinenn wege, vnnd im fall so sie das nicht vertragen möchtenn, So sollenn vnnd wollenn wir darzu im nechstenn Monat dreÿ vonn der Ritterschafft, vnnd dreÿ von vnnsernn Stedtenn, als Cassell, Marpurgk, Eschwege, Alsfeldt, Hombergk vnnd Treÿsa, so sie nicht Pfenner sein,
Das dritte Buch. oder zun Sodenn nicht Pfannenntheil habenn darzu geben dieselbigenn vonn stundt ann Ire Pflichte daruber thun, vnd die dinge im nechstenn Monat darnach beÿ Irenn Pflichtenn, diesem vertrage gemes vnnd Innhalt enndtscheidenn, vnnd ob sie sich des spruchs nicht vergleichen köntenn, sollenn sie die zwölffe etliche Obmann ernennen vnnd welcher der Obmann bleibenn soll, das los gebenn, vnnd welcher der Obmann bleibt, was er diesem vertrage gemes vor einenn zufall thut, darbeÿ soll es bleiben, vnnd was erkanndt werdet, treulich volnstreckt werdenn, Ob auch etwas am siedenn der Irrung halben verseumpt werde, das soll als dann nach erkanntnus nachgesottenn, vnnd wieder bracht werdenn, als diesem vertrage gemes, Ohne geuerde, Ob sich auch vber kurtz oder lanng wurde zutragenn, das in dieser vergleichung gebrechenn wurde, dergestalt das sterben einfielle, oder aus anndern verhinderungenn, dardurch das saltz augennscheinlich im Lannde nit abginge, vnd das wir oder vnnser Erbenn das liegendt der Pfenner Söder saltz, wie obgemelt nicht bezahlenn, oder mitt verkeuffenn des vnnsernn Jars Lanndt zu Hessen,
Das dritte Buch. mitler zeit nicht still stehenn woltenn, also das die Pfenner sagenn woltenn, das vnnsere neue gebaute Bodenn vnnd Pfannenn, oder etliche derselbenn die lennge ohn Irenn sonnderlichenn nachteil nit abstehenn köntten, beÿ Irenn ―― 42 Pfannenn, als denn sollenn vnnser vnnd vnnser Erbenn Stennde des Furstennthumbs, Nemblich zehenn vom Adell, vnnd zehenn vonn Stedtenn nachgenanndt, so wir oder vnnser Erbenn darzu gebenn, vff Ire erfordern schuldig sein sollenn, vnnd zehen vom Adell des Furstennthumbs vnnd zehenn vonn Stedten, so die Pfenner darzu gebenn sollenn, der keiner oder sein Erbenn oder kinder Pfannenntheil, oder in Bodenn gerechtigkeit habenn, in dem nechstenn Monat gein Eschwege oder Allenndorff bescheidenn werden, durch vnns oder vnnser Erbenn, Welche vierzigk personenn aller eide vnnd pflicht, damit sie vnns oder vnnsernn erbenn verwanndt sein, oder werdenn, ledigk gezehlt, vnnd mit newenn eidenn, darinnen recht zusprechenn, beladenn werdenn, vnd die gebrechenn fur denenn anngetragenn werdenn, vnnd wann sie dieselbigenn notturfftiglich gehört habenn,
Das dritte Buch sollenn sie in nachkunfftigenn dreÿenn Monaten, was sich des gepurenn will, wieuiel vnnser pfannen, nach den Irenn im Furstennthumb zu Hessenn vnd vnnserm Lannde, ohnn Irenn schadenn vnnd nachteil gehenn vnnd verkaufft werdenn mugen, enndtlich darumb erkanndt werdenn, vnnd was also durch sie vnnd den mehrentheil erkanndt wurdet, das sollenn wir vnnd vnnser Erbenn Furstlich halttenn, vnnd volnstreckenn, Ob auch die zusetze beidertheil keins mehrenns machenn köntenn, so sollenn sie etliche Obmanne ernennenn, vnnd durchs los finden, welcher obmann bleibenn, vnnd welchenn spruch derselbigenn einen zufall thut, darbeÿ soll es bleibenn, Ohnne geuerde, ―― Wurde auch in solcher Irrung am siedenn etwas nachgelassenn oder verseumet, das sollenn vnnd mögenn sie darnach wiederumb Innhalt dieses vertrags, nachsiedenn vnnd erholenn, vnnd sollenn wir vnnd vnnser Erbenn solche rechtfertigung so wir deshalbenn anngesucht werdenn, in alweg zufordernn, vnd vnuerschafftenn, Innhalt dieses vertrags schuldigk sein, auch herwiederumb so das
Das dritte Buch. Saltz im Furstennthumb wieder gultigk wurde, so soll in gleichnus wie obgemelt, auch erkenntnus geschehen, Ob es nit billich beÿ dieser vnnser Ordenung bleibenn solle, Damit also zu ewigenn tagenn der pfenner schaden vnnd nachteil ann Irenn ―― 42 pfannenn, Holtzkauf, vnnd verkauff des Saltzes vnnd Irer gerechtigkeit furkommenn, vnnd der gemein nutz vnnsers Furstenthumbs, vnnser vnnd vnnser erbenn in allewege on Irenn schadenn gefurdert mage werdenn, ―― Wir habenn auch den gemeltenn Pfennernn, die zusage gethann, das dieser vertragk, mit wissenn vnnd bewilligung vnnser Lanndtschafft soll geschehenn, ―― Derwegenn wollenn wir verschaffenn, das Ritter vnnd Stett, der mehrtheil, vnnd souiel hierzu not ist, diesem vertrage, vonn wort zu wortenn verwilligenn, vnnd in Irer verwilligung Inseriren sollenn, Damit also derselbige, als mit trefflichenn zeitlichenn Rathe der Partheÿenn vnnd der Lanndtschafft auffgerichtet, ewiglich beÿ kreftenn, ehrenn vnnd wirdenn bleibenn möge, ohne geferde, vnnd dieweil vnns die Pfenner die zweÿhundert [gestrichen: ...]1[?]
Unsichere Lesungen
Z. 22: [gestrichen: ...] — Wortende durchgestrichen, unleserlich
Das dritte Buch guldenn so [übergeschrieben: sie] bishero gegebenn habenn, hinfuro gebenn wollenn vnnd sollenn, ―― welche zweÿ hundert gulden wir aus Christlichenn gutenn bedennckenn, zu Gottes ehre, vnnd den armenn zu vnnderhaltung verordenet habenn, ―――― So habenn wir aus eigner bewegung gemeltenn Pfennernn gnediglich zugelassen, vnnd gegönt, das sie noch ein Both, zu den ―― 42.
Bothenn, so sie vor gehapt, bawenn mögenn, welch Bodt auch das recht habenn soll, das die gemelten 42 Bodenn habenn, vnnd soll ein Jeglicher pfenner darann theil habenn vnnd nehmenn, Innmassenn vnnd souiel wie er vonn seines Pfanntheils wegenn, zu den obgemeltenn ―― 200 fl.
gibt, ――――― Des zu vhrkundt habenn wir Lanndtgraff Philips diesem vertrage mit vnnser eigenn Hanndt vnnderschriebenn, vnd vnnser Innsiegell fur vnns vnnd alle vnnsere Erben vnnd nachkommenn furstenn zu Hessenn darann gehanngenn, ―― Vergebenn ist zu Allenndorff am Freitage nach dem Sonntage Jubilate Anno Domini Millesimo quingentesimo tricesimo octauo
Das dritte Buch. Location der Erstenn fünff. Zehenn Jar. Vonn Gottes gnadenn Wir Philips Lanndtgraue zu Hessenn Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnd Nidda thun vnndt hierann offenntlich vor vns vnd vnnsere Erben, nachkommende furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglich bekennende, Da vnnd als wir augennscheinlich befundenn, das in vnnserm Furstenthumben vnnd Lanndenn Merckhlicher vnnd grosser gebrech Saltzes manngels halber gewesenn, ―― Derwegenn wir dann vonn vnnserm vnderthanenn allenthalbenn, Innse=1[?] henns zuthun, vielfaltig ersucht, vnnd anngelauffen sein, vnnd aber wir vermerckt, das zu Allenndorff in Soden viel mehr saltzes, dann des mahls in brauch gewesenn, hab gesottenn, vnnd vnnsernn vnderthanen damit könen geholffenn werdenn, auch der Saltzbronn solchenn vbrig gnug, vnnd mehr dann versottenn wirdet, ertragenn mage, vnd wir desmahls mehr Bodenn, vnnser Fürstenthumbenn, Lanndenn vnnd leuten zu gutem dahin zubawenn vnnderstandenn, Derhalben dann zur zeit
Das dritte Buch. sich zwischenn vnns vnnd gemeinenn Pfennernn Irrungen des bawenns vnnd Saltzwercks halber zugetragenn, darumb wir vnns doch mit denselbenn Pfennernn gnediglich vnnd gutwilliglich verglichenn, vnnd vereiniget habenn, Laut eines daruber im verschienenn 38.
Jar vff Freitage nach dem Sonntage Jubilate vffgerichten vertrags, den wir Itzo wiederumb ernewert habenn, des annfanngs, Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessen, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda Bekennenn in diesem briefe, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst allermenniglichenn, Nach dem der almechtigk Gott, in vnnserm Furstennthumbenn, beÿ vnnser Stadt Allenndorff in den Sodenn, einenn gutenn Saltzbronn gnediglich gegebenn, vnnd des datum stehet, der gebenn ist zu Allenndorff am Freitage nach Francisci dis scheinenndenn 40.
Jars, ―――― Dieweil sich aber ein zeit hero vber derselbigenn Itzo anngeregten vertrags, zwischenn vnns vnnd gemeinenn Pfennernn, etwas weitters misuerstanndts, auch zwischenn beiderseits knechtenn in Sodenn, viel vnnd mancherleÿ
Das Dritte Buch. vnordenung vnnd zwitracht zugetragenn, ―― Dieweil dann beide Regiment also beÿeinannder ohne teglich Infell oder verrichtung nit füglich habenn stehenn mögenn, Sondernn in einer Regirung vertreglicher vnnd besser das Saltzwerck versehenn kann werdenn, So habenn wir vns mit zeitigenn gutenn fürgehaptenn Rathe vnnd bedennckenn, auch gnugsamer erkündigung, vor vnns vnnser erbenn nachkommennde Furstenn zu Hessenn, mit gedachten Pfennernn weitter vnnd Insonnderheit vmb Ire theil Saltzwercks einer Location vmb eine Jerliche Pension vff form vnnd mas, wie hernach folgt, verglichen vnd vereinigt, vnnd thun das Jegennwertigk in vnnd mitt Krafft dieses brieffs, Nemblich vnnd also Erstlich sollenn vnnd wollenn vielgemelte Pfenner samptlich vnnd sonndernn, vff schirstkunfftig Osternn, des nechstkommenndenn 41.
Jars die ―― 44 Bothenn, vnd Pfannenn zun Sodenn, so Ihnenn zustehenn, mit dem zirck des geholtzes, auch Irer der Pfenner eigenn gehöltze, wie die gnanndt, vnnd wo die gelegenn seindt, nichts ausgeschlossen, funffzehenn Jar lanng die nechstenn nach dato volgende, welche vff obgestimpte zeit anngehenn, lociren, vnd Inthun, also das wir, oder vnnsere Erbenn, solche der Pfenner Boden,
Das Dritte Buch. vnnd Saltzwergk in vnnser Regirunge, vnnd ein Regiment, vnnd wies die nutzungenn tragenn wirdet, nehmenn, vnnd dieselbigenn also nach vnnserm willenn vnnd gefallenn zu vnnserm vnnd vnnsers Furstennthumbs bestenn vnuerhindert anngezeigte zeit gebrauch1[?] sollenn vnnd mögenn, ―― doch soll vnns vnnd gemeinenn Pfennernn zu beidenn theilnn freÿ stehenn, ob bestimpter zeit ―― 15 Jarenn, welch theil dieser Location beschwert ist, oder darein zubleibenn, nicht gelibt oder gefellig, dieselbige dann dem anndern theil vfzusagenn, ―― doch das die vffsage ein Jar lanng zuuor, vnnd zu ausganng desselbigenn Jars, als dann die vberliefferung oder Innahm geschehenn, Wurdenn aber wir Lanndtgraff Philips oder vnnser Erbenn, mitler zeit, oder hernach befindenn, das vns die Location beschwerlich sein, vnnd nit dienen wolte, So sollenn vnnd wollenn wir macht vnnd fugk habenn, das wir auch hierin ausdrucklich furbehalten, dieselbige Location in ausganng des nehist kunfftigk funfftenn Jars gedachtenn Pfennernn vffzusagenn, vnnd darnach zu ausganng des sechstenn Jars die vber
Das dritte Buch. liefferunge vnnd abtrettung den Pfennernn wiederumb zuthun, In aller massenn wie wir das Itzo Innehmen, vnd enndtpfanngenn, Mit Bodenn Pfannenn, sampt allem dem darin vnnd zugehörig, auch den geholtzenn, zirckenn, wie die Pfenner den gebraucht habenn, vnnd in vorigem auffgerichttenn vertrage, Inenn zugelassenn, vnnd gnediglich vonn vnns bewilligt vnnd zugesagt, ―― Desgleichen der Pfenner eigenn geholtze, so weit sie das vormahls gebreuchlich vnnd beseblich1[?] herbracht, Mitt nahmenn der grosse vnnd kleine Hain, die Halbe Marck, der Loebach, die Volckmersbane2[?], der Hegebergk, der grosse vnnd kleine arnebergk, die Horst vom Grossenhaune, bis ann den wegk nach dem Monchfelde, der knoblauchsbergk, vnnd eintheil am dornbach, sampt Iren nahmenn vnnd zugehörungenn, Dargegenn sollen vnnd wollenn wir vnnser Erbenn vnnd nachkommen Furstenn zu Hessenn, gemeltenn Pfennernn Irenn Erbenn vnnd nachkommenn, oder wer diesenn brieff mit Irem gutenn wissenn vnnd willenn Innehat, Jerlichs vnnd ein Jedes Jar besonndernn, vonn berurtenn 44.
Das dritte Buch. Je zwanntzigk sechs alb vor den guldenn gerechnet vff ein Jedes Both durch einenn Jedenn vnnserm Renndtmeister zu Allenndorff, so wir Jederzeit da habenn werden, nach annzahl alwege nach ausganng eines Monats, als nemblich vf den letztenn tagk des Monats Januarij, den letztenn tagk des Monats Februarij, den letztenn tagk Martij, vnnd also hinfurter alle kunftige Monat den letztenn tagk, dieweil solche Location bleibt, Jegenn gepurliche Quitantz vnuerzuglich endtrichtenn, vnnd gutlich bezahlenn, vnnd da gemeine Pfenner vonn vnns vnnsernn erbenn nachkommenndenn furstenn zu Hessenn wie gemelt vf gepurlich Quitanntz enntrichtet vnnd bezahlet sein, vnnd nachuolgenndts in vergleichung der enndtpfanngenen Pension vnder sich Irrung vnnd gebrechenn habenn wurdenn, Deshalbenn sollenn sie ann vnns, vnnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, desgleichen vnser nachbenannte Burgenn kein forderung, oder anspruch habenn, Sonndernn mugenn sich [gestrichen:
derselbigenn vnntter] [gestrichen: sich]1[?] derselbigenn vnntter sich selbst freundtlich in der gute oder sonnst mit ordenntlichenn rechtenn vergleichenn vnnd enndtscheidenn lassenn, Es sollenn vnnd wollen
Unsichere Lesungen
Z. 21: [gestrichen: sich] — Streichung nicht sicher
Das dritte Buch. auch gemeine Pfenner vnns eines Jedenn Jars ann der gantz Summa der Jerlichenn Pension, Jegenn die zweÿ neue gebawete Bodenn, vnnd nachlassung der Herrnn Gennse zweÿ hundert guldenn obberurter wehrung zu gute kommenn lassenn, die wir Jerlich Innzubehaltenn macht habenn, vnnd auszugebenn nicht schuldigk sein sollenn, vnnd soll vnns vnnsere Erbenn nachkommende fursten zu Hessenn in bezahlung anngeregter vnnd bestimpter Pension, ganntz oder gar zumahl nichts verhindernn in ganntz keine weise, Sonndernn wollenn die eins Jeden Jars, vnnd obgemelte ziele gnediglich vnnd gutlich enndtrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, Doch ausgescheidenn vnnd im fall da die Bodenn durch Feres1[?] krafft ganntz oder zum theil verbrenndt, verheret oder verderbet wurdenn, wie das zukeme, da Gott vor seÿ, vonn denselbigenn verderbtenn Bodenn sollenn wir oder vnnsere Erbenn, nachkommende furstenn zu Hessenn, die zeit so lannge die wuste liegenn, Pension zugebenn nicht schuldigk sein Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnsere Erbenn, nachkommende fursten zu Hessenn, die verwustetenn Bodenn
Das dritte Buch. vff Ire der Pfenner seittenn zum forderlichstenn das geschehenn könte oder möchte, zuuor vnnd ehe vnnser Bothenn, oder auch etlich verderbet werenn, vf Ire der Pfenner kostenn, wie sie vormahls gestanndenn, vnnd gebawet gewesenn sein, zubawenn vnnd wiederumb sampt allem, dem1[?] das darzu vnnd eingehört, vnnd verderbet wordenn vfzurichtenn schuldigk sein, also das vnns die Pfenner, Ire Erbenn vnnd nachkommenn, an der Jerlichenn Pension, vor ein Jedes Bodt, so wir in Ire der Pfenner Saltzwergk bawenn, vnnd vfrichtenn lassen wurdenn, Sechtzigk guldenn muntz, Je zwenntzigk sechs weispfennige vor den guldenn Inne lassenn, vnnd wir die Inne zubehaltenn macht habenn sollenn, Es soll auch den Pfennernn samptlich vnnd sonnderlich vorbehaltenn sein, so sie der verderbtenn Bodenn etliche selbst vnnd zum forderlichstenn vfrichtenn vnnd bawenn köntenn oder woltenn, das Ihnenn solchs also gestattet, vnd zugelassenn sein soll, ohne alle vnnser vnnd der vnsern verhinderung vnnd eintragk Vnnd sollenn vnnd wollenn wir Lanndtgraff Philips, vnsere Erbenn, nachkommennde furstenn zu Hessenn, als balde nach vfrichtung der Bothenn, so vf der Pfenner seitten,
Das dritte Buch. vnnd Salzwergk, so vonn vnns oder den Pfennern vffgericht sein wordenn vff dieselbigenn Bodenn derenn viel oder wenig sein wurdenn, Jerliche vnnd Monatliche, wie bedingt, vnnd die Location ausweist, Pension zugeben, vnnd zubezahlenn, schuldig vnnd pflichtigk sein, die auch Innhalt der Location guͤtlich enndtrichtenn lassen, Wir sollenn vnnd wollenn auch den gemeinenn Pfennern Ire Bodenn, Pfannenn, vnnd Salzwerck, das wir also wie obgemelt Location weise vonn Inenn Inne habenn, in vberliefferung, wann wir oder sie des bedacht, wiederumb Innthun, vnnd wieder zustellenn, also vnd dermassenn, das die Pfenner Innsampt vnnd sonnderenn, ein Jeglicher seiner Jerlichenn Pension, vonn vnns oder vnnserm Renndtmeister enndtricht vnnd bezahlt seÿ, Welche Jerliche Pension die Pfenner auch samptlich empfahenn, vnnd vfhebenn sollenn, doch das darin vnter gemeinenn Pfennernn armenn vnnd reichenn, kein vortheil gepraucht werde, auch wollenn vnnd sollenn wir fur vnns vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn nicht macht habenn, einichenn oder viel vnter den Pfennernn Innsonnderheit vnnd entzlich seines oder Ires theils, so der oder sie in vnnd ann dem Salzwerck haben,
Das dritte Buch. abzulegenn, oder abzukauffenn, noch in anndere wege an vnns zubringenn, Wo aber solchs annders geschehenn wurde, So soll es nichtigk, vnnd Krafftlos sein, so aber durch vnuersehenlich feuerschedenn etliche Bodenn, doch nit vber zehenn verderbet wurdenn, dieselbigenn sollen wir oder vnnser Erbenn Jn zweÿenn Monaten, ein Jedes vff der Pfenner kostenn, mit Sechzigk guldenn, wie nechstgemelt, wiederbauwenn, auffrichtenn, vnnd gannghafftig machenn lassenn, Doch das wir oder vnnser Erbenn nach annzahl der manngelhafftigenn Bodenn, die zwene Monat Pension dauonn zugebenn nit schuldigk sein, da auch der Salzbrun durch Gottes versehung, das sein Göttliche fursichtigkeit gnediglich verhuͤtenn wolle, also schadenn nehme, das mann in etzlichenn Boden, nit siedenn [gestrichen:
köntte] oder möchte, doch das solchs nit durch verehrsachung vnnser oder vnnser Erbenn, nachkommen Furstenn zu Hessenn gefehrlichenn gebrau[?]1 geschehe, als dan sollenn auch wir vnnd vnnsere Erbenn, nach annzahl der manngelhafftigenn Bodenn, so nicht Sohlenn, salz zu siedenn habenn [gestrichen:
Das dritte Buch. vnnd wo sich vber das anndere vnuersehennliche schedenn vnnd zufelle, es were durch sterbenndleufftenn, oder andere vnfelle, die im rechtenn Casus fortuiti genenndt möchtenn werdenn, Welche in diesem vertrage vnnd pacto locationis austrucklich vnnd vnderschiedtlich nicht gedacht, noch abgeredt, die sollenn vnnd wollenn wir vnnser Erben vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, tragen vnd gewertig sein, vnnd den Pfennernn derhalbenn ann Ihrer Jerlichenn gedingtenn Pension nichts abziehenn, oder abbrechenn lassenn, vnnd soll durch diese vergleichung vnnd Location vorigenn obanngeregtenn vertrage vnd anndernn der Pfenner hieuor ererbtenn vnnd erlangten freÿheitenn priuilegien vnnd gnadenn nichts abgebrochen, noch enndtnehmenn, Sonndernn die krefftiglich pleibenn vnnd gehaltenn werdenn, die wir auch fur vnns vnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn hiemit in krafft vnnd macht dis brieffs wissenntlichen bekrefftigenn vnnd bestettiget habenn wöllenn, Desgleichenn soll den pfennernn durch diese Location an Ihrer Baurschafft, ganntz nichts enndtzogenn sein, sondern sie sollenn sich derselbigenn, wie vonn alters hero haltenn vnnd geprauchenn, zu dem habenn wir vielgemelten
Das dritte Buch nachgelassenn vnnd vergönnet, welches sie auch hierinnenn Ihnenn furbehaltenn, das ein Jeder vnnter Ihnenn vonn seinenn Pfanntheil vnnd gut, nach anzahl derselbigenn seine Herrenn Gennse in Ihrem Salzwergk der altenn seittenn, wie vonn alters herkommenn, von Jedem wercke zwo Herrengennse vfhebenn sollenn vnd mögenn, ohnne vnnser, vnnser Erbenn vnnd menniglichs verhinderung vnnd Inntragk, ohne geuerde, Es sollen auch die Pfenner Ire Erbenn vnnd nachkommenn, alle das Jenige was Ire elttern vnnd vorfahrenn aus bemeltem Irem Salzwerck hieuor ann Pension, zinsenn vnnd andern verschriebenn habenn, oder aber sie Ire erbenn vnnd nachkommenn daraus vber kurz oder lanng hinfurter viel oder wenig verschreibenn wurdenn, Sonnder alle vnnser, vnnser erbenn vnnd mitbeschriebenn zuthun, guͤtlich ausrichttenn vnnd bezahlenn, auch ohnne geuerde, Wir geredenn vnnd versprechenn auch fur vnns vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, Beÿ vnnsern Furstlichenn warenn worttenn, gutenn treuwenn vnd glaubenn im werte der warheit, solches Ir der Pfenner Salzwerck, desselbenn nutzung vnnd besserung, desgleich=
Der dritte Buch. auch vnnser Salzwerck, es were dann in zeit der nott, Innmassenn voriger vertragk auch dauonn meldet, nicht zuuerpfenndenn, noch zuuersetzenn, oder zuuereussern, in ganntz keine weise, aller dinge ohne geuerde, Wir sollenn vnnd wollenn auch alle schlitwergk[?]1 am Salzbron, Bodenn, vnnd Sohlgrabenn, in vnnd vmb die Sodenn, vnd allem was darzu gehörig, die zeit dieser Location in wesenntlichenn Bau vf vnnserm kostenn erhaltenn, So aber wir oder vnnsere erbenn, ann vestenungenn, desgleichen am Salzbronn etwas neues bauwenn, vnnd die Pfenner Ihre erbenn oder nachkommenn, darzu gebrauchenn woltenn, das soll mit Irem der Pfenner wissenn vnd willenn geschehenn, Doch soll den Pfenner hierann vorbehaltenn sein, so sie befindenn wurdenn, das dieselbigen gebeuw Ihnenn oder dem Salzwercke gefehrlich, nicht dienlich oder sonnst beschwerlich, vnnd vntreglich sein woltenn, das sie auch als dann darzu nicht verpflichtt, oder obligirt sein sollenn, Es sollenn auch die vierzigk vier der Pfenner Bothenn, sampt allem dem, das daran hanngtt, vnnd darzu gehört, in dem Beschos der Stadt Allenndorff, Schatzungenn steur vnnd gabenn des Fur
Das dritte Buch. stenthumbs vnnd Lanndts, wie bishero geschehenn, furter vnnd fur ewiglichenn pleibenn, vnnd darann vns vnnserm Erbenn nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd vnnser Stadt Allenndorff, nichts abgehenn, oder enndtzogenn werdenn, Jederzeit nach gewonheitt vnnd gelegennheit der Stadt Allenndorff, Innmassenn dann in vorigenn obanngeregtenn vertrage, auch versehen ist, Desgleichenn sollenn auch gemeine Pfenner die zeit dieser Location, vnnd auch sonnst, nach ausgangk der Location die zweÿhundert guldenn zins, so sie Jerlich bishero gegebenn, vnnd wir hieruor zu Gottes ehre vnnd vnderhaltung der armenn aus Christlichenn guten bedennckenn geordenet habenn, darzu die zwo Pfannenn Salzes alterer Pflicht, auch Herrengeldt, Toffell zoll vnnd annders Jerlich enndtrichtenn, allermassen, wie das vonn alters herkommenn ist, Vnnd nach dem vnnser Stadt Allenndorff gehöltze Inn Irer der Pfenner Jne vonn vnns zugelassenn zirck gezogen ist, So wollenn wir doch das gemeine vnnsere Stadt vnnd die Burger daselbst, beÿ allenn Irenn geholtzenn, vnnd weldenn, wie sie die vonn allters herpracht, be=
Das dritte Buch sesslich vnnd gebreuchlich habenn vnuerhindert vnnser, vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnd menniglichs geruiglich pleibenn sollenn, vnnd sich derselbigenn wie vonn alters herbracht, fur vnnd fur nach Irer nottturfft vnnd gefallenn gebrauchenn, Doch das gemelte Burger vnns vnnserm erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber den Boderknechtenn zu Jederzeit, so balde das gressigk ausgenommenn die Berge, darinnenn sie Bau vnnd scheidtholtz zuhegenn pflegenn, als nemblich die Horst, der Rodestein, das Lichtenbuel, der Hotlbach[?]1, die Meinhardtsliede, vnnd der Stein, sampt allenn Iren nahmenn vnnd zugehörungenn, gehauwenn vnnd fur die Stadt oder Sodenn bracht wirdet, vmb ein zimblich kauffgeldt, vnuerhohet vnnd vnersteigert, vnverhindert zukommenn lassenn, auch alle gehöltze den Salzwercke vnnd gemeiner Baurschafft, dieweil sie sich dauonn des orts erhaltenn vnnd ernehrenn mussenn, zu gut vnnd vfs aller vleissigst vnnd treuwlichst in guter hegung vnnd ernnstem vffsehenn, haltenn vnnd beforsten, Doch wo Ihnenn vonnötenn, Wollenn wir vnnser Erbenn vnnd nachkommenn sie darbeÿ gnediglich schutzen vnd
Das dritte Buch. hanndthabenn, Ingleichnus wollenn auch wir vnser Erbenn, der Pfenner geholtze vnnd Berge so sie vns Itzo einraumenn vnnd zustellenn werdenn, in zeit dieser location zum Salzwercke zugebrauchenn, in vnserm Forste vnnd guter hegung Inne habenn vnnd halttenn, Innsonnderheit wollenn wir vnnser erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn das Eichholtz am Hegeberge vber den Sodenn keins wegs abhauwenn vnnd verwustenn lassenn, es were dann in zeit der noth, das die Sodenn, da Gott fur seÿ, ganntz oder zum theil verhert vnnd verbrenndt wurdenn, als dann sollenn wir oder vnnser erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessen, oder die Pfenner, dasselbig gehegte Eichholtz, zu Irem der Pfenner Salzwerck vnnd desselbigenn Salzwercks notturfft alleine zugebrauchenn macht habenn, Da auch diese Location Zu ausgannge des sechstenn oder funfftzehenndenn Jars, vonn vnns vnserm erben, vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber vonn den Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd nachkommenn zu ausgannge des funfftzehenndenn Jars aufgesagt wurde, als dann soll Ihnenn Ihr Salzwerck vnnd geholtze, desgleichenn der zirck geholtzes, der Ihnenn vonn vns zu
Das dritte Buch. gebrauchenn zugelassenn, sampt allem dem das am Salzwergk hanngt, darin vnnd zugehörigk, auch so in wesentlichenn baue vnnd besserung in der wiederliefferung dermassenn wieder Ingereumbt, vnnd vonn vns zugestelt werdenn, wie es Itzo gewesenn vnnd gestanndenn ist, Vnnd sonnderlich sollenn Ire der Pfenner gehöltze vnnd berge zum halbenn theil vngefehrlich gressigk sein, Were aber am Bothenn vnnd Pfannenn oder sonnst am Salzwercke etwas gebessert, das soll Inenn den Pfennern, Ihrenn erbenn vnnd nachkommenn, ohne enntgeltung zu gut gereichenn, alles ohne geuerde, Dieweÿl auch Ir der Pfenner Soder vnnd Meisterknechte ein zeit hero viel Salzes gesottenn, vnnd verkaufft, aber Ihne den Pfennernn Ire Winnung vnbezahlt, vnd sie die Pfenner also beÿ Ihrenn knechtenn, ein gute Summa vnnd tapffere schuldenn, vnbezahlt aussen stehenn habenn, So wollenn wir Ihnenn zu solchen bekenndtlichenn vnnd beweislichenn schuldenn so sie noch ausstenndigk, doch vff zimblich zeit vnnd ziele, nach gelegennheit der Personn vnnd schuldenn, dermassen zur bezahlung verhelffenn lassenn, das dennach vnns
Das dritte buch. vnnserm Erbenn vnnd den Pfennernn am siedenn derwegenn nichts abgehenn, vnnd wir die obgedingte Pension desto bequemer ausgebenn vnnd bezahlenn köntten, Doch also das die Pfenner gedachter Irer ausstendigenn schuldenn in zweÿenn Jarenn genntzlich enndtrichtet werdenn, vnnd bezahlet sein sollenn, Was auch gemeinenn Pfennernn, ann Pompenn[?]1 gelde, so Meister Jorgenn dem Itzigenn neuwenn, vnnserm besteltenn Bornmeister zugesagtenn besoldung, vnnd des kostens, die kunst vorm gewölbe zuerhaltenn vbrig were, gebuerenn wolte, das soll Inenn auch, dieweil sie Itzo die helffte am kopffer vnnd anndernn thun, vnnd die bestellung zur helffte tragenn mussenn, eines Jeden Jahrs volgenn vnnd zugestelt werdenn, vnnd damit sollen auch alle vngnade, misuerstennde, vnnd was sich sieder dem erstenn obanngeregtenn abgeredtenn, angenommenen bewilligtenn vertrage, zwischenn vns, vnsern dienernn, vnnd gemeinenn Pfennernn, vnnd Iren dienernn, wiederwertigs vnnd beschwerlichs, oder argwöniges zugetragenn hette, genntzlich vfgehabenn vnd hingelegt sein,
Das dritte Buch. Das auch wir noch vnnsere Erbenn Jegenn den Pfennern, Ihrenn dienernn, in keiner vngnade noch vngutem, weitter nicht eiffernn noch gedennckenn, Sonndernn des alles was sich darunder verlauffenn vnnd begeben hat, genntzlich gefallenn vnnd vfgehaltenn sein, auch aller dinge ohne geuerde, Vnnd vff das alles vnnd Jedes was hierin vonn vnns geschriebenn, stehtt, fest, treulich vnnd vnuerbruchlich gehaltenn, vnnd Jederzeit ausgerichtet vnnd volnzogenn werde, sie gemeine Pfenner, Ire Erbenn, nachkommenn, vnd mitbeschriebenn, des auch sicher vnnd gewis sein, So geredenn vnnd versprechenn wir fur vnns, vnnser Erben, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, beÿ vnnsern Furstlichenn warenn worttenn glaubenn vnnd treuwenn, dasselbe also gestracks, vnuerbruchlich, Furstlich [?]3richtigk, zuhaltenn vnnd zuvolnziehenn [?]1 keine weise kein manngell oder gebreche [?]2 alle argeliste vnnd geuerde, Damit aber gemeine Pfenner Ihre nachkommenn vnd mitbeschrieben weitter vnnd ferner aller Punctenn vnd artickell, in dieser verschreibung gemelt, vnnd Irer Jeglicher
Das dritte Buch. obbestimpter Pension desto sicherer vnnd gewis sein mugenn, So habenn wir Ihnenn zu rechtenn vnterschiedtlichenn Burgenn vnnd selbstschuldenernn, vonn vnserm, vnnserer Erbenn, nachkommenden Furstenn zu Hessenn, vnd gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn, die Wohlgebornen vnnd Edlenn, vnnsere liebenn Neuenn vnnd Getreuwenn, Philipsenn Grauenn zu Solms, vnnd Herrenn zu Minzenbergk, Graue Wilhelm vonn Witzenstein, Herrenn zu Hombergk, Graue Philips zu Waldeck, vnnd Ditrichenn den Jungernn Edelherrenn zu Pleß, darzu zwanzigk funff die trefflichstenn vom Adell, vnnd zwanzigk funff die furnembste Stedte, beider vnnser Furstenthumbe, fur sich Ire Erben vnd nachkommenn, gesetzt vnd geordnett, vnnd thun das auch wissenntlich in vnnd mit krafft dieses brieffs, Nemblich aus vnserm Nieder Furstenthumb Sigmundt vonn Beÿneburgk vnserm Stadthalter zu Cassell Hermann vonn der Malsburgk, Rudolph Schenck zu Schweinsbergk vnserm Lanndtvogt ann der Werra, Werner vonn Wallennstein, Hermann von Hundelshausenn, Ludwig vonn Baumbach zu Bimfurdt[?]1, vnsern
Giessenn, Grünbergk, Alsfeldt, Nidda, Treysa, Franckennbergk, Rauschennbergk, Neuennkirchenn, Biedennkap, Wetter, vnnd Kirchhain, also ob ann der bezahlung der gedingtenn Pension, vber kurtz oder lanng, eins oder mehr Termins, oder sonnst einiger manngell dieser verschreibung halber zustünde, wie oder durch was wege das geschehe, als doch nit sein soll, als dann sollenn gemeine Pfenner samptlich, oder einer vonn Irer aller wegenn, doch mit gnugsamenn vnd volkommenem gewalt, auch ein Jeder für sich selbst, sie seyenn Innenn oder aussen dem furstennthumb Hessenn gesessenn, desgleichenn Ire Erbenn, nachkommenn vnd mitbeschriebenn, obbenente Grauenn vnnd die vom Adell, Ihre Erbenn vnd Erbnehmenn, vnnd die vonn obbestimptenn Stedtenn, vnnd Ire nachkommenn sampt vnnd sonndernn Ires gefallenns Jegenn Fritzlar, Warbergk, oder Corbach, vnnd so dasselbig vonn Furstlicher oder annder Obrigkeit oder sonnstenn verbotten, ann anndere ortter vnnd Stedte, wo solches gelitten vnd zugelassenn möcht werdenn, alles nach Irer der Pfenner gelegennheit vnd erfordern, das vns noch vnsern Erben keins wegs nicht endtJegen sein soll, Noch wir oder vnsere
Erbenn der wegenn Jegenn Ihnenn den Stedtenn kein vngnade noch vngutts1[?] gedennckenn, noch furnehmenn sollen, vnnd wollenn, doch das solche forderung vber funff oder sechs meylenn, vom Furstennthumb Hessenn, vnnd anndernn vnnsernn Graueschafftenn vnnd gebietenn nicht benennt werde, Vnnd ob die genanndtenn Burgenn, ann der gefordertenn orter einem nicht gelittenn [gestrichen:
konntenn2] werdenn, Sollenn die Burgenn schuldigk sein, solchs gemeinenn Pfennern zu Allenndorff, Irenn mitbeschriebenn vonn stundt ann anzuzeigenn, vnnd sie die Burgenn Inn Ire behausung [gestrichen:
keins] wegs ziehenn, Sonnder vff Ire der Pfenner erfordernn, ann annder ortter, da die Pfenner die Burgen hin manenn würdenn, in ein Ehrliche herbrige reitten, alles bey der verpflichtung vnnd zusagung, wie hernach gemelt, Die Grauenn mit Irenn selbst leibenn, oder einenn vom Adell ann Ire Stette, Jeder mit sechs pferden, vnnd die vom Adell mit Irenn selbst leibenn, vonn Man zu mann, pferdenn zu pferdenn, Jeder mit vier pferdenn gerüst, vnnd aus Jder obgenanndttenn Stadt zwene aus dem Rathe mit vier pferdenn, in leistung wie Geisels vnnd
leistung recht vnnd gewonnheit ist, wie frommenn Grauenn vnnd herrenn, vnnd denenn vom Adell, vnnd Erbarn leutenn gebueret zustellenn vnnd einzuziehenn, zufordernn vnnd zubeschreibenn macht habenn, Die auch samptlich vnnd insonndernn wie sie ermahnet werdenn, schrifftlich oder mündtlich, auf die erste Ire vermanung vnnd erforderung, als balde vngeseumbt in acht tagen samptlich vnnd sonnderlich mit Irenn selbst leibenn, wie berurt, Innstellenn vnnd leistenn sollenn, vnd sich keiner vf den andern behelffenn, vnnd sich auch kein ander Geyselschafft, noch Ichtes annders darann verhindern lassenn, Vnnd im fall sie ander Geisellschafft oder leistung gemanet, vnnd eingefordert weren, Sollenn sie allweg Iresgleichenn, wie gemelt vnd nach anzahl in leistung, so sie gemanet einstellenn, vnnd daraus ohne verwissenn vnnd willenn Gemeiner Pfenner, nicht kommenn, Bissolanng das gemeine Pfenner vnnd Ire mitbeschriebenn aller menngell, vnd was Ihnenn dieser verschreibung vnnd Pension halbenn ausstünde, sampt allenn derhalbenn erlittenn vnnd vfgewenndttenn kostenn vnnd schadenn gnugsamb erstattet
vnnd bezahlet sein, alles vff vnnser, vnnser Erbenn, nachkommendenn furstenn zu Hessenn vnkostenn vnnd darlegenn, Da auch der Burgenn einer oder mehr, die also mit einleistung gefordert, vnnd eingezogenn, todtshalber abginge, So soll der Graue, Edellmann oder die Stadt wonnder1 oder die abgegangenen zugestanndenn, so balde in acht tagenn, anndere tügliche Personenn, ann der abgeganngenen Stadt einstellenn, Es soll auch einem Jeden wirtte, beydenn oder denenn die Burgenn in leistung liegenn werdenn, furbehaltenn vnnd vergönnet sein, da die Burgenn etwas tapffers bey Ihnenn verzehrt, vnd sich mit bezahlung verzuglichenn vnnd vngepurlichenn haltenn wurdenn, Oder da wir Lanndtgraff Philips, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn, sie zu Jederzeit nicht quittiren, vnnd die wirte nicht enndtrichten wurdenn, Das sie als dann, so sie des not noth habenn wurdenn, der Burgenn Pferde eines oder mehr nach Irer gelegennheit notturfft vnnd gefallenn, ohne menniglichs einrede vnnd verhindernn, zum theurstenn sie könnenn, vnd zu abkurtzung Irer schuldenn verkeuffenn mügen, damit sie die Burgenn desto stadtlicher vnnd bequemer vnder
haltenn vnnd versorgenn mügenn vnnd sollenn die Burgen so balde vnuerzuglichenn in acht tagenn, anndere Pferde ann der verkaufftenn Stedte, die so gut als die vorigenn gewesenn, verschaffenn vnnd stellenn, Da auch die obgenanntenn Geschlechte vonn Grauenn vnnd Adell, vber kurtz oder lanng, eins oder mehr sonnder mannliche erbenn todts halber ganntz abginge vnnd verstürbenn, als dann sollenn vnnd wollenn wir, oder vnnsere erbenn, anndere Grauenn vnnd vom Adell, den Pfennernn vnnd Irenn mitbeschriebenn annehmlich, In der abgegangenenn Stadt, so baldt die Pfenner das begerenn, In Monatsfrist darstellenn, die sich allermassenn, wie die abgegangenen gethann verschreibenn, vnd verpflichtenn sollenn, vnnd ob das nit geschehe, So sollenn die Pfenner macht habenn, die vberigenn einzufordern, aller massenn wie obenn dauonn geschriebenn stehett, aller dinge ohne geuerde, Da aber eins oder mehr, wie in dieser verschreibung gemelt, von vns vnnsernn Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessen, oder vonn vnnser Burgenn mitbeschriebenn, vnd selbstschuldigernn Inn vergeß gestelt, vnnd nicht gehaltenn
würde, das doch nit sein solle, So sollenn vnnd mügenn sich gemeine Pfenner Ire Erbenn vnnd mitbeschriebene, samptlich vnnd sonnderlich, sich Ires schadenns, vnd was Ihne dieser verschreibung halbenn aussenn stünde, ann vns vnnsernn Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessenn, vnnd allenn vnnsernn Lanndenn vnnd Leutenn, vnnd güeternn, Renthenn, zinsenn, Nutzungenn, vnnd gültenn, Desgleichenn ann den gemeltenn Burgenn mit selbstschuldnernn, ann Irenn Erbenn vnnd nachkommen, samptlich vnnd sonndernn gueternn, sie seyenn fahrendt oder liegenndt, Inn oder ausserhalb Lanndts gelegenn, wie die nahmenn habenn möchtenn, mit oder ohne rechtlich erkanndtnus, wie sie könnenn oder mögenn Mitt kommernn, hemmenn, vnnd auffhaltenn, nach Irem gefallenn, genntzlich vnnd volkommende erholenn, Es sollenn auch alle Bottenn der Pfenner so die Burgenn ersuchenn, vnnd Innfordernn, vnnd den Pfennern zu Irer notturfft, vnnd nach gelegennheit in dieser sachenn wie obgemelt, dienenn würdenn, frey, sicherheit, vnnd geleide habenn, vnnd keinerley vngnade, vngunst vonn vns vnnserer Erbenn, nachkommenden furstenn zu Hessen,
vnnd den Burgenn Irenn Erbenn vnnd vnnserer mittbeschriebenn, gewarttenn, Das auch wir vnnsere Erbenn vnnd nachkommenn noch die Burgenn, oder Jemanndts vonn vnnser aller wegen, in keinenn vngnadenn vnnd vngutenn eyffernn, gedenckenn, noch rechenn sollen oder wollenn, So auch dieser brieff, in was wege das geschehenn könnte oder möchte, ann Pergmene, Buchstabenn oder siegeln schadenn nehme vnnd manngelhafftigk würde, Oder da ein artickell wieder den anndernn were, das alles soll gemeinen Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, vnd mit Irem gutenn wissenn vnnd willenn, Innehabern dis brieffs, keinenn schadenn bringenn noch geberen Zu dem vnnd vber das alles, wie obenngeschriebenn, ist geredt, vnnd vonn vns, vnnsernn Erbenn, vnnd nachkommenn furstenn zu Hessenn bewilligt, Bewilligenn das hiemit in krafft dis brieffs, das im fall den Pfennernn, Iren Erben, nachkommenn, vnnd Iren mitbeschriebenn, eins oder mehr in dieser Location vnnd verschreibung nicht gehalten wurde, welches doch nicht sein solle, oder da diese Location von einem
theile wie gemelt, vffgesagt, das als dann den Pfennern Irenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, nachuolgennde wege, zu Irer sicherheit auch sollenn furbehalttenn sein, vnnd offenn stehenn, dero sie einenn, zu dem vorigen beschriebenn, welcher Irenn gefelligk, vnnd am zutreglichstenn sein will, zugebrauchenn macht habenn sollen, vnnd das sie als dann auch wiederumb vf vorigen obangeregtenn vertrag zuschreitenn vnnd zutrettenn macht habenn sollenn, Oder aber, wo den Pfennernn, der weg Itzo gemelt, nicht geliebte, das sie als dann vor Ihr ganntzes Saltzwerck, vnnd alles was darzu vnd Inn gehört, vnnd dem annhenngigk, eine namhafftige Summa güldenn, vonn vns, vnnsernn Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, zufordernn macht habenn sollenn, Doch das die Moderation vnnd messigung des werths, bey einer vnpartheischenn Vniuersitet im Heiligenn Römischen Reich Teutscher Nation, welche sie die Pfenner zu erwehlenn macht habenn sollenn, stehenn soll, Was dann die vor gleichmessig, Erbar vnnd billich darin messigenn vnnd erkennenn, darbey sollenn vnd wollenn wirs vonn beidenntheilenn, bleibenn lassenn, vnd solchenn
werth des kauffgeldts, sollenn wir, vnnser Erben, nachkommenn furstenn zu Hessenn, Ihne den Pfennernn vf Ihr Erfordernn vnuerzuglich, vnnd [übergeschrieben:
an] nachbenanter ortter einem, vf vnnsernn kostenn, gein Franckfurdt am Meyne, oder Erffurt in Thüringenn lieffernn, gebenn vnnd bezahlenn, ann welchem ortte da es den Pfennernn gefelligk vnnd gelegenn ist, vnd sie samptlich, oder einem Jedenn, mit seinem oder Irem gepurenden anntheil, nach Irer vnnd eins Jedenn gelegennheit, notturfft vnnd wohlgefallenn, damitt vnuerhindert, vnnd ohn alle wegerung passiren vnnd hanndelnn lassenn, Vnnd das zu mehrer rechter vrkundt, Habenn wir obbenannter Lanndtgraue Philips, vns hierundenn mitt eigenenn hanndenn vnderschriebenn, vnnd zu mehrer sicherheit vnnser Innsiegell für vns, alle vnnser Erbenn nachkommennde furstenn zu Hessenn, wissenntlich hierann thun henckenn, Vnnd wir obbenanttenn Grauenn, die vom Adell vnnd Stedte, bekennenn sampt vnnd sonnderlich, das wir vf begere Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, [?]1
das alles, wie ssgl.1 in dieser verschreibung, vonn vns anngezeigt vnnd gemelt hatt, dieweil dis das ganntze Lanndt belanngt, vor vns, vnnser erbenn vnnd nachkommenn, mit wohlbedachtem muhte, vnnd williglichenn belibt vnnd verpflichtet habenn, vnnd thun das mitt krafft dieses brieffs, demselbenn allennthalbenn trewlich nachzukommenn vnnd zugelebenn, Wie wir das hiermit bey vnnsernn Grauelichenn, vnnd Edellmanns Ehrenn, trewenn vnn glaubenn, desgleichenn wir vom Stedtenn2, bey ehrenn, trewenn, vnnd gutenn glaubenn, vnnd wir Burgenn alle für vns, vnser Erben, vnnd nachkommenn, auch ann eines rechtenn geschwornenn Eidts stadt, gelobenn vnnd versprechenn, Aller dinge ohne geuerde, Dauor vns nebenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrenn, auch keynerley gnade, freyheit oder Constitution, gebot oder verbott, wie oder durch wene die Itzt gegebenn seindt, oder kunfftiglich geschehenn, gethann, oder gegebenn, könntenn oder mochtenn, werdenn, schützenn, schirmenn, noch vertheidingenn sollenn, die vns Burgenn vnnd selbstschuldenern, ann dieser verschreibung zu guttenn
vnnd den Pfennernn, Irenn Erbenn vnnd mitbeschrieben, zu schadenn kommenn mochtenn, Sonnder wollenn vns der genntzlichenn vnnd zumahl, vnnd sonnderlich der Constitution diui Adriani, vnnd beneficij excussionis verziehenn vnnd begebenn habenn, vnnd thun das Inn vnnd mit krafft dis brieffs, Alles ohn betrugk, argelist vnnd geuerde, vnnd des zu vrkunde, Hatt vnnser Jeder obgenannter Grauenn vnnd die vom Adell sein anngebornn Innsiegell, vnnd wir die genantenn Stedte, vnnser Jeder Stadt Innsiegell, ann diesenn brieff wissenntlich auch thun henckenn, Der gebenn ist am drey vnnd zwanntzigstenn tage des Monatt Decembris Anno Millesimo quingentesimo quadragesimo
Das Vierdte Buch Ordnung vnnd Regierung des Saltzwercks zun Sodenn vor Allenndorff am der Werra1, in vffrichtung vnnd annfanng2 der location Anno Domini 1541 verkundigt vnnd Zuhaltenn gebottenn, daselbst zun Sodenn durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell am Mitwochenn nach Trinitatis . Nota Diese Ordenung vnnd Gebott seindt Zuuor Anno Domini 1538 Jubilate von beider vnnsers G. F. vnd Hern, vnnd der pfenner wegenn in der Pfarkirchenn zun Sodenn verkundigt.
Das Vierdte Buch Ordenung Welcher gestalt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn Saltzwerck zun Sodenn dieser Zeitt bestelt, derselbenn Soderknechte vnnd gesinde Regirt werdenn sollenn, Damit sie friedtlich beÿeinannder wohnenn vnnd lebenn, vnnd welcher gestalt die diener vnd knechte, auch das gesinde, sich haltenn sollenn, in Jrer arbeit vnnd hanndtlunge, Darmit ffgl. Jres guts daselbst am bestenn gebrauchenn, vnnd den Pfennernn Jre gedingte Pension Jerlichs entrichtenn mögenn, Zu Allenndorff Anno Domini 1541. durch Henrich Muldenernn1[?], Jostenn Beckernn vom Hombergk2 Beuelchhabernn, vnd Johann Barthelmes Renndtmeisternn daselbst vffgericht vnnd verkundigt, Erstlich sollenn alle Sodermeister, Affterknechte vnnd alle die Jehnenn, so vff dem ganntzenn Saltzwerck vnnd Bodenn arbeitenn ffgl. nebenn vnnd vber die Erbhuldung Eidthafftigk sein, Zum anndernn hat ffgl. Jre Beuelchhaber, Renndtmeister, Saltzwarth, Holtzvogt, vnnd Schultheis verordenet, die gelobt vnnd geschworenn sein, das sie beiderseits Saltzwerck knechte vnnd gesinde, vermuge vnnd Innhalt F. G.
Unsichere Lesungen
Z. 11: Muldenernn — Name, u mit Haken; evtl. Mildener
Das Vierdte Buch beuelch vnnd vfgerichtter Location, auch Itziger vnnd kunftiger ordenungenn der f. gl. sich Jederzeit enndtschliessenn werdenn, getreulich regirenn, vnnd vleissigk auffsehen habenn sollenn vnnd wollenn, vnnd ob einer oder mehr Saltzknechte vnnd gesinde, beidt der neuwenn vnnd altenn seittenn, Jegenn die Ordenungenn gebottenn vnnd verbottenn, hanndelnn, vnnd sich in straff vnnd bus verwirkenn wurdenn, die sollenn f. gl. gefallenn sein, vnnd inalwege die bus auch f. gl. allein vnnd sonnst niemanndts annderenn zustehenn, Sein f. gl. will auch das alle Söder1 vnnd knechte in den bodenn sitzenn vnnd wohnenn sollenn, auch der Stadt Allenndorff nichts mehr oder weniger thun, mit geschos vnnd allenn annderenn dingenn, dann wie vonn alters herkommenn, Warttenn ampter sein vonn wegenn seiner f. gl. also verordenet, vnnd bestelt, das Christoffer Hombergk, Saltzwardt, alle werck vf beiderseittenn, so Jede wochen gesottenn, vleissigk, klar vnnd eigenntlich verzeichnen, vnnd als ein Jegennschreiber Jegenn dem Renndtmeister hochgedachtem vnnserm gnedigenn herrnn verrechnen,
Das Vierdte Buch So soll der Pfarher herr Johann Leynebach[?]1 genandts Saltzwarttenn Jegenn Wartte sein, vnnd alle wercke vor sich vfschreibenn vnnd verzeichnenn, zu dem soll Heinckell[?]2 Schlim, des zols vnnd der Schatzheller halbenn, auch alle wercke eigenntlich verzeichnenn, vnd dauonn rechnung thun, Furtter soll berurter Ober Saltzwartte Christoffer Jederzeit nach gelegennheit ernnstlich annhaltenn, das die knechte fur vnnd fur siedenn, vnnd sonnder redtlich vhrsach kein werck verseumenn, vnnd soll kein wonung in denn Bodenn habenn, So soll der Renndtmeister alles vffgeschuttet vnnd gepackt salz in Tonnenn in sein Rechnung nehmenn, des Jars vonn seiner Innahme, vnnd außgabe zweymahl rechnung thun, aber die bezahlung vor das vfgeschutte salz soll der Renndtmeister vff sein Christoffers als Jegennschreibers zettell enndtrichtenn, alles wie derwegenn ein sonnder gestelte Ordenung das außweist, vnnd Innenn helt, vnnd wenn mann vonn dem Bodenn fact[?]3 oder verkaufft, sollenn die verwalter der dreyer schlussell alle drey darbey sein, vnnd liefferung thun,
Das Vierdte Buch vnnd keiner ann den ann denn anndernn darauff gehen, Damit der abgang ohne verdacht gemerckt werde, wie dann solches ein sonndere Ordenung außweist, Vnnd soll alles Saltz so mann packenn will, in einem Jedenn bodenn, durch die gemachtenn Röste1 bey seins der hernach darzu benenntenn Schetzer gemessenn Inn secke gethann, vnnd durch die Schetzer mit den darzu gemachten sigill versiegelt werdenn, darnach solch saltz Inn seckenn versiegelt, vnargwönig in die packenn heuser geliefert werdenn, vnnd furter auch durch durch die Bodinker[?]2, beysein des Saltzwarttenn, vnnd vf seinenn beuelch obanngeregter schetzer Inn Tonnenn gethann, zugeschlagenn, vnnd furter gebranndt werdenn, Welchs alles der Rendtmeister verrechnen, vnnd Christoffer der Jegennschreyber Jegenn Ihnenn auch verzeichnet Jederzeit vbergeben soll, Darnebenn so sollenn vonn wegenn f. gl. acht Schetzer geordnet werdenn, die alle werck besichtigenn vnd bescheidenn sollenn, vor welche Bodenn der fuhrmann fahrenn, vnnd Saltz ladenn könne, vnnd das sie darbey sein, das die Söder recht mas gebenn, nemblich das geordente vnnd
Das Vierdte Buch verzeichnete Saltzmas, auch nit mehr dann Ime geburt vnnd zustehenn, Welcher Söder darinnenn bruchfelligk wurde zu wenig saltzes gebe, oder zuuiel geldts nehme, oder sein Haußfraw vnnd gesinde gefehrlich nehmen liessen, das der oder dieselbenn am leibe darumb gestrafft werdenn, Zum Sechstenn Ist auch fur gut anngesehenn, das ohne not sey, das ein Jeder Söder, sonnder Ladegeste habe, außgescheidenn mit den Aschenn, da magk mann es geschehen lassenn, Sonndernn wann der fuhrmann kömpt, das er vom Schetzernn gewiesenn werde, wo er laden solle, es were dann, das er zuuor sein Ladung bestellet hette, die soll der fuhrmann zu ladenn schuldigk sein, welcher meister aber daruber dem Ladegast Ledt, der soll darumb gestrafft werdenn, Darnebenn sollenn zwenn aus den obberurtenn acht schetzernn, Nemblich N. vnd N. auch vf das Saltzpackenn vnd vfschuttenn warten, Item ein Jeder Söder soll bey ehrenn vnnd Eidenn, auch bey der höchstenn straffe kein Samß[?]1 oder Saltz aus den Bodenn tragenn, oder tragenn lassenn, vergebenn oder verschenckenn, Inn sein oder eins anndern haus, oder
Das Vierdte Buch dauonn etwas verkauffenn, bey Gemsenn, achteln, oder halbenn achtelnn, es sey dann das saltz, wie hernach volgt, verkaufft werde, Inn bey sein der Schetzer, So mag er es dem der es verkaufft hat, helffenn ladenn, außgescheiden einem Burger in Allenndorff, magk mann ein achtteill ann Gemsenn verkauffenn, mit wissenn der Schetzer, die es auch also verzeichnenn sollenn, darmit der Soder kein list darinne prauchenn möge, Item Wann der Söder gesottenn hat, so soll er sein saltz stehenn lassenn, vnnd das nit vertragenn, sonndernn nach den schetzernn schickenn, die sollenn dasselb bey Irenn eydenn schetzenn vnnd besichtigenn, vnnd also kein meister ladenn, der schetzer sey dann darbey gewest, Dunckt dann den Schetzer, das er vber die acht achtteill, welch ein rechte volkommene Pfanne sein soll, were es sich dan nider — fundenn1 hat, habenn, So soll mann Ime sagenn, er solle nichts darzu thun, es sey dann gemessenn, er habe vbrigk, aber mit willenn soll keiner mit vbrigk siedenn, bey der hochstenn straffe, Vnnd wenn das Saltz soll verkaufft werdenn, so sollenn alwege die schetzer bey dem meistern sein, vnnd keinen
Unsichere Lesungen
Z. 17: nider — fundenn — Lücke nach Gedankenstrich
Das Vierdte Buch frembdenn oder kernernn1 ohnn Ire beysein geladenn werdenn, vnnd so ein ganntz oder halb achtteil vbrigk ist, So soll der Söder ein halb mas Saltz Im vorrath zubehalttenn, durch die Schetzer zugelassenn werdenn, ob Ime hernach am anndernn wercke etwann mangeln wurde, damit zuerfullenn, vnnd soll dann das annder vbrige alles wiederumb in die Pfanne zum vorrath gethann, vnnd zur beisse gebraucht werdenn, vnnd sonnst bey hochster straff durch den Soder nicht verkaufft, oder verthann werdenn, Hette aber der Soder weniger, So soll der fuhrmann auch wenig geldts gebenn, Es were dann das der Söder das erfullete mit saltze vermalttenn2 saltze, das er bey sich hette, doch soll der Söder dem Herrenn, Wann er gleich zu klein gesottenn hatt, seine volle winnung gebenn, Es soll auch ein Jeder meister zu 22. mahlen abstossenn, oder zum wenigstenn 21. mahl, vnd nit ladenn, das werck sey dann reide, vnnd das keiner auch das saltz theurer, oder baßfeiler gebe, dann es gesagt ist, bey drey guldenn bus, Item Es soll alles Saltz das aus den Bodenn verkaufft
Das Vierdte Buch wirdt, gemessenn werdenn, vnnd ob gleich der Söder vnd der Kerner des einig werenn, das es nit solte gemessen werdenn, So soll es gleichwohl geschehenn, darmit der Herre, das im recht geschehe wissenn, möge, desgleichenn soll kein ladung bey der nacht geschehenn, bey verlust des Saltzes, Vnnd demnach sollenn die Pfannenn ein mas habenn, vnd sollenn die Bodenn starck gehaltenn, vnnd darauff gericht werdenn, das der Söder nicht viel mehr oder weniger dann die acht achtenntheil außbringenn möge, vnnd welcher Söder sein Bodenn nicht starck helt, soll darumb ernnstlich gestrafft werdenn, Item welcher afterknecht in Bodenn wohnet, nicht dienenn noch arbeitenn will, dem soll mann vonn stundt aus den Bodenn gebietenn, doch so baldt die Bodenn bestelt sein, Item es soll kein Söder vf ein mahl minder verkauffenn, dann ein achteil, vnnd kein saltz ann eintzeln Gemsen, damit der Kerner oder fuhrman nicht möge betrogen werden, Item Sollenn die Massenn, so darzu als bottenn1 gemacht sein, die mann abstreichet, welcher sechzehen vff acht
Das Vierdte Buch achtteill Saltz gehenn, vnnd die vnnsers gnedigenn Hernn vnnd der Pfenner Wappenn vnnd zeichenn haben sollenn, pleibenn, vnnd soll die Botte obenn einenn steg habenn, abzustreichenn, vnnd welcher Soder den steg abreisset, oder aus einem Mas das keinenn steg hat, Saltz vermesset, der oder die sollenn am leibe gestrafft werdenn, Item einem Jedenn Burger zu Allenndorff ist auch zugelassenn, wie vonn alters hero das er ein achtenntheil saltz kauffenn magk, vnnd das wiederumb in seinem Hause, ann eintzelnn gemsenn zuuerkauffenn macht habenn, doch das er damit keinenn geuerlichenn vffschlagk mache, nach erkenntnus vnnsers gnedigenn Herrnn Schultheissen vnnd des Raths, vnnd das solchs alwege mit wissenn der Schetzer geschehe, wie obgemelt, die es auch annschreiben sollenn, damit die Söder darinnenn keinen list prauch[?]1 mögenn, Wo aber das erkenndtnus vbertrettenn, vnd die Gemse theurer verkaufft wurdenn, soll der oder dieselbenn, in vnnsers gnedigenn Herrnn straff gefallenn sein, Alttem gebrauch nach sollenn die Itzigenn acht Schosser
Das Vierdte Buch zum Bodenn, Inn Irenn Eidenn vnnd Pflichtenn, wie herkommenn bleibenn, Ist der aber etliche verstorbenn, so sollenn alwege anndere ann Ire Stadt geordenet werdenn, Ist es auch das etlicher mit seiner hanndelunge nicht redtlich erfundenn wurde, darvor soll mann einenn anndernn verordenenn, vnnd doch solches zum bestenn verfugenn, die sollenn auch mit der Stadt vmb Ir geschos vberkommenn, wie das bisher gewesenn, zugebenn, halb fur Weinachtenn, vnnd halb fur Jacobs tagk, in der Erndte, vnnd thut rechnung noth vonn Irem Geschos, die sollenn sie thun, wann mann die vonn Ihnenn fordert, vber ein Jar zwey oder drey eins, vnnd findet sich was vbrigk in Irem Geschos, darvor sollenn sie mit zeugenn, Buchssenn, armbrosten, vnd Pfeil, vnnd sollenn die ampt knecht Ihnenn zu bezahlung furderlich verhelffenn, Es sollenn auch die Schosser vor das Geschos zulebenn[?]1 pflichtig sein, Es soll auch der Schultheis vff das forstampt sehenn, vnd Ihme das ernnstlich beuohlenn sein lassenn, Es sollenn auch die Schetzer herfur gehenn, die das saltz besehenn, sollenn die Schetzer die dann gesetzt werdenn, die sollen
Das Vierdte Buch gelobenn vnnd schwerenn, das sie das bewarenn, vnd zusehenn wollenn, als diese ordenung außweist, vnnd Ihnen Ire Seele vnnd ehre lieb sey, So sollenn sie dann vffrichtenn Ire finger, vnnd nachgesetztenn eidt lobenn vnd schwerenn, desgleichenn sollenn dann die Beseher der busse auch Ire gelubte vnnd Eide als die schetzer thun, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, das hier zum Soden, niemanndt wein oder Bier schennckenn soll, oder fas biers, Tonnenn, virtell fas noch kegelein hierein habenn soll, Es sey zu Ir kirchweyhe, oder sonnst, außgescheidenn zun Hochzeitenn, mögenn sie vonn einer vesper zeit, biß anndernn vesper zeit, Bier zu ihrenn ehrenn habenn, Sonder zu ihrer kirmes, sollenn oder mögenn sie, souiel biers Ihnenn fuglich ist Inn Imselnn[?]1 oder kannenn, vnnd nicht in Tegelnn, Tonnenn oder fassenn holenn, oder holenn lassenn, bey der höchstenn wethe, Je vonn der Tonnenn, vnnd so fort nach anntzahl die fasse zurechnenn, er thue dann solches mit seiner f. gl. Saltzgreuenn vnd Renndtmeister furwissenn vnnd erlaubnus, doch da solchs Jemanndts erlaubt wurde, der oder die sollenn ganntz kein Gelage oder zeche setzenn, bey verlust des tranncks, Vnnsers gnedigenn Herrnn meinung ist, das kein Söder
Das Vierdte Buch Erbe oder gut vor Allenndorff, oder Hausunge in der Stadt Allenndorff keuffenn soll, er sey dann ein Burger daselbst, vnnd dar wohne, bey der hochstenn wete, Wer auch den anndernn ein acht vnnd zwanntziger, oder ein verrether heisset, oder das fallubell1, oder sonnst annders flucht, der soll versprochenn habenn, die hochste wete, Vnnser gnediger Furst vnnd Herr gebeut, Welchem Burger oder Boder sein holz oder wellenn genommenn wirdt, kome der das holz oder wellenn ann, vor den Thorenn auff wagenn, auff Eselnn in den Bodenn, oder wo ers anndere, der mags annsprechenn, vor das seine, vnnd soll darumb ohne schadenn vnnd fordterung bleibenn, Kompt der Jehne aber, der das holz oder wellenn gefurt, oder bracht[gestrichen: lt]2 hat, vnnd will das verantworttenn, der soll das zubringen[?]3, als ein recht ist, Das er das gemacht oder redtlichenn darbracht habe, oder soll beweisenn mit der Stette, da er es gehauenn hat, thut er das nicht, So mag er dem das holz oder wellenn enndtfurt ist, behaltenn fur das seine, vnnd der Schultheis vnnd Rethe wollenn dann denselben, der solchenn vbergriff gethann hat, nach geburr busenn, were es auch das der Jene, der so anngesprochenn, vnnd anngefallenn wirdet, das holz oder wellenn redtlich enndthielt
Unsichere Lesungen
Z. 6: fallubell — Wortgrenze unklar
Z. 14: bracht[gestrichen: lt] — Streichung am Wortende
Das Vierdte Buch so verklaret ist, doch so soll er keinenn anspruch oder forderung habenn oder thun, ann dem der in anngesprochen, oder anngefallenn hat, Wer auch Wellennholz nieder hewet in der gemeine zu rechter wessiger[?]1 zeitt, der soll es vfbindenn in einem virtell Jars, Lest er es dann lennger liegenn, So mag es vfbindenn wer da will, vor gemeine, Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn gebott ist, wer da Gennse hat hier zum Sodenn, soll sie behauenn einen flugell halb ab, das sie nit gefliegenn mögenn vom stundt, vnnd sie ziehenn, ohnn seines nachbarnn schadenn, Bey weme manndts nit so findet, der soll das bussenn vonn Jeder Ganns einenn Böhmischenn, halb vnnserm gnedigk Herrnn vnnd halb der Stadt, Funde sie aber Jemands in seinem schadenn, vnnd schluge sie todt, vf wachhaffti[?]gem felde, der soll darzu nichts anntwortenn, Wann Osternn vergangenn sein, was Gennse dann vngehudt gehenn, Wer darann schadenn thut, der soll niemanndts darzu anntworttenn, vnnd soll das verbussenn, Als dann vonn Jeder ganns — 3 pf.[?]3 Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd Herr, wes
Das Vierdte Buch des abenndts in vnzimblichenn sachenn, mit werffenn vnd ruffenn, die leute zuerfehrenn1 vnnd zuweckenn, den leutenn Ire fennster vnnd thuer zuschlagenn, vnnd wagenn vmbzuwerffenn, fundenn werdenn, oder den leutenn sonst zu heusernn, Gassenn, Garttenn, vnnd vf dem felde schadenn thun, oder thun lest, der soll das verbussenn, mit der höchstenn busse, vnnd soll darzu vier wochenn aus den Boden getriebenn werdenn, vnnd ginge er daruber wieder ein, so solt mann denselbenn vier wochenn in hafft setzenn, vnd auch die zeit aus darinnenn sitzenn lassenn, Item der dreck soll außgefurt werdenn nach geheis des Renndtmeisters vnnd Warttenn bey einem Pfunde, Wer den anndernn wundet der zum Bodenn vf dem Saltzwerck wohnet, er sey Meisterknecht, Giesser oder afterknecht, knuchels lanng, Nemblich als lanng als der mittelst knuchell am mittelstenn finger ist, vnd nagels tieff, Wann nur ein Wunde der zweyer eins hat, der soll reumenn, die Bodenn vnnd die Stadt Allenndorff ein Jar lanng vnnd Ire feldtmarckt, vnnd wer Jarmarckt verbricht, soll die Busenn den feldtmarckt dennoch halttenn, so dicke er die verbricht, soll er vonn newes annheben, Ime
Das Vierdte Buch. soll auch keine gnade geschehenn, Es seÿ Vatter mutter, brueder, Schwester, oder kinder betreffenn, sein Jar seÿ vor voll gehaltenn vnnd nit annders, Wer auch dem anndernn todt schlegt zun Bodenn Inmassenn Izt hieuor berurt ist, der soll reumenn Hundert Jar vnd einenn tagk, in der zeit magk er keine gnade findenn, wirdt er aber begriffenn, soll mann Ime sein recht thun, was recht sein wirdet, Item. Wer auch ohne laube seudet, oder sonnder geheis, der soll sein lohnn verlierenn, Nemblich ein Pfundt Pfennige, vnnd vnnserm gnedigenn Herrnn soll das werck gefallenn, Wers auch das der kauffmann oder kermer Jemanndts sein salz hinwegk fuerete, oder truge, Wann der als dann wieder keme Inn die Bodenn, den oder die sollenn vnnd mögenn vnnsers gnedigenn Herrnn diener ernstlich darumb straffenn, Vnnser gnediger Herr will ernnstlich beÿ hartter straff verbottenn, auch daruber strennge gehaltenn habenn, das kein Meisterknecht affterknecht oder Inwohner zun Bodenn, nach keinem hoffwercke reÿttenn, In
Das Vierdte Buch. kriegk ziehenn oder herfardt vnnd volge thun soll, ohnne weißenn vnnd willenn ffgl.1[?] Salzgreuenn vnnd diener zun Bodenn, Wer es aber daruber thete, dem soll mann von stundt sein Haußfraw oder kinder, ob der die hette, vor die Bodenn weisenn, vnnd hinaus treibenn, vnnd wann er dann selbst wieder keme, so soll er nit Inn die Bodenn, Vnd ginge er daruber darein, der stehe sein ebentheur, Item Es soll auch fort mehr niemanndts gluende kolenn aus den Bodenn tragenn, er trage sie dann verdeckt, oder ganntz gewahrsamb, Wer das verbricht, soll — 10 ß hllr gebenn, Auch soll niemanndts des nachts zun Bodenn mit wüschen gehenn, er seÿ Jung oder alt beÿ — 10 ß. Item es soll auch Jeglicher Meisterknecht ein Leuchtenn in sein Bothenn habenn, damit er vnnd sein gesinde aus vnnd ein gehenn, Wer dessenn nicht helt vnnd dessen hinderkommenn wurde, soll das verbuessenn mit — 10. ß. Item Wer es vf dem Borne verunreiniget, er seÿ Jung oder alt, vnnd das besagt oder hinderkommenn, vnnd vnsers gnedigenn Herrnn diener zuweisenn wurde, sollenn sie den oder die ohnne Barmherzigkeit buessenn vnd straffen,
Das Vierdte Buch. Item Wer das besagt oder besehenn wurde, solche vnzucht beÿ oder vff dem Borne thete, soll das verbuessenn mit — ij ℔ hellernn, des soll mann In keins wegs erlassenn, da mann Ime gnade thun wolte, Item wer oder welche die sich auff dem Borne beÿssen, er seÿ Jung oder alt, soll seinenn lohnn verlierenn, Hat er keinenn lohnn zuuerlierenn, soll er sein Ebentheur stehenn, oder die Bodenn Reumenn, Auch soll kein Meisterknecht, afterknecht, mitwoner oder ehelich zun Bodenn wohnenn, auch darin noch zu keiner arbeit gelassenn werdenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn als obgemelt ist, eidthafftig Item Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn Hochzeit machenn, er seÿ dann vnnserm gnedigenn herrnn, alsobgemelt ist, eidhafftigk, vnnd soll gelobenn den Renndtmeister vnnd Salzwarttenn ann die Hanndt, Vnnserm gnedigenn Herrnn getrew, holdt, gehorsamb vnnd gewertigk zusein, zu Irem Salzwercke, so lieb Ime sein sehle vnnd ehre seÿ, ffgl.1[?] bestes zuthun, vnnd Irenn schaden zu warnenn, heimlich oder offenbarlich, als ein getrewer mann seinem Herrnn pflichtigk, vnnd schuldigk ist, In=
Das Vierdte Buch. massenn die Notell des eidts hernach volgt, wie die alle Inwöner zun Bodenn Izt ann stadt vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ffgl.1[?] Stadthalter zu Cassell Sigmundenn vonn Boÿneburgk gethann habenn, So richttet er vff seinenn finger, vnnd schweret zu Gott vnnd seinem heiligenn wort, vnnd volget derselbe eidt im ennde dieser ordnungenn, Vnnser gnediger furst vnnd herr verbeut, das niemanndt fort mehr, wellenn keuffenn soll, er seÿ dann ein Meisterknecht, beÿ der hochstenn wete, Es soll auch kein meisterknecht dem anndernn seinenn holzmann, oder Ladeherrnn abspannenn, beÿ verlust seines lohnns, Auch soll kein Meisterknecht, oder afterknecht wellenn keuffenn, die er wieder verkeuffenn wolle, so offt er das thut, vom Jedem schocke, das er verkaufft, soll er seinenn lohn verlohrenn habenn, Nemblich ij. ℔. Auch soll kein Meisterknecht dem anndernn wellenn verkeuffenn, oder Leÿhenn, Er habe die gekaufft oder selbst gemacht, oder Ime lassenn machenn, Sonndernn magk
Das Vierdte Buch. keuffenn, oder Ime machenn lassenn, als viel er bedarf In seiner Bode, vnnd nicht mehr, vnnd wer es verbricht, soll es verbuessenn, vonn Jedem schock wellenn seinen lohnn, Doch ob einem knechte einer steige Wellen oder minder not were, vngeuerlich, vnnd solte zulassenn, mochte demselbenn sein Nachbaur, oder ein annder leÿhenn, doch das derselbig wieder wellenn vonn Ime nehme, vnnd nicht geldt daruor, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Welcher Meisterknecht gesottenn, vnnd dreÿ virtell Salzes geladen hat vonn solchem wercke, der soll ffgl.1[?] die Winnung gebenn, beÿ verlust des wercks, Furtter gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, Welcher Meisterknecht aus seinem Bode kommet, oder kommen ist, vnnd ffgl.2[?] oder derselben diener schuldigk bleibt Ire Winnung, dem oder den magk der Renndtmeister vnnd Holzvogt, die arbeit zun Bodenn verbietenn, also das kein Meisterknecht derselbigenn schuldener soll arbeiten lassenn, vnnd wer Ihnenn also arbeitenn liesse, soll der so dicke er das thut, mit [Luecke] ß3 hellernn verbuessen,
Das Vierdte Buch. Vnnd wer dieses gebott veracht vnnd ledigk ginge, oder machte wellenn, oder annder arbeit thete, baussenn den Bodenn, So soll mann Ime durch den Renndtmeistern vnnd Wartten, aus den Bodenn gebietenn, vnnd reumete er dann daraus nit, so stehe er sein ebenntheur, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, wer zun Bodenn die vestung, Bergkfriede, Starket1[?] oder Zeune zerbricht, auch in das geheÿge oder grabenn, steiget ohne laube der Amptknechte, Soll die hochste wete verbrochenn hann, Nemblich — 3 ℔. Es soll auch niemanndts in vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn gehölze hauenn, vnnd wer das bricht, besehen oder besagt wurde, soll die höchste wete verbrochen han, Vnnser gnediger furst vnnd herr will auch, wenn ein knecht gesottenn hette, vnnd der Renndtmeister dem knechte die Winnung nicht glaubenn wolte, so solte der Renndtmeister macht habenn, niemanndts das salz volgenn zulassenn, Er gebe Ime dann die Winnung, Hiernach mögenn sich richtenn die kermer vnnd knechte, das der knecht ffgl.2[?] geldt nicht bhebe, ehr dann es geladenn ist, vnd
Das Vierdte Buch. auch der kermer, das er das salz nicht bezahle, das der Renndtmeister möge ann seine Winnung kommenn, vnnd das sollenn auch die schetzer, wenn sie anngesproch1[?] werdenn, also hanndthabenn, Es soll auch niemanndts das salz theurer gebenn, dann es gesazt ist, vonn vnnserm gnedigenn herrnn, Es seÿ der Renndtmeister, Wartte, Meisterknecht, affterknecht oder kermer, oder wer das seÿ, Niemanndt ausgescheidenn in Bodenn oder in der Stadt, in Irer feldtmarck, vnnd wer das verbreche, soll darumb gestrafft werdenn, vnnd die vbernahme den schetzernn wieder gebenn, vnnd welch knecht oder Innwöhner zun Boden das thete, soll das verbuessenn mit — 10 fl.2[?], vnnd wer dawieder sich sezte, soll sein ebentheur stehen, Auch soll kein Meisterknecht, seiner frauenn oder kinder, seinem knechte oder frauenn, die das werck gearbeitet habenn, Salz ladenn beÿ der höchstenn wete, Item, Es soll auch kein Meisterknechte mit keinem kermer geselschafft habenn, auch nicht selber verfuerenn, oder tragenn lassenn, beÿ der hochstenn Wete, er
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Z. 4: anngesproch — Kuerzungsstrich, wohl anngesprochen
Das Vierdte Buch. thue es dann mit der amptknecht wissenn vnnd willen, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, vnnd will es fort mehr also gehaltenn habenn, das keiner wonnhafftigk zun Bodenn, noch der zun Bodenn arbeit, Salz tragenn soll, beÿ derselbigenn Bruche, vnnd wer sich darwieder sperret, der stehe sein Ebenntheur, auch nicht vmb lohn aus denn Bodenn tragenn, Auch soll kein Meisterknecht, das Salz aus seinem Bode, weitter verkeuffenn lassenn, Es seÿ kermer oder aus der Stadt, niemanndts ausgescheidenn, Noch ganntz oder enzelnn Semsen1[?], er thue es dann mitt wissenn vnnd willenn des Renndtmeisters vnd Warten, vnnd soll das verbuessenn mit — 3 [Luecke]2 Ohnne genade, es seÿ meister oder knecht, Item Welcher knecht vrlaub nimpt vonn seinem Hern, ohnne redtlich vhrsach, der knecht soll in einem Jare kein Meister werdenn, vnnd wer also daruber arbeitenn liesse, soll verbrochenn hann — 10 ß. so offt er das thut, Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeut, Wer zun Bo=
Das Vierdte Buch. denn wohnenn wolle, soll auf dem Salzwerck arbeiten, vnnd keinenn hanndell oder hanndthierung treibenn, mit keuffenn oder verkeuffenn, Es seÿe dann korn, Eÿsenn, Schleÿer, schmeer, Lichte, oder annders, auch nit eschenn keuffenn vff wiederkaufft, auch nit Vormundtschafft habenn, auch keinerleÿ mehr, das mann gehaben magk, ausgescheidenn wercke vnnd brodt, nach alter gewonnheit, vnnd wer das nit haltenn will, magk in die Stadt oder annders wo Ime das bequem ist, hinziehenn, vnnd wer in den Bodenn pleibt, darinne wohnet, vnnd das breche, soll das verbuessenn, mit der Höchsten Wete 3 ℔. Were es aber das er der Bruche nit achtenn wolle, solte Inn die Stadt ziehenn, oder sein Ebentheur stehenn Item Vnnser gnediger furst vnnd herr gebeutt, das kein Meisterknecht soll niemanndts kein Salz derrenn, oder ann ganntzenn Semsenn1[?] vngeuehrlich aus seinem Bode tragenn lassenn, er seÿ dann ein Burger, vnnd soll Inn die Stadt als obgemelt ist, mit wissenn der Schezer beÿ verlust 3 ℔ Auch soll hinfurter niemanndts kein Wellenn sezenn,
Das Vierdte Buch. vff die Ladestette, vnnd die freÿenn bleze, wer das breche, soll 3 ℔2 gelttenn, vnnd mit friedenn, er habe die wellenn beÿ vnnd abgethann, nach geheis der Warttenn, Auch verbeut vnnser gnediger Herr das kein Meisterknecht keinerleÿ genuse1[?], oder Salz, vergebenn oder verkeuffenn soll, einzelnn, ausgescheidenn ein Achtenteil als obgemelt ist, beÿ verlust 3 ℔. Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, welch Meisterknecht, oder Innwoner Ihm Bodenn sich wieder diese Ordenung, gebott, vnnd verbott vnnsers gnedigenn Herrnn wiederstrebet, also das er sich nitt wolte gehorsamblich halttenn, nach laut seinem eide, In was masse das geschehe, der oder die sollenn kein stundt ann kein Meisterknecht sein, vnnd in einem oder dreÿenn Jarenn kein arbeit als Meisterwerck vnnd Afterwerck Im Bodenn thun Desgleichenn auch welcher Meisterknecht hinwegk Zöge oder lieffe, vnnd seinem gnedigenn furstenn vnd hern, das Ihr schuldige bliebe, vnnd mit sich nehme, ohnn willenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnd
Das Vierdte Buch. sfgl. diener, der oder die sollenn mit Ihm Bodenn arbeiten, Meisterwerck oder afterwerck, sie habenn sich dann mit sfgl. oder sfgl. diener vmb solche vberfahrung gentzlich vertragenn, Auch gebeut vnnser gnediger furst vnnd herr, das die scher1[?] vnnd Meisterknecht, alle sollenn zugleich auff den Sonntagk morgenn, vor die Warttenn vor das Zollhaus kommenn, vnnd dar zeichenn lassenn, die schazwergk vnnd auch die Busse, was desten2[?] die wochenn geschehen ist, vnnd kem3[?] weme solches so nit geschehe, der soll zum schadenn anntwortenn, Desgleichenn auch wann mann sonnst ann der Zeit leutet, vnnsers gnedigenn herrnn gebott annzuhörenn, welcher dann die gebot vbertritt, vnnd sagenn wolte, er wer nit da gewest vnnd das gehort, soll nit helffenn, dann man leut darumb, das mann kommenn soll, Auch sollenn die Schezer kein werck schazenn, wann der Meister In die pfanne gegossenn hatt, vnnd sollen einem sollichenn beÿ Irenn eidenn melden vnd besagen, Welcher meister zweÿ Schazwerck lest4[?] ein annder
Das Vierdte Buch. machet, dem soll mann nit mehr dann eins bezahlenn, es were dann sache, das er das werck des erstenn Schazwercks gesegt, oder gebuzt hette, Vnnd sollenn die Schezer gut achte vf die Schazwerck habenn, vnnd wo einer Best1[?], soll der Schezer ab vnd zugehenn, vnnd sehenn, das das Schazwerck rein ausbracht werde, vnnd keinenn Meister lassenn in die Pfanne giessenn, er habe dann zuuor gesehenn, das es ausbracht ist, vnnd welcher meister daruber Inngösse, dem soll mann keins schazwergks gestehenn, Es sollenn auch der Renndtmeister, sein diener vnd alle Schezer vleißlichenn vmbher gehenn, vnnd darnach sehenn, das ein Jeder Meister zu rechter Zeitt nach gelegenheit der Pfannenn, den Böder heissenn fegenn, dann dardurch geschicht grosser schade den Pfannenn, vnd kommenn Schazwergk dauonn, darumb welchenn Meister sie heissenn fegenn, das er das thue beÿ einem guldenn busse, vnnd wo das nit geschicht, sollenn die Schezer solches dem Renndtmeister annzeigenn, vnd soll ein new Pfann vber funff werck, vnnd ein alt vber dreÿ werck vngefegt nit stehenn pleibenn, noch darin
Das Vierdte Buch. weitter gesottenn werdenn, Es sollenn die Schezer das Besegeldt1[?] schezenn, dieweil sie doch beim annhebenn vnnd ennde des schazwercks sein, vnnd darnach arbeit, darnach lohnn, vnnd sollen es dem Sonnabendt mit dem Schazwerck annzeigenn, welchs der Wartte mit dem Schazwerck soll vffschreibenn, vnnd dem Böder in den Schazzettell schreibenn, Wo ein Meister Best2[?], vnnd sich des Schazwergks erwerett, darumb soll sich der Renndtmeister vergleichenn, doch mit wissenn des Salzwarttenn vnnd der Schezer, Es soll kein Böder keinenn Pfannschmidts knecht buessenn lassenn, er habe denn zuuor ein Jar vffm handtwerck gearbeitet, es seÿ dann das der Meister selbst darbeÿ seÿ. Vnnser gnediger herr will auch das kein Meister vber ein halbenn guldenn ann seiner Pfannenn verbuessen lassenn, er thue es dann mit wissenn des Renndtmeisters, was der dann weitter vor gut annsicht, vnnd heist, das sollenn Pfannschmiede vnnd Böder gewerttigk sein, vnnd Ime des volgenn, Das kindtauffenn zun Bodenn, soll nach laut Meines
Das Vierdte Buch. gnedigenn herrnn Ordenung gehaltenn werdenn, vnnd kein bier in Tonnenn zuholenn erlaubt oder gestattet werdenn, Das kein Böder oder afterknecht vbernacht Inn der Stadt den nechst gelegenen dorffenn vnnd Zechenn bleibenn, welcher das thete, soll einenn ort, so offt das geschehe, zur busse gebenn, Wann ein Hochzeit in Bodenn ist, so soll keiner aus der Stadt ann den Tanntz gehenn, beÿ — j fl.1[?] busse, Dergleichenn kein Böder Inn die Stadt ann den tanz gehe, beÿ berurter busse, Es soll kein Böder spielenn, er seÿ wer es wölle, vnnd wo mann das hinder einem oder mehr keme, soll er das verbuessenn mit — 3 ℔. Es soll auch niemanndts hier zun Bodenn gebranndtenn wein zech haltenn, in seinem Hause klein oder gros, beÿ einem guldenn busse, Es soll auch niemanndts vnnder der Predigt Gottlichs worts vffm kirchoffe stehenn, beÿ Poena dreÿ alb. Es soll auch kein Böder keins weidewercks pflegenn,
was es wölle, oder sey bey1 Es soll kein Soder vber sechs malter asche vmb ein thaler denn glesnern zu kauff gebenn, bey busse — 3 ℔. welcher das verbricht, hochgedachtem vnserm [gestrichen: vnserm]2 gnedigem furstenn vnnd herrnn zuverbussenn, Es soll kein Soder vf den Ham, oder sonnst inn ein dorff inn Wein oder biergehenn, er habe dann redtlich vhrsach bey einem guldenn busse, dann will er [übergeschrieben: Je] zechenn, so ist ime die die Stadt Allenndorff mit weidt gelegenn, Das keiner keine versamblung der knechte mache, mit zuhauffe heischenn, oder sonnst bey leibstraffe, Es soll auch kein Meister kein Saltz es sey viel oder wenig verborgenn, bey verlust des werckes, es were dann das der selb meister seine Winnung ohnne das bezahlen konnte, vnnd des borgenns halber mit vhrsach nehme, mit der bezahlung der Winnung vffzuziehenn / Es soll auch kein Meister wiederumb ansiedenn, er habe dann alwege zuuor vf den Mitwochenn vnnd Sambstag sein Winnung bezahlt, doch soll mann die Ordnung darin haltenn, wie der Renndtmeister derwegenn seinenn beuelch hatt.
Unsichere Lesungen
Z. 1: sey bey — Zeilenende, Zeichen unklar
Z. 4: [gestrichen: vnserm] — Dittographie, punktiert getilgt
Vonn Osternn bis vf Michaelis wann das Saltz nit abgehett / soll mann vffschuttenn, vnnd sonnst nit, So bekompt vnser gnediger herr gut saltz, vnnd konnenn die knechte am Holtze auch zukommenn / Vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn ernnstlicher beuelch ist, das sfgl.1 beuelchhaber vnnd amptknecht Ordenung machenn sollenn, das die affterknecht2 vnd all annder gesinde, so zum Saltzmachenn hulffe thun, die Södermeister mit ersteigerung des lohnns, kein newerung weitter vernehmenn, Sonndernn sich an der altenn gebrachtenn belohnung begnugenn zulassenn, Vorbehaltenn diese Ordenunge, Satzunge, vnnd gebott Jederzeit zu enndernn, mindernn vnnd mehrenn, nach gelegennheit hochgedachts vnsers gnedigenn herrnn / vnnd das dieses also vnser beuelch, gebott, vnnd meinung ist, So habenn wir Lanndtgraff Philips zu Hessen zu vrkundt diese Ordenung, mit vnserm eigenn Hanndenn vnderzeichnet vnnd versiegelt, Geendert, vffgericht vnnd bestettiget zu Cassell am Sonntage nach Ja.cobi Apostoli Anno 1541.
Unsichere Lesungen
Z. 6: sfgl. — Abkürzung, Lesung der Kürzel
Z. 7: affterknecht — Strich durch Wort, wohl Zierstrich
Notel1[?] der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder, so Anno Domini 1541. Mitwochenn nach Trinitatis der herr Stadtsalter2[?] zu Cassell, Sigmundt vonn Beyneburgk, alle Sodermeister vnnd Inwöner zun Sodenn fur Allendorff ann der Werra, inn beysein vnser der zeit der Beampten daselbst vnnd gemeiner Pfenner darzu verordenten hat thun lassenn, wie volget Ihr sollet dem Durchleuchtigenn Hochgebornenn Furstenn vnnd herrnn, herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn, zu Ditz, Ziegenhain vnnd Nidda ꝛc seiner f.gl. Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, als ewerm gnedigenn anngebornenn naturlichenn Lanndtsfurstenn vnnd Erbherrn, alle samptlich ein recht Erbhuldunge, vnnd darzu ewer Jeder Innsonnderheit derselbenn, als ewerm gnedigk furstenn vnnd Gutherrnn, dieweil ihr Irer f.gl. gut
Innhabt vnnd verarbeit, einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobenn vnnd schwerenn, denselbenn, vnnd Jederzeit Irenn Inn Sodenn verordenntenn Saltzgreuenn vnnd Beamptenn getrew, holt, gehorsamb vnnd gewertig zu sein, Ewer ampt vnnd Siedenn, nach vermuge vnnd Innhalt der vfgerichtenn euch furgelesenn Söder Ordnunge, getreulich vnnd mit allem vleis zuversehen, vnnd zuuerwaltenn, als getrew diener vnnd vnderthanenn Irem gnedigenn Lanndtsfurstenn, Erb: vnnd Gutherrnn, pflichtigk vnnd schuldigk zuthun sein. Darzu Jedermann vmb sein geldt, recht, gut, trocken Saltz, vnnd volkommenn mas, ohnn allenn betrugk vnnd vortheil zugebenn, auch vber die Ordnunge, Nemlich vf ein mahl vnnd in einer Pfann nit mehr dann acht achtteil saltz zusiedenn, vnnd sonnder notwenndige redtliche beweisliche vrsache keinenn kaldtlager zumachenn, noch vom reichenn oder armenn Saltzfuhrernn oder ladeleutenn1, weitter noch mehr nichts zunehmenn, dann wie hochgedachter vnser gnediger furst vnnd herr, durch Irer f.gl. Ritter vnnd Lanndtschafft gesetzt, vnnd den kauff verordenet hatt, auch ewer Jeder sein winnung, vom Jedem gesotten
werck, vnnd sein Holtzschuldenn zu rechter zeit ohnne vffhalt zubezahlenn, vnnd euch sonnstenn in allenn fellenn, berurter sfgl.1 vorgelesenn Ordenung in allenn Ihrenn Punctenn vnnd articulnn, alwege gehorsamblich Erbarlich, vfrichtigk, vnnd vnwegerlich zuhalttenn, vnd gantz nichts, was darin gebottenn vnnd verbottenn, vbertrettenn, auch keine rottirunge oder Meuterey ein Jeder vor sich selbst zumachenn, oder auch sonnst anrichtenn zuhelffenn, noch zuthun gestattenn, als fer ewer Jedes leib vnnd lebenn reicht, in gantz keine weise, desgleichenn in Vehdtschafft zu rettung des fleckenn den Sodenn, vnnd sonnst auch in feurs vnnd wassers nötenn, ein Jeder nach allem seinem höchstenn vnnd bestenn vermugen zurettenn vnnd zuhelffenn, getreulich vnnd ohnn alle argelistige geuerde, Wie Ich mit austrucklichenn worttenn vnnderschiedenn bin, vnnd mir vorgelesenn worden ist, das will Ich also treulich, stets, vnnd fest halttenn, als war helff mir Gott, vnnd sein heiligs Göttlichs wortt. Amenn.
Ordnung Weinkauffe Hochtzeit vnnd kindtauffe Inn Sodenn zuhaltenn betreffenndt Publicate 12. Augusti Anno 54. Vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnd herrn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnbogenn ꝛc Gebietenn Irer f.gl. Saltzgreuen zun Sodenn, vnnd wollenn auch das ernnstlich gehalten haben, Das hinfurter zun Sodenn kein Hochzeit mehr vf den Sontagk, Sonndernn sonnst vf den Montagk, oder ein anndernn tagk in der Wochenn, wie solchs durch die Saltzgreuen Jederzeit erleubt wirdet, gehaltenn werdenn solten, Es sollenn auch der Hochzeit leder1 vber Sechs personenn nit sein, So soll zur lobt2 oder dem weinkauff nit mehr dann zwene oder drey dische leute, vonn manns oder weibs personenn, mit knechtenn vnnd megdenn geladenn vnnd gesetzt werdenn / vnnd dann zur Hochzeit sollenn sie ein Mittagk, vnnd sonnst kein weitter malzeit nit haltenn, vnnd zehen dische leuthe, vnnd daruber nit setzenn noch ladenn, Inhalt der Furstlichenn Reformation, als hundert
Personenn zu einer Wirdtschafft, vnnd so manchen disch einer oder mehr daruber habenn wurde, so soll der oder dieselbenn vonn Jedem dische funff guldenn zu straff vnnd busse, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnablessig bezahlenn, also auch zurechnenn nach anzahl der personenn, Welcher Söder auch einichenn vfflauff mechte, oder vhrsach darzu gebe, soll auch Jarwerck1[?] haltenn, nach verordenung der Saltzgreuenn / Es soll auch der misbrauch des abenndts zuuor Bier vnnd Brodt vonn den geladenenn zur Hochzeit zuholenn, hiemit gentzlich abgethann, vfgehabenn, vnnd bey vngnediger straff verbottenn sein, Zum tanntze soll niemannds gehenn, dann die zur Hochzeit geladenn sein, vonn ledigenn personenn, Da aber eheleute, so zur Hochzeit gewesenn, tanntzen woltenn, So soll ein Ehemann mit seiner ehefrawenn vnnd keiner anndernn personenn tanntzenn, alwegen von Jedem tanntze eins thalers busse, Es soll zur kindtauffe eine Malzeit vff einen disch als zehenn personenn, vnnd weitter nit gehaltenn werden /
bey busse vonn Jeder Personn, souiel der daruber, zehenn als zugebenn, vnnd nit lennger dann bis vf acht vhr Jegenn abenndt zusitzenn, auch bey sonnderer straff nach Furstlicher verordenung, vnnd der Saltzgreuenn beuelche, Publicate Sodenn 12 Augusti Anno 54. Dieweil es alhie vffm1 Saltzwerck zun Sodenn am Holtz manngelnn will, vnnd die furleuthe in der Stadt, vber lanndt vnderstehenn Saltz zuuerkeuffenn, vnnd kein holtz zufurenn, So gebietenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Saltzgreuenn, das hinfurter kein Sodermeister, einichenn fuhrmann in der Stadt, Saltz zuuerfurenn ladenn soll, Es were dann ein achteill oder zwey zu seiner eigenn haushaltung. Was auch die Eseltreiber zwischenn hie vnnd Weyhnachten, ann Saltz ladenn, das sollenn sie aller mit holtz bezalen, vnnd das den zolner eigenntlich verzeichnenn lassenn / Sonnst soll Ihnenn vor geldt oder frucht, kein Saltz geladenn werdenn. Es soll hinfurter ohnn vorwissenn der Saltzgreuenn kein
Sodermeister zun Sodenn seinenn gewönlichenn Ladeleutenn im Furstennthumb Hessenn, kein ladung wegernn noch abziehenn Es bestels gleich wer da wolle, dann vnser gnediger furst vnnd herr, will Irer f. gl. vnderthanenn, sonnder alle vorteill genies vnnd geschenck gefordert habenn, So soll auch sonnst in Sodenn mit frucht vnnd Saltz oder annders kein parthierung geschehenn, Bey verlust der Meisterschafft, vnnd vngnediger straffe, es sey dann Jeder zum vberflus verwarnet, sich darnach zurichttenn, vnnd vor schadenn zuhutenn wissenn Publicatum Sodenn 6. Nouembris Anno 54. Hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn zu Hessenn verordenntte Saltzgreuenn zun Sodenn, Valtenn Schuldt1 Justus Pistoris sst.2
Verordenunge der Ampter vnnd diener ausrichtunge des Saltzwergkes zun Sodenn Anno Domini 1554 Vnnd zu Allenndorff ann der Werra denn 141[?] Maij Anno Domini 1554 bestettiget
Ordenung der Regirung des gantzen Saltzwercks zun Sodenn fur Allenndorff ann der Werra, wie solchs des Jtzigenn anngehenndenn Tausenndt funffhundert funffzigk drittenn Jars mit satzungenn Rechtenn, gebotten, vnnd verbottenn, gewonheitenn, freyheitenn, vnnd herkommenn, auch amptenn vnnd dienernn, bestelt vnd versehenn ist, zur Lichtenaw eigenntlich zuuerzeichen beuohlenn, den zwölfftenn tagk Decembris Anno 52. Wir Philips Vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda ꝛc Bekennenn vnnd thun kundt offenntlich mit diesem brieffe, fur vnns vnser Erbenn, nachkommenn furstenn zu Hessenn, vnnd fugenn aller menniglich hiemit zuwissenn, Nachdem Got der almechtig vnns vnserm Furstenthumb, Graueschafftenn vnnd gebietenn, auch vielenn anndernn annstossendenn vmbliegendenn, Lenndernn zum besten, einenn gutenn löblichenn Saltzbronn, in vnserm flecken zun Sodenn fur vnser Stadt Allenndorff ann der Werra, gnediglich gegebenn vnnd verleihenn, darann zum theile die Gebaurschafft genanndt die Pfenner mit
theilhafftigk, welche durch lennge der zeit etwas schadthafftigk anngebeuwenn1 im grunde wordenn, vnnd vnsers abwesenns, vf vnser kostenn vnnd verlegenn, vnd darzu aller notwenndiger bereitschafft aus vnserm beuelhe, mit wissenn vnser verordenndten Stadthalter Cantzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, durch etliche vnser Räthe vnnd diener, Innsonnderheit vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zun Sodenn, vom newenn aus dem grunde verschienenn 1550 Jars, vnnd den also mit Rathe der Pfenner ausschus erbauwet, das derselbige noch souiel guter Saltzadernn als zuuor in dem altenn Bronne mit gewesenn, bekommenn, darin bracht, vnnd die Sohle, Gott dem almechtigenn sey lob, etwas reicher vnd besser wordenn ist, Welches dann am siedenn viel holtz erspartt, vnnd den Södernn weniger muhe macht, das wir alle seiner Gotlichenn almechtigkeit in stetter dancksagung solcher seiner vätterlichenn gnedigen miltenn guete billich alzeit darumb preisenn vnd loben sollen, Dieweil dann sonnder Ordenntliche Regirung nichts bestehet oder gedeyenn kann, vnnd die Obrigkeit fur vnd fur, vnnd auch die Regirung desselbigenn gantzen Saltz=
Das Vierdte Buch wercks, Innsonnderheit dieser zeit, Da wir benebenn vnnserm newenn Saltzwercks den anndernn theil des altenn Saltzwercks vonn gemeiner Baurschafft genandt die Pfenner, zun Sodenn ein anntzahl Jar Locirt haben, vnns allein zustehet, vnnd dann solches mit vnnd neben einannder Ordenntlich vfrichtigk, vnnd wohl regiert werde, vnnd solche Götliche gabe zu vnnserm vnnser Erbenn, fürstenn zu Hessenn, auch gemeiner vnnser Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd sonnst mennigklich, Insonnderheit ganntzem gemeinem nutzenn zum bestenn, Dieweil der arme weniger als der Reiche Saltz emdtrathenn kann, geordennt, vnnd verschafft werde, auch kunfftigklich vnnser erbenn fürstenn zu Hessenn, die diener vnnd Beampte zun Sodenn, sich nach dieser vnnser Jetzigenn verordenntenn Regirung des Saltzwercks zurichtenn, vnnd wissenn wie Gott der almechtige solche seine vnaussprechliche gabe in demselbenn Saltzbron zun Sodenn teglich gedeyenn lest, ausgiessenn vnd geben ist, So habenn wir beuohlenn vnnd verordennt solchs eygenntlich vfzuschreibenn zuuerzeichnenn, in gute löbliche Regirung zubringen, die
Das Vierdte Buch. Ordenung vnnd satzunge, wie sie des orts Itzo sein zuhalten, Bißolanng das wir vnnser söhne oder erbenn solchs verendernn, oder besser ordiniren konntenn, welches wir Jederzeit zuthun, vnnd hiermit austrücklichenn fürbehaltenn. Lanndt Vogt ambt zu Eschwege. Vnnd wollenn annfenngklich, Wann oder welche zeit, da wir oder vnnser erbenn, vnnser Lanndt Vogtampt ann der Werra bestellenn, das derselbe, vnnd ein Jeglicher vnnser Lanndtvogt die vertrege vnnd ordenungen, des orts das Saltzwerck belanngenn, Innsonnderheit mit gebürlichenn eidenn nebenn Irenn ampts pflichtenn, gelobenn vnnd schwerenn sollenn, wie solchs die vertrege Inhaltenn, dieselbenn auch vber vnnsernn Saltzgrevenn vnd Beamptenn, vnnd allenn Innwönernn zun Sodenn trewlich vnnd mit ernnst, bis ann vnns oder vnnser Erbenn vleißigk zuhaltenn, auch zu alle dem Jenige, was darzu vonnötenn, vnnd er vonn vnnser wegenn verschaffenn kan, den Saltzgrevenn behülfflich sein, Innsonnderheit es sey zu guter hegung vnnd beforstung aller vmbliegenden
Das Vierdte Buch Berge vnnd geholtz, sie seyenn vnnser oder andernn anstossendenn vnnsernn vnderthanenn, damit nit die ausgerodt, noch mit dem viehe Innsonnderheit der mennge der Ziegenn, verwüst werdenn, auch vf vnnser geholtze am Meinhardt vnnd seinenn zugehörungenn, Item der Kirchholtz zu Kella, vnnd dieweil der Heintzenbergk bey Schwebbeda ohnn mittell dem Augustiner gewesenn Closter zu Eschwege zugehörig, vnnd doch die Keudell1 sich des bisher vnderzogenn, habenn wir Inenn derwegenn geschriebenn, dauonn abzustehenn vnnd solches vnnser furster zu vnnserm vnnd vnnsers Saltzwercks nutzenn zubeforstenn, Darauff sie dann einenn Reces anngezogenn, den hieuor vnnser Lanndtvogt vnnd Räthe Conradt vonn Wallennstein vnnd Friderich Trotte selige, zwischenn den Mönchenn vnnd Ihnenn, solches geholtzs vnnd anndershalbenn, vfgericht habenn sollenn, das Jedes theil die helffte darann habenn solte, Wo nu das vnargwenigk vnnd beweislich dargethann kann werdenn, Lassenn wirs darbey pleibenn, doch das solch geholtze hinfurter wohl vnnd vleissigk gehegt, vnd vnser theil zum Saltzwerck gebraucht werde, das wir
Das Vierdte Buch. dann vnnsernn furstern des ortts Inn Ire pflichte mit ernnst also beuohlenn habenn wollenn Item. die Wüstunge vnnd geholtze zum Brunrode, vnnd alles was wir mehr geholtze Jennseit der Werra, da Grebenndorff liegt, habenn, darzu alle geholtze vber der Aue, so zur kirchenn daselbst vnnd vnns sonnst gehörigk, Innsonnderheit die gehöltze genanndt die füstal, die Geholtze im Wabmannsthal1[?], Im Schlierbach, vnnd im Rosennthal, desgleichenn gnanndt das Eichennholtz zum Hain, vnnd am Sommerberge, vnnd sonnst alle annder geholtze in vnnserm ampte Beilstein, vnd da vmbher, Item die berge vnnd geholtze vmb Sant Lucas, am Camberge, Fürstenberge, den Schernnhan, vnnd was mehr daselbst, vnnd vmb Germeroda herligt. Darzu die gehöltze vnnd Berge, vber dem Klebe, Tolspach vnnd anndere, das alles soll nirgennts annders hin, dann zum Saltzwerck gebraucht werdenn, Wie dann solchs alles hieuor zu Lannde vnnd wasser zum Saltzwerck gefurt vnnd gepraucht wordenn, Darüber wir dann sonndere Holtzfurster habenn, Darauff ein Jeder vnnser Lanndtvogt
Unsichere Lesungen
Z. 9: Wabmannsthal — Ortsname, Mittelteil unsicher
Das Vierdte Buch. vnnd auch vnnser Oberfurster mit ernnstem vleis sehenn sollenn, solches trewlich vnnd vleißigk zuhegenn1[?], vnnd zubeforstenn, auch solchs zu gelegenn zeitenn selbst zubereitenn, vnnd zubesichtigenn, vnnd bey hochster vnnser vngnedigenn straffe ganntz vnnd gar nichts zurewmenn, oder zu rodenn, Es sey Inn oder für den weldenn, vnnd insonnderheit die feldtheckenn vnnd büsche2[?] auszurodenn keins wegs zugestattenn, Desgleichenn in vnnserm ampte der ganntzenn Lanndtvogtey ann der Werra die Lanndtstrassenn, wege, bruckenn, vnnd stege, Innsonnderheit im Klebe, der Walhenser weg, vnnd was strassenn zum Saltzwergk mit holtz vnnd Saltzfure zugebrauchenn sein, bauwenn vnnd bessernn zulassenn, vnnd mit ernnst annzuhaltenn, das es vnweigerlich geschehe, vnnd das ein Jeder dorff, oder flecke, die in seiner feldtmarckte dermassenn baue vnnd bessere, das keine klage darüber sey, Darzu dann vnnser Saltzgrevenn mit annrathenn, vnnd wo es vnns betrifft, zimblich zulegung vnnd steur thun sollenn, Nachdem auch alle Jars viel geldts vor Stro zun Soden
Das Vierdte Buch verrechet wirdt, vnnd des vmbgeldt Jederzeit nit gnug zubekommenn ist, So wollenn wir das hinfurter alles Kornnstro1[?], was strewling sein, zum dache des Saltzwergks Sodenn aus vnnserm ambt Eschwege, Beylstein, vnnd den beidenn Closternn zu Eschwege, Jedes Jars souiel die Saltzgrevenn begerenn, gein Sodenn gelieffert vnnd geschickt, vnnd soll Ihnenn daran nichts fürenndthaltenn werdenn, Da auch die Saltzgrevenn stro in Leimenn2[?] bedürfftenn, sollenn sie auch zimblich abholenn lassenn, darumb wollenn wir vnnsernn Beamptenn des orts zu Eschwege vonn dem flöde3[?], Weitzenn, Gerstenn, Habbernn, Erbeis vnnd annder stro, des Jars Jedem ein antheil stro zuhabenn verordenenn lassenn, vnnd dieweil dieser zeit vnnser ampt Wannfridt vnnsers abwesenns verpfenndt ist, dadurch die Geholtze stro vnnd annders dem Saltzwerck bisher enndtzogenn, vnnd verwüst wordenn, So wollenn wir bedacht darauf habenn, solchs in kurtzem wieder zulosenn, vnnd wie zuuor dem Saltzwergk mitt Holtze, stro, früchte vnnd annders, nach notturfftiger
gelegennheit zu hulff zukommenn, vnnd die gehöltze zum bestenn hegenn zulassenn, Es soll auch ein Jeder Itziger vnnd kunfftiger vnnser Lanndt Vogt, Wanns vonnötenn, vnnd die Saltzgreuen begerenn, zu Inenn gein Sodenn oder annder ortte in augennschein reitenn, nach gelegennheit vnnd notturfft mit demselbenn in geheim, abwesenns der Pfenner vonn vnnserm nutzenn, vnnd notturfftenn zurathschlagenn, vnnd alles zuhanndelnn, das vnns vnnsernn erbenn, Lanndenn vnnd leutenn des Saltzwercks halbenn zu gutem kommenn kann, auch benebenn den Saltzgreuenn ernnstes vfsehenns habenn, das alle Regirung vnns zu nutzenn vnnd bestenn vleißig erhaltenn vnnd außgericht werdenn, des sollen Ime die Saltzgreuenn Jars zu seiner haus vnnderhaltung vier achtteil saltzes zugebenn habenn, Saltzgreuenn Ambt zun Sodenn. Darnebenn wollenn wir vf solch vnnser Regirung von vnnsernn wegenn zweenne Saltzgreuenn verordenenn, dero einer, des wir vnns selbst zu kurtzem
resoluiren wollenn |: soll Saltzgreue vnnd Schultheis in vnnser Stadt Allenndorff sein :| wie solchs vnnser sohnn Lanndtgraff Wilhelm, vnnsers abwesenns, vnnd auch vnnser Stadthalter Rudolph Schennck, vnnd zuuor Canntzlar Feige selige, für nützlich vnnd gut anngesehenn, alle vnnser hocheit, Obrigkeit, Gericht, Rechte, gebott vnnd verbot, bis ann vnns vfs aller vleißigsts hanndthabenn, vnnd vertheidingenn, daselbst in vnnserm Renndthoffe wohnenn, die beide ampte, vnnd alle Stadtsachenn, nebenn vnnd mitt einannder treuwlich vnnd vleißigk verwaltenn, vnser Innkommen vnnd Jerliche nutzung Jedes Jars verrechenn, vnnd daruonn bezahlung vnnd bescheidt gebenn, vnnd auch mit ernnst darauff sehenn, das der gemein nutz der Stadt gefürdert, vnnd sie einsmahls aus den grossenn schuldenn vnnd beschwerungenn kommenn, vnnd darin kein Personn, sie sey wer sie wolle, annsehenn, sonndernn was ein Jeder der Stadt, in Weinschanck oder sonnst schüldigk ist zu stundt an sonnder einich weigerung bezahlenn, vnnd damit der Stadt schuldenn, als viel müglich zuuergnügen,
oder dieselbenn der Stadt schüldenn, die schüldener eins theils vf sich nehmenn lassenn, Dartzu soll er all vnnser eigenn, desgleichenn vnnser Stadt allenndorff vnnd auch gemeiner Pfenner geholtze vmb allenndorff vnnd die Sodenn gelegenn, in ernnstenn vleißigenn vfsehenn habenn, das die für vnnd fur recht vnnd wohl gehegt, kein new Roder gemacht, noch mit dem viehe vom Nachtbaurnn vnd anndernn vbertriebenn, auch nichts darin ohn sein vorwissenn, verwüst werde, Inmassenn wir vnns derhalbenn mit vnnsernn liebenn Getreuenn, Burgermeister vnnd Rath daselbst zu allenndorff, vnnd sie sich wiederumb mit vnns vom neuenn verglichenn, vnnd darüber sonnder verschreibung vfgericht sein, vnnd sollenn vffs furderlichst, vf anntzeige der Eltestenn, alle annwandung, wo die Marcksteine verruckt, vnnd verkommenn, Zwischenn den anstossenndenn Bergenn vnd gehöltzenn, wiederumb gesetzt, vnnd vermolnsteindt1[?] werdenn, auch ann denn Bergenn vnnd geholtz ann vnnd vmb die Sodenn, so zuweit darin ge=
Unsichere Lesungen
Z. 19: vermolnsteindt — wohl vermalsteint, unsicher
reumet vnnd gerodt, dasselbe abzuschaffenn, oder Zins darauf zusetzenn, auch die Zeune vmb die Hoffe oder garttenn, wo die zuweit Inn die gemeine wege gesetzt sein, wieder zurück zusetzenn, vnnd es also zumachenn, wies vonn altters nach aussage der Eltestenn gewesenn, vnnd gebüerlich ist, auch vber vnnser Lanndts vnnd Saltzwercks ordnungenn, vnnd was wir sonnst Jederzeit beuehlenn, ernnstlich halten, vnnd außrichtenn, vnnd die vbertretter, nach gestalt eines Jedenn verwirckung zustraffenn, Dartzu sie alle busse, wie erkanndt, oder getheidingt werdenn, vnns vnnd vnnsernn erbenn, wie solchs des ortts herkommenn vnnd preuchlich ist, zu vnnserm theil verrechenn, vnnd damit kein Partheiligkeit oder verdacht einicher personn, freundtschafft oder verwanndung halbenn sein, Noch Jemanndts sich der wegenn beklagenn durffe, So wollenn wir vnnd vnnser Erbenn, solchenn zuuorkommenn, Jederzeit nach einer Gottfurchtigen, vfrichtenn geschicktenn personn, zu solchem ampt dienlich, trachtenn, vnnd die dahin verordenenn vnnd bestellenn, der kein pfenner ist, oder ann der Gebaur=
schafft zun Sodenn theil hat, Noch darin aldieweil er ann solchem vnnserm diennste sein will, Heyrathenn soll, vnnd das auch derselbe, so Jederzeit dahin bestelt wirdt, sein lebennlanng ann solchem ampte vnd diennste, vnnd daselbst wohnenn bleibe, Wie dann solchs vf allenn anndernn Saltzwerckenn breuchlich vnnd gewönlich, auch nützlich vnnd gut ist, solchs auch die hohe notturfft erfordert, Will er dann also zu allenndorff seine wohnung habenn, so soll derselbe alle Lanndtstrassenn, wege, stege, Brückenn vnnd annders vmb das Saltzwergk her in gute besserung zubringenn vnnd zuerhaltenn, mit hülf vnnsers Lanndtvogts wie obgemelt, vleis vnd sonnder vfsehenns darann thun, das wir solche spurrenn kommenn, Desgleichenn soll er vnnser Vogtmölnn daselbst, vnd das dartzu gehörige Wehr, Fische Stig, Hobenn1[?], Gartenn vnnd annders in guter Ordenung behaltenn, vnd versehenn, Jederzeit in der Mühlenn bey dem außmessenn sein, vnnd Register oder kerbe darüber haltenn, das solchs ohnne verdacht verhanndelt, vnd er
vnns Jedes Jars dauonn bescheide gebenn könne, auch die Mast vnnser Schweine vf derselbenn vnnser Mölenn vfrichtigk lassenn haltenn, vnnd sonnst auch vber den dienernn in der Mühlenn, desgleichenn vnnsern Zolnernn, vnnd Zols ordenung mit ernnst zuhalten Damit auch vnnser eigenn geholtze, so wir ausserhalb der Pfenner Inenn vonn vnns zugelassenn Zirck, vor Itziger Location bewilliget, zu vnnserm Saltzwerck geordennt, Als den Meißner Inn hanng vber Frannkenhain, nach allenndorff zu, laut nachuolgennts zu enndt vnnd dis beschlus, vnnsers derwegenn außganngenn beuelchs, Item vnnser theil am Ottersbach. Item den Brambergk, vnnd annder geholtze vmb Dudenroda, Dartzu den Peters berge, die Berge vnnd geholtze, so wir vor sechtzehenn Jarenn, vonn den vonn Hundelshausen zu armenn Sachssenn, am Sorbennberge1[?], Breidennthal, Schweynmell2[?], Steingrabenn, vnnd Irenn zugehörigenn vmbferigenn begrieffenn, Bergenn, thalen, vnnd Inhengenn gewechselt, erkautet, vnnd an vnns zum Saltzwercke bracht habenn, laut vnnd
Das vierdte buch. gebruedere, vmb Ire gerechtigkeit zu Hundelshausen eins erblichenn Wechsels, nachuolgennder gestalt erblich verglichenn, vnnd thun das Jegennwertigk, in vnd mit krafft dis brieffs, also vnnd dero gestalt, das die gedachtenn vonn Hundelshausenn, für sich vnnd Ire erben, vnns Jtzo als baldt erblich eingereumbt, zugestelt vnd vbergebenn habenn, Nemblich alles das Jenige, was Ire vorelternn vnnd sie daselbst zu Hundelshausenn in vnnserm ampte Ludewigstein gelegenn, in dorffe, felde, vnnd feldtmarckte, mit sampt allem geholtze, am Vorkennberge1, vnnd aller annder zugehörungenn, nichts ausgescheidenn, Innsonnderheit dreÿssigk achthalbe2 hube, der gebenn funf vnnd zwenntzigk hubenn Zins, Jede Hube Jars ein Schock3 eyer, acht groschenn, Je dreÿ groschenn vor ein alb, vier Huener Michaelis, Ein fastnacht Hun, vnnd vonn Jeder hube zwene Rinder wese4[?], Dartzu wann ein mann todes halbenn in dem genanntenn Dorffe, verfelt, das beste haupt, magk mann vor acht gute groschenn lösenn, Item vber die obberurtenn funff vnnd zwanntzigk huben
Das Vierdte Buch. so zins gebenn, Noch zwo eigenn hubenn, gebenn Jerlichs vier Malter fruchte partim, Item acht acker Lanndes ann die feldtmarck zu Drubennhausenn1 stossende, gebenn wann sie mit Wintersat ausgestelt werdenn Ein Malter Weitze, vnnd zur Sommersadt dreÿ scheffell haffernn, Item etliche Lenndereÿ vor dem Vorkennberge, so Thomas Buchener2 Inne hat, vnnd gibt Jars dauann zweÿ malter frucht partim, Item Ettliche Wiesenn im Delmbach3, habenn die vonn Hilgershausenn Inne Jars vmb vier guldenn zins, Item Eine Wiese gnanndt vnnder den Lachs lochernn4, gibt Jars anderthalbenn guldenn, Item Eine Wiese hat Jacob Merck Jars vmb sechs alb zins Inne, sampt dem Zeÿhe vnnd Weinkauffs gelde, so vonn allenn obgeschriebenn güeternn Jederzeit gefelt, Inmassenn Ire altern, vnnd furfahrnn seligenn, vnnd volgennts sie solchs daselbst gehabt, vnnd vonn der Herrschafft zu Ples zu Lehenn getragenn habenn, Innhalt desselbenn Lehennbrieffs, so sie vnns vbergebenn habenn, Doch ausgescheidenn die Pfar vnnd den Zehenndenn daselbst zu Hundelshausen, welche vns geburt bleibenn, vnnd nach der Zehennde
Das Vierde Buch. halb zu Hundelshausenn, dartzu der vierdtentheil1 an obberurtenn Eÿernn, Michelshanenn vnnd Huenern, so vonn anngezeigtenn hubenn Jerlich gefallenn, Durch gemeltenn Walternn vonn Hundelshausenn hieuor verpfenndt, So sollenn vnnd mögenn wir vnnd vnser Erbenn macht habenn, dasselbe zulösenn, vnnd ann vns zubringenn, Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnser Erbenn gedachtenn Walternn, Oder seinenn Erbenn zu solchem halbenn theil Zehenndenn nach antzahl vnnd eintrichtung2 des Pfanndtschillings vnnd Heupt gelts, so wir in der losung auslegenn wurdenn, wiederumb kommenn lassenn, aber die Eÿer, Michels Hanenn vnnd Fastnachts Huener sollenn vnns vnnd vnser erblich pleibenn vnnd volgenn, darann wir auch niemanndts keiner losung gestehenn sollenn, vnnd dieweil vonn obberurtenn dreissigk vnnd achthalbenn hubenn, vnnser diener Hanns Weÿmandt3 zu Witzenhausen, zwo hubenn vonn gedachtenn vonn Hundelshausenn bisher zu Lehenn empfennglich herbracht hat, So soll derselbe Hanns Weÿnanndt4 solche zwo Hubenn Jtzo vonn vnns enndtpfahenn, vnnd auch furter von vnns
Das Vierdte Buch vnnd vnnsern Erbenn, Innhalt seines Lehennbrieffs zu Lehenn habenn, tragenn, verstehenn, vnnd verdienenn, vnnd nach dem obberurte der vonn Hundelshausenn gehapte, vnnd vnns vbergebenn gerechtigkeit, an güetern, hubenn, gehöltze, zinsenn, vnnd annders vonn der Herschafft zu Ples zu lehenn rurenn, so sollenn vnnd wollen wir sonnder zuthun gedachter vonn Hundelshausenn darüber verwilligung ausbringenn vnnd erlanngenn, auch dargegenn gestattenn vnnd zulassenn, der Herschafft Ples anndere güeter, wie nach verleibt, aufzutragl1, vnnd zu Lehenn zumachenn, Darauff auch die gedachtenn vonn Hundelshausenn, die menner im dorffe Hundelshausenn, mit denn zinsenn, hubenn, Holtz vnd aller Irer gerechtigkeit, ann vnns Jtzo als balde gewiesenn, vnnd Irer Pflichte ledigk gezelt2 habenn, Darenntgegenn habenn wir Lanndtgraff Philips, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommen fürstenn zu Hessen, aus zeitigem gutem furgehaptem Rathe vnnd obanngeregtenn beweglichenn vrsachenn gedachtenn vonn Hundelshausenn gebrueder vnnd vetternn, für sich vnd Ire erbenn, in vergleichung obberurter vbergabe, vnnser
Das Vierdte Buch. Dorff Wolffstein1 in vnnserm ampt Reichennbach gelegenn, mit seinem betzirck, nach anntzeige der eltestenn, wie das Jtzo abgerittenn ist, vnnd vermalsteindt werden soll, mit aller nutzung, zinse, Rennthe, acker, Wiesen, Holtz, feldt, Wasser, Weide, dinst vnnd Brüche, Gerichte vnnd rechte, gebott, vnnd verbott, Doch wollenn wir hiemit gedachtenn vonn Hundelshausenn der Jacht halbenn ganntz nichts zugestelt habenn, Item das Giesennrodt2 sampt dem zins mit allem seinem begriffe vnnd zugehörung, dartzu alle vnnser gehapte gerechtigkeit zu Haselbach, Nemblich das Halbetheil vom ganntzem dorffe, vnnd den diennst vonn allenn Innwönernn, sampt den hubenn Lanndes daselbst, allermassen wie solchs alles bisher Inngehabt vnnd gebraucht habenn, nichts darann ausgescheidenn, dann alleine ―― 12 ½ alb.3 ―― welche die gedachtenn vonn Haselbach Jerlichs gein Reichennbach, dem dorffe zusteur vonn alters gegebenn habenn, vnnd noch geben, auch hinfurter also gebenn sollenn, Vber das habenn wir auch benanntenn vonn Hundelshausenn, die sonnderliche zinse, so vonn Irenn alternn vnnd furfahrenn
Das Vierdte Buch. seligenn, Ins Closter Germeroda kommenn sein sollenn, Laut des Registers daselbst zu Germeroda, Nemblich zu armenn Bachstenn1[?] Jerlichs vierdthalb pfundt, vnnd funf schilling, vier Gennse, zwanntzigk einenn Michelshanenn, achthalb schock eyer, vnnd vonn Jeglicher hube Inn der Erndte einenn tage zudienenn, Inmassenn solchs vonn etwann, Wernner vom Lappell2[?] seligenn, gein Germeroda kommenn ist, Darzu einenn guldenn vonn der Molenn zu armenn sassenn, Item sechs Malter fruchte partim daselbst zu armenn Bachstenn3[?] Jerlichs fallennde, Item zu Haselbach, Ein hube drey virtell Lanndts, gibt Jerlichs zehenn schilling Heller, siebenn Michelshanenn, Ein schock eyer, vnnd dienet zwenn tage in der Erndte, kompt vonn etwann den vom Reichennbach hero. Item zu Diemeroda sechs malter frucht partim aus dem vorwergk, vnnd zur Kuchen Jerlichs drey alb, Neun schock eyer, achtzehenn Hanen, vnnd zehenn schneide tage, alles wie solchs bishero gein Germeroda gehort hat, vnnd gebraucht wordenn ist, gutdiglich zugestelt, vbergebenn, vnnd sie damit begnadiget, Welches alles sie Itzo als baldt der Herschaftenn zu Ples zu Lehenn vfgetragenn, daruber briefe
Das Vierdte Buch. nehmenn vnnd gebenn, vnnd furter also fur sich vnn Ire Lehenns Erbenn, in Lehenns weise, ann stadt der vorigk Lehenngueter zu Lehenn habenn, tragenn, vnnd sonnst damit ohnn allenn vnnser, vnnser erbenn vnnd menniglichs vnbillichenn Intragk vnnd verhinderung, nach Irem bestenn nutzenn, wie solcher Lehenn recht vnnd gewonnheit ist, zugebrauchenn habenn sollenn, alles ohnn geverde, Vnnd dieweil obberurter wechsell vnnd vergleichung also mit vnnser obbenannter vonn Hundelshausenn rechter weisenn, auch zeitigem furgehabtem Rathe, vnnd vmb sonnderlich vnnsers nutzenn vnnd bestenn willen, Innsonnderheit dieweil vnns solche gueter zu Hundelshausenn etwas enndtlegenn gewest seint, aus geheis vnd bevelche hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd herrnn durch den Ernvestenn Rudolph Schennckenn zu Schweinsburgk, vnnd Claus Friderichenn, seiner f.g. Lanndtvogt ann der Werra vnnd Oberfurster ertheidingt, abgeredt vnnd vfgericht ist. So bekennenn wir auch fur vnns vnnd alle vnnsere Erbenn, das wir obberurtenn wechsell also zu vnderthenigem dannck
Das Vierdte Buch. belibt, anngenommenn, vnnd Erblich stet, vnd vest zuhalttenn, Hochgedachtem vnnserm gnedigenn Herrnn, gelobt vnnd zugesagt habenn, vnnd thun das auch mitt krafft dis brieffs fur vnns, alle vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn, Geredenn vnnd versprechenn auch fur vnns, vnnsere erbenn, darwiedder mit zuthun, noch schaffenn gethann werdenn, Inn ganntz kene1[?] weise vnnd verzeihenn auch darauf hiemit wissenntlich alles rechtenn, so wir ann solchenn vbergebenn güeternn gehabt habenn, oder habenn soltenn, aller dinge ohnn argeliste vnnd geverde, vnnd des zu vrkundt, habenn wir Lanndtgraff Philips dieser vergleichung zwene gleichlauts vnnder vnnserm annhanngendenn Secret fertigenn, dero wir einen für vnns behaltenn, vnd den anndern gedachtenn vom Hundelshausenn vbergebenn, So habenn wir Nemblich Ich Burckhardt, vnnd Ich Johann vom Hundelshausenn, als die Eltestenn für vns selbst, vnnd vnnser brueder vnnd vetternn wegenn, vnnser Jeder sein eigenn anngebornn Siegell ann diesenn brieffe benebenn Hochgedachts vnnsers gnedigk
Das Vierdte Buch Herrnn Secret, auch wissenntlich thun henckenn, welcher sieglung Wir Heinrich Waltter, vnnd Caspar vom Hundelshausenn vnns hierann mitgebraucht, Gebenn zu Allenndorff ann der Werra, am Monntage nach dem Sonntage Jubilate, vnnd Christi vnnsers herrnn geburt Funffzehennhundert dreissigk vnd achtt. Philips L zu Hessenn sst Rudolff Schennck zu Schweinsburgk Landtvogt sst. Desgleichenn alle vnnser geholtze im ampt Ludtwigstein, keins ausgescheidenn, so wir alle zum Saltzwercke furbehalttenn, vnnd dargegenn Jars etlich saltz vffm Ludwigstein, aus den Sodenn gebenn lassenn, wohl beforstet, vnnd treuwlich sonnder alles scheuwenn einiger Personn, zum Saltzwerck gehegt werde, wie vnnd welcher gestalt auch wir die Ludwigsteinisch geholtze, den dienst zum Holtzflössenn vnnd auswerffenn, vnnd sonnst annders furbehaltenn habenn, bringt die verschreybung daruber gegebenn klerlich mit, So wollenn wir etlich diener zum Holtzfurster ordenenn, die vmb solche
Das Vierdte Buch. geholtze am nehistenn gesessenn vnnd wonnhafftig sein sollenn, Solches vnns vnnser bestellung vleissigk zubeforstenn, vnnd sich der Saltzgrevenn befelche, darin dem Saltzwerck zum bestenn zugehaltenn, denn wollenn wir Ire bestellung vnnd befelche, wes sie sich gehalten sollenn, selbst auch verordenenn, vnnd vf das der Saltzgrefe vnnd Schultheis das alles dester vleissiger versehenn vnnd ausrichtenn muge, So hat er seinenn Schultheissenn knecht darzu mit zugebrauchenn, der soll die besoldung habenn, wie Itzo demselbenn verordnet vnd gegebenn wirdt, Darnebenn habenn wir auch denn Wolffsbergk vber Roßbach mit allem seinem begriffenn, allein zum Saltzwercke, vnnd sonnst nirgennts annders hin zugebrauchenn verordennt, vnnd derhalbenn Itzigenn vnsernn Holtzfurster daselbst zu Roßpach hievor sonnderlichenn ernnstenn bevelche gethann, Wollenn auch mit der zeit ernnstlich darauff achtung habenn, vnnd sehenn lassenn, das wir dann vnnsernn Saltzgrevenn auch also zuthun hiemit bevehlenn, Dieweil dann solch Regirung vnnd ampts verwaltung
Das Vierdte Buch. vnnsers Saltzwercks wie obenngemelt, durch zwo Personn, als Saltzgrevenn, so die annder vnnser diener, das ganntze Saltzwerck, bestallung des holtzes, Saltzhanndelung vnnd Schlit, vnnd sonnst aller annder darzu gehöriger bereitschafft, vnnd was vonn nötenn ist, Regirenn, vnnd versehenn sollenn, So wollenn wir den anndernn Saltzgrevenn auch ordenenn, vnnd den zu Cassell zuwohnenn bestellenn, der soll den Saltzschlit ann Rhein, In vnnser Ober Graffschafft die Schiffart zwischenn Cassell vnnd Allenndorff, vnnd dem Saltzschlit die Weser hinab gein Huxer, Mindenn vnnd Bremenn, so weit es die notturfft erfordert, versehenn lassenn, auch vnnser vestenung vnnd Hofflager vf vnser bevelche, mit notturfftigem Saltze versehenn, Item vnnserm Weinschannck im Rathause1[?] zu Cassell nebenn vnnserm Beamptenn des orts in bevelch mit zuhabenn, demselbenn vom gelöstenn Saltzgelde, In vnnser Ober Graveschafft, mit Innkauffung der Weine, zum ausschannck verlegenn, vnnd dieselbige verlegung wiederumb vonn wegenn desselbenn Saltzschlits vnns alhie bezahlenn zulassenn, damit mann nitt sonndern kosten machen dörffe, dasselbe geldt hinein zufuren
Das Vierdte Buch. Item alle ledige fasse aus demselbigenn schanncke, vnd auch aus dem Schloße vnnser hoffhaltung, oder sonnst was der gekaufft, oder vf der Weser gemacht werden, gein Sodenn zuschickenn, vnnd was sonnst die notturfft des Saltzwercks Jederzeit bey vns auszurichtenn, vnnd zuuerschaffenn erfordert, Jedes mahls annzutragenn, vnnd vonn vns darauff bescheidt zuerlanngenn, vnnd solle derselbe so offt vnnd dicke vonn nötenn, vnd auch sonnst ohnne das, die wochennrechnunge vnd anndere sachenn annzuhörenn, vnnd zu vnderschreibenn, Personnlich zun Sodenn sein, Damit die beide sich vnterredenn, vnnd einer dem anndernn nach notturfft helffenn, vnnd vnderrichtenn könne, Auch alle vnser Bodenn vnnd Geuwe1 zun Sodenn in gutem bau vnnd besserung haltenn, vnnd dero keins verwüstenn lassen, Ire beide sollenn auch alle Rechnunge vom verschicktenn Saltze vnnd schlies vonn Jedem orte Innbringenn, vnnd mit vfsehenn, das treulich vnnd vfrichtigk, mit vmbganngenn vnnd gehanndelt werde, Der wegenn wir auch den beidenn Ire Jedem sein bestallung machenn vnnd ordenenn wollenn,
Das Vierdte Buch. Es sollenn auch dieselbenn beide vnnser Saltzgreuenn, die scheide vnnd alles flösholtz am Solingswalde zu rechter zeit, als im fruelmg1, vnnd Walpurgis vnbfzueglich2 sonnderlich gefelt, vnnd darnach so baldt mueglich gehauwenn zuwerdenn, Beÿ vnnserm Vogt zu Friedewaldt mit ernnst annhaltenn, darnach wanns trockenn, zu gutem wege annfurenn, vnnd flossenn lassenn, Wie das damit bisher gehaltenn wordenn ist, vnnd darann nichts so muglich ist, verseumenn, Sonndern solchs mit gelde verlegenn lassenn, abe vnnd zu reitenn, vnnd mit vleis zusehenn, das solchs aller anngefurt, rechtt gemessenn, Inn vnnd wiederumb aus dem wasser gebracht, vnnd treuelich verwart werde, darzu Ihnenn Jtzige vnnd Jederzeit vnnser Vogt vnnd Beamptenn zu friedewaldt, Heringenn, vnnd Lanndeck treulich helffenn, auch ein Jede Holtzflös, wie vormahls beschehenn, bis gein Creutzburgk flossenn vnnd bringen, Darzu vnnser ampt Heringenn, Bercka, vnnd Wildeck, mit gebrauchenn, dargegenn sie die Saltzgreuenn, Ihnen das Jenige, wie bisher, wann sie vonn vnnsern wegen scheidtholtz gehauwenn vnnd geflöst, gegebenn habenn, auch hinfurter enndtrichtenn lassenn, vnd sollenn
Das Vierdte Buch den dorffschafftenn, so darann helffenn, wie herbracht, zimblich tranckgeldt gebenn, Sollenn auch daruon vnnd sonnst vonn allenn anndernn des Saltzwercks, Innsonnderheit alle wochennrechnung zun Sodenn vonn vnnsernn dienernn hörenn, dieselbenn Jederzeit vnnderschreibenn, vnnd solchs fur vnnd fur also haltenn, vnnd ohnn Irem sonndernn vorwissenn, befelche vnnd geheis nichts am gelde, Saltz, oder anndernn ausgebenn lassenn, damit sie Jederzeit sehenn, wie alle Rechnung stehenn, vnnd das sonnder Irem beuelch nichts ausgebenn werdenn kann, auch mit allem vleis annhaltenn, das Jedes Jars, souiel als das nehist verschienen 52.1 Jars ann Saltz vnnd werck gesottenn vnnd bereit werdenn, Nemblich vber sechs Tausenndt wercke, Gleichergestalt sollenn sie es mit vnserm diener des Saltzschlies zu Darmbstadt, auch also haltenn, das er ohnn vorwissenn nichts verhanndele, noch schuldigk bleibe, auch die hinausgeschickte saltzfasse, wohl zurichtenn, vnnd im Herbste, was wir Inn vnnser Cellereÿ nit bedürfftenn, zum theurstenn zuuerkeuffenn, vnnd vnns zuuerrechnenn, damit
Das Vierdte Buch. nit die Weine nach dem Saltz schmeckenn, Vnnd wiewohl wir hieuor in annfanng der zwischenn vns vnnd gemeinenn Pfennernn abgeredte vnnd vfgerichte Location verordennt, das vnnser der zeit bestelte beuelchhaber Jederzeit einenn geschicktenn diener zum Schreyber anfurenn vnnd haltenn soltenn, das frembde Saltz zuuertreibenn, vnnd nit in vnnsernn Lanndenn verkeuffenn zulassenn, den wir furter zu solchem ampte, ann eins abganngenn stadt prauchenn köntenn, Welcher sie dann vier anngericht, die wir nun vnnser gelegenheiten nach zu anndernn vnnsernn amptenn geordenet, Damit dann kein frembdt saltz in vnnsernn Furstenthumen Lanndenn vnnd gebietenn, verkaufft, Inngefurt, noch vnderstochenn, Sonndernn vnnserm selbst eigenn vnd besserm Saltz raum gemacht werde, So sollenn sie vnnser Saltzgreuenn nachmals eine darzu tugliche vnd geschickte Junge Personn, annehmenn vnd verordenen, der die Grentz, da das frembdt Saltz Inngefurt, nach notturfft, vf annzeige vnnser Berner1, oder Seltzer, beruerte, vnnd das genntzlich abschaffe, alles beÿ verluste des frembdenn saltzes, souiel das Jederzeit
Das Vierdte Buch bey den keuffernn vnnd verkeuffernn ann Jedem ort fundenn wirdt, derselbige soll die vorige, oder sonnst geburlich bestallung habenn, vnnd sich furter in dieser vnnd sonnst anndernn vnnsernn sachenn vnnd geschefftenn Jederzeit gehorsamblich prauchenn lassenn, Denselbenn wollenn wir auch bey solchenn oder anndernn besernn vnnsers Saltzwercks dienstenn behalttenn vnd pleibenn lassenn, zu kunfftigenn diener ann eines abganngenn stadt zusetzenn, Mitler weil hatt mann demselbenn die Saltzfactoreÿ zu Cassell den Saltzschlies nach dem Reine, vnnd gein Huxer die Weser hinab zuuersehenn, zubeuehlenn, vnnd vnns rechnung dauon zuthun, annzufuhen1, vnnd Ihn vnderrichtenn, vnnd in solchenn vnnd anndernn vnnsernn geschefftenn allenthalbenn Jederzeit zugebrauchenn, Was dann Jedes Jars ann vnnd vf dem Saltzwerck Innsonderheit zu befriedung der Bodenn vnnd fassung des Sohlgrabenn, oder annders notwenndigk zubauwenn, das sollenn vnns die Saltzgreuenn alwege zuuor annzeigenn vnnd mit vnnserm Rathe, vorwissenn vnnd befehle, solches furnehmenn vnnd bauwenn,
Das Vierdte Buch. Dieweil auch im holtzflössenn vom Suelingswalde1[?] durch die ampter Gerstungenn vnnd Creutzbergk, die scheidt geflöst werdenn müssenn, das vnns dann vnnser vetter vnnd bruder Hertzogk Johanns Friderich zu Sachßenn freundtlich zugelassenn, vnnd verwilligt hat, Laut seiner Lieb vnns desmahls gegebenn offenn brieffs, vonn worttenn zu wortenn wie volgtt. Vonn Gottes gnadenn Johanns Friderich Hertzogk zu Sachssenn vnnd Churfurst, Lanndtgraff in Thüringenn vnnd Marggraue zu Meissenn, Allenn vnnd Iglichenn vnnsernn vnnd des Hochgebornenn Furstenn vnnsers freundtlichenn liebenn Bruders, Herrn Johanns Ernnstenn Hertzogenn zu Sachssenn, geleitsleutenn, Zolnernn, vnnd sonnstenn allenn anndernn, die mit diesem vnnserm brieffe ersucht werdenn, Liebenn Getreuwenn, vnns hat Jzo der Hochgebornne Furst Herr Philips Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, vnnser freundtlicher lieber vetter vnnd bruder zuerkennenn gebenn, wie das sein Lieb etlich holtz die Werra herab zum Saltzwercke flössenn zulassenn bedacht, Mitt freundt=
Das Vierdte Buch. licher bitt, das wir seiner Lieb berurt holtz einzuwerffenn freundtlich gestattenn, vnnd ann denen orten, da vnns vnnd ermeltenn vnnserm liebenn bruder das geleit vnnd Zoll zustehet, Zoll vnnd geleits freij furvber kommenn, vnnd flössenn laßenn woltenn, Welchs wir seiner Lieb, nit zuweigernn gewust, Demnach ist vor vnns vnnd obgemeltenn vnnserm lieben brudernn vnnser begernn, wo seiner Lieb verordenen Holtz einwerffenn oder flossenn, vnnd euer Jedes vonn vnns beuohlenn geleit vnnd Zoll berurenn werden, Ir wollet sie dann damit, bis vf vnnser wiederruffenn, Zoll, geleit, vnnd annderer beschwerung freij furvber flossenn vnnd kommenn lassenn, Darann thut euer Jeder vnnser meinung, zu vrkundt mit vnnserm zuruck aufgetrucktenn Secret besiegelt, vnnd gebenn zu Zerbst Freitags Cathedra Petrij Anno Domini 1538. Deßelbigenn sollenn sich vnnser diener vnnd Beampten also gehaltenn, auch mit ernnst darauff sehenn, das derwegenn niemanndts kein schade geschehe, Darneben es auch mit denenn vom Adell so vf der Werra Interesse habenn, vnnd den Beamptenn mitt willenn halten,
Das Vierdte Buch. wie dann bisher geschehenn ist, Renntmeister Ambt zum Bodenn Itziger vnnd ein Jeder kunfftiger vnnser Renndtmeister zum Bodenn, soll in diesem beuelche stehenn vnnd pleibenn, wie Itzo Johann Bartholmes der Elter ist, vnnd dieweil er vnns sein lebennlanng, alldieweil er vermueglich ist zudienenn, vnnd in den Bodenn zu wohnenn verpflicht, So soll er die ordnunge, da solch sein ampt Itzo Inn ist, vnnd Regirt wirdt, vleißig haltenn, alle vnnser Winnung des ganntzenn Saltzwercks vf vnnser verordenntenn Saltzwartenn Register, vnnd was wir sonnst da Jerlichs fallen habenn, Innehmenn, vnnd Jedes Jars verrechnen, Sonnder vnnser Saltzgreuenn beuelche nichts ausgebenn, noch hinder Ihnenn etwas hanndelnn, vnnd ein Jede wochennrechnung vnnderschreibenn lassenn, vnnd ohnn der Saltzgreuenn vorwissenn, vber nacht, nit aus dem Bodenn sein, noch ann anndere orter wanndernn oder Reisenn, das gantze Saltzwerck vnnd alle vnnser gebeuwe, auch vnnser hohe Obrigkeit, Gerichte, recht, gebot, vnnd verbott, vnnd alles
Das Vierdte Buch. was dem annhenngt, versehenn helffenn, Auch alles was sonnst zum Saltzwergk gehört vnnd geprauchtt werdenn mus, Innsonnderheit den Saltzbronn in vleißigem vffsehenn, nebenn dem Bornmeister habenn, vonn den vffgehabenenn Winnungenn, der Pfenner verordenntenn Saltzgreuenn, Laut der Itzigenn stehennder Location zu rechter zeit, Ire erschienenn Pension, vf geburlich Quitantz, vermittelst seinenn Eidenn vnnd pflichtenn, gutlich vergnügenn vnnd bezahlenn, vnnd mit der Muntz kein wechßell noch partierung treibenn, auch keinem Pfennige ohnne vorwissenn der Saltzgreuenn dauonn verleyhenn, noch mit vnnserm gelde hanndelnn, in ganntz keinem wege, vnnd was er Jederzeit geldts vbrigk hatt, dasselbe nach beuelche vnnser Saltzgreuenn, Wann das saltz nit abgehet, ann Saltzlegenn, Daßelbe nach Irem bescheide, vf die verordenntenn Saltzkastenn, Inn faße vnnd Cammern vfmeßenn vnnd zu packenn, damit desto mehr gesottenn vnnd kein Saltz manngelnn dorffe, wie dann vonn ordenung des vfgemessenn saltz hernach weitter gemelt wirdt,
Das Vierdte Buch. Er soll auch die nebenn rechnung des Pfanneysenns vom fassenn, Cornnenn, stro, vnnd annders, auch die Molnnrechnunge in verwarung habenn, vnnd behaltenn, wie er solche Itzo hat, vnnd Rechnung dauonn thun, Bis das wir vnns der Molnnrechnung halbenn, wer die furter thun vnnd versehenn soll, resoluiren So soll auch das Jegennregister, darin alles verkaufft, Scheidt vnnd flösholtz, wie das Itzo im brauch ist, verzeichnet stet halttenn, darin wochenntlich das verkaufft wirdt, geschriebenn, vnnd vnnderschriebenn werde, auch beij abzehlung der zeichenn vnnd kerbe sein, Wie solchs Itzo verordennt ist, darauf vnnser Holtzvogt vnns solchs ohnne verdacht zuuerrechnenn hatt, Vom Holtzvogt Ambte zum Bodenn Darzu ist dieser zeit Christoffer Trombergk bestelt, vnnd verordennt, hat solches vom 41. Jar bis daher verwaltet, soll auch in derselbenn ordenung bleibenn, Nemblich nebenn dem Renndtmeister zum Bodenn, alle sachen des Saltzwercks in beuehl zuhabenn, auch alle gebeuwe, die Wasser oder Roße1[?] kunnst, versehenn, vnnd verlegenn,
Das vierdte buch. vnnd zum bestenn die zuerhaltenn anrathenn helffen, alles geflöst Scheidtholtz zuuerwarenn, mit dem verordenntenn Eiserne mas messenn zulassenn, vnnd die Klaffter oder mas vmb einenn güldenn, wie das gesetzt ist zuuerkauffenn, auch solch holtz wann es aus dem wasser bracht wirdt, dermassenn legenn zulassen, das keine fludt noch Eyßfardt darann schadenn thun könne, vnnd soll solch holtz alleine den Bodermeistern zum Saltzsiedenn, vnnd sonnst niemanndts annders verkaufft werdenn, darvor soll er alles kauf vnnd gelöst geldt, Inn sein Innahm setzenn, dauonn vf beuelch der Saltzgreuenn den Holtzkauff, Hauwung, annfuhrenns, Flösser, vnncostenn vnnd annders verlegenn, vnnd vnns dauonn auch Jedes Jars rechnung thun, Vnd soll vber solchenn Holtzkauf des daraus gelöstenn geldts, vnnser Renndtmeister, wie obstehet, ein Jegenn Register haltenn, vnnd das den Saltzgreuenn vnnd Schultheißenn Inn der Stadt Jederzeit in der abzelung auch vnnderschreibenn lassenn, vnnd soll solches mit den zeichenn, wie Itzo im brauch ist, Inn die Bodenn gefurt werdenn,
Das Vierdte buch. Er soll auch Jederzeit Ein halb Schiff oder Bork habenn vnnd haltenn, solches zu ausbringung des scheidtholtzes, vnnd sonnst in der fludt oder anndernn furstehenndenn noturfftenn zugebrauchenn habenn, darin mann auch alles stro vnnd die geholtze vmb Wanfridt, Greffendorff vnnd Eschwege hero zu Wasser alhier bringenn, vnnd das sonnst in viel wege gebrauchenn kann, Was auch ann Borkenn, Leitternn, Pfelenn vnnd annder Rüstung zum flössenn vonn nötenn, soll er in seiner verwarung habenn, vleißig vnnd wohl vfhebenn, das mann solchs alwege nit vom neuwenn zurichtenn dörffe, Des Holtzlegers oder Holtzknechts beuelch, Darzu wirdt Itzo Jost vonn Felmar aus dem Ampt Cassell, als der keinenn Boder verwanndt ist, gebraucht, Hatt sein bestellung, wie die Itzo verrecht wirdt, Soll alles Scheidtholtz, wie es fur der hanndt ligt, vnnd kömpt, Inn das verordennt Eisernn mas, einem Boder wie dem anndernn legenn, vnnd darin kein freundtschafft, noch partheiligkeit, suchenn noch brauchenn, vnnd keinem fur dem anndernn furdernn, Sonndernn dieweyl sie gleiche
Das Vierdte buch bezahlung thun mussenn, das auch einer wie der annder sein recht maß bekomme, Soll auch zum Holzflössernn, Inn vnnd außwerffenn, vnnd sonnst vf beuelch des Holzvogts gehorsamb vnnd gewertig sein, vnnd damit er ohn verdacht seÿ, auch nit mehr holz den Bödernn verkeuffe vnnd zustelle, dann Ihnenn der zeichenn halbenn gebühret, So ist verordennt, vnnd wirdt auch also gehalten, das ein Jeder Bodermeister, so ein Klaffter holz gekaufft, dieselbe vf zweÿmahl muß lassenn inn die Bödenn führenn, vnnd mit Jedem fuder ein besonnder Bleÿzeichen, am thore zun Bödenn dem Pfortner vonn sich gebenn, damit kein holz, so vnns zustehet, oder vnnser gewesenn ist, in die Bödenn kommenn kann, es seÿ dann bezahlt, Dauonn dann der Pfortner auch sein Besoldung hat, So werdenn auch dagegenn die lege heller, vonn Jeder Klafter dreÿ heller, so die Bodermeister gebenn, verrechent, Vnnd seindt die beide ampte Beÿlstein vnnd Ludwigstein verordennt, das floßholz auß dem wasser zubringen geth vmb Jedes Haußgeseß dreÿ Klaffter außzubringen[?]1 bißolanng das die flosse aller außbracht wirdt, gibtt mann vonn Jeder Klaffternn dreÿ heller, damit die
Das Vierdte buch Armenn leute Brodt vnnd bier daruor keuffenn, vnnd sich der zeit oder tages erhaltenn könnenn, darzu haben sie den halbenn forst freÿ, Das auch der Lanndtknecht zu Beÿlstein darbeÿ vnnd sonnst zu anndernn notturftenn des Salzwergks bleibt thue, Hat er Jars auß den Bödenn vnnd dem gelöstenn Holzgelde zehenn guldenn zubesoldung, biß vf weÿtternn bescheidt, Salzwarttenn Ampt zun Bödenn dreÿfaltig bestelt. Der Erste vnnd Oberste Salzwardt ist Jzo Christoffer Hombergk, soll auch in Bödenn wohnenn, vnnd ohn vorwissenn dadannenn nit verreisenn, vnnd vffenn ganz Salzwergk alle vnnd Jede wercke, wie die wochenntlich gesottenn, mit fleiß vnnd eigenntlich, wie Jzo im brauch ist, vfschreibenn, vnnd verzeichenn, vnnd des Renndtmeisters Jegenn schreiber sein, vnns die Rinnung vonn solch gesottenn werckenn zuuerrechenn, vnnd darauff zubezahlenn, vnnd darin vleissigk sein, das kein werck versehenn, vnnd nit anngeschriebenn werde. Er soll auch alle Pfann Buße, Schazwercke, vnnd Besegeldt
Das Vierdte buch eines Jedenn Sonntags, wie das geordennt vnnd preuchlich ist, vf annzeige der geschwornenn Schezer vnnd Salzmeßer, eigenntlich vfzeichenn vnnd schreibenn, welche dann der Renndtmeister verlegenn vnnd berechenn soll, Darzu was ann Pfanneisenn Jederzeit ingekaufft, vnnd auch ann Salz vfgemessenn wirdt, soll er auch Jegenn Register, benebenn dem Renndtmeister haltenn, vnd der Salzgreuenn einem, die nebenn der wochenrechnung Jederzeit vnderschreibenn lassenn, wie dann das alles Jzo verordennt ist, vnnd gehaltenn wirdt, soll auch den Oberbeuelch habenn vber alles Salz, was vnnser Renndtmeister Jederzeit Innkaufft, vfzumessenn, zupackenn vnnd zuuerschliessenn, wie dann in derselbenn Ordenunge dauonn weitter meldung geschehenn soll, Der annder Wartte, soll obberurts Salzwarttenn Jegenwarte, vnnd auch Zölnner vnnd Zolschreiber zun Boden sein, darzu ist nach absterbenn Wennckel[?]1 Hilm, genanndt schlimseligenn, vonn neuenn Balthasar Gerlach vonn Wennfriedenn bestelt, alle gesotten Wercker, Jede wochenn fur sich auch eigenntlich vnnd klar
Unsichere Lesungen
Z. 19: Wennckel[?] — Vorname, Anfangsbuchstabe unklar
Das Vierde Buch verzeichnenn, daruber er Jzo sonnder Register heltt, Darnach der Zoll zun Bödenn, vnnd die schazheller, vonn Jedem wercke oder gesottenn Pfannenn salzes achtt heller zu Zoll, vnnd acht heller den schetzernn dauon zu lohnn, Item vier heller Wegegeldt, die strassenn damit zubessernn, vnnd zubauwenn, vnnd vonn einem malter Aschenn, ein heller zu Zoll, verrechnet werdenn, vnd damit des Wartenn ampts, der Zoll vnnd schazheller halbenn, Innsonnderheit auch, das vf ein Pfann salz nit mehr dann acht achteil gesottenn, dauonn die Rinnung gebuert, vnnd das Lanndt nit durch das Neundte achteil gefult, aber doch kein Rinnung erlegt werde, So soll er wie Jzo geschicht, fur vnnd fur das Register haltenn, das mann Jederzeit wissenn kann, beÿ welchem Boder Jeder kerner, vnnd wieuiel er Jedes mahls ann Salz geladenn, verzolt vnnd verschazt hat, Daruonn er dann auß dem Zolle vnnd Schazhellernn, seine geordennte bestallung hatt, wie die Register außweisenn, Zum drittenn Jegenn Warttenn Ist Jzo der Opfferman zun Bodenn, Johann Mölz, nebenn dem geschwornen Schezer ampt, vnnd Salzmesser geordennt, Hatt auch
Das Vierdte Buch seine bestallung vonn den Schazhellernn, wie in derselbenn ordenung volgenn wirdt, Er hebt auch die Herrnn Gennse vff dem Neuen Salzwergk vff, vnnd verrechnet die, dann die Pfenner vff dem altenn Salzwercke, Ire Herrnn Gennse in der Location außgezogenn, dardurch dann auch alle gesotten wercke gewarnnt vnnd verzeichennt werdenn, Also hat Jziger vnnd ein Jeder Renndtmeister vf die dreÿ Warttenn, vnnd Ire Register, Jedes Jars die Rinnunge zuuerrechnenn, vnnd ist sein des Renndtmeisters Register das vierdte, vnnd wirdt Jede Rinnung Jzo mit dreÿenn guldenn vnnd zehenn alb. bezahlt, so habenn die Bodermeister auch vonn Jedem wercke, dreÿ guldenn vierzehenn alb. vor Ire Lohnn, arbeit vnnd holz, dauonn gebenn sie vonn Jedem wercke zwenn alb. zu vnnderhaltung der Besekunst[?]1 des wildenn wassers, vnd Ir keiner soll daruber kein geschenncke nehmenn, noch Ime zugut nehmenn lassenn, in keine weise, beÿ der höchstenn buße, vnnd wete, wie solchs die ordenung vermagk, Bornmeister Ampt zun Bodenn.
