Forschung · Begriffe
Gesöde
Salinentechnik · Historischer Ausdruck für einen Siedegang bzw. die daraus gewonnene Salzmenge.
Der Eintrag
Gesöde
SalinentechnikAuch: Gesöd, Sod, Sott
Historischer Ausdruck für einen Siedegang bzw. die daraus gewonnene Salzmenge.
unsicher Die Definition ließ sich nicht belastbar sichern.
Ausführlich
In der älteren Salinensprache begegnet „Gesöde“ als Sammelbegriff für das Sieden beziehungsweise für die Ausbeute eines Siedegangs; in Lüneburg und anderen norddeutschen Salinen ist eine ähnliche Verwendung als Betriebs- oder Mengeneinheit überliefert. Eine belastbare Definition ließ sich online nicht sichern, und die regionale Verwendung schwankt erheblich. Für Bad Sooden-Allendorf konnte kein eigener Beleg gefunden werden. Vor einer Verwendung auf der Website sollte in gedruckter Salinenliteratur nachgeschlagen werden.
In der Salzbibel: Hier weicht das Glossar des Holzvogts von der Vermutung oben ab. Gesöde ist in Sooden nicht der Siedevorgang, sondern der gemauerte Unterbau, auf dem die Pfanne steht: „Das Vorderteil heißt der Vorofen, das Hinterteil der Hinterofen, dazu beide Seitenwände. Der Grund, auf dem das Feuer gemacht wird, ist der Herd; die vier Ecken sind die Hörner.“ Ein neues Gesöde kostet 2 Gulden; jede Woche wird ein Teil abgebrochen und aus Schlotter und Sole erneuert. Bd. 2, S. 508, 509, 516
Siehe auch: Salzsieden, Siedepfanne, Kote
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