Forschung
Orte
Wo die Salzbibel spielt — von Sooden bis Wolgast
Nach Nähe geordnet
Die Salzbibel nennt Hunderte von Orten, und sie nennt sie in Kreisen: Sooden und Allendorf in fast jedem Satz; dann die Wälder, Flüsse und Ämter, aus denen Holz, Stroh, Hafer und Eisen kamen; dann die Städte Hessens, die für den Landgrafen bürgten und sein Salz kauften; dann die fremden Salzwerke, die Rhenanus bereiste; und zuletzt die Orte des Fernhandels, an denen Sooder Salz verkauft oder fremdes abgewehrt wurde. Diese Seite folgt den Kreisen. Zu jedem Ort steht ein Absatz, was er in der Handschrift bedeutet, und darunter die Fundstellen im Volltext — automatisch aus der Übersetzung gezählt, mit Verweis auf das Faksimile. Bei Namen wie Halle oder Salza sind Verwechslungen mit anderen Wörtern durch die Suchmuster ausgeschlossen, soweit das möglich war; die Zählung ist eine Orientierung, kein Register.
Wo Rhenanus selbst gewesen ist, zeigt die Karte auf der Seite Rhenanus’ Wirken; die beiden großen Reisen erzählt die Seite Die Reiseberichte.
Die Orte
Die Liste vereint zwei Bestände: die Orte, an denen Rhenanus gelebt hat, die er bereist hat oder in denen er gewirkt hat — sie stehen mit ihren Belegen auch auf der Karte Rhenanus’ Wirken —, und die Orte, die die Salzbibel nennt, nach Nähe zum Salzwerk geordnet. Beides lässt sich nach Art und Umkreis eingrenzen und durchsuchen.
Fritzlar, Warburg, Korbach
Hessen: Regierung, Städte, Absatz in der Salzbibel genannt
Die Orte außerhalb des landgräflichen Zugriffs, an die die Pfänner die Bürgen fordern dürfen — nah genug, um praktikabel, fremd genug, um wirksam zu sein (Bd. 1, S. 718).
Im Volltext: Bd. 1, S. 515, 516, 517, 518, 718; Bd. 2, S. 30
Gießen
Hessen: Regierung, Städte, Absatz in der Salzbibel genannt
Hierher ließ der Landgraf 1539 „zwei Karren mit Salz nach Gießen führen und daselbst ausmessen“, um den Streit um das Maß zu entscheiden — Messen als Verhandlungswaffe.
Golchen
heute: Golchen (Burow), Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Die gesenkten Salzgruben im Golchener Feld. Rhenanus lässt die Erde laugen und beim Alaunsieder Jochim Armschone weitere Erde sammeln; sie enthalte „Alaun, Schwefel und ein wenig Salz“, aber in beliebigem Verhältnis vermengt.
- Bd. 2, S. 848 Lesetext — Senken bei Golchen im Amt Klempenow
- Bd. 2, S. 877 Lesetext — Die Salzgruben; die Erde laugen; Jochim Armschone
- Bd. 2, S. 878 Lesetext — Alaun, Schwefel und ein wenig Salz
- Bd. 2, S. 879 Lesetext — Die Lauge angesotten und destilliert
Göllingen
heute: Göllingen (Kyffhäuserland), ThüringenReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Unterwegs nach Frankenhausen: das Kloster Göllingen mit dem Rohrteich der Grafen und der Stollen, durch den die Wipper zur Frankenhäuser Kunst geleitet wird — 120 Ruten lang, „sehr unförmlich“ gebaut, im Winter durch Schnee verschüttet.
- Bd. 2, S. 739 Lesetext — Kloster Göllingen, der Rohrteich
- Bd. 2, S. 740 Lesetext — Der Stollen der Wipper: 120 Ruten, 24 Ellen
- Bd. 2, S. 741 Lesetext — Ein Schacht vom Schnee verschüttet
Greifswald
heute: Greifswald, Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Die erste Reise. Aus einem alten Brunnen wird Sole mit einem beschwerten Krug geschöpft: nicht ganz 3 Lot aus der Tiefe, 1 Lot obenauf. Der Herzog reist selbst mit, lässt den Brunnen ausfegen — reichlich 3-lötig. Rhenanus rechnet einen Anschlag und rät zum Versuch mit einer Pfanne.