Das Vierdte Buch Zum Obernn Bornmeister ist Jzo Christoff Hombergk bestelt, vnnd verordenet, Innhalt seiner bestellung wie volgtt. Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Cazenelnpogenn, Diez, ziegenhain vnnd Nidda vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn verordennte Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, Bekennenn vnnd thun kundt hierann offenntlich gein mennigklichenn, als Hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd Herr, hieuor im verschienenn vierzig siebenden Jar ernnstlich beuohlenn, das die Roßkunst vffm Salzbronn zun Bodenn, dergestalt schedtlich were, wie dismahls durch sfgl. Lanndtvogt Sigmundenn vonn Boÿneburgk, schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum forderlichstenn abgeschafft, vnnd vf annders kunste, zu außpringung der Sohlenn gedacht werdenn solt, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchaber des ortts befundenn, das die durch Jorgenn Behmenn hieuor vfgerichtte kunst vffm Salzbronn zu schwer vnnd starck gesezt, mit Irem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Salz=
Das Vierdte Buch bronn schedtlich ist auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnd bessere wege leichtfertiger zuzurichtenn, vnnd zuuerenndernn, des er dann vermüge seiner hieuor auß Ascherslebenn gethann schrifft, zuthun nit gewust hatt vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigk furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner Salzgreuenn hieuor geschlossenn, vnnd abgeredt, das besser, nüzlicher vnnd dem Salzwergk zutreglicher seÿ, vf anndere kunste zutrachtenn, vnnd zuerfindenn, zu außbringung der Sohle, Leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also hat Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Jziger Salzwarth zun Boden, Christoffer Hombergk vf annhaltenn der Salzgreuenn zu furderung des Salzwercks, solchenn nottwenndigenn dingenn dermassenn nachgetracht, allerleÿ mittell vnnd wege erdacht, vnnd versucht, wie vnd was gestalt solche kunst konntte oder mochte vfgericht vnnd gebraucht werdenn, vnnd darauß souiel raths erfundenn, das er solchenn manngell dieselbe kunst zu außbringung der Sohl, mit Leutenn zuhalttenn,
Das Vierdte Buch wie der Pfenner Salzgreuenn begernn, vnnd das die Roßkunst abgestelt soll werdenn, vfrichtenn, erhaltenn, vnd daruber sich verpflichttenn soll, vnnd will, wie nachvolgtt. Vnnd erstlich Dieweil solch neue kunstwerck duppell sein muß, vermuge der erstenn des Bronnenmeisters ampts bestellung halbenn gehapten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hebtt[?]1 auß dem Salzbronn zwenzigk vier schue hoch, dadannenn die sohle in einer Rennen vngeuehrlich beÿ dreÿssigk schuenn vom Salzbronn leufft, daselbst dann furter noch ein mahl in die Höhe, als hoch es vonn nötenn, das es in alle vorraths kumpffe, vnnd Bodenn gelauffenn magk, gehabenn werdenn muß solchs alles vf sein Christoffer eigenn kostenn, zuvnnderhalttenn Soll er vonn Jedem wercke so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb. habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehapt hat. Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Jzo gelübte Eide, vnnd pflichte gethann, dasselbe Bronnmeister ampt den Salzbronn vnnd alles was dem anhangt vnnd zugehört, mit allenn treuenn vleis, so tagk so nacht
Das Virdte Buch zuuerwaltenn, den Salzbronn Innsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohle gnugsamb auß dem Salzbronn, aldieweil dero verhanndenn, zuuerschaffenn, vnnd dem treulich vnnd vleissigk fürzusein, sfgl. schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthun, das ein treuer diener seinem Herrnn zuthun schuldig vnnd pflichtigk ist, Inmassenn er vnns dann solchs gelobt geschworenn, vnnd seinenn Reuers brieff daruber gegebenn hatt, Doch soll er zuuor solcher kunst wercke zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordennte vnnd beider theil Salzgreuenn die besichtigenn lassen, zuerkennenn, obs dem Salzwerck nuzlich seÿ oder nitt, vnnd so solchs also gestalt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach sezung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl auß dem Salzbronn, als zu allenn gesödenn vonn nötenn, vnnd der Salzbron ertragenn kann, vnnweigerlich zulanngenn vnnd zuverschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar ann Ime kein manngell sein lassenn soll noch will. Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkostenn
Das Vierdte Buch zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe, Jzo selbst vff seinem eigenn kostenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Ime dann viel mühe vnnd vnkostenn ganngenn, vnnd noch weytter kostenn wirdt, So soll er solch obgesezt Lohnn, vonn Jedem wercke, die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonst allenn vnkostenn daruonn verlegenn vnnd erhalten, vnnd was vbrigk, dasselbe vor seine Bestellung mühe vnnd arbeit habenn, vnnd behaltenn, aber nach außgang der Location, steht solch ambt, nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn in anndere wege, da sie Ihnenn Christoffernn darbeÿ lennger nit bleibenn lassenn wolten, zu bestellenn, vnnd zuuerordenenn, Doch das es ein ander vnnd besser kunst die dieser zeit nit gleich, oder hieuon genommenn, oder erdacht were, Da aber kein besser oder nüzlicher werck erfundenn wurde, Sonndern dis werck vnnd kunst im gannge pliebe, So soll er Christoffer aldieweil er solchs dermassenn versiehett, das
sein vnnd der Kunst halbenn kein werck verseumbt werdet, vnnd ann der Sohle kein manngell sey, darbey vnsert halbenn sein lebennlanng bleibenn vnnd gelassenn werdenn, darumb er auch fur vnnd fur desto vleißiger vnnd treulicher solches versehenn vnnd verwalttenn soll, Vnnd ob sichs ein oder mehr Jahre zutruge, Weil Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das kommen geldt, so die Boder vonn außbringung der Sohle, Nemblich vonn Jedem wercke so gesottenn wirdet, drithalbenn alb. wie obstehet zugebenn schuldigk, aller vf die arbeiter, leute vnnd knechte, so die Kunst treiben, vnnd zu erhaltung der Kunst, Sohlkis1[?] vnnd anderm vnnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichenn wurde, So sollenn doch die Herrnn Ime weitters darauff zugebenn nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jnns ander das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der schade so groß, das sie, nach billichenn erkanndtnus, solchs zuuergleichenn vhrsach vnnd bewegnus hettenn, konte er auch durch Gottes verleyhung solche Kunst, doch in allewege ohn schadenn vnnd nachteil des Bronnens, dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost,
dann Itzo darauff ginge, vnnd er die liederlichenn erhaltenn konntte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd solannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zu gut kommenn. Da er aber Christoffer, Inn zeit der Jtzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, dieweil er dann Itzo ein gute Summa zu erbauung vnnd anrichtung derselbenn Kunst darauf hat wendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauen, kindern vnnd erbenn, nach billichenn erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichtenn kunstwercke, vnnd gebeue, auch gehabte muhe vnnd arbeit, ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohn zweiuell die Herschafftenn vf bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhalttenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnnd des zu vhrkunde habenn wir Stadthalter vnd Räthe hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Secret hierauff thun truckenn, vnnd darneben die beide Fstgl.1[?] Saltzgreuenn hierundenn sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno Im Neun vnnd vierzigstenn, Heinrich Muldener Justus Pistoris 612
Dieweil aber zwischenn vnnserm vnnd der Pfenner Saltzgreuenn, des Sohlziehenns halbenn viel Irthumbs gewesenn, so soll es bey dieser verordenung bleibenn, dann wie mann Itzo befindenn, So ist das vergangenn Jar mehr dann sonnst kein Jar gesottenn, vnnd darzu mitt dieser Itzigenn Kunst, Sohle gnug gelanngt wordenn, Darumb soll der Oberbornmeister solches also zurichtenn vnnd halttenn, das Sohle manngels halber, kein werck verseumpt oder verhindert werde, Da aber ein oder mehr werck seiner hinlessigkeit halbenn verseumpt wurde, als dann soll er den schadenn bezahlenn, vnnd darzu derwegenn gestrafft werdenn, Er soll auch in krafft seins Warttampts1[?] mit vleis ernnstlich annhaltenn, das die Knechte vnnd Söder Im friedenn fur vnnd fur bleibenn, vnnd eins Jedenn Jars souiel als diß nehistuerschienenn 52. Jars die geordennte Sale gewißlich ersottenn werde, vnnd an Ime, dieweil guete Kumpffe vnnd Kubenn zum vorrathe in Bodenn bestelt vnnd verordennt, kein manngell sein, kömpt Ime selbst zum bestenn, dann wann viel wercker gesottenn werdenn, So tregt es Ime an Ob=
berurter seiner bestallung zu, Dieweil nun die Sohle mit leutenn so dieser zeit in einen koffer gehenn, gelanngt vnnd ausbracht werdt, vnnd dan zubesorgenn, das es etwa sterbenns halbenn, ann leuten manngelnn, vnnd also viel wercke Sohl manngels halber vngesottenn bleibenn mochtenn, So sehenn wir vor gut ann, Wollenns auch dem Bornmeister beuohlenn habenn, dieselbige kunst dermassenn annzurichtenn vnnd zumachenn, das mann beide mit Teuchen1[?], vnnd da mann die nit habenn könnte, als dann mitt Rossenn, die Sohle zulanngenn, vnnd auszubringen, Dann solchs nunmehr, weil die Sohl nit aus dem Saltzbronn, Sonndernn aus einem anndernn neben fassung, benebenn dem Saltzbronn lanngt, ohn alle gefahre, geschehenn kann, vnnd sonnst alles dahin richtenn, das mann zu ewigenn zeitenn, mit dem Eimernn, wie bey denn Pfennernn mit Sohle auszziehenn oder langk2[?] dorffte, dardurch aller vnwill verkommenn wirdt Dieweil er aber solchs vf seinenn kostenn aller bishero hat bauenn vnnd vfrichtenn, auch Itzigenn Vnkosten tragenn mussenn, So wollenn wir Ime darJegenn, vnd
zu erstattung solchs Itzigenn Baugeldts, ein zimblich steur nach gelegennheit thun lassenn, Doch das wir solchs zuuor besichtigenn vnnd dauon bericht werdenn, Derhalbenn volgennder vnnser beuelch hernach ausgangk1[?] ist, Philips vonn Gottsgnadenn Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogen Lieber Getreuwer, Nach dem vnnser Stadthalter Lanntzlar selige, vnnd anndere Rethe zu Cassell, vnnsers abwesenns, dich ann Jörgenn Bohmenn vonn Nurmbergk stadt, zu vnnserm Bornmeister vnnsers Saltzwercks zum Sodenn bestelt vnnd verordennt habenn, zu ausbringung der Sole aus dem Saltzbronn Jederzeit leute vnnd kleine thierer zuhaltenn, Wie dann bisher geschehenn ist, So lassenn wir vnns solchs also gefallenn, Dieweil aber zubesorgenn, da sterbenns leufftenn zum Sodenn Innfielenn, das der almechtige gnediglich verhaltenn wolle, das es ann leutenn manngelnn, vnd dardurch grosser schade vervrsacht wurde, So ist vnnser bedennckenn, das solche kunst also, vnnd dermassenn zustundt
anngericht werde, das mann beide mit leutenn, vnnd in manngell derselbigenn, zur not mit Rossenn, die sohle Jederzeit lanngenn könne, Da du dann zu verlegung solchs baues manngell hettest, Wollenn wir dir nach bericht vnnser Saltzgreuenn zu demselbig1[?] zimblich steur thun versehenn vnns des also genntzlich, kompt auch dir selbst mit zum bestenn, woltenn wir dir der notturfft nach nit verhaltenn, Datum Marpurgk den 26. Aprilis Anno 53. Philips L zu Hessenn sst. Vnnserm Saltzwartenn vnnd Bornmeister zum Sodenn fur Allenndorff ann der Werra, vnnd liebenn Getreuwenn Christoffer Hombergenn, Vor den Vnnter Bornmeister oder Solenmeister. Ist Itzo Hanns Kremer2 nebenn dem geschwornenn schetzer verordennt, hat in den Schatzkellernn seine bestellung wie Itzo verrechnet wordenn, Desselbigen ampt ist die vorraths Kumpffe, Kubenn, vnnd troge. Inn den Bodenn Jederzeit zum friedenn, mit sohle fullen
zulassenn, vnnd nach der Ordenung der gerenne, einem Soder nach dem anndernn mit der sohle zuhelffenn, also vnnd dero gestalt, das sie alle sohle gnug bekommenn, vnd keiner gehindert werde, soll auch darin keinenn fur dem anndernn furdernn, noch sich mit einicher Partheyligkeit verdechtig machenn, alles bey straffe, wie vnnser Saltzgreuenn die ordenenn, vnnd als lieb Ihme vnnser vngnade zuuermeidenn sey, Pfannmeister Ambt. Ist auch vermuge vfgerichts vertrags Itzo mit Jeronimus Haderheintz1[?] bestelt, hat auch dauonn benebenn seinem geschwornenn schetzer ampte sein besoldung, Soll dasselbe ampte, wie bisher laut desselbenn vertrags treulich vnnd vleissigk versehenn, darin keinenn vnfleissigen Soder, oder Pfannschmidtmeister, auch die Waldtschmidt nit vbersehenn, auch darnebenn alle des Saltzwergks sachenn in gemeine in guter achtung habenn, damitt vorann schadenn zuuerkommenn, Er solchs Jederzeit den Saltzgreuenn, Renthmeister, vnnd Saltzwarten
annzeige, vnnd vorgeweise, vnnd solchs souiel muglich, treulich vnnd mit ernnst vorkommenn helffe, Ordenunge der Geschwornenn vnnd besteltenn Saltzmesser vnnd Schetzer, Ist sonnderlich zum Soden verkundiget vnnd geordennt wie volget. Anno 50. Michaelis newe geschworne Schetzer zum Saltzmessenn zum Sodenn geordennt vnnd bestelt zudienenn, Solannge vnns den Saltzgreuenn gefellig, vnnd auch Ihnenn gelegenn ist, bestettigt, vfgericht, vnd verkundiget zum Sodenn, den 16. Octobris Anno ut supra.
Augustin Meutse1[?]. Jorge Mennch2[?], Claus Vrber, Hanns Martin Augustin Schenffeler Gunther Pferber, Jorg Schenffler Jochim Deinhardt, Hanns Rockföß3[?], 8. Sodermeister. Sergius Schenffler Hanns Lips Hanns Koch Luntz Deinhardt, Carl Marschalck Henrich Pferber, Cutrin4[?] Schenffler, Jacob Mu[übergeschrieben: m]schelmann[?], 8. Bodenn Wann das ein abgebrochenn Bedt wieder gebawet ist,
Jedernn das Jar — 8 guldenn muntz vor Besoldung zugebenn, soll Jeder sein maß vnnd den Rost darauf habenn, Inn seinem Ime zugeordenntenn acht Bodenn, zumessenn, vnnd solchs bey seinem gethanen eidenn vnnd pflichtenn treulich zuuerwarenn, Daruber soll dem Pfannmeister vonn seinem ampte noch — 12 fl. vnnd ein Kleidt enndtricht1[?] werdenn, Dem Opffermann darzu — 8 fl. [übergeschrieben: geld] 2. achtell saltzes, Dem Sohlmeister — 16 fl. Summarium thut ein Jar die Besoldunge — hundert vnnd sechtzehenn guldenn Muntz, vnnd gehet ihr Jar Michaelis Itzo ann, vnnd Anno 51. wiederumb aus, Vnnd soll hinfurter das wechterlohnn, als Jars — 20 fl. muntz vonn dem Schatzkellernn, so ferne sie des ertragenn konnenn, auch verlegt werdenn, machtt in Summa Hundert dreissigk Sechs guldenn, aber die Meister sollenn nu hinfurter acht heller geben,
da sie zuuor zum Wechterlohnn ein alb gebenn haben, dann die Wechter wartenn nur die halbe nacht. Die geordenten geschwornenn Neuenn Saltzmesser vnd Scheyzer1[?] sollenn einem Jedenn Bödermeister zuuor vnnd ehr sie messenn, die Saltzgennße zelenn, vnnd sehenn das Jeder meister zwentzigk2[?] mahl gewislich abgestossenn habe, vnnd nit mehr dann ein achteil ann das stucke zuschlagenn gestattenn, vnnd daruber soll er bey seinem gethanenn eide, zu stundt ann das vberige in seinem beysein wiederumb zum vorrath in die Pfann werffenn lassenn. Welcher Bödermeister aber mehr ann das stuck geschlagenn, vnnd sein zal gennße mit gefangenn hette, dem soll der geschworne messer vnnd scheizer nit messenn, sonndernn den vonn stundt ann den Saltzgreuenn, Rendtmeister vnnd Saltzwartenn annzeigenn, derselbe soll so offt vnnd dick einer das vbertritt, mit einem thaler zur buße zugebenn gefreuelt haben, vnnd den zu stundt ann, ehr vnnd zuuor Ime wieder zu siedenn gestat werde, bezahlenn
Es soll auch kein Bödermeister mehr dann Ein achteil Saltzes im Bode zum vorrath habenn, des Saltzwerckes halbenn, darauf die geschwornenn mit vleis sehenn sollenn, wie dann bishero also gehaltenn wordenn ist. Dieweil auch mit dem aufhebenn des Saltzs vngleicheit gehaltenn, so sollenn die geschwornenn darauff mitt ernnst sehenn, das keiner vber Ein halbe Pfanne Saltzes vfhebe, Noch im Bodenn liegenn habe, Bey verlust des Saltzes, vnnd soll Ime mehr zu siedenn nitt gestat werdenn, alldieweil er im Bodt mehr dann ein halbe pfanne saltzes hette. Es sollenn auch die geschwornenn Saltzmesser vnnd Scheyzer1[?], Jeder seinenn Ime zugeordentenn Bodermeistern, vf der Reige hero nacheinannder, wo lade leute sein, vnd fur den Bodenn haltenn, messenn, vnnd darin kein Partheiligkeit, oder vortheil brauchenn, sonndernn darin gleiche ordenung haltenn, vnnd damit solchs vonn stadt gehe, so sollenn sie vf die ladetage Winter zeit morgenns zu sechs vhr, vnnd nit ehr, vnnd im Sommer wann mann die darzu geordennte gewönlich glocke leut, zu messenn annfahenn,
Unsichere Lesungen
Z. 13: Scheyzer — Amtsbezeichnung, Lesung unsicher
Wann aber der erste oder annder Bodermeister zu frisch ausgeschlagenn, vnnd das saltz noch nit ganntz trockenn were, so soll er dasselbe Saltz nit messenn, sonndernn ann den anndernn nehistenn seinenn meisternn, nach der Ordnunge, welches saltz am trockennsten ist, anfahenn erst zu messenn, vnnd so forthann, Was auch die Pfann buße betrifft, soll ein Jeder geschworner in seinenn Ime zugeordenntenn Bodenn, rechnen vnnd annzeigenn, aber die schatzwercke, sollenn sie mit vnnd nebenn dem Pfannenn meister versehenn, vnnd anweisung gebenn helffenn, bey Irenn eidenn vnnd pflichtenn, so sie gethann habenn, Die geschwornenn Saltzmesser sollenn auch keinem Eseltreiber, Saltz vor frucht messenn, sie habenn dann die frucht in den Bodenn, vnnd gesehenn, das der Boder die frucht empfanngenn vnd bekommenn habe, Die vier alb, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr, hieuor den Bödernn vor das trannckgeldt aus gnadenn ein zeitlanng vonn Jedem wercke zunehmenn zugelassen, sein verordennt, zu erhaltung vnnd ausbesung1[?] des Wildenn wassers, nun hinfurter zugebrauchen, damit
aber die Böder diesenn wintter sich wiederumb erholen, sollenn Ihnenn die halb ausgnadenn bleibenn, vnnd die annder helffte, die kunst vnnd das wilde wasser zuerhaltenn vnnd auszuösenn, gebraucht werdenn, so ferne es die Furstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe zu Cassel also bis vf Osternn mit verwilligenn, vnnd das bey Ihnen zuerhaltenn ist, Habenn solchs also gewilligt, vnnd Ihnenn gefallenn lassenn, Doch zu endering vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, Hundert ledernn Eimer seindt zumachenn bestelt, sollen vonn den zweyenn alb bezalt werdenn, sonnst hettenn die vom Bodenn darann mit bezahlenn müssenn, Item zehenn feuerhackenn, seindt auch zumachenn verdingt, sollenn gleicher gestalt bezalt werdenn, nit mehr dann der Centner zwene1[?] guldenn drey ortt kostenn, Actum Sodenn am Donnerstage Galli den 16 Octobris Anno 50. Justus Pistoris sst.2[?]
Unsichere Lesungen
Z. 15: zwene — Zahlwort, Endung unsicher
Z. 18: sst. — Unterschriftskürzel, Lesung unsicher
Anno 51. den 16. Januarij seindt nachbenennte geschwornenn, zu Scheyzernn vnnd Saltzmesternn zum Sodenn, von neuenn dis 51. Jar zudienenn bestelt, vnnd in pflicht genommenn, soll Jedem Jars acht guldenn zu Lohne werdenn, vnnd weil der vorigenn acht scheyzer zu wenig, auch eins theils erlaubnus gebettenn, seindt anndere, vnnd nun dreyzehenn scheyzer geordent, wie volgt, Nemblich, Jacob Grunewaldt Jorgius Scheuffler1[?], Cuntz Schimpff, Hanns Moschelmann2[?], Augustin Wennth3[?], Hanns Steel, Jeronimus Haderheintz Hanns Kremer4[?], Peter Bell Hanns Meyder Opffermann, Schweitzer Hanns Gunther Sferber5[?], Futtenn6[?] Hanns, Habenn gelubnus vnnd Ir Jeder einenn leiblichen eidt diesenn gethann mir Jostenn, bey Renntmeisters vnd Saltzwarttenn Summa dreyzehenn geschwornen, Jedem sechs Boden
zuersehenn, sollenn wintter vnnd Sommer zeitt, wann mann leut, zumessenn annfahenn, damit das Saltz gnugsamb trockenn, vnnd die Berner1[?] gefurdertt werdenn, vnnd sollenn alle wintters zeit fur einer vhr nach mittage aller gemessenn habenn, Welche meister aber sich selbst seumenn, vnnd nit furdernn, die sollenn darumb gebust werdenn, Ordenung des Saltzpackenns vnnd vfmessenns zum Sodenn, Dauonn2[?] habenn die Saltzgreuenn den beuelch, das sie alles Saltz, so Jederzeit vnuerkaufft im Bodenn liegenn bleibt, vonn den Sodernn sollenn annehmenn, Inn fasse vnnd Tonnenn, so viel sie der habenn Packenn, vnnd den Renndtmeister bezahlenn lassenn, Welchs sie dann furter zu den Saltzschleissernn zugebrauchenn, vnd zuuertreibenn habenn, vnnd gibt mann Jzo vonn einer Pfannenn Saltz zuwasser, vonn allenndorff gein Cassell zubringenn, dem Schiffmann dieser zeitt sechzehen alb, vnnd dauonn zu Mündenn zu Zoll einen albnn3[?], wie solchs bey lebenn vnnd Zeitenn Weylanndt
des alttenn Hertzogk Erichs seligenn Hochlöblicher gedechtnus, zugelassenn vnnd verhanndelt ist, aber dem Schiffmann gibt mann Jars nach gelegennheit, das er viel saltzes gein Cassell führt, Ein oder zwey achteil saltz Ims gedinge zu Hausteur, Vnnd solche fasse vnd Tonnenn zuzuschlagenn, vnnd zubindenn, so helt mann einenn Bodicker Im Sodenn, der hat dauonn seinenn gedingtenn lohnn, wie solchs der Renndtmeister Inn seinem Register hat, vnnd verrechent, so gibtt mann den Bodickernn zu Eschwege, Grebenndorff, vnnd Wanfriedt vonn einem fasse, so mehr dann halb fuederig sechzehenthalbenn alb, vnnd die Bodicker mussenn das holtz selbst kauffenn, Alleine das man Ihne das Buchenn vom Seulingswalde verkaufft hat, Desgleichenn lest mann zu Hedemin1[?] vnnd Karke2[?], auch fasse vnnd Buchenn Tonnenn machenn, die habenn auch Ire sonndere gedinge, wie in der bezahlung zuuernehmenn, So kann mann zu Cassell vom Geholtze darumbhero, vnnd sonnderlich zu Witzennhausenn dem gemenge des kauffunger Waldts auch etliche fasse machenn lassenn. Wann dann kein ledige gefesse, oder
Unsichere Lesungen
Z. 15: Hedemin — Ortsname, wohl Hedemünden
Z. 15: Karke — Ortsname, Anfangsbuchstabe unsicher
geschirre mehr zufüllenn furhanndenn, so sollenn sie die verordenntenn Saltzkastenn auch füllenn, doch in Jedenn nit mehr dann drey oder vierdthalb Pfannenn, vnnd das Saltz darin nit stossenn noch trettenn, sonndern mit fugenn gemechlich darin thun lassenn, vnnd dann also wann die schlacht zeit kompt, vnnd es Im Bodenn ann Saltz manngelt, als dann einenn kastenn nach dem anndernn vfthun vnnd verkeuffenn, damit man den führleutenn helffenn kann, vnnd doch kein verlust gerechet1 werde, dann hievor am vf[übergeschrieben: ge]schüttenn saltz alwege der funffte theil, vnnd Jars wohl in die funfhundert guldenn verlohrenn vnnd abganngenn, welcher schadenn hiedurch vorkommenn ist, vnnd seindt der zeit die führleute damit wohl zufriedenn, vnnd damit solchs ohnn verdacht gehanndelt werde, vnnd zugehe, So soll die ordenung wie solchs Jtzo gehaltenn wirdt, mit aufschreibung des Inn vnnd außmessen des Saltzes, auch beschließung mit drey oder vier schlüssell der Saltzkastenn vertheilt gehaltenn werdenn, wie davonn in der Ordenung der geschwornenn Schetzer vnd Saltzmesser weitter gemelt wordenn ist,
Damit auch der Straum vnnd die Schiffart vf der Fulda zwischenn Cassell vnnd Mundenn, beide denn Mundischenn vnnd anndernn, so solchs am allermeistenn geprauchenn, offenn gehalttenn, vnnd nitt verbauwet werdenn, Habenn wir hievor vnnserm Schultheissenn zu Cassell derwegenn bevelch gethan, solches also frey offenn zuhaltenn, vnnd keins wegs ann keinem ortte, mit nichtenn zubauwenn, zulassen, Damit die Schiffe vf solchem straum frey vnnd vngehindert, vf vnnd abe gehenn könnenn, Das gereicht beidenn Furstennthumbenn Lanndenn, vnnd Leuthenn zu ersprieslichem gutem nutzenn, des soll sich ein Jeder, Jtziger vnnd kunfftiger vnnser Schultheis zu Cassell mit ernnst also vleissigk vnnd vnweigerlich gehaltenn, Benebenn der Polliceÿ Ordenunge publicirt zum Sodenn den 16 Augusti Anno 51. Dieweil mann befindet, das der geschwornenn schetzer vnnd Saltzmesser zum Bodenn etliche in Jrem dienste vnnd ampte bis dahero vnnfleissigk, vnnd den Jhren
gethanenn eidenn vnnd pflichtenn nach nit gnugsamb fürgewesenn seindt, Daraus ervolgt, das sie Jre kinder vnnd gesinde, das maß vnnd messenn zuversehenn bevohlenn, auch etliche Boder vnnd ladeleutenn, abwesenn der geschwornenn selbst gemessenn, alles Jrenn eidenn vnnd pflichttenn zu wieder, vnnd dann Jhnenn gleichwohl Jre bestellung vnnd besoldung genntzlich vergnügt wirdt, Damit dann solcher vnnfleis abgestelt, der Ordenung also gelebt, vnnd die geschwornenn Bodermeister vnnd anndere, des gnugsamb verwarnet sein, So ist das die straffe der vbertretter geschwornenn vnd Bodermeister, das welcher geschwornenn vnnd schetzer seinenn zugeordenntenn Bodernn nit selbst das Saltz mist, Oder vonn denn Beamptenn erleubnus hatt, der soll des geschwornenn ampts, vnnd auch seins Bodts zustundt, sonnder alle außflucht sich selbst enndtsetzt habenn, Desgleichenn ein Jeglicher Böder soll alsbaldt seines Bodts enndtsetzt werdenn, vnnd in einem Jare nit wieder darzu kommenn, noch zum Bodenn meister sein, darnach wisse sich ein Jeder zurichtenn, Signatum Cassell den 14. Augusti Anno 51. Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn verordennte Saltzgrevenn zum Sodenn,
Hochzeit vnnd kindtauffe sollenn der ordenung gemes gehaltenn werdenn, Innsonnderheit das vf ein kindttauff vber acht personn nit seÿenn, Sollenn nur zwo stunde eine malzeit halttenn, auch darnach die Gevatternn oder kindtbetterin nit vberlauffen, alles bey busse dreÿ guldenn, so offt vnnd dicke das verbrochenn vnnd vbertrettenn wirdet Signatum ut supra Desgleichenn ist zuvor Gottslesterung, Ehebruch, vnehelich beÿleger, volsauffenn, Spielenn, vnnd anndere laster in der Polliceÿ Ordenung verbottenn, bey der darin verleibtenn straffe zuvermeidenn, abermahls verkundiget, Verordenunge vnnd Bevelche die gebewe der Landtstrassenn im Klebe betreffen Anno 53 Nach dem vnnser gnediger furst vnnd herr verschienen funf vnnd vierzigstenn Jars vnnter anndernn zu Allenndorff ann der Werra verordennt, das alle wege vnnd strassenn zum Saltzwercke gebauwett
vnnd gebessert, vnnd das solchs Inn Jedes feldtmarck also zugeschehenn verschafft werdenn solt, aber doch bis dahher vber vielfaltigs fleissigs annhaltenn nit beschehenn, Dieweil dann daselbst im Klebe ein alter mann, der solche strassenn zum theile bauwenn solt, durch Hochgedachtenn vnnsern gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeine Pfenner vnd etliche dorffe im Gerichte Bilstein1, mit steur vnnd almusenn vnnderhaltenn wirdt, welcher auch von Jedem wagenn zwene Heller, vonn alters bisdaher vnnd noch zu wege geldt vfgenommenn, sich auch mit Holtz zum feurwercke vonn vnnsers gnedigenn Herrn geholtze, daselbst erhelt, ab doch dasselbig auch nit gnugsamb oder betlich, So ist furtreglicher vnnd besser anngesehenn, Dieweil verschienenn Jars vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrn wegenn solche strassenn etwas gebessert, etliche Steynern Bruckenn, Steinwege gesetzt vnnd newe wege gebrochenn wordenn, vnnd der alte mann im Klebe seinenn ort zubauwenn nit vermagk, das dieselbe besoldung, wege geldt vnnd almuß gefalle, vnnd
durch vnnsers gnedigenn Herrnn Zolner zum Sodenn, von Jeder Pfanne Saltzes vonn menniglichenn vier Heller nebenn dem Zolle vnnd schatz Hellernn hinfurter zu wegegeldt vfgenommenn werde, davonn soll der Zoller fur den Saltzgrevenn Jerlichs sonndere rechnung thun, vnnd könnenn also Jederzeit darmit alle wege vnnd strassenn, wie die hohe nottürfft erfordert, sonnder vnnserm Gnedigenn herrnn erlegenn, vberorts1[?] gebessert vnnd erhaltenn werdenn, also das der wege halbenn keine klage sein solte, So durfftenn die Stadt vnnd Rats herrnn, auch die Burger vonn Allenndorff, vnnd die dorffleute dem Klebmann nichts gebenn, vnnd wirdt auch das holtz des mann zum Saltzwergk viel habenn muß gespart, das sehenn also vonn wegk vnnsers gnedigenn herrnn, wir ffgl. bevelchaber vnnd Saltzgrevenn zu Jrer fl. gl. vnnd gemeiner Landtschafft bestenn, fur nutzlich vnnd gut ann, Doch zu gefallenn vnnd vf bewilligung Jrer fgl., vnnd das auch solch geldt kunfftiglich nirgennt anders zu, dann alleine zu besserung der Landtstrassenn, Bruckenn Wege vnnd Stege, oder sonnst zu gemeinem nutzenn
gebraucht vnnd anngelegt werde. Signatum Marpurgk den 14. aprilis anno 53. Justus Pistoris } sst. Valtin Schuldt } Johann Bartholmes Christoff Hombergk, Saltzwardt, } sst Jacob Schröder Schultheis Weil obberurte verordenunge zu besserunge der Lanndtstrassenn mit vnnser vonn Gots gnadenn Lanndtgraven Philipsenn zu Hessenn, Graven zu Catzennelnbogenn wissenn vnnd bewilligung geschehenn ist, auch solch geldt nirgennts annders dann zu gemeinem nutzenn gebraucht, auch darauf niemandts gefreyet, oder verschonet werden soll, So habenn wir vnns hierunndenn mit eigenn hanndenn gezeichnet, Geschehenn zu Marpurgk den 25 Aprilis Anno 53. Philips L.1[?] zu Hessenn. sst. Es sollenn auch beide vnnser Lanndtvogt, so wir kunfftigk verordenenn würdenn, Saltzgrevenn, Renndtmeister vnd Saltzwardt mit vnnd benebenn beidenn Pfarhernn in
der Stadt Allenndorff vnnd Sodenn, vnnser Stifftung vnnd verordennte almusenn, so wir hievor ad pios usus Gottes diener, vnnd den armenn mitzutheilen ewiglich verordennt vnnd gegebenn habenn, fleissigk vnnd treulich ausrichtenn helffenn, die Rechnung Jedes Jars davonn hörenn, vnnd sich alles Innhalts derselbenn bey den Pflichtenn vnnd straffenn, darin verleibt genntzlich gehalttenn, Wie volgt. Fundation vnnd Stifftung vnnser Lanndtgravenn Philipsenn der zwey hundert Guldenn Jerlicher Pension aus dem Saltzwergk zu1[?] Gottes ehrnn verordennt Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraff zu Hessenn Grave zu Catzennelnbogenn Thun kundt hieran offenntlich ann diesem vnnserm brieffe, fur vnns vnnser Erben vnnd nachkommenn, Jegenn menniglich bekennende Nachdem vnnser vorelternn vnnd wir bis daher vff dem Saltzwergk zu Allenndorff Im Sodenn zwey Hundert Goltguldenn Jerlicher Renthe fallenn gehabt, So habenn wir dem Almechtigenn Got zu lobe, ehre, vnd
Preis aus guter vorbetrachtung, das gelerte leut erzogen, vnnd das gemeine armut in der Stadt Allenndorff bedacht vnnd gefurdert wurde, vnnd also bevorab zu lob vnnd ehre Got dem almechtigenn, vnnd zu furderung gemeynes nutzenns verordennt, gesatzt, vnnd gestifft, das hinfurt dieselbigenn zweyhundert guldenn Jerlicher zinse, so vnns die Pfenner liefernn sollenn, zu Gottes ehrenn gebraucht werdenn, vnnd darmit sie solche zwey Hundert goltguldenn, soviel desto williger enntrichtenn, So habenn wir Jhnenn gnediglich gegönt, das sie noch ein Bodt zu den altenn — 421 Bothenn bawenn vnnd dieselbigenn nutzenn zu Jrer aller bestenn einnehmen sollenn, vermöge des vertrags zwischenn vnns vnnd Jhnenn vffgericht, vnnd soll solche stifftung gehalten werdenn, vf masse vnnd wege wie nachstehet. Thun, Ordenenn vnnd setzenn dieselbige vnnser Stifftung hiemit in Krafft dieses vnnsers brieffs, bestenndigst vnnd krefftigst, so solchs Immer geschehenn kann, soll vnnd magk, also das vnnsere ampts bevelch haber, so wir Jederzeit zu Allenndorff habenn werdenn, desgleichenn die zwene Pfarhernn, zwene des Raths, drey Kastenmeister, die Elttestenn, vnnd ein mann aus den
Sodenn, sollenn semptlich vor denselbigenn zweyhundert guldenn Jerlicher zinse, die sie allwege vonn Quartalen zu Quartalen, vonn den Pfennernn einnehmenn sollen, vnnd alle Jar achtzigk guldenn gebenn, vier Studenten, die aus Allenndorff geborenn, armer Leute kinder, die sonnst zur Hohenn schulenn nit erhaltenn könnenn, vnnd die zum Studio am tuglichstenn vnnd geschickstenn sein, vnnd das dieselbigenn Studenten sollenn Theologiam fur allenn dingenn studiren, auch sich dieselbigenn ehe dann sie zu solchem Stipendien der 20 fl.1 gelassenn, sich mit Jrenn hanndtschrifftenn verpflichten Theologiam fürnehmblich zu studiren, vnnd so sie erwachssenn zimbliche kunst, vnnd alter erreichenn, vnnd zu Pfarhernn erwehlet werdenn, vonn den Superintendenten, das sie auch also solchenn diennst des wortts nichtt außschlagenn, Sonndernn sich darzu gutwillig brauchenn lassenn, das er sich in seinem lebenn dermaßen haltenn, vnnd schickenn wolle, damit er lebenns vnnd wanndels halbenn, nicht möge gedaddelt2 werdenn, vnnd wo das nit geschehe, Soll er den drittenn theil der empfanngenen Stipendien, so baldt er das vermog wieder zugebenn, schuldigk sein, Vnnd
Darumb soll mann auch keinenn knabenn darzu kommenn lassenn, er seÿ dann 15. Jar volkomlich alt, vnnd werde vom Pfarhernn vnnd Schulmeisternn zu Allenndorff zuvor examiniret vnnd erwehlet, vnnd darnach vom Rathe vnnd Castenmeisternn Jegenn Marpurgk fur die Professores Inn die Vniuersitet geschickt, die Jhnenn auch examiniren, vnnd fur tuglich oder vntuglich erkennenn, vnnd als dann, wo Jne für tueglich vnnd geschickt, zulassenn, vom Rathe vnnd Castenmeisternn ohnn alle gifft oder gabe præsentiret werde, vnd so er dermassenn erwehlet wirdet, vnnd sich recht helt, So soll Ime solch Stipendium acht Jar lanng gein Marpurgk zum Studio gereicht werdenn, Damit man aus demselbigenn Pfarhernn erziehenn möge, vnnd soll vonn obgemeltenn vnnserm verordenntenn des Jars einmahl beÿ der Vniuersitet erkundigung gethann werden, wie sich dieselbigenn Studennten, Jn Jrem Studio vnd wanndell annlassenn, vnnd haltenn, vnnd wann sie glaublichenn bericht enndtpfahenn, das sich vnnder denselbigen einer oder mehr vnnfleissigk oder sonnst strefflichs wandels hieltenn, So sollenn die den oder dieselbigenn abfordernn, vnnd anndere ann derselbigenn stadt verordenen,
Damit sie zu kunst vnnd tugenndenn gehaltenn, vnnd dieses vnnsers Stipendium nicht mispraucht werden, Zum anndernn sollenn sie alle Jar vierzigk guldenn den armenn Leutenn hie zu Allenndorff in Spitahl gebenn, vnnd darauff sehenn, das es ohnn notturfftige1 dinge den armenn wohl anngelegt, vnnd vnnder sie außgetheilt werde. Ferner so sollenn sie mit grossem vleis erkundigung thun, was Jederzeit fur rechte arme Hausleute zu Allenndorff sein, die sich die tage Jres lebenns Jrer arbeit beflissenn, die auch fromme Gotsfurchtig vnnd gutenn wanndell führen, denenn sollenn sie vnnderhaltung, Jrer kinder, vnd auch Jrer selbst Personenn des Jars vierzigk gulden mittheilenn, vnnd in selbigenn keinerleÿ furderunge auch sonnst nicht annsehenn, annders dann dieser artickell meldet, damit die frommenn vnnd gutherzigenn fur den heillosigenn vnnd Gottlosenn erkandt vnnd vnnderhaltenn werdenn, Zum letztenn, vf das Gottes furcht, auch ehre vnnd tugenndt fur augenn gehapt vnnd gelibt werde, So wollenn wir das die obberurtenn Verordentenn
die vbrigenn vierzigk guldenn, frommenn armenn Megdtenn, armenn Burgers kindern aus Allendorf, die sonnst keine hulff habenn, Jeglicher nach gelegenheit vnnd gut bedunckenn der Verordennttenn gegebenn werdenn sollenn, vnnd mit solchem gelde Jhnen zu ehrenn helffenn, vnnd sollenn soviel muglich mitt Gottes verleyhung darann sein, das sie wohl verheurath vnnd bestattet werdenn, also wann sie mit kindernn befallenn, das sie dieselbigenn in Gottes furcht vnnd aller dinstbarkeit vnnd gehorsamb aufziehen mögen, Diese vnnser Stifftung, soll also wie gemelt genntzlich volnzogenn, vnnd gehaltenn, vnnd darin in keinem weg vonn niemandts ennderung furgenommen werdenn, Wie wir solchs allenn vnnd Jedenn vnnsernn amptsbevelchhabern, so Jederzeit hie sein werden, auch den anndernn Personenn hierobenn gemeltt, sampt vnnd besonndernn Inn Jre eidtspflichtenn, auch derselbenn heil vnnd wolfart, wie sie das für vnnsers Herrnn vnnd seligmachers Jesu Christi strenngenn gerichte verhoffenn zugeniessenn, ernnstlich vnnd treuwlich bevohlenn habenn wollenn, Zu welcher
außrichtung der almechtige wolle seine gnade vnd Barmhertzigkeit verleÿhenn, das solche Donation vnnd stifftung zu seinem lobe vnnd besserung vnser aller gerathenn vnnd gedeyenn muge. Gebenn vnnder vnnserm hierann gehenngtenn Secret vnnd hanndtzeichenn zu Allenndorff ann der Werra, am Freytage nach dem Sonntage Jubilate Anno 1538. Philips Lzu1 Hessenn sst. Vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn bewilligung das nun hinfurter die Achtzigk Guldenn vnnter dreÿ Stipendiaten aus Allenndorff geteilt sollenn werdenn Actum den 4. Februarij Anno 53 Vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgrave Philips hat aus sonndernn beweglichenn vhrsachenn heutt dato gnediglich verwilligt vnnd zugelassenn, das nu hinfurter die achtzigk guldenn, so aus der fürstenn steur zum Sodenn vf vier Stipendiaten zu Marpurgk
zuerhaltenn, Jerlichs geordennt, vf dreÿ Stipendiaten getheilt, vnnd die damit Innhalt der fundation, daselbst in Studio vnnderhaltenn werdenn sollenn, alles bis vff weitter Jrer f. gl. verordenunge vnnd bescheide. Signatum Homberge den 4. Februarij anno 53. Philips L zu Hessen sst. Den Meissner betreffenndt Philips vonn Gotts gnadenn Lanndtgrave zu Hessenn, Grave zu Catzenelnbogen Liebenn Getrewenn, Demnach wir vor vngefehr sechzehenn Jarenn, in erbauwung vnnsers Saltzwercks zum Bodenn, vnnd zuerhaltung desselbigenn verordennt, das der Innhanng ann vnnserm geholtze des Meißners nach Allenndorff zu, vom Branndtsroda an vber Frannckennhain, Wolffteroda vnnd Ferkenrode hin, bis ann die beforstung vnnsers Jtzigenn forsts zu Germeroda gebraucht vnnd gehegt werdenn soll, So
werdenn wir doch bericht, das gar vnnfleissigk, durch vnnser furster damit zugesehenn werdenn soll, Darumb bevehlenn wir euch in gnadenn ernnstlich, das ihr mit ernnst vnnd vleis darauff sehet, das solch vnser geholtze am Meißner berurts dircks1, allein zu vnnserm Saltzwerck vnnd sonnst nirgennts annders hin gepraucht vnnd gefurt werde, dann viel Holtz zum Saltzwerck Jerlichs vonn nötenn sein will, wollen das also, vnd danch2 das vleissige zuhegenn gehapt habenn, Das thun wir vnns also mit ernnst zu euch versehenn, vnnd seindt euch zu gnadenn geneigtt Datum Cassell am 5. Martij Anno 54. Vnnsernn Saltzgrevenn zu Allenndorff zum Sodenn vnnd liebenn Getrewenn Jost Berbernn3 vnnd Valtin Schuldt, Prtat.4 Sodenn den 8. Mar: Ao 54. Gemeiner Bevelch vnnd Beschlus Das alle obberurte Verwalter, Saltzgrevenn, Renndtmeister, Saltzwarte, vnnd die anndernn diener, alle
vnnser zufellige amptssachenn zu Allenndorff vnd Soden, mit vnnd nebenn einannder Jederzeit verrichtenn, vnd insonnderheit was vonn vnnsert wegenn zubauwenn, mit ernnstem vleis zum bestenn gefertiget zuwerdenn, treulich zufurdernn, vnnd vfsehenns habenn, sich keiner vf den anndernn verlassenn, Sonndernn ein Jeder solchs treibenn, als ginge es Jhnenn selber vnnd alleine an, Zu dem, sollenn auch alle vnnsere hierin Beampte diener wie obstehet, das saltzsiedenn zum Sodenn also vnnd dermassenn ordenenn vnnd verschaffenn, das eins Jeden Jars vf beidenn dem newenn vnnd altenn Saltzwergke, vnnter vnd weniger dann Sechstausenndt wercke oder Pfannenn Saltzes nit gesottenn werdenn, Wo aber vnnser Herr Gott in den Weldenn, eins oder mehr Jars mast verleyhet, vnnd mann mehr wercke, Sohlen vnnd Holtz halber siedenn vnnd verschliessenn kann, Darann sollenn sie keinenn muglichenn vleis sparenn, das wir Jhnenn also samptlich vnnd Jedem Innsonnderheit Inn Jre eidtspflichte ernnstlich bevohlenn haben, vnnd vnns genntzlich versehenn wollenn,
Das Vierdte Buch. Darauff gebietenn vnnd wollenn wir, das ein Jeder vnnser obbenanten diener, souiel Jnen hierin betrifft, dem also fur vnnd fur gestracks vnweigerlich[?]1 nachkomme, vnnd gelobe, darauß nit schreite, noch einich Punct ohnn vnnserm vorwissenn vnnd bewilligung verendere, alß lieb einem Jedenn vnnser gnade vnd schwere vngnade zuuermeidenn seij, Vnnd da wir hiewieder, oder auch die Ordenungk zum Bodenn, einichenn beuelche, ob der schonn durch vnns selbst vnderschriebenn were, außgingenn liessenn, So sollenn doch die Saltzgreuenn vnns des zuuor Jren bericht thun, vnnd der ordenung erJnnernn, ehr sie dem Volnziehung thun. Wollenn auch die vbertretter darumb vngestrafft nicht lassenn, darnach wisse sich ein Jeder zurichtenn, Vnd vrkundt das diese obgeschriebenn vnnser ordenunge Satzunge vnnd gebotte vnnd ein Jeglich stucke in sonderheit von einem Jeglichenn Beamptenn, so viel die einenn Jedenn betreffenn, stette, veste vnd vnuerbruchlichenn sollenn gehaltenn werdenn, So
Das Vierdte Buch. habenn wir vnns mit eigenn Handenn hierunder gezeichnet, vnnd vnnser Sigill darauf wissentlich truckenn lassenn. Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff ann der Werra, den erstenn tage des Monats May anno Domini Funfzehenn hundertt Funfzigk vnnd vier.
Das Vierdte Buch. Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn Graue zu Catzenelnpogen, Dietz, Ziegennhainn vnd Nidda Vnnd wir Burgermeister vnnd Rath der Stadt Allenndorff ann der Werra, thun kundt hierann offentlich bekennennde, Nach dem der almechtig Gott, hie ann diesem ort, ein sonnderliche gnade des Saltzbornns erzeigt hat, welches dieser Stadt Allenndorff, auch den armenn in den Bodenn, vnnd darzu Landenn vnnd leutenn zu vielem gutenn gereicht, vnnd aber wir befindenn, das in diesenn zeitenn, viel raumenns, Rodenns vnnd verwustenn der geholtz beschicht, do man doch sonnderlich ann denenn dermassenn gelegenen orttenn der geholtze, dem Saltzwercke gar nit enndtrathenn kan, vnnd wo solchem raumenn, Rodenn vnnd verwustenn der gewelde, durch vleissige ernnste vfsehung verbot vnnd straff nicht vorkommenn, das auch zu letzt hie zu diesem Saltzwercke zubesorgent holtz gebrestenn, vnnd dennach nicht allein, diese am saltzwercke theil habenn schadenn leidenn, sonndernn auch vnnsere des Lanndtgrauenn Lanndt vnnd Leute ann saltz mangeln, vnnd abgang habenn wurdenn, Das wir
Das Vierdte Buch. der Lanndtgraue beuohlenn, vnnd wir Burgermeister vnnd Rath vff vnns genommenn vnd versprochenn habenn, das wir alle vnnd Jede geholtze, so wir dieser zeitt, vnnder vnnd in vnnsernn Hanndenn habenn, hinfuro in ernnster vnnd vleissiger vfsehung vnnd acht habenn, Hegenn, vnnd keinem mennschenn, der seij wer er wolle, gestattenn, noch auch zusehenn sollenn vnnd wollenn, das er einig stuck, desselbenn seij viel oder wenig, raume oder rode, Wir der Rath zu Allenndorff sollenn vnnd wollenn auch, so offt wir Gericht haltenn, das raumenn Rodenn, vnnd vnerlaubt hawenn im geholtze verbietenn, vnnd die Hege gebietenn, alles beij leibstraff, welche die Jehnenn so wieder solch gebott vnnd verbot freuenntlich hanndelnn, verfallenn sein vnnd gewartenn sollenn, vnnd sollenn vnnd wollenn die vbertretter freueler, vnnd verechter, mit ernnst vnnd vnachlessig, nach gestalt ihrer vbertrettung straffenn, alles darumb damit das Raumen, Rodenn, vnd verwustenn der geholtze gar vnd zu volg abgestelt, die gehöltze zugehaltenn wieder in Hege, vnd zu vfwachsung vnnd volkommener besserung bracht vnd solche gehöltze
Das Vierdte Buch. ferner zu notturfft vnnd gelegennheit dem Saltzwerck zum bestenn, mit der zeit gebraucht werdenn mugenn Wir sollenn vnnd wollenn auch nicht gestattenn, das von newenn Weinberge, vmb Allenndorff oder die Bodenn, gemacht werdenn, Dieweil mann befindet, das die Weinpfele dem geholtz grossenn schadenn thun, auch die arbeiter vnnd taglohner, so in geholtzenn zum Saltzwerck holtz vnnd wellenn hawenn soltenn, stets in Weinbergenn arbeitenn, doch vnns den von Allenndorff sonnst ann vnnser gerechtigkeit, vnabbruchlich, Des zu vrkundt habenn wir Lanndtgraue Philips vnnser Furstlich, vnnd wir Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff der Stadt Jnnsiegell hierann henckenn lassenn. Gebenn vnnd geschehenn zu Allenndorff ann der Werra den erstenn tag des Monats Maij Jm Funffzehenn Hundertenn Funffzigk vnd vierten Jahre. Philips L zu Hessenn sst.
Forst Ordnunge Wir Philips vonn Gottes gnadenn Landtgraff zu Hessenn, Graue zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegenhain, vnnd Nidda, Fugenn allenn vnnd Jedenn vnsernn Amptleutenn, Amptknechtenn, Beuelchhabernn vnnd vnderthanenn, In vnsernn amptenn Allenndorff ann der Werra, Eschwech, Ludwigstein, vnnd Wanfriedenn zu wissenn, das wir glaublichenn bericht werdenn, das etzlich Jar hero vnsere vnnd andere gehöltz vnnd gewelde, durch sie die vnderthanenn, mit raumen, rodenn, vnnd verhauenn, mercklich beschedigt, vnnd zum theil verwustet seyenn, darab tragenn wir nit gering misfallenns. Nach dem wir dann dergeheltze vnnd gewelde, in vorgenanntenn vnsernn ampten vnnd gerichtenn, zu grossenn vnd notwendigenn sachen, vnser vnnd vnserer lannde vnnd leute bedurffenn, So gebietenn wir hiermit ernnstlich, vnnd wollen, das hinfuro kein mann, der sey wer er wolle, in vnsern ampten vnd gerichtenn, in Stedtenn oder dorffenn, Eschwe, Allenndorff, Ludwigstein, vnnd Wannfriedenn gesessenn,
sonnderlich vnnd furnemblich in den Ludwigsteinischenn gehöltzenn, Item am Rorbenberge1[?], am Meißner, am Petersberge, am Bramberg, auch am vnnd in den Allendorffischenn geholtzenn, einiges stuckenn, das sey gros oder klein, rode noch raume, oder rodenn noch raumen lasse, vnnd das vnsere amptleute, ambtknecht vnnd Beuelchhaber vleissige vffachtunge habenn, ob einer oder mehr sein wurdenn, die diesenn beuelch vberschrittenn, den oder dieselbigenn sollenn sie vor Gerichtt stellenn, vnnd als einenn vergessenen seiner eide vnnd pflichte, vnnd einen der sich freuentlich seiner Obrigkeit wiedersetzet, vnnd seiner ordenntlichenn vnd vonn Got geordenntenn Obrigkeit, Hocheit vnnd gebott veracht, vmb leib vnnd lebenn in vnsernn nahmenn annclagenn, vnnd daruber die Scheffenn erkennenn lassenn, was recht sey, vnnd dann vnns vonn dem allenn, vnnd was die verwirckung, auch was darauff erkenndt sey, vnderschiedtlich vnnd klar berichtenn, So wollenn wir darauf bescheidt gebenn, wie die straf soll volnstreckt werdenn. Vnd nach dem wir auch berichtet werdenn, das etliche vom Adell vnd
anndere so eigene geholtz gehabt, vnnd zum theil noch habenn, Ire geholtz ausrottenn, vnnd ausrodenn lassen, Darmit sie souiel mehr zins vnnd zehenndenn habenn mugenn, Vnnd darnach sie vnnd Ire vndersassenn sich zu vnns vnnd vnsernn vnderthanenn Inn vnser gehöltz, mit holtzunge vnnd hude tringenn, So wollenn wir dieselbigenn daruor gewarnet habenn, das sie Ire gehöltz nit ausrottenn, oder ausrodenn lassenn, auch darbenebenn Ihnenn gebottenn habenn, das sie solchs eintringenns mußig stehenn, Mit der vergewissigung, das in Iztbemeltenn falle einer oder mehr, Edell, oder vnedell Ire geholtz, oder gestreuch, ausrodenn oder ausrodenn lassenn, das wir Ihnenn vf vnsernn vnnd vnserer vnderthanen gehöltzenn, keine beholtzunge, noch hude gestattenn wollenn, dann auch Ire hirttenn vnnd Ire viehe, daruber vf vnnd in denn vnsernn, dohin sie sich zu vnns vnnd den vnsernn dringenn wollenn, kunfftiglich betrettenn vnd anngefallenn wurdenn, So soll das viehe Ihnenn durch die vnsernn genommenn, die hirttenn gefennglich eingezogenn, vnnd Jegenn den vbertretternn mit der straf aller massenn wie obgemelt gehaltenn werdenn. Wir wollenn auch, vnnd gebietenn ernnstlich, das mann in
vorgemeltenn vnsernn Stedtenn, amptenn vnnd Gerichtenn, alle mahl, wenn mann vngebottenn dinge oder sonnst gericht helt, diese vnsere verordenunge, offentlich vor allem beistanndt verlese vnnd verkundige, vnnd das solchs zum wenigstenn alle Jar viermahl beschehe, Wurde auch einer oder mehr vnser Beuelchhaber hierinne lessig, vnnd diesenn vnsernn beuelch nit nachkommenn, vnnd wir kemenn des in erfahrung, die sollenn dergleichenn straff gewertig sein, Welches wir also hiermit gesetzt, geordnet vnnd hinfuro gehaltenn habenn, auch euch allenn darumb hiermit offenntlich verkundenn lassenn habenn wollenn, Darmit dieses alles hinfuro also vor vnser verordenung gehaltenn werdenn soll, vnnd sich niemandt der vnwissenschafft zu beclagenn habe, Gebenn vnder vnserm hierauff getrucktenn Secret zu Allenndorff ann der Werra, den erstenn tage Maij Anno 1554. Philips L zu Hessenn Heinrich Lersener sst.
Ordnunge vnnd vergleichung der Gehöltz Jenseit der stadt Allenndorff ann der Werra, vnnd annders betreffenndt. Als dem Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd herrnn, Herrnn Philipsenn, Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzenelnpogenn, Vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, die Bodermeister zu Allenndorff in Sodenn, etliche menngell vnnd beschwerungenn, so Irenn vber vnnd wieder zuuor beschene verordnungenn begegenenn soltenn, vorbracht, Derowegenn ffgl. Irenn Cantzlarnn Heinrichenn Lersenernn, vnnd Saltzgrebenn Josten Berkern1 hieher verordennt, die dinge zuuerhorenn, vnd darin geburliche Innsehenn zu habenn, welche auch in gehorsamer volge ffgl. beuelchs erschienenn seindt, noturftige verhörung vnnd nachforschung gethann, So habenn sie dennach mit gutem vorwissenn vnnd willenn Burgermeister vnnd Raths der Stadt Allenndorff ann der Werra, auch der Pfenner verordenntenn Saltzgrebenn abgeredt vnnd betheidnigt2[?], wie volget, doch alles vf Jederzeit besser bedenckenn vnnd verordenen hochgemelts vnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn.
Erstlich betreffenndt die geholtze hie disseit der Stadt gelegenn, vnnd die dem Rathe zu hegenn in dem vertrage vnnd der Location zugelassenn seindt, die sollenn dermassenn der vertrage vnnd Location mitbringenn, in der hege bis sie zu scheidtholtz zu hauenn tuglich gehaltenn, vnnd wann die zu scheidtholtz zu hauenn tuglich, als dann zu scheidtholtz gehauenn, vnnd Inn Stadt vnd Inn die Bodenn verkaufft werdenn, alles vermuge vertrags vnnd Location. So sollenn auch dieselbenn geholtze, Sonnderlich der Stein durch verordennte vom Burgermeister vnnd Rath, vnnd vnsers gnedigenn fursten vnnd Herrnn zugeordennte Beamptenn furderlich besichtiget werdenn, vnnd so befindenn, das Reisholtz vnter dem altenn holtz vfgeschlagenn, das zu vnterhauen vnnd Wellennholtz zu machenn were, ohne schadenn vnnd mit befurderunge des erwachsenenn scheidtholtz, So soll solch Reisholtz ausgehauenn, zu wellenn gemacht, vnnd den fuhrleutenn in der Stadt, nach Innhalt dieser Ordenung vnnd vergleichung Inn die Bodenn zu fuhrenn verlassenn werdenn, Zum anndernn, soll mann hinfuro kein blinde los mehr machenn, sonndernn der los souiel machenn, als der
Personenn vnnd nahmenn seindt, vnnd vmb beforderung willen des Saltzwercks Jedem fuhrmann, der ein Burger ist zwey theil, den anndernn Jedem ein theil gebenn, Darzu mit diesem gedinge, Welcher, der sey wer er wolle, der sein theil nicht vor sein haushaltung behaltenn, auch nit selber vor die Sodenn bringenn wolte, der sols auch nicht wollenn, Sonndernn Innerhalb vierzehenn tagenn, nach beschener losung den Burgermeister vfsagenn, dieselbenn sollenn in beysein des Schultheissenn solch theil furter den fuhrleutenn In die Sodenn zu fuhrenn, vmb das geordennt Stambgeldt, vnnd nicht theurer lassenn, Wolte aber ein Burger etwas vonn seinem theil zu seiner Haushaltung behaltenn, vnnd das annder verlassenn, der soll dem fuhrmann im Holtz — 6 schock wagen wellen, vnnd — 7. schock esell wellenn vor ein thaler lassen, bey pen — 2 thaler, die Jeder der verkauffer vnnd kaufer, so offt sies verbrechenn, verfallenn sein sollenn, vnnd in dem in den nahenn vnnd ferrenn geholtzenn kein gefehrlich aussonnderung beschehenn, Es soll auch wann die los gegebenn, ein zeit benennt werdenn, in dero das geholtz werde gehauenn, auch aus den gehewenn bracht, Welcher darin seumig wurde, soll solch theil anndernn die das
heraus vnnd Inn die Bodenn bringenn, gelassenn werden, vnnd sollenn hinfure die los vnnd theil, souiel muglich ist, gleich gros gemacht vnnd ausgetheilt, vnnd darin kein geuerlicher vortheil gesucht, noch gebraucht werden, vnnd darmit aller verdacht vnnd vnwill desfals abgewenndt werdenn muge, so wollenn Burgermeister vnnd Rath bey das losenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern Schultheissenn zu Allenndorff Jederzeit fordernn, mit zuzusehenn, das darin kein vortheil gesucht werde, vnnd dieweil sie selbst befindenn, das die kleinenn geheuwe nit nuzlich, in dem das sie nit so vleissig gehegt werdenn, So wollenn sie hinfurter die geheuwe desto grosser machenn, vnnd allennthalbenn in ein solche ordenung bringenn, das die geheuwe in rechter guter mas vnnd ordenung bestehenn, auch treuwlich vnnd vleissigk gehegt werdenn, der Stadt vnnd dem Saltzwergk zubestenndiger befurderunge vnnd erhalttunge1[?], Zum drittenn soll hinfuro das Mas vnnd die Satzung der liefferung vnnd bezahlung des holtzes halbenn gehalten werdenn, wie die zuuor durch vnnsers gnedigen fursten vnnd Herren Saltzgreuenn vnnd beamptenn ist vfgericht
Unsichere Lesungen
Z. 17: erhalttunge — Strich durch ttunge, wohl Zierstrich
werdenn, Nemblichen Ein hauffenn gut Buchenn holtz vmb — 26. alb. Ein hauffenn Eichenn holtz 24. alb, acht steige wagenn wellenn — 1 thaler. Drey schock esell wellnn1 vmb ein thaler, in die grubenn geliebert vnnd bezahlet werdenn, vnnd soll auch in der Stadt Allenndorff, vnnd vnnder den Burgernn aus sonderlichenn Vhrsachenn, diese Ordenung vnnd satzung gleicher gestalt gehaltenn werdenn, Zum vierdtenn so auch einer aus den Bodenn einem auswertigenn Meintzischenn oder der Junckernn Mennern geldt auf holtz gethann hette, oder thete, Dasselbig holtz soll wissenntlich vnnd vfsetzlich vonn keinem Burger In der Stadt, dem Boder aus der hanndt gekaufft werdenn, vnnd soll ein Jeder Bodermeister, dem das begegnete, solchs vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Schultheissen vnnd Burgermeister anntzeigenn, die sollenn darin geburlich Insehenn habenn, vnnd verfugenn, das der Jenige, so also vom Bodermeister geldt vf holtz emdtpfanngen hette, den Bodermeister mit holtz bezahle, Doch mus mann Jegenn solchenn ausgesessenenn Meintzischenn vnd der Junckernn mennernn mit bescheidennheit hanndeln das mann sie nicht gar vor die köpff2[?] stosse, vnd sie dann
kein holtz mehr zufuhrenn, Zum funfftenn, Es soll auch kein Burger Jegen den Bodermeisternn, noch die Bodermeister vnter sich selbst, vber die vorgemelte verordenung vnnd satzung einige vorkauf, parthierung, betrug, ersteigerung, vorfortheilung, weder im kaufgelde, noch im mas, den anndernn zu nachteil treibenn, Zum Sechstenn, Sollenn Saltzgreuenn vnnd Beamptenn darauff sehenn, das der arme Bodermeister nebenn dem reichenn gefurdert, das Saltliegenn souiel Immer muglich verkommenn werde, vnnd derowegenn im fall einer ohnn sein löblich1 verschuldung ann holtz mangell, vnnd ein annder vberflussig holtz hette, das durch den so ein vberflus, dem der manngell hette, in zeitt der not, Jegenn geburliche wiederstattung, fursetzung vnnd furderung beschehe, doch dem anndernn auch ohne schadenn, dann niemanndts sein vleis vnnd fursichtigkeit zu nachteil gereichenn soll, Zum siebenndenn, die Esel wellenn sollenn dermassen vnnd nit höher als obenn vermelt, verkaufft werdenn, sie werdenn [übergeschrieben: dan] mit geldt, oder mit Saltz bezahlt,
Es soll auch diese vergleichung allenn vnnd Jedenn in dem vertrage der Location vnnd Ordnungenn zun Bodenn begriffenn, in keinen wege nachteilig, abbruchlich oder vergreifflich sein, sonnder alle geuerde, Geschehe vnnd gebenn zu Allenndorff den 3 Octobris Anno 55. Philips Lzu Hessenn sst1. Lehnbrieff vber den Altennstein bey Allenndorff. Wir Philips vonn Gottes gnadenn Lanndtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzennelnpogenn Bekennenn fur vnns vnnd vnnser Erbenn offenntlich ann diesem brieffe, vor aller menniglichenn, das wir vnnserm liebenn Getreuwenn Bernnharden vor sich, Ernnstenn vnnd hannsen, der noch vnnter seinenn vnmundigenn Jarenn ist, Geuetternn vnnd bruedert vonn Bischhausenn, zu rechtem Erbmannlehenn gelihenn habenn, vnnd Leyhenn Ihne Jegennwertiglich, Inn vnnd mit Krafft dis briefs, vnnser Schlos den altenn Stein, mit den Wustenungenn, Weydennbach, Aspach, Wussere2[?], vnd Sickenbergk3[?],
vnnd die Gehöltze Calenbergk vnnd Rachelsbergk1[?] vnd annders, mit holtz, feldenn, wassernn, weidenn, ackern, wiesenn, vnnd allenn vnnd Jeglichenn zugehörungenn, wie dann die vonn alters zu dem vorgenanntenn vnsernn Schlos altennstein, vnnd den ehegenanntenn Wustungk gehört hann, doch hierin ausgescheidenn, was zu vnserm Schlos Beylstein vnnd vnser Stadt allenndorf vonn alter bishero gehort hat, Des sollenn sie sich mit [gestrichen: Bruddern2[?]], vnderwindenn, noch vnns vnnd den vnsern kein Inntrage thun, Innassenn des genanttenn von Bischoffshausenn seligenn elternn in besetz vnnd gewehr herbracht, vnnd vonn vnserm hern vnnd vatter seligk löblicher gedechtnus zu lehenn gehapt vnnd getragenn habenn, vnnd sollenn abgenannte, Bernnhardt, Ernst vnnd hanns sein vetter, auch alle Ire leibs lehenns Erbenn, das vorgenanndt vnser Schlos altennstein, mit allenn seinenn zugehörungenn, wie obberurt ist, vonn vnns vnnd vnsernn Erbenn, zu rechtem Erbmanlehen habenn, tragenn, verstehenn, verdienenn vnd endtpfahenn, als manlehenns recht vnnd gewonheit ist, vnsernn schadenn getreulich warnenn, vnnd vnser bestes altzeit thun, Wann wo vnnd wie dicke das not
sein vnnd sich geburenn wirdet, vnser vnnd vnser Erbenn getreue mann darumb sein vnnd pleibenn, vnnd vnns vnsern erbenn auch solche lehenn nimmermehr vfsagenn in keine weise, Doch hierin ausgescheidenn, vnser, vnser erbenn, vnnd vnser mann recht, ohne geuerde. Das vorgenanndt Schlos altennstein soll auch vnser vnser erbenn, vnnd vnser amptleute vnnd der vnsernn vonn vnser wegenn offen Schlos sein vnnd pleibenn, vnd daraus vnnd darin zubehelffenn, wieder allermenniglich, niemanndt ausgescheidenn, Wann vnnd wie dicke des not sein wirdet, sonnder alle wiedderrede vnnd geuerde, Es soll auch die genanntenn vonn Bischoffshausenn, Ire Erbenn vnnd die Irenn, die sie vff solchenn Schlos habenn, vnd die vnsernn vor vnsernn feindenn, wo sie die vernehmen, warnenn, vnser vnnd vnser Erbenn bestes fruben1[?], vnd auch ob vnns vnnd den vnsernn das vnser genommen wurde, vnnd sie das vernehmenn, das sie das endtschutz vnnd werenn helffenn sollenn, nach allem Irenn bestenn vermugenn. Wir vnnd vnser Erbenn sollenn vnnd wollenn auch den genanntenn von Bischoffshausenn vnnd Ire leibs lehenns Erbenn, mitt
dem genantten Schlos vnnd seinenn zugehorungenn sturen, schutzenn vnnd vertheidingenn, als anndere vnsere mann vnnd die vnsernn, Wo wir Irer zu recht vnnd ehrenn mechtige sein, vnnd gemelter Hanns soll, wann er zu seinenn mundigenn Jarenn kompt, selbst pflicht thun, wie sich das geburt, ohn alle argelist vnnd geuerde, Des zu vrkunde habenn wir vnser Innsiegell ann diesenn brieff henncken lassenn, Der gebenn ist zu Cassell, dinstags nach Catharinae Anno 1530. Ordnung, Welche Ich Johann Rhenanus aus allen Ordnungen zusammen gezogen, vnd meinen G. F. vnd Herrnn Ao. 67. zu anfang ffgl. Regirung vbergeben, vnd nach der hand vermehret word1[?] Wir Wilhelm vonn Gottes gnadenn Landtgraue zu Hessenn, Graue zu Catzenelnpogenn Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, Embietenn allenn vnnd Jedenn vnsernn Saltzgreuenn, Renntmeisternn, Saltzwarttenn, Saltzfactorn, Saltzschreibernn, Holtzkogtenn, Holtzmesternn, Bronnenns der Sohlenn, vnd Pfannenmeisternn, Saltzmessernn, Schetzernn, auch allenn anndernn, so in Jegenwertige vnnd kunfftige zeit, vonn vnser vnnd vnser nachkommen wegen,
Inn vnserm Saltzwerck Sodenn werdenn beuelch vnnd ampter tragenn, mit holtz, Solenn, oder Saltz, darin oder daraussenn hanndelenn oder parthierenn, Desgleichenn auch allenn Sodermeisternn, affterknechten, vnnd Innwöhnernn, Wie die nahmenn habenn mügen, vnser gnadt zuuor, vnnd fugenn euch zu wissenn, Nach dem der almechtige Ewige Got, aus sonnderlichenn gnadenn, vnnd milter vorsichtigkeit, in vnserm furstennthumb bey vnser Stadt allenndorff, in obgedachtem Saltzwerck, Ein reichenn Saltzbronnenn gnedigklich erzeuget, gegebenn, vnnd springenn lassenn, Dessen nit allein vnsere vorfahrenn seliger gedechtnus Furstenn zu Hessenn, vnnd wir benebenn denenn darzu ererbtenn altenn Pfennernn, reichenn gewinst, nutz, vnnd auskommenns bis dahero gehabt, vnnd noch durch obgedachte Gottes gnadt habenn, Sonndernn auch viele mennschenn Inn vnnd ausser Lanndes desselbigenn vielfeltig geniessenn, sich darvonn ernehrenn, erhaltenn, vnnd zu Irer haushaltungenn gebrauchenn, vnd dann aus algemeiner erfahrung am tag vnd offenbar ist, das nichts auf erdenn ohne gute ordenunge vnd
Regiment kann erhaltenn werdenn, So habenn wir bedacht, mit vleis bewogenn, vnnd nach zeitigem gehaptem gutem Rath, furnemblich aber, in annsehung das saltz ein solche wahr ist, derenn man gar nicht enndtrathenn kann, fur nottwenndige geachtet, vnnd anngesehenn, das wir vmb der Jegennwertigenn vnnd kunfftigenn willenn, so Jederzeit im Saltzwergk wohnenn, vnnd damit vmbgehenn werdenn, ein bestenndige richtige ordenung, aus den altenn vnd neuenn zusammenn bringenn, beschreibenn vnnd vfrichtenn lassenn, dieselbige nachmahls durch vnsere Furstliche Ratification, nach erforderung vnsers ampts vnnd Hocheit Inns werck setzten vnnd zu haltenn mit ernnst gebottenn, Dann ob schonn vor dieser zeit auch bey den Pfennernn da hiuor vnnd ehr vnser gnediger herr vatter, Christlich gedechtnus, benebenn Irenn den Pfennernn in Saltzwerck anngefanngenn zu bawenn, auch bey seiner gnadenn selbst Regiment beschriebene Ordnungenn vnd Resolutiones aufgerichtet, vnnd vorhandenn gewesenn, wie dann auch noch nach welchen alles im Saltzwergk,
so vonn notenn, vnnd furgelauffenn Regiret, verhandelt, gehanndthabt, volnnzogenn, vnnd enndtscheidenn wordenn, vnnd auch wir mit dennselbigenn Ordnungenn vnd Resolutionen nachmals zufriedenn, vnnd in Irem gebuerenndenn werth vnnd krafft wollenn beruhenn lassen, So hatt vnns doch bedaucht, das darin nicht ein ordenntliche disposition, wie sonnstenn richtige eins auff das anndere volget, allennthalb sey gehaltenn wordenn, das auch dieselbigenn vnnder der hanndt nach gelegennheit vnnd erforderunge des ganntzenn Hanndels vnnd Regimennts, geenndert, erkleret, gemehret, vnnd ab, oder zugesetzt wordenn, Vnnd dennach in dieser vnser neuenn Ordenunge darauf furnemlich vnnd allermeist gesehenn, das alle Ordenungenn vnnd Resolutiones, mit fuglicher kurtze in ein Corpus gebrachtt, vnnd allennthalb nach geschickter gebuer auff ditmals ein wohl disponirte vnnd bestenndige richtige Ordnunge beschriebenn, vnnd in nachuolgennde forms gebrachtt wurde, Welche wir zuuor durchaus mit vleis besehenn, daruber notwendiglich gerathschlagt, vnns in allem habenn gefallenn lassenn, vnnd hinfuro
gehaltenn habenn wöllenn, Doch mit dem austrucklichenn furbehalt, das wir oder vnser Erbenn vnnd nachkommenn, dieselbenn Jederzeit zu mehrenn oder zu mindernn, wollenn machtt vnnd gewalt habenn vnnd behaltenn, Beuehlenn dennach Ernnstlichenn vnnd in gnadenn, vnd wollenn, das alle vnsere Saltzgreuenn, Renndtmeister, Saltzwartten, Saltzfactores, Saltzschreiber, Holtzvogte, Holtzmesser, Brunnens, der Sohlenn, vnd Pfannmeister, Saltzmesser, Schetzer, auch allenn anndernn so in Jegennwertige vnnd kunfftige zeit vonn vnser vnnd vnser nachkommenn wegenn, in vnserm Saltzwerck Sodenn werdenn beuelch vnnd ampter tragenn, mit holtz oder saltz darin oder daraussenn hanndelenn vnnd partierenn, Desgleichen auch allenn Sodermeisternn, affterknechtenn, vnd einwonern, wie die nahmen haben mögen In gemein vnd besonders, das die sampt vnnd besonnders bey den eyden vnnd pflichtenn damit sie vnns zugethann vnnd verwanndt, dieser vnser Ordenung in allem sich gehorsamblich, vnwegerlich, gemes, vnnd gefolgig ver=
haltenn, Oder aber vber die darin verleibtenn poenen vnd straffenn vnser schwere vngnade gewarttenn, Volget nun die Ordenung. Es ist vnns vnuerholenn, das in allenn Auslenndischenn Saltz vnnd Bergk Ordnungenn, vonn Erstenn pflegenn die Beuelch vnnd amptleute, vom Oberstenn bis zu minderstenn vnnd geringstenn benennet, vnnd was derselbigenn ampt, vnnd verwaltung sey, ausgetruckt, auch mit wasserley gelubdenn vnnd Eidenn, mann dieselbigenn Jederzeit annimpt, vnnd bestettiget, ordenntlich beschriebenn werdenn, Wir aber wollenn in dieser Ordenunge aus gewissenn vrsachenn solchenn brauch hindann setzenn, vnnd wie zuuor gedacht, ordenntlich vom Bronnenn, als dem anfanng des ganntzenn hanndels ann, vnnd volgents eine sachenn vnnd hanndell nach dem anndernn, richtige nachsetzenn, vnnd ann geburlichenn endenn die verwaltunge eines Jedenn ampts ordenntlich erzehlenn, Darauff dann ein Jeder vnser Beampter vnnd diener auf
die artickell seines ampts, nach erforderunge seiner verwaltunge, sein gelubt vnnd Eide zuthun vnnd zuleisten soll schuldigk sein, doch damit nichts vnnderlassenn werde, soll am ennde dieser ordnunge, anngehenngkt werdenn, der General vnnd gemein Eidt, welchen vber die Erbhuldung, aller Bodermeister, Afterknechte vnnd einwöhner, ehe vnnd zuuor sie Ihrer Bodenn zuwonenn, oder meisterschafft zuuerwaltenn, vffgenommenn werden, leistenn vnnd leiblich schweren sollenn vnnd mussenn, Vonn des Bronnens Regiment, Saltzsiedenn vnnd dem gantzen Saltzhandell, Des Bronnen Meisters, welcher auch die Kunste in seiner verwaltung mit hinzu hat, ampt ist, das er den Saltzbrunnenn in vleissiger verwahrung vnnd achtunge habe, ohn vnterlas zusehe, das derselbige ordentlich gehaltenn, vnnd allenthalbenn versehenn werde, nach anweisung seiner bestellung, vnd wie im furtgang dieser Ordnung am geburlichenn endenn soll gemeldet werdenn,
Der Sohlmeister soll mit vleis darauff achtunge gebenn, das die sohlenn ohn vnterlas, aus dem Bronnenn geburlich vnnd Jnn die gefesse vonn Bothenn zu Bodenn, ausgetheilet, vnnd bis das der Weyßestein1[?] Jm Bronnenn gantz blos ist, nach noturfft vnd muglicheit gelanngt werde, Der Sohlmeister soll mit vleis auch annhaltenn, das die furknechte stetigs in fahrenn bleibenn, welche Jme auch gleichs dem Bronnenmeister gehorsamb leistenn sollenn, Die Sohlenn gefesse, Troge, Rennenn, vnnd wechsell soll er in stetiger verwaltung, vnnd verwarunge habenn, darauff trachtenn, das sie in gutem bau vnd besserung gehaltenn werdenn, vnnd so darann etwas manngelnn wurde, solches Jederzeit annzeigenn, Wo er Jemandts befunde der die Sohle liesse vmbkommenn, oder in treck lauffenn, den soll er vom stundt ann beim Rendtmeister2[?] namhafftigk machenn, vnnd soll der vbertretter darumb zu geburlicher straffe, Nemblich ein thaler gehaltenn werden, Wenn ann den Kunstenn etwas zerbrochenn, vnnd
er abwesennd des Bronnenmeisters solchs, es sey gleich tagk oder nacht vernimbt, soll er als baldt dem Bronnenmeister, das solchs verbessert werde, annzeigenn, Wann er aber in gemeinenn vngefehrlichenn fellenn etwas darzu thun, soll er schuldig sein, vnnd in einsetzung vnnd annehmung der Rörenn selbst hanndt mit annzulegenn, vnnd zu arbeitenn, gleich wie die anndernn Bronnenknechte alle disfals schuldigk sein, Vber das soll er das Leuchtsal, futter vnnd annders, Stro, heu vnnd dergleichenn, wenn ers vom Bronnenmeister zuuor empfangenn, notturfftiglich vnnd teglich austheilenn, vnnd in dem allem zuzusehenn, das nichts verentreuet1[?] werde, Bronnenn knecht vnnd Schirmeister ausrichtung Die fuhrknechte sollenn nechst vnnserem Saltzgreuenn, in sachenn den Bronnen vnnd Kunst belangendt dem Bronnenmeister vnnd Sohlmeister, in allem gepurlichenn gehorsamb leistenn, Was sie beuehlenn vnnd ordenenn, ausrichtenn, vnnd sich dem
nicht zuwieder setzenn, vf die Pferde, mit fütterunge, huffschlag, vnnd notwendiger Rüstunge vnnd Zeuge die Jederzeit zubeschickenn, vleißige achtung gebenn, fürnemblich aber soll der Sohlmeister hieruon zu antworttenn Jederzeit pflichtig vnnd schuldige sein, Vnnd dieweil am Bronnenn ein grosses gelegenn, vnd deshalb billich in ehrenn soll gehaltenn werdenn, vnnd in guter hut zuhaltenn ist, So wollen wir hiermit geordnet, vnnd ernnstlich gebottenn habenn, das niemandts mit dem Bronnenn, vnnd den Künstenn vmbzugehenn, darauf einichenn beuelch zuhabenn, noch bey den pferdenn sein soll, er sey dann mit besondernn Eidenn, auf vnnd anngenommenn wordenn, welches mit wissenn aller vnnser Beamptenn beschehenn soll, Damit sich Jtztgedachte vnnsere Beambtenn dißfals aller gelegennheit, wie es vmb einenn Jedernn geschaffenn, erkündigenn, vnd vnnder einannder berathschlagenn mügenn, vnd nicht etwa lose, leichtfertige, verdechtige vnnd vndüchtige leuth anngenommenn werdenn, Geschworner auffseher Ambt
Nach dem auch, Weylandts auf vielfeltiges annsuchenn der Sodermeister verordennt wordenn, das aus Jhnenn den Sodernn zwene geschworne aufseher |: welche mann auf anndernn Saltzwerckenn, vnnter Bronnenmeister zunennenn pfleget :| sein soltenn, welche Jederzeit, wenn es Jhnenn gelegenn vnnd gefellig, vnnd etwa manngell vorlieffe, zusehenn möchtenn, Ob auch im Stollenn, das wilde wasser, wie sichs gebüeret, Zu sumpffe gehaltenn, vnnd die führknechte so tag so nacht, in vleißigem fahrenn pleibenn, So wollenn wir das solches nachmahls also gehaltenn werde, Doch mit der erklerunge, das alle halbe Jar damit abgewechselt, zwene neue verordennt, vnnd bestenndige menner, so zur Meuterey nicht geneigt, sonndernn vfrichtig seindt, darzu Jederzeit gesetzt werdenn, Sie sollenn schuldig sein, was sie Jederzeit vernehmen, es sey gleich wann es wölle, solchs vom erst1 dem Bronnenmeister, vnnd Sohlmeister anzuzeigenn, welche weitter vnndt weder2 vor sich selbst solchs sollenn verenndernn, oder da es vonn nötenn ann vnsere
Saltzgreuenn gelanngenn lassenn, Jres fernnernn bescheidts darin zugewarttenn, Wurde aber solche verennderunge vnnd annzeigen nit geschehenn, sollenn die vfseher solches bey Jrem eiden nit verschweigenn, oder darumb gestrafft werdenn, wir wollenn auch diese geschworne auffseher dermassen befreyet habenn, das sie zur fordernn Kunstthür, vnnd zum wildenn wasser schacht, sollenn ein schlüssel, vnnd freyenn zuganngk habenn, vnnd sich Jnen hiervmb niemanndts, weder mit worttenn noch mitt werckenn, zuwieder soll setzenn, Bronnenn besichtigung der Ober Beamptenn, Damit aber der Brunnen auffs aller vleißigste vnnd treulichste in verwarung für augenn vnnd in grossen ehrenn gehaltenn werde, So ordenenn wir vnnd wollenn auch, wie denn vor dieser Zeit schon verordtnet, das benebenn dem Bronnennmeister, vnser Ober Beamptenn, fürnemblich aber die Saltzgreuen, alle wochenn vf den Bronnenn persönlich gehen, vnd
in allenn gebeuenn zusehenn, vnnd so sich etwas zutregt entweder selbst zuuerbessernn bestellenn, oder ann vnns selbst fernners vnnser erklerung zuerwartenn, gelanngenn lassenn sollenn, Wurdenn sie aber hierin ein oder mehrmahl seumig oder nachlessig, wollenn wir sie darumb nach gelegennheit annzusehenn wissenn, Wenn sie aber in solcher besichtigung seindt, sollenn sie Got vnnd der herlichenn gabenn des Bronnens zu ehrenn, sich vntereinannder in keine böse oder zennckische wort oder wercke einlassenn, sonndernn mit freundtlichenn vnnd glimpfflichenn worttenn, vonn sachenn die sich zutragenn, vnnderredung pflegenn, wie solchs den Erbarnn vnnd verstenndigenn leutenn wohl annstehet Niemanndts frembt ohne fürwissenn auff den Bronnen zulassenn, Sonnstenn soll niemanndts frembdes, so nicht vnnser diener ist, vnnd vber das Saltzwerck beuelch hatt, Es sey dann ein mitpfenner, auf den Bronnenn, denselbigenn zubesichtigenn, gelassenn werdenn, es geschehe dann solchs
entweder durch vnnsere besonndere Zulassung, oder mit wissenn der Saltzgreuenn, welche dann persönlich mit denenn so darzu gelassenn werdenn, vf dem Bronn vnnd zugegenn sein sollenn, Wurde solches vberschrittenn, soll der vbertretter vnnablessig darumb gestrafft werdenn, Futterunge der Kunst pferde. Die futterunge vnnd die Kunst pferde, als haffernn, Stro vnnd Heuwe, soll der Brunnennmeister bey dem Renndtmeister zu Eschwege Jerlich einnehmenn, vnd enndtpfanngenn, Vonn demselbigenn soll sie der Bonmeister annehmenn, dem Sohlmeister weitters ordenntlich vnnd teglich auszutheilenn, vnnd in seiner Kunstrechnung, wie dann seine vnndengemelte bestellung mitbringet, berechnenn, Den Haffernn wollenn wir Jederzeit in einem namhaftigenn gesetztenn werth zubezahlenn, in vnnser amptern |: wie Jtzo zu Eschwege :| bestellenn lassenn, vnd soll derselbige vmb bare bezahlung, in denselbigenn ampternn ohne seumnus geliffert, vnd beiderseitts
zu gebürlicher Jnnahme vnnd ausgabe hinausgeschriebenn, vnnd verrechennt werdenn, Das Hauw vnnd stro soll auffs aller vleißigste vnnd zum wolfeilestenn Jmmer müglich in gelegener Zeit eingekaufft, vnnd furtter ausgebenn vnnd verrechent werdenn, Gebeu vnnd Schlißwerck auffm Bronnenn, Die Gebeu vnnd Schlißwerck auf dem Bronnenn sollen durch den Bronnenmeister, so offt solchs vonnötenn, versorget, bestellet vnnd verlegt werdenn, vnnd dieweil darzu in des Renndtmeisters heupt Register, ein sonnderliche einnahme geldts verrechnet wurdet, soll der Renndtmeister, souiel Jederzeit vonnötenn, dem Bronnenmeister vf sein Recognition vnnd Rechnung bis zu ennde des Jars zustellenn, Darvonn soll er wochenntlich den führknechtenn Jren gebuerennden Lohnn, vnnd alles was vf die Kunste vnnd pferde gehet, erlegenn, darüber ein klar vfrichtigs Register haltenn, vnnd wochenntlich, wenn vnnser Saltzgreuenn zusammen kommen fürlegen,
vnnd vnnderschreibenn lassenn, Es soll aber kein vornehmer Bauw, der vber vier gulden ausgabe annlanngt vorgenommenn werdenn, es geschehe dann mit vnnserer Saltzgreuenn vorwissenn, Wir wollenn auch, das alle Rüstung vnnd Zeuge vff den Brunnenn duppell bestelt werde, damit mann solchs im fall der not, da etwas ann einer Kunst zerbreche, könne gebrauchenn, vnnd soll vnnser Bronnenmeister vber alles so zun Künstenn vnnd pferdenn gehört, ein bestenndiges richtiges Jnuentarium haltenn, welches alle Jar, benebenn seiner besonndernn Bronnenrechnung soll Jnserirt, vnnd in ab vnnd zugang verglichenn werdenn, Damit Jederzeit vnnsere Saltzgreuenn vnns darvonn notturfftiglich berichten mügl.1 Austheilung der Sohlenn Wir wollenn aber auch, das, wann solche austheilung, durch den Sohlmeister verrichttet wirdt, keiner dem anndernn die Sohlenn soll anweisenn, noch für sich selbst Jme ohne fürweisenn des Sohlennmeisters zu wenndenn, Wurde aber einer hierüber betretten,
soll einenn orts thalers zur busse erlegenn, Wurde einer die Sohlenn vnnützlich verkommenn, ingrabenn, oder sonnst in treck lauffenn lassenn, soll solchs in gemeinenn fellenn mit einem halbenn thaler, aber in grossenn vbertrettungenn, nach gelegennheit verbussenn, oder am leib gestrafft werden, Da sich vber das vnrichtigkeit oder manngell in austheilung der sohlenn zutrüege, darüber soll der Sohlmeister solchs zuenndtscheidenn, auch geordenet sein, Wurde mann aber Jme nicht volgenn, soll er solchs weitters vnnserm Renndtmeister, oder wer zur stette aus vnnsernn Beamptenn ist, annzeigenn, die sollenn darein weitters thun vnnd lassenn, was sich gebüeren will, Wann nun die austheilung der sohlenn also volnzogenn ist, vnnd die Söder zum siedenn annfanngen könnenn, soll vonn stundt ann der Sohlmeister vff den Mitwochenn durch alle gassenn gehenn, vnnd mitt heller stimme rüffenn, |: wie dann solches von alters herbracht :| Feuret in Gottes nahmenn Auff dem Sonntage aber soll nach gehaltener Kinder=
lehr, ein Zeichenn zum gebet vnnd der annfeurung, in der Kirchenn, mit ein glöcklein gebenn werdenn, vnd darauff die Söder in Gottes nahmenn annsteckenn, feurenn, vnnd siedenn, Da dann einer ehe dann solch geschrey geschicht vnnd glockenn leutenn annsteckte soll vmb solches freuels willenn mit einem ortts thalers busse gestrafft werdenn, Saltzwarttenn Ambt. Wenn der Rauch vfgehet, sollenn die Saltzwarttenn, deren wir, allenn betrug vnnd meuterey zuuerhuetenn drey geordtnet habenn, Nemblich der Ober Saltzwartt, der Jegenn Saltzwart |: welches itzt der Caplann ist :| vnnd der Zölnner persomlich1 vmbher gehenn, vonn Bothenn zu Bothenn sehenn, wer da kalt ligt, oder siede, vnnd als baldt sie vmbhero ganngenn, sich miteinannder vergleiche, vnnd dem Renndtmeister ein bestenndige gewisse Zahl vnnd nahmenn derenn so siedenn, oder nicht, durch den Ober Saltzwarttenn zustellenn vnd vnnderschreibenn lassenn, vf das der Renndtmeister die Winnung auffhebenn, vnnd einnehmenn könne,
Da die Saltzwartenn aber sich nicht vergleichenn köntenn, sollenn nach anweisung der altenn ordnungender Saltzgrevenn darzu erfordert, vnnd was sich der Rendtmeister gehaltenn solle, bescheidt gebenn werdenn, Saltleger2[?] zeichenn. Doch wollenn wir das solcher vnnd dergleichenn vnrichtigkeit zuuorkommenn, vnnser Ober Saltzwart, mit vleis auf austheilung der Saldtleger3[?] zeichenn sehe, sich nach demselbigenn richte, vnnd dem Rendtmeister weitter bescheidt gebe, Auch da einer oder mehr aus mutwillenn, freuell, oder vergessennheit solch Saldtleger zeichenn bey Jnen dem Saltzwartenn nicht fordernn, vnnd gleichwohl mit seurenn werde, soll er vnnachlessig die Winnung volkommenlich dem Rendtmeister zubezahlenn schuldig sein, Wie es vnnter des, wenn mann seudet in casibus fortuitis gehaltenn werdenn soll. Weyl sichs aber viel mahl zutregt, das im siedenn,
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Z. 2: ordnungen= — Zeilenende, Trennung oder Schmuck
wann das feur vnnder der pfannenn ist, vnnd etwa ein vnrath fürfelt, als das vielleicht die Pfannen enntbricht, die Hackenn ausreissenn, die Pfannen bäum vnnd hackenn brechenn, die Pfannenn wohl in Herdt fellet, oder sonnstenn das dach vom Bothe abscheust, ein Hanngellbaum, Rinde1 oder treger bricht, als das entweder das halbe oder ganntze werck mehr oder minder zu schadenn gehet, vnnd dann solchs Casus fortuiti seindt, sollenn die gemeinenn geringenn felle, des halbenn vnnserm Pfannennmeister, vnnd einem oder zweyen Schetzernn, Die grossenn vnfell aber vnnsern Beamptenn selbst anngezeigt werdenn, welche als baldt sollenn schuldig sein, persomlich2 in das Both zugehenn, darein sich solches zugetragenn hat, mitt vleis alle gelegennheit zubeschauenn, vnd den fürgefallenn schadenn billich taxiren, vnnd ermessenn, vnnd soll der Renndtmeister nach anweisung solchs taxs dem Meister ann bezahlung seiner Winnung, so uiel nachlassenn, vnnd vnnter dem Titell schatzwergk hinaus schreibenn, dauonn darunttenn weytter gedacht soll werdenn,
Wurde aber ein Meister befundenn werdenn, der solchen schadenn selbst verursacht, oder denselbenn nicht als baldt annzeigte, Soll die Winnung voll vnnd ohne abbruch bezahlenn, Pfanntucher. Damit auch das Saltz fein vnnd Rein müge ausbracht werdenn, So habenn wir verordennt, Wollenn auch das nach altem brauch vber einer Jedenn Pfannenn, wenn mann Saltz rücket, vnnd ausbringt, ein Reynenn Pfannenn tuch, ausgespannet werde, Wollen wir vf vnnsernn kostenn mit härin strickenn, vnnd sonnstenn haltenn, vnnd verlegenn lassenn, Doch das auch die Schetzer vleißig zusehenn, vnnd die Meister annhaltenn, dieselbigenn reinlich vnnd wohl zuhaltenn, also das ein Jeder meister solches Pfannentuchs, müge Neun1 Jar vfs wenigste gnug habenn, Wurde aber einer hierin straffbar befundenn, solcher soll nach gelegennheit gebüst werdenn, Es soll auch kein Pfanntuch ausgethann werdenn, es habe dann vnnser Saltzgreuenn einer das alte zuuor
besehenn, vnnd weitters dem Renndtmeister ein Zettell zugeschickt, welcher ein ordenntlich Registerlein daruber haltenn soll, damit mann sehenn müge, wie lang ein Pfannenn tuch wehre, Lauber Questenn. Denn zu gleichem gebrauch vnnd nutzenn, haben die altenn vor gut anngesehenn, das ein Jeder Meisterknecht vor seinenn Both souiel lauberquestenn, ann hohenn stanngenn bereit halte, das er die fennster vnnd löcher am Both, wann etwa vngestümme winde, oder vngewitter einfiellen, Damit allennthalbenn zu setzenn, vnnd wohl verwarenn könne, das also kein staub, oder vnreinigkeit, auffs saltz fallenn müge, Solches wollenn wir nachmahls also auch gehalten habenn, vnnd bey welchenn Bodt mann die Questenn nit findet, sollenn gestrafft werdenn, Wieuiel mann auff ein Werck soll Saltz ausbringenn. Auff ein ganntz werck vnnd pfannenn, soll man nicht mehr ausbringenn, noch Saltz machenn, dann acht
achteil, dessenn sollenn ann Gennsenn siebenn achteil, vnnd das annder zuerfüllunge der acht achteil, ann stücke ausgebracht, vnd nach dem altenn brauch achtzehenn mahl, vnnd nit weniger abgestossenn werdenn, Hierauff sollenn die geschworne schetzer vleißig acht nehmenn, vnnd keinenn vbersehenn, sondern alle vnnd Jede meister diese vnnsere Ordenung gentzlich zuhaltenn mit vleis vermahnenn, Wurde sich aber einer oder mehr gelüstenn lassenn, solchs zuvberschreitenn, soll darumb Jederzeit zur straffe, ein [Lücke]1 Gleicher gestalt sols auch auch mit denenn gehaltenn werdenn, so nicht trockenn Saltz machenn, soll nach annzeigunge der schetzer auch mit einer Bus, Nemblich [Lücke]2 gestrafft werdenn, Vom Saltzhanndell. Wenn mann Ladenn solle. Wenn das Saltz nach Jtztgesetzter Verordenung ausbracht, vnnd truckenn gemacht wordenn, vnd der Lade tagk
anngehet, soll der Gerichtsknecht, eher mann anfehet zuladenn, die Glock leutenn, vnnd niemanndts eher bey einem thaler busse annfanngenn zuladenn, es sey dann solchs leutenn geschehenn, Wie theur das Saltz solle gegebenn werdenn. Als denn sollenn die Sodermeister ein achteil saltzes nicht theurer gebenn, denn wie es Jederzeit zuuerkeuffenn geordtnet wirdt. Auffgabe auffs Saltz. Wir habenn auch vber das gnediglich nachgegebenn, das die Sodermeister vf ein Jede pfannen zween alb zu vfftrage lohnn mügenn einnehmenn, bey welchem bis vf vnnsere weittere verennderunge, es bleibenn vnnd nicht ersteigert werdenn soll, Wurde es aber ausfundigk, das einer oder mehr Sodermeistere Jre Weiber oder gesinde solchs vergeslich wurdenn vbertrettenn, Sollenn vnnsere Saltzgreuenn dieselbigenn darumb mit ernnst vornehmen,
Unsichere Lesungen
Z. 17: verges=lich — wohl vergeslich, Lesung unsicher
vnnd nach gelegennheit der verwirckung entweder mit enndtsetzung der Meisterschafft, oder einer Namhafftigenn geltbusse, vnnd Leibsstraffe, [gestrichen: vnnd leib=] [gestrichen: straffe] darumb annsehenn, wie wir Jnen vnsern Saltzgreuenn dann hiermit ernnstlich darab zuhalten, wollenn eingebundenn habenn, Saltzmaß Das Maß aber damit das Saltz Jederzeit soll ausgemessenn werdenn, vnnd verkaufft, sol Marpurger oder Homberger Eich sein, also das ein achtteil zwey Marpurger Mütthe1, oder ein Homberger virtell gewislich halte, Saltz Rost. Vnd damit Je hierin kein finantz noch betrugk gebraucht müge werdenn, So wollenn wir das hinfüro zun Söden alle die Röste, dardurch mann das Saltz miesset, vnnd obenn auf die Saltzmas gesetzet werdenn, nach artt eines Kupffernn Rostes, welchenn wir zum Muster Jnns Saltzwerck verordenet, gemacht werden sollen,
Vnnd soll derselbige Rost vnnter dem Westerm1[?] nicht von dem Maß eher gethain werdenn, Biß solanng das Saltz vom vnntenn herauf im Maß dennselbigenn erreicht, Wurde sich aber einer hierwieder sperrenn, soll er so offt er solchs besagt wirdt, mit zwenn güldenn gebüst werdenn, Ladegeste. Nachdem sich auch vielmals vnlustenn zutregt, der Ladegeste wegenn, Da einer dem anndernn seinenn Ladegast abspannet, auch daraus viellerleij misverstandt vnnd vnrichtigkeitenn, vermutet konnenn2[?] werdenn, So wollenn wir solchs abspannenn gentzlichen verbottenn habenn, Wurde solchs aber einer vbertretten, soll ein guldenn zur busse gebenn, Herrnn Gennse. Den alttenn hergebrachtenn gebrauch, das von Jedem werckh, zwo Herrnn gennse |: wie mann nennett :| gegebenn werdenn, Wollenn wir nicht enndernn, sonndernn erhaltenn, vnnd soll vnnser Renndtmeister
benebenn vnserm Jegennwarttenn, vnnd Pfannenmeister, dieselbigenn von vnsernn Bothenn wie geburlich Jederzeit am gutenn grossenn Herringensenn, derenn Je — 12 ein halb achtteil machen könnenn, Innehmenn, vnnd der Renndtmeister den Sudernn so sie bringenn, vf zwo ein heller zu tranckgeldt gebenn vnnd erlegenn, Wurde aber ein Sodermeister nicht gnugsame grosse gennsse liefernn, Welches fur ein anntzeigung einer verachtunge, vnnd vngehorsambs mag gedeutet werdenn, Soll solches Jedesmahls mit ein ortts thalers verbüssenn, gedachte bus als baldt durch vnsernn Jegennwartenn aufgeschriebenn, vnd alle Montage, beij der gemeinenn zusammennkunfft, vnser Beamptenn, Inns gemeine bus Register, wie anndere bussenn gebracht werdenn. Was aber die Pfenner mit Jrenn Bothenn annlanngt, damit sols nach ausweisung des vertrags gehaltenn werden, vnd wollenn wir sie damit gewehrenn lassenn, Wann das Saltz wie obenn gemelt verkaufft werdenn, soll als baldt ein Jeder meister vnserm Rendtmeister
dreij güldenn funfftzehenndthalben alb. zu Winnung vnnd Brunnenngeldt darzu — 16. alb. Holtzsteur vnnd — 8 alb. Steinkolennsteur erlegenn. Bezahlunge der Winnunge, Doch dieweil fur dieser zeit die Sodermeister beij vnsern Herrnn Vatter Christlicher gedechtnis erhaltenn habenn, das Ihnenn vmb furderung willenn des Holtz handels, alwegenn von einem Monat bis auff den anndernn ein Winnunge geborget werde, Wollenn wir solchs auch also nachmals nachgegebenn, dem Renndtmeister aber mit1 ernst vferlegt, vnnd bevohlen habenn, das ers darbeij lasse wenndenn, vnnd sich sonstenn aller Winnung mit harter guter ganngbarer müntz soviel müglich Jederzeit bezahlenn lasse, damit in seiner Jarrechnung er vns gute lieferung thun könne, vnnd die vfgerichte Müntzordenung nicht vberschrittenn werde, Der Renntmeister aber soll sich mit[?] hinderkommenn lassenn, das er mit vnserm geldt wechssell, oder vmbschlagung der Müntz treibe, beij höchster vngnadt vnd straff,
Were es aber sach, das ein Jeder Sodermeister vnserm Renndtmeister, mehr als eine Winnunge zuerlegen schuldigk were, vnnd der Renndtmeister sich vermutete, das er zu gutlicher bezahlung nicht kommenn könnte, So soll er von vnsernt wegenn macht habenn, durch den Gerichtsknecht, das Saltz zu laden zuuerbietenn, vnnd soll dasselbige niemanndts durch die schetzer gemessenn, oder geladenn werdenn, Jnn eseij1 dem Renndtmeister dann zuuor aller hinderstanndt verrichtet. Auffgesetzt Saltz. Da aber das Saltz alles nicht verkaufft wurde, vnnd enndtweder die Meister solchs vf Jre Ladegeste, in vorrath im Bothe auffhebenn, oder aber vf die Saltzkastenn vnserm Renndtmeister aufmessenn woltenn, sollenn sie solchs Jtztgedachtenn Renndtmeister, volgennts den zolner vnnter der zeit, in welcher der Rendtmeister die Winnung aufnimpt, |: welches allwegen ist vonn zehenn vhrenn bis vf zweij oder dreij vhr nach Mittage :| annzeigenn, Wurdenn sie aber solchs vergeslich oder verechtlich vberschreitenn,
sollenn sie zur büsse ein orts thaler gebenn vnnd erlegenn, Als soll auch keinem mehr als zwo pfannenn in seinem Both in vorrath zubehaltenn, erleubt sein, Oder da einer solchs vberschreitet, mit ein fl. verbüssenn, Vnser Renndtmeister aber soll, auf das nit die Meister ein vrsach baldt zu liegenn, furzuwenndenn, noch fürwenndenn könnenn, alles Saltz so die Söder, nicht sonst verkauffenn konnenn vnd aufmessenn wollenn, denselbigenn bezahlenn, vnnd enndtweder in die fasse |: welche wir Jederzeit dem Saltzhanndell zu gutt wollenn machenn lassenn :| oder auff die Saltzkasten, Jnn vorrath aufmessenn lassenn, vnnd furters wie baldt volgenn wirdt, verhanndlenn, Auffmessenn. Beij dem vfmessenn sollenn alwegenn sein, vnnd darzu erfordert werdenn, auch dauonn nicht pleibenn, vnnser Renndtmeister, die Schetzer, welcher Meisterknechte aufmessenn lassenn, der Saltzwarten
einer, vnnd der Gerichtsknecht, vnnd mit vleis zusehenn, das rechte volkommene Maß beide in kastenn vnnd auch in die Fasse geliefert werde, Vnnd nachdem bisdaher vns vielfaltige Klagt anngelanngt, Auch selbst zum theil gesehenn, vnd erfarenn, das ein grosser abganng Saltz in den fassenn befundenn wirdt, vnnd aber fur dieser zeit der brauch vnnd ordenung gewesenn, das die schetzer ein Jeder besonnder, sein eigenn zeichenn gehapt, damit er sein merck ann die fasse gebrenndt, So wollen wir hiermit solche Ordenung zu wiederholenn ernstlich gebottenn habenn, Mit erklerung, das sie nit mehr dieselbigenn anbrennenn, sonnder damit Jegl.1 vnnser selb eigenenn Fürstlichenn Merck siegell, |: welchs vnnser Renntmeister in seiner verwahrung habenn soll :| alle fasse am Oberstenn Reiff beider Bodenn, auf einem durchgezogenenn Bleij versieglen, Wie dann auch ein Jeder Schetzer sein Merck vff einenn Spon, mit der zahl, Was saltzes vertzeichnet, vnnd Inns faß thun soll, auf das mann Jederzeit
wissenn könne, welcher Schetzer das Saltz in die fasse gemessenn, vnnd nachmahls die zeichenn erkennen könnte, Damit wir wenn sich hiernechst manngell ann dem gepacktenn Saltzfassenn befunde, vnnd also des Schetzers vnnfleis gespüret wurde, den schetzer, welchem solch zeichenn zustehet, darumb annzusehenn vnnd zustraffenn habenn mügenn, Ihre straf aber soll sein, das sie als vnredtliche leuth Jres ampts sollenn schmelich enndtsetzt werdenn, Oder aber wie wir vnnsernn Saltzgreuenn vnd Beamptenn Jederzeit beuelch thun wollenn, Wie es mit dem gepacktenn vnnd versiegeltenn Saltz gehaltenn solle werdenn. Wenn nun das Saltz nach Jtztgedachter Ordenung in die faß gepackt, vnnd durch vnsernn Bottener1 In beijsein Jedes Schetzers beij seinem gemessenen Saltz mit des Schetzers auffm Spoen eingelegtenn Merck verdegrkundt, vnnd volgennts versiegelt wordenn, sol dasselbige
als baldt Inns Saltzhaus vf der Werra, damit die fasse in den Packheusernn kein hindersall pringenn, abgefurt, vnnd daselbst verwaret werdenn, Bis solang das wasser furtig, vnnd die schieffe abgehenn könnenn, Als dann soll vnnser darzu verordenter Schiffmann, dasselbige aus dem Saltzhaus annehmenn, Inns schif ladenn, vnnd dadannenn vf Mündenn, vnnd furters vf Cassell führenn, daselbst liefernn, vnnd dagegen vom Saltzschreiber sein gewerlich quittunge, welche er nachmahls dem Renndtmeister zustellenn soll endtpfanngenn, Fasse zum Saltzhanndell, Vnnd damit weitters der Saltzhanndell vns zu nutze zu Cassell vnnd Darmbstadt getriebenn werde, Wollenn wir darzu alle vnnd Jedes Jars besonnders verordenenn, das durch vnsere Saltzgreuenn Eichene vnnd Buchene faß vnnd Tonnenn, ann vns gelegenenn ortern sollenn gemacht werdenn, Wir wollenn vns vber das Jederzeit erclerenn, wie
viel wir den Hanndell bestenndiglich zutreibenn, im Saltzwercke packenn, vnnd dadannenn auf die Saltzfactoreijenn, wollenn zu schiff vnnd wasser fuerenn lassen, vnnd soll der Saltzhanndell zu Cassell vnnd Darmbstadt nachuolgennder massenn getriebenn werden, Saltzfactoreij zu Cassell, Das Saltz so Jederzeit zu Cassell zu schiff ankömpt, soll der Saltzschreiber daselbst annehmenn, darüber quittirenn, Inn vnser Saltzhaus als baldt bringen lassenn, vnnd was er daruonn mit nach Darmbstadt vberschickt, enndtweder mit den fassenn, oder holtz, oder aus den fassenn verkeuffenn, Was er daruonn nach Darmbstadt, enntweder beij vnserenn eigenenn, oder gedingter fuhr vberschickt, darüber soll er ein bestenndige Register, mit vertzeichnus der nahmenn, so das Saltz Jedermahls geladen, haltenn, vnnd zu derselbigenn wiederkunfft vnsers Saltzfactors zu Darmbstadt Recognition fordernn, vnd solchs alles in seiner Rechnung einbringen,
Saltzhanndell zu Cassell. Das vbrige Saltz, so nicht nach Darmbstadt vberschickt wurdet soll zu Cassell vf vnser Hofe Kuchenn, furnemlich warttenn, darin soll der Saltzschreiber Jederzeitt vf erforderung vnsers Kuchennmeisters, oder Kuchenschreibers, soviel die Saltz bedurffenn, liefernn, vnnd zugleich Jegenn das Saltz vnnd die faß, wie allennthalbenn nachdem mas vnnd Rieß1 sein quitirung fordern vnnd in seiner Rechnung einbringenn, Vnnd was wir also zu vnser Kuchenn nicht bedürffenn, Soll der saltzschreiber furters wie obgedacht, aus dem holtz, oder mit dem holtz verkeuffenn, das geldt daJegl2 einnehmenn, vnnd allerseits darüber klare Register haltenn, Damit er wenn vnser Heuptrechnung beschicht, vber solchs alles klare rechnung thun, Wie er denn auch gleichermassenn, anndere von vns verordennte ausgabenn verrichtenn, daJegenn quittungenn einnehmenn vnnd verrechnenn soll, Mit den fassenn, so ledigk gemacht werdenn, soll ers
gleicher massenn, wie beij Darmbstadt gedacht, haltenn, auch Jederzeit der fäß vnderschiedtlich nach dem mas vnnd Rieß1 in seiner Rechnung gedennken, Vnnd dieweil wir in vnnser Fürstlichenn Hoffhaltung zu Cassell, auch in vnsernn Rüsthaus daselbst, vnnter der hanndt ein gute anntzahl weinfasse erledigenn, sollenn dieselbigenn auch von beidenn orttenn zu furttreibung dieses hanndels dem Saltzschreiber zu Cassell Jederweilenn zugestelt, in sein Rechnung gebrachtt, darnach dem Renndtmeister zun Sodenn vberschickt, zum Saltz hanndell gebraucht vnnd furters damit wie Jtzt gedacht, gehaltenn werdenn, Damit mann aber wissenn müge, Was Jederzeit vf diesenn vnsernn ganntzenn Saltzhanndell gehe, Was mann müsse ausgebenn, vnnd was mann daJegenn einnehme, Hat vns gefallenn Postennweis solches alles, wie wirs Jtzo verordennt habenn, dieses ortts nacheinannder zusetzenn, auff das alle vnnd Jede, welche dieser hanndell annlanngt, sich darnach zurichttenn, wissenns hettenn,
zubezahlenn ——— zuzuschlagenn ——— Siegelgeldt, ——— Siegell Bleij ——— auszufuhrenn ——— Laderlohnn, ——— Schifflohnn ——— Vberschifflohn vf kleinem wasser ——— zoll zu Mündenn ——— Inns Saltzhaus zu Cassell zubringenn ——— zu fuhrlohnn nach Darmbstadt gedingt ——— Fuhrlohnn nach Darmbstadt eijgenn ——— Ausmesserlohnn daselbst ——— zu Cassell mit dem holtz, ——— Ohnne das holtz daselbst, ——— Ein faß besonnders ——— zu Darmbstadt mit Holtz, ——— Ohne das holtz daselbst ——— Ein fas besonnders ——— Auff vorgehennde Masse soll der Saltzhanndell mit den fassenn vnnd Tonnenn getriebenn vnd gehanndthabt
werdenn, Wie es aber mit den Saltzkastenn solle furtt gehenn, wollenn wir nachuolgenndts setzenn, Saltzkastenn vnnd Saltzhandell zun Sodenn. Dieweil die Saltzkastenn also seindt anngestellet, das mann Jede Pfannenn besonnders darin vfmessenn, vnd reinlich behaltenn kann, So sollenn gleichermassenn, wie obenn beij dem faspackenn gedacht wordenn, die geschworne Schetzer vnnd Saltzmesser, sampt vnsern Renndtmeister, vnnd einem aus den Vlarttenn1, Wan aufgemessenn wirdet, darbeij sein, vnnd vleissig zusehenn, das das Saltz recht gemessenn, vnnd vntaddelhafft vfgeschutt werde, Damit Inn Jedenn kastenn besonnders, ein Pfannen komme, auf das wann nachmahls kaufleut annkommen, vnnd des Saltz begeren, mann dieselbigenn desto bas vnnd vnderschiedtlich versehenn könne, vnnd dieser hanndell als vnuerdechtig desto richtiger vnnd anngenehmer seij, DarJegenn soll vnnser Renndtmeister die geburliche beza=
lung wieder einnehmenn, vnnd furters von Jeder Pfannenn, so in die kastenn vfgemessenn wordenn, dem Gerichts knecht ein alb. vnnd vnserm Böttener1 der solchs weitters ausmist vnnd vfftregt zwenn alb. damit diese sich auch desto bas betragenn, vnnd erhaltenn mügenn, erlegt, sonnstenn soll hierauff weitters nichts geschlagenn werdenn, beij vngnediger straff. Reiche Saltz Wanndt auch wir herbracht, das alle Södermeister fur vnnd nach vfgerichter Location sie seijenn gleich vff der altenn Pfenner, oder vnser newenn seijttenn, vns Jerlich ein Jeder ein Pfannenn saltz, zwanntzigk vier alb. wolfeiler dann sonnst der gemeine kauff ist, zu vnser Hoffhaltung verkauffenn müssenn, vnnd mann solches Reige2 saltz nennet, So wollenn wir, das vnsere Beamptenn vns Jerlich solchs einbringenn, vnd vnser Renndtmeister vns klare Rechnung daruonn thue, Wurde aber ein Södermeister sich hierwieder setzenn, oder sperrenn, vnnd vns zu rechter zeitt
auf erforderung des Rendtmeisters in gesetztem werth gedachte Pfannen saltz nicht ladenn, soll darumb gestrafft werdenn. Fleissige Meister Wenn sich ein oder mehr Bodermeister in seinem sieden wohl anlesset, vnnd gute meisterschafft, aufrichtigk, vnnd ohnne finantz helt, vber dem oder denen sollen vnnsere Saltzgreuenn, vnnd beuelchabere, in allenn billichenn ehrlichenn sachenn, mit sonnderm auffsehenns haltenn, Inen auch der Meisterschafft nicht entsetzenn, auch da etwann ein vnterbeuelch ledigk, zu demselbenn, wann er darzu tuchtigk, befordernn, damit also anndere auch Inen darein nachzuuolgenn, vnnd vnserm nutzenn zuschaffenn gereitzt werdenn. Vnfleissige Meister Da aber einer oder mehr vnfleissig wurden befundenn, sollenn Inen vnser Saltzgreuenn furstellenn, vnd einmahl oder zwey warnenn, vnnd da er sich nit will bessern der Meisterschafft gentzlich anndern zuscheuren1
vnnd abschreckenn, entsetzenn, vnnd darin niemandts vbersehenn. Newe Meister An sein oder derenn stadt, sollenn vnser Beamptenn setzenn vnnd ordenenn, aus den bestenn afterknechtenn, welche das Saltzmachenn zum bestenn konnenn, demselbigenn stets vnnd vleissig obgelegenn, vnnd nicht in luder2 stettigs gelegenn seindt. Vnnd damit solchs vnpartheisch vnnd vfrichtigk zugehe, soll ein Ieder der newe meisterschafft annimpt, zuuor in beysein sechs Scheltzer1 ein werck siedenn vnnd bereitenn, Wann als dann erkennet wirdt, das er die Meisterschafft versehenn kann, So sollenn vnsere Beamptenn, Inenn vber die gepurliche pflicht, in den |: am ennde annhenckten :| eydt vfnehmenn, vnd demselbigenn leiblich leistenn lassenn, Wenn als solchs beschicht, sollenn die newenn Meister, nach darstellung gnugsamer Burgeschafft, das sie vns vnnd menniglich, mit denenn sie in Saltz vnnd holtzhanndell gelebt wegenn zuthun gewinnen gutlich
bezahlenn wollenn, vnnd sollenn durch vnsernn Rendtmeister Iederzeit bestettiget werdenn. Wir wollenn aber das nach dieser zeit |: es beschehe dan in fall der noth, oder durch vnsere besondere befreyung :| niemandts zu ewigenn zeitenn Meisterschafft oder Bothe zuuerwaltenn zugelassenn, noch vfgenommenn werdenn soll, es sey dann obgedachtes meisterwerck gesottenn wordenn. Witwenn der abgestorbenenn Meister Dieweil sich aber durch Gottes schickunge zutregt, das etlich Meister Iederweilenn absterbenn, vnnd Ire weiber vnnd kinder hinderlassenn, vnnd denn bisdahero derbrauch gewesenn, das mann die hinderbliebenenn witwenn, bey den Bothenn vnnd der Meisterschafft hat pflegenn zulassenn, So wollenn wir solchs hinfuro auch aus sonndernn beweglichenn vrsachenn nicht endernn, doch mit der erclerunge, so lannge eine witwe vleissigk seindet1, geschickte knechte helt, keine klage vber sie furkompt, vnd sie sich in die anndere ehe nicht
begibt, soll mann sie vnuerruckt sitz lassenn, Auff denn fall aber sich hierin manngell zutregt, vnd insonnderheit sich in die anndere ehe ann einenn so nicht Meisterschafft verwaltenn konne, begebenn wurde, sollenn vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn nach gelegennheit dagegenn zuhandelnn habenn. Vnnd soll der Ienige, welcher sie zur newenn ehe begeret, solchs zuuor mit Itztgedachter vnserer Saltzgreuenn vnnd Beamptenn, wissenn vnnd willenn thun, damit er wissenn muge, Ob sie Inen zur meisterschafft wollenn auffnehmenn oder nichtt, auf das also alle vnrichtigkeitenn, die hieraus volgenn mochtenn, verhuetet, vnnd nit wie bisdahero von der zeit ann vnser Herr Vatter seliger erstmahls Ins Saltzwerck gebawenn, beschehenn, frembde, vnnd so nicht Saltzknechte seindt, aufgenommenn werden, weyl mann Itzo Innheimische wohl habenn kann, Ausser sodann vnnd Inner Allenndorffischer Feldtmarck soll niemandts Saltz verkauffenn. Nach dem wir auch fur allenn dingenn Hochnotwen=
digk achtenn, das aller vnordenung vnnd vnrichtigkeit vorkommenn, alles so weitters von notwendigk im Saltzhanndell, geschehe wurdt2, ordenntlich anngezeigt werde, So setzenn, Ordenenn vnnd wollenn wir dennach, das Inner vnser Stadt Allenndorff im Saltzwerck Bodenn, vnnd der ganntzenn feldtmarck, niemandts Saltz theurer, mit ganntzenn oder halben achteilenn, verkeuffenn soll, denn die Ordenung zulest, Er habe gleich das Saltz mit holtz oder geldt an sich bracht. Wer solchs vbertritt, der soll zur straffe, so viel das saltz werth, bezahlenn, Die Burger aber mugenn eintzelne achteil mit der metz Inn Irenn Heusernn feyl habenn, vnnd mit dem mas verkeuffenn, Wann sies zuuor der Ordenunge gemes ann sich brachtt. Alles Saltz soll nurt mit dem mas verkaufft werdenn Es soll kein Boder mit keinem fuhrmann kaupt1, oder sampt kauft treibenn, Sonndernn alles Saltz soll mit dem mas verkaufft werdenn, Bey bus so viel das saltz geltenn kann.
Kein Saltzgams1, halb oder ganntz mas soll eintzeln vom Bodernn verkaufft noch verschenckt werdenn, ohnne vorwissenn, bey verlust des Saltzes vnnd vngnediger strafft. Saltzderrenn Das Saltzderrenn, welches fur die Burger in der altenn Ordenung ist zugelassenn gewesenn, dieweil solchs ganntz verdechtigk, hat mehrgedachter vnser Herr Vatter seliger aufgehabenn, vnnd wir wollenns auch darbey wendenn2 vnnd nimmer einbrechenn lassenn, Betler vnnd Siechenleut werdenn bedackt Weil aber die armenn Siechenn leut vnnd bettler dieses fals auch zubedenckenn seindt, So wollenn wir souiel den Bodermeisternn nachgelassenn habenn, das sie einem Iedenn nach Irem gefallenn, durch Gottes willenn, eine halbe oder ganntze hanndtvoll saltzs vom denn gesottenn werck steurenn mugenn, doch sollenn sie solchs nicht thun, es sey dann gemeltenn armenn durch vnsernn Pfarhernn oder Rendtmeister |: wie darunten wiederholet :| erleubt worden vmbhero zugeh.
Boder sollenn auswertigk dem Saltzwergk kein Saltz verpartirenn Sonnst soll auch kein Boder selbst vor sich mit Saltz auszutreibenn, oder zutragenn vmbgehenn, oder ganntz vngnedigk gestrafft werdenn, Boder sollenn sich mit niemandts im Saltzhanndell in geselschafft gebenn. Gleicher gestalt wollenn wir auch gentzlichenn verbotten habenn, das kein Bodermeister sich in einige geselschaft oder parthierung zu gewinst oder verlust, mit keinem Saltzmann gebe, auch seinem eigenem gesinde kein Saltz, dieweil solchs verdechtigk verkeuffe, alles bey vermeidung vngnediger strafft. Der Burger vnnd Eisfelder1 Saltzhanndell Iegenn zufuhr Holtzes Weyl auch die Burger in der Stadt Allenndorff, Ire geholtze, so sie zum Saltzwergk bringenn, nahe vmb die Stadt herumb habenn, vnnd ann sich bringenn, vnnd dann wir dieselbigenn aus besonndern gnadenn befreyet habenn, das sie ihr Saltz vor frucht verpartiren,
vnnd die frucht entweder in vnser Stadt Allenndorff vnnd Bodenn nach Irem bestenn nutzenn vmb geldt verkauffenn mugenn, also das sie in solcher partirung kein anndere Saltzhenndeler disseits der Werra, auff Iener seittenn hindernn soll, Er wolle denn auch souiel holtz als sie vor Saltz bringenn, So wollen wir auch, das sie nach ausweisung der hergebrachtenn Ordenung alles Ir saltz, halb mit holtz, vnnd halb mit gelde bezahlenn sollenn, Es soll auch Inenn kein Boder einige saltz vor eytell geldt ladenn. Desselbigenn gleichenn soll es in allenn dingenn vnd stucken, mit den Eisfeldernn vnnd allenn anndernn, so Ienseit der Werra wonenn, gehaltenn werdenn, Sollenn auch als viel als die Burger holtz vor Saltz bringenn, vnnd weitters mit dem Saltz Irenn nutzenn zuschaffen, gleich denn Burgernn macht, Wer diese beide artickell vberschreit, soll gestrafft, vnnd das laden im Saltzwerck verbottenn werdenn. Vnnd soll der Zolnner mit vleis acht habenn, das nach ausweisung der Ordenung Ime die geburliche Zoll1 gelieffert werdenn.
Heiner2 Holtz vnnd Saltzhanndell. Die Heiner vnnd anndere fuhrleute, so vmbs Saltzwerck hero, vf zwo meyl weges wohnenn, sollenn vf Iedes achteil saltz funfftzehenn wellenn Ins Saltzwerck, ehe denn sie ladenn wollenn, zuliefernn schuldigk sein, vnnd darauf die geburliche zeichenn vom Wehrschreiber1 emtpfangenn, Das holtz furters ann bezahlung Ires Saltzes abrechnenn, vnnd welche mit saltz ausfahrenn wollenn, solle Ire emtpfangene Holtzzeichenn, nach gepurlicher anntzahl, dem Zolnner lieffernn, Esgleichenn sollenn auch alle die Ienigenn, so holtz Ins Saltzwerck bringenn, den vorzugk im Saltzladenn vor allenn annderenn Saltzhenndelernn vnnd fuhrleutenn habenn vnnd behalttenn, Was aber die Holtzleute nicht ladenn vnnd zuuerkauffen vberbleibt, soll menniglich zuuerkeuffenn vnnd zukeuffenn frey stehenn, doch aller seits die Ordenung haltenn, bey vngnediger strafft. Wie wir denn hiermit Ordenenn vnnd setzenn, das den vnderthanenn in denenn amptern, so mit der Holtzflos belestiget seindt, fur allenn anndern soll zu
notwenndigenn Saltz beforderung beschehenn, Nota. Des Steinkolenn hanndels soll besonnders gedacht werdenn, Zufuhr der Victualien Begebe es sich aber, das etlich der anndern Saltzhenndeler vnnd fuhrleut notturfftig Victualien vnnd annders, so zum Saltzwerck genutzt vnnd gebraucht kann werdenn, brechtenn, Darauf mögenn vnsere Saltzgreuenn vnnd Beamptenn |: wie auf anndernn Saltzwerckenn beschicht :| verdacht sein, wie sie doch die Ienigenn auch fur anndernn so nichts bringenn befordern, Furstenn, Grauenn, Prælatenn Saltzhenndell. Weytters dennach wir auch bedacht, das vber das saltz so verkaufft wirdt, auch auswertige Inner vnser vnd vnser freundtlichenn liebenn bruder, aller Lanndtgrauenn zu Hessenn, Furstenthumbenn vnnd Landenn furstenn, Herrenn, Prælatenn, viele vom adell vnnd anndere Ierlich aus vnserm Saltzwerck, ein mercklich anntzahl saltzes zu Irer Haushaltung
hindann zuholenn pflegenn, wie es darmit gehaltenn werdenn solle, So wollenn wir vber voriges vnnsers Herrenn Vatters Gotseliger gedechtnus, deshalben ausganngener Ordenung haltenn, vnnd soll derselbigenn also durchaus gelebt werdenn, Auff das aber dieselbigenn in gesetzter zeit Ire bestendige Ladung bekommenn mugenn, So wollenn wir |: wie dann auch die Bodermeister sich freywillig selbst erbottenn :| das ein Ieder derselbigenn Meister Wohlgedachtenn furstenn, Herrenn, Prelatenn, denenn vom adell vnnd annderenn auf ihr ansuchenn zwischenn Osternn vnnd Michaelis notturftig saltz zuladenn soll schuldigk sein. Wurde sich aber hierin einer oder mehr weigerlich aus Itztgedachtenn Bodermeisternn verhaltenn vnnd erzeigenn, sollenn darumb Iederzeit gestrafft werdenn, mit ——1 Wie denn auch obgedachter furstenn, Grauen, Prelatenn, derenn vom adell vnnd annderer fuhrleut, wenn sie sich nicht in obgedachter zeit beschickenn
vnnd versehenn, bey den Bodernn gentzlich kein ladung bekommenn, sonndernn vonn den Parthenhensern1 so darin etwas in vorrath beladenn werden sollen, Pfann Meister Ambt. Wir habenn auch vor notwendig geschetzt, das ein Pfannenn meister, gleich wie vonn alters im Saltzwergk geordnet, vnnd gehaltenn wurde, Vnnd dennach vnsernn Saltzgreuenn beuohlenn, nach einem verstenndigenn mann zutrachtenn, welcher solchem ampt mit vleis nachtrachtenn könnte, Was nun Itztgedachte vnsere Saltzgreuenn mit demselbigenn vberkommenn, vnnd was vonn vnsernt wegenn, sein ampt sein solle, volget in nachbeschriebenn artickelnn seiner bestellung, vonn wortten zu worttenn, Er soll benebenn dem Renndtmeister vnnd OberSaltzwartenn, alles Pfann Eisenn einnehmenn, Iederzeit darbey sein, wann eysenn annkompt vnd zu Pfannenn ausgethan wurdet, vnnd alwegen vleissigk acht habenn, das kein vnduchtig schifferigk
Eisenn, oder welches nit sein gewisse lennge vnd breyte hatt, Inngenommenn, noch ausgethann werde, auch da er darann manngel befundenn, solchs treulich vnd vfs vleissigste dem Renndtmeister annzeigenn, Damit das manngelhaffte eysenn zuruck gesetzt, vnnd den Hamerschmiddenn wieder gelieffert werde, auf das vns daraus kein nachteil eruolge, Gleicher gestalt, soll er auch in seiner verwaltung vnd verwarung benebenn dem Renndtmeister habenn, die Pfannenn Bunne1 vnnd die kleinenn Bothlenn gerinnenn, so in den Bothenn gebraucht werdenn, keinen Pfannenn Baum noch gerinne nicht annehmen, noch ausgebenn, Es sey dann gut vnnd zum brauch dienlich vnnd nutzlich, Was aber vndienlich vnnd vnnutzlich, soll er auswerffenn, damit vf vns kein vnnotiger kostenn gewenndet werde, Zu dem soll er als ein Oberschetzer2 in seiner verwaltung habenn, den ganntzenn Osegezeugk3, als Ose kessell, Ose gerin, vnnd eysernn stanngenn, vnnd dieselbigen in Baw vnnd besserung erhaltenn, Vnd das sie er=
haltenn werdenn, Iederzeit annregenn, das er allenn schetzernn auf ihr erfordernn einenn, zweyenn oder dreyenn zusammenn, derselbenn souiel sie vor Ire Bodermeister bedurfftig zustellenn könnenn, die sie dan auch dermassenn in hudt vnnd verwarung haltenn sollenn, das nit leichtlich darann schadenn beschehe, Auch Iederzeit darbey sein, das den Pfannennschmiedden das pfannteysenn zugewiegenn vnnd zugezelet werde, soll vleissig acht nehmenn, das sie gut eysen bekommenn, rechtschaffene Pfannenn wohl genagelt, vnnd nach rechtem mas, Inn hohe lennge vnnd tieffe machenn, dieselbigenn geburlich spannenn, volkommene harkenn, Haspenn, Borteisenn2 vnnd annders nach altem herkommenn machenn, auch bey der newenn pfannenn, schiepffenn1, Hemmer, vnnd harkenn liefernn lassenn, vnnd da er darann manngell befinde, soll er solches annzeigenn, vnnd soll die Pfannenn nicht vfgesetzt, vnnd der Pfannennschmidt nach gebuer zur strafft genommen werdenn, Weytters soll er vleissigk achtung habenn, das die Pfan=
nenn, nach rechter art auff denn herdt gesetzt, in hackenn gleich starck vnnd ohnne bruch gehaltenn werden, mit Hornn vnnd belege steinenn, wohl vnderlegt, die gesöde recht anngelegt, gehaltenn, vnnd in allem, was zur Pfannenn vnnd dem gesöde gehört, ohne taddell anngestelt werde, vnnd den Renndtmeister Iederzeit berichtenn, Wer newer Pfannenn Beume vnnd gesöde, dilenn bedurfftigk, die soll er als denn den notturfftigenn zustellenn. Wurde es aber ann Pfannenn Beumenn, Gesöde dielenn manngelnn, solchs soll er in der zeit denn Saltzgreuenn nach vorrath zutrachtenn, eröffnenn, Vnnd wenn die Pfannenn schadehafft vnnd manngelhafft werdenn, soll er vf die schatzwerck selbst achtung nemenn, das Osegeldt2 selbst aufschreibenn lassenn, vnd wo sich die anndernn Schetzer nit vergleichenn konntenn, mit den schmiddenn, der Pfannenbus halber soll er daruber als ein Obmann, bis ann vnser Saltzgreuenn gesatzt sein daruber zuerkennenn, vnnd was er spricht, darbey soll es bleibenn, vnnd also zum bus Register gebracht werdenn.
