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Allendorfer Windofen
Salinentechnik · Siedeofen mit aufgesetztem Kamin, der durch stärkeren Zug die Verbrennung von Braunkohle ermöglichte.
Der Eintrag
Allendorfer Windofen
SalinentechnikAuch: Windofen, verballhornt „Eindorfer Windofen“ (falsch)
Siedeofen mit aufgesetztem Kamin, der durch stärkeren Zug die Verbrennung von Braunkohle ermöglichte.
Ausführlich
Rohe Braunkohle brennt in einem offenen, zugarmen Holzfeuerherd schlecht — sie braucht kräftigen Luftüberschuss. Genau den liefert ein Kamin über dem Herd: Der Zug saugt Luft ins Feuer, die Verbrennungstemperatur steigt. Rhenanus' Versuchs-Siedehütte schaffte damit 140 Pfannen Salz im Jahr, während konventionelle Hütten nur 90 bis 95 erreichten — faktisch ein Vergleichsexperiment im Produktionsmaßstab. Wichtige Einschränkung: Die Sache ist technisch stimmig und gut belegt, der Name „Allendorfer Windofen“ jedoch nur in Wikipedia und hessischer Lokalpublizistik, nicht in der montanhistorischen Fachliteratur.
Siehe auch: Salzsieden, Siedepfanne, Johannes Rhenanus
Quelle: www.deutsche-biographie.de
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