- Bd. 2, S. 853 Lesetext — Zu Greifswald sei Sole vorhanden
- Bd. 2, S. 854 Lesetext — Die erste Reise; nicht ganz 3-lötig
- Bd. 2, S. 855 Lesetext — Der Herzog zieht selbst mit; reichlich 3-lötig
- Bd. 2, S. 856 Lesetext — Der Anschlag: zwei Gulden an zwölf Zentnern
- Bd. 2, S. 869 Lesetext — Der Kupferschläger zu Greifswald macht die Pfanne
Grimmen
heute: Grimmen, Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Zweites der drei zuletzt besichtigten Ämter, 15. bis 17. Mai 1584, mit Hartwig Moltzow und Marx Milow. Befund: flaches, sandiges, stellenweise sumpfiges Land ohne Aussicht auf ein Berg- oder Salzwerk.
- Bd. 2, S. 882 Lesetext — Die Ämter Loitz, Grimmen und Tribsees
- Bd. 2, S. 883 Lesetext — Kein Anhalt für ein Berg- oder Salzwerk
Groß Salza
heute: Bad Salzelmen (Schönebeck), Sachsen-AnhaltReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Letzte Station der Reise, „in allem beinahe so eingerichtet wie das zu Staßfurt“: zwei Brunnen, eine Rosskunst mit Eimern, eine mit Schläuchen, 32 Bothe. Weil Saale und Elbe das Holz bringen, geht das Salz gut ab. Das Verbot, die Knechte zu betrügen, gilt „bei Hängen“ — und wird wenig eingehalten.
- Bd. 2, S. 844 Lesetext — Beinahe wie Staßfurt; zwei Rosskünste
- Bd. 2, S. 845 Lesetext — Der grundlose Brunnen; Holz von Saale und Elbe
- Bd. 2, S. 846 Lesetext — Bei Hängen verboten; Bankettieren und Hoffart; Ende des ersten Berichts
Haina und Hasungen
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Das Hospital Haina, dem der Waldzentner Eisen bezahlt wird, und das ehemalige Kloster Hasungen, gegen das der Landgraf jährlich 400 Gulden aus dem Salzwerk gibt — Beispiele dafür, wie das Salzgeld im Land verteilt wurde.
Halle
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Das große Salzwerk an der Saale mit dem Deutschen Born und dem Meteritzborn, deren Verteilung in Stühle, Viertel und Pfannen Rhenanus sich abschreiben ließ. Hier fiel der Satz, man habe auf die Schwankungen der Sole „niemals achtgegeben, viel weniger geprobt“. Im ersten Buch ist Halle der Gegenkandidat für die Salzschlacht; Rhenanus’ Datierungsargument — Halle werde erst unter den Ottonen greifbar — hält im Kern stand.
Im Volltext: Bd. 1, S. 52, 76, 77, 78, 79; Bd. 2, S. 106, 427, 729 (und 13 weitere Seiten; 21 Seiten insgesamt)
Halle in Sachsen
heute: Halle (Saale), Sachsen-AnhaltReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Die größte Station. Vier Brunnen, die Rhenanus in der Herberge proben lässt: 24, 22, 22 und 20 Lot. Die Halloren haben auf die Schwankungen der Sole „niemals achtgegeben, viel weniger geprobt“ — sie verkaufen nach dem Stück. Einfahren darf er nicht; man zeigt ihm den Deutschen Born durch ein Glas.
- Bd. 2, S. 794 Lesetext — Anmeldung beim Sekretär Kitzing
- Bd. 2, S. 795 Lesetext — Antwort der Räte: Förderung des gemeinen Nutzens
- Bd. 2, S. 796 Lesetext — Kaiser Otto und die Merseburger Chronik
- Bd. 2, S. 799 Lesetext — Das Lehnbuch: Deutscher Born, Meteritzborn
- Bd. 2, S. 806 Lesetext — Landgraf Wilhelm in Halle; der Basilisk
- Bd. 2, S. 808 Lesetext — Die Probe der vier Brunnen
Hoher Meißner
heute: Hoher Meißner (Werra-Meißner-Kreis), HessenWirkungsort (ein Besuch ist in der Salzbibel nicht beschrieben) 1563–1589 auf der Karte
Der Berg der Kohle. Die Salzbibel spricht vom „Steinkohlenbergwerk“ am Meißner, dessen Nutzen für das Salzwerk „jedermann bekannt“ sei; 1584 sind zwanzig Bothe zum Steinkohlensieden hergerichtet. Ob Rhenanus selbst auf dem Berg war, sagt die Handschrift nicht — nur, dass man ihn dorthin rief.