Sonnst soll er wochenntlich vnnd Iederzeit, wann vnd wo es vonn nötenn, mit sonndernn vleis vmbhero gehenn, zusehenn, das die pfannenn vnnd gesöde, wie obgemelt, recht gehaltenn werdenn, vnnd wo er mangell befundenn, solchs vnsernn Renndtmeister vnd Beamptenn treulich vermeldenn, vnnd darin niemanndts scheuwenn, Auch vor allenn dingenn darauf gut achtung gebenn, das die meister Ire Pfannenn vnnd gesöde in allem richtenn vnd erhaltenn, das sie drey Hundert werck gewislich Inn einer Iedenn Pfann, bis sie alt wurdet siedenn, Vber das alles soll er auch schuldigk sein benebenn vnsernn Brannen meister, bey allenn Probwercken, so vonn vnsernt wegenn, zusiedenn bestelt werdenn, selbst Personnlich zusein, mit seinem selbst hanndenn zuarbeitenn, dar Iegenn im Iederzeit sein arbeitslohnn soll enndtricht werdenn, Dieweil aber Inns Pfannenn meisters bestellung der newenn Pfannenn vnnd Pfannenbus vnnd annders gedacht, gleichwohl aber nicht ausgetruckt
werdt, wie es dann solle gehaltenn werdenn, So wollenn wir das nachuolgendts vnnser meinung hierin genntzlich gelebt werde. Nemblich Pfannenschmiede Es soll ein Ieder Pfannschmidt, Wann ein Pfann alt wurdet, vnnd darinnen die dreij hundert werck, wie vor dieser zeit geordennt, gesottenn wordenn, dieselbigk aus neue geschlagenn Pfann eijsenn, welches vnnser Renndtmeister Ober Saltzwart vnnd Pfannenmeister Ime zu zustellenn sollenn, wiederumb eine neue Pfannenn machenn, vnnd nach gebuer vnnd des Pfannenmeisters beuelch vnnd anngebenn, verfertigenn, Nagell, Kolenn, vnnd macherlohnn auß seinem Kostenn verlegenn, vnnd ausgebenn, Darzu sollenn Im ann neuemm Pfann eijsenn gethann werden, Blech ———————— 56 Bortt ———————— 12. Wann aber ein Pfann nach der hanndt [gestrichen: schadthafftigk1] wurde, vnnd darann gebust muste werdenn, soll er dieselbige bussenn, vnnd gleichergestalt mit Blech,
Unsichere Lesungen
Z. 18: schadthafftigk — gestrichen, Lesung unsicher
nagelnn vnnd anndernn auf seinenn kostenn versehenn vnnd bestellenn, Doch soll im kein Buß ingeschriebenn werdenn noch passirenn, die Pfannenn habe dann ein ganntz Iar zuuor vf dem Herde gestanndenn, Ann wergk gezeug aber, welcher zur arbeit in Bothenn gebraucht werdenn muß, soll er benebenn der neuen Pfannenn, wann die vfgesetzt werdenn, den Bodermeisternn liefernn, auch furters benebenn den Pfannen so lannge sie stehenn erhaltenn — 16 Pfannen hackenn mit Irenn hasspenn — j schlotter schieffkenn1, — j Offenn axt — j Beißhamer2 — j feurhackenn, — j Bort eijsenn, also das ann Ime hierin kein manngell erscheine, Dargegenn Nemblich Iegen das macherlohnn der Pfannenn, dem zeugk zuhalten, vnnd allenn anndernn kostenn, sollenn Iedem Pfannenschmidt, auff ein Iede pfannenn besonnders, durch vnsern Renndtmeister erlegt werdenn — j R. 10 alb. vnnd soll darzu die alte pfannen vor sich annehmen, vnnd seines bestenn gefallenns gebrauchenn, doch das er alwegenn vonn Ieder pfannenn, die neue zuuerbessernn vnnd zubussenn, ein virtel vonn der alten
Unsichere Lesungen
Z. 11: schlotter schieffkenn — Gerätename unsicher
Pfannenn soll in vorrath behalttenn, Sonnst [übergeschrieben: soll] die Pfannenn buß mit der zeit, wann sich die zutregt, auff alle Sonntage durch die Scheizer1 anngezeigt, durch den Ober Saltzwar[gestrichen: tt]enn2 eingeschriebenn, vnnd vff keine Pfann abrechnunge geschehen, es seij dann ein neue vfgesatzt, doch soll solche abrechnung in beijsein aller Beamptenn, Wann sie Ire Iarrechnung Ierlich vmb Weijnachten schliessenn wollenn beschehenn, diesem allenn sollenn die Pfannenn schmiede, also beij verlust der Pfannenn genntzlich nachkommenn, Pfannenn fegenn Die Bodermeister aber sollenn wann sie fegenn oder bussenn wollenn, die Pfannenn dermassenn heis machenn, oder erhitzenn, vnnd die schebe mit den fege hammernn, oder offenn extenn abschlagenn, das die pfan dadurch nicht schadenn nehme, Wurde sich aber am einem theil, das wiederspiel befindenn, vnnd solchs der Pfannenn meister annzeigenn, sollenn sie gestrafft werdenn,
Unsichere Lesungen
Z. 3: Scheizer — Lesung unsicher
Z. 4: Saltzwar[gestrichen: tt]enn — Korrektur unsicher
Zeug so die Bodermeister selbst haltenn vnd zeugenn sollenn. Was weitters ann Werckzeugen zum Siedenn vnd sonnstenn in Bothenn notwenndig vnnd gebraucht wirdt, als da seindt schauffelnn, Schuffenn1, Schepffeimer, Eschenn, Muldenn, Saltzfaße, fegefasse, Kerleffen2, vnnd annders dergleichenn, sollenn die Bodermeister auf Irenn kostenn halttenn, Zeugk so vnnser gnediger Furst selbst will haltenn lassenn. Sonnstenn wollenn wir vor vnns, wie vonn alters herbracht ist, vber das, das wir die Bothe, mit dach, Thuerenn vnnd wenndenn |: wie drundenn ann seinem ort anngezeigt soll werdenn :| zuhaltenn pflegenn, auch die grossenn Kubenn, Sohlentroge, vnnd die Zuebber darfur notturfftiglich in ein Iedes Both durch vnnsernn Sohlnmeister verordenenn, vnnd durch denn Renndtmeister bezahlenn lassenn, Da auch etwa einer einenn nassenn herdt in Bothe hette, also das sich das feur darin nit wohl halten, vnnd
annzundenn woltte, Soll vnnser Renndtmeister Ihme durch vnnsernn wegemeister, die Steine vff vnnsernn Kostenn brechenn vnnd zur stette bringenn lassenn, den vnderlege vnnd macherlohnn soll der Renndtmeister auch tragenn, Wie dann auch gleicher gestalt mit den Schwenngeln, Seulenn vnnd Stanngenn zum Schöpffeijmer soll beschehenn, darzu soll vnnser Renndtmeister, das Holtz vonn vnsernn wegenn liefernn lassenn, den Macherlohn sollenn aber die Meister verlegenn, welche sich hierin wiedersetzenn werdenn, soll auch zu gebürlicher straff genommenn werdenn, Schetzer1 vnnd Saltzmesser verrichtung. Vnnd nachdem vor dieser zeit, vnnser Herr vatter Gottseliger gedechtnus, vnnd wir verordennt habenn, dem ganntzenn Saltzhanndell zu gute, auch das desto besser richtigkeit im Saltzmessenn, Saltzverkeuffenn, Pfannen bussenn vnnd dergleichenn notwenndigen stuckenn, gehaltenn werde, das ein vnnd zwanzigk geschworne,
welche mann dieses orts Schetzer vnnd Saltzmesser nennet, in ganntzenn Saltzwercke gehaltenn, vnnd durch vnns bestellet wurdenn, Soll solche verordenung hinfurter bleibenn, vnnd gedachte — 21. Schetzer sollenn schuldigk sein, in den Bothenn daruber sie geordennt seindt, vleissig zuzusehenn, das trockenn saltz, volle maß verkaufft, vnnd die Pfannen buß, ohn mallenn betruegk, auff den Sonntagk fur Offner versamblung anngezeigt, vnnd durch den Obernn Saltzwar[gestrichen: tt]enn, Inns Register gebracht werde, wie dann solchs obenn herab schonn gemeldet wordenn, Vorrats Saltz in Bots. Sonnstenn ausserdem, sollenn sie darauf achtung gebenn, das ein Ieder Bödermeister alwegenn in einer besonnder Thonnenn oder gefesse, gewislich ein achteil saltz im Vorrath stettigs in Bothe habenn, Damit wann vngefehr ein Casus fortuitus, dauonn drobenn im articull meldung geschehenn, sich zutruge, darann etzlicher massenn, vnnd desto besser der schade möcht erholet werdenn, vnnd nicht ebenn vf einsgrosser
vnnkostenn, vnnd [übergeschrieben: des] Schatzwercks lauffe, Welch vbermaß wir hiemit beij vnngnediger leib vnnd geldtstraff genntzlich wollenn verbottenn habenn, auch in rechnung drauf vleissig acht nehmenn lassenn, das dieses vnnser gebott gehaltenn, vnnd die vbermaß enndtlich vermitten bleibe, Osegeldt vnnd Pfannennbus. An Osegelde, Wann die Pfannenn ausleufft, vnnd man den Ose gezeugk, als eisenn, Stanngenn Osegerin1, vnnd Ose kessell, gebrauchenn muß, soll keinem mehr als zwenn alb vfs werck passirenn, vnnd hinaus geschriebenn werdenn, wie solchs Sonntaglichenn anngezeigt, vnnd durch den Obernn Saltzwar[gestrichen: tt]enn Inns Register bracht werdenn soll, Arbeiter lohnn. Alle afterknechte vnnd vndersosser2 anndere arbeiter, vnnd sonnst alle einwöner sollenn Irer arbeit vnd geschefft vleissigk warttenn, vnnd Inner Sodenn niemanndts mussigk zugehenn verstattet werdenn, Damit sie aber auch wissenn mögenn, war Ir arbeits=
lohnn, auf Ire arbeit sein solle, So soll ein Ieder Meister der sie arbeitenn lest, vonn einem ganntzenn werck einzugiessenn, vnnd gar mit aller gebuer zu volnbringenn, gebenn, Arbeitet einer aber stuckweis, so gebueret Ime vonn einem werck. Einzugiessenn ———————— Auszubringenn, ———————— Ein machl1 abzustossenn ———————— vonn einer gesode wanndt zumachen ———— vonn einem vor oder hinder offenn ———— vonn einem ganntzenn werck vnder zustossen — Aschenn lanngenn vf ein werck ———————— Ein trogk rein zumachenn ———————— Seltz2 zuwarttenn ———————— Ein pfann Saltz ganntz in maß aufzutragen gibtt der Lademann, ———————— vnnd soll dieses also auf abgesetzte arbeit der gebürliche lohnn sein vnnd bleibenn, Desgleichenn die Herde zumachenn, vnnd Kuebenn zu=
Unsichere Lesungen
Z. 9: machl — Lesung unsicher
Z. 15: Seltz — Lesung unsicher
Z. 7: Lohnbeträge fehlen — Zeilen ohne Zahlen, leer
reinigenn, dieweil dasselbige vngleich ist, so stehet den Meisternn freij, wie sie sich mit dem gesinde darumb vergleichenn, Es ist auch ein alter brauch welcher bleibenn soll, da ein afterknecht Iemanndt schuldigk, hat mann Ime die arbeit durch den Renndtmeister zuuerbietenn, vnnd darf derselbigenn sich nit gebrauchenn, er habe dann seinen gleubiger zufriedenn gestalt, Fahrwergk. Nach dem sich auch in siedenn viel vnreinigkeit, welche mann, Sanndt vnnd schebe pflegt zunennenn, vnnd Ie vfs vierdte oder funfte werck ausgefegt pflegt zuwerdenn, zutregt, so sollenn in allenn Bothenn die Meister mit vleis bestellenn, das ihr gesinde, dieselbigenn ausserm Saltzwergk, wohin sie durch vnsernn Gerichtsknecht gewiesenn werdenn, vnnd sonnstenn beij straff eines ortts thalers, nirgennts annders hin Iederzeit tragen, Dagegenn soll Ihnenn der Renndtmeister vonn vnserent wegenn, Ierlich vff Mathei tage — acht alb. eij=
nem Iedenn Meister auff sein Bodt verlegenn vnnd verrechenn, Rueß vnnd Bluet tauschenn Was die Böder ann Rueß vnnd Bluet vnder der hanndt zum Sochenn1, Saltzfegenn, vnnd Pfannenn bestreichenn bedurffenn, mögenn sie vor Saltz tauschenn, doch das zuuor in ein vnnd ausganng, den Pförtnern Rueß, Bluet, vnnd Saltz gezeigt werde, Damit nit Heimblich finanntz mit vnterlauff, beij straff — j thalers. Vonn einem Pfannentuch zuwaschenn, mag auch ein Meister ein ganntz saltzes ausgebenn, oder — 9 Heller daruor, soll Ime zugelassenn vnnd erleubt sein, Saltzprobenn Wir achtenn auch fur hochnötigk, vnnd dasselbige vmb vieler beweglichenn vhrsachenn willenn, das Ierlich etliche Probwerck gesottenn werdenn, darzu haben wir nachuolgende Terminos welche also vnuerenndert stets gehaltenn, vnnd nachuolgennder massenn bestelt, vnnd ausgefurt werdenn sollenn,
Vnnd sollenn vnnsere Beamptenn durch einenn sonnderlichenn darzu geschwornenn, die Probwercke Iedesmahl in einer gemeinenn grossenn Pfannenn, die da ganntz vnnd nit löcherig ist furnehmenn, vnnd zehen geeichter fuder, Roher vngekeisster1 Sohlenn absiedenn, vnnd eigenntlich vfzeichenn, Wieuiele scheidtholtz vnnd wellenn, sie zu solchenn Probwerck brauchenn, vnnd wieuiel truckenes Saltz dasselbige wercke gibt, messenn lassenn, Desgleichenn sollenn sie auch die vbergebliebene zundtsohlenn, Wann das Saltz ausgefangenn, in einer sonndern kleinenn Pfannenn, oder wie sie das sonnstenn auffs beste zuwegenn bringenn konnenn, absiedenn, vnnd was dieselbige ann saltz gibet, gleicher gestalt messenn lassenn, vnnd vns als baldt daruonn einenn klarenn vnderschiedtlichenn bericht thun, Damit wir also sehenn mugenn, was solche zehenn geeichter fuder Roher vngekeisster Sohlenn ann Saltz Iederzeit gibtt, vnnd was darauff ann Holtz vnnd wellenn gehett Solcher Probwercke sollenn Jährlichs Funffe. Nemblich Circa principium Octobris, das anndermahl
vmb den 10 Decembris, Das drittemahl Aequinoctium vernale, das vierdte Circa Calendas Maij, vnnd das funffte Circa principium Julij furgenommen werdenn vnnd was vnnsere Beamptenn Iederzeit befindenn, daruonn sollenn sie vns klarenn bericht thun, vnd die Proba Inns Probierbuch ordenntlich vnnd vleissigk aufschreibenn, Der Brunnenn vnnd Pfannenmeister aber sollenn stetigs beij den Probwergk sein vnnd bleibenn, vnnd zusehenn, das die aller dinge recht verwaltet werdenn, Dargegenn soll mann Inenn Ir tage lohnn enntrichten, Doch sollenn auch vnnser Ober Beamptenn, welche zur stette sein, auch vnnder der hanndt nit ab vnd zugehenn, vnnd soll auch der Renndtmeister allenn vnkostenn verlegenn, vnnd dargegenn das geldt aus dem verkaufftenn Saltz wieder einnehmenn. Klein Probwergk. Die kleinenn Probwergk sollenn offtmahls durch vnsere Beamptenn anngestelt werdenn, vnnd was sich aus allenn vnnd Iedenn klein vnnd grossenn Probwercken
befindenn, soll vleissig vfgemerckt, vnnd in ein Buch gebracht werdenn, das Iar Monat vnnd tagk, auch der Personen so darbeij gewesenn, vnnd mit vnderschreibenn, Iedes namhafftig eingeschriebenn werdenn, auf das wann wir es vnnser gelegenheit nach erfordernn, vns Iederzeit klarer bericht, vonn dem allenn beschehenn muge, Zoll, Schatz, vnnd Wegegeldt. Zoll, Schatz, vnnd wegegeldt, soll vonn menniglichen gegebenn werdenn, vnnd niemanndts mit saltz aus dem Saltzwerck fahrenn, er habe dann zuuor, sein zoll zeich[?]1 beij dem Zolnner gelost, welche er ferner ann den Thorenn soll liefernn, Wer Zols Befreijet. Doch solnn hierin ausgenommenn sein Erstlich wir, vnnsere freundtliche liebe brueder, Furstenn, Grauenn, Herrnn, Prelatenn vnnd Hospital, welche alle des obgedachtenn Zoll, Schatz vnnd wegegelts sollenn gefreijet sein, doch sollenn sie beim Zolner durch Ire diener, beij wem sie geladen, anzeig vnd bericht thun lassen,
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Z. 11: zoll zeich[?] — Wortende überschrieben, evtl. zeichenn
Darnach die vom Adell Pfenner, vnnd vnserer Diener bestellungs saltz, welche saltz zun Sodenn bekommen, sollenn des Zols alleine, aber des Schatz vnnd wegegeldts nicht freij sein, Wurde aber einer den Zoll verfarenn, soll wie Lanndtbreuchig darumb gestrafft werden, Es habenn aber die Bodermeister auf Iedes werck von alters — 2 Heller zu besonnderm schatzgeldt erlegt mussenn, dieselbigenn sollenn sie hinfuro auch gebenn, Doch nicht ehe erlegenn, Es seij dann das Iar herumb, so sollenn sie dasselbige in einer Summa vnnserm Zolnern enndtrichtenn, Zolner. Vnnd soll Itztgedachter Zolner vber dis alles klare vnderschiedtliche rechnunge vnnd Register, wie Itzt im brauch ist, haltenn, vnnd Ierlich auf die Saltzrechnung vns vonn Monatenn zu Monaten, oder vnserm Renndtmeister vf diese hierbeij gesetzte postenn, wie er die vonn den Ladegestenn einnimpt liefferung vnnd bezahlung thun, Zoll ———————— wegegeldt ———————— Schatzgeldt, ———————— Schatzgeldt der Soder ————————
Vonn allerleij Holtzhanndell. Wir habenn nun ordenntlich anngezeigt, wie wirs in allem, in verwaltung des Bronnenn Regimennts, desgleich auch dem ganntzenn Saltzsiedenn, vnnd was demselbigen annhenngt, nach allenn vmbstenndenn wollenn gentzlich vnnd enndtlich gehaltenn habenn, Weil mann aber nicht kann saltz siedenn, mann habe dan zuuor notwendig holtz, So wollenn wir nun auch, was wir des halb geordnet, vnnd zuhaltenn fur notwendig vnnd nutzlich geschetzt, erklerenn, Geholtz so vnnser Gnediger furst vnnd Herr zum Saltzwergk geordtnet. Vnnd wollenn Erstlich wir vonn vnserent wegenn zum Saltzwergk alle die Geholtz, so vonn Stadt Vacha herab, furters die Werra hinvnter nach Mündenn zu, bis Iegenn Allenndorff, gelegenn seindt, vnnd sonnst alle welde, so vnser seindt, vnnd zum Saltzwerck ohne schadenn gebracht werdenn könnenn, geordennt habenn, wollenn auch allenn müglichenn vleis annlegenn lassen, vnnd gebürlichenn kostenn vnnd bezahlung Iederzeit darauff wenndenn, das wir noch annder mehr geholtz,
in gedachter gelegennheit begriffenn, ann vns, vnnserm Saltzwerck zu gut, vonn allenn anngrentzenden mugenn bringenn, Wer auch desfals etwas ausrichtenn vnnd zuwegenn bringenn kann, den wollenn wir in sonndernn gnadenn haltenn, Holtzhawenn Wenn vnnd wie das beschehenn soll. Nach dem auch billich mit fursichtigkeit muß bedacht werdenn, das die geholtz allennthalbenn zu gutem vedelnn1, sonnstenn gelegener zeit, gefellet, vnnd gehawenn werde, vnnd aber hierein ein diuersitet, vnd vngleicheit, nach vnderscheidt der gelegennheitt der gehöltze gehaltenn wirdt. Wollenn wir ann allenn orttenn, da wir scheidtholtz welches geflöst soll werdenn, gehawenn wirdt, das nit eher mit dem fellenn vnnd hawenn anngefangk werde, hiermit verordennt vnnd beuohlenn haben dann wann Walpurgis tagk herumb, vnnd wann der safft noch frisch im holtz, vnnd das holtz leicht werdenn kann, denn ob schonn die erfahrung gibt, das wenn da gehöltze im safft gehawenn
wirdt, solch nicht als baldt widerumb anschlecht, vnd Sommerladenn ausscheust, So mussenn doch wir hierin darauf sehenn, das die gehauene scheide auf dem wasser mögenn vortfliessenn vnnd nit zu grunde gehenn, Was aber zu schiff herauß kompt, solches soll zeitlich im Frueling, wenn noch kein safft im holtz ist, gefellett vnnd gehauenn werdenn, Damit desto eher die Sommerladenn wieder anschlagenn vnnd aufkommenn mugenn, Den zirck darin Jerlich gehauenn werdenn soll, sollen vnsere Saltzgreuenn, einer oder zwene, benebenn den Beamptenn vnnd furstern, Jedes Jars Jerlich zeitlich im Frueling, vnnd etliche wochenn fur der hauung bereiten vnnd besichtigenn, vnnd einenn gewissenn annschlagk machenn, welchenn sie vnns furters schrifftlichenn zustellenn, vnnder Irenn Subscription, vnnd vnnser Resolution darauf erwarttenn, Wann wir vns erkleret habenn, sollenn sie also baldt, das zu hauenn anngefanngenn werde, verordenenn, vnnd soll furters nach viel mehrgedachtes vnnsers herrnn vatters seligen gedechtnus, hieruber vfgerichtenn Ordenung, die vom
worttenn zu worttenn hernach volgtt, gehauen vnd gelieffert werdenn, Holtzliefferung im Walde vnndam Wasser. Wir wollenn das alle vnnsere vnnderthanenn vnd anndere, so zu vnnserm Saltzwerck Holtz hauenn vnnd annfuhrenn, Jedes mahl gutlich bezahlet, vnnd vnns auch darJegenn volkommene mas, ann Hohe, weitte vnnd lennge, nach dem mas so vnnsernn Beamptenn Jedes orts zugestelt ist, gelieffert werde, darzu wir dann vnnsere besonndere Holtzmesser verordenet, welche hierauf mit vleis sehenn sollenn, So aber Jemanndts nit volle mas liefferenn, vnnd im hauenn legenn vnnd annfuhrenn vnfleißigk befundenn wurde, dem soll souiel ann seiner geliefferten Summa abgeschlagenn werdenn, das das rechtte proportionirte Klaffter mas fur voll gelieffertt, vnnd erfullet werde, vnnd welche sich darwieder setzenn, die sollenn in geldt, holtz oder leibstraff, nach billich erkenndtnus, vnnser Beambten Jedes orts vnns zu abtrage verfallenn sein, vnd soll
die geldt oder Holtzstraffe Jedes Jars in der Holtzrechnung vnns verrechnet werdenn, Da sich das rechte Klaffter mas genntzlichenn vnnd voll befundenn wurde, als denn soll als baldt in vnnser darzu verordentenn beysein solchs anngeschnittenn, in ein gemeine Summa zusammenn geschriebenn, vnd wie obenn gemelt, bezahlet werdenn, Doch das ohnn vnnsernn vorwissenn, in Holtzhauenn vnd fuhrlohnn kein steigerung geschehe, bey derselbigenn bezalunge sollenn alle finantz zuuerhutenn, vnnsere furster vnnd Heimburger Jedes orts sein, Welche denn die Kerbe Irer nachbauernn nach der bezahlung zu sich nehmenn, vnnd bis vf die vberliefferung am wasser verwarlich haltenn sollenn, vnnd als denn den vfnehmernn der vberliefferung zustellenn, Damit also vnnsere Beamptenn vnnd vnnderthanenn Kerbe Jegenn einannder abgezahlt, vnnser diener quittirt, vnnd die vnnderthanenn volkomlich bezalet vnnd klaglos gemacht sein, Doch soll souiel muglich der zerunge halber laut der Ordnung mas gehaltenn werdenn,
Mit den frembdenn vnnd auslenndischenn, so scheyde hauenn, ist zu hanndelnn, das sie enndtweder Ihre Heimburger der dorffer darin sie wohnenn mit sich bey der bezahlung vnnd liefferung bringenn, Oder Je zwenntzigk mehr oder weniger einenn glaubwurdigenn ausmachenn, welcher ann derselbigenn stadt disfals sey, Es soll in allem mit vnnd Jegenn die fuhrleut, wie obengemelt gehaltenn werdenn, doch mit der Condition, wo einer oder mehr strafbar befundenn werdenn, das solche straff speciatim Inn die Rechnung gesetzt werde, wie viel einer Jedenn dorffschafft, vnnd einem Jedenn mit nahmenn Jegenn seinem vnfleis zur straff abgezogenn werdenn sey, Wir wollenn auch das alle vnnsere Beamptenn ann Jedem ort hinfurter einem Jedenn ampts dorff vnnd dessenn vnndersassenn sein eigenn ort Holtzes |: doch in einer hauung :| beide im walde vnnd am wasser abmessenn, vnnd zutheilenn, darin sie Ihr Holtz fellenn, hauenn, legenn, annfuhrenn vnnd liefern sollenn, auch darin alle richtige ordenung halttenn,
Auch wollenn wir vnnsere vorige Resolutiones des Holtz hauenns, vnnd vbermas halber, das die Klaffter etwas höher im walde zu hauenn, vnnd am wasser zu liefferenn, gehaltenn habenn, also das die Klaffternn im walde der massenn gehauenn, ann das wasser gelegt, vnnd gefurt werdenn, das vnns vnnsere Beamptenn Jedes orts am wasser volkomlich Klaffter mas, sonndernn einigenn abganng liefferenn könnenn, Diese vnnsers herrnn vatters seligenn Ordenung habenn wir aus gnugsamenn bedenckenn nachuolgender massenn erkleret, welches wir gehaltenn habenn wollenn, Erstlich wollenn wir das allemahl beide im walde vnnd auch am wasser, Wann das holtz gelegt, vnnd abgefurt werdenn soll, ein Jeder dorffschafft Ir holtz besonnders lege, vnnd alwege der Grebe, vnnd einer vonn den vorstehernn des dorffs mit darbey sey vnnd zusehenn, das das holtz treulich vnnd recht gelegt werdenn muge, Wann es nun zur liefferung kömpt, soll mann die Klaffternn einer Jedenn dorffschafft abmessenn,
vnnd in eine Summa zusammenn rechnenn, Darnach sollenn vnnsere Beamptenn vnnd die Jenigen so solch Holtz werdenn annnehmenn, enndtweder fornn im hauffenn, oder mittenn darin, oder wo es Ihnenn sonnst gefelt, da sie meinetenn da es argwonig vnnd vortheilhafftigk gelegt, Ein Klaffter oder mehr wie sie die bauernn gelegt, im Eisennmas lassenn ausmessenn, Inn beysein des Grebenn vnnd vorsteher obgemelt, vnnd was sie als denn vnnter solchenn Klaffternn befindenn werdenn, das der Bauernn Klaffter zu wenig oder zuuiel gelegt, sollenn sie Ihnen pro rata nach dem eisennmas, die bezahlung des Hauer vnnd fuhrlohnns volgenn lassenn, Als zu ein Exempell, Es hat ein dorffschafft ann einem hauffenn liegenn Hundert Klaffternn, wie sie die vnnderthanenn gelegt, Nun nehme mann aus demselbenn funff Klaffternn, die sonnderlich in stanngenn, vnnd vor — 5 Klafftern gemessenn worden werenn, vnnd befunde sich im Eisenmas nicht mehr, als viere, derowegenn gebuerte sich ann dem gemessenen hauffen, den
funfftenn theil abzuziehenn, also bleibenn achtzigk Klaffternn, darauf solnn sie hauer vnnd macherlohn enndtrichtenn, vnnd daßelbige furters vnnder die andernn bezahlenn, damit also die fuhrleute darauff sehenn, das Inen selbst recht geschehe, Befunde sich aber das funf der bauernn Klaffter, sechs Klaffternn im Eisenmas gebenn, als dann were man Ihnenn zubezahlenn schuldigk, Hundert vnd zwantzigk, Scheidtsagenn Doch soll mann die Neuenn anngesteltenn Scheidtsagk, vmb ersparung willenn des geholtzes durchaus brauch vnnd die axt im schrodenn zubrauchenn, souiel Immer muglich vmbganngenn werdenn magk, nicht gestattet werdenn, Geschworne Holtzmesser. Vnnd sollenn hierauf vnnsere Geschworne Holtzmesser, so wir Jedes orts verordenet vnnd haltenn, sehenn, das dieses also durch die ganntze Ordenung in allem bleib, bey vermeydung vnnser vngnedigenn straff, oder aber was vnnsere Saltzgreuenn Jederzeit zu leib oder geldt=
straff, darauff setzenn gehaltenn werde, Als baldt nun das scheidtholtz gehauenn wordenn, Sollenn vnnsere Saltzgreuenn zun Bodenn nach ausweisung obgedachter Ordenung das holtz vonn den geschwornenn Holtzmessernn gelieffert nehmenn, Vnnd sollenn volgennts vber die Jtztgedachtenn Holtzmesser, die Beamptenn vnnd furster vleißigk achtung nehmenn, das nichts daruonn verkommt, noch vereußert werde, auch da sie Jemanndts daruber betraptenn, vonn vnnsernt wegenn in ganntz ernnste leibstraffe vnnd geldtbusse, vnnachleßigk nehmen, vnnd in Ire des Saltzwercks Holtzrechnunge bringen, Holtzannfuerung. Mitt dem annfuhrenn soll es also gehaltenn werdenn, vnnd wir wollenn das Jerlich vnnser Saltzgreuenn einer oder zwene benebenn den Beambtenn vnnd furstern derenn orter da anngefurtt soll werdenn, einenn gewissenn sichern ortt besichtigenn, abreitenn vnnd verordenenn, auf welchenn auch nach ausweisung obgedachter ordenung das scheidtholtz, verwarlich muge anngefurt vnnd
gelegt werdenn, vnnd sollenn gleicher gestalt die Holtzmesser, Beamptenn vnnd furster gute achtung gebenn, das nichts verkuntraut1 werde, auch da es vonnötenn, bisweilenn das holtz bey nacht bewachenn lassenn, Wir achtenns auch fur nötigk, damit den Leutenn ann Eckernn vnnd Wiesenn kein schadenn zugefugt werde, das allennthalbenn aus den geholtzenn vnnd Bergenn, da mann scheidt vnnd wellenn ausfueret, solchs beschehenn solle, Wenn die Ecker vnnd wiesenn vnbesahmet, vnnd ohnne gras stehenn, also das man vber die Wiesenn bis zwischenn Walpurgis, vber die Ecker bis vf Osternn im Frueling vnnd in der Ernde zeit acht tage lanng vber die Wiesenn wann die gemehet, vnnd vber die Ecker so lannge die Brach liegen, fahrenn magk, Wer ausser dieser zeit vnnd hieruber holtz will ausfuhrenn, soll sich mit den Inhabernn der liegenndenn gueter abfindenn, Doch sollenn die fuhrleut gar keinenn mutwillenn in diesem allenn brauchenn, Oder da sie dessenn können vberwiesenn werdenn, von vnnsernn Beamptenn zu
geburlicher straff genommenn, vnnd denenn, so vnbillichenn schadenn erlittenn, geburliche erstattung geschehenn, Die liefferung am Wasser soll anngenommenn werden, gleich wie im walde, als zuuor gedacht, Annstellung der Flös. Wann die Liefferung beschehenn, sollenn vnnsere Beamptenn, Lanndtknechte vnnd furster Jedes ortts vnnd ampts vnnser vnnderthanenn darzu erfordern, vnnd denselbigenn vferlegenn vnnd beuehlenn, das die scheide als baldt zu flossenn eingeworffenn werdenn, DarJegenn wollenn wir Inenn Bier vnd Brodt abennts vnnd morgenns reichen vnd austheilenn lassenn, Wir wollenn auch ganntz ernnstlich vnnsernn Saltzgreuen vnnd allenn anndernn verordentenn zur flösse vnnd Beamptenn, eingebundenn, aufferlegt, vnnd bey vngnediger straff beuohlenn habenn, das sie sich Jegl die Sachsischenn amptleuth, vnnd sonnstenn in allem nach anweisung volgenndes Extracts genntzlich verhaltenn,
Isennachischer vertragk. Nach dem aber ein sonnderlicher Punct vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters holtzflössenns halben, auf dem Wasserstromb der Werra hinab, durch vnser Herzoge Johann Friderichs, vnnd vnnsere freundtlichenn liebenn bruedere Furstenthumb erregtt wordenn, vnnd bis annhero vnuerglichenn vff widerruffenn gestanndenn, Habenn wir vns in betrachtung vnnser allerseits nahenn bluts verwandtnus, freundtschafft vnnd Erbuerbruederunge, vnnd also zu anntzeigung vnnsers freundtlichenn vetterlich, schwegerlichenn, vnnd bruederlichenn willenns, derselbigenn holtzflös halbenn, nachuolgennder gestalt Enndtlich, Erblich, vnnd vnwiederrufflich vereinigt, verglichenn vnnd verwilliget, Nemlich das wir Herzoge Johann Friderich vnnsere freundtlichenn liebenn Bruedere, vnnd vnnser allerseits Erbenn vnnd nachkommenn, gedachtenn vnnsern freundtlichenn liebenn Vetternn, Bruedern vnd Vattern, den Lanndtgrauenn zu Hessenn, vns seiner Liebenn Erben berurte Holtzflös, auff dem Wasser der Werra, durch
vnnser Furstenthumb, frey vnnd vnuerhindert, alle Jar vnnd Jedes mahls, so offt es Irenn Liebten gefelligk, zu Irer Liebtenn Saltzwerck Jegenn Allendorf verstattenn wollenn vnnd sollenn, Doch der ogestalt vnnd also, das berurte Holtzflösse, zu rechtter wetter zeit zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wanns wasser starck gnug ist, anngestelt, auch nicht eher vorgenommenn werde, dann das solchs vnnsernn Amptleutenn vnnd Beuelhhabernn, zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, eine vierzehenn tage zuuornn anngekundigtt, auch der ortt, da das holtz anngefuhrt, vnnd eingeworffenn werden soll, vermeldet sey, vff das diese vnnsere vnnderthanenn, schadenn halbenn, so Inenn daraus enndtstehe mochte, zeitlich gnug warnenn mugenn, DardeJegenn habenn wir Lanndtgraff Wilhelm von wegenn offtermeltes vnnsers gnedigenn liebenn Herrnn vnnd vatters, vns verwilliget, vnnsernn liebenn vetternn den Herzogenn zu Sachssenn, vnnd derselbigl nachkommenn, alle Jahr vnnd Jedes Jars besonnder Ein Hundert achteil Allenndorffisch, des bestenn vnd
kein schmiersaltz, in welchem Jare eins oder viel mahls geflöst wurdet, Da aber in einem oder mehr Jarenn nicht geflöst wurde, dennoch vnnd gleich sowohl Funfftzigk achteil Jedes Jars zugebenn, Welche abmeßung der achteil dann alwege zu Allenndorff, auf den tagk Jacobi apostoli in Jegennwertigkeit eines Sachßischenn darzu verordenntenn dieners, beschehen, vnnd volgenndts Jegenn Wyla1, vf vnnsers des Lanndtgrauenn Herrnn vatters, vnnd seiner G. nachkommen vnnkostenn gelieffert werdenn solle, Wann aber die furstenn zu Hessenn solche flösse ganntz vnd ewiglichenn abschaffenn, vnnd nicht mehr gebrauchen wurdenn, als dann sollenn sie auch nicht mehr solchen Saltzzins zugebenn schuldigk sein, Daruber wirdt auch vnnser des Lanndtgrauenn Herr vatter, allenn vnnd Jedenn schadenn, welcher vnnsernn Vettern, den Herzogenn zu Sachssenn, ann Irenn selbst, oder derselbigenn vnnderthanenn eigennthumbs, als Bruckenn, Stegenn, Wehrenn, Muhlenn fachenn, Befruchteten feldernn, Wiesennwachs, vnnd dergleichen, durch
offtgemelte Holtzflössenn zugefugt wurde, nach billichem werth vnnd ermessung Jedes orts einwönere, nach geschworner Schöpffenn pflicht, vergleichung vnnd erstattunge, so offt solche schedenn vorfallenn mochtenn, thun lassenn, Inmassenn bis annhero auch geschehenn, DaJegenn aber die Sachßische ampts beuelchhaber mit ernnst verschaffenn sollenn, das den furstenn zu Hessen, vonn dem flösholtz durch die vnnderthanenn Jedes orts nichts verunntrauet werde, Vnnd ist dis also der Innhalt souiel diesem Holtzhanndell anlanngt, des Eisenachischenn vertrags, wollenn nun in der furgenommenen Ordenunge vortfahrenn, Vortfurderunge der Flöß. Vnnd nach dem sich das Scheidtholtz im flossenn allenthalbenn auf den Klengenn, ann herdenn, vfernn, vnnd Weren pflegt zu hemmenn, vnnd nicht wohl kann furtkommenn, So wollenn wir nicht allein, das vnnser vnnderthanenn, vonn ampt zu amptenn, die flös vortfordernn vnnd annregenn, Sonndern auch
das vf vnnser Kostenn besonndere flösser mit hackenn, Nachlenn, vnnd stanngenn, Jerlich verordennt sollenn werdenn, Welche allennthalbenn auff den Wehrenn, vnnd wo es vonn nötenn, zum theil zusehenn, vleißigk mit der hanndt selbst annregenn, vnnd die vnderthanenn zur arbeit vermanenn, zum theil auch in funff schiffenn, welche wir Jerlich darzu zumachenn, vnnd zuuerfertigenn hiermit wollenn nachgebenn habenn, der flös allennthalbenn nachuolgenn, damit Je souiel muglich nichts vmbkomme, noch veruntrauet werde, Auffseher vnnd Wechter bey der flös. Vber das sollenn auch bey Jederm dorff, vnnd da es sonst vonn nötenn, tag vnnd nacht leuthe vf vnnsernn Kostenn gehaltenn werdenn, welche hin vnnd wiedder zusehenn, das nichts abgetragenn oder gestolenn werde, vnnd da sie Jemanndts befundenn, sollenn sie das vonn stundt ann, annzeigenn, vnnd die vbertretter nach anweisung des Eysenachischenn vertrags vnnd vnnsers schrifftlichenn offenn brieffs gestrafft werdenn,
Damit nun disfals alles also gehanndthabt vnnd volntzogenn werdenn, So soll vnnser Schultheis zu Allenndorff in beuelch habenn, die ganntze flösse furnemblich zubestellenn, zuuersehenn, zuuerlegenn, vnnd zuuerwartenn, vnnd sollenn Ime alle vnnser Beambtenn, so vnnter wegenn wohnenn, obgedachte gedingte flösser, vnnd anndere vnnderthanenn, Inn allem bey vnngnediger straffe gehorsamb vnnd geuolgig sein, Wie wir dann solchs hiermit eins vor alles geordent vnnd gesetzt wollenn habenn, Doch habenn wir zu mehrem vnnderricht, vnnd auff das die flösse Je desto furderlicher vnnd bestenndiger muge gehanndthabt vnnd furgenommenn werdenn, Nachuolgennde neue Ordnungk bedacht, Constituiret, vnnd wollenn das daruber in allem gehalten werde, Nach dem wir berichtet werdenn, das etliche vnnser ambtknechte, vnnd vnnderthanenn am Werrastromb Im scheidtflossenn, so wir Jars vom Seulingswalde, zu vnsern Saltzwerck gein Allenndorff thun lassenn, vnvleißig sein, in dem das sie die flösscheide im fliessenn
nicht in guter hudt, vfsicht vnnd verwarung habenn, auch dieselbenn nicht Jedes orts, vnnd sonnderlich wenn sie sich auf den Klenngenn1[?] wogenn vnnd anstossenn, mit grossenn hauffenn samblenn vnnd schutzenn, mit Immer vnnd geburlich durch frischenn fliessenn anregenn, sonndern vorgehenn, wenn diese gleich abgeregt, legenn sich doch sobaldt anndere ann die stedt, vnnd bedennckenn nicht Je lenger die scheidt im wasser liegenn, Je mehr sie mit schlam belegt, durchaus2[?] naß vnnd soviel schwerer, vnnd enndtlich gar zu grundtfelligenn dunckenn werdenn, vnnd ob sie schonn vonn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beamptenn vielmahls darumb anngelanngt werdenn, sie doch gleichwohl Jres willenns thun, ab welchenn wir nicht geringes vngnediges misfallenns tragenn, Habenn derowegenn, damit solcher vnfleis abgestelt, vnnd die flöß vmb soviel mehr gefordert vnnd den armen vnnderthanenn erleichtert wordenn, auch in annderer betrachtung, das vnns ann solchenn flössenn Jedes mahl ein grosses gelegenn, nachvolgende Ordenung wie es Jzo vnnd hinfuro in solchenn flössenn genzlich gehalten werden soll, stellenn lassenn.
Ambter so zur Flös verbundenn sein. Vnnd bevehlenn darauf allenn vnnd Jedenn vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Beambtenn in Bodenn, Desgleich vnnsernn Renndtmeisternn Schultheißenn vnnd Vogten, auch Grevenn vnnd vorstehernn, sambt allenn anndernn vnnsernn vnnderthanenn Ingemein, der Ampter Friedewaldt, Rotenbergk, Sonntra, Sonnenn1[?], Riegelsdorff, Herleshausenn, Treffurt, Wannfriedenn, Eschwege vnnd Beilstein, Das sie ob dieser vnser Ordenung stet vnnd fest halttenn, vnnd in gemein vnnd sonnders darwiedder nichts furnehmenn, sonndern dero in allenn Puncten bey vermeidung vnnsern vngnedigenn vnnd ernnstlichenn straffenn vleißigk vnnd Embsig nachsezenn, Damit vnns ann keinem ort, ann vnnser flös, hindernus, vfhalt, noch schadenn beschehe, vnnd kein nachteil zugefugt werdenn muge, Zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn soll geflöst werdenn. Demnach wollenn wir erstlich das Jedes Jars die
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Z. 8: Sonnenn — Ortsname unsicher (Sontra/Sonnenn?)
Flös zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, wann das wasser vnnd Wetter hierzu am bequemblichstenn ist, anngestellet werde, Flöss soll den Sachssischenn zuuor vermeldet werdenn Vnnd solchs alwege durch vnnsere Saltzgrevenn den Sachsischenn Beamptenn zu Creuzburgk, vnnd Gerstungenn, ein vierzehenn tage zuuor zugeschriebenn werdenn solle, wie solchs der Eysenachische vertragk Klerlich ausweisset, Holtzmessenn fur der Flöss Darnach wenn vnnsere Beamptenn zur stett, da die scheidt Ingeworffenn werdenn könnenn, sollenn sie erstlich die scheidt vonn den vnnderthanenn im Eysennas1 frobirt, nach anweisung vnnser deshalbenn in Anno 68 vfgerichter Ordenung gelieffert vnnd gemessenn annehmenn, vnnd sich der messung mit einem Jedenn Ampt gnugsamb vergleichenn, damit deshalb in der bezahlung kein Irthumb vorfallenn möge, Schultheis zu Allenndorff soll alle Wehr vnd Flutbette besehenn vnnd verschlagenn.
Zuuor aber vnnd vnnder des soll vnnser Schultheis zu Allenndorff alle flutbette, Wehr vnnd Tachenn1 die Werra hinnuf, bis ann die stette da die scheide liegenn, mit allem vleis besichtigenn, die Tachenn Jedes ortts mit Leutternn beschlagenn lassenn, vnnd was sonnsten notwendig, bestellenn, auch Jedes orts den ambttknechtenn die flös annmeldenn vnnd bevehlenn, dero vnnd darauff, al dieweil die weret, mit den darzu gehörigenn vnnderthanenn zu warttenn, Annstellung der flöss Volgenndts wenn also wiegemelt die scheide aller gemessen vnnd geleffert, vnnd derenthalbenn richtigk gemacht werdenn, So soll mit dem einwerffenn in dem nahmenn Gottes anngefanngenn, vnnd solchs durch vnnsere vnnderthanenn, Inmassenn bisdahero geschehenn, verrichtet werdenn, Doch sollenn vnnsere Amptknechte, sonnderlich die Schultheissenn vnnd Lanndtknechte, Jeder Ambts darbey sein, das volck hierzu annhaltenn, damit das einwer=
fenn vonn stettenn gehe, vnnd die flös soviel muglich beysammenn gehaltenn werde, Furt forderung der Flöss So baldt nun die scheide eingeworffenn, so soll vnnser Schultheis zu Allenndorff, vom annfanng bis zum ende darbey bleibenn, mit allem vleis die Werra auff vnnd abreitenn, vfsicht habenn vnnd annregenn, das Jedes orts die scheide zu flössenn anngeregt, vnnd keines ortts einige scheidt stehenn bleibe, oder vber hauffenn gesamblet werde, Sonnderlich soll er darann sein, das die hinderste scheidt aller mitbracht, vnnd die so zu grunde gefallenn, oder zu tuckenn1 wordenn, aufs Landt gefurt, vnnd ann Klaffter gelegt werdenn, damit wir nicht vergeblich darumb kommenn, oder vnns wie hiebeuor ein so grosse Summa Klaffter in abganng zugerechnet werdenn, Hierzu sollenn Ime beide im annregenn, vfsehenn vnnd verwarenn, vnnsere amptknechte eines Jedenn ortts, vnnd so weit eines Jedenn ambt vnnd gebiete reichet
trew, vnnd gewertig sein, vnnd nebenn Ime dem Schultheissenn enndtweder vor sich vnnd annder gleich als ob Ime alleine befohlenn, vleißigk vfsicht habenn, so weit sich sein ambt erstreckt, vnnd dieweil diese flös weret, ab vnnd aufreitenn, die Vnnderthanenn annhaltenn, die scheite annzuregenn, die keines wegenn vber hauffenn samblenn lassenn, auch Jedesmahl ernnstlich gebietenn, sich des austragenns vnnd stelenns der scheide zuenndthalttenn, Schultheis zu Heringenn verrichtung. Sonnderlich aber soll vnnser Schultheis zu Heringenn, die flösse in vfsicht vnnd furtbringenn mit haltenn helfenn, vom annfanng des orts da die scheide Inngeworffenn werdenn, bis gein Berka vnnder die Brucka1, Lanndtknecht zu Rotenbergk Vonn dem ort soll denn vnnser Lanndtknecht zu Rotenbergk Jzo Jacob Scheidt, die flösse versehenn helffenn bis gein Salmerhausenn, vnnter die Muhle,
Schultheis zu Sonntra Daselbstenn soll sie vnnser Schultheis zu Sonntra Jzo Bastiann Scharff annehmenn, vnnd mit sampt den Sontraischenn, auch den vnnderthanenn zu Konnenn1[?], vnnd Riegelsdorff fortbringenn, bis gein Newenhof vnnter das wehr, Furters soll sie der Schultheis zu Allenndorff versehen, bis gein Creuzburgk vnnter die Bruckenn, vnnd soll hierzu gebrauchenn vnnsernn Schultheissenn, vnnd vnderthanenn zu Herleshausenn, Der Schultheis zu Weissennborn Daselbstenn soll dann vnnser Dorff Schultheis zu Weissenbornn im ampt Wannfriedenn, Claus Beyfeldt2, mit sampt den vnnderthanenn zu Weißennbornn, vnd Rausbach, die scheidt versehenn, annregenn vnnd fortflössenn, vor Mihla vber bis gein Franckenroda Inn die Vogtey Treffurt, Vogt zu Treffurdt. Zu Franckenroda soll sie vnnser Vogt zu Treffurt
Bastiann Cholde1 annehmenn vnnd versehenn, bis gein Grossenn Burssell. Vogt zu Wannfriedenn Des orts soll sie dann vnnser Vogt zu Wannfriedenn, mit seinenn mitbeamptenn fortbringenn vnnd versehen, bis Inns ampt Eschwege, bey den Munchefordt2 Jegen der Aue, Schultheis zu Eschwege Ann dem ortt soll sie dann vnnser Schultheis zu Eschwege annehmenn, vnnd mit den Vnnderthanenn zu Grebenndorff bis vnnder die Muhlenn zu Eschwege bringenn, Dorff Schultheis zu Obernnhona. Nachdemm soll sie furters der Dorff Schultheis zu Obernnhona annregenn, vnnd furtbringenn bis gein Allenndorff Vnnd sollenn obgedachte vnnsere amptknechte dahin verdacht sein, das sie in diesem allen, wie oberzehltt, vnnd was sonnstenn zur flös dienlich, furderlich
vnnd nuzlich, als mit ausbringung der tucker1, vnd bewarhung der scheidt, vnnd was dergleichenn sein magk, ann Ihnenn gar keinenn vleis erwendenn lassenn, auch so offt sie vonn vnnsernn Salzgrevenn vnnd Schultheissenn, auch anndernn Beamptenn zun Bodenn hierumb ersucht vnnd anngelanngt werdenn, Ihnenn als dann vonn vnnsert wegenn, gehör vnnd volge gebenn, Mit dero eigenntlichenn vnnd gewissenn verwarnung, Wenn sie vnnsere Salzgrevenn vnnd Beamptenn, an der Werra auff vnnd abreytenn, vnnd ann einem oder mehrenn vnnfleis vnnd vngehorsamb befindenn, vnnd vnns solchs, wie wir Ihnenn aufferlegt, annzeigenn werdenn, Das wir als dann denenn oder dieselbigenn, so dieser Ordenung wiederstrebenn, vnnd darin vngehorsamb vnnd vnfleissigk befundenn, mit vngnedigenn Augenn annsehenn, vnnd darzu ernnstlich straffenn wollenn, Lanndtknecht zu Apteroda Wir wollenn vnnd bevehlenn auch hiermitt vnnsernn Lanndtknecht zu Apteroda, so baldt vnnd wenn die Scheyde zu Allenndorff vor denn Bödenn annkommen
vnnd er vonn vnnserm Holzvogt erfordert wirdt, das er als dann sich Jedes mahls so [übergeschrieben: tag] so nacht, mit dem darzu gehörigenn dinstvolck Jegenn Allenndorff verfugenn, vnnd die scheide aus dem wasser vf annweisung vnd Ordenung vnnsers Holzvogts, vfs trockenn bringenn, vnd ann geburliche hauffenn vnnd Klafftern legenn, vnd da dannen nicht abziehenn, bis die scheide aller vnd gennzlich ausbracht, vnnd sich hierann gannz vnnd gar nichts abhaltenn vnnd verhindernn lassenn soll, bey vermeydung vnnser vngnadt, Flösser Vnnkostenn Vnnser Schultheis zu Allenndorff, weil der den Flöskostenn verlegt, soll auch darauff sehenn, das es mit der zehrung vnnser Ordenung gemes vnnd sonnsten geburlich vmbganngenn, vnnd kein vnnotige gerunge2 oder vnnkostenn, vfgewenndet werde, denn wir Ihme den vberflus, vnnd was vnnsere Ordenung nicht mitbringt, keins wegs Passirenn zu lassenn bedacht, Er soll auch so balde nach enndtschafft der flös allenn kostenn, was er aufgewenndet, zu klarer rechnung bringen, die
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Z. 2: so tag so nacht — tag übergeschrieben, Folge unklar
vnnsernn Salzgrevenn vorlegenn vnnd vnderschreiben lassenn, vnnd als dann solch Register vnnserm Holzvogt bey sein Rechnung zustellenn, der Ihme sobaldt solch Flöskostenn, was die Salzgrevenn vnnderschriebenn, Jegenn geburliche quitanz vonn vnnsert wegenn erstattenn soll, Was auch vnnser Schultheis zu Allenndorff also wie obstehet, ann zehrungenn vnnd anndernn vnnkostenn, vf die flos wenndenn werdet, soll er darauf bedacht sein, das auch das Jenige was er verrechnet, den leutenn allenthalbenn bezahlet werde, Sonnst soll Jztgemelter vnnser Schultheis vonn vnnsert wegenn den Vnnderthanenn so annregenn, das geordente brodt austheilenn, vnnd sollenn die Beamptenn in allen enndenn verordenenn, das solch brodt ann die ortter gefurt werde, da sie arbeitenn, damit sie nichts vonn der flös abzugehenn, zur vhrsach furwendenn mugen, Aber vnnser Salzgrevenn sollenn auf vnd nieder reytenn, vnnd allennthalbenn, wo sie auch weiderwertigs vnd hindersolligs1 befinden, dasselbige abschaffenn,
Zuuor aber vnnd ehe das scheidtholz Inns wasser zur flös geworffenn werdet, soll vnnser Holzvogt zu Allendorff, die Börke1 bey den Holzplezenn daselbst die Leytternn vnnd Rechenn einsezenn, vnnd beschlagenn lassen, vnnd dero massenn verwarenn, das sie nit leichtlich hinwegk fliessenn konnenn, Fur allenn dingenn wollenn wir das gannz vnnd gar keine flösse werde furgenommenn, es sey vnns dann solchs vierzehenn tage furhero anngezeigt, vnnd wir vnns des schrifftlich zuuor was beschehenn solle, resoluirt habenn,
Ausbringung der Scheider zu Allenndorff. Das Scheidtholz, wann es die Werra herab, bis fur die Börk Jegenn Allenndorff kommenn, sollenn vnnsere vnnderthanenn beider ampter Beylstein vnnd Ludwigstein auszubringenn Jederzeit schuldigk sein, vnnd sollenn sie vnnsere Beamptenn ernnstlich darzu erfordernn, mit vleis annhaltenn, auch da vf die tage, wann sie gefordert werdenn, einer oder mehr, aussen bleibenn, vnnd sich zum ausbringenn nicht Innstellen, sollenn sie so mannichmahl solchs beschicht, mit einem guldenn verbrussenn1, oder am leib gestrafft werden, Denn zubesorgenn, wo hieruber nit mit ernnst gehalten wurde, das etwo einmahl sich in der eyll vngeferlich ein Plazregenn oder vngewitter zutruge, das das gewesser gros möchte werdenn, vnnd Börke vnnd gehölze miteinannder hinwegk nehmenn, Da aber auch vnnsere diener im ampt Beylstein, vnnd Ludwigstein, nicht trew vleißige forderung hierzu thetenn, Wollenn wir sie gannz vngnedigk an leib vnd gut straffenn,
Vnnderthanenn so das Flössholtz helffen ausbringenn, befreyung. Wir verordenenn auch hiermit, das gedachter beider Ampter Vnnderthanenn, vber das, das wir Ihnenn vf Jede Klaffter funff heller erlegenn lassenn, des halben forsts vnnd Stamgelts, auf Ire heuslicher befeurung, sollen gefreyet sein, vnnd sie hieruber vnnser Ober: vnnd Vnder furster ann allenn enndenn, nicht sollenn beschwerenn, Also soll es auch mit den vnndersassenn derenn vom Adell zu Hilzeroda1[?], welche sich gutwilligk diesem dienst, des Holzauswerffenns zutragenn, haltenn vnnderworffenn, in allem gehaltenn werdenn, vnnd sollenn vnnsere furster schuldigk sein, dieselbigenn mitt glimpff zu notwenndigenn Irem Brennholz, Jederzeit zubefordernn, In ausbringung sollenn sie die Klaffter legenn Inns mas, welchs wir darzu besonnders verordnet habenn, vnnd nach anweisung vnnsers Holzvogts, Lanndtknechts zu Apteroda, vnnd Wehrmeisters zu Allenndorff welche hierauff sonnderlich verordnet sein, vnnd Ire
belohnung dauonn vnnd Ipfanngenn1, das alles verrichtenn, Vnnd wann es also auf die Plege2 gelegt vnnd ausgebracht ist wordenn, soll dasselbige durch vnnsere Beamptenn, sonnderlich aber dem Holzvogt in guter hudt vnd verwarung gehaltenn werdenn, also das nichts darvonn vervntrawet noch endtfrembt werde, alles nach answeisung seiner des Holzvogts bestellung, also lautende, HoltzVogts Ambt. Der Holzvogt soll bey allem Klaffter holz, wenn das zu behuf vnnsers Salzwercks, vber oder vnnter demselbigenn anns Wasser gefurt, sein, vnnd zusehenn, das solchs rechtschaffenn gemessenn vnnd gelieffert werde, vnnd wann solchs holz vor Allenndorff durch die Flöß annkommenn, So soll er aufsehenn, das solchs durch vnsere ampt Beylsteins vnnd Ludwigsteins vnndersassenn, wie bishero beschehenn, vleißigk vnnd trewlich ausbracht, vnnd in Klafftern gelegt werde, daruber ordenntliche Register haltenn, vnnd derowegenn die Hieruber breuchliche zeichenn gebenn, vnd nehmenn sollen,
Was auch zu schiff die Werra herauff fur holz zu diesem behuff annbracht werdet, solchs soll er gleicher gestalt in Klaffter legenn lassenn, vnnd daruber seine besonnder Register vnnd Rechnung haltenn, Alles scheidtholz, so berurter massenn, oder sonnstenn zu vnnserm Salzwerck anngebracht, soll er in vleißiger vffsicht vnnd verwarung habenn, vnnd dermassenn legenn lassenn, das keine fluth noch Eisfarth darann schadenn thun mögenn, Ein Jede Klaffter solchs holzes im Eisenmas gemessenn, soll er vmb ein guldenn groschenn genanndt thaler, wie das Jungstlich gesezt ist, verkeuffenn, doch alleine den Bödermeisternn zum Salzsiedenn, vnnd sonnstenn niemandts annderst, Damit mann aber desto weitter mit dem Holz reichenn, vnnd nicht Inner wenig Jarenn vnnser geholz die wir Ihm1 vnnd wieder zum Salzwerck verordenet, Plutzlich abnehmenn, sonndernn auch vnnser erbenn vnnd nachkommenn ein gewis bestenndiges Salzwerck finden, vnnd behaltenn mügenn, So soll keinem
Södermeister1 auf ein wercke mehr als ein klaffter verkaufft vnnd zugelassenn werdenn, Als sie dann vf den fall, wann man etwa in der Erndte, vnnd arber zeit2, nicht fuhrleute habenn köndte, soll nach aller vnnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn Rathschlagenn, ein tage oder etzliche, zwo klaffter anzunehmenn erleubt werdenn, auf das Je die zahl der siebennthausennt vnnd nicht mehr wercker Jerlich gesottenn werdenn. Alles daraus gelöste geldt, soll er in sein Register zur Einnahme setzenn, davonn auf bevelch der Saltzgrevenn den kauff, auch die hawung, ausfurung vnnd flössung des Holtzes, vnnd andernn hierzu gehörigenn vnkosten verlegenn, vnnd vns darvonn vfrichtige Rechnung Jedes Jars thun. Jegaw3[?] HoltzRegister Vber welchenn Holtzverkauff denn vnser Jtziger Pfarher, als Saltzgreve in Sodenn ein Jegenn Register heltet, Welches vom Saltzgrevenn vnnd Schultheissen Jederzeit in der abzahlung vnderschriebenn werdett, Böck Reitternn4[?] Pfele.
Was auch ann Böckenn Reitternn, Pfelenn, vnnd ander Rustunge zum flössenn gebraucht wirdet, soll er der Holtzvogt in seiner verwarung haltenn, die mengell darann Jederzeit bessernn lassenn, vnnd solche ding wohl vfhebenn, damit mann zu erhaltung derselbigenn nit Jedes mahl newenn schwerenn vnkostenn auffwendenn müsse. Wann er mit Holtz anzuthun vnnd dem Warttenn ampt nicht zuschaffenn, soll er mit vf die gehöltze reitenn, vnd alle gelegennheit vnnd furnehmenns mit berathschlagenn helffenn, Soll aber kein1[?] ann Söder ann seine stadt das Holtz anzuthun noch in klaffter zulegenn lassen, weil solchs ohnne verdacht nicht zugehet. Holtzleger. Der Holtzleger soll furnemblich mit vleis Jederzeit zusehenn, dieweil er teglich beim Holtz ist, das nichts davonn gestolenn, abgetragenn, noch entfrembt werde, vnd da er Jemanndts betrapte, soll er solches den Saltzgrevenn vnnd Holtzvogte annzeigenn, vnnd gar niemanndts verschonenn, Darnach soll er mitt
Unsichere Lesungen
Z. 11: kein — Wort gestrichen/überschrieben, unsicher
vleis alles vnnser Scheidtholtz ins Eisenmas ohne allenn vortheil vnpartheilichen legenn, vnd den Södermeisternn nach ausweisung der zahl auf den lossen, vnuerechtigt austheilenn, oder da er solchs vbertrete, vnnd einige geschenncke nehme, soll er ann leib vnnd gut gestrafft werdenn, Was sonnst sein bestellung vnnd befelch ist, wurde aus baldt volgenndenn articulnn klar werdenn, in welchen allen er vnnsernn Saltzgrevenn vnnd Holtzvogt |: vnnsernn nutzenn trewlich zu befordernn :| soll gehorsamb leistenn, vnnd sich denenn nicht wiedersetzen, Er soll in das geordennte Eisennmas alles flösholtz, was vnnd wieviel dessenn der Holtzvogt Jederweile den Södermeisternn zum Saltzwerck verkauffenn wirdt, Zu klafftern ann enndt vnnd örttern in der Holtzvogt annweisenn wirdt, vleissiges, recht, vnnd vol kemlich1[?], eine klaffter wie die ander legenn, also das mann dessenn alweg zum Saltzsiedenn gnugsamb, vnd an Jme dis fals [gestrichen: kein] kein[?] versaumnus erscheine. Die gelegtenn klafftern, soll er ordenntlichenn, nach
Unsichere Lesungen
Z. 16: vol kemlich — vermutlich volkömlich
Z. 19: kein versaumnus — Streichung, Lesung unsicher
der zahl 1. 2. 3. vnnd so forthann zeichenn vnnd einem Jedem Söder, welche Jme das los gegebenn, zeigenn, vnnd darin bey vngnediger straff keinen finantz, vortheil oder betrugk suchenn, Er soll auch keinem Söder, wer der sey keins wegs anzeigenn, welche hauffenn ann der zahl gut oder böse, oder was einer vor dem anndernn an der zahl halte, Damit niemanndts im losenn vorteil zusuchenn, vnnd sich hierzu, weder durch geldt oder Saltz geschenck bewegenn lassenn, Soll auch keinem Söder oder fuhrmann gestattenn, eynig klaffter holtz vonn der legestadt abzufuhrenn, er habe Jme dann zuuor das los zeichenn vom Holtzvogtt vnnd Jegenn zeichenn vom Pfarher oder Wollenn schreiber1 zugestelt vnnd gelieffert, vnnd in dem allen ordnung vnnd richtigkeit, wie bishero beschehenn, halten, Gleicher massenn vnnd ebenn also soll er auch mit dem Schiffholtz, was dessenn die Werra herauf bracht wirdet, haltenn, vnnd solchs selbst durch mitthulf der schiffknechte legenn, vnnd keines wegs die ohne
seinem beysein, die schiffknechte oder anndere legenn lassenn, Die schlitter so er vnter das Eisenmas, solchs wieder zu lanngenn, legenn mus, soll er allemahl vonn demselbigenn gelegtenn hauffenn, wieder abnehmenn, damit nicht mehr, dann Jns Eisen mas gehöret, hinzugebenn werde, Vnnd soll Jme Jm scheidtlegenn keinen Södermeister noch vffter knecht1 helffenn lassenn, Wenn es aber die nottturfft, nach gelegennheit der zeit erfordernn wirdt, also das ers selbst, mit aller erlegenn kann, Soll Jme sein gesinde, oder sonnstenn einem taglöhner so vfrichtig zugelassenn sein, doch das er denenn zuuor dem Holtzvogte annzeige, vnnd solches mit dessenn furwissenn beschehe, er auch selbst mit zusehe, das er im legenn keinenn finantz brauche, Die Holtzzeichenn, was Jme dahero die Söder gelieffert, soll er nicht vonn sich thun, es sey dann das sie Montags durch die Saltzgrevenn vnnd beamptenn abgezelet werdenn, Die abfallennde schalenn, knuttell2 vnnd Splitter,
welche Jns Eisenmas zulegenn vntuchtigk, soll er alwegenn trewlich zusammenn legenn, davonn was Jme zu seiner haushaltung am fewrwergk vonnötenn, soll Jme vergönnet werdenn, mit dem vbrigenn sollenn sich die Pfortner |: bis vf wieder abschaffenn :| behelfenn, Doch sollenn sie das nicht abtragenn Ehe vnnd zuuor es durch vnnsernn Holtzvogt besichtiget wirdet, sonnst soll er vonn allem holtz oder schalenn, klein oder gross nichts heimtragenn, oder sonnstenn vergebenn, oder verparthierenn, Er soll auch ohnne vorwissenn des Holtzvogts nichts vornehmenn, auch vf dessenn geheiß sich zur flösse vnnd annderer notturfft des holtzes gutwillig gebrauchen lassenn, Das holtz auf allenn holtzpletzenn in guter achtung vnnd vleissiger aufsicht halttenn, vnnd habenn, also das darvonn nichts genommenn, noch enndttragenn werde, vnnd aber dessenn etwas Jnnenn wurde, solches Jederweil dem Holtzvogt annzeigenn, vnnd sich in allem halttenn, wie einem getrewenn diener vnnd Holtzlegernn gebuert, Jederzeit hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Schadenn
warnenn, vnnd bestes werbenn, denn wo das nicht beschehenn wurde, Wollenn wir Jnen Jederzeitt dieses diennsts wieder zu enndtsetzenn, vorbehaltenn habenn, Wie er dann dem allem also nachzukommen mit hanndtgegebener trew zugesagt, vnnd einenn leiblichenn eidt zu Gott geschworenn. Weitters wollenn wir das sonnst kein Södermeister oder Jemanndts einige klaffter noch fuder scheide Jnner Sodenn, oder sonnstenn wohin fuhrenn lassenn, er habe dann endtweder mit gepurlicher bezahlung oder nach ausweisung seiner bestellung vnnd Beuelchs seine geburliche klafftern vnnd fuhrzeichenn beim Holtzvogte gelöst vnnd ann sich bracht, geholet, vnnd dieselbigen dem Holtzleger gelieffert, Wurde aber solchs einer oder mehr vberschreitenn, soll solchs so offtt es geschicht, Mitt ein thaler verbuessenn, vnnd des holtzes beraubet sein, Pförtmeister. Es soll auch vnnser Pfortmeister keine einige klaffter scheide vonn der Holtzflös einfuhrenn lassenn,
Er habe dann zuuor Jedes fuder |: welches alwege vf die helffte geschetzt wirdt :| ein fuhr zeichenn eingenommenn, auch bey vngnediger leibstraff. Abzehlenn. Nach ausgang einer Jedenn wochenn sollenn alwegenn, auf den volgenndenn Montage die klaffter vnd fuhrzeichenn, so beide vonn vnnsernn Holtzvogt zuuor, vnd volgennts durch vnnsernn Pfarhernn, die verkauffte zalklafftern, ausgebenn seindt wordenn, Jnn beysein vnserer Beamptenn, so zur stette seindt abgezehlet, vnd zugleich Jnns Holtzvogts Register, durch vnnsernn Pfarhernn, vnnd in vnnsers Pfarhers Jegenn Register durch vnnsernn Holtzvogt beiderseits geschriebenn werden, auf welche beide Register zu ausgang Jars die gantze holtzrechnunge soll geschlossenn werdenn. Schiffholtz. Wir habenn auch fur dieser dieser zeit verordenet, das Jerlich vonn vntenn die Werra herauff aus vnsern Weldenn vnnd sonnstenn ein gute annzahl holtzes zum Saltzwergk zu schiffe anngefuhrett.
vnnd furtters verkaufft wurdet, Nun wollen wir wie obenn gemelt, das es in hawenn vnnd annfurenn, des wassers halbenn in Höhe, breite, vnnd lenge, der klafftern gleich wie ann anndernn ortern, da wir holtz hawenn lassenn, gehaltenn werde. Schultheissenn zu Witzennhausenn Beuelch. Der Schultheis aber zu Witzennhausenn vnnd der Gerichts knecht daselbst sampt dem furster am Tanngennberge, oder wen wir an derselbigenn stadt Jederzeit verordenenn wollenn, oder durch vnnsere Saltzgrevenn verordenenn lassenn, sollenn dasselbige scheidt holtz, Jnn vnnd ausser Waldes Jnn Jrer verwarung vnnd versehung habenn. Doch soll der Schultheis die verlegung aufschawenn vnd annfuhrenn, bey vnnsernn Holtzvogtt zun Sodenn enndtpfangenn, dasselbige vfrichtigk denen sie gebueret verrichtenn, Daruber klare Register vber Einnahm vnnd ausgabe haltenn, vnnd Jerlich vor der Saltzrechnung wann er gefurdert wurdt.
klare Rechnung zu thun verpflichtet sein. Der Furster am Tanngennberge, sols nach vollem maß vonn Hawernn annehmenn, vnnd darauff sehenn, das er klare Rechnung vnnd Liefferung am Wasser thun könne, Desgleichenn soll der Gerichts knecht am wasser von fuhrleutenn die gehawene scheidt mit vollem mas annehmenn, geburliche zeichenn, darauf sie vom Schultheisenn bezahlet werdenn sollenn, ausgebenn, vnnd sich also in seinem diesem beuelch verhaltenn, das auch ohnne abgang souiel muglich auff den Holtzpletzen furm Sodenn könne eingewechßelt werde, Wurdenn aber diese drey einer oder mehr in verrichtung Jrer beuelch seumigk oder vnfleissigk befundenn, sollenn sie darumb gestrafft werdenn, Jederzeitt nach gelegennheitt. Wie der Wasserstromb zuhaltenn Wemt1 auch offenntlich am tage ist, das durch gelegenheit des Wasserstrombs der Werra vnnserm Fursten=
thumb vnnd Saltzwerck viel nutzenn geschafft, denn beide vonn obenn herab, vnnd vonn vntenn hinauff holtz vnnd Proviant, vnnd hin wieder Saltz vnnd annders hinwegk zu schiffe gefurt, vnnd verhandelt wurdet, So wollenn wir dernach, ist auch vnnser ernstlich gebott vnnd beuelch, das der Wasserstromb vnnd Leinennpfadt, sonnderlich vonn vntenn herauf in gutem wesenn erhaltenn werde, darzu wir Jerlich ein namhaffte Summa geldts verordnet habenn, Welches furter vnnser Schultheis zu Allenndorff vonn vnnserm Holtzvogt, soll enndtpfangenn, einnehmenn, vnnd mit Rath, furwissenn, vnnd beuelch vnnserer Saltzgrevenn ausgebenn, verbawenn, vnnd verrechnen, Darzu wir denn auch vnnsernn Wehrmeister zu Allendorff, sonnderlich wollenn verordenet habenn, das er hierauf vleißigk sehe, den Baw nach beuelch der Saltzgrevenn, vmb sein taglohn helffe annstellenn, vnnd verfertigenn, Hannsteinisches Wehr. Vnnd Nach dem sich vielfeltige vnrichtigkeitenn, vnd
verenderungenn dero vom Hannstein wehrbaws vntern Ludwigstein wegenn bis vf diese zeit zugetragen, So wollenn wir hiermit zum vberflus nachmals mit allem ernnst vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra allenn Saltzgrevenn, Schultheissenn zu Allenndorff vnnd Witzennhausenn, so Jtzt vnnd in kunfftige zeitt sein werdenn, gebottenn vnnd beuohlenn habenn, das sie kurzumb nit gestattenn, noch vf einicherley weise nachgebenn, das die vom Hannstein durch nicht ein geringes heruber vf vnnser halbe theil, dessenn wir ohn einrede, im wasser berechtiget sein, zubawen sich vnternehmenn, Sondernn sie sollenn in allem darauff sehenn, das sie auf Jener seittenn bleiben, vnnd vns im wasserstrom vnnd der Schiffart vnuerhindert lassenn, Wurde aber solchs vonn einem theil verechtlich gehaltenn, Wollenn wir Jederzeit wie sie gestrafft sollenn werdenn, wohl wissenn, darnach sich ein Jeder zurichtenn, Vnnd dieweil viel frembt Holtzleute, Jhr ann sich gebrachte gehöltze zum Saltzwergk bringenn, vnd aller=
meist dargegenn Saltz wieder ladenn, So wollenn wir, vf das zwischenn Jnenn vnnd den Sodermeisternn keine vnrichtigkeit enndtstehenn könne, das vnnser Holtzwurdiger in einem besonndernn Eisenmas, welchs wir darzu habenn machenn lassenn, das scheidtholtz alle so annkömpt, gleich wie vnnser Holtzleger legenn, das Holtz volgennds setzenn, schetzenn vnnd wurdigenn, was es nach Jeder art werth, vnnd wohl geltenn kann, also das kein theil sich schadenns oder verfortheilung durffe zubeklagenn habenn, Holtzwurdiger Hieruber sollenn vnnser Jtztgedachte Holtzwurdiger, welche wir dann auch auf die baldt volgennde ganntze Holtzhandelung, nach ausweisung dieser Ordenung angenommenn, bestellet vnnd beeidiget, gesetzt sein, Alle scheidt vnnd Wellenn Holtz sollenn sie, sie werdenn erfordert oder nicht, so offt Jnner Sodenn vonn Bothenn zu Bothenn |: welchs die wochenn zweymahl beschehenn soll :| vmbhero gehenn, auch ausser Soden auf den fletzenn, vnnd wann es sonnst in Sodenn gefurt,
zu wurdigenn vnnd zu schatzenn macht habenn sollen, vnnd wie sie dasselbige setzenn, vnnd wurdigenn, also, vnnd nicht annderst, soll es gegebenn werdenn, Wurde aber einer oder mehr solchs vbertrettenn, es sey gleich Holtzmann oder Söder, soll gestrafft werden, der Holtzmann sich ein Jar des Saltzwergks genntzlich zu eussernn, der Söder soll der Meisterschafft enndtsetzt sein, Vnnd wann die Wurdiger hierin Jemanndt werdenn vbersehenn, vnnd dieselbigenn nicht annzeigenn, auch vielleicht vnder der deckenn liegenn, sollen erstlich Jres ampts mit vnehrn, desgleichenn Jrer Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd vber das vnnser gnadt vnnd vngnadt gewarttenn. Holtz Tax. Damit sie aber kein vnwissennheit furwenndenn mügenn, Wollenn wir Jhnenn, wie ein Jedes Holtz gesetzt vnnd geschetzt werdenn soll, hiermit furstellen Es soll hinfuro das Well vnnd scheidtgehöltze, so in Sodenn verkaufft wirdt, Jnn die grubenn gelieffert
vnnd bezahlet werdenn, Ein schock Wagenn welnn fur — ½ thaler, Siebenn Steige Esels welnn vor — j thaler, Ein hauffenn Eichenn holtz, so flösholtz höhe vnnd lennge hatt, zwanntzigk Neun alb1, doch alles nach ermessigung der Holtzwurdiger. Wann auch ausser dieser Ordenung die Wellenn zu klein, die scheide zu kurtz gehawenn, vnnd Jns Saltzwergk in die grubenn oder vf die fletze gebracht werdenn, sollen sie souiel einschlagenn, vnnd ann der zahl zu, vnnd am gelde absetzenn, das kein theil verfortheilt werde, alles bey vermeydung obenngedachter straff. Vnnd sollenn in diese Ordenung gezogenn werdenn, all vnnser gehöltze, welche wir dieses orts im Meissner, Furkennberge, Romberge, Tanngennberge, Rorbennberge, vmb Eschwege hero, vnnd ann anndernn hierumb gelegenenn enndenn habenn, die wollenn wir in ordentliche hawung austheilenn, den Sodernn vnnd fuhrleutenn vmb ein geburlich Stamgeldt zukommenn lassen, daruber dann vnnser Saltzgrevenn vnnd Furster mitt allenn trewenn vleissigk vnd vfrichtig haltenn sollen, Schultheissenn zu Allenndorff Beuelch.
Unsichere Lesungen
Z. 4: zwanntzigk Neun alb — Zahl und Kürzel unsicher
Z. 14: Furkennberge, Romberge, Rorbenn=berge — Bergnamen unsicher
Jnnsonderheit aber soll vnnser zu Allenndorff Schultheis, dieselbigenn aller in sonndernn beuelch habenn, aufrichtige Register haltenn, vnnd Jerlich vonn dem eingenommenenn forstgelde, klare rechnung thun, Ordnung vnnd Sehweise1, wie weit der Meissner dem Saltzwerck zugetheilt Vnd wollenn dis orts krefftiglich bestettiget vnd Ratificiret habenn, die Ordnunge, welche vnnser Lanndtvogt ann der Werra, Oberfurster, Saltzgrevenn zun Sodenn, Schultheis zu Allenndorff, vnnd Renndtmeister zu Eschwege, berathschlagtt habenn, Doch mit vorbehalt, das wir Jederzeit dieselbige Ordenung vnnd vergleichung wollenn zu mehrenn vnnd zu mindernn macht habenn vnnd behaltenn, vnnd lauttet dieselbige vonn worttenn zu worttenn also, Wir habenn vmb verhuetung willenn kunfftiger vnrichtigkeit, vnnd das beyde das Saltzwerck vnnd vnderthanenn, desgleichenn das Schlos, Muhlenn, Beamptenn vnnd Wehr zu Eschwege, auch Jre notturfft habenn mugenn, fur gut vnnd nutzlich anngesehenn,
Das hinfuro der gantz einhanng am Meißner nach dem Saltzwerck zu, nach anweisung vnsers Landtvogts ampts Instruction, der Saltzwercks Ordenung vnnd Resolutionibus allein zum Saltzwerck ohn alle einrede, vnd Inbruch, soll gehegt, vnnd zu gewönlichem zeitenn durchs Loß außgehauwenn, außgetheilet, vnnd Ins Saltzwergk gebraucht werdenn. Vnnd sollenn in diesem bezirck verstandenn werdenn |: wie zum theil obenn gedacht :| alle geholtze, so im gantz ampt Beilstein gelegenn, als sonnderlich der Steinbergk Rombergk, Rodebergk, Farßrodt, Seybergk, vnnd Petersbergk mit seinem anhanng, zusampt dem gantz einhanng des Meißners nach dem Saltzwergk zu, angehenndt vom Weißenbachschen Heüweg1[?], am Brambrodt ann, schnur strack biß vf die Hohe des Meißners, vnnd wendenn in der Vierbach auch schnur stracks biß obenn vff. Was aber weitters hindenn vnnd obenn vffm Meißner vnd am Kriegenisch2[?] am geholtze wachsenn wirdt, dahin sollenn die vndersassenn durch die fürster Jederzeit allein zu Irer auch des Schloßes Mühlenn, Beamptenn Besen3[?]=
rung vnnd zum Wehrbaw anngewiesenn werdenn, also das in kunfftige zeit vom des Saltzwergks wegenn, daselbst nichts soll gehauwenn, noch zu etwas gebraucht werdenn Doch habenn wir dem Steinkolenn Bergkwergk zum besten einen ort geholtzes abgehenn lassenn, soll hierein nit gerechnet werdenn, Der Dorffschafftenn Geholtz. Auch sollenn in diese vergleichung nicht gerechnet werdenn die Geholtze so die dorffschafftenn etwa hin vnnd wieder gemeine habenn, welche die dorffschafftenn selbst für sich zugebrauchenn habenn sollenn, Doch sollenn die fürster auf dieselbige Geholtze nicht minder vleissige achtung vnnd auffsehenns habenn, |: das die rechte schoffenn1 geheget mügenn werdenn :| als vf vnnser geholtze, Wie dann Inenn solches durch abgedachte vnnsere diener ist vferlegt wordenn, Schmiedde. Nach dem auch bis annhero die Pfannennschmiede zu Allenndorff auch die anndernn schmiedte zu Eschwege
vnnd im ampt Beylstein gesessenn Ihr Kohlennholtz am Meißner habenn zuhauwenn pflegenn, die dorffschafften auch hinder dem Meißner allenthalb darab Ir feurwerck gehabt, vnnd aber vmb noturfftiger vnnderhaltung willenn des Saltzwercks, vnnd auch der vnderthanenn im ampt Beylstein |: welche denn teglich viel Brennholtz zum Saltzwergk vnnd dannenn wieder heraus Saltz außfuerenn müssenn :| hinfuro nicht wohl gestattet [gestrichen: kann] werdenn, So sollenn von diesem tage ann hinfuro gar [gestrichen: keine] schmiede am Meißner zukohlenn zugelassenn, sonndernn ann gelegene ortter am Innhanng des Langennbergs nach almeroda zu, welchs sonnstenn zum Saltzwergk nicht gebraucht werdenn kann, vnnd sonnstenn ann vnnderschiedtliche ortter, Die dorffschafftenn aber hinder dem Meißner nach der Lichtenaw zu, vnnd daselbst hinaus soviel Immer müglich anngewiesenn werdenn, Sie sollenn sich auch nun hinfuro ann die Steinkolenn haltenn, vnnd nurt in einer gewissenn annzahl Holtzes zu kohlenn, welche sie zu den pfannenn allein zugebrauch1[?], nach verordenung vnser Saltzgreuen vnd Beampten verhalten,
Da auch etwas hindenn, vornenn oder Obenn vffm Meißner noch vngestrupffet lege, vnnd nicht in gemeyliche hege gebracht were wordenn, dieselbige ortter sollen die forster mit furwissenn des oberfursters vnnd der Beamptenn zum Bodenn strupffenn, in Heyge bringen, vnnd die Storck1[?] vnnd gestende, so zum Bode Wellenn nit tüglich, Davon nach gelegennheit den dorffschafftenn zu kommenn lassenn, also das allennthalb Inn allenn geheuenn, ein ordenntliche volkommene vnnd richtige heygünge durchaus gehaltenn werde, Dergleichenn sollenn auch hierin alle die Gehöltze der Pfenner durck2 genennt, sie seyenn gleich vnnser eygenn, der Stadt allenndorff oder anndernn, gezogen werdenn, Doch werdenn hierenn ausgenommenn, die geholtze, so der Pfenner eigennthumb seindt, vnnd zum sondernn vortheil, das die Bödermeister desto besser im Siedenn bleibenn konnenn, vmb ein Erbstamgeldt Jerlich ein Bergk oder zwene auf die Bothe außgetheilet werdenn, wie hierneben zusehenn,
Verzeichnus vnnd Nahmenn derenn Geholtzenn vnnd Bergenn, so der Pfenner Eigennthumb seindt, vnnd die Södermeister vmb ein Erbstambgeldt, Wann sie gressig seindt, zu bawenn pflegenn. Der Grosse Hain ann der Winterleidenn — 8 Die Sommerliedenn im Grossenn hain — 5 Die Halbe Marck — 4 Der kleine Hain — Der Loebach2 die Winterleiden vnd Wattenrodt — 8 Die Sommerleidenn im Loebach — 5 Vber dem Hegebergk gibt der Kirchen in Soden — 2 Die Volckmers Bachne1[?] — 7 1/2 Des arnebergs Sommerliedenn — 12 Die Wintterliede — 8 Wie dann auch die kleine vnnd grosse Horst, welche der Södermeister gemeine seindt, die mügenn die Söder Wenn sie gressig, vnnd von vnsernn Saltzgreuenn erleubt wurdenn, hauenn, vnnd vf wagenn, karrenn, schleyffen dennstenn, wie sie könnenn heimbringenn,
Tabelle der Handschrift, S. 997
Klammer rechts mit Beischrift „Marck“; kleiner Hain ohne Zahl
Hegebergk vnnd Geweige1 Beim Sodenn, Desgleichenn der Hegebergk auch, welcher soviel als das bawholtz annlanngt, soll genntzlich gehegt, vnnd gefreyet sein, das Vollholtz aber soll in stehennder Location vnnserm Gerichtsknecht für sein belohnung, Wie dann auch das gewöge2 dem Holtzvogt fur sein Accidentarium gelassenn werdenn, So hat es auch sein sondere Ordenung, wie es mit austheilung der stadt allenndorff gehöltze vnnd gemeinenn soll gehaltenn werdenn, welche sie mit den Södern, vnnd denen vom Riedenn vnnd Cammerbach haben, welche wir hiehero mit krefftiger Ratification wollenn wiederholenn, Erb vnnd Lehenn Geholtze. Mitt denn Erb vnnd Lehenn gehöltzenn derenn vom Adell, Burger vnnd Bawrenn in gemeltenn zirck gelegenn, könnenn wir kein Ordenung machenn, Bevehlenn aber vnsernn Saltzgreuenn vnnd Beampten, das dieselbigenn mit vleis sehenn, vnnd verhütenn,
damit der Holtzkauff, durch derselbigenn ersteigerungt nicht vertheuret werde, Ludwigsteinises Geholtze Die Ludwigsteinische geholtze aber sollenn nachvolgender massenn getheilet sein vnnd pleibenn, Alle Holtzberge sollenn in Neun theil getheilet vnnd verglichenn werdenn, derenn halber theil Jerlich eins Ins Saltzwergk, die annder helffte zur befurung der vndersassenn im ampt, vnnd der Haushaltung des Ludwigsteins gebraucht sollenn werdenn, Anfanngs liegt ein bergk bey der Wietzenbree1, heist die Schoenhardt, darzu soll mann thun ein ortt vnnter dem Habichstein, diese beide sollenn ein theil sein, Jegenn dem Habichstein nach dem Monrodt ligt auch ein ort geholtzes, darzu soll so weit der Heidegrabenn daran stosset, genommenn, vnnd sollenn die beide Ortter zusammenn, das annder heupttheil machenn, Zwischenn dem Senngellhardt, Elberoda2, vnnd Sultzgrabenn, ligt das gemenge, soll zwey theil gebenn, Wegenn dem gemenge aber, [übergeschrieben: nach] Ruberoda3 zum theil auch
vnnterm Vorkennberge1, ligt das Elberodt, stösset ann einer seittenn ann der vom Bergenn, annder anndern ann der vom döringennberge gehöltz, ist mit Mahlsteynenn richtigk allennthalbenn gescheidenn, sollen vf drey Jar gehauwenn vnnd außgetheilt werdenn, Darnach soll der Sultzegrabe, welcher zwischenn der vom döringennbergk gehöltze, vnnd dem Mulandts2 berge, sich sehenn lest ein theil sein, Desgleichenn das Monrodt, welches benebenn dem Senngelhardt liegt, soll auch ein theil sein, Dieser theile soll Jedes Jars eins wie obenngemelt, halb Inns Saltzwerck gepraucht, davonn den beihabernn des Haus Ludwigsteins die Stammiedt3 erlegt, vnnd alwege als baldt in vleissige hege gelegt werdenn, Vnnd sollenn vnnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn darob mit vleis haltenn, das Ihnenn hierinn [gestrichen: kein] Inntragk noch vergerung vonn Jemanndts beschehenn, Wurde sich aber einer daruber sperrenn, vnns solches Jederzeit vermeldenn, vnnd vnnsers fernerenn be=
scheidts, sich enndtlich darnach zurichtenn habenn, erwarttenn. Sie sollenn auch mit nichte gestattenn, das ann einem ende, im ganntzenn ampt Ludtwigstein |: wie denn auch sonnst allennthalbenn :| geordnet, noch durch das Viehe das gehöltze verderbet werde, Wie wir dann hiemit solches mit sonndernn ernnst allenn vnnd Jedenn Inn Ihre eydt vnnd pflicht wollenn eingebunden haben, Vnderthanenn Gehöltz. Aber der vndersassenn, in gedachtenn ampt eigenn gehöltze, sollenn in diese theilung nicht gerechnet sein, vnnd sollenn dieselbigenn damit nach Irer bestenn gelegennheit zuthun vnnd zulassenn habenn, Doch das sie die nit verwüstenn, noch mit dem viehe abätzenn, vnnd was sie darvonn enndtrathenn können, allein dem Saltzwerck zuwendenn, Holtzleut in der Stadt sollenn mit Holtz allein partiren, vnnd nicht die Handtwercks leuth. Auff das aber die Holtzführleut vnnd Esell treiber
Inn der Stadt allenndorff desto bas bleibenn, dem Holtzfurenn vleissigk obliegenn mügenn, vnd das brodt Ihnenn nicht aus dem munde genommenn werde, So wollenn wir hiermit verordennt, vnd ernnstlich gebottenn vnnd bevohlenn habenn, das die anndernn Burger vnd Handtwergks leute Inn der Stadt allenndorff, sie seyenn gleich wer sie wollenn, mit dem holtze zuhanndelnn, zu Partirenn, oder vorkauff damit zutreibenn, heimlich oder offenntlich sich nit sollenn vnternehmenn, sonndernn in annsehung das sie sonnst mit anndernn Irenn Zunfften, Hanndtwerckenn vnd Hanndthirungenn Irer notturfft nach, sich zubetragenn habenn, die gedachte fuhrleut vnnd Eseltreyber dami[gestrichen: t]1 allein gewehrenn lassenn. Kein Loß soll theurer als es gekaufft, verkaufft werdenn. Da aber einer oder mehr in austheilung der Gehöltze, Eine maß oder Loß bekeme, vnnd zu Irer Haus befeurung des Holtzes nicht bedurfftigk, soll solchs
Unsichere Lesungen
Z. 14: dami[gestrichen: t] — Streichung am Wortende
vonn stundt nach anweisung der Holtzordenung, so obenn anngezeigt, vmb das Loßgeldt ohn alle ersteigerung vnnd vervortheilung, denn Holtzleutenn zukommenn lassenn, Wurde aber einer diese puncten beide vberschreitenn, soll mit ganntzem ernnst vngnedig gestrafft werdenn Söder sollenn mit keinem Burger vor sich mit Holtz partiren, sonnder die Fhurleut damit gewehren lassenn. Gleichergestalt soll kein Söder sich mit einigem Burger Im Holtzkauff oder Parthirung, ohn allein mit denn fuhrleutenn vnnd Eseltreibernn einlassenn, vbertrete es aber einer, soll vonn stundt ann der Meisterschafft enndtsetzt sein, vnnd hierin niemanndts verschonet werdenn Kein Söder soll mehr Holtz, denn vff sein Rots1 habenn, vnnd mit Holtz nicht partiren Wir wollenn auch kurtzumb nicht gestattenn, noch gestattet habenn, das einicher Södermeister, so etwan
vermüglich, vnnd es verlegenn kann, mehr Holtzes an sich bringenn, Dann er vf erhaltung eines Boths bedurfftigk, Dann es nicht ohn verdacht zugehett, Wann ein Meister dem anndernn lesset holtz zu kommenn, Darjegenn Saltz lieffert, vnnd es weytters seines gefallenns verparthieret, Sonndernn was einer enndtrathenn kann, magk er vmb geldt, vnnd nicht vmb Saltz der Ordnung gemes einem anndernn lassenn zugehenn, Wer solchs vbertritt, soll zur straff erlegenn — Der Edelleut Holtzhanndell. Mitt den Edelleutenn vnnd anndernn so vmbs Saltzwergk hero wohnenn, vnnd Holtz zuverkauffenn pflegenn, soll kein Söder, Inn ganntz keine wege Hanndelung vmb Holtz vnternehmenn, Er thue dann solchs mit furwissenn vnnser Saltzgreuenn, Wie dann solchs vor dieser zeit verordennt wordenn, Heiner1 sollenn in den Nahe gelegenen Bergenn, kein Holtz an sich bringenn So soll keinem Heyner2 oder sonnst anndernn fuhrman
Holtz ann sich zubringenn, zu keuffenn vnnd zufuhrenn, noch zuverkeuffenn oder zuverpartirenn, in den nechst gelegenenn Gehöltzenn vmb allenndorff hero gestattet werdenn, Sonndernn es sollenn allein die fuhrleut vnd Eseltreiber zu allenndorff damit zu parthierenn, vnd zuhanndelnn macht habenn, Wurde aber einer solchs vberschreittenn, solle Ihme der Melnschreiber1 kein zeichl gebenn, Ime soll darauf kein Saltz geladenn, Sonnder allein sein fuhrlohnn, mit gelde bezahlet werden, Wellenbergk Hawunng Es soll kein Wellenbergk außgethann werdenn zu hauwenn, Er sey dann siebenn Järig vnnd gressigk, sey auch zuvor durch etliche vnsere Beamptenn besichtiget wordenn, Austheilung der Wellenberg Die Wellennberge aber so hin vnnd wieder Jerlich gressig vnnd außgehauwenn werdenn, sollenn in gleichem mas in Wollenn abganngenn vnnd gekurckt2 werdenn, nach Zahl der Beamptenn, Södermeister, fuhrleut, vnd Esell=
Unsichere Lesungen
Z. 7: Melnschreiber — Wort teils gestrichen, unsicher
treiber auf welche die geholtze sollenn, mit gewisser Zahl außgethann gemerckt werdenn, In austheilung aber derselbigenn soll nach Itztgedachter Zahl Papiren Loß gemacht, Inn ein Hudt gelegtt, vnnd vnpartheilich, ohn allenn vortheil, in beysein einer oder zweyer vnnser Beamptenn vnnd fürster, außgetheilet werdenn, Doch das ein Jeder, der ein Los hept, was auf das außhauenn ganngenn ist, pro rata, soviel Im gebueret zuvor erlege, Vnnd soll den Holtzwurdigernn1, vnd den Jenigenn so die Loß außhauwenn, auf Jedenn tagk so lannge sie außhauwenn, Ein schreckenberger zu lohn erlegt werdenn, Nach dem sich vielmahl zutregt, das Inn Weldenn, auf den Holtzpletzenn, vnnd Im Bodenn, aus vnwissenheit oder fursetzlich, das Holtz einer dem anndern enndtfuret, vnnd enndtwendet, vnnd dann ein Jeder Södermeister vnnd Holtzman sein gewönlich merck, auch in Weldenn sein gewissenn ort hatt, darauff er hauwenn lest. So wollenn wir hiermitt die
alte Ordenung wiederholet habenn, Nemblich, Wann einer Holtz so sein ist, Es sey gleich wo vnnd bey wem ers findet, anntrifft, vnnd mit dem Merckstamb, oder annderer Kundtschafft, die warheit kan beybringenn, soll er ohne alle enndtgeltnus dasselbige zu sich nehmenn, vnnd seiner gelegennheit nach gebrauchenn, Feur Verwahrung. Es weis menniglich wie ganntz vnverwaret die Baw1 Inn der Bodenn seindt, desgleichenn das Inner vnd ausser den Bothenn die Meister Ir Holtz vnnd feuerunge behaltenn müssenn, also, das, wo mann nit fursichtiglich hierin zusehe, vnnd ordenung hieltte, leichtlich ein vnverwindtlicher schadenn |: welchenn Gott gnediglich verhütenn wolle :| durch feurs noth sich zutragenn könnte, Demnach so Ordenenn vnnd wollenn wir, das vnsere Beamptenn, Holtzwurdiger2 vnnd schetzer darauf ein vleissiges aufsehenns habenn, das Inn vnnd vor einem Jedenn
Bothe ein Meister vber zwey werck holtzes nicht habe, Wurde aber einer solchs vbertrettenn, soll vf soviel wercke er vbrigk, vf Jedes werck drey thaler bus erlegenn, Die Södermeister oder afftetknecht1, Innwohner vnd alle manns vnnd weibspersonenn Inn der Bodenn, sollenn vber die Gassenn noch in die Bothe kein feur noch liecht tragenn, sie tragenns dann verborgenn in döpffenn oder in Leuchtenn, Wurde aber dies einer vbertrettenn, soll solches so mannchmahl solchs beschicht, mit einem thaler verbuessenn, Wie wir denn auch gleichermassenn wollenn, das sie nicht gestattenn, das Innerhalb zehenn Wochenn lanng einigk hauffenn Wellenn, oder Scheidtholtz, vmb die Bödenn vnnd zeune herumb auf die pletze gesatzt werde, so offt solchs wurde vbertrettenn, soll auch mit ein thaler Buß vnnachlesslich gestrafft werdenn, Vnnd sollenn hierin vnnser Beampten, Holtzwirdiger2 vnnd schetzer ein sonnders ernnsts vnnd vleissigs auffsehenns Jederzeit habenn,
Holtzhanndels Annschlagk. Nachuolgender massenn soll aller arth geholtzes so wir selbst nicht fur vnns bestellenn lassenn, zu hawenn, gehawenn, verlonet, verforstet vnnd gelegt werdenn, Ein schock Wagenn wellenn, so kaufmanns gut ist, soll belohnet werdenn, zu hawenn, mit. Dauonn stambgeldt Ein schock Eselwellenn kaufmannsgut Dauonn stambgeldt Ein klaffter Wagennscheidt, so nach dem Eisennmas in höhe, breyte, vnnd lennge volkommenn ist Dauonn stambgeldt Ein klaffter Eselscheidt, so nach dem mas gehawenn vnnd gelegt, welchs vnnser holtzwurdiger bey sich habenn, vnd drey schue lanng seindt, mit Dauonn stambgeldt Vnnd auf ein Jedes schock oder klaffter soll vber dis alles
den fursterenn —— trannckgeldt1, vnnd nichtt mehr erlegt werdenn, Darjegenn dann auch die forster schuldige sein sollenn, zuzusehenn, das niemanndt sein gehöltze im walde enndtfrembt werde, Holtztaxt Sonnst soll der Taxt einer Jedenn art holtzes den holtzwurdigernn Inn Ihre eyde Jederzeit gebundenn sein, doch das sie keines höher vnnd theurer schetzenn, dan die zuuorobermelte Ordenung mitbringt Vnnd sollenn sie sich mit hinderkommenn lassenn, das sie Jemanndts zuliebe oder leidt falsch messenn, das holtz annzunehmenn erkennenn, noch zutheur noch zu wolfeil schetzenn, Wurde aber solches auff sie außkundigk gemacht, sollenn sie vber die schmeliche enndtsetzung, vnns ann leib vnnd gut zu straffenn, alles wie obgemelt, verfallenn sein, Belohnung der Holtzwurdiger Damit sie aber Irem ampt desto besser abwarttenn könnenn, soll ein Jeder döder2 Jerlichen ——
dem Zölner erlegenn, daruonn soll Ihnenn gelohnet werdenn, Darzu sollenn sie vonn Jeder frembdenn Schiff klaffter —— Heller zu legegelt einnehmenn, vnnd sich damit benugenn lassenn, Thorwartenn Beuelch.
Auch sollenn sie Innhalt Irer bestellunge alles saltz, so nicht bey ganntzenn Pfannenn vnnd achteilenn verzollet, vnnd offenntlich geladenn wordenn, sondernn heimlich zuuerpartirenn mit eintzelnn genngstenn1 in korbenn, seckenn, beuttelnn, Eimernn oder sonnstenn, wie das zuuerdenckenn, vnnd Ihnenn am Thore fur kömpt, zu sich nehmenn, dem Renndtmeister als baldt
bringenn, dieselbigenn so es gehabt annzeigenn, Soll der Renndtmeister das Saltz furters, wie er beuelch hatt behaltenn, Innsonnderheit verrechnenn, vnd die vbertretter, beide dieJenigenn so das saltz gegebenn, oder verpartiret, vnnd bey denenn das saltz gefundenn, vnngedigk gestrafft werdenn, Soll der furderste thormeister am Soderthor2, kein geflöst oder Schiffholtz, so vonn vnnsernt wegenn verkaufft, Inn die Sodenn führenn lassenn, Es werde dann bey Jedes fuder ein Zeichenn, so darzu sonnderlich gemacht seindt, gegebenn, Niemanndts außgescheidenn, Wurde aber einer mit solchenn scheidenn dem anndern Thorwarttenn furkommenn, soll dasselbige vonn stundt ann dem Holtzvogte, sich ferners amptshalber daJegl1 zu haltenn, anngezeigt werdenn, Rueß vnnd Bluet. Was aber Rueß vnnd bluet zun Sodenn bringt, vnd fur Saltz vertauschenn will, soll sich den Thormeisternn im eingang annzeigenn, dieselbigenn sollenns zuuor besichtigenn, damit wann die Jenigenn so getauscht
habenn wieder außgehenn, sie das holtz besichtigenn vnd ermessenn mugenn, das sie nit mehr außtragenn, dan sich zugebenn geburt, Dorffleut so Saltz in der Stadt gekaufft sollenn nicht durch die Soden gehenn. Damit nicht vnrichtigkeit ann Thorenn sich zutrage, Sollenn die Thormeister die dorffleuthe, so aus der Stadt kommenn, daselbst saltz gekaufft habenn, vnnd heimgehenn wöllenn, nit durch die Sodenn, mit dem Saltz gehenn lassenn, Sondernn mit dem Saltz benebenn hin zugehenn weisenn, Siechenleut vnnd Bettler. Soviel die armenn Siechennleut vnnd anndere so saltz Bettelnn zupflegenn, annlanngt, darinnenn werden die Thorwarttenn, wie auch zuuor gedacht, Jederzeit nach gelegennheit, Was sich Jegenn die oder anndere verhaltenn sollenn, vom Pfarher oder Renndtmeister beuelch enndtpfanngl1 Vber das alles, sollenn sie auch mit vleis acht nehenenn, das
ein Jeder der Saltz geladenn hat, vnnd außführenn will, auf das geladene saltz die gepurlichenn vnnd darzu geordentenn Zollzeichenn, Ehr vnnd zuuor er hinaus fehret, erlegenn, Da sie aber vermerckte, das einer minder verzolt hett, dann er vf denn Wagenn, karrnn, Pferdenn, körbenn, oder sonnst außführtenn, oder außtrugenn, sollenn sie solchs zu stundt ann dem Renndtmeister, oder wer sonnst zur stette ist, annzeigenn, Die sollenn weitters hanndtlen, was sich darin gebueret, Holtz vff der seittenn da die Sodenn liegenn, soll nit in die Stadt gebraucht werdenn. Sie sollenn nicht gestattenn, das ausser Sodenn, noch aus den Weldenn dißseits der Werra holtz Inn die Stadt gefuret, getriebenn noch getragenn werde, Wie denn gleicher massenn den Pfortnernn in der Stadt soll Inngebundenn sein, solchs nit nachzugebenn, oder da sich Jederweylenn zutrüge, solchs als baldt annzeigenn, Denn die Burger mit dem gehöltz hinder der Stadt sich wohl befeurenn könnenn,
Befreyung der Thorwartenn. Vnnd soll hiermit menniglich bey vngnediger straffe gewarnet, vnnd gebottenn sein, die Thorwarttenn in vorgehendenn Irem beuelch, vnnd außrichtung Ires Ampts, weder mit worttenn noch mit werckenn zubeleidigenn, Dann sie vonn vnns dermassenn versichert vnnd befreyet sein sollenn, Das vnnsere Saltzgreuenn vnnd beamptenn vber Ihnenn mit allem ernst haltenn, vnnd sie genntzlich hanndthabenn vnnd schutzen sollenn, darnach wisse sich ein Jeder zu richtenn, Aschenn Ordenung. Das der aschenn hanndell rechtschaffenn gehanndthabt vnnd getriebenn werde, Ist nit alleine des Saltzwergks wegenn hochvonnötenn, sondernn es könnenn auch die Glasener zu behuff Ires glasmachenns der aschenn nit emtperenn, Wollenn demnach nachgesetzte aschenn Ordenung wie volgt ratificiren vnnd bestettigenn. Ein Jeder Södermeister so zun Sodenn Meisterschafft
helt, vnnd aschenn zuuerkauffenn hat, soll im aschen kauf seinem hüttennmeister vier Malter aschenn fur ein thaler kaufmanns gut liefernn vnnd gebenn, Die Södermeister sollenn zwene fromme aufrichtige Meister ordenenn, vnnd wehlenn, die alle Monat ein mahl vmbhere gehenn, die aschenn besehenn, das kaufmannsgut gemacht werde, vnnd wo sie vnndüchtige aschenn findenn, sollenn sie annzeigenn, vnnd derselbige Meister so sie hette als baldt furs thor Ins farwerck sanndt1 tragenn vnnd hinein werffenn, Da aber etliche Meister wehrenn, denenn Ir aschenn liegenn bleibt, vnnd doch kaufmanns gut hettenn, dieselbigenn sollenn alwegenn anngehenndes Jars, dieselb sobaldt die aschenn thür anngehet, Ehe dann sonst einige aschenn geladenn, verkeufftenn, vnnd der enndtlediget werdenn, nach laut des verordenntenn kaufs, Damit sich auch die armenn Södermeister nit zuberlagen2, das sie in Irer noth auf solchenn geordenntenn kauf nichts borgenn könntenn, Dieweil die Hüttennmeister den kauf wissenn, vnnd damit vergewissiget
sein, vnnd aber auch die Hüttennmeister Ir geldt nicht vergeblich außleyhenn, oder außthetenn, So bewilligenn wir vnnd lassenn zu, das die Jenigenn so geldt vonn den Glesenernn borgenn wollenn, auff solch, fur einenn Jedenn thaler funffthalb Malter aschenn, vnnd auch nit mehr gebenn mugenn, doch nicht mehr also bezahlenn, dann souiel sie thaler vom glasener enndtpfanngenn habenn, Damit auch alles aufrichtigk in der Ladung zugehe, So soll ein Jeder Meister, wann er aschenn geladenn, zum Zölner gehenn, vnnd Innzeichenn lassenn, Darnach sie verzolt werde, alles bey vngnediger straff, Auch vf das die Meister sich auf beidt seittenn mit dem borgenn nicht zuberlagenn1, vnnd nicht verderbtenn, So soll hiemit gebottenn sein, das kein Södermeister auf seine aschenn ein Jar vber zehenn thaler borgenn soll, Wurde aber einer solches thun, soll darumb gestrafft, auch den Glesenernn weitters nicht, dann vf zehenn thaler verholffenn werdenn, Doch sollenn die Glasener auch niemanndts borgenn, sie wissenn dann
zuuor das dieJenigenn Meisterschafft haltenn, denen sie leyhenn, Baw Ordenung. Nach dem vonnötenn das vmb bestendigkeit, vnnd stetiger erhaltunge des Saltzwergks willenn, alle Bew, Wege vnnd stege, Inner vnnd ausser Sodenn, in gutem wesenn, vnnter der hanndt erhaltenn werdenn, also das nicht etwa vf ein Jar der kostenn zu hoch lauffen, oder wann die Bew verfallenn, nicht souiel wie Jtzt gesottenn werde. —— So wollenn wir, das vnser Saltzgreuenn vnnd Beamptenn mit vleis darauff sehen, das Jederzeit das was notwendigk, ordenntlich erbawet, verbessert vnnd erhaltenn werde Vnnd demnach, wann ein Bodt vonn newenn zu bawen vonnötenn, sollenn sie darauff bedacht sein, das sie dieselbigenn an gelegenenn enndenn Inn vnsernn nahen gelegenenn Weldenn, oder aber außgeflöstenn Bauholtz vom Seulingswalde herab, mit furweisenn vnnsers Oberfursters vnnd der vnnderfurster auffhawenn lassenn, dauonn sollenn sie erlegenn,
Zimmerlohn —— Fuhrlohn dem ambt Beylstein1 —— Zu kleibenn —— Zu deckenn —— Zu Forstenn —— Thürenn darann zu machenn —— Fur sonnst gemeinenn kostenn, —— Wann aber sonnstenn ann Bewenn etwas zu bessernn vnnd zuflickenn, Es sey gleich ann vnnser Beamptenn wonungenn, vnnsernn Saltzkastenn, Saltzbothenn, Strobothenn, Rennenn, Sohlgrabenn, oder sonnst gemeinen Bewenn, Soll solchs nicht ohne vnnserer Saltzgreuenn Rath vnnd mitwissenn furgenommenn werdenn, vnd ob sie nicht Jederzeit aller zur stette sein könnenn, sollenn doch die so zu Jegenn zu rath gezogenn, vnnd Ires beuelchs gelebt werdenn, Vnnser Renndtmeister, Jegennschreiber, Brunnen vnd wegemeister /: dieweil die stetigs beim Saltzwerck bleibenn :/ sollenn vleissigk darauf sehenn, das die arbeiter vnnd taglöhner zu rechtter zeitt zu vnd
vonn der arbeit gehenn, vnnd stetigs vleissig arbeiten, vnnd wo Immer muglich, vnnötiger kostenn verhuetet werde, Deckerlohnn Der decker hat seinenn gewissenn lohnn, vnnd gibt man Im Ordenntlich vonn einem ganntzenn dach, wie obengemelt, Wann er aber flicket vnnd stopffet, vonn einem gebundt schaube zuuerstopffenn zu lohn —— Desgleichenn Wann sonnst ein dach halb oder ganntz abscheust, vnnd mann deshalb keine weit geding kann machenn, gibt mann taglohnn, Alt kots1 Holtz. Das alt holtz so vonn bothenn kömpt, was mann dauon nit wieder zu notwendigenn Bewenn kann gebrauch?2, soll zusammenn verwarlich gelegt, vnnd wann mans ein gutenn vorrath hat, aufs theurste verkaufft werdenn, Doch sollenn vnsere Beamptenn vnserm Sohlenmeister vnnd Bronnennknechtenn auch in die Pfennigstubenn, nach Irem gutbedunckenn etwas hieruon zuwendenn,
Verbesserung Wege vnd Stege Wann ann Wegenn, stegenn, manngell geklagtt wirdt, sollenn furnemblich vnser Schultheis zu Allenndorf vnnd Wegemeister solchs besichtigenn, vnnd als baldt ohnne vffzugk verbessernn lassenn, vnnd sollenn hierein ganntz vnnd gar kein vleis sparenn, Damit die strassenn richttigk vnnd bestenndigk ann allenn enndenn, da das Saltzwerck zuthun, erhaltenn werdenn, Außwertige wege so gleichwohl zum Saltzwergk gehörenn. Gleichwohl wollenn wir hiermit nicht gemeint habenn, die Wege vnnd strassenn, so anndernn zuhaltenn gebuerenn, Sondernn alleine die welche vonn den altenn Pfennernn auf vnns seindt bracht wordenn, doch sollenn vnnsere obgedachte diener bey mennigklich da vnnsere Saltzstrassenn, sich hin erstreckenn, das die in gutem Wesenn erhaltenn werden, anhalten, Vnnd auf das vnnsere Saltzgreuenn vnnd Beamptenn
wissenns habenn, welche wege sie vnnsert halbenn Jederzeit schuldigk sein, Wollenn wir dieselbigen dißorts namhafftigk machenn, vnnd seindt benentlich diese, Das vnter vnnd Oberkleb1, der Grosse vnnd kleine Hain, Weitter Beuelch des Sohlmeisters Der Sohlmeister soll vber das, so obenn in seiner verwaltung anngezogenn, den Sohlgrabenn vnnd die auszuchten allenthalb benebenn dem Bronnenmeister in guter hut haltenn, vnnd Jederzeit da manngell darann vorleufft, sollenn sie solchs annzeigenn vnnd darann sein, das es verbessert werde, Wenn auch troge, knebenn2, oder Wechßell gerinnen, sonnstenn gerinnenn manngelnn oder schadthafft werdenn, soll er zeitlich gnugsamb Jederweilenn annzeigh?3, damit was manngelt, allerhanndt bestellet, gemacht, vnnd zur stette desto ehe gebracht, oder verbessert werde, vnnd soll mann zun knebenn das holtz am Seulingswalde hawenn, die Troge aber sollenn am Wolfsberge vnnd Tanngenberge4 durch eingeschicktenn
Trogkmacher gemacht werdenn, dauonn soll mann Zu macherlohnn erlegenn —— Zu Fuhrlohnn Inn die Sodenn —— vom Wechßelgerin dem schuch —— vom Tanngenngerin dem schuch —— vom Sohlengerinnenn im Bodt —— Sohlgraben feger Es ist auch ein besonnder arbeiter darzu bestelt, der den Sohlgrabenn Rein helt, dem gibt mann Jerlich zu lohnn —— Der Bottener1 hat wie volgt seinenn gewissenn lohnn darbey wollenn wirs bleibenn lassenn —— Was auch solche Bew vnnd alle verlegung gehet, soll vnser Renndtmeister verrichtenn vnnd Wochentlich dauonn vnserenn Saltzgreuenn, zu ennde Jars in vnnser Renndt Cammer wie herbracht, klare vnnd richtige Rechnung thun, Vom gemeinenn Regiment, Statuten Satzungenn vnnd straffenn, nach brauch des Saltzwergks.
Das Vierdte Buch. Es ist löblich geburlich vnnd billich, das alle wohlanngestelte Regimennt vnnd Policeij, mit Gottseligkeit, danck vnnd lobsagunge, Jegenn Gott Jrenn annfanng, mittell vnnd ennde nehmenn, furnemblich aber an den ortternn, da Gott aus sonnderer fursichtigkeitt, besonndere annzeigunge seiner gnadenn offenntlich ereuget vnnd sehenn lest, Demnach habenn die alten Pfenner vom annbegin des Saltzwergks, vber die acht hundert Jar ein besonnder fest, auf Sanct Bonifacij tagk, als Jres erweltenn Patronen, Jerlich gehaltenn, seindt semptlich mit weib vnnd kindernn alle Jar ein mahl auf den Bronnenn Persönnlich ganngenn, vnd zu erzeigunge Jrer Gotseligkeit, danck, vnnd lobsagung, Jegenn Got, mit sonnderenn Ceremonien procession gehaltenn, Meßgelesenn, vnnd almusenn ausgetheilet, darauf sie dann eine besonndere Erbstifftunge, solches zuuerlegenn bestettiget habenn, Dieweil nun solcher Papistischer misbrauch billich abgeschafft wordenn, vnnd dagegenn Christlich vnnd geburlich were, das ein rechter Christlicher gebrauch eingefuret vnnd bestetiget wurde, welcher bey den nachkommen bliebe,
Das Vierdte Buch. Besonndere Feste in Sodenn zu haltenn. So wollenn wir demnach Gott zu lobe vnnd zu ehrenn, auch zu erklerung vnser danckbarkeit Jegenn Gott, hiermit bestenndiglich gesetzt, geordtnet, vnnd bestetiget habenn, das alle Jar vnnd ein Jedes Jars besonders, ann stadt des altenn Papistischenn Bonifacij fest ein Christlich bett, lob vnnd danck tagk, auff Dinstagk nach Pfingstenn |: wann mann doch ohnne des Saltleger1[?] heltet :| soll gehaltenn vnnd beganngk2[?] werdenn, Vf dennselbigenn tage, sollenn beide vnser vnnd der Pfenner Saltzgrevenn Beamptenn Beuelchhaber vnnd diener volgennts alles was vermuglich ist, Jungk vnnd alt, vonn Pfennernn vnnd Sodernn, mit sonnderer demut, vnnd anndacht, sich morgenns vmb siebenn vhr Jnner Sodenn Jn die Pfarkirchenn befugenn, etliche Christliche lob vnnd danck Psalmenn singenn, vnd darauf ein Christlich vermanung vnnd Predigte, darin in genere alle gabenn Gottes, vnnd in specie die Be=
Das Vierdte Buch. sonndernn gabenn Gottes des Saltzbrunnenns geruhmet vnnd gepriesenn werdenn, beschehenn, Nach gethaner Predigt soll Jedermann mit sonndernn vleis vnnd ernnst sich mit rechter demutiger anndachtt zum Gebet begebenn, die Litaney gesungenn, mitt einem besonndernn gebet geschlossenn, der segen gesprochenn, almusenn gegebenn, vnnd die ganntze gemeine dimittirt werdenn, vnnd soll dis fest also ein ewiges in diesem Saltzwerck sein vnnd bleibenn, Vier heubt fest. Ohne das heltet mann sonnst im ganntzenn Jare vier heuptfeste |: welche mann vmb des willenn, das als dann in acht tagenn nicht gesottenn wirdet :| Saltleger1[?] nennet, als da seindt des Herrenn Fastnacht, Osternn, Pfingstenn, Weynachtenn, die sollenn auch vmb des willenn gehaltenn werdenn, das erstlich als dann die Soder vleißigk zur kirchenn gehenn vonn Jrer strenngenn arbeit einmahl ruhe habenn,
Das Vierdte Buch. Dieselbigenn viermahl vnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zusammenn kommenn, vnser Ordtnung mit einannder vleißigk durchlesenn, Desgleichenn Location, vertrege vnnd Resolution darnebenn Conferiren, ob dieselbige wie geburlich gehaltenn wordenn, vnnd vf was wege, vnser, vnd des Saltzwergks nutzenn, muge geschafft werden, So etwas am Bronnenn, Kunstenn, Sohlengefessen, oder sonnst verbrochenn vnnd manngelhafft, gebawet vnnd gebessert werde, das holtz sich samble, vnnd die Södermeister Jre herde ausbreche, vnnd die gesöde verbessernn muge, Bettage alle vierzehenn tage Vber das sollenn auch besonndere Bettage alle vierzehenn tage einmahl im Saltzwerck gehalten werdenn, das volck vleißigk zur kirchenn gehen, Sonnstenn alle anndere vnnotwenndige feste, sollen aufgehabenn sein, vnnd verbleibenn, Jn dem andernn kirchenn Regimennt soll mann sich nach
Das Vierdte Buch. anweisunge vnser deshalbenn aufgerichtenn kirchOrdenunge im Saltzwerck verhaltenn, Nach dem bey den altenn Pfennernn ein hergebrachte gewonheit gewesenn ist, das Jm altenn Saltzwergk vonn gemeiner Pfenner Baurschafft wegenn, vber das ganntze Regiment |: Ohne die hohe Obrigkeitt, welche Jederzeit vnserer vorelternn Schultheissenn mit gebot, verbot, vber hals vnnd hanndt, schuldt, vnnd schadenn, verwaltet habenn :| zweenn Saltzgrevenn, Ein zinßmeister, vnnd zweene Saltzwartenn gehaltenn wordenn sein, welche alle sachen des Saltzwercks desselbigenn heil, vffkommenns, vnnd verbesserung, auch volgennts was allenn nutz, einkommenns, ausgabe, vnnd verwaltung belangt, wie das alles Jederzeit geschaffet, erhaltenn vnnd gebessert [übergeschrieben: hat1[?]] mugen werdenn, in besonndernn Eidenn vnd pflichttenn, vnnd auch vber das die Meister vnd affterknechte vnnd alles gesinde zu Regirenn, vnd zur arbeit annzuhaltenn, Jnn Jrer macht vnnd befelch gehabt, also das sich disfals Jhnenn niemands
Das Vierdte Buch. nicht wiedersetzenn durffte, Vnnd dann nach der hanndt vnser Herr Vatter Christlicher gedechtnus, das Saltzwerck nun ann sich nach ausweisung der vfgerichtenn vertrege vnnd Location zwischenn seinenn gnadenn vnnd gemeinenn Pfennernn gebracht, vnnd erweitternn lassen, auch wir mit Gottes hulffe dasselbige nicht zuuerkleinernn in bestenndigenn furhabenns seindt, Dieweil nun nach Jtziger gelegennheit des Saltzwergs, vnnd instehennder Location, vnns höchlich vonnötenn, das wir darnach trachtenn, das nicht allein das Saltzwergk volkommenlich erhaltenn werde, Sonndernn auch die versprochene Pension den Pfennernn vonn Monat zu Monatenn gutlichenn zuliefernn vnns schuldigk erkennenn, So habenn wir bedacht, das ein solcher hanndell nichtt alleine Jnner Sodenn, Sonndernn auch aussen vffm Lannde, allennthalb des holtzes vnnd Saltzschliessenns halbenn, vnnd vber das alles allenthalbenn vf den Weldenn, vnnd geholtzenn musse
Das Vierdte Buch. gefordert vnnd getriebenn werdenn, vnnd also nit durch wenig personenn [gestrichen: könne] verrichtet werdenn, Saltzgrevenn. Vnnd demnach fur dieser zeit noch bey lebenn vnsers gnedigenn Herrnn Vatters Hoch: Christlicher gedechtnus anngeregt, vnnd vor gut mit anngesehenn, lassens vnns auch nachmahls gefallenn, das nunmehr drey Saltzgrevenn, ohne die anndernn Empter deren oben herab gedacht wordenn, vnnd baldt gedacht soll werdenn, sein vnnd pleibenn sollenn, derenn ambt vnd verwaltung auch beuelch seindt, zum theil obenn herab erzehlet, vnnd wir wollenn dieses orts hiemit dieselbigenn weitters setzenn, ordenenn vnd bestetigenn, Vnnd dieweil es ann dem ist, das auf allenn ausslenndischenn Saltzwerckenn der Brauch ist, das zu dem Saltzgrevenn ampt die verstenndigste vnnd vleißigste menner genommenn werdenn, welche alle gegenn[?]nus vnnd gelegennheit der Saltzwerck kram2[?] erfahr=
Das Vierdte buch nestenn seindt, vnnd damit sie ohnne hinderunge alleine der wolfart vnnd vfkommenns des Saltzwergks nachtrachtenn mugenn, mit gemeinenn gerichtlichenn henndeln, schuldt, schadenn, vnnd deshalb gebot vnnd verbot sachenn nit vmbzugehn pflegenn, wie auch solchs den Thal vnnd Stadt vogtenn, Richternn vnnd fronbottenn befolenn, vnnd denn solchs bis dahero Jnn vnserm Saltzwergk also herbracht ist wordenn, So wollenn wir auch Jederzeit zu solchem die erfarnestenn vnnd verstenndigstenn Menner ordenen, vnnd in krafft dieser vnser Ordenung alle Jegenwertige vnnd kunfftige vnsere Saltzgrevenn, |: weyl sie ohne das nit stetigs im Saltzwergk zu Jegenn sein könnenn :| vonn solchenn sachenn, so in Jhr ampt nicht hörenn, genntzlich eximiren, vnd dieselbenn dem Renndtmeister, welcher denn vnser Schultheis zun Sodenn mit ist, beuohlenn haben, Renntmeister ist Schultheis in Sodenn desselbigenn Ambt.
Das Vierdte Buch. Der soll nechst vnns in allenn teglichenn Burgerliche gemeinenn henndelnn schuldt, schadenn, vnnd dergleichenn sachenn, gebot, verbot, vnnd Execution anzulegenn, vonn Hoher Obrigkeit wegenn, macht vnd befelch habenn, vnnd solches allein Jm Saltzwerck, doch mit der Moderation, da Jme etwas furfiele, so zu schwer vnnd er nit zuenndtscheidenn wuste, soll er sich Raths ann den Saltzgrevenn zuerholenn haben, Wie dann auch sie die freye macht sollenn behaltenn, wo der Renndtmeister etwas furnehme, das dieser vnser Ordenung, vnnd dem rechtenn vngemes, oder zuwieder wehre, soll Jhnenn sampt vnnd besonders, darein zuredenn, vnnd solches genntzlich oder zum theil annders zuuerordenenn frey stehenn, Die1[?] aber die Saltzgrevenn sollenn sampt vnnd besonders vber dieser Ordenunge, vertregenn vnd Location halttenn, Darnach bey Jrer seelenn seligkeit, in betrachtung Jrer eidt vnnd pflichtt, stetigs denckenn, vnnd sich befleissenn, wie mit bestenndiger wolfart, nutzlichenn vnnd vnbeschwer=
einhem1[?] auffkommenn, mit Gott vnnd ehrenn durch allerley wege das Saltzwergk müge erhaltenn, vermehret vnnd gebessert werdenn, Sohall2[?] habenn sie macht vber die gewonliche Zusammenkunfftenn, nach Jederzeit gelegennheitt für sich alleine, da es Ihnenn gefelt, in geheime zusammenn zukommenn, vonn sachenn zuredenn, oder die annderenn Beamptenn auch zu sich zufordernn, vnnd was sie sich vereinigenn, als baldt zu exequiren, vnnd was dem Saltzwergk zum bestenn kömpt, Ins werck zusetzenn, zubevehlenn, oder in wichtigenn dingenn, vnns weitters in schrifftenn endtdeckenn, vnnser ratification begerenn, vnnd was wir Ihnenn bevehlenn werdenn, darnach sich genntzlich richtenn vnnd haltenn, Doch da sie sich nit vereinigenn köntenn, soll einem gewehret sein, seinenn fürschlagk vnnd bedenckenn für sich selbst, vnns zuzuschreibenn, welichs Ime vonn den annderenn nit soll verkeret, noch vbell außgelegt werdenn,
Wenn aber sonnst ordinarie wochenntlich vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sampt vnnd besonnders, beyeinannder versamblet seindt, sollenn sie fein friedlich vnnd einig alle sachenn fürnehmenn vnnd verhanndtlenn, auch sich bisweilenn miteinannder erlustigenn, Darzu wir dann Ihnenn wochenntlich Ein virtell ehrenn weins verordenet habenn, als dann sollenn sie Erstlich vnnsers Renndtmeisters Register, volgennts der annderenn Beampten, so Register haltenn, fürnehmen vnnd mit vleis in allenn Puncten vnnd Clausulen besichtigenn, vberlegenn, vnnd was darin vnrichtigk, richtigk machenn, vnnd verendernn, also das sie vff die Jarrechnunge vnns richtige, Ordenntliche vnnd vntaddelhaffte Register, Inn vnnser Renndt Cammer vberliefferen könnenn, Darnach sollenn alle vnnd furnemblich der Renndtmeister, als der mit gemeinenn, vnnd Bawsachen stetigs zuthun hatt, was im Regiment so er nit enndtscheidenn kann, vnnd Bawenn vonnötenn,
oder fürgelauffenn, anzeigenn, Damit mann denselbigenn ordenntlich rathschlagenn könte, eins Jeden bedennckenn annhörenn, vnnd was als dann für rathsamb erkennet würdet, Wohin die meistenn stimmenn der Saltzgrevenn gefallenn, dem soll also [gestrichen: gelebt1] gelebt werdenn, doch mit der moderation wie obenngedacht, das niemanndts |: da er ein bessere meinung habenn würde :| soll gewegert werdenn, solchs weitters ann vnns gelangk zulassenn, Dis soll also vnnserer Saltzgrevenn fürnembster vnd gemeiner bevelch vnnd ampt sein, Darnach soll ein Jeder sich nach volgennder vnnser Ordenung verhaltenn, vnnd in den stückenn, so einem Jedenn besonnders bevohlenn, bis vff den fall der not keiner dem annderenn in sein ampt nit fallenn, Vnnser Erster Saltzgreve, soll fürnemlich bevelch habenn, den Saltzhanndell nach Cassell vnd Darmbstadt notturfftiglich zubestellenn, vnnd wie derselbige auffs nutzlichste müge verbessert werden,
Jederzeit mit vnnserm vorwissenn Ins werck zusetzDarnach soll er die Blechhüttenn in seiner verwaltung habenn, daselbsthin als offt es vonn nötenn, reyten, vnnd alles nach notturfft bestellenn, also das es im Saltzwergk, ann Pfannen Eisenn, Eisernen Sese1 stanngenn, vnnd was sonnstenn Eisennwergks vonnötenn, nichts manngele, Weitters soll er mit vleis darnach trachtenn, das zu erbawung der Bode Jederzeit ann gelegenen ortern, mann notwendigk Bawholtz vnnd anndere bereitschafft, auch Pfannennbrunt, müge bekommenn vnnd habenn, Inn welchem er doch stetigs vnnsern Schultheissenn zu Allenndorff, als drittenn Saltzgrevenn, vnnd die Förster Jedes ortts soll fordernn, vnnd ohnne derselbigenn vnnd des Schultheissenn mitwissenn hierinne nichts schliessenn, Vber das soll er benebenn vnnserm Lanndtvogt vnnd Schultheissenn zu Allenndorff, die Grenntze vnnd geleite zubereitenn, auch vnnsere hohe Obrigkeitt zuerhaltenn, Inn seinem ambt vnnd bevelch haben,
vnnd bey alle anndere sachenn, Inner Stadt Allendorff, welche vnnser hoheit vnnd buß anlanngen, sein, also das nichts ohne seinenn beysein dis fals fürgenommenn werde, So Iderlich1 Scheidtholtz zum Saltzwerck soll gehauen werdenn, soll er mit vnnsernn Beamptenn vnd fürsternn Jedes orts besichtigenn, mit demselbigenn sich berathschlagenn, vnnd was für Rathsamb angesehenn würdt, vnns weitters zuerkennenn gebenn, vnnd was wir darauf bevehlenn werdenn, demselbigenn gelebenn, Hierzu soll vnnser Pfarher, als zweiter Saltzgreff, auch gezogen werden, Des Annderenn Saltzgreuen Beuelch. Des annderenn Saltzgrevenn besonnders ampt soll sein, das er vff vnnser scheidtholtz, so Jederzeit gehawenn, angeführet, geflösset, zu schiffe anngebracht werdenn soll, vnnd würdet, vleissige achtung nehme, das dasselbige zu rechter zeit vnnd
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Z. 5: So Iderlich — Wortanfang nach Initiale unsicher
gebüer gehawenn, gelieffert, geflöst, außgebracht, bezahlet, verkaufft, vnnd zu Register gebracht würdet, Wenn er aber Inner Bodenn ist, So sollenn all vnsere Beamptenn Register wochenntlich Ime fürgelegt, durch Ihn selbst gelesenn, durch die annderenn beide Saltzgrevenn gelegt, vnnd alle sachenn bewogenn werdenn, also das im Saltzwergk nichts fürgenommen, gerathschlagt, noch beschlossenn werde, Es sey gleich in newenn Bewenn, Ordenungenn, vnnd allem was zuerhaltung des Saltzwercks dienlich geschehen würdet, es sey dann er selbst Persönlich darbey gewesenn, sein Rath vnnd bedennckenn gehöret, vnnd mit seinenn eigenn hanndenn bestetigt vnnd vnderschrieben, Wie wir dann auch im vfferlegt habenn wollenn, das, da vnns oder vnnserm Saltzwergk dessenn Ordenung, vertregenn vnnd Location zugegenn gehanndelt würde, soll er sich Jederzeit mit den annderenn vnnsernn Beamptenn, wie solchs abzuschaffenn sey, mit glimpflichenn wortenn beredenn, vnnd wo mann sich nit
Ime dis fals nit vergleichenn köntte, soll er solchs vnns trewlich vnnd vfrichtigk vermeldenn, also das er darin weder die annderenn Saltzgrevenn grob oder kleine Beamptenn nicht annsehe, Sonnst soll er nach Jederzeit vnnser vnnd vnnserer Saltzgrevenn vnnd Beamptenn erfordernn, auch für sich selbst alleine vff die Welde, vnnd wo sonnst etwas fürhanndenn, daran gelegenn, ziehenn, vnnd stetigs darann sein, das alle sachenn vnnser Saltzwergk belanngenndt, in eintracht verrichtet müge werdenn, Des drittenn Saltzgreuenn Ambt. Des drittenn Saltzgrevenn Bevelch soll sein, das er ausserdem, das er Schultheis zu Allenndorff ist, vnnd solchs ampt, nach ausweisung seiner bestellunge, zuverwaltenn hatt, darauf fürnemblich vleissigk acht nehme, das er vnns, vnnd dieser vnnser Saltzwercks ordenung zuwiedder, nichts Inner oder ausser1 der Stadt, es sey gleich vonn grob oder kleinhannsenn, fürgenommenn werde, vnnd da er
solches vermerckte, soll ers vonn stundtann abschaffen, vnnd sich darin also verhaltenn, das wir spürenn, vnd befindenn mügenn, das er nicht vnns, vnnserm Saltzwergk vnnd dieser Ordenung zugegenn, mit andern vnter deckenn liegenn, Darnach soll er vf alle wege vnnd stege, die vonn fuhrleutenn dem Saltzwergk zu gutenn stetigs gebraucht werdenn, ganntz vleissigk achtung habenn, vnnd da es vonn nötenn, Jederzeit daran sein, das die in stetigem gutenn baw vnnd wesenn erhalten werdenn, das darüber niemanndts zuclagenn habe, Darzu Ime dann vnnsere Beamptenn sampt vnnd besonnders, vnnd wem sonnst hin vnnd wieder die Wege zuhaltenn, vnnd zuerbawenn gebüeret, gutenn Rath hülffe vnnd beystanndt sollenn leistenn, Zu dem soll er sonnderlich alle vnnser gehöltze vnnd Wellennberge, die wir zum Saltzwergk verordenet, auch Ime nach ausweisung des vertrags, stetigs benebenn den annderenn geordenntenn fürsternn bereytenn, Inn guter hege vnnd hutt halttenn, damitt
er Jederzeit, nach erforderung der not, könne den annderenn vnnserenn Saltzgrevenn vnnd Beampten bericht thun, welche geholtze am gresbigstenn1 vnnd am bequemlichstenn zuhawenn seyenn, vnd sie sich desto besser darnach zurichtenn habenn, Würdenn sie aber vnverhindert annderer Irer verwaltung selbst vf die Welde ziehenn vnnd zusehenn, Darann thun sie vnns sonnderenn gefallenn, Vber die Gehöltze vnnd Berge soll der Schultheis richtige Register haltenn, vnnd Jerlich davonn das Stambgeldt, so Jederzeit gefelt, vonn den annderenn vnnderfürsternn aufnehmenn, vnnd darvonn weitters vnnserenn Saltzgrevenn durch den Vogt vonn Beilstein2 Clare Rechnung thun lassenn, auf das die Innahme darvonn darvonn3 Inns Renndtmeisters Heupt Register gebracht vnnd vnns verrechnett werde, Was weitters sein befelch vnnd ampt der Flös vnnd Leinenn Pfadts wegenn sey, ist obenn herab gedacht wordenn,
Renndtmeister Des Renndtmeisters ampt ist auch in vorigenn erzelungenn gnugsamb anngezeigt wordenn, also das es dis orts zuwiederholenn ohnne noth, Dieweil er aber wie auch zuvor gedacht Schultheis in Bodenn zugleich mit ist, So soll er demnach gericht vnnd gerechtigkeit vonn vnnsernt wegenn haltenn, vnnd hanndthabenn, vnnd Jederzeit da gerichttliche Burgerliche henndell, vmb ehr vnnd glimpff, geldt oder gut, schuldt oder schadenn fürlauffenn, niemanndts ders begeret des recht zueroffnenn, weigernn, Welches er auch fürters wie herbracht, mit Schopffenn aus den Schossernn1 zum Bodenn vnnd den Rath zu Allenndorff besetzenn, Hegenn haltenn, zuerkennenn annstellenn, vrtheil schepffenn lassenn, vnnd darüber als ein Richtter ertheilenn soll, Mit Peinlichenn sachenn, soll es vmb gewisser vhrsach willenn, wie dann solches im Saltzwerck nicht herbracht ist wordenn, gar nichts zuthun habenn,
sich derselbigenn auch nicht annmassenn, Ohne das in notfellenn, da er vbeltheter betrapte, sich etwa vnnversehene todtschlege, diebstall oder anndere vnnthatenn zutrügenn, magk er dieselbigenn zu haffte bringenn, vnnd vfs erste Jegenn Allenndorff, oder Jegenn Cassell verwarlich vberliefferenn lassenn, Vber das so etwas Inner Bodenn zu Marckte kömpt, Es sey gleich brodt, oder was dergleichenn Victualien seindt, soll er mitt den zweyenn Regirendenn Schossernn1 taxiren vnnd würdigenn, das es nicht zu theur verkaufft werde
Das Vierdte Buch. Schöffer vnnd Burgermeister Ambt zum Sodenn. Vonn der gantzenn Gemein wegenn sollenn sehs1 redtliche menner, welche mann Schöffer nennet, erwehlet, vnnd mit besonderenn eydenn, das sie der gantzenn gemeine wollenn treulich fürstehenn, derselbigenn schadenn warnenn, vnnd nutzen schaffen, Jederzeit bestettigt werdenn, derselbigenn ampt sol sein, was sonnst in Stedtenn der Rathspersonenn ampt ist, deßhalbenn sie denn auch Jerlich aus sich ann Burgermeisters stadt zweene wehlenn sollen, welche sich furnemblich das Jar aller gemeiner sachenn, annehmenn, D.2[?] vnnd das gemeine siegell Inn Ihrer verwarung habenn, Sie sollenn aber schuldig sein, das Geschos Innsonderheit vonn allenn Södtenn, sampt den Erbzinsenn der Gemeine vfzuhebenn, Darvon der Stadt Allenndorff Ire gebuerenndt antheil, Nemblich — 40 fl. zuerlegenn zweene wechter zu vnnderhaltenn, das Hochzeit haus, Schoshaus, Hirdthaus, steinernn wasserbrunnen,
Das Vierdte Buch. in gutem wesenn, Bau vnnd besserung zu haltenn, vnd vonn dem allenn klare Rechnung Jerlichenn vnserm Beamptenn vf ein benanntte zeit zuthun, Desgleichenn sollenn sie auf erfordernn vnnsers Rendtmeisters die Gericht Inn Sodenn, als Schöpffenn, benebenn zweyenn der vonn Allenndorff Schöpffen zubesitzenn schuldigk sein, Vnnd das etwas den gemeinenn nutzenn belangendt, furleufft, soll durch sie solchs fur vnns oder vnser Beamptenn furgetragenn werdenn, Doch sollenn sie mit1 macht habenn, ohnne furwissenn vnser Beamptenn die glockenn zu leutenn, noch die gemeine zusammenn zufordernn, damit sie nit fur Meuterer, noch vfrurer geachtet werdenn, Sie sollenn nicht nachgebenn, das Jemanndt Inn der Gemein zum Sodenn sich nehre, mit dem Bronnen oder Saltzmachenn vmbgehe, er sey dann zuvor Eidthafft, vnnd erlege zum gemeinen nutz, dem Ordenntlichenn schos, vnnd soll hierin niemanndts dann die Beamptenn vnnd Befelchhaber,
Das Vierdte Buch. ausgenommenn sein, Was aber vnsers Gerichts knechts, der Fürster Wechter Flurschützenn, vnnd annderer, so geringe verwaltung habenn, Befelch vnnd ampt sein soll, werdenn Jederzeit vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zuverordenenn wissenn, Wir wollenn nun in der Ordenung furtschreyten, vnnd was für gemeine vnnd besondere Constitutiones wir in vnnserm Saltzwerck wollenn gehaltenn vnnd gehanndthabt habenn, kurtze vnnderschiedtliche anntzeigung thun, Gemeine Constitutiones Wer auf dem Bronnenn ein frevel oder mutwillen ausrichttet, sich mit anndernn mit scheltworttenn einlest, oder denselbigenn verunreiniget, soll so offt solchs beschicht, als ein vbertretter des Bronnens freyheit, mit busse gestrafft werdenn, nach ermessung der vberfahrung Wer Gott lestert soll nach ausweisung vnsers Herrn
Das Vierdte Buch. vatters Christlicher gedechtnis ausgangener, vnd vnser Lanndtordenung gestrafft werdenn, Wer vnnter der Predigt auf dem Kirchoff oder sonsten in der Gassenn, sich mussigk stehenndt befindenn lest, soll zu straff erlegenn ein ort thalers, Wie es denn auch gleichergestalt mit denenn soll gehaltenn werdenn, so Ire kinder nit vleissigk zur kinderlehr annhalttenn, Faustwerck1. Wann einer denn anndernn Wundt schlegt, vnnd die Wunde des Oberstenn fingers nagels tieff, vnnd gliedts lanng ist, Soll Jar vnnd tagk vonn weib vnd kindt, vnnd aller arbeit Inn Sodenn, ausgewiesenn werdenn, auch die Meister der Meisterschafft, gentzlich enndtsetzt sein, vnnd sich vnter des Inn der feldtmarckt nicht findenn lassenn, Liesse er sich aber gelustenn, das er mitler zeit in der feldtmarck sich betrappenn liesse, soll vonn dem tage an sein Jar wergk wieder vonn neuem angehenn,
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Z. 10: Faustwerck — Zwischenüberschrift, wohl Faustwerck
Das Vierdte Buch. Vnnd wenn schonn das Jar herumb ist, soll doch er nit für sich selbst, weder Inns Saltzwergk gehenn, noch darinnenn sich findenn lassenn, Er thue es denn mit vnnsers Renndtmeisters furwissenn, vnnd habe sich zuvor mit seiner wiederpart genntzlichenn vertragenn, Wurde er solches vberschreitenn, soll Inns gefenngnus gebracht, vnnd als ein freveler gestrafft werdenn, Gebe aber einer vrsach hierzu, vnnd solches könte erwiesenn werdenn, dem soll ebenn so wohl als dem theter Jachrwerck1 zuhaltenn ausgebotten werdenn, Wurde aber einer todt geschlagenn, vnnd der theter enndtkeme, soll derselbige Inner Hundert Jarenn vnnd einem tag, nach ausweisung der altenn Constitution nicht wieder eingelassenn werdenn, darwieder in gantz vnnd gar keine freyheit soll schutzenn, Wurde er aber mitler zeit anngetroffenn, soll Im sein recht wiederfahrenn,
Das Vierdte Buch Wenn sichs1 zutruge, das Junge oder altte Personenn sich zusammenn fleischlich vermischtenn, soll ein darumb vonn vnnserm Renndtmeister beiderseits zu hafft gebracht, vnnd vnnserm Stadthalter vnnd Rethenn zuerkennenn gegebenn werdenn, welche weitters darin werdenn schaffenn, vnnd befehlenn was recht ist, vnnd der Renndtmeister sich verhaltenn soll, Inn Sodenn aber soll Ihnenn nit zugelassenn werdenn, wie herbracht, offenntliche Hochzeit zuhalten, Sonnder der Pfarher so Jederzeit daselbst sein wirdt, soll sie nach geleisteter offenntlicher Poenitentz ohn alles geprenng zusammenn gebenn, vnnd also hin ziehenn lassenn, Keine offene tenntze sollenn im Saltzwerck gestattet werdenn, ohnn allein vf Hochzeite, da mann nitt mehr als drey Reygenn, durchaus dem reichenn wie dem armenn erleubenn soll, Auff die Pfingst feyrtage aber, Wenn die Söder semptlich vf der Wiesenn versamblet sein, Habenn vnsere Beamptenn Wenn sie selbst zugegenn sein, vnnd die
Das Vierdte Buch. knechte burgenn setzenn1 Ihnenn etliche Reigenn zuerleubenn, wer hierwieder sundiget soll zu busse gebenn — Wer mit eins anndernn Hausfrauenn ann offenen Reigenn tanntzet, soll einenn thaler zu busse geben, Wer im feldt schadenn sich lest findenn soll so offt er dessenn beklagt wirdt, drey wochenn Inn er2 gefenngnus gesetzt werdenn, vnnd darzu ein thaler zur bus erlegenn, Wer Inn Sodenn Gennse will haltenn, soll denselbigenn damit sie nit im felde schadenn thun könnenn, Jeder ein flögell abhauenn, oder der Gense beraubet sein, Alle vnnd Jede Spieler, so offt mann sie dessenn hinderkompt, sollenn — 5 fl. zur busse erlegenn, auch da sie sich nit bessernn wollenn, enndtlich das spielenn zuverschwerenn gezwungenn werdenn, Offene diebe, wie dann alle anndere lasterhafftige
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Z. 2: burgenn setzenn — Lesung des Satzanfangs unsicher
Das Vierdte Buch. sollenn im Saltzwerck nit geduldet, da sie aber sich findenn liessenn, sollenn durch vnnsernn Renndtmeister oder Schultheissenn zu Allenndorff in hafft gebracht vnnd weitters Jegenn sie wie obenn anngezeigt wieder sie verfahrenn lassenn, Wer denn anndernn schmehet oder schilt, soll dasselbige verbuessenn so offt er beklagt wirdt mit —1 buesse, vnnd soll weitters ans recht gewiesenn werdenn, Es ist in vnnserm Saltzwergk herbracht, wann ein Söder Holtzes, Saltzes, oder Aschenn wegenn mit frembdenn zuthun, So magk er ohnn ordenntlichenn Proceß seinem schuldtmann, durch den Renndtmeister, das Saltzwerck nicht darin zuhanndeln, so lannge offentlich verbietenn lassenn, bis er sich mit Ime der schuldenn wegenn abfindet, solches soll hinfuro auch bleibenn, Es soll auch kein Söder, Schosbare gueter der Burger habenn, noch keuffenn, Er sey dann aus dem Saltzwergk in die Stadt gezogenn, vnnd daselbst Burger wordenn,
Das Vierdte Buch. Allerley annder gueter aber, so nicht Burger gueter seindt, mügenn sie ann sich bringenn vnnd habenn, nach Irer bestenn gelegennheit vnnd gefallenn, Mit Wendtwergk1 soll kein Söder vmbgehenn, bey verlust der garnn vnnd zeugs, sonndernn sollen allein Saltzgennse fanngenn, Keiner soll in kriege, oder vf frembte Saltzwerck ziehenn, ohnn erleubnus, Wer solchs vbertrit soll Inns Saltzwergk nit wieder gelassenn werdenn, Darzu soll mann Ime weib vnnd kindt nachJagenn, Wann er die hette, er aber die nicht So soll doch keiner ohnn allein durch vnnser gnadt vnnd besondere gegebene freyheitt vnnd befelch eingelassenn werdenn, Wer die vestenung vnnd zeune vmbs Saltzwergk her zerbricht, oder darüber steigt, soll des Saltzwergks zwey Jar verwiesenn sein, vnnd sich nit darin, noch in der Allenndorffischenn Feldtmarck betrappen lassenn, oder aber als ein freveler gestrafft werdenn,
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Z. 5: Wendtwergk — Lesung des Anfangsbuchstabens unsicher
Das Vierdte Buch. Inn keine Vormundtschafft, soll keiner ausser Sodenn im Saltzwerck ohnn vorwissenn vnnser Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sich einlassenn, Desgleich soll auch keiner vber zehenn fl. für ein anndern Burgschafft vf sich nehmenn, Verleubnus. Damit auch vieler vnnötiger kostenn verhindert, vnnd die Södermeister nit leichtlich ein vrsach nehmenn, das siedenn zuverseumenn, —— So wollenn wir, das hinfuro Inner Sodenn keiner, wann eine verlöbnus Junger eheleut gehaltenn wirdt, vber zwene tischt1 Geste, oder nur die Elternn, Brueder, Schwesternn, vnnd derselbigenn beiderseits weiber, Menner vnnd kinder, doch nicht mehr als einen tagk haltenn müge, bey poen so manch personn, so manncher orttß fl.2 Hochzeit. Wann aber nachmals die Elternn vnnd freunde, den kindernn Ire Hochzeit annstellenn wollenn, sollen
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Z. 13: tischt — wohl tisch mit t-Schnörkel
Z. 17: orttß fl. — Endung und Münzzeichen unsicher
Das Vierdte Buch. sie solchs zuvor vnnserm Beamptenn anntzeigen, vnnd zulassunge bittenn, vnnd bey straff der keinnung kein werck der Hochzeit halber zuversinnenn anngelobenn, Es sollenn auch vnnsere Beamptenn Ihnenn nitt weytters erleubenn, denn das sie nur einenn tagk Hochzeit haltenn, auf welchenn tagk sie vber hundert Personenn zu tische nit sollenn setzenn, bey straffe so mannch Personn daruber zu tisch gesetzt wurdet, so mannch ortt. Volgennds tags aber soll Ihnenn erleubt sein, die nechstenn blutfreunde, vnnd die so zu tische gedienet, vnnd sonnst zuladenn, doch das derenn altzusammenn nicht vber funff tische sein, bey vorgedachter straff. Kein suppenn sollenn sie ausserm Hochzeit haus gebenn, Ehe dann mann wieder ausser der Kirchenn kommen, ausgenommenn, wem die ordentlich wie vonn alters zugebenn gebuerenn,
Das Vierdte Buch. Kindt tauffenn. Mitt der kinder tauffe, wollenn wir, das vber zwene dische leute, vonn beidenn seittenn nicht darbey erfordert werdenn, die sollenn aber zuvor samptlich in der kirchenn beim tauff erscheinenn, vnnd mit helffenn bittenn, das Ihme Gott die kinderlein wolle lassenn bevohlenn sein, Nach dem auch in der altenn Ordenung verleibt, das Inner Sodenn keine Schenckheuser, Fleischbenck sollenn gestattet werdenn, auch niemanndts wein oder Bier mit ganntzenn oder halbenn fassenn darin solte führenn,1 Das mann auch gleicher gestalt darein ganntz vnnd gar kein kaufmannschafft, Handell oder kremerey solte treibenn, vnnd aber wir im werck befundenn, das darin ein ennderung von nötenn, So habenn wir verordenet vnnd wollenn, das vnnsere Saltzgrevenn vnnd Beamptenn sollen nachgebenn, Schenckstedte Inner Sodenn.
Das ein Schennckstedte im Saltzwerck sey darinnenn, Göttingsch, Einbeckisch1 vnnd nach gelegenheit allerhanndt2 frisch bier, so lannge das gutt ist, offenntlich verkaufft, vnnd vnns darvonn die gebuerennde tranncksteur vnnd Schennckgeldt erlegt werde, Welches vnns furters verrechnet soll werdenn / Vnnd damit vnns hierin nichts verschlagenn werde, So soll vnnser Jegennschreiber mit dem Schenckenn ein Jegennbuch haltenn, auß welchem man Jederzeit, oder nach außganng Jars soll abrechnenn / vnnd die bezahlung einnehmenn / Vnnsere Beamptenn sollenn macht habenn Einenn oder Zwene fleischhauwer, oder Garkoch auß der Stadt vonn Burgernn oder sonnst vonn frembtenn hinzuverordenenn, denselbigenn einenn oder Zwene Ladenn einzuthun, vf welchenn sie im Saltzwergk benebenn den Burgernn Ihr fleisch offenntlichenn mügenn feyl habenn, vnnd verkeuffenn.
Was sonnst fur Proviandt vnnd getreide Inn vnnser1[?] Bodenn ankompt, soll Jedermann darein vf die Ladetage feyl zu habenn, vnnd zuverkeuffenn gestatt werdenn, Doch soll hierin außgenommenn werdenn, was in der Kremer Zunfft gehöret, Wann dieselbenn wart gnug habenn, Desgleichenn so habenn wir gnediglich nachgebenn, das allein Vnnser Pförtner im Saltzwerck, Bley, strick, vnnd schmer feyl habenn mügenn, Doch das sie es nit theurer gebenn, dann es in der Stadt bey den verkeuffernn zubekommenn ist, Sonnst sollenn alle kauffmanns schatz, hanndell, kremerey vnnd hökerey, den Bodernn gentzlichenn verbottenn sein. Freyheit der Saltzknechte. Damit aber auch vnnser Saltzknechtte vnnd einwoner im Saltzwerck, vnnsere gnedige neigung Jegen sich spurenn vnnd befindenn mügenn, So hatt
vnns gefallenn, denselbenn sampt vnnd besonders baldt volgennde vnnsere gnade zuerzeigenn, mit welchenn wir auch sie hiermit hinfuro zu ewigenn zeitenn wollenn, als der Lanndtsfurst befreyet vnnd gnediglich versehenn habenn, Vnnd sollenn sie demnach gleich wie die Burger zu Allenndorff mit aller freyheit wassers vnd weide, Hudt vnnd trifft, in holtz vnnd felde, fur sich vnnd Ihr Viehe zugebrauchenn, befreyett sein. Eigennthumbliche Gehöltz der Sodenn Die grosse vnnd kleine Horst1 sollenn Ihr eigenthumbliche Gemeine sein vnnd bleibenn, In den anndernn Gemeinenn sollenn sie behalten, was vor dieser zeit Ihnenn zugereumpt wordenn, Die Holtzberge so den Pfennernn zustenndigk, vnnd nach anweisung der Location. vnns mit dem Saltzwergk Zugereumpt wordenn, sollenn souiel das Stam=
geldt annlanngt, nit ersteigert werdenn, Es sollenn auch die Böder vnnd Einwoner zun1 Bodenn mit keiner schatzunge, steur, oder Heerzuge beschweret werdenn, Es sey dann in Reichssteurenn, vnnd wann sonnst niemandts frey ist. Aus sonnderlichenn gnadenn habenn wir verordenet, das Jerlich denenn so sich des Buchssennschiessenns befleissenn — Drey güldenn zu sonnderlicher verehrung vnnd erhaltung Irer geselschafft, durch vnnsernn Renndtmeister enndtrichttet werde, Wie denn auch gleicher massenn auff Jedes Pfingstfest wir wollenn, das allenn Bödernn in gemein Zwen güldenn, Ein faß biers darumb zukauffenn, durch Jetztgedachtenn Renndtmeister erlegt sollenn werden, Wie denn auch die Pfenner zuthun pflegenn. Sonnstenn habenn wir auch vber dis alles gnediglich nachgegebenn, das die Einwöner zun Bodenn ein gemein Hochzeit haus vnnd Badtstubenn, dem ge=
meinenn nutzenn zum bestenn sollenn vnnd mügen vf Irenn kostenn erbauenn, welche in kunfftige zeit, ihr vnnd ihrer nachkommenn frey eigenthumb sollenn sein vnnd bleibenn, vnnd sie dieselbigenn brauchenn, nach Irer bestenn gelegenheit vnnd nutzenn, Wir wollenn aber vnns vorbehaltenn habenn, das Jederzeit vnnser Saltzgreuenn Beamptenn sollen macht habenn, Ordenung vnnd maß zugebenn, wie es mit vnnd in beidenn hausernn soll gehaltenn werdenn. Wie wir dann auch nicht wollenn gestattenn, das kunfftige zeit nachgebenn werde, das ein einige besonndere Badtstubenn in eines einigenn Böders hause, der sey gleich wer der wolle, verstattet werde,
Wir Wilhelm vonn Gotts gnadenn Landtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnbogenn, Dietz, Ziegennhain vnnd Nidda, Thun kundt hierann offenntlich, vor vns vnnd vnnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn bekennende,
als hiebeuor im Jar der weniger Zahl Vierzigk, vff den 23. Decembris, Weilanndt der Hochgebornnt1 Furst, Herr Philips der eltter Lanndtgraff zu Hessenn, Graff zu Catzennelnpogenn etc. Vnnser gelibter Herr Vatter löblicher vnnd seliger gedechtnus,
sich mit vnnserm liebem Getreuwenn, dem Außschus vnnd gemeinem Pfennerm des Saltzwergks zu Allendorff einer Location vf damahlnn2 die nechstvolgennde funffzehenn Jar verglichenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebrieff vnnd Siegell gegebenn, darinnenn allennthalben verordtnet, versehenn, vnnd gemelt, wie vnnd welcher massenn es zwischenn seiner Vatterlichenn G.1, vnns, vnnd Ihnenn, die zeit vnnd Jahr vber, vnnd zu ennd2 der Location, allennthalbenn gehaltenn werden soll,
Wie dann dieselbige in Anno etc. 40. erstmahls vfgerichte, vnnd volgenndts in Anno etc. 54. prorogirte Location vonn worttenn zu worttenn hernach volget.
So vnnd als wir hiebeuor augennscheinlich befundenn, Das in vnnserm Furstennthumben vnnd Lanndenn mergklicher grosser gebrech Saltzmanngels halbenn gewesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd anngelauffenn sein, Vnnd aber wir vermerckt, das zu Allenndorff in Sodenn vielmehr Saltzes, dann desmahls im gebrauch gewesenn, hat gesottenn, vnd vnnserm vnderthanenn darmit köntenn1 geholffen werdenn,
auch der Saltzbronn Sohlenn vberig gnug, vnnd mehr dann versottenn wirdet, ertragen magk, vnnd wir desmahls mehr Bothenn2 vnnserm Furstennthumbenn, Lanndenn, vnnd Leutenn zu gutem dahin zubauenn vnnderstanndenn,
Laut eines daruber in verschienenem3 dreissigstenn achttenn Jahre vff Freitagk nach dem Sonntagk Jubilate vffgerichtenn vertrags, den wir Itzo wiederumb ernewert habenn, Dessenn annfanng.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteHessenn, Graue1 zu Catzennelnbogenn, Dietz, Ziegennhain, vnnd Nidda etc. Bekennenn in diesem brieffe, vor vnns, vnnser Erbenn, Nachkommennde Furstenn zu Hessenn, vnnd sonnst aller menniglichenn,
Nachdem der almechtige Gott in vnnsern Furstennthumbenn, bey vnnser Stadt Allenndorff in den Sodenn, einenn gutenn Saltzbronnenn gnediglich gegebenn etc.
Dieweil dann beide Regimennt, also beyeinannder, ohne tegliche einfelle oder verrichtung nit fuglich haben stehenn mügenn, Sonndern in einer Regirung↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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Graue — Schreibung unsicher, evtl. 'Grave' oder 'Graff'
dis — = 'des'; Lesung des Kurzworts unsicher
zweistracht — so geschrieben (= Zwietracht); evtl. 'zweitracht'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevertreglicher vnnd besser das Saltzwergk versehen kan werdenn, So habenn wir vnns mit zeitigem gutem vorgehabtem Rath vnnd bedennckenn, auch gnugsamer erkundigung, vor vnns, vnnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, mit gedachtem Pfennerm,
weitter vnnd insonnderheit vmb Ire theil Saltzwergks, einer Location, vmb eine Järliche Pension, Vff form vnnd maß wie hernach volgt, verglichenn vnnd vereinigt, vnnd thun das Jegennwertigk Inn vnnd mit Crafft dieses brieffs, Nemblich vnnd also.
Sollenn vnnd wollenn Vielgemelte Pfenner sambtlich vnnd sonnderenn1 vf schierstkunfftige Osternn des nechstkommenndenn Ein vnnd vierzigstenn Jars, die vierzigk vier Bodenn vnnd Pfannenn zu Sodenn, so Ihnen zustehenn,
mit dem virtel2 des Geholtzs, auch Ihre der Pfenner eigenn geholtze, wie die genanndt, vnnd wo die gelegenn seindt, nichts außgeschlossenn, Funffzehen Jahrlanng, die nechstenn nach dato volgennde, welche↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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sonnderenn — Endung unsicher, evtl. 'sonnderem'
virtel — gekürzt geschrieben ('virtl' mit Schleife); Viertel des Gehölzes
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevff obbestimpte zeit, anngehenn, lociren, vnnd Inthun, also das wir oder vnnsere erbenn, solche der Pfenner Bodenn, mit vnnd nebenn vnnserm Bodenn vnnd Saltzwergk in vnnser Regirung vnnd ein Regiment, vnd was die nutzung tragenn wirdet, nehmenn,
doch soll vnns vnd gemeinen Pfennerm zu beidenn theilenn freystehenn, nach außgang obbestimpter Funffzehenn Jahrenn, Welch theil der Location beschwert ist, oder darin zubleibenn nicht gelibt, oder gefellig, dieselbige dem anndern theil vfzusagenn,
Wurdenn aber wir Lanndtgrave Philips, oder vnnser Erbenn, mitler zeit oder hernach befindenn, das vnns die Location beschwerlich sein, vnnd nit dienenn wolte, So sollenn vnnd wollenn wir, macht vnnd fug habenn, das wir auch↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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vfzusagenn / vfsage — f-Schreibung (vf/vff) in der Hand schwer zu unterscheiden
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehierinne austruckglich vorbehaltenn, dieselbige Location in außgang des nechstenn kunfftigenn funfftenn Jars gedachten Pfennernn vffzusagenn, vnd darnach zu außgange des sechstenn Jars die vberliefferung vnd abtrettung den Pfennernn wiederumb zuthun,
Inn allermassenn wie wir das Itzo Innehmenn vnnd empfanngenn, Mit Bodenn, Pfannen, sampt allem dem darin vnnd zu gehörigk, auch den gehöltzenn virtelnn1, wie die Pfenner den gebrauch haben, vnnd in vorigem vffgerichtem vertrage Ihnenn zugelassenn, vnnd gnediglichenn vonn vnns bewilliget vnd zugesagt,
Desgleichenn der Pfenner eigenn gehöltze, so weit sie das vormahls gebreuchlich vnnd besetzlich2 herbracht, Mit nachmenn der grosse vnnd kleine Hain, die Halbe Marck, der Lohebach, die Volckmarshane3, der Hegebergk, der Grosse vnnd kleine Armebergk,
die Horst vom grossenn Haine bis ann den wegk, nach dem Momhefeldt4, der Knoblauchsbergk, vnnd ein theil am Dornnbache5, sampt Iren nachmenn vnnd zugehörungenn,
Dargegenn sollen vnnd wollenn wir, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn, Furstenn zu Hessenn, gemeltenn Pfennernn Iren erben vnnd nachkommenn, oder wer diesenn brieff mit Irem gu=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
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virtelnn — Lesung unsicher; gemeint sind die Gehölz-Viertel (virtel)
besetzlich — Lesung unsicher, auch 'beseßlich' möglich; Sinn: in Besitz hergebracht
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteten wissenn vnnd willenn Innehat, Jerlichs vnnd ein Jedes Jars besonnderenn, vonn berurtenn vierzigk vier Bodenn vnnd Pfannenn, zu Jerlicher vnnd rechtter gedingtenn Pension, zwey hundert guldenn Muntz Lanndtwehrung, Ie zwentzigk sechs albos vor den guldenn gerechnet, vff ein Jedes Bodt,
durch einenn Jedenn Vnnsernn Renndtmeister zu Allenndorff, so wir Jederzeit da habenn werdenn, nach annzahl alwege1 zu außgang eines Monats, als nemblich vff den letztenn tage des Monats Januarij, den letztenn tag des Monats Februarij, den letztenn tage Martij,
Vnd da gemeine Pfenner vonn vnns vnnsernn Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, wie gemelt, vff geburliche Quitannz enndtrichtet vnnd bezahlet sein, vnnd nachvolgenndts in vergleichung der enndtpfangenen Pension Vnnder sich Irrungenn vnnd gebrechen habenn werdenn, Derhalbenn sollenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesie ann vnns, vnnsernn Erbenn, nachkommenden Furstenn zu Hessenn, desgleichenn vnnserm nachbenanndten Burgenn1 kein forderung oder annsprach habenn, Sondern mugenn sich derselbigenn vnnder sich selbst freundtlich in der Gute, oder sonnst mit ordenntlichem rechttenn, vergleichenn vnnd enndtscheidenn lassenn,
Es sollenn vnnd wollenn auch gemeine Pfenner, vnns eins Jedenn Jars ann der ganntzenn Summa der Jerlichen Pension, Jegenn die zwey new gebawete Bodenn, vnd nachlassung der Herrenn Gennße, dreyhundert guldenn obberurter Wehrung zu gute kommenn lassenn,
Vnnd soll vnns, vnnsere Erbenn nachkommennde Furstenn zu Hessenn, In bezahlung anngeregter vnnd bestimpter Pension gantz oder zumahl nichts verhindernn, in gantz keine weise, Sonndernn wollenn die eins Jedenn Jars, vnd obgemelte ziel gnediglich vnnd guttlich enndtrichten vnnd bezahlenn lassenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezum theil verbrenndt, verheret, oder verderbett wurdenn, wie das zukeme, da Gott vor sey, vonn dennselbenn verderbtenn Bodenn sollenn wir oder vnser Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, die zeit so lannge die wuste liegenn, pension zugeben nicht schuldigk sein,
Doch sollenn vnnd wollenn wir vnnd vnnsere Erbenn, nachkommennde Furstenn zu Hessenn, die verwustetenn Bodenn, vff Ire der Pfenner stittenn1, zum forderlichstenn das geschehenn köntte, oder möchte, zuvor vnd ehr vnser Bodenn, ob der auch etzliche verderbt werenn,
vff Ire der Pfenner Kostenn, wie sie vormals gestandenn, vnnd gebawet gewest sein, zubawenn, Vnnd wiederumb sambt allem dem, das darzu vnd ein gehört, vnnd verderbet wordenn, vffzurichten schuldigk sein,
also das vnns die Pfenner, Ihre Erbenn, vnnd nachkommenn ann der Jerlichenn Pension, vor ein Jedes Both, so wir in Ihre der Pfenner Saltzwergk bawenn vnnd aufrichttenn lassenn wurden, Vierzigk guldenn Muntz, Ie zwanntzigk sechs Weis=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stittenn — Lesung unsicher, wohl 'Stätten' (auch 'stettenn' möglich)
Es soll auch den Pfennernn samptlich vnnd sonnderlich vorbehalttenn sein, so sie der verderbtenn Bothenn etzliche selbst vnnd zum furderlichstenn vfrichttenn vnnd bawenn köntten oder woltten, das Ihnen solchs auch also gestattet vnnd zugelassenn sein soll, ohnne alle vnnser vnnd der vnnsernn verhinderung vnnd eintragk,
Vnnd sollenn vnnd wollenn wir Lanndtgrave Philips, vnnsere Erbenn, vnnd nachkommennde Furstenn zu Hessenn, alsbaldt nach auffrichtung der Bothenn so vff der Pfenner stittenn1 vnnd Saltzwergk, so vonn vnns oder den Pfennernn vffgericht sein wordenn,
vff dieselbigenn Bothenn, deren viel oder wenig sein wurdenn, Jerliche vnnd Monatliche, wie bedingt, vnnd die Location anweistt2, pension zugebenn, vnnd zubezahlenn schuldigk vnd pflichtigk sein, die auch Innhalt der Location guttlich enndtrichttenn lassenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteIhr Bothenn, Pfannenn vnnd Saltzwergk, das wir also, wie obgemelt Location weise vonn Ihnenn Innen habenn, in vberliefferung, wann wir oder sie des bedarcht1, wiederumb einthun, vnnd wieder zustellenn,
also vnnd deromassenn, das die Pfenner Insampt vnnd insonnderenn, ein Jeglicher seiner Jerlichenn pension, vonn vnns oder vnnserm Renndtmeister enndtricht vnnd bezahlt sey,
Welche Jerliche pension die Pfenner auch sambtlich enndtpfahenn vnnd vfhebenn sollenn, Doch das darein vnnter gemeinenn Pfennernn armenn vnd reichen, kein vortheil gebraucht werde,
auch wollenn vnd sollenn wir vor vnns, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn nicht macht habenn, einichenn oder viel vnnder den Pfennernn Insonnderheit vnnd eintzlichs seins oder Irs theils, so der oder sie in vnnd ann dem Saltzwergk habenn,
Do aber durch vnnversehennliche Feurschedenn etzliche Bodenn doch nit1 vber zehenn verderbt wurdenn, dieselbigenn sollenn wir oder vnnser erbenn in zweyenn Monatenn, ein Jedes vf der Pfenner Kostenn mit Vierzigk guldenn, wie nechstgemelt, wieder bauenn, auffrichtenn vnnd ganngkhafftigk2 machenn lassenn,
So auch der Saltzbrun durch Gottes verhengnus, das sein Göttliche versichtigkeit gnediglichenn verhutenn wolle, alse schadenn nehme, das mann in etzlichenn Bothenn nit siedenn könntte, oder möchte, doch das solchs nicht durch vervhrsachunge vnnser oder vnnser Erbenn, Nachkommenn Furstenn zu Hessenn, gefehrlichenn gebeus3 geschehe,
als dann sollenn auch wir vnnd vnnsere Erbenn nach annzahl der mangelhafftigenn Bodenn, so nicht Sohlenn Saltz zu siedenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
doch nit — Zusammengeschrieben, Lesung dochnit/dorchnit; Sinnzusammenhang 'doch nicht über zehn' spricht fuer doch nit
ganngkhafftigk — Zierstrich durch gk; auch Lesung 'ganng hafftigk' (zwei Woerter) moeglich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehabenn könnttenn, zins zugebenn nicht schuldigk sein, bißalanng1 der Saltzbronn wesenntlich wiederumb aufgerichtet, vnnd erbauet werde, Alles ohnne geverde,
Vnnd wo sich vber das anndere vnversehennliche scheden vnnd zufelle, Es were durch sterbenns leuffte, oder anndere vnnfelle, die im rechttenn casus fortuiti genenndt möchttenn werdenn, Welche in diesem vertrage vnnd pacto locationis außtrugklich2 vnd vnnderschiedtlich nicht bedacht, noch abgeredt,
Die sollenn vnnd wollenn wir vnnser Erbenn vnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, tragenn vnnd gewertigk sein, Vnnd den Pfennernn derhalbenn ann Irer Jerlichenn gedingtenn Pension nichts abziehenn, oder abbrechenn lassenn,
Vnnd soll durch diese vergleichunge vnnd Location vorigem obanngeregtem Vertrage, vnnd annderenn der Pfenner hiebevor ererbten vnnd erlanngtenn freyheitenn, priuilegien vnd gnadenn, nicht abgebrochenn, noch enndtnommenn,
Desgleichenn soll den Pfennernn durch diese Location an Ihrer Baurschafft vnnd geselschafft ganntz nichts endtzogenn sein, Sonndernn sie sollenn sich derselbigenn, wie vom altters hero halttenn vnnd gebrauchenn,
zu dem habenn wir vielgemeltenn Pfennernn nachgelassenn vnnd vergönnet, welchs sie auch Ihnen hierinnenn vorbehalttenn, das ein Jeder vnnder Ihnen vonn seinem Pfanntheil vnnd gut, nach annzahl derselbigenn,
seine Herrnn Gennße Inn Ihrem Saltzwergk, der alttenn seittenn, wie vom altters herkommenn, vonn Jederm werth2 dero1 Herrnn Gennße, vfhebenn sollenn vnnd mügenn, Ohne vnser, vnnser Erbenn vnnd menniglichs verhinderung vnnd eintragk, ohnne geverde,
Es sollenn auch die Pfenner Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, alles das Jenige, wes Ihre Eltternn vnnd vorfahrenn, aus bemeltem Irem Saltzwerck hievor3 ann Pension zin=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesenn vnnd anndernn verschriebenn habenn, Oder aber sie, Ire Erbenn vnnd nachkommenn daraus vber kurz oder lanng, hinfurter viel oder wenig verschreibenn wurdenn, Sonnder alle vnser1, vnnser erbenn, vnd mitbeschriebenn zu thun, guetlich außrichttenn vnnd bezahlenn, auch ohnne geverde,
Wir geredenn vnnd versprechenn auch, vor vns, vnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, bey vnnserm Furstlichenn warenn worten, gutem glaubenn vnnd trewenn, in wort der warheit, solchs Ihr der Pfenner Saltzwergk, desselben nutzung vnnd besserung,
Desgleichenn auch vnnser Saltzwergk, Es were dann in zeit der not, Inmassenn voriger vertragk auch darvonn meldet, nicht zuverpfenndenn, noch zuversetzenn, oder zuverenßernn, in ganntz keine weise, allerding ohnne geverde,
Do aber wir oder vnnsere Erbenn ann vestennungen1, Desgleichenn am Saltzbronn etzwas newes bauenn, vnd die Pfenner, Ire Erbenn oder Nachkommenn, daryn gebrauchenn wolttenn, das soll mit Irem der Pfenner wissen vnnd willenn geschehenn,
Doch soll den Pfennern hierin vorbehaltenn sein, so sie befindenn wurdenn, das dieselbigenn gebeuw Ihnenn oder dem Saltzwerck geverlich, nicht dienlich, oder sonnst beschwerlich, vnnd vntreglich sein wolttenn, das sie auch als dann daryn nicht verpflicht oder obligirt sein sollenn,
Es sollen auch die Vierzigk vier2 der Pfenner Bodenn, sambt allem dem was darann hanngt, vnnd daryn gehört, in dem Beschos der Stadt Allenndorff, Schatzungenn, Steur, vnnd gabenn des Furstennthumbs vnnd Lanndts, wie bishero geschehenn, furter vnnd fur ewiglich bleibenn,
Vnnd darann vnns, vnnserm Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd vnnser Stadt Allendorff nichts abgehenn, oder enndtzogenn werden, Jeder=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vestennungen — Lesung unsicher; wohl Vestenungen (Befestigungen); fruehere Lesung 'ann bestenn gen' ergibt keinen Sinn
Vierzigk vier — vierundvierzig; Zahl ausgeschrieben, Lesung sicher, Wortstellung Vierzigk vier
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezeit nach gewonnheit vnnd gelegennheit der Stadt Allenndorff, Inmassenn dann in vorigem obanngeregtem vertrage auch versehenn ist,
Desgleichenn sollenn auch gemeine Pfenner, die zeit dieser Location, die zweyhundert guldenn zinsenn, so sie Jerlichs bishero gegebenn, Vnnd wir hievor1 zu Gottes Ehre, vnnd vnnderhaltung der armenn, aus Christlichenn gutem Bedennckenn, geordenet habenn,
daryn die zwo Pfannenn Saltzes alterer Pflichtt2, auch Herrnngeldt, Toffell Zoll, vnnd annders Jerlichs enndtrichttenn, allermassenn, wie das vom alters herkommenn ist,
So wollenn wir doch, das gemeine vnnsere Stadt, vnnd die Burger daselbst, bey allenn Iren geholtzenn vnnd Weldenn, wie sie die vom alters besetzlich3 vnnd gebreuchlich herbracht habenn,
vnverhindert vnnser, vnnser Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, vnnd menniglichs, geruiglich bleibenn sollenn, Vnnd sich derselbigenn, wie von↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Doch das gemelte Burger vnns, vnnsernn Erbenn, nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder aber den Boderknechtenn zu Jederzeit, so baldt das gresigte1, außgenommenn,
die Berge darinnen sie Baw vnnd Scheidtholtz zu hegenn pflegenn, als Nemblich, die Horst, der Rodennstein, das Lichtenbeuel2, der Holbach, die Meinhardts Lyde3, vnnd der Stein, sampt allenn Irenn Nahmenn vnnd Zugehörungenn
auch alle gehöltze dem Saltzwergk, vnnd gemeiner Burgerschafft, dieweil sich die darvonn des orts erhaltenn vnnd ernehrenn mussenn, zu gute vffs aller vleissigst vnnd trewlichst, in guter Hegung vnnd ernstem vfsehenn haltenn vnnd beforstenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteErbenn, der Pfenner gehöltze vnnd Berge, so sie vnns Itzo Innraumenn vnnd zustellenn werdenn, in zeit dieser Location, zum Saltzwergk zugebrauchenn, In vnserm Forst vnnd guter Hegung Innehabenn vnnd halttenn,
Insonderheit wollenn wir, vnnsere Erbenn, vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, das Eichholtz am Hegeberge vber den Bodenn1 keinswegs2 abhauenn noch verwüstenn lassenn,
als dann sollenn wir, vnnser Erbenn, vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn, oder die Pfenner daßelbige gehegte Eichholtz, zu Irenn der Pfenner Saltzwergk, vnnd desselbigenn Saltzwergks notturfft allein zugebrauchenn, macht habenn,
Do auch diese Location zu außgang des Sechstenn, oder Funfzehenndenn Jars vonn vnns vnnserm Erbenn, nachkommendenn Furstenn zu Hessenn, oder aber von den Pfennernn Irenn Erbenn vnnd nachkommenn, zu außgang des funffzehenndenn Jars auffgesagt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vber den Bodenn — Deutung: 'oberhalb der Siedehäuser' (Bodenn = Siedehäuser); Lesung sicher, Bezug interpretiert
keinswegs — Zierstrich durch das Wort, keine Tilgung
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewerde, als dann soll Ihnenn Ihr Saltzwergk vnd gehöltze, Deßgleichenn der Zirck1 des geholtzes, der Ihnen vonn vnns zugebrauchenn zugelassenn, sampt allem dem, das am Saltzwercke hanngt, darzu vnnd zugehörigk,
Auch so in wesenntlichem Baw vnd besserung, in der wiederliefferung, dermassenn wieder eingereumbt, vnnd vonn vnns zugestelt werdenn, wie es Itzo gewesenn, vnnd gestanndenn ist,
Were aber am Boden vnnd Pfannenn, oder sonnst am Saltzwercke etwas gebessert, das soll Ihnenn den Pfennernn, Ihrenn Erbenn vnd nachkommenn ohnne enndtgeltung zu gut gereichenn,
Dieweil auch Ihr der Pfenner Boder vnnd Meisterknechte ein Zeithero viel Saltzes gesottenn vnnd verkaufft, aber Ihne den Pfennernn Ihre Winnunge vnbezahlt, vnnd sie die Pfenner also bey Irenn Knechtenn ein gute Summa vnnd tapfferer schuldenn vnbezahlt aussenn stehenn habenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitestenndigk, doch vf zimbliche zeit vnnd ziel, nach gelegenheit der Personn vnd schuldenn dermassenn zur bezahlung verhelffenn lassenn,
das dannoch vnns, vnnsernn Erbenn, vnnd den Pfennernn am siedenn derowegenn nichts abgehenn, vnnd wir die abgedingte Pension desto bequemer außgebenn, vnnd bezahlenn könnttenn1,
Das auch gemeinenn Pfennernn ann Pompenn geldt, so Meister Georgenn dem Itzigenn newenn2 vnnserm besteltenn Bron meister zugesagtenn Besoldung vnnd des Lastenns, die Kunst vorm gewelb zuerhalttenn, vbrig were gebürenn wolte,
das soll Ihnenn auch, dieweil sie Itzo die helffte am Kopffer3 vnnd anderm thun, vnd die bestallung zur helfft tragenn müssenn, eins Jedenn Jars volgenn vnnd zugestelt werdenn .
Vnnd damit sollenn auch alle vngnade, mißverstende, vnnd was sich sieder dem erstenn obanngeregtenn abgeredtenn anngenommenn bewilligtenn Vertrage, zwischenn vnns vnnd vnnsernn dienernn vnd gemeinenn Pfennernn vnnd Ihrenn dienernn, wiederwertigs vnnd beschwerlichs oder argwönigs zu=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
könnttenn — Zierstrich durch tt/ck wirkt wie Streichung, Wort ist grammatisch notwendig
newenn — Lesung unsicher (dem itzigen neuen Bornmeister?)
Kopffer — wohl 'Kupfer'; Wort mit Strich (Zierstrich oder Tilgung nicht sicher zu unterscheiden)
Das auch wir noch vnnsere Erbenn Jegen den Pfennernn Ihrenn dienernn, noch auch die Pfenner Jegenn vnns vnnd vnsernn dienernn in keiner vngnade noch vngutenn weitter nicht effernn1 noch gedennckenn,
Damit aber gemeine Pfenner, Ihre Erbenn, Nachkommen, vnnd mitbeschriebenn, weitter vnnd ferner aller Puncten vnd articul in dieser verschreibung gemelt, vnnd Ihrer Jerlicher obbestimpter Pension desto sicherer vnnd gewiß sein mügenn,
So habenn wir Ihnen zu rechtenn vnuerschiedtlichenn Bürgenn vnd selbstschuldenernn von vnsern, vnserer Erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn, vnnd gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft wegenn,
die Wohlgebornen vnnd Edtlenn vnnsere liebenn Neuen1 vnd Getrewenn, Philipsenn Grauenn zu Solms, vnnd Herrnn zu Mintzenbergk, Graff Wilhelm zu Witgennstein, Herrnn zu Hombergk, Graff Philips zu Waldeckenn, vnnd Ditrichenn den Jungernn Edelherrnn zu Pleß2,
Darzu zwanntzigk funff die trefflichstenn vom Adell, vnnd zwanntzigk funff die vornembste Stedt, beider vnnser Furstenthumb, vor sich, Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, gesetzt vnnd geordenet,
Nemblich aus vnnserm Niedern Furstenthumb, Sigmundt vonn Boyneburgk vnnserm Stadthalter zu Cassell, Hermann vonn der Malspurgk, Rudolph Schennck zu Schweinsbergk vnnsern Landt=3↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Neuen — = 'Neven' (Neffen/Vettern), Anredeformel
Pleß — = Plesse (Edelherren von Plesse)
Landt= — Wort auf der Folgeseite fortgesetzt (wohl Landvogt oder Landmarschall), hier nicht ergänzt
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevogt ann der Werra, Werner vom Waldennstein, Hermann vonn Hundelshausenn, Ludwig vonn Baumbach zu Binsfurt7, vnnserm Hoffmarschalck, Johann Meisenbug, vnnserm Haus hoffmeister Bode vonn Bodennhausenn,
Balthasar Diede, Curt vom Grifftenn, Jost vom Berlipsch, Friderich Keudelnn zu Schwebede, vnnd Reinhardenn vom Beyneburgk genanndt vom Honstein zu Reichennsachsenn,
Vnnd dann aus vnnserm Obern Furstenthumb die vom Adell, Georgenn vom Colmetsch vnnsern Stadthalter ann der Lone, Johann Riedeselnn zu Eisenbach vnnserm Erbmarschalck, vnnserm Ambtmann zu Schottenn Adolph Rauenn zu Holtzhausenn,
Heintzen von Breidenbach genanndt Breidennstein, Ottenn Hundenn vnsern amptmann zu Schonstein1[?], Hartmann Schleyernn, Christian vonn Weytterßhausenn, Helwigenn vom Lauterbach vnnserm amptmann zu Epstein,
Philips Reudteseln2[?] zu Josfach3[?], Rabe vom Dornbergk, Helwigenn vom Ruckershausenn4[?], vnnserm amptmann zu Auerbergk5[?], vnnd Heinrichenn vom Lewtennstein6[?],↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Schonstein — Amtsname nicht sicher lesbar; wohl Schönstein
Reudteseln — Anfangsbuchstabe R/K unsicher; wohl Riedesel (zu Josbach)
also, ob ann der bezahlung der gedingtenn Pension vber kurz oder lanng eins oder mehr Termins, oder sonnst einicher manngell dieser verschreibung halber zustunde, wie oder durch was wege das geschehe, als doch nicht sein soll,
als dann sollenn gemeine Pfenner samptlich, oder einer vonn Ihrer aller wegenn, doch mit gnugsamem vnnd volkommenen gewalt, vnd ein Jeder fur sich selbst, sie seyenn Innenn oder außenn dem Furstennthumbs Hessenn gesessenn,
desgleichenn Ihre Erbenn vnnd nachkommenn, vnd mitbeschriebenn obbenenntte Grauenn vnnd die vom adell, Ihre Erben vnnd Erbnehmenn, vnnd die vom obbestimptenn Stedten vnnd Ihre nachkommenn,
sampt vnnd sondern Ires gefallenes Jegenn, Fritzlar, Warbergk, oder Corbach, vnd so dasselbig vonn Furstlicher oder annderer Obrigkeitt, oder sonnstenn verbottenn, ann anndere ortter vnnd Stedte, wo solches gelittenn vnnd zugelassenn möcht werdenn,
alles nach Irer der Pfenner gelegennheit vnnd erfordernn, das vnns noch vnnsern Erbenn keins4 wegs nicht zuenndtgegenn3[?] sein soll, Noch wir oder↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnsere Erbenn derwegenn Jegenn Ihnenn den Stedten kein2 vnngnadt noch vnguts gedennckenn, auch furnehmenn sollenn, noch wollenn,
doch das solche forderung vber funff ader sechs Meylenn vom Furstennthumb Hessen, vnnd anndernn vnnsernn Graueschafftenn vnnd gebietenn nicht benenndt werde,
Vnnd ob die genenndtenn Burgen ann der gefordertenn orter einem nicht gelittenn kontten werdenn, Sollenn die Burgenn schuldigk sein, solches gemeinenn Pfennernn zu Aldenndorff, Irenn mitbeschriebenn vom stundt ann, annzuzeigenn,
vnnd sie die Burgenn Inn Ihre behausung keins wegs ziehenn, sonndernn vf Ihr der Pfenner erfordernn, ann annder orter, da die Pfenner die Burgenn hin mahnenn3 wurdenn, Inn ein ehrliche herbrige reitenn,
alles bey der verpflichtunge vnnd zusagung wie hernach gemelt, die Grauenn mit Ihrenn selbst leibenn, oder einen vom adel ann Ihre Stedte, Jeder mit Sechßpferdenn1[?],
vnnd die vom adell mit Irem selbst leibe, vom Mann zu mann, pferden zu pferdenn, Jeder mit vier pferdenn gerust, vnnd aus Jeder abgenanndtenn Stadt zwenn aus dem Rath mitt vier pferdenn,
Inn leistung, wie Geisels vnnd leistung recht vnnd gewonnheit ist, wie frommenn Grauenn vnnd Herrenn, vnnd denenn vom adell vnnd Erbarenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Sechßpferdenn — ß/z unsicher; gemeint: sechs Pferden
kein — Strich durch „kein“ – wohl Zierstrich (k-Schleife), da der Sinn das Wort verlangt
mahnenn — Lesung mahnen/machen; Einlager-Kontext spricht für mahnen
Die auch samptlich oder insonndernn, wie sie ermahnet werdenn, schrifftlich oder mundtlich, auf die erste Ihre vermanung vnnd erforderung, als baldt vngeseumbt in achtt tagenn sambtlich vnnd sonnderlich mit Ihrenn selbst leibenn wie berurt einstellenn vnnd leistenn sollenn,
Vnnd im fall sie in annder Geselschafft oder leistung gemanet vnnd eingefordert werenn, Sollenn sie alwegenn Ihres gleichenn wie gemelt, vnnd nach anzahl Inn leistung, so sie gemahnet, einstellenn,
So soll der Graue, Edelmann, oder die Stadt, wem der oder die abgangenn, zugestanndenn, so baldt in acht tagenn, anndere taugliche Personenn, ann der abgangenen stadtt einstellenn,
Da die Burgenn etwas dapffers1 bey Ihnenn verzehret, vnnd sich mit bezahlung verzuglichenn vnnd vngeburlichenn haltten wurdenn, Oder da wir Lanndtgraue Philips, vnser Erben vnnd nachkommenn sie zu Jederzeit Quitirenn, vnnd die Wirtte nicht enndtrichttenn wurdenn,
das sie als dann, so sie des not habenn wurdenn, der Burgenn Pferde, eins oder mehr, nach Irer gelegennheit, nottürfft vnd gefallenn, ohnne menniglichs einrede vnnd verhindernn, zum theurstenn sie können, vnnd zu abkurzung Irer schuldenn verkeuffenn mügenn,
So auch die obgenanttenn Geschlechte vonn Grauenn vnnd adell, vber kurz oder lanng, eins oder mehr sonnder Mannliche erbenn todts halbenn ganntz abgingt1 vnnd versterbenn,
als dann sollenn vnnd wollenn wir oder vnnsere Erbenn anndere Grauenn vnnd vom Adell, den Pfennernn vnnd Irenn mitbeschriebenenn, annehmlich, in der abganngenenn stadt, so baldt die Pfenner das begerenn Inn Monatsfrist darstellenn,
Vnnd ob das nit geschehe, So sollen die Pfenner macht habenn, die vbrigenn einzufordern, allermassenn wie obenn davonn geschriebenn stehett, aller ding ohnne geuerde,
Da aber eins oder mehr wie in dieser verschreibung gemelt, von vns vnnsernn Erbenn vnnd nachkommen Furstenn zu Hessenn, oder vonn vnnser Burgenn mittbeschriebenn vnnd selbst schuldigern, in vergeß gestelt, vnnd nicht gehaltenn wurde, das doch nit sein soll,
deßgleichenn ann den gemeltenn Burgenn mit vnd selbstschuldenernn ann Irenn Erbenn vnnd nachkommen, sambtlich vnnd sonndernn güternn, sie seyenn fahrendt oder liegenndt, Jnn oder ausserhalb Lanndes gelegenn, wie die nahmenn habenn möchttenn,
mit oder ohne rechtlich erkanndtnus, wie sie könnenn oder mügen, mit kommernn, hemmenn, vnnd vffhalttenn nach Jrem gefallenn, gennzlich vnnd volnkommende erholenn,
Es sollenn auch alle Bottenn der Pfenner so die Bürgen ersuchenn vnnd Jnfordernn, vnnd den Pfennern zu Irer notturfft, vnnd nach gelegennheit in dieser sachenn wie gemelt, dienenn werdenn, frey sicherheit vnd geleit habenn,
Das auch wir vnnsere Erbenn, vnd Nachkommenn, noch die Burgenn, oder Jemanndts vonn vnnser aller wegenn Jnn keinenn vngnadenn vnnd vngütem effernn, gedennckenn, noch rechen sollenn oder wollenn,
So auch dieser brieff, in was wege das geschehenn [gestrichen: köntte] oder möchte, am Pergamenen, Büchstabenn, oder Siegeln, schadenn nehme, vnnd manngelhafftigk wurde, Oder da ein articul darinnenn wieder den anndern wehre,
Das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jhrenn Erbenn, vnnd mitbeschriebenenn, vnnd mit Irem gütenn wissen vnnd willenn Innhabernn dis brieffs, keinenn schadenn bringenn, noch geberenn,
Zu dem vnnd vber das alles, wie obenn geschriebenn ist beredt, vnnd von vns, vnnsernn Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn bewilligt, Bewilligenn das hiermit in Krafft dieses brieffs,
das im fall den Pfennernn, Irenn Erbenn, nachkommenn, vnnd Irenn mitbeschriebenn, eins oder mehr in dieser Location vnnd verschreibung nicht gehalten↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewurde, welches doch nicht sein soll, Oder da diese Location vonn einem theil wie gemelt, vfgesagt, das als dann den Pfennernn Jrenn Erbenn vnd mitbeschriebenn, nachvolgennde wege zu Jrer sicherheit, auch sollenn vorbehalttenn sein, vnnd offenn stehenn,
dero sie einenn zu den vorigenn beschriebenn, welchs Jhnenn gefelligt vnnd am zutreglichstenn sein will, zugebrauchenn, macht habenn sollenn, vnnd das sie als dann auch wiederumb vf vorigenn obanngeregtenn vertragk zuschreittenn, vnd zutrettenn, macht habenn sollenn,
Oder aber wo den Pfennernn der weg Jztgemelt nicht geliebte, das sie als dann vor Jhr gannzes Salzwergk, vnnd alles was darzu vnnd Jnngehört, vnnd dem anhenngigk, ein nambhafftige Summa güldenn, vonn vnns vnnsern Erben, Nachkommenn Furstenn zu Hessenn, zufordernn macht haben sollenn,
Doch das die Moderation vnnd messigung des werths, bey einer vnpartheyschenn Vniuersitet, im Heyligenn Romischenn Reich Teutscher Nation, welche sie die Pfenner zuerwehlenn macht habenn sollen, stehenn soll,
vnd solchenn werth des kauffgeldts sollenn wir, vnnser Erbenn vnnd nachkommenn Furstenn zu Hessenn Jne den Pfennernn vff Jhr erfordernn vnuerzuglich, an nachbenanntter ortter einem vf vnnsernn kosten gein Franckfurt am Main, oder Erffurdt in Thüringenn liebberenn, gebenn vnnd bezahlenn,
an welchem ortte, da es den Pfennernn gefellig vnnd gelegen ist, vnnd sie samptlich, oder einem Jedenn mit seinem oder Jhrem gebürenndenn anntheil, nach Jrer vnd eins Jedernn gelegennheit notturfft vnnd wohlgefallenn, damit vnuerhindert, vnnd ohnn alle weigerung passiren, vnnd hanndtlennlassenn,
vnnd des zu mehrer rechter Vrkundt, habenn wir obgenanntter Lanndtgraue Philips, vnns mit eigenn hanndenn hierundenn vnnderschreibenn, vnnd zu mehrer sicherheit vnnser Jnsiegell vor vnns, all vnnser erbenn, nachkommende Furstenn zu Hessenn wissenntlich hierann thun hangenn,
Vnnd wir obgenannttenn Gravenn, die vom Adell vnnd Stedte bekennenn samptlich vnnd sonnderlich, das wir vf beger Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn zu Hessenn, das alles wie sein fürstliche gnadenn Jn dieser verschreibung vonn vnns anngezeigt vnnd gemelt hatt,
Vnnd thun das mit krafft dieses brieffs, demselbenn allennthalbenn treuelich nachzukommenn vnnd zugelebenn, wie wir das hiermitt bey vnnserm Gräuelichenn vnnd Edelmanns ehren treuenn vnnd glaubenn, Deßgleichenn wir vonn Stedtenn, bey ehrenn, treuenn vnnd gütem glauben,
vnnd wir Burgenn alle vor vnns vnnser Erbenn vnndt Nachkommenn, auch am eines rechtenn geschworenen Eidtsstadt gelobenn vnnd versprechenn, Allerding ohne geverde,
Davor vnns nebenn1[?] Hochgedachttem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn auch keinerley gnade freyheit oder Constitution, gebott, oder verbott, wie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
nebenn — Wort nach ‚Davor vnns' trotz Vergrößerung nicht sicher; ‚nebenn' wahrscheinlichste Lesung
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteoder durch wen die Zyt gegebenn seindt, oder kunfftiglich geschehenn, gethann, oder gegebenn könttenn oder möchttenn werdenn, schuzenn, schirmenn, noch verthedigenn sollenn, die vnns Burgenn vnd selbstschuldigernn ann dieser verschreibung zu gutem, vnd den Pfennernn, Ihrenn Erbenn vnnd mitbeschriebenn, zu schadenn kommenn möchttenn,
sonndernn wollenn vnns der gemeynlichenn vnnd zumahl, vnnd sonnderlich der Constitution Diui Adriani vnnd Beneficij excussionis verziehenn vnnd begeben habenn, vnnd thun das in vnnd mit krafft dieses brieffs alles ohnne betrug argelist vnnd geverde,
Vnd des zu Vrkundt hat vnnser Jeder obgenanndter Grauenn vnnd die vom Adell sein anngebornn Innsiegell, vnnd wir die genanndtenn Stedte, vnnser Jeder Stadt Innsiegell ann diesenn brieff wissenntlich auch thun hennckenn,
Vnnd aber solche dreyßigJarige Location vf den 23 t[?]1 Decembris des nechstabgelauffenenn 1585. Jars auch Ihre enndtschafft erreicht, derowegenn der Ausschus vnd gemeine Pfenner Izo alhier bey vnns vnderthenig erschienenn seindt,
in welcher vnderrede vnnd berathschlagung erstlich furgelauffenn, das der Ausschus vnnd gemeine Pfenner nichtt allein die vorige Location vf ein nambhaffte annzahl Jar zu prorogiren sich Jegenn vnns vnderthenig erbottenn, sonndernn auch solchs also annzunehmenn mit vleis gebettenn,
Ob dann wohl wir darJegenn vnsere beschwerung eingewenndet, sonnderlich das vnnser Seulingswaldt bey bishero gewehrter Location mergklichenn eröset, vnnd vnns nit wenig bedenncklich denselbenn fermer erösenn vnnd verwüstenn zulassenn,
Das es auch sonnstenn vmb die anndernn gehölz, ann vnnd vmb die Werra gelegenn, so etwa zum Salzwerge zugebrauchenn, dermassen gethan, das dahero allerhanndt abganngs vnnd manngell zube=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
23 t[?] — Kürzungszeichen nach der Zahl, wohl 't(en)' — gemeint ist der 23. Dezember
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefahrenn, Auch es vmb das Steinkolenn Bergkwergk am Meißner die gelegennheit hette, das darauff nichts gewisses zubauenn,
vnnd daher allerhanndt fursorge wehre, das berurt Salzwerck in die Harre aus manngell notwenndiger befeurung in dem Stanndt vnnd wesenn, wie bishero beschehenn nicht erhaltenn werdenn möchtte,
So habenn wir nicht desto weniger gemeinenn Pfennernn zu gnadenn, vnd dem gannzenn Salzwerge zu gutem vnns dahin enndtlich erkleret, auch vnns mit dem Ausschus vnd gemeinenn Pfennernn, vnnd sie sich herwiedder mit vns dahin verglichenn,
das wir vor vnns vnnd vnsere Erben die vorige Location alles Ires Innhalts fermer prorogiren vnnd eingehenn, vnnd das Salzwergk vmb die vorige Pension, nach ausweisung derselbenn Location, lennger in hanndenn behalttenn wollenn,
also vnnd dergestalt, aldieweil wir mehrberurt Salzwergk mit notwenndiger daryn gehöriger befeurung versehenn, vnnd in Izigem Stanndt vnnd wesen erhaltenn könnenn, Das wir demselbigenn we=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteniger nicht, dann bishero geschehenn trewlich vnd zum bestenn vorstehenn, Vnnd die alte bishero gehabene Pension Jedes mahls in rechter zeit ohnne einigenn fehl vnnd manngell gutlich reichenn vnnd bezahlenn lassenn wollenn,
Wofernn aber die gehölz oder Steinkolenn Bergkwergk in abganng geriethenn, das aus manngell nottwenndiger befeurung das Salzwergk in Izigem Stande vnnd wesenn wir in die Harrt nicht continuiren kontenn,
So wollenn wir hiermit vnns vnnd vnsernn Erben vorbehaltenn habenn, Vnnd soll vnns freystehenn, gemeinen Pfennernn Jederzeit diese Location ab vnnd vffzukündigen,
doch das die vfkündigung ein gannz Jahr zuvor geschehe, vnnd wir von zeit ann gethaner vfkündigung das Salzwergk Jegenn enndtrichttung der alttenn Pension, noch ein gannz Jahr lanng vollig verwalttenn,
Wann aber das Jahr vmb ist, wollenn wir gemeinenn Pfennernn Ihre vierzigk vier Bödenn, lediglich abtrettenn, Die auch die Pfenner vf denselbenn fall vnweigerlich zu sich nehmen schuldig,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevorigenn Vertrage zwischenn vnserm Herrnn Vatter vnd den Pfennernn Anno 1538. vfgerichttet, nichts benommenn, sonndernn derselbe in allewege in Ihren Krefftenn sein vnnd bleibenn sollenn,
Was aber der Pfenner eigene gehölz betrifft, Nach dem in der Location verordenet, das zu zeit der restitution der halbe theil derselbenn gräsig sein soll,
So habenn wir vns mit den Pfennernn dahin verglichenn, das mit Irem zuthun ein abmarckung in demselbenn gehölzenn geschehenn soll, wieviel mann derenn vonn Jahrenn zu Jahrenn hauenn soll, das sie wohl gräsig werdenn könnenn, vnd derenn soll mann sich gemes verhalttenn,
Vnnd demnach geredenn vnnd versprechenn wir Landtgraff Wilhelm zu Hessenn Vor vnns vnsere Erbenn vnnd nachkommende Furstenn zu Hessenn, bey vnnserm Furstlichenn wahrenn worttenn vnnd trewenn, alles vnnd Jedes was in obinserirter vnser verschreibung, der erstenn Location halbenn begriffenn, auch↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Jenige so Izo in dieser vnnser newenn verschreibung verleibt, in dieser anndernn Location gleich wie in der erstenn, vnnd bisdaher beschehenn, Furstlich vfrichttigk vnnd vnuerbruchlich zuhalttenn,
Vnnd dessenn zu desto mehrer sicherheit, vnnd das sie auch vf den fall, da wir in zeit dieser newenn Location nach dem willenn Gottes mit Todt abgehenn wurden, alles dings desto gewisser sein mögenn,
Nemlichenn die Wohlgebornne vnsere liebe Neue vnd Getreuenn Ernst Grauenn zu Solms vnnd Herrn zu Minzembergk, Ludewigenn Grauenn zu Witgennstein vnnd Herrenn zu Hombergk, Franzenn vnnd Josiam beide Grauenn vnnd Herrenn zu Waldeck, Geuetternn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteDesgleichenn vnnserm Stadthalter Eckbrechtenn1[?] von der Malspurgk, vnnserm Erbmarschalck Georgen Riedteselnn zu Eisembach, vnnserm Lanndtvogt an der Werra Johann Meisembugk, Vnnserm Haubtmann zu Ziegennhain Eyttelnn vom Berlepschenn, vnnserm Ambtmann zu Rotembergk vnnd Sonnttra Bernntt[?] Gudeln[?],
Reinhardt vom Boyneburgk zu Bischhausenn, Johann Adrian vom Darmbergk, Georgenn vom Schachttenn, Georgk Diedenn, Georgenn vom Papenheim, Diderich von Bergenn vnnd Hermann vom Hundelshausenn,
Item aus dem Oberfurstennthumb ann der Lohna, Burckhardt vom Cram Stadthalter zu Marpurgk, Johann Riedteselnn zu Eisembach, Rudolph Rauenn zu Holtzhausenn, Caspar Schutzbar gnanndt Milchling Hauptman zu Giessenn, Johann vom Linsingenn Lanndthoffmeistern, Johann Clauern Hoffgerichts Assessorn vnd Obervorstehern der hohenn Hospitalienn,
Caspar Magnus Schenckenn zu Schweinsbergk, Alexander Döring, Johann vom Scheuerschlos3[?], Hermann vonn der Rabenaw, Caspar von Breydembach gnanndt Breydennstein, vnnd Lewenstein4 vom Hertzfeldt zum Fleckembuel, Desgleichenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Eckbrechtenn — Vorname des Statthalters von der Malsburg nicht ganz sicher (historisch Eckebrecht von der Malsburg)
Bernntt Gudeln — Name des Amtmanns zu Rotenburg und Sontra unsicher gelesen; Zierstriche erschweren die Lesung
vnnd aus dem Oberfurstennthumb Marpurgk, Giessenn, Grunbergk, Alsfeldt, Nidda, Franckembergk, Rauschembergk, Wetter, Bidenncap, Battembergk, Hombergk ann der Ohm vnnd Kirchhaim,
Vnnd wir die Jtztgenantte Burgenn vnnd selbstschuldener vom Grauenn, vom Adell, vnnd vonn Stedtenn bekennenn hieran offenntlich vor vnns vnnser Erbenn vnnd nachkommenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteauch am geschwornem Aidtsstadt, das wir alles vnnd Jedes, so darinnenn vonn Ihnenn den Burgern vnd selbstschuldenernn vermeldt ist, vor vnns vnnd vnsere nachkommenn, stet, vest, vnnd vnuerbruchlich halttenn wollenn vnnd sollenn,
Vnnd des alles zu Vrkundt habenn wir Lanndtgraff Wilhelm vnnser Furstlich Innsiegell hieran hencken lassenn, vnnd vnns mit eigenn Hanndenn vnderschriebenn,
Vonn dem vmbgange des Borns, vnnd vonn den Lüffttörchernn3,
Unsichere Lesungen
Ösenn — Fruehere Lesung 'Losenn'; nach der Kapitelueberschrift PDF-S. 53 ('Von dem ösenn des Wildenn wassers') und 'gelöset' PDF-S. 57 als Ösenn gesichert
zureitenn — Lesung nicht ganz sicher; wohl 'zureiten' = zurichten/zubereiten
Lüffttörchernn — Lufttoerchen; Trennung Lüfft=Törchernn, Lesung der Endung nicht ganz sicher
Conradus Geyseler vnwirdiger Prister vicarius aller apostelnn altar, in des Heyligenn kreutzes kirchenn zu Allendorff, eins armenn Burgers sohnn daselbst, in allenn demutigstenn dienstenn sich selbst bereit.
So als mannigfaltigk von den trefflichstenn Pfennernn hitziglich ist begert wordenn, das der gebeuw vnnd widermachung des Saltzbronns zun Sodenn, vmb ewigs gedechtnus willenn, schrifftlichenn verzeichnet were,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteallenn himlischenn Burgernn zu ehren, auch allen nachkommenden Pfennernn zu nutz, vnnd stetlicher anweisung solchs zuthun, in guter zuuersicht, Ich viel mahl bin vermant wordenn,
das dann die nachkommene Pfennere, aus der schrifftlichenn Modeln vnnd forme das geschehenn vnd gethane gebeues, grundtliche gewisse anweisung, ob ein bessers vnnd bequemlichers daraus kiesenn2 vnd nehmenn möchtenn,
auch viel schedtlicher vnd vnnutzer kostenn vnnd arbeit Jtzundt geschehenn, darumb das der grundt des Saltzbronns mit seine wercke den Pfennernn vnbewust, vnnd vnuerzeichnett, Was furter zuuermeidenn,
Hierumb durch wirckunge Gotlicher gnade, der gedachtenn Pfennernn begerung bewegtt, Hab ich mich, Wiewohl vngnugsamb↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zuuerenndernn — Lesung nicht ganz sicher; auch zuuerbessernn denkbar
kiesenn — Anfangsbuchstabe k unsicher; kiesen (waehlen) passt zu erkieset auf Blatt 25r
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnderwundenn, des Saltzbronns gebeuw, vnnd wiedermachung, Inmassenn er in grunde wordenn1, zuschreiben, vnnd vberzugebenn,
Jedoch vleislichenn vnnd demutiglichenn bittennde, Ob darin was guts nutzes erschienennde Jemanndt erkieset, Wolle dem liebenn Gott vnnd seiner gebererin, vnnd Sancto bonifacio, vor allenn dingenn darinn lob vnnd ehr erbieten,
Wes aber vnnutzlichs, vnnd nicht wohl, oder vf das beste gesatzt, darin findenn wurde, Wollenn meiner vnngnugsambkeit, grobheit vnnd vnerfahrennheitt, Zulegenn, achtenn, straffenn, vnnd bessernn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd achtzigk Jar, vff vnnser liebenn Frauwenn tags Lichtmeß, wardt geschickt nach Meister Curt Mardorff vonn den Saltzgreuenn, da zur zeit Hanns Iringk dem Elternn vnnd Hermann Touwir, sampt den anndern Pfennernn,
vnnd mit Ime vbersprochenn vnnd vberkommenn, Jedoch sonndern gedinge, das er solt ausösenn, das wasser aus dem gewelbe, das mann mochte bey dem Saltzbronn kommenn,
vnnd mit der Werra, vnd mit den ausbrugenn3, den Sohlgrabenn zusaubernn, also lanng vnnd also tiefft, das das wasser aus dem gewelbe sich darmit ösenn vnnd schlissenn4 nach notturfft↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Touwir / Lower — Familienname des zweiten Salzgrafen unsicher; uebergeschriebene Korrektur Lower ebenfalls unsicher
Chunterans Huschennbecks — Personenname vor hobe nicht sicher lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemochte, dem also nachgethann vnnd alles geschehen, mit nicht weniger arbeit vnnd kostenn, volgete das wasser aus dem Gewelbe, vnnd viel mercklich,
Jedoch nicht also sehre, das mann mochte In das Gewelbe wandernn, darumb das der Sohlgrabe wolt nicht tieffer zugrabenn leidenn, so die Werra ihm vnttenn auff zu Jegenn kam, vnnd sich stauwete1,
auch alle feuchtigkeit vnnd gewesser In den Sodenn in den Bodenn bey den Herdten, vnd in den kellernn, zeuge sich allesampt nach dem gewelbe,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stauwete — Schreibung unsicher (staubete/stauwete); Sinn: staute sich
Als nun der vielgenantte Meister sein kunst hatte bewerth, vnnd das gewelbe vom wassers wegenn ledig vnnd geoffnet was, das mann darin wanndernn möchte, bis ann den Bornn,
darnach vf donnabendt nach Conceptionis Mariæ in demselbenn Neun vnnd achzigstenn Jar bescheiden die vorgenanttenn Salzgreuenn, Innsampt der Pfenner Eddelenn vnnd Gemeine, für sich auff das Rathaus Meister Churten Mardtorff2,
in meinung seiner gethanenn arbeit, vnnd kunst zubelohnenn, auch furter mit Ime zudingenn vnnd zu vberkommenn, den Salzbronn zumachenn, vnnd seinenn gebrechenn zurathenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebleibenn, Jedoch das die Pfenner holtz, Seile, taglohn vnnd was not darzu ist, verandelagenn1, darumb sollenn die Pfenner dem obgemeltenn Meister Curtenn gebenn, zwey hundert vnnd dreyßigk guldenn, zwenn guldenn zu tranckgelde2, zwey Malter kornns, vnnd ein Schwein vor zwenn guldenn vnd ein orth.
Vnnd derselbig Meister Curt gelobett, vnnd mit seinem eide behelttet3, denn Pfennernn getreue vnnd gewege zu sein, Ohne geverde vnnd argelist, die Pfenner zuuerwarenn.
Des zu vrkunde seindt dieser Zettelnn zwo, gleichlautende, auseinannder geschnittenn, denn Pfennernn ein, vnd Meister Churtenn die annder, vf beidenn seittenn sich darnach wissenn zuhalttenn.
Darnach in dem nachuolgenndenn Neunzigstenn Jare, ließenn die Pfenner nach Rath des Meisters Holtz niederhauenn, vnnd vor die Bodenn vf der Boder wiesenn fuerenn, als viele dem Meister bedauchtt↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verandelagenn — Lesung unsicher; wohl 'vorstrecken/aufbringen' (verlegen), Wortform unklar
tranckgelde — nck-Ligatur schwer lesbar, aus dem Kontext 'Trinkgeld'
behelttet — Wort mit Zierstrich durch tt; Lesung unsicher, Sinn: 'mit dem Eid bekräftigt/beschworen'
Zureytenn — auch 'Zubereyten' denkbar; Sinn: Zurichten/Vorbereiten
↪Fortsetzung von der vorigen Seitenoth sein, vnnd schicketenn nach zimmerleutenn zu arbeitenn, die da stetes gearbeit habenn biß ann die Ostern, vnnd Meisterliche gezeug bereidt habenn.
auch vonn obenn herab einer gutenn spannenn lanngk, was auch ein Rundt loch, schlecht offenn, ohne windtfanng, darumb das die Eimer sich nit zu voll fülleten, vnnd ann viel vergiessenn2, sich bequemlich außgoß,
vnnd die Eimer hiengenn alle miteinannder ann einer kettenn, die hieng obenn vber die wellenn des Raths, vnnd vntenn in dem Bornn ging sie↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
kethen machtenn — Lesung 'machtenn' statt erwartetem 'machenn' unsicher; 'einen anndern kethen' so in der Vorlage
ann viel vergiessenn — Wortlaut unsicher; Sinn: ohne viel zu vergießen
leder — auch 'feder' lesbar; technisch ist eine bleibeschwerte Lederklappe (Ventil) gemeint
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevmb ein Runde dicke walzar, als ein Tonnen, dieselbe Walzar was im Borne vonn beidenn seittenn gefasset, zwischenn zweyenn breitenn Leitterbeumenn, vnnd ging mit der kettenn vmb.
Das annder gezeugk, was ein grob Rundt teller, mit einer scheibenn Stillenn1, vnnd mit zwen kranchenn2, damit mann solt Ösenn, den Thon, dreck vnnd kommer3 der da was vmb den Bornn mit grossenn Zobbernn,
die warenn am bodenn mit Eisern klosenn4 vnnd klippenn also gemacht, vf die masse als da seindt gemacht die Esels körbenn, da mann den mist Jnn außführet.
Das dritte gezeuge was ein schneide Möhlenn, die der meister satzte Jegenn das Zelgennhaus5, bey Gunterams hobe6, Vnnd weisete die Werra vonn obenn Jnn der Aue herab vf die schneide mohlenn,
da brachte der meister das gerüste holtz vf denn Bornn, vnnd begundt die schwengell vnnd das alte gerenne vfzubrechenn, vnnd den neuenn gezeug vfzuschlagenn,
Nemblich vor das erste hatt der Meister gemacht, grosse kastenn vom Telenn2 wohl zusammenngefügt vnnd bereit, der da stundenn zwenn bey dem Bornne, in der dritte im Teiche1,
in welchenn kastenn, die Sohle solt gefasset, vnnd behaltenn werdenn, vnnd also furtan aus dem kasten Jnn die gerenne zu den Bodenn außgewanndt werden,
Vnnd vber aller dieser arbeit, lag mann nicht mehr dann eine woche kaldt, das was die Dominica respice primo2, versache halber1, das die kettenn zu dreyenn mahlen zubrach da die Eimer annhingenn,
Auch so waren zwenn Heilige tage in der selbigenn wochenn, als petri vnd pauli vf den dinstagk, vnnd vnser liebenn Frauenntagk Visitationis Mariæ vff den Freytagk, dardurch mustenn sich die leute leidenn,
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteCasselmann, Henrich Lawir1, Hanns Breule, Henrich Gundelach, vnnd Jch der aller schlemst, vnnd vnntuegest2 prister Cunradt Geyseler,
Hierauff vf dem Montagk des anndernn tags nach Vdelrici brach der Meister vf die deckenn des Borns, Jegenn der antzucht bey Lucas Beltzers hoff6, das↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Lawir — Personenname nicht sicher (Lawer/Lauwer?)
aller schlemst, vnnd vnntuegest — Demutsformel Geyselers ('geringster und untauglichster'); Lesung 'schlemst' unsicher
itzundt guth — Beiname oder Zusatz zu Gundelach; Lesung und Bedeutung unsicher
exaudi secundo — Sonntagsname nach dem Introitus 'Exaudi'; Zählung 'secundo' unsicher
Culde — Personenname nicht sicher (Culde/Kulde?)
Beltzers hoff — 'hoff' mit Zierstrich; Name Beltzer nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteist die erste abzucht am Gewelbe, vnnd vf Sanct Alexij tage, kam mann also ferne zu Raume, das die Sohle aus dem Borne konntte Inn die abzucht Inn das gewelbe fliessenn,
vnnd wardt auch also vf denselben tage die Sohle abgelassenn, das der Born bey sechsthalb schue lanng vnnd tieff in dem Borne in seinem stannde behilt,
Darumb das das werck was abgenommenn, dem ausflus gleich Inn die abzucht, dargegenn2 wardt als baldt der berge gefasset, zu gerings vmb, vor ebenntheur.
Der Meister macht auch das vierdte gezeug dem Born zu Ösenn, das warenn pompenn vf die meynung, das er damit die sohle vber den ausflus wolt mit gewalt lanngenn vnnd Ösenn, auch als der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
bastenn — Lesung unsicher; Gefäßbezeichnung, vielleicht auch 'kastenn' zu lesen
vf dinstage nach Dominus fortitudo, Was der dinstage vor Marien Magdalenenn tage, satzte der meister die pompenn Inn den Saltzbronn, Jegenn die abzucht da der Born den ausflus hatte.
Vf denn Sonnabendt darnach was Sanct Jacobs abendt, hattenn die Pfenner alle Söder zun Sodenn3 gebettenn, das sie woltenn arbeitenn ann denn pompenn, den Born zu Ösenn vnnd zusaubernn, vnnd gabenn Ihnenn Insampt ein Tonnenn Biers, wecke vnnd kese,
Vnnd also wardt vor Mittage der Born geöset, das er zweyer fus tieff sohlenn hatte, vnnd dieweil vnnd also baldt wardt auch vmb den Born geraumet, am↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
noch volnstenndigk — 'noch' auch als 'nach' lesbar; 'that' wohl für 'hatt'
austossenn — Lesung des Überschriftworts; gemeint ist das Ausschöpfen (Ösen) des Brunnens
zun Sodenn — Präposition schwer lesbar, Sinn: zu den Sooden
So aber die Söder das bier ausgetrunckenn verschleich sich einer nach dem anndernn vonn der arbeit zu den Badestubenn / vnnd also nam der Born wieder den Oberhanndt,
vnd was da vom volcke ann der arbeit bliebe, wardt auch baldt müde vnnd verlassenn, so das nach Mittage kein vleis1 mehr gethann wardt, mit Ösenn oder saubernn,
Es mocht wohl die sache sein, das niemanndt vonn den öberstenn Pfennernn, da zur Zeit ein vffsehenn hatt, der das volck hett anngesprochenn / vnnd Ösenn vermanet,
Darnach vf Sonntage omnes gentes, war Sanct Jacobs tage, wardt geordnet vnnd bestalt, das die Söder siedenn soltenn, vnnd in derselbenn wochenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
kein vleis — 'vleis' (Fleiß) nicht ganz sicher; erster Buchstabe des Zeilenanfangs 'kein' mit Strich, wohl Zierstrich
[gestrichen: bothenn] — Das gestrichene Wort ist unsicher zu lesen (bothenn/bethenn); Strich könnte auch Zierstrich durch th sein, dann wäre 'die newenn bothenn' (die neuen Bütten/Böden) zu halten
vnnd derselbig gezeuge wardt vmbgetriebenn mit dem Rade da die vierzehenn Eymer ann hingenn, also das derselbig Öse gezeuge vf den Freytage nach Suscepimus, was der tage Sanct Sixti aller erst wardt bereit.
alß das vor Mittage der Born gesaubert vnd geöset wardt zugrunde, das der meister mochte volkomlich des grundes weis werdenn, vnnd sein newe werck darnach wissenn zusetzenn,
Sonndernn sie warenn schlecht vf den hartenn gries, vnd grundt des Bornes gesatzt, vnnd zwischenn den achten seulenn, dicke vnnd eichenn Bretter, eins Inn das annder gegrupet1,
vnnd als der Meister vff Mittag das volck vonn der arbeit des Ösenns verliesse, vnd Zum essenn erlaubte, da gabenn die Pfenner dem volcke Ein halb fas biers, wecke vnnd kese ein gnuge,
Es wardt auch als baldt vf dem Born vonn dem Pfennernn mit dem meister berathenn vnnd beschlossenn, das mann solt mehr Zimmerleute annschickenn, die schwellenn mit Irenn seulenn baldt zubereitenn, vmb gutes gewitters willenn,
Er ist auch im Bodenn schlecht, mann magk auch kein höle oder loch merckenn, daraus die ader entspringenn, denn das die sohle durch den harttenn kieseling heraustringt gleich als wasser durch ein siep.
Die sohle wermelt2 auch nit vf als ein quell born, sonndernn sich gibet die sohle durch den kieseling vfwerts nach der lufft, vnnd steiget nach Irer macht,
vnnd nicht ist zuwehnenn das die sohle aus dem Meer komme, Sonnder viel mehr ist zugleubenn, das der kißeling Inn seine grunde vonn natur wegenn Saltzwasser tregt,
vnnd also gut, als der grundt vonn natur Saltzwasser tregt vnnd gibet, also gut ist auch die Sohle, vnnd man magk die sohlenn vber Ir natur nicht besser machenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedurchtringung, macht Salzwaßer suße, Inmaßenn als zu der Seewerth1 die Schiffleute, Wann sie nicht suße waßer habenn damit sie vff den Schiffenn kochenn mögenn, denn werffenn sie ein ledige zugespunte Tonnenn, ann einer Leine gebundenn, ann das Schiff, Inn die Gesalzetenn See, oder Mehr,
tringt sich das nasse Inn die ledige Tonnenn, vnnd wirdt also durch das durchtringenn Inn der Tonnenn susse waßer, das die schiffleute zu kochenn vnnd zutrinckenn gebrauchenn mögenn2,
Vermagk nun das die durchtringung durch ein Bredt, ann einer Tonnenn, das auch Salzwaßer des Mehrs susse waßer wirdt, vielmehr geschehe das, wann das Meer solt vonn ferans, bis hierher durch grosse Berge, Steine vnnd Erdtrich quellenn vnnd durchtringenn,
Hierumb legt mann billich vnnd pflichtige solchs zu der grossenn sonnderlichenn Gottesgnade, das die natur in diesem ennde griesses flus vnnd Kiesseling3 zum Bodenn, Salzwaßer brenngt, vnnd treget, vnnd wir wollenn auch des alzeit Gott danncksagenn
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Jegenn Mittage sicht, Sudostenn, ein mercklich ader enndtspringt, vnnd durch den flus vnnd Kiesseling heraustringt hell vnnd klar im Born,
vnnd dieselbig ader geschmeckt, wardt geachtet vor die scherffeste Sohle am geschmacke, Jegenn der anndernn Sohle im Borne, Wann sie sich darin versamlet
Vff Dinstage nach Ecce Deus Sanct Laurentiustage Jegenn den abenndt bereitetenn die Baumeister ein Collation, mit Wein vnnd Eimbeckischem Bier, vnnd guter koste, dem Meister Churte Wardtorfft1, seiner Hausfrauwenn, vnnd Zimmerleutenn,
Des anndernn tags darnach vff Mittwochenn Sanct Tiburtius tage beguntenn die Zimmerleute zu arbeiten ann den schwellenn, vnnd seuhlen, da der Meister im↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Churte Wardtorfft — Name des Meisters unsicher gelesen; Zierstrich durch die Endung erschwert die Lesung
Warthenn — Amt/Personengruppe 'Warthen' nicht sicher gedeutet
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteBorne sein werck Inn setzenn wolte, vff solche forme das er die Schwellenn brechte in acht eckenn nach dem Bodenn, mit achte seuhlenn darin gezapfft
vnnd Je wo der achte eckenn eine wechsselt, vnnd zusammentret darauf ist ein dick eichenn holz, mit vier hölzernn negelnn genegelt, der da seindt vierenn starcke, vnnd die anndernn vierenn scheib Jngeboret1, vnnd Jngeschlagenn,
vnnd obenn vff Jeglich holz ist ein Zaploch gemacht, darein die seuhle stehet, vnnd Inngezapfft ist, vnnd die achte seuhlenn seindt obenn auch gezapffet, in ein grossenn mechtigenn Reiff, vnnd seindt mit dem Reiff alle achte seuhlenn beschlossenn,
Auch zu mittell wegs seindt die seuhlenn gelöchert, Je vier oder funffthalb fuesse ein loch vonn dem anndernn, vnnd seindt da starcke Knebele oder Flöcke darin geschlagenn, darauf rugenn2 die Reiffe, da das wercke mit gefasset, vnnd mit gebundenn ist,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitewieder ab, die Pompenn, vnnd alle annder Zihegezeugk1, vnnd brachte es aus dem Bornn vff die meinung das er den Bornn nit mehr üsenn2 wolt,
Sonndernn als er den grundt besehenn hatte, vnnd was sein werck wordenn, So wolle er die schwellenn mit den seuhlenn, vff dem waßer zusammenn bringenn, vnnd also zu grunde sennckenn, vnnd darnach das werck auch im wasser darein setzenn,
Vff Sonnabenndt darnach vff vnnser liebenn Frauwen abenndt Assumptionis, vnnd auch vff den Monntage darnach liesse der Meister die schwellenn, Seulenn, vnd die Reiffe, vnnd was dem wercke gehörte bey den Born führenn,
Desgleichenn auch vff den Monntage nach Assumptionis Mariæ oder nach Deum Clamarem3 daselbst brachte er die Schwellenn in den Bornn, vnnd zappete die seuhlenn darin vff dem waßer, oder der sohle des Bornns,
vnnd am Dinstage Octaua Laurentij sennckete er die schwellenn mit den achten seulenn zu grunde vnnd beschlosse die säuhle obenn mit dem reif oder Lattenn,
Vff Donnerstage darnach vmb die Vesperstunde begundt der meister die Bolenn Inn den Bornn zulassenn vnnd zusetzenn, die arbeit wehredt bis vff Monntage nach Deus in loco, was Sanct Bartholomeus abenndt,
da stundt das werck gemacht, gesatzt, vnnd bereidt, mit allem seinem Bolenn vnnd Reiffenn Innwenndig vnnd außwenndigk ohne das getemme, vnnd ohne die oberstenn Reiffe, die obenn vff dem wercke noch soltenn gemacht werdenn,
Mann fanndt auch bey dem altenn wercke im grunde ein gut fest getemme, vonn gutenn festenn Eichen Bolenn, viereckigk gemacht bey nahe zweyenn1 oder drithalbenn fus weit, vonn dem werck, das man sehr erfreuwet was,
wardt auch furter bas beuestiget, mit Riegelnn vnnd banndenn, das es den Bergk vntenn mit gewalt mocht erhaltenn, vnnd dasselbigk↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegetemme was annderthalb manns hoch vfwarts vnnd einer gutenn tieffe, Inn den grundt gerammet, vnnd bleib vnuerbrochenn stehennde,
bey dem neuenn wercke vnnd dem getemme wardt der grundt gefullet mit Mosse, vnnd mit thonn, hardt zusammen gestossenn vnnd getrettenn, vnnd vff das aller vesteste getemmet,
auch allen hanndt1 als mann also temmete, arbeittete der Meister mit denn Zimmerleuthenn an den abzuchtenn, vnnd raumete vom obenn hinzu, vnd fassete den Bergk, vnnd macht den vmbgang neuwe, mit den Lichtlochernn oder abezuchtenn
der eine Reiff der da der enngest ist, der soltt aller dinge in den grundt Innwendig gelegt sein, gleicher weis als die schwelenn, die bleib vfwarts dreyer fuesse hoch, vnnd wardt also fur das beste erkanndt, als er Inngesenncket wardt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehanndt breidt weitter ist, der ist gelegt vf die schwellenn, vnnd zwuschenn den zwölff reiffenn seindt die Bolenn1 vnntenn in dem grundt gesatzt vnnd ein halben fus tieff Inn den grundt eingerammbt,
darnach seindt die anndernn funf reiff vfwarts getriebenn Je einer vber demm andernn vier oder funffthalbenn fus weidt, vnnd liegenn vf den Pflockenn2, die da in die achte seulenn seindt gemacht, vnnd der achteste reiff beschleusset obenn die seuhle,
vnnd also stehet das werck vnten ennge vnnd obenn weitt, mit achte seulenn vnnd schwellenn befestiget, das es nicht magk vfwartts geweichenn, auch nicht Innwarts getrettenn, vmb der zweyenn reiff willenn, die da vonn Inwendigen dem Bolenn ingestucket seindt,
auch ist dis werck im grunde zweyer fuße lanng weitter dan das alte werck was, vnnd obenn vier fueße weitter, auch vf das werck geweist was3, So werdenn die Reiffe obenn einer vf den andernn gelegt, vnnd also erhöhet.
Wente der meister besorgte des, Wenn der Born zu schwer belestiget wurde, vnnd obenn keinen abganng hette, das dann der Born vnndenn im grundt außbrechen möchte,
Solches der Pfenner viel bestundenn2, vnnd folgetenn dem Rathe, vnnd bedaucht sie also auch nutzlich ohne schadenn vnnd gut sein, vnnd wardt also zu machenn beschlossenn, vonn den Bawmeisternn vnnd Pfennernn vf Montage nach Egidij.
Nun ist der abganng geschickt also, Nach dem als die Sohle im Born am höchstenn gestiegenn ist, darunter tieff eines fußes lanng ist ein loch durch die Bolenn am werke geboret,
vnnd vonn außwenndigk des wercks ist vor das loch geleigt eine Rennenn, Inn ein viereckendt dick eichenn holz gehawenn, vnnd obenn wohl verdecket mit einer eichenn deckenn vonn demselbenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Höchstenn — Lesung des Überschriftworts nicht ganz sicher (Höchstenn/Hochstenn); gemeint ist der Höchststand des Borns
der Pfenner viel bestundenn — Lesung 'viel bestundenn' unsicher; Übersetzung sinngemäß 'billigten viele'
vnnd also lieget die Renne vor dem loche, vf dem thone der sache halber, ob nach vielenn Jarenn sich der thon begunte zusetzenn, das sich denn auch mit dem Thon die Renne setzete vnnd nicht wane wurde darzwischenn,
Wann die Rinne oder ein Bort vornn mitt dem heupt in der Bolenn lege so sich dann der Thonn senckte, das dann zwischenn der Rinnenn vnnd dem thonn ledige vnnd wane wurde, vnnd also durch die luffte die Rinne verfaulete vnnd gebrechlich wurde,
Der Meister meinte auch, ob die sohle tropffte zwuschenn der Bolenn vnnd der Rinnenn, vnnd das also dadurch einsihenn oder gesehegt1 wurde, solches brecht keinen schadenn,
Es haltenn auch die Söder1 in ganntzer erfahrung, das sohlwasser schwerer sey dann wilt wasser, vnnd so wiltt wasser in der sohle vermenget sey, so ist die Sohle vntenn, vnnd das wilt wasser obenn,
vnnd meinenn das also der abganng darzu auch nutze sey, das das wiltt wasser obenn durch den abganng abgehe, vnnd das vnter dem abgannge die pure sohle allein Inn Ihrer guete bleibe,
Ob sich nun das saltzwasser vnnd das suesse wasser so baldt vonn ein schiede, das das ein vntenn bliebe, vnnd das annder obenn, das hat mann nicht trefflich beweisungt2,
Der vmbganngk ist ist3 sechsthalb fueße in seine grunde, höher denn der grundt des Borns, vnnd vfwarts eines mannes hoch, das mann darin möge wanndern, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Söder — Lesung nicht ganz sicher; gemeint sind die Sieder (Salzsieder)
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefunff fueße weidt, vnnd in dem vmbgannge Jegenn vnd nach dem Borne1 fanndt mann stehenn eichenn viereckente seulenn, die da reichenn vonn vnttenn ann, bis obenn aus,
darzwischenn stundenn auch lannge eichenn Bolenn, gleich als ein starck eichenn Bretternn wanndt, vnnd durch Ire sterckete vnnd guete ließ mann die stehenn bleibenn,
vnnd ann derselbenn Bretternn wanndt neder, wordenn vonn newes Ingestoßenn vnnd eingeraumet große eichenn Pföle, die ein nicht ferne vonn der anndernn Inn dem vmbgannge,
Desgleichenn auch also Jegenn vber de zwene Pföle3 Jegenn ein annder obenn gedacht mit einem eichenn Balckenn, darauf seindt gelegt grobe eichenn Reiffe zu beiden seittenn,
auch so hat der Vmbganng obenn aus drey Luchtlöcher1 die mann nennet agezuchte, die erst ist vor dem gewelbe, die annder Jegenn dem Berge, die dritt Jegenn dem lichte,
durch welche Lichtelöcher oder agezuchte das gewasser vonn den Tachenn, vnnd auch was vonn sohlenn vf dem Borne vergossenn wirdt ein fall in dem vmbganng vnnd furthann Inn das gewelbt gekart2, vnnd ausgewanndt wirdt, vnnd seinenn ausflus hatt.
Mann fanndt auch in dem vmbgannge zwuschenn dem erstenn vnnd dem anndernn Lichteloch einenn quell der was sohle oder Saltzwasser im flos, all eines armes dicke,
auch daruber in dem anndernn Lichteloch vf die rechte hanndt, vnnd furthann vfwarts fanndt mann einen flus wildes wassers, derselbe enntspringt vber dem drittenn Lichtloch vf die rechte hanndt, drey schrede,
vnd daruber einenn schriedt weidt, fanndt mann das ende des vmbgannges, dasselbe ennde was vnnter dem bestenn balckenn3, zugelegt, mit Buchenn Holtzernn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Luchtlöcher — Erster Buchstabe L/T mehrdeutig; 'Luchtlöcher' (Luftlöcher) nach Kontext, in der Überschrift 'leuchtelöchernn'
gekart — Lesung unsicher; verstanden als 'gekehrt' (geleitet)
vnnter dem bestenn balckenn — Lesung 'bestenn' unsicher, evtl. Schreib- oder Leseform für 'obersten'
Jedoch vf das mann mehre vnnd furter erfahrung gehabenn möchte, So lies mann in fahrenn Jnn die vierte aberzucht1 die da stundt zur linketenn2 hanndt, als mann zum Borne gehet, im gannge,
vnnd ließ die Raumenn vnnd seubernn zubesehenn, ob sie im grunde Jrgenndts einenn vmbganng hette, darbey Probenn vnnd geachtenn kundte, ob der vmbganng in vorzeitenn were fermner gewest,
vnnd das mann die vierte augezucht im gannge zum Borne zu füllenn solt, vnnd verteumenn4, darumb das sie vnntenn keinenn ab=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
aberzucht — Schreibvariante zu ›augezucht‹ (Abzucht); zweiter Buchstabe b/u nicht ganz sicher
linketenn — ›zur linketen handt‹ = zur linken Hand; Buchstabenbestand nicht ganz sicher
nemet — Lesung unsicher; wohl ›niemet‹ (= niemand) oder ›nemlich‹; Übersetzung folgt dem Sinn
verteumenn — wohl ›verdämmen/zudämmen‹; vgl. ›verteumet‹ fol. 41v
Vonn dreyßigk Jarenn bis hiehero, Klagetenn die Söder vber denn Bornn, das die Sohle gering vnnd vnntuchtigk were, vnnd wie das wilde wasser Jnnbreche1 ann der Sohle,
so das viel mehr holtzes mustenn verbrennenn zum Saltzsiedenn, denn sie in vorzeitenn gethann hettenn, Derhalbenn sie nit mochtenn zukommenn, sonndernn beysetzenn mustenn,
des was einer gnent3 Schwellenbergk burger zu Witzennhausenn, sich vermessenn ein kunst zu machenn vor das Gewelbe, darmit er meinte das gewelbe zu ösenn, Nemlich ein Rath mit vielenn Eymerenn,
vnnd mit vieler kost vnnd arbeit wolt der gezeugk vnnd kunst das gewesser nit austragenn, vnnd war gar vmb sonnst geschehenn, kostenn vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Jnnbreche — Wortmitte schwer lesbar; Sinn ›einbräche‹
ösenn — ›ösen‹ = Wasser ausschöpfen; Lesung des diakritischen Bogens ziemlich sicher
Demnach als stettes die Söder klagtenn, vnnd in dem Jare Ao. cccc° lxxx1 verdingtenn sie den Polackenn, als die in derselbenn zeit im Lannde arbeitetenn,
vnnd dasselbe auch also versucht, fiel das gewesser aus dem gewelbe, das mann im wasser vf den Bolen2, bis ein ann seine knie3, konnte gewanndernn, vnd so mochte kommenn, bey das getemme das da ist vmb den Born,
Es sagtenn auch die Jehnenn, die darein stiegen, vnnd gingenn der Born were zubrochenn, vnd die Sohle hette einenn grossenn ausganng, als sie wehnetenn,
vnnd viel geschehenn dings, wie vor ist gnuglich berurt, ruhenn vnnd hierstehenn zulassenn, geschach das als mann das alte werck ganntz hat abgebrochenn, vnnd den Born geöset,
Mann mochte auch keins gebrechs im Borne weis werdenn3, vnnd doch gleichwohl in dem vmbgannge, der augezucht die Sohle gleich als vor Jrem ganng flos in das Gewelbe,
Die anndernn sprachenn Es were die Sohle aus dem Borne, vnnd keme durch die heimliche schliche des grieses vswenndig gestiegenn Jnn den vmbganng der augezuchte,
Es geschach auch darbey der vleis das man die Sohle der adernn im vmbgannge probirte Jegenn die Sohle, die im Borne ist, vnnd wardt erkanndt eintrechtig, gutheit, schmacks vnnd einer substantien on allem vnnderscheidt1,
vnnd das mann kam ann die annder zucht, oder Lichte loch2 Jegenn dem Berge, da mann Je meinete der gebrech sein solte vnnd erschienenn3, da fanndt mann die sonnderliche adernn starck gehenn, vnnd fliessennde,
Das aber die Söder klagetenn, das das wilde wasser in den Born keme, das mochte wohl daruonn kommenn, das das gewelbe mit steinenn meisterlich was zugelegt,
So nun dieselbenn quelle susse wasser tragenn, habenn sich dieselbenn durch heimliche gennge zu grunde geholffenn, Jnn den gries des Bornns, vnnd sich also vermenget mit der Sohlenn im Borne,
Es that auch das bezeichenn, wann das gewelbe nicht seinenn ganntzenn ausflus hat, so das gewesser sich versamblet in den augezuchtenn, denn wirdt mann sichtlich gewahr, das die Sohle im Borne höher steiget,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteangezüchte Ösete1[?], das was die söhle im Bornne also gut, das die söder eintheil bekanndtenn, das sie viel wercke2[?] hattenn gesottenn, ohne alle beiße3, mitt purer Rothe söhle,
Wann aber das gewelbe voller gewässers ist, So tringt das gewaßer zum Bornne zu, vnnd menget sich mit der söhlenn, vnnd daher kommet der söder klage, das die söhle nit gut sey,
wennte sie kommen nicht aus dem Bornne, Sonndern sie seindt auswendige des Borns sonnderliche gequelle, vnnd aigen sich ann mehr enndenn4 der mann nicht bedarff,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
angezüchte Ösete — Satzanfang von voriger Seite; zweites Wort trotz Vergrößerung nicht sicher lesbar (Ösete/Öfete?), Anschluss unklar
wercke — Lesung unsicher (wercke/wercker), Zierstrich durch ck erschwert Lesung
beiße — Wortbedeutung unklar, wohl 'Zusatz/Zubuße'
aigen sich ann mehr enndenn — Lesung 'enndenn' (Enden = Stellen) nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd derhalbenn bedarf der Bornn auch keines bauens, auch ob die angezüchte vnnd der vmganngk infiele1, oder brochhafftigk werdenn, So kann vnnd magk mann sie wieder machenn, ohne des Borns schadenn, vnnd seiner wercke,
Ehe, hettenn die Pfenner so viel gewust, vonn solchem vnterschiede des Borns, vnnd des auswenndigenn gequelles, So were Ihne am Borne vnnd seine wercke keins bauens noth gewest zuthunde,
vnnd ab dardurch die söhle im Bornn nicht also hoch steiget,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
infiele — Lesung einfiele/infiele
Mann bedarff auch sich alzeitt kerenn — Negation ('nicht') fehlt im Original, ist aber vom Sinnzusammenhang gefordert; nach 'alzeitt' gestrichenes bzw. verziertes Zeichen
Innschleuffet — Lesung des Wortanfangs unsicher (Inn-/Imm-), Bedeutung 'einschlieft/einschleicht'
Vff freytagk Sanct Remigen tagk2 wardt der vmbgang bereit vonn den zimmerleutenn, das man den mochte zufüllenn zu ennde, da er wenndt vber der drittenn abtzucht,
Es geschach auch dieweil am Borne bawete, das die söder den gebau versprochenn, vnnd gleich als vor vber die söhle klagetenn, das sie müstenn viel holtzes verbrennenn,
Dardurch auch etliche Pfenner nicht wenig bewegt wordenn, vnnd vmb solches bey ezlichenn glaubhafftigenn Södernn, sich befragtenn, die warheit zuerforschenn,
das sie aber mehr holtzes verbrenntenn, das keme darvonn3, das sie größer werck siedenn, vnnd siedenn müstenn, soltenn sie ihre lade leute bey sich behaltenn,
Vff Sanct Seuers tagk1, Inn der wochen Salus ppli2, Vnnd die achte tage darnach brachte der Meister das gerüste vom Borne vnnd auch das Rath, mit seinenn Eimernn,
vnd der gezeugk gingann, vf aller Sehlenn tagk, vnnd die nacht, vnnd er wardt ganntz vnnzaulich4[?], So das die söder vnnd Giesser darüber clagtenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
vnnd wiewohl solchs dem meister widerig was, demnach also baldt nach aller Sehlenntage müstenn die zimmerleute, die schwengel zu wege suchenn, bereitenn vnnd vfrichtenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteden Pfennern, aber eins denn Bornn zu bauenn, vnnd das sie annsehenn woltenn, wie das erste alte wercke geschickt geweist wehre, als dauonn hieuor stehet, vonn der anndernn Ösunng1 des Bornns,
So magk mann aus beidenn gewerbenn2 nichts bessers erkiesenn, denn das mann die Seuhlenn3 vnnd schwellenn Inmassenn bereitte, als sie Jzundt gemacht seindt,
vnnd darein in den grundt legetenn reiff ein auff denn anndern, verzapffet, bis obenn aus, auff solche masse als Jzundt das werck vonn obenn aus dem Bodenn gleich wordenn ist,
vnnd wann der Born mit einem solchenn wercke gefasset würde, das weret ewiglichenn, mit kleiner Costenn, vnnd ein Jeglicher Zimmerman oder werckmeister kan das↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Ösunng — Lesung des Fachworts (Ösung = Ausschöpfen des Borns) nicht ganz sicher
gewerbenn — frühnhd. Gewerbe = Vorbringen, Antrag; Lesung wahrscheinlich, aber nicht sicher
Seuhlenn — Schreibung unsicher, auch als Seuchlenn lesbar; gemeint sind Säulen
Krömlingenn — Fachwort (gebogene Eichenhölzer); Anfangsbuchstabe K nicht ganz sicher
Es wardt auch berathenn vonn dem Meister vnnd den Pfennernn, das mann solte den vmbganng des Bornns gleich vnnd ebenn machenn mit Thone, vnd darein Plöcke schlagenn, einenn bey den anndernn,
vf das also vf den Plöckenn das wilde wasser, vnnd auch die sohle, die vf dem Bornne vonn den Giessern vfgegossenn wurde, in das gewelbe flusse vnnd nicht stehenn bliebe vmb den Bornn,
Mann ist auch dardurch gewar wordenn, das die gequelle des wildenn wassers, vnnd die ader der Sohlenn, die da in dem vmbgange sich heruor eigtenn, vnnd ergebenn, armes dicke2↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verschlisze der Modt — Lesung von verschlisze (sich verziehen/abnutzen) und Modt (Schlamm, Moder) unsicher
armes dicke — Lesung armes dicke = eines Armes Dicke (armdick); nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedurch das Plockenn schlagenn, vertemmet, vnnd gemindert seindt wordenn, so das sie kaum zweyer finger dick Jeglich besonnder ausfliessenn, vnnd deshalbenn möchtte mann mit trockenn fuessenn vff den geschlagenn Plockenn gewanndernn,
So ist fürbas nach allem gethanenn gebeu keins mehr vber alle noth denn allein, das mann den Sohlgrabenn in wesenn halte, vnnd also tief zu gründe arbeite,
das das gewesser das in dem vmbgange, vnnd auch in dem gewelbe quillet, nicht stehenn bleibe, auch nit zu rücke fliesse zu dem Bornne, sonndernn seinen fall vnnd ausflus im grunde vf den Bolenn1 im Gewelbe Inn den Sohlgrabenn möge gehabenn,
Wann der Sohlgrabe also in wesenn wirdt gehaltenn, So hatt mann vnnd behelt einenn gutenn gesundenn Salzbronn mit vnuermengter sohle Jn Irer naturlichenn Krafft vnnd stercke, ohnne alles wilden wassers vermischunge,
Unsichere Lesungen
Bolenn — wohl Bohlen; Anfangsbuchstabe auch als S lesbar (Solenn)
So hatt Gott in diesem gebewe sonnderliche gnade erzeiget, dargegenn sich wohl geburt sonnderliche danncksagung zum erstenn am zeitlichem gewitter, so des gewitters halbenn die arbeit keinenn vffstoß gelittenn hatt,
Zum drittenn Insonnderlicher Götlicher fursichtigkeit, vnnd bewarunge, So das kein mann oder mennsch seines leibes schadenn hat genommenn, in aller fehrlicheyt, die sich vnter zeitenn begebenn hat,
Als die Pfenner woltenn in dem erstenn zureitenn2 zubauwenn ann dem Salzbronn, da baten die gemeine Burger zu Allenndorff, das sie Ihnenn aus der Stadt Gehölze woltenn bauholtz gebenn, zu dem gebeue des Salzbornns,
Die da vor alter lanngenn zeitten, zu Cassell vonn vnnsernn Herrenn denn Lanndtgravenn vnnd seinenn erbenn, Erbarnn Räthenn zuschenn4 den gemeinenn Bürgernn zu Allenndorff vnnd den Pfennernn gemacht, vertheidingt vnnd ausgesprochenn5 was,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegehorte, vnnd zustehenn solte, vnnd der Stadt gehölze den Pfennernn vnnd den gemeinenn Bürgernn in gemeine zueignen vnd sein solte,
vnnd wenn die Pfenner holzes zu Irem gebeue in den Sodenn bedürfftenn, So soltenn sie bittenn die gemeine Bürger vmb das gehölze, vnnd als dann soltenn die Bürger gütlichenn dero bittenn den Pfennernn nachgebenn, vnnd nit versagenn,
Was nun dieser grosser herlicher Baw des Salzbronns vonn annbeginde bis zum ennde hab gekostet, So ist die Summa aller ausgifft, aus den Registernn vberall zusammenn gezogenn, vnnd gesummiret, Eilff hundert Marck, Siebenn vnnd funffzigk Marck, vierdthalb pfundt1 Neun heller.
Darzu soll mann legenn Meister Curts lohnn zwey hundert vnnd vierenn vnnd dreyssigk guldenn, vnnd auch achte guldenn vor die zwey Malter Korns, vnnd ein schwein, damit der Meister die pfenner vbernam, vber die dittelnn2,
Vonn dieser gebaw wardt gezeuget vnnd anngehabenn vf Mitwochenn, in der vier None4, Inn dem M° cccc° 89. Jare, vnnd wardt volnendet, mit der berechnung, vf dinstagk nach Exaudi secundo6 Inn dem M° cccc° 91. Jare, alse das von↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
sieben=zehenn — Erster Wortteil am Zeilenende sieht wie ‚dreben‘ aus; nach dem oben genannten Betrag (siebennzehenn ℔ funff heller) als ‚sieben‘ gelesen
in der vier None — Lesung und Deutung unsicher; wohl liturgische Wochen-/Tagesangabe (Quatember?); Baubeginn passt zu Bauzeit von gut zwei Jahren bis Dienstag nach Exaudi 1491
volnendet [gestrichen: unleserlich] — Nach ‚volnendet‘ zwei bis drei gestrichene, unleserliche Buchstaben
secundo — In der Handschrift ‚secun=do‘ über den Zeilenwechsel; Deutung ‚darauf folgend‘
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteann begin1 bis zu ennde, hat der baw gewehrett zwey Jar, vnnd ein vnnd zwanzigk wochenn, den Gott wolle volnstendigk bleibennde behaltenn, Zu ewigenn zeitenn, Amenn /
Das Stadt vor dem Gewelbe, das gewesser aufzeugk2, als darvonn hievor berurt wirdt, sonnderlich vonn dem Ösenn des wildenn wassers aus dem gewelbe, das wardt also formirt,
Nemblich hat es vonn der wellenn ann bis obenn aus siebennthalbenn fusse lanng, So, das vberalle, vonn einem ende bis zum anndernn ennde, mit der wellenn gemessenn, vierzehenn fusse lanngete, das ganntz Stadt behilt3,
vnnd darumb das die weitete zu viel wasser fassete, So mochte das SchuffRadt es nicht ertreibenn, vnnd der sache halber↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
ann begin — Auch ‚am begin‘ lesbar; zusammen mit dem Seitenübergang ‚alse das von‘ als ‚von Anbeginn‘ verstanden
aufzeugk — Lesung des Wortendes unsicher (aufzeugk/aufzuigk)
das ganntz Stadt behilt — ‚ganntz‘ mit verschliffener Endung; ‚behilt‘ = behielt
Schuff[gestrichen: stell]Radt — Der Schreiber setzte nach ‚Schuff‘ zu ‚stell‘ an, strich es und schrieb ‚Radt‘ am Zeilenanfang weiter; Streichung nicht ganz sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemuste der meister, ann den vier ortenn vom Inwendigk des Stadts, zwenn leiste annegelnn1, vnndt zwerch daruber bretter neglenn, also das das Stadt ann den vier eckenn einer halbenn ehlenn enger wardt,
Dieses Radtes forme vnnd exemplar hat gemacht Hennrich Lower3, zu einem gedechtnisse, vnnd mann findet dieselbige vf dem Brückennthore, nach dem exemplar ein Stadt zumachenn, wann das noth wurde,
Unsichere Lesungen
zwenn leiste annegelnn — Wortformen leicht verschliffen; ‚zwenn‘ (= zwei) und ‚annegelnn‘ (= annageln) nicht ganz sicher
das viereckenndt radt ertreibenn — So die Buchstaben; gemeint ist wohl das viereckige Stad (Becken), das das Schaufelrad nun leerschöpfen konnte – ‚radt‘ hier möglicherweise Schreiberversehen für ‚Stadt‘
Hennrich Lower — Familienname unsicher; auch ‚Louwer‘/‚Lauer‘ lesbar
Dieweil die tage der Mennschenn abnehmenn, vnnd wie der Rauch vergehenn, vnnd ein Jegliche Zeitliche Hanndelung, durch stetlich bewegung1, verfellet vnnd vergessenn wirdet,
So ist es vonn nötenn, das die dinge die bey vnnserenn Zeitenn gehanndelt werdenn, durch gezeugnus der schrifft der gedechtnus der zukünfftigenn mennschenn vnnserenn nachkommenn in schrifftlicher annzeigung zuuerstehenn gegebenn werdenn,
Darumb sollenn wissenn die zukünfftigenn, also wohl als Jzo die Jegennwertigenn, das die altenn gebeude des Salzbronnens2 zum Sodenn3 dieses scheinendenn 1550 Jars vfgebrochenn, vnnd wiederumb vonn newem aus dem grunde gemacht vnnd gefürt,
Damit solchs künfftiglich, ob man wiederumb darann bawenn müste, wisslich sey, Ist solchs dem Durchleuchtigsten Hochgebornenn Fürsten vnnd Herrenn, Herrenn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn Grauenn zu Catzennelnpogenn, Dietz, Ziegen=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stetlich bewegung — auch 'stetliche' möglich; Endung undeutlich
mit allen vmbstenndenn durch mich Jostenn Berkern von Hombergk1, dieser Zeit f. gl.2 mit verordentenn Salzgreue daselbst zum Sodenn für Allenndorff an der Werra,
dieweil Jch vom anfang, sieder Jrer f. gl. des orts vnnd dahin benebenn die gemeinenn Pfenner in Krafft eines derwegenn vfgerichtenn vertrags, gebawett hat3 Inn Jrer f. gl. diennste gewesenn, vnnd noch bin, eigenntlich verzeichnet wordenn,
Damit künfftiglich viel vnnuzenn kostenns vermittenn, vnnd der grundt des Salzbronnens, des mann Jzo kein wissentschafft hat habenn könnenn4, aber Jzo durch diese beschehene bewe5, erfahrenn wordenn, in gedechtnus bleibe,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebronn zun Sodenn1 manngelhafftigk vnnd schadthafftigk wordenn, also das die Söder2 vber gewönlich zeit siedenn, vnnd viel mehr holtzes dann zuuor zu einer Pfanne saltzes habenn müssenn,
Welches etzlich der Roßkunst, so Meister Jörge Behm vom Nürnbergk darauf gesatzt, vnnd ein zeitlang mit pferdenn, die Sohle aus dem Saltzbronn gelanget vnnd geschepffet hat, schuldt gebenn, das er Jörge dann nit gestehen wollenn,
Sondernn mann hat fundenn, Vnnd eigenntlich gesehenn, das das alte faß vor zeitenn, nicht gleich vf den grundt des Saltzbronnens, sonndern vngeferde darauf gesatzt wordenn, dardurch sich allerley wiltt waßer in der Sohlen Inn das faß gezogenn,
Dieweyl aber der ein zeit3 die schwerenn grossenn Kriegsleuffte vnnd hanndelung sich zugetragenn, vnnd auch der Saltzbronn ein zeit abgenommenn, vnnd darnach sich wiederumb ein zeitlanng gebessert,
hat mann mit den gebeuernn4, damit mann mit zeittigem statlichem Rath, vnnd da die Kriegshanndelung möchtenn zufriedenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zun Sodenn — Anfangsbuchstabe S/B nicht sicher zu unterscheiden; auch 'Bodenn' denkbar, Kontext (Sooden) spricht für 'Sodenn'
Söder — Lesung S/B unsicher; 'Böder' (Siedeböden) möglich, aber 'siedenn' als Prädikat spricht für Personen (Sieder)
der ein zeit — Wortlaut unsicher, evtl. 'derenn zeit'
gebeuernn — wohl 'Gebeuen' (Bauarbeiten/Gebäuden); Endung unsicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebracht werdenn, notturfftigk vnnd nutzlich bauen könnte, vfgezogenn, also hat sichs damit verweilt, bis Inns 1547. Jar,
da hochgedachter mein gnediger fürst vnnd herr vf Pfingstenn zu Kayr: Mtt:1 zu Hall in Sachssenn erfordert vnnd gezogen, derselbigenn ein vnderthenigenn fusfall vnnd abbitt gethann,
aber Ihr fgl. ist darin schemdtlich geferdt2, vnnd vber gutenn trauen vnnd glaubenn, betrogenn, vnnd Inn die Kay: Custodien gezogenn, vnnd darin lannge zeit erbermblich vnd schmelich erhaltenn wordenn,
aber nicht desto minder ist Irenn f gl. dieser baw anngelegenn, Habenn derwegenn ann die Fürstlichenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell geschriebenn, vnnd beuelche gethann wie nachuolgtt.
So ist vnnser beuehlch, das ihr mit Rath etlicher Pfenner vnnd annderer verstenndiger Biderleute solchem mangel zu helffenn lassenn vnnderstehet2, dahin alwegen mit vfsehet, das nit vbell werde erger gemacht,
Vff solchem fürstlichem beuelch, Habenn der Herr Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell gemeine Pfenner zu Allenndorff ann der Werra zur hanndelung alher Jegenn Cassell betagt vnnd beschriebenn, desgleich die Beamptenn zum Soden, auch wie hernach volgtt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnns Itzo ein schreibenn nebenn anndern zukommen lassenn, des Datum helt Im Kay: Lager zur Neuenstadt, am 29. des Monats Junij, Itztvergangenn1 darin sfgl.2 beuohlenn,
So soltenn wir nebenn etliche aus euch, so dero dinge verstenndige werenn, darann sein, das solcher Bronn wieder restaurirt, vnnd die menngell wiederumb zur besserung gebracht werden möchtenn,
Darauf so ist in nahmen sfgl. vnnser begere, vor vnns guetlich gesinnende, wollet drey oder vier aus euch verordenenn, die des Saltzwergks gelegennheit vnnd verstanndt habenn,
vnnd vf nehisten Sonntags den 10. Julij alhie Jegenn abendt annkommenn, volgennts tags darnach nebenn vnns von dem,3 zu rathschlagenn vnnd zuschliessenn, wie dem Bronnen zu helffenn werdenn möchte,
Darann geschicht hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnd herrn zugefallenn, So kompts euch allenn auch zu gutenn, vnnd wir seindt euch mit günstigem willenn geneigt,
Unsichere Lesungen
Itztvergangenn — Wortende mit Schnörkel abgekürzt, Endung unsicher
sfgl. — Abkürzung wohl 'seiner fürstlichen gnaden'; Buchstabenbestand unsicher
nebenn vnns von dem, — Wortlaut 'von dem' unsicher
vf nechstenn Sonntagk den 10. dieses Monats Jegenn abendt alhie annzukommenn, vnnd nebenn vnns, wie den gebrechenn des Saltzbronns zu helffenn sein wolle, zu redenn vnnd zu rathschlagen
Dieweil nun die notturfft erfordert, das ihr auch bey solchem hanndell seyet, So ist in nahmenn sfgl. vnnser begere, Ir wöllet als dann auch alhie annkommen,
Vonn wegenn vnsers gnedigenn Herrnn, durch den hern Stadthalter Rudolff Schennck, Lanndtvogt, Doctor Waltter, Henrich Muldener, Jost Bertternn2 den Renndtmeister vnd Salzewardt3 zum Sodenn
Also ist gemeiner Pfenner bedennckenn, dieweil die gebeue vmb den Salzbronn, durch lennge der zeit etwas manngelhafftigk sein köntt, damit man sich dann nit in sorgliche gebeu begebe,
das mann den Tam vmb den Bronnenn offne, vnd besehe, ob manngell da befundenn, köndt mann ein neu fas vnnd Tam darumb schlagen vnd machenn, das dann sonnder grosse beschwerung geschehenn köntte.
Unsichere Lesungen
fürstehenndenn — Lesung des Wortes nicht ganz sicher; Sinn 'bevorstehenden/vorstehenden' Mangel.
Bertternn — Familienname des Rentmeisters Jost nicht sicher lesbar.
Salzewardt — Amtsbezeichnung nicht sicher; wohl 'Salzwart' (Aufseher des Salzwerks).
Chias Cherey — Vor- und Nachname unsicher; 'Chias' wohl Kurzform von Matthias.
Lanndtvogt beschleust mit das der Sohlgrabe gereumbt werde, zum anndernn das verstenndige leute, so sich vff grundt beue, nebenn den Rethenn im augennschein vf einem namhafftigenn tagk verordenet wurdenn, darvonn zu rathschlagenn,
Des Herrnn Stadthalters meinung ist, das der Sohlgrabe vollennt geraumbt werde vfs furderlichst, vnnd dieweil der Tam vmb den Salzbronn manngelhafftigk, das demselbenn furderlich gerathenn, vnnd das Innsonnderheit nach itzigem furhabenndem Lanndtage,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
keinenn — Wort mit langem Querstrich durchzogen; als Zierstrich (nicht Tilgung) gedeutet, da sonst der Satzsinn fehlt.
außöse — Lesung nicht ganz sicher; Sinn 'ausschöpfe/auspumpe'.
eh — Kurzes Wort vor 'Meister Jorgenn' unsicher lesbar (evtl. 'es' oder Kürzel); in der Übersetzung unberücksichtigt.
Solches alles ist Jorgenn Behm furgehaltenn, dieweil die Kunst den Bronnenn beschwert, so muste sie abgethann werdenn, Weiße er nun annder mittell, die sohle heraus zubringenn, soll gehort, vnnd Ime darzu geholfenn werdenn,
Vff solche behanndelung ist dieser abschiedt gebenn, das nach diesem itzigenn furstehenndem Lanndtage am Vfies1, der Stadthalter, Lanndtvogt, Johann Nordeck, Heinz von Lutter2, der Baumeister zu Ziegennhain, Henrich Muldener, vnnd annder verstenndige Werckleuthe,
vf einem namhafftigenn tage, Welcher der Stadthalter benennenn wirdet, im augennschein zum Sodenn annkommenn, vnnd vonn solchem manngell wie dem zuvorkommenn zu rathschlagenn.
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedienlich, habenn vnnd bekommenn köntenn, Sollen sie vleis annkerenn, die werenn vffm Hain1, Inn oder außerhalb Lanndts, oder ann annderm orttenn,
Dieweil nun die besichtigung vnnd weitter Hanndelung im augennschein geschehenn solle, So habenn die fürstliche Herrnn Stadthalter vnnd Räthe darin den erstenn Septembris daselbst zum Sodenn zu ein tage anngesezt, daselbst sein erschienenn, vnnd ist verhanndelt wie volgtt.
Unsichere Lesungen
vffm Hain — Lesung 'Hain' nicht ganz sicher; wohl Ortsangabe (auf dem Hain).
keme — Wort vor 'Ihnenn' nicht ganz sicher; Sinn 'es käme ihnen ... zum Besten'.
Johann Nordeck, Henrich Muldener, Valtin Schulde4, Jost Berker5, Hanns Geilmann6 Schultheis von Hombergk, Renndtmeister zum Sodenn Johann Bartholmes, Salzwardt zum Sodenn Christoff Hombergk.
Ernnst vonn Bischausenn, Hans Caspar7 von Eschwege, Bernnt vonn Bischausenn, Her Wilhelm Prediger Dechant zu Hilgennstadt, Her Henrich Löber vonn Hilgennstadt.↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
stzl — Kürzel vor 'Stadthalter' nicht sicher aufzulösen; in der Übersetzung ausgelassen.
Schweinsburgk — Wohl 'Schweinsbergk' — die Familie Schenck zu Schweinsberg.
Beÿneburgk — Gemeint ist die Familie von Boyneburg.
Valtin Schulde — Nachname unsicher, auch 'Schilde' möglich.
Jost Berker — Nachname unsicher; wohl dieselbe Person wie 'Jost Bertternn' auf Blatt 54r.
Geilmann — Anfangsbuchstabe nicht ganz sicher, auch 'Seilmann' möglich.
Caspar — Vorname des Hans von Eschwege nicht ganz sicher lesbar.
↪Fortsetzung von der vorigen SeiteJörge Freundt Renndtschreiber zu Eschwege, Johann Schaffnit der Elter, Johann Nidernstein1, Johann Caßelmann, Hanns Meuth, Heinz Meinhardt, Chias Choreÿ2,
Der Herr Stadthalter erzehlt die Hanndelung zu Cassell, vnnd befihlt den verordenntenn der Pfenner beÿ den Pflichtenn, damit sie vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn verwanndt sein,
Nach dem gehabtenn bedacht, sagt Widennstein4 vonn wegk1 gemeiner Pfenner, das die verordenntenn habenn des Herrn Stadthalters erzehlung anngehört, vnnd erkennenn sich ohnn das fur sich selbst schuldige,
Darauf der Herr Stadthalter gesagt, sie habenn zuerachtenn, das dis suchenn nit annders dann dem Handell zu gut, begeret nachmahls diese sachenn zufordernn,
Johann Widennstein erinnert die vorigenn vfgerichte vertrege, vnnd Location, sagenn das sie sich schuldige erkennenn, dem manngell rathenn zuhelffenn, doch das es demselbenn nit zuwieder protestirende, wollenn vnnbeschwert sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitederlich Meister Jorgenn Behm zuuiel geuolgt, ziehen sich auff den augennschein, vnnd thun dem Bornn schadenn, dann die altenn habenn vf das alte fundament, das neue fas gesezt, vnnd vfgestosenn pfele, zweÿ fasse1 seindt mit Thonn verstopfft,
Zuuorkommenn demselbenn, Woltenn sie einfeltiger weise sagenn, nach dem das fundament noch gannz, das der Tham wurdt ausgenommenn bis auf den grundt, als dann wurdt der schade gesehenn,
Darauf anntwort der Herr Stadthalter, dieweil der mehrenntheil beruhet vf dem augennschein, Wollenn sie nach essenns zeitlich hinaussenn zum Sodenn4↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
zweÿ fasse — Lesung „fasse“ (Fässer) nicht ganz sicher, auch „faste“ denkbar
erschell — Wortform unsicher; wohl „erschellt/erschüttert“
kannt — Lesung unsicher, „kannt/konnt“ (= könnte)
zum Sodenn — „zum“ auch als „zun“ (= zu den) lesbar
vnnd sagt Johann Widennstein1, das sie den Salzbronnen heutigs tags noch freÿ vnnbeschedigt fundenn, allermassenn der in vberliefferung vnnd annfanng der Location gewesenn seÿ,
dann er denn mit dem mas darann der Bleÿ vnnd federnn stein2, vnnd sie solch mas zu der zeit genommenn gemessenn, Welch mas die Pfenner beÿ sich behaltenn,
Nach beschehener heutiger besichtigung, habenn sich Stadthalter, Lanndtvogt, Heinz vonn Lütter4, Nordeck, vnnd wir vnns vnnderredt vnnd enndtschlossenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Widennstein — Anfangsbuchstabe mehrdeutig, auch „Niedennstein“ lesbar (zweimal auf der Seite)
der Bleÿ vnnd federnn stein — Lesung und Sachbezug unsicher; wohl Blei(lot) und Federstein am Messmaß
gefult [gestrichen] — Nach „gefult“ ein kurzes, doppelt durchstrichenes Wort am Zeilenende, unleserlich
Heinz vonn Lütter — Name mit Zierstrich durch tt; wohl Heinz von Lüder, Statthalter zu Kassel
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedas Heinrich Müldener2, Jost Becker1, vnnd der Rendtmeister der Pfenner Salzgrebenn, nachuolgennde meÿnung annzeigenn sollenn, sich darauf zu vnnderredenn, vnnd morgenn zeitlich anntwort zugebenn,
Erstlich sehenn Stadthalter vnnd Räthe fur nüzlich vnnd gut ann, das der Sohlgrabe vom vnnten herauf bis fur das gewelbe gannz zu grunde geraumbt vnnd gesaubert werdenn soll, also das das wasser aus dem gewelbe sein ausflus vnnd fall habenn könne.
Zum anndernn das darnach derselbe sohlgrabe vom Karmeberge3 ann bis vors gewelbe mit dielenn vnten vnnd vf beidenn seittenn gefuttert, vnnd gefast werden soll, Inmassenn Jzo ein Stutenn4 zur proba gemacht ist,
Vnnd wann der Grabe gesaubert, solt das wasser 14 tage aus dem gewelbe fliessenn, vnnd da es sich dann mit dem siedenn nit bessert, so solt mann ein probwerck siedenn, damit mann Innenn werde, wie es ein gestalt darumb habe.
Zuuor vnnd ehr sie vf das anntragenn anntwort geben wollenn sie anngezeigt habenn, dieweil gesternn Christof vnnd Meister Jorg mit redenn zusammenn kommen2, das einer den anndernn Jzigs schadenn vhrsach zusein, beschuldigt,
Ist abgeleint das Christoff mit vfreumung des grabenns keinenn schadenn gethann, vnnd da dem Bornn solt schadenn geschehenn sein, als mann doch nit hofft, So müste es der schwere der kunst gethann habenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedenselbenn nit wissenn zuuerendernn, doch das der Grabe nit tieffer denn das gewelbe ist, ausgefurtt werde, Dann wann er tieffer gemacht wurde, keme dem Salzbronn nit zugut, so fielle er auch destomehr Inn,
Den drittenn habenn sie ein gros bedennckenn, dann vom Berge her ist nit souiel wassers als vonn der Werra herkommenn ist, wie mann in sezung des kunstkastenns gesehenn hat, Ist in vorzeitenn der vhrsach halbenn auch verpliebenn,
Heintzenn Lutters Rath ist, Wann flude seyenn, das dann furs gewelbe ein Tam geschlagenn werde, vnnd soll das wasser was aus dem gewelbe kömpt, mit ein tag Haspell ausgezogenn werdenn,
Zum anndernn das die Bawleute zur kunst sollenn mit bestellenn, Habenn sie Jzo niemanndts, dann Meister Hansenn, darauf der Herr Stadthalter den bescheidt gebenn,
Dieweil der Baw am Sohlgrabenn nit allein Jn zeit der Location, sonndernn auch hernach Ihnenn zu gut kömpt, soll sie4 den grabenn mit bawenn, vnnd allenn vnkosten zum halbenn theil tragenn vnnd geltenn helffenn,
Dargegenn die Pfenner protestiren, Wollenn aber die Ein hundert guldenn schuldenn hievor hiever2 vnnserm gnedigenn Herrnn gewilligt entrichtenn, die sie noch zum Sohlgrabenn zubawenn schuldigk sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesampt gemeinenn Pfennernn verordenten, den Salzbronn, vfs niedrigste ausösenn lassenn, Vnnd darnach die nachbenente Werckleute, das im bronnenn besichtigenn lassenn,
Hat sich nachmahls wie zuuor fundenn, das, das das fas im grunde, ann etlichenn ortenn, hole vnnd wans1 ist, wie sie die Werckleute abgehort sein, vnnd hernach verzeichnet ist.
Es hat auch Meister Jorge die bede Rörenn2 zugleich müssenn gehenn lassenn, damit mann sehe, wie sehre die kunst bewegt werde, am Salzbronn vnd Bodenn3,
Hanns vonn [gestrichen: Frannckfurt]4 der Steinmez ist gefragt wie er das werck des Salzbronnens befundenn, Ob Jorgenn kunst dem Bornn schedtlich sey oder nit, vnnd wie dem zuhelffenn sey,
Sagt das werck sey dem Bornn schedtlich, so sey das werck vnntenn zubrochenn, vnnd were sein rath, das der Born erst mit holzwergk, vnnd darnach darumb her mitt steinenn gefast wurde,
Sagt auch das vf der seittenn Jegenn dem kunsthaus, das meiste wilde wasser in Salzbronn feldt, Darumb soll mann zwölff pompenn1 Inn Bornn sezenn, vnd den ausösenn, damit mann den grundt sehen könte,
Meister Annthonius Baumeister zu Ziegennhain, sagt vf des Stadthalters fragt, ob die kunst dem Borne schadenn thue oder nit, vnnd wie dem Bornn zuhelffenn were,
Die kunst sey dem Borne nit nuzlich, dann der Born sey mittenn nidrigk, vnnd das fas vf etlichenn ortenn ledigk, hab die kunst mit den schleuchenn ausgezogenn,
Der den Bornn gebauwet hat, der hat den vf den kies2 gesezt, Darumb must mann kunst sezenn, das der Bornn ausgeöst wurde, Damit mann dem Bornn vf dem Bodenn sehenn konne,
Der Thonn sey vnnfleissige3 hinein kommenn, sey klomperchtige4.
Unsichere Lesungen
zwölff pompenn — Zahlwort zwölf; Lesung ziemlich sicher, aber auffällig hohe Zahl
kies — Anfangsbuchstabe k/b nicht ganz sicher; 'Kies' nach dem Kontext (Brunnengrund)
vnnfleissige — Lesung unsicher; verstanden als 'unfleißig' = nachlässig
klomperchtige — Wort mit langem Querstrich – wohl Zierstrich/Unterstreichung, keine Tilgung; Lesung klomperchtige/klemperchtige, verstanden als 'klumpig'
Heinz vonn Lutter sagt, das in Lothringenn viel Salzwerck sein, die liegenn gemeinlich im gemohr3, Hab Balthasar Merz, vnnd Meister Kunz der Zimmermann besichtiget, vnnd vielleicht, darauf verzeichnus gemacht,
Meister Hanns Güldennzopff vonn Freunbergk4[?] sagt, es thue vonn nötenn, das der Bornn Neue gefast, vnd diesenn winter darzu alle bereitschafft verschafft5 werde,
wintter, die Östenn1[?] dem Bronn, vnnd könndt man gleichwohl siedenn, Wann der Bronn zu grundt geöst2 wurde, könnt mann vonn den adernn redenn, Wann die Salzadernn noch geringer were als diese, so könnte mann es durch die waßer Schechte Jnnenn werdenn, vnnd die gepüre rechte adernn findenn, Wann mann die rechte adernn findenn will, so muß mann seiner natur nachvolgenn, dann gewiß, das die rechte Sohle in einem sonndernn gehenße3[?] gehe, Die taubenn am faß des Salzbronns sein etlich scharff Kann nit befindenn, das Jzige Kunst dem Bornne schadenn thue, dann die schleuche nit vffm Bodenn oder grundt stehenn, Meister Hanns Wezell4 der Zimmermann sagtt, wann diese Jzige alte faßung bleibenn sölte, das mann die ader so aus dem faße bliebenn ist, Jnnsonnderheit gefast wurde, Jnnwenndigk vnd auswendigk, Der Bornn ist vnntenn viel enger dann obenn, vnd wan
Unsichere Lesungen
Z. 1: Östenn — Ostern oder Osten unklar
Z. 3: geöst — ösen = ausschöpfen, Lesung wahrscheinlich
Vff solche abhörung vnnd bericht ist geschlossenn, das der Tam1 vmb den Salzbronn ein achtennteil vf ein mahl vfgethann, vnnd dann vonn neuwem außgetembt2 werde, vnnd also gar vmbhero kann ohnn alle beschwerung geschehenn,
das haus vffm Borne abthue, vnnd den stall hinder sich rucke, auch im Salzbronn vnter die schleucht ein kastenn mache, doch das er nit vf den Boddenn rucke,
Wo mann den Bornn vfreist, soltt mann es wohl böser machenn, darumb vonn nötenn den Bornn gar auszuösenn, könnte mann die adernn erkennen vnd den manngell sehenn,
Unsichere Lesungen
Tam — Anfangsbuchstabe nicht ganz sicher (T/S); dem Sinn nach Damm um den Salzbrunnen
außgetembt — Lesung der Buchstabenfolge -embt gesichert per Zoom; gedeutet als ausgedämmt
geseztt — Satzanfang fehlt (steht auf der Vorseite); Zierstriche durch tt
Vonn solchenn gepflegtenn hanndelungenn hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrn mit wissen des Herrnn Stadthalters Inn die schwere harte Custodien1, schrifftlicher bericht geschehenn ist, Innhaltenndt, wie volgett.
Dem durchleuchtigenn Hochgebornnenn furstenn vnd herrenn Herrn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Cazennelnpogenn etc. vnnserm gnedigenn furstenn vnd Herrnn
Durchleuchtiger Hochgebornner furst, E. F. G. sein vnnser vnderthenig, schuldige, vnnd gannz bereitwillige diennste alzeit zuvor, Gnediger furst vnd herr,
Wiewohl wir bisdaher, vonn einer zeit zur anndernn E. f. gl. erledigung vnnd heimkunfft, mit herzlicher vnnd hochster begir gehofft, vnnd noch teglich hoffenn, Innsonnderheit dieweil die Capitulation articul alle volnzogenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegros herzlich mitleidenn tragenn, vnnd doch vnns die eußerste noth tringt, ann E. f. gl. diesenn schrifftlichenn bericht gelegennheit des Salzwercks halbenn zum Sodenn zuthun,
Hettenn aber weis Gott E. f. gl. zu Irer Jzigenn großenn vnnd eußerstenn beschwerungenn, gernn damit verschonnt, So habenn wir es doch lennger nit vmbgehenn, noch vfhaltenn konnenn, vnnd helt sich also,
E. F. G. habenn verschienenn den 29. Juny dis Jars aus dem kaÿ: Lager zur Neuenn stadt1 ann derselbenn Stadthalter vnnd Räthe alhie zu Cassell, des Salzbronns halbenn zum Sodenn also geschriebenn,
Dieweil E. f. gl. für Irem abreisenn befundenn das der Salzbronn zu Allenndorff ann der Werra manngellhafftigk, so seÿ E. f. gl.2 das sie Stadthalter vnnd Räthe, mit Rath ezlicher Pfenner vnnd annder verstenndigenn biderleuthe, solchem manngell zuhelffenn vnterstehenn sollenn,
vnnd sein vonn E. f gl. wegenn derselbenn Stadthalter, Lanndtvogt, vnnd Doctor Walther, E. fgl. amptknechte dhin Sodem1 vnnd wir beyde bey solcher handelung gewesenn,
also ist desmahls geschlossenn, Dieweil die Söder für vnnd für klagenn, vnnd doch im Pfenner buche stunde, das mann Irer klage nit leichtlich glaubenn gebenn solt,
Das nach dem gehaltenem zu der Zeit am schieste3[?] für die Kay:5 Commißarien bestimptenn Lanndtage der Stadthalter, Lanndtvogt, Nordeck, Heinz von Lutter4, vnnd annder verstenndige werckleute
Mittler Zeit solt der Sohlgrabe bis furs gewelbe, wie wir dann desmahls albereit für diesem tage in arbeit warenn, so viel es mennschlich vnnd muglich geraumbt werdenn,
vnnd Ich Jost mit dem leztenn gelde Kayr: Mayt:3 zu enndtlicher enndtlicher2 enndtrichtung der Capitulation articul zuliefernn gein Speyr geschickt wordenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitezukommenn der Stadthalter zu Cassell, Lanndtvogt, Heinz vonn Lutter, Johann Nordeck, Valtin Thulde1, vnnd wir beide sampt E. fgl. ampt knechten zum Sodenn,
vnnd nach vielen langen hin vnnd wieder gehaptenn redenn, geschlossenn, das der Salzbronn solt vfs aller niedrigst ausgeöst, vnnd darnach besichtiget werdenn,
darnach seindt vonn E. fgl. vnnd gemeiner Pfenner wegenn, Ich Hienrich Muldenner3, Johann Niedennstein Burgermeister vnnd der Pfenner Salzgreuen zu Allendorff mit sampt vier Werckmeisternn, als nemblich Meister Hanns vonn Franckfurth Stein↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
↪Fortsetzung von der vorigen Seitemetz, Burger zu Hombergk Jnn Hessenn, E. f. gl.1 Bawmeister zu Ziegennhain Anthonius, Meister Hanns Guldennkopff vonn Weynmar Jn duringenn, welcher mehr Saltzwercke gebawet, vnnd dann einen Zimmermann Hanns Wizell genanndt,
so E. f. G. etlich Jar Im Bodenn ann allerley bewenn gearbeit, Inn den Saltzbronn zu grunde zusteigenn, vnnd allen manngell zubesichtigenn, verordennt wordenn, dem wir dann also gelebt vnnd nachkommenn sein,
Da habenn wir eigenntlich vnnd augennscheinlich befundenn, das das fas im Saltzbronn vffm grunde, auch der Tam2 mangellhafftigk, vnnd wir habenn vnter dem fasse hin Inn den Tam mehr dann einer ehlen lanng greiffenn könnenn,
Habenn die Pfenner den Saltzbronn mitt einer Wardeln oder Leynenn, darann Bleyenn Zeichl4 vnnd feddern gehanngen, Inn die Höge tieffe, weitte vnnd lennge, Inn vnnd auswenndigk zumessenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
E. f. gl. — Abkürzung mit Schlaufenbuchstabe; Auflösung als 'Euer fürstlichen Gnaden' aus dem Kontext (Bericht an den Landgrafen), Lesung des ersten Buchstabens nicht ganz sicher
Tam — Anfangsbuchstabe T mit Querstrich; auch Lesung 'Cam' (Kamm) denkbar, gemeint ist der Damm um das Brunnenfass
artts — Wohl 'orts' gemeint (des Tages und Ortes); Vokal sieht wie a aus
Zeichl — Wortende undeutlich; wohl bleierne Zeichen/Senkbleie an der Messleine
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevnnd darnach durch Niedennstein1, den Herrnn Rethenn2 sagenn lassenn, das sie den Saltzbronn des tags, allermassenn wieder in vberliefferung zu annfanng der Location, das in verschienenem 41. Jare prima Maij gewesenn, noch vnbeschediget fundenn,
Das aber der Bodenn am grunde ann etlichenn orttenn etwas tieffer, dann das fas sey, kam daher, das die Altenn vonn Jar zu Jar den Saltzbronn gesaubert, vnd viel kodt, kies vnnd steine daraus geraumbt habenn,
vnnd sey des soviel heraus gelanngt, das der Saltzbronn Jzo damit gefult konnt3 werdenn, dadurch dann vnter dem fasse vnnd Tamme hero sich wohl konnt wilt wasser Inngeschleiffenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedesmahls nit muglich, das der Saltzbronn konnt oder mochte nidriger, dann einem ann sein knie, geöst vnnd gewaltiget werdenn, dringenn mit aller gewalt durch den kies heraus, das wir alle sehr erfreuet wordenn.
Darnach hat mann sich vonn allenn theilenn notturfftlich vnnderredt hin vnnd weder, wie vnnd welcher gestalt solchem manngell sonnder nachteil, vnnd das mann nit vbell erger machte, gerathenn, vnd geholffenn konnte werdenn, gerathschlagt, vnnd desmahls enndtlich dahin geschlossenn, vnnd verabschiedt,
Dieweil desmahls im Sommer mercklich vnnd grosse durre dieser Lannde art gewesenn, dadurch gemeintlich1 viel vnnd schier alle Bornne vertrockenet, derwegenn dann zuvermutenn gewest, das die Sohle auch im Saltzbronn nit so starck vnnd gut als zuvor sein mochte,
Wie dann in allenn Laubrosenn2 Jedes Jars geschicht, vnnd doch hernach wann die gebirge wieder voller wasser werdenn, sich die Sohl auch wieder gebessert habe,
vnnd solt doch mitler Zeit der Sohlgrabe ausserhalb den Bodenn vonn vnntenn herauff bis fur das gewelbe am dem orte, da E. f. gl. fur zehenn Jarenn, als der erste vertragk wardt vfgericht, die Soder1 schepffenn ließ,
ganntz zu grunde vollennt geraumbt, vnnd gesaubert wordenn, also das das wilt wasser aus dem gewelbe, einem abflus vnnd fall habenn könte, damit vmb den Saltzbronn ganntz vnnd gar kein wasser stehenn bleiben muste,
Vnd wann der Sohlgrabe also gesaubert, vnnd der abfall erlanngt wurde, solte das wilde wasser vierzehenn tage, aus dem Gewelbe fliessenn, damit mann sehe, ob sichs mit dem siedenn bessernn wurde,
Darnebenn ist auch im Rath beschlossenn, wo mann furm gewelbe ein abfall, der dem ganntzenn Saltzwergk hoch vnnd sehr tröstlich vnnd nutzlich were, erlanngen könte |: den doch die altenn nie gehabt habenn :|
Also hat mann Gottlob den 8. Octobris den abfall vor dem Gewelbe ein fus hoch erlanngt, das die altenn da sie schonn allerley künste gebraucht, nie gehabtt habenn,
Darnach habenn wir vierzehenn tage verzogenn, zu sehenn, ob sich das siedenn bessernn wolte, auch bis auf Martin1 gewarttet, das das gebirge zimblich wasserig wordenn ist,
da habenn wir befundenn, das die Söder etliche stunde weniger dann zuuor gesottenn, aber doch siedenn sie vber die vorige Zeit, vnd bleibenn auff Irer klage,
dieweil der Salzbronn solt vnnd must gebauwet vnnd gebessert werdenn, vnnd E. f. gl. doch solchs nit allein zuthun hette, sondernn die Pfenner mit rathenn, vnnd willigenn mustenn,
So aber wir oder vnnsere Erbenn ann Vestunngenn1, desgleichenn am Salzbronn etwas newes bauwenn, vnnd die Pfenner Ire Erbenn oder nachkommenn darzu gebrauchenn woltenn,
Doch soll den Pfennernn hierin vorbehaltenn sein, So sie befindenn wurdenn, das dieselbenn gebeuwe Ihnenn oder dem Salzwergk gefehrlich, nit diennlich, oder sonnst beschwerlich vnnd vnntreglich sein woltenn,
Vff solch anntragenn habenn der Pfenner Salzgreuenn Zeit begert, das ann gemeine Pfenner gelanngenn zulassenn, So woltenn sie vnns in kurzem derselbenn gemüte annzeigenn,
als habenn sie alle furnembste, auslendische vnnd annder Pfenner vf Jzo nehistverschienenem2 Nicolai gein Allenndorf beschriebenn, da wir auch erschienenn,
vnnd Irer enndtlichenn anntwort, Da mit man solchs in der eyle ann E. f. gl. gelanngenn lies, vnnd sich in der Zeit mit zubereitung zum baue schickenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Vestunngenn — Lesung V/B am Wortanfang nicht ganz sicher; Sinn: Befestigungen
Jzo nehistverschienenem — Wortfolge (Jzo = jetzo) und Endung unsicher
Es habenn aber vnns der Pfenner Salzgreuenn1 den 12. Decembris die anntwort gebenn, das die auslenndischenn Pfenner des mahls aller aussenn bliebenn, vielleicht aus vhrsachenn, das der zeit alle wasser dieser Lanndtart vber aus sehr grob vnnd fluetigk gewesenn, das niemanndt hab wanndern könnenn,
Sie woltenn aber alle auslenndische Pfenner, dieweil die das meiste ann Irem Salzwercke habenn, zu stundt vf nechstkünfftige Weynachtenn wiederumb gein Allenndorf zukommenn beschreibenn,
der zuuersicht, sie wurdenn erscheinenn, vnnd was sie sich als dann enndtschliessenn, vnns vfs furderlichst zuuerstendigenn, des wir dann gewarttenn müssenn,
Wo sie dann zum Baw oder Je zum wenigstenn den Tam vmb den Salzbronn hero zu renouiren, vnnd zu ernewerenn willigenn, so will vonn nötenn sein, das E. fgl. leute darzu verordtnen, die der sachenn vnd bawenn↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Salzgreuenn — Lesung des Anfangsbuchstabens (S) nach Kurrent-Duktus; gemeint sind die Salzgräfen
E. fgl. — Abkürzung für 'Euer fürstliche Gnaden'; erster Buchstabe im Duktus zwischen E und L
Es habenn auch die Herrenn Jorgenn Behmenn des Bornmeisters kunst, so er zu ausbringung der Sohl vffm Salzbronn gebraucht, besichtiget, vnnd dauonn mit den Pfennernn gerathschlagt, Ob die kunst dem Salzbronn schadenn thun könnt, oder nit,
Dieweil aber die Last vfm Tamme des Salzbronns gestanndenn, So hat mann Ime zugelassenn, etlich strebenn zumachenn, die so lang werenn, das sie vber den Tham reichenn, vnd denn last vfm Bornn gebenn2, Welche sein kunst tragenn solte,
Vnnd das er solchs vor Michaelis, da das siedenn nit strennge were, vfrichtenn solt, damit er sich dann geseumpt, vnnd solches erst Martini, da das siedenn am strenngstenn war, vfrichtenn wolt,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitehett, vnnd auch das solchs alsbalde der Salzbronn gebauwet, wieder must abgethann werdenn, So haben wir Ime das dieser Zeit vfzurichtenn nit gestattenn wollenn,
Auch gnediger fürst vnnd Herr, E. fgl. habenn auch den gewesenn Pfarher zum Sodenn verordent, das vierdt Wardt Register1 gegenn den Renndtmeister zuhaltenn,
Vnnd ist darumb vonnötenn, das E. fgl. vf eine Personn trachtenn, der E. fgl. gleubenn, vnd der ann den ort bey die Söder2 diene, dieweil sie teglich vom laster des sauffenns gestrafft vnnd abgehalttenn wollenn sein,
vnnd wardt auch vonn beidenn theilenn geredt, das da mann den Salzbronn bauwenn wolte, solt nüzlich vnnd gut sein, das mann vmb den Salzbron hero, funf oder sechs Bodt2, dieweil mann doch dero die mennge hette, abthun vnnd raum machenn solt,
als dan könnt mann den Salzbronn, wie er Jzo ist, stehen lassenn, vnnd alles wildt wasser, was darumb her Jnnfelt, Jnn den Solhegrabenn sonnder alle beschwerung abführenn,
Dann warlich, wie E. fgl. zurathenn, derselbenn vnnd dem gantzenn Lannde viel vnnd mercklich daran gelegenn sein will, Innsonderheit dieweil die Altenn solchenn Saltzbronn nie recht zugrunde gefast habenn,
So weis Gott das wir beide vnns solcher sorglicher schwerenn grundt bewe, nit verstehenn, So seindt auch in diesenn E. f. gl. Lanndenn dergleichenn gebewenn nit furhanndenn gewesenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteanrathenn, vnnd den Baw dermassenn verordenen, das er rechtschaffenn, stadtlich, vnnd bestenndigk furgenommenn, vnnd außgefurt wurde, dann wir vnns bisdahero beholffenn habenn, wie wir gekont habenn,
Ewer f. gl. wollenn wir auch in vnderthenigkeit darnebenn nit verhaltenn, das wir dis Jars soviel muglich gewesenn, mit dem siedenn anngehaltenn habenn,
das dennoch, wiewogl in diesem Lanndenn kein mast1 gewesenn, vnnd auch der manngell des Saltzbronns furgestanndenn, E. f. gl. einenn zimblichenn gutenn gewinst habenn werdenn,
Wir gebenn euch gutter meinung zuerkennenn, Das wir gesternn in erfahrung kommenn sein, wie der Meister vom Creutzbergk1, so ihr Jüngst mit euch zu Allenndorff gehapt,
Darauff er Jörge geantwort, er wiste selbst wohl, das sein Itzige kunst dem Saltzwerck schedtlich sey, er wolle es aber darumb nit anntzeigenn, damit die Herrnn dester ehr den Saltzbronn vfbrechenn, vnnd denselbenn bauen mustenn,
Als dann wurdt er Bawmeister sein, vnnd versehe sich er wolte auch zum Pfenner werdenn, das er ein gantze Pfanne, oder Je zum wenigstenn ein halbe Pfanne zum Bodenn dauonn bekommenn wolle,
Dieweil er Jorge nun bis daher fur vnnserm gnedigenn Herrnn eigner Person, Stadthalter, Rethenn, den Pfennern, vnns vnnd anndern, alwege gesagt, die kunst sey dem Saltzbronn nit schedtlich, aber nunmehr das wiederwertige, vnnd vnnser klage selbst bekanndt haben↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Creutzbergk — Ortsname unsicher; wohl Kreuzberg (an der Werra), auch ‚Crentzbergk' lesbar
↪Fortsetzung von der vorigen Seitesoll, Damit wir dann allenntheilenn zu gut die warheit erfahrenn, So ist vnnser freundtlich bitt, Ihr wöllet zu stundt ann berurtenn Meister vonn Crentzburgk2 zu euch fordernn,
Vnnd was ihr hierin vom obberurtem Meister vom Creutzburgk bericht werdet, das wollet vnns bey eigner botschafft vfs eylenndts alhier in schrifftenn verstenndigenn, vnns darnach Jegenn Ime Jorgenn zuhaltenn wissenn,
Folgenntts habenn wir die Saltzgreuenn vom wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn mitt der Pfenner Saltzgreuenn, vnns vom erbawung des Saltzbronns allerley vnnd notturfftige3 vnnderredt, vnd Ir bedenncken auch schrifftlich gebettenn,
Den Erbarnn vnnd fürnehmen Henrich Muldenern vnnd Jostenn Berbernn Saltzgreuenn des Saltzwergks, vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vor Allenndorff ann der Werra, vnnserm gutenn Gönnernn,
Diese der Pfenner schrifft, Ist durch vnns beide obgenantenn zu stundt an den Herrnn Stadthalter, Lanndtvogt, Doctor Walthernn3, vnnd Doctori Günterodenn Cantzlar anngezeigt vnnd furgelesenn wordenn,
vnd daruf nach gehaptem bedacht fur gut anngesehenn, vnnd den bescheidt gebenn, das der Lanndtvogtt vnnd wir beide nechst donnerstags den 19 Januarij gegen abenndt zu Allenndorff Jnnkommenn,
Nach dem ihr des Saltzbronns halbenn mit vnnserm Saltzgreuen hiebeuor allerley vnnderredung gehapt, vnnd fürnemlichenn anngezeigt, Wie derselbige ein zeitlanng mergklichenn abgenommenn,
vnnd das sich die Meisterknechte zun Sodenn1 derwegenn beklagenn, die sohle sey nitt so gut, als sie zuuor gewesenn, vnnd so ganntz geringe, das sie ann Jr enndtlichs verderbenn lennger nitt siedenn köntenn noch mögenn,
Dann sie müstenn zu einem wercke oder Pfannenn Saltzes bey nahe souiel holtzes verbrennenn, als sie zuuor gethann habenn, vnnd wann sie gleich allenn vleis im siedenn anngewenndet, konnenn sie mit aller mühe, kaum drey virtell Saltzes ausbringenn,
Vnnd ob nun wohl die knechte hiebeuor zu mehrmahlenn, des siedenns halbenn ohne grundt geclagt, vnnd das Jhnenn derwegenn Jres anngebenns zu Jederzeit nicht wohl gleubenn2,
Dann es steige die Sohl im Bronnenn nicht so hoch als sie zuuor gethann, Zu dem befindenn sich im grunde des Bornns etliche löcher vnnter dem fasse, Zwischenn den Bolen vnnd dem getenne1,
das zubesorgenn, die sohle habe zwischenn dem fasse, vnnd dem grunde des Bornns einen ausflos, vnnd wiederumb das Wilde wasser einen einflus Jnn denn Bronn gewonnenn,
Wurde es nicht alleine vnnserm gnedigenn furstenn vnnd hern zu Hessenn, Sonndernn auch gemeinenn Pfennernn vnnd der ganntzenn Lanndtschafft, mergklichen schadenn vnnd nachteil geberenn,
Vnnd wiewohl nun Meister Jörge Behm mangell auch der knechte klagenn, vnnd annder zukommender fare, des Bornns, zuuorkommenn, einenn anndernn Baw vber den Bronn vfzurichtenn, anngegebenn vnnd zugerichttet,
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteetliche mehr gebeue, sonnderlich die wasser kunst fur dem Gewelbe, mehr zu seinem vortheil, dann zu furderung des Saltzwercks vfgerichtet, alles mitt grossem vnnd ganntz vergeblichem vnnkostenn, vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn vnnd gemeiner Pfenner,
Sonndernn es wolle auch euch vnd gemeinen Pfennernn gebürenn, das ihr anngeregtenn manngell des, Saltzbronns vnnd klagenn der knechte mit vleis nachdenncketenn1,
Dieweil aber gedachtte vnnser Saltzgreuenn für Jre Persohn, ohne vnnserm beuelch in so wichtigenn sachen des Bronns etwas vonn sich zusagenn, bedennckenn gehapt,
Habenn sie eurem beuelch nach oberzehlte menngell vnnd gebrechenn, mit allerley weitterm vnnd notwenndigem mehrem1[?] bericht, vnns nach der lennge anngezeigt,
das vnnser gnediger herr alle gebeue, vnnd schlebwergk3[?] im Saltzbronn, Sohlgraben, Bodenn, Jnn vnnd vmb die Sodenn, vnnd allem was darzu gehörigk, die zeit der Location in wesenntlichem baue, vf Jrer f. gl. kostenn ohne zuthun gemeiner Pfenner erhaltenn sollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitedingenn bedingt habenn, das wir mit alle dem, so wir vnnderthenniger treuer meinung, obanngezeigter gebrechenn halbenn, vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeiner Lanndtschafft vnnd vns mit zum bestenn2, annzeigenn werdenn,
Das wir damit der Location, vfgerichtenn Furstlichenn vertregen, vnnd allem anndernn vnnsern gerechtigkeitenn nichts zuwiedder gehanndelt, oder Jchts dauonn begebenn habenn wollenn, darvonn wir vnns offenntlich bedingenn,
So seindt wir doch ohnne das der vnnderthenigenn treuenn neigunge, das wir durch Göttliche verleyhung vnnd erfahrung etwas verstundenn oder wüstenn, damitt den furstehenndenn gebrechenn des Saltzwercks möchte vorkommenn vnnd geholffenn werdenn,
dasselbe nicht allein vnns1[?], sonndernn auch hochgedachtenn vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Gemeiner Lanndt=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
vnns — Wort nach 'nicht allein' schwer lesbar (vnns/vmb); dem Sinn nach 'uns'
mit zum bestenn — Wortfolge 'vnnd vns mit zum bestenn' auffällig, aber so im Original
vnnd auch zum vnnderthenigstenn gebettenn, das der gebrauch des Sohlenn ziehenns mit den Eimernn, wie vonn alters herkommenn, bleiben möchte, auf das der Bronn durch anndere geferliche kunste vnnd gebewe, nicht vberlestiget, noch verderbt würde.
Wollenn wir zweiuels ohnn sein, Es solte der Bronn in solchen abbruch, wie er Jzo durch vervhrsachenn2[?] der geferlichenn gebew, so vf vnnd Jnn den Bronn gesezt, nimmer gerathenn oder kommenn sein,
Sondern ist Jorgenn Behmenn vnnd seinem annhannge, die doch mehr Jrem eigenn, dann vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrenn, vnnd Gemeiner Pfenner nuzenn, mit Jrem annschlegenn gesucht, so weidt verfolgt,
das der Salzbronn durch die schwerenn laste, vnnd teglich erregenn der Roßkunst1[?], in so mercklichenn verderbt vnnd abgenommenn, das dieselbige mit grosser fahr vnd vnnkostenn, gannz schwerlich wiederumb in besserung zubringenn,
Nach dem sich aber vnnser gnediger furst vnnd3 herr, in dem furstlichenn aufgerichtenn vertrage gnediglich verpflichtet, das Jre F. G. des Salzbronns vnnd vbereinzigenn[?] Sohlenn, Jrenn f. gl. vnnd gemeiner Lanndtschafft zum bestenn also gebrauchenn sollen vnd wollenn,
vnnd auch in bewilligter anngenommener Location vnnder anndernn klerlichenn versehenn, das der Salzbronn durch verkehrsachenn1[?] geferlicher gebewe vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn also verderbet, vnnd abnehmenn wurde, das mann nit salz siedenn könnte,
das doch der almechtige Got, gnediglich verhütenn wolle, So solle Jre f. gl. gemeinenn Pfennernn Jre volle verschriebene Pension gleichwohl zugebenn schuldigk vnnd pflichtigk sein,
Jr wollet mit allem vleis darob sein, das die Roßkunst, Jnn vnnd vf dem Bronne zum forderlichenn2 abgeschafft, vnd die Eimer wie vonn alters wiederumb vfgericht vnd gebraucht werdenn mügtenn,
Dann da solchs nit geschehe, vnnd der Bronn forter vnnd mehr, wie albereit vor augenn, vnnd beschehenn ist, dardurch solte verderbett↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
verkehrsachenn — so getrennt geschrieben (verkehr=sachenn); gemeint ist wohl „vervrsachen“ (Verursachen), vgl. dieselbe Wendung auf Bl. 77r
zum forderlichenn — Lesung der Endung unsicher, evtl. „zum forderlichstenn“
das wir der schedenn vnd verderbens halbenn, so aus verkehrsachenn1[?] anngezeigter gefehrlichenn gebewe halber albereit erfolgt, oder künfftiglich ervolgenn möchte,
Vnnd Nach dem der Salzbronn durch verkhrsachenn2[?] vnd teglichs erregenn, der gefehrlichenn gebewe, vf vnnd Jnn dem Bronn, albereit mergklichenn abgenommen,
Wo als dann einicherley zu oder abganng im Bronn befundenn würde, Dergestalt das die Söhle aus dem Bronn, oder das wilde wasser zu dem Bronne flüsse, wie die Knechte vnnd annder davonn redenn wollenn,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitegebenn wirdet, furnehmenn oder annsehenn solte, das wistenn wir aus allerley bedennckenn vnnd vhrsachenn keins wegs zurathenn,
Darauff den 20. Januarij Anno etc. 48. durch den Hern Lanndtvogt, die Salzgreuenn vnnd annder beamptenn zum Bodenn2[?] verhanndelt vnnd verabschiedt wie volgt,
Unsichere Lesungen
Euer E. W. — Kürzel der Anrede in der Unterschrift nicht sicher lesbar (evtl. „E. L.“ oder „E. G.“)
zum Bodenn — Anfangsbuchstabe mehrdeutig, auch „zum Sodenn“ (Ortsname Sooden) möglich
Anno etc. 48 — Zeichen vor „48“ als etc.-Kürzel gelesen; gemeint 1548
Lanndtvogt erzehlt Jr der Pfenner ann Muldenern vnd Jostenn gethann schreibenn, vnnd der Rethe bedenncken, Insonnderheit das Jorge Behm vnnd sein Kunst, mit Jren wissenn vnnd willenn aufgericht, doch habe mann nit beuelch dieser zeit, sich mit Jhnenn in weitleufftige disputation einzulassenn,
ziehenn sich des aber vff die abrede, so ihr der Pfenner etliche vnderschriebenn, vnnd vf Jre versiegelte vnterschreibung, sundernn5 soll dauonn geredt vnnd gerathschlagt werdenn, wie dem manngell des Borns geholffenn, vnnd alle bereitschafft darzu bestelt werdenn muge,
Darauf die Pfenner Nemblich Johann Niedennstein, Thias Thortey1[?], Johann Schaffnit, Michell Niegennrodt2[?], Hans Neute3[?], Findell4[?] der Jung Schaffnit, vnnd Heinz Meinhardt, bedacht gebettenn, vnnd nach gehaptem bedennckenn sagt Niedennstein,
Sie habenn das anntragenn gehort, vnnd souiel Jorgenn Kunst belanngt, habenn sie aus noth Jngehenn mussenn, Bittenn darumb nachmahls vf anndere wege zugedennckenn,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Thias Thortey — Vor- und Zuname unsicher; Thias wohl Kurzform von Matthias, Zuname evtl. Thortzy/Chortey
Niegennrodt — Zuname unsicher, auch Riegennrodt lesbar
Neute — Zuname unsicher, auch Nolte/Noute denkbar
Findell — Vorname unsicher, auch Sindell lesbar
sundernn — Lesung des Übergangsworts nicht ganz sicher (sondern/sundern)
Jtem Die Bereitschafft zum Baw betreffenn, wollen sich in nichts begebenn, das dem Vertrage oder Location zuwieder sey, wollenn sich dauonn bedingt habenn,
Wissenn kein annder bedennckenn annzuzeigenn dann Jnn Jrer schrifft gemelt, vf die zwene wege, dann sie hoffenn vnnd wissenn, das der Bronn im grunde noch vnuerderbt sey, Hab er aber manngell, must es durch Jorgenn Kunst vervhrsacht sein,
Jtem Jm augennschein zusehenn, ob vnnd wie durch die Tuchtlöcher1[?], der Thon aus dem vmbgannge, oder möchte gelanngt werdenn, vnnd soll der Salzbronn auch noch einmahl besichtiget werdenn,
Souiel Meister Jörgenn belanngt, Jst geschlossenn, das alles in geheim gehaltenn werdenn soll, aber die zwene wege, so die Pfenner furgeschlagenn, that nit vff sich2, ob er die schonn erfure,
Hab3[?] auch vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn, vnnd auch der Pfenner verstenndige leute darzu geordennett werdenn, die solchenn Baw gnugsamb verstanndt habenn, vnnd dann nach aller notturfft vnnd vleißigst versehenn, vnnd vfrichtenn, die auch fur vnnd fur stetigk, tag, vnnd nacht, bis zu genntzlicher vfrichtung solchs baues darbey sein vnnd bleibenn,
Nach gehaltener Malzeit sein der Lanndtvogt, vnnd wir anndernn, vnnd vonn gemeiner Pfenner wegenn, Niedennstein, Schafnit der Elter, vnnd Thias Thorey4[?]↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Tuchtlöcher — Lesung unsicher; wohl Lucht-/Luftlöcher (Luftöffnungen) des Umgangs am Salzbrunnen
that nit vff sich — that wohl für hat; Wendung: es hat nichts auf sich
Hab — Erstes Wort des Absatzes unsicher (Hab/Soll/Sein); dem Sinn nach: es sollen … verordnet werden
Thias Thorey — Namensform unsicher, vgl. Thortey auf Blatt 80r
im augennschein, vffm Salzbronn, vnnd in der augenzucht gewesenn, vnnd nach beschener besichtigung vnns allerleij vnnderredt, vnnd notturfftige berathschlagt, Ist auch Meister Hanns der Zimmermann vom Birckennfeldt mit Niedennstein1 vnnd andern in der augzucht gewesenn, vnnd Jme furgehaltenn, was sein Rath seij, wie der Tam2, darauf der gangk in der augzucht ist, heraus zubringenn, ob der durch die Luchtlöcher, oder ob der Deckell3 auch muß geoffnet werden, Darauf Meister Hanns gesagt, Er sorge es möcht das Holzwergk im grunde verwüstet sein, das ist Jme abgelent, Also sagt er, das durch die Lufftlöcher solcher Tham wohl könnt heraus gelanngt werdenn, Item Müssenn Pompenn vnnd ander Haspell darzu bestelt werdenn, damit das waßer was nit durch das gewelbe fallenn, kann geöst werdenn, Es habenn auch vonn wegenn vnsers gnedigen Herrn vnnd der Pfenner, Christoff Hombergk vnd Johan
Unsichere Lesungen
Z. 6: Niedennstein — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
Niedennstein, viererleij Sohl aus der aufzucht vnnd vmbgannge gelanngt vnnd geschmeckt, dernach auch die sohle aus dem Salzbronn, welche Sohl in funff glassernn durch den Herrnn Landtvogt, Müldenern1[?], Jostenn Rendtmeisternn vnnd Salzwartenn, vnnd vonn der Pfenner wegenn durch Niedennstein, Thias2 Thoreij3 den altenn Schaffnit4 vnnd andere mehr versuchtt, vnnd durch vns alle die Sohl aus dem Bornne noch vom rechtenn gutenn geschmack erkanndt wordenn, vnnd sagt Schaffnit, das die gleich vnnd ebenn so gut seij, als die vor vierzig Jarenn gewesenn seij, vnnd ist dieser abschiedt darauf wie volget, gestellt vnnd anngenommenn wordenn, Auff gemeiner Pfenner, ann vnsers gnedigenn fürsten vnnd Herrnn zu Hessenn, verordennte Salzgreuenn zum Sodenn, des manngels am Salzbronnenn, erbauung halber gethann schrifftlich anntwort, vnnd darauf Stadthalter vnnd Räthe zu Caßell gegebenn bescheidt des heut dato, Der Herr Lanndtvogt Sigmundt von Beijneburgk, die Salzgreuenn, vnnd ampt knechte zum Soden,
alhie zu Allenndorff einkommenn, vnnd daselbst mit gemeinenn Pfennernn vnnd Jren Salzgreuen, vnndtlicher vonn solcher sachenn, mengelnn vnnd gebrechen redenn hanndtlenn vnnd schliessenn sollenn, also ist heut dato im augennschein vnnd sonnst vonn solcher sache1 nach notturfft vonn beidenn theilenn hin vnd wieder geredt, vnnd nach beschener besichtigung vnnd noturftiger erkündigung enndtlich vonn beidenn theilenn, dahin geschlossenn, das der Bau dermassenn, wie sie die Pfenner fürgeschlagenn, vnnd vor gut anngesehen habenn, vfs fürderlichst fürgenommenn, vnd das vnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn darzu geordente diener sich mit aller notturfftiger bereitschafft darzu geschickt vnnd gefast machenn sollenn, Nemblich so soll zu solchem Bau zu rechtem Wedell2, nach berichtung des Jzigenn Monats notturfftigk Bauholz gehauenn vnnd nieder gefelt werdenn, vnd zu der befürderung hat die Stadt Allenndorff vff begerenn des Herrnn Lanndtvogts zwenzigk Stemme holzes Jnn Jrem geholzenn zuhauenn, vnnder
Unsichere Lesungen
Z. 5: sache — Kürzungshaken am Wortende
Z. 15: Wedell — Wadel, Mondphase; Lesung wahrscheinlich
↪Fortsetzung von der vorigen Seitetheniglichenn bewilligt, Dergestalt, wann vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn diener dieselbigenn Stemme nieder hauwenn wollenn lassenn, das als dann die Stadt Ire verordennte dabey habenn, damit die Zimmerleut im niederschlagenn nichts gefehrlichs gebrauchenn,
Vnnd soll Zu wetter tagenn auch Zum förderlichstenn, als baldt sichs des frostes halbenn thun lassenn will, am dickennberge2, vnnter vnnd vf Juncker Bertlenn vonn Bischhausenn, Inn die dreyhundert fuder Thon, oder beth1 gegrabenn, vnnd fur die Bodenn gefurt, vnd verschafft werdenn,
der Zuversicht, dieweil Juncker Berlt vonn Bischhausenn, auch Pfannentheil hatt, Er werde solchs auch gutwilligk vergönnen vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
beth — Lesung 'beth' klar, Wortsinn unsicher; sachlich wohl Letten/Lehm neben 'Thon'
Da er aber darann beschwerung hett, Als mann sich doch nit versicht, So soll vonn vnnsers gnedigenn Herrnn wegenn, mit Ime davonn gehanndelt werdenn, damit mann den Thonn gewislich, do er am bestenn vnnd nehistenn Zulangl1 ist, bekommenn müge,
So soll mitler Zeit darauff gedacht werdenn, das mehr als ein geschickter erfahrner Zimmermann vnnd Werckmeister, desgleichenn4 etliche Bergkverstenndige darzu verordennt vnnd gebraucht werdenn,
Unsichere Lesungen
Zulangl — Wortende mit Schleife, wohl 'zulänglich' im Sinn von 'erreichbar'; Lesung unsicher
Roß — Anfangsbuchstabe verschliffen; nach Kontext Rosse (Pferde) zum Pumpenbetrieb
ausösern — wohl zu 'ösen' = Wasser ausschöpfen; Endung unsicher
desgleichenn — am Zeilenende abgekürzt geschrieben
Das auch Stadthalter vnnd Räthe Zu Cassell, von wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn etliche tapffere verstenndige Bauwleute, vnnd anndere, darzu auch gemeine Pfenner, vonn Irer selbst wegenn, vnnd Zu Irem bestenn, etliche verstenndige Personen, aus Ihnenn,
doch das sie das werck Zu keiner verlegung1, Zuwieder der Location Zu solchem Baw verpflichttet noch schuldige sein sollenn, namhafftige hierbey bestellenn, vnnd ordenenn,
die solchs bauwes, vnnd wes sich darzu Jederzeit Zutregt, Nach aller notturfft, so tags, so nacht, fur vnnd fur, bis Zu volkommener enndtlicher aufrichtung vfs vleissigst nach Irem bestenn verstannde, vnnd vermügenn versehung vnnd ausrichtung thun,
Doch habenn Ihnenn Salzgrevenn vnnd Gemeine Pfenner ausdrucklichenn furbehaltenn, das sie mit Iren Rathschlegenn, vnnd wes sie manngels vnnd besserung des Bronns halber, wie obvermelt, vnnd sonnst vnnserm gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd Ihnenn selbst mit Zum bestenn anngezeigt,
Dieweil sich nun in dem der Salzbronn gebessert, hat mann mit vfbrechung vnnd erbauung des Sohlbrons, darumb vfgezogenn, das hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd herr selbst personlich konnt3 vnnd möchte bey diesem hochwichtigenn Baw sein,
↪Fortsetzung von der vorigen Seitebeuelch darin thun, dann nit allein sfgl.1 sonndern dem gannzenn furstennthumb Ritter vnnd Landtschafft darann gelegenn sein will,
In Obberurter Gehaltener tagleistung ist dieser abscheidt, betreffenn die halbe pfanne Zur Pfar Zun Sodenn gehörig, Grabenn vnd Gartennzinse, vnnd den Wehrbaw Zur Wognmühln2, vffgericht Zu Allenndorff an der Werra, den 22 Januarij Anno etc 48. wie volget.
Zuwissenn sey menniglichenn, Als hievor Gemeine Pfenner Zun Sodenn, vonn wegenn der halbenn Pfanne, so Zur Pfar Zun Sodenn gehörige, geclagt3 vnnd anngesucht habenn, das dieselbige halbe Pfanne, Inn Ire annzahl der Vier vnnd Vierzigk Pfanne, vnnd ausrichtung derselbenn Pension gehörige sein soll,
vnd doch hievor vom annfannge der Location bis vf heut dato dieselbige halbe pfann vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn dem verstorben Pfarherrn, Hern Johann Lonebach4 seligen vermöge der↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
sfgl. — Abkürzung, wohl 'seiner fürstlichen gnaden'; Buchstabenfolge nicht ganz sicher
vnnd dann Jzo ein annder Pfarher Zu Mülhausenn, durch den Superintendenten Herrnn Jost Wintter1, vf die Pfar Zun Sodenn verordennt, vnnd alhie durch seine schrifft præsentiret wordenn,
also das demselbigenn Pfarherrnn alle der Pfar güeter, nuzung vnnd gefelle Ingereumbt vnnd Zugestelt werdenn sollenn, dieselbigen Zu der Pfar vnnd seiner ausrichtung Zugebrauchenn haben,
also das sie in krafft der Location, Ire vollige Zale der Vier vnnd Vierzigk Bodenn2, wollenn verpensionirt habenn, vnnd doch solchs vorigenn der Pfar halbenn vfgerichtenn vertregenn etwas Zuwieder,
So habenn wir vntenbenenten, doch vf verwilligung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd hern, seiner f.gl. Stadthalter vnnd Rethenn Zu Cassell mit gemeinenn Pfennernn darauff geschlossenn,
das sie hinfurter dieselbige halbe Pfanne Zur Pfar Zun Sodenn gehörigk, in krafft der Location, auch nach anzahl der Pension sollenn Zu sich nehmenn, vnnd↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Wintter — Name des Superintendenten Jost Winter; tt mit Zierstrich
Bodenn — hier vierundvierzig 'Bodenn' (Siedehäuser), während zuvor von 44 Pfannen die Rede war; Lesung sicher
↪Fortsetzung von der vorigen Seitefurtter vonn solcher halbenn Pfann einem Jedenn Itzigenn vnnd zukunfftigenn Pfarherrnn seine gebürende pension gleich anndernn die zeit der Location durch die verordente Saltzgreuenn, Jegenn gepürliche quitanz vnwegerlich versehenn vnnd bezalenn lassenn /
Da aber gemeine Pfenner vber kurz oder lanng einiche1 vfschlage vf die obgemeltenn vier vnnd vierzigk Pfannenn zu machenn vrsach habenn werdenn, Als dann soll die halbe pfanne, so zum Bodenn2 der Pfar gehörige, dieselbe bewilligte steur alle mitzutragenn schuldigk sein, vnnd soll darin kein geferde gesucht, oder gebraucht werdenn,
doch in alwege hochgedachtenn, vnnserm gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn, S. fgl. Erbenn, ann Jrer Gerechtigkeit der Location oder Jure patronatus berürter Pfar außtrucklich fürbehaltenn, vnnd soll daran hiedurch seiner f. gl. nichts begebenn sein, Jnmassenn dann gemeine Pfenner↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
einiche — Wortende mit Zierschwung, Lesung 'einiche' (einige) nicht ganz sicher, evtl. 'einichen'
Bodenn — auch 'Bodem' lesbar; gemeint ist das Siedehaus der Pfarrei
Am anndernn1, Als auch den Pfennernn von dem Jnnzogenn Grabenn zum Bodenn vf der Pfenner altenn Saltzwerck, etlich zins, ann Hüener vnnd anderm bishero nicht entricht, Sonnder aus der vrsach /
Dieweil dann die Pfenner anngezeigt, das aus Crafft der Location Jnenn den Pfennern solcher zins gebüerenn will, So sollenn die amptknechte2 zum Bodenn, solchenn zins, vom anngeregtem grabenn Jhnenn auch hinfurter lassenn /
Dieweil mann befundenn, das vnnser gnediger Herr Jerlichs ein mergklicher grosser vnkost zu erhaltung des Wehrbaues zu S. fgl. wagenmühlen4↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Am anndernn — Initiale stark verschnörkelt, auch 'Vm' oder 'Zum' denkbar
amptknechte — Lesung nicht ganz sicher, evtl. 'amptleuthe'
im augennschein — Wendung unsicher, sinngemäß 'bei der Besichtigung'
↪Fortsetzung von der vorigen Seitevfleufft, vnnd das dem geholffenn, vnnd solcher vnkost abgewenndt werdenn möcht, das vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn wegenn, die Jtzigen Bröch vnnd Lachenn1, am Wasserwehre, zur Wogenmühln ann den ortenn, da das wasser Jtzo vber das wehr feltt,
Sechs rütenn lang vom Wehre ann hinder sich zurück, nach der Stadt gemeine, vnnd dann so breidt, als das wasser vberfelt, vnnd der bruch ist, etlichenn fischern, das zubauwenn, vnnd zuerhaltenn Jngethann werdenn /
Vnnd was ann zinsenn dauon gefallenn wurde, die sollenn S. fgl. zustehenn vnnd gebüerenn / sonnder der Stadt vnnd menniglichs Jntrags2 vnnd verhinderung /
Vnnd das dis alles also stet, vnd vest gehaltenn werdenn soll, So habenn vonn Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, gemeiner Pfenner, vnnd der Stadt Allenndorff wegenn wir vnndenbenenttenn3 vnns hieran mit eigenn Hanndenn ge=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Bröch vnnd Lachenn — Bröch = Brüche (Uferbrüche), Lachen = Wasserlöcher; Lesung der Endungen nicht ganz sicher
Jntrags — Wortende mit Zierschwung, evtl. 'Jntrage'
vnndenbenenttenn — Zierstrich durch tt; auch 'vnndenbenanttenn' lesbar
zu einem Pfennigkmeister mit Jrer f. gl. nach Kaiserlicher Maytt: vf Augspurgk, oder wo die anzutreffenn were zuziehenn, durch den Herrn Stadthaltter, Canzlar↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Beyneburgk — Adelsfamilie von Boyneburg; erste Silbe auch 'Boyne-' lesbar
Wildener — Initiale M/W nicht sicher unterscheidbar, auch 'Mildener' möglich
Riedennstein — Name unsicher, evtl. 'Riedemstein' oder 'Riedeselstein'
Wiegenrodt — Initiale M/W nicht sicher unterscheidbar, auch 'Riegenrodt' denkbar
Meuth — Lesung des Nachnamens nicht ganz sicher
Jost — Vorname des Pfennigmeisters; Zuname erst im weiteren Text
vnnd Rethe verordennt, vnnd wiewohl ich mich des Pfennigmeisters ampts beschwert, vnnd darfür gebetten, So bin Jch doch das zuthun anngehaltenn wordenn, laut des Cannzlars Doctor Günterodts1 seligenn vf mein bittschrifft gegebenn bescheidt, wie hernach volgt, Günstiger gebietennder Herr Stadthalter, gelegener sachenn nach, muß ich die Reise thun, damit aber das Pfennigmeister ampt ordenntlich vnnd nach notturfft versehenn werde, So könnenn E.
gl. der ampt knecht einenn, als den Renndtmeister zu Grünbergk, der ohn das wie Jch eracht, seins Vetternn Doctor Merbachs3 halbenn hinaus zuziehenn kein beschwerung hatt ordenenn Bitt derwegenn dienstlich E.
Ehl.[?] wollenn denselbigenn darzu verordenenn, vnnd beschreibenn, beij meiner gnedigenn fürstin in der nehe annzukommenn, vnnd fürter mit hinaus zuziehenn, Was ich dann Je thun, soll ann mir kein manngell sein, Das kömpt meinem gnedigenn fürsten vnd Herrnn beid vff der Reise, vnnd auch in meinem beuohlenenn
Unsichere Lesungen
Z. 4: Günterodts — Name Günterode, Lesung wahrscheinlich
ampts zum bestenn, Günstige anntwort bittennde, E. G. W.1[?] Jost Berber2[?] vom Hombergk, Vmb3[?] geringes kostenn wollenn, will ich auch da Doctor Jorge annkompt, wieder zurück reitenn, wolt E.
G. Jch auch dienstlicher meinung nit verhalten, Darauf ist volgennder bescheidt gegebenn, Stadthalter vnnd Räthe bedennckenn Jr wollet euch dessenn nit beschwerenn, dann mann kann des Renndtmeisters zu Grünbergk annderer vhrsachenn halbenn, nit wohl enndtrathenn, So ist Doctor Mege=4[?] bach nit so hupsch, das sein Vetter so gros verlanngk nach Jhme hat, Ist dennach vnnser beger vnnd bitt, Wollet euch dessenn nit weigernn, sondern darzu gutwillig gebrauchenn lassenn, Darauf mit Jrenn fgl.
Gnediger furst vnnd herr, Dieweil hoch vonnötenn gewesenn E. f. gl. gelegennheit des Saltzwercks von Zeit Jres abwesenns zuuerstenndigenn, So habenn E. f. gl. Müldener vnnd Ich dauonn verschienenn 47. Jars des 14. Decembris schrifftlichenn bericht zugefertiget,
Habenn Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell, auf der Pfenner Saltzgreuenn vnnd gethann schreibenn, den bescheidt gebenn, das der Lanndtvogt, Müldener vnnd Ich Jost4. sampt den Ampt=↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
emdtpfangenn — Wortende mit Schnörkel abgekürzt; Endung ergänzt, Lesung des Schlusses nicht sicher
Sahl kümpff — auch 'Sohl kümpff' oder 'Saltz kümpff' möglich; gemeint sind Solebehälter
vnns — auch 'vnnd' lesbar; 'vnns' nach Sinnzusammenhang
↪Fortsetzung von der vorigen Seiteknechtenn zun Sodenn, vf einenn benantenn tagk zu Allenndorff einkommenn, daselbst mit den Pfennernn vom furgestanndenenn gebrechenn, erbawung des Saltzbronns, notturfftig zuhanndelnn,
Vnnd ist der Pfenner meinung gewest, nur den Tam3 vmb den Saltzbronn zu renouiren, darauf auch vermöge derselbenn abrede zustundt alle dinge zum baue in vorrath verschafft, wie das noch furhanndenn ist,
Aber gleich darnach im Faldtlager1 Esto mihi, da man die wochenn der Fastnacht halber nit siedenn lest, Ist der Saltzbronn Gottlob wieder in sein alten standt vnnd höher dann in zehenn Jarenn nie gesehenn, gestiegenn,
dann wir befindenn, dieweil die zwene nechstgehapte Sommer sehr trockenn gewesenn, das etliche Bornne zu Allenndorff vertrucknet,↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
Faldtlager — Wort vor 'Esto mihi' nicht sicher lesbar; auch 'Feldtlager' oder aehnlich moeglich; gemeint ist die Zeit um den Sonntag Estomihi 1548
Plack, vnnd Tappenwergk — erstes Wort unsicher (Plack/Planck/Flack); 'Tappen' koennte auch 'Zappen' (Zapfen) sein
Dieweil aber der Sohlgrabe so tieff geraumbt, das das wilde waßer im Gewelbe kaum eines zol dick leufft, vnnd eines fußes tieff vor dem Gewelbe abfall hat, das die altenn nie gehapt,
dann da E. f. gl. am erstenn zum Saltzwergk kommen, Hat das wilde waßer im gewelbe in die annderthalb ehlenn tieff gestanndenn, wie dann E. f. gl. solches desmahls daraus schepffenn ließ,
Aber wie dem allem, So ist der Tamm vmb den Saltzbronn nun Jnn die 40. Jar gestanndenn, vnnd in solcher zeit böse vnnd baufellig wordenn, vnnd mus Jnn die↩Läuft auf der nächsten Seite weiter
Unsichere Lesungen
mast — Lesung 'mast' (ergiebiges Jahr) unsicher
die Zehenn [gestrichen: alb.] — nach 'Zehenn' ist 'alb.' (Albus) gestrichen; Sinn: zehn Albus je Pfanne
f. gl. erlediget, so werdenn wohl zurathenn1, Habenn also dieser zeit E. f. gl. erledigung halber, mitt den Pfennernn vnnd Bödernn füglich vnnd glimpfflich hanndelnn, vnnd vnns duldenn müßenn, damit derowegenn keine klage fürlieffe, dann wo die Location nit were, so hettenn die auslenndischenn Pfenner den nahmenn gehabt, durch anndere zugehert2[?], vnnd were ohnn hefftige klage nit abganngenn, also berichtet der Baw des Saltzbronns noch wie vor, Darnach als die Bay.3[?] Commissarien Hanns Jorg Schade vnnd seine zugeordenntenn zu Cassell abgeschiedenn, habenn sie vfs Saltzwergk ziehenn, vnnd sich vnns wegs abweisenn lassenn wollenn, das Saltzwergk vnnd die kunst daselbst zubesichtigenn, des wir sehr erschrockenn wordenn, vnnd vnns nit gnugsamb verwundernn könnenn, vonn weme das herkeme, seindt also für Jhnenn da gewest, vnnd zum bestenn alle sachen verwart, aber wir seindt Jnnenn wordenn, das Jorge Behm4[?] seiner kunst halber, sie dahin zukommenn anngestifft,
Unsichere Lesungen
Z. 3: zurathenn — Wortgrenze zu/rathenn unklar
Z. 9: zugehert — Lesung unsicher
Z. 12: Bay. — Abkuerzung vor Commissarien unsicher
Sie seindt aber vf den tagk zu Cassell lanngsamb vfgewesenn, des wegs vnkundigk, vnnd also spadt gein Allenndorff kommenn, vnnd des abendts nichts geschafft, dann wir sie in der nacht mit dem Essenn vffgehaltenn, das sie morgenns vngeferde in die dritte stunde besichttiget, darnach zu mittage geßenn, vnnd des tags noch bis gein Eschwege gerittenn.