- Bd. 1, S. 65 Lesetext — Der Meißner als Melibocus
- Bd. 1, S. 67 Lesetext — Das Steinkohlenbergwerk, dessen Nutzen jedermann bekannt ist
- Bd. 2, S. 42 Lesetext — Bestätigungsurkunde 1586: auf das Bergwerk nichts Gewisses zu bauen
- Bd. 2, S. 521 Lesetext — 1584: zwanzig Bothe zum Steinkohlensieden
- Bd. 2, S. 569 Lesetext — Windlöcher in den Steinkohlen-Bothen
- Bd. 2, S. 1005 Lesetext — Mietzettel des Bergvogts; Georg Gercke, Germerode 1577
Jasenitz
heute: Jasienica (Police), PolenReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Amt des Hauptmanns Moritz von Rammin. Die verfallene Hammerhütte, „guter Eisenstein“ im Verbentiner Bruch und in der Buchhorst, Schlacken der Jasenitzer Mönche. Rhenanus rät, den alten Hammer als Rennwerk neu zu bauen — und Pech aus den Kiefernstöcken zu brennen.
- Bd. 2, S. 848 Lesetext — Alte Eisenhütten bei Jasenitz
- Bd. 2, S. 857 Lesetext — Über die Heide nach Jasenitz, 13. April
- Bd. 2, S. 858 Lesetext — Die verfallene Hammerhütte; das Verbentiner Bruch
- Bd. 2, S. 859 Lesetext — Die Buchhorst; Schlacken der Jasenitzer Mönche
- Bd. 2, S. 860 Lesetext — Sumpfig und niedrig; kein anderes Metall
- Bd. 2, S. 861 Lesetext — Rat: Rennwerk, nicht Hochofen; Pech aus Kiefernstöcken
Kassel
heute: Kassel, HessenWirkungsort (ein Besuch ist in der Salzbibel nicht beschrieben) 1567–1589 auf der Karte
Sitz des Landesherrn. Von Kassel aus erging am 24. Februar 1567 der Auftrag zum Erbbuch und am 28. Juni 1568 die Reiseinstruktion. Im Kasseler Archiv lag schon vor der Reise eine Abschrift der Halleschen Salzordnung.
- Bd. 2, S. 731 Lesetext — Instruktion, unterzeichnet zu Kassel, 28. Juni 1568
- Bd. 2, S. 804 Lesetext — Die Hallesche Ordnung „im Archiv zu Kassel vorhanden“
- Bd. 2, S. 1031 Lesetext — Georg Gercke probiert Salz zu Kassel im Weißenhof
- Bd. 2, S. 1032 Lesetext — Bericht über Asphalt aus Steinkohlen, 1572
- Bd. 3, S. 28 Lesetext — Auftrag zum Erbbuch, gegeben zu Kassel, 24. Februar 1567
Kassel
Hessen: Regierung, Städte, Absatz in der Salzbibel genannt
Der Sitz der Regierung: Statthalter und Räte, an die alle Berichte gehen, die Salzfaktorei, der zweite Salzgraf, der dort wohnen soll, der Weinschank im Rathaus, der vom Salzgeld gespeist wird. Das Salz kommt zu Schiff für 18 Albus die Pfanne; „Summe aller Kosten, die jetzt Anno 85 auf eine Pfanne Salz bis nach Kassel gehen — 11 Gulden 25 Albus 9 Heller“.
Im Volltext: Bd. 1, S. 91, 93, 96, 97, 103, 104, 109, 137 (und 245 weitere Seiten; 253 Seiten insgesamt)
Klempenow
heute: Burg Klempenow (Breest), Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Amtssitz des Hauptmanns Busso von Rammin. Hier hört Rhenanus, dass in Greifswald einst Salz gesotten wurde; auf der fünften Reise ist Klempenow Ausgangspunkt für das Golchener Feld.