Wir habenn aber das Saltzwerck1 ganntz vnnd gar gering geacht, vnnd gesagt, das etliche auslenndische vom Adell vnnd Burger theile darann hettenn, welches E.
f. gl. vonn Jhnenn ein zeitlanng dar, vmb eine Jerliche Pension locirt, stunde E. f. gl. alleine nit zu, So were auch das Lanndt zu Hessenn, wie sie der ortt zwischenn Cassell vnd da gesehenn, Ein sehr Raw, wildt, vnfruchtbar böse Lanndt, Eytell grosse Berge vnnd thall, Wir gestattenn auch des orts niemanndts zu Jhnenn zu kommenn, bliebenn bey Jhnenn, bis sie wieder aus der Stadt warenn, da liessenn wir sie nach Eisenach geleiten, Aber da die Pfenner erfuhrenn, das sie Jorgenn Behmen kunst halber da gewest, seindt sie ganntz vber Jhnenn vnrichtigk wordenn, so seindt Ime die Böder auch zu wieder,
Dieweil er dann vonn den Commissarien seiner kunst halber hoch vertröst, so acht er nit hoch diesenn diennst, wie wir vnns dunckenn lassenn, vnnd klagenn die Böder für vnnd für, das er Jhnenn zu rechter zeit nach nottturfft nit Sohle gnug verschaffte, Derwegenn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd wir kurtz vor mein Jostenn1[?] Jtzigs abreitenn Jhnenn vnnd die Böder fürgehabt, vnnd Jegenn einannder verhort.
Also hat er letzlich die anntwort gebenn, er könne der Böder klagenn für vnnd für nit warttenn, Sonndern wolt ein ablegung vonn beider Herschafft nehmenn, vnd abstehenn, das wir dann gernn gehort, Jnn sonderheit dieweil der Lanndtvogt hievor E.
f. gl. geschriebenn, seine Jorgenn kunst solt dem Saltzbronn schadenn thun, vnnd seindt der Pfenner Saltzgreuenn nit vngeneigt, Jres theils Jorgenn, da es leiderlich were, helffenn abzulegenn, Wollens aber hinder sich bringe2[?], So soltenn wir das auch ann E.
f. gl. gelanngen lassenn, Darauf ist vonn der Pfenner Saltzgreuenn vnnd vnns vor gut anngesehenn, das auf kunste zu ausbringung der sohle gedacht werde, das die Böder [gestrichen: knechtte3[?]] das
lohnn vnnter sich selbst verdiennttenn, könnte mann desto mehr leute da erhaltenn, vnnd fordert das Saltzwergk, dann Jorge hat Jtzo Jars1 Funffhundert guldenn vnnd mehr, des ist niemanndt dann er gebeßert, Sagt aber es gehe Jme alle Jars vf pferde, knechte vnnd gesinde, wie wir wohl gleubenn könnenn, dann er mit großem vnrath haus helt, Nun möchtenn E.
f. gl. vnnd die Pfenner Jhnenn Jorgen zimlich ablegenn lassenn dieselbige kunst ein zeitlanng selbst vnnderhaltenn, vnnd das geldt daJegenn Jnnehmen, könnte mit gutem nutzenn beschehenn, Derwegenn E.
f. gl. Stadthalter vnnd Räthenn beuelch zuthun habenn, Mitler zeit könnt mann vf wege gedennckenn, wie anndere kunste möchtenn darzu diennlich erdacht werden, das die Böder das geldt wie zuuor verdienntenn, wie wir dann albereit mit Heintzenn vom Lüttern2 der Pfenner Saltzgreuenn vnnd anndernn kunst verstenndigenn dauonn geredt vnnd gerathschlagt, auch zimbliche mittell erfundenn habenn, Wir seindt auch Jtzo im wercke zum vorrath der Sohl
Darumb vngelegenn, das Ich Jost Jtzo desorts nit sein kann, Jnn sonnderheit dieweil Muldener2 abermahls zu Cassell Burgermeister ist, vnnd in Stadt sachenn, auch mit vfrichtung des Interims zuschaffenn hatt, wie E.
Hieruff ist meins gnedigenn furstenn vnnd herrenn bescheidt, das Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, auch die Saltzgreuenn vnnd anndernn darzu verstendigenn, sampt den Pfennernn, was sie am Saltzbronnenn bedenncken zubeßernn, mit gutem furbedachtem Rath thun mögenn, ea conditione, das mann nit vbell erger mache, Jm gleichnis wie sie mit Meister Jorgenn den handell betrachtenn, das es gefordert werde, Jst s.
f. gl. gnediglich auch zufriedenn, doch der gestalt, das nit der Pfannen eins theils niedergelegt, vnnd feyrenn durfftenn, vnd vonn Bödernn newe klage beschehe, dann dennoch bisher Meins gnedigenn herrnn Pfannenn nebenn denn anndernn vonn Meister Jorgenn gnug Sohl gehanndtreicht wordenn, Signatum Speyr den 31 Augusti Anno 48 Ex Commissione P.1[?] Reinhardt Abell sst2[?] Vber das habenn Jr.
zu nutzen bawenn, vnnd nit vbell erger machen, auch vleissig vfsehenn, das das trewlich verwalttet werde, Signatum Speyr den 5 Septembris Anno 48 Philips L1 zu Hessenn Reinhardt Abell sst2[?] Vnnd des habenn die Böder Supplicirt, vnnd bescheidt darauf kriegt, des Jnnhalts wie volgtt Ernuester Gestrenger Herr Stadthalter, vnnd anndere Furstliche Hochgelerten Rethe, E.
G. gebenn wir vnnderthenniglich zuuerstehenn, das die Saltzgreuen vnd vnnsere verordennte obrigkeit, vnns wollenn zwingenn, das wir sollenn rechte mas gebenn, damit die kerner vffm Lannde vber vnns nit zu klagenn habenn des meßens halbenn, vnnd darauf den Schetzernn ein vleißigs vffsehenns zuhabenn beuohlenn, vnnd so wir also meßenn soltenn, wie vnns beuohlenn ist, müstenn wir armen zeitlich dauonn lauffenn, dann der Saltzbronn kann
es nit ertragenn, auch so hat mann vns armenn alzeit vfgehaltenn, mann wolte den Bornn bawenn, vnnd helt vnns arme leute auf, aus einem tage Jnn den anndernn, damit kommenn wir armenn gleichwohl vmb das vnnser, vnnd vnnser veterlich Erbe, Man hat vnns aber in dem erstenn solchs nit zugesagt, man solt doch billich die Bruderliche liebe ann vnns erzeigenn, damit wir auch ein stuck brodts mochtenn erwerbenn, vnnd vnns doch nit so gnaw haltenn, gleich wie mann einenn Hundt helt, dem gebe mann doch das er bey seinem Herrnn bleibenn könne, vnnd da vnns armenn solchs nit gedeyenn [gestrichen:
oder 20. stundenn vfs lenngste ann einem wercke gesottenn, Jtzo mus mann 30. oder mehr stunde darzu habenn, das vnns armenn dann zu schwer wirdt, wie anngezeigt, so vnnser gnediger fürst vnnd Herr will, das wir bey s.
belohnung dauonn werde, wie mann vf anndern Saltzwerckenn gibt, oder gebreuchlich ist, Da aber das nit beschehenn könnte oder möchte, wurdenn wir dadurch verursacht, vnns vnder anndere herschafft zuwendenn, vnns vnnd den vnsernn das Brodt zuerwerbenn, welches wir dann gar vngernn thun woltenn, So es bey vnns gemachtt wurde, das wir bey vnnserm anngebornenn Naturlichenn furstenn vnnd herrnn gebleibenn könntenn, welchs vnns s.
Jede Saltzgans in funff stucke zertheilt werdenn soll, bis vf der Pfenner zusammenn kommenn, Signatum Cassell den 12 Nouembris Anno 48 Nach der zeit hab Ich Jost nicht desto weniger vmb erbawung des Saltzbronns anngehaltenn, Derwegenn Stadthalter vnnd Rethe zum zweytenn mahl der Pfenner Saltzgreuenn, wie volgt geschriebenn, Vnnsernn gunstigenn willenn vnnd freundtlich diennst zuuor, Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Kurtz hieuor hat vnns Jost Berker vnter anndernn anngezeigt, das ihr vonn vnns begert, euch vnnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halbenn, zuuerstenndigenn, damit ihr solches gemeinenn Pfennernn, dieweil ihr die derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
Decembris zusammenn beschriebenn habt, furhaltenn könnet, Wollenn euch darauf gunstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd kerner hefftigk vber das abnehmenn der Sohl klagenn, Derwegenn die Böder die kerner vnnd Ladeleute vortheiln, vnnd
dann die kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch vnter andern eroffnet, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt kaufgeldt, die zehrung vnnd vnkostenn vngerechnet, Nur Neun alb1 solt gelost habenn, Dieweil dann der manngell also augennscheinlich furhanndenn, vnnd Jr selbst wisset, das die fassung des Saltzbronns, durch lennge der zeit manngelhafftigk auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn zu Hessenn, den zubawenn beuelch vnnd meinunge, das der nit vbell erger gemachtt werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd vorwißenn geschehe, So ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedenckenn, das der Saltzbronn vfs vleißigst vnnd beste zum aller furderlichstenn ernewert vnnd gefast werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd tappenn, vnnd nit aus dem grunde bawenn, So were zu besorgenn, das damit doch dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder
mit bestanndt könnt abgelehnet, noch ordenung gehaltenn werdenn. Damit nun das ganntze werck dem furstennthumb, gemeiner Ritter vnd Lanndtschafft, vnnd Jnn sonnderheit zu ewerm eigenn selbst bestenn, wie die eußerste not erfordert, schleunig genewert vnnd gefast werdenn magk, So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, alles das Jenige darzu thun, das die nottturfft erfordert, vnnd muglich ist, vnnd soll darann s.
fl. vnnd herrnn, in krafft der vfgerichtenn vertrege, etlicher vom Adell, vnnd der darin benenttenn vonn Stedtenn erkanndtnus wohl leidenn, Was nun ewer vnnd gemeiner Pfenner enndtlich beschließliche meinung hierauf sein wirdt, Das wollet vns zum aller furderlichstenn, durch einenn Stadtlichenn ausschoß, der volkommenen gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hinder sich bringenn, mit vns darin enndtlich zuschliessenn,
verstenndigenn, damit mann dü1[?] schleuniger zureitung kommenn, vnnd mit Jnn die Harre den baw vfziehenn durffe, Wir auch solches eilennts ann vnnsere gnedige Junge Herrenn, vnnd die abwesenden Rethe konnenn gelanngenn lassenn, Dieweil auch Jorge Behem wie er aus Ascherslebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt, kein annder Kunst zu ausbringung der Sohl gedennckt, oder weis vfzurichtenn, vnnd dann gedachte vnsere G.
Her: Bevehlhaber vnnd Jr euch, Jhnenn Jorgenn dinnlich2[?] seine Rew3[?] abzulegenn enndtschlossenn, Kraucht4[?] sich darann etlicher massenn, wie Jhr wist begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn, das es darmit dahin gericht werde, das die Boderknecht solch geldt zumtheil selbst verdienenn, vnnd was dann vberigk, das solchs beidenn Herschafftenn, Jerlichs zu gut kommenn möchtte, Wie vnns dann Müldener vnnd Jost dauonn mundtlichenn bericht gethann habenn, Dergestalt das solchs dermassenn zu
gericht, das solchs zu erbawung des Bronns, vnnd auch schöpffung der Sohl Jederzeit, sonnder nachteil zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Saltzbronn gesetzt, oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrenn, oder vnns die Rethe vnnd gemeine Pfenner sempttlichenn, vor nutzlicher, bequemer vnnd besser Sohle damit zuschöpffenn, dann mit Jtziger Jorgen Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkenndt vnnd anngenommenn, Solches woltenn wir euch vf euer bitlichs begerenn, günstiger, freundtlicher, vnnd guter meinung nit vorhalten vnnd euch zu günstigemm freundtlichem willenn seindt wir geneigt Datum Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 48.
Thias Thoreij1, vnnd Weigell Riegenrodt, Burgermeister zu Allenndorff ann der Werra, vnnd Gemeiner Pfenner Saltzgreuenn zun Bodenn daselbst sampt vnnd sonndernn, Zweite Antwort Stadthalter2 vnnd Rethe zu Cassell den Pfennernn erbawung des Saltzbrons halbenn gegebenn den 9.
Decembris Anno 48. Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Wir habenn ewer wieder schreibenn vnnd anntwort, vnns vf vnnsernn Rath vnnd bedenckenn, erbawung des Saltzbronns halber, so Jr vonn vnns begert, gethann, alles Jnnhalts nach der lennge verlesenn, vnnd hettenn vnns genntzlich versehenn, Dieweil ihr solannge Zeit zu ewer zusammen kunfft gehapt, Jr hettet euch darin [übergeschrieben:
zu schleuniger hanndelung verstenndigt, vnnd solches nit in die lenng vfgezogenn, aber wie dem allem, dieweil ihr nachmahls zimbliche geraume zeit, die dinge ann ewer mitterbenn gelanngenn zulassenn, bittenn, Wollet ihr zum förderlichstenn Jmmer müglich, solchs auszurichtenn euch befleissigenn, vnnd euch ewers gemüts, wies euch in dem fall zubewilligenn, vnnd zuthun sein will, erclerenn, vnnd vnns zuerkennenn gebenn, Wie wohl nun vonnötenn das mann sich alle stunde zu der Bereitschafft des Bawes schickenn solt, So wollenn wir euch doch nachmahls einenn Monat zeit zugelassenn, vnns nach ausgannge desselbigenn darauf enndtlich, beschlieslich anntwort vnnd bescheidt zugebenn, Solchs woltenn wir euch am stadt vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd Herrnn zu Hessenn, hinwieder nit verhalten, vnd euch zu allem gutenn seindt wir geneigt Datum Cassell den 9.
Den Erbarnn vnnd achtparnn vnsernn gutenn Gönnern vnnd freundenn Saltzgreuenn vnnd gemeinenn Pfennernn zu Allenndorff ann der Werra / Darauf sie die Furstlichenn Herrenn Stadthalter vnnd Rethe, Jr Rath vnnd bedennckenn gebettenn, das ich dann dem Herrnn Stadthalter, vnnd also anngezeigt das nutzlich vnndt gut were, das der Saltzbronn gantz new gefast wurde, Derhalbenn Stadthalter vnd Rethe Jhnenn den Pfennernn wieder vnns geschriebenn, also, etc.
Vnsernn günstigenn willenn vnnd freundtlich dienst zuuor Erbarnn vnnd achtparnn gute Gönner vnnd freunde, Vnns hat kurtz hieuor Jost Berker anngezeigt, was ihr vnnter anndernn begert, das wir euch vnser bedennckenn, erbawung des Saltzbronns halber verstenndigenn woltenn, damit Jhnen solchs gemeinen Pfennernn, dieweil Jr sie derwegenn schirstkunfftigenn den 3.
darauf günstiger guter meinung nit verhaltenn, das beide die Böder vnnd Kerner hefftigk vber das abnehmenn des Saltzbronns klagenn, derwegenn die Böder die Kerner vnnd Ladeleute vorteiln, vnnd dann die Kerner das Lanndt vbernehmenn, vnnd klagenn doch die Kerner, wie Jr dann desmahls gemeltenn Jostenn auch anngezeigt, das einer so sechs achteil geladenn, vber sein ausgelegt geldt, die Zehrung vngerechet, nur Neun albos solt gelöst habenn, Dieweil dann der manngell also scheinbarlich fürhanndenn, vnnd Jhr wist, das das gebeue1 des Saltzbronns manngelhafftigk, So ist vnnser enndtlich bedennckenn, das der Saltzbron vfs vleißigst vnnd bestenndigst, gemacht vnnd gefast werde, Dann solt mann wie vorm Jare dauonn geschloßenn, darann etwas flickenn vnnd Lappenn, So ist zubesorgenn, das darmit da dem wercke nit geholffenn, noch die klage der Böder mit bestanndt were abgelegt, Damit nun das werck dem ganntzenn Furstennthumb wie gemeiner Ritter vnnd Lanndtschafft, vnnd Jnnsonnderheit zu ewerm selbst bestenn zuerneuernn, die
eüßerste noth erfordert, So wollenn wir an stadt vnnd vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd Herrenn zu Hessenn, alles das Jenig darzu thun, das mennschlich vnnd müglich ist, vnnd soll daran nichts manngelnn, Was nun euer vnnd gemeiner Pfenner bedennckenn, vnnd enndtlich schliessenn hierauff sein wirdt, das wollet vnns zum aller furderlichsten durch einenn Stadtlichenn ausschos, der volkommenn gewalt, vnnd beuelche habe, ohnn hindersich bringen, mit vnns enndtlich dauonn zuschliessenn, verstenndigk, damit mann zu schleuniger zurichtung kommenn, Nach dem auch mit Jorgenn Behmenn seiner Kunst halben vf bessere wege zutrachtenn, ein zeither gedult getragenn, vnnd er aber vonn vnns, auch euch mehr als einmahl sich vernehmenn, vnnd Jtzo letzlich aus Ascherslebenn ann gedachte V.
G. Herrnn Saltzgreuenn vf derselbigenn schreibenn zur Antwort gebenn, das er seine Kunst also gebauet, das er die nit besser machenn könne, vnnd er sich dann hieuor vor vnnsers gnedigenn Herrnn beuelchhaber vnd
euch gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hat hörenn lassen, mit ausdrucklichenn worttenn, er könne der Böder klagenn nit altzeit warttenn, Darumb möcht er leiden, das er solcher Jtzigenn Kunst, dieweil sie den Bödernn nit dienlich, abgelegt werde, das dann auch Jhr von beider Herschafft Saltzgreuenn ann Jre Herrnn vnnd mit Pfenner gelanngenn wollenn lassenn, Dieweil nun vonn Jörgenn weitter besserung nit zugewartenn, auch die Böder das verderbenn des Bornns seiner Kunst vnnd gebeue zulegenn, wie sie, So erfordert die notturfft mit verennderung der Kunst vf mittell vnnd wege zugedennckenn, die dem Saltzwergk zutreglicher seyenn, vnnd laßenn wir vnns wohl gefallenn, das es damit vfs aller furderlichste, dahin gerichtet werde, das die Boderknechte solch geldt mit dem Schöpffenn zum theil selber verdienenn, auch beiden Herschafftenn daruonn, Jerlichs zu erhaltung desselbigk1[?], könnt etwas heraus gebenn werdenn, Wie dann vns des Müldener vnnd Jost Berber, das solchs also Jns werck zubringenn bestelt, mundtlichenn berichtt gethann habenn, das solchs zu erbawung des Bronns
vnnd auch ausschöpffung der Sohl zugebrauchenn, doch das solchs nit vf den Bronn gesetzt oder gebraucht werde, Es sey dann durch vnnsers gnedigenn Herrnn oder vnns die Räthe vnnd gemeine Pfenner vor nutzlicher vnnd bequemlicher, Sohl damit zuschepffenn, dann mit der Jtzigenn Jorgenn Kunst, im augennschein selbst besehenn, erkanndt vnnd anngenommen, Solches woltenn wir euch, vf ewer begert, günstiger freundtlicher vnnd guter meinung nit verhaltenn, vnd seindt euch zu günstigenn freundtlichenn willenn geneigt, Datum Cassell den 17.
Nouembris Anno 48 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell. Denn Der Pfenner Saltzgreuen, Darauff Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner zu Allendorff, den Furstlichenn Herrnn Stadthalter Canntzler vnnd anndernn Rethenn schrifftlich anntwort geben, des Jnhalts
G. vf annbringenn Jostenn Berbers vnnd Heinrich Muldeners, manngels vnnd gebrechenns des Saltzbronns auch der Böder vnnd Kerner klage halbenn, ann vnns ausgehenn lassenn, habenn wir mit erbietung vnser schuldigenn willigenn dienste, in vnderthenigkeit endtpfanngenn, vnnd daraus vnnsers gnedigenn fürsten vnd Herrnn beuelch, vnnd E.
G. gemüte verstanndenn, Nemlich welcher gestalt der Saltzbronn vom grundt auff mit der Pfenner Rath vnnd willenn, das also, das nitt vbell erger gemacht werde, erneuert vnnd gebessert werdenn solt, vnnd das vnserm derhalbenn vorigenn gethanen Rathschlage als schlichwerck1 nicht zu volgenn, oder etwas damit auszurichtenn sey, mit weitterm annhange, da wir deshalbenn Jnrede oder Jegenn bedennckenn zuhabenn vermeintenn, das als dann E.
G. ann stadt hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn not weisung der fürstlichenn aufgerichtenn vertrege, vor etlichenn des Adels vnnd Stedtenn, erkanndt vns
darumb zugewarttenn, vnnbeschwert, vnd das wir zu der furderung einenn stadtlichenn ausschos, mitt volkommenem gewalte, ohnn hintersich bringenn abfertigenn soltenn, der vnnser meinung vnnd gemüte zuerclerenn, vnnd sampt ewer G.
G. in vnderthenigkeit nit verhaltenn, Nach dem in der Location zwischenn hochgemeltenn vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeinenn Pfennernn auffgericht, vnter anndernn ausdrucklichenn abgeredt vnnd verschriebenn, das vnser gnediger fürst vnnd Herr alle gebeuwe am Saltzbron, Bodenn, Sohlgrabenn, Jnn vnnd vmb die Bodenn, vnd allem was darzu gehörigk, die zeit der bewilligtenn Location, vf seiner fgl.
kostenn erhaltenn sollen vnd wollenn, Das auch Gemeine Pfenner zu keinem neuenn gebeuenn, die Jhnenn beschwerlich vnnd dem Saltzwerck gefehrlich sein möchtenn, vber Jren willen verstrickt oder obligirt sein sollenn, Jn dem Jst in gedachter Location vnnter anndern1[?] Cler
lich versehenn, das vnnser gnediger fürst vnnd Herr zu annfanng der Location den Pfennernn Jr ganntzes Saltzwerck, sampt allenn seinenn Jnn vnnd zugehörungenn Jnn so wesenntlichenn baw vnnd besserung, als das in zeit der Location anngenommenn, gestanndenn, wiederumb einreumenn vnnd zustellenn soll, vnnd ob vber das an Bodenn, Pfannenn oder sonnst am Saltzwergk etwas gebessert were, das alles soll gemeinenn Pfennernn, Jren Erbenn vnnd nachkommenn, ohne enndtgeltnus zugute reichenn, ohnne alles geuerde, Derhalbenn so könnenn wir vf E.
G. meinung vnnd begerenn dieser zeit ohnn vorwissenn vnnd bewilligung der auslenndisch1[?] Pfenner, vnnd zuwieder der Location, vnns zu einiche gebeuwe, hanndelung, vnnd rechtfertigung nit Jnngelassen, wie E.
habenn], Nun seindt wir nicht vngeneigt nach vnnserm bestenn verstannde, vnnd vermügenn, vor alle vorgefallenn beschwerung helffenn zurathenn, Doch das wir dadurch zuwieder der Location, vnnd anndernn vertregenn, nit möchtenn beschwert werdenn, habenn auch derowegen
Das fünffte Buch. Auff des Gestrengenn vnnd Ernuestenn Sigmundts vonn Beyneburgks Landtvogts ann der Werra, vnnsers gebietendenn Herrenn, Jostenn Berkers1[?] vnnd Heinrich Wuldeners anregenn, der furgefallenn gebrechen des Saltzbronns, vnnd anderer obererzehltenn2 beschwerungk halbenn, alle außlendische Pfenner vf nehistverschienenn dinstagk nach andere, vf vnserm Rathause zuerscheinenn, vnnd nebenn vnns, wie solche schedenn vorkommenn vnnd abgeschafft werdenn mochtenn, zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, beschriebenn, tröstlicher hoffnung, sie soltenn in betrachtung der vorstehenden not, stadtlicher annkommenn sein, So seindt doch mehrertheil die vom Adell durch andere mergkliche geschäffte, die zeit zuerscheinenn, behindert wordenn vnnd aussenn bliebenn, Das wir derwegenn der fürstehenndenn gebrechenn halben, vnnd was wir vff E.
G. weitter erfordernn, zu anntwort gebenn soltenn, nichts habenn schliessenn könntenn, oder mögenn, vnd vns in so wichtigenn sachenn, ohnne bewilligung aller Pfenner, etwas vonn vnns zuschreibenn, nit geziemen noch
Das fünffte Buch. gebürenn will, So bittenn wir vnnderthenigs vleisses, E. G. wollenn vnns nachmahls zimbliche geraume zeit, diese dinge ann vnnser miterbenn1 gelanngenn zulassenn, gnediglich vergönnenn, wollenn wir dan furderlichsten Immer muglich, solchs außzurichtenn, vnns befleissigen, vnnd vnnser gemüte, wes vnns in diesem fall auff E.
48. E. G. Gehorsame vnnderthan. Saltzgreuenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff. Vnd dieweil sie desmahls kein enndtlich anntwortt gebenn, habenn sie hernach diese schrifft vberschickt, Den Edlenn Gestrenngenn, vnnd Ernuestenn Hochge
G. vnnd gunstenn, des Saltzbronns vnnd seines gebeudes erhaltung wegenn vielleicht vf des Erbarnn Jost berkers annzeigenn zugeschriebenn bedennckenn verstanndenn, vnnd mügenn E.
G. vnnd gunstenn bedennckenn in mancherley artickell verfasset, das wir das notwendigste wiederumb zuerholenn, vnnd dann darauff vnnderschiedtliche antwort thun müssenn, nötig erachtenn, vnnd anfangs sagt E. G. vnnd gunstenn schrifftlich.
Das fünffte Buch. Das beide die Söder vnnd Bernner1 hefftigk, vber das abnehmenn der Sohlenn klagenn, derwegenn die Söder, Bernner vnnd Ladeleute2[?] verteilnn, vnnd dann die berner das lanndt vbernehmenn, Den artickell befindet mann klagbar, zu dem weisett es das siedenn vnnd die vbertracht des holtzes vnd feürwergks auß, Ob nun die Sohle abnimmet, oder mit dem wildenn wasser vberladenn, wirdet die Prob vnnterrichtenn, Wir besorgenn aber, dieweil der grundt des Bronns, durch die schwerenn gewaltigenn gebeude vnd schleichtenn also durschellet3, vnnd außgezogenn, das das wilde wasser zu einem einfluß Irgenndt geuhrsacht worden, aber die vhrsachenn hinzuthun, vnnd nun das wilde wasser abzusonndernn, Besorgenn wir vber vnnser vermügen, Erachtenn vnns auch darann mit nicht schuldigk zusein, Derhalbenn wollenn wir dem zuuorkommenn, E.
G. vnnd Hochgelerten gunstenn ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtfurstenn vnnd Herrnn, die sachenn ohnn vnnser weitter zuthun freundtlich hiemit beuohlenn habenn, Ewer G.
Das fünffte Buch. Item dieweil dann der manngell augennscheinlich befundenn, vnnd Ihr selbst wist das die fassung des Saltzbronns durch lennge der zeit manngelhafftigk, auch vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Lanndtgraf Philipsenn zu Hessenn, den zu bauenn beuelch vnnd meinunge, doch das nit vbell erger gemacht werde, vnnd solchs mit ewerm Rath vnnd verwissen geschehe, Diesem artickell könnenn wir schwerlich gleubenn, dann die fassung des Bronns ein vberaus lannge zeitt vor vnnd ehr der gefehrlichenn Roßkunst1 vnuersehrt ann dem grunde vnnd fundament gestanndenn, das daraus wohl noch vber vnnser menschenn gedennckenn, den Bronn ann seiner fassung also zubleibenn, nicht allein zuuerhelffenn, Besonnder auch zubeschliessenn gewesen, Wes aber vf vnnser weigerung vnnd embsigs bittenn, die beschwerliche Roßkunst, die nicht annders dann dieses augennscheinlichenn schadenns, ein gewisse vhrsach ist, außgebliebenn, vnnd dann oder darnach der Bronn ann seiner fassung, vonn dem wir zuuor Sohlen schepffen, Inn diesenn anngebenn gerathenn, Hettenn wir das
G. vnnd Hochgelertenn gunstenn, werdenn vor mehr1[?] der gewilligtenn anngenommenn vnnd eingetrettenn Location, ann stadt vnnsers gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, darfür sein, das solcher verschliß des grundts, in wesentlichenn Baw ohnne vnnsernn kostenn bracht vnnd erhaltenn werde, genntzlichenn versehenn vnnd vertröstenn, Wir könnenn aber nun nicht vf was weise solches beschehenn möchte, vor vnnser Person, damit vbell nicht erger gemacht werde, wissenn, dieweil wir dann Jegenn die Pompenn, auch Roßkunst, nicht soltenn gehört werdenn, Müssenn wir solchen Rath, weg vnnd weise, den schliß in wesenntlichenn Baw zuenndthaltenn, vnnd das der Bronn, nach außganng der Location, so gut wie er empfanngenn, geliefert werde, E.
Das fünffte Buch. Auff E. G. vnnd Hochgl. G. drittenn Artickell. Item so ist vnnser enndtlich Rath vnnd bedennckenn, das der Saltzbronn vfs vleissigst vnnd beste zum aller furderlichstenn erneuert, vnnd gefasset werde, dann solt mann wie vorm Jar dauonn geschlossenn darann etwas flickenn vnnd Lappenn, vnnd nicht auß dem grunde bauenn, So were zubesorgenn, das darmitt dem wercke doch nit geholffenn, Den Rath vnnd bedennckenn wissenn wir nicht, wo sich der im wercke, vnnd der geschichte begebenn will, zuermessenn, Wir woltenn aber mann hette sich zuuor mit allem vleis des geuhrsachtenn schadens erkündet, vnnd mit verstenndigernn werckmeistern, daraus geredt, Irenn Rath anngehört, vnnd sich dann fernner nach gelegennheit des anngewertigen1 gebawes, das der dem schadenn zum fürschube bliebe, vnnd dann der grundtschlies wiederumb in wesenntliche gebeuwe bracht, darinnenn bleibenn vnnd behaltenn werden möcht, vnnderrichtenn lassenn gerathenn haben,
Das fünffte Buch. Da aber solchs E. G. vnnd Hochgl. G. nicht annehmlich sein will, vns aber vnnser verstanndt darinnen weitterung zuersuchenn beschwerlich sein, da es aber ohnn vnnser zuthun in ein besserung bracht werdenn kann, das woltenn wir am liebstenn wissenn, dann wir aus vnnser seligenn vorfahrn Bawregister vnnd verwarungenn1 derin nicht geringe besorgk vnd schreckenn habenn, derhalbenn vns die vfgerichte bestanndtnus oder Location in kunfftigenn schadenn den doch Got der Herre gnedigk verhüetenn wolle, nicht dringenn kann, Der Vierdt Artickell.
Item So wollenn wir ann stadt vnnd vonn wegenn Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn alles das Jenige darzu thun, das die notturfft erfordernn vnnd muglich ist, vnnd soll darann ann Fstl.2
theil nichts manngelnn, Aus diesem annschlage habenn wir soltenn Jmgleichen mit gebeuwe benebenn vnnserm gnedigenn Lanndtsfurstenn vnnd Herrnn, den mit außzufurenn, gefordert
Das fünffte Buch. werdenn zuermessenn, Nun wistenn wir Je nichtt, mit was fugenn, die weil wir hefftigk Jegenn die Roßkunst gebettenn die wieder vnnser güte verwilligung deste weniger nicht als ein vhrsache alles schadenns, dennoch vfgericht, Wir darzu weitter soltenn Baukostenn hinder den vertregenn der Location hin, mit zuerlegenn, gedrungenn soltenn werdenn, vnns zuenndtsinnenn, Der fünfft artickell.
Item So Jr aber darann nachmahls bedennckenn habenn würdet, So mögenn wir ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn Herrnn, Inn Crafft der vffgerichtenn vertrege etlicher vom Adell, vnnd der darin benenntenn vonn Stedtenn, erkanndtnus wohl leidenn, Das wir nicht in bedennckenn allein sonndernn auch hohe vnnd hochste beschwerunge in geferliche vnnsers erachtenns nicht schuldige gebeuw, abermahls, vnd den vertragk der Location, nach befindunge des schadenns, zuwiedder vnns zutringenn zulassen haben,
Das fünffte Buch. kann ein Jeglicher verstendiger leichtlich ermessenn, vnnd möchtenn wir dennoch des schadenns kein vrsachere sein, Wir Ja billich mit solchenn schwerenn vnncostenn des mitgebeuts1 vnuerschonetenn, das wir aber vff E.
G. begerenn vber die beschwerung vnnd bedennckenn, so vonn wegenn der Location, als eines sonndernn vnnd neuenn Vertrags eruolget, dem welchem Contracto Locationis Inn die Richtter des vorigenn vertrags nicht gewilligt, erkandtnus gewarttenn2 soltenn, Ist vnns in viele wege zubedenckenn, fürnehmlich das der Contract der Location daruonn kein meldung thut, Zu dem so seindt der mehrer vnnd fürnembste theil der vom Adell vnnd Stedten, in anngeregter Location selbst schuldige Bürgenn, vnnd mit fart wordenn, Derowegenn sie dann in diesem fall nicht Richter sein könnenn, oder mügenn, Wir auch Inn sie keins wegs gehelet oder gewilliget haben wollenn, dauonn wir vnns bedingenn, Der Sechst artickell sagt.
Das fünffte Buch. lich beschließlich meinung hieruf sein will, das wollet vnns zum aller furderlichstenn, durch einenn stadtlichenn außschos, der vol kommenn gewalt vnnd beuelch habe, ohnn hindersich bringenn, Mitt vns darin enndtlichenn zuschliessenn verstenndigenn, Dieweil wir in dem annschlage noch zur zeit nach befindung der sachenn, vnnd sonnderlich nach dem wir den schadenn nicht geuhrsacht, aber vleissigk vnnd zum höchstenn Jegenn die gewaltigenn, aufbeuwe vnd Roßkunst gebettenn, nicht wissenn zurathenn, noch zuthatenn1, So achtenn wir einenn sonnderlichen außschos zuuermeidung vieler vnncostenn, nichtt nötigk sein, Darumb wir dann desto weniger nit vnnsere bedennckenn dan einfeltigstenn auffs Papier bringenn, vnnd vbersenndenn lassenn, Der Siebennde Artickell.
Item Dieweil Jörge Behm, wie er aus Ascherßlebenn geschriebenn, vnnd Jr gelesenn hapt kein annder kunst zu außbringung der Sohlenn gedennckt oder weis vfzubringenn, vnnd dann gedachte vnsers
Das fünffte Buch. gnedigenn Herrnn Beuelchaber, vnnd Jr euch Ihnnen Jorgenn zimblich seiner Beuwe1[?], abzulegenn enndtschlossenn, Er auch sich darin etlicher maß, wie ihr wist, begebenn, So lassenn wir vnns gefallenn das es dahin gericht werde, Das wir Jorgenn Behmenn seiner schedtlichenn gebeuw, erlegenn, oder Jme sonnst darfur etwas zugebenn in zeit der Location enndtschlossenn habenn soltenn, Wissenn wir vnns der massenn nicht zuerInnernn wir seindt dessenn auch ann diesem tag wenig geneigt, Hette vnnser gnediger Lanndtsfurst vnd Her Jme aber, das er seine kunst sonnst vnnd nicht vff dem Saltzbronn gebraucht eine güte verehrung geben, die woltenn wir gernne habenn bezahlenn helffenn, Da aber Jegenn vnnd wieder das vngelt so Jorgenn Behmenn vor sein kunst gegebenn Inn annder mittell, damit mann ohne solche gewaltige erschüllung2[?], Reissen vnnd vfziehenn, des grundts, Sohlenn, des Bronns gelanngt vnnd gezogenn werdenn möchte, anngelegtt vnnd gericht, möchtenn wir gernne hörenn, sehenn,
Das fünffte Buch. vnnd vernehmenn, Das aber solches Jn vnnserm Nathe, vber vorige alte kunst vnnd arbeit so mit den Eimernn beschehenn solt, vnns vnmüglich sein zuendtschliessenn, Darumb müstenn wir da mit in rühen stehenn, vnnd das E.
G. vnnd Hochgl. G. Als Gott lob den verstenndigenn, freündtlichen vnnd vnnderthenig heim gebenn vnnd beuehlen, Vnnd nach dem dann vnnser gnediger fürst vnnd Herr, sich in anngenommener Location, anstrengklich1[?] verpflicht, das Ihr f.gl.
das anngenommenn, ohnne erlegung einicher gebeuwe, wiederumb einreümenn vnnd vberantwortenn sollenn vnnd wollenn, So seindt wir der vnnderthenigenn tröstlichenn hofnung, E.
vnnd der ganntz1 Lanndtschafft zugüt in vnnserm wohlerbautenn Erbe des Saltzwercks, darann sich sonnder zweiuell viele vnnser Voreltternn ehe sie das in so bestenndigenn [übergeschrieben:
ge]bauw vnnd nutzung gebracht, zu Betthlern gebauwet, ohne erlegung einicher gebeuw einenn so herlichenn grossen nutzenn zuhabenn, ganntz vnnderthenig vergonnett, vnns derhalbenn zu wieder der Location zu keinenn vnuerpflichtenn gebeuwenn oder rechtfertigung, vnnd sonnst zu keinenn vnbillichenn Costenn nichtt tringenn, Vnnd ist demnach ann E.
wollenn vnns derhalbenn, das wir E. G. gethane vorschlege, aus erzehltenn vnnd anndernn mehr gegründtenn vrsachenn, nicht annehmen, noch verfolgenn könntenn, günstiglich enndtschuldigt nehmenn, vnnd doch ann stadt Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnnd zum fürder
G. vnnd Hochgl. G. als die verstenndigenn wohl zuthün wissenn, darann sein, das der manngelhafftige Saltzbronn, mit Gottlicher verleyhung, ohne alle geuerliche fürnehmenn, damit nit vbell erger gemacht werde, vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Lanndt vnnd leutenn, vnnd vnns mit zum bestenn wiederumb in wesenntlichen bauw vnd besserung bracht, vnnd behaltenn werdenn, vnnd die theurenn Gotlichenn gabenn des Saltzwercks, vnnd deßelbigenn gedeyenn, durch verseumnus vnd vnvleis nicht verwarlost, vnnd das der Contract der Location gehaltenn werde, Das seindt wir vmb E.
Mitwochenn nach Conuersionis pauli Anno 49 Hat ein Quart sohl gebenn — 3 lot 3 q1[?], thut zu einer Pfann — 15 füder j Ohm 2 quart, Montags den 18 Februarij Darnach hat gebenn ein quart sohle — 4 lot 2 quenten, thut zu einer Pfann — 12 füder 3 ohm 98 quart.
Wann ein quart 5 loth Saltz gibt, so ist ebenn das achtzehendt lot am sohl saltz, oder das achtzehent theil gut, Darauff es dann mit Rath, wissenn vnnd willenn der
Das fünffte Buch. Fürstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Räthe, dieweil sie die Pfenner Stuckweis1[?], vnnd nit vom neuwem zubauwenn willigenn woltenn, Jnn bedennkenn genommenn, dann sich das 49.
Jar das siedenn zimlich wohl gehaltenn, Jnnsonnderheit ist der Saltzbronn im Monat Martio bis ann das Loch vf ein zoll nahe hoch gestiegenn, das er zuuor nit gethan hat, vnnd dieweil sich die erledigung hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vber die vielfaltige, vnnderthenigste flehlichste vnnd fleißigst beschene bitt verweilt, hat mann den Bauw das Jar anngestelt, der tröstlichenn hoffnung vnnd zuuersicht, Jr f.gl.
soltenn erledigt werdenn, vnnd selbst diesem wercke rathenn helffenn, aber nicht desto weniger ist der vorrath laut vorigs abschiedts darzu verordennt vnnd bestelt wordenn, So hab ich Jost auch das Jar in der Conuention G.
Das fünffte Buch. Die Saltzgreuenn sollenn zugedenckenn habenn vff Beuelchs vnnsers G. F. vnnd Herrnn Das sie zum vleißigstenn zum Saltzwergk sehenn, das solchs nit in abnehmenn oder verderbenn komme, Solchs habenn fgl.
Jm selbenn Jare hat mann das Bornmeister ampt verenndert, vnnd annders bestelt, wie volgt, Vnnd ist Jorge Behem sonnder vorwissenn vnnser der Saltzgreuenn, zuwieder seinenn gethanenn eidenn vnnd pflichtenn, gelobtenn, geschworenenn, vnnd verbürgtenn Vhrphedenn2[?], sampt seinem weibe vnnd hausgesinde heimblich hinwege gezogenn, dauonn dann ein sonndere hanndelung ist, vnnd laut die Jzige bestellung des Sohlziehenns Also Wir des Durchleuchtigenn Hochgebornnenn Furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsenn, Lanndtgrauen zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, Diz.
Lanndtvogt, Sigmunden von Beyneburgk schrifftlich anngezeigt wordenn, das als dann dieselbige zum furderlichstenn abgeschafft vnnd vf anndere kunst zu anbringung der Sohl gedacht werdenn soll, Dieweil dann wir selbst, vnnd auch die Beuelchhaber des orts befundenn, das sie durch Jörgenn Behmenn hieuor vfgerichte kunst vfm Saltzbronn zu schwer, vnd starck gesezt, mit Jrem grossenn hefftigenn bewegenn, dem Saltzbronn schedtlich ist, auch mit gedachtem Jorgenn in viel wege gehanndelt vnnd geredt, solch kunst in anndere vnnd besser wege, leichtfertiger zuzurichtenn vnnd hinueranndernn2[?], des er dann ver
Das fünffte Buch. müge seiner hieuor aus aschersleben gethann schrifft zuthün nit gewüst hat, vnnd dann durch beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner Saltzgreuenn hieuor geschlossenn vnd abgeredt, das besser, nützlicher, vnnd dem Saltzwercke zutreglicher sey, vf anndere künste zutrachtenn, vnd zuerfindenn, zu ausbringung der Sohl, leute vnnd keine pferde zugebrauchenn, also that hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn Jziger Saltzwardt zum Sodenn Christoffer Hombergk vff annhaltenn der Saltzgreuenn, zu forderung des Saltzwergks solchenn notwendigenn dingenn, dermassenn nachgetracht, allerley mittell vnnd wege erdacht, vnd versucht, wie vnnd was gestalt solche kunst, könnt oder möchte vfgerichtet vnnd gebraucht werdenn, vnnd daraus souiel raths erfundenn, das er solchen manngell dieselbe kunst zu ausbringung der Sohl mit leutenn zuhaltenn, wie der Pfenner Saltzgreuenn begert, vnnd das die Stoßkunst, abgestelt soll werdenn vfrichtenn vnderhaltenn, vnd darüber sich verpflichtenn soll vnd will, wie nachuolgett.
Das fünffte Buch Vnnd erstlich, dieweil solch neuwe kunstwerck duppell sein muß, vermüge der erstenn des Bornmeisters ampts bestellung halben, gehabten abrede, vnnd dann Jzo diese kunst das erste hept, aus dem Saltzbronn zwenntzigk vier schue hoch, da dann die Sohl in einer Rennenn vngeuehrlich bey dreißigk schuenn vom Saltzbronn laufft, daselbst dann fürter noch ein mahl Jnn die höhe als hoch es von nötenn, das es in alle vorrath kümpffe vnnd Bodenn, gelauffenn magk gehabenn werdenn muß, Solches alles vf sein Christoffer eigenn Costenn zu vnnterhaltenn, Soll er vom Jedem wercke, so gesottenn wirdet, dritthalbenn alb.
habenn, allermassenn wie die Roßkunst gehabtt hat, Derwegenn er vnns ann stadt Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, Jzo gelübte, Eide vnnd pflichte gethann, dasselbe Bornnmeister ampt den Saltzbronn vnnd alles was dem annhengt, vnnd zugehört, mit allem treuwenn vleis so tage so nachtt, zuuerwaltenn, den Saltzbronn Jnnsonnderheit in seiner verwarung zuhabenn, die Sohl
schadenn zuwarnenn, bestes zuwerbenn, vnnd alles das Jenige zuthün, das ein treuwer diener seinem Herrnn zuthün schuldigk vnnd pflichtigk ist, Jnmassenn er vnns dann solchs gelobt, geschworn, vnnd seinenn Reuersbrieff darüber gebenn hatt.
Doch soll er zuuor solcher kunstwergk zum erstenn der eins vfschlagenn, vnnd durch vnnser darzu verordente vnnd beider theil Saltzgreuenn die besichtigenn lassenn, zuerkennenn obs dem Saltzwercke nützlicher sey, oder nit, vnnd so solchs also gestadt vnnd zugelassenn wirdet, So soll er Christoffer nach setzung vnnd vfrichtung der kunst zu Jederzeit souiel Sohl aus dem Saltzbronn, als zu allenn gesodenn vonnotenn, vnnd der Saltzbronn ertragenn kann, vnuergerlich zulanngk vnnd zuuerschaffenn schuldigk sein, darann ganntz vnnd gar anndere kein manngell sein lassenn soll, noch will, Vnnd dieweil berurter Christoffer allenn vnkosten
Das fünffte Buch. zu vfrichtung solcher kunst vnnd gebeuwe Jzo selbst vf seinenn eigenn Costenn verlegt vnnd vfgericht, darauf Jme dann viel mühe vnnd vnkostenn gangk vnnd noch weitter Costenn wirdet, So soll er solch obgesezt lohnn vonn Jedem wercke die zeit der Jzigenn Location zwischenn Hochgedachtem vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn vfgericht, für sich vfhebenn, die knechte vnnd Leute, vnnd sonnst allenn vnkostenn, daruon verlegenn vnnd erhaltenn, vnnd was vbrigk, dasselbe für seine bestellung, mühe vnnd arbeit, haben vnnd behaltenn, aber nach ausganng der Location stehet solch ampt nach beider Hochgedachts vnnsers gnedigenn fürstenn vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner bedennkenn, in anndere wege, da sie Jhnen Christoffernn darbey lennger nit bleibenn lassen woltenn, zubestellenn, vnnd zuuerordenen, Doch das es ein annder vnnd besser kunst, die dieser nit gleich, oder hieuonn genommenn oder erdacht were,
Das fünffte Buch. Da aber kein besser oder nützlicher werck erfundenn würde, Sonndernn dis werck vnnd kunst in gannge bliebe, So soll er Christoffer, aldieweil er solchs dermassenn versiehet, das sein vnnd der kunst halben kein werck verseumpt wirdet, vnnd ann der Sohl kein manngell sey, darbey vnnsert halbenn sein lebenn lang bleibenn vnnd gelassenn werdenn Darumb er auch für vnnd für desto vleißiger vnnd treuwlicher solchs versehenn, vnnd verwaltenn soll, vnnd ob sichs ein oder mehr Jare zutrüge, dieweyl Jedes Jars nit gleich gesottenn wirdet, das das Pompengeldt, so die Söder vonn ausbringung der Sohl, Nemblich vonn Jedem wercke, so gesottenn wirdet, drithalben alb.
wie obstehet zugebenn, aller vf die arbeiter Leute vnnd knechte, so die kunst, Schliß vnnd anndernn vnkostenn ginge, vnnd nichts vberreichen würde, So sollenn doch die Herrnn Jme weitters darauff zugebenn, nichts schuldigk sein, dann ein Jar Jms annder das vergleichenn soll vnnd muß, Es were dann das der
Das fünffte Buch. schade so groß, das sie nach billichem erkanndtnus solchs zuuergleichenn, vhrsach vnnd bewegnus hettenn, könte er auch durch Gottes verleyhung solch kunst, doch in alwege ohn[?]1 schadenn vnnd nachteil des Saltzbronns dermassenn zurichtenn, das Ime weniger vnnkost, dann Itzo darauf ginge, vnnd er die Sieder licher[?]2 erhalten könnte, das soll Ime die zeit seines lebenns, vnnd so lannge er darbey bleibt, nebenn annderer seiner verwaltung zugut kommenn, Da er Christoffer aber, in zeit der Itzigenn stehenndenn Location mit todt abginge, Dieweil er dann Itzo ein gute Summa zuerbawung vnnd anrichtung derselbenn kunst darauf hat verwendenn mussenn, So soll seiner Haußfrauwenn vnnd kindernn vnnd Erbenn, nach billichem erkanndtnus, vor dieselbigenn vfgerichten kunstwercke vnnd gebeuwe, Auch gehapte mühe vnnd arbeit ein zimbliche ablegung vnnd erstattung geschehenn, Wie dann ohne zweiuell die Herschafften
Das fünffte Buch. vff bericht der ampts verwalter vnnd beuelchhaber des orts zu Jederzeit sich in dem aller gebuere wohl zuhaltenn wissenn werdenn, alles sonnder geuerde, Vnd des zu vrkunde habenn wir Stadthalter vnnd Rethe hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Secret hieruff thun truckenn, vnnd darnebenn die beide ffgl.[?]1 Saltzgreuenn hierunter sich gezeichnet, Gebenn vnnd geschehenn zu Cassell am 14 Octobris Anno 49.
Justus Pistoris sst.[?]2 Den letztenn Decembris des 49. Jars ist vnns den Saltzgreuenn nachuolgende schrifft vom Saltzwarttenn zu kommenn, Wie volgt, Den Erbarnn vnnd Wohlachtparn Heinrich Müldenernn, vnnd Jost Berkernn beidenn Saltzgreuenn zun Sodenn, Meinenn liebenn Schwögernn, Mein ganntzwillig diennst zuuor liebenn Schwöger, dem letztenn abscheide vnnd beuelch nach, hab Ich
Das fünffte Buch. das newe kunstwerck, als gesternn vmb Vesper zeitt eingesetzt vnnd gefertigt, vnnd als es ganngenn, vnd ein virtell einer stunde vngeuerlich, hab Ich die Sohle geschmeckt, vnnd befundenn, das sie gar vnduchtigk am geschmack gewesenn, hab das dem Bornnmeister anngezeigt, auch habenn sie die Söder auch versucht, die dann nit wohl zufriedenn sein, kann aber nit wissenn, Wie es ein gestalt hat, sonndernn Das ich denncke, ob es des schuldt sey, das er diesenn kaldtleger still gestanndenn, dann wo er außgezogenn, vnnd dann mit besser sohle keme, wer es schrecklich, derhalbenn bin ich beschwert, mit meinem werck ohne ewer vorbesichtigung etwas zuhanndelnn, vnnd ist allerley zubesichtigenn hoch nötigk, das ihr vom stundt ann euch anher verfügt, Wolt ich euch nit verhaltenn, vnd bin euch sonnst zudienenn ganntz willigk, Datum Sodenn den letztenn tagk Decembris Anno 49 E. W. S.[?]1 Christoffer Hombergk.
Das fünffte Buch. Welcher schrifft wir sehr erschrockenn, darumb wir zu stunde in der nacht dahin zum Sodenn gerittenn, solchs besichtiget, aber als wir vorigenn gebrauche, vnd vnser wissennschafft nach den Saltzbronn geöst, Ist die Sohl wiederumb also gut, Wie zuuor dem kaldtleger gewesenn, habenn aber solchs nit desto weniger als balde den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn anngezeigt, vnnd darauf Rath gehaltenn, Dieweil dann die hohe not erfordert, das solt vnnd must gebawet sein, sonnst wurdt es die lenng am holtz mangelnn, So habenn Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell derwegenn gemeiner Pfenner verordenten Saltzgreuen abermahls im augennschein zuerscheinen betagtt, auch darnebenn Hermann vonn Hundelshausenn, Amptman zu Reichennbach, Heintz vonn Lütter Hauptmann zu Ziegennhain, Johann Nordeck, vnnd Valtenn Schülden, zu solcher hanndelung beschriebenn wie volgt.
Das fünffte Buch. vonn Boyneburgk, vnnd ffgl. Saltzgreuenn, Erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn, zu vnns erfordert, vnnd vnns allerley darvonn vnnterredt, vnnd dieweil wir nun euch auch hier beschreiben woltenn, So ist doch vor gut anngesehenn, das von solchs gebewenn im augennschein besser dann alhie geredt, vnnd gerathschlagt kann werdenn, Darumb wir verordnet, das gemelter Lanndtvogt, vnnd anndere vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Räthe vnnd diener vff schierstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt bey zu allenndorff annkommen, vnnd davonn mit euch enndtlich Rathschlagenn vnd schliessenn sollenn, vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gesinnends, Vor vnd gutlich begerennde, Jr wollet etlich der elttestenn ewer mitpfenner vom Adell vnnd sonnst verstenndige, auch etliche [gestrichen:
Das fünffte Buch. schliessenn helffenn, Das woltenn wir euch zu ewernn selbst bestenn, guter meinung nit verhaltenn, Thun vnns des also versehenn, Vnnd seindt euch mit allem gunstigenn willenn geneigtt Datum Cassell den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter vnnd Räthe zu Cassell.
Februarij Jegen abenndt zu allenndorff ann der Werra Jnzukommenn verordennt, daselbst im augennschein vonn erbawung des Saltzbronns zum Sodenn zurathschlagenn vnnd zuschliessenn, darbey ihr dann auch dienlich
Das fünffte Buch. vnnd nutzlich sein könnt, Darumb vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn, vnnser begert, vor vnns freundtlich bittennde, Jr wollet bestimbts Montags Jegenn abenndt daselbst zu allenndorff auch annkommenn, vnnd von solchenn sachenn zu vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd dem Saltzwergk zum bestenn, anrathen helffenn, Das kömpt ffgl.
Januarij Anno 50. Stadthalter vnnd anndere verordente Räthe zu Cassell. An Hermann vonn Hundelshausenn, Vnnsernn gunstigenn grus vnnd freundtlichen dienst zuuor, Erbar guter freundt, Nach dem ihr vnd anndere Bawverstenndige, nebenn etlichenn aus vnns hieuor vonn wegenn vnnsers gnedigen fursten
Das fünffte Buch. vnnd herrnn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogk etc. vf Jrer f. gl. beuelch, erbawung des Saltzbronns halbenn zum Sodenn für allenndorff ann der Werra erscheinenn, vnnd den manngell besichtigenn helffen, vnnd doch sieder der zeit aus vhrsachenn, das darmit teglichs vf erledigung, hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, erwarttet, vnnd auch ein zeit sich der Saltzbronn gebessert, vnnd dann geringer wordenn, vfgezogenn ist, Dieweil aber Itzo abermahls in nehist verganngenenn kaldtlager zu Weynachtenn, das wilde wasser mehr dann zuuor Jm Saltzbronn sich eingeschlossen soll habenn, die verordentenn Saltzgreuenn vnns solchs, vnnd das darann gebawet werdenn müste, anngezeigt, derowegenn wir dann den Lanndtvogt, vnnd auch die Saltzgreuenn herbeschriebenn, vnd davonn vnnterredung gehaltenn vnnd geschlossen, das nachmahls das werck besichtiget, vnnd im augennschein, vf vorige vfgerichte abschiede, wie vnd welcher gestalt, das mit vbell erger gemacht, gebawet werdenn könnte, berathschlagt vnd darauff
Das fünffte Buch. beuohlenn, das sie vnnd etliche aus den alten Pfennernn, vf schirstkunfftigenn Montage den 3 Februarij gegenn abenndt zu allenndorff Jnnkommenn, solchenn manngell des Saltzbronns nachmals zubesichtigenn, vnnd vf vorige gehabte abrede zurathschlagenn, wie vnnd welcher gestaltt, mit dem baw solt anngefanngenn, vnnd fortgefahren werdenn, Darzu wir dann etliche vonn den Rethenn auch schickenn, vnnd euch auch darbey gern habenn wollenn.
Gütlich vnnd freundtlich begerennde, Jr wollet sampt dem Schultheissen Merti[?]1 Anthonienn, vnnd dem Zimmermann Meister Leonnhardenn bey euch als Bawverstenndigenn, bestimpts Montags Jegenn abenndt gewislich daselbst zu allenndorff ann der Werra Jnnkommenn, vnnd vonn solchem Baw rathschlagen zu helffenn, vnnd das nit weigernn noch abschlagen, dann hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn mergklich darann gelegenn sein will, So hat auch ffgl.
Das fünffte Buch. gnediges vertrauwenn, Da ihr euch auch einiger gefahr besorgt, So könnt ihr mit Reisigenn vnnd zu fus so starck ziehenn, das ihr sicher sein mögtt, vnnd Jnn sonnderheit da es euch gelegenn, So wöllet alhier zuziehenn, vnnd vf den Sonntagk zuuor Jegenn abenndt hie annkommen, sollenn die anndern hierzu verordenntenn, des Montags mit euch hinvber reitenn, Das woltenn wir euch guter meinung nit verhaltenn, vnnd ihr thut darann, hochgedachtem vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn sonnder gnedigs wohlgefallenn des wir vnns genntzlich versehenn, vnnd seindt es für vnsere Personn zuuerdienenn willigk, Datum Cassell Sonntags den 12 Januarij Anno 50 Stadthalter, Canntzlar vnnd andere verordennte Rethe zu Cassell.
Das fünffte Buch. Doctor Günterodt Canntzlar, sampt den beiden Saltzgreuenn, auch dahin verordennt, vnnd etliche verstenndige Werckmeister, als der Schulthes vnd der Zimmermann zu Ziegennhain, auch etliche Werckverstenndige zu apteroda, darzu beschrieben, also seindt des tags den 5.
Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk, Lanndtvogt ann der Werra Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Hoffmarschalck, Doctor Günterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Valtin Schülde, Heinrich Müldener } Saltzgreuenn, Jost Berker[?]1 } Johann Bartholmes Renndtmeister } zum Sodenn, Christoffer Hombergk Saltzwardt } Werckleute Schultheis zu Ziegennhain, M. Anthonius
Erstlich ist der Saltzbronn im augennschein besichtigett, vnnd Jede ader insonnderheit geschmackt wordenn, vnnd nach gehaptem bedacht, hat der Lanndtvogtt den Pfennernn furgehaltenn, dieweil gebawet werden
muß, Ob mann vf vorigem annschlag vnd abschiedt bleibenn, oder ob vonn newem gebawett werdenn soll Darauf sich die geschicktenn der Pfenner bedacht, vnnd sagt Niedennstein nach Repetirung des furhaltens, wehrenn den vorigenn Rathschlage vnnd abschiedt nitt zuwidernn nach Ihrer1[?] verbessernn, Da aber die Rethe annder mittell zum bawenn2, die nit so sorglich vnnd vnnschedtlich werenn, furhettenn, wolten sie gernn annhörenn, doch mit der bedingung, das sie sich zu keiner verlegung hiedurch verpflicht habenn wöllenn, Landtvogt sagt, das mann nit darumb hie sey, zu schedtlichenn bawenn[?] zurathenn, oder sie in beschwerung zubringenn, darumb der protestation vonn vnnöten, vnnd siehet vor gut ann, das die Werckleute durch die Rethe vnnd pfenner in sampt abgehört werdenn, sein die Pfenner willigk, vnd hat der Landtvogt dem Schultheissenn vonn ziegenhain vnnd Schelpachenn die meinung auch furgehaltenn, Ob vf vorigen abschiedt oder vf anndere wege zubawenn, vnnd dem wercke
zuhelffenn sey, Darauff sich die beide bedacht vnnd gesagt, das Scheltpach zuuor vor zweyenn Jarenn nit hie gewesenn, aber sie meinenn, das mann keinenn Beuttell mache, vnnd die mit durrem Moß fulle, dieselbigenn vntenn im Born allennthalbenn Imfülle, das nichts ledigk bleibe, Darnach soll mann dielenn vor die löcher im grunde Inn raumenn, vnnd da sich die haltenn, im grunde krumbling zulegenn eins schuchs dick, die könnenn die dielenn ann das faß behebe1[?] annhaltenn, vnnd das dann die augzucht gantz rundt vmb den Saltzbronn herstelle, könt mann sehenn, ob es helffenn wolle oder nit, Jacob vnnd Gallenn Richter vnnd Schweinhanns2 bedennckenn, das dem wercke wohl zuhelffen stehe, denn das wilde wasser falle in der augzucht vnnter sich, vnnd lauffe nit starck.
Obenn her im Sohlgrabenn must vfgehabenn, vnnd mit Thon ausgefurtt werdenn, vnnd das der Thonn wohl gearbeit werde, dann dieser manngell sey nit so sorglich als mann gemeint hette, dieweil die Saltzadernn mittenn im Borne sein, aber Innwendigk im Bornn köntt
Unsichere Lesungen
Z. 10: behebe — Lesung unsicher
Z. 13: Schweinhanns — evtl. Schwein hanns getrennt
mann mit krumbling helffenn, wann die adern nit so nahe am fasse vfgehenn aber das wilde wasser falle vnnter den Pfelenn vnnter sich, darumb sey der Thon in vorigenn zeitenn nit recht gemachtt, Innsonnderheit sich nit geburt Pfele in den Thonn zuschlagenn, Das wilde wasser bringt den Thonn nit aus dem Tam, darumb ist der grundt des Saltzbronns Itzo schlamechtigk vnnd schwartz, vnnd die Sohl nit so gut als zuuor, Vom tage herunter zubawenn ist besser dann durchstollen, der Fluede1 halbenn muß der Bornn wie Itzo so hoch gebawet werdenn, Vnnd Je grüener das holtz Inns wasser kömpt, Je besser vnnd wehrhafftiger es ist Paul Zimmermann vonn apteroda bedenncken ist auch also, Vff der Werckmeister bedennckenn, habenn sich die Pfenner bedacht, vnnd gesagt, das sie nachmals bey vorigem Rathschlag beruhenn, doch dergestalt,
das der Tam geoffnet, vnnd vonn newem aus dem grunde gedempt werde, Darnach die augzucht ausgenommenn, vnnd newe gemacht, Da dann daselbst kein manngell, das dann der vmbgang vmb den Bornn gefurt werde, aber in dem Bornn zubawenn, mit krömbling oder annders, tragenn sie vorsorge, das der adern etlich verstopfft wurdenn, So ist auch nit zurathenn, das das gewelbe tieffer solt gesucht werdenn, Landtvogt, das die beide Rethe vnnd Werckleute vor gut annsehenn, das vom tage obenn herab der vmbgang vnnd etwas weitter gebawet werde Die abgestossenn Reiffe im Faß des Saltzbronns sollen vnnd müssenn wiederumb gemacht werdenn, zuuor vnnd ehe mann zu bawenn annfehet, Item vier Pompenn könnenn den Itzigenn Bornn haltenn, aber zum vorrath müssenn auch etliche Pompen gemacht werdenn, Vonn allenn theilenn geschlossenn, das zum furderlichsten zu wettertagenn die decke vffm Tam des Saltzbrons geoffnet, vnnd der Tam gantz vmbher1[?] renouirt werde, darzu vonn wegenn vnnsers gnedigenn Herrnn et
liche verstenndige Bawleute, desgleichenn die Pfenner auch etliche aus Ihnenn namhafftig darzu ordenenn, vnnd soll mitler zeit alle bereitschafft laut voriger abrede, darzu verschafft werdenn, Innhalt volgennts abschiedts.
Zuwissenn vnnd kundt sey allermenniglichen, Nach dem ein zeit darhero der Saltzbronn zum Sodenn vor allenndorff ann der Werra, etwas durch allerley zustehennde menngell vnnd furnemblich durch vervhr=1[?] sachung der schwerenn Roßkunst, in abnehmen kommenn, vnnd baufellig wordenn, Derowegenn im nechstverschienenn acht vnnd vierzigsten Jar, vf was massenn dem vorzukommen vnnd geholffenn werdenn solt, verabschiedt ist, aber Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, die vorsorge getragenn, das damit dem wercke nit möchte geholffenn werdenn, vnd aus anndernn Itzo ermeltenn mündtlichen vhrsach damit bis annhero verzogenn, Dieweil aber die klage vom tage zu tage grosser wirdett, vnnd der manngell augennscheinlich furhanden,
So habenn vonn wegenn des durchleuchtigenn Hochgebornenn furstenn vnnd Herrnn, Herrnn Philipsen Landtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnpogk ⁊c.1
vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, ffgl2 gedachte Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, vnns nachbenenttenn, Nemblich Sigmundt vonn Boyneburgk Landtvogt ann der Werra, Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Wilhelm vonn Schachtenn Marschalck, Thilemann Gunterodt Doctor vnnd Canntzlar, Johann Nordeck vnnd Valtin Thulde3[?] vogt zu Wannfriedenn, die Beuelchhaber vnnd amptknechte zum Sodenn, Heinrich Muldener, Jost Berker vonn Hombergk, Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk heut Dato alhier in augennschein verordtnet, darzu auch Gemeine Pfenner beschriebenn, vonn dero vnd Irer selbst wegenn, darbey vnnd mit vnns zum Sodenn in besichtigung erschienenn seindt, mit nahmenn Johann Niedennstein, Johann Schaffnit der Elter, Hanns Neut4, Geiseler Schwannflugell von Gottingk,
Gott lob :| gut vnnd gerecht, aber am gebeuwe vmb den Saltzbronn etwas manngell befundenn, Welche gebrechenn etliche aus vnns vonn beidenn theilenn, sampt den Itzo alhie erfordertenn Werckmeisternn, Bauverstenndigenn vnnd Werckleutenn, notturfftiglichenn besichtigenn lassenn, vnnd nach Ingenommenen bericht vnnd allerley vnnderredung vnns einmütiglichenn beschlossenn vnnd verglichenn, das vermöge voriges obanngeregtenn abschiedts nachmahls alle bereitschafft, vnnd was zum Baw vonn nöten sein will, durch hochgedachts vnnsers gnedigen furstenn vnnd Herrnn Beamptenn zum Sodenn, be
stelt vnnd verschafft werdenn, vnnd sollenn zum furderlichenn vmb den Saltzbronn mit abbrechung des Kunsthauses, so Meister Jorge Behem1 erbawet, vnd zweyer oder dreyer Bode, so dem Saltzbronn zu nahe stehenn Raum vnnd platz machenn, als viel die noturfft erfordert, doch soll vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn Gemeinen Pfennernn ann stadt vnnd vonn wegenn dero darin beerbtenn Pfennernn, dargegenn souiel Bodenn, als der abgebrochenn seindt, vonn Irer f gl.
werdenn, darzu dann etliche verstenndige Werckvnnd Baw leute, auch vonn wegenn hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn vnnd Gemeinenn Pfennernn, sechs oder acht personen, die solchs am bestenn verstanndt habenn, denselbigen trew, vleissigk vor, vnnd ob zusein verordenntt, vnnd Innwenndigk Monats frist, den nechstenn nach dato, vonn beider herschafft wegenn nambhafftigk gemacht, vnnd einannder zugeschrieben werdenn, Die sollenn annfenngklich die decken vffm Tam des Saltzbronns zwischenn beiden fassen öffenn, denselbigenn Tam stuckweis vonn obenn herab bis zu grunde, ein stuck nach dem anndern ausnehmenn, das faß im grunde auswenndigk, da es baw oder manngelhafftigk befundenn, mitt dielenn, krumbling, holtz vnnd anndernn, was die notturfft erfordert, vnnd die gelegennheitt annzeigenn wirdt, zum bestenn wohl verbawen, vnnd dann wiederumb mit gutem Thon, der recht wohl mit sonndernn vleis gearbeitt, vnd zubereit,
vom grunde bis obenn aus vertennenn1[?], vnnd das also gerings vmbher fuerenn, Dergestalt, das mann gewis sey, das zun seittenn her nichts zu oder aus dem Saltzbronn fliessenn kann, vnnd so die arbeit vnnd der Baw also anngefanngenn wirdt, So sollenn die darzu verordennte dem Schultheissenn zu Ziegennhain Meister anthonienn abe vnnd zu zureitenn, auch Jacob Richtern vnnd Hannsenn Scheltbach zu sich beschreibenn, vnnd vmb geburliche belohnung mit zusehenn, vnnd annrathenn helffenn lassenn, damit in dem nichts verseumpt, noch verwarlost werde, vnnd sollenn vor annfanng des bawes vnnd eroffnung der deckenn, vier oder funf reiffe, souiel dero vonnötenn, Innwenndigk Inn das faß des Saltzbronns, Inmassenn wie die hieuor darin gewesenn, gemacht, oder sonnst das faß vnuerruckt starck stehenn bleibe, Wann dann solcher Tam also renouirt vnnd gebessert, vnnd vmb das gantz faß ausgefurt wirdt, So kann mann dann weitter sehenn, da sich das siedenn bessert, wie vnnd welcher
gestalt auswenndigk vmbher, vnd auch in der abzucht des vmbgangs, denselbigenn auch zu renouiren vnnd zuuerbessernn, vnnd gerings vmbher vmb den Saltzbronn her zufurenn, furzunehmenn sein will, vnnd sollenn vnnd wollenn der ausschos gemeiner Pfenner vnnd Ire verordennte vffseher des Bawes, alles was hierin nutzlich vnnd gut ist, vnnd sie zum bestenn verstehenn könnenn, Jederzeit trewlich mit annrathenn helffenn, ohnn weigerung, doch das sie mit Irem Itzigenn vnnd kunfftigenn trewenn Rath vfsehenn, vnnd befurderung des berurtenn gebawes, den furstlichenn vfgerichtenn vertregenn, der Location vnnd allenn anndernn Irenn gerechtigkeitenn nichts zuwieder wollenn gewilligt, gehanndelt, oder begebenn habenn, das sey Ihnenn hiemit ausdrücklichenn vorbehaltenn, alles sonnder geferde vnnd argeliste, Vnd ist dieser abschiedt heut dato vonn vnns obbenantenn allenn, also einmütiglichenn anngenommenn, belibt vnnd bewilligt, dem also allennthalbenn
nachzukommenn vnnd zugelebenn, Welcher abschiedt duppell1[?] gefertiget, durch vnns obbenenten alle mit eigenn hanndenn vnterzeichnet, vnnd Jedem theile einenn zugestelt, vnnd gebenn wordenn ist zum Sodenn am 6 des Monats Februarij anno 1550.
Justus Pistoris Sigmundt vonn Boyneburgk Hermann vonn Hundelshausenn, Wilhelm vonn Schachten Thilomann Gunterodt Canntzlar, Johann Nordeck, Heinrich Muldener Johann Bartholmes Christoffer Hombergk Johann Nidennstein, Johann Schaffnit.
Rethe vnnd diener, als drey personn mit nahmenn, die Edtlenn Ernvestenn, Wolachtparn vnnd Erbarnn Juncker Hermann vonn Hundelshausenn zu Cromin3[?], Amptmann zu Reichennbach, Johan Nordeckenn vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wenfriedenn solchenn Bauw benebenn den Beambtenn zum Bodenn, vnnd den dreyenn Personenn, so die Pfenner darzu ordenenn werdenn, fur zusein verordennt vnnd beschriebenn, vnnd solchs den Pfennern anngezeigt, auch wiederumb vonn Ihnenn beantworttet wordenn, wie volgt, Vnsernn gunstigenn grus zuuor, Erbar, Ersamenn vnnd Weysenn gute Gönner vnnd freunde.
Jungstenn des Saltzbronns erbauung halbenn genommenn abschiedt nach, ernennenn wir ann stadt des durchleuchtigenn Hochgebornenn vnnsers gnedigen furstenn vnnd herrnn, nachuerzeichnete drey Personenn, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, Amptmann zu Reichennbach, Johann Nordeckenn, vnnd Valten Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn1, dieselbenn sollenn vonn wegenn sfgl.2
mit vnnd nebenn den euernn, vf erforderung der Saltzgreuenn, solchenn Bauw mit vleis furzusehenn, vnnd zusehenn, das nit3[?] vbell erger gemacht werde, Solches woltenn wir euch vermuge obanngeregtes abschiedts guter meinung nit verhaltenn, Dann euch zu gunstigen vnnd freundtlichenn willenn seindt wir geneigt.
Datum Cassell den 23 Februarij anno 50. Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe zu Cassell Den Erbarnn, Ersamenn vnnd weisenn, vnsern gutenn Gönner vnndfreundenn, Gemeinenn Pfennern vnnd Iren geordentenn Saltzgreuenn zu allenndorff ann der Werra.
Unsichere Lesungen
Z. 7: Wennfriedenn — Lücke im Wort, Lesung unsicher
fl. vnnd herrnn zu Hessenn geschriebenn, vnd drey Personenn, welche vonn sfgl.1 zu solchenn bauw verordennt, Nemblich Hermann vonn Hundelshausenn, amptmann zu Reichennbach, Johann Nordecken, vnnd Valtin Thuldenn Vogt zu Wennfriedenn, So habenn gemeine Pfenner, vonn Irer wegenn zu solchenn Bauw Johann Niedennstein, Johann Schaff[gestrichen:
Mayt: verschienen 48. Jars zu Speyr gewesenn, alle gelegennheitt des Saltzwergks zum Bodenn fur Allenndorff an der Werra Innsonnderheit des Saltzbronns erbawung
halber nach der lennge mit allenn vmbstenndenn bericht gethann, Darauf dann E. fgl. des mahls, vnnd sieder auch hernach alwege den Beuelch geben, das mann am Saltzbronn also bauwenn solt, das nit vbell erger gemacht werde, Dieweil sich aber sieder E.
f. gl. der Saltzbronn Jedes Jars im Frueling gebessert, das die Böder zufriedenn gewesenn, vnnd ann der Sohl nit grossenn manngell gehabt, bis vngeuehrlich Jedes Jars vmb Jacobi oder Bartholomei, wann die Laubrost1 annfielt, bis wiederumb vf den Frueling sich die Sohl geringertt, So hat mann mit dem Bauw vfgezogenn, vnnd verhofft, es solt E.
f. gl. erlediget werdenn, vnnd solch bauw, dieweil der etwas sorglich vnnd schwere, selbst verordenet habenn, das sich dann, leider Gott erbarmbs, bis noch in die lennge vertzogenn, also hat der Saltzbronn verschienen Weynachtenn im Saltzlager, da die Böder in acht tagenn kein Saltz sieden, wie dann zuuor mehr geschehenn ist, sich gantz sehr verendert, das mann sich besorgt, das mehr weilt2[?]
f. gl. vnnd der Pfenner wegenn vor einenn Bornmeister zugleich bestelt gewesenn, gemuglich1 beuhrlaubt, vnd sein Rosdinst hinwegk gethann, hat mann gesehenn, das die Saltzadernn Got lob noch also volkomlich, als die alwege gewesenn, starck gnug ganngenn, alleine das das fas vffenn Bodenn etwas manngelhafftigk, Vnnd wiewohl vor dreyenn Jarenn verabschiedett, wie mann bauwenn solt, welchenn abschiedt E.
F. G. Ich auch desmahls zu Speyr annzeigenn lassen, So habenn doch E. f. gl. Stadthalter vnnd Räthe, nebenn vnns die fursorge getragenn, solches auch den Pfennernn geschriebenn, ob der Bauw schonn also solt furgenommenn werdenn, das damit dennoch dem Haupt werck, nit mocht stadtlich gnugsamb geholfenn, vnnd den Bödernn Ire klage abgelegt sein, zu dem das die Pfenner solchs fur ein Schlisswergk, vnnd keinenn neuwenn Bauw achtenn, vnd derwegl2[?] den halbenntheil des Bauwgelts zuerlegenn, nitt
f. gl. wegenn, soll mann annders zum bauwenn kommenn, verlegt werdenn mus, vnnd damitt mann sich enndtlich, wie vnnd welcher gestaltt, wohl vnnd nutzlich gebauwet, vnnd nit vbell erger gemacht wurde, enndtschlosse, So hatt man abermahls nechstuerschienenn den 6 Februarij dis Itzigenn Jars zu Allenndorff mit den Pfennernn einenn tagk gehaltenn, vnnd sich darauf abermahls eines abschiedts verglichenn, wie E.
f. gl. ab Innliegennder Copien, gnediglich zuuernehmenn habenn, demselbenn abschiedt wirdt mann also allennthalbenn mit vleis nachsetzenn, Wie wir dann solchs vnnd alle anndere gelegenheit des Saltzwergks im augennschein zum Bodenn, am nechstvergangenenn Sontag nach Esto mihi E.
f. gl. diener Reinhardt Abell mündtlich bericht vnnd geweisenn habenn, aber mitler zeit, als nechstuerschienenn Dinstags nach Inuocauit, den 25 dieses Monats Februarij zu Mittage zwischen
Elff vnnd zwolff vhrenn, Ist E. f. gl. diener Henrich Muldener, dem E. f. gl. sonnderlich solchs neben mir beuohlenn vnnd vertrauwet, Plutzlich vnnd subito mit todt abganngenn, vnnd alhie zur erdenn bestadt wordenn, der almechtig wolle der seelenn gnedig vnd barmhertzigk zu sein geruhenn, vnnd kann Ich seiner gelegennheit nach, dieweil Ime altzeit der athem sehr kurtz nit annders erachtenn, dann das die Lunge Ime vfgestiegenn, vnnd Inenn erstickt habe, das dann nit allein E.
f. gl. sonndernn auch diesem Bauw, Gemeiner stadt Cassell, vnnd sein weib vnnd kindern, zu mercklicher vnwiederbringlicher grossen beschwerung gereicht, Wie dann Reinhardt E.
f. gl. auch solchs mündtlich berichtenn wirdt, Nun will der Bauw lennger nit vfgezogenn, sondernn anngefanngenn vnnd volnnfuhrt sein, Dartzu dann sondere verstenndige Bauwleute hoch vonnötenn, Innsonderheit das zuuor vnnd ehr ein solcher verwalter, wie Muldener seliger gewesenn, welchem E.
f. gl. vf keinenn zuschliessenn, dann die Jehnenn so dartzu zugebrauch, anngezeigt, der ist einer ein Pfenner nitt, der annder dahin verwanndt, dem drittenn möchtenn E.
f. gl. nit vertrawenn, So verstehenn der Vierdte, oder sie mehrertheils der oder solcher grundtbeuwe nichtt darumb einer annsehnlichenn verstenndigenn vnnd auch beglaubtenn Personn dartzu zuordenenn vonnötenn, Dieweil aber nicht desto weniger will vnnd mus bestellung oder bereitschafft, zu solchem bauw furgefahrenn werdenn, So ist vor notwenndigk vnnd gut anngesehenn, das mitler zeitt bis vf E.
f. gl. glauben hatt, solt gebraucht, vnnd mit Ime sich darin nitt zubeschwerenn furderlich gehanndelt werdenn, der zuuersicht, da er annder geschefftte halbenn dartzu thun
kann, Er werde sich darin weigernn, bis solanng das E. F. G. sich erklere, wie vnnd welcher gestalt es damit gehaltenn werdenn solt, dann warlich wie E.
F. G. wohl wissenn, So hab Ich der sorglichen schwerenn grundtbeuwe keinenn sonnderlichenn verstanndt, vnnd well hierann mercklich vnnd viel gelegenn sein, So wissenn E.
F. G., das mann vonn annfanng bis daher des Saltzbronn, als das Heuptgut, vnnd Auge apfell zuerbauwenn viel bedenckens vnnd fursorge gehapt hat, vnnd noch, vnnd stehet solches vielen leuten zuuertrauwenn, allerley vhrsach halbenn in bedenckenn, Welches E.
f. gl. Ich in vnnderthenigkeit gestaltenn sachenn nach, mit beschwertem gemüte, nit habenn könnenn verhaltenn, dieselbig Gott dem almechtigenn in seinenn schutz vnnd schirm, vnnd mich Inn vnnderthenigkeit zu gnadenn thue beuehlenn, derselbe sie zum aller furderlichstenn gnediglich zuerledigenn geruhen wolle Datum Cassell den letzten Februarij anno 50.
G. vmb Muldeners seligen tödtlichenn abganng betrubt, vnnd ganntz gnediglich mitleidigk, Sagt wo er vmb acht tausenndt gulden wieder zubringenn were, die woltenn sfgl.
gernne vmb Inenn gebenn, Darnach ist sfgl. souiel den Bauw am Saltzbronnenn betrifft, auch gnediglich zufriedenn, das mann darmit wercklich furtfahre, wie das abgeredt worden, vnnd Ihrs furhapt, Auch lest sfgl. Ihnenn gefallenn, das Nordeck euch
ann Muldeners seligenn stadt, vfs Saltzwergk zuzusehenn, zuuerordennt wordenn, doch das Irs beide bey der vorigenn Ordenung, so Muldener seliger gehaltenn, sollet in alwege bleibenn lassenn, vnnd kein neuwerung ohnne meins gnedigenn Herrnn vorwissen ann die hanndt nehmenn, Das solt ich euch dem ich zudienenn willigk also eroffnenn, datum Vdenardenn den 11[?] Aprilis Anno 50.
Das Henrich Muldener gestorbenn ist mir treulich leidt, ist not das ihr nebenn Jost Beckernn einenn setzet, der geschickt, treuw vnnd erfahrenn sey, vfzusehenn, vff den Saltzbronn zu Allenndorff.
nung haltenn, wie es bey Henrich Muldenernn gehaltenn wordenn mit allenn dingenn, desgleichenn mit dem holtzfließenn, holtzkauff vnnd anndernn, mit verschließenn des Saltzkauffs, Vmfuhre herab Inns Lanndt, Saltz wieder hinanfarn[?] Seyne[?], auch mit Vberreichung2[?] des Vbens Im dinsthauß zu Cassell vf dem Platz.
Ich laß mir gefallenn, das Nordeck3[?] ann Henrich Muldeners stadt zu dem Itzigenn Baw des Bronns gesatzt, bisolang ich mich resoluire, wer enndtlich an Muldeners stadt bleibenn soll, vnnd das derselbige so gesetzt wirdet, nach seinem kopff nicht hanndele, Sonnder alle dinge laß bleibenn, wie es Muldener geordnet hatt.
Habenn sich die Nachuerzeichnete verordenntenn zu dem Baw des Saltzbronns, vf nachuolgennde Articul vnnderredt, vnnd verglichenn wie nachstehett, also, wir verordenntenn seindt Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Valtin Schuldt1[?], Jobst
Erstlich ist allenn vmbstenndenn vnnd gelegennheiten, nach allem furgehabtenn notturfftigenn Rathschlage vnnd bedennckenn fur gut anngesehenn, das der Baw vf den nehistkunfftigenn Montage nach Jubilate Im nahmenn des herrnn, mit gutem stattenn angefanngenn werdenn soll, darzu dann nachuolgende werckleute bestelt werdenn, vnnd sollenn obbenente verordennte, vf donnerstags nach Jubilate Jegenn abenndt als dann gewißlich wiederumb zun Soden annkommenn.
Zimmerleute. Zu werckleutenn sollenn gebraucht werdenn, Meister Hanns Wetzell, soll sich mit verstenndigenn zunechtenn geschickt machenn, denenn soll mann geburliche taglohnn, vnnd Ime Meister Hannsenn Jedes tags
Unsichere Lesungen
Z. 3: Schaffnit, Niedernstein — Namen, Lesung unsicher
wenn er arbeit vor kost vnnd lohnn Ein ortts guldenn1 Muntz gebenn, Desgleichenn den Sonntage ein Malzeit, Wurde er aber des Sonntags auch arbeitenn mussenn, so soll im obberurt taglohnn zur Malzeit auch gebenn werdenn, vnnd soll Ime noch ein geschickter vnnd erfahrner zimmermann zugeordent werdenn, Desgleichenn ein verstenndiger Werckmann, die vf wasser vnnd zimmer verstanndt haben, Mit denenn soll mann sich auch vor kost vnnd Lohn des taglohnns vergleichenn.
Da mann auch den zimmermann vnnd schultheißenn zu Ziegenhain habenn kann, sollenn sie dabey sein, vermuge des abschiedts, Derwegenn sie zur notturfft hieher zubeschreibenn sein Vor ainenn Walmeister soll vonn Cassell Meister Curt sich mit zehenn gutenn knechttenn, die Inn Irer arbeit bestenndig verharrenn, vnnd treulich arbeitenn, gefast machenn, vnnd das sie Ire Spadenn mit sich bringenn, doch sollenn zum vorrath auch
Unsichere Lesungen
Z. 1: ortts guldenn — rot unterstrichen, Wortgrenze unklar
etlich Spadenn, Inn vorrath alhie verschafft werdenn, vnnd soll mann zur kost vnnd lohnn dem Meister die wochenn einenn thaler gebenn, vnnd einem Jeden knechte des tags vor kost vnnd lohnn, vfs meiste — 4 alb, vnd sollenn verpflicht sein, nach gelegennheit der notgebeuw, außerhalb der zeit vnnd stunde, wie sie zu arbeitenn pflegenn, sich tage vnnd nacht gutwillig brauchen lassenn.
Heintz Horchappell, der soll den Thonn schlagenn vnnd bereitenn mit Hanns Schilpachs Rath vnnd zuthun, vnnd den Lam aus dem grunde wohl setzenn, einschlagenn vnnd verwarenn, vnnd soll der deupffer1 Hanns Frannck2[?] zu Cassell vff Donnerstagk nach Jubilate, auch hieruber beschriebenn werdenn, vnnd soll Heintz Horchappelnn vor kost vnnd Lohnn die wochenn ein guldenn Muntz gebenn werdenn, vnd was er vor bereitschafft bedarff, soll Ime alsbaldt verschafft werdenn, Soll mit Thongrabenn als
derwegenn Bernnt vonn Bischoffshausenn Itzo geschriebenn, vnnder solchs zugestattenn, gewilliget hat, doch das ann der Sat kein schaden thue, Item Jacob Richternn vnnd Gallenn auch hier zubeschreibenn, Wann es die notturfft erfordert, vnnd etwa sonnst nach einem verstenndigenn Werckmann vonn Iba oder Elmbach2[?] wann in grundt kömpt, Vnnd ob es die notturfft erfordert, das mann Meurer habenn muste, So soll mann vf Hannsenn vonn Franckfurdt, vnnd sonnst nach einem geschicktenn Meister sonnderlich der vf grundtbeuwe im wasser gearbeitt habe, vnnd wo es vonn nötenn, Inn die vier hundertt fuder steine in vorrath brechenn zulassenn, das man die in der eyle, habenn vnnd brauchenn könne, Vnnd furs aller erste, sollenn zwischenn hie vnnd Jubilate Innwenndigk Inn den Saltzbronn vier Reiffe vonn Krömbling gemacht werdenn, wie der abschiedt vermagk, die das faß steiff haltenn, vnnd derwegen
keiner befahrt zubesorgenn, wie dann der zimmermann Itzo notturfftig bericht ist, Darnach soll die Decke geoffnet vnnd der Tham stuckweis, vnnd nit ganntz vf einmahl ausgefuhrt werdenn, wie solchs die gelegennheit gebenn wirdt, Des Raums halbenn vmb den Saltzbronn, ist Itzo noturfftige besichtigung geschehenn, vnnd soll also bey dem furgenommenn Raum bleibenn, bis zu weitter noturfft, als dann hat mann sich weitter derwegen zuvergleichenn, Vnnd ist hieruf vonn allem notwenndigenn vorrath geredt vnnd befundenn, das albereit im vorrath eichenn holtz, Eichenn dielenn, Krömblinge, Schupffenn, karren, Spadenn, Strennge, Seyle vnnd Thon gefurt, vnnd vor augenn ist, vnnd soll noch Itzo zum furderlichstenn mehr Thon gegrabenn vnnd gefurt werden, Desgleichenn ein gute notturfft arm Mose1[?] zun vorrath als balde holenn zulassenn, vnnd sollenn etlich Leinenn Beuttell, klein vnnd groß Itzo auch darzu gemacht werdenn,
Der forsthaffer1[?] zu Roßbach muß herauff verschafft, dann zu Eschwege vnnd Wannfriedt kein Haffer mehr sein will, wie die amptknechte berichtenn, darumb mann sich erkundenn, Haw vnnd stro muß auch anhero verordent sein, darumb vonnötenn, das die Vchsenn zu Eschwege abgeschafft werdenn, kann mann daselbst haw vnd stro enndtrathenn, muß dem kuchenmeister anngezeigtt werdenn, Es soll auch aller vnnkost, beide das Bawgeldt, zerung vnnd annders, alles was sich in diesem Baw auszugebenn notturfftig zutregt, klar vnnd eigentlich vonn Ih[?] zu Ihu[?] verzeichnet, vnnd alwege wochenntlich den Sambstage Jeder wochenn, vor vns verordenntenn etlichenn, vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, damit in dem rechtschaffene vfrichtige vnnd gleiche ordenung gehaltenn, die verrechennt, vnnd Jede wochenn Rechnung vonn vns etlichenn anngehört, vnnd als balde dieselben wochenrechnung vnnterschriebenn werdenn, Das
wohlgemacht, Innwenndige Inn den Saltzbronn zun Sodenn, durch meister Hannsenn Wetzelnn zimmermann, vfs aller scherffste gnaw vnnd wohl anngerissenn, Innsennckenn vnnd anntreibenn, vnnd vernegelnn lassenn, wie mann Itzo im augennschein zusehe hat.
Darnach ist die decke des Lams am Saltzbronn abgethann vnnd geoffnet, vnnd vonn der abezucht am gewelbe der drittentheil des Saltzbrons, da der Berck wieder ligt, nach der Stadt zu, da Itzo kein vmbgang ist, anngefanngenn auszufuhrenn, vnnd hat sich im ausfuhrenn des Lams vmb den Saltzbronn fundenn, wie volgt, Dinstags vnnd Mitwochenn am Lam ausgefurt, vnd allerley Holtzwerck, Erdenn, steine vnnd dreck im Lam mit Ingefult fundenn, Heintz vonn Luttern geschriebenn, das der Schultheis vonn Ziegennhain, nechst dinstags gewißlich hie sey, das er auch Scheltparchenn, vf mein ann Ihnen Scheltparchenn gethann schrifft beuehge1[?] vfs furderlichste herzukommenn, vnnd mit annrathenn zuhelffen
das der Thon rechschaffenn vnnd wohl gearbeit, vnnd zugericht werde, Das Nordeck die Gröper vonn Cassell morgenn mit her bringe, erinnerung gethann, Dem Renndtmeister zu Hombergk geschriebenn, das er die wochenn Cantate den Steinmetzenn Meister Hannsenn vonn Franckfurt hier bescheide, Michell Horchbergk1[?] soll den Steinbrechernn Hansen selb dritte zustundt her bescheidenn, Wo er nitt her wolte, Soll der Steinbrecher vonn Wolffsannger herkommenn.
Dieweil die arbeiter vnnd taglohner Inn Sodenn, den zeiger oder Vhr in der Stadt nit wohl hörenn können, damit sie dann Ire volle stunde arbeitenn, Soll der Opfermann Inn Sodenn, die zeit dieser Baw wert, eins Jedenn tags Morgenns zu vier vhrenn, zu mittage zu Elff vhrenn, darnach zu einer vhrenn, vnnd abendt zu Sechs vhren, einenn gutenn Puls leutenn, das die arbeiter wieder ann vnd abzugehenn wissenn, Donnerstags nach Jubilate den Erstenn Maij zu morgen
ist Valtin Schülde Vogt zu Wanfriedenn1[?] alhie annkommenn, vnnd mit zugesehenn, hat mann verordennt, das der zimmermann Meister Hanns Wezell2 das alte gebew vom holtzwergk hinder dem Tam, so etwas Bawfelligk gestalt, vnnd mitt stendelnn ann dem Oberstenn Reiffe am Saltzbron, Jegenn das alte gebeuwe gefast, vnnd ist der Tam darnach weitter vnnter sich ausgefurt, Dem Vogte zu Friedewaldt geschriebenn, zwene Wagenn mit haffernn hier zuschickenn, sollenn wieder vmb mit Saltz dahin zufuhrenn, alhie geladen werdenn, Renndtmeister zu Schmalkaldenn soll die Flösdielen3 vnnd bestelte negell vfs furderlichst herschickenn, vnnd darnebenn schrifftlich anzeigenn, wie die Mergenngroschenn beij Ihnenn genommen vnnd gegebenn werdenn, Milcher Straus der Hamerschmidt zum Schwein4[?], soll vmb den Mitwochenn nach Cantate hie sein, des Pfann eijsenns halbenn, wo er manngell am gedinge hette,
Jegenn abenndt seindt Hermann vonn Hundelshausenn Amptmann zu Reichennbach, vnnd Johann Nordeck, als verordennte des Baws alhie annkommenn, Freijtags nach Jubilate den 2n1[?] Maij am Tamme ausgefurt, vnnd die schar2 zum raum weitter furgenommenn, das die Last vom Tamme komme, Sambstags weitter vnnter sich vnnd vmbher gegraben, den Saltzbronn vnnd das alte gebeuwe mit strebenn gefast vnnd verschlagenn, vnnd das tag wasser Inn die abzucht bracht vnnd gewiesenn, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 126 Pfann, Die vierdte abzucht hat mann heute außerhalb dem altenn gebeuwe, vermuge der Pfenner Bawbuch, zugetennet fundenn, vnnd wieder aufgeraumbt, wirdt mann im grunde findenn, ob die einenn abgang haben könne Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrn seindt die fuhrleute in der Stadt Allendorff anngesprochenn, Morgenn ein Jeder wie er gespannt ist
Maij in den dreijen Pfarkirchenn in der Stadt vnnd Inn Sodenn durch die Predicantenn das Volck erInnernn vnnd ermahnen lassenn, Gott den almechtigenn Innigklichenn zubittenn, dieweil der anngefanngenn Baw am Saltzwergk, Innsonderheit am Saltzbronn, vnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, den Pfennernn, vnd der ganntzenn Lanndtschafft des Furstennthumbs hessen, vnnd der darann stossenndenn grenntzenn, vnnd auch allenn sich darann nehrenn müssenn, zu gutenn kömpt, das Gott der almechtige zu solchem Baw gnade, besterung vnnd wolfart, auch gnediges gut gewitter verleyhenn wolle, Damit solcher Baw gemeinem nutz zum bestenn könnt volnzogenn, vnnd dermassenn stadtlich gefast vnnd gemacht werdenn, das es künfftiglich hochgedachtenn vnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn, dem Furstennthumb hessenn, Se
meiner Lanndtschafft, den Pfennernn vnnd allermandernn, so sich am Saltzwergk nehrenn, zu gut kommen könne, Monntags nach Cantate den 5n1[?] Maij vnnter sich am Tamme ausgefuhret, Dinstags vnnd Mitwochenn bis vf den 4.
Reiff den Tam ausgenommenn, Ist die Wenn2[?], so aus dem Bornn Inn die abzucht gelegt ledig gemachtt, vnnd geoffnet wordenn, da hat mann fundenn Inn der mitte des Tams starcke eichenn Bretter gestrebt stehenn, Inn dem grunde gescherpfft, vnnd geschlagenn, die sein heraus gelanngt, darnach ein gevierdts vonn starckenn Balckenn hinder denselben, vnnd zwischenn dem fasse des Bronns wieder ein gevierdts vonn Bretternn, vnnd ist als dartzwischll3 vertembt gewesenn, vnnd vf den mittelstenn Brettern hat der zaun gestanndenn, Ist aber verfault gewesenn, Donnerstags den 8 Maij Ist beij der abzucht am Gewelbe Inngesenncket, da hat das wilde wasser starck durch die eusserste fassung getrungenn, das mann solchs wiederumb vertemmenn müssenn, da ist mann vnnter das
getemme vf ein gries kommenn, hat der zimmermann eine Sompenn gesatzt, vnnd damit allenn zufloß durch eine Renne Inns gewelbe annderthalbenn schue dieffer dann die Renn aus dem Bornn gröst vnnd gehaltenn, Im Bornn ist die Sohl aber gleich hoch gestiegenn, Freijtags den 9.
Maij hat mann Jegenn dem Oberstenn vnnd vierdtenn Reiff strebenn gesetzt, vnnd der Tam in der mitte zwischenn der altenn fassung vnd dem Saltzbronn, bis vnnter das getemme vff den gries auswerffenn lassenn, Vnnd hat Hochappell diese wochenn selb zehenndt den Thon gemacht vnnd zubereit, desgleichenn ist der Raum im Steinbruch ober der Stadt geraumbt vnd zugericht, vnnd sollenn etlich hundert fuder steine in vorrath gebrochenn werdenn, So hat mann auch anngefanngenn den Sohlgrabenn reynenn zulassenn, Das gehöltze so geflöst ist, soll Ludwig stein1 ausbringen helffenn, oder sie darumb gepfenndt werdenn,
Innhalt Stadthalter vnnd Rethe schrifftlichenn beuelch, Diese tag hat der zimmermann das Segezeugk auch noturfftigk zugericht, vnnd Inn den Saltzbronn dreij Sompenn, die obenn austragenn gesetzt, darnach vier kurtze Sompenn, die tragenn die sohl so tieff aus vnnd ab Inn das Gewelbe, als die Renne vom alters gelegt sein, verhofftenn darmit den Saltzbronn zu Sehenn, Sambstags nach Cantate den 10.
Maij, Ist hinder dem altenn gebeuw außerhalb dem Tam, der Bergk weitter aus gefurt nach dem gannge zu vmb der Last wiln, vnnd habenn die knechte1 darnach im Sohlgrabenn gearbeit, vnnd steht Itzo die fassung des Saltzbrons halb ledigk vnnd freij, ist aber wohl vnterschlagen vnnd gefast, Nach Mittage hat der zimmermann das Segezeugk gefertigt, Inn Bornn gehenngt, vnnd vf den Bornn darzu geröst gemacht zum stannde, Dieweil aber Hundelshausenn vnnd Nordeck heut verrittenn, hatt mann mit dem Sehenn bis zu Irer wiederkunfft vfgezogenn,
Der Saltzbronn ist auch mit der schrodt wogenn eygentlich abgewiegenn, das mann Jederzeit sehenn vnd wissenn kann, das sich das fas am Saltzbronn nit verruckt, oder etwas weiche, Vnnd seindt diese wochenn gesottenn, Ann Saltz, 123 Pfann, Sonntags Vocem Jucunditatis den 111 Maij gefeijret vnnd nichts arbeitenn lassenn, Monntags hat der zimmermann das Segezeugk ganntz fertigk gemacht, darnebenn ist das gewelbe gesaubert, vnnd vonn dem Schlam habenn sich die Rennenn vorm gewelbe, vnnd vnter dem Tam, da die Oberbrück2[?] vber den Saltzgrabenn gewesenn, etwas verstopfft, das mann dieselbenn vfgeraumbt hatt, dartzu seindt die Malknechte im Sohlgrabenn, vnd demselbenn vnntenn heraus gesaubert, Inn der Stein=kauttenn wirdt gebrochenn, So habenn die Thonarbeiter auch Irenn beuelch in ausrichtung, Der zimmermann hat auch die Strebenn am Bornn
Dinstags den 13. Maij Ist der Saltzbronn zum zweitenn mahl ganntz vnnd gar ausgezogenn vnnd geöst, Inn beijsein vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, Valtin Schülde, mein Jost Berckernn1[?], Renndtmeister, Saltzwardt vnnd Hanns Scheltpach, vnnd vonn der Pfenner wegenn, Johann Niedennstein, Thias Thorey, vnnd sonnst viel gemeiner Pfenner, vnnd hat mann klar vnnd eigenntlich fundenn vnnd gesehenn, das die quell wiltwassers, darvonn in der Pfenner Buch anntzeigung vnnd meldung geschicht, so beij der drittenn abzucht, in vorzeitenn gewesenn, vnnd in dem vmbgannge nach dem gewelbe sich gezogenn, sieder der zeit vnnter sich gefallenn, vnnd leufft nun gleich vber derselbenn drittenn abezucht starck Inn den Saltzbronn vnnder dem fasse her, vnnd vermischt sich aber also baldt mit der Sohl, aber die anndernn adern im Saltzbronn, so vonn vnntenn herauff durch den gries
vnnd kießling kommenn, die seindt ann Irer substantz der sohlenn stercker vnnd besser, Vnnd will demselbigenn mit zeitigem Rath nu wohl stadt zuvorkommenn sein, Vnnd ist der Saltzbronn gesaubert vnnd alle Inngefallenn holtz vnnd annders ausgezogenn, Heut Jegenn abenndt seindt die herrnn Stadthalter Rudolff Schennck, Hermann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, der Schultheis vonn ziegennhain, Meister Mertin der Buchssenngießer alhie annkommenn, Mitwochenn den 14 Maij Ist der Saltzbronn in aller herrnn beijsein abermahls ausgezogenn, vnnd geöset, vnnd habenn die werckmeister, als der Schultheis zu ziegennhain, M.
Mertin Bette1[?], Scheltpach der zimmermann vonn der Lichtenaw, Jacob vnnd Gall Richtter, vnnd der zimmermann Hanns Weyell2 den schadenn vnnd Innfluß Im Saltzbronn eigentlich besichtiget, darnach hatt mann Rath gehaltenn, vnnd vff den vorgefallenn streit, Ob mann einenn rechtenn gutenn grundt suchenn, oder ob mann vf dem
Gries, wie die altenn gethann bleibenn soll, aus allerleij bedennckenn geschlossenn, das mann mit dem Itzigenn Baw nit tieffer dann die altenn senncken vnnd ausfuerenn, sonndernn vf dem kies oder gries bleibenn, vnnd sollenn dem schadenn vnnd Innfluß auswenndigk dem Saltzbronn im Tham nachsuchenn vnd vleisthun1[?], das mann denselbenn Innfluß Innsonnderheit fassenn könne, dann das alte der Pfenner Buch sagt eigenntlich, das des orts vor Sechtzigk Jarenn ein Saltzader, vnnd darnebenn ein quelle wiltwassers eins arms dick gewesenn sein, die habenn sich durch Flotz2[?] schlagenn im vmbgannge gemindert, die sein ohnn zweiuel vnnter sich gefallenn, vnnd fliessenn nun mit einannder zugleich in Saltzbronn, Der zimmermann Hanns Wetzell soll annfahenn, vnnd die neue fassung vf acht eckenn zurichtenn, soll mittenn in den Tham sechs schue weit vom Saltzbron gesetzt werdenn, das mann dazwischenn mit Thonn wohl vertemmenn könne, vnnd sollenn die Bretter vf einannder wohl gefugt, Inngeschlossenn, vnnd mit dielenge gesetzt werdenn,
Donnerstags Ascensionis Domini den 15. Maij Ist der herr Stadthalter wieder nach Cassell gerittenn, vnnd beuohlenn, was sich am Baw, Innsonnderheitt in fassung des zuflus beij der adernn zutragenn wirdet, Ihnenn furderlich zuuerstenndigenn, So hatt mann heut des fests, vnnd auch des Regenns vnnd nassenn wetters halbenn gefeijret, Freitags den 16.
dergleichenn, vnnd hat mann auswenndigk am fasse des Saltzbronns, vber dem Innfluß beij dem drittenn Reiffe, ein tieff gros loch fundenn, hat influß daselbst mit der zeit den Tam vnnd die erdenn in den Saltzbronn gefurt, vnnd seindt die strebenn daselbst vollennt herumb gefurt.
Maij vber vnnd vf dem Innflus vf den gries kommenn, Donnerstags, Freitags vnnd Sambstags den Malknechtenn den Tam vollennt vmb das fas hero heraus zubringenn, zum feijrabenndt1[?] gebenn, die tags seindt Hermann vonn Hundelshausenn Valtin Schüldt, vnnd Ich Jobst alhier gewesenn, Diese wochenn seindt gesottenn 147 werck.
vber den abzucht am gewelbe in der mitte nach der zweitenn abzucht, hat mann ann der eussersten fassung im Tam, da die nedern ader sein soll, ein fassung eins stich weits vonn Betternn gemacht fundenn, Was das bedeut wirdt mann im grunde findenn, Hat mann im grunde fundenn, das solche fassung für nichts gewesenn, dann die ader darunder hin nach dem fasse des Bornns geflossenn ist, mag aber vor zeitenn im grunde mit thonn vertemmet sein, das sie in solcher fassung bis in den
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Z. 8: feijrabenndt — durchstrichen oder Zierstrich
vmbgang vier oder funff schue hoch gestiegenn ist, Sambstagk nach Exaudi den 24. Maij habenn beiderseits verordenntenn zum baw sampt den Saltzgreuen vnnd dienernn des bawes halbenn Rath gehaltenn, vnnd geschlossenn, Dieweil der Zimmermann zu fertigung der neuwenn fassung vierzehenn tage zeit habenn mus, In dem auch aller thon vnnd anndere bereitschafft gefertigt werdenn kann, das der born mit dielenn1 gantz zugelegt werdenn soll, desgleichenn der geraumpte Tam, vnnd darauff magk Jeder zu haus ziehenn, doch das nacht vnnd tagk der born vnnd darumbher bewart werde, vnnd sollenn die verordenntenn vf Sonntagk Medardi den 8.
Junij Jegenn abenndt wiederumb zun bodenn sein Dieweil dann nachmahls nit verglichenn, wie tieff mann mit dem grunde suchenn vnnd fahrenn soll, So ist abgeredt, das vonn wegenn vnsers gnedigenn fürsten vnnd herrnn etlich verstenndige vom Rethenn, desgleichenn anndere mehr Pfenner, vf Donnerstagk den 12.
Allenndorff annkommenn, vnnd sich derwegenn endtlich zu enndtschliessenn, wie vnnd welcher gestalt der grundt gesucht, vnnd die neu fassung gesetzt werden soll, Mitler zeit soll der born geöst2, vnnd alles zufliessenndt wasser mit den sompenn gehaltenn werdenn, das derwegenn kein schade geschehe, aber nicht desto weniger sollenn die Söder nechst Mitwochenn, vmb des Ofenns willenn, wiederumb ansiedenn, Die adernn in vnnd vmb den Saltzbronn sein heut probirt, vnnd habenn sich in der proba fundenn also, Die ader des Zinnflus1 mussenn zu einer Pfann Saltz —— 11½ fuder sohlenn gehörenn, Die Gemein sohl im Saltzbronn ——— 11 fuder, die gute ader im Saltzbronn hinder dem stuel — 9 fuder zu einer Pfann saltzs, Vnnd hat mann erfundenn, das alle adernn, so in vnnd vmb den Saltzbronn vonn vnntenn herauff durch den gries vfquellenn, rechte gute saltzadernn sein, was aber vmbher zufleust, sein gemeinlich wilde quellen,
Die Pfingst heiligenn tage gefeyret, aber den Mitwoch vnnd die anndernn drey tage, hat meister Hanns der Zimmermann ann der neuwenn fassung, vnnd Dochappell mit seinenn knechtenn, am Thom2 gearbeit, Mitwochenn vmb des Ofenns willenn wieder ansieden lassenn, vnnd seindt diese halbe wochenn gesottenn, ———————— 42 werk, Die Wochenn Trinitatis hat der Zimmermann sein arbeit fertigk gemacht, vnnd sein den [gestrichen:
Freytag] Jegenn abendt alhie annkommenn, vnnser gnediger Lanndtgraf Wilhelm, Stadthalter, Canntzlar vnnd Räthe, so zu Sultza Inn Duringenn gewesenn sein, vnnd habenn den Saltzbronn vnnd alle arbeit besichtiget, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 141 werk, Sonntags Medardi den 8.
Junij die Teichknechte wieder hero bescheidenn, Montags anngefanngenn vollennt den Tam anzuwerffenn, Dinstags den 10 zu Morgenn, sein Hermann von Hundelshausenn vnnd Valtin Schilde3 auch wiederumb hie annkommenn, vnnd ist am Tam anzubringen
Junij hat mann mehr körenn2 vnd Haspelnn vnnd Kübelnn zum ausösenn zurichtenn lassenn, vnnd wirdt fur vnnd fur mehr thon zugefürt, vnnd recht wohl mit fleis gearbeit vnnd bereit, so ist auch nunmehr ein gute noturfft Moß im vorrath.
Donnerstagk den 12 Junij, ist der Tam aller bis vf den kieß mit kübelnn ausgezogenn, vnnd was hart gewesenn, ausgeworffenn, hat mann vf dem kies, einenn grossenn lanngenn vnnd dickenn Baum mit seinenn Estenn, ann der eusserstenn alten fassung vf einer seittenn, vnnd einenn grossenn warkenn3 kalckstein vf der annder seittenn des bornns im kieß fundenn, Darnach hat mann ein gewierckts4 mit bretternn vmb den Saltzbronn, vnnd hart darann mit Thon vertemmet fundenn, Ist heut aller heraus bracht, das mann hat vf dem gries vmb den Saltzbronn gerings hero trockenn gehenn könnenn, vnnd ist das gewierckts
ganntz fleissigk, mit Moß vnnd thonn durcheinander gemischt, darunter aschenn vnnd erdenn gewesenn, vertembt, bis vf den Grieß, vnnd seindt heut Johann Nordeck, Schultheis vonn Ziegennhain vnnd Scheltpach1 alhie annkommenn, Zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn, an vnnd bey dem stein, hat mann acht vnnd mehr starck Saltzadernn vfquellenn fundenn, die gut ann Irer substantz, sein probirt vnnd haltenn wie volgtt, habenn nit in Saltzbronn kommenn könnenn, dieweil das fas zu ennge, vnnd nit weit gnug gemacht gewest, Ein ader ann den Bretternn der vierecktenn fassung bey dem grossenn steine im gries, helt ein quart — 6.
lot 3 q̄z.2 thut zu einer Pfann —— 8 fuder 2 ohme 10 virtell, Die Saltzader Jegenn dem Berge, nach Hanns Mertins koth3 ist sehre starck, helt ein quart — 5½ lot, thut zu einer Pfann —— 10 fuder 2 Ohm 7 quart.
Freitagk den 13. Junij die Bretter der vierecktigenn1 fassung gerings vmb den Saltzbronn aller bis eines fus hoch vber dem gries abhauwenn, vnnd zwey bretter dauonn aus dem gries ziehenn lassenn, zusehenn wie tieff die im grunde stundenn, hat mann funden, das die eines gutenn werckschuchs tieffer, dann die schwellenn am Saltzbronn liegenn, stehenn, Soll mann also stehenn, vnnd den Tam am Saltzbronn vffm kies liegenn lassenn, bis der grundt zur neuenn fassung gemacht ist, Zwischenn dem Saltzbronn vnnd der altenn fassung nach der stadt zu, hat mann kein sonnder Saltz adern oder vfquellenn fundenn, dann ein starck quell von vnntenn vf, ist eyttell wildt wasser, Da aber der Zinnflus2 Inn dem Saltzbronn ist, hat man zwischenn zweyenn kalcksteinenn ein grosse starcke quelle fundenn, Ist vermennget mit sohle, Da aber der Saltzbronn geöst, wardt die lautter wildt wasser, vnnd thut dem Saltzbronn den schadenn, der soll furter nach gehaltenem Rath nachgesucht werden,
Sambstagk den 14. Junij seindt die Pfenner in grosser anntzahl morgenns zu 6. vhrnn bey den Saltzbron ganngenn, vf den grundt gestiegenn, vnnd mit vnns einmutigk geschlossenn, das das viereckigk1 getemme, vnnd die stumpffe vonn den Bretternn vollenn2 sollenn ausbracht werdenn, das ist also geschehenn, darnach der bornn geöst, da hat mann eigenntlich geschmackt, das der Zinnflus eytell lauter wilt wasser, dann wann der Saltzbronn gestiegenn, so hat sich der Zinnflus als baldt mit der sohl vermischt, [gestrichen:
d] Wann aber der Saltz bronn vf den gries ausgezogenn wirdt, so hat der Zinnflus eittell wilt wasser geschmackt, vnnd dieweil die Pfenner starck da gewest, hat mann sich verglichen das sie ein ausschos aus Ihnenn machenn, wolten wir vnns als morgenn mit Ihnenn vnterredenn, vnnd samptlich rathschlagenn, wie dem werck geholffenn werdenn möchte, Ist also geschlossenn, vnd das wir morgenn Sonntags frue zu funff vhrenn im augennschein, wieder beysammen sein woltenn,
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 115 werck, Sonntags den 15. Junij Morgenns zu funff vhrenn ist der Pfenner ausschos beim Saltzbronn erschienenn, Nemblich her Wilhelm Prediger Dechannt1 zu Heiligennstadt, Johann Schaffnit der Elter, Johann Wiedennstein3, Thias Thorey2, Johann Schaffnit der Junger, Bernnhardt vnnd Hanns v Wallis4, Vnndt vonn Werckleutenn, vnnd Werckverstenndigenn der Baumeister vonn Ziegennhain, Hanns Scheltpach, Jacob vnnd Gall Richter, zwene Zimmerman, Meister Hanns v Wetzell5, vnnd Meister Hans Lichtenaw, Habenn vnns vnterredt, das werck besichtigt, vnnd berathschlagt, Wie vnnd durch was mittell könnte oder möchte der Zinnflus der Wildenn quell, gefast, vom Saltzbronn bracht, vnnd in die abzucht gefurt werdenn, Vnnd ist nach gehabtter vmbfrage, vnd der werckleute genommen bedacht, geschlossen, vnd einmutig beiderseits bewilligt,
Das in der abzucht ann der altenn fassung, gleich Jegen der Wildenn quell, da mann anngefanngenn zu senken, vollennt zu stundt Ingesennkenn soll, so tieff die noturfft erfordert, damit mann sehenn könne, ob sich der Wilde quell daselbst ereugenn1, vnnd auch wie tieff die alte fassung im grunde des gries Ingesenckt vnnd gesetzt sey, darnach mann sich mit der neuen fassung, vnnd sonnst mit verordenung der wildenn quell zurichtenn hatt.
Vnnd dieweil es heut Sonntagk vnnd die sennker zu Apteroda2 sein, So soll Gall Richtter die zwene sennker so mehermahls alhier gewesenn, morgenn frue hier bringenn, vnnd gleich vnter sich sennkenn lassenn so tieff vnnd weidt, wie das vonnötenn sein will Vnnd da mann daselbst den Zinnflus wildt wassers findet, vnnd der nit selbst in der abzucht Inns gewelbe fliessenn wolt, So were besser vnnd nutzlicher, den vier oder funff schue mit sompenn zuhebenn, dann souiel holtz zuuersiedenn,
Vnnd soll das Senncken zwischenn hie vnnd Donnerstags geschehenn, dabey sollenn sein Johann Nordeck1[?], Valtin Schuldt, Scheltpach, Wiedennstein2[?], Thias Thorey, vnnd Gall Richtter, Vnnd sollenn die verordenntenn nehist Donnerstags aller wieder zum Bodenn bey einannder sein, Montags den 16.
dinstags den 17. } Junij Mitwochenn den 18. Habenn die Senncker vom Bergkwergk, auswenndig der altenn fassung in der abzucht, vnter dem drittenn Lichtloch zugesenckt, vnnd stehet die alte fassung sehr tieff, Habenn aber des Verrwassers3[?] halbenn nit vnter sich kommenn könnenn, Darumb ist solcher Schacht wieder zugefult, darnach habenn sie allenn Schlam vf den Kreß oder gries vmb den Saltzbronn zwischenn der altenn fassung vnnd dem Saltzbronn ausgehaspelt.
Unsichere Lesungen
Z. 2: Nordeck — Name, Anfangsbuchstabe unsicher
Z. 3: Wiedennstein — Anfangsbuchstabe W/R unsicher
Da hat mann die Wilde Wasserquell oder ader benebenn dem Saltzbronn gegenn dem drittenn Lichtloch starck fundenn, Vnnd damit die vom Saltzbronn bracht vnnd abgesondert wurde, Hat mann ann der Wilden quell her starck Bolenn in einannder gespundt funff schue tieff Inrammenn lassenn, also das dieselbe quelle allein fleust, wirdt mann furter besser fassenn, das die mit zu den gutenn adernn in Saltzbronn kommen kann, Donnerstags den 19.
Junij Ist der Saltzbronn geöst1, vnd hat mann gesehenn, dieweil die wilde quell gesondert das der Zuflus im fasse des Saltzbronns nit so starck wie zuvor gewesenn, Vnnd seindt die verordenten heut wieder beyeinander annkommenn zum Bodenn, Freytags den 20.
Junij ist geschlossenn, das der Zimmermann die neue fassung weitter machenn, vnd noch vier Seulenn, zu den sechzehenn seuln Inschiessen soll, also reicht dieselbige fassung vf vier schue nahe ann die alte fassung, vnnd soll die abezucht
darzwischenn Inn den vier schuenn weit gerings Innwenndigk vmbher gehenn, Sambstags den 21 Junij hat der Zimmermann die abreissung gemacht, wie das werck gefast werdenn soll, das er dann also fertigenn soll, Vnnd mögenn die verordenntenn zu Hause ziehenn, bis das sie wieder beschriebenn werdenn, Vnnd soll Lichtenaw Sechzigk wagenn holtz, Vnnd Beylstein1 vierzigk Krombling2[?] furenn, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 122 werck Vnnd habenn die Böder bekanndt, das sie in sechzehen stundenn zulassenn vnnd Saltz machenn, Wie wir das warhafftig fundenn habenn, Sonntags den 22 Montags den 23.
Diese wochenn seindt gesottenn ——— 124 werck, Sonntags den 29 } Junij Montags den 30. dinstags den 1 Mitwochenn den 2 } Julij Zimmerleut vnd thonDonnerstags den 3 greber gearbeit vnnd Freytags den 4.
Ire arbeit alle fertig geSambstags den 5 macht, Diese wochenn seindt gesottenn ——— 128 werck, Vnnd ist den erstenn Julij gelegennheit des Saltzwercks vnnserm gnedigenn furstenn vnd herrnn annzutragenn1, Reinhardt Abeln2 Pfennigmeisternn Bericht geschehenn, also.
Mein freundtlich dienst, vnnd alles guts zuvor Erbar vnnd achtpar besonnders guter freundt, Euer mir Jungst gethann schreibenn, am dato den 143 Aprilis des Jars haltenndt, das Saltzwerck betreffenndt, Hab ich alles Innhalts verlesenn, vnnd ist vermöge derselbigenn Johann Nordeck4[?] am Mülewerck
seligenn stadt, aber Itzo erst in acht tagenn, vf mein stetigs annhaltenn, vf ewer schrifft verordenet, wirdt vnnbeschwert sein, allenn muglichenn vleis annzukerenn, Vnnd damit Mein gnediger furst vnnd herr wiße, wie es Itzo mit dem Baw am Saltzbronn stehe, So will Ich Euch nit verhaltenn, das vonn wegenn Sfgl.
Zu solchenn Baw Hermann vonn Hundelshausenn, Johan Nordeck1[?] vnnd Valtin Schuldt, nebenn mir, vnnd dan etliche vonn der Pfenner wegenn verordennt sein, Habenn nun darann Inn die zehennde wochenn arbeiten lassenn, vnnd Gott lob den schadenn fundenn, das ein starcke quell vnnd wilde wasser ader vnnder dem Sam2[?] Inn Saltzbronn gebrochenn, die habenn wir abgesondert, Vnnd da die Böder vormahls dreyssigk stunde ann einer Pfann Saltz gesottenn, da siedenn sie Itzo nit lennger denn Sechzehenn stundt, vnnd hoffen noch mehr besserung, Wirdt ein mercklichs ann holtz erspartenn, vnnd Zutragenn, zu dem habenn wir noch zehenn oder zwölff guter Saltzadernn im
Sam1[?] fundenn, die vormahls im Saltzbronn nit gewesen sein, Vnnd werdenn die Zimmerleut, der wir Itzo achtzehenn ann der arbeit habenn, diese wochen fertigk, das wir alle gute Saltzadernn fassenn, vnnd die wilden quell davonn bringenn wöllenn, das Gott lob, nunmehr kein zweiuell oder gefahr darbey ist, dann wir wollenn mit Gottes hulff, Erger, besser, vnd nit vbell erger machenn, damit ihr auch Hochgedachtenn mein gnedigenn furstenn vnnd Hernn, dester besser berichtenn könnt, So schick ich euch Innliegennde abgerissenn, Wie die newe fassung gemacht, vnnd das alte fas ganntz hinwegk gethann werdenn soll, dann vnter den schwellenn des alten fasses quellenn die bestenn Saltzadernn, Vnnd habenn in vorigenn Zeitenn die altenn das Itzige fass darumb so enge gemacht, das vielleicht sie nitt mehr Sohl habenn wollenn, Was vhrsach ist leichtlich zuerachtenn, aber wir habenn im Erdreich, ein alte fassung, funffzehenn schue weidt, gerings vmb den Itzigenn Saltzbronn fundenn, da
vonn kein mennsch gewust, auch der Pfenner Buch davonn nichts meldet, das mann Itzo bessern grunde im Saltzbronn, vnnd darumb hero, dieweil wir solchs mit Pompenn haltenn vnnd ausösenn könnenn, trockenn gehenn könnenn, vnnd ist so gros siedenn Itzo in zeit des Baues als vor nie gewest, gemeinlich die wochenn Hundert vnnd etlich Pfannenn saltzes werdenn gesottenn, also das kein werck des Baues halben verseumpt wordenn, vnnd dieweil diese newe fassung nun vonn wegenn Sfgl.
vnnd derselbenn Erbenn desto weniger heraus bringenn, Solches wolt ich euch vor ein gute botschafft, meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn annzuzeigenn, guter meinung nit verhaltenn, vnnd wolt Gott der almechtigk, das ihr mir wiederumb die erledigung Sfgl.
Julij Anno 50. E. W.2 Jobst Berber3[?] vom Hombergk Saltzgreue zum Bodenn, An Reinhardt Abeln Pfennigmeisternn, Sonntags den Sechstenn Julij darauff nachvolgende anntwort Innkommenn, ann Johann Nordecken4[?], vnnd Jost Berbernn5[?], beide Saltzgreuenn zum Boden, Mein ganntz geflissenn, willig diennste, vnnd alles guts zuvornn, Hochachtparnn, Gunstige liebe Hern, Was ihr beide des Saltzbronns halbenn zu Allenndorff im Bodenn, mir geschriebenn, Hab Ich zu hanndenn bekommenn, vnnd alles meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anngezeigt, darab dann Sfgl.
euch vertrawenn, Wo auch muglich sollet ihr darann sein, dieweil die sohl gebessert, vnnd mehr dann zuvor vor augenn, auch die Böder Itzo ein werck in — 16.
stundenn, da sie zuvor — 30 gehabt, ab siedenn könntenn, das noch ein Pfann Itzo mehr dann zuvor gesottenn, vnnd aus bereitet werdenn müge, Welches Ich euch zur wideranntwort eröffnenn sollen, denenn ich mit meinem geringenn vermügenn alzeit zudienenn gutwilligk, Datum Mecheln denn 10.
Julij Anno 50. E. A. W.1 Reinhardt Abell Pfst2[?] Montags den 7 Julij seindt die verordenntenn Bawherrnn zum Bodenn aller beyeinannder wiederumb annkommenn, annzufahenn das new werck zusetzenn, dinstags den 8 Julij hat mann den gries vnnd den Saltzbronn hero verglichenn, vnnd ausgezogenn, vnd habenn hart am Saltzbronn, noch ein starcke quell wilt wassers fundenn, die auch vnnter den schwellen
des altenn fasses in Saltzbronn geflossenn, Hatt mann das alte fas daselbst verstopfft, den Saltzbron ganntz trockenn geöst, vnnd fundenn, das der erste Innflus ganntz gering wordenn, Mus dieselbe quell auch gefast, vnnd vom Saltzbronn bracht werdenn, Vnnd habenn etlich beglaubte Böder bekenndt, das sie Itzo vber — 14 stunde nit siedenn, so siht man auch Itzo augennscheinlich am siedenn, am zulassenn, vnnd das viel holtz ersparet wirdt, Darumb haben wir heut die Sohl im saltzbronn probirt, vnnd helt zu einer Pfann Neun fuder, vnnd ist die Sohl in hundert vnnd mehr Jarenn nie so gut vnnd gesundert gewest, wie Itzo Gotlob, Es ist auch heut das newe werck vf den Saltzbronn gefurt, der grundt zur schwellenn zugerichtt, vnnd anngefangenn wordenn, die fassung zusetzenn, vnnd geschlossenn, das die newenn schwelnn, eins schuchs tieffer in gries gesenckt, dann die schwellen am fas des Itzigenn Borns liegenn, Mitwochenn den 9.
schue weit Pfele vnnd Bolenn Inngeschlagenn, zusehenn wie tieff die alte fassung gesetzt sey, Hat man funden, das die alte fassung vier schue tieffer im gries stehett, dann der Itzige alte Saltzbronn, Es ist aber das wilde wasser so gewaltig vnnd starck kommenn, das das loch vnterm vffm1 gries, da die alte fassung wendet, mit Thonn verrennet, vnnd darauf wieder zu stundt mit Gries zugefult wordenn, Heut ist der Lanndtvogt zum Bodenn annkommenn, vnnd die nacht alda verharret, Hat den Baw vnnd alle ding besichtiget, vnnd gerathenn, mit tieffer zusenckenn, noch zusuchenn, Inn zwölff vnnd dreyzehenn stundenn, habenn die Böder diese nacht gemeinlich zugelassenn, wie Hans Kremer der Sohlmeister offenntlich bekanndt.
Donnerstags den 10. Julij hat Meister Hanns der Zimmermann, die schwellenn zur newenn fassung gelegt, vier schue weit, vonn der eussersten altenn fassung, vnnd so tieff wie Itzo der Bodenn vnnd grundt im altenn Saltzbronn ist nach der schradt2[?] wegenn, vnnd nach der Wasser wegenn, Inn der Runde ganntz
gleich gelegt, bis ann die newenn gefundenenn Saltzädernn, Vnnd vnter den schwellenn hatt mann zu erst Moß1[?], darin aschen vnnd sanndt geschut, darauf aus vnnd Innwenndigk ann den schwellenn grobenn Kies gethann, vnnd den grabenn darin die schwellenn gelegt, damit wieder zugefult, vnnd hat mann mit den Pompenn die Sohl aus dem Saltzbronn, vnnd alles wasser was auswenndigk vmb den Saltzbronn, vnnd durch die altte fassung oder sonnst kommenn ist, alles ausgeöst, das mann trockenn hat hanndelnn, vnnd darin gehenn könnenn, Ist auch mit hartenn Kies wiederumb gefult vnnd verglichenn, Mann hat auch in ausösung des Lochs ann der altenn fassung fundenn, das vnter dem hartenn gries ein kleiner schwartzer triebsanndt gewesenn, Dadurch wir den grundt zuerfahrenn, mit einem langenn Eisernn Börer, Inn die funff schue tieff vnter das loch geboret, aber nichts dann sanndt vnd viel waßers gespüert, das keins wegs zurathenn,
Freytags den 11. Julij seindt dreyzehenn lannger seulenn Inn die Schwellenn, der seindt auch dreyzehenn stucke wohl in einannder vernagelt vnnd Inngeraumbt1[?] gesetzt, darin die Riegell vnnd bretter Inngeschnittenn, also das Jedes breth Inn beide seulenn Inngesenncket vnnd wohl vernagelt wordenn, vnd ist Jede sauhl achtzehenn schue lanng, stehenn vnnten Inn den Schwellenn Inngezapfft, vernagelt, habenn obenn in die mures2[?] verbundenn vnnd vernagelt, vnnd darzwischenn zwene Riegell gleich darin getheilt, vnnd dann die bretter zwischenn den Riegell wohl vf einannder gefugt.
Vnnd ist heut das alte eußerste fas vom neuen gestrebt, wie dieselbenn strebenn ganntz Innwenndigk daran gespont vnnd vernagelt, sollenn fur vnnd fur bleiben, vnnd Itzo die erstenn strebenn wederumb abgethan wordenn, damit die neue fassung vngehindert derselben könnt gefertigt werdenn.
Sambstags den 12 Julij hat Meister hanns der Zimmermann die neuenn strebenn vollennt aller gefertiget, vnnd mit Irenn tragenndenn kropffenn, an des altenn eußerstenn fasses seuhlen genagelt, darnach in die seuhlenn der neuenn fassung die bretter vnnd Riegell vonn obenn herab zwerch vber mehrertheils Innbracht, Vnnd habenn heut die Herrnn abermahls den Saltzbronn ganntz truckenn ausösenn lassenn, das man mit hohenn schuenn truckenn darin ganngenn, vnd die Saltzadernn darin Jede in sonnderheit schmacken könnenn, darnach die zwo wildenn quellenn, so sich mit sohl vermischt, vnnd zuuor ganntz wild wasser warenn, außerhalb vnnd hart am Itzigenn Saltzbronn nebenn adernn, nach dem ort zu, da hieuor die schwenngell gestanndenn habenn auch ausgeschöpfft vnnd noch fundenn, das sie vermengt vnnd nit so gut als die im Saltzbronn.
gemacht werdenn soll, das solche beiden quelnn daraus kömenn gelassenn, vnnd sonnderlich allein gefast, vnnd vertennet werdenn, Darumb müssenn die Solenn1[?], so darnebenn Inngeraumbt, ganntz tieff Inngetriebenn, oder abgehauenn werdenn, das sie ann solcher fassung nit hindernn, kan mann die nach gehalter proba nutzlich brauchenn, oder da mann der noturfftigk, so that mann die, Will mann aber die nit brauchenn, so magk mann die stiegenn, vnnd Inns gewelbe fliessenn lassenn, Bedennkenn2[?] der Verordentenn ist in Rath beschlossenn, das mann aus allerley vhrsachenn halbenn bey diesen Itzigenn arbeiternn bleibenn, vnnd keine vonn Cassell weitter hier fordernn soll, Da es aber ann Person, oder arbeiternn manngell wurde, So soll mann die Söder, dieweil die in keine frembde gehenn durffenn, vmb einannder, vnnd wer sonnst ankömpt, aus diesem Lannde, vmb den taglohnn wie der Itzo gegeben wirdt, arbeitenn lassenn, Mitt zurichtung des Osegezeugs3[?] der pompenn, ventil,
stanngenn vnnd annders, habenn die Herrnn beuolenn, dasselbe alles duppell zuzurichtenn, vnnd sollenn zustunde zum ösenn vier neue Rörenn gesetzt werdenn, wie Christoffernn dem Saltzwartenn, vnnd dem Zimmermann anngezeigtt, vnnd sie vnterricht sein, vnnd sollenn daran nichts manngelnn lassenn, damit wann das alte Saltzbronn fas abgebrochenn wurdet, das mann als dan alle Sohl vnnd wasser, ganntz vnnd gar ausösenn könne, Weitter Vertagung vnnd Abschiedt.
Vff schierstenn donnerstagk den 17. Julij sollenn vnnd wollenn die Herrnn wiederumb bey einannder zum Bodenn ankommenn, außerhalb Valtin Schuldt, dieweil der zu Saltza sein mus, vnnd mitler zeit soll der Zimmermann das Itzige neue faß im Zirckell vollennt fertigenn, so soll die abzucht Innwenndigk vnnd auswenndigk so weit die strebenn des neuenn fasses darin reichen werdenn, genntzlich bis vf den gries ausgefurt werden.
Damit der Zimmermann solch neu werck vollent könne setzenn, vnnd fertigenn, vnnd darbey soll mann vleissigk annhaltenn, vnnd zusehenn, das auch der Zimmermann den Bergk, die Bodenn, vnnd was sonnst die noturfft erfordert, gnugsamb vnterschlage, vnnd dermassenn versehe, das kein schade oder nachteil enndtstehe.
Darnach soll das alte fas des Itzigenn Saltzbronns gantz vnnd gar ausgezogenn, die Saltzadernn darin vnnd vnnter den Schwellenn besichtiget, versucht, vnnd probirt werdenn, vnnd darnach zuberathschlagen, wie die Innerste neue fassung des neuenn Saltzbrons am aller nutzlichstenn vnnd bestenn, könne oder müge zugericht vnnd gefertigt werdenn, Mehr Bauholtz zubestellenn, Ist mit dem Lanndtknecht zu Beylstein geredt, soll nechst Mitwochen dreissigk fuder, so am Kauffunger walde, vnnd Wolffberge gefelt vnnd beschlagenn, gewißlich herfurenn lassenn, soll vf Jede fuhr — 6½ alb.
gnedigenn furstenn vnnd Herrnn, vnnd gemeiner Pfenner, auch vermuge der altenn Constitution, aus Iren weldenn, zum Bau des Saltzbronns, wie sie schuldigk sein, zimblich notturfft Bauholtz verordtnenn, vnnd zulassenn, Ist Irenn verordentenn anngezeigt, Wollenn solches hinder sich bringen, vnnd versehenn sich, es werde darann kein manngell sein, Doch mus solchs in nechstkunfftigenn gutenn Wedell, vnnd altenn Mone gefelt werden, Dann vonn wegenn ffgl.
zu solchem Bau Inn die —1 stuck holtzes gros vnnd klein, alhier verschafft sein, Vff diese neue gebeue sollenn zu ausbringung der Sohl, keine pompenn oder kunste gesetzt werdenn, Sonndernn ist vor nutzlich vnnd gut anngesehenn, das mann die Sohl daraus in einer Rennenn wohl verdeckt, durch den Tam in ein kubenn, das außerhalb der altenn fassung, nach der Stadt zu, etwas tiefer dann die fassung des neuenn Saltzbronns Inngesennckt, wohl verrampt, vnnd verwart, daraus
die Sohl zum siedenn zulanngenn, Will sich dann darzu das Itzige fas des Saltzbronns vf das kuben zusetzenn schickenn, So hat mann das zugebrauche, vnnd darauf zusetzenn, wo nit, so soll mann das vom neuenn nach notturfft machenn, vnnd setzenn lassenn, damit der neue Saltzbronn aller dinge zugebauet, wohl verwart, vnnd vnbeschwert bleibenn könne, Diese wochenn seindt gesottenn ————— 110 werck Sonntags den 13.
Mitwochenn 16. } Julij Donnerstags den 17. Freytags den 18. Sambstags den 19. Julij Ist die abzucht aller ausgefurt, bis vf den gries, vnnd hat der Zimmermann die eußerste alte fassung in den viertenn Schuch abge
schnittenn, vnnd gerings vmbhero, obenn mit neuen Pinstenn1[?] Inngezapfft, vnnd auch wo vonnötenn, mit bretternn gebessert, vnnd wohl verfast, darnach die schwelnn ann der neuenn fassung so sich strebenn, bis die helfft ann die abzucht, vnnter den vmbganng zu grunde gleich nach der wegenn gelegt, die Riegell vnnd bretter Inn Jedes feldt, zwischenn zweienn seuhlenn Inngeschlossenn, vnnd obenn versimpst, das also dieselbe neue fassung Inn Zirckell, vnnd was in die abzucht reicht, diese wochenn gefertigt ist, Vnnd ist der neuen gefundenn Saltzadernn halbenn, so sich hart ann der altenn fassung ereugt, nach der kirchenn vnnd dem Berge zu, damit die auch in rechtenn Saltzbronn kommenn, mitgefast werden, diese fassung nit ganntz in Zirckell, sonndernn gestrebt, hinter die alte fassung bis in den vmbganngk der abzucht gesetzt wordenn, Hat zusammenn — 24.
Diese wochenn seindt gesottenn ————— 134 werck Sonntags den 20 Julij gefeyrt, vnnd habenn die Hern die Wochenn vnnd amptsrechnung vom Bau vnnd Saltzwerck gehört, vnnd vnterschriebenn, vnnd nach dem die Renne vnnter dem Tam im Sohlgrabenn, da die oberste brucke sein soll, verstopfft vnnd verschlempt, das sich das wasser gestauet, vnnd kein Sohl vorm Gewelbe gehabt hat, Ist dieselbe Renn vfgeraumbt, vnnd der fall vorm Gewelbe wieder erlanngt.
Darumb notwenndigk vnnd fur gut anngesehenn, das als balde muglich, daselbst hin die vierte steinenn bruckenn vber den Sohlgrabenn also gemacht werdenn soll, das mann in Zeit der fludt, eine Schleuße oder Schosgatternn, wie ann einem tische dauonn zuschiessenn, vnnd das wasser was durchs gewelbe kömpt, die zeit der fludt mit pompenn haltenn könne, Damit die Werra oder wilt wasser sich nit in Saltzbronn staue, noch denn neuenn Beuenn schadenn thue, vnnd sollenn die fuhrleute in der Stadt, steine darzu zu
führenn, anngesprochenn werdenn, Montags den 21. Julij zu morgenn ist Valtin Schuldt wieder alhie ankommenn, hat meister hanns der Zimmermann die neue fassung wohl vernagelnn lassenn, vnnd den letztenn Rinck vf den seuhlenn in der abzucht auch Innbracht, vnnd habenn etliche Söderknechte gesagt, wo das siedenn vnnd sonnst die Winnung1[?], wie Itzo also bleibenn, woltenn sie keine Goltschmidde daruor sein, dann etliche bekenndt, das sie in 11.
stundenn zugelassenn habenn, Die vier pompenn, damit mann den Saltzbronn hatt Jederzeit ösenn könnenn, seindt heut wiederumb aus dem Saltzbronn gethann, darnach die vier alte seulenn, ann der altenn fassung, so der neuenn Saltzadernn halbenn, Itzo in die neue fassung bracht, vber den neuenn strebenn, Inn der mitte vom grunde in die höhe abgehauenn, vnnd daselbst mit neuenn Pinstenn2[?] gefast, dann dieselbenn seulen
obenn aus ganntz Morß vnnd baufelligk gewesenn, seindt aber vnntenn der neuenn strebenn halben stehenn bliebenn, So ist obenn die neue fassung auch Jegenn dem Berge gestrebt, Damit dieselbe fassung dem Berge dester besser halte, vnnd auch die strebenn dem Simbs1[?] vf der altenn fassung gleichformig werde, aber die altenn dielenn ann derselbenn eußersten fassung, zwischenn dennselbenn vier seuhlenn, seindt vffm gries abgehauenn, vnnd im grunde stehenn sie noch in den funfftenn schuch Inngeraumbt, Dinstagk den 22.
Julij ann der altenn fassung vollennt obenn gesimbst, vnnd ist die alte fassung abzucht hinder der neuenn fassung Jegenn dem Berge, vnntenn vfm gries mit aschenn zimblich tieff vnnd vnnder der Schwellenn mit Moß gefult, Darnach vf die aschenn ein Tam vonn gutem wohlgemachtenn vnnd bereitetenn Thonn, sechs schue hoch hart vf einannder geschlagenn, dauonn das wilde wasser, vnnd alles Innfallenndt wasser, Inn das gewelbe fliessenn könne.
Mitwochenn den 23 Julij ein neues Osegezeugk1[?] vonn dreyenn köpffernn Rörenn gesetzt, zum weildenn wasser dasselbe zeucht vnnd helt solchs alles wohl, das mann allennthalbenn truckenn handeln vnnd wanndernn kann.
Denselbenn morgenn berathschlagt, vnnd einmutigk geschlossenn, das die Innerste neue fassung, so der rechte Saltzbronn sein soll, vfs aller furderlichst, wie mann sich verglichenn, vnnd das muster dauonn ausweiset, viereckig zugericht, vnnd gefertigt werdenn, also das die seuhlenn der Itzigenn erstenn neuenn fassung, oben in der höhe gleich, vnnd drey schue weit, vonn einannder, vnnd vonn vnntenn heran, darzwischenn halb lannge seuhlenn, darin derselbenn lennge gleich der geschnittenn eichenn dielenn Inn drey Zolle dick, Inn die höhe vom grunde des kies zwelff schue hoch herauff in beide seuhlenn, Jeder zweyer finger breit, Inngesenfft, darauff wohl verriegelt, vnnd dann vonn obenn herab zwerch vber dielenn vnnd bretter Inngeschlossenn Inn zwo seuhlenn,
die die höhe habenn, vnnd das alwege die dritte seuhlenn in der mitte halb so hoch sey, vnnd so ganntz aus die neue fassung, vnnd sollenn zwischenn den beiden hohenn seuhlenn, so vngefehrlich drey schue weit von einannder sein, vnnd dann darzwischenn die halbe seuhle Inn die lennge, wie ann der Itzigenn erstenn neuenn fassung, die Bretter wohl vfeinannder verfuget werdenn, Darnach dieselbe fassung ebenn wol vnnd vfs vleissigst zufastenn, vnnd mit starckenn Rimbsenn vnnterlegenn1[?], Vnnd zusolcher arbeit sollenn die dielennschneider, so wir vom Eichsfelde habenn hier holenn lassenn, sauiel eichenn höltzer schneidenn, wie Meister Hanns der zimmermann Ihnenn anngibt, vnnd von nötenn sein, So habenn die Herrnn mit denselben Schnitternn gedingt, das mann Ihnenn alwege von vier ehlenn eins schnidts einenn Margenn grosch zuschneidenn gebenn soll, So sollenn die zwo neben adernn ausserhalb, vnnd ann dem Itzigenn altenn Saltzbronn Jede insonnderheit mit Holtzwerck gefast
werdenn, also das die in die höhe steigenn, vnnd Ihrenn ausflus habenn könnenn, So mann dann der bedarff, oder notturfftigk were, kömt man die brauchenn, So nit, so möcht mann dieselben Inns gewelbe weisenn, vnnd hinlauffenn lassenn, vnd zu solcher fassung der zweyer nebenn adernn, wollen die beide Burgermeister Wiedennstein, vnnd Gerrÿ1[?] Heut dem zimmermann aus der Stadt Allenndorf gehöltze.
Julij hat der zimmermann den stuel vnnd gerüste zu ausbringung der sohl verruckt, vnnd dermassenn gefast, das mann das fas des altenn Saltzbronns könnt heraus lanngenn, Freytags den 25 Julij, vnnd Sambstags den 26.
das alte fas mit seulenn vnnd schwellenn ganntz heraus gelanngt, Darnach vier Pompenn zum Ösen, nebenn die zwo Rörenn, damit mann sohle zum siedenn lanngt, gesetzt vf die mitte der Saltzadern
vnnd dieselbenn aller Jegenn2 abendt geöst, hat mann Jede ader Innsonnderheit geschmackt, vnnd nachmals die wilde ader oder quelle, so sich nebenn dem altenn fasse zuuor erzeugt, auch allein geschmackt, Ist noch wie lautter wilt wasser gewesenn, darauf der zimmermann beuohlenn, die allein zufassenn, vnnd ist vns den Saltzgreuenn, heut volgennde schrifft vonn den Rethenn zukommenn, Dem Erbarnn vnsernn Besonndernn gutenn freundenn, Johann Vorderkenn1[?] vnd Josten Berkernn Saltzgreuenn, Vnser freundtlich dienst zuuor Erbarnn besonndere gute freunde, Es ist vnsernn gnedigenn furstenn vnd herrnn Lanndtgraff Philipsenn zu Hessenn anngelanngt wordenn, Es solle die Sohl des Saltzbronns zu Allenndorff etwas reicher wordenn sein, also das mann nue furter wiederumb sfgl.
wie ihr ab Innliegennder Copey, die ihr bey euch in vertrauenn bleibenn lassenn wollet, zusehenn habt, Welchs wir euch also vf beuelch hochgedachts vnsers G.
F. vnnd Herrnn nicht wollenn verhaltenn das dermassenn wie sfgl. begerenn zuuerordenen, vnnd ihr thut hierann sfgl meynung, vnnd wir seindt euch freundtlichenn zuertzeigenn geneigt, Datum Cassell am 24.
Das der Saltzbronn wohlgebauet höre Ich gernne, Wollet vf solch Saltzwergk gut vfsehenn haben, das recht mit gehanndelt vnnd vmbgangen werde, vnnd gut rechnung haltenn lassenn, vnnd dieweil die sohl so gut, so laht die vorigenn Bothe vnnd SaltzPfannenn auch siedenn, das meiner Pfannen wieder
viertzigk siedenn, dann ihr seindt etlich abgestelt, vmb der geringer sohl willenn, Dieweil sich die nun bessert, laht sie wieder aufrichtenn, Solt in alwege die — 40.
G. vnnd E. ann vnns Jungst gethann schreibenn, mit Inngeschlossener Copien vnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn meinung, die dinge dermassenn vffm Saltzwercke, wie Irf.
Pfannenn vf Irer fgl theil im Saltzsiedenn gewest, vnnd noch seindt, auch dauonn vnnd ann der zale vmb der geringenn sohlnn2, noch annder vrsach willenn keine abgestelt, sonnst seindt etliche gebeue zu annder notwendigenn vnnd nutzlichenn geschefftenn vfgericht vnnd gebraucht wordenn, die noch furhanndenn, vnnd wo vonn nötenn, vber die 40 Bodenn auch darin Saltz zusiedenn, in kurtzer vnd mit weniger muhe anngericht werdenn könnenn, vnnd mugenn, aber sieder der zwischenn sfgl.
vnd den Pfennernn vfgerichtenn Location, hat mann vonn wegenn Irer f. gl. achtzigk vier Bodenn, in verwaltung vnnd Regirung gehabt, der seindt Itzo des Baues halbenn am Saltzbronn, vermuge der abschiede, vier abgebrochenn, das also Itzo noch fur vnnd fur achtzigk Bodenn im gannge seindt vnnd Irer Rinnung1[?] wochenntlich vnndrichtenn, Der aber wohl vonn nötenn, das noch zwey oder drey Bodenn, die den gebeuenn des Saltzbronns zu nahe stehenn, vmb der schwerenn last willenn, bey vnnd
abgethann wurdenn, habenns aber Itzo vmb des vnnkostenns vnnd verseumung des nutzens willenn, souiel muglich gewesenn, verschonenn vnnd annstellen mussen, aber nach fertigung Itziger gebeue, wollenn vnnd mussenn wir, die vier abgebrochenn Bodenn furderlich wiederumb vfrichtenn, vnnd in ganng bringenn, dan dieselbenn gehörenn den Pfennernn, die werdenn vns nit viel zeit darzu lassenn, haltenn albereit darumb ann, vnnd wollenn die eilenndt wiederumb erbauet habenn, wie dann geschehenn mus, kompt die zeitt der Location sfgl zum bestenn, Dergleichenn vnnd darbenebenn hat vnns auch Reinhardt Abell geschriebenn, Innsonnderheit also, So muglich, das noch ein Pfann Saltz oder mehr dann zuuor Jede wochenn gesottenn vnnd ausbereitet werdenn soll, Nun möcht es Itzo holtzes halbenn, wo die sohl also gut, wie Itzo zuerhaltenn, vnnd der sohl gnug sein wolte, weyl die sussenn quellenn dauonn gesonndert, ein zeitlanng durch etliche Söder geschehenn, dann gemeinlich lassenn sie Itzo in 13 vnnd 14 stundenn zu,
mussenn auch etliche vmb der kolenn willenn, dieweil sie so kurtz wenig vnnd mit souiel holtz wie zuuor versiedenn, vnnd nit viel kolenn machenn, das sie kein die Saltzgennße fachenn, vnnd ausbringenn könnenn, etwo zwo stunde lennger siedenn, dann sie sonnst, wo sie kolenn gnug hettenn, bedorfftenn, aber die Söder mussen gleichwohl zum sochenn, ausbringenn des saltzs, vnd das saltz zutrocknenn, vnnd den Sambstagk wieder zuzurichttenn, Ire zeit bey nahe solannge wie zuuor habenn, hat auch sonnst vielerley vhrsach vnnd bedenncken, das die Söder nit wohl mehr, dann die wochenn zwey wercke saltz zusiedenn erschwindenn1[?] könnenn, Darumb so mann ennderung vnnd neue Ordenung furnehmenn, vnnd die woche mehr wercke dann zuuor Inn der Bodenn siedenn solt, must solchs mit stadtlichem gutenn Rath geschehenn, dann die Location stehet vnnd weret noch funff Jar, darin schwerlich ennderung vorzunehmenn, vnnd wolte eins guten schlichts auch viel fasse vnnd Tonnenn, mehr dann mann Itzt habenn kann, vonnötenn thun.
Unsichere Lesungen
Z. 12: erschwindenn — Wort unklar, evtl. erschwingenn
Vnnd will also in einem Jare das Saltz mit Rathe vnndt nutzenn gesottenn vnnd verschliessenn sein, das die anndern volgennde Jare, auch gleichenn nutzenn, tragenn könnenn, Dann diß Itzige Jar aus sonnderlicher Gottes begnadigung, dem sonnderlich kaldt lager gemacht, sonnder alle wochenn, die zeit des bauens her, ein mergklich gros saltz gesottenn, auch zuuor nie kein Jar, dieweil auch das saltzwerck gestanndenn geschehenn ist, hat auch Gott lob einenn zimblichenn abgang, Darumb habenn wir Itzo albereit Inn die zwey hundertt Pfannenn saltzs vonn wegenn hochgedachts vnsers G.
F. vnnd herrnn, so liegenn bliebenn, vnnd nit abgangen, durch sfgl. Renndtmeister zun Bodenn, keuffenn, vnnd vfzumessenn beuohlenn, mussenn kostenn Inn die ij M.
guldenn, So will hinfurter in zeit der Tenderey[?] ausstellung bis nach Michaelis, souiel mehr saltz, was nit abgehet, auch den Södernn abzukeuffen sein, Damit sie im siedenn bleibenn, vnnd saltz im vorrath sey, darzu auch noch gelt gehörenn will, vnd ist darnach im wieder ausmessenn, nit geringer abgang, dann das Saltz fellet zusammenn, vnnd lest sich nit wieder
messenn, wie kornn, vnnd annder harte fruchte, das mann nit mit geringem schadenn Innenn wordenn ist, vnnd erfahrenn hat, Darnebenn so mussenn wir den Itzigenn Bau durch den Renndtmeister in Bodenn sonnder zuthun der Pfenner auch alleine verlegenn lassenn.
die zeitt der Location das ganntz Saltzwerck, vnnd furter darnach Irer fgl. theil mit Saltzpfannenn nach notturfft versehen sein mugenn, Ohne anndernn teglichenn schlies, was mangelhafftigk vnnd baufellig wirdt, zubessernn vnnd zuerhaltenn, Das auch gute Rechnung dauonn geschehenn sein, vnnd hinfurter geschehenn muge, Werdenn Cammermeister vnnd die Jenigenn so darzu verordennt, nebenn vns treulich vnnd zum bestenn mit vfsehenn, so soll es will Gott ann vnsernn Pflichtenn vnnd geburlichenn vleis auch nit manngelnn,
G. vnnd E. Rath vnnd bedenckenn, zum bestenn vnnd nutzlichstenn auszurichten wohl furnehmenn, Innsonnderheit, wo das siedenn mitt Gottes gnadenn vnnd habenn, wie wir genntzlich verhoffen, also reichlich bleibenn, vnnd mann nun vfs kunfftige Jar das vor ausganngenn vnnd bestehenn gebot, kein frembt saltz Inns Lanndt zufuhrenn erneuernn, es trage am Lanndt Zoll viel oder wenig abe, dauonn mit dem Cammerschreiber als dem Zollschliesser zurathschlagl1[?] vnnd zuredenn, Solchs woltenn E.
G. vnnd E. wir hinwieder zu bericht, wo vonnötenn dessenn hochgedachtenn vnsernn G. F. vnnd herrnn, wissenns dauonn zuhabenn zuuerstenndigenn, diennstlich guter meinung nit verhaltenn, denselbigenn vnsers bestenn muegenns vnnd vndrossenn wilfertig diennste zuertzeigenn seindt wir vrbuetigk vnd gantz willig, Datum Sodenn fur Allenndorff an der Werra den 5.
Pfann Saltz, Jede Pfann acht achteil, macht — 61440 achteil, Ist das achteil mehr dann ein Casselsch virttell, das ist ein gros saltz, vnnd speiset mann dieser Lannde zwey damit.
Besonnder guter freundt, Wiewohl ich euch Jungst den erstenn dis Monats Julij des Saltzwercks vnnd Itzo des furgenommenen Baues halben geschriebenn, vnd gelegennheit desselbenn, allerley bericht gethann habe, der zuuersicht, solchs sey euch nunmehr zukommenn, So hat doch der Stadthalter alhie mich heut einer schrifft vnnder annderm das Saltzwergk annregenndt lesenn
laßenn, vnnd mir beuehlenn, wie es Itzo darumb gethan sey, euch zuberichtenn, also woll ich euch nicht verhaltenn, das wir die nehist vergangenn woche die neue faßung, souiel in virtell gehet, wie ihr in der abreißung sehet, gesezt habenn, vnnd reumenn nu darzu1, das die annder faßung den neuenn gefundenn Saltzadernn daran auch gesezt werdenn sollenn, habenn auch vergangen Sambstags, wiewohl mit großer mühe, vnnd annhaltenn der vnsernn einmutig geschloßenn, das das faß am altenn Saltzbronn, gantz vnnd gar hinwegk gethann vnnd alle Saltzadernn neue gefast werdenn sollenn, Dann Got [gestrichen:
vnnd 13. stundenn gesottenn vnnd bereit, da die Söder zuuor 30. vnnd mehr stunde habenn siedenn müssenn, So sehenn wir auch, das viel holtzes allbereit gespart wirdt, vnnd gebenn die Söder auch Itzo sehr gute ladung vnnd recht mas, das das saltz wohl abgehet, Dann die nehist vergangenn wochenn seindt — 110 Pfannenn saltz gesottenn, vnnd wiewohl die führe vnnd annder leute mit dem haus zuschaffenn gehabt, So ists doch alles
Unsichere Lesungen
Z. 5: darzu — letztes Wort undeutlich
Z. 12: [gestrichen: [?]] — kurzes gestrichenes Wort
bis vf — 12. Pfannenn abgefurt, Wolt Gott das wirs also fassenn vnnd erhaltenn könnenn, aber wir wissenn nu den grundt vnnd alle gelegennheit, Solchs wolt ich euch auch guter meinung nit verhaltenn, dasselbe furter hochgedachtenn meinem gnedigenn furstenn vnnd herrnn anzuzeigenn habenn, Damit was euch lieb vnnd dienst, Datum Cassell den 14.
Julij geschloßenn, das die Innerste neue fassung zum Saltzbronn — 20 werckschue lang, vnnd — 8 schue weit, die alte gute Saltzadernn begreifft, gemacht werdenn soll, allermassenn wie das muster dauonn abgerissenn ist, vnnd hat mann heut als aus einer Pfutschenn1 anngefanngenn zusieden, vnnd seindt die verordennte bauherrnn, heut aus furgefallenn ehesachenn, abgerittenn, Wollenn
wann sie beschriebenn werdenn, wieder kommenn, vnnd zun Sodenn sein, doch ist diese nachuolgennde schrifft mir Jostenn zukommenn, Vnnser gantzwillig diennst zuuor Erbarer vnnd achtbarer besonnder guter freundt, Wir wollenn euch nit verhaltenn, als wir gesternn, wie ihr gesehenn, das gefier im Saltzbronn gelegt, vnnd auch die Wilde adernn in der Rörn steigenn laßenn, vnnd nunmehr steth, wie mann daraus siedenn soll, bis das das faß gesezt wirdt, So habenn wir sampt dem Renndtmeister Christoffernn, Meister Hannsenn vnnd anndernn, das gefier des neuenn fasses eigenntlich nach gelegennheit der wildenn vnnd gutenn adernn abgezogenn, vnnd findenn das die weite am neuenn fasse im lichtenn, nicht weitter dann — 8.
werckschue, vnnd 20 schuelanng, zumachenn sein will, vnnd kommenn also alle adernn so gut vnnd nötigk sein, darin, dann wie solchs siedenn sich wie der meister sagt, vnnd wir selber sehenn vnd achtten, am allerbequemlichstenn schickenn wirdt, vnnd also mit meister Hannsenn, sein werck furderlich zumache[?]1, bescheidenn, dann mit der höhe vnnd art des fasses, habt
ihr bereit bericht, habenn wir euch also des wissenns zuhabenn, vnnd den anndernn bauherrnn Hermann vonn Hundelshausenn vnnd Johann Nordeckenn anntzeigenn vnnd zuberichtenn, guter meinung nit wollen verhaltenn, Da ihr aber ein annder bedenckenn oder meinung habenn wollet, des mustet ihr vnns alhie vfm augennschein selber zum allereilestenn berichtenn, Sonnst konntenn wir nit annders schliessenn, wie ihr nunmehr vfm augennschein sehenn werdett, vnnd seindt euch zudienenn willigk, Datum Sodenn, in eyle dinstags nach Jacobi Anno 50.
Valtin Schuldt, } sst.1 Johann Riedenstein Montags den 28 Julij, habenn die zimmerleute an der neuenn fassung zum Saltzbronn anngefanngenn zu arbeitenn, So hat der Meister vonn vier eichenn starckenn dielenn, ein fassung zum Saltzbronn gemacht vnnd vertennet2, daraus zusiedenn, bis die neue fassung gefertiget, darnach hat er die nebenn Wilde ader
gefast, vnnd versucht, das die in die höhe gestiegenn in einer höltzernn Rörenn, wohl mit Thonn vertennett1, desgleichenn die Saltzadernn darann, vnnd ist Jede insonnderheit wohl allein zufassenn, stehet zuberathschlagenn, ob die mit holtz oder steine sollenn gefast werden, Die anndernn tage dieser wochenn hat der zimmerman selb 12.
Augusti die herrn beschriebenn, alhie widerumb annzukommenn, Diese Wochenn hat der Zimmermann mit seinenn knechtenn die fassung gefertigt, vnnd seindt Valtin Schuldt vnnd Ich Jost hie zun Sodenn dabey gewesenn, Inn dieser wochenn seindt gesottenn — 125 werck, Sonntags Laurentij den 10 Augusti.
Montags, Dinstags, vnnd Mitwochenn, hat der zimmerman ann der neuenn faßung, vnnd auch dernebenn, die Rörenn, zu den zweyenn nebenn adernn, dero eine gut, vnnd die annder Wilde ist, in die höhe zusteigen
gearbeit, vnnd dreißigk stucke holtzes so die Stadt Allenndorff in Irenn geholtzenn gebenn, gefelt, Mitwochenn den 13 Augusti gegenn abendt seindt zun Sodenn annkommenn, Valtin Schuldt, vnnd Ich Jost Berber, Donnerstags den 14 Augusti die neue faßung vf vnnd bey den Saltzbronn führenn laßenn, seindt Junckher Hermann vonn Hundelshausenn, vnnd Johann Nordeck auch alhie annkommenn, Freytags den 15.
Augusti, hat meister Hanns der zimmermann die schwellenn, der neuenn Innersten faßung zum Saltzbronn gelegt, vf den altenn grundt des vorigenn Rundenn Saltzbronns, vnnd nach dem der grundt nach der Stadt zu etwas tieffer, dannebenn nach dem berge zu, da die neuenn Saltzadernn fundenn, gewesen, hat er drey stucke holtzes Creutzweis in einannder geschnittenn, Inngelegt, seindt zuuor mit Moß, vnd aschenn ausgefult, vnnd verstopfft, darauf die rechttenn schwellenn gelegt, vnnd dieselbe vnderste
schwelle nach dem berge, seindt vntenn die helfft abgehauenn, vnnd gelufft, Dieweil etliche gutte Saltzadernn sich darunter erzeugenn, das die vnuerhindert in Saltzbronn fliessenn könnenn, vnnd ist den tag aus durch die Söder die eine stunde vmb die annder gewechselt, die quellenn vnnd adernn gantz ausgeröst1, das mann mit ausgeschnittenn schuen trucken vff dem grunde vmb den Bodenn des Bornns allennthalben hat gehenn vnnd stehenn könnenn, Das der grundt des Bornns gleich wie der grundt in der Werra, vom Sanndt vnnd Kiesselstein ist, dadurch tringt sich die Sohl wie durch ein sieb hie vnnd dort allennthalbenn, vnd ein ader stercker dann die anndernn, darnach seindt die schwellenn gesezt, der ist — 26.
schue lanng, vnnd 12. halbe seulenn, gleich bretter die lenngst Inngetriebenn, Darauff dann starcke Riegell, vnd daruber eichenn Bretter Inn die zwerch vom obenn herab Inngeschlossenn, wohl vernagelt, Vnnd hat Juncker Hermann vom Hundelshausenn den erstenn nagell Inngeschlagenn, vnnd ist solchs alles Innt
Augusti, solch arbeit vollent gesazt, vnnd obenn mit seinenn Vmbsenn[?]1 verschlossen, vnnd vernagelt, seindt Creutzweis In einannder geschnittenn, vnnd mitgewalt zusammenn geschlagenn, Darnach ist ein starck geborte Eichenn Rör, dadurch die Sohle Inn die fassung, daraus mann siedenn, vnnd die Sohl kommenn soll, durch beide neue fassung Innge schnittenn, vnnd gelegt, vf beider fassung schwellen, wirdt vngeuerde die Sohl Inn die höhe drey schue steigenn, dann die Sohl treibt sich in die weitte vnd lennge, vnnd hat nu kein last Ist auch nu hinfurter mit den Eimernn nit zulanngenn, Dann durch die Rör soll die Sohl in ein annder faß lauffenn, daraus die zum siedenn gelanngt werdenn, soll etwas tieffer, dann diese fassung gesezt werdenn, vnnd ist der stein dauonn hieuor bey den neuenn Saltzadernn meldung geschehenn, einstheils abgeschlagenn, vnd das annder in der neue fassung liegenn bliebenn, aus
Vhrsachenn, das viell guter Salzadernn darumb her quellenn, vnnd wiewohl er sich bewegt, vnnd wohl heraus zuthun gewesenn were, hat man doch die sorge gehabt, das vielleicht darunter sich auch wilde quellen ereugenn möchtenn, darumb ist er liegenn bliebenn, vnnd ist die eine schwelle gleich darann, vnnd darneben Inngelegt, vnnd sendt die newenn Salzadernn in der mitte der newenn fassung, mit einem starckenn eichenn brete, da das alte fab[?]1 gewendt hat, vnnderschiedenn, fleust darüber alles zusammenn, dann man Jederzeit, wann der Born gelöst wirdt vnnderschiedtlich sehenn, Darumb soll der Vfgezeugk, wann man des nit mehr bedarff, verwarlich vfgehabenn werdenn, Jederzeit den zugebrauchenn habenn, Diese wochenn seindt ann salz gesottenn, vnnd ist kein Saldt2 lager dieser Zeit des Baues Vfrichtung halben gemacht, Ann Salz ———— 126 werck.
Augusti gefeyret vnnd wochenn rechnung gehalten, darnach gerathschlagt wie furter mit der temmung vnnd der fassung der newenn Adernn soll furtgefahren werdenn, Montags den 18.
Augusti Ist der grundt vmb den newenn Salzbronn, zwischenn beydenn newenn fassenn, gannz gesaubert vnnd gereiniget, vnnd alles was nit darann notwendigk zubleibenn heraus gezogenn, Damit der grundt vnnd kies desto besser zuuertemmen, vnnd hat der Zimmermann die gelegte Rore in der new fassung des newenn Salzbronns Inngeschnittenn, gannz gehebe, darnach das Vfgezeugk zugericht, vnnd eine starcke eichenn Renne, ann die mittelste new fassung gemacht, damit der Tam trocken im grunde könnt gelegt werdenn, vnnd soll solche Renne fur vnnd fur bleibenn, dadurch Jederzeit der Salzbronn geöst werdenn, vnnd kein abgang habenn könne, Mann hat auch vmb die newe fassung hero allenthalbenn viel quellenn durch einander gut vnnd böße fündenn, die dann mit dem Tam beschwert
Augusti hat mann das getemme in der altenn abzucht, oder vmbgannge wieder vffgenommenn, vnnd im grunde nach dem Berge zu starcke eichenn Rennenn gelegt, vnnd gestulpt, das der boden obenn Kommenn, darunter sich das wasser, so vom Berge fellet, oder vonn vntenn heruff quellet, nach dem gewelbe, vnnd der eusserstenn Pompenn ziehen soll, Inn solche Rennenn sein nach dem Berge souiel löcher gebort, darnach grobe stein darauf vnd darumb her gelegt, das das wilde wasser sich darunter hin vnnter die Renn ziehenn kann, vnnd ist wiederumb zwischenn denn Rennenn vnnd dem mittelstenn newenn fasse soweidt die alte abzucht wendt, vertembt, mitler zeit hat der Zimmermann die fassung zu den newenn adernn vollendt zugericht, sein zehenn starke, oder zwo starcke eichenn Rörenn zweyer ehlen hoch oder lanng, vnnd vntenn ein gefierdts mit dar
ann genegeltenn bretternn gemacht, der eine vf die gute Salzader, vnnd die annder vf die Wilde quelnn oder adernn, so starck vnnd eines arms dicke ist, gesazt werdenn soll, Vonn dem Vertemmenn.
Nach mittage hat mann anngefanngenn zuuertemmenn, vnnd erstlich die vnterschwellenn ausserhalb mit Mos, der vfs aller reinigst erlesenn, ganz vnnd gar gefült vnnd verstopfft, darauff viel aschen geschüt, darnach wieder moß, vnnd das mit sondernn gehauwenn Bretternn vnnd Hebbeumenn hinvnter gestossenn, vnnd darnach darauf aschenn geschüt, als hoch die schwellenn liegenn, vnnd bereit sein, also das das fas sonnder den Tam soll gehaltenn, vnnd nichts hin ein, oder heraus geflossenn, Volgennts fur dem Berge obenn ann der Oberstenn Wanndt anngefanngenn den Tam darüff zuschlagenn, vnnd so herumb gefahrn, bis vf die dritte, vnderste Eckseule, vnnd ann die vierdte Wanndt.
vnnd ist der thon, der gannz wohl vnnd mit allem vleis wie ein wachs gearbeit vnnd zugericht, vonn obenn herab Inn die tieffe vf dem grundt hart in einander gearbeit vnnd geworffenn, vnnd seindt zuuor alle fugenn, ann dem newenn rechttenn Salzbronn, mit obberürtem gelesenem Mos zugelegt, vnd wohl verstopfft, darnach durch sechs starcke manne der thon in einannder getrettenn, vnnd auch die Ror, dauon obenn meldung geschehenn, die die sohl in ein annder fas zum Ausschöpffenn tragenn soll, gannz wohl mit vleis vertemmet, vnnd ist mitler zeit der new Salzbronn fur vnnd fur geöst, So hatt mann die Söder anngesprochenn, die habenn den thon vff den Salzbronn gefurt, Jedenn halbenn tage — 20.
Personenn, vnnd vorthann vmbzugehenn, Inn dem hat der Zimmermann ann der vierdtenn wandt, vf der linckenn seittenn des newenn fasses, wann mann aus der Stadt zum Salzbronn gehet, da die gute vnnd wilde quelnn beyeinander sein, starcke eichenn Bretter Jedes ij ehlen lanng vnnten
aus gescherpfft vnnd gespizt, in einannder gespannt vnnd gestossenn, durch einenn schreiner gehebe zugericht, gleich ann dem fas des Salzbronns in den grundt Inngeraumbt, geschlagenn vnnd getriebenn, In der tieff vnndenn am Bronn bey nahe vf ein Schuch den schwellenn gleich, das [gestrichen:
so] desto weniger im grundt nichts aus oder Inn den newenn Salzbronn fliessenn soll, die gehenn obenn fur den Bergk, da die vierdte wanndt des fasses oder Salzbronns wendt, daselbst sein die Better nit so gar tieff, wie vnttenn am Born Inngeramet, dann der grundt daselbst viell hertter denn vnttenn gewesenn, dann der grundt vnntenn da die fassung des Salzbronns wendt, hat sich gleich wie ein gemohr, wann mann darauf trat, da er ausgeöst, bewegt, vnnd seindt zwischenn dem Salzbronn vnnd den Bretternn, die fugenn aller mit aschenn ausgefült, wie vf den anndernn seittenn mit moß geschehenn ist, Darneben ist die wilde quell eines arms dick, geht starck in eynem ganng vnntenn herauf aus dem grunde, vnnd
seindt gleich wie wasser in einem haffenn, oder kessell scheldt, Aber nicht wie die anndernn Salz adernn, vnnd stehet die wilde ader Inn der mitte vf der linckenn seittenn des fasses nach dem Berge zu, gleich darunter vngefehrde drey schue, Ist wieder ein gute Salzader, hat der Meister vf Jede ader ein eichenn stock oder Ror gesazt, darin Jede ader allein steigt, so hoch die Wilde in die abzucht, vnnd die gut ader in Salz bronn zubringenn ist, vnnd seindt beide, Jede Innsonderheit mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thon wohl vertemmet, Darzwischenn vonn dem newen Salzbronn bisann die erstenn Inngeraumpten Bolen, seindt auch Bretter zwerch vber in ein annder gespannt, Inn den grundt getriebenn, das Jede ader dest besser allein gefast werdenn möcht, wie dann geschehenn, vnnd ist in den stock, der die wilde ader fast, ein Rör Inngeschnittenn, hart verkeilt vnd verstopfft, geht durch das mittelste new fas, Inn die new abzucht, zwischenn demselbenn, vnnd den eussersten altenn fas, So hat der stock vber der gutenn Salzadernn zwo rörenn, der eine gehtt
Inn den newenn Salzbronn, die annder auch Inn die abzucht, das mann dieselbe ader in Salzbronn brauch, oder in die abzucht kann lauffenn lassenn, vnnd seindt gedrete stopffenn obenn in Jedenn stock hart Inngestopfft, wie ann der Rorenn im Salzbronn, Mittwochenn den 20.
Augusti hat Hochappell den altenn vmbganng vollendt mit den Rennenn, vnnd dem thon zugericht, So habenn die Söder den Thon bey den Bronn gefurt, aber der Zimmermann hat die Bretter vollendt gefertiget, vnnd zu der fassung der zweyer adernn zugerichtt.
Vnnd ist im grunde alles wohl verstopfft, vertemmet, vnnd verwart, das nicht in den newenn Salzbronn, noch auch nichts daraus fliessenn kann, dann in vfbrechung des altenn fasses, hat mann fundenn, das die altenn die Schwellenn, ann vier orttenn vff gelassenn, vnnd endtzwey geschnittenn, das alles was vmb dasselb fas gewesenn, sich darin ohn alle verhinderung, hat ziehenn konnenn, welches dan den schadenn Izigs Baues gemacht hat.
stunden zulassenn, vnnd da sie hieuor zu einer Pfann salzs zusiedenn [gestrichen: —] 2 Kübenn vnnd 2 tröge Sohl habenn versiedenn müssenn, dörffenn sie Izo nitt mehr dann ein Kübenn, vnnd die zwenn tröge voll sohlen, So habenn etliche mit Ihrer Lautter sohl ohn einige Beis[?]1 In 13 stundenn ein Pfann salz bereit vnnd zugelassenn, Donnerstags den 21.
Augusti getemmet, vnnd nach dem sich etlich Salzadernn vf der linckenn seitten des fasses, wie mann zum Salzbronn zugehet, zwischl2 den erstgeschlagenen Polenn, vnnd dem mittell fas, gleich Jegenn vnnd beider den zweyenn gesaztenn stockenn ereuget, Hat der Zimmermann vff dieselbenn adernn ein sondere fassung vnnd stock gesezt, hat ein Rör in die höhe, darin ein annder Rör schuch vber den gries gelegt, tregt die adernn in die abzucht, zwischenn dem altenn vnnd newenn mittell fas, darnach ist die new fassung des newen Salzbrons gering vnnd vmbher hart zugetemmet, vber die
Freitags den 22 Augusti den Thon bey vnnd vf den Bronn gefurt vnnd getemmet, vnnd ob kunfftiglich die Sohl abnehme, oder einich abbruch am Bornn geschehe, So hat mann alwege bey den dreyen stockenn am erstenn darnach zusehenn, vnnd damit das sonnder einich gefahr vnnd ohn grossen kosten geschehenn könne, So hat mann vnter vnnd vber denselbenn stockenn vonn dem Salzbronn ann die mittelste fassung zwerch vber starck eichenn dielen strebenn lassenn, vnnd die als hoch der Salzbronn ist in die hohe vf einannder hart Inngetriebenn, also das dieselbenn den thonn, vom vnttenn herann vnnd obenn herab fest haltenn könnenn, Darzwischenn kann mann Jederzeit, wanns vonnöten ist, den thon ausnehmenn, vnnd zu den stockenn gesehenn, dieselbenn Polenn oder Bretter habenn Iren enndthalt wieder den seulen beider fasse, das die nit weichenn könnenn.
der Zimmermann die kunfftige wochenn die fassung daraus die Sohl gelanngt werdenn soll zufertigenn annfahenn, wie zuuor dauonn geredt, damit der Salzbronn frey stehe, vnnd darauf gannz nichtts zuthun sey, vnnd soll solch fassung achterkig sein darin ein starck eichenn Kübenn, so der Böttener Meister Jacob zu allenndorff fertigt sechs schue weit, vnnd sechs schue hoch, vnnd da es nit hoch gnug, soll der Böttener noch ein Rumpff ohne Bodenn vonn dreyenn schuen hoch, darauff machenn, vnnd soll dann zwischenn der achterkigenn fassung vnnd dem Kübenn, auch bis obenn aus wohl mit gutem thon, zweyer schue weit vertemmet werdenn, bis obenn dem Erdtreich gleich, vnnd dann dasselbe mit eichenn dielen zuuerdeckenn, vnnd so baldt der thon aller Inngefürt, soll das loch zu solcher fassun gegrabenn werdenn, Darauff alle verordennte Herrnn abgerittenn, bis sie wieder beschriebenn werdenn, vnnd Vnrfftigl1 vncostenn vnnd zehrung zuuermeidenn, Sonntagk den 23 Augusti vollendt den Thonn
Inngefürt vnnd getemmett, vnnd habenn die Zimmerleute, die — 30 stucke holzes so die Stadt geben, im walde beschlagenn, sollenn zu wasser herab fur die Stadt geflöst werdenn, Diese wochenn seindt gesottenn ———— 101 werck.
Sonntags bartholomæi den 24 Augusti, vnnd die volgende wochenn, habenn die Zimmerleute an den strebenn, Inn den newenn Salzbronn, vnnd dem fas, das mann Pompenn, vnnd die Sohl lanngen soll, gearbeit, vnnd die strebenn den Sambstagk Innzubringenn anngefanngenn, hat sich aber damit verzöglet, bis vf volgenndenn Sambstagk, aus Vhrsachenn, das sich das new fas zwene finger breit vonn dem gewaltigenn temmenn zusammenn getruckt, Diese wochenn ann salz gesottenn ———— 89 werck.
freundt, Vff ewer Jungst Johann Nordeckenn vnnd mir, des Saltzwercks halbenn gethann schreibenn, habenn wir den Herrnn Stadthalter vnnd Rethenn zu Cassell schrifftlich anntwort vnnd bericht gebenn, wie sie euch ohnne zweiuel dieselbe vnnser schrifft werdenn vberschickt habenn, Daraus Jr Jtzige des Saltzwercks gelegennheit zuuernehmenn.
Dieweil aber nunmehr Gott lob die grundtbeuw des Saltzbronns, nehist verschienenn Freitags gefertigt vnnd die fassung des neween Saltzbronns, des mannß hoch vmbher wohl vnnd rechtschaffenn, mit nicht geringer muhe, sorge vnnd arbeit, verkommet vnnd gefurt wordenn, So ist nunmehr kein gefahr, oder sorglicheit mehr darann, dann mann gleichwohl fur vnnd fur die zeit des bawenns im siedenn bliebenn, vnnd keynenn Kaldtlager gemacht, vnnd werdenn wir nu1[?] die Beuw vber erdenn dermassenn vnnter dache bringenn, vnnd sonnst zu vnnsers gnedigenn Fursten vnnd Herrnn vnnd gemeiner Pfenner nutzenn, also
fassenn, vnnd verbawenn, das solchs alles wohl vnd zum bestenn verwart sey. So habenn wir auch Got lob zu solchem Baw zimblich gut wetter gehabt, vnd ist bey denselbenn sorglichenn schwerenn gebewen, keinem mennschenn sonnderlicher schade geschehen, Gott der almechtig der verleyhe vnns fortann gnade, Dann nunmehr vnnser gnediger furst vnnd Herr vnd derselbenn Erbenn des orts wohl bleibenn werdenn, wo sie selbst wollenn, So ist es auch also gemacht, das mann Jederzeit sonnder grossenn kostenn, oder einich gefahr zum grunde wohl sehenn kann, wie dann will Gott sfgl.1[?] vnnd Jr sehenn solt, Solchs wolt ich euch guter meinung nit verhalten, daßelbe hochgedachtem vnnserm gnedigenn Fursten vnnd Herrnn annzuzeigenn habenn, vnnd euch freundtlich dienst zuerzeigenn, Habt ihr mich gantz willigk vnnd geneigt, Datum Cassell den 25.
Sonntags den letzten1n augusti, vnnd die wochenn Egidij ist der dreck vmb den Saltzbronn abgefurt, vnnd raum gemacht, das loch zu der nebenn fassung zugrabenn, hat der zimmermann ann derselbenn fassung gearbeit, Vnndt seindt diese wochenn gesottenn ——— 99 werck Sonntags den 7.
Septembris, vnnd die volgennde wocheten[?] das loch grabenn lassenn, hat der zimmermann den Kerck2[?] vmbher zufassenn, das gefierdts zufassenn, das gefierdts gemacht, vnnd gefertigt, zu achtecken3[?] zugericht, Dieselbe wochenn sein ann Saltz gesottenn.
——— 107 Werck Sonntags Exaltat: Crucis Mitwochenn den 17. Septembris, vnnd donnerstags zu morgenn, seindt die verordenntenn semptlich alhie zum Sodenn, beyeinannder wiederumb annkommenn, vnnd habenn nach gehabtem Rathe vnd bedenckenn geschlossenn, das der grundt zu dem faße,
daraus mann die sohl zum siedenn, Pompenn vnnd langenn soll, nit tieffer dann der grundt des newen Saltzbronns, ist gesucht vnnd genommenn wordenn, vnnd soll dasselbe faß vnntenn ein Bretternn Bodenn habenn, darauff die beidenn aderkubenn1[?] gesetzt soll werdenn, vnnd ist der grundt also tieff gesucht worden, vnnd dieweil mann vff ein schuch nahe die tieff erlangt, hatt sich viel wildt waßer ereugt, das mann durch die alte fassung vnnd die newe abzucht abgewiesenn, vnnd lest das mit den Pompenn vff dem wilden waßer halttenn, Mann hat auch vnttenn vff demselbenn grunde Taub oder bletter fundenn, das vor vielenn langenn Jarenn darin kommenn, vnnd ist das Erdtreich allennthalbenn annzusehenn, als sey es vor zeittenn dahin geschut, darumb ist der Bergk wohl gefast in acht Erbenn, mit dielenn gerings vmbher Jngeramet2[?].
Stadt herzu durch den gries im grunde sehr viel waßer zur seittenn herkommenn, seindt auch etlich viel adernn aus dem grunde vonn vnttenn herauff gequollenn, Ist aber alles wilt waßer gewesenn, vnnd seindt gantz vnnd gar kein Saltzadern funden, noch sich ereugt, darumb gewißlich die Saltzadernn vom dem gebirge, vnnd das wilt waßer aus dem grunde der Werra durch den Kieß herzu tringt, vnnd solch wildt waßer zuerhalttenn, hat mann zwo Pompenn zugericht, mitt denselben, vnnd auch darzu mit schopffenn hat mann den grundt trockenn geöst, Sambstags den 20.
Septembris seindt vf solchen grundt die schwellenn des achteckigenn fasses gelegt, darnach das Kuebenn so darin gemachtt vonn funff schue hoch vnnd sechs schue weit, darin gelassenn, vnnd ist der grundt zuuor sehr wohl mit aschenn beschut, darauf ein gute notturfft Moß gestrauwet, vnnd wieder mitt aschenn gefult,
darauff ist das Kuebenn gesatzt, vnnd wohl verstopfft, vnnd gehet die Rör1 aus dem newenn Saltzbronn in solch Kuebenn, daraus mann die Sohl zum siedenn langenn vnnd Pompenn soll, Dieselb Rörenn wechsel in der mitte, habenn daselbst ein starckenn Mißingenn Rost, Ist allennthalbenn mit keilenn wohl verplockt, vnnd verstopfft, vnnd kann mann durch die new abzucht ann den Saltzbronn vf der Rör[?] bis ann die achteckig klein fassung kommenn, vnnd Jederzeit zusehenn, Doch vmb der sorg willenn, soll aus dem grunde vmb die Rörenn, ann dem alten faße auch bis obenn aus, ein guter thon geschlagenn werden, damit mann, wo es von nötenn, Jederzeit vffreumenn, volgennts ist zwischenn dem Kubenn, vnd den achteckigenn schwelnn der grundt vf die Aschenn vnnd das Moß, mit gutem zubereytem thonn, der schwellenn gleich zuuertennen2[?], anngefangenn vnnd habenn die Söder das Ösenn an den Pompenn thun helffenn, vnnd den Thon vf den Saltzbron getrieben,
Darnach hat mann die acht seulnn Jnn die schwelnn gesetzt, seindt zwey verriegelt, vnnd2 mit Jngeschlossen bretternn vonn vnttenn vonn denn schwelnn an bis obenn aus, wie das erste newe mittelste faß gewesenn, vff einannder ausgefurt, vnnd oben mit steinen Dinchßenn1[?] wohl verwart, Jnn einannder geschlossenn vnnd vernagelt, Vnnd nach dem der abendt vnnd die nacht vnnd[?] vbereylet, hat mann volgennds Sonntags die Söder vnd alle Jnnwöner zum Sodenn anngesprochenn, die habenn gutwillig des morgenns fur der Predigt souiel thon vff den Bornn gefurt, vnnd auch damit in der eyle mit kleis3[?] getemmet, souiel es die notturfft erfordert, Derwegenn vf Jr bitlichs ansuchenn die Herrnn Jnen zwene guldenn fur ein faß biers, vnnd ein gulden fur brodt vnnd Keße zugebenn gewilligt vnnd verordenet, damit auch alle aschenn so sie zu solchem Baw gethann, bezahlt sein soll, Diese wochenn gesottenn ann saltz ——— 128 werck.
Sonntags den 21. Septembris alle Rechnungenn gehort, darnach gerathschlagt, was furter zu volnziehung der Bewe vorzunehmenn, vnnd geschlossenn wie volget, Der zimmermann soll zu stundt ann das Haus vnnd den Baw vf den newenn Saltzbronn, aller massenn wie das muster, so derwegenn abgerissenn, ausweist, vonn dem geschnittenn holtz furlegenn, vnnd vffs aller furderlichst fertigenn, sollenn die schweln vnd Rasen1[?] Jnn die leng — 28.
schue, die seulenn 10. schue hoch, Jedes feldt drey schue weit, Jn den Gibkelnn Jeglicher funff seulenn habenn, vnnd alles vonn den Buchenn dielenn mit Bretternn Jngespont zugemacht werdenn, darnach mit thuer vnnd zweyen fennsternn verschlossenn werdenn Darnach die strebenn zwischenn dem altenn eußersten, vnnd dem newenn mittelstenn faß, das die new abzucht sein soll, vntenn vf im grunde, eins schuchs hoch mit gries ausgefult, darauff schweln gelegt, vnnd seulnn — 10 schue hoch, das mann vffricht
darin gehenn könne, darin verstopfft vnnd aber auch verrigelt, darauff der starckenn Bretter zur strebe eins anns annder gelegt, vnnd zwey oder drey lichtlöcher darin zumachenn, wie die vorigenn altenn gewesenn, vnnd dann bis obenn aus den gebewenn gleich mit guter erdenn zufüllenn, vnnd wann das geschehenn, so soll dann vmb den newe vnnd zwischl1[?] den beidenn newenn fassenn, vf den Thonn noch weitter getemmet2[?] werdenn, soviel thons vbrigk, Darnach dieselbe gebeude, auch mit erdenn darauff gleich ausgefült, vnnd dann gerings obenn vmbher mit eichenn dielenn, in einannder gespont, beschlossenn, wie vf dem altenn Bornn solchs zuvor auch gewesen, Vnnd wann das geschehenn, soll der Baw vnnd das Haus auf den Newenn Saltzbronn vfgeschlagenn vnnd vffgerichtt, vnnd mit Bretternn gedeckt, auch darauf zwene vergulte kupfferne knöpffe, so zu Cassell zu machenn, vnnd zuvergüldenn bestelt werdenn sollen, Montags den 22 Septembris hat der zimmerman das Haus vf den Saltzbronn zu zimmern fürgelegt,
vnnd hauwenn anngefanngenn, So habenn die Fuder1[?] soviel thons bey das fas zum auspompenn gefurt, das es soweit not damit vertemmet wurde, vnnd soll dann bis obenn den gebewenn gleich mit erdenn ausgefült werdenn, Dinstags den 23.
Septembris vier kSal2[?] knechtte vonn Cassell gein Sodenn geschickt, sollenn daselbst noch vier knechte zu sich nehmenn, vnnd den Sohlgrabenn, dieweil der durch die gewesse diesenn Sommer beschlembt, vnnd viel kodts darin geflossenn ist, saubernn vnnd rein machenn, vnnd vntenn herauf bis furs gewelbe, soll der Junge Henrich Müldener darauf sehenn, das sie treulich vnnd vleissigk arbeitenn, So soll der Steinbrecher zur oberstenn brucken, die Gewelbe vnnd annder steine brechenn, Ob man dieselbige Brucke fur wintter noch fertigenn könne, soll mit einer schleussenn gemacht werdenn, das man die in den wasserfludenn fürschiessenn könne, Damit die nit ann die gebeude des Saltzbronns kommen könnenn, Sonnder soll die zeit der flude der Sohlgrabe
vber derselbtenn Oberstenn Bruckenn, mit Pompenn geöst1 vnnd gehaltenn werdenn, Die volgennde tage dieser wochenn ann solcher arbeit gemacht vnnd bliebenn, vnnd seindt diese wochenn ann saltz gesotten – 119 werck, Sonntags den 28.
Septembris habenn die zimmerleute am Baw gearbeit, darnebenn mehr thon getretenn vnnd zugericht, vnnd ist der Sohlgrabe vonn der vnterstenn Bruckenn herann anngefanngenn zu saubernn, vnnd zu reinigenn, vnnd steine zur Oberstenn Bruckenn vber den Sohlgrabenn brechenn lassenn, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 124 werck, Sonntags nach Michaelis den 5.
Octobris ann solcher arbeit bliebenn, vnnd ist der Baw vollendt gefertiget, hat aber der Pompenn halbenn als balde nit konnenn gehabenn, noch gesatzt werdenn, Darumb mann hat darmit verziehenn müssenn, vnnd nach dem verabschiedt, das mann nach Michaelis ein Probewerck siedenn solt, So hat doch der Saltzwardt solchs abgeschrieben, wie volgt.
Mein ganntzwillig dienst zuvor Lieber Schwager Jost, Ich will euch nit verhaltenn, das ich befinde im Sohlziehenn, das der Bornn nit soviel gibt, als er vor vier oder funff wochenn gethann, dann er wirdt stets ausgezogenn, Dieweil ich demselbenn nu nachdennck, So hab ich altzeit hörenn davonn disputiren, das die Sohl oder der Saltzbronn in der Laubrosse1[?], am schwechstenn sey, Vber das hab ich auch nach dem quellbornne, wie sich der Itzo halte achtung gethann, So befindet sich das derselbe auch wieder aussenn bleibt, Ist gar vngeschafftenn Itzo, Derhalbenn wer gewis, wo der Saltzbronn nitt erbauwet vnnd gefast were, das er dann Itzo ebenn den manngell habenn wurde, wie vorhin, Nach dem ich aber vonn den Bawherrnn vnnd euch verstandenn, diese wochenn die Probwercke zu siedenn, So hab ich derhalbenn mit dem Bornndtmeister davonn geredt, vnnd allerlei bedenckenn gehabt, vnnd woltenn, das solchs lennger nachbliebe, vnnd besser bedacht wurde, damit wir solchs nit zu mercklichem
schadenn vornehmenn, könnenn wir doch sonnst wohl wissenn, wie es darumb stehet, wie ich euch zu ewer annkunfft weitter berichtenn will, Will auch meinem gnedigenn furstenn vnnd Herrnn zum bestenn, vor mich damit lennger zuberuhenn, gebettenn haben, Hab ich euch als dem der dieser zeit die gelegennheit am bestenn weis, vnnangezeigt nit wollenn lassenn, Ir könnt wohl darauf weitter bedacht sein, vnnd in anndere wege abschaffenn, damit annder nit sonnst ein geschwetz davonn hettenn Ich bitt auch Ir wollet Schneide wintten1 einenn Botten schickenn, vnnd euch berichtenn lassenn, wie die arbeit vonn stadt gehe, vnnd mir zuerkennenn gebenn, Euch wieder zu dienenn bin ich altzeit geflissenn vnd willigk, Datum Sodenn Montags Michaelis anno 50 E.
Octobris diese woch — 10 stemme holtzes gefelt, vnnd beschlagenn, den Sohlgrabenn vnnd das gewelbe vollendt rein gemacht, vnnd gesaubert, vnnd habenn die zimmerleute zwischl1[?] dem eussersten altenn vnnd dem mittelstenn newenn fas die strebenn gemacht, Diese wochenn ann saltz gesottenn ——— 132 werck Vnnd seindt diese wochenn Donnerstags Galli zehenn newe schetzer vnnd Saltzmesser, die mann die geschwornenn nennenn soll geordennt, der Jedem ein new Saltzmas, vnnd ein Rost darauff zugestelt, darauf sich Innhalt der ordenung, vnnd diese nachvolgende artickull einenn leiblichenn eidt zu Gott gelobtt vnnd geschworenn habenn, deswegenn seindt Jedem Saltzmesser oder geschwornenn, acht Söder oder Bodenn, dieselbigenn in seiner verwaltung zuhabenn zugeordenet.
Darauf habenn auch die furstlichenn Herrnn Stadthalter vnnd Rethe mit volgennder offener schrifft in allen Stedtenn vnnd amptenn, des Saltzwergks gelegenheit bericht thun lassenn, damit menniglich des wissenns habenn, vnnd sich darnach richten können, also Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, Entbietenn allenn vnnd Jedenn des durchleuchtigenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd Herrnn amptleuthenn, amptverwalternn Bevelchhabernn, vnnd dienernn, auch Burgermeister vnnd Schepffenn, vnnd Rath Jeder Stadt, fleckenn vnnd gemeinenn des Furstenthumbs Hessen, vnnd denn darzu vnnd Ingehörigenn Graueschafftenn, auch allenn vnnd Jedenn zölnernn, zolschebernn1[?], vnderthanenn vnnd verwanttenn derselbenn, nach geburnus eines Jedenn Standts, Vnnser freundtlich diennst, gunstigenn grus, vnnd geneigtenn willenn, vnnd fügenn euch semptlich vnnd einem Jedenn in sonnderheit zuwissenn, Das nach dem ein zeit Jar hero durch lennge der zeit, vnnd viel verflosse
nenn Jarenn, die altenn gebeude am Saltzbronn zum Sodenn, welchenn Got der almechtigk aus sonnderlicher gnediger vnnd gute miltte, diesem Furstennthumb, Lannden vnnd Leutenn, vnnd vnns allenn gnediglich verliehenn, darumb wir billich danckbar sein sollenn, etwas manngelhafftigk vnnd Baufelligk ist wordenn, Derwegenn dann hochgedachter vnnser gnediger furst vnnd herr aus derselbenn schwerenn Custodien, vnns mehr dann zu einem mahle beuolenn, demselbenn schadenn statlich zuvorkommen, doch das nit vbell erger gemacht wurde, Also habenn wir verschienenn Osternn etlich aus vns den Rethenn, nebenn den verordentenn Saltzgreuen vnnd dienernn zum Sodenn, nebenn der gemeinen Pfennern darzu gemachten volmechtigenn dahin geschickt, vnnd solche alte gebeu eröffnenn, vnnd nach dem manngell vnnd schadenn suchenn lassenn, Dieselbenn habenn den schadenn, vnnd eigenntlich befundenn, das etlich wilt wasser sich in den Saltzbron vf dem grunde, daraus die Saltzadernn enndtspringen,
mit Ingemischt, vnnd Ingelauffenn ist, Welchenn schadenn sie nu mit vnnserm Rath vnnd mit wissenn wiewohl mit grossem darlegenn vnnd vncostenn, stadtlich vorkommenn, vnnd alle Gebeude so notwendigk vom newenn aus dem grunde gefurt vnnd gemacht habenn, vnnd ist auch sieder der zeit, des Saltzladenns vnnd Maß halber daselbst keine klage noch manngell gewest.
Dieweil aber nunmehr die Schlacht zeit anngehet, vnnd ein Jeder vnderthann vnnd Hausmann sich gernn mit saltz vber winter versorgenn vnnd versehen wolt, vnnd die Jenen so bey euch Saltz zu feylem kauff bringenn, vorigs manngels halben keinen behelff oder vorteil suchenn, noch sich einigs betrugs zum Sodenn zuberlagenn1[?], So habenn die verordenntenn Saltzgreuenn Johann Nordeck vnnd Jost Berber2[?] daselbst zum Sodenn die furnembstenn vonn den eltestenn, vermuglichstenn vnnd Gotfurchtigstenn — 10 menner vnnb einenn Jerlichenn soldt bestelt vnnd verordnet, dero Jedem acht Bodenn zuverwaltenn beuohlenn,
alles saltz Inns Lanndt, Jedermann vns gleich geldt eine zeit wie die annder zumessenn, Jederm gleich vnnd recht zuthun, darauf Jedem ein rechtt gleich mas, vnnd ein Rost darauf, dadurch alles saltz gemessenn werdenn soll, vnnd nus1[?] zugestelt, vnnd sie darauf einenn leiblichenn gestabtenn eidt, zu Gott vnnd seinem Göttlichenn worte, habenn schwerenn lassenn, vnnd kann menniglich Jederzeitt des orts vmb sein geldts Saltz gnug bekommenn, So kann mann dadurch, da ein oder mehr Söder vortheil gebrauchenn, denselbenn erkundenn vnnd furkommenn, ob nu die Saltz verkeuffer oder körner anders zu Irem vorteil sagenn, oder das saltz zutheur gebenn wurdenn, wie sie dann hievor mehr gethan, So habt ihr Jederzeit, nach gelegennheit der zeit, ferre des wegs, theurung des Habbernn, vnd der zehrung, auch des vngewitters, darin zusehenn, vnnd dermassenn zuordenenn, das das armut vnbillicher weise nit vbernommenn, noch beschwert werde, wie Ir dann vom Jegennwertigenn dem Saltzschrey
ber alle gelegennheit des orts weitter zuvernemen habt, Da auch einer oder mehr sein saltz selbst holenn, vnnd etliche zusammenn spannenn wolten, die könnenn den vorteil darann thun, den die körner vnnd Seltzer suchenn vnnd habenn, Dieweil dann hochgedachter vnnser G.
F. vnnd herr, hievor euch allenn sampt vnnd sonndernn gebotten vnnd beuohlenn, kein frembdt saltz im Lannde zuverkeuffenn zugestattenn, auch da das durchgehenn, vnnd gefurt wurde, vf Jeder ffgl.
zugethann vnnd verwandt seidt hiermit ernstlich beuohlenn habenn, ann keinem ort, Es sey in amptenn, Stedtenn, oder dorffen, annder frembt, dann allein Ihr f.
zu gnedigem gefallenn, in gnadenn zuerkennen, des wir vnns genntzlich vnnd gewislich versehenn, aber den vbertretternn werdenn vnnd soll ohn zweiuel Ire straff wohl widerfahrenn, Wollen wir euch den wir zu freundtschafft vnnd willenn geneigt nit verhalttenn, Jnn vrkundt vnter hochgedachts vnnsers gl.
fl. vnd Herrnn hierauff getrucktenn Secret, Gebenn zu Cassell den 18. Octobris Anno 50. Sonntags nach Galli den 19 Octobris diese woche still gehaltenn, hat Christoffer der Bornmeister sein kunst vnnd gebeue verruckt vnnd vfgeschlagen1[?]
Vnnd dieweil der winter annfelt, sollenn alle bew bis vf den fruling anngestelt werdenn, doch so baldt Christoffer seine Bewe vnnd Kunste verruckt hatt, soll der zimmermann den newenn Baw vf den Saltzbronn vfrichtenn vnnd hebenn, kann in zweyenn tagenn geschehenn, that vngewitters halbenn bisher nit geschehenn konnenn, vnnd dieweil der winter in der erst hart anngefallenn, vnd darnach gantz feucht vnnd naß gewesenn, Ist solche arbeit aller Jngestelt bis vf den fruling, des kunftigenn 51.
Michaelis, New geschworn Schetzer zum Saltzwesenn zum Sodenn geordennt vnnd bestelt, zu dienen so lannge vnns gefellig vnd auch Jhnen gelegenn ist, bestetigt vffgericht vnd verkundiget zum Sodenn den 16 Octobris Anno ut supra.
Jedem des Jars acht guldenn muntz vor besoldung zugebenn, soll Jeder sein maß vnnd den Rost darufft habenn, Jnn seinen Jme zuordentenn acht Bodenn zumessenn, vnnd solchs bey seinem gethanenn eiden vnnd Pflichtenn treulich zuuertrettenn1, Daruber soll dem Pfanmeister vonn seinem ampt noch — 12.
Dem Sohlmeister ———— 16 fl. Summarium thut ein Jar zu besoldung —— Hundert vnnd Sechtzehenn gulden Muntz, vnnd gehet Jr2[?] Jar Michaelis Jtzo an, Vnd Anno 51.
wiederumb aus. Vnnd soll hinfurter das wechterlohnn, als Jars — 20 fl. muntz, vonn den Schatzhellernn, so fernn sie das ertragenn könnenn, auch verlegt werdenn, macht in Summa ——— 136 gulden
aber die meister sollenn nun hinfurter acht heller gebenn, da sie zuuor ein album gebenn habenn zuwachenn, dann die wechtter wachenn nur die halbe nachtt.
Ordenung der Geschwornen Schetzer. Die Geordentenn geschwornenn newenn Saltzmesser vnnd Schetzer, sollenn einem Jedenn Sodermeister zuuor vnnd ehr sie messenn, die Saltzgennse zehlenn vnnd sehenn, das Jeder meister zwenntzigk machl1 gewislich abgestossenn habe, vnnd nit mehr dann ein achteil ann das stuck zuschlagenn gestatten, Was daruber soll er bey seinem gethanen Eide zu stundt ann in seinem Beysein wiederumb zum vorrath Jnn die Pfann werffenn lassenn, Welcher Sodermeister aber mehr ann das stuck geschlagenn, vnnd sein zahlgennse nit gefangenn hette, dem soll der geschwornn messer vnnd schetzer nitt messenn, sondernn den vonn stundtann, den Saltz
greuenn Bornndtmeister1 vnnd Saltzwarttenn anntzeigenn, derselbe soll sooft vnnd dicke einer das vbertritt, mit einem thaler zubuße zugebenn, gefreuelt habenn, vnnd den zustundt ehr vnnd zuuor Jme wieder zusiedenn gestatt wurde, bezahlenn, Es soll auch kein Sodermeister mehr dann ein achteil Saltz im Bodt zum vorrath habenn, des Schatzwercks halber, darauf die geschwornenn mit vleis sehenn sollenn, wie dann das bisher also gehaltenn wordenn ist, Dieweil auch mit dem vfhebenn des Saltzes vngleicheit gehalttenn, So sollenn die geschwornenn darauff mit ernnst sehenn, das keiner vber ein halb Pfann saltzes vfhebe, noch im Bodt liegenn habe, bey verlust des saltzes, vnnd soll Jme mehr zusiedenn nitt gestat werdenn, aldieweil er im Bodt mehr dann ein halb Pfann hatt.
Es sollenn auch die geschwornenn Saltzmesser vnnd Schetzer, Jeder seinenn Jhme zugeordenntenn Sodermeisternn vf der Reige her, nacheinannder, wo lade leute sein, vnnd fur den Bodenn haltenn, messenn,
vnnd darin kein Partheilichkeit oder vortheil brauchsonndernn darin gleiche ordenung halttenn, vnnd damit solches vonn stadt gehe, so sollenn sie vf die Lade tage wintter zeit zu vier vhrenn, vnnd nit ehr, vnd im Sommer wann mann die darzu geordennte Klocke leut, zumessenn annfahenn, Wann aber der erste oder annder Sodermeister zu frisch ausgeschlagenn, vnnd das saltz noch nitt gantz trockenn were, So sol er dasselbe saltz nitt messenn, sondernn ann den anndernn nechstenn seinenn meisternn, nach der Ordenung, welches saltz am trockennstenn ist, annfahenn erst zu messen, vnnd so forthann, Was auch die Pfann buße betrifft, soll ein Jeder geschworner in seinenn Jme zugeordenntenn Bodenn, rechnenn vnnd anntzeigenn, aber die Schatzwergk sollenn sie mit vnnd nebenn dem Pfanmeister versehen vnnd annweisung gebenn helffenn, Die geschwornenn Saltzmesser sollenn auch keynem Eseltreiber, Saltz vor fruchte messenn, Sie haben denn die frucht in den Bodenn vnnd gesehenn, das der
Soder die frucht enndtpfangenn vnnd bekommenn habe. Die vier alb so vnnser gnediger herr hieuor den Sodern vor das trannckgeldt zugelassenn, seindt verordennt vonn Jedem wercke, zu erhaltung des wildenn wassers nun hinfurter zugebrauchenn, Damit aber die Soder sich diesenn wintter wiederumb erholenn, sollenn Jhnenn die halb bleibenn vnnd die annder helfft die Kunst, vnnd das wilde wasser zuerhaltenn, gebraucht werdenn, so fernn es die Herrn Stadthalter vnnd Räthe, also bis vf Osternn, mit verwilligenn, vnnd das bey Jhnenn zuerhaltenn ist, Habenn solchs also Jnenn gefallenn lassenn, doch zu enderung vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, sollenn vonn den 2 alb bezahlt werden sonnst hettenn die vonn Sodenn darann mit bezahlenn mussenn, Hundert Leddernn Eymer seindt zumachenn bestelt, Jtem zehenn feuerhackenn seindt auch zumachenn verdingt, sollenn gleicher gestalt bezahlt werdenn, nitt mehr dann der Centner zwen gulden drey ortt kosten,
Zuwissenn, als vonn wegenn Vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn zu Hessenn vnnd gemeyner Pfenner des Saltzwercks zum Sodenn, verordenntte des Baues am Saltzbronn daselbst hieuor sich einmutiglichenn enndtschlossenn vnnd verglichenn, das vor enndtlicher Volnfuhrung des vorigenn anngefangenenn gebeues, das Gewelbe ober dem neuen Saltzbronn vor dem Berge her, mit steinenn vff ein Sohlwerck in dem grundt des Saltzbronns gleich zulegenn, vnnd zuzuwelbenn, vnnd also dasselbe vor dem Berge her zufuhrenn, das es den Bergk ertragenn, das
er mit Innfalle, vnnd dem Bornn schadenn möchtte, vnnd aber mitler zeit bedacht, auch den werckmeistern furgehaltenn, das keins wegs zurathenn, die beschuerung mit dem Sohlwerck vnnd den Steinenn des ortts furzunehmenn, vielweniger einigenn Pfelz1[?] zustossen, oder Innzurammenn, Innsonnderheit dieweil in vorzeitenn das Itzige Gewelbe mit weitter, noch an den Bergk vber dem Bornn her gefurt vnnd gemacht ist, So hat mann heut dato, mit Rathe der verstenndigenn werckmeister sich enndtlich einmutig enndtschlossenn vnnd verglichenn, das diese Itzige notwenndige gebewe, forter mit holtz, vnnd keinenn steinenn vollennts gemacht, vnnd außgefurt werdenn sollenn, Also vnnd dergestalt, das der Itzige furhabennde gebaw, vff vnnsers gnedigenn Furstenn vnnd herrnn verlegenn, verrichttet werdenn soll, vnnd die Register vnnd Rechennschafft, des vorigenn gebaues des Bronns, vnnd was in vorigenn Jare darauff gegangenn, Innsonnderheitt geschlossenn werde, vnnd soll der kostenn des Itzigenn furhabenndenn gebaues auch insonnderheit gerechnet werdenn, Was dann gemeinen Pfennern vermuge des
vorigenn vffgerichttenn vertrege, vnnd sonnst darann zu enndtrichttenn geburenn will, Darumb sollenn vnnd wollenn sie mit Irem gnedigenn furstenn vnnd herrnn sich vnnderthenigk vnnd willigk vergleichenn, Aber des vorigenn gebeues halbenn, wollenn sie sich weitter nicht verpflicht hann, Dann sie in dem baw halbenn vffgerichttenn Recess bewilligt, vnnd bedingkt habenn, vnnd soll meister Hanns Wetzell der Zimmermann zustundtann, die bawholtz zimblich im vorrath furhanndenn, wie mann heut im augennschein gesehenn, das abgeplockt, vnnd nach der furgelegten abreissung, obenn fur dem gewelbe hero, da Itzo die alte abzucht ist, ein newe wanndt, die vonn dem alten eußerstenn faß, vonn den gebrochenn beidenn newen erkenn zusammenn geht, vnnd Ingezapfft werdenn kann, funff schue weit, vonn der Itzigenn fassunge, vonn newem machenn vnnd vfrichtenn, solches wol zuuerstrebenn, vnnd soll der grundt nit tieffer gesucht, oder furgenommenn werdenn, dann der Bodenn im Saltzbronn, vnnd derselbe grundt ist, vnnd soll dieselbe
fassung zweyer werckschue niedriger sein, dann die fassung des rechtenn newenn Saltzbronns, Darnach sich der Zimmermann zurichttenn hat, vnnd damit mann das wilde wasser im vmbgannge, so Itzo mitt Pompenn erhalttenn, vnnd außgeöst wirdt, sonnder schwerenn vncostenn in das gewelbe bringenn könne, So hat mann vor gut anngesehenn, vnnd sich enndtschlossenn, das mann vf den grundt im vmbgange nebenn dem Bornne, ann den enndenn, da die wildenn quellenn seindt, vnnd zutags fliessenn, starcke rennen, mit vfgesetztenn Rörenn legenn, vnnd machenn soll, das die Rörenn solch wilt wasser, Inn die höhe tragen, vnnd dann durch nebenn Rörenn bis Inns gewelbe fliessenn, damit mann die Pompenn zum außösenn nit lennger haltenn dorffe, Wie dann dauonn der Zimmermann sonndernn bescheidt vnnd vnderricht hat, vnnd sonnst der ganntze grundt des vmbgangs, da keine wasser quellenn seindt, allerdinge vnnd ganntz wohl verdemmet werdenn, vnnd soll vor dem gewelbe, ein Kast vonn steinenn oder holtzwergk gemacht werden, darin das wasser aus den Rennenn felt, darin solches stiegk
vnnd furter durch das gewelbe abfliessenn könne, da man auch Jederzeit sehenn kann, ob manngell da sey oder nit, vnnd muß zu solchem Kastenn, ein Windeltrappen gemacht werdenn, Ob nun solches holtz oder steine sein soll, hat mann sich nach eröffnung des grundts zuuergleichenn, darnach wann die fassung geschehenn, die Renne gelegt, verdeckt, vnnd die störcke1[?] oder Rörenn gesatzt seindt, So soll mann gerings vmbhero alles wohl vnnd vfs beste, mit thon vnnd guter erdenn, wie zuuor geschehenn ist, verdemmenn, vnnd obenn dem gebawe gleich fullenn, vnnd furter mit steinenn Plasternn, oder mit dielenn beschiessenn vnnd verspundenn, das alles Regenn vnnd annder wasser, in das gewelbe gefurt werde, vnnd fur sich selbst darin fliesse, vnnd dieweil solcher baw, vonn beider vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, vnnd gemeiner Pfenner wegenn volnfuhrt werdenn muß, so sollenn vnnd wollenn die verordenntenn der Pfenner, einer vmb den anndernn, selbst nebenn vnnsers gl.
wollenn auch Jede wochenn bey abzahlung sein, die wochenrechnung mit vnderschreibenn, vnnd darnach sich mit hochgedachtem vnnserm gnedigenn furstenn vnnd herrnn, wie obstehet, des verlegs halbenn vergleichenn, vnnd da furter einich manngell vorfiele, Hat mann Jederzeit beide vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, der Rethe, vnnd etliche der elttestenn der Pfenner, nebenn Irenn verordenten, darzu zubeschreibenn vnnd zufordernn, Irenn Rath darin zugebrauchenn, alles ohnn geuerde, Inn vrkundt, vnter vnnser aller hierbey gewesenn Handtschrifft, Gebenn vnnd geschehenn zum Sodenn den 5 Maij Anno 51.
Der abredt nach, wie vnnd welcher gestalt Meister Hanns der Zimmermann den Baw der eußersten wandt vmb den Saltzbronn Jegenn dem Berge machenn, vnnd fertigenn soll, Hat er solches also vollenndet, vnnd fertig gemacht.
Seindt darauff die verordenntenn Bawherrnn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn, Johann Nordeck, Valtin Thuldt, vnnd wir die Beamptenn zum Soden, vonn wegenn vnsers gl.
f. vnnd herrnn, vnnd von der Pfenner wegenn Johann Schaffnit der elter, Thias Thorey, vnnd Johann Schaffnit der Junger, dieweil Johann Niedennstein verrittenn gewest ist heut den 6.
Julij zum Sodenn erschienenn, vnnd ist der Raum des grundts vmb den Bornn gefertigt, vnd bis vf den gries außgefuert, vnnd rein gemacht also hat der Zimmermann die schwellenn derselbenn wanndt, vf den grieß vnnd nit so tieff als die schwellenn der mittelstenn wanndt, die liegt tieffer, vnnd Inn den gries gelegt, darnach die Wanndt vnnd funff Kasten vonn — 25 seulenn ann der wanndt, vnnd den
oberstenn vnnd vnderstenn kastenn gesetzt, mit Bretternn außgefuhrt, vnnd danebenn vf dem grunde Jegenn dem Berge zu, doppell rennenn, die da gesturtzt vf dem gries liegenn, vf den seittenn vnnd obenn mit löchernn verwart, das sich das wilde wasser vom grunde vntenn herauff vf den seittenn, vnnd auch obenn herab Inn die Renne ziehenn, vnnd dadurch Inn den vnderstenn kastenn lauffenn kann, darin soll es vier schue hoch steigenn vnnd durch das gewelbe fur sich selbst steigenn vnnd abfliessenn, damit mann das Ösegezeug, vnnd der Pompenn lennger nit halttenn dörffe, wie solch werck sein soll nach dem Maßstabe abgerissenn, vnnd ein sonnder muster dauonn gemacht werdenn, vnnd als der Bergk wohl verstrebt, hatt mann im grunde zwischenn den dielenn vnd Rennen, grosse wackenn, oder kalcksteine gelegt, vnnd vber die zwo Rennenn eichenn bretter ann einannder, vnnd darnach den Rennenn gleich im grunde mitt grobenn kieß oder gries vf die steine, außgefult, damit die Renne nit verschlempt, vnnd das wilde wasser
sich dadurch Inn die Renne ziehenn könne, dann die gestopfftenn Rennenn vntenn offenn sein, vnnd ist in der zeit schönn gut wetter gewest, das wir derwegenn vngehindert gewest sein, Ist auch keinem mennschenn der gebew halbenn, kein schade geschehenn, wiewohl mann allermenniglich sonnder schew, Innsonnderheit die Söder alle hat abe vnnd zu gehenn, vnnd alles besichtigenn lassenn, auch etlich der Eltestenn Söder Ir bedenckenn annzuzeigenn, vnnd mit anrathenn zuhelffenn gebettenn, Hats aber keiner getaddelt, noch zuuerbessernn gewust, Vm Walpurgis seindt die Bodenn, als noch vier Boden zu den vorigenn vier Bodenn abgebrochenn, der raum gemacht, vnnd zu grunde gearbeit, bis vf den gries, vnnd ist der Bergk wohl verstrebt, mit starckenn eichn1[?] balckenn, vnnd starckenn eichenn dielenn darhinder, welch strebenn also im grunde stehenn bleiben sollen, Vnd des ist der Thon gegrabenn, vnnd bereit worden zum demmenn, Das Ösegezeugk zum außösenn des wilden wassers
gefertigt, vnnd ist alles fliessenndt wasser damit dermassenn gehaltenn, das mann vf dem grunde trocken, vnnd sonnder alle verhinderung des wassers handeln könne, vnnd kömpt das wilde wasser gemeinlich vom Berge her, vnnd nit starck aus dem grunde, Als die Saltzadernn, die kommenn alle vonn vntenn heruf, aus dem grunde des kieses1[?], Vnd als in Furstlichenn furgefallenn geschefftenn, Juncker Hermann vonn Hundelßhausenn vnnd Nordeck, verreitenn mussenn, So ist der herr Lanndtvogt, Juncker Sigmundt vonn Boynebergk, ann Irt2[?]stadt, durch vnnsernn gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgrauen Wilhelmen, zu volnführung solcher gebewe, vnnd bey der temmung zusein, her beschriebenn, heut den 11 Julij alhie annzukommenn, Innhalt nachuolgennder schrifft.
verordenntenn des Baues vber den Saltzbronn zu Allendorff in Sodenn bey vnns annsuchung gethann, das wir vnns eigener Personn, mit etlichenn vnnsernn Rethen, gein Allenndorff verfugenn, vnnd des Saltzbronns gelegennheit, wie es vmb die gethane gebewe, vnnd das wilde wasser ein gestalt, vnnd gelegennheitt hette, zubesichtigenn, vnnd vnnser bedenncken, vnd gut meinunge zu enntlicher volnziehung desselbigenn baues zu eroffnenn, Dieweil wir nu Itzt mit den Rethenn so hie sein solche besichtigung annderer obliegennden vnnd geschefft halbenn, nit thun könnenn, So ist vnnser gnedigst begerenn ann euch, Ir wollet vf der verordenntten annsinnenn euch zu thuenn am furderlichstenn verfugenn, alle gelegennheit eigenntlich besichtigen, vnd mit zu rathenn helffenn, ob vnnd wie die verdemmung des wildenn wassers am nutzlichstenn vnd zutreglichstenn furzunehmenn sey, vnnd ob die dinge mit besserer bequemheit, als der vnnsernn vnnd der Pfenner verordennten zum Baw, verabschiedt
habenn, annzustellenn sein möchtenn, Euch also hierein gutwilligk erzeigenn, Das reicht vns vonn euch zu sonndernn gefallenn, vnnd seindt euch mit gnadenn geneigt, Datum Cassell am 9 Julij Anno 51.
Vnnsernn Lanndtvogt ann der Werra vnnd liebenn Getrewenn Sigmunden vonn Boynebergk, Vff solche schrifft vnnd Furstlichenn beuelch, Ist der Lanndtvogt heut den 11.
Julij zu morgenn alhie zum Sodenn ankommenn vnnd erschienenn, die dinge aller notturfftig besichtiget, vnnser bedenckenn vnnd furhabenns, anngehört, das Ime dann also wolgefallenn, vnnd solchs zuuerbessernn nit gewust, darumb wir mit der verdemmung also angefanngenn, vnnd fortgefahrenn sein, Erstlich im grunde nebenn vnnd zwischenn den doppell Rennenn, mit grossenn hartzeln kalckstein, vnnd darnach mit grobem kieß, außwenndig der newenn wanndt, ann der altenn eußerstenn fassunge, vnd
zwischenn der gefastenn strebung fur dem Berge her vber die Rennenn, vnnd den darauf gelegten Brettternn, eines schuch hoch, wie obstehet, außgefult, Darauf mit der außgefuhrtenn erdenn annzufahenn zutemmenn, damit sich das wilde wasser darin vertheilenn, vnnd Inn die gelegtenn Rennenn vnngehindert fliessenn könne, Sonntags den 12.
Julij wetters halbenn, dieweil es hell vnnd schönn war, zu mittage anngefangen zutemmenn zwischenn der mittelstenn zu Jar newgesetztenn faß, vnnd der altenn fassung, auch Itziger new darann gezapfftenn wanndt, vnnd ist erstlich der schlam vffm grunde aller sauber außgezogenn, Darnach vffm grunde ein gute notturfft Moß zertheilt gelegt, darin viel aschenn eintzell gestrawet, darauf den gutenn bereittenn thon vonn obenn herab darin hart in einannder geworffenn, vnnd also angefanngenn, zwischenn der newenn mittelstenn vnnd der eußerstenn fassung vmbher zuuertemmen, Montags den 13. Julij auch also getembt, bis vff
den Mittagk, da Ist feucht wetter vnnd regen Inngefallenn, das mann den halbenn tagk damit hat mussenn still haltenn, vnnd ist im Mittag Nordeck vonn Cassell auch alhie annkommenn, Dinstags den 14.
Julij zu morgenn wieder anngefanngenn zu tennenn1[?], vnnd dieweil die dreij mittelstenn Kastenn, darin die duppell gelegtenn Rennenn gehenn, ann der neuenn wanndt, außwendig vmbher mit erdenn vber der Rennenn, mans hoch beschuet, hart ann einannder gefugt, daraufe Moß vnnd aschenn gelegt, vnnd darnach dieselben mittelstenn dreij Kastenn, seindt bis obenn aus dem werck gleich in die höhe, mit starckenn Bretternn in einannder geschnittenn, vier Zoll dick gefugt, habenn vnndenn vffm grunde keinenn Bodenn, stehen — 15.
schue weit vonn einannder, vnnd hat mann erst gesehenn, das das wilde wasser sich sehr wohl durch die Rennenn, vnnd aus einem Kastenn in den anndernn, bis in den letztenn vnderstenn Kastenn vorm gewelbe, darin das wilde wasser vier schue hoch
Inns gewelbe steigenn soll, gezogenn vnnd geflossen hatt, derselbe vnderste Kaste ist außwendigk vmbhero mit thonn allennthalbenn wohl vertembt, höcher dann das wasser darin steigenn soll, daruber mit guter erdenn zugefult wordenn, Darnebenn hat mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Darnebenn hat mann die vierdte Vberste Bruck vber den Sohlgrabenn, so holtzernn gewesenn, vnnter der Schwannflugels2[?] wiesenn, vonn neuem aus dem grunde mit steinenn gefurt, vnnd gewelbt, Darann anngefanngenn, den Sohlgrabenn vonn derselben Brucke biß fur das gewelbe mit steinenn zufutternn, Ist vier schue weit, vnnd vf Ieder seittenn dreij schue hoch, vnnd vnntenn mit eychenn Bretternn vffm bodenn beschossenn, habenn fur der Maurereij vf beidenn seittenn liestenn, das die Maure nitt weichenn, oder der Bergk die maure zusammenn schiebenn oder trucknenn kann, Darzu soll man die gebrochenn steine vber der Stadt, vnd an der
Pfort gebrochenn, so hat mann einenn gebranndtenn Kalck auch im vorrath, Ist im Fruheling gesetzt wordenn, zu dem seindt viel steine vnterm Kunsthause, soll mann dasselbe haus verkauffenn, das geldt vnd steine hierzu gebrauchenn, vnnd den Sohlgraben wieder starck machenn, das der wie zuuor ann Schwanflugels wiesenn heraus gehe, vnnd nit wie Itzo das haus halber vmbher gefurt ist, Will der meurer dauonn biß furs gewelbe zwanntzigk guldenn muntz nehmenn, doch das wir Ime Stein vnnd Kalck, die Anndeloger1[?] vnnd was Schmidtwerck vonnötenn, verschaffenn zuspitzenn, Mittwochenn den 5.2[?] Julij vor mittage, Ist der Tham im grunde zwischenn der mittelstenn vnnd der Itzigenn neuenn gemachtenn wanndt, ganntz zusammenn gefurt, vnnd also im grunde die Runde geschlossenn, bis ann die vnderstenn Riegelnn vngefehrlich vier schue hoch, vnnd da das geschehen, da ist das wilde wasser Inn der Rörtenn3[?] im vndersten Kastenn gestiegenn in einer Renne die meisterhans
vier Zoll niedriger dann zuuor Inns Gewelbe gelegt, geflossenn, da die Herrnn das gesehenn, seindt der Lanndtvogt, Johann Nordeck, vnnd Valtin Schuldt abgerittenn, vnnd ist mann mit dem tennenn1[?] also fur vnnd fur fort gefahrenn, Wie dan solches dem Herrnn Stadthalter zugeschriebenn wordenn ist, Wie volgt, Mein ganntz bleitwillig diennst alzeit zuuor Edtler vnnd Ernuester lieber Herr Stadthalter, d.
Eh.[?] als dem der vnsers gl. f. vnnd Herrnn sachenn treulich vnnd gut meinen, vnnd insonderheitt des Saltzwergks gelegennheit dieser Zeitt am besten wissenn, kann ich nit verhaltenn, das vff vnsers gnedigenn Jungenn Herrnn Lanndtgraff Wilhelm schrifftlichenn beuelch der Lanndtvogtt Jungkher Sigmundt vonn Beijneburgk, verschienenn Sambstags morgenn, alhier zun Bodenn ankommenn ist, habenn Ime vonn wegenn hochgedachts vnsers gnedigenn Herrnn, Valtin Schuldt, die Beamptenn zun Bodenn vnnd Ich, neben der Pfen
nerinn zum Baw verordentenn, die gebeuer vnnd furhabennde tennung, mit allenn vmbstenndenn, notturfftig vnnd gnugsamb, anngezeigt, das er Ime alles hat lassenn wohl gefallenn, vnnd solches nit zuuerbessernn gewust, Also hat mann den Sambstags alle bereitschafft zugericht, vnnd vff den Sonntage zu zwelff vhrenn, dieweil mann gutts wetters vnnd annder vrsach halber eilenn mus, zutennenn anngefanngenn, vnnd ist den Montags zu mittage Nordeck auch alhie annkommenn, In des ist der tham im grunde gerings vmb den Saltzbronn hero, vier schue hoch gefurt, vnnd der grundt vertennbt, also das gesternn Mitwochenn zu mittage das wilde wasser, durch die Ef1 den grundt gelegtenn Rennenn, Inn einenn Kastenn vber dem Gewelbe, fur dem Saltzbronn geflossenn, vnnd darin durch ein Ror oder stock, vier schue hoch Inn die höhe gestiegenn, vnnd durch das gewelbe fur sich selbst abgeflossenn, darauff dann die obgenanttenn drey abgerittenn, der zuuersicht der sachenn solt damit nunmehr geholffenn vnnd gerathenn sein, aber wir
die Beamptenn alhie, vnnd der Pfenner verordentenn habenn gesehenn, das der Saltzbronn zugenommenn, vnnd des wildenn wassers nit also viel abgeflossenn, als es zuuor mit den Pompenn geöst wordenn, darumb wir die Sohl aus dem Saltzbron Inn geheim probirt, vnnd fundenn, das die etwas geringer dann fur zweyenn tagenn gewest, wordenn ist, Derwegenn, damit kein1 rucht daraus gemacht, vnnd auch das wilde wasser nit ander ausgennge suchte, die Öse pompenn widergesetzt, vnnd wirdt das wilde wasser wie zuuor, ausgezogenn, So steget auch der Saltzbronn nit höher denn zuuor, guter tröstlichen hoffnung, die Sohl werde also gut bleibenn, wie bisher, Wie wir dann nechst Sonntags im siedenn finden werden, Dieweil dann der Vncost, so darauf geht, vf beide Herschafft nit kompt, Sonnder die Soder mussenn den tragenn, So kann2 manns noch ein zeit Jar also halttenn, bis Gott der almechtig vnsernn gnedigenn furstenn vnnd herrnn erlediget, oder
G. des verstenns zuhabenn, Ich dinstlicher guter meinung, vnangezeigt nit lassenn, derselbenn alles vermugenns, behegliche diennste zuerzeigenn bin ich ganntz willigk, Datum Sodenn den 161.
Julij Anno 51. E. G. W. Justus Pistoris. Ann Stadthalter zu Cassell. Donnerstags den 16 Julij Ist Johann Niedenstein2[?] zu morgenn frue vf den Bronn kommenn, vnnd alle ding besichtiget, vnnd berathschlagenn helffenn, vnnd hat sich die eine, oder im drittenn stock, so vor zweyenn tagenn ganntz starck vnnd gut gewest ist, ganntz verendert, vnnd ist eyttell sus wildt wasser gewesenn, wie zuuor, Dieweil wir aber augennscheinlich befundenn, das die Sohl im
Bornn gestiegenn, aber am Saltzschmack nit starcker wordenn ist, vnnd sich gemert hat, aber des wildenn wassers weniger abganngenn, vnnd wordenn ist, dann da manns mit den Pompenn geöst hatt, darzu Christoffer Hombergk die Sohl probirt, vnnd fundenn, das die Söder zu einer Pfann Saltz zusiedenn, annderthalb fuder Sohl mehr, dann da mann das wilde wasser mit den Pompenn geöst, vnnd gehaltenn hat, habenn vnnd versieden mussen, das dann mehr holz, dann das vorige Jar habenn wolt, So habenn wir die Beamptenn zun Sodenn, Thias[?] Chorey vnnd der Zimmermann vor nutzlich vnd gutt anngesehenn, das wir den thon aus dem vnderstenn Kastenn vorm gewelbe zustundt wieder ausgenommenn, vnnd die Öse Pompenn darin setzenn lassen, zuuersuchenn vnnd zusehenn, wieuiel mehr wildt wasser die austragenn, dann durch die Rörenn fliege, vnnd soll darnach wiederumb ein Prob gemacht werdenn, welches dann am nutzlichstenn, darnach hat mann sich zurichtenn, Es ist auch im
Sohlgrabenn, wie mann ann der newenn gemachtenn maurenn gesehenn, das wasser nit so hoch gestiegenn, als vor zweyenn tagenn, Darumb zubesorgenn, das sich im grunde vnter dem Tam, des wildenn wassers eins theils durch den gries Inn Saltzbronn gezogenn, Freitags den 17.
Julij Ist der vnderste kaste gar ausgeraumbt, vnnd die Öse Pompenn vf den Bodenn darin gesetzt, vnnd das wilde wasser damit geöst, also ist das wasser im Sohlgrabenn, wieder also hoch, wie zuuor am Mitwochenn gestanndenn, Inn seinenn altenn stanndt kommenn, vnnd der Saltzbronn niedriger wordenn, vnnd gestanndenn, vnnd hatt meister Hanns der Zimmermann in des die neben adernn, dauonn hieuor meldung geschehenn, wiederumb vfraumenn lassenn, die sollenn, was wilt wasser ist, Inn den Vberstenn kastenn gefurt werdenn, Darnebenn hat sich vonn dem berge her vnter einem Bode, vonn der kirchgassenn runder,
ein alt abezucht ereugt, darnach hat mann auch geraumbt, zusehenn, wohin das wasser daraus zubringenn sey, vnnd ist heut mit der Erdenn ann der eußerstenn stelbenn1[?] getembt wordenn, Sambstags den 18.
Julij, Ist die Sohl aus dem Bronnenn abermahls probirt, vnnd wieder zuuor sehr gut fundenn, vnnd ist die Sohl in den dreyenn stockenn, auch aller wieder gut wordenn, aus vhrsachenn, das das wilde wasser wieder aus geöst, vnd gepompet wordenn, doch ist die Sohl noch etwas geringer dann vor der tennung, vnnd mustenn funff Ohme 7.
Probirung der Sohl im Saltzbronn die wochenn, als das wilde wasser vns2[?] den Saltzbron selber zusteigenn vertembt wordenn, was die Sohl vor dem steigenn, im steigenn, vnnd wieder nach der haltung vnnd erösung des Wassers gehaltenn.
Ist durch Christoff Hombergk den Bornmeister probirt. Den 9. Julij Anno 51. ehr dann das wilde wasser vertembt, hab ich die Sohl probirt, gehort vff ein Pfann — 7 fuder 3 ohme 61.
quart. Den 15. Julij als das wilde wasser gestiegenn, vnnd der Tam allennthalbenn gemacht, hab ich die Sohl probirt, helt sie vf eine Pfann — 9 fuder 73 quart.
Den 18. Julij, hab ich die Sohle aber probirt, als mann das wiltwasser wieder gehabtenn1, vnnd die Stocke geoffnet, helts vf eine Pfanne — 8 fuder 2 ohm 68 quart.
Sonntags den 19. Julij dauonn zu Cassell, vnserm gnedigenn Jungenn Herrnn, vnnd dem Stadthalter mundtlichenn bericht gethann, Hab ich zuuor solchs dem Stadthalter schrifftlich anngezeigt, wie obge
Julij zu mittage zun Sodenn wieder annkommenn, Hab da fundenn den Landtvogt, Hundelshausenn, Nordeck, Valtin Schuldt, denenn ich solchenn bescheidt anngezeigt, die habenn nach besichtigung der gebeue, der Pfenner verordenntenn zu sich gefordert, sich notturfftigk vnderredt, vnnd nach vfrichtung einer abrede, wie vnnd was zubauenn notturfftigk sein wolte, wieder vonn einannder gescheidenn, vnnd volgt der Abscheidt, Den 20.
Julij Anno 51. seindt zun Sodenn erschienen die nachbenenten, vnnd habenn allerley beratsschlagt, vnnd beschlossen wie volgt Vonn wegenn vnsers gnedigenn furstenn vnd hern, der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boyneburgk, Her
mann vonn Hundelshausenn, Johann Nordeck, Jost Berker1[?], Renndtmeister, Saltzwardt, vnnd Meister Hanns Weyell der Zimmermann, Vonn der Pfenner wegenn Johann Schaffnit, der Elter, Johann Niedennstein, Thias Chorey2, vnnd Johann Schaffnit der Junger.
Lanndtvogt schleust, das mann die gabe Gottes nitt vbernötigenn, sondernn die Öse Pompenn gebrauche, das dem hauptwerck ohn schadenn sey, kann mann dermassenn zurichtenn, das es nit so viel als Itzo kostet.
Hundelshausenn sagt dergleichenn, das mann die adern in stockenn dermassenn verbaue, das die werck kein schadenn thun Valtin Schuldt, Nordeck, vnnd die anndernn seindt auch der meinung.
Die verordenntenn der Pfenner habenn bedencken genommenn vnnd gesagt, durch Niedennstein, das sie der herrnn bedennckenn anngehört, vnd darauf ertzehlt, dieweil die herrnn aller gelegenheit gut wissenns habenn, das sie Ir bedennckenn anzeigenn, wollenn sie Ir gut meinung auch darsagenn, Die Herrnn sagtenn darauff, sie hettenn albereitt Ire meinung gehort, vnnd sey die frage, wie im zuthun sey, das der schade nit grosser werde, Darauf geschlossenn, das Jeder theil sich einer meinung enntschliesse, die wir dann zusammen trage, vnd sich dann darnach enndtlich einer meinung vergleiche, Meister Hanns vnnd Christoffers bedennckenn ist, vnd schliessenn, das mann die adernn in stockenn wieder vertenne, vnnd die ann der mittelstenn wanndt fasse, vnnd in den Vberstenn kastenn fure, doch das mann den Thamb noch drey schue vffreume, vnnd mach ein Beulein dahin, das mann Jederzeit
darzu sehenn könne, so hat mann auch, wann der Bornn abnimpt oder zugeht, die gute ader, Inn oder aus dem Bornn zuweisenn, Zu dem will meister Hanns im vnderstenn kastenn vffm Bodenn, einenn kleinenn trogk Innsenckenn, darin die Pompenn stehenn, vnnd dester tieffer ösen könnenn, vnnd damit solchs desto besser geschehenn kann, so sollenn die öse Pompenn im nechsten kasten daruber gehaltenn, vnnd die Rennenn im vnderstenn kastenn verstopfft werdenn, Fur dem Gewelbe ist geschlossenn, das vffs gewelbe ein Lichtloch gemacht werdenn soll, damit mann Jederzeit darin aus vnnd einsteigenn, vnnd zusehen könne, Der verordenntenn der Pfenner bedennckenn ist, dieweil sich das wilde wasser nit will zwingenn lassen, das es steyge, Begerenn sie der Herrnn bedenncken, dann der grundt hab sich verendert, Hundelshausenn, Dieweil mann sicht, das das wilde wasser nit steigenn will, so mus dem gerathen sein,
Innsonderheit mit den Pompenn, aber vmb die stocke solt meister Hanns einenn Baw setzenn, das mann Jederzeit darzu kömt sehenn, vnnd dann den trogk zu den vnderstenn kastenn zusenncken, daraus die Pompenn ösenn, darnach zufuln, vnnd wieder zuzufullenn, Sey nit vonn notenn vf der seittenn nach der Stadt zu Rennenn zulegenn, dieweil mann kein wasser da gespurt, Vnnd dieweil mann die Pompenn ohnn schadenn beider Herschafft erhaltenn, vnnd die hernach mit geringem kostenn verendernn kann, So lest manns darbey bleibenn, Das tagwasser soll durch den grabenn zwischenn dem kunsthause vnnd den Bodenn abfliessenn, Die abzucht durch Rennenn Inns gewelbe zufliessen, Pfenner hettenn sich versehenn, das wilde wasser solt selbst gestiegenn habenn, dieweil es aber das nit thun, noch sich zwingenn lassenn will, So seindt sie der meinung mit den Herrnn einest wie sie
Das fünffte Buch. anngezeigt, vnnd scheinnt vor viel nutzlicher ann, dann das wasser zu steigenn zu zwingenn, dann zu besorgenn, dieweil sich die adernn verendert, das das wilde wasser sich darin vermischt, das es dann nit gethann, weil das wilde wasser gröst wordenn ist, Darauf die Herrnn Meister Hannsenn solchs zufertigenn befohlenn, vnnd sollenn die beamptenn, vnnd der pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd zum vleißigsten zusehenn, vermugs vnnd Innhalts volgents abschiedts.
Als vnnser Junger Herr, Lanndtgrave Wilhelm zu Hessenn, Grave zu Catzennelnbogenn, auch der Stadthalter zu Cassell Rudolff Schennck zu Schweinsburgk, gestrigs tags befohlenn, vor nutzlich vnd gut anngesehenn, dieweil das wilde waßer vmb denn Saltzbronn zum Bodenn, fur sich selbst mit so starck in die höhe steigenn will, als es die Pompenn außösen, vnnd das der vncost solchs zuerhaltenn, allein vff die Böder geth, das dann dasselbe, wie bisher mit den Pompenn außgeöst, vnnd mitler zeit vf anndere1[?] treglicher leichtfertiger Kunste, zu außbringung desselbenn ge
furstenn vnnd herrnn Lanndtgravenn Philipsenn zu Hessenn, Gravenn zu Catzennelnbogenn, S.f.gl.1[?] Lanndtvogt, Sigmundt vonn Boÿneburgk, Hermann vonn Hundelshausenn amptmann, Johann Nordeck, Valtin Schuldt, Jost Becker, vnnd die Beamptenn zum Bodenn, vnnd dann der Pfenner verordenntenn, Johann Schaffnit der Elter, Johann Niedenstein, Thias Thoreÿ, vnnd Johann Schaffnit der Junger, darzu vonn beider herschafft wegenn, Meister Hans Wetzell der zimmermann, heut dato beÿeinander zum Bodenn im augennschein erschienenn, vnd allesampt solchenn furstlichenn bevelch vnd bedencken fur nutzlich vnnd gut anngesehenn, sich auch darauf weitter notturfftig vnnderredt, verglichenn vnd verabschiedt, das die gefastenn dreÿ nebenn adernn in den stöckenn widerumb mit thonn getemmett werdenn, vnnd soll dagegenn zwischenn der mittelstenn fassung gegenn dem oberstenn neuenn kasten
Das fünffte Buch. zwerch vber wohl zugebauet werdenn, dadurch dieselbenn adernn, Inn dennselbenn öberstenn kastenn gefurt fliessenn, dann mann vnuerhindert darzu kommenn, vnnd darnach sehenn könne, So kann mann auch Jederzeit dieselbe drit ader, da sich die verwandelnn wurde, Inn oder aus dem Saltzbronn führenn vnnd abweisenn, wie dann die vff beide wege albereit gefast ist.
Furter soll der zimmermann zustundt ann in dender kastenn, daraus Itzo das wilde wasser gepompt wirdet, einenn holtzernn trogk, gehebe Innsenckenn, darin die Pompenn tieffer, dann Itzo stehenn, vnnd das wilde wasser dester tieffer geöst werdenn könne, vnd das solchs bequemlich geschehe, So kann im nechstenn kastenn daruber mitler zeit darann gearbeit wirdet, das wilde waßer außgeöst werdenn, Zu dem Gewelbe soll es auch wohl vertembt, vnd vfs Gewelbe, gleich vornn am haupte, ein Lichtloch bis zutage vonn holtz oder steine gefurt werdenn, damit mann Jederzeit daselbst in Bodenn, aus vnd ein Inns
Das fünffte Buch. gewelbe kommenn könne, doch das solchs obenn verschlossenn seÿ, Darnach die quelle vnnd den siegk, so sich Itzo vnnter dem Bode, nach der kirchen zu aus dem Berge ereuget, Inn Rennenn zufassenn, dieselbenn verdeckt Inns gewelbe zum ausfluß zufuhren, Volgenndts die Gebeue aller wohl zufüllenn, vnnd mit guter erdenn zuuertemmenn1[?], vnnd den Bau vber den Saltzbronn vfzurichtenn, Aber vf der seittenn nach der Werra vnnd der Stadt zu vnnter dem tam, auch Rennenn zum wilden wasser gleich wie vor dem Berge her geschehenn ist, zulegenn, acht mann vonn vnnötenn, dann da kein sonnder wilt wasser oder annder gewesser sich ereuget that, Vnnd soll das tag wasser vmb den Saltzbronn her vf den gebeuenn gefast, vnnd in der zweÿergrabenn einenn, so durch die Bodenn gehenn, gefurt werdenn, Ob nun die gebeue, vf vnnd vmb den Saltzbronn mit steinenn geplastert, oder mit dielen beschossen werden sollenn, Des that man sich hernach zuuergleichen.
Das fünffte Buch. Darzu ist vor gut anngesehenn wordenn, das mann zu außösung der flut wasser, noch ein Renne obenn ans gewelbe lege, dieselbe zur zeit der fludt zugebrauch habenn, damit mann gleichwohl siedenn können, Darauff dann die Herrnn beiderseits solchs dem zimmermann als baldt muglich zufertigenn bevohlen, vnnd sollenn die Beamptenn zum Bodenn, vnd der Pfenner verordenntenn dabeÿ sein, vnnd vleißigk mit zusehenn, das solchs furderlich gefertiget werde Verabschiedt zum Bodenn den 20 Julij Ao.
Johann Schaffnit der Elter Thias Thoreÿ, Johann Schaffnit der Junger. Mitwochens den 22. Julij hat meister Hanns im oberstenn facht gegenn den adernn zum Barnn zu außgehauen,
Das fünffte Buch. vnnd ein thuer oder gang aus dem kastenn durch die alte wanndt fur die stöcke, so durch das mittelste faß geht, gemacht, dadurch mann Jederzeit zu den dreÿenn adernn vnnd stöckenn, kommenn vnnd mit zusehenn kann, Darnach die faßung zwerch vber, gegenn die dreÿ stocke Inngesatzt, hat acht Deuchlenn, vnntenn mit schwelenn, vnnd obenn mit Rinckhstenn1[?], vnd in der mitte vf beidenn seittenn verriegelt, oben vnd vnntenn mit starckenn Bolenn aus dem grunde so hoch solcher kast, oder kammer ist, vfeinannder zugesatzt, vnnd obenn im grunde mit groben steinen vnnd Kiesell vor den Bretternn beschut, darnach obenn zwerch vber mit starckenn holtzernn zugelegt, mit Moß verstopfft, vnnd darnach mit thonn vertempt, So hat der Meurer das gewelbe obenn beÿ dem vnnderstenn kastenn zugemauret, vnnd das Lichtloch dardurch obenaus mit steinenn gefurt, vnd seindt die zwo Rennenn eine vf den Bodenn des gewelbs
Julij zum sieg die Rennenn verdeckt, Inns gewelbe gelegt, vnnd zugemauret, Darnach zwischenn dem vnnterstenn kastenn vnd dem gewelbe, mit thon so hoch das gewelbe ist, wohl vertempt, darnebenn Inn den mittell neuenn kastenn oder kammernn fur den Röhrenn, so aus den dreÿenn stockenn gehenn, aus dem grunde mit grobenn Kies, bis ann die Rör gefult, darin vier kurtze Rörlein gesetzt, darin in Jeglicher ein Pflock gesteckt, das die Rörenn steiff stehenn bleibenn, darin das wasser aus dem grunde in die höhe steige, vnnd in den vndersten kastenn abfließe, obs nit gnug durch den grobenn Kies steigenn wolt, Nota:1[?] Der Rörenn zum abgannge des Saltzbrons.
Dieweil es aus dem grunde biß Inn die mitte der höhe gerings vmb den Saltzbronn mit thonn vertemmett, seindt die strebenn am alten eusserstenn fasse, abgethan vnnd heraus gezogenn,
Das fünffte Buch. Das Bleÿer Pfannenn soltenn zur Proba zugericht werdenn wie zu Lunenburgk, Ist berathschlagt, das noch zur zeit darin zusiedenn nit muglich, darumb, das der etlicher zur Proba soltenn zugericht werdenn, vergeblich, vnnd dieweil vlgemts1[?] Hochgedachter vnnser gnediger Junger Herr darauf verharrett, ist solchs annzurichtenn bevohlenn, aber die Beamptenn zum Boden, habenn der halbenn schrifftlich bericht gethann, wie volgt, Dem Erbarnn vnnd achtparnn Jost Beckernn Saltzgrevenn zum Bodenn, vnnserm gutenn freunde, Mein gantz willig diennst zuuor, Besonnder guter freundt, Euer schreibenn, betreffenn die zurüstung der Bleÿernn Pfannenn zum Saltzsiedenn vf die Luneburger art, hab ich enndtpfanngenn, vnnd darauff nit vnnderlassenn, daruonn mit dem Renndtmeister vnnd Saltzwartenn alhier allerleÿ vnnderrede vnnd bedennckenn gehabt, vnnd nach dem wir alle dreÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn bestes zuwerbenn, vnnd zuthun vnns pflichtigk vnnd
Zum erstenn ist euch ohnn zweiuell wohl wissentlich, dieweil die Saltzsohle zu Lunebürgk, da die Bleÿer Pfannenn gebraucht werdenn, die aller reicheste Sohle ist, so mann hierumb weis, nicht viel oder lanng siedenns bedarff, vnnd wann sie gar gesotten, nicht sonnderlich grossenn abganng hat, so bleibenn die Pfannenn beÿnahe voll, helt vnnd erleidett das Bleÿ die hitze desto bas, Wann aber Saltz sohle in Bleÿernn Pfannenn lannge gesottenn werdenn soll, vnnd wann sie gar wordenn, kaum das achte oder neundte theil |:
wie diese sohl alhie thut :| bleibt, Ist zubesorgenn, das Bleÿ könne die hitze, wann es vonn der feuchtung der Sohl enndtblosset, nit leidenn, vnnd werde verbrennenn, vnnd ob es gleich die hitze ertruege, wurde doch vonn der grosse solcher Pfannenn, gar ein klein theil, Jegenn der Luneberger Saltzmachung alhie vonn dieser Sohle, an Saltz gefallen, vonn einer Ingiessung oder vollen Pfannen,
Das fünffte Buch. Zum anndernn, solt mann dann alle mahl mit der Rohenn Saltzsohl Innzugiessenn nachvolgenn, so lannge bis die Pfann garer sohl voll wurde vnn1[?] Saltzmachenn, so wurde abermahls die zeit vnnd hitze der Bleÿernn Pfannenn zu lanng vnnd schwere, vnnd wurde fast den gebrauch vnnd vncostenn, so wir alhie albereit habenn gewerenn2[?], mit siedenn, Saltzmachenn, vnnd anndernn, wo es nit schwerer wurde.
Zum drittenn, vnnd ob mann es damit alhie versuchen vnnd probiren wolte, so ist doch alhie vnnsers erachtenns kein Bodermeister oder sonnst der eigenntlich die tieffe, weite vnnd art der Luneburger Bleÿernn Pfannenn gesöde, ofenn, vnnd vffsetzung, weis annzustellenn, viel weniger wie mann die Pfannen geusset vnnd macht.
Zum vierdtenn Will auch vonn nötenn sein zuwissen, ob mann auch einenn sonnderlichenn zusatz In die Bleÿernn Pfannenn brauche, das es wohl zu saltze gehe, dann mann zu den Eÿsernn Pfannenn, das
Vnnd wir achtenn es dauor, Wer es weitter dann zu Lunebürgk mit Bleÿernn Pfannenn zusiedenn, nützlichenn oder dienlichenn, Es wurdenns die vonn Hall vnnd Franckennhausen, die alle viell reicher Sohl habenn dann wir alhie zu Allenndorff, auch lanngst versucht vnnd gebraucht habenn, vnnd nicht die Eiserne Pfannenn wie Itzo habenn.
Damit aber vnnser gnediger furst vnnd herr nit[?] meine mann wolle gutenn rath nit volgenn, so wollenn wir gernn als viel wir verstehenn vnnd können darzu helffenn vnnd dienenn, vnnd achtenn vor das beste, das solch versuchenn oder Probewergk der Bleÿernn Pfannenn, durch einenn verstenndigenn der gelegennheit der Pfannenn, gesöde vnnd anders zu Lunebürgk weiste, vnnd könnte mann darzu einenn Luneburger Saltzknecht habenn, Wer vnsers erachtenns der beste, dennselbigenn herzubringenn, Wustenn wir dieser zeit her Johann
Das fünffte Buch. Norderkenn1[?], welcher auch dieses Saltzwercks gelegenheit weis, vnnd solchs beÿ dem Luneburgischenn Cantzlar oder anndernn freundenn am bestenn erlanngenn, vnnd zuwegenn bringenn, vnnd wan mann dann den habenn könte, das dann solch Probwerck zu Cassell oder sonnst an einem gelegenen orte, ausserhalb Allenndorff, anngestalt vnnd gemacht wurde, Konnte mann aber der Luneburgischenn Saltzknechte keinen bekommenn |:
dann mann lesset sie nit baldt anders wohin ziehenn :| So könnte doch der Norderk2[?] wohl bericht geben, vnd wir anndernn auch, als viel wir verstehen, darzu helffenn, vnnd solchs werck zu Cassell oder sonnst in einem gelegenenn hause, annzustellenn, vnnd wann es fertigk, vonn hie dann die Sohl zuwasser oder wagenn, als viel vonnötenn, dahin zuuerschaffen, vnnd zuuersuchenn, Ist es dann dienlich vnd Rathsamb, dieser Bodermeister einenn darzu zugebrauche, so woltenn wir mitler zeit, nach einem der verschwügenn wer, trachten.
Das fünffte Buch. dann mann diese sachenn der Bleÿernn Pfannenn anfiennge, das mann zuuor der Luneburger Saltzsohl, ein halbe mas alhier durch einenn geschicktenn Boder holenn liessenn, der alhanndt absehe vnnd achtung hette, wie sie das saltz daselbst machenn, vnd wie die Pfannenn, vnnd gesöde gemacht werenn, So könnte mann damit probiren, wie gut die Luneburger Sohl Jegenn der vnnsernn ist, vnnd das werck nach bericht des hingeschicktenn, desto bas annstellenn, dann so mann nicht ebenn die grösse vnd artt Jener Pfannenn vnnd siedenns weiß, So ist doch der vnkostenn Jenem nachzurechenn falsch, Das habenn wir also alle dreÿ vf euer schreibenn, für vnnser einfeltigs bedennckenn vnnd gut meinunge, weitter dasselbig wann es vonnötenn, vnnsern gnedigenn herrnn besser vnnd verstenndtlichen daruon zuberichtenn, dann wie es geschriebenn, zur wieder antwort nicht wollen verhalten, vnd seindt euch sonnst freundtlich zudienenn ganntz willigk, Datum Soden den 23 Februarij Anno 52.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Vincula Petri Inn der nebenn Renn, darin der siegk so vnnter Jorgenn Gilen Bodt herfleust Ins gewelbe, Ist ein ausganng gemacht, dem viertenn kastenn gleich vber dem vnnderstenn kastenn, also das mann im vierdtenn kastenn, alles was er1 Sÿhenn, vnnd durch solchenn abganng Ins gewelbe weisenn kann, Damit wann mann im vnnderstenn funfftenn kastenn etwas zubesehenn oder zumachenn hette, das mann solchs sonnder verhinderung des wassers trockenn thun möge, Aus dem Saltzbronn ist ein abganng in den vndersten kastenn mit einer Röhrenn gefurt, vnnd die Renne so zu Jart2[?] zum ausganngk in derselben höhe in anndernn fas gelegt, wieder beÿ gethann, vnnd das Loch am fasse darzu gemacht, verspondt.
Das fünffte Buch. Diese wochenn Laurentij halb gearbeit, hat sehr geregnet, gefült vnnd zugestembt, Item die gerenne gefertiget, Inn diesenn gebeuenn hat mann auch klar vnnd eigenntlich scheinbarlich befundenn, das die eltesten ganntz nieder vnnd vfs aller nechste beÿ den Saltzadernn mit den Bodenn vnnd gesödenn bliebenn sein, aber darnach ist mann als höher fur vnnd fur gestiegenn, vnnd Sohl vnnd wiltwasser Inn die höhe zusteigenn zwingenn wollenn, das dann nit geringenn schadenn gemacht hat, vnnd were noch nutzlich vnnd gut, das die Bode vfs niederste stundenn, vnnd nitt Inn die höhe gebauet wurdenn, Dieweil mann aber doch die Sohl nunmehr hoch gnug bringe kann, das dann die altenn zuthun nit gewust habenn, hats nunmehr kein gefahr oder noth, Diese obbeschriebene gebeue habenn gewerth, vnnd seindt geschehenn In den zweÿenn Jarenn 1550.
6½ heller, Ohne das was vortheils vonn wegenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn, ann Holtz, diennstfuhre, vnnd annderst darzu gebraucht worden ist, wirdt auch noch mehr darauf gehenn, die abgebrochenn Bodenn vmb den Saltzbronn wieder vfzurichtenn, vnnd zubauenn, vnnd sonnst alle andere notwenndige beuwe auszufurenn vnnd vollent zufertigenn, wie das volgennt Jar mit der zeitt geschehenn soll, Actum et signatum Bodenn den 20 Octobris Anno 51.
Anno 54. den letztenn Aprilis hat vnnser gnediger furst vnnd herr Lanndtgraue Philips zu Hessen Graue zu Catzennelnbogenn, Vff vnnderthenigs bitlichs annsuchenn in verhanndtlung der erstorbtenn neuenn dreÿssigk werenden Location gemeinenn Pfennernn die Helffte obberurts Baugeldts, so Ihnen zubezahlenn geburt hette, vonn den vorigenn biß vf diß 54. Jars Exclusiuè, aus
Das fünffte Buch. sonnderenn gnadenn nachgelassenn, daruor der ausschos gemeiner Pfenner Hochgedachtenn vnnserm gnedigen furstenn vnnd herrnn in aller vnnderthenigkeitt hohe vnnd grosse dannksagung gethann habenn, Signatum Allenndorff ann der Werra den 22 Maij Anno 54.
Justus Pistoris sst. Abfertigung vnnd Vergleichung des Zimmermanns vnd Werckmeisters. Wiewohl Meister Hanns Wetzell der zimmermann, so den Saltzbronn vf verordenung vnnd Beuelch der Bauwherrnn, gefast, vnnd gemacht, zimblich wohl vnterhaltenn, vnnd Jede wochenn annderthalben guldenn vor kost vnnd lohnn, laut derenn wochennrechnung gehabt vnnd vfgehabenn hat, damitt es dennach mit willenn mit Ime gehaltenn, Habenn die verordenntenn Bauwherrnn Ime die wochen eine mahlzeit oder zwo darzu mit geniessen lassen, vnnd darnach zu verehrung gebenn, wie aus nach
Ich Hanns Wetzell zimmermann, thue kundt hieran offenntlich gein allermenniglich bekennende, als Ich diese nehistverschienen zweÿ Jare, am Saltzbronn alhier zum Bodenn gearbeitt, vnnd den vonn neuenn gefast habe, Derwegenn die verordenntenn Bauwherrnn, vnd Saltzgrebenn, mir wochenntlich mein taglohnn, das sie mit mir vberkommenn seindt, gutlich habenn ausrichtenn vnnd bezahlenn lassenn, vnnd Ich dann zuuor daruber zu meiner vnnderhaltung, Nemlich Siebennthalbenn thaler, vnnd zwanntzigk Neun guldenn vfgenommenn, Welche sie mir zu verehrung habenn nachgebenn, vnnd darzu noch zwanntzigk funff guldenn, vnnd vier guldenn vor ein kleidt, mir Itzo bar vber zu enndtlicher
vier Pfennig tregt, der ich aller genntzlich vergnugtt vnnd bezahlt bin, Darumb so sage Ich fur mich vnnd alle meine erbenn, den Durchleuchtigenn Hochgebornnen furstenn vnnd herrnn, hern Philipsenn Lanndtgrauenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn, meinem gnedigenn fursten vnnd herrnn, sfgl.1[?] verordennte Bauwherrnn vnnd Beamptenn zum Bodenn, desgleichenn gemeine Pfenner vnnd Ire verordennte Saltzgreuenn solcher arbeit, meiner verdienntenn Besoldung, verehrung vnd annders halbenn, hiemit quidt, ledigk, vnd los, Gerede vnnd gelobe derwegenn, ann Hochgedachtenn meinenn gnedigenn furstenn vnnd herrnn, gemeine Pfenner, vnnd die Ihrenn, kein weitter annsprache noch forderung zuhabenn, Inn ganntz keine weise, vnnd will auch alles was Ich in selbenn Bau gesehenn vnnd erfahrenn habe, bis in meine grube verhelenn vnnd verschweigenn, vnd
Unsichere Lesungen
Z. 10: sfgl. — Abkürzung, seiner fürstlichen gnaden
Das fünffte Buch. dauonn nichts vermeldenn, auch ohnn Ir f. gl. vorwissenn, Inn oder ausserhalb Lanndes keinen Saltzbronn bauenn oder furnehmenn, alles sonnder geuerdt, vnnd des in vrkundt, Hab ich die Erbarnn vnnd wolweisenn herrnn Schultheis, Bürgermeister vnnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, Ire ampts vnnd Stadt Siegell, vor mich hier vf diesenn brieff zuthun truckenn, mit vleis erbettenn, Welchs wir Schultheis, Burgermeister vnnd Rath also vmb beschehener bitt willen gethann, doch vnns vnnd gemeiner Stadt ohn schadenn, Gebenn vnnd geschehenn zum Bodenn, den 271[?] Nouembris Anno 51.
Vnnd damit gedachter zimmermann bis zu erledigung Hochgedachts vnnsers gnedigenn furstenn vnd herrnn Im Lannde bleibe, vnnd diesem Saltzwergk zu nachteil kein annders oder neue Saltzwergk vfm Eichsfelde Creutzburgk, oder sonnst vmbs Furstennthumb Hessenn, vnnd denn darzuge
zu nachteil gebrauchenn lasse, Habenn wir die der zeit gewesenn Saltzgreuenn gedachtenn Meister Hannsenn, beÿ vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn Stadthalter vnd Räthen zue Cassell nachuerzeichnete bestallung erlanngt, die auch Ihnenn solchs habenn gefallenn lassenn, vnnd darmit versehenn wie volgtt.
Meister Hannsenn Wetzeln des zimmermans zum Bodenn bestellung. Wir Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell Bekennenn, als Meister Hanns Wetzell zimmermann etliche verlauffenn Jare zum Bodenn gearbeitt, vnnd in sonnderheit in dem nechstuerschienenn 50.
vnnd diesem 51. Jar den Saltzbronn daselbst vonn newem gefast, vnnd erbawenn helffenn, deswegenn er dann Innhalt seiner vbergebenn Quitanntz mit seinem verdienntenn Lohne, vnnd
Das fünffte Buch. verehrung abgefertiget vnnd versehenn wordenn, Damit er dann in vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrenn zu Hessenn, Grauenn zu Catzennelnbogenn diennst bleibe, So ist [übergeschrieben:
er] vonn wegenn sfgl.1 bestelltt, in allenn sachenn, so Jme bewust, vnnd sfgl. nutzlich sein, vffm Saltzwergk allenn Bergkwerckenn im Lannde Molenn, vnnd anndernn bewenn, Wes er des verstanndt hat, sich gutwillig vnnd vleissigk, vnweigerlich brauchenn zulassenn, vnnd vff erforderung seiner f.
gl. darunter geordennte beuelchhaber am Jedem ort, nach allem seinem höchstenn verstannde zum bestenn annweisung zuthun, vnnd zurathenn helffenn, doch das er zu volnfuhrung der gebew am Saltzwerck diß nechstkunfftige 52.
Jar daselbst wonenn bleibe, vnnd solchs vfrichtenn helffe, auch sonnst Irenn f. gl. trew, holdt, gehorsam vnnd gewertig sein soll, Inmassenn ein trewer diener seinem herrenn zuthun schuldigk ist, vnnd er solchs gelobt, vnnd seinenn Reuers brieff dar
Das fünffte Buch. vber gebenn hat, Dargegenn soll Jm Jedes Jars aus den Bodenn 15 fl. Muntz, vnnd vier virtell kornns aus der Molenn daselbst gegebenn werdenn, Darzu ein kleidt zu hoffe des Jars, vnnd damit der gezimmertenn Öfenn halbenn kein verdacht vf Jme erwachsse, So soll er Jedes Jars dauor, dieweil er zum Bodenn ist, zweÿ achtteil saltz habenn, vnnd da er sonnst ann anndernn orttenn, Hochgedachtenn vnnserm gnedigenn Herrenn ann newenn grossenn bewenn arbeitenn wurde, vor die gezimmertenn Öfenn zweÿ virtell kornns habenn, vnnd soll Jme ann denenn ortenn, vf sfgl.
Vnnd des zu vrkundt vnnder Hochgedachtes vnnsers gnedigenn fursten vnd Herrenn zu Hessenn hieruf getrucktenn Secret Gebenn zu Cassell den letztenn tage Nouembris Anno 51.
Das fünffte Buch. Vermahnung zur dancksagung fur die Gottes gabe des new erbawetenn Saltzbronns zum Bodenn alhie fur Allenndorff an der Werra Anno Domini 1550.
Sitemahl vnns das Heilig wort Gottes so offt vnnd ernnstlich vermahnet, das wir Gott vnnserm liebenn herrenn vnnd vattern fur alle seine gabenn, vnnd gnade sollenn danngkbar sein, wie im 147.
Psalm vermeldet, Lobet den herrenn, denn vnnsern Gott lobenn, ist ein köstlich ding, Solch lob ist lieblich vnnd schönn, vnnd der Apostell, Seidt danckbar in allenn dingenn, So wollenn wir auch Jtzt vor diese gabe des Bronnenns, Gott vnnserm Himlischenn vatter preisenn, vnnd damit wir seiner gabenn erinnert, zulobenn vnnd danckenn anngereitzt werdenn, So wollenn wir fur vns nehmenn, die wortte des 104. Psalmens, vnnd
Das fünffte Buch. lautenn also, Du lest Bronnenn quellenn in den Grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, das alle thiere vf dem felde trinckenn, vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, ann denselbigenn wohnenn die Vogell des himmels, vnd singenn vnnder dem zweÿgenn.
Als der Prophet in diesem Psal. erzehlet allerleÿ wolthat, so Gott dem mennschenn gebenn hatt, vnd dannckt im dafur, erzehlet er diese gutthat auch vnd spricht.
Du lessest Bronnenn quellenn in den grundenn, das die wasser zwischenn den Bergenn dahin gehenn, alß wolt er sagenn, das thustu auch vnns zu nutze vnnd gute, das du allennthalbenn, wo mennschen wonenn, lessest Bronnenn quellenn, in der gantz weittenn welt, hie vnnd da, vf das sie mit wasser allennthalbenn versehenn sein.
Das fünffte Buch. benn muß, vnnd daselbst kein mennsch oder viehe liegenn, wonenn, oder bleibenn mugenn, Wo aber wasser ist, da grunet es, da wächßet es, Ist das Erdtreich fruchtbar, vnnd bringt alles zu vffendthalt dieses lebenns, Da siehet mann wie die mennschenn ann die grossenn wasserfluß gebawet, vnnd sich gesetzt habenn, in Stedtenn vnnd dorffenn, vnnd wo sie nicht am wasserflußenn sitzenn, dennoch ann die Bronnquellenn Ire wohnung vnnd heuser gesetzt habenn, da schepfft mann dann vnnd holett zu allerleÿ notturfft, zu waschenn, zu badenn, vnd allerleÿ zureÿnigung, zu mahlenn[?]1, zu backenn, zu brawenn, zu kochenn, Will geschweigenn, wie vielerleÿ art der fische das brauchenn kann, vnd wer kann nun das alles erzehlenn, so vnns Gott zu nutze thut, durch das Element des wassers, nicht allein vnns mennschenn, sonnder auch allem gethier, wie der Psalm weitter spricht, Das alle thiere vf dem felde trinckenn, Die werdenn auch begabet, mit Ires Schöpffers guete, vnnd mitt
Das fünffte Buch. trinckenn die volle begabet, Wo kömpt nun das alles, vnnd vmb wes willenn thut es Gott, alles vmb des mennschenn willenn, das er auch vonn den thierenn, vber das so das Erdtreich tregt zuessen, vnnd seinenn hunger zubussenn habe, auch das er sonnst der gethiere brauche, vnnd im dienenn lassen, Da bawet er seinenn acker mit, da fuhret er sein kornn ein, da fehret er vonn einem ortte zum anndernn, Ist also das viehe des mennschenn knecht, Darumb denn Gott das viehe geschaffenn, mit trinckenn vnnd essenn versehenn hat, wie der Prophet spricht, das alle thiere vff dem feldt trinckenn, Wiewohl nun Gott dem mennschenn anfennglich auch den tranck des wassers gebenn hatt, vnnd zu vffenndthalt dieses lebenns gnugsamb were, wie dann Adam vnnd anndere Patriarchenn in aller welt vonn souiel tausenndt mennschenn, von keinem anndernn tranck gewust, vnnd dessenn sich genugenn habenn lassenn, So hat
Das fünffte Buch. vnns doch Gott vber den gemeinenn tranck des wassers, auch bessernn, Edtlernn, vnnd dem leibe gesundernn tranck des weines, beschert, vnnd gebenn, vnd darzu ann den orttenn, da kein weinwachs ist, aus dem wasser wohlgeschmacktenn getranck, des Bier brawenn, vnnd machenn lassenn, vnnd soltenn hierinne vernunfftige sein, denn die vnvernunfftige thiere die vber Irenn durst nit trinckenn, vnnd soltenn billich den almechtigenn in solchem erkennenn, vnnd darfur lobenn, dannckenn, vnnd nit so vermessiglichenn sauffenn vnd schwelgenn, Volgt Weitter Vnnd die wildenn thiere Irenn durst leschenn, auch sagt er, die thiere, der viele so gar weit, vnnd den mennschenn zu keinem gebrauchenn kommen, weder Jnn die kuchenn, noch zu keiner feldt oder hausarbeit, dennoch vonn Gott auch gespeiset vnnd getrencket wordenn, denn Gott lest
Jnenn das wasser fliessenn, aus den Bronnenn fernn vonn den Leuthenn, in geholtze vnnd gebirgenn, vff das das wilt auch des liebenn Vatters gutigkeitt mögenn geniessenn, Wie Dauidt ann einem anndern ort sagtt.
Aller augenn wartten auff dich herr Also auch, die vogell in der Lufft, Wie er weitter spricht, ann dennselbenn Bronnenn quellenn vnnd flüssenn wonenn die vogell, vnnd singenn vnter den zweigenn, das ist seint frölich vnnd lustigk, singen für das essenn vnnd trinckenn, ein frölich gesanng vnnd liedt, vnnd lobenn Jrenn Schepffer vnnd ernehrer, Summa es ist alles danckbar dem herrn, das viehe vf dem felde, die vogell vnter dem Himmell, Soltenn wir mennschenn nit viel mehr Gottes gabenn erkennenn, vnnd darfür danckbar sein, Darumb so wollenn wir mit dem heiligenn Prophetenn vnnd anndernn gleubigenn mennschenn, auch diesenn Psalmenn vnns der wolthat Gottes erjnnernn, vnnd darfür Gott lobenn.
vnnd preisenn, vnnd sagenn, Du lessest Bronnen quellenn, Dann welcher Konig oder Keiser hat die Kunst, das er seinem Volcke Bronnen gebe, so es vonnötenn were, aber du, du ewiger Gott, du lessest Bronnenn quellenn, es ist dein werck, Wir lesen, das er auch wohl hat Bronnenn gebenn, vnnd wasser lauffenn lassenn, aus hartenn felssenn, wie er den Kindernn Jsraël in der Wüstenn Wasser gab, Jtem da Konige Judith vnnd Jsmael zufelde lagenn, wieder den Konig Edem, vnnd grossenn mangel hattenn ann wasser, vnnd all viehe, vnnd alle verderbenn hettenn müssenn, gab Jne Gott wasser aus fürbit des Heiligenn Prophetenn Elisei, wie wir lesenn, 4.
Rege. 3: Welches alles sein grosse wercke seine gewaldt vnnd güete zuerzeigen[?]1 Nun habenn wir aber dieses orts, eine besonndere gabe eines Bronnes als nemblich der Saltzbronn, für den wir fürnemblich vnnd insonnderheit dem Herrnn danckenn, vnnd ein te Deum laudamus singenn sollenn, vonn wegenn des nutzbarkeitt.
so aus demselbigenn der liebe Gott so lannge gebenn, vnnd noch alle tage gibet, dann rechenn du, Wieviel tausenndt haußvetter mit allenn Jrenn Kindernn vnnd gesinde hat wohl der liebe Vatter souiel hundert Jar daher begabet, ernehret, erhalttenn, gespeiset, getrencket, gekleidet, aus dieser gabe des Bronnens, vnnd wieuiel habenn noch heutigs tags Jrenn vffennthalt, vnnd narung vom Bronnenn, mit alle Jrem Haußgesinde, Der mit Saltz machenn, dieser mit abführenn, vnnd wegkbringenn, Jener mit Holtz zu zuführenn, Holtz zu hauwenn, Wellenn zubindenn, Will geschweigenn der schmiede, die Jmmer ann den Pfannen zumachenn, vnnd zu lappenn habenn, Zimmerleute vnnd viel anndere arbeitsleute vnd taglöhner, welche mann teglich habenn muß, vnd allesampt Jre gewerbe darbey treibenn, Jrenn nutz suchenn, vnnd Jhr brodt verdienenn, solt mann dann nit Gott darfür lobenn vnnd erkennenn, das er vnns vnser teglich brodt also bescheren muß,
Vielmehr aber sollenn die Jenigenn Gott danncken, die die Pfanntheile vnnd Erbe habenn ann solcher gabe, denenn souiel leute mit Jrer arbeit dienen, vnnd sie ohn alle mühe solchs aus des gütigen Vatters hanndt emtpfahenn, Ja sage Jch, die sollen sonnderlich vor anndernn Gott für die Gabe preisenn, vnnd auch des nechstenn nit vergessenn, mitzutheilenn, Was Jhnenn Gott bescheret, wie dann auch der brauch gewesenn, vf einen sonderlichenn tagk ein almusenn bey dem Bronnen allenn armenn leutenn, außzutheilenn, Wie dann auch mitgetheilt wirdt, alle Jar ein Fürstlich almosenn, armenn Pfarherrnn, Studenten, Jungfrauwenn so zur ehe greiffenn, vnd auch sonst armenn leutenn, Ja sage Jch, das ist wohlgethan, das mann mit wortenn vnnd werckenn vns sollenn dannckbar Jegenn vnserm woltheter erzeigenn vnnd erkennenn, dann vonn welchem wir solchs vnnd alles annder habenn, vnnd wo wir auch solchs nit thetenn, vnnd allein
vnsernn pracht, hoffart, vnnd geitz, schwelgen, vnnd prassenn treibenn, wie leider in etzlichenn der böse brauch vnnd vergeß Gottes ist, könnte vnd wurde auch der liebe Gott vnns der mahl eins, solche gabe schmeler machenn, Jne auch wohl gar enndtziehenn, denn denckt nit, ob es wohl ein lannge zeit gestanndenn, das darumb altzeit so stehenn müsse, dann singet vnns der Prophet ein annder liedt, vonn der die Beche zu Wüsten macht, vnnd die wasserquellenn lest versiegenn, setzt ein fruchtbar Lanndt in ein vnfruchtbars vmb der boßheit willenn, derenn die darinnen wohnenn Psal 107,1 wie offt ist das geschehenn, das Gott Stedte vnnd dorffer hatt gar lassenn vergehenn, vnnd ann anndernn ortten, anndere wieder lassenn vfgehenn, Bronnenn vnnd wasser versiegenn, vnnd ann anndernn orten wieder lassenn quellenn, wie wir das auch finden beim Stabone in seinem erstenn vnnd letztenn buche seiner Geographei, Jtem die Heilige schrifft gedenckt des Bronnens zu Jericho, Wie
der verdorbenn, vnnd verlestert ist, vonn wegenn der sünde der Jnnwohner, vnnd wiederumb durch gebete des gleubigenn Helisei, vnnd annderer Gottes Kinder, gesundt süsse vnnd heilsamb gemacht ist, das sie sichs kunttenn gebrauchenn, kochen vnnd trinckenn, der für der zeit, weder mensch[?]1 noch viehe nütze war, Darumb solchs zuuerhutenn, sollenn wir wie fromme Gotteskinder, Gott in seinenn gabenn erkennenn, darfür danckenn, für sundenn vnns hutenn, Gott lobenn, vnsers armenn nehistenn nit vergessenn, vnnd vns also stellenn, das Gott nit mitt vnns zürne, dann sehet vor augenn Wann Gott die hanndt abzeucht, wie balde alle arbeitt verlorenn werenn, er könntte die Saltzadern sich verlierenn lassenn, oder stopffenn, er könte wiltwasser mit solcher weise quellenn lassenn, das mann es nit könntte gesonndernn, es könte durch Bauleute, den Bronnenn verderbenn lassenn werdenn, vnnd was soll mann viel
sagenn, da steht es im Psal, das er vmb der leute boßheit willenn, die hanndt kann vnnd will abziehenn, ein fruchtbar Lanndt in ein fruchtbars zusetzenn, Ja sprechenn etliche, dieweil du dann sagest, das mann Gott dannckenn soll, Warumb hat mann die weise lassenn abgehenn, das mann vf einenn besonnder, als S:
Bonifacij Gott lobet vnnd spennde gabe, das Sacrament vff den Bronnenn truge, vnnd alle Pfarher, Schueler vnnd Volck, Anntwort, Es ist Ja dieselbe weise abganngenn, so im Pabstumb breuchlich gewesen, aber was ist das, das mann das Heilige Sacrament zu dem Bronnenn truge, meinenn wir denn das das dem Herrnn Christo so wohlgefalle, vnnd nit besser gefallenn, das wirs essenn vnnd trinckenn, zu sterck vnsers betrubtenn gewissenns, vnnd sagenn dem Herrnn danck für sein bitter leidenn, wie die erste vnnd elteste Kirche gethan hatt, das möchte mann thun, das wir vns vmb denn Bronnenn versambletenn, vnnd daselbst
dem Herrnn ein Te Deum, oder annder liedt sungen[?]1, vnnd im danckenn, aber was manngels haben wir darann, so in vnsernn Kirchenn, so offt wir zum Gottes Tische zusammenn kommen, so offt du zum Bronnenn kommest, oder auch daheim im hause Gott dannckenn, wann wir essenn oder trinckenn, gelt oder Saltz vfgebenn, das Saltzfas vf den tisch bey der Kost setzenn, Jtem wann du deine Saltzgennse gemacht, vnnd vmb die Pfann daher stehenn siehest, das du dann sprechest oder dechtest, O Gott Himlischer Vatter, Jch dancke dir vnnd preise dich vmb deine gabe, Das wurde ohn zweiuell Gott wohl gefallenn, vnnd hettest also nit allein einenn tage im Jare, sonder alle tage vnnd vielerley das dich annreitzet, vnnd vermanet, Gott zudannckenn, vnnd köntest mit dem Prophetenn sprechenn, Jch will den Herrnn lobenn allezeit, sein lob soll Jmmerdar in meinem munde sein, hettest also vhrsach gnug Gott vonn hertzenn vor seine gabenn zu loben
Das fünffte Buch. vnnd danckenn, Nit aber alleine sollen wir annderenn die wir kein Pfanntheil habenn, oder auch durch vnnser arbeit dauonn etwas gewinnenn Gott lobenn, sonndernn auch alle mennschenn, die des Saltzes gebrauchenn, denn es ist denenn zu nutz auch gebenn, denn dencke in doch nach, was fur nutzbarkeit wir alle davonn habenn, vnnd wie not es sey, vnnd wie das gemeine sprichwort laut, So ist Saltz die beste würtze, vnnd kann sein viel vbeler enndtberenn, in vnnserm kuchenn, denn des Zuckers oder Pfeffers, Welche kost wolt vnns doch schmeckenn, wie köndtenn wir sein enntperen zur haushaltunge, vnnser fleisch, fische, Butter, kese einzusaltzenn, vnnd zum vorrath vber[?]wartenn, Wie wolte mann gesinde, arbeits leute speisenn, vnnd settigenn, Wie könnt ein landt mehr dem anndernn zutreibenn, zu furenn, vnnd holenn lassenn, So viel fische, vnnd fleisch, Hering, vnnd anndere gesaltzene Speise, souiel Butter
Das fünffte Buch. vnnd kese könnenn wir in vnnserm Lannde nicht machenn, das wir vnns kündtenn behelffenn, Wo mann vnns aus anndernn Lanndenn nit mehr zufuret, Was wolt dann vor ein theurung vnd manngell volgenn, wo vnns solches saltzes halben wurde fehlenn, Ja was wurde in diesem vnnd anndernn Lanndenn werdenn, so mann kein fleisch wilt oder zam, kein fische, kein butter, kein kese machenn kündte, Saltzes manngell halbenn, muste es doch alles verderbenn, stinckent vnnd modicht werdenn, vnnd vnns zu keinem nutze kommenn, Mustenn vns der wurtzell vnnd grases behelffenn wie das viehe, soltenn wir vnns des hartenn vnnseligenn hungers erwehrenn, Wo nit der liebe Gott, diese Edtle Creatur des Saltzes darzu gebenn, vnnd erschaffenn hette, das dem mennschenn dadurch seine speise geweret, vnnd nutze gemacht wurde, Wie mannche Stadt liede auch grosse not, so in
Das fünffte Buch. kriegsleufftenn sich der gesaltzene speise behelffen muß, Was solt ich sagenn, das mannch kranck mennsche vonn gelust wegenn begert, vonn einem gesaltzenn fische oder fleische zuessenn, vnd bekömpt Ime auch wohl zu seiner gesundtheit, vnnd wer kann doch alle nutzbarkeit vnnd notturfft des Saltzes erzehlenn, so der himlische vatter zur speise, zur ertzney, vnnd sonnst zu vielerley brauch das saltz geschaffenn hatt.
Darumb ist es billich, das alle mennschenn zu sampt vnns Gott fur seine gabenn danckenn, vnd darann gedenckenn, wie der liebe vatter fur vns sorget, wol thut vnnd gebe allerley gabe, dauon die mennschenn erhaltenn, vnnd erfreuet werdenn, nit alleine die Saltzbronnenn, sonndernn auch die Saurbronnenn, die Warme Bronnen, vonn farbenn vnnd geschmack manncherley, welches alles des Werckmeisters oder Schöpffers weißheit vnnd güte thut annzeigenn, das
104. Nun ist noch ein annder Bornn, vonn dem auch zusagenn ehe wir beschliessenn, welchenn vns der liebe Gott auch gebenn hat, Jegenn welchenn alle Saltzbronnenn, Saurbronnenn, Warme bronnenn, sampt allenn Bronnenn in der weitenn welt, alle silber vnnd Golt Bergkwergken, sampt allenn Reichthumen vnnd schetzenn vff erdenn, nichts seindt, vnnd werenn warlich arm vnnd durfftig, so wir den Bronn nit hetten, aber nu wir den habenn, seindt wir reich vnnd seligk, vnnd werdenn in der Heyligenn schrifft, vonn dem heiligenn Geiste darzu vermanett, das wir dem Herrenn dafur danckenn sollenn, als im Psal.
Das fünffte Buch. versamblungenn zu Gottes diennst, lobenn, singk1[?] vnnd sagenn soll, Es ist ein Geistlicher Bronn, welcher nit einer geselschafft oder einer Stadt gebenn ist, Besonnder allenn gleubigenn, so weit die welt ist, Er bringt auch nit mit sich zeitliche güeter, sonnder ewige güeter, im ewigenn lebenn, dauonn hat der Prophet Zacha:
am 13. gar herlich geprediget zu der zeit |: vernim des Neuenn Testaments :| wurde das haus Dauidt, vnnd die Burger zu Jerusalem, einenn freyenn offenenn bronnenn haben, wieder die Sunde vnnd vnreinigkeit, Was ist doch das fur ein bronn, der zu Jherusalem quellen wurde, vnnd abwaschenn alle vnreynigkeitt vnd sunde, Das muß Ja ein köstlich vnnd Edell wasser sein, das da abwescht alle sunde vnnd geistliche vnreinigkeit des hertzenns, das so suß vnnd gesundt ist, zu trinckenn, zu labenn, zu sterckenn, vnnd bekrefftigenn den Innerlichenn mennschenn, Ja
Das fünffte Buch. das seindt die wasser des heiligenn Geistes, die da nit verschrenckt oder verschlossenn stehenn, wie im altenn Testament, das hanndtfaß Mose, oder hernach das Mehr, das der König Salomo machl1[?] ließ, sich darin zu waschenn, vnnd reinigenn alleine den Priesternn, sonnder ein freyenn offenen Bronnenn, darin sich reich vnnd arm, Jung vnnd alt, allezeit zutrinckenn, labenn, kuelenn, reynigenn vnnd artzneyenn habenn, Item der Prophet Esai:
hat auch dauonn geweissaget, am 12. Capi: da er auch vonn der zeit des neuen Testaments sagt vnnd spricht vnnder anndern, Ir werdet mit freudenn wasser schöpffenn, aus dem heilbronnenn, Siehe, hie heist der Prophet die wasser des heiligenn Geistes, Heilbronnenn, darumb das sie alles heile, hulff, vnnd trost bringen, Ja die ewige freude vnnd seligkeit allenn gleubigenn, vnnd seindt die theurenn wortte vnnd zusagung Christi, die Heilige Tauffe, der Heilige
Das fünffte Buch. Geist, so vnns gegebenn wirdt, das ist das schöne reine lauttere wasser, das gesunde wasser, das heilige wasser, welchs vnns nit eintzelig, sonndernn vns vffs aller reicheste gegebenn ist, Daraus vnns vnnd anndernn zuschepffenn, zuholenn, vnd zu badenn, Denn spricht Esa:
werdet ihr mitt freudenn schepffenn, vnnd singenn, da werdett ihr rechte lehre, geweisenn trost, vnnd volkommene abwaschung aller euer sunde habenn, also das ihr Gott darfur nit gnugsamb gedannckenn küntet, Also sagt auch der Herr Christus zum weibe bey dem Bronnenn der Stadt Sichar:
Jo: 4. Weib wer dieses wassers trinckenn wirdt, das ich Ime gebe, den wirdt ewiglich nit durstenn, sonndern das wasser das ich im gebenn werde, das wirdt in Ime ein bron des wassers werdenn, das in das ewige leben quillet.
Sehet das ist der heilbronn, oder Bronn Israel, der das ewige lebenn bringt, vnnd ist nit auszuscheffffen1[?], denn wir so herlich vermanet werdenn vom Heiligen
Das fünffte Buch. Geist darfur zudanckenn, Darumb so last insonnderheit vnnd fur allenn dingenn, fur diesenn reichenn ewig quellenten heilsamen bronnenn, Gott höchlich vnnd vom hertzen danckenn, fur sein Heiliges wort, dadurch wir bekert, vnnd zum Christenn glaubenn kommen seindt, fur sein Herliche tauffe, darin wir so reine gewasch1[?] vnnd gebat sein, fur die Gabe des Heiligenn Geists, der vnns bey rechtem glaubenn erhelt, sterckett, tröstet, lobet, vnnd artzet, das wir volle gnüge habenn, vnnd mit dem Heiligenn Prophetenn Dauidt aus dem 23.
Psal singenn, Er lest mich weiden, da viel graß stehet, vnnd führet mich zum wasser das mich erkuelet, Demselbigenn vnnserm liebenn vatter vnnd Gott, sey nun vor diese vnnd alle seine veterliche gabenn, damit er vnns teglich ann leib vnnd seele so reichlich begabet, lob ehr vnnd danck gesagt, vonn nun ann bis in Ewigkeit, Amen.
Der Erst Appendix. Zimmermann. Meurer, ist auch Wegemeister, Kleÿber Meister. Achtell. Gehörenn — 8 vff ein Pfann saltz, Ist eines souiel als — 2 Marpurger Muth.
Ein Malter aschenn wiegen In die — 188 lb. Abzehlenn. Geschicht allenn Montagk in beÿsein der Saltzgrevenn vnnd Beamptenn, sein die zeichenn der klaffter Holtz, was der Holtzvogt die wochenn vber den Bödernn verkaufft.
Abzahl Register. Darin wirdet die zahl der verkaufftenn klaffternn, allenn Montagk nach dem abzehlenn geschriebenn, dero heltet der Holtzvogt eins, vnnd der Pfarher Mhenanus1 auch eins.
Der Erst Appendix. Bompenn. Sein kupffernn Rörenn, hat mann zwo im Saltzbronnenn, Ist Jede — 5½ Zoll weit, vnnd — 2 im wasserschacht, Ist Jede — 8 Zoll weit, damitt wirdet die Sohl vnnd das wiltwasser zugleich gelanngt, außgehalttenn vnnd abgeöst, Bompegeldt.
Der Erst Appendix. Baisse. Ist die Materia, so Jedenn Sonnabenndt auß dem Gesöde gelanngt wirdt, [Einfügezeichen F] zurschlegt mann, vnnd lessets in der Sohl wieder zergehenn, vnnd dardurch wirdt die Sohle zum siedenn gesterckt, vnnd verbessert, Bortteisenn.
Ist ein stuck eisenn so breit wie ein Blech, das hengt mann ann die Pfannenn, Wann mann die Sohle, so in den trogenn gestanndenn, Inn die Pfann geust, darmit die Bortte ann den Pfannenn dadurch nitt beschediget werdenn, derenn muß mann zu Jeder Pfann vff Jede seitte, eines habenn, Beisshamer.
Der Erst Appendix. Bodt habenn, das zufegenn, vnnd das Versaltz zusammenn zukerenn, Blut. Vom Rindernn muß mann zu einer Pfann, aldieweil die weret, vngeuehrlich vor — ½ achtell saltz habenn, Wirdet gebraucht, wann mann die Pfan vfsetzt, das sie darmit bestrichenn, vnnd Jungtbrenndt wirdet, vnnd darnach wann die pfannen alt wordenn, vnnd außgehenn, müssenn alle dreÿ wochenn, die nethe mit bestrichenn werdenn, Wirdet in gemein farbe gemelt, Berleff1.
Gehörenn beÿ Jede Pfannenn — 2. giltet eine — 2 d. braucht mann beÿ der Schauffelnn, Wenn man die Gennse fenngt, dieselbenn werdenn darmit beschlagenn, vnnd gefertiget. Besoldung.
Der Erst Appendix. Belege. Ist das Jenige, so ann den beidenn seittenn vf der Wanndt ann die Pfann gelegt werdenn von schloter, darmit die Pfannbeume nit verbrennenn, Darwieder werdenn die Saltzgennse gesetzt vnnd gedörret.
Belegstein. Muß mann vf Jeder seittenn — 4 habenn liegen vf dem Gesöde, vnnd vnter den nethenn der Pfann, darauf ruhenn die Pfannenn, das sie nicht schaden nimpt, Böcke.
Bauholtz. Wirdet etwo ein theils am Seulingswaldt, das andere am Wolffesberge gehawenn, Vom Seulingswaldt gibt mann vonn einem gantz Bodt, zu fuhrlohn biß Inn die Bodenn, ———— 16 fl.
Buchenn holtz. Giltet Ein klaffter ———— j thaler. Busse ann Saltzpfannen. So offt der Böder ann der altenn Pfann lest buessenn, herr dem Schmiede vonn Jedem nagell, so er Innschlegt — j hlr gebenn, kann vf ein pfann vnngefehrlich 4. 5. oder 6 fl. lauffenn, vonn ein
Der Erst Appendix. haffenn — 4 hlr, darann gehörenn 4 negell, sein auch — 4 hlr, den Lappenn bezahlt mann nach der gröste vnnd kleine, Nemblich ein ganntz bladt, vor — 2 alb.
fl. vnnd herrnn gar, ohne wenn Burger die Holtzordnung gebrochenn, vnnd in Sodenn gestrafft werdenn, solche buß gibt mann der Stadt halb wenn aber die Pfenner, Ir theil Saltzwerck selbst Innehabenn, so hat gleichwohl ffgl.
die hoheit vnnd straff, vber hals, hanndt, schuldt vnnd schadenn, die Pfenner aber habenn vber Ihr gesinde vnnd Bodenn, gebot, straff, vnnd buß, Ihnenn gehorsamb vnnd gewertigk zusein, Inn der Stadt aber ist alle Criminal vnnd die busse, so vonn vnnserm gl.
Junij Anno 68. in Cassell datirt. Bödtener1. Jst einer Jm Bodenn, muß alle faß vf vnnd zuschlage[?]2 Kubenn, Saltzmas, Zöbber, Stüntz[?]3, vnnd füll einer machenn, vnnd in besserung haltenn, auch bey vffvnnd ausmessung des Saltzes, hat zu belohnung ein achtteil Saltz, vnnd vom Jeder Pfann so vffgemessenn wirdt — j alb.
vom einem newenn Kubenn gibt mann Jhm, so er das holtz darthut — 6. oder 7 thaler. Wenn aber das holtz vnnsers gnedigenn furstenn vnd hern ist — 3 thaler, vom einem Saltzmas zumache[?]4 — 8 alb.
Der Erst Appendix. Jhm vom schock — 4 alb. vnnd so er die Reiff hewet, des tags — 4½ alb. Setzt er aber ein alt Kubenn vom newenn wieder zusammenn, gibt mann Jme zwenn thaler, oder — 2 fl.
die 2 alb. hebt der Renndtmeister, die — 10 alb. die Jnnehmer der trancksteur. Jst also vom vnnserm gnedigenn fürsten vnd herrenn in der Resolution Anno 68.
zugelassen, doch soll der Wirdt kein offenntlich glagk1 vnnd zech haltenn, Es mög aber die alte Ordenung, das in Bodenn kein wein oder Bier soll geschenckt werdenn.
Der Erst Appendix. welchenn sie vonn allters her also gehalttenn. Bawmeister. Jst einer in Bodenn, der itzige Bronnenn meister, hat darvonn zu besoldung Geldt ———— 20 fl.
Der sein vnnter der Pfannenn in Steinkolenn Bodenn im gesode — 2. zu demselbigenn werdenn die kleinenn kolenn vf die Plattenn geschütt, gederret, vnnd demnach vf den Rost zubrennenn gestossenn.
Nota. Anno 72. Hab ich ein sonnderlich schreibenn des Pfarhers Rhenani aus Cassell ———— 4 Claffter relenn lassenn, zuerforschenn, wieuiel scheidt ein Claffter halte, befundenn.
Dielenn. Kostenn ein schock ———— 5. thaler, mehr oder weniger, werdenn gebraucht im Saltzwergk zu den gesödenn, dechernn vnnd thüren in Boden, Diener stehet vnnterm A.
Der Erst Appendix. Dienstvolck. Dem dienstvolck so das flösholtz aus dem wasser bringt, gibt der Holtzvogt vonn Jeder Claffter zu tranckgeldt ———— 5 heller.
vnnd wirdet Jhnenn auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Jst also durch vnnsern gnedigenn fürsten vnnd herrnn, Gottseliger vnnd hochlöblicher gedechtnus, in Anno 44.
verordnet, laut der schrifftlichenn vrkundt, Darrstubenn, darroffenn Jst in Jedem Steinkolenn Both eine, darinnenn wirdt das saltz am stückenn vor den offenn durr gemacht, ehe dann es verladenn wirdt, E.
Die Eysennhüt, darauf solch blech gemacht wirdt, heist Rommershausenn, Jst aber nunmehr gein Lippoldesbergk gelegt, daselbst soll mann Centner bezahlenn mit — 4 fl.
Der Erst Appendix. — 3 fl. 6 alb. Toffell zoll, Jtem — 25 fl j alb 4 hlr. herrnngeldt, vnnd — 2 pfan saltzes alter Pflicht, ann stadt der ———— 25 offen, Was sonnstenn Grundtzins vom haus vnd hoffenn, im Saltzwerck gefelt, dero ein theils gebürt hochgedachtenn vnnserm gl.
f. vnnd herrnn, Was vff sfgl.1 theil stehet, vnnd ist Jerlichenn, ———— 6 fl 6 alb. 6 hlr Was aber vf der Pfenner theil gefelt, das ist vnnd habenn sie die Pfenner selbst, Erbkaufft Pfannentheil.
Der Erst Appendix. darmit mann sicht, wieuiel der Jars Jns Saltzwergk kommenn, Mann ledet auch den Esell treibernn vf Jedenn hauffenn — 2 achtell saltzes, giltet einer ———— 24 alb.
Mein G. F. vnnd herr, hat Jedes Jars souiel mahl sfgl.1 gefellig, flössenn zulassenn, doch das solchs Jederzeit zu rechtenn wettertagenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, wenns wasser starck gnug ist, vorgenommenn werde, vnnd soll den Sachsischenn amptleuchtenn[?]2 zu Creutzburgk vnnd Gerstungenn, wenn mann flossenn will, alwege 14 tage zuuor anngekündigtt,
Der Erst Appendix. auch der ort da das holtz anngefurt, vnnd Jnngeworfenn werdenn soll, vermeldet werdenn, darmit sie die vnndersassenn, vor schadenn zu warnnenn, Darentkegenn gibt hochgedachter vnnser gl.
fl. vnnd herr, dem Hertzogenn zu Sachssenn, wenn ein oder viel mahl geflöst wirdt ———— 100 achteill gut vnnd kein schmir saltz, vnnd dem Obersten zu Mila auch ein Pfann, Wenn nun aber nicht geflöst, als denn gleichwohl — 50 achteill, Wirdet vf den tagk Jacobi zu Allenndorff in beisein eines Sachssischenn dieners eingepackt, vnnd fürters vf vnnsers gl.
f. vnd herrnn kostenn gein Mila gelieffertt, Es soll auch aller schadenn so den vndersassenn solcher flös halbenn beschehenn möchte, nach erkendtnus Jedes orts schepffenn, bezahlet werdenn, Nota.
Summa — 16 fl 2 alb 6. hlr. vonn Jeder Pfann — ½ thaler. Eich Zober, eichenn. Sein zwene, heltet Jeder — 2 Ohm Wormbser Eich, darmit wirdt bisweilenn der Saltzbronnenn, was daraus in einer stundt kann gelanngt werdenn, geeichet, Wie hiernach ein besonder verzeichnus zufindenn, Nō:2
Aus den Bodenn gein Cassell ———— 2 thaler. Aus Cassell gein Darmbstadt ———— 6 fl. Ist aber nunmehr gestiegenn, Vonn einem fuder fasse Vom neuenn Haus inn die Bodenn ———— j alb 3 hlr Vom Spitthal hero, ———— j alb 9 hlr Sohl Troghe.
Der Erst Appendix. Dreck auszufuhrenn, Einem tagk ———— 24 alb. Bört vnnd flößleitternn, aus dem grossenn hause beÿ die Werra zuführenn, Einem tagk ———— 48 alb.
Der Erst Appendix. Was aber Oberhalb Mündenn kaufft wirdt, davonn gibt mann vom Jedem fasse ———— j alb Vonn —— 100 lediger Thonnenn vonn Vackenn[?]1 bis gein Allenndorff, ———— j fl.
Dem Bödtner zu Vackenn[?]2, gibt mann vor ein neu faß ———— 14 alb Sonnstenn wirdet eins mit —— ½ thaler bezahlet, darzu kostet eins zu schiffuhrlohnn bis gein Allendorf,
Der Erst Appendix. vonn Vackenn[?]1 ———— 2 Oberhalb Mündenn ———— 1 } alb. Flössenn. Soll Jedes Jars beschehenn, zwischenn Walpurgis vnnd Pfingstenn, oder nach Laurentij, Laut des Eisenachischenn vertragts, beÿ E.
flössenn lassenn, ———— 100 achtel saltz. Wenn aber nit geflöst wirdt, nur —— 50 achtell. Vnnd dem Oberstenn auch ein Pfann, sein zusammenn ———— 13½ Pfan.
Vnnd schickt vnnser gnediger fürst vnnd herr solch saltz bis gein Mila, Davonn zufuhrlohnn, gibt mann den Beilsteinischenn vom dammenn bis gein Wannfriedt – 8 fl j alb 3 hlr.
Der Erst Appendix. Flöß zeichenn. Gibt mann den dienstleutenn, so das flösholtz aus dem wasser werffenn, darauf bezahlet sie denn der Holtzvogt, vom Jeder Klr1 ———— 5 hlr.
Bringt sie darnach dem Holtzleger, Was also denn solch vnnd ein Jedes zeichenn ann der zahl hat vnd gelttet, denselbenn ann der zahl gezeichnetenn hauffenn oder Klaffter holtzes bekommet er – Also wirdt es auch mit demselbigenn scheidt holtz gehalttenn, Fuhr zeichenn.
Der Erst Appendix. mann das saltz aus der Pfannenn lanngenn will, feget manns vff schauffelnn Ein Ganß[?]1 genennet, derenn feget mann vf ein mahl —— 12 gense[?]2, vnnd geschicht zu einer Pfann —— 14.
oder 15. mal, Fegfaß Gehörenn in ein bodt dreÿ, kostet eins —— j batz –, werdenn im siedenn Inn die Pfann gesetzt, darin samblet sich aller sanndt vnnd vnreinigkeitt, so in der Sohlenn ist, Feurenn.
Der Erst Appendix. Fegenn. Alwegenn wenn in einer Pfann —— 5. oder 6. werk gesottenn wordenn, hennkenn sich die schebenn, hart vnnd dick ann die Pfannenn, derowegenn der meister die ausfegenn muß, Welchs geschicht durch ein feur, so mit —— 5.
oder 6. wellenn vnnter die Pfannenn, Wenn die zuvor gar ausgefüllet wordenn, gemacht wirdt, denn vonn der hitze springenn die schebenn abe, Fersetzer Zu Allenndorff, müssenn die Börte vnnd Leÿternn[?]1 zum flössenn setzenn, davonn gibt mann einem des tags —— 3½ alb.
Der Erst Appendix. Anno 77. sein im Weissenn hoffe vffgeschüt —— 300 Pfann, habenn im vffschüttenn, vnnd im grossenn mas gebenn —— 215 Pfann ½ achttell 3¼ metzenn, Füll Eimer Muß mann in Jedem bodt einenn habenn benebenn der Eschenn, damit mann die Sohle aus dem tieffen Kübenn lannget, kost einer —— ½ fl.
Gegennschreiber. Ist auch Zoller vnnd mit Saltzwart sein ampt ist, alles was der Renndtmeister ann gelde ausgibt, darbeÿ zu sein, vnnd Ims wochenn buch zuschreibenn, den Zoll, Schatz, vnnd wege geldt Innzunehmenn, vnnd alle werke, was dero wochentlich vnnd Jerlich gesottenn werdenn, zu Register zubringenn, Hat davonn zu besoldung 20 fl.
Gibt der Pfarher Rhenanus den Bodernn vff Jede Klr1 eins, dieselbenn muß der Böder benebenn des Holtzvogts zeichenn, dem Holtzleger ehe vnnd zuvor er das bekömpt, liefernn, Gerichts knecht.
Ist einer in Bodenn, muß alles saltz vnnserm gnedigenn fürstenn vnnd herrnn, Gravenn, Prelatenn, vnnd der Ritterschafft bestellenn, beÿ vfmessung des saltzes sein, auch die Holtzberge vmb die Bodenn begehenn, Desgleichenn die vngehorsamenn, vnnd vberfahrer, vf bevelch der Saltzgreuenn vnd Beamptenn zu hafftenn bringenn, Ist auch wechter, Hat Jars zu besoldung vom Gerichtsknechtsdienst,
Der Erst Appendix. —— 2 fl. 24 alb. vnnd — j achtell saltz, vnnd vonn Jeder Pfann saltzes, so vfgemessenn wirdt, vnnd die er der Ritterschafft bestelt, ———— j alb.
Vom Forst ———— 3 fl. 8 alb. vonn der Wache ———— 10 fl. Vom Schoßhaus ———— 16 alb. Gesöde. Ist das werk darauff die Pfann gesetzt wirdt, Ist in Vier theil getheilt.
Da fordertheil heisset der vorofe, das hindertheil der hinderofen, beide seittenn wennde, Der grundt darauf das feuer gemacht wirdt der herdt, die vier eckenn hörnner, Zwischenn den Wenndenn, vnnd der Pfannenn wirdts auch mit steinenn verwart, vnnd bekleibet, heisset mann Belegenn, Dieser gesöde kann eins vonn neuenn zumachen
Nota Jede wochenn bricht mann der Gesöde ein theil abe, nimpt das gebrennte aus, heist mann beisse2, machts vom neuwem aus schloter vnnd sohlenn, dauonn zu machenn gibt mann ——— 2 alb.
Geschenck Vnnd vffgab ehs3 saltz, vber den geordenntenn feilenn saltzkauff zunehmenn, ist ein Saltzwerck allenn Beamptenn, also den Bödernn Anno 55 den 13 Augusti, durch einenn sonnderlichenn schrifftlichenn beuelch ernnstlich verbottenn, Grube Ist der platz vorm Both, darauff die wellenn gesetzt werdenn, Gegennwarttenn Sein zwenn, einer der Zöller, der annder der Caplan
müssenn gleich dem Vber Saltzwarttenn alle werck, was dero Jars vnnd wochenntlich gesottenn werdenn, vfschreibenn, vnnd zu Register bringen, auch der Caplann bey Innehmung der Herrnn gennse sein, vnnd darüber ein Jegenn kerb gehaltenn, hat dauonn zu besoldung.
Gewicht. Ein Centner zu allenndorff helt — 104 lb. Ein Walt zentner1 vf der Eisennhüttenn helt gemeiner Centner ——————— 1 1/4 Ein Quart Sohle weigt ———— 2 lb 27 lot, Ein Quart weltwasser2 ———— 2 lb 22 lot, Ein achttell saltz soll wiegenn ——— 155 lb.
Weigt bisweilenn ———— 150 – 140 lb. Ein Sannbsaltz3 weigt vngefehr — 5 oder 6 lb. Gosswergk, Gegossenn Eisenn, Sein treger, Stebe, Plattenn, Eisenn, muß mann zu den Steinkolenn bodenn zu Rostenn vnnd sonnstenn habenn,
Treger ——— 5 } weigen bey1 } —— 15 oder 14 } Centner. Stebe ——— 23 } } —— 23 oder 24 } Wirdet Jeder Centner zum Lippoldesbergk numehr vermöge des Contracts so vnnser gnediger Fürst vnnd Herr, mit dem hüttennmeister treffen lassen, mit ——— 28 alb bezahlt, Hiergegenn muß er das alte eysenn wieder nehmenn, vnnd vor Jedenn Centner — 10 alb [übergeschrieben:
4. oder 5 fl. HoltzVogt Ist auch Vber Saltzwart, hat alles Klaffter holtz in vffsicht, vnnd verwaltung, bringts zurechnung, verkauffts vnnd verlegts, hat Jars zubesoldung.
doch nach gelegenheit des Bodts, Herrnn Gennse Gibt Jeder meister aus vnnsers gl. f. vnnd herrnn Boden vonn Jedem werck ——— 2, Jnngleichenn gebenn auch die Böder vf der Pfenner theil Saltzwergk, hebenn sie die Pfenner, habenn sie in der Location vorbehaltenn, Ist Ihnenn auch also nachgelassenn, Herrnn Geldt.
Hackenn, Gehöret Jnns Bodt eine, muß der schmidt mit der Pfann liefferrn, Wirdet zum Schloter vnnd fertigung des Gesödes gebraucht, Haackenn Pfann hackenn gehörenn — 16 ann ein Pfann, muß der Schmidt benebenn der Pfann liefferrn, vnnd in besserung haltenn Feur hackenn gehöret einer Jnns Both, das holtz vnter der Pfann mit zurecht zulegenn, vnnd zu ziehenn, muß der schmidt liefferrn, Herdt:
Beißt gelegt vnnd zerlassenn, Hasspenn Seindt Ösenn oder gebeugte2[?] eisenn Jnn der Pfannenn, darann die hackenn, so ann den Pfannbeumenn hengen eingehackt werdenn, darmit die Pfannenn starck gehaltenn, vnnd mit beruhigt3[?] werde, seindt Jnn Jeder Pfannenn ——— 16.
Jar wergkt4. Ist der sanndt vnnd schelenn, so im siedenn in der Pfannenn als vnreinigkeit gefallenn, solchs aus den Bodenn zutragenn, gibt mann Jars vfs Bodt — 8 alb.
thut vff — 86. Bodt, —————————— 26 fl. 12 alb. Was aber ann kummer1, aschenn, vnnd Schlackenn in den Steinkölenn, vf vnnd vnnder dem Rost, dauonn gibt vnnser gnediger fürst vnnd herr, Jedem meister, das er solchs vors Saltzwergk bringt, zusteur — 6 fl.
Jar wergk, Vberfahrer. Ist die alte Ordenung, welchs, es sey meister knecht, Giesser, oder affter knecht, einenn schlegt, vnnd verwundet, nagels tieff, oder glidts lanng, welcher der eins that, der muß ein Jar die Bodenn vnnd feldtmarckt Allenndorff meidenn, Ist denn ein Meister, so wirdt er darzu auch des Bodts vnnd meisterschafft enndtsezt, K.
2. Pfann saltzes gesottenn werdenn, Die Pfenner aber habenn vonn alters her nur — 42. Bodenn gehabt, als aber vnnser gnediger fürst vnnd herr, Gotseliger gedechtnus Anno 40.
Jars vom Saltzwergk gegebenn, noch ein, vnnd dann vff vorbitt sfgl. schwester Frauenn Elisabeth Hertzogin zu Sachssenn, auch ein Bodt habenn bauenn dürffenn, sfgl.