- Bd. 2, S. 848 Lesetext — Holz bei Klempenow; Senken bei Golchen im Amt Klempenow
- Bd. 2, S. 853 Lesetext — Busso von Rammin; Sole zu Greifswald
- Bd. 2, S. 877 Lesetext — Nach Klempenow gewandt; zum Golchener Feld
Koblentz und Krugsdorf
heute: Koblentz und Krugsdorf (Vorpommern-Greifswald), Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Der Anlass der Reise: die Gruben, die Meister Hans Fritz im Vorjahr nach Sole gesenkt hatte. Am 17. April besichtigt Rhenanus sie, schöpft Sole — die beste hält ein Lot — und urteilt, dass hier „nimmermehr … ein einziger Pfennig verbaut werde“.
- Bd. 2, S. 848 Lesetext — Hans Fritz senkt bei Koblentz, Krugsdorf und Golchen
- Bd. 2, S. 849 Lesetext — Je tiefer, desto mehr wildes Wasser
- Bd. 2, S. 863 Lesetext — Die Gruben besichtigt, 17. April; Moor und Seen
- Bd. 2, S. 864 Lesetext — Kein einziger Pfennig; nur einlötig
- Bd. 2, S. 865 Lesetext — Der Flederbach
- Bd. 2, S. 867 Lesetext — Die Probe am Osterdienstag: ein Lot
Kösen
heute: Bad Kösen (Naumburg), Sachsen-AnhaltReise 1568 (und 1569) 1568 auf der Karte
Ein wüst liegendes Werk: Herzog Georg hatte den Brunnen über 40 Ellen tief gesenkt, das wilde Wasser überwältigte die Arbeiter. Rhenanus versucht, die Sole mit einem Krüglein an einer Leine aus der Tiefe zu holen — der Krug zerbricht am Strick.
- Bd. 2, S. 791 Lesetext — Herzog Georgs Brunnenbau vor 50 Jahren
- Bd. 2, S. 792 Lesetext — Das wilde Wasser überwältigt die Arbeiter
- Bd. 2, S. 793 Lesetext — Der Krug zerbricht am Strick
Kösen und Weißenfels
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Der verlassene Brunnen, den Herzog Georg von Sachsen fünfzig Jahre zuvor vergeblich abgeteuft hatte — je tiefer, desto mehr wildes Wasser. Rhenanus’ Krug zerbrach am Strick, ehe er Sole heraufholen konnte (Bd. 2, S. 791–793).
Leimbach
heute: Leimbach (Mansfeld), Sachsen-AnhaltReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Zwischenstation auf dem Weg nach Pommern. In Leimbach in der Grafschaft Mansfeld sucht Rhenanus Georg von Verbentin auf, den Oberaufseher der Grafschaft, der ihn dem Herzog empfohlen hatte, und erkundigt sich „über allerlei Verhältnisse im Land zu Pommern“.
- Bd. 2, S. 850 Lesetext — Georg von Verbentin empfiehlt hessische Leute
- Bd. 2, S. 852 Lesetext — Leimbach: Gespräch mit Verbentin, 10. März 1584
- Bd. 2, S. 874 Lesetext — Der Sandstein nach Mansfeld zur Probe
Lippoldsberg und Rommershausen
Die Region: Wälder, Ämter, Hütten in der Salzbibel genannt
Die Eisenhütten. „Die Eisenhütte, auf der diese Bleche gemacht werden, heißt Rommershausen; sie ist aber nunmehr nach Lippoldsberg verlegt.“ Dort werden die Pfannenbleche, die Roste und die Zwingen gegossen; der Zentner Gusseisen kostet 28 Albus.