Nota. Der 43 Both so vnnserm gnedigem fürstenn vnnd herrenn gehörenn, ist nunmehr Anno 84. — 20. zum steinkolenn siedenn zugericht, habenn bisdaher vf die art nur zuzurichttenn vnnd zu bessernn kostet, —— 3524 fl. 17 alb 5½ hlr. No: Ein Bodt ist vnngefehr Weit —— 35 lanng —— 49 } schuch, hoch —— 20½ Kleiberlohnn. Vonn ein neuenn Bodt wirdt in alles gegebenn, beide vom Leÿmenn zumachenn vnnd zu kleibenn, —— 6 fl. 4½ alb. Sonnstenn vom flickwergk gibt mann des tags Jdem arbeiter —— 3 alb. Kübenn. Gehörenn — 2. Inn ein Both, vonn einem gibtt
mann dem Botner zumachenn, vnnd thutt vnnser gnediger fürst vnnd herr, das holz dar —— 3 thlr. Wenn aber der Botner das holz darthut, —— 6. oder 7. thlr. Kalck. Kann einer kosten Vngeuerlich. Die stein zubrechenn vnnd dem meister Sanndtreichung zuthun —— 9 fl. 11 alb Zu Brennenn dem meister —— 4 fl. 18 alb das holz darzu —— 21 fl. [übergeschrieben: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt.1] Summa —— 35 fl. 3 alb. Konnenn vf einmahl gebranndt werdenn, —— 200 Malter. Giltt ein Malter —— 5½ alb. Wirdet im Salzwergk gebraucht, die grabenn zuhalttenn, vnnd die maurenn zu futternn, vnnd zu anndernn gemeinenn [übergeschrieben: ge]beuen, Nota. Wirdet nunmehr mit Steinkolenn gebranndt vnd
Unsichere Lesungen
Z. 11: No. Wirdet nunmehr mit Steinkohlen gebrenndt. — kleine Zwischenzeile, später eingefügt
konnenn Je mit einem Maß steinkolenn — 3 mas kalck gebrennet werdenn, gibt mann dem Meister vonn Jedem Mas vngelöscht zubrennenn, vnnd die stein darzu zubrechenn —— 2½ alb. Hiergegenn giltet das Malter gelöscht, — 4 alb. Kaltleger, kaldtliegenn. Heist wann mann ablescht vnnd nicht seudett. Kaltleger Zeichenn, Gibt der Holzvogt denenn so kaldtliegenn, dieselben liefferenn sie dem Renndtmeister ann stadt der Neunung, Krückenn. Gehörenn in ein Both. 2 kohl krückenn so vnnter der Pfann zun kolenn gebraucht werdenn, kostet eine —— 2 alb. 2 Salzkrückenn kostet ein —— 8 hllr. 1 Aschenn krucke kostet —— 3 hlr Kol Gertte. Ist ein lannge rutenn, damit regt mann die kolen
zum glüenn ann, kostett —— 1 hlr. mus mann in Jedes werck eine habenn. Kolennmessenn. Ist einer in Bodenn, mus alle fuhrleut, so stein kohlen bringenn, vf die reige weisenn, vnnd die kolenn den Bödernn, so es begerenn zu messenn, Helttet auch mit einem Jedenn Böder ein kerb, Was er die wochenn vber ann kolenn bekömpt, vnnd vergleicht sich den Sonnabenndt mit dem wellennschreiber, darmit das Register mit seinenn kerbenn gleichstimme, vnnd er darauf das fuhrlohnn von den Bödernn in zu fordernn hat, hat zu besoldung, Keill derenn mus ein Meister — 2. oder 3. im Both habenn, zu spaltung der grostenn klotze, kostenn einer beÿ —— 4½ alb. Keule oder Schlegell. Mus er auch zu gemeltem behuff ein habenn, kostet —— 7 alb
welche sich geendet Anno 55. den 23 Decembris. Volgennts habenn sfgl. noch vf — 30 Jar mit Ihnen verglichenn, welche anngefanngenn den 23 Decembris Anno 55. vnnd enndenn sich den 23. Decembris Anno 85. Solche vergleichung ist geschehenn zu Allenndorff den 29 Aprilis Anno 54. Laderlohnn Vonn einer Pfann Salzes gibt mann, ½ alb so sie ans wasser beÿ das neuwe Haus gefurt wirdt, 9 hllr. beÿ dem Sitthal1[?] 6 hlr vonn ein fuder ledigenn fassenn, Teffell zoll. Gebenn die Pfenner Jerlichenn vf 4. Termin, Osternn, Pfingstenn Michaelis vnnd Weÿnachtenn zu Erbzins vom Salzwergk, nachausweissung des vertrags vnnd der Location, Berechnett der Schultheis —— 3 fl. 6 alb
Leitternn Werdenn zum flößenn gebraucht, schlegt mann vor die Werra vnnd Lachenn, beÿ — 60. groß vnnd klein, kostet vnngefehrlich eine vom neuenn zumachenn —— 4 alb. Liecht. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, kostet —— 2 alb. vnd ein Oell1[?] krugk darbeÿ. Leuchtsell Mus mann zu Jedem werck vor — 1 alb habenn, fürnemblich winters zeitt. M. Manngeldt. Gibt vnnser gl. f. vnnd herr Jtzo Jars aus dem Salzwergk —— 190 fl. Meurer. Ist auch Wegemeister, mus die in Bauenn vnnd besserung haltenn, vnnd die Bothenn vnnd annders in
Bodenn vndermaurenn, hat Jars zu wartt geldt, —— 5 fl. ½ achtel salz. Wenn er sonnstenn arbeit, gibt mann des tags, dem meister. Im Sommer — 5 alb im wintter — 4½ alb. Ein knecht. Im Sommer 4 alb 4 hlr Im winter — 4 alb. Mullenn, Gehörenn in ein Both — 3. kostet Jede — 2 alb. werdenn zu messenn des salzes vnnd rein machung der tröge vnnd anndere notturfft gebraucht, Maß Heist mann das gefeß, darmit das salz gemessenn wirdet, Ist ein halb achtell, dero gehörenn — 16 vff ein Pfann, heltet — 6. dünnenn mas oder — 8 Homberger metzenn oder 8½ Allenndorffer. Item also heißet auch das Jenige darmit die Steinkolenn gemessenn werdenn, helttet,
Ein ganntz Maß —— 22 } metz. Ein halb Maß. —— 11 } Dünnenn maß heltet — 2 Wormbser virtell, darmit werdenn die salzmas geeichet, vnnd mus derselbigenn sechs halttenn, Müntz zu Allenndorff ann der Werra, wie vonn alters hero. 4. hlr Ist ein schilling, 20 Schilling ist ein pfundt, 4 lb Ist Ein marck, also ist ein Marck — 1 fl. 8 hlr. 60 Schilling ist ein alt Schock. 18. Schilling ist ein Neu Schock. N Negell. Werdenn Jnn kaufft. Ein Schock Lattennnegell vor —— 4 alb Ein Schock dielen negell vor —— 3 alb. Ein hundert negell so zum salzmachenn gebraucht werdenn —— 2½ alb.
O. Ösegerinn1[?] Kostet eins zumachenn —— 6½ alb. darzu [übergeschrieben: mus] mann habenn —— 3 blech dieselbigenn seindt werth. —— 23 alb. also kostet ein Gerin —— 1 fl. 3½ alb. Offenn forder } { forder } hinder } ofen ist das { hinder } theil am gesöde, Ober Saltzgreue Offenn Axt Mus mann in Jedem Both eine habenn, darmit lanngt mann die Beiße2[?], ann den Gesodenn, vnnd in dem herdt in holzbothenn, Ober Saltzwart. Ist auch Holzvogt, mus alle werck, was dero wochentlich gesottenn wirdt, vf schreibenn, zu Register
Sonnstenn Hat vnnser gnediger fürst vnnd herr Jtzo im Salzwerck Jerlich ann Pension fallenn, —— 4 fl. 13 alb. Pfann. Ein Pfann darinnenn mann Saltzseudet kann vngeuerlich kostenn. 1 fl. 13 alb gibt mann dem Schmidt vonn der Pfan zumachenn, vnnd behelt die alte pfann auch. 1 fl. 10. alb dergleichenn vom zeuge zuhaltenn, 6 fl. Gehet vngefehrlich busse darauf 9 fl. 9. alb kostenn die — 12½ Bortt Eisenn, so darzu kommenn. 16 fl. 9 alb 3 hlr die — 56. Blech, 3 alb führlohnn aus der stadt Inn die Bodenn, Summa thut —— 34 fl. 18 alb 3 hlr. Dieser Pfann ist in Jedem Bodt eine, vnnd also im ganntzenn Salzwerck, —— 87.
Muß in Jeder ——— 300 werck gesottenn werdenn, thut vff eins schließwerck ann der Pfann. —————————— 3 alb. Wenn aber ein schmidt dieser Pfann eine vonn newem macht, vnnd die alte Pfann bekömpt, gibtt mann Ihme zu macherlohnn vngefehrlich, —————————— 8 fl. Nota. Eine Pfann ist weit oder Breyt ——— 10 schue 7 1/2 zoll Tieff ——— 11 1/2 zoll Lanngk ——— 12 schue 8 zoll. Pfannenmeister. Ist im Saltzwergk einer |: welcher auch Oberschertzer ist :| derselbe muß alle Pfann in vffsicht habenn, das darmit recht vnnd verwarlich vmbganngenn werde, auch darbey sein, Wenn die Söder lassenn bussenn, Stebe, Segerin, vnnd Sekkessell1[?] in verwarung habenn, Pfannenbeum vnd dielenn im
die Söde verschaffenn, auch bey Inthuung vnnd austhuung des Pfann eisenns sein, vnnd darauff sehenn, das die Pfann nach dem Maßstab, den er bey sich hat recht gemacht werdenn, muß auch bey Inthuung der herrnn gennße sein, hat Jars zu belohnung Vom Pfannmeister. 12 fl. Geldts 3 1/2 ehlenn Lündisch duch, 2 Claffter Holtz, Vom Schetzer Ambt. 5 fl. 25 alb. Vonn den Herrngennsenn, j fl. Geldt. j achttell saltz, Pfann eysenn. Kostet ein Walt Centner1 |: welches sonnst — 1 1/4 Centner sein :| ——— 4 1/2 fl. zu 27 alb.
vnnd thun —— 6. Bortte oder Blech ein Centner, derenn müssenn sie zu einer newen Pfann Bortte —— 12. Bisweilenn —— 12 1/2. Blech —————— 56. Pfann busse. So offt der Söder ann der altenn Pfannenn lest bussenn |: das ist besserenn :| muß vnnser gnediger furst vnnd herr dem schmidt vonn Jedem nagell so er Jnnschlegt —— j hlr. vonn einem hafftenn1[?] —— 4 heller, darann gehörenn —— 4 Negell, sein auch —— 4 hllr. Die Lappenn bezahlt mann nach der größe, nemblich ein ganntz blech mit ——— 2 alb. Ein halb blech mit —— j alb. kann vff ein Pfann vngefehrlich —— 4. — 5 — oder — 6 fl. mehr oder weniger lauffenn, Pfannbaum. Kostet einer bey —— 2 1/2 alb. dero gehörenn vff
ein Pfann —— 4. werdenn mit Basternn stricken anngebundenn, dieselbigenn kostenn —— 3 pfennig. Pfann tuch. Gehöret Inn Jedes Bodt eins, darzu muß mann habenn —— 28 1/2 ehlenn Leinenn tuch, Giltet —— j fl. 23 alb 10 1/2 hllr |: die ehle vor — 12 hllr. gerechnet :| Darzu macherlohnn — 4 alb. vor — 6. harenn seil daran, —— 2 alb. Kostet also ein pfanntuch in alles —————— j fl. 3 alb 10 hlr. Nota. Ein solch Pfanntuch wirdet, wenn die sohle gar gesottenn, vber die Pfann mit den —— 6. seylernn anngehefft, vnnd mit — 2 Gabbelnn darauff ein lannge gerttenn gelegt, vfgestützelt, darumb das kein staub in die Sohle fallenn soll, Nota. denn, Wenn staub oder fett in die gar sechende1[?] Sohlenn
kömpt, verderbets dasselbe werck dermassenn, das kein Saltz in der Pfannenn werdenn will, vnnd manns gar vbell, auch nicht ohne schadenn ausbring1[?] kann Pfahl Holtz. Wirdet in flossenn bey den Leitternn vnnd Bockenn gebraucht, kostet ein fuder zu hawenn — 2 alb. vom Meißner Inn die Sodenn zuführenn, —————— 15 1/2 alb. Pförtner. Sein zwenn, müssenn vfsehenn, das keiner ohne Zoll zeichenn, mit Saltz aus den Sodenn fahret, Item das kein Saltz aus den Sodenn tags oder nachts getragenn werde, Der eine muß die Holtzführzeichenn vfhebenn, vnd acht habenn, das kein Claffter holtz in die Sodenn gefurt werdenn, habenn Jars zu besoldung, —————— 8 fl. 1/2 achtell saltzes. Darzu der eine so die führzeichen hept. —————— 5 fl. vnnd das feurwerck.
Proba, Probirn, Probwergk. Ist wenn mann die Sohle versucht, wie gut sie sey, vnnd was sie halte, Geschicht vf zweyerley weise. Zum Grossenn Probwergk nimpt mann zehenn fuder Roher sohlenn, seudet die gar, vnnd sicht was die ann saltz gebenn, vnnd was vor Holtz darmit vfgehe, Wie dann hiernach ein sonnder verzeichnus, Zur kleinenn Proba nimpt mann —— 1/8 einer quart roher sohlenn, seudet die in ein kleinenn Pfennlein ab, wie denn hiernach auch ein sonnder verzeichnus zufindenn, Pfenner Pfannentheil. Heist mann die geschlecht, vnnd Burger zu Allenndorf vnnd anderswo, so erbschafft vnnd theil ann den —— 44 Pfannenn habenn, Vnnd wenn ein Pfenner dem andernn Pfanntheil
zum Sodenn abkaufft, wirdt das achtell bezahlt mit ——— 400 thaler, thut ein Pfann —————— 3200 thlr Vnnd also die —— 44. koth. —————— 140800 Nota. Welcher nicht ein gebornner Pfenner ist, oder eines Pfenners tochter ehelich hat, darff nicht Pfannen erblich kauffenn, doch hat er macht darauff zuleyhenn, Pfundt. Ein ℔ allenndorffischer wehrung ist — 20 grosch1[?], oder Schilling, ein grosche oder schilling — 4 hlr. also thut ein ℔ ——— 6 alb 8 hlr. Plattenn. Werdenn vf der Eisenhüttenn gegossenn muß mann Inn Jedes Bodt —— 2. habenn, die legt mann nebenn die Röste, vnnder die Pfannenn, derrenndt2[?] die kleinenn kolenn darauff, darmit sie desto besser
brennenn, konnenn lannge werenn, Q. Quitanntzenn. Die Pfenner quitirenn allenn Monath, Item Die Hertzogenn zu Sachssenn, quitirenn vber die — 100 achtell Saltzes, soll ein Jar lautenn wie das annder, desgleichenn alle anndere quitungenn, R. Renndtmeister. Rennenn darin die Sohle fleust. Die 1 Grosse Sohl gertenn ——— 30 } 2 klein Wechssell gertenn — 10 } schue. klein gertenn werdenn in kothenn gebraucht, Diese werdenn bey den schuenn gekaufft, kost Jeder schuch
Der gröstenn —— j alb. zu führlohn — 3 hlr. Der andernn —— 1/2 alb. vor ein schuch in alles, Reiffe. Vonn einem reiff ann ein Eubenn zulegenn, gibt mann dem Bottner ——— j alb. Röste. Gehörenn vf die Saltzmaß, dadurch muß alles saltz gemessenn werdenn, dero sein kupffernn im Saltzwergk ——— 21. hat einer bey — 10 ℔. kost Jeder —— j fl. 16 1/2 alb. Roste vnnter Pfannenn in Holtzkodenn, Sein Beume darauff wirdet das feur zum wohlbrennen lufftigk gelegt, Jtzo brauchenn sie Eiserne, müssenns aber selbst bezahlenn, Inn Steinkolenn kodenn Muß mann zu einem Rost habenn lannge Eiser Stebe — 23, weigenn bey — 23 oder — 24 Centner
—— Treger darauff solche Stebe gelegt werdenn, weigt Jeder bey ——— 3 Centner. Kann also ein Rost weigenn — 39 Centner. Kostet Jeder Centner —— j thlr. thut — 46 1/2 fl. Dieser Rost kann bey — 1 1/2 Jar also denn muß er ernewert werdenn, vnnd giltet ein Centner des alt eisenns ——— 10 alb 8 hlr. doch gehet ann — j Rost bey 4. oder 5 Centner abe, Rueß. Wenn das saltz gar gesottenn, so wirfft mann — 3 oder 4. stucklein Ruß Inn die Pfann, davonn socht die sohle, also das sie balde vnnd zu gutem grobenn saltz wirdt, dessenn muß mann Jars in Jedes Bodt vngefehrlich habenn vor — 1/2 achtell saltz, Ist des Jars vor — 3 pfann 3 achttel Es gehöret aber nit allerley Ruß hierzu, allein der in den dorffheusernn sich vom Rauch ann die Stro decher vnnd wennde hengtt,
Rürenn Heisset, wenn mann die kohlenn vnnder der Pfann mit der kohlgertenn zum glüenn anregt, Nota. Ein Eyser Rost, darauff mit Steinkolenn gesotten, wirdt, ist Lanng ——— 7 } schue { 8 } zoll Breidt ——— 5 } { 7 } Vber solchen Rost stehenn die Pfann — 2 1/2 schuch hoch, Rasenn Eyer. Gefallenn Jars in der Stadt allenndorff vonn Jedem acker, so schoshafftig ist ————— 2 Tregt vngeuerlich ————— 4300 Eyer Darzu gefallenn auch vonn Jedem acker 2 hlr. vnd wenn ein schock, ist vonn Jedem acker — j keß, Berechnet der Schultheis Rockennbergk. Sampt den gehöltzenn darzu gehörig, hat vnnser gnediger
furst vnnd herr Anno ꝛc 38. vns Burckhardt, Heinrichenn, Johann Walternn, vnnd Casparn vonn Hundelshausenn, zu Armet1[?] Sachssenn ꝛc gegenn das dorff Wolffstein2, im Ampt Reichenbach vnnd annders ann sich ertauscht, laut des darüber vfgerichtenn tausch vnnd wechssell brieffs, Rüge saltz. Muß Jeder Söder vnnserm gnedigenn fürsten vnnd herrnn ꝛc des Jars vber, eine Pfann saltzes — 24 alb neher zur hofhaltung zukommenn lassenn, als es sonnstenn gilttet, Ist daher enndtstanndenn, dieweil vonn alters her vnnser gnediger furst vnnd herr solches herbracht, vnnd darvonn nicht ablassenn wollenn, S. Seder. Muß mann in Jedenn Steinkolenn kodt einen haben, dadurch die Söder die Steinkolenn Sedenn, darmit sie die grobenn vonn den kleinenn sönndern, Werdenn aus eysenn, oder missingen tradt gemacht,
Unsichere Lesungen
Z. 3: Armet — Ortsname unsicher
Z. 4: Wolffstein — Ortsname, Lesung wahrscheinlich
Der Erst Appendix. S. Saltz Ein Pfann hatt1 ——— 8 achtell Ein achttell ——— 2 Maß. Vnnd gehenn Inn ein maß vngeuerlich — 12 gense2, Thut vf ein achtell ——— 24. vnnd vff ein pfann ——— 192 ℔3. auch — 150. 140. Helt allenndorffer quart —— 144. Hat Homberger metzenn —— 16. Allendorffer ——— 17. Saltzmaß. Sein im Saltzwergk — 21.. habenn die Schetzer4, darinnenn wirdt alles saltz gemessenn, Kostet eins zumachenn. Ohnne das Holtz ——— 8 alb. Heltet eins ——— 12 virtell. Wormbsser Eich, oder vermöge des vertrags ——— Ein Marpurger Muth, Werdenn alle durch das zinnenn maß, so 2. virtel
Unsichere Lesungen
Z. 4: Ein Pfann hatt — Linie durch Wörter, evtl. Tilgung
Der Erst Appendix. helt, geeichenn Inn beysein des Rendtmeisters, Holtzvogts vnnd Böttner1, vnnd muß ein maß der zinnen maß —— 6. haltenn, Saltzfactores Sein zwenn, einer zu Cassell, der annder zu Darmbstadt, habenn zu besoldung der zu Cassell 20 fl. vnnd vonn Ieder Pfann so er verkaufft — 2½ alb der zu Darmbstadt. Saltzkauff in Gemein in Sodenn giltet Izo ein achttell ———— 30 }2 Ein Pfann —— 9 fl. ——— 6 } alb. vffzutragenn ———— 2 } Zoll, wege vnd schatzgeldt ———— 2 } Summa. ——— 9 fl. 10 alb.
Der Erst Appendix. Zu Cassell.1 Zu Darmbstadt Gilttet Izo ein Pfann ——— 27 fl. 18 alb Sein — 10 Mentzische Malter Ein Malter ———— 2 fl. 10 alb. Ein Summer ———— 18 alb Ein Kumpff ———— 4½ alb Ein gescheidt. ———— j alb j d. Dauonn bekompt vnnser gnediger furst vnd herr Lanndtgraf Wilhelm etc.3 Immer2 ——— 22 fl. das vbrige theilenn sfgl. mit Irem Bruder Lanndtgraff Georgenn, also auch was aus den fassen gelöst.
Der Erst Appendix Dieweil nun ein Pfann saltzes zu Cassell gilttet Mit dem Holtz ———— 14 fl. 4 alb. Ist das achtell —— 46 alb. So ist gewiß ann Ieder Pfann ———— 2 fl. 4 alb 7 hlr. Ohnne Holtz ———— 12 fl. 16 alb. ist das achttell ——— 41 alb. So ist gewinst ann der Pfann ———— 16 alb 3 hlr. Zu dem hat vnnser gnediger furst vnnd herr, die beide fasse, die ann —— j fl. 13 alb. anngeschlagenn zu Saltzkastenn. Ist im Saltzwergk einer, darinnenn wirdt das saltz zur zeit wenns nicht abgehet, vfgemessenn, Der hat in alles |: ohnne das Holtz :| Kostet. ———— 984 fl. 20 alb. 6½ hlr. Ist in Anno etc.1 erbawet.
Unsichere Lesungen
Z. 17: Anno etc. — Jahreszahl fehlt, Lücke gelassen
Der Erst Appendix. Saltzwarttenn Sein drey in Sodenn —— j. der Holtzvogt — 2. der Zoller —— 3 der Caplann, mussenn alle werck, was dero wochenntlich vnnd Jars vber gesottenn werdenn, vfgeschriebenn, vnnd Register daruber haltenn, also das die mit des Rendtmeisters Register gleichstimmenn, Saltz Sumestenn1 Dauonn gibt der Sodermeister —— 9 hlr. Ist. Das manns in der Pfannenn wann die Sohle gar gesottenn, vnnd zum Sorhenn2 stehet, in achtung mit feur vnnd anndernn helt, das zwischenn dem zulassenn vnnd zulegenn nicht verkalttet. Saltzstuck. Heißet das saltz, so mann am letztenn in der Pfann zu gennsenn nicht fanngenn kann, Wirdet derwegenn zusammenn gebruckt vnd ann ein stuck
Der Erst Appendix. vf den hinder offenn geschlagenn vnnd gederret. Saltzfesleinn, Wirdet im siedenn gebraucht, das mann die Sohle darin besichtet, ob sie gar oder nicht, Kostet eins ———— 9 hlr. Saltzkruckenn. Muß mann — 2 habenn kostet eine —— 9 hlr Werdenn in der Pfann, das saltz zusammenn zubringk1 vnnd zufahung der gense2 gebraucht, Saltzstein oder Saltzgruessenn3 Ist das saltz so sich ann die böse pfann im auslauffen annhenngt, vnnd hart brennet, Sanndt. Ist die vnreinigkeit so aus der sohle in die fegfesser4 im siedenn sich samblet, kann Iedes werck. bey 40. Pfundt gefallenn. Wirdet auch Jarwergk genennet, Vide supra Jarwergk.
Unsichere Lesungen
Z. 9: zubringk — Wortende unklar
Z. 10: gense — Minims unklar, evtl. gemse
Z. 11: Saltzgruessenn — evtl. Saltzgriessenn
Z. 15: fegfesser — dritter Buchstabe unklar, evtl. fesfesser
Der Erst Appendix Sanndtrogk. Gehoret in Iedes Bodt einer, wirdet darumb also geheissenn, weil mann die fegfesser1 darin spult, vnnd den sanndt abwescht, auch die schebenn2 darin wirfft, vnnd das saltz heraus beist Schatzkeller. Gibt vonn Ieder Pfannenn Saltzs, der Söder ———— 2 hlr der Lademann ———— 8 hllr. Aber Furstenn, Grauenn, Prelaten vnnd Bischoff sein desselbenn gefreyet, Schetzer Sein Izo im Saltzwergk —— 21. Hat Ieder 4 bodenn, ohnne — 2. die habenn ein Ieder — 5 Bodenn, Mussenn bey allem Saltzmessenn sein, hat einer vonn Iedem Bodt zu belohnung — Einenn thaler, thut vonn —— 86 Bothenn, ———— 102 fl. 14 alb.
Der Erst Appendix. Schebenn. Ist die Materia so sich im siedenn ann die Pfann hengt, vnnd hart annbrennet, derohalb alwegenn im 5. oder 6 werck die Pfannenn gefegt, vnnd solche schebenn abgelöst werdenn mussenn, dieser massenn, mann macht die Pfann allerdings reine, wirfft 6. oder 7 wellenn vnnder die Pfann, vnnd verbrennet sie, vonn der hitze springenn ein theil schebenn abe, die anndernn aber, wenn die Pfann kaldt wordenn, schlecht mann mit ein Hamer los, Schauffelnn. Darauf werdenn die Gense1 gefanngenn, gehören Inn Iedes Bodt ———— 12, Kost eine — 8 hlr. thut ———— 8 alb. Schuffenn2 Gehöret Inns Bodt eine kostet —— 3½ alb. Darmit füllet mann die heiße zundesohl3 aus der Pfannen Wenn mann die fegenn will
Der Erst Appendix Schipffenn. Gehörenn Inns Bodt —— 3. muß der Schmidt liefernn Werdenn gebraucht. die {1 1 zum Schloter vnnd gesöde 2 zun Schebenn in der Pfann. 3 zur heissenn aschenn Schloter Wirdet annfenglich aus den kolenn vnnd aschenn gemacht, vnnd durch die zerschmeltzte Briste2 erhaltenn, daraus macht mann die wennde am gesöde. Schutzenn in Sodenn Wirdet Jars zur verehrung durch den Rendtmeister gegebenn, ———— 3 fl. Störgabell. Muß mann im Bode eine habenn, die wellenn so mann vnnter die Pfannenn wirfft vort zuschörgen3, Schifflohnn allerley Stehet beim F. vnnterm Titul führlohnn.
Der Erst Appendix Setzsteckenn Braucht mann in der flös vor den Porkenn1, Kostet, zu hawenn ———— 2 alb. zu führenn ———— 15½ alb. Sprossenn. Werdenn zun flößleitternn gebraucht, kostet ein gebundt, Zu hawenn ———— 4 hlr Führlohnn vom Finkennbergk —— j alb 3 hlr Sockenn. Heist mann, wenn die sohle gar gesottenn, vnnd in ruhe stehet, biß sie sich zu saltz gesetzet, Sohle Ist das wasser daraus saltz gesottenn wirdt, langt mann —— 28 schue hoch, durch — 2 Pompen in die gerinne, muß mann zu Ieder Pfann — 9. oder — 10. fuder, auch Izo mehr nach gelegenheit der zeit, habenn,
Der Erst Appendix. Hat dreyerley nahmenn. Die {1 1 Rohe 2 Wahre } sohle 3 Brundt Ist die sohle anno etc.2 74. Nota. Den 2. Februarij hab ich die Sohle vnnd wildt wasser gewiegenn, befundenn, das ein quart sohle gehalten —— 96. lot, ist — 3 ℔. die gabenn saltz. 7 lot, Ein quart das wilt wasser ———— 91 lot, Sohlmeister. Dessenn ampt ist die sohle vf die gerenn3, nach den bodenn, wochenntlich —— 2 mahl zuweisenn, Hat zu besoldung 50 fl. vom Sohlmeisterampt j Hoffkleidt j achttell Saltzes, 2 fl. vonn der fütterung der kunstpferde,
Sohlgrabe. Den Reÿne zuhaltenn gibt mann Jars1[?], dem so darauf bestellet. ———— 12 fl. Sohltröge. Dero gehörenn Inn Jedes Bodt zweene, Einer zur beisse2[?], der annder zum sannde. Costet einer Zumachenn ———— j thaler Vom Tanngennbergk Inn die Bodenn zufuhrenn, ———— j fl. Sieb. Gehöret eins Ins Bodt, dardurch die Asche geredenn wirdt. Costet ———— 2 alb. So muß mann auch eins habenn, da mann die Eschen Inn redet, welche mann zum blut gebrauchtt, Wenn mann die Pfann bestreicht, Ist klein, Costet eins, ———— j alb.
Superintendentenn Gibt vnnser gl. f. vnnd herr, alle Jar gegenn Dsieb1[?] Cappell ———— 1000 fl. Stebe. Sein Eisernn lannge Stebe, darauf legt mann vnter die auslauffennde Pfannenn die Vsegerenn2[?], die Sohle vfzufanngenn, Costet einer vngeuerlich ———— j thaler. Mehr hat mann auch stebe zu den Röstenn in Steinkolenn Bothenn, wiegt einer — j Cenntner, Derenn muß mann — 23. zu einem Rost habenn, Siegelnn Alles saltz so vnnser gl. f. vnnd herr, wirdt in faße gepackt, vnnd gein Cassell geschickt, muß der Bottener zuuor ann beidenn Bodenn der faße, mit einem durchgehenndenn Bleÿ am heuptreiff siegelnn, vf einer seittenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn Namenn, vf der annder
seittenn des schetzers merck, so beim vfmessenn des Saltzes gewesenn, vfs bleÿ schlagenn, hieuonn gibt mann dem Bödtner vonn Jeder Pfann ———— j alb. Stricke Braucht mann zur noturfft, Basternn vnnd harin, Basternn braucht mann ann die Pfannbeume, Zu einer Pfann — 3. Kostet Jeder —— 2 d1[?] Harin braucht mann ann dem Pfanntuch — 6. Vnnd sonnst ann den Saltzmassenn, Kost Jeder ———— 6 hlr. Stucke Brets Muß mann in allenn Bodenn habenn, die mann vorsetzet, Wenn mann das letzte saltz aus der Pfannenn zeuhet, darmit es nicht vff die Erde falle, Inn Steinkolenn Bodenn aber muß mann derer beÿ ———— 8 habenn, Sagenn Hat mann beÿ ——— 90. im Vorrath, werdenn
zum holtzschrotenn am Seulingswalde, vnnd am Tanngennberge gebraucht, Darmit wirdt alle wege die funffte Claffter ersparet, Kan ein mit allem Kostenn ———— j fl. Schörlöcher. Schallerlöcher. Ist vnnd sein die beide löcher vnnter der Pfannenn, in Steinkolenn Bodenn, darin mann die Kolenn vf den Rost zum Brennenn schutt. Stollenn. Ist das gebeu vmb den Saltzbronnenn, darin das wilde wasser vonn der sohle gescheidenn vnnd abgestollet. Nota. Wenn mann zum Stollenn, darin das wilde wasser abfleust, hinein gehet, kommt an ort, da die grosse ader aus dem Bronn in den Stollenn gelegt, Ist der Bodenn im Bornn, da die quellenn enndtspringenn — 10 zoll dieffer, denn der Bodenn des wildenn wassers.
Desgleichenn auch da dannenn Jegenn der Kirchenn, furters aber senncket sich der Bodenn des wildenn wassers algemach bis Inn die Wasser Kompenn, daselbst stehet der Kupffernn Bodenn in gedachtter wasser Kompenn, vnnd der Bodenn der Brunnenquellenn, gleich vnnd in einer tieffe, Ist abgewiegenn Anno 67. den 7. Maÿ in beÿsein Hansenn Wenzels1[?]. Söder Sein die so das saltz siedenn vnnd machenn, die Meister so Bodt habenn, heist mann Meister Knecht, die anndernn so kein Bodt habenn, vnnd vmb lohn arbeitenn, heist mann affter knecht. Steinkohlenn. Werdenn vom Meßner Inns Saltzwergk gefurt, Kostet ein maß, welchs — 22 metzenn sein, vffm Berge ———— 2 1/2 alb. So muß der Söder zum fuhrlohnn gebenn — 2 1/2 alb. Derenn muß der Söder zu Jedem werck habenn
— 18 maß, auch wohl —— 19, oder — 20. maß, darnach die sohle am gehalt gut oder böß ist, Diese Kolenn werdenn vf zweÿerleÿ weise Inns Saltzwergk gefurt, Ein theil Jegenn ladung zu Allein vmbs lohnn, welchs die Heÿner1[?] Jegenn die Saltzladung zu furenn, da wirdt Ihnenn Jevf — 8 mas ein Pfann saltzes geladenn, vnnd vonn Jedem mas — 2 alb gebenn, Was aber ohnne die saltzladung gebracht wirdett, gibt mann vonn Jedem mas —— 5 1/2 alb. Steinkohlenn Koth. Dero ist Itzo —— 20. Kann in Jedem die wochenn — 3. auch wohl bisweilenn — 4. mahl gesottenn werdenn, Streidewergk. Heisset wenn mann die Pfann gefegt vnnd rein gemacht hat, Welchs denn zu — 4. oder — 5.
werkenn ein mahl geschehenn muß, das erste werk so als dann gesottenn wirdt, heißet ein Stredewerk. Pfann bestrellenn1[?]. Oder bestreichenn, Ist wenn mann die new Pfann vf setzt, bestreichet mann sie erst mit blut vnnd Bren eschenn, T. Taglohnn. Den taglöhnern in Bodenn gibt mann vonn aller hanndtarbeit, Im Sommer ———— 3 alb. Im Winter ———— 2 1/2 alb. Thonnenn Dem Bödtner zu Lackenn2[?] gibt mann vor — 100. Tonnenn —— 10 fl. Vnnd dauonn zu Schifflohnn gein Allenndorff ——— j fl.
Todtschlagk. Ist die alte ordenung, wer in Bodenn einenn enndtleibet, vnnd der theter enndtkömpt, muß der die Bodenn — 100 Jar vnnd einenn tagk meidenn, Kömpt er Inner dessenn muß er vf sein ebentheur gehenn, Tranckgeldt Dem dienstvolck in amptenn Beÿlstein vnnd Lüdtwigstein, gibt mann im ausbringenn des flößholtzes, vonn Jeder Klaffter ——— 5 hlr.1 Darzu wirdet in auch das forstgeldt halb nachgelassenn, Tranckgeldt aber vom Saltz vber den geordenntenn kauff zu nehmenn, ist beide denn Beamptenn vnd Södernn, ernnstlich verbottenn, vnnd Inngebundenn, Treger. Sindt Eisernn, werdenn vff der huttenn zum Lippoldes berg gegossenn, weiget einer beÿ — 3. oder 2 1/2 Cenntner, derenn muß mann — 5
zum Rost habenn, konnenn — 2. oder 3 Jahr stehenn, V. Vniuersitet. Gibt vnnser gl. f. vnnd herr, Jars aus dem Saltzwergk, Jegenn Hasungenn. ———— 400 fl. Zwischenn vnnserm gl. f. vnnd herrnn Hochlöblicher Gottseliger gedechtnus, vnnd denn Pfennernn, ist anno 38. Freitags nach Jubilate des Saltzwergks halber ein vertragk vfgerichtt, vnnd derselb Anno 40. Freitags nach Francisci wieder ernewert wordenn, Vorderer Offenn Ist das fordertheil am gesöde. W. Wagenn Fuhrlohn allerleÿ. Findet mann im F. Vndernn Titul fuhrlohn.
Winnung. Gibt Jeder Söder vonn Jeder Pfann ———— 3 fl. 10 alb Ist vonn einem achtell —— Item — 2 alb von der sohlen, vnnd — 2 1/2 alb vom Wildt wasser abzuhösenn, ———— 10 alb 4 1/2 alb Wehrmeister Gibt mann des tags wenn er arbeit ———— 4 alb. Wegegeldt. Gibt der furmann vonn einer Pfann Saltzes in Bodenn, ———— 4 hlr. Dessenn ist niemanndts gefreÿet, Ohnne furstenn, Grauenn, Prelaten vnnd Hospital. Wildt wasser Ist das sueßwasser, so nebenn vnnd vmb den Saltzbronn, fellet vnnd quellet, wirdet durch sonndere Kompenn, so — 8 zoll weit sein — 3 schue
hoch ausgehöset, vnnd in den Sohlgrabenn durch die abzucht gelassenn, dauonn gibt der Söder benebenn der Winnung vonn Jeder pfann, ———— 2 alb. Weigt ein quart ——— 2 } ℔1 { 22 } lot. die sohle aber ——— 2 } { 23 } Werck. Ist ein Pfann saltzes, nemblich —— 8. achtell. Wercklohn Gibt mann vonn einer Pfann saltzes zu arbeitenn in alles ———— 14 alb. Wochennbuch. Darin wirdet alles geldt, was dessenn der Renndtmeister ausgibt, vom Jegennschreiber Inngeschriebenn, alle Monat den Saltzgreuenn vorgelegt durch dieselbigenn besichtiget, gelegt, rectificirt, Wochenn vnnd Monat geschlossenn, vnnd vnderschriebenn,
Der Erst Appendix. Windtlöcher Der hat mann in steinernenn1 bodenn ―― 2. dadurch der windt vnter den Rost zum brennenn des feuers kömpt. Warttenn Register. Haltenn die drey Saltzwarttenn, Jeder eins besondernn, darin werdenn alle werck, was dero wochentlich vnnd Jars vber gesottenn, geschriben, Wandt Heist mann die stettenn am gesöde, derselbenn sein ―――― 2 Weidenn. Kostet ein schock2 ―――― ½ thaler. Wellenn geltenn. Itzo ―― j fl. Wagennwellenn Itzo ― j schock ― 11 alb. Eselwellenn in der grubenn gelieffert.
Der Erst Appendix. Wechter Sein in Bodenn ―― 4. dero besoldet vnnser gnediger furst vnnd herr Zwene, vnnd die gemein ―― 2. mussenn Ihe zwenn eine halbe nacht wachenn, dauonn gibt mann Jedenn Jars ――――――――― 10 fl. Wachtgeldt. Muß Jeder Innwohnner in Bodenn Jars ― 1½ alb gebenn, erhebenn die Schoffer vnnd berechnens. Wellennschreiber. Ist einer im Saltzwerck, der muß alle wellenn vnnd Steinkolenn, was derer Inns Saltzwerck vf die Steige gefurt werdenn, vfgeschriebenn, vnnd den furleuthenn, der zeichenn, so hiebeuor gebraucht werdenn, zettell gebenn ― 3 hlr.1 solch geldt muß er berechnenn, denn alle Monat die zettell abgezehlt, vnnd Ingeschriebenn werdenn, vom solchen hellernn im zu belohnung gegebenn ― 75 fl.
Der Erst Appendix. vnnd ― 2 fl. 10 alb. zu Papier, das vbrige wirdet ann wegen vnnd strassenn verbawet, Item es muß auch der Wellennschreiber das fuhrlohn vonn den Steinkolenn Bodermeister vonn Jedem maß ― 2½ alb. erhebenn, vnnd ein theil den furleutenn so saltz ladenn, vnnd das anndere dem holtzvogt lieffernn, vnnd daruber sondere Wochennrechnung halttenn, Wellennberge. Was dero Jennseit der Werra nach dem Eichsfeldt zu liegenn vmb die Stadt hero, darin habenn die Söder kein theil, wirdet vnnder die Burger getheilt, Ein handtwercks mann ― j loß. vnnd ein fuhrmann vnnd Eseltreiber Jeder 2 loß. Wirdet Jedes los mit ― 4 alb. erlanngt, mit solchem gelde wirdet denen gelohnet, so die loß austheilenn Wannaber ein Burger seine wellenn einstheils
Der Erst Appendix. oder sie alle verkauffenn wolte, soll er dem fuhrmann ―― 6 schock Wagenn wellenn, oder ― 7 schock Eselwellenn im walde vor ― j thaler gebenn, bey Poen ――― 2 thaler. Weyl auch der Burger die Wellenn nicht selbst machenn, soll er das Loß Inner ― 14 dem Burgermeister vfsagenn, vnnd dauonn keinenn gewinst Vff dieser seittenn der Werra gehenn die Söder mit den Burgernn in einstheils berge, als die hohe forst, vnnd was derselbigenn annhenngt, in die gleiche loß, Bekompt einer souiel als der annder, gebenn vf ein Loß ―― 3 alb. dieselbenn wellenn mussenn alle in die Bodenn, vnnd keine Inn die Stadt gefurt werdenn, Was aber ann gehöltzenn vnnd bergenn vnnsers gnedigenn furstenn vnnd herrnn gehörigk, wenn die Gresig1[?] sein, theilenn die Söder gleich vf die Bode, vnd gebenn vom einem schock ―― ½ alb. forstgeldt. Etzliche Berge aber nechst vmb die Bodenn gelegenn
Der Erst Appendix. vnnd den Pfennernn gehörigk, hawenn die Söder Itziger zeit, auch vf die Bode, vnnd gebenn dauonn ein genanndt forstgeldt, wie aus volgender verzeichnus zusehenn, Verzeichnus, Was die holtzberge, so nechst vmb die Sodenn gelegenn, Wann sie gresigk sein vnndgehawenn werdenn, Zu Stambgeldt gebenn, Das Mattennroth, die Sommerleidenn vnd der Lotbach1[?], die Wintterleidenn gebenn ―― 8 marck ― 6 schilling, ist ― j Marck ― j fl. 8 hlr. ist ― 4 hlr. Thut ――― 8 fl. 7 alb. 4 hlr. Der Lotbach2[?] die Sommerleidenn, bis ann den Hegebergk, gibt ―― 5 marck, der gehörenn ―― 2. Marck Inn die kirche zum Sodenn, thun, ――――――― 5 fl. 3 alb. 4 hlr. Der klein hain, bis ann die halbe Marck, vnnd die
Der Erst Appendix volckmersbanck1[?], Item der mittellbergk bis ann die wintterleidenn, ann den grossenn hain, gibt ― 11½ marck ½ gr.2[?] 6 schilling thun, ――――――― 12 fl. 6 alb. 8 hlr. Nota Ein Grosch ist ―― 4 heller. Die halbe Marck gibt ―― 4 Marck Thun ―― 4 fl. 2 alb. 8 hlr. Der Grosse hain die Wintterleidenn, gibt ――――――― 8 marck, Thun ―――― 8 fl. 5 alb. 4 hlr. Der Grosse hain die Sommerleidenn gibt, ――――――― 5 marck, Thun ―――――― 5 fl. 3 alb. 4 hlr. Der arnsbergk die Wintterleidenn, vnnd das Nonnennroth zusammenn gebenn ―― 8 marck, Thun ―――― 8 fl. 5 alb. 4 hlr. Nota. Die klein vnnd grosse horst sein der Söder vnnd Inn=
Der Erst Appendix wohnner zun Bodenn gemeine, vnnd wirdt vnter sie sonnder Stambgeldt ausgetheilt, kleine horst ―――――― 500 Grosse horst ―――――― 200 } schock. Z. Zimmermann arbeit Dem Meister gibt mann ―― 14 guldenn vonn einem newenn Bodt zuzimmernn, Vonn gemeiner arbeit, dem Meister des tags ――――― 4½ alb Seinen Jungen einem ――――― j alb 3 hlr. Zoll. Inn Bodenn gefelt kein annder zoll, denn vom saltz vnnd aschenn, gibt mann vonn Jeder Pfann saltz ― 8 hlr. vom einem Malter aschenn ― j hlr. Des Saltzzols sein gefreyet, furstenn, herrnn, Grauenn, Prelatenn, hospital, die vonn der Ritterschafft, auch die Pfenner, vnnd vnsers gnedigen f. vnd hern diener,
Der Erst Appendix. Zu Mündenn gibt mann vonn einer Pfann saltz ―― 1½ Margenn groschenn, Ist ― j alb 4 hlr. Zoller. Ist auch Jegennschreiber vnnd mit Saltzwarck1, sein besoldung vnnd dienst wirdet daforne vnterm G. beim Jegennschreiber vermeldet, Zober. Wirdet in Jedem Bodt einer, bisweilenn zwen Inn die Erdenn gegrabenn, kostet einer zumachenn ― 5 alb. darin wirdet die sohle aus den trogenn gelassenn, vnd volgenndts Inn die Pfann geschepfft, Zulassenn, Heisset wenn mann gesottenn hatt, vnnd die Sohle gar ist, also das mann kein feuer mehr vnnder schöret, vnnd das Pfanntuch vber die Pfann zeuhett, Zulegenn. Heisset, Wenn die sohle gesocht, vnnd sich zu Saltz gesetzt, also das manns annfehet aus der Pfannenn ann den gennsenn zufangenn,
Der Erst Appendix Zundt Sohl. Wirdet bey dem vbrigenn feur, welcher meister das hat, wenn die Pfann saltzs1 aller ausbracht ist wordenn, gemacht, als mann geust etzliche aschen Roher sohlenn in die Pfann, vnnd macht die bey den vbrigenn kohlenn gar, Wirdet denn Zunde sohl genennet, darumb das sich durch diese besserung die anndere Sohl desto ehr zu saltz annzundenn, auch das vberige feur nit vergebenns ausgehe, Zeichenn Der wirdet im Saltzwerck gebraucht, 1. Flöß zeichenn, 2. Flöß Klaffter zeichenn 4. Jegenn zeichenn, 5. fuhrzeichenn 6. Esellhauffenn zeichenn 7 Waldtleger zeichenn, Zollhauß in Sodenn. Ist Anno 63. vnnd 64. gebawet, hatt in
Der Erst Appendix. alles zuerbawenn kostet, ――――― 283 fl. 24 alb. 2½ hlr. Das holtz hat vnnser gl. f. vnnd herr zum bestenn gehabt, Zin maß. Das hilttet ― 2 virtell sein ― 12 quart, damit werdenn alle Saltzmas geeichet, vnnd muß Jedes dismahls ― 6 haltenn, Ist ein achtell ― 22. virtell. Zwingenn. Werdenn vf der huttenn zum Lippoldesberg gegossenn, sein dreyerley, vnnd werdenn in Steinkolen Boden gebraucht, Heupt zwingenn braucht mann zu dem Schornnstein, Schaller zwingenn braucht man vornn vor dem Rost, darinnenn gehenn die ― 2. schallernn oder blech, welche mann vf vnnd zu thun kann, wenn mann die kolenn zum brennen in Saltzsiedenn vnnderwirfft, Kurtze zwingenn braucht mann auchobenn im Schornnstein, Item vber den Windtlöchern vnnd Schorlöchernn,
Der Erst Appendix. Nota. Die steinkolenn Bode aber kostenn wegenn der Schornstein, darzu mann viel steine habenn muß, ein fast Inn die ——— Darzu gibt vnnser gnediger furst vnnd Herr eden[?]1 Bödern Jars zu haltung des gesödes, vnnd gemeiner Beur[?]2 — 6 fl. Item vonn der Aschenn vnnd schlackenn außzutragen — 6 fl. Mehr gehöret in ein Bodt, mus der Södermeister verschaffenn. Zwölff Schauffelnn kostenn ——— 8 alb Ein schnepffenn ——— 3½ alb. Zwo Verleff[?]3 ——— ½ alb. Ein Eschenn[?]4 ——— 2½ alb. Drey fegefäßer ——— 5 alb 3 hllr. Ein Beißkordt[?]5, ——— 2 alb Zwo Kohlkruckenn ——— 4 alb Zwo Saltzkruckenn ——— 1 alb 4 hllr Ein Aschenn kruckenn ——— 3 hlr.
Der Erst Appendix. Ein Kohlgertte ——— 1 hlr Ein hangelicht, ——— 2 alb. Drey Mullernn[?]1 ——— 6 alb. Ein saltzfeßlein ——— ½ alb. Ein aschenn sieb ——— 2 alb. Summa thut —— 1 fl 11 alb 11 hlr. Nota. Darzu muß der meister habenn des Jars Rueß kar. Besenn kar. Leuchtsell zu Jedem werck kar —— 1 alb. vnnd die weil die Pfann wehret vor —— ½ alb. Achtell saltz blut oder farbe, Nota. Der Schmidt muß bey die Pfann liefferenn, so auch Inns Rots gehöret, vnnd hieforne beim gelde nicht specificirt ist. Beißhämer ——— 2. Hackenn ——— 1 Pfannhackenn ——— 16 Feür hackenn ——— 1. Schiepffenn ——— 3.
Der Erst Appendix. Außfurderung. Heist vnnd ist soviel als außbringenn, Außfurderung der Kohlenn, Ist wenn mann die Kolenn mit den Hundenn vom ortt zu tag außbringet, Außfurderung des Schwelß Ist dergleichenn wenn mann den Schweel, so vber den Kohlenn steget, auß dem Berge bringt, Außbruch. Heist wenn mann ein fein ort vom Kolenn vor sich hat, Außwechssell des gezimmers, Ist wann das gezimmer im Stoll Baufellig wirdt, das mann neue thürstocke einstreicht, Außfahrenn, Ist wenn die arbeit verfertiget, Auffahrenn eins Gedings Ist wenn denn arbeiternn etliche Lachter zubrechenn[?]1 verdingt werdenn,
Der Erst Appendix. Altter Backoffe. Ist das ortt, da erstlichenn die Kolenn sich endtzündet, vnnd anngangenn, Axte. Habenn die Steiger zum gezimmer zugebrauch. Außfahrenn Heist wenn die arbeiter Ire Schichtenn verfahrenn, vnnd wieder aus dem Berge fahrenn, oder gehenn, Arsledder Ist, welche die Bergkleute tragenn vorm hindernn, wie anndere handtwergks meister die Irenn vorne tragenn Anfelle. Seindt zwey kurtze höltzer, vnnd vff einer seittenn außgekümmet, welche mann in Schechtenn, zu den tragstempell zugebrauchenn, dieselbenn darinnenn annzutreibenn, das die Jöcher darauff könnenn gelegt werdenn,
Der Erst Appendix. B. Bergkhaubtmann Dessenn ampt ist, das er alle Bergkwergk im Lannde in verwaltung vnnd vfsicht hat, vnnd alle rechnung annhörenn vnnd vnnderschreibenn muß, Bergk vogt. Dessen ampt ist, das er auch alle Bergkwergk, benebenn dem Bergkheuptmann in vfsicht, vnnd verwaltung hat, die befahrenn, Rechnung annhören helffen, vnnd mit vnnderschreibenn, auch allenn Sonnabendt am Meißner bey der bezahlung sein, vnnd demnach vf allen Bergkwergken den Zehendenn einbringen vnnd verrechnenn, Bergkschreiber. Dessenn ampt ist, das er alle die Kolenn, was derenn vf den Stolenn außgefürdert, zu seiner Innahme bringt, vnnd dieselbigenn Jedes maß vor — 2½ alb verkauffet, vnnd darüber richtige klare Rechnung thut, was er vor Kolenn vnnd geld [gestrichen: vt[?]]1
Unsichere Lesungen
Z. 20: [gestrichen: vt[?]] — getilgter Wortansatz unleserlich
Der Erst Appendix. einnimmet, vnnd was wiederumb er dargegenn außgibt, Muß auch auf die arbeiter sehenn, das sie zu rechter zeit vf vnnd ab fahrenn, Ire Schichtenn arbeitenn, geding vnnd annders Jederzeit verrichtte, das Stoll vnnd Schechte verwahret werdenn, wirdet auch Schichtmeister genennet. Bergkschmidt. Muß alles vom Eisenwergk, was vffm Bergkwergk zumachenn bedürfftigk, verfertigenn, Bergk Hundt Ist in einer vierung wie ein Kastenn vonn Holtz — 3½ schue lanng — 1 schuch 9 zoll weit — 2 schue 1 zoll tieff zusammenn geschlossenn, vnnd mit eisenn werck beschlagenn, Damit mann Kolenn, Schuttl[?]1 vnnd Bergk außfürdert, Borer Braucht der Steyger in legung der Gestennge, Bergk. Ist das Erdtreich, so sich im Berge ereugett. es
Der Erst Appendix. sey Thonn oder anndere Materie, Bergk kappenn. Werdenn gebraucht in befahrung der Bergkwerge, das mann sie annthut, anndere Kleider damit zuverschonenn, Belge. Braucht der Schmidt zu seiner arbeit, werdenn auch bisweilenn Wetter in die Berge zu bringenn, gebraucht Bergk Compas. such[?]1 L Bergkhawer. Welcher vorm ort arbeitet, vnnd die Kolenn langen thut, Bergktrogk. Ist ein Mollenn, vnnd braucht sie zu einfaßung der Kohlenn, Brechstanngenn. Ist ein grosser eysernn stab, vnnd mann braucht Ihnen, wann grosse klufftige wennde verfallenn,
Unsichere Lesungen
Z. 10: such[?] — Verweiswort undeutlich, sucs/such
Der Erst Appendix. Bergk zurückstürtzenn. Ist wenn etwas im Berge eingehet, das mann solchs ann die wüstenn orter bringet, vnnd Bergkfestung darauß macht, Braune Kohlenn. Seindt nicht so gut als die schwartzenn, sein wohl voller schweffell, treibenn aber nicht so starck vnnd wohl, als die gutenn schwartzenn Kohlenn, vnnd liegenn vnnter den schwartzen koln, des weißen liegentes, Beckkolenn. Sein auch etwas schwartz, doch mit brauner vermengt, seindt auch nicht so gut, als die rechtenn schwartzen Kolen, seindt auch etwas leichter, doch kann mann sie im Saltzwerck mit brauchenn, Bergkseill. Braucht mann zu ein vnnd außfürderung in den Schechten, Bergk oder setzeisenn Braucht mann zu denn Festungenn,
Der Erst Appendix. Backöffe. Ist der ortt, do sich vnversichtlich die Kolenn selbst anngezündet vnnd gebrennet. C. Compaß. Wirdt Inner vnnd außerhalb dem gebirge in abziehung vnnd vffahrung, auch zusammenbringung der Stoll vnnd Lenngorter der durchschlege gebraucht, D. Dach. Ist der Zechstein so vber dem Kolenn steget, vnnd ist ein fest wackenn[?]1 gebirge. Donnenn Bretter Seindt lannge Stanngenn, braucht mann in den Schechtenn, das die Kübell vnnd wasser thonnenn daran vf vnnd abgehenn, vnnd nit annstreichenn, Dörlein Ist das gezimmer, so der Steyger in vffarung der Stollenn setzt, damit das gebirge nicht Inngehet,
Der Erst Appendix. Dunckhöltzer. Werdenn in flachenn schechtenn geschlagenn, das die thonnenn sich darann abstoßenn, oder abweisenn könnenn, gleich wie die thonnen bretter, Durchschlagk. Heist, wann mann mit den Lengorttern oder Querschlagk zusammenn kömpt, Durchschlagk. Ist wie ein halbe sanckl1 axt, welche der Steyger zum gezimmer gebraucht, vnnd die Löcher in die grundtladenn, darinnenn die Zapffenn ann den thürlein gesetzt, machet, darumb es ein Durchschlag genenndt wirdt. E. Einfahrenn Ist vnnd heist, wann die arbeiter ann Ire Schichten, in den Bergk fahrenn, auch wann anndere das Bergkwergk besehenn wollenn,
Eue strich1[?], Jst ein holtz, wirdet quer im Schacht, den die Wandtrutenn Zungestrichenn2[?], darmit der Schacht nit zusammenn gehet, wirdt auch spreutze genanndt. Eisernn Schlegell. Werdenn gebraucht zu ergentzung oder zerschlagung, auch wohl zu erschellung der grossenn wenndenn, F. Feustell. Jst wie ein Eysernn hanndthamer mit zweyenn Bahnenn, so der hewer vorm ort benebenn dem Bergkeisenn, vf den verfallendenn Vestungenn zugebrauch3[?], Flötz. Seindt [übergeschrieben: +] die[?] Bolenn, welche zwischenn dem hanngendenn vnnd liegendenn stehe[gestrichen: t]5, vnnd darmit Inns gebirge streiche[gestrichen: t]6, Fündtgrubenn. Jst da erstlichenn eine Neues7[?] vnverwandts felt,
Unsichere Lesungen
Z. 1: Eue strich — wohl Einstrich; Schreibung unklar
Z. 3: Zungestrichenn — wohl eingestrichenn
Z. 12: zugebrauch — Endung undeutlich
Z. 14: die Bolenn — Artikel unklar
Z. 15: stehe[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar
Z. 16: streiche[gestrichen: t] — Umfang der Streichung unklar
nach Ertz oder anndere Materien entblöst werdet, Fiemell1. Jst ein lannger Eysernn keyl, welchen mann Jn die klüffte setzt, vnnd darmit die grossenn wennde vonn annder hebet, Wirdt auch vnnter weilenn, Wann die kolenn vorm ort feste stehenn, in verschremenn, gleichfals gebraucht, vnnd in die Ritze oder Schrammenn gesetzt, vnnd mit einem grosen feüstell rein getriebenn, das grosse stuck brechenn müssen, Först. Jst ein feste Steiner warkenn2[?] gebirge, welches vber den kohlenn stehet, wirdt auch wohl der Zechstein oder dach genenndt. Fallenndts des gebirgs. Jst wann die först des Zechsteins obenn ründer3 vorm ort sich in die Sohl stürtzet, vnnd keine kolenn vorm ortt mehr stehenn, oder lanngenn kann. Farttenn. Seindt Leytter, welche mann in Schechttenn Zum4[?]
ein vnnd ausfahrenn zugebrauchenn, desgleichenn vor den kohlorttern, den Schweel1[?] vnnd kolenn hernach zuhauenn, G. Ganngk2. Seindt vielerley im gebirge, einer mechtiger als der annder, darinnenn sich der Bergkmann des gebirgs vnnd gelegennheit, mit Stoll vnnd Schechte anzusetzenn, zurichtenn, wo dieselbenn Jr streichenns, steigenns oder fallenns habenn, Geschiebe Jst Jederzeit ein klein vnnstanndigs gebirge, Welchs die Sündtfludt Jederzeit am ganntzenn gebirge abgeschobenn, vnnd nicht stehet, das mann mit Schechten oder Stollenn kann einkommenn, Sonnder mus zuuor verbauet werdenn, damit mann sich dann ersehenn kann wie Jederzeit dem dringenn vorzukommenn, Geschicke. Jst da sich erstlichenn ein gut enntspreussenn3[?] will,
das mann eines guts im bawenn zuuermutenn, vnnd in hoffnung stehet, des orts wo die geschicke oder gelegennheit vorfallenn, etwas annzutreffenn Gestennge. Seindt lannge breite büchenn Bohlenn, welche mann vf die grundtladenn der Sohlenn leget, darauff die Bergkhunde gehenn, Gestuebe Jst klein schwartz Mulechtigk1 gestüebe der kohlen, welche mann zu annfanng, ehe vnnd zuuor mann ann die grobenn Braunenn kolenn kömpt, durchfahrenn müssenn, Welches Jederzeit die Sündtflut vom ganntzenn gebürge der kohlenn abgeschobenn. Grundtladenn. Jst ein lanng holtz vf allenn seittenn beschlagenn, vnd fornnenn vnnd hindenn ausgelocht, Welches mann Jnn die Sohl legt, darinnenn zwenn thüer storke2[?] gesetzt werdenn, so den Stollenn vnntenn von einannder hellet, das er nicht zusammen gehen kan,
Gezimmer. Heist, wann ein Stoll mit thüerstörke1[?], kappenn vnd Grundtladenn wohl versetzt, vnnd in der Först, vnnd vf den seittenn mit pfelenn wohl verwaret ist, das nichts im Stoll kann eingehenn, oder schadenn zu bringenn. Getriebe. Seindt lannge breite pfele, welcher vber den kappen anngestickt wirdet, damit mann, vnnter dem kleinenn abgeschobenenn gebürge des geröls kann durchfahrenn. Geröls. Jst ein vnnstanndiges gebirge, welches mann vornne am tags hat, vnnd Jederzeit die Sündtfludt am ganntzenn gebirge abgeschobenn, Gebirge. Jst Jederzeit ein fein stanndthafftiges gebirge, darinnenn mann kann fortkommenn, auch Jederzeitt zuersehenn, wie sich Jede Bergkartt will annlassenn.
Grube. Wirdt vnnder zeitenn genenndt ann stadt eines Stolles, das mann sagt, da etwann einer nach dem andern fragt, er sey in der Grubenn. Geschworne. Jst sein diennst, das er den arbeiter verdingen mus, vnnd wann die arbeiter solch geding vfgefahrenn, mus er solchs Jhnenn, mit den Lachter abnehmenn, vnnd schreibenn lassenn, wie es mit Jhnenn vberkommenn, mus auch im gebirge zusehenn, das die orter recht getriebenn, die kohlenn verschrembt vnnd die Stoll vnnd Schechte im Bau gehalttenn werde. Grubenn Beill. Hat der Steyger in machung des gezimmers zugebrauchenn, vnnd ist bey nahe die helffte so gros, als ein annder Zimmerbeill. Grubenn Liecht. Habenn die Steyger vnnd Arbeiter in den Stoll vnd
Schechttenn, ann stadt der gezogenenn Liechtter, zugebrauchenn, so einem hanngendenn liecht ehnlichenn, vnnd werdenn einstheils vonn Eysenn, kupffer, oder Meßingk gemacht. Ruodenn1[?]. Wirdt im Grubenn liecht ann stadt eines Dochtts gebraucht, welche vonn Leinenn tuch gemachtt, vnnd im vnschlet wie ein hanngeliecht mit Öle brennenn mus, H. Hanngenndes Wirdt vnnd ist der Zechstein oder Dachwelchs vber den kolenn stehet, Haspell Jst ein Rundt geschnittenn holtz, welchs hindenn vnd fornne zweenn Eisernn zapffenn hat, vnnd in die Haspell stützenn gelegt wirdet, das es vmbgehenn kan,
Haspell hornn Seindt zwey krumme höltzer wie ann einem Schleiffstein, Werdenn ann die zapffenn des Haspels anngeschlagenn, damit mann vmb vnnd vmb drehen kan, Haspell stützenn. Seindt zwey beschlagene höltzer, darann werdenn vntenn zapffenn geschnittenn, welche in die Brüch oder pfüel beume gesetzt werdenn, vnnd wirdt an Jedenn obenn ausgeschnittenn, darinnenn der Haßpell lieget, mit dem zapffenn, Henngbanngk. Seindt zwey holtzer, werdenn des Schachts lenngde Jnn die pfüelbeume geschnittenn, welches sich in einer Vierung zusammenn helt, vnnd darauff die kübell, welche aus dem schacht gezogenn abnimmet. Hewer Seindt die Jenige, welche kolenn vorm ortt langen, vnnd das gedinge habenn, Jedes maß vmb —— 6 thlr1[?].
auszufuhrdenn, Hündtslauffer. Seindt die welche die kolenn vonn den hewer mit den Berckhündenn vom ortt zutag auslauffenn oder bringenn. Hornnstadt1. Jst ein raum im gebirge, das mann vf die seittenn der Stoll mit Schechttenn zusenckenn vnnter sich kommenn, auch sonnstenn zu anndern vorfallenndenn dingenn, es sey mit wetter, holtz einzubringenn, oder mit den Bergkhündenn einer dem andern zu weichenn kann vortkommenn, Heupt Stoll Zweenn. Beim Rauschenndenn wasser }2 Seindt die da man koHaubtstoll einenn } lenn kann ausfordern Vor der Zauwersch3[?] } oder ausbringenn Halle Jst vorm Stoll der platz, da mann den Bergk oder Schweel4[?] hinlauffet.
Unsichere Lesungen
Z. 6: Hornnstadt — Stichwort, Lesung unsicher
Z. 14: } — Klammer: drei Stollennamen, rechts gemeinsame Erklaerung
J. Jöcker. Werdenn vonn vier holtzernn so beschlagenn zusammenn in vierung geschnittenn, welche mann in sennckung der Schechtenn zugebrauchenn, das das gebirge darhinder stehenn kann, K. Kappenn. Jst ein holtz darann fornne vnnd hindenn eine kimme geschnittenn, vnnd obenn in der först vber zwey thüerstörke1[?] in Larffenn, so daran geschnittenn, gelegt, so die thüerstörke2[?] obenn vonn einannder helt. Kastenn. Jst mit vier dielenn zusammenn getragenn, oder genagelt, vnnd habenn die Steyger zum Werckgezeug zugebrauchenn, dasselbige verwarlich darinne zubehaltenn,
Kawe. Sein zwo mit Steinenn gewelbet geschlossenn, so Steyger vnnd die hewer mit sampt den anndernn Arbeiternn Sommer vnnd winter zeit Jnnenn habenn, vnnd nach notturfft zugebrauchenn. Karnnlauffer. Seindt die, welche zu annfanng eines stols, mit lauffkarrn ein geraüchl1[?] lauffenn, ehe vnnd zuuor die Gestennge gelegt werdenn. Kuebell. Jst ein kurtz knüppell, welchenn mann ann das Bergkseyl schlinget, vnnd darauff in die schechte fehret, Keilhawe Jst ein Eisern Picke, damit mann die kolenn gewinnet, Kraill Jst ein eisernn Reche damit mann die grobenn kolenn kann auszihenn.
Kratze. Jst ein Eisernn hackenn, doch etwas fornne zugespitzt, welche mann zun kolenn, vnnd zu anndern gebirge zugebrauchenn Krüeckenn. Hat mann zu Jnnfassung der kolenn zugebrauchenn, Kohlenn. Seindt dreyerley Erstlichenn schwartze kolenn. auch pech vnnd Braune kolenn. Kohlnnschöpffenn. 2. Beim Rauschenndenn wasser, darinnenn mann die kolenn stürtzet, derenn ist einer, darinnen die kastenn gemacht seindt —— 100 schue lanng, vnd 25. schue weit, der annder — 46 schue lang, vnnd — 26 schue weit verfertiget, Kohlenn kastenn. Darinnenn mann die kohlenn störtzet, seindt — 80. vnnd ist ein Jeder sechs schue hoch — 4 ½ schuch
weit, vnnd 6. schue lanng, vnnd vf den seittenn mit Bretternn verschlagenn, vnnd fornne mit einer thüer vermacht, Welche mann kann, vf vnd zu thun, vnnd gehenn Inn Jedernn — 18 mas, thut, ———— 1440 mas Kohlnnschopffenn.
Werdenn mit Tennenn Bretternn zusammen gefügt, vnnd eigenntlichenn zusammen geschlossenn, welche mann in einannder stossenn kann, vnnd zum wetter zugebrauchenn.
Leidt nagell. Ist ein Eisernnagell, welcher Inn die Gabell an den Bergkhundt gemacht, vnnd zwischenn den gestenngenn gehet, vnnd den Bergkhundt zurechtt weiset.
Lieggenns. Ist ein weis warbenn1[?] gebirge, da die Kohlenn auf liegenn. Lenngortter. Werdenn vf die seittenn den Stols getriebenn, das mann damit erfahrenn kann, wie breit oder mechtigk
die Kohlenn im Berge stehenn, Werdenn auch nach wetter in anndere Stoll oder Schechtte nach durchschlege zufahrenn, getriebenn, das mann desto weitters im gebirge wetters halbenn, das die Liechter brennenn, kann fort kommenn, Larffe.
Marscheider Mus die Stoln, schechte, Lenngorter abziehenn, vnnd ein Jedes ort zu tag ausbringenn, das mann mit den durchschlegenn einenn nach dem anndern zutreibenn, kann annsetzenn, auch wie tieff oder hoch Jeder Stoll vf Jedenn ganngk einzubringen ist, Maß.
P. Pfoell. Seindt lannge Schmale, Welche mann vf die seittenn der Thuerstörke verscheust, vnnd mit Berge darhinder ausgefült, das nichts vonn Berck oder anndere Materien in den Stoll rein gehenn kann, Desgleichenn hat mann sie auch in der Först vber den kappenn zugebrauchenn, Pfoelbeume Seindt zwey lannge beschlagene holtzer, so vber Jedenn Schacht gelegt wirdet, Welche mittenn ausgelocht, darinnenn die Haspell stützenn mit den Zapffenn stehenn, vnnd in die Henngebanngk gleichfals zugeschnittenn werdenn, Pompenn.
Seindt gemeine arbeiter, welche ann denn Pompenn ziehenn könnenn, Parthüerlein. Seindt zwenn Stennder darann obenn ann Jedernn eine Larffe, vnten Zapffenn werdenn anngeschnitten, Q.
Querschlagk. Ist etwas ennger vnnd niedriger als ein annder Stoll, werdenn getriebenn nach wetter, das mann damitt in anndere Stoll vnnd Schechte nach wetter zu durchschlage treibet, so mann dann damit vonn einem ort zum annderenn das wetter führenn kann,
Ist ein abraum, welche mann am Berge Erstlichen in anhebung eines Stols thun mus, das mann vor das gebirge eine gleiche Sohle bringet, das mann darnach mit einem Stoll annfahenn kann, Roubaum1[?] Haspell.
Rolle. Ist vonn dielenn vf den seittenn vnnd vntenn verschlagenn vnnd gemacht, wie eine Rinne, darinnenn mann Kolenn vonn einem stiegenndenn ort, Inn die strecke des Stollenns bringenn kann vnd furters in den Bergkhundenn zu tag ausfordert, S.
Schechte Seist was vnntenn in die tieffe gesunckenn wirdett, vnnd Jeder Bergk art gelegennheit in erfahrung des gebirges erkennt, auch wetters halbenn auff die Stoll einbringenn mus, Schauffell Ist ein Eiserne Schueppe, welche mann in dem gebirge, zu ab vnnd zu ruck des kleinenn gebirges zugebrauchenn,
Schicht. Ist wann ein Jeder arbeiter des tages seine arbeitt der — 12 stunde verrichttet. Steiger Heist, Welcher vber die arbeiter zugebietenn vnnd das gezimmer in Stollenn vnnd schechtenn verfertigenn mus, Steigent Orts Heist wann mann ein ort treibet, welchs mann vf der Sohlenn Jederzeit stiegenn lässet, vnnd gar stickell hierauff getriebenn wirdt, Schlepff hockenn Ist ein Eiser hocke mit einem Ringe, dadurch mann ein seyhl kann durch ziehenn, mit welchem mann das holtz vergk des gezimmers, als Stempell, Thuerstörke vnnd annders vor die örtter bringet, vnnd wirdt der hocke in das holtz geschlagenn, das mann
darnach mit dem seyl, das holtz vffm gestennge kan einschleppenn, Steigenns Ist wann sich der Zechstein, ann die Höhe gibt, vnnd die Kohlenn darmit steigenn, wirdt Jederzeit ein steigenns genenndt, Spore.
Ist ein Kleise, zwischenn zwischenn zweyenn gestennge, darinnenn der Leidtnagell am hunde gehet, ist etwann — 1½ Zoll weit, Sohle Heist was mann in den Stollenn vnnter sich hatt, darauf die gestenng liegenn, Stuffenn schlagenn Heist wann der geschworne ein geding so vffgefahrenn ist, abnimmet, vnnd mit der Lachter gemessenn, macht er als dann ein Zeichenn da er gemessenn,
darnach er sich die annder wochenn in fernerm vffahrenn zurichtenn, Sumpff. Heist so viel als wann mann ein tun Tam schlechtt, das mann darinnenn das wasser behaltenn kann, Schweel.
Der lieget vnnter dem Zechstein vnnd vf den Schwartz Kolenn, ist wohl schwartz aber nit düchtigk, das mann Ihnenn brauchenn kann, Welchenn dann Jederzeit, so fernne kein raum im gebirge ist, vf die halbenn gefürdert wirdet.
Schwartze Kohlenn. Die liegenn vnnterm schweel, vnnd stehenn vff den Bergkolenn, seindt zubrauchenn zu allem feuerwerck, dieweil das sie besser seindt, als die anndernn, Braune Kohlen. such B.
Bech Kohlenn. such B. Stolnn. Heist wann mann Sohl liegenndt in ein ganntz gebirge treibet, die wasser zu nehmenn, das mann desto besser zur ausfürderung kann kommenn, Säge.
Hat der Steiger zu schneidenn Holtzwergks zugebrauch1[?] Schneidtmesser. Hat der Steiger zugebrauchenn, damit er die Stele, In kratzenn, keilhauenn, vnnd schauffelnn machet, Schneidigk Ist ein gebirge darunder mann nicht kommenn kann, es muß dann zuuor ver zimmert werdenn, vnnd ist ein gebirge das gerne bricht, Kreütze such K.
| setzt, wetter vnnd waßers not, oder aber Im senckung vnnd einbringung tieffer Schechte, mustenn3[?] anngesetzt vnnd getriebenn werdenn | der Sohlenn zugebrauchenn.
| zwischenn der thuerstocke eingestrichenn, vnnd obenn mit Bretter vest verschlagenn, bis vor das ortt, das sich das wetter darunter kann durch ziehenn, vnnd vorm ortt damit gut wetter bringett, das mann kann dauor arbeitenn, | Stüffenn muß, das mann mit keinem büschell kann zuschlagenn oder wegk bringenn | *Tabelle:
Glossar des Holzvogts Wagener: Stichwort als eigene Zeile, Erklärung darunter; Zeilen der Erklärung durch Zeilenumbruch getrennt, Trennung am Zeilenende als =*
Der Erst Appendix. wieder darzu kommenn, | oder sonstenn vor anndernn gebirge schramenn vorm ort hinein hawenn, das mann darnach fiemell2[?] Inn die schrammenn setzenn kann, vnnd als dann mit grossenn Beuschell treibenn, das mann grosse stücke kann abtreibenn, oder rein werffenn, | stein hat, so zuschlagenn werdenn muß.
Der Erst Appendix Im schechtenn vnnd Stolnn, sonstenn brennett kein licht, das mann der orter kann etwas ausrichtenn, oder viel weniger in Stolnn oder Schechtenn bleibenn, | tenn anngehenngt, wie ein Rust1, das mann sich dann nach solchem zu arbeitenn, jederzeit fein richtenn kann, | tigung der Stolnn.
Der Erst Appendix Inn die Schechte gehenngkt, darnach werdenn Stempell darzwischenn geschlagenn, das sich das gezimmer vom annder helt vnd nicht zusammenn gehenn kann, | *Tabelle:
Glossar des Holzvogts Wagener: Stichwort als eigene Zeile, Erklärung darunter; Zeilen der Erklärung durch Zeilenumbruch getrennt, Trennung am Zeilenende als =*
Unsichere Lesungen
Wünschelrüten — Stichwort ohne Erklärung, Rest leer
Der Annder Appendix. Vniuersal Probier Buch vff alle vnnd Jede Saltzwercker1[?] so da sein konnen Abgerechnet durch mich Joannem Rhenanum Calculirt. Erste Taffell. Die Erste Taffell Zeigt ann, Was ein Jeder Bronnenn ertragenn Kann, wenn mann vonn stundenn zu stundenn, vonn tagenn zu tagenn, vonn Monatenn zu Monatenn, vnnd also ein ganntz Jar rechnet, Ist die Rechnung anngefangenn vonn einer Kannenn in einer stunde, vonn Kannenn vff Eimer, vonn Eimernn vf faß, vonn fassenn vff fuder, nach Meißnischer Eich.
Der zweite Appendix: das Universalprobierbuch, „vff alle vnnd Jede Saltzwercker so da sein konnen“ — heute: auf alle und jede Salzwerke, die es geben kann Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 623 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Z. 3: Saltzwercker — Endung mit Zierschwung, evtl. Saltzwercke
Annder Taffell. Die Annder Taffell ist gerechnet gleichermassenn vonn Kannenn, vonn Eimernn zu Eimernn, von Fassenn zu Fudernn, vnnd hatt die Rechnung Jrenn annfanng vonn ein sechzehenntheil eines lots, biß vff — 100 ℔1 vff stunde, Tag, Monat, vnnd Jar gerechnet, damit mann wissenn könne wieuiel Saltz ein Jeder Bronne in einer stunde, Tag, Monat vnnd Jar ertragenn könne Dritte Taffell. Die dritte Taffell ist gerechnet, Wieuiel ein stunde, Tag, Monat, oder Jar, Kannenn, Eimer, Faß vnd fuder ein Jeder Bronne gebenn Kann, vnnd was vonn Einsechzehenntheil lötiger Sohl ann, biß vff 30. lötige ann Saltz darauß ann metzenn, Scheffelenn vnnd Vierckenn2[?] ersottenn vnnd außbracht werdenn Kann, Auch nach Meißnischer Eich.
Erste Taffell, Teil 1. Zweizeiliger Kopf: Gruppenzeile 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und Einzelspalten 'Kann Eimer | Kann Eim. faß fuder | Kann Eim. faß fuder | Kann Eimer faß fuder'. Spaltenköpfe 'Kann' und 'faß' sowie alle Werte dieser Spalten in roter Tinte, Gruppentrennlinien rot; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 626
Erste Taffell, Fortsetzung (Faß und Fuder je Stunde). Zweizeiliger Kopf: 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und 'faß fuder | Kann Eimer faß fuder | Kann Eim. faß fuder | Kann Eim. faß fuder'; Spaltenköpfe 'faß' und 'Kann' rot, Gruppentrennlinien rot. Kein Kolumnentitel auf der Seite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Tabelle der Handschrift, S. 626
Ein stunde gibt: faß
Ein stunde gibt: fuder
Tag: Kann
Tag: Eimer
Tag: faß
Tag: fuder
Monat: Kann
Monat: Eim.
Monat: faß
Monat: fuder
Jahr: Kann
Jahr: Eim.
Jahr: faß
Jahr: fuder
1
12
360
4320
1
24
720
8640
2
48
1440
17280
3
72
2160
25920
4
96
2880
34560
5
120
3600
43200
6
144
4320
51840
7
168
5040
60480
8
192
5760
69120
9
216
6480
77760
10
240
7200
86400
11
264
7920
95040
12
288
8640
103680
13
321
9360
112320
Unsichere Lesungen
321 — Tag fuder bei 13; so geschrieben, rechnerisch 312
So reich ist der Bronnenn zu Franckenhausenn, welcher der mennge halbenn vor den Vornembstenn in Teutschenn lande gehaltenn wirdt.
Tabelle der Handschrift, S. 627
Erste Taffell, Schluss (Fuder je Stunde 23-25). Schmaler eingebundener Streifen ohne Tabellenkopf und ohne Kolumnentitel; Spaltenzuordnung nach dem Kopf von Bl. 311v, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 14-22 nicht im Bild.
Annder Taffell, Teil 1 (Salzgehalt je Kann in Loth, umgerechnet auf Eimer, Faß, Fuder). Zweizeiliger Kopf: 'Ein Kann helt. | Eymer. | Faß. | fuder.' und '℔ loth | Cente: ℔ lot | Cent ℔ loth | Ce. ℔ loth'; ℔ = Pfundzeichen (lb-Ligatur), Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Brüche wie 1/16, 4 5/8 als Bruchschreibung der Vorlage. Roter Kolumnentitel auf dieser Versoseite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 629
Annder Taffell, Fortsetzung (13 bis 24 loth je Kann). Ohne Tabellenkopf und ohne Kolumnentitel im Bild; Spalten nach dem Kopf von Bl. 312v, ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 11 und 12 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 630
Annder Taffell, Fortsetzung (25 loth bis 1 ℔ 6 lot je Kann). Zweizeiliger Kopf: 'Ein Kann helt. | Eimer. | Faß. | fuder.' und '℔ lot | Cent. ℔ lot | Cente ℔ lot | Cent. ℔ lot'; ℔ = Pfundzeichen, Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Kein Kolumnentitel; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Wiewohl aller art Sohlenn, so auff dieser seittenn anngezogenn, nicht viel flüssigk seindt, So ist doch der letzte Post nur gediegenn gut.
Tabelle der Handschrift, S. 631
Annder Taffell, Schluss (1 ℔ 10 bis 1 ℔ 12 lot je Kann). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 313v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 1 ℔ 7-9 lot nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Dritte Taffell, Teil 1 (Salz je Stunde in Loth, hochgerechnet auf Tag, Monat, Jahr). Zweizeiliger Kopf: 'Ein stunde gibt. | Tag. | Monat. | Jahr.' und '℔ lot | Cente ℔ lot | Cent. ℔ lot | Cent. ℔ lot'; ℔ = Pfundzeichen, Köpfe und Werte der ℔-Spalten rot, Gruppentrennlinien rot. Brüche als Bruchschreibung der Vorlage. Roter Kolumnentitel auf dieser Versoseite; untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 633
Dritte Taffell, Fortsetzung (12 bis 24 lot je Stunde). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 314v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeile 11 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 634
Dritte Taffell, Fortsetzung (28 lot bis 1 ℔ 6 lot je Stunde). Ohne Tabellenkopf und Kolumnentitel im Bild, Spalten nach dem Kopf von Bl. 314v; ℔-Werte rot, Gruppentrennlinien rot. Zeilen 25-27 nicht im Bild (Scan oben beschnitten); untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Umrechnungstabelle Stunde/Tag/Monat/Jahr. Zweistufiger Kopf: Gruppen 'Ein stundt gibt.' (℔, lot), 'Tagk.' (Cent:, ℔, lot), 'Monat' (Cent:, ℔, lot), 'Jahr.' (Cent:, ℔, lot); alle ℔-Kopfzellen rot, alle Werte der ℔-Spalten rot. Spalten 'Tagk: Cent:' und 'Jahr: lot' auf dieser Seite leer. Untere Hälfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 636
Fortsetzung der Umrechnungstabelle von 316r, gleiche Spaltenstruktur (Kopfzeilen nicht abgebildet, Spaltenbezeichnungen von 316r uebernommen). PDF-Seite ist oben beschnitten (Scan nur 1338 px hoch): Kolumnentitel, Tabellenkopf und vermutlich die Zeilen fuer 6-8 ℔ fehlen im Bild. Werte der ℔-Spalte je Stunde und Tagk-℔ rot; Monat-℔ und Jahr-℔ nur in den ersten beiden Zeilen ausgefuellt (rot), sonst leer. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 638
PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und vermutlich die ersten Zeilen fehlen im Bild. Aus dem Durchschlag auf 317r nur die Gruppenkoepfe 'Ein stundt gibt.' (2 Spalten), 'Tagk.' (4), 'Monat' (4), 'Jahr' (4) lesbar, Unterspalten unleserlich, daher als [1]-[4] nummeriert. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400' wiedergegeben; Brueche durchweg rot, ebenso Jahr [3] und Monat [3] ab Zeile 9. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
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Tabelle der Handschrift, S. 640
Fortsetzung der Tabelle von 318r, gleiche Spaltenstruktur (Spaltennamen von 318r uebernommen; eine evtl. 15. Spalte 'Lots 1/8' liegt ausserhalb des Bildrandes). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und die ersten Zeilen fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Scheff-Werte rot. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 642
Fortsetzung der Tabelle von 319r, gleiche Spaltenstruktur (Spaltennamen von 319r uebernommen). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Tabellenkopf und erste Zeile (Kan 1) fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Sch-Werte rot.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 643
Fortsetzung der Umrechnungstabelle, gleiche Spaltenstruktur wie 319r (Spaltennamen uebernommen). PDF-Seite oben beschnitten: Kolumnentitel, Foliierung, Tabellenkopf und die ersten Zeilen (Kan 1-12) fehlen im Bild. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Sch-Werte rot. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 646
Fortsetzung der Umrechnungstabellen, gleiche Spaltenstruktur wie 321r (Spaltennamen uebernommen). PDF-Seite stark beschnitten (Scan nur 689 px hoch): Kolumnentitel, Lot-Vermerk, Tabellenkopf und die ersten Zeilen (Kan 1-12) fehlen im Bild. Spalten Monat Metz, Jahr Metz und Jahr virtel in den sichtbaren Zeilen leer. Brueche mit Nenner 400 als 'ganz zaehler/400'; Kan-, Metz- und Scheff-Werte rot.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Annder Appendix. Lot. 20. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 660
Am linken Rand vor der Tabelle 'Lot. 20.' (Salzgehalt). Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1 (kan, Ein); 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Viele Zellen leer (Metz-Spalten von Monat und Jahr sowie virtel Jahr durchweg leer). Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheff-Spalten rot, virtel/Wergk schwarz. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Diese Seite trägt keinen fortlaufenden Text — die Tabelle steht unten.
Tabelle der Handschrift, S. 662
Der Scan dieser Seite ist beschnitten: Kolumnentitel, Kopfzeile der Tabelle und Lot-Angabe am Rand fehlen im Bild (nur der unterste Rand der Kopfzeile sichtbar). Spaltenkoepfe nach dem Muster der Nachbarseiten ergaenzt (Gruppen 'Ein stundt gibt.' Sp. 0-1, 'Tag' Sp. 2-5, 'Monat' Sp. 6-9, 'Jahr' Sp. 10-13); vermutlich Lot 22. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Zeile 11 Monat-Metz liest '2 161/400' (sic).
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Annder Appendix. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 663
Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1; 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. In den Zeilen 0-8 stehen die Monat-Metz-Werte (Sp. 6) physisch in der Werk-Spalte des Tags (Sp. 5), jeweils mit rotem '=' ueber die Spaltenlinie in Sp. 6 hinueber verwiesen; hier in Sp. 6 eingetragen. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Lot-Angabe am linken Rand nicht im Bild. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Tabelle der Handschrift, S. 663
kan
Ein
Metz:
virt:
Scheff:
Werk:
Metz:
virt:
Scheff
Werk
Metz
virt:
Scheff
Werk
1
2 304/400
2 320/400
0
5
1 240/400
0
2
5
2
1 208/400
1
1 240/400
1
10
3 80/400
0
4
10
3
112/400
2
160/400
2
3
1
320/400
1
6
15
4
3 16/400
2
3 80/400
2
8
1
2 160/400
1
8
20
5
1 320/400
3
2
3
1
2
0
2
10
25
6
224/400
0
1
320/400
0
7
2
1 240/400
0
0
31
12
1 48/400
0
2
1 240/400
0
2
5
3 80/400
0
0
62
24
2 96/400
0
4
3 80/400
0
4
10
2 164/400[?]
1
0
124
48
192/400
1.
8
2 160/400
1
8
20
320/400
3
0
248
1.
96/400
3.
0
1
3 80/400
3
10
31
2 160/400
1
11
382
2
192/400
2
1
2
2 160/400
3
9
63
320/400
3
10
765
3
288/400
1
2
3
1 240/400
3
8
95
3 80/400
0
10
1148
4.
384/400
0
3
4
320/400
3
7
127
1 240/400
2
9
1531
5
1 80/400
3
3
5
0
3
6
159
0
0
9
1914
Faß. 1.
1 176/400
2
4
6
3 80/400
2
5
191
2 160/400
1
8
2297
Fuder 1
2 352/400
0
9
12
2 160/400
1
11
382
320/400
3
4
4595
Unsichere Lesungen
2 164/400 — Tabellenzeile 7 Jahr-Metz, 164 oder 160
Der Ander Appendix. Ein stundt gibt. Tag Monat Jahr
Tabelle der Handschrift, S. 665
Kopfzeile in Gruppen: 'Ein stundt gibt.' ueber Sp. 0-1; 'Tag' ueber Sp. 2-5; 'Monat' ueber Sp. 6-9; 'Jahr' ueber Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Keine Brueche auf dieser Seite (vermutlich Lot 25); viele Zellen leer, Metz-Spalte des Jahrs durchweg leer. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Lot-Angabe am linken Rand nicht im Bild. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der Scan dieser Seite ist oben beschnitten: Kolumnentitel und Gruppenkoepfe (Ein stundt gibt. / Tag / Monat / Jahr) fehlen im Bild, nur die Zeile der Spaltenkoepfe ist sichtbar; am linken Rand '30.' (Lot 30, das Wort 'Lot' abgeschnitten). Gruppen nach Muster: Sp. 0-1, Tag Sp. 2-5, Monat Sp. 6-9, Jahr Sp. 10-13. Spaltenkoepfe rot. Brueche als 'ganz zaehler/nenner'. Metz-Spalten von Monat und Jahr sowie virtel Jahr durchweg leer. Sp. 0 rot, Sp. 1 schwarz; Metz- und Scheffel-Spalten rot, virtel/Werk schwarz. Untere Haelfte der Seite leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Zweizeiliger Kopf: links 'Ein stündt gibt.' über den Spalten 'kan:' und 'Eim:'; darüber drei rote Gruppentitel 'Tagk.', 'Monat.', 'Jahr.' mit je vier Spalten Metz / virt: / Scheff: / Werck. Spaltentitel Metz und Scheff sowie deren Werte rot (Brüche mit Nenner 400, als 'ganze Zaehler/400' wiedergegeben), virt und Werck schwarz; Zeilenköpfe der kan-Spalte rot, der Eim-Spalte schwarz. Linker Rand der ersten Spalte im Scan angeschnitten. Untere Seitenhälfte leer.
Rot gesetzte Werte sind in der Handschrift rubriziert.
Der dritt Appendix. Special Probierbuch vff Saltzwerck Soden. Auch Christoff Hombergs seligen Probir Täfflein, wie viel Sohle Federzeit zu einer Pfann Saltzes gehöre, vnd sein bedenckenn der Sohl halbenn
Der dritte Appendix: das Probierbuch für das Salzwerk Sooden Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 675 · Digitalisat · gemeinfrei
Der dritt Appendix. Zu wissenn Ein füder Allendorffisch mas, hatt —— 6 Ohm, oder — 720 quart Ein Ohm —— 120 quart, oder 20 virtell Ein Pfann gut trückenn1 Saltz soll wiegenn, —— 1240 ℔ Oder ein achttell2 —— 155 ℔ Pfundt —— 1240 Ein Pfann hatt Loth —— 39680 Quenten —— 158720.
Der dritt Appendix. Christoffs Hombergs seligenn bedencken der Sohle wegen Ob wohl die Bodermeister vnn1[?] Bodenn sagenn, Je trockener die zeit, Je besser all Bodenn die sohle sey, So hab ich doch, Nach dem ich Anno c[?] 49. anngefanngenn, vnnd die Sohle mit der kleinen Prob zu probiren gelernet, vnnd dieser sachenn vnnd wie sich der Brunnenn in seinem quellenn erzeigt, auch annderer nebenn wahrzeichenn mehr achtung genommenn, mit der zeit gar das wieder spiel fundenn, Vnnd kann nit annderst sagenn, denn Je nesser Jar, Je besser vnnd mehr Sohlenn ist, sonnderlich im Frueling, Darentkegenn Je trockener Jar sein, Je geringer vnnd weniger der Sohlenn wirdt, sonnderlich im Herbst, vnnd vmb Martini
Der drit Appendix. Probir Täfflein durch Christoff Hombergk seligenn gestellet, darinnenn befunden wirdt, wieviel Sohle Federtzeit zu einer gantzen Pfann Saltzes gehöret, wenn in der kleinen Prob ein Quart heltet. So kompt vff ein Pfann
Tabelle der Handschrift, S. 678
Unlinierte Spaltentabelle; Werte in Federzeichen. Nach jeder Quenten-Angabe ein waagerechter Füllstrich bis zur Füder-Spalte; die halben Quenten-Zeilen sind ohne Werte (nur Strich). Zwischen dem 3-Lot- und dem 4-Lot-Block steht die Zwischenzeile 'So kompt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'. Untere Seitenhälfte leer.
Fortsetzung des Probir-Täffleins (5 und 6 Lot), unliniert; nach jeder Quenten-Angabe ein Füllstrich, halbe Quenten ohne Werte. Zwischenzeile 'So kömpt vff ein Pfann' (Zeile 8). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'; '118 2/21' in der Vorlage mit Abstand '1 18'. Untere Seitenhälfte leer.
Der dritt Appendix Wenn ein Quart heltet. So kömpt vf ein Pfan Nota. Was die halbenn Quentenn sein stehet in Christoffer Hombergs nicht, also auch die zugethanenn Brüche, Hab ich hinbey gesezt, Nõ:1[?] aus einem alten Zittell Ch: Hombergs geschrieben, Anno c[?] 48 vf Nicolai hat ein Quart Sohle gehaltenn —— 3 1/2 loth,
Tabelle der Handschrift, S. 680
Schluss des Probir-Täffleins (7 Lot, 8 Lot), unliniert; Füllstriche nach der Quenten-Angabe, halbe Quenten ohne Werte. Die Zwischenzeile 'So kömpt vf ein Pfan' steht hier klein auf dem Füllstrich der Zeile 7 Lot / 2 Quenten (Zeile 4). Brüche als 'ganze Zaehler/Nenner'.
Der dritt Appendix Anno c[?] 49. 3 lot 3 quenten Mitwochen nach Conuersionis Pauli 4 lot 2 quenten den 18 } Februarij.2 5 lot den 28 } Nota. Wann j quart 5 lot saltzes gibt, so ist ebenn das 18 lot ann sohle saltz, oder das —— 18 theil gut, Kleine Saltzprobenn durch Christoff Hombergk seligenn Anno 1549. Das Jar ist gesottenn —— 4692 Pfann, Vmb Osternn hat ein quart gehaltenn —— 4 Lot, Im Herbst nach Martini, als die Sohle am aller schwechstenn gewesenn —— 3 Lot j quent Nota. Was aber die Sohle vor diesem, ehe dann mein gl. f. vnnd herr, Jm die Bodenn gebauwet, vnd bis vff dis — 49. Jar gehaltenn, ist vnwißendt, Es hettens denn die Pfenner vfgeschriebenn,
Der dritt Appendix. Anno 1550. Gesottenn — 5638 pfan. Im Bronnenn baw, als die altenn geternne1 vnnd fastung des Bronnens ausgenommenn, der Platz gereumet, die gutenn adernn zusammen brachtt, vnd das wilde wasser besonnders Inns gewelbe gehalten wardt, abzufliessenn, Hat vf Visitationis Mariæ den 2 Julij ein quart gehaltenn —— 6. lot, Nota. Vnnd ist diß die zeit darin die Bödermeister die Sohle am bestenn gewesenn zusein lobenn, aber damahls war noch nicht geordnet, das das Saltz durch Böste2 muste gemessenn werdenn,
Der dritt Appendix. Anno 1551. Gesottenn —— 5785 Pfann, Ein quart Sohle hat gehaltenn 7 Lot vmb Osternn. War die Werra flutig gewesen. 6 Lot j quent den 21 Julij Im Herbst ist die Werra flutigk gewesenn, Deshalb nicht Probirt wordenn, Anno 1552 Gesottenn —— 6254 Pfann 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot im Herbst. War ein trockenn zeitt Nota. Dis Jar ist geordnet, das das saltz durch die Böste1 muste gemessenn werdenn, darumb sich der Bödermeister klagenn vber die Borngebeuw2 wieder anngefanngen,
Der dritt Appendix Anno 1553. Gesotten — 6460 pfan. 7 Lot vmb Osternn 5 1/2 Lot Im Herbst Anno 1554 Gesotten 6151 Pfan. Dis Jar seindt beide im winter vnnd Sommer wenig flute gewesenn, 6 Lot j quent vmb Osternn 5 Lot j quent im Herbst, War trocken zeit. Anno 1555 Gesotten 5980 Pfan 7 Lot j q1[?] vmb Osternn Ist ein naß Jar gewesenn, deshalb sich die Sohle wohl gehaltenn, vnnd nicht weitter probirt wordenn, Anno 1556. Gesotten — 6767 Pfan. 7 1/2 Lot vmb Osternn, ( ist viel gewessers2 gewesen. 5 1/2 Lot Im Herbst ( Ist ein trockener Sommer gefolgt,
Der dritt Appendix Anno 1557 Gesottenn ____ 6024 Pfann. 7 Lot vmb Osternn, 5 Lot j quent Im herbst, Dis Jar ist der Quelbornn vf Michaelis vertrocknet, vnnd erst vmb Inuocauit Anno 58 wiederkommenn Anno 1558 Gesotten - 5953 Pfan. Diß Jar ist die fluetung vnnd feuchtung spedt erst nach Osternn kommenn, hat ein Quart gehaltenn, 7. Lot vmb Pfingstenn 6. Lot im Herbst,
Der dritt Appendix Anno 1559. Gesottenn ____ 7020 Pfan. 7 Lot nach Trinitatis 6 Lot 1½ quent den 13 Julij No: Sein die Vnebenn1[?] adernn aus dem Bronnen gewiesen, 5 Lot 3 q. vmb Michaelis 5½ Lot vmb Martinj Der Quellbornn ist im Monat augusto vertrocknet, Vnnd erst nach Weÿnachtenn anno 60. wieder kommenn, Anno 1560. Gesottenn 7656 Pfann. Im annfanng Jars sein viel fluete gewesenn, das die sohle selbst wieder zugenommenn, vnnd gehaltenn, 7. Lot den 7. Januarij 7 Lot j q. vmb Osternn 6½ Lot vmb Exaudi Volgenndts sein viel Regennwetter Ingefallenn, das die Sohle wieder zugenommenn, 7. Lot den 10. Augusti No. Die volgende zeit ist Sohle vbrig gewesenn, vnd nicht deshalb, sondern vber feur zum ausbringen klag vorgefallen,
Der dritt Appendix. Anno 1561 Gesottenn 8066. Pfann. 7½ Lot vmb Osternn 7 Lot j q. den 19 Maij 6 Lot 2½ q. den 14. Julij. 6½ Lot den 16. Augusti 6 Lot ½ q. den 20 Octobris. 6 Lot den 10. vnnd 23 Decembris. Der Quellbornn ist vf Luciæ gar aussenn bliebenn, vnd obenn zugefrorenn, aber den Leztenn Decembris, weil feucht wetter gewesenn, wieder kommenn, Anno 1562 Gesotten 7056 Pfan. 6 Lot j q. den 16 Januarij 7 Lot den 6. Februarij 6½ Lot den 23. Junij 6 Lot den 22 Octobris 6 Lot ½ q. den j decembris Dis Jars Ist der Quellbornn |: dem Immer feucht wetter gewesenn :| nicht vertrocknet, hat aber im Herbst kaum das drittheil so starck als vmb Osternn gequollenn,
Der dritt Appendix Anno 1563. Gesottenn 7501 Pfann. Ist nit sonnderlich geflut, vnnd gewesser gewesenn, 6 Lot j q. merlich1[?] den 25. Januarij 7 Lot den 8 Martij 6 Lot j q. den 9 Septembris 6 Lot den 18. Decembris Diß Jar ist der Quellbornn auch nit gar vertrocknet, doch im Nouember sehr gering gequollenn, Anno 1564 Gesottenn 7557 Pfan. 6 Lot 1½ q. den 13. Januarij 7 Lot der Bronnenn den 23 Martij 7 Lot j q. die Vnebenn ader, da doch dieselbe hiebeuor ehe denn der Bronnenn zu sumpff gehalten wordenn, am bornn alwege vmb ein halb quent geringer gewesenn, denn die Sohle im Bronnen, 6 Lot der Bronnenn } den 27. Septembris. 6 Lot j q. die ader } 6½ Lot den 11. Nouembris. vnnd weÿl der Sohle gnug gewesenn vnnd sich gebessert, Ist die ader wieder abgewiesenn,
Der dritt Appendix. 7½ Lot der Bronnenn, } den 20 Decembris. 7 Lot 3 q. die adernn } Der Quellbornn ist dis Jar nit vertrocknet, doch im ennde des Septembris nur zols dick ganngenn, Anno 1565. Gesotten 7733 Pfann. Diesenn Winter sein grosse fluete gewesenn, 7½ Lot der Bronnenn } den 12 Aprilis 7 Lot 3 q. die ader } 6 Lot 3 q. der Bronnen } den 4 Junij 7 Lot die adernn } 6 Lot 1½ q. der Bronn, den 28. Augusti 5 Lot 3½ q. der Bronn } den 6. Nouembris 6 Lot ½ q. die adernn } 6 Lot der Bronn, } den 16. Decembris. 6 Lot j q. die adernn } Der Quellbornn hat dis Jars im Herbst ezlich zeit nit ausgeflossenn, bis im im december das Regenwetter wieder geholffenn,
Der dritt Appendix. Christoff Hombergks meinung vnnd trewe warnung. Dieweil es dis Jar ann Sohle nit gemanngelt, vnd gleichwohl die Sohle am gehalt geringer, denn ezlich der vorigenn Jar, vnnd der Bronn Immer zu sumpff gehaltenn wirdt, sonnderlich im herbst, so ist zubesorgenn, das sollich tieff aufziehenn, dem Bronn mit der zeit schadenn bringe |: Vrsach :| dieweil der Bornn tieffer in der Wasserwogenn ausgezogenn wirdt, denn das wilde wasser abfleust, Wie solchs leichtlich ann der grossenn nebenn ader zuuermerckenn, welche in Irem ersten gefastem stannde ein zeit wie die annder abfleust, Denn ehe der Bronnenn so tieff zu sumpff gezogenn, war dieselb ader eins halbenn quenten geringer, dann die gemein Sohle im Bronnenn, Nu aber ist die Sohl eins Quenten im Bornn geringer, dann die gemelt nebenn ader,
Der dritt Appendix Anno 1566 Gesottenn 7661. Pfann. Dis Jar ist im annfanng naß, vnnd die Werra vor Inuocauit zweÿmahl fluetigk gewesenn, hatt die Sohle gehaltenn 6 Lot den 20 Januarij 7 Lot j q. den 5 Martij 7½ Lot den 20 aprilis 7 Lot j q. der Bronn } den 30 Maij. 7 Lot 2 q. die ader } 6 Lot 3 q. der Bronn den 6 Julij 6 Lot der Bronnenn } den 26 Augusti 6 Lot j q. die ader } 5 Lot 3 q. der Bronn } den 28 Septembris 6 Lot die ader } Hat auch also gehaltenn den 30. Octobris, vnnd 21. Decembris Der Quelbronn ist nach Martini gar vertrocknet,
Der dritt Appendix Anno 1567. Gesottenn 7014 Pfann. Diß Jar ist im annfanng vor Esto mihi trockenn gewesenn, vnnd hat die Sohle gehaltenn. 5 Lot 3 quenten der Bronnenn den 29 Januarij vnnd 16. Februarij. Vff Esto mihi hat der Quelbornn wieder obenn aus gelauffenn, 6 Lot merlich1[?] der Bron } den 12 Martij. 6 Lot die adernn } 6 Lot ½ q. den 25 Martij 5 Lot 3 q. Inn beÿsein M. gl. f. vnnd herrnn, 5 Lot 3 q. damahls den 13. Maij die Grob vnnd klein adernn 5 Lot 1½ q. den 20 Junij 5 Lot j q. den 12 Julij vnnd 15 Julij vnnd helt die Vnebenn ader — 5 Lot 1½ q. Biß daher hat Christoff Hombergk seliger Probirt, vnnd ist den Augusti2 in Gott verschieden, volgennde Proben seindt durch den Salzgreuenn
Der dritt Appendix Bronnenn meister vnnd mich beschehenn, 5 Lot 1½ q. der Bronnen } den 30 augusti 5 Lot j q. die adernn } Den 16. Septembris |: nach dem ich den 9 zum Sodenn annkommenn, vnnd in mein ampt getrettenn :| Probirtenn der Salzgreff, Venandt1[?] vnnd Ich die Sohle, hieltenn, 5 Lot 1½ quenten der Bronn, vnnd auch die adern, 5 Lot der Bronn } den 25 Septembris 5 Lot 1½ q. die ader } 5 Lot j quenten Bronn vnnd ader den 27. Octobris 5 Lot j q. der Bronn } den 24 Nouembris desgleich 5 Lot 2 q. die ader } den j. vnd 25. Decembris No. Den 25. Decembris wurdenn auch die Wilden adernn so aus dem Kemmerlein2[?] vber der schwellen fallenn, Probirt, hilt ein Quart — 2 Lot j quenten. vnnd das wilde wasser — 2½ quenten Den 21. Septembris dis Jars vertrocknet, der Quelbornn, vnnd kam erst volgenndts 68st Jar den j. Martij wieder.
Der dritt Appendix. Anno 1568. Gesottenn - 6726. Pfann. Ist ein trockenn Jar, der Wintter aber fluetigk gewesenn, vnnd hat die sohle gehalttenn, 5 Lot ½ q. der Bronnenn } den 16. Januarij. 5 Lot ½ q. die adernn } 2 Lot j q. damahls die Wildenn adernn, wie die aus dem Kemmerlein vber den schwellenn fallenn, 5 Lot ½ q. der Bronnen den 16 Februarij 5 Lot ¾ q. damahls die Oberst ader nach dem Kunsthause, 5 Lot 1¼ q. die mittelste ader, 5 Lot 3 q. die vnnter ader nach schmidts bodt, 5 Lot 1 q. der Bronn, } den j Martij 5½ Lot die adernn, } 5½ Lot der Bronn, } den 3 Martij 6 Lot die adernn } 5 Lot 3½ q. der Bronn } den 20 Martij vnd 6 Lot die adernn } 2. Aprilis. 6 Lot j q. der Bronn } den 24. Aprilis. 6 Lot 1½ q. die adernn }
Der dritt Appendix 5 Lot 3 quent der Bronnenn } 6 Lot die adernn } den 17 Junij. 3¼ quenten das wilde wasser } 6 Lot der Bronn } den 20 Junij. 6 Lot ¼ q. die ader } 5 Lot 1½ q. der Bronn } den 16 Julij 5 Lot 3 q. die ader } 5 Lot j q. der Bronn } 5 Lot 1½ q. die ader } den 10 Augusti 2 q. Wiltwasser } Nota. Den 19. Augusti hat der Salzgreff die Seiß solenn, aus Hansenn Scheÿzers1[?] Seißtroge lanngen lassenn, vnnd probirt, hat ein quart gehaltenn, ____________________ 11 Loth. 5 Lot der Bronnenn } 5 Lot ½ q. die ader } den 6 Octobris 2 q. das Wiltwasser }
Der dritt Appendix. 5 Lot j quent der Bronn } den 13 Nouembris 6 Lot 1½ q. die ader } 5 Lot ½ q. der Bronn } 5 Lot 1½ q. die adern } den 15 Decembris 2⅓ q. das wildewasser } Dis Jar hats sehr viel ann Sohle gemanngelt, deshalb gros Kaldtliegenn beschehenn, also das mann die geordennte Summa der — 7000 Werck bis vf — 274 Werck nach nicht ersiedenn könnenn Vnnd ist der Bronn ein zeitlanng so gering gewesenn, das mann vermeint er het etwe ein manngell gewonnenn, Das auch mein gl. f. vnnd herr beuohlenn vmbzuforschenn, ob auch etwa Bronnenn in der nehe gegrabenn, So muste auch der Bergkheuptman Hermann Schuz1[?] anher kommenn, vnnd alle gelegennheit besichtigenn,
Der dritt Appendix Anno 1569 Besettenn 7498 pfann. Hat die Sohle gehalttenn. 5½ Lot den 14. Januarij Nota. Den 16. Januarij war ein große flut vnnd Eißfart, wehret bey — 8. tagenn, Diesem nach den 30. Januarij hilt der Bronn 5½ lot. 5 lot 3 q̃1 den 4 Februarij Den 6 Martij ist der Enelbornn[?] Zolsdirk[?] außgeflossenn, vnnd den 30. gar starck. 6 lot j q̃ der Bronn } den 14. vnnd 21 Martij. 6 lot ½ q̃ die ader } 6½ lot der Brun den 5 Aprilis vnnd hatt die ader nicht könnenn probirt werdenn, 6 lot 1½ q̃ der Bronn } den 2 Maij vnd 27 Junij 6 lot 1½ q̃ die adernn } 6 lot der Bronnen } Im Julio 6 lot j q̃ die adernn }
Unsichere Lesungen
Z. 10: q̃ — Abkürzungszeichen, wohl Quintlein; durchgehend so
Der dritt Appendix. 6 lot der Bronn den 16 Augusti 5 lot 3 q̃ der Bronn } den 12 Septembris vnnd 6 lot die adernn } 1. Octobris. 6 lot der Bronnenn } am 11. Nouembris. 6 lot ½ quent die ader } 7 Lot ½ q̃ der Bronn } den 8. Decembris. 7 lot j q̃ die ader }
Der Dritt Appendix Anno 1570 Gesotten 8001 pfann. Dis Jahr hat mann Immer Sohle gnug, vnnd gute Sohle gehabt, vnnd nit Zulagenn gewest, denn ein feuchte Jar, vnnd viel fluets, beide im wintter vnnd herbst vber gewesenn, vnnd halten. 8 Lot der Bronnenn } den 12 Martij gehalten 8½ Lot die adernn } Folgents ist der Bronnenn Immer so starck gewesenn, das er nicht hat könnenn zu sumpff bracht, vnnd also die benebenn adernn probirt werdenn, 7 lot 3 q̃ den 24 aprilis vnnd 4 Maij 7 lot 1½ q̃ den j Junij 7 lot j q̃ den 27 Junij 6 lot 3 q̃ den j Octobris 6 lot 1½ q̃ den 19 Octobris 6 lot 3 q̃ den 12. Nouembris 7 lot 3 q̃ den 10. Decembris
Der dritt Appendix. Anno 1571. 7 lot j quenten den 2. Januarij 7 lot 1½ q̃ den 3. Februarij 7½ lot den 3 } 7½ lot den 17 } Martij } Nota 7 lot 1½ quenten den 9 aprilis } der Mertz vnd Aprill 6 lot j q̃ den 24 aprilis } sein sehr trockenn vnd } gar warm vom anfang } bis zu ende gewesenn. Damahls hielt auch ein Quart garer Sohle —————————— 38 lot. vnnd Ein quart truckenn Saltz ——— 42½ lot. Wiegenn Jobst Mennyer1[?] vnnd Ich. 6 lot j quenten den 9 Maij 6 lot ½ q̃ den j Junij 6 lot den 24. Junij 6 lot den 3 Julij 5 lot 3 q̃ den 16. Julij 5 lot 1½ q̃ den 15 Augusti 5 lot ½ q̃ den 4 vnnd 16 Septembris 5 lot ½ q̃ den j Octobris.
Unsichere Lesungen
Z. 14: Mennyer — Familienname unsicher, evtl. Mentzer
Der dritt Appendix. 5 lot den 27. Octobris nerlich vnd im Nouemb. 5 loth den 9 Decembris Nota. Dis Jar ist Sohle gnug aber gering gewesenn, sonderlich nach dem Mertze, den 6 Februarij des abendts vmb 10 vhr, Ist die Werra sehr fluetigk wordenn, das mann vf dem Bronnenn bis vf den 25 Februarij des abendts vmb Zwelff vhrnn nicht fahrenn könnenn, Hatt also still gestandenn —— 18 tage. Vnnd ist dis Jar allenn vorigenn, vnnd sonnderlich Christoff Hombergs seligenn meinung ettwas zuwieder erschienenn, denn ob wohl viel Sohle vnnd vberfluessigk gewesenn, ist sie doch gering am gehalt wordenn,
Der dritt Appendix Anno 1572. 6 lot den 3 Januarij nerlich, 6 ½ q̃ den 4. Februarij 6 lot den 3 Martij 6 lot den 12. aprilis 5½ lot den j Maij 5 lot 1½ q̃ den 3. Julij 5 lot ½ q̃ den 3 Augusti 5 lot j q̃ den 2 Septembris 5 lot denn 3 Octobris 5 lot den j Nouembris 5 lot Nerlich den 6. Decembris Nota. Dis Jar ist viel Sohle vnnd der vbrigk, aber die sehr schwach vnnd am gehalt gering gewesenn, Vnnd wiewohl die Werra den 11. Martij flutigk wordenn, vnnd — 7. tage gewehret, das mann vff dem Bronnenn nit fahrenn könnenn, desgleichen den 30. Martij wiederumb, vnnd hat geweret 3 tage, desgleichenn den 15. Julij, vnd geweret — 5.
Der dritt Appendix. tage, so hat doch solches ann der Sohle kein besserung, wie in den vorigenn Jarenn gebenn wollenn, vnnd vergleicht sich dis Jar fast mit dem nechstuerschienenn 71. Jars, Got verleyh hinfurt besserung. Anno 1573. 5 lot den 28 Januarij nerlich, 5 lot ½ q̃ den 18 Februarij helt die Quart Sohle Rohe1[?] ——— 2 ℔ 27 lot. 6 lot minus2 ½ q̃ der Bronnen } 6 lot 1 q̃ die adernn } am j Martij 6 lot 2½ q̃ der Bronnen am 16 Martij vnnd am 2 Maij 6 lot ½ q̃ am 21 Maij 6 lot ½ q̃ der Bronnenn } 6½ lot die adernn } am 2 Junij 5½ lot der Bronnenn } 6 lot die adernn } am 3 Julij vnd 8 augusti 6 lot der Bronnenn } 6 lot 1½ q̃ die adernn } am 30. Septembris 6 lot ½ q̃ der Bronnenn } 6 lot 2½ q̃ die adernn } am 10 Decembris Dis Jar ist Sohle gnug gewesenn
Der dritt Appendix. Anno 1574. 6 lot 3½ quenten der Bronnenn } 7 lot die benebenn adernn } am 10 Januarij 7 lot j q̃ der Bronnenn } 7 lot 3 q̃ die benebenn adernn } am 2. Februarij No. Diese sohle hilt am gewicht — 96, warenn 3 ℔ also ist das 13 theil gut, oder saltz gewesenn, Damahls hilt auch ein quart weltwasser — 90 lot. 7 lot j q̃ der Bronnenn } am 8. Martij vnnd 7 lot 3 q̃ die adernn } 20. Aprilis 6 lot j q̃ den 7. Junij 5 lot 1½ q̃ den 2. Julij 5 lot ½ q̃ den 11 augusti 5 lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn } 5 lot vnnd ½ q̃ die adernn } den 4 Septembris 5 lot j q̃ den 29 Septembris 5 lot den 3 Nouembris
Der dritt Appendix. Anno 1575 5 lot ½ q̃ der Bronnenn am 10 Januarij 5 lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn } 5 lot 1½ q̃ die adernn } am j Februarij 5 lot j q̃ der Bronnenn } am 3. Martij vf be} uelch M. g. f. vnd Hern 5 lot 1½ q̃ die benebenn adern } probirt, Item am 11 Martij 5 lot minus ½ quenten der Bronnenn, am 4 vnnd 10 Maij, vnnd also bis zu ennde Jars. Denn diß Jar ist Immer den mehrenntheil trucken, vnnd sonnst ein fruchtbar Jar gewesenn, Doch hat sich der Bronnenn zimblich2 ann der menge der sohlenn gehalttenn, bis in Herbst vnnd ams ennde, hats etzlich mahl ann Sohle, wenn die Söder strenng gesottenn, gemanngelt, dessenn dann mehrenntheils, der Sohle schwacheit am gehaltt vhrsach gewesenn, Weil die Söder Irer viel zum werck habenn mussenn,
Der dritt Appendix Anno 1576. 5. lot minus1 ½ q̃ der Bronnenn den 3 vnnd 9 Januarij 5 lot der Bronnenn } den 28 Februarij, auch 5½ lot reichlich die adern } den 2. vnd 10 Martij. 5½ lot der Bronnenn den 22 Martij. 6. lot der Bronnenn den 2 aprilis 6 lot der Bronnenn den j Maij 5½ lot der Bronnenn den 23. Junij 6 lot der Bronnenn den 13 Julij. 6 lot der Bronnenn } den 17. Julij als M. gl. f. vnd 6½ lot die adernn } Herr, alhier gewesenn, vnnd wieg die sohle ein quart — 96 lot, das sein 3 ℔. Den 17. Octobris hilt Ein quart ——————————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß ————— 8 lot 2½ q̃. vnnd wieg die sohle ————— 4 ℔ 10 lot. Den 12. Decembris hilt, Ein Quart ——————————— 5 lot ½ q̃ Ein Wormbster maß ————— 7 lot 2½ q̃. Diß Jar ist Sohle gnug gewesenn
Der dritt Appendix Anno 1577. Den j Januarij hielt Ein Quart sohle ————————— 5½ lot. Ein Wormbster maß ———————— 8 lot j q̃. die benebenn ader hilt. Ein quart ————————————— 6 } Ein Wormbster maß —————————— 9 } lot. den 8. Februarij Ein quart sohle —————————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß ——————— 8 lot 2½ q̃ den 2. Martij desgleichenn den j Aprilis Ein Quart Bronnenn ———————— 6 } Ein Wormbster maß ————————— 9 } lot Die Adern Ein Quart ——————————— 6½ lot Ein Wormbster maß ——————— 9 lot 3 q̃. Den j Maij Ein quart des Bronnenns ————— 5½ lot Ein Wormbster maß ———————— 8 lot j q̃
Der dritt Appendix. Den 5. Junij Ein quart ————————————— 5 lot 3 q̃. Ein Wormbster maß —————————— 8 lot 2½ q̃. den j. Julij, Augusti vnd Septembris Ein quart Bronnenn ——————— 5 lot 3 q̃ Ein Wormbster maß —————————— 8 lot 2½ q̃ Die Adern Ein quart ——————————————— 6 lot j q̃ Ein Wormbster maß —————————— 9 lot 1½ q̃. den 22. Septembris als die Werra vonn vielenn Regenn etwas fluetigk wordenn, Hat die sohle sich auch gebessert vnnd gehaltenn der Bronnenn, Ein quart —————————————— 6 } Ein Wormbster maß —————————— 9 } lot. Im Decembri Hat sich die Sohle wieder ge[gestrichen: be]bessert1, vnnd den 10. gehaltenn, Ein quart —————————————— 7 } Ein Wormbser maß —————————— 10½ } lot.
Unsichere Lesungen
Z. 19: ge[gestrichen: be]bessert — Korrektur im Wort
Der dritt Appendix. Anno 1578. Den 8 Januarij hat die Sohle gehaltenn, Ein quart ———————— 7 } lot, Ein Wormbser maß ———— 10 ½ } Den 6 Februarij dergleichenn Den 14. Februarij Ein quart ———————— 7 lot j ꝗ1 Ein Wormbser maß ———— 10 lot 3 ½ ꝗ Ein quart der ader ———— 7 lot 3 ꝗ. Den 13. Martij Ein quart ———————— 7 ½ lot, Ein Wormbser maß ———— 11 lot j ꝗ Den 10. Aprilis. Ein quart ———————— 7 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot 3 ½ ꝗ Den 5 Maij Ein quart ———————— 7 lot Ein Wormbser maß ———— 10 ½ lot.
Der dritt Appendix Den 3. Junij. Ein quart ———————— 6 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot ½ ꝗ. Den 7 Julij Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 } Den 27. Septembris Ein quart ———————— 5 } lot. Ein Wormbser maß ———— 7 ½ } Den 11 Nouembris vnnd 25 dergleichenn, Damahls gab ein quart der benebenn1[?] adern, ———————————— 5 ½ lot. Denn 14 Decembris dergleichenn,
Der dritt Appendix. Anno 1579 Die Sohle hat dis Jahr in der kleinenn Proba gehaltenn wie volgt. Den 10 Januarij Ein quart ———————— 5 } lot Ein Wormbser maß ———— 7 ½ } Den 7 Februarij Ein quart ———————— 5 lot j ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 7 lot 3 ½ ꝗ. Den 8. Martij Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 18. Martij Ein quart ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ den 13 Aprilis vnd 7 Maij Ein quart ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ den 3. Julij Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 2 ¼ ꝗ No: Volgendts den 26 Junij Ist die Werra sehr groß
Der dritt Appendix. vnnd fluetigk wordenn, also das mann vff dem Bronnenn außspannenn, vnnd bis vf den 4 Julij sein — 9. tag, still haltenn mussenn, Volgennts hat die Sohle gehalten den 8 Julij Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser ———————— 9 lot 2 ¼ ꝗ den 10 Augusti Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ den 10 Septembris Ein quart ———————— 6 } lot Ein Wormbser maß ———— 9 } den j Octobris Ein quart Sohle ———— 6 } lot. Ein quart der adernn ———— 6 ½ } Volgennts den 5. Octobris ist die Werra sehr fluetigk wordenn, das mann in 8. tagenn vfm Bronnen nit fahrenn konnenn, vnnd es that sich die sohle ann der guete gebessert vmb — j quint.
Der dritt Appendix. Den 22 Septembris hat gehaltenn Ein quart Sohle ———————— 6 lot 2 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ. Dergleichenn im Octobri Nouembri vnnd Decembri. Anno 1580. Die Sohle hat dis Jahr in der kleinenn Proba gehaltenn Wie volgt. den 9. Januarij Ein quart ———————— 6 lot j ꝗ die adernn ———————— 6 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 23 februarij Ein quart ———————— 6 lot die adernn ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ. Ein Wormbser maß ———— 9 lot. Den 3 vnnd 17. Martij vnnd 28. dergleichenn. den 3 Maij Ein quart sohle ———————— 6 lot ½ ꝗ. Ein quart der adernn ———— 6 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 9 lot j ꝗ.
Der dritt Appendix Den 26 Junij vnd 16. Julij Ein quart Bronnenn. ———————— 6 lot ming ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot 2 ½ ꝗ Ein quart adernn. ———————— 6 lot j ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 9 lot 1 ½ ꝗ Den 29 Septembris Ein quart Bronnenn ———————— 5 lot j ꝗ reilich1[?] Ein quart adernn ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ reichlich Den 29. Octobris vnnd 19. Nouembris hat gehaltenn ein quart, Bronnenn ———————— 5 lot nicht gar adernn ———————— 5 lot ½ ꝗ den 14 Decembris Ein quart Bronnenn ———— 4 lot 3 ꝗ Ein quart adernn ———— 5 lot,
Der dritt Appendix Anno 1581. Mitwochenn den 28 Decembris im 80. Jar Ist die Werra vonn vielem Regenn sehr fluetigk wordenn, das mann den abendt vmb 12 vhr vffm Bronnenn außspannen mussen, hat gestanndenn bis vf Montags den 2. Januarij Anno 81. den abendt vmb sechs vhr hat mann erst wieder anngefahrenn, diesem nach ist der Bronnenn sehr starck gequollenn, das mann den stein nicht nicht bloß haltenn konnenn. den 6. vnd 14 Januarij hat der Bronnenn gehaltenn Ein quart ———————— 5 lot, den 4 vnnd 13 Februarij habenn gehaltenn. Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot ½ ꝗ die adernn ein quart, ———— 5 lot j ꝗ. den 20 Martij Der Bronnenn ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ die adernn ———————— 5 ½ lot.
Der dritt Appendix. den 8. Aprilis. Der Bronnenn ein quart ———— 6 lot Die adernn ein quart ———— 6 lot ½ ꝗ. den 17 Maij Der Bronnenn ein quart ———— 6 lot 1 ½ ꝗ. den 5 Julij Der Bronnen ein quart ———— 6 lot ½ ꝗ den 26. Augusti Der Bronnen ein quart ———— 5 lot ming ½ ꝗ also auch im Septemb. vnd den 11 Octobris, damahls hielt die benebenn ader, Ein quart ———————— 5 lot j ꝗ den 18. Octobris Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot ming ½ ꝗ Die adernn ———————— 5 lot j ꝗ den 18. vnd 26 Nouembris Der Bronnenn ein quart ———— 5 lot Die benebenn adernn ———— 5 lot 1 ½ ꝗ. Also auch den 3 Decembris
Der drit Appendix Anno 1582 den 12. Januarij Der Bronnenn ein quart. ———— 5 lot j ꝗ das ist ein Wormbser maß ———— 7 ½ lot. die benebenn adernn ein quart, ———— 5 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot ¼ ꝗ Nota Den 16 Januarij Ist die Werra fluetigk wordenn, das mann — 7 tage vfm Bronnenn still haltenn mussenn, vnnd ist so balde wieder ein harter frost vnnd truckne Inngefallenn, den j. februarij Ein quart des Bronnenns ———— 5 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 8 lot 3 ¼ ꝗ den 14. Martij Ein quart des Bronnenns ———— 6 lot 2 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———————— 9 lot 3 ¾ ꝗ also auch den j Aprilis den 14 Aprilis Ein quart ———————— 6 lot 3 ꝗ den 3. Maij Ein quart ———————— 6 ½ lot
Der dritt Appendix Den 6 Junij hielt der Bronnenn, Ein quart ———————— 5 ½ lot ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 ½ lot. den 8. Julij Ein quart ———————— 5 ½ lot Ein Wormbser maß, ———— 8 lot j ꝗ den j. Septembris Ein quart ———————— 5 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 lot ⅛ ꝗ den j Octobris dergleichen, den 21 Octobris die Sohle, Ein quart ———————— 5 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 8 lot j ꝗ die benebenn adernn, Ein quart ———————— 5 lot 3 ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 lot 2 ½ ꝗ den 17. Nouembris Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 } den j. Decembris Ein quart ———————— 6 lot ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 9 lot ¾ ꝗ den 15. Decembris Ein quart ———————— 6 lot 1 ½ ꝗ Ein Wormbser maß, ———— 9 lot 2 ¼ ꝗ.
Der dritt Appendix Anno 1583. Den 10. Januarij hat die Sohle in der kleinenn Proba gehaltenn, Ein quart ———————— 6 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot 1 ¼ ꝗ Den 3. Februarij dergleichenn Den 6. Martij Der Bronnenn Ein quart ———————— 6 lot 3 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 10 lot. Benebenn adernn Ein quart ———————— 7 lot Ein Wormbser maß ———— 10 ¼ lot. Im Aprill dergleichenn Den 2. Maij Der Bronnenn, Ein quart ———————— 6 ½ lot Ein Wormbser maß ———— 9 lot 3 ꝗ Den 16 Junij Ein quart ———————— 6 } lot. Ein Wormbser maß ———— 9 }
Der dritt Appendix den 20 Julij. Ein quart ———————— 5 lot 3 ꝗ reilich1[?] Ein Wormbser maß ———— 8 lot 2 ½ ꝗ also auch im Aug: Sept: vnnd Octob: Den 2 Nouembris Ein quart ———————— 5 lot 2 ½ ꝗ Ein Wormbser maß ———— 8 ½ lot, den 2. Decembris dergleichenn,
Der dritt Appendix. Anno 1 5 8 4 Dis Jar ist ein zimblich truckenn, doch ein fruchtreich vnnd ein gut wein Jar gewesenn die Sohle hat in der kleinenn Proba gehaltenn, Im Januario den 11. Ein quart ——————————————— 5 lot 1½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot ¼1 q̃ Im Februario den nach2 es lang gefluettet den 9. Ein quart ——————————————— 6½ lot Ein Wormbster maß ——————————— 9 lot 3 q̃ Im Martio den 4 vnnd 14. Ein quart ——————————————— 6½ lot. Die benthenn3 adernn ———————— 6 lot 3 q̃ Im Aprile. Ein quart ——————————————— 6½ lot Im Maio den 23. Ein quart ——————————————— 6 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 9 lot 1½ q̃ Im Junio dergleichenn,
Der dritt Appendix. Im Julio den 19. Ein quart ——————————————— 6 lot ming ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot 3¼2 q̃ Im Augusto den 5. vnnd 7. Ein quart ——————————————— 5½ lot Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot j q̃ Nota. Im Septembri vnnd Octobri hat die Sohle im Bronnen ann der menge sehr abgenommen, also das man deren zum siedenn nit gnug langen können, auch deshalb viel werck kaldt liegenn müssenn, Hat gehaltenn, Den j. Octobris Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃ Den 21. Nouembris Ein quart ——————————————— 5 lot ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3 q̃ Den 8 Decembris der Bronnen Ein quart ——————————————— 5 lot ming ½ q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 2 q̃ Benebenn Adernn Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃
Der dritt Appendix. Anno 1 5 8 5. Diesenn Winter vber hats sehr wenig geschneyet, auch kein Eisfart oder wasserflut gewesenn, derowegen die Sohle das gantze Jar vber beide am gehalt vnnd ann der menge sehr gering gewesenn, vnnd nicht mehr gehaltenn dann, Im Januario, Februario, Martio, Maio vnnd Junio Ein quart ——————————————— 5 } lot ungeferlich1 Ein Wormbster maß ——————————— 7½ } Freytags den 18. Junij Erhub sich die Werra vonn dem vielenn regenn so sehr, das mann vffm Bronnenn außspannenn, vnnd mit dem fahrenn bis vff den 26 stillhaltenn müstenn, Derowegenn mann gemeinet, es würde sich darnonn2 die Sohle wie im Frůling, vonn der Winterflutenn, gebessert habenn, aber sie hatt sich vber ein halb lot nit gebessert, Ist auch ann der menge baldt wieder abfellig wordenn, Hatt demnach gehalttenn, am 5. Julij.
Der dritte Appendix Ein quart ——————————————— 5½ lot. Ein Wormbster maß ——————————— 8 lot j q̃ Den 11 Julij Ein quart ——————————————— 5 lot j q̃ Ein Wormbster maß ——————————— 7 lot 3½ q̃ Den 25. Julij Ein quart ——————————————— 5 lot gar nerlich.
Vertzeichnus aller vnnd Jeder Brieue Bücher vnnd annderer dem Saltzwergk zugehörigenn sachenn, Welchs ich Johann Rhenanus, Pfarrer vnnd Saltzgreue zum Sodenn Jtziger zeit bey mir habe
Ein Buch, darinnen nachuolgende Priuilegia vertrege, Location vnd allerley andere handelung begriffenn, ann der zahl zwantzigk siebenn stuck. 1. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessenn, de dato 1300 die Walpurgis. t1. p43. 2. Copia eines priuilegij H. Heinrichs Lzu Hessen de dato 1322. am Sonnabendt Ascen: tom 1. p 46. 3. Copia eines priuilegij Herrnn Ludtwigs Lanndt. zu Hessenn de dato 1413 Dominica post Exultationis S. Crucis tom 1. p 50 seq. 4. Copia HH. Friderichs Sigmundts, Heinrici vnd Wilhelms Hertzogenn zu Sachssenn de dato Cassell 14361[?]. am Sonntage Simonis & Judæ tom 1. p 51 seqq. 5. Copia Herrnn Wilhelms des mitlers Lzu Hessenn, Grauenn zu Ziegennhain de dato Spanngenbergk Anno 1487. Freytags nach Dionisij tom 1. p 662[?] seqq. 6. Erster vertragk mit Cantzlers Feigenn seligen handt margeniret Anno 1538. Freitags nach Jubilate.
7. Erste Location de dato 1540. vf funfzehenn Jar vfgerichtet. 8. Einganng vnnd Beschlus in der Neuenn dreysigk Jerigenn Location vffgerichttet, de dato Anno 1554. 9. Receß der Gehöltz halbenn, der Gemeine auf der seittenn, da die Bodenn gelegenn. 10. Hanndelung vnnd bescheidt, so Ritter vnnd Lanndtschafft, zwischenn Herrnn Philipsenn Landtgrauenn zu Hessenn ann einem, vnnd dann den Gemeinenn Pfennernn annderstheils gepflogenn, etlicher Jerigenn sachenn wegenn, Actum Anno 1539. Sonntags nach Galli. 11. Ordenung vnnd Regirung des Saltzwergks zum Sodenn vor Allenndorff ann der Werra, in aufrichtung vnnd annfanng der Location Anno 1541 verkundiget, vnnd zu halttenn gebotten daselbstenn zum Sodenn durch den Herrnn Stadthalternn zu Cassell, am Mitwochenn nach Trini:
12. Notell der Erbhuldung vnnd Eidtspflicht der Söder aô 1541. durch den Herrnn Stadthalter zu Cassell Sigmundt vonn Boynebürgk, Montags nach Trinitatis gethann. 13. Verordenung der ampter vnnd diener aufrichtung des Saltzwercks zum Sodenn anno 1553. publicatum den [Lücke]1 Maij Anno 1554. 14. Copia der fundation H. Philips Lzu Hessen, der zweyhundert guldenn Jerlichenn Pension ausm2[?] Bodenn zu Gottes ehre. 15. Beuelch vnnd vergleichung vnnsers g. f. vnd herrnn Lzu Hessenn, mit Bürgermeisternn vnd Rath zu Allenndorff ann der Werra, wie es hinfuro der Gehöltz, Raumenn, Rodenn, Hegung vnd beforschung, auch der neuenn Weinberge anders halbenn soll daselbst gehaltenn werdenn, verabschiedet den [Lücke]3 Maij Anno 1554. 16. Forst vnnd Holtz Ordenung im Fürstenn=
thumb Hessenn auffgerichttet Anno Domini 1553 17. Ordenung vnnd vergleichung der Gehöltz Jenseit der Stadt Allenndorff ann der Werra, vnnd anndere betreffenndt. 18. vergleichung beider Pfarhernn zu Allendorff vnnd zum Sodenn anno Domini 1538. 19. verzeichnus wie der Ludtwigkstein ann Christoff Hülsing kommenn, 20. Copia Heinrichs vonn Schachtenn verschreibung vber Germeroda vor v. gl. f.1 vnnd Herrnn zu Hessenn Anno 1553. 21. zehenn Jerigk bestenndtnus der Eisenhütten vnnd waldtschmittenn im ampt Geiselwerder Anno 1553. 22. Geholtz zu Treffurdt vnnd derselbenn beschreibung. 23. annwendung des Geholtz am Wolffsberge
Unsichere Lesungen
Z. 10: v. gl. f. — Kürzel, erster Buchstabe unklar
vber Roßach1[?], contra Berlipschenn zu Fahrembach. 24. artickell aus dem Braunschweigischenn vertrag gezogenn, vmb das Closter Lippoldesberga, vnnd dessenn grenntzenn, zwischenn Hessenn vnnd Braunschweigk vfgericht. Anno 1538. 25. Copia des Pfanndtsverschreibunge, so Philipsenn Didenn vber das Schlos Beylstein zugestelt wordenn ist Anno 1551 den 10. Octobris 26. Lehennbrieff vberm altennstein bey Allenndorff. 27. außzugk was das Saltzwergk das 1538. bis vff das Jar 1562. getragenn. Alt Pfenner Buch. Heupt Baw Register de Anno 1538. des Saltzwergks zun Sodenn. Recesbuch vber alle Einnahm vnnd außgabe vom Jar 1538. bis vfs Jar 1545.
Recesbuch vber des Zölners zun Sodenn Einnahm vnd außgab vom Jahr 1546. bis vfs Jar 1556. Bronnenbaw so Anno 1550 anngefanngenn, vnnd anno 1551 geenndet, darinnen allerley Rathschlege, schreibenn vnnd wiederschreiben v. g. f. vnnd Herrnn, hochlöblicher gedechtnus, aus der Custodia des Stadthalters, der Rethe, der Pfenner vnnd annderer. Handelung vnnd verordtnung des Saltzwergks sachen vnd allerley Rathschlege, betreffenndt den letzt geschehenenn Bronnenbaw anno c15621. Baw Register, vonn demselbigenn beschehenenn Bronnenbaw bedenckenns. Obseruationes vberm Erstenn vertragk, durch mich Johannem Rhenanum obseruiret. Ebenmessige obseruationes vber das Pfennerbuch. vber die Location gleichermassenn.
Copiæ aller vnnd Jeder altenn vnnd newenn vertreg, Location, Resolution vnnd dergleichenn das Saltzwergk Sodenn belanngenndt, mir aus Fürstlichenn archiuenn zugestelt, Etliche inquisitiones so durch mich auch anndere vff beuelch vnsers gnedigenn furstenn vnnd hern in diuersis Annis außgerichttet. Conuolut Georgenn Behmenn gewesenn Bornmeisters zun Sodenn, sachenn belanngendt vnnd den Saltzbronnenn in Sodenn, darin etliche Churfl. zu Branndennburgk schreibenn, desgleichen der Pfenner Jost Berbers, Christoff Hombergks1[?], Georg Behmenn selbst inuoluirt in Anno c15512 vsq ad Annum 1557. Seindt zwölff stucke. Conuolut Schreibenn der Stadt Leiptzigk, eines zugeschicktenn Wasserkunstlers wegenn, mitt nachmenn Simonn Nitzsch3[?] Anno c78. Handelung allerley gebrechenn halbenn etc.4[?] gl.
f. vnnd Herrnn Anno c381, zwischenn s. fgl. vnnd den Pfennernn, Resolution v. G. f. vnnd Herrnn so darauff eodem Anno eruolget, Außzuge der Holtzrechnung de Anno Domini 1538. 1539. Forderungs brieff v. g. f. vnnd Herrnn, Jostenn Berbernn, ann alle Lanndts beamptenn, so forderung zum Saltzwerck thun konnenn, Anno c 1538. Ein schreibenn aus Zerbst sfgl. ann die Beamptenn zu Cassell, das mit den bewenn schleunigk fortt gefahrenn werde, Ein schreibenn betreffenndt M. Maximi kunst aus Carthaus Anno c38. Sonntags nach Kiliani2[?] Verzeichnus der Pfennermeister. Anno c38. Vorschlage M. Maximi |: sein eigen hanndt :|
seiner newenn kunst wegenn, Heuser so in den Sodenn abgebrochenn wordenn, vnnd was die kost zubezahlenn Anno c381. Anschlage den Steinenn Sohltrumpff belanngendt. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, betreffenndt M. Maximi kunst vnnd den Saltzkauff. Vertragk in Anno c38. beschehenn belanngenndt die acht vnnd dreißigk damahls erbawete Bodt, wie dieselbige in baw vnnd wesenn zuerhaltenn seyenn, Anschlagk des Holtzerin Rechenn, so zum holtzflössenn vorgenommenn wordenn, Vorschlagk Heintz vonn Lutters seliger gedechtnus, betreffenndt die bestenn adernn vfm bronnen zufassenn, Offenn patent vnsers g. f. vnnd Herrnn, darinnen den amptenn Beylstein, Reichennbach, Wilsingenn2[?], Felsbergk, Spanngennbergk, Hombergk,
Rotennbergk vnnd Sonntra gebottenn wirdt, Saltzknechte aufzubringenn, so im Saltzwerck arbeiten konntenn, anno c381. Antwort etlicher Beamptenn vnnd Stedte, so Saltzknechte Inn die Sodenn schickenn sollenn, Verzeichnus etlicher knecht so ann kommen, Tagsatzung v. g. f. vnnd Herrnn zwischenn sfgl. vnnd gemeinenn Pfennernn, das sie dann vff beidenn seittenn belanngenndt, Anno c1538. Anschlag wieuiel vf funfftzigk kodt2[?], Jerlich holtz gehenn will Vorschlagk Heinrich Muldeners, allerley sachen belanngenndt Anno c38. Copia. v. g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann der Pfenner Saltzgreuenn, belanngennde das zuverkauffene holtz, vnsers g. f. vnnd Herrnn Böder in der Pfenner bezirck. Reces des Bawes zun Sodenn beschehenn, die
Anno c381. vnnd 39. bezahlt wordenn seindt — 26 stucke. Conuolut Ein schreibenn vnsers g. f. vnnd Hern ann Jostenn vonn Berlipschenn, de dato Regensspurgk Anno c412. den 2. Junij, belanngenndt das gedachter, die Saltz Location versieglenn solle. Böder Supplication, vnnd darauff eruolgter fürstlicher bescheidt, belanngenndt den Saltzbronn, das er schadthafft wehre Anno c48. Copia eines schreibenns ann vnsernn g. f. vnnd Herrnn, belanngenndt allerley sachenn anno c41. den 2 augusti subscripserunt Henrich Muller, vnnd Jost Berber, Beuelch v. g. f. vnnd Herrnn betreffenndt in der OberGraffschafft vnnd zu Bremenn, darinnen beuolenn wirdt, zu Holtz Minden nach dem Zoll zufragenn, Renndtmeisters zwey schreibenn, allerley sachenn
belanngennde, anno c381. 39. Annotata allerley teglichenn hanndelungenn, so das 41. Jar im Saltzwergk vorgelauffenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, ann Henrich Lersenernn2, betreffenndt den Grauenn Philipsen vonn Solms, das er nicht sieglenn wollenn, de dato Regennspurgk Anno c41. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngenndt die volnnziehung der sieglung bey Solms vnd Berlipsenn, de dato Regennspurgk Anno c41. Item das Saltz nach Darmbstadt vnnd Bremenn geschickt werdenn solte. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, darinnenn sfgl. bericht begerenn, wie es mit dem Saltzwergk der Zeit stehe, vnnd wie sich Hertzogk Heinrichs diener des Saltzes halbenn verhaltenn sollenn. vnsers g. f. vnnd Herrnn schreibenn, belanngendt nachmals die sieglung, die verfertigung des Saltz=
hauses zu Cassell, vnnd Jtztgedachten Zoll vff der Weser. vnsers gl. f. vnnd Herrnn schreibenn ann Philipsen Grauenn vnnd Herrnn zu Waldeck, belanngenndt die siegelung, de dato Regennspurgk Ao c411. Offenn Patent v. g. f. vnnd Herrnn, darinnen sfgl. freyenn faß begert vf der Weser, den Saltzhandell belanngenndt. Offener versiegleter Zulas brieff, der Stadt Mulhausenn, den Saltzhanndell daselbst belanngendt Anno c43. Contract zwischenn Hannsenn Belstett2 zu Mulhausenn vnnd Valtin Weyrauch, so sich des Saltzhanndels vnndernommenn Anno c43. Noch ein vertragk gleicher gestalt vnnsers g. f. vnd Herrnn beuelch, das mann den Predicanten zu SpiesCappell allequartal drithalb hundert guldenn enndtrichtenn solle Anno c42.
Verannttworttunge vf ein gethane vonn den Bödern Supplication. vnsers g. f. vnnd Herrnn zwey schreibenn, betreffenndt die vniuersitet Marpurgk Jerlichenn Jegenn das Closter Hasungenn zuenndtrichten, Allerley acten kurtzlich verzeichnet, darinnen auch M. Georgenn sachenn gedacht wirdt. zwey stuck. Churfurst zu Sachssenn Hertzogk Johann Friederich schreibet mit etlichenn Innlagenn, darinnenn S. Churf. G. v. g. f. vnnd Herrnn nachgebenn, das die anngrenntzennde dorffe bey Mulhausenn vnsers Saltzes auch gebrauchenn soltenn, darbenebenn ein Inngelegter Zettell, das S. Churf. gl. Saltzwerck Saltzungenn vnverhindert bleibenn muge, Anno c431. Copia eines schreibenns, so v. g. f. vnnd Herr, ann den Schosser zu Muhlhausenn gethann.
Abrede v. g. f. vnnd Herrnn, vnnd der Stadt Mulhausenn, des Saltzkauffs halbenn. Copia noch eines schreibenn v. g. f. vnnd Herrnn, ann den Schösser zu Muhlhausenn, Contract mit der Stadt Mulhausenn aufgerichttet, des Saltzkauffs wegenn, vf drey Jar anno c431. Ordenung der Eseltreiber Saltz vnnd Holtzkauffs, vfgerichttet anno c44. Bestallung Georgenn Behmenns vonn Nurnbergk anno c44 Supplication der Stadt Allenndorff, darinnenn sie vber das dorff Riedenn vnnd Sodenn der geholtz wegenn klagenn, anno c44. Hanns Klaur2[?] Vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflos wegenn, begert geldt, Außzugk des Saltzhanndels Rechnung zu Mulhausenn, anno c44. Schreibenn der Stadt Mulhausenn betreffendt
den Saltzschlies daselbst anno c441. Vorschlagk Jostenn Berbers des Saltzschlisses wegenn, welchenn Valtenn Tholde2 amptman zu Wannfride, zu Mulhausenn vortragenn soll. Nochenmahl allerley hanndell Extract des 44 Jars zun Sodenn beschehenn seindt 41. stuck Conuolut Heinrich Muldener schreibt v. g. f. vnnd Herrnn in Anno c41. Inn welchem er anntwort vf der Böder Supplication, darinnen sie geclagt, wie der bronnenn stets abnehme, zeigt auch ann, das die wasserkunst nunmehr fertigk, vnnd der grab obenn vonn der Werra heraber vor die Sodenn gefurt, das mann ohne zuthun pferde, die kunst treibenn könne, Zu dem berichttet er auch anndere parerga. Jst dis schreibenn sein eigenn hanndt. Supplication der Pfenner Jegenn Regenspurgk
vberschickt, belanngt die newe Location, wirdt auch darinnenn gedacht des Grauenn vonn Solms vnnd Verlipschenn, begeret, das dieselbige Location volnfertigt wurde, Anno etc. 41. Acta, belanngenndt gedachte Location vnnd Georgenn Behmenn, zwischenn v. g. f. vnnd Herrn, vnnd gemeinenn Pfennernn anno etc. 41. Supplication der Saltzgrefenn ann v. g. f. vnnd Herrn, darinnenn bericht beschicht, das Graf Philips vonn Solms, vnnd Jost vonn Verlipsch nicht sieglenn wollenn, doch hab sich Jost von Verlipschenn conditionaliter Inngelassenn, Inn diesem brieffe ist, das Anlanndt vnnd Georg Gauler den: nicht sieglenn wollenn anno etc. 41. Acta vonn wegenn vnnsers g. f. vnnd Herrn beschehen, durch Stadthalter, Rethe, vnnd Beuelchhaber zun Sodenn, belanngenndt die Location, vnnd der Pfenner [gestrichen: vnrechtte2], Anno etc. 41. Copia der Caution so Hanns Riedennstein3 vnnd Hans
Unsichere Lesungen
Z. 13: Gau=ler — Name, Lesung unsicher
Z. 18: vnrechtte — gestrichenes Wort, Lesung unsicher
Iringk zu Regennspurgk bey vnnserm g. f. vnnd Herrn anbracht, die nicht sieglung belangendt. Acta M. Georgenn vnnd andere sachenn belanngenndt anno etc. 41. Sonnabenndts nach Osternn. Copia eines schreibenns ann vnnsern g. f. vnd Herrn, belanngenndt den Braunschweigischen Zoll zu Holtzmindenn, vnnd den Saltzschlis1[?] nach Bremenn. Item die Location Ein schreibenn Heinrichs Tersenners2[?] betreffenndt die nicht sieglung Herrn Philips Grauenn zu Solms. Bestellung der Pfenner Bodt, vnnd darin verordennte knechte, anno etc. 41. Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn so sfgl. Hannsenn Riedennsteinenn vnnd Hanns Iringenn mittgebenn, belanngenndt die Location Anno etc. 41.
Acta mit den Pfennernn der Location halbenn beschehenn, anno etc. 41. bis Paschae1. Rudolff Schenck Stadthalter schreibt an Henrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn Saltzgrefenn, der Zehenn alb wegenn, so vf die Pfanne Saltzes gesetzt wordenn, das die Lanndtstennde bewilligt, Anno etc. 41. Vnnser g. f. vnnd Herr befiehlt durch einenn offenenn Patenten Rudolphenn Schenckenn, Johann Feygenn, Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berbernn die Muhle zu Allenndorff vmb sechsthalb hundert guldenn anzunehmenn Anno etc. 40. Hanns Klauer2 vogt zu Friedewaldt schreibt der Holtzflös wegenn am Seulingswaldt. Acta vnnd Consultation, betreffenndt die Erbhuldung zu ernewernn, vnnd vonn allenn knechtenn anzunehmenn, vnnd dergleichenn mehr hanndell Anno etc. 41. Inn der wochen palmarum.
Vorgetragene gebrechenn in der Rechnung anno etc. 41. Schreibenn Heinrich Tersenners1[?] betreffennde die nicht sieglung Grauenn Philipsenn vonn Solms, ann Henrich Muldenernn vnd Jost Berbernn, Schreibenn des Canntzlars Feigenn, mit einer Innlag, belanngenndt das etzlichenn2 dem außschos der Pfenner, Henrich Muldener, Jost Berber, vnnd Johann Bartholmes zur Lichtenaw bey v. g. f. vnnd Herrn erscheinenn sollenn, Notata, Was vonn M. Georgenn Behmenn seiner kunst wegenn, begeret werdenn soll, Ao etc. 40. Ordtnung der Ober: vnnd vnnter Holtzvogt zun Sodenn anno etc. 40. Hannsenn Heinemanns bericht vnnd vorschlagk der Schiffart halbenn zwischenn Allenndorff vnnd Cassell anno etc. 39. Acta zu Mundenn mit Hannsenn Sultzschernn3
Anno etc. 40 vnnd Gerstennbergernn der Schiffart halbenn vnnd anndernn desgleichenn etlicht1 anndere sachenn, durch Jostenn Berbernn daselbst aufgerichttet, Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, benebenn annderenn Innlagenn, des aschenn kauffs wegenn, Anno etc. 60. Schwalbachs erstes Holtzvogts zun Sodenn Holtzrechnung anno etc. 40. Darbenebenn ein schreibenn Schwalbachs ann Heinrich Muldenernn anno etc. 40. Anlanndt Anlanndt amptmann zu Mundenn schreibt ann Jostenn Berbernn einer halbenn Pfannenn wegenn, so Immer2 Sodenn zuuerkeuffen, klagt vber der Pfenner Saltzgreuenn, das sie Ihnen zum angesetztenn tage nicht erfordert habenn, Anlanndt Anlanndt schreibt des Muhlennkauffs halbenn anno etc. 41.
Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt ann Canntzler Feigenn, der Location wegenn anno etc. 40. Johann Bartholmes vnnd Schwalbach schreibenn ann Canntzlarnn Feigenn, benebenn einer Inlag, v. g. f. vnnd Herrn zulassungsbrieff, das mann sich mit den Pfennernn in gute Vertrage, anno etc. 40. Contract Georgenn Behmenn so mit im der Canntzlar Feige, Heinrich Muldener, Jost Berber, vnd Johann Riedennstein1 troffenn, Copia zweyer schreibenn, so v. g. f. vnnd Herr, ann Hertzogk Vlrichenn zu Wirttembergk, desgleichenn ann Herrn Jacobenn Sturmenn zu Straßburgk gethann, belanngenndt Schwartzweldische Holtzflößer annhero zuschickenn anno etc. 40 Abrede v. g. f. vnnd Herrn vnnd der Pfenner zu Allenndorff, geschehenn zu Cassell anno etc. 40 Montags post Esto mihi.
Contract Georgenn Behmenn zugestelt, darinnen v. g. f. vnnd Herr vnnd die Pfenner Ihnenn vor einenn Bronnenmeister annehmenn, Erclerung v. g. f. vnnd Herrn ann Heinrich Muldenernn vnnd Jostenn Berbernn der Location wegenn Anno etc. 40. Offener Patent, darin v. g. f. vnnd Herr Cauiret, das die Location ohnn alle gefahr solle vorgenommenn werdenn, Gemeiner Pfenner schreibenn, ann vnnsern g. f. vnnd Herrn, belanngenndt Jtztgedachtte Location, das dieselbige vf die mas v. g. f. vnnd Herr Cauiret gehaltenn, vnnd vorgenommenn muge werdenn, Motiuen, dadurch die Pfenner zur Location bewegt mugenn werdenn Anno etc. 40. Georgenn Behmenn vorgeschlagene articul, belangenndt seine Bronnenmeister bestallung Anno etc. 40.
Dergleichenn noch ein ernnstes schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, darin sfgl. Heinrich Muldeners vnnd Jost Berbers fahrlessigkeit verwirfft Ao etc. 41. Heintz vonn Lutters schreibenn eines wasser kunstlers wegenn, welcher ohn zuthun Pferde, vff sein eigenn kostenn, eine kunst anstellen wolle, das sie wasser zwanntzigk oder dreissigk schue hoch hebenn solle, sendt 47. stucke1[?] Conuolut, Darinnenn allerley hanndtlungk, belanngenndt den Vertragk zwischenn v. g. f. vnd Herrn, vnnd den vonn Hundelshausenn, der Geholtz vnnd etlicher annderer zins wegenn, so im ampt Ludwigstein aufgerichtet Anno etc. 59. Desgleichenn auch ein Wechßeln vfgerichttet Anno etc. 39 Hierbenebenn ist auch ein versiegleter Erbvertragk, so zwischenn den vonn Butlar, vnnd den vonn Hundelshausenn aufgerichttet wordenn, Im selben
Conuolut, vnnd die abmessung des ganntzenn Langenbergs durch Johann Sillenn1 geschehenn, Ein Copia eines Lehennbrieffs vonn Herrn Diederichenn zu Plessa2 erlanngt in Anno etc. 1505. diese gehöltz belanngenndt. Drey zettell Jost Berbers Hanndtschrifft, betreffendt anndere gehöltz im ampt Ludwigstein. Conuolut annotata allerley sachenn, so sich im Saltzwerck vmb Laetare im Jahr 39. zugetragenn, darinnenn etliche nutzliche sachenn vorgeschlagenn werdenn, Vnnsers g. f. vnnd Herrn beuelch, belanngenndt den vorgenommenen Bronnenbaw anno etc. 62. Ordenung des vfgeschuttenn Saltzes in Anno etc. 39. Bericht vonn zehenn Pfannenn Saltzes, so vf die kirchenn zun Sodenn geschutt wordenn, vnd im abmessenn nicht mehr als acht befundenn wordenn, vnnd hat das Saltz nur vier wochen gelegt, Anno etc. 39.
Schreibenn v. g. f. vnnd Herrn, ann der Pfenner Saltzgreuenn des vertrags halbenn, darinnenn v. g. f. vnnd Herrn selb eigene hanndtschrifft ein zettell Anno etc. 39 Johann Bartholmes schreibt ann Jostenn Berbern, der Holtzflös, vnnd des newenn eisen maßes wegen, Begeret auch das kaltin Thölde1 das Holtz zun Sohlkastenn erstes tages zun Sodenn verschaffen, vnnd annderer mehr sachenn wegenn, Verzeichnis was vonn vnnsers g. f. vnnd Herrn wegenn mann vf die Lehrjungenn, so das Saltzmachenn gelernet gewenndet, Vnnser g. f. vnnd Herr schreibt der Holtzflöße, Saltzhanndell, vnnd des newenn zols zu Mundenn wegenn, vnnd befiehlet, wo zu Mundenn damit furtgefahrenn werde, mann dann dergleichen zu Gißlarwerda2 auch der zeit einenn anrichtenn solle Anno etc. 39.
Extract des Holtzvogts Rechnung Anno etc. 39. Concept Canntzlers Feigenn, darin v. g. f. vnnd Herr bewilligt, die sachenn zwischenn sfgl. dienernn, vnnd den Pfennernn vorgewistenn darzu verordnetenn Lanndtstenndenn zu verhörenn zulassenn, anno etc. 39. Rathschlagk wie das Vollernnholtz1 mit nutz zun Sodenn gebracht möge werdenn, Anno etc. 39 Otto Goltkamer2[?] Schultheis zu Grebennstein, schreibt das etlich Saltz vf den Schiffenn, so nach Bremenn abgefertiget vndergangenn anno etc. 39. Bedingte Beweder Sider Heuser3 anno etc. 39. Pfenner zun Sodenn, klagenn vber allerley beschwerung, das Ihnenn ihr Saltzschlis im Lannde gestopffet werde, Anno etc. 39 Vnnsers g. f. vnnd Herrn schreibenn ann Jostenn Berbernn, das er sich zu Hertzogk Erichenn naher
Mundenn verfugenn solle, Desgleichenn das er allerley bericht der schiffe wegenn mit sich nehmenn solle, anno etc. 39. Geding zettell, so mit Michelnn Groen1 vonn Schwebischenn hall troffenn, vonn - 400 klaffternn scheide vonn Wannfriedt heraber vf die Schwartzweldische Manier annzustellenn, Noch ein schreibenn ann Jostenn Berbernn, belangendt die Reise nach Mundenn, Anlanndt Anlanndt schreibt ann Renndtmeister Johann Bartholmes, vnnd anntwortet Ihme, das er sein schreibenn inannderer abwesenn nicht erbrechenn wollenn. Copia eines offenenn Patents, welchenn Burgermeister vnnd Rath zu Bremenn anno etc. 39 Clausen Sobelnn2 Irem Burgernn gebenn, darinnenn begert wirdt, das mann sie die Nurnbergischenn gueter vertzubringenn, mit dem zoll nicht zu hoch
[gestrichen: beschwerenn wolte.] Copia eines schreibenn so Jost berber1[?] Henrich Müldener gethann, belanngenndt den newenn vffgesetztenn zoll ann den amptmann zu Mündenn, Anntwort hieruf gedachtes amptmanns, darinnen er auch durch ein zettell klagt, das zu Eschwege auch ein Newer zoll vfgerichttet werde, Schreibenn hieruf ann den Lanndtvogt zu Eschwech, darinnenn durch ein zettell begeret wirdt, das Hanns Scheffer mit zum Lanndtage möge abgefertiget werdenn Anno 39. Schreibenn der Herzogin zu Mündenn des erstigertenn zols wegenn, vnnd darauff ervolgetter stilstanndt zwischenn Hessenn vnnd Braunschweig der zolle wegenn zu Eschwech vnnd Mündenn, Copia eins Lehenbrieffs derer vom Eschwech, so Jhnenn Anno 1493. vom Lanndtgrauen Wilhelmen dem mitlernn gebenn wordenn
Copia eines schreibenns, darinnenn Jost berber1[?] vnnd Heinrich Müldener annzeigenn, das etlich Holtzwergk geflossenn Anno 39. Jtem Vetter2[?] bericht, das der Herzogin Cantzler vnnd Rethe zu Mündenn v.g.f. vnnd herrnn zoll brieff anngenommenn, aber die Vertzigk3[?] Tonnenn Saltzes nicht fort gehenn lassenn wollen, es were dann zuuor vonn Jeder Tonnenn ein Schneberger erlegt, Copia eines schreibenns, so die Beamptenn zum Sodenn ann Stadthalter vnnd Rethe zu Mündenn gethann, belanngenndt den Saltzzoll, darinnen sie sich beschwerlich erklagenn, das ein Burger von Cassell Valtenn Reinhardt genanndt, drey Pfann Saltzes zum Sodenn gekaufft, dieselbigenn nach Cassell führenn wollenn, sie aber Jhnenn der Schiffart wegenn, nicht bey dem altenn gewönlichenn zoll nicht bleibenn lassenn, sonndernn von Jeder Pfannenn – 6. schneberger zu zoll hat geben müssen,
Annotata, Was vf dem Lanndtage zu Münden verhanndelt ist wordenn, Anno 39 Montags nach Michaelis, Supplication Henrich Müldeners vnnd Jost Berbers, betreffenndt die grosse flut Anno 39. welche etliche klaffternn Holtzes hinwegk genommenn, wie dann auch den new gebautenn Wehernn zum theil, Jtem berichttenn das Herzogk Heinrichs diener zu Holtzmündenn von Jeder Pfannenn ein guldenn zu zoll fordernn, darbenebenn ein vorschlagk, Dieweil Holtzmünden dem abt vom Coruey halb zustünde, Jtziger zeitt aber versetzt were, das ffgl.1[?] als der Erbschutzher dasselbige ann sich lösete, Vber das auch berichtt, das der zoll zu Mündenn nachmahls ersteigert were wordenn, Annotata allerley hanndtlung, so sich Anno 39 bis in Annum 40 zugetragenn, vornehmlich
aber den Saltzverkauff der Pfenner knecht, vnd dann vnsers g.f. vnnd Herrnn knechte, Jtem die Holtzflös nach der Schwartzweldischen Manir, die Schiffuhr mit dem Holtz vnnd Saltzhanndell nach Bremenn, zehenn newe bestelte Schiffmenner, vnnd den erstgebautenn Saltzkastenn, zum vorrath, dis ist in 4to geschriebenn, vnnd seindt – 38. stucke, Conuolut abschiedt den 5. vnnd 31. Maij Anno 51 den Bronnenn Baw belanngenndt, Rathschlage des mahls gehalttenn, in beysein derer, so zu dem Bronnennbaw verordnet, vf gedachte tage, Nota, Dieses vnnd annders mehr den Bronnenbaw belanngenndt, ist alles in die beschreibung des Bronnennbaws bracht wordenn, Gedachtter abschiedt noch ein mahl abgeschriebenn Anno 51.
Rathschlagk gehaltenn den 12. Septembris Anno 51. in dergleichenn hanndtlung. Rathschlag gehaltenn den 21. 22. vnnd 23 Augusti auch in gleicher hanndtlung Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 2 Junij Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 12. 13. 14. Aprilis Anno 51. Rathschlagk gehaltenn den 12. 13. 14. Martij Anno 51. Ein schreibenn vom Stadthaltern, Rethenn vnnd Marschallenn zu Cassell, ann Heintzenn Harsackenn Lanndtknechtenn gethann, das er siebenzigk Stemme Holtzes aus dem Lanngennberge Inn die Sodenn führenn solte, seindt zehenn stuke. Conuolut abschiedt den Bronnenn zun Sodenn betreffenndt Anno 48. den 22 Januarij. Saltzgreuenn vnnd Pfenner zu Allenndorff schreibenn des Saltzbronns wegenn, ann Stadthalternn
vnnd Rethe anno 48. denn 9 Decembris Lanntzlaus1[?] Scheffers Concept, belanngenndt die Lanndtstenndt zusammenn zufordernn anno 61. Copien eines Credentz so v.g.f. vnnd herr denen vonn Mülhausenn zugeschickt, belanngenndt den Saltzschlis daselbst anno 46. Christoff Hombergs schreibenn, darinnenn er bericht, das M. Hanns vonn Franckfurt, vnnd Heintz Hochappell in wehrennder Rechnung steine gebrochenn Anno 45. Copia Was Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell ann die verordennte des Bronnennbaws geschriebenn, anno 48. den letztenn Decembris Sigmundt vonn Boyneburgk Lanndtvogt ann der Werra, schreibt ann Henrich Müldenernn des Saltzschlistes halbenn zu Mülhausenn. Beschreibung eines probewercks so anno 58. aus rother Sohlenn durch Georgen Lucan2[?] die wochen
Inuocauit ist gesottenn wordenn. Examen der Söder Wieuiel sie achtenn mehr Holtz gesottenn müste werdenn, wann sie ohnne beisse siedenn anno 58. Drey Probwergk, so gleicher massenn balde darauf, auf beuelch vnnsers g.f. vnnd herrnn gesottenn wordenn, Schreibenn der Stadt Allenndorff vnnd der Pfenner zun Sodenn, so sie benebenn vbersenndung Jrer Priuilegien gethann, Donnerstags nach Julianæ Virginis. Rathschlagk gehalttenn des Bronnenbaws wegenn anno 48. den 20. Januarij. Acta zwischenn Hanns Georgenn vonn Eschwech, vnnd den Heinernn, betreffenndt die Hude zum Hain, darbey ein Extract, was die vonn Eschwech vnnd Kolmitzsch1[?] zum Hain zu Lehenn haben, Jost Berbers hanndt. Copey eines ernnstenn schreibenn ann Burgermei=
ster vnnd Rath zu Allenndorff gethann, das sie sich der gehöltz nach ausweisung der Ordenung mit Jrem viehe enndthaltenn, darzu Hanns Georgenn vonn Eschwech nicht gestattenn, das er sich der eigenn hude zum Hain brauche, Interlocut vnnd abscheidt, darinnenn Hanns Georgenn gedachter brauch wirdt abgeschnitten, Copien etlicher schreibenn, vnnd darin verwaretenn Jnnlagenn mit A. B. C. D. verzeichnet, gedachttenn hanndell belanngenndt, Prob dreyer Karnn Saltzes so zu Allenndorff gemessenn, vnd nach Mühlhausenn gefurt wordenn, wieuiel daraus wieder gelieffert, vnnd was daraus vor gewinst oder verlust gewesenn anno 48. Copia eines schreibenns so anno 60 beschehenn, in welchem Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, in abwesenn v.g.f. vnnd herrenn /: damahls in Custodia :/ ann alle amptleute, Stedte vnnd ampter schreibenn, das sie kein frembdt Saltz
keuffenn, oder zuuerkeuffenn, ann Jrenn orten gestattenn sollenn, dann mann sie aus dem Saltzwergk Sodenn mit gnugsamb Saltz versehenn könntte vnnd wolte, anno 60. den 18. Octobris. Copia eines schreibenns ann Gemeine Pfenner vnnd Saltzgreuenn, belanngenndt den Bronnennbaw anno 48. darinnenn ein erinnerungs schreibenn Christoff Hombergs, belanngenndt Georgenn Behmenn den 17 Nouembris Saltzrechnung zu Mülhausenn de Anno 46. Beschwerungs articul, welche die vom Mülhausenn des newenn vfgerichttetenn Saltzschliß wegenn einwenndenn, darauf vnntter anndernn Jost Berber zusagt, das vnnser g.f. vnnd herr, bey des Churfurstenn zu Sachssenn Rethenn, so darbey gewesenn zuwegenn bracht, das der Saltzschlis in der vogtey vnnd nahenn dorffernn solte verstattete werdenn, dieser stuck seindt vier vnnd zwanntzigk.
Conuolut, Christoff Hombergk, Valtin Solde1[?], vnnd der Berntmeister2[?] zun Sodenn schreibenn ann Jostenn Berbernn des vorschlags wegenn, das mann in Bleyernn Pfannenn siedenn solle, zeigenn ann Jre vrsach, warumb solchs nit beschehen könne, schlagenn vor, das wo es Je sein solte, man darin Herrnn Johann Norderkenn3[?] rath brauchen, vnnd ein Lüneburger Saltzknecht zu wegenn bringenn anno 52. den 3. Februarij Copia des vorschlags so deshalb Jost Berber gethan, ligtt im selbenn schreibenn, Johann Merckbach schreibt ann Jost Berbernn das vnnsers g.f. vnnd herrnn Stadthalter, Cammermeister vnnd Cammerschreiber, laut Jnngelegter Copia geschriebenn, ein Ordenung zumachen, das das Saltz in gutem Schlis abgehe anno 53. den 17. Nouembris Verordenung der Gebeur ann der Lanndtstrasse
im kleb, das das geldt darzu Jnner Sodenn vfgehabenn werde, vnnd nirgennts annders dann hierzu gebraucht solle werdenn, subscribirt durch beide Saltzgreuenn, Jost Berbern, vnnd Valtenn Tholdenn, Johann Bartholmes, Christoff Hombergk, Jacob Schrödern, vnnd darnach durch vnnsernn g.f. vnnd herrnn zu Marpurgk ratificiret. Princeps ipse subscripsit Anno 53. 25 Aprilis Lanndtvogt ann der Werra Sigmundt vonn Boyneburgk schreibt ann Jost Berbern, vberschickt darbenebenn ein Supplication den vnndersassenn im ambt Beylstein, Bittet fur dieselbige mit einwenndung allerley newerung, so sich kurtzlich zugetragenn, das mann Jrer mit dem wege im kleb verschonenn wolle, oder wo solches nicht geschehenn werde, protestiren der Lanndtvogt vnnd vnndersassenn de futuro grauamine Anno 53.
Jnn dis schreibenn ist eingelegt, vnnsers g.f. vnnd herrnn ann Renndtmeister zu Eschwege vnnd Lanndtknecht zu Apteroda1[?] schreibenn, ist aber durch Jostenn Berbernn Corrigiret, vnnd der Baurenn protestation vor gut geachttet wordenn, Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des sterbenns vnnd der Holtzflös halbenn, das sie vf dem kleinenn wasser vorgenommenn werde, anno 53. den 8. Augusti. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn des sterbenns vnnd annderer sachenn wegenn, zeigt ann das Niedennstein gestorbenn, vnnd Funffzigk mennschenn vff einem tage liegenn bliebenn seindt, anno 53. den 3. Augusti. Hermann vonn Hundelshausenn schreibt an Jost Berbernn der Haubtrechnung wegenn, so Johan Bartholmessenn vnnd Christoffenn Hombergen verrichttet werdenn solle,
Darauff verordentenn beide Saltzgreuenn Johann Norderck1[?] vnnd Jost Berckerr Inn Jedes hauß . acht guldenn muntz anno 52 . Vffener patent des Lanndts Oberstenn Stadthalters vnnd Rethenn zu Cassell . die Holtzflöß vom Seulingswaldt Inn die Sodenn belanngenndt , Ist durch beide Schultheißenn zu Allenndorff vnnd Wannfriedt verrichttet . den 11 Aprilis Anno 50 . Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berckern , das vonn v. g. f. vnnd herrenn ein schreibenn annkommenn . wie sfgl.2[?] die knechte so damahls vmb Mulhausenn gelegenn , Inn die Stadt vnd dorffer vmb Allenndorff hero etliche zeit zuliegen verordenenn wollenn , sagt solches sey dem Saltzwergk hinderselligk , begert solches zuuerhuetenn , zeigt auch anndere dinge mehr ann . subscripserunt Valtenn Tholde , Johann Bartholmes , Christof Hombergk Anno 52 den 5 . Februarij . Allerley Rathschlage vnnd Bedennkenn so denn
2 . 13 . 14 . Martij , auch den 17 . Maij vorgefallenn , darinnenn gedacht wirdt , das vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraue Wilhelm beuohlenn , Valtenn Tholden offenntlich vor einem Saltzgreuen zuuerkundigenn . Item des Saltzschließ1[?] zu Höper2[?] , der acht abgebrochenenn bodt , vnnd des Sohlgrabenns fassung , das dasselbige Jahr — 120 Bue=[?] tenn erbauet werdenn mochtenn , wirdt vorgeschlagenn , ob nicht gemeine Pfenner , dieweil es ein heuptbau were , den halbenn theil billich erlegtenn . Der Lanndtvogt Sigmundt vonn Boynebergk schreibt ann vnnsernn g. f. vnnd herrnn , das der Saltzbronn zum Sodenn Georgenn Bohmenn kunst wegenn grostenn schadenn genommenn , schlegt vor , das wo nicht wie vor altters die Söder die Sohlen selbst wieder schepfftenn , das als dann das ganntze Saltzwergk dadurch in verderbenn geriethe , bittet das mann in der zeit darzu thun wolle anno 47 . den 5 . Februarij
Copia desselbigenn schreibenn ligtt darbenebenn . Der Pfenner anntwort dem Stadthalter vnd Rethenn , vf siebenn vorgeschlagene articull des Saltzwergks vnnd Bronnenn halbenn , seindt mit der Roßkunst vfm Bronnenn gar nicht zufriedenn , sagenn sey wieder Jrenn willenn auffgericht , Rathenn das manns mit mennschenn wieder schöpffen lassenn , wollenn nicht gleubenn , das das alte Bronnenn gebeu schadenn genommenn , Wollen auch , wann ein neuer bau anngefanngenn wurde , nichts darzu gebenn , Acta vnnd annotata Anno 45 Montags post Misericordias Domini in sachenn betrefenndt Georgenn Bestallung . Item die Holtz , Saltz vnnd Eseltreiber . Contra . die Söder . Notell darinnenn Stadthalter vnd Rethe vorgeschlagenn , das vf beuelch vnnsers g. f. vnnd herrn , Georgenn Bohmenn Roßkunst abgeschaffett .
vnnd Christoff Hombergenn ein neue kunst , so mit mennschenn getriebenn werdenn könntte , zubauenn verstattet werdenn solte , anno 49 . den 27 Julij Vhrphede Georgenn Bohmenn , so er vonn sich geben , als er ohnn wissenn vnnd willenn v. g. f. vnnd hern , sich in annder Furstennthumb begebenn , vnnd v. g. f. vnnd herrnn seine Pfannenschmidt vnd Söderknecht abwenndigk gemacht . anno 42 . Supplication Georgenn Bohmenn , darinnenn er sich vber allerley beschwerung beclagtt , begerett die harte Clausulenn aus der Vhrphede zuuerschaffen , vnnd wenndet vor , er habe der kunst großenn schadenn gelittenn , Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell , auch Heinrich Muldener Saltzgreue , begerenn vonn dem Rendtmeister Johann Bartholmes Georgenn Bohmenn zubeuhrlaubenn , anno 49 . Annschlagk Georgenn Bohmenn vf gehabtenn
Christoff Hombergks Bronnenmeisters ampts bestellung , darinnenn verleibet wirdt , das er dieselbige Kunst vf seinenn kostenn annstellenn , mit leutenn fort treibenn , vnnd Jederzeit gnugsamb Sohle verschaffenn solle . Christoff Hombergk bericht , als er beuelch emndt=1[?] pfanngenn den Bronnenn auszulösenn , vnnd nach dem zugefugtenn schadenn zusehenn , zeigt allerley vnnrath ann , berichttet das die woche — 41 Pfannenn saltzes nach Höper2[?] abganngenn seyenn anno 46 . Sonntagk post And: Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn vnntbenn Inngelegter Supplication der Stadt Vacha , das mann Ihnenn enndtweder Saltz zu ordenenn , oder das frembt nicht verbietenn wolle , anno 49 . Christoff Hombergk berichttet Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckern , wie das Stoßwergk , vnnter dem neuenn Sohlkumpff sich annlasse . anno 48 . den 8 . Junij .
Unsichere Lesungen
Z. 6: emndt= — wohl emp(fanngenn), Schreibung unklar
Christoff Hombergk schreibt ann Jtzgedachte , begeret , das sie sich enndtlich erklerenn wollenn , ob er mit seinenn vornehmenn fortfahrenn solle , vermeldet , ob es schonn vf sein vnncostenn geschehe , sey er doch desto minder zufriedenn , so es vor gut anngesehenn wurde , die Söder mit eymern zuschöpffenn lassenn , anno 49 . dinstags post Natiuitatis Mariæ . Desgleichenn schreibt er auch vnnd reget ann Freytagk post Cyriaci Dergleichenn auch sechs anndere schreibenn eodem Anno gleichs Innhalts , hat ann obgedachte Christof Hombergk geschriebenn , darinnenn vleißigk anngehaltenn , das sie sich nit Irre machenn lassenn , sonndernn seine sachenn befordernn woltenn , Ein sonnderlicher kleiner zettell , darinnenn von v.g.f. vnnd herrnn wegenn beuohlenn , vnnd gantz ernnstlich den Saltzgreuenn eingebundenn wirdt , das sie zum vleißigstenn zusehenn soltenn , das das
Saltzwergk nicht in abnehmenn , vnnd verderben keme , vnnd sie vbell erger machtenn , Supplication Georgenn Bohmenn ann v.g.f. vnnd herrn , darauf beuohlenn wordenn , das Heinrich Muldener hierauf anntwort gebenn solte , anno 44 . den 15 . Junij . Vorschlagk vnnd abreissenn Henrich Muldeners , darinnen er berichttet , das in Anno 41 ein Loch gegrabenn sey wordenn . in welchem mann das wilde wasser abösenn möchte , enntdecket darbenebenn , was mann vor bergk art im sinckenn anntroffenn . Christoff Hombergk schreibt Heinrich Muldenern vnnd Jost Berckern beidenn Saltzgreuenn , klagtt , das die Sohl gar gering , gibt der trockenenn zeitt schuldt . Begert das sie sich nach Allenndorff verfugenn , vnnd darvonn Consultiren wollenn , Anno 46 . Donnerstagk Martini Georg Bohm begert vonn Stadthaltern vnd Rethenn vier stemme Holtzes anno 47 .
Annotata betreffenndt den Bronnennbau , vnnd anndere sachenn anno 49 . den 14 augusti . Außzugk , was vom Sonntag Judica ann anni 49 . bis den letztenn tagk Decembris nach Jorgenn Bohmenn abziehenn , ann Sompen geldt gefallenn , seindt — stuck1 . Conuolut Annotata Rathschlags darinnenn Stadthalter zu Cassell , Lanndtvogt , Heintz vonn Lutternn Nordeck , vnnd die Beuelchhaber zum Sodenn verordenenn , das der Bronn zu grunde ausgeröset wurde , zuerfahren , ob Georgenn Bohmenn kunst schadenn thete , den Bronnenn vnnd das Erdtreich erschütterte . Darauff seindt Hanns vonn Franckfurt Steinmetz . vnnd Annthonius Thaur2[?] Baumeister Inngefahren , vnnd befundenn , das der Bronnenn bau ganntz verletzt sey . anno 47 . 12 Septembris . Heintz vonn Lutternn zeigt ann , das die Lothringer Saltzwergke in Gemauer liegenn , wie dieselbenn Ch.3[?] Baltzar Mertz vnd M. Heintz der zimmerman gesehenn .
M. Guldenntopff vonn Creutzburgk sagt , es sey vonn nötenn , das der Bronn vonn neuenn gebeue gefasset werde , zeigt darbenebenn ann allerley bedennckenns , will es aber dafur nicht achten , das georgenn Bohmenn kunst schadenn gethann Görg Bohme sagt , er könne keine anndere leichtere kunst zu wegenn bringenn , darumb ernnstlich gebottenn wordenn , die kunst abzuschaffenn , Christoff Hombergk schreibt vonn wegenn M. Hanses vonn Franckfurt , des neuenn Sohlkumpfs wegenn anno 48 . Die Södermeister beclagenn sich allerley beschwerung Georgenn Bohmenn wegenn , anno 45 . Christoff Hombergk schreibt , er wisse nit zuuerantworttenn , das nur — 4703 werck gesottenn wordenn , Christoff Hombergk schreibt ann beide Saltzgreuen , vnd berichtet allerley gebrechen des Bronnenns
wegenn anno 46 . Dinstags post Cathrin . Christoff Hombergk schreibt gleichermassenn , wie vor anno 46 . Dinstags post Elizabeth . Was mann Georgenn Bohmenn in seinem abzugk hat nachgelassenn . Grundtlegung des Neuenn kumpffs vnnd Resolution v.g.f. vnnd herrnn , das derselbige mit quadrat steinenn vnnd nicht mit Taffelnn gebauet werdenn solle , ist M. Hannsenn vonn Franckfurt vmb annderthalb Hundert guldenn , vnnd ein Centner Pfeffers1[?] verdingt wordenn anno 45 . den j Januarij . Vortragenns Heinrich Muldeners , vnnd darbenebenn v.g.f. vnnd herrnn in margine annotirte placet , darin H. Muldener v.g.f. vnnd herrnn vortregt , der vnnterschentzer wegenn , das der Pfachter zum Sodenn Jegennwart sein solle , das Vachische Hans . vier Neue Hause vor die Söder zubauenn , das neue Starcket , den Saltzkastenn , den Sohlgrabenn zufutternn , den Sohlkastenn mit Bley zuuberziehenn .
die Muhlenn zubesserenn , die kunst vor das gewelbe zusetzenn , das Saltz in Weißennhoff vffzuschüttenn , vnnd annders mehr , wirdt die Jahr zahl nicht gesatzt , Ich achte es aber sie sey 38 . oder 39 . Der Pfenner bedennckenn vnd Rathschlagk , wie der Saltzbronn zuerneuernn sey , anno 48 ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berckernn , welchs sie als baldt Stadthalternn vnnd Rethen vbergebenn . vnnd Ordenung gethann , vonn den solcher Rathschlagk weitters bedacht werdenn solte , Christoff Hombergk begert gedachtes schreibenn anno 48 . donnerstagk post Trium Regum Christoff Hombergk berichttet , das den Neugebautenn Sohlenn kumpff er geeichet , vnnd befundenn , das darin — 135 . fuder Mentzer Eiche gehenn , anno 48 . Sonnabenndt post Luciæ . Ein zettell darinnenn verzeichnet , wieuiel Bleyes
Zu dem neuwenn Höltzernn Sohlkumpff vfgangen, Nemblich — 104½ Centner, Jedenn vor — 2 fl. 8 alb. bezahlt, thut — 241 fl. 15 alb 8 hlr. Ein Zettell darin verbottenn wirdt, nicht grob Scharwergk vnnd Buße zuberechnenn, vnnd einem neuwenn Pfannmeister zuuerordenenn. Heinrich Wuldener vnnd Jost Berber1[?] schreibenn an v.g.f. vnnd herrenn, Inn die Custodiam weitleufftig, zeigenn allerhanndt beschwerung vnnd besichtigung ann, Bittenn gnedige Resolution, vnnd sonnderlich was mann sich des Bronnenbaues verhaltenn solle anno 47. Darauff eruolgter Zettell, vnnd seindt dis die formalia verba, Ich laß mir gefallenn, das am Saltzwergk vnnd Bronn zu Allenndorff gebauwet werde, doch das damit weislich vmbgangenn werde, vnnd das es nicht zum verderbenn des Bronns diene, sondernn das es gewiß sey, vnnd mann gewis wisse, was mann bauwe, anno 47. den 14. Decembris.
Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Jost Berbern, begerenn sein bedenncken vf des Raths zu Gotha Suppliciren, der Schiffart wegenn, vnnd wie man die Werra mit nutzenn schliffenn1[?] mögt, Darauf gibt Jost Berber einenn wohlbedachtenn bericht, das solches wohl nutzlich, aber vmb vieler Vhrsach nit zurathenn were, anno 56. Jost Berber schreibt vf beuelch v.g.f. vnnd herrenn, ann Herrenn Anthonium Bastlen2[?] Sachßsischenn Secretarium, schickt im zu, der Priuilegien vnnd Ordenung Copiam. Die Furstenn vonn Sachssenn begerenn ann vgf. vnd herrenn, in einem gemeinenn schreibenn, vnnd bittenn vmb Itzt gedachte Copiam sich derselben in verleyhung Ires Saltzwergks zugebrauchenn, Georg vonn Harstall schreibt seiner Fischer wegen, Stadthaltter vnnd Rethe fordern Renntmeistern vnd Saltzwarttenn zu Sodenn naher Cassell, das sie benebenn der Pfenner Ausschos daselbst erscheinen
wollenn, zurathschlagenn wie dem Bronnenbaw zuhelffenn, anno 47. Rathschlagk gehaltenn, betreffenndt allerley sachen, hat Jost Berber obenn darauff annotiret, das Anno 1490. die Pfenner am Saltzbronn verbauwet — — 1011 fl. 22 alb. 5 hlr. Actum Anno 56. den 15. 16. vnnd 17. Januarij, seindt — 23 stucke1[?] Conuolut Bestallung Lorentz2[?] Straubenn zu Schweyna, das er Blech ein Jarlanng schmiddenn solle. anno 56. Desgleichenn vorgehennde gedingzettell vffs Jar 51. 52. 53. 54. 55. vnnd 56. Vnnd ist darauf prænotiret, Ein vorschlagk vnnd Saltzschlis annzustellenn. Noch ein gedingzettell vfs Jar 58. 59. vnd 60. in gleichem hanndell. Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt an beide
Saltzgreuenn Johann Nordeckenn vnnd Jost Berbern, etlicher Lattenn nägell, dielenn nagell, Sonnagell, Hüffnagell, Wagenbalckenn, vnnd dergleichenn, was diese alle Innsonnderheit kostenn, Neuw gedingzettell vfs Jar 66. ein Jarlanng Pfannenn Eisenn zu Straubenn. Valtin Dolde vnnd Jost Berber schreibenn Jacobs schlotzs1[?] verpflichtetenn schuldenn wegenn, ann Renndtmeister zu Schmalkaldenn, begerenn ihn zur bezahlung annzuhaltenn, anno 62. 14. 9bris. Anno 50. ist mit dem Hamerschmidt zu Helnbronn2[?] Hanns Keysernn gehanndtlet, aber nichts erhalten wordenn, Vorschlagk des Renndtmeisters zu Schmalkaldenn, eines neuwenn Blechschmidts wegenn zu Herrenn Breitingenn, anno 58. Heinrich Wuldener schreibt Georgenn Behmen wegenn, ann den Renndtmeistern zum Soden, anno 49 dinstags post Judica.
Lippoldesbergische Inuentaria in Anno 54. vnd 63. darbenebenn andere hanndlung, so v.g.f. vnnd herr, Jostenn Berbernn zuuerrichtenn beuohlenn, seindt Conuoluiret Inn sechs stucke. Anno 50. Ist mit Georgenn Storckenn1[?] vnnd Mertenn Müllernn vonn wegenn v.g.f. vnnd herrenn, Pfanneysenns halbenn gehanndelt wordenn. Jost Berber schreibt ann Reinhardt Abelnn Pfennigmeisternn, vnnd berichtet wie es mit dem Saltzbronn ergehe, vnnd das derer zeit in dreyzehenn stundenn ein werck hab abgesottenn konne werdenn, Begert solches v.g.f. vnnd herrenn zuuermeldenn, anno 50. 14 Julij. Jost Berber schreibt v.g.f. vnnd herrenn, erinnert sfgl. des befelchs so sfgl. zu Speyr des Bronnenbaues im vfferlegt berichttet darbenebenn alle gelegennheit, das im auch Stadthalter vnnd Rethe beuohlenn, ann sfgl. solches zuschreibenn, zeigt
weitters ann, das Heinrich Wuldener gestorben, vnnd schlegt Ehrnn Johann Nordeckenn für zum Neuwenn Saltzgreuenn anno 50. den letztenn Februarij. Jost Berber vnnd Johann Nordeck berichttenn Stadthalternn vnnd Räthe allerley, Innsonnderheit das die zeit des bauwenns nie kein wergk verseumet wordenn, anno 50. 5 Augusti. Christoff Hombergk1[?] zeigt Jost Berbern ann, das M. Hanns mit dem Zimmermann am Bronnenbaw fertigk, begeret die Bauwherrenn zubeschreiben, anno 51. 24. Maij. Johann Bartholmes berichttet Heinrich Wuldenernn vnnd Jost berbernn, das Burgermeister Klidennstein gesagt, der Bronn habe kein manngell, sondernn es liege allein am Tam. darumb wer gut, das mann denselbenn verbesserte, vnnd den Bronnenn zu bauwenn vnnderliesse anno 50. den 3. Januarij.
Enndtliche vnndgenntzliche vergleichung vgf. vnnd herrenn Rethenn Saltzgreuenn Renndtmeister vnd anndere diener, sampt der Pfenner darzu verordtnetenn außschos, das mann den Bronnenbaw erneuwernn wolle, anno 50. den 6. Februarij. Noch ein Exemplar derselbenn abhanndtlungenn, darinnenn sich die darzu geordennte beiderseitts vnnderschriebenn. Nota Seindt alle abgestorbenn, bis vff einenn, acta anno 50. den 22. Martij. Johann Nordeck schreibt, das sie mit dem sincken, nach dem eusserstenn fas noch Immer vort gefahrenn, vnnd das die Wilde ader noch Immer zu berge auffsteigt, zeigt auch ann, das Niedenstein nunmehr begert, das das alte Runde fass vffgehobenn, vnnd ein sechseckigts ann die stadt gebauwet, auch eine neuwe zusammennkunfft zufordernn, begehrtt anno 50. den 17 Junij, an Jost Berbern.
Reinhardt Abell schreibt aus Vdanar1[?], das vnser g.f. vnnd herr vber Heinrich Wuldeners todt sehr betrubt, vnnd denselbenn vmb — 8000 fl. wo muglich gerne lösenn wolte, meldet das sfgl. wollenn, das mann weislich mit dem Bronnenbaw vortfahre, vnnd Nordeckenn ann Wuldeners stadt zum Saltzgreuenn verordenenn, Darbenebenn ein Zettell, welchenn Simonn Bing Jost Berbernn am Osterabenndt gleiches Innhalts zugestellet. Bericht vnnd Rechnung Christoff Hombergs von den Kupfferin Rörenn, so er durch Mertenn Bethenn zu Cassell hat giessenn lassenn, Anno 48. vnnd 49. Reinhardt Abell schreibt aus Mechelnn, das vnser g.f. vnnd herr, hoch erfreuwet wordenn, das es mit dem Bronnenbaw glucklich vortgehe, begert, darauff verdacht zusein, das wochennttlich das dritte werck auch gesottenn werde anno
50. den 10. Julij. Der Pfenner Saltzgreuenn zeigenn ann in einem schreibenn ann Jost Berbern, das sie vonn Irentwegenn Jo: Niedennstein, Jo: Schaffnit, vnnd Christenn Chereyenn1[?] verordent habenn vfm Bronn acht zuhabenn, Rathschlagk gehalttenn, des Bronnenbaues wegenn, in welchenn sich die Bauwherrenn samptlich vnnderschriebenn, anno 50 den 12 Aprilis Jost Berber schreibt ann Reinhardt Abelnn des Bronnenbaues wegenn, vnnd berichttet vnnter anndernn, das sie eine alte Bergkfaßung funffzehen schue weit geringk vmb den Saltzbronn funden, dauonn kein mennsch gewust, zeigt ann das kleisige siedenn, dergleichenn nicht mehr beschehen, anno 50. den 1. Julij. Rathschlagk gehaltenn durch den Lanndtvogtenn, Marschaln, Canntzlarnn, Rethe, Saltzgreuenn, vnnd Beamptenn zum Sodenn, mit dem Außschos
gemeiner Pfenner, vnnd etlichenn werck vnnd Bergkleutenn, anno 50. 5 Februarij. Valtin dolde vnnd Johann Niedennstein berichten, das sie im Bronnenbaw, benebenn dem Renndtmeisternn, Christoff Hombergenn vnnd Hanns Wetzeln, vor gut anngesehenn, das mann dem wildenn wasser weiche, vnnd den Baw vier schue kurtzer, vnnd zweenn schue ennger dann zuuor, geschriebenn an Jost Berbernn, anno 50. den 29. Julij. Stadthaltter vnnd Rethe erfordernn zum Rathschlag des Bronnenbaues, zu Cassell einzukommenn, der Pfenner Saltzgreuenn vnnd außschos. Jost Berber schreibt ann Heinrich Ebelnn, das die Grundtkew des Saltzbronnenn gar verfertiget, vnd gar kein gefahr mehr vorhanndenn seye anno 50. den 25 Augusti Acta allerley sachenn belanngenndt, anno 50 den 2. Januarij.
Johann Nordeck schreibt des Stadthalters zukunfft, vnnd des Thons zu Almeroda wegenn, anno 50. Montags post Vocem Jucunditatis Der Renndtmeister schreibt auch des Thons halbenn anno 50.. 16. Aprilis. Acta den Bronnenbaw belanngenndt Inner1[?] Soden anno 50.. 6. Septembris. Stadthalter vnnd Räthe schreibenn ann Hermann vonn Hundelshausenn, vnnd anndere mutatis mutandis, das sie sich den 3. Februarij nach Allenndorff verfugenn sollenn, anno 50. 12. Januarij. Dergleichenn noch ein schreibenn ann Heintzenn vonn Lutternn zum Ziegenhain, Conuolut Gedingzettell mit Churtenn Rummeln Hamerschmidt zu Schweigna troffenn, anno 61. 1 Januarij Jacob Schlot begert vonn Jost berbernn Ihn wieder
zu einem Pfannennschmidt aufzunehmenn anno 50. Bernnt Liebdell1[?] Renntmeister zu Schmalkaldenn berichtet, das er vleissigk annhaltenn wolle, das er bezahlenn solle, anno 51. Donnerstags post Cantate. Ein annder schreibenn datirt eodem Anno, Mittwochenn post Crucis. Jost Berber schreibt ann den Renndtmeisternn zu Schmalkaldenn, vmb feuwerhackenn, vnnd Pfannen blech, anno 51. den 2. Julij. Vonn vgf. vnnd herrnn wegenn, habenn sfgl. Saltzgreuen vnnd Beamptenn zum Sodenn bericht gegeben, vnnd nach verrichtetenn Beuwenn anno 38. den vnnderthanenn im ampt Bilstein einenn offenen schadtlos brieff zugestellet, das Ihnenn Ire zu den heuptbeuwenn geleistete diennste, ann Iren hergebrachtenn gebreuchenn, nicht sollenn zur neuerung vnnd beschwerung gereichenn.
Miscellanea. Amsbergk[?] f.1 vnnd Herrnn schreibenn ann Josten Berckernn, das schlos Beilstein, Herman Grumpelnn, vnnd Georgenn Harstall belanngendt, anno 59 den 28 Decembris Jost Berker schreibt der Innlosung des Hauses Beilsteins, vom Philips Diedenn, vnnd annderer mehr sachenn halbenn. Saltzgrevenn vnnd Beuelch haber zun Sodenn schreibenn ann Burgermeisternn vnnd Rath zu Mündenn, der gehemptenn — 50 Pfannenn Saltzes wegenn, so der Stadt Höxer2 zugehörigk, beruffenn sich vf Kaiserliche Mandat, mit anntzeigung, das ihnenn dergleichenn zu Allenndorff, Gisselwerder vnnd Höxer geschehenn solle. Burgermeister vnnd Rath zu Allenndorff erbietenn sich, das sie in ihrer feldtmarck, wege vnnd stege bessernn lassenn wollenn, wann mann ihrenn Burgernn solches anntzurichtenn, vf den Sontagk nach der Predigt verstattenn könnte. Klagenn vber
Unsichere Lesungen
Z. 2: Amsbergk[?] f. — Anfangswort mit Zierinitiale unklar
Miscellanea Ihrenn Pfarhernn, der die Burger wiederspenstigk gemacht, anno 45 den 8. Julij Zweyte anntwort Stadthalter vnnd Räthe schreybenn, ann Saltzgrevenn vnnd Gemeine Pfenner zu Allenndorff, Ihrer hinlessigkeit wegenn, das sie sich vf den vorgeschlagenenn Bronnenbaw nicht erkleret, gebenn Ihnenn nachmahls ein Monat zeit, sich wohl zubedennckenn, anno 48. den 9. Decembris Bescheidt betreffendt die halbe Pfann, zur Pfar in Sodenn gehörig, Grabenn vnnd gartenn zinß, vnnd der Wehrbaw zur Forck mühlenn1, aufgerichttet zu Allenndorff, anno 48. 22 Januarij. Christoff Hombergk schreibet, das sich die Pfenner zusammenn beschriebenn, Montagk nach Andreæ anno 48. Sonntags post Martini Schreibenn Henrich Muldeners2 vnnd Jost Berkers, vnnd wiederschreibenn Georgenn Behmenn, vmb
Miscellanea. des willenn, das er sich ausser Lanndts absentiret Anno 48. 14 et 28 Octobris seindt inuoluiret in Christoff Hombergks schreibenn. Christoff Hombergk klagt vber Georgenn Behmen Kunst, anno 48. Montags post omnium Sanctorum. Acta vnnd Rathschlege gehaltenn durch die vornembstenn vgf.1 vnnd Herrnn Rethe, Saltzgrevenn vnnd Beamptenn zun Sodenn, auch durch die vornembstenn vonn der Pfenner ausschos, allerley beuve2 wegenn, anno 47. 1 Septembris. Ein schreibenn ann Heintzenn vonn Luttern3 des Bronnennbaues wegenn, ist inuoluiret Heinrich Muldeners, Jost Berkers vnnd des Bawmeisters schreibenn. Verwilligung der Pfenner Georgenn Behmenn Kunst belanngendt, vnnd das sie ihm der Ihre Personn nicht erleubenn wollenn. Anno 49. 16. Februarij.
Miscellanea M.1 Melchior Straubenn gedingkzettell, vffs Jahr 53, Blech zun Sodenn zuschlagenn. V.g.f. vnnd Herrnn beuelch, das mann verstenndige Biederleut bey den Bronnenn nehmenn, vnd bös nit erger machenn sölle, de dato Neustadt im Kaiserlichenn Lager, anno 47. 29. Junij. Gedingkzettell, welchenn der Pfenner Saltzgrevenn, mit Melchior Straubenn troffenn, anno 39 Montags post Conuersionis Pauli Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt ann Heinrich Muldenernn vnnd Jost Berkernn etlicher Dielenn wegenn, anno 48. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt Burckhardt Hunden2 zum Altennstein, Melchiars Straubenns Waldtschmidts zu Schweina, ersteigerung wegenn, begert denselbenn anntzuhaltenn, es bey dem alten wendenn zulassenn, Renndtmeister schreibt Henrich Muldenernn vnnd
Miscellanea. Jost Berkernn, das Melchior Straub mit dem kauf. so bishero mit im troffenn, nicht wolle zufrieden sein. Anno 43. Montags post Cantate. Stadthalter vnnd Rethe schreibenn in dieser sachenn an Christoff Hundenn1 anno 50. 25. Maij. Renndtmeister Bartholmes schreibt benebenn Jungelegtenn Lotz Straubenns2 ann Heinrich Muldenern vnnd Jost Berkernn, auch dieser sachenn wegenn, anno 50. Montags post Reminiscere. Anno 49 hat er auch zuuor dergleichenn geschrieben, Seindt — 28. stucke. Conuolut Betreffenndt die vonn Bergenn, Nassenn Erffurt vnnd Ruinbrodt[?]3, wie vnnser g.f. vnnd Herr mit Hanns vonn Bergenn ein wechssell treffen wollenn. seindt zwölff stücke. Conuolut, Betreffenndt den Ludwigstein, zwischenn Vgf. vnnd Herrnn, vnnd Christoff Hulsingenn4. Seindt zwanntzigk ein stück.
Miscellanea Conuolut acta anno 57. den 23. Augusti acta den 17 Martij vnd 3. Aprilis eodem Anno Ordenung des Saltzschlißs1 in der Stadt Allenndorff, darinnenn maß vnnd ziel gebenn wirdt, wie es die Pfenner mit den Herrnn gemsenn2, vnnd die burger mit dem eintzelenn Saltz verkauff haltenn sollenn anno 56. Hanns dorfherlige3 schreibt ann Christoff Hombergenn der Holtzflös wegenn, anno 47. Ingleichenn schreibt auch der vogt zu Wannfriden Hennsell Glner4 anno 47. Renndtmeister zun Sodenn schreibt Jost Berkernn eins Probwergks wegenn, benebenn Vg.f. vnnd Herrnn schreibenn anno 58. Christoff Hombergk schreibt Jost Berkernn der gesottenenn wergk halbenn anno 57. den letztenn Decembris, Ordenung Hochzeit, Krentze5 vnnd Kindtaufft,
Miscellanea. Item wie es mit dem Saltzladenn in Sodenn gehaltenn werdenn solle. anno 54. 12. Augusti. Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibt ann Valtenn Soldenn1 vnnd Jost Berkernn, etlicher schuldenn wegenn, so die Blechschmidt verbliebenn, anno 53. Ingleichenn seindt noch benebenn anndere schreiben gleiches Arguments fünffe darbey gebundenn. Rechnung vnnd annschlagk den Sohlgrabenn vfftzuraumenn, vnnd zufütternn, Christoff Hombergs hanndtschrifft, ist vf — 300 fl. anngeschlagen. Holtz, feldt, Wiesenn nestenn2 des Utterbachs3, seindt — 25 3/4 hubenn zustenndigk Vgf. vnnd Herrn, vnnd denenn vonn Eschwech4, Gedennckenn vf den Baw des Stollenns vmb den Bronnenn her, das wilde wasser abzuführenn anno 62 Acta, darinnenn sonnderlich verordnet wirdt, das der weg im Breitennthal gebawet wurde ao 56. den 11 Martij.
Miscellanea. Vnnser g.f. vnnd Herr Lanndtgraue Philips schreibet ann Jost Berkernn der Holtzfuhr wegenn anno 57. den 13 Decembris Acta vnnd Rathschlagk gehalttenn zwischenn den Pfennernn vnnd Vg.f. vnnd Herrnn dienern, belanngenndt den Stollenn baw vmb den Bronnen anno 62. den 9. Maij. Bertholdt Kempff schreibt ann Jost Berkernn M. Hans Wetzels1 vnnd der Kupffernn Plattenn wegenn. Christoff Hulsing schreibt der Geholtz wegenn im ampt Ludwigstein Acta zu Witzennhausenn, Jost Berkers Engelhardt Breuls vnnd Rhenani, belanngenndt gemeinen annschlagk aller geholtz, so Inner Sodenn2 verordnet. anno 62. den 1 Aprilis Enngelhardt Breul vnnd Bertholdt Kempff schreibenn in dieser sachenn ann Jostenn Berkernn anno 62 den 6 Maij.
Miscellanea. Wegenn vnnd Zollschreibers zun Sodenn Newe bestallung. Concept eines schreibenns, welches Jost Berker vnnd Renndtmeister zu Lippoldesberge ann Hertzogk Erich gethann, belanngenndt das Closter Lippoldesberga, Johann Rhenanus vnnd Christoff Hombergk schreiben ann Jost Berkernn des Stollennbaues wegenn anno 62. den 21 Martij Rathschlage gehaltenn zwischenn denn Pfennernn vnd vnnsers g.f. vnnd Herrnn dienernn vnnd Bawmeisternn, betreffenndt den Stollennbaw anno 62 den 9. Februarij. Forst vnnd Holtzkauffs Ordenung vfgericht zu Allenndorff, vnnd vonn Vg.f. vnnd Herrnn Lanndtgrauenn Philipsenn vnderschriebenn, anno 55. den 23. Octobris. Acta allerley sachenn wegenn, darinnenn sonnderlich des Schartzbergs1 im ampt Ludtwigstein, vnnd
Miscellanea. des Fuchsbergs1 bey Grebenndorff gedacht wirdt, das das geholtze in die Sodenn verkaufft werden solle, Anno 55. den 14 Februarij. Supplication Jost Berkers ann Vg.f. vnnd Herrnn des Schartzbergs2 halbenn, darauff eruolgter Vg.f. vnd Herrnn vnderschriebener beuelch, das mann denenn vonn Hannstein mit nichtenn gestattenn solle, ann gemeltenn Berge mehr zu rodenn, anno 55. den 23 Januarij Acta darinnenn Innsonderheit denenn vonn Allenndorff nachgegebenn wirdt, die Stadt grabenn eintzunehmenn, vnnd dagegenn Vgf. vnnd Herrn die Werder volgenn zulassenn, anno 55. den 17. Octobris Acta } { 6 Februarij Acta } Anno 55 den { 23 Julij Acta } { 19 Octobris Acta } { 29. Decembris.
Miscellanea. Annotata darinnenn sonnderlich der vonn Hanstein Rodenn gedacht wirdt, anno 55. 14 Julij. Annotata darinnenn gedacht wirdt eins newen faßbrieffs vonn dem Fürstenn zu Weinmar auszubringenn, anno 55. den 4. vnnd 5 Maij. Christoff Hombergk schreibt ann Jostenn Berkernn, des Pfannenn eysenns kauff wegenn, anno 56. den letztenn Julij Christoff Hombergk vnnd Johann Bartholmes schreibenn der dachnegell2 wegenn vffm Sohlkumpff anno 50. den 7. Martij Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt ann Gemeine Pfenner zu Allenndorff vnnd erfordert sie noch einmahl, den anngesetztenn tagk zu Cassell zuersuchenn, vff welchenn s.f.g. alle Irrige sachenn vor den Lanndtstenndenn, zu vngefehrlichenn verhör kommen will lassenn, Anno 39. Sonntagk post Dionysij. Darauf anntwort gemeiner Pfenner, vnnd ernew=
Unsichere Lesungen
Z. 4: faß=brieffs — Lesung unsicher, evtl. Paßbrieffs
Miscellanea vonn vonn Irenn wegenn1, vnnd bittenn Niedergesatzt zu werdenn, vonn der Ritterschafft Friederich Trottenn, Ewaldt Baumbachenn Licentiatum, vnnd Adolff Rauenn2, vonn Stedtenn Johann Laubenn3 Burgermeisternn zu Hombergk, Johan Blanckennheim zu Marpurgk, vnnd Heinrich Goltschmiedenn zu Eschwech4 Burgermeistere anno 39 Supplication der Söder vnnd darauf eruolgtter Vg.f. vnnd Herrnn Lanndtgraf Wilhelms bescheidt, belanngenndt das sie am Saltzsiedenn nichts habenn könnenn, begerenn ersteigering, anno 58. den 3 Junij Stadthalter vnnd Rethe erfordernn der Pfenner Saltzgreuenn, sampt Burgermeistern vnnd Rath zu Cassell, in sachenn des halbenn Baugeldts, vnnd die angrentzennde dorffschafft Orferoda, Lammerbach5, Hilgershausenn, Ellerßhausenn vnnd Riedenn belangenndt, ist kein datum annotiret. Seindt Viertzigk fünff stücke,
Miscellanea. Conuolut. Vergleichung der Herrnn Stadthalter Cannzlar vnnd Räthe, was vor Personenn zum zweyttenn Bronnennbaw verordenet werdenn soltenn. Vorschlagk zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnnd den Pfennernn, belanngenndt das Sohlschepffenn, die Gehöltz, auffschüttunng des Saltzes, der Pfenner Bawerschafft, das Regiment Inner Bodenn, die Inwonendenn Pfenner zu Allenndorff, das wann V. g. f. vnnd herr, den frembtenn ihr Pfanntheil abkeufft, sie gleichwohl die gebew pro rato, helffenn soltenn [übergeschrieben: zu] erhalttenn. Item das die Pfenner, vf den fall sie nicht bezahlt wurdenn, sie macht habenn solttenn, beide Saltzwergk Inzunehmenn. Item das V. g. f. vnnd Herr hierüber ratification bey dem Churfurstenn zu Sachssen, vnnd der Ritter: vnnd Lanndtschafft zu Hessenn, in Monatsfrist zuwegenn bringenn solten, vnnd anndere dergleichenn mehr sachenn, Ist kein datum darbey.
Miscellanea. Annotata Anno 58 den 25 Maij. Vorschlege Heinrich Muldeners, belanngenndt die erbawung des Saltzbronns, ist kein datum darbey. Außzugk vnnd verzeichnus des Otters bachs, wer dieselbige gueter Innen habe, vnnd wem sie zinsenn, ist Johann Willem Hanndt. Annotata, betreffenndt allerley sachenn der Stadt Allenndorff, Söder vnnd annderer, anno 55, den 9. Maij. Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berkernn[?]1 des kupfferin Hachuts[?]2 wegenn am Sohlkumpff, anno 48. Mitwochenns post Andreae. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Saltzgrevenn vnnd alle Beambtenn zum Bodenn, Heinrich appels newer kunst wegenn, holtz damit zuersparenn, anno 58. 30. Augusti. Georg Behmenn Supplication ann V. g. f. vnnd herrnn,
Miscellanea. seiner verschreibung wegenn, begeret etliche Puncten zuendernn, anno 45. Montags post Misericordias Domini. Copia der Belehnung der Waldtschmidtenn zu Armsfeldt, bey Graff Philips dem Jungern von Waldeck außbracht, anno 31. Freitags nach Nati: Mariae. Georgenn Behmenn Burgenn schreibenn ann Ihnen, das sie vorgefordert wordenn sein der verpoente — 200 f. als burgenn zuerlegenn, dieweil er den Vrphedenn nit gehaltenn, Tagsatzung wegenn V. g. f. vnnd herrnn, Pfalschreibenn darbenebenn ann die Beambtenn zum Bodenn, das sie ohnn beysein des Pfarhers Rhenani nichts vornehmenn sollenn. Allerley bericht vnnd anzeigung, was Christoff Hombergk vnnd Georg Behm vonn der kunst zum Bodenn Ingenommenn vom Jahr 50 an, bis vfs Jar. 59.
Miscellanea. vnnd darauff vnnsers g. f. vnnd herrnn Censur annotiret Anno 61. 19. Februarij. Vnnser g. f. vnnd herr Lanndtgraff Philips schreibt ann Jost Berkernn[?]1 hart, das er vnnrecht gethann, in dem bösenn wetter das holtz zuflößenn, anno 46. den 5. Junij. Soltzordenung V. g. f. vnnd herrnn, aufgericht anno 55. den 23. Octobris. Copia Graff Philips des Jungernn zu Waldeck, vnd der vorstennder des Hospitals zu Heyna, vber die Waldtschmidtenn bey Nawses[?]2, sampt etlichenn wiesenn, vfgerichttet, anno 34. am Sant Martinstage. Rathschlage gehaltenn den Bronnennbaw belangenndt anno 47. Vnnsers g. f. vnnd herrnn vergleichung, welche er mit den Pfennernn troffenn Jegenn das zwelffte Vaß, der Meistennzeche, so im kunstbaw abge=
Miscellanea. brochenn wordenn, anno 41. Sonntags post Mariae Magdalenae. Wolrab Graff zu Waldeck erbeut sich in einem offenen Patenten, vor den Grabenn[?] zu Söbns[?]1 zusieglenn. Vbreißung vnnd grundtlegung des Stollennbaws vmb den Bronnenn her, anno 62. Vorschlagk welcher massenn der Holtzhanndell könnt ohnn beschwerung ersteigert werdenn, also das beides die Söder vnnd Holtzleute sich desto besser vertragenn vnnd vnnderhaltenn können, Anno 62. den 23 Martij, vorgeschlagenn durch Rhenanum, Georgenn Gerckenn, Bertholdenn Kempffenn, Sigmundt Kirchmeyern, vnnd Christoffenn Hombergenn. Vortragenns Heinrich Muldeners, von manicherley des Saltzwergks sachenn, vff Laurentij
Unsichere Lesungen
Z. 5: Grabenn[?] zu Söbns[?] — Wort und Ortsname undeutlich
Miscellanea. Anno 38. vnnd darauff resolution Stadthalter vnnd Rethe schreibenn ann Gemeine Pfenner des Saltzbronnbawes wegenn anno 47. den 4. Junij. Es wurdt auch dem Lanndtvogt befohlenn, mit den Pfennernn zuhanndtlenn, das die Böden mit einer Mauer befriedigt werde. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Pfarhernn, Renndtmeisternn vnnd Holtzvogt zum Bodenn der flöße halbenn, so anno 62. den 3. Junij vorgenommen, das sie darmit nicht ohnn fgl. bescheidt fortfahrenn. Der Renndtmeister zu Schmalkaldenn schreibtt Jacob Schlottenn schuldenn wegenn, in dreyenn schreibenn, Beding des Pfanneisenns wegenn, mit Lorz Straubenn aufgerichttet, anno 50. den 9. Junij Renndtmeister Johann Bartholmes schreibt an Jost
Miscellanea. Berkernn, vnnd berichttet, das die Pfenner mehr thaler dann zuuor zulieffernn begerenn, Johann Niedennstein[?]1 schreibt vnnd berichttet, das er Jost Berkernn vorschlagk den Pfennern vorgetragenn. Berichtet auch das dieselbenn damit wohl zufriedenn. Christoff Harsach[?]2 schreibt ann den Pfarhernn Rhenanum, das vnnser g. f. vnnd herr ann Jost Berkernn geschriebenn vnnd befohlenn, das wann etwas ann fgl. außenn Saltzwerck geschriebenn werdenn solle, das dann nicht einer, sonnder alle berichtenn, anno 61. Supplicatio der Söder ann Stadthaltern vnd Rethe, klagenn vber den Saltzbronn, vnnd anndere sachenn, sonnderlich das Saltzmessenn, Darauff resoluiren sich Stadthalter vnnd Rethe, das ein Jede gans solle am funff stucke der=
Miscellanea. schlagenn, gemessenn werdenn, Ein zettell darinnenn Christoff Hombergk berichtet, wie vnnd welcher massenn sich die Sohle gebessert habe, in zweyenn zettelnn anno 48. Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berkernn, der Sohlenn wegenn, wie sie damahls in trockener zeit abgenommenn, anno 50. Abscheidt vnnd Rathschlagk der Beuelchhaber zum Bodenn, das mann das wilde waßer mitt Pompenn hebenn solle, vnnd was weitters am Saltzbronn zubawenn vonnötenn, anno 51. den 20. Julij Rathschlagk gehaltenn eodem Anno, den 15. Januarij, belanngenndt den Bronnennbaw, vnd was sonnstenn darzu vonnötenn zuuerschaffenn, Seindt vierzigk siebenn stucke. Conuolut. Verseegelter abscheidt der Ritter vnnd Lanndtschafft zu Cassell vffgericht, zwischenn
Miscellanea V. g. f. vnnd herrnn vnnd gemeinenn Pfennernn, darinnenn enndtscheidung geschehenn, wie es mit dem Saltzkauff, Sohlschepffenn, vnnd der newen Location wegenn, Item ob etliche der Pfenner Ir Pfannenntheil verkeuffenn wurdenn, das dieselbige vnnser g. f. vnnd herr bezahlenn wolte, vnd anndere dergleichenn weitleufftige hanndtlung, dis habenn versieglet Georg vonn Kolmitzsch[?]1, Hermann vonn der Malsburgk, vnnd die[?]2 Cassell anno 39. Sonntags post Galli. Bedenckenn der Beamptenn zum Bodenn, gedachter sachenn halbenn, anno 39. Freitags post Galli. Jegenn bedennckenn der Pfenner vf des Cannzlars vortragenn anno 39. Bericht der Beamptenn zum Bodenn vf der Pfenner anntragenn, actum Lichtenaw anno 38. Sontags post Crispini, belanngenndt vnnsers g. f. vnnd herrnn vnnd der Pfenner knechte, die Erbtheidung vnnd anndere dergleichenn sachenn.
Miscellanea. Vorschlege der Pfenner, aller dieser hanndtlung wegenn. Hanndtlung zwischenn V. g. f. vnnd herrnn verordnetenn Rethenn, vnnd gemeinenn Pfennernn, gepflogenn zu Allenndorff anno 40. Donnerstags post Francisci, belanngenndt die Location Jost Berker schreibt ann V. g. f. vnnd herrnn, was Stadthalter, Rethe, Lanndtvogt, Heinrich Muldener vnnd er, des Bronnennbaws wegenn sich verglichenn, Item das der Keys: Commissarius Hans Georg Schade das Saltzwergk besichtiget, vnnd gleichwohl verhuetet wordenn, das die Pfenner nichtt bey Ihnenn kommenn mugenn, Item Georgen Behmenn kunst abzulegenn, desgleichenn von newenn Steinernn Sohlkumpff zum vorrath, vnnd darauf ernolgte newe Resolution vnnsers g. f. vnnd herrnn, vnnter Reinhardt Abels hanndt, signatum Speyr anno 48. 3. Augusti Anntwort vnnd protestation vf der herr Cannzlar, Rethe.
Miscellanea. vnnd verordtneter Commissarien außgegangene Citation, darinnenn die Pfenner außtrugklich ihre reconuention vorbehaltenn, anno 39. dinstags post Thomae Apostoli Annotata Jost Berkers, was den Rethenn in allerley sachenn vorzutragenn, darinnenn meldung geschicht, das das Gericht zum Bodenn vleißigk gehaltten werde, Ordnung des gesindtlohnns, des Ladenns, des vbrigenn Saltzes, der Schatzkeller, der Hohennburgk, das die knechte drey Jahr sollenn geschos frey sein, vnnd anndere dergleichenn mehr notwendige sachenn. Acta zu Allenndorff, des H. Cannzlars, Lanndtvogts, Heinrich Muldeners, mit dem außschos der Pfenner, Nemblich Wernernn Trottenn, Ernstenn vonn Bischoffshausenn, Georgenn Frundenn[?]1, Johan Niedennstein, Gieseler Schwanflügeln, Johann Schaffnittenn, darinnenn vf beidenn seittenn, mancherley vonn der Location wegenn gehanndlet wirdt, der Cannzlar beut — 180 f. vnnd behelt im die Casus
Miscellanea. fortuitos vor, sampt der vffsag, alwege vber zwey Jar, die Pfenner aber bleibenn vf — 200 f. vnnd wollenn sich dauonn nicht wenndenn laßenn, anno 40. donnerstags. Acta, darinnenn die Pfenner allerley anntragenn, ist aber alles geringschetzigk ding, Anno 38. Freytags post omnium Sanctorum Acta zwischenn V. g. f. vnnd herrnn vnnd gemeinen Pfennernn zum Bodenn, darinnenn mancherley wichtige sachenn bedacht werdenn, der articul ist — 25. vnnd hat Cannzlar Feige vnderschriebenn, anno 40. Sonntage post Francisci Rathschlagk gehalttenn, darinnenn vielerley sachenn gehanndtlet werdenn, belanngenndt obgedachte vnd anndere sachenn, darann viel gelegenn, anno 39. Freytags post Matthaei. Notell des vorschlagts den Pfennernn beschehenn, der Location halbenn, betrifft zwenn Puncten derselbenn. Seindt zehenn stucke
Miscellanea. Conuolut, Johann Bartholmes schreibt ann Jost Berkern, vnnd H. Muldenernn, das Georgenn Behmernn Kunst, wegenn manngell im Bronn vorgefallenn, vnnd mit derselbenn nit gnugsamb Sohle gereicht werdenn könne, Anno etc. 47. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Muldenernn, vnd Jost Berkernn, erfordert sie den 5 Martij zu Cassell zur Rechnung des Saltzwergks vnnd Weinzapffenns1[?] im Rüsthause wegenn Zuerscheinenn, anno etc. 47. den 16. Nouembris Zwene vf Pergament geschriebene brieffe der Stadt Mulhausenn Saltzhanndell belanngenndt, darbenebenn Zwo Supplication der Saltzhenndeler daselbst Anno etc. 47. Vnnser g. f. vnnd herr anntworttet Jost Berkernn der Saltzflöße halbenn, Anno etc. 46. 9. Junij. Annotata eines vorschlags wegenn Rudolff Tinschei=2[?] denn, das er — 120 ℔ Pfannenneysenn, für funffthalbenn thaler Jegenn Cassell liefferenn wolle.
Miscellanea Otto Wermer1[?] Sendtmeister zu Eschewege schreibt ann Gottfriedenn Bachmann Burgernn zu Preßlau in der Schlesien, das er Ihnenn berichtenn wolle, welcher maßenn das gestiebe vom Stein kolen zu nutze gebracht müge werdenn. Heintz vonn Lutternn schreibt der Eisennschmiedte wegenn zu Neuses, ann v. g. f. vnnd herrnn, wie dieselbige die kolenn bezahlenn, vnnd ffgl.2 das Eisenn verkauffenn sollenn, anno etc. 54. 23. Julij. Zettell darauf verzeichnus, was Georgenn Behmenn Röhrenn gewiegenn. Zettell, welchenn v. g. f. vnnd herr aus Steyr vberschickt, betreffenndt, das mann mit gutem Rath im Saltzwerck bauenn, vnnd nicht vbell erger machenn solle anno etc. 48. den 5 Septembris. Offenn Patent, der Herrnn Stadthalter vnnd Rethe, ann acht grenntzennde Ampter vnnd Stedte vmb Allenndorff hero, das sie mit vleis zum Bronnenbau helffenn sollenn anno etc. 50. den 14. Aprilis.
Miscellanea. Annotata vnnd Acta, darinnenn vernemblichen gedacht wirdt, das die Pfenner den halbenn Baukostenn tragenn, oder mann Ihnenn die Monatliche Pension vorbehalttenn solle, welches dann vf zwey Tausenndt guldenn gelauffenn. Item die Malsteine zwischenn dem geholtz anno etc. 54. den 9 Februarij. Christoff Hombergk schreibt des Steinenn Sohlkumpffs wegenn, anno etc. 46 15. Februarij. Annotata, darinnenn zehenn articul, so die Pfenner nicht gehaltenn, Ist Jost Berkers hanndt anno etc. 39 Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk zeigen allerley manngell Georgenn Behmenn kunst wegenn ann, geschriebenn ann H. Muldenern vnnd Jost Berkernn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann den Ambtmann zu Lippoldesberge, vnnd befihlt ihm, das ers bey Hentzen vonn Lutters Ordnung, der Waldtschmiedtenn wegenn bleibenn lassenn solle, anno etc. 54. den 25 Julij.
Miscellanea Saltzgrebenn vnnd beuelchhaber zum Sodenn schreibenn ann Stadthalternn vnnd Rethe vf Iren vorschlagk, die glashüttenn belanngenndt, ob mann dieselbigenn abschaffenn solle, ob sie auch dem Saltzwergk schedtlich, Item des aschennkauffs wegenn, vnnd annderer sachenn, die Glasener betreffenndt, anno etc. 51. den 25. Januarij. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt vf Ingelegte der Söder Supplication, ann Cantzlarnn Lersenernn, vnd Jostenn Berkernn, das sie sich nach Allenndorff verfügenn sollenn, vnnd die sachenn dahin richttenn, das der geklagtenn Puncten wegenn die Söder kein nachteil habenn dorffenn, vnnd seindt dis die Puncten, 1. Der Holtzkauff. 2. Mastenn in den geholtzen. 3. Das wildtwasser zuhalttenn. 4. Kornn vor Saltz zutauschenn. 5. Das Schatzwergk anno etc. 55. den 17. Octobris. Hanns Georg vonn Eschwech schreibt der Sude wegen
Miscellanea. zum Hain ann Jost Berkernn, anno etc. 58. den 2. Augusti Die Stadt Mühlhausenn schreibt Volstedts wegen ann Jost Berkernn, das er im Holtzhanndell vnfleißig sey, Hierauff anntworttenn H. Muldener vnnd Jost Berker anno etc. 45. Mitwochenn post Visitationis Mariæ Bedennckenn Jost Berkers wie vnnd wilcher gestalt v. g. f. vnnd herr enndtlich vnnd bestenndiglich mit den Pfennernn hanndtlenn möchte, das sie beiderseits ohnn schadenn wehrenn. Dreyzehenn sonnderliche articul mit annotatis des Herrnn Canntzlars Steigern, belanngenndt die Location, darann dann viel gelegenn. Pfarher, Saltzgreue, vnnd Beamptenn zum Sodenn, schreibenn ann v. g. f. vnnd herrnn des Holtzs vnnd Saltzkauffs halbenn, anno etc. 67. 23 Martij. Acta den 9. Octobris. den 4 vnnd 27. Nouembris Anno etc. 51.
Miscellanea Christoff Hombergk schreibt seiner neuenn kunst wegenn ann Jost Berkernn anno etc. 48. Christoff Hombergk schreibt des Bronnenbaus wegenn ann Jost Berkernn, anno etc. 41. Christoff Hombergk erbeutet sich eine neue kunst vfzurichtenn, dieselbe mit mennschenn zuerhaltenn, fordert darauff — 390 fl. da Georgen Behmenn bestallung — 500 fl. vermöchtte. Zehenn Beschwerungs articul, so die Bauernn vber Hülsing1 geklagt, darauf ein Inquisition eruolgt. Söder Supplication darinnenn sie bittenn, das mann ihr vbriges Saltz vfgemessenn, annehmenn, Item den Saltzbronnenn vonn neuenn zubauenn, vnnd darauf bedennckenns der Beambtenn zum Sodenn anno etc. 45. Sonntags post Quasimodogeniti Verzeichnus des vnncostenns der Schiffart vom Ludtwigstein anno etc. 39. Freitags post omnium Sanctorum. Vnnsers g. f. vnnd herrnn beuelch, belanngenndt das
Miscellanea. Saltzsiedenn vnnd Saltzschlis darinnenn ffgl.1 mit eigenn hanndenn vnnderschriebenn, vnnd wollenn das die Söder souiel Immer müglich, siedenn sollenn, vnnd wann schonn das Saltz nicht all im Lannde vnnd am Reine verschlissenn werdenn könne, so soll mann damit nach Bremenn, vnnd ann andert ertter hanndelunge vnndernehmenn, Sechzehenn articul vnnd Instruction was in abwesenn vnnsers g. f. vnnd herrnn zu Allenndorff ausgerichtet wordenn, Anno etc. 38. Auszugk der Holtzrechnung de Annis etc. 41. 42. 43. 44. vnnd 45. Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Sodenn schreibenn ann Canntzlarnn Lersenernn Christoff Hombergs wegenn, das er beides die Sohle vnnd wilde waßer versehenn könne. Churt Riede schreibt ann Heinrich Muldenernn eins wehres halbenn vnternn Fürstennstein, darauff wirdt geanntwortet, das mann dasselbige so fer es
Miscellanea. der Schiffart vnnschedtlich, bleibenn lasse. Senndtmeister zum Sodenn schreibt ann die Saltzgreuen, vnnd begert geldt, damit er das vfgemessenn Saltz bezahlenn müge, zeigt ann, das kaumbt souiel gesottenn werde, das er den Pfennernn ihr Pension nicht bezahlenn könnten, anno etc. 45. Monntags post Reminiscere Supplication der Saltz vnnd holtztreiber zu Allenndorff Anno etc. 45. den 18 Aprilis. George Behme schreibt ann denn altenn Schenfflern1[?] zum Sodenn, Christoff Hombergs vnnd seiner kunst wegenn. Annotata vnnd auszugk, was das Saltzwergk vom Jar 42. bis vf 53. ertragenn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ann Beambtenn, Burgermeisternn vnnd Rath zu Treffurdt, vom wegenn holtz ann die Werra zufuhrenn, Darauff anntworttet Valtin Holde2[?], das die Mentzisch vnnd Sachsischenn nit fahrenn wollenn, vnnd
Miscellanea. wirdt vor gut anngesehenn, das alle vnn Jede so Heßische gueter habenn, derenn seyenn gleich viel oder wenig, holtz führenn sollenn, Actum Anno etc. 55. den 13. Julij. Johann Meysenbugk Lanndtvogt vnnd D. Heinrich Lanis1[?], schreibenn der wege halbenn im klebe, vnnd vmb Allenndorff hero, was sie darin v. g. f. vnnd herrnn beuelchhabernn, vnnd denenn vonn Allendorff wegenn verhanndlet habenn, anno etc. 66. den 12. Augusti. Acta der Lippoltsbergischenn Eisennschmiedtenn, anno etc. 54. Acta gehaltenn Immer2[?] Sodenn den 25 Februarij anno etc. 54. Acta gleichermaßenn den 27. 28. 29. Nouembris Anno etc. 54. betreffenndt den Holtzhanndell. Stadt Höxer schreibt des Holtzhanndels wegenn, vnnd das mann Ihnenn Saltz gnug zuschickenn wolle. darauf anntwort Jost Berker.
Miscellanea Acta vnnd abscheidt zu Mühlhausenn belanngendt den Saltzhanndell daselbst, Item beygelegte Rechnung Hanns Volstedts. Ganntze gemeine zum Sodenn, klagenn vber die vonn Allenndorff, das sie sie aus den gebrauchenten1[?] geholtzenn ausschliessenn wollenn, Bittenn sie bey alter freyheit zuerhaltenn, Vnnser g. f. vnnd herr schreibt ganntz ernnstlich ann die beide Saltzgreuenn Jost Berkernn vnnd Valtenn Tholdenn, das sie den einhanng des Weißwers nirgennts annders hin, dann zum Saltzwerk brauchenn sollenn, Acta zwischenn denn Södernn vnnd glasenernn, des aschennkaufs halbenn, anno etc. 42. Sonnabendt post Quasimodogeniti Conuolut, Zettell darinnenn anngezeigt, das Wolf Dennstedt, Jochim Gittell, Hieronymus Tichnitz, aus dem Lanndt zur Lausnitz, mit Irer kunst viel holtz im Saltzwergk ersparen wöllen.
Miscellanea Heinrich Muldener vnnd Jost Berker schreibenn ann Valtenn Toldenn des Bronnennbaues wegenn, vnnd das der Meister vonn Creutzburgk solle gesagt, vnnd George Behme gestanndenn haben, das seine kunst dem Bronnenn schedtlich were, anno etc. 47. den 5. Septembris. Christoff Hombergk schreibt Meister Heinrichs neuenn kunst wegenn ann Jost Berkernn anno etc. 58. den 2. Nouembris. Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell schreibenn ann beide Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Sodenn, der glashüttenn wegenn, Anno etc. 51. den 21. Februarij. Vff beuelch der Saltzgreuenn zum Sodenn, hatt der Pfarher zum Sodenn vorgeschlagenn, wie er seine Heusliche vnnderhaltung habenn möchte, vnd sagt der Pfarher Johann Teynebach1[?], das im Hundert guldenn Jerlichenn geuolgt werdenn, vonn der halben
Miscellanea Pfannenn, bittet aber das mann im — 80 fl. vnd dann vor die — 20 fl. — 20. Malter kornn Jerlichenn erlegenn solle, darauff ist resoluirt wordenn, das im Jedes quartal vier Malter kornns vnnd — 10 fl. vom Marckampt solle zugelegt werdenn. Acta zwischenn denenn vonn Allenndorff vnnd vonn Wiedenn, betreffenndt das Bremer thal. anno etc. 54. den 17. Martij Vnnser g. f. vnnd herr L. z.1[?] Hessenn herr Wilhelm, schreibt ann Pfarhernn, Saltzgreuenn vnnd Beampten zum Sodenn, des wasser vnnd kunstbaues, des Pfarhers siedenn, M. Heinrichs siedenn, des Branndtholtzs, vnnd des Bronnenns wegenn, anno etc. 59. den [?] Augusti2 Annotata H. Muldeners darinnenn er v. g. f. vnnd herrnn — 28. sachenn vortregt, vnnd ffgl.3 sich darauff gnediglich resoluirt, wie in margine adnotiret.
Instruction vgf. vnnd herrnn, dem Cantzlarn, Rudolff Schenckenn, H. Müldenernn1 vnd Jost Berbernn zugestelt, der Location wegenn mit den Pfennernn zuhanndtlenn, ist vonn Ffgl. selbst vnnderschriebenn, aber kein Jahrzahl darbeÿ gesazt. Reuers Georgenn Behmen in Anno 40 den 16 Decembris Pfenner zu Allenndorff schreibenn ann vgf. vnnd herrnn, wollenn den anngesaztenn tagk den 13. Octobris zu Cassell erscheinenn Anno 39. Montagk nach Francisci. Vnnschlagk des Kompenn2 geldts, was darann erobert werdenn könne, wann — 600. werck gesottenn werdenn. Bedingzettell, vnnd verzeichnus einer Roßkunst, so außer denn Bodenn gebauet wordenn, in beÿsein Georgenn Behmenn. anno 44. Donnerstagk post Cathedræ Petri.
Heinrich Lersener Cantzlar, schreibt ann vgf. vnd herrnn, was vnnd wie die Beambtenn in Bodenn, mit dem Bronnenmeister1 des wildenn waßers wegenn gehanndelt, Anno 55. den 12 Nouemb. Mülhausenn schreibt des Saltzkauffs hanndels wegenn anno 45. den 3. februarij Außzugk vnnd bericht, was Christoff Hombergk kunst ab Anno 50 ad Annum 55. gekostett, vnnd was darann erobert wordenn, vnnd darauf allerleÿ annotata Jost Berbers. Christoff Hombergk schreibt Jost Berbernn, vnd gibt anntwort vf des Renndtmeisters2 schreibenn, das die kompe das wilde waßer nit wohl haltten könne. Anno 55. Freitags post Trinitatis. Acta gehaltenn in Bodenn Anno 51. 22. Decembris Johann Meckbach Secretarius schreibt der neuwen Saltzwergks Ordtnung wegenn, an Jost Berbern.
vnnd begert, das mann derselbigenn ein Exemplar Inn die Cantzleÿ lieffernn wollenn. Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, der Friedtwaldischenn Holzflöße wegenn, vnnd befihlt vff gethanne Supplication, das mann den Vndersaßenn mit guter vorsichtigkeit solche Ordenung mache, das es die arme leute zukommenn, vnd Ffgl. nicht vbersazt werdenn. Dreÿ brieue Lotz Straubenn Anno 52 vnd 53. Bedingzettell mit dem Pfannschmidt, vber Einhundert Centner Pfanneisenn Anno 57 den 17. Martij Pfanneÿsenn so zuuor gelieffert vom Lippoltsberga Anno 56. Lotz Straube schreibt ann Jost Berbernn das er den Centner eysenn vmb — 4½ fl.1[?] Inn die Bodenn lieffernn wolle. Anno 56. Renndtmeister2 zum Bodenn schreibt des gelieffertenn Pfanneisenn vom Lippoldesberga ann Jost Berbern
Anno 57. den 16. Decembris Verordtnung der Saltzgreuenn vnnd Beamptenn zum Bodenn, das vnangesehenn des Visitators gebott, nach gehalttener Sonntags Predigt, man vngehindert zum Saltzwergk fahrenn, vnnd arbeitenn solle, vnnderschriebenn durch Jostenn Berbern, Johann Rhenanum, Johann Bartholmes, Bertholdt Kempff, vnnd Christoff Hombergenn. Hierauff eruolgte Resolution, das er damit zufriedenn Anno 52 den 28. Septembris Extract auß dem vertrag zwischenn Sachsenn vnd Hessenn, die Holzflöße betreffenndt. Supplication der glasener des aschenn kauffs wegen. Philips Thuen1[?] zeigt in einem zettell ann, das die Sachsischenn Beamptenn, das gehauene scheidtholz beim Lormbergk2[?] wollenn hinwegk führen, seÿ aber verhindert wordenn Anno 63. Allerleÿ Annotata Georgenn Behmenn belangendt.
Vnnser g.f. vnnd herr schreibt ann Jost Berbernn, des Schultheißenn zu Velstedts1[?] halber im ampt Mülnhausenn, das er, dieweil er frembt Saltz Ins ampt gehenn laßenn, vom Lanndtvogt ernnstlich gestrafft werdenn solle, Befihlt weitter, das mann den Saltzschliß vorttreibenn solle, Anno 46. ..2 10. Aprilis Saltzgreuenn vnnd gemeine Pfenner schreibenn, ann Lanndtvogtenn Sigmundenn vonn Boÿnebürgk, der halbenn Pfannenn wegenn, so zur Boder Pfar verordtnet, begerenn das die beÿ der Pfar bleiben müge, weitters begerenn sie die Grabenn Thürner, vnnd das sie kein Zoll vom Saltz gebenn wollenn. Christiann vnnd Simonn Zepffer3 Suppliciren Ihrer eisenn hüttenn wegenn, vnnd gehört diese Supplication Inn das schreibenn, so v.g.f. vnnd herr ann Heintzenn vonn Lütternn gethann. Concept des Berichts, so Saltzgreuenn vnnd Beamb=
tenn, ann Stadthalter vnnd Rethe, dero glasener wegenn gethann, Anno 51. 22. Januarij Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, der besteltenn dielenn zu Wallis1[?] wegenn, vnnd zeigt darnebenn in einem sonndernn briefflein, das mann hab anngefanngenn, den grabenn zumachen, ann dem orte, da mann die kompenn hennckenn wolt. Anno 51. Freÿtagk post Visitationis Mariæ Christoff Hombergk schreibt ann Jost Berbernn, das M. Hanns Wetzell2[?] in augenschein vorgelegt, wie die wennde des Bronnennbaues erbauet werdenn sollenn, Bittet darnebenn, das alle verordtnete zum Bronnennbau, vfs fürderlichste mögenn beschriebenn werdenn, Anno 51. Donnerstagk post Trinitatis Abreißung wie der Sohlennkumpff, nach meinung Christoff Hombergs, Inner Bodenn müge gebauet werdenn.
Vnnser g.f. vnnd herr Lanndtgraff Wilhelm schreibet ann Jost Berbernn, Johann Bartholmeßenn vnd Christoff Hombergenn, dieweil mann Johann Norderbenn1[?] in anndernn sachenn nicht enndtrathen könne, das demnach Valten Dolde, vor einenn Saltzgreuenn anngenommenn werde, Anno 51. den 14. Octobris Princeps ipse subscripserit Conuolut. Acta, vnnd Rathschleg des Stadthalters zu Cassell Rudolph Schennckenn, sampt Heinrich Müldeners, Jostenn Berbern, vnnd der Pfenner, darin vonn vg.f. vnnd herrnn wegen vonn denn Pfennernn begert wirdt, das man Ffgl. ann seinenn vorgenommenenn bau, nicht verhindernn wolle, dagegenn allerleÿ Exceptiones der Pfenner, vnnd nicht desto minder darauff eruolgtes bauenn, offenntlich anngeschlagen schutzbrieue, vnnd was mehr derhalb verlauffenn. Item Bestellung des Holzhauwenns, Schiffuhr, Bodtbau, vnnd dergleichenn, mit etlichenn Inn=
lagenn, vnnd seindt zwanntzigk bladt in folio, Anno 38. den tagk Sebast: et Fabia: Georg Rese1, Sültzenmeister zur Zella, im Landt zu Lünebürgk, schlegt vor, das er eine kunst wiße, wie mann das wilde waßer vonn der Sohlenn abscheidenn könne, seindt in einem Conuolut dreÿ stucke, vnnd ist kein Jahrzahl darbeÿ. Ein Conuolut vonn dreÿ vnnd zwanntzigk stuckenn, betreffenndt allerleÿ gebrechenn, des ambts Ludtwigstein, Contra. vg.f. vnnd herrnn, Item Siedenn2[?], Contra die vonn Allenndorff, vnnd was dem annhenngt. Bericht der Pfenner geholz wegenn, Item der Geholz zu Grebenndorff, seindt vier stucke in einem Conuolut. Copia eines schreibenns, so Jost Berber ann vg.f. vnd herrnn gethann, betreffenndt das Saltzwergk, Schiffart, vnnd sonnderlich das mann Rhenano als einem Jungenn manne, der allein in Büchern
gelesenn, sonnst nicht viel erfahrenn, in allem nicht verpflichtte. Conuolut. Jost Berbers schreibenn, anno 59. den 24. Junij Die vonn Allenndorff anntworttenn vf etliche Ihnenn vorgehaltene articul, Nemblich der Obrigkeit, Pein[?]lichkeit, Bußenn, Erwölung des Raths, vnnd Bürgermeisters, der Rüge. Weinzapffenns, der Werde vnnd Wasenn2, Schefferenn, Hospitalen, Mühllenn, Helffegeldt, frembt Bier, Gemeine wege, Volge, Ziegelhaus, Badtstubenn, Freÿheit vmb die Maurenn, Grenntzenn vnnd gehöltzenn wegenn, beruffenn sich vnnter einannder vf Ire Priuilegia, bittenn sie dabeÿ bleibenn zulaßenn, Wie vgf vnd hern löbliche vorfahrennde gethann, legenn Innsonderheit ein, zweÿ abcopijrte Priuilegia Wilhelms des mitlernn L. zu Heßenn, vnnd der Regentten des Fürstenthumbs Hessenn de datis 1488 vnnd 1511 Annis, seindt zehenn bladt, derenn
data stegenn, Anno 1281. 1419. 1339. 1342. 1362. 1347. 1346. 1395. vnnd 1449. Ein inuoluirtes gedenck Zettelein, belanngenndt den Mühlennkauff mit Georgenn Gaulernn1[?], vnnd seine Scheffereÿ. Conuolut. Vorschlege zwischenn vnnserm g.f. vnd herrnn vnnd den Pfennernn, seindt acht articul, Cantzlars eigenn hanndt, Acta Cassell Anno 39. Montags post Galli Annotata Was die Beamptenn zum Bodenn zu Marpurgk Anno 60. den 24. Januarij vorgetragl.2[?] Memorial was M. Jost Berber Glasener der glashüttenn wegenn berichttet hatt. Anno 70. Acta vnnd annotata in ambtssachenn Anno 61. Mitwochenn post Exaudi. Meister Mertenn Beth3[?] klagt vber Christoffenn Hombergenn, seines gießerlohnns wegenn, anno 80. Enngelhardt Breul schreibt ann Rhenanum vnnd
begert vier oder funff Schmidde, am Meißner Walde kolenn brennenn zulaßenn. Johann Bartholmes berichttet des grossenn vngewitters wegenn, das dasselbige ein gros stuck vom Holzrechenn hinweg genommenn, zeigt ann, das von Jacobj bis vff Luciæ, nur Neunhundert zehenn werck vf v.g.f. vnnd herrnn seittenn gesottenn. Anno 39. Mitwochenns post trium Regum. schreibet solches ann Heinrich Müldenernn vnnd Jost Berbernn Saltzgreuenn. Copia des Eÿsenachischenn vertrags anno 62. Concept allerleÿ des Steinkolenn Bergkwergks gelegennheit belanngenndt, darinnenn auch H. Wilhelms vonn Bischoffshausenn Geholzes des Morgennfeldts vnnd Sargelsbergs1[?] gedacht wirdt. hat Rhenanus ann v.g.f. vnnd herrnn gethann. anno 77. Wilhelm L. zu Hessenn schreibt ann Rhenanum,
was die Beamptenn zum Bodenn vber Ihnenn geclagt, Anno 76. den 11. Januarij. Georg vonn Scholleÿ schreibt Rhenano derer glashüttenn zu Cassell wegenn. Anno 79. den 12 Julij. Abscheidt was v.g.f. vnnd herr außzurichtenn hinderlaßenn, Anno 59. den 25. 26. 27. 28. vnd 29. Maij. Georg vonn Scholleÿ schreibt, das Rhenanus etlich Saltz Graff Johann vonn Naßaw bestellenn solle. Anno 76. Copia eines schreibenns Rhenani des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, anno 78. den 17. Junij Georg Berk1[?], Begert vonn Renano geldt zum Steinkolenn Bergkwergk zuuerschaffenn, anno 78 den 24. Septembris. Rhenanus schreibt vgf. vnnd herrnn eines wechßels, so die vonn Eschwech Ffgl. vorgeschlagenn, halbenn, Anno 76. den 15 Martij. Concept der Holz vnnd Saltzordenung, welche durch
Miscellanea. Johannem Rhenanum, Georgenn Berckenn[?]1 vnnd Christoff Hombergenn auffgericht, anno etc. 64 Ein versiegleter brieff in exemplari originali, in welchem V. g. f. vnnd herr, denenn vonn Wannfriedenn vbergibt, den Muhlennbergk, mit seinem Anhengk vnnd bezirckenn, es habenn aber die Wannfrieder Inenn nicht annehmenn wollenn, Datu Cassell anno etc. 59. den 12 Junij Ein Buch vonn — 64 Blatenn beschriebenen vnd vnbeschriebenenn, darin allerleÿ henndell, Rathschlege, schreibenn vnnd wiederschreibenn, so in Anno etc. 61 im Saltzwerck vnnd sonnstet vorgelauffenn, darann viel gelegenn, vom 8 Januarij ann, biß vf den 14 Decembris Anno etc. 61. Bestallung Georgenn Behmenn, so Ihme V. g. f. vnnd herr, vnnd Gemeine Pfenner vbergebenn in Anno etc. 1540. den 16. Decembris ingrossirt in Originali mit anngehenngtem V. g. f. vnnd herrnn vnnd der Pfenner Innsiegill.
Miscellanea Conuolut, kurtzer Extract, was des Saltzwergks wegenn zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnnd den Pfennernn ist verhanndtlet wordenn, anno etc. 38. vnd 40. Rathschlagk gehaltenn anno etc. 62, den 5. 6. vnd 7. Februarij, belanngenndt den Bronnenbaw, vmb den Stollenn hero, Copia eines schreibenns, welches der halbenn die Baw verordtnete ann V. g. f. vnnd herrnn geschriebenn, Gehaltene Rathschlege des Bronnenbaws halben anno etc. 62 den 23 Februarij. Copia eines schreibenns, so V. g. f. vnnd herr ann gemeine Pfenner, der Location wegenn gethann, Anno etc. 40, Donnerstags Catharinæ. Rhenanus, George Gertes[?]1 vnnd Hanns Wagener, schreibenn ann V. g. f. vnnd herrnn Hÿeremiæ Renners kunst wegenn, Anno etc. 79. den 28 Martij. Concept eines Vrphedenns, welches Kilian Witting, Vermuttenn[?]2 vonn Bischoffshausenn, des Sachelsberges[?]3
Miscellanea. wegenn, hat gebenn müssenn, vnnd ist gestelt vff Lippoldts vnnd Heinrichs vonn Hannstein, auch Wolffs vonn Volckeroda[?]1 sigelen, Rhenanus, Christoff Hombergk, vnnd Johan Bartholmes schreibenn ann Jost Berckenn[?]2, das Burgermeister vnnd Rath sich verweigernn, Holtz zum Bronnennbaw zugebenn, Begerenn das er ein Beuelch vonn V. g. f. vnnd herrnn, deshalb außbringen wolle. Anno etc. 61. Sonnabenndts post Reminiscere. Christoff Harsack[?]3 Secretarius, schreibt, des verkauftenn Hauses zu Eschwech beim Augustiner Closter wegenn, das dasselbige zu erbawung des Schlosses Beilsteins gebraucht werdenn solle. Anno etc. 60 den 5. Septembris Vrtheil der Ritter vnnd Lanndtschafft zu Hessenn, sub sigillo Georgenn vonn Kolmitsch Stadthaltters, auch Burgermeisters vnnd Rath zu Marpurgk. Anno etc. 39. Johann Strecker schreibt Rhenano der Steinkolen
Miscellanea aschenn wegenn, daraus glas zumachenn, Anno etc. 78. den 25 Augusti Concept der gegebenenn quittung dem Burgermeister zu Bremenn, herrnn Danieln vonn Buren[?]1, den Feÿr vnnd Saltzhanndell daselbst hin betreffendt. Annotata allerleÿ sachenn, so Rhenanus in Anno etc. 76. des Steinkolenn bodts, Saltzschlißes, der glasener, Salpeter, vnnd alaun sieder, auch des Saltzpartirenns wegenn zuuerrichtenn gehabtt, in vierzehenn punctenn begrieffenn, Rhenanus schreibt V. g. f. vnnd herrnn vonn Torga allerleÿ sachenn wegenn, so f. g. l.2 Ihm im Lanndt zu Meissenn außzurichttenn beuohlenn, anno etc. 77. Rhenanus schreibt ann den Furstenn vonn Hennebergk, eines glaseners halbenn, anno etc. 80. Bestenndtnusbrieff der Eisennhüttenn in dem ampt Gieselwerder, vf zehenn Jar, anno etc. 54. Vnnser g. f. vnnd herr L. Philips schreibt Rhenano,
Miscellanea. das er des Predig ampts hinfurtter wolle enntlestigenn, vnnd sich ann Jost Berckers[?]1 stadt vor einenn Saltzgreuenn brauchenn vnnd bestellenn lassenn, beneben ein anndernn vor einenn Saltzgreuenn zudienenn. Vnnser g. f. vnnd herr schreibt vf ein Supplication, Hansenn Preusserns[?]2, des wassermanns wegenn, ann Rhenanum, vnnd Jost Berckern[?]3, Ob sie es vor gut achttenn, das mann Ihn zum flössenn bestellenn müge, anno etc. 61. den 19 Februarij. Georg vonn Scholleÿ schreibt Rhenano, Grauenn Johann vonn Nassaw etlich Saltz in Bodenn zubestellenn, anno etc. 76 den 17. Februarij. Zehenn abscheidts articul welche V. g. f. vnnd herr zun Bodenn hinderlassenn, anno etc. 59 den 14 Septembris. Schultheis vnnd ganntze Gemeine zu Doringsdorff begerenn vnnd bittenn Vnnderthenniglich V. g. f. vnd herrnn, das mann Ihnenn zu erhaltung eines Pfar=
Miscellanea. hers wolle vergönnenn, etliche acker zu Bodenn, werdenn ann Superintendentenn vnnd Rhenanum gewiesenn, Chunradt Murhardt Renndtmeister zu Spangenbergk Anntworttet Rhenano etlicher Lattenn vnnd dielenn wegenn, so beÿ Spanngennbergk geschnittenn, vnnd vfs Bergkwergk geschickt werdenn soltenn, anno etc. 78. den 2 augusti. Concept eines kauffbrieffs, welchenn die Beambten zun Bodenn mit etlichenn Innwohnernn zu Franckeroda, scheidtholtzes wegenn troffenn, anno etc. 66. den 29. Julij Vergleichung zwischenn V. g. f. vnnd herrnn, vnd gemeinenn Pfennernn, betreffenndt die halb pfann, so zur Pfarr in Bodenn gehöret, das dieselbige in kunftige zeitt beÿ der Pfarr bleibenn solle, anno etc. 48 den 22. Januarij. Rhenanus vnnd George Gercke[?]1 berichttenn V. g. f. vnnd herrnn zweÿer schönenn Probirerber[?]2
Miscellanea so mit feÿs vorgenommenn, halbenn, anno etc. 69. den 5. Januarij. Mieth Zettell vnnd bestettigung des Bergkvogts vnnd Gallenn Richtternn, vber das Steinkolenn Bergkwergk vffm Meißner Jacob Mengelnn vbergebenn. Hartmann Höler[?]1 anntworttet der dielenn wegenn, so zu Melsungenn vfs Bergkwergk geschnitten werdenn soltenn, anno etc. 78. den 3 Julij Georg Gercke[?]2 schreibt Rhenano des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, sich zu Ihme naher Germeroda zuuerfugenn, anno etc. 77. 28. Nouemb. Jost Bercker[?]3 schreibt ann V. g. f. vnnd herrnn, was er mit Georgenn vonn Harstall, der Holtzflösse wegen gehanndtlet anno etc. 60, den 26. Maÿ. Ein Zettell daraus Jost Bercker[?]4 verzeichnet, wie ein Opffermann zun Bodenn zubestellenn seÿe. Otto Wenner[?]5 schreibt Rhenano des Steinkolenn Bergkwergks halbenn, Bittet das er wolle kleis
Miscellanea annkerenn, vnnd ein Prob damit versuchenn, anno etc. 65. den 10. Septembris. Johann vonn Ratzennbergk Amptmann zu Rotenbergk vnnd Sonntra schreibt Rhenano, Begerennde, das er wolle darann sein, dieweils dem ampt Sonntra nit muglich die scheide anns wasser zufuhrenn, das im das ampt Spanngennbergk hulffe. Annschlagk Jost Berckers[?]1 vnnd Christoff Hombergs, was er ab Anno etc. 50. usq ad annum etc. 60. vff seine kunst gewenndet, dargegenn eingenommen, vnnd was er eröbert Otto Wenner[?]2 Rennt: zu Eschwech begert in einem Zettell, Rhenanus wolle vleis annwenndenn, das die Steinkolenn zum bestenndigenn schlis gebrachtt werdenn möchtenn. Otto Wenner[?]3 begeret zubuß zum Steinkolenn Bergkwergk, vnnd das Rhenanus in geheim Probiren wolle, ob mann die Braunenn kolenn zum Lohen möge brauchenn anno etc. 65. den 29. Julij.
Miscellanea Notell wie Rhenanus vnnd Engelhardt Breull den Lanndtknechtenn im ampt Rotenbergk Jedem dreÿ fl. Jerlichenn zulegenn, vom Holtzgelde, das sie vf den Holtzflössenn vleissigk sein solten, anno etc. 62. den 2. Septembris. Hanndtlung der Messingenn vnnd kupfferin Plattenn wegenn, mit Hanns Diegelnn vnnd Mertin Bethenn, seindt dreÿ stuck Anno etc. 62 Hanns Gill schreibt ann Jost Berckern[?]1, fruchtt vnnd Saltzfuhr wegenn, anno etc. 63. Nahmenn derenn so V. g. f. vnnd herr ernennt, zum Lanndtag zu citiren Anno etc. 38. Rhenani vnnd Hanns Wagners Wannfriedische flös vergleichung anno etc. 73. seindt dreÿ stucke, Ordtnung so im Saltzwergk allerleÿ sachenn wegenn vfgerichttet wordenn, anno etc. 64. 2 Junij. Seindt — 13 articul, desgleichenn auch Resolution vber — 19. articul eodem Anno etc. den 15 Maij.
Miscellanea. Abscheidt was die Steinkolenn Bergkwergks verordtnete sich verhaltenn sollenn, anno etc. 78. den 15. Maij. Georg vonn Scholleÿ schreibt ann Fraw Elizabethenn Lanndtgreuin zu Leuchtennbergk, Saltzes wegenn, so Rhenanus bestelt, anno etc. 76 den 16. Februarij. Wilhelm Friederich schreibt Rhenano, vnnd tregt im ein newe kunst vff, des Stael brennens halbenn mit wenig kohlenn, anno etc. 79. den 6. Octobris Christoff Hombergk schreibt ann Heinrich Meldenernn vnnd Jost Berckern[?]1, etliches Giessens wegenn, beÿ M. Mertenn Bethenn anno 50. vnnd ist dis briefflein sehr zerrissenn, Engelhardt Breul schreibt ann alle Beuelchaber zun Bodenn, vom wegenn des Gericht Beilsteins, vnnd der Pfannennschmidde, leget benebenn ein, ein schreibenn des Lanndtvogts, in welchem seint
Miscellanea. strennge klagenn vber die Pfannennschmide vonn Ihr kohlenn am Meißner, anno etc. 75, den 6 Aprilis. Der Bergkvogt schreibt ann Rhenanum, des Steinkolennbergkes bawes wegenn vff dem Meißner, Conuolut, Georgenn vonn Harstall amptmann zu Creutzbergk vnnd Gerstungenn schreibet, das das wasser sein Wehr sehr zerrissenn, begert vonn Beamptenn zun Bodenn, solchs vor der flösse zubesichtigenn, anno etc. 66. Jtztgedachter schreibt Rhenano, seiner newenn erfahrenndenn Holtz erspar kunst wegenn, begertt sie beÿ V. g. f. vnnd herrnn zufordernn, anno etc. 68. den 17. Maij. Diderich Edtler herr zu Plessæ begert vonn Rhenano, seiner gnadenn drithalb Pfann Saltz zubestellenn, anno etc. 67. Christoff Harstall zu Mÿla, schreibet ann alle
Miscellanea Beambtenn zun Bodenn seines verkaufften schidtholtzes wegenn anno etc. 63. Bernt vonn Bischoffshausenn, schickt Rhenano Copiam eines schreibenns, so er des Sachelsberges halbenn ann die vonn Hannstein gethann, anno etc. 64 Enngelhardt Breul bescheidet Rhenanum nach Apteroda, Inn sachenn V. g. f. vnnd herrnn, de dato 17. Julij Anno etc. 63. Enngelhardt Breul schreibt ann Rhenanum, des holtzs halbenn, so denenn vonn klein almeroda abgekaufft anno etc. 68. Tonnges Muller schreibt Rhenano eines tausches wegenn, zwischenn V. g. f. vnnd herrnn vnnd den Bodenneuernn[?]1, belanngenndt die Karmelskoppe, vnnd den Mosennbergk, anno etc. 65. den 29. Julij. Enngelhardt Breul zeigt Rhenano ann, das zwene
Miscellanea. Förster die leute vbel geschlagenn, begert seinen Rath, wie mann sie straffenn solle, anno 62. den 10 Junij. Ernnst vonn Bischoffshausenn schreibt Rhenano, vnnd bitt v.g.f. vnnd Herrnn etliche geholtz am dünnerbeüffenn1[?], Anno 63. Montags post Philippi Jacobi. Supplication Berndt vonn Bischoffshausenn ann v.g.f vnnd Herrnn, des Karchelsbergs2[?] wegenn Anno 67. den 16 Junij. Berndt vonn Bischoffshausenn Bittet, das der Herr Lanndtvogt, vnnd Rhenanus wollenn bey ihm vf den anngesatztenn tage zwischenn ihm vnd den vonn Hannstein erscheinenn, vnnd das beste thun, anno 66. Dorothea vonn Bischoffshausenn, Ernnsts nachgelassene wittibe, schreibet Vg.f. vnnd Herrnn, des Holtzkauffs wegenn, so Rhenanus vnnd der Oberfürster mit Irem Junckernn troffenn, Anno 65.
Miscellanea Berndt vonn Bischoffshausenn, schreibt ann Rhenanum, widder des Kachelsbergs wegenn anno 67. den 17. Junij. Berndt vonn Bischoffshausenn schreibt ann Vgf. vnnd Herrnn des Kachelsbergs halbenn, anno 67. den 16. Junij Georg vom Erff schreibt Rhenano des Holtzkauffs wegenn, ann der Grawburgk1[?], anno 69. Concept was darauf mit denen vom Erff ist gehanndtlet wordenn. Anndres v. Hagenn schreibt ann Lanndtvogt zu Eschwech, vnnd Rhenanum, sie woltenn vfs fürderlichste Ire Commission zwischenn Anntfeldenn2[?] vnd Ihme außrichttenn, anno 68. 6. Januarij. Georg vom Erff schreibt noch einmahl seines verkaufftenn Holtz wegenn Anno 69. Die vom Erff semptlich noch einmahl deßen halben, Jost Berber3[?] schreibt durch ein Zettell, vnnd annt=
Miscellanea. worttet Rhenano vf sein schreibenn, belanngendt das frembt Saltz, so zu Battenberge vnnd Franckenberge Inns Lanndt ginge. Anno 61. den 4. Januarij. Engelhardt Breul schreibt Rhenano der gehawenenn scheide wegenn, das die fuhr vbell vonn stattenn gehe, anno 63. den 13 Augusti. Itztgemelter schreibt Rhenano, das der windt Im Scheidtgehaw grossenn schadenn gethann, das mann zum Holtzmessenn nicht kommenn könnt, Anno 61. den 13. Julij. Obgenanntter schreibt der Förster wegenn, so ettliche weiber vffm walde geschlagenn. Anno 62. den 4. Junij. Georg vom Harstall schreibt Rhenano seiner Kunst wegenn, Anno 68. den 17 Julij Engelhardt Breul schreibt ann die Beampten zum Sodenn, das sie zu Apteroda all gehöltz zubesichtigen,
Miscellanea. bey im erscheinenn wollenn, Anno 68. den 24. Februarij. Johann Meisenbugk Lanndtvogt schreibt Rhenano der sachenn wegenn zwischenn anndreasen v. Hagenn vnnd anntfeldten Anno 68. 6. Martij. Johann v. Rehnsdorff1[?] schreibt als Kelnner zu Darmbstadt, Ihme fünff Pfannenn Saltzes naher Franckfurt zuuerschaffenn. Vertrage zwischenn anndreasenn v. Hagenn vnnd anntfeldenn vfgerichttet durch den Hernn Lanndtvogt vnnd Rhenanum Commissarios Anno 68 den 12 Maij. Christoff vom Harstall schreibt Rhenano, Begeret, das er zuwegenn bringt, im auff sein Holtzkauff etliche Tausenndt guldenn vorzustreckenn, anno 65 Freytags post Pascha. Rhenanus anntworttet Georgenn v. Harstall, vf sein schreibenn seiner Kunst wegenn,
Miscellanea Enngelhardt Breul schreibt des Gehöltz zu Almeroda wegenn Anno 68. Christoff vom Harstall schreibt wieder gelts wegen Anno 63. Montags post pascha Concept der Quitanntz1[?], welche Claus Appell der Hulsingenn vber die — 70 thlr gebenn, vber das Haus so Rheinshase3[?] wieder eingenommenn. Annotata vieler Lehenngueter, so vmb allenndorf hero vonn v.g.f. vnnd Herrnn zu Lehenn außgethan, vor vnnd nach dem Jahre 1374 Jost Berber foddert Peternn vonn Beyneburgk zur Holtzrechnung naher Cassell Anno 59. Die Vndersassenn bittenn das fuhrlohnn der scheide zuersteigernn, anno 72. Verzeichnus Witzennheusischer Grenntz, wie sie dieselb vff Fürstliche Canntzley vberschickt. Hanns Wilhelm vonn Bischoffshausenn, schreibt
Miscellanea. Rhenano des Kachelsbergs wegenn anno 78. den 23. Octobris. Georg vonn Scholley begert vonn Rhenano ein rectificiret maß, das Saltz damit zu Cassell im Weissenhoff zuuerkauffen Anno 75. den 22. Septembris. Abreissung des Bronnenns mitt den Schöpffkümern1[?], nach alter Manir, Johann Bartholmes schreibt ann Heinrich Müldenern vnnd Jost Berbernn des Saltzhauses, Jahrsaltzes vnnd Zolles wegenn Anno 40. Concept eines schreibenns Rhenani ann vnnsernn g.f. vnnd Herrnn, etlicher Saltzkunstler halbenn, Acta inquisitionis, den Holtzleger in Bodenn betreffenndt. Hanns Diegell schreibt Rhenano seines Bergkwergks, vnnd etlicher beschwerung wegenn, zeigt ann etliche gebrechenn, begert Rath, Anno 63.
Miscellanea. Offener Patent vnnsers g.f. vnnd Herrnn, ann alle die vffm Weserstrom wohnenn nach Bremenn zu, des Saltzes wegenn, so Inner1[?] Bodenn gesotten wirdt, begert das für gut zuachtenn vnnd zu keuffenn. Anno 41. Sonntags Exaudi. Rhenanus schreibt v.g.f. vnnd Herrnn des Bergkwergks halbenn, zeigt etliche beschwerung ann, begert die abzuschaffenn, Anno 78. 26 Junij. Rechnung Christoff Hombergks, mit M. Martin Bethenn Anno 49. Concept Jost Berbers, darin geanntwort wirdt vff Breidthenpts2[?] vnnd annderer Vorschlage, des Waserstroms fassenns halbenn, Anno 61. 11. Septemb. Oberfürster schreibt ann Jost Berbernn der Beichtei=3[?] nischenn gewerkenn wegenn, Georg Berb4[?] schreibt Rhenano, der gebeuchtenn5[?] Meißner wegenn, begert seiner zukunfft, Anno 76.
Miscellanea Conuolut, Supplicatio Georgenn Behmenn, an den Churfürstenn zu Branndennburgk, darinnenn er allerley beschwerung, so im im Saltzwergk Bodenn wiederfahrenn, geclagt, vnd sich ann den Lanndtgrauenn zu Hessenn, zuuerschreibenn, vnderthenniglich gebettenn hat, Anno 51. Vorschrifft des Churfürstenn zu Branndennburgk, vor Georgenn Behem, ann Ltgn1[?] zu Hessenn Anno 51. Der Beuelchhaber zum Bodenn Jegenn bericht, vff Georgenn Behmenn vermeinte Supplication, Der Pfenner2 zum Bodenn Jegenn bericht, Verzeichnus vnnd außzugk wieuiel werck zuner[?] Bodenn gesottenn seindt ab Anno 41. ad 49. darinnenn außführlich bewiesenn wirdt, das mann Georgenn Behmenn — 142 fl. 20 alb 10 hlr3[?] schuldigk bliebenn. Heimbgelassene Rethe des Churfürstenn zu Bran=
Miscellanea. dennburgk, schreibenn ann Stadthalternn vnd Räthe zu Cassell, Georgenn Behmenn wegenn, Anno 52. Johann Bartholmes vnnd Christoff Hombergk schreibenn ann Jost Berbernn, Georgenn Behmen halbenn, Anntwort vff Georgenn Behmenn geschwister Supplication anno 57. den 29. Octobris. Churfürst zu Branndennburgk schreibt ann Herrn Philipsenn Lanndtgrauen zu Hessenn, vf eingelegte Supplication Hannsenn Behmenn, anno 57. Conuolut. V. g.f. vnnd Herr schreibt ann die Beamptenn zum Bodenn vnnd Beylstein, das sie den Körnbergk nicht alle, sonndernn ann gewissen orttern außhauenn soltenn, anno 59. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt benebenn Innliegender Supplication der vonn Wannfriedenn wegen, belanngenndt den Mölnbergk, wollen denselbigen
Miscellanea. nicht annehmenn, sagenn alle Geholtz vmb Wannfriedt her sey Ihr, dann sie dieselbenn bis vf die zeit, mit auffsetzung leibs, lebenns, guts vnnd bluts erhalttenn, anno 59. Vnnser g.f. vnnd Herr schreibt ann Jost Berbernn, M. Hanns Wetzels1[?], vnnd Henckell Ihenern2[?] halbenn, begert sfgl.3[?] zuberichttenn, anno 60. Zwey schreibenn Vg.f. vnnd Herrnn, belanngendt die — 1300 Klaffter Knüttell zu Heringen, befihlet, das dieselbenn verkaufft werden sollen, Anno 60. Noch ein schreibenn gedachter Knüttell halbenn, vnnd das Jost Berber mit Georgenn von Harstall, vmb Holtz vfs wohlfeilest hanndelenn solle. Conuolut, Abscheidt zwischenn Braunschweigk vnd Hessenn, belanngenndt den Weserstromb, vffgericht, anno 1509. Die Stadt Höxer schreibt ann Jost Berbernn der Saltz=
Miscellanea. bezahlung wegenn anno 54. den 26 Julij. Diebs[?] Schreindteisenn[?] schreibt vor Hartmann Bölernn, Ihnenn zum Zölner in Bodenn vfzunehmenn anno 65. Supplication Clausenn vonn Fahrennbach, wieder Hülsingenn, eines Meyer guts wegenn zu Wengershausenn, Weding2[?] Zettell des newenn Kunstbaus halbenn, subscripserunt Jost Berber, Johann Rhenanus, vnnd Christoff Hombergk. Copia eines schreibenns, darin begert wirdt, das Magister Moth3[?] Christoff Hülsings Lehennbrieffs abschrifft, vberschickenn wolle. Anno 67. Diederich Rambskopff Schultheis zu Creutzburgk, schreibt Rhenano vnnd Georgenn Berbernn, begert das sie vmb gebürliche bezahlung Jederzeit gnugsamb saltz naher Creutzburgk verordenen wollenn. Anno 76. 21 Junij.
Unsichere Lesungen
Z. 3: Diebs Schreindteisenn — Personenname unsicher
Miscellanea. Lanndtvogt schreibt ann Rhenanum, des Hauses Hannstein wegenn, begert bericht, das mann Lippoldt vonn Hannstein vf einenn gewissenn ort bescheidenn solle, Anno 71. den 11[?] Julij. Alle Beamptenn zum Bodenn schreibenn ann v.g.f. vnd Herrnn, belanngenndt den vorgeschlagenen Wasserbaw, den Werrstromb also zu zwingenn, das Jederzeit die Schiff vff vnnd abgehenn, haltenns für vnmuglich, Anno 59. Verordenung V.g.f. vnnd Herrnn L. Philipsen zu Hessen, belanngenndt den letztenn Bronnennbaw, das man ein zeitlanng die Sohl auß dem Bronnenn hebenn solle, das Christoff Hombergk eine newe Kunst erdenckenn möge, wie mann die Sohl Jederzeitt außenn Bronnenn hebenn könne, vnnd das sechs Pompenn vffer wasserkunst gehaltenn werdenn, das die Söder zwischenn Osternn vnnd Pfingstenn vleissigk sollenn siedenn, das Saltz vfgeschütt
werde, vnnd das Rhenanus mit seiner Kunst vortfahrenn solle. Anno 1559. Verzeichnus aller Geholtz im ampt Ludtwigstein, Wanfriedt vnnd Eschwegk, vf beuelch vnsers g.f. vnnd Herrnn L. Philipsenn annotiret. Copia eines offenenn Patenten, welcher maßen die Furstenn zu Sachssenn, mit v.g.f. vnnd Herrnn zu Hessenn der Holtzflös wegenn, sie frey passiren zu lassenn, verwilligt. Subscripserunt Johann Friderich der mitler manu propria. D. Christianus Brugk1[?] Cantzlar. Collationatum per Christianum Harsach2[?], auscultirt Johannes Weÿser Notarius, de nouo recognouit Johann Schelhase Notarius publicus Anno 62. Acta Sodenn anno 61. den 28. ——3 29. vnnd 30. Januarij. Hermann vonn Vffelnn begert zwo Pfann Saltz vom Rhenano, anno 79.
Ludtwigk Graue zu Nassaw, schreibt ann Stadthalter vnnd Rethe zu Cassell, begert etlich Saltz, anno 73. den 8. Septembris. Hanns Wilhelm vonn Bischoffshausenn vorschlagk betreffendt den wechssell zwischenn v.g.f. vnnd Herrnn vnnd ihm, des morgennfeldts vnnd zweÿer Meÿer höffe halbenn. Zweÿ Probirwergk mit Poÿß1[?]. Kayser Karl der funffte Committirt vnnd befihlt offenntlich Bischoff Hermann zu Cölnn, Jochim Marggrauenn zu Branndenburgk, vnnd Francisco Bischoff zu Münster, das sie Exequiren sollenn, was L. Philips zu Hessenn beÿ R.2[?] Kaÿ: Maÿt: außbracht vnnd erhaltenn, das die Zöll vffm Weserstromb, nicht ersteigert werden sollen, Annotata, Was der Gebackenn Stein halbenn, so zu Milsungenn gebrenndt werdenn solttenn, gehanndelt werdenn, anno 59.
Annotata, Was der Blechschmidte zu Heÿna wegenn, ist gehanndelt wordenn. Rhenanus schreibt Menners Kunst wegenn, ann v.g.f. vnnd Herrnn. Annschlagk vffs Bergk saltz vnnd Poÿß1[?]. Die vom Hedemündenn schreibenn ann Rhenanum, begerenndt, das mann Ihre Leute mit den Schiffenn passirenn lasse, Inn ansehenn, das sie v.g.f. vnnd Herrnn zinsbar, vnnd das best heupt Jederzeit lösenn mussenn. Otto Wermer schreibt des Steinkolnnbergkwergks ann Rhenanum anno 65. Johann Katzembergk2 schreibt ann Rhenanum, begerenndt ganntz freundtlich, das er sich vf sein gehöltz, der Steinbach genanndt, erhebenn, vnnd dasselb besichtigenn wolle, ob zwischenn v.g.f. vnnd Herrn vnnd Ihme ein Kauff zutreffenn wehre, Anno 65. Lanndtvogt zu Eschwech, schreibt Rhenano, begerenndt, das er darann sein wolle, das Paulen3[?] Kremernn
die Zehrung der Commission sachenn wegenn aufganngenn, bezahlt werdenn müge. Vnnser g.f. vnnd Herr L. Wilhelm schreibt dem Bergkheuptmann Hermann Schützenn, Johanni Rhenano, Georgenn Gerkenn1[?], Georgen Berkenn2[?], Adam Arntfeldenn3[?], Salm vnnd Jacobenn Richtern. Ihnenn sampt vnnd sonnderlich beuehlenndt, das Schmeltzenn mit den Steinkolenn zuuersuchenn, Anno 76. den ij.4[?] Maij. Conuolut, Copia eines schreibenns, so Rhenanus ann Burgermeister vnnd Rath zu Bremenn gethan, anntworttet Ihnenn, das sie Steinkolenn gnugsamb bekommenn könnenn. Bericht wie es mit obgedachtem schmeltzenn vorttgegangenn. Bericht der dreÿenn Sultzennmeister zu Lünebürgk, Georgenn Tobingk, Hartwigk Semmelbeck, vnnd Benedicti Töppenn5[?], das Ihre Sohle ab vnd zunehme.
Anzugk vnnd bericht, was die Sohl zu Frannckenhausenn, Sulebenn1[?], Artternn, Hall in Sachssen, Aschersleben, Staßfurt, Grossenn Saltza, Sulndorff, Lünebürgk, Saltzdieppenn2[?], vnnd Saltz zur Helle halttenn, Item Wieuiel werk in Jedem wochenntlich gesottenn könnenn werdenn, Annotiret durch Johann Rhenanum. Copia eines schreibenn Rhenani, erfordert Hansen Ziegelnn zu ihm den Solsbronn abzuwiegenn, ob derselbige als ein stets lebenndiger Bronn in Sodenn gebraucht werdenn könne. Die glasener schreibenn ann Rhenanum, begerendt, das ihnenn der aschenn kauff freÿgelassenn würde, Anno 68. Annotata. Anno 59. den 27. Aprilis. Copia zweÿer schreibenn, so Rhenanus, der Oberfürster vnnd Christoff Hombergk am3[?] Hülsungen, vnnd Ernnst vonn Bischoffshausenn Schreibenn gethann, betreffenndt Holtzausthun, vnd Holtzkauf
Unsichere Lesungen
Z. 2: Sulebenn — Ortsname unsicher
Z. 4: Saltzdieppenn — Ortsname unsicher
Z. 17: am — Wort unklar, Hombergk mit Hochstellung
Anno 64. den 16. Martij. Vorschlagk etlicher Bergkleut, Contra die Glasener, das mann Ihnenn das holtz so die glasener brauch1[?], zukommenn lasse. Abreissung der Pompenn Kunst, so anno 39. angestelt, Copia das niemanndt vmb Allenndorff zu Rodenn gestattet werdenn solle, anno 54. Delineatio, Erstlich der Wasserkunst wegenn, so vfm Bronnenn vom erstenn Pfenner gestandenn, derenn eilff gewesenn, darnach extraordinarie siebenn anndere Künste, so nicht Inns werk gesetzt wordenn, Item vierzehenderleÿ verenderung der Herde, so im Saltzwergk vorgenommen wordenn. Georg Berk schreibt Rhenano, das er in der eÿle 72. maß Kolnn Inn die Bodenn verschaffenn wolle. Supplication der Söder Contra die Glasener, des aschenn kauffs halbenn, darauff vnnser g.f. vnnd Herr sich resoluiret, das die Söder nicht mehr
als — 4 Malter vor einenn thaler gebenn sollen. Acta Sodenn Anno 59 den 21 Februarij. Acta Wannfriedenn per Rhenanum belanngenndt die gehöltz daselbst. Anno 64. den 23 Martij. Ernnst Graue zu Solms schreibt ann Bertholdt vonnVffernn1[?], begert zwo Pfann Saltz anno 71. Alexannder Pflüger amptmann zu Güttennbergk erfordert Rhenanum vnnd Georgenn Werkenn2[?] in Commission sachenn, beÿ im zu Witzennhausen zuerscheinenn, anno 78. 10. Martij. Rhenanus schreibt den Beambtenn zu Sonntra vnnd Rotennbergk, alle Ihre vnndersasenn vf gewisse tage in die Stedte zufordernn, dann er v.g.f. vnnd Hern wegenn, ein inquisition sachenn mit Ihnenn zuschaffen, Concept eines schreibenns, welches Rhenanus ann v.g.f. vnnd Herrnn, eher er zu Hertzogk Georg Hansenn abgezogenn gethann, anno 75. Copia der vergleichung vnnsers g.f. vnnd Herrn.
mit den Pfennernn, der Pfarr zun Sodenn halben. Inuentarium vnnd abschrifft der Lenndereÿ, so v.g.f. vnnd Herr zur Aue hat, welche zuuor zum berge Cÿriaci gehörigk gewesenn. Copia des Newenn Holtzlegers Wermer Faßheuer1[?] anno 59. bestallung. Alle Meisterknechte zun Sodenn berichttenn v.g.f. vnnd Herrnn, das sich eÿserne Pfannennbeume2[?] vnnter die Pfannenn nicht schickenn wollenn, anno 59. Copia eines schreibenns so v.g.f. vnnd Herr L. Philips ann Saltzgreuenn vnnd Pfenner gethann, darin sfgl. sie Sonnabenndts post Trium Regum nach Cassell erfordert, Rathschlege zuhaltenn, wie die Saltzmenngell im Lannde abgeschaffet werdenn mögen, Anno 38. Lanndtvogt zu Eschwege schreibt Rhenano, das er an seine stadt Bertholdt Kempffenn zum Probwergk verordnet hat, anno 76. den 13. Augusti.
Conuolut, Burgermeister zu Bremenn, Daniel vonn Berenn1[?], schreibt des Saltz vnnd Poÿß2[?] halbenn anno 69. den 12 Martij. Abschiedt so zu Höxer der Schiffart vnnd annderer sachenn wegenn, zwischenn Braunschweigk vnd Hessenn gehaltenn, anno 1509, Dinstags post Corporis Christi. Instruction, Was sich Wolff Deuchell3[?] des Rhenani diener zu Bremenn, vnnd vf der Reise, vff vnnd ab des Saltz Poÿß4[?] hanndels wegenn verhaltenn solle. Waß vnnser g.f. vnnd Herr hat zubawenn beuohlen, anno 59. den 3. Julij. Prob des Bergk saltzs. Georg Gercke5[?] schreibt Rhenano als er zu Cassell im Weissennhoffe das Saltz probirte, vnnd sendet im aller Söder merk, vf papir gerissenn vnnd in Bleÿ geschlagenn, benebenn anndernn sachenn
Anno 77. den 16. Martij. Copia der Bestallung eines Bronnennmeisters zun Sodenn. Rhenanus schreibt ann v.g.f. vnnd Herrnn L. Wilhelm, berichtenndt, das er aus Steinkolenn Asphaltitem gezogenn, Anno 72. Rhenanus vnnd der Renndtmeister berichttenn eines Probwergks wegenn, so mit Poÿß1[?] gesottenn, Copia des schreibenns vnnsers g.f. vnnd Herrnn, so sfgl. ann Rhenanum, die Poÿß2[?] Prob belanngendt gethann, darnebenn auch Copia eines schreibenns des Burgermeisters zu Bremenn, Item der annschlagk, Was Rhenanus vnnd der Holtzvogt, vf emdt3[?]pfanngenenn weitternn beuelch verhanndlett. Fünff anndere schreibenn, diesenn Hanndell betreffenndt. Instruction Was sich Rhenanus in besichtigung etlicher Saltzwergk verhaltenn solle, Anno 68.
Das alt Corpus des Brunnens. Mitt seinem1[?] Stoßwergk.
Kunstriss, Tafel A — das alte Corpus des Brunnens mit seinem Stoßwerk: links der Grundriss des vielkantigen Brunnenkranzes mit rotem Kreisbogen, rechts die hölzerne Verkleidung des Brunnens abgewickelt gezeichnet (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1036 · Digitalisat · gemeinfrei
Mittagk Niddergangk Aufgangk Mitternacht Die eusserste fassung Die streben damit dz eusserste Faß[?] Jn der mitt zusammen[?] gehalten[?] / dz es den Bergk[?] nit[?] weg[?] mag[?] Diese / starcke Ader so / alwegen2[?] Jm vmb= / gange entsprangk / hatt sich gar ver= / lohren. Das frische3[?] / Leuchtloch Soltzquel4[?] Das Gewelbe / oder Stollen dz wilde wasser hinder / dem Boden des eussersten / Fasses5[?]. Der Tam zwischen dem Brun vnd der / eussersten wandt, vnd zwölff6[?] schu / dick Die neuen7[?] / Sohlquellen der / grosse / Stein der Alte Brun Ein starck quell wilt / wasser Sueswasser8[?]. Wiltwasser. wilt wasser Die dz[?] schissen[?] Bogen[?] darin[?] ... [?] wilden wasser vnd der Sohle Sohlquel[?] dise Ader hatt sich alles10[?] verlohren Wiltwasserquel / hatt sich verlohrn. wiltwasser wiltwasser ist[?] zugefült[?]
Kunstriss, Tafel B — die erste Aufräumung des Brunnens: Grundriss mit zwölfeckigem Balkenkranz, dem alten Brunnen als rotem Kreis in der Mitte und den einzeln beschrifteten Wasseradern Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1039 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Z. 6: Faß / Bergk nit weg mag — Strebentext teils unleserlich
Z. 7: alwegen — Wort unklar
Z. 8: frische — Lesung unsicher
Z. 9: Soltzquel — o/a unklar
Z. 11: Fasses — F/H unklar
Z. 12: zwölff — Zahlwort unsicher
Z. 13: neuen — Wort unklar
Z. 17: Sueswasser — Wort unklar
Z. 20: Die dz schissen Bogen — Text am Gerinne grossteils unleserlich
Z. 21: alles — Wort unklar
Z. 24: ist zugefült — kleine Beschriftung unten unklar
1 2 3 wasser wasser wasser wasser wasser wasser Sohle Sohle der / grosse / stein1[?] Leuchtloch vff diesem / ort stehen die / Pompen. der Stolle. der Vmbgangk ist 4 schu weidt
Kunstriss, Tafel C — die zweite Aufräumung mit der Grundlegung: Grundriss des Brunnens mit äußerem Balkenkranz, drei nummerierten Leuchtlöchern, rotem Umgang und der schraffierten Brunnensohle mit den Quellen Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1042 · Digitalisat · gemeinfrei
1 2 3 wasser wasser wasser wasser wasser wasser Sohle Sohle der / grosse / stein1[?] Leuchtloch vff diesem / ort stehen die / Pompen. der Vmbgangk ist 4 schu weidt
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Kunstriss, Tafel D — das Stoßwerk des alten Brunnens: der Pfahlrost mit dem auf die Spitze gestellten, verzahnten Balkenrahmen in Schrägansicht; die rechte Seite der Doppelseite ist leer Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1046 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
hiltzer[?] gebeu[?] — Beschriftung in der Tafel, unsicher
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Kunstriss, Tafel E — die neue Auslängung des Brunnens nach dem Berge zu: der runde alte Brunnenschacht mit Beschriftung im Rund, daneben die Zimmerung der Verkleidung in Schrägansicht, um neunzig Grad gedreht (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1049 · Digitalisat · gemeinfrei
Unsichere Lesungen
Alett[?] — Beschriftung im Kreis, Wortform unsicher
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Kunstriss, Tafel F — das viereckige Corpus des jetzigen Brunnenbaus: der Brunnenkasten in Schrägansicht mit Rost, Ständerwerk und rot eingezeichneten Streben Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1052 · Digitalisat · gemeinfrei
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Kunstriss, Tafel H — zwei Zeichnungen: links der Stuhl (das Gerüst) des Georg Behme, rechts Christoph Hombergs erste Kunst, das Hebewerk mit Kurbelwelle, Speichenrad und Seiltrommel (Doppelseite) Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1055 · Digitalisat · gemeinfrei
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Kunstriss, Tafel AA — der alte Brunnen mit allen seinen Gebäuden: Grundriss mit dem runden Schacht in der Mitte, zwei quadratischen Gevieren, Flechtzaun und der vielkantigen äußeren Fassung Johannes Rhenanus, New Saltzbuch · Universitätsbibliothek Kassel — Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel, 2° Ms. Hass. 186, Bd. 2, S. 1058 · Digitalisat · gemeinfrei
Nach denen Einlagen ist dieses Saltzbuch, oder Saltzbibel durch den Pfarrer und Saltz Gräff Joh: Rhenanus bereits im Jahr 1568 angefangen gewesen1, im Jahr 1574. fertig – in denen folgenden Jahren aber erst abgeschrieben und in zwey Bänden vollendet worden.
Anno domini 1 5 6 8. Gebrechen inder Saltzwergks Rechnung. Stroe. Hinfurtter sich fürfleißigten das daß Stro vns ein nehers[?]1 erzeugt werde, dann es Jetzundt ist vns ein füd:[?]2 [gestrichen: wers] —— 1 1/4 flor: zugestehen. Büchssen Schützen. Auß sonderem versehen soll Jnen daß Furtteil od gnaden geldt / darbej sie sich vff dz Sontag vben mit schießen [gestrichen: Zeiger] auch vff Weitten werdenn Pleiben[?]3. Haw vff die Kunstpferde. Soll zu [gestrichen: kunfftig] weiterhin[?] vnnd ohe bej[?] richeten[?] fude / dann mit solchem bestattenn wie diß Jaers beschenn Zukaufft / vnnd zu diesem Behueff sich vmbgesorget Worden / ob es nit Profeitlich wehre[?]5, daß man an sich erlangte die Weise / so vor dem Bodenn ligt, vnnd dieserzeit durch denn Bantzes[?]6 verpfendet ist. Nō. vas Rechten[?] 12 fud[?] heurs[?] 20 C[?] 68
Unsichere Lesungen
Z. 5: nehers[?] — Zeilenende, flüchtig
Z. 6: füd:[?] — Kürzung am Zeilenende
Z. 11: Pleiben[?] — Anfangsbuchstabe unklar
Z. 13: weiterhin[?] ohe bej[?] richeten[?] — Zeile stark korrigiert
Z. 16: wehre[?] — Zeilenende
Z. 19: Bantzes[?] — Name/Wort unklar
Z. 20: Rechten[?] fud[?] heurs[?] C[?] — Notiz, kleine Schrift
Die Edelleut vnd Saltz hendler Betreffendt. Es soll ein gemein Außschreyben an dj vom Adell auch Saltzhendlern Jm Nidder Fürstenthumb vnd Zugehöriger graueschafft geschehen, daß sie Jr Saltz was sie dessen zu Jrer Haußhaltung vnd Partirung bedurffenn / allewege Zwischenn Osternn vnd Michaelis holen lassenn / dann da solchs nit beschicht / vnd sie dessen zur vnzeitt Jm Winter da man schlachtet vnd dj Heuser mit Saltzladurch befordernn [gestrichen: Zuseht[?]1] / Welche Heuser dan gegenn denn Saltz Bodenn / Widderumb Holtz Jn dj Bödenn lieffern) gesinnen / So möchten dj fuhr vorbladenn Jhren Wider zu Hauße Kommen vnd geweisen werden Wege. Sollenn dj Beampten Zum Saltzwerck nach aller vermüglichkeit Jn besserung haltenn / vnd Nit verfallenn lassenn. Saltzhandel nach Cassell. Alle Jahr sollenn dj beampten Jn Bodenn Zulraß[?]2
Unsichere Lesungen
Z. 12: Zuseht[?] — gestrichen, mit Einfügungszeichen
gein Cassel [gestrichen: ferttigen] 130. oder 140. Pfannen Saltzes vnnd dasselbige Zu rechter Zeit allewege Jm Sommer als etwan dj helfft vor osternn / So paldt dj Wasser [gestrichen: offenn] sein / vnnd dj ander helfft den aller nechstenn nach osternn. Jtem Was vom Saltzwasser gein Hoff gelieffert dj sollenn nit verpracht / Sondern nach Jrer erledigung / den saltzhern[?]1 wer Widder gelieffert werdenn / [gestrichen: gegenn ge=] [gestrichen: buchlicher zeiten] ( dj Zu verrechnen / Ob vnd Waß er darvon dem Haüßhern[?] ken2 lieffert od wie er dj seinen außgibt. Nachdem auch von einer Pfannen Saltzes biß anheue / von Cassell biß gein Darmstadt od Grenaw[?]3 / fünff R. Müntz fuhrlohens gegeben werden / So soll sich allewege von ersteigerung derselbigen gehutet[?]4 werdenn / vnnd vber alles saltz so Jnn dj Hoffhaltung gelieffert wirdt soll nebenn einem Kuchenmeister od Kuchenschreiber auch ein Burggraue den Saltz=
schreiber dj Recognition vnderschreiben. Zehrung der Beampten Jn Böden. Wie soll Zufurter Jn Zeit[?]1 werden so vermog der Ordnung Zu Wilden[?]2 od nit gleich so wohl von Saltzgreuen als von Rennere[?]3 vor Zimlich erachtet vnd bezahlen seij. Holtzwartten Register. Soll von denn Beamptenn vnderschrieben werd[?]4 gleich wie des Rechmeisters[?]5 register vnd der Rechnung ein gegen Register haltenn / sowol betreifft dj Jnnam vnd außgabe der [gestrichen: closter] Holtzes. Sagen zum Schroten der Beum. Dieweijl es am Holtz sehr Zutreglich, so sollenn dj Jnn allewege gebraucht / auch derowegen gein Friedewaldt Wildeck vnd Heringen geschriebenn werdenn.
Flossen. Soll beschehenn Jedes Jars zu rechter Zeit Zwisch Walpurgis vnd Pfingstenn vnd nach [übergeschrieben: Zw] Laurentij / vermuge [gestrichen: Eij] senachischer1 Vergleichung. vnd dieweijl Anno etc. 67. an vhngewachsenem Floßholtz gemangelt biß Jnn —— 1227. clafftern / So soll Hinfurtter besser Zugesehenn / auch Vnnsern flossern beij Jedes Fürsts[?] siche[?] darauff Zuuerverordnet werdenn / Die tag vnd nacht einer vnd dem andern Zusehenn / Daß das Jngewachsene Holtz nit verruntreut werde / Saltz Jm Weissen hoff Zu Cassell. Zubesichtigen wie es liege vnd sich haltte. Töfuell[?]3. Sollenn Jnn der Rechnung nit versetzet werden sondern ein Jar nach der andern volgenn. Brennregister. Dieweijl Joist Meicher[?]4 hertzu geordnet /
Unsichere Lesungen
Z. 3: [gestrichen: Eij] senachischer — Eijsenachischer, Streichung unklar
so soll doch Jtzt Wentzel / dem deßhalben auch Jartz Jho 20 fl. gegebenn, nichts desto weniger dieselbenn Zuwegen[?]1 fl. biß vff weitternn bescheydt geweret werdenn. Wilhelm Pfeilsticker gewesener Saltz factor zu Vornstad[?]2 Pleybt schuldig. Anderthalb Pfann Saltzes „ [übergeschrieben: vnd] Sechzehenn baß halb fudertich[?]3 / Vnnserem Landtgrauenn Herrenn Zuschreybenn daß [gestrichen: er] es „ nachlang[?]4 beschee Geldt Gewelb. Jnn der Stadt Allendorff Zuerrichtenn Zu vnsers gl. F. vnd Herrn Schätzung[?]5 darinnenn Jhr F. G. Zulschiuß[?]6 wahret. Gegenschreyber. Den Meyernn gegenschreyb am einen ande[?]7 orth / vnd ann sein stedt Zuordnenn Jorgen Bockenn gewesenen Hüttenschreyber zu Blackenberch[?]8.
Holtzhawen vffs New. Der Saltzgreue neben[?]1 [Einfügungszeichen +] den vogt zu Friedwaldt vnd anderen soll vnnsere reitten vnnd besichtigenn wo dz holtz diß Jar sey zu hauen dan Man desßen biß Jnn Zehentausent Klafftern / vom Newen wid der habenn mueste / darnach vnserm gnedigen F. vnd Herrn einen vorschlag thun / wo solch holtz zu hauen sey: vnd J. F. G. resolution darüber gewartten. Heyden Streuch. Die Heyden streuch soll man an den orten d gehewe außhauen lassenn / So baldt man dj gehewe d gehöltze thut / ob dj heyde also eingethan / außgereutet werden möchte / durch[?]2 sonsten darauff Zugedenckenn / wie man solcher streuch mecht loß vnd quiet werdenn / Heinrich Jsing. Die dreyßig gulden holtzkauff[?]3 so sollenn der Saltzgreue vnd Schultheiß[?]4 an stadt feuer
zeigts erlegenn / ehe sie außer Rendtcammer weichenn / Vnnd mögenn darnach vonn zeigern wieder einfordernn. Holtz Ordnung. darwider[?] soltenn vnsere Ambtleute[?] sich haltn alle wochenn die höltze wiediger[?]2 darnach hawen die verbrecher straffenn / einen Jedenn darnach er verbrüchlich ist vmb Einen. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 20. 30. 40. 50. 100. 200. mehr od weniger guldenn. Die Bußen vnnachleßig einziehenn / gantz vnd gahr Niemants deßfals verschonenn / auch allen Monat vnnserm gnedigenn F. vnd Herrn ein verzeichnuß zuschickenn / wer Aufgesetzt[?]3 wordenn vnd warumb / Auch wie hoch [gestrichen: erdiesen[?]4 Bußen] halbenn [gestrichen: gestra] ist soll ein sonderer Tytull Inn den Jahr rechnung gesetzt werdenn. Buchhaltten. Soll vleißig beschehenn vnd alle wochenn einmal derwegenn[?]5 Innß Buch pracht werdenn
Unsichere Lesungen
Z. 5: darwider[?] Ambtleute[?] — unsicher
Z. 6: wiediger[?] — unklar
Z. 15: Aufgesetzt[?] — Wort unterstrichen/gestrichen?
waß hierin zubringen vonn Furstlichen Resolutionen / [gestrichen: Beuelchen] vnnd anderen. Pfannenmeyster. Einen1 anderen an deß Itzigen Stedt zuordenen. Dieweil der Itzige vndüchtig ist sein soll Vermerung des geholtzes zum Söden. Die [gestrichen: Beampten] sollenn sich mit vleiß erkun[?]2 vnd darnach einen [gestrichen: Bestendigen] bericht vnserm gl. F. G. vnd Herrn schickenn / ob vnd mit waß [gestrichen: Bequemlichkeit] die gehöltz so zum Closter Zell gehorenn / vnd Hirßfeldisch [gestrichen: Lehenn sein] / auch die so vns [gestrichen: Bußla3] eigen vnd Erblich sein / zum Saltzwerck erlangt werdenn mögenn / Wallis das Dorff. Wegen vonn den Beiden Deren Renanus anzeig thut vnserm gnedigenn F. vnd Herrn zugeschickt[?]4 darauff zuberadtschlagen / ob vnd wie daß dorff vonn Henstein[?]5 wieder an Hessenn zupringen sey.
Unsichere Lesungen
Z. 4: Einen — Strich vor/durch Wort
Z. 9: erkun[?] — rechter Rand angeschnitten
Z. 14: Bußla — gestrichen, unsicher
Z. 19: zugeschickt[?] — rechter Rand angeschnitten
Christoffer Hombergs seligenn Wittwe. Von Ir alles daß Ienige so zur Sültze gehoret zuertpfaren / vnd vermüg des Inuentarij dem Newen [gestrichen: Beamptenn] zulieffernn. Da aber waß außer halb Inuentarij befundenn / So soll nachgesucht werdenn warumb daß selbige erzeuget. vnd do es vonn vnsern gl. F. vnd Herrn dartzegenn[?]1 beschehenn / so Pleibts auch Pillich stehe[?]2 Daß Inuentarium hirüber soll alle Jar der [gestrichen: Beamten] rechnung angehefftet / doch alle wege vor der + rechnung durch die [gestrichen: Beamptenn] besichtiget F werden General Newe Saltzbuch. Soll mit zuthat des Saltzgrewen Rentmeisters[?]3 / Holtzvogts / auch Newen gegenschreibers Wohl vnd gründlichenn Inn allen Punctenn † examiniret / alls vffgerichtt
ordnung vnd verbesserung derselbenn / wohl ermeßhen / [gestrichen: ordentlich] ‡ zusammen gezogenn / vnd also eh[?]1 Buch so furderlich alls müglich eynmal zum ende befurdert werdenn. Pfannen Bueße. Die [gestrichen: Beamptenn] soltenn bedenckenn vnd mit dem Sodermeisternn[?]2 handlen ob sie ein Bestendigs alls vier od. 5. fl. vor die Pfannen Bueße / alledieweil ein Pfannen stehet nehmen woltenn. Gemeyner Beuelch. Sie sollenn sich Möglichem einand selbst aufs zuhöppenn[?]3 / Da aber einer vonn dem anderen waß vermerckt / daß vnserm gnedigenn F. vnd Herrn zu nachteyl gereichet / solchs sollenn sie ordentlicher gepürlicher Weise J.F.G. eroffnen / vnd deßfals nichts verschweigen. Signatum Caßell am 23 Januarij Anno ꝯ 6[?]4.
vnnd Hern beuohlen1 / nichts deßfals Zuuerfahren / biß sein f. gl. selbst dahin kommen / Solln sie mans darbeij beruhenn / Bußenn 33½ fl. Bußen seindt etliche Hämer[?]2 noch Zuerlegen schuldig / von des vorg3 das sie solche besondtnis[?]4 des [gestrichen: verkaufftenn] Saltzes halbenn einsprach habenn / Dieweil sie aber solche buesß / eins theils Jtzo nit erlegen könnenn / Eins theils auch nit geheimisch gewest etc.5 So soll der Rendtmeister solche Bußen in [gestrichen: künfftiger rechnung ein bringen /]6 Saltzbuch Ist fertig / Allein das es vmb geschrieben werden muß / kenau bericht vn7 Saltzschreiber zu Cassell Quittung. Hatt derselbenn vber außgabe bestallung [gestrichen: keine Jngelegtt] / Soll aber hin furtt [gestrichen: kein] saltz außgeben / er seij dan Quittiret vnd solche Quittung
Unsichere Lesungen
Z. 1: vnnd Hern beuohlen — Zeilenanfang angeschnitten
Z. 6: Hämer[?] — Wort unsicher
Z. 7: von des vorg — Zeilenende unsicher
Z. 8: besondtnis[?] — Wort unsicher
Z. 13: geheimisch gewest etc. — Lesung unsicher
Z. 15: [gestrichen: künfftiger rechnung ein bringen /] — Umfang der Streichung unsicher
Z. 18: kenau bericht vn — Zeilenende angeschnitten, unsicher
[?] [?] [?]1 mit Zuschicken / Saltzfactoreij Zu darmstadt. Nach dem dem Saltzmeister zu darmstadt / Jerlich zu besoldung vnnd vor saltz — 18 fl. 12 alb.2 gegebenn Wordenn / vnnd aber nuhnmehr der Saltzschlaghein[?] Vorrath gelegtt4 / Also das Zu darmstadt derhalben nichts mehr Zuuerrichten ist / So soll dem Saltzmeister daselbst die besoldung alsbaldt abgekündt5 vnnd fürtter nit mehr gegeben werden.
Unsichere Lesungen
Z. 1: [?] [?] [?] — oberste Zeile angeschnitten, unlesbar
Z. 7: 18 fl. 12 alb. — alb. durchstrichen?
Z. 9: Saltzschla= — Trennung unsicher
Z. 10: ghein[?] Vorrath gelegtt — Wortanfang unsicher
Copia Wilhelm Von Gottes Gnaden Landgraff zu Heßen, Graff zu Catzenelnbogen Lieber getreuer, Du weist welcher maßen der Allmächtig dieß Fürstenthum mit dem Saltzwerck zu Allendorff gnädiglich begabet, und was daßelbige die Zeithero Unsern Herrn Vattern und der gantzen Land=schafft Vor einen trefflichen Nutzen geschaffet.
Dieweil dann daselbig mit sonderer großer mühe, fleiß und Arbeit bis dahero in schwang und brauch erhalten worden, und dann die Vornehmbsten so den Ursprung und alle gelegenheiten des gantzen Saltz handels gewüst nunmehr fast aller mit todt abgegangen / daß deren kaum noch zwene s:1[?] unter welchen du einer bist / Vorhanden;
Alß hat Unser Herr Vatter und auch Wir Vor gut angesehen, daß man den Ursprung deßelben sambt / allen darin erfolgten Verträgen2[?], Ordnungen, Locationen / und pertinentien, wie derselb bis daher erhalten und im gebrauch gewesen, auch hinfürter in guter beständiger ordnung d:
Gb:[?] derselben nachkommen und der gantzen Landtschafft zum besten, möcht erhalten werden, in ein ordentlich Erbbuch propter ppetuam rei memoriam bringen und richten solle, wie dann solches alles der Pfarrher in Soden
Unsichere Lesungen
zwene s: — Abkürzungszeichen nach 'zwene' unklar, evtl. 'seind'
Verträgen — Lesung des Wortanfangs unsicher (Verträgen/Verlegungen)
Alß ist Unser Gnädiges begehren, du wollest zu beforderung dieses hochnötigen Wercks gedachtem PfarrHerrn hierzu iertig1[?] seyn, und solch buch zum besten neben ihm stellen helffen, und hierin an deinem fleiß nichts laßen erwinden, so zu einem beständigen bericht der posterität und guter ordnung und erhaltung dero Gottes gab mag gedeyen, da sich nun hierin zwiefaltige meinung derer ihr beyder euch unter einander nicht entscheiden könnet zutrügen, alß wollet unß solche auch beyderseits rationes von beyden theilen schriftlich zu erkennen geben, wollen Wir Unß darauff jegen euch hinwider gnädiglichen resolviren.
Wilhelm Von Gottes Gnaden Landgraff zu Heßen, Graffen zu Catzenelnbogen. Liebe Getreuen, Wir Vernehmen, daß Von euch über Unsere Ufgerichten Ordnungen, und [übergeschrieben:
Zug1[?]] fortsetzung Unsers Saltzwercks nicht dermaßen, wie sich Wohl gebührt und die nothdurfft erfordert gehalten würdet / wie dann kürtz[übergeschrieben:
Befehlen euch derhalben hiermit ernstlich das ihr hinführo4 mit allem getreuen fleiß darauff sehet, und daran seyd, daß in dem Saltzsieden stetig fort gefahren, und euert halben nichts Versaumpt werde / das 8000 Werck gesotten werden mögen dann Wir jetzo Wohl viel geldes bedürffen Auch über Unsern Ordnungen ernstlich haltet und alle dinge zu beßerung Unsers Saltzwercks in gute richtigkeit bringet, Da ihr auch etwas befindet, so zu beförderung Unsers Saltzwercks dienlich und
Unsichere Lesungen
Zug — Übergeschriebenes Wort über unterstrichenem und nicht sicher lesbar
Sechzig — Zahlwort nicht ganz sicher, evtl. fünfzig
Salt — wohl Saltz, Schluss-z nicht ausgeschrieben
hinführo — Wort überschrieben bzw. mit Strich, Lesung hinführo/Einführo unsicher
fürtreglich wäre / solches jederzeit für euch selbst ins Werck richtet, und daßelbige nicht allwege / sonderlich aber dieser Zeit, do wir so gar Viel zuschaffen ZuVor an Uns gelangen laßet und Unser resolution darüber erwartet, sondern / Wir Wollen euch sämbtlich in denen / Unsern nutzen Vorzusetzen / Gnädiglich Vertrauen.
Das thun3 Wir Uns also zu euch mit Gnaden gewißlich Versehen, Dat: Milsungen am – 16n Julij anno – 1567 / Wilhelm LZ Hessen Unserm Pfarrherrn Saltzgrefen Renthmeister1[?] Schultheißen und anderen Unsern befehls habern in Söden und lieben getreuen Joann Rhenano Georg Ereck2[?] N:
Wilhelm[?] Von[?] Gottes[?] Gnaden[?] [unlesbar] [unlesbar] Catzenelnbogen[?] Lieber getreuer[?], [unlesbar] [unlesbar] dato Cassell[?] d 24[?] Februarij[?] [unlesbar] [unlesbar] geschrieben[?], [unlesbar] Unser[?] Herr Vatter[?] und Wir Vor gut[?] [unlesbar] angesehen[?], daß man den Ursprung[?] [unlesbar] [unlesbar] allen darin erfolgten[?] Ver[unlesbar] Ordnungen[?], Locationen[?] und pertinen[unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar] [unlesbar]
Unsichere Lesungen
gesamte Seite — Tinte fast vollständig verblasst (blasse blaugrüne Schrift); nur einzelne Wörter mit Mühe lesbar, der größte Teil der etwa 17 Zeilen ist unlesbar
dato Cassell d 24 Februarij — Rückverweis auf das Schreiben vom 24. Februar 1567 vermutet, Lesung von Ort und Tageszahl unsicher
Ursprung / erfolgten / Locationen / pertinen... — Wortlaut parallel zum Schreiben auf PDF-Seite 27 vermutet, im Einzelnen unsicher
gesamte Seite — Tinte fast vollständig verblasst; keine zusammenhängende Lesung möglich. Der Text dieser Versoseite ist als Durchschlag auf der (leeren) PDF-Seite 31 sichtbar, dort ebenfalls unleserlich.
24.t Februarij jüngst verschienen geschrieben, Welcher maßen Unser Herr Vatter, und Wir vor gut angesehen, daß man den Ursprung des Saltzwercks und allen darin erfolgten Vertragen, Ordnungen, Locationen und pertinentien Wie dieselb bis dahero erhalten, und im gebrauch gewesen, auch hinfürter in guter beständiger Ordnung F:
G:[?] derselben nachkommen, und der gantzen landschaft Zum besten möcht erhalten werden, so ein Ordentlich Erbbuch Zu Künftigem2[?] gedächtnüß bringen und richten solle, und derwegen an Dich gnediglichen begehrt, daß du dem Pfarrherr M.
Johanni Renano5 alß dem solches Buch Zu stellen und Zu Verfertigen uferlegt und befohlen, hier[?] Jhme[?]3 woltest Zum besten inräthig4[?] und behülflich seyn.
Unsichere Lesungen
F: G:[?] — Abbreviatur nach „Ordnung“ nicht sicher aufzulösen (vielleicht „F[ürstlichen] G[naden]“); Übersetzung umgeht die Abbreviatur.
Ob Wir Uns nun wohl versehen, du solltest an dem was Unserm Herrn Vattern, und der gantzen postoritet1 Zum besten möchte gereichen, an dir je nichts haben erwinden laßen;
So seindt Wir doch seithero von ermeltem Pfarrher / berichtet worden / daß du dich solchem Werck widersetzen und das buch Verfertigen Zu helfen n[?]2 Beschwerung3[?] Vorwenden solltest, Welches Uns dann von dir thut Verwundern4.
Ist derwegen Unser befehl an dich in Gnaden, daß / du Uns berichtest was dich hierzu bewegt, und Warum du dem Pfarrherr Zu diesem Werck nicht wilt gerathen seyn, Dann Wir es je dafür achten, daß du alß Unsers Herrn Vatters Diener gleichwohl schuldig wehrest, in allewege des Saltzwercks Wohlfarth und gedeylichen Nutzen Zu befördern. Wolten Wir dir unangezeigt5[?] nicht
Unsichere Lesungen
postoritet — so in der Vorlage (Verschreibung des Kopisten) für „Posterität“ — Nachkommenschaft.
n[?] — einzelner Buchstabe/Häkchen am Zeilenende nach „Zu helfen“, wohl Füll- oder Trennzeichen.
Beschwerung — Lesung unsicher; auch „Beschuldigung“ oder „Entschuldigung“ möglich — gemeint: Ausflüchte/Einwände vorwenden.
thut Verwundern — „thut“ verschliffen; Formel „Welches Uns dann von dir thut verwundern“.
unangezeigt — Wort stark verschliffen; Formel „nicht unangezeigt lassen“ legt diese Lesung nahe.
laßen, und sind hierauf deines Berichts gewärtig, Datum Caßell d. 18.t Martij Anno 1567. Wilhelm L Z Hessen Unserm Saltzwarther1[?] Zum Soden und Lieben getreuen, Christoffell Homberck2 Copia Schreibens, wovon das Original ebenfalß bey hiesiger Soden= Expeditur befindlich.
Was[?] dan Euers Schreibens Unterhaltung3[?] betrifft, da wollen Wir Zuvor daran4[?] seyn, daß das vorgennommene Buch sonderlich rein ausgeschrieben5[?] werde, wollen Wir Uns alsdan dargegen mit gnädiger Verehrung erzeigen, daß man Uns darvor soll dancken;
Datum Cässell den 5.t7 Februrij8, Anno 709. Wilhelm L. Z. Hessen Dem Würdigen, Unserm Pfarherrn Zu Allendorff an der Werra und Lieben Getreuen Johanni Rhenano.
Unsichere Lesungen
Saltzwarther — Amtsbezeichnung nicht sicher (Salzwärter/Salzwart zum Soden?); auch „Saltzwartter“ möglich.
Christoffell Homberck — Namensschreibung am Wortende verschliffen; auch „Hombergk“ möglich.
Unterhaltung — Lesung unsicher; Sinnzusammenhang (Belohnung nach Reinschrift) spricht für „Unterhaltung“ = Unterhalt/Vergütung.