Im Volltext: Bd. 1, S. 54; Bd. 2, S. 492, 511, 565, 579, 891, 943, 959 (und 3 weitere Seiten; 11 Seiten insgesamt)
Loitz
heute: Loitz, Mecklenburg-VorpommernReise 1584 nach Pommern 1584 auf der Karte
Am 15. bis 17. Mai die Ämter Loitz, Grimmen und Tribsees mit dem Hauptmann Hartwig Moltzow und dem Rentmeister Marx Milow durchzogen: flaches, sandiges, sumpfiges Land — „dass an diesen Orten jemals ein Bergwerk oder Salzwerk erbaut werden könnte“, findet Rhenanus keinen Anhalt.
- Bd. 2, S. 882 Lesetext — Heinrichshagen; die Ämter Loitz, Grimmen und Tribsees
- Bd. 2, S. 883 Lesetext — Flaches, sandiges Land; Schluss des Berichts
Lothringen, Schwäbisch Hall, Worms
Der Fernhandel und die weite Welt in der Salzbibel genannt
Randnotizen aus der Ferne: Heinz von Lutter berichtet 1550 von lothringischen Salzbrunnen im Moorgrund; ein Verdingzettel mit einem Meister aus Schwäbisch Hall liegt im Archiv; und das Wormser Viertel ist das Eichmaß, auf das das Sooder Salzmaß bezogen wird.
Im Volltext: Bd. 1, S. 193; Bd. 2, S. 127, 144, 496, 529, 545, 706, 707 (und 17 weitere Seiten; 25 Seiten insgesamt)
Lüneburg
heute: Lüneburg, NiedersachsenWirkungsort (ein Besuch ist in der Salzbibel nicht beschrieben) 1552–1576 auf der Karte
Die reichste Sole, die man kannte, und das Vorbild der bleiernen Pfannen. Die Instruktion von 1568 nennt Lüneburg als Ziel; das Reisebuch beschreibt keinen Besuch. Rhenanus besaß aber einen Bericht der drei Sülzmeister und eine eigene Aufzeichnung über die Lüneburger Sole.
- Bd. 2, S. 425 Lesetext — Die Lüneburger Sole, die allerreichste
- Bd. 2, S. 428 Lesetext — Ein Lüneburger Salzknecht
- Bd. 2, S. 729 Lesetext — Lüneburg als Ziel der Instruktion
- Bd. 2, S. 828 Lesetext — Georg Rose, Kunstmeister von Lüneburg
- Bd. 2, S. 924 Lesetext — Rat, einen Lüneburger Salzknecht zu holen, 1552
- Bd. 2, S. 994 Lesetext — Georg Rese, Sülzmeister zur Zelle
Lüneburg
Die auswärtigen Salzwerke in der Salzbibel genannt
Das Werk mit der reichsten Sole und den bleiernen Pfannen. Das Gutachten der Sooder Beamten von 1551 sagt dem Landgrafen, warum das hier nicht geht: „Weil die Salzsole zu Lüneburg, wo die bleiernen Pfannen gebraucht werden, die allerreichste Sole ist, die man hierum kennt“, während die Sooder Pfanne lange über dem Feuer steht und das Blei „die Hitze, wenn es der Feuchtigkeit der Sole entblößt ist, nicht ertragen kann und verbrennen wird“. Das Reisebuch beschreibt Lüneburg nicht — die Instruktion von 1568 nannte es als Ziel, der Bericht bricht nach Groß Salza ab; das Archivverzeichnis nennt einen „Bericht der drei Sülzmeister zu Lüneburg“.
Im Volltext: Bd. 2, S. 424, 425, 426, 427, 428, 429, 729, 828 (und 4 weitere Seiten; 12 Seiten insgesamt)
Die Wege des Verfassers
Zwei Reisen sind aus Rhenanus’ eigener Feder überliefert: die Fahrt durch Thüringen, Sachsen und das Magdeburgische ab 1568 mit der Instruktion des Landgrafen, und die Reise nach Pommern 1584. Die Stationen beider Reisen — Sondershausen, Frankenhausen, Auleben, Artern, Sulza, Kösen, Halle, Aschersleben, Staßfurt, Groß Salza; Leimbach, Wolgast, Greifswald, Rügen, Usedom — sind auf der Karte Rhenanus’ Wirken verzeichnet, mit den Tagesdaten, soweit die Handschrift sie nennt. Diese Seite hier nennt nur, was die Orte für die Salzbibel bedeuten; die Wege selbst gehören auf die Karte.